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(5.49/6)  1  Wegen Peng Shuai - WTA setzt alle Tennis-Turniere in China aus

Der Fall Peng Shuai beschäftigt die Sport-Welt weiter: Jetzt setzt die WTA ein starkes Zeichen. 2021-12-01 21:44 1KB www.bild.de

(4.19/6)  2  Notfall auf der Tribüne: Watford vs. Chelsea unterbrochen

Die Partie zwischen dem FC Watford und dem FC Chelsea in der englischen Premier League ist nach 13 Minuten unterbrochen worden. Grund war ein medizinischer Notfall … 2021-12-01 22:20 1KB www.stern.de

(4.18/6)  3  Scharfzüngiger Merz, engagierter Röttgen oder doch der ruhige Braun?

Beim Triell im Adenauer-Haus treffen die CDU-Vorsitzbewerber zum einzigen Mal direkt aufeinander. Unterschiede zeigen sie vor allem im Temperament. 2021-12-01 20:48 3KB www.tagesspiegel.de

(3.07/6)  4  2G im Einzelhandel, Kontaktbeschränkungen, Fußball: Um diese 10 Maßnahmen geht es beim Corona-Gipfel am Donnerstag

Am Donnerstag treffen sich die Ministerpräsidenten wieder zu Beratungen, diesmal sollen auch Beschlüsse gefasst werden. Eine Diskussionsgrundlage gibt es bereits. In dem Papier enthalten sind unter anderem eine 2G-Pflicht im Einzelhandel und Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. 2021-12-01 19:24 5KB www.rnd.de

(2.18/6)  5  FC Bayern an seine Mitglieder: Wollen miteinander Weg finden

Der FC Bayern München hat sich nach seiner turbulenten Jahreshauptversammlung mit einem Schreiben an seine Mitglieder gerichtet und dabei Fehler eingeräumt. … 2021-12-01 20:57 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(2.06/6)  6  Omikron erreicht die USA

Während in Europa die Omikron-Sorgen heute nachließen, hat der erste Fall in den USA die Wall Street verunsichert. Die Corona-Virus-Mutante sorgt damit weiter für viel Bewegung an den Märkten. 2021-12-01 22:24 1KB www.tagesschau.de

(1.05/6)  7  Fliegerbombenexplosion in München: Operation rettet Schwerverletztem das Leben

In München detonierte auf einer Baustelle der Deutschen Bahn eine Fliegerbombe. Dabei wurden vier Menschen verletzt, einer davon schwer. Einem Bauarbeiter, der durch die Explosion fast sein Bein verlor, konnte nun durch eine Operation das Leben gerettet werden. 2021-12-01 20:11 1KB www.rnd.de

(1.04/6)  8  Corona-News-Ticker: Modernas Omikron-Booster frühestens im März

Der US-Pharmahersteller schätzt, dass in einigen Monaten ein Impfstoff gegen die neue Variante bereitsteht. Mehr Corona-News im Live-Ticker. 2021-12-01 22:08 34KB www.ndr.de

(1.04/6)  9  Alec Baldwin bricht in Interview in Tränen aus - „Ich habe nicht abgedrückt!“

Film-Star Alec Baldwin erschoss am Set die Kamerafrau Halyna Hutchins. Jetzt stellt er sich den Fragen von ABC-Journalist George Stephanopoulos. 2021-12-01 21:19 3KB www.bild.de

(1.04/6)  10  Joko und Klaas senden eindringlichen Corona-Appell

Mit diesen 15 Minuten rechneten die wenigsten Zuschauer am Mittwochabend in der ProSieben-Primetime. Joko und Klaas haben ein bewegendes Corona-Spezial organisiert. 2021-12-01 21:04 4KB www.t-online.de

(1.04/6)  11  Bewegender Auftritt bei Joko & Klaas: Scholz appelliert an alle Impfskeptiker

Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf ist erneut ein kleiner TV-Coup gelungen: Nachdem die beiden ProSieben-Moderatoren am Dienstagabend 15 freie Minuten Sendezeit gegen … 2021-12-01 20:57 3KB www.stern.de

(1.04/6)  12  „Lassen Sie sich impfen“: Joko und Klaas geben junger Corona-Patientin und Intensivmediziner eine Stimme

In ihren 15 Minuten Sendezeit auf Pro Sieben richten Joko und Klaas einen eindringlichen Impfappell ans Publikum. So berichtet eine junge Corona-Patientin von ihrem schweren Krankheitsverlauf, ein Intensivmediziner spricht vom Leid seiner Patientin. Und auch der designierte Kanzler Olaf Scholz kommt zu Wort. 2021-12-01 20:55 4KB www.rnd.de

(1.03/6)  13  Neue Corona-Maßnahmen am Horizont

2G im Einzelhandel auch bei niedriger Inzidenz und Kontaktbeschränkungen, wenn Ungeimpfte im Raum sind: Ein Entwurf für die Bund-Länder-Konferenz deutet auf verschärfte Maßnahmen zum Kampf gegen die Corona-Pandemie hin. 2021-12-01 21:06 4KB www.tagesschau.de

(1.02/6)  14  „Habe nicht abgedrückt“ – Baldwin spricht über Schuss bei Dreharbeiten

Schauspieler Alec Baldwin hat sich ausführlich zu dem tödlichen Vorfall bei Dreharbeiten für den Western „Rust“ geäußert. Der Sender ABC veröffentlichte Auszüge eines Interviews mit Baldwin. Darin bricht Baldwin auch in Tränen aus. 2021-12-01 22:22 2KB www.welt.de

(1.02/6)  15  NRW-Ministerpräsident Wüst erklärt: Deshalb würden Geisterspiele im Fußball nur wenig Sinn ergeben

Wie geht es in der Bundesliga mit den Fans weiter? Endgültige Antworten soll die Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag liefern. NRW-Landeschef Hendrik Wüst hält ein komplettes Verbot von Stadion-Zuschauern nicht für sinnvoll. 2021-12-01 20:46 2KB www.sportbuzzer.de

(1.01/6)  16  Neu im Kino: „Gunpowder Milkshake“: Supercool und superbrutal

Turbulente Popcorn-Action mit Lena Headey und Karen Gillan in den Hauptrollen. 2021-12-01 22:37 1KB www.bild.de

(1.01/6)  17  Neu im Kino: „House of Gucci“: Von Modenschau bis Mord

Mit einer Besetzung zum Niederknien und viel Musik glänzt „House of Gucci“ in den Kinos. 2021-12-01 22:37 2KB www.bild.de

(1.01/6)  18  St. Pauli-Wahl - Einfach Göttlich! Präsidium macht weiter

Vereins-Boss Oke Göttlich (46) und sein Präsidium wurden von der Mitgliederversammlung für vier weitere Jahre gewählt. 2021-12-01 22:30 2KB www.bild.de

(1.01/6)  19  Frau des Musikmanagers Clarence Avant in Beverly Hills erschossen

Der legendäre Musikmanager Clarence Avant trauert um seine Ehefrau. Die 81-jährige Jacqueline Avant wurde in der Nacht zu Mittwoch in Beverly Hills erschossen, bestätigte eine Sprecherin des Streamingdienstes Netflix. Einen Tatverdächtigen gibt es bislang offenbar nicht. 2021-12-01 22:25 2KB www.rnd.de

(1.01/6)  20  Aktien New York Schluss: Erneut schwach - Omikron macht Erholung zunichte

Der erste Fall einer Omikron-Infektion in den USA hat am Mittwoch einen Erholungsversuch der angeschlagenen US-Börsen rasch beendet. 2021-12-01 22:21 1KB www.t-online.de

(1.01/6)  21  Kampagnero, Familienmensch oder 40-Prozent-Gefühl – so lief das Triell um den CDU-Vorsitz

Der Eine ist agil, der Andere setzt auf scharfe Worte, der Dritte aufs Gefühl. In einem Triell versuchen Norbert Röttgen, Friedrich Merz und Helge Braun, sich den CDU-Mitgliedern kurz vor Beginn der Abstimmungsphase als bester Kandidat für den Parteivorsitz zu empfehlen. Am deutlichsten werden die Unterschiede bei den Fotos, die die drei mitgebracht haben. 2021-12-01 22:15 4KB www.rnd.de

(1.01/6)  22  Hessen soll kurzfristig 100 000 Impfdosen mehr bekommen

Hessen soll vom Bundesgesundheitsministerium kurzfristig 100 000 zusätzliche Impfdosen bekommen. Das kündigte der Sprecher des Ministeriums, Hanno Kautz, in 2021-12-01 21:39 2KB www.t-online.de

(1.01/6)  23  Dank Sarkaria-Tor: Sturm beendete in Altach Sieglos-Serie

Den Steirern gelang beim Tabellenschlusslicht ein 1:0-Auswärtserfolg, Altach blieb erneut trefferlos. 2021-12-01 21:38 3KB www.tt.com

(1.01/6)  24  BR Volleys siegen in der Königsklasse 3:0 gegen Novi Sad

Die Berlin Volleys sind erfolgreich in die Gruppenphase der Volleyball-Champions-League gestartet. Gegen Serbiens Meister Vojvodina Novi Sad setzte sich der 2021-12-01 21:17 2KB www.t-online.de

(1.01/6)  25  Innenminister tagen: Debatte um Migrationskrise an EU-Grenze

Tausende Migranten und Flüchtlinge warten an den EU-Außengrenzen. Wie geht man damit um? … 2021-12-01 20:59 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(1.01/6)  26  Erste Bundesligisten stornieren Tickets - Topspiel betroffen

Die Zeiten voll ausgelasteter Stadien in der Bundesliga sind coronabedingt fürs erste vorbei sein. Schon vor der Bekanntgabe konkreter Beschlüsse von Bund und Ländern annullieren … 2021-12-01 20:49 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(1.01/6)  27  Vier Tote nach Schüssen an US-Schule in Michigan

Wieder fallen an einer Schule in den USA Schüsse. Wieder sterben Jugendliche. Der … 2021-12-01 20:49 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(1.01/6)  28  Champions League: Flensburg-Handewitt mit Niederlage in Saporoschje

Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben nach zuletzt drei Siegen in Serie wieder ein Spiel in der Vorrunde der Champions League verloren. 2021-12-01 20:47 2KB www.t-online.de

(1.01/6)  29  Sturmböen sorgen für Behinderungen im Verkehr

Tief "Daniel" zieht über Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern hinweg. Es gibt auch eine Sturmflutwarnung. Auf Helgoland ist der Fährbetrieb eingestellt. 2021-12-01 20:45 1KB www.ndr.de

(1.01/6)  30  Das Recht auf Abtreibung in den USA wackelt

In den USA steht das liberale Abtreibungsrecht auf dem Prüfstand. Und das Höchstgericht ist dank Donald Trump deutlich nach rechts gerückt. 2021-12-01 20:40 4KB www.diepresse.com

(1.01/6)  31  Vulkaninsel La Palma zählt 370 Erdstöße

Im September brach auf der Insel La Palma ein Vulkan aus. Seitdem halten die Ausbrüche and und etliche Gebäude wurden zerstört. 2021-12-01 20:09 2KB www.tagesspiegel.de

(1.01/6)  32  Gericht: Porno-Portale verstoßen gegen Jugendschutz

Mehreren großen Porno-Portalen droht in Deutschland in der bisherigen Form eine Netzsperre, weil sie laut Gerichtsbeschluss gegen den Jugendschutz verstoßen. Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht gab … 2021-12-01 19:03 4KB www.stern.de

(1.01/6)  33  Europol-Razzia gegen Geldwäsche: 1800 verdächtige.

Die EU-Polizeibehörde Europol schlug in mehreren Ländern gleichzeitig zu. Die Banden würden Menschen in finanzieller Notlage anwerben, die auf diese Weise häufig "unwissentlich". 2021-12-01 18:44 2KB www.diepresse.com

(0.02/6)  34  Formel 1: Mercedes droht Max Verstappen

Mercedes-Kampfansage an Max Verstappen vor dem großen Formel-1-Finale um die WM-Krone. 2021-12-01 22:30 1KB www.bild.de

(0.02/6)  35  Bombe in Braunschweig erfolgreich entschärft

In Braunschweig ist am Mittwochabend eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft worden. 450 Personen mussten ihre Häuser verlassen. 2021-12-01 22:00 1KB www.ndr.de

(0.02/6)  36  Animation zeigt mRNA-Technologie: So wird unser Körper zur Antikörper-Fabrik

Einer der Hauptkritikpunkte von Impfgegnern ist die neuartige Technologie hinter den mRNA-Impfstoffen. Diese bringt zwei Vorteile und einen Nachteil. Wie der Körper zur Antikörper-Fabrik wird, zeigt eine Animation. 2021-12-01 21:33 1KB www.t-online.de

(0.02/6)  37  Forscher entdeckten neuen Dinosaurier mit ungewöhnlicher Schwanzform in Chile

Ein gut erhaltenes, fast vollständiges Skelett eines etwa zwei Meter großen Sauriers aus der späten Kreidezeit vor et. 2021-12-01 21:28 2KB www.tt.com

(0.02/6)  38  Was plant Rot-Grün-Rot in Berlins Bezirken?

Politik und mehr in unseren Leute-Newslettern aus Berlins Bezirken, donnerstags aus Friedrichshain-Kreuzberg, Steglitz-Zehlendorf und Pankow. Vorschau hier. 2021-12-01 20:45 1KB www.tagesspiegel.de

(0.02/6)  39  Argentinier entsetzt über deutsche Zustände

Kein Kontinent ist bislang so hart von der Pandemie getroffen worden wie Südamerika. Nun wütet das Virus wieder in Europa. Schwappt die Megawelle über den Atlantik? Argentinien und andere Schlüsselländer der Region haben Deutschland etwas voraus. 2021-12-01 20:20 7KB www.n-tv.de

(0.02/6)  40  Teenager fliegt wegen Tesla durch Führerscheinprüfung

Beinahe durch Führerscheinprüfung gerasselt: Tesla-Bremssystem spielt Teenager einen Streich. 2021-12-01 19:32 854Bytes www.bild.de

(0.02/6)  41  "Rechtsmissbrauch": Der gewagte Baustopp in der Lobau

Umweltministerin Gewessler sagt Nein zum Tunnel. Doch das ist sowohl politisch als auch rechtlich sehr heikel. Kann die Klimaschutzministerin die bisherigen Pläne überhaupt so leicht umstoßen? Es. 2021-12-01 19:03 1KB www.diepresse.com

 42  Super League: YB befreit sich aus heikler Lage – 3:1 gegen Lugano

Die aktuellen Resultate und Neuigkeiten aus der höchsten Schweizer Fussball-Liga gibt es in «Super League kompakt». 2021-12-01 22:42 3KB www.nzz.ch

 43  Lesen Sie zeit.de mit Werbung oder im PUR-Abo. Sie haben die Wahl.

Visit zeit.de as usual with ads and tracking. Details about how we use tracking can be found in our Privacy Policy and in the Privacy Center . … 2021-12-01 22:42 891Bytes www.zeit.de

 44  BILD-Boxnacht: Denis Radovan kämpft um die EM, seine Frau für die SPD

Den Kampfabend von Wasserman Boxing überträgt BILD LIVE ab 20.15 Uhr im Free-TV. Denis Radovan (29) kämpft um die IBF-Europameisterschaft im Mittelgewicht. 2021-12-01 22:41 2KB www.bild.de

 45  Carsten Linnemann: „Impfpflicht-Debatte kommt zur Unzeit!“

Der Politiker sagte bei „Viertel nach Acht“, er sei von der Impfpflicht nicht überzeugt. 2021-12-01 22:39 8KB www.bild.de

 46  Neu im Kino: „Benedetta“ (im Kino): Die Last der Lust

Kult-Regisseur Paul Verhoeven („Basic Instinct“) will auch mit 83 Jahren noch provozieren. 2021-12-01 22:37 1KB www.bild.de

 47  Tief "Daniel": Behinderungen im Verkehr - Sturmflut-Warnung für die Küsten

Das Sturmtief "Daniel" hat am Mittwoch in Norddeutschland seine Spuren hinterlassen. Polizei und Feuerwehr mussten vielerorts ausrücken, weil Bäume und Äste auf Straßen gestürzt waren. Für die Nacht auf Donnerstag wurden Sturmflut-Warnungen ausgegeben. 2021-12-01 22:33 3KB www.ndr.de

 48  BILD-Check vorm Bayern-Knaller: Hat der BVB wieder die Hose voll?

0:5, 0:4, 0:1, 2:3, 2:4.Wenn Dortmund zuletzt in der Liga auf die Bayern traf, gab‘s für den BVB nichts zu holen. 5 Pleiten in Folge, 4:17 Tore.Samstag (18.30 Uhr, Sky live) kommt es wieder zum Giganten-Gipfel zwischen dem BVB (2. Platz, 30 Punkte) und den Bayern (1. Platz, 31 Punkte).Und alle fragen sich: Bekommen wir endlich wieder einen richtigen Titelkampf?Dafür braucht Dortmund morgen Mut, Entschlossenheit und Leidenschaft.BILD hat den Notendurchschnitt (aus den vergangenen fünf Duellen) der voraussichtlichen BVB-Startelf ermittelt und den Hose-voll-Check gemacht. Nur mit BILDplus! *** BILDplus Inhalt *** 2021-12-01 22:30 2KB www.bild.de

 49  25 Millionen Euro für Schausteller und Veranstalter in Niedersachsen

Angesichts der verschärften Corona-Lage können viele Schausteller und Veranstalter erneut nicht ihrer Arbeit nachgehen. Das Land Niedersachsen stellt Hilfsgelder in Höhe von 25 Millionen Euro … 2021-12-01 22:28 2KB www.haz.de

 50  Spandaus Wasserballer weiter ohne Sieg in Champions-League

Berlin (dpa/bb) – Die Wasserballer vom deutschen Rekordmeister Spandau 04 warten weiter auf den ersten Sieg in der Champions-League-Hauptrunde. Bei 2021-12-01 22:23 1KB www.t-online.de

 51  Neues Cupra-Autohaus in Hannovers City

Nahe dem hannoverschen Hauptbahnhof hat ein neues Fahrzeugzentrum der Hackerott-Gruppe eröffnet. Es bietet in der Joachimstraße Beratung auch per 3D-Brille. Die Autohändler der … 2021-12-01 22:23 1KB www.haz.de

 52  Bericht: Youssoufa Moukoko erneut verletzt - Hinrunden-Aus für BVB-Juwel

Youssoufa Moukoko bleibt vom Pech verfolgt. Der 17-Jährige hat sich nach Informationen der "Ruhr Nachrichten" erneut eine Muskelverletzung zugezogen - und fällt damit wohl für den Rest der Rückrunde aus. 2021-12-01 22:22 2KB www.sportbuzzer.de

 53  Liminski scheitert mit Landtagskandidatur

Siegburg Er gilt als begnadeter Strippenzieher im Hintergrund. Doch bei dem Versuch, direkt für die CDU in den Düsseldorfer Landtag einzuziehen, erleidet der Chef der Staatskanzlei … 2021-12-01 22:21 2KB rp-online.de

 54  Positiver Trend: In diesen Landkreisen geht Corona zurück

Mehr als 30 Kreise über 1.000, die 2.000er-Marke geknackt: Ein Zeitraffer zeigt, wie massiv die Inzidenzen in Deutschland in nur einem Monat gestiegen sind. Doch es gibt auch Positivbeispiele. 2021-12-01 22:17 1KB www.t-online.de

 55  Propaganda oder Liebeskummer? - Astronautin soll Loch in ISS-Kapsel gebohrt haben

Ist es Propaganda oder Liebeskummer? Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos droht der amerikanischen Astronautin Serena Auñón-Chancellor mit einer Klage. 2021-12-01 22:16 2KB www.bild.de

 56  Weihnachtsmärkte in Neuwied und Kaiserslautern schließen

Wegen der angespannten Corona-Lage schließen die Weihnachtsmärkte in Neuwied und Kaiserslautern noch in dieser Woche ihre Pforten. Hintergrund ist auch die angekündigte neue Corona-Landesverordnung. … 2021-12-01 22:13 2KB www.stern.de

 57  Gruppensex im Saunaclub - Im Ruheraum wurde es heiß

Fabian (38) und Alicia (39) sind seit mehr als fünf Jahren ein Paar. Besonders in der kalten Jahreszeit genießen sie es, gemeinsam Wellenessabende zu machen und in die Sauna zu gehen. Eine Wellness-Oase hat es ihnen besonders angetan. Nach dem Lockdown haben Sie den Saunaclub zum ersten Mal wieder besucht. In einem der Ruheräume sind sie dabei einem anderen Paar näher gekommen und hatten ein besonderes sexuelles Erlebnis. Unsere Redaktion hat die Geschichte anhand von Alicias Erzählungen aufgeschrieben. Lesen Sie die gesamte Geschichte mit BILDplus! *** BILDplus Inhalt *** 2021-12-01 22:10 1KB www.bild.de

 58  Argentiniens Ex-Präsident wegen Bespitzelung angeklagt

Argentiniens Ex-Präsident Mauricio Macri muss sich wegen der mutmaßlichen Bespitzelung von Angehörigen eines spektakulären U-Boot-Unglücks vor Gericht verantworten. Der argentinische Bundesrichter Martín Bava … 2021-12-01 22:07 2KB www.stern.de

 59  Diese Saunaerlebnisse bringen Abwechslung

Schwitzen ist gesund, sagt der Volksmund. Regelmäßiges Saunieren fördert demnach die Gesundheit und schützt unter anderem vor Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gerade … 2021-12-01 22:06 4KB www.stern.de

 60  Arnautovic verletzt, Coach "nicht optimistisch"

Bologna-Trainer Mihajlovic befürchtet eine Verletzungspause für den Österreicher. Seine Mannschaft siegte am Ende 1:0 gegen die AS Roma. 2021-12-01 22:04 1KB www.diepresse.com

 61  Belfaster Array Collective gewinnt Turner-Preis

Die renommierte Kunst-Auszeichnung holte dieses Jahr ein nordirisches Kollektiv aus Künstlern und Aktivisten mit einer Pub-Installation. 2021-12-01 22:03 2KB www.diepresse.com

 62  Kommentar zum Bald-Kanzler - Führung, Herr Scholz!

Scholz muss sich jetzt die akuten Brennpunkte vor unserer Haustür kümmern! 2021-12-01 22:01 1KB www.bild.de

 63  Post von Wagner - Lieber Olaf Scholz,

Was für ein Chamäleon sind Sie? Was für ein Farbwechsel geschieht gerade? 2021-12-01 22:01 1KB www.bild.de

 64  Verbände fordern - Ampel muss Mindestlohn-Erhöhung verschieben

In der Wirtschaft wächst der Widerstand gegen die Anhebung des Mindestlohns! 2021-12-01 22:00 2KB www.bild.de

 65  Ex-Geschäftspartner Abou-Chaker Bushido zahlt Clan-Chef Millionen-Abfindung

Bushido hat sich mit einem ehemaligen Geschäftspartner bei einer Immobiliengesellschaft nach Angaben eines Gerichtssprechers auf die Zahlung einer Abfindung geeinigt. 2021-12-01 22:00 2KB www.bild.de

 66  Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht – die Zahlen könnten trügen

Die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle ist zuletzt gesunken. Stecken sich also derzeit weniger Menschen an? Der Grund für den Rückgang ist wohl ein anderer. 2021-12-01 22:00 6KB www.tagesspiegel.de

 67  Traurige Nachricht von Ex-GNTM-Star - Anna Wilken hat ihr Baby verloren

Es sind Nachrichten, die einem das Herz brechen: Anna Wilken (25) hat eine zweite Fehlgeburt erlitten. Es passierte in der neunten Schwangerschaftswoche. 2021-12-01 21:56 2KB www.bild.de

 68  Tödlicher Unfall in Innsbruck: Mann (63) von Radlader erfasst

Auf einem Firmenareal übersah Mittwochfrüh ein Radlader-Lenker beim Rückwärtsfahren einen 63-Jährigen. Für den ältere. 2021-12-01 21:54 1KB www.tt.com

 69  Ab in die Mitte

Für Unentschlossene in der CDU war der Auftritt der drei Vorsitz-Kandidaten keine Hilfe: Es wurden eher Gemeinsamkeiten als Differenzen sichtbar. Erstaunlich war aber die Regie - und wer zu Wort kam und wer nicht. Von Corinna Emundts. 2021-12-01 21:52 5KB www.tagesschau.de

 70  Als FC Bayern gegen Borussia Dortmund ein Schützenfest war und Udo Lattek Mitleid mit dem BVB hatte

Am 27. November 1971 ereignete sich eines der spektakulärsten Spiele zwischen dem FC Bayern und Borussia Dortmund. Der SPORTBUZZER reist zurück in eine Zeit, als diese Paarung noch kein Gipfeltreffen war. 2021-12-01 21:50 7KB www.sportbuzzer.de

 71  Merz, Röttgen, Esken, Borjans: Für Wowereit sind die Partei-Chefs aller Parteien nur mittelmäßig

Berlins früherer Bürgermeister Wowereit klagt darüber, dass die Köpfe in den Parteien nur mittelmäßig sind. Er nimmt im Interview kein Blatt vor den Mund und spricht auch über die Parteispitze seiner eigenen Partei. „Das kann ja wohl nicht wahr sein“, sagte Wowereit. 2021-12-01 21:48 2KB www.rnd.de

 72  Sport aktuell Blog

Meter, Punkte und Sekunden – der Sport lässt sich von der Corona-Pandemie nicht ausbremsen. Wir halten euch über das . 2021-12-01 21:43 959Bytes www.tt.com

 73  Wegen Migranten an Belarus-Grenze: Litauen will Ausnahmezustand verlängern

Die Lage an der Grenze zu Belarus ist weiter angespannt. Litauen will deshalb den Ausnahmezustand verlängern. Dadurch sind verschärfte Maßnahmen im Grenzgebiet möglich, um Schleusungen zu unterbinden. 2021-12-01 21:37 2KB www.rnd.de

 74  „Organisatorischer Super-GAU“– Fassungslosigkeit über Impfstoffmangel

Die Skeptiker sollen sich impfen lassen, die Geimpften werden zum Boostern gedrängt – und der künftige Kanzler Scholz peilt 30 Millionen Impfungen bis Weihnachten an. Doch ausgerechnet jetzt stockt die Versorgung mit den Vakzinen empfindlich. In Praxen herrscht Chaos. 2021-12-01 21:34 1KB www.welt.de

 75  Kandidaten-Dreikampf - Foto-Finish um den CDU-Vorsitz

Der Kampf um den CDU-Vorsitz geht in die heiße Phase. So schlagen sich die Kandidaten. 2021-12-01 21:31 7KB www.bild.de

