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DC5n Deutschland mix in german 146 articles, created at 2021-12-17 00:02
(3.12/4)  1  Kommentar zur DFB-Gruppe in der Nations League: Die Auslosung ist ein Glücksfall für Hansi Flick

Deutschland trifft in der Nations League im kommenden Sommer auf Italien, England und Ungarn. Heiko Ostendorp, Sportchef des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) meint: Besser hätte es für Bundestrainer Hansi Flick nicht kommen können. 2021-12-16 19:29 1KB www.sportbuzzer.de

(2.04/4)  2  Lauterbach wieder Talkshow-König in ARD und ZDF

In den Talkshwows der öffentlich-rechtlichen Sender war Karl Lauterbach in diesem Jahr ein gefragter Mann. Bei Markus Lanz aber hatte ein anderer Gast die Nase … 2021-12-16 20:09 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(2.02/4)  3  Österreich erlaubt Beihilfe zum Suizid

In Österreich können dauerhaft schwer oder unheilbar kranke Erwachsene künftig Beihilfe zum Suizid in Anspruch nehmen. Der Nationalrat billigte dafür ein neues Gesetz. Diese Form der Sterbehilfe ist an strenge Bedingungen geknüpft. 2021-12-16 21:45 2KB www.tagesschau.de

(2.02/4)  4  Holger Badstuber: FC Luzern löst Vertrag mit Ex-Bayern-Profi auf

Holger Badstuber (32) muss sich nach nur 5 Monaten wieder einen neuen Verein suchen! Der ehemalige Bayern-Profi und FC Luzern haben den Vertrag aufgelöst. 2021-12-16 20:23 3KB www.bild.de

(1.05/4)  5  Sport: Schweizer Fussballer in Nations League gegen Spanien

Langläuferin Fähndrich muss auf den Start in Dresden verzichten. Philipp Kuraschew erzielt in der NHL das erste Saisontor, Janis Moser von den Arizona Coyotes verliert beim Debüt. Die wichtigsten Sport-Meldungen im Überblick. 2021-12-16 20:17 10KB www.nzz.ch

(1.01/4)  6  EU will mehr Druck auf Herkunftsstaaten machen

Die EU will künftig mehr Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis wieder zurückschicken. Bei ihrem Gipfel in Brüssel betonten die Staats- und Regierungschefs die Bedeutung einer einheitlichen Politik. Die sogenannte Rückführungsquote der EU ist seit Jahren gering. 2021-12-16 22:49 2KB www.rnd.de

(1.01/4)  7  Premier League sagt vier weitere Spiele wegen Corona ab

Von zehn Spielen finden nur fünf statt: Die Premier League hat für das Wochenende insgesamt fünf Begegnungen abgesetzt. Ein Überblick über Spielausfälle … 2021-12-16 21:56 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(1.01/4)  8  Zahlungsunfähigkeit abgewendet: Biden unterzeichnet Anhebung der Schuldenobergrenze

Nun ist es offziell: Die USA haben ihre unmittelbar drohende Zahlungsunfähigkeit abgewendet. Möglich macht es die Anhebung der Schuldenobergrenze – gebilligt von Senat und Repräsentantenhaus. Am Donnerstag hat Präsident Biden das entsprechende Gesetz unterzeichnet. 2021-12-16 21:42 2KB www.rnd.de

(1.01/4)  9  Omikron bremst die Premier League - Werner positiv getestet

Die Omikron-Variante des Coronavirus macht sich in England breit und hat mittlerweile zahlreiche Fußballvereine erreicht. In der Premier League werden mehr und mehr Spiele … 2021-12-16 21:31 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(1.01/4)  10  Ein Toter nach schwerem Verkehrsunfall am Kamener Kreuz

Kamen Die Autobahn 1 ist am Kamener Kreuz in Richtung Köln seit Donnerstagnachmittag gesperrt. Dort hat es einen schweren Verkehrsunfall gegeben. Ein Mensch kam dabei … 2021-12-16 21:30 1KB rp-online.de

(1.01/4)  11  Johnson soll im Lockdown an Gartenparty teilgenommen haben

Boris Johnson steht wegen mehrerer Weihnachtsfeiern bereits unter Druck. Medienberichten zufolge soll er schon im Mai 2020 die Corona-Regeln gebrochen haben. 2021-12-16 21:28 2KB www.tagesspiegel.de

(1.01/4)  12  RKI: Infektionszahlen sinken nicht schnell genug

Die Fallzahlen gehen weiter zurück - ein Grund zum Jubeln ist das laut Robert-Koch-Institut aber noch nicht. Denn die Infektionskurve fällt nur langsam, Intensivstationen sind nach wie vor voll - und dann ist da noch Omikron. Keine guten Aussichten für die Feiertage. 2021-12-16 21:10 4KB www.n-tv.de

(1.01/4)  13  Sechster Sieg: Flensburgs Handballer schlagen Lemgo 27:19

Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat den sechsten Liga-Sieg in Serie gefeiert. Die Norddeutschen setzten sich am Donnerstag in der heimischen Arena mit 27:19(13:8) … 2021-12-16 21:05 2KB www.stern.de

(1.01/4)  14  Moderna: Zwei Dosen schützen nur eingeschränkt vor Omikron

Omikron ist weiter auf dem Vormarsch. In einer Laborstudie wurde nun untersucht, wie wirksam zwei Impfdosen gegen die Corona-Varaiante sind. … 2021-12-16 20:23 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(1.01/4)  15  Ermittlungen gegen Ex-Kanzler Kurz: Finanzministerium zahlte 120.000 Euro Steuergeld an Meinungsforscherin

Die österreichische Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt gegen den ehemaligen Kanzler Sebastian Kurz und mehrere Vertraute. Eine interne Untersuchung im Finanzministerium hat dabei nicht nachvollziehbare Zahlungen an eine Meinungsforscherin aufgedeckt. Sie hat offenbar 120.000 Euro an Steuergeldern erhalten – und könnte dafür Kurz‘ Weg an die Spitze der Macht geebnet haben. 2021-12-16 20:20 2KB www.rnd.de

(1.01/4)  16  Sanktionen gegen chinesische Forschungsinstitute und Unternehmen wegen Unterdrückung der Uiguren

Laut US-Regierung entwickeln chinesische Institute und Firmen „Waffen zur Kontrolle des Gehirns“ gegen Minderheiten. Nun hat Washington Sanktionen gegen mehrere chinesische Einrichtungen verhängt. … 2021-12-16 20:03 1005Bytes www.augsburger-allgemeine.de

(1.01/4)  17  „Wissenschaftlicher Durchbruch des Jahres“: Software errechnet den Aufbau von Proteinen

ACHTUNG: DIESER BEITRAG DARF NICHT VOR DER SPERRFRIST, 16. Dezember 20.00 UHR, VERÖFFENTLICHT WERDEN! EIN BRUCH DES EMBARGOS KÖNNTE DIE BERICHTERSTATTUNG ÜBER STUDIEN EMPFINDLICH EINSCHRÄNKEN. Bei der Analyse von Omikron kommt eine ganz neue Technik zum Einsatz. Mit ihr können Form und Wirkweise von Proteinen so einfach wie nie studiert werden. Forschung und Medizin könnte das revolutionieren. 2021-12-16 20:01 5KB www.rnd.de

(0.05/4)  18  Länderspiel-Planungen 2022 werden konkreter: DFB-Team im März wohl gegen die Niederlande

Die deutsche Nationalmannschaft stimmt sich im kommenden März wohl mit einem Testspiel gegen die Niederlande auf die WM in Katar ein. Zudem wird es wenige Tage zuvor voraussichtlich gegen einen afrikanischen Gegner gehen. 2021-12-16 20:07 1KB www.sportbuzzer.de

(0.02/4)  19  Schon im Januar könnten Millionen Impfdosen fehlen

Der Bundesgesundheitsminister sorgt mit seiner Impfstoff-Inventur für Verwirrung. Nun legt er das Ergebnis offen. Es wird eng, aber er will ganz groß einkaufen. 2021-12-16 21:26 9KB www.tagesspiegel.de

(0.02/4)  20  Der Biber darf das, der Mensch nicht

Stadtnatur und mehr Themen in unserem meistgelesenen Bezirksnewsletter, freitags aus Charlottenburg-Wilmersdorf. Hier ein Themen-Überblick. 2021-12-16 20:45 1KB www.tagesspiegel.de

(0.02/4)  21  "Der Rebell – Von Leimen nach Wimbledon": Sendetermin, Handlung, Darsteller und Übertragung des Films

Im Dezember läuft der Eventfilm "Der Rebell – Von Leimen nach Wimbledon" bei RTL. Wir haben alle Infos rund um TV-Termin, Darsteller, Handlung, Übertragung … 2021-12-16 20:15 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 22  Facebook-Mutter Meta geht gegen "Cybersöldner" vor

"Cybersöldner" sammeln gegen Bezahlung Informationen über Personen, nehmen Kontakt zu ihnen auf und jubeln ihnen Spio. 2021-12-16 22:46 2KB www.tt.com

 23  Lesen Sie zeit.de mit Werbung oder im PUR-Abo. Sie haben die Wahl.

Visit zeit.de as usual with ads and tracking. Details about how we use tracking can be found in our Privacy Policy and in the Privacy Center . … 2021-12-16 22:35 875Bytes www.zeit.de

 24  Ist Lindners Schulden-Plan legal?

Die neue Regierung startet mit einer kreditfinanzierten Rücklage von 60 Milliarden Euro. Verfassungsjuristen zweifeln an der Seriosität dieses Vorhabens. 2021-12-16 22:26 6KB www.tagesspiegel.de

 25  Knaller sprengten Weihnachtsmann-Treff Wünsche-Wagen explodiert!

Stolpen – Nachts hatten Pyro-Chaoten den Caravan des Weihnachtsmannes in der Kleinstadt (5564 Einwohner) in die Luft gesprengt. 2021-12-16 21:46 1KB www.bild.de

 26  Antisemitismus-Skandal bei Deutscher Welle - Rundfunkrat-Chef spricht von „notwendigen Konsequenzen“

Jetzt äußert sich der Chef des DW-Rundfunkrates über die Vorfälle des Senders. 2021-12-16 21:41 5KB www.bild.de

 27  Holstein Kiel: Wegen Torflaute! Suche nach Sturm-Verstärkung

Der Holstein-Kader füllt sich vorm letzten Spiel des Jahres gegen St. Pauli wieder. Da es bei der Chancenverwertung hakt, will Kiel im Sturm nachbessern. 2021-12-16 21:41 3KB www.bild.de

 28  Roland Kaiser wählt wieder den Bundespräsidenten mit

Roland Kaiser darf Mitte Februar den nächsten Bundespräsidenten mit wählen. Der Schlagersänger gehört zu den 32 Wahlfrauen und -männern, die 2021-12-16 21:38 1KB www.t-online.de

 29  Astrazeneca-Cocktail soll gegen Omikron helfen

Mit Evusheld bahnt sich ein weiteres wirksames Medikament gegen das Coronavirus an. Laut einer Studie von US-Forschenden und ihren europäischen Kollegen soll das Mittel von Astrazeneca auch effizient gegen die Omikron-Variante des Sars-Cov2-Virus sein. 2021-12-16 21:38 3KB www.n-tv.de

 30  Gewaltdrohung an Schule, Polizei ermittelt Was ist dran am angeblichen Impftod eines Schülers?

Inhalte des umstrittenen Nachrichten-Netzwerks sind nun auch Ermittlungsgegenstand bei der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau. 2021-12-16 21:35 2KB www.bild.de

 31  Hersteller SchöffeL Rückruf von Outdoor-Kleidung

Bei Ware aus der aktuellen Saison ist die Sonnenschutz-Kennzeichnung fehlerhaft 2021-12-16 21:34 1KB www.bild.de

 32  Deutschland muss jetzt einer Patentlockerung für Vakzine zustimmen

Der erbitterte Widerstand Berlins gegen eine Teilung von Wissen ist unhaltbar. Die Ampel sollte auch hier Aufbruch wagen. Ein Appell. 2021-12-16 21:34 6KB www.tagesspiegel.de

 33  Slowakei: Ex-Regierungschef organisiert Corona-Protest – und wird festgenommen

Der frühere Regierungschef Robert Fico hatte zu Protesten gegen die Corona-Politik der Regierung aufgerufen. Unmittelbar zuvor führten Polizisten den 57-Jährigen jedoch ab – vor laufenden Kameras. Fico argumentierte, der geplante Protest verstoße nicht gegen das Versammlungsverbot. 2021-12-16 21:29 1KB www.rnd.de

 34  Mann greift bei Streit mit Axt an: Opfer schwer verletzt

Bei einem Streit in Berlin-Tempelhof ist ein Mann am Donnerstagmittag mit einer Axt auf seinen Gegner losgegangen. Dieser habe 'schwerwiegende' Verletzungen am 2021-12-16 21:28 1KB www.t-online.de

 35  Cannabis-Legalisierung – wann sie kommt und was geplant ist

Wenn es nach der Ampel geht, soll Cannabis bald legal werden. Ab wann Kiffen erlaubt sein wird und was die kommende Koalition plant. … 2021-12-16 21:24 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 36  Nicht mehr „systemrelevant“ Warum lässt Sachsen die Supermarkt-Verkäufer im Stich?

Leipzig/Dresden – In vergangenen Lockdowns waren sie noch die Helden an der Hamsterkauf-Front. Nun scheint man sie vergessen zu haben. 2021-12-16 21:24 2KB www.bild.de

 37  Rückschlag für Boeing: Airbus sticht Konkurrenten bei Kurzstreckenfliegern aus

Gleich zwei große Aufträge hat der Flugzeughersteller Airbus am Donnerstag an Land gezogen - und sich damit gegen seinen Rivalen Boeing durchgesetzt. Die Fluggesellschaft Air France-KLM bestellt gleich 100 Kurzstreckenjets bei Airbus. Und die australische Airline Qantas bereitet einen Komplettumstieg der Flotte auf Airbus vor. 2021-12-16 21:20 4KB www.rnd.de

 38  Regionalverbände: Karneval untersagen statt Druck aufbauen

Der Karnevalskurs der Landesregierung, wonach Vereine freiwillig auf Veranstaltungen mit vielen Menschen in Innenräumen verzichten sollen, stößt auf massive 2021-12-16 21:16 2KB www.t-online.de

 39  Mehr zum Coronavirus

Die neue Funktion steht mehr als 18.000 Apotheken in ganz Deutschland zur Verfügung. Dabei wird unter anderem die Chargennummer geprüft. … 2021-12-16 21:15 536Bytes www.ndr.de

 40  Auf Augenhöhe mit Superstars Lewandowski und Haaland: Wie Bayer-Torjäger Schick die Liga aufmischt

Unter den Stürmer-Superstars Robert Lewandowski und Erling Haaland geht ein dritter beinahe unter: Patrik Schick. Dabei ist der Leverkusener mit bereits 16 Toren zweibester Schütze der Bundesliga-Saison. In der aktuellen Formkurve liegt der Angreifer sogar deutlich vorne. 2021-12-16 21:13 1KB www.sportbuzzer.de

 41  Ajax-Verteidiger Mazraoui will angeblich zum FC Barcelona

Noussair Mazraoui will seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei Ajax Amsterdam nicht verlängern und sich stattdessen dem FC Barcelona anschließen. Das berichtet der spanische Transferexperte Gerard Romero . … 2021-12-16 21:12 1KB www.stern.de

 42  Alexander Klaws und seine Frau machen eine Paartherapie

Alexander Klaws und seine Frau Nadja Scheiwiller sind seit elf Jahren ein Paar und seit 2019 verheiratet. Sie haben zwei gemeinsame Söhne. Eine perfekte Familie sind sie aber keineswegs. 2021-12-16 21:11 2KB www.t-online.de

 43  Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter: Auf 164,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen der ist in Schleswig-Holstein weiter gestiegen. Die Zahl der registrierten neuen Infektionen pro 100.000 2021-12-16 21:11 1KB www.t-online.de

 44  Die „kobaltblauen Augen“ der First Lady: Melania Trump verkauft NFTs

Die ehemalige First Lady Melania Trump hat sich in der Öffentlichkeit zurückgemeldet. Sie will künftig sogenannte NFTs verkaufen - also digital geschützte Originale von Kunstwerken. Das erste sei die limitierte Auflage einer „atemberaubenden Aquarellmalerei“. 2021-12-16 21:08 2KB www.rnd.de

 45  Intensiv-Station - Die Radio-Satire

Schonungslos und auf den Punkt - so nimmt das NDR Info Satiremagazin Politik und Gesellschaft unter die Lupe. 2021-12-16 21:06 1KB www.ndr.de

 46  Schlei-Region will Tourismus besser verteilen Aus dieser Sendung Mehr Schleswig-Holstein Magazin Das könnte Sie auch interessieren

Die Schlei hat in diesem Jahr einen Urlauber-Ansturm verzeichnet. Um die Natur zu schonen, soll der besser gelenkt werden. 2021-12-16 21:05 839Bytes www.ndr.de

 47  Autofahrer verursacht tödlichen Unfall und begeht Fahrerflucht

Ein unbekannter Autofahrer hat in Hoya im Kreis Nienburg einen Unfall mit einem Toten und drei Verletzten verursacht und ist geflüchtet. Die Polizei sucht den … 2021-12-16 21:03 975Bytes www.augsburger-allgemeine.de

 48  Weihnachtstradition: Sind Christbäume nachhaltig? Zwei Neuburger geben Antworten

Plus Der Weihnachtsbaum gehört seit Jahrzehnten fest zur Adventstradition der Deutschen. Doch ist der Brauch überhaupt mit gutem Gewissen umsetzbar? Zwei Meinungen … 2021-12-16 21:00 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 49  US-Fluggast wird wegen Tanga anstelle von Schutzmaske aus Maschine geworfen

Weil er sich anstelle einer Schutzmaske einen roten Tanga über das Gesicht zog, ist ein Fluggast in den USA vor dem Start aus der Maschine … 2021-12-16 20:59 3KB www.stern.de

 50  Barn - Neil Young & Crazy Horse: Kompromissloser Gitarrenrock

Viele Musiker legen im Dezember ein Weihnachtsalbum vor. 2021-12-16 20:58 4KB www.t-online.de

 51  Gutachterin enthüllt schockierende Details Todespflegerin wollte schon vor dem Vierfach-Mord töten

Fürsorglich, liebevoll, mütterlich. So hatten Kolleginnen und Angehörige Ines R. (52) im Gericht beschrieben. Alles nur Fassade, sagt nun Gutachterin. 2021-12-16 20:56 4KB www.bild.de

 52  Großbrand in Leverkusen unter Kontrolle: Anwohner sollten Fenster geschlossen halten

Einsatz für die Feuerwehr in Leverkusen: Durch einen Brand im Stadtteil Küpperssteg wurde die Nina-Warn-App aktiviert. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. 2021-12-16 20:54 1KB www.t-online.de

 53  Kommentar: Lauterbach übt noch - Kommunikation zum Impfstoff

Die Rolle von Lauterbach hat sich verändert. Als Minister könne er nicht mehr alles hinausposaunen, meint Vera Wolfskämpf. 2021-12-16 20:53 822Bytes www.ndr.de

 54  Tausend Füße sind nicht genug

Er ist der erste Vertreter seiner Art, der es mit seinem Namen mehr als genau nimmt: Forscher haben in Australien den ersten "echten" Taußendfüßler entdeckt. Und der kommt sogar auf mehr als 1300 Füße - Rekord in der Tierwelt. 2021-12-16 20:51 2KB www.tagesschau.de

 55  Landtag setzt NSU-Untersuchungsausschuss ein

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern nimmt die Aktivitäten der rechtsextremistischen Terrorgruppe NSU weiter in den Blick. Mit großer Mehrheit wurde dazu erneut ein Untersuchungsausschuss eingesetzt. 2021-12-16 20:48 2KB www.ndr.de

 56  Die virtuellen Propheten der Proteine

Das Magazin „Science“ kürt eine KI-Methode zum "Durchbruch des Jahres" 2021- mit Hinweis auf einen Konflikt zwischen Big Tech und öffentlicher Forschung. 2021-12-16 20:47 6KB www.tagesspiegel.de

 57  MV-Werften fehlt erneut Geld - Land will helfen

Für Experten kommt es wenig überraschend - für die Werftmitarbeiter ist es trotzdem bitter. Kurz vor Jahresende erreicht die Dauerkrise der MV-Werften und ihres Mutterkonzerns Genting aus Hongkong einen neuen Höhepunkt. Dem Unternehmen mit den Standorten in Wismar, Warnemünde und Stralsund fehlt wieder Geld. 2021-12-16 20:47 4KB www.ndr.de

 58  Phänomen Film-Vampire: Die Lust am Saugen

Warum sind die Blutsauger in Vampir-Filmen so faszinierend? 2021-12-16 20:45 2KB www.bild.de

 59  Sport aktuell Blog

Meter, Punkte und Sekunden – egal ob Winter-, US- oder Motorsport: Wir halten euch über das aktuelle Geschehen auf de. 2021-12-16 20:44 837Bytes www.tt.com

 60  Der seltsame Sonderweg der Madame Lagarde

Während die Briten die Zinswende wagen und die Fed die Normalität einleitet, verharrt die EZB im Krisenmodus. Bei ihr ist von einem Richtungswechsel keine Rede. Das ist bemerkenswert, hat doch die EZB ihre Inflationsprognose für das kommende Jahr fast verdoppelt. 2021-12-16 20:43 7KB www.welt.de

 61  Tornado-Überlebende aus Kerzenfabrik verklagen Arbeitgeber

Mit zerstörerischer Gewalt hatten sich Stürme und Tornados durch acht US-Staaten bewegt. Besonders schwer traf es Kentucky. Überlebende aus einer Fabrik erheben schwere Vorwürfe. 2021-12-16 20:42 2KB www.rnd.de

 62  Nur wenige Verstöße gegen 3G-Regel in Bus und Bahn Aus dieser Sendung Mehr Hallo Niedersachsen Das könnte Sie auch interessieren

Den ganzen Tag lang wurde in Braunschweig kontrolliert. Wer sich nicht an die Regel hält, muss 150 bis 200 Euro zahlen. 2021-12-16 20:36 837Bytes www.ndr.de

 63  Angela Merkel kauft ein - 34 Euro? Ist mir wurst!

Hier sehen wir die Salami-Taktik der Ex-Kanzlerin. Angela Merkel (67) wurde jetzt beim Einkaufen im Berliner Kaufhaus des Westens gesichtet. Was sie dab. 2021-12-16 20:36 1KB www.bild.de

 64  Aktien New York: Dow moderat im Plus - Tech-Werte knicken nach Vortagesrally ein

Der Dow Jones Industrial hat am Donnerstag seine zur Wochenmitte erzielten Gewinne nur etwas ausgebaut. 2021-12-16 20:30 3KB www.t-online.de

 65  Corona| Österreich: Massives Datenleck in Corona-Register

Österreich führt ein zentrales Register für Infektionskrankheiten. Das System führt extrem sensible Daten. Nun wird publik: Unbefugte hatten über Monate Zugriff. Alle Infos im Newsblog. 2021-12-16 20:29 49KB www.t-online.de

 66  Europa steht unter Zins-Druck und muss handeln

Die Inflation ist gekommen um zu bleiben. Die EZB-Chefin Lagarde muss handeln, denn sonst verstößt sie gegen das eiserne Euro-Gesetz. … 2021-12-16 20:28 861Bytes www.augsburger-allgemeine.de

 67  England-Fußball: Weitere Premier-League-Spiele coronabedingt abgesagt

Die englische Premier League hat wegen der Ausbreitung der Corona-Variante Omikron weitere Fußballspiele am kommenden Wochenende abgesagt. 2021-12-16 20:28 1KB www.t-online.de

 68  Ein plumper Versuch von Lauterbach, sich auf Spahns Kosten zu profilieren

Gerade während volatiler Krisen wie der Corona-Pandemie irren auch Experten. Aber mit falschen Zahlen zu kolportieren und diese dann auch noch zum Angriff auf politische Kontrahenten zu nutzen geht nicht. In seiner neuen Rolle muss Gesundheitsminister Karl Lauterbach alte Muster ablegen. 2021-12-16 20:27 3KB www.welt.de

 69  Ein „Hammerschlag“ für Großbritannien

In Großbritannien liegen die Nerven blank: Trotz erfolgreicher Booster-Kampagne steigen die Infektionszahlen. Wegen der Omikron-Variante beginnen die Menschen ihr Leben freiwillig einzuschränken. Der Blick auf die Insel ist ein düsterer Vorgeschmack für Deutschland. 2021-12-16 20:23 8KB www.welt.de

 70  Diese Kommissare kamen und gingen

Seit über 50 Jahren locken die Formate " Tatort " und "Polizeiruf 110" jeden Sonntag Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor die Bildschirme. Für Aufsehen sorgten 2021 nicht … 2021-12-16 20:23 6KB www.stern.de

 71  Corona-Kontrollen der Polizei in Niedersachsen laufen

Fahrgäste in Bussen und Bahnen werden heute in mehreren niedersächsischen Städten zu 3G und Maskenpflicht kontrolliert. Zusätzlich gibt es stichpunktartige Kontrollen in der Gastronomie. 2021-12-16 20:22 3KB www.ndr.de

 72  Dutzende Frauen demonstrieren in Kabul für ihre Rechte

Normalerweise sind derartige Kundgebungen nicht mehr zulässig, seit die radikalislamischen Taliban im August wieder die Macht in Afghanistan übernommen haben. 2021-12-16 20:19 2KB www.diepresse.com

 73  Zeitplan der Darts-WM 2022: Das sind die Termine

Es kocht wieder der Hexenkessel bei der Darts-WM 2022 im Ally Pally, London. Wem gelingt der 9-Darter? Wer … 2021-12-16 20:18 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 74  World Darts Championship 21/22: Übertragung im TV oder Live-Stream

Vom 15. Dezember 2021 bis zum 3. Januar 2022 treten 96 Spieler bei der Darts-Weltmeisterschaft der Professional Darts Corporation (PDC) im Alexandra Palace an. … 2021-12-16 20:17 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 75  Die Immobilienrenten boomen

Die Leibrente, der Teilverkauf und die Umkehrhypotheken boomen in Deutschland seit einigen Jahren. Experten warnen vor den Risiken, sehen. 2021-12-16 20:16 1KB www.faz.net

 76  Ratgeber Fotodrucker: Zuhause sensationelle Fotos drucken

Beim Fotodrucker spielt die Anzahl der Tinten die entscheidende Rolle. Dazu kommen Talente wie das Bedrucken von Bannern und CDs. TechStage vereinfacht die Suche nach dem idealen Fotospezialisten. | TechStage 2021-12-16 20:15 13KB www.techstage.de

 77  Unbefugter Zugriff: Sicherheitslücke im Corona-Register?

Über die Lücke sei es Unbefugten möglich, allen Menschen in Österreich beliebige anzeigepflichtige Krankheiten im EMS einzutragen und Abfragen durchzuführen, wie Recherchen des „Standard“ und. 2021-12-16 20:14 3KB www.diepresse.com

 78  "Landkrimi - Steirerrausch" in der ARD: TV-Termin, Handlung, Darsteller, Wiederholung in der Mediathek

Die ARD zeigt am 16.12.21 den Film "Landkrimi - Steirerrausch". Wann ist die TV-Ausstrahlung? Welche … 2021-12-16 20:12 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 79  Dänemark mit Corona-Rekord: 10.000 neue Fälle an einem Tag

3000 der Neuinfektionen entfallen auf die neue Virusvariante Omikron. Neue Maßnahmen sollen schon bald verhängt werden. 2021-12-16 20:10 1KB www.diepresse.com

 80  RKI-Wochenbericht über Omikron in Deutschland: „Es treten bereits Ausbrüche auf“

Noch dominiert die Delta-Variante des Coronavirus. Aber aus den 28 bislang bestätigten Omikron-Fällen in Deutschland wurden laut RKI-Wochenbericht 112 in der letzten Woche (KW 49/2022). 2021-12-16 20:08 4KB www.bild.de

 81  Verdacht gegen Ärztin: Hunderte unwirksame Corona-Impfungen gespritzt?

Patienten soll in einer Arztpraxis in Baden-Württemberg womöglich eine unwirksame Substanz satt eines Corona-Impfstoffes gespritzt worden sein. Bis zu 430 Menschen könnten von dem möglichen Impfbetrug betroffen sein. 2021-12-16 20:06 2KB www.rnd.de

 82  Borussia Dortmund: SO könnte Erling Haaland doch zu Bayern München wechseln

Das Thema Erling Haaland (21) ist beim FC Bayern noch lange nicht vom Tisch! Nach SPORT BILD-Informationen bereitet der Rekordmeister hinter den Kulissen gerade einen möglichen Super-Transfer vor.Mit BILDplus bekommen Sie erklärt, welche drei Haaland-Szenarien es gibt. *** BILDplus Inhalt *** 2021-12-16 20:06 1KB www.bild.de

 83  Verletzung: RB Leipzig einige Wochen ohne Konrad Laimer

Fußball-Bundesligist RB Leipzig muss im letzten Spiel des Jahres am Samstag (15.30 Uhr /Sky) und wohl noch einige Wochen länger auf Konrad Laimer verzichten. 2021-12-16 20:05 1KB www.t-online.de

 84  Österreich: Wer wird neuer Kanzler?

Österreich hat mit Karl Nehammer einen neuen Mann an der Regierungsspitze. Zuvor hat der Rückzug von Ex-Kanzler Sebastian Kurz einen personellen Dominoeffekt ausgelöst. 2021-12-16 20:02 7KB www.nzz.ch

 85  Lüttje Lage: Das Warten auf den Notfall

So bemerkenswert kann das Leben in Hannover sein: In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und lustigen Erlebnissen … 2021-12-16 20:00 3KB www.haz.de

 86  Übergriffe in Corona-Zeiten: Wenn Krankenschwestern gefährlich leben

Plus Im Laufe der Corona-Pandemie haben die Übergriffe auf Menschen im Öffentlichen Dienst weiter zugenommen. Was Gründe sein könnten und was der Gewerkschaftsbund fordert. … 2021-12-16 20:00 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 87  Wie Corona-„Spaziergänger“ der Stadt Ulm auf der Nase herumtanzen

Plus Zu einem angeblich spontanen Spaziergang treffen sich in Ulm dieser Tage verstärkt Gegner der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Zwar nicht mit Fackeln, … 2021-12-16 20:00 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 88  GLÜCKSSPIEL, WETTEN UND SPIELSUCHT NACH COVID-19

Wie hat Coronavirus weltweit Situation mit dem pathologischen Spielen beeinflusst? Die Schließung von landbasierten Spielstätten hat offensichtlich vielen Menschen die Möglichkeit gegeben, Hilfe zu suchen, … 2021-12-16 19:58 1KB deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

 89  Corona-Kommission warnt eindringlich vor Omikron

Selbst wenn die Krankheitsverläufe milder wären: Die erwartete hohe Anzahl an gleichzeitig infizierten Personen würde das Gesundheitssystem überlasten und damit eine realistische Gefahr darstellen. 2021-12-16 19:58 4KB www.diepresse.com

 90  Die Union schöpft wieder Hoffnung

Analyse Berlin Die Mitgliederbefragung ist beendet, jetzt wird ausgezählt: Die CDU will verkünden, wer neuer Vorsitzender werden soll. Friedrich Merz, Norbert Röttgen oder Helge Braun? … 2021-12-16 19:54 5KB rp-online.de

 91  ADAC findet Berlins große Kreuzungen „alle recht gefährlich“

Die schlimmsten Unfallkreuzungen Berlins liegen im Westen der Stadt. Der ADAC hat die Knotenpunkte analysiert. Viele Gefahren ließen sich leicht beheben. 2021-12-16 19:49 6KB www.tagesspiegel.de

 92  Teilstrecke wieder eingleisig befahrbar – Ersatzverkehr eingestellt

In der Nacht ist ein Zug am Bahnhof Friedrichstraße aus den Schienen gesprungen. Der Verkehr im Nord-Süd-Tunnel war lange eingestellt. Die Polizei sucht Zeugen. 2021-12-16 19:49 2KB www.tagesspiegel.de

 93  Mann in S-Bahn mit Messer angegriffen und verletzt

In einer S-Bahn in Kornwestheim ist am Donnerstag ein Mann mit einem Messer verletzt worden. Am Bahnhof der Stadt im Landkreis Ludwigsburg habe ein Unbekannter … 2021-12-16 19:47 1KB www.stern.de

 94  Gericht kippt 2G-Regel im niedersächsischen Einzelhandel

Händler begrüßen die Entscheidung. Bei Gerichten in ganz Deutschland sind inzwischen Klagen gegen die 2G-Regel eingegangen. 2021-12-16 19:46 3KB www.tagesspiegel.de

 95  Ende der 2G-Regelung im hessischen Einzelhandel gefordert

Nach einer Gerichtsentscheidung in Niedersachsen, mit der die dortige 2G-Regelung im Einzelhandel gekippt ist, fordert der Hessischen Industrie- und Handelskammertag ein Ende der Regelung … 2021-12-16 19:45 1KB www.stern.de

 96  Kommentar: Das Ziel ist richtig, die Mittel falsch

Die Landesregierung verliert bei der Pandemie-Bekämpfung offenbar zunehmend den Überblick, meint Marco Seng. Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg zur 2G-Regelung macht die Probleme … 2021-12-16 19:41 2KB www.haz.de

 97  „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ – so geht es weiter

Was passiert in den nächsten Folgen von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“? Mit unserer Vorschau sind Sie täglich informiert. 2021-12-16 19:40 7KB www.rnd.de

 98  Trotz Knappheit daheim - So viel Impfstoff gab Deutschland ins Ausland

Erst spendete Deutschland viel Corona-Impfstoff ins Ausland - dann drohte hierzulande dessen Knappheit. 2021-12-16 19:39 3KB www.bild.de

 99  EU-Parlament fordert Sanktionen gegen russische Militärs und Oligarchen

Der russischen Führung inklusive hoher Militärangehöriger sollen Strafmaßnahmen auferlegt werden. Nach der Annexion der Krim 2014 dürfe keine weitere Invasion abgewartet werden, hieß es vom EU-Parlament. 2021-12-16 19:38 3KB www.welt.de

 100  Kommentar zu Krankenkassen: Neuordnung muss sein

Die Krankenkassen sollten nur im Notfall auf Geld aus dem Steuertopf angewiesen sein. Nötig sind deshalb Reformen im Gesundheitswesen, mit denen die Kosten verringert werden, … 2021-12-16 19:37 2KB www.haz.de

 101  Omikron-Verdacht bei 38 Mitarbeitern im Münsterland

Liveblog Düsseldorf Im Münsterland gibt es bei 38 Mitarbeitern eines Caravanherstellers Verdachtsfälle auf die Omikron-Variante. Und: Am Freitag beginnen in NRW die Impfungen für … 2021-12-16 19:33 1KB rp-online.de

 102  So besiegen wir das Virus nie

Meinung Düsseldorf/Lüneburg Nicht geeignet, nicht erforderlich – ziemlich überraschend kippt das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die 2G-Regel im niedersächsischen Einzelhandel. Warum das Urteil weltfremd ist. … 2021-12-16 19:30 4KB rp-online.de

 103  Augsburger kämpfen für einen Gedenkort für erschossene Soldaten

Der Kulturkreis Haunstetten will, dass auf dem Gelände des Alten Schießplatzes ein Gedenkort für die dort Hingerichteten geschaffen wird. Doch die Stadt Augsburg zögert. … 2021-12-16 19:30 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 104  Bio-Laden, Café, Zeitarbeit: Das tut sich in der Dillinger Geschäftswelt

Plus In Dillingen soll Mitte des Jahres 2022 Denns Biomarkt eröffnen. Und auch sonst tut sich in der Kreisstadt einiges – von neuen Läden bis … 2021-12-16 19:30 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 105  Auch Bale betroffen: Vier weitere Corona-Fälle bei Real Madrid - LaLiga-Spiele auf der Kippe

Nachdem Luka Modric und Marcelo bereits am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet worden waren, vermeldete der LaLiga-Spitzenreiter am Donnerstag vier weitere Fälle. Betroffen ist unter anderem Gareth Bale. Ob die Situation zu Spielabsagen führen wird, ist offen. 2021-12-16 19:27 1KB www.sportbuzzer.de

 106  Hinterbliebene schreiben offenen Brief an Ampel-Regierung

Berlin Die Familien der Opfer fordern die neue Bundesregierung dazu auf, „weitergehende Ermittlungen in Bezug auf die Tat und auf mögliche Mittäter und Drahtzieher" zu … 2021-12-16 19:25 3KB rp-online.de

 107  Die Börse will kein billiges Geld mehr

Seit Jahren profitieren die Börsen von der ultralockeren Geldpolitik der Notenbanken. Nun wird klar, dass inzwischen etwas anderes wichtiger für die Kurse ist. 2021-12-16 19:24 3KB www.tagesspiegel.de

 108  Wie FDP-Politiker Kanzler Scholz bei der Impfpflicht vorführen

Ein erster Antrag zum Thema Impfpflicht aus der FDP lehnt eine allgemeine Verpflichtung ab. Die Begründung ist teils erstaunlich. Das Mega-Streitthema droht aber nicht nur die Liberalen und die Ampel-Koalition im Bundestag zu spalten. Olaf Scholz (SPD) lässt Führung vermissen. 2021-12-16 19:22 1KB www.welt.de

 109  Kriminelle Bande in Haiti lässt zwölf entführte Ausländer frei

NZZ Nachrichten, Hintergründe, Meinungen aus der Schweiz, International, Sport, Digital, Wirtschaft, Auto & mehr. Fundierte Berichterstattung rund um die Uhr. 2021-12-16 19:22 1KB www.nzz.ch

 110  Niedersächsischer Landtag verabschiedet Doppelhaushalt 22/23

Mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von SPD und CDU hat der Niedersächsische Landtag den Doppelhaushalt für 2022 und 2023 beschlossen. Nächstes Jahr kehrt das Land zurück zur schwarzen Null. 2021-12-16 19:21 1KB www.ndr.de

 111  Nationalrat gibt grünes Licht für die Sterbehilfe

Regelung im Auftrag des Verfassungsgerichtshofs tritt im Jänner in Kraft. Innenminister Karner verteidigt sein Dollfuß-Museum. 2021-12-16 19:21 4KB www.diepresse.com

 112  ARD-Talkshow „Anne Will“ erlebte 2021 ihr erfolgreichstes Jahr

Schon seit 2007 ist Anne Will mit ihrer Talkshow auf Sendung - das Jahr 2021 war jedoch ihr bislang erfolgreichstes. In 31 Ausgaben erreichte die Sendung einen Marktanteil von 15,2 Prozent. Damit bleibt „Anne Will“ die mit Abstand meistgesehene Talksendung. 2021-12-16 19:16 1KB www.rnd.de

 113  LKA-Beamter soll Polizisten während Corona-Protesten angegriffen haben

Bei Corona-Protesten im sächsischen Pirna soll ein LKA-Beamter, der privat an der Demo teilnahm, einen Polizisten angegriffen haben. Der Mann ist vom Dienst suspendiert, die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt. Sachsens Innenminister findet deutliche Worte. 2021-12-16 19:16 1KB www.rnd.de

 114  488 in Haft, 46 getötet - Journalisten leben so gefährlich wie lange nicht!

Die Zahl der weltweit inhaftierten Journalistinnen und Journalisten ist so hoch wie seit 25 Jahren nicht 2021-12-16 19:15 5KB www.bild.de

 115  Yasmina Filali & Thomas Helmer im Kinder-Hospiz Geschenke statt Tränen!

Thomas Helmer und Yasmina Filali (46) haben die Kleinen im Kinderhospiz überrascht. 2021-12-16 19:14 1KB www.bild.de

 116  Und dann geißelt der AfD-Mann „lüsterne Blicke“ aus der FDP-Fraktion

Die Sitzordnung im Bundestag ist künftig eine andere: Die Union muss direkt neben der AfD Platz nehmen. Die Debatte darüber artet zur Balgerei aus. Der Redner der Ultrarechten, Stephan Brandner, erhebt unflätige Vorwürfe gegen die bisherigen liberalen Sitznachbarn. 2021-12-16 19:12 6KB www.welt.de

 117  Teile verschollener Tora-Rolle der Görlitzer Synagoge zurück

Nach über acht Jahrzehnten sind Teile einer verloren geglaubten Tora-Rolle aus der Görlitzer Synagoge wieder aufgetaucht. Ein evangelischer Pfarrer, mittlerweile im Ruhestand, hat sie … 2021-12-16 19:12 3KB www.stern.de

 118  Innsbrucker Doppelbudget beschlossen, Willis Grüne gingen doch mit

Die Grünen um Bürgermeister Georg Willi stimmten am Donnerstag nach stundenlanger Debatte letztlich dem Doppelbudget . 2021-12-16 19:08 2KB www.tt.com

 119  Corona-Ausbruch im Straubinger Gefängnis

Im Straubinger Gefängnis hat es einen Corona -Ausbruch mit mindestens 55 Infizierten gegeben. «Bisher haben die Insassen noch keine schwerwiegenden Symptome», sagte Anstaltsleiter Hans Amannsberger … 2021-12-16 19:08 2KB www.stern.de

 120  EU-Parlament zu Ukraine-Konflikt: Mitgliedstaaten sollen schnell reagieren können

Der Ukraine-Konflikt spitzt sich weiter zu. Russland hat offenbar unweit der Ukraine zwischen 75.000 und 100.000 Soldaten zusammengezogen. Das EU-Parlament nennt bereits mögliche Sanktionen, mit denen man reagieren könnte. 2021-12-16 19:08 2KB www.rnd.de

 121  Thüringen schickt Olympiasiegerin Vogel zur Bundesversammlung – und vier Ex-Regierungschefs

Die ehemalige Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel darf für Thüringen bei der Bundesversammlung im Februar den künftigen Bundespräsidenten mitwählen. Zudem schicken die Parteien des Erfurter Landtags unter anderem vier ehemalige Regierungschefs nach Berlin. Darunter ist auch der FDP-Kurzzeit-Ministerpräsident Thomas Kemmerich. 2021-12-16 19:06 2KB www.rnd.de

 122  Polizei fahndet nach gestohlenem 11.000-Euro-Quad

Die Polizei an der Mecklenburgischen Seenplatte fahndet nach einem gestohlenen hochwertigen Quad. Das schwarze vierrädrige Motorrad wurde in der Nacht zu Mittwoch in Penzlin entwendet, … 2021-12-16 19:06 1KB www.stern.de

 123  „Berlin – Tag & Nacht“: So geht es weiter

Berlin, wie es weint und lacht: In der Serie „Berlin – Tag & Nacht“ dreht sich alles um das turbulente Leben junger Hauptstadtbewohner. Seit 2011 läuft die Daily Soap im Vorabendprogramm von RTL 2. Hier verraten wir, wie es in den nächsten Folgen weitergeht. 2021-12-16 19:05 7KB www.rnd.de

 124  „Alles was zählt“-Vorschau: So geht es in den nächsten Folgen weiter

Was passiert in den nächsten Folgen von „Alles was zählt“? Mit unserer Vorschau sind Sie immer im Bilde. 2021-12-16 19:05 3KB www.rnd.de

 125  SUV-Fahrer rammt Zaun am Hermannplatz und flüchtet per Bus

Ein Unbekannter rast mit einem Geländewagen in schwere Gitter. Er soll sich ein Rennen mit einem anderen Wagen geliefert haben. Sein Auto war wohl gestohlen. 2021-12-16 18:56 2KB www.tagesspiegel.de

 126  Die begehrtesten Kennwörter dieses Jahres

Die meisten Internetnutzer nehmen den Schutz ihrer persönlichen Daten wohl nicht allzu ernst. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) veröffentlichte wie jedes Jahr ihre Liste mit … 2021-12-16 18:55 1KB www.stern.de

 127  Uschi Glas: Corona-Streit mit Robert Atzorn… auf der Bühne!

Uschi Glas berichtet von einem Corona-Zoff, den sie mit Kollege Robert Atzorn hatte. 2021-12-16 18:51 3KB www.bild.de

 128  Mit Alkohol und Lichtkur: So blüht die Orchidee zu Hause erst richtig auf

Die Phalaenopsis ist eine der beliebtesten Zimmerpflanzen in Deutschland. Einmal zu Hause, lässt sie bei falscher Pflege aber leider schnell den Kopf hängen. Erfahren Sie hier, wie die Schmetterlingsorchidee so richtig aufblüht. 2021-12-16 18:49 5KB www.rnd.de

 129  Immo-Betrug auf Malle? Der schöne Ferdinand und sein schmutziges Geheimnis

Er präsentierte sich als reicher Unternehmer mit Villa und Sportwagen. Dicke Uhr, Gucci-Gürtel, Polo-Shirt mit hochgeschlagenem Kragen. Im Hintergrund eine Bucht mit Sandstrand. Doch davon kann Ferdinand G. (37) im Moment nur träumen.Statt auf die Palmen und das Meer von Mallorca guckt er gerade auf die Kloschüssel und das Waschbecken in einer Zelle der JVA Stammheim. Der Stuttgarter Immobilienmakler sitzt seit einer Woche in U-Haft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugsverdachts in mehreren Fällen – wie genau G. zu Geld gekommen sein soll, lesen Sie mit BILDplus.  *** BILDplus Inhalt *** 2021-12-16 18:48 1KB www.bild.de

 130  NASA-Helikopter Ingenuity: Eine halbe Flugstunde über dem Mars

Verteilt auf 17 Flüge ist der kleine Copter bisher insgesamt 30 Minuten über den Mars geflogen. Dabei hat er deutlich mehr als drei Kilometer zurückgelegt. 2021-12-16 18:38 2KB www.heise.de

 131  Frauen gegen Männer auszuspielen, ist kaum im Sinne des Grundgesetzes

Die Stadt Hannover will die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“ vermeiden und sieht sich durch ein Rechtsgutachten bestätigt: Demnach folgt geschlechtergerechte Sprache für Behörden zwingend aus dem Grundgesetz. Mit aktivistischen Augen lesen sich Grundrechte eben anders. 2021-12-16 18:37 1KB www.welt.de

 132  Wie der BER ein Weihnachtschaos verhindern will

Der BER erwartet in den Weihnachtsferien 640.000 Passagiere, mehr als vier mal so viele wie im vorigen Jahr. 2021-12-16 18:36 5KB www.tagesspiegel.de

 133  Tiroler Doppelbudget 2022/2023 passierte Landtag

Der Tiroler Landtag hat am späten Donnerstagnachmittag nach zweitägiger Debatte das Doppelbudget für die Jahre 2022 u. 2021-12-16 18:33 2KB www.tt.com

 134  „Wir sind leider spät, aber hoffentlich nicht zu spät“

Wien Derzeit laufen unter anderem in der EU und in Großbritannien Zulassungsverfahren, für die Valneva bis spätestens Ende März grünes Licht erwartet. Der Totimpfstoff des Konzerns … 2021-12-16 18:31 5KB rp-online.de

 135  Serie nächtlicher Detonationen: Polizei ermittelt

Nach einer Serie von Detonationen in Bitburg (Landkreis Eifelkreises Bitburg-Prüm) hat die Polizei zwei Verdächtige ermittelt. Die beiden 49 und 54 Jahre alten Männer … 2021-12-16 18:30 1KB www.stern.de

 136  TT-Redakteur Benedikt Mair ist Tirols „Journalist des Jahres“

TT-Redakteur Benedikt Mair ist „Journalist des Jahres“ im Bundesland Tirol. Die Auszeichnung wird vom Branchenmagazin. 2021-12-16 18:30 1KB www.tt.com

 137  Manipulationssichere Systemzeit dank Network Time Security

NTP hatte keinen breitentauglichen Krypto-Schutz, der den Zeitabgleich gegen Eingriffe schützt. Nun beugt die NTS-Erweiterung auch billigem Zeitvandalismus vor. 2021-12-16 18:30 1KB www.heise.de

 138  Diese neue Rolle sollte Piotrowski bekommen

Meinung Düsseldorf Das Spiel gegen den SV Sandhausen wird für Fortuna ein völlig anderes als die Partien gegen Darmstadt und St. Pauli. Sollte Trainer Christian Preußer … 2021-12-16 18:30 3KB rp-online.de

 139  „Vorhaut auf trockenem Brötchen“: Britische Schule entschuldigt sich für missratenes Weihnachtsessen

Zwei labberige Scheiben Brötchen und eine Dattel im Speckmantel. Eine Schule in Großbritannien hat sich für ihr Weihnachtsessen bei den Eltern und Schülern entschuldigt. In den sozialen Netzwerken waren Bilder des schaurigen Festmahls geteilt worden. 2021-12-16 18:29 2KB www.rnd.de

 140  Vor Öffnung: Kärnten führt zusätzliche Maßnahmen für Gastro und.

In Restaurants dürfen maximal zehn Erwachsene mit zehn Kindern an einem Tisch sitzen. Außerdem gilt auf Weihnachtsmärkten eine FFP2-Maskenpflicht. 2021-12-16 18:28 1KB www.diepresse.com

 141  Brite nach Schiffsunglück in Ostsee in Haft: Vorwurf der schweren Trunkenheit im Seeverkehr

Beim nächtlichen Zusammenstoß zweier Frachtschiffe in der Ostsee war am Montag mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Jetzt gibt es eine Festnahme. Einem britischen Seemann wird schwere Trunkenheit und Fahrlässigkeit im Seeverkehr vorgeworfen. 2021-12-16 18:19 1KB www.rnd.de

 142  Häftling gerettet! Gefangenen-Transporter brennt auf Autobahn

Bei einem Gefangenentransport stand am Donnerstag plötzlich der Wagen in Vollbrand! 2021-12-16 18:16 1KB www.bild.de

 143  Corona-News-Ticker: Bund setzt auf "offensive Booster-Strategie"

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Omikron-Variante sei mehr Tempo bei den Auffrischungsimpfungen nötig, so Gesundheitsminister Lauterbach. Mehr Corona-News im Live-Ticker. 2021-12-16 18:15 29KB www.ndr.de

 144  Coronavirus weltweit: Die neusten Entwicklungen

Rund 272,2 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Mehr als 5,3 Millionen Infizierte sind gestorben. Mehr als 8,5 Milliarden Impfdosen wurden weltweit verabreicht. 2021-12-16 18:09 17KB www.nzz.ch

 145  Chancen für weiße Weihnacht stehen gut

Vom ersten Schneefall ist vielerorts schon nicht mehr viel übrig. ntv-Meteorologe Björn Alexander macht aber Hoffnung: Mit sinkenden Temperaturen in der Weihnachtswoche ist ein weißes Fest im Bergland sowie im Norden und Osten Deutschlands gut möglich. 2021-12-16 18:06 5KB www.n-tv.de

 146  Lang darf die EZB nicht mehr warten

Anders als die US-Notenbank läuten die Europäer keine Zinswende ein. Das könnte gründlich schief gehen. Ein Kommentar. 2021-12-16 18:04 4KB www.tagesspiegel.de

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Kommentar zur DFB-Gruppe in der Nations League: Die Auslosung ist ein Glücksfall für Hansi Flick (3.12/4)

Dicker hätte es für die Nationalmannschaft kaum kommen können - oder besser? Im oft belächelten Wettbewerb, der neu geschaffenen Nations League, trifft die Elf von Hansi Flick neben Ungarn auf Europameister Italien und England, an denen das DFB-Team bei der EM im Achtelfinale gescheitert war. Diese Kracher kommen genau richtig! Denn in Vorbereitung auf die erste Winter-WM im kommenden November in Katar hat Deutschland nun echte Härtetests gegen zwei Top-Gegner zu überstehen. Nach dem Rekordauftakt des neuen Bundestrainers mit sieben Siegen in sieben Spielen gegen überschaubar schwere Gegner wie Liechtenstein oder Nordmazedonien sind Manuel Neuer & Co. kommenden Juni gefordert und können beweisen, dass man selbst noch (oder wieder) zu den Topteams, die auch bei der WM-Endrunde zu den Favoriten zählen wird, gehört. Damit dürfte auch klar sein, dass in den Nations League-Spielen zur Unzeit, direkt nach dem Saisonende, keine B-Elf auflaufen wird. Gegen Italien und England wollen und müssen alle dabei sein, die in Katar zum Kader gehören wollen und endlich mal wieder gegen einen der ganz Großen zeigen, dass man auf Augenhöhe unterwegs ist. Deshalb sind die Hammerlose für Hansi Flick sogar ein echter Glücksfall.
Deutschland trifft auf England, Italien und Ungarn
tagesspiegel.de
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Schwere Gegner für die DFB-Elf
tagesschau.de
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DFB-Elf spielt in Nations League gegen Italien, England und Ungarn
rp-online.de
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Lauterbach wieder Talkshow-König in ARD und ZDF (2.04/4)

In den Talkshwows der öffentlich-rechtlichen Sender war Karl Lauterbach in diesem Jahr ein gefragter Mann. Bei Markus Lanz aber hatte ein anderer Gast die Nase vorn.
Lauterbach wieder Talkshow-König in ARD und ZDF
stern.de
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Corona-Pandemie: Lauterbach wieder Talkshow-König in ARD und ZDF
t-online.de
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Österreich erlaubt Beihilfe zum Suizid (2.02/4)

In Österreich können dauerhaft schwer oder unheilbar kranke Erwachsene künftig Beihilfe zum Suizid in Anspruch nehmen. Der Nationalrat billigte dafür ein neues Gesetz. Diese Form der Sterbehilfe ist an strenge Bedingungen geknüpft. Ab dem kommenden Jahr ist in Österreich die Beihilfe zum Suizid rechtlich erlaubt. Der Nationalrat des Landes verabschiedete dazu mit großer Mehrheit das neue "Sterbeverfügungsgesetz". Lediglich die rechtspopulistische FPÖ stimmte gegen die Neuregelungen. Damit können dauerhaft schwer kranke Menschen oder Betroffene einer unheilbaren Krankheit künftig in der Apotheke Medikamente erhalten, die den Tod herbeiführen. Allerdings ist die Entscheidung für die Sterbehilfe an mehrere Bedingungen geknüpft. Die Betroffenen, die sie in Anspruch nehmen wollen, müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Zudem muss die Schwere ihrer Krankheit durch eine medizinische Diagnose belegt sein. Die Betroffenen müssen Beratungsgespräche mit mindestens zwei Ärzten führen, von denen einer über eine Qualifikation in Palliativmedizin verfügen muss. Die Ärzte müssen feststellen, dass die Person in der Lage ist, die Entscheidung für den Suizid selbstständig und bewusst zu treffen. Zudem muss eine Frist von zwölf Wochen Wartezeit eingehalten werden, um sicherzugehen, dass es sich um einen gefestigten und nicht aus einer Krisensituation heraus getroffenen Entschluss handelt. Bei Menschen mit Krankheit im Endstadium beträgt diese Frist nur zwei Wochen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können die Betroffenen bei einem Notar oder Patientenanwalt eine Verfügung aufsetzen, um die Beihilfe zum Suizid in Anspruch zu nehmen. Aktive Sterbehilfe bleibt in Österreich auch weiterhin verboten. Vor rund einem Jahr hatte das österreichische Verfassungsgericht das bisherige Verbot der Beihilfe zum Suizid aufgehoben und bis Ende dieses Jahres eine gesetzliche Neuregelung gefordert. Die Richter sahen in dem Verbot einen Verstoß gegen das Recht des Einzelnen auf Selbstbestimmung. Das nun verabschiedete Gesetz achte die Menschenwürde, sagte Justizministerin Alma Zadic von den österreichischen Grünen der Nachrichtenagentur APA. Es solle aber auch sicherstellen, dass "niemand den Weg des Sterbens wählt, wenn es andere Möglichkeiten gibt". Darum solle die Hospiz- und Palliativversorgung landesweit ausgebaut werden. Die Regierung plane, dafür 108 Millionen Euro zu investieren.
Sterbehilfe-Regelung fand große Mehrheit im Parlament
diepresse.com
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Österreich erlaubt Beihilfe zum Suizid
rp-online.de
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Holger Badstuber: FC Luzern löst Vertrag mit Ex-Bayern-Profi auf (2.02/4)

Holger Badstuber (32) muss sich nach nur 5 Monaten wieder einen neuen Verein suchen! Der ehemalige Bayern-Profi (2009 - 2017) und der FC Luzern haben den bis Sommer 2022 laufenden Vertrag in gegenseitigem Einvernehmen vorzeitig aufgelöst. Luzern-Sportchef Remo Meyer (41) sagte zur Trennung: „Wir sind Holger für seinen hochprofessionellen Einsatz dankbar, welchen er in den vergangenen Monaten für den FCL gezeigt hat.“ Und weiter: „Auch wenn wir die Zusammenarbeit früher als ursprünglich geplant beenden, konnten wir von Holgers großer Erfahrung profitieren und wünschen ihm für seine Zukunft alles Gute.“ Der Innenverteidiger wechselte erst im Sommer vom VfB Stuttgart, wo er nur noch für die zweite Mannschaft zum Einsatz gekommen war, nach Luzern. Badstuber absolvierte neben vierzehn Spielen in der Credit Suisse Super League auch drei Spiele im Schweizer Cup sowie eine Partie in der Europa Conference League. Der Ex-Nationalspieler (31 Spiele, 1 Tor) zeigte sich dankbar für die Chance, „die ich hier nach einer schwierigen Zeit bekommen habe. Ich bin sicher, dass die Mannschaft in der Rückrunde das Ruder herumreißen kann, um den Ligaerhalt sicherstellen zu können“. Badstuber meldete sich auch auf Twitter zu Wort und schloss mit einer Kampfansage ab: „Ich selbst habe mir noch einige Ziele im Profi-Fußball gesetzt. Die gehe ich im neuen Jahr mit 100 Prozent Leidenschaft an.“ Badstuber hat in seiner Karriere 177 Spiele für Bayern München, 61 Partien für den VfB Stuttgart und 12 für Schalke 04 bestritten. 2013 gewann er mit den Bayern die Champions League. Hinzu kommen u.a. sechs Meisterschaften (2010, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017) und drei Pokal-Siege (2010, 2013, 2016). Mit dem DFB-Team wurde Badstuber 2010 WM-Dritter. Nun muss sich Badstuber nach einer neuen Herausforderung umsehen.
Super League: Badstuber verlässt den FC Luzern per sofort
nzz.ch
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Vertrag von Holger Badstuber beim FC Luzern mit sofortiger Wirkung aufgelöst: "Noch einige Ziele im Profi-Fußball"
sportbuzzer.de
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Sport: Schweizer Fussballer in Nations League gegen Spanien (1.05/4)

Langläuferin Fähndrich muss auf den Start in Dresden verzichten. Philipp Kuraschew erzielt in der NHL das erste Saisontor, Janis Moser von den Arizona Coyotes verliert beim Debüt. Die wichtigsten Sport-Meldungen im Überblick. Fussball: Die Schweizer treffen in der Nations League auf Spanien und Portugal Als die Schweizer 2019 im Nations-League-Halbfinal auf Portugal trafen, begegneten sie dem Weltstar Cristiano Ronaldo. (sda) Das Schweizer Fussball-Nationalteam trifft in der Gruppenphase der Nations League im nächsten Jahr auf Spanien, Portugal und Tschechien. Die ersten vier Partien finden in der ersten Juni-Hälfte statt, die restlichen zwei Ende September, also alle noch vor der WM in Katar. Das Finalturnier der vier Gruppensieger der Liga A geht vom 14. bis 18. Juni 2023 über die Bühne. Vor allem gegen die beiden iberischen Topteams spielten die Schweizer in den letzten Jahren einige Male. Mit Spanien hat das Team von Coach Murat Yakin eine Rechnung offen. An der Euro im Sommer, damals noch mit Vladimir Petkovic an der Seitenlinie, unterlagen die Schweizer in St. Petersburg im Viertelfinal im Penaltyschiessen. Bereits in der letzten Europa League 2020 spielten die Schweiz und Spanien in der gleichen Gruppe, in Madrid gab es für die Schweizer eine 0:1-Niederlage, in Basel ein 1:1. Portugal unterlagen die Schweizer zuletzt im Halbfinal des Nations-League-Finalturniers 2019 mit 1:3. Das letzte Duell mit Tschechien liegt weiter zurück, schmerzt aber noch immer. Im Eröffnungsspiel der Heim-EM 2008 verlor die Schweiz im St.-Jakob-Park 0:1 – und verlor Topskorer Alex Frei durch Verletzung. Bei der ersten Ausgabe der Uefa Nations League erreichte die Schweiz 2019 das Finalturnier und wurde Vierte. Im letzten Jahr hingegen verhinderte sie in einer Gruppe mit Spanien, Deutschland und der Ukraine den Abstieg aus der höchsten Klasse nur in extremis und unter anderem dank einem Forfaitsieg in der letzten Runde gegen die Ukrainer, nachdem diese wegen mehrerer Corona-Fälle in Quarantäne mussten. Schwimmen: Zwei Schweizer Medaillen zum Auftakt der Kurzbahn-WM (sda) Noè Ponti und Antonio Djakovic sorgen mit Silber und Bronze für einen erfolgreichen Auftakt der Schweizer Delegation an den Kurzbahn-Weltmeisterschaften in Abu Dhabi. Ponti schlug im 25-Meter-Becken nach 200 Meter Delfin in 1:49,81 Minuten als Zweiter an. Erst auf der letzten Länge schob sich der 20-Jährige in Schweizer Rekordzeit auf die Medaillenränge vor. Auf den Sieger Alberto Razzetti aus Italien büsste er 75 Hundertstel ein. Mit dem Anschlag verdrängte Ponti sogar noch den südafrikanischen Weltrekordhalter Chad le Clos auf Platz 3. Den Olympia-Coup hatte Ponti über 100 Meter Delfin geschafft. Antonio Djakovic schwamm über 400 Meter Crawl in der Schweizer Rekordzeit von 3:36,83 zu Bronze. Dabei absolvierte er die zweite Streckenhälfte um über eine Sekunde schneller als die erste. Der 19-jährige Zürcher gewann erstmals eine Medaille an einem Grossanlass. Er büsste knapp eine Sekunde auf den siegreichen Österreicher Felix Auböck ein, gegenüber Platz 4 wiederum hatte der Schweizer eine Sekunde Vorsprung. In den beiden Disziplinen mit den Schweizer Finalisten waren die Felder sehr gut besetzt. Zuvor hatte die Schweiz an Kurzbahn-WM vier Medaillen gewonnen – letztmals durch Flavia Rigamonti 2002 über 800 Meter, nun sind es deren sechs. Ski nordisch: Fähndrich muss auf den Start in Dresden verzichten Nadine Fähndrich (sda) Nadine Fähndrich kann beim Weltcup vom kommenden Wochenende in Dresden im Sprint ihren Sieg aus dem Vorjahr nicht verteidigen. Die Luzernerin leidet an einer Erkältung. Die WM-Zweite im Team-Sprint befände sich in Top-Form. Am vergangenen Wochenende in Davos musste sich die 26-Jährige nur der schwedischen Seriensiegerin Maja Dahlqvist geschlagen geben. Ihren nächsten Auftritt dürfte Fähndrich nun am 28. Dezember am Tour-de-Ski-Auftakt in Lenzerheide haben. Das Etappenrennen wird mit einem Sprint in der freien Technik eröffnet. Eishockey: Kuraschew trifft, Moser debütiert Philipp Kuraschew (rechts) siegt mit den Chicago Blackhawks gegen Washington. (sda) Die Schweizer Fraktion in der NHL wächst weiter. Janis Moser gibt bei der 2:3-Heimniederlage der Arizona Coyotes gegen die New York Rangers sein Debüt. Vier Tage nach dem gleichaltrigen Emmentaler Torhüter Akira Schmid, der bei den New Jersey Devils mittlerweile schon zwei Einsätze hinter sich hat, durfte auch der 21-jährige Moser erstmals Erfahrungen in der weltweit besten Eishockey-Liga sammeln. Der Verteidiger Moser kam während knapp 19 Minuten zum Einsatz und verzeichnete am Ende eine Minus-1-Bilanz. Den Coyotes reichte es trotz zweimaliger Führung nicht zum Sieg. Die Rangers wendeten das Spiel mit zwei Treffern in den letzten sechs Minuten des dritten Drittels. Die Coyotes, die ihre sechste Niederlage in Folge hinnehmen mussten, bleiben das punktemässig schlechteste Team der Liga. All smiles for his rookie lap. 😄 Congrats on your first @NHL game, Moser! pic.twitter.com/VlaDcKuB9p Moser hatte im Sommer vom EHC Biel in die Organisation der Coyotes gewechselt, schaffte die Aufnahme ins Kader der NHL-Mannschaft vorerst aber nicht. Die verzögerte Beförderung verdiente er sich mit starken Leistungen in der AHL. In den bisherigen 18 Spielen mit den Tucson Roadrunners, dem Farmteam der Coyotes, machte er unter anderem mit fünf Toren und sieben Assists auf sich aufmerksam. Einen erfolgreichen Abend hat Philipp Kuraschew hinter sich. Der Stürmer gehörte bei Chicagos 5:4-Heimsieg nach Verlängerung gegen die Washington Capitals zu den Torschützen. Kuraschew brachte die Blackhawks im zweiten Drittel im Powerplay mit seinem ersten Treffer in der laufenden Saison 2:1 in Führung. Es war das zweite Tor Chicagos in Überzahl innert 18 Sekunden. Philipp Kuraschew von den Chicago Blackhawks erzielt gegen die Washington Capitals das erste Saisontor in der NHL. Basketball: Fünfter Auswärtssieg für Capelas Hawks (sda) Die Atlanta Hawks bleiben in fremden Stadien eine Macht. Das Team mit dem Genfer Clint Capela feiert mit dem 111:99 gegen die Orlando Magic den fünften Auswärtssieg in Folge. Die Hawks, die zuletzt zweimal zuhause verloren hatten, bestimmten das Spiel im Amway Center von Anfang an. Sie lagen lediglich in der Startphase für ganz kurze Zeit im Rückstand. Bei Halbzeit führten sie mit 14 Punkten Vorsprung gegen die Magic, die derzeit alles andere als magisch sind. Für die Mannschaft aus Florida war es die sechste Niederlage in Folge, die zwölfte in den letzten dreizehn Spielen. Capela steuerte sieben Punkte und elf Rebounds zum Sieg der Hawks bei. Erfolgreichster Werfer war ein weiteres Mal Trae Young. Der Guard kam auf 28 Punkte, obwohl er wegen einer leichten Nackenverletzung zwischenzeitlich aussetzen musste. Clint Capela steuerte sieben Punkte und elf Rebounds zum Sieg gegen die Orlando Magic bei. Fussball: Mönchengladbach erleidet gegen Frankfurt die vierte Niederlage in Serie Die Frankfurter jubeln nach dem 1:0 durch Jesper Lindström, den Gladbachern bleibt nur Frust. (sda) Die Gladbacher unterlagen im Heimspiel der Frankfurter Eintracht 2:3. In den letzten vier Partien liessen sie 17 Gegentore zu. Es ist ein deutliches Indiz dafür, dass derzeit auf dem Platz nichts mehr zusammenpasst, am wenigsten in der Defensive. In der Zeit kurz vor und kurz nach der Pause im Match gegen Frankfurt liess Gladbach die Tore zum 1:1, zum 1:2 und zum 2:3 zu. Jedes Mal fanden die gegnerischen Vorbereiter und Torschützen genug Platz vor, so dass Goalie Yann Sommer jeweils keine reelle Chance auf eine Abwehr hatte. Die Gladbacher, bei denen Denis Zakaria den kurzfristig erkrankten Nico Elvedi in der Mitte der Dreierabwehr vertrat, konnten die letzten fast 25 Minuten nach einem Platzverweis gegen einen Frankfurter in Überzahl spielen. Aber sie wussten den Vorteil in keiner Art zu nutzen. Sie erspielten nur zwei nennenswerte Torchancen. Der Trainer Adi Hütter könnte ausgerechnet im Match gegen seinen alten Verein Eintracht Frankfurt zum letzten Mal auf der Gladbacher Bank gesessen sein. Die Absetzung des Vorarlbergers steht im Raum. Vor der kurzen Winterpause steht am Samstag noch das Bundesliga-Spiel auswärts gegen Hoffenheim an. Borussia Mönchengladbach - Eintracht Frankfurt 2:3 (1:1). 10 028 Zuschauer. – Tore: 6. Neuhaus 1:0. 45. Borre 1:1. 50. Lindström 1:2. 54. Bensebaini (Foulpenalty) 2:2. 55. Kamada 2:3. – Mönchengladbach mit Sommer, Zakaria und Embolo (verwarnt), ohne Elvedi (krank). Eintracht Frankfurt mit Sow. 70. Gelb-rote Karte gegen Tuta (Eintracht Frankfurt). Bundesliga. Die Rangliste: 1. Bayern München 16/40 (52:16). 2. Borussia Dortmund 15/31 (36:23). 3. Bayer Leverkusen 15/27 (37:24). 4. Hoffenheim 15/26 (32:23). 5. SC Freiburg 15/25 (26:15). 6. Mainz 05 16/24 (25:16). 7. Eintracht Frankfurt 16/24 (26:24). 8. Union Berlin 15/23 (22:21). 9. 1. FC Köln 16/22 (26:27). 10. RB Leipzig 15/21 (29:19). 11. Wolfsburg 16/20 (17:25). 12. Bochum 16/20 (16:25). 13. Borussia Mönchengladbach 16/18 (21:31). 14. Hertha Berlin 16/18 (17:33). 15. VfB Stuttgart 16/17 (22:30). 16. Augsburg 15/16 (16:25). 17. Arminia Bielefeld 16/13 (12:22). 18. Greuther Fürth 15/4 Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote
Sport: Schweizer Fussballer in Nations League gegen Spanien
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ÖFB-Team in Nations League gegen FRA, DEN, CRO
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EU will mehr Druck auf Herkunftsstaaten machen (1.01/4)

