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(4.16/5)  1  Ex-Polizistin nach Tötung eines Schwarzen für schuldig befunden

Acht Monate nach dem tödlichen Schuss auf einen jungen Afroamerikaner hat ein Gericht in der US-Stadt Minneapolis die Ex-Polizistin Kim Potter schuldig gesprochen. … 2021-12-23 22:22 2KB www.stern.de

(3.18/5)  2  Oliver Kahn erklärt Plan: So geht es mit dem Katar-Sponsoring beim FC Bayern zunächst weiter

Der FC Bayern München und das Katar-Sponsoring: Zuletzt sorgte der Vertrag mit der Fluglinie Qatar Airways für großen Streit. Jetzt hat sich Bayern-Boss Oliver Kahn in der Causa erneut zu Wort gemeldet - und einen Plan skizziert, wie es mit dem Sponsoring zunächst weitergeht. 2021-12-23 21:09 2KB www.sportbuzzer.de

(3.10/5)  3  Trump zieht im Streit um Unterlagen vor Oberstes Gericht

Ex-US-Präsident Donald Trump setzt auf den Supreme Court, um eine Herausgabe von Unterlagen zu verhindern, die die Attacke auf das Kapitol im Januar aufklären sollen. Die Richter müssen urteilen, ob Trump auch nach Ende seiner Amtszeit die Veröffentlichung untersagen kann. 2021-12-23 20:59 2KB www.welt.de

(3.09/5)  4  Schreiben gegen den Schmerz: US-Autorin Joan Didion gestorben

Berühmt wurde Joan Didion mit Reportagen über die Hippies in San Francisco. Außerdem schrieb die US-Autorin Romane, D. 2021-12-23 20:38 5KB www.tt.com

(2.10/5)  5  Lasse Andersson verlängert bei den Füchsen

Vor dem Spiel gegen Balingen verlängern die Füchse mit dem dänischen Weltmeister. Seine sechs Treffer reichen nur zu einem Unentschieden. 2021-12-23 21:31 2KB www.tagesspiegel.de

(2.04/5)  6  ARD sagt Florian Silbereisens „Schlagerchampions“-Show wegen Corona ab

Am 15. Januar sollte eigentlich die „Schlagerchampions“-Liveshow im Ersten gezeigt werden. Doch der Sender sagt das Event mit Florian Silbereisen nun wegen der Corona-Lage ab. Stattdessen soll eine kleinere Ersatzsendung auf die Beine gestellt werden. 2021-12-23 22:08 1KB www.rnd.de

(2.04/5)  7  Corona-Ticker: Spanien, Portugal und die USA werden Hochrisikogebiete

Die Einstufung gilt ab Sonnabend. Österreich wird dagegen von der Risikoliste gestrichen. Mehr Corona-News im Live-Ticker. 2021-12-23 21:09 30KB www.ndr.de

(2.04/5)  8  Handball - SC Magdeburg schlägt Hamburg 34:26 - Berlin patzt

Die Bundesliga-Handballer des SC Magdeburg haben sich auch vom starken Aufsteiger HSV Hamburg nicht aufhalten lassen. 2021-12-23 20:59 2KB www.t-online.de

(1.11/5)  9  4:3 gegen Schwenningen: Eisbären bleiben DEL-Tabellenführer

Die Eisbären Berlin haben ihr letztes Spiel vor Weihnachten gewonnen und bleiben Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Am Donnerstagabend siegte 2021-12-23 22:11 1KB www.t-online.de

(1.05/5)  10  Luke Mockridge kündigt überraschend eine Tour für 2022 an

Luke Mockridge will im nächsten Jahr auf die Bühne zurückkehren. Der Komiker kündigte am Donnerstag in einem Video auf seinem Instagram-Account eine Tournee an. 2021-12-23 21:31 1KB www.t-online.de

(1.05/5)  11  "Schauen, ob man nicht 1G machen muss"

Was die kürzlich verschärften Corona-Maßnahmen gegen die neue Variante ausrichten, wird sich noch zeigen. "Omikron schreibt die Regeln", sagt Christian Drosten und kann sich als mögliche Verschärfung auch 1G vorstellen. In einem Interview spricht der Virologe zudem über Versäumnisse von Politik und Medien. 2021-12-23 18:29 6KB www.n-tv.de

(1.03/5)  12  Assange legt Berufung ein gegen mögliche Auslieferung an die USA

Ein Gericht in London hatte das Verbot der Auslieferung von Julian Assange an die USA kürzlich aufgehoben. Dagegen wehrt sich der in London Inhaftierte nun. 2021-12-23 22:18 2KB www.tagesspiegel.de

(1.02/5)  13  Eisregen sorgt für Massencrash auf der A6

Auf der A6 setzt am Abend Eisregen ein. Die Folge: Dutzende Fahrzeuge geraten auf der glatten Fahrbahn in eine Massenkarambolage. Nach ersten Informationen soll es auch Verletzte geben. 2021-12-23 22:41 1KB www.n-tv.de

(1.02/5)  14  Im März droht der Kollaps der Intensivstationen durch Omikron

Zurzeit sinkt die Zahl der Covid-Intensivpatienten. Experten aber warnen: Das habe einen bitteren Grund – und der Trend werde sich schon sehr bald umkehren. 2021-12-23 22:40 4KB www.t-online.de

(1.02/5)  15  Bericht: Massencrash mit 50 Autos auf der Autobahn

Tückische Glätte in Bayern: Auf der Autobahn bei Amberg soll es am Abend zu einer Massen-Karambolage gekommen sein. Laut dem Bericht sollen mehrere Personen verletzt worden sein. 2021-12-23 22:21 1KB www.t-online.de

(1.01/5)  16  Italien verhängt wieder Maskenpflicht im Freien

Angesichts zunehmender Corona-Neuinfektionen wird in Italien das Tragen von Masken im Freien wieder Pflicht. Dies kündigte am Donnerstagabend Gesundheitsminister Roberto Speranza an, einen konkreten Zeitpunkt … 2021-12-23 22:37 2KB www.stern.de

(1.01/5)  17  Nach Tumor-Behandlung: Fußball-Legende Pelé aus Krankenhaus entlassen

Die brasilianische Fußball-Legende Pelé darf Weihnachten im Kreis der Familie verbringen. Der 81-Jährige ist am Donnerstag aus dem Krankenhaus in São Paulo entlassen … 2021-12-23 22:24 949Bytes www.haz.de

(1.01/5)  18  Darts-Weltmeisterschaft: Clemens mit klarem Auftaktsieg - Nun gegen Clayton

Deutschlands bester Darts-Profi Gabriel Clemens hat den Auftakt bei der Weltmeisterschaft in London souverän gemeistert und die dritte Runde erreicht. 2021-12-23 22:06 2KB www.t-online.de

(1.01/5)  19  Deutschland und Verbündete verurteilen Einsatz russischer Söldner in Mali

Die Regierung von Mali heuert Söldner der Wagner-Truppe an, die als „Putins Schattenarmee“ gilt. Westliche Regierungen machen Russland Vorhaltungen. 2021-12-23 21:12 1KB www.tagesspiegel.de

(1.01/5)  20  Impfpflicht bei Berliner Feuerwehr ab Mitte März

Bei der Berliner Feuerwehr gilt ab 15. März eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Darauf hat Landesbranddirektor Karsten Homrighausen alle Beschäftigten in 2021-12-23 21:01 1KB www.t-online.de

(1.01/5)  21  Leipziger Handballer feiern zweiten Auswärtssieg

Lübbecke (dpa/sn) – Die Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig haben sich kurz vor Weihnachten mit einem Auswärtssieg mit euinem Auswärtssieg 2021-12-23 20:55 1KB www.t-online.de

(1.01/5)  22  Schneefall in Schleswig-Holstein sorgt für rund 150 Verkehrsunfälle

Kaum schneit es, bricht Chaos aus: In Schleswig-Holstein bereitet das Wetter Autofahrern und -fahrerinnen Probleme. Es kommt in dem Bundesland in der Folge zu rund 150 Unfällen. Im Bereich um Lübeck ist besonders die A1 betroffen. 2021-12-23 19:59 1KB www.rnd.de

(0.14/5)  23  Eisbären führen 2:1 gegen Schwenningen - jetzt live im Blog

Eisbären verlieren 2:3 nach Penaltyschießen in Wolfsburg+++Drei Punkte zum 4. Advent +++ 5:1-Sieg bei den Krefeld Pinguinen+++ Mehr im Blog 2021-12-23 19:03 793Bytes www.tagesspiegel.de

(0.03/5)  24  Corona-Ampel: Kommission erwartet Anstieg zum Jahreswechsel

Politik und Virologen erwarten eine neue Welle an Infektionen mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus. Noch fällt der Trend in allen Bundesländern, doch schon in den nächsten Wochen könnte. 2021-12-23 20:42 4KB www.diepresse.com

(0.02/5)  25  Aktien New York Schluss: Anleger vor Weihnachten in Kauflaune

Die Anleger am US-Aktienmarkt haben sich kurz vor Weihnachten in Kauflaune gezeigt. 2021-12-23 22:23 2KB www.t-online.de

(0.02/5)  26  Darts-WM 2022: Gabriel Clemens dominiert und kommt weiter – Gegner steht fest

Nach seiner Top- Leistung bei der WM im letzten Jahr ist Gabriel Clemens die größte deutsche Darts-Hoffnung. Auch in diesem Jahr startete er mit einem Sieg. 2021-12-23 21:59 4KB www.t-online.de

(0.02/5)  27  Großbrand in Patsch: Zwei Wohnhäuser und Tenne in Flammen

Am späten Donnerstagnachmittag brach in einem mehrere hundert Jahre alten Bauernhaus ein Feuer aus. Die Flammen griff. 2021-12-23 21:47 2KB www.tt.com

(0.02/5)  28  Schwangere Helene Fischer: Hurra, es wird ein Mädchen!

Die emotionalsten Geschenke sind die selbst gemachten. Schlager-Königin Helene Fischer wird bald Mama! BILD weiß, was es wird! 2021-12-23 21:30 1KB www.bild.de

(0.02/5)  29  „Das Land versinkt für drei Wochen in der Unwissenheit“

Infektionszahlen werden in den kommenden Wochen nur lückenhaft erfasst. Dabei wollen Bund und Länder schon Anfang Januar über den künftigen Pandemie-Kurs entscheiden. Weltärzte-Chef Montgomery sagt, die Daten ermöglichten unterschiedlichste Interpretationen – auch viele falsche. 2021-12-23 20:31 1KB www.welt.de

(0.02/5)  30  Neue Hinweise auf mildere Omikron-Verläufe

Forscher nennen die Ergebnisse "ermutigend": Zwei britische Studien scheinen die südafrikanischen Beobachtungen von milderen Omikron-Krankheitsverläufen zu bestätigen. Dennoch warnen die Experten vor voreiligen Hoffnungen. 2021-12-23 20:16 5KB www.tagesschau.de

 31  Als extremistisch eingestuft: Belarus geht gegen Dienst von Radio Free Europe vor

Belarus setzt sein Vorgehen gegen unabhängige Medien fort. Dieses Mal betroffen ist ein lokaler Dienst des von den USA finanzierten Radio Free Europe. Dieser wurde als extremistisch eingestuft – und gehört damit zu einer Gruppe von 300 derart eingestuften Medien in Belarus. 2021-12-23 22:44 2KB www.rnd.de

 32  Mediziner verrät - 2022 könnte der Anti-Krebs-Piks kommen!

Ein kleiner Piks für den Patienten, ein revolutionärer Fortschritt für die Krebsmedizin!Seit Jahrzehnten hoffen Forscher, endlich eine Impfung gegen Krebs zu entwickeln. Prof. Thomas Seufferlein (58), Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, verriet jetzt gegenüber BILD: „2022 könnte der erste Krebs-Impfstoff zugelassen werden!“In BILD erklärt er, welche Krebsart schon im nächsten Jahr mit einem mRNA-Impfstoff behandelt werden könnte. *** BILDplus Inhalt *** 2021-12-23 22:43 1KB www.bild.de

 33  Baby überlebt 2 Tage allein im Wald

In einem entlegenen Waldgebiet finden Siedler dieses Neugeborene. Der Körper ist mit Insekten und Würmern übersäht. Doch das Baby ist am Leben … 2021-12-23 22:43 848Bytes www.bild.de

 34  Neue Medikamente und Booster-Boom - Das macht Corona-Weihnachts-Hoffnung

Pünktlich zum Fest: Hoffnungs-Meldungen in dunklen Omikron-Zeiten! 2021-12-23 22:39 3KB www.bild.de

 35  Gabriel Clemens ohne Probleme gegen den harmlosen „Prince of Wales“

Gabriel Clemens steht in der dritten Runde der Darts-WM. Mit dem Sieg gegen einen enttäuschenden Gegner sprang der Saarländer in der Weltrangliste auf Platz 19. Nach Weihnachten kommt es nun zum deutschen Tag bei der Darts-WM. 2021-12-23 22:34 4KB www.welt.de

 36  National League: Die ZSC Lions bezwingen die SCL Tigers 3:2 n. V.

Neuigkeiten, Spiele und Resultate aus der National League gibt es in «National League kompakt». 2021-12-23 22:30 3KB www.nzz.ch

 37  Weihnachtsmann darf nach Vorlage von Impfnachweis und Negativ-Test nach Kanada

Ho ho ho, die Kinder in Kanada können aufatmen: Sie müssen in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht auf den Weihnachtsmann verzichten. Santa Claus … 2021-12-23 22:26 1KB www.stern.de

 38  Wir bringen den Kindern Geschenke - Drei Flut-Engel fürs Ahrtal

Viele Familien im Ahrtal (Rheinland-Pfalz) verloren bei der Jahrhundertflut im Juli mit mehr als 180 Toten und unzähligen zerstörten Häusern alles. 2021-12-23 22:23 3KB www.bild.de

 39  Star verspricht den Fans ein neues Lied

Nachdem Britney Spears (40) nach 13 langen Jahren aus der Vormundschaft ihres Vaters entlassen worden ist, kann sie wieder frei über ihr Handeln entscheiden. Ganz … 2021-12-23 22:16 1KB www.stern.de

 40  Lesen Sie zeit.de mit Werbung oder im PUR-Abo. Sie haben die Wahl.

Visit zeit.de as usual with ads and tracking. Details about how we use tracking can be found in our Privacy Policy and in the Privacy Center . … 2021-12-23 22:14 885Bytes www.zeit.de

 41  Rekrutiert Mali russische Söldner? Vorwürfe gegen Militärregierung des Krisenstaats

Ein möglicher Einsatz russischer Söldner in Mali hatte bereits im vergangenen September für Aufregung gesorgt. Nun erheben Deutschland, Frankreich, Großbritannien und weitere Länder Vorwürfe gegen die Militärregierung Malis. Aber auch Russland rufen sie dazu auf, „zu einem verantwortungsvollen und konstruktiven Verhalten in der Region zurückzukehren“. 2021-12-23 22:03 3KB www.rnd.de

 42  Corona I Omikron in allen Bundesländern angekommen

Nach wie vor macht die Delta-Variante den größten Anteil der Neuinfektionen in Deutschland aus. Doch Omikron breitet sich aus – und ist mittlerweile in allen Bundesländern angekommen. Alle Infos im Newsblog. 2021-12-23 22:01 141KB www.t-online.de

 43  Die Frau mit den riesentraurigen Augen

Joan Didion schrieb schonungslose Reportagen über Hippies, Kalifornien und Präsidentschaftswahlkämpfe. Ihr größter Erfolg aber wurde ein Buch über Trauer. Nun ist die US-Schriftstellerin im Alter von 87 Jahren gestorben. Ein Nachruf auf die große Essayistin. 2021-12-23 21:54 6KB www.welt.de

 44  Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein bleibt konstant

In Schleswig-Holstein sind am Donnerstag 867 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden. Das sind acht Fälle mehr als eine Woche zuvor, als 859 Fälle … 2021-12-23 21:47 1KB www.stern.de

 45  Rodel krachte in Sölden gegen Bretterwand: 58-Jähriger verletzt

Auf der Rodelbahn am Gaislachkogel kam es am Donnerstag zu einem Rodelunfall. Ein 58-Jähriger musste mit dem Notarzth. 2021-12-23 21:46 1KB www.tt.com

 46  Omikron und die Folgen weltweit

Das Auftreten der Corona-Omikron-Variante hat die Pandemie-Lage weltweit verschärft. In vielen Ländern ist Omikron schon jetzt vorherrschend. Eine Sondersendung von tagesschau24 dazu können Sie hier noch einmal sehen. 2021-12-23 21:43 732Bytes www.tagesschau.de

 47  FC Barcelona: Wie es bei Ex-BVB-Star Ousmane Dembélé weiter geht

Seit 2017 spielt Ousmane Dembélé beim FC Barcelona. 2022 läuft sein Vertrag dort aus. 2021-12-23 21:43 2KB www.bild.de

 48  Der sterbende Glanz und die Sechziger

Erst die „Vogue“ und der „New Journalism“, dann besondere Trauerbücher: Die große Essayistin und Schriftstellerin Joan Didion ist gestorben. Ein Nachruf. 2021-12-23 21:41 4KB www.tagesspiegel.de

 49  Spiegel will Kündigungsschutz für Eltern nach der Geburt verlängern

Die neue Familienministerin Anne Spiegel will, dass Eltern nach der Geburt beruflich deutlich länger gesichert sind. Nicht die einzige Entlastung für Familien. 2021-12-23 21:39 2KB www.tagesspiegel.de

 50  6:2-Sieg: Die Haie gaben in Znojmo eine ganz starke Antwort

Nach drei Niederlagen in Serie feierten die Innsbrucker Haie am Donnerstag einen furiosen 6:2-Auswärtssieg ein. Nach . 2021-12-23 21:34 2KB www.tt.com

 51  Ein großer Hund mit großem Herz sorgt für Chaos

Einsendeschluss: 2. Jänner 2022 2021-12-23 21:31 2KB www.tt.com

 52  Islamwissenschaftlerin: „Selbst gläubige Muslime freuen sich über Weihnachten“

Weihnachtslieder, geschmückter Tannenbaum und die Geburt Jesu: Für den Großteil der Deutschen mag dies alles zu Weihnachten gehören. Doch wie verbringen muslimische Familien die Feiertage? Wie erleben sie Weihnachten? Ein Gespräch mit der Islamwissenschaftlerin, Autorin und Politikerin Lamya Kaddor. 2021-12-23 21:30 5KB www.rnd.de

 53  Neue Hemden, Fräcke und Blusen: Bundestag kleidet Saaldiener neu ein

Änderungen in Design und Qualität sind nicht geplant. 2021-12-23 21:28 1KB www.bild.de

 54  NBA-Legende Dennis Rodman von Polizei aus Flugzeug geholt

Er prägte über eine lange Zeit hinweg den amerikanischen Basketball. In den vergangenen Jahren sorgte er aber nur noch außerhalb des Sports für Schlagzeilen. So wie aktuell auch wieder. 2021-12-23 21:26 1KB www.t-online.de

 55  150 000 Klicks für ihren Stollen! Oma Edith (93) ist ein YouTube-Star!

Ur-Oma Edith Müller aus Unterwellenborn ist Thüringens wohl ältester Internet-Star! 2021-12-23 21:17 1KB www.bild.de

 56  Diese Corona-Regeln gelten aktuell in den einzelnen Bundesländern

Die Omikron-Variante des Coronavirus hat zuletzt die Debatte um neue Maßnahmen in der Pandemie bestimmt. Am vergangenen Dienstag haben Bund und Länder neue Maßnahmen beschlossen, die ab 28. Dezember gelten sollen – doch manch ein Bundesland ist schneller. Was gilt in Ihrem Bundesland? Eine Übersicht. 2021-12-23 21:12 19KB www.rnd.de

 57  Weihnachtsverkehr: Warnung vor gefährlicher Glätte

Corona, Staus und volle Züge: Reisende stehen auch in diesem Jahr zu Weihnachten vor größeren Herausforderungen. Zudem droht gefährliche Glätte im ganzen Norden. 2021-12-23 21:11 5KB www.ndr.de

 58  Stadt verkleidet Blitzer als Rentierschlitten: Keine Fotos an Weihnachten

Na, das ist doch mal ein Weihnachtsgeschenk: Die Stadt Lahr in Baden-Württemberg verwandelt einen mobilen Blitzer in einen Rentierschlitten. Der sieht nicht nur hübsch aus, sondern macht an den Weihnachtstagen auch keine Fotos von Verkehrssündern. „Fahrt bitte trotzdem langsam und rücksichtsvoll“, so die Bitte dazu. 2021-12-23 21:09 1KB www.rnd.de

 59  Rechnung kommt nicht?: Der ganz legale Kellner-Trick

Es gibt Regeln und Gesetzmäßigkeiten, die kaum jemand kennt. Die BILD-Redaktion hat gesammelt:Das ist mein Recht, wenn der Kellner nicht die Rechnung bringt. So gibt es eine Woche bezahlten Zusatz-Urlaub. Als Autofahrer darf ich bei Parkscheiben legal tricksen – so steht’s in der Straßenverkehrsordnung (StVO). Diese und vier weitere überraschende Regeln lesen Sie mit BILDplus. *** BILDplus Inhalt *** 2021-12-23 21:05 1KB www.bild.de

 60  Zehn Mitarbeiter eines Unternehmens mit gefälschtem Impfpass aufgeflogen

Zehn Kollegen aus dem Kreis Osnabrück haben ihren Impfpass gefälscht. Sie waren zuvor in einer Apotheke mit falschen Zertifikaten aufgefallen. Die Polizei ermittelt nun gegen … 2021-12-23 21:04 2KB www.haz.de

 61  Ernst Molden: Gospel nach Altwiener Art

Vom Wasser in Simmering zum Evangelium: Ernst Molden und sein virtuoses Frauenorchester zelebrierten schirche Worte und schöne Gefühle im Porgy & Bess. 2021-12-23 21:00 1KB www.diepresse.com

 62  Queen Elizabeth plant neue Trauerfeier für Prinz Philip

Vor rund acht Monaten ist Prinz Philip im Alter von 99 Jahren gestorben. Jetzt hat der Buckingham-Palast mitgeteilt, dass es im nächsten Jahr eine Trauerfeier geben soll. Offenbar auf Wunsch von ganz oben. 2021-12-23 20:59 2KB www.t-online.de

 63  Assanges letzte Chance? Anwälte bereiten Berufung gegen Gerichtsurteil über mögliche Auslieferung vor

Vor wenigen Wochen hatte ein Londoner Berufungsgericht das Auslieferungsverbot für Wikileaks-Gründer Julian Assange an die USA aufgehoben. Dessen Anwälte bereiten nun juristische Schritte für einen Einspruch gegen das Urteil vor. Assange sitzt nunmehr seit zwei Jahren in einem britischen Hochsicherheitsgefängnis. 2021-12-23 20:56 3KB www.rnd.de

 64  Sie sollen verstören: Die absurden Outfits aus "Emily in Paris"

"Mein Motto für diese Staffel und die letzte war immer: 'Zu viel guter Geschmack ist langweilig.' Mein Markenzeichen ist der Eklektizismus und die Vermischung … 2021-12-23 20:56 1KB www.stern.de

 65  Füchse Berlin spielen nur Remis gegen Balingen-Weilstetten

Die Füchse Berlin haben in der Handball-Bundesliga den Sprung auf Platz zwei verpasst. Am Donnerstagabend kamen die Berliner vor 2500 Zuschauern in der 2021-12-23 20:54 1KB www.t-online.de

 66  Frankreich verzeichnet höchste Zahl an Neuinfektionen seit Beginn von Pandemie

In Frankreich sind innerhalb eines Tages mehr als 90.000 Corona-Neuinfektionen registriert worden und damit so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. … 2021-12-23 20:53 1KB www.stern.de

 67  Der Coronavirus-Blog

Gute Botschaft für Tirol: Deutschland wird die Einstufung Österreichs als Hochrisikogebiet bereits ab 25. Dezember zu. 2021-12-23 20:45 1KB www.tt.com

 68  Italien und Frankreich melden Höchstwerte

Omikron erobert Europa: In Spanien und Portugal herrscht die hochansteckende Variante bereits vor, doch auch Italien und Frankreich melden inzwischen Höchstwerte. In Deutschland ist Delta noch dominant, doch B.1.1.529 ist längst in allen Bundesländern vertreten. 2021-12-23 20:45 4KB www.n-tv.de

 69  Sieg zum Jahresabschluss: Götze-Team PSV Eindhoven ist Wintermeister

Die PSV Eindhoven überwintert in der niederländischen Eredivisie auf Platz eins. Im letzten Spiel vor der Winterpause gelang dem Team von Ex-DFB-Star Mario Götze ein Heimsieg gegen die Go Ahead Eagles Deventer. 2021-12-23 20:41 2KB www.sportbuzzer.de

 70  Warum jede Beleidigung ein Einzelfall bleiben muss

Das wegen Rassismus-Vorwürfen abgebrochene Drittligaspiel zwischen Duisburg und Osnabrück wird wiederholt. Diese Entscheidung ist richtig, birgt aber auch Brisanz: Werden Beleidigungen zum Stilmittel? Ein Kommentar von Olaf Jansen. 2021-12-23 20:38 3KB www.tagesschau.de

 71  NRW ist zu zögerlich im Kampf gegen Omikron

Meinung NRW stoppt Großveranstaltungen. Warum so spät? Auch die 2G-Regel muss ausgeweitet werden. … 2021-12-23 20:35 2KB rp-online.de

 72  USA offen für Gespräche mit Moskau im Januar - geben aber keine Details preis

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Gespräche mit den USA im kommenden Januar schon angekündigt. Soweit ist Washington noch nicht, signalisiert aber Bereitschaft. Details habe man aber noch nicht festgelegt, lässt das Weiße Haus verlauten. 2021-12-23 20:31 2KB www.rnd.de

 73  Angeberwissen zu „Aschenbrödel“ - Wissen Sie, was eine POPELKU ist?

Wenn Sie an Heiligabend den Fernseher einschalten, dann sind die Chancen riesig, im märchenhaften Schneetreiben zu versinken.Gleich sechs Mal läuft der Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ allein an Heiligabend. Und wer dann daheim an den besinnlichen Weihnachtsfeiertagen mit Angeberwissen glänzen will, sollte sich die nächsten Sätze ganz genau durchlesen.Was Sie über „Popelku“ wissen müssen und welche Rolle Schauspielerin Simone Thomalla (56) und ihr Vater für den Kultfilm spielen, erfahren sie hier mit BILDplus. *** BILDplus Inhalt *** 2021-12-23 20:30 1KB www.bild.de

 74  Nach Abbruch wegen Rassismus: Duisburg - Osnabrück wird wiederholt

Das wegen einer rassistischen Beleidigung abgebrochene Drittligaspiel zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück wird wiederholt. Das DFB-Sportgericht folgte damit einem gemeinsamen Antrag der beiden Clubs. 2021-12-23 20:29 3KB www.ndr.de

 75  Trotz "Corona-Dauerwelle": Ungeimpften die Haare schneiden, bleibt in Sachsen auch im Freien illegal

Viele Betriebe leiden seit Beginn der Corona-Pandemie unter sinkenden Umsätzen und Kundenschwund. Die aktuell in Sachsen geltenden 2G- und 3G-Regelungen, die das weitere Ausbreiten … 2021-12-23 20:29 3KB www.stern.de

 76  will Corona-Pillen kaufen

Kurz nachdem die US-Arzneimittelbehörde dafür eine Notfallzulassung erteilt hat, bemüht sich die Bundesregierung um die Corona-Pille Paxlovid. Die Europäische Arzneimittelagentur prüft das Medikament noch. 2021-12-23 20:19 4KB www.tagesschau.de

 77  Multiroom: Musik in jedem Zimmer dank Sonos, Apple, Musiccast & Co

Überall Musik hören, das versprechen Multiroom-Lösungen wie Sonos, Musiccast oder Airplay 2. Wir stellen die Systeme vor und zeigen, worauf man vor dem Kauf achten sollte. | TechStage 2021-12-23 20:15 16KB www.techstage.de

 78  Corona: Dänemark führt Testpflicht bei Einreise ein

Wer nach Dänemark reist, muss - unabhängig vom Impfstatus - im Besitz eines negativen Corona-Tests sein. In Schleswig-Holsteins Nachbarland schnellen die Neuinfektionszahlen in die Höhe. 2021-12-23 20:13 3KB www.ndr.de

 79  Rund 320.000 Briefe nach Himmelpfort verschickt

Kinder haben im zweiten Corona-Winter ihre Sorgen und Wünsche mit dem Weihnachtsmann, Christkind und Nikolaus geteilt. Sie baten um ein Ende der Pandemie. 2021-12-23 20:07 3KB www.tagesspiegel.de

 80  So rittern Österreich und Ungarn um die besten Banken auf dem Balkan

Im zersplitterten Ex-Jugoslawien steht eine neue Konsolidierungswelle bei Banken bevor. Das schnelle Wachstum der Balkanstaaten mit Aussicht auf eine EU-Mitgliedschaft beflügelt die Fantasie. Wer. 2021-12-23 20:04 1KB www.diepresse.com

 81  Škoda Fabia oder Wie man das Ansehen des Kleinwagens hebt

Verblüffend geräumig und höchst umgänglich – nicht nur in der Stadt, auch auf der Langstrecke: Škodas feine neue Fabia-Generation. 2021-12-23 20:03 3KB www.diepresse.com

 82  Trump zwischen Politik, Pleite und Prozessen: Ein Überblick

Trotz seiner Niederlage im Kampf um eine zweite Amtszeit ist Donald Trumps Einfluss auf die amerikanische Politik immer noch enorm. Wie gross ist seine Chance auf ein Comeback? Und welche Gefahr droht ihm durch die Ermittlungen der Justiz? Ein Überblick. 2021-12-23 20:02 21KB www.nzz.ch

 83  HSV – Wegen Alidou-Wechsel: Boldt führt 1. Gespräch mit Frankfurt

Faride Alidou unterschreibt bis 2026 in Frankfurt. Kriegt der HSV noch eine Ablöse? Die Klubs sind in die Gespräche eingestiegen. 2021-12-23 20:01 2KB www.bild.de

 84  Lüttje Lage: Mein Ehrenamt

So bemerkenswert kann das Leben in Hannover sein: In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und lustigen Erlebnissen … 2021-12-23 20:00 2KB www.haz.de

 85  Israel: fast 30 Prozent mehr jüdische Einwanderer

Rund 4000 jüdische Neueinwanderer zogen 2021 aus den USA nach Israel – die höchste Zahl seit 1973. 2021-12-23 19:55 2KB www.nzz.ch

 86  Heiligabend, Weihnachten – gibt es da einen Unterschied? Ja, gibt es!

Alle Jahre wieder feiern wir Weihnachten. Das Weihnachtsfest beginnt … ja wann eigentlich? Und wie verhält es sich mit Epiphanias, Mariä Lichtmess, Christvesper und Christmette. Pastorin Meret Köhne erklärt die Hintergründe. 2021-12-23 19:46 3KB www.rnd.de

 87  „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ – so geht es weiter

Was passiert in den nächsten Folgen von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“? Mit unserer Vorschau sind Sie täglich informiert. 2021-12-23 19:40 6KB www.rnd.de

 88  Ho ho hmmmm! Was wissen Sie über traditionelle Weihnachtsessen?

Karpfen, Bratwurst, Raclette kommen hierzulande gerne am Heiligabend auf den Tisch. Aber kennen Sie auch Janssons Ver. 2021-12-23 19:38 1KB www.tt.com

 89  "Noch nichts Passendes gefunden": 96 hofft auf Abnehmer für aussortierten Twumasi

Als teures Missverständnis fristet Patrick Twumasi bei Hannover 96 ein Reservistendasein. Der Zweitligist will den Offensivmann gerne im Winter loswerden - doch die Suche nach einem Abnehmer gestaltet sich weiterhin als schwierig. 2021-12-23 19:36 1KB www.sportbuzzer.de

 90  Neue Folge "Eine Halbzeit mit." – Der RND-Fußball-Podcast mit Wolff Fuss

Der FC Bayern München geht mit neun Punkten Vorsprung auf die Konkurrenz als Tabellenführer in die Winterpause. Wer oder was kann den Rekordmeister noch stoppen? Und wie sieht die Weihnachtszeit im Hause Fuss aus? Über diese und andere Themen sprechen Kommentator Wolff Fuss und RND-Sportchef Heiko Ostendorp in einer neuen Folge des Fußball-Podcasts "Eine Halbzeit mit.". 2021-12-23 19:26 2KB www.sportbuzzer.de

 91  Im Kleinwalsertal sind die Einreiseregeln weniger streng – hier ist über die Feiertage viel los

Das Kleinwalsertal hat eine besondere Lage. Es liegt in Österreich, ist mit dem Auto aber nur von Deutschland aus zu erreichen. In Baad, ganz hinten … 2021-12-23 19:19 4KB www.stern.de

 92  Tragischer Unfall: Eishockey-Jugendspieler stirbt nach Sturz in Bande

Trauer im Eishockey: Der 18 Jahre alte Jugendspieler Niclas Kaus ist nach einem Unfall bei einem Eishockeyspiel gestorben. Sämtliche Profispiele in Deutschland über die Weihnachtstage beginnen mit einer Schweigeminute. 2021-12-23 19:12 1KB www.sportbuzzer.de

 93  Russland und Ukraine: das Wichtigste zur Krise im Überblick

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr löst Russland mit einem Truppenaufmarsch nahe der Grenze zur Ukraine grosse Besorgnis aus. Was ist über die Lage bekannt, und welche Interessen verfolgt Moskau? Ein Überblick. 2021-12-23 19:06 5KB www.nzz.ch

 94  „Berlin – Tag & Nacht“: So geht es weiter

Berlin, wie es weint und lacht: In der Serie „Berlin – Tag & Nacht“ dreht sich alles um das turbulente Leben junger Hauptstadtbewohner. Seit 2011 läuft die Daily Soap im Vorabendprogramm von RTL 2. Hier verraten wir, wie es in den nächsten Folgen weitergeht. 2021-12-23 19:04 6KB www.rnd.de

 95  „Alles was zählt“-Vorschau: So geht es in den nächsten Folgen weiter

Was passiert in den nächsten Folgen von „Alles was zählt“? Mit unserer Vorschau sind Sie immer im Bilde. 2021-12-23 19:04 3KB www.rnd.de

 96  Kommentar zur Autoindustrie: Misere lässt sich nicht kaschieren

Wegen des Chipmangels ist die Autoproduktion stark gesunken. Dadurch können die Hersteller zwar höhere Preise durchsetzen, aber das hilft nicht auf Dauer, meint Jens Heitmann. … 2021-12-23 18:49 1KB www.haz.de

 97  Die Leute sagen Danke und wünschen ein Frohes Fest!

Im neuen Jahr geht's weiter mit unseren Newslettern aus den zwölf Berliner Bezirken, wir freuen uns darauf und danken allen Leser:innen für Kritik, Lob und Anregungen. 2021-12-23 18:48 2KB www.tagesspiegel.de

 98  Richtig vorglühen für Weihnachten

Lust auf Glühwein? Die Chefin der Berliner Verbraucherzentrale hat ein Rezept – und Tipps, was Sie bei den Zutaten beachten sollten. 2021-12-23 18:47 3KB www.tagesspiegel.de

 99  Kleinkind verlässt alleine das Haus und erfriert

In der Nacht klettert ein zweijähriger Junge aus dem Bett und verlässt bei klirrender Kälte das Haus. Seine Eltern sind bei Nachbarn, ein Babyfon schlägt offenbar nicht an. Der Junge erfriert auf dem Weg. 2021-12-23 18:45 2KB www.n-tv.de

 100  Zum Jahresende wenig Versöhnliches

Rund 500 Journalisten hatten sich für die Jahrespressekonferenz von Russlands Präsident Putin angemeldet. Das Staatsfernsehen übertrug live. Es wurde ein politischer Rundumschlag - nach innen und nach außen. Von Andrea Beer. 2021-12-23 18:44 2KB www.tagesschau.de

 101  Gamestop und Sartorius top, Peloton und Zalando flop

Wer hätte gedacht, dass die Achterbahn-Aktie Gamestop das Jahr an der Börse als größter Gewinner beendet? Gerade die Gewinner des. 2021-12-23 18:37 1KB www.faz.net

 102  „Ich bin keine Impfgegnerin, keine Corona-Leugnerin“

In einer SWR-Sendung machte Kabarettistin Lisa Fitz falsche Angaben zu angeblichen Toten durch Corona-Impfungen. Nun nimmt sie bei Facebook Stellung. 2021-12-23 18:37 2KB www.tagesspiegel.de

 103  Überleben, um zu erzählen

Zofia Nałkowska schrieb als eine der Ersten literarisch über Konzentrationslager. 2021-12-23 18:37 1KB www.diepresse.com

 104  Despoten denken nie um

Andrej Platonow wandte sich gegen die totalitären Seiten des Kommunismus. Viele seiner Werke wurden erst während der Perestroika veröffentlicht. Sein unvollendeter Roman „Der makedonische Soldat“. 2021-12-23 18:37 1KB www.diepresse.com

 105  ++ Rekordzahl an Neuinfektionen in Frankreich ++

Frankreich meldet mit 91.608 Neuinfektionen einen neuen Höchststand. Die Omikron-Variante ist laut dem RKI inzwischen in allen Bundesländern nachgewiesen worden. Alle Entwicklungen im Liveblog. 2021-12-23 18:31 723Bytes www.tagesschau.de

 106  So kann Washington einen Propaganda-Erfolg Putins verhindern

Bei seiner alljährlichen Presse-Show hat der russische Präsident erneut Forderungen an den Westen gestellt. Nicht alles, was Putin sagt, muss man ernst nehmen. Doch bei einzelnen Punkten lohnt es sich für den Westen, ihm ein Stück entgegenzukommen. 2021-12-23 18:29 3KB www.welt.de

 107  Polizei ermittelt gegen Berliner (31) Mann bucht 150 Impftermine und legt System lahm

Ein Berliner soll mit übermäßig vielen Buchungen für Chaos in einem Impfzentrum gesorgt haben. 2021-12-23 18:25 2KB www.bild.de

 108  Die große Skepsis bei der Zuwanderung

In vielen europäischen Ländern plädiert eine große Mehrheit der Menschen für einen Kurswechsel in der Migration. Es gibt Zweifel an der Integrationsfähigkeit der Einwanderer. Nicht nur in Osteuropa werden Rufe nach dem Bau von Zäunen und Mauern lauter. 2021-12-23 18:25 1KB www.welt.de

 109  Neue Landesverordnung: Tanz in der Disko nur noch mit Maske

Clubs und Diskotheken dürfen in Schleswig-Holstein vom 28. Dezember an nur noch mit halber Kapazität öffnen. Das hat das Kabinett am Donnerstag in seiner neuen Corona-Landesverordung beschlossen. 2021-12-23 18:24 2KB www.ndr.de

 110  Tragödie einen Tag vor Weihnachten Mutter stirbt bei Unfall, Tochter (3) schwer verletzt

Einen Tag vor Weihnachten ist eine Familie im Salzlandkreis mit ihrem Auto verunglückt – die Mutter starb, die dreijährige Tochter überlebte schwer verletzt 2021-12-23 18:23 1KB www.bild.de

 111  Gold - der legendäre Inflationsschutz?

Gold gilt vielen Anlegern als Absicherung gegen Inflation. Den Beweis bleibt es aber bisher schuldig. Der legendäre Investor Warren Buffet hat für Barren aus dem glänzenden Edelmetall nur Häme übrig. 2021-12-23 18:21 5KB www.rnd.de

 112  "Gorch Fock": Klagt Ministerium gegen Ex-Werft-Manager?

Wegen der Kostenexplosion bei der Sanierung des Marineschulschiffs "Gorch Fock" will das Verteidigungsministerium laut dem Nachrichtenmagazin "Spiegel" Schadenersatz einklagen. 2021-12-23 18:20 2KB www.ndr.de

 113  Polizei stellt bewaffnete Räuber in Wohnung auf frischer Tat

Drei Männer im Alter von 24 bis 35 Jahren hatten das Haus gestürmt und sieben Menschen mit einer Schusswaffe bedroht. Ein Nachbar rief die Polizei. 2021-12-23 18:19 1KB www.tagesspiegel.de

 114  900 Millionen Euro für grünen Wasserstoff

Das Bundeswirtschaftsministerium hat 900 Millionen Euro zur Förderung der Wasserstoffwirtschaft freigegeben. Das Programm "H2Global" soll dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen. 2021-12-23 18:18 3KB www.tagesschau.de

 115  Wegen Corona: United-Trainer Ralf Rangnick kritisiert Premier-League-Regel

Manchester United war in der vergangenen Woche von einem Corona-Ausbruch betroffen. Jetzt hat Trainer Ralf Rangnick ein Update über den Zustand seiner Spieler gegeben und die Premier League für eine Regel kritisiert. 2021-12-23 18:17 1KB www.sportbuzzer.de

 116  Weihnachtsgeschenke: die letzte Chance

Jetzt wird‘s aber wirklich Zeit. Morgen ist Heiligabend. Was sich aber immer noch kurzfristig besorgen lässt, ist ein gutes Buch. Wir hätten da noch schnell zehn Ideen für letzte und allerletzte Geschenke. Und wer schon jetzt Ideen für den Sockenumtausch nach Weihnachten sucht, findet auch Anregungen. 2021-12-23 18:07 5KB www.rnd.de

 117  Julia nahm 80 Kilo ab - Ich fühle mich wie neugeboren

Julia Kitzmann (33) posiert lachend neben dem Weihnachtsbaum. Sie trägt ein knielanges Kleid. Die Haare liegen in weichen Wellen auf ihren Schultern. Eine wunderschöne Frau – von einer BILD-Stylistin herausgeputzt. *** BILDplus Inhalt *** 2021-12-23 18:06 1KB www.bild.de

 118  Opernhafte Weihnachten mit Jonas Kaufmann

Von „Alle Jahre wieder“ bis „White Christmas": Jonas Kaufmann kam bei seinem Weihnachtsprogramm im Konzerthaus erst langsam in Schwung. 2021-12-23 18:06 1KB www.diepresse.com

Articles

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Ex-Polizistin nach Tötung eines Schwarzen für schuldig befunden (4.16/5)

Acht Monate nach dem tödlichen Schuss auf einen jungen Afroamerikaner hat ein Gericht in der US-Stadt Minneapolis die Ex-Polizistin Kim Potter schuldig gesprochen. Die 49-Jährige wurde von der Richterin des Totschlags für schuldig befunden. Potter hatte den 20-jährigen Daunte Wright im April offenbar versehentlich erschossen, weil sie statt nach ihrer Elektroschockpistole nach der Dienstwaffe griff. Potter hatte auf nicht schuldig plädiert. Ihr droht eine Höchststrafe von insgesamt 25 Jahren Gefängnis. Über das Strafmaß wird voraussichtlich im Februar entschieden. Der tödliche Vorfall ereignete sich bei einer Verkehrskontrolle in Brooklyn Center nahe Minneapolis, bei der sich Wright gegen eine Festnahme wehrte. Die 49-jährige Potter wollte nach Polizeiangaben eine Elektroschockpistole auf den Afroamerikaner abfeuern - griff aber irrtümlicherweise nach ihrer Dienstwaffe. Vor dem Schuss rief die Beamtin mit 26 Jahren Berufungserfahrung "Taser", wie auf Aufnahmen ihrer Körperkamera zu hören ist. "Sie hat einen Fehler gemacht. Es war ein Unfall. Sie ist auch nur ein Mensch", hatte Potters Anwalt Paul Engh beim Prozessauftakt gesagt. Die Staatsanwaltschaft wies die Darstellung zurück und warf Potter "leichtsinnigen Umgang mit einer Schusswaffe" und "die Missachtung bekannter Risiken" vor. Wrights Tod löste in Brooklyn Center Proteste gegen Polizeigewalt aus. Dabei kam es auch zu Ausschreitungen, bei denen dutzende Menschen festgenommen wurden. Brooklyn Center liegt nördlich von Minneapolis, wo im Mai 2020 der Afroamerikaner George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz getötet worden war.
USA - Tötung eines Schwarzen: Ex-Polizisten für schuldig befunden
t-online.de
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Geschworene sprechen Ex-Polizistin schuldig
n-tv.de
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Fall Daunte Wright: Ex-Polizistin nach Tötung von Schwarzem für schuldig befunden
rnd.de
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Polizistin des Totschlags schuldig
tagesschau.de
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Ex-Polizistin nach tödlichem Schuss auf Schwarzen in den USA schuldig gesprochen
stern.de
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Oliver Kahn erklärt Plan: So geht es mit dem Katar-Sponsoring beim FC Bayern zunächst weiter (3.18/5)

Oliver Kahn, der Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München, hat erneut erklärt, dass der deutsche Rekordmeister seinen bis 2023 laufenden Vertrag mit der Fluglinie Qatar Airways erfüllen wird, eine Verlängerung aber offen gelassen. "Wir werden ihn erfüllen und in der Zwischenzeit genau beobachten, wie sich die Dinge entwickeln. Und dann werden wir entscheiden, wie es weitergeht", sagte Kahn im Interview der Süddeutschen Zeitung (Freitagsausgabe). Das lukrative Katar-Sponsoring hatte auf der Mitgliederversammlung vor einem Monat für Streit und am Ende Chaos gesorgt. Ein Mitgliedsantrag, über die Partnerschaft mit der Fluglinie für die Zukunft abstimmen zu wollen, wurde von der Vereinsführung nicht zugelassen. "Je mehr Zeit seitdem vergangen ist, desto mehr stört es mich, dass aus dem Abend in der Wahrnehmung eine Versammlung mit einem einzigen Tagesordnungspunkt geworden ist", sagte Kahn nun. Der frühere Nationaltorwart räumte ein, er hätte das Thema bereits in seiner Rede ansprechen sollen und nicht erst in der Diskussion danach: "Rückblickend wäre es sicher besser gewesen, die Veranstaltung weiterlaufen zu lassen, da sind wir uns einig." Im nächsten WM-Gastgeberland Katar sei sicher vieles nicht so, wie sich das die Menschen "nach unseren Maßstäben vorstellen, aber meine Überzeugung ist: Es kann auch keine Lösung sein, auszugrenzen oder einen Dialog nicht zu führen", betonte Kahn. Der 52-Jährige sagte, dass es natürlich immer auch um wirtschaftliche Interessen gehe, fragte aber auch, ob sich durch einen Boykott der WM in einem Jahr in Katar dort dann etwas zum Besseren entwickele.
Fluggesellschaft Qatar Airways - Kahn: Vertrag mit Katar wird erfüllt - Dann Entscheidung
t-online.de
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Drosten bringt wegen Omikron 1G ins Spiel – „G heißt dann geboostert“
welt.de
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Kahn: Vertrag mit Katar-Fluglinie wird erfüllt
t-online.de
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Kahn: Vertrag mit Katar-Fluglinie wird erfüllt
stern.de
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Trump zieht im Streit um Unterlagen vor Oberstes Gericht (3.10/5)

I m Streit um die Herausgabe von Dokumenten an den Untersuchungsausschuss zu den Ausschreitungen im Kapitol im Januar hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump den Obersten Gerichtshof angerufen. Er bat den Supreme Court am Donnerstag, die Freigabe der Unterlagen zu blockieren und damit ein Urteil eines Bundesberufungsgerichts aufzuheben, wie aus dem Schriftsatz von Trumps Anwälten hervorgeht. Trump wird vorgeworfen, den Angriff auf den Kongress angezettelt zu haben. Der vom Kongress eingesetzte Untersuchungsausschuss fordert die Herausgabe der Unterlagen, um die genauen Hintergründe der Attacke aufzuklären. Trump geht jedoch gerichtlich dagegen vor, hatte aber vor dem Bundesberufungsgericht Anfang des Monats eine Niederlage erlitten. Die Anwälte des Ex-Präsidenten argumentieren nun in einem 229-seitigen Schriftsatz, dass „ein ehemaliger Präsident das Recht hat, das Exekutivprivileg geltend zu machen – auch nach seiner Amtszeit“. Mit dem Exekutivprivileg können eigentlich nur Präsidenten im Amt die Veröffentlichung von Unterlagen und Telefonaufzeichnungen verhindern. Radikale Trump-Anhänger hatten das Kapitol am 6. Januar gestürmt, als dort der Wahlsieg Bidens zertifiziert werden sollte. Im Zuge der Unruhen an diesem Tag in Washington kamen fünf Menschen ums Leben.
Assange zieht in Streit um Auslieferung an die USA vor britisches Oberstes Gericht
stern.de
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Trump zieht im Streit um Unterlagen über Kapitol-Erstürmung vor Oberstes Gericht
stern.de
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Kapitol-Attacke: Ex-US-Präsident Trump zieht vor Supreme Court
tt.com
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Brisante Papiere: Donald Trump zieht vor Supreme Court
t-online.de
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Schreiben gegen den Schmerz: US-Autorin Joan Didion gestorben (3.09/5)

Berühmt wurde Joan Didion mit Reportagen über die Hippies in San Francisco. Außerdem schrieb die US-Autorin Romane, Drehbücher und Magazin-Geschichten – zunehmend gegen den Schmerz, den sie in ihrem Leben erfuhr. Jetzt ist Didion im Alter von 87 Jahren gestorben. New York – Die US-amerikanische Autorin Joan Didion ist tot. Sie starb am Donnerstag im Alter von 87 Jahren in New York an den Folgen einer Parkinson-Erkrankung, wie ihr Verlag Knopf Doubleday bestätigte. Didion hatte sich in den 1960er und 1970er-Jahren als Journalistin und mit Romanen über das Leben und die Hippie-Kultur in Kalifornien einen Namen gemacht. "Joan war eine brillante Beobachterin und Zuhörerin, die weise und subtil Wahrheiten über unsere Gegenwart und Zukunft verkündet hat", teilte die Lektorin Shelley Wanger am Donnerstag mit. "Ihr Schreiben ist zeitlos und kraftvoll und ihre Prosa hat Millionen Menschen beeinflusst. Wir werden ihren Tod betrauern, aber ihr Leben feiern." Fotos trugen zum Ruhm von Joan Didion mindestens genauso bei wie Texte. Sie sei schon immer "eine Meisterin des Autoren-Fotos" gewesen, urteilte einmal der New Yorker. Ob in den 60ern als langhaarige Schönheit in ihrem Luxusauto, oder später grauhaarig und mit großer schwarzer Sonnenbrille als Werbeträgerin für eine Haute-Couture-Marke. Ein "unsterbliches Traummädchen", wie die Modezeitschrift Vogue schrieb. Im hohen Alter erlebte die US-Autorin eine Renaissance, wurde beispielsweise von der Vanity Fair als "Kulturikone" gefeiert: "Sie ist eine brillante Autorin – Satz für Satz unter den besten, die dieses Land je hervorgebracht hat." Jetzt eine von drei Tourenrodel oder Lunch-Set gewinnen TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung Berühmt wurde die am 5. Dezember 1934 im kalifornischen Sacramento geborene Didion in den 60er-Jahren mit ihren Beobachtungen über die Hippies in San Francisco. In der Sammlung "Die Stunde der Bestie" fasste sie diese nicht unumstrittenen, aber auch von vielen Fans und Kritikern gefeierten Texte zusammen. Didion schrieb auch Romane und Sachbücher, ihre ganz große Stärke blieben aber immer die Magazin-Reportagen, die sie für alle bedeutenden Zeitschriften der USA verfasste. "Mein Ziel ist immer, dass man es in einem Rutsch lesen kann", sagte die Autorin einmal in einem Interview. Didion wurde in eine Familie von Republikanern hineingeboren. Ihr Vater arbeitete für die US-Armee und die Familie zog häufig um, hauptsächlich innerhalb Kaliforniens. Didion studierte in Berkeley und zog dann nach New York, wo sie ihren späteren Ehemann, den Autor John Gregory Dunne kennenlernte. Mit ihm zusammen schrieb sie auch 1976 das Drehbuch für "A Star is Born", das vor wenigen Jahren in einer Neuverfilmung mit Lady Gaga und Bradley Cooper ein Kinohit wurde. Das Paar zog zurück nach Kalifornien und arbeitete in Los Angeles als glamouröses Drehbuchautorenpaar - mit schicken Autos, Promi-Partys und schließlich auch mit Adoptivtochter Quintana Roo, benannt nach einer Region in Mexiko. Aber Didion hatte eine gespaltene Einstellung gegenüber Kalifornien, die sie schließlich nach dem Tod ihrer Eltern in dem Buch "Where I was from" verarbeitete. Amerika lebe im Selbst-Betrug, argumentiert sie da. Kalifornien sei nicht von den Siedlern mit Planwagen geprägt, sondern von großen Unternehmen und der Regierung des Bundesstaats. Didion und ihr Mann zogen schließlich zurück nach New York. In ihren Schriften wurde Didion immer politischer – bis ihr Leben auf einmal von zwei dramatischen Schicksalsschlägen geprägt wurde. 2003 starb ihr Mann plötzlich an einem Schlaganfall, als sich das Paar gerade zum Abendessen setzen wollte. Die Tochter war da schon schwer krank und lag im Koma, sie starb zwei Jahre später. "Ich bin zweimal durch diesen Prozess gegangen", sagte Didion einmal dem britischen Guardian. "Es ist anders, weil die Beziehung zu einem Kind gleichzeitig fundamentaler und weniger intim ist." Danach schrieb Didion hauptsächlich gegen den Schmerz an. Den Tod ihres Mannes verarbeitete sie in "Das Jahr magischen Denkens" (Originalausgabe 2005), den ihrer Tochter in "Blaue Stunden" (2011). "Es gab nichts anderes zu tun. Ich musste meinen Weg rausschreiben." Es sei ihr "erstaunlich leicht gefallen". "Ich saß da und weinte. Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich geschrieben habe. Normalerweise mache ich mir viele Gedanken über den Rhythmus der Sätze und wie das alles funktioniert. Diesmal nicht." Beide Bücher wurden von der Kritik gefeiert. Didion schrieb weiter. "Ich bin nur ich selbst vor der Schreibmaschine." Außerdem solle die Trauer nicht alles sein, was von ihr übrig bleibt. "Ich wollte nicht Miss Einsames-Herz werden." 2017 veröffentlichte sie einige ältere Texte von einer Reise in den Südwesten der USA unter dem Titel "Süden und Westen". Auch 2021 erschien noch einmal eine Sammlung von Texten unter dem Titel "Let Me Tell You What I Mean". Alle Kritiken ihrer Werke habe sie immer gelesen, sagte die Literatin einmal. "Natürlich, das ist Teil von dem, was ich mache. Es wäre unmöglich, es nicht zu tun. Das wäre wie nicht zu rauchen." (APA/dpa)
Joan Didion mit 87 Jahren gestorben
tagesspiegel.de
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Mit 87 Jahren: US-Autorin und Journalistin Joan Didion ist gestorben
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US-Autorin Joan Didion im Alter von 87 Jahren gestorben
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Lasse Andersson verlängert bei den Füchsen (2.10/5)

Es geht weiter mit den guten Nachrichten bei den Füchsen. Nachdem kürzlich erst Mijajlo Marsenic und Dejan Milosavljev vorzeitig ihre Verträge verlängert hatten, wurde nun auch der Kontrakt mit Lasse Andersson ausgeweitet. Der dänische Rückraumspieler bleibt bis 2025 in Berlin. „In den letzten anderthalb Jahren hat er unter Beweis gestellt, was für eine wichtige Rolle er im Angriff aber auch viel mehr in der Abwehr durch sein intelligentes Abwehrspiel für uns einnimmt. Er ist ein sehr wichtiger Baustein in der Art und Weise, wie wir Handball spielen wollen”, sagt Trainer Jaron Siewert und Vorstand Sport Stefan Kretzschmar ergänzt: „In meinen Augen ist Lasse Andersson ein Spieler mit einer absoluten Anführer-Mentalität in unserer Mannschaft. Er ist ein Gewinnertyp, der das vorlebt, der viele seiner Kollegen mitreißt.” Am Donnerstagabend reichten sechs Treffer des 27-Jährigen nicht zum Erfolg der Berliner. Vor 2500 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle kam der Tabellenvierte gegen Balingen-Weilstetten nicht über ein 26:26 (15:13) hinaus und verpasste damit den Sprung auf Rang zwei. Durch die langfristige Verlängerung ist der Rückraum der Füchse für die nächsten Jähre besetzt. Auf Halblinks teilt sich Andersson die Postion mit Paul Drux und Matthes Langhoff, auf Mitte und Halbrechts kommen Jacob Holm, Fabian Wiede, Marian Michalczik, Nils Lichtlein und der ab der kommenden Saison für die Füchse spielende Mathias Gidsel hinzu. Wohlklingende Namen, die eine Menge Stabilität versprechen.
Weltmeister Andersson verlängert bei Füchsen bis 2025
stern.de
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Weltmeister Andersson verlängert bei Füchsen bis 2025
t-online.de
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Handball: Weltmeister Andersson verlängert bei Füchsen Berlin bis 2025
t-online.de
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ARD sagt Florian Silbereisens „Schlagerchampions“-Show wegen Corona ab (2.04/5)

Am 15. Januar wollte Florian Silbereisen eigentlich wieder seine ARD-„Schlagerchampions“-Show live mit seinen Fans feiern. Doch daraus wird nun nichts: Wegen Corona muss die Show abgesagt werden, wie der MDR nun gegenüber dwdl.de bestätigt. Ein Ersatz sei aber geplant. Von Programmdirektor Klaus Brinkbäumer und Unterhaltungschef Peter Dreckmann heißt es demnach: „Alle Expertinnen und Experten warnen für den Januar des kommenden Jahres vor einer fünften Corona-Welle und neuen Höchstständen bei den Infektionszahlen. Sie raten dringend dazu, Kontakte und Mobilität in den nächsten Wochen drastisch zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund halten wir es für nicht verantwortbar, diese große Showproduktion, an der viele Menschen beteiligt sind, durchzuführen.“ Und weiter: „Mit Blick auf die Gesundheit aller an dieser Produktion Beteiligten und mit Blick auf unsere gesellschaftliche Verantwortung, halten wir die Absage dieser Großproduktion für die einzig richtige Entscheidung.“ Der geplante Ersatz soll laut dwdl.de ebenfalls am 15. Januar mit Florian Silbereisen stattfinden, aber offenbar kleiner und ohne Publikum. Unter dem Titel „Schlagerstart.2022 – Silbereisen legt los“ sei für 20:15 Uhr an dem Tag die Ersatzshow in Planung. RND/hsc
"Schlagerchampions"-Show mit Florian Silbereisen fällt aus
t-online.de
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Florian Silbereisen: ARD sagt Live-Show „Schlagerchampions 2022“ wegen Corona ab
bild.de
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Corona-Ticker: Spanien, Portugal und die USA werden Hochrisikogebiete (2.04/5)