 76  Sarkozy droht wegen mutmaßlich illegalem Geld aus Libyen weiterer Prozess

Dem bereits verurteilten französischen Ex-Präsident Nicolas Sarkozy droht ein weiterer Prozess wegen illegaler Wahlkampffinanzierung. Das Berufungsgericht in Paris wies am Mittwoch einen Antrag auf Einstellung … 2021-12-01 21:27 2KB www.stern.de

 77  Olaf Scholz überrascht mit emotionalem Impf-Appell bei „Joko und Klaas“

Unterföhring Bei „Joko und Klaas gegen ProSieben“ hatten die Moderatoren wieder Sendezeit zur freien Verfügung erspielt. Dieses Mal drehte sich alles um die Corona-Lage. … 2021-12-01 21:19 4KB rp-online.de

 78  DWN Express - Karl Lauterbach als Gesundheitsminister? „Ich trinke jeden Tag Wein“

Der „Tagesspiegel“ berichtet: „Der viel gefragte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kann seinen eigenen Lebensstil derzeit niemandem empfehlen. Da er meistens nachts neue Studien zur … 2021-12-01 21:13 828Bytes express.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

 79  Geldstrafe droht: Ansturm älterer Griechen auf Erstimpfung

Griechenland hat für ältere Menschen eine Impfpflicht eingeführt. Ab 16. Jänner sind Strafen fällig: monatlich 100 Euro Bußgeld. 2021-12-01 21:13 1KB www.diepresse.com

 80  FC St. Pauli: Trainings-Schock!: Afeez Aremu und Philipp Ziereis raus

Bei St. Pauli droht plötzlich doch ein Abwehr-Problem. Zwar konnte Jakov Medic teilweise mit der Mannschaft trainieren. Dafür brachen zwei andere ab. 2021-12-01 21:10 2KB www.bild.de

 81  Covid-Massnahmenverschärfungen - Kantone reagieren

Die Kantone begrüssen die geplanten Verschärfungen der Corona-Massnahmen mit unterschiedlichem Enthusiasmus. Manche haben die Masken- und Zertifikatspflicht bereits ausgedehnt. Die Zertifikatspflicht für private Zusammenkünfte sowie die kürzere Gültigkeitsdauer von Tests werden sich wohl nicht durchsetzen. 2021-12-01 21:08 8KB www.nzz.ch

 82  Die Zahlen steigen: Fast 3000 Schüler in Niedersachsen mit Corona infiziert

Die Corona-Fälle an den Schulen nehmen zu: In Niedersachsen haben sich zuletzt fast 3000 Schülerinnen und Schüler mit dem Coronavirus infiziert. Das ist ein … 2021-12-01 21:07 2KB www.haz.de

 83  Wolfsburg-Plan 2023: Schmadtke geht, Schäfer rückt auf - Kommt dann Schlaudraff?

Jörg Schmadtkes Vertrag als Manager und Geschäftsführer des VfL Wolfsburg läuft am Saisonende aus, eine Verlängerung um ein weiteres Jahr ist wahrscheinlich. 2023 könnte dann Marcel Schäfer in die Geschäftsführung des Bundesligisten aufrücken. 2021-12-01 21:07 4KB www.sportbuzzer.de

 84  Mehr zum Coronavirus

Neue politische Maßnahmen beruhen auf diesem Wert. Dabei gibt es an dieser Kennzahl für die Beurteilung der Corona-Lage große Kritik. … 2021-12-01 21:04 530Bytes www.ndr.de

 85  "Landmarks" in Ingolstadt: Von der Schmiererei zum Kunstwerk

Plus Beim Projekt „Landmarks“ werden Gebäudefassaden in Ingolstadt von renommierten internationalen Künstlern gestaltet. Wie die Idee entstanden ist und was die Graffiti-Szene damit zu … 2021-12-01 21:00 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 86  Hannover 96: Not-Trainer Christoph Dabrowski: Erst Nudeln, dann Profi-Debüt

Chef-Trainer für fünf Tage: Christoph Dabrowski wird Hannover 96 gegen den HSV coachen. 2021-12-01 20:58 3KB www.bild.de

 87  Entwurf für Bund-Länder-Treffen: Diese Regeln sollen künftig bundesweit für Fußballspiele gelten

Auf der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag soll angesichts der aktuellen Corona-Lage auch über einheitliche Regelungen im Fußball beraten werden. Der Fußball in Deutschland muss sich auf deutlich weniger Zuschauer einstellen. 2021-12-01 20:58 3KB www.sportbuzzer.de

 88  Kommentar zu Airbus: Eine Partie ohne Gewinner?

Mit weiteren Warnstreiks wollen sich Beschäftigte des Flugzeugbauers Airbus gegen den geplanten Konzernumbau wehren. Management und IG Metall sollten nun alles daran setzen, einen Großkonflikt … 2021-12-01 20:57 2KB www.haz.de

 89  Großbrand bei Bauernhof in Längenfeld: Tiere gerettet, Löscharbeiten dauern an

Der Besitzer des Hofes wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus geflogen. Das Wohnhaus in unmit. 2021-12-01 20:53 2KB www.tt.com

 90  Corona - Otto Schily rechnet ab: „Nicht einmal China hat eine allgemeine Impfpflicht“

Riesen-Debatte um die Impfpflicht in Deutschland: Jetzt schaltet sich auch Ex-Innenminister Otto Schily (89, SPD) in die Diskussion ein! 2021-12-01 20:48 3KB www.bild.de

 91  Söder stellt Zwangsgelder für Verstöße gegen Impfpflicht in Aussicht

Kommt die Impfpflicht, müssen Verweigerer mit Geldstrafen rechnen. Das hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder angekündigt. In Wiederholungsfällen könnten diese Zwangsgelder dann steigen. Mehr im Liveticker. 2021-12-01 20:47 36KB www.welt.de

 92  Südafrika meldet "beunruhigenden" Anstieg der Omikron-Fälle

Von zunächst 300 stieg die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Wochendurchschnitt zuletzt auf 3500 an. Auch in den USA wurde ein erster Fall gemeldet. 2021-12-01 20:40 4KB www.diepresse.com

 93  Hamburg: Miniatur Wunderland mit Karnevalsfeier eröffnet

Brasilianischer Karneval und Lebensfreude im regnerischen Hamburg: Nach vier Jahren Arbeit auf zwei Kontinenten hat das Miniatur Wunderland seinen neuen Abschnitt  feierlich  eröffnet. 2021-12-01 20:35 1KB www.t-online.de

 94  Genusskalender der Landfrauen Teil 2: Nussige Spezialität aus Ungarn

Csilla Bayer verrät ihr Zserbo-Rezept für den Genusskalender der Landfrauen. Dabei handelt es sich um eine Besonderheit aus Ungarn. … 2021-12-01 20:35 835Bytes www.augsburger-allgemeine.de

 95  Kippt das Grundsatzurteil „Roe v. Wade“?

Der Supreme Court verhandelt über ein Gesetz aus Mississippi, das landesweite Konsequenzen für das liberale Abtreibungsrecht Amerikas haben könnte. 2021-12-01 20:33 4KB www.tagesspiegel.de

 96  Klagen von Corona-Erkrankten im Fall Ischgl abgewiesen

Unzählige Urlauber infizieren sich zu Beginn der Pandemie im Skigebiet Ischgl mit Corona. Einige davon klagen nun gegen Österreich. Erste Forderungen auf Schadenersatz lehnt ein Gericht ab. Verbraucherschützer finden: ein Justizskandal. 2021-12-01 20:24 4KB www.n-tv.de

 97  Felix Sturm: Gericht reduziert Haftstrafe für Boxstar

Gute Nachrichten für Felix Sturm: Der ehemalige Boxweltmeister muss nicht so lange ins Gefängnis wie ursprünglich festgelegt. Das Kölner Landgericht reduzierte die Strafe um einige Monate. 2021-12-01 20:23 1KB www.t-online.de

 98  Umbau bei Airbus: Neue Warnstreiks stehen bevor

Im Streit um den Konzernumbau beim Flugzeughersteller Airbus ruft die IG Metall zu Warnstreiks auf. In der vergangenen Woche hatte die Gewerkschaft die monatelangen Verhandlungen unterbrochen. 2021-12-01 20:22 1KB www.ndr.de

 99  Der Coronavirus-Blog

Eine Entscheidung über das Ende des Lockdowns für Geimpfte und Genesene ab 12. Dezember will das Gesundheitsministeri. 2021-12-01 20:21 1KB www.tt.com

 100  Corona: Ein neuer Lockdown wäre eine Bankrotterklärung der Politik

Beim Bund-Länger-Gipfel hat die Politik keine neuen Corona-Maßnahmen beschlossen. Braucht es einen neuen Lockdown? 2021-12-01 20:21 4KB www.t-online.de

 101  Art Basel – die hippste Kunstmesse der Welt - Hier können Sie einen echten Banksy kaufen!

Art Basel ist zurück! In Miami Beach geben sich Superstars die Klinke in die Hand. Besondere Aufmerksamkeit erregte ein Original-Banksy. 2021-12-01 20:20 5KB www.bild.de

 102  Wer im ORF was wird – und wer sich bald verabschiedet

Der ORF ist auf der Suche nach Führungskräften – in der GIS genauso wie bei FM4. Und wo geht eigentlich Alexander Wrabetz hin? 2021-12-01 20:20 4KB www.diepresse.com

 103  Schach-WM in Dubai: Auch im fünften Duell gibt es ein Remis

Der Titelhalter Magnus Carlsen aus Norwegen und der russische Herausforderer Jan Nepomnjaschtschi spielen in Dubai um den Titel des Weltmeisters. 2021-12-01 20:19 9KB www.nzz.ch

 104  Fed fürchtet hartnäckige Inflation

Amerikas Notenbank prüft eine raschere Straffung ihrer Geldpolitik. Ihr Präsident Jerome Powell hält den Preisanstieg nicht mehr nur für. 2021-12-01 20:18 6KB www.faz.net

 105  Lockdown und Alterung als Risken für österreichs Wirtschaft

Die OECD sieht in ihrer Prognose für Österreich eine Verlängerung des Lockdowns als akute Gefahr für die Wirtschaft. Langfristig ist es der Fachkräftemangel. 2021-12-01 20:18 1KB www.diepresse.com

 106  Netflix-Ranking: Diese Serien und Filme sind aktuell am beliebtesten

Welche Serien und Filme sind auf Netflix gerade besonders beliebt? Wer für den nächsten Filmabend Entscheidungshilfe sucht, findet sie einerseits in den aktuellen Tages-Rankings. Inzwischen bietet der Streamingdienst auch Wochen-Rankings an. Hier die aktuellen Charts. 2021-12-01 20:16 2KB www.rnd.de

 107  "Sicher nicht alles richtig gemacht": Bayern-Bosse gehen nach Katar-Fiasko bei JHV auf Fans zu

Die Katar-Debatte beim FC Bayern München nach der missglückten Jahreshauptversammlung hält weiter an. In den Tagen vor dem Topspiel gegen Borussia Dortmund versucht der FCB nun offenbar, die Wogen zu glätten. In einer Mail gehen die Bosse um Präsident Herbert Hainer auf die Mitglieder zu. 2021-12-01 20:16 3KB www.sportbuzzer.de

 108  Teuerste Städte der Welt: Hier kostet das Leben deutlich mehr als in Tokio oder Sydney

Berlin rutschte gegenüber dem Ranking vor einem Jahr acht Plätze nach unten auf Rang 50 und ist damit die billigste der sechs im Index erfassten … 2021-12-01 20:15 1KB www.stern.de

 109  857 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein sind am Mittwoch 857 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Genau eine Woche zuvor war mit 954 Neuinfektionen die höchste Zahl seit 2021-12-01 20:14 2KB www.t-online.de

 110  Bundesrat: Corona-Notmassnahmen sollen auch 2022 möglich sein

Der Bundesrat will auch im nächsten Jahr die Kompetenz für diverse Corona-Wirtschaftshilfen und weitere Notmassnahmen haben. Das Parlament dürfte die Verlängerung noch auf weitere Instrumente ausdehnen. 2021-12-01 20:14 7KB www.nzz.ch

 111  Schwere Sturmböen: Tief "Daniel" trifft die Küste Aus dieser Sendung Mehr Hallo Niedersachsen Das könnte Sie auch interessieren

Der Sturm hat im Laufe des Tages Fahrt aufgenommen. Es gab eine Warnung vor einer leichten Sturmflut an der Nordseeküste. 2021-12-01 20:13 800Bytes www.ndr.de

 112  Die Corona-Kurzarbeit und ihre Zukunft

Die Folgen des vierten Lockdowns zeigen sich bereits auf dem Arbeitsmarkt. Zumindest noch bis März 2022 gibt es die großzügige Corona-Kurzarbeit. Wie geht es danach weiter? Ein paar Vorschläge. 2021-12-01 20:11 1KB www.diepresse.com

 113  Unfall auf der B28: Bei Senden bildet sich ein kilometerlanger Stau

Auf der B28 kam es am Mittwochabend zu einem Unfall. Zwischen Senden und der Überleitung zum Dreieck Hittistetten staute sich der Verkehr. Es … 2021-12-01 20:10 916Bytes www.augsburger-allgemeine.de

 114  Öffentlichkeitsgesetz: Ständerat kommt endlich zur Besinnung

Die Bundesverwaltung kann heute das Öffentlichkeitsprinzip mit hohen Gebühren de facto aushebeln. Bisher hatte der Ständerat diese Praxis mit teilweise absurden Argumenten verteidigt – nun ist er doch noch zur Besinnung gekommen. 2021-12-01 20:10 5KB www.nzz.ch

 115  Kommt die Impfpflicht für alle? So stehen die Parteien zum Scholz-Vorstoß

Kommt die allgemeine Impfpflicht oder kommt sie nicht? Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte sich am Dienstag nach der Bund-Länder-Schalte klar dafür positioniert und die Debatte damit weiter angefacht. Doch wie stehen die einzelnen Parteien zur Impfpflicht für alle? Ein Überblick. 2021-12-01 20:08 10KB www.rnd.de

 116  Wie der künftige Kanzler seinen Corona-Coup eingefädelt - und einige verärgert hat

Olaf Scholz will weniger Durchstechereien in den Bund-Länder-Runden. Daher dachte er sich etwas Neues aus. Das ging nach hinten los. 2021-12-01 20:06 8KB www.tagesspiegel.de

 117  Kreative Ideen aus der Weihnachtswerkstatt gesucht

Für ein neues Magazin sucht die HAZ-Redaktion Eindrücke von Weihnachtskunst. Erste Bilder von Lebkuchenhäusern, Scherenschnitten und Adventskalendern sind bereits eingegangen. Am 24. Dezember erscheint … 2021-12-01 20:06 2KB www.haz.de

 118  Neue Corona-Verschärfungen sollen kommen – Schließung von Restaurants wieder im Gespräch

Am Donnerstag beraten und Bund und Länder über eine Verschärfung der Corona-Regeln. Bundeskanzleramt sowie die Unions- und SPD-geführten Bundesländer haben jeweils Forderungskataloge aufgestellt. Lesen Sie hier die Beschlussvorlagen im Wortlaut. 2021-12-01 20:05 1KB www.welt.de

 119  Corona – Kampf gegen 4. Welle: Bundeswehr mobilisiert Tausende Soldaten

Im Kampf die Corona-Pandemie mobilisiert die Bundeswehr jetzt Tausende weitere Soldaten! 2021-12-01 20:03 2KB www.bild.de

 120  Kann er sich retten? - Achtung Surfer, Hai hinter Dir!

Das war knapp! Vor der Küste von Puerto Rico (USA) schwimmt Surfer Rolando Montes hektisch in Richtung Strand. Nur wenige Meter hinter ihm ist ein Hai. 2021-12-01 20:03 1KB www.bild.de

 121  „Die Akte Schimanski“: Eine Doku über den legendären „Tatort“-Kommissar

Götz George war nicht als „Schimmi“ vorgesehen: Das verrät eine neue WDR-Dokumentation, die am 7. Dezember läuft. Sie erinnert an den legendären „Tatort“-Kommissar Horst Schimanski, der vor 40 Jahren seinen ersten Fall löste. 2021-12-01 20:00 4KB www.rnd.de

 122  Neuer Impfstandort in Neuburg hat am Mittwoch eröffnet

Plus Während das Kreiskrankenhaus bis Anfang Januar 20.000 Impftermine freigeschaltet hat, geht der Impfstandort im Container in Betrieb. Bis Sonntag will man hier 1000 Dosen … 2021-12-01 20:00 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 123  Das Corona-Update vom 1. Dezember

Jeden Tag laufen etliche Nachrichten zum Coronavirus über den Ticker. Wir sammeln an dieser Stelle alles, was heute wichtig ist – mit besonderem Blick auf Bayern … 2021-12-01 20:00 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 124  Leiter weggerutscht: 64-Jähriger stürzte in Kundl mehr als drei Meter ab

Der Mann führte Arbeiten an einem Einfamilienhaus durch. Er musste mit Verletzungen an Schultern und Becken ins Krank. 2021-12-01 19:57 1KB www.tt.com

 125  Kein Testzentrum im Ort: Wie die 2-G-Plus-Regel in kleinen Kommunen zu Problemen führt

Seit dem 1. Dezember gilt in der Region Hannover die 2-G-Plus-Regel. Geimpfte und Genesene brauchen für einen Besuch im Restaurant oder beim Friseur … 2021-12-01 19:54 4KB www.haz.de

 126  Trotz Termin mehr als eine Stunde Warten: Großer Andrang auf Testzentren

Am ersten Tag der neuen 2-G-Plus-Regel haben sich in ganz Hannover lange Schlangen vor Testzentren gebildet. Viele Wartende waren genervt. Regionspräsident Krach … 2021-12-01 19:54 5KB www.haz.de

 127  Zürich: Gemeinderat stimmt Überbauung auf Koch-Areal zu

Das Stadtparlament hat am Mittwoch ein Vorlagen-Paket zum Koch-Areal in Albisrieden genehmigt. Nun entscheidet das Volk über einen Quartierpark. 2021-12-01 19:50 4KB www.nzz.ch

 128  Was Deutschland am meisten streamte

Was 2021 in Deutschland sowie rund um den Globus am meisten gestreamt wurde, hat Spotify nun im großen Rückblick auf die Musik des Jahres mitgeteilt. … 2021-12-01 19:36 2KB www.stern.de

 129  Auch die fünfte Partie der Schach-WM bleibt ohne Sieger

Titelverteidiger Carlsen wich als erster von seiner bisheriger Strategie ab. Herausforderer Nepomnjaschtschi konnte zeitweise erstmals Druck aufbauen. 2021-12-01 19:34 1KB www.diepresse.com

 130  Sendetermine, Sendezeit, Übertragung: So sehen Sie "WWE RAW"

Der "WWE RAW" läuft wöchentlich bei ProSieben Maxx und DAZN. Sendetermine, Sendezeit und Übertragung im Free-TV und Stream - hier bekommen Sie alle Infos dazu. … 2021-12-01 19:32 994Bytes www.augsburger-allgemeine.de

 131  Coronavirus in der Schweiz – die aktuelle Situation

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 1 025 119 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 11 172 Infizierte sind gestorben. 2021-12-01 19:32 26KB www.nzz.ch

 132  Donaumoos: Noch mehr Kommunikation für Moorschutz

Plus Der Donaumooszweckverband verabschiedet für 2022 einen Haushalt von rund 3,7 Millionen Euro. Wofür die Gelder ausgegeben werden und warum die Kommunikation noch weiter … 2021-12-01 19:30 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 133  Der Westen muss Moskau endlich wie das Paria-Regime behandeln, als das es agiert

Moskau versucht, wie in Sowjetzeiten, Teile Osteuropas unter seine Knute zu zwingen. Das zeigt aktuell der wachsende Druck auf die Ukraine. Die Nato und Europa können sich das nicht länger gefallen lassen. Gerade Deutschland steht hier in besonderer Verantwortung. 2021-12-01 19:29 3KB www.welt.de

 134  „Russland müsste einen hohen Preis zahlen“

Die Lage an der Grenze zur Ukraine ist seit dem russischen Truppenaufmarsch extrem angespannt, die Angst vor einem militärischen „Unfall“ wächst. Nato-Chef Jens Stoltenberg warnt Moskau vor einer Invasion. Aber Wladimir Putins Strategie geht bereits auf. 2021-12-01 19:28 5KB www.welt.de

 135  Blinken: Moskau hat Pläne für Aggression gegen die Ukraine

Die Vorwürfe des Westens gegenüber Russland werden schärfer. Plant Moskau tatsächlich einen Angriff auf die Ukraine? … 2021-12-01 19:27 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 136  Wörishofens Bürgermeister Welzel gibt Impfstatus im Stadtrat bekannt

Plus Bad Wörishofens Ex-Bürgermeister Paul Gruschka (FW) gibt sich mit der Erklärung seines Nachfolgers Stefan Welzel (CSU) zur Corona-Impfung nicht zufrieden. Die Sitzung des Stadtrates … 2021-12-01 19:26 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 137  DWN Express - Lolita Express-Pilot sagt: „Nach Bill Clinton musste ich sauber machen.“

Der Pilot von Jeffrey Epsteins pädophilem Privatjet Lolita Express, Larry Visoski, hat ausgesagt, dass er beispielsweise Bill Clinton, Prinz Andrew und Kevin Spacey im Privatjet … 2021-12-01 19:25 840Bytes express.deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

 138  Ausländer- und Frauenhass – Zemmour ist das Symptom eines verunsicherten Frankreichs

Die Wahl von Donald Trump hat uns gelehrt, dass man clowneske Gestalten ernst nehmen muss. Das gilt auch für den Rechtspopulisten Eric Zemmour. Wählt er den richtigen Schulterschluss, könnte er es gar in die Stichwahl schaffen – mit gefährlichen Konsequenzen. 2021-12-01 19:24 3KB www.welt.de

 139  Impfpflicht für alle oder nur einige – das liegt nicht in der Hand von Scholz

Olaf Scholz will im nächsten Jahr eine Corona-Impfpflicht für alle. Die Abgeordneten im Bundestag sollen nach ihrem Gewissen entscheiden – ohne Fraktionszwang. Damit wahrt die Ampel-Koalition ihren Frieden. 2021-12-01 19:19 1KB www.welt.de

 140  Kommt das nationale Krisenkommando?

Deutschland will sich für künftige Krisen rüsten: In einem nationalen Kompetenzzentrum sollen im Ernstfall verschiedene Akteure gemeinsam reagieren - mit einem Stabschef an der Spitze. Von Michael Stempfle. 2021-12-01 19:17 4KB www.tagesschau.de

 141  Wallis: Angst um die Wintersaison

Die Walliser Tourismusbranche kämpft einmal mehr um die Wintersaison – und gegen die Pläne des Bundesrats. 2021-12-01 19:10 5KB www.nzz.ch

 142  Zum Impfen ins Zugabteil

Anfangs fehlten Vakzine, nun mangelt es in Afrika an Logistik, an Kühlkapazität, an Fachleuten – und an einer eigenen Produktion von Seren. 2021-12-01 19:09 5KB www.tagesspiegel.de

 143  Heidi als KLUMikaur! Welcher Künstler dahintersteckt

Superstar mit schrillem Humor! Als Karikatur mit Riesen-Kauleiste grinst Heidi Klum (46) vom Cover ihrer Weihnachts-Single „Wonderland“. 2021-12-01 19:04 1KB www.bild.de

 144  Lehrpreis für besonderen Einsatz in Hochschullehre vergeben

Sieben Hochschullehrende sind am Donnerstag mit dem Landeslehrpreis ausgezeichnet worden - und erhalten somit insgesamt eine Viertelmillion Euro. Gerade in Zeiten der Pandemie, die die akademische Lehre … 2021-12-01 19:03 2KB www.stern.de

 145  Wann kann Österreich raus aus dem Lockdown?

Der Lockdown in Österreich wirkt nicht so wie erhofft, die Menschen schränken sich weniger ein als 2020. Dennoch könnte er ein Vorbild für Deutschland sein. 2021-12-01 19:02 4KB www.tagesspiegel.de

 146  So bereitet sich Fortuna auf neue Corona-Einschränkungen vor

Update Düsseldorf Die Landesregierung NRW plant, Zuschauerzahlen bei Großveranstaltungen drastisch zu reduzieren. Viele Fußballvereine haben nun bereits verkaufte Tickets storniert. Wie sich Fortuna auf die Einschränkungen … 2021-12-01 19:00 4KB rp-online.de

 147  Zürich: Zwei mutmassliche Pink Panther-Räuber vor Gericht

Der Rammbock-Überfall auf das Zürcher Juweliergeschäft Graff Diamonds vom Mai 2016 wird am Bezirksgericht Zürich aufgerollt. Zwei mutmasslich Beteiligte sind angeklagt: Einer ist teilweise geständig, der andere überhaupt nicht. 2021-12-01 19:00 5KB www.nzz.ch

 148  Fall Högel: Acht Ex-Kollegen ab Februar vor Gericht

Wegen der Morde des Ex-Krankenpflegers Niels Högel müssen sich vom 17. Februar 2022 an acht Verantwortliche und Mitarbeitende der Kliniken Oldenburg und Delmenhorst vor Gericht verantworten. 2021-12-01 18:59 1KB www.ndr.de

 149  Messerangriff in Flüchtlingsheim: Verdächtiger festgenommen

Dem 24-Jährigen wird versuchte Tötung zur Last gelegt. Er soll einen 20-Jährigen mit einem Messer schwer verletzt haben. 2021-12-01 18:57 1KB www.ndr.de

 150  Christian Drosten ist der Playboy - „Mann des Jahres“

Christian Drosten, Virologe an der Charite, prägte das Corona-Jahr 2021 - auch für die Playboy-Leser:innen. Den nervigsten Mann hat der Playboy auch gekürt. 2021-12-01 18:53 1KB www.tagesspiegel.de

 151  Beim Fußball, bei Konzerten und Partys muss die Politik bremsen

Meinung Düsseldorf Noch immer scheuen sich die Länderchefs und -chefinnen vor wirklich harten Corona-Maßnahmen. Dabei könnten sie bei Fußballspielen, Konzerten und Diskotheken wichtige Zeichen … 2021-12-01 18:51 3KB rp-online.de

 152  Kein Streit. ist auch keine Lösung

Eine Frage. Zwei Gäste. Zwei Positionen. Susanne Stichler bringt zwei Expert*innen in den Streit und in die Lösungssuche. 2021-12-01 18:49 1KB www.ndr.de

 153  Inland: SBB stossen Kombi-Abo mit E-Mietauto ab

NZZ Nachrichten, Hintergründe, Meinungen aus der Schweiz, International, Sport, Digital, Wirtschaft, Auto & mehr. Fundierte Berichterstattung rund um die Uhr. 2021-12-01 18:46 29KB www.nzz.ch