Brüssel. Die EU will künftig mehr Migranten ohne Aufenthaltserlaubnis wieder zurückschicken und dabei mehr Druck auf die Herkunftsländer machen. Bei ihrem Gipfel in Brüssel betonten die Staats- und Regierungschefs am Donnerstagabend die Bedeutung einer einheitlichen Politik. Die EU-Kommission solle zusammen mit den Mitgliedsstaaten Schritte ergreifen, um „effektive Rückführungen“ sicherzustellen. Die Visa-Vergabe, die Handelsbeziehungen und die Entwicklungshilfe sollten genutzt werden, um Druck auf Drittstaaten zu machen, existierende Abkommen umzusetzen oder neue abzuschließen. Die sogenannte Rückführungsquote der EU ist seit Jahren gering. 2018 hatte die EU-Kommission das Ziel gesetzt, sie bis 2020 auf rund 70 Prozent zu steigern. Tatsächlich sind 2019 nach Angaben der EU-Kommission nur 29 Prozent jener Menschen ausgereist, die die EU-Staaten hätten verlassen müssen. Die Staats- und Regierungschefs verurteilten zudem die „Instrumentalisierung von Migranten und Flüchtlingen durch das belarussische Regime und die dadurch entstandene humanitäre Krise“. Die EU wirft dem autoritären Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen einfliegen zu lassen, um sie dann in die EU zu schleusen und so die Lage im Westen zu destabilisieren. In der Gipfelerklärung ist von einem „hybriden Angriff“ die Rede. RND/dpa
EU warnt Russland vor massiven Konsequenzen bei Einmarsch in Ukraine
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Premier League sagt vier weitere Spiele wegen Corona ab (1.01/4)

Von zehn Spielen finden nur fünf statt: Die Premier League hat für das Wochenende insgesamt fünf Begegnungen abgesetzt. Ein Überblick über Spielausfälle
Halber Spieltag in England fällt aus: Premier League sagt weitere Partien wegen Corona ab
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Zahlungsunfähigkeit abgewendet: Biden unterzeichnet Anhebung der Schuldenobergrenze (1.01/4)

Washington. US-Präsident Joe Biden hat am Donnerstag eine Vorlage zur Erhöhung der Schuldenobergrenze um 2,5 Billionen Dollar unterzeichnet und damit eine unmittelbar drohende Zahlungsunfähigkeit der USA abgewendet. Nach dem Senat hatte am frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) auch das Repräsentantenhaus die Anhebung gebilligt. Vorausgegangen war eine entsprechende Einigung der Fraktionschefs von Demokraten und Republikanern, die den brisanten Streitpunkt bis nach den Zwischenwahlen im kommenden Jahr entschärft. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Nach Angaben von Finanzministerin Janet Yellen drohte den USA andernfalls ab Mitte Dezember ein Zahlungsausfall. Yellen hatte gewarnt, nach dem 15. Dezember werde ihr Ministerium nicht mehr genügend Mittel haben, um die Regierung noch finanzieren zu können. Der Senat hatte nach langem Streit zwischen Republikanern und Demokraten erst vergangene Woche den Weg für ein einmaliges Schnellverfahren zur Erhöhung der Schuldenobergrenze geebnet. Ein Zahlungsausfall der weltgrößten Volkswirtschaft hätte eine globale Finanzkrise und einen wirtschaftlichen Abschwung auslösen können. Biden benötigt die Erhöhung der Schuldenobergrenze zur Finanzierung seiner Billionenprogramme für Infrastruktur, Gesundheit, Umwelt und Soziales. Die bisherige Schuldenlast der USA lag bei 28,9 Billionen Dollar (rund 25,6 Billionen Euro). Sie häufte sich über Jahrzehnte an. Zu den größten Treibern gehören populäre Ausgabenprogramme wie Sozialversicherung und Medicare, die öffentliche Krankenversicherung für ältere und behinderte Bürger, Zinszahlungen für die Schulden und jüngste Corona-Hilfspakete. Auch eine Reihe von Steuererleichterungen, die von republikanischen Präsidenten erlassen wurden, trugen dazu bei. Dazu zählen laut einer Analyse des Finanzministeriums auch 7,8 Billionen Dollar, die während der vierjährigen Präsidentschaft von Donald Trump hinzu kamen. RND/AP/dpa
Biden unterzeichnet Gesetz zu Anhebung der Schuldenobergrenze
nzz.ch
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Omikron bremst die Premier League - Werner positiv getestet (1.01/4)

Die Omikron-Variante des Coronavirus macht sich in England breit und hat mittlerweile zahlreiche Fußballvereine erreicht. In der Premier League werden mehr und mehr Spiele abgesagt.
Corona-Krise: Omikron bremst die Premier League - Werner positiv getestet
t-online.de
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Ein Toter nach schwerem Verkehrsunfall am Kamener Kreuz (1.01/4)

Kamen Die Autobahn 1 ist am Kamener Kreuz in Richtung Köln seit Donnerstagnachmittag gesperrt. Dort hat es einen schweren Verkehrsunfall gegeben. Ein Mensch kam dabei ums Leben, drei weitere wurden schwer verletzt. Nach einem schweren Unfall ist die A1 bei Kamen in Richtung Dortmund seit Donnerstagnachmittag gesperrt. Nach bisherigen Erkenntnissen sind zwischen Kamener Kreuz und der Abfahrt Kamen-Zentrum eine noch unklare Anzahl an Fahrzeugen auf der Autobahn ineinander gefahren, sagte eine Polizeisprecherin. Zwei Autofahrer konnten vor einem Stauende noch rechtzeitig bremsen, einem Lkw-Fahrer gelang dies Polizeiangaben zufolge nicht mehr. Mehrere Personen waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Ein Mensch kam bei dem Unfall ums Leben, drei wurden lebensgefährlich verletzt. Kurz nach dem Unfall waren bereits zwei Rettungshubschrauber an der Unglücksstelle. Die A1 Fahrtrichtung Köln bleibt noch länger gesperrt.
A1 bei Dortmund gesperrt Lkw rast in Stauende – ein Toter, zwei Personen in Lebensgefahr
bild.de
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Johnson soll im Lockdown an Gartenparty teilgenommen haben (1.01/4)

Der britische Premierminister Boris Johnson soll nach Medienberichten schon im Frühling vergangenen Jahres trotz strenger Corona-Kontaktbeschränkungen an einer Feier teilgenommen haben. Etwa 20 Mitarbeiter hätten am 15. Mai 2020 nach einer Pressekonferenz bei alkoholischen Getränken und Pizza im Garten von Johnsons Amtssitz in der Downing Street beisammengestanden, berichteten die Zeitungen „Guardian“ und „Independent“ am Donnerstag online. Nach damaligen Corona-Regeln waren laut „ Guardian “ nur Treffen von zwei Personen aus verschiedenen Haushalten im Freien erlaubt. Zusätzlich sei ein Mindestabstand von zwei Metern vorgeschrieben gewesen. Gesundheitsminister rief Bevölkerung auf, sich an Regeln zu halten Johnson sei etwa eine Viertelstunde geblieben. Er habe gesagt, die Teams hätten sich wegen ihres Einsatzes in der Pandemie einen Drink verdient. Der damalige Gesundheitsminister Matt Hancock hatte zuvor die Bevölkerung aufgerufen, möglichst zu Hause zu bleiben, sich an die Regeln zu halten und keine Risiken einzugehen. Johnsons Sprecher sagte nun, Mitarbeiter hätten den Garten regelmäßig für Besprechungen genutzt. Berichte über Weihnachtsparty setzen Johnson unter Druck An jenen Tag habe der Premierminister nach einer Pressekonferenz „einige Meetings im Garten, darunter mit dem damaligen Gesundheitsminister und dessen Team,“ gehabt. Johnson sei kurz nach 19.00 Uhr in seine Residenz zurückgekehrt. Der konservative Regierungschef steht wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die von ihm von ihm selbst verhängten Corona-Regeln bereits unter Druck. Insbesondere gibt es Berichte über mehrere Weihnachtspartys in der Downing Street im Dezember vergangenen Jahres.
Nach Weihnachtsfeier-Affäre: Johnson nahm wohl in der ersten Corona-Welle an Gartenparty teil
rnd.de
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RKI: Infektionszahlen sinken nicht schnell genug (1.01/4)

Die Fallzahlen gehen weiter zurück - ein Grund zum Jubeln ist das laut Robert-Koch-Institut aber noch nicht. Denn die Infektionskurve fällt nur langsam, Intensivstationen sind nach wie vor voll - und dann ist da noch Omikron. Keine guten Aussichten für die Feiertage. Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen hat das Robert-Koch-Institut (RKI) eindringlich vor der Überlastung der Intensivstationen und einer drohenden Omikron-Welle gewarnt, sollten die Corona-Zahlen nicht schneller sinken. Trotz eines leichten Rückgangs der wöchentlich gemeldeten Neuinfektionen, "werden insgesamt nach wie vor sehr hohe Fallzahlen verzeichnet", schreibt das RKI in seinem Wochenbericht und mahnt: Alle Maßnahmen - etwa die Reduktion von Kontakten, das Tragen von Masken oder das Einhalten der Hygieneregeln - müssten aufrechterhalten oder sogar intensiviert werden. Der hohe Infektionsdruck ziehe unvermeidlich viele schwere Krankheitsverläufe und Todesfälle nach sich und mache das Auftreten von Impfdurchbrüchen wahrscheinlicher. Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen sei zwischen dem 6. und 12. Dezember um 13 Prozent im Vergleich zur Vorwoche gesunken, heißt es in dem Bericht. Auch der Anteil positiv getesteter Proben habe sich nicht weiter erhöht und liege nun bei 20,9 Prozent (Vorwoche: 21,0 Prozent). "Der Rückgang sei allerdings noch nicht in den Intensivstationen angekommen", sagte RKI-Chef Lothar Wieler bereits am Nachmittag auf einer Pressekonferenz. Dort werden aktuell mehr als 4800 Menschen mit einer Covid-19-Diagnose behandelt. Aufgrund von regionalen Kapazitätsengpässen mussten laut RKI bereits mindestens 102 Patientinnen und Patienten über Bundeslandgrenzen hinaus verlegt werden. "Die Lage auf den Intensivstationen ist derzeit auch ohne Omikron sehr angespannt", so Wieler. Das RKI schätzt die Corona-Lage daher als "sehr besorgniserregend" ein. Obwohl die Delta-Variante das Infektionsgeschehen in Deutschland noch dominiert, registrierte das Institut bereits Omikron-Ausbrüche. Bis zum 14. Dezember sind demnach 112 Fälle der ansteckenderen Variante über eine Genomsequenzierung nachgewiesen worden. Bei 213 weiteren Fällen bestehe aufgrund eines spezifischen PCR-Tests der Verdacht darauf. "Die Schwere der durch die Variante Omikron verursachten Erkrankungen lässt sich derzeit noch nicht abschätzen." Um die erwartbare Ausbreitung von Omikron zu verlangsamen, sei "die maximale Reduktion der Übertragungen notwendig", schreibt das RKI und fordert von jedem Einzelnen, Schutzmaßnahmen umzusetzen: Neben Einhaltung der AHAL-Regeln sollten grundsätzlich alle nicht notwendigen Kontakte reduziert und Reisen vermieden werden. Die Behörde rät dringend dazu, größere Veranstaltungen in Innenräumen, beispielsweise Weihnachtsfeiern, abzusagen oder virtuell durchzuführen. Zudem sollte die Impfkampagne weiter vorangetrieben werden. Inzwischen sind 73 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal und 70 Prozent vollständig gegen Corona geimpft. Darüber hinaus erhielten 26 Prozent bereits eine Booster-Impfung. Allerdings sind weiterhin 24 Prozent der Menschen zwischen 18 und 59 Jahren ungeimpft. In der Altersgruppe ab 60 sind es laut RKI noch 12 Prozent. Diese Impflücke sollte schnellstmöglich geschlossen werden, bevor die Omikron-Welle an Schwung gewinnt.
RKI schlägt Alarm: Fallzahlen sinken nicht schnell genug
t-online.de
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Sechster Sieg: Flensburgs Handballer schlagen Lemgo 27:19 (1.01/4)

Handball-Bundesligist SG Flensburg-Handewitt hat den sechsten Liga-Sieg in Serie gefeiert. Die Norddeutschen setzten sich am Donnerstag in der heimischen Arena mit 27:19(13:8) gegen Pokalsieger TBV Lemgo Lippe durch. Lasse Svan war mit fünf Toren bester Werfer der Gastgeber. Für die Lipper war Jonathan Carlsbogard sechsmal erfolgreich. Mit 22:6 Zählern verdrängte die SG dank der besseren Tordifferenz die punktgleichen Füchse Berlin zumindest vorübergehend vom dritten Tabellenplatz. Die Partie vor den 2466 Zuschauern kam nur langsam in Schwung. Nach sieben Minuten waren erst zwei Tore gefallen. Dank der Paraden von Torhüter Kevin Möller, der schon in der ersten Halbzeit zehn seiner insgesamt 20 Bälle abwehrte, zogen die Gastgeber beim 10:6 (21.) erstmals deutlicher davon. Den Treffer zum 13:8-Pausenstand erzielte der Norweger Göran Sögard Johannessen aus gut zwölf Metern Entfernung. Auch nach dem Seitenwechsel konnten sich die Flensburger auf Schlussmann Möller verlassen. Lemgo fand zu selten ein Rezept, um sich gegen die spielstarken Gastgeber zu behaupten. So war schon zehn Minuten vor Schluss beim 22:15 die Vorentscheidung gefallen und SG-Coach Maik Machulla gewährte den Ersatzkräften Einsatzzeit.
HBL - Sechster Sieg in Serie: Flensburgs Handballer schlagen Lemgo
t-online.de
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Moderna: Zwei Dosen schützen nur eingeschränkt vor Omikron (1.01/4)

Omikron ist weiter auf dem Vormarsch. In einer Laborstudie wurde nun untersucht, wie wirksam zwei Impfdosen gegen die Corona-Varaiante sind.
Labordaten - Moderna: Zwei Dosen schützen nur eingeschränkt vor Omikron
t-online.de
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Ermittlungen gegen Ex-Kanzler Kurz: Finanzministerium zahlte 120.000 Euro Steuergeld an Meinungsforscherin (1.01/4)

Wien. Im Zuge der Korruptions-Affäre um Österreichs ehemaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz sind bei einer internen Untersuchung im Finanzministerium Unregelmäßigkeiten entdeckt worden. Unter anderem seien nicht nachvollziehbare Zahlungen an eine Meinungsforscherin von mehr als 120.000 Euro zu Tage gekommen, teilte das Ministerium am Donnerstag in Wien mit. Der neue Finanzminister Magnus Brunner sprach von einem „Strukturversagen“. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Kurz und mehrere Vertraute. Dabei steht der Verdacht im Raum, dass manipulierte Umfragen mit Steuergeld finanziert wurden, um Kurz den Weg an die Spitze seiner konservativen Partei ÖVP und ins Kanzleramt zu ebnen. Das Projekt soll im Finanzministerium abgewickelt worden sein. Kurz und Ex-Finanzminister Gernot Blümel beteuerten vor ihren Rücktritten mehrfach ihre Unschuld. Im Finanzministerium gab es nach Bekanntwerden der Vorwürfe eine Revision. „Das Bild ist nicht wirklich ein besonders rosiges“, sagte nun der Leiter der internen Untersuchung, Hannes Schuh. Die Meinungsforscherin sei vom Ministerium mit einer Studie für knapp 35.000 Euro beauftragt worden. Aus nicht nachvollziehbaren Gründen habe sie jedoch fast 156.000 Euro erhalten. Außerdem bemängelte die Revision Unregelmäßigkeiten bei der Vergabe von Zeitungsinseraten. Die Staatsanwaltschaft sieht einen Zusammenhang zwischen Annoncen des Ministeriums und den Veröffentlichungen der geschönten Umfragen in einer Boulevardzeitung. RND/dpa
ÖVP-Ermittlungen: BMF-Revisionsbericht bestätigt Unregelmäßigkeiten
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Sanktionen gegen chinesische Forschungsinstitute und Unternehmen wegen Unterdrückung der Uiguren (1.01/4)

Laut US-Regierung entwickeln chinesische Institute und Firmen „Waffen zur Kontrolle des Gehirns“ gegen Minderheiten. Nun hat Washington Sanktionen gegen mehrere chinesische Einrichtungen verhängt.
Unterdrückung der Uiguren: Neue US-Sanktionen gegen chinesische Firmen
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„Wissenschaftlicher Durchbruch des Jahres“: Software errechnet den Aufbau von Proteinen (1.01/4)

Berlin. Den menschlichen Körper kennen Forschende schon ziemlich genau: Wie Blutgefäße aussehen, warum Krebs entsteht, welche Zellen für das Sehen wichtig sind. Doch im ganz Kleinen ist das Bild noch nicht so klar. Denn nur von einem eher kleinen Teil unserer Proteine – das sind essenzielle Bestandteile des Körpers – wusste man bislang, wie sie aussehen und was sie genau machen. Doch das ändert sich mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) gerade rasant. Grund dafür sind neue Computerprogramme, die dreidimensionale Strukturen von Proteinen mit hoher Genauigkeit errechnen, ohne dass zeitaufwendige und teure Messmethoden nötig wären. Kenne man die Gestalt und damit auch die Funktion der Proteine, ließen sich biologische Abläufe im Körper und Krankheiten besser verstehen, erklärt Andreas Bracher vom Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried. Auch bei der Suche nach neuen Medikamenten helfe dieses Wissen, so Bracher. So wollen Forschende mit Hilfe des neuen Ansatzes Wirkstoff-Kandidaten entwickeln, die genau auf bestimmte Proteine abgestimmt sind. Andere Fachleute nutzen die Software bei der neuen Corona-Variante Omikron. Sie untersuchen Auswirkungen von Mutationen im Erbgut auf die Form des sogenannten Spike-Proteins. Eine geänderte Form könnte dazu führen, dass menschliche Antikörper nicht mehr so gut binden können und der Immunschutz nachlässt. Das Fachmagazin „Science“ schätzt den neuen Ansatz für so bedeutsam ein, dass es ihn zum wissenschaftlichen Durchbruch des Jahres gekürt hat. „Der Durchbruch bei der Proteinfaltung ist einer der größten aller Zeiten, sowohl in Bezug auf die wissenschaftliche Leistung, als auch mit Blick auf dadurch mögliche künftige Forschungen“, schreibt „Science“-Chefredakteur Holden Thorp. Er zieht einen Vergleich zur Genschere Crispr, die die Gentechnik revolutioniert hat. Proteine sind winzig klein, man kann diese Eiweiße selbst unter dem Mikroskop nicht sehen. Bislang war es deshalb sehr aufwendig und teuer, mit Methoden wie Röntgenkristallographie und Kryoelektronenmikroskopie ihren Aufbau zu erforschen. „Science“ zufolge kann das Entschlüsseln einer einzelnen Proteinstruktur auf herkömmliche Weise Jahre dauern und Hunderttausende Dollar kosten. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. „Bei vielen Proteinen des Menschen wusste man deshalb bisher nicht, wie sie aussehen“, sagt MPI-Forscher Bracher. Bislang sind nur für gut ein Drittel der Proteine des Menschen experimentell bestimmte Strukturen in einer Datenbank hinterlegt – in vielen Fällen davon sind auch nur Teilbereiche untersucht. Mit den neuen Programmen – AlphaFold and RoseTTAFold – braucht es nun keinen großen Aufwand mehr. Ein Team um den AlphaFold-Entwickler John Jumper, der für die auf künstliche Intelligenz spezialisierte Google-Schwester Deepmind arbeitet, hat bereits Strukturen für fast alle menschlichen Proteine vorgelegt. Das Fachblatt „Nature“ zählt Jumper in seiner aktuellen Top-10-Liste zu den derzeit maßgebenden Wissenschaftlern auf der Welt. Sein KI-gestütztes Programm trainiert sich praktisch selbst mit Hilfe von Datenbanken, in denen bereits erforschte Proteinstrukturen hinterlegt sind. Proteine bestehen aus langen Ketten, die eine Art definiertes Knäuel bilden und dann bestimmte Aufgaben erfüllen. So können manche Proteine (Enzyme) Zuckermoleküle spalten, andere sind Strukturelemente unserer Muskeln. Die Ketten werden von hintereinander aufgereihten Bausteinen gebildet, den sogenannten Aminosäuren. Deren Abfolge ist durch unser Erbgut vorgegeben. Insgesamt gibt es dort rund 20.000 Gene, auf denen die Aminosäurenabfolge für verschiedene Proteine festgelegt ist. Bei der Faltung zum Knäuel spielen unter anderem Anziehungskräfte zwischen den Aminosäuren eine Rolle. Kennt ein Forscher ein spezifisches Gen, kann er daraus auf dem Papier oder am Computer die Aminosäurekette eines Proteins ableiten – schon seit Jahrzehnten. Allerdings war es bislang nicht möglich, ohne weiteres die genaue Form und den Aufbau des Proteinknäuels zu bestimmen. „Die ist aber entscheidend, um die Wirkungsweise eines Protein verstehen zu können“, erklärt Bracher, der selbst mit AlphaFold arbeitet. Die neuen, für Forschenden frei zugänglichen Programme schließen nun genau diese Lücke. Ihnen reicht die durch das Erbgut vorgegebene Aminosäuresequenz eines Proteins, um ein dreidimensionales Modell zu erstellen, wie Bracher erklärt. „Hat man früher Jahre daran gearbeitet, um die Struktur eines Proteins aufzuklären, reicht es jetzt, eine Aminosäuresequenz in den Computer einzugeben.“ RND/dpa
Das Programm, das Omikron sichtbar macht
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Länderspiel-Planungen 2022 werden konkreter: DFB-Team im März wohl gegen die Niederlande (0.05/4)

Hansi Flick plant mit den Niederlanden als hochkarätigem Testspiel-Gegner der deutschen Nationalmannschaft im kommenden März zum Auftakt ins WM-Jahr. Der Bundestrainer bestätigte am Donnerstagabend nach der Auslosung der Nations League entsprechende Verhandlungen. Die DFB-Auswahl spielt zunächst am 26. März in Sinsheim wahrscheinlich gegen einen afrikanischen Gegner - dann soll es wenige Tage später zum Klassiker in die Niederlande gehen. Ursprünglich war England erster Kandidat für den März-Test gewesen. Die "Three Lions" sind aber neben Italien und Ungarn nun Gegner in der Gruppe 3 der Liga A der Nations League wenige Monate vor der WM-Endrunde in Katar. Eine Gegner-Doppelung will Flick vermeiden. Die dritte Auflage des Nationenturniers der UEFA beginnt für das Flick-Team mit einem Viererpack vom 2. bis 14. Juni 2022. Die weiteren beiden Partien finden zwischen dem 22. und 27. September und damit zwei Monate vor dem WM-Anpfiff statt. Es werden die letzten Länderspiele vor der Nominierung des Turnier-Kaders für die Endrunde vom 21. November bis 18. Dezember im Emirat am Persischen Golf sein.
Breite Brust trotz Hammer-Gruppe: Hansi Flick jubelt über Nations-League-Auslosung
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Schon im Januar könnten Millionen Impfdosen fehlen (0.02/4)

Karl Lauterbach richtet sich nochmal den Scheitel, dann setzt er die Maske ab und versucht die Dinge mal zu ordnen. Was ihm besonders wichtig ist, es gehe hier „ganz ausdrücklich“ nicht um eine Kritik an seinem Vorgänger Jens Spahn. Er hat mit ihm persönlich deswegen auch nochmal gesprochen. Warum der Impfstoff knapp werden könnte, hängt schlicht mit der neuen Omikron-Lage – und einer veränderten Strategie zusammen. So schnell es geht, so viele Bürgerinnen und Bürger wie möglich mit Booster-Auffrischungsimpfungen versorgen. Vor seinem ersten Auftritt als Bundesgesundheitsminister in der Bundespressekonferenz hat er noch mit seinem britischen Amtskollegen telefoniert und ein sehr beunruhigendes Lagebild bekommen. Die Verdopplungszahl der Fälle betrage dort nur zwei bis drei Tage, berichtet Lauterbach. Wegen Omikron. „Und das bei einer durchgeimpften Bevölkerung.“ Über 85 Prozent der über 12-Jährigen seien geimpft, viele bereits geboostert. Bei zwei Impfungen betrage die Schutzwirkung lediglich 40 bis 45 Prozent, mit Auffrischungsimpfung 70 bis 75 Prozent, trägt Lauterbach vor. Bis zu 1,5 Millionen Impfungen aktuell pro Tag - im Januar droht ein Einbruch Daher sei es der zentrale Schlüssel seiner Corona-Strategie, mit einer sehr offensiven, schnellen Boosterkampagne zu versuchen, „die Omikron-Welle so klein wie möglich zu halten.“ Vor diesem Hintergrund habe er vergangenen Freitag eine Inventur gemacht. „Ich war mit diesen Ergebnissen nicht einverstanden.“ Zuletzt gab es rund eine Million Impfungen am Tag, am Mittwoch wurde mit knapp 1,5 Millionen ein neuer Rekord in Deutschland geschafft. In den ersten Januarwochen könnte aber nach der Inventurauflistung seines Ministeriums zum Teil nur Impfstoff für 3,5 Millionen Impfungen pro Woche zur Verfügung stehen, das würde aber nur für eine halbe Million am Tag reichen. Lauterbach berechnet den Boosterbedarf auf insgesamt 73 Millionen, 23 Millionen in diesem Jahr und 50 weitere Millionen bis zum Ende des ersten Quartals. Dazu plant Lauterbach mit 20 Millionen Erst- und Zweitimpfungen. Da aber bisher nur 50 Millionen für das erste Quartal bis März gesichert sind, fehlen mindestens 20 Millionen an Impfdosen. „Somit ist der Bedarf nicht gedeckt“, konstatiert Lauterbach trocken, an manchen Stellen wirkt er ob der Zahlen aber auch etwas zerstreut. Und er sorgt für Verwirrung. BIs zu 115 Millionen Dosen zusätzlich - und wann? Ausgerechnet bei der positiven Neuigkeit des Tages. Die Bundesregierung hat kurzfristig mit Moderna verhandelt, um die Lieferung von 35 Millionen Dosen vorzuziehen, das bedarf der Zustimmung der EU-Kommission, die dafür am Donnerstag grünes Licht gegeben hat. Kanzler Olaf Scholz habe da aktiv geholfen, betont Lauterbach. Zudem habe Finanzminister Christian Lindner (FDP) es sehr unterstützt, dass für 2,2 Milliarden Euro unter anderem 80 Millionen zusätzliche Dosen Biontech-Impfstoff beschafft werden können. Somit kauft Lauterbach groß ein - und kann mit mindestens 115 Millionen zusätzlichen Dosen im nächsten Halbjahr rechnen. Lauterbach macht falsche Angaben Die Gretchenfrage ist nur, wann genau. Bisher werden aus einer Dose Moderna zwei Booster-Impfungen gezogen, wegen der hartnäckigen Omikron-Variante könnte aber demnächst jeweils eine ganze Dose je Boosterimpfung genommen werden, dann wären es nur 17,5 Millionen Impfungen, rechnet Lauterbach vor, was aber schlicht falsch ist. Es wären auch dann mindestens 35 Millionen Booster-Impfungen, Stand heute wären es sogar 70 Millionen. Damit könnte der Mangel im ersten Quartal schon behoben sein. Mithin ist Lauterbach zunächst gar nicht im Bilde, dass er vielleicht schon seine 20-Millionen-Lücke damit geschlossen hat. Warum der Januar zum entscheidenden Monat wird Aber für ihn steht auch fest: Ohnehin sei ein Boostern bis Ende März zu spät, im Prinzip will er, dass es viel schneller klappt, am besten schon im Januar weitgehend, um die Welle in Schach zu halten. Aber dafür braucht es eben mehr Impfstoff – denn da gibt es laut der neuesten Auflistung seines Ministeriums die größten Knappheiten. Und er kann nicht sagen, bis wann genau der zusätzliche Moderna-Impfstoff kommt. „Wir haben das schnellste Booster-Tempo in Europa, was im Übrigen mein Vorgänger mit angestoßen hat“, betont Lauterbach – er hat übrigens, was ungewöhnlich ist, auch einfach erst einmal den Sprecher von Minister Jens Spahn, den früheren Journalisten Hanno Kautz, übernommen. Er wolle nicht, dass dieses Tempo ausgebremst wird, „weil ich Impfstoff rationieren muss“, sagt Lauterbach. Und so wird fieberhaft an Lösungen gearbeitet. Hilferuf an Polen, Rumänien, Bulgarien, Portugal Lauterbach hält seit Monaten auch einen engen Draht zum Biontech-Gründer Ugur Sahin, auch von ihm braucht er nun schneller mehr Stoff. Zudem ist man mit Rumänien, Polen, Bulgarien und Portugal im Gespräch, um von dort überschüssige Dosen zu bekommen – damit nicht im Januar viele Bürger wieder ohne Piks nach Hause geschickt werden müssen. Wo sie in der SPD daran zweifelten, ob der Epidemiologe Lauterbach auch ein guter Manager sei, ist genau das jetzt gefragt. Er will notfalls von der Bundeswehr Impfstoffe direkt bei den Werken abholen lassen. Lauterbach hat seine Meinung zum Boosterabstand angepasst Wie schwierig die Entwicklungen auch für ihn selbst abzuschätzen waren, zeigt ein Beispiel aus dem Wahlkampf. Am 18. September, eine Woche vor der Bundestagswahl, ist er in Opladen unterwegs. Ein großes Hallo, Lauterbach geht durch die Fußgängerzone, Leute, setzen ihre Kaffeetassen ab, hören auf ihr Spaghettieis zu essen, um ihrem Bundestagsabgeordneten zuzuwinken. Da schon ist er immer in Begleitung von zwei Personenschützern, überall in seinem rheinischen Wahlkreis, den er seit 2005 stets direkt gewann, sind zerstörte Wahlplakate mit einem zerschnittenen Gesicht Lauterbachs zu sehen. Als er sich zum Gespräch mit dem Tagesspiegel in ein Café setzt, kommt eine ältere Dame zu ihm, das Thema Boosterimpfungen wird da erst ganz dezent diskutiert. Lauterbach ärgert vor allem, dass die bisherige Impfkampagne nicht kommunikativ besser begleitet wird, die Impfquote sei viel zu niedrig, um sicher durch Herbst und Winter zu kommen. „Herr Professor Lauterbach, wie stehen Sie zur dritten Impfung“, fragt die Rentnerin. „Ohne 3. Impfung wird es nicht gehen“, sagt Lauterbach schon damals. Aber der Dialog zeigt, dass auch für einen Mann vom Fach wie ihn vieles in dieser Pandemie unberechenbar ist. Er will wissen, wann denn die letzte Zeitimpfung war. Das war im April. „Dann haben Sie ja noch 2,3 Monate Zeit.“ Solche Abstände empfiehlt er heute in Zeiten von Omikron und nach den nun bekannten Studien zum Nachlassen der Impfwirkung nicht mehr. Die Boosterimpfung erhöhe den Schutz um den Faktor 15, sagt er zu der Dame. Aber damals will er das öffentlich nicht zu laut sagen, denn sonst will jeder die 3. Impfung haben. „Dann haben wir zu wenig Impfstoff für Länder in Afrika.“ Passgenau bestellen, auch für unvorhergesehene Fälle Das ist und bleibt bis heute das Problem. Die Pandemie ist letztlich nur zu besiegen, wenn überall genug geimpft wird, sonst entstehen immer wieder neue Virusformen wie die hochansteckende Omikron-Variante, die zuerst in Südafrika festgestellt worden ist. Deutschland hat über die Impfstoffallianz Covax zugesagt, bis Jahresende 100 Millionen Dosen anderen Ländern zur Verfügung zu stellen. Das führte im November auch zu Biontech-„Rationierung“. Lauterbach hat nun mit einem Problem zu kämpfen, das schon seinem CDU-Vorgänger Jens Spahn schwer zu schaffen machte. Was kaum möglich ist: Passgenau zu bestellen, auch für unvorhergesehene Fälle wie ein notwendiges, viel schnelleres „Boostern“. Daher will Lauterbach nun, dass einfach so viel Impfstoff geordert wird, dass es notfalls auch viel zu viel gibt, und der dann abgegeben wird. Denn er schließt nicht aus, dass im kommenden Jahr bereits die Offensive für Viertimpfungen starten muss. Er lässt jetzt auf jeden Fall richtig groß einkaufen - damit solche Debatten gar nicht erst wieder entstehen. Neben Lauterbach sitzt auf dem Podium der Bundespressekonferenz so wie früher neben Spahn, der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler. Er mahnt nachdrücklich, trotz der Impfungen, Weihnachten die Kontakte auf das Nötigste zu reduzieren. „Wir müssen verhindern, dass die Weihnachtstage zu einem Kickstart für Omikron werden“, sagt Wieler. Und da stimmt auch Lauterbach zu, Wieler hat im Namen aller Krisenkämpfer einfach nur einen Wunsch: „Wir müssen aus dieser Achterbahn aussteigen, in der wir seit zwei Jahren fahren.“
Schon im Januar könnten Millionen Impfdosen fehlen
tagesspiegel.de
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Der Biber darf das, der Mensch nicht (0.02/4)

Unsere Leute-Newsletter versorgen Sie, liebe Leserinnen, liebe Leser, mit Nachrichten aus den zwölf Bezirken und wurden inzwischen berlinweit rund 260.000 Mal abonniert. Mit mehr als 34.500 Abos ist Charlottenburg-Wilmersdorf der meistgelesene unserer Bezirksnewsletter und erscheint am heutigen Freitag wieder, geschrieben von unserem City-West-Experten Cay Dobberke. Unsere Leute-Newsletter aus Charlottenburg-Wilmersdorf und allen anderen Berliner Bezirken können Sie hier kostenlos bestellen: leute. tagesspiegel. de Cay Dobberke hat unter anderem folgende Themen für Sie: Gerade in diesen Zeiten wichtig: Lieben Menschen zu gratulieren. Sie können in unserem Newsletter aus Charlottenburg-Wilmersdorf und natürlich auch in allen anderen bezirklichen Leute-Newslettern vom Tagesspiegel auf Geburtstage von Freunden, Lebenspartnern, Verwandten, Nachbarn, Kollegen, Geschäftspartnern etc. hinweisen oder auch selbst mit ein paar netten Worten gratulieren. Schreiben Sie unseren Autorinnen und Autoren, deren E-Mail-Adressen Sie in den Newslettern finden.
Auch der Denkmalschutz soll sich dem Klimaschutz anpassen
tagesspiegel.de
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"Der Rebell – Von Leimen nach Wimbledon": Sendetermin, Handlung, Darsteller und Übertragung des Films (0.02/4)

Im Dezember läuft der Eventfilm "Der Rebell – Von Leimen nach Wimbledon" bei RTL. Wir haben alle Infos rund um TV-Termin, Darsteller, Handlung, Übertragung sowie Wiederholung für Sie.
"Die Bergretter": Übertragung und Sendetermine von Staffel 13
augsburger-allgemeine.de
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Facebook-Mutter Meta geht gegen "Cybersöldner" vor

"Cybersöldner" sammeln gegen Bezahlung Informationen über Personen, nehmen Kontakt zu ihnen auf und jubeln ihnen Spionagesoftware unter. Unter den Opfern sollen Journalisten, Kritiker autoritärer Regime, Familien von Oppositionellen und Menschenrechtsaktivisten sein. Menlo Park – Die Facebook-Mutter Meta ist gegen sogenannte Cybersöldner vorgegangen, die für zahlende Auftraggeber Internetnutzer ausspionieren. Meta schloss auf seinen Plattformen Facebook und Instagram rund 1500 Nutzerkonten, die in Verbindung mit sieben solcher Anbieter stehen, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Meta informierte zudem rund 50.000 Menschen in mehr als 100 Ländern darüber, dass sie möglicherweise Ziel von Cybersöldnern wurden. Spezialisierte Firmen würden das Ausspionieren von Internetnutzern für den "Höchstbietenden" erledigen, sagte Facebook-Sicherheitschef Nathaniel Gleicher. "Diese Cybersöldner behaupten zwar oft, dass ihre Dienste nur auf Kriminelle und Söldner abzielen", erklärte Meta. Unter den Opfern seien in Wirklichkeit aber Journalisten, Kritiker autoritärer Regime, Familien von Oppositionellen und Menschenrechtsaktivisten. Meta ging nun gegen sieben Cybersöldner-Unternehmen vor. Vier von ihnen – Cobwebs Technologies, Cognyte, Black Cube und Bluehawk CI – sind in Israel ansässig oder wurden dort gegründet. Die anderen stammen aus Indien, Nordmazedonien und China. Sie gehen den Angaben zufolge in der Regel in drei Schritten vor: Zunächst werden im Internet öffentlich zugängliche Informationen über die Zielperson gesammelt, etwa auf Blogs, Online-Plattformen, dem Online-Lexikon Wikipedia oder den Websites von Medien. In einem nächsten Schritt wird unter anderem durch falsche Nutzerkonten Kontakt zur Zielperson aufgenommen. Dabei sollen die Opfer auch dazu gebracht werden, auf Links mit Spionagesoftware zu klicken. Dann stehlen die Hacker persönliche Daten wie Passwörter und Fotos und können auch Mikrofone und Kameras von Handys oder Laptops aktivieren und die Bewegungen der Zielpersonen über Geolokalisierung nachverfolgen. (APA/AFP)

 

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Ist Lindners Schulden-Plan legal?

Ist Christian Lindner ein Taschenspieler und ein Mann, der die Verfassung bricht? Oder handelt die neue Bundesregierung mit ihrem Nachtragshaushalt nach Recht und Gesetz, über alle Zweifel erhaben? Das wird sich zeigen, wenn Unions-Abgeordnete tatsächlich nach Karlsruhe ziehen. Sie könnten vor dem Bundesverfassungsgericht klären lassen, ob das Verschieben von Kreditermächtigungen im Etat 2021 in einen Nebenhaushalt, den Energie- und Klimafonds (EKF), verfassungskonform ist. Bis zu 60 Milliarden Euro hätte sich die Ampel-Koalition damit auf Jahre hinaus zurückgelegt. Aber darf sie das? Die Opposition im Bundestag ist der Meinung, dass sie es nicht darf. Darin zeigten sich Union, AfD und Linke am Donnerstag bei der Einbringung des Gesetzentwurfs einig. Der neue Bundesfinanzminister, dem der CDU-Haushaltspolitiker Christian Haase Taschenspielertricks vorwirft, verteidigte den Schritt als notwendig, um Corona-Folgen zu bekämpfen. „Wir dürfen durch die Pandemie nicht auch noch Zeit bei der Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft verlieren“, sagte Lindner. Das Geld solle gezielt in „transformative Investitionen“ fließen, womit nach dem Koalitionsvertrag vor allem Klimaschutz und Digitalisierung gemeint sind. Da haben die Oppositionsfraktionen zwar nichts dagegen. Den Weg aber halten sie für verfassungswidrig. Wobei die FDP der Union vorhielt, nun gegen ein Vorgehen Klage zu erwägen, das sie selbst in der Groko unterstützt habe. Haase wiederum warf den Freien Demokraten vor, sie brächten in der Koalition einen Nachtragsetat auf den Weg, den sie als Oppositionspartei vehement abgelehnt hätte. Verstoß gegen Haushaltsprinzip Wie schätzt ein Verfassungsjurist den Streit ein? Stefan Korioth, Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Spezialist für Finanzfragen, hat eine eindeutige Meinung. „Der Entwurf für diesen Nachtragshaushalt trägt die rechtlichen Bedenken quasi schon auf der Stirn. Das Vorgehen der Koalition, Kreditermächtigungen aus dem laufenden Haushalt für 2021 in einen Fonds umzubuchen und sie damit zeitlich zu strecken, ist aus mindestens zwei Gründen verfassungsrechtlich problematisch“, sagte Korioth dem Tagesspiegel. Zum einen verstoße der Nachtragsetat gegen das Jährlichkeitsprinzip, also den Grundsatz, dass ein Etat immer nur für ein Jahr gelten soll. „Dieses Prinzip gilt auch in einer Notlage wie der Pandemie“, betont der Rechtswissenschaftler. Zum anderen sieht er einen Verstoß gegen die Regeln der Schuldenbremse im Grundgesetz. Präzedenzfall hilft nicht Aber hat nicht die Groko 2020 auch schon Kreditermächtigungen in Höhe von fast 28 Milliarden Euro in den EKF verschoben? Den Präzedenzfall nimmt die Ampel für ihr Vorgehen in Anspruch. Korioths Einschätzung: „Dass die vorige Koalition das Jährlichkeitsprinzip ausgehöhlt hat, hilft der jetzigen Koalition wenig. Sich darauf zu beziehen, ist eine rein politische Argumentation, rechtlich ist das nicht haltbar. Wenn Sondervermögen wie der EKF überjährig, also für einen längeren Zeitraum mit Geld ausgestattet werden, laufe das auf eine Beschränkung des parlamentarischen Budgetrechts hinaus. „Denn das jährlich immer wieder neue Einschätzen von Bedarf und Zweck wird durch eine solche Fondslösung beiseitegeschoben“, erklärt Korioth. Um Kritik abzuschwächen und den Bundestag besser einzubinden, will die Koalition im kommenden Jahr einen Wirtschaftsplan mit den konkreten Projekten innerhalb des EKF nachreichen. Korioth sieht das mit Skepsis. Der Schritt helfe wenig, denn ein solcher Wirtschaftsplan „ist üblicherweise nicht Teil des Haushaltsgesetzes, das Parlament entscheidet darüber nicht“. Allenfalls kann der Haushaltsausschuss darüber beraten. Umgehung der Schuldenbremse Die Schuldenbremse wird laut Korioth mit dem Nachtragsetat umgangen. „Wenn deren Notlagenklausel genutzt wird, wie jetzt in der Pandemie, dürfen die zusätzlichen Kredite nur mit direktem Bezug zur Bekämpfung dieser Notlage aufgenommen werden. Es geht um unmittelbare Folgen einer Notlage. Investitionen in den Klimaschutz, wie nun von der Koalition zur Rechtfertigung angeführt, haben damit wenig zu tun, zumal, wenn es um Investitionen in den kommenden Jahren geht.“ Das Argument, man müsse Investitionen nachholen, die wegen der Pandemie ausgefallen seien, nennt der Verfassungsrechtler „spitzfindig“. Auch die Begründung, der Schritt sei aus konjunkturpolitischen Gründen nötig, überzeugt Korioth nicht. „Konjunkturpolitik mit gebunkertem Geld zu machen, ist problematisch, weil das eben die Schuldenbremse aushebelt, die man ja von 2023 an wieder einhalten möchte.“ Die Schuldenbremse habe schon eine Konjunkturkomponente, die je nach Wirtschaftslage einen Kreditspielraum eröffne. „Nun aber wird die Notfallklausel dazu genutzt, einen solchen Spielraum erheblich zu erweitern.“ Zwar sei es richtig, dass die Pandemie die Konjunktur habe einbrechen lassen, was neue Schulden rechtfertige. "Doch gelte auch hier das Jährlichkeitsprinzip. Allgemeine Konjunkturpolitik auf Jahre hinaus lässt sich so nicht betreiben.“ Kritisch sieht den Nachtragsetat auch Hans-Günter Henneke aus dem Vorstand des Landkreistags. „Krisenzweckwidrige Umwidmungen von vorsorglichen Kreditermächtigungen unterhöhlen die Schuldenbremse auf Jahre und untergraben zugleich das Vertrauen der Bürger in die Solidität politischen Handels“, sagt Henneke, der ebenfalls Verfassungsjurist ist. „Das Grundgesetz eröffnet gerade in Ausnahmesituationen sehr viel, achtet aber auch klug darauf, dass die Rückkehr auf normale Pfade wieder gelingt.“ Gerade dem Finanzminister komme hier ein wichtiges Wächteramt für die Stabilität und Tragfähigkeit der Staatsfinanzen zu.

 

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Knaller sprengten Weihnachtsmann-Treff Wünsche-Wagen explodiert!

Stolpen – Traurig halten Theo, Johanna und Antonia ein Plakat vor dem zerstörten Wünsche-Wagen auf dem Stolpener Markt. „Ihr sollt keine Wohnwägen sprängen“, fordern die Drittklässler. Nachts hatten Pyro-Chaoten den Caravan des Weihnachtsmannes in der Kleinstadt (5564 Einwohner) in die Luft gesprengt. Seit Jahren schlägt dieser in der Adventszeit sein Lager hier auf, nimmt die Wunschzettel der Kinder aus der Sächsischen Schweiz entgegen. Traditionell wird der Geschenkebringer dann am 1. Dezember mit Gesang und Gedichten aus dem Sommerschlaf gerissen. In Pandemie-Zeiten arbeitet er jedoch im Home-Office, blieb daher beim Böller-Angriff unverletzt. Dennoch: Sein Wünsche-Wagen ist zerstört. Der Stolpener Weihnachtsmann (65) Bürgermeister Uwe Steglich (58, FDP) verärgert: „Es gibt dafür keine Worte. Es war der letzte Funke Freude für unsere Kinder in dieser mehr als dunklen Zeit.“ Den historischen QEK junior – ein bekanntes DDR-Fabrikat – hat sich der Weihnachtsmann Jahr für Jahr beim Reisemobil-Hersteller CAPRON geliehen: „Wir gucken uns jetzt den zerstörten Caravan an und hoffen, dass wir dem Weihnachtsmann da weiterhelfen können“, so Firmen-Sprecherin Daniela Kauf (38) zu BILD. Der Weihnachtsmann setzt derweil auf die Polizei, dass sie die Knaller-Chaoten fasst. Die Kripo ermittelt und sucht Zeugen: 0351/483 22 33.

 

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Antisemitismus-Skandal bei Deutscher Welle - Rundfunkrat-Chef spricht von „notwendigen Konsequenzen“

Nachdem der deutsche Auslandssender „Deutsche Welle“ (DW) wegen mehrerer Antisemitismus-Vorwürfe in der Kritik stand, meldet sich jetzt der Präsident des DW-Rundfunkrates Dr. Karl Jüsten zu Wort. „Ich begrüße die Entscheidung des Intendanten, lückenlos die Vorfälle aufzuarbeiten und seinen Willen, auf Basis der Erkenntnisse notwendige Konsequenzen zu ziehen“, sagte Jüsten auf BILD-Anfrage. Hintergrund: Die „Süddeutsche Zeitung“ deckte Ende November auf, dass sich Mitarbeiter der arabischen Auslandsredaktion der „Deutschen Welle“ offen judenfeindlich geäußert hatten. Der Sender trennte sich daraufhin von einigen Mitarbeitern und leitete auf Initiative des DW-Intendanten Peter Limbourg externe Untersuchungen ein, um die Vorwürfe aufzuarbeiten. Nach Informationen der „Deutschen Welle“ wird am Freitag der Distributionsausschuss des DW-Rundfunkrates über den Antisemitismus-Skandal beraten. ▶︎ Fakt ist: Das ist dringend notwendig. Denn der Skandal spitzte sich in den letzten Wochen zu, nachdem Recherchen von „Vice“ und BILD fragwürdige Kooperationen der DW mit antisemitischen Hass-Sendern aus Algerien, Libanon und den palästinensischen Autonomiegebieten offengelegt hatte. Der libanesischen Sender „Al Jadeed TV“ zeigte etwa Propaganda-Material der Hisbollah und stellte islamistische Terroristen als Märtyrer dar. Und auch der algerische Sender „Echorouk TV“ ist ein DW-Partner, der mit hochrangigen Hamas-Funktionären gegen Israel hetzt und den Holocaust leugnet, wie die „Vice“ aufdeckte. Zuletzt berichtete BILD über den palästinensischen Sender „Ma’an News“, der im Jahr 2015 zu Messerattacken gegen Israelis aufrief. Der Chefredakteur von „Ma’an News“, Nasser Al-Lahham, schrieb noch im Mai 2021 in einem Kommentar, dass der Zionismus „ein Fleck auf der Stirn der Menschheit“ sei, der „aus der Existenz verschwinden“ müsse. Dennoch verteidigte die DW auf BILD-Anfrage den Sender. Lediglich mit dem jordanischen Sender „Roya TV“, der antisemitische Karikaturen veröffentlichte, kündigte der Auslandssender nach Bekanntwerden der Vorwürfe die Zusammenarbeit auf. Auch der DW-Chef Peter Limbourg steht in der Kritik. So zeigten BILD-Recherchen, dass sich Limbourg mit dem Chefredakteur des Messerattacken-Senders „Ma’an News“ traf und ihn als „einflussreiche und zuverlässige Informationsquelle“ bezeichnete. Brisant: Recherchen der „Welt“ deckten auf, dass Limbourg bereits vor Jahren über fragwürdige Partner-Sender und hauseigene Redakteure, die sich antisemitisch äußerten, Bescheid gewusst haben soll. Limbourg soll etwa im Jahr 2018 einen Mitarbeitern-Brief erhalten haben, der massive Missstände in der arabischen Redaktion anprangert. Und auch über die Einstellung von Mitarbeitern, die sich judenfeindlich geäußert haben, soll es intern Konflikte gegeben haben. Die Vice-Recherchen sorgten auch in der deutschen Medienbranche für Wirbel. Nachdem die „Vice“ ihre Recherche über die antisemitischen Partner-Sender der DW veröffentlicht hatte, stellte ein Journalist der „Deutschen Welle“ den „Vice“-Chef Felix Dachsel in einem FAZ-Artikel an den Pranger. Der Grund: Der arabische Ableger von „Vice“ („Vice Arabia“) soll selbst antisemitische Inhalte veröffentlicht haben, weswegen der DW-Journalist Dachsel „Doppelmoral“ vorwarf und seine Antisemitismus-Kritik infrage stellte. Zudem verteidigte er seinen Auftraggeber. ▶︎ Fakt ist aber: Die „Vice Deutschland“ ist ein privat geführtes Unternehmen, das unabhängig agiert und – im Gegensatz zur steuerfinanzierten und zentral-verwalteten „Deutschen Welle“ – keinen Einfluss auf die Beiträge von ausländischen „Vice“-Ablegern hat. Vice-Chef Felix Dachsel sagt auf BILD-Anfrage dazu: „Es ist absolut berechtigt, dass auch wir kritisch hinterfragt werden, daraus ziehen wir Konsequenzen. Die Hoffnung des Kollegen, dass wir die Recherchen zu seinem Auftraggeber einstellen, können wir allerdings nicht erfüllen.“ Und auch aus der Politik hagelt es Kritik an der „Deutschen Welle“. „Die DW hat unübersehbar ein strukturelles Problem mit israelfeindlichem Antisemitismus. Als steuerfinanzierter Auslandssender Deutschlands darf es weder eine Beschäftigung von Mitarbeitern noch eine Zusammenarbeit mit Sendern geben, die Terror verherrlichen und den Staat Israel am liebsten ausradieren würden.“ Und: „Art und Umfang der Vorfälle beschädigen auch die Reputation Deutschlands und auch deshalb ist jetzt eine systematische Aufarbeitung geboten“, sagte der Extremismus-Experte der CDU Christoph de Vries auf BILD-Anfrage.

 

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Holstein Kiel: Wegen Torflaute! Suche nach Sturm-Verstärkung

Der Kieler Kader füllt sich vorm letzten Heimspiel des Jahres wieder. Verteidiger Marco Komenda (25/nach Mittelfußbruch) trainiert schon voll mit, auch Offensivmann Ahmet Arslan (27/nach Kreuzbandriss) ist zurück. Beide sind aber noch keine Option fürs Derby am Freitag (18.30 Uhr) gegen den FC St. Pauli. Das Holstein-Stadion wird Corona-ausverkauft sein. Die Kieler rechnen mit den nach 2G-Regel zugelassenen 8700 Zuschauern (davon 610 von St. Pauli). Mit Marcel Rapp (42/seit 4.10. im Amt) ist Kiel zu Hause unbesiegt, hat dort acht von den zehn Punkten unter dem neuen Trainer geholt. Rapps klare Ansage: „Wir sehen uns nicht als Außenseiter. Seitdem ich da bin, gab es kein Spiel, wo wir unterlegen waren. Es ist ein Heimspiel, das wir gewinnen wollen.“ Wegen der vielen Gegentore (30) lag ein Fokus der Trainingsarbeit auf defensiver Stabilität. Rapp: „Es geht um die Kompaktheit. Dass, wenn einer ausgespielt ist, der Nächste da ist, weil die Abstände nicht so groß sind. Vielleicht verteidigen wir ganz hoch, dass wir Druck auf den Ball machen. Vielleicht wird es auch mal Phasen im Spiel geben, wo wir auch tiefer verteidigen, um St. Pauli die Tiefe wegzunehmen, die sie gerne bespielen.“ Zugleich wurde intern die Vorrunde aufgearbeitet. Ergebnis: Vorne soll noch was passieren. Da trifft nur der Österreicher Benedikt Pichler (24/fünf Saisontore/kam von Austria Wien) verlässlich. Rapp: „Es ist kein Geheimnis, dass wir uns, wenn wir die Option hätten, im Sturm um was kümmern.“ Denn die sportliche Führung weiß wie der Trainer: „Wir haben immer viele Chancen, schießen aber relativ wenig Tore für die Chancen-Anzahl.“ ► Nach dem Freitagspiel gibt es ein gemeinsames Abschluss-Essen. Dort wird noch mal über die Vorrunde gesprochen. Dann ist Urlaub, jeder bekommt seinen individuellen Laufplan. Am 2. Januar sieht man sich zum Trainings-Auftakt wieder. Bis zum Re-Start der Liga (16. Januar auf Schalke) stehen zwei Testspiele gegen die Drittligisten TSV Havelse und VfL Osnabrück an.

 

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Roland Kaiser wählt wieder den Bundespräsidenten mit

Roland Kaiser darf Mitte Februar den nächsten Bundespräsidenten mit wählen. Der Schlagersänger gehört zu den 32 Wahlfrauen und -männern, die Mecklenburg-Vorpommern in die Bundesversammlung entsendet. Die SPD-Landtagsfraktion hatte den Künstler auf die Liste setzen lassen, die der Landtag in Schwerin beschloss. "Zwischen Roland Kaiser und der SPD MV gibt es schon länger eine gute Beziehung. Er ist bekennendes Mitglied der SPD und vertritt durch sein soziales Engagement aktiv unsere Werte", begründete Fraktionschef Julian Barlen am Donnerstag die Nominierung. Die SPD sei dankbar und fühle sich geehrt, dass Kaiser - wie schon vor fünf Jahren - erneut Teil der SPD-Delegation aus Mecklenburg-Vorpommern zur Bundesversammlung sei. Der Sänger lebt in Nordrhein-Westfalen.

 

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Astrazeneca-Cocktail soll gegen Omikron helfen

Mit Evusheld bahnt sich ein weiteres wirksames Medikament gegen das Coronavirus an. Laut einer Studie von US-Forschenden und ihren europäischen Kollegen soll das Mittel von Astrazeneca auch effizient gegen die Omikron-Variante des Sars-Cov2-Virus sein. Der Impfstoffhersteller Astrazeneca strebt mit einem weiteren Medikament auf den Markt, das vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen soll. Einer neuen Studie zufolge soll der Cocktail aus synthetischen Antikörpern (Evusheld) auch eine neutralisierende Wirkung gegen die Omikron-Variante haben. Die Studie wurde von unabhängigen Ermittlern der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA durchgeführt. Die FDA hatte zuvor schon eine Notfallzulassung für Evusheld erteilt. Die Behörde warnte allerdings, das Medikament sei "kein Ersatz" für Menschen, bei denen die Impfung empfohlen wird. Das Medikament dürfe nur bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder solchen, die aus medizinischen Gründen wie einer starken allergischen Reaktion gegen Impfstoffe nicht geimpft werden können, eingesetzt werden. In diesen begrenzten Fällen kann das Medikament an Betroffene ab 12 Jahren verabreicht werden. Evusheld kombiniert zwei Arten von synthetischen Antikörpern, die in Form von zwei Spritzen direkt nacheinander verabreicht werden. Diese Antikörper helfen dem Immunsystem, das Virus zu bekämpfen, indem sie auf das Spike-Protein anspringen, das es dem Virus ermöglicht, in die Körperzellen einzudringen. Der FDA zufolge schützt das Medikament bis zu sechs Monate vor einer Corona-Infektion. Laut der Behörde darf es nicht an Menschen verabreicht werden, die bereits infiziert sind - Astrazeneca erforscht jedoch eine entsprechende Anwendung. Zu den Nebenwirkungen können eine allergische Reaktion, Blutungen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen und Müdigkeit gehören. Die FDA-Zulassung basiert auf einer klinischen Studie, die an nicht geimpften Menschen über 59 Jahren oder mit einer chronischen Krankheit oder einem hohen Infektionsrisiko durchgeführt wurde. Während der Studie an 3500 Menschen wurde etwa der Hälfte der Teilnehmer ein Placebo verabreicht. Die Studie zeigte, dass die Behandlung das Risiko, an Covid-19 zu erkranken, um 77 Prozent verringerte. Derzeit sind zwei weitere Antikörper-Medikamente der Firmen Regeneron und Eli lilly in den USA zugelassen. Die Zulassung ist allerdings noch deutlich eingeschränkter: Sie gilt nur für Menschen, die kurz zuvor mit dem Virus in Berührung gekommen sind oder aufgrund ihrer Position eine hohe Wahrscheinlichkeit haben, damit in Berührung zu kommen - Pfleger etwa. Die Betroffenen müssen dabei nicht nur nicht geimpft oder immungeschwächt sein, sondern auch ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf aufweisen.

 

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Gewaltdrohung an Schule, Polizei ermittelt Was ist dran am angeblichen Impftod eines Schülers?

Zerbst – Telegram und kein Ende! Inhalte des umstrittenen Nachrichten-Netzwerks sind nun auch Ermittlungsgegenstand bei der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau. In einem Kanal war eine Gewalttat gegen die Sekundarschule Ciervisti in Zerbst (Anhalt-Bitterfeld) angekündigt worden. Grund: der angebliche Impftod eines Kindes. „Wir haben diese Drohung erst genommen, so dass zeitweilig vorbeugende Maßnahmen zum Schutz der Schüler- und Lehrerschaft ergriffen wurden“, so Polizeisprecher Robert Niemann. Auch wenn der Amok-Ankündigung keine Taten folgten, werde gegen die Urheber nun wegen Störung des öffentlichen Friedens ermittelt. Vorausgegangen war ein über Facebook verbreitetes Gerücht, wonach ein Schüler (13) in Zerbst gegen seinen Willen gegen Corona geimpft worden – und verstorben sei. Die Behörden hätten den Fall vertuscht, obwohl in der Schule eine Schweigeminute abgehalten worden sei. Die hohen Corona-Zahlen haben die Behandlung von Patienten beeinträchtigt. Die Falschmeldung zog weite Kreise und sorgte für so hitzige Diskussionen, dass sich der Zerbster Bürgermeister zu einer Erklärung gezwungen sah. „Ich finde es erbärmlich, das Leben bzw. in diesem Fall den angeblichen Tod eines Kindes zu instrumentalisieren und in dieser Form Ängste zu schüren“, so Andreas Dittmann (54, SPD). Weder die Stadt noch die Polizei fanden Hinweise, dass ein Schüler gestorben sei – weder mit noch ohne Impfung.

 

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Hersteller SchöffeL Rückruf von Outdoor-Kleidung

Schwabmünchen – ACHTUNG! Wegen einer fehlerhaften Sonnenschutz-Kennzeichnung ruft der Bekleidungshersteller Schöffel bundesweit einen Teil seiner Artikel zurück. „Leider mussten wir bei der Qualitätskontrolle (.) feststellen, dass ein Teil der Schöffel Kollektionen Sommer 2021 und Winter 2021 mit einem fehlerhaften Sonnenschutzwert gekennzeichnet ist“, teilt das in Schwabmünchen bei Augsburg ansässige Unternehmen jetzt mit. ►Bei einigen Produkten seien „die angegebenen UV-Werte nicht verlässlich“. Kunden, die entsprechende Artikel gekauft haben, können diese der Firma zufolge gegen Erstattung des Kaufpreises in den Läden zurückgeben. Auf der Internetseite des Unternehmens können die Kunden überprüfen, ob ihre Outdoor-Kleidung betroffen ist.