Im Live-Ticker informiert NDR.de Sie auch heute - am Donnerstag, 23. Dezember 2021 - aktuell über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. D as Wichtigste in Kürze: Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen Die Omikron-Variante ist mittlerweile in allen Bundesländern angekommen. Auch wenn der überwiegende Anteil der Infektionen nach wie vor von der Delta-Variante des Coronavirus verursacht wird, sei die Zahl der nachgewiesenen Omikron-Fälle in den letzten Wochen deutlich angestiegen, schreibt das RKI heute in seinem Wochenbericht. Bis zum 21. Dezember seien 441 über eine Genomsequenzierung bestätigte Omikron-Infektionen übermittelt worden. Bei 1438 Fällen bestehe nach einem spezifischen PCR-Tests der Verdacht darauf. In Deutschland wird jedoch nur ein kleiner Teil der positiven Proben auf Omikron hin getestet. "Bisherige Meldedaten zu Symptomen deuten auf eher milde Verläufe bei Infizierten mit vollständiger Impfung beziehungsweise Auffrischimpfung", schreibt das RKI. Für insgesamt mehr als 1.200 Fälle wurden dem RKI zufolge Angaben zu den Symptomen übermittelt. Überwiegend seien demnach keine oder milde Symptome genannt worden, am häufigsten Schnupfen, Husten und Halsschmerzen. Bisher kamen dem RKI-Wochenbericht zufolge 28 Covid-Erkrankte, bei denen Omikron nachgewiesen wurde, ins Krankenhaus, eine Person ist gestorben. Experten haben allerdings stets betont, dass bei der erwarteten hohen Zahl an Infizierten im Zuge der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante, dennoch eine große Zahl von Menschen gleichzeitig schwerer erkranken werde und im Krankenhaus behandelt werden müsse. Die Meldungen über gefälschte Impfpässe in Niedersachsen häufen sich. Jetzt wurden sieben Arbeiter bei der Meyer Werft in Papenburg mit Fälschungen erwischt. Ihnen droht Kündigung - und sogar Haft. Wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung hat die Hamburger Polizei eine Diskothek in der Nähe des Hauptbahnhofs geschlossen. Eine Streife habe in der Nacht zum Donnerstag 80 bis 100 Menschen bemerkt, die ohne Masken und dicht gedrängt vor dem Club gestanden hätten, teilte die Polizei mit. Die Beamten riefen daraufhin Verstärkung mit Hundeführern und überprüften die Diskothek, in der sich rund 400 Personen aufgehalten hätten. Es habe weder ein Corona-Schutzkonzept gegeben, noch seien die Kontaktadressen der Besucher festgehalten worden. Das Sicherheitspersonal und ein Verantwortlicher hätten sich nicht kooperativ verhalten. Die Polizei habe die Veranstaltung aufgelöst, die Stimmung sei aggressiv geworden. Nach Weihnachten gelten in Schleswig-Holstein strengere Corona-Regeln. Bei Großveranstaltungen wie Konzerten oder beim Sport sind künftig drinnen und draußen nur noch 1.000 Zuschauer erlaubt, wie die Landesregierung heute mitteilte. Privat dürfen nur noch maximal zehn Personen zusammentreffen, außer alle gehören einem Haushalt an. Diskotheken und Clubs dürfen zwar weiter öffnen, allerdings nur noch mit halber Kapazität (maximal 1.000 Menschen) und Maskenpflicht auch beim Tanzen. Grundsätzlich gilt dort und auch bei Tanzpartys, Bällen oder vergleichbaren Veranstaltungen in Gaststätten 2G-Plus. Die Landesregierung will zudem keine größeren Ansammlungen von Menschen an Silvester. Die Verordnung gilt bis zum 18. Januar. In Mecklenburg-Vorpommern ist die Zahl der Infektionen binnen 24 Stunden um 836 auf insgesamt 96.440 seit Beginn der Pandemie gestiegen. Am Vortag waren 1.252 Neuinfektionen gemeldet worden, vor einer Woche sogar 1.350. Wie das Landesgesundheitsamt heute mitteilte, werden derzeit 379 Covid-19-Patienten in Krankenhäusern behandelt, 96 davon auf Intensivstationen. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen sinkt auf 364,0. Die Landes-Hospitalisierungsinzidenz sinkt auf 10,9. Die Bundesregierung stuft die Urlaubsländer Spanien und Portugal wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonnabend an als Hochrisikogebiete ein - wie auch die USA. Österreich wird dagegen nach sechs Wochen von der entsprechenden Risikoliste gestrichen, wie das RKI heute bekanntgab. Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Ebenfalls auf die Liste der Hochrisikogebiete werden Finnland, Zypern und Monaco aufgenommen. Von der Risikoliste gestrichen werden auch Belize, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Malaysia. In Hamburg dürfen unter freiem Himmel und unter 2G-Bedingungen auch weiterhin Sportveranstaltungen mit weniger als 5.000 Teilnehmern stattfinden. Das sieht die neue Corona-Eindämmungsverordnung des rot-grünen Senats vor, die heute unterzeichnet wurde, wie der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Das gelte auch für Fußballstadien. In Innenräumen sind demnach unter 2G-Regeln, also nur für Geimpfte und Genesene, Veranstaltungen mit bis zu 2.500 Teilnehmern möglich. Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte am vergangenen Dienstag beschlossen, dass Großveranstaltungen von überregionaler Bedeutung ab dem 28. Dezember ohne Publikum stattfinden müssen. In der Hamburger Eindämmungsverordnung werden Großveranstaltungen als Veranstaltungen ab 5.000 Teilnehmern definiert. Sie tritt morgen in Kraft. Das RKI hat den ersten Todesfall nach einer Infektion mit der Omikron-Variante gemeldet. Die verstorbene Person war zwischen 60 und 79 Jahre alt, wie aus der täglichen Übersicht des RKI zu Omikron-Fällen hervorgeht. Bisher werden demnach 3.198 Covid-19-Fälle der Omikron-Variante zugeordnet. Das entspreche einem Zuwachs an Fällen von 25 Prozent (plus 810 Fälle) gegenüber dem Vortag. Von 48 Fällen gab es die Information, dass sie ins Krankenhaus aufgenommen wurden. Bei 54 lagen Angaben vor, dass es sich um Reinfektion handelt - also eine Ansteckung trotz früherer Corona-Infektion. Gezählt werden dabei nur Fälle, bei denen ein Nachweis mittels Gesamtgenomsequenzierung oder ein labordiagnostischer Verdacht mittels variantenspezifischer PCR eine Infektion mit Omikron zeigte. In absoluten Zahlen entfallen laut RKI die meisten bisherigen Meldungen, die Omikron zugeordnet werden, auf Nordrhein-Westfalen mit mehr als 1.100 und auf Bayern mit knapp 600. Hamburg verzeichnet rund 460 Omikron-Fälle. Niedersachsen weist fast 150 Omikron-Fälle auf, Schleswig-Holstein gut 100, Mecklenburg-Vorpommern hingegen nur 13. Bezogen auf die Einwohnerzahl ist Hamburg jedoch die Stadt mit der höchsten Omikron-Inzidenz. Laut RKI-Bericht sind dort derzeit 24,7 Menschen pro 100.000 Einwohner mit Omikron infiziert. Tagesaktuell wurden heute 80 neue Omikron-Fälle aus Hamburg gemeldet, 42 aus Niedersachsen, 30 aus Schleswig-Holstein, acht aus Mecklenburg-Vorpommern und sechs aus dem Bundesland Bremen. Während im vergangenen Jahr für die meisten Skifahrer der Urlaub ausfiel, ist das Wedeln auf der Piste in diesem Jahr möglich - wenn auch unter Corona-Bedingungen. Die fallen allerdings in den Schnee-Ländern Österreich, Schweiz, Tschechien und Italien recht unterschiedlich aus. Wie genau, erfahren Sie hier. Auch an Weihnachten und Silvester können sich Menschen in Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein impfen lassen. In Hannover sind die Impfzentren am Zoo, in der Ernst-August-Galerie sowie am Regionshaus geöffnet. Geimpft wird zwischen 9 und 14 Uhr. In Wilhelmshaven ist das Impflokal im Einkaufszentrum Nordseepassage am 24. Dezember und am 31. Dezember von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Eine Impfaktion an Heiligabend gibt es auch in der Stadtgalerie Hameln, allerdings nur nach vorheriger Terminbuchung zwischen 9 und 13 Uhr. In Mecklenburg-Vorpommern plant nur der Landkreis Rostock in seinem Impfzentrum in Laage Corona-Schutzimpfungen über Weihnachten. Dort können sich Interessierte vom 24. bis 26. Dezember zwischen 8 und 12 Uhr impfen lassen. Ein Termin ist nicht nötig. In Schleswig-Holstein bieten die Impfstellen in Kiel, Kropp im Kreis Schleswig-Flensburg, Lübeck und Prisdorf im Kreis Pinneberg Feiertagstermine an. Am zweiten Weihnachtsfeiertag und Silvester können sich Interessierte dort zwischen 11 Uhr und 15 Uhr gegen Corona impfen lassen. Termine sind seit heute buchbar über www. impfen-sh. de. Bei der Einreise nach Dänemark muss man nach Weihnachten unabhängig vom Impfstatus im Besitz eines negativen Corona-Tests sein. Allerdings gibt es eine ganze Reihe von Ausnahmen, unter anderem für Einwohner Schleswig-Holsteins, Dienstreisende, Kinder unter 15 Jahren und Personen, die sich in den vergangenen sechs Monaten nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt haben und inzwischen genesen sind. Die Testpflicht tritt am 27. Dezember in Kraft und gilt vorläufig bis zum 17. Januar. Die Omikron-Variante breitet sich weiter aus - auch in Norddeutschland. Das geht aus Zahlen hervor, die das Robert Koch-Institut heute veröffentlicht hat. So wurden dem RKI bis gestern 160 neue Omikron-Fälle aus Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Die höchste Anzahl neuer Fälle gibt es demnach in Hamburg: Dort wurden 80 neue Fälle registriert. In der Hansestadt erreicht die Sieben-Tage-Inzidenz mit 360,9 heute einen Höchstwert. In Niedersachsen kamen 42 Omikron-Fälle hinzu. Für Schleswig-Holstein meldeten die Behörden 30 Fälle mit dieser Variante, in Mecklenburg-Vorpommern sind es acht. Diese noch nicht validierten Zahlen erfassen die tatsächliche Lage zwar nicht vollständig, lassen aber die fortschreitende Verbreitung der neuen Variante erkennen. Demnach beträgt die Verdopplungszeit der Fallzahlen durch Omikron in Deutschland geschätzt drei Tage. Die neue Variante breitet sich hierzulande also genauso schnell aus wie in anderen europäischen Ländern wie Großbritannien, Dänemark oder den Niederlanden. Insgesamt wurden in Deutschland gestern 810 neue Omikron-Fälle registriert. Dies entspricht einem Zuwachs von 25 Prozent gegenüber dem Vortag. Insgesamt wurden 3.198 Omikron-Fälle in Deutschland verzeichnet. In Hamburg sind 1.106 Neuinfektionen mit dem Coronavirus festgestellt worden. Das sind 105 weniger als am Mittwoch und fünf mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner stieg erneut auf einen neuen Höchstwert und beträgt jetzt 360,9 (Vortag: 355,4; Vorwoche: 282,1). Außerdem wurden sieben neue Todesfälle registriert. Insgesamt starben in der Hansestadt 1.963 Menschen an oder im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Niedersachsens stellvertretender Ministerpräsident Bernd Althusmann hat Fehler in der Corona-Pandemie eingeräumt. Die Landesregierung habe womöglich einige Situationen unterschätzt, sagte der CDU-Politiker. "Insbesondere wenn es um die Verschärfung von Maßnahmen der Corona-Verordnung ging, Stichwort 2G-Plus." Zusätzlich zur Corona-Schutzimpfung oder Genesung von Covid ist ein negativer Test notwendig. Menschen mit einer Auffrischungsimpfung sind davon mittlerweile ausgenommen. Nach der Einführung hatte es vielfach Kritik an zu wenigen Teststellen gegeben. 2G-Plus sei ein an sich sinnvolles Instrument, weil auch geimpfte Menschen Infektionsträger sein können, betonte Althusmann. Insgesamt hätte seit Beginn der Impfungen deutlicher kommuniziert werden sollen, dass selbst eine doppelte oder auch eine dritte Impfung nicht absolute Sicherheit bedeute. "Das Impfen schützt vor schwerwiegenden Krankheitsverläufen. Aber es schützt eben nicht davor, dass eine Infektion weitergegeben werden kann." Mehr als drei Millionen Menschen in Niedersachsen haben bisher eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Das sind 37,5 Prozent aller Menschen im Bundesland, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Nur Nordrhein-Westfalen (38 Prozent) und das Saarland (41,4 Prozent) haben demnach bundesweit einen höheren Wert bei den sogenannten Booster-Impfungen. Bei den über 60-Jährigen in Niedersachsen sind es laut RKI fast 60 Prozent, bei den Erwachsenen insgesamt rund 45 Prozent. "Ich bin froh, dass wir schon vor den Weihnachtsfeiertagen die Marke von drei Millionen Auffrischungsimpfungen erreicht und damit frühzeitig unseren Beitrag zum Ziel der 30 Millionen Impfungen bis Jahresende geleistet haben", sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). Gerade mit Blick auf die bevorstehende Omikron-Welle müsse das hohe Impftempo auch in den kommenden Wochen aufrechterhalten werden. Auf Platz vier im "Booster-Ranking" liegt Schleswig-Holstein (37,4 Prozent). 35,6 Prozent sind es in Bremen. Mecklenburg-Vorpommern kommt auf 31,9 Prozent. Hamburg liegt auf dem vorletzten Platz (29,3 Prozent). Neben der eigenen Gesundheit hat Sportchef Andreas Bornemann vom Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli einen außergewöhnlichen Wunsch für das bevorstehende neue Jahr. "Auch wenn es nicht wahrscheinlich ist, wäre mein Wunsch, dass wir in 2022 die Corona-Pandemie besiegen würden", sagte der 50 Jahre alte Ex-Profi in einem auf der Vereinshomepage verbreiteten Doppel-Interview, an dem auch Coach Timo Schultz beteiligt war. Der Wunsch des Erfolgstrainers zu den Feiertagen geht in die gleiche Richtung. "Als Familienmensch freue ich mich, wenn alle im Kreis der Familie gesund und sicher Weihnachten feiern können", betonte der 44-Jährige, dessen Kicker als Zweitliga-Spitzenreiter in die Winterpause gegangen sind. Kontaktbeschränkungen und Verbote: Das Weihnachtsfest steht leider auch dieses Jahr wieder im Zeichen der Corona-Pandemie. Bundesweit sollen die Maßnahmen angesichts der Gefahr einer starken Omikron-Welle spätestens am 28. Dezember verschärft werden, in den norddeutschen Bundesländern sind teilweise schon an Heiligabend strengere Regeln in Kraft. Was dann in Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gilt, können Sie hier nachlesen. Auch das zweite Jahr in Folge sieht es für den Karneval schlecht aus. So haben mehrere Städte den Rosenmontagszug 2022 bereits abgesagt. Für Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die richtige Entscheidung. Im Interview mit dem WDR sagte der SPD-Politiker, ihm wäre ein "Sommer-Karneval" lieber - dann unter gesicherten Bedingungen. Lauterbach rief erneut zum Impfen und Boostern auf, vor allem auch zum Schutz gegen die Omikron-Variante. Er rechne auch künftig mit weiteren Varianten. Ob diese dann gefährlicher sein würden, könne man nicht sagen. Die Zahl der Videosprechstunden in Schleswig-Holstein hat nach Angaben der AOK Nordwest stark zugenommen. Im ersten Halbjahr 2021 hätten Versicherte und Ärzte 8.007 Mal über eine Videoverbindung miteinander gesprochen, teilte die Krankenkasse mit. In den ersten sechs Monaten 2020 hatten nur 4.869 digitale Beratungen stattgefunden. Im ersten Halbjahr 2019 - also vor der Corona-Krise - waren es lediglich zwei AOK-Versicherte. "Durch die Corona-Pandemie erfährt die Digitalisierung im Gesundheitswesen einen riesengroßen Schub", sagte der AOK-Vorstandsvorsitzende Tom Ackermann in einer Pressemitteilung. Die Krankenkasse hat nach eigenen Angaben fast 700.000 Mitglieder in Schleswig-Holstein. Die Lufthansa hat über das Weihnachtsfest mehrere Interkontinentalflüge gestrichen, weil sich zu viele Piloten krank gemeldet hätten. Betroffen seien vom 23. bis 26. Dezember vor allem Verbindungen über den Nordatlantik etwa nach Boston, Houston und Washington, sagte ein Unternehmenssprecher. Dort könnten die Passagiere am ehesten umgebucht werden. "Wir haben mit einem sehr großen Puffer geplant. Der reicht aber für die extrem hohe Krankenquote nicht aus", sagte der Sprecher. Über einen Zusammenhang mit der Corona-Variante Omikron wolle er nicht spekulieren, weil Lufthansa nicht über die Art der Erkrankungen informiert werde. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Bettina Stark-Watzinger, hält bei steigenden Infektionszahlen auch Schulschließungen für möglich - "nicht flächendeckend, aber regional". Zudem sollten sich Schulen darauf vorbereiten, wenn nötig wieder auf Wechselunterricht umzusteigen, sagte die FDP-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Oberstes Ziel bleibe es aber, die Schulen offen zu halten. Dafür pochte sie nochmals auf Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen einer Maske im Unterricht, regelmäßige Tests und auf das Impfen der Kinder und Jugendlichen sowie das Boostern der Lehrkräfte. Der große Ansturm auf die Weihnachtsmärkte in Norddeutschland ist Corona-bedingt auch in diesem Jahr ausgeblieben. 2G-Einlasskontrollen, hohe Corona-Inzidenzen und die Angst vor einer Infektion führten zu spürbaren Umsatzeinbrüchen. Die Standbetreiber hoffen nun auf finanzielle Entlastungen durch die Städte und Gemeinden. In Schleswig-Holstein laufen dazu Gespräche. Niedersachsen will Veranstaltern und Schaustellern 25 Millionen Euro Hilfsgelder zukommen lassen. Pro Unternehmen seien maximal 50.000 Euro möglich, hatte das Wirtschaftsministerium bereits Anfang Dezember mitgeteilt. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es immer mehr gefälschte Impfausweise, die Corona-Impfungen nachweisen sollen. Wie eine Sprecherin des Landeskriminalamtes (LKA) in Rampe bei Schwerin mitteilte, wurden im Jahr 2021 bislang 119 solcher Fälle aufgenommen. Dabei wurden bis zum 20. Dezember 51 Fälschungen festgestellt, nach 48 Fake-Ausweisen im gesamten November. Insgesamt lägen diese Fallzahlen aber auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Im Nordosten gelten inzwischen in weiten Teilen des öffentlichen Lebens 2G- und 2G-plus-Regeln, weshalb Ungeimpfte in vielen Fällen Einschränkungen in Kauf nehmen müssen. Die meisten Fälschungen fielen bisher in Apotheken (68) auf, 32 Fälle wurden durch Privatleute angezeigt, manche auch in Impfstationen. Es bestehe der Verdacht der Urkundenfälschung. Solche Delikte seien bisher nicht extra in der Kriminalstatistik erfasst worden. Damit könne die Auflistung auch nicht ganz vollständig sein. Die Kirchen in Hamburg bereiten sich auf das zweite Corona-Weihnachten vor. In den kommenden Tagen sind Hunderte Gottesdienste geplant. Jede Kirchengemeinde entscheidet für sich, unter welchen Bedingungen. Ob 2G, 3G oder ohne Zugangsbeschränkung, ob mit oder ohne Anmeldung - am besten informiert man sich direkt bei der betreffenden Kirchengemeinde. Im Michel sind am Heiligen Abend alle Weihnachtsgottesdienste bereits ausgebucht. Es lohnt sich auch nicht, spontan zum Michel zu kommen. In anderen Hauptkirchen ist dagegen noch Platz. Krankenhäuser könnten in Zukunft deutlich entlastet werden - so die Hoffnung des US-amerikanischen Unternehmens Pfizer. Die Tablette Paxlovid soll das Risiko für Hochrisikopatienten, ins Krankenhaus zu kommen oder zu sterben, um bis zu 90 Prozent senken. Nun hat das Medikament in den USA die Notfallzulassung erhalten. Von einer Massenproduktion ist das Unternehmen aber noch weit entfernt. Außerdem bekommen nur Menschen das Medikament, die innerhalb der ersten drei Tage der Infektion deutliche Symptome haben und ein hohes Risiko haben, schwer zu erkranken. Ein Ersatz für eine Impfung ist die Tablette nicht. Die Rendsburger Imland-Klinik hat ihren vor gut einer Woche verhängten Besucher-Stopp wieder aufgehoben. Die Infektionslage habe sich etwas entspannt, teilte das Krankenhaus mit. Allerdings ist ab heute folgende Regel vorgesehen: Erlaubt ist der Besuch für eine Person pro Patient am Tag für eine Stunde in der Zeit von 15 bis 19 Uhr. Wer in die Klinik möchte, muss unabhängig vom Impfstatus einen Corona-Test machen. Wegen saisonal bedingter Magen-Darm-Infekte wie dem Norovirus und der Behandlung von Corona-Patienten hatte die Imland Klinik den Besucher-Stopp angeordnet. In Schleswig-Holsteins Nachbarland Dänemark schnellen die Neuinfektionszahlen in die Höhe. Die dänische Regierung will in Kürze wieder eine Testpflicht bei der Einreise einführen - unabhängig vom Impfstatus. Für Menschen aus den deutschen und schwedischen Grenzgebieten solle es jedoch Ausnahmen geben, kündigte Gesundheitsminister Magnus Heunicke an. Details sind noch nicht bekannt. Dem Vorschlag der Regierung muss zunächst der Epidemieausschuss des dänischen Parlaments zustimmen, ehe die Maßnahme in Kraft treten kann. Die Bundesregierung hatte Dänemark jüngst als Hochrisikogebiet eingestuft worden. Omikron wird immer mehr zu beherrschenden Variante des Coronavirus. In Südafrika, wo die Variante entdeckt worden war, ist die Zahl der Corona-Todesfälle bisher nicht angestiegen. Ob dies auf Deutschland übertragbar ist, sei unklar, so der Greifswalder Bio-Informatiker Lars Kaderali und Mitglied des Expertenrats der Bundesregierung. Es fehle noch an Daten. Es sei aber zu befürchten, dass sich die angespannte Lage in den Krankenhäusern noch weiter verschärfen werde. In Wolgast haben gestern Abend nach Polizeiangaben etwa 1.900 Menschen gegen die Corona-Politik der Bundes- und Landesregierung demonstriert. Ihr Protest richtete sich unter anderem auch gegen die Impfpflicht für viele Pflegekräfte. Rund 130 Einsatzkräfte der Polizei sicherten den Protestzug ab. Ursprünglich war von nur 1.300 Demonstrierenden die Rede - die Polizei aktualisierte die Zahl dann später. In Wolgast wird seit Wochen immer mittwochs gegen die Einschränkungen im Zuge der Corona-Maßnahmen protestiert. Bisher hatte die Teilnehmerzahl allerdings fast immer bei mehreren Hundert Menschen gelegen. Bei der Beurteilung der Corona-Lage droht Deutschland Ungewissheit bis ins neue Jahr hinein. Die Verbandschefin der Amtsärzte, Ute Teichert, geht davon aus, dass es über die Feiertage und zwischen den Jahren bei den offiziell gemeldeten Corona-Zahlen zu einer Untererfassung kommen könnte: "Verlässlich dürften die Zahlen erst wieder Anfang Januar sein." Momentan sinken die Infektionszahlen in Deutschland. Experten gehen aber davon aus, dass die neue Virusvariante Omikron die Lage wieder verschärfen könnte. Die Befürchtung ist nun, dass dieser Effekt in den Meldezahlen nicht zeitnah sichtbar wird. Der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hatte bereits gestern auf ein zu erwartendes unvollständiges Bild hingewiesen. In einem Hinweis zu den täglichen Fallzahlen heißt es seit heute Morgen beim RKI: "Während der Feiertage und zum Jahreswechsel ist bei der Interpretation der Fallzahlen zu beachten, dass mit einer geringeren Test- und Meldeaktivität zu rechnen ist." Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte Behörden und Unternehmen der kritischen Infrastuktur aufgefordert, sich wegen der Omikron-Variante vorsichtshalber auf viele Krankheits- und Quarantänefälle in den kommenden Wochen einzustellen. Es geht um Rettungsdienste, Feuerwehr, Energie- und Wasserversorgung und Telekommunikation, Müllabfuhr. Gerd Landsberg, der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes sagte im Interview auf NDR Info, wenn in diesen Bereichen viele Beschäftigte ausfielen, dann seien die Reaktionsmöglichkeiten beschränkt. Personal- und Einsatzpläne seien bisher immer nachgeschärft worden. Allerdings sei die Personalstärke begrenzt. Es bestehe immerhin die Hoffnung, dass die Mitarbeiter nicht schwer erkranken, weil die Impfquote sehr hoch sei. Landsberg sagte auch, dass die Bundeswehr als zusätzliche Hilfseinheit eine wichtige Rolle spiele. In Niedersachsen gibt es 2.389 labordiagnostisch bestätigte Corona-Neuinfektionen (Vortag: 2.476; Vorwoche: 3.308). Die landesweite Zahl der Todesfälle binnen eines Tages stieg um 25 auf 6.747 seit Pandemiebeginn. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt im Landesdurchschnitt 155,5 Fälle je 100.000 Einwohner (Vortag: 167,9; Vorwoche: 179,2). Bundesfinanzminister Christian Lindner hat Rufe nach härteren Corona-Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen zurückgewiesen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ) sagte der FDP-Politiker, ein harter Lockdown sei "nicht der Königsweg, sondern nur die letzte Möglichkeit, weil seine sozialen und wirtschaftlichen Kosten so hoch sind". Er sehe viele Menschen, "die erneut Angst vor Vereinsamung, Schulschließung oder dem Verlust der wirtschaftlichen Existenz haben." Es sei "das Ziel der gesamten Bundesregierung und des Krisenmanagements, das zu vermeiden", bekräftigte der Finanzminister. Die neue Bundesregierung habe die Strategie gewählt, "die Kurve der Pandemie nicht durch einen Lockdown abzuflachen, sondern durch Boostern und nur gezielte Kontaktbeschränkungen". Der Minister verwies auf "die erfolgreichste Booster-Kampagne in Europa". Um auf neue Corona-Varianten künftig schnell reagieren zu können, will der Minister die Impfinfrastruktur weiter verbessern. "Mittelfristig sollten wir die Fähigkeit aufbauen, bei Bedarf innerhalb eines Monats die gesamte Bevölkerung boostern zu können", sagte Lindner der NOZ. Zwei Studien aus Großbritannien zeigen, dass Corona-Infektionen bei der Omikron-Variante im Vergleich zu Delta seltener zu einem Krankenhausaufenthalt führen. Die gestern veröffentlichten vorläufigen Studienergebnisse bestätigten somit frühere Erkenntnisse aus Südafrika, wo die neue Variante erstmals registriert worden war. Experten warnten allerdings vor überzogenem Optimismus. In einer Studie in Schottland untersuchten die Forscher Covid-Fälle, die im November und Dezember aufgezeichnet wurden. Die Studie ergab, dass das Risiko einer Krankenhauseinweisung wegen Covid-19 bei Omikron um zwei Drittel geringer ist als bei Delta und dass eine Auffrischungsimpfung einen erheblichen zusätzlichen Schutz vor symptomatischen Erkrankungen bietet. Die Fallzahl der Studie war allerdings klein und es wurden keine Personen unter 60 Jahren ins Krankenhaus eingeliefert. Die Autoren erklärten jedoch, dass sie diese Einschränkungen mit statistischen Methoden ausgeglichen hätten. In einer weiteren Studie in England wurde festgestellt, dass die Zahl jedweder Krankenhausaufenthalte bei Omikron im Vergleich zu Delta um 20 bis 25 Prozent zurückging. Die Zahl der Krankenhausaufenthalte, die eine Nacht oder länger dauerten, ging sogar um 40 bis 45 Prozent zurück. In der schottischen Studie wurden nur Aufenthalte von mindestens einer Nacht untersucht, sodass dies einen Teil des festgestellten Unterschieds erklären könnte. Azra Ghani vom Imperial College London, die die englische Studie mitverfasst hat, erklärte: "Das verringerte Risiko einer Krankenhauseinweisung bei der Omikron-Variante ist zwar beruhigend, aber das Infektionsrisiko bleibt extrem hoch." Eine Auffrischung der Impfung biete "weiterhin den besten Schutz vor Infektionen und Krankenhausaufenthalten." Keine der Studien wurde bislang von unabhängiger Seite begutachtet. Auf dem Roncalli-Weihnachtsmarkt auf dem Hamburger Rathausmarkt und dem Santa-Pauli-Weihnachtsmarkt auf dem Spielbudenplatz geht bereits heute der letzte Glühwein über den Tresen. Gleiches gilt für die Märkte auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz, in der Spitalerstraße, auf dem Gänsemarkt und vor St. Petri. Während der Roncalli-Markt immer vor Heiligabend schließt, zogen andere Marktbetreiber wegen hoher Kosten durch Corona-Maßnahmen und aufgrund mäßigen Besucherandrangs die Reißleine - so auch der Weiße Zauber auf dem Jungfernstieg. Die Beschicker des Roncalli-Marktes zogen dennoch eine positive Bilanz. Zwar hätten die Händler Umsatzeinbußen zwischen 20 und 40 Prozent verkraften müssen, sagt Sprecherin Heide Mombächer: "Aber alle gehen noch mit schwarzen Zahlen nach Hause." Etwa 40 Prozent weniger Besucher seien gekommen. Jedoch hätten die Händler berichtet, dass sich die Kunden ohne Gedränge länger an den Ständen aufgehalten und mehr gekauft hätten, womit man die Umsatzeinbußen zumindest teils habe kompensieren können. Schleswig-Holsteins Landesregierung will wegen der sich ausbreitenden Omikron-Variante des Coronavirus heute strengere Regeln beschließen, so wie es Bund und Länder am Dienstag vereinbart hatten. Vom 28. Dezember an sollen im Norden überregionale Großveranstaltungen ohne Publikum stattfinden, privat dürfen nur noch maximal zehn Personen zusammentreffen. Wenn eine ungeimpfte Person dabei ist, gilt, dass sich ein Haushalt nur mit zwei Personen eines anderen Haushalts treffen darf. Kinder bis 14 Jahren sind ausgenommen. Geplant ist auch eine erhebliche Reduzierung der möglichen Kapazitäten von Clubs und Diskotheken unter den bereits gültigen 2G-Plus-Regeln. Dabei erhalten Geimpfte und Genesene Zutritt, wenn sie zudem einen negativen Corona-Test vorlegen. Bundeswehrsoldaten unterstützen die Kommunen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Ein Einsatzort sind zum Beispiel Impfzentren wie das am Flughafen Rostock-Laage. Hier soll auch über Weihnachten geimpft werden. Andere geöffnete Impfzentren über die Feiertage finden Sie hier. Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen sind auch in Norddeutschland in Bewegung. Wenn Sie wissen wollen, wie die Lage in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis ist, tippen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein. In Schleswig-Holstein sind am Mittwoch 800 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden. Das sind 153 Fälle weniger als eine Woche zuvor. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 163,2 - nach 166,4 am Vortag. Vor einer Woche hatte sie ebenfalls bei 163,2 gelegen. Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, stieg leicht auf 3,68 - von 3,47 am Vortag. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 280,3 an. Gestern hatte der Wert 289,0 betragen, vor einer Woche 340,1 (Vormonat: 399,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 44.927 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 56.677 Ansteckungen. Die Zahl gemeldeter Infektionen geht seit rund drei Wochen zurück. Experten befürchten wegen der ansteckenderen Omikron-Variante aber eine baldige Trendumkehr. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen eines Tages 425 Todesfälle verzeichnet (Vorwoche: 522). Hinweis: In einer ersten Version dieser Meldung hatten wir versehentlich falsche Vergleichszahlen zum Vortag, zur Vorwoche und zum Vormonat verwendet. Wir haben nun die korrekten eingefügt. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie bleibt NDR.de Ihre zuverlässige Informationsquelle. Neben diesem Live-Ticker halten wir Sie außerdem von montags bis freitags immer nachmittags mit dem NDR Newsletter über die Ereignisse aus norddeutscher Sicht auf dem Laufenden. Zum kostenlosen Abonnieren reicht die Eingabe Ihrer Mail-Adresse aus. Guten Morgen aus der Redaktion von NDR. de! Wir halten Sie auch heute - am Donnerstag, 23. Dezember - über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Norddeutschland auf dem Stand der Dinge. Im Ticker finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen. Nachrichten und Ereignisse von gestern können Sie im Blog vom Mittwoch nachlesen.
Portugal und Spanien werden
tagesschau.de
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Bund warnt vor Reisen nach Spanien und Portugal
n-tv.de
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Handball - SC Magdeburg schlägt Hamburg 34:26 - Berlin patzt (2.04/5)

Magdeburg (dpa) - Die Bundesliga-Handballer des SC Magdeburg haben sich auch vom starken Aufsteiger HSV Hamburg nicht aufhalten lassen. Im Duell der Elbstädter setzte sich der ungeschlagene Tabellenführer mit 34:26 (17:13) durch. Nach dem 16. Sieg im 16. Spiel stehen die Magdeburger bei nun 32:0 Zählern. Weil die Füchse Berlin beim 26:26 (15:13) gegen den HBW Balingen-Weilstetten patzten, geht der THW Kiel als Tabellenzweiter in die Weihnachtstage. Nach der Magdeburger 8:4-Führung setzte Hamburgs Trainer Torsten Jansen an seinem 45. Geburtstag auf den siebten Feldspieler. Dank dieser Maßnahme und starker Paraden von Torhüter Johannes Bitter kamen die Gäste wieder heran. Immer wenn die Hamburger es schafften, den SCM in den Positionsangriff zu zwingen, tat sich der Spitzenreiter schwer. Dafür funktionierte das Tempospiel der Magdeburger umso besser. Beim 24:18 (40.) war die Entscheidung gefallen. Balingen knüpfte in Berlin an die gute Leistung vom Unentschieden gegen die SG Flensburg-Handewitt an. Nie ließen sich die Schwaben abhängen. Vladan Lipovina erzielte mit einem Wurf aus dem Stand, der mit 124 Stundenkilometern gemessen wurde, das verdiente Remis. Unentschieden spielte auch der TBV Lemgo Lippe beim 27:27 (13:16) gegen den Bergischen HC. Der SC DHfK Leipzig gewann 28:23 (13:10) beim TuS N-Lübbecke.
Tabellenführer SC Magdeburg schlägt auch den HSV Hamburg
stern.de
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Handball: Nichts zu holen für den HSV Hamburg in Magdeburg
ndr.de
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4:3 gegen Schwenningen: Eisbären bleiben DEL-Tabellenführer (1.11/5)

Die Eisbären Berlin haben ihr letztes Spiel vor Weihnachten gewonnen und bleiben Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Am Donnerstagabend siegte der deutsche Meister gegen die Schwenninger Wild Wings mit 4:3 (2:1, 1:2, 1:0). Yannick Veilleux, Frans Nielsen, Marcel Noebels und Frank Hördler sorgten mit ihren Toren für den Erfolg der Hauptstädter, die offensiv überzeugten, sich ansonsten aber einige Fehler erlaubten. Vor 2500 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof erwischten die Hausherren einen denkbar schlechten Start. Nach 44 Sekunden traf Alexander Karachun für die Schwenninger. Die Antwort der Eisbären ließ allerdings nicht lange auf sich warten: Veilleux war im ersten Powerplay erfolgreich. Nielsen sorgte noch vor der ersten Pause für die Führung der Berliner, aber die Gäste blieben gefährlich und glichen im zweiten Drittel durch ein Tor von Patrik Lundh aus. Noebels brachte die Gastgeber wieder in Front, doch nach einem Puckverlust der Hauptstädter gelang Ex-Eisbär John Ramage der erneute Ausgleich. Erst nach Hördlers Treffer im Schlussabschnitt standen die Berliner solide und brachten nicht zuletzt dank einer starken Vorstellung ihres Goalies Tobias Ancicka den knappen Vorsprung über die Zeit.
Eisbären gewinnen 4:3 gegen Schwenningen - der Spielverlauf im Blog
tagesspiegel.de
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Eisbären führen mit 4:3 gegen Schwenningen - jetzt live im Blog
tagesspiegel.de
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Eisbären erleben einen Abend der gemischten Gefühle
tagesspiegel.de
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Luke Mockridge kündigt überraschend eine Tour für 2022 an (1.05/5)

Luke Mockridge will im nächsten Jahr auf die Bühne zurückkehren. Der Komiker kündigte am Donnerstag in einem Video auf seinem Instagram-Account eine Tournee an. Nun steht er plötzlich da und kündigt in einem Instagram-Video am Donnerstag eine neue Tour an. Im Stil von "Tatsächlich. Liebe" erklärt Luke Mockridge mittels Plakataufschriften, dass er im nächsten Jahr auf die Bühne zurückkehren wird. Beim Ticketanbieter Eventim sind Karten für die Auftritte unter dem Titel "Welcome back to Luckyland" bereits ab dem 26. März in Frankfurt buchbar. Dabei hatte Mockridge erst im August 2021 in einem Video angekündigt, dass es 2021 keine Shows mehr mit ihm im Fernsehen geben werde. Im September verlängerte er die Auszeit auf unbestimmte Zeit. Der Komiker selbst berichtete damals von Vorwürfen gegen ihn in sozialen Netzwerken und von der Anzeige einer Ex-Partnerin, die nach eigenen Angaben einen Vorfall in einer gemeinsamen Nacht als versuchte Vergewaltigung wahrgenommen habe. Mockridge wies die Vorwürfe zurück, die Staatsanwaltschaft Köln stellte ein entsprechendes Verfahren ein.
Luke Mockridge kündigt Tour für 2022 an
t-online.de
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Luke Mockridge kündigt Tour für 2022 an
stern.de
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"Schauen, ob man nicht 1G machen muss" (1.05/5)

Was die kürzlich verschärften Corona-Maßnahmen gegen die neue Variante ausrichten, wird sich noch zeigen. "Omikron schreibt die Regeln", sagt Christian Drosten und kann sich als mögliche Verschärfung auch 1G vorstellen. In einem Interview spricht der Virologe zudem über Versäumnisse von Politik und Medien. Der Virologe Christian Drosten geht davon aus, dass die Omikron-Variante Deutschland und die Welt noch vor große Herausforderungen stellen wird. "Es wird noch einmal hart werden", sagte der Direktor der Virologie an der Berliner Charité in einem Interview mit der " Süddeutschen Zeitung ". Umso wichtiger sei es, dass die Corona-Maßnahmen umgesetzt werden. Ob diese weiter verschärft werden müssen, sei offen. "Wir müssen abwarten, ob und wie die jetzt geltenden und noch einmal nachgezogenen Maßnahmen wirken." Bund und Länder hatten sich unter anderem auf Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genesene ab dem 28. Dezember geeinigt. Private Treffen werden auf maximal zehn Personen begrenzt, Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. In einigen Bundesländern gelten aber auch schon vorher strengere Regeln. Wenn die Kontaktbeschränkungen doch "nicht so wirken wie erhofft, muss man schauen, ob man nicht 1G machen muss - und das G heißt dann geboostert", so Drosten weiter. Denn wer kürzlich geboostert sei, trage wahrscheinlich weniger zur Weiterverbreitung bei und sei zudem merklich gegen die Erkrankung geschützt. "Bei Delta mögen 2G und 3G reichen, aber jetzt schreibt Omikron die Regeln", so der Virologe, der auch Mitglied im neu geschaffenen Expertenrat der Bundesregierung ist. Neuere Daten unter anderem aus Großbritannien wecken die Hoffnung, dass Omikron zu weniger schweren Krankheitsverläufen führt als Delta. Die Datenlage sei aber noch unvollständig, betonte Drosten. Eine hohe Zahl von Infektionen könnte aber auch bei geringerer Krankheitslast nicht nur ein Problem für die Kliniken, sondern auch für die kritische Infrastruktur wie Polizei und Feuerwehr werden. Während in England die Zahlen durch Omikron bereits stark ansteigen, seien in Deutschland die immer noch geltenden Maßnahmen zu Kontakten und Masken hilfreich - und dass die Bevölkerung vorsichtig sei. Mit Sorge betrachtet Drosten die Entwicklung in China. Die dort eingesetzten Impfstoffe könnten gegen Omikron wenig ausrichten, sagte er. "Der Impfstoff, der dort verwendet wurde, hat eine schlechte Wirksamkeit gegen diese Variante. Das ist eine echte Gefahr, auch für die Weltwirtschaft." Das Coronavirus habe ihn mit seiner Evolutionsfähigkeit "komplett überrascht", sagte Drosten der "Süddeutschen Zeitung" weiter. "Der Fitnessgewinn der neuen Varianten ist enorm." Auch ohne Omikron vorausahnen zu können, hätte die Politik das Land aber besser auf den Herbst vorbereiten müssen. Trotz einhelliger Warnungen aus der Wissenschaft sei das Thema im Wahlkampf verdrängt worden. Der verpasste Sommer habe ihn geärgert, so Drosten. Spätestens seit September sei klar gewesen, dass Boosterimpfungen nötig werden würden. "Schließlich stand damals fest, dass wir anders als andere Länder mit einer erheblichen Impflücke in den Winter gehen würden. Und die konnte man eben nur mit dem Notfallinstrument der Boosterung auffangen", sagte Drosten. "Nur so bestand eine Chance, die Inzidenz im Griff zu behalten und die vielen Ungeimpften zu schützen. Bei uns wurde das aber nicht realisiert, weil die Politik mit dem Wahlkampf beschäftigt war." Auch die Medien seien mitverantwortlich für die zum Teil schlechte Bewältigung der Corona-Krise in Deutschland. Manche Medien hätten verharmlost. "So wurde über Monate einer breiten Bevölkerung suggeriert, dass das Problem viel kleiner ist, als es in Wirklichkeit ist. Dass die Sorge übertrieben ist, nicht real. Und das hat natürlich dazu beigetragen, dass das Vertrauen erodiert ist in die leider schmerzhaften politischen Maßnahmen, die man nun einmal ergreifen musste." Dies habe auch zu der niedrigen Impfquote beigetragen, die für Deutschland in diesem Winter ein wirkliches Problem sei. Andere Länder wie Großbritannien seien hier viel weiter, für sie bedeute der kommende Sommer wohl den Anfang vom Ende der Pandemie. Trotz allem blickt der Virologe positiv in die Zukunft. "Ich gehe davon aus, dass Omikron die Sars-CoV-2-Variante sein wird, die uns in die endemische Phase begleiten wird" - in jene Phase also, in der das Virus ein normaler Begleiter des Menschen geworden ist. In England werde es noch zwei Wellen bis zu diesem Zustand geben. "Einmal infizieren sich von Weihnachten bis Ostern noch einmal viele Menschen. Dann kommt ein entspannter Sommer", sagte Drosten. Im Herbst werde es noch eine Nachdurchseuchung geben, die weitere Boosterimpfungen nötig mache. "Danach wird man sagen können: Die endemische Phase ist jetzt erreicht." Ob das auch in Deutschland so sein werde, hänge vor allem von der Impfquote ab. Drosten sagte, er habe "ein mulmiges Gefühl" gehabt, als die Politik früh eine Impfpflicht ausschloss. Ob er selbst für eine allgemeine Impfpflicht eintrete, sagte er nicht. "Klar ist: Die Impfungen erleichtern und beschleunigen den Weg in die endemische Phase. Da wollen wir alle hin - ohne das tägliche, unnötige Sterben von vielen Menschen", betonte er. Die Impflücken zu schließen habe deshalb höchste Priorität. Aber wie das gelinge, das bleibe Aufgabe der Politik und der Gesellschaft."
Drosten bringt wegen Omikron 1G ins Spiel – „G heißt dann geboostert“
welt.de
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Assange legt Berufung ein gegen mögliche Auslieferung an die USA (1.03/5)

Der in Großbritannien inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange zieht im Streit um seine Auslieferung vor das Oberste Gericht des Vereinigten Königreiches. Die Anwälte des Australiers hätten Berufung gegen die Entscheidung eines britischen Berufungsgerichtes zur möglichen Auslieferung eingelegt, teilte seine Verlobte Stella Moris am Donnerstag auf Twitter mit. Sie äußerte die Einschätzung, dass eine Entscheidung frühestens in der dritten Januarwoche fallen könnte. Assange sitzt in London in Haft. Die USA fordern seine Auslieferung wegen des Vorwurfs der Spionage und der Veröffentlichung geheimer Dokumente auf der Enthüllungplattform Wikileaks zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan. Nach Angaben seiner Verlobten hatte er Ende Oktober einen leichten Schlaganfall erlitten. In den USA drohen dem Australier bis zu 175 Jahre Haft. Am 10. Dezember hatte ein britisches Berufungsgericht ein zuvor in erster Instanz verhängtes Verbot einer Auslieferung des 50-Jährigen an die USA aufgehoben. Der Fall ging damit an ein Londoner Bezirksgericht zurück, allerdings mit der Anordnung, ihn Innenministerin Priti Patel für eine endgültige Entscheidung innerhalb von 28 Tagen vorzulegen. Gegen diese Entscheidung des Berufungsgerichtes zogen Assanges Anwälte nun vor das Oberste Gericht.
Assange zieht in Streit um Auslieferung an die USA vor britisches Oberstes Gericht
stern.de
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Eisregen sorgt für Massencrash auf der A6 (1.02/5)

Auf der A6 setzt am Abend Eisregen ein. Die Folge: Dutzende Fahrzeuge geraten auf der glatten Fahrbahn in eine Massenkarambolage. Nach ersten Informationen soll es auch Verletzte geben. Plötzlich einsetzender Eisregen hat am Abend auf der Autobahn 6 offenbar für eine Massenkarambolage gesorgt. Wie die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf die Polizei berichtet, sind etwa 50 Fahrzeuge bei Amberg in Bayern verunglückt. Dabei soll es auch Verletzte gegeben haben. "Wir haben das Problem, dass in der ganzen Oberpfalz Eisregen heruntergekommen ist. Die Kollegen haben selbst Schwierigkeiten zur Unfallstelle zu kommen", so ein Polizist in Regensburg gegenüber der Zeitung. Die A6 ist wegen des Unfalls zwischen Amberg-Süd und Amberg-Ost gesperrt. Neben Bayern hat das Wetter auch im Norden Autofahrer auf die Probe gestellt. In weiten Teilen Schleswig-Holsteins sorgten Schneefälle für zahlreiche Unfälle. Bis zum frühen Abend berichteten die Regionalleitstellen von rund 150 Unfällen. Allein im Bereich Stormarn, Herzogtum Lauenburg, Ostholstein und Lübeck gab es am Nachmittag knapp 60 glättebedingte Unfälle, wie eine Sprecherin der Regionalleitstelle Süd sagte. "Fast alles Blechschäden, wenige Leichtverletzte."
Vom Eisregen überrascht Massencrash! 50 Autos rasen auf A6 ineinander
bild.de
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Im März droht der Kollaps der Intensivstationen durch Omikron (1.02/5)

Zurzeit sinkt zwar die Zahl der Covid-Intensivpatienten. Doch Experten warnen, dass dies wohl nicht von Dauer ist. Laut einer neuen Berechnung könnte sich der Trend schon sehr bald umkehren. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen pro Tag könnte durch die Ausbreitung der Omikron-Variante im März einen Höchststand von 160.000 bis 240.000 erreichen – im schlechtesten Fall. Dann müssten theoretisch 8.000 Menschen intensiv betreut werden, etwa doppelt so viele wie heute. Das ist das Ergebnis von Modellrechnungen eines Teams um die Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, über die der "Spiegel" berichtet. Die mehrfach preisgekrönte Physikerin Priesemann gehört auch dem Corona-Expertenrat der Bundesregierung an; ihre Berechnungen dienten dem Gremium als Grundlage für seine erste Einschätzung zur Omikron-Variante am Wochenende. Im besten, aber leider unwahrscheinlichen Fall – wenn Omikron sich als relativ mild entpuppt – würden die Krankenhäuser gerade so klarkommen, berichtet der "Spiegel" weiter. Die Realität wird wahrscheinlich irgendwo zwischen dem besten und dem schlechtesten Szenario liegen und hängt auch davon ab, welche politischen Maßnahmen getroffen werden, um die Ausbreitung zu drosseln. In ihren Berechnungen haben die Fachleute berücksichtigt, dass sich die Bevölkerung bei steigenden Infektions- und Krankheitszahlen üblicherweise von sich aus vorsichtiger verhält. "Auch das optimistische Szenario ist kein Weiter-so", sagte Priesemann, "sondern geht davon aus, dass die Menschen sich abhängig von der Krankenhausbelastung deutlich vorsichtiger verhalten und dass weiter viel geimpft und geboostert wird." Die Forscher und Forscherinnen seien relativ optimistisch gewesen, dass Deutschland auch ohne harten Lockdown durch den Winter komme, sagte Priesemann bereits im NDR-Podcast am 20. Dezember – das allerdings sei die Einschätzung gewesen, "bevor Omikron aufgetreten ist". Die Situation nun sei sehr, sehr dynamisch. In anderen Ländern hätten sich die Infektionszahlen pro Woche vervierfacht. In Deutschland liege der R-Wert derzeit bei 2 – so hoch wie nie zuvor. Für die Eindämmung sei das eine enorme Herausforderung. "Wenn in der Intensivstation zehn Prozent Personen mit Covid versorgt werden müssen, ist das kein Problem", sagte Priesemann dem NDR. In der Woche darauf aber seien es bei einem steilen, ungebremsten Wachstum schon 40 Prozent Covid-Patienten, die zusätzlich auf die Intensivstation drängten. "Und in der Woche darauf sind das dann 160 Prozent." Es sei bloß eine Frage der Zeit, bis die Intensivstationen überlastet würden. Am Donnerstag lagen 4.382 Covid-Patienten in Deutschland auf Intensivstationen – das waren 92 Patienten weniger als am Vortag. 2.588 von ihnen müssen invasiv beatmet werden. Intensivmediziner warnen dennoch eindringlich davor, die Entwicklung als Entwarnung einzuschätzen. "Die Auslastung ist weiterhin sehr hoch, die Arbeitsbelastung noch höher, die psychologische Belastung der Teams geht schon teilweise sehr an das Menschenmögliche", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, der "Rheinischen Post". "Denn die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen sinkt gerade auch, weil sehr viele Patienten versterben." Das sei für die Teams sehr schwer zu ertragen, sagte Marx. Intensivmediziner stellten sich derzeit darauf ein, dass die Omikron-Variante des Coronavirus bereits in wenigen Wochen in Deutschland dominieren wird, so Marx. "Wir sind uns relativ sicher, dass Omikron etwa Mitte bis Ende Januar die dominierende Variante in Deutschland sein wird." Da man aktuell noch zu wenig über diese Virusvariante wisse, müsse man Studien aus dem Ausland studieren, die Entwicklung der Inzidenzen "engmaschig beobachten" und die Lage sondieren.
Höchststand: Fast 120.000 Neuinfektionen in Großbritannien
diepresse.com
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Bericht: Massencrash mit 50 Autos auf der Autobahn (1.02/5)

Tückische Glätte in Bayern: Auf der Autobahn bei Amberg soll es am Abend zu einer Massen-Karambolage gekommen sein. Laut dem Bericht sollen mehrere Personen verletzt worden sein. Aufgrund von Glätte hat es auf der Autobahn A6 bei Amberg offenbar einen großen Unfall gegeben, in welchen rund 50 Autos involviert sein sollen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Nach diesem Bericht sollen mehrere Personen verletzt worden sein. "Seit eineinhalb Stunden werden uns in der ganzen Region massiv viele Glätteunfälle gemeldet", so ein Polizist zu "Bild". Die Kollegen selbst hätten Schwierigkeiten, zur Unfallstelle zu gelangen. Mehr in Kürze.
Vom Eisregen überrascht Massencrash! 50 Autos rasen auf A6 ineinander
bild.de
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Italien verhängt wieder Maskenpflicht im Freien (1.01/5)

Angesichts zunehmender Corona-Neuinfektionen wird in Italien das Tragen von Masken im Freien wieder Pflicht. Dies kündigte am Donnerstagabend Gesundheitsminister Roberto Speranza an, einen konkreten Zeitpunkt für den Beginn der neuen Maßnahme nannte er aber nicht. Zugleich beschloss die Regierung weitere Corona-Beschränkungen. Italien befinde sich in einer "schwierigen Phase", sagte Speranza. Vor allem die Omikron-Variante des Coronavirus heize die Neuinfektionen an. Während im Freien zumindest medizinische Masken getragen werden sollen, werden in Innenräumen wie Kinos, Theatern oder im öffentlichen Nahverkehr FFP2-Masken vorgeschrieben. Öffentliche Großveranstaltungen werden bis Ende Januar verboten, Diskotheken und ähnliche Einrichtungen geschlossen. Um die Situation im Griff zu behalten beschloss die Regierung zudem eine Verkürzung der Gültigkeit des sogenannten Grünen Passes über eine vollständige Impfung. Galt dieser bisher bis zu neun Monate nach der letzten Impfung, so werden es ab 1. Februar nur noch sechs Monate sein. Auffrischungsimpfungen sollen bereits vier Monate nach der letzten Impfung möglich sein - nicht erst wie bisher nach sechs Monaten. Obwohl Italien mit mehr als 85 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahren eine hohe Impfquote hat, steigt die Zahl der Neu-Infektionen sprunghaft an. Waren es am Montag noch 16.000 neue Fälle, so vermeldete das Gesundheitsministerium am Donnerstag bereits 44.000 Neuansteckungen. Die Omikron-Variante macht etwa 28 Prozent der Fälle aus.
Impfnachweis kürzer gültig, Maskenpflicht im Freien: Italien verschärft Corona-Regeln
rnd.de
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Nach Tumor-Behandlung: Fußball-Legende Pelé aus Krankenhaus entlassen (1.01/5)

Die brasilianische Fußball-Legende Pelé darf Weihnachten im Kreis der Familie verbringen. Der 81-Jährige ist am Donnerstag aus dem Krankenhaus in São Paulo entlassen worden. Bei Pelé wurde im September ein Dickdarmtumor entdeckt.
Brasilianische Fußball-Legende: Pelé nach Tumor-Behandlung aus Krankenhaus entlassen
t-online.de
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Darts-Weltmeisterschaft: Clemens mit klarem Auftaktsieg - Nun gegen Clayton (1.01/5)

London (dpa) - Deutschlands bester Darts-Profi Gabriel Clemens hat den Auftakt bei der Weltmeisterschaft in London souverän gemeistert und die dritte Runde erreicht. Der 38 Jahre alte Saarländer setzte sich nach ein paar Startschwierigkeiten klar mit 3:0 gegen den walisischen Youngster Lewy Williams durch und steht damit wie im Vorjahr in der Runde der letzten 32. Diese beginnt am 27. Dezember. Clemens trifft am Montag (22.30 Uhr/Sport1 und DAZN) auf Premier-League-Sieger Jonny Clayton aus Wales. Das Weihnachtsfest muss der "German Giant", wie Clemens genannt wird, wegen der strengen Quarantäne-Regeln in der britischen Hauptstadt verbringen. Gegen Clayton wird Clemens als klarer Außenseiter starten. Im Duell mit dem jungen Williams profitierte Clemens davon, dass sein Widersacher nahezu alle Chancen auf die Doppelfelder ausließ. Er selbst war in dieser Hinsicht gnadenlos, verwandelte in den ersten beiden Sätzen sechs von sieben Würfen. So reichte dem besten deutschen Profi eine sonst über weite Strecken durchschnittliche Leistung, um die nächste Runde zu erreichen. Auch Florian Hempel ist im Turnier noch vertreten. Er steht nach dem Sieg über den belgischen Weltranglistenfünften Dimitri van den Bergh in Runde drei und bekommt es dort am Montag (16.00 Uhr) mit dem australischen Außenseiter Raymond Smith zu tun.
Clemens folgt Hempel souverän: Zweiter Deutscher erreicht Runde drei der Darts-WM
sportbuzzer.de
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Deutschland und Verbündete verurteilen Einsatz russischer Söldner in Mali (1.01/5)

Mehr als zwölf westliche Regierungen haben den Einsatz von russischen Söldnern der Wagner-Truppe im westafrikanischen Mali verurteilt. In einer Erklärung vom Donnerstag warfen sie Russland vor, die Truppe materiell zu unterstützen. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Erstmal wird damit bestätigt, dass trotz der Warnungen an die Regierung in Bamako weiterhin Wagner-Söldner im Einsatz sind. Die Sicherheitslage in Westafrika könne sich dadurch nur weiter verschlechtern und drohe auch, die Menschenrechtslage zu verschlimmern. Die westlichen Regierungen bedauerten die Entscheidung der malischen Regierung, "bereits knappe öffentliche Mittel" für die Bezahlung ausländischer Söldner zu verwenden, anstatt die malischen Streitkräfte zu unterstützen. An Russland richteten die westlichen Mächte die Aufforderung, zu einem "verantwortlichen und konstruktiven" Verhalten zurückzukehren. Die USA gehörten nicht zu den Unterzeichnern. US-Außenminister Antony Blinken hatte jedoch ebenfalls Anfang des Monats warnende Worte an die malische Regierung gerichtet.
Westliche Regierungen verurteilen Einsatz von Söldnern der Wagner-Truppe in Mali
stern.de
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Impfpflicht bei Berliner Feuerwehr ab Mitte März (1.01/5)

Bei der Berliner Feuerwehr gilt ab 15. März eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Darauf hat Landesbranddirektor Karsten Homrighausen alle Beschäftigten in einem Schreiben hingewiesen, wie ein Sprecher am Donnerstag auf Anfrage sagte. Zuvor hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) berichtet. Demnach geht die Vorgabe auf das jüngst geänderte Infektionsschutzgesetz auf Bundesebene zurück, das auch eine Impfpflicht für Beschäftigte im medizinischen Bereich und in der Pflege vorsieht. Bei der Berliner Berufsfeuerwehr betrifft sie etwa 4500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - hinzu kommen rund 1300 aktive Angehörige der freiwilligen Feuerwehr. Ziel der Behördenleitung sei gewesen, frühzeitig auf die gesetzliche Regelung hinzuweisen, damit die Beschäftigten aktuelle Impfangebote nutzen, sagte der Feuerwehrsprecher. Wer bis 15. März keinen Nachweis über einen vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze vorweisen kann, wird an das Gesundheitsamt gemeldet. Folge könnten dann womöglich arbeitsrechtliche Konsequenzen sein. Eine Ausnahme gibt es für Genesene und Menschen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können.
Impfpflicht bei Berliner Feuerwehr ab Mitte März
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Leipziger Handballer feiern zweiten Auswärtssieg (1.01/5)

Lübbecke (dpa/sn) – Die Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig haben sich kurz vor Weihnachten mit einem Auswärtssieg mit euinem Auswärtssieg Selbstvertrauen für den Jahresendspurt geholt. Am Donnerstagabend setzte sich die Mannschaft von Trainer André Haber beim Aufsteiger TuS N-Lübbecke souverän mit 28:23 (13:10) durch. Vor 832 Zuschauern avancierte Rechtsaußen Lucas Krzikalla mit acht Treffern zum besten Werfer beim Sieger. Mit nunmehr 16:18 Punkten rückte der SC DHfK auf Rang neun vor. Vier Tage nach dem enttäuschenden Auftritt beim 25:26 gegen Schlusslicht GWD Minden präsentierten sich die Leipziger deutlich verbessert. Sie agierten variabel im Angriff und hatten in Torhüter Kristian Saeveraas einen starken Rückhalt. Mit vier Toren in Serie setzten sich die Gäste kurz vor der Pause erstmals ab und bauten den Vorsprung bis zur 42. Minute auf 20:14 aus. Danach geriet der zweite Auswärtssieg dieser Saison nicht mehr in Gefahr. Das letzte Spiel des Jahres bestreiten die Leipziger am 28. Dezember (18.30 Uhr) in eigener Halle gegen den HC Erlangen.
Leipziger Handballer feiern zweiten Auswärtssieg
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Schneefall in Schleswig-Holstein sorgt für rund 150 Verkehrsunfälle (1.01/5)

Kiel. Anhaltende Schneefälle haben Autofahrern und -fahrerinnen in weiten Teilen Schleswig-Holsteins am Donnerstag Probleme bereitet. Die Regionalleitstellen berichteten von rund 150 Unfällen bis zum frühen Abend. Allein im Bereich Stormarn, Herzogtum Lauenburg, Ostholstein und Lübeck gab es am Nachmittag knapp 60 glättebedingte Unfälle, wie eine Sprecherin der Regionalleitstelle Süd sagte. „Fast alles Blechschäden, wenige Leichtverletzte.“ Dabei war im Bereich Lübeck vor allem die Autobahn 1 betroffen, wie die „Lübecker Nachrichten“ (LN) berichten. Im Bereich Kiel, Plön, Neumünster und Rendsburg-Eckernförde registrierte die Leitstelle ab 13 Uhr 57 glättebedingte Unfälle. Bei mindestens sieben Unfällen seien Menschen leicht verletzt worden, sagte ein Sprecher. Auch an der Westküste und im nördlichen Schleswig-Holstein gab es zahlreiche Unfälle. Allein im nördlichen Landesteil gab es 38 glättebedingte Einsätze - die meisten davon Verkehrsunfälle, wie ein Sprecher sagte. RND/dpa
Wintereinbruch sorgt im Norden für viele Unfälle
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Eisbären führen 2:1 gegen Schwenningen - jetzt live im Blog (0.14/5)

- News und bei den Spielen wird der Newsblog zum Liveblog - Schon wieder eine Heimniederlage - DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke im Interview
Eisbären gewinnen 4:3 gegen Schwenningen - der Spielverlauf im Blog
tagesspiegel.de
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Eisbären führen mit 4:3 gegen Schwenningen - jetzt live im Blog
tagesspiegel.de
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Eisbären kassieren gegen Schwenningen den 3:3-Ausgleich - jetzt live im Blog
tagesspiegel.de
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Corona-Ampel: Kommission erwartet Anstieg zum Jahreswechsel (0.03/5)

Politik und Virologen erwarten eine neue Welle an Infektionen mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus. Noch fällt der Trend in allen Bundesländern, doch schon in den nächsten Wochen könnte der Höhepunkt der letzten Welle übertroffen werden. Die Omikron-Variante könnte bereits in der kommenden Woche das Kommando übernehmen und rund um den Jahreswechsel wieder zu steigenden Fallzahlen führen. Davon ging die Corona-Kommission laut Aussendung in ihrer heutigen Sitzung aus. Vorerst ist die Lage entspannt wie lange nicht. Das Burgenland wurde auf der Ampel auf "gelb" geschalten, was nur noch mittleres Risiko bedeutet. Neben Wien sind Niederösterreich, die Steiermark, Salzburg und der Gesamtstaat orange. Das bedeutet, laut dem aktuellen Zahlenmaterial würden nur noch knapp Oberösterreich und Kärnten und deutlich Tirol und Vorarlberg die Kriterien für die Einstufung in die rote Zone des sehr hohen Risikos erfüllen. Ausschlaggebend dafür ist die Risikozahl, die neben den Neuinfektionen auch Alter der Betroffenen und Impfstatus berücksichtigt. Unter 50 ist man im gelben Bereich, was das Burgenland mit 45,9 schafft. Bis 100 geht die orange Zone des hohen Risikos, in der Wien nun neue Gesellschaft erhält, und darüber beginnt der Höchstrisiko-Sektor. Den schlechtesten Wert weist Vorarlberg mit 212,6 auf. Nicht viel besser liegt Tirol mit 195. Noch ist der Trend in sämtlichen Bundesländern fallend und das deutlich. Auch in allen Bezirken gingen die Fallzahlen in den vergangenen zwei Wochen nach unten und das praktisch überall im zweistelligen Prozentbereich. Was die rohe Sieben-Tages-Fallzahl angeht, sind mittlerweile sechs Bezirke im Burgenland sowie Murau und Korneuburg unter der früher magischen 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner angelangt. Verhältnismäßig die wenigsten (aufgedeckten) Neuinfektionen gab es in Eisenstadt-Stadt. Noch immer sehr hoch, wenn man das baldige Eintreffen der Omikron-Welle bedenkt, ist die Inzidenz in Vorarlberg mit knapp 346. Dabei wird im "Ländle" nicht gerade viel getestet. Mit 45.000 Tests auf 100.000 Einwohner hat man hier den zweitniedrigsten Wert nach Tirol. Zum Vergleich: In Wien wurden über 119.000 Testungen auf 100.000 Einwohner vorgenommen. Allerdings wurden anders als in den vergangenen Wochen in der Bundeshauptstadt nicht mehr so viele asymptomatische Erkrankungen entdeckt. Mit einem Anteil von 37 Prozent liegt man zwar noch an der Spitze, aber mit dem Burgenland gleichauf und nur knapp vor Niederösterreich. Was die Abklärung der Fälle angeht, konnte bundesweit bei 58 Prozent der Infektionen der Ursprung geklärt werden. Einzig Vorarlberg mit 41 Prozent weist einen deutlich unterdurchschnittlichen Wert auf. Im "Ländle" wird auch weiterhin das größte Systemrisiko an den Intensivstationen angenommen. Die Ampel-Kommission warnt, dass die Belagsstände auf Intensiv- und Normalstationen aufgrund der vierten Epidemiewelle nach wie vor eine hohe Belastung aufweisen, die sich langsam reduziert, so dass neuerliche starke Zugänge "nicht ohne Versorgungseinschränkungen bewältigt werden könnten". Eine Überlastung des Gesundheitssystems sei "eine realistische Gefahr". Aufgrund der Beratungen in der heutigen Sitzung der Kommission sei davon auszugehen, dass die Omikron-Variante bereits in der kommenden Woche die dominante in Österreich werden könnte. Simulationen zeigten, dass bereits demnächst Fallzahlen wie am Höhepunkt der letzten Welle (rund 15.000 Fälle) eintreten könnten. Unklar blieben allerdings die Auswirkungen auf die Spitäler. Unterstützt werden unabhängig davon die zuletzt von der Politik beschlossenen Einschränkungen. (APA)
Höchststand: Fast 120.000 Neuinfektionen in Großbritannien
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Aktien New York Schluss: Anleger vor Weihnachten in Kauflaune (0.02/5)

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Anleger am US-Aktienmarkt haben sich kurz vor Weihnachten in Kauflaune gezeigt. Dank neuer Hoffnung in der Pandemie und erfreulicher Wirtschaftsdaten hellte sich die gute Stimmung der vergangenen Tage weiter auf. Konjunkturdaten wie die Aufträge für langlebige Güter, das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan und Daten vom Häusermarkt fielen kurz vor dem Weihnachtsfest besser als erwartet aus. Gute Wirtschaftsdaten hatten bereits am Vortag die jüngste Erholung an der Wall Street befeuert. Zuversicht gaben zudem britische Studien zur Omikron-Variante. Sie untermauern die Thesen aus Südafrika, denen zufolge die Mutante des Coronavirus zwar weitaus ansteckender ist als die Delta-Variante, aber viel seltener ins Krankenhaus führt. Notfallzulassungen für Pillen gegen Covid sind weitere Lichtblicke in der Pandemie. Am Mittwoch hatte bereits der Pharmakonzern Pfizer von der US-Arzneimittelbehörde grünes Licht für sein Medikament Paxlovid erhalten. Nun folgte die Notfallzulassung für das Mittel Molnupiravir von Merck & Co. Pfizer und Merck hatten am Vortag Kursgewinne verbucht, an diesem Donnerstag gaben ihre Aktien teils deutlich nach. Die guten Wirtschaftsdaten schoben Industriewerte an. So bauten an der Spitze im Dow-Index die Papiere des Baumaschinenherstellers Caterpillar ihre Vortagesgewinne um zwei Prozent aus und nahmen Kurs auf ihr Zwischenhoch aus der vorigen Woche. Die Anteile des Mischkonzerns Honeywell zogen um 1,7 Prozent an. Auch bei Tesla griffen die Anleger weiter zu. Die Aktien des Elektroautobauers stiegen um 5,8 Prozent. Am Vortag hatte Konzern-Chef Elon Musk mitgeteilt, das Ziel einer Veräußerung von mehr als zehn Prozent seiner Anteile an Tesla sei nahezu erreicht. Dies wirkt nun befreiend, der Verkaufsdruck der vergangenen Wochen fällt weg. Die Aktien von Nikola schnellten um 18 Prozent hoch, der Konzern gab sich optimistisch hinsichtlich weiterer Auslieferungen von Elektrolastwagen. Für Aufmerksamkeit sorgte auch am US-Markt eine Transaktion von Tencent. Die chinesische Internetholding will den größten Teil ihrer Beteiligung an dem E-Commerce-Unternehmen JD.com abgeben. Dazu sollen JD-Aktien in Form einer einmaligen Dividende an die Tencent-Aktionäre ausgeschüttet werden. Es bleibe abzuwarten, ob dies ein Indikator für weitere derartige Schritte der Holding sei, schrieben die Analysten von Barclays. Die an der Nasdaq-Börse in New York notierten Papiere von JD.com büßten 6,9 Prozent ein.
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Darts-WM 2022: Gabriel Clemens dominiert und kommt weiter – Gegner steht fest (0.02/5)

Nach seiner Top- Leistung bei der WM im letzten Jahr ist Gabriel Clemens die größte deutsche Darts-Hoffnung. Auch in diesem Jahr startete er mit einem Sieg – und trifft am Montag auf einen schweren Gegner. In der 3. Runde trifft der Saarländer am Montag auf Jonny Clayton, der in der Darts-Weltrangliste auf dem achten (!) Rang liegt. Clemens wird also als Außenseiter ins Spiel gehen. Doch diese Rolle liegt dem 38-Jährigen, der im vergangenen Jahr schon Ex-Weltmeister Peter Wright aus dem Turnier warf. Gabriel Clemens (3:0; 3:2, 3:1) Lewy Williams 3. Set – Da ist der Sieg! Clemens holt sich sein Anwurfleg und gewinnt das Match, auch wenn er heute keine überzeugende Leistung abgeliefert hat. Aber auch diese Spiele muss man gewinnen. 3. Set – Williams kämpft noch einmal, wirft die 180 und bringt zumindest etwas Stimmung in einen eher ruhigen "Ally Pally". Und diesmal schafft er auch den Checkout. 2:1 3. Set – Gaga spielt ein 84er-Average, also alles andere als gut. Und doch dominiert er das Geschehen. Clemens schüttelt andauernd den Kopf, ist unzufrieden, auch wenn er kaum ein Leg abgibt. 2:0 3. Set – Clemens braucht nur noch ein Set für den Sieg. Williams hat Anwurf und spielt gut runter. Das 112er-Finish gelingt ihm nicht, sodass Clemens aufholen kann. Doch der "German Giant" kommt nicht wirklich nah heran. Aber Williams hat hier komplett Double-Trouble und kann einfach kein Leg holen. Clemens nutzt das aus und holt das Break. 1:0 2. Set – Fast hätte Williams hier das Break und damit auch den Satz geholt. Doch das Finish über Tops gelingt ihm nicht, sodass Clemens noch eine Chance bekommt. Und der Deutsche hat heute eine super Checkout-Quote, auch wenn es sonst noch unter dem läuft, was er sonst spielt. 3:2 2. Set – Williams wehrt sich! Fast lässt der Waliser ein erneutes Break zu, doch er schafft ein Finish über das Bull's Eye und bezwingt damit Clemens, der nur noch "Tops" zu stehen hatte. 2:2 2. Set – Clemens mit einem seiner besten Legs. Der "German Giant" kommt hier langsam in Schwung, während Williams echt Probleme hat, ein hohes Niveau zu spielen. 2:1 2. Set – Die Aufnahme von Clemens ist nicht sonderlich gut. Trotzdem hat der Deutsche die Chance, das Break zu holen. Und das 143er-Finish gelingt ihm! Ganz stark von Gaga, der direkt Emotionen zeigt. 1:1 2. Set – Im ersten Leg hat Clemens Anwurf. Auch wenn er den ersten Satz souverän gewann, muss sich der Saarländer steigern. Doch das gelingt ihm zum Start nicht wirklich. Williams stellt sich die Breakchance mit einer 52, scheitert aber. Clemens hat 143 stehen, kann aber nicht finishen, sodass Williams das Break holt. 0:1 1. Set – Da ist das erste Set für Clemens! Wieder holt der "German Giant" das Break, ohne besonders gut zu spielen. Ein 88er-Average reicht dem Deutschen. 3:0. 1. Set – Souverän, Gaga! Clemens liefert bei eigenem Anwurf ab, während Williams Probleme in der Präzision ab. 2:0. 1. Set – Im ersten Leg hat Williams Anwurf und trifft direkt ein paar Triple. Clemens kann nicht wirklich mithalten. Doch der "Prince of Wales" schafft es nicht, zu finishen. "Gaga" kann aufholen und schafft ein 68er-Finish. Das ist das Break! 1:0. 21:18 Uhr – Zuerst betritt Williams die Bühne, dann ist der "German Giant" da. Zu "Wonderwall" von Oasis läuft Clemens ein. Das Publikum singt fleißig mit. 21:16 Uhr – So, die beiden Sportler betreten die Bühne. Der "Ally Pally" bekommt langsam Temperatur. 21:14 Uhr – Als Nummer 25 der "Order of Merit", der Darts-Weltrangliste, musste Clemens nicht in der 1. Runde antreten. Die besten 32 Spieler der Welt bekommen ein direktes Ticket für die 2. Runde. 21:11 Uhr – In der 2. Runde geht es nach der "Best-of-Five"-Regel. Wer zuerst drei Sets gewinnt, hat das Match für sich entschieden. Ein Set gibt es für drei Legs. 21:08 Uhr – Das Duell von Gabriel Clemens ist das zweite Match an diesem Abend. Im ersten gewann der Niederländer Danny Noppert mit 3:1 gegen Jason Heaver. 21:00 Uhr – Herzlich Willkommen zum Liveticker zur Partie von Gabriel Clemens gegen Lewy Williams!
Darts-WM 2022: Gabriel Clemens – Lewy Williams im Liveticker
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Großbrand in Patsch: Zwei Wohnhäuser und Tenne in Flammen (0.02/5)

Am späten Donnerstagnachmittag brach in einem mehrere hundert Jahre alten Bauernhaus ein Feuer aus. Die Flammen griffen auch auf eine Tenne und das Nachbarhaus über. Patsch – In einem alten Bauernhaus im Ortszentrum von Patsch brach am späten Donnerstagnachmittag aus bislang unbekannter Ursache ein Feuer aus. Die Flammen griffen rasch auf eine Tenne und das Nachbarhaus über. Sieben Feuerwehren aus der Umgebung, inklusive der Innsbrucker Berufsfeuerwehr, rückten an. Die Einsatzkräfte versuchten alles, um angrenzende Bauten vor dem Feuer zu bewahren. Mehrere Nachbarn griffen beherzt ein und retteten die Tiere aus dem benachbarten Stall. Fünf Personen wurden laut Polizei mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung zur Abklärung von der Rettung in die Innsbrucker Klinik gebracht. Der 72-jährige Bewohner des Bauernhauses sowie sein 37 Jahre alter Nachbar kamen bei Verwandten unter. Neben den drei Gebäuden wurden auch drei Autos, die in der Nähe abgestellt waren, beschädigt. Die Höhe des Sachschadens stand noch nicht fest. Die Brandursache war vorerst nicht bekannt, die Brandermittler haben ihre Arbeit aufgenommen. Am Abend konnte noch nicht "Brand aus" gegeben werden, eine Feuerwache wurde eingerichtet. Insgesamt standen rund 140 Feuerwehrleute der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren sowie der Berufsfeuerwehr Innsbruck im Einsatz. Außerdem waren das Kriseninterventionsteam, drei Rettungsfahrzeuge und die Polizei vor Ort. (TT. com) Jetzt eine von drei Tourenrodel oder Lunch-Set gewinnen TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung
Großeinsatz in Patsch: Bauernhaus stand in Vollbrand
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Schwangere Helene Fischer: Hurra, es wird ein Mädchen! (0.02/5)

Die emotionalsten Geschenke sind die selbst gemachten. Für Schlager-Königin Helene Fischer (37) und ihren Verlobten, Thomas Seitel (36, Akrobat), wird dieses Weihnachten das letzte als Paar – bald sind sie zu dritt! Im Januar kommt ihr Wunschkind zur Welt (BILD berichtete exklusiv). Dann sind sie endlich eine glückliche, kleine Familie. Mit Helenes Eltern, Maria und Peter Fischer, und der Familie ihrer älteren Schwester feiern Helene und Thomas in ihrem neuen Traumhaus. Malerisch gelegen am Ammersee (Bayern). Die Vorfreude bei der Bald-Mama ist riesig. „Ich bin sehr glücklich gerade. Besser kann es nicht laufen“, schwärmte Helene kürzlich in einer TV-Doku. Aus dem Umfeld des Super-Stars erfährt BILD exklusiv: Das Baby wird ein Mädchen, eine niedliche Mini-Helene! Das Kinderzimmer ist längst fertig, erste Babysachen sind gekauft. Die ganze Familie freue sich „riesig auf die Kleine“. Auch Thomas‘ Vater (70) samt Lebensgefährtin. Familie ist das Wichtigste in Helenes Leben, nicht nur an Weihnachten.
Schwangere Helene Fischer: Hurra, es wird ein…
bild.de
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„Das Land versinkt für drei Wochen in der Unwissenheit“ (0.02/5)

I n vielen Gesundheitsämtern wird auch über die Feiertage gearbeitet, um alle Corona-Fälle erfassen zu können. In vielen aber auch nicht – es herrscht ein Flickenteppich an Regelungen. Wenn Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten am 7. Januar zur nächsten Bund-Länder-Konferenz zusammenkommen, werden sie das auf Basis von Infektionszahlen tun, die nicht aussagekräftig sind:
„Das Land versinkt für drei Wochen in der Unwissenheit“
welt.de
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Neue Hinweise auf mildere Omikron-Verläufe (0.02/5)

Forscher nennen die Ergebnisse "ermutigend": Zwei britische Studien scheinen die südafrikanischen Beobachtungen von milderen Omikron-Krankheitsverläufen zu bestätigen. Dennoch warnen die Experten vor voreiligen Hoffnungen. Zwei Studien aus Großbritannien deuten darauf hin, dass eine Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus zu milderen Krankheitsverläufen zu führen scheint als die Delta-Variante. Eine Schätzung des Covid-19-Forschungsteams am Imperial College in London ergab, dass die Wahrscheinlichkeit von Klinikeinweisungen bei Omikron-Fällen in England um rund 20 Prozent niedriger sei als bei Infektionen mit der Delta-Variante. Das Risiko, mit einer Omikron-Ansteckung für eine Nacht oder länger im Krankenhaus zu landen, sei um 40 Prozent niedriger als bei Delta, hieß es. Für die Analyse werteten die Londoner Forscher alle durch PCR-Tests bestätigten Infektionen in England in der ersten Dezember-Hälfte aus, bei denen die Variante nachgewiesen werden konnte. Dabei waren 56.000 Omikron-Fälle und 269.000 Delta-Fälle vertreten. Azra Ghani, die die Studie mitverfasst hat, erklärte: "Das verringerte Risiko einer Krankenhauseinweisung bei der Omikron-Variante ist zwar beruhigend, aber das Infektionsrisiko bleibt extrem hoch." Eine Auffrischung der Impfung biete "weiterhin den besten Schutz vor Infektionen und Krankenhausaufenthalten." Die zweite Studie kommt aus Schottland. Die Ergebnisse der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität von Edinburgh legen nahe, dass das Risiko einer Krankenhauseinweisung bei Omikron um zwei Drittel niedriger sei als bei Delta. Die Autoren weisen aber darauf hin, dass die fast 24.000 Omikron-Infektionen in Schottland bei überwiegend jungen Erwachsenen im Alter von 20 bis 39 festgestellt wurden. Jüngere Menschen tragen ein geringeres Risiko schwerer Krankheitsverläufe durch Covid-19. Zudem betonen die Autoren, dass es sich bei den Erkenntnissen um vorläufige Beobachtungen handele. Doch seien sie "ermutigend". Zugleich warnten die Forscher vor voreiligen Hoffnungen. Selbst wenn sich die Erkenntnisse der Studien bestätigen sollten, müsse man milde Krankheitsverläufe gegen den Fakt abwägen, dass sich die Omikron-Mutante rasanter ausbreite als Delta und eher in der Lage sei, den Impfschutz zu umgehen. Die schiere Zahl der Infektionen mit Omikron könnte damit dennoch zu einer Überlastung der Krankenhäuser führen. Keine der Studien wurde bislang von unabhängiger Seite begutachtet. Eine solche Begutachtung ist in der Wissenschaft gängig und eigentlich Standard. Bei der Corona-Forschung werden allerdings häufiger Studienergebnisse zunächst ohne Gutachten veröffentlicht, um schnell erste Erkenntnisse zugänglich zu machen. Die Studien tragen zu einer wachsenden Zahl an wissenschaftlichen Erkenntnissen bei, die einen weniger schweren Verlauf von Omikron-Infektionen zu bestätigen scheinen. Es bleibt allerdings unklar, ob die beobachtete geringere Rate schwerer Fälle auf die Eigenschaften der Omikron-Variante zurückzuführen ist oder ob die Krankheit milder verläuft, weil sie auf Bevölkerungsgruppen trifft, die durch frühere Infektionen und Impfungen eine stärkere Immunität besitzen. Die Professorin für Pharmazeutische Medizin am King's College London, Penny Ward, die nicht an den Studien beteiligt war, erklärte, diese änderten "nichts an der außergewöhnlichen Ausbreitung dieser Variante in der Bevölkerung". Es sei eine Tatsache, dass "selbst ein kleiner Anteil von Menschen, die wegen Covid im Krankenhaus behandelt werden müssen, zu einer sehr großen Zahl werden kann, wenn die Zahl der Ansteckungen in der Bevölkerung weiter ansteigt." Zuvor hatten bereits Daten aus Südafrika, wo die Variante zuerst entdeckt worden war, nahegelegt, dass mit Omikron Infizierte im Großen und Ganzen nicht so schwer erkranken wie jene mit Delta. Die Autoren der Studie haben Daten von Infizierten von Anfang Oktober bis Ende November ausgewertet. Daraus ergibt sich demnach bei Omikron ein bis zu 80 Prozent geringeres Risiko, zur Behandlung ins Krankenhaus zu müssen als bei Delta. Waren die Patienten einmal in der Klinik, gab es jedoch keinen Unterschied im weiteren Verlauf. "Die sehr ermutigenden Daten deuten stark auf eine geringere Schwere der Omikron-Infektionswelle hin", sagte Cheryl Cohen von Südafrikas Nationalem Institut für übertragbare Krankheiten (NICD). Sie warnte jedoch, dass es sich noch um frühe Daten handelt und weitere Studien nötig seien. Die Infektiologin Isabella Eckerle von der Universität Genf mahnte, keine voreiligen Schlüsse aus der Untersuchung zu ziehen. "Man muss auch bedenken, dass Südafrika eine junge Population hat, in den vorherigen Wellen bereits eine starke Übersterblichkeit entstand und die berichteten Fälle vor allem junge Menschen mit Impfdurchbrüchen waren", sagte sie. "Auch zirkulierte in Südafrika vermehrt die Beta-Variante, so dass wahrscheinlich ein anderer immunologischer Hintergrund herrscht als bei uns." Ähnlich äußerte sich Björn Meyer, Leiter der Arbeitsgruppen Virusevolution der Universität Magdeburg. Es gebe große Unterschiede zwischen Südafrika und Deutschland. Südafrika habe viele schwere Wellen erlebt, die Bevölkerung sei im Durchschnitt sehr viel jünger. "Es bleibt somit abzuwarten."
Die große Bescherung an den Börsen
tagesschau.de
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Als extremistisch eingestuft: Belarus geht gegen Dienst von Radio Free Europe vor

Kiew. Belarussische Behörden haben in ihrem seit Monaten andauernden Vorgehen gegen unabhängige Medien den lokalen Dienst von Radio Free Europe als extremistisch eingestuft. Sie leiteten strafrechtliche Ermittlungen gegen einen Journalisten von Radio Swaboda (Radio Freiheit) ein und ließen einen weiteren festnehmen. Radio Free Europe wird von der US-Regierung finanziert. Das belarussische Innenministerium ließ auch die für Radio Swaboda tätigen Journalistinnen und Journalisten in die amtliche Registratur für extremistische Organisationen aufnehmen. Die Auftritte von Radio Swaboda in den sozialen Medien wurden bereits im Laufe dieses Monats als extremistisch eingestuft. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Personen, die Inhalte von als extemistrisch eingestufter Medien verbreiten, können in Belarus mit Gefängnis bis zu sieben Jahren bestraft werden. Mehr als 300 unabhängige Medien, Informationskanäle und die Telegram-App sind seit den Massenprotesten gegen den von Präsident Alexander Lukaschenko reklamierten Wahlsieg im August 2020 als extremistisch eingestuft worden. Gegen den für Radio Swaboda arbeitenden Journalisten Andrej Kusnetschyk wurde nach Angaben seiner Familie ein Strafverfahren eingeleitet. In Haft sitzt er seit seiner Verurteilung im November zu zwei zehntägigen Haftstrafen. RFE-Präsident Jamie Fly sagte, der 43-jährige habe seine Strafe abgesessen, jetzt sei er praktische in Geiselhaft. „Andrej sollte erlaubt werden, zu seiner Familie zurückzukehren“, sagte Fly in einer Online-Erklärung. „Journalismus ist kein Verbrechen.“ Der 63-jährige Aleh Hrusdsilowitsch wurde in seiner Wohnung in Minsk von maskierten Sicherheitsbeamten festgenommen. Ihm drohen Beschuldigungen wegen Störung der öffentlichen Ordnung, berichtete die Menschenrechtsgruppe Wjasna. Darauf stehen bis zu vier Jahre Gefängnis. RND/AP

 

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Mediziner verrät - 2022 könnte der Anti-Krebs-Piks kommen!