 154  Forschungsprojekt soll Warnungen in Flutgebieten verbessern

Nach den tödlichen Flutkatastrophen im Juli soll ein Projekt des Bundesforschungsministeriums die Warnungen und Hilfen in Hochwassergebieten verbessern. Für die eineinhalb Jahre laufende Untersuchung von Hochschulen … 2021-12-01 18:45 2KB www.stern.de

 155  Die Villa kann bei Airbnb gebucht werden

Der Familienfilm "Kevin - Allein zu Haus" mit Macaulay Culkin (41) gehört zu den Weihnachtsklassikern schlechthin. Wer einmal selbst auschecken will, wo sich in Kevin McCallisters Villa … 2021-12-01 18:44 2KB www.stern.de

 156  Prinz Harry schließt sich Forderung zu globaler Impfgerechtigkeit an

Der 37 Jahre alte Royal war anlässlich des Welt-Aids-Tages am Mittwoch als Sprecher eines Videos der Allianz „The Peo. 2021-12-01 18:43 2KB www.tt.com

 157  "Streik"-Tag: Mehrere Corona-Demos in ganz Österreich

In allen Bundesländern kam es heute zu Protestaktionen gegen Coronamaßnahmen - vor allem gegen die Impfpflicht. Einige Demonstranten zogen vor das ORF-Landestudio in Klagenfurt. 2021-12-01 18:40 7KB www.diepresse.com

 158  "Solidarität als Schlüssel zu besserer Zukunft"

In Stockholm haben die Gewinner des Alternativen Nobelpreises ihre Auszeichnung erhalten. Geehrt wurde der Kampf gegen Gewalt und Umweltzerstörung. Freuen durften sich Preisträger aus Kamerun, Russland, Kanada und Indien. 2021-12-01 18:38 4KB www.tagesschau.de

 159  Aufgeben ist keine Option

Der russische Umweltschützer Sliwjak hat über Jahrzehnte viele umweltgefährdende Projekte verhindert. Dafür erhielt er nun den Alternativen Nobelpreis. Vor staatlichem Druck schützt ihn das nicht. Von C. Nagel. 2021-12-01 18:37 4KB www.tagesschau.de

 160  Kampf gegen die „Geldbarone“ – Erdogan provoziert die finale Eskalation

Galoppierende Preise, abstürzende Währung, zunehmende Proteste der Bevölkerung: Die Türkei steckt in einer tiefen Krise. Doch Präsident Erdogan bleibt unbeirrt und scheinbar verwirrt bei seinem Kurs. Er steuert auf einen großen Showdown zu, der am Ende nur einen Verlierer kennen wird. 2021-12-01 18:36 2KB www.welt.de

 161  Was an der Hospitalisierungsinzidenz problematisch ist

Sie ist die neue Grundlage für viele Maßnahmen. Doch Meldeverzögerungen lassen die aktuellen Zahlen zu niedrig erscheinen. Eine Analyse von RKI-Daten. 2021-12-01 18:35 4KB www.tagesspiegel.de

 162  NRW startet Tarifrevolution bei Bus und Bahn - Bezahlen nach Strecke

Düsseldorf Abrechnung nach Kilometern statt nach Tarifgrenzen: Die Verkehrsverbünde in NRW führen einen gemeinsamen digitalen Tarif ein, mit dem die Kunden auch Geld sparen können. … 2021-12-01 18:35 5KB rp-online.de

 163  Corona-Erkrankte aus Ischgl: Gericht weist erste Zivilklagen ab

Deutsche Corona-Erkrankte aus Ischgl hatten die Republik Österreich wegen des Ausbruchs in dem Skiort verklagt. Die ersten dieser Schadenersatzklagen weist das Landgericht Wien nun ab. Der Republik sei in den „hier relevanten Zeiträumen weder ein schuldhaftes noch ein rechtswidriges Verhalten anzulasten“, heißt es. 2021-12-01 18:34 2KB www.rnd.de

 164  41-Jähriger soll Frauen mit Schwermetall vergiftet haben - zwei Tote

Köln Ein 41-Jähriger aus Hürth bei Köln soll mehrere Frauen aus seinem Umfeld mit Schwermetall vergiftet haben - zwei von ihnen sind tot. Eine Schwangere … 2021-12-01 18:28 2KB rp-online.de

 165  Causa Ischgl: Zwei zivilrechtliche Amtshaftungsklagen abgewiesen

Einzelpersonen hätten „kein Recht darauf, vom Staat vor Ansteckung geschützt zu werden", so die Begründung. Der Repub. 2021-12-01 18:24 12KB www.tt.com

 166  Gladbachs Kramer erklärt überraschend lange Verletzungspause

Mönchengladbach Christoph Kramer war zu Gast im Podcast der Kroos-Brüder. Dabei erklärte er gewohnt humorvoll, warum ihn seine erste Muskelverletzung so lange außer Gefecht … 2021-12-01 18:21 4KB rp-online.de

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Der Sänger der Gruppe „Die fidelen Mölltaler“ ist an Corona gestorben, zuvor hatte er eine FPÖ-Veranstaltung mit Herbert Kickl besucht. 2021-12-01 18:21 3KB www.diepresse.com

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Bürgermeister Ludwig macht der Umweltministerin eine Kampfansage. Schützenhilfe bekommt er von der ÖVP, nicht vom Koalitionspartner. 2021-12-01 18:20 1KB www.diepresse.com

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Fußball-Bundesligist Hertha BSC muss erneut auf Torhüter Rune Jarstein verzichten. Der 37 Jahre alte Norweger hat sich einer Knie-Operation unterzogen, nachdem zuvor Beschwerden … 2021-12-01 18:18 1KB www.stern.de

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Klartext-Ansage der Bald-Außenministerin Annalena Baerbock an Diktatoren und Autokraten weltweit! Sie will härter gegen Autokraten vorgehen. 2021-12-01 18:17 3KB www.bild.de

 171  UBS-Finanzchefin Sarah Youngwood: Der Bank fehlen eigene Talente

Die Grossbank rekrutiert ihre neue Finanzchefin bei der amerikanischen Konkurrenz. Aus fachlicher Sicht ist Sarah Youngwood eine gute Wahl. Sie offenbart gleichzeitig das Nachwuchsproblem der UBS. 2021-12-01 18:16 3KB www.nzz.ch

 172  Neue Auto-Podcast-Folge Wie gut ist der VW ID.4?

Der ID.4 ist VWs erstes Elektro-SUV: Was kann der Technikbruder des Skoda Enyaq wirklich? 2021-12-01 18:15 2KB www.bild.de

 173  „Ozark“ Staffel 4 auf Netflix: Warum dieses Ende uns alle erschüttern wird

„Ozark“ kriegt endlich sein Finale auf Netflix. Was Sie über Staffel 4 wissen müssen. 2021-12-01 18:07 7KB www.bild.de

 174  Tui löst Sparte für Geschäftsreisen auf – 300 Mitarbeiter betroffen

Tui Deutschland will die Aktivitäten des Geschäftsbereichs First Business Travel auf „ein Mindestmaß“ verringern. Im kommenden Januar sollen die Gespräche über die Zukunft der davon … 2021-12-01 18:06 1KB www.haz.de

 175  Europol geht gegen Geldwäsche vor

Die EU-Polizeibehörde spricht von der größten internationalen Operation dieser Art: Ermittler aus 27 Ländern waren beteiligt - auch aus Deutschland. Es ging um eine spezielle Form der Geldwäsche. 2021-12-01 18:06 2KB www.tagesschau.de

 176  Spotify-Jahresrückblick: Das sind die erfolgreichsten Künstler, Songs und Alben in 2021

In seinem Jahresrückblick „Wrapped“ würdigt Spotify jedes Jahr die erfolgreichsten Inhalte. Mit 9,1 Milliarden Streams landet Rapper Bad Bunny auf Platz eins der beliebtesten Künstlerinnen und Künstler. Auch die meistgestreamten Songs, Alben und Podcasts werden gekürt. 2021-12-01 18:05 2KB www.rnd.de

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Wegen Peng Shuai - WTA setzt alle Tennis-Turniere in China aus (5.49/6)

Der Fall Peng Shuai beschäftigt die Sport-Welt weiter: Der Aufenthaltsort der 35-jährigen Tennisspielerin ist immer noch unklar. Jetzt reagierte die Damen-Tour WTA, sagte alle Turniere in China und Hongkong vorläufig ab. Boss Steve Simon: „Mit gutem Gewissen sehe ich nicht, wie wir unsere Athleten fragen können, dort anzutreten, wenn Peng Shuai nicht erlaubt ist, frei zu kommunizieren. “ Die frühere Weltranglistenerste im Doppel hatte Anfang November im sozialen Netzwerk Weibo Vorwürfe wegen eines sexuellen Übergriffs durch einen chinesischen Spitzenpolitiker veröffentlicht. Der Post wurde gelöscht. Das Turnier-Aus ist ein starkes Zeichen, denn China ist mit einer Reihe von Veranstaltungen wichtiger Geldgeber der Damen-Tour.
Chinesischer Tennisstar - Fall Peng Shuai: WTA setzt Turniere in China aus
t-online.de
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WTA-Chef setzt Turniere in China und Hongkong aus
t-online.de
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Fall Peng: WTA trägt keine Turnier in China aus
diepresse.com
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Fall Peng Shuai: WTA setzt alle Tennis-Turniere in China aus
nzz.ch
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Fall Peng Shuai: WTA setzt Turniere in China aus
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WTA setzt Tennis-Turniere in China aus
tagesschau.de
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Fall Peng Shuai: WTA setzt alle Tennis-Turniere in China aus
nzz.ch
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Notfall auf der Tribüne: Watford vs. Chelsea unterbrochen (4.19/6)

Die Partie zwischen dem FC Watford und dem FC Chelsea in der englischen Premier League ist nach 13 Minuten unterbrochen worden. Grund war ein medizinischer Notfall auf der Tribüne, auf der laut englischen Medienberichten ein Watford-Fan behandelt werden musste. Watford vermeldete via Twitter, dass ein Anhänger des Klubs einen Herzstillstand erlitten hatte, jedoch inzwischen stabilisiert werden konnte. Chelseas Marcos Alonso hatte die Mediziner und Betreuer der Blues auf den Notfall aufmerksam gemacht und sie zu dem Mann geschickt. Der Schiedsrichter beorderte beide Mannschaften daraufhin in die Kabine zurück. Das Spiel blieb mehr als 20 Minuten unterbrochen, nach einer erneuten Aufwärmphase für beide Teams rollte der Ball dann wieder.
Zuschauer erleidet Herzstillstand: Premier-League-Spiel zwischen Watford und Chelsea minutenlang unterbrochen
sportbuzzer.de
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Herzstillstand bei Zuschauer - Spiel in Watford unterbrochen
augsburger-allgemeine.de
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Premier League - Medizinischer Vorfall im Publikum: Spiel in Watford gestoppt
t-online.de
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Premier League: Fan-Drama beim Chelsea-Spiel
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Premier League: Herzstillstand bei Zuschauer - Spiel in Watford unterbrochen
t-online.de
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Scharfzüngiger Merz, engagierter Röttgen oder doch der ruhige Braun? (4.18/6)

So ein Machtkampf um den CDU-Vorsitz ist eigentlich eine ernste Sache. Aber für das Triell am Mittwoch hat sich die CDU-Zentrale eine Einlage einfallen lassen: Die Bewerber fragen sich auch mal gegenseitig. Friedrich Merz lacht auf, die zwei anderen schmunzeln. Helge Braun darf anfangen: Herr Merz, wie halten Sie's mit der Frauenquote? Tja, sagt Merz, sein Team sei da wohl repräsentiv für die CDU: Der designierte Generalsekretär dafür, die designierte Stellvertreterin dagegen, „und wenn uns nichts Besseres einfällt, bin ich auch dafür.“ Der Dreikampf soll der Höhepunkt der Bewerberrunde sein kurz vor Beginn der Mitgliederbefragung am Samstag.25 CDU-Mitglieder fragen live im Konrad-Adenauer-Haus, Merz, Braun und Norbert Röttgen antworten im Wechsel. Es geht um Frauen, China und Parteiflügel. Das könnte kämpferisch werden. Es wird aber nett. Merz sagt ein ums andere Mal: „Ich stimme den Vorrednern zu.“ So viel Kampf um inhaltliche Ähnlichkeit war selten. „Die CDU muss moderner werden“, sagt Merz unter allseitigem Nicken. „Das ist kein Thema für Opposition“, antwortet Röttgen auf die Eingangsfrage nach dem Corona-Kurs – kein fundamentaler Widerspruch. Doppelspitzen, finden alle, passen nicht so recht zur CDU-Kultur. Mehr Junge in der Partei und mehr offene Diskussion wollen sie unisono. Selbst dass Merz Handys aus internen Sitzungen verbannen will, damit nicht dauernd jemand SMS nach draußen schickt, reicht nicht als Alleinstellungsmerkmal. Alle drängen sie in die Mitte. Alle entdecken in diesem Wettbewerb auch ihr Herz fürs Soziale. Röttgen etwa hat kurz vor dem Triell sein Team um Dennis Radtke aufgestockt, Bundesvize der Arbeitnehmerschaft CDA. „Die CDU muss deutlich machen: Soziale Themen sind keine linken Themen“, sagt Radtke. Das unterschreibt inzwischen auch Merz. Dafür rückt er vom alten Claim ab, die AfD zu halbieren: Einen größeren Teil der AfD-Wähler zurückzugewinnen, erscheine ihm nicht mehr möglich, hat er vor der Veranstaltung den beiden Stuttgarter Zeitungen gesagt. Wüsste man nicht, dass jeder in dem Trio für ein durchaus unterschiedliches Profil steht - man könnte meinen, die Entscheidung laufe auf eine Geschmacksfrage hinaus: Eher der scharfzüngige Merz oder der engagierte Röttgen oder der ruhige Braun? Am Ende soll jeder sein Schlusswort mit einem Foto illustrieren. Merz zeigt sein Team mit Mario Czaja und der Abgeordneten Christina Stumpp. Braun zeigt ein Wuselbild mit fröhlichen Jungunionisten. Röttgen zeigt seine Familie. Politik sei seine Leidenschaft, die Familie Kraftquelle: „Da ist kein Wettbewerb.“ Hier an diesem Abend allerdings auch nicht.
CDU-Triell: Merz, Röttgen und Braun oft einer Meinung
stern.de
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Drei Mal Mitte, bitte
tagesspiegel.de
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Merz sachlich, Röttgen emotional, Braun wehmütig
rp-online.de
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CDU-Triell: Merz, Röttgen und Braun oft einer Meinung
augsburger-allgemeine.de
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Laschet-Nachfolge - CDU-Triell: Merz, Röttgen und Braun oft einer Meinung
t-online.de
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2G im Einzelhandel, Kontaktbeschränkungen, Fußball: Um diese 10 Maßnahmen geht es beim Corona-Gipfel am Donnerstag (3.07/6)

Berlin. Bund und Länder treffen sich am Donnerstag um 11 Uhr zu einer vorgezogenen Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), um darüber zu beraten, wie sich die vierte Corona-Welle in Deutschland brechen lässt. Den Vorsitz hat der Regierungschef von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (CDU). Anders als beim Treffen am Dienstag sollen diesmal auch konkrete Beschlüsse gefasst werden. Aus einem gemeinsamen Entwurf für die Beschlussvorlage vom 1.12.2021 (14 Uhr), der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland vorliegt, geht bereits hervor, welche Maßnahmen in der Bund-Länder-Runde diskutiert werden sollen. Sie gehen deutlich über die bisherigen Regelungen hinaus. Allerdings handelt es sich bei dem Papier nach RND-Informationen noch um eine vorläufige Fassung, die noch kurzfristig überarbeitet wird. Ableiten lässt sich daraus aber bereits, worüber in der MPK gesprochen wird. Um diese 10 Maßnahmen geht es beim Corona-Gipfel: Anwesend sein werden bei dem Bund-Länder-Treffen neben den Ministerpräsidenten und -präsidentinnen unter anderem auch die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sowie ihr designierter Nachfolger Olaf Scholz (SPD). Die Grünen hielten sich am Mittwoch mit öffentlichen Äußerungen zurück, da sie auf der Ebene des Bundes genauso wie die FDP nicht an der MPK beteiligt sind. In führenden Parteikreisen wird aber betont, dass man intern auf energischere Maßnahmen wie auf die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht gedrungen habe – etwa in Richtung der Liberalen. Vor der Veröffentlichung des Beschlussentwurfes hatten sowohl SPD- als auch unionsgeführte Länder ihre Standpunkte für neue Corona-Maßnahmen verdeutlicht. Die SPD-Seite drängte auf Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Sie sollen sich nur mit ihrem Haushalt und zwei weiteren Personen eines Haushalts treffen dürfen. Geimpfte und Genesene sowie Kinder bis einschließlich 14 Jahren sind hiervon ausgeschlossen. Zudem wollen die SPD-geführten Länder bundesweit die Marke der 30 Millionen Impfungen – Erst-, Zweit-, und Auffrischungsimpfungen – bis Weihnachten erreichen. Die Impfungen sollen nicht mehr nur vom Ärztepersonal durchgeführt werden, sondern auch von Pflegekräften, Apothekern und Zahnärzten. Der volle Impfschutz muss laut SPD-Vorschlag nach sechs Monaten auslaufen. Dann gelten zweifach Geimpfte nicht mehr als vollständig geimpft. Dieser Zeitrahmen ist im Beschlussentwurf allerdings so konkret noch nicht enthalten. Die 2G-Regel soll nach SPD-Willen bundesweit eingeführt werden, so hätten nur Genesene und Geimpfte Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen. „Wo nötig“, soll ein zusätzlicher negativer Test vorgezeigt werden (2G+). Genauer ist noch nicht aufgeführt, im welchen Bereichen des öffentlichen Lebens die Test-Verschärfung gelten soll. 2G soll auch im Einzelhandel – außer täglicher Bedarf – eingeführt werden. Bei hoher Inzidenz sollen die Clubs und Diskotheken geschlossen werden. In Schulen soll eine Maskenpflicht gelten. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Die unionsgeführten Länder – sogenannte B-Seite – pochen ebenfalls auf Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Maximal fünf Personen aus höchstens zwei Hausständen sollen sich treffen dürfen. Geimpfte, Genesene und Kinder unter zwölf Jahren würden dabei nicht mitgezählt. Bei der Frage, ob Kinder ab 12 oder 14 Jahren mitgezählt werden und wie viele Haushalte sich treffen dürfen, gibt es also noch Klärungsbedarf. Die Union verlangt zudem die bundesweite Schließung aller Diskotheken sowie Bars unabhängig der Inzidenz und bei Großveranstaltungen eine Maximalauslastung von einem Drittel. Auch eine berufsbezogene Impfpflicht und die Vorbereitung einer allgemeinen Impfpflicht stehen am Donnerstag zur Diskussion, erklärte NRW-Regierungschef Hendrik Wüst (CDU) am Mittwoch im Landtag. Die Ampelfraktionen hatten die „epidemischen Lage nationaler Tragweite“ auslaufen lassen, eine Übergangsphase sowie einen eingeschränkteren Maßnahmenkatalog eingesetzt. So sind etwa Ausgangssperren und Schließungen von Hotels nicht mehr möglich. Die Länderchefs von CDU/CSU kritisieren den verkleinerten Instrumentenkasten. Scholz machte am Dienstag in den ersten Beratungen Zugeständnisse: So soll es nach RND-Informationen eine Länderöffnungsklausel geben, wonach Ausgangssperren, Schließung von Hotels und Gaststätten in Regionen in kritischer Corona-Lage wieder erlassen werden können.
Wüst erwartet Impfpflicht: «Bin ziemlich sicher: Sie kommt.»
stern.de
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So wollen Scholz und die Länderchefs die vierte Welle brechen
tagesspiegel.de
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Bund und Länder planen strenge Kontaktbeschränkungen
rp-online.de
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FC Bayern an seine Mitglieder: Wollen miteinander Weg finden (2.18/6)

Der FC Bayern München hat sich nach seiner turbulenten Jahreshauptversammlung mit einem Schreiben an seine Mitglieder gerichtet und dabei Fehler eingeräumt.
FC Bayern schreibt an Mitglieder: Gemeinsamen Weg finden
t-online.de
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Nach Jahreshauptversammlung - FC Bayern an seine Mitglieder: Wollen miteinander Weg finden
t-online.de
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Nach missglückter Jahreshauptversammlung: FC Bayern schreibt seinen Mitgliedern
augsburger-allgemeine.de
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FC Bayern schreibt an Mitglieder: Gemeinsamen Weg finden
stern.de
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Omikron erreicht die USA (2.06/6)

Während in Europa die Omikron-Sorgen heute nachließen, hat der erste Fall in den USA die Wall Street verunsichert. Die Corona-Virus-Mutante sorgt damit weiter für viel Bewegung an den Märkten. Der erste Infektionsfall mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus in den USA machte am Mittwoch der Wall Street zu schaffen. Der Leitindex Dow Jones, die Tech-Börse Nasdaq und der S&P 500 gaben ihre teils kräftigen Anfangsgewinne wieder ab und notierten am Ende allesamt im Minus. Nach gutem Start hat die Omikron-Meldung wohl so manchen US-Anleger auf dem falschen Fuß erwischt, wobei sich die Verluste im späten Geschäft ausweiteten.
INDEX-FLASH: Dow Jones und Nasdaq unter Druck - Omikron erreicht USA
t-online.de
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Omikron breitet sich bis in die USA aus
n-tv.de
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Dax erholt sich nach Omikron-Einbruch deutlich
t-online.de
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++ "Enormes im digitalen Raum" ++
tagesschau.de
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Fliegerbombenexplosion in München: Operation rettet Schwerverletztem das Leben (1.05/6)

München. Nach der Explosion einer Fliegerbombe in München hat eine Operation einem schwer verletzten Bauarbeiter offenbar das Leben gerettet. Sein Zustand sei nach dem vierstündigen Eingriff nun stabil, teilte das Universitätsklinikum Rechts der Isar am Mittwochabend mit. Durch die Wucht der Detonation sei dem Mann fast ein Bein abgerissen worden. Ein interdisziplinäres Team habe das Bein rekonstruieren können, inzwischen sei es auch wieder durchblutet. Der Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg war mittags auf einer Baustelle der Deutschen Bahn entlang der Bahnstrecke explodiert, die zum Münchner Hauptbahnhof führt. Außer dem nun operierten Bauarbeiter wurden noch drei weitere Personen verletzt, allerdings nicht so schwer. Der Zugverkehr wurde vorübergehend eingestellt, am frühen Abend lief aber alles wieder regulär. RND/dpa
Fliegerbomben-Explosion: Operation rettet Mann das Leben
stern.de
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Nach Fliegerbomben-Explosion in München: Operation rettet Mann das Leben
stern.de
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Corona-News-Ticker: Modernas Omikron-Booster frühestens im März (1.04/6)