 

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Deutschland muss jetzt einer Patentlockerung für Vakzine zustimmen

Die Wikipedia wurde mit dem Ziel gegründet, Wissen mit allen auf der Welt zu teilen und gemeinsam am Wissen der Welt mitzuwirken. Nur so kann Wissen seinen größtmöglichen Nutzen entfalten. Dies lässt sich in der Geschichte beobachten, vor allem in der Phase der Aufklärung, eine der Grundlagen für unsere moderne Gesellschaft. Werden Wissen und wissensbasierte Güter hingegen gehortet, verknappt, dann zahlen jene Menschen den Preis, die keinen Zugang haben. Das hat uns die Geschichte gezeigt und traurigerweise auch unsere Gegenwart. Für das Bürgertum waren zumindest in Europa wirtschaftlicher Aufstieg und gesellschaftliche Teilhabe erst möglich, als das Wissen der Welt nicht mehr nur wenigen, sondern vielen zur Verfügung stand. Technischer Fortschritt und medizinische Innovationen kamen dem Allgemeinwohl zugute, so wurden beispielsweise Seuchen eingedämmt. Heute stehen wir wieder vor einer historischen Aufgabe, ein neues Virus zu besiegen – und versagen bisher, weil Regierungen und Unternehmen ihre gesellschaftlich-historische Verantwortung nicht erkennen. Geistige Eigentumsrechte fördern die Knappheit in ärmeren Ländern Wir sehen jeden Tag, dass Menschen in ressourcenschwachen Ländern an Covid-19 sterben. Es fehlt an vielem: an klinischem Sauerstoff, Schutzkleidung für das Gesundheitspersonal, Medikamenten, Tests und schützenden Impfstoffen. Die Knappheit dieser Ressourcen wird unter anderem auch durch die Monopolisierung und eine künstliche Einschränkung ihrer Verfügbarkeit durch Patente und andere geistige Eigentumsrechte befördert. Eine vorübergehende Aussetzung des internationalen Patentschutzes und bestimmter anderer geistiger Eigentumsrechte, ein so genannter TRIPS Waiver für medizinische Covid-19 Produkte, würde diese Lage deutlich verbessern. Der Antrag für einen solchen wurde von Südafrika und Indien initiiert. Ohne langwierige Verhandlungen mit den Herstellern könnte die globale Produktion von Arzneimitteln und anderen medizinischen Produkten anlaufen. Doch der globale Norden hält sein geistiges Eigentum, sprich Wissen, weiter unter Verschluss. Das ist umso frustrierender, als dass es hier – im Wortsinn – nur eines Federstreiches bedürfte, um die Voraussetzungen für bessere Verfügbarkeit dieser lebensnotwendigen Güter zu schaffen. Biontech wird 2021 für ein Achtel der deutschen Wirtschaftsleistung verantwortlich sein Ausgerechnet Deutschland war bisher ein erbitterter Gegner des TRIPS Waivers. Damit stellt Deutschland eigene wirtschaftliche Interessen klar über die globalen Gesundheitsbedürfnisse. Der Grund liegt auf der Hand – zwei große Akteure im Bereich der mRNA-Impfstoffe gegen Covid-19 haben hier ihren Sitz, Biontech und Curevac. Allein das Mainzer Unternehmen Biontech wird voraussichtlich für ein Achtel des deutschen Wirtschaftswachstums in diesem Jahr verantwortlich sein, eine gigantische Summe. Ebenfalls gigantisch ist die Förderung aus öffentlicher Hand, die beide Unternehmen erhalten. Trotz öffentlicher Gelder und Not der Weltgemeinschaft halten die betroffenen Pharmaunternehmen ihr Wissen unter Verschluss. Gleichzeitig werden exorbitante Gewinne mit dem Impfstoff gemacht. Neu ist diese Dynamik leider nicht. Ärzte ohne Grenzen prangert seit über zwanzig Jahren ein Marktversagen und eine systematische Ungleichheit im Bereich medizinische Forschung und Entwicklung an. Denn auch vor Covid-19 hatten Milliarden Menschen weltweit keinen ausreichenden Zugang zu lebensrettenden Medikamenten und Impfstoffen. Entweder weil die Preise für sie unbezahlbar waren (und bis heute oft sind). Oder weil gar keine Medikamente zur Verfügung standen und stehen. Denn gegen Krankheiten, die vor allem ärmere Menschen betreffen, wird kaum neues Wissen generiert, kaum in Forschung und Entwicklung investiert. Der fehlende Impfstoff gegen Covid-19 ist insofern nur ein Kapitel in einer traurigen, sich immer wiederholenden Geschichte. Südafrika hat sein Wissen mit der Welt geteilt Es kann auch anders gehen: Jüngst waren es südafrikanische Forscher*innen, die ihr Wissen über die neue Omikron-Variante mit der Welt teilten, auch wenn das zu Reisebeschränkungen führte, die die südafrikanische Wirtschaft hart treffen werden. Deutschland profitiert von Südafrikas Fähigkeit im Bereich der Gensequenzierung, die das Land im Zuge der HIV-Pandemie aufgebaut hat, und doch will man den Impfstoff weiterhin nur selbst herstellen. Omikron kann und sollte nun ein Wendepunkt für die Debatte sein. Wir müssen spätestens jetzt anerkennen, dass Offenheit und geteilter Zugang zu Wissen der einzige Weg aus der Pandemie ist, und wir ihn nur gemeinsam gehen können. Wann, wenn nicht jetzt, muss die Politik umdenken und sich auf die Werte besinnen, die Fortschritt und unser modernes Leben überhaupt möglich machen? Die Welt beobachtet nun gespannt, wie sich die neue deutsche Regierung hierzu positioniert. Für ein “weiter so” des Egoismus, oder für einen innovativen, mutigen und solidarischen Neubeginn. Mehr als 140 ehemalige Staats- und Regierungschefs und Nobelpreisträger*innen haben sich vor der Bundestagswahl in einem Offenen Brief an die Kandidat*innen um die Kanzlerschaft gewandt, sich hinter die Initiative von Indien und Südafrika zu stellen. Zu den Unterzeichnenden zählen etwa der ehemalige französische Präsident Francois Hollande, die Friedensnobelpreisträgerin Leymah Roberta Gbowee und der Ökonom Joseph Stiglitz. Die neue Koalition verspricht im Titel ihres Vertrages, mehr Fortschritt zu wagen. Sie muss dieses Versprechen nun auch im Kampf gegen die Pandemie einlösen: freier Zugang zu lebensrettendem Wissen, gerechte Verteilung der Impfstoffe weltweit. Ein neuer Ansatz in internationaler Solidarität, statt nationalem Egoismus. Wikimedia Deutschland und Ärzte ohne Grenzen rufen gemeinsam die neue Bundesregierung dazu auf, die Blockadehaltung zum TRIPS Waiver aufzugeben und sich für einen umfangreichen Wissens- und Technologietransfer einzusetzen. Es darf jetzt keine weitere Zeit vergeudet werden, um global die Produktion von allen Produkten auszuweiten, die nötig sind, um die Pandemie zu beenden. Fest steht: Diese Pandemie ist erst vorbei, wenn sie für alle vorbei ist. Der gerechte Zugang zu Wissen und Technologie spielen dabei eine entscheidende Rolle.

 

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Slowakei: Ex-Regierungschef organisiert Corona-Protest – und wird festgenommen

Bratislava. In der Slowakei ist der frühere Regierungschef Robert Fico am Donnerstagabend vor laufenden Kameras festgenommen worden. Der Chef der linkspopulistischen Oppositionspartei Richtung-Sozialdemokratie hatte zu einer Protestveranstaltung gegen die Corona-Politik der Regierung aufgerufen. Unmittelbar zuvor führten Polizisten den 57-Jährigen jedoch ab. Wegen der Corona-Pandemie gilt in der Slowakei seit 25. November ein landesweites Versammlungsverbot. Fico argumentierte, der geplante Protest verstoße nicht gegen das Verbot, weil er vor allem in Form eines Autokonvois geplant sei. Die Polizei werde von der Regierung missbraucht, um die Meinungsfreiheit einzuschränken. „Die ganze Slowakei soll in Direktübertragung sehen, wie die Demokratie zerstört wird“, sagte er. Dann stieg er in ein Polizeiauto ein, das ihn zur Vernehmung brachte. RND/dpa

 

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Mann greift bei Streit mit Axt an: Opfer schwer verletzt

Bei einem Streit in Berlin-Tempelhof ist ein Mann am Donnerstagmittag mit einer Axt auf seinen Gegner losgegangen. Dieser habe "schwerwiegende" Verletzungen am Arm davongetragen, sagte ein Polizeisprecher am Abend. Welchen Hintergrund der Streit auf dem Tempelhofer Damm nahe der Burgemeisterstraße hatte, sei Gegenstand der Ermittlungen. Die "B.Z.", die zuvor über den Fall berichtete, zitierte Zeugen, denen zufolge der wütende Angreifer sein fliehendes Opfer erst mit der Axt verfolgte, dann aber unerkannt kam.

 

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Cannabis-Legalisierung – wann sie kommt und was geplant ist

Wenn es nach der Ampel geht, soll Cannabis bald legal werden. Ab wann Kiffen erlaubt sein wird und was die kommende Koalition plant.

 

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Nicht mehr „systemrelevant“ Warum lässt Sachsen die Supermarkt-Verkäufer im Stich?

Leipzig/Dresden – In vergangenen Lockdowns waren sie noch die Helden an der Hamsterkauf-Front. Nun scheint man sie vergessen zu haben. Zumindest in der Liste der als „systemrelevant“ eingestuften Berufe tauchen die rund 190 000 im sächsischen Lebensmittelhandel Beschäftigten nicht mehr auf. Bedeutet: Ihnen wird auch keine Notbetreuung für ihre Kinder mehr angeboten. Konsum-Vorstand Dirk Thärichen (51) kann das nicht nachvollziehen: „Kassierer und Verkäufer sind essenziell, damit die Menschen weiterhin mit Lebensmitteln versorgt werden können. Wir haben viele Mitarbeiter mit Kindern im schulpflichtigen Alter oder in Kitas. Wenn uns diese ausfallen würden, hätten wir ein großes Problem, die Ausfälle zu kompensieren.“ Der Handelsverband Sachsen hat sich an die Landesregierung gewandt. In einer vierseitigen Stellungnahme heißt es zu den oft coronabedingten Personalausfällen: „Mehrere Märkte mussten bereits ihre Öffnungszeiten reduzieren, Regale bleiben leer bzw. die Frischetheken mussten auf einen eingeschränkten Betrieb umstellen.“ Die hohen Corona-Zahlen haben die Behandlung von Patienten beeinträchtigt. Eine Sprecherin des Sozialministeriums begründete die Kürzung der Systemrelevanz-Liste auf BILD-Nachfrage mit „viel kürzeren Schließungen betroffener Schulen und Kitas“. Wenn 60 bis 70 Prozent der Kinder in der Notbetreuung wären, so die Sprecherin, zöge sich das Infektionsgeschehen länger hin. In Kitas sei es hingegen dem Träger überlassen, wem er Notbetreuung anbiete. Für Supermarkt-Mitarbeiterinnen wie Konsum-Filialleiterin Jacqueline Rosenau (36) bleibt die Notbetreuung also Privatsache: „Die Schule meiner Tochter hat derzeit coronabedingt geschlossen. Zum Glück habe ich eine liebe Schwiegermutti, die eingesprungen ist – was aber nicht Sinn der Sache sein sollte.“

 

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Rückschlag für Boeing: Airbus sticht Konkurrenten bei Kurzstreckenfliegern aus

Paris. Der europäische Flugzeughersteller Airbus hat sich bei gleich mehreren Großaufträgen gegen seinen amerikanischen Erzrivalen Boeing durchgesetzt. Air France-KLM bestellte am Donnerstag 100 Kurzstreckenjets bei Airbus - so viele Flugzeuge wie nie zuvor. Für Airbus war es der zweite Großauftrag binnen weniger Stunden: Zuvor hatte die australische Gesellschaft Qantas dem europäischen Hersteller den Zuschlag für den Ersatz seiner Inlandsflotte gegeben. Die Bestellung von Air France-KLM umfasst Maschinen des Typs A320neo und des A321neo. Sie sollen bei KLM und der Billigflieger-Tochter Transavia in Einsatz kommen und dort alternde Boeing-Maschinen des Typs 737 ersetzen. Der Auftrag ist größer als ursprünglich angenommen. Zusätzlich unterzeichnete Air France-KLM eine Absichtserklärung über den Kauf von vier Frachtflugzeugen des Typs A350. Die ersten Flugzeuge sollen in der zweiten Jahreshälfte 2023 übergeben werden, der Großteil folgt dann in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts. Zum genauen Umfang der Bestellung äußerten sich beide Seiten nicht. Analysten schätzen aber, dass es sich um einen Milliardenbetrag handelt. Für Airbus bedeuten die Aufträge, dass die Produktion weiter gesteigert wird. Der zuständige Vorstand Christian Scherer sagte, die Bestellungen unterstützten die Einschätzung, dass mehr Maschinen der A320-Familie die Werke verlassen müssten. Airbus ringt derzeit mit den Zulieferern um eine höhere Produktion des Verkaufsschlagers. Der Flugzeugbauer will, dass bis zum Sommer 2023 65 Maschinen monatlich die Hallen verlassen. Zulieferer und Kunden bremsen Airbus vor allem bei dem Plan, die Produktion danach bis auf 70 oder 75 Maschinen hochzufahren: Triebwerksbauer haben Bedenken, ob sie damit Schritt halten können, Leasinggesellschaften warnen vor einem Überangebot, das die Preise kaputtmachen könnte. Zuvor hatte Qantas jeweils 20 Maschinen vom Typ A321XLR und vom Typ A220-300 fest bei dem europäischen Unternehmen bestellt und sich zusätzlich Kaufoptionen über 94 weitere Flugzeuge gesichert. „Das ist ein klares Zeichen unserer Zuversicht“, sagte Qantas-Chef Alan Joyce. „Wir haben uns die Preise gesichert, bevor es zu einer deutlich steigenden Nachfrage nach Kurzstreckenflugzeugen kommen wird.“ Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Die Airbus-Flugzeuge sollen ab Mitte 2023 ausgeliefert werden und die derzeitige Boeing-Flotte ablösen, der Aufsichtsrat soll nach Verhandlungen mit den Piloten Mitte 2022 grünes Licht geben. Die Fluggesellschaft verspricht sich davon auch einen geringeren CO2-Ausstoß. Die Australier sind seit 1959 Boeing-Kunde. Dass das Unternehmen nun umschwenkt, ist ein herber Rückschlag für den US-Konzern. Künftig liefert Boeing nur noch Langstreckenflieger vom Typ 787 Dreamliner an Qantas. In der Vergangenheit haben Airbus und Boeing den Kampf um die Marktführerschaft immer wieder bei der weltweit drittältesten Fluggesellschaft ausgefochten. So setzte sich 2005 das Boeing-Modell 787 gegen den Airbus A350 durch, was den europäischen Konzern dazu bewegte, das Modell noch einmal gründlich durchzuchecken. In Hamburg wurde unterdessen das letzte Airbus-Großraumflugzeug vom Typ A380 ausgeliefert. Die Maschine geht an die arabische Fluggesellschaft Emirates, die damit ihre Flotte von insgesamt 123 Maschinen komplettiert. Der A380 bietet auf zwei Decks Platz für insgesamt 500 Passagiere. Insgesamt wurden 272 dieser Flugzeuge gebaut - ursprünglich war mit mehr als 1000 gerechnet worden. Doch Fluggesellschaften setzen zunehmend auf kleinere, günstigere Maschinen, und der Boeing 787 Dreamliner und später der A350 boten eine Alternative für die Langstrecken. Wegen der geringen Nachfrage hatte Airbus deswegen 2019 die Reißleine gezogen und das Projekt gestoppt. RND/Reuters

 

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Regionalverbände: Karneval untersagen statt Druck aufbauen

Der Karnevalskurs der Landesregierung, wonach Vereine freiwillig auf Veranstaltungen mit vielen Menschen in Innenräumen verzichten sollen, stößt auf massive Kritik. Die Präsidenten von Regionalverbänden fordern wegen eines drohenden finanziellen Fiaskos eine klare Entscheidung der Landesregierung. "Sie soll die Session behördlicherseits untersagen und konkrete finanzielle Zusagen machen", heißt es in einer Mitteilung am Donnerstag. Die Politik habe nur großen moralischen Druck aufgebaut. Die Entscheidung darüber, ob Veranstaltungen stattfinden, solle nun der Veranstalter treffen und dafür auch die finanziellen Risiken tragen. In Aussicht gestellt würden nur Hilfen aus dem Kulturfonds des Bundes mit zu kurzer Antragsfrist und dem Programm "Neustart miteinander" des Landes. Konkretere Zusagen gebe es nicht. "Die Politik wird nicht müde, die Bedeutung des Ehrenamtes zu betonen. Doch mit Vorgängen wie jenem am Dienstag in der Staatskanzlei tritt sie das Ehrenamt mit Füßen und nimmt den Akteuren die Motivation für ihr Engagement", warfen die Unterzeichner der Landesregierung vor. Am Dienstag hatte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) nach einem Gespräch mit Vertretern des organisierten Karnevals Veranstaltungen mit vielen Menschen in engen Innenräumen als "nicht verantwortbar" bezeichnet. Dies gelte etwa für Karnevalsbälle, Partyformate und gesellige Karnevalssitzungen. Deshalb hätten die Karnevalsvertreter freiwillig zugesagt, auf solche Veranstaltungen zu verzichten. Düsseldorfer Karnevalisten fühlten sich davon übergangen.

 

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Mehr zum Coronavirus

Die neue Funktion steht mehr als 18.000 Apotheken in ganz Deutschland zur Verfügung. Dabei wird unter anderem die Chargennummer geprüft. mehr

 

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Auf Augenhöhe mit Superstars Lewandowski und Haaland: Wie Bayer-Torjäger Schick die Liga aufmischt

Der Zweikampf zwischen Robert Lewandowski und Erling Haaland ist plötzlich ein Dreikampf. Patrik Schick hat sich in das offizielle Wettschießen der beiden Ausnahmestürmer der Bundesliga eingemischt. Und der Angreifer von Bayer Leverkusen hat sogar die beste Form: Unglaubliche acht Tore in 182 Bundesliga-Minuten hat der Tscheche erzielt, alle 22 Minuten eins. In der Torjägerliste belegt der zwischenzeitlich verletzte Schick nach seinem Doppelpack beim 2:2 (1:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim mit 16 Toren Rang zwei hinter Bayern-Star Lewandowski (18) noch vor dem auch länger ausgefallenen Dortmunder Haaland (13). Durchschnittlich traf Schick alle 63 Minuten, Haaland alle 62, Lewandowski alle 75. Schick befindet sich auf Augenhöhe mit dem Weltfußballer und dem begehrtesten jungen Stürmer der Welt. "Seine Form ist extraordinär gut", sagte Leverkusens Kapitän Lukas Hradecky: "Er verdient jedes Lob, dass er kriegen kann. Er hält uns in der Tabelle da, wo wir sind." Das ist auf Platz drei, direkt hinter Lewandowskis Bayern und Haalands Dortmundern. Durch den verpassten Sieg konnte sich Schick über seine beiden Treffer (37./63.) nicht so recht freuen. "Das ist kein Pech", sagte der 25-Jährige: "Wir müssen mehr an den mentalen Dingen arbeiten."

 

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Ajax-Verteidiger Mazraoui will angeblich zum FC Barcelona

Noussair Mazraoui will seinen im Sommer auslaufenden Vertrag bei Ajax Amsterdam nicht verlängern und sich stattdessen dem FC Barcelona anschließen. Das berichtet der spanische Transferexperte Gerard Romero. Aufgrund seines Status als ablösefreier Spieler ist Mazraoui für Barcelona interessant. Er könnte bei den Katalanen seinen Vorgänger bei Ajax, Sergino Dest, ablösen, der die Erwartungen bei Barca nicht erfüllen konnte. Ein Transfer von Mazraoui im Januar kommt für Ajax laut De Telegraaf nicht in Frage, auch wenn die Amsterdamer nur in diesem Fall eine Ablöse für den Rechtsverteidiger kassieren würden. Im vergangenen Sommer soll sich auch der FC Bayern mit dem Marokkaner beschäftigt haben. Völlig überzeugt waren die Münchner aber nicht, die für die Position rechts hinten Benjamin Pavard und Bouna Sarr im Kader haben.

 

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Alexander Klaws und seine Frau machen eine Paartherapie

Alexander Klaws und seine Frau Nadja Scheiwiller sind seit elf Jahren ein Paar und seit 2019 verheiratet. Sie haben zwei gemeinsame Söhne. Eine perfekte Familie sind sie aber keineswegs. "Wir haben uns einen Lifecoach genommen", so Klaws. Er betont: "Man muss dazu stehen, dass man bei manchen Themen Hilfe braucht. Man ist nicht perfekt." Sowieso ist sich der erste Gewinner von DSDS sicher, dass es keine perfekten Beziehungen gebe, wie er erklärt. So eben auch nicht für sie, häufiger kommt es bei Scheiwiller und Klaws zu Streit – etwa wenn es um den Putzfimmel des einstigen Castingshowstars gehe und im Kontrast dazu das eher chaotische Dasein seiner Liebsten. Besonders für die Kinder Flynn und Lenny, anderthalb und vier Jahre alt, sei es natürlich nicht schön, wenn die Eltern streiten, betont Scheiwiller. Deshalb hätte das Paar gesagt: "Da müssen wir uns jetzt irgendwie in Griff kriegen, dass wir da nicht so ausrasten, sondern dass wir eine Lösung finden, wie wir anders zu Lösungen kommen und nicht durch Geschrei." Für Klaws gebe es eine perfekte Familie nur in dem Sinn, dass "man ehrlich zu sich ist" und die Herausforderungen so annimmt, wie sie kommen. Dass sie das je getrennt machen, kommt für Klaws und Scheiwiller nicht in Frage, denn so schwierig manches zu bewältigen ist, so eindeutig gehören sie doch zusammen.

 

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Inzidenz in Schleswig-Holstein steigt weiter: Auf 164,9

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen der ist in Schleswig-Holstein weiter gestiegen. Die Zahl der registrierten neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner kletterte am Donnerstag auf 164,9, nach 163,2 am Vortag und 156,9 in der Vorwoche. Wie aus den Daten der Landesmeldestelle (Stand: 18.37 Uhr) weiter hervorgeht, wurden am Donnerstag mit 859 neuen Fällen allerdings deutlich weniger Neuinfektionen gemeldet als an den zwei Tagen zuvor mit je über 950. Im Krankenhaus wurden laut der Zahlen vom Donnerstag 210 Covid-Patienten behandelt, 7 mehr als am Vortag. Auf den Intensivstationen lagen 57 Patienten mit Covid-19, von ihnen mussten 35 beatmet werden. Mit einem weiteren Todesfall stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie erfassten Corona-Toten in Schleswig-Holstein auf 1851. Der für Corona-Maßnahmen wichtige Wert der Hospitalisierungsinzidenz - wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind - stieg von 3,02 am Mittwoch wieder deutlich auf 3,44 am Donnerstag. Im Vergleich der Kreise hat Lübeck mit 242,3 weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz, gefolgt vom Kreis Herzogtum Lauenburg (216,9) und Kreis Stormarn (213,9). Den geringsten Wert wies der Kreis Dithmarschen mit 87,8 aus.

 

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Die „kobaltblauen Augen“ der First Lady: Melania Trump verkauft NFTs

Washington/Palm Beach. Ehemalige First Ladies der USA nutzen ihre Prominenz und ihr gesellschaftliches Gewicht üblicherweise auch nach dem Abschied aus dem Weißen Haus, etwa für gemeinnützige Zwecke und wohltätige Projekte. Auch die Frau von Ex-US-Präsident Donald Trump, Melania, hat sich nun nach längerer Funkstille in der Öffentlichkeit zurückgemeldet. Ihr Projekt: eher geschäftlicher Art. Melania Trump kündigte am Donnerstag auf Twitter an, eine Plattform für den Verkauf von Non-Fungible Tokens (NFT) - also digital geschützten Originalen - auf ihrer Webseite zu starten. „Ein Teil“ der Erlöse solle Kindern zu Gute kommen. Wie viel, das ließ sie offen. Ein NFT, also Non-Fungible Token (auf Deutsch in etwa „nicht-austauschbare Wertmarke“), ist eine geschützte Datei, die auf der Architektur der Blockchain-Technologie basiert. Das heißt, der einzigartige Token ist mit dem Werk verknüpft und durch die Blockchain abgesichert. Als Käufer dieser Kunst besitzt man das Echtheitszertifikat einer Datei und damit das Original. In einer schriftlichen Mitteilung aus dem Büro von Melania Trump hieß es, sie werde künftig in regelmäßigen Abständen solche NFTs zum Verkauf anbieten. Das erste sei die limitierte Auflage einer „atemberaubenden Aquarellmalerei“, die die „kobaltblauen Augen“ der früheren First Lady zeige. Der Titel des digitalen Kunstwerks: „Melanias Vision“. Dazu gehöre eine „Botschaft der Hoffnung“ von Melania Trump. In dieser Audio-Datei sagt sie: „Meine Vision ist: Mit Inspiration, Kraft und Mut nach vorne schauen.“ Dies NFT sei bis Ende Dezember erhältlich - laut ihrer Webseite zum Preis von umgerechnet rund 182 US-Dollar (160 Euro). Im Januar werde dann eine „einmalige Auktion von historischer Bedeutung“ mit weiterer Kunst folgen. Melania Trump erklärte in der Mitteilung, das Projekt verkörpere ihre „Leidenschaft für Kunst“. Die ehemalige First Lady hatte sich nach dem Abschied ihres Mannes aus dem Weißen Haus in der Öffentlichkeit sehr rar gemacht. Aus ihrem Büro hieß es, ihre neue Plattform werde unterstützt von Parler - einer bei Trump-Anhängern und rechten Amerikanern populären Twitter-Alternative. RND/dpa

 

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Intensiv-Station - Die Radio-Satire

Schonungslos und auf den Punkt - so nimmt das NDR Info Satiremagazin Intensiv-Station Politik und Gesellschaft unter die Lupe. Die Sendung zum Herunterladen und Mitnehmen. Die neuen sind im Amt, doch die Probleme sind fast überall die alten. Das NDR Satiremagazin Intensiv-Station schaut darauf, wie der neue Kanzler Olaf Scholz eine ganze Berufsgruppe in den Wahnsinn treibt und liefert die wichtigsten Umfrage-Ergebnisse zur neuen Regierung. Außerdem begleitet Moderator Peter Stein den neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach in den Keller seines Ministeriums zu Inventur und stellt ganz neue Ideen für niedrigschwellige Impfangebote vor. Außenministerin Annalena Baerbock zieht selbst eine Bilanz ihrer ersten Auslandsreisen und der Hausmeister aus dem Kanzleramt verrät, was Angela Merkel so alles zurückgelassen hat. Dazu gibt es noch einmal einen sehr intimen Einblicke in die Beziehung von SPD-Chefin Saskia Esken zu ihrem ausgeschiedenen Partner Norbert Walter-Borjans und Erhellendes über das knallharte Bewerbungsverfahren für Regierungssprecher.

 

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Schlei-Region will Tourismus besser verteilen Aus dieser Sendung Mehr Schleswig-Holstein Magazin Das könnte Sie auch interessieren

Die Schlei hat in diesem Jahr einen Urlauber-Ansturm verzeichnet. Um die Natur zu schonen, soll der besser gelenkt werden.

 

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Autofahrer verursacht tödlichen Unfall und begeht Fahrerflucht

Ein unbekannter Autofahrer hat in Hoya im Kreis Nienburg einen Unfall mit einem Toten und drei Verletzten verursacht und ist geflüchtet. Die Polizei sucht den Fahrer

 

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Weihnachtstradition: Sind Christbäume nachhaltig? Zwei Neuburger geben Antworten

Plus Der Weihnachtsbaum gehört seit Jahrzehnten fest zur Adventstradition der Deutschen. Doch ist der Brauch überhaupt mit gutem Gewissen umsetzbar? Zwei Meinungen zum Thema Christbäume. Sie duften, sie leuchten, sie sind feierlich geschmückt: Was wäre ein Weihnachtsfest ohne den traditionellen Christbaum. Am besten soll eine hübsche Nordmanntanne, dicht gewachsen in ihrer grünen Pracht, für die Weihnachtszeit in das heimische Wohnzimmer einziehen. Aber passt es überhaupt zu dem Nachhaltigkeitsgedanken, für eine solch kurze Zeit einen Baum zu fällen, wenn dieser nach wegen Wochen wieder in der Kompostanlage landet?

 

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US-Fluggast wird wegen Tanga anstelle von Schutzmaske aus Maschine geworfen

Weil er sich anstelle einer Schutzmaske einen roten Tanga über das Gesicht zog, ist ein Fluggast in den USA vor dem Start aus der Maschine geworfen worden. Der 38-jährige Maskengegner wollte von Fort Lauderdale im Bundesstaat Florida in die US-Hauptstadt Washington fliegen, wie US-Medien am Donnerstag berichteten. Ein Handyvideo zeigt, wie er mit roter Damenunterwäsche im Gesicht auf seinem Platz sitzt und dann von Mitarbeitern der Fluggesellschaft United Airlines aufgefordert wird, die Maschine zu verlassen. Der Mann protestiert mit der ungewöhnlichen Gesichtsbedeckung gegen die Maskenpflicht in Flugzeugen. "Die beste Art, Absurdität aufzuzeigen, ist mit Absurdität", sagte der 38-Jährige dem Sender NBC2. Die Maskenpflicht sei "Unsinn", "dumm" und "Theater" - schließlich wisse das Coronavirus nicht, "dass wir uns in Flughöhe befinden". Die in Flugzeugen in den USA geltende Maskenpflicht hat allerdings nichts mit der Flughöhe zu tun - sondern damit, dass viele Menschen über Stunden auf engem Raum zusammensitzen. Der Mann verglich sich auf NBC2 sogar mit der US-Bürgerrechtsikone Rosa Parks. Die Afroamerikanerin hatte 1955 im Südstaat gegen die Rassentrennung protestiert, indem sie sich weigerte, von einem Sitzplatz in einem für weiße Fahrgäste reservierten Bereich eines Busses aufzustehen. Wandel in den USA sei immer von "normalen Menschen" ausgegangen, sagte der Fluggast. "Rosa Parks war nicht berühmt. Sie hat den Gang der Geschichte verändert." Nachdem der Mann aus der Maschine geworfen wurde, verließen seinen Angaben zufolge mehrere weitere Passagiere das Flugzeug. Auf dem Handyvideo ist ein Mann zu sehen, der dies tut. United Airlines lobte das Verhalten der Crew. "Der Kunde hielt sich eindeutig nicht an die von den Bundesbehörden verhängte Maskenpflicht", erklärte die Fluggesellschaft. Es sei begrüßenswert, dass die Besatzung das Thema noch vor dem Start angegangen sei und damit mögliche Probleme während des Flugs verhindert habe. In den USA kommt es immer wieder zu Streit wegen der Maskenpflicht in Flugzeugen. Viele Menschen lehnen die Verpflichtung zum Tagen eines Mund- und Nasenschutzes ab. Das Thema ist in den USA - wie auch das Impfen - politisch aufgeladen. So trug der frühere Präsident Donald Trump nur sehr selten eine Schutzmaske und mokierte sich öffentlich über Maskenträger. Sein Nachfolger Joe Biden appelliert dagegen regelmäßig an die Bevölkerung, den Empfehlungen der Gesundheitsbehörden zum Maskentragen zu folgen. In den USA war diese Woche die Schwelle von 800.000 Corona -Toten überschritten worden. Das ist die höchste registrierte Zahl weltweit.

 

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Barn - Neil Young & Crazy Horse: Kompromissloser Gitarrenrock

Berlin (dpa) - Hobbybastler gehen zum Werkeln gerne in den Keller, Musiker hingegen verkrümeln sich oft in eine Garage - oder in eine Scheune, wie der große Erzähler Neil Young. Der mittlerweile 76 Jahre alte Kanadier hat noch einmal seine legendäre Band Crazy Horse zusammengetrommelt und in einem zum Tonstudio ausgebauten Schuppen in den Rocky Mountains ein grandioses Album aufgenommen: "Barn" - zu Deutsch: Scheune. In dem restaurierten Stall aus dem 19. Jahrhundert gelangen dem Quartett zehn Lieder voller Melancholie und Kraft - und mit großer Spielfreude. Das zeigt bereits der zarte Opener "Song Of The Seasons". Sparsam mit Gitarre und einem wunderbaren Akkordeon eingespielt - und durchaus politisch. Der Mund-Nase-Schutz in der Zeile "Überall gehen maskierte Menschen/Die Menschlichkeit im Visier" könnte als aktueller Kommentar zur Corona-Pandemie verstanden werden. Und ist die Strophe "Ich sehe den Palast, wo noch die Königin regiert/Hinter ihren Mauern und einsamen Toren/Der König ist jetzt weg und sie bleibt" nicht eine Anspielung auf eine einsame Königin Elizabeth II. nach dem Tod ihres Mannes Prinz Philip? Dämonen der Jugend Das erste Lied setzt den Ton - intim und nostalgisch. Daran knüpft "Heading West" an, in dem Young von der Scheidung seiner Eltern erzählt, als er zwölf Jahre alt war. Mit seiner Mutter fuhr er in einem kleinen Auto weg, später kaufte sie ihm seine erste Gitarre. "Good old days, good old days", erinnert sich Young, und ständig droht seine markante Fistelstimme abzukippen. Hier singt jemand auch gegen die Dämonen einer schwierigen Jugend an, begleitet vom stampfenden Sound der Band: Bassist Billy Talbot (78), Schlagzeuger Ralph Molina (78) und Gitarrist Nils Lofgren (70). "Was für ein großartiger Ritt mit dem Pferd in diesem Fall", kommentiert Young das wuchtige Lied in Anspielung auf den Bandnamen. Neil Young & Crazy Horse veröffentlichten ihr Debüt "Everybody Knows This Is Nowhere" bereits 1969. Mehr als fünf Jahrzehnte ist das her. Young sei der "neben Bob Dylan wichtigste Rock-Komponist und -Performer, den Nordamerika hervorgebracht hat", meinte die "New York Times" einmal. Auf "Barn" beweist die Gruppe und vor allem ihr Frontmann, dass sie im Hier und Jetzt stehen. In "Canerican" (ein Mischwort aus Canadian und American) schildert Young die Zerrissenheit zwischen seinem Herkunftsland Kanada und der Wahlheimat USA. Auch um Präsident Donald Trump abwählen zu können, nahm er unlängst die US-Staatsbürgerschaft an. "Ich sah die Veränderung kommen", singt er trotzig. Umweltschutz und Fortschrittskritik Mit "Human Race" ist Young bei seinem derzeitigen Lieblingsthema angelangt. Von einer sägenden Gitarre unterlegt, übt der vielfach für den Umweltschutz engagierte Songwriter beißende Fortschrittskritik. "Wohin retten sich die Kinder vor Feuer und Fluten", heißt es unter anderem - Schlagzeug und Bass wummern wie Dampfhämmer. Der hymnische Song verklingt wie ein Donnergrollen. Leugnern des Klimawandels zeigen Young und seine Mitstreiter hier nicht belehrend den Zeigefinger, sondern eher wütend den Mittelfinger. Höhepunkt eines an Glanzpunkten reichen Albums ist das mehr als acht Minuten lange "Welcome Back", in dem es heißt: "Ich werde dir jetzt ein altes Lied vorsingen/Eines, das du schon einmal gehört hast/Es könnte ein Fenster zu deiner Seele sein". Ein episches Lied voller Sehnsüchte, das unter die Haut geht. Doch bevor es zu ernst wird in der Scheune, legen die raubeinigen Rock-Veteranen auch zwei launig einspielte Piano-Balladen hin - eine davon als Hommage an Hollywood-Schauspielerin Daryl Hannah, mit der Young seit 2018 verheiratet ist. "Barn" klingt versöhnlich aus und bleibt doch ein eindringliches, stilprägendes Album.

 

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Gutachterin enthüllt schockierende Details Todespflegerin wollte schon vor dem Vierfach-Mord töten

Potsdam – Fürsorglich, liebevoll, mütterlich. So hatten Kolleginnen und Angehörige Ines R. (52) im Gericht beschrieben. Alles nur Fassade, sagt nun die psychiatrische Gutachterin. Schon vor den grausamen Morden im Potsdamer Oberlinheim am Abend des 28. April dieses Jahres – vier Bewohner im Alter zwischen 31 und 56 Jahren starben – habe die Pflegehelferin eine Patientin töten wollen. „Vor einer Woche bin ich zum ersten Mal auf den Gedanken gekommen, eine Bewohnerin zu vergiften“, hatte Ines R. nach ihrer Festnahme in der Gerichts-Psychiatrie erklärt, „mit einer großen Menge Medikamente.“ Für die Berliner Psychiaterin Cornelia Mikolaiczyk (50) ein Hinweis, dass die Todespflegerin ihre Taten geplant hat. Ines R. steht wegen der Tötung von vier Heimbewohnern in Potsdam vor Gericht. Beim Prozess um Todespflegerin Ines R. (52) gab es viele Tränen im Zeugenstand. Zweimal hat die Sachverständige stundenlang mit Ines R. gesprochen. Alle Arztberichte gelesen, Zeugen im Gericht befragt. In ihrem Gutachten zeichnete die Sachverständige am Donnerstag ein erschreckendes Bild von Ines R.: Ichbezogen und ohne Mitgefühl habe sie die Angeklagte erlebt, „zynisch, sarkastisch, außer Rand und Band“. Seit ihrer Jugend habe Ines R. Gewalt- und Mordfantasien gehabt. Erst gegen ihre Mutter, von der sie nicht geliebt wurde. Dann gegen ihren schwerbehinderten Sohn. „Nicht, um ihn zu erlösen, sondern um ihre Probleme zu lösen“, so die Gutachterin. Ab 2012 habe die Pflegerin daran gedacht, ihre Schützlinge umzubringen. Doch mit psychiatrischer Behandlung und Medikamenten bekam sie „ihre Dämonen“ angeblich in den Griff. Nach der Tat wurden viele Blumen vor dem Oberlinhaus abgelegt Gewalt richtete Ines R. stets nur gegen sich, bei mehreren Suizidversuchen. Erst am Abend des 28. April habe sie die Kontrolle verloren. Eine „Explosion“, sagte die Gutachterin. Laut Anklage wollte Ines R. die Schwerstbehinderten zunächst erwürgen. Am Tatabend zwischen 19 und 20 Uhr habe sie den ersten beiden Opfern die Kehlen zugedrückt. Doch die beiden überlebten diesen Angriff. Nach der Festnahme habe die Pflegerin Psychiatrie-Patienten und Mitarbeitern ihre Tat ausführlich geschildert. Wie sie in die Zimmer der ersten beiden Bewohner ging und sie würgte, wie „anstrengend“ das war. Beim Blick zurück ins Zimmer von Opfer Christian S. habe sie festgestellt: „Der grinst so frech und lebt noch!“ Das war der Auslöser, um das Messer zu holen, so die Gutachterin. Vier Bewohner starben qualvoll. Eine weitere Bewohnerin (43) überlebte schwer verletzt nach einer Notoperation. Die Gutachterin schilderte, dass Ines R. ihr über die Tat berichtet habe: „Ein Schnitt – und die Leute seien tot gewesen. Nichts sei ihr da durch den Kopf gegangen. Wenn sie mitbekommen hätte, was sie getan hat, hätte sie sich das Messer selbst durch die Kehle gezogen.“ Stimmt diese Behauptung? Denn nach ihrer Verhaftung hatte die Todespflegerin in der Psychiatrie gesagt: Sie habe gewusst, was sie tat. Sie habe keine Reue gespürt. Nur ein Gefühl von Wut und Kontrolllosigkeit. „Sie hat eine Grenze überschritten, ihre Aggression hat sich nach außen gewandt“, so die Gutachterin. „Diese Neigung besteht fort, kann sich noch steigern.“ Ein Polizeiauto nach der Tat neben dem Oberlinhaus Zweimal griff Ines R. in der Psycho-Klinik einen Oberarzt an, verletzte sich auch selbst. In einem sogenannten Krisenzimmer musste sie ans Bett gefesselt werden. „So einen kranken Kopf könnte man doch nur auf den Müll schmeißen“, sagte sie der Psychiaterin. Dr. Mikolaiczik: „Eine Entschuldigung oder Reue hat Frau R. in Einzelgesprächen abgelehnt. Da muss noch viel passieren.“ Das Gutachten kommt zu dem Schluss: Ines R. war nicht schuldunfähig, als sie die Behinderten tötete, ihre „Steuerungsfähigkeit“ nur stark vermindert. Ist auch das Gericht dieser Meinung, erwartet die Todespflegerin eine lange Haftstrafe. Fortsetzung Freitag.

 

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Großbrand in Leverkusen unter Kontrolle: Anwohner sollten Fenster geschlossen halten

Einsatz für die Feuerwehr in Leverkusen: Durch einen Brand im Stadtteil Küpperssteg wurde die Nina-Warn-App aktiviert. Anwohner sollten Fenster und Türen geschlossen halten. In Leverkusen -Küppersteg ist die Feuerwehr am Donnerstagnachmittag zu einem größeren Feuer gerufen worden. Wie die Einsatzkräfte auf Twitter mitteilen, sei der Brand in der Hardenbergstraße Ecke Europaring ausgebrochen. Der Bereich sollte weiträumig umfahren werden. Wegen des Feuers sind größere Mengen Rauchgas freigesetzt worden, sodass die Warn-App Nina ausgelöst wurde. Anwohner sollten demnach alle Fenster und Türen geschlossen halten und Klima- sowie Lüftungsanlagen abstellen. Mittlerweile konnte die Feuerwehr Leverkusen den Brand unter Kontrolle bekommen, wie sie auf Twitter berichteten. Man sei mit den Nachlöscharbeiten dran. Nach Angaben der Feuerwehr haben drei Garagen und ein "kleines Gewerbeobjekt" gebrannt, wie der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtet. Zuvor hatte die Polizei von einem Einfamilienhaus gesprochen, das habe die Feuerwehr aber nicht bestätigen können. Ein in der Umgebung befindlicher Lidl-Markt wurde nach Angaben der Zeitung gesperrt.

 

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Kommentar: Lauterbach übt noch - Kommunikation zum Impfstoff

Sendung: Infoprogramm| 16.12.2021 | 17:13 Uhr 2 Min| Verfügbar bis 23.12.2021 Die Rolle von Lauterbach hat sich verändert. Als Minister könne er nicht mehr alles hinausposaunen, meint Vera Wolfskämpf.

 

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Tausend Füße sind nicht genug

Er ist der erste Vertreter seiner Art, der es mit seinem Namen mehr als genau nimmt: Forscher haben in Australien den ersten "echten" Taußendfüßler entdeckt. Und der kommt sogar auf mehr als 1300 Füße - Rekord in der Tierwelt. Der Tausendfüßler ist seit Urzeiten auf der Erde unterwegs. Er zählt sogar zu den ersten atmenden Tieren überhaupt. Doch bislang haben die Vertreter dieser Gattung quasi etwas geschummelt - kam doch keiner von ihnen an die namensgebenden tausend Füße heran. Nun aber haben Forscher in Australien den ersten "echten" Tausendfüßler entdeckt. Und der übertrifft die Anforderung sogar noch: 1306 Füße zählten die Wissenschaftler am Körper des aufgetauchten Gliederfüßers, teilte der Forscher Paul Marek von der Virginia Tech University mit. Alle zuvor entdeckten Taußendfüßler kamen auf maximal 750 Füße. Damit hält der Neuling den absoluten Rekord in der bekannten Fauna: Kein anderes Tier besitzt mehr Füße. Entdeckt wurde der Rekordhalter im Westen Australiens: in einem Bohrloch. 60 Meter tief hielt er sich unter der Erdoberfläche verborgen. Sein Lebensraum beeinflusste auch seine Namensgebung: Eumillipes persephone - nach der griechischen Göttin der Unterwelt Persephone. Optisch ähnelt der Taußendfüßler laut Forschern einem Bindfaden: Er kommt auf eine Länge von zehn Zentimetern, mit farblosem Körper, kegelartigem Kopf und "riesigen Fühlern". Augen besitzt er nicht, was typisch für Arten ist, deren Lebensraum sich so tief unter der Erde befindet. Zieht er sich in die Länge, gelangt Eumillipes persephone in schmalste Spalten, wobei seine mehr als tausend Füße helfen, voranzukommen. Solche Mini-Hohlräume sind der Aussage des Insektenexperten Andre Nel zufolge ein bisher kaum bekannter Lebensraum. Dort würden oft neue Arten entdeckt. Wie seine Artgenossen spielt auch der "echte" Tausendfüßler eine wichtige Rolle im Ökosystem. Die Tiere fressen Geröll und können Nährstoffe wiederverwerten.

 

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Landtag setzt NSU-Untersuchungsausschuss ein

Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern will rechte Terror-Netzwerke und rechtsextremistische Strukturen erneut in den Blick nehmen. Das Parlament sprach sich mit großer Mehrheit dafür für den erneuten Untersuchungsausschuss aus. Den Antrag hatten SPD, Linke, FDP und Grüne gemeinsam eingebracht. CDU und AfD enthielten sich in der Abstimmung. Schon in der vergangenen Legislatur-Periode versuchte der Landtag, Details zu den Taten des Terror-Netzwerks NSU und seinen Hinterleuten zu ergründen. Die Arbeit sei trotz vorliegender Erkenntnisse nicht abgeschlossen, hatten SPD und Linke, FDP und Grüne ihren Antrag für den Ausschuss begründet. Viele der beantragten Akten hätten noch nicht vorgelegen, zudem seien bereits benannte Zeugen nicht gehört worden. Das Gremium soll in den nächsten Jahren auch aufklären, warum andere rechtsextreme Gruppen - beispielsweise das "Nordkreuz"-Netzwerk oder "Combat 18" - sich in Mecklenburg-Vorpommern etablieren konnten. Der Ausschuss soll auch mögliche Verbindungen zu Polizei und Verfassungsschutz aufklären. Das geht der CDU zu weit. Sie sieht einen Generalverdacht gegen die Sicherheitsbehörden. Es sei zu befürchten, so die Abgeordnete Ann Christin von Allwörden, dass der Ausschuss ohne echtes Ziel in den Akten herumstochere. "Es darf keinen Schlussstrich unter den NSU-Komplex geben", erklärte dagegen Michael Noetzel von der Linksfraktion. Die Aufdeckung weiterer rechtsextremistischer Strukturen und gewaltbereiter Gruppen zeige, dass der NSU keine singuläre Erscheinung sei. Der Zwischenbericht des ersten Ausschusses zeige "vorurteilsbehaftete Ermittlungen" auf, so Noetzel weiter. Innenminister Christian Pegel (SPD) sicherte dem Parlament bei der Vorlage von Akten Kooperationsbereitschaft zu. Pegel räumte ein, dass dies in der vorigen Legislaturperiode "nicht optimal" gelaufen sei. Ausschussmitglieder hatten immer wieder beklagt, dass Akten sehr spät bereitgestellt und durch massive Schwärzungen unbrauchbar geworden seien. Auf das Konto des NSU gehen in Mecklenburg-Vorpommern der Mord an Mehmet Turgut im Februar 2004 in Rostock und zwei Sparkassenüberfälle in Stralsund. Die Täter Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt waren am 4. November 2011 tot in einem ausgebrannten Wohnmobil gefunden, ihre Komplizin Beate Zschäpe kurz darauf festgenommen worden.

 

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Die virtuellen Propheten der Proteine

Zum Jahresende krönt das US-amerikanische Wissenschaftsmagazin „Science“ stets die „Wissenschafts-Durchbrüche“ des Jahres. Im vergangenen Jahr waren es die Corona-Impfstoffe. 2021 landet auf Platz eins ein Verfahren, das weniger Schlagzeilen bekam, aber langfristig großen Einfluss auf die Forschung haben könnte: die Vorhersage der Struktur von Proteinen durch Künstliche Intelligenz (KI). Einen „ Durchbruch an zwei Fronten“, nennt es Chefredakteur Holden Thorp im Leitartikel der aktuellen Ausgabe des Magazins. Erstens löse es ein 50 Jahre altes Problem. „Zweitens ist es eine bahnbrechende Technik, die wissenschaftliche Entdeckungen erheblich beschleunigen wird.“ Ketten zu Knäueln In der Zelle werden Proteine als Ketten von Aminosäuren hergestellt. Dabei und danach falten sie sich aus dieser zweidimensionalen - gleichsam knäuelartig - in eine 3D-Struktur. Doch die molekularen Kräfte und möglichen Interaktionen dieser Kette und ihrer Teile sind extrem komplex. Sie vorherzusagen wird mit jeder zusätzlichen Aminosäure komplizierter. Über Jahrzehnte waren die Erfolge mäßig. Proteine sind an fast allen Prozessen im Körper beteiligt: Insulin reguliert den Zuckerspiegel, Proteine bekämpfen Krankheitserreger und sorgen dafür, dass Muskeln sich bewegen. Bei Krebs spielt eine abnorme Protein-Produktion eine entscheidende Rolle. „Falsch“ gefaltete Proteine können Krankheiten auslösen. Um die Funktionen von Proteinen zu verstehen, muss man ihre Strukturen kennen. Um, etwa für Therapien, gezielt eingreifen zu können, ebenfalls. Lange waren aufwendige und teure Experimente notwendig, um Proteinstrukturen aufzuklären. Mithilfe von KI können diese Strukturen nun laut „Science“ vergleichsweise einfach berechnet werden. Lernen, Lernen, Lernen Seit den 1970er Jahren versuchen Wissenschaftler: innen, mit computerbasierten Methoden Proteinfaltung zu modellieren. Seit 1994 wird alle zwei Jahre das internationale Gemeinschaftsexperiment „ Critical Assessment of Protein Structure Prediction “ organisiert. Forscher: innen kommen dort zusammen, um ihre Algorithmen für die Vorhersage von Proteinfaltungen zu testen. Den Durchbruch brachte die Software AlphaFold2 von DeepMind, einer Google-Tochter. Sie berechnet mit bisher unbekannten Präzision 3D-Strukturen. Dabei macht sie sich bekanntes Basiswissen aus der Evolution zunutze: Man weiß, dass Proteine mit ähnlicher Aminosäureabfolge sich oft ähnlich falten. Das Programm greift auf alle verfügbaren Informationen über schon bekannte Strukturen von Proteinen zurück und gleicht neue Protein-Baupläne mit den bekannten ab. Die Funktion der Proteine liefert weitere Hinweise: Wenn sich eine Aminosäure in der Abfolge ändert, die Funktion des Proteins aber weitgehend gleich bleibt, müssen sich auch die Aminosäuren in der Nähe verändern, damit Struktur und Funktion erhalten bleiben. Big Tech und ein paar Uni-Forscher Der Algorithmus nutzt die Methode „Deep Learning“. Vereinfacht gesagt wird ein grundlegender Lernprozess des Menschen imitiert: Wenn ein Kind etwa lernt, Autos als solche zu erkennen, wird es bestätigt: „Das ist ein Auto.“ Oder eben nicht: „Das ist kein Auto.“ Es lernt, indem es sich die Merkmale der Objekte, die in diese Kategorie passen, immer mehr einprägt, ohne jedes Mal alles explizit erklärt zu bekommen. AlphaFold2 nutzt Informationen über bekannte Proteinstrukturen als Training und erstellt basierend darauf ein Modell, um Vorhersagen für unbekannte Strukturen zu treffen. Die berechneten Modelle sind nur so gut wie das Training. Ohne umfangreiche Experimente gelängen der KI nicht so akkurate Vorhersagen. Entscheidend ist, dass das Programm selbst „erkennt“, nach welchen Prinzipien die Proteine sich falten. Alpha gegen Rose Parallel zu AlphaFold2 wurde auch RoseTTAFold von einem Team um David Baker, Biochemiker an der University of Washington in Seattle, vorgestellt. Diese KI-Methode basiert auf den gleichen Prinzipien. Grund, sie zu entwickeln, war vor allem die Unsicherheit, wie transparent DeepMind als privatwirtschaftliches Unternehmen mit AlphaFold2 sein würde. Aktuell sind AlphaFold2 und RoseTTAFold öffentlich zugänglich, sodass mehr Wissenschaftler: innen in die Strukturforschung einsteigen können. Und trotz Durchbruchseuphorie sind die neuen Möglichkeiten der KI nur ein Schritt hin zu mehr Verständnis von Proteinstrukturen und -funktionen. So können die Moleküle dynamisch ihre Form ändern – auch, wenn sie etwa mit anderen Proteinen interagieren. Zudem gibt es aus mehreren Aminosäureketten zusammengesetzte Moleküle, die dann wieder eine eigene Struktur und Funktionen haben. Solche Proteinkomplexe sind etwa bei der Reparatur des Erbmoleküls DNA im Einsatz. Nichts für den Hausgebrauch Sie bestehen aus verbundenen Proteinen, die hier gemeinsam arbeiten, aber unabhängig voneinander funktionieren. AlphaFold2 könnte hier die einzelnen Domänen vorhersagen, ihre Ausrichtung zueinander aber bisher nicht. Aber auch daran arbeiten DeepMind und Bakers Team. Bis alle existierenden Proteinstrukturen bekannt sein werden, wird es aber noch lange dauern. Der jetzt als „Durchbruch“ titulierte Schritt mit Künstlicher Intelligenz in diesem Jahr ist aber, wenn man den Fachleuten glaubt, Anlass zu einem optimistischen Blick in die Zukunft vieler Bereiche von Medizin und Biologie. Dazu gehören neue Möglichkeiten für die Entwicklung von Medikamenten. Was sicher auch wichtig ist: Laut dem Magazin „Nature“, das kürzlich ebenfalls über das Thema berichtete, ist die Anwendung der Programme für Forschende nicht besonders kompliziert. Für das Homeoffice sind sie allerdings eher ungeeignet, denn sie benötigen mehrere Terabyte an Speicherplatz, zudem jede Menge Rechenkapazität.

 

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MV-Werften fehlt erneut Geld - Land will helfen

Deshalb will das Land Mecklenburg-Vorpommern erneut einspringen. Am Freitag will sich der Landtag mit neuen Landeshilfen beschäftigen. Es geht um rund 78 Millionen Euro, mit denen das Land den Werftenverbund unterstützen will. Finanzminister Heiko Geue (SPD) sagte, das sei alles unangenehm, habe aber mit Corona zu tun. Für Genting sei der wichtige Kreuzschifffahrtsmarkt immer noch nicht wieder ins Rollen gekommen. Einnahmen, mit denen gerechnet worden sei, fehlten jetzt, so Geue. Diese sind jedoch dringend nötig, um das fast fertiggestellte Kreuzfahrtschiff "Global 1" zu Ende zu bauen. Dessen Verkauf könnte dann frisches Geld in die Werften-Kassen spülen. Das Sanierungskonzept hält Geue auch deshalb weiter für tragbar. Deshalb will das Land die 78 Millionen Euro, die eigentlich erst für 2024 geplant waren, als Hilfe vorziehen. Doch das Land geht nicht allein ins Risiko. Auch Genting ist gefordert - 27 Millionen Euro müsse der Konzern selbst erbringen, etwa durch Grundstücksverkäufe, hieß es. Möglicherweise wird das Areal der Volkswerft in Stralsund verkauft, als Abnehmer ist die Stadt im Gespräch. Finanzminister Geue sagte, nicht nur Genting müsse sich zu den Standorten bekennen, auch der Bund müsse zu Hilfen bereit sein. Allerdings müsse sich die neue Regierung in Berlin erst einmal richtig finden, meinen Beobachter. Das Wirtschaftsministerium unter dem neuen Minister Robert Habeck (Grüne) sortiere sich gerade erst neu. Am Donnerstagnachmittag informierte die IG Metall auf einer Betriebsversammlung in Wismar die Mitarbeiter über die unklare Finanzsituation. Wie Henning Großkreutz von der IG Metall Lübeck-Wismar NDR MV Live sagte, hoffe man, dass der Landtag die "richtige Entscheidung" treffen werde. "Aus unserer Sicht ist die richtige Entscheidung von Landesseite den Fortgang des Baus des Schiffes zu unterstützen." Könne die "Global 1" fertiggebaut werden, sichere dies die Arbeitsplätze der Beschäftigten, so dass "eine Perspektive für die Standorte möglich wird", so Großkreutz. "Wir bleiben optimistisch", sagte MV-Werftren-Geschäftsführer Carsten J. Haake bei NDR MV Live. "Wir arbeiten Tag und Nacht. Wir verhandeln intensiv - auch am dritten Advent nachmittags mit 25 Bundesbeamten und Landesvertretern haben wir verhandelt. Das zeigt mir, dass die Bereitschaft, uns zu helfen, nach wie vor ungebrochen ist." Die neue Bundesregierung habe sich geformt, die Staatssekretäre seien nun im Amt. "Jetzt können die Gespräche finalisiert werden", so Haake. Aus der Landtagsopposition gibt es laute Kritik am fortgesetzten Hilfs-Kurs. Die AfD-Fraktion spricht von "staatlicher Insolvenzverschleppung": "Es ist nicht Aufgabe der deutschen Steuerzahler, diesen Hongkonger Mischkonzern mit immer neuen Darlehen und Bürgschaften am Leben zu erhalten", teilte Fraktionschef Nikolaus Kramer mit. Die Landesregierung müsse einen Plan vorlegen, wie sie mit einer neuen Werftenpleite umgehen will. Bis auf nebulöse Äußerungen zum angeblichen Bau von Offshore-Windkraftanlagen sei nichts passiert, so Kramer. Die Arbeitsplätze bei den Werften stehen möglicherweise alle auf der Kippe - mehr als 600 Werftarbeiter sind bereits in Transfergesellschaften beschäftigt, etwa 1.800 bis 2.000 stehen bei den MV-Werften noch in Lohn und Brot. Kurz vor Weihnachten müssen sie um ihre Jobs bangen.

 

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Phänomen Film-Vampire: Die Lust am Saugen

Sie hat den Blutdurst sexy gemacht. Bestseller-Autorin Anne Rice († 80) starb an einem Schlaganfall. Ihr Sohn Christopher (43) verabschiedete sie auf Twitter rührend, „mit gebrochenem Herzen“. IHR ERBE ABER IST UNSTERBLICH. Mit ihrem umfangreichen Vampir-Universum („Chronik der Vampire“, 12 Bücher) schuf die Amerikanerin eine Welt aus Erotik, Blut und Melancholie. 150 Millionen verkaufte Bücher. Und ein weltweiter Kino-Erfolg: „Interview mit einem Vampir“ machte Brad Pitt (54) 1994 zum Superstar, an der Seite von Tom Cruise (59). Ihre Erfolgs-Welt um Blutsauger entstand nur aus tiefer Trauer. Rice verarbeitete mit dem ersten Roman den Tod ihrer kleinen Tochter Michele († 6, starb an Leukämie) 1978. Und entfachte einen Hype, der bis heute andauert. Grund: Ihre blassen Gestalten sind keine seelenlosen Monster, sie hatten von Anfang an menschliche Züge. Rice-Vampire wurden empathisch, zeigten Gefühle. Sex gab’s trotzdem nur in Gedanken. Ein Schluck Blut wurde zum Orgasmus. Rice übergab persönliche Aufzeichnungen bereits 2020 an die Universität ihrer Heimatstadt New Orleans. Dadurch sollen weitere Filme und Serien aus ihren Gedanken entstehen. Das bestätigte Entertainment-Gigant AMC („The Walking Dead“) BILD auf Nachfrage. Vampire gehören laut einer Umfrage des Online-Portals „GoFeminin“ zu den beliebtesten Sex-Fantasien deutscher Frauen. Warum sind Blutsauger so faszinierend? Psychotherapeutin Miriam Hoff (46) zu BILD: „Sexual- und Todestrieb sind Ausgangspunkt jedes menschlichen Verhaltens. Der Vampir ist die perfekte Symbiose.“ Attraktivität, Stärke, Macht und Gefahr – all das wirke anziehend. Vampire versprechen außerdem Liebe über den Tod hinaus. „Sie symbolisieren die ewige Jugend – und wer wünscht sich das nicht.“

 

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Sport aktuell Blog

Meter, Punkte und Sekunden – der Sport lässt sich von der Corona-Pandemie nicht ausbremsen. Wir halten euch über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden.

 

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Der seltsame Sonderweg der Madame Lagarde

V ertrauen ist die wichtigste Währung von Notenbanken, heißt es gern. Um jenes in die Europäische Zentralbank ist es allerdings im Moment eher schwierig bestellt. Während andere Notenbanken längst handeln, um zur geldpolitischen Normalität zurückzufinden, zaudert die EZB. Der Kontrast ist diesmal besonders auffällig, weil in dieser Woche alle wichtigen Notenbanken über ihre Geldpolitik abgestimmt haben. Die Bank of England hat die Zinsen trotz Corona-Krise angehoben, die Federal Reserve hat für das kommende Jahr drei Zinserhöhungen in Aussicht gestellt. Nur die EZB verharrt in ihrer Krisenpolitik. Zwar lässt sie das Pandemie-Kaufprogramm PEPP planmäßig bis Ende März auslaufen. Doch ihr zweites Kaufprogramm wird fortgeführt, Ende offen. Das PEPP kann zudem jederzeit wieder reaktiviert werden und fällig werdende Anleihen sollen bis mindestens Ende 2024 erneuert werden. Und dabei will die EZB so flexibel wie möglich vorgehen. Von einer Zinswende ist in Frankfurt hingegen weiterhin keine Rede. Das ist insofern bemerkenswert, als die EZB ihre Inflationsprognose für das kommende Jahr fast verdoppelt hat. Ihre Ökonomen sagen jetzt eine durchschnittliche Teuerungsrate in der Währungsunion von 3,2 Prozent voraus. Im September waren sie noch von 1,7 Prozent ausgegangen. Auch für das Jahr 2023 wurde die Inflationsrate angehoben von 1,5 auf 1,8 Prozent. Auf diesem Niveau soll sie dann auch im Jahr 2024 verharren. Damit haben die europäischen Währungshüter selbst auf mittlere Sicht ihr Inflationsziel von zwei Prozent fast erreicht. Dies auch insofern, als die Europäische Statistikbehörde Eurostat ihre Berechnung demnächst überarbeiten will, um auch die Inflationsrate von selbst genutztem Eigentum besser erfassen zu können. Angesichts des massiven Anstiegs bei den Immobilienpreisen rechnen Experten damit, dass die neue Kalkulation die Teuerungsstatistik deutlich treiben dürfte. Doch die EZB-Chefin beharrte auf mehrfache Nachfrage auf ihrem Standpunkt, dass die Inflation mittelfristig wieder fallen wird. „Die Inflation dürfte kurzfristig hoch bleiben, aber sich im Laufe des kommenden Jahres abschwächen“, sagte Lagarde. Das Gros des Teuerungsschubs sei auf steigende Energiepreise zurückzuführen. Dagegen könne die EZB nichts ausrichten. Lagarde ließ durchblicken, dass es Widerstand im Rat gegen die Fortführung der ultralockeren Geldpolitik gegeben habe. Anonymen Quellen bei der EZB zufolge waren einige konservative Mitglieder des EZB-Rats unzufrieden mit der Verlängerung der Reinvestitionen aus dem Krisenrettungsprogramm PEPP bis 2024. Unmut regte sich auch darüber, dass die EZB kein Enddatum für ihr Anleihekaufprogramm festgelegt hat. Auch über die Inflationsaussichten herrschte Dissens im EZB-Rat, wobei einige Mitglieder Aufwärtsrisiken der neuen Prognosen betonten. „Nach meiner Wahrnehmung ist es eher Geldpolitik im Sinne des Heiligen Augustin: ‚Bitte, Herr, gib mir Keuschheit und Enthaltsamkeit, aber jetzt noch nicht! ‘“, formuliert es Moritz Krämer, Chefvolkswirt der LBBW, flapsig. Die deutsche Finanzbranche kritisiert die jüngsten Beschlüsse der Europäischen Zentralbank. Der Bundesverband deutscher Banken begrüßte zwar, dass die EZB ihr in der Corona-Zeit aufgesetztes Anleihekaufprogramm PEPP schrittweise reduzieren und im März nächsten Jahres beenden werde. Allerdings wolle sie das kleinere Aufkaufprogramm APP fortführen, sodass letztlich der Leitzins mindestens bis ins Jahr 2023 deutlich im Minus bleibe, monierte BdB-Hauptgeschäftsführer Christian Ossig am Donnerstag. „Angesichts der extrem niedrigen Realverzinsung wächst die Gefahr, dass der Euroraum gerade für langfristige Anleger immer unattraktiver wird.“ Falls die EZB ihre Inflationsprognosen 2022 weiter nach oben korrigieren müsse, wachse der Druck auf sie, ihre Geldpolitik abrupt und stärker abbremsen zu müssen, als das aus derzeitiger Sicht erforderlich wäre. „Auch das könnte gravierende Folgen für die europäische Wirtschaft haben.“ Sparkassen-Präsident Helmut Schleweis rügte, die EZB habe mit ihren Beschlüssen die Rückkehr zu einer konventionellen Geldpolitik erneut auf die lange Bank geschoben. „Die Inflation ist mit Macht zurückgekehrt, deshalb muss die Geldpolitik wieder stärker auf Preisstabilität achten.“ Aus der Politik kamen ebenfalls querbeet kritische Stimmen. „Die EZB lässt mit ihrer heutigen Entscheidung erneut die Menschen im Stich“, erklärte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU). Ganz nach dem Motto „Alles nicht so schlimm“ lasse die Notenbank der nach wie vor stetig steigenden Inflation weiter ihren Lauf. „Die hart ersparten Reserven der Menschen werden schlicht entwertet und jeder bestraft, der für seine Zukunft vorgesorgt hat.“ Niemand erwarte eine sofortige Leitzinserhöhung auf etwa zwei Prozent. „Aber es braucht jetzt dringend ein Signal, dass die EZB die Inflationsgefahr ernst nimmt.“ Genau darauf hatte auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann in den vergangenen Jahren immer wieder verwiesen. Der deutsche Währungshüter hatte sich im EZB-Rat immer wieder für eine möglichst frühzeitige Rückkehr zur geldpolitischen Normalität starkgemacht. Nun verlässt er das Amt und damit auch seinen Posten im EZB-Rat zum Jahresende vorzeitig. Als ein möglicher Kandidat gilt der frühere Bundesbank-Vorstand Joachim Nagel. Doch der Gestaltungsspielraum des künftigen Amtsinhabers ist gering, angesichts der derzeitigen Mehrheitsverhältnisse im Rat. Lediglich die Notenbankchefs aus Belgien und Österreich leisten auch regelmäßig Widerstand, wenn es um die Fortsetzung der Dauerkrisenpolitik der EZB geht. Für Sparer bedeutet das: Zinsen aufs Ersparte wird es vor 2023 nicht geben. „Alles auf Aktien“ ist der tägliche Börsen-Shot aus der WELT-Wirtschaftsredaktion. Jeden Morgen ab 7 Uhr mit unseren Finanzjournalisten. Für Börsenkenner und -einsteiger. Abonnieren Sie den Podcast bei Spotify, Apple Podcast, Amazon Music und Deezer. Oder direkt per RSS-Feed.