Ein kleiner Piks für den Patienten, ein revolutionärer Fortschritt für die Krebsmedizin! Seit Jahrzehnten hoffen Forscher, endlich eine Impfung gegen Krebs zu entwickeln. Prof. Thomas Seufferlein (58), Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, verriet jetzt gegenüber BILD: „2022 könnte der erste Krebs-Impfstoff zugelassen werden!“ In BILD erklärt er, welche Krebsart schon im nächsten Jahr mit einem mRNA-Impfstoff behandelt werden könnte.

 

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Baby überlebt 2 Tage allein im Wald

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Neue Medikamente und Booster-Boom - Das macht Corona-Weihnachts-Hoffnung

Fast zwei düstere Jahre Corona-Pandemie und immer wieder neue Schreckensmeldungen und Horrorszenarien – doch nun zum Fest: Weihnachtswunder-Meldungen, die Hoffnung machen in den dunklen Omikron-Zeiten! Aus Großbritannien, wo die Omikron-Variante des Corona-Virus schon zwei Wochen länger wütet, kommen vielversprechende Forschungsergebnisse: Omikron ist bei Weitem ungefährlicher als Vorgänger Delta. ▶︎ Ungeimpfte haben ein um 24 Prozent geringeres Risiko, ins Krankenhaus zu müssen! SPD-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (58) erklärte gegenüber BILD, er könne wegen der höheren Übertragbarkeit noch keine Entwarnung geben. ABER: „Das Ergebnis der englischen Studie ist eine gute Nachricht!“ ▶︎ Der Pharma-Riese Pfizer bringt nach Viagra die nächste Zaubermedizin auf den Markt – ein Mittel, das direkt bei den ersten Corona-Symptomen gegeben wird. „Paxlovid“ drosselt die Vermehrung der Viren. Man nimmt sie zu Hause zweimal täglich an fünf Tagen in Kombination mit einem anderen Präparat. Ergebnis laut Pfizer: Die Gefahr einer Klinik-Einweisung sinke um 90 Prozent! In den USA hat die Genehmigungsbehörde FDA jetzt die Notfall-Zulassung für Risikopatienten ab zwölf Jahren erteilt. Die EU-Behörde EMA prüft die Zulassung. In Deutschland soll sie wegen der geringen Lieferkapazitäten zunächst vor allem für über 60-Jährige verabreicht werden. US-Präsident Joe Biden (79) spricht von einem Gamechanger – einem Mittel, das alles verändert. Ähnliches gilt für die Pille „Lagevrio“ von Merck (USA). ▶︎Beste Nachricht: Deutschland hat sich bei allen Unternehmen, die an Corona-Mitteln forschen, schon Kontingente gesichert! Hundertausende Impfskeptiker in Deutschland haben darauf gewartet: Totimpfstoff. Nun ist der erste sogenannte Totimpfstoff zugelassen: Novavax (US-Hersteller). ▶︎ Auch Deutschland hat ihn vorbestellt: Ab Januar sollen 4 Millionen Impfdosen kommen. Die Hoffnung: Viele Umgeimpfte könnten sich jetzt doch den Piks geben lassen! Das Ziel der Bundesregierung: 30 Millionen Booster-Impfungen bis Jahresende! Nun steht fest: Das kann was werden! Laut Kassenärzten wurden seit dem 14. November 25,066 Mio. Booster-Impfungen verabreicht (17,3 Mio. in Arztpraxen). Seit Booster-Beginn im Oktober sind es: knapp 30 Millionen. Gesundheitsminister Lauterbach stolz zu BILD: „Niemand in Europa erreicht ein Booster-Tempo wie Deutschland.“ Darin sehe er „die große Hoffnung“.

 

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Gabriel Clemens ohne Probleme gegen den harmlosen „Prince of Wales“

D en bislang einzigen Vergleich hatte Gabriel Clemens verloren. Auf der ProTour hatte es eine Niederlage gegen den erst 19-jährigen Lewis Williams gegeben. Das Talent aus Wales konnte in seinem ersten Profijahr einige Topspieler schlagen. Clemens war gewarnt. Vorsicht, die sich allerdings schnell als Fehlalarm erwies. Die deutsche Nummer eins siegte am Ende 3:1, 3:1 und 3:1 und zog mit einem 3:0 nach Sätzen in die dritte Runde ein. Mit dem Erfolg sprang der Saarländer im Live-Ranking auf Platz 19. Er könnte nach dem Turnier der erste Deutsche Top-20-Spieler der Geschichte werden. Williams startete rasant, vergab aber fünf Darts auf den Doppeln, sodass Clemens sich auf der Doppel-12 zum Break bedankte und anschließend zum 3:0 durchzog. Ein Average von 88 Punkten genügte, um den Waliser auf Distanz zu halten. Der holte sein erstes Leg zu Beginn des zweiten Satzes. Clemens punktete nicht gut, traf kaum Triple und war sichtlich unzufrieden, holte sich aber mit einem 143er-Checkout den Ausgleich und pushte sich kurz darauf auch mit den ersten beiden 180ern. Williams checkte übers Bullseye zum 2:2, vergab aber einen Setdart auf der Doppel-20. Clemens quittierte mit der Doppel-10 zum Satzgewinn. Die Körpersprache stimmte, die Doppelquote mit 85,7 Prozent sowieso, nur das Scoring lahmte bei 88,22 noch etwas. Der „German Giant“ konnte sich aber weiter auf die Fehler seines enttäuschenden Gegners verlassen. Auch zum Start von Durchgang drei warf Williams fünf Darts am Doppel vorbei. Der Waliser stand nun bei einer Quote von 11,8 Prozent, traf nur zwei seiner 17 Check-Darts. Nachdem der Engländer Ryan Meikle am zweiten Turniertag Fabian Schmutzler mit 3:0 aus dem Turnier geworfen hatte, richtete der zweite britische Friseur keinen Schaden am deutschen Darts an. Williams holte sich zwar noch sein insgesamt drittes Leg, doch kurz darauf checkte Clemens zum erneuten 3:1 über die Doppel-18. Ein solider Sieg für Gaga, der am Montag (ab 20 Uhr, live bei Sport1 und DAZN) auf den nächsten Waliser trifft: Titelkandidat Jonny Clayton. Der 27. Dezember wird damit zum deutschen Tag bei der Darts-Weltmeisterschaft. Neben Clemens ist bereits am Nachmittag Florian Hempel gefordert. Der Überraschungssieger gegen Dimitri van den Bergh will mit einem Sieg über den Australier Raymond Smith ins Achtelfinale einziehen. Bis dahin werden sich Clemens und Hempel mit ihren Lebensgefährtinnen die Feiertage im Spielerhotel verbringen. Nicht die romantischsten Weihnachten. Ein bereits sicheres Preisgeld von jeweils 25.000 Pfund und die Aussicht auf die Runde der letzten 16 dürften einem Lagerkoller aber entgegenwirken. Am Nachmittag hatte Mensur Suljovic in einem Drama den Einzug in die dritte Runde verpasst. Der Österreicher verspielte eine 2:0-Satzführung und vergab acht Matchdarts. Damon Heta (AUS/31) – Luke Woodhouse (ENG) 3:1 Brendan Dolan (NIL/23) – Callan Rydz (ENG) 0:3 Mensur Suljovic (AUT/26) – Alan Soutar (SCO) 2:3 n.V. Jose de Sousa (POR/7) – Jason Lowe (ENG) 3:2 Danny Noppert (NED/18) – Jason Heaver (ENG) 3:1 Gabriel Clemens (GER/25) – Lewis Williams (WAL) 3:0 Rob Cross (ENG/11) – Raymond van Barneveld (NED) Chris Dobey (ENG/30) – Rusty-Jake Rodriguez (AUT) Den kompletten WM-Spielplan und den Turnierbaum finden Sie hier. 13.30 Uhr: Ross Smith (ENG) – Dirk van Duijvenbode (NED/17) Michael Smith (ENG/9) – William O‘Connor (IRL) Florian Hempel (GER) – Raymond Smith (AUS) 20 Uhr: James Wade (ENG/4) – Vincent van der Voort (NED/29) Gerwyn Price (WAL/1) – Kim Huybrechts (BEL/32) Jonny Clayton (WAL/8) – Gabriel Clemens (GER/25)

 

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National League: Die ZSC Lions bezwingen die SCL Tigers 3:2 n. V.

Neuigkeiten, Spiele und Resultate aus der National League gibt es in «National League kompakt». Das Spiel der Runde (23. Dezember) Der ZSC-Spieler John Quenneville (links) schiesst gegen die SCL Tigers den entscheidenden Treffer in der Overtime. ZSC Lions – SCL Tigers 3:2 n. V. (0:1, 2:0, 0:1, 1:0). 8794 Zuschauer. – Tore: 13. Pesonen (Weibel) 0:1. 28. Quenneville (Azevedo, Trutmann) 1:1. 35. Andrighetto (Penalty) 2:1. 45. Salzgeber (Schärz) 2:2. 65. Quenneville (Azevedo). – Die ZSC Lions geben wie bereits im ersten Duell mit den SCL Tigers auch am Donnerstagabend Punkte ab, gewinnen aber nach Verlängerung. Dem Tigers-Torhüter Ivars Punnenovs gelingt ein spektakulärer Auftritt. So lief das Spiel: Vor drei Wochen sagte der ZSC-Sportchef Sven Leuenberger der NZZ: «Wir haben in der letzten Saison zu viele Punkte gegen Teams wie die SCL Tigers oder Ambri-Piotta abgegeben. Das haben wir korrigiert.» Am Donnerstagabend gaben die ZSC gegen die SCL Tigers auch im zweiten Vergleich im Hallenstadion Punkte ab. Auf ein 2:4 vom 9. Oktober folgte kurz vor Weihnachten ein 3:2-Sieg nach Verlängerung. Der ZSC konnte Verletzungspech geltend machen – es fehlten mit Garrett Roe, Maxim Noreau, Denis Hollenstein, Chris Baltisberger, Justin Sigrist und Johann Morant sechs designierte Stammspieler. Aber gegen einen Widersacher, dessen erstes Abwehrpaar aus Sebastian Schilt und Miro Zryd besteht, müsste der ZSC mit seinem Luxuskader immer noch einigermassen unbedrängt siegen. Es war im Hallenstadion in der letzten Partie vor der Spengler-Cup-Pause anders, dem Tigers-Torhüter Ivars Punnenovs gelang ein spektakulärer Auftritt mit mehreren Paraden. Für den ZSC war es dank einem Overtime-Treffer des Doppeltorschützen John Quenneville dennoch ein zumindest halbwegs versöhnlicher Jahresabschluss – das Team des angeschlagenen Trainers Rikard Grönborg hatte schon zuletzt mit deutlichen Siegen gegen Davos und Ajoie einen Aufwärtstrend erkennen lassen. Grönborg wird das vorherrschende Thema rund um den ZSC bleiben: Bis zum 31. Dezember muss er entscheiden, ob er seine Ausstiegsklausel nutzen und Zürich im Sommer verlassen will. Zuletzt wurde der Schwede mit Awangard Omsk in der KHL in Verbindung gebracht, am Donnerstag sagte er dazu: «Das sind nur Gerüchte, ich weiss nicht, woher die stammen. Es gab keine Gespräche mit Omsk.» Und auf die Frage, ob er seine Option denn nun zu aktivieren gedenke oder nicht, antwortete er: «Ich habe beim ZSC nicht für vier Jahre unterschrieben, um nach drei Jahren wieder wegzugehen. Die Organisation, die Stadt, die Leute sind mir ans Herz gewachsen.» Heisst das, die Klausel wird nicht aktiviert? So weit wollte Grönborg dann doch nicht gehen, er sagte vage: «Ich bin unter Vertrag, es gibt eine Klausel. Alles andere ist Spekulation. Wir werden sehen, was die nächsten Tage bringen.» (Nicola Berger) Die Spiele vom Donnerstag: Ajoie - Davos 1:2 (0:1, 0:0, 1:1). Lugano - Lausanne 5:1 (0:0, 3:1, 2:0). ZSC Lions - SCL Tigers 3:2 (0:1, 2:0, 0:1, 1:0) n. V. Zug - Genf/Servette 1:5 (1:1, 0:3, 0:1). Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Weihnachtsmann darf nach Vorlage von Impfnachweis und Negativ-Test nach Kanada

Ho ho ho, die Kinder in Kanada können aufatmen: Sie müssen in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht auf den Weihnachtsmann verzichten. Santa Claus habe die Freigabe für den kanadischen Luftraum erhalten, nachdem er einen Impfnachweis und einen negativen Corona-Test vorweisen konnte, verkündete der kanadische Verkehrsminister Omar Alghabra am Donnerstag. "Als ich mit dem Weihnachtsmann sprach, versicherte er mir, dass er alle Voraussetzungen für die Einreise nach Kanada erfülle", erklärte der Minister. Auch die Begleitung des Weihnachtsmanns - einschließlich Rentier Rudolph - dürfe mitreisen. Bei Rudolph sei trotz roter Nase sichergestellt worden, dass "er keine Covid-19-Symptome hatte, bevor er abflog". Angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante hatte die Regierung den Kanadiern in der vergangenen Woche von nicht notwendigen Auslandsreisen über die Weihnachtsfeiertage abgeraten. Der Weihnachtsmann darf trotzdem vom Nordpol anreisen und mit Abstand - und bestimmt auch Maske - seine Geschenke verteilen.

 

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Wir bringen den Kindern Geschenke - Drei Flut-Engel fürs Ahrtal

Bad Neuenahr – Ein kleines bisschen Hoffnung für die Kinder aus dem Katastrophen-Gebiet! Viele Familien im Ahrtal (Rheinland-Pfalz) verloren bei der Jahrhundertflut im Juli mit mehr als 180 Toten und unzähligen zerstörten Häusern alles. Schrecklich: Einige der Eltern haben jetzt nicht einmal das Geld dafür, ihren Kindern ein Weihnachtsgeschenk zu kaufen! Das darf nicht sein, sagten sich Mandy aus Mainz (49), Simone aus Walporzheim (56) und Alina (23) aus Saarbrücken. Die Frauen hatten sich bei den Aufräumarbeiten kennengelernt, wurden Freunde. Für das Trio stand fest: „Wir wollten helfen, den Menschen ein schönes Weihnachten zu bescheren“, so Simone. Ihre wunderschöne Idee: ein Baum der Wünsche! In ihrem Garten stellte Simone eine Tanne auf, an deren Zweige Kinder kleine Briefchen mit Weihnachtswünschen hängen konnten – mehr als 80 waren es schließlich. Dann legten die drei Engel aus dem Ahrtal los! „Mit Hilfe einer Facebook-Seite fanden wir bundesweit Paten, die die Geschenke besorgten“, sagt Helferin Simone. Die Päckchen verluden die Frauen in einen festlich geschmückten Transporter und machten sich auf Tour durchs Ahrtal. Ein Stopp führte sie zu Familie Greifenhagen in Bad Neuenahr. Tochter Marie (5) hatte ein Briefchen geschrieben. Wunsch? Streeeng geheim! Mutter Nicole (37) und Vater Malte (39): „Die Kleine freut sich riesig. Nach der Flut waren wir in einer Notunterkunft untergebracht, seit zwei Monaten sind wir wieder zu Hause.“ Geschenke-Engel Simone nach ihrer letzten Fahrt: „Die Kinder hatten Tränen in den Augen. Es waren wunderschöne Reaktionen.“

 

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Star verspricht den Fans ein neues Lied

Nachdem Britney Spears (40) nach 13 langen Jahren aus der Vormundschaft ihres Vaters entlassen worden ist, kann sie wieder frei über ihr Handeln entscheiden. Ganz oben auf ihrer To-do-Liste ist offenbar, wieder als Musikerin durchzustarten. Seinen zahlreichen Anhängern auf Instagram verspricht der Star in einem Post jedenfalls fest, dass schon "ein neuer Song in Arbeit ist". Zum Beweis macht sie im Instagram-Video vor ihrem Badezimmerspiegel einige Stimm- und Gesangsübungen, die im Kommentarbereich jedoch für gemischte Reaktionen sorgen. "Sie schreit ja nur", wundern sich einige User. Andere, darunter Miley Cyrus (29), feiern Spears für ihre druckvolle Stimmgewalt. Sollte wirklich bald ein neues Lied von Spears erscheinen, so dürfe dessen Inhalt auf der Hand liegen. Ein weiteres Mal betonte Spears in ihrem Post: "Ich habe nicht vergessen, was mir meine weiße, "feine" Familie angetan hat und ich werde es auch niemals vergessen."

 

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Rekrutiert Mali russische Söldner? Vorwürfe gegen Militärregierung des Krisenstaats

Berlin. Deutschland, Frankreich, Großbritannien und weitere Länder haben den Machthabern in Mali vorgeworfen, Söldner der russischen Firma Wagner ins Land zu holen. „Wir (.) verurteilen die Stationierung von Söldnertruppen auf malischem Gebiet entschieden“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die das Auswärtige Amt am Donnerstag veröffentlichte. Man bedauere „die Entscheidung der malischen Übergangsregierung, ohnehin knappe öffentliche Mittel zu nutzen, um ausländische Söldner zu bezahlen“. Sie hätten Kenntnis davon, dass die russische Regierung die Entsendung der Wagner Group nach Mali materiell unterstütze. Die insgesamt 16 Länder riefen Russland auf, „zu einem verantwortungsvollen und konstruktiven Verhalten in der Region zurückzukehren“. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Eine Stellungnahme aus Mali war am Abend zunächst nicht zu erhalten. In dem westafrikanischen Krisenstaat ist auch die Bundeswehr im Einsatz - als Teil der UN-Friedensmission Minusma sowie der EU-Ausbildungsmission EUTM. Zuletzt bezifferte die Bundeswehr die deutsche Präsenz auf etwas mehr als 1350 Soldatinnen und Soldaten. Ein möglicher Einsatz von Wagner in Mali hatte bereits für Aufregung gesorgt. Die EU-Mitgliedstaaten hatten dem Land für diesen Fall offen mit einem Ende des militärischen und zivilen Engagements gedroht. Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht erklärte auf Twitter: „Die Entscheidung der Verantwortlichen in Mali, Söldner ins Land zu holen, halten wir für falsch und bedauern sie ausdrücklich.“ Sie äußerte die Überzeugung, dass dieser Schritt nicht geeignet sei, die Sicherheitslage im Land zu verbessern. „Wir werden uns nun eng mit unseren internationalen Partnern über das weitere Vorgehen und unser Engagement in Mali abstimmen. Dabei hat die Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten höchste Priorität.“ Mali mit seinen rund 20 Millionen Einwohnern hat seit 2012 drei Militärputsche erlebt und gilt als politisch äußerst instabil. Seit dem bisher letzten Putsch im Mai wird das Land von einer militärischen Übergangsregierung geführt. Dem instabilen Krisenstaat machen seit Jahren islamistische Terrorgruppen zu schaffen. RND/dpa

 

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Corona I Omikron in allen Bundesländern angekommen