Im Live-Ticker informiert NDR.de Sie auch heute - am Mittwoch, 1. Dezember 2021 - aktuell über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Das Wichtigste in Kürze: Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz hat als Gast der Entertainer Joko und Klaas einen eindrücklichen Impf-Appell insbesondere an junge Fernsehzuschauer gerichtet. "Mir ist wichtig, dass jede und jeder, der kann, sich impfen lässt. Nur das hilft", sagte der SPD-Politiker am Abend auf ProSieben. Vor ihm hatten eine 23-Jährige mit Long-Covid-Erkrankung und ein Oberarzt der Intensivstation der Charité ihre Erlebnisse geschildert. Bedingt durch die Corona-Pandemie hat der Fußball-Zweitligist FC St. Pauli in der Saison 2020/2021 5,75 Millionen Euro Verlust gemacht. Präsident Oke Göttlich prophezeite auf der Mitgliederversammlung auch für das laufende Geschäftsjahr Millionen-Verluste. "Das klingt dramatisch und ist auch sehr schmerzhaft für uns alle", sagte Göttlich. "Aber wenn man bedenkt, dass wir Corona-bedingt über 22 Millionen Euro Umsatzeinbußen hinnehmen mussten, relativiert sich das Ergebnis jedoch." Kalkuliert hatte der FC St. Pauli mit einem Umsatzrückgang von zehn Millionen Euro. Der US-Pharmakonzern Moderna könnte nach eigenen Angaben eine gezielte Auffrischungsimpfung für die Omikron-Variante ab März entwickelt und für einen Zulassungsantrag in den USA bereit haben. Moderna-Präsident Stephen Hoge sagt der Nachrichtenagentur Reuters, der ganze Vorgang könne drei bis vier Monate dauern. "Die Omikron-spezifischen Booster kommen realistischerweise nicht vor März und vielleicht eher im zweiten Quartal." Das südafrikanische Institut für Infektionskrankheiten (NICD) hat den raschen Anstieg der Corona-Fälle angesichts der neuen Omikron-Variante als "beunruhigend" bezeichnet. In den vergangenen zwei Wochen habe es einen "exponentiellen Anstieg" der Fälle in Südafrika gegeben, von zunächst 300 täglichen Neuinfektionen im Wochendurchschnitt auf 1.000 in der vergangenen Woche und zuletzt auf 3.500, sagte die NICD-Vertreterin Michelle Groome heute. Am Abend meldete das NICD, dass binnen von 24 Stunden landesweit 8.561 neue Corona-Fälle gemeldet worden seien. In Gauteng, der bevölkerungsreichsten und am stärksten betroffenen Provinz Südafrikas, zu der auch die Metropole Johannesburg gehört, stieg der Anteil der positiven Tests heute auf 27 Prozent. Gestern waren 4.400 Neuinfektionen registriert worden. Die Omikron-Variante, die zunächst insbesondere bei jungen Menschen festgestellt worden sei, verbreitet sich den Angaben zufolge nun zunehmend auch unter älteren Menschen. Die USA haben ihre erste bestätigte Infektion mit der neuen Omikron-Virusvariante. Die zuerst in Südafrika entdeckte Virusvariante sei bei einem Menschen im Bundesstaat Kalifornien nachgewiesen worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC heute mit. Er sei am 22. November aus Südafrika in die Vereinigten Staaten eingereist. Bund und Länder wollen die Corona-Regeln im Kampf gegen die vierte Welle offenbar weiter verschärfen und den Zutritt in Geschäften einschränken. Der Einzelhandel solle grundsätzlich nur noch Geimpfte oder Genesene (2G) als Kunden zulassen, heißt es im Entwurf für die morgige Ministerpräsidentenkonferenz, der der Presseagentur Reuters vorliegt. Ausnahmen sollen nur für Lebensmittel- und andere Geschäfte des täglichen Bedarfs gelten. 2G soll auch bei Kultur- und Freizeitaktivitäten greifen. Clubs und Bars müssen für eine bestimmte Zeit wieder ganz schließen. Bei Fußballspielen dürfen dem Entwurf zufolge maximal 30 Prozent der Plätze besetzt werden, höchstens aber 10.000 Zuschauer ins Stadion. Über eine Impfpflicht soll der Bundestag schnell entscheiden. In Hessen gibt es sieben weitere bestätigte Fälle der Omikron-Variante des Coronavirus. Das teilte des Institut für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt mit. "Die Sequenzierungen haben heute bestätigt, dass es sich bei allen sieben Verdachtsfällen um Infektionen mit der Omikron-Variante handelt", sagte Institutsdirektorin Sandra Ciesek. Damit stieg die Zahl der bestätigten Omikron-Fälle im Bundesland auf acht. Die Opposition in der Hamburgischen Bürgerschaft hat die Corona-Impfkampagne des rot-grünen Senats kritisiert. Stundenlange Wartezeiten in langen Schlangen bei Wind und Wetter vor den Impfstellen und zu wenig Impfstoff seien nicht hinnehmbar, sagten Vertreter von CDU, Linken, AfD und FDP. Innensenator Andy Grote (SPD) konterte, in der vergangenen Woche seien rund 80.000 Impfungen verabreicht worden - mehr als jemals in dem geschlossenen zentralen Impfzentrum. Im Bundesland Bremen sind binnen eines Tages 280 Neuinfektionen registriert worden, gestern waren es 233. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt Bremen steigt auf 227,5 (Vortag:210,9), die in Bremerhaven auf 230,7 (Vortag: 223,7). In Mecklenburg-Vorpommern haben die Behörden seit gestern 1.539 neue Corona-Infektionen registriert (Vortag: 1.661). Die Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen steigt auf den neuen Höchstwert von 417,7, die Landes-Hospitalisierungsinzidenz sinkt leicht auf 8,3. Die Corona-Ampel für das ganze Land ist "orange". Inbegriffen sind auch die Zahlen aus Schwerin, die Stadt hatte gestern ihre Zahlen nicht an das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) übermitteln können. Die Zahl der Todesfälle stieg um 2 auf 1.341. Nach Zahlen des LAGuS und des Gesundheitsministeriums werden landesweit derzeit 386 (+26) Menschen wegen einer Covid-19-Erkrankung in einem Krankenhaus behandelt, von ihnen liegen laut LAGuS 96 (+6) auf einer Intensivstation. Die Zahl der aktuellen Corona-Infektionen bei Schülern in Norddeutschland ist auf mehr als 5.000 gestiegen. Wie aus heute veröffentlichten Zahlen der Kultusministerkonferenz (KMK) hervorgeht, waren den Schulen in den fünf Nordländern in der vergangenen Woche 5.063 Infektionen bekannt, in der Vorwoche waren es noch 3.818. Am deutlichsten war das Plus in Niedersachsen: Dort gab es mit 2.928 knapp 50 Prozent Schülerinnen und Schüler mit aktueller Infektion mehr als in der Vorwoche (2.013). Hamburg verzeichnet laut KMK insgesamt 774 aktuelle Infektionen bei Schülern (Vorwoche: 718), Schleswig-Holstein 621 (593), Mecklenburg-Vorpommern 435 (286) und das Land Bremen 305 (208). Auch deutschlandweit stieg die Zahl der Corona-Fälle an Schulen: von rund 72.000 in der Vorwoche auf auf 93.487. Darüber hinaus waren in Deutschland rund 152.000 von 10 Millionen Schülern in Quarantäne (Vorwoche: rund 126.000). Die KMK legt im Wochenrhythmus Zahlen vor. Grundlage sind Rückmeldungen aus den Bundesländern. Nachdem sich offenbar mehr als hundert Menschen am vergangenen Wochenende am Lübecker Flughafen einen nicht zugelassenen Corona-Impfstoff spritzen lassen haben, rudert der Entwickler nun zurück. Der Lübecker Mediziner und Unternehmer Winfried Stöcker rief dazu auf, sich mit einem zugelassenen Impfstoff immunisieren zu lassen. "Wir befinden uns bildlich gesprochen in einem Kriegszustand mit dem Coronavirus. Da hat es keinen Sinn, einer noch nicht zugelassenen Wunderwaffe entgegenzusehen", schreibt Stöcker auf seiner Homepage. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Stöcker und drei weitere Männer wegen Verdachts des Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz. Fußball-Zweitligist Werder Bremen hat sich mit dem Bremer Senat darauf geeinigt, dass zum Spiel gegen Erzgebirge Aue am Freitag nur Dauerkartenbesitzer eingelassen werden. Die Arena wird wohl halb voll. Ursprünglich sollte Werder die Kapazität aufgrund der angespannten Corona-Lage um 25 Prozent auf 31.600 Zuschauer reduzieren. Das ging Bürgermeister Andreas Bovenschulte aber nicht weit genug. Morgen werden Bund und Länder neue Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie verkünden. Der Deutsche Bühnenverein warnt davor, pauschal Theater und Konzerthäuser zu schließen. Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) ist zugleich Präsident des Bühnenvereins und sprach mit NDR Kultur über Erwartungen und Befürchtungen. Wegen der angespannten Infektionslage gilt seit heute in Niedersachsen, dass auch Geimpfte und Genesene vielfach einen Schnelltest-Nachweis vorlegen müssen. Die verschärften Regeln sorgen für einen Ansturm auf die Testzentren. Es bildeten sich heute häufig lange Schlangen. Wer darf eigentlich noch einen Nachweis ausstellen? NDR.de gibt einen Überblick zu Corona-Tests. Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC wurden innerhalb der EU bisher 59 Fälle einer Corona-Infektion nachgewiesen, die auf die neue Omikron-Variante zurückzuführen sind. Demnach gab es bisher 16 nachgewiesene Fälle in den Niederlanden, 14 in Portugal und neun in Deutschland. Hinzu kamen jeweils vier gemeldete Ansteckungen in Italien und Dänemark sowie je drei Fälle in Schweden und Österreich. In Belgien und Spanien wurden bisher zwei Omikron-Infektionen nachgewiesen und in Tschechien, ebenso wie auf der zu Frankreich zählenden Insel Réunion ist es bisher ein Fall. Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie hängen maßgeblich von der Hospitalisierungsrate ab. Doch die offiziellen Zahlen des Robert Koch-Instituts unterschätzen die Entwicklung der Pandemie in der Regel wegen eines großen Meldeverzugs massiv. Daher veröffentlicht NDR.de ab sofort von montags bis freitags präzisere Nowcast-Schätzungen für die Nordländer. Sie bilden die Situation in den Krankenhäusern realistischer ab. Die Hamburger Virologin Marylyn Addo empfiehlt, Kinder im impffähigen Alter gegen Covid-19 zu impfen. Inzwischen gebe es relativ viele Sicherheitsdaten zu Impfungen in verschiedenen Altersgruppen, auch bei Kindern, sagte die Leiterin der Infektiologie am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (UKE) heute. Und "die Wirksamkeit bei den Kindern war sehr hoch, die Verträglichkeit war sehr hoch, besser sogar als bei den Erwachsenen". Natürlich müssten vor einer Impfung von Kindern die Eltern individuell beraten werden, betonte Addo. Die Risiko-Nutzen-Bewertung sei jedoch in den meisten Fällen sehr eindeutig. Der Mainzer Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen ihren Corona-Impfstoff für Kinder von fünf bis elf Jahren nun schon am 13. Dezember und damit eine Woche früher als geplant in der EU ausliefern. Deutschland soll nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums in einer ersten Lieferung 2,4 Millionen Dosen bekommen. Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) sieht die Hansestadt gut auf das Impfen von Kindern vorbereitet. Es werde sowohl städtische Impfangebote als auch solche bei niedergelassenen Kinderärztinnen und -ärzten geben. "Wichtig ist: Gerade wenn Sie kleinere Kinder in dieser Altersgruppe haben (.), macht es großen Sinn, mit dem Kinderarzt einmal in den Impfpass zu gucken und zu schauen, wie passt die Corona-Impfung zu den anderen." Nächster Corona-Fall bei Fußball-Zweitligist Werder Bremen: Wie der Verein bekannt gab, wurde Offensivspieler Erin Dinkci am Mittwoch positiv auf das Virus getestet; er war vollständig geimpft. Der 19-Jährige befindet sich bereits in häuslicher Quarantäne und wird damit Neu-Trainer Ole Werner am Freitag gegen Erzgebirge Aue nicht zur Verfügung stehen. Am Montag hatten sich bereits drei Reservisten aus dem Kader des Bundesliga-Absteigers in Quarantäne begeben müssen. Fabio Chiarodia und Niklas Schmidt wurden positiv auf Corona getestet, Mitchell Weiser wurde als Kontaktperson eingestuft. Hotels und Restaurants müssen wieder mit Einschränkungen zurechtkommen. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband in MV kritisiert die Bundesregierung, sie habe "keinen Plan". Die Branche sei verunsichert und verzweifelt. Die Maßnahmen führten zu einer verwaisten Gastronomie. Vertreter von sieben Religionsgemeinschaften in Deutschland haben zum Impfen aufgerufen. "Impfen ist Ausdruck religiöser Verantwortung", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Die Verantwortung für das eigene und das Leben der Mitmenschen sei ein Gebot in allen Religionen, wird darin ausgeführt. Sofern in Einzelfällen keine gesundheitlichen Gründe dagegen sprächen, sollten sich Menschen impfen lassen. "Eine Impfung schützt die eigene Gesundheit und die der Menschen weltweit." Zu den beteiligten Religionsgemeinschaften gehören der Landesverband der Alevitischen Gemeinden in Hessen, der Zentralrat der Muslime in Deutschland, die Evangelische Kirche in Deutschland, die Deutsche Buddhistische Union, der Landesverband der Jüdischen Gemeinden in Hessen, der Zentralrat der Eziden in Deutschland, der Rat der Religionen Frankfurt sowie das Abrahamische Forum in Deutschland. Nach teils stundenlangen Wartezeiten an den Corona-Impfstellen in Hamburg hat Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard (SPD) die Bürgerinnen und Bürger um Geduld gebeten. "Wir haben in der vergangenen Woche 78.000 Impfungen durchgeführt. Wir sind jetzt weiter im Hochlauf", sagte die SPD-Politikerin. Wenn die Impfstoffe nicht weiter limitiert würden, gehe es auch voran. Sie erinnerte daran, dass die Auffrischungsimpfung nicht vor Ablauf von sechs Monaten nach der zweiten Impfung erfolgen soll. Die Menge der Impfstoffe müsse jede Woche genau eingeteilt werden. So sei vom Impfstoff Biontech/Pfizer in der vergangenen Woche weniger als die Hälfte der bestellten Menge geliefert worden. Und "auch bei Moderna ist jetzt avisiert worden, dass es zu Kontingentierungen kommt", sagte Leonhard. Allerdings stehe bislang noch viel Moderna zur Verfügung. Vorrang vor den Booster-Impfungen hätten Erstimpfungen, betonte die Senatorin. "Wir müssen die Impflücken schließen." Bei einer möglichen 2G-Regelung fordert der Handelsverband Hannover eine finanzielle Entschädigung. Das teilte der Verband heute mit. Primär wolle der Handel verkaufen und sei kein Treiber der Pandemie, sagte die Hauptgeschäftsführerin Karin Schindler-Abbes. "Die Menschen stecken sich im Einzelhandel nicht an", sagte sie. Die Verschärfungen würden das Weihnachtsgeschäft und die mit Abstand umsatzstärkste Zeit des Jahres treffen. Eine 2G-Regelung, nach der nur Genesene und Geimpfte Geschäfte betreten dürfen, wäre für Unternehmen existenzbedrohend. 2G-Plus wäre für die Branche demnach noch drastischer. "Wenn man dann die Geimpften und Genesenen noch dazu zwingen würde, sich vor einem Einkauf noch testen zu lassen, dann würden viele Einzelhändler sagen, dann brauchen wir gar nicht mehr aufzumachen", sagte Schindler-Abbes. Angesichts der steigenden Patientenzahlen in den Krankenhäusern infolge der Corona-Lage hat das Land Mecklenburg-Vorpommern 230 Betten in Rehakliniken für akute Fälle reserviert. Sechs Rehakliniken seien von Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) als Hilfskrankenhäuser bestimmt worden, teilte ein Ministeriumssprecher mit. "Sollten die Krankenhäuser ihre Kapazitätsgrenze erreichen, können Patientinnen und Patienten in den ausgewählten Rehakliniken fachkundig versorgt werden", versicherte Drese. Die vom Land ausgewählten Einrichtungen seien durch ihre krankenhausähnliche Infrastruktur sowie ihre ärztliche und pflegerische Ausstattung "sehr gut" für diese Aufgabe geeignet und vorbereitet. Im Einzelnen handele es sich um die Klinik Malchower See (50 Betten), Tessinum in Tessin (70 Betten), Median Klinik Bad Sülze (30 Betten), Medigreif Parkklinik Greifswald (50 Betten), Bethesda Klinik Neubrandenburg (15 Betten) und MediClin Plau am See (15 Betten). Die Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard sieht eine mögliche Pflichtimpfung gegen das Coronavirus nicht als besten Ausweg aus der Pandemie. Wichtiger sei es, die Impfquote mit freiwilliger Zustimmung zu erhöhen, schrieb die Linken-Politikerin in einem Gastbeitrag für den "Weser-Kurier". "Ich glaube, in Deutschland haben wir noch lange nicht alles getan, um die Menschen wirklich zu erreichen. Wo sind die flächendeckenden persönlichen Anschreiben? Wo sind die Impfangebote in Quartieren?" In Apotheken sollte geimpft werden, weil die Menschen ihnen vertrauten. "Vermutlich werden wir auch durch die Zulassung von Totimpfstoffen weitere noch Impfunwillige erreichen können." Bernhard ist mitverantwortlich für die Impfkampagne in Bremen, wo aktull 96 Prozent aller Erwachsenen mindestens einmal geimpft sind. Die Corona-Pandemie bringt die Behörden auch in Mecklenburg-Vorpommern an ihre Leistungsgrenze. Hilfe kommt nun von der Bundeswehr. Im Landkreis Vorpommern-Rügen begannen heute mehr als 30 Soldaten ihren Corona-Einsatz. Die Soldaten würden überall dort eingesetzt, wo Not am Mann ist, hieß es vom Landkreis: Ein Drittel von ihnen unterstütze das Gesundheitsamt des Kreises bei der Kontaktnachverfolgung. Die anderen Soldaten würden im Kreis unterwegs sein - etwa als Unterstützung für die mobilen Impfteams, die am Freitag etwa in Sellin immunisieren wollen. In Niedersachsen gibt es einen weiteren Verdachtsfall der Omikron-Variante des Coronavirus. Bei einer Frau aus dem Landkreis Wolfenbüttel bestehe der Verdacht, dass sie mit dieser Variante infiziert sein könnte, teilte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Hannover mit. Zuvor hatte sich die Frau demnach in Südafrika aufgehalten. Am Montag hatte das Ministerium von einem ersten Verdachtsfall berichtet. Ein Mann - auch aus dem Landkreis Wolfenbüttel - hat sich demnach ebenfalls in Südafrika aufgehalten. Diese beiden Verdachtsfälle sollen laut Sprecher nicht in Verbindung zueinander stehen, die beiden Personen saßen demnach zudem nicht im selben Flugzeug. PCR-Tests hätten ergeben, dass es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bei beiden Fällen um die Omikron-Variante des Coronavirus handelt. Weitere Untersuchungen beim Landesgesundheitsamt liefen noch. In einigen Tagen soll feststehen, ob sich die Verdachtsfälle bestätigen. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist wieder gestiegen. Die Gesundheitsbehörde gab die Zahl der erfassten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche mit 248,3 an. Am Dienstag hatte der Wert 243,1 betragen, vor einer Woche 218,9. Die Behörde meldete für Hamburg 740 Neuinfektionen. Das sind 102 mehr als gestern und 100 mehr als vor einer Woche. Die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im Zusammenhang mit dem Virus in Hamburg gestorben sind, stieg laut RKI um 4 auf 1.892 an. Die Hospitalisierungsrate, also die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner und Woche, sank laut RKI in Hamburg von 1,57 auf 1,19. Deutschlands Intensivmediziner fordern von der Politik sofortige bundeseinheitliche Maßnahmen zur größtmöglichen Kontaktbeschränkung. "Das kann - wenn notwendig - auch ein zeitlich begrenzter Lockdown sein", erklärte die Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi). Als Grundlage hierfür müsse die epidemische Lage nationaler Tragweite als Gesetz reaktiviert werden, um bundeseinheitliche Maßnahmen schnell durchsetzen zu können. Um die Kliniken vor dem Kollaps zu bewahren, müssten - wenn medizinisch vertretbar - umgehend alle bundesweit nicht dringend medizinisch notwendigen Eingriffe und Behandlungen verschoben werden. Das Personal müsse in die Intensiv- und Notfallbereiche umgesetzt werden. Die Lage in der Corona-Pandemie sei noch nie so bedrohlich wie im Moment gewesen. "Schon vor Weihnachten werden wir mehr als 6.000 Patienten mit Covid-19 auf den Intensivstationen behandeln müssen", teilte Divi mit. Damit werde das bisherige Allzeithoch des vergangenen Jahres "mit Sicherheit deutlich überschritten". Die Tabelle zeigt, wie die Situation in den norddeutschen Bundesländern ist: Bei einer Kontrolle haben Polizei und Ordnungskräfte der Stadt und der Region Hannover viele Corona-Verstöße festgestellt. Sie überprüften am Montag mehr als 180 Einrichtungen und Geschäfte unter anderem auf Hygienekonzepte, das Einhalten von 2G- und 3G-Regeln sowie Maskenpflicht. Dabei stellten sie rund 100 Ordnungswidrigkeiten fest, wie die Polizeidirektion Hannover heute mitteilte. In fast der Hälfte der Fälle hätten Kundinnen und Kunden keine Mund-Nasen-Bedeckungen getragen. Zudem stellten die Teams mehrere mutmaßlich gefälschte Impfnachweise sicher. Gegen die Besitzer werde wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung ermittelt. Auch in der Stadtbahn verstießen den Angaben zufolge mehr als 35 Kunden gegen die dort geltende 3G-Regel. "Wer sich nicht an die Regeln hält, gefährdet damit die Existenz gesamter Branchen", sagte Regionspräsident Steffen Krach (SPD) nach der Aktion. "Jeder Regelverstoß muss hart bestraft werden." Seit dem Sommer haben die meisten Kreuzfahrtreedereien ihre Reisen wieder aufgenommen - nach fast anderthalb Jahren Corona-Zwangspause. Nun aber mehren sich die Corona-Infektionen an Bord. Betroffen ist etwa die "MS Hamburg", die derzeit vor der Küste Argentiniens unterwegs ist. Weil ein Crewmitglied infiziert ist, müsse alle Passagiere isoliert werden. Gar nicht erst in See stechen konnten gestern rund 700 Gäste, die auf der "MS Artania" eine Reise von Bremerhaven zu den Kanaren gebucht hatten. Dort sind nach Angaben einer Sprecherin zehn Crewmitglieder infiziert, obwohl sie doppelt geimpft sind. Gestern sind in Deutschland 807.000 Impfdosen verabreicht worden. Damit sind nun mindestens 57,0 Millionen Personen vollständig geimpft, wie aus dem Dashboard des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Die Zahl entspreche 68,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Insgesamt haben mindestens 59,4 Millionen Menschen (71,4 Prozent) eine oder mehrere Impfdosen erhalten. Um die Impfquote deutlich zu erhöhen, strebt der designierte Bundeskanzler Oalf Scholz an, dass sich bis Weihnachten noch 30 Millionen Menschen freiwillig impfen oder boostern lassen. Experten begrüßen dies, zeigen sich aber skeptisch. Die norddeutschen Bundesländer haben im Vergleich zu den meisten anderen Ländern höhere Impfquoten. Politiker und Gesundheitsexperten halten sie jedoch immer noch für zu niedrig. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla erwartet, dass kein Mitglied seiner Fraktion für eine allgemeine Impfpflicht stimmen wird. Er rechne mit einer "hundertprozentigen" Ablehnung eines solchen Antrags durch die AfD-Bundestagsfraktion, sagte er. Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz hatte gestern nach einer Bund-Länder-Konferenz zur aktuellen Entwicklung in der Corona-Pandemie dafür plädiert, die Impfung gegen Covid-19 verpflichtend zu machen. Die Entscheidung darüber muss seiner Ansicht nach der Bundestag treffen. Zusätzliche Corona-Tests im Rahmen der 3G- oder 2G-Plus-Regelung führen zu einer erhöhten Nachfrage. Doch die Testinfrastruktur ist nicht auf dem Stand wie noch vor einigen Wochen, als die kostenlosen Bürgertests an sehr vielen Orten möglich waren. Eine weitere Folge ist, dass die Menschen aufgrund der Auflage, sich verstärkt testen lassen zu müssen, nun weniger in Cafés oder zu kulturellen Veranstaltungen gehen. Auch an den Universitäten in Mecklenburg-Vorpommern gelten seit dem 1. Dezember strengere Corona-Schutzmaßnahmen. Präsenzveranstaltungen sollen nur noch nach 2G-Regeln stattfinden. In Greifswald sind Ungeimpfte schon jetzt von Präsenzveranstaltungen ausgeschlossen. In Rostock gilt noch eine einwöchige Übergangsfrist - spätestens ab dem 6. Dezember wird aber auch dort genauso verfahren. In bestimmten Ausnahmefällen wird statt der 2G- die 3G-Regelung angewendet. Shoppen dürfen ab Sonnabend nur noch Geimpfte und Genesene. Ausnahmen gibt es für Geschäfte mit Waren des täglichen Bedarfs - wie zum Beispiel Supermärkte. Die Industrie- und Handelskammer hat kein Verständnis für die Pläne. 2G mitten im Weihnachtsgeschäft einzuführen, komme wirklich zur Unzeit, sagte IHK-Hauptgeschäftsführer Björn Ibsen. Die IHK wies auch darauf hin, dass der Einzelhandel bei den Infektionen keine Rolle spiele. Dazu kommt für viele Händler die Frage: Wie sollen Impfnachweise in kleinen Läden mit wenig Personal überprüft werden? "Security-Leute an der Tür, das ist für kleine Boutiquen und Spielwarenläden nicht zu stemmen", heißt es von der Wirtschaftsvereinigung Eutin. Aber es gibt auch schon Geschäfte in Schleswig-Holstein, die bereits 2G eingeführt haben. Von denen heißt es: 2G ist besser als Lockdown. Kommt in Deutschland die generelle Impfpflicht? Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich gestern dafür ausgesprochen. In der norddeutschen Wirtschaft wird die Forderung unterstützt. Der Präsident des Unternehmensverbands Nord, Philipp Murmann sagte, die Wirtschaft erwarte von der Politik entschlossenes Handeln. Und das heiße für ihn "Impfpflicht". Für parteipolitische Querelen stehe einfach zu viel auf dem Spiel. "Viel zu viel wertvolle Zeit ist bereits verstrichen", sagt Nico Fickinger, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeberverbände Nordmetall und AGV Nord. Für ihn gehe es darum, das Hin und Her von Lockdown, Öffnungen und erneutem Lockdown zu beenden. Der Aufwand, um die jetzt geltende 3G-Regel am Arbeitsplatz durchzusetzen, sei unverhältnismäßig hoch, so Fickinger. Mecklenburg-Vorpommern hat die Corona-Schutzmaßnahmen verschärft. Besonders für die Gastronomie haben 2G und 2G-Plus spürbare Folgen. Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) stellte im Interview mit NDR Info aber klar, dass derzeit Kontakte auf jeden Fall vermindert werden müssten. Die hohe Hospitalisierungsrate in MV sei eine Folge der zu niedrigen Impfquote. Drese sagte, sie sei eindeutig für eine allgemeine Impfpflicht. Alle vorherigen Bemühungen - wie Impfaktionen am Strand - seien nicht ausreichend gewesen. In Mecklenburg-Vorpommern gilt künftig eine Begrenzung auf maximal 1.000 Menschen für Veranstaltungen im Freien. Das betrifft auch Fußball-Zweitligist Hansa Rostock. Der Verein hält die Neuerung für "absolut nicht nachvollziehbar". Die Politik mache sich unglaubwürdig, sagte Vorstandschef Robert Marien. Hansa sei vorab nicht informiert worden. Das neue Limit habe er vom den NDR erfahren. Die Kommunikation mit den politischen Entscheidungsträgern sei "grauenhaft". Nun müsse der Verein unter Zeitdruck 1.000 Menschen aussuchen, die am Sonnabend gegen Ingolstadt ins Ostseestadion dürfen. Zahlreiche Sponsoren sind dabei zu berücksichtigen. Das Robert Koch-Institut hat 3.066 labordiagnostisch bestätigte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Niedersachsen gemeldet (Vortag: 1.697; Vorwoche: 3.071). Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt im Landesdurchschnitt 207,0 Fälle je 100.000 Einwohner (Vortag: 215,7, Vorwoche: 184). Es wurden 27 weitere Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Menschen, die in Niedersachsen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben sind, liegt somit bei 6.373. Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat scharf kritisiert, dass trotz der dramatischen Corona-Lage weiterhin viele Besucher bei Fußballspielen zugelassen sind. "Die Bilder aus den Bundesligastadien muten aus der Zeit gefallen, deplatziert, nahezu grotesk an", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (heutige Ausgabe). "Ich bin glühender Fußballfan, aber damit werden die komplett falschen Signale gesendet." Er stellte sich damit auch gegen die niedersächsische Corona-Verordnung, die laut Zeitung aktuell noch halb volle Stadien mit maximal 25.000 Besuchern zulässt. Mit Blick auf die Schulen sagte Tonne, ein genereller Wechsel ins Distanzlernen sei nicht vorgesehen. "Diese Art von de facto flächendeckenden Schulschließungen lehne ich klar und deutlich ab." Das habe bei vielen Kindern und Jugendlichen tiefe Spuren hinterlassen. Die Politik sei gut beraten, dazuzulernen und ihrer Aussage, dass jetzt die Kinder und Jugendlichen im Mittelpunkt stehen müssen, Taten folgen zu lassen. "Schul- und Kita-Schließungen müssen unbedingt vermieden werden", so Tonne. Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz hat Vorwürfe zurückgewiesen, zu spät auf die steigenden Corona-Zahlen reagiert zu haben. Die Führung sei da, sagte der SPD-Politiker gestern Abend in den ARD-Tagesthemen. Gemeinsam mit den Ländern seien die richtigen Entscheidungen getroffen worden. Es müssten Millionen Impfungen durchgeführt werden, dazu werde eigens ein Krisenstab eingerichtet. Daneben würden viele Maßnahmen ergriffen, die dabei helfen sollen, Kontakte zu reduzieren und das Infektionsgeschehen im Griff zu behalten. Der Hamburger Einzelhandel rechnet wegen der von Sonnabend an geltenden 2G-Regel in der Hansestadt mit Schlangen vor den Geschäften und ausbleibender Kundschaft. "Die Kontrolle der Impfnachweise ist aufwendig und wir befürchten, dass sich vor den Geschäften Schlangen bilden", sagte die Hamburger Geschäftsführerin des Handelsverbandes Nord, Brigitte Nolte. "Die Menschen werden durch diese Entscheidung bewusst davon abgehalten, die Geschäfte aufzusuchen, und der Handel muss mit großen Umsatzeinbußen rechnen." Für den Weihnachtsendspurt bedeute das einen weiteren Schub für den Onlinehandel. Bereits in der vorigen Weihnachtssaison hatte der damalige Lockdown dem ohnehin boomenden Internetgeschäft zulasten des Handels vor Ort Auftrieb gegeben. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist zum zweiten Mal in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut gab den Wert heute Morgen mit 442,9 an. Gestern lag er bei 452,2, vor einer Woche bei 404,5. Heute wurden 67.186 Neuinfektionen gemeldet. Vor genau einer Woche waren es 66.884 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 446 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 335 Todesfälle. Vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Covid-Infektion genesen, wird von heute an vielerorts in Niedersachsen nicht mehr ausreichen. Für viele Bereiche des öffentlichen Lebens ist laut Landesregierung zusätzlich ein negativer Test notwendig. Das gilt etwa für Innenbereiche in Restaurants, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen im Innenraum, Hotels oder körpernahe Dienstleistungen, also etwa Friseure oder Kosmetikstudios. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren müssen sich in der Regel nicht zusätzlich testen, weil sie das in ihrem Schulalltag bereits oft machen. Von heute an gelten in Mecklenburg-Vorpommern landesweit schärfere Corona-Schutzmaßnahmen. So werden die Kontaktmöglichkeiten für Ungeimpfte spürbar eingeschränkt. Laut Corona-Landesverordnung dürfen dann in Innenräumen nur noch fünf ungeimpfte Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen, im Außenbereich zehn. Geimpfte, Genesene und Kinder unter 14 Jahren werden allerdings nicht mitgerechnet. Für den Besuch von Weihnachtsmärkten gilt 2G-Plus. Laut Verordnung erhalten nur noch Geimpfte und Genesene mit zusätzlichem Corona-Test Zugang. In weiten Bereichen des Einzelhandels erhalten fortan nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Ausnahmen gelten für Geschäfte des Grundbedarfs wie Supermärkte, Apotheken, Buchläden, Tankstellen und Baumärkte. Hotels dürfen nur Geimpfte und Genesene aufnehmen, die sich zudem regelmäßig testen lassen müssen. Ungeimpfte dürfen nur aus beruflichen, dienstlichen oder medizinischen Gründen oder für die Teilnahme an Beerdigungen in Hotels übernachten. Die neuen Beschränkungen sind Folge der hohen Zahl von Krankenhauseinweisungen. Sie liegt über dem Schwellenwert von 9 je 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Im Kreis Mecklenburgische Seenplatte müssen von heute an Einrichtungen aus den Bereichen Kultur und Freizeit schließen. Ausgenommen sind Restaurants. Der Kreis war sieben Tage lang auf der Corona-Ampel "rot" eingestuft worden. Wegen der drohenden Überlastung des Gesundheitssystems wurden Reha-Kliniken zu "Ersatzkrankenhäusern" erklärt. In Schleswig-Holstein sind 907 neue Corona-Fälle registriert worden (Vortag: 605; Vorwoche: 782) Das ist der höchste Wert seit Mittwoch vergangener Woche, als mit 954 Neuinfektionen die höchste Zahl seit Pandemiebeginn gemeldet worden war. Wie aus den Daten der Landesmeldestelle weiter hervorgeht, stiegen die Inzidenzen leicht: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 152,7 (Vortag: 152,4), die Hospitalisierungsinzidenz kletterte von 3,88 auf 4,05. Auf den Intensivstationen lagen am Dienstag 58 Patienten (+3 zum Vortag); 30 dieser Corona-Schwerkranken müssen beatmet werden (+1). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus nahm um 4 auf 1.800 seit Beginn der Pandemie zu. Im Vergleich der Bundesländer hat Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut noch immer die geringste Sieben-Tage-Inzidenz. Es ist das einzige Land mit einem Wert unter 200. Im Kreis Herzogtum Lauenburg lag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 232,5 erneut am höchsten. Dahinter folgen Lübeck mit 221,5 und der Kreis Pinneberg 194,3. Im Kreis Dithmarschen ist der Wert mit 92,3 weiterhin am niedrigsten. Angesichts der kritischen Corona-Situation in Deutschland haben Noch-Kanzlerin Angela Merkel (CDU), Voraussichtlich-bald-Kanzler Olaf Scholz (SPD) und die Länder-Chefinnen und -Chefs gestern neben den Möglichkeiten für eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland über weitere Verschärfungen der derzeit geltenden Schutzmaßnahmen gesprochen - konkrete Beschlüsse gab es aber noch nicht. Die Politiker wollen diese nun bis morgen vorbereiten - dann trifft sich die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) zu ihrer nächsten regulären Sitzung eine Woche früher als geplant. Darum wird es dann voraussichtlich gehen: Einig sind sich Bund und Länder, dass bis Weihnachten bis zu 30 Millionen Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen ("Booster") gegen das Coronavirus möglich gemacht werden sollen. Um die Impfkampagne zu beschleunigen, sollen dem Vernehmen nach künftig auch Impfungen in Apotheken und bei Zahnärzten möglich sein. Von Sonnabend an wird es für Ungeimpfte schwieriger, sich in Hamburger Geschäften beispielsweise mit Weihnachtsgeschenken einzudecken. Denn Zutritt zu Läden, die mehr als Dinge des täglichen Bedarfs führen, ist dann nur noch Geimpften und Genesenen gestattet. Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen sind auch in Norddeutschland in Bewegung. Wenn Sie wissen wollen, wie die Inzidenz in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis ist, tippen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie bleibt NDR.de Ihre zuverlässige Informationsquelle. Neben diesem Live-Ticker halten wir Sie außerdem von montags bis freitags immer nachmittags mit dem NDR Newsletter über die Ereignisse aus norddeutscher Sicht auf dem Laufenden. Zum kostenlosen Abonnieren reicht die Eingabe Ihrer Mail-Adresse aus. Guten Morgen, willkommen im Dezember! NDR.de hält Sie auch heute - am Mittwoch, 1. Dezember - über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Norddeutschland auf dem Stand der Dinge. Im Ticker finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen. Die Ereignisse von gestern können Sie im Blog vom Dienstag nachlesen.
Scholz begeistert mit Überraschungsauftritt bei „Joko und Klaas“
tagesspiegel.de
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Alec Baldwin bricht in Interview in Tränen aus - „Ich habe nicht abgedrückt!“ (1.04/6)