 

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Tornado-Überlebende aus Kerzenfabrik verklagen Arbeitgeber

Mayfield. Tornado-Überlebende aus einer Kerzenfabrik im US-Staat Kentucky haben Klage gegen ihren Arbeitgeber eingereicht. Dieser habe „offenkundige Gleichgültigkeit gegenüber den Rechten“ der Arbeiter gezeigt, indem er sich weigerte, die Mitarbeiter als Sicherheitsmaßnahme nach Hause gehen zu lassen, als sich der Sturm näherte, heißt es in der Klageschrift. Der zerstörerischen Kraft des Tornados fielen in der Fabrik in Mayfield im Westen Kentuckys acht Menschen zum Opfer. In der Klage wird dem Unternehmen vorgeworfen, gegen Regelungen des Staats zum Arbeitsschutz und Gesundheitsstandards am Arbeitsplatz verstoßen zu haben, indem die Mitarbeiter zur Weiterarbeit angehalten wurden. Gefordert werden von dem Unternehmen Mayfield Consumer Products Schadenersatz und Strafzahlungen. Ein Sprecher des Unternehmens hatte zuvor insistiert, die Angestellten hätten jederzeit gehen dürfen. Einer Bitte um Rückruf zwecks Stellungnahme kam er am Donnerstag zunächst nicht nach. Eine Angestellte der Kerzenfabrik sagte der Nachrichtenagentur AP am Dienstag, ein Vorgesetzter habe ihr Disziplinarmaßnahmen angedroht, falls sie wegen des Sturms früher nach Hause gehe. Die Angestellte fragte sich, warum das Unternehmen Mitarbeiter nicht dazu aufforderte, nach Hause zu gehen, oder ihnen zwischen zwei Tornado-Warnsirenen am Freitagabend zumindest ein besseres Verständnis der Gefahr vermittelte. Die Klage wurde weniger als eine Woche nach den Verwüstungen durch die Stürme und mehr als 30 Tornados eingereicht, die Freitagabend begannen und Leben und Eigentum in acht US-Staaten zerstörten. Mehr als 100 Menschen arbeiteten in der Kerzenfabrik, als ein Tornado das Gebäude traf. Das Ausmaß der Schäden hatte zunächst Befürchtungen weit höherer Opferzahlen befeuert. Das Unternehmen teilte jedoch später mit, viele Überlebende hätten das Gelände verlassen und ihre Wohnstätten, die in Folge der Schäden ohne Telefonmöglichkeit waren, aufgesucht. Dies habe zur Verunsicherung über die tatsächliche Zahl der Vermissten beigetragen. Der Gouverneur von Kentucky, Andy Beshear, hat angekündigt, dass sich die für Arbeitsschutz zuständige Behörde des Staats mit den acht Todesfällen in der Kerzenfabrik befassen werde. Eine solche Untersuchung findet routinemäßig statt, wenn Beschäftigte in Ausübung ihrer Tätigkeit sterben. RND/AP

 

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Nur wenige Verstöße gegen 3G-Regel in Bus und Bahn Aus dieser Sendung Mehr Hallo Niedersachsen Das könnte Sie auch interessieren

Den ganzen Tag lang wurde in Braunschweig kontrolliert. Wer sich nicht an die Regel hält, muss 150 bis 200 Euro zahlen.

 

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Angela Merkel kauft ein - 34 Euro? Ist mir wurst!

Hier sehen wir die Salami-Taktik der Ex-Kanzlerin. Angela Merkel (67) wurde jetzt beim Einkaufen im Berliner Kaufhaus des Westens gesichtet. Was sie dabei ins Visier nahm? Eine edle Chorizo-Wurst (spanische luftgetrocknete Schweins-Kalbwurst, ähnlich der Salami) für 34,80 Euro. Ein stolzer Preis – der Merkel aber wurst sein kann. Laut „Bund der Steuerzahler“ erhält sie monatliche Altersbezüge von rund 15 000 Euro.

 

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Aktien New York: Dow moderat im Plus - Tech-Werte knicken nach Vortagesrally ein

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Dow Jones Industrial hat am Donnerstag seine zur Wochenmitte erzielten Gewinne nur etwas ausgebaut. Der US-Leitindex stieg um 0,15 Prozent auf 35 980,16 Punkte. Der S&P 500 aber gab um 0,65 Prozent auf 4679,38 Punkte nach. Am Mittwoch hatten insbesondere die Technologiewerte mit deutlichen Gewinnen auf den Zinsentscheid und die Begleitaussagen der US-Notenbank (Fed) reagiert. "Die Fed legt einen Zahn zu und wird im kommenden Jahr den Leitzins wahrscheinlich drei Mal anheben", schrieb Chefvolkswirt Cyrus de la Rubia von der Hamburg Commercial Bank. Am Markt hieß es, die Währungshüter erfüllten damit lediglich die Erwartungen und sorgten für mehr Klarheit. Rund um die Welt wägen die Zentralbanken derzeit ab, wie sie der hohen Inflation ausgewogen begegnen. Die US-Anleger hatten am Mittwoch noch darauf gesetzt, dass die Notenbanker solche Schritte unternehmen können, ohne das Wirtschaftswachstum zu unterbinden. An diesem Donnerstag aber wuchsen nach den Zinsentscheiden in der Eurozone und in Großbritannien die Zweifel. Für Irritation sorgte insbesondere, dass sich die britische Notenbank gegen die hohe Inflation stemmt und überraschend ihren Leitzins erstmals in der Corona-Pandemie angehoben hat. Im Euroraum aber ist ein Ende des Zinstiefs nicht in Sicht. In China indes tendiert die Notenbank zu weiteren Lockerungen. "Während bei Lockerungen im Bedarfsfall Einigkeit unter weltweiten Zentralbanken zu herrschen scheint, klafft eine große Lücke bei der Art und Weise, wie sich alle Beteiligten das Ende der expansiven Geldpolitik vorstellen", schrieb Marktanalyst Jochen Stanzl von CMC Markets. Für den Aktienmarkt wirke dieser geldpolitische Flickenteppich verunsichernd und damit "nicht gerade vertrauensbildend". Gleichwohl lassen die Aktienmärkte langsam aber sicher ein starkes Jahr ausklingen. Bislang hat der Dow 2021 rund 18 Prozent gewonnen und der Nasdaq 100 sogar gut 23 Prozent - trotz der wieder aufgeflammten Pandemie-Sorgen. "Die vierte Corona-Welle hat das Anlegervertrauen erneut auf die Probe gestellt, wir blicken dennoch zuversichtlich in das neue Aktien-Anlagejahr 2022", schrieb die DZ Bank. Zykliker sollten von dieser Entwicklung besonders profitieren, aber auch die in den USA besonders bedeutenden Technologie-Unternehmen. Unter den größten Gewinnern im S&P 500 zogen die Papiere des Telekomkonzerns AT&T nach einem Analystenkommentar um knapp sieben Prozent an. Die jüngste Kursschwäche habe gemessen an Chancen und Risiken für Anleger eine interessante Möglichkeit geschaffen, schrieb der Experte Simon Flannery von der Bank Morgan Stanley. Der Fachmann rechnet 2022 mit vielen Kurstreibern, darunter eine Zusammenlegung der Tochter WarnerMedia mit Discovery. Die Anteilsscheine von Accenture schnellten gleichfalls um rund sieben Prozent in die Höhe, nachdem sie im Handelsverlauf ein Rekordhoch erreicht hatten. Das Beratungsunternehmen hatte seinen Umsatzausblick erhöht. Demgegenüber verfehlte das Umsatzziel des Softwarekonzerns Adobe Systems die Erwartungen der Analysten. Der Experte Kirk Materne von Evercore ISI verwies unter anderem auf ungünstige Währungseinflüsse. Die Aktien sackten um mehr als zehn Prozent ab und bildeten damit das Schlusslicht im S&P 500.

 

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Corona| Österreich: Massives Datenleck in Corona-Register

Österreich führt ein zentrales Register für Infektionskrankheiten. Das System führt extrem sensible Daten. Nun wird publik: Unbefugte hatten über Monate Zugriff. Alle Infos im Newsblog. Eine schwere Corona-Welle erschüttert Deutschland: In vielen Regionen sind die Infektions- und Todeszahlen hoch, Krankenhäuser sind erneut überlastet. Nun bereitet eine neu aufgetretene Variante den Experten zusätzliche Sorgen: Omikron. Die Impfquote im Land (vollständig geimpft) liegt bei 70 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 340,1. Ein Datenleck im Epidemiologischen Meldesystem (EMS) erschüttert das Vertrauen der Österreicher in die Corona-Politik. Das zentrale Register für ansteckende Krankheiten erlaubt zum Beispiel die Kontaktnachverfolgung von Personen im Falle einer Corona-Infektion. Das EMS dient auch zur Ausstellung von Genesungszertifikaten und soll bei der Umsetzung der geplanten Impfpflicht eine wichtige Rolle spielen. Jetzt berichtet "Der Standard", dass monatelang Unbefugte Zugriff auf die Datenbank hatten. So habe das Bundesland Tirol dem Labor HG Lab Truck, das PCR-Tests auswertet, einen Zugang zum EMS eingerichtet. Die Firma habe den Zugang dann an weitere Subunternehmen weitergeleitet. "Der Zugang des Labors erlaubte es, von jedem beliebigen Gerät im ganzen Land aus Krankheiten für alle Personen mit österreichischer Staatsbürgerschaft einzutragen", berichtet "Der Standard". "Nicht nur Corona-Infektionen, auch Aids, Syphilis, Malaria oder andere anzeigepflichtige Erkrankungen konnten eingetragen werden." Auch Namen, Adressen, Emailadressen und Handynummern seien abrufbar gewesen. Zwei Impfungen mit dem Produkt des US-Hersteller Moderna schützen gegen Omikron weniger gut als gegen bestimmte frühere Varianten. Das zeigt eine Laborstudie von US-Forschern – darunter Mitarbeiter der Nationalen Gesundheitsinstitute (NIH) und von Moderna –, die als Preprint veröffentlicht wurde, also nicht in einer von Experten begutachteten Fachzeitschrift. Demnach hatten Geimpfte vier Wochen nach der zweiten Dosis wesentlich weniger Antikörper gegen die Omikron-Variante als gegen bestimmte frühere Varianten im Blut. Um die Wirkung eines Impfstoffs gegen eine bestimmte Variante von Sars-CoV-2 zu untersuchen, machen Forscher in der Regel sogenannte Neutralisationstests. Es wird geschaut, wie viele Antikörper ein Geimpfter im Blut hat, die an die Virusvariante binnen können und sie damit ausschalten. Der tatsächliche Schutz von Geimpften kann damit aber nicht bestimmt werden, dafür braucht es klinische Studien mit Tausenden Probanden oder Auswertungen des laufenden Infektionsgeschehens. Die Anzahl der gegen Omikron gerichteten Antikörper stieg etwa zwei Wochen nach einer Booster-Impfung mit Moderna deutlich an. Eine Auffrischdosis könne das Erkrankungsrisiko deutlich senken, heißt es in der Studie. Das Team schränkt jedoch ein, es handele sich nur um Laborversuche. Zudem fehlten Daten dazu, wie lange die Reaktion der neutralisierenden Antikörper nach der Boosterimpfung andauere. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kündigt angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen an. In den vergangenen Tagen hat sich die Zahl der Infektionen mit der neuen Virus-Variante alle 24 Stunden verdoppelt. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass neue Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Infektionskette zu unterbrechen", sagt Frederiksen. Die EU-Arzneimittelbehörde Ema könnte am Montag über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Novavax entscheiden. Die zuständige Experten-Kommission werde dann in einer außerordentlichen Sitzung den Zulassungsantrag behandeln, teilte die Ema am Donnerstag in Amsterdam mit. Bisher sind in der EU vier Impfstoffe zugelassen worden. Das Unternehmen hatte die Marktzulassung in der EU im November beantragt – die Ema hatte damals erklärt, eine Entscheidung werde in einigen Wochen erwartet. Die Experten der Ema geben nach Prüfung aller Studien und Daten eine Empfehlung ab. Dann muss die EU-Kommission noch zustimmen. Das gilt aber als Formsache. Die Experten hatten bereits im laufenden Prüfverfahren Studien zur Wirkung und Risiken bewertet. Das Novavax-Produkt namens Nuvaxovid (NVX-CoV2373) ist im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen weder ein mRNA-Impfstoff – wie die Präparate von Biontech und Moderna – noch ein Vektor-Impfstoff wie die von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Das Vakzin enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen. Wie alle Impfstoffe soll Nuvaxovid das Immunsystem auf eine mögliche Infektion vorbereiten. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte rät zu Corona-Impfungen bei Fünf- bis Elfjährigen entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). "Nicht auf Omikron-Impfstoff warten! ! ! ", teilte der Verband am Donnerstag mit. Die Organisation stellte damit eine missverständliche Formulierung vom Vortag richtig. In der dpa-Meldung hatte es geheißen, Eltern könnten je nach Alter und Gesundheit ihrer Kinder aus Sicht des Berufsverbands auf einen möglicherweise von Frühjahr an verfügbaren Omikron-Impfstoff warten. Man rate entsprechend der Stiko-Empfehlung zur Impfung von Kindern mit Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder mit Angehörigen mit hohem Risiko, hieß es. "Außerdem kann nach individueller Aufklärung bei entsprechendem Impfwunsch auch gesunden jungen Kindern ohne Risikofaktoren ein Impfangebot gemacht werden." Die EU-Kommission will Deutschland in den kommenden Wochen offenbar zusätzliche 35 Millionen Dosen des Coronaimpfstoffs von Moderna beschaffen. Das berichten der "Spiegel" und die Nachrichtenagentur dpa übereinstimmend. Demnach reagiert Brüssel damit auf die Warnung von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) vor einem Impfstoffmangel. Den Berichten zufolge sollen noch im Dezember zusätzliche zehn Millionen Dosen Spikevax an den Bund geliefert werden, bis März weitere 25 Millionen Dosen. Diese sollten ursprünglich erst im zweiten Halbjahr 2022 kommen. Die Menge entspricht 70 Millionen Booster-Dosen, da bei der dritten Moderna-Impfung nur die halbe Menge verabreicht wird. Außerdem stehen die EU-Mitgliedstaaten laut dem "Spiegel" kurz davor, 150 Millionen Dosen des Mittels von Biontech und Pfizer nachzubestellen. Dies würde bedeuten, dass Deutschland in den kommenden Monaten mindestens 27 Millionen weitere Dosen Comirnaty erhält. Die Corona-Impfungen in Deutschland haben am Mittwoch einen Tagesrekord erreicht. Gespritzt wurden 1,496 Millionen Dosen, wie aus Meldedaten des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstag hervorgeht. Darunter waren fast 1,3 Millionen Auffrischungsimpfungen und 97.400 Erstimpfungen. Bisheriger Rekord-Impftag in der Pandemie war der 9. Juni mit 1,43 Millionen gespritzten Impfdosen. Insgesamt ist nun auch die Marke von 70 Prozent aller Einwohner mit vollständigem Grundschutz erreicht. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben den Angaben zufolge nun mindestens 58,2 Millionen Menschen bekommen. Eine zusätzliche Boosterspritze zur Auffrischung haben inzwischen mindestens 22,9 Millionen Menschen oder 27,6 Prozent der Bevölkerung erhalten. Frankreich schränkt den Reiseverkehr von und nach Großbritannien erheblich ein. Zur Begründung verweist die Regierung auf die rasant steigenden Corona-Fallzahlen in Großbritannien im Zuge des Auftauchens der Omikron-Variante. Von Frankreich nach Großbritannien dürfen demnach nur noch britische Staatsangehörige reisen, die auf dem Weg nach Hause seien. Ausnahmen gelten zudem für Lkw-Fahrer sowie für Menschen, die zur Bestattung eines nahen Verwandten oder etwa aus medizinischen Gründen nach Großbritannien müssten. Nach Frankreich einreisen dürfen nur noch französische Staatsangehörige oder Ausländer mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung sowie Menschen, die wichtige Arbeit verrichten oder Zwischenstopps einlegen, die höchstens 24 Stunden dauern. Voraussetzung für die Einreise aus Großbritannien ist außerdem ein negativer PCR-Test oder ein Antigen-Test, der nicht älter als 24 Stunden ist. Nach der Einreise besteht eine siebentägige Pflicht zur Selbstquarantäne, die nach 48 Stunden beendet werden kann, wenn ein in Frankreich gemachter Test negativ ausfällt. Bis Silvester müssen in Nordrhein-Westfalen laut Regierung noch rund 1,1 Millionen Auffrischungsimpfungen angeboten werden, um das bundesweite 30-Millionen-Ziel zu erreichen. Das gab NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag in einer Aktuellen Stunde des Düsseldorfer Landtags bekannt. Wie weit die vorhandenen Dosen auch im kommenden Jahr für Auffrischungsimpfungen reichten, könne er noch nicht abschließend sagen, sagte Laumann. Sobald er verlässliche Zahlen aus den derzeit häufig tagenden Gesundheitsministerkonferenzen für Januar habe, werde er das Parlament informieren. "Ich wünsche mir sehr, dass man es so hinkriegt, dass der Impf-Turbo nicht durch zu wenig Impfstoff wieder gedrosselt werden muss." Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich für Fehler im Corona-Pandemiemanagement entschuldigt, die er persönlich zu verantworten habe. Er bitte dafür um Verzeihung, sagte Ramelow am Donnerstag im Landtag in einer Regierungserklärung, in der es vor allem um die Folgen und die Eindämmung der Corona-Pandemie ging. Konkrete Fehler nannte Ramelow nicht, er verwies aber auf die Kurzlebigkeit von Informationen, auf deren Basis Entscheidungen zur Eindämmung der hohen Infektionszahlen getroffen werden mussten. "Manche Erkenntnis überdauerte den Tag nicht." Ramelow warb für Gemeinsamkeit und Solidarität der Thüringer bei der Bewältigung der Corona-Krise. Eine Mehrheit der Menschen im Freistaat stehe dafür, auch wenn viele angesichts der Dauer der Pandemie müde und auch wütend seien. Nach Razzien bei radikalisierten Impfgegnern hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) ein konsequentes Vorgehen der Sicherheitsbehörden gefordert und vor einer Gewalteskalation gewarnt. "Auf Gedanken folgen Worte und auf Worte folgen Taten", sagte er am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin". Das habe die Erfahrung der letzten Jahre gezeigt. Umso mehr komme es jetzt darauf an, dass der Staat einschreitet. "Es darf nicht passieren, dass man das, was dort verbal passiert, nicht ernst nimmt", warnte Pistorius. Was in Chats geäußert werde, dürfe nicht auf die leichte Schulter genommen werden. In diesem Zusammenhang erneuerte der Innenminister auch seine Forderung nach einem Vertriebsstopp der Telegram-App durch die Großkonzerne Apple und Google. Ziel sei es, das Geschäftsmodell von Telegram infrage zu stellen und den Zugang zum Messengerdienst zu erschweren. Das könne keine abschließende Maßnahme sein, sagte Pistorius. Telegram an sich sei nicht das Problem. Zum Problem werde die Anwendung nur, wenn sich der Anbieter nicht an die Gesetze halte. Die EU hat sich die Lieferung von einer halben Million Einheiten neuentwickelter Covid-Medikamente auf Antikörperbasis gesichert. Die "Augsburger Allgemeine" berichtete, dass die EU-Kommission Verträge mit drei Pharmakonzernen über die Lieferung von Therapeutika mit sogenannten monoklonalen Antikörpern geschlossen habe. Die Zeitung berief sich auf eine Antwort von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Europaabgeordneten Moritz Körner. Monoklonale Antikörper sind künstlich hergestellte Antikörper, die an bestimmte Oberflächenstrukturen des Coronavirus andocken können. Auf diese Weise verringert sich die Fähigkeit des Virus, in menschliche Zellen einzudringen. "Die Verträge sehen die Möglichkeit vor, die Produkte zu kaufen, nachdem sie eine (bedingte) EU-Zulassung oder eine nationale Notfallgenehmigung erhalten haben", erklärte die EU-Kommissarin demnach. Mit dem Hersteller Roche sei die Lieferung von 55.000 Dosen des Mittels "REGN-COV2" vereinbart, mit GlaxoSmithKline 220.000 Dosen des noch nicht zugelassenen Mittels Sotrovimab und mit dem Hersteller Eli Lilly 220.00 Dosen eines Kombinations-Präparats aus Bamlanivimab und Etesevimab. Israel verlängert das Einreiseverbot für Touristen wegen der Omikron-Variante des Coronavirus um weitere sieben Tage. Damit bleiben die Grenzen für Ausländer bis zum 29. Dezember um Mitternacht geschlossen, wie das Büro von Ministerpräsident Naftali Bennett am Mittwochabend mitteilte. Weiterhin müssen damit auch alle Personen mit Wohnsitz in Israel, die aus einem beliebigen Land zurückkehren - darunter auch geimpfte Israelis – bei der Einreise mindestens drei Tage lang in Quarantäne gehen. Die Omikron-Variante (B.1.1.529) wurde zuerst im südlichen Afrika nachgewiesen worden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft sie als "besorgniserregend" ein. Ende November wurden auch in Israel die ersten Fälle von Omikron nachgewiesen. Aktuell sind die Corona-Infektionszahlen in dem Mittelmeerland verhältnismäßig niedrig. Allerdings warnen Experten vor dem Beginn einer neuen Infektionswelle. Weil bei Impfungen gegen das Coronavirus kein oder nicht genug Impfstoff verabreicht worden sein soll, ermittelt die Polizei in Baden-Württemberg gegen eine Arztpraxis. Bei drei Patienten seien trotz einer Erst- und Zweitimpfung keine Antikörper gegen das Coronavirus nachweisbar gewesen, teilte die Polizei in Ravensburg am Mittwoch mit. Für diesen Befund gebe es aus medizinischer Sicht keine nachvollziehbaren Gründe. Es bestehe der Verdacht, dass Patienten ohne ihr Wissen kein oder kein ausreichender Impfstoff gegeben wurde. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nun wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Praxis wurde durchsucht. Das Gesundheitsamt schrieb alle Patienten der Praxis an und riet dazu, sich so schnell wie möglich Blut für einen Antikörpertest entnehmen zu lassen. Weitere Einzelheiten teilten die Ermittler nicht mit. In der Debatte um eine Impfpflicht gegen das Coronavirus liegt im Bundestag der Entwurf für einen ersten Antrag vor. Das von mehr als 20 FDP-Abgeordneten unterschriebene Papier spricht sich klar gegen eine solche Pflicht aus. Nach dem Entwurf soll der Bundestag bekräftigen, "dass es in der Bundesrepublik Deutschland keine allgemeine Impfpflicht gegen Sars-CoV-2 geben wird". Der Bundestag verbinde dies "mit dem Appell, dass sich weiter möglichst viele Menschen bestmöglich gegen Covid-19 schützen, indem sie die empfohlenen Angebote einer Coronaschutzimpfung wahrnehmen". Prominentester Unterzeichner des Antragsentwurfs, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, ist Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki. Die Bundesregierung wird darin unter anderem gebeten, "die Anstrengungen unterhalb des Grundrechtseingriffs einer Impfpflicht oder sog. 2G-Maßnahmen zu intensivieren". Vorgeschlagen werden beispielsweise "mehrsprachige Aufklärungs- und Werbespots und eine breite, von relevanten gesellschaftlichen Akteuren wie Kirchen, muslimischen Verbänden, Gewerkschaften, Sportvereinen mit getragene Kampagne für das Impfen". Die Bundesregierung wird ferner dazu angehalten, weitere niedrigschwellige Impfangebote aufrechtzuerhalten und zu intensivieren, etwa Impfaktionen bei Großveranstaltungen oder zu Kernzeiten vor Baumärkten und in Einkaufszentren. Zu prüfen sei zudem das persönliche Anschreiben mit dem Angebot eines Impftermins für jeden Bürger und jede Bürgerin. Der Chef des Weltärztebundes, Frank-Ulrich Montgomery, spricht sich einem Medienbericht zufolge für die Begrenzung der Gewinne von Impfstoff-Herstellern aus. BioNTech habe 375 Millionen Euro vom deutschen Staat bekommen für die Entwicklung eines Impfstoffes, sagt Montgomery dem Sender RTL einer redaktionellen Fassung zufolge. Dann habe der Konzern in den ersten neun Monaten des Jahres einen Gewinn von sieben Milliarden Euro ausgewiesen. "Hier bin ich schon dafür, dass man die Gewinne mit staatlichen Maßnahmen beschränkt oder aber das Geld nutzt, um damit Impfstoff zu kaufen für die armen Menschen in der Welt." Wegen des Anstiegs bei Neuinfektionen mit dem Coronavirus verschärft Südkorea erneut die Kontakt- und Versammlungsbeschränkungen. Vor allem der Umfang privater Treffen und die Geschäftszeiten im Gastronomiebetrieb sollen landesweit von diesem Wochenende an bis Anfang Januar wieder stärker eingeschränkt werden. Das kündigte das Gesundheitsministerium am Donnerstag an. Unter den neuen Maßnahmen dürfen sich maximal vier Personen privat treffen. Restaurants und Cafés müssen um 21 Uhr schließen. Zudem dürfen dort nur höchstens vier nachweislich geimpfte Gäste zusammensitzen, wenn sie in Gruppen kommen. Auch für Bars, Nachtclubs und andere Unterhaltungseinrichtungen gelten diese Regeln. Kinos und Konzertsäle dürfen eine Stunde später schließen. Wie die Gesundheitsbehörden am Donnerstag mitteilten, wurden am Mittwoch 7.622 Neuinfektionen erfasst. Die Gesamtzahl kletterte demnach auf 544.117. Es seien an einem Tag 989 Schwererkrankte und damit so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie gezählt worden. Die Europäische Union (EU) sichert sich eine halbe Million Einheiten neuentwickelter Covid-Medikamente auf Antikörperbasis. Die EU-Kommission habe konkrete Verträge mit drei Pharmakonzernen über die Lieferung von Therapeutika mit monoklonalen Antikörpern geschlossen, berichtet die Zeitung "Augsburger Allgemeine" aus einer Antwort von EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Europaabgeordneten Moritz Körner. Mit dem Hersteller Hoffmann-La Roche sei die Lieferung von 55.000 Dosen des Mittels Regn-Cov2 vereinbart, mit GlaxoSmithKline 220.000 Dosen des noch nicht zugelassenen Medikaments Sotrovimab und mit Eli Lilly 220.00 Dosen eines Kombinations-Präparats aus Bamlanivimab und Etesevimab. Ein niederländisches Gericht hat einem rechtsgerichteten Politiker am Mittwoch untersagt, die Corona-Beschränkungen in den Online-Netzwerken mit dem Holocaust zu vergleichen. Der Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei Forum für Demokratie, Thierry Baudet, hatte bei Twitter geschrieben, dass "die Ungeimpften die neuen Juden" seien. Überlebende des Zweiten Weltkriegs und jüdische Organisationen hatten ihn deshalb verklagt. In einem weiteren Beitrag in den Online-Netzwerken veröffentlichte Baudet das Foto eines niederländischen Jungen, der aufgrund der Corona-Einschränkungen nicht an einer Nikolausfeier teilnehmen konnte. Daneben stellte er das Bild eines jüdischen Jungen in einem polnischen Ghetto zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Das Gericht warf Baudet "Beleidigung von Holocaust-Opfern und deren Angehörigen" vor. Das Recht auf freie Meinungsäußerung sei auch für einen Politiker nicht unbegrenzt, urteilte der Richter einem Bericht der niederländischen Nachrichtenagentur ANP zufolge. Der 38-jährige Politiker muss die entsprechenden Beiträge nun binnen 48 Stunden löschen und darf keine Bilder vom Holocaust mehr in Debatten über niederländische Gesundheitsbeschränkungen einbringen, wie örtliche Medien berichteten. Sollte er sich nicht an das Urteil halten, droht ihm eine tägliche Geldbuße in Höhe von 25.000 Euro. Die Regierung in Paris schließt die Einführung einer Impfpflicht ausdrücklich nicht aus. Dies sei "durchaus möglich", sagt Präsident Emmanuel Macron den Fernsehsendern TF1 und LCI. Gegenwärtig habe dies jedoch keine Priorität. Der britische Premierminister Boris Johnson hat vor einer massiven Welle an Infektionen mit der Omikron-Variante des Coronavirus in Großbritannien gewarnt. "Die Omikron-Welle schwappt weiterhin durch das ganze Vereinigte Königreich", sagte der konservative Politiker bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street am Mittwochabend. Er bat die Briten fast flehend darum, sich eine Booster-Impfung zu holen. Großbritannien verzeichnete am Mittwoch mit 78.610 Fällen die höchste je innerhalb eines Tages registrierte Zahl an Neuinfektionen. Die Zahl von Fällen mit der Omikron-Variante verdopple sich derzeit in weniger als zwei Tagen, fuhr Johnson fort. Der britische Epidemiologe und Regierungsberater Chris Whitty erwartet, dass in den kommenden Wochen mehrfach die Fallzahl-Rekorde gebrochen werden. Insbesondere in London steige gegenwärtig die Zahl der Einlieferungen ins Krankenhaus, sagt der oberste Mediziner Englands. Wegen der anhaltend kritischen Corona-Lage hat der Mainzer Carneval-Verein (MCV) den Rosenmontagszug am 28. Februar abgesagt. Dies teilte der Präsident des veranstaltenden Vereins am Mittwochabend nach einer Vorstandssitzung mit. "Wir machen keine Züge, weil wir sie nicht machen können", sagte MCV-Präsident ReinhaAuchrd Urban der Deutschen Presse-Agentur. Nach der gegenwärtigen Corona-Verordnung des Landes seien nur 10.000 Zuschauer zugelassen. Auch im Januar und Februar werde nicht mit einer Verordnung gerechnet, die das gemeinsame Feiern von mehreren hunderttausend Menschen ermögliche. In Düsseldorf war der Rosenmontagszug bereits Anfang Dezember verschoben worden, und zwar vom 28. Februar auf den 29. Mai. In Mainz wurde eine solche Verschiebung auf einen Termin nach Aschermittwoch ebenso wie in Köln ausgeschlossen. Zum Kölner Rosenmontagszug gibt es bislang noch keine Entscheidung. Wegen der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus beschwört ein internationales Expertengremium für Krisenprävention alle Regierungen der Welt, dringend zu handeln. Statt über mögliche mildere Krankheitsverläufe zu spekulieren, müssten vielmehr umgehend Maßnahmen durchgesetzt werden, um das Vordringen von Omikron zu verlangsamen, forderte der von der Weltbank und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2018 einberufene Ausschuss für weltweite Krisenprävention (GPMB) am Mittwoch in einem Appell. "Wenn wir jetzt nicht handeln, wird es zu spät sein", heißt es in dem Aufruf. Die rasante Ausbreitung werde vor allem für Gruppierungen und Länder, die begrenzten Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen haben, schwere Folgen haben. Optimistische Erwartungen zur Schwere der durch Omikron verursachten Erkrankung oder zur Wirksamkeit der Impfstoffe basierten auf begrenzten Erkenntnissen, warnen die Experten. "Das spendet falschen Trost und lullt einige Länder ein, die dadurch im Zustand der Untätigkeit verharren." Die Länder müssten umgehend die als effektiv bekannten Maßnahmen durchsetzen, darunter Abstand halten, Maske tragen, Desinfizieren, Lüften, Testen und Isolieren von Betroffenen. Um den Teufelskreis von neuen Varianten, Einschränkungen und Panik zu durchbrechen, müsse mehr in die Erforschung und dezentrale Herstellung von neuen Covid-Medikamenten und -Impfstoffen investiert werden. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt eine Auffrischungsimpfung mit dem Präparat des US-Herstellers Johnson & Johnson mindestens zwei Monate nach der Impfung. Das teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Daten zeigten eine Zunahme von Antikörpern bei Erwachsenen gegen das Coronavirus nach einer Auffrischung mindestens zwei Monate nach der Impfung. Vom Impfstoff von Johnson & Johnson ist im Gegensatz zu den übrigen Präparaten nur eine Dosis notwendig. Über Nebenwirkungen durch diese Booster-Impfung wie etwa die sehr seltenen Fälle von Thrombosen mit Thrombozytopenie sei bislang nichts bekannt. Die EMA werde weiterhin alle Daten zur Wirkung und Sicherheit des Impfstoffs prüfen. Der Johnson-Impfstoff kann nach Ansicht der EMA-Experten auch als Booster nach einer Impfung mit Präparaten der Hersteller Pfizer oder Moderna gegeben werden. Die Entscheidung, wann Booster-Impfungen gegeben werden sollen, treffen nationale Gesundheitsbehörden. Die Biontech-Mitgründerin Özlem Türeci ist als Delegierte für die Bundesversammlung gewählt worden. Der rheinland-pfälzische Landtag stimmte ihrer Nominierung durch die SPD-Fraktion bei einer Sitzung am Mittwoch in Mainz zu. Türeci habe sich mit ihrem Mann Ugur Sahin mit der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs weltweit einen Namen gemacht, erklärte die SPD-Fraktion zu ihrer Nominierung. Diese stehe stellvertretend für die wichtige Rolle, welche die Wissenschaft in der Bekämpfung der Pandemie spiele. Die Bundesversammlung wählt am 13. Februar 2022 den Bundespräsidenten oder die Bundespräsidentin. Die Versammlung setzt sich aus den 736 Bundestagsabgeordneten und ebenso vielen Delegierten zusammen, die von den Landesparlamenten entsandt werden. Die rheinland-pfälzische SPD benannte nach dem Verteilungsschlüssel 15 Mitglieder. Insgesamt werden 37 Delegierte aus Rheinland-Pfalz an der Wahl teilnehmen. Neben Türeci wurden als Delegierte unter anderem Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD), Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne), der BASF-Vorstandsvorsitzende Martin Brudermüller und der Pfarrer Jörg Meyrer aus dem von der Flutkatastrophe schwer getroffenem Ahrweiler gewählt. Die Omikron-Variante des Coronavirus dürfte nach Einschätzung der EU-Gesundheitsbehörde ECDC schon innerhalb der ersten beiden Monaten 2022 zur dominierenden Variante in Europa werden. Es werde mit einer weiteren zügigen Zunahme der Omikron-Fallzahlen im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) gerechnet, schrieb die in Stockholm ansässige Behörde in einer am Mittwoch aktualisierten Risikobewertung. Zum EWR zählen die 27 EU-Staaten, Norwegen, Island und Liechtenstein. Die epidemiologische Lage in der Region sei derzeit weiterhin von hohen Fallzahlen und einer niedrigen, aber langsam ansteigenden Sterberate geprägt, schrieb das ECDC. Noch herrsche die Delta-Variante vor. Omikron werde Modellvorhersagen zufolge aber wahrscheinlich innerhalb der ersten beiden Monate des kommenden Jahres im EWR zur dominanten Variante werden. Abhängig sei dies vom Verbreitungsvorteil im Vergleich zu Delta und dem Grad der sogenannten Immunflucht des Erregers. Es werde als sehr wahrscheinlich betrachtet, dass Omikron zusätzliche Krankenhauseinlieferungen und Todesfälle verursachen werde. Nach massiver Kritik schränkt die NRW-Landesregierung die Möglichkeit einer Booster-Impfung nur vier Wochen nach der letzten Spritze wieder stark ein. Bei einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus solle "im Regelfall" ein Abstand von mindestens fünf Monaten zur Grundimmunisierung eingehalten werden, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Der Mindestabstand von vier Wochen sei in "Einzelfallentscheidungen aufgrund einer medizinischen Indikation" weiterhin möglich. Ein entsprechender Erlass sei an die Landkreise und kreisfreien Städte verschickt worden. Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hatte noch am Tag zuvor bekräftigt, dass Booster-Impfungen in NRW grundsätzlich nach vier Wochen möglich seien. Experten hatten den Alleingang des Bundeslandes massiv kritisiert. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erwartet, dass die Omikron-Variante des Coronavirus in Europa schon bald vorherrschend sein wird. "Die Wissenschaft sagt uns, dass wir damit rechnen müssen, dass Mitte Januar bereits Omikron die neue dominante Variante in Europa sein wird", sagte von der Leyen am Mittwoch vor dem EU-Parlament in Straßburg. Die neue Variante sei "offensichtlich noch ansteckender" als die bisherigen. Sie sei "besorgt" über die neue Omikron-Variante, sagte die Kommissionschefin: "Wenn man sich die Zeit der Verdopplung der Fälle der Neuinfektionen anschaut, dann sind das gerade zwei bis drei Tage, das ist rasant." Von der Leyen betonte, die EU habe ausreichend Corona-Impfstoff für alle Europäer sowohl für die Grundimmunisierung als auch für die Auffrischungsimpfungen. 62 Millionen Menschen in der EU hätten bereits eine Booster-Impfung erhalten. Die ersten Daten zu Omikron würden zeigen, "dass diese Dreifachimpfung der beste weltweit zurzeit zur Verfügung stehende Schutz gegen Omikron ist", sagte von der Leyen. Weltweit haben sich mehr als 270,83 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 5,61 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, seit dieses im Dezember 2019 erstmals im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die höchsten Zahlen weisen die USA auf. Bei den Ansteckungsfällen folgen Indien, Brasilien und Großbritannien auf die USA. Bei den Todesfällen sind es Brasilien, Russland und Indien. In den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen um mindestens 111.695 binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 50,32 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Gesundheitsbehörden verzeichnen mindestens 1.750 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus, insgesamt sind es damit 803.203. Die USA weisen weltweit die höchsten Infektions- und Todeszahlen auf. Seit Beginn der Pandemie sind in den USA bereits mehr als 800.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Das ging am Dienstagabend (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Die Schwelle von 700.000 Toten war Anfang Oktober überschritten worden. Kein Land weltweit hat mehr Corona-Tote registriert als die Vereinigten Staaten, in denen rund 330 Millionen Menschen leben. Auf Platz zwei steht derzeit Brasilien mit gut 600.000 Toten, dahinter folgt Indien mit fast 500.000 Opfern. In Mexiko und Russland sind es nach offiziellen Zahlen jeweils rund 300.000 Tote. Experten gehen allerdings in allen Ländern von höheren Dunkelziffern aus, denn viele Todesfälle und Corona-Infektionen werden den Behörden gar nicht gemeldet. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in den USA seit Beginn der Pandemie hatte erst am Montag die Schwelle von 50 Millionen überschritten. Aktuell werden dort pro Tag rund 120.000 Neuansteckungen gemeldet, fast ausschließlich mit der Delta-Variante. Jeden Tag sterben dem CDC zufolge im Durchschnitt rund 1.100 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek, rechnet, dass die Entwicklung eines an die neue Omikron-Variante des Coronavirus angepassten Impfstoffs noch wenige Monate dauern wird. "Die Hersteller der mRNA-Impfstoffe (Biontech und Moderna) haben signalisiert, dass sie in der Lage wären, innerhalb von sechs Wochen eine Stammanpassung umzusetzen und dann innerhalb von wenigen Wochen Millionen Dosen herstellen zu können", sagte Cichutek der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Drei bis vier Monate erscheinen durchaus realistisch bei mRNA-, vielleicht auch bei Vektor-Impfstoffen, deren Originalimpfstoff bereits zugelassen ist." Die Zulassung der neuen Impfstoffe soll dann vergleichsweise schnell gehen: "Wenn die Anträge für variante Covid-Impfstoffe vollständig sind, kann der Ausschuss für Human-Arzneimittel bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA), in dem das Paul-Ehrlich-Institut vertreten ist, innerhalb weniger Tage darüber entscheiden", sagte der PEI-Präsident der "NOZ". Der rechtliche Rahmen für solche angepassten Impfstoffe sei "bereits gesteckt". Wenn die Änderungen im Vergleich zum ursprünglichen Impfstoff nur gering sind, "dann ist in der EU dazu nur eine kleine klinische Prüfung erforderlich, um die ursprüngliche Zulassung umzustellen", erläuterte Cichutek. Geprüft würden in so einem Fall die Umstellungen im genetischen Material und im Herstellungsprozess. Außerdem werde an einer "geringeren Anzahl freiwillig und nach informierter Zustimmung teilnehmender Probanden" getestet, ob der angepasste Impfstoff eine "vergleichbar gute Immunreaktion auslöst", sagte er. Das britische Unterhaus hat gegen großen Widerstand in den eigenen Reihen einer Verschärfung der Corona-Maßnahmen zur Bekämpfung der hochansteckenden Omikron-Variante zugestimmt. Die Abgeordneten stimmten am Dienstagabend nach einer emotionalen Debatte mit einer Mehrheit für die Maßnahmen, die eine Verschärfung der Maskenpflicht sowie die besonders umstrittenen 3-G-Nachweise für Nachtclubs und Großveranstaltungen vorsehen. Außerdem lässt die britische Regierung in der Nacht zu Mittwoch das wegen der Omikron-Variante verhängte Einreiseverbot für elf afrikanische Staaten fallen. Dies gelte für Südafrika und zehn weitere afrikanische Staaten, darunter Nigeria, erläuterte Gesundheitsminister Sajid Javid. Die Beschränkung sei nun "weniger wirksam" im Kampf gegen die Ausbreitung von Omikron, da die Variante des Coronavirus inzwischen in Großbritannien sehr verbreitet sei. Ab Mittwoch 5 Uhr (MEZ) stünden die elf Staaten nicht mehr auf der "Roten Liste", erklärte Javid. Bislang durften Reisende aus diesen Ländern nur nach Großbritannien einreisen, wenn sie die britische oder irische Staatsbürgerschaft oder ein Aufenthaltsrecht im Vereinigten Königreich haben. Nach ihrer Ankunft mussten sie sich zudem in Hotels in Quarantäne begeben. Der US-Pharmakonzern Pfizer sieht die hohe Wirksamkeit seiner Anti-Corona-Pille nach einer finalen Auswertung der klinischen Studie bestätigt. Demnach zeigte die Tablette eine Wirksamkeit von fast 90 Prozent bei der Vorbeugung von Krankenhausaufenthalten und Todesfällen bei Hochrisiko-Patienten, wie Pfizer am Dienstag mitteilte. Jüngste Labortests deuteten zudem darauf hin, dass das Medikament seine Wirksamkeit auch gegen die sich schnell ausbreitende Omikron-Variante des Coronavirus beibehält. Pfizer hatte im November vorläufige Studienergebnisse veröffentlicht, wonach die Pille im Vergleich zu einem Placebo zu 89 Prozent wirksam bei der Verhinderung von Krankenhausaufenthalten oder Todesfällen war. Die Zwischenergebnisse basierten auf Daten von rund 1.200 Personen, die endgültigen Ergebnisse umfassen weitere 1.000 Probanden. Keiner der Studienteilnehmer, die die Pfizer-Behandlung erhielten, verstarb – verglichen mit zwölf Todesfällen unter denen, die das Placebo einnahmen. Der Pharmakonzern legte auch erste Daten aus einer zweiten klinischen Studie vor, die zeigten, dass die Behandlung die Zahl der Krankenhausaufenthalte bei rund 600 Erwachsenen mit einem normalen Risiko bei einer Infektion um etwa 70 Prozent reduzierte. "Wir sprechen hier von einer unglaublichen Anzahl von geretteten Leben und verhinderten Krankenhausaufenthalten. Und natürlich können wir die Übertragung drastisch reduzieren, wenn wir dieses Mittel schnell nach der Infektion einsetzen", sagte Pfizer-Forschungschef Mikael Dolsten. Im November sind in Deutschland 20 Prozent mehr Menschen gestorben als im Mittel der Jahre 2017 bis 2020 für diesen Monat. Das geht aus einer Sonderauswertung der vorläufigen Sterbefallzahlen hervor, die das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden veröffentlichte. Ein Vergleich der Sterbefälle mit der Zahl der beim Robert Koch-Institut gemeldeten Covid-19-Todesfälle ist dem Amt zufolge nur bis einschließlich 21. November möglich. Die gesamten Sterbefallzahlen lagen in der betreffenden Woche 23 Prozent über dem Schnitt. Die beim RKI gemeldeten Covid-Toten erklären dem Amt zufolge den Anstieg nur zum Teil. Es seien mehrere Ursachen denkbar, schreiben die Statistiker. So könnten unerkannte Covid-19-Todesfälle, zeitliche Verschiebungen von Sterbefällen nach dem Ausfall der Grippewelle oder Folgen verschobener Operationen und Vorsorgeuntersuchungen eine Rolle spielen. Auf Länderebene lassen sich die Sterbefallzahlen erst bis zur 45. Kalenderwoche (8. bis 14. November) abbilden. Am höchsten war die Abweichung in Thüringen (plus 43 Prozent), Sachsen (plus 37 Prozent) und Bayern (plus 30 Prozent). "Die Befunde zur Übersterblichkeit sind damit in den Bundesländern am deutlichsten, in denen auch das Infektionsgeschehen in den vorangegangenen Wochen am höchsten war", teilen die Statistiker mit. In Thüringen, Sachsen und Bayern erklären die bislang beim RKI gemeldeten Covid-19-Todesfälle jedoch nur ungefähr die Hälfte des Anstiegs der Sterbefallzahlen in der 45. Kalenderwoche. Brandenburg führt wegen der steigenden Belastung der Krankenhäuser teils schärfere Corona-Regeln ein als von Bund und Ländern vereinbart. Clubs und Diskotheken werden ab Mittwoch unabhängig von der Entwicklung der Infektionszahlen geschlossen. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in Potsdam. Bars müssen nicht zumachen, wenn dort nicht getanzt wird. Für private Treffen gilt eine Obergrenze von 50 Menschen drinnen und 200 Menschen draußen – jeweils nur geimpft oder genesen, unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz. Großveranstaltungen wie Bundesliga-Spiele oder Konzerte mit mehr als 1.000 Besucherinnen und Besuchern sind künftig verboten. Die 2G-Regel mit Zutritt für Geimpfte und Genesene im Einzelhandel, in Gaststätten, Theatern und Kinos gilt weiter, wird allerdings um eine Maskenpflicht erweitert. Maske muss auch in Bahnhöfen und Flughäfen getragen werden. Von 2G sind Kinder unter 14 Jahren künftig ausgenommen, bisher waren es Kinder unter 12 Jahren. Für Versammlungen gilt ab Mittwoch im Freien eine Obergrenze von 1000 Teilnehmern – bei Maskenpflicht und Mindestabstand; drinnen darf die jeweilige Kapazitätsgrenze nur bei Einhaltung des Mindestabstands ausgeschöpft werden. Für Verstöße gegen Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht bei Demonstrationen drohen Bußgelder bis zu 500 Euro. Die nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte in Hotspot-Regionen wird verlängert. Die neuen Regeln sind zunächst bis 11. Januar in Kraft. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) appellierte an die Verantwortung aller Bürger, den Menschen auf den Intensivstationen beizustehen, die um ihr Leben kämpfende Patienten helfen. "Ich persönlich fürchte, dass diese Herausforderungen in den kommenden Tagen und Wochen noch deutlich größer werden." Die Lage in den Krankenhäusern wird jeden Tag angespannter. Der Anteil der Covid-19-Patientinnen und -Patienten an den Intensivbetten im Land stieg auf 28,3 Prozent. Geimpfte, die eine Auffrischungsdosis bekommen haben, sind in Bayern künftig in weiten Bereichen von zusätzlichen Testpflichten befreit. In Bereichen, in denen Zugangsregeln nach dem Modell 2G plus gelten (gegen Corona geimpft oder genesen und zusätzlich getestet) entfällt nach dem sogenannten Booster also der verpflichtende zusätzliche Test. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) anschließend sagte. Die Booster-Impfung ersetze den Test, sagte er. Greifen solle dies 15 Tage nach der Auffrischungsimpfung. Ausgenommen seien aber etwa Alten- und Pflegeheime - dort bleibt es also weiter bei der Testpflicht. An Dienstagnachmittag wollten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern dies auch bundeseinheitlich so beschließen – konkret umsetzen müssen es aber die Länder. Einzelne Bundesländer verfahren bereits so. Der Karneval kann nach den Worten von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) wegen der Corona-Pandemie auch in dieser Saison nicht wie gewohnt stattfinden. Veranstaltungen, bei denen sich viele Menschen in engen Innenräumen begegneten, seien in den nächsten Monaten nicht verantwortbar, sagte Wüst am Dienstag nach einem Gespräch mit Vertretern des organisierten Karnevals. Dies gelte etwa für Karnevalsbälle, Partyformate und gesellige Karnevalssitzungen, bei denen Abstandsgebote und Maskenpflicht nur schwerlich umsetzbar seien. Deshalb hätten die Karnevalsvertreter freiwillig zugesagt, auf solche Veranstaltungen zu verzichten. Eine Booster-Impfung schon nach vier Wochen macht aus Sicht von Immunologen wenig Sinn. In Nordrhein-Westfalen ist eine dritte Impfung gegen das Coronavirus nach einem Erlass der Landesregierung künftig wohl bereits nach einem Monat möglich. Manche Politiker fordern bereits, diesen Weg auszuweiten. Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie sieht das kritisch: Vier Wochen nach der Zweitimpfung seien bestimmte immunologische Prozesse noch nicht abgeschlossen. Der Booster wirke dann viel schlechter. "Die Politik hat hier zwei Dinge vermischt, die nicht vermischt werden dürfen", sagte Prof. Carsten Watzl (Dortmund), Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, der Deutschen Presse-Agentur. Das eine ist die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, manche Menschen schon nach vier Wochen zu boostern. "Das bezieht sich aber nur auf Menschen mit geschwächtem Immunsystem, die auf die ersten beiden Impfungen nicht oder kaum reagiert haben", erklärte der Immunologe. "Mit der dritten Impfung wird deren Immunität nicht geboostert – ich muss sie erst einmal herstellen." Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht sich für eine Reform der Stiko aus. Man müsse darüber nachdenken, sagt der CSU-Chef. Die Kommission müsse mit mehr Personal und mit effizienteren Strukturen ausgestattet werden, um Impf-Empfehlungen in und vor der Welle zu haben und nicht auf eine nachlaufende Datenlage zu warten. Thüringen ist weiterhin das Bundesland mit der höchsten Corona-Inzidenz in Deutschland. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) hervor. Das RKI gab den Wert am Dienstag mit 984,1 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und sieben Tage an. Im Nachbarbundesland Sachsen lag der Wert bei 916,9. Bundesweit wurde die Inzidenz mit 375 angegeben. In Thüringen wurden innerhalb eines Tages 2.134 neue Ansteckungen mit dem SARS-CoV-2-Virus und 32 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion gemeldet. Sechs der zehn Landkreise mit der höchsten Corona-Inzidenz bundesweit lagen dem RKI-Dashboard zufolge in Thüringen. Für den Landkreis Hildburghausen wurde ein Wert von 1442,2 ausgewiesen – nirgendwo in Deutschland gab es höhere Werte. Im öffentlichen Nahverkehr in Niedersachsen wird die Polizei am Donnerstag verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln kontrollieren. Vorgeschrieben sind die Beschränkung auf Geimpfte, Genesene und Getestete nach der 3G-Regel sowie die Maskenpflicht. Bei schwerwiegenden Verstößen drohten hohe Bußgelder, kündigte das Innenministerium in Hannover am Dienstag an. "Leider kommt es in Bussen und Bahnen weiterhin zu Verstößen und sogar aggressivem Verhalten gegenüber dem kontrollierenden Zugpersonal", erklärte Innenminister Boris Pistorius (SPD). "Es ist nicht hinzunehmen, dass einige wenige sich nach wie vor weigern, sich an die so wichtigen Hygienemaßnahmen zu halten." Das Land NRW hat seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie weit über 100 Millionen Schnell-Tests gekauft, die zwischen 59 Cent und 14,63 Euro pro Stück gekostet haben. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der SPD im Landtag hervor. Demnach seien die Preise von "marktüblichen Einflussfaktoren" wie der Verfügbarkeit abhängig gewesen. Wann und bei wem man fast 15 Euro pro Test bezahlt hat, sagt die Regierung nicht - dies unterliege dem Geschäftsgeheimnis. In dem Bericht an den Landtag werden rund 70 Lieferanten aufgezählt. Darunter Apotheken, bei denen man 50 oder 60 Tests erwarb – aber auch Siemens Healthcare mit fast 94 Millionen Stück. Das Unternehmen liefert bis Jahresende die Schnell-Tests für weiterführende Schulen. Die Omikron-Variante des Coronavirus wird sich nach Einschätzung der niedersächsischen Gesundheitsministerin auch in Deutschland schnell ausbreiten. "Wir gehen davon aus (.), dass wir im Grunde Ende Januar, Anfang Februar Omikron schon als vorherrschende Variante in Deutschland haben werden", sagte Daniela Behrens (SPD) am Dienstagmorgen im Gesundheitsausschuss des Landtags in Hannover. Die Variante verbreite sich "rasend schnell". Behrens betonte, dass die eingesetzten Impfstoffe auch gegen Omikron wirkten. Unklar sei aber noch, ob die Intensität von zwei Impfungen für die Immunantwort ausreiche. Die Ministerin erklärte zudem, dass die in Niedersachsen geplante Weihnachtsruhe vor allem zur Eindämmung der Omikron-Variante gedacht sei. Die Landesregierung verschärft von Heiligabend bis zum 2. Januar die Corona-Regeln – unabhängig von den dann aktuellen Indikatoren zur Corona-Lage. Damit geht das Land einen Sonderweg. Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) hält die Debatte über eine generelle Impfpflicht auch für Kinder noch für verfrüht. "Die Debatte halte ich im Moment, ehrlich gesagt, noch für verfrüht, denn jetzt fangen wir erst mal mit dem Impfen an", sagte Spiegel am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin". Die große Resonanz zum Start der Kinderimpfungen für Fünf- bis Elfjährige zeige, dass man damit einen Nerv treffe und es viele Familien ausdrücklich teilten, dass es wichtig sei, ihre Kinder impfen zu lassen. "Ich im Übrigen auch." Das Bundesgesundheitsministerium will Einreisenden aus Virusvarianten-Gebieten künftig vorschreiben, dass sie zusätzlich zu einem Corona-Test vor Abflug auch noch nach Ankunft in Deutschland einen PCR-Test machen müssen. "Die betroffenen Einreisenden müssen sich bis zum Vorliegen des Ergebnisses unmittelbar in Quarantäne begeben", heißt es in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Entwurf für die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern. Im Kampf gegen Omikron kündigt Norwegen schärfere Maßnahmen wie ein Verbot des Alkoholausschanks in Bars und Gaststätten an. Wer von zu Hause aus arbeiten könne, müsse dies tun, kündigt Ministerpräsident Jonas Gahr Störe weiter an. Er gibt zudem Einschränkungen etwa für Turnhallen und Schwimmbäder bekannt. "Für viele wird sich dies wie ein Lockdown anfühlen, wenn nicht der Gesellschaft, so doch für ihr Leben und ihre Existenzgrundlage", sagt er. Kalifornien will wieder die Maskenpflicht in allen öffentlichen Innenräumen einführen. Grund seien die steigenden Corona-Zahlen, die von der neuen Omikron-Variante angetrieben würden, gibt Gesundheitsminister Mark Ghaly bekannt. Die Maßnahme gelte ab Mittwoch. Sie solle einen Monat dauern. Der US-Arzneimittelhersteller setzt für die Produktion seiner mRNA-Impfstoffe neben den USA und Europa nun auch auf den Standort Australien. "Mit dieser neuen Partnerschaft bauen wir unsere Unabhängigkeit zur Herstellung dieser Impfstoffe hier in Australien auf", sagte der australische Ministerpräsident Scott Morrison in Melbourne. Die Anlage im Bundesstaat Victoria werde ab 2024 voraussichtlich bis zu 100 Millionen mRNA-Impfeinheiten pro Jahr produzieren. Morrison nannte keine finanziellen Einzelheiten. Australische Medien berichteten, dass der Deal mit umgerechnet etwa 1,26 Milliarden Euro (zwei Millionen australische Dollar) beziffert wird. Die mRNA-Technologie kommt bei den Covid-19 -Impfstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer zum Einsatz, kann aber auch zur Herstellung von Vakzinen gegen andere Atemwegserkrankungen und die saisonale Grippe verwendet werden. Pharmaunternehmen sehen auch bei der Behandlung von Krebs Fortschritte durch mRNA-Impfstoffe. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hat die Organisation der Corona-Impfkampagne für Kinder ab fünf Jahren scharf kritisiert. "Die niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte erhalten erst am 10. Januar wieder neuen Impfstoff. Dabei könnten wir bereits in der Woche davor schon mit der zweiten Dosis beginnen", sagte der Sprecher des BVKJ Nordrhein, Axel Gerschlauer, der Düsseldorfer "Rheinischen Post". "Durch schlechte Organisation werden ausgerechnet Kinder- und Jugendärzte benachteiligt, die sich besonders um vorerkrankte Kinder kümmern sollen", sagte Gerschlauer weiter. Zugleich sei der Andrang groß: "Fast alle Eltern sprechen mich darauf an", sagte der Kinderarzt. "Durch Omikron ist die Verunsicherung noch größer geworden." Das gleiche schlechte Bild biete sich beim Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren: "Die Lieferungen sind weiterhin ein Lotteriespiel. Es ist stets eine Überraschung, wie viel man bekommt", sagte der BVKJ-Sprecher der "Rheinischen Post". Er forderte, den Impfstoff von Biontech den Jüngeren zu überlassen, "weil Moderna erst ab 30 Jahren geimpft werden darf. Da ist Solidarität der Großen schon sinnvoll." Vor der ersten Beratung eines Corona-Expertengremiums hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Bedeutung des Austausches mit Wissenschaftlern hervorgehoben. "Politik in der Pandemie braucht wissenschaftliche Beratung", sagte der SPD-Politiker der "Rheinischen Post". "Der stärkere Einbezug der Wissenschaft wird meine Arbeit prägen. Der Austausch mit den früheren Kolleginnen und Kollegen wird Basis meines Krisenmanagements und der gesamten Bundesregierung sein." Gerade in dieser schwierigen Phase komme der Einschätzung des Expertenrates eine ganz zentrale Rolle zu. "Um politisch entscheidungsfähig zu sein, werden wir unter anderem darüber diskutieren, wie gefährlich die neue Omikron-Variante ist, wie stark Boostern hilft und wie wir die aktuelle Welle weiter brechen", sagte Lauterbach weiter. Irland meldet einen Anstieg von Infektionen mit der Omikron-Variante. Die Virus-Mutante sei derzeit wahrscheinlich für elf Prozent der neuen Covid-19-Fälle in Irland verantwortlich, teilen die Gesundheitsbehörden des Landes mit. Sie prognostizieren einen "sehr schnellen Anstieg" der Omikron-Infektionen in den kommenden Tagen. Die Gesundheitsämter in Deutschland kommen laut der Verbandschefin der Amtsärzte wieder etwas besser mit dem Übermitteln von Corona-Nachweisen hinterher. "Ich gehe davon aus, dass sich die Meldedaten im Vergleich zu vor zwei Wochen verbessert haben", sagte die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert. In vielen Ämtern werde das Personal nun nur noch dafür eingesetzt, eingehende Infektionsmeldungen zu bearbeiten, dafür gebe es weniger Kontaktnachverfolgung. Auch die Unterstützung durch Bundeswehrsoldaten vielerorts habe die Lage entspannt. Es sei nach wie vor schwierig zu beurteilen, ob es einen echten Rückgang bei den Neuinfektionen gebe oder ob die Werte weiterhin stark von einer Untererfassung der nachgewiesenen Infektionen geprägt seien, sagte Teichert. "Vermutlich ist beides der Fall." Die Belastung der Gesundheitsämter sei nach wie vor flächendeckend hoch – auch in den Bundesländern mit vergleichsweise niedrigen Infektionszahlen. Teichert weist darauf hin, dass lange Zeit eine Inzidenz von 50 als Obergrenze für die Belastbarkeit der Gesundheitsämter galt. Aktuell liegen selbst Bundesländer mit vergleichsweise niedrigen Inzidenzen bei einem Wert von weit über 100.

 

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Europa steht unter Zins-Druck und muss handeln

Die Inflation ist gekommen um zu bleiben. Die EZB-Chefin Lagarde muss handeln, denn sonst verstößt sie gegen das eiserne Euro-Gesetz.

 

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England-Fußball: Weitere Premier-League-Spiele coronabedingt abgesagt

London (dpa) - Die englische Premier League hat wegen der Ausbreitung der Corona-Variante Omikron weitere Fußballspiele am kommenden Wochenende abgesagt. Wie die Liga mitteilte, werden auf Bitten der Vereine auch die Samstagsspiele FC Southampton gegen Brentford, Watford gegen Crystal Palace, West Ham United gegen Norwich City sowie die für Sonntag angesetzte Begegnung zwischen dem FC Everton und Leicester City verschoben. Das Match zwischen Manchester United und Brighton & Hove Albion am Samstag war bereits abgesagt worden. Coronabedingt hatten auch das Spiel FC Burnley gegen Watford am Mittwoch und die Partie zwischen Leicester und Tottenham Hotspur am Donnerstag nicht stattfinden können. Die Spurs, Man United, Brentford, Watford, Norwich und Leicester haben zahlreiche Corona-Fälle gemeldet. Einigen Clubs stehen nicht mehr genügend Spieler zur Verfügung. In Großbritannien infizieren sich nach Schätzungen der Regierung täglich Hunderttausende mit Omikron. Mittlerweile gilt für den Besuch von Großveranstaltungen wie Fußballspielen der oberen Ligen die 3G-Regel.

 

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Ein plumper Versuch von Lauterbach, sich auf Spahns Kosten zu profilieren

D ie Botschaft war unmissverständlich. Am Dienstagabend verkündete Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in der ARD: „Es ist zu wenig Impfstoff da!“ Auch er sei „überrascht“ gewesen. Noch deutlicher war er in der Gesundheitsministerkonferenz wenige Stunden zuvor geworden: Die alte Regierung habe versäumt, genug Impfstoff zu bestellen. Was das heißt, sprach SPD-Arbeitsminister Hubertus Heil aus: Die Vorgänger im Gesundheitsministerium hätten „nicht klar Schiff gemacht“ – zu Deutsch: Schuld ist Ex-Minister Jens Spahn (CDU). Noch am Mittwoch – als schon die ersten Zweifel an der Lauterbach-Version aufkamen – kursierte im politischen Berlin durch eine Meldung von „ Business Insider “ die Zahl von 60 Millionen Impfdosen, die bis Ende des ersten Quartals 2022 angeblich fehlen würden. Lauterbach legte spät abends bei Markus Lanz nach: Biontech werde schon jetzt knapp. Die Zahl 60 Millionen bestätigte er nicht. Trotzdem dürfte spätestens zu diesem Zeitpunkt allgemein der Eindruck entstanden sein, dass man sich um die letzten Impfdosen prügeln müsse. Würde wirklich so viel Impfstoff fehlen, wäre es ein politisches Versagen erster Güte. Am Donnerstagnachmittag aber wurde klar: Es war der plumpe Versuch von Lauterbach, sich auf Kosten von Spahn zu profilieren. Von den kolportierten 60 Millionen Dosen waren noch 20 Millionen übrig. Lauterbach bestätigte diese Zahl in einer Pressekonferenz und sagte, sein Vorstoß sei keine „Kritik an seinem Vorgänger“ gewesen. Stattdessen gehe es um eine neue Strategie, in der man noch schneller und möglichst alle bis Ende Januar boostern wolle. Das ist sinnvoll. Wenn Lauterbach das so am Dienstag kommuniziert hätte, hätte es keine Aufregung gegeben. So aber musste er eine Lauterbach-Rolle machen: Schon während der Pandemie korrigierte er sich immer wieder, weil sich Informationen geändert hatten. Was er Montag behauptete, stimmte am Freitag nicht mehr. Damals war das in Ordnung. Experten, gerade wenn sie sich so oft wie Lauterbach äußern, dürfen irren und sich korrigieren. Wenn ein Gesundheitsminister vorprescht, geht davon eine viel größere politische Symbolwirkung aus. Wir werden einander viel verzeihen müssen, sagte Jens Spahn während der Pandemie. Das gilt offenbar auch für seinen Nachfolger.