Nach wie vor macht die Delta-Variante den größten Anteil der Neuinfektionen in Deutschland aus. Doch Omikron breitet sich aus – und ist mittlerweile in allen Bundesländern angekommen. Alle Infos im Newsblog. Eine schwere Corona-Welle erschüttert Deutschland: In vielen Regionen sind die Infektions- und Todeszahlen hoch, Krankenhäuser sind erneut überlastet. Nun bereitet eine neu aufgetretene Variante den Experten zusätzliche Sorgen: Omikron. Mehr als 70 Prozent der Bürgerinnen und Bürger sind vollständig geimpft. Die Omikron-Variante ist mittlerweile in allen Bundesländern angekommen. Auch wenn der überwiegende Anteil der Infektionen nach wie vor von der Delta-Variante des Coronavirus verursacht wird, ist die Zahl der nachgewiesenen Omikron-Fälle in den letzten Wochen deutlich angestiegen, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstagabend in seinem Wochenbericht. Bis zum 21. Dezember seien 441 über eine Genomsequenzierung bestätigte Omikron-Infektionen übermittelt worden. Bei 1.438 Fällen bestehe nach einem spezifischen PCR-Tests der Verdacht darauf. In Deutschland wird jedoch nur ein kleiner Teil der positiven Proben auf Omikron hin getestet. "Bisherige Meldedaten zu Symptomen deuten auf eher milde Verläufe bei Infizierten mit vollständiger Impfung beziehungsweise Auffrischimpfung", schreibt das RKI. Für insgesamt mehr als 1.200 Fälle wurden dem RKI zufolge Angaben zu den Symptomen übermittelt. Überwiegend seien demnach keine oder milde Symptome genannt worden, am häufigsten Schnupfen, Husten und Halsschmerzen. Bisher kamen dem RKI-Wochenbericht zufolge 28 Covid-Erkrankte, bei denen Omikron nachgewiesen wurde, ins Krankenhaus, eine Person ist nachweislich verstorben. Experten haben allerdings stets betont, dass bei der erwarteten hohen Zahl an Infizierten im Zuge der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante, dennoch eine große Zahl von Menschen gleichzeitig schwerer erkranken werde und im Krankenhaus behandelt werden müsse. So warnte RKI-Chef Lothar Wieler am Mittwoch vor einer Überlastung des Gesundheitssystems und einer Beeinträchtigung kritischer Versorgungsstrukturen, sollte die Omikron-Welle nicht mit strikten Maßnahmen gebremst werden können. "Der Trend ist glasklar: Bei einer Verdopplungszeit von etwa drei Tagen könnte die neue Variante in den nächsten ein, zwei, spätestens drei Wochen bereits die Mehrzahl aller Infektionsfälle in unserem Land ausmachen." Die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante hat in Großbritannien die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf einen neuen Höchststand ansteigen lassen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 119.789 neue Fälle gemeldet, wie die Behörden am Donnerstag mitteilten. Das sind nochmals deutlich mehr als am Vortag, als erstmals die Schwelle von 100.000 Fällen binnen eines Tages überschritten wurde. In England und Schottland ist die hochansteckende Omikron-Variante bereits dominant. Insgesamt sind im Vereinigten Königreich aktuell knapp 91.000 Omikron-Fälle bestätigt, allerdings geht man von einer hohen Dunkelziffer aus. Auch im Gesundheitssystem macht sich Omikron bereits deutlich bemerkbar: Die Krankheitstage von medizinischen Beschäftigten im Zusammenhang mit Covid-19 stieg im Wochenvergleich zuletzt um 38 Prozent an, wie der "Guardian" unter Berufung auf Zahlen des Gesundheitsdienstes berichtete. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass sich dieser Trend weiter verstärkt. Die Zahl der Neuinfektionen in Frankreich ist noch höher als von Gesundheitsminister Olivier Veran zunächst angekündigt. Die Behörden verzeichneten 91.608 neue Fälle und damit die höchste Zahl seit dem Beginn der Pandemie. Veran sprach kurz zuvor vor Reportern von etwa 88.000 bestätigten Fällen, was ebenfalls ein Rekord gewesen wäre. Dabei sagte er auch: "Die heutigen Zahlen sind nicht gut." Vermutlich werde es bald Änderungen an den Corona-Vorschriften geben. Die Bundesregierung bemüht sich um die rasche Beschaffung des Corona-Medikaments Paxlovid, das in den USA am Mittwoch bereits im Schnellverfahren zur Behandlung von Erkrankten zugelassen wurde. Das Bundesgesundheitsministerium steht nach Angaben eines Sprechers vom Donnerstag mit Herstellern "in Verhandlung, um Kontingente für Deutschland zu sichern und zeitnah für die Versorgung zur Verfügung zu stellen". Dies gelte neben dem Präparat Paxlovid des US-Konzerns Pfizer auch für das Mittel Lagevrio, das vom US-Unternehmen MSD hergestellt wird. Beides sind antivirale Mittel, die das Virus dabei hindern, sich zu reproduzieren. Die Präparate sind in der EU noch nicht zugelassen. Bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) seien aber bereits "Bewertungsverfahren mit dem Ziel der Zulassung begonnen worden", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministerium der Nachrichtenagentur AFP. Die Mittel sollten in Deutschland nach der Zulassung vor allem für Risikopatienten eingesetzt werden – etwa Patienten über 60 Jahre und Menschen mit Leiden wie Adipositas und Diabetes. Paxlovid senkt laut Pfizer die Gefahr einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um knapp 90 Prozent. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat den ersten Todesfall nach einer Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus gemeldet. Aus der täglichen Übersicht des RKI zu Omikron-Fällen geht hervor, dass der oder die Verstorbene mindestens 60 Jahre alt war. Weitere Einzelheiten gingen aus der Übersicht, die den Datenstand bis einschließlich Mittwoch wiedergibt, nicht hervor. Die Zahl der bekannten Omikron-Fälle lag demnach bei 3.198, was ein Plus von 25 Prozent oder 810 gegenüber dem Vortag bedeutete. Von diesen wurden laut Übersicht 48 in Krankenhäusern behandelt. Der erste Omikron-Fall in Deutschland wurde vor knapp einem Monat am 26. November bei einem Südafrika-Rückreisenden in Hessen nachgewiesen. Wie das RKI in Berlin weiter mitteilte, basiert der Tagesbericht auf den an die Behörde übermittelten Meldefällen. Dabei handelt es sich um Omikron-Infektionen, die durch Genomsequenzierung sicher bestätigt wurden, oder Verdachtsfälle, bei denen eine positive Laboranalyse mit einem variantenspezifischen PCR-Test vorlag. In den USA ist nach dem Corona-Medikament Paxlovid des US-Pharmariesen Pfizer auch der Wirkstoff Molnupiravir des Konkurrenten MSD zugelassen worden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte am Donnerstag eine Notfallzulassung für das antivirale Medikament in Pillenform für Risikopatienten ab 18 Jahren. Das in Europa unter dem Namen Lagevrio bekannte Medikament ist zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen mit leichten bis mittelschweren Symptomen gedacht und soll einen schweren Krankheitsverlauf verhindern. Die Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof ist in Berlin mit ihrem Eilantrag gegen die 2G-Regeln vor dem Verwaltungsgericht gescheitert. Die Regelungen, mit denen auf die weiterhin hohen Infektionszahlen vorrangig ungeimpfter Personen und das zunehmende Aufkommen der hochansteckenden Virusvariante Omikron reagiert werde, seien verhältnismäßig, teilte das Gericht am Donnerstag mit. Sie dienten mit dem Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus einem legitimen Ziel. Diese Zugangsregeln bleiben nach der Eilentscheidung vorerst bestehen. Laut der Berliner Corona-Verordnung dürfen unter anderem Kaufhäuser derzeit nur unter der 2G-Bedingung öffnen. Das heißt, Besucher müssen entweder geimpft oder genesen sein, das Ganze muss von den Läden kontrolliert werden. Laut Gericht sah die Kette die Regelungen im Kern als "unverhältnismäßigen Eingriff in die Berufsfreiheit". Ferner habe sie eine Verletzung des Gleichbehandlungsgrundsatzes gerügt. In Hamburg war ein entsprechender Eilantrag ebenfalls gescheitert. In Niedersachsen hob ein Gericht dagegen nach einer Klage der Kaufhauskette Woolworth 2G im Einzelhandel vorläufig auf. Die Anträge beziehen sich auf die jeweiligen Landesverordnungen. Thüringen bleibt das Bundesland mit der höchsten Corona-Infektionsrate. Allerdings sinkt die Sieben-Tages-Inzidenz auch im Freistaat weiter. Laut Robert Koch-Institut (RKI) betrug sie am Donnerstag 726,7. Am Vortag hatte sie noch bei 750,2 gelegen. Der Wert gibt die Rate der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche an. Bundesweit sank die Inzidenz auf 280,3. Die höchste Inzidenz aller Regionen in Deutschland meldete am Donnerstag der Ilm-Kreis mit 1.242,4. Auch der Landkreis Hildburghausen (1.043,8) bewegte sich noch jenseits der 1.000er Schwelle. Acht der bundesweit zehn Regionen mit dem stärksten Infektionsgeschehen lagen in Thüringen. Binnen eines Tages registrierte das RKI im Freistaat 2.811 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus. Zudem wurden 40 weitere Todesfälle gemeldet. Seit Beginn der Pandemie sind insgesamt 5.697 Menschen in Thüringen an oder mit dem Virus gestorben. Der Oberste Gerichtshof Kataloniens hat die von der Regionalregierung in Barcelona angesichts steigender Corona-Zahlen angeordneten strengen Beschränkungen des öffentlichen Lebens gebilligt. Das teilte der Gerichtshof am Donnerstag mit. Damit gilt ab Freitag eine Ausgehbeschränkung von 01.00 Uhr bis 06.00 Uhr in Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern und einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 250. Das ist fast überall der Fall. Von den zunächst auf zwei Wochen angelegten Maßnahmen seien damit 6,3 Millionen Bewohner oder 82 Prozent der Bevölkerung der Region im Nordosten Spaniens betroffen, schrieb die Zeitung "La Vanguardia". Clubs, Bars und Discos müssen schließen. In den Innenräumen von Gaststätten dürfen nur noch 50 Prozent der eigentlich zulässigen Plätze vergeben werden. In fast allen anderen öffentlichen Einrichtungen und Geschäften dürfen nur noch 70 Prozent der Kapazität genutzt werden. Die Teilnehmerzahl bei Zusammenkünften im öffentlichen wie im privaten Rahmen wird auf zehn beschränkt. Trotz Vorweihnachtsstress haben sich noch einmal mehr als eine Million Menschen eine Impfung gegen das Coronavirus verabreichen lassen. Laut Robert Koch-Institut (RKI) lag die Zahl für den Mittwoch bei 1.041.000, davon waren 847.000 Impfungen sogenannte Booster zum Auffrischen des Impfschutzes (Stand: Donnerstag/9.01 Uhr). Der bisherige Rekord wurde am 15. Dezember mit 1,6 Millionen Dosen erzielt. Bei den Impfquoten für bereits Geboosterte liegt das Saarland mit 41,4 Prozent im Ländervergleich vorn vor Nordrhein-Westfalen mit 38,0 Prozent. Das Schlusslicht ist Sachsen, wo erst 27,9 Prozent der Bürger eine Auffrischungsimpfung bekommen haben. Bundesweit liegt die Quote bei 35,0 Prozent. Die Quote der Bürger, die den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze erhalten haben, liegt inzwischen insgesamt bei 70,7 Prozent und bei den Erwachsenen bei 81,4 Prozent. Noch gar nicht geimpft sind 26,3 Prozent. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat vor möglichen dramatischen Folgen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gewarnt. "Die Lage ist besorgniserregend", sagte er am Donnerstag in einer Sondersitzung des Landtages zu den Corona-Beschränkungen in Potsdam. "In der vierten Corona-Welle baut sich leider schon eine fünfte Welle auf." Wegen der hohen Ansteckungsgefahr durch die Omikron-Variante könne die Infrastruktur gefährdet werden, warnte der Regierungschef. Dazu gehörten neben dem Gesundheitswesen etwa Polizei und Feuerwehr sowie die Energieversorgung. Daher werde im Innenministerium ein Krisenstab eingerichtet, um schnell reagieren zu können. Woidke versicherte, dass die Ministerpräsidenten und die Bundesregierung auch über die Feiertage und den Jahreswechsel bereitstünden, um im Notfall weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus zu ergreifen. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hofft, dass die Thüringer an den Weihnachtsfeiertagen nach einem erneut belastenden Corona-Jahr Ruhe finden. "Ich wünsche mir für die Menschen seelische Erholung, ein wenig Balsam für die Seele und Frieden nach dem Stress der vergangenen Monate", sagte Ramelow in Erfurt. Er hoffe, dass möglichst alle Regionen in Thüringen bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter der Marke von 1.500 bleiben beziehungsweise in den kommenden Tagen möglichst auch unter 1.000 rutschen. Bei den hohen Werten gelten nach den Thüringer Corona-Regeln besondere regionale Einschränkungen. Er selbst werde Weihnachten in Thüringen im kleinsten Familienkreis begehen. "Es gibt weder eine große Feier noch ein Fest", sagte Ramelow. Wie jedes Jahr habe er vor Weihnachten seine Schwiegereltern in Italien besucht. "Wir hatten uns ein Jahr lang nicht gesehen." Innerhalb von vier Wochen hat die Corona-Pandemie in Bayern 2.235 Todesopfer gefordert. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Donnerstag 71 neue Corona-Tote in Bayern, die Gesamtzahl seit Beginn der Pandemie stieg damit auf 19 291. Deutschlandweit waren es innerhalb eines Monats knapp 10.000 Tote. In den Zahlen spiegelt sich der rasante Anstieg der Infektionszahlen im Herbst. Seit einigen Wochen gehen sowohl die Corona-Neuinfektionen als auch die Neuaufnahmen schwer kranker Covid-Patienten auf den Intensivstationen zurück, wo sich die Mehrheit der Todesfälle ereignet. Deutschland wird nach den Worten des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) in der Corona-Pandemie um eine Impfpflicht nicht herumkommen. Eine "Dauerschleife" von Lockerungen und Lockdowns müsse vermieden werden, sagte Wüst am Mittwochabend in einem vorab aufgezeichneten Interview der ARD-"Tagesthemen". "Da müssen wir raus. Deswegen ist die Impfpflicht unerlässlich." Wüst, der derzeit auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, sprach von einer sehr erfolgreichen Impfkampagne. Mit Blick auf die Quote der Geimpften fügte er jedoch hinzu: "Wir kämpfen natürlich nicht um 75, 80 Prozent. Wir brauchen 90, 95 Prozent und am besten mehr." Ziel sei, nun auch Menschen zu überzeugen, die sich bislang nicht angesprochen fühlten. "Ich glaube schon, dass wir mit guten Argumenten auch in diesen Wochen immer noch Menschen erreichen." Das Problem seien aber die letzten zehn Prozent. Für die werde man an einer Impfpflicht nicht vorbeikommen, "und wir brauchen sie zügig". Die Bundesregierung müsse jetzt Tempo machen, forderte der CDU-Politiker. Bildungsministerin Bettina Stark-Watzinger ruft dazu auf, sich zum Schutz vor einer möglichen Infektionswelle durch die Omikron-Variante auf neue Schulschließungen vorzubereiten. In dieser Situation müsse man "Vorkehrungen auch für den Bildungsbereich treffen, falls Omikron schlimm wird", sagt die FDP-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Vorbereiten müssen wir uns auf die Gestaltung von Wechselunterricht, wenn er wieder erforderlich wird. Wir müssen die digitale Ausstattung der Schulen rasch verbessern und dafür sorgen, dass die Gelder des Digitalpakts schneller abfließen. Und wir müssen uns auch darauf vorbereiten, dass Schulschließungen notwendig werden könnten – nicht flächendeckend, aber regional." Die Gesundheitsminister der Länder haben die Bundesregierung gebeten, in der Corona-Pandemie ausreichend Impfstoff für die Booster-Kampagne zu beschaffen. "Auch, wenn noch viele Fragen zu Omikron offen sind, sind sich die Expertinnen und Experten einig, das Booster-Impfungen zum Schutz gegen die Virusvariante besonders wichtig sind", sagte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) nach einer Videoschalte der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) am Mittwochabend. Die Minister begrüßten die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vom Dienstag, Auffrischungsimpfungen bereits nach drei Monaten anzubieten. "Wir bitten den Bund, zeitnah Impfstoff zu beschaffen", sagte der GMK-Vorsitzende weiter. "Unsere Impfkapazitäten in den Impfzentren und in den Praxen sind bereit, und die Impfzahlen zeigen: Viele Menschen wollen sich impfen lassen. Jetzt kommt es auf die Lieferungen an." Aber klar sei auch: "Impfen allein wird uns vor Omikron nicht schützen." Die Gesundheitsministerkonferenz werde daher weiter darüber beraten müssen, wie man mit der Virusvariante am besten umgehe. Nigeria hat mehr als eine Million Corona-Impfstoffdosen vernichtet, weil das Verfallsdatum überschritten war. Die vor einigen Monaten von Industrieländern gespendeten Dosen des Astrazeneca-Vakzins seien verbrannt worden, gab die für Impfungen zuständige Gesundheitsbehörde Nigerias am Mittwoch bekannt. In dem mit 220 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten Land Afrikas sind bisher nur vier Millionen Menschen vollständig geimpft - weniger als drei Prozent der erwachsenen Bevölkerung. "Als uns diese Impfstoffe angeboten wurden, wussten wir, dass sie nur eine kurze Haltbarkeitsdauer hatten", erklärte die Behörde. Der Druck sei jedoch groß gewesen, wegen der Impfstoffknappheit zuzugreifen. Reiche Länder horteten die Impfstoffe und böten sie dann als Spende an, "wenn sie kurz vor dem Verfall stehen", klagte die Behörde. Angesichts eines rasanten Anstiegs der Corona-Zahlen haben die Behörden in Nigeria die Bevölkerung zuletzt zu erhöhter Vorsicht aufgerufen. In dem westafrikanischen Land wurden seit Beginn der Pandemie rund 225.000 Corona-Fälle gezählt. Dabei wurden weniger als 3.000 Todesfälle registriert. Experten führen die vergleichsweise geringen Infektionszahlen aber auf die wenigen Tests zurück. Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil hat das Ausschließen einer Impfpflicht zu Beginn der Corona-Impfkampagne als Fehler bezeichnet. "Auch ich persönlich habe das getan", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er habe geglaubt, dass sich sehr viel mehr Menschen impfen lassen würden, als es bis heute tatsächlich der Fall sei. "Ich habe deshalb immer sehr überzeugt gesagt, es wird keine Impfpflicht kommen. Das war ein Fehler. Aber ich finde es wichtig, dass Politik auch dazulernen darf." Definitive Aussagen nützten niemandem etwas: "Das schafft nur Enttäuschung, wenn Luftschlösser zerplatzen." Klingbeil rief dazu auf, sich impfen und boostern zu lassen. Würde die Impfquote von derzeit 70 Prozent in Deutschland schlagartig auf 95 Prozent steigen, wäre die geplante Einführung einer Impfpflicht nicht nötig, sagte er. "Das sehe ich aktuell aber nicht." Er wolle nicht noch einmal einen solchen Winter erleben, "dass die Gesellschaft einen solch harten Rückschlag erlebt wie jetzt Weihnachten 2021". Klingbeil sagte, er wisse, wie schwer es falle, sich im zweiten Jahr der Pandemie wieder einzuschränken. "Aber die neue Omikron-Variante wird uns jetzt alle noch mal stark fordern.". Auch Geimpfte müssten ihre Kontakte reduzieren - "das machen viele ja jetzt schon, auch wenn die neuen Regeln erst in ein paar Tagen gelten". Das Corona-Medikament Paxlovid des US-Pharmariesen Pfizer ist in den USA zugelassen worden. Die US-Arzneimittelbehörde FDA erteilte am Mittwoch eine Notfallzulassung für das antivirale Medikament in Pillenform für Risikopatienten ab zwölf Jahren. Die Behörde sprach von einem "großen Schritt im Kampf gegen diese weltweite Pandemie". Paxlovid wird bei Risikopatienten mit leichten bis mittelschweren Krankheitssymptomen eingesetzt und senkt laut Pfizer die Gefahr einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um knapp 90 Prozent. Das Medikament verringert die Fähigkeit des Coronavirus, sich in den Körperzellen zu vermehren, und bremst damit die Weiterentwicklung der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19. "Die heutige Zulassung führt die erste Behandlung für Covid-19 in Form einer Pille ein, die oral eingenommen wird", erklärte FDA-Vertreterin Patrizia Cavazzoni. "Diese Zulassung bringt zu einem mit dem Auftreten neuer Varianten entscheidenden Zeitpunkt in der Pandemie ein neues Werkzeug, um Covid-19 zu bekämpfen." Patienten mit einem hohen Risiko eines schweren Krankheitsverlaufes hätten fortan besseren Zugang zu einer Behandlung mit einem antiviralen Medikament. In Großbritannien hat die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen erstmals die Schwelle von 100.000 überschritten. Es seien innerhalb von 24 Stunden 106.122 Ansteckungen registriert worden, teilte die Regierung am Mittwoch in London mit. Hauptgrund für die regelrechte Explosion der Infektionszahlen im Königreich ist die Omikron-Variante des Coronavirus. Großbritannien ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder Europas. Bisher wurden mehr als elf Millionen Infektionsfälle registriert, mehr als 147.500 Menschen starben an dem Virus. Inzwischen ist Omikron die dominierende Virusvariante im Land. Trotz der zuletzt sprunghaften Zunahme der Neu-Ansteckungen wegen Omikron hat der britische Regierungschef Boris Johnson bisher keine Verschärfung der Maßnahmen für England verhängt. Er sagte am Dienstag in einer kurzen Videobotschaft, dass er zwar neue Einschränkungen nach Weihnachten nicht ausschließen könne, dass es aber derzeit "nicht genügend Beweise gebe, um strengere Maßnahmen vorher zu rechtfertigen". Johnson kann allerdings nur über die Maßnahmen für England bestimmen. Schottland und Wales haben wegen der Omikron-Variante bereits neue Corona-Beschränkungen angekündigt. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Empfehlung des Deutschen Ethikrates für eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland begrüßt. Es bedürfe aber jetzt auch noch einer Empfehlung des Expertenrates der Bundesregierung als medizinisches Gremium, sagte Söder am Mittwoch in München. Daraus solle hervorgehen, wer genau von der Impfpflicht erfasst werden solle. Die Bundesregierung solle "so bald wie möglich" einen Vorschlag für die Impfpflicht machen, sagte Söder. Dies wäre besser, als dies über Gruppenanträge im Bundestag zu bewerkstelligen. "Die Gruppenanträge können nicht die gesamte Dimension abdecken", sagte Söder. "Es braucht einen klaren Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums und der Ampel, wie diese Impfpflicht aussehen soll", verlangte Söder. "Ich finde jeden Tag fast zu spät, den es länger dauert, ich finde es besser, so schnell wie möglich", sagte Söder mit Blick auf den anvisierten Termin im Februar 2022. Die Impfpflicht erhöhe die Impfbereitschaft insgesamt. Angesichts der sich abzeichnenden Omikron-Welle schließt auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) einen erneuten Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie nicht aus. Der Kanzler sei "grundsätzlich auf einer Linie" mit Gesundheitsminister Karl Lauterbach, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Mittwoch in Berlin. Lauterbach hatte sich zuvor zuversichtlich hinsichtlich einer raschen Wirkung der jüngst beschlossenen Corona-Maßnahmen gezeigt. Zugleich forderte er eine Diskussion über einen "harten Lockdown", sollte sich das Infektionsgeschehen anders entwickeln. Scholz habe immer wieder deutlich gemacht, "dass es keine roten Linien geben kann in dieser Pandemie", sagte Hebestreit. Dass man etwas nicht ausschließe, bedeute aber nicht, "dass es zwangsläufig kommen muss", betonte er. Angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus gelte es weiterhin, die Lage "immer wieder neu" zu betrachten und zu beurteilen. Hebestreit bekräftigte das Ziel der Bundesregierung, bis zur geplanten nächsten Ministerpräsidentenkonferenz am 7. Januar eine Impfquote von 80 Prozent zu erreichen. Dies sei ein ehrgeiziges Vorhaben. Zuversichtlich stimme aber, dass es voraussichtlich bis Heiligabend gelingen werde, das im November ausgerufene Ziel von 30 Millionen Booster-Impfungen bis Jahresende zu erreichen. Wegen der Ausbreitung der hoch ansteckenden Omikron-Variante des Coronavirus hat die Bundesregierung die Einreiseregeln aus Virusvariantengebieten verschärft. Wer aus einem solchen Gebiet nach Deutschland einreist, braucht künftig einen negativen PCR-Test. Das teilte die Regierung am Mittwoch nach einem Beschluss des Kabinetts mit. Nachweis- und Testpflichten gelten mit der Änderung der Coronavirus-Einreiseverordnung demnächst für alle ab einem Alter von sechs Jahren. Zuvor hatten sich die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder für die Änderungen ausgesprochen, um die Ausbreitung von Omikron so lange wie möglich zu verhindern und zu verlangsamen, damit sich noch mehr Menschen impfen lassen können. Virusvariantengebiete sind derzeit verschiedenen Länder des südlichen Afrikas sowie seit Montag auch Großbritannien. Verschärfte Schutzvorkehrungen sollen laut Verordnung dazu beitragen, dass Infektionen frühzeitig vor der Einreise entdeckt werden. Die PCR-Testverpflichtung besteht auch für Reisende, die nur auf der Durchreise einen Stopp in Deutschland machen. Der PCR-Test darf bei Einreise nicht älter als 48 Stunden sein, wenn man eigenständig einreist. Kommt man mit Flugzeug, Fähre, Busunternehmen oder Bahn, darf der Test nicht älter als 48 Stunden ab Beginn der Beförderung sein. Da nun auch für Kinder ab fünf Jahren die Möglichkeit zur Schutzimpfung gegen Covid-19 bestehe, werde die Altersgrenze für die Nachweispflicht von derzeit zwölf Jahren auf sechs Jahre abgesenkt. Auch der Hersteller Astrazeneca will mit Forschern der Universität Oxford an einem Corona-Impfstoff arbeiten, der an die neue Omikron-Variante angepasst ist. "Wir haben zusammen mit der Universität Oxford erste Schritte unternommen, um einen Omikron-Impfstoff zu produzieren, für den Fall, dass er benötigt wird", teilte der Pharmakonzern am Mittwoch mit. Über weitere Details oder einen Zeitplan gab es zunächst keine weiteren Informationen. Auch den ursprünglichen Impfstoff hatten Immunologen der Universität Oxford gemeinsam mit dem britisch-schwedischen Konzern Astrazeneca entwickelt. Ersten Erkenntnissen zufolge ist die Schutzwirkung der Astrazeneca-Impfungen vor einer Ansteckung mit der Omikron-Variante nach zwei Impfdosen deutlich schwächer als bei den bisherigen Varianten. Das ist auch bei den mRNA-Impfstoffen von Biontech und Moderna der Fall. Deren Hersteller arbeiten ebenfalls schon an Omikron-angepassten Impfstoffen. Die mRNA-Vakzine gelten als vergleichsweise leicht an neue Varianten anpassbar. Der Impfstoff von Astrazeneca ist ein sogenannter Vektorimpfstoff. Er wird wegen vermehrten – wenn auch noch immer sehr seltenen – Nebenwirkungen bei Jüngeren in Deutschland mittlerweile nur noch für Menschen ab 65 Jahren empfohlen. Bayerns Ministerpräsident fordert die Bundesregierung auf, so bald wie möglich einen Vorschlag für eine Impfpflicht zu machen. In einer solch zentralen Frage, in der die Bevölkerung mitgenommen werden müsse, sei das eine Führungsaufgabe für die Bundesregierung, sagt er nach einem Treffen mit dem Leiter des Krisenstabs im Bundeskanzleramt Generalmajor Carsten Breuer. Es sei positiv, dass eine Empfehlung des Ethikrats vorliege. Nun brauche es noch eine Parallelempfehlung des Expertengremiums, wer von der Impfpflicht erfasst werden solle. Der Bonner Virologe Hendrik Streeck hat sich skeptisch zu einer allgemeinen Impfpflicht gegen Corona geäußert. "Der Ansatz, die Pandemie schneller zu beenden mit einer Impfpflicht, ist nachvollziehbar. Jedoch sollte man hier sehr genau das Für und Wider überlegen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Es gebe viele Viren, gegen die geimpft werden sollte. "Wenn diese anderen Impfungen im Vergleich zur Impfung gegen das Coronavirus aber freiwillig bleiben, sendet das aus meiner Sicht ein falsches Signal", sagte er. Zudem sei noch nicht bekannt, was neue Varianten des Virus für die vorhandenen Impfstoffe bedeuteten. "Wir kennen weder die Schutzwirkung noch die Schutzdauer ganz genau", sagte Streeck. "Ich halte unter diesen Umständen eine allgemeine Impfpflicht für ein schwieriges Instrument. "Virologe Streeck äußert sich skeptisch zur Impfpflicht. Die Beschlüsse der Bund-Länder-Runde zur Eindämmung der Corona-Pandemie kommen nach Ansicht des Frankfurter Virologen Martin Stürmer zu spät. "Bei der Verdopplungsrate, die Omikron an den Tag legt, ist jeder Tag wichtig", sagte Stürmer am Mittwoch im Deutschlandfunk. Omikron sei nicht erst seit gestern eine Bedrohung. Man könne der Politik durchaus den Vorwurf machen, mit dem verspäteten Treffen "schon wieder etwas verschlafen" zu haben. "Natürlich wollen wir alle wieder zur Normalität zurück. Wir wollen diese Feiertage genießen und mal zur Ruhe kommen. Aber ich glaube nicht, dass wir das Signal der Entspannung aussenden können", sagte Stürmer. Er habe das Gefühl, es werde das Signal vermittelt "über Weihnachten können wir uns noch entspannen, danach ziehen wir die Bremse wieder an". Es seien Beschlüsse, die wieder nicht vor die Welle kommen, sondern nach der Welle entsprechend reagieren werden. "Da hätte ich mir mehr gewünscht", sagte Stürmer. Großbritannien zählt nach Regierungsangaben bislang 14 Todesfälle im Zusammenhang mit der neuen Corona-Variante Omikron. Zudem würden derzeit 129 Omikron-Patienten in Krankenhäusern behandelt, sagt Gesundheitsstaatssekretärin Gillian Keegan dem Sender Sky News. Die Regierung werde nicht zögern, die Corona-Beschränkungen notfalls zu verschärfen, sollte die Datenlage dies nötig machen. Premierminister Boris Johnson hatte am Dienstag erklärt, vor Weihnachten keine neue Beschränkungen auf den Weg zu bringen. Die Situation bleibe aber weiter extrem schwierig, und die Regierung müsse womöglich nach den Feiertagen handeln. Die hoch ansteckende Omikron-Mutante ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in Großbritannien die dominierende Corona-Variante. Die Zahl der Neuinfektionen auf der Insel ist zuletzt kräftig gestiegen. Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hat sich mit Blick auf die Corona-Virusvariante Omikron für umfassendere Kontaktbeschränkungen ausgesprochen. Es müssten angesichts der leichten Übertragbarkeit auf jeden Fall viel, viel mehr Kontaktbeschränkungen erfolgen als derzeit üblich - und zwar "sehr schnell", sagte Mertens der "Schwäbische Zeitung" (Mittwoch). Ob es ein vollständiger Lockdown sein müsse, sei jetzt schwer zu sagen, erklärte der Stiko-Chef. Zum kürzlich zugelassenen Impfstoff des US-Herstellers Novavax sagte Mertens, grundsätzlich solle sich jeder – vor allem Risikopersonen – möglichst rasch impfen lassen und nicht warten. Wenn jemand die aktuell verfügbaren Impfstoffe nicht vertrage, dann sei der neue Proteinimpfstoff aber eine Option, sagte Mertens der Zeitung. Dabei solle man aber bedenken, dass man über den neuen Impfstoff noch nicht so viel wisse wie über die seit Längerem in breiter Anwendung befindlichen Impfstoffe. Corona-Infizierte können in England künftig bereits nach sieben statt nach zehn Tagen ihre Quarantäne verlassen. Voraussetzung dafür ist, dass Schnelltests an Tag sechs und sieben negativ ausfallen, wie die britische Regierung am Mittwoch mitteilte. Damit sollen Ausfälle im Gesundheitssystem und anderen systemrelevanten Branchen reduziert werden. Die neue Regelung solle "die Störungen im Alltag der Menschen reduzieren", sagte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid. Es sei wichtig, dass alle sich regelmäßig testeten und sich bei positivem Ergebnis isolierten. In London, wo die Omikron-Variante besonders rasant um sich greift, sind bereits in etlichen Krankenhäusern und Rettungsdiensten viele Beschäftigte gleichzeitig ausgefallen. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil will der Radikalisierung von Impfgegnern und Kritikern der Corona-Politik einen Riegel vorschieben. Die Sicherheitsbehörden verfolgten die Entwicklung sehr aufmerksam, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. "Insbesondere rechtsextreme Kreise müssen wissen, dass sich das Land nicht scheuen wird, konsequent durchzugreifen. Jeder soll die Möglichkeit haben, seine Meinung zu äußern. Aber es gibt Grenzen, und die werden wir in Niedersachsen klar aufzeigen und Verstöße sanktionieren." Der Regierungschef betonte, dass mit Blick auf die vermeintliche Spaltung der Gesellschaft nicht Ursache und Wirkung verwechselt werden dürften. "Von den Ungeimpften geht für den Rest der Gesellschaft ein großes Gesundheitsrisiko aus. Wir müssen also dafür sorgen, dass die Geimpften so sicher sind wie irgend möglich", sagte Weil. "Es liegt in der Hand der Ungeimpften, ihren Beitrag zur Verbesserung der Situation zu leisten." Vertreter der Opposition im Bundestag haben die jüngsten Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung des Coronavirus kritisiert. Die AfD warf der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder vor, die Bürger mit willkürlichen und widersprüchlichen Schritten in Panik zu versetzen. "Ob diese Maßnahmen verhältnismäßig, tauglich und sinnvoll sind, steht wieder nicht zur Debatte", erklärten die Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla. Der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch, warf Bund und Ländern vor, das Vertrauen der Bevölkerung massiv zu beschädigen. So sei es irritierend, dass die Corona-Maßnahmen erst ab dem 28. Dezember und nicht schon vor Weihnachten verschärft würden, sagte Bartsch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er wolle es ironisch sagen: "Bis vor Kurzem war mir nicht bekannt, dass das Virus unsere Weihnachtsfeiertage verinnerlicht hat." Zudem sei der Appell an dreifach Geimpfte, sich weiter testen zu lassen, ein "Zurück auf Null". Auch der CSU-Gesundheitspolitiker Stephan Pilsinger kritisierte die jüngsten Beschlüsse als unzureichend, um die Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante aufzuhalten. "Wir bräuchten jetzt einen scharfen Lockdown vom 27. Dezember bis zum Neujahrstag, ähnlich wie in den Niederlanden", sagte der CSU-Bundestagsabgeordnete der "Augsburger Allgemeinen" (Mittwoch). "Das ist alles nicht genug, schon im vergangenen Winter haben die geringen Kontaktbeschränkungen nicht ausgereicht, um die damalige Corona-Welle zu brechen." Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen hält die verschärften Corona-Auflagen von Bund und Ländern für unzureichend und fordert vorsorgliche Lockdown-Vorbereitungen. "Die Beschlüsse sind ein Schritt in die richtige Richtung, aber sie können die Omikron-Gefahr wahrscheinlich nicht bändigen", sagt er im Deutschlandfunk. "Wir müssen meines Erachtens sofort in der Lage sein, einen weitergehenden Lockdown zu beschließen und sollten deshalb uns jederzeit bereit halten." Die dramatische Lage in Großbritannien und den Niederlanden zeige, dass die neue Corona-Variante Omikron eine neue Gefahrenlage darstelle und jederzeit Kurskorrekturen erforderlich mache. Unter anderem müsse ein Lockdown vorbereitet werden. Das bedeute auch, dass der Bundestag jederzeit zu einer Sondersitzung bereit sein müsse auch vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen am 7. Januar, um dazu auch die epidemische Lage von nationaler Tragweite feststellen. Der Pharmakonzern Astrazeneca und die Oxford-Universität haben einer Zeitung zufolge die Arbeit an einem Omikron-Impfstoff begonnen. Es seien vorsichtshalber die ersten Schritte dazu unternommen worden, sagt Sandy Douglas, Forschungsgruppenleiter in Oxford, der "Financial Times". Eine Stellungnahme von Astrazeneca und der Universität liegt nicht vor. Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus sollen in Israel Personen über 60 Jahre eine vierte Impfdosis bekommen. Ministerpräsident Naftali Bennet rief die Bevölkerung dazu auf, das Impfangebot anzunehmen. Ein Expertengremium der israelischen Regierung hatte die Maßnahme zuvor empfohlen. Bislang gibt es mindestens 340 nachgewiesene Omikron-Infektionen in Israel. In Mecklenburg-Vorpommern gelten die Kontaktbeschränkungen, die bundesweit bis spätestens 28. Dezember eingeführt werden sollen, schon ab dem 24. Dezember. Danach dürfen sich maximal zehn geimpfte Personen privat treffen. Ungeimpfte dürfen nur mit zwei weiteren Personen zusammenkommen. Hamburg hatte diese Beschränkungen bereits vor dem Bund-Länder-Treffen beschlossen. Hintergrund ist die sich rasch ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus. Experten gehen von einem baldigen und drastischen Wiederanstieg der Infektionszahlen aus. Etwas zeitverzögert wird dann mit vielen Krankenhauseinweisungen gerechnet. In Mecklenburg-Vorpommern sind die 100 für Covid-Patienten vorgesehenen Intensivbetten schon jetzt weitgehend ausgelastet. Den Beschlussvorlagen zufolge, die vor der Corona-Schalte von Bund und Ländern kursierten, sollen verschärfte Maßnahmen eigentlich erst nach Weihnachten in Kraft treten. Beim Corona-Gipfel dringen Mitglieder nun aber wohl auf frühere harte Einschnitte. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) drang laut "Bild" in der noch laufenden Sitzung darauf, dass es einen Lockdown bereits über Weihnachten geben soll. Geschlossen werden sollen nach Kretschmers Vorstellung demnach die Gastronomie sowie Sportstätten, Großveranstaltungen sollen abgesagt werden. Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach (beide SPD) haben bei der gerade laufenden Bund-Länder-Schalte zur Corona-Lage laut Medienberichten das Robert Koch-Institut (RKI) kritisiert. Das RKI hatte kurz vor der Entscheider-Runde Alarm geschlagen und strenge Kontaktbeschränkungen ab sofort gefordert. Lauterbach kritisierte den Vorstoß des RKI als "nicht abgestimmt und nicht ideal", wie RTL- und NTV-Journalist Nikolaus Blome auf Twitter berichtet. Nach t-online-Informationen betonte der Kanzler, Grundlage der Ministerpräsidentenkonferenz sei die Stellungnahme des Expertenrats vom Sonntag, der einstimmig entschieden habe und dem auch der RKI-Chef Lothar Wieler angehöre. Die Gesamtzahl der bestätigten Omikron-Fälle und engeren Verdachtsfälle auf die neue Virusvariante steigt in Nordrhein-Westfalen weiter. In der Datenbank des Landeszentrums für Gesundheit werden mit Stand Dienstag, 0.00 Uhr, insgesamt 1.122 Fälle mit einem zweifelsfreien Nachweis durch Sequenzierung und Verdachtsfälle durch spezifische PCR-Tests mit Hinweisen auf Omikron geführt, teilte das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage mit. Am Vortag hatte im Vergleich dazu die Gesamtzahl bei 924 gelegen. Die Landeshauptstadt Düsseldorf teilte mit, dass es mit Stand Montag bislang 107 Omikron-Fälle im Stadtgebiet gebe. Davon seien 34 Fälle über eine Gesamtgenomsequenzierung bestätigt. Für die verbleibenden 73 Fälle liege bislang eine positive Typisierungs-PCR vor, eine Sequenzierung sei eingeleitet worden. Sobald ein Fall in der Varianten-Typisierung als Omikron-Fall auffalle, werde eine engmaschige Nachverfolgung der Kontaktpersonen durchgeführt. Alle Infizierten und die engen Kontaktpersonen befänden sich in Quarantäne und würden regelmäßig getestet, erklärte die Stadt das Vorgehen. Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hält eine Wiedereinführung der epidemischen Lage für möglich. "Es kann durchaus sein, wenn sich das mit Omikron weiter verschärft, und es ist zu befürchten, dass man dann auch die epidemische Lage wieder beschließen müsste", sagt er in der ARD. Bund und Länder müssten notfalls über die Feiertage zusammenkommen, um weitere Maßnahmen zu beschließen, sollten die derzeitigen Schritte nicht ausreichen. "Der kontinuierliche Dialog von Bund und Ländern, der nahezu wöchentlich jetzt zusammentritt, ist gut und richtig aufgrund der hohen Dynamik. Das sollte fortgeführt werden, damit man Lage-entsprechend frühzeitig reagieren kann." Dahmen appellierte, jeder sei aufgerufen, Weihnachten nur getestet und im allerkleinsten Familienkreis zu verbringen. Er forderte zudem, dass die Maßnahmen, die bei der Bund-Länder-Spitzenrunde am Nachmittag diskutiert und beschlossen würden, zügig auf den Weg gebracht und umgesetzt werden. Die deutschen Krebszentren fürchten massive Engpässe bei der Versorgung von Krebspatienten. Bereits jetzt hätten zwei Drittel der Kliniken keine Kapazitäten mehr, um weitere Krebspatienten aufzunehmen. "Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass überfüllte Intensivstationen wegen Covid-19 zu einer ungewollten Priorisierung der zu behandelnden Patientinnen und Patienten – und damit zu einer stillen Triage – führen", sagt Thomas Seufferlein, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. Es sei deshalb immens wichtig, entsprechende Versorgungskapazitäten in den Krankenhäusern, insbesondere den Krebszentren, für Krebspatienten sicherzustellen. Der US-Impfstoffhersteller Moderna sieht keine Probleme bei der Entwicklung eines Boosters gegen die Omikron-Variante. Es seien nur geringfügige Veränderungen notwendig, sagt Konzernchef Stephane Bancel der Schweizer Zeitung "TagesAnzeiger". Derzeit warte Moderna noch auf einige wichtige Informationen zu der Mutation, mit denen in ein oder zwei Wochen zu rechnen sei. Das Unternehmen hoffe, Anfang kommenden Jahres klinische Tests mit einem auf Omikron spezialisierten Impfstoff beginnen zu können. Bis rund 500 Millionen Dosen produziert werden könnten, dauere es wenige Monate. Die Kapazitäten bei Moderna seien jetzt viel größer als vor einem Jahr, betont Bancel. Anfang 2021 hatte es bei dem Unternehmen Lieferengpässe und –verzögerungen gegeben. Um die Corona-Infektionen künftig besser nachvollziehen zu können, hat sich der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, für eine Trennung der Omikron-Inzidenz von der Delta-Inzidenz ausgesprochen. "Großbritannien hat gezeigt, dass die Delta-Welle sehr konstant verläuft und Omikron jetzt hinzukommt", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir sehen dort einen steilen Anstieg der Omikron-Fälle, aber noch keinen Abfall von Delta." Ohne eine Trennung der Inzidenzen der beiden Corona-Varianten könne nicht erfasst werden, "wenn die Delta-Welle abfällt und sich dafür die deutlich infektiösere Omikron-Variante verbreitet", warnte Karagiannidis. Die Gefahr sei, dass sich Omikron viel schneller verbreite und es deshalb plötzlich sehr hohe Omikron-spezifische Inzidenzen gebe. "Derzeit sind wir Großbritannien geschätzt zwei Wochen hinterher", betonte der Experte. Bund und Länder bereiten derzeit Notfallpläne für den Fall vor, dass massenhafte Corona-Infektionen mit der Omikron-Variante weite Teile des öffentlichen Lebens in Deutschland lahmlegen. Details sollen am Dienstag bei Spitzenberatungen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder beschlossen werden. Brasilien lässt ab sofort nur noch gegen das Coronavirus geimpfte und von einer Infektion genesene Menschen ins Land. Darüber hinaus ist ein negativer Test vorzulegen, wie aus einem am Montag (Ortszeit) veröffentlichten Erlass der Regierung hervorgeht. Demnach muss der Impfnachweis etwa vor dem Einsteigen bei der zuständigen Fluggesellschaft vorgezeigt werden. Damit folgt die Regierung, die eine solche Einreisebedingung zunächst abgelehnt hatte, einer Entscheidung des Obersten Gerichts in Brasília. Die Gesundheitsüberwachungsbehörde Anvisa hatte die Maßnahme ebenfalls empfohlen. In Brasilien, das im Januar mit der Impfkampagne begonnen hatte, haben sich nach offiziellen Angaben mehr als 22 Millionen der 210 Millionen Landesbewohner mit dem Coronavirus infiziert. Rund 618 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben - mehr Tote gibt es nur in den USA. Mit dem Fortschreiten der Impfkampagne sank die Zahl der Toten stark, inzwischen sind mehr als 66 Prozent der Bevölkerung komplett geimpft. Brasilien ist das größte Land in Lateinamerika und hat die 24-fache Fläche Deutschlands. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) geht davon aus, dass die Weihnachtsgottesdienste auch angesichts der teils angespannten Corona-Lage stattfinden können. "Natürlich mit Maske und mit Abstand, aber ich halte das für möglich", sagte er in einem dpa-Interview in Wiesbaden. "Wir haben ja die Situation, dass die Kirchen eine sehr ausgeklügelte Hygienestruktur aufgebaut haben." Hessen habe in der Corona-Pandemie stets die Linie gehabt, "was in einer Kirche stattfindet, regelt die Kirche selbst", sagte Bouffier, "auch aus Respekt vor dem Staatskirchenrecht." Das Land gebe lediglich Empfehlungen. Nach seinen Erfahrungen regelten die Gemeinden jeweils vor Ort, wie ein Gottesdienst in der Pandemie gefeiert werden könne. Es gebe beispielsweise Gottesdienste, die zusätzlich nach draußen übertragen werden. Auch die Frage "Darf gesungen werden?", beschäftige die Gemeinden sehr, einige hätten es so geregelt, dass nur der Chor singt. Justizminister Marco Buschmann will Verstöße gegen eine mögliche allgemeine Impfpflicht mit einkommensgestaffelten Bußgeldern ahnden. "Niemand soll gegen seinen Willen mittels physischen Zwangs geimpft werden", sagt der FDP-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Denkbar wäre es stattdessen, einen Verstoß gegen die Impfnachweispflicht als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld zu ahnden. Bei der Bemessung könnte die finanzielle Lage im Einzelfall Berücksichtigung finden. Auch warnte der Bundesjustizminister vor einem Lockdown. "Wir müssen alles tun, um einen erneuten Lockdown zu verhindern", sagt der FDP-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Schulschließungen können nur Ultima Ratio sein." Zugleich räumte Buschmann "ein relevantes Risiko" ein, dass die Omikron-Variante neue Belastungen für die Krankenhäuser bringe und viele Mitarbeiter der kritischen Infrastruktur gleichzeitig krank würden. In einer dynamischen Lage, so Buschmann, wäre es daher "falsch, bestimmte Maßnahmen ein für alle Mal auszuschließen". Die rechtlichen Voraussetzungen für die Anordnung von Kontaktbeschränkungen, die der Expertenrat der Bundesregierung anspreche, seien bereits geschaffen. Omikron hat sich in den USA binnen kurzer Zeit zur vorherrschenden Corona-Variante entwickelt. Schätzungen zufolge entfielen rund 73 Prozent der Corona-Fälle in der vergangenen Woche auf Omikron, wie aus Daten auf der Webseite der US-Gesundheitsbehörde CDC am Montag hervorging. Dabei handelt es sich um einen sprunghaften Anstieg – noch in der Woche zuvor waren es lediglich rund 12,6 Prozent gewesen. US-Präsident Joe Biden ist nach Angaben des US-Präsidialamts negativ auf Covid-19 getestet. Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses, der sich am Freitag an Bord der Air Force One etwa 30 Minuten in der Nähe des Präsidenten aufgehalten hatte, war am Montagmorgen positiv getestet worden, teilt die Regierung in Washington mit. Der US-Bundesstaat Texas meldet einem Medienbericht zufolge den ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Omikron-Variante. Das berichtet der Sender ABC unter Berufung auf Gesundheitsbeamte von Harris County. Es wird angenommen, dass es das erste bestätigte Todesopfer der Virusvariante in den USA ist, heißt es in dem Bericht. Trotz der weltweiten Ausbreitung der Omikron-Variante schließt die australische Regierung künftige Lockdowns kategorisch aus. Die Bürger müssten dem Virus "mit gesundem Menschenverstand und Verantwortungsbewusstsein" entgegnen, sagte Premierminister Scott Morrison am Dienstag bei einem Besuch im Bundesstaat Queensland. "Wir werden das Leben der Menschen nicht mehr stilllegen", versprach er. Das werde er auch den Regionalregierungen ans Herz legen, die letztendlich die Entscheidungsgewalt hätten. Es werde auch in Zukunft neue Varianten des Coronavirus geben, sagte Morrison. Deshalb müssten Maßnahmen ergriffen werden, mit denen die 25 Millionen Bewohner des Landes im Alltag leben könnten. Für Mittwoch ist eine außerordentliche Kabinettssitzung zu den steigenden Infektionszahlen geplant. Australien hat nach einem vergleichsweise langsamen Start der Impfkampagne inzwischen eine extrem hohe Impfrate erreicht: Mehr als 90 Prozent der über 16-Jährigen sind bereits zweifach gegen das Virus geimpft. Seit Beginn der Pandemie wurden in Australien rund 251.000 Corona-Infektionen und mehr als 2100 Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 bestätigt. Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion Tino Sorge hat sich für Beschränkungen des öffentlichen Lebens über Weihnachten ausgesprochen. "Liest man die Einschätzung des Expertenrates, ist es fragwürdig, warum der Minister einen Lockdown vor Weihnachten kategorisch ausschließt. Karl Lauterbach widerspricht seinen eigenen Beratern, die einstimmig auf schnelle Kontaktbeschränkungen drängen", sagte Sorge den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. Die traditionell ruhigen Feiertage seien "eine ideale Phase, um das öffentliche Leben für einige Zeit herunterzufahren." Angesichts der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus könnten Einschränkungen an den Feiertagen "uns wertvolle Zeit verschaffen", betonte Sorge. Eine Entscheidung müsse noch vor Weihnachten fallen, forderte der Politiker: "Der Expertenrat lässt keine Zweifel: Wir können uns vor Omikron nicht in die Weihnachtspause flüchten, sondern brauchen jetzt eine klare Marschroute für die ersten Januarwochen." Um die Corona-Infektionen künftig besser nachvollziehen zu können, hat sich der wissenschaftliche Leiter des Divi-Intensivregisters, Christian Karagiannidis, für eine Trennung der Omikron-Inzidenz von der Delta-Inzidenz ausgesprochen. "Großbritannien hat gezeigt, dass die Delta-Welle sehr konstant verläuft und Omikron jetzt hinzukommt", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Wir sehen dort einen steilen Anstieg der Omikron-Fälle, aber noch keinen Abfall von Delta." Ohne eine Trennung der Inzidenzen der beiden Corona-Varianten könne nicht erfasst werden, "wenn die Delta-Welle abfällt und sich dafür die deutlich infektiösere Omikron-Variante verbreitet", warnte Karagiannidis. Die Gefahr sei, dass sich Omikron viel schneller verbreite und es deshalb plötzlich sehr hohe Omikron-spezifische Inzidenzen gebe. "Derzeit sind wir Großbritannien geschätzt zwei Wochen hinterher", betonte der Experte. Deutschland wird nach Einschätzung von SPD-Chef Lars Klingbeil wegen der vergleichsweise niedrigen Corona-Impfquote von Omikron möglicherweise schlimmer betroffen sein als andere Länder. "Wir haben in Deutschland das Problem, dass nur 70 Prozent der Bevölkerung geimpft ist. Deswegen kann es uns härter treffen als andere Länder", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Zahl der Ungeimpften ist mit Omikron eine riesige Herausforderung", betonte Klingbeil. Mit Blick auf die Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Dienstag verteidigte er geplante Einschränkungen. "Wir werden weitere Kontakteinschränkungen brauchen, auch im privaten Bereich und auch für Geimpfte." Intensivmediziner stellen sich derzeit darauf ein, dass die Omikron-Variante des Coronavirus bereits in wenigen Wochen in Deutschland dominieren wird. "Wir sind uns relativ sicher, dass Omikron etwa Mitte bis Ende Januar die dominierende Variante in Deutschland sein wird", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, der "Rheinischen Post". Da man aktuell noch zu wenig über diese Virusvariante wisse, müsse man Studien aus dem Ausland studieren, die Entwicklung der Inzidenzen "engmaschig beobachten" und die Lage sondieren. Gleichzeitig warnte Marx vor einer Überlastung der Intensivstationen und des dort arbeitenden Personals. Aktuell sinke die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen in Deutschland zwar wieder leicht, sagte Marx auch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Er gab aber auch zu bedenken: "Die Auslastung ist weiterhin sehr hoch, die Arbeitsbelastung noch höher, die psychologische Belastung der Teams geht schon teilweise sehr an das Menschenmögliche. Denn die Zahl der Covid-Patienten auf den Intensivstationen sinkt gerade auch, weil sehr viele Patienten versterben." Das sei für die Teams sehr schwer zu ertragen, sagte Marx. Angesichts der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus hat London seine berühmte Silvesterfeier abgesagt. "Das wird für viele Londoner sehr enttäuschend sein, aber wir müssen die richtigen Schritte unternehmen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen", sagte der Bürgermeister der britischen Hauptstadt, Sadiq Khan, am Montag. "Das bedeutet, dass wir in der Silvesternacht keine Feier für 6.500 Menschen auf dem Trafalgar Square veranstalten werden." Die Stadtverwaltung versprach den Bürgern stattdessen eine "spektakuläre Live-Übertragung" im Fernsehen, die sie von zu Hause aus verfolgen könnten. Großbritannien registrierte am Montag 91.743 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. In London stieg die Hospitalisierungsrate weiter an Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, bei der Bund-Länder-Runde am Dienstag neue bundeseinheitliche Kontaktbeschränkungen zu beschließen. "Wir werden Kontakte stärker einschränken müssen als bislang", sagte Dreyer t-online. "Ich hoffe, dass wir uns im Länderkreis auf eine einheitliche Regelung verständigen können." "Es ist überdeutlich, dass die neue Virusvariante Omikron nochmals sehr viel ansteckender ist als die Delta-Variante und dass sie den bestehenden zweifachen Impfschutz unterlaufen kann", sagte Dreyer. "Wer gerade erst zum zweiten Mal geimpft oder schon geboostert wurde, hat hingegen einen guten Schutz auch gegen die neue Virusvariante." Das bedeute, "dass wir das Impfen weiter ausbauen und Maßnahmen treffen müssen, die sicherstellen, dass unser Gesundheitssystem nicht zusammenbricht und dass wir die kritische Infrastruktur aufrechterhalten können." Die Europäische Union hat bei Biontech und Pfizer mehr als 200 Millionen zusätzliche Dosen des Covid-19-Impfstoffs der beiden Unternehmen für 2022 bestellt. Diese Impfdosen kämen zu den bereits bestellten 450 Millionen Dosen hinzu, die im kommenden Jahr ausgeliefert werden. Insgesamt gingen damit 2022 mehr als 650 Millionen Dosen an die Staatengemeinschaft, teilten die Hersteller mit. Sollten an die Omikron-Variante angepasste Impfstoffe nötig werden, würde die Bestellung auch diese umfassen, ohne dass zusätzliche Kosten entstünden. Berlins scheidender Regierender Bürgermeister Michael Müller hat vor größeren Feiern zu Weihnachten und vor Silvesterpartys gewarnt. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie sind aus Sicht des SPD-Politikers weitere Einschränkungen unverzichtbar. "Wenn wir sagen, wir wollen keinen Lockdown, dann bedeutet das, man kann Weihnachten mit der Familie feiern, man kann Freunde treffen, man kann die ein oder andere kleine Veranstaltung besuchen", sagte Müller am Montag in der Sendung "Frühstart" von RTL/ntv. "Aber es gehen eben keine Silvesterpartys, es gehen keine Feiern in großem Kreis. Das muss jetzt auch kommuniziert werden und das wird sicherlich in den nächsten Tagen auch massiv erfolgen", sagte Müller, der sein Amt als Regierender Bürgermeister am Dienstag an die SPD-Landesvorsitzende Franziska Giffey abgibt. "Wir haben schon viel gemacht. Aber wir müssen uns offensichtlich doch noch besser vorbereiten auf das, was Omikron mit sich bringen kann", sagte Müller. "Wir sind noch nicht in einer dramatischen Lage, aber um das zu vermeiden, muss man frühzeitig Maßnahmen ergreifen." Dabei gehe es auch um strengere Corona-Maßnahmen für Geimpfte: "Weil es noch zu viele Ungeimpfte gibt, müssen sich auch die Geimpften weiter einschränken", sagte Müller. "Das ist das, was wir immer wieder deutlich machen: Es geht auch um Solidarität", so der Politiker, der inzwischen Mitglied des Deutschen Bundestags ist. "Und die, die sich noch nicht haben impfen lassen, müssen einfach sehen, dass ihr Verhalten auch dazu führt, dass es für alle wieder Einschränkungen gibt, auch für die, die geimpft sind." In Neuseeland ist offenbar ein 26 Jahre alter Mann nach einer Erst-Impfung mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer an den Folgen einer Herzmuskelentzündung gestorben. "Auf der Grundlage der derzeit verfügbaren Informationen ist das Gremium zu der Auffassung gelangt, dass die Myokarditis bei dieser Person wahrscheinlich auf die Impfung zurückzuführen ist", teilte ein unabhängiges Gremium zur Überwachung der Sicherheit des Impfstoffs mit. Pfizer reagierte nicht sofort auf eine Bitte um Stellungnahme. Die Melderate einer Myokarditis bei Covid-19-Impfungen beträgt nach Angaben des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) bei unter 30-Jährigen für den Biontech-Impfstoff etwa fünf Fälle pro 100.000 Impfungen und für den Moderna-Impfstoff etwa elf Fälle pro 100.000. Israel verbietet seinen Bürgern wegen der Corona-Lage in Deutschland Reisen in die Bundesrepublik. Die Maßnahme zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus soll in der Nacht zum Mittwoch um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft treten, teilte die Regierung am Montag mit. Das Kabinett bestätigte damit eine entsprechende Empfehlung des Gesundheitsministeriums. Darüber hinaus gelten damit ab Mittwoch auch Italien, die USA, Belgien, Ungarn, Marokko, Portugal, Kanada sowie die Türkei und die Schweiz als "rote Länder". In Israel gibt es bereits ein Einreiseverbot für Ausländer. Bisher galten zudem schon mehr als 50 Länder – vor allem in Afrika – als "rot", Israelis dürfen dorthin nur mit Sondergenehmigung reisen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach lässt prüfen, ob die Einrichtung eines nationalen Corona-Impfregisters zur zentralen Erfassung von Impfdaten sinnvoll wäre. "Ich lasse das prüfen", sagte der SPD-Politiker am Sonntag in der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen". Komme bei der Prüfung heraus, dass das Register ein "Riesen-Bürokratiemonster" werde, weil es sehr schwer sei, die Impfungen der Bürger rückwirkend zu erfassen, dann werde er "wahrscheinlich dagegen sein". Stelle sich heraus, dass das Impfregister nicht viel Mühe mache, "dann werde ich dafür sein". Beim Schlagwort Impfregister geht es um Überlegungen, den Corona-Impfstatus der Menschen zentral zu erfassen. Dies ist vor dem Hintergrund der Frage, wie eine mögliche allgemeine Corona-Impfpflicht kontrolliert werden könnte, in die Diskussion gekommen. Für ihn habe jetzt Priorität, das Impfen zu beschleunigen, sagte Lauterbach. "Ich will eines verhindern, dass wir mit noch mehr Bürokratie und Dokumentation die Ärztinnen und Ärzte vom Impfen abhalten." Die mögliche Einführung eines Impfregisters ist auch innerhalb von Lauterbachs Partei umstritten. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte sich skeptisch gezeigt, Generalsekretär Kevin Kühnert lehnte eine zentrale Erfassung von Impfdaten ab. Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (ebenfalls SPD) hatte dagegen ein nationales Impfregister gefordert. Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Carsten Watzl, geht davon aus, dass zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus Booster-Impfungen allein nicht ausreichen werden. "Die ersten Berichte weisen darauf hin, dass selbst nach dem Boostern der Schutz vor einer Omikron-Infektion nur bei rund 75 Prozent liegen könnte, während er bei Delta nach der dritten Impfung bei weit über 90 Prozent liegt", sagte Watzl der "Augsburger Allgemeinen" (Montag). "Das würde bedeuten, dass sich viel mehr geimpfte Menschen mit Omikron anstecken könnten", betonte er. "Wir werden die bei Omikron hochschießenden Inzidenzen sehr stark runterbringen müssen und das wird uns nicht jetzt wie in dieser vierten Welle mit Booster-Impfungen gelingen, sondern dann nur wieder mit Abstand und Kontaktbeschränkungen", sagte Watzl. "Das heißt, ich sehe leider einen Lockdown auf uns zukommen, der uns alle betreffen wird", sagte Watzl. Selbst, wenn die Impfung das Erkrankungsrisiko um 80 Prozent oder 90 Prozent reduziere, bleibe immer noch ein hohes Restrisiko, dass auch ein Teil der Geimpften im Krankenhaus lande. Deshalb werde mit einer drohenden schnell anwachsenden Omikron-Welle und einem starken Anstieg der Infizierten-Zahlen zwangsläufig auch die Krankenhausbelastung hochgehen. "Das gilt selbst dann, wenn die Omikron-Variante zu weniger schweren Verläufen führen sollte, denn wir werden einfach insgesamt viel mehr Fälle bekommen", sagte er. Er sei allerdings skeptisch, dass Omikron wirklich harmloser sei, "darauf sollte man sich nicht verlassen". Reisen nach Thailand könnten wegen der Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus bald wieder schwieriger werden: Das quarantänefreie "Test&Go"-Modell, wonach vollständig geimpfte Touristen seit November bei der Einreise nur noch einen PCR-Test machen und dann eine Nacht in ihrem Hotel auf das Ergebnis warten müssen, wird womöglich vorübergehend auf Eis gelegt. Dann würden eventuell wieder strengere Einreiseregeln gelten, wahrscheinlich speziell für Länder mit einer erheblichen Omikron-Ausbreitung, zitierte der Sender "Nation TV" am Montag die Gesundheitsbehörden. Laut Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul wurden in Thailand bislang 63 Fälle der Omikron-Variante bei Einreisenden verzeichnet. 20 weitere Verdachtsfälle werden derzeit noch überprüft. Die Behörden wollen deshalb noch in dieser Woche prüfen, ob die Einreisebestimmungen wieder verschärft werden. Wie lange Touristen dann in Quarantäne müssten, ist aber noch unklar. Das Land hatte seine Grenzen Anfang November wieder für Touristen aus Deutschland und Dutzenden anderen Ländern geöffnet. Deshalb ist die Angst vor einer Ausbreitung der neuen Variante groß. Thailand mit seinen beliebten Inseln, weißen Stränden, Tempeln und Dschungeln ist auf den wichtigen Tourismussektor angewiesen und hofft auf eine baldige Erholung der Branche. Zur Eindämmung der Omikron-Variante hat Österreich am Montag seine Einreisebestimmungen verschärft. Seit Mitternacht gilt die Regel 2G plus. Ohne Weiteres darf nur noch ins Land, wer dreifach geimpft ist. Für doppelt Geimpfte sowie für Genesene gilt zusätzlich eine Pflicht zum PCR-Test. Wer bei der Einreise kein negatives Testergebnis hat, muss sich registrieren und unverzüglich in Quarantäne. Die Quarantäne darf beendet werden, sobald ein negativer PCR-Test vorliegt. Ausgenommen von den Vorschriften sind Schwangere und Menschen, die aus Gesundheitsgründen nicht geimpft werden können. Der Grund für die Ausnahme muss durch ein Attest nachgewiesen werden. Sonderregeln gibt es außerdem für Kinder und Jugendliche. Für Pendlerinnen und Pendler bleibe es bei der gewohnten 3G-Regel. Der Transitverkehr ist von den Regelungen nicht betroffen. In Österreich mit seinen knapp neun Millionen Einwohnern ist nach einem dreiwöchigen Lockdown die Zahl der Neuinfektionen deutlich gesunken. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt inzwischen bei etwa 230 Fällen pro 100.000 Einwohner – deutlich unter dem deutschen Wert. Als letztes Bundesland öffnet am Montag auch Wien die Gastronomie und Hotellerie wieder. Die SPÖ-geführte Metropole setzt seit geraumer Zeit auf einen besonders vorsichtigen Kurs in der Corona-Welle. In der Schweiz gilt von Montag an in weiten Teilen des öffentlichen Lebens die 2G-Regel. Zu Restaurants, Kultur-, Sport- und Freizeitbetrieben sowie zu Veranstaltungen im Innern haben nur noch Geimpfte und Genesene Zugang. Die Bundesregierung stuft Großbritannien wieder als Virusvariantengebiet ein. Die Regelung trat in der Nacht zum Montag in Kraft. Grund ist die massive Ausbreitung der Corona-Virusvariante Omikron auf der Insel. Ein Virusvariantengebiet ist die höchste Corona-Risikokategorie. Die Einreise aus solchen Gebieten nach Deutschland ist nur unter starken Einschränkungen möglich. Fluggesellschaften dürfen nun im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen von Großbritannien nach Deutschland befördern. Es handelt sich aber nicht um ein Flugverbot. Die Regel gilt auch für den Bahn- oder Schiffsverkehr. Für Einreisende aus Virusvariantengebieten gilt eine zweiwöchige Quarantänepflicht – auch für Geimpfte und Genesene. Sie kann nicht durch negative Tests verkürzt werden. Großbritannien war schon im Mai von Deutschland als Virusvariantengebiet eingestuft worden, bereits Anfang Juli folgte jedoch die Herabstufung zum Hochinzidenzgebiet. Angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante in Europa warnt die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) vor einer weiteren Eskalation der Situation in deutschen Krankenhäusern. "Diese fünfte Welle würde uns nach den Berechnungen der Wissenschaftler treffen, noch bevor die aktuell hohe Belegung auf den Intensivstationen deutlich gesunken ist. Wir sehen in Großbritannien und Dänemark, dass durch die hohen Infektionszahlen auch deutlich mehr Beschäftigte im Gesundheitswesen coronabedingt ausfallen. Noch mehr schwerkranke Patienten und zeitgleich massive Personalausfälle wären eine weitere Eskalation der Situation, die über das Bisherige hinausgeht", sagt der DKG-Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß der Zeitung "Rheinische Post". Die Regelversorgung müsste dann noch stärker und auch deutschlandweit eingeschränkt werden, um zumindest die dringlichsten Notfälle auch jenseits von Corona versorgen zu können. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet die Zulassung des proteinbasierten US-Impfstoffs Novavax binnen 24 Stunden. Der Minister sagt im "Bild"-Talk "Die richtigen Fragen": "Ich rechne morgen mit der Zulassung von Novavax." Zuständig für die Zulassung ist die EU-Arzneimittelbehörde EMA. Lauterbach warnte vor der Annahme, dass der neue Impfstoff "ein Game Changer wird." Studien zufolge seien Moderna und Biontech "eine ganze Spur sicherer". Allerdings wartet ein Teil der Impfskeptiker auf Novavax sowie auf Totimpfstoffe, weil sie den mRNA-Impfstoffen nicht vertrauen. In der Folge könnte die Impfquote in Deutschland steigen. Wegen der sich rasant ausbreitenden Virusvariante Omikron in Europa müssen nach Auffassung des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Hendrik Wüst (CDU) Bund und Länder noch vor Weihnachten einen gemeinsamen Fahrplan vereinbaren. "Wir brauchen eine gemeinsame Strategie gegen Omikron", sagte Wüst am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir nehmen die Corona-Entwicklungen bei unseren europäischen Nachbarn aufmerksam wahr und die aktuellen Hinweise aus der Wissenschaft ausgesprochen ernst", sagte der CDU-Politiker weiter. In den Niederlanden als Nachbarland zu Nordrhein-Westfalen gilt seit Sonntag ein harter Lockdown. Seit 5.00 Uhr blieben fast alle Geschäfte, Gaststätten, Kultur- und Sporteinrichtungen, Schulen und Friseure geschlossen. Ausgenommen sind etwa Supermärkte und Apotheken. Die Politik müsse den Bürgern ehrlich sagen, dass Einschränkungen im Alltag auch im neuen Jahr zwingend notwendig sein werden, sagte der NRW-Regierungschef. "Ich bin sicher, viele Menschen rechnen auch damit. Sie erwarten von uns zu Recht eindeutige Ansagen und so viel Planungssicherheit, wie sie in einer Pandemie möglich ist", so Wüst Israels Gesundheitsministerium hat sich am Sonntag für ein Reiseverbot in weitere Länder ausgesprochen, darunter auch Deutschland und die USA. Die Maßnahme zur Eindämmung der Omikron-Variante des Coronavirus solle nach einer Billigung durch die Regierung am Dienstag um Mitternacht (Ortszeit) in Kraft treten, hieß es in der Mitteilung des Gesundheitsministeriums. Weitere als "rot" eingestufte Länder seien Italien, Belgien, Ungarn, Marokko, Portugal, Kanada sowie die Türkei und die Schweiz. In Israel gilt bereits ein Einreiseverbot für Ausländer. Mehr als 50 Länder – vor allem in Afrika – galten außerdem schon als "rot", Israelis dürfen dorthin nur mit Sondergenehmigung reisen. Die britische Regierung schließt angesichts der rasanten Ausbreitung der stark ansteckenden Omikron-Variante stärkere Corona-Einschränkungen noch vor Weihnachten nicht aus. "Ich glaube nicht, dass es bei dieser Pandemie irgendwelche Garantien gibt", sagte Gesundheitsminister Sajid Javid am Sonntag in der BBC. "Zum jetzigen Zeitpunkt müssen wir einfach alles im Auge behalten." Die Regierung nehme die "ernüchternden" Ratschläge ihrer Wissenschaftler ernst und beobachte die Daten "fast stündlich". Dies werde gegen die Folgen neuer Einschränkungen für Wirtschaft und Bildung abgewogen. "Wir bewerten die Situation, sie ist sehr schnelllebig", sagte Javid. Noch immer wisse man zu wenig über Omikron. Aber wenn man warte, bis die Datenlage klarer sei, könne es zu spät sein, darauf zu reagieren, warnte der Minister. Londons Bürgermeister Sadiq Khan hatte zuvor den Notstand ausgerufen, um die Krankenhäuser der Stadt bei der Bewältigung der Situation zu unterstützen. Premierminister Boris Johnson steht wegen seiner Corona-Politik auch in der eigenen Partei unter Beschuss. Mehr als 100 konservative Abgeordnete haben Anfang der Woche gegen die jüngsten Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gestimmt. Auf die Frage, ob Johnson mittlerweile zu schwach sei, um weitere Beschränkungen einzuführen, sagte Javid: "Nein, ich glaube nicht, dass das der Fall ist." Wenn die Regierung der Meinung wäre, dass weitere Maßnahmen ergriffen werden müssten, würden diese dem Parlament vorgelegt. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann fühlt sich im Kampf gegen das Coronavirus schlecht von der neuen Bundesregierung informiert. Er habe noch keinerlei Informationen über die Omikron-Variante vom neu eingesetzten Expertengremium der Bundesregierung erhalten, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Die Zeit drängt, deshalb erwarte ich, dass wir zügig einen Stand bekommen. Wenn man so ein Gremium einsetzt, müssen die Infos auch ankommen", sagte der Grünen-Politiker. Auch die Grünen im Bundestag seien nicht ins Bild gesetzt worden. Die Informationspolitik müsse besser werden, sagte Kretschmann. "Das sind Startschwierigkeiten der neuen Bundesregierung, aber die Pandemie und ihre Dynamik mit der neuen Variante erlaubt jetzt keine Einarbeitungszeit. Das muss jetzt flutschen." Kretschmann sagte, er sei sehr alarmiert über das, was er mit Blick auf Omikron höre. "Aber wir sind da auf die Einschätzungen der Experten angewiesen. Was heißt das für den Impfschutz? Wann rechnet die Wissenschaft damit, dass Omikron dominant ist? Das müssen wir wissen, aber das kann ich nicht selber bewerten." Der Ministerpräsident geht davon aus, dass eine Bund-Länder-Schalte noch vor Weihnachten nötig ist. "Wenn es noch im alten Jahr zu einem Hochlauf der Omikron-Welle kommt, müssen wir uns zügig beraten." Die italienische Regierung erwägt neue Corona-Maßnahmen bis hin zu einer allgemeinen Impfpflicht für Beschäftigte. "Einige Maßnahmen, wie die Einführung einer Maskenpflicht auch im Freien, könnten bald ergriffen werden", sagte Franco Locatelli, einer der wichtigsten wissenschaftlichen Berater der Regierung, der Zeitung "Corriere della Sera". Damit solle verhindert werden, dass es über die Feiertage zu einem starken Anstieg der Neuinfektionen kommt. Zudem könnte die Impfpflicht ab Januar auf alle Arbeitnehmer ausgeweitet werden, so die Zeitung. Bislang ist die Impfung nur für Beschäftigte im Gesundheitswesen, in Schulen, bei der Polizei und beim Militär vorgeschrieben. Regierungschef Mario Draghi könnte dem Zeitungsbericht zufolge nach einem Treffen mit den Ministern am 23. Dezember die Verpflichtung einführen, dass geimpfte Personen auch einen negativen Test vorweisen müssen, um Zugang zu stark besuchten Orten wie Diskotheken und Stadien zu erhalten. Negative Tests könnten auch für den Zutritt zu Kinos und Theatern verlangt werden. Bislang haben Personen, die geimpft oder genesen sind, freien Zugang zu Sitzplätzen in Bars und Restaurants, Museen, Kinos, Clubs und Sportveranstaltungen. Dem Nationalen Gesundheitsinstitut (ISS) zufolge breitet sich die Omikron-Variante in Italien rasch aus. Erst vor wenigen Tagen hat die Regierung den Corona-Notstand bis zum 31. März verlängert. Zudem müssen alle Besucher aus EU-Ländern vor ihrer Abreise einen Test vorlegen. 60 Prozent der Neuinfektionen in Großbritannien sind Gesundheitsminister Sajid Javid zufolge auf die Virus-Variante Omikron zurückzuführen. Das gehe aus einer Analyse der vorliegenden Daten hervor, sagt Javid bei Sky News. Aufgrund von Impfungen und Tests sei das Land aber in einer besseren Lage als im vergangenen Jahr zu Weihnachten. Die Regierung beobachte die Entwicklung genau und berate fast stündlich mit Experten sowie Beratern und werde tun, was nötig sei, um die Ausbreitung einzudämmen. Der Leiter des Corona-Krisenstabs im Kanzleramt, General Carsten Breuer, geht davon aus, dass das Regierungsziel von 30 Millionen Impfungen bis zum Jahresende erreicht wird. "Wir haben jetzt 24.418.540 Menschen geimpft und jetzt noch knapp zwei Wochen Zeit. Die 30 Millionen sind zu schaffen", sagte Breuer der "Bild am Sonntag. Man rechne von der Ministerpräsidentenkonferenz am 18. November bis zum 31. Dezember. Die aktuelle Zahl (24.418.540) zeigt den Stand der Impfungen bis einschließlich Freitag. Um die 30 Millionen zu erreichen, will Breuer auch in der Weihnachtszeit das hohe Impftempo aufrecht erhalten. "Die Woche vor und die Woche nach Weihnachten sind von enormer Bedeutung", so Breuer. Viele Menschen hätten frei und damit Zeit, sich ihre Spritze abzuholen. "Darum muss das Impfangebot möglichst flächendeckend aufrechterhalten werden. Die Impfzentren bleiben hochgefahren." Der australische Gesundheitsminister Greg Hunt sieht keinen Grund für eine Verschärfung der Corona-Beschränkungen über Weihnachten. "Hier beginnt nun der Sommer und wir haben eine der höchsten Impfquoten der Welt", sagte Hunt am Sonntag vor Journalisten. Australien sei auch angesichts der Omikron-Variante gut vorbereitet. Trotz steigender Infektionsraten brauche man sich keine Sorgen zu machen, meinte auch der Ministerpräsident des Bundesstaates New South Wales, Dominic Perrottet bei einer Pressekonferenz in Sydney. Die Zahl der Covid-Patienten in den Intensivstationen bleibe weiterhin niedrig. Über 90 Prozent der Australier über 16. Jahre sind vollständig geimpft. Die Coronavirus-Variante Omikron verbreitet sich der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge weitaus schneller als Delta. Die Infektionen mit Omikron verdoppelten sich alle 1,5 bis drei Tage, teilt die WHO mit. Bislang sei die Variante in 89 Ländern festgestellt worden. Die Bundesregierung stuft Frankreich und Dänemark wegen hoher Corona-Infektionszahlen nun als Hochrisikogebiete ein. Die Regelung trat in der Nacht zum Sonntag um Mitternacht in Kraft. Damit gelten künftig bis auf Luxemburg alle Nachbarländer Deutschlands als Hochrisikogebiet. Wer von dort einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss grundsätzlich für zehn Tage in Quarantäne. Mit einem negativen Test kann man sich nach frühestens fünf Tagen davon befreien. Neue Hochrisikogebiete sind auch Norwegen, der Libanon und Andorra, wie das Robert Koch-Institut bereits am Freitag bekannt gegeben hatte. Von der Risikoliste gestrichen wurden Bulgarien, Estland, Lettland, Albanien, Nordmazedonien und Moldau. Die britische Hauptstadt London hat wegen der rapiden Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus am Samstag den Katastrophenfall ausgerufen. "Der Anstieg der Omikron-Fälle in unserer Hauptstadt ist sehr besorgniserregend", teilte Bürgermeister Sadiq Khan am Samstag mit. "Deshalb rufen wir erneut den Katastrophenfall aus." Khan verwies darauf, dass die Zahl der Covid-Patienten in Londons Krankenhäusern wieder massiv steigt. Lesen Sie hier mehr dazu. Impfen ja – Impfpflicht nein: Das Stiko-Mitglied Christian Bogdan vom Universitätsklinikum Erlangen sieht den Aufwand einer Impfpflicht in keinem Verhältnis zum Nutzen. "Persönlich halte ich von einer gesetzlichen Impfpflicht nicht viel, da diese einen Rattenschwanz an Administration, Impfbefreiungszeugnissen und Klagen nach sich zieht und die gesellschaftliche Entzweiung fördert", sagte der Experte der Ständigen Impfkommission (Stiko) den "Nürnberger Nachrichten" und der "Nürnberger Zeitung" (Samstag). "Das Ziel, möglichst viele Menschen zu impfen, erreicht man über andere Wege viel einfacher. Allein die Einführung der 2G-Regel hat ja schon dazu geführt, dass sich sehr viele Unentschlossene impfen haben lassen", sagte Bogdan. "Die drei oder vier Prozent, die generell jede Impfung ablehnen, sind der Mühe nicht wert, eine Impfpflicht einzuführen." Zugleich verteidigte Bogdan die Arbeit der Stiko. "Wenn es zu Verzögerungen gekommen ist, dann aufgrund von Impfstoffmangel oder aufgrund von politischen Entscheidungen, die in der Bevölkerung den Eindruck hinterließen, die Pandemie sei vorbei." So habe die Politik das Zurückfahren der Impfzentren angekündigt und damit eine Impflethargie in der Bevölkerung ausgelöst. Nur fünf Wochen später seien dann Booster-Impfungen gefordert worden. In Großbritannien steigt die Zahl der registrierten Corona-Infektionen mit der Omikron-Variante sprunghaft. Bis Freitagabend wurden nach Angaben der Gesundheitsbehörden 24.968 Omikron-Fälle bestätigt. Das seien über 10.000 Fälle mehr als 24 Stunden zuvor. Die Niederlande stehen möglicherweise vor einem neuen harten Corona-Lockdown noch vor Weihnachten. Ministerpräsident Mark Rutte will an diesem Samstagabend (19 Uhr) neue Verschärfungen ankündigen, teilte die Regierung in Den Haag mit. Das Beratergremium der Regierung hatte wegen der sich schnell ausbreitenden Omikron-Variante des Virus zu einem strengen Lockdown geraten. Eine Entscheidung darüber soll nach einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts am Nachmittag fallen. Die Experten hatten empfohlen, dass fast alle Geschäfte mit Ausnahme der Supermärkte und Apotheken schließen. Auch Gaststätten, Sport, Kultur, Kinos und Schulen würden geschlossen. Zurzeit gilt ein Abendlockdown – das heißt, dass alles mit Ausnahme von Supermärkten um 17 Uhr schließen muss. Aus Zahlen aus Amsterdam wird deutlich, dass sich die Zahl der Infektionen mit der Omikron-Variante alle zwei bis drei Tage verdoppelt. Bereits vor Weihnachten werde diese Variante in der Hauptstadt dominant sein, erwarten die Experten. Vor allem die Krankenhäuser stehen aber noch unter einem so hohen Druck, dass sie nach Befürchtung der Experten einen weiteren Zustrom von Patienten nicht auffangen könnten. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat sich besorgt gezeigt über die drohende Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus. Der SPD-Politiker rief erneut dazu auf, sich impfen zu lassen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. "Der beste Schutz vor der nächsten Welle ist eine hohe Impfquote. Omikron wird vor allem die Ungeimpften hart treffen", sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur. "Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir im Januar eine harte Infektionswelle haben werden. Das Problem ist, dass sich diese fünfte Welle auf die vierte Welle obendrauf setzt", erklärte Weil. "Allein durch die schiere Zahl der zu befürchtenden Ansteckungen ist eine steigende Belastung des Gesundheitssystems fast unvermeidlich. Deswegen sind die Maßnahmen, die wir jetzt treffen, auch vorbeugender Brandschutz vor Omikron." Niedersachsens Landesregierung hat für die Zeit von Heiligabend bis zum 2. Januar eine sogenannte Weihnachtsruhe angekündigt. Landesweit gilt dann die Warnstufe 3 mit erneut verschärften Corona-Regeln. Unter anderem werden Tanzveranstaltungen untersagt, Testvorgaben verschärft und die Zahl der zulässigen Kontakte reduziert. Die bereits geltende 2G-Regel im Einzelhandel hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) Lüneburg dagegen gekippt. Für die Geschäfte sollen daher kommende Woche neue Regeln verkündet werden. Am Freitag sind erneut mehr als eine Million Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden. Das geht aus den am Samstag veröffentlichten Zahlen auf dem Impf-Dashboard des Gesundheitsministeriums hervor. Demnach wurden am Freitag etwa 1,1 Millionen Dosen gespritzt, der Großteil – rund 921.000 davon – waren Auffrischungsimpfungen. In den vergangenen sieben Tagen wurden damit den Angaben zufolge im Schnitt täglich 1,0 Millionen Impfdosen verabreicht. Insgesamt haben nach der Statistik nun 70,2 Prozent aller Menschen in Deutschland den vollständigem Grundschutz gegen das Virus. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben den Angaben zufolge mindestens 58,4 Millionen Menschen bekommen. Eine zusätzliche Booster-Spritze zur Auffrischung haben nunmehr mindestens 25,2 Millionen Menschen oder 30,3 Prozent der Bevölkerung bekommen. Weiterhin gibt es beim Stand der Impfungen gegen das Coronavirus erhebliche regionale Unterschiede: Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 85,9 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. In dem Bundesland sind mittlerweile 82,0 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Sachsen ist Schlusslicht: Die Quote bei den Erstimpfungen liegt hier bei 62,4 Prozent, vollständig geimpft sind laut RKI 59,5 Prozent. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat nach Beratungen mit der Industrie angekündigt, die Herstellung von Corona-Impfstoffen weiter vorantreiben zu wollen. "Staatliche Abnahmegarantien können auf längere Sicht helfen, die Impfstoffproduktion auf Niveau zu verstetigen", sagte Habeck der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Es gehe nun darum, "die nächste Impfstoffgeneration rechtzeitig für den nächsten Winter einzulagern". Kurzfristig helfe das aber nicht, sagte der Vizekanzler. "Das Problem ist: Es wurde nicht genug Impfstoff angefordert in einer Phase, als es gegangen wäre", betonte Habeck. Schuldzuweisungen wollte Habeck aber nicht aussprechen: "Wir sind jetzt die Regierung. Es ist also unsere Krise." Habecks Wirtschaftsministerium arbeitet in der Task Force Impfstoffproduktion mit dem Gesundheits- und Finanzressort sowie dem Kanzleramt daran, die Herstellung von Impfstoffen anzukurbeln. Für den Einkauf ist hingegen allein das Gesundheitsministerium zuständig. Etwa ein Drittel der Menschen in Deutschland geht Ungeimpften über die Feiertage lieber aus dem Weg. Das geht aus einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur hervor. Die Fragestellung lautete: "Über die Feiertage kommen viele Menschen mit Freunden und Verwandten zusammen. Spielt es dabei für Sie eine Rolle, ob die anderen gegen das Coronavirus geimpft sind?" Darauf gaben 35 Prozent der mehr als 2.000 Befragten an, Treffen mit Ungeimpften vermeiden zu wollen. Ein knappes Viertel wollte bei solchen Zusammenkünften weitere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen: 15 Prozent sagten, sie wollten besonders auf Abstands- und Hygieneregeln achten, weitere 9 Prozent wollten um einen Corona-Schnelltest bitten. Für 9 Prozent der Befragten spielt die mangelnde Impfung zwar eine Rolle, sie wollen diese aber in Kauf nehmen. Für immerhin 29 Prozent war die fehlende Immunisierung hingegen unerheblich. Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, gibt ungeimpften Erwachsenen die Schuld an der Debatte um Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche. Verantwortlich für die Debatte seien die "Erwachsenen, die zu stur waren, sich impfen zu lassen", sagte Hilgers der "Passauer Neuen Presse" (Samstagsausgabe). Eine Impfpflicht für Kinder kann sich Hilgers allerdings "kaum vorstellen". "Hätten wir eine deutlich höhere Impfquote bei den Erwachsenen, bei denen, die dafür in Frage kommen, hätte man gar nicht so heftig über das forcierte Impfen von Kindern diskutieren müssen", sagte Hilgers der Zeitung. Bezüglich der Kinderimpfung riet Hilgers, "dass sich Eltern und Kinder in dieser Frage eingehend vom Kinderarzt beraten lassen sollten". Er betonte, eine Impfung sollte "immer einvernehmlich von Eltern mit Kindern und Jugendlichen entschieden werden." Derzeit würde er "davon abraten, Kinder und Jugendliche ohne eine solche sorgfältige Beratung, also in Massen-Aktionen an Schulen oder Kindertagesstätten, impfen zu lassen". Gesundheitsexperten, die die niederländische Regierung in der Corona-Strategie beraten, haben einen strikten Lockdown empfohlen, berichteten niederländische Medien am Freitag. Ein teilweiser Lockdown ist gerade erst bis Januar verlängert worden. Der Sender RTL Nieuws und die Zeitung NRC Handelsblad zitierten Quellen innerhalb des Expertengremiums, dass sie zur Schließung aller außer wesentlichen Geschäfte geraten haben. Gesundheitsminister Hugo de Jonge sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters vor Journalisten vor einer Kabinettssitzung am Freitag, er habe „große Sorgen“ über die schnelle Ausbreitung von Omikron. Er wollte zu weiteren Regelverschärfungen keine Aussagen machen, verwies aber auf den Expertenrat. Dessen Vorschläge müssen noch formal der Regierung übermittelt werden. Schon jetzt müssen Bars, Restaurants und viele Geschäfte zwischen 17 Uhr und 5 Uhr schließen. Für Grundschulen beginnen die Ferien früher. Vor dem letzten großen Verkaufswochenende vor Weihnachten hat der Handel die Kundinnen und Kunden um Respekt im Umgang mit den Beschäftigten gebeten, die die 2G-Regelung überprüfen. "Die Kundinnen und Kunden sollten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Einzelhandels, die die 2G-Prüfungen durchführen, mit dem nötigen Respekt begegnen und Beleidigungen unterlassen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Textil Schuhe Lederwaren (BTE), Rolf Pangels, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir hoffen, dass sich die Verbraucherinnen und Verbraucher mit den 2G-Prüfungen im Einzelhandel zwischenzeitlich vertraut gemacht haben und diese nicht als Hindernis ansehen, in den Innenstädten ihre Modeeinkäufe zu tätigen", sagte Pangels. Der Branchenkenner geht aber davon aus, das die Umsätze auch an diesem Wochenende auf jeden Fall unter denen im Vorkrisenwinter 2019 liegen werden. Angesichts des sprunghaften Anstiegs der Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus hat Irland eine Sperrstunde für Bars und Restaurants verhängt. Ab Sonntag müssen die Lokale täglich ab 20.00 Uhr (Ortszeit) schließen, wie Regierungschef Micheal Martin am Freitag mitteilte. Er räumte ein, dass die Ankündigung sicherlich "für viele enttäuschend sei". Es sei jedoch zwingend erforderlich, dass "in ganz Europa die Kontakte zwischen den Menschen sehr stark und sofort reduziert werden". Die Einschränkungen sollen demnach bis zum 30. Januar in Kraft bleiben. Martin kündigte außerdem an, dass die Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen im Innen- und Außenbereich um die Hälfte reduziert werden müssen. Bei Hochzeiten seien maximal 100 Gäste erlaubt. "Das ist alles nicht einfach. Wir sind alle erschöpft von Corona und den Einschränkungen", betonte der Regierungschef. Die Omikron-Variante breite sich jedoch "so aggressiv in allen Altersgruppen aus, dass wir wahrscheinlich eine Infektionsrate erleben werden, die weit über alles hinausgeht, was wir bisher gesehen haben", warnte er. In Großbritannien sind 93.045 Neuinfektionen nachgewiesen worden und damit so viele wie noch nie seit dem Beginn der Pandemie. Die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle fiel dagegen auf 111 von 146. Britische Experten haben angesichts von Omikron gewarnt, dass in den kommenden Wochen Rekordwerte bei Neuinfektionen zu erwarten seien. Die Omikron-Variante breitet sich derzeit mit rasender Geschwindigkeit in Großbritannien aus, gleichzeitig gibt es weiterhin auch eine hohe Zahl an Infektionen mit der Delta-Variante. Auch bei den Krankenhauseinweisungen ist inzwischen ein Anstieg zu verzeichnen, wenn auch nicht im gleichen Maß wie bei den Infektionen. In Deutschland darf auch in diesem Jahr kein Silvesterfeuerwerk verkauft werden. Der Bundesrat beschloss am Freitag eine Verordnung, mit der der üblicherweise in den letzten Dezember-Tagen erlaubte Verkauf von Silvesterböllern wie im Vorjahr untersagt wird. Hintergrund ist die aktuelle Belastung der Kliniken mit Covid-19-Fällen. Um Krankenhauskapazitäten zu schonen, sollen Unfälle durch unsachgemäßen Gebrauch der Feuerwerkskörper vermieden werden. Die Verordnung regelt nur das Verkaufsverbot, das Anzünden von Feuerwerkskörpern ist davon nicht erfasst. Ein solches regeln aber Länder und Kommunen in Eigenregie für bestimmte Gebiete – etwa den Alexanderplatz in Berlin. Pfizer und BioNTech wollen eine dritte Dosis des Covid-19-Impfstoffs im Rahmen einer bereits laufenden Studie von Kindern im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren testen. Die Immunreaktion nach zwei Dosen des Impfstoffs sei nämlich in der Gruppe der Zwei- bis Fünfjährigen geringer ausgefallen, als in der Vergleichsgruppe im Alter von 16 bis 25 Jahren, teilen die Unternehmen mit. Der neue SPD-Chef Lars Klingbeil hat zugesagt, dass es genügend Impfstoff für alle Deutsche geben wird. "Wir werden sicherstellen, dass es genügend Impfstoff gibt", sagte Klingbeil bei Bild Live. Gesundheitsminister Karl Lauterbach sei "jeden Tag 24 Stunden im Einsatz für mehr Impfstoff". Eine überarbeitete Corona-Regelung zum Einzelhandel in Niedersachsen soll es in der ersten Hälfte der kommenden Woche geben. Das teilte eine Regierungssprecherin am Freitag in Hannover mit. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatte die erst seit kurzem geltende 2G-Regel im Einzelhandel in Niedersachsen gekippt. Die Maßnahme sei zur weiteren Eindämmung des Coronavirus nicht notwendig und auch nicht mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz vereinbar, entschied das Gericht am Donnerstag. Die neue Corona-Variante Omikron tritt auch in Nordrhein-Westfalen verstärkt auf. "Wir haben zurzeit in Nordrhein-Westfalen (.) 370 gemeldete Omikron-Infektionen", sagte Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Die Zahl sei in der vergangenen Woche sprunghaft angestiegen. "Eine neue Variante hält man aller Wahrscheinlichkeit nach nicht auf", fügt er hinzu. Die Ausbreitung könne nur verzögert werden. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek fordert vom Bund eine schnelle Entscheidung, Großbritannien wegen der sich dort rasant ausbreitenden Corona-Variante Omikron als Virus-Variantegebiet einzustufen. Der CSU-Politiker verwies in enem Interview der Sender RTL und ntv darauf, dass die Zahlen in Großbritannien "vehement" anstiegen. Deshalb sollte bei der Einreise ein PCR-Test verpflichtend vorgelegt werden. Frankreich hat bereits den Reiseverkehr nach Großbritannien wegen Omikron erheblich eingeschränkt. Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt künftig, andere Corona-Impfstoffe dem Wirkstoff von Johnson & Johnson vorzuziehen. Damit werde eine Empfehlung von einem Beratergremium übernommen, das kurz zuvor einstimmig entsprechend abgestimmt hatte, teilte die CDC am Donnerstag mit. Das Risiko einer Hirnthrombose in Zusammenhang mit einer Impfung mit dem Präparat von Johnson & Johnson sei höher als bislang bekannt, hieß es von dem Beratergremium zur Begründung. Dutzende Fälle und mindestens neun Todesfälle seien in den vergangenen Monaten erkannt worden. Neben Johnson & Johnson sind in den USA noch die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna zugelassen. Die Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson waren im Frühjahr schon einmal vorübergehend ausgesetzt, nachdem erste Fälle von Hirnthrombosen bekannt geworden waren. Jegliche Impfung sei aber besser als keine Impfung, betonte die CDC. Wer keine Impfung mit Biontech/Pfizer wolle oder haben könne, dem werde weiter das Präparat von Johnson & Johnson zur Verfügung stehen. In Sachsen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen über 12.000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Binnen eines Tages kamen 70 Todesfälle hinzu, die Gesamtzahl stieg bis Freitag auf 12.041, wie das Institut am Freitag mitteilte. Mehr als jeder zehnte der bundesweit rund 108.000 Todesfälle wurde damit in Sachsen registriert. Der Freistaat stellt mit vier Millionen Einwohnern aber nur knapp fünf Prozent der Bevölkerung. Mehr Corona-Tote verzeichneten nur die bevölkerungsreichen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Südafrika will anderen afrikanischen Ländern rund zwei Millionen Impfdosen des US-Herstellers Johnson & Johnson spenden. Die Maßnahme sei ein Zeichen der Solidarität im gemeinsamen Kampf gegen die beispiellose Bedrohung der Gesundheit und der wirtschaftlichen Entwicklung auf dem Kontinent, erklärt die Regierung. Die Impfdosen sollen nun so schnell wie möglich an die ärmsten Länder verteilt werden, kündigt die Afrikanische Union an. In Südafrika sind rund 38 Prozent aller Erwachsenen geimpft. Das ist deutlich mehr als in vielen anderen afrikanischen Ländern, aber weit von Südafrikas Ziel bis Jahresende entfernt. Zuletzt verlangsamte sich die Immunisierungskampagne, es kam zu einem Überangebot an Impfdosen. Deutschland und Frankreich halten verpflichtende PCR-Tests auf das Coronavirus bei Reisen innerhalb der EU derzeit für nicht sinnvoll. "Wir haben nicht vor, innerhalb der Europäischen Union diese Tests einzuführen, weil wir viel Wert auf das reibungslose Funktionieren unseres gemeinsamen Raums legen", sagte der französische Präsident Emmanuel Macron in der Nacht zu Freitag nach dem EU-Gipfel in Brüssel bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz. Zudem wäre die Wirksamkeit einer solchen Maßnahme sehr reduziert, weil in der Regel Grenzpendler von ihnen ausgenommen würden. Scholz sagte: "Freizügigkeit innerhalb Europas ist wichtig, deshalb haben wir auch entsprechend unsere bisherigen Maßnahmen ausgerichtet." Die Lage werde beobachtet werden müssen. Aber erst einmal sei man "so unterwegs wie Frankreich". Diskutiert werden mögliche neue Testauflagen vor allem wegen der besorgniserregenden Omikron-Variante. Italien verlangt deshalb bereits von allen Einreisenden – auch geimpften – aus dem EU-Ausland einen negativen Corona-Test. Auch Irland und Griechenland haben neue Testpflichten. Angesichts der besorgniserregenden Omikron-Variante wollen sich die EU-Staaten 180 Millionen Dosen angepassten Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer liefern lassen. Ein bestehender Vertrag sehe vor, dass die Unternehmen die Impfstoffe – falls gewünscht – innerhalb von 100 Tagen an neue Varianten anpassen, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in der Nacht zum Freitag nach einem EU-Gipfel in Brüssel. Die EU-Staaten nutzen ihr zufolge nun diese Möglichkeit. Insgesamt sieht der Vertrag mit Biontech/Pfizer die Lieferung von bis zu 1,8 Milliarden Impfdosen bis Ende 2023 vor. "Wir wissen, dass die Omikron-Variante uns wirklich bedroht", sagte von der Leyen. Sie verbreite sich mit einer extrem schnellen Geschwindigkeit und es bestehe möglicherweise das Risiko, dass sie zumindest teilweise den Impfschutz umgehe. Schon jetzt seien die Gesundheitssysteme überlastet. Dies sei auf die hohe Zahl Ungeimpfter zurückzuführen. Die Antwort darauf könne nur sein, das Impfen auszubauen, Kinder ab fünf zu impfen, Auffrischimpfungen zu verabreichen und Schutzmaßnahmen zu befolgen. Von der Leyen kündigte zudem an, dass ihre Behörde zeitnah Leitlinien mit Blick auf den EU-Impfnachweis vorlegen werde. Es gehe um einen gemeinsamen Ansatz beim Umgang mit Booster-Impfungen und die Frage, wie lange das Zertifikat gültig sei. Auffrischungsimpfungen werden demnach spätestens sechs Monate nach der vollständigen Impfung empfohlen. Das Impfzertifikat soll drei weitere Monate gültig sein, ehe eine Auffrischung nötig ist. Die Impfmittelhersteller BioNTech und Pfizer beantragen eine reguläre US-Zulassung für ihren gemeinsamen Impfstoff bei Jugendlichen von zwölf bis 15 Jahren. Ein entsprechender Antrag sei bei der Aufsichtsbehörde FDA eingereicht worden, teilen sie mit. Die Notfallzulassung für diese Altersgruppe wurde im April beantragt und etwa einen Monat später erteilt. Ein Datenleck im Epidemiologischen Meldesystem (EMS) erschüttert das Vertrauen der Österreicher in die Corona-Politik. Das zentrale Register für ansteckende Krankheiten erlaubt zum Beispiel die Kontaktnachverfolgung von Personen im Falle einer Corona-Infektion. Das EMS dient auch zur Ausstellung von Genesungszertifikaten und soll bei der Umsetzung der geplanten Impfpflicht eine wichtige Rolle spielen. Jetzt berichtet "Der Standard", dass monatelang Unbefugte Zugriff auf die Datenbank hatten. So habe das Bundesland Tirol dem Labor HG Lab Truck, das PCR-Tests auswertet, einen Zugang zum EMS eingerichtet. Die Firma habe den Zugang dann an weitere Subunternehmen weitergeleitet. "Der Zugang des Labors erlaubte es, von jedem beliebigen Gerät im ganzen Land aus Krankheiten für alle Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft einzutragen", berichtet "Der Standard". "Nicht nur Corona-Infektionen, auch Aids, Syphilis, Malaria oder andere anzeigepflichtige Erkrankungen konnten eingetragen werden". Auch Namen, Adressen, Emailadressen und Handynummern seien abrufbar gewesen. Zwei Impfungen mit dem Produkt des US-Hersteller Moderna schützen gegen Omikron weniger gut als gegen bestimmte frühere Varianten. Das zeigt eine Laborstudie von US-Forschern – darunter Mitarbeiter der Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH) und von Moderna –, die als Preprint veröffentlicht wurde, also nicht in einer von Experten begutachteten Fachzeitschrift. Demnach hatten Geimpfte vier Wochen nach der zweiten Dosis wesentlich weniger Antikörper gegen die Omikron-Variante als gegen bestimmte frühere Varianten im Blut. Um die Wirkung eines Impfstoffs gegen eine bestimmte Variante von Sars-CoV-2 zu untersuchen, machen Forscher in der Regel sogenannte Neutralisationstests. Es wird geschaut, wie viele Antikörper ein Geimpfter im Blut hat, die an die Virusvariante binnen können und sie damit ausschalten. Der tatsächliche Schutz von Geimpften kann damit aber nicht bestimmt werden, dafür braucht es klinische Studien mit tausenden Probanden oder Auswertungen des laufenden Infektionsgeschehens. Die Anzahl der gegen Omikron gerichteten Antikörper stieg etwa zwei Wochen nach einer Booster-Impfung mit Moderna deutlich an. Eine Auffrischdosis könne das Erkrankungsrisiko deutlich senken, heißt es in der Studie. Das Team schränkt jedoch ein, es handele sich nur um Laborversuche. Zudem fehlten Daten dazu, wie lange die Reaktion der neutralisierenden Antikörper nach der Boosterimpfung andauere. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kündigt angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen an. In den vergangenen Tagen hat sich die Zahl der Infektionen mit der neuen Virus-Variante alle 24 Stunden verdoppelt. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass neue Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Infektionskette zu unterbrechen", sagt Frederiksen. Die EU-Arzneimittelbehörde Ema könnte am Montag über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Novavax entscheiden. Die zuständige Experten-Kommission werde dann in einer außerordentlichen Sitzung den Zulassungsantrag behandeln, teilte die Ema am Donnerstag in Amsterdam mit. Bisher sind in der EU vier Impfstoffe zugelassen worden. Das Unternehmen hatte die Marktzulassung in der EU im November beantragt – die Ema hatte damals erklärt, eine Entscheidung werde in einigen Wochen erwartet. Die Experten der Ema geben nach Prüfung aller Studien und Daten eine Empfehlung ab. Dann muss die EU-Kommission noch zustimmen. Das gilt aber als Formsache. Die Experten hatten bereits im laufenden Prüfverfahren Studien zur Wirkung und Risiken bewertet. Das Novavax-Produkt namens Nuvaxovid (NVX-CoV2373) ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff – wie die Präparate von Biontech und Moderna – noch ein Vektor-Impfstoff wie die von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen. Wie alle Impfstoffe soll Nuvaxovid das Immunsystem auf eine mögliche Infektion vorbereiten. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät zu Corona-Impfungen bei Fünf- bis Elfjährigen entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). "Nicht auf Omikron-Impfstoff warten! ! ! ", teilte der Verband am Donnerstag mit. Die Organisation stellte damit eine missverständliche Formulierung vom Vortag richtig. In der dpa-Meldung hatte es geheißen, Eltern könnten je nach Alter und Gesundheit ihrer Kinder aus Sicht des Berufsverbands auf einen möglicherweise von Frühjahr an verfügbaren Omikron-Impfstoff warten. Man rate entsprechend der Stiko-Empfehlung zur Impfung von Kindern mit Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder mit Angehörigen mit hohem Risiko, hieß es. "Außerdem kann nach individueller Aufklärung bei entsprechendem Impfwunsch auch gesunden jungen Kindern ohne Risikofaktoren ein Impfangebot gemacht werden." Die EU-Kommission will Deutschland in den kommenden Wochen offenbar zusätzliche 35 Millionen Dosen des Coronaimpfstoffs von Moderna beschaffen. Das berichten der "Spiegel" und die Nachrichtenagentur dpa übereinstimmend. Demnach reagiert Brüssel damit auf die Warnung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor einem Impfstoffmangel. Den Berichten zufolge sollen noch im Dezember zusätzliche zehn Millionen Dosen Spikevax an den Bund geliefert werden, bis März weitere 25 Millionen Dosen. Diese sollten ursprünglich erst im zweiten Halbjahr 2022 kommen. Die Menge entspricht 70 Millionen Booster-Dosen, da bei der dritten Moderna-Impfung nur die halbe Menge verabreicht wird. Außerdem stehen die EU-Mitgliedstaaten laut dem "Spiegel" kurz davor, 150 Millionen Dosen des Mittels von Biontech und Pfizer nachzubestellen. Dies würde bedeuten, dass Deutschland in den kommenden Monaten mindestens 27 Millionen weitere Dosen Comirnaty erhält. Die Corona-Impfungen in Deutschland haben am Mittwoch einen Tagesrekord erreicht. Gespritzt wurden 1,496 Millionen Dosen, wie aus Meldedaten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag hervorgeht. Darunter waren fast 1,3 Millionen Auffrischungsimpfungen und 97.400 Erstimpfungen. Bisheriger Rekord-Impftag in der Pandemie war der 9. Juni mit 1,43 Millionen gespritzten Impfdosen. Insgesamt ist nun auch die Marke von 70 Prozent aller Einwohner mit vollständigem Grundschutz erreicht. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben den Angaben zufolge nun mindestens 58,2 Millionen Menschen bekommen. Eine zusätzliche Boosterspritze zur Auffrischung haben inzwischen mindestens 22,9 Millionen Menschen oder 27,6 Prozent der Bevölkerung erhalten. Frankreich schränkt den Reiseverkehr von und nach Großbritannien erheblich ein. Zur Begründung verweist die Regierung auf die rasant steigenden Corona-Fallzahlen in Großbritannien im Zuge des Auftauchens der Omikron-Variante. Von Frankreich nach Großbritannien dürfen demnach nur noch britische Staatsangehörige reisen, die auf dem Weg nach Hause seien. Ausnahmen gelten zudem für Lkw-Fahrer sowie für Menschen, die zur Bestattung eines nahen Verwandten oder etwa aus medizinischen Gründen nach Großbritannien müssten. Nach Frankreich einreisen dürfen nur noch französische Staatsangehörige oder Ausländer mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung sowie Menschen, die wichtige Arbeit verrichten oder Zwischenstopps einlegen, die höchstens 24 Stunden dauern. Voraussetzung für die Einreise aus Großbritannien ist außerdem ein negativer PCR-Test oder ein Antigen-Test, der nicht älter als 24 Stunden ist. Nach der Einreise besteht eine siebentägige Pflicht zur Selbstquarantäne, die nach 48 Stunden beendet werden kann, wenn ein in Frankreich gemachter Test negativ ausfällt. Bis Silvester müssen in Nordrhein-Westfalen laut Regierung noch rund 1,1 Millionen Auffrischungsimpfungen angeboten werden, um das bundesweite 30-Millionen-Ziel zu erreichen. Das gab NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag in einer Aktuellen Stunde des Düsseldorfer Landtags bekannt. Wie weit die vorhandenen Dosen auch im kommenden Jahr für Auffrischungsimpfungen reichten, könne er noch nicht abschließend sagen, sagte Laumann. Sobald er verlässliche Zahlen aus den derzeit häufig tagenden Gesundheitsministerkonferenzen für Januar habe, werde er das Parlament informieren. "Ich wünsche mir sehr, dass man es so hinkriegt, dass der Impf-Turbo nicht durch zu wenig Impfstoff wieder gedrosselt werden muss." Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich für Fehler im Corona-Pandemiemanagement entschuldigt, die er persönlich zu verantworten habe. Er bitte dafür um Verzeihung, sagte Ramelow am Donnerstag im Landtag in einer Regierungserklärung, in der es vor allem um die Folgen und die Eindämmung der Corona-Pandemie ging. Konkrete Fehler nannte Ramelow nicht, er verwies aber auf die Kurzlebigkeit von Informationen, auf deren Basis Entscheidungen zur Eindämmung der hohen Infektionszahlen getroffen werden mussten. "Manche Erkenntnis überdauerte den Tag nicht." Ramelow warb für Gemeinsamkeit und Solidarität der Thüringer bei der Bewältigung der Corona-Krise. Eine Mehrheit der Menschen im Freistaat stehe dafür, auch wenn viele angesichts der Dauer der Pandemie müde und auch wütend seien. Nach Razzien bei radikalisierten Impfgegnern hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) ein konsequentes Vorgehen der Sicherheitsbehörden gefordert und vor einer Gewalteskalation gewarnt. "Auf Gedanken folgen Worte und auf Worte folgen Taten", sagte er am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Das habe die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt. Umso mehr komme es jetzt darauf an, dass der Staat einschreitet. "Es darf nicht passieren, dass man das, was dort verbal passiert, nicht ernst nimmt", warnte Pistorius. Was in Chats geäußert werde, dürfe nicht auf die leichte Schulter genommen werden. In diesem Zusammenhang erneuerte der Innenminister auch seine Forderung nach einem Vertriebsstopp der Telegram-App durch die Großkonzerne Apple und Google. Ziel sei es, das Geschäftsmodell von Telegram infrage zu stellen und den Zugang zum Messengerdienst zu erschweren. Das könne keine abschließende Maßnahme sein, sagte Pistorius. Telegram an sich sei nicht das Problem. Zum Problem werde die Anwendung nur, wenn sich der Anbieter nicht an die Gesetze halte. Die EU hat sich die Lieferung von einer halben Million Einheiten neuentwickelter Covid-Medikamente auf Antikörperbasis gesichert. Die "Augsburger Allgemeine" berichtete, dass die EU-Kommission Verträge mit drei Pharmakonzernen über die Lieferung von Therapeutika mit sogenannten monoklonalen Antikörpern geschlossen habe. Die Zeitung berief sich auf eine Antwort von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Europaabgeordneten Moritz Körner. Monoklonale Antikörper sind künstlich hergestellte Antikörper, die an bestimmte Oberflächenstrukturen des Coronavirus andocken können. Auf diese Weise verringert sich die Fähigkeit des Virus, in menschliche Zellen einzudringen. "Die Verträge sehen die Möglichkeit vor, die Produkte zu kaufen, nachdem sie eine (bedingte) EU-Zulassung oder eine nationale Notfallgenehmigung erhalten haben", erklärte die EU-Kommissarin demnach. Mit dem Hersteller Roche sei die Lieferung von 55.000 Dosen des Mittels "REGN-COV2" vereinbart, mit GlaxoSmithKline 220.000 Dosen des noch nicht zugelassenen Mittels Sotrovimab und mit dem Hersteller Eli Lilly 220.00 Dosen eines Kombinations-Präparats aus Bamlanivimab und Etesevimab. Israel verlängert das Einreiseverbot für Touristen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus um weitere sieben Tage. Damit bleiben die Grenzen für Ausländer bis zum 29. Dezember um Mitternacht geschlossen, wie das Büro von Ministerpräsident Naftali Bennett am Mittwochabend mitteilte. Weiterhin müssen damit auch alle Personen mit Wohnsitz in Israel, die aus einem beliebigen Land zurückkehren - darunter auch geimpfte Israelis – bei der Einreise mindestens drei Tage lang in Quarantäne gehen. Die Omikron-Variante (B.1.1.529) wurde zuerst im südlichen Afrika nachgewiesen worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft sie als "besorgniserregend" ein. Ende November wurden auch in Israel die ersten Fälle von Omikron nachgewiesen. Aktuell sind die Corona-Infektionszahlen in dem Mittelmeerland verhältnismäßig niedrig. Allerdings warnen Experten vor dem Beginn einer neuen Infektionswelle. Weil bei Impfungen gegen das Coronavirus kein oder nicht genug Impfstoff verabreicht worden sein soll, ermittelt die Polizei in Baden-Württemberg gegen eine Arztpraxis. Bei drei Patienten seien trotz einer Erst- und Zweitimpfung keine Antikörper gegen das Coronavirus nachweisbar gewesen, teilte die Polizei in Ravensburg am Mittwoch mit. Für diesen Befund gebe es aus medizinischer Sicht keine nachvollziehbaren Gründe. Es bestehe der Verdacht, dass Patienten ohne ihr Wissen kein oder kein ausreichender Impfstoff gegeben wurde. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Praxis wurde durchsucht. Das Gesundheitsamt schrieb alle Patienten der Praxis an und riet dazu, sich so schnell wie möglich Blut für einen Antikörpertest entnehmen zu lassen. Weitere Einzelheiten teilten die Ermittler nicht mit. In der Debatte um eine Impfpflicht gegen das Coronavirus liegt im Bundestag der Entwurf für einen ersten Antrag vor. Das von mehr als 20 FDP-Abgeordneten unterschriebene Papier spricht sich klar gegen eine solche Pflicht aus. Nach dem Entwurf soll der Bundestag bekräftigen, "dass es in der Bundesrepublik Deutschland keine allgemeine Impfpflicht gegen Sars-CoV-2 geben wird". Der Bundestag verbinde dies "mit dem Appell, dass sich weiter möglichst viele Menschen bestmöglich gegen Covid-19 schützen, indem sie die empfohlenen Angebote einer Coronaschutzimpfung wahrnehmen". Prominentester Unterzeichner des Antragsentwurfs, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, ist Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki. Die Bundesregierung wird darin unter anderem gebeten, "die Anstrengungen unterhalb des Grundrechtseingriffs einer Impfpflicht oder sog. 2G-Maßnahmen zu intensivieren". Vorgeschlagen werden beispielsweise "mehrsprachige Aufklärungs- und Werbespots und eine breite, von relevanten gesellschaftlichen Akteuren wie Kirchen, muslimischen Verbänden, Gewerkschaften, Sportvereinen mit getragene Kampagne für das Impfen". Die Bundesregierung wird ferner dazu angehalten, weitere niedrigschwellige Impfangebote aufrechtzuerhalten und zu intensivieren, etwa Impfaktionen bei Großveranstaltungen oder zu Kernzeiten vor Baumärkten und in Einkaufszentren. Zu prüfen sei zudem das persönliche Anschreiben mit dem Angebot eines Impftermins für jeden Bürger und jede Bürgerin. Der Chef des Weltärztebundes, Frank-Ulrich Montgomery, spricht sich einem Medienbericht zufolge für die Begrenzung der Gewinne von Impfstoff-Herstellern aus. BioNTech habe 375 Millionen Euro vom deutschen Staat bekommen für die Entwicklung eines Impfstoffes, sagt Montgomery dem Sender RTL einer redaktionellen Fassung zufolge. Dann habe der Konzern in den ersten neun Monaten des Jahres einen Gewinn von sieben Milliarden Euro ausgewiesen. "Hier bin ich schon dafür, dass man die Gewinne mit staatlichen Maßnahmen beschränkt oder aber das Geld nutzt, um damit Impfstoff zu kaufen für die armen Menschen in der Welt." Wegen des Anstiegs bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus verschärft Südkorea erneut die Kontakt- und Versammlungsbeschränkungen. Vor allem der Umfang privater Treffen und die Geschäftszeiten im Gastronomiebetrieb sollen landesweit von diesem Wochenende an bis Anfang Januar wieder stärker eingeschränkt werden. Das kündigte das Gesundheitsministerium am Donnerstag an. Unter den neuen Maßnahmen dürfen sich maximal vier Personen privat treffen. Restaurants und Cafés müssen um 21 Uhr schließen. Zudem dürfen dort nur höchstens vier nachweislich geimpfte Gäste zusammensitzen, wenn sie in Gruppen kommen. Auch für Bars, Nachtclubs und andere Unterhaltungseinrichtungen gelten diese Regeln. Kinos und Konzertsäle dürfen eine Stunde später schließen. Wie die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten, wurden am Mittwoch 7.622 Neuinfektionen erfasst. Die Gesamtzahl kletterte demnach auf 544.117. Es seien an einem Tag 989 Schwererkrankte und damit so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie gezählt worden. Die Europäische Union (EU) sichert sich eine halbe Million Einheiten neuentwickelter Covid-Medikamente auf Antikörperbasis. Die EU-Kommission habe konkrete Verträge mit drei Pharmakonzernen über die Lieferung von Therapeutika mit monoklonalen Antikörpern geschlossen, berichtet die Zeitung "Augsburger Allgemeine" aus einer Antwort von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Europaabgeordneten Moritz Körner. Mit dem Hersteller Hoffmann-La Roche sei die Lieferung von 55.000 Dosen des Mittels Regn-Cov2 vereinbart, mit GlaxoSmithKline 220.000 Dosen des noch nicht zugelassenen Medikaments Sotrovimab und mit Eli Lilly 220.00 Dosen eines Kombinations-Präparats aus Bamlanivimab und Etesevimab. Ein niederländisches Gericht hat einem rechtsgerichteten Politiker am Mittwoch untersagt, die Corona-Beschränkungen in den Online-Netzwerken mit dem Holocaust zu vergleichen. Der Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei Forum für Demokratie, Thierry Baudet, hatte bei Twitter geschrieben, dass "die Ungeimpften die neuen Juden" seien. Überlebende des Zweiten Weltkriegs und jüdische Organisationen hatten ihn deshalb verklagt. In einem weiteren Beitrag in den Online-Netzwerken veröffentlichte Baudet das Foto eines niederländischen Jungen, der aufgrund der Corona-Einschränkungen nicht an einer Nikolausfeier teilnehmen konnte. Daneben stellte er das Bild eines jüdischen Jungen in einem polnischen Ghetto zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Das Gericht warf Baudet "Beleidigung von Holocaust-Opfern und deren Angehörigen" vor. Das Recht auf freie Meinungsäußerung sei auch für einen Politiker nicht unbegrenzt, urteilte der Richter einem Bericht der niederländischen Nachrichtenagentur ANP zufolge. Der 38-jährige Politiker muss die entsprechenden Beiträge nun binnen 48 Stunden löschen und darf keine Bilder vom Holocaust mehr in Debatten über niederländische Gesundheitsbeschränkungen einbringen, wie örtliche Medien berichteten. Sollte er sich nicht an das Urteil halten, droht ihm eine tägliche Geldbuße in Höhe von 25.000 Euro. Die Regierung in Paris schließt die Einführung einer Impfpflicht ausdrücklich nicht aus. Dies sei "durchaus möglich", sagt Präsident Emmanuel Macron den Fernsehsendern TF1 und LCI. Gegenwärtig habe dies jedoch keine Priorität. Der britische Premierminister Boris Johnson hat vor einer massiven Welle an Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus in Großbritannien gewarnt. "Die Omikron-Welle schwappt weiterhin durch das ganze Vereinigte Königreich", sagte der konservative Politiker bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street am Mittwochabend. Er bat die Briten fast flehend darum, sich eine Booster-Impfung zu holen. Großbritannien verzeichnete am Mittwoch mit 78.610 Fällen die höchste je innerhalb eines Tages registrierte Zahl an Neuinfektionen. Die Zahl von Fällen mit der Omikron-Variante verdopple sich derzeit in weniger als zwei Tagen, fuhr Johnson fort. Der britische Epidemiologe und Regierungsberater Chris Whitty erwartet, dass in den kommenden Wochen mehrfach die Fallzahl-Rekorde gebrochen werden. Insbesondere in London steige gegenwärtig die Zahl der Einlieferungen ins Krankenhaus, sagt der oberste Mediziner Englands. Wegen der anhaltend kritischen Corona-Lage hat der Mainzer Carneval-Verein (MCV) den Rosenmontagszug am 28. Februar abgesagt. Dies teilte der Präsident des veranstaltenden Vereins am Mittwochabend nach einer Vorstandssitzung mit. "Wir machen keine Züge, weil wir sie nicht machen können", sagte MCV-Präsident ReinhaAuchrd Urban der Deutschen Presse-Agentur. Nach der gegenwärtigen Corona-Verordnung des Landes seien nur 10.000 Zuschauer zugelassen. Auch im Januar und Februar werde nicht mit einer Verordnung gerechnet, die das gemeinsame Feiern von mehreren hunderttausend Menschen ermögliche. In Düsseldorf war der Rosenmontagszug bereits Anfang Dezember verschoben worden, und zwar vom 28. Februar auf den 29. Mai. In Mainz wurde eine solche Verschiebung auf einen Termin nach Aschermittwoch ebenso wie in Köln ausgeschlossen. Zum Kölner Rosenmontagszug gibt es bislang noch keine Entscheidung. Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus beschwört ein internationales Expertengremium für Krisenprävention alle Regierungen der Welt, dringend zu handeln. Statt über mögliche mildere Krankheitsverläufe zu spekulieren, müssten vielmehr umgehend Maßnahmen durchgesetzt werden, um das Vordringen von Omikron zu verlangsamen, forderte der von der Weltbank und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2018 einberufene Ausschuss für weltweite Krisenprävention (GPMB) am Mittwoch in einem Appell. "Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es zu spät sein", heißt es in dem Aufruf. Die rasante Ausbreitung werde vor allem für Gruppierungen und Länder, die begrenzten Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen haben, schwere Folgen haben. Optimistische Erwartungen zur Schwere der durch Omikron verursachten Erkrankung oder zur Wirksamkeit der Impfstoffe basierten auf begrenzten Erkenntnissen, warnen die Experten. "Das spendet falschen Trost und lullt einige Länder ein, die dadurch im Zustand der Untätigkeit verharren." Die Länder müssten umgehend die als effektiv bekannten Maßnahmen durchsetzen, darunter Abstand halten, Maske tragen, Desinfizieren, Lüften, Testen und Isolieren von Betroffenen. Um den Teufelskreis von neuen Varianten, Einschränkungen und Panik zu durchbrechen, müsse mehr in die Erforschung und dezentrale Herstellung von neuen Covid-Medikamenten und -Impfstoffen investiert werden. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt eine Auffrischungsimpfung mit dem Präparat des US-Herstellers Johnson & Johnson mindestens zwei Monate nach der Impfung. Das teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Daten zeigten eine Zunahme von Antikörpern bei Erwachsenen gegen das Coronavirus nach einer Auffrischung mindestens zwei Monate nach der Impfung. Vom Impfstoff von Johnson & Johnson ist im Gegensatz zu den übrigen Präparaten nur eine Dosis notwendig. Über Nebenwirkungen durch diese Booster-Impfung wie etwa die sehr seltenen Fälle von Thrombosen mit Thrombozytopenie sei bislang nichts bekannt. Die EMA werde weiterhin alle Daten zur Wirkung und Sicherheit des Impfstoffs prüfen. Der Johnson-Impfstoff kann nach Ansicht der EMA-Experten auch als Booster nach einer Impfung mit Präparaten der Hersteller Pfizer oder Moderna gegeben werden. Die Entscheidung, wann Booster-Impfungen gegeben werden sollen, treffen nationale Gesundheitsbehörden. Die Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci ist als Delegierte für die Bundesversammlung gewählt worden. Der rheinland-pfälzische Landtag stimmte ihrer Nominierung durch die SPD-Fraktion bei einer Sitzung am Mittwoch in Mainz zu. Türeci habe sich mit ihrem Mann Ugur Sahin mit der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs weltweit einen Namen gemacht, erklärte die SPD-Fraktion zu ihrer Nominierung. Diese stehe stellvertretend für die wichtige Rolle, welche die Wissenschaft in der Bekämpfung der Pandemie spiele. Die Bundesversammlung wählt am 13. Februar 2022 den Bundespräsidenten oder die Bundespräsidentin. Die Versammlung setzt sich aus den 736 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Delegierten zusammen, die von den Landesparlamenten entsandt werden. Die rheinland-pfälzische SPD benannte nach dem Verteilungsschlüssel 15 Mitglieder. Insgesamt werden 37 Delegierte aus Rheinland-Pfalz an der Wahl teilnehmen. Neben Türeci wurden als Delegierte unter anderem Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne), der BASF-Vorstandsvorsitzende Martin Brudermüller und der Pfarrer Jörg Meyrer aus dem von der Flutkatastrophe schwer getroffenem Ahrweiler gewählt. Die Omikron-Variante des Coronavirus dürfte nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC schon innerhalb der ersten beiden Monaten 2022 zur dominierenden Variante in Europa werden. Es werde mit einer weiteren zügigen Zunahme der Omikron-Fallzahlen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gerechnet, schrieb die in Stockholm ansässige Behörde in einer am Mittwoch aktualisierten Risikobewertung. Zum EWR zählen die 27 EU-Staaten, Norwegen, Island und Liechtenstein. Die epidemiologische Lage in der Region sei derzeit weiterhin von hohen Fallzahlen und einer niedrigen, aber langsam ansteigenden Sterberate geprägt, schrieb das ECDC. Noch herrsche die Delta-Variante vor. Omikron werde Modellvorhersagen zufolge aber wahrscheinlich innerhalb der ersten beiden Monate des kommenden Jahres im EWR zur dominanten Variante werden. Abhängig sei dies vom Verbreitungsvorteil im Vergleich zu Delta und dem Grad der sogenannten Immunflucht des Erregers. Es werde als sehr wahrscheinlich betrachtet, dass Omikron zusätzliche Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle verursachen werde. Nach massiver Kritik schränkt die NRW-Landesregierung die Möglichkeit einer Booster-Impfung nur vier Wochen nach der letzten Spritze wieder stark ein. Bei einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus solle "im Regelfall" ein Abstand von mindestens fünf Monaten zur Grundimmunisierung eingehalten werden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Der Mindestabstand von vier Wochen sei in "Einzelfallentscheidungen aufgrund einer medizinischen Indikation" weiterhin möglich. Ein entsprechender Erlass sei an die Landkreise und kreisfreien Städte verschickt worden. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatte noch am Tag zuvor bekräftigt, dass Booster-Impfungen in NRW grundsätzlich nach vier Wochen möglich seien. Experten hatten den Alleingang des Bundeslandes massiv kritisiert. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet, dass die Omikron-Variante des Coronavirus in Europa schon bald vorherrschend sein wird. "Die Wissenschaft sagt uns, dass wir damit rechnen müssen, dass Mitte Januar bereits Omikron die neue dominante Variante in Europa sein wird", sagte von der Leyen am Mittwoch vor dem EU-Parlament in Straßburg. Die neue Variante sei "offensichtlich noch ansteckender" als die bisherigen. Sie sei "besorgt" über die neue Omikron-Variante, sagte die Kommissionschefin: "Wenn man sich die Zeit der Verdopplung der Fälle der Neuinfektionen anschaut, dann sind das gerade zwei bis drei Tage, das ist rasant." Von der Leyen betonte, die EU habe ausreichend Corona-Impfstoff für alle Europäer sowohl für die Grundimmunisierung als auch für die Auffrischungsimpfungen. 62 Millionen Menschen in der EU hätten bereits eine Booster-Impfung erhalten. Die ersten Daten zu Omikron würden zeigen, "dass diese Dreifachimpfung der beste weltweit zurzeit zur Verfügung stehende Schutz gegen Omikron ist", sagte von der Leyen. Weltweit haben sich mehr als 270,83 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 5,61 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die höchsten Zahlen weisen die USA auf. Bei den Ansteckungsfällen folgen Indien, Brasilien und Großbritannien auf die USA. Bei den Todesfällen sind es Brasilien, Russland und Indien. In den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen um mindestens 111.695 binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 50,32 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Gesundheitsbehörden verzeichnen mindestens 1.750 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus, insgesamt sind es damit 803.203. Die USA weisen weltweit die höchsten Infektions- und Todeszahlen auf. Seit Beginn der Pandemie sind in den USA bereits mehr als 800.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Das ging am Dienstagabend (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Die Schwelle von 700.000 Toten war Anfang Oktober überschritten worden. Kein Land weltweit hat mehr Corona-Tote registriert als die Vereinigten Staaten, in denen rund 330 Millionen Menschen leben. Auf Platz zwei steht derzeit Brasilien mit gut 600.000 Toten, dahinter folgt Indien mit fast 500.000 Opfern. In Mexiko und Russland sind es nach offiziellen Zahlen jeweils rund 300.000 Tote. Experten gehen allerdings in allen Ländern von höheren Dunkelziffern aus, denn viele Todesfälle und Corona-Infektionen werden den Behörden gar nicht gemeldet. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in den USA seit Beginn der Pandemie hatte erst am Montag die Schwelle von 50 Millionen überschritten. Aktuell werden dort pro Tag rund 120.000 Neuansteckungen gemeldet, fast ausschließlich mit der Delta-Variante. Jeden Tag sterben dem CDC zufolge im Durchschnitt rund 1.100 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek, rechnet, dass die Entwicklung eines an die neue Omikron-Variante des Coronavirus angepassten Impfstoffs noch wenige Monate dauern wird. "Die Hersteller der mRNA-Impfstoffe (Biontech und Moderna) haben signalisiert, dass sie in der Lage wären, innerhalb von sechs Wochen eine Stammanpassung umzusetzen und dann innerhalb von wenigen Wochen Millionen Dosen herstellen zu können", sagte Cichutek der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Drei bis vier Monate erscheinen durchaus realistisch bei mRNA-, vielleicht auch bei Vektor-Impfstoffen, deren Originalimpfstoff bereits zugelassen ist." Die Zulassung der neuen Impfstoffe soll dann vergleichsweise schnell gehen: "Wenn die Anträge für variante Covid-Impfstoffe vollständig sind, kann der Ausschuss für Human-Arzneimittel bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), in dem das Paul-Ehrlich-Institut vertreten ist, innerhalb weniger Tage darüber entscheiden", sagte der PEI-Präsident der "NOZ". Der rechtliche Rahmen für solche angepassten Impfstoffe sei "bereits gesteckt". Wenn die Änderungen im Vergleich zum ursprünglichen Impfstoff nur gering sind, "dann ist in der EU dazu nur eine kleine klinische Prüfung erforderlich, um die ursprüngliche Zulassung umzustellen", erläuterte Cichutek. Geprüft würden in so einem Fall die Umstellungen im genetischen Material und im Herstellungsprozess. Außerdem werde an einer "geringeren Anzahl freiwillig und nach informierter Zustimmung teilnehmender Probanden" getestet, ob der angepasste Impfstoff eine "vergleichbar gute Immunreaktion auslöst", sagte er. Das britische Unterhaus hat gegen großen Widerstand in den eigenen Reihen einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen zur Bekämpfung der hochansteckenden Omikron-Variante zugestimmt. Die Abgeordneten stimmten am Dienstagabend nach einer emotionalen Debatte mit einer Mehrheit für die Maßnahmen, die eine Verschärfung der Maskenpflicht sowie die besonders umstrittenen 3-G-Nachweise für Nachtclubs und Großveranstaltungen vorsehen. Außerdem lässt die britische Regierung in der Nacht zu Mittwoch das wegen der Omikron-Variante verhängte Einreiseverbot für elf afrikanische Staaten fallen. Dies gelte für Südafrika und zehn weitere afrikanische Staaten, darunter Nigeria, erläuterte Gesundheitsminister Sajid Javid. Die Beschränkung sei nun "weniger wirksam" im Kampf gegen die Ausbreitung von Omikron, da die Variante des Coronavirus inzwischen in Großbritannien sehr verbreitet sei. Ab Mittwoch 5 Uhr (MEZ) stünden die elf Staaten nicht mehr auf der "Roten Liste", erklärte Javid. Bislang durften Reisende aus diesen Ländern nur nach Großbritannien einreisen, wenn sie die britische oder irische Staatsbürgerschaft oder ein Aufenthaltsrecht im Vereinigten Königreich haben. Nach ihrer Ankunft mussten sie sich zudem in Hotels in Quarantäne begeben. Der US-Pharmakonzern Pfizer sieht die hohe Wirksamkeit seiner Anti-Corona-Pille nach einer finalen Auswertung der klinischen Studie bestätigt. Demnach zeigte die Tablette eine Wirksamkeit von fast 90 Prozent bei der Vorbeugung von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Hochrisiko-Patienten, wie Pfizer am Dienstag mitteilte. Jüngste Labortests deuteten zudem darauf hin, dass das Medikament seine Wirksamkeit auch gegen die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus beibehält. Pfizer hatte im November vorläufige Studienergebnisse veröffentlicht, wonach die Pille im Vergleich zu einem Placebo zu 89 Prozent wirksam bei der Verhinderung von Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen war. Die Zwischenergebnisse basierten auf Daten von rund 1.200 Personen, die endgültigen Ergebnisse umfassen weitere 1.000 Probanden. Keiner der Studienteilnehmer, die die Pfizer-Behandlung erhielten, verstarb – verglichen mit zwölf Todesfällen unter denen, die das Placebo einnahmen. Der Pharmakonzern legte auch erste Daten aus einer zweiten klinischen Studie vor, die zeigten, dass die Behandlung die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei rund 600 Erwachsenen mit einem normalen Risiko bei einer Infektion um etwa 70 Prozent reduzierte. "Wir sprechen hier von einer unglaublichen Anzahl von geretteten Leben und verhinderten Krankenhausaufenthalten. Und natürlich können wir die Übertragung drastisch reduzieren, wenn wir dieses Mittel schnell nach der Infektion einsetzen", sagte Pfizer-Forschungschef Mikael Dolsten. Im November sind in Deutschland 20 Prozent mehr Menschen gestorben als im Mittel der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat. Das geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor, die das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden veröffentlichte. Ein Vergleich der Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut gemeldeten Covid-19-Todesfälle ist dem Amt zufolge nur bis einschließlich 21. November möglich. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen in der betreffenden Woche 23 Prozent über dem Schnitt. Die beim RKI gemeldeten Covid-Toten erklären dem Amt zufolge den Anstieg nur zum Teil. Es seien mehrere Ursachen denkbar, schreiben die Statistiker. So könnten unerkannte Covid-19-Todesfälle, zeitliche Verschiebungen von Sterbefällen nach dem Ausfall der Grippewelle oder Folgen verschobener Operationen und Vorsorgeuntersuchungen eine Rolle spielen. Auf Länderebene lassen sich die Sterbefallzahlen erst bis zur 45. Kalenderwoche (8. bis 14. November) abbilden. Am höchsten war die Abweichung in Thüringen (plus 43 Prozent), Sachsen (plus 37 Prozent) und Bayern (plus 30 Prozent). "Die Befunde zur Übersterblichkeit sind damit in den Bundesländern am deutlichsten, in denen auch das Infektionsgeschehen in den vorangegangenen Wochen am höchsten war", teilen die Statistiker mit. In Thüringen, Sachsen und Bayern erklären die bislang beim RKI gemeldeten Covid-19-Todesfälle jedoch nur ungefähr die Hälfte des Anstiegs der Sterbefallzahlen in der 45. Kalenderwoche. Brandenburg führt wegen der steigenden Belastung der Krankenhäuser teils schärfere Corona-Regeln ein als von Bund und Ländern vereinbart. Clubs und Diskotheken werden ab Mittwoch unabhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen geschlossen. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in Potsdam. Bars müssen nicht zumachen, wenn dort nicht getanzt wird. Für private Treffen gilt eine Obergrenze von 50 Menschen drinnen und 200 Menschen draußen – jeweils nur geimpft oder genesen, unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz. Großveranstaltungen wie Bundesliga-Spiele oder Konzerte mit mehr als 1.000 Besucherinnen und Besuchern sind künftig verboten. Die 2G-Regel mit Zutritt für Geimpfte und Genesene im Einzelhandel, in Gaststätten, Theatern und Kinos gilt weiter, wird allerdings um eine Maskenpflicht erweitert. Maske muss auch in Bahnhöfen und Flughäfen getragen werden. Von 2G sind Kinder unter 14 Jahren künftig ausgenommen, bisher waren es Kinder unter 12 Jahren. Für Versammlungen gilt ab Mittwoch im Freien eine Obergrenze von 1000 Teilnehmern – bei Maskenpflicht und Mindestabstand; drinnen darf die jeweilige Kapazitätsgrenze nur bei Einhaltung des Mindestabstands ausgeschöpft werden. Für Verstöße gegen Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht bei Demonstrationen drohen Bußgelder bis zu 500 Euro. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte in Hotspot-Regionen wird verlängert. Die neuen Regeln sind zunächst bis 11. Januar in Kraft. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) appellierte an die Verantwortung aller Bürger, den Menschen auf den Intensivstationen beizustehen, die um ihr Leben kämpfende Patienten helfen. "Ich persönlich fürchte, dass diese Herausforderungen in den kommenden Tagen und Wochen noch deutlich größer werden." Die Lage in den Krankenhäusern wird jeden Tag angespannter. Der Anteil der Covid-19-Patientinnen und -Patienten an den Intensivbetten im Land stieg auf 28,3 Prozent. Geimpfte, die eine Auffrischungsdosis bekommen haben, sind in Bayern künftig in weiten Bereichen von zusätzlichen Testpflichten befreit. In Bereichen, in denen Zugangsregeln nach dem Modell 2G plus gelten (gegen Corona geimpft oder genesen und zusätzlich getestet) entfällt nach dem sogenannten Booster also der verpflichtende zusätzliche Test. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend sagte. Die Booster-Impfung ersetze den Test, sagte er. Greifen solle dies 15 Tage nach der Auffrischungsimpfung. Ausgenommen seien aber etwa Alten- und Pflegeheime - dort bleibt es also weiter bei der Testpflicht. An Dienstagnachmittag wollten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern dies auch bundeseinheitlich so beschließen – konkret umsetzen müssen es aber die Länder. Einzelne Bundesländer verfahren bereits so. Der Karneval kann nach den Worten von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) wegen der Corona-Pandemie auch in dieser Saison nicht wie gewohnt stattfinden. Veranstaltungen, bei denen sich viele Menschen in engen Innenräumen begegneten, seien in den nächsten Monaten nicht verantwortbar, sagte Wüst am Dienstag nach einem Gespräch mit Vertretern des organisierten Karnevals. Dies gelte etwa für Karnevalsbälle, Partyformate und gesellige Karnevalssitzungen, bei denen Abstandsgebote und Maskenpflicht nur schwerlich umsetzbar seien. Deshalb hätten die Karnevalsvertreter freiwillig zugesagt, auf solche Veranstaltungen zu verzichten. Eine Booster-Impfung schon nach vier Wochen macht aus Sicht von Immunologen wenig Sinn. In Nordrhein-Westfalen ist eine dritte Impfung gegen das Coronavirus nach einem Erlass der Landesregierung künftig wohl bereits nach einem Monat möglich. Manche Politiker fordern bereits, diesen Weg auszuweiten. Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie sieht das kritisch: Vier Wochen nach der Zweitimpfung seien bestimmte immunologische Prozesse noch nicht abgeschlossen. Der Booster wirke dann viel schlechter. "Die Politik hat hier zwei Dinge vermischt, die nicht vermischt werden dürfen", sagte Prof. Carsten Watzl (Dortmund), Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der Deutschen Presse-Agentur. Das eine ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, manche Menschen schon nach vier Wochen zu boostern. "Das bezieht sich aber nur auf Menschen mit geschwächtem Immunsystem, die auf die ersten beiden Impfungen nicht oder kaum reagiert haben", erklärte der Immunologe. "Mit der dritten Impfung wird deren Immunität nicht geboostert – ich muss sie erst einmal herstellen." Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich für eine Reform der Stiko aus. Man müsse darüber nachdenken, sagt der CSU-Chef. Die Kommission müsse mit mehr Personal und mit effizienteren Strukturen ausgestattet werden, um Impf-Empfehlungen in und vor der Welle zu haben und nicht auf eine nachlaufende Datenlage zu warten. Thüringen ist weiterhin das Bundesland mit der höchsten Corona-Inzidenz in Deutschland. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Das RKI gab den Wert am Dienstag mit 984,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und sieben Tage an. Im Nachbarbundesland Sachsen lag der Wert bei 916,9. Bundesweit wurde die Inzidenz mit 375 angegeben. In Thüringen wurden innerhalb eines Tages 2.134 neue Ansteckungen mit dem SARS-CoV-2-Virus und 32 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion gemeldet. Sechs der zehn Landkreise mit der höchsten Corona-Inzidenz bundesweit lagen dem RKI-Dashboard zufolge in Thüringen. Für den Landkreis Hildburghausen wurde ein Wert von 1442,2 ausgewiesen – nirgendwo in Deutschland gab es höhere Werte. Im öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen wird die Polizei am Donnerstag verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln kontrollieren. Vorgeschrieben sind die Beschränkung auf Geimpfte, Genesene und Getestete nach der 3G-Regel sowie die Maskenpflicht. Bei schwerwiegenden Verstößen drohten hohe Bußgelder, kündigte das Innenministerium in Hannover am Dienstag an. "Leider kommt es in Bussen und Bahnen weiterhin zu Verstößen und sogar aggressivem Verhalten gegenüber dem kontrollierenden Zugpersonal", erklärte Innenminister Boris Pistorius (SPD). "Es ist nicht hinzunehmen, dass einige wenige sich nach wie vor weigern, sich an die so wichtigen Hygienemaßnahmen zu halten." Das Land NRW hat seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie weit über 100 Millionen Schnell-Tests gekauft, die zwischen 59 Cent und 14,63 Euro pro Stück gekostet haben. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD im Landtag hervor. Demnach seien die Preise von "marktüblichen Einflussfaktoren" wie der Verfügbarkeit abhängig gewesen. Wann und bei wem man fast 15 Euro pro Test bezahlt hat, sagt die Regierung nicht - dies unterliege dem Geschäftsgeheimnis. In dem Bericht an den Landtag werden rund 70 Lieferanten aufgezählt. Darunter Apotheken, bei denen man 50 oder 60 Tests erwarb – aber auch Siemens Healthcare mit fast 94 Millionen Stück. Das Unternehmen liefert bis Jahresende die Schnell-Tests für weiterführende Schulen. Die Omikron-Variante des Coronavirus wird sich nach Einschätzung der niedersächsischen Gesundheitsministerin auch in Deutschland schnell ausbreiten. "Wir gehen davon aus (.), dass wir im Grunde Ende Januar, Anfang Februar Omikron schon als vorherrschende Variante in Deutschland haben werden", sagte Daniela Behrens (SPD) am Dienstagmorgen im Gesundheitsausschuss des Landtags in Hannover. Die Variante verbreite sich "rasend schnell". Behrens betonte, dass die eingesetzten Impfstoffe auch gegen Omikron wirkten. Unklar sei aber noch, ob die Intensität von zwei Impfungen für die Immunantwort ausreiche. Die Ministerin erklärte zudem, dass die in Niedersachsen geplante Weihnachtsruhe vor allem zur Eindämmung der Omikron-Variante gedacht sei. Die Landesregierung verschärft von Heiligabend bis zum 2. Januar die Corona-Regeln – unabhängig von den dann aktuellen Indikatoren zur Corona-Lage. Damit geht das Land einen Sonderweg. Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) hält die Debatte über eine generelle Impfpflicht auch für Kinder noch für verfrüht. "Die Debatte halte ich im Moment, ehrlich gesagt, noch für verfrüht, denn jetzt fangen wir erst mal mit dem Impfen an", sagte Spiegel am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die große Resonanz zum Start der Kinderimpfungen für Fünf- bis Elfjährige zeige, dass man damit einen Nerv treffe und es viele Familien ausdrücklich teilten, dass es wichtig sei, ihre Kinder impfen zu lassen. "Ich im Übrigen auch." Das Bundesgesundheitsministerium will Einreisenden aus Virusvarianten-Gebieten künftig vorschreiben, dass sie zusätzlich zu einem Corona-Test vor Abflug auch noch nach Ankunft in Deutschland einen PCR-Test machen müssen. "Die betroffenen Einreisenden müssen sich bis zum Vorliegen des Ergebnisses unmittelbar in Quarantäne begeben", heißt es in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf für die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern. Im Kampf gegen Omikron kündigt Norwegen schärfere Maßnahmen wie ein Verbot des Alkoholausschanks in Bars und Gaststätten an. Wer von zu Hause aus arbeiten könne, müsse dies tun, kündigt Ministerpräsident Jonas Gahr Störe weiter an. Er gibt zudem Einschränkungen etwa für Turnhallen und Schwimmbäder bekannt. "Für viele wird sich dies wie ein Lockdown anfühlen, wenn nicht der Gesellschaft, so doch für ihr Leben und ihre Existenzgrundlage", sagt er. Kalifornien will wieder die Maskenpflicht in allen öffentlichen Innenräumen einführen. Grund seien die steigenden Corona-Zahlen, die von der neuen Omikron-Variante angetrieben würden, gibt Gesundheitsminister Mark Ghaly bekannt. Die Maßnahme gelte ab Mittwoch. Sie solle einen Monat dauern. Der US-Arzneimittelhersteller setzt für die Produktion seiner mRNA-Impfstoffe neben den USA und Europa nun auch auf den Standort Australien. "Mit dieser neuen Partnerschaft bauen wir unsere Unabhängigkeit zur Herstellung dieser Impfstoffe hier in Australien auf", sagte der australische Ministerpräsident Scott Morrison in Melbourne. Die Anlage im Bundesstaat Victoria werde ab 2024 voraussichtlich bis zu 100 Millionen mRNA-Impfeinheiten pro Jahr produzieren. Morrison nannte keine finanziellen Einzelheiten. Australische Medien berichteten, dass der Deal mit umgerechnet etwa 1,26 Milliarden Euro (zwei Millionen australische Dollar) beziffert wird. Die mRNA-Technologie kommt bei den Covid-19 -Impfstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer zum Einsatz, kann aber auch zur Herstellung von Vakzinen gegen andere Atemwegserkrankungen und die saisonale Grippe verwendet werden. Pharmaunternehmen sehen auch bei der Behandlung von Krebs Fortschritte durch mRNA-Impfstoffe. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat die Organisation der Corona-Impfkampagne für Kinder ab fünf Jahren scharf kritisiert. "Die niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte erhalten erst am 10. Januar wieder neuen Impfstoff. Dabei könnten wir bereits in der Woche davor schon mit der zweiten Dosis beginnen", sagte der Sprecher des BVKJ Nordrhein, Axel Gerschlauer, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Durch schlechte Organisation werden ausgerechnet Kinder- und Jugendärzte benachteiligt, die sich besonders um vorerkrankte Kinder kümmern sollen", sagte Gerschlauer weiter. Zugleich sei der Andrang groß: "Fast alle Eltern sprechen mich darauf an", sagte der Kinderarzt. "Durch Omikron ist die Verunsicherung noch größer geworden." Das gleiche schlechte Bild biete sich beim Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren: "Die Lieferungen sind weiterhin ein Lotteriespiel. Es ist stets eine Überraschung, wie viel man bekommt", sagte der BVKJ-Sprecher der "Rheinischen Post". Er forderte, den Impfstoff von Biontech den Jüngeren zu überlassen, "weil Moderna erst ab 30 Jahren geimpft werden darf. Da ist Solidarität der Großen schon sinnvoll." Vor der ersten Beratung eines Corona-Expertengremiums hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Bedeutung des Austausches mit Wissenschaftlern hervorgehoben. "Politik in der Pandemie braucht wissenschaftliche Beratung", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". "Der stärkere Einbezug der Wissenschaft wird meine Arbeit prägen. Der Austausch mit den früheren Kolleginnen und Kollegen wird Basis meines Krisenmanagements und der gesamten Bundesregierung sein." Gerade in dieser schwierigen Phase komme der Einschätzung des Expertenrates eine ganz zentrale Rolle zu. "Um politisch entscheidungsfähig zu sein, werden wir unter anderem darüber diskutieren, wie gefährlich die neue Omikron-Variante ist, wie stark Boostern hilft und wie wir die aktuelle Welle weiter brechen", sagte Lauterbach weiter. Irland meldet einen Anstieg von Infektionen mit der Omikron-Variante. Die Virus-Mutante sei derzeit wahrscheinlich für elf Prozent der neuen Covid-19-Fälle in Irland verantwortlich, teilen die Gesundheitsbehörden des Landes mit. Sie prognostizieren einen "sehr schnellen Anstieg" der Omikron-Infektionen in den kommenden Tagen. Die Gesundheitsämter in Deutschland kommen laut der Verbandschefin der Amtsärzte wieder etwas besser mit dem Übermitteln von Corona-Nachweisen hinterher. "Ich gehe davon aus, dass sich die Meldedaten im Vergleich zu vor zwei Wochen verbessert haben", sagte die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert. In vielen Ämtern werde das Personal nun nur noch dafür eingesetzt, eingehende Infektionsmeldungen zu bearbeiten, dafür gebe es weniger Kontaktnachverfolgung. Auch die Unterstützung durch Bundeswehrsoldaten vielerorts habe die Lage entspannt. Es sei nach wie vor schwierig zu beurteilen, ob es einen echten Rückgang bei den Neuinfektionen gebe oder ob die Werte weiterhin stark von einer Untererfassung der nachgewiesenen Infektionen geprägt seien, sagte Teichert. "Vermutlich ist beides der Fall." Die Belastung der Gesundheitsämter sei nach wie vor flächendeckend hoch – auch in den Bundesländern mit vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen. Teichert weist darauf hin, dass lange Zeit eine Inzidenz von 50 als Obergrenze für die Belastbarkeit der Gesundheitsämter galt. Aktuell liegen selbst Bundesländer mit vergleichsweise niedrigen Inzidenzen bei einem Wert von weit über 100.