Jetzt spricht er – und muss weinen… Hollywood-Star Alec Baldwin (63) erschoss am Set seine Kollegin, die Kamerafrau Halyna Hutchins († 42). Nun stellt sich der Schauspieler zum ersten Mal den Fragen eines Journalisten in einer Sendung von US-Sender ABC. Die einstündige Sendung mit Moderator George Stephanopoulos (60) wird in der Nacht Donnerstag auf Freitag um 2 Uhr deutscher Zeit ausgestrahlt. Dazu zeigt der Sender ein zweistündiges Special, das den Unfall beleuchtet. ► Schon jetzt gibt ABC in einer Ankündigung erste Einblicke in die Sendung. Bereits in diesen Ausschnitten fallen überraschende Sätze. ▶︎ Der Moderator sagt etwa: „Es stand nicht im Drehbuch, dass der Abzug betätigt wird…“ Darauf antwortet Baldwin: „Es wurde nicht abgedrückt, ich habe nicht abgedrückt!“ Die Aussage überrascht, wurde doch bisher von allen Seiten berichtet, dass Baldwin genau das getan haben soll – nämlich abgedrückt. Der Moderator hakt nach: „Sie haben nie abgedrückt?“ Baldwin: „Nein, nein, nein. Ich würde nie mit einer Waffe auf eine Person zielen und abdrücken, niemals.“ Auf die Frage, was passiert sein könnte, antwortet Baldwin: „Jemand hat eine scharfe Patrone in die Waffe getan. Eine Patrone, die nicht mal auf dem Gelände hätte sein dürfen.“ Wie sich die Patrone gelöst haben soll – darauf hat der Hollywood-Star (zumindest im Trailer) keine Antwort. ▶︎ Emotional wird Baldwin, als er über die verstorbene Kamerafrau spricht: „Sie wurde von allen, die mit ihr zusammengearbeitet haben, geliebt und bewundert.“ Dann bricht der Schauspieler in Tränen aus. „Selbst jetzt fällt es mir schwer, das zu glauben“, so Baldwin. „Es kommt mir nicht real vor.“ Auch für den Journalisten war dieses Interview sehr aufwühlend. „Das war das intensivste ABC-Interview, das ich je erlebt habe“, sagte Stephanopoulos am Mittwoch. „Wie Sie sich vorstellen können, war er am Boden zerstört, aber er war auch sehr aufrichtig, er war sehr entgegenkommend“, sagte der Moderator über Baldwin. Weiter: „Er beantwortete jede Frage, er sprach über Halyna Hutchins, wie er ihre Familie getroffen hat, und er sprach ausführlich darüber, was an jenem Tag am Set geschah.“ Kamerafrau Halyna Hutchins (†42) starb am 21. Oktober am Set des Films „Rust“, weil die Filmwaffe von Hollywoodstar Alec Baldwin (63) scharfe Munition enthielt. Der Schuss traf Hutchins tödlich, Regisseur Joel Souza (48) wurde verletzt. Seither wird die Ursache des Todesschusses gesucht. Unter anderem wird in der Frage ermittelt, wie die scharfe Munition überhaupt ans Set kam.
Baldwin unter Tränen: "Abzug nicht bedient"
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Alec Baldwin bricht in Interview in Tränen aus - „Ich habe nicht abgedrückt!“
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Joko und Klaas senden eindringlichen Corona-Appell (1.04/6)

Mit diesen 15 Minuten rechneten die wenigsten Zuschauer am Mittwochabend in der ProSieben-Primetime. Joko und Klaas haben ein bewegendes Corona-Spezial organisiert. Diese Woche war alles anders. Kurz nutzte das Moderatorenduo seine Bühne und erklärte: "Aktuell gibt es nur ein Thema". Natürlich war damit die Corona-Pandemie und die dramatische Entwicklung der Infektionszahlen im Land gemeint. Wenn sie nun Unsinn machen würden, wäre das "grob fahrlässig", erklärten Joko und Klaas also einhellig – und gaben dann den TV-Sendeplatz für drei andere Menschen frei. 15 Minuten blieben diesen drei Personen, um ihre Erfahrungen und ihre Sicht auf die Corona-Lage zu schildern. Diese kurze TV-Etappe, lediglich auf einer einfachen Bühne mit einem schlichten Stuhl in der Mitte inszeniert, wurde zu einem bewegenden und aufrüttelnden Fernsehmoment. "Mit 21 hat sich mein Leben drastisch verändert", begann Luisa ihre Rede. Sie war als erstes an der Reihe und berichtete von ihrem schweren Krankheitsverlauf. Sie sei "sehr stark" an Covid-19 erkrankt, berichtete die junge Frau, die laut eigenen Angaben immer "viel Sport" getrieben habe und sich stets "gut ernährt" habe. Doch die Corona-Infektion habe sie "aus der Bahn" geworfen. Luisa musste Therapien machen, zwischenzeitlich saß sie im Rollstuhl, war später auf einen Rollator angewiesen und leide noch heute an "Vergesslichkeit" und starken körperlichen Einschränkungen. "Ich kann nicht gut stehen", sagte die heute 23-Jährige, die wegen Covid in ein künstliches Koma versetzt und beatmet werden musste. "38 Tage auf der Intensiv", gab sie Einblicke in ihre Krankenhausakte und ergänzte: "Ich hatte keine Aussicht auf Erfolg". Ihre Mutter habe entscheiden müssen, dass die Ärzte ihr eine externe Lunge einsetzen. Sie überlebte nur knapp, verbrachte später Zeit in "drei Rehakliniken" und habe dort "neu laufen gelernt". "Das kann einen echt umhauen, auch in meinem Alter", mahnte Luisa. Ihr Appell: Es solle keine Angst und kein Hass mehr herrschen in unserer Gesellschaft, sie wolle, dass "alle miteinander sprechen" können und vor allem wünsche sie sich wieder "Hoffnung" für Deutschland. Anschließend war Daniel Zickler an der Reihe. Der Oberarzt aus der Berliner Charité berichtete von überlasteten Intensivkapazitäten: 50 Prozent seien momentan "Covid-Patienten". Es drohe ein "Kollaps" des Gesundheitssystems. Er erinnerte noch einmal daran, dass es "keine Therapie gegen die Erkrankung" gebe und dass die Ärzte nur die "Komplikationen und das Organversagen behandeln" könnten. Patienten bekämen "unglaubliche Mengen an Medikamenten", nur um sie "am Leben zu erhalten". Zickler ist sich sicher: "Danach ist das Leben nicht mehr so wie es vorher war". Er habe eine Schwangere mit ihrem Baby sterben sehen, so der Mediziner. "Sich nicht impfen lassen ist wie Russisch-Roulette spielen". Er forderte Kontakte zu beschränken, Fußballspiele ohne Zuschauer stattfinden zu lassen und Weihnachtsfeiern abzusagen. Schließlich war Olaf Scholz an der Reihe. "In Deutschland sind zu wenige Menschen geimpft", setzte er sofort seinen Fokus auf die wichtige Immunisierung gegen Covid-19. In Portugal und Spanien seien derzeit sehr viel weniger Menschen an Corona erkrankt, weil es in diesen Ländern eine deutlich höhere Impfquote gebe. In Deutschland hingegen sei "das Leid riesig". Er bedankte sich bei seiner Vorrednerin und dem Arzt der Charité, erinnerte an Long-Covid-Patienten und die dramatische Lage in den deutschen Krankenhäusern. "Die Lösung liegt auf der Hand", so Scholz, der erklärte: "Jeder kann und sollte sich impfen lassen." Nur so könne die "vierte Welle brechen". Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich "unterhaken" und so gemeinsam "Corona besiegen". Der künftige Bundeskanzler beendete seinen Appell mit dem Satz: "Schützt euer Leben und das der anderen". Und damit endeten 15 denkwürdige Fernsehminuten.
Scholz begeistert mit Überraschungsauftritt bei „Joko und Klaas“
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Bewegender Auftritt bei Joko & Klaas: Scholz appelliert an alle Impfskeptiker (1.04/6)

Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf ist erneut ein kleiner TV-Coup gelungen: Nachdem die beiden ProSieben-Moderatoren am Dienstagabend 15 freie Minuten Sendezeit gegen ihren Sender ProSieben ("Joko & Klaas") gewonnen hatten, haben sie die Zeit für einen eindringlichen Impf-Appell genutzt. Nun ist ein solcher Appell in diesen dramatischen Tagen nichts Ungewöhnliches. Ungewöhnlich waren die Gäste, die im Studio zu Gast waren und den Appell vortrugen. Neben Dr. Daniel Zickler, Oberarzt der Corona-Intensivstation der Berliner Charité, kam Luisa zu Wort, eine Long-Covid-Patientin. Die Überraschung war der dritte Gast: Es war Olaf Scholz, zukünftiger Kanzler Deutschlands. Zuerst trat Luisa auf und schilderte ihre Geschichte. 2020 infizierte sie sich mit dem Coronavirus und wurde schwer krank. 40 Tage habe sie auf der Intensivstation gelegen, wo sie an eine künstliche Lunge angeschlossen wurde. Es folgten eine lange Reha und noch heute habe sie mit Gedächtnisproblemen zu kämpfen. Danach Auftritt des Chefarztes. Zickler beschrieb, wie die Kapazitäten auf seiner Intensivstation allmählich zu Ende gingen. Der Mediziner wies auf die vielen Patienten hin, die mit den schweren Folgen der Erkrankung zu kämpfen hätten, auch wenn sie das Krankenhaus längst verlassen haben. Er berichtete von den schrecklichen Schicksalen, die er erlebt habe. Eine corona-kranke Mutter habe erst ihr Kind verloren und sei dann selbst gestorben. Dann ist die Reihe an Scholz. Mit eindringlicher und ruhiger Stimme richtete der designierte Kanzler das Wort an die Zuschauer. "Neu in dieser vierten Welle ist: Die Linie zwischen denen, die nach einer Covid-Erkrankung einen milden oder einen sehr schweren Verlauf haben, geht nicht mehr zwischen Alten und Jungen, sondern zwischen Geimpften und Ungeimpften. Und dabei muss jeder wissen: Wer sich nicht impfen lässt, gefährdet sich selbst, gefährdet Kinder und alle seine Mitmenschen, die sich aufgrund von Vorerkrankungen nicht impfen lassen können", sagte Scholz unter anderem. Sein Auftritt endete mit dem Appell: "Lasst Euch impfen. Schütz Euer Leben und das der anderen". Auf Twitter entwickelte sich der Hashtag #JKLive schnell zu einem Hit. Offenbar hat besonders der Auftritt von Olaf Scholz einen Nerv getroffen. Viele User lobten die Sendung und den Auftritt des SPD-Politikers. Nach einem ersten Eindruck überwogen die positiven Reaktionen. Dass nicht alle davon begeistert waren, versteht sich von selbst. Auch Kritiker gab und gibt es, aber sie scheinen doch in der Minderheit zu sein.
Scholz begeistert mit Überraschungsauftritt bei „Joko und Klaas“
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„Lassen Sie sich impfen“: Joko und Klaas geben junger Corona-Patientin und Intensivmediziner eine Stimme (1.04/6)

Die Entertainer Joko Winterscheidt (42) und Klaas Heufer-Umlauf (38) haben ihre bei Pro Sieben erspielte Sendezeit am Mittwochabend genutzt, um einer jungen Corona-Patientin und dem Chefarzt einer Intensivstation eine Stimme zu geben. Und auch der designierte Kanzler Olaf Scholz (SPD) richtete sich mit einem eindringlichen Appell an die Zuschauerinnen und Zuschauer. „Entweder wir machen Ärger und provozieren Pro Sieben oder wir lenken die Aufmerksamkeit auf Themen, die Aufmerksamkeit verdient hätten. Heute ist das alles anders“, sagt Klaas zu Beginn der Sendung. Dann ist ein abgedunkelter Raum mit einem leeren Stuhl zu sehen, auf den sich Luisa (23) setzt, sie hatte sich im vergangenen Jahr mit Corona infiziert: „Mit 21 hat sich mein Leben drastisch verändert. Es ist durch Corona gewesen, ich bin sehr stark daran erkrankt“, erzählt sie. Sie habe nicht gedacht, dass etwas sie so aus der Bahn werfen würde. Es falle ihr noch heute schwer zu stehen, sie leide an Vergesslichkeit, das Virus habe „von jetzt auf gleich alles auf den Kopf gestellt“. Eine Woche nach der Diagnose sei sie ins Krankenhaus gekommen, kurz darauf ins künstliche Koma versetzt worden, mehr als 30 Tage lang. „Meine Mama musste dann entscheiden, dass ich an die Ecmo komme“ - eine Lungenunterstützungsmaschine. „Ich bin so unfassbar dankbar dafür, dass ich eine Chance auf ein zweites Leben bekommen habe“, sagt Luisa. Sie sei in drei Rehakliniken gewesen, habe neu lernen müssen zu laufen. „Ich möchte auch keine Angst verbreiten, ich hoffe einfach, dass wir als Gesellschaft wieder zusammenfinden können. Dass alle wieder miteinander sprechen können und Hoffnung finden“, so Luisa. Als nächstes nimmt Daniel Zickler, Oberarzt der Intensivstation der Charité, auf dem Stuhl Platz. „Wir kommen an den Rande der Kapazität und fürchten einen Kollaps des Gesundheitssystems“, sagt der Mediziner. „Das Schlimme ist: Wir haben eigentlich keine Therapie gegen diese Krankheit.“ Die Ärzte könnten nur Symptome behandeln, Patienten erhielten unheimliche Mengen an Medikamenten, „die nötig sind, um diese Menschen am Leben zu halten“. Wer die Intensivstation verlassen könnte, sei schwer gezeichnet für sein Leben. Zickler berichtet auch von einer schwangeren Patientin, die erst ihr Baby verloren habe und dann selbst gestorben sei. „Diese Krankheit kann jeden erwischen. Sich nicht impfen zu lassen, ist ein russisches Roulettespiel.“ Sein Appell: „Wir auf der Intensivstation brauchen Unterstützung, bitte helfen Sie uns.“ Er nennt Kontakte zu reduzieren als eine Maßnahme, vor allem aber: „Bitte impfen Sie sich. Die Impfung ist sicher und kann schwere Verläufe verhindern.“ Zum Schluss setzt sich Olaf Scholz auf den Stuhl und sagt: „Es ist wichtig, auf die zu hören, die nah dran sind. Mir ist wichtig, dass jeder, der kann, sich impfen lässt.“ Zu wenige Menschen in Deutschland seien geimpft: „Das ist der Grund, warum Krankenhäuser und Intensivstationen wieder volllaufen.“ Wer sich nicht impfen lasse, gefährde sich selbst, gefährde Kinder und alle, die sich aufgrund von Vorerkrankungen nicht impfen lassen könnten. „Die Lage ist schwierig, die Lösung liegt auf der Hand. Lassen Sie sich impfen. So kriegen wir es hin, die vierte Welle zu brechen.“ Die 15 Minuten frei verfügbare Sendezeit hatten sich die Entertainer am Dienstag in ihrer Show „Joko und Klaas gegen Pro Sieben“ erspielt. Der Sender hat keinen Einfluss auf das, was die beiden mit der freien Zeit machen. In der Vergangenheit nutzten Joko und Klaas die Viertelstunde, um etwa auf den Pflegenotstand oder die schockierende Realität Geflüchteter im Lager Moria hinzuweisen. In der vergangenen Woche hatten die Entertainer jeweils eine kleine Kamera verschluckt und danach Bilder aus ihrem Körper gezeigt - am Ende wiesen sie auf die Bedeutung der Gesundheitsvorsorge hin. RND/seb
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Neue Corona-Maßnahmen am Horizont (1.03/6)

2G im Einzelhandel auch bei niedriger Inzidenz und Kontaktbeschränkungen, wenn Ungeimpfte im Raum sind: Ein Entwurf für die Bund-Länder-Konferenz deutet auf verschärfte Maßnahmen zum Kampf gegen die Corona-Pandemie hin. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz zur Corona-Lage am Donnerstag könnten neue Regelungen beschlossen werden, die über das bisherige Maß hinausgehen. Das geht aus einem Entwurf der Bundeskanzlerin sowie der Regierungschefinnen und -chefs der Länder hervor, der dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. In dem Papier heißt es, die Lage in Deutschland sei "sehr ernst". Man wolle in einem "Akt der nationalen Solidarität" dafür sorgen, dass die Infektionszahlen sinken und das Gesundheitssystem entlastet werde. Die Pläne von Bund und Ländern sehen dem Entwurf zufolge vor, eine bundesweite 2G-Regel im Einzelhandel einzuführen. Demnach dürften nur noch Geimpfte und Genesene Geschäfte betreten - und zwar unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz und damit auch dort, wo die Infektionszahlen niedrig sind. Ausgenommen von der 2G-Regel sind Läden des täglichen Bedarfs. Auch der Zugang zu Einrichtungen und Veranstaltungen der Kultur und Freizeit, wie etwa Kino, Theater und Restaurants, sollen dem vorläufigen Papier zufolge bundesweit inzidenzunabhängig nur für Geimpfte und Genesene (2G) möglich sein. Ergänzend könnte ein aktueller Test vorgeschrieben werden (2G-Plus). Großveranstaltungen könnten ebenfalls deutlich eingeschänkt werden. Laut dem Entwurf werden Begrenzungen bei der Auslastung und bei der maximal zulässigen Zuschauerzahl festgelegt. In Innenräumen könnten dann maximal 5000 Menschen zusammenkommen, im Freien 10.000. In Regionen mit einer Inzidenz von mehr als 350 Neuinfektionen sollen nach dem Entwurf Clubs und Diskotheken geschlossen werden. Bund und Länder planen demnach auch strenge Kontaktbeschränkungen für Ungeimpfte. Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum, an denen nicht geimpfte und nicht genesene Personen teilnehmen, sollen dann auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushalts beschränkt werden. Kinder bis zu 14 Jahren sollen davon ausgenommen sein. Ehe- und Lebenspartner sowie Partnerinnen und und Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft gelten demnach als ein Haushalt, auch wenn sie keinen gemeinsamen Wohnsitz haben. Private Zusammenkünfte, an denen ausschließlich Geimpfte und Genesene teilnehmen, sollen von den Kontaktbeschränkungen laut dem Papier ausgenommen sein. Zudem ist dem vorläufigen Papier zufolge vorgesehen, bis Weihnachten eine neue Impfoffensive zu starten. Bis dahin brauche man bis zu 30 Millionen zusätzliche Impfungen in Form von Auffrischungen, Erst- und Zweitimpfungen. Ein erweiterter Bund-Länder-Krisenstab soll sich um auftauchende Probleme kümmern, etwa bei der Logistik und den Impfstofflieferungen. Zur Umsetzung der Impfkampagne soll der Kreis der zur Durchführung von Impfungen Berechtigten ausgeweitet werden - etwa auf Apotheker, Zahnärzte und Pflegefachkräfte. Dauerhaft solle zudem eine gesetzliche Änderung geschaffen werden, um den Kreis der Berechtigten auszuweiten. Weil der Impfschutz im Laufe der Zeit deutlich nachlasse, solle der Impfstatus perspektivisch nach einer bestimmten Zeit seine Anerkennung als "vollständig" verlieren, sofern keine Auffrischung erfolgt, heißt es weiter. Über die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht, heißt es in dem Entwurf, werde der Deutsche Bundestag zeitnah anhand von Gruppenanträgen entscheiden. Die Impfpflicht könne greifen, sobald sichergestellt sei, dass alle Impfwilligen auch zeitnah geimpft werden können. Dies könne etwa ab Anfang Februar der Fall sein. Der Ethikrat soll dem Entwurf zufolge bis Jahresende eine Empfehlung für Bund und Länder erarbeiten.
So wollen Scholz und die Länderchefs die vierte Welle brechen
tagesspiegel.de
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„Habe nicht abgedrückt“ – Baldwin spricht über Schuss bei Dreharbeiten (1.02/6)