 

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Ein „Hammerschlag“ für Großbritannien

I n Großbritannien wächst die Gefahr, den Wettlauf gegen die Omikron-Variante des Coronavirus zu verlieren. Die jüngsten Infektionszahlen vom Mittwoch, 78.610, sind besonders beunruhigend, weil nach Ansicht der Wissenschaftler das Tempo der Verbreitung des Virus sich binnen zwei Tagen verdoppeln wird: Für den Donnerstag rechnet man schon mit 100.000 Neuinfektionen. Das greift tief in das Leben der Menschen, der Gesellschaft, auch tief in die Beziehungen Großbritanniens zur übrigen Welt ein. Als erstes Land hat Frankreich reagiert und Reisende aus Großbritannien mit strengen Auflagen belegt: Ein PCR-Test muss bis 24 Stunden vor Abreise erbracht werden, und Reisende müssen dringende Gründe für ihren Besuch nachweisen können. Freizeit- und Urlaubswünsche gelten nicht. Also fallen zum Beispiel alle Pläne für einen Skiurlaub in Frankreich unter dieses Diktat. Doch auch innerhalb des Landes beeinträchtigt die Omikron-Welle das Leben der Menschen. Flächendeckend müssen Termine und Reservierungen in Restaurants storniert werden, ganz zu schweigen von den plötzlichen Absagen Tausender geplanter Familienbegegnungen zu Weihnachten. Auch Fluggesellschaften fühlen den „Hammerschlag“ der neuen Lage, wie es British Airways formulierte, nachdem man sich seit dem Herbst allmählich von den schlimmsten Folgen der Corona-Krise zu erholen begonnen hatte. Entsprechend wächst erneut der Ruf nach staatlicher Hilfe, die es ein Jahr lang gab. Doch die Downing Street kommt nicht einmal mit ihren Empfehlungen und Mahnungen hinterher. Die Turbokampagne zum Boostern, die auf der Insel raschere Fortschritte macht als etwa in Deutschland, kann den rasenden Infektionsverlauf nicht bremsen. Denn die schützende Wirkung der dritten Impfung stellt sich frühestens zehn Tage danach ein, der Virus vermehrt sich aber schneller. Es ist ein Problem, das Deutschland noch bevorstehen könnte. Zwar sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz seit einigen Wochen stetig, doch die absoluten Zahlen der Neuinfektionen sind weiter hoch. Am Mittwoch verzeichnete das Land 56.677 neue Fälle. Dabei ist unklar, wie groß der Anteil der Omikron-Fälle tatsächlich ist. Bisher seien erst einige Hundert Fälle mit der Variante im Meldesystem übermittelt worden, sagte der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, am Donnerstag. Allerdings wird in Deutschland in geringerer Menge sequenziert als in Großbritannien. Da die doppelte Impfung keine Garantie mehr zu bieten scheint und die gnädigen Folgen des Boosterns auf sich warten lassen, bleibt den Menschen im Vereinigten Königreich kein anderer Weg, als zusätzliche Vorsicht walten zu lassen. Mit der Folge, dass sich das Land kurz vor Weihnachten weitgehend in eine freiwillige Form des Lockdowns begibt, der vor einem Jahr regierungsamtlich Vorschrift war. Ein beklemmendes Déjà-vu. Premierminister Boris Johnson ist um die Zwickmühle, in der er steckt, nicht zu beneiden. Die Erinnerung an den von ihm am 19. Juli ausgerufenen „Freedom Day“, seit dem Maskenpflicht, Social Distancing und anderes fortgefallen waren, ist allmählich verblasst. Heute ist Maskentragen wieder Pflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften. Seit Mitte der Woche muss auch ein Impfnachweis beim Besuch größerer Sportveranstaltungen, Clubs oder Theatern vorgezeigt werden. Für Angestellte des Gesundheitsdienstes gilt eine Impfpflicht. Über diese Einschränkungen erlebte Johnson Anfang der Woche seine größte parlamentarische Blamage, als 99 seiner eigenen Abgeordneten gegen ihn und die neuen Auflagen stimmten, weil sie die Freiheit und die heiligen Rechte des ehemals „free-born Englishman“ nicht beeinträchtigt sehen wollten. Johnson kam nur durch mit den Stimmen der Labour-Opposition, die sich profilieren konnte mit dem Satz, dass es jetzt auf die Gesundheit der Menschen ankomme, nicht auf parteipolitisches Gezänk und ideologische Positionen. Am Donnerstagabend findet über diese Frage außerdem ein Plebiszit statt, wenn die Wähler in North Shrophire zu einer Nachwahl eines Parlamentssitzes an die Urnen gebeten werden. Das Ergebnis wird am Freitag erwartet. Der Wahlkreis wurde bisher mit einer riesigen Mehrheit von Johnsons Tory-Partei gehalten. Sollte diese stark abschmelzen oder gar von der oppositionellen Labour-Partei oder den Liberalen umgestoßen werden, stünde die Zukunft der Johnson-Regierung möglicherweise auf der Kippe. Noch ist es nicht so weit, noch sorgen sich die Menschen mehr um ihr eigenes Wohlbefinden als über das Schicksal ihres Premierministers. Das Urteil scheint ohnehin bereits gefällt: Erfolgreich als Brexit -Vollzieher, chaotisch als Regierungschef. Auch diesmal wieder wünscht sich die Allgemeinheit klare Direktiven zur Bewältigung der steilen Omikron-Kurve, aber bekommt sie nicht. Auf einer Pressekonferenz in der Downing Street am Mittwochabend wurden deutliche Unterschiede in der Kriseneinschätzung zwischen dem Premierminister und seinem Chefberater für öffentliche Gesundheit, Professor Christ Whitty, sichtbar. Dieser empfahl den Menschen, ihre sozialen Kontakte über Weihnachten auf das Nötigste zu beschränken. Sie sollten „priorisieren“, worauf es ihnen ankomme und wen sie absolut treffen müssten. Johnson klammerte sich wie hilflos daran, er werde „keine Krankenhäuser schließen und den Leuten ihre Partys nicht verbieten“. Man möge aber „sorgfältig nachdenken“, ehe man sich in Feierlichkeiten stürze. Das sind Allgemeinplätze eines Mannes, der ungern eingestehen will, dass sich alle seine positiven Voraussagen über den Verlauf der Krise nicht bestätigt haben. Auch in Deutschland mehren sich die Sorgen vor dem Weihnachtsfest. Der Präsident des Robert-Koch-Insituts, Lothar Wieler, hat dazu aufgerufen, Weihnachten nur im kleinsten Kreis zu feiern. „Wir alle möchten ja die Feiertage mit Familie und Freunden verbringen, aber wir alle müssen auch gemeinsam dafür sorgen, dass Weihnachten nicht zu einem Kickstart für Omikron wird“, sagte Wieler am Donnerstag. Er bat die Deutschen „eindringlich“, die Feiertage so zu verbringen, dass sie „nicht für das Virus ein Fest“ würden. In Großbritannien hat die Queen bereits eigene Initiative ergriffen und Medienberichten zufolge ihr traditionelles Vorweihnachtsessen mit der Familie abgesagt. Noch ist der Gesundheitsdienst nicht von Neueinweisungen in Krankenhäusern überwältigt worden, da die Omikron-Variante bisher weniger scharf die Gesundheit anzugreifen scheint. Aber angesichts der exponentiellen Anstiegskurve des Virus genügt auch nur eine geringe Zunahme von Krankenhausfällen, um die Reaktionsfähigkeit der Gesundheitsfürsorge zu übersteigen. Empfindlicher sind zurzeit die vielen Ausfälle in der Wirtschaft durch Neuinfizierte, die eine zehntägige Quarantäne einhalten müssen. Das allein führt zu gravierenden Verzerrungen: Den Restaurants fällt das Personal aus, Theater müssen ihre Vorstellungen absagen, und Fußballspiele werden aufgeschoben. In der Zeitung „Daily Telegraph“ meldeten sich gestern etliche Redaktionsmitglieder mit nur einem Tenor: Das Land erlebt eine Dauergefahr, Enttäuschungen bestimmen die Tagesordnung, und Corona ist dabei, das gesellschaftliche Rückgrat anzugreifen.

 

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Diese Kommissare kamen und gingen

Seit über 50 Jahren locken die Formate " Tatort " und "Polizeiruf 110" jeden Sonntag Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer vor die Bildschirme. Für Aufsehen sorgten 2021 nicht nur die Fälle, einige beliebte Charaktere gaben auch ihr Krimi-Aus bekannt, andere Figuren feierten ihren Einstand. Kein neuer Weimar "Tatort" mit Lessing und Dorn? Es war ein Schock für alle Fans des Weimar-"Tatorts": Kommissar Lessing, seit 2013 gespielt von Christian Ulmen (46), starb in der Neujahrs-Folge und erschien seiner Frau Kira Dorn (Nora Tschirner, 40) dann noch als Geist. Der zuständige MDR wollte sich nicht zu einer Aussage durchringen, ob diese Wendung auch das endgültige Aus des klamaukigen Weimar-Krimis bedeuten würde. Nora Tschirner erklärte allerdings im September in einem Interview mit der Funke Mediengruppe: "Der aktuelle Stand ist: Es geht nicht weiter." Man sei in "Der feine Geist" zu einem fulminanten Ende gekommen. "Ich weiß natürlich nicht, was der MDR mit dem Weimarer 'Tatort' plant, aber in dieser Konstellation wird es ihn nicht mehr geben." 2021 wurde kein neuer Weimar "Tatort" gedreht, laut MDR aus "verschiedenen Gründen". Es werde aber weiterhin einen Thüringer Krimi geben, im Jahr 2022 soll es weitergehen. Welche Ermittler dann zu sehen sein werden, ist noch nicht bekannt. Maria Simon alias Olga Lenski Anfang des Jahres mussten Fans des Brandenburger "Polizeiruf 110"-Ablegers stark sein. Schauspielerin Maria Simon (45) verabschiedete sich von ihrer Paraderolle Olga Lenski. Am 31. Januar ging die gebürtige Leipzigerin in "Monstermutter" zum letzten Mal auf Verbrecherjagd. Seit 2011 war Simon als Kommissarin im Einsatz. Zunächst an der Seite von Horst Krause (79). Ab 2015 war Lucas Gregorowicz (45) alias Kommissar Adam Raczek ihr Partner. "Ich bin sehr dankbar, dass ich diese schöne Rolle der Olga über viele Jahre spielen und kennenlernen durfte", sagte Simon nach dem Bekanntwerden ihres Abschieds. Das Team aus Brandenburg existiert aber weiterhin: André Kaczmarczyk (geb. 1986) wird neuer Kommissar, wie der Sender im Juli 2020 bekannt gab. Die neue Figur wird in "Polizeiruf 110: Hildes Erbe" am 30. Januar erstmals zu sehen sein. Charly Hübner alias Alexander "Sascha" Bukow In einem anderen "Polizeiruf 110" heißt es ebenfalls Abschied nehmen, wie im Mai dieses Jahres bekannt wurde: Charly Hübner (49) verlässt auf eigenen Wunsch das Rostocker Team. Die letzte Folge mit ihm als Kommissar Alexander "Sascha" Bukow mit dem Titel "Keiner von uns" wird am 9. Januar im Ersten ausgestrahlt. Seit fast zwölf Jahren war Hübner dann an der Seite von Katrin König (Anneke Kim Sarnau, 49) im Rostock-Krimi zu sehen. Künftig soll dann Lina Beckmann (40) als Melly Böwe an Sarnaus Seite ermitteln, wie im September bekannt wurde. Das Besondere: Charly Hübner übergibt damit an seine Ehefrau, denn der Schauspieler ist seit 2012 mit Beckmann verheiratet. Die Figur Melly Böwe ist "Polizeiruf 110"-Fans bereits aus der Folge "Sabine" (März 2021) als Halbschwester von Bukow bekannt. Der erste Fall der beiden Frauen trägt den Arbeitstitel "Polizeiruf 110: Daniel A." - ein Sendetermin steht noch nicht fest. Neue Ermittler in Halle 2021 feierte der "Polizeiruf 110" sein 50-jähriges Jubiläum. Um das beliebte Format gebührend zu würdigen, ließen die Macher ein neues Team in Halle vom Stapel. Im "Polizeiruf 110: An der Saale hellem Strande" (Mai 2021) gaben die Kommissare Henry Koitzsch (Peter Kurth, 64) und Michael Lehmann (Peter Schneider, geb. 1975) ihr Debüt. "Henry Koitzsch und Michael Lehmann sind auf der einen Seite sehr unterschiedliche Charaktere, aber auf der anderen Seite sind sie sich auch sehr nahe", erklärte Schneider im Interview mit spot on news. Wann der nächste Fall mit den beiden TV-Stars zu sehen sein wird, steht noch in den Sternen. Bremen setzt auf ein Trio Im Mai 2021 trat auch das neue Bremer "Tatort"-Team seinen TV-Dienst an. Linda Selb (Luise Wolfram, 34), Liv Moormann (Jasna Fritzi Bauer, 32) und Mads Andersen (Dar Salim, 44) ergeben das neue Ermittler-Trio. Im "Tatort: Neugeboren" zeigten die drei Schauspieler, was in ihnen steckt. Wolfram war in ihrer Rolle als BKA-Ermittlerin Selb zuvor bereits in fünf Bremer "Tatort"-Folgen zu sehen. Damals arbeitet sie noch Kommissarin Inga Lürsen, gespielt von Sabine Postel (67), zu. Diese ermittelte ihrerseits von 1997 bis 2001 allein in Bremen. Von 2001 bis April 2019 bildete sie zusammen mit Nils Stedefreund (Oliver Mommsen, 52) ein beliebtes "Tatort"-Team. Ein Kommen und Gehen im Berliner "Tatort" Im Berliner "Tatort: Die Kalten und die Toten" (November 2021) feierte Assistent Malik Alsan (Tan Caglar, geb. 1980) seinen Einstand. Er ist der Nachfolger von Anna Feil (Carolyn Genzkow, 29) und unterstützt die beiden Ermittler Nina Rubin (Meret Becker, 52) und Robert Karow (Mark Waschke, 49) tatkräftig. Gespielt wird der Polizist im Rollstuhl von Tan Caglar, welcher sich über sein neues Engagement sehr gefreut hat. "Ich komme eigentlich aus der Comedy-Ecke und wurde trotzdem genommen. Das war ein großartiges Gefühl", sagte das Multitalent im Interview mit spot on news. Doch das war nicht die letzte Veränderung im Berliner "Tatort": Meret Becker wird im Frühjahr 2022 zum letzten Mal in ihrer Rolle der Nina Rubin zu sehen sein, wie bereits 2019 bekannt gegeben wurde. Im Fall "Das Mädchen, das allein nach Haus' geht" bekommt es Rubin mit der russischen Mafia in Berlin zu tun. Ersetzt wird Becker dann von Schauspielerin Corinna Harfouch (67).

 

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Corona-Kontrollen der Polizei in Niedersachsen laufen

"Die Kontrollen werden den ganzen Tag dauern", bestätigte eine Sprecherin des Innenministeriums. Wie der NDR in Niedersachsen berichtet, sind in und rund um die Landeshauptstadt rund 130 Polizeibeamte im Corona-Einsatz. Regionspräsident Steffen Krach (SPD) betonte, wie wertvoll aus seiner Sicht der Einsatz der Polizisten und der Beamten des Ordnungsamtes ist. "Es ist wichtig, dass die Regeln, die wir haben, eingehalten werden." Dies sei der schnellste Weg aus der Pandemie, so Krach. Der Präsident der Polizeidirektion Hannover, Volker Kluwe, wies darauf hin, wie belastend der Einsatz für die Beamten teilweise sei, wenn diese sich Tag für Tag mit Menschen auseinandersetzten, die notorisch gegen Regeln verstoßen würden. "Und man merkt, es setzt keine Vernunft ein", stellte Kluwe fest. Das Innenministerium hatte den landesweiten Kontrolltag am Dienstag angekündigt. Es sei entscheidend, die geltenden Regeln der Corona -Verordnung zum Schutz vor Infektionen einzuhalten, sagte Minister Boris Pistorius (SPD) in einer Mitteilung des Ministeriums. "Leider kommt es in Bussen und Bahnen weiterhin zu Verstößen und sogar aggressivem Verhalten gegenüber dem kontrollierenden Zugpersonal", so der Minister. "Das bewusste und teils provokante Brechen der Regeln ist nicht nur gefährlich für die Gesundheit, sondern kann empfindliche Folgen nach sich ziehen." Die Verweigerungshaltung einiger Menschen sei "nicht hinzunehmen", sagte Pistorius. Es drohten "empfindliche Bußgelder". Es gehe aber nicht darum, Druck auszuüben, sondern darum, auf die Vorschriften hinzuweisen und konsequent zu sein, betonte Niedersachsens Innenminister. Auch in der Mitteilung vom Dienstag wurde die Bedeutung von 3G in Bussen und Bahnen hervorgehoben. "Es ist daher entscheidend, dass wir insbesondere dort die Mitfahrenden sensibilisieren und Regelverstöße ahnden", sagte Johann Kühme, Polizeipräsident der Polizeidirektion Oldenburg. In Bussen und Bahnen sowie an Haltestellen und Stationen besteht zudem die Pflicht, eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Zusätzlich zu den Kontrollen in Bussen und Bahnen seien Beamte stichpunktartig auch in Gewerbebetrieben und der Gastronomie unterwegs, heißt es. Auch in der Region Hannover gab es am Donnerstag zusätzlich zu den Kontrollen im ÖPNV eine Aktion, bei der in der Gastronomie sowie in Kiosken die Einhaltung der Corona-Vorschriften überprüft wurde. Kontrolliert wurden zudem die 3G-Regeln am Arbeitsplatz und die Maskenpflicht sowie die 2G-Regeln für Gäste. Verstärkte Kontrollen sollte es nach Angaben der Polizei auch im Raum Vechta und Cloppenburg geben, wo deutlich mehr Beamte im Dienst waren als üblich, wie eine Sprecherin sagte. In einer ersten Bilanz sagte die Polizeisprecherin dem NDR in Niedersachsen, dass sich die meisten Personen an die Regeln gehalten und Verständnis für die Kontrollen gezeigt hätten. Im Bereich der Polizei Gifhorn kontrollierten Beamte bereits am Dienstag die Einhaltung der Corona-Regeln. Innerhalb von etwa fünf Stunden wurden über 550 Personen überprüft, dabei wurden laut Polizei nur vier Verstöße festgestellt.

 

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Dutzende Frauen demonstrieren in Kabul für ihre Rechte

Normalerweise sind derartige Kundgebungen nicht mehr zulässig, seit die radikalislamischen Taliban im August wieder die Macht in Afghanistan übernommen haben. In der afghanischen Hauptstadt Kabul haben am Donnerstag dutzende Frauen für ihre Rechte in den Bereichen Bildung, Arbeit und Politik demonstriert. Die Teilnehmerinnen riefen "Lebensmittel, Karrieren und Freiheit", einige hielten Plakate, auf denen Forderungen nach dem Zugang zu politischen Ämtern standen. Normalerweise sind derartige Kundgebungen nicht mehr zulässig, seit die radikalislamischen Taliban im August wieder die Macht in Afghanistan übernommen haben. Dieser Protest der Frauen war aber von den Taliban genehmigt worden. Die Taliban haben zugesichert, dass ihre neue Herrschaft über das Land milder ausfallen wird als einst in den 90er-Jahren. Frauen sind aber auch nun wieder von Regierungsämtern und Einrichtungen der höheren Bildung ausgeschlossen. Trotz der Erlaubnis der Demonstration betonte die 28-jährige Shahera Kohistan: "Die Angst ist immer da, aber wir können nicht in Angst leben. Wir müssen unsere Angst bekämpfen." Manche Teilnehmerinnen der Demonstration unterstützten auch die Taliban-Kritik, dass die internationale Gemeinschaft ihre Hilfen für das Land eingefroren hat. Erstmals seit dem Machtwechsel in Kabul schickte Saudi-Arabien am Donnerstag zwei Flugzeuge mit humanitärer Hilfe nach Afghanistan. Das Zentrum für humanitäre Hilfe und Rettung des Königs Salman schickte 65 Tonnen Hilfsgüter, darunter 1647 Körbe mit Nahrungsmitteln, wie die amtliche Nachrichtenagentur Spa berichtet. Der Chef des Rettungszentrums, Abdallah al-Rabeeah, kündigte an, dass mit insgesamt sechs Flugzeugen 197 Tonnen Hilfsmittel nach Afghanistan gebracht werden sollen. Darüber hinaus will Saudi-Arabien rund 200 Lastwagen entsenden, die von Pakistan aus Afghanistan erreichen sollen. Bei einem Gipfeltreffen am Dienstag in Riad hatten sich die Golf-Monarchien verpflichtet, internationale Anstrengungen in Gang zu setzen, um dem "afghanischen Volk humanitäre Hilfe zu leisten". Mehr als die Hälfte der 38 Millionen Afghanen leiden nach UNO-Angaben unter Nahrungsmittelknappheit. Für viele von ihnen bestehe nur die Wahl zwischen Migration und Hunger. (APA/AFP)

 

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Zeitplan der Darts-WM 2022: Das sind die Termine

Es kocht wieder der Hexenkessel bei der Darts-WM 2022 im Ally Pally, London. Wem gelingt der 9-Darter? Wer holt die Trophäe? Hier finden Sie den Zeitplan und die Startzeiten der Spieler.

 

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World Darts Championship 21/22: Übertragung im TV oder Live-Stream

Vom 15. Dezember 2021 bis zum 3. Januar 2022 treten 96 Spieler bei der Darts-Weltmeisterschaft der Professional Darts Corporation (PDC) im Alexandra Palace an. Das jährlich statt findende Turnier gilt als die wichtigste Veranstaltung der PDC. Wo die Spiele der Darts-WM 2022 live im Fernsehen übertragen werden, das erfahren Sie hier.

 

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Die Immobilienrenten boomen

S ie werben in den Bestlagen der Städte – in Berlin-Charlottenburg, im Frankfurter Westend oder in München-Bogenhausen. „0 Prozent Risiko“, „Rente auf Lebenszeit“ und „Die beste Nutzung ihrer Immobilie“ heißt es auf den Plakaten. Auch im Fernsehen laufen Werbespots für die neuen Finanzprodukte. Ebenso im Internet, wo dutzende Anbieter um Kunden buhlen. Es geht dabei um neue Immobilienpolicen, die momentan den Markt fluten – Leibrenten, Umkehrhypotheken und Teilverkäufe. Viel wurde über diese neuen Finanzierungskonzepte gesprochen, aber einen Marktüberblick haben die wenigsten. Doch was bedeuten diese Rentenmodelle konkret? Welche Tricks nutzen die Anbieter um Umsätze zu generieren? Experten sind sich uneinig über den wachsenden Markt der Immobilienverrentung. Das liege daran, weil das Angebot von Leibrenten und Teilverkäufen noch jung ist, sagt Klaus Morgenstern, Experte für Rentenfinanzierung vom Deutschen Institut für Altersvorsorge. Das DAI aus Berlin beschäftigt sich seit Jahren mit den Rentenfinanzierungsmodellen, die aus den angelsächsischen Ländern stammen. Im Vereinigten Königreich wurden allein im letzten Jahr 4 Milliarden Euro durch „Equity Release Produkte“ umgesetzt, den britischen Äquivalenten zur Leibrente.

 

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Ratgeber Fotodrucker: Zuhause sensationelle Fotos drucken

Wer Fotos schießt, der möchte sie auch in super Qualität ausdrucken. Und wenn mobile Drucker fürs Handy (Bestenliste) zu klein sind, dann muss ein richtiger Drucker her. Moderne Drucker oder Multifunktionsgeräte können gleichzeitig auch kleinere Formate randlos drucken. Alle Hersteller werben damit, dass ihre Drucker Fotos in „Fotoqualität“ aufs Papier bringen können. Im Prinzip stimmt das auch, aber nicht ganz. So fällt ein Farblaserdrucker für den wahren Fotodruck aus. Die Technik ist auf den flexiblen Umgang mit Normalpapier ausgelegt und erreicht hier auch ein hohes Niveau. Was ihr fehlt: Sie kann keine randlosen Fotos produzieren. Das ließe sich eventuell noch verschmerzen, aber es kommt noch ein Faktor hinzu: Denn ein Laserdrucker ist auch im Medien-Management begrenzt. Da Toner auf der Oberfläche mit Hitze fixiert wird, lassen sich echte Fotopapiere nicht einsetzen. Sie sind aber die Voraussetzung dafür, dass wahres Foto-Feeling aufkommt. Mit diesen dicken Fotomedien, die aus vielen Schichten bestehen, kann nur ein Drucker mit Tintenstrahltechnik umgehen – jedenfalls, wenn er zu Hause oder im kleinen Büro zum Einsatz kommen soll. Für die Highend-Profibereiche gibt es noch Alternativen. Doch sie sind sehr teuer und bleiben deshalb hier außen vor. Fotodrucker-Einstieg: vier Farben und Foto-Schwarz Drucker verwenden den CMYK-Farbraum (Cyan, Magenta, Yellow, Key = Schwarzanteil). Dieser ist allerdings kleiner als die Farbdarstellung nach RGB (Rot, Grün, Blau), auf der die digitalen Aufnahmen und Anzeigegeräte wie Monitore basieren. Damit ist ein Verlust an Farbnuancen beim Drucken unvermeidlich. Fotodrucker versuchen, das Defizit mit mehr Tintenfarben abzumildern, ganz ausgleichen lässt es sich nicht. Einen Kompromiss stellen daher Printer mit fünf Tinten dar: Hier gesellt sich zu den Farben Blau (Cyan), Rot (Magenta) und Gelb (Yellow) ein Foto-Schwarz. Das meist dazu noch vorhandene Text-Schwarz besteht aus Pigmenttinte und kommt im Fotodruck nicht zum Einsatz. Die extra Foto-Schwarztinte erhöht den Kontrast. So erhalten die Bildinhalte mehr Tiefe und Lebendigkeit. In der Praxis funktioniert diese Methode gut und eignet sich für Anwender, die einen Printer für alle Einsatzszenarien suchen – wie etwa den Canon Pixma TS705 für rund 90 Euro, der nur drucken kann. Oder das entsprechende Multifunktionsgerät - Canon Pixma TS6350 -, das dazu auch scannt und kopiert, aber auch etwa 80 Euro mehr kostet. Dass das Multifunktionsgerät signifikant teurer ist, liegt nicht zuletzt auch an den derzeit herrschenden Lieferengpässen, die gerade diese Allround-Multifunktionsgeräte stark verteuern, weil die verfügbaren Stückzahlen eingebrochen sind. Je mehr Tinten, desto mehr Farbnuancen auf dem Papier Inzwischen selten, aber früher sehr verbreitet, sind Fotodrucker mit zusätzlichen hellen Tinten für Rot und Blau – Light Magenta und Light Cyan genannt. Sie puffern Farbunterschiede in Bereichen ab, die dem Betrachter stark ins Auge fallen – etwa überzeichnete Hauttöne oder Himmelsflächen. Während Vierfarbdrucker hier oft einfach Flecken produzieren, können entsprechende Sechsfarbdrucker mehr Nuancen und sanfte Übergänge aufs Papier bringen. Hersteller Epson hat weiterhin Modelle mit hellen Zusatzfarben im Angebot – etwa den Single-Function-Drucker Epson Expression Photo XP-55 für rund 155 Euro oder das vergleichbare Multifunktionsgerät Epson Expression Photo XP-8700, das sich in einem ähnlichen Preisbereich bewegt. Canon setzt dagegen auf unterschiedliche Lösungen für den heimischen Fotodruck: Beim Multifunktionsgerät Canon Pixma TS8350 ab 180 Euro sorgt neben den CMYK-Tinten und Foto-Schwarz ein zusätzliches Foto-Blau für eine detailliertere Farbdarstellung. Das Modell mit eingebauten Tintentanks, Canon Pixma G650, das bei rund 300 Euro startet, nutzt als extra Tintenfarben Grau und Rot. Dank der Grautinte erhalten Drucke in Graustufen feinere Abstufungen. Gleichzeitig sorgt die graue Tinte dafür, dass Farbstiche in den Graustufen vermieden werden. Sie entstehen leicht beim Zusammenmischen von CMY, da eine Farbe – oft Rot – zu stark vertreten ist. Ausstattungsmerkmale: Fotopapierfach, CD-Druck, Display Neben dem Druckwerk und den eingesetzten Tintenfarben gehören auch bestimmte Ausstattungsmerkmale zu einem guten Fotodrucker. So wollen Fotofans nicht ständig zwischen normalen und speziellen Papieren hin- und herwechseln. Deshalb sollte ein guter Fotodrucker entweder ein separates Fach für Fotomedien mitbringen oder einen hinteren Einzug haben, der sich dank seines geraden Papierlaufs besonders gut für schwere Fotomedien eignet. Beim bereits genannten Canon Pixma TS8350 gibt es den hinteren Einzug, beim Epson Expression XP-8700 ein extra Fotofach. Zu beachten ist, dass die meisten Fotofächer eine Größengrenze haben, die unter dem maximalen Druckformat des Printers liegt. Beim Epson-Modell passen nur Papiere bis 13 x 18 Zentimeter ins Fach. Dafür bringt es aber noch ein Einzelblatt-Einzugsfach für besonders starke Medien mit. Bequem sind auch Touch-Bedienpanels, um den Fotodrucker ohne den PC zu bedienen. Bei Geräten, die nur drucken können, finden sich statt eines echten Panels oft nur Tasten am Gerät. Multifunktionsgeräte sind in diesem Punkt meist besser ausgestattet. Allerdings ist das auch hier kein Automatismus. Abhilfe schafft nur ein genauer Blick aufs Wunschgerät. Wahre Fotospezialisten können nicht nur mit Papier, sondern auch mit CDs und DVDs umgehen. Dazu sind entsprechende Medien nötig, die eine bedruckbare Beschichtung mitbringen. Diese Funktion war zwar früher wichtiger als heute, trotzdem wird der eine oder andere Anwender genau deshalb einen Fotodrucker suchen. Ein Beispiel ist der schon genannte Epson Expression Photo XP-8700. Epson bietet im Expression Premium XP-7100 ab 100 Euro auch ein günstigeres Multifunktionsgerät an, das jedoch für den Fotodruck nur Foto-Schwarz als zusätzliche Tinte vorsieht. Die Vielfalt an einsetzbaren Druckmedien spricht zudem für den Einsatz eines Fotodruckers. Neben unterschiedlichen Fotomedien überraschen hier einige Druckermodelle mit Tintentanks, denn sie können auch Banner bedrucken. Beim schon genannten Canon Pixma G650 gelingt das in einer Länge von bis zu 1,2 Metern übers hintere Papierfach. Beim Epson Ecotank ET-8500, der preislich bei satten 600 Euro startet, gibt es sogar eine extra Zufuhr, über die sich Bannerlängen von bis zu zwei Metern verarbeiten lassen. Bannerpapier ist kein klassisches Fotopapier, bietet jedoch eine glatte Oberfläche und hohe Papierstärke. Deshalb kommen auch hier die Farben schön zur Geltung. Je mehr Tinten im Fotodrucker sitzen, desto mehr Farbtöne bringt er aufs Papier. Wichtig sind auch Grautinten für möglichst genaue Graustufen ohne störende Farbstiche. Bild: TechStage.de Druckgeschwindigkeit niedrig, Seitenpreise hoch Fotodrucker sind langsam, anders kann man es kaum sagen. Denn die Kombination aus hoher Auflösung und Fotopapier geht zwangsläufig zulasten des Arbeitstempos. Ein A4-Ausdruck kann je nach Druckermodell fünf und mehr Minuten dauern. Wenn keine Angaben zum Fotodrucktempo in den technischen Daten zum Wunschdrucker zu finden sind, dann geben die allgemeinen Druckgeschwindigkeitsdaten Aufschluss. Ein gemächlich arbeitender Drucker wird im Fotodruck noch langsamer vorankommen. Wichtiger als das Drucktempo sind die Kosten für den Fotodruck. Sie sind und bleiben hoch. Ein A4-Ausdruck kann in der Summe aus Tinte und Papier mehrere Euro kosten. Das gilt selbst dann, wenn Patronen mit hoher Reichweite zum Einsatz kommen. Deshalb sind Einzelpatronen beim Fotodrucker ein Muss. Hier tauschen Sie nur die leer gedruckte Farbe aus, während bei Kombikartuschen die gesamte Einheit ausfällt, auch wenn nur eine Farbkammer leer ist – ein Unding bei Fotos. Und auch der Grund dafür, dass im Beitrag keine Geräte von HP zu finden sind. Der Hersteller setzt derzeit gerade bei Printern mit dem Bezeichnungszusatz „Photo“ auf den Einsatz von Kombipatronen mit drei Farben und integriertem Druckkopf – wie etwa beim HP Envy Photo 6230, der ab 100 Euro zu haben ist. Signifikant drücken lassen sich die Kosten nur mit einem Tintentank-Drucker, da hier die Tinte aus Flaschen kommt, die im Nachkauf vergleichsweise günstig sind. Auch wenn die Verbrauchsangaben zum Fotodruck bei den Hersteller meist vage bleiben, geben sie einen Hinweis auf die Folgekosten: So spricht Canon beim Sechsfarbdrucker Pixma G650 von einer Reichweite von 3800 Fotos im Format von 10 x 15 Zentimetern. Auf Grundlage der UVPs für die Nachkaufflaschen ergibt das einen Tintenpreis pro Foto von rund 2,4 Cent. Das ist gigantisch niedrig, auch wenn der Hersteller sich nicht genau zum verwendeten Testverfahren äußert. Meist beziehen sich die Hersteller auf hauseigene Routinen. Klar ist aber: Ein Patronen-Fotodrucker schafft einen derartig niedrigen Tintenpreis nicht. Größer: Fotodrucker fürs A3-Format Wenn DIN A4 als maximal mögliches Druckformat nicht ausreicht, dann stehen eine Reihe von A3-Fotodruckern zur Auswahl. Sie decken in der Regel auch das Überformat A3+ ab und können so auch mit Druckpapier umgehen, das etwas größer als A3 (297 x 420 Millimeter) ist, um Ausdrucke mit Beschnittmarken zu erstellen. Die Auswahlkriterien, die für den A4-Bereich gelten, lassen sich genauso auf die A3-Pendands anwenden. Hier liegt der Einstieg bei rund 300 Euro, wie beispielsweise das Multifunktionsgerät Epson Expression Photo XP-970 zeigt, dessen Sechsfarbdruckwerk neben CMYK auf die hellen Varianten von Rot (LM) und Blau (LC) vertraut. Die Allrounder-Variante, die für den Fotodruck die Zusatztinte Foto-Schwarz einsetzt, findet sich etwa im Canon Pixma TS9550, der preislich bei 270 Euro startet. Die Gruppe der A3-Fotodrucker ist nicht nur für heimische Foto-Enthusiasten gedacht, sondern umfasst viele Modelle für berufliche Nutzer wie Grafiker, Fotografen und Künstler. Sie wollen neben Fotomedien auch Fine-Art-Papiere einsetzen. Diese haben zwar eine raue Oberfläche, sind jedoch mit gut 300 Gramm pro Quadratmeter besonders schwer. Dadurch kann Tinte in unterschiedliche Schichten einsinken, was einen dreidimensionalen Effekt beim Ausdruck bewirkt. Das klappt nur bei einem möglichst geraden Papierweg, den diese Fotodrucker über eine hintere Zufuhr bereitstellen. Preislich liegen die Printer bei deutlich über 300 Euro – wie etwa der Epson Expression Photo HD XP-15000 zeigt, für den gut 360 Euro fällig werden. Ein weiteres Beispiel ist der Canon Pixma Pro 200 für gut 500 Euro. Auch Tankdrucker-Liebhaber werden im A3-Bereich fündig. Hier sind die Gerätepreise jedoch selbst für die Modelle hoch, die für die Fotoausgabe auf ein zusätzliches Foto-Schwarz bauen, wie etwa der Epson Ecotank ET-7750, für den die Händler momentan rund 880 Euro aufrufen. Da es sich hier um ein Multifunktionsgerät handelt, ist zu beachten, dass der eingebaute Scanner nicht etwa A3-Vorlagen akzeptiert, sondern vielmehr auf DIN A4 beschränkt ist. Fazit Wer sich für einen Fotodrucker interessiert, ist momentan mehr oder weniger auf die Hersteller Canon und Epson beschränkt. Die beiden Hersteller haben jedoch so viele Modelle im Programm, dass sich nahezu jeder Druckerwunsch erfüllen lässt. Brother und HP dagegen konzentrieren sich auf Druckermodelle mit vier Tinten. Grundsätzlich gilt: Soll der Fotodrucker Allround-Charakter haben, kommen Geräte mit Fünffarbdruckwerk in Frage. Wahre Fotodruckspezialisten arbeiten mit sechs und mehr Tinten. In jedem Fall sind Fotodrucker eine kostspielige Angelegenheit: Gerätepreise starten bei gut 100 Euro, sind jedoch nur die Anschaffungsseite. Da für den Fotodruck stets hohe Auflösungen nötig sind, damit ein Raster auf dem Ausdruck nicht zu sehen ist, landet viel Tinte auf dem Papier. Dazu kommen die speziellen Fotomedien, die erst den klassischen Fotoeindruck erzeugen. So kommen pro Ausdruck schnell mehrere Euro zusammen. Wer sich von den Kosten nicht abschrecken lässt, wird von der Druckqualität nicht enttäuscht. Denn die Foto-Ausgabegeräte liefern qualitativ hochwertige Ergebnisse. Sollten sich die Farben des Prints besonders stark von denen am Bildschirm unterscheiden, schafft ein kalibrierter Monitor Abhilfe. Die Farbjustage lässt sich per Colorimeter entweder selbst vornehmen oder über den Zukauf eines vorkalibrierten Displays erledigen. Mehr zum Thema zeigen wir in der Themenwelt Drucker. Dort haben wir etwa unsere Bestenliste zu zehn kleinen, mobilen Fotodruckern veröffentlicht und erklären, wie man den idealen Drucker fürs Homeschooling findet oder welches Multifunktionsgerät richtig ist.

 

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Unbefugter Zugriff: Sicherheitslücke im Corona-Register?

Über die Lücke sei es Unbefugten möglich, allen Menschen in Österreich beliebige anzeigepflichtige Krankheiten im EMS einzutragen und Abfragen durchzuführen, wie Recherchen des „Standard“ und einer Datenschutz-NGO zeigen. Eine "massive Sicherheitslücke" im Epidemiologischen Meldesystem (EMS), in das u.a. Positivergebnisse nach Corona-Testungen eingetragen werden, hätten Recherchen des "Standard" und epicenter. works offengelegt. Das berichteten die Tageszeitung und die Datenschutz-NGO. Es handelt sich um einen unbefugten Zugriff auf ein Einmeldesystem des Bundes für Labore, auf welches sich Dritte widerrechtlich Zugang verschafft haben, nicht um das EMS, hieß es aus dem Gesundheitsministerium. Über die Lücke sei es Unbefugten möglich, allen Menschen in Österreich beliebige anzeigepflichtige Krankheiten im EMS einzutragen und im begrenzten Umfang abzufragen, ob jemand in Österreich diese Krankheit bereits hat, so epicenter. works in einer Aussendung. Ein Zugriff auf Daten "aller Bürgerinnen und Bürger durch Dritte" war laut "Standard" möglich, auch die Eintragung fingierter Laborergebnisse. "Die Impfpflicht hätte sich potenziell umgehen lassen." Ein Ex-Geschäftsführer der HG Lab Truck, ehemals für das Land Tirol mit PCR-Testungen beauftragt, habe einen EMS-Zugang besessen, der nach seinem Ausscheiden aus dem Unternehmen hätte gesperrt werden müssen, berichtete der „Standard". Das sei aber nicht geschehen, außerdem sei dieser Zugang "an eine unbekannte Zahl Dritter" über Subunternehmen weitergegeben worden. "Dieser fortwährende Zugang auf das EMS" ließ sich laut "Standard" belegen. Dadurch sei es ermöglicht worden, gesperrte Adressen aus dem Melderegister abzurufen und zu den Personen beliebige Krankheiten einzutragen. "Erst nachdem das Sicherheitsleck an das Gesundheitsministerium gemeldet worden war, wurde der Zugang gesperrt." Bei der beschriebenen Web-Oberfläche handelt es sich nicht um das EMS, sondern eben um ein Tool, mit dem Labore Testergebnisse an die Behörden übermitteln können, betonte das Gesundheitsministerium. Diese übermittelten Ergebnisse müssten in einem weiteren Schritt durch die Bezirksverwaltungsbehörden bestätigt, bearbeitet und freigegeben werden. Erst dann handle es sich um einen offiziellen Infektionsfall im EMS. Diesen braucht es, um weiter im System geführt zu werden und einen Genesenennachweis zu erhalten. "Der Anbieter wurde bereits gesperrt und weitere rechtliche Schritte werden derzeit geprüft", hieß es aus dem Ministerium. Über den angeführten Zugang wurden, seitdem das Unternehmen die Tätigkeiten eingestellt hat, keine Testergebnisse mehr übermittelt. "Es kam daher zu keinem Zeitpunkt zu widerrechtlich ausgestellten Nachweisen." >>> Zum Artikel vom „Standard" (APA)

 

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"Landkrimi - Steirerrausch" in der ARD: TV-Termin, Handlung, Darsteller, Wiederholung in der Mediathek

Die ARD zeigt am 16.12.21 den Film "Landkrimi - Steirerrausch". Wann ist die TV-Ausstrahlung? Welche Schauspieler sind im Cast? Wie ist die Handlung?

 

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Dänemark mit Corona-Rekord: 10.000 neue Fälle an einem Tag

3000 der Neuinfektionen entfallen auf die neue Virusvariante Omikron. Neue Maßnahmen sollen schon bald verhängt werden. In Dänemark sind am Donnerstag fast 10.000 neue Corona-Fälle registriert worden - so viele wie noch nie an einem einzigen Tag. In rund 3000 Fällen handelt es sich dabei um Omikron-Variante des Virus, wie das nationale Seruminstitut am Abend mitteilte. Insgesamt wurden in dem Land mit knapp sechs Millionen Einwohnern seit Ende November rund 9000 Omikron-Infektionen nachgewiesen. Besonders sogenannte Superspreader-Ereignisse im Nachtleben hätten dazu geführt, dass sich das Virus schnell verbreitet, so das Institut. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kündigte auf Facebook neue Maßnahmen an, um die Ausbreitung des Virus zu bremsen. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass neue Maßnahmen nötig sein werden, um die Infektionsketten zu durchbrechen", schrieb sie auf Facebook. Details nannte Frederiksen nicht. (APA/dpa)

 

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RKI-Wochenbericht über Omikron in Deutschland: „Es treten bereits Ausbrüche auf“

Noch dominiert die Delta-Variante des Coronavirus. Aber aus den 28 bislang bestätigten Omikron-Fällen in Deutschland wurden in der letzten Woche 112. Passend zu dieser Notruf-Nummer: 213 weitere Verdachtsfälle kommen dazu. Das meldet das Robert-Koch-Institut in seinem am Donnerstagabend veröffentlichten jüngsten Corona-Wochenbericht (betrifft KW49). Derzeit werden in Deutschland immer noch fast alle Infektionen durch die Delta-Variante (B.1.617.2) verursacht, bewertet das RKI im Corona-Wochenbericht vom 16. Dezember 2021 die Lage. „Allerdings steigt die Zahl der Fälle mit Infektion durch die neue besorgniserregende Variante (Variant of Concern, VOC) Omikron in den letzten Wochen an. Es treten bereits Ausbrüche auf“, schreiben die RKI-Experten. Demnach wurden bis zum 14. Dezember 2021 in Deutschland 112 durch Genomsequenzierung bestätigte Fälle von Omikron übermittelt. Dazu kommen 213 weitere Verdachtsfälle mit variantenspezifischem PCR-Befund. „Die Schwere der durch die Variante Omikron verursachten Erkrankungen lässt sich derzeit noch nicht abschätzen“, schränkt das RKI ein. In der letzten Woche setzte sich der leicht abnehmende Trend der wöchentlichen Fallzahlen fort. Das RKI errechnet einen Rückgang um 13 Prozent. Es warnt aber: „Trotz dieser Entwicklung werden insgesamt nach wie vor sehr hohe Fallzahlen verzeichnet und die Belastung der Intensivstationen durch die Vielzahl schwer erkrankter COVID19-Patientinnen und COVID-19-Patienten bleibt hoch.“ Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen, die das Immunsystem schwächen, sind weiter am stärksten von schweren Krankheitsverläufen betroffen. Das RKI weiter: „Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt bereits bei den ab 50-Jährigen gegenüber jüngeren Erwachsenen deutlich an. Die mit Abstand höchste Hospitalisierungsinzidenz weisen über 80-Jährige auf.“ Derzeit werden 4 805 Personen mit einer COVID19-Diagnose auf einer Intensivstation behandelt. Die Lage in den Kliniken bleibt besonders regional stark angespannt, sagt das RKI und berichtet: „Es wurden bereits mindestens 102 Patientinnen und Patienten über Bundeslandgrenzen hinaus anhand des Kleeblattkonzeptes verlegt.“ Bis zum 14. Dezember 2021 waren 73 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal und 70 Prozent vollständig geimpft, berichtet das Robert-Koch-Institut. 26 Prozent der Bevölkerung haben bereits eine Auffrischimpfung. „Aber weiterhin sind 24 Prozent der Bevölkerung in der Altersgruppe 18-59 Jahre und 12 % in der Altersgruppe ab 60 Jahre noch nicht geimpft“, heißt es im Wochenbericht. Die aktuelle Entwicklung ist weiter sehr besorgniserregend, sagen die Experten. Denn: „Die Zahl der schweren Erkrankungen und der Todesfälle wird weiterhin zunehmen und die verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten werden regional überschritten.“ Deshalb sei eine Intensivierung der kontaktbeschränkenden Maßnahmen und eine zugleich rasche weitere Erhöhung der Impfraten dringend erforderlich. Ziel: „Die Behandlungskapazitäten vor Beginn einer zu erwartenden Omikron-Welle so weit möglich zu entlasten.“

 

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Verdacht gegen Ärztin: Hunderte unwirksame Corona-Impfungen gespritzt?

Friedrichshafen. Von einem möglichen Impfbetrug in der Praxis einer Ärztin im Bodenseekreis (Baden-Württemberg) könnten bis zu 430 Menschen betroffen sein. Das Gesundheitsamt habe so viele Empfänger angeschrieben, die sich in der Praxis gegen Corona hatten impfen lassen, sagte ein Sprecher des Landratsamtes in Friedrichshafen am Donnerstag. Die Betroffenen sollten Antikörpertests machen, um ihren Impfstatus zu klären. Zunächst hatte der Südwestrundfunk (SWR) über die Zahl der Empfänger des Schreibens berichtet. Die Staatsanwaltschaft Konstanz ermittelt, weil in der Arztpraxis mit einer womöglich unwirksamen Substanz gegen Corona geimpft worden sein könnte. Ein vorläufiges Berufsverbot sei gegen den oder die Betreiber der Praxis bislang aber nicht verhängt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Konstanz. „Das setzt dringende Gründe voraus, zu erwarten, dass auch gerichtlich ein solches Berufsverbot verhängt würde. Da sind die Ermittlungen noch zu frisch.“ Die Behörden waren auf den Fall aufmerksam geworden, nachdem bei drei Patienten trotz Erst- und Zweitimpfung keine Antikörper gegen das Virus nachgewiesen werden konnten und es keine nachvollziehbaren medizinischen Gründe dafür gegeben habe. Sollte sich der Verdacht bestätigen, müssen sich der oder die Betreiber der Praxis mindestens wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten, hieß es. RND/dpa

 

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Borussia Dortmund: SO könnte Erling Haaland doch zu Bayern München wechseln

Das Thema Erling Haaland (21) ist beim FC Bayern noch lange nicht vom Tisch! Nach SPORT BILD-Informationen bereitet der Rekordmeister hinter den Kulissen gerade einen möglichen Super-Transfer vor. Mit BILDplus bekommen Sie erklärt, welche drei Haaland-Szenarien es gibt.

 

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Verletzung: RB Leipzig einige Wochen ohne Konrad Laimer

Fußball-Bundesligist RB Leipzig muss im letzten Spiel des Jahres am Samstag (15.30 Uhr /Sky) und wohl noch einige Wochen länger auf Konrad Laimer verzichten. Der österreichische Mittelfeldabräumer hat sich in der Partie beim FC Augsburg (1:1) am Mittwochabend eine Innenbandverletzung im linken Sprunggelenk zugezogen, teilte der Club am Donnerstagabend mit. Eine genaue Ausfallzeit wurde nicht genannt. Laimer gehörte zuletzt wieder zu den Aktivposten im Leipziger Spiel. In der gesamten vorherigen Saison war er verletzungsbedingt ausgefallen.

 

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Österreich: Wer wird neuer Kanzler?

Österreich hat mit Karl Nehammer einen neuen Mann an der Regierungsspitze. Zuvor hat der Rückzug von Ex-Kanzler Sebastian Kurz einen personellen Dominoeffekt ausgelöst. Österreichs Innenminister Karl Nehammer wird neuer Bundeskanzler. Die neusten Entwicklungen Wie sieht die neue österreichische Regierung aus? Karl Nehammer ist am Freitag (3. 12.) von der ÖVP einstimmig zum neuen Kanzler und Parteichef gewählt worden. Der 49 Jahre alte Nehammer war zuvor Innenminister. Nehammer ist ehemaliger Berufssoldat im Rang eines Leutnants und langjähriger Parteifunktionär. Er steht unter anderem für eine harte Haltung gegen illegale Migration und gegen radikale islamistische Strömungen. Eines seiner Hauptprojekte als Innenminister war der Umbau des Verfassungsschutzes, der in den vergangenen Jahren mehrfach in die Kritik geraten war und auch im Vorfeld des Terroranschlags vom 2. November 2020 Mängel offenbarte. Zu den zentralen Grundwerten seiner Politik würden Verantwortung, Solidarität und Freiheit zählen, sagte Nehammer in einer ersten Stellungnahme. «Füreinander da sein, füreinander einstehen, aufeinander aufpassen», das gelte gerade in der Corona-Pandemie. Lesen Sie hier das Porträt über den neuen Bundeskanzler Nehammer. Darüber hinaus kommt es zu einer Personalrochade bei der ÖVP. Ex-Kanzler Alexander Schallenberg wird kehrt auf seinen alten Posten im Aussenministerium zurück. Finanzminister wird Magnus Brunner, Innenminister wird Gerhard Karner. Designierter Bildungsminister ist Martin Polaschek. Neue Staatssekretärin ist Claudia Plakolm, Generalsekretär bleibt Axel Melchior. Was ist zuvor passiert? Am Donnerstag (2. 12.) hatte ÖVP-Parteichef und Ex-Kanzler Sebastian Kurz überraschend seinen finalen Rückzug aus der Politik bekanntgegeben. «Es war mir eine grosse Ehre, der Republik zehn Jahre lang gedient zu haben», sagte der 35-Jährige vor den Medien in Wien. Mit seinem Abschied vom Amt des ÖVP-Partei- und Fraktionschefs zieht Kurz die Konsequenzen aus einem jähen Sinkflug. Ermittlungen der Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen des Verdachts der Falschaussage und der Untreue hatten ihn stark in Bedrängnis gebracht. Der bis vor kurzem noch sehr populäre Kurz löste damit einen personellen Dominoeffekt aus, der nun den Umbau der Regierungsmannschaft notwendig macht. Nach Kurz' Ankündigung erklärte der aktuelle Kanzler Alexander Schallenberg, sein Amt zur Verfügung zu stellen. Schallenbergs Begründung: Partei und Kanzleramt sollten wieder in einer Hand liegen, er selbst habe jedoch keine Ambition auf diese Doppelfunktion. Der frühere Aussenminister Schallenberg hatte erst im Oktober das Kanzleramt von Sebastian Kurz übernommen, weil dieser nach Korruptionsvorwürfen zurückgetreten war. Schallenberg wird möglicherweise zurück ins Aussenministerium wechseln. Am Abend verkündete schliesslich Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) seinen Rücktritt. Damit zieht er sich auch als Parteichef der ÖVP Wien zurück. Der 40-jährige Blümel begründete den Entscheid unter andrem mit Morddrohungen gegen seine Familie. Der finale Anstoss sei jedoch der Rücktritt von ÖVP-Chef Kurz gewesen. Was wird Sebastian Kurz vorgeworfen? Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Kurz und einige seiner engsten Vertrauten wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und der Untreue. Das Team soll den Aufstieg von Kurz an die Spitze von Partei und Staat ab 2016 durch geschönte Umfragen und gekaufte Medienberichte abgesichert haben. Dafür seien Steuermittel geflossen. Die Beschuldigten, allen voran Kanzler Kurz, bestreiten die Vorwürfe, die Anfang Oktober nach einer Razzia im Bundeskanzleramt öffentlich geworden waren. Warum ist Sebastian Kurz zurückgetreten? Nach Bekanntwerden der Vorwürfe sagte Kurz zunächst, dass er mit den Grünen als Koalitionspartner weiterregieren möchte. Wenige Tage später, am 9. Oktober, trat er jedoch als Kanzler zurück. Das Land befinde sich in einer kritischen Phase der Pandemie. Um Stabilität zu garantieren, mache er Platz, sagte Kurz. Kurz behielt nach seinem Rücktritt die Führungspositionen in der Partei. Mitte Oktober wurde er im Parlament vereidigt. Drei Tage zuvor war er bereits zum neuen Fraktionschef der ÖVP gewählt worden. Die Opposition kritisierte diesen Schritt, weil Kurz damit eine weiterhin äusserst einflussreiche politische Figur sei und das «System Kurz» erhalten bleibe. Weil der neue Regierungschef Schallenberg ein enger Vertrauter von Kurz war, gab es Befürchtungen, dass Kurz als «Schattenkanzler» agieren würde. Sebastian Kurz wechselte kurzzeitig als «Schattenkanzler» ins Parlament Sebastian Kurz: der gefallene Shootingstar Sebastian Kurz galt lange Zeit als Superstar der Konservativen in Europa, denn er zeigte, wie man Wahlen gewinnt. So führte er die ÖVP 2017 und 2019 aus einem Stimmungstief zu zwei grossen Siegen und damit zurück an die Macht. Sein Charme im persönlichen Kontakt und seine Gewinner-Aura verschafften ihm innerparteilich zeitweise fast grenzenlosen Einfluss. Zugleich polarisierte Kurz. Seine Anhänger gingen für ihn durchs Feuer, seine Gegner höhnten gern über ihn ohne Unterlass. Gerade in Deutschland erregte Kurz Aufsehen. Seine seit Beginn der Flüchtlingskrise 2015 formulierte Skepsis gegenüber der Zuwanderung wurde zum Gegenmodell der von Angela Merkel propagierten Willkommenskultur. Auch in seiner Abschiedsrede kam er auf seinen Wahl-Schlager zurück: Migration dürfe nicht ungesteuert stattfinden und brauche Grenzen. Kurz galt als politisches Naturtalent und wurde bei der ÖVP entsprechend gefördert. Seine Karriere auf Bundesebene startete er im Alter von 24 Jahren als Staatssekretär für Integration. Wenige Jahre später wurde er 2013 jüngster Aussenminister in der Geschichte Österreichs. 2017 gelang ihm der Sprung an die Regierungsspitze. Kurz wurde Kanzler einer Regierungskoalition aus ÖVP und rechter FPÖ. Für die Beteiligung der Rechtspopulisten an der Regierung wurde er vielfach kritisiert. Nach dem Ende der Koalition in Folge der Ibiza-Affäre kam es zu Neuwahlen. Seit Anfang 2020 war Kurz Kanzler eines Bündnisses von ÖVP und Grünen. Kurz nannte als eines der Motive für seinen Rückzug seine zuletzt deutliche gesunkene Lust, sich wie bisher zu hundert Prozent zu engagieren. ««Ich hatte fast ein bisschen das Gefühl, gejagt zu werden», sagte er mit Blick auf die Ermittlungen und politischen Angriffe. Seine Zukunftspläne liess Kurz im Unklaren. Er wolle sich im neuen Jahr neuen Aufgaben widmen. Zuvor war spekuliert worden, er wechsle in die Privatwirtschaft. Zunächst solle nun seine Familie im Mittelpunkt stehen, gab der Ex-Kanzler zu erkennen. Er war vor wenigen Tagen erstmals Vater geworden. «Ich werde jetzt aufbrechen und meinen Sohn und meine Freundin aus dem Spital abholen», rief Kurz beim Abgang den Journalisten zu. 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Lüttje Lage: Das Warten auf den Notfall

So bemerkenswert kann das Leben in Hannover sein: In der täglichen Kult-Glosse „Lüttje Lage“ erzählen HAZ-Autoren von den skurrilen, absurden und lustigen Erlebnissen des Alltags. Heute: Das Warten auf den Notfall Die Stadt Laatzen plant, am Rathaus eine Fahrradreparaturstation zu installieren. In Wunstorf, Garbsen und Seelze existieren bereits ähnliche Säulen, die im Inneren an Drähten befestigte Werkzeuge und eine Luftpumpe beherbergen. Wir haben mit der am Hemminger Rathaus aufgestellten Servicestation ein kurzes Interview geführt. HAZ: Wie läuft’s, viel zu tun? Reparaturstation: Zurzeit ist wenig los, roste langsam ein. Könnte am Wetter liegen. HAZ: Aber auch im Sommer habe ich noch nie jemanden gesehen, der Sie in Anspruch genommen hat. Reparaturstation: Ich weiß auch nicht, wo sich die Leute immer rumtreiben. Ich jedenfalls bin standhaft, egal, wie oft man mir Maulschlüssel oder Schraubendreher entnimmt. HAZ: Passionierte Radler haben Werkzeug im Gepäck oder zumindest zu Hause deponiert. Technisch eher unbedarfte Menschen schieben ihr Rad bei einem Platten, mit gerissenem Bautenzug oder gelockertem Scheinwerfer lieber gleich zum Fahrradhändler. Für wen ist eine kostenlose Servicestation wie Sie eigentlich gedacht? Reparaturstation: Vielleicht für die Anwohner aus der Nachbarschaft? Keine Ahnung. Und theoretisch könnte auch mal ein Fahrradtourist vorbeikommen, dem just auf dem Hemminger Rathausplatz die Luft ausgeht. Der freut sich, wenn er mich sieht. HAZ: Nun ja. Sie haben zwar drei Reifenheber aus Kunststoff an Bord, aber einen Schlauchautomaten oder Flickzeug und eine Schale Wasser, um ein Loch im Schlauch zu lokalisieren, gibt’s nicht. Was nutzen dann die Reifenheber? Reparaturstation: Jetzt werden Sie mal nicht unverschämt. Wie viel Platz soll ich denn noch einnehmen, und wer würde denn dauernd das gammelige Wasser austauschen? HAZ: Könnte es sein, dass sich immer mehr Kommunen in der Region Hannover und im Rest der Republik mit Servicestationen wie Ihnen schmücken, um Fahrradfreundlichkeit zu demonstrieren – aber sie damit nur von den wirklich wichtigen Verkehrswende-Themen wie einem massiven Ausbau von Radwegen und Radschnellwegen oder der dringend notwendigen Sanierung maroder Trassen ablenken wollen? Reparaturstation: Wie soll ich das wissen? Ist nicht meine Baustelle. Auf jeden Fall bin ich günstig zu haben, mit 1500 bis 2000 Euro sind Sie dabei. HAZ: Wir danken für das Gespräch. Lüttje Lage: Hier finden Sie weitere lustige Texte aus unserer Serie Von Michael Zgoll

 

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Übergriffe in Corona-Zeiten: Wenn Krankenschwestern gefährlich leben

Plus Im Laufe der Corona-Pandemie haben die Übergriffe auf Menschen im Öffentlichen Dienst weiter zugenommen. Was Gründe sein könnten und was der Gewerkschaftsbund fordert. In großen Lettern prangen die Worte auf dem Plakat, weiß auf schwarzem Hintergrund: „Ich versorge deine Wunden. Und du spuckst mich an?“ Links daneben ist eine Krankenschwester abgebildet. Sie blickt ernst, fast traurig. Und das Thema, zu dem der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) für ein Pressegespräch ins Ingolstädter Gewerkschaftshaus eingeladen hatte, ist auch ernst: Die Übergriffe auf Personen, die im Dienst der Gesellschaft arbeiten, nehmen weiter zu. Unter dem Titel „Vergiss nie, hier arbeitet ein Mensch“ macht der DGB mit einer Kampagne auf diese Entwicklung aufmerksam.

 

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Wie Corona-„Spaziergänger“ der Stadt Ulm auf der Nase herumtanzen

Plus Zu einem angeblich spontanen Spaziergang treffen sich in Ulm dieser Tage verstärkt Gegner der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Zwar nicht mit Fackeln, dafür aber mit Kerzen, Grablichtern und Laternen waren rund 300 Querdenker am Montagabend durch die Ulmer Innenstadt getingelt. Aus Protest gegen die Corona-Vorsichtsmaßnahmen. Pikant: Solche Zusammenkünfte müssen bei der Stadt eigentlich angemeldet werden. Durch Verabredungen in Sozialen Medien umschiffen die Querdenker diese Auflage.

 

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GLÜCKSSPIEL, WETTEN UND SPIELSUCHT NACH COVID-19

Wie hat Coronavirus weltweit Situation mit dem pathologischen Spielen beeinflusst? Die Schließung von landbasierten Spielstätten hat offensichtlich vielen Menschen die Möglichkeit gegeben, Hilfe zu suchen, um mit schädlichen Gewohnheiten zu brechen, aber in der Vergangenheit haben finanzielle Anreizpakete die Ausgaben für Glücksspiele erhöht. Schauen wir uns in diesem Artikel gemeinsam an, welche Wirkung Covid-19 auf Glücksspiele und Wetten weltweit hatte.

 

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Corona-Kommission warnt eindringlich vor Omikron

Selbst wenn die Krankheitsverläufe milder wären: Die erwartete hohe Anzahl an gleichzeitig infizierten Personen würde das Gesundheitssystem überlasten und damit eine realistische Gefahr darstellen. Die Corona-Kommission warnt nach ihrer heutigen Sitzung eindringlich vor einer neuen Krise durch die Omikron-Variante. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde diese zu einer Infektionswelle führen, "die erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Beeinträchtigungen mit sich bringen kann", hieß es in einer Aussendung des Gremiums. Vorerst ist die Situation ein wenig entspannt. Das Burgenland und Wien haben sogar den Höchstrisiko-Bereich verlassen. Das Durchatmen dürfte aber nur ein kurzes sein. Das Systemrisiko durch Omikron wird als "sehr hoch" eingeschätzt. Die Kommission verweist darauf, dass die Belagsstände auf Intensiv- und Normalstationen aufgrund der vierten Epidemiewelle nach wie vor eine hohe Belastung aufweisen, die sich voraussichtlich zu langsam reduziert, um neuerliche starke Zugänge ohne Versorgungseinschränkungen bewältigen zu können. Selbst bei möglicherweise reduzierter Krankheitslast der Omikron-Variante stellten alleine aufgrund der erwarteten hohen Anzahl an gleichzeitig infizierten Personen Überlastungen des Gesundheitssystems eine realistische Gefahr dar. Als "essenzielle" Gegenmaßnahmen empfohlen werden unter anderem eine FFP2-Pflicht in allen Settings, Testen auch von Geimpften vor Zusammenkünften zur Weihnachtszeit, Homeoffice und die Vermeidung von Menschenansammlungen. Dazu kommt die dringende Empfehlung weiter zu impfen, sei dies doch nach jetzigem Stand das effektivste Mittel. Derzeit sind in Österreich gerade einmal 33 Prozent geboostert. Dabei gingen Wissenschafter zuletzt davon aus, dass nur der dritte Stich eine relativ gute Wirkung gegen Omikron haben wird. Auch erst knapp 69 Prozent haben wenigstens zwei Impfungen erhalten. Vor dem breitflächigen Eintreffen von Omikron sieht die Lage noch ganz gut aus, überall wird aktuell noch ein Rückgang auf den Intensivstationen angenommen. Mit dem Burgenland und Wien haben es diese Woche zwei Bundesländer raus aus der Höchstrisiko-Stufe geschafft. Beide wurden auf orange geschalten, was "nur" noch hohes Risiko anzeigt. Bemessen wird die aktuelle Lage jeweils an der Risikozahl, die neben den Fällen auch Impfstatus und Alter der Patienten einbezieht. Über 100 befindet man sich in der roten Zone, die sehr hohes Risiko anzeigt, darunter beginnt orange. Grundsätzlich gingen die Zahlen in der vergangenen Woche laut dem Arbeitsdokument der Kommission überall zurück, doch nur Wien und das Burgenland schafften es in die zweithöchste Risikostufe - die Bundeshauptstadt mit 90 relativ knapp, das Burgenland mit rund 69 deutlich. Am anderen Ende der Skala findet sich Vorarlberg mit 400. Das "Ländle", das gemeinsam mit Tirol und dem Burgenland ab vergangenem Sonntag gleich eine komplette Öffnung durchgezogen hat, ist auch in absoluten Fallzahlen das Bundesland mit den mit Abstand schlechtesten Werten. Das Burgenland hat die niedrigste Sieben-Tage-Inzidenz. Abgeklärt werden derzeit österreichweit 55 Prozent der Fälle, wobei die Länder hier durchaus ähnliche Quoten aufweisen. Einzig Vorarlberg fällt mit 37 Prozent ab. Niederösterreich hat mit 64 Prozent den besten Wert. Bei den entdeckten asymptomatischen Infektionen ist Tirol mit gerade einmal 13 Prozent der Gesamtfälle Schlusslicht. Einsamer Spitzenreiter mit 51 Prozent ist wie üblich Wien. Das liegt wohl vor allem daran, dass in der Bundeshauptstadt gemessen an der Bevölkerungszahl mittlerweile doppelt so viele Tests abgegeben werden wie im nächst besten Bundesland, dem Burgenland. Die geringste Testfreude gibt es just im Land mit den prozentuell meisten Fällen. In Vorarlberg kommen knapp 24.000 Tests auf 100.000 Einwohner. Der Wiener Wert ist 106.000. Vorarlberg weist neben Tirol auch die schlechteste Situation an den Intensivstationen aus. Dass der Lockdown nachwirkt und Omikron sich noch nicht durchgesetzt hat, sieht man mit einem Blick auf die Bezirksstatistik. Sämtliche Bezirke weisen einen rückgängigen 14-Tages-Trend auf. Dass mit Bludenz und Feldkirch zwei Vorarlberger Bezirke die ungünstigsten Zahlen haben, überrascht angesichts der sonstigen Daten kaum. Unter 100 hat es mit Neusiedl/See immerhin ein Bezirk bei der Sieben-Tages-Inzidenz gebracht. An den Schulen bleibt man indes vorsichtig. Sämtliche Länder bleiben in der höchsten Risikostufe drei. (APA)

 

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Die Union schöpft wieder Hoffnung

Analyse Berlin Die Mitgliederbefragung ist beendet, jetzt wird ausgezählt: Die CDU will verkünden, wer neuer Vorsitzender werden soll. Friedrich Merz, Norbert Röttgen oder Helge Braun? Möglich ist auch noch eine Stichwahl. Einen leichten Start wird der neue Parteichef nicht haben. eDi ereeifZihundt ist gßro ni edr au.hnPgtrireüf staF 025000. ’UlCDre naheb irhe tmmeSi bie edr rgaengfBu erbü ned eneun ontnszerVedi pre rifeB rode nilnoe eeb. eaggnb Dsa sndi ndur 56 r.oztenP Wer nvo dne ried Kdanandite für ide Ncfahloge onv minAr ehascLt ni ned sencshet ocSkt rde ettazeirPralen zninhieee dw,ri lols nnu na mieeds rgatFie, 41,hrU iflioelzf rdenüevkt ew.nedr Zawr tgbalu rmha, cen assd hnocs im eetsnr aWagghln ine ernGeiwn thensfetse enk. nöt Eeni iwlahhtSc tsi baer ölg. mchi Deenr ibEngrse dürwe ndna ma 41. narJua lgeoinrve. edGera tihgesnacs dre heohn neletgMbigitdgeelurii acmth chsi in erd DCU ied ngnHfufo itbre, ssad die rtiePa cnha emd hdaakbllWee eib erd elhgausBwdnsta 2(4,1 Pzonr)et und nde afmäknhetpcM rde eteznlt ried aJerh ielcnhd ruz uheR kotmm – dnu dewier etsbesuwlsbtsre. rwdi satfehFoxrnEk-ic ecrriFdhi rM,ez edr reenuAßloikpti terNbor teötnRg und edr iamgeelhe nzeaatehfsKclrm geHel uarnB lwoeln ufa dne sesfesChel im adadronneK-esA. auHur- llAe edir isnd iset Metit oeevmbNr hudrc eevil rKeedeärsibnv l,tnegetig eengw naoCor tsime dati. lig iSe ganeb eweIvr, ntis nestllte hcis nde nFearg nvo rMtiegdienl dnu reeinetlf shic ien heer upuaeäselnskktr rTelli. Wre cauh mimer niengnew olles,t e„r ssum ied nnioU ieeeb“, nrfd so renie aus mde nibseeirgh ruze. knsüirlgFh asD„ wrdi üfr ndeej eenun CeCUfh-D eien ihclimze heesareorfnurdd aoii. “ntutS aDs eEbgirns rde gdaitnrgugleeiebrMf ussm cuah ohcn mvo laeitgdin aaPgetrti ma.12 aarJnu gagnsetbee nedre.w Alel idre idetnaaKdn nabhe ditma oe,rgbnew sasd sie ide DCU nrdmeore leaenfults lonelw, plrelones nud ltiahciln.h llAe ried etnter mit maesT na. ieVl arw mudez vno ngrejugVün dei, Reed sasd edi CDU blichrie,we ntbreu und eiftllreivgä erndwe lo.les eniE ehect eaentAsudrnunezsgi mu eid tciisolpeh thcuRgin raw edr repmkDaif jecdho nthic. enhseeidcrUt geizten sich rov almel mi tliS dre iaade: ndtKn ezMr ckeet renge a,n nauBr chsute edn iel, hAgsuc nöeRgtt ingg am beeslitn ni die Tf.eei rbAe nontsaesn sehetcrrh na eelniv ntSlele tntrEah.ic reD aSttr rfü edn ennue zenositVnder rwid ldfleejans neik lrceihet d.ewenr Geäwhtl dwir re nru ürf iezw a,erhJ so dsas ied eZti frü ied zteUmugns eenis sgaeunfnaN pakpn is.t dreeiÜbs mssu re ine ßeeörgrs eaTm rnemof, ehscewl nde Afhurbuc cahu eprkrter.vö reHtin edn slKenius irdw abdhlse rbetsei um ide nüff evropeelettttelrnrsS e,rgletgna da fabrneof hmer inAprtnsae neraentt one. wll Dann nsheet mi dmnoemken Jahr eriv dgasnLlnatwaeh a:n im drn, aaalS in sgeniol-tl, wseSHhci in -sWeeoelartrhiNfnnd udn in cna. isrseehdeN slraemetVs ide Uoinn dei näge, Uenrgn widr erd euNe hcmgtäi entur reeuF. reegant nWen bear nieer dre MssereätiirnD-nepdntCUi aiosTb Hs,an lanDei üGtrenh udn iednHkr tüsW in ieern cshiingrwee Psaeh üfr edi raPeit seein Whla n,twngei getsit re caasutmothi las srrtake nMna in erd Unoin bnnee dem tdeVenrnosiz. fau sWa emridewu thicn herhbeulicn sit frü edi grFae rde senhnäct Kilkne. zdaandtruar oShcn heßti se ni edr nnio,U rfü die vier esOrhsnoipjiptoa ise ied ufuntsAellg canh der guiigdeeneMflagrrtb lrhishceic tncih ee.nggtl a Doch rwe tah nun cewhel anneChc auf end P?tiovasrtzrei örHt nma schi in edr DCU,um ftllä rutzes red eamN onv iFrceidhr z.erM nUd rde 6ig-ejhr6ä sti isch srbele sinere haSce hsre eri. sch eoWib Mzre ahcu cosnh eib den wzie adrdiKnauten ovzur tsfe an isenne eSgi gltauegb th,a rdtmezto rrvloe.re E„r ath die nposli“iPoo,t gsat doehcj ereni aus edr rünug.hF erzM bhea hics ieetrrb eautgset. llf muedZ ndis ievle ’UreClD breü 06 ahrJe lat ndu iämnh, ncl erd äurleSraedn shtte bei hnein für eid ehstenre klrea eKn.at rE itgl sla nri, jeedge der hlivtecrum andn auhc ahnc dme tzaiotisForkvrns nefiger driw, end tmAairnbhes alRph hriksuBan reab hitcn plsoafmk grebhnee dtr. üef Nereu ffDCoU-Z rdweü iomst dnroeh. hholeGiwcl idwr cuha etrNbro Reögttn ien kraeppn Segi rode der zugiEn in iene iSlthwhca rteu. atzgu reD r6gej-iäh5 ist vor lmale eib den grüJenen in der eiatrP be.tiebl mhI wrid t,tarttseei edi Unnio tthsciähcal ordmeren satuleflen zu ennökn; ucha gtil re sla bndessoer uekrlg Kpfo. eernmDeüebgg dnrwee geHel rBanu maku nnheCac meuätgeni.r ni:rlgAsdel e„Di t-MrZekilee war ihnct dei ltscehehestc frü edi rit“Pae, driw in dre CUD tebn.to Und ied errkveerpö dre 4ig-9ärejh nrB.ua In red heneeitgnraVg beah se edumz bei veenil lWahne sÜnrrgeecunabh beegne.g engritataPretes eeniws nand chon durfaa in,h oesllt es zu enrie atwSlhhic en,mokm nöenk es sieellpz ürf Mzer neg wre, nde wnne shic sad geR-tönt ndu sad unag-erBraL üvr. bdene Arbe wsitoe umss es aj hticn mmnkeo.