 

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Die Frau mit den riesentraurigen Augen

A ls sie zehn Jahre alt war, schrieb sie eine Geschichte über eine Frau, die Selbstmord beging, indem sie einfach immer weiter ins Meer hineinging. Dabei hatte sie ein Problem: Sie wusste nicht, wie sich das anfühlte. Wenn sie das aber nicht wusste – wie konnte sie dann darüber schreiben? Also probierte sie es aus. Bei diesem Selbstexperiment ertrank sie beinahe. Keiner von den Erwachsenen merkte etwas; „ich glaube, sie spielten Karten“, erzählte sie später. Es ist gut, dass Joan Didion damals nicht ertrunken ist, wir wären sonst um ein gutes Dutzend hellsichtiger Reportagen ärmer, die das Tohuwabohu der Sechzigerjahre beschreiben — und ein Buch über Trauer, das vielleicht das Beste ist, was je zu diesem Thema geschrieben wurde. Mehr dazu später. Joan Didion wurde 1934 in Sacramento geboren, als Kalifornien noch nicht das Utopia aller amerikanischen Linken war. Ihr Vater war bei der Luftwaffe. Die Folge: Ihre Familie führte ein unstetes Leben, zog von einem Ort zum anderen. Sie war ein nervöses Kind; sie hatte häufig Kopfschmerzen. Dass sie Schriftstellerin werden wollte, wusste sie seit sie fünf Jahre alt war — damals fing sie an, ein Notizbuch zu führen. Sie hatte zwei Lehrmeister, die sie nie traf: Ernest Hemingway und Henry James. Aus ihren Büchern lernte sie, dass es auf Sätze ankommt. Sonst nichts. Sätze müssen gut sein, der Rest ist eigentlich egal. Als junge Frau arbeitete sie eine Zeitlang für das „Vogue“-Magazin. Mit 29 erschien ihr erster Roman, der heute mit Recht vergessen ist. Im selben Jahr traf sie John Gregory Dunne, einen Literaturkritiker, den sie heiratete; mit ihm zusammen adoptierte sie ihre Tochter Quintana. 1968 erschien ihre Essaysammlung „Slouching Towards Bethlehem“. Didion beschrieb dort die jungen Hippies, die sich in Haight-Ashbury versammelt hatten, einem Viertel von San Francisco. Die Essaysammlung machte Didion auf einen Schlag berühmt. Vielleicht stammte die besondere Kraft ihrer Beobachtungen daher, dass sie keineswegs als Insidern schrieb (noch vier Jahre zuvor hatte sie bei den Präsidentschaftswahlen den erzkonservativen Barry Goldwater unterstützt); trotzdem war ihr Blick auf die Hippies, die ohne Kompass durchs Lieben trieben, nicht ohne Erbarmen. Sie selber beschrieb das Geheimnis ihres Erfolges so: „Mein einziger Vorteil als Reporter ist, dass ich so klein bin, von meinem Temperament her so unaufdringlich und dermaßen neurotisch undeutlich, dass die Leute dazu neigen zu vergessen, dass meine Gegenwart ihren besten Interessen widerspricht. Und das tut sie immer.“ 1979 erschien ihre Essaysammlung „The White Album“, eine Mischung von Reportagen und autobiografischen Skizzen. Joan Didion schrieb über eine Parteiversammlung der „Black Panthers“, Drogenerlebnisse, eine Plattenaufnahme der „Doors“, eine Begegnung mit einer Anhängerin des Massenmörders Charles Manson — aber im Grunde ging es in all diesen Texten immer nur um das eine: Kalifornien. Didion wurde so etwas wie die offizielle Chronistin dieses Bundesstaates. Mit ihren riesentraurigen Augen und ihrem winzig-zarten Körper gehörte sie damals längst zu den wichtigsten Persönlichkeiten der amerikanischen Literaturszene — ein bisschen so wie ihre Kollegin Susan Sontag, nur ganz anders. Zu ihren Freunden zählten Roman Polanski, Janis Joplin, Christopher Isherwood. In den Achtzigerjahren fing Joan Didion an, über amerikanische Politik zu schreiben. Sie war mittlerweile keine Goldwater-Anhängerin mehr, aber sie bewahrte sich ihre Unabhängigkeit. Sie hielt die meisten Journalisten in Washington für Anhänger einer braven Meute, die nur zu bereit waren, allen geschönten Wahrheiten zu glauben, die man ihnen präsentierte. Auch in der Zeit der Clinton-Affäre behielt sie einen kühlen Kopf. Die meisten amerikanischen Linken hielten Präsident Clinton für ein Opfer einer konservativen Verschwörung; eine gestandene Feministin äußerte damals, sie sei bereit, vor Bill Clinton in die Knie zu gehen und ihm zu Diensten zu sein, solange er nur das Recht auf Abtreibung verteidige. Nichts davon bei Joan Didion, sie schrieb: „Niemand, der je eine amerikanische High School erlebt und 1992 die Wahlkampagne von William Jefferson Clinton beobachtet hat, konnte die vertraute Raubtiersexualität eines Teenagers aus der Provinz übersehen.“ In ihrer Essaysammlung „The White Album“ steht Joan Didions vielleicht berühmtester Satz: „Wir erzählen uns Geschichten, um zu leben.“ Wie furchtbar wahr dieser Satz ist, erlebte sie 2003, als ihr Mann starb. Besonders entsetzlich wurde dieser Tod dadurch, dass gleichzeitig ihre Tochter schwer krank wurde und mit einem septischen Schock im Krankenhaus lag. Zwei Jahre danach schrieb Didion darüber ihr Buch „The Year of Magical Thinking“ — ein Buch, in dem sie sich selber mit titanenhafter Kühle beim Trauern zuschaut. „Magisches Denken“ bescheinigte die Autorin sich, weil sie sinnlose Handlungen vollführte, die nur einen Zweck hatten: Sie sollen die Götter bzw. das Universum gnädig stimmen. So behielt sie die Schuhe ihres toten Mannes, weil sie die hoffnungslose Hoffnung hatte, dass er vielleicht doch noch zurückkommen könnte — irgendwie, von irgendwoher. 2005 schlug das Schicksal gleich noch einmal zu: Didions Adoptivtochter Quintana Roo starb — nach vielen Krankheiten — im Alter von 39 Jahren. Jahre später veröffentlichte Didion darüber das Buch „Blue Night“, eine Art Postskriptum zu „The Year of Magical Thinking“. Es handelt vom Mutter-Sein, vom Altern, vor allem aber davon, welche Geschichten es noch gibt, wenn alle Geschichten auserwählt sind. Dann zog sie sich ins Schweigen zurück. Manchmal konnte man sie in teuren Restaurants in Manhattan sehen; ganz fragil, ganz mit ihrem Essen beschäftigt, ganz allein. Dass sie jetzt mitten in der zweiten Seuchenwelle gestorben ist, die New York heimsucht — an den Folgen der Parkinson’schen Krankheit, wie es heißt —, passt zu ihr. Sie wurde 87 Jahre alt.

 

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Corona-Inzidenz in Schleswig-Holstein bleibt konstant

In Schleswig-Holstein sind am Donnerstag 867 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden. Das sind acht Fälle mehr als eine Woche zuvor, als 859 Fälle ermittelt wurden. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Donnerstag bei 163,8 - nach 163,2 am Mittwoch. Eine Woche zuvor hatte sie bei 164,9 gelegen. Die für Corona-Maßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind, sank leicht auf 3,44 - von 3,68 am Vortag. Im Krankenhaus lagen den Angaben zufolge 184 Covid-Patienten, sechs mehr als am Vortag. 56 Covid-19-Schwerkranke wurden auf Intensivstationen betreut - wie auch am Vortag. Es gab drei weitere Corona-Todesfälle, die Zahl der Corona-Toten im Land seit Beginn der Pandemie stieg somit auf 1870. Im Vergleich der Kreise liegt bei der Sieben-Tage-Inzidenz Herzogtum Lauenburg weiter an der Spitze - mit 261,6. Stormarn folgt mit 239,6, danach Flensburg mit 220,2. Den niedrigsten Wert gibt es in Nordfriesland - dort lag er bei 85,0.

 

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Rodel krachte in Sölden gegen Bretterwand: 58-Jähriger verletzt

Sölden – Am Donnerstagvormittag fuhr ein 58-Jähriger auf der Rodelbahn am Gaislachkogel talwärts. In einer Rechtskurve prallte die Rodel gegen eine Bretterwand, die links als Absturzsicherung aufgestellt worden war. Dabei erlitt der Urlauber laut Polizei eine schwere Verletzung an einem Sprunggelenk. Die Pistenrettung versorgte den 58-Jährigen. Anschließend wurde er mit dem Notarzthubschrauber in die MedAlp geflogen. (TT.com)

 

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Omikron und die Folgen weltweit

Das Auftreten der Corona-Omikron-Variante hat die Pandemie-Lage weltweit verschärft. In vielen Ländern ist Omikron schon jetzt vorherrschend. Eine Sondersendung von tagesschau24 dazu können Sie hier noch einmal sehen.

 

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FC Barcelona: Wie es bei Ex-BVB-Star Ousmane Dembélé weiter geht

2017 wechselte Frankreich-Star Ousmane Dembélé (24) für 130 Millionen Euro von Borussia Dortmund zum FC Barcelona. Bei den Katalanen hat der Weltmeister von 2018 noch Vertrag bis 2022. Zuletzt gab es laufend Gerüchte, dass Dembélé Barça verlassen könnte, zahlreiche europäische Top-Klubs wurden mit dem Angreifer in Verbindung gebracht. Doch nun kommt alles wohl ganz anders. Wie die spanische Zeitung „Sport“ schreibt, wird Dembélé in Barcelona bleiben! Schon nächste Woche soll er einen Vertrag über fünf Jahre unterschreiben, so der Bericht. Wie die Zeitung weiter meldet, stimmt der Franzose sogar eine Senkung seines derzeitigen Gehalts zu. Gut für Barcelona: Weil den Klub Milliarden-Schulden drücken, muss er dringend seine laufenden Gehaltskosten minimieren, um auch neue Profis ins Camp Nou zu bekommen. Der neue Barça-Vertrag soll auch der ausdrückliche Wunsch von Dembélé sein. Der habe sich damit gegen seine Agenten durchgesetzt, die ihn bei anderen Vereinen unterbringen wollten, um eine fette Provision zu kassieren. Doch Dembélé zog es vor, zu bleiben, weil ihm die Vorstellungen und Ideen von Barça-Trainer Xavi gefallen hätten. Der hatte sich bereits kürzlich zuversichtlich gezeigt und gesagt: „Er weiß, was er hier hat, und er weiß, was er bekommen wird. Ich sehe ihn als glücklich und zufrieden. Ihm fehlt zwar noch ein Tor, aber er ist ein Spieler, der uns viel gibt. Er macht den Unterschied auf dem Spielfeld aus.“ Nun werden nur noch die Details des neuen Vertrags ausgearbeitet, der nächste Woche bekannt gegeben werden soll.

 

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Der sterbende Glanz und die Sechziger

Obwohl Joan Didion im Verlauf ihres Autorinnendaseins weit davon entfernt war, an den amerikanischen Traum als eine reale Option zu glauben, klingt der Beginn ihrer eigenen Karriere wie die Erfüllung eines solchen Traums. Didion erinnerte sich in der Netflix-Dokumentation, die ihr Neffen Griffin vor ein paar Jahren über sie gedreht hat, wie ihre Mutter ihr eines Tages einige alte Ausgaben der „Vogue“ in die Hand drückte. Darin war ein Wettbewerb für College-Abgänger: innen ausgeschrieben, der Prix de Paris. Erster Preis: ein Job in Paris oder in New York. „Den könntest du gewinnen“, sagte die Mutter, die um die Ambitionen ihrer Tochter wusste, um deren „Vorlieben fürs Extreme, die mich bis ins Erwachsenenleben begleitet hat“. Und tatsächlich: Didion gewann in ihrem Abschlussjahr an der Universität in Berkeley diesen Preis, zog nach New York, wurde „Vogue“-Journalistin. Allerdings schrieb sie als erstes keinen Text über Mode oder die Art sich zu schminken, sondern: über Selbstachtung, über deren Quelle und Macht. „Kalifornien blieb immer undurchschaubar für mich“ Didion blieb zwar bis Mitte der sechziger Jahre bei der Vogue, tat sich aber von Beginn an als außergewöhnliche Essayistin hervor, und das trotz eines frühen Romans über das Farmermilieu von Sacramento, in das sie 1934 hineingeboren wurde. „Run River“, 1963 erschienen, sorgte für nur wenig Aufsehen, und die sechziger Jahre mitsamt ihren tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen nahmen Didion in Folge voll in Anspruch. Sie schrieb über die Hippies in San Francisco, denen sie kritisch gegenüberstand – sie war da schon verheiratet und hatte eine Tochter adoptiert –, über Joan Baez, die Manson Family oder Howard Hughes, um irgendwann festzustellen: „Kalifornien blieb immer undurchschaubar für mich, wie ein ermüdendes Rätsel.“ Ende der siebziger Jahre wurde sie mit ihrer Essaysammlung „Das weiße Album. Eine kalifornische Geisterbeschwörung“ landesweit berühmt, auch über jene Kreise des New Journalism und der intellektuellen Reportage hinaus, die sie mitbegründete und in denen sie sich bewegte. Mit zwei Trauerbüchern weltberühmt Didion hat die Geschichte ihrer Zeit in Form von Reportagen und Essays geschrieben, besser, präziser, stilistisch formvollendeter als mancher Romancier. Doch wie das bei Schriften dieser Art ist, so gut sie sein mögen: Die Zeit geht häufig über sie hinweg, ihre unmittelbare Zeitbezogenheit lassen sie schneller altern. Es wurde ruhiger um Didion, sie arbeitete weiter – und wurde tragischerweise mit zwei Büchern weltberühmt, in denen sie die Tode ihres Mannes John Gregory Dunne und ihrer Tochter Quintana zu verarbeiten suchte. In „Das Jahr des magischen Denkens“ beschrieb sie 2005 die fast dem Wahnsinn nahekommende Trauer nach dem Herztod von Dunne, in einem nüchternen, betont unprosaischen und deshalb umso mehr zu Herzen gehenden Ton. Und „Blaue Stunden", 2011 veröffentlicht, ist ein Buch über Quintana, die im Alter von 39 Jahren verstarb. Aber dieses Buch ist noch mehr: Didion zeichnet darin auch ein Porträt von sich selbst als Mutter – und als alte, 75-jährige Frau, die Alter, Krankheit und Tod reflektiert. Ihr Buch heiße „Blaue Stunden“, so Didion darin, „weil ich mich in der Zeit, als ich es zu schreiben begann, gedanklich immer stärker der Krankheit zugewandt habe, dem Ende des Versprechens, den kürzer werdenden Tagen, der Unausweichlichkeit des Vergehens, dem Sterben des Glanzes. Blaue Stunden sind das Gegenteil sterbenden Glanzes, aber sie sind auch seine Vorboten.“ Nun ist Joan Didion an den Folgen einer Parkinson-Erkrankung in New York gestorben. Sie wurde 87 Jahre alt.

 

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Spiegel will Kündigungsschutz für Eltern nach der Geburt verlängern

Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) will den Kündigungsschutz für Eltern nach der Geburt deutlich verlängern. „Wenn Väter und Mütter in den Beruf zurückkehren, soll ihr besonderer Kündigungsschutz um drei Monate verlängert werden“, sagte die neue Ministerin dem Tagesspiegel. Bis auf wenige Ausnahmen, ist die Kündigung des Beschäftigungsverhältnisses durch den Arbeitgeber bislang bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Entbindung unzulässig. Auf die Gesetzesänderung hatten sich SPD, Grüne und FDP zuvor im Ampel-Koalitionsvertrag geeinigt. „Das nimmt viel Druck von den Familien“, sagte Spiegel dem Tagesspiegel. Die neue Familienministerin sieht in der Verlängerung des Kündigungsschutzes eine von drei zentralen Maßnahmen, um gleichberechtigte Partnerschaften zu ermöglichen. Die Ampel-Parteien haben sich zudem auf die Verlängerung der Partnermonate beim Elterngeld um einen Monat verständigt und wollen außerdem einen zweiwöchigen, bezahlten Urlaub nach der Geburt gesetzlich ermöglichen. „Damit muss man sich diese Zeit nicht mühsam zusammensparen“, sagte Spiegel. Die vierfache Mutter kündigte an, das Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu einem ihrer Schwerpunkte als Ministerin zu machen. „Ich arbeite daran, dass Frauen sich beruflich verwirklichen können.“ Die 41-Jährige appellierte zudem an die Politik, als Vorbild voranzugehen. „Wir tun gut daran, noch stärker zu zeigen, dass wir Politik und Familie miteinander vereinbaren wollen“, sagte Spiegel. Es müsse normal werden, dass man im Parlament auch mal sein Baby mitbringt, so Spiegel weiter. Zu ihrer Zeit als Familienministerin von Rheinland-Pfalz hatte sie ihr viertes Kind einmal in den Bundesrat mitgebracht. „Als ich das gemacht habe, hat das im Bundesrat direkt zu anderen Gesprächen geführt.“

 

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6:2-Sieg: Die Haie gaben in Znojmo eine ganz starke Antwort

Innsbruck – Nach drei Niederlagen in Serie, insbesondere der bitteren 1:5-Heimpleite gegen die Dornbirn Bulldogs, war bei den Innsbrucker Haien vor dem Gastspiel am Donnerstag in Znojmo gewissermaßen Feuer am Dach. Wie man den Kopf wieder aus der Schlinge zieht, bewiesen die Tiroler dann am Vorweihnachtsabend aber mit einem furiosen 6:2-Auswärtssieg, der nur die Hausherren entnervte. Nach einem 0:2-Rückstand nach Toren von Zach Magwood und Joel Messner musste Znojmo-Goalie Dominik Groh schon nach knapp zehn Minuten das Eis räumen, nach zwei weiteren Toren von Daniel Leavens entlud sich der Frust bei den Gastgebern mit einer unnötigen Attacke am Torschützen, die ein Handgemenge zur Folge hatte. Sobald Sie den Beitrag laden, werden Daten zwischen Ihrem Browser und Facebook (Datenschutz) ausgetauscht. Durch Klick auf "Zustimmen und Anzeigen" werden alle Drittanbieter-Inhalte künftig automatisch geladen. Sie können diese Funktion später jederzeit wieder deaktivieren. Die Haie, am Donnerstag mit einem starken Rene Swette (92 Prozent Fangquote) im Tor, ließen sich aber nicht aus der Ruhe bringen und fuhren nach weiteren Treffern von Magwood und Topscorer Tim McGauley einen blitzsauberen 6:2-Sieg ein, der vor dem Heimspiel gegen Tabellenführer Salzburg (26.12., 17.30 Uhr) vorerst in der Tabelle Platz fünf bedeutet. „Die Jungs waren nach dem Dornbirn-Match sehr enttäuscht und haben eine großartige Reaktion gezeigt. Wir hatten eine gute Kommunikation, ein besseres Powerplay und einen starken Swette“, lobte Cheftrainer Mitch O’Keefe sein Team, das er in der Offensive mit neuen Linien agieren ließ. Der Wermutstropfen am gestrigen Abend betraf Antonin Boruta: Der Haie-Verteidiger zog sich bei seinem Ex-Club eine Schulterverletzung zu und wird den Innsbruckern einige Zeit lang fehlen. Nach zwei freien Tagen und dem verdienten Weihnachtsschmaus wollen die Haie am Sonntag zuhause die Bullen ärgern. (lex) Jetzt eine von drei Tourenrodel oder Lunch-Set gewinnen TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung Znojmo – HC Innsbruck 2:6 (0:3, 1:1, 1:2). Tore: Eriksson (39.), Prokes (44.) bzw. Magwood (8., 43.), Messner (10./PP). Leavens (19./PP, 32.), McGauley (58.).

 

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Ein großer Hund mit großem Herz sorgt für Chaos

In „Clifford der große rote Hund“ erleben Emily, ihr tollpatischer Onkel und Clifford coole Abenteuer. Aber Clifford gerät auch in Gefahr. Der tierische Held einer amerikanischen Zeichentrickserie erlebt seine Abenteuer nun auch auf der Leinwand. Die 12-jährige Emily Elizabeth Howard lebt in der Großstadt New York und ist nicht so recht glücklich. Als sie aber vom geheimnisvollen Tierretter Mr. Bridwell einen kleinen roten Welpen geschenkt bekommt, ändert sich ihr Leben von Grund auf. Clifford, wie Emily ihren neuen tierischen Freund nennt, bleibt nämlich nicht so klein - er wächst und wächst und sorgt bald nicht mehr nur für Chaos in Emilys Wohnung, sondern in der ganzen Stadt. Was kann sie nur tun, um ihren geliebten Clifford bei sich zu behalten, platzt doch die „Hütte“ aus allen Nähten? Während ihre Mama geschäftlich unterwegs ist, begeben sich Emily und ihr tollpatschiger Onkel Casey gemeinsam auf eine Reise, auf er sie die aufregendsten und coolsten Abenteuer erleben und Clifford zeigt der Welt, was es heißt, ein großes Herz zu haben. Doch der Riesenhund ist auch in Gefahr, denn er weckt das Interesse von Zack Tieran, der bisher erfolglos an einem Wachstumsmittel geforscht hat. Wir verlosen 5 x 2 Karten für den Kinofilm „Clifford der große rote Hund“ (Datum und Kino eurer Wahl). Einsendeschluss ist der 2. Jänner. Die Gewinner werden schriftlich verständigt. Teilnahme hier: Jetzt eine von drei Tourenrodel oder Lunch-Set gewinnen TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung

 

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Islamwissenschaftlerin: „Selbst gläubige Muslime freuen sich über Weihnachten“

Lamya Kaddor (43) wuchs als Tochter syrischer Einwanderer im westfälischen Ahlen auf. Sie hat mehrfach Bücher über ihr Leben als Muslima in Deutschland geschrieben („Muslimisch, weiblich, deutsch. Mein Weg zu einem zeitgemäßen Islam“/ „Die Sache mit der Bratwurst: Mein etwas anderes deutsches Leben“), den Liberal-Islamischen Bund mitgegründet und 15 Jahre lang als islamische Religionslehrerin gearbeitet. Heute sitzt sie als Abgeordnete der Grünen im Deutschen Bundestag. Wie verbringen Sie den 24. Dezember? Ich verbringe Weihnachten mit dem christlichen Teil meiner Familie – und das ganz klassisch mit einem Tannenbaum, den ich durchaus auch mal mit schmücke. Ich backe auch Plätzchen und bin für das Kulinarische verantwortlich. Insofern habe ich vielleicht sogar den meisten Weihnachtsstress in der Familie (lacht). Welche Bedeutung hat Weihnachten für Muslime in Deutschland? Für die meisten Muslime, ähnlich wie für viele andere Nichtchristen in Deutschland, ist Weihnachten ein kulturelles Ereignis. Selbst gläubige Muslime freuen sich über Weihnachten, Weihnachtsbeleuchtung und Weihnachtsmärkte. Für sie ist das Fest nicht nur Ausdruck christlicher Religiosität – wie auch in nichtchristlichen Ländern dieser Welt. Selbst in Dubai dreht ein Weihnachtsmann im Kostüm seine Runden im Shoppingzentrum. Weihnachten hat als eins der wenigen Feste das Potenzial, kultur- und religionsübergreifend verstanden zu werden. Warum hat gerade Weihnachten das Potenzial? Das sehen wir an unserem Land sehr gut: Hierzulande ist es das wichtigste Fest, auch wenn es eigentlich nicht das höchste christliche Fest ist. Alles spitzt sich am Ende des Jahres weihnachtlich zu: Weihnachtsmarkt, Weihnachtsfeiern, Weihnachtsshopping, Weihnachtsdelikatessen. Auch unsere Sprache ist stark davon geprägt. Man kann sich dem Sog, wenn man hier lebt, nicht so leicht entziehen. Welche Traditionen haben Menschen muslimischen Glaubens übernommen? Sehr viele Muslime treffen sich während der Weihnachtsfeiertage mit Freundinnen und Freunden und Familie und genießen die Ruhe nach der Hektik des Jahres – gerade jetzt nach zwei schwierigen Pandemiejahren. Viele haben auch einen Weihnachtsbaum im Wohnzimmer stehen und bringen so Licht in die dunkle Jahreszeit. Kann Weihnachten auch etwas Ausschließendes haben? Ich bin im tief katholischen Ahlen aufgewachsen – und da war es gar nicht so einfach, daran teilzuhaben. Wir saßen wirklich einfach nur zu Hause herum, weil alle anderen in ihrem engsten Familienkreis Heiligabend gefeiert und sich zwischen den Jahren zurückgezogen haben. Dieses Feiern im kleinen Kreis ist wiederum aber auch ein sehr deutsches Phänomen. Nicht überall auf der Welt wird in so kleinem Kreise gefeiert. Hinzu kam, dass bei uns Feiertage immer ganz anders gefeiert wurden. Da war immer Tag der offenen Tür bei uns. Ich stelle die zweite Einwanderergeneration dar: Meine Eltern wussten aus Syrien, was Weihnachten ist. Aber für sie ist es ein ganz klar christliches Fest. Und wir hatten damit nichts zu tun. Was hat sich verändert? Es ist ein typisches Merkmal einer Einwanderungsgesellschaft, kulturübergreifend Feste zu begehen. Gerade durch Feste kommen wir zueinander. Ein kultur- und religionsübergreifendes Weihnachten hat eine zusätzliche Sichtbarkeit erfahren. Aber dass Feste zunehmend gemeinsam gefeiert werden, gibt es auch bei muslimischen Feiertagen. Ich lade während des Ramadans regelmäßig viele Freunde zum Fastenbrechen ein – und nicht alle davon sind muslimisch. Durch das gemeinsame Feiern stärken wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt und bauen ein kollektives Gedächtnis auf. Das können auch andere Feste, wie Sportereignisse, sein. Sie haben als islamische Religionslehrerin gearbeitet. Wie sehen Kinder aus muslimischen Familien Weihnachten? Die Kinder aus der dritten oder vierten Einwanderergeneration gehen mit den vielen Eindrücken von Weihnachten zurück in die eigenen Elternhäuser und fragen: ‚Wie? Wir kriegen keine Geschenke?‘ Viele Familien beugen sich dem Druck und feiern vielleicht kein traditionelles Weihnachten, machen aber etwas Festliches. Und ist das immer positiv? Für das Kind vermutlich schon. Für streng gläubige Muslime bedeutet das natürlich Ketzerei. Aber solange nicht nur Christen Weihnachten exklusiv für sich beanspruchen, indem sie es für Anders- oder Nichtgläubige öffnen und es in der Gesellschaft nicht als rein religiöses Fest gesehen wird, ist diese Veränderung positiv. Was bedeutet Weihnachten für Sie ganz persönlich? Ich verbinde mit Weihnachten Ruhe und Zeit mit meiner Familie. Aber als Muslimin ist mir Jesus, der auch als Prophet im Koran mehrfach sehr erwähnt wird und eine herausgehobene Rolle hat, nicht unbekannt. Ich gedenke also als gläubiger Mensch auch der Geburt Jesu. Wenn ich mit meiner Familie in der Christmette sitze, empfinde ich es als religiöser Mensch sehr gewinnbringend, auch mal über den Tellerrand zu schauen.

 

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Neue Hemden, Fräcke und Blusen: Bundestag kleidet Saaldiener neu ein

Neue Dienstkleidung auf dem Gabentisch! Der Bundestag hat per Ausschreibung Maßkonfektion und Lieferung von Damencuts, Fräcken, Frackblusen und Frackhemden für die Saaldiener bestellt. Das bestätigte die Bundestagsverwaltung auf BILD-Anfrage. Lieferdatum: März 2022 bis Februar 2026. ▶︎ Angeschafft werden sollen Frackkostüme für Damen (u. a. 120 Damencuts, 140 Frackwesten, 120 Röcke und 20 Hosen) sowie Fräcke für Herren (u. a. 80 Oberteile, 80 Frackwesten, 80 Hosen). Wer den Zuschlag erhält, ist noch nicht entschieden. Änderungen in Design und Qualität sind nicht geplant.

 

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NBA-Legende Dennis Rodman von Polizei aus Flugzeug geholt

Er prägte über eine lange Zeit hinweg den amerikanischen Basketball. In den vergangenen Jahren sorgte er aber nur noch außerhalb des Sports für Schlagzeilen. So wie aktuell auch wieder. Große Aufregung um den legendären ehemaligen Basketballer der Chicago Bulls: Die spanische Zeitung "Marca" berichtet, dass sich Dennis Rodman bei einem Flug von Los Angeles nach Fort Lauderdale geweigert hat, eine Maske zu tragen. Demnach seit das Personal an Bord immer wieder auf den ehemaligen Basketballprofi zugekommen, um ihn darauf hinzuweisen, dass er bitte seine Maske tragen soll. Der 60-Jährige soll zuvor im Flugzeug immer wieder die Maske abgenommen und sich beschwert haben, dass er Probleme beim Atmen habe. Zum Hintergrund: In den USA muss man bei Inlandsflügen immer eine Maske tragen, genau wie auch in Europa. Weil Rodman das nicht tat, rief die Crew nach der Landung die Polizei zum Flugzeug. Die nahm den Sport-Superstar mit, entließ ihn aber einige Zeit später wieder. Rodmann drohen wohl keinen weiteren rechtlichen Konsequenzen, heißt es in dem Bericht.