H ollywood-Star Alec Baldwin hat in einem Interview mit dem Sender ABC über den tödlichen Zwischenfall bei den Dreharbeiten zu seinem Western „Rust“ gesprochen. Das einstündige Gespräch soll am Donnerstagabend (Ortszeit) ausgestrahlt werden. Der Sender veröffentlichte am Mittwoch knapp zwei Minuten aus dem Gespräch. Baldwin sagte dem Moderator George Stephanopoulos, er habe nicht den Abzug der Schusswaffe betätigt, aus der sich am Filmset eine Kugel löste und eine Kamerafrau tödlich traf. „Ich habe nicht abgedrückt“, sagte Baldwin. „Ich würde niemals eine Waffe auf jemanden richten und abdrücken. Niemals.“ Die bei dem Vorfall getötete Kamerafrau Halyna Hutchins (42) sei von allen geliebt und bewundert worden, sagte der Schauspieler. Er könne es immer noch nicht glauben, dass dies passiert sei. An der Stelle brach Baldwin in Tränen aus. Baldwin wurde nach Angaben der Ermittlungsbehörden gesagt, die Waffe sei sicher, bevor am 21. Oktober eine Kugel Hutchins traf. Unklar ist, wie die scharfe Munition in die Waffe gelangte. Der Regisseur Joel Souza wurde bei dem Zwischenfall verletzt. Baldwin, der auch Produzent des Films war, antwortete auf die Frage, wie eine Kugel an das Set gelangt sei: „Ich habe keine Ahnung. Jemand hat eine scharfe Kugel in eine Waffe gesteckt, eine Kugel, die nicht einmal auf dem Grundstück sein sollte.“ Die Ermittler beschrieben eine „gewisse Selbstgefälligkeit“ im Umgang mit Waffen bei den Dreharbeiten zu „Rust“. Sie sagten, es sei noch zu früh, um festzustellen, ob Anklage erhoben werde. Zivilklagen gegen Baldwin wurden bereits eingereicht.
Baldwin unter Tränen: "Abzug nicht bedient"
diepresse.com
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NRW-Ministerpräsident Wüst erklärt: Deshalb würden Geisterspiele im Fußball nur wenig Sinn ergeben (1.02/6)

Sind Geisterspiele keine Option? NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hält vor dem Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München (Samstag, 18.30 Uhr/ Sky) ein komplettes Verbot von Stadion-Zuschauern für wenig sinnvoll. In der Diskussion sei angesichts der aktuellen Corona-Lage eine deutliche Reduzierung der Zuschauerschaft, sagte er am Mittwochabend in der ARD -Sendung "Maischberger. Die Woche". Zu Geisterspielen äußerte er sich dagegen skeptisch. "Ich glaube nicht, dass wir damit besser fahren, denn die Leute werden ihre Spiele gucken. Und dann gehen die in die Kneipen, gehen die in die Kellerbars", sagte Wüst. Er glaube, dass es an der frischen Luft ausreichend Sicherheit gebe, sofern strenge Auflagen wie eine deutliche Reduzierung der Zuschauerzahl eingehalten würden. Das Bundesliga-Spitzenspiel soll am Samstag in Dortmund stattfinden. Borussia Dortmund hat die bereits verkauften Tickets dafür mittlerweile wieder storniert. Der Grund ist, dass der Bundesligist mit einer coronabedingten Reduzierung der Stadionkapazität durch die Landesregierung in den kommenden Tagen rechnet. Eine Entscheidung stand aber zunächst noch aus. Vertreter von Bund und Ländern streben bei der Konferenz am Donnerstag offenbar eine Begrenzung der Zuschauerzahlen bei Großveranstaltungen im Freien, also auch im Fußball, an. Laut einem Entwurf für das Treffen, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (zu dem auch der SPORT BUZZER als Sportportal gehört) vorliegt, sollen maximal 30 Prozent der jeweiligen Stadionkapazität ausgenutzt, aber höchstens 10.000 Plätze besetzt werden dürfen. Dabei solle 2G (geimpft oder genesen) oder 2G-Plus (mit zusätzlichem negativem Test) gelten.
Wüst erwartet Impfpflicht: «Bin ziemlich sicher: Sie kommt.»
stern.de
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Neu im Kino: „Gunpowder Milkshake“: Supercool und superbrutal (1.01/6)

Turbulente Popcorn-Action mit einem „Jumanji“- und einem „Game Of Thrones“-Star in den Hauptrollen. Story: Profikillerin Sam (Karen Gillan, 34) erledigt ihre Jobs erstklassig. Trotzdem wendet sich ihr Boss (Paul Giamatti, 54) gegen sie. Auf der Flucht trifft sie auf ihre Mutter (Lena Headey, 48). Die hatte sie einst aus ähnlichen Gründen im Stich lassen müssen… Zwischen überdrehter Comic-Gewalt und „Pulp Fiction“-Feeling gibt es literweise Blut, abgetrennte Gliedmaßen und grandiose Auto-Szenen. Trotz viel Spannung ist der in Berlin gedrehte Reißer aber angenehm locker. Fazit: Ultrabrutal aber auch sexy und verdammt unterhaltsam: Diese Action-Komödie begeistert mit abgefahrenen Wendungen, stylischem Look und fantastischen (Anti-) Heldinnen. (114 Min. /FSK: ab 18 J.)
Eine Profikillerin mit Herz aus Gold
stern.de
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Neu im Kino: „House of Gucci“: Von Modenschau bis Mord (1.01/6)

Mit einer Besetzung zum Niederknien und ganz viel Musik lässt „House of Gucci“ die 70er- und 80er-Jahre der italienischen Traditionsmarke aufleben. Story: Auf einer Party lernt der Spross des reichen Gucci-Clans Maurizio (Adam Driver, 38) die forsche Patrizia (Lady Gaga, 35) kennen. Entgegen dem Wunsch seiner Familie heiratet das Paar und Patrizia nimmt immer mehr Einfluss auf den berühmten Namen, der nicht ihrer ist. Die Nachricht von Maurizios dramatischem Ende ging um die Welt. Doch „House of Gucci“ weigert sich, eine Kriminal-Geschichte zu erzählen. Motiv, Planung etc. bleiben verborgen. Stattdessen werden wir Zeuge des Verblassens einer satten Familie, die es gewohnt ist, sich alles kaufen zu können. Darüber aber den Lauf der Zeit vergisst. Mode spielt keine Rolle. Es geht ums Geschäft – und um die Familie. Regisseur Ridley Scott (84, „Gladiator“) kann sich auf ein fantastisches Ensemble verlassen. Jared Leto (49) ist als dicker, kahler Paolo kaum wiederzuerkennen. Jeremy Irons (73) braucht als Maurizios sterbender Vater Rodolfo nicht mal viel zu sagen. Dafür quasselt sein Bruder Aldo (Al Pacino, 81) um so mehr. „House of Gucci“ ist mehr Sittengemälde als Krimi. Mehr Seifenoper als Liebesdrama. Vor allem ist der Film der Beweis, dass Ridley Scott noch immer eine ganze Menge zu sagen und zu erzählen hat. Auch wenn das „wie“ und „was“ nicht alle Kinogänger überzeugen wird. Fazit: Wer so eine Familie hat, braucht keine Feinde mehr. Sensationell besetztes Komödien-Drama über betriebsblinde Bonzen und ehrgeizige Erbschleicher. (158 Min. /ab 12 J.)
Machtkämpfe im Modehaus: Ridley Scotts Kinodrama „House of Gucci“
rnd.de
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St. Pauli-Wahl - Einfach Göttlich! Präsidium macht weiter (1.01/6)

Alles wie erwartet beim FC St. Pauli. Bei der zweiten Mitgliederversammlung in diesem Jahr wurde das gesamte Präsidium um Vereins-Boss Oke Göttlich (46) für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt – und das mit großer Mehrheit. Von den 263 abgegebenen Stimmen in der Messehalle 7 entfielen 258 auf Göttlich – das sind 98,1 Prozent. Auch die Vizes Christiane Hollander (58), Esin Rager (53), Carsten Höltkemeyer (53) und Jochen Winand (70) bekamen ohne Probleme die erforderliche Mehrheit. Auch die nackten Zahlen in der Corona-Krise wurden veröffentlicht. Der Umsatz ging von 53,36 Mio Euro auf 39,05 Mio Euro zurück. Ein großer Teil konnte durch Gegenmaßnahmen aufgefangen werden. Allerdings bleibt unterm Strich ein Jahresfehlbetrag von 5,75 Mio Euro. Im Vorjahr waren es nur 0,56 Mio Euro. Göttlich: „Durch hohen Einsatz und Engagement, eine große Solidarität von Fans und Partnern, konsequente Kosteneinsparungen und dem Credo des vernünftigen Wirtschaftens hat es der Verein geschafft, bislang durch diese schwere Zeit zu kommen.“ Finanzielle Engpässe hat der FC St. Pauli trotz der Pandemie nicht zu erwarten. Vorsichtig wirtschaften ist trotz des sportlichen Hochs angesagt. Denn sollte es neue und längere Einschränkungen geben, bekommt laut eigener Prognose auch der Kiez-Klub irgendwann Probleme.
Corona: St. Pauli macht Millionen-Verlust - Göttlich weiter Präsident
ndr.de
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Frau des Musikmanagers Clarence Avant in Beverly Hills erschossen (1.01/6)

Beverly Hills. In Los Angeles ist die Ehefrau des amerikanischen Musikmanagers und Unternehmers Clarence Avant erschossen worden. Eine Sprecherin von Netflix bestätigte, dass es sich bei dem Todesopfer in Beverly Hills um die 81-jährige Jacqueline Avant handelte. Avants Tochter Nicole ist mit Ted Sarandos verheiratet, dem Co-Vorstandschef von Netflix und Content-Verantwortlichen des Streamingdienstes. Jacqueline Avant war eine vielfältig engagierte Philanthropin, die unter anderem im Vorstand des International Student Center an der Universität von Kalifornien saß. Die Polizei bestätigte vorerst nicht, dass es sich bei dem Todesopfer um Avant handelte. Sie erklärten lediglich, das Opfer sei eine Frau über 80. Bei der Polizei ging in der Nacht eine Meldung über Schüsse in einem Wohnviertel ein. Die Beamten fanden einen Mensch mit einer Schusswunde, der später für tot erklärt wurde, in der Straße, in der Avant wohnte. Verdächtige gebe es nicht, erklärte die Polizei von Beverly Hills. Der Ehemann der Toten, der 90-jährige Clarence Avant, ist als „Godfather of Black Music“ bekannt. Er wurde kürzlich in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen. Der ehemalige US-Präsident Barack Obama und die Vizepräsidentin Kamala Harris würdigten ihn in einem Video, das anlässlich der Einführungszeremonie im Oktober gedreht wurde. Das Paar heiratete 1967 und hat zwei Kinder, Nicole Avant und Alexander Du Bois Avant. RND/AP
Drama in Beverly Hills - Frau (†81) von US-Musiklegende Avant bei Einbruch erschossen
bild.de
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Aktien New York Schluss: Erneut schwach - Omikron macht Erholung zunichte (1.01/6)

NEW YORK (dpa-AFX) - Der erste Fall einer Omikron-Infektion in den USA hat am Mittwoch einen Erholungsversuch der angeschlagenen US- Börse n rasch beendet. Nach zunächst deutlichen Erholungsgewinnen drehten sie im späteren Verlauf in die Verlustzone. Besonders steil abwärts ging es schließlich in den letzten Handelsminuten. Erste Fälle der neuen Corona-Variante gab es inzwischen auch in Großbritannien, der Schweiz, Norwegen und Brasilien. In Südafrika haben sich außerdem die Covid-19-Fälle binnen eines Tages verdoppelt. Ob der sprunghafte Anstieg jedoch mit der neuen Variante Omikron zusammenhängt, ist noch nicht klar. Die Coronavirus-Variante Omikron wird derzeit wegen ihrer rasanten Ausbreitung und zahlreicher Mutationen als besorgniserregend eingestuft. Wie krank das Virus tatsächlich macht, lässt sich allerdings mangels ausreichender Daten und da bislang vorwiegend junge Menschen angesteckt wurden, noch nicht abschätzen. Datenseitig lag das Hauptaugenmerk vor allem auf der Stimmung in der US-Industrie, die sich im November nicht ganz so deutlich wie erwartet aufgehellt hatte.
Neue Corona-Variante: England schickt Soldaten im Kampf gegen Omikron
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Kampagnero, Familienmensch oder 40-Prozent-Gefühl – so lief das Triell um den CDU-Vorsitz (1.01/6)

Berlin. Zum Schluss ziehen alle drei Kandidaten ein Foto hervor. 90 Minuten haben Helge Braun, Friedrich Merz und Norbert Röttgen da Fragen von CDU-Mitgliedern beantwortet, von Mitgliederwerbung über den Umgang mit China bis zu den hohen Immobilienpreisen. Alle drei wollen den CDU-Vorsitz übernehmen, das Triell ist der offizielle Schlusspunkt der Bewerbungsphase. Was bleibt, wenn die Worte vorbeigerauscht sind? Visuelle Eindrücke sind oft das stärkste, die Parteizentrale hat vorab um die Fotos gebeten. Merz zeigt ein Werbebild seiner Kampagne: Er selbst groß in der Mitte, flankiert von seinem designierten Generalsekretär und dessen designierter Stellvertreterin. Röttgen hat einen Schnappschuss von einem Gartenfest mitgebracht: Seine Tochter und seine Frau umarmen ihn stürmisch. Auf Brauns Foto jubeln junge CDU-Anhänger, ein Bild vom Abend der Bundestagswahl 2013, als die CDU über 40 Prozent holte. Der strenge Kampagnero, der emotionale Familienmensch, der Mann, der das Jubeln mit der Erinnerung an frühere Hoch-Zeiten der Partei verbindet – wofür entscheiden sich die CDU-Anhänger? Zum ersten Mal in der Parteigeschichte dürfen sie diesmal den Chef bestimmen. Ab dem Wochenende läuft die Abstimmung. 25 CDU-Mitglieder hat die scheidende CDU-Spitze in die Parteizentrale nach Berlin gebeten, um den Auswahlprozess zu erleichtern. Sie stellen die Fragen an die Kandidaten. Röttgen hat den zentralen Platz zugelost bekommen. Er ist der agilste der Kandidaten. Er gestikuliert, er holt aus, er dekliniert durch: „Es gibt drei Punkte“, so beginnt er häufig seine Antworten. Merz spricht viele Frager persönlich an, freut sich über den Migrationshintergrund des einen und die ostdeutsche Herkunft der anderen. Und er ist der Mann der knappen Ansagen. Selbst der Satz „Ich werde in Sitzungen darum bitten, dass alle ihre Handys draußen lassen“ klingt zackig. Braun setzt auf Gefühle und aufs Absetzen von der Ampelkoalition. Er spricht von strahlenden Gesichtern, dem Verbindenden und dem Gemeinschaftsgefühl in der Partei. Wettbewerb bedeutet auch Angriff, aber das ist ein schmaler Grat, wenn man in einer Partei ist und die gerade schlechte Erfahrungen gemacht hat mit innerparteilichen Konflikten. Braun nutzt die Aufforderung der Moderatorin, dem Konkurrenten Merz eine Frage zu stellen: Wie der es denn mit der Frauenquote halte, will er wissen. Bisher hat Merz die abgelehnt, bei der Frauenunion ist das nicht gut angekommen. Jetzt sagt er, er werde zustimmen, die Beschlussvorlage müsse nur noch etwas modifiziert werden. Das ist mehr als bisher. Brauns Angriff versandet. Der Gegenangriff erfolgt sofort: Es sei ein Problem, was „auch Sie bisher nicht gelöst haben“, sagt Merz. Röttgen hat auch noch eine Frage frei: Wie man die Regierung organisieren müsse, dass sie Problemen nicht immer hinterherlaufe, will er von Braun wissen, dem scheidenden Kanzleramtsminister. Es ist eine Ohrfeige, Röttgen lächelt. An vielen Stellen aber herrscht Einigkeit, der eine gibt den anderen recht und hat doch noch etwas zu ergänzen, etwas mehr Wasserstoffstrategie hier, ein bisschen christliche Werte da. Und dann gibt es noch die Frage nach der Doppelspitze für die Partei. Wann ist es bei der CDU so weit, fragt eine Brandenburgerin. „Ich bin kein Freund von Doppelspitzen“, sagt Braun. Man könne Verantwortung auch anders auf mehrere verteilen, sagt Merz. „Es ist nicht unsere CDU-Kultur“, sagt Röttgen. Alle drei sind sich einig: Einer muss der Chef sein. Und alle drei fassen sich an dieser Stelle ziemlich kurz.
Differenzen nur im Detail
tagesschau.de
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Hessen soll kurzfristig 100 000 Impfdosen mehr bekommen (1.01/6)

Hessen soll vom Bundesgesundheitsministerium kurzfristig 100 000 zusätzliche Impfdosen bekommen. Das kündigte der Sprecher des Ministeriums, Hanno Kautz, in einem "Bild"-Bericht am Mittwoch an. "Das Land Hessen holt morgen 100 000 Impfdosen von Moderna im Zentrallager des Bundes ab", sagte Kautz demnach. Der Impfstoff soll dem Bericht zufolge in den kommenden Tagen bei den Impfzentren und Kommunen ankommen. An den vergangenen Tagen hatte es Unmut über die Impfstoff-Knappheit in Hessen gegeben. Die Hausärzte in Hessen etwa zeigten sich "stinksauer" auf die Politik in Berlin. Dass ausgerechnet jetzt nicht genug Corona-Impfstoff in den Praxen ankomme, sei "eine vollständige Katastrophe", sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbands Hessen, Armin Beck, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. "Das ist ein organisatorischer Super-GAU." Die Stimmung sei angespannt, "man könnte auch sagen, beschissen." Im Impfzentrum von Hessens größter Stadt Frankfurt drohte am Dienstag der Impfstoff auszugehen. Die Lage sei "angespannt", hatte eine Sprecherin des Gesundheitsamts am Dienstag gesagt. Bereits am Montagabend hatte die Stadt Angebote wie den Impfexpress eingeschränkt und Sonderimpfaktionen abgesagt. "Ganz Frankfurt ist stinksauer auf Berlin", hatte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) gesagt. Statt der bestellten 19 380 Dosen erhalte Hessens größte Stadt nur rund 6000 Impfdosen des Impfstoffes Comirnaty von Biontech und maximal 4000 Dosen Spikevax von Moderna, hieß es. Auch der Main-Kinzig-Kreis berichtete von ersten Problemen in den Impfstellen.
Sie hatten einen anderen Impfstoff gebucht 100 000 Thüringer zu Moderna verdonnert
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Dank Sarkaria-Tor: Sturm beendete in Altach Sieglos-Serie (1.01/6)

Den Steirern gelang beim Tabellenschlusslicht ein 1:0-Auswärtserfolg, Altach blieb erneut trefferlos. Altach – Sturm Graz hat seine Sieglos-Serie beendet und dem SCR Altach das nächste Negativerlebnis beschert. Während die Steirer am Mittwochabend dank eines 1:0-(1:0)-Auswärtserfolgs beim Tabellenschlusslicht nach acht Pflichtspielen wieder einmal einen Dreier anschrieben, warten die Vorarlberger seit nun vier Partien auf ein erzieltes Tor. Nur ein Sieg steht für Altach aus den vergangenen zwölf Runden zu Buche. Der Rückstand auf den Vorletzten LASK beträgt wie gehabt einen Zähler. Manprit Sarkaria (37.) traf im Nachtragsspiel der 14. Runde mit seinem siebenten Saisontor entscheidend. Die ursprünglich am 7. November angesetzte Partie hatte nach einer Corona-Welle im Kader der Grazer verschoben werden müssen. Sturm setzte sich am nun punktegleichen WAC vorbei wieder auf den zweiten Platz hinter dem ungefährdeten Spitzenreiter Salzburg. Am Samstag geht es für das Team von Christian Ilzer daheim gegen die Admira weiter, Altach gastiert in Wolfsberg. Im „Ländle" musste das Spielfeld am Vortag vom Schnee befreit werden, das Training auf Kunstrasen hatte unliebsame Folgen. Berkay Dabanli knöchelte um, der Innenverteidiger zog sich eine Bänderverletzung zu und fehlte. Im Angriff setzte Trainer Damir Canadi auf die schnellen Spitzen Noah Bischof und Dominik Reiter, dahinter agierte Adthe Nuhiu. Ilzer stellte auf zwei Positionen um. Sarkaria und Ivan Ljubic begannen im Mittelfeld anstelle des gesperrten Andreas Kuen und Anderson Niangbo. Bei strömendem Regen begannen die Altacher forsch, Sturm zeigte aber wie erwartet die spielerisch feinere Klinge. Gefährlich vor das gegnerische Gehäuse kamen die mitten in einem dichten Programm steckenden Gäste jedoch nicht. „Abschlüsse suchen" forderte Ilzer nach einer Viertelstunde, Tino Casali im Altach-Tor blieb aber ungeprüft. Ein Patzer von Jusuf Gazibegovic bescherte den Vorarlbergern sogar eine Top-Chance auf ihr zehntes Saisontor. Reiter kam im Strafraum zum Abschluss, schoss jedoch deutlich drüber (27.). 3 x Futterkutter-Kochbuch zu gewinnen TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch. Jon Gorenc-Stankovic verletzte sich beim Rettungsversuch am Ellenbogen, der Slowene biss die Zähne aber zusammen. Kelvin Yeboah – beim 3:1 im ersten Saisonduell zweifacher Torschütze – hatte Altach im Griff. So musste eine Standardsituation her: Ljubic und David Affengruber ließen einen Eckball bewusst passieren, Sarkaria staubte aus dem Hinterhalt ab. Er war schon davor der auffälligste Sturm-Akteur. Sarkarias Schuss sollte von beiden Mannschaften bis zur Pause der einzige aufs Tor bleiben. Altach wollte die Bemühungen nach Seitenwechsel verstärken, Jakob Jantscher hatte nach einem hohen Ball indes das 2:0 am Fuß (55.). Auf der Gegenseite war es wieder eine Unkonzentriertheit der Grazer Defensive, die Bischof einen Konter ermöglichte. Der Angreifer fand Reiter aber nicht (58.). Für Yeboah und Gazibegovic war der Arbeitstag nach einer Stunde beendet, Ilzer schonte Kräfte. Die Altacher mühten sich vergeblich, auch die Brechstange mit vielen hohen Bällen brachte nichts ein. Jörg Siebenhandl musste bei einem Zusammenspiel zwischen Reiters Kopf und Dantes Fußspitze eingreifen (67.). In der 95. Minute musste Sturm noch einmal zittern, Siebenhandl war bei einem Nuhiu-Freistoß erneut zur Stelle. (APA)
Sarkaria lässt Sturm Graz tief durchatmen
diepresse.com
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BR Volleys siegen in der Königsklasse 3:0 gegen Novi Sad (1.01/6)

Die Berlin Volleys sind erfolgreich in die Gruppenphase der Volleyball-Champions-League gestartet. Gegen Serbiens Meister Vojvodina Novi Sad setzte sich der deutsche Meister am Mittwoch vor 2003 Zuschauern in der Max-Schmleing-Halle souverän mit 3:0 (26:24, 25:16, 25:21) durch. Beim Sieger waren Sergej Grankin im Zuspiel sowie die Angreifer Ruben Schott und Benjamin Patch die herausragende Kräfte. Ihr nächstes Spiel in der Königsklasse bestreiten die Berliner am am 15. Dezember bei Benfica Lissabon. Zu der Vierergruppe zählt obendrein als Favorit Zenit St. Petersburg. Die Serben erwiesen sich im ersten Durchgang als ein äußerst unangenehmer Gegner. Die Gäste unterstrichen mit vier Assen ihre Stärke beim Aufschlag. 18:15 führten sie bereits, als sich die Volleys mit vier Punkten in Serie einen leichten Vorteil verschafften. Den gaben sie bis Satzende nicht mehr aus den Händen. Danach legten die Berliner ihre anfängliche Nervosität und die Scheu vor dem Kontrahenten ab. Durch ein Ass von Außenangreifer Timothee Carle holten sie im zweiten Satz erstmals einen Acht-Punkte-Vorsprung heraus (19:11). Dem harmonischen und dynamischen Spiel der Gastgeber hatte das Team aus Novi Sad in dieser Phase wenig entgegenzusetzen. Die Serben fanden aber zurück zu ihrer Leistung im ersten Satz und boten den BR Volleys im Schlussabschnitt noch einmal energischen Widerstand. Mit einem listig herausgeholten Punkt zum 23:21 stellte dann aber Schott endgültig die Weichen auf Sieg. Patch holte gleich danach den Matchball heraus, den er auch noch selbst verwandelte.
BR Volleys bezwingen Novi Sad in der Champions League mit 3:0
tagesspiegel.de
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Innenminister tagen: Debatte um Migrationskrise an EU-Grenze (1.01/6)

Tausende Migranten und Flüchtlinge warten an den EU-Außengrenzen. Wie geht man damit um? Die Meinungen der Innenminister gehen auseinander.
Herbstkonferenz - Innenminister tagen: Debatte um Migrationskrise an EU-Grenze
t-online.de
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Erste Bundesligisten stornieren Tickets - Topspiel betroffen (1.01/6)

Die Zeiten voll ausgelasteter Stadien in der Bundesliga sind coronabedingt fürs erste vorbei sein. Schon vor der Bekanntgabe konkreter Beschlüsse von Bund und Ländern annullieren einige Clubs gekaufte Tickets.
Corona-Maßnahmen der Politik: Erste Bundesligisten stornieren Tickets - Topspiel betroffen
t-online.de
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Vier Tote nach Schüssen an US-Schule in Michigan (1.01/6)

Wieder fallen an einer Schule in den USA Schüsse. Wieder sterben Jugendliche. Der mutmaßliche Täter soll dort die zehnte Klasse besucht haben. Der Sheriff spricht von einer kaltblütigen Tat.
Waffengewalt: Vier Tote nach Schüssen an US-Schule in Michigan
t-online.de
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Champions League: Flensburg-Handewitt mit Niederlage in Saporoschje (1.01/6)