 

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ADAC findet Berlins große Kreuzungen „alle recht gefährlich“

Der letzte Todesmeldung ist erst wenige Tage alt. Vergangene Woche starb eine Radfahrerin, nachdem sie an der der Kreuzung Am Friedrichshain, Ecke Friedensstraße von einem Lkw überrollt wurde. Die 58-Jährige war die Letzte von bislang 38 Menschen, die in diesem Jahr auf Berlins Straßen ums Leben kamen. Der Straßenverkehr in der Hauptstadt bleibt auch im Jahr 2021 gefährlich. Für viele Menschen ist der sichere Weg durch die Stadt eines der größten Probleme im Alltag. Auch der ADAC Berlin-Brandenburg blickt sorgenvoll auf den Berliner Verkehr, insbesondere auf die Situation an Kreuzungen. Der Automobilclub hat daher untersucht, wo die große Gefahren für Fußgänger: innen und Radfahrer: innen lauern – und mit welchen Mitteln sie sich beheben lassen. Seit 2015 sei jährlich eine konstant hohe Zahl von 40 bis 50 Verkehrstoten pro Jahr in Berlin zu verzeichnen, sagte Volker Krane, Verkehrsvorstand beim ADAC Berlin-Brandenburg. „Die Ergebnisse sind frappierend.“ Vor allem Menschen, die sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad durch die Stadt bewegen, seien unter den Opfern. Der ADAC hat sich das Unfallgeschehen in der Hauptstadt näher angesehen. Die meisten Verkehrsunfälle ereigneten sich 2020 demnach am Jakob-Kaiser-Platz. 266 Mal krachte es in Charlottenburg-Nord. Dahinter folgt der Große Stern mit 226 Kollisionen, knapp vor Ernst-Reuter-Platz (225) und Theodor-Heuss-Platz (224). Komplettiert wird die Top Fünf vom Verkehrsknoten am Schlesischen Tor mit der Skalitzer, Schlesischen und Oberbaumstraße, wo es im vergangenen Jahr 221 Unfälle gab. Insbesondere an den großen Knotenpunkten handele es häufig nur um Blechschäden, sagte Krane. „Das sind keine Unfälle mit tödlichen Folgen. Es zeigt aber: Komplexe Verkehrssituationen sind ein Risikobereich, wo Verkehrssicherheitsarbeit ansetzen muss.“ [Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] Die Kreuzungen mit Todesfällen wiederum verteilten sich „relativ gleichmäßig“ über das Stadtgebiet. „Man kann nicht sagen, dass es einzelne Kreuzungen mit auffälligen statistischen Häufungen gibt. Es gibt aber symptomatische Situationen an Kreuzungsbereichen, die als unfallträchtig gelten“, sagte der ADAC-Vorstand. Schlechte Fahrbahnmarkierungen erhöhen das Unfallrisiko Wo genau die Probleme lägen, die immer wieder auftauchten, machte Merve Serim, Verkehrsreferentin beim ADAC anhand einiger Beispiele deutlich. So führten unter anderem schlechte Baustelleneinrichtungen zu gefährlichen Situationen, da etwa für Radfahrer teils nicht klar erkennbar sei, wo ihr Weg nun verlaufe. [Lesetipp bei Tagesspiegel Plus: Auswertung der Unfallstatistik - An diesen Kreuzungen gibt es die meisten Radfahrunfälle] An der Kreuzung Warschauer Straße, Ecke Frankfurter Tor etwa würden sich an der Fahrradweiche immer wieder Radfahrer: innen rechts bei den Abbiegern einsortieren, obwohl sie geradeaus fahren wollten. Das führe oft zu Konflikten. Einerseits wählten die Radfahrer: innen den Weg aus einem Gefühl der Sicherheit, sagte Serim. Zugleich sei ihnen häufig nicht klar, dass die geradeaus führende Radspur in Mittellage verlaufe, da es keine farbliche Hervorhebung gebe. Schlechte oder ungenaue Markierungen seien insgesamt eines der größten Probleme, sagte Krane „Man muss sich um die Eindeutigkeit und den Wartungszustand der Markierungen kümmern.“ Die Wege müssten für alle Fahrzeugarten so konzipiert sein, dass auch Ortsunkundigen sofort klar sei, wo ihr Weg entlang führe. Unklarheiten hingegen führten schnell zu gefährlichen Situationen. Positivbeispiele konnte der ADAC hingegen nicht finden. "Die großen Kreuzungen finde ich alle recht gefährlich", sagte Krane. Senat will gefährliche Kreuzungen umbauen Um die Verkehrssicherheit in Berlin zu erhöhen, gilt der Umbau von Kreuzungen als zentraler Punkt. Die Senatsverkehrsverwaltung hat teilweise nach tödlichen Unfällen mit Radfahrer: innen Gefahrensituationen entschärft, unter anderem am Kottbusser Tor und der Otto-Braun-Straße, Ecke Karl-Marx-Allee. Seit vergangenem Jahr plant die Verwaltung auch keine Radweichen mehr, wo rechtsabbiegende Autos die geradeausführenden Radstreifen kreuzen. Damit soll vor allem auch die subjektive Sicherheit der Radfahrer: innen erhöht werden. [Lesen Sie mehr bei Tagesspiegel Plus: Fahrradfahrerin filmt Unfall in Berlin: Die Sekunde des Aufpralls – und was danach bei Twitter geschah] Als Pilotvorhaben will der Senat zudem zwei Verkehrsknoten nach dem Modell der „geschützten Kreuzung“ nach niederländischem Vorbild umbauen. Dabei sollen sich Verkehrsteilnehmer: innen durch einen anderen Abbiegeradius besser sehen. Als ein Ort dafür wurde dafür der Platz der Vereinten Nationen in Friedrichshain ausgewählt. Ein zweiter Punkt an der Kreuzung Oranienstraße, Ecke Alte Jakobstraße musste aus Platzgründen hingegen wieder verworfen werden. „Die niederländische Kreuzung löst nicht alle Probleme“, sagte Krane. Oft sei der Kreuzungstyp nicht umsetzbar. „In Berlin schon gar nicht, wegen dem gewachsenen Stadtkörper und der hohen Verkehrsdichte.“ Getrennte Ampelschaltungen könnten an Problemstellen helfen Helfen sollten stattdessen getrennte Ampelschaltungen für Rechtsabbieger an besonders heiklen Punkten, forderte der ADAC-Vorstand. „Das kann im Einzelfall eine sinnvolle Maßnahme sein und hat einen positiven Effekt auf die Sicherheit. Es behindert aber auch ganz gehörig den Verkehrsfluss.“ Unabhängig von der Infrastruktur fordert der ADAC von allen Verkehrsteilnehmer: innen, bewusster auf die Sicherheit zu achten. Dazu seien auch von Seiten des Senats Kampagnen, aber auch ständige Schulungen schon bei Kindern nötig. „Der Staat muss auch hier Verantwortung übernehmen und darf die Arbeit nicht den Verbänden überlassen“. sagte Krane.

 

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Teilstrecke wieder eingleisig befahrbar – Ersatzverkehr eingestellt

Mit Einschränkungen kann der Schienenverkehr durch Mitte, der wegen der Entgleisung einer S-Bahn am Bahnhof Friedrichstraße eingestellt war, teilweise wieder stattfinden. Wie die S-Bahn am Donnerstagnachmittag mitteilte, sei zwischen Potsdamer Platz und Nordbahnhof ein eingleisiger Verkehr möglich, der Schienenersatzverkehr ist inzwischen eingestellt. Die betroffenen Linien fahren nun wie folgt: Bitte nutzen Sie zur weiträumigen Umfahrung: In der Nacht zu Donnerstag war im Bahnhof ein Zug entgleist. Warum ein Drehgestell eines Waggons aus den Schienen sprang, ist noch unklar, sagte eine Bahnsprecherin am Morgen. Experten seien vor Ort. Der Unfall geschah kurz nach Mitternacht. Verletzt worden sei dabei niemand. Das Fahrzeug sei direkt am Bahnsteig zum Stehen gekommen und die etwa 30 Fahrgäste hätten normal aussteigen können. Der Zug der Linie 2 sollte von Bernau nach Lichtenrade fahren. [Wenn Sie aktuelle Nachrichten aus Berlin, Deutschland und der Welt live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] Nach Angaben der Bundespolizei soll ein Waggon in der Mitte des Zuges zwischen den Bahnhöfen Oranienburger Straße und Friedrichstraße aus den Gleisen gesprungen sein. Der Zug ist nicht auf einer Weiche entgleist, hieß es. Die Bundespolizei sucht nach Zeugen, die in der Bahn saßen (Telefon 030 / 20622 93 60). Unter anderem soll auch die Stromschiene beschädigt worden sein. Hinweise auf einen Anschlag gibt es nicht. Fachleute versuchten am Nachmittag, den betroffenen Wagen mit Hilfe hydraulischer Pumpen wieder aufs Gleis zu heben. Währenddessen ist das zweite Gleis durch einen Hilfszug belegt.

 

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Mann in S-Bahn mit Messer angegriffen und verletzt

In einer S-Bahn in Kornwestheim ist am Donnerstag ein Mann mit einem Messer verletzt worden. Am Bahnhof der Stadt im Landkreis Ludwigsburg habe ein Unbekannter den Mann am Nachmittag in der Bahn angegriffen und sei danach über den Bahnsteig geflüchtet, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagabend. Das Opfer sei bei dem Angriff verletzt worden, befinde sich nach aktuellem Stand aber nicht in Lebensgefahr. Der Verletzte sei mit einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht worden. Es werde mit mehreren Streifenwägen nach dem Angreifer gefahndet, sagte der Polizeisprecher. Zu einem möglichen Motiv machte er zunächst keine Angaben. Es gebe aber Hinweise darauf, dass Täter und Opfer sich gekannt hätten. Wer am Bahnhof oder in der Innenstadt in Kornwestheim unterwegs sei, solle wachsam sein, sagte der Polizeisprecher. Es gebe aber «keinen Grund zur Panik». Ein Bahnsteig sei zur Spurensicherung weiter gesperrt, ansonsten komme es im Bahnverkehr zu keinen größeren Beeinträchtigungen.

 

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Gericht kippt 2G-Regel im niedersächsischen Einzelhandel

In den Streit um die coronabedingten Einschränkungen im Einzelhandel kommt Bewegung. Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat die erst seit kurzem geltende 2G-Regel im Einzelhandel in Niedersachsen gekippt. Die Maßnahme sei zur weiteren Eindämmung des Coronavirus nicht notwendig und auch nicht mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz vereinbar, entschied das Gericht am Donnerstag laut Mitteilung. Der Handelsverband Deutschland (HDE) begrüßte die Entscheidung. „Das Urteil in Niedersachsen macht deutlich, dass die 2G-Regelung für weite Teile des Einzelhandels kein juristischer Selbstläufer ist“, sagte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der Deutschen Presse-Agentur. Zwar bleibe abzuwarten, wie die Gerichte in anderen Bundesländern urteilten. Doch sei die Rechtmäßigkeit der 2G-Beschränkungen im Einzelhandel nun zumindest fraglich. „Dies sollten nun auch die anderen Landesregierungen berücksichtigen, ungerechtfertigte Belastungen des Einzelhandels vermeiden und nicht abwarten, bis ihre Verordnungen von den Gerichten wieder kassiert werden“. Der Hintergrund: Viele Händler klagen über massive Umsatzeinbrüche durch die Einführung der 2G-Regel - und das ausgerechnet im wichtigen Weihnachtsgeschäft. Seit nur noch Geimpfte und Genesene in vielen Geschäften vom Modehaus bis zum Elektronikmarkt einkaufen dürften, seien die Besucherzahlen deutlich zurückgegangen. Ausnahmen von der 2G-Regel gelten für Geschäfte des täglichen Bedarfs, also etwa Supermärkte und Drogerien. Eilantrag in Schleswig-Holstein abgelehnt – Urteil in NRW steht aus Bei Gerichten in ganz Deutschland sind inzwischen Klagen gegen die 2G-Regel eingegangen. Doch gibt es bislang keine einheitliche Linie der Richter. In Schleswig-Holstein war diese Woche ein Eilantrag der Kaufhauskette Woolworth gegen die 2G-Regel vom zuständigen Gericht abgelehnt worden. Hier verwiesen die Richter auf die als besonders besorgniserregend eingeordnete Variante Omikron. Angesichts dieser Bedrohung bestehe kein Zweifel daran, dass die 2G-Regelung geeignet sei, der Verbreitung von Covid-19 entgegenzuwirken und das Risiko schwerer Krankheitsverläufe zu reduzieren. Das Verwenden von FFP2-Masken und Plexiglasscheiben im Kassenbereich könne dies nicht in gleichem Maße sicherstellen. Das Urteil in einem weiteren Eilverfahren vor dem Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen steht noch aus. In Niedersachsen galt die 2GRegel seit Montag. Der 13. Senat des Gerichts entschied nun, diese Regelung vorläufig außer Vollzug zu setzen. (Az.: 13 MN 477/21). Geklagt hatte ein Unternehmen, das auch in Niedersachsen Einzelhandel im Filialbetrieb mit einem Mischsortiment betreibt. Nach Angaben des Kläger-Anwalts handelt es sich auch hier um Woolworth. Gericht: Land hätte Zielgenauigkeit der Maßnahmen erhöhen müssen Das Gericht begründete seine Entscheidung unter anderem damit, dass eine schlichte Übertragung von Forschungserkenntnissen aus geschlossenen Räumen im Sport- und Freizeitbereich auf den Handel nicht möglich sei. Zudem könnten die Kunden auch im Einzelhandel verpflichtet werden, eine FFP2-Maske zu tragen. Außerdem sei nicht ersichtlich, dass das Land seine Forschung zu Infektionswegen erhöht habe, um die Zielgenauigkeit seiner Schutzmaßnahmen zu erhöhen.

 

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Ende der 2G-Regelung im hessischen Einzelhandel gefordert

Nach einer Gerichtsentscheidung in Niedersachsen, mit der die dortige 2G-Regelung im Einzelhandel gekippt ist, fordert der Hessischen Industrie- und Handelskammertag ein Ende der Regelung in Hessen. «Die Landesregierung sollte 2G auch im hessischen Einzelhandel beenden», sagte Präsidentin Kirsten Schoder-Steinmüller am Donnerstag. «Es sollten schnellstmöglich wieder alle Läden uneingeschränkt öffnen dürfen - natürlich mit Abstand, Masken und Hygienekonzept.» 2G bedeutet, dass nur Geimpfte oder Genesene Zutritt haben. Ausgenommen davon sind Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Lebensmittelmärkte oder Apotheken. Schoder-Steinmüller bezeichnete dies als große Wettbewerbsverzerrung. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatte zuvor entscheiden, dass die 2G-Regelung zur weiteren Eindämmung des Coronavirus nicht notwendig und auch nicht mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz vereinbar sei. Sie galt erst seit Montag. Eine unmittelbare Wirkung für Hessen hat das Urteil nicht, weil die hessische 2G-Regelung auf einer anderen Rechtsgrundlage beruht.

 

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Kommentar: Das Ziel ist richtig, die Mittel falsch

Die Landesregierung verliert bei der Pandemie-Bekämpfung offenbar zunehmend den Überblick, meint Marco Seng. Das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Lüneburg zur 2G-Regelung macht die Probleme mit der Corona-Verordnung deutlich. Man kann bekanntlich nicht nur links in den Graben fahren, sondern auch rechts. Die Bemühungen der niedersächsischen Landesregierung, die Corona-Pandemie einzudämmen, sind zwar ehren-, die Mittel jedoch zunehmend zweifelhaft. Erneut hat das Oberverwaltungsgericht die rot-schwarze Koalition ausgebremst und eine wichtige Regelung der neuen Corona-Verordnung für null und nichtig erklärt. Vor einer Woche korrigierten die Lüneburger Richter die 2G-plus-Vorschrift für Friseurbesuche und andere Dienstleistungen, jetzt haben sie die 2G-Regel im Einzelhandel gekippt. Und die Begründung des Urteils ist deutlich überzeugender als viele Rechtsnormen der Verordnung: nicht notwendig, nicht erforderlich, nicht nachvollziehbar. Man möchte der Landesregierung fast schon raten, ihre Pläne vor Verkündung erst einmal in Lüneburg vorzulegen. Die Argumente des Gerichts bringen das Problem gut auf den Punkt. Der Einzelhandel ist kein Treiber der Pandemie. Sonst hätte man auch den Einkauf im Supermarkt längst unterbinden müssen. Und: Auch nach fast zwei Jahren Corona-Krise bemüht sich die Landesregierung nicht darum, die großen Infektionsherde wissenschaftlich aufzuklären. Die Einführung von 2G im Einzelhandel sollte wohl vor allem dazu dienen, den Ungeimpften und Uneinsichtigen das Leben noch unbequemer zu machen. Das Ziel, die Impfquote deutlich zu erhöhen, bleibt richtig, die Mittel waren es in diesem Fall wieder einmal nicht. Und in der kommenden Woche droht schon das nächste Urteil. Denn ob das Orakel aus der Staatskanzlei genügt, um angesichts sinkender Infektionszahlen eine „Weihnachtsruhe“ zu rechtfertigen, ist zumindest zweifelhaft. Von Marco Seng

 

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„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ – so geht es weiter

Köln. „Ich seh’ in dein Herz, sehe gute Zeiten, schlechte Zeiten…“ – auf die Titelmelodie der Erfolgs-Soap „GZSZ“ folgen 25 Minuten voller Gefühle und Intrigen, voller Konflikte und Drama. Als eine der erfolgreichsten Daily Soaps im deutschen Fernsehen ist die Serie aus dem Vorabendprogramm nicht mehr wegzudenken. Eine neue Folge von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ läuft montags bis freitags von 19.40 bis 20.15 Uhr auf RTL. Vorsicht: Spoiler! Hier lesen Sie, was in den nächsten Folgen passiert. Nachdem Laura die Informationen in Rosas Auto gefunden hat, merkt sie, dass sie droht, von Rosa erwischt zu werden. Ausgerechnet John hilft ihr. Der kann nicht fassen, dass Laura von ihrem Plan partout nicht ablässt. Die Clique ist betroffen, als Moritz ihnen von Yvonnes Blindheit berichtet. Miriam beschließt, dass Ablenkung die beste Medizin ist und will die illegale Party vorziehen. Doch da wird sie von ihrer Vergangenheit eingeholt. Luis bringt die aufgelöste Miriam nach Hause. Vorsichtig versucht er, an sie heranzukommen, aber Miriam schweigt. Als sie am nächsten Tag merkt, wie viel Sorgen sich Luis um sie macht, erklärt sie, dass ihr Vater tot ist. Laura und Yvonne spannen die gesamte Familie ein. Während Gerner arglos glaubt, einen normalen Vater-Tochter-Tag zu verbringen, versammeln sich all seine Liebsten zur großen Überraschung im Townhouse. Gerner wird von seinen Emotionen übermannt, als er Yvonne und seine Familie betrachtet. Nur mit einer halbseidenen Investition können sie den Fortbestand der Forschung sichern. Gehen sie den Deal mit dem unbekannten Investor ein? Tobias und Katrin schwelgen in der Vorstellung wie es wäre, allein zusammenzuwohnen. Während Katrin das eher unverbindlich betrachtet, hat Tobias eine Idee, wie man diese schöne Illusion in die Realität umsetzen könnte. Katrin stellt Tobias zur Rede, wie er auf die Idee komme, Maren und Emma auszuquartieren. Tobias rechtfertigt sich, und Katrin sieht ein, dass sie etwas zu harsch war. Sie erklärt ihm, warum Maren so einen hohen Stellenwert in ihrem Leben hat. Emily und Paul präsentieren Kate eine Ausrede, warum Paul Weihnachten nicht mit ihnen feiern kann. Während Kate die Welt nicht mehr versteht, bereitet Emily alles vor, um Kate ein schönes Fest zu bereiten. Obwohl gerade Laura und Moritz spüren, dass ihre Mutter nicht so tapfer ist, wie sie tut, akzeptieren sie nach anfänglichem Zögern Yvonnes Wunsch. Dabei ahnen sie nicht, wie schlecht es ihrer Mutter wirklich geht. Weihnachten im Kiez steht an. Und damit auch Tonis Geigenspiel, für das sie fleißig geübt hat. Doch im letzten Moment verlässt sie der Mut. Also „vergisst“ sie ihre Geige. Ausgerechnet Erik hilft Toni, ihre Geige wiederzuholen. Über den RTL-eigenen Streamingdienst TV Now sind aktuelle „GZSZ“-Folgen nicht nur live, sondern bis zu einer Woche nach der Ausstrahlung online gratis abrufbar – auf ältere Folgen können Sie über einen Plus-Account kostenpflichtig zugreifen. Das Abo gibt es einen Monat lang gratis zur Probe. Danach kostet es pro Monat 2,99 Euro und ist auch monatlich kündbar. Abonnenten können neue Folgen von „GZSZ“ bis zu 72 Stunden vor der Ausstrahlung online streamen. Hier geht's zur TV-Now-Mediathek. Eine Frage beschäftigt „GZSZ“-Fans seit Jahren: Droht der Ausstieg von Jo Gerner? Wolfgang Bahro, der die Figur des Jo Gerner spielt, gehört zu den bekanntesten Schauspielern der Serie. Als Charakter der ersten Stunde zählt der intrigante Geschäftsmann und Rechtsanwalt zu den markantesten Figuren der Serie. Seit die Figur 1993 in die Serie eingeführt wurde, hatte sie mehrere Beziehungen und Affären und trat bereits ganze dreimal vor den Traualtar. Immer wieder fragen sich Fans, wie lange Jo Gerner noch bei „GZSZ“ bleiben wird. In einer Folge wurde Jo lebendig begraben – der mögliche Tod Jo Gerners sorgte für Aufruhr unter den „GZSZ“-Fans. Stirbt Jo Gerner in der Serie? Vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, aber noch ist der Serientod nicht für Jo Gerner vorgesehen. Der Ausstieg einer der zugleich beliebtesten und meist gehassten Figuren ist aktuell nicht geplant. Egal, wie es bei „GZSZ“ weitergeht, Jo Gerner bleibt vorerst an Bord. „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ ist bekannt dafür, typische Themen, mit denen Jugendliche und junge Erwachsene im Alltag konfrontiert sind, aufzugreifen. Die Serie spielt in Berlin und dreht sich um das Leben des Gerner-Clans sowie der Familien Flemming, Moreno, Bachmann, Seefeld und Lehmann. „GZSZ“ gilt als erfolgreichste deutsche Sendung ihres Genres, 2010 wurde sie mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste tägliche Sendung“ ausgezeichnet. Was vielleicht gar nicht jedem Fan bewusst ist: Die Serie, die täglich ein Millionenpublikum begeistert, war zumindest in den ersten 230 Folgen eine Adaption der Seifenoper „The Restless Years“, die von 1977 bis 1981 in Australien ausgestrahlt wurde. Erst ab Folge 231 wurden eigens auf das deutsche TV-Publikum ausgerichtet Drehbücher verfasst. Ein Konzept, das aufzugehen scheint, denn auch in den Niederlanden läuft seit 1990 die Daily Soap „Goede tijden, slechte tijden“, die ebenfalls nach dem australischen Vorbild umgesetzt wurde. Und auch in Frankreich und Belgien wird mittlerweile „GZSZ“ geschaut: Seit Juli 2018 wird die deutsche Serie dort unter dem Namen „Au Rhythme de la Vie“ (zu Deutsch: Im Rhythmus des Lebens) gezeigt. Allerdings hat man sich dort entschieden, nicht bei Folge eins zu starten und die vergangenen 26 Jahre aufzuholen, sondern ist direkt bei Folge 6063 eingestiegen. In unregelmäßigen Abständen strahlt RTL Specials von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ aus. Zum 25-jährigen Jubiläum im Mai 2017 beispielsweise wurde eine anderthalbstündige Spezialfolge gezeigt, im Sommer 2018 gab es eine Mallorca-Folge in Spielfilmlänge. Nicht nur die Serie selbst ist ein Exportschlager mit unvergleichlicher Erfolgsgeschichte. Für viele mittlerweile bekannte Schauspieler und Schauspielerinnen war „GZSZ“ nicht nur die erste Karrierestation, sondern vor allem ein Karrieresprungbrett. Oliver Petszokat, Jeanette Biedermann, Rhea Harder, Yvonne Catterfeld und viele weitere ehemalige Castmitglieder waren vor ihrem Auftritt in „GZSZ“ weitgehend unbekannt. Eine Chance für junge Schauspieltalente ohne viel Erfahrung. Auch einige Musiker nutzen die Serie, um ihre Bekanntheit zu erhöhen – die Bands Caught in the Act und Just Friends beispielsweise. Zusätzlich gab und gibt es in der Serie immer wieder Gastauftritte bekannter Musiker und Prominenter. Der Gastauftritt von Gerhard Schröder, damals niedersächsischer Ministerpräsident, sorgte sogar für die Rekordquote von 6,73 Millionen Zuschauern. RND/pf

 

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Trotz Knappheit daheim - So viel Impfstoff gab Deutschland ins Ausland

Erst spendete Deutschland großzügig Corona-Impfstoff ins Ausland - dann drohte hierzulande plötzlich die Impfstoff-Knappheit. Noch am Mittwoch teilte das Auswärtige Amt auf seiner Website mit, Deutschland habe bereits „über 100 Millionen Dosen Impfstoff“ in andere Länder „abgegeben oder vertraglich zugesichert“ – überwiegend über die „Covax“-Initiative. Die Bundesregierung spende „auch eigene Impfstoffe, die für die nationale Versorgung, einschließlich sogenannter Booster-Impfungen, nicht benötigt werden“, hieß es dort. ▶︎ Über Covax gingen demnach bis Anfang Dezember knapp 41,9 Mio. Dosen an 26 Empfängerländer (u. a. Äthiopien, Philippinen, Botswana, Pakistan). ▶︎ Weitere rund 53 Mio. Dosen seien „in Auslieferung“. ▶︎ Zusätzlich habe der Bund rund 7,7 Mio. Dosen direkt an einzelne Länder gespendet (u. a. Namibia, Ägypten, Ukraine, Vietnam). „Für multilaterale Lösungen statt Impfstoffnationalismus“ – so lautet eine Zwischenzeile in der Meldung über den vergebenen Impfstoff. Waren die großzügigen Zusagen voreilig? Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58, SPD) hatte jüngst erklärt, dass uns nicht genügend Corona-Impfstoff für die Booster-Kampagne in den kommenden Monaten zur Verfügung steht! Mit den Ergebnissen der Impfstoff-Inventur sei er „nicht einverstanden“ gewesen. Es brauche nun für die neue „offensive“ und „schnelle“ Booster-Strategie „sehr viel Impfstoff“. Ansonsten wäre die Auffrischungs-Kampagne erst „Ende März“ abgeschlossen. Glücklicherweise gebe es in Deutschland derzeit „eine große Bereitschaft“ zur Booster-Impfung. Nun führt Deutschland bilaterale Gespräche, um Impfstoff aus dem Ausland zu beschaffen – u. a. mit Polen, Rumänien, Bulgarien, Portugal. Und: Deutschland will über eine Option für zusätzlichen Impfstoff im Vertrag der EU eine „große Tranche“ Biontech-Vakzin kaufen. Insgesamt geht es um 80 Millionen Dosen. Weitere gute Nachricht: Am Donnerstag wurde bekannt, dass Deutschland von Moderna bis Jahresende 10 Mio. vorgezogene Booster-Dosen (für 20 Mio. Impfungen) erhält. Das laute Alarmschlagen von Lauterbach hat viele Menschen aufgeschreckt. Aber: Den Mangel, den der Gesundheitsminister monierte, hat er offenbar rasch ausgleichen können.

 

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EU-Parlament fordert Sanktionen gegen russische Militärs und Oligarchen

D as EU-Parlament hat angesichts von Russlands Truppenaufmarsch an der Grenze zur Ukraine Sanktionen gegen hohe Militärangehörige und das Umfeld der Moskauer Führung gefordert. Neue Strafmaßnahmen sollten sich gegen Offiziere richten, die an der Planung einer möglichen Invasion der Ukraine beteiligt sind, heißt es in einer Entschließung, die am Donnerstag in Straßburg mit breiter Mehrheit angenommen wurde. Das Sanktionspaket solle auch den engsten Kreis und „die Oligarchen im Dunstkreis des russischen Präsidenten“ umfassen. Die Abgeordneten verwiesen auf die Annexion der Krim 2014. Es sollten nun rasch „harte Wirtschafts- und Finanzsanktionen“ verhängt werden, anstatt „erst einmal eine weitere Invasion abzuwarten“, heißt es in der Entschließung. Diese fordert neben dem Einfrieren von Vermögenswerten und Einreisesperren auch den Ausschluss Russlands aus dem internationalen Zahlsystem Swift. Das Parlament fordert zudem, dass die deutsch-russische Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 nicht in Betrieb genommen wird – und zwar „unabhängig davon, ob sie irgendwann die Bestimmungen der EU-Gasrichtlinie erfüllt“, wie das Parlament erklärte. Für den Text stimmten 548 Abgeordnete, 69 stimmten dagegen, 54 enthielten sich. EU-Länder wie Polen und Litauen sowie die Ukraine und die USA sprechen sich schon länger dafür aus, die im September fertiggestellte Gasleitung gegenüber Russland als Druckmittel zu nutzen. In einer separaten Entschließung forderten die Abgeordneten die Einstellung der juristischen Verfahren in Russland gegen die Menschenrechtsorganisation Memorial. Auch hier sprach sich eine breite Mehrheit im EU-Parlament für Sanktionen gegen russische Amtsträger aus, „die an dem rechtswidrigen massiven Vorgehen gegen Memorial“ beteiligt sind. Memorial, ein Netzwerk von regionalen Organisationen, gilt als eine der wichtigsten Bürgerrechtsgruppen Russlands. Die russische Staatsanwaltschaft hat die Auflösung der Organisation Memorial International beantragt, welche die Arbeit der regionalen Abteilungen des Menschenrechts-Netzwerks koordiniert. Ein Verbot der 1989 von sowjetischen Dissidenten, darunter dem Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow, gegründeten Organisation wäre ein schwerer Schlag für die letzten verbliebenen Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

 

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Kommentar zu Krankenkassen: Neuordnung muss sein

Die Krankenkassen sollten nur im Notfall auf Geld aus dem Steuertopf angewiesen sein. Nötig sind deshalb Reformen im Gesundheitswesen, mit denen die Kosten verringert werden, meint Jens Heitmann. Auch für die Krankenkassen ist die Corona-Krise ein Stresstest. Einerseits sinken die Ausgaben, weil viele Versicherte seltener zum Arzt gehen als sonst – auf der anderen Seite steigen die Kosten durch die Behandlung von Covid-Patienten. Vorerst hat der Bund mit einem Rekordzuschuss in Höhe von 28,5 Milliarden Euro die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung für das nächste Jahr stabilisiert. Auf mittlere Sicht aber kommen auf AOK, Barmer und Co. so hohe Belastungen zu, dass ihren Mitgliedern deutlich höhere Beitragssätze drohen. Die Verantwortung dafür trägt noch die frühere Bundesregierung. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte gleich eine ganze Reihe von Reformen auf den Weg gebracht, die milliardenschwere Ausgaben nach sich ziehen. In diesem Jahr konnten Union und SPD noch die zum Teil üppigen Reserven wohlhabender Kassen zur Finanzierung dieser Lasten heranziehen. Diese Speicher sind jetzt jedoch weitgehend geleert. Damit wird die neue Ampelkoalition um wirksame Reformen des Gesundheitswesens nicht mehr herumkommen. Grundsätzlich wäre es zu begrüßen, wenn die Krankenversicherung nicht dauerhaft auf Hilfen des Fiskus angewiesen wäre, um ihre Defizite zu decken. Geld aus dem Steuersäckel sollte nur für die Übernahme gesamtgesellschaftlicher Aufgaben fließen – etwa für die Finanzierung der Beiträge von Arbeitslosengeldempfängern oder den Schutz der Bevölkerung in einer Ausnahmesituation wie derzeit. Sobald dieser Pflichtenkatalog klar definiert ist, steht als dringlichste Aufgabe eine Neuordnung des Krankenhaussektors an. Durch Corona ist einmal mehr deutlich geworden, dass es nicht darauf ankommt, möglichst viele Kliniken zu haben, sondern ausreichend qualifizierte. Von Jens Heitmann

 

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Omikron-Verdacht bei 38 Mitarbeitern im Münsterland

Liveblog Düsseldorf Im Münsterland gibt es bei 38 Mitarbeitern eines Caravanherstellers Verdachtsfälle auf die Omikron-Variante. Und: Am Freitag beginnen in NRW die Impfungen für die Fünf- bis Elfjährigen. Vielerorts sind die Termine schon ausgebucht. Alle News im Blog.

 

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So besiegen wir das Virus nie

Meinung Düsseldorf/Lüneburg Nicht geeignet, nicht erforderlich – ziemlich überraschend kippt das Oberverwaltungsgericht Lüneburg die 2G-Regel im niedersächsischen Einzelhandel. Warum das Urteil weltfremd ist. Es sti inee etung-mcanhmreisdEH sed eeiagssvttnugwbOrhcrlre G()VO. Leunrügb iDe ncdihshiesnäreesc tcieRrh setenz ide ee-2lRgG sed aeBdsnsnlude mi lhlezeEadnin urßea rtfKa – und zawr hizüecglurnv ndu unnarfthea.cb reW so tertl,iu umss shcon gtue Grdüen nh.aeb aDs ethcGir ni edr cehnsnouedrtd Stadt hätl se ewerd rüf tegegien noch ürf hererrlodfic, dass ihcs eeinsfbcrhGähtas ovn hiren dKnnue die mwiIehpcsnaef iegzen lnsesa msnsüe. saD ergTna irene kPeaMF2-sF düwer fvloaul nnüge.eg Ahcu ide nuee nkcoetudbtnse-ear atreainV iomOknr wedür an erd etnwreBug inscht erä. dnn itM eesdir chntgsndEiue thürf sad OVG Lrunebgü dei Bumkngäefp erd nePoandomr-Ceai ad.ruudmsab enDn bie eerjd hicnt saufmesnedn aMßhmaen nank ficlherft tegarfg endrwe, ob esi hkiirlcw etngigee, tsi edi Vtiernrgebu eds sViru glehabcßim uz reiueedznr. reIminmh enhab eid osbielhottrsäfMcir mu den enelirBr nkeofrairtmI aKi Nagel eid Ge2elRg- in etflihcnfö nehngliucägz bneueädG zu nmeei edr enwrassmikt tiMlte e,tlkrär ied rnsengAkaetnscut eiulcdht uz ek.nsen enEi tekstri gBgounlfe tehtä nahc erhni gnsejtnü hgBnennueecr muz n,esgiEbr asds ied knneiIefont hctni mher etlenopielnx awncse,h onnrsde ngzeeüchuk.r aDs iGtrceh fürth uz thRec dei eeinlv uhAeannms ni dnsseicaNhere,an die zu eneir dUuennabhichlegngl swihnezc ednvhnrieeecs renmFo eds sleinehdzanlE. üthrf urWma smus eni eatneetrrcnG tnihc ker, lnoirnlote ien mraatkuB eehgngin? oshnc hoDc die cthierR tctnsühe ads iKnd mit med aeBd s,ua wnen esi eid anmheMßa rictsuhzägdln rüf tnich ggetenei hnate.l rhetmkUge wrdi eni hhcSu rdaas.u ieD g2le-GRe stlloe ufa löcmgiths alle reomFn des iezelEldnhnas ugsetewteia rnewde – tmi Aaemnsuh red eschtäGef dse citeghlän e.sardBf saD irhGtec etaehpt,bu dsas kPaeFMs2-nF ivlölg seaeinhrcu nüwer,d sad tiikosonneskiIfr uz se.nnke hcmenDa rweä neei Imfpnug iug, öntn nnwe rnu llea esMnchne tim dnernae sla nrhei lttnnreuieamb heiAgeöngnr unr nhoc mrkstiea rnevrekhe w.deünr So ticwigh ndu igchirt red dienieszcmih uuMznscdth mi Kmfpa eggne Cnoora sti, linela idwr er maku. aiscneurhe dUn es igtb keien ensaetabblr iundSet uzr streWiikkma nov ean. skM fuA celhew eruenne ernesnsiknEt chsi ads irctGeh ni mesnie etlrUi e,zebtih iebtbl sad Gnsieemhi rde Rtihr.ec ihtcN ealimn edi aatriOormenikVn- erände na eesdir nutcägEznihs, swtae iethß se im iUlr.et iDbea niregpde oirgVnoel dnu ilEopnedimeog dfaluan udn dabnl,a ssda erüb die hdnthseeckaoecn ttiaunMo nhco ievl zu wiegn neakbtn its. Snhoc laline sua Vooegrrs nnak se nihct nch, sead G2 im liEhzlneaned nlizhbbeet. eau nneD die lKolnrneot lnesbeta razw edn ne,ladH sei rruneniie inh aerb int.hc dUn tselsb wenn ueienmfgtp nKduen ttezj un,fallase neie ngrläee ueraD der diPnmaee datshec edm adnelH lheiudtc m.her saD teUrli aus enürubgL ist nie cghalS neegg dei ghm, eBnuenü smdiee lähehnefricg isurV alEtnhi uz iteengeb. aGrede zttje – ni dre enlkat ahteJiserz nud erhwndä effnrabo conh reähcfghleire aVaintrne ernolnal – lotesl deej karswmie aaMemhßn rzu Vuüngfger netsh,e mu die fonnntIeiek uz en.snke rNu, ugt dass im baeebncthnra esnadlnBdu sad VOG hswiSelcg uz enire daeenrn zsciäuhntEng kt.mmo Es aht dne rlitngaaE edr WGr-pphoewtruolo gnege eid 2-RelgGe ieganweebs – rneut anmeedr tmi eerVswi afu Onromk.i sDa Lnad eisaNercndhse tloesl ide hscetnuEndgi rde ernrLugüeb ricRhet htnci hnaefci hhnen.inme

 

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Augsburger kämpfen für einen Gedenkort für erschossene Soldaten

Der Kulturkreis Haunstetten will, dass auf dem Gelände des Alten Schießplatzes ein Gedenkort für die dort Hingerichteten geschaffen wird. Doch die Stadt Augsburg zögert.

 

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Bio-Laden, Café, Zeitarbeit: Das tut sich in der Dillinger Geschäftswelt

Plus In Dillingen soll Mitte des Jahres 2022 Denns Biomarkt eröffnen. Und auch sonst tut sich in der Kreisstadt einiges – von neuen Läden bis zur Zeitarbeitsfirma. In der Roggenkugel steht eine Änderung an. An der Stadteinfahrt im Dillinger Osten rührt sich etwas. Auf dem einstigen Postgelände an der Klemens-Mengele-Straße in der Nähe der Luitpoldkaserne wächst ein Rohbau in die Höhe. Auf dem Areal des einstigen Zustellstützpunkts der Post, der in den Gewerbepark im Dillinger Osten umgezogen ist, wird sich ein Bio-Supermarkt niederlassen.

 

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Auch Bale betroffen: Vier weitere Corona-Fälle bei Real Madrid - LaLiga-Spiele auf der Kippe

Beim spanischen Tabellenführer Real Madrid fallen wegen eines massiven Corona-Ausbruchs vier weitere Profis aus. Es handele sich um Marco Asensio, Gareth Bale, Andrij Lunin und Rodrygo, die positiv getestet worden seien, teilte der Klub am Donnerstag mit. Auch der Co-Trainer und Sohn von Coach Carlo Ancelotti, Davide, habe sich angesteckt. Damit stieg die Zahl der Profis, die im Team um Ex-Nationalspieler Toni Kroos wegen Corona ausfallen, bereits auf sechs. Am Vortag waren bereits Luka Modric und Marcelo positiv getestet worden. Angesichts dieses Corona-Ausbruchs stünden die Liga-Spiele der Königlichen kommenden Sonntag gegen FC Cádiz vor heimischem Publikum und Mittwoch nächster Woche gegen Athletic Bilbao auf der Kippe, schrieb die Zeitung Mundo Deportivo. Eine offizielle Mitteilung des Klubs oder der Liga zu diesen Spielen gab es zunächst nicht. Allerdings kann Real die Ausfälle wohl relativ leicht verkraften: Nach 17 Spielen führen die Madrilenen die Primera División mit 42 Zählern und acht Punkten Vorsprung vor Verfolger FC Sevilla an, der allerdings ein Spiel weniger auf dem Konto hat. Titelverteidiger Atlético Madrid hat bereits 13 Punkte Rückstand und Erzrivale FC Barcelona sogar 18 Zähler weniger als Real. Beide haben 16 Spiele.

 

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Hinterbliebene schreiben offenen Brief an Ampel-Regierung

Berlin Die Familien der Opfer fordern die neue Bundesregierung dazu auf, „weitergehende Ermittlungen in Bezug auf die Tat und auf mögliche Mittäter und Drahtzieher" zu veranlassen. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bat die Angehörigen um Verzeihung. Die Familien der 13 Opfer des Anschlags auf dem Berliner Breitscheidplatz vom Dezember 2016 haben sich kurz vor dem fünften Jahrestag der Tat in einem offenen Brief an Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Christian Lindner (FDP) gewandt. Darin kritisieren sie laut einem Bericht des Senders RBB vom Donnerstag, die Sicherheitsbehörden hätten den Anschlag verhindern können und müssen. Konkret verlangen die Familien einen „würdigen Umgang mit den Betroffenen und Hinterbliebenen des Anschlags sowie dessen umfassende Aufklärung." So fordern sie von der neuen Bundesregierung, „weitergehende Ermittlungen in Bezug auf die Tat und auf mögliche Mittäter und Drahtzieher" zu veranlassen. Bislang seien die Behörden „Spuren zu möglichen Mittätern nicht ausreichend nachgegangen" und es habe „gravierende Fehler in der Strafverfolgung" gegeben. Ihre Einschätzung begründen die Familien auch mit aktuellen RBB-Recherchen zu dem Anschlag, denen zufolge Bundeskriminalamt und Bundesnachrichtendienst die Ermittlungen zu einem mutmaßlichen Auftraggeber des Anschlags nicht konsequent verfolgt haben. Dabei soll es sich den Recherchen zufolge um einen irakischstämmigen Funktionär der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) handeln, der den Kampfnamen Abu Bara'a al-Iraqi führe. Ein Hinweis auf diesen Mann lag den deutschen Sicherheitsbehörden demnach bereits zum Jahresende 2016 vor. Er werde weiterhin von irakisch-kurdischen Sicherheitsbehörden als Terrorplaner für IS-Auslandsaktionen gesucht. Bei dem Anschlag am 19. Dezember 2016 hatte der Attentäter Anis Amri elf Menschen getötet, indem er sie mit einem Lastwagen überfuhr. Zuvor tötete er den polnischen Fahrer des von ihm entwendeten Lastwagens. Vor wenigen Wochen starb außerdem ein Ersthelfer, der aus ungeklärten Gründen schwere Kopfverletzungen erlitten hatte. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bat die Familien der Opfer an diesem Donnerstag mit Blick auf Fehler auch von Behörden seines Bundeslandes um Verzeihung.

 

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Die Börse will kein billiges Geld mehr

Der zweite Boost blieb aus. Nachdem die Entscheidung der US-Notenbank Fed am Mittwochabend an Börsen weltweit Kurssprünge verursacht hatte, konnte die EZB am Donnerstag keine neue Euphorie wecken. Und das obwohl die Fed das Ende der lockeren Geldpolitik einleitete und in Frankfurt weiter Geld in die Märkte gepumpt wird. „Die Risiken einer spürbaren Zunahme der Inflation nehmen weiter zu“, erklärte Jörg Angele vom Bankhaus Bantleon nach der EZB-Ratssitzung die veränderte Wahrnehmung aus Börsensicht. „Es fällt der EZB zunehmend schwer, ihre ultraexpansive Geldpolitik noch zu rechtfertigen.“ Börsen von EZB-Entscheidung unbeeindruckt Der deutsche Leitindex Dax hatte am Mittwoch nach Börsenschluss einen Satz von über 200 Punkten gemacht, nachdem in Amerika die Erhöhung der Leitzinsen und damit die Hoffnung auf eine Eindämmung der Inflation in Aussicht gestellt worden war. Auch der Dow Jones schloss gut ein Prozent fester und sogar der technologielastige Nasdaq – obwohl Tech-Aktien immer von lockerer Geldpolitik profitiert hatten, landete er mit 2,35 Prozent im Plus. Am Donnerstag entwickelten sich Indizes dann eher seitwärts. Der Dax verlor im Laufe des Nachmittags nach Bekanntwerden des weiteren EZB-Kurses sogar leicht. An den Märkten in Übersee war kaum eine Reaktion auf die Entscheidungen in Europa abzulesen. [Wenn Sie alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] Die Entscheidung der EZB rief bei vielen Börsianern sogar Kritik hervor. „Es wird weiter zu viel Geld in Umlauf kommen“, sagt etwa Jörg Kramer, Chefvolkswirt der Commerzbank. Mehr denn je bestünden im Euroraum beträchtliche Inflationsrisiken, auch wenn die Inflation nach der Jahreswende vorübergehend sinken werde. „Leider geht die EZB das Inflationsproblem anders als die US-Notenbank nicht entschieden an.“ Der Euro verliert gegenüber dem Pfund Insgesamt hieß es am Markt, die Währungshüter in den USA erfüllten die Erwartungen und sorgten für mehr Klarheit, ohne das die Gefahr bestünde, das Wirtschaftswachstum abzuwürgen. Von der EZB vermisste man ein solches Signal. Am Devisenmarkt war die kritische Reaktion auf den zögerlichen Kurs der EZB sogar noch deutlicher. Nachdem die britische Notenbank in London den Leitzins sogar erhöht hatte, gab der Euro gegenüber dem britischen Pfund in der Spitze um 0,7 Prozent nach. Er konnte die Verluste im weiteren Tagesverlauf aber wieder relativieren. Anleger können aus den Reaktionen der Märkte aber die beruhigende Nachricht lesen: Auch ohne die ultralockere Geldpolitik dürften die Börsen relativ stabil bleiben. Thorsten Mumme

 

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Wie FDP-Politiker Kanzler Scholz bei der Impfpflicht vorführen

O laf Scholz‘ Ankündigung einer allgemeinen Impfpflicht wirkte kürzlich noch wie die Lösung eines politischen Knotens, hat aber nun genau das provoziert: einen politischen Knoten. Im Sinne des Koalitionsfriedens und im Sinne einer gemeinsamen Botschaft der Ampel-Koalition ist der nun eingebrachte Antrag von FDP-Abgeordneten nämlich nicht. Er kam für die übrigen Ampel-Fraktionen völlig überraschend. Bei den Grünen wird Wolfgang Kubickis Vorpreschen gar als unfreundlicher Akt wahrgenommen:

 

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Kriminelle Bande in Haiti lässt zwölf entführte Ausländer frei

(dpa) Zwei Monaten nach ihrer Entführung hat eine Bande in Haiti die restlichen zwölf ausländischen Geiseln auf freien Fuss gesetzt. «Wir loben Gott, dass er unsere Gebete erhört hat. Die zwölf verbliebenen Entführten sind frei», teilte die US-Hilfsorganisation Christian Aid Ministries am Donnerstag mit. Nach Medienberichten bestätigte die haitianische Polizei die Freilassung. Mitte Oktober waren in dem Karibikstaat 17 Missionare und Angehörige von der kriminellen Bande 400 Mawozo verschleppt worden. Bei den Geiseln handelte es sich um zwölf Erwachsene und fünf Kinder - bis auf eine Person aus Kanada stammen alle aus den USA. Im November waren bereits zwei Geiseln auf freien Fuss gesetzt worden. Anfang vergangener Woche kamen drei weitere Entführungsopfer frei. Haiti, das ärmste Land des amerikanischen Kontinents, wird seit Jahren von politischem Chaos und krimineller Gewalt geplagt. Anfang Juli wurde Staatspräsident Jovenel Moïse in seiner Residenz erschossen, die Hintergründe sind bis heute ungeklärt. Kriminelle Banden kontrollieren vor allem rund um die Hauptstadt Port-au-Prince grosse Gebiete. Vor allem Lösegelderpressungen nehmen zu. Nach Angaben der UN stieg die Zahl der Entführungen 2020 gegenüber dem Vorjahr um 200 Prozent. Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Niedersächsischer Landtag verabschiedet Doppelhaushalt 22/23

"Wir fordern nicht nur die Einhaltung der Schuldenbremse. Wir suggerieren es auch nicht - wir machen es", sagte Finanzminister Reinhold Hilbers (CDU). Niedersachsen werde im kommenden Jahr 698 Millionen Euro tilgen, sodass die konjunkturell bedingten Kredite der Vorjahre zurückgezahlt sind, hieß es aus dem Finanzministerium. Insgesamt umfasst der Haushalt für die beiden Jahre mehr als 75 Milliarden Euro. "Uns gelingt die Rückkehr zur schwarzen Null und zwar ohne Einschränkungen oder Einschnitte bei den fachpolitischen Herausforderungen", lobte Hilbers die Arbeit der rot-schwarzen Landesregierung. Das sieht die Opposition jedoch deutlich anders. Anstatt bereits im kommenden Jahr die ersten Corona-Schulden zurückzuzahlen hätte das Geld aus Sicht der Grünen-Fraktionschefin Julia Willie Hamburg zum Beispiel in mehr Klimaschutz oder in bessere Schulgebäude oder Handynetze fließen können. Auch aus Sicht der FDP wird zu wenig investiert. Angesichts der letzten Haushaltsdebatten vor der Landtagswahl im kommenden Herbst sparte die Opposition auch nicht mit genereller Kritik: Die Groko habe fertig, hieß es von den Grünen. Dem stimmte auch FDP-Fraktionschef Stefan Birkner zu.

 

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Nationalrat gibt grünes Licht für die Sterbehilfe

Regelung im Auftrag des Verfassungsgerichtshofs tritt im Jänner in Kraft. Innenminister Karner verteidigt sein Dollfuß-Museum. Nicht alles, was im Nationalrat behandelt wird, hat mit Corona zu tun. Am Donnerstag stand eine Materie auf dem Programm, die aufgrund eines Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofs geregelt werden musste: die Sterbehilfe. Töten auf Verlangen ist weiterhin verboten, Beihilfe zum Suizid muss aber möglich sein, so die Höchstrichter. Am Nationalrat lag es nun, die genauen Regeln dafür auszuformulieren – und er legte das Urteil eher restriktiv aus: Die Möglichkeit ist auf dauerhaft Schwerkranke oder unheilbar Kranke beschränkt, zwei Ärzte müssen zuvor den Patienten beraten, danach kann beim Notar oder beim Patientenanwalt eine Sterbeverfügung aufgesetzt werden. Und: Der Sterbewillige muss in der Lage sein, das Präparat selbstständig zu sich zu nehmen. Für das Vorhaben gibt es nun eine breite Mehrheit: SPÖ und Neos stimmten zu, nur die Freiheitlichen haben Bedenken. Das Gesetz lasse in einem so heiklen Bereich zu viele Fragen offen, begründete Justizsprecher Harald Stefan die Ablehnung. So etwa sei nicht geklärt, was mit dem Tod bringenden Präparat zu geschehen hat, wenn es nicht oder nur zum Teil verwendet wird. Und es sei keine Betreuung für jene Menschen vorgesehen, die „sicherlich unter ungeheuerlichem psychologischen Druck“ die Beihilfe zum Selbstmord leisten. Justizministerin Alma Zadic (Grüne) sprach von einem Gesetz, das die Menschenwürde achte, Respekt vor dem Leben und Respekt für die Selbstbestimmung und höchstpersönliche Entscheidung schwer kranker Menschen zeige. Es stelle aber auch sicher, dass „niemand den Weg des Sterbens wählen soll, wenn es andere Möglichkeiten gibt“. Deshalb werde die Hospiz- und Palliativversorgung ausgebaut. 108 Mio. Euro stünden zur Verfügung, im Ministerrat seien auch 205 Mio. Euro für Suizidprävention beschlossen worden. Im letzten Moment wurde mittels Abänderungsantrag im Plenum auf Bedenken der Apothekerkammer eingegangen: Sie wollte, dass die Abgabe des tödlichen Präparats nicht verpflichtend ist und dass die Information, welche Apotheken es abgeben, nicht öffentlich zugänglich ist, sondern nur bei jenen Stellen, die die Sterbeverfügung aufsetzen. Das Coronathema spielte dann aber doch noch eine Rolle: Bei der Änderung der Regeln für die Beugehaft – auch das ein Auftrag des Verfassungsgerichtshofs – behauptete die FPÖ, diese könne bei Impfverweigerung verhängt werden. Denn im Gesetz für die Impfpflicht sei zwar keine Ersatzfreiheitsstrafe vorgesehen, diese sei aber auch nicht ausgeschlossen, so die Abgeordnete Susanne Fürst. Die anderen Parteien traten dieser Auslegung entschieden entgegen: Fürst interpretiere die Regelungen falsch, ein solcher Ausschluss der Anwendung sei nicht nötig, weil die Beugehaft überhaupt nicht auf Impfverweigerer angewandt werden könne. Sie könne nur eingesetzt werden, wenn eine Behörde einen Bescheid ausgestellt hat, was im Impfpflicht-Gesetz aber gar nicht vorgesehen sei, erklärte ÖVP-Mandatar Friedrich Ofenauer. Erstmals war der neue Innenminister Gerhard Karner in der „Fragestunde“ im Nationalrat zu Gast. Er musste an diesem Ort ein weiteres Mal das Dollfuß-Museum in seiner Heimatgemeinde Texingtal erklären. Man werde ganz konsequent an einer Neuorientierung arbeiten, versicherte Karner. Dies sei schon im Mai so besprochen worden. Vielleicht habe sich die Bevölkerung gerade in der Region nicht genug mit der Dollfuß-Zeit auseinandergesetzt. Daher sehe er die Neuorientierung des Museums auch als Chance. ((maf))

 

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ARD-Talkshow „Anne Will“ erlebte 2021 ihr erfolgreichstes Jahr

Berlin. Für den ARD-Talk „Anne Will“ ist 2021 das erfolgreichste Jahr in der 14-jährigen Geschichte der Sendung gewesen. In 31 Ausgaben bis zum 12. Dezember erreichte die vom NDR verantwortete und in Berlin produzierte Sendung im Schnitt einen Marktanteil von 15,2 Prozent. Das sei der höchste Marktanteil seit dem Start der Sendung. Im Jahresmittel verfolgten am Sonntag ab 21.45 Uhr mehr als 4,1 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die Sendung. Damit bleibe „Anne Will“ die mit Abstand meistgesehene Talkshow des deutschen Fernsehens. Seit Sonntag ist die Sendung in der Winterpause, die Rückkehr im Ersten ist am 23. Januar geplant. Die höchste Einschaltquote des Jahres erreichte „Anne Will“ mit der Ausgabe, die an das Triell der Kanzlerkandidatin und der beiden Kanzlerkandidaten bei ARD und ZDF am 12. September anschloss (5,8 Millionen Zuschauer/24,2 Prozent Marktanteil). Den Talk „Anne Will“ gibt es seit 2007. Will wich im Jahr 2011 zugunsten von Günther Jauch vom Sonntag auf den Mittwoch aus. Seit Januar 2016, also bald sechs Jahren, ist die Sendung wieder der ARD-Sonntagstalk, der meist nach dem populären „Tatort“ kommt. RND/dpa

 

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LKA-Beamter soll Polizisten während Corona-Protesten angegriffen haben

Pirna. Ein sächsischer LKA-Beamter soll einen Polizisten angegriffen haben, der bei Corona-Protesten im Einsatz war. Er wurde festgenommen, wie das Landeskriminalamt (LKA) am Donnerstag mitteilte. Der Beamte, der privat unterwegs war, sei während eines Einsatzes bei Corona-Protesten in Pirna (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) mit einem Bereitschaftspolizisten aus Niedersachsen aneinandergeraten. Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte. Das LKA habe nach dem Vorfall vom vergangenen Montag zudem ein Disziplinarverfahren eröffnet und den Beamten von seinen gegenwärtigen Aufgaben entbunden. Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) bezeichnete das Verhalten des Polizisten als „unentschuldbar“. „Wenn sich der Vorwurf so bestätigt, hat der Beamte nichts mehr in den Reihen der Polizei zu suchen.“ Der Sachverhalt müsse nun komplett aufgeklärt werden. LKA-Präsidentin Sonja Penzel kündigte „erhebliche Konsequenzen“ an, führte die Entfernung aus dem Dienst jedoch nur beispielhaft auf. RND/dpa

 

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488 in Haft, 46 getötet - Journalisten leben so gefährlich wie lange nicht!

2021 war das gefährlichste Jahr für Journalisten seit Langem! 488 Medienschaffende sind gerade im Gefängnis – so viele wie seit 25 Jahren nicht. Die Jahresbilanz der Journalistenorganisation „Reporter ohne Grenzen“ (RSF) zeigt am heutigen Donnerstag dramatische Zahlen und Fakten. Der Anteil eingesperrter Journalisten ist 20 Prozent höher als im Vorjahr. 212 von 488 der Inhaftierten entfielen auf die Länder China (127), Myanmar (53) und Belarus (32). RSF macht deshalb hauptsächlich die autokratischen Regierungen dieser Länder für den Anstieg verantwortlich. „Im Rahmen des Koalitionsvertrags hat die Bundesregierung die unverzichtbare Rolle von Journalisten und anderen Menschenrechtsverteidigern beim Aufbau und Erhalt funktionierender Gemeinwesen betont“, sagte ein Pressesprecher des Auswärtigen Amtes zu BILD. Die Bundesregierung habe sich zudem verpflichtet, diese Menschen und ihre Arbeit in besonderer Weise zu stärken und zu schützen. China steht wieder auf dem traurigen Platz 1: Die kommunistische Partei Chinas lässt keine Kritik an ihrer Herrschaft zu. „Autokratische Länder haben Angst vor der Wahrheit. Ich wundere mich nicht, dass die meisten inhaftierten Journalisten in China sind. Bloggerin Zhang Zhan und andere mutige Journalisten haben gegen die Lügenmaschine der Kommunistischen Partei gekämpft. Internationale Solidarität reicht nicht. Ich hoffe, dass die neue deutsche Regierung Druck auf die chinesische Regierung macht, die Journalisten freizulassen“, sagt die chinesische Journalistin Su Yutong (45) zu BILD. Yutong wurde 2010 wegen ihrer Arbeit unter Hausarrest gestellt, konnte dann nach Deutschland fliehen. Sie lebt hier mittlerweile im Exil. Wegen kritischer Berichterstattung über die chinesische Corona-Politik wurde die Bloggerin Zhang Zhan kürzlich zu vier Jahren Haft verurteilt und offenbar auch gefoltert. Außerdem verschärft Präsident Xi Jinping mit seinem „Sicherheitsgesetz“ in China die Kontrolle über die Sonderverwaltungszone Hongkong. „Die Bundesregierung spricht das Thema der Pressefreiheit auf verschiedenen Ebenen regelmäßig gegenüber der chinesischen Regierung an. Wir kritisieren Einschränkungen der Pressefreiheit auch öffentlich und multilateral und setzen uns für einzelne Journalistinnen und Journalisten – wie im Fall von Zhang Zhan – öffentlich ein“, hieß es aus dem Auswärtigen Amt gegenüber BILD. Zhang Zhan (37) befindet sich nach einem eingeschränkten Hungerstreik derzeit in Lebensgefahr. In Belarus, wo Europas letzter Diktator Alexander Lukaschenko sich im August 2020 erneut zum Präsidenten ernannte, sitzen nun 32 Journalisten hinter Gittern. Die ersten beiden Medienschaffenden, die nach Beginn der Proteste im vergangenen Jahr strafrechtlich verurteilt wurden, waren Darja Tschulzowa und Kazjaryna Andrejewa. 2021 wurden die beiden mutigen Journalistinnen mit dem Axel-Springer-Preis 2021 ausgezeichnet. „Die Bundesregierung muss sich um mehr internationale Kooperation im Bereich Pressefreiheit bemühen und gemeinsam mit ihren Partnern in internationalen Foren wie dem Europarat und der OSZE auf die Einhaltung dieser fundamentalen Werte pochen“, sagt die FDP-Abgeordnete Renata Alt, Vorsitzende des Menschenrechtsausschusses im Bundestag, zu BILD. „Mit politischem Druck und proaktiven Asylangeboten müssen wir versuchen, bedrohte Journalistinnen und Journalisten zu schützen. Gleichzeitig sollten wir die Einhaltung der Presse- und Medienfreiheit stärker in den Fokus der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit rücken.“ Vom 1. Januar bis 1. Dezember 2021 wurden 46 Journalistinnen und Journalisten im Kontext ihrer Arbeit getötet. Immerhin: Seit 2003 hatte die Zahl der jährlich getöteten Medienschaffenden stets höher gelegen. Zurückzuführen ist dieser Rückgang vor allem auf die nachlassende Intensität der Konflikte und Kriege in Syrien, im Irak und im Jemen. „Dieser Jahresbericht zeichnet ein düsteres Bild. Besonders erschreckend ist die Zahl der inhaftierten Medienschaffenden, die in diesem Jahr signifikant gestiegen ist. Hoffnung macht lediglich die Zahl der Tötungen, die dieses Jahr so niedrig wie seit fast 20 Jahren nicht mehr war“, zieht Alt in BILD ein allenfalls gemischtes Fazit. App-Nutzer können hier an der Umfrage teilnehmen.

 

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Yasmina Filali & Thomas Helmer im Kinder-Hospiz Geschenke statt Tränen!