 

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150 000 Klicks für ihren Stollen! Oma Edith (93) ist ein YouTube-Star!

Saalfeld (Thüringen) – Sie ist 93 Jahre alt, immer noch topfit und ihr Familienrezept für Thüringer Stollen wurde auf YouTube schon über 150 000 Mal angeklickt. Ur-Oma Edith Müller aus Unterwellenborn ist Thüringens wohl ältester Internet-Star! Gedreht hat das Video (20 Minuten) in der heimischen Küche ihr Neffe Mario Müller(41) beim Weihnachtsbesuch vor fünf Jahren. Seitdem wurde es insgesamt 15 400 Stunden angesehen. Der Softeis-Verkäufer aus Magdala(Eiskombinat) zu BILD: "Jedes Jahr im Advent kommen 30 000 Zuschauer und hunderte Kommentare aus der ganzen Welt dazu." Es gebe sogar Stammgäste aus Südamerika. Grund: Das Video ist nicht nur mit traditioneller Musik (u.a. Rennsteiglied) unterlegt, sondern bietet auch Untertitel (Englisch, Spanisch, Französisch). Die Zutaten: 3,5 kg Mehl, 1,7 kg Sultaninen, 1 l Rum, 1 l Milch, 400 g Hefe, 750 g Butter, 600 g Margarine, 200 g Schweineschmalz, 3 Zitronen, 350 g Zitronat, 100 g Orangeat, 500 g Zucker, 5 x Vanillezucker, 750 g süße Mandeln, 230 g bittere Mandeln, 30 g Salz.

 

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Diese Corona-Regeln gelten aktuell in den einzelnen Bundesländern

Hannover. Wie kommen wir gut durch den Winter? Diese Frage ist aktuell omnipräsent. Besonders die Omikron-Variante des Coronavirus bereitet Sorge. Virologe Christian Drosten sprach gar von einer „Wand“ an Neuinfektionen, die sich in der fünften Welle der Corona-Pandemie in Deutschland aufbauen könnte. Angesichts dessen trafen sich am vergangenen Dienstag die Regierungschefs von Bund und Ländern, um über neue Maßnahmen zu beraten. Die neuen Maßnahmen, die Bundeskanzler Olaf Scholz im Anschluss an das Treffen vorstellte, sollen ab 28. Dezember gültig sein. Lesen Sie hier den Überblick über die wichtigsten Maßnahmen: Einigen Ländern gingen die am Dienstag beschlossenen Maßnahmen nicht weit genug. Das Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND) gibt einen Überblick, welche Regelungen deshalb außerdem in den einzelnen Bundesländern gelten: Die von Bund und Ländern beschlossenen schärferen Regeln für private Treffen sollen im Südwesten bereits unmittelbar nach den Feiertagen, am 27. Dezember, in Kraft treten. Für Geimpfte und Genesene gilt, dass sich in Innenräumen bis zu zehn Personen treffen dürfen, während in Außenbereichen Zusammenkünfte von bis zu 50 Personen zugelassen sind. Nimmt mindestens eine ungeimpfte Person an einem Treffen teil, dürfen zu einem Haushalt nur zwei Personen aus einem weiteren Haushalt dazukommen. Hinzu kommt eine FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen, in denen bereits eine Maskenpflicht besteht. Besteht Alarmstufe II – also bei einer Hospitalisierunginzidenz von 6,0 oder ab 450 mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten – werden öffentliche Veranstaltungen reduziert. Dazu gehören etwa Theater, Oper, Konzerte, Kongresse, Vereins- und und Sportveranstaltungen. In Innenräumen darf weiterhin nur 50 Prozent der Kapazitäten genutzt werden, im Freien wird die erlaubte Teilnehmerzahl von 750 auf 500 reduziert. Neu ist eine Sperrstunde, die von 22.30 Uhr bis 5 Uhr morgens in der Alarmstufe II gelten soll. In der Nacht von Silvester auf Neujahr beginnt die Sperrstunde erst um 1 Uhr. Für private Treffen in Gaststätten gelten die Regeln der privaten Kontaktbeschränkungen. Diskotheken, Bars und Clubs bleiben weiter geschlossen. Geimpfte und Genesene im Südwesten müssen sich nach den Feiertagen für einen Besuch im Restaurant und in vielen anderen Bereichen doch auf das Coronavirus testen lassen. Allerdings gelten hier Ausnahmen etwa wenn die abgeschlossene Grundimpfung (zwei Dosen eines mRNA-Impfstoffes oder eine Dosis des Vakzins von Johnson&Johnson) weniger als drei Monate zurückliegt. Auch Menschen, die bereits eine Auffrischungsimpfung haben oder für die keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission hinsichtlich einer Auffrischungsimpfung besteht (Kinder und Jugendliche mit vollständigem Impfschutz bis einschließlich 17 Jahren) müssen sich im 2Gplus-Modell nicht testen lassen. Aber: Im Südwesten können nach Angaben des Sozialministeriums jetzt auch Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren Auffrischungsimpfungen gegen Corona erhalten, wenn die impfenden Ärzte dazu bereit sind. Das Bundesland entschied dies, nachdem Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) angekündigt hatte, dass der Bund die Haftung für die Impfungen bei Jugendlichen übernehme. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte sich klar hinter die Bund-Länder-Beschlüsse. Es gebe keinen „Weihnachts-Lockdown“, betonte er, fügte aber hinzu: „Weihnachtsvorsicht macht sicherlich Sinn.“ Grundsätzlich gälten laut Söder in Bayern schon jetzt fast alle Bund-Länder-Beschlüsse. Sollten sich nur Geimpfte und Genesene privat treffen, sind derzeit bis zu 50 Personen im Innenbereich zugelassen, im Außenbereich bis zu 200. Entsprechend den Bund-Länder-Beschlüssen soll dies ab 28. Dezember auf zehn Personen begrenzt werden. Berlin folgt den Beschlüssen der Bund-Länder-Runde und führt nach Weihnachten schärfere Corona-Regeln ein. Ab 28. Dezember sind damit private Zusammenkünfte für Geimpfte und Genesene nur noch mit maximal zehn Personen erlaubt. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres sind davon ausgenommen. Für Treffen mit Ungeimpften gibt es schon seit einiger Zeit Beschränkungen, die weiter gelten: Hier dürfen lediglich die Angehörigen des eigenen Haushalts sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes zusammenkommen. An bestimmten Berliner Orten gilt zum Jahreswechsel in Ansammlungsverbot und ein Feuerwerksverbot. Das beschloss der Senat am Donnerstag. Nach den Worten der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) wurden 53 Areale festgelegt, wo die neue Regelung greifen soll. Darunter sind zahlreiche bekannte Feier- und Party-Hotspots in Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln, aber auch Straßen und Plätze in etlichen anderen Bezirken. Giffey zufolge sollen für professionelle Feuerwerke nach behördlicher Genehmigung Ausnahmen möglich sein. Die Bundesligavereine Hertha, Union, Alba Berlin, die BR Volleys oder die Eisbären können auch nach dem 28. Dezember vor Zuschauern in heimischer Halle auflaufen. Der Berliner Senat beschloss am Donnerstag, anders als in der Bund-Länder-Runde ab dem 28. Dezember bis zu 3000 Zuschauern im Freien sowie 2000 Zuschauern in geschlossenen Räumen den Eintritt zu ermöglichen, wie die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) nach einer Senatssitzung mitteilte. „Wir haben uns entschlossen, hier maßvoll vorzugehen in Abwägung der Risiken und Schutzmaßnahmen“, sagte Giffey. Ziel sei, Aktivitäten in Kultur, Sport oder Wirtschaft soweit wie möglich aufrechtzuerhalten, wenn auch unter eingeschränkten Bedingungen Die Einführung von Bändchen zur Kontrolle von Impf- oder Testnachweisen in Einkaufszentren und Kaufhäusern ist in Brandenburg nun rechtlich geregelt. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) sagte am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags, die sogenannte Bändchenregelung werde in der neuen Corona-Verordnung aufgeführt und damit auf eine sichere Rechtsgrundlage gestellt. Bisher musste jeder Betreiber dem Ministerium zufolge selbst kontrollieren, ob es einen Impf- oder Testnachweis gibt. Der Einzelhandel hat beispielsweise in größeren Einkaufszentren die Bändchen eingeführt. Der Gesundheitsausschuss stimmte am Donnerstag mit der Mehrheit der rot-schwarz-grünen Koalition für die neuen Corona-Regeln. Im kleinsten Bundesland sind von Heiligabend an Clubs und Discos geschlossen, Tanzveranstaltungen sind verboten. Im Einzelhandel und in der Gastronomie, in Kultur und Sport gilt 2G. Die Beschränkungen der Kontakte für Ungeimpfte bestehen fort – ein Haushalt darf sich nur mit zwei weiteren Personen anderer Haushalte treffen. Ab dem 28. Dezember werden auch für Geimpfte und Ungeimpfte private Treffen auf bis zu zehn Personen begrenzt, Kinder unter 14 Jahren nicht mitgerechnet. Das Vorziehen der neuen Regeln auf die Weihnachtstage lehnte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) ab: Es sei den Menschen nicht zuzumuten, ihre Pläne für die Feiertage so kurzfristig umzustoßen. Über Silvester wird in Bremen nicht geböllert: Feuerwerkskörper dürfen nicht verkauft oder abgebrannt werden. Während Hamburg sich auf verschärfte Corona-Regeln noch vor Weihnachten vorbereitet, schießen die Neuinfektionen in der Stadt weiter in die Höhe. Erstmals wurde am Mittwoch bei der Sieben-Tage-Inzidenz die Marke von 350 durchbrochen, ab der eigentlich automatisch neue Beschränkungen gelten und Clubs und Diskotheken geschlossen werden müssen. Diese Maßnahmen seien aber bereits in den am Dienstag vom rot-grünen Senat beschlossenen neuen Regeln „eingepreist“, sagte Martin Helfrich, Sprecher der Sozialbehörde, der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Anpassung seien nicht nötig. Der Senat hatte unter anderem Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene sowie ein Tanzverbot und eine Sperrstunde beschlossen, die von Freitag an gelten sollen. Unter 2G (Zutritt nur für Geimpfte und Genesene) sollen Veranstaltungen im Freien mit bis zu 5000 Teilnehmern Helfrich zufolge möglich bleiben, in Innenräumen mit bis zu 2500. Unter 3G, also für Geimpfte, Genesene oder Getestete, demnach draußen mit bis zu 500 Teilnehmern, so es denn feste Sitzplätze gibt, oder mit bis zu 250 Teilnehmern ohne feste Sitzplätze. Veranstaltungen in Innenräumen dürfen den Angaben zufolge ausschließlich unter 2G stattfinden. In Hessen gilt für größere Veranstaltungen aller Art ab dem 28. Dezember eine Obergrenze von 250 Personen, wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Mittwoch in Wiesbaden bekannt gab. Das bedeutet, dass nicht nur Spiele der Fußball-Bundesliga ohne Zuschauer stattfinden, sondern bei allen sportlichen, kulturellen und sonstigen Veranstaltungen die Obergrenze von 250 Personen gilt. Die verschärftes Kontaktverbot, wie es ebenfalls bei der Bund-Länder-Schaltkonferenz vereinbart worden war, gelten in Hessen als Maßgabe nur in der Öffentlichkeit, für Zusammenkünfte in Privathaushalten werde weiter nur eine „dringende Empfehlung“ ausgesprochen, so Bouffier. In Mecklenburg-Vorpommern gelten die verschärften Kontaktbeschränkungen für Genesene und Geimpfte schon von Freitag an und damit deutlich früher als in den meisten anderen Bundesländern. Für private Zusammenkünfte sind somit von Heiligabend an nur noch maximal zehn Personen erlaubt. Das Kabinett von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) änderte dafür auf einer Sondersitzung am Mittwoch in Schwerin die Corona-Verordnung des Landes. „Die neue Omikron-Variante macht keine Weihnachtspause“, begründete Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) das Vorziehen der bundesweit spätestens ab 28. Dezember verbindlichen Regelung. Die Landesregierung warte nicht auf die prognostizierte schlagartige Erhöhung der Fallzahlen durch die neue Virusvariante und handle rasch. Vorsorglich justierte die Landesregierung auch die Corona-Ampel neu. Kinos, Theater, Museen, die Innenbereiche von Zoos, Schwimmbäder oder andere Freizeiteinrichtungen müssen schließen, wenn die Ampel drei Tage in Folge Rot zeigt; bislang galten sieben Tage. Laut Drese greift die Neuregelung mit einer Übergangsfrist. Somit müssten die genannten Bereiche von Montag (27.12.) an landesweit geschlossen bleiben. Im Osten und in der Mitte des Landes gelten diese Einschränkungen wegen des dort hohen Infektionsgeschehens schon seit Längerem. Sportveranstaltungen finden nur noch ohne Zuschauer statt. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte am Dienstagabend betont, dass die verschärften Kontaktbeschränkungen und Regeln noch nicht an Heiligabend gelten sollen. Ob dies zu den beiden Weihnachtsfeiertagen der Fall ist, ließ er erst einmal offen. Wenn die verschärften Maßnahmen erst nach Weihnachten kommen sollten, würden noch die angekündigten Regeln im Bundesland gelten. Dann dürfen sich drinnen maximal 25 Menschen treffen und draußen maximal 50. Laut Pörksen wird zudem die sogenannte Weihnachtsruhe voraussichtlich bis zum 15. Januar verlängert. Auch dies sei allerdings nur ein Entwurf. Die niedersächsische Landesregierung hatte eine sogenannte Weihnachtsruhe auf den Weg gebracht. Clubs und Diskotheken müssen demzufolge von Heiligabend bis zum 2. Januar schließen, Veranstaltungen mit mehr als 500 Menschen sind dann ebenfalls nicht erlaubt. Nordrhein-Westfalen überträgt die Beschlüsse aus der Bund-Länder-Runde in Landesrecht. Schon seit Ende November gelten in NRW strenge Corona-Regeln. Im Freizeitbereich gilt die 2G-Regel. Davon betroffen sind unter anderem Museen, Theater, Kinos, Schwimmbäder, Wellnesseinrichtungen, Weihnachtsmärkte und touristische Übernachtungen. Diskotheken und Clubs müssen ein 2G-plus-Konzept vorweisen, im Nah- und Fernverkehr 3G. Ab dem 28. Dezember gelten außerdem die Vereinbarungen aus der Ministerpräsidentenkonferenz. Rheinland-Pfalz setzt die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie in einer neuen Landesverordnung ab Donnerstag um. „Wir bereiten alles für eine Omikron-Welle vor“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Mittwoch in Mainz. Die Kontaktbeschränkungen erst nach Weihnachten zu verordnen, sei in Rheinland-Pfalz sehr wohl vertretbar, sagte Dreyer. Sie rief aber dazu auf, weihnachtliche Treffen klein zu halten und sich vorher testen zu lassen. In der Zeit zwischen Weihnachten und Silvester werde es nicht möglich sein, ausgelassen zu feiern, sagte Dreyer. Kirchengemeinden können ihre Gottesdienste an Weihnachten nach 3G-Bestimmungen organisieren. Dabei haben alle Gemeinden die Freiheit, sich für 2G oder 2G plus zu entscheiden – also nur Geimpfte und Genesene mit Test zuzulassen. Bei Beerdigungen gelte die Kontaktbeschränkung nicht, es müsse aber Maske getragen werden. Bereits von diesem Donnerstag (23.12.) an tritt im Saarland die Regelung in Kraft, dass Ungeimpfte oder Nichtgenesene mit Personen aus dem eigenen Haushalt und maximal zwei Personen aus einem weiteren Haushalt zusammenkommen dürfen. Bislang durfte höchstens eine Person aus einem weiteren Haushalt hinzukommen. Diskotheken und Clubs mussten im Saarland bereits schließen, nun sind auch vergleichbare Tanzveranstaltungen vom kommenden Dienstag an nicht mehr erlaubt. Das gilt ebenfalls für Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern oder Zuschauern. Außerdem müssen Hochschulen Studierenden eine Teilnahme an Lehrveranstaltungen in digitaler Form ermöglichen, wenn diese keinen 2G-Nachweis (geimpft oder genesen) erbringen können. Sachsen hat nach der Einigung von Bund und Ländern auf weitere Maßnahmen in der Corona-Pandemie seine Notfallverordnung angepasst. Viel Änderungsbedarf gab es nicht, weil im Freistaat wegen der hohen Infektionszahlen schon seit 19. November verschärfte Regelungen gelten, die andere Länder erst jetzt einführen. Im wesentlichen führt Sachsen die bestehenden Schutzmaßnahmen fort. Ein paar Verschärfungen kommen dazu – sie treten am 28. Dezember in Kraft. Fortan muss in geschlossenen Räumen von Einrichtungen, Betrieben, Läden, Behörden und bei körpernahen Dienstleistungen eine FFP2-Maske oder vergleichbare Atemschutzmaske getragen werden, wie auch die „Leipziger Volkszeitung“ berichtet. Gleiches gilt für Sitzungen von Gremien und Parteien, die aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht online stattfinden können. Kinder bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres sind weiterhin von der Maskenpflicht befreit. Bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen sechs und 16 Jahren reicht eine medizinische Maske aus. Private Zusammenkünfte, an denen allein geimpfte und genesene Personen teilnehmen, werden auf insgesamt zehn Personen begrenzt. Bisher waren 20 Personen erlaubt. Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres werden nicht mitgezählt. An Beerdigungen dürfen maximal 20 Personen teilnehmen. Sie brauchen einen 3G-Nachweis (genesen, geimpft oder getestet). Die Änderungen sind bis einschließlich 9. Januar 2022 befristet. Erst am Montag hatte die Landesregierung in Sachsen-Anhalt die Corona-Landesverordnung angepasst, die neue Landesverordnung soll ab Donnerstag gelten. Nach Beratungen der Ministerpräsidenten mit der Bundesregierung stehen die Regeln für die kommenden Tage. Ein Nachsteuern zwischen den Jahren ist noch möglich. Die Landesregierung macht keine gesonderten Einschränkungen für Gottesdienste. „Die Kirchen und Religionsgemeinschaften regeln ihre Zusammenkünfte zum Zwecke der Religionsausübung in eigener Verantwortung mit verpflichtender Wirkung“, heißt es in der Verordnung. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften können aber selbst entscheiden, ob sie etwa ein 2G-plus-Zugangsmodell einführen. Was nach Weihnachten passiert, ist noch nicht so richtig klar. Die neueste Coronaverordnung gilt zwar bis zum 18. Januar, die Landesregierung will die Lage beobachten und gegebenenfalls nachsteuern. Sachsen-Anhalt empfiehlt bislang nur, die Kontakte zu begrenzen. Eine Verschärfung ist grundsätzlich möglich. Bis zum 28. Dezember habe die Landesregierung „alle Optionen nachzusteuern“, sagte Haseloff am Dienstag. Nach Weihnachten gelten in Schleswig-Holstein strengere Corona-Regeln. Bei Großveranstaltungen wie Konzerten oder beim Sport sind künftig drinnen und draußen nur noch 1000 Zuschauer erlaubt, wie aus der am Donnerstag von der Landesregierung beschlossenen neuen Corona-Landesverordnung hervorgeht. Privat dürfen dann nur noch maximal zehn Personen zusammentreffen, außer alle gehören einem Haushalt an. Das betrifft nicht nur Wohnungen und Häusern, sondern auch dazugehörige Gärten. Kinder bis 14 Jahren sind ausgenommen. Diskotheken und Clubs dürfen zwar weiter öffnen, allerdings nur noch mit halber Kapazität (maximal 1000 Menschen) und Maskenpflicht auch beim Tanzen. Gäste dürfen ihre Getränke oder Speisen nur an festen Steh- oder Sitzplätzen an Tischen verzehren. Grundsätzlich gilt dort und auch bei Tanzpartys, Bällen oder vergleichbaren Veranstaltungen in Gaststätten 2G plus. Dabei erhalten nur Gimpfte und Genesene Zutritt, wenn sie einen aktuellen Corona-Test vorlegen; Maskenpflicht besteht auch dort. In Restaurants und im Imbiss darf nur noch an festen Sitz- oder Stehplätzen mit Tischen gespeist und getrunken werden. Die Landesregierung will zudem keine größeren Ansammlungen von Menschen an Silvester. Die zuständigen Behörden können deshalb für Straßen, Wege und Plätze sowie für sonstige Flächen, auf denen mit verstärktem Andrang zu rechnen ist, Kontakte auf bestimmte Gruppengrößen beschränken. Dort kann auch eine Maskenpflicht angeordnet werden. Zudem untersagt die neue Corona-Verordnung Großveranstaltungen wie Konzerte oder Handball- und Fußballspiele mit mehr als 1000 Zuschauerinnen und Zuschauern drinnen und draußen grundsätzlich. Die beiden Handball-Bundesligaclubs THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt sowie Fußball-Zweitligist Holstein haben im Geltungszeitraum der neuen Verordnung aber keine Heimspiele. Die Verordnung gilt bis zum 18. Januar. Thüringen will die am Dienstag gefassten Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz umsetzen. Derzeit gelten bereits Kontaktbeschränkungen, sobald Menschen bei einer Zusammenkunft dabei sind, die weder gegen das Coronavirus geimpft noch von Covid-19 genesen sind. Das Kabinett folgte am Mittwoch auch den Vorschlägen von Bildungsminister Helmut Holter (Linke), im Bildungssektor weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu ergreifen. Die ersten beiden Schultage nach den Weihnachtsferien (3./4.1.) sollen demnach unterrichtsfrei sein. Lehrerinnen und Lehrer sollen sich in dieser Zeit auf eine Umstellung auf Distanzunterricht vorbereiten. Holter appellierte an alle Familien, die Kinder zu Hause zu lassen. Für Schüler bis zur sechsten Klasse und Förderschüler werde es eine Notbetreuung geben. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Vom 5. bis 14. Januar soll Distanzunterricht stattfinden, wie Holter sagte. Eine Notbetreuung soll es in dieser Zeit nur für Kinder geben, deren Eltern in der kritischen Infrastruktur arbeiteten. RND/dpa/epd/sic/fw

 

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Weihnachtsverkehr: Warnung vor gefährlicher Glätte

von Anina Pommerenke Meteorologe Frank Böttcher und der Deutsche Wetterdienst sind sich einig: An vielen Orten im Norden wird es um die Feiertage glatt auf den Straßen, Fuß- und Fahrradwegen. Besonders schnell überfrierende Restnässe könnte zu gefährlichen Straßenverhältnissen führen. In nur wenigen Minuten können Straßen dabei komplett vereisen. Bereits am Donnerstag, dem Hauptreisetag vor Weihnachten, gab es im Westen Niedersachsens Glatteis, weil Niederschläge auf gefrorenen Boden Trafen. Böttcher weist darauf hin, dass besonders die Nebenstraßen glatt sein können. In der Nacht zum Heiligenabend soll sich die Lage laut den Prognosen in Niedersachsen aber etwas entspannen. Auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg kann es den Vorhersagen zufolge in der Nacht zum Heiligabend zu Glätte kommen. Wetter-Experte Böttcher sieht besonders in Ostholstein eine kritische Lage mit Schneeglätte. Auch im Gebiet nördlich der Linie Eckernförde-Niebüll und im mittleren und südlichen Schleswig-Holstein Richtung Hamburg kann es glatt werden. Im Osten und im Norden des Bundeslandes seien in der Nacht zum ersten Weihnachtstag Temperaturen von minus 12 Grad denkbar. Auch Hamburg müsse sich auf extreme Glätte einstellen. In Vorpommern bleibt es demnach zunächst bei Schnee. Der Heiligabend wird in weiten Teilen des Nordens regnerisch - mitunter kann es auch etwas Schneefall geben. Da es in der Nacht von Norden her aufklaren soll, können die Temperaturen plötzlich auf Minusgrade runtergehen. "Und dann verwandelt sich die Nässe in Eis, die Straßen werden spiegelglatt", warnt Böttcher. Ähnlich bewertet der DWD die Lage. Die dringende Empfehlung lautet daher, das Auto in der Nacht stehen zu lassen und bei Freunden oder Verwandten zu übernachten. Während der erste Weihnachtsfeiertag laut DWD mit Blick auf die Straßenverhältnisse eher unkritisch wird, warnt er vor den Straßenverhältnissen am 26. und 27. Dezember. Dann könnte die Lage im Norden sogar noch gefährlicher werden als vor Weihnachten. Hoffnungen auf weiße Weihnachten können sich das nordöstliche Schleswig-Holstein und größere Teile von Mecklenburg-Vorpommern machen. Der ADAC hat Tipps für das Fahren bei Blitzeis herausgegeben und weist daraufhin, dass die Verantwortung für glättebedingte Unfälle grundsätzlich bei den Autofahrern liegt. Der ADAC empfiehlt, sich vor Fahrtantritt rechtzeitig über die aktuellen Straßenverhältnisse zu informieren und das Auto bei Warnungen vor Blitzeis oder Eisregen unbedingt stehen zu lassen. Trotz der schlechten Wetterlage und der von Experten angemahnten Kontaktreduzierung rechnet der Autofahrer-Club mit vollen Straßen auch nach Heiligabend. Wie es derzeit auf den Straßen aussieht, erfahren Sie rund um die Uhr im NDR Verkehrsstudio. Für den Norden sieht der ADAC besonders im Großraum Hamburg, auf der A1, auf der A7 und auf der A24 das größte Staupotenzial. Grundsätzlich sei es sinnvoll, morgens oder mittags zu fahren, wenn viele Menschen noch arbeiten müssen. Nach den Feiertagen steige der Reiseverkehr wieder an, auch ab dem 26. müssen Autofahrer sich also auf volle Straßen einstellen. Wer ins Ausland möchte, habe es zwar einfacher als im vergangenen Jahr, müsse sich aber auf lange Wartezeiten und Kontrollen an den Grenzen einstellen. Ist die Bahn eine gute Alternative zum Auto? Seit dem Fahrplanwechsel vor zwei Wochen stehen Fahrgästen laut der Deutschen Bahn in den Fernverkehrszügen zwar täglich 50.000 Sitzplätze mehr zur Verfügung als im Vorjahr. Auf vielen Verbindungen wird aber bereits eine hohe Auslastung erwartet. Dabei sind rund um Weihnachten und Silvester laut Bahn noch knapp 100 Sonderzüge im Einsatz: "Noch nie zuvor waren auf Deutschlands Schienen so viele Fernzüge unterwegs wie Ende dieses Jahres“, betont Fernverkehrsvorstand Michael Peterson. Die zusätzlichen Züge fahren in der Zeit bis zum 2. Januar 2022, vor allem auf stark nachgefragten Verbindungen wie etwa zwischen Berlin und Stuttgart oder Düsseldorf und Berlin. Für eine sichere Reise empfiehlt die Bahn unter anderem eine FFP2-Maske zu tragen, regelmäßig die Hände zu waschen und einen Platz zu reservieren. Außerdem gilt in allen Zügen die 3G-Regel. Online können sich Reisende außerdem vorab über die Auslastung ihrer Züge informieren. Nach einer hohen Auslastung am 23.12., sieht es am Heiligabend selbst noch etwas entspannter aus. Auch die Bahn beobachtet, dass sich in diesem Jahr mehr Menschen auf den Weg zu Freunden und Familie machen als noch im Vorjahr: "Die Buchungszahlen zu Weihnachten liegen über den Zahlen des Vorjahres, aber immer noch 35 bis 40 Prozent unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019", teilt ein Sprecher mit. Demnach lagen die Buchungen im vergangenen Jahr noch mehr als 60 Prozent unter dem Niveau von 2019. Mit Blick auf den einsetzenden Reiseverkehr vor den Feiertagen appellierte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, Kontakte "auf das Nötigste" zu reduzieren. Um das Gesundheitssystem mit einer Welle an Neuinfektionen nicht zu überfordern, sei es wichtig, dass sich alle Menschen an die geltenden Schutzmaßnahmen halten: "Das Weihnachtsfest soll nicht der Funke sein, der das Omikron-Feuer entfacht."

 

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Stadt verkleidet Blitzer als Rentierschlitten: Keine Fotos an Weihnachten

Lahr. Die Stadt Lahr in Baden-Württemberg hat einem mobilen Blitzeranhänger eine kuriose Weihnachtsdekoration verpasst und angekündigt, mit diesem über die Weihnachtsfeiertage keine Fotos von Verkehrssündern zu machen. Wie aus der Facebook-Seite der Stadt hervorgeht, wurde der Blitzer in einen Rentierschlitten verwandelt und mit Tannenzweigen sowie zwei Rentieren versehen. Als „Fahrer“ dient ein Rentier, das als Weihnachtsmann verkleidet auf dem Dach des Blitzers steht und die Zügel in den Händen hält. „Na da schau her: Sogar unser Blitzeranhänger hat sich für Weihnachten schick gemacht. Und damit nicht genug, legt er doch tatsächlich auch eine weihnachtliche Pause ein und macht vom 24. bis 26. Dezember 2021 keine Fotos. Fahrt bitte trotzdem langsam und rücksichtsvoll“, kommentierte die Stadt das auf Facebook gepostete Foto. RND/dpa

 

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Rechnung kommt nicht?: Der ganz legale Kellner-Trick

Es gibt Regeln und Gesetzmäßigkeiten, die kaum jemand kennt. Die BILD-Redaktion hat gesammelt: Das ist mein Recht, wenn der Kellner nicht die Rechnung bringt. So gibt es eine Woche bezahlten Zusatz-Urlaub. Als Autofahrer darf ich bei Parkscheiben legal tricksen – so steht’s in der Straßenverkehrsordnung (StVO). Diese und vier weitere überraschende Regeln lesen Sie mit BILDplus.

 

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Zehn Mitarbeiter eines Unternehmens mit gefälschtem Impfpass aufgeflogen

Zehn Kollegen aus dem Kreis Osnabrück haben ihren Impfpass gefälscht. Sie waren zuvor in einer Apotheke mit falschen Zertifikaten aufgefallen. Die Polizei ermittelt nun gegen die Verdächtigen und das Unternehmen. Bei einer Kontrolle in einem Unternehmen im Kreis Osnabrück hat die Polizei bei zehn Mitarbeitern gefälschte Impfpässe entdeckt. Wie ein Sprecher des Landkreises am Donnerstag mitteilte, waren einige der Mitarbeiter in den vergangen Wochen unter anderem in Apotheken mit falschen Zertifikaten aufgefallen. Bei ihren Ermittlungen habe die Polizei festgestellt, dass die Verdächtigen für ein Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe tätig seien, wie der Sprecher sagte. Daraufhin kontrollierte die Polizei in der vergangenen Woche zusammen mit dem Landkreis den Betrieb. Wohnungen und Fahrzeuge der Verdächtigen seien durchsucht worden. Gegen die Verdächtigen wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens falscher Gesundheitszeugnisse eingeleitet. Gegen das Unternehmen werde wegen unzureichender Kontrollen der Impfnachweise ermittelt. Seit dem 24. November gilt in allen Betrieben bundesweit die 3G-Regel. Mitarbeiter müssen also geimpft, genesen oder getestet sein. Von RND/dpa

 

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Ernst Molden: Gospel nach Altwiener Art

Vom Wasser in Simmering zum Evangelium: Ernst Molden und sein virtuoses Frauenorchester zelebrierten schirche Worte und schöne Gefühle im Porgy & Bess. Man sieht sich immer zweimal im Leben“, ahnt der Volksmund. Ernst Molden weiß, dass die Situation im recht überschaubaren Weltstädtchen Wien verschärft ist: Hier köchelt man lebenslang im gleichen Saftl. Darum will gut überlegt sein, wen man sich zum Feind macht. Molden, der offenbar ganzjährig weihnachtliche Gefühle hegt, kann sogar aus der Begegnung mit autochthonen Ungustln am Blauen Wasser in Simmering so viel Inspiration ziehen, dass sich ein resches Lied ausgeht. Dieses Vermögen, Negative in Positives zu verwandeln, ist eine Form des hiesigen Gospels. So überraschte nicht, dass sich Molden gleich als zweites Lied des Abends das Spiritual „Wade in the Water“ auserkor. Odetta und Mavis Staples haben es jubilierend gesungen, Ramsey Lewis hat es funky gespielt. Molden wienerte es ein: In „Gemma ens Wossa“ mochte ein zart suizidaler Hauch wehen, am Ende regierte die schon im Johannesevangelium beschriebene Heilkraft eines von Engeln bewegten Wassers. Notfalls greift der Herrgott ein und fischt Gestrauchelte mit dem Kescher raus.

 

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Queen Elizabeth plant neue Trauerfeier für Prinz Philip

Vor rund acht Monaten ist Prinz Philip im Alter von 99 Jahren gestorben. Jetzt hat der Buckingham-Palast mitgeteilt, dass es im nächsten Jahr eine Trauerfeier geben soll. Offenbar auf Wunsch von ganz oben. Nun gibt der Palast bekannt: Dabei wird es nicht bleiben. Rund ein Jahr nach dem Tod von Prinz Philip soll dem Ehemann der Königin im Frühjahr mit einer offiziellen Trauerfeier gedacht werden. Die Zeremonie werde auf Wunsch der Monarchin in der Westminister Abbey in London stattfinden, teilte der Buckingham-Palast am Donnerstag mit. Ein konkretes Datum wurde nicht genannt. Philip war am 9. April mit 99 Jahren gestorben. Wegen strenger Corona-Auflagen wurde er nur im engsten Familienkreis beigesetzt. Die Bilder der trauernden und wegen Corona allein auf einer Bank in der St.-George-Kapelle von Schloss Windsor sitzenden Königin hatten im April Menschen in der ganzen Welt gerührt. Philip und Elizabeth waren 73 Jahre lang verheiratet. Bei den Feierlichkeiten zu ihrer Goldenen Hochzeit im Jahr 1997 sagte die Königin, Philip sei "meine Stärke und mein Halt". Die Königin wird ihr erstes Weihnachten ohne Philip auf Schloss Windsor verbringen, wo sie sich die meiste Zeit während der Pandemie aufhielt. Ihren üblichen Weihnachtsbesuch mit Festessen mit der Familie auf ihrem Landsitz Sandringham in Ostengland hat sie abgesagt. Thronfolger Prinz Charles und seine Frau Camilla werden die Königin am ersten Weihnachtstag besuchen, während Prinzessin Anne sich wegen einer Corona-Infektion ihres Mannes in Quarantäne befindet.

 

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Assanges letzte Chance? Anwälte bereiten Berufung gegen Gerichtsurteil über mögliche Auslieferung vor

London. Die Anwälte von Julian Assange haben die ersten Schritte für einen Einspruch gegen die Entscheidung eines britischen Gerichts über die mögliche Auslieferung des Wikileaks-Gründers in die USA unternommen. „Wir glauben, dass in diesem Antrag ernste und wichtige Rechtsfragen von breiterer öffentlicher Bedeutung angesprochen werden“, hieß es in einem Statement der Verteidiger, über das die Nachrichtenagentur PA am Donnerstag berichtete. Ein Berufungsgericht in London hatte vor wenigen Wochen das Auslieferungsverbot für den Wikileaks-Gründer an die USA aufgehoben. Seine Verlobte Stella Moris und die Verteidiger hoffen nun, grünes Licht dafür zu bekommen, dass der Fall vor dem Supreme Court - dem höchsten britischen Gericht - weiter verhandelt wird. Eine Entscheidung wird frühestens im Januar erwartet. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Die US-Justiz will Assange wegen Spionagevorwürfen den Prozess machen. Dem gebürtigen Australier drohen dort bei einer Verurteilung bis zu 175 Jahre Haft. Vorgeworfen wird ihm, gemeinsam mit der Whistleblowerin Chelsea Manning geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen und veröffentlicht zu haben. Er habe damit das Leben von US-Informanten in Gefahr gebracht. Seine Unterstützer sehen in ihm hingegen einen investigativen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht brachte. Einem früheren Urteil zufolge war die Auslieferung des 50-Jährigen unter Berücksichtigung seines psychischen und gesundheitlichen Zustands und die zu erwartenden Haftbedingungen in den USA untersagt worden. Washington hatte diese Entscheidung jedoch angefochten - und bekam Recht. Die von den USA in der Zwischenzeit gegebenen Zusicherungen seien ausreichend, um die Sorgen um Assanges Gesundheit auszuräumen, sagte der Richter am Freitag. Der 50-Jährige sitzt seit mehr als zwei Jahren im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh. RND/dpa

 

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Sie sollen verstören: Die absurden Outfits aus "Emily in Paris"

"Mein Motto für diese Staffel und die letzte war immer: 'Zu viel guter Geschmack ist langweilig.' Mein Markenzeichen ist der Eklektizismus und die Vermischung aller Elemente. Wenn die Leute also fanden, dass die erste Staffel ein bisschen zu viel, ein bisschen schrill war, dann geht die 2. Staffel darüber noch hinaus. Und ich bin stolz darauf", sagt die Kostümbildnerin der Serie, Marylin Fitoussi. Unterstützung hatte sie von einer Fashion-Legende: Die bekannte und preisgekrönte Stylistin von "Sex and the City", Patricia Field, ist bei "Emily in Paris" beratend an Bord. "Wir versuchen, in der Serie Modetrends aus dem Weg zu gehen. Ich sage die ganze Zeit, dass Trends jung sterben; Trends sehen sehr schnell sehr alt aus", erklärt sie die teilweise gewöhnungsbedürftigen Looks.

 

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Füchse Berlin spielen nur Remis gegen Balingen-Weilstetten

Die Füchse Berlin haben in der Handball-Bundesliga den Sprung auf Platz zwei verpasst. Am Donnerstagabend kamen die Berliner vor 2500 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle gegen die HBW Balingen-Weilstetten nicht über ein 26:26 (15:13)-Remis hinaus. Die Füchse bleiben somit Tabellenvierter. Beste Berliner Werfer waren Lasse Andersson und Milos Vujovic mit je sechs Toren. Vor der Partie gaben die Füchse bekannt, dass der Vertrag mit dem dänischen Rückraumspieler Andersson bis 2025 verlängert wurde. Trainer Jaron Siewert musste aber kurzfristig auf Fabian Wiede wegen muskulärer Probleme verzichten. Die Partie war zunächst sehr ausgeglichen und kein Team konnte sich absetzen. Die Füchse taten sich gegen die physische starke Balinger Deckung sehr schwer. Aber auch in der Abwehr fehlt der Zugriff und die Gäste kamen zu einfachen Toren aus dem Rückraum. Erst gegen Ende der ersten Hälfte konnten sich die Füchse zwischenzeitlich eine Drei-Tore-Führung erspielen (15:12). Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeber zwar zu mehr Ballgewinnen, vergaben aber im Angriff zu viele freie Würfe. Die Bertliner konnten sich nicht weiter absetzen, blieb Balingen dran. Zehn Sekunden vor dem Ende glichen die Gäste dann nach langer Zeit wieder aus. Den letzten Freiwurf nach Ablauf der Uhr vergab Andersson.

 

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Frankreich verzeichnet höchste Zahl an Neuinfektionen seit Beginn von Pandemie

In Frankreich sind innerhalb eines Tages mehr als 90.000 Corona-Neuinfektionen registriert worden und damit so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Es seien 91.608 Ansteckungen gemeldet worden, teilte am Donnerstagabend die Gesundheitsbehörde des Landes mit. Das sei der höchste Wert seit dem ersten Auftreten des Virus in Frankreich im März 2020. Der bisherige Höchstwert von 86.852 Fällen datierte von Anfang November 2020, dem Höhepunkt der zweiten Corona-Welle. Inzwischen erlebt Frankreich bereits die fünfte Corona -Welle, die deutlich ansteckendere Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich wie in vielen europäischen Ländern immer mehr aus. Zum Ende des Jahres rechnet die Regierung mit mehr als 100.000 neuen Fällen täglich.

 

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Der Coronavirus-Blog

Angesichts der erwarteten Omikron-Welle schärft Österreich bei den Corona-Regeln nach. Ab 27. Dezember wird die Sperrstunde auf 22 Uhr vorverlegt. Großbritannien, Norwegen, Dänemark und die Niederlande werden zu Virusvarianten-Gebieten. Alle Details im Live-Blog. >> ZUM LIVE-BLOG Jetzt eine von drei Tourenrodel oder Lunch-Set gewinnen TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung

 

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Italien und Frankreich melden Höchstwerte

Omikron erobert Europa: In Spanien und Portugal herrscht die hochansteckende Variante bereits vor, doch auch Italien und Frankreich melden inzwischen Höchstwerte. In Deutschland ist Delta noch dominant, doch B.1.1.529 ist längst in allen Bundesländern vertreten. Spanien und Portugal gelten wegen Omikron ab sofort als Hochrisikogebiete, doch auch in anderen europäischen Ländern sorgt die hochansteckende Variante für Rekordansteckungszahlen. In Italien verzeichneten die Gesundheitsbehörden mit rund 44.600 Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchstwert seit Pandemie-Beginn. Knapp 170 Menschen starben mit dem Virus, wie aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Zuletzt hatten die Behörden in Rom am 13. November 2020 mit knapp 41.000 den höchsten Wert bei den Neuinfektionen registriert. Das Oberste Gesundheitsinstitut Italiens (ISS) schätzt laut einer vorläufigen Untersuchung, dass der Anteil der Omikron-Variante in Italien 28 Prozent aller Fälle ausmacht. Das ISS sprach von einem starken Anstieg. Die Variante dürfte einem Experten des Instituts zufolge bald am weitesten verbreitet sein. Auch Frankreich meldete 91.600 Infektionen einen neuen Rekordwert: Gesundheitsminister Olivier Veran sagte: "Die heutigen Zahlen sind nicht gut." Vermutlich werde es bald Änderungen an den Corona-Vorschriften geben. Die Regierung in Paris plant eine Krisensitzung gleich nach Weihnachten. Am Vortag hatte Regierungssprecher Gabriel Attal den Vormarsch von Omikron beziffert: Wahrscheinlich seien schon zehn Prozent der Fälle landesweit auf Omikron zurückzuführen, sagte Attal. In Paris seien es mindestens ein Drittel der Fälle, fügte er hinzu. Die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante ließ in Großbritannien die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus ebenfalls auf einen neuen Höchststand ansteigen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 119.789 neue Fälle gemeldet, wie die Behörden mitteilten. Das sind nochmals deutlich mehr als am Vortag, als erstmals die Schwelle von 100.000 Fällen binnen eines Tages überschritten wurde. In England und Schottland ist die hochansteckende Omikron-Variante bereits dominant. Insgesamt sind im Vereinigten Königreich aktuell knapp 91.000 Omikron-Fälle bestätigt, allerdings geht man von einer hohen Dunkelziffer aus. Die britische Statistikbehörde, die regelmäßig Tests in einer zufällig ausgewählten, repräsentativen Stichprobe durchführt, schätzt, dass allein in der Woche bis zum 16. Dezember in England mehr als 1,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert waren - das entspricht 1 von 45 Personen. In der laufenden Woche dürfte dieser Wert noch höher liegen. Auch im Gesundheitssystem macht sich Omikron bereits deutlich bemerkbar: Die Krankheitstage von medizinischen Beschäftigten im Zusammenhang mit Covid-19 stieg im Wochenvergleich zuletzt um 38 Prozent an, wie der "Guardian" unter Berufung auf Zahlen des Gesundheitsdienstes berichtete. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass sich dieser Trend weiter verstärkt. In Deutschland ist die Omikron-Variante mittlerweile in allen Bundesländern angekommen. Zwar wird der überwiegende Anteil der Infektionen nach wie vor von der Delta-Variante des Coronavirus verursacht, doch die Zahl der nachgewiesenen Omikron-Fälle ist in den letzten Wochen deutlich angestiegen, schreibt das Robert Koch-Institut (RKI) am Abend in seinem Wochenbericht. In ihrem Omikron-Bericht beziffert die Behörde die Fälle in Deutschland auf 3198: Das ist ein Plus von 34 Prozent im Vergleich zum Vortag.

 

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Sieg zum Jahresabschluss: Götze-Team PSV Eindhoven ist Wintermeister

Kleiner Prestige-Erfolg für Mario Götze und die PSV Eindhoven: Die Spieler des niederländischen Eredivisie-Klubs um den deutschen Coach Roger Schmidt dürfen sich nun inoffiziell als Wintermeister bezeichnen. Dank eines 2:0 (1:0)-Heimsiegs am Donnerstagabend gegen die Go Ahead Eagles aus Deventer überwintert PSV in der Liga vor dem großen Konkurrenten Ajax Amsterdam auf Platz eins. Nach dem 18. von 34 Spieltagen liegt Eindhoven mit einem Zähler Vorsprung an der Spitze. Der Ex-Mainzer Phillipp Mwene (9. Minute) erzielte den Führungstreffer, Cody Gakpo (78.) sorgte für den Endstand. Die Eagles mussten seit der 68. Minute in Unterzahl agieren. Nach Videobeweis sah Joris Kramer wegen einer Notbremse die Rote Karte. Götze spielte von Beginn an und wurde in der Nachspielzeit der zweiten Halbzeit ausgewechselt, Außenverteidiger Philipp Max wurde erst in der 91. Minute eingewechselt. Götze hat damit gute Aussichten, seinen zweiten Titel mit den Niederländern zu gewinnen. Der WM-Siegtorschütze von 2014 wechselte 2020 ablösefrei von Borussia Dortmund zum holländischen Top-Klub und ist seitdem Stammspieler. Nach einer titellosen Debütsaison begann die neue Spielzeit für Götze verheißungsvoll: PSV sicherte sich dank eines klaren 4:0-Siegs über Double-Sieger Ajax im August, die Johan-Cruyff-Schale, wie der Supercup in den Niederlanden genannt wird. Für die PSV absolvierte der Ex-BVB-Star seit 2020 bisher 53 Pflichtspiele und steuerte 11 Treffer und 14 Torvorlagen bei. Im internationalen Geschäft lief es dagegen für Eindhoven nicht nach Plan: In den Playoffs zur Champions League scheiterten Götze und Co. im Sommer an Benfica Lissabon und qualifizierten sich damit für die Europa-League-Gruppenphase. Doch auch im zweitklassigen UEFA-Wettbewerb schaffte das Schmidt-Team den Einzug in die nächste Runde nicht. Als Tabellendritter ihrer Vorrundengruppe geht es nach der Winterpause nun für PSV in der neu eingeführten, drittklassigen Europa Conference League weiter. Dort trifft Eindhoven in den Playoffs zum Achtelfinale auf Maccabi Tel Aviv.

 

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Warum jede Beleidigung ein Einzelfall bleiben muss

Das wegen Rassismus-Vorwürfen abgebrochene Drittligaspiel zwischen Duisburg und Osnabrück wird wiederholt. Diese Entscheidung ist richtig. Birgt aber auch Brisanz: Werden Beleidigungen zum Stilmittel? Ein Kommentar. Der DFB hat entschieden: Das wegen des Rassismus-Eklats abgebrochene Drittligaspiel zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL Osnabrück wird wiederholt. Diese Entscheidung ist richtig. Die Osnabrücker Spieler sahen sich nicht mehr dazu in der Lage, die Partie, die zum Zeitpunkt des Abbruchs 0:0 stand, weiterzuführen. Rassistische Beleidigungen von den Rängen sind nicht zu tolerieren und müssen mit Nachdruck verfolgt und geahndet werden. Rassismus gehört ebensowenig in Fußballstadien wie in irgendwelche andere Bereiche unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens. Der tolerierte Abbruch des Spiels birgt aber auch eine Gefahr: die des potenziellen Nachahmens. Vorstellbar ist (leider): Ein Team liegt im Spiel aussichtslos zurück und provoziert einen Spielabbruch. Oder ein Fan eines zurückliegenden Teams sieht einen provozierten Abbruch als Möglichkeit, eine Niederlage seiner Mannschaft abwenden zu können. Der DFB wird dies bedacht haben, als er sein Urteil fällte. Er weist daher ausdrücklich daraufhin, dass ein möglicher Spielabbruch weiterhin in der Entscheidungsgewalt allein des Schiedsrichters liegt. Der Referee muss in seine Entscheidung mit einfließen lassen: Tatintensität, Täterprofil, Zeitpunkt und Spielstand. Das wird den Schiedsrichter-Job zukünftig mal wieder nicht leichter machen. Vor allem nicht in unteren Spielklassen, in denen die Vorbilder aus dem Profifußball für gewöhnlich unmittelbar kopiert werden. Das größte Problem für die Unparteiischen wird dabei die Frage nach der Tatintensität darstellen. Bis wohin ist eine Beleidigung noch hinnehmbar? Wo wird es derart unappetitlich, dass ein Spielabbruch gerechtfertigt ist? Die Referees haben dabei nicht nur das Verhalten der Zuschauer, sondern auch jenes der Sportler zu bewerten. Jeder weiß: Gegenseitige Beleidigungen der Spieler untereinander sind Alltagsgeschäft. Auf dem Fußballplatz wie auf jedem anderen Sportgelände, auf dem Kontaktsport betrieben wird. Der Ton ist mitunter rauh, Trashtalk mutiert durchaus gelegentlich zum taktischen Mittel. Solcherlei Entgleisungen gehören bei Sportlern zum Wettbewerb durchaus dazu, sind aber nach Abpfiff in aller Regel wieder vergeben und vergessen. Es ist wichtig, dass alle Beteiligten begreifen und vorleben, dass rassistische Beleidigungen einen Sonderfall darstellen. Sie sind niemals zu tolerieren und müssen verschwinden. Im Zweifel müssen eben Mit- und Gegenspieler, Fans und Mannschaftsverantwortliche noch aktiver dabei mithelfen, solch inakzeptables Verhalten aus den Stadien und der Gesellschaft zu verbannen. Quelle: sportschau.de

 

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NRW ist zu zögerlich im Kampf gegen Omikron

Meinung NRW stoppt Großveranstaltungen. Warum so spät? Auch die 2G-Regel muss ausgeweitet werden. Land und Bund sind zu zögerlich. Wirtschaft und Familien können angesichts von Omikron mehr erwarten. Im Kampf gegen Omikron wacht NRW auf: Das Land führt im Sport- und Freizeitbereich 2Gplus ein, Großveranstaltungen dürfen keine Zuschauer mehr haben. Gut so, aber warum erst so spät? Bundesliga-Spiele hätten längst vor leeren Rängen stattfinden müssen. Auch die 2G-Regel im Handel könnte konsequenter ausgelegt werden. Bei aller Liebe zu Blumen und Büchern – warum Gartenmärkte und Buchläden von der 2G-Pflicht ausgenommen sind, erschließt sich nicht. Dass in Bayern nicht mal Schuhgeschäfte 2G anwenden müssen, macht es nicht besser. Wer Ungeimpften den Alltag schwer machen will, und das ist der Sinn von 2G, darf keine faule Kompromisse schließen. Je mehr Platz NRW der Omikron-Variante lässt, desto mehr wird sie sich austoben. Auch wenn es Signale gibt, dass sie keine schwereren Verläufe verursacht, so droht doch die schiere Masse an Infizierten Gesundheitssystem und Wirtschaft ans Limit zu bringen. Die Lufthansa streicht Flüge wegen der Erkrankung von Piloten. Krankenhäuser planen die Räumung ihrer Stationen, Konzerne separieren die Belegschaft und denken über Kasernierungen nach: Für die Wirtschaft wird die Omikron-Welle schon allein wegen des drohenden Ausfalls an Arbeitskräften eine Herausforderung. Ministerpräsident Hendrik Wüst wie Kanzler Olaf Scholz sind zu zögerlich im Umgang mit der Pandemie. Nur scheibchenweise kommen härtere Maßnahmen. Man kann sie nur davor warnen, dass es am Ende auf Schulschließungen hinausläuft, auch wenn diese als verlängerte Weihnachtsferien getarnt werden. Zugleich können betroffene Firmen erwarten, dass Hilfen verlässlicher fließen. Dass NRW von vielen Firmen ausgerechnet jetzt Rückzahlungen von Hilfen aus 2020 fordert, ist geschmacklos. Mehr Fortschritt wagen – auch bei der Pandemie-Bekämpfung.

 

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USA offen für Gespräche mit Moskau im Januar - geben aber keine Details preis

Washington. Die US-Regierung hat Bereitschaft für Gespräche über den Ukraine-Konflikt mit Russland im Januar signalisiert. „Wir haben gesagt, sowohl öffentlich als auch an die russische Regierung gerichtet, dass wir uns darauf vorbereiten, uns Anfang Januar zu treffen“, sagte ein hoher Regierungsbeamter des Weißen Hauses am Donnerstag. Ein Termin oder ein Ort für diese Gespräche seien aber noch nicht festgelegt worden. „Die USA sind bereit, ab Anfang Januar über mehrere Kanäle diplomatisch tätig zu werden“, hieß es weiter. Das gelte sowohl auf bilateraler als auch auf multilateraler Ebene. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, wollte ein definitives Treffen im Januar aber nicht bestätigen. „Wir haben die Details noch nicht endgültig festgelegt“, sagte sie. Generell gebe es aber eine Bereitschaft dazu seitens der USA. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte bei seiner traditionellen Pressekonferenz zum Jahresende in Moskau erste Gespräche mit den USA im Januar angekündigt. „Bislang haben wir positive Reaktionen gesehen“, hatte Putin gesagt, der in diesem Monat mit mehreren Staats- und Regierungschefs von Nato-Mitgliedsstaaten gesprochen hatte. Zum Inhalt möglicher Gespräche hieß es aus dem Weißen Haus, dass auch die Forderungen aus Moskau nach zusätzlichen Sicherheitsgarantien der Nato diskutiert würden. Es seien einige Dinge vorgeschlagen worden, „denen wir niemals zustimmen werden“, sagte der hohe Beamte. „Ich denke, die Russen wissen das wahrscheinlich auf einer gewissen Ebene.“ In Gesprächen würde es selbstverständlich auch um die Sorgen der europäischen Verbündeten gehen. RND/dpa

 

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Angeberwissen zu „Aschenbrödel“ - Wissen Sie, was eine POPELKU ist?

Wenn Sie an Heiligabend den Fernseher einschalten, dann sind die Chancen riesig, im märchenhaften Schneetreiben zu versinken. Gleich sechs Mal läuft der Klassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ allein an Heiligabend. Und wer dann daheim an den besinnlichen Weihnachtsfeiertagen mit Angeberwissen glänzen will, sollte sich die nächsten Sätze ganz genau durchlesen. Was Sie über „Popelku“ wissen müssen und welche Rolle Schauspielerin Simone Thomalla (56) und ihr Vater für den Kultfilm spielen, erfahren sie hier mit BILDplus.

 

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Nach Abbruch wegen Rassismus: Duisburg - Osnabrück wird wiederholt

Das gab das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am Donnerstag bekannt. "Die Wiederholung des Spiels entspricht den Anträgen der beteiligten Vereine. Auch der DFB-Kontrollausschuss hatte sich für eine Wiederholung des Spiels ausgesprochen", teilte der Verband mit. Ein Nachholtermin steht noch nicht fest, über eine eventuelle Bestrafung des MSV soll später entschieden werden. "Bei dem Vorfall handelt es sich um einen nicht normierten Sonderfall, der ungeachtet eines etwaigen Verschuldens der beteiligten Vereine nach Ansicht des Sportgerichts eine Spielwiederholung rechtfertigt", sagte der stellvertretende Sportgerichtsvorsitzende Stephan Oberholz zur Begründung. "Emotional und moralisch halten wir die Entscheidung des VfL Osnabrück, das Spiel nicht fortzusetzen, für nachvollziehbar. Auch hat die Intention, ein Zeichen gegen Rassismus setzen zu wollen, unsere ausdrückliche Unterstützung." Stephan Oberholz vom DFB Der Osnabrücker Spieler Aaron Opoku war am vergangenen Sonntag von einem Duisburger Zuschauer rassistisch beleidigt worden. Als erstes Spiel in einer der drei deutschen Profiligen wurde das Duell der beiden Traditionsclubs deswegen erst unter- und dann abgebrochen. Die Polizei Duisburg hat Anzeige gegen einen 55-Jährigen erstattet, der die Beleidigung zugegeben hat. Allerdings habe er einen anderen Spieler gemeint. Beide Vereine begrüßten die Entscheidung mit einer gemeinsamen Mitteilung. "Durch ihr Verhalten haben beide Clubs ein klares Zeichen gegen Rassismus und für Menschlichkeit gesetzt, der DFB hat sich im Sinne des Fußballs durch das Urteil daran angeschlossen", betonte VfL-Präsident Holger Elixmann. "Das ist die Entscheidung, die der VfL und wir gemeinsam wollten", sagte MSV-Präsident Ingo Wald. "Ein Dank geht dabei auch an den DFB, der damit angemessen auf die Umstände des vergangenen Sonntags reagiert. Wir hoffen aber auch, dass so ein Spielabbruch einmalig bleibt." "Die Geschehnisse sind eine deutliche Aufforderung an jeden, Menschlichkeit und Toleranz zu leben." Duisburgs Präsident Ingo Wald Als Präzedenzfall will der DFB seine Entscheidung allerdings nicht verstanden wissen. Es müsse "klar bleiben, dass das Recht zum Spielabbruch grundsätzlich allein dem Schiedsrichter zusteht", sagte Oberholz. "Wir weisen zudem ausdrücklich darauf hin, dass in künftigen, vergleichbaren Fällen eines Spielabbruches in Bezug auf die Spielwertung immer auch Tatintensität, Täterprofil, Zeitpunkt und Spielstand näher in den Blick genommen werden müssen."

 

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Trotz "Corona-Dauerwelle": Ungeimpften die Haare schneiden, bleibt in Sachsen auch im Freien illegal

Viele Betriebe leiden seit Beginn der Corona-Pandemie unter sinkenden Umsätzen und Kundenschwund. Die aktuell in Sachsen geltenden 2G- und 3G-Regelungen, die das weitere Ausbreiten von Covid-19 begrenzen sollen, sorgen auch hier für Einnahmeausfälle und Frust bei Geschäftsinhaber: innen und Kund: innen. Um trotz der geltenden Seuchenschutzgesetze – die es in Sachsen beispielsweise verbieten, dass Ungeimpfte in Friseurläden bedient werden dürfen – ihr Friseurhandwerk auch Ungeimpften zur Verfügung zu stellen, kam ein Salon in Hohenstein-Ernstthal auf eine Idee: Warum frisiert man Ungeimpfte nicht einfach im Freien? Von der Idee bis zur Umsetzung vergingen gerade einmal vier Tage, wie Friseurmeisterin Cornelia E. im Gespräch mit der "Freien Presse" erläutert, die zuerst über die Aktion berichtet hatte. "Ich hatte eine Reportage gesehen, wo Händler Ungeimpften die gewünschten Waren an die Ladentür gebracht haben. Ich dachte mir, wenn wir vor der Tür Haare schneiden, müsste das regelkonform sein", führte sie weiter aus. Als das nötige Frisier-Equipment, samt der Frisierstühle, einige Wärmestrahler und Beleuchtung nach draußen gebracht waren, konnte es losgehen. Es herrschten laut "Freie Presse" minus 2 Grad Celsius, was dazu führte, dass das Schneiden selbst wegen der schnell frierenden Hände der Frisierenden kompliziert wurde. "Aber ich hatte es mir schlimmer vorgestellt", so E. zur "Freien Presse". Warum sie jedoch sich selbst und ihre Kolleg: innen in die Gefahr einer Ansteckung mit Corona brachte, indem sie dieses Angebot speziell für Ungeimpfte machte, erklärt sie in einem Post auf Facebook: "2G REGEL – IRRSINN. Da für Ungeimpfte der Zutritt in den Salon verwehrt wird und Weihnachten vor der Tür steht, haben wir gestern ungeimpften Stammkunden einen Haarschnitt auf der Salonterrasse geschnitten, am Heizpilz mit heißem Tee. Aktion kam super toll an. War lustig und sehr kalt. Es sollte ein Zeichen sein! Wir beteiligen uns nicht an der Spaltung der Gesellschaft und an Menschendiskriminierung!" Diese Haltung greift sichtlich einige Argumente der Querdenker-Bewegung auf und darf entsprechend hinterfragt werden. Die Unzufriedenheit mit der gesetzlichen Lage führe laut der Salonbetreiberin zu einer Diskriminierung Ungeimpfter und spalte die Gesellschaft. Dass nicht nur viele das ganz anders sehen, sondern auch das zuständige Landratsamt die Aktion für illegal hält, ging wenig später aus einer Stellungnahme der Behörde hervor, aus der die "Freie Presse" zitiert: "Die besondere Infektionsgefahr liegt hier in der Körpernähe der Dienstleistung. Das heißt, es ist unerheblich, ob die Dienstleistung in Innenräumen oder im Freien angeboten wird." Es gelte die sächsische Corona-Notfall-Verordnung, nach der "ein Impf- oder Genesenen-Nachweis vorzulegen ist." Mit einer Wiederholung der Frisieraktion dürfte demnach vorerst nicht zu rechnen sein. Ob dem Geschäft rechtliche Konsequenzen drohen, blieb bislang unklar. Quelle: "Freie Presse" (Bezahlinhalt), TAG24

 

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will Corona-Pillen kaufen

Kurz nachdem die US-Arzneimittelbehörde dafür eine Notfallzulassung erteilt hat, bemüht sich die Bundesregierung um die Corona-Pille Paxlovid. Die Europäische Arzneimittelagentur prüft das Medikament noch. Deutschland bemüht sich um die rasche Beschaffung des Corona-Medikaments Paxlovid, das in den USA eine Notfallzulassung erhalten hatte. Das Bundesgesundheitsministerium steht nach Angaben eines Sprechers mit Herstellern "in Verhandlung, um Kontingente für Deutschland zu sichern und zeitnah für die Versorgung zur Verfügung zu stellen". Dies gelte neben dem Präparat Paxlovid des US-Konzerns Pfizer auch für das Mittel Lagevrio, das vom US-Unternehmen MSD hergestellt wird. Beides sind antivirale Mittel, die das Virus daran hindern, sich zu reproduzieren. Die Präparate sind in der EU noch nicht zugelassen. Bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA seien aber bereits "Bewertungsverfahren mit dem Ziel der Zulassung begonnen worden", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministerium der Nachrichtenagentur AFP. Die Mittel sollten in Deutschland nach der Zulassung vor allem für Risikopatienten eingesetzt werden, sagte der Sprecher - etwa Patienten über 60 Jahre und Menschen mit Leiden wie Adipositas und Diabetes. In der vergangenen Woche sprach sich die EMA bereits für den Einsatz von Paxlovid in Notfallsituationen aus, etwa bei "steigenden Infektions- und Todesraten durch Covid-19". Erwachsene Patienten, die keinen zusätzlichen Sauerstoff benötigen und ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf haben, könnten damit behandelt werden. Damit kann das Medikament noch vor seiner Zulassung in der EU eingesetzt werden, die Entscheidung liegt bei den nationalen Behörden. Die EMA beruft sich auf eine Studie, bei der Patienten das Medikament bekommen haben, bei denen eine Klinikeinweisung noch nicht nötig war. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Paxlovid am Mittwoch eine Notfallzulassung für Risikopatienten ab zwölf Jahren erteilt. Einer der Vorteile ist, dass Paxlovid und Molnupiravir zu Hause als Pille eingenommen werden können. Andere Mittel wie das antivirale Medikament Remdesivir müssen dagegen intravenös und damit in Kliniken verabreicht werden. Paxlovid bremst die Vermehrung der Viren. Wer erkrankt ist, nimmt die Pille zu Hause zweimal täglich fünf Tagen lang ein. Dazu kommt ein weiteres Präparat, das bereits bei HIV-Patienten eingesetzt wird. Diese Behandlung soll vermeiden, dass man schwerer erkrankt - und möglicherweise ins Krankenhaus muss. Laut des Herstellers Pfizer senkt Paxlovid die Gefahr einer Krankenhauseinweisung oder eines Todes um knapp 90 Prozent. Die FDA hatte dazu erklärt: "Diese Zulassung bringt zu einem mit dem Auftreten neuer Varianten entscheidenden Zeitpunkt in der Pandemie ein neues Werkzeug, um Covid-19 zu bekämpfen." US-Präsident Joe Biden versprach Pfizer staatliche Unterstützung, um die Produktion des Medikaments schnell hochzufahren, denn von der Massenproduktion ist Pfizer noch weit entfernt. Die Produktion des Medikamentes dauert derzeit sechs bis acht Monate. Die US-Regierung hat bereits rund zehn Millionen Packungen für rund fünf Milliarden Dollar vorbestellt. Eine Packung entspricht einer Behandlung. Und noch in diesem Jahr könnten die ersten davon ausgeliefert werden, teilte das Weiße Haus mit. Im Januar sollen dann rund 265.000 Packungen zur Verfügung stehen. Die britische Regierung hatte jüngst einen Liefervertrag für Millionen weiterer Dosen der zwei Corona-Medikamente abgeschlossen. Großbritannien erhält nach eigenen Angaben ab Anfang 2022 insgesamt 4,25 Millionen Einheiten der Medikamente der Pharmakonzerne MSD und Pfizer. Großbritannien hatte das MSD-Medikament Lagevrio bereits Anfang November als erstes Land weltweit zugelassen. Lagevrio wird derzeit in einer landesweiten Studie der Universität Oxford eingesetzt, an der Menschen teilnehmen können, die unter Covid-19-Symptomen leiden. Zugelassen wurde das Medikament zudem für Menschen mit einem hohen Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, darunter Krebspatienten. Paxlovid soll laut britischer Regierung "so schnell wie möglich" auf dieselbe Weise eingesetzt werden, sobald es das grüne Licht der britischen Arzneimittelbehörde (MHRA) erhält.