Flensburg (dpa) - Die Handballer der SG Flensburg-Handewitt haben nach zuletzt drei Siegen in Serie wieder ein Spiel in der Vorrunde der Champions League verloren. Beim HC Saporoschje in der Ukraine gab es ein 22:31 (14:15). Beste Werfer vor 1100 Zuschauern waren Emil Jakobsen mit acht Toren für Flensburg und Aidenas Malasinskas mit neun Treffern für die Gastgeber. Bei den Norddeutschen waren Jim Gottfridsson und Simon Hald nach ihren Corona-Quarantänen wieder dabei. Das Trainer-Duo Maik Machulla und Mark Bult fehlte dagegen nach den Impfdurchbrüchen weiter. In der 28. Spielminute vergrößerten sich die Personalsorgen der SG erneut. Rückraumspieler Aaron Mensing knickte nach einem Wurfversuch um und musste humpelnd das Spielfeld verlassen. Die Flensburger Abwehr hatten vor allem in der Anfangsphase große Probleme mit Saporoschjes Spielmacher Malasinskas. Der Litauer erzielte vier der ersten fünf Treffer der Gastgeber. Aber auch der SG-Angriff kam nicht in Fahrt. Von den 32 Wurfversuchen in der ersten Halbzeit landeten nur 14 im Tor der Ukrainer. Auch durch den Einsatz des siebten Feldspielers verbesserte sich die Torausbeute der Flensburger nicht. So zog Saporoschje bis auf 26:20 (55.) davon. Die Paraden des guten Torhüters Benjamin Buric reichten nicht, um den Rückstand noch aufzuholen.
Flensburg-Handewitt mit Niederlage in Saporoschje
augsburger-allgemeine.de
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Sturmböen sorgen für Behinderungen im Verkehr (1.01/6)

Schwere Sturmböen haben am Mittwoch im Norden für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Vielerorts stürzten nach Polizeiangaben Äste oder Bäume auf die Straßen. In Lägerdorf (Kreis Steinburg) stürzte ein Baum auf ein vorbeifahrendes Auto - die Fahrerin wurde nur leicht verletzt. Zwischen Flensburg und Schleswig blockierte laut Bahn am Nachmittag ein umgestürzter Baum die Gleise der Regionalbahn von Flensburg nach Hamburg. Ein Zug fiel auf der Teilstrecke aus. Im Laufe des Abends soll der Wind auf Nordwest drehen und damit schwere Sturm- und Orkanböen bringen, so NDR Wetterexperte Meeno Schrader. Auf der Insel Helgoland sind dann Böen von bis zu 125 Kilometer pro Stunde möglich. Zusätzlich muss mit Schnee gerechnet werden, der im Laufe der Nacht in Schneeregen übergehen kann. Dann kann es extrem glatt werden. Für die deutsche Nordseeküste besteht außerdem die Gefahr einer Sturmflut. Morgen soll Schrader zufolge das Unwetter vorbei sein. Die Fähre der Reederei Cassen Eils fährt schon seit gestern Helgoland nicht mehr an, soll aber laut Reederei ab morgen wieder unterwegs sein. Die Fähren von und nach Amrum und Föhr fahren bislang ohne Einschränkungen, meldet die Wyker Dampfschiffs-Reederei.
Sturmböen in Norddeutschland sorgen für Verkehrsbehinderungen
rnd.de
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Das Recht auf Abtreibung in den USA wackelt (1.01/6)

In den USA steht das liberale Abtreibungsrecht auf dem Prüfstand. Und das Höchstgericht ist dank Donald Trump deutlich nach rechts gerückt. Ein Fall in Mississippi könnte dazu führen, dass konservative Bundesstaaten Abtreibungen strikt einschränken oder verbieten. Diese Gefahr ist so groß wie selten zuvor. Denn unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ist der Supreme Court deutlich nach rechts gerückt. Konservative Richterinnen und Richter deuteten nun an, offen die Argumente der Abtreibungsgegner zu sein. Nach einem Grundsatzurteil von 1973 sind Abtreibungen in den USA bis zur Lebensfähigkeit des Fötus erlaubt - heute etwa bis zur 24. Schwangerschaftswoche. Die Entscheidung, die als Roe v. Wade bekannt ist, gilt als Meilenstein. Im Fall Planned Parenthood v. Casey entschied das Gericht 1992, dass Staaten die Möglichkeit von Frauen, eine Abtreibung in Anspruch zu nehmen, nicht unangemessen erschweren dürfen. Befürworter des Rechts auf Abtreibung befürchten, dass der Supreme Court diese Entscheidungen kippen könnte. Hintergrund ist ein Gesetz aus Mississippi, das fast alle Abtreibungen nach der 15. Schwangerschaftswoche verbietet. Niedrigere Instanzen hatten zuvor entschieden, dass das Gesetz nicht mit dem Grundsatzurteil Roe v. Wade vereinbar sei. Der konservativ regierte Bundesstaat hatte daraufhin das Oberste Gericht der USA angerufen, den Fall zu überprüfen. Dass sich das Gericht überhaupt mit dem Fall beschäftigt, werten Beobachter als Zeichen dafür, dass Roe v. Wade kippen könnte. Vor dem Gericht versammelten sich Hunderte Demonstrantinnen und Demonstranten. Dabei hatten besonders Abtreibungsgegner stark mobilisiert. „Ich wünschte, es gäbe keine Abtreibung mehr. Aber mir ist klar, dass das noch ein weiter Weg ist“, sagte Sarah Soltus, Studentin einer christlichen Hochschule aus Pennsylvania. „Frauen sollte man zutrauen, dass sie ihre eigenen Entscheidungen über ihren Körper treffen“, sagte hingegen die Abtreibungsbefürworterin Laney McNolty. Eine Entscheidung des Supreme Court in dem Fall wird erst im kommenden Jahr erwartet. Im drastischsten Fall könnte das Gericht die Entscheidungen der Vergangenheit komplett kippen und es somit allein den Bundesstaaten überlassen, wie sie ihr Abtreibungsrecht regeln. Einige Staaten haben bereits Gesetze vorbereitet, die sofort in Kraft treten könnten. Es sind vor allem die erzkonservativen Staaten im Süden und mittleren Westen, die Abtreibung ganz oder fast komplett verbieten wollen. Langfristig könnte dies auch die Tür dafür öffnen, landesweit per Gesetz Abtreibungen zu beschränken. Dafür müssten die Republikaner aber eine entsprechende Mehrheit in Washington haben. Das Oberste Gericht stellt mit seinen Entscheidungen zu besonders strittigen Themen wie Abtreibung, Einwanderung oder gleichgeschlechtliche Ehen immer wieder wichtige Weichen für die US-Gesellschaft. Während Trumps Amtszeit wurde mit den Nachbesetzungen auf der Richterbank die konservative Mehrheit an dem Gericht auf sechs der neun Sitze ausgebaut. Der liberale Richter Stephen Breyer betonte am Mittwoch, dass es die Legitimität des Gerichts in Frage stellen könnte, sollte Grundsatzurteile unter diesen Umständen gekippt werden. „Frauen, die nicht in der Lage sind, Hunderte von Kilometern zu reisen, um Zugang zu einer legalen Abtreibung zu erhalten, werden gezwungen sein, ihre Schwangerschaft fortzusetzen und ein Kind zu gebären, was tiefgreifende Auswirkungen auf ihren Körper, ihre Gesundheit und ihren Lebensweg haben wird“, argumentierte US-Generalanwältin Elizabeth Prelogar bei der Anhörung. Der konservative Richter Samuel Alito hingegen stellte die Lebensfähigkeit des Fötus als Richtlinie in Frage. Ein Fötus habe ein Interesse am Leben - das ändere sich nicht mit der Lebensfähigkeit. In Mississippi ist aktuell nur eine Abtreibungsklinik geöffnet - das Pink House in der Hauptstadt Jackson. Vor der Klinik kommt es regelmäßig zu massiven Protesten - Frauen werden belästigt und von Freiwilligen beschützt. Erst vor wenigen Wochen hatte sich das Oberste Gericht mit einem Fall zum Abtreibungsrecht in Texas befasst. Bei der Anhörung ging es aber nur indirekt um die Frage des Rechts auf Abtreibung - vielmehr standen technische Fragen im Vordergrund. (APA/dpa)
USA: Recht auf Abtreibung vor dem Obersten Gericht
augsburger-allgemeine.de
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Vulkaninsel La Palma zählt 370 Erdstöße (1.01/6)

Das Gebiet um den vor knapp zweieinhalb Monaten auf der Kanareninsel La Palma ausgebrochenen Vulkan ist von besonders vielen Erdbeben erschüttert worden. Innerhalb der vergangenen 24 Stunden habe man mehr als 370 Erdstöße gezählt, berichtete der staatliche Fernsehsender RTVE am Mittwoch unter Berufung auf die Behörden der spanischen Region. Das sei ein Rekord. So viele Beben habe es nämlich seit Ausbruch des Vulkans am 19. September binnen eines einzigen Tages noch nie gegeben, hieß es. Da die Erdbeben weiterhin in einer Tiefe von 30 bis 40 Kilometern stattfinden, gibt es nach Angaben der Behörden keinen Grund zur Sorge. Im Hauptkegel sei die Aktivität zudem „weiterhin gering und unregelmäßig“, betonte die Sprecherin des Notfallkomitees, María José Blanco, vor Journalisten. Der Vulkan stoße dort derzeit vor allem Dämpfe aus. Die zahlreichen Beben deuten aber laut Experten darauf hin, dass der Vulkan auf der Atlantikinsel vor der Westküste Afrikas noch einige Zeit aktiv bleiben wird. Seit dem Ausbruch des Vulkans am Gebirgszug Cumbre Vieja hat die bis zu 1300 Grad heiße Lava nach der jüngsten amtlichen Bilanz fast 2750 Gebäude völlig zerstört. Zuletzt waren demnach insgesamt knapp 1150 Hektar von einer meterdicken Lavaschicht bedeckt. Diese Fläche entspricht ungefähr 1600 Fußballfeldern oder etwa 1,6 Prozent des Inselterritoriums. Mehr als 7000 Bewohner mussten sich seit Ausbruch des Vulkans in Sicherheit bringen. Seit Wochen schon bewegen sich die Lavaströme jedoch nur noch langsam vorwärts. Experten schätzen daher die Gefahr für bisher verschonte Gebiete trotz eines zu Wochenanfang registrierten neuen Lavastroms als relativ gering ein. (dpa)
Erdstoß-Rekord auf Vulkaninsel La Palma
diepresse.com
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Gericht: Porno-Portale verstoßen gegen Jugendschutz (1.01/6)

Mehreren großen Porno-Portalen droht in Deutschland in der bisherigen Form eine Netzsperre, weil sie laut Gerichtsbeschluss gegen den Jugendschutz verstoßen. Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht gab am Mittwoch bekannt, dass die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) die frei zugänglichen Inhalte von Porno-Anbietern mit Sitz in Zypern zu Recht beanstandet und ihre künftige Verbreitung in dieser Form in Deutschland zu Recht untersagt habe. Die Entscheidung erging im Eilverfahren, das Hauptverfahren steht noch aus. Das Gericht habe ihre Rechtsauffassung vollumfänglich bestätigt, teilte die Landesanstalt für Medien mit. Die Entscheidung sei in ihrer Eindeutigkeit «sehr erfreulich». Für die deutschen Angebote sei eine echte Altersüberprüfung der Nutzer einzurichten. Bei der Eindeutigkeit der Entscheidung sei schwer vorstellbar, warum das Hauptsacheverfahren anders ausfallen sollte. «Angesichts der Entscheidung fordern wir die Porno-Plattformen erneut auf, unmittelbar den effektiven Schutz von Kindern und Jugendlichen zu gewährleisten», sagte LfM-Chef Tobias Schmid. «Das Einzige, was sie hierfür tun müssen, ist eine wirksame Alterskontrolle einzuführen. Alternativ können sie auch die Verbreitung des Angebots in Deutschland einstellen.» Die Eilanträge der zypriotischen Gesellschaften gegen die Vorgaben der LfM zum Jugendschutz lehnte das Gericht ab (Az.: 27 L 1414/20, 27 L 1415/20, 27 L 1416/20). Der deutsche Jugendmedienschutz sei anwendbar, auch wenn die Internetseiten vom EU-Ausland aus betrieben würden. Das Verfahren verstoße weder gegen nationales Verfassungsrecht noch gegen Völkerrecht oder das Recht der Europäischen Union, befanden die Düsseldorfer Richter. Der EU-Mitgliedstaat Zypern sei von den deutschen Behörden auch hinreichend in die Maßnahmen eingebunden gewesen. Die Anbieter könnten sich auch nicht auf das sogenannte Herkunftslandprinzip berufen, wonach für Internetanbieter nur die Regeln des Herkunftslandes gelten. Der strenge deutsche Jugendmedienschutz müsse Anwendung finden, weil Kindern und Jugendlichen ernste und schwerwiegende Gefahren durch freien Zugang zu pornografischen Internetseiten drohe. Studien hätten gezeigt, dass etwa die Hälfte der befragten Kinder und Jugendlichen schon frei zugängliche Pornografie im Internet konsumiert habe. Die Anbieter müssten sicherstellen, dass nur Erwachsene Zugang zu solchen Inhalten erhielten. Gegen die insgesamt drei Beschlüsse kann Beschwerde eingelegt werden, über die das Oberverwaltungsgericht (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen in Münster entscheidet. Eine Sprecherin des OVG sagte auf Anfrage, die Beschwerdemöglichkeit habe keine aufschiebende Wirkung. Dass auch Kinder im Netz harte Pornografie konsumieren können, ist Medienaufsehern in Deutschland schon lange ein Dorn im Auge. Medienaufseher und LfM-Chef Schmid will die reichweitenstärksten Porno-Portale dazu zwingen, in ihren deutschsprachigen Angeboten eine wirksame Altersbeschränkung einzuführen. «Wenn wir einerseits im Fernsehen jeden Trailer kontrollieren, Kinder im Netz aber ungefiltert mit abnormalen Sexualpraktiken konfrontieren, können wir es auch sein lassen.» Die Porno-Riesen auf Zypern konnten sich allerdings bislang auf das mangelnde zypriotische Interesse an der Durchsetzung deutschen Jugendschutzes verlassen. Deswegen wollen die Medienaufseher über die Infrastruktur-Anbieter in Deutschland erreichen, das rechtswidrige Inhalte gesperrt werden. Die Uneinsichtigkeit der Branche gegenüber den bisherigen Aufforderungen und Appellen der Medienwächter hat einen triftigen Grund: Weil Pornokonsum noch immer tabubehaftet ist, schrecken viele Nutzer davor zurück, für eine Altersüberprüfung ihre Identität preiszugeben. Es droht ein massiver Reichweiteneinbruch.
Porno-Portale verstoßen gegen deutschen Jugendschutz
rp-online.de
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Europol-Razzia gegen Geldwäsche: 1800 verdächtige. (1.01/6)

Die EU-Polizeibehörde Europol schlug in mehreren Ländern gleichzeitig zu. Die Banden würden Menschen in finanzieller Notlage anwerben, die auf diese Weise häufig "unwissentlich" Geldwäsche betreiben. Bei einer groß angelegten internationalen Operation gegen Geldwäsche hat die EU-Polizeibehörde Europol mehr als 1800 Verdächtige festgenommen. Es handle sich um Ermittlungen gegen sogenannte "Geldesel", die dabei geholfen hätten, Gelder aus Online-Betrugsfällen zu waschen, erklärte die Behörde am Mittwoch. An der Razzia waren demnach Einsatzkräfte aus 27 Ländern beteiligt, darunter Australien, Großbritannien, Kolumbien, die USA und zahlreiche EU-Länder. Österreich war laut Bundeskriminalamt nicht darunter. Die Operation habe einen Schaden in Höhe von 67,5 Millionen Euro verhindert, erklärte Europol weiter. Es seien insgesamt 18.000 "Geldesel" identifiziert worden, die im Auftrag krimineller Banden illegal erworbene Gelder unter den Augen der Finanzaufsichtsbehörden transferieren. Zudem seien 324 Anwerber entlarvt worden. Die Banden würden meist Migranten, Studenten oder Menschen in einer finanziellen Notlage anwerben, die auf diese Weise häufig "unwissentlich" Geldwäsche betreiben, beispielsweise über ihr Konto. In vielen Fällen würden die "Geldesel" durch seriös aussehende Stellenanzeigen oder Beiträge in den Online-Netzwerken angeworben und dazu gebracht, ihr Konto zu für die Kriminellen zu öffnen. Ihnen werde für ihre Dienste "leichtes Geld" versprochen. "Es handelt sich um die größte internationale Operation dieser Art", erklärte Europol in Den Haag. An der dreimonatigen Aktion hätten sich auch rund 400 Banken und Finanzinstitute beteiligt, die Europol und der internationalen Polizeibehörde Interpol verdächtige Transaktionen meldeten. Zu den Online-Betrugsfällen zählen demnach Phishing-Angriffe, bei denen die Mail-Konten von Nutzern gehackt werden, und Devisenbetrug. (APA/AFP)
Europol deckt Geldwäsche-Banden auf
n-tv.de
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Formel 1: Mercedes droht Max Verstappen (0.02/6)

Kampfansage vor dem großen Finale! Beim vorletzten Rennen der Saison in Saudi-Arabien kommt es am Sonntag zum nächsten Duell um die WM-Krone zwischen Max Verstappen (24) und Lewis Hamilton (36). Mercedes-Boss Toto Wolff (49) gibt sich siegessicher: „Das Auto ist so gut wie noch nie in dieser Saison. Die Fahrer haben das Vertrauen, um damit ans Limit zu gehen.“ Das muss Hamilton auch, um die acht Punkte Rückstand aufzuholen. In der Wüste ist er Favorit – auch dank eines neuen Motors, der ihm ein paar Extra-PS gibt. Wolff: „Jetzt kommt die richtige Granate wieder rein.“ Beim letzten Rennen in Katar war Hamilton noch mit einer alten Antriebseinheit gefahren – und gewann trotzdem locker.
Neue Konkurrenz für Mercedes? Dieses Gerücht stellt die Formel-1 auf den Kopf!
bild.de
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Bombe in Braunschweig erfolgreich entschärft (0.02/6)

Gegen 21.45 Uhr kam die Entwarnung: Der Blindgänger in Braunschweig, der nördlich der Mastbruchsiedlung entdeckt worden war, ist entschärft. Zuvor waren die Mastbruchsiedlung, Teile von Rautheim und der Bereich des Hauptfriedhofs evakuiert worden. Betroffen waren laut Stadt rund 450 Bürgerinnen und Bürger, die nun in ihre Wohnungen zurückkehren können. Die Entschärfung hatte auch Auswirkungen auf den Verkehr: Die A39 zwischen Sickte und dem Autobahnkreuz Braunschweig-Süd wurde gesperrt und im Bahnverkehr kam es zu Behinderungen. "Die IC-Züge Hannover - Braunschweig - Magdeburg werden umgeleitet. Die Halte in Peine, Braunschweig und Helmstedt entfallen. Ersatzhalt ist in Wolfsburg Hauptbahnhof eingerichtet", teilte die Bahn via Kurznachrichtendienst Twitter mit. Nach Angaben der Stadt Braunschweig waren 300 Angehörige von Freiwilligen Feuerwehren, Berufsfeuerwehr, Polizei, THW und weiteren Hilfsorganisationen am Mittwoch im Einsatz. In einer eigens eingerichteten Sammelstelle in der Grundschule Lindenbergsiedlung fanden sich 23 Personen ein. Zwei am Coronavirus erkrankte Personen, die unter häusliche Quarantäne gestellt waren, wurden laut Stadt Braunschweig in einem Krankentransportwagen untergebracht.
Bombe in Braunschweig: Entschärfung beginnt
ndr.de
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Animation zeigt mRNA-Technologie: So wird unser Körper zur Antikörper-Fabrik (0.02/6)

Einer der Hauptkritikpunkte von Impfgegnern ist die neuartige Technologie hinter den mRNA-Impfstoffen. Diese bringt zwei Vorteile und einen Nachteil. Wie der Körper zur Antikörper-Fabrik wird, zeigt eine Animation. Die Corona-Impfung scheint der einzige Weg aus der Pandemie zu sein: Sie schützt Menschen vor einem schweren Krankheitsverlauf und senkt das Ansteckungsrisiko deutlich. Und wenn die Neuinfektionen drastisch zurückgehen, können Maßnahmen und Einschränkungen zurückgenommen werden. Herkömmliche Vakzine enthalten geringe Mengen eines Erregers, die Corona-Impfstoffe funktionieren anders: Wenn der Körper dann mit ihnen in Berührung kommt, produziert er Antikörper. Beim Kontakt mit den wirklichen Viren können diese sofort bekämpft werden. Wie der große Unterschied bei Impfstoffen wie von Biontech oder Moderna aussieht, was dabei zwei entscheidende Vorteile sind und was ein Nachteil ist, sehen Sie hier in der Animation oder direkt im Video oben.
Animation zeigt mRNA-Technologie: So wird unser Körper zur Impfstoff-Fabrik
t-online.de
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Forscher entdeckten neuen Dinosaurier mit ungewöhnlicher Schwanzform in Chile (0.02/6)

Santiago de Chile – Forschende haben in Chile eine neue Dinosaurier-Art entdeckt, die Spezies aus der Gruppe der Ankylosaurier wird in der Fachzeitschrift Nature vorgestellt. Die neue, Stegouros elengassen genannte Art habe eine Schwanzform entwickelt, die bei anderen Dinosauriern so nicht zu finden war, berichtet das Team um Alexander Vargas von der Universidad de Chile. Sobald Sie den Beitrag laden, werden Daten zwischen Ihrem Browser und Twitter (Datenschutz) ausgetauscht. Durch Klick auf "Zustimmen und Anzeigen" werden alle Drittanbieter-Inhalte künftig automatisch geladen. Sie können diese Funktion später jederzeit wieder deaktivieren. Das gut erhaltene, fast vollständige Skelett des etwa zwei Meter großen Sauriers aus der späten Kreidezeit vor etwa 71,7 bis 74,9 Millionen Jahren wurde in der Region Magellanes im chilenischen Teil Patagoniens gefunden. Der Schwanz von Stegouros elengassen mit sieben Paaren seitlich abstehender Hautknochenplatten hatte den Forschern zufolge eine flache, wedelartige Form. Ankylosaurier waren vor allem in der Kreidezeit verbreitete, pflanzenfressende Dinosaurier mit einer Panzerung aus Knochenplatten und einem keulenartigen Schwanz, der vermutlich als Waffe genutzt wurde. Ankylosaurier aus Laurasia, der nördlichen der beiden Landmassen, in die der Urkontinent Pangaea vor Jahrmillionen zerbrach, sind den Wissenschaftern zufolge gut erforscht, diejenigen aus dem südlichen Gondwana dagegen kaum. Dabei hätten zu ihnen wahrscheinlich die frühesten Ankylosaurier-Arten gehört. (APA, sda, dpa) Sobald Sie den Beitrag laden, werden Daten zwischen Ihrem Browser und Twitter (Datenschutz) ausgetauscht. Durch Klick auf "Zustimmen und Anzeigen" werden alle Drittanbieter-Inhalte künftig automatisch geladen. Sie können diese Funktion später jederzeit wieder deaktivieren. 3 x Futterkutter-Kochbuch zu gewinnen TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.
Corona-Welle, HIV und Gewalt an Frauen: Das war „Tirol Live"
tt.com
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Was plant Rot-Grün-Rot in Berlins Bezirken? (0.02/6)

Unsere Newsletter wurden berlinweit inzwischen mehr als 257.000 Mal abonniert. Die Woche geht weiter mit Steglitz-Zehlendorf, Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg. Unsere Newsletter aus diesen drei Berliner Bezirken können Sie, wie auch alle anderen Bezirksnewsletter vom Tagesspiegel, hier kostenlos bestellen: leute. tagesspiegel. de. Aus dem Bezirk PANKOW (mit Prenzlauer Berg u.a.) schreibt Björn Seeling: Aus FRIEDRICHSHAIN-KREUZBERG schreibt Corinna von Bodisco: Aus STEGLITZ-ZEHLENDORF schreibt Boris Buchholz: Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, lieben Menschen zu gratulieren. Sie können in unseren Newslettern aus Friedrichshain-Kreuzberg, Pankow, Steglitz-Zehlendorf und natürlich auch in allen anderen bezirklichen Leute-Newslettern vom Tagesspiegel auf Geburtstage von Freunden, Lebenspartnern, Verwandten, Nachbarn, Kollegen, Geschäftspartnern etc. hinweisen oder auch selbst mit ein paar netten Worten gratulieren. Schreiben Sie unseren Autorinnen und Autoren, deren E-Mail-Adressen Sie in den Newslettern finden.
Grüne Initiative gegen privates Feuerwerk
tagesspiegel.de
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Argentinier entsetzt über deutsche Zustände (0.02/6)