Hamburg - Was für eine rührende Geste! Fußball-Europameister und Moderator Thomas Helmer (56, „Sport 1“) und Ehefrau und Schauspielerin Yasmina Filali (46) haben die kranken Kleinen im Kinderhospiz Sternenbrücke mit Weihnachtsgeschenken überrascht. +++ BILD gibt es jetzt auch im TV! Hier geht’s zu BILD LIVE +++ Yasmina war bei einer Freundin in Köln zu Besuch, saß mit ihr am Rheinufer. Ihr Samsung-Smartphone legte sie kurz neben sich. Plötzlich war es weg! Gutes tun zu Ostern! Anstatt gemütlich mit ihrer Familie zu brunchen, beschenkte Schauspielerin Yasmina Filali Ostersonntag Obdachlose. Es gab jede Menge Weihnachts-Deko, Kuscheltiere und Süßigkeiten. Thomas hatte das meiste selbst bei St. Pauli-Legende Holger Stanislawski (52) in dessen Rewe-Center abgeholt. Yasmina zu BILD: „Wir engagieren uns schon lange für die 'Sternenbrücke', ich war dort auch schon als Trauerbegleiterin tätig. Thomas und ich sind häufig vor Ort, spielen und backen mit den Kindern.“

 

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Und dann geißelt der AfD-Mann „lüsterne Blicke“ aus der FDP-Fraktion

I m neuen Bundestag hat sich eine Kultur feiner Ironie offenbar noch nicht entwickeln können. Schmerzlich zu spüren war das am Donnerstagnachmittag während einer rund halbstündigen Debatte über einen Antrag der Ampel-Koalition. Ziel des Antrags: Die Fraktionen von FDP und CDU/CSU sollen im Plenarsaal ihre Plätze tauschen, sodass die Union direkt neben der AfD sitzt und die FDP in der Mitte neben ihren Koalitionspartnern von Grünen und SPD. Damit hätten scharfe Zungen manches anfangen können. Zumal sie von der parlamentarischen Geschäftsführerin der Grünen, Irene Mihalic, in der Einbringungsrede regelrecht eingeladen worden waren: „Ich versuche mir vorzustellen“, sagte Mihalic, „wie so eine Debatte auf die Menschen im Lande wirkt.“ Gewollt hatten SPD, Grüne und FDP diese Debatte nicht. Vielmehr hatten sie versucht, die Umgruppierung im Ältestenrat herbeizuführen. Als sich dort aber CDU und CSU dem Ansinnen strikt widersetzten, versuchten es die Ampel-Koalitionäre per Abstimmung im Plenum. Freilich ohne vorherige Debatte. Diese drückte dann aber die Unionsfraktion durch. Und so musste etwas gesagt werden. Als dies nach Mihalic dann Torsten Frei (CDU) oblag, griff er zum Hammer. Frei nannte das Verhalten der Ampel-Koalition einen „Ausbund von Respektlosigkeit“ sowie einen „Gipfel von Respektlosigkeit“, „ein Zeichen großer Schwäche“ und der „Kleinkariertheit“. In die Annalen mindestens der Unionsfraktion wird eingehen, dass Frei für diese Worte von seiner Fraktion einen derart ausdauernden Beifall erhielt, dass Bundestagsvizepräsidentin Aydan Özoguz (SPD) Mühe hatte, den Fortgang der Debatte zu gewährleisten. Dann aber war Ruhe. Johannes Vogel von der FDP durfte reden – und erntete Lacher für ein falsches Zitat. Vogel hatte die an sich gar nicht schlechte Idee, mal bei Franz Josef Strauß nachzuschauen, ob sich bei dem einstigen bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden was zur Positionierung der Union auf der klar rechten Seite finden lasse. Und Vogel gab dann, um CDU und CSU zum räumlichen Rechtsruck zu bewegen, Strauß so wieder, dass es „rechts von der Union keine demokratische Partei geben“ dürfe, „die unzweifelhaft auf dem Boden der Verfassung steht“. Klang gut und ließ sich auf einen Unionsumzug neben die AfD anwenden. Bisher sitzt rechts neben der Union auch die FDP. Die aber steht unzweifelhaft auf dem Boden der Verfassung. Künftig würde rechts neben der Union nur noch die AfD sitzen, und die steht nicht unzweifelhaft auf dem Boden der Verfassung. Vogel erhielt großen Beifall von den Koalitionsfraktionen, als er hinzufügte: „Franz Josef Strauß soll seinen Willen haben.“ Tatsächlich gesagt aber hat Strauß etwas Anderes. Nämlich, „dass es rechts von der CDU/CSU keine demokratisch legitimierte Partei geben darf“. Demokratisch in Wahlen legitimiert aber ist die AfD. Daher lässt sich eine Platzierung der Union neben ihr mit diesem Strauß-Zitat nicht begründen. Und auch mit der Möglichkeit zur Ironie-Aneignung lässt sich eine Platzierung der Union neben der AfD nicht legitimieren. Als für die nämlich Stephan Brandner sprach, wurde es unflätig: „Wir wollen neben diesen blasierten Typen von der FDP auch nicht mehr sitzen“, gab Brandner als Grund dafür an, dass sich seine AfD-Fraktion in der Abstimmung enthielt und somit faktisch ein Einverständnis mit den Umplatzierungsvorgängen signalisierte. Es sei „ekelhaft“, so Brandner weiter über die FDP, „was aus dieser Fraktionen geworden ist“, eine „machtversessene, grün-links-devote Posten-Grabschertruppe“. Beim Stichwort „Grabschen“ muss dann mit Brandner etwas durchgegangen sein. Es gebe „grau melierte Freiheitskämpfer der FDP, die robben sich schamlos an die AfD-Abgeordnet-innen heran“, sagte Brandner und machte damit immerhin deutlich, dass die AfD vom Gendern gar nichts versteht. Anschließend machte er Andeutungen, dass sich sein Fraktionsvorsitzender, also wohl Tino Chrupalla, durch „lüsterne Blicke“ aus der FDP „sexuell belästigt“ fühle. Das sei, so Brandner, „eine Katastrophe“. Für wen, ließ er offen. Es kam zur Abstimmung. Neben SPD, Grünen und FDP stimmte für den Antrag auch die Linksfraktion. Nur die Union lehnte ab. Daher muss sie nach den noch durchzuführenden Umbauarbeiten im Plenarsaal demnächst mit der FDP die Plätze tauschen und weiter nach rechts rücken. Beiden Fraktionen hatte Irene Mihalic von den Grünen schon zu Anfang etwas auf den Weg gegeben, was als feine Ironie gelten kann. Ja, das hatte was, könnte aber auch ernst gemeint gewesen sein. Jedenfalls sagte sie: „Wir appellieren auch an beide Fraktionen, in gegenseitigem Respekt und in Anerkennung des Standpunkts des jeweils anderen im Laufe dieser Wahlperiode einen Dialog über den Zusammenhang von politischer Selbstverortung und Sitzordnung zu führen, damit wir nicht in vier Jahren wieder hier stehen und die gleiche Debatte erneut führen müssen.“ Im Podcast „Kick-off Politik“ geben wir Ihnen von Montag bis Freitag im Gespräch mit WELT-Experten die wichtigsten Hintergrundinformationen zu einem politischen Top-Thema des Tages. Ab 6 Uhr morgens, in nur 10 Minuten.

 

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Teile verschollener Tora-Rolle der Görlitzer Synagoge zurück

Nach über acht Jahrzehnten sind Teile einer verloren geglaubten Tora-Rolle aus der Görlitzer Synagoge wieder aufgetaucht. Ein evangelischer Pfarrer, mittlerweile im Ruhestand, hat sie mehr als ein halbes Jahrhundert sicher auf- und das Geheimnis darum bewahrt und nun an die Stadt übergeben, wie er berichtete. «Jetzt sind sie in guten Händen, es wird niemand achtlos damit umgehen», sagte Uwe Mader der dpa. Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) versprach, dass die Tora-Fragmente nach der Inventarisierung und Aufarbeitung auch ausgestellt werden. Die vier vermutlich 300 Jahre alten Fragmente auf Pergamentpapier seien in der Pogromnacht am 9. November 1938 in letzter Minute aus der brennenden Synagoge gerettet worden, so Mader. «Sie wurden in Eile, aber sachkundig aus der Tora geschnitten, der heiligen Schrift der jüdischen Kultusgemeinde.» Wer das gemacht habe, müsse des Hebräischen mächtig gewesen sein. «Es sind nicht nur Beschreibungen der jüdischen Geschichte, sondern aussagekräftige Dokumente, darunter die Josefgeschichte aus dem 1. Buch Mose.» Sie seien seinem Vater, einem damals jungen Polizeianwärter, in die Hände gedrückt worden. Der hatte sie auf Anraten eines Rechtsanwalts einem Pfarrer übergeben, damit sie vor den Nationalsozialisten sicher sind. Dessen Witwe vertraute sie 1969 dem jungen Mader an, der damals Vikar war, «unter dem Siegel der Verschwiegenheit», wie der fast 80-Jährige berichtete. Der spätere Polizeiseelsorger hütete die handbeschriebenen Pergamentbänder wie seinen Augapfel. «Ich war sehr misstrauisch.» Die Politik in DDR-Zeiten sei nicht sehr judenfreundlich gewesen. «Daher war klar, dass ich Dienstverschwiegenheit wahren musste.» Erst habe er sie unter Tapetenrollen im Amtszimmer versteckt, wo keiner herumstöberte, dann in einem alten Stahlblechschrank der Polizei, einem Geschenk nach der Wende. «Den Schlüssel dazu hatte ich immer bei mir.» Die Entwicklung der Synagoge und der Gesellschaft in Görlitz sprachen nun dafür, sein Schweigegelübde zu brechen und sie in das Ratsarchiv zu geben, so Mader. «Die Zeit des Misstrauens ist vorbei.» Er habe die Entwicklung der Stadt aufmerksam verfolgt und speziell die der Synagoge, die nach Jahrzehnten des Verfalls und der Sanierung im Juli als Kulturforum wiedereröffnet worden war. Das Gotteshaus der Görlitzer Juden hatte als einzige Synagoge in Sachsen die Pogromnacht 1938 überstanden. Die Tora-Rollen waren verschwunden. Bisher war angenommen worden, dass sie komplett verbrannt waren.

 

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Innsbrucker Doppelbudget beschlossen, Willis Grüne gingen doch mit

Innsbruck – Der massive Innsbrucker Budgetstreit hat ein durchaus überraschendes Ende gefunden: Die Grünen um Bürgermeister Georg Willi stimmten am Donnerstag nach stundenlanger Debatte letztlich dem Doppelbudget 2022/2023 doch zu – und das, obwohl zuvor sämtliche von der ÖVP eingebrachte und von einer breiten Mehrheit mitgetragene Abänderungsanträge berücksichtigt wurden. Die Grünen lehnten in Teilabstimmungen jene Abänderungsanträge zum Budget ab, gingen dann aber bei der Gesamtabstimmung überraschend mit. Der Budgetvoranschlag für das Jahr 2022 wurde mit 39 Stimmen verabschiedet, es gab eine Enthaltung der Kleinstpartei ALI (Alternative Liste Innsbruck). Für das Jahr 2023 zeigte sich ein anderes Abstimmungsverhalten: NEOS und ALI stimmten dagegen, alle anderen Parteien dafür. Das Ergebnis überraschte, denn das Abstimmungsverhalten der Innsbrucker Grünen war bis zuletzt unklar. "Ich kann nicht gegen eine Budget stimmen, mit dem ich dann letztlich arbeiten muss", begründete Willi das Vorgehen nach der Sitzung. Dies sei "auch in der Außendarstellung schwer praktikabel". Das Budget sei aber auch durch die Abstimmungsanträge nicht so komplett verwässert worden, dass er damit überhaupt nicht politisch leben könne. Es sei auch vieles vom ursprünglichen Budgetvoranschlag noch enthalten. Zudem zeigte sich Willi zuversichtlich, in Zukunft so "politisch Druck aufbauen" zu können, dass einige Projekte doch noch umgesetzt würden. Die Menschen würden hinter ihm und seiner Politik stehen: "Die Bevölkerung will das" Willi hatte dem Gemeinderat vergangenen Donnerstag ein – wie er meinte "beschlussfähiges" – Doppelbudget für 2022/23 präsentiert. Nach einem überraschend eingebrachten Abänderungsantrag, der eine politische Mehrheit gegen ihn hatte deutlich werden lassen, hatte der grüne Bürgermeister die Sitzung unterbrochen und sogleich Prüfungen veranlasst. Neben den Auswirkungen für die einzelnen Ämter müssten auch rechtliche und vertragsrechtliche Fragen geklärt werden, wurde damals betont. Am Dienstagabend wurden die Vertreter der Fraktionen über den Stand der Prüfung informiert, am Donnerstag wurde die Sitzung – wie es die Geschäftsordnung des Gemeinderates verlangt – dann fortgeführt. (APA)

 

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Corona-Ausbruch im Straubinger Gefängnis

Im Straubinger Gefängnis hat es einen Corona -Ausbruch mit mindestens 55 Infizierten gegeben. «Bisher haben die Insassen noch keine schwerwiegenden Symptome», sagte Anstaltsleiter Hans Amannsberger am Donnerstag. Weitere Infizierte könnten noch hinzukommen, denn die Ergebnisse der am Mittwoch durchgeführten Reihentestung waren zunächst noch unbekannt. Von den infizierten Gefangenen sei knapp die Hälfte vollständig geimpft, berichtete Amannsberger. Die Betroffenen seien isoliert und in Quarantäne. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk über den Ausbruch berichtet. Es ist nicht der erste Corona-Vorfall in der Straubinger Justizvollzugsanstalt. In der niederbayerischen JVA sitzen rund 700 Männer ein, schon im April dieses Jahres hatten sich 48 Menschen dort infiziert. Auch in anderen bayerischen Gefängnissen tritt Corona immer wieder auf. «Um den Gefangenen ausreichend Schutz zu bieten, fordern wir Grüne eine erweiterte Testplicht für alle Beschäftigten mit direktem Gefangenenkontakt - also auch für bereits geimpfte Mitarbeiter, wie es im medizinischen Bereich bereits Vorschrift ist», betonte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Landtags-Grünen, Stephanie Schuhknecht. Ideal wären zwei verpflichtende PCR-Tests pro Woche. Aus dem Justizministerium in München hieß es dazu: «Derzeit gibt es keine gesetzliche Testpflicht für geimpfte und genesene Vollzugsbedienstete. Eine solche Testpflicht müsste auf Bundesebene eingeführt werden.» Das Ministerium habe die Anstaltsleitungen im November aufgefordert, dafür zu werben, dass auch alle geimpften und als genesen geltenden Bediensteten täglich vor oder bei Dienstbeginn freiwillig einen Antigentest durchführen. «Tägliche Testungen stellen einen wichtigen Beitrag dar, das Einbringen des Corona-Virus in die Anstalt möglichst zu verhindern», so das Ministerium.

 

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EU-Parlament zu Ukraine-Konflikt: Mitgliedstaaten sollen schnell reagieren können

Straßburg. Angesichts des Aufmarschs russischer Truppen nahe der Ukraine hat das EU-Parlament die Mitgliedstaaten aufgefordert, sehr schnell reagieren zu können. Der Rat der Mitgliedstaaten müsse von der EU-Kommission ständig über die militärischen Maßnahmen Russlands informiert werden, heißt es in einer Resolution, die das EU-Parlament am Donnerstag mit großer Mehrheit verabschiedete. Die EU müsse sich bereit halten, angesichts der Bedrohung schnell Sanktionen zu verhängen, statt darauf zu warten, dass es zu einer Invasion Russlands in der Ukraine komme. Sofortmaßnahmen forderte das Parlament allerdings nicht ausdrücklich. Für den Fall neuer Sanktionen nennt das EU-Parlament in dem rechtlich nicht bindenden Papier eine ganze Reihe von zu ergreifenden Maßnahmen. So sollten hochrangige russische Militärangehörige in den Fokus genommen werden, die an der Planung eines möglichen Einmarsches beteiligt seien, sowie der engere Kreis von Oligarchen im Umfeld von Russlands Präsident Wladimir Putin. Außerdem sollten Bankkonten in der EU gesperrt und Reiseverbote verhängt werden. Russland sollte nach dem Willen der Abgeordneten zudem vom internationalen Zahlungssystem Swift ausgeschlossen werden. Daneben fordert das Parlament, dass die EU ihre Abhängigkeit von russischer Energie reduziert. Die umstrittene Gaspipeline Nord Stream 2, die russisches Gas nach Deutschland transportieren soll, solle nicht in Betrieb gehen dürfen, egal ob auf lange Sicht die Vorgaben der EU-Gasrichtlinie erfüllt würden oder nicht. Hintergrund der Resolution sind Erkenntnisse der Nato, wonach Russland in Gebieten unweit der Ukraine zwischen 75.000 und 100.000 Soldaten zusammengezogen hat. Die Entwicklungen wecken Erinnerungen an 2014. Damals hatte sich Russland nach dem Umsturz in der Ukraine die Halbinsel Krim einverleibt und mit der noch immer andauernden Unterstützung von Separatisten in der Ostukraine begonnen. RND/dpa

 

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Thüringen schickt Olympiasiegerin Vogel zur Bundesversammlung – und vier Ex-Regierungschefs

Erfurt. Thüringen wird mit mehreren ehemaligen Ministerpräsidenten in der Bundesversammlung vertreten sein, die den neuen Bundespräsidenten bestimmt. Allein die CDU stellt die drei ehemaligen Regierungschefs Bernhard Vogel, Dieter Althaus und Christine Lieberknecht als Kandidaten, die am Donnerstag im Landtag in Erfurt gewählt wurden. Insgesamt kann die CDU fünf Kandidaten entsenden, darunter auch die ehemalige Bahnrad-Olympiasiegerin Kristina Vogel. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Die Linke, die als stärkste Fraktion im Thüringer Landtag sieben Kandidaten in die Bundesversammlung schickt, ist unter anderem mit Ministerpräsident Bodo Ramelow vertreten. Für die AfD wurde ihr Fraktionschef Björn Höcke gewählt. Die Gruppe der FDP im Landtag schickt Thüringens Kurzzeit-Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich. Die Bundesversammlung soll am 13. Februar zusammentreten. Die Landtage können einen Teil ihrer Mitglieder auf Vorschlag der Fraktionen bestimmen. Insgesamt kann Thüringen 20 Mitglieder stellen - sieben der Linken, je fünf von CDU und AfD sowie jeweils ein Vertreter, den SPD, Grüne und FDP vorgeschlagen haben. RND/dpa

 

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Polizei fahndet nach gestohlenem 11.000-Euro-Quad

Die Polizei an der Mecklenburgischen Seenplatte fahndet nach einem gestohlenen hochwertigen Quad. Das schwarze vierrädrige Motorrad wurde in der Nacht zu Mittwoch in Penzlin entwendet, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstag sagte. Der Wert des 450 Kilogramm schweren, fast neuen und bis zu 100 Stundenkilometer schnellen Fahrzeugs wurde mit 11.000 Euro angegeben. Nach ersten Ermittlungen brachen die Täter vermutlich gezielt den Zugang zum Hof auf, wo das Quad mit einer Faltgarage abgedeckt stand. Wie sie mit dem Fahrzeug verschwanden, sei noch unklar.

 

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„Berlin – Tag & Nacht“: So geht es weiter

Berlin. Freundschaft und Liebe, Schule und Job, Ärger und Intrigen – wie lebt es sich in der Metropole? Die Reality Soap „Berlin – Tag & Nacht“ („BTN“) rückt den Alltag zahlreicher junger Hauptstädter in den Fokus. Seit Anfang an dabei: „Papa“ Joe Möller, der den „BTN“-Fans als „WG-Vater“ ans Herz gewachsen ist. Vor allem Joes Hin- und Herbeziehung mit Peggy lässt die Zuschauer mitfiebern. Eine neue Folge „Berlin – Tag & Nacht“ läuft werktags um 19.05 Uhr auf RTL 2. Wie geht es in den nächsten Folgen weiter und wo gibt es Wiederholungen? Vorsicht, Spoiler! Wer nicht wissen möchte, was in den nächsten Folgen von „Berlin – Tag & Nacht“ passiert, sollte hier aufhören zu lesen. Vorschautexte und Bilder stammen von RTL 2. Ole ist völlig niedergeschlagen. Er gesteht Mandy, dass er Angst hat, ihr allein niemals genügen zu können. Mandy reagiert schockiert, während Ole sich nach seinem Geständnis nicht befreit, sondern vielmehr ziemlich hoffnungslos fühlt. Doch dann nimmt Mandy die Sache in die Hand: Mit einer sehr romantischen Geste kann sie ihm die Zweifel nehmen. Ole ist vollkommen gerührt. Die beiden versöhnen sich und einen perfekten Moment lang kann Ole sich verliebt fallen lassen. Doch dann kommen auf einmal alle Ängste wieder hoch: Er erblickt Mandy bei einem eigentlich unverfänglichen Plausch mit Basti. In dieser Situation wird Ole klar, dass er mit Mandy nur glücklich werden kann, wenn er endlich lernt, mit dem Basti-Makel umzugehen. Lynn reagiert enttäuscht, als ihre Wehen sich als Fehlalarm entpuppen. Anders als erhofft, kann sie also die Schwangerschaft nicht endlich hinter sich lassen. Während Krätze seiner Schwester voller Besorgnis ein absolutes Schonprogramm verordnet, macht diese sich daran, die Wehen selbst einzuleiten. Beim wehenfördernden Treppensteigen verausgabt sie sich allerdings so sehr, dass sie fast kollabiert. Weder Krätze noch Emmi können verstehen, warum Lynn sich selbst so dermaßen in Gefahr bringt. Doch dann platzt es aus ihr heraus: Sie hält diese Schwangerschaft einfach nicht mehr aus. Sie leidet darunter, so eingeschränkt zu sein. Und Krätzes Schonprogramm macht alles nur noch schlimmer. Krätze ist geschockt und erkennt, dass er Lynn keine Vorwürfe machen sollte. Stattdessen wäre es besser, ihr zur Seite zu stehen. Umso glücklicher ist Lynn, als ihre Hausboot-Familie sie mit einem vorgezogenen Weihnachtsgeschenk überrascht, um die Zeit bis zur Geburt zu überbrücken. Sie bekommt einen eigenen Laptop. Als Milla morgens von Piet damit beauftragt wird, einen Weihnachtsbaum fürs Body Burn zu fällen, rechnet sie natürlich nicht damit, dass Tom ihr absagt. Doch sie muss die Sache tatsächlich alleine durchziehen. Dann trifft sie beim Baumschlagen auf Mike. Und als der merkt, dass sie mit dieser Aufgabe ganz schön überfordert ist, fährt sie sofort ihren Milla-Abwehr-Mechanismus hoch. Mike, der allerdings schon öfter unbewusst ihre Mauern durchbrochen hat, weiß auch dieses Mal, wie man diesen Schutzschild überwindet. Die beiden kommen sich plötzlich sehr nah. Milla fühlt sich von der Situation überfordert und macht sich dann doch aus dem Staub. Als sie abends müde, kaputt und verdreckt nach Hause kommt und Tom begeistert anmerkt, wie beeindruckt er ist, dass sie das mit dem Baum fürs Body Burn ganz allein geschafft hat, verschweigt sie ihm Mikes Hilfe. Sie will Tom einfach nicht verletzen. Zugleich redet sie sich ein, dass zwischen Mike und ihr nichts gelaufen ist. Lynn ist voller Vorfreude, als sie von Emmi und Krätze die Erlaubnis bekommt, zu Dennys Geburtstagsparty in der Seehütte zu gehen. Doch nachdem sie mit Chiara und Denny Getränke kaufen war, platzt unterwegs plötzlich ihre Fruchtblase. Jetzt setzen tatsächlich die Wehen ein. Chiara ruft verzweifelt Emmi und Krätze an. Die beiden sollen unbedingt herkommen. Aber wie es in derartigen Situationen so ist: Ihr Handy gibt den Geist auf. Währenddessen hat Lynn mit den immer stärker werdenden Wehen zu kämpfen. Ihre Verzweiflung wächst, als ihr weder Emmi und Krätze noch ein Krankenwagen zu Hilfe kommen. Sollte sie ihr Baby tatsächlich auf dem Parkplatz einer Raststätte zur Welt bringen müssen? Eigentlich wollte Milla über die Feiertage zu Amelie fliegen. Doch dann der Schock: Der Flug wird spontan gecancelt. Verzweifelt sucht sie nach einer neuen Möglichkeit, um Weihnachten trotz allem mit ihrer Tochter verbringen zu können. Allmählich schwindet ihre Hoffnung, es noch rechtzeitig nach Österreich zu schaffen. Als Mike ihr schließlich überraschend und selbstlos eröffnet, dass er ein Auto für sie organisiert hat, gibt Milla sich gerührt ihren Gefühlen zu ihm hin. Die beiden schlafen miteinander. Danach erkennt Milla jedoch überfordert, dass sie gerade Tom betrogen hat. Sie macht Mike klar, dass der Sex mit ihm nichts zu bedeuten hat. Trotzdem: Mike gibt die Hoffnung nicht auf, dass Milla sich schließlich doch noch zu ihm bekennen wird. Milla wünscht sich insgeheim, dass sie Tom genau so sehr lieben würde wie sie Mike liebt. Auf TV Now ist die neueste Folge von „Berlin – Tag & Nacht” direkt nach der Ausstrahlung bis zu vier Wochen kostenlos abrufbar. Zukünftige und ältere Episoden sind nur für Premium-Abonnenten zugänglich. Ein Premium-Account für TV Now kostet aktuell 4,99 Euro im Monat. „Berlin – Tag & Nacht“ („BTN“) folgt den Geschehnissen mehrerer Wohngemeinschaften in verschiedenen Orten Berlins. Die Handlung konzentriert sich auf zahlreiche Figuren, die in der Regel von Laienschauspielern besetzt sind. Zentrale Handlungsorte der im Reportagestil gedrehten Daily Soap sind die Haupt-WG um Hauptmieter Joe Möller, in der sieben Personen wohnen, sowie weitere WGs und Arbeitsplätze der Charaktere. Sowohl Handlung als auch Figuren sind frei erfunden. Eine unruhige Kameraführung, ein teilweise improvisiertes Drehbuch sowie der Einsatz von Voiceovers, in denen die Figuren ihre Gefühlslage schildern, sollen den Eindruck von Realität erhöhen. Den „Mitten im Leben“-Effekt sollen auch die Schauplätze der Scripted-Reality-Serie erzielen. Statt um ein Set im Produktionsstudio, handelt es sich bei den Drehorten um reale Schauplätze, die größtenteils im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg liegen. Für zahlreiche Handlungsorte, wie die Wohngemeinschaften, Clubs oder den Friseursalon Schnitte, gibt es echte Adressen in Berlin. Zudem dienen Orte wie die Mercedes-Benz-Arena Berlin oder der S- und U-Bahnhof Warschauer Straße als wiederkehrende Drehorte für Zwischensequenzen. Im Laufe des annähernd zehnjährigen Bestehens von “Berlin – Tag & Nacht” haben mehr als 70 Darsteller Hauptfiguren in der Daily Soap verkörpert. Dazu kommen weit mehr als 200 Nebendarsteller, die teilweise in nur wenigen Folgen zu sehen sind, mitunter aber in späteren Folgen wiederkehren. Bei einem Großteil der Besetzung handelt es sich um Laiendarsteller, die auch in anderen Formaten des für die Serie verantwortlichen Produktionsunternehmens, der “filmpool Film- und Fernsehproduktion”, mitwirken. Hier eine Übersicht der aktuellen Hauptfiguren und ihrer Darsteller: RND/pf

 

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„Alles was zählt“-Vorschau: So geht es in den nächsten Folgen weiter

Köln. Macht, Geld, Prestige und natürlich Liebe – eben alles, was zählt, zumindest wenn es um die gleichnamige Daily Soap von RTL geht. Neben „GZSZ“ und „Unter uns“ ist „Alles was zählt“ („AWZ“) die dritte tageswöchentliche Serie des Senders, um die sich seit 2006 eine große Fangemeinschaft gebildet hat. Hier verraten wir, wie es in den nächsten Folgen weitergeht. Eine neue Folge von „Alles was zählt“ läuft montags bis freitags von 19.05 Uhr bis 19.40 Uhr auf RTL. Wie es in den nächsten Folgen weitergeht, lesen Sie hier. (Vorschau-Texte und Bilder von TVNOW.) Jenny versucht verzweifelt, Justus begreiflich zu machen, wieso sie ihn verraten musste. Doch der kann ihr nicht verzeihen. Yannick und Nathalie geraten in Schwierigkeiten, als sie ein Paket beschädigen. Ihre Versuche, die Situation zu retten, machen es nur schlimmer. Chiara entscheidet sich, Mo zu decken und kann den Verdacht von ihm ablenken. Doch das ändert nichts daran, dass er sie wahnsinnig enttäuscht hat. Moritz kann das Ende seiner Beziehung nicht akzeptieren und beschließt, um Chiara zu kämpfen. Wird Moritz sie mit einem Liebesappell umstimmen? Leyla erhält das verlockende Angebot, in den A-Kader eines anderen Eissportvereins wechseln zu können. Wird Leyla den Steinkamp-Kader verlassen? Richard scheitert bei der Suche nach einem perfekten Weihnachtsgeschenk für Simone, doch Lucie hat einen rettenden Einfall. Leyla ist überrascht, dass Deniz sie ermutigt, nach Dortmund zu wechseln. Sie ist unschlüssig und weiß nicht, wie sie sich entscheiden soll. Chiara kann Moritz trotz ihrer Gefühle für ihn nicht verzeihen und bleibt bei ihrem Entschluss. Jenny ist erleichtert, die Forschung unter dem Radar der Finance Group abschließen zu können. Lucie möchte für Yannick und sich ein perfektes Weihnachtsfest auszurichten, doch ihr werden einige Stolpersteine in den Weg gelegt. Während Malu und Finn ihr erstes Weihnachten genießen, nutzt Caroline ihre Gastfreundschaft aus, um Jennys und Maximilians Projekt auszuspähen. Yannick nimmt seiner Schwester Lucie zuliebe Hennings Angebot an, Weihnachten im Loft zu feiern. Regulär wird „Alles was zählt“ immer abends von Montag bis Freitag um 19.05 Uhr bei RTL ausgestrahlt. Seit der Programmänderung im August 2013 zeigt RTL allerdings keine Wiederholungen von AWZ mehr. Stattdessen wurden diese auf den Bezahlsender Passion, der zur RTL-Gruppe gehört, ausgelagert. Hier wird die Wiederholung der neuesten Folge immer am nächsten Werktag um 8.45 Uhr ausgestrahlt. Darüber hinaus kann die Serie auch online auf TV Now, dem Zusatzprogramm von RTL, geschaut werden. Hier geht's zur TV-Now-Mediathek. Dreh- und Angelpunkt der Serie ist das fiktive Sportzentrum „Steinkamp Sport & Wellness“ in Essen. Andere wiederkehrende Schauplätze sind der „Club A40“ oder die „Kneipe No.7“. Hier nehmen viele Geschichten der zahlreichen Charaktere ihren Lauf. Im Vordergrund steht dabei immer wieder auch der Sport. Neben Tanzen, Boxen und Fußball ist vor allem Eiskunstlauf eine häufig thematisierte Sportart. RND/pf

 

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SUV-Fahrer rammt Zaun am Hermannplatz und flüchtet per Bus

Krachendes Ende eines mutmaßlichen Autorennens in Berlin: Am Neuköllner Hermannplatz hat ein SUV-Fahrer in der Nacht zu Donnerstag den schweren Zaun gerammt, der die Platzmitte von den umgebenden Fahrbahnen abtrennt. Das geht aus einer Mitteilung der Polizei hervor. [Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] Demnach fuhr der Unbekannte gegen 23 Uhr mit seinem weißen Porsche von der Urbanstraße aus am Hermannplatz in Richtung Hasenheide. Mehreren Zeugenaussagen zufolge soll er zusammen mit einem weiteren Auto mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein, berichtete die Polizei. Beim Abbiegen auf den Hermannplatz sei er schließlich nach links von der Fahrbahn abgekommen und dort gegen die Metallgitter gefahren. Wie die "B.Z." berichtete, wurden mehrere der Gitter durch den Aufprall herausgerissen und auf den Fußgängerbereich in der Platzmitte geschleudert, wo jedoch niemand verletzt worden sei. Auch angekettete Fahrräder seien beschädigt worden. Auf Fotos ist die schwer demolierte Front des weißen Geländewagens zu sehen, was auf ein erhebliches Tempo schließen lässt. Bei den weiteren Ermittlungen stellte die Polizei fest, dass die Kennzeichen an dem Unfallwagen gestohlen waren. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass auch der Porsche selbst entwendet wurde. Die Einsatzkräfte stellten das Fahrzeug sicher. Zur Beseitigung der Trümmer, Bindung der auslaufenden Flüssigkeiten und die Unfallaufnahme war die Fahrbahn am Hermannplatz zwischen der Urbanstraße und der Hasenheide zeitweise komplett gesperrt.

 

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Die begehrtesten Kennwörter dieses Jahres

Die meisten Internetnutzer nehmen den Schutz ihrer persönlichen Daten wohl nicht allzu ernst. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) veröffentlichte wie jedes Jahr ihre Liste mit den zehn beliebtesten Passwörtern in Deutschland. Unter den meistgenutzten Kennwörtern waren wie jedes Jahr wieder Zahlenreihen und simple Wörter, die kein Konto wirklich schützen kann. Auf dem ersten Platz landete dieses Jahr "123456", gefolgt von "passwort" und "12345". Den vierten Rang konnte das klassische "hallo" gewinnen. Die fünfte Position bekam wieder die wenig kreative Zahlenreihe "123456789". Die Plätze sechs bis acht sind "qwertz", "schatz", "basteln". Der Name der deutschen Hauptstadt "berlin" wurde am neunt häufigsten als Passwort benutzt. Der letzte Platz der Top Ten war wenig überraschend die Zahlenfolge "12345678". "Noch nie haben Sicherheitsforscher des Hasso-Plattner-Instituts so viele Leaks bei deutschen Webseiten erfasst wie im Jahr 2021.", so der Direktor, Professor Christoph Meinel. Um seine Konten besser zu schützen, hat das Institut einige Tipps für gelungenere Passwörter geteilt. Kennwörter sollten mehr als 15 Zeichen lang sein und Klein- und Großbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen enthalten.

 

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Uschi Glas: Corona-Streit mit Robert Atzorn… auf der Bühne!

Dieser Streit war nicht gespielt. Schauspiel-Legende Uschi Glas (77) und ihr Kollege Robert Atzorn (76) sind auf der Bühne der Komödie im Bayerischen Hof in München aneinandergeraten. Anlass: die Corona-Maßnahmen. Das berichtet Glas in dem Videocast „19 – die Chefvisite “ vom Chef der Uniklinik Essen, Professor Jochen A. Werner (63). Als ein Corona-Test erforderlich wurde, habe Atzorn gesagt: „Ich lass mich nicht testen!“ Er habe „geschrien und sich so verändert in seiner Persönlichkeit. Ich konnte gar nicht fassen, dass das der Kollege ist, den ich gut finde – fand“, so Glas. Inzwischen würde sie „mit ihm nicht mal mehr einen halben Drehtag machen“. Auf BILD-Nachfrage bestätigt Glas den Vorfall. Dieser sei im März bei den Proben zum Zwei-Personen-Stück „Love Letters“ gewesen. Die Schauspielerin: „Ich war sprachlos, als er meinte, Test und Impfung kämen für ihn nicht infrage.“ Der damalige Intendant Thomas Pekny (68) bestätigt BILD: „Es ist richtig, dass Robert Atzorn sich nicht impfen lassen wollte, da er sich nicht sicher war wegen möglicher Nebenwirkungen. Er hatte wohl keine Lust, sich testen zu lassen. Ob er vor Probenbeginn zu Hause einen Test gemacht hatte, weiß ich nicht.“ Der neue Intendant, Renè Heinersdorff (58), zu BILD: „Uschi Glas hatte zu Recht darauf bestanden, dass ihr Kollege sich testen lässt. Wir als Komödie waren behördlich dazu verpflichtet, die Schauspieler und alle Beteiligten regelmäßig testen zu lassen.“ Glas habe es abgelehnt, weiter mit Atzorn zu proben, solange er sich nicht testen lässt. „Aktuell steht das Stück nicht auf dem Programm. Sollte sie darauf bestehen, das Stück zu spielen, werden wir ihr einen neuen Partner suchen.“ Robert Atzorn war gestern trotz mehrfacher Anfrage für BILD nicht zu erreichen. Ob er inzwischen geimpft ist, war deshalb nicht zu klären. „Love Letters“ ist ein Zwei-Personen-Stück von Albert Ramsdell Gurney († 86). Es erzählt die Verbindung des armen Andrew mit der reichen Melissa. Sie kennen sich von klein auf, schrei-ben sich in der Schule kleine Zettel. Später trennen sich ihre Wege. Doch sie schreiben sich weiter. Mal witzig, mal bewegend. Die Briefe lesen die Schauspieler auf der Bühne vor.

 

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Mit Alkohol und Lichtkur: So blüht die Orchidee zu Hause erst richtig auf

Neukirchen-Vluyn/Geldern. Die Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis) ist eine beliebte Zimmerpflanze. Aber auch eine, die nicht alles mitmacht. Ihre Besitzer sollten ihr ein besonderes Plätzchen gönnen und gute Pflege angedeihen lassen: „Das hellste Fenster der Wohnung ist im Winterhalbjahr der richtige Standort für eine Phalaenopsis“, sagt Jörg Frehsonke, Orchideen-Gärtner aus Neukirchen-Vluyn (NRW). Dann können die Pflanzen sogar direkte Sonneneinstrahlung gut vertragen. Im Sommer dagegen sorgt Schatten für gutes Wachstum der Phalaenopsis. „Grundsätzlich müssen die Schönheiten vor kalter, frostiger Zugluft am Fenster geschützt werden“, sagt Matthias Bremkens. Der Vorsitzende des Verbands deutscher Orchideenbetriebe rät, die Pflanzen aber auch vor warmer Zugluft zu schützen. Man sollte die Töpfe so auf einem Fensterbrett über einem Heizkörper aufstellen, dass die Blütenstände und Blätter nicht darüber hinaushängen. Denn auch die aufsteigende trocken-warme Heizungsluft stresst diese. Eine gleichmäßige Raumtemperatur zwischen 18 und 24 Grad mögen diese Orchideen. „Kurzfristig vertragen die Pflanzen auch mal niedrigere Temperaturen bis 14 Grad“, so Jörg Frehsonke. In der Regel werden Orchideen in transparenten Töpfen verkauft. Das liegt an der natürlichen Wachstumsweise der Pflanzen, die nicht im Boden, sondern auf einem Baum sitzen und sich an diesem mit ihren Wurzeln festhalten. Aus der tropischen Luft ihrer Heimatregionen versorgen sich die Orchideen dann mit Wasser und Nährstoffen. „Eigentlich ist es lediglich für die Kultur beim Produzenten wichtig, dass die Gefäße transparent sind“, so Bremkens. Aber es gibt auch einen Vorteil für den Pflanzenbesitzer, wenn er die Wurzeln sieht: Sie dienen als Gießanzeiger. „Wenn die Wurzeln silbrig-grau sind, sollte man die Pflanze wässern“, rät Frehsonke. Optimal versorgt schimmern die dicken Wurzeln grünlich. Nicht wundern muss man sich, wenn die Wurzeln oben aus dem Topf herauswachsen. Die Pflanze fühlt sich laut Frehsonke dann wohl und nutzt die guten Bedingungen der Umgebung zur Selbstversorgung - sie macht es also wie in den heimischen Tropen und entzieht mit Luftwurzeln der Raumluft Feuchtigkeit. „Wenn die Wurzeln stören, kann man sie in den Topf stecken oder auch abschneiden“, so der Gärtner. Es gibt einen weit verbreiteten Ratschlag zum Gießen von Orchideen, den der Experte Matthias Bremkens aber nicht gut findet: Regelmäßig ein Schnapsglas voll Wasser zu geben. „Gießen Sie lieber etwa 0,2 Liter Wasser – also ein Bierglas – und kippen Sie das überschüssige Wasser aus dem Übertopf weg“, empfiehlt Bremkens. Letzteres ist wichtig, da die Pflanzen kein Stauwasser an den Wurzeln vertragen. Es macht aber gerade im Winter auch Sinn, den Wasserbedarf der Pflanzen an den Wurzeln abzulesen, da ihr Verbrauch durch warme Heizungsluft steigt. Häufig wird empfohlen, Wasser zusätzlich mit einem Sprüher auf Blätter und Wurzeln zu nebeln. „Das macht man für das gute Gefühl, hat aber keinen Effekt für die Pflanzen“, sagt der Sprecher der deutschen Orchideen-Betriebe. Die Raumluft ist meist so trocken, dass man mit dem Nebeln keine anhaltende Verbesserung erreicht. Das gelinge nur mit vielen Grünpflanzen im Raum und Verdunstern am Heizkörper. Das Düngen der Orchideen ist schwierig, da die Pflanzen recht empfindlich auf solche Nährstoffgaben reagieren können. Im Winter, wenn die Lichtausbeute der Pflanzen gering ist, sollte man daher sparsamer als in den Sommermonaten düngen. Bremkens rät sogar, von Oktober bis März ganz darauf zu verzichten. Die großen Blätter sollten regelmäßig abgestaubt werden, da sonst nicht mehr genug Sonnenlicht durchkommt. Nach dem Abwischen der Ober- und Unterseite mit einem feuchten Lappen rät Bremkens zum Auftragen eines Blattglanzsprays. Laut den Herstellern schützt es vor Schädlingen, neuen Staubablagerungen und Kalkflecken. Wichtig ist beim Auftragen ausreichend Abstand zur Pflanze, auf den Produkten stehen entsprechende Infos. Sonst drohen Schäden. Wer im Winter merkt, dass die Fensterbank klebrig ist, sollte sich seine Orchidee genauer ansehen. Denn das ist ein untrügerisches Zeichen für einen Befall mit Schild- oder Wollläusen. Diese Schädlinge sitzen auf der Blattunterseite, saugen Pflanzensäfte aus und geben daraufhin zuckerhaltige Stoffe ab, die dann auf Oberflächen kleben bleiben. „Schauen Sie auch hinter die Blüten, meist ist da der Befall besonders stark“, sagt Orchideen-Gärtner Frehsonke. Er rät als erste Notfallmaßnahme zum Abtupfen der Schädlinge mit einem Wattestäbchen, das mit hochprozentigem Alkohol getränkt wurde. Dauerhaft könne man mit wiederholten Behandlungen mit einem Pflanzenschutzmittel im Abstand von zehn Tagen die Läuse loswerden. Die Schmetterlingsorchidee blüht im Schnitt sechs bis acht Wochen lang, so Bremkens. Und anschließend dauert es bei den meisten nicht lange und am Blütenstiel entstehen neue Triebe mit Knospen. Bremkens rät daher nach einer Blüte zum Einkürzen des Stiels um zwei Drittel. Geschnitten wird direkt über einem sogenannten Auge, das man als leichte Verdickung sehen oder ertasten kann. Erscheint kein Neuaustrieb, hilft eine andere Methode: „Man wechselt den Standort und stellt die Pflanze für vier bis sechs Wochen hell, aber kühl“, rät Bremkens. Außerdem gießt man seltener. Das regt die Pflanze an, an der Basis eine neue Rispe zu bilden. RND/dpa

 

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Immo-Betrug auf Malle? Der schöne Ferdinand und sein schmutziges Geheimnis

Er präsentierte sich als reicher Unternehmer mit Villa und Sportwagen. Dicke Uhr, Gucci-Gürtel, Polo-Shirt mit hochgeschlagenem Kragen. Im Hintergrund eine Bucht mit Sandstrand. Doch davon kann Ferdinand G. (37) im Moment nur träumen. Statt auf die Palmen und das Meer von Mallorca guckt er gerade auf die Kloschüssel und das Waschbecken in einer Zelle der JVA Stammheim. Der Stuttgarter Immobilienmakler sitzt seit einer Woche in U-Haft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugsverdachts in mehreren Fällen – wie genau G. zu Geld gekommen sein soll, lesen Sie mit BILDplus.

 

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NASA-Helikopter Ingenuity: Eine halbe Flugstunde über dem Mars

Die 200 MHz-CPU, die im NASA-Rover Perseverance den Mars erkundet Moxie auf Mars-Rover Perseverance: Ohne Sauerstoff geht es nicht nach Hause "Wir wollen zeigen, dass ein Hubschrauber auf dem Mars fliegen kann" Mars-Rover Perseverance: Beeindruckende Panoramen und der Blick auf das Delta Mars-Rover Perseverance: Beeindruckendes Video der Landung, Fotos und Geräusche Mars-Rover Perseverance: Mit Zoom einmal komplett den Horizont fotografiert Mars-Rover Perseverance: Erstes hochaufgelöstes Panorama der Umgebung Mars-Rover Perseverance: Verschlüsselte Botschaften und immer mehr Fotos Mars-Rover Perseverance: Weitere Farbbilder aus übermittelten Rohdaten Mars-Rover Perseverance: Erste Farbfotos zeigen Landung und die Umgebung NASA-Marssonde: Perseverance landet erfolgreich auf dem Mars Die 200 MHz-CPU, die im NASA-Rover Perseverance den Mars erkundet Moxie auf Mars-Rover Perseverance: Ohne Sauerstoff geht es nicht nach Hause "Wir wollen zeigen, dass ein Hubschrauber auf dem Mars fliegen kann" Mars-Rover Perseverance: Beeindruckende Panoramen und der Blick auf das Delta Mars-Rover Perseverance: Beeindruckendes Video der Landung, Fotos und Geräusche Mars-Rover Perseverance: Mit Zoom einmal komplett den Horizont fotografiert Mars-Rover Perseverance: Erstes hochaufgelöstes Panorama der Umgebung Mars-Rover Perseverance: Verschlüsselte Botschaften und immer mehr Fotos Mars-Rover Perseverance: Weitere Farbbilder aus übermittelten Rohdaten Mars-Rover Perseverance: Erste Farbfotos zeigen Landung und die Umgebung NASA-Marssonde: Perseverance landet erfolgreich auf dem Mars

 

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Frauen gegen Männer auszuspielen, ist kaum im Sinne des Grundgesetzes

M üssen Behörden gendern? Die Antwort auf diese Frage ist nicht einfach – und höchst umstritten. Man kann es sich allerdings einfach machen, indem man ebendiese Antwort einer Professorin für Geschlechterstudien überlässt. Das ist in etwa so, als würde man den Papst fragen, ob es Gott gibt. Oder Nietzsche, ob nicht. Nun hat die Stadt Hannover diesen Weg der Selbstbestätigung eingeschlagen.

 

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Wie der BER ein Weihnachtschaos verhindern will

Der BER rüstet sich für den Weihnachtsansturm - und diesmal soll es klappen. Der Willy-Brandt-Airport der Hauptstadtregion will ein Chaos wie zu Beginn der Herbstferien vermeiden. Die Flughafengesellschaft Berlins, Brandenburgs und des Bundes (FBB) unter Führung von Chefmanagerin Aletta von Massenbach bereitet sich seit Wochen darauf vor. Was bewältigt werden muss, ist nach den Meldungen der Airlines bekannt. Wie die FBB am Donnerstag mitteilte, werden vom 17. Dezember an bis nach Neujahr am BER rund 640.000 Passagiere erwartet. Das entspricht zwar nur etwa der Hälfte der Passagiere in den Weihnachtsferien 2019 vor der Corona-Pandemie, doch es ist das erste Jahresendhoch am BER überhaupt: Im Jahr 2020 war der Flugverkehr unmittelbar nach der Eröffnung des BER aufgrund des Corona-Lockdowns fast komplett eingebrochen, so dass vor einem Jahr in dieser Zeit nur 150.000 Passagiere am BER abflogen oder landeten, damals noch eine entspannte Atmosphäre im Terminal herrschte. Jetzt wird die vierfache Zahl erwartet. Und es gibt wieder diese BER-Durchsage: "Die Flughafengesellschaft bittet deshalb alle Passagiere, sich gut auf ihre Reise vorzubereiten". Konkret wird empfohlen, "mindestens zwei Stunden vor Abflug im Terminal zu sein" und alle erforderlichen Dokumente bereit zu halten, wozu auch wegen der Corona-Regeln ein 3G-Nachweis (Geimpft, Genesen oder Getestet) gehört. Wieder Schnelle BER-Eingreiftruppe Nachdem der BER in den vergangenen Wochen wiederholt in die Negativschlagzeilen geriet, zuletzt wegen Enteisungsproblemen, sind die Verantwortlichen in Alarmbereitschaft. Die Vorbereitung auf den Weihnachtsansturm hatte auch die Sitzung der Gesellschafterversammlung der drei Eigner letzten Freitag bestimmt. Man habe die Erwartung an die Geschäftsführung bekräftigt, "dass die Abläufe und Prozesse an unserem Flughafen funktionieren", sagte Brandenburgs Finanzministerin Katrin Lange (SPD) jüngst. Das ist gar nicht so einfach, da der Flughafen in den vergangenen Monaten wiederholt auch den Frust für Defizite und Versäumnisse von Partnern am BER abbekam, etwa wenn die von den Airlines beauftragten Bodendienstleister zu wenig Personal für die Gepäckarbeiten hatten oder die Bundespolizei wegen Personalmangels beim beauftragten Dienstleister Securitas zu wenige Kontrollspuren in Betrieb nahm. Von Massenbach hatte bekräftigt, dass sich die FBB dennoch in der Verantwortung sieht. 320 BER-Mitarbeiter im Weihnachtseinsatz Wie die FBB mitteilte, werden "an jedem Weihnachtstag (.) allein von der Flughafengesellschaft rund 320 Beschäftigte mit dafür sorgen, dass Reisende sicher ans Ziel kommen." Es soll wieder eine schnelle BER-Eingreiftruppe eingesetzt werden, die sich im Krisenmanagement nach dem Herbstferienchaos bewährt hatte, wo es am Samstag des Ferienstarts im Terminal zu Gedränge und stundenlangen Wartezeiten samt verpassten Flügen für Passagiere gekommen war. "Um in der Weihnachtsreisezeit die Passagierabläufe zu stabilisieren, hält die Flughafengesellschaft Unterstützungsteams für die besonders verkehrsreichen Phasen rund um den 17. Dezember und den 2. Januar bereit", heißt es. Damals hatte die FBB zusätzlich 40 Mitarbeiter eingesetzt, die beim Entladen der Flugzeuge und dem "Schlangen-Management" im Terminal halfen, wo zu wenig Platz zwischen den Check-In-Inseln und den Sicherheitskontrollen ist. An den Spitzentagen der Herbstferien waren 60.000 Passagiere am BER angekommen oder abgeflogen. Über Weihnachten bis Neujahr rechnet die FBB mit etwa 45.000 Passagieren an den voraussichtlichen Spitzentagen, nämlich am Freitag, 17.12., dem vorzeitigen Beginn der Schulferien in Brandenburg, und dann am 2. Januar 2022 mit dem Rückreiseverkehr, hieß es es. Die Größenordnung von 45.000 Passagieren täglich hatte der BER bereits problemlos bewältigt. Aktuell können vom BER aus 118 Ziele in 46 Ländern angeflogen werden. Laut FBB sind für die Weihnachtsferien neben innerdeutschen Flügen, Österreich und der Schweiz besonders "Ziele in Spanien, Großbritannien, Italien, Frankreich und der Türkei gefragt." Worauf BER-Passagiere achten sollten Die Flughafengesellschaft bittet Reisende, die folgenden Hinweise zu beachten, damit es beim Einchecken und den Kontrollen nicht zu unnötigen Verzögerungen kommt: Außerdem bittet die FBB "für einen weitestgehend kontaktlosen Ablauf am Flughafen" Passagiere, wenn möglich den Self-Service zu nutzen und ihren Check-in, aber insbesondere die Gepäckaufgabe, über die Self-Service-Automaten zu erledigen. Mit easyJet, der Lufthansa-Group, Eurowings, Air France/KLM, airbaltic und Norwegian bieten bereits mehrere Airlines ihren Passagieren diesen Service vollständig oder teilweise an. Andrang wie in den Herbst- oder Weihnachtsferien bleibt auch am BER weiter die Ausnahme. Im Jahr 2021 wird der Airport, es ist das erste volle Betriebsjahr nach der Eröffnung im Oktober 2020, zwischen 9,4 und 9,7 Millionen Passagiere abfertigen, sagte von Massenbach jüngst im Brandenburger Landtag. Das ist noch weniger als die angepeilten 10 Millionen Passagiere. Vor der Corona-Krise waren 2019 an den Berliner Flughäfen 35,6 Millionen Passagiere abgefertigt worden. Für das kommende Jahr peilt der BER 17 Millionen Passagiere an. Zu den Osterferien soll das zweite BER-Terminal in Betrieb genommen werden. Und die FBB hat jetzt, wie berichtet, Thomas Hoff Andersson als neuen Geschäftsführer für den operationellen Betrieb angeheuert, der ab 1. Mai 2022 für frischen Wind, bessere Abfertigungsabläufe und zufriedene BER-Passagiere sorgen soll.

 

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Tiroler Doppelbudget 2022/2023 passierte Landtag

Innsbruck – Der Tiroler Landtag hat am späten Donnerstagnachmittag nach zweitägiger Debatte das Doppelbudget für die Jahre 2022 und 2023 mit den Stimmen der Regierungsfraktionen ÖVP und Grünen sowie – wie angekündigt – der Oppositionspartei SPÖ beschlossen. Die übrigen Oppositionsparteien FPÖ, Liste Fritz und NEOS votierten dagegen. Das Doppelbudget ist stark von der Corona-Krise geprägt, der jahrelange Weg des Nulldefizits musste verlassen werden. Über das Sozialbudget wurde extra abgestimmt – hier stimmten die Regierungsparteien sowie SPÖ und NEOS dafür. Bis Ende 2023 sollen Finanzschulden in der Höhe von 997,8 Mio. Euro anfallen. Im Jahr 2022 sollen Erträge in Höhe von 4,1 Mrd. Euro Aufwendungen in Höhe von 4,5 Mrd. Euro gegenüberstehen, im Folgejahr sollen es 4,1 Mrd. Euro bzw. 4,5 Mrd. Euro sein. Die prognostizierten Finanzschulden werden sich daher mit Ende 2022 auf 886,9 Mio. Euro und Ende 2023 auf 997,8 Mio. Euro belaufen. Das entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1167 bzw. 1312 Euro. Bei der Generaldebatte am Mittwoch war das "Schuldenbudget" teilweise ob der besonderen Umstände auf Verständnis gestoßen. FPÖ, NEOS und Liste Fritz kritisierten aber auch massiv Neuverschuldung und einige Budgetposten. Landeshauptmann und Finanzreferent Günther Platter (ÖVP) meinte in seiner Budgetrede vor dem Landtag, dass seine schwarz-grüne Regierung der "Krise entgegensteuere", ohne dabei "die Zukunft aus den Augen zu verlieren" – diesen "Spagat" habe man gemeistert. Acht Jahre lang habe man Schulden vermieden, nun erforderten "besondere Umstände" eine Abkehr vom "eisernen Stand". (APA) Jetzt eine von drei Tourenrodel oder Lunch-Set gewinnen TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung

 

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„Wir sind leider spät, aber hoffentlich nicht zu spät“

Wien Derzeit laufen unter anderem in der EU und in Großbritannien Zulassungsverfahren, für die Valneva bis spätestens Ende März grünes Licht erwartet. Der Totimpfstoff des Konzerns weckt offenbar auch bei manchen Impfstoffskeptikern Interesse. Der französisch-österreichische Biotechkonzern Valneva will mit einer baldigen Zulassung seines Totimpfstoffes noch eine wesentliche Rolle im Kampf gegen die Corona-Pandemie spielen. „Wir sind leider spät, aber hoffentlich nicht zu spät", sagte Vorstandschef Thomas Lingelbach am Donnerstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. Derzeit würden in der EU, in Großbritannien und in Bahrain gleichzeitig Zulassungsverfahren laufen, für die man allesamt bis spätestens Ende März grünes Licht erwartet. Valneva wäre der erste inaktivierte Ganzvirus-Impfstoff gegen Covid-19 in Europa. Der Impfstoff weckt offenbar auch bei manchen Impfstoffskeptikern Interesse. Basis des Valneva-Vakzins ist das Virus in seiner natürlichen Form, das chemisch inaktiviert wird und sich im Körper der Geimpften nicht vermehren kann. Der Körper reagiert beim Kontakt mit derselben Immunantwort wie beim aktiven Coronavirus und bildet Antikörper. Damit nutzt er eine ähnliche Technologie wie klassische Grippe-Impfstoffe und kann in normalen Kühlschränken gelagert werden. Im Oktober hatte Valneva „positive" erste Ergebnisse aus der klinischen Phase-3-Studie mit dem Impfstoff bekannt gegeben. Das Mittel sei wirksamer als der AstraZeneca-Impfstoff und gut verträglich, hieß es. Der erste Schritt sei nun die Zulassung des Impfstoffes als Erstimpfung. Kurz danach rechnet der Valneva-Chef auch mit der Genehmigung für die Booster-Impfung. Am Donnerstag hatte der Konzern erste Ergebnisse veröffentlich, wonach der Totimpfstoff als Booster für eine bereits vorherige Impfung mit demselben Vakzin geeignet sei. „Erste Ergebnisse bestätigen, dass VLA2001 die Immunität der Teilnehmer, die VLA2001 as Grundimmunisierung erhielten, deutlich verstärke", teilte der Konzern mit. Der nächste Schritt wären Auffrischungsimpfungen für diejenigen, die zuvor etwa mit dem neuartigen mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft wurden. „Es gibt viele Menschen, die wollen sich im Moment nicht mit der neuen Technologie impfen lassen", sagte Lingelbach. Andere hätten nach den ersten zwei Impfungen signifikante Nebenwirkungen gehabt und seien nun skeptisch. „Wenn es uns gelingen würde, in dem einen oder anderen Land eine um ein, zwei oder drei Prozentpunkte höhere Durchimpfungsrate zu erreichen, dann haben wir unseren Job gemacht". Auf den Totimpfstoff zu warten, empfiehlt der Valneva-Chef jedoch nicht. Derzeit sei Valneva mit einigen Ländern in Gesprächen über weitere Lieferverträge. Nach dem Scheitern des Lieferabkommens mit Großbritannien, das ein schwerer Rückschlag für den Konzern war, wurden Vorabkaufverträge mit der EU von bis zu 60 Millionen Dosen sowie eine kleinere Liefermenge mit Bahrain vereinbart. „Wir sind mit einigen Ländern in Kontakt zu ähnlichen Vereinbarungen, die wir bereits abgeschlossen haben", sagte Lingelbach. Es sei aber noch zu früh, diese Länder zu nennen, fügte er an. Die Produktionskapazität für das kommende Jahr bezifferte der Manager mit rund 100 Millionen Dosen. Produziert werde an mehreren Standorten, darunter Livingston in Schottland. Anschließend komme der Impfstoff ins schwedische Solna, wo er abgefüllt und verpackt werde. Die deutsche IDT Biologika sei zudem Ende letzten Monats als Lohnhersteller gewonnen worden. In Wien hat Valneva seinen zentralen Forschungs- und Entwicklungsstandort für seinen Impfstoffkandidaten. Allein in Schottland könnten die Kapazitäten auf 200 Millionen Dosen hochgefahren werden, sagte Lingelbach. Großbritannien sei zwar vom Liefervertrag abgesprungen, finanziere aber einen signifikanten Anteil der Impfstoff-Entwicklungskosten von über einer halben Milliarde Euro. Ein weiteres Ziel von Valneva sei es, dass der Impfstoff auch für Kleinkinder zugelassen werde. Derzeit gebe es Studien für 12- bis 17-Jährige. Anfang nächsten Jahres soll es auch Studien für Kinder ab drei Jahren oder ab fünf Jahren geben. „Das diskutieren wir gerade mit den Behörden", sagte Lingelbach. Aus seiner Sicht gibt es keinen Grund, den Impfstoff nicht für Kleinkinder zu entwickeln.

 

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Serie nächtlicher Detonationen: Polizei ermittelt

Nach einer Serie von Detonationen in Bitburg (Landkreis Eifelkreises Bitburg-Prüm) hat die Polizei zwei Verdächtige ermittelt. Die beiden 49 und 54 Jahre alten Männer sollen seit etwa einem Jahr vor allem nachts immer wieder kleinere Sprengkörper gezündet haben, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Dabei seien teilweise geringe Sachschäden entstanden. Akribische Ermittlungen und Hinweise von Zeugen hätten auf die Spur der beiden Männer geführt. In ihren Wohnungen seien unter anderem Chemikalien, mit denen Explosivstoffe hergestellt werden könnten, und zwei selbstgebaute Böller gefunden worden. Das Motiv für die Taten war zunächst unklar. Es gebe aber bislang keine Hinweise, dass die Verdächtigen aus Bitburg einen Anschlag geplant hätten, hieß es.

 

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TT-Redakteur Benedikt Mair ist Tirols „Journalist des Jahres“

Innsbruck – TT-Redakteur Benedikt Mair ist „Journalist des Jahres“ im Bundesland Tirol. Die Auszeichnung wird vom Branchenmagazin Journalist:in vergeben. Mair, 30 Jahre alt und aufgewachsen in Mühlwald im Südtiroler Pustertal, arbeitet seit fünf Jahren für die Tiroler Tageszeitung. Im Vorjahr wurde Liane Pircher, Leiterin der TT-Sonntagsausgabe, ausgezeichnet. Zum österreichischen „Journalisten des Jahres“ wählten die Leserinnen und Leser der Fachzeitschrift mittels Online-Abstimmung Falter -Chefredakteur Florian Klenk. Er erhält diese Auszeichnung nach 2005 und 2016 zum dritten Mal. Gerfried Sperl, langjähriger Chefredakteur der Wiener Tageszeitung Der Standard, erhält die Auszeichnung für sein Lebenswerk. Zur „Redaktion des Jahres“ wurde der ORF gewählt. Ein Sonderpreis der Redaktion geht an die scheidende Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler. (TT) Jetzt eine von drei Tourenrodel oder Lunch-Set gewinnen TT-ePaper 4 Wochen gratis ausprobieren, ohne automatische Verlängerung

 

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Manipulationssichere Systemzeit dank Network Time Security

Manipulationssichere Systemzeit dank Network Time Security Webanwendungen schützen mit Authelia Eigenen Server selbst bauen: Starthilfe für Betrieb und Ausstattung Eigene Server einrichten: Wie Sie sparsame, leise und bezahlbare Hardware finden Mit dem Router Dienste aus dem eigenen Netz ins Internet bringen Arbeitsspeicher mit Fehlerschutz: So funktioniert ECC-Speicher Netzwerkspeicher: Vier NAS-Leergehäuse zum Selbstbestücken im Test Upcycling: Micro-NAS bauen mit Banana Pi M1, FreeBSD und ZFS HPEs ProLiant Microserver Gen10 Plus im Test Manipulationssichere Systemzeit dank Network Time Security Webanwendungen schützen mit Authelia Eigenen Server selbst bauen: Starthilfe für Betrieb und Ausstattung Eigene Server einrichten: Wie Sie sparsame, leise und bezahlbare Hardware finden Mit dem Router Dienste aus dem eigenen Netz ins Internet bringen Arbeitsspeicher mit Fehlerschutz: So funktioniert ECC-Speicher Netzwerkspeicher: Vier NAS-Leergehäuse zum Selbstbestücken im Test Upcycling: Micro-NAS bauen mit Banana Pi M1, FreeBSD und ZFS HPEs ProLiant Microserver Gen10 Plus im Test

 

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Diese neue Rolle sollte Piotrowski bekommen

Meinung Düsseldorf Das Spiel gegen den SV Sandhausen wird für Fortuna ein völlig anderes als die Partien gegen Darmstadt und St. Pauli. Sollte Trainer Christian Preußer daher wieder das System umstellen? Und welchen Akteuren sollte er vertrauen? So würden wir aufstellen. mMaclnha ssum nma geeein erelFh onfef eienhgee: tns nI edr vngeerngena eWoch erortdef hic ohcn rgoDsa ucdNele asl atszrE rfü dAma dB.kzeo acNh mde Speil egnge nde FC tS. aiuPl nnka nam zu dre stkninrEen e,mknmo dass dsa thnci ienme etsbe Idee. raw erD äuRnme iwtekr rbüe eitew trkecneS red iatePr tnhci lcrelsbiah gune,g um oranFtu intwehlfeeer zu nök. nne arbüDer usnhai – nud zu irneem nuEehrtterng – rwid egneg hudnSsaena aincühtlr ein rdenrae ßblulaF featrgg ines als negeg dne eTarefünrlbelh red ewenitZ aiL.g ntrouFa rdwi lciugehnriwe hemr tzBsbaelli et,arhlen ide eäuRm in dre Ofnfviees ewndre eergn re,endw krzu seagt:g aFuront arhtubc rhem Idnee mi eilpS nhca neo.vr unN ktennö amn cüntlaihr sad syeStm eerwdi rädnn,e üuzkrc uz reine eekreeiVttr hkenre dnu ads fleelMdtit esnk. ärt lAdeniglsr tha ovr elaml eid seret ebilaHtz ni tmartaDds ffanro, etb dass eid üerlfdDoesrs hudarucs äfeliglg eienalbpußsllF önkne.n dnU dsa auhc in neeri o35iFn--o.2tarm- umrWa loas nie mSetsy sw,cleneh das tioslhnfecfchi reessb niirfkonteut sla dsa late ey-S-s2?m-44t tbBiel alos nteuer edi cSueh achn eemin rz.aedEkzsB-to dnU edessi Mla rwid se ticscalhäth aewts vtreiek:ra kabJu wtoorPisik enknöt ide isnoitPo asl brLieo henneiemn. aJ, cih ißew ibele rot, uFan htineigcle ipstle rih aj agr cthin mti oebirL – reba Ka“u„b räew lathsächict eanjm,d der eesid itooinsP öhmcigwlo ngza gut mti enbLe elnfül tenkön. Bkicl hacn. dhnhlaöenMgcbca Vro npakp iwez Jrenha ütaserberch edr digmaael reirTan Mcoar Rsoe leiev dun esltlet niDsen kiaraaZ auf edi eenzatrl niitsoPo ni red e.ekitDretre Der zeiSrchew ehttä ichs isb taod uahc las hicasssklne eepilMdfsiertllet zbn, teceeih imt isenre kiaDmyn und nirees Zrteiwkmseäkapf gba er brae nieen rrüngbdeenae Lbieor.ab uürkZc hnac dsD. üsoferl hatFedn nam mi Knataoud-rFer nach meien lhenocs yprte, elpiS dentla nma sehr hecnsll bie ri.wotsioPk Der eoPl eöntnk asl nbleeVsruesdiigrpn einhswzc hrewAb dnu lMtdtfelie in,arege cuah imrme aml dwreie ned Weg acnh nvroe tneaenrt – siqua lsa neldeP zwhesnic nde. elanaisennftMscth stennsnoA knna amn es rtche kzur n:ehalt rWamu ncha edn regnvgnanee benide tteurAnift ievl nnr? edä neD einingez Zauggn mkebtmo ied refSttal ni seonrP ovn ainSht Akppm. peal erD hJ2ä1g-rie tnöenk asl tevikerra ielrSpe, dre ine ugnalbcuihl esugt üsrpeG ürf dei tgcriehin eRmuä fua mde dlielpefS hat, egeng uedaanhSsn neie ctgweihi ugsnäkrterV für eid thancfMnsa en.si

 

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„Vorhaut auf trockenem Brötchen“: Britische Schule entschuldigt sich für missratenes Weihnachtsessen

Steyning. Eine Schule in Großbritannien hat sich nach Protesten für ihr Weihnachtessen entschuldigt. Das berichtet der „Guardian“. Die Steyning Grammar School und Sixth Form College in West Sussex kündigte an, sie werde die Kosten für das Essen nach Beschwerden der Eltern erstatten. Zuvor waren im Netz Bilder geteilt worden, die das lieblose Essen zeigen – bestehend aus offenbar zwei Brötchenhälften, einer Scheibe Wurst, einer Mince Pie und einer Dattel im Speckmantel. In einer lokalen Facebook-Gruppe war das Weihnachtsessen mit einer Bestrafung aus dem britischen Dschungelcamp verglichen worden. Die Gruppenmitglieder beschrieben die Mahlzeit etwa als „Vorhaut auf trockenem Brötchen“, als „etwas, das vom Anatomiekurs des Abiturs übrig geblieben ist“ oder als „Flechte auf trockenem Brot“. Auf Twitter schrieb ein Vater sarkastisch: „Danke für das Weihnachtsessen, das unseren Kindern gestern in der Steyning Grammar serviert wurde und sie wirklich mit festlicher Freude erfüllt hat!“ Der Vater glaubt, dass das meiste von „diesem Zeug“ im Müll gelandet ist. Bei den meisten Kindern habe ein „Gefühl des Unglaubens“ geherrscht, als sie es vorgesetzt bekamen. Das alltägliche Essen in der Schule sei normalerweise besser als dieses schaurige Festmahl. Die Schule verteidigte das Essen zunächst in einer E-Mail an die Eltern. Das „allgemeine Feedback der Schülerinnen und Schüler war, dass es ihnen wirklich gut gefallen hat, und dies wurde durch die leeren Teller und glücklichen Gesichter belegt“, heißt es darin. Eine Erstattung für das Essen gebe es nicht. Nachdem schließlich Bilder von dem Essen in sozialen Medien geteilt wurden, ruderte die Schule allerdings zurück. Das Essen entspreche aufgrund „unvorhergesehener Lieferkettenprobleme und Covid-bedingter Personalengpässe nicht den hohen Standards“, die man von den Caterern erwarte, schreibt die Schulleiterin. RND/msc

 

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Vor Öffnung: Kärnten führt zusätzliche Maßnahmen für Gastro und.