 

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Multiroom: Musik in jedem Zimmer dank Sonos, Apple, Musiccast & Co

Musik bequem am Smartphone auswählen und in allen Winkeln der Wohnung hören: Mit Streaming-Diensten, schnellem WLAN und Multiroom-Systemen ist das einfach möglich – und gar nicht mal teuer. Wir geben in unserem Ratgeber einen Überblick zur allgemeinen Technik, erklären die Produkte und geben am Ende Tipps, für wen sich welches System eignet. Der Ratgeber ist Teil unserer Themenwelt rund um Multiroom. Dort haben wir bereits Tests zu Sonos, Musiccast, Raumfeld oder Heos veröffentlicht. Dazu kommen zahlreiche Einzeltests zu unterschiedlichen Produkten wie etwa dem Sonos Roam (Testbericht), dem günstigen Ikea Symfonisk (Testbericht) oder dem Harman Kardon Citation 200 (Testbericht). Kommunikation per WLAN Multiroom-Systeme kommunizieren üblicherweise per WLAN. Die einzelnen Lautsprecher arbeiten im Verbund, der erste Lautsprecher wird dabei oft automatisch als Controller eingerichtet. Zusätzliche Bridges oder Hubs sind inzwischen nicht mehr notwendig. Weitere Lautsprecher desselben Typs können die notwendige Konfiguration von bereits installierten Geräten kopieren, sodass etwa Konten für Streaming-Dienste nur einmal hinterlegt werden müssen. Einmal eingerichtet, kann man die verschiedenen Lautsprecher von überall ansteuern, meist vom Smartphone, Tablet oder per Sprachassistent. Der Einsatz von WLAN hat einen großen Vorteil gegenüber klassischen Bluetooth-Lautsprechern: Die Musikwiedergabe ist nicht an die Steuerung gekoppelt, sprich, das Smartphone oder Tablet muss nicht in direkter Reichweite des Lautsprechers sein. Die Multiroom-Systeme verbinden sich direkt mit Streaming-Diensten wie Spotify, Deezer oder Amazon Music und ziehen sich die Musikdaten direkt aus dem Web. Das funktioniert beim lokalen Streaming, etwa von einem Media-Server oder von einem Plattenspieler (Ratgeber). Musikquellen Woher kommt die Musik? In den meisten Systemen dürfte es sich um Inhalte von Streaming-Diensten handeln. Der wahrscheinlich am weitesten verbreitete Dienst ist Tunein, ein Streaming-Service für Radiosender. Kein Wunder, schließlich ist die Nutzung kostenlos. Danach kommen die bekannten Streaming-Dienste, etwa Spotify, Apple Music, Amazon Music, Deezer, Google Play Music und so weiter. Allerdings kann nicht jedes System mit jedem Streaming-Dienst zusammenarbeiten. Sobald man in exotischere Bereiche oder zu Lossless-Angeboten kommt, sollte man vorab prüfen, wer was kann. Mehr dazu im Artikel Netflix, Disney+, Spotify, Tidal & Co. – die besten Streaming-Dienste. Neben Online-Streaming können die meisten Geräte Inhalte aus lokalen Quellen wiedergeben. Das kann etwa die digitalisierte Platten- oder CD-Sammlung sein, die auf einem UPnP-Mediaserver liegt. Exotischer ist es, Plattenspieler und CD-Player direkt ins Netzwerk streamen zu lassen. Der CD-Player Marantz ND8006 nutzt dazu etwa das Heos-System von Denon, der Plattenspieler Yamaha VINYL 500 setzt auf Yamahas Musiccast. Beliebte Multiroom-Systeme im Überblick In den letzten Jahren ist der Markt für Multiroom-Systeme nicht nur gewachsen, er wurde minimal durchlässiger. Das liegt an Quasi-Standards wie Spotify Connect, Airplay oder Chromecast. Damit kann man seine eigene Musik auf Endgeräten verschiedener Hersteller wiedergeben. Dennoch ist es oft so, dass man sich für einen Hersteller entscheidet und anschließend bei ihm bleibt. In der Liste zeigen wir zuerst die drei großen Steuerungsprotokolle Airplay 2, Google Chromecast und Spotify Connect. Anschließend geht es mehr in die Hardware, wir zeigen dedizierte Multiroom-Systeme. Diese nutzen neben den genannten Protokollen größtenteils eine eigene App, über die sie sich einrichten, steuern oder sich mehrere Lautsprecher gruppieren lassen. Apple Airplay 2 Airplay 2 ist ein proprietärer Standard von Apple. Damit integriert man Multiroom-Systeme komplett in die Apple-Welt und kann die Geräte insbesondere direkt vom Sperrbildschirm des iPhones steuern. War Airplay 1 nur in relativ wenigen Geräten vertreten, so hat Apple mit Airplay 2 eine ganze Reihe von namhaften Herstellern überzeugt. Dazu gehören beispielsweise Bose, Denon, Libratone, Polk Audio oder Marantz. Und natürlich darf der hauseigene Apple Homepod (Testbericht, Note 2) nicht fehlen. Airplay 2 ist naturgemäß nur für Apple-Fans eine sinnvolle Investition. Wer aber sowieso in diesem Universum unterwegs ist, der kann damit seine Wohnung audiotechnisch sinnvoll erweitern und alles aus einer Hand steuern. Airplay 2 scheint in jedem Fall eine ähnliche Evolution wie Apple Homekit (Ratgeber) durchzumachen. Airplay startete zwar langsam, wird aber inzwischen zu einem soliden System. Google Chromecast / Google Cast Mit Chromecast lassen sich die verschiedensten Systeme übers Netzwerk ansteuern, es ist gleichermaßen das Android-Pendant zu Airplay (ist aber auch zu iOS kompatibel). Doch obwohl es bei Google selbst gerade im Bereich Audio zu Chromecast ruhig wurde, kommen immer mehr Produkte mit diesem Feature in den Handel. Das gilt beispielsweise für Fernseher mit Android OS oder eben vernetzte Lautsprecher. Chromecast eignet sich für Audio. So integrieren Streaming-Dienste die Technik ebenso wie etwa Youtube oder Podcast-Anwendungen. Spotify Connect Spotify Connect hat sich in kurzer Zeit zu einem der am weitesten verbreiteten Steuerungsprotokoll für Musikgeräte gemausert. Wie der Name verrät, stammt es von Spotify und arbeitet nur mit der App dieses Anbieters. Spotify Connect findet alle kompatiblen Geräte im WLAN automatisch, ein Setup oder eine Einrichtung darüber hinaus ist meist nicht notwendig. Die Steuerung ist einfach: Man wählt am PC, Tablet oder Smartphone den Song aus, klickt auf „Mit einem Gerät verbinden” und hört die Musik anschließend über dieses Endgerät. Schwieriger wird es, wenn man Räume gruppieren möchte, dann braucht man mehrere Lautsprecher vom selben Hersteller. Seit Spotify Connect mit dem kostenlosen Account funktioniert, bekommt man eine einfache Möglichkeit, um günstige Abspielgeräte anzusteuern. Sonos Die alte Dame der Multiroom-Systeme ist ohne Zweifel Sonos (Themenwelt und Einzeltests). Die Produkte sind nicht nur ausgezeichnet, sondern gewissermaßen unzerstörbar. Sie halten so lange, dass das Unternehmen kürzlich enorm negative Schlagzeilen bekam, als es den Support für einige ältere Lautsprecher einstellen wollte ( Sonos verspricht Update für Mischbetrieb alter und neuer vernetzter Lautsprecher). Tatsächlich galt Sonos lange als Apple für Multiroom: Man bekommt ein System, das einfach zu bedienen ist und gut funktioniert, dafür aber etwas mehr kostet. Das hat sich dank der Kooperation mit Ikea geändert. In der Symfonisk-Serie des Möbelhauses stecken 100 Prozent Sonos-Lautsprecher, die sich problemlos mit anderen Geräten des Herstellers integrieren. Und das zu Preisen von 99 bis 179 Euro. Der Klang ist dabei mit den Play-1-Lautsprechern vergleichbar. Sonos Move Sonos bietet neben den klassischen Lautsprechern noch anderen Formfaktoren. So gibt es etwa die Soundbars Playbar, Beam oder Playbase für den Einsatz am TV. Mit dem kabellosen Subwoofer Sub kann man dem Klang mehr Bass verleihen. Wer alte Stereoanlagen oder Lautsprecher verbinden möchte, kann dazu Port oder Amp verwenden – auch wenn diese Produkte so viel kosten wie ein komplett neuer Lautsprecher. Interessant für alle mit Garten ist der Sonos Move (Testbericht, Note 1). Dieses Gerät hat einen integrierten Akku, ist gegen Spritzwasser geschützt und kann Audiodaten per Bluetooth empfangen. Sonos bietet zudem eine durchdachte App mit hervorragender Spotify-Integration. Parallel lässt sich die Wiedergabe per Amazon Alexa oder Google Home steuern. Amazon Echo Ein Angriff auf Sonos kommt direkt von Amazon. Der Anbieter hat seine Echo-Lautsprecher im letzten Jahr sukzessive zu einem Multiroom-System ausgebaut. Dabei wurde nicht nur der Klang der großen Echos verbessert. Amazon hat mit dem Echo Studio gezielt an Lautsprechern gearbeitet, die es klanglich mit „echten” Hifi-Systemen aufnehmen. Dazu gibt es Echo Link für die bestehende Stereoanlage sowie Echo Link Amp, um daran direkt Lautsprecher anzuschließen. Sämtliche Geräte stellen wir im Artikel Amazon Echo: Alle Modelle im Vergleich genauer vor. Amazon Echo Link Die primäre Steuerung erfolgt über die Sprache, der Assistent Alexa ist fester Bestandteil dieses Konzepts. Dieser ist zu allen Diensten kompatibel, die eine App für Alexa oder im Amazon Play Store anbieten. Neben der Musikwiedergabe können Echo Plus, Echo Show und Echo Studio als Hub für Zigbee-Geräte dienen und so das Smart Home steuern. Teufel Neben dem Raumfeld-System (Testbericht) liefert Teufel noch andere Streaming- und Multiroom-Systeme. Die Raumfeld-App steuert dabei die Produkte aus dem Raumfeld- und dem Teufel-One-Portfolio, für die Holist-Produkte wie den Teufel Holist S (Testbericht) kommt eine andere App zum Einsatz – die aber wiederum Nicht-Teufel-Lautsprecher wie den Pure Discovr (Testbericht) steuert. Die Teufel-Produkte gefallen im Test immer wieder durch ausgezeichneten Klang. Eine Verbindung mit Assistenten wie Alexa ist inzwischen ebenfalls an Bord und funktioniert gut. Flareconnect Fans von Onkyo oder Pioneer sollten sich den Flareconnect, das ehemalige Fireconnect, genauer ansehen. Dabei ist es kein Wunder, dass gerade diese einstigen Konkurrenten so gut zusammenarbeiten. Onkyo besitzt seit März 2015 rund 49 Prozent von Pioneer. Den Geräten schadet das nicht, wie unsere Tests zum Pioneer MRX-3 (Testbericht, Note 3) oder dem Onkyo NCP-302 (Testbericht, Note 2) zeigen. Der größte Kritikpunkt ist dabei, dass sich AUX nicht im Multiroom verwenden lässt, hat das Unternehmen mit dem Rebranding auf Flareconnect gleich ausgehebelt. Lokale Quellen lassen sich jetzt im Netzwerk streamen. Dabei kann man sogar wild mischen und Songs aus einem Streaming-Dienst oder USB- sowie NAS-Speicher in einer Playlist zusammenstellen. Die großen Hifi-Hersteller schaffen den Spagat zwischen Multiroom-Lautsprechern und klassischem Equipment. So halten die Streaming-Features bei einem Verstärker wie dem Onkyo Home AV Einzug. Wer also bereits ein gut ausgebautes Hifi-System hat, der muss nur den Verstärker wechseln und kann die teuren Boxen, Platten- und CD-Spieler oder sonstiges Zubehör weiternutzen. Neben dem eigenen System setzt Onkyo bei Flareconnect-Produkten konsequent auf Chromecast. Das öffnet das System für die Steuerung per Google Home. Heos Denon legt mit Heos seine Version von Multiroom vor. Wie bei Onkyo erstreckt sich die nicht nur auf einzelne Lautsprecher, sondern über das komplette Hifi-Segment. In unserem Test von Heos (Testbericht, Note 1) gefiel uns die durchdachte App und die große Produktauswahl. Für die Grundfunktionen und Spotify Connect musste kein Account angelegt werden. Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Denon Heos Heos App Mittelfristig sollte man das aber dennoch machen, einfach um das System besser im Griff zu haben. Heos gibt es nicht nur in den Produkten von Denon, das System steckt zudem in einigen Verstärkern von Marantz. Kein Wunder, gehören doch beide Marken zum Unternehmen Sound United. Musiccast Hinter Musiccast steckt Yamaha. Wie Heos oder Flareconnect erweitert die Multiroom-Funktion eher das Produktsortiment, als dass der Hersteller alles darauf setzt. Das ist aber nicht schlecht, im Gegenteil. Im Artikel zu Musiccast (Testbericht, Note 1) gefiel uns erneut, dass man so eine breite Produktpalette nutzen kann. Neben den dedizierten Lautsprechern gibt es Musiccast als Teil von Soundbars oder in AV-Receivern. Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Yamaha Musiccast Musiccast App Wer also bereits Geräte von Yamaha besitzt und upgraden möchte, der dürfte recht schnell fündig werden. Für die Steuerung per App ist kein Account notwendig. Besonders gut hat uns die Update-Prozedur gefallen. Dabei wird die neue Firmware im Hintergrund heruntergeladen und erst dann installiert, wenn man nicht mehr hört. Alles in allem ein sehr solides System. Bose Bose möchte sich das Thema Multiroom nicht entgehen lassen und hat zwei große Familien: die Soundtouch-Serie und die Smart-Home-Familie. Beide können WLAN nutzen und so Musik streamen, aber nur die Smart-Home-Familie besitzt integrierte Sprachassistenten. Ansonsten erinnert das Line-up stark ans Angebot von Sonos. Bose hat keine AV-Receiver, sondern setzt auf eigenständige Lautsprecher und Soundbars. Gesteuert werden die Bose-Geräte per Bose Music, Spotify oder Airplay 2. Neben den Multiroom-Lautsprechern wie dem Bose Portable Home Speaker (Testbericht) kann man beispielsweise auch Soundbars wie die Smart Soundbar 900 (Testbericht) über die Bose Music App steuern und Musik darüber streamen. Hifi-System für Streaming und Multiroom aufrüsten Wer bereits eine gute Stereoanlage oder teure Boxen besitzt, der muss diese nicht wegwerfen. Zahlreiche Hersteller bieten Komponenten an, mit denen man bestehende Geräte fit für Multiroom und vor allem Musik-Streaming machen kann. Diese Adapter müssen nicht teuer sein, ein einfacher Amazon Echo Dot und ein Klinken-Eingang an der Stereoanlage reichen bereits aus. Unser Tipp ist es aber, entweder die Komponenten eines bestehenden Multiroom-Systems zu verwenden, beispielsweise von Yamaha oder Heos. Wer sich hier nicht festlegen will, der kann immer noch zu Netzwerk-Playern mit Airplay 2, Spotify Connect oder Chromecast greifen. Dabei handelt es sich um kleine oder größere Geräte, die sich per WLAN mit dem Netzwerk und dem Internet verbinden und über Cinch mit der Anlage verbunden sind. Alternativ kann man den Verstärker gegen eine neue Version ersetzen – dieser sollte dann idealerweise gleich Streaming und Multiroom an Bord haben. Im Artikel Airplay 2, Spotify und Co: Streaming und Multiroom für Hi-Fi-Anlangen nachrüsten beleuchten wir das Thema genauer. Fazit Wo es früher nur Sonos gab, hat man heute die Qual der Wahl. Was sollte man sich also kaufen? Es kommt im Grunde auf die Features an, die man haben möchte. Apple-Nutzer sollten ganz klar Airplay 2 auf die Wunschliste ganz oben setzen. Wer sowieso nur Spotify hört, für den ist Spotify Connect wichtig. Die nächste Entscheidung ist, ob man einzelne Systeme alleine ansteuern möchte (etwa erst morgens im Bad und anschließend in der Küche) oder ob man mehrere Systeme in Räumen zusammenfassen und gemeinsam ansteuern will, etwa in einem Wireless-Surround-System mit Soundbar und externen Lautsprechern. Dann reichen Airplay, Chromecast und Spotify Connect nicht mehr und es braucht ein echtes Multiroom-System. Schließlich muss man sich entscheiden, ob man bestehende Geräte weiter nutzen möchte oder komplett neu ins Streaming einsteigt. Anders gesagt: Wer bereits ein ordentliches Hifi-Setup hat, der muss nicht alles wegwerfen, im Gegenteil. Da die Hersteller endlich aufgewacht sind, kann man seiner Investition mit einem neuen Receiver von Yamaha, Denon, Pioneer oder Onkyo ein neues (Multiroom) -Leben einhauchen und das Setup über die kleinen Lautsprecher weiter ausbauen. Wer komplett neu startet, der hat die größte Auswahl – und Sonos hat mit der Ikea-Kooperation hier einen ordentlichen Schritt hin zu niedrigen Preisen getan. Mehr zu dem Thema haben wir in der Themenwelt Multiroom veröffentlicht. Neben zahlreichen Ratgebern, etwa zu Streaming und Multiroom für Hi-Fi-Anlangen nachrüsten, sind dort Einzeltests, beispielsweise zum Teufel Holist S (Testbericht), dem Ikea Symfonisk Bilderrahmen (Testbericht) oder dem Sonos One SL (Testbericht).

 

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Corona: Dänemark führt Testpflicht bei Einreise ein

Vom 27. Dezember an verlangt Dänemark wieder einen negativen Corona-Testnachweis bei der Einreise. Das hat das Gesundheitsministerium mitgeteilt. Doch es gibt Ausnahmen: So fallen Tagesausflügler nicht unter die Regelung. Bis zu 24 Stunden Aufenthalt in Dänemark sind ohne Test erlaubt. Und Reisende mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein müssen ebenfalls keinen Test vorlegen - jedenfalls, wenn sie geimpft oder genesen sind. Ungeimpfte Schleswig-Holsteiner brauchen, wie bisher für längere Aufenthalte, einen negativen Corona-Test. Eine weitere Ausnahme betrifft Genesene, die dokumentieren können, dass ein PCR-Test bei ihnen vor mindestens 14 Tagen, maximal aber 180 Tagen eine Corona-Infektion nachgewiesen hat. Auch sie müssen keinen aktuellen Test vorlegen. Außerdem sind Kinder unter 15 Jahren von der Testpflicht ausgenommen. Für die meisten Urlauber dürften die neuen Regeln erst im neuen Jahr wichtig werden, da der Bettenwechsel am ersten Weihnachtsfeiertag noch nicht unter die Regelung fällt. Die Omikron-Variante dominiert inzwischen das Infektionsgeschehen in Dänemark. Die Inzidenzen liegen zwischen 500 im Grenzland und 2.500 in der Stadt Kopenhagen. Nach dem letzten Bericht vom Mittwoch liegt die Gesamtzahl der Omikron-Fälle in Dänemark bei mehr als 26.000. Davon entfallen gut 1.100 auf Süddänemark. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist jüngsten Vergleichszahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC zufolge die höchste in der EU und etwa dreieinhalb Mal so hoch wie in Deutschland. Trotz der hohen Zahlen liegen in ganz Dänemark derzeit weniger als fünf Patienten mit der Omikron-Variante auf Intensivstationen. Insgesamt ist die Lage in den Kliniken nach Auskunft der dänischen Regierung stabil. Ende vergangener Woche war Schleswig-Holsteins Nachbarland von der Bundesregierung als Hochrisikogebiet eingestuft worden. Die Corona-Regeln in Dänemark selbst bleiben jedoch moderat: Geschäfte sind geöffnet, Kontaktbeschränkungen gibt es nicht. Nur öffentliche Einrichtungen sind geschlossen. Bisher konnten Genesene und vollständig Geimpfte ohne Test nach Dänemark einreisen. Nicht-Geimpfte, die länger als 24 Stunden blieben, mussten einen Test vorlegen, der innerhalb von 24 Stunden nach Einreise gemacht werden musste oder bei der Einreise mitgeführt wurde. In der vorherigen Version des Artikels sind uns bei den Ausnahmen von der Testpflicht Ungenauigkeiten unterlaufen, das bitten wir zu entschuldigen. Wir haben die Angaben anhand der aktuellen Informationen der dänischen Regierung korrigiert.

 

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Rund 320.000 Briefe nach Himmelpfort verschickt

Sorgen wegen der Coronakrise haben auch in diesem Jahr die Briefe von Kindern an Weihnachtsmann, Christkind oder Nikolaus bestimmt. In etlichen Schreiben hätten sich Jungen und Mädchen das Ende der Pandemie gewünscht, teilte die Deutsche Post mit. In Deutschlands größter Weihnachtspostfiliale im brandenburgischen Himmelpfort seien in der laufenden Saison inzwischen 320.000 Briefe eingegangen. Die Zahl sei im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben, hieß es. Rund 15.000 der Briefe kamen laut Post aus dem Ausland. Die Spitzenreiter der 58 Herkunftsländer seien China, Polen und Russland. Den weitesten Weg habe mit mehr als 18.000 Kilometern ein Wunschzettel aus Neuseeland zurückgelegt. Viele Zusendungen hätten auch in diesem Jahr wieder „wahre kleine Kunstwerke“ enthalten, hieß es. Darunter seien liebevoll gebastelte und geschmückte Tannenbäume, Rentiere aus Papier, Glitzer-Wunschzettel und Bilder des Weihnachtsmannes. Zu den wichtigsten Wünschen gehörten „Corona soll weg gehen“ und weiße Weihnachten. Bei Mädchen stünden Puppen und Spielfiguren, bei Jungen Spielzeugautos und bei älteren Kindern Spielekonsolen und Handys hoch im Kurs. Im vergangenen Jahr gingen ebenfalls rund 320.000 Briefe aus 62 Ländern in Himmelpfort ein. Nach Anzahl der Zusendungen ist der Ort damit Postangaben zufolge die größte der sieben Weihnachtspostfilialen in Deutschland. Die Geschichte der Weihnachtspostfiliale begann nach Angaben der Post im Jahr 1984. Zwei Kinder aus Berlin und Sachsen schickten Briefe nach Himmelpfort an den Weihnachtsmann. Eine Postmitarbeiterin beantwortete sie – und im Jahr darauf kamen bereits 75 Briefe an. 1995 stellte die Post dann zum ersten Mal zusätzliche Mitarbeiterinnen ein, um die Briefberge zu beantworten. Ziel der Aktion ist es, Kindern den besonderen Wert des Briefeschreibens nahe zu bringen. [Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] Vor einer Woche besuchte Frank-Walter Steinmeier die Weihnachtspostfiliale. Im Gepäck hatte der Bundespräsident nach Angaben der Post Briefe von Kindern aus der Nachbarschaft seines Berliner Amtssitzes, Schloss Bellevue. Die Anzahl der Kinder, die bisher geschrieben oder Bilder gemalt haben, liegt indes deutlich höher als die Anzahl der Briefe vermuten lässt. Denn zahlreiche Kitas und Grundschulen verschickten die Wunschzettel der Kinder in Sammelbriefen, sagte Maike Wintjen, Sprecherin der Deutschen Post, dem Evangelischen Pressedienst. Viele Kinder hätten ihre Sorgen um das bevorstehende Weihnachtsfest zum Ausdruck gebracht, sagte Wintjen. „So haben viele Angst davor, dass sie selbst oder nahe Angehörige an dem Coronavirus erkranken können. Wir haben auch Briefe von Kindern erhalten, die gerade selbst erkrankt sind.“ Die Deutsche Post unterstützt bundesweit sieben Weihnachtspostfilialen. Neben Himmelpfort gibt es Filialen in Niedersachsen, Bayern, Nordrhein-Westfalen und im Saarland. (epd/dpa/Tsp)

 

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So rittern Österreich und Ungarn um die besten Banken auf dem Balkan

Im zersplitterten Ex-Jugoslawien steht eine neue Konsolidierungswelle bei Banken bevor. Das schnelle Wachstum der Balkanstaaten mit Aussicht auf eine EU-Mitgliedschaft beflügelt die Fantasie. Wer macht das Rennen um die hohen Renditen. In Europas Südosten steht 2022 eine weitere Welle der Bankenkonsolidierung an. Die schnell wachsenden Balkanstaaten mit Aussicht auf die Mitgliedschaft in der Europäischen Union beflügeln nun die Fantasie. Ganz vorne im Rennen um die Dominanz auf dem Bankenmarkt sind dabei die einstigen Großmächte Österreich und Ungarn. Die genossenschaftlich verwurzelte Raiffeisen Bank International (RBI) und Ungarns größtes Geldhaus OTP Bank Nyrt. sind die führenden Geldinstitute in diesem Rennen von Fusionen und Akquisitionen. Mehr als 20 Deals wurden seit dem Jahr 2019 in der fragmentierten Region angekündigt. Die Länder des früheren Jugoslawien locken mit Wachstumsraten von zum Teil über sieben Prozent und Bankrenditen, von denen der Westen nur träumt.

 

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Škoda Fabia oder Wie man das Ansehen des Kleinwagens hebt

Verblüffend geräumig und höchst umgänglich – nicht nur in der Stadt, auch auf der Langstrecke: Škodas feine neue Fabia-Generation. Normalerweise ist es keine gute Idee, vom viel größeren und doppelt, ja eigentlich: dreimal so teuren Auto auf den kleinen Hüpfer umzusteigen. Hat sich aber so ergeben: von Škodas feinem SUV Kodiaq auf den Kleinwagen Fabia. Der Kodiaq wurde überarbeitet und aktualisiert, der Fabia, in vierter Generation, ist gänzlich neu. Und siehe da: Keine Spur von Verdruss über das vermeintliche Downgrading. Stattdessen ein Déjà-vu im Cockpit: Es sieht ja alles gleich aus! Die gleiche Grafik der Instrumente, das gleich große zentrale Display zur Steuerung des Bordsystems. Die Sitze sind keine Schemel, sondern ordentlich dimensioniert (man glaubt gar nicht, was das fürs Empfinden macht). Wäre nicht die Sitzposition im Parterre statt im Hochparterre und der Ausblick ohne lange Motorhaube voraus, man könnte sich für ein paar Momente im gleichen Auto wähnen. Das muss man als Kompliment stehenlassen. Denn keineswegs herrscht drangvolle Enge – der Fabia macht das Beste aus seinen Abmessungen, die so kleinwagesk gar nicht mehr sind: 4,1 Meter in der Länge, das entspricht dem immer noch beliebten 4er-Golf von 1997. Dass der Fabia über die Viermetergrenze sprang und gleich um elf Zentimeter in der Länge zugelegt hat – und merklich breiter wurde –, das liegt an der Plattform, die er im Konzern unter anderem mit Polo und Seat Ibiza teilt. Nur dass der Škoda jener ist, der im Klassenvergleich am meisten Volumen, sprich Raum an Bord, herausschlägt. Sein Kofferraum fasst 380 Liter bei aufrechten Rücklehnen, und das Sitzen im Fond ist auch für Erwachsene gut machbar. Das soll freilich ein bisschen darüber hinwegtrösten, dass es vom neuen Fabia keine Kombivariante geben wird. Er ist sie quasi schon von Haus aus. Schaltgetriebe? Gern, wenn es so ist wie dieses. Leichtgängig, aber doch sauber und definiert, dabei gut abgestimmt auf den Antrieb, in unserem Fall der Ein-Liter-Turbo-Dreizylinder mit 110 PS. Ein fröhlicher, lebhafter Motor, den man unfassbar schaltfaul fahren kann, weil er sich aus niedrigsten Drehzahlen aufbäumen kann, wenn man nur das Gaspedal einebnet. Man hört recht wenig von ihm, auch das typische Dreizylinder-Schnarren verkneift er sich weitgehend. Hält man ihn auf Touren, entfaltet er richtige Gasslheizer-Attitüde. Warum soll ein Kleinwagen denn keine Hetz sein? Der Verbrauch hält bei um die sechs Liter, mit Spielraum in beide Richtungen. Zumal der sechste Gang Perspektiven für die Langstrecke eröffnet. Der optionale 50-Liter-Tank (statt 40) kostet nur eine Handvoll Euro und streckt die Reichweite nach WLTP auf über 900 Kilometer. In Sachen Komfort und Assistenz sieht schon die Basisvariante ab 19.500 Euro gut aus, in unserem Fall war schlicht alles drin, ergibt 26.500 Euro. Nicht wenig für einen Kleinwagen – der allerdings das ist, was vor Kurzem noch der Golf war. (tiv)

 

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Trump zwischen Politik, Pleite und Prozessen: Ein Überblick

Trotz seiner Niederlage im Kampf um eine zweite Amtszeit ist Donald Trumps Einfluss auf die amerikanische Politik immer noch enorm. Wie gross ist seine Chance auf ein Comeback? Und welche Gefahr droht ihm durch die Ermittlungen der Justiz? Ein Überblick. Trump bei einem Auftritt in Ohio am 26. Juni. Nach einer längeren Pause hält der frühere Präsident der USA nun wieder regelmässig öffentliche Veranstaltungen ab. Die neusten Entwicklungen Trumps Zeit seit der Abwahl – die Hintergründe 1. Welche Rolle spielt Trump in der Politik noch? In den USA ist es üblich, dass aus dem Amt geschiedene Präsidenten sich aus der Politik zurückziehen. Die Parteien haben bereits die nächsten Wahlen im Blick, in den Fokus rücken sofort mögliche Kandidaten für das kommende Präsidentschaftsrennen. Im Fall Donald Trumps ist das anders: Der ehemalige Immobilienmogul erhielt bei der Wahl im November 2020 74 Millionen Stimmen – so viele wie kein Republikaner vor ihm. In den vergangenen Jahren hat er es geschafft, der Partei neue Wählergruppen zu erschliessen, und er elektrisiert ihre Basis nach wie vor. Das ist auch der Grund dafür, dass die Republikaner mit Trump nicht gebrochen haben, obwohl es nach dem Angriff auf das Capitol am 6. Januar kurzzeitig danach aussah. Im daraufhin von den Demokraten angestrengten Impeachment-Verfahren stimmten im Repräsentantenhaus nur 10 der 211 republikanischen Abgeordneten für eine Anklage gegen Trump und nur 7 von 50 republikanischen Senatoren für eine Verurteilung. Seither hat der ehemalige Präsident die Republikaner wieder fest im Griff. Seine inhaltliche Neuausrichtung der Partei gegen Freihandel, Budgetdisziplin und eine interventionistische Aussenpolitik hat weiterhin Bestand. Sogar die Verschwörungstheorie über die angeblich gefälschte Wahl ist Teil der republikanischen Politik, was sich an den Wahlrechtsreformen in verschiedenen republikanisch kontrollierten Gliedstaaten zeigt. Vor allem auf das Personal übt Trump grossen Einfluss aus. So musste seine vehemente Kritikerin Liz Cheney die Parteiführung verlassen, sie wurde durch eine Loyalistin ersetzt. Die Vorsitzende der Republikaner, Ronna McDaniel, steht dem ehemaligen Präsidenten nahe, und in den gliedstaatlichen Sektionen dominieren seine Anhänger. Innerparteiliche Kritiker gibt es nach wie vor, insbesondere im Senat. Aber sie müssen für die Zwischenwahlen 2022 mit parteiinternen Widersachern rechnen und damit um ihre Sitze fürchten, denn von Trump unterstützte Anwärter haben hohe Chancen in den Vorwahlen. Dies verleiht ihm enormes Gewicht in der gesamten Partei. Allerdings zeigt sich, dass der ehemalige Präsident ohne seine im Zuge des Sturms auf das Capitol von den Tech-Konzernen gesperrten Social-Media-Konten Mühe hat, sich Gehör zu verschaffen. Wie das Portal «Axios» berichtete, brachen die Interaktionen über Trump auf den Netzwerken seit der Sperrung bis Anfang Mai um 91 Prozent ein. Dabei ist für ihn der Verlust von Facebook und Twitter gleichermassen schmerzhaft: Facebook ist vor allem für das Spendensammeln essenziell, während Trump über Twitter jederzeit ungefiltert seine Gedanken verbreiten konnte. Das war vor allem deshalb von Bedeutung, weil die Medien über die Tweets ausführlich berichteten und sie so multiplizierten. Im Mai führte Trump stattdessen kurzzeitig ein Blog mit knappen Statements, das stark an seinen Twitter-Feed erinnert. Die Resonanz war jedoch beschränkt, und schon nach einem Monat wurde das Projekt gestoppt. Kurz nach seiner Wahlniederlage war auch die Rede davon, er könnte selbst ein neues Medium gründen oder in ein bestehendes einsteigen, um damit seinen einstigen «Haussender» Fox News zu konkurrenzieren. Das Unternehmen Trump Media und Technology Group verkündete die Gründung von Trumps eigener Social-Media-Plattform. «Truth Social» soll bis zum ersten Quartal 2022 den Betrieb aufnehmen. Ab November soll das Netzwerk für geladene Gäste starten, Anfang 2022 dann landesweit. 2. Welche Chancen auf ein Comeback hat Trump? Der ehemalige Präsident hat sich bisher über seine politische Zukunft nur verklausuliert geäussert. In seinem ersten grossen öffentlichen Auftritt nach dem Ausscheiden aus dem Amt, an der Conservative Political Action Conference Ende Februar, machte er Andeutungen, im Präsidentschaftsrennen 2024 erneut antreten zu wollen, und wurde dafür vom Publikum der einflussreichen Veranstaltung gefeiert. Eine klare Ansage machte er aber noch nicht. Spekulationen, er könnte eine eigene politische Gruppierung als Konkurrenz zu den Republikanern gründen, wies er zurück. Die neuerliche Kandidatur eines früheren Präsidenten wäre zwar nicht beispiellos, aber höchst ungewöhnlich. Es gibt dafür in der Geschichte nur zwei Beispiele, und beide liegen mehr als hundert Jahre zurück. Grover Cleveland verpasste seine Wiederwahl 1888 knapp, trat vier Jahre später nochmals an und gewann. Er ist der einzige Präsident mit zwei nicht aufeinanderfolgenden Amtszeiten. Theodore Roosevelt trat 1908 freiwillig nicht mehr an, vier Jahre später dafür als erfolgloser Kandidat einer Drittpartei. Zum jetzigen Zeitpunkt sind alle Prognosen über Trumps Chancen höchst spekulativ – viel wird vom Ausgang der Zwischenwahlen 2022 abhängen und noch mehr von seinem Gesundheitszustand in drei Jahren. Er wird dann 78 Jahre alt sein. Derzeit deuten jedoch alle Umfragen darauf hin, dass der ehemalige Präsident republikanische Vorwahlen erneut klar gewinnen würde. Er kommt gegenüber allen möglichen Herausforderern auf ein Mehrfaches an Zustimmung. Das macht die Lage für diese kompliziert. Tritt Trump selbst an, sind die Chancen der Konkurrenz gering, und Anwärter drohen verheizt zu werden. Tut er es doch nicht, will man sich seine Wähler sichern. Deshalb buhlen alle aussichtsreichen möglichen Bewerber des konservativen Lagers um die Gunst des ehemaligen Präsidenten, der in jedem Fall eine Rolle als Königsmacher spielen dürfte. Hoch gehandelt werden deshalb nur Anwärter, die zum Trump-Flügel der Republikaner zählen, unter ihnen der ehemalige Vizepräsident Mike Pence oder Floridas Gouverneur Ron DeSantis. Eine ganz andere Frage ist, ob Trump auch Chancen hat, in vier Jahren tatsächlich ins Weisse Haus zurückzukehren. Da ist erhebliche Skepsis angebracht. Er verfehlte als Amtsinhaber und mit grösster medialer Aufmerksamkeit eine Mehrheit. Als er aus dem Amt schied, waren seine Zustimmungswerte auf den tiefsten Punkt der gesamten Amtszeit gefallen. Prominente republikanische Strategen wie Karl Rove oder Frank Luntz sind überzeugt, dass Trump die Wahl klar verpassen würde, weil er zum einen gemässigte Wähler in den «Swing States» vergrault und zum anderen seine Behauptungen über Wahlbetrug demotivierend wirken. 3. Wie verläuft die Aufarbeitung der Ära Trump? Trumps Chancen auf ein politisches Comeback hängen auch massgeblich davon ab, wie seine Präsidentschaft künftig beurteilt wird. Die Meinungen darüber scheinen zwar weitgehend gemacht, aber das Bild könnte sich teilweise verändern, je mehr die Ära Trump aus der Rückblende und aufgrund neuer Informationen beurteilt werden kann. Eine politische Aufarbeitung der vier Amtsjahre ist im gegenwärtigen polarisierten Klima jedoch schwierig. Die Untersuchung eines Schlüsselereignisses, des Sturms auf das Capitol am 6. Januar 2021 mit fünf Todesopfern und zahlreichen Verletzten, dauert auf verschiedenen Ebenen an. Die Schaffung einer überparteilichen Untersuchungskommission nach dem Vorbild der «9/11»-Kommission vor zwei Jahrzehnten ist zwar im Kongress am Widerstand der Republikaner gescheitert. Aber eine von den Demokraten dominierte Sonderkommission wird gleichwohl eine Bewertung vornehmen. Sie hat ein halbes Jahr nach Trumps Abgang ihre Arbeit aufgenommen. Die Kommission hat mehr als vierzig Personen, unter ihnen prominente Mitglieder der Administration Trump und Organisatoren der Massendemonstration vor dem Capitol, unter Strafandrohung zu einer Befragung vorgeladen. Zu den Geladenen zählt Trumps früherer Chefstratege Steve Bannon. Weil er der Vorladung nicht Folge leistete, läuft gegen ihn ein Gerichtsverfahren wegen Missachtung des Kongresses. Daneben laufen die Ermittlungen der Justizbehörden. Diese sind jedoch enger gefasst und betreffen nur den strafrechtlich relevanten Bereich, nicht eventuelles politisches Fehlverhalten von Entscheidungsträgern. Laut der Nachrichten-Website «Insider» sind bis Mitte Dezember 727 Personen im Zusammenhang mit ihrer Teilnahme an der Erstürmung des Capitols angeklagt worden, unter anderem wegen Übergriffen gegen Polizisten oder wegen unerlaubten Betretens eines Grundstücks mit einer Waffe. Mehr als 50 der Beschuldigten werden rechtsextremen Organisationen wie den Proud Boys zugerechnet. Im Juli wurde in einem Fall mit Präzedenzcharakter erstmals eine Gefängnisstrafe gegen einen Verurteilten ausgesprochen – acht Monate Haft wegen Behinderung einer Kongress-Sitzung. Die bisher höchste Strafe – mehr als fünf Jahre Gefängnis – erging im Dezember gegen einen Täter, der Polizisten beim Capitol gewalttätig angegriffen hatte. Ein Unruhestifter, der wegen seines Kostüms als «Schamane» bekannt geworden ist, erhielt eine Strafe von fast dreieinhalb Jahren. Insgesamt haben sich 126 Personen eines Vergehens schuldig bekannt. Auch zivilrechtlich ermitteln die Justizbehörden der Hauptstadt Washington seit Dezember gegen die rechtsextremen Milizen Proud Boys und Oath Keepers. Ob Trump mit seiner aufrührerischen Rede an die Demonstranten an jenem Tag Schuld am anschliessenden Angriff auf den Kongress trägt, wird kontrovers beurteilt. Laut einer Umfrage von Ende Juli sehen 56 Prozent der Amerikaner zumindest eine Teilverantwortung des abgewählten Präsidenten, aber nur 27 Prozent der Republikaner. Ohne überparteiliche Aufarbeitung dürften höchst unterschiedliche Sichtweisen in der Bevölkerung fortbestehen. Sturm auf das Capitol: eine Rekonstruktion der Ereignisse. Ähnliches gilt für die von Trump verbreitete Verschwörungstheorie, wonach ihm im November 2020 sein angeblicher Wahlsieg durch Betrug der Demokraten entrissen wurde. Seine Anhänger versuchen den Beweis dafür weiterhin anzutreten. Eine mit Spannung erwartete und von Trump-Sympathisanten geführte Untersuchung in Arizona bestätigte jedoch, dass die dortigen Wahlen weitestgehend korrekt abgelaufen sind und die Behauptung eines Siegs von Trump haltlos ist. Memoiren von Entscheidungsträgern und Medienrecherchen werden weitere Aspekte von Trumps Präsidentschaft ausleuchten. Das Portal «Axios» beispielsweise hat Mitte Mai detailreich nachgezeichnet, wie Trump kurz nach seiner Wahlniederlage das Pentagon beauftragte, die amerikanische Militärpräsenz auf mehreren Krisenschauplätzen Hals über Kopf zu beenden. Der Befehl erfolgte dabei ohne jegliche interne Beratung und unter Umgehung der Streitkräfteführung, was traditionelle Entscheidungsregeln verletzte. Bürokratische Widerstände durchkreuzten Trumps Pläne schliesslich zumindest teilweise. Gravierender noch ist die Enthüllung mehrerer Journalisten, dass sich die amerikanische Militärführung nach der Wahlniederlage Trumps auf das Szenario eines Putschversuchs des Präsidenten vorbereitete. Der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs, General Mark Milley, traf mit anderen Mitgliedern der Militärführung Absprachen für den Fall, dass sie rechtswidrige oder widersinnige Befehle erhalten sollten. Milley soll Trump als Autokraten gesehen und sogar Vergleiche zur Zeit des Nationalsozialismus gezogen haben. Aus der Umgebung des Generals verlautete zudem, dass Trump nach seiner Wahlniederlage als Teil seiner Strategie zur Verbreitung von Chaos wiederholt zu einem Militärschlag gegen Iran gedrängt habe. Widerstände mehrerer Regierungsmitglieder hätten ihn schliesslich von dieser Idee abgebracht. Milley soll nach der Erstürmung des Capitols geheime Vorkehrungen getroffen haben, um die Befehlsgewalt des damaligen Präsidenten Donald Trump über Atomwaffen einzuschränken. Laut Recherchen eines amerikanischen Investigativteams hatte General Milley seinen chinesischen Amtskollegen, General Li Zuocheng von der chinesischen Volksbefreiungsarmee, zweimal heimlich angerufen und ihm versichert, dass die Vereinigten Staaten stabil seien und China nicht angreifen würden. Nach und nach wird auch bekannt, dass die Administration Trump schärfer als frühere Regierungen Ermittlungen zu «Lecks» in der Verwaltung anstiess und sich dabei nicht scheute, regelmässig in die Autonomie der Medien einzugreifen. Mindestens acht Journalisten der «New York Times», der «Washington Post» und des Senders CNN waren von geheimen Überwachungsmassnahmen betroffen. Ohne ihr Wissen verschaffte sich das Justizministerium Informationen darüber, mit wem sie in gewissen Zeiträumen im ersten Halbjahr 2017 in Kontakt per E-Mail oder Telefon gestanden hatten. Im Kongress laufen mehrere Untersuchungen zum Gebaren Trumps als Präsident und Geschäftsmann. Das Aufsichtskomitee des Repräsentantenhauses hat Einsicht in die weiterhin nicht öffentlichen Steuerunterlagen Trumps verlangt, und das Justizkomitee der grossen Kammer setzt seine Ermittlungen zur fünf Jahre alten Russland-Affäre fort. Im Juni führte es eine Befragung von Don McGahn durch, einem früheren Rechtsberater des Ex-Präsidenten und Schlüsselzeugen des Sonderermittlers Robert Mueller. 4. Weshalb steht Trump im Visier der Justiz? Zweimal ist Donald Trump während seiner Präsidentschaft vom Repräsentantenhaus angeklagt (impeached) worden, beide Male sprach ihn der Senat von den jeweiligen Vorwürfen frei. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt ist eine weitere Anklage – diesmal in einem strafrechtlichen Verfahren unterhalb der Bundesebene – jedoch ein reales Szenario. Eine Anklage wäre ein Präzedenzfall – noch nie zuvor war ein ehemaliger Präsident der USA mit einem solchen Schritt der Justiz konfrontiert worden. Allerdings gab es mehrere Vorgänger, die nach ihrer Amtszeit ebenfalls in rechtlichen Problemen steckten. Der Demokrat Bill Clinton entging 2001 einer möglichen Anklage wegen Meineids in der Lewinsky-Affäre, indem er in einer Einigung mit dem Sonderstaatsanwalt eine Busse und den Verlust seiner Anwaltslizenz akzeptierte. Der Republikaner Richard Nixon profitierte 1974 von einem Gnadenerlass seines Nachfolgers, der ihm Immunität bezüglich möglicher Straftaten als Präsident verschaffte. Trump steckt in einer anderen Situation; in Bedrängnis bringen ihn vor allem Handlungen als Geschäftsmann vor seiner Präsidentschaft. Besonders bedrohlich für ihn sind die in New York laufenden Untersuchungen: Der Staatsanwalt für Manhattan, Cyrus Vance, ermittelt bereits seit dem Sommer 2019 gegen Trump. Anstoss war die damals publik gewordene Schweigegeldzahlung in der Höhe von 130 000 Dollar an eine Pornodarstellerin, die von Trump möglicherweise steuertechnisch falsch deklariert worden war. Vance weitete die Untersuchung jedoch auf andere mutmassliche Unregelmässigkeiten von Trumps Familienimperium, der Trump Organization, aus. Lange Zeit war der Staatsanwalt in seiner Arbeit blockiert, da er einen anderthalbjährigen Rechtsstreit führen musste, um an Trumps Steuerunterlagen aus den Jahren 2011 bis 2019 zu gelangen. Diese Dokumente – mehrere Millionen Seiten – wurden ihm jedoch im Februar 2021 nach einer Entscheidung des Obersten Gerichts ausgehändigt. Parallel führt die Justizdirektorin (Attorney General) von New York, Letitia James, ähnliche Ermittlungen. Auslöser waren für sie 2019 belastende Aussagen von Trumps früherem Mitarbeiter Michael Cohen, der dem Präsidenten vorwarf, als Immobilienunternehmer seine finanziellen Verhältnisse manchmal beschönigt zu haben, um Kredite zu erschleichen, oder sie düsterer dargestellt zu haben, als es der Wahrheit entsprach, um Steuern zu sparen. Dies wirft die Frage auf, ob Trump Kredit- oder Steuerbetrug vorzuwerfen sei. James untersucht dabei auch, ob Steuerabzüge in der Höhe von 46 Millionen Dollar für den mit Umweltorganisationen ausgehandelten Verzicht auf Überbauungen in Kalifornien und New York rechtens waren. James hat das anfänglich nur zivilrechtliche Verfahren im Mai 2021 auch auf die strafrechtliche Ebene ausgeweitet. Die beiden Strafverfolgungsbehörden kooperieren nun bei ihren Ermittlungen. Eine von Vance einberufene Grand Jury hat im Juli wegen mutmasslicher Steuervergehen Anklage gegen Trumps Firmengruppe und deren Finanzchef erhoben. Dieser Fall könnte früher oder später auch Trump selber erfassen. Die Anklage bedeutet noch nicht, dass der Staatsanwalt dem früheren Präsidenten den Prozess machen will. Aber Beobachter deuten den Schritt als Zeichen dafür, dass Vance den langjährigen Finanzchef von Trumps Firma, Allen Weisselberg, auf diese Weise unter Druck setzen will, bei den Ermittlungen zu kooperieren. Trump selber spricht von einer Fortsetzung der «Hexenjagd» gegen ihn. Ebenfalls in New York läuft das Verfahren wegen einer Verleumdungsklage der Autorin E. Jean Carroll gegen den früheren Präsidenten. Carroll hatte diesem 2019 in einem Buch vorgeworfen, sie in den neunziger Jahren vergewaltigt zu haben. Trump hatte darauf mit herabwürdigenden Äusserungen reagiert, worauf die Autorin ihre Klage einreichte. Carroll verlangt eine DNA-Probe Trumps, die mit Genmaterial auf einem Kleid abgeglichen werden solle, das sie am Tag der angeblichen Vergewaltigung getragen habe. Der Fall ist wegen einer verfahrenstechnischen Frage derzeit vor einem Bundesberufungsgericht hängig. Auf die letzten Wochen der Präsidentschaft Trumps geht eine Untersuchung zurück, die seit dem Februar im Gliedstaat Georgia läuft. Eine Staatsanwältin in Atlanta geht der Frage nach, ob sich Trump der versuchten Beeinflussung der Präsidentschaftswahl in Georgia schuldig gemacht hat. Anlass dafür ist das berüchtigte Telefonat, das der Präsident Anfang Januar 2021 mit dem Wahlleiter in Georgia, Staatssekretär Brad Raffensperger, geführt hatte. Trump forderte in diesem den gliedstaatlichen Funktionär dazu auf, einige tausend Stimmzettel zu «finden», mit denen sich das Resultat in Georgia umkehren würde. Joe Biden hatte das Rennen dort knapp für sich entschieden. Die leitende Staatsanwältin, die 2020 in dieses Amt gewählte Demokratin Fani Willis, hat eine Grand Jury einberufen und Zeugen zur Kooperation aufgerufen, aber das Verfahren kommt nur langsam voran. 5. Warum wird Trump auch wirtschaftlich bedrängt? Die Firmengruppe des früheren Präsidenten, die Trump Organization, hat nicht nur rechtliche, sondern auch wirtschaftliche Probleme. Das Vermögen des Familienimperiums, das «Forbes» auf 2,5 Milliarden Dollar schätzt, besteht vor allem aus Luxusimmobilien, die mit enormen Krediten erworben wurden. Laut Medienberichten betragen die Schulden über 1 Milliarde Dollar, und davon müssten rund 900 Millionen in den kommenden vier Jahren zurückgezahlt werden. Wie das Unternehmen diesen Verpflichtungen nachkommen will, ist offen. Seine wichtigsten touristischen Anlagen mussten schon in den vergangenen Jahren Umsatzrückgänge verzeichnen. Mit der Corona-Pandemie sind die Erträge laut Angaben der Ethikbehörde der amerikanischen Regierung regelrecht eingebrochen. Der Golfklub Doral bei Miami etwa musste Erlöseinbussen von über 40 Prozent hinnehmen, beim Golfklub in Schottland und im Trump International Hotel in der Nähe des Weissen Hauses in Washington sind die Geschäfte sogar noch stärker zurückgegangen. Eine Ausnahme war das Mar-a-Lago-Resort in Florida mit einer Umsatzsteigerung von 13 Prozent. Auch wenn sich der Tourismussektor mittelfristig erholen dürfte, fällt für Trump eine in den Jahren seiner Präsidentschaft wichtige Einnahmequelle weg: Viele Staatsgäste, Lobbyisten und Unternehmen quartierten sich in Trump-Anlagen ein oder hielten dort Veranstaltungen ab, um leichter Zugang zur Regierung oder gar direkt zum damaligen Präsidenten zu finden. Vor diesem Hintergrund ist verständlich, weshalb sich der Familienkonzern nun von einem seiner Kronjuwelen trennt, dem Trump International Hotel in der Nähe des Weissen Hauses. Der Verkauf der Nutzungsrechte an diesem Hotel, das als Waldorf Astoria weitergeführt wird, soll 375 Millionen Dollar einbringen. Zum Problem entwickelte sich auch, was früher ein geniales Erfolgsrezept Trumps war: die Vermarktung und Lizenzierung seines Namens. Schon die polarisierende Präsidentschaft hatte am Wert dieser Marke gekratzt. Das Leugnen der Wahlniederlage und der Sturm auf das Capitol haben dem Image weiter geschadet. Die Stadt New York hat angekündigt, alle Verträge mit der Trump Organization zu kündigen, etwa jene für die Eisbahn im Central Park oder einen städtischen Golfplatz in der Bronx. Zahlreiche weitere Organisationen und Privatpersonen wollen ihre Räumlichkeiten in Trump-Immobilien räumen. Selbst Internetkonzerne, Banken, Verlage, Autohersteller, E-Commerce-Unternehmen, Golfturnier-Veranstalter und andere sind inzwischen aus Angst vor Rufschädigung auf Distanz gegangen. Trump hat zwar in der Vergangenheit bewiesen, dass er immer neue Wege findet, um seinen Namen zu Geld zu machen. Ob das erneut gelingt, ist aber fraglich. Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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HSV – Wegen Alidou-Wechsel: Boldt führt 1. Gespräch mit Frankfurt

Das Vertrags-Ende ist vereinbart. Faride Alidou (20) unterschreibt bei Eintracht Frankfurt bis 2026. Jetzt geht es darum, wann Hamburgs Flügelflitzer seinen Job beim Bundesligisten antritt. +++ BILD gibt es jetzt auch im TV! Hier geht’s zu BILD LIVE ++ Donnerstag tauschten sich Sport-Vorstand Jonas Boldt (39) und Eintracht-Kollege Markus Krösche (41) erstmals aus. Diskutierten die möglichen Wechsel-Szenarien. Der HSV hätte gern noch eine Ablöse. Das machte Boldt deutlich. Frankfurt könnte auch darauf bestehen, dass Alidou (Vertrag läuft aus) im Sommer ablösefrei kommt. Nach Weihnachten dürfte es ein zweites Gespräch geben. Beim Trainingsstart im Volkspark (30.12.) wird Alidou vermutlich dabei sein. Xavier Amaechi (20) wohl nicht. Amaechis Leihe bei England-Drittligist Bolton läuft zwar zum Jahresende aus. Die Gespräche über eine Verlängerung bis Sommer laufen aber bereits.

 

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Lüttje Lage: Mein Ehrenamt

So bemerkenswert kann das Leben in Hannover sein: In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und lustigen Erlebnissen des Alltags. Heute: Mein Ehrenamt. Manch ein Bürger in dieser Stadt verrichtet sein Ehrenamt, ohne dass die Öffentlichkeit davon Kenntnis nimmt. Auch ich gehöre dazu. Ich sage das in aller Bescheidenheit, aber auch mit einem gewissen Stolz. Wenn in unserem Viertel die meisten schon schlafen, streife ich oft wachsam durch die Straßen und sehe nach dem Rechten, begleitet von einem nicht eben ungefährlichen Wachhund. Ich bin sozusagen ein ehrenamtlicher Nachtwächter ohne Hellebarde. Auf diesen stillen, langen Gängen beschleicht mich manchmal das Gefühl, dass sich die Stadt liebevoller geschmückt hat zu diesem Weihnachtsfest als in früheren Jahren. Wer einen Baum im Vorgarten hat, behängt ihn mit einer Lichtergirlande, manchmal kunstvoll arrangiert. Balkone sind mit einem Lichterwasserfall ausgestattet, es gibt leuchtende Elche und tannenförmige Lampen, die – vorsichtig gesagt – im Design nicht jedermanns Sache sind. Wer keinen Vorgarten hat und keinen Balkon zur Straße hin, hängt zumindest einen Stern ins Fenster oder stellt sonst was Leuchtendes oder Blinkendes aus. Warum tun die Menschen das? Ich nehme diese Signale als Ermutigung. Stille Grüße an den Vorübergehenden: Lass dich nicht unterkriegen. Ja, es sind schwere Zeiten. Aber wir stehen doch zueinander – irgendwie. Wir denken nicht quer und nicht nur an uns. Wir grüßen die, die hier vorbeikommen. Allen frohe Weihnachten. Heute, spätabends, werde ich natürlich auch noch einen Gang machen. Ich werde den Hund an kurzer Leine führen, damit er nicht knurrt, wenn wir einem älteren Herrn begegnen, der im roten Mantel, einen Sack auf dem Rücken, von Haus zu Haus hastet. Der Mann hat sicherlich noch reichlich zu tun. Von Hans-Peter Wiechers

 

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Israel: fast 30 Prozent mehr jüdische Einwanderer

Rund 4000 jüdische Neueinwanderer zogen 2021 aus den USA nach Israel – die höchste Zahl seit 1973. (dpa) Die Zahl jüdischer Einwanderer nach Israel ist in diesem Jahr um fast 30 Prozent gestiegen. Bisher seien 27 050 Neueinwanderer aus aller Welt ins Land gekommen, bestätigte ein Sprecher der für Einwanderung zuständigen Jewish Agency am Donnerstag. Im Vorjahr wurden 21 820 Neueinwanderer gezählt. Das Mittelmeerland hat etwa 9,4 Millionen Einwohner. Aus Deutschland kamen in diesem Jahr nach Angaben des Einwanderungsministeriums 149 Personen dauerhaft nach Israel. Im Vorjahr waren es 101. Rund 4000 Neueinwanderer zogen aus den USA zu – die höchste Zahl seit 1973. Aus Frankreich liessen sich 3500 Juden in Israel nieder – so viele wie seit vier Jahren nicht mehr. Im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Anstieg um 40 Prozent. Andere Einwanderer kamen aus Russland, der Ukraine, Äthiopien, Argentinien, Südafrika, Grossbritannien, Brasilien und Mexiko. Laut den Angaben zieht es vor allem jüngere Menschen nach Israel. 55 Prozent der Einwanderer in diesem Jahr seien jünger als 35. Die meisten Neuankömmlinge (2870) seien in die Küstenmetropole Tel Aviv gezogen, gefolgt von Jerusalem mit 2760. Mehr als 1100 der neuen Israelis sind Ärzte oder andere Mitarbeiter des Gesundheitssystems, 1670 kommen aus dem IT-Bereich. Einwanderungsministerin Pnina Tamano-Schata sprach von einem «unglaublichen Wachstumsmotor». Als Gründe für den Anstieg der Einwanderungszahlen gelten unter anderem die Globalisierung – Einwanderer können auch in einem neuen Land ihren alten Job behalten –, Antisemitismus, das gute öffentliche Gesundheitssystem in Israel. Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Heiligabend, Weihnachten – gibt es da einen Unterschied? Ja, gibt es!

Hannover. Jedes Jahr im Dezember stellen wir Weihnachtsbäume in unsere Wohnzimmer, laden Familie und Freunde ein, machen uns gegenseitig Geschenke – doch wenn es um christliches Hintergrundwissen geht, kennen sich längst nicht alle ganz genau aus. Meret Köhne, Pastorin in Garbsen (Region Hannover), klärt auf in Sachen Weihnachtszeit. Beginnen wir mit der Frage: An Weihnachten feiern Christen auf der ganzen Welt die Geburt Jesu Christi – der Sohn Gottes und Erlöser. Dieses Fest ist eines der wichtigsten kirchlichen (christlichen) Feste und die beiden Weihnachtstage am 25. und 26. Dezember sind in Deutschland gesetzliche Feiertage. Die Nacht vom 24. auf den 25. Dezember wird als heilige Nacht bezeichnet. Genau genommen endet damit die Adventszeit (die Zeit des Wartens) – und Weihnachten beginnt. Das heißt konkret: Der 24. Dezember ist noch nicht Weihnachten, sondern Heiligabend – ein Unterschied, der für viele im Alltag nicht mehr so wahrgenommen wird, im kirchlichen Kontext allerdings schon. Für viele endet die Weihnachtszeit am 6. Januar, den Tag kennen wir unter dem Namen „Heilige Drei Könige“. Es wird die Ankunft der Weisen aus dem Morgenland gefeiert, die dem Stern über Bethlehem folgten, der sie zum frisch geborenen Jesuskind führte. Bei Epiphanias, wie das christliche Fest eigentlich heißt, geht es vor allem um das Erscheinen Gottes in der Welt. Daher kommt auch der Name Epiphanias, abgeleitet vom griechischen Wort „epiphaneia“ für „Erscheinung“. Für die Katholiken endet die Weihnachtszeit spätestens am 2. Februar: Zu Mariä Lichtmess werden die Weihnachtsbäume aus Kirchen und Wohnzimmern geräumt. Der Name Mariä Lichtmess bezieht sich auf Lichter-Prozessionen und die Kerzenweihen, die an diesem Tag dazugehören. Kaiser Justinian I. hatte sie erstmalig 542 für Byzanz angeordnet, später hat die römische Kirche diese Tradition übernommen. Somit ist der 2. Februar traditionell das letzte Fest der Weihnachtszeit und zugleich ein Neubeginn, wenn Kerzen in Lichterprozessionen für das neue Jahr geweiht werden. Evangelische Christen feiern zu Heiligabend die Christvesper. Das lateinische Wort „vesper“ deutet darauf hin, wann der Gottesdienst stattfindet – in der Regel um 18 Uhr. Üblicherweise wird die Vesper ohne Abendmahl gefeiert. Im Vordergrund steht die Geburtsgeschichte nach Lukas, es wird oftmals ein Krippenspiel aufgeführt. Katholiken und Protestanten feiern zu Heiligabend außerdem auch die Christmette. Mette kommt vom lateinischen Wort „matutinus“ – denn der Gottesdienst findet um Mitternacht statt. Auch hier steht die Ankündigung der Geburt Jesu Christi im Mittelpunkt, die von vielen Chor- und Gemeindegesängen begleitet wird.

 

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„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ – so geht es weiter

Köln. „Ich seh’ in dein Herz, sehe gute Zeiten, schlechte Zeiten…“ – auf die Titelmelodie der Erfolgs-Soap „GZSZ“ folgen 25 Minuten voller Gefühle und Intrigen, voller Konflikte und Drama. Als eine der erfolgreichsten Daily Soaps im deutschen Fernsehen ist die Serie aus dem Vorabendprogramm nicht mehr wegzudenken. Eine neue Folge von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ läuft montags bis freitags von 19.40 bis 20.15 Uhr auf RTL. Vorsicht: Spoiler! Hier lesen Sie, was in den nächsten Folgen passiert. An Heiligabend fällt „GZSZ“ aus. Weiter geht es mit Folge 7414 am Montag, den 27. Dezember. Yvonne zieht sich zurück, was ihre Liebsten sehr beunruhigt. Mit ihrer Fürsorge schießen Laura und Moritz jedoch übers Ziel hinaus. Yvonne igelt sich weiter ein, bis plötzlich unerwarteter Besuch vor der Tür steht. Was würde man tun, wenn man Bundeskanzler wäre? Was als kleine Spinnerei beginnt, entwickelt sich bei Nihat schnell zu einer Idee, über die es sich nachzudenken lohnt: Warum nicht in die Politik einsteigen, wenn man was bewirken will? Laura bleibt entschlossen, in Rosas Villa einzubrechen und das Schmuckstück zu stehlen. Durch Zufall bekommt John mit, was sie vorhat. Unbeeindruckt zieht Laura ihren Plan weiter durch, droht sich aber ein Eigentor zu schießen. Obwohl Lilly Nihats Idee, in die Politik einsteigen zu wollen, immer noch schräg findet, bewundert sie seine Zielstrebigkeit. Schließlich muss sie zugeben, dass Nihat es schaffen könnte, wenn er wirklich am Ball bleibt. Moritz will sich von seinen Gefühlen für Luis ablenken und nutzt die Gelegenheit, Fabio wieder näherzukommen. Auf dem Rave kommt es zu einem erotischen Moment, den ausgerechnet Luis beobachtet. Laura kann nicht verhindern, dass John niedergeschlagen wird. Umso erleichterter ist sie, dass John sie dennoch nicht verrät. Sie nutzt den Tumult, um an das Tablet zu kommen. Endlich kann sie das Sicherheitssystem in Rosas Schweizer Villa ausspionieren. Emily und Paul würden Silvester am liebsten ausfallen lassen. Doch zusammen mit Sunnys und Tuners Hilfe bereiten sie Kate einen schönen Start ins neue Jahr. Für einen Moment hält Luis Moritz‘ Blick, bevor er sich abwendet. Zu Moritz‘ Überraschung reagiert Luis locker, was ihn zu einem unbedachten Kommentar hinreißen lässt. Um weiterhin nichts zu riskieren, lässt er sich auf eine Beziehung mit Fabio ein. Über den RTL-eigenen Streamingdienst TV Now sind aktuelle „GZSZ“-Folgen nicht nur live, sondern bis zu einer Woche nach der Ausstrahlung online gratis abrufbar – auf ältere Folgen können Sie über einen Plus-Account kostenpflichtig zugreifen. Das Abo gibt es einen Monat lang gratis zur Probe. Danach kostet es pro Monat 2,99 Euro und ist auch monatlich kündbar. Abonnenten können neue Folgen von „GZSZ“ bis zu 72 Stunden vor der Ausstrahlung online streamen. Hier geht's zur TV-Now-Mediathek. Eine Frage beschäftigt „GZSZ“-Fans seit Jahren: Droht der Ausstieg von Jo Gerner? Wolfgang Bahro, der die Figur des Jo Gerner spielt, gehört zu den bekanntesten Schauspielern der Serie. Als Charakter der ersten Stunde zählt der intrigante Geschäftsmann und Rechtsanwalt zu den markantesten Figuren der Serie. Seit die Figur 1993 in die Serie eingeführt wurde, hatte sie mehrere Beziehungen und Affären und trat bereits ganze dreimal vor den Traualtar. Immer wieder fragen sich Fans, wie lange Jo Gerner noch bei „GZSZ“ bleiben wird. In einer Folge wurde Jo lebendig begraben – der mögliche Tod Jo Gerners sorgte für Aufruhr unter den „GZSZ“-Fans. Stirbt Jo Gerner in der Serie? Vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, aber noch ist der Serientod nicht für Jo Gerner vorgesehen. Der Ausstieg einer der zugleich beliebtesten und meist gehassten Figuren ist aktuell nicht geplant. Egal, wie es bei „GZSZ“ weitergeht, Jo Gerner bleibt vorerst an Bord. „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ ist bekannt dafür, typische Themen, mit denen Jugendliche und junge Erwachsene im Alltag konfrontiert sind, aufzugreifen. Die Serie spielt in Berlin und dreht sich um das Leben des Gerner-Clans sowie der Familien Flemming, Moreno, Bachmann, Seefeld und Lehmann. „GZSZ“ gilt als erfolgreichste deutsche Sendung ihres Genres, 2010 wurde sie mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste tägliche Sendung“ ausgezeichnet. Was vielleicht gar nicht jedem Fan bewusst ist: Die Serie, die täglich ein Millionenpublikum begeistert, war zumindest in den ersten 230 Folgen eine Adaption der Seifenoper „The Restless Years“, die von 1977 bis 1981 in Australien ausgestrahlt wurde. Erst ab Folge 231 wurden eigens auf das deutsche TV-Publikum ausgerichtet Drehbücher verfasst. Ein Konzept, das aufzugehen scheint, denn auch in den Niederlanden läuft seit 1990 die Daily Soap „Goede tijden, slechte tijden“, die ebenfalls nach dem australischen Vorbild umgesetzt wurde. Und auch in Frankreich und Belgien wird mittlerweile „GZSZ“ geschaut: Seit Juli 2018 wird die deutsche Serie dort unter dem Namen „Au Rhythme de la Vie“ (zu Deutsch: Im Rhythmus des Lebens) gezeigt. Allerdings hat man sich dort entschieden, nicht bei Folge eins zu starten und die vergangenen 26 Jahre aufzuholen, sondern ist direkt bei Folge 6063 eingestiegen. In unregelmäßigen Abständen strahlt RTL Specials von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ aus. Zum 25-jährigen Jubiläum im Mai 2017 beispielsweise wurde eine anderthalbstündige Spezialfolge gezeigt, im Sommer 2018 gab es eine Mallorca-Folge in Spielfilmlänge. Nicht nur die Serie selbst ist ein Exportschlager mit unvergleichlicher Erfolgsgeschichte. Für viele mittlerweile bekannte Schauspieler und Schauspielerinnen war „GZSZ“ nicht nur die erste Karrierestation, sondern vor allem ein Karrieresprungbrett. Oliver Petszokat, Jeanette Biedermann, Rhea Harder, Yvonne Catterfeld und viele weitere ehemalige Castmitglieder waren vor ihrem Auftritt in „GZSZ“ weitgehend unbekannt. Eine Chance für junge Schauspieltalente ohne viel Erfahrung. Auch einige Musiker nutzen die Serie, um ihre Bekanntheit zu erhöhen – die Bands Caught in the Act und Just Friends beispielsweise. Zusätzlich gab und gibt es in der Serie immer wieder Gastauftritte bekannter Musiker und Prominenter. Der Gastauftritt von Gerhard Schröder, damals niedersächsischer Ministerpräsident, sorgte sogar für die Rekordquote von 6,73 Millionen Zuschauern. RND/pf

 

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Ho ho hmmmm! Was wissen Sie über traditionelle Weihnachtsessen?

Karpfen, Bratwurst, Raclette kommen hierzulande gerne am Heiligabend auf den Tisch. Aber kennen Sie auch Janssons Versuchung, Schneeflockenbrot und Ris à l’amande? Wie gut kennen Sie sich bei den typischen Weihnachtsgerichten aus? Finden Sie es heraus und bekommen Sie Appetit. Advent-Quiz mit 20 Fragentürchen: Was wissen Sie über die Zeit bis Weihnachten? „Stille Nacht" bis „Last Christmas": Wie gut kennen Sie Weihnachtssongs? So ein Schmarrn! Wie gut kennen Sie die Österreichische Küche? Das große Ernährungsquiz: Obst, Gemüse oder Nuss – das ist hier die Frage Hardigatti, kennsch du di do aus? Das große Tiroler Dialekt-Quiz auf TT.com Jetzt eine von drei Tourenrodel oder Lunch-Set gewinnen TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung

 

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"Noch nichts Passendes gefunden": 96 hofft auf Abnehmer für aussortierten Twumasi

Patrick Twumasi entwickelt sich bei Hannover 96 zum Ladenhüter. Vor einem Jahr kam er als teuerster Transfer des Sommers für 800.000 Euro aus Spanien und unterschrieb einen Vertrag bis 2023. Doch Christoph Dabrowski ist schon der dritte 96-Trainer, bei dem der 27-Jährige keine Rolle mehr spielt: In der laufenden Saison stand der Ghanaer nicht eine Minute auf dem Platz, in den vergangenen 14 Spielen schaffte er es nicht mal in den Spieltagskader. „Ich bin mit seinem Berater im Austausch“, sagt 96-Sportdirektor Marcus Mann. „Der schaut sich für Patrick in alle Richtungen um, hat aber noch nichts Passendes gefunden.“ Auf eine Ablösesumme hofft bei 96 niemand mehr, eine Abfindung soll aber auch nicht fließen. Twumasi hatte in der Vorsaison zwar keine schlechte Quote (drei Tore, zwei Vorlagen), aber nachhaltig den Rückhalt verloren bei 96. Unter Kenan Kocak wurden seine Einsatzzeiten Richtung Saisonende immer weniger, Jan Zimmermann ließ den Flügelspieler gar nicht mehr ran. Und auch unter Christoph Dabrowski fand Twumasi keinen Platz im Kader. 96 hätte ihn jedenfalls weiterhin gern von der Gehaltsliste, Twumasi ist einer der Top-Verdiener. Doch auch deshalb stehen die Interessenten nicht gerade Schlange.