In Restaurants dürfen maximal zehn Erwachsene mit zehn Kindern an einem Tisch sitzen. Außerdem gilt auf Weihnachtsmärkten eine FFP2-Maskenpflicht. Kärnten ging die das Ende des Lockdowns gestaffelt an. Am Montag öffnete bereits der Handel, am morgigen Freitag folgen Gastronomie und Hotellerie. Wenn dann wieder Gasthäuser, Cafés und Restaurants öffnen, gelten hier allerdings strengere Vorschriften als sie die Bundesregelung vorsieht. Wie der Leiter des Landespressedienstes, Gerd Kurath, in einer Videokonferenz mit Journalisten sagte, dürfen an einem Tisch maximal zehn Erwachsene plus maximal zehn Kinder sitzen. Das können aber auch Personen aus unterschiedlichen Haushalten sein. Diese Regelung gilt ebenfalls für Familientreffen oder Weihnachtsfeiern im öffentlichen Bereich und für die Gastronomiebereiche auf Weihnachtsmärkten und in Hotels. Außerdem wurde auf Weihnachtsmärkten in Kärnten eine FFP2-Maskenpflicht verordnet. Diese Regelungen werden zur Vorsicht verhängt, auch wenn die Neuinfektionszahlen in Kärnten nach unten gehen. Die Analyse von Abwasserproben hat ebenfalls keine Erhöhung der Virenlast mehr ergeben. (APA)

 

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Brite nach Schiffsunglück in Ostsee in Haft: Vorwurf der schweren Trunkenheit im Seeverkehr

Stockholm. Nach der schweren Schiffskollision in der Ostsee, bei der vermutlich zwei Männer ums Leben kamen, hat das Gericht im schwedischen Malmö Untersuchungshaft für ein britisches Besatzungsmitglied angeordnet. Das berichtete die schwedische Agentur TT am Donnerstag. Dem Seemann wird schwere Trunkenheit und Fahrlässigkeit im Seeverkehr vorgeworfen. Außerdem wird ihm die Tötung einer anderen Person zur Last gelegt. Der Mann ist Besatzungsmitglied des Schiffes Scot Carrier, das in der Nacht zum Montag zwischen Ystad und Bornholm mit dem dänischen Frachtschiff Karin Høj zusammenstieß. Das dänische Schiff kenterte, einer der beiden Männer an Bord wurde später tot geborgen. Von dem anderen fehlt noch jede Spur. RND/dpa

 

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Häftling gerettet! Gefangenen-Transporter brennt auf Autobahn

Hohenstein-Ernstthal – Spektakulärer Zwischenstopp für einen Häftling in Sachsen: Bei einem Gefangenentransport stand am Donnerstag plötzlich der Wagen in Vollbrand! Zwei Justizbeamte hatten den Mann am Nachmittag von einem Termin zurück in die JVA Waldheim fahren wollen, als der Mercedes auf der A4 bei Hohenstein-Ernstthal plötzlich aus dem Motorraum qualmte. Die Beamten stoppten den Transporter auf dem Seitenstreifen. „Sie konnten sich und den Häftling ins Freie retten“, erklärte ein Sprecher der JVA. Bei einer Razzia wegen Drohungen gegen Stefan Kretschmer wurde ein Telegram-Hetzer abgeführt. Gerade noch rechtzeitig – binnen weniger Minuten stand das Fahrzeug in Flammen und brannte nieder. Verletzt wurde zum Glück niemand, auch einen Fluchtversuch gab es nicht. Die Polizei ermittelt nun, wie es zu dem Feuer kommen konnte. fs Beamte und Häftling wurden hier zum Glück nicht verletzt

 

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Corona-News-Ticker: Bund setzt auf "offensive Booster-Strategie"

Im Live-Ticker informiert NDR.de Sie auch heute - am Donnerstag, 16. Dezember 2021 - aktuell über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Das Wichtigste in Kürze: Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen Das Fälschen von Impfpässen ist eine Straftat. Und doch floriert der illegale Handel. Nach Angaben des Landeskriminalamts in Niedersachsen liegt die Zahl der Verfahren dort im mittleren dreistelligen Bereich. In Schleswig-Holstein zählt das LKA mehr als 450 Fälle, in Hamburg sind es etwa 300, in Mecklenburg-Vorpommern knapp 100. Seit heute sollen Apotheker aber gefälschte Impfausweise leichter erkennen können. Dafür steht ihnen eine neue Prüffunktion zur Verfügung. Apothekerinnen und Apotheker könnten nun die Chargennummer der Impfungen mit einer Software direkt online abfragen, wie der Deutsche Apothekerverband (DAV) mitteilte. Bisher konnten die Apotheken demnach nur überprüfen, ob die Impfausweise vollständig und plausibel sind und zur richtigen Person gehören. An der Universitätsmedizin Greifswald können von kommendem Montag an nur noch Notfälle behandelt und Patienten operiert werden, die lebensbedrohlich erkrankt sind. Grund seien die vielen Covid-19-Patienten in der Klinik: Derzeit werden demnach an der Unimedizin insgesamt 47 Patienten mit Covid-19 behandelt - 15 davon auf der Intensivstation. Die Lage sei dramatisch, sagte heute der Leiter des Corona-Krisenstabs an der Unimedizin, Klaus Hahnenkamp: "Die Situation ist deutlich schlechter als im vergangenen Jahr." Besonders für mögliche Unfälle mit Verletzten und für andere Schwerkranke werde es schwierig. Es würden jetzt Kapazitätserweiterungen und Verlegungen in andere Kliniken geprüft. Zum jetzigen Zeitpunkt werden in Deutschland immer noch praktisch alle Corona-Infektionen durch die Delta-Variante (B.1.617.2) verursacht. Doch der am Abend veröffentlichte Wochenbericht der Robert Koch-Instituts (RKI) zeigt: Die Zahl der Fälle mit Infektion durch die Omikron-Variante steigt hierzulande an. Mit Stand Dienstag (14. Dezember) sind von bisher 235 Verdachtsfällen in Deutschland 112 durch Genomsequenzierung bestätigt worden. In der Vorwoche waren 28 sicher nachgewiesene Infektionen gemeldet worden. Laut einer NDR Recherche für die norddeutschen Bundesländer gibt es bisher in Niedersachsen 25 bestätigte Omikron-Fälle, in Schleswig-Holstein neun, in Hamburg sieben und keine in Mecklenburg-Vorpommern. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen kündigt angesichts der Ausbreitung der Omikron-Variante eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen im Land an. In den vergangenen Tagen hat sich die Zahl der Infektionen mit der neuen Virus-Variante alle 24 Stunden verdoppelt. "Ich habe keinen Zweifel daran, dass neue Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Infektionskette zu unterbrechen", sagt Frederiksen. Details nannte sie aber nicht. Heute wurden in Dänemark insgesamt fast 10.000 neue laborbestätigte Corona-Fälle registriert - so viele wie noch nie an einem einzigen Tag während der Pandemie. In rund 3.000 Fällen handelt es sich dabei um die Omikron-Variante des Virus, wie das nationale Seruminstitut am Abend mitteilte. Besonders sogenannte Superspreader-Ereignisse im Nachtleben hätten dazu geführt, dass sich das Virus schnell verbreitet. Die Abgeordneten des Landtags in Schleswig-Holstein haben erneut und über die Fraktionsgrenzen hinweg zum Impfen gegen das Coronavirus aufgerufen. Die SPD-Fraktion scheiterte jedoch mit einem Antrag, die Impfkampagne etwa durch mobile Impf- und Informationsteams noch auszuweiten, um zum Beispiel Menschen zu erreichen, die bisher nicht im Fokus standen. Der Vorrat an Corona-Impfstoff in Schleswig-Holstein reicht nach Angaben von Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) für die geplanten Impfungen der kommenden Wochen aus. Knapp 340.000 der 720.000 bis Ende Februar für Menschen ab zwölf Jahren im Falle ausreichender Lieferungen zur Verfügung stehenden Impftermine seien bereits gebucht. Für Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren stünden zusätzlich mehr als 33.000 Termine zur Verfügung. Landesweit seien immer noch rund 350.000 Menschen nicht gegen das Coronavirus geimpft. "Ich hoffe, dass sie sich zu Impfung entscheiden", sagte Garg heute im Landtag. Auf die Entscheidung des niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts, die erst vor Kurzem in Kraft getretene 2G-Regelung im Einzelhandel aus verschiedenen Gründen aufzuheben, stößt bei Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) auf Unverständnis: "Der Beschluss ist in einem Rechtsstaat selbstverständlich zu akzeptieren. Ich bin allerdings weiterhin der Überzeugung, dass die Fortführung dieser Maßnahme der Bedrohungslage angemessen und auch infektiologisch notwendig gewesen wäre." Dies gelte umso mehr vor dem Hintergrund der fortschreitenden Ausbreitung der Omikron-Variante. Der Handelsverband Deutschland (HDE) begrüßte die Entscheidung: "Das Urteil in Niedersachsen macht deutlich, dass die 2G-Regelung für weite Teile des Einzelhandels kein juristischer Selbstläufer ist", sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der Deutschen Presse-Agentur. Die Rechtmäßigkeit der 2G-Beschränkungen im Einzelhandel sei nun zumindest fraglich. In Mecklenburg-Vorpommern sind heute 1.350 Corona-Neuinfektionen gemeldet worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) am Nachmittag mitteilte. Gestern waren es etwa mehr (1.430), vor einer Woche aber weniger (1.219) gewesen. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank von 451,6 gestern auf jetzt 447,7 Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Durch neun weitere bestätigte Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion erhöhte sich die Gesamtzahl der seit Beginn der Pandemie Verstorbenen auf 1.413. Die für Sicherheitsmaßnahmen wichtige Hospitalisierungsinzidenz - die Zahl der Menschen je 100000 Einwohner und Woche, die mit Covid-19 in eine Klinik kamen - wird aktuell mit 9,2 angegeben. Die landeseigene Corona-Ampel sprang dadurch wieder von "orange" auf "rot". Allerdings gelten in der Mitte und im Osten des Landes bereits die schärfsten vorgesehenen Corona-Regeln. In Regionen mit Rot plus bleiben Museen, Theater und Kinos geschlossen. Die Auslastung der Intensivstationen im Land wird zurzeit mit 92 Prozent angegeben. Die Gesundheitsbehörde in Bremen hat für das Land heute 351 neue laborbestätigte Corona-Fälle binnen 24 Stunden gemeldet - 320 entfallen auf die Stadt Bremen, 31 werden Bremerhaven zugerechnet. Gestern waren es landesweit 372, am Donnerstag vor einer Woche 214 gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen stieg in der Stadt Bremen von 239,3 gestern auf aktuell 267,4, in Bremerhaven ging sie leicht zurück von 191,1 auf 185,8. Im Kampf gegen die Corona-Variante Omikron setzt die EU auf beschleunigte Auffrischungs-Impfungen. Die europäischen Staats- und Regierungschefs nahmen heute bei ihrem Treffen in Brüssel gemeinsame Schlussfolgerungen zur Corona-Pandemie an, wie der Sprecher von EU-Ratspräsident Charles Michel mitteilte: " Impfungen für alle anzubieten und Booster-Dosen bereitzustellen, ist entscheidend und dringend." Zur gegenseitigen Anerkennung von Booster-Zertifikaten will die EU-Kommission einen Vorschlag präsentieren, wie es in der Erklärung weiter heißt. Eine allgemeine Impfpflicht in der EU zeichnet sich demzufolge bisher nicht ab. In mehreren Städten in Niedersachsen hat die Polizei heute - wie vom Innenministerium zuvor angekündigt - in Bussen und Bahnen die Einhaltung der 3G-Regel und der Maskenpflicht kontrolliert. Polizei und Kontrolleure zogen ein erstes positives Fazit. So habe es am Morgen in den Stadtbahnen in der Innenstadt von Hannover nur wenige Verstöße gegeben: "98 Prozent der Fahrgäste halten sich an die Regeln", sagte Üstra-Sprecher Udo Iwannek. Bei den wenigen Verstößen seien viele aus Gedankenlosigkeit passiert. In Braunschweig und Oldenburg sei das Ergebnis der Kontrollen ähnlich gewesen, hieß es. Auch sei das Verständnis für die Maßnahmen und die Kontrollen bei den meisten groß. Die vierte Pandemie-Welle schwäche sich aktuell zwar etwas ab - die Zahlen seien aber nach wie vor auf einem viel zu hohen Niveau, ließ Innenminister Boris Pistorius (SPD) verlauten. Es sei entscheidend, die geltenden Regeln der Corona-Verordnung zum Schutz vor Infektionen einzuhalten. In Schleswig-Holstein hat der Start der Impfzentren-Terminbuchungen für die Impfung von Kindern im Alter zwischen fünf und elf Jahren laut Gesundheitsministerium heute "gut funktioniert". Demnach konnten am ersten Tag rund 33.000 Termine für die Kinder online gebucht werden, je 16. 500 für Erst- und Zweitimpfungen - 9.000 dieser Doppeltermine seien vergeben worden. Die Buchungen hätten nach den vorliegenden Rückmeldungen ohne Probleme funktioniert. Die Termine werden landesweit über die Internetseite impfen-sh.de vergeben. Eltern, die ihr Kind zum Impftermin begleiten, können in den Impfstellen ebenfalls immunisiert werden und müssen dafür keinen separaten Termin buchen. Kinder würden in erster Linie aber in den vertrauten Kinderarztpraxen geimpft. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat die erst seit Sonntag geltende 2G-Regel im Einzelhandel in Niedersachsen gekippt. Die Maßnahme sei zur weiteren Eindämmung des Coronavirus nicht notwendig und auch nicht mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz vereinbar, entschied das Gericht heute laut Mitteilung. Die Regelung, dass nur noch genesene oder geimpfte Menschen im Einzelhandel und die anderen nur noch in Läden für den täglichen Gebrauch einkaufen dürfen, wurde laut Gericht vorläufig außer Vollzug gesetzt. Geklagt hatte ein Unternehmen, das auch in Niedersachsen Einzelhandel im Filialbetrieb mit einem Mischsortiment betreibt. Begründet wurde die Entscheidung vom Gericht unter anderem damit, dass eine schlichte Übertragung von Forschungserkenntnissen aus geschlossenen Räumen im Sport- und Freizeitbereich auf den Handel nicht möglich sei. Zudem könnten die Kunden auch im Einzelhandel verpflichtet werden, eine FFP2-Maske zu tragen. Der Handelsverband hatte die Regel bereits im Vorfeld scharf kritisiert und erklärt, mit der Einführung der 2G-Regel sei damit zu rechnen, dass das Weihnachtsgeschäft in den Innenstädten weitgehend zum Erliegen komme. An der Kinderklinik der Universitätsmedizin Rostock sind heute die ersten Kinder gegen das Coronavirus geimpft worden. "Über die Hotline haben sich viele Eltern bei uns gemeldet und die Impftermine waren schnell vergeben. Wir haben bis jetzt 95 Termine an fünf Nachmittagen geplant", sagte die stellvertretende Klinikdirektorin Astrid Bertsche der Deutschen Presse-Agentur. Die Eltern, die noch keinen Impftermin erhalten konnten, seien gebeten worden, sich in den nächsten Tagen noch einmal zu melden, wenn weitere Impf-Nachmittage geplant sind. Im Landkreis Vorpommern-Rügen können Kinder von kommender Woche an gegen das Coronavirus geimpft werden. Am Montag soll die erste Impfaktion dieser Art im Landkreis Einkaufszentrum Strelapark stattfinden, teilte der Kreis mit. Termine können demnach ausschließlich über die MV-Impfhotline (0385) 202 711 15 oder die Website corona-impftermin-mv.de gebucht werden. Die Bundesregierung will im Kampf gegen die Corona-Pandemie und die Ausbreitung der Omikron-Variante des Virus unbedingt ein höheres Tempo für die Booster-Impfkampagne erreichen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte am Nachmittag in der Bundespressekonferenz, es sei deshalb bereits mit der Firma Moderna und der EU-Kommission vereinbart worden, dass Impfstofflieferungen vorgezogen würden. Im ersten Quartal seien alleine für die Auffrischungsimpfungen in Deutschland 50 Millionen Impfstoff-Dosen nötig, dazu kämen 20 Millionen für Erst- und Zweitimpfungen. Laut Lauterbach verdoppele sich der Anteil der Omikron-Variante bei den Neuinfektionen derzeit alle zwei bis drei Tage. Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis die noch ansteckendere Variante hierzulande die dominante in der Pandemie werde. Er rief die Menschen in Deutschland dazu auf, die Kontakte zu anderen in der Weihnachtszeit möglichst auf ein Minimum zu beschränken. Es dürfe kein Fest für das Virus werden. Die Corona-Infektionszahlen gingen nur langsam zurück, die Intensivstationen seien vielerorts am Limit. Beide, Wieler und Lauterbach, wiederholten ihren Appell, sich unbedingt impfen zu lassen. Bisher hat die Hamburger Sozialbehörde regelmäßig mitgeteilt, wie hoch die Corona-Inzidenz der Neuinfektionen unter Geimpften und wie hoch sie unter Ungeimpften ist. Demnach war sie unter Ungeimpften um ein Vielfaches höher. Doch nun kam raus, dass die Zahlen ungenau sind, denn in vielen Fällen weiß die Hamburger Sozialbehörde nicht, ob jemand geimpft oder ungeimpft ist. Und diese Infektionen wurden zur Gruppe der Ungeimpften gezählt. Das berichtet NDR 90,3 unter Berufung auf eine Senatsantwort auf eine Kleine Anfrage der FDP. "Die Armut in Deutschland erreichte im Pandemie-Jahr 2020 einen neuen Höchststand", bilanzierte der Paritätische Wohlfahrtsverband. Nach dem " Paritätischen Armutsbericht ", der auf Zahlen des Statistischen Bundesamts beruht, lebten im vergangenen Jahr etwa 13,4 Millionen Menschen in Deutschland unter der Armutsgrenze. Als arm gelten Menschen, denen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung steht. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 stieg die Armutsquote allerdings nur leicht von 15,9 auf jetzt 16,1 Prozent. Geschäftsführer Ulrich Schneider machte dafür vor allem die staatlichen Corona-Hilfen verantwortlich. Maßnahmen wie das Kurzarbeitergeld hätten sich als "effektive Instrumente der Armutsbekämpfung" erwiesen. "Einkommensverlierer" seien vor allem die Selbstständigen gewesen: Im Vergleich zu 2019 stieg ihre Armutsquote von neun auf 13 Prozent. Von den norddeutschen Bundesländern liegt nur Schleswig-Holstein mit 13,9 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt. Niedersachsen (17,6 Prozent), Hamburg (17,8 Prozent) und Mecklenburg-Vorpommern (19,7 Prozent) sind darüber. Bremen hat mit 28,4 Prozent die höchste Quote aller Bundesländer. Die Europäische Arzneimittelbehörde (EMA) hat angekündigt, in der kommenden Woche über die Zulassung des Corona-Totimpfstoffs des US-Pharmakonzerns Novavax zu entscheiden. Das zuständige Arzneimittelkomitee werde am 20. Dezember zu einer außerordentlichen Sitzung zusammentreten, erklärte die EMA auf Twitter. Dabei solle es um das von Novavax unter dem Namen Nuvaxovid entwickelte Vakzin gehen. Es wäre der erste in der EU zugelassene Totimpfstoff gegen das Coronavirus. Einen Vergleich der verschiedenen Impfstoff-Arten finden Sie hier. Der Bundestag hat der Verlängerung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds zugestimmt. Er steht nun sechs weitere Monate bis Mitte 2022 zur Verfügung, allerdings mit deutlich reduziertem Umfang. Der Bundesrat muss diese Woche auch noch grünes Licht geben. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds soll ab Anfang 2022 nur noch ein Volumen von 250 Milliarden Euro haben - statt bislang 600 Milliarden. Er wurde bei Ausbruch der Corona-Krise geschaffen, um die Folgen der Pandemie abzufedern. In der Debatte um eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus liegt im Bundestag der Entwurf für einen ersten Antrag vor. Das von mehr als 20 FDP-Abgeordneten unterschriebene Papier spricht sich klar gegen eine solche Pflicht aus. Nach dem Entwurf soll der Bundestag bekräftigen, "dass es in der Bundesrepublik Deutschland keine allgemeine Impfpflicht gegen Sars-CoV-2 geben wird". Die Bundesregierung wird außerdem gebeten, "die Anstrengungen unterhalb des Grundrechtseingriffs einer Impfpflicht oder sogenannte 2G-Maßnahmen zu intensivieren". Prominentester Unterzeichner des Antragsentwurfs ist Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki. Auf der Geriatrie-Station im Agaplesion Bethesda Krankenhaus in Hamburg-Bergedorf haben sich acht Patienten mit dem Coronavirus angesteckt. Man gehe davon aus, dass ein Mitarbeiter das Virus in die Abteilung getragen habe, sagte ein Sprecher des Krankenhauses. Sechs der betroffenen Patienten gehe es gut, sagte der Sprecher weiter. Ein Palliativpatient sei bereits vorher in einem sehr schwierigen Zustand gewesen. Ein weiterer Patient sei so schwer erkrankt, dass er auf die Intensivstation verlegt worden sei. Der Mitarbeiter sei doppelt geimpft gewesen und am Tag, bevor die erste Infektion bei einem Patienten am 6. Dezember festgestellt worden sei, geboostert worden. Wahrscheinlich sei der Vorfall genau in einer Lücke passiert: Der Schutz der Doppelimpfung sei vermutlich abgeklungen gewesen und die Booster-Impfung habe ihre Wirkung noch nicht entfalten können, so der Klinik-Sprecher. Nach Angaben der Sozialbehörde sind heute 1.001 neue Corona-Fälle in Hamburg registriert worden. Das sind sieben Neuinfektionen mehr als am Vortag, aber 30 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Damals gab es einen Tages-Höchststand von 1.031 Fällen. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche ist leicht gesunken: von gestern 283,7 auf jetzt 282,1. Am Donnerstag vor einer Woche lag der Inzidenzwert bei 243,3. 232 Personen werden in Hamburgs Krankenhäusern wegen einer Covid-Erkrankung behandelt, 60 davon auf einer Intensivstation. Die Hospitalisierungsrate liegt bei 3,62 hospitalisierten Covid-19-Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. An der Tierärztlichen Hochschule (TiHo) Hannover wurden 85 Studierende vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt. Sie waren vor eineinhalb Wochen mit einer mutmaßlich mit der Omikron-Variante infizierten Person gemeinsam in einem Hörsaal. Zur Abmilderung der Corona-Folgen für die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern haben Bund und Land nach Angaben von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bislang Mittel im Umfang von 1,4 Milliarden Euro bewilligt. Die Hilfen seien Selbstständigen, Mittelständlern und auch größeren Unternehmen gewährt worden. "Jeder Euro ist richtig angelegt", sagte Schwesig heute in der Aktuellen Stunde des Landtags in Schwerin. In Bremerhaven gilt wegen der vielen Corona-Patienten in den Krankenhäusern ab morgen die Warnstufe drei. Das beschloss der Magistrat der Seestadt, nachdem die Hospitalisierungsrate auf 100.000 Einwohner in einer Woche fünf Tage hintereinander höher als sechs gelegen hatte. Am Dienstag wurde ein Wert von 9,69 verzeichnet. Unter Warnstufe drei dürfen Bars und Diskotheken nur noch Gäste bedienen, die geimpft und genesen und zusätzlich getestet sind (2G-Plus). Ansonsten gilt für Geschäfte und Veranstaltungen weiterhin 2G. Bremerhaven hatte in den vergangenen zwei Wochen eine Infektionsrate von mehr als 200. Diese würde jetzt zwar wieder sinken, so ein Stadt-Sprecher, doch zeitverzögert kämen die Schwerkranken nun in die Kliniken. Dr. Stefan Renz, Kinderarzt aus Hamburg und Vizepräsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, hat heute Morgen bei NDR 90,3 auf Fragen zum Thema Corona-Impfungen für Kinder geantwortet. Bezüglich eines Vergleichs von Vorteilen und Bedenken sagte er: "Obwohl die Covid-Erkrankung im Kindesalter sehr leicht verläuft, gibt es eben doch Kinder, die schwer erkranken, manche müssen sogar auf die Intensivstation. Was wir besonders fürchten ist PIMS, was zum Teil auch Folgeschäden hinterlässt. Deswegen sind sich eigentlich alle Experten - angeführt von den Amerikanern - einig, dass die Impfung wesentlich mehr Vorteile hat als wenn man darauf wartet, die Erkrankung durchzumachen. (…) Ich denke, dass wir irgendwann dahin kommen, die Impfung auch für gesunde Kinder zu empfehlen.“ Derzeit empfiehlt die Stiko die Corona-Impfung bei Fünf- bis Elfjährigen nur für Kinder mit Vorerkrankung. Alle anderen können aber auf Wunsch und nach Beratung durch einen Arzt ebenfalls immunisiert werden. Die Corona-Impfungen in Deutschland haben einen neuen Tagesrekord erreicht. Wie aus Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht, wurden gestern 1,496 Millionen Dosen verabreicht. Darunter waren fast 1,3 Millionen Auffrischimpfungen und 97.400 Erstimpfungen. Bisheriger Rekord-Impftag in der Pandemie war der 9. Juni mit 1,43 Millionen gespritzten Impfdosen. Insgesamt ist nun auch die Marke von 70,0 Prozent aller Einwohner mit vollständigem Grundschutz erreicht. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben den Angaben zufolge mindestens 58,2 Millionen Menschen bekommen. Eine zusätzliche Booster-Spritze zur Auffrischung haben 27,6 Prozent der Bevölkerung bekommen. In Norddeutschland liegt die Impfquote bei 72,8 Prozent. Von den Menschen mit Anspruch auf eine Auffrischung haben im Norden schon 90 Prozent eine Booster-Impfung erhalten. Nach Razzien bei radikalisierten Impfgegnern in Sachsen hat Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) ein konsequentes Vorgehen der Sicherheitsbehörden gefordert und vor einer Gewalteskalation gewarnt. "Auf Gedanken folgen Worte und auf Worte folgen Taten", sagte er heute im ZDF-"Morgenmagazin". "Es darf nicht passieren, dass man das, was dort verbal passiert, nicht ernst nimmt", warnte Pistorius. In diesem Zusammenhang erneuerte der Innenminister auch seine Forderung nach einem Vertriebsstopp der Telegram-App durch die Großkonzerne Apple und Google. Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist im Personalkonflikt kein Ende in Sicht. Jetzt hat sich auch die zuständige Wissenschaftsbehörde eingeschaltet. Hintergrund ist: Pflegekräfte von den Intensivstationen sind nicht mehr bereit einzuspringen, wenn Kolleginnen oder Kollegen krank werden. Auch wegen der anhaltenden Corona-Pandemie sind sie überlastet und fordern von der Klinikleitung eine Entlastung in Form eines verbindlichen Personalschlüssels. Für die Hamburger Wissenschaftsbehörde ist der Fachkräftemangel schuld an der Situation. Sie verspricht aber, dass die Gespräche zwischen der Klinikleitung mit dem Personalrat und der Gewerkschaft weitergehen sollen. Die Zahl der Teilnehmer an Corona-Protesten nimmt zu. Nahezu alle Bundesländer registrieren einen Anstieg bis hin zu einer Verdreifachung der Zahl der Demonstrationen und der Teilnehmerzahlen, wie aus einer Umfrage des Evangelischen Pressedienstes unter den zuständigen Behörden hervorgeht. Am Wochenende waren zum Beispiel in Osnabrück 2.300 Demonstranten zusammengekommen, in der Vorwoche waren es 1.000 Protestierende gewesen. "Wir gehen davon aus, dass die Zahl noch mal steigt", sagte ein Polizeisprecher aus Osnabrück mit Blick auf die nächste angemeldete Versammlung am Sonnabend. In Hamburg waren es laut Innenbehörde rund 5.000 Demonstranten am letzten November- und je rund 8.000 an beiden Dezember-Wochenenden. In Mecklenburg-Vorpommern wurden bei Montags-Demonstrationen am 29. November landesweit etwa 1.400 Teilnehmer gezählt, am 6. Dezember waren es bereits etwa 3.400 und am 13. Dezember rund 7.000 Protestierende. Im Vergleich zu anderen Demonstrationen ist die Teilnehmerzahl der Corona-Proteste aber weiterhin gering. So waren etwa bei einer "Friday for Future"-Demonstration im September in Berlin 100.000 Menschen, bundesweit beteiligten sich 620.000 Personen an den Umweltschutz-Aktionen. Mehrere Länder meldeten bei den Corona-Protesten ein aggressiveres Auftreten von Demonstranten sowie einen Anstieg von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten. Im Interview mit NDR Info erläuterte Extremismusforscher Hajo Funke die Gründe der wachsenden Radikalisierung: "Das liegt daran, dass diese Gruppierungen nicht erfolgreich sind." Sie würden die Impfkampagne und das generelle Pandemie-Problem leugnen wollen und bräuchten dafür radikale Schritte im Denken und im Handeln. Im Osten sei die Radikalisierung stärker ausgeprägt als im Westen, so der Politikwissenschaftler. Besonders in Hamburg tritt das Problem auf, wo sich Schülerinnen und Schüler derzeit drei Mal je Woche testen müssen. Immer wieder kommt es dabei zu falsch-positiven Ergebnissen. Das sorgt für Verwirrung und Sorge bei Eltern und Lehrkräften. Offenbar reagieren die Tests oft auf harmlose Erkältungskrankheiten. Nun soll der Anbieter gewechselt werden. Seit Beginn der Corona-Pandemie sind der Polizei in Schleswig-Holstein bereits mehr als 450 Fälle gefälschter Impfzertifikate bekannt geworden. Zwei Drittel aller Fälle seien seit der Einführung der 2G-Regel am 22. November erfasst worden, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamts. Es gebe einen sehr deutlichen Anstieg in diesem Bereich. "Allein vergangene Woche konnten zu diesem Phänomen über 100 Fälle in Schleswig-Holstein registriert werden." Seit dem 22. November gilt im Norden im Grundsatz bei Freizeitveranstaltungen drinnen 2G (geimpft, genesen), für berufliche Veranstaltungen und für Jugendliche 3G (geimpft, genesen oder getestet). In Niedersachsen wurden zudem in der Wohnung eines Mannes knapp 1.300 Chargen-Etiketten sichergestellt, mit denen Impfzertifikate hätten gefälscht werden können. In Niedersachsen wurden 3.308 neue Corona-Fälle registriert. Gestern waren es 2.684 und am Donnerstag vergangener Woche 3.304. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht gestiegen, von gestern 178,6 auf nun 179,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner (Vorwoche: 198,7). Es sind 17 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verzeichnet worden. Damit steigt die Zahl der Todesopfer auf insgesamt 6.633. Der Landtag in Schwerin setzt um 9 Uhr seine Beratungen fort. In der Aktuellen Stunde soll über die Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise debattiert werden. Die SPD, die das Thema eingereicht hatte, will insbesondere die vom Bund zugesicherte Fortführung des Kurzarbeitergeldes in den Mittelpunkt der Diskussion stellen. Allerdings hatte die Landesregierung auch zugesichert, die zusätzlichen Landeshilfen, wie etwa die Neustartprämie, beizubehalten. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner ist erneut gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) liegt der Wert aktuell bei 340,1. Am Vortag hatte er noch bei 350 gelegen, vor einer Woche bei 422,3. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden zuletzt binnen 24 Stunden 56.677 Neuinfektionen verzeichnet. Vor einer Woche waren es 70.611. Deutschlandweit wurden 522 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion verzeichnet. Vor einer Woche waren es 465. Menschen mit einer Booster-Impfung in Mecklenburg-Vorpommern sind von heute an von der 2G-Plus-Testpflicht befreit. Allerdings muss die sogenannte Boosterimpfung mindestens 14 Tage zurückliegen, wie Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) mitteilte. Die Testpflicht bleibt allerdings bestehen, wenn Geboosterte ein Krankenhaus oder ein Pflegeheim besuchen. In diesem Bereich solle kein Risiko eingegangen werden, so Drese. Nachdem vorgestern und gestern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen im Norden den Anfang gemacht hatten, starten heute auch Corona-Impfungen für fünf- bis elfjährige Kinder in Hamburg. Erste Anlaufstelle für die Kinder-Impfungen in Hamburg sollen die Kinderarztpraxen sein. Zudem finden Kinder-Impfungen in den sechs Hamburger Kinderkliniken statt. Eltern können ihre Kinder außerdem in einem eigens eingerichteten Kinder-Impfzentrum in der Neustadt gegen Corona impfen lassen. Es soll vor allem denjenigen offenstehen, die eine Impfung nicht über den Kinderarzt erhalten könnten, teilte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) mit. Die Termine werden online unter www. hamburg-impft. de vergeben. Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen sind auch in Norddeutschland in Bewegung. Wenn Sie wissen wollen, wie die Lage in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis ist, tippen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein. Die Inzidenz ist in Schleswig-Holstein leicht gestiegen. Nach den Daten der Landesmeldestelle beträgt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen jetzt 163,2 - nach 160,7 am Vortag und 152,4 vor einer Woche. Es wurden 953 neue Fälle gemeldet (Vortag: 955; vor einer Woche: 928). Die Hospitalisierungsinzidenz nahm von 3,13 auf 3,02 ab. Sie besagt, wie viele Corona-Kranke innerhalb einer Woche je 100.000 Menschen in Kliniken gekommen sind. Zu den im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion Gestorbenen kamen sechs hinzu, sodass ihre Gesamtzahl auf 1.850 stieg. Im Vergleich der Kreise verzeichnet nach wie vor Lübeck mit 242,8 die höchste Sieben-Tage-Inzidenz, gefolgt vom Kreis Stormarn (226,1) und Herzogtum Lauenburg (209,9). Den geringsten Wert weist jetzt der Kreis Schleswig-Flensburg mit 91,8 aus, der Dithmarschen (92,3) ablöste. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie bleibt NDR.de Ihre zuverlässige Informationsquelle. Neben diesem Live-Ticker halten wir Sie außerdem von montags bis freitags immer nachmittags mit dem NDR Newsletter über die Ereignisse aus norddeutscher Sicht auf dem Laufenden. Zum kostenlosen Abonnieren reicht die Eingabe Ihrer Mail-Adresse aus. Einen wunderschönen guten Morgen, Norddeutschland! NDR.de hält Sie auch heute - am Donnerstag, 16. Dezember - über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Norddeutschland auf dem Stand der Dinge. Im Ticker finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen. Nachrichten und Ereignisse von gestern können Sie im Blog von Mittwoch nachlesen.

 

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Coronavirus weltweit: Die neusten Entwicklungen

Rund 272,2 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Mehr als 5,3 Millionen Infizierte sind gestorben. Mehr als 8,5 Milliarden Impfdosen wurden weltweit verabreicht. Moderna will wegen der Omikron-Variante sein Vakzin überarbeiten. Allerdings steht dabei längst nicht fest, wann es auf den Markt kommen soll. Die neusten Entwicklungen Die Entwicklungen in der Schweiz finden Sie hier. Die Lage in Europa In Europa steigen die Zahlen derzeit in fast allen Ländern stark an. Viele Regierungen setzen aufgrund steigender Infektionszahlen und der Omikron-Variante wieder auf Verschärfungen. In den meisten Ländern gelten 3-G- oder 2-G-Regeln: Zugang haben entweder nur Geimpfte, Genesene und Getestete (3 G) oder aber Geimpfte und Genesene (2 G). Die Impfaktionen schreiten mit unterschiedlichem Tempo voran: Portugal, Spanien und Dänemark liegen weit vorne, geringer sind die Raten in Österreich oder der Schweiz, vor allem aber in Rumänien, Albanien und Bulgarien. (0 = gar nicht frei, 10 = sehr frei) In manchen Ländern gelten inzwischen wieder Lockdowns oder Teil-Lockdowns. Zudem bieten viele Länder ihrer Bevölkerung Booster-Impfungen an. Auch über eine Impfpflicht, etwa für bestimmte Berufsgruppen, wird insbesondere dort diskutiert, wo die Impfquoten niedrig sind. Ferien in beliebten Destinationen sind möglich. Je nach Land gelten andere Bestimmungen. Hier geht es zur Übersicht In Deutschland gilt die 3-G-Regel am Arbeitsplatz sowie im öffentlichen Verkehr. Je nach Infektionslage können die Bundesländer Massnahmen wie 3 G, 2 G oder 2 G-plus beschliessen. In einigen Bundesländern wurden bereits strengere Massnahmen angeordnet. So sind beispielsweise in Bayern Bars und Discos geschlossen, Restaurants müssen spätestens um 22 Uhr schliessen. Genaueres zur Situation in Deutschland erfahren Sie hier. Der in Österreich im November begonnene Lockdown ist Mitte Dezember für Geimpfte und Genesene weitgehend aufgehoben worden. Unterschiedlich ist das Vorgehen bei Gastronomie und Hotellerie in den verschiedenen Bundesländern. Bundesweit gelten eine FFP2-Maskenpflicht in Innenräumen sowie eine Sperrstunde für die Gastronomie um 23 Uhr. Alle Ungeimpften dürfen bis auf weiteres ihr Zuhause nur für den Weg zur Arbeit, zur Erledigung von Einkäufen des täglichen Bedarfs oder zur Erholung verlassen. Ab Februar 2022 soll zudem eine generelle Impfpflicht gelten. Wer sich nicht impfen lässt, muss mit hohen Geldstrafen rechnen. Die Niederlande haben wegen hoher Fallzahlen einen Teil-Lockdown eingeführt. Für Ungeimpfte gibt es Zugangsbeschränkungen im öffentlichen Raum. Geschäfte, Kulturstätten, Gaststätten und Sportklubs müssen bereits um 17 Uhr schliessen. Davon ausgenommen sind Supermärkte. In Kinos, Theatern und Gaststätten gilt eine Kapazitätsbeschränkung. In Italien muss seit Mitte Oktober jeder Beschäftigte in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Sektor nachweisen, dass er geimpft, genesen oder getestet ist. Gleiches gilt für den öffentlichen Nahverkehr und Hotels. In vielen Bereichen gilt darüber hinaus die 2-G-Regel. Für medizinisches Personal, Schulpersonal sowie Polizisten und Soldaten gilt eine Impfpflicht. Spanien und Portugal hatten lange mit hohen Corona-Zahlen, strikten Lockdowns und einer Überlastung des Gesundheitswesens zu kämpfen. Nun verzeichnen die beiden Länder eine im internationalen Vergleich besonders hohe Impfquote. Dennoch stiegen die Inzidenzen in beiden Ländern zuletzt wieder. Es gilt eine Maskenpflicht in Innenräumen und in manchen Bereichen die 3-G-Regel. In Frankreich gilt derzeit eine Zertifikatspflicht. Die Kliniken befinden sich im Notfall-Modus, um Kranke zwischen Kliniken in der Region verlegen zu können. Geimpfte müssen über eine Auffrischimpfung verfügen, damit sie weiter als vollständig geimpft gelten und ihr Corona-Pass gültig bleibt. Wegen der in Grossbritannien stark grassierenden Omikron-Variante hat Frankreich die Einreise aus sowie die Ausreise nach Grossbritannien stark eingeschränkt. In Belgien sind Veranstaltungen mit mehr als 200 Teilnehmern in Innenräumen verboten. Schulen sollen früher und teilweise länger in die Winterferien gehen. Weiter empfiehlt die Regierung, private Treffen so weit wie möglich einzuschränken, und hat die Maskenpflicht ausgeweitet. In der Slowakei sind nach einem zweiwöchigen Lockdown die Läden wieder geöffnet und einige Dienstleistungen für Geimpfte wieder möglich. Ungeimpfte dürfen nur in Geschäfte des lebensnotwendigen Bedarfs gehen. An weiterführenden Schulen findet der Unterricht online statt. Im Vereinigten Königreich wurden aufgrund der Omikron-Variante die Massnahmen wieder verschärft. Home-Office-Regeln gelten ebenso wie eine Maskenpflicht in öffentlichen Innenräumen und die Zertifikatspflicht für Clubs und grosse Veranstaltungen. Bis im April müssen Angestellte des Gesundheitsdienstes in England nachweisen, dass sie vollständig geimpft sind. In Irland gelten Einschränkungen für Theater, Kinos und die Gastronomie. Auch für private Treffen gelten Einschränkungen: Es dürfen sich maximal Angehörige von vier Haushalten treffen. Die Lage in Nordeuropa In Norwegen gelten wieder verschärfte Massnahmen, etwa eine Maskenpflicht und Teilnehmer-Beschränkungen für Sport- und Kulturveranstaltungen. Der Ausschank von Alkohol in der Gastronomie ist für vier Wochen verboten. In Dänemark gelten seit Mitte November strengere Corona-Massnahmen, eine Maskenpflicht sowie 3 G für Veranstaltungen und die Gastronomie. Aufgrund von besorgniserregend hohen Corona-Zahlen seit Anfang Dezember werden die Schulkinder in Dänemark vor Weihnachten vorzeitig nach Hause geschickt. Die Omikron-Variante hat sich im Land besonders schnell ausgebreitet. Schweden führt trotz einer erfolgreichen Impfkampagne wieder Beschränkungen ein. Das Land hatte in der Pandemie einen besonders liberalen Kurs verfolgt und vergleichsweise wenige Massnahmen verordnet. Teilnehmer grosser Veranstaltungen müssen geimpft sein. Die Lage in Russland und Osteuropa In einigen osteuropäischen Ländern ist die Impfbereitschaft sehr gering, etwa in Russland. Dort schiessen die Raten der Ansteckungen in die Höhe. Für manche Berufsgruppen gilt eine Impfpflicht. Ab Februar 2022 soll zudem die 2-G-Regel an öffentlichen Orten sowie in Zügen und Flugzeugen gelten. Die Lage in Südosteuropa Griechenland vermeldete im November Rekordinzidenzen. Es gilt eine 3-G-Regel. Zudem gilt eine Impfpflicht für das Gesundheitspersonal und für Personen über 60. Die Lage in den USA und in Kanada Die USA sind das Land mit den weltweit meisten bestätigten Coronavirus-Fällen. Die monatelang geltenden Einreisebeschränkungen wurden im November für vollständig geimpfte Personen aufgehoben. Ab Januar gelten strenge Impf- und Testvorgaben für über 80 Millionen Arbeitnehmer. Kanada lässt seit September wieder ausländische Touristen einreisen, allerdings nur geimpfte. Je nach Region ist das Tragen einer Maske in öffentlichen Innenräumen und Verkehrsmitteln Pflicht. Die Lage in Mittel- und Südamerika Einige Länder in Mittel- und Südamerika wurden von der Pandemie stark getroffen. Vielerorts kamen das Gesundheitswesen und insbesondere die Intensivstationen an ihr Limit, so etwa in Chile und Brasilien. In Brasilien ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt leicht zurückgegangen. Die Lage in Asien, Australien und Ozeanien China ist das Ursprungsland der Pandemie. Mit rigorosen Massnahmen hatte es das Virus für lange Zeit unter Kontrolle bekommen. Sobald in einer Region steigende Neuinfektionen verzeichnet werden, ergreift die Regierung rigorose Massnahmen zur Eindämmung. Südkorea hatte die Pandemie trotz gelegentlichen Ausbrüchen lange Zeit gut unter Kontrolle und musste nie einen landesweiten Lockdown durchführen. Doch sieht sich das Land mittlerweile einer vierten Infektionswelle ausgesetzt. Bei den Impfungen kommen manche Länder in diesen Regionen nur schleppend voran, zum Beispiel Taiwan, auch weil der Zugang erschwert ist. Thailand empfängt seit November wieder internationale Touristen. Diese müssen jedoch einige Corona-Anforderungen erfüllen. Die ursprünglich für Anfang Dezember vorgesehene Öffnung von Nachtklubs, Kneipen und Karaokebars wird laut Medienberichten jedoch bis mindestens Mitte Januar verschoben. Indien ist stark von der Pandemie betroffen. Lange waren die Spitäler völlig überlastet, der medizinische Sauerstoff ging aus. Inzwischen ist die Zahl der Ansteckungen wieder deutlich gesunken. Australien hatte das Virus durch strenge Massnahmen zunächst weitgehend in den Griff bekommen. In dem Land wurden auch bei wenigen Fällen Gebiete oder Städte tage- oder wochenweise abgeriegelt. Nach dem Erreichen einer Impfquote von 80 Prozent aller über 16-Jährigen wurden die Grenzen für bestimmte Personengruppen wieder geöffnet. Das Nachbarland Neuseeland hat lange eine Null-Covid-Strategie verfolgt, so dass die Menschen weitgehend normal leben konnten – monatelang auch ohne obligatorische Masken. Anfang Oktober kündigte die Regierung jedoch an, diese Strategie aufgeben zu wollen. Das Umdenken ist auf die ansteckende Delta-Variante zurückzuführen, die im November für Rekordinzidenzen in dem Land sorgte. Seit März 2020 hat Neuseeland seine Grenzen quasi geschlossen. Ab dem 30. April 2022 sollen vollständig geimpfte Touristen wieder ins Land dürfen. Die Lage im Nahen und im Mittleren Osten Die Unterschiede zwischen den Ländern im Nahen und Mittleren Osten ist gross. In Bahrain sind 66 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner vollständig geimpft, in den Vereinigten Arabischen Emirate gut 90 Prozent. In Israel sind es rund 64 Prozent. Früher als Westeuropa wurde Israel von einer vierten Welle getroffen, konnte die Zahlen jedoch inzwischen wieder deutlich senken. Die Lage auf dem afrikanischen Kontinent Auch wenn es nach Ansicht von Experten eine hohe Dunkelziffer gibt, ist der gesamte afrikanische Kontinent im globalen Vergleich bis jetzt am wenigsten von der Pandemie betroffen. Die Ausbreitung der neuen Omikron-Variante des Coronavirus im südlichen Afrika hat international Besorgnis ausgelöst. Etliche Länder der Welt haben für Südafrika, Lesotho, Eswatini, Namibia, Simbabwe, Botswana und Moçambique Einreisebeschränkungen beschlossen. Nachdem in Südafrika Mitte November sehr geringe Infektionswerte vorhanden waren, steigen die Zahlen nun stark. Vor allem jüngere Menschen seien betroffen, erklärte das südafrikanische Institut für Ansteckende Krankheiten NICD. Bei den Todeszahlen gebe es bisher allerdings einen eher geringen Anstieg. Bisher sind erst knapp 26 Prozent der Bevölkerung in der 60-Millionen-Nation geimpft. Südafrika ist zahlenmässig das am schwersten von der Pandemie betroffene Land in Afrika. Verschiedene Länder in Afrika setzen im Kampf gegen das Coronavirus seit Mitte Mai auch den russischen Impfstoff Sputnik V ein. Der Kontinent liegt bei den Impfungen weit zurück und kann sein Ziel, 60 Prozent der Bevölkerung zu impfen, voraussichtlich erst 2022 erreichen. Bis jetzt sind etwa 7 Prozent der Bevölkerung des Kontinents vollständig immunisiert. Die WHO hatte als Ziel vorgegeben, bis Ende September 10 Prozent der Bevölkerung zu impfen. Mittlerweile haben alle Staaten Impfaktionen gestartet – ausser Eritrea und Burundi. Die höchsten Impfraten verzeichnen derzeit die Seychellen (knapp 80 Prozent), Mauritius (72 Prozent) und Marokko (62 Prozent). Wie schreitet die weltweite Impfaktion voran? Das erste Land, das einen Impfstoff zugelassen hat, war Russland. Noch vor Abschluss der üblichen klinischen Tests wurde im August 2020 das Vakzin Sputnik V für Impfungen freigegeben. Insgesamt forschen rund 300 Institute an diversen Corona-Impfstoffen. Rund zehn Impfstoffe haben in einzelnen oder mehreren Ländern eine Zulassung erhalten. In der Europäischen Union und der Schweiz wurde Mitte Dezember der erste Impfstoff gegen Sars-CoV-2 zugelassen, das Vakzin der deutschen und amerikanischen Biotech- und Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer. Im Januar wurde in den meisten EU-Staaten und der Schweiz mit dem Impfen begonnen. In der EU sind mittlerweile vier Vakzine zugelassen, nämlich die Impfstoffe von Pfizer/Biontech, Moderna, Johnson & Johnson und AstraZeneca. In der Schweiz sind drei Impfstoffe zugelassen: Pfizer/Biontech, Moderna und Johnson & Johnson. Corona-Impfung: Können wir trotz Mutationen weltweite Herdenimmunität erreichen? Bisher sind weltweit rund 8,5 Milliarden Impfdosen verabreicht (Stand 14. 12.) worden. Viele Länder setzen inzwischen auf sogenannte Booster-Impfungen, also Auffrischungen, die etwa ein halbes Jahr nach der zweiten Dosis verabreicht werden. Studien hatten gezeigt, dass der Impfschutz nach einer Weile nachgelassen hatte. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Corona-Impfung finden Sie hier. Welche wirtschaftlichen Folgen hat die Pandemie? Die Corona-Pandemie hat einen Wirtschaftseinbruch ausgelöst, dessen langfristige Folgen mindestens so stark sein dürften wie diejenigen der Finanzkrise von 2007/2008. Sie hat über Monate das Wirtschaftsleben zeitweise fast zum Erliegen gebracht. Zahlreiche Länder wurden in Lockdowns oder Shutdowns geschickt. Unternehmen standen teilweise still, Lieferketten waren unterbrochen. Millionen von Menschen waren arbeitslos. Gesundheitssysteme kamen an den Rand eines Kollapses. Staaten investierten Tausende von Milliarden im Kampf gegen die Krise. Die Pandemie und die Lockdowns haben in den meisten Ländern eine aussergewöhnlich starke Rezession ausgelöst, denn sie drosselten schockartig nicht nur die Angebotsseite der Produktion, sondern sie bremsten auch die Nachfrage durch die Konsumenten massiv. Der Verlauf der Rezession ist immer noch nicht völlig klar. Erst befürchtete man eine U- oder sogar L-Form, also einen länger anhaltenden Stillstand auf einem tiefen Niveau. Aufgrund der überraschend schnellen Erholung im Herbst 2020 hoffte man dann eher auf ein Szenario in V-Form, also einen heftigen, aber kurzen Einbruch. Seit Sommer 2021 zeichnet sich ein Verlauf in W-Form ab, also sich wiederholende rezessive Tendenzen. Unter dem Strich wird die globale Wirtschaftsleistung bis Ende 2021 immer noch mindestens 2 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau liegen. Zudem profitieren längst nicht alle von der Erholung: Vor allem Schwellen- und Entwicklungsländer kämpfen immer noch mit vielen Corona-Neuinfektionen, Hindernissen bei der Impfung und beschränkten staatlichen Hilfen. In zwei Dritteln dieser Länder werden die Pro-Kopf-Einkommensverluste auch bis im kommenden Jahr nicht aufgeholt werden können. In vielen einkommensschwachen Volkswirtschaften hat die Pandemie frühere Erfolge in der Armutsbekämpfung zunichtegemacht. Die Pandemie werde somit Armut und Ungleichheit verstärken, schreibt die Weltbank. Nötig seien deshalb weltweite Impfprogramme und Schuldenerlasse. In der Corona-Krise verändert sich die Wirtschaftslage fast im Wochenrhythmus. Wir zeigen mit neuartigen Daten den Verlauf der Krise. Wo nahm das Virus seinen Anfang? Anfang Januar 2020 teilte die WHO mit, dass eine mysteriöse Lungenerkrankung in der zentralchinesischen Metropole Wuhan durch ein neuartiges Coronavirus verursacht werde. Die chinesischen Behörden meldeten die Krankheit der WHO erstmals am 31. Dezember 2019. Laut verschiedenen Studien sind die ersten Fälle von Covid-19 in Wuhan Ende November oder Anfang Dezember 2019 aufgetreten. Gleichzeitig gibt es auch Hinweise darauf, dass das neue Coronavirus schon Wochen oder Monate früher in Südchina zirkuliert haben könnte, möglicherweise sogar im August. Der Stammbaum des Virus lässt sich über die Veränderungen in seinem Genom nachvollziehen (Details hier). Die am engsten mit Sars-CoV-2 verwandten Viren sind Fledermausviren, was darauf hindeuten könnte, dass Fledermäuse an der Infektionskette beteiligt sind. Die WHO hält einen tierischen Ursprung für das wahrscheinlichste Szenario. Zum Erklärstück Coronavirus, Covid-19, Sars-CoV-2 – was bedeuten die verschiedenen Bezeichnungen? Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen Sars-CoV-2 («severe acute respiratory syndrome coronavirus 2»). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss. Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegserkrankung wurde Covid-19 («coronavirus disease 2019») genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die den Erreger Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen. Ein ausführliches Glossar mit den zwanzig wichtigsten Begriffen im Zusammenhang mit der Pandemie finden Sie hier. mit Agenturmaterial Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Chancen für weiße Weihnacht stehen gut

Vom ersten Schneefall ist vielerorts schon nicht mehr viel übrig. ntv-Meteorologe Björn Alexander macht aber Hoffnung: Mit sinkenden Temperaturen in der Weihnachtswoche ist ein weißes Fest im Bergland sowie im Norden und Osten Deutschlands gut möglich. ntv: Die Tage bis Weihnachten sind ja übersichtlich. Sind es die Chancen auf Schnee zum Fest ebenfalls? Björn Alexander: Noch sind beim Trend für unser Wetter an Heiligabend und Weihnachten viele Fragezeichen bei den Prognosen vorhanden. Denn die verschiedenen Wettercomputer springen von Tag zu Tag. Was heißt das konkret? So wie es sich momentan darstellt, gilt vor allem, dass es im Anschluss an den vierten Advent in der Weihnachtswoche erst einmal kälter wird. Die Nachtfröste breiten sich aus, der Dauerfrost klopft im Bergland an und insofern sind die Chancen für Schnee zum Fest nach jetzigem Stand durchaus gegeben. Das gilt insbesondere im Bergland, wo die Schneereste von letzter Woche noch überdauern dürften. Wo ist es denn sicher weiß zum Fest? Das gilt mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent und mehr in den Hochlagen von Bayerischem Wald, Alpen, Hochschwarzwald, Oberharz und Erzgebirge. Ansonsten geben die Wettercomputer noch unterschiedliche Signale in puncto Niederschläge. Wo könnte es denn für Schnee noch reichen? Momentan sieht es generell für den Norden und den Osten unseres Landes am besten aus. Hier berechnet beispielsweise das europäische Wettermodell am Mittwoch und Donnerstag nächster Woche gute Chancen für Schnee, so dass die Wahrscheinlichkeit für die Weiße Weihnacht dort bei um die 40 bis 50 Prozent rangiert. In der Südwesthälfte sind es - je nach Höhenlage und abseits der höheren Berge - nach aktuellem Stand um die 10 bis 40 Prozent. Das klingt grundsätzlich gesehen gar nicht so schlecht - zumindest verglichen mit den letzten Jahren. Das ist auch so. Denn die Wetterlage der nächsten Woche ist sicherlich für einige Überraschungen gut. Es wird auf jeden Fall vorerst einmal nicht langweilig. Und das ist - verglichen mit den letzten Jahren - definitiv eine ganz andere Ausgangslage, die noch einiges in petto haben könnte. Wetterextreme der ganz anderen Art erlebten die Menschen zuletzt in den USA. Nach den verheerenden Tornados am Wochenende zog am Mittwoch ein massiver Staubsturm übers Land. Wie kommt es zu so außergewöhnlichen Wetterereignissen? Über den USA hatte sich zuletzt ein brisantes Luftmassengemisch eingefunden. Auf der einen Seite im Nordwesten Winterluft mit entsprechenden Temperaturen, während sich von Süden her bis in den Bereich Chicago, also bis in den Nordosten USA, Spätsommerwärme eingefunden hatte. Wie warm war es denn dort und welche Temperaturen erleben die Menschen dort normalerweise? Speziell in den nördlichen Bereichen toben zu dieser Jahreszeit durchaus mal Winterstürme mit viel Schnee und Dauerfrost. Im Gegensatz dazu vermeldeten die Wetterstationen bis rauf in den Norden am Mittwoch Spitzenwerte bis an die 25 Grad. Gleichzeitig rückte von Westen her die Kaltfront mit Winterluft heran. Und dieses Gerangel der Jahreszeiten entlud sich in Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h. Außerdem herrschte in den betroffenen Gebieten eine wochenlange Dürre, so dass Sand und Staub mit Leichtigkeit aufgewirbelt werden konnten. Das Ganze auf einer Fläche von mehreren 10.000 Quadratkilometern. Vom heftigen Sturm zurück zu unseren hoffentlich ruhigeren Aussichten am vierten Adventswochenende. Was erwartet uns? Der Samstag verläuft unter Hochdruckeinfluss überwiegend stark bewölkt oder bedeckt und teils fällt etwas Nieselregen. Häufigere Auflockerungen sind besonders Richtung Ostsee drin. Und auch im Süden bestehen Chancen, dass sich zumindest für ein paar Stunden die Sonne blicken lässt. Dazu Höchstwerte von 1 bis 9 Grad. Und am Sonntag? Ändert sich bei den Temperaturen zwischen 1 Grad im zähen Nebel im Süden und bis zu 9 Grad im zunehmend windigen Nordwesten nur wenig. Abseits vom Nebel und Hochnebel sowie im Norden bestehen hierbei noch die meisten Optionen auf Sonnenschein, während es ansonsten leider abermals recht trüb durch den Tag geht. Dabei ist im Osten auch mal etwas Schnee oder Regen möglich. Wie geht es anschließend weiter? Es wird schrittweise kälter und der Nachtfrost breitet sich immer weiter aus. Derweil sind am Montag tagsüber maximal noch minus 1 bis plus 7 Grad zu erwarten. Dabei bekommt die Sonne endlich auch über der breiten Mitte mal wieder mehr Anteile am Himmel, während im Süden Schnee- oder Schneeregenschauer drin sind. Was machen die Temperaturen danach? Zur Wochenmitte breitet sich die kältere Luft von Osten und Nordosten weiter aus, so dass es zunehmend winterlicher wird. Die Temperaturen verharren tagsüber somit meistens bei minus 2 bis plus 5 Grad und nachts wird es verbreitet frostig.

 

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Lang darf die EZB nicht mehr warten

Die Sitzung des Rates der Europäischen Zentralbank (EZB) war am Donnerstag voller Spannung erwartet worden. Während die Inflation in Deutschland mit 5,2 Prozent auf den höchsten Stand seit den frühen 1990er Jahren liegt, hatten sich viele Beobachter ein entschiedenes Signal für ein Ende der lockeren Geldpolitik gewünscht. Zumal die US-Notenbank Fed am Tag zuvor die Weichen für eine Zinswende eingeläutet hatte. Die EZB hätte das Signal für eine Rückkehr zum Vorkrisenmodus auch in Europa geben können. Doch dann passierte: nichts. Oder zumindest: zu wenig. Denn was die Notenbanker verkündeten – den Ausstieg aus dem Anleihenkaufprogramm PEPP, das als Corona Hilfsprogramm ins Leben gerufen worden war – ist erstens schon mehr oder weniger zuvor kommuniziert worden und zweitens das Minimum dessen, was angesichts der Inflationsraten nötig wäre. Vom Ende anderer Kaufprogramme war keine Rede; im Gegenteil, sie werden sogar erhöht. Und von der Anhebung des Leitzinses erst recht nicht. Ein Blick in die USA hätte Warnung sein können Dabei hätte ein Blick in die USA nicht nur Vorbild, sondern auch Warnung sein können. Denn hier droht die Inflation außer Kontrolle zu geraten. Fed-Chef Jerome Powell hat längst eingestanden, dass er mit diesen Teuerungsraten von fast sieben Prozent nicht gerechnet hatte. Und eine Spirale aus Preis- und Lohnsteigerungen, die immer wieder zu höheren Forderungen auf beiden Seiten führt, ist dort bereits absehbar. Lang darf die EZB nicht mehr warten, um eine solche Entwicklung in Europa zu verhindern. Hinzu kommt, dass auch die Börsen die Inflation längst als reale Gefahr erkannt haben und nicht mehr nur auf das billige Geld aus sind. Das zeigt die Reaktion der Märkte auf die beiden Notenbank-Entscheidungen der vergangenen Tage: Nach der geldpolitischen Straffung der Fed machten alle großen Indizes einen Sprung nach oben; nach dem „Weiter-so“ der EZB war an den europäischen Börsen kaum eine Reaktion zu spüren. Auch die nötigen öffentlichen Investitionen nach der Coronakrise wären bei einer weniger lockeren Geldpolitik zu stemmen. Erst am Mittwoch hatte die Bundesfinanzagentur mitgeteilt, dass auch 2022 mehr als 400 Milliarden Euro von privaten Investoren geliehen werden sollen. Dass die EZB als Abnehmer der Anleihen wegen des möglichen Endes der Kaufprogramme wegfallen würde, wäre kein Problem, hieß es weiter. Im Gegenteil: Für die freie Handelbarkeit der Bundeswertpapiere könne es sogar von Vorteil sein, wenn dieser große Käufer kürzer trete. Die EZB hat nur ein Interesse All das interessiert die EZB allerdings – zumindest formell – relativ wenig. Ihr Auftrag ist es, die Geldwertstabilität zu sichern. Dass die Börsen nicht abstürzen und die Konjunktur wieder läuft ist dafür zwar elementar, aber eben nur mittelbar Teil des Abwägungen der Notenbanker. Sie blicken lieber auf die mittelfristigen Inflationsraten, denn daran werden sie gemessen. Und solange ihre Prognosen von einer Teuerungsrate von 1,8 Prozent im Jahr 2023 ausgehen und damit schon in absehbarer Zeit wieder unter dem erklärten Ziel von zwei Prozent liegen, wird im Hochhaus in Frankfurt kein akuter Handlungsbedarf gesehen. Aus Sicht von EZB-Chefin Christine Lagarde wäre das Jahr 2021 dann nur ein kurzer Ausreißer, der dazu beiträgt, dem gewünschten Ziel wenigstens etwas näher zu kommen. Denn das hatte die EZB seit Jahren konsequent verfehlt. Allerdings könnte es auch Lagarde misstrauisch stimmen, dass nicht nur ihr Kollege Powell in den USA seine Inflationsprognosen immer weiter nach oben korrigieren musste. Auch die EZB hob die Vorhersagen für die kommenden Jahre an. Das zeigt, dass die Preissteigerungen ohne aktives Gegensteuern eine Eigendynamik entwickeln können, die immer schwerer aufzuhalten sein wird. Diese Woche wird deshalb aus geldpolitischer Sicht als vergebene Chance in Erinnerung bleiben.


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Created at 2021-12-17 00:02