 

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Neue Folge "Eine Halbzeit mit." – Der RND-Fußball-Podcast mit Wolff Fuss

Der Weihnachtsmann ist mal wieder der Osterhase – und das Titelrennen in der Bundesliga spätestens seit dem letzten Hinrundenspieltag wohl vorzeitig entschieden. Über die Gründe und vor allem die Erkenntnisse – sprich: mögliche Änderungen im Regelwerk - diskutieren die Stimme des deutschen Fußballs, Wolff-Christoph Fuss und RND-Sportchef Heiko Ostendorp, in "Eine Halbzeit mit…", dem Fußball-Podcast des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). Die neueste Ausgabe ist am Donnerstag ab 18 Uhr verfügbar. Fuss hat vor dem Heiligabend noch mal eine XXL-Woche hinter sich gebracht, muss noch Geschenke kaufen und ist dementsprechend in Eile. In diesem Podcast, der - normalerweise und wenig überraschend - 45 Minuten dauert, verrät er, wie er die schönste Zeit des Jahres mit seinen Liebsten verbringt und wer die Christbaumkugeln ausgesucht hat. Trotz der weihnachtlichen Hektik geht es aber natürlich auch in dieser Woche deutlich in die Nachspielzeit. In der aktuellen Folge "So wird die Bundesliga wieder spannend – Playoffs mit Lotti Karotti und Angela Merkel" wird es ausnahmsweise auch mal richtig ernst, nämlich als es um den ersten Abbruch aufgrund von Rassismus im deutschen Profifußball geht. Ansonsten ist der Geschenkesack wie üblich prall gefüllt mit bunten Themen. Unter anderem wird enthüllt, warum bei Borussia Dortmund schon bald eine Änderung des Vereinsnamens anstehen könnte und Christian Seifert im Keller verlangt wird - es bleibt dabei: die skurrilsten Geschichten gibt es im Fußball-Podcast des RND: Besser geht nicht, Männer! Wer Lob oder Kritik äußern, Fragen an Fuss und/oder Ostendorp hat, Tipps oder Anregungen loswerden möchte, kann dies übrigens auch auf der Instagramseite "einehalbzeitmit" tun. "Eine Halbzeit mit…" steht bei sportbuzzer. de, rnd.de, radio. de, getpodcast.de und bei allen bekannten Podcast-Anbietern am Donnerstag ab 18 Uhr zum Download bereit!

 

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Im Kleinwalsertal sind die Einreiseregeln weniger streng – hier ist über die Feiertage viel los

Das Kleinwalsertal hat eine besondere Lage. Es liegt in Österreich, ist mit dem Auto aber nur von Deutschland aus zu erreichen. In Baad, ganz hinten im Tal auf 1244 Metern, endet die Straße. Von hier an nur noch Berge. Eine Sackgasse mit Alpenpanorama. Wegen seiner besonderen Lage und Landschaft ist das Kleinwalsertal bei Touristen sehr beliebt. Sei es im Sommer zum Wandern oder im Winter zum Skifahren. Skiurlaub ist in diesem Winter im Kleinwalsertal unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich. Und zwar unter anderen, weniger strengen als in fast allen anderen Gegenden Österreichs. In dem Alpenland gilt grundsätzlich seit dem 20. Dezember die 2G-plus-Regel: Ohne weiteres darf nur noch ins Land, wer dreifach geimpft ist – wer also bereits die Booster- oder Auffrischungsimpfung erhalten hat. Wer vollständig geimpft und genesen ist, aber noch nicht geboostert, muss zusätzlich einen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, nachweisen können. Wer weder PCR-Test noch Booster-Nachweis hat, muss bereits vor dem Grenzübertritt das Einreiseformular ausfüllen und sich unmittelbar nach der Einreise für zehn Tage in Quarantäne begeben. So streng sind sie im Kleinwalsertal nicht. Aufgrund der gesonderten Lage gelten hier auch gesonderte Regeln. Wer ins Kleinwalsertal möchte, für den gilt lediglich 2G. Es reicht für die Einreise, für die Gastronomie und Beherbergung aus, geimpft oder genesen zu sein. Dasselbe gilt für die Bergbahnen, den Skiunterricht und den Handel – außer bei Geschäften des täglichen Bedarf, die darf jeder nutzen, auch Ungeimpfte. Wer also noch nicht geboostert ist und auf einen PCR-Test verzichten möchte, der könnte aufs Kleinwalsertal ausweichen. Doch wer hier spontan über die Feiertage Urlaub machen möchte, braucht Glück. Britta Maier, Sprecherin von Kleinwalsertal Tourismus, sagt: "Einzelne Zimmer und Ferienwohnungen sind noch frei. Wir sind aber sehr gut gebucht über Weihnachten und Silvester." Das liege nicht an den weniger strengen Einreiseregeln im Kleinwalsertal, das sei traditionell so. "Wir haben daher auch nicht mehr Buchungen verzeichnet, seit Österreich die Einreise verschärft hat." Schon seit Monaten sei fast alles ausgebucht, so Maier. Im vergangenen Jahr war wegen der Pandemie die Wintersaison komplett ausgefallen. Die Bahnen und Lifte im Kleinwalsertal standen still. "In diesem Jahr rechnen wir wieder mit vielen Gästen. Ähnlich wie in den Jahren vor der Pandemie. Da wird an Weihnachten und Silvester gewohnt sehr viel los sein hier." Wie groß ist die Sorge vor einer schnellen Ausbreitung des Coronavirus im Kleinwalsertal über die Feiertage? "Es ist eine erhöhte Sensibilität da. Wir gehen mit Sorgfalt mit dem Thema um und profitieren von den Erfahrungswerten der vergangenen Wochen, als die Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen bereits in Betrieb waren", sagt Maier. Im Kleinwalsertal dürfen diesen Winter nur Geimpfte und Genesene Urlaub machen und Skifahren. "Zusätzlich gehen wir proaktiv mit den Testungen um. Wir haben die Testkapazitäten ausgebaut. Bis zu drei kostenlose PCR-Tests pro Woche erhalten auch Gäste in der Apotheke oder im Spar-Supermarkt, zusätzlich kann sich jede und jeder in der Teststation in Hirschegg testen lassen", sagt Maier. Die Teststation im Walserhaus biete ebenfalls PCR- und auch Schnelltests an. "Wir ermöglichen eine hohe Frequenz an Testungen." Ganz allein ist die Gemeinde Mittelberg im Kleinwalsertal mit ihrer Ausnahme nicht. Sie gilt auch in der Gemeinde Jungholz und dem Rißtal im Gemeindegebiet von Vomp und Eben am Achensee. Ebenfalls Gegenden mit einer besonderen Lage. Quellen: Kleinwalsertal Tourismus, Auswärtiges Amt

 

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Tragischer Unfall: Eishockey-Jugendspieler stirbt nach Sturz in Bande

Nach einem schweren Sportunfall ist ein Frankfurter Eishockey-Nachwuchsspieler an seinen Kopfverletzungen gestorben. Der 18 Jahre alte Niclas Kaus vom U20-Team der Löwen Frankfurt war am vergangenen Samstag bei einem Spiel gegen Bad Nauheim so unglücklich gegen die Bande gestürzt, dass er sich die schweren Kopfverletzungen zugezogen hatte. Trotz intensiver medizinischer Betreuung im Krankenhaus starb der Verteidiger schließlich am Mittwoch, wie der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) und sein Verein am Tag vor Heiligabend mitteilten. Der Fall löste große Bestürzung in der Eishockey-Szene aus. In den Sozialen Medien kondolierten schnell die DEB-Spitze und Bundestrainer Toni Söderholm sowie viele Profis und Klubs der Deutschen Eishockey Liga. "Ein unfassbarer Schicksalsschlag für die Familie und den gesamten Eishockeysport. In Gedanken sind wir ganz fest bei Familie Kaus", sagte der Boss der Löwen Frankfurt, Stefan Krämer Für sämtliche Profispiele in Deutschland über die Weihnachtstage wurde eine Schweigeminute angekündigt.

 

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Russland und Ukraine: das Wichtigste zur Krise im Überblick

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr löst Russland mit einem Truppenaufmarsch nahe der Grenze zur Ukraine grosse Besorgnis aus. Was ist über die Lage bekannt, und welche Interessen verfolgt Moskau? Ein Überblick. Russische Fallschirmjäger während einer Übung im Frühling auf dem Militärstützpunkt Taganrog an der ukrainischen Grenze. Die neusten Entwicklungen The Ukrainian military for the first time conducted live firing with US-supplied FGM-148 Javelin ATGMs in Donbas (particularly, Donetsk Oblast). https: //t. co/AMGtKoXckh pic.twitter.com/BALbkziiMy Warum wird ein Angriff auf die Ukraine befürchtet? Ungewöhnliche russische Truppenbewegungen nahe der Grenze zur Ukraine haben diesen Herbst Befürchtungen über einen bevorstehenden Grossangriff ausgelöst. Es ist bereits die zweite solche Krise in diesem Jahr: Im März und im April hatte Russland laut westlichen Einschätzungen innert Wochen seine Truppenpräsenz in der Region verdoppelt, auf mutmasslich mehr als 100 000 Mann. Nach einem vorübergehenden Rückgang ist der Umfang der russischen Streitkräfte entlang der Grenze zur Ukraine nun wieder ähnlich hoch. Der amerikanische Heereschef James McConville spricht von 95 000 bis 100 000 Mann, die Regierung in Kiew unter Mitberücksichtigung von Einheiten der Marine und der Luftwaffe sogar von 120 000. Parallel dazu haben die Spannungen an der Frontlinie zwischen der ukrainischen Armee und den prorussischen Separatisten in der ostukrainischen Donbass-Region zugenommen. Für Beunruhigung sorgt ferner die bedrohliche Rhetorik aus Moskau. Im Sommer veröffentlichte der russische Präsident Wladimir Putin einen Aufsatz, in dem er den Ukrainern die Berechtigung absprach, sich als eigenständige Nation zu betrachten. Sein treuer Gefolgsmann, der frühere Präsident Dmitri Medwedew, stellte im Oktober in einem weiteren, mit Schimpfwörtern durchsetzten Artikel die ukrainische Führung als debil hin und bezeichnete jegliche Verhandlungen mit ihr als sinnlos. Russland hat auch zu erkennen gegeben, dass es vorläufig kein Interesse mehr an Gesprächen mit Frankreich, Deutschland und der Ukraine im sogenannten Normandie-Format habe, um eine Friedenslösung für die Donbass-Region zu suchen. Derweil äusserte sich Putin im November in einer Rede vor Diplomaten befriedigt darüber, dass die von Russland hervorgerufene Spannung eine Wirkung im Westen zeige. Das müsse so bleiben. Auf rein diplomatischem Weg gelinge es Russland nicht, sich Respekt für seine «roten Linien» zu verschaffen. Als inakzeptabel bezeichnet Moskau nicht mehr nur einen Beitritt der Ukraine zur Nato, sondern auch die amerikanische Militärhilfe für das Land und die Militärübungen der westlichen Allianz in der Schwarzmeerregion. Seit längerem wirft Moskau der Führung in Kiew eine kriegslüsterne Politik vor. Seit dem Frühling haben Mitglieder des Kreml-Regimes dem Nachbarland wiederholt mit dem Untergang gedroht, falls es die von Russland und prorussischen Separatisten kontrollierten Teile des Donbass gewaltsam wieder unter Kontrolle bringen wolle. Dies hat die Befürchtung geweckt, dass der Kreml einen Vorfall im Donbass als Vorwand für eine Militäraktion nutzen könnte. Der ukrainische Militärgeheimdienst gab die Einschätzung ab, dass sich Russland auf einen möglichen Angriff ab Ende Januar 2022 vorbereite; ein ähnlicher Zeitraum wird offenbar auch in vertraulichen amerikanischen Lagebeurteilungen genannt. Was ist über den Truppenaufmarsch bekannt? Russland zeigt wie im Frühling keine Bereitschaft, Transparenz über seine Truppenverschiebungen zu schaffen. Es liegen daher nur bruchstückhafte Angaben vor sowie Erkenntnisse aus Satellitenaufnahmen und Videos in sozialen Netzwerken. Der ukrainische Militärgeheimdienst sprach am 20. November von 94 000 russischen Militärangehörigen in den an die Ukraine grenzenden Regionen. Ein vom 3. Dezember datierendes Geheimdienstdokument der USA spricht vom Potenzial, die russische Militärpräsenz rasch auf 175 000 Mann zu erhöhen. Ins Gewicht fallen nicht nur die reinen Truppenzahlen, sondern auch die Vielfalt der herbeigeschafften Kriegsgüter, darunter Panzer aus Sibirien, Artilleriegeschütze, Kurzstreckenraketen. Am Aufmarsch beteiligt ist nebst den Landstreitkräften auch die Luftwaffe. Die beobachteten Truppenbewegungen lassen Experten vermuten, dass ein allfälliger russischer Angriff aus drei Richtungen gleichzeitig erfolgen würde: Von besonderer militärischer Bedeutung sind die folgenden Elemente: Welche Motive könnte Russland haben? Verschiedene mögliche Beweggründe für das russische Verhalten sind angeführt worden: Wie reagieren die Ukraine und der Westen? Die Ukraine und der Westen haben mit einer Mischung aus Appellen, Sanktionsdrohungen und militärischen Vorsichtsmassnahmen auf die Krise reagiert. Was spricht gegen das Szenario eines Krieges, was dafür? Viele Russlandexperten halten eine neue russische Invasion für eher unwahrscheinlich. Darüber, dass der Truppenaufbau kein gutes Zeichen sei, herrscht jedoch weitgehend Konsens. Das sind einige der wichtigsten Argumente: Aber auch Argumente für ein Kriegsszenario sind ernst zu nehmen: Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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„Berlin – Tag & Nacht“: So geht es weiter

Berlin. Freundschaft und Liebe, Schule und Job, Ärger und Intrigen – wie lebt es sich in der Metropole? Die Reality Soap „Berlin – Tag & Nacht“ („BTN“) rückt den Alltag zahlreicher junger Hauptstädter in den Fokus. Seit Anfang an dabei: „Papa“ Joe Möller, der den „BTN“-Fans als „WG-Vater“ ans Herz gewachsen ist. Vor allem Joes Hin- und Herbeziehung mit Peggy lässt die Zuschauer mitfiebern. Eine neue Folge „Berlin – Tag & Nacht“ läuft werktags um 19.05 Uhr auf RTL 2. Wie geht es in den nächsten Folgen weiter und wo gibt es Wiederholungen? Vorsicht, Spoiler! Wer nicht wissen möchte, was in den nächsten Folgen von „Berlin – Tag & Nacht“ passiert, sollte hier aufhören zu lesen. Vorschautexte und Bilder stammen von RTL 2. An Heiligabend fällt „Berlin – Tag & Nacht″ aus. Weiter geht es mit Folge 2602 am Montag, den 3. Januar 2022. Paula fühlt sich nach ihrer Barcelona-Reise mit Joe wie frisch verliebt. Nun hofft sie auf einen Neustart ihrer Ehe. Als jedoch unerwartet Rick vor der Tür steht und neben seinem Beziehungs-Aus mit Jan auch seine dauerhafte Rückkehr nach Berlin verkündet, dauert es nicht lange, bis Paula vor ihrem besten Freund Farbe bekennen muss. Rick ist schockiert, dass Paula tatsächlich fremdgegangen ist, verurteilt sie aber nicht. Als er jedoch durch einen Zufall erfährt, mit wem Paula ihren Mann betrogen hat, appelliert er an sie, ihre Gefühle für Joe und ihre Ehe endlich einmal ernsthaft zu hinterfragen. Für Milla steht der Tag der Wahrheit an. Tom kommt zurück und sie muss ihm sagen, dass es aus ist zwischen ihnen. Schließlich ist sie ja jetzt mit Mike zusammen. Aber in dem Gespräch kommt es anders, als geplant, denn Tom hat einfach keine Zeit für Milla, weil er direkt zur Schule muss. Milla wird immer unruhiger. Sie will die Sache endlich hinter sich bringen. Außerdem steigt auch bei Mike die Nervosität. Sie muss ihn beruhigen, denn er glaubt fast schon, sie könnte es sich noch mal anders überlegen. Als Tom sie schließlich mit einem kleinen Sektempfang auf der Dachterrasse überrascht und ihr sogar ein kleines Geschenk macht, ist der Augenblick der Wahrheit da: Milla gesteht ihm alles. Tom ist wie vor den Kopf gestoßen. Er packt seine Sachen und zieht aus dem Loft aus. Für Milla war dies die schlimmste Trennung ihres Lebens. Dennoch ist sie froh, jetzt mit Mike eine Zukunft starten zu können. Seit Lunas Einzug herrscht auf dem Hausboot nur noch Chaos. Schmidti hält das kaum noch aus und sucht das Weite. Spontan stattet er Leif einen Besuch ab. Seit kurz vor Weihnachten haben sich die beiden nicht mehr gesehen. Nun erfährt Schmidti, dass der Jahreswechsel für Leif nicht gerade erbaulich war. Deshalb beschließt er, für ihn eine Nachsilvesterparty auf dem Hausboot zu organisieren. Da seine Mitbewohner dann allerdings wenig begeistert auf diesen gut gemeinten Plan reagieren, schleppt er Leif kurzerhand in eine Table-Dance-Bar. Dort fühlt sich Leif zunächst total mies. Er will einfach nur nach Hause. Doch als sich eine der Tänzerinnen ziemlich für ihn zu interessieren scheint und ihm nach einem aufregenden Table-Dance auch noch ihre Nummer gibt, muss Leif zugeben, dass er dank Schmidti einen echt coolen Tag hatte. Paula will sich nach wie vor nur noch auf ihre Beziehung mit Joe konzentrieren und den Seitensprung mit Miguel vergessen. Doch so einfach funktioniert das nicht. Miguel hat nämlich ganz andere Pläne: Er will sie ein weiteres Mal rumkriegen. Paula begegnet ihm völlig unerwartet in der Schnitte, wo er ihr ein Geschenk überreicht: Es handelt sich um sexy Dessous. Rick reagiert entsetzt. Paula gelingt es zwar, ihn zu beruhigen und ihm klarzumachen, dass da zwischen ihr und Miguel nichts mehr läuft, aber insgeheim ist sie doch ziemlich angeturnt und steckt das Geschenk ein. Kurz darauf wird sie mit dem Teil von Joe erwischt. Den macht die neue Wäsche sofort an und es gelingt ihm, Paula zu verführen. Von schlechtem Gewissen getrieben, will sie Joe nun endlich die Wahrheit sagen. Auf TV Now ist die neueste Folge von „Berlin – Tag & Nacht” direkt nach der Ausstrahlung bis zu vier Wochen kostenlos abrufbar. Zukünftige und ältere Episoden sind nur für Premium-Abonnenten zugänglich. Ein Premium-Account für TV Now kostet aktuell 4,99 Euro im Monat. „Berlin – Tag & Nacht“ („BTN“) folgt den Geschehnissen mehrerer Wohngemeinschaften in verschiedenen Orten Berlins. Die Handlung konzentriert sich auf zahlreiche Figuren, die in der Regel von Laienschauspielern besetzt sind. Zentrale Handlungsorte der im Reportagestil gedrehten Daily Soap sind die Haupt-WG um Hauptmieter Joe Möller, in der sieben Personen wohnen, sowie weitere WGs und Arbeitsplätze der Charaktere. Sowohl Handlung als auch Figuren sind frei erfunden. Eine unruhige Kameraführung, ein teilweise improvisiertes Drehbuch sowie der Einsatz von Voiceovers, in denen die Figuren ihre Gefühlslage schildern, sollen den Eindruck von Realität erhöhen. Den „Mitten im Leben“-Effekt sollen auch die Schauplätze der Scripted-Reality-Serie erzielen. Statt um ein Set im Produktionsstudio, handelt es sich bei den Drehorten um reale Schauplätze, die größtenteils im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg liegen. Für zahlreiche Handlungsorte, wie die Wohngemeinschaften, Clubs oder den Friseursalon Schnitte, gibt es echte Adressen in Berlin. Zudem dienen Orte wie die Mercedes-Benz-Arena Berlin oder der S- und U-Bahnhof Warschauer Straße als wiederkehrende Drehorte für Zwischensequenzen. Im Laufe des annähernd zehnjährigen Bestehens von “Berlin – Tag & Nacht” haben mehr als 70 Darsteller Hauptfiguren in der Daily Soap verkörpert. Dazu kommen weit mehr als 200 Nebendarsteller, die teilweise in nur wenigen Folgen zu sehen sind, mitunter aber in späteren Folgen wiederkehren. Bei einem Großteil der Besetzung handelt es sich um Laiendarsteller, die auch in anderen Formaten des für die Serie verantwortlichen Produktionsunternehmens, der “filmpool Film- und Fernsehproduktion”, mitwirken. Hier eine Übersicht der aktuellen Hauptfiguren und ihrer Darsteller: RND/pf

 

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„Alles was zählt“-Vorschau: So geht es in den nächsten Folgen weiter

Köln. Macht, Geld, Prestige und natürlich Liebe – eben alles, was zählt, zumindest wenn es um die gleichnamige Daily Soap von RTL geht. Neben „GZSZ“ und „Unter uns“ ist „Alles was zählt“ („AWZ“) die dritte tageswöchentliche Serie des Senders, um die sich seit 2006 eine große Fangemeinschaft gebildet hat. Hier verraten wir, wie es in den nächsten Folgen weitergeht. Eine neue Folge von „Alles was zählt“ läuft montags bis freitags von 19.05 Uhr bis 19.40 Uhr auf RTL. Wie es in den nächsten Folgen weitergeht, lesen Sie hier. (Vorschau-Texte und Bilder von TVNOW.) An Heiligabend fällt „Alles was zählt“ aus. Weiter geht es mit Folge 3845 am Montag, den 27. Dezember. Jennys und Maximilians Freude über einen gelungenen Launch von TaclaEnergy! wird durch eine Hiobsbotschaft ausgebremst. Vor Wut will Chiara Moritz‘ Sabotage von „Battle on Ice“ verraten. Lucie stellt fest, dass der Imbiss Verlust macht. Weil TaclaEnergy! auf der Dopingliste landen könnte, sieht Leyla ihre Teilnahme am Turnier in Gefahr. Als TaclaEnergy! bald ins Visier der Dopingbehörde gerät, vermutet Maximilian, dass Caroline ihre Finger im Spiel hat. Zwischen Lucie und Chiara kommt es zum Streit, als Lucie ihrer Freundin Chiara vorwirft, Moritz nur aus egoistischen Gründen weiter zu decken. Leyla begreift nun, dass sie ihre Vorsichtsmaßnahme, die TaclaEnergy! -Tropfen wieder aus ihrem Körper zu spülen, heftig übertrieben hat. Kim will ihre Mutter Daniela mit einem schönen Brunch überraschen, doch dann trifft ihre Überraschung unverhofft ein anderes Paar. Zwischen Yannick und Isabelle knistert es erneut. Daniela hofft, dass Marian an Silvester zu ihr zurückkehrt. Chiara ist nicht in Feierlaune. Ein Sinnspruch erinnert Chiara schließlich daran, für was ihr Herz wirklich schlägt. Regulär wird „Alles was zählt“ immer abends von Montag bis Freitag um 19.05 Uhr bei RTL ausgestrahlt. Seit der Programmänderung im August 2013 zeigt RTL allerdings keine Wiederholungen von AWZ mehr. Stattdessen wurden diese auf den Bezahlsender Passion, der zur RTL-Gruppe gehört, ausgelagert. Hier wird die Wiederholung der neuesten Folge immer am nächsten Werktag um 8.45 Uhr ausgestrahlt. Darüber hinaus kann die Serie auch online auf TV Now, dem Zusatzprogramm von RTL, geschaut werden. Hier geht's zur TV-Now-Mediathek. Dreh- und Angelpunkt der Serie ist das fiktive Sportzentrum „Steinkamp Sport & Wellness“ in Essen. Andere wiederkehrende Schauplätze sind der „Club A40“ oder die „Kneipe No.7“. Hier nehmen viele Geschichten der zahlreichen Charaktere ihren Lauf. Im Vordergrund steht dabei immer wieder auch der Sport. Neben Tanzen, Boxen und Fußball ist vor allem Eiskunstlauf eine häufig thematisierte Sportart. RND/pf

 

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Kommentar zur Autoindustrie: Misere lässt sich nicht kaschieren

Wegen des Chipmangels ist die Autoproduktion stark gesunken. Dadurch können die Hersteller zwar höhere Preise durchsetzen, aber das hilft nicht auf Dauer, meint Jens Heitmann. Wer derzeit ein neues Auto kaufen möchte, muss sich bei nahezu allen Herstellern und Modellen auf lange Wartezeiten und hohe Preise einstellen. Weil.

 

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Die Leute sagen Danke und wünschen ein Frohes Fest!

Es ist kein schönes Jahr, das da gerade zu Ende geht, aber immerhin ein Jubiläumsjahr. Vor fünf Jahren ging’s los mit unserem Projekt „Tagesspiegel Leute“, Namen und Nachrichten aus den Berliner Bezirken. Aus rund 100.000 Newsletter-Abonnements im ersten Jahr sind rund 260.000 geworden, Tendenz weiter steigend. Gerade in der Coronakrise ist das Interesse groß an unseren Artikeln von der bezirklichen Basis, mit Informationen und Hintergründen sowie nicht zuletzt Service und Tipps aus lokaler Sicht. Höchste Zeit, Ihnen ganz herzlich Danke zu sagen! Für Ihre Treue, für Ihre Anregungen, für Ihr Lob und vor allem für Ihre Kritik, die hier und da deutlich, aber stets freundlich und konstruktiv ist und sich stark von dem unterscheidet, was sich anderswo medial und sozial medial abspielt. Wir als Redaktion sind sehr froh, Leser: innen wie Sie zu haben! Die Newsletter für diese vorweihnachtliche Woche sind nun erschienen, der Newsletter aus Charlottenburg-Wilmersdorf - sonst freitags - auch schon am heutigen Donnerstag, bitte schauen Sie in Ihre Mailbox. Über Weihnachten und den Jahreswechsel machen wir jetzt eine kleine Pause. Am 3. Januar 2022 geht's weiter mit "Tagesspiegel Leute", wir freuen uns auf Sie, feiern Sie schön, auch in dieser Zeit, und kommen Sie gut ins neue Jahr! Im Folgenden als Beispiel noch einige Themen, die Sie jetzt in unserem meistgelesenen Berliner Bezirksnewsletter aus Charlottenburg-Wilmersdorf finden, der diesmal schon am Donnerstag erschienen ist. Und hier können Sie die Tagesspiegel-Newsletter aus den zwölf Berliner Bezirken kostenlos bestellen: Sie erhalten dann sofort den aktuellen Newsletter aus Ihrem Bezirk.

 

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Richtig vorglühen für Weihnachten

Morgen ist Heiligabend und vielleicht möchten Sie sich heute schon ein wenig einstimmen. Gerade in der Adventszeit tun wir dies ja gern mit einem Glas Glühwein. Mir ist es wichtig zu wissen, was ich zu mir nehme, und ich studiere auch gern einmal die eine oder andere Zutatenliste etwas genauer. Bei Glühwein ist das nicht immer möglich, denn im Gegensatz zu den meisten anderen Lebensmitteln muss dieses Getränk weder eine Zutatenliste noch eine Nährwerttabelle vorweisen können. Einige Hersteller machen diese Angaben freiwillig. Rechtlich geregelt ist die Zusammensetzung von Glühwein in der EU-Verordnung über aromatisierte Weinerzeugnisse. Glühwein wird hier als weinhaltiges Getränk bezeichnet, das ausschließlich aus Rot- oder Weißwein gewonnen und hauptsächlich mit Zimt und/oder Gewürznelken verfeinert wird. Der Zusatz von Zucker oder anderen süßenden Zutaten sowie bestimmten Farb- und Aromastoffen ist erlaubt. Der Alkoholgehalt muss zwischen sieben und 14,5 Volumenprozent liegen. Deshalb sind weder Zutatenverzeichnis noch Nährwerttabelle nötig, da dies für Getränke, welche einen Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Volumenprozent aufweisen, laut EU-Lebensmittelinformationsverordnung nicht vorgeschrieben ist. Eine gute Möglichkeit, die genauen Zutaten Ihres Glühweins im Überblick zu behalten, ist die Eigenproduktion. Dafür benötigen Sie einen Liter trockenen Rotwein, Scheiben aus einer unbehandelten Orange, zwei Stangen Ceylon-Zimt, drei Nelken sowie drei Esslöffel Zucker. Letzterer kann auch durch Honig oder Agavendicksaft ersetzt werden. Im Gegensatz zu Cassia-Zimt ist Ceylon-Zimt nicht so reich an Cumarin, ein Aromastoff der bei übermäßigem Verzehr leberschädigend wirken kann. [Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] Zunächst erhitzen Sie den Rotwein und geben die Zutaten hinein. Nachdem Sie die Flüssigkeit fünf Minuten erwärmt haben, nehmen Sie den Topf vom Herd und lassen den Glühwein eine Stunde ziehen. Vor dem Servieren lassen Sie ihn nochmals heiß werden und gießen ihn dann durch ein Sieb ab. Glühwein darf nicht über 70 Grad Celsius erhitzt werden, weil sonst der Alkohol verdunstet und der Geschmack darunter leiden könnte. Ich stoße symbolisch mit Ihnen an und wünsche Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest. Diese soll natürlich nicht nur von einem Glühwein in Ihrer Hand herrühren, sondern im besten Fall vom Zusammensein mit Ihren Vertrauten. Genießen Sie die Zeit der Entschleunigung und lassen Sie es sich gut gehen. Besonders denke ich dabei an die Schaustellerinnen und Schausteller der Weihnachtsmärkte, die es nicht leicht hatten. Ich hoffe, dass in Berlin trotz der verschärften Regeln nicht allzu viel Glühwein unverkauft geblieben ist. Vielleicht geht ja auch mein Weihnachtswunsch in Erfüllung und ich trinke im nächsten Jahr wieder einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt am Schloss Charlottenburg.

 

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Kleinkind verlässt alleine das Haus und erfriert

In der Nacht klettert ein zweijähriger Junge aus dem Bett und verlässt bei klirrender Kälte das Haus. Seine Eltern sind bei Nachbarn, ein Babyfon schlägt offenbar nicht an. Der Junge erfriert auf dem Weg. Auf der Suche nach seinen Eltern ist ein zweijähriges Kind in Österreich erfroren. Der Junge war in der Nacht von zu Hause aufgebrochen, als die 31 und 28 Jahre alten Eltern bei den Nachbarn zu Besuch waren. Die Eltern hatten das Kind im Ort Vorderweißenbach in Oberösterreich nahe der tschechischen Grenze alleine zu Hause gelassen. Am Morgen wurde das Kind im Bereich der Garage der Nachbarn leblos aufgefunden. Wiederbelebungsversuche des Notarztes scheiterten. Ein Babyfon war eingeschaltet, hat aber offenbar nicht angeschlagen, als der Junge sein Bett verließ. Wie die Nachrichtenagentur APA schreibt, hat der Junge im Laufe des Abends oder der Nacht nur mit einem Pyjama bekleidet das Haus der Familie verlassen und sei im Freien herumgeirrt. Ob er auf der Suche nach den Eltern gewesen sei, wie es in mehreren Medienberichten heißt, kommentierte die Polizei nicht. Die Haustür des Elternhauses sei unverschlossen gewesen, schreibt die österreichische "Kronenzeitung". Die Eltern hätten erst in den frühen Morgenstunden bemerkt, dass das Kind nicht mehr im Hause war und sich auf die Suche nach dem kleinen Jungen gemacht. In der Nacht herrschten Temperaturen von bis zu minus zehn Grad. Eine Obduktion des Buben sei dabei aber nicht nötig, da "kein Zweifel an der Todesursache besteht", sagte eine Sprecherin der zuständigen Staatsanwaltschaft Linz. Die Familie des toten Jungen wird nun von einem Kriseninterventionsteam seelsorgerisch betreut. Die Behörden ermitteln wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, wie ein Polizeisprecher ntv sagte. Das passiere in solchen Fällen standardmäßig. Wie "krone. at" berichtet, soll die Mutter gerade ein zweites Kind erwarten und bereits hochschwanger sein.

 

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Zum Jahresende wenig Versöhnliches

Rund 500 Journalisten hatten sich für die Jahrespressekonferenz von Russlands Präsident Putin angemeldet. Das Staatsfernsehen übertrug live. Es wurde ein politischer Rundumschlag - nach innen und nach außen. Fast vier Stunden lang wurden insgesamt rund 60 Fragen gestellt. Die BBC erkundigte sich nach dem inhaftierten Oppositionellen Alexej Nawalny, der im August 2020 einen Nowitschok-Giftanschlag nur knapp überlebte und den russischen Geheimdienst verantwortlich macht. Präsident Wladimir Putin spricht daraufhin von einer "Person, die angeblich vergiftet" wurde. Er habe Deutschland und Frankreich persönlich eine Zusammenarbeit mit russischen Experten angeboten. Die zuvor eingereichten Fragen von rund 500 Journalistinnen und Journalisten nutzte Putin zu einem Rundumschlag der Innen- und Außenpolitik. Zum Streit um russische Truppenbewegungen im ukrainischen Grenzgebiet wiederholte er: Die NATO bedrohe die Sicherheit Russlands, es solle keine Ausweitung in Richtung Osten geben. Beim Stichwort Ukraine gab Putin der Regierung in Kiew die Schuld an der Situation im Donbass. Russland sei bereit, das Minsker Abkommen zu erfüllen. Dieses sieht eine friedliche Lösung dort vor. Doch die Auslegung des Abkommens sorgt für Streit. Journalistinnen und Journalisten aus Burjatien oder Kasachstan fragten nach regionalen Themen. Energiepreise, Krankenhäuser, Denkmalpflege, auch ein Brand in einem Heizkraftwerk und die Zukunft des Baikalsees kamen zur Sprache. Der russische Blogger Dmitrij Iwanow lebt im Exil in Tschechien und verfolgte die Pressekonferenz von dort: Am selben Tag wie die traditionelle Jahrespressekonferenz musste sich das Menschenrechtszentrum Memorial in Moskau vor Gericht verantworten, wegen vorgeworfenen Extremismus'. Die Organisation Memorial steht ebenfalls vor Gericht im Zusammenhang mit dem umstrittenen "Ausländische Agenten"-Gesetz. Putin sagte über das Gesetz: Man wolle nur, dass Organisationen offenlegten, wie sie sich finanzieren.

 

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Gamestop und Sartorius top, Peloton und Zalando flop

D as Börsenjahr 2021 startete direkt mit einem Knall. Die ganze Welt blickte Ende Januar gebannt auf die Kursentwicklung eines amerikanischen Videospielehändlers aus Texas. International hatten sich Privatanleger zuhauf mit den Aktien von Gamestop eingedeckt, eine Aufwärtsspirale ausgelöst und den Kurs auf ungeahnte Höhen gejagt. Ende Dezember 2020 hatte dieser noch bei 15 Dollar gestanden. Rund einen Monat später erreichte er in der Spitze 438 Dollar. Eine konfuse Situation mit diversen Beteiligten machte die Börsenstory von 2021 komplett: Junge Privatanleger wetten gegen Hedgefonds, auf Social-Media-Plattformen wie Reddit wird Begeisterung geschürt, Neobroker sehen sich mit der Orderflut überlastet – und am Ende schalten sich Politiker und Regulierer in das Chaos ein. Das Jahr 2021 endet an der Börse nun nicht ganz so turbulent, wie es begonnen hat – obgleich die neue Corona-Variante Omikron schon erste kleinere Schockwellen an die Börsen gesendet hat.

 

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„Ich bin keine Impfgegnerin, keine Corona-Leugnerin“

Nach ihren scharf kritisierten Falschaussagen zu Impftoten in der SWR-Comedy-Sendung „Spätschicht“ hat die Kabarettistin Lisa Fitz den Vorwurf zurückgewiesen, sie hänge Verschwörungen zur Corona-Pandemie an. „Ich bin keine Impfgegnerin, und keine Corona-Leugnerin“, schrieb sie in einem Facebook-Beitrag. „Auch bin ich keine Verschwörungstheoretikerin.“ Sie bedauere, bei ihrem umstrittenen Auftritt von EU-weit 5000 Corona-Impftoten gesprochen zu haben. Allerdings griff sie in einem Facebook-Beitrag auch auf ihre alten Argumente zurück. Nach eigenen Angaben hatte sich Fitz bei ihrer Aussage zu den Impftoten auf einen Entschließungsantrag berufen, der im Europäischen Parlament eingebracht wurde. Allerdings habe sie es versäumt, die Zahl nicht explizit als Verdachtsfälle von Impftoten benannt zu haben, schreibt Fitz. „Das bedauere ich, aber das war es dann auch.“ Der betreffende Antrag war von der rechtsextremen EU-Parlamentarierin Virginie Joron aus Frankreich eingereicht worden. Joron wiederum stützt sich auf eine Website, auf der Privatleute vermeintliche Impffolgen melden, ohne dass eine wissenschaftliche Prüfung erfolgt, wie ein Faktencheck der Deutschen Presse-Agentur von Mitte November zeigt. Der Südwestrundfunk hatte nach der Ausstrahlung und Kritik am Sender entschieden, die Comedy- oder Satiresendung aus der ARD-Mediathek zu nehmen und auch von allen SWR-Plattformen und -Kanälen zu entfernen, weil es sich um eine falsche Tatsachenbehauptung von Fitz handle. Den Facebook-Post von Fitz kommentierte der Sender am Donnerstag nicht.

 

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Überleben, um zu erzählen

Zofia Nałkowska schrieb als eine der Ersten literarisch über Konzentrationslager. Eine kleine Frau mit schwarzer Augenbinde, ihr Glasauge wurde falsch angepasst; sie ist erst 35 Jahre alt, hat aber keine Zähne mehr und nur noch ein Auge. Ihr anderes Auge hat sie verloren, als die Deutschen 1943 Silvester feierten und zum Spaß herumschossen; 65 Menschen sind dabei gestorben. Ihre Goldzähne hat sie sich selbst herausgerissen – für einen Zahn bekam sie 80 Złoty und konnte sich genug Brot kaufen, um zu überleben. Und überleben wollte sie, um alles zu erzählen: „Damit die Welt weiß, was sie getan haben.“ Zofia Nałkowskas Erzählband „Medaillons“ ist voll von solchen Geschichten, knapp und genau, nichts bleibt abstrakt, alle Details erscheinen in Großaufnahme: die Frau, die aus dem Deportationszug gesprungen ist und nicht fliehen kann, weil sie sich das Knie verletzt hat. Nur ein Mann hat Erbarmen mit ihr – er gibt ihr Milch und eine Zigarette, danach folgt er ihrer Bitte, sie zu erschießen, denn die Polizisten sind dazu nicht imstande. Oder der Mann, der sieht, wie seine Frau und seine beiden Kinder aus dem Vergasungswagen geworfen werden. Er legt sich auf die Leiche seiner Frau und bittet, erschossen zu werden. Die Männer tun es nicht. „Ein Deutscher sagte:, Dieser Mensch ist stark, er kann noch eine Zeit lang arbeiten.‘“

 

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Despoten denken nie um

Andrej Platonow wandte sich gegen die totalitären Seiten des Kommunismus. Viele seiner Werke wurden erst während der Perestroika veröffentlicht. Sein unvollendeter Roman „Der makedonische Soldat“ liegt nun erstmals in Übersetzung vor. Es gibt Legionen von Büchern aus den sowjetischen Dreißigerjahren, die zu Recht im Orkus der Zeit verschwunden sind. „Boy meets tractor“, so lautet eine landläufige Zusammenfassung der Elaborate des „Sozialistischen Realismus“, der 1934 zur literarischen Doktrin der UdSSR erhoben wurde. Der inhaltliche Abstand zum Nazi-Schlagwort „Kraft durch Freude“ war minimal, es ging um die Darstellung glücklicher Proletarier, die sich mit Feuereifer in die Erfüllung diverser Fünfjahrespläne stürzten. Und dann gibt es Bücher, die blieben. Genauer: die zurückgekommen sind. Über jene, die sie geschrieben haben, kann rückblickend meist nur im Gestus der Trauer gesprochen werden.

 

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++ Rekordzahl an Neuinfektionen in Frankreich ++

Frankreich meldet mit 91.608 Neuinfektionen einen neuen Höchststand. Die Omikron-Variante ist laut dem RKI inzwischen in allen Bundesländern nachgewiesen worden. Alle Entwicklungen im Liveblog.

 

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So kann Washington einen Propaganda-Erfolg Putins verhindern

I n seiner Pressekonferenz am Donnerstag wiederholte Russlands Präsident Wladimir Putin seine Forderungen an den Westen: keine Erweiterung der Nato, keine westlichen Mittelstreckenraketen in Europa, die faktische Anerkennung einer russischen Interessenssphäre in Osteuropa gegen die Interessen ehemaliger Sowjet-Satelliten und über die Köpfe der Europäer hinweg. Geschenkt, dass Putin dabei erneut das Märchen erzählte, Russland habe mündliche Garantien bekommen, die Nato werde keine neuen Mitglieder aufnehmen. Putins jährliche Presse-Show ist für ihn seit Jahren nicht mehr als eine gute Gelegenheit, zum Jahresende hin seine Propagandabotschaften in internationalen Medienkanälen zu platzieren. Nicht alles, was Putin sagt, muss man ernst nehmen. Der Kremlchef ist ein Performance-Künstler, der kritische Journalistenfragen geübt abschmettert und für immer neue Ablenkungsmanöver missbraucht. Politiker müssen trotzdem mit ihm reden. In Washington rätselt man, was mit der russischen Wunschliste zu tun sei. Putin selbst muss bewusst sein, dass ein genereller Stopp der Nato-Osterweiterung ebenso indiskutabel ist wie ein Verzicht auf militärische Aktivitäten in Ländern, die bereits Mitglieder der Allianz sind. Niemand kann die Uhr ins Jahr 1997 zurückdrehen, schon gar nicht nach Russlands Aggression in Georgien und der Ukraine. Was Amerika mit Putins Wunschliste tun könnte, ist, sie in Einzelforderungen aufzuteilen. Über einige davon kann Washington ruhigen Gewissens reden. Dazu zählt etwa der Vorschlag, auf bodenbasierte Mittel- und Kurzstreckenwaffen zu verzichten, die das Territorium der Gegenseite treffen könnten. Oder die Idee, das Risiko einer unbeabsichtigten Eskalation zu reduzieren, indem Russland und die Nato sich bei Überflügen im Baltikum und in der Schwarzmeer-Region besser koordinieren – hier liegt seit Jahren eine Quelle für Spannungen. Gegen von Moskau gewünschte Konsultationen und eine Hotline zwischen Nato und Russland wäre an sich auch nichts einzuwenden. Ob die Gespräche über solche Punkte zu Ergebnissen führen, ob Russland sie überhaupt guten Gewissens vorschlägt – das wäre in einem nächsten Schritt gemeinsam mit Moskau zu klären. In jedem Fall würde Washington, wenn es die Vorschläge zumindest prüft, einen Propaganda-Erfolg für den Kreml ausschließen. Der würde eintreten, wenn sich die Amerikaner dem Dialog mit Putin pauschal verweigern.

 

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Polizei ermittelt gegen Berliner (31) Mann bucht 150 Impftermine und legt System lahm

Hunderte Menschen versuchten, einen Impftermin zu buchen – und kamen in diesem Impfzentrum einfach nicht zum Zuge… Ein Mann aus Berlin (31) steht im Verdacht, mit mehr als 100 Terminbuchungen in einem Impfzentrum in Wandlitz (Brandenburg) das System für mehrere Stunden lahmgelegt zu haben. Die Polizei ermittelt. Der Mann soll 150 Mal Termine für eine Impfung über das Buchungssystem des Zentrums vereinbart haben, wie die Polizeidirektion Ost und die Staatsanwaltschaft Cottbus am Donnerstag mitteilten. Dafür habe der 31-Jährige falsche Daten hinterlegt. Das Buchungssystem sei am Sonntag zwischen 10 Uhr und 17 Uhr blockiert gewesen und die Termine seien letztlich nicht wahrgenommen worden. Polizisten durchsuchten am Donnerstagmorgen die Wohnung des Mannes in Berlin-Lichterfelde, sie stellten IT-Technik und Mobiltelefone sicher. Der 31-Jährige sei vernommen worden und musste seine Daten hinterlassen. Lesen Sie auch Ein Polizist hat auf der Arbeit einen gefälschten Impfausweis vorgelegt. Viele erwartungsvolle Kunden werden schon bald Besuch von der Polizei bekommen. Die Staatsanwaltschaft und das Staatsschutzdezernat der Direktion Ost ermitteln gegen den Mann wegen Computersabotage. Die bewusste Störung der Impfangebote habe Auswirkungen auf die gesamte Bevölkerung und könne im Einzelfall schwerwiegende gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, sagte Landrat Daniel Kurth.

 

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Die große Skepsis bei der Zuwanderung

D ie große Mehrheit der Menschen in Europa steht dem Thema Zuwanderung sehr kritisch gegenüber. In einer von WELT beauftragten Yougov-Umfrage in zehn Ländern gaben 60 Prozent der Befragten an, das Niveau der Immigration in ihr Land sei in den vergangenen zehn Jahren „zu hoch“ gewesen. In Deutschland liegt dieser Wert mit 67 Prozent sogar noch einmal höher als der Durchschnitt. In allen Ländern glaubt zudem eine Mehrheit der Menschen der Umfrage zufolge, dass Zuwanderer im Allgemeinen nicht bereit sind, sich in ihrem Land zu integrieren.

 

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Neue Landesverordnung: Tanz in der Disko nur noch mit Maske

Zudem müssen Disko- und Kneipengänger Masken tragen, auch beim Tanzen. Es gilt die 2G plus-Regel. Nur Geimpfte und Genesene mit einem aktuellen Corona-Test dürfen die Bars und Clubs betreten. Es sei denn, jemand hat schon vor mindestens zwei Woche eine Auffrischungsimpfung bekommen - für geboosterte Gäste entfällt der zusätzliche Test. Maximal 1.000 Gäste sind erlaubt und sie dürfen Getränke oder Speisen nur an festen Steh- oder Sitzplätzen an Tischen verzehren. Die Kapazitätsbeschränkungen, 2G plus und Maskenpflicht gelten auch bei Tanzpartys, Bällen oder vergleichbaren Veranstaltungen in Gaststätten. Zudem untersagt die neue Corona-Verordnung Großveranstaltungen wie Konzerte oder Sportevents mit mehr als 1.000 Zuschauern drinnen und draußen. Zudem sind ab dem 28. Dezember Treffen im privaten Raum nur noch mit maximal zehn Personen möglich - auch wenn die Teilnehmer geimpft oder genesen sind. Es sei denn, alle Personen gehören zu einem Haushalt. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Für Straßen, Plätze und sonstige Flächen, auf denen zu Silvester viele Menschen zusammenkommen könnten, können die Behörden Kontakte auf bestimmte Gruppengrößen beschränken. Außerdem können sie Maßnahmen anordnen, zum Beispiel, dass ein Mindestabstand eingehalten werden muss. Die Verordnung gilt bis einschließlich 18. Januar 2022. Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) appelierte am Donnerstag: "Meine Bitte an die Bürgerinnen und Bürger auch für die bevorstehenden Festtage lautet: Handeln Sie weiter so verantwortungsbewusst wie in der Vergangenheit, auch über Weihnachten und Silvester, damit wir unseren erfolgreichen Kampf gegen Corona fortsetzen können."

 

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Tragödie einen Tag vor Weihnachten Mutter stirbt bei Unfall, Tochter (3) schwer verletzt

Bördeland (Sachsen-Anhalt) – Was für eine Tragödie! Einen Tag vor Weihnachten ist eine junge Familie im Salzlandkreis mit ihrem Auto verunglückt – die Mutter (39) starb, die dreijährige Tochter überlebte schwer verletzt. Der Vater, der am Steuer saß, blieb wie durch ein Wunder unversehrt. Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der Skoda am Donnerstag gegen 11 Uhr auf der Lindenstraße im Ortsteil Welsleben unterwegs, als er plötzlich von der Straße abkam und in den Graben rutschte. Dort krachte der Wagen frontal gegen einen Abwasserschacht. Der Wagen krachte gegen einen Abwasserschacht Für die Mutter kam jede Hilfe zu spät, sie starb noch an der Unfallstelle. „Das schwer verletzte Kind wurde gemeinsam mit seinem unverletzten Vater in ein naheliegendes Krankenhaus verbracht“, erklärte ein Polizeisprecher. Warum der Mann die Kontrolle über den Wagen verlor, soll nun ein Gutachter gemeinsam mit der Polizei klären.

 

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Gold - der legendäre Inflationsschutz?

Angeblich ist es das Maß der Dinge, absolut und faszinierend, von „göttlicher Schwere“, wie Auric Goldfinger einst dem gefesselten James Bond erklärte. Er hatte noch nichts von Warren Buffett gehört, der damals 34 Jahre jung war. Später, zum legendären Investor gereift, hatte Buffett für Gold nur Häme übrig: Das grabe man irgendwo aus, um es zu Barren zu schmelzen und in unterirdischen Tresoren wieder einzugraben. „Wenn uns Außerirdische dabei beobachten – es käme ihnen reichlich obskur vor.“ Bis heute stehen sich die beiden Denkschulen gegenüber: Hier die Verfechter des bleibenden Werts, die sich vom Edelmetall noch Stabilität versprechen, wenn alles andere zerfällt. Dort die unternehmerisch denkenden Anleger, die nach Zins und Dividende fragen. Auch in hundert Jahren sei ein Stück Gold nur ein Stück Gold, sagt Buffett. Aber man könne dafür noch genau so viel kaufen wie vor 2000 Jahren, sagen die anderen. In Zeiten von fünf Prozent Inflation ist das verlockend. Gold, der legendäre Inflationsschutz, müsste sehr gefragt sein, der Preis stark steigen. Doch davon ist aktuell wenig zu sehen. Der Preis für eine Unze Feingold – das sind 31,1 Gramm – schwankt seit Monaten um 1800 Dollar. Im historischen Vergleich ist das nicht wenig, aber die Inflationsdebatte zeigt kaum Wirkung. Große Schübe bekam der Goldpreis 2011 in der Eurokrise und Mitte 2020, als Corona die Welt in die Rezession drückte. Dazwischen ging es deutlich abwärts. Für das nächste Jahr sehen Experten zwar Chancen, aber der Preisrekord von mehr als 2000 Dollar ist ein gutes Stück entfernt. Nitesh Shah vom Fondsanbieter Wisdom Tree hält ihn trotzdem für erreichbar. Gold sei unterbewertet, die hohe Inflation besonders in den USA „deutet auf einen Goldpreis über 2000 US-Dollar pro Unze hin“. Seiner Ansicht nach dürfte Gold, „wenn es sein traditionelles Verhalten wiedererlangt, vom heutigen Niveau steigen“. Andere sind skeptischer. „Unter dem Strich ist wohl unmittelbar nicht mit einer erneuten Rallye des Goldpreises zu rechnen“, schreibt Alexander Posthoff vom Investmenthaus Bantleon in einer Analyse. Auch Ulrich Stephan erwartet Ende 2022 einen Goldpreis auf dem aktuellen Niveau. „Meiner Ansicht nach ist Gold nicht der Renditebringer der Stunde“, sagt der Anlagestratege der Deutschen Bank. Tatsächlich ist es kein Patentrezept für Anleger, sinkenden Geldwert mit steigendem Goldwert auszugleichen. Inflation treibt den Goldpreis nicht automatisch nach oben, sondern vor allem dann, wenn gleichzeitig die Wirtschaft schwächelt – die berüchtigte Stagflation. Schürt ein Wirtschaftsboom die Inflation, bekommt Gold als Geldanlage starke Konkurrenz: Dann steigen Zinsen, Aktienkurse und Dividenden. Gold, das keine regelmäßigen Einnahmen bringt, gerät ins Hintertreffen. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Seine Stunde kann schlagen, wenn die Wirtschaft stockt, aber trotzdem hohe Inflation befürchtet wird. Dann bleiben die Zinsen niedrig, Aktien sind riskant, und Gold kann Sicherheit bieten. Völlig aus der Welt ist dieses Szenario nicht, aber die Mehrheit der Anleger sehe die Zukunft optimistischer, sagt Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank: Der stagnierende Goldpreis zeige, dass sie derzeit weder an eine anhaltend hohe Inflation glaubten, noch an einen Crash. So teilen die meisten Experten die Empfehlung von Deutsche-Bank-Experte Stephan: „Gold gehört eher wegen seines Absicherungscharakters gegen Rückschläge an Aktienmärkten oder Marktturbulenzen ins diversifizierte Depot.“ Dafür genügt aber ein Anteil von rund zehn Prozent. Dieses Gold kann man physisch kaufen in Form von Münzen und Barren. Es gibt aber auch viele Wertpapiere mit Bindung an den Goldpreis. Zu den bekanntesten Anlagemünzen gehören Krügerrand aus Südafrika, Maple Leaf aus Kanada, Wiener Philharmoniker aus Österreich und der China Panda. Sie haben einen Vorteil: Bekannte Goldmünzen sind gut handelbar, und die Preise können gut verglichen werden. Wichtig zu wissen: Der Kauf von Anlagegold ist von der Umsatzsteuer befreit, der Kauf von Silber- und anderen Edelmetallbarren wird dagegen mit 19 Prozent Umsatzsteuer besteuert. Wer Anlagegold dann mehr als ein Jahr gehalten hat und dieses anschließend verkauft, muss Gewinne daraus nicht versteuern. Es wird nicht, wie beispielsweise bei Aktien, die Abgeltungssteuer fällig. In Deutschland gibt es überregionale Anbieter wie Degussa oder auch Pro Aurum mit großem Filialnetz. Ihr Vorteil ist, dass man direkt vor Ort kaufen und auch bar bezahlen kann. Wer zu einem der vielen kleineren Läden geht, sollte auf eine Zertifizierung achten, etwa auf die Mitgliedschaft im Berufsverband des deutschen Münzhandels. Das gilt noch mehr beim Onlinekauf, denn dort muss Vorkasse geleistet werden. Wo man den besten Preis bekommt, sagen diverse Vergleichsportale.

 

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"Gorch Fock": Klagt Ministerium gegen Ex-Werft-Manager?

Eine entsprechende Zivilklage gegen die früheren Chefs der Elsflether Werft werde vorbereitet, berichtet der " Spiegel ". Die Elsflether Werft war der Hauptauftragnehmer in Sachen Sanierung der "Gorch Fock". Grund für die Klage seien möglicherweise überhöhte Rechnungen, die die Werft als Generalunternehmer dem Bund gestellt haben soll. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt bereits seit mehreren Jahren gegen Ex-Manager des Unternehmens. Sie sollen mehrere Millionen Euro in undurchsichtige Nebengeschäfte gesteckt haben. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums wollte sich zu dem Bericht am Donnerstag nicht äußern. Er betonte aber, dass das Ministerium in jedem Fall prüfe, ob Schadenersatz geltend gemacht werden kann, wenn der Bundesrepublik Deutschland ein Schaden entstanden sei. Laut "Spiegel" würden etwaige Ansprüche aber verjähren, sollte bis zum Jahresende keine Klage eingereicht werden. Die Beschuldigten wollten dem Bericht nach zu den Vorwürfen ebenfalls keine Stellung nehmen. Die Elsflether Werft hatte im Februar 2019 Insolvenz angemeldet. Die deutsche Marine bildet auf der mehr als 60 Jahre alten "Gorch Fock" ihren Offiziers-Nachwuchs im Seemannshandwerk aus. Für die Generalüberholung des Dreimasters waren zunächst zehn Millionen Euro eingeplant gewesen, nach großen Steigerungen deckelte die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die Ausgaben auf 135 Millionen Euro.

 

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Polizei stellt bewaffnete Räuber in Wohnung auf frischer Tat

Die Polizei hat in Berlin-Wedding drei mutmaßliche Räuber festgenommen. Die Männer im Alter von 24 bis 35 Jahren sollen am Mittwochabend in der Maxstraße in einer Wohnung sieben Menschen mit einer Schusswaffe und einem Messer bedroht haben, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Sie sollen die Wohnung nach Wertsachen durchsucht haben. Alarmierte Polizisten nahmen die Männer noch am Tatort fest. Ein Nachbar hatte die Einsatzkräfte alarmiert, nachdem die Männer zuvor irrtümlich seine Wohnung gestürmt hatten. [Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] Bei dem Nachbarn sollen sie sich als Polizisten ausgegeben haben.

 

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900 Millionen Euro für grünen Wasserstoff

Das Bundeswirtschaftsministerium hat 900 Millionen Euro zur Förderung der Wasserstoffwirtschaft freigegeben. Das Programm "H2Global" soll dazu beitragen, die Klimaziele zu erreichen. Als Maßnahme zum Klimaschutz fördert Deutschland die Wasserstoffwirtschaft mit 900 Millionen Euro. Das von dem Grünen-Politiker Robert Habeck geleitete Bundeswirtschaftsministerium bewilligte die Summe für das Förderprogramm "H2Global". Es soll die Vermarktung von grünem Wasserstoff voranbringen - über sogenannte Doppelauktionsverfahren. Das bedeutet, Wasserstoff wird günstig auf dem Weltmarkt eingekauft und in der EU meistbietend verkauft. Die neue Regierung will schnell eine Wasserstoff-Industrie mit einer Elektrolyse-Leistung von zehn Gigawatt bis 2030 aufbauen. Vorrangig soll er mit Hilfe von erneuerbaren Energien als "grüner" Wasserstoff erzeugt werden. Dieser gilt als einer der Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel. Er kann als Basis für Kraft- und Brennstoffe dienen, um etwa in Industrie und Verkehr die Nutzung von Kohle, Öl und Erdgas abzulösen. Die ersten Abnahmeverträge im Rahmen von "H2Global" sollen bereits im Jahr 2022 geschlossen werden, wie es hieß. Die ersten Lieferungen nachhaltiger Energieträger auf Wasserstoffbasis nach Deutschland und Europa seien für das Jahr 2024 geplant. Da die Produktion von grünem Wasserstoff in der ersten Phase noch relativ teuer ist, dürfte der beauftragte Zwischenhändler Verluste einfahren. Sie sollen durch Subventionen für maximal zehn Jahre ausgeglichen werden. Veronika Grimm, Mitglied des Sachverständigenrats der Bundesregierung, begrüßte die Entscheidung: "Der Fokus von 'H2Global' liegt hier auf Wasserstoff-Erzeugungskapazitäten im Ausland. Die Aktivitäten tragen dazu bei, frühzeitig den Import von Wasserstoff anzustoßen und Handelsbeziehungen mit Partnern zu etablieren, die günstig grünen Wasserstoff bereitstellen können", sagte sie gegenüber tagesschau. de. Dies sei ein wichtiger Schritt, da Deutschland im kommenden Jahrzehnt große Mengen an Wasserstoff importieren müsse. "Dafür gilt es schnellstmöglich, den Grundstein zu legen. Man muss damit beginnen, die Infrastrukturen aufzubauen. Gleichzeitig bietet sich so mittelfristig die Möglichkeit, Energieabhängigkeiten zu diversifizieren", erklärte die Wirtschaftswissenschaftlerin weiter. "Dass dies sinnvoll ist, werde im Zuge der aktuellen Energiepreiskrise nur allzu deutlich." Durch das beidseitige Bietverfahren kämen die Akteure zum Zug, die die geringste Förderung bräuchten. "Das ist zielführend." "H2Global" war am Donnerstag von der EU-Kommission genehmigt worden. Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sagte, mit der deutschen Regelung würden Projekte unterstützt, die im Einklang mit den im "Grünen Deal" festgelegten Umwelt- und Klimazielen der EU zu einer erheblichen Verringerung der Treibhausgasemissionen führten. Sie werde dazu beitragen, die steigende Nachfrage nach erneuerbarem Wasserstoff in der Union zu decken.

 

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Wegen Corona: United-Trainer Ralf Rangnick kritisiert Premier-League-Regel

Trainer Ralf Rangnick stehen nach etlichen Corona-Fällen bei Manchester United inzwischen wieder fast alle Spieler zur Verfügung. Wie der deutsche Coach des englischen Fußball-Rekordmeisters am Donnerstag berichtete, habe er bis auf den verletzten französischen Weltmeister Paul Pogba alle Akteure zur Verfügung gehabt und mit 25 Spielern trainiert. "Sie sind alle in guter Verfassung", sagte Rangnick auf der Pressekonferenz zum Spiel am Montag bei Newcastle United. Die für vergangenen Samstag angesetzte Partie bei Brighton & Hove Albion war wegen der Corona-Ausfälle bei Manchester United und der mehrtägigen Schließung des Trainingsgeländes abgesagt worden. "Die Entwicklung seit letzter Woche ist gut", unterstrich Rangnick. Die meisten positiv getesteten Spieler hätten nur sehr schwache Covid-Symptome gezeigt und nicht gelitten, erklärte der 63-Jährige und verwies auf eine hohe Impfquote unter den Spielern. Zudem kritisierte er eine Liga-Regel. Rangnick sprach sich dafür aus, dass auch in der Premier League wieder fünf Auswechslungen möglich sind statt wie nun drei. "Es hilft den Spielern, Kraft zu sparen. Gerade, wenn sie sich von Covid erholt haben", sagte der Deutsche. Die Situation sei ähnlich wie zu Beginn der Corona-Pandemie, England sei seines Wissens nach das einzige Land in Europa, in dem nur drei Wechsel erlaubt seien.

 

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Weihnachtsgeschenke: die letzte Chance

Vor ziemlich genau einem Jahr starb der große Meister des Spionageromans John Le Carré. Postum ist nun mit „Silverview“ noch einmal ein Le-Carré-typisches Buch erschienen. Elegant erzählte Spannungsliteratur, die an einem „regengepeitschten Vormittag“ beginnt und Fans von dieser Art von Literatur glücklich und seufzend zurücklässt. John Le Carré: „Silverview“. Aus dem Englischen von Peter Torberg. Ullstein. 256 Seiten, 24 Euro Stanislaw Lem hat so wichtige Sci-Fi-Werke wie „Solaris“, „Die Sterntagebücher“ und „Der futurologische Kongress“ geschrieben. Pünktlich zum 100. Geburtstag des polnischen Schriftstellers in diesem Jahr ist eine Biografie über ihn erschienen. Das Zusammenspiel von Werk und Leben, das geprägt war von seinem Leben nach dem Holocaust und mit dem Kommunismus, ist enorm spannend und interessant gelungen. Wer die Biografie liest, greift anschließend auch garantiert zu Lems Werken. Es geht aber natürlich auch andersherum. Alfred Gall: Stanislaw Lem. Leben in der Zukunft. wbg Theiss. 272 Seiten, 25 Euro. Wer in der Schule Mathe nicht verstanden hat oder wem ungeduldige Lehrer den Stoff nicht nahebringen konnten, hat meist auch ein verqueres Verhältnis zu Zahlen. Albrecht Beutelspacher hat diese Angst in seinem schönen Band „Null, unendlich und die wilde 13″ verscheuchen können. In seinem neuen Buch geht es um mathematische Knobeleien. 11 mal 11 solcher Aufgaben finden sich in diesem Band. Mal leichter, mal schwieriger. Genau das Richtige für lange Weihnachts- oder Feriennachmittage. Auch bei schlechter Laune gut zu gebrauchen. Denn nach einem Gedankenblitz scheint oft die Sonne. Von innen. Albrecht Beutelspacher: „Das Geheimnis der zwölften Münze. Neue mathematische Knobeleien“. C. H. Beck. 160 Seiten, 12 Euro. Der Zeichner und Comicautor Nicolas Mahler interpretiert seit Jahren Meisterwerke der Literatur mit seinem Zeichenstift neu. James Joyces „Ulysses“ hat er ebenso mit Bildern erzählt wie Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ und Thomas Bernhards „Alte Meister“. Nun hat er sich Arno Schmidts Atom-Endzeitdrama „Schwarze Spiegel“ geschnappt. Der grantelnde Überlebende, der da durch die Straßen oder das, was davon übrig geblieben ist, läuft, erinnert bei Mahler stark an seinen Urheber Arno Schmidt. Mahler hat Schmidts Text für seine Fassung stark bearbeitet. So ist ein eigenes, faszinierendes Werk über die Einsamkeit entstanden. Arno Schmidt/Nicolas Mahler: „Schwarze Spiegel“. Suhrkamp. 191 Seiten, 24 Euro. Gottfried von Cramm war Deutschlands erster großer Tennisstar. Und er tauchte in den Zwanzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts tief ins Berliner Nachtleben ein. In seinem Roman „Julius“ hat Tom Saller die historische Figur Gottfried von Cramm als Vorbild genommen. Es ist kein reiner Tennisroman, sondern es geht um ein bewegtes und bewegendes Leben. In Gottfried von Cramms Fall ist es das Leben eines verheirateten Tennisbarons, der auch Männer trifft. Für die Nationalsozialisten war dies später ein gefundenes Fressen, um ihn zu verhaften. Saller hat über dieses Leben eine gut und leicht wegzuschmökernde Romanbiografie geschrieben. Tom Saller: Julius oder die Schönheit des Spiels“. List. 368 Seiten, 22 Euro. Ein besonderes Buch für Musikfans ist dieses Buch über Platten, die nicht erschienen sind. Natürlich ist das berühmteste Album, das es nicht gab – „Smile“ von den Beach Boys – dabei. Aber Daniel Decker hat zahllose Beispiele gefunden und nennt ganz unterschiedliche Gründe, warum die Veröffentlichung jeweils gescheitert ist. Daniel Decker: „Not available. Platten, die nicht erschienen sind“. Ventil. 243 Seiten, 17 Euro. Zahllose Menschen sind an Weihnachten allein. Daniel Schreiber hat in diesem Essay seine Reflexionen übers Alleinsein aufgeschrieben. Die Kernfamilie ist heute wieder der Normalzustand, Menschen, die allein sind, müssen sich fast schon erklären, auch vor sich selbst. Zu Schreibers emotionaler Offenheit kommen philosophische Betrachtungen, die dieses Buch zu einem Musterbeispiel eines biografischen Essays machen. Daniel Schreiber: „Allein“. Hanser Berlin. 160 Seiten, 20 Euro. Schriftsteller und Schriftstellerin gehört zu den Traumzauberberufen. Es gibt da so Idealbilder, in denen neben dem Schreiben, dem Ruhm und dem Erfolg viele Partys, Partnerschaften und Penunsen eine zentrale Rolle einnehmen. Carolin nimmt diesem Traum nun den Zauber. Sie hat für ihre Dissertation 20 Schriftsteller und Schriftstellerinnen interviewt und sie – anoynm natürlich – nach ihren Arbeitsbedingungen befragt. Heraus kommt ein Bild, das dem vieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entspricht: Prekäre Arbeitsverhältnisse und eine große und harte Konkurrenz prägen den Alltag. Hoffentlich schreiben trotzdem viele weiter. Carolin Amlinger: „Schreiben. Eine Soziologie literarischer Arbeit“. Suhrkamp. 800 Seiten, 32 Euro. Das Jahr 2021 wird auch als das Jahr in die Geschichte eingehen, in dem 16 Jahre Kanzlerschaft von Angela Merkel ein Ende gefunden haben. Torsten Körner, der zuletzt mit seinen beiden Dokumentarfilmen „Die Unbeugsamen“ und „Schwarze Adler“ für Furore gesorgt hat, hat über sie ein kluges Miniaturenbuch geschrieben. So erfahren wir immer noch Neues über die neue Altkanzlerin. Torsten Körner: „Die Kanzlerin am Dönerstand. Miniaturen aus dem Leben von Angela Merkel“. Kiepenheuer & Witsch. 294 Seiten, 20 Euro.

 

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Julia nahm 80 Kilo ab - Ich fühle mich wie neugeboren

Julia Kitzmann (33) posiert lachend neben dem Weihnachtsbaum. Sie trägt ein knielanges Kleid. Die Haare liegen in weichen Wellen auf ihren Schultern. Eine wunderschöne Frau – von einer BILD-Stylistin herausgeputzt.

 

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Opernhafte Weihnachten mit Jonas Kaufmann

Von „Alle Jahre wieder“ bis „White Christmas": Jonas Kaufmann kam bei seinem Weihnachtsprogramm im Konzerthaus erst langsam in Schwung. Ein Opernstar, der singt, was auch wir gern zu Weihnachten singen – ob das eine gute Kombination ist? Am Anfang von Jonas Kaufmanns Auftritt im Konzerthaus, der auch auf seine überarbeitete Christmas-CD Lust machen sollte, hatte man kurz den Eindruck, dass sich der Tenor damit keinen Gefallen tat. „Alle Jahre wieder“ und „Ihr Kinderlein, kommet“ wirkten kehlig und trocken, auch mit den Höhen hatte Kaufmann zu Beginn seine Schwierigkeiten, was umso mehr auffiel, da diese Lieder wirklich jeder im Ohr hat. Im negativen Sinn verstärkend kam hinzu, dass die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz aufbauschend-effekthascherische Orchesterarrangements spielte, die überaus kommerziell klangen. Weniger wäre mehr gewesen. Das Orchesterspiel gefiel am besten im „Blumenwalzer“ aus dem „Nussknacker“, schnörkellos, wie er in Tschaikowskys Partitur steht.


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Created at 2021-12-24 00:02