Kein Kontinent ist bislang so hart von der Pandemie getroffen worden wie Südamerika. Nun wütet das Virus wieder in Europa. Schwappt die Megawelle über den Atlantik? Argentinien und andere Schlüsselländer der Region haben Deutschland etwas voraus. Die argentinische Impfkampagne läuft den Zahlen nach wie geschmiert. Das öffentliche Leben hat sich bis auf ein paar Vorsichtsmaßnahmen vorerst auf eine neue Normalnull eingependelt. Die Intensivstationen des Landes arbeiteten in den vergangenen eineinhalb Jahren zeitweise am Limit, aber die Politik griff entschieden und ohne viel Federlesen durch. Die Wirtschaft leistet inzwischen sogar mehr als vor Beginn der Pandemie. Und nun steht der Sommerurlaub vor der Tür. Das Schlimmste ist also überstanden. Oder etwa doch nicht? Mehr als 260.000 Corona-Neuinfektionen in der EU, davon rund 58.000 in Deutschland. In Argentinien sind es offiziell rund 2000, in ganz Südamerika etwa 20.000. Mit Schrecken verfolgen die Menschen vor Ort die Entwicklungen in Europa. Mutmaßlich ist die Dunkelziffer zwar höher, aber die Katastrophe findet derzeit zweifellos auf der anderen Seite des Atlantiks statt. Nun geht die Sorge um, dass es auch hier wieder schlimmer wird, die Krise noch lange nicht am Ende sein könnte. Deutschland, so schreibt es die argentinische Zeitung "Clarín", sei "das Symbol der neuen Megawelle". Schwappt diese Megawelle über? Wenn ja, wann und wie hoch? Diese Fragen stellen sich auch Regierungen und Organisationen in der Region. "Immer wieder haben wir beobachtet, wie die Infektionsentwicklung in Europa hier einige Wochen später gespiegelt wurde", sagte etwa die Chefin der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation PAHO vergangene Woche: "Die Zukunft entwickelt sich vor unseren Augen, und es muss ein Weckruf für unsere Region sein, denn wir sind viel verwundbarer." Die PAHO ist der regionale Arm der UN-Weltgesundheitsorganisation WHO in der westlichen Hemisphäre. Diese teilte am selben Tag mit, es gebe "ein falsches Gefühl der Sicherheit, dass Impfungen die Pandemie beendet hätten und dass Geimpfte keine anderen Vorsichtsmaßnahmen bräuchten". Es ist zwar schwierig bis unmöglich, alle Länder der Region über einen Kamm zu scheren. Ohne sich an dieser Stelle in Details zu verlieren, gilt der Lehrsatz: mehr geimpfte Menschen, weniger Ansteckungs- und Todesrisiko. Vor allem in Zentralamerika und der Karibik gibt es viele Länder mit niedriger Impfquote. In Südamerika sieht es etwas anders aus. Der Kontinent hat inzwischen sogar die EU bei den Erstimpfungen überholt, trotz fehlender finanzieller Mittel, unzureichender Infrastruktur, mangelhafter öffentlicher Gesundheitsversorgung und weitreichender Armut: 73 Prozent der Menschen des Kontinents haben mindestens eine Dosis erhalten. In der EU sind es 71 Prozent. Unter den großen Ländern sind Argentinien, Brasilien und Chile die Vorreiter. In Chile haben bereits fast 90 Prozent eine Erstimpfung erhalten, 84 Prozent sind doppelt geimpft. Das in den Medien häufig so gescholtene Brasilien hat inzwischen eine höhere Erstimpfungsquote als Deutschland und die EU. In Argentinien sind nur noch 8 Prozent der Erwachsenen ohne jeglichen Schutz. "Wir hoffen, im Dezember den Impfplan abschließen zu können", sagte die argentinische Gesundheitsministerin Carla Vizzotti. Auch solle geboostert werden, um "so gut wie möglich vorbereitet" in den Herbst zu kommen. Der beginnt im März kommenden Jahres. Derweil lesen die Menschen die Nachrichten über explodierende Zahlen in Übersee, oder dass die Berliner Charité als größte Universitätsklinik Europas fast alle Operationen verschoben hat, sie erfahren Informationsfetzen über neue Beschränkungen, das föderale Durcheinander, sehen die sich rot färbenden Karten, steigende Kurven und Zahlen. "Was ist denn da los bei euch?", fragen sie dann. Wie kann das sein, der Impfstoff ist doch da? Wieso braucht die Politik so lange? Sie verstehen kaum noch die Welt, wenn es heißt, dass viele sich weigern würden, sich impfen zu lassen, und damit alle gefährden. Nach Argentinien dürfen seit 1. November vollständig geimpfte internationale Touristen wieder einreisen, nach eineinhalb Jahren Unterbrechung. In Brasilien waren sowohl die Reisebeschränkungen als auch die Gegenmaßnahmen im Land ohnehin nie so strikt wie beim südlichen Nachbarn. Auch Chile hatte sich abgeschottet und verfuhr mit knallharten Maßnahmen, ist aber inzwischen wieder für Geimpfte erreichbar und hat das öffentliche Leben flexibilisiert. Die Variante Delta hat sich kaum verbreitet. Es ist nicht eindeutig geklärt, warum. Aber es wurde geimpft, was das Zeug hält, wenn auch häufig mit weniger wirksamen Vakzinen wie Sinopharm oder Sputnik. Kein Kontinent ist bislang so hart von der Pandemie getroffen worden wie Südamerika. Argentinien hat etwas mehr als die Hälfte der Einwohner Deutschlands, aber schon vor Monaten beklagte das Land 100.000 Pandemietote. Hier, aber auch in Brasilien oder Chile allein sind in Relation zur Bevölkerungszahl mehr Menschen gestorben als in der EU. Es dürfte ein Motivator für die anderen sein, die konstant in die Impfzentren gegangen sind. So wie es jetzt wieder in Deutschland geschieht, weil die Neuinfektionszahlen explodiert sind und die Intensivstationen gefüllt. Ein weiterer Grund ist, dass die von Staat und Provinzen verordnete Schutzmaßnahmen nur am Rande infrage gestellt wurden. Nicht jede Sau alias Einschränkung wird vorher und nachher fünfhundert Runden lang durch die Medien getrieben; Redaktionen geben Virologen wenig Raum für Wasserstands- und Randmeinungen, die zum Fastfood-Informationsbrei verkochen und den Leser häufig hungrig zurücklassen. Die implizite Abmachung von Institutionen und Bevölkerung wird angenommen: Wir kümmern uns um den Impfstoff, aber um die Einschränkungen loszuwerden, müsst ihr euch impfen. Und zwar alle und so schnell wie möglich. Nun ist die neue Variante Omikron in der Welt. Daraufhin verkündete Argentiniens Gesundheitsministerium eine baldige Impfnachweispflicht für viele Bereiche des öffentlichen Lebens und den Arbeitsplatz. 2G, 3G, 2G plus? Alles keine öffentliche Diskussion. Die indirekte Impfpflicht war laut Ministerium mehrere Monate vorbereitet worden. Das krisengeschüttelte Land will seine wirtschaftliche Erholung nicht gefährden und keine weiteren schärferen Einschränkungen für alle. "Die Impfung ist eine gemeinschaftliche Handlung, keine individuelle", erklärte Gesundheitministerin Vizzotti: "Wir müssen uns wieder darauf vorbereiten, jegliches Wiederaufkeimen zu minimieren und den Einfall der neuen Variante wie bei Delta so lange wie möglich hinauszuzögern." In Argentinien stehen Sommer und Urlaub vor der Tür, viele werden aus Pandemiegründen und wirtschaftlichen Zwängen wie im vergangenen Jahr im eigenen Land reisen. Die Kontakte außerhalb des engeren sozialen Umfelds werden zunehmen, und damit das Ansteckungsrisiko. Eine "Megawelle" wie in Deutschland wird es zwar nicht, sagte ein argentinischer Infektiologe der Zeitung "Clarín". Aber: "Die Rechnung für weniger individuelle Vorsicht wird im März bezahlt, wie in diesem Jahr." Nur: Wegen der hohen Impfquote wird sie geringer ausfallen. Das gilt als sicher.
Argentinier entsetzt von deutschen Zuständen
n-tv.de
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Teenager fliegt wegen Tesla durch Führerscheinprüfung (0.02/6)

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Flotter „Segel Dreier“ mit den Playmates des Jahres
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"Rechtsmissbrauch": Der gewagte Baustopp in der Lobau (0.02/6)

Umweltministerin Gewessler sagt Nein zum Tunnel. Doch das ist sowohl politisch als auch rechtlich sehr heikel. Kann die Klimaschutzministerin die bisherigen Pläne überhaupt so leicht umstoßen? Es bräuchte ein neues Gesetz, meinen Experten gegenüber der „Presse“. „Mehr Straßen bedeuten mehr Autos, mehr Straßen führen zu mehr Verkehr.“ Das erklärte die grüne Umwelt- und Verkehrsministerin, Leonore Gewessler, am Mittwoch. Mit Verweis auf Experteneinschätzungen verkündete sie, dass der Wiener Lobau-Tunnel unterhalb des Nationalparks Donau-Auen nicht gebaut und die S1 nicht in der geplanten Form umgesetzt werde. Auch die S34 im niederösterreichischen Traisental soll nun nicht kommen. Doch die Ansagen sind heikel, stößt Gewessler doch auf Widerstand der Wiener und niederösterreichischen Lokalpolitik. Auch der Koalitionspartner der Grünen im Bund, die ÖVP, hat Bedenken. Abseits politischer Fragen gibt es aber noch rechtliche. Denn der Straßenbau ist juristisch bereits auf Schienen. Kann Gewessler also die bisherigen Pläne überhaupt so leicht umstoßen?
Lobau: Der gewagte Baustopp
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Super League: YB befreit sich aus heikler Lage – 3:1 gegen Lugano

Die aktuellen Resultate und Neuigkeiten aus der höchsten Schweizer Fussball-Liga gibt es in «Super League kompakt». Spiel vom 1. Dezember: YB schafft gegen Lugano die Wende Leitete den Umschwung zu Gunsten der Young Boys ein: Das Penaltytor von Jordan Siebatcheu zum 1:1. Young Boys - Lugano 3:1 (0:1). 19 973 Zuschauer. - Tore: 27. Lovric 0:1. 63. Siebatcheu (Penalty/Foul an Sierro) 1:1. 82. Kanga 2:1. 87. Kanga 3:1. – YB beendet seine Negativserie mit einem Heimsieg im Nachtragsspiel der 4. Runde. Matchwinner waren die Einwechselspieler Miralem Sulejmani und Wilfried Kanga. So lief das Spiel: Da dürfte der bereits etwas unter Beschuss geratene YB-Trainer David Wagner tief durchatmen. Der Druck war gross, ein Sieg war fast zwingend, wenn der Meister nicht den Kontakt zur Spitze verlieren wollte – und es war das glückliche Händchen Wagners, das den Erfolg ins Trockene brachte. Zehn Minuten vor Schluss schickte der eben erst eingewechselte Miralem Sulejmani mit einem Traumpass Wilfried Kanga in die Tiefe, der sicher zum 2:1 traf. Auch Kanga kam als «Joker» in die Partie, ebenso wie Vincent Sierro, der den Foulpenalty zum Ausgleich herausgeholt hatte. In der 62. Minute verwertete Jordan Siebatcheu diesen Strafstoss wuchtig zum 1:1. Das Duo Sulejmani/Kanga sorgte dann auch für die Entscheidung zum 3:1. Es ist der erste YB-Sieg seit dem 23. Oktober und dem 3:2 gegen Lausanne. Die Berner verkürzten damit den Rückstand auf den Leader Zürich auf sechs Punkte – bei einem Spiel weniger. Bei einer Niederlage, die eine Stunde lang drohte, wäre der Rückstand für YB bedrohlich angewachsen. Damit hält eine beeindruckende Serie: Seit April 2017 und nun in 165 Runden hintereinander hat YB in der Super League nie mehr zweimal in Serie verloren. Lugano hingegen ging nach vier Siegen in Folge wieder einmal leer aus. Die erste Hälfte musste YB wie ein Déjà-vu der unangenehmeren Sorte vorgekommen sein. Die Berner dominierten zwar über weite Strecken das Spiel, nach einem Startfurioso mit guten Chancen für Felix Mambimbi, Sandro Lauper – jeweils nach Cornern – sowie Jordan Siebatcheu nach einem Konter kamen sie aber kaum noch gefährlich vor das Lugano-Tor. Stattdessen traf Sandi Lovric nach 26 Minuten wie aus heiterem Himmel mit einem sehenswerten Freistoss aus 18 Metern zur Führung für die Tessiner. Die Partie hätte ursprünglich im August stattfinden sollen, wurde aber verschoben, damit sich YB ideal auf die Champions-League-Qualifikation vorbereiten konnte. (sda) Rangliste: 1. Zürich 15/31 (33:24). 2. Basel 14/29 (32:13). 3. Lugano 15/26 (22:18). 4. Young Boys 14/25 (32:16). 5. Grasshoppers 15/18 (25:23). 6. Servette 15/18 (26:30). 7. Sion 15/18 (19:29). 8. St. Gallen 15/15 (20:31). 9. Lausanne-Sport 15/11 (16:31). 10. Luzern 15/10 (19:29). Die neusten Meldungen Bleibt in den nächsten zwei Zürcher Derby-Spielen geschlossen: die Südkurve im Letzigrund. Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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BILD-Boxnacht: Denis Radovan kämpft um die EM, seine Frau für die SPD

Ring frei zur großen BILD-Boxnacht am Freitag in Ilsenburg/Harz! Der Kampfabend von Wasserman Boxing wird ab 20.15 Uhr live von BILD im Free-TV übertragen. Mit Denis Radovan (29), der um die IBF-Europameisterschaft im Mittelgewicht kämpft, Abass Baraou (27/Superwelter), Leon Bunn (29/Halbschwer), Patrick Wojcicki (30/Mittel) und Christina Hammer (31/Supermittel) stehen fünf der aktuell besten deutschen Boxer im Ring. BILD nennt die Geheimnisse dieser Kämpfer. ► Denis Radovan: Seine Frau Reem Altbali-Radovan gewann das Direktmandat im Wahlkreis 12 von Schwerin, sitzt für die SPD im Bundestag. Er kann während des Kampfes die Auslage wechseln. Er boxt einige Runden mit der Führhand links, dann wieder mit rechts. ► Abass Baraou: Er ist ein Freund schneller Autos und Motorräder, gibt im Sommer Gas mit seiner Harley Davidson. Sein früherer Trainer Ulli Wegner (79) bezeichnet ihn als den „kommenden Weltmeister“. ► Leon Bunn: Als Ausgleich und für die Muskellockerung jongliert er täglich mit bis zu fünf Tennisbällen. Der „Frankfurter Bub“ seziert seine Gegner. Die Zeitschrift „Boxsport“ bezeichnete ihn als „Chirurg im Ring“. ► Patrick Wojcicki: Hat sich in Wolfsburg einen Waffel-Shop zugelegt. Spezialität: Waffel mit viel Obst und Puderzucker. Ist gelernter Werkzeugmechaniker bei VW, kann jederzeit zurück in seinen Beruf. ► Christina Hammer: Hat neben dem Profi-Sport eine Internet-Plattform (hammerworkout). Darin hilft sie ihren Fans fit zu bleiben. Sie ist Single und extrem modebewusst.

 

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Carsten Linnemann: „Impfpflicht-Debatte kommt zur Unzeit!“

Es ist der Talk, der Schlagzeilen macht! In der TV-Sendung „Viertel nach Acht“ diskutieren bei BILD montags bis freitags ab 20.15 Uhr fünf hochkarätige Gäste über tagesaktuelle Themen. BILD-Programmchef Claus Strunz: „,Viertel nach Acht‘ bricht mit den Regeln des klassischen Talks und ist deshalb eine in Deutschland ganz neue Form. Fünf kluge Köpfe, fünf klare Meinungen – und jede Menge Diskussionsstoff!“ „Die Politiker wollen Impfdruck ausüben. Sie wollen einen Sündenbock“, sagt BILD-Moderatorin und Bestsellerautorin Nena Schink. Sie ist gegen eine Impfpflicht. Die Impfpflicht durch die Hintertür sei außerdem längst da. Wer nicht geimpft ist, dürfe nicht mehr in Restaurants, nicht auf die Weihnachtsmärkte und nicht ins Schwimmbad. Längst gehe es bei den Maßnahmen nicht mehr nur um Infektions- und Gesundheitsschutz. Die Verantwortlichen wollten von eigenen Versäumnissen ablenken. ▶︎ BILD-Chef Johannes Boie widerspricht: „Ich finde es richtig, dass der Druck auf die Ungeimpften ein Stück weit steigt. Denn es ist doch auch wahr, dass - weil es so viele Ungeimpfte gibt - wir in der Lage sind, in der wir eben sind. Dass es wieder einen Corona-Winter gibt.“ Viele Geimpfte könnten deshalb jetzt nicht so leben, wie sie gerne möchten. Dennoch sei ein ärztlicher Eingriff immer auch ein Eingriff in die körperliche Unversehrtheit des Menschen. Und ohne dessen Einverständnis juristisch erst mal Körperverletzung. ▶︎ Carsten Linnemann (CDU) verweist darauf, dass viele Menschen gar keinen Impftermin bekämen. „Ich finde, die Debatte kommt zur Unzeit, und ich bin selbst davon auch nicht überzeugt.“ ▶︎ BILD-Politik-Chef Jan Schäfer verweist auf die Belastung und die hohen Kosten, die Ungeimpfte der Allgemeinheit zumuten. ▶︎ Nena Schink sagt, traditionell sei die Impfquote im Osten Deutschlands höher als im Westen. Bei Corona sei es aber andersrum. Ihr Fazit: „Wir haben es mit diesem ganzen Druck eigentlich geschafft, dass die Impfbereitschaft sinkt.“ Die Politik müsse weiter aufklären. „Ich finde, es ist zu früh, jetzt eine Impfpflicht zu machen.“ ▶︎ Carsten Linnemann meint, manche Leute könne man nicht überzeugen. Einige glaubten an Verschwörungstheorien, andere informierten sich nicht. „Die schauen auch kein Fernsehen. Deren Horizont ist der Nachbar, ist die Familie, vielleicht auch 'ne Echokammer bei Facebook, wo man den ganzen Tag die gleichen Argumente hört.“ Es müsse mehr Aufklärung geben. Ex-Regierungssprecher Béla Anda erinnert an die Beteuerungen aus der Politik, es werde eine Impfpflicht kommen. „Damit diskreditiere ich doch die Maßnahmen!“ Auch sei es ein Fehler gewesen, etwa die Impfzentren zu schließen. Sein Fazit: „Krasses Missmanagement.“ BILD-Chef Johannes Boie ist sich sicher: Angela Merkels Kanzlerschaft wird im Nachhinein viel, viel negativer beurteilt werden, als sie es während ihrer Regentschaft gewohnt war. Merkel sei sanfte Presse gewohnt gewesen, und viel Applaus. „Dabei beruhte ihr Erfolg primär auf den Erfolgen der Agenda 2010 von Gerhard Schröder, der, auch wenn wir Gazprom-Gerd heute kritisch sehen müssen, das Land fit gemacht hat.“ Legendär seien Fragen von Journalisten an die Kanzlerin wie: „Sind Sie im Amt zur Frau geworden?“ Dabei wäre Kritik angemessen gewesen, so Boie. ▶︎ Die Bilanz ihrer Zeit sei nahezu vernichtend. So seien Land und Gesellschaft gespalten, Merkel hinterlasse mit der AfD eine Partei rechts von der CDU, im Land grassiere Antisemitismus. „Auch deshalb, weil in der Migrationspolitik nicht darauf geachtet wurde, ob vielleicht viele Antisemiten ins Land kommen.“ Die Folgen der ungesteuerten Migration hätten teilweise sogar die Bürger bedroht. Die Meinungsfreiheit sei auf einem Minimum angelangt. „Viele Bürger haben das Gefühl, nicht mehr sagen zu können, was sie denken.“ Nena Schink widerspricht, sieht Merkels Abschied melancholisch. Jan Schäfer hakt ein: „Sag’ mal eine große Reform!“ Carsten Linnemann: „Die Schuldenbremse ist eingeführt worden. Zweitens: Die Rente mit 67. Und wir hatten eine Unternehmenssteuerreform.“ Er kritisiere aber auch viel. „Ich will Aufbruch und Reformen. Da muss mehr kommen.“ Man habe es zu oft vergessen und versäumt, die Unterschiede zu anderen Parteien herauszustellen. CDU-Politiker Carsten Linnemann plädiert für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr. „Ich halte das für unglaublich wichtig, weil ich glaube, in Teilen ist dieses Land eine Selbstverwirklichungsgesellschaft geworden.“ Es gebe in einem Staat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Das Land müsse wieder ins Debattieren kommen. Ein solcher Gesellschaftsdienst könne dazu beitragen, entsprechende Kompetenzen zu entwickeln. Zudem profitiere die Pflege. Immerhin hätte man Tausende junge Menschen jedes Jahr, die man in soziale Projekte integrieren könnte, beispielsweise in Schulen oder Altenheimen. ▶︎ Béla Anda kritisiert: „Das ist eine Forderung, die von Ihrer Parteikollegin Kramp-Karrenbauer schon 2018 erhoben worden ist. Ich glaube, es geht Ihnen darum, wieder etwas ins Schaufenster zu stellen, was die Union sichtbarer macht, nachdem Angela Merkel sie ja ziemlich entkernt hat.“ Ein Beispiel dafür sei eben die Aussetzung der Wehrpflicht gewesen. Diese sei ein Fehler gewesen. „Man hat damit indirekt den Zivildienst abgeschafft. Und die Folgen sehen wir jetzt: Knappheit in den Pflegeheimen und dergleichen.“ BILD-Politikchef Jan Schäfer ärgert sich über die hohe Inflation. 5,2 Prozent betrage diese im November in Deutschland. Und auch in anderen Ländern schnellten die Raten hoch. Schäfer warnt, die neue Ampelregierung werde wenig tun gegen die Teuerung. Gerade SPD und Grüne wollten auf mehr neue Schulden setzen - und das treibe die Inflation. ▶︎ Carsten Linnemann rechnet für das kommende Jahr mit einer Inflationsrate von über drei Prozent und fordert die EZB zum Gegensteuern auf. Für ihn ist Inflation „eine kalte Enteignung des ganz normalen Bürgers“ und „Betrug am kleinen Manne“. ▶︎ Linnemann prognostizierte eine Inflation deutlich über dem Ziel der EZB, auch für 2022: „Wir werden signifikant mehr als zwei Prozent – im nächsten Jahr bestimmt drei Prozent oder mehr im Durchschnitt haben. Das ist meine feste Überzeugung.“ Wegen der hohen Teuerung griff er die Europäische Zentralbank (EZB) an: „Ich bin es satt, Rücksicht zu nehmen auf die EZB, nur weil es ein politisch unabhängiges Gremium ist.“ Die EZB habe ein klares Mandat: das Erhalten der Geldwertstabilität. Sie müsse daher Gegensteuern: „Wenn wir signifikant über zwei Prozent liegen – und das machen wir im Moment und das ist nicht kurzfristig – dann muss sie agieren.“ Hier zeigen wir Ihnen, auf welchem Kanal Sie BILD auf Ihrem TV-Gerät finden – egal ob über Satellit, Kabel oder IPTV. Sollten Sie BILD nicht wie oben beschrieben auf Ihrem Fernseher finden, zeigen wir in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung für LG, Panasonic, Philips, Samsung und Sony, wie Sie den automatischen Sendersuchlauf starten.

 

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Neu im Kino: „Benedetta“ (im Kino): Die Last der Lust

Kult-Regisseur Paul Verhoeven („Basic Instinct“) will auch mit 83 Jahren noch provozieren. Mit dem Historiendrama „Benedetta“ entfesselt er eine Orgie aus Sex und Gewalt. Eine wahre Geschichte, die sich im 17. Jahrhundert zugetragen haben soll. Story: In Italien wütet die Pest, als Novizin Benedetta (Virginie Elfira, 44) Rettung verspricht. Sie behauptet, Gott spreche zu ihr. Ihre Äbtissin (Charlotte Rampling, 75) ist skeptisch. Denn sie hat Benedetta beim Sex mit einer anderen Novizin erwischt. Was sich nun entspinnt, dürfte gottesfürchtige Katholiken entsetzen. Ausgiebige Nacktszenen, eine kleine Marienstatue, die als Phallus dient. Dazu Blut und Folter. Radikal inszeniert, aber eindringlich. Fazit: Verhoeven prangert mit seinem Film nebenbei nur zu gern das Machtgefüge der katholischen Kirche an. Vordergründig geht es ihm aber um das sexuelle Erwachen einer Nonne – hervorragend gespielt von der Belgierin Virginie Elfira. (131 Min., frei ab 16 J.)

 

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Tief "Daniel": Behinderungen im Verkehr - Sturmflut-Warnung für die Küsten

In der ersten Nachthälfte müsse an der Nordsee auch mit Orkanböen bis 115 Stundenkilometern (Windstärke 11) gerechnet werden, in der zweiten Nachthälfte über der Ostsee mit schweren Sturm- bis orkanartigen Böen, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Durch den Sturm könnten Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden, warnten die Meteorologen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ging in seiner Meldung vom Abend von einem bis zu 1,5 Meter höheren Wasserstand in der Nacht an der ostfriesischen Küste sowie im Weser- und Elbegebiet und von bis zu 75 Zentimetern an der nordfriesischen Küste aus. Von einer Sturmflut spricht man an der Nordseeküste, wenn das Hochwasser mehr als 1,5 Meter höher als normal aufläuft. Bis zum späten Mittwochabend hatten schwere Sturmböen bereits vielerorts in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Hamburg für Verkehrsbehinderungen gesorgt. In mehreren Orten blockierten laut Polizei umgestürzte Bäume Straßen und Bahngleise. In Lägerdorf (Kreis Steinburg) wurde ein vorbeifahrendes Auto von einem umstürzenden Baum getroffen - die Fahrerin wurde nur leicht verletzt, wie NDR 1 Welle Nord berichtete. Zwischen Flensburg und Schleswig fiel deshalb ein Zug aus, in Hamburg eine U-Bahn. Die Feuerwehr und die Polizei in der Hansestadt und in Schleswig-Holstein zählten zahlreiche Einsätze wegen des Sturms. In Niedersachsen kam es durch Windböen zu mehreren Unfällen. In Haselünne im Emsland wurde eine Autofahrerin bei einem Zusammenstoß schwer verletzt. In Ostfriesland fielen wegen des Sturms am Mittwoch einige Fährverbindungen aus - etwa auf den Linien vom Festland nach Norderney, Baltrum und Langeoog. Auch die kleineren Schnellfähren mussten in den Häfen bleiben. Die Fähre der Reederei Cassen Eils fährt schon seit Dienstag Helgoland nicht mehr an, soll aber laut Reederei ab Donnerstag wieder unterwegs sein. Die Fähren von und nach Amrum und Föhr fahren ohne Einschränkungen, wie die Wyker Dampfschiffs-Reederei meldete. NDR Wetterexperte Meeno Schrader sagte voraus, dass in Schleswig-Holstein außerdem mit Schnee gerechnet werden müsse, der in Schneeregen übergehen kann. Er warnte ebenso vor Glättegefahr auf den Straßen wie es der Meteorologe Stefan Kreibohm vom NDR Wetterstudio auf Hiddensee für Mecklenburg-Vorpommern tat. Er sagte für die zweite Nachthälfte bei Temperaturen um null Grad Schauer voraus, die neben Regen auch Schnee bringen könnten. Auf den Straßen könne sich eine dünne, matschige und damit rutschige Schneedecke bilden.

 

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BILD-Check vorm Bayern-Knaller: Hat der BVB wieder die Hose voll?

0:5, 0:4, 0:1, 2:3, 2:4. Wenn Dortmund zuletzt in der Liga auf die Bayern traf, gab‘s für den BVB nichts zu holen. 5 Pleiten in Folge, 4:17 Tore. Samstag (18.30 Uhr, Sky live) kommt es wieder zum Giganten-Gipfel zwischen dem BVB (2. Platz, 30 Punkte) und den Bayern (1. Platz, 31 Punkte). Und alle fragen sich: Bekommen wir endlich wieder einen richtigen Titelkampf? Dafür braucht Dortmund morgen Mut, Entschlossenheit und Leidenschaft. BILD hat den Notendurchschnitt (aus den vergangenen fünf Duellen) der voraussichtlichen BVB-Startelf ermittelt und den Hose-voll-Check gemacht. Nur mit BILDplus!

 

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25 Millionen Euro für Schausteller und Veranstalter in Niedersachsen

Angesichts der verschärften Corona-Lage können viele Schausteller und Veranstalter erneut nicht ihrer Arbeit nachgehen. Das Land Niedersachsen stellt Hilfsgelder in Höhe von 25 Millionen Euro zur Verfügung, um die Unternehmen zu unterstützen. Die wegen der verschärften Corona-Lage in Not geratenen Veranstalter und Schausteller sollen in Niedersachsen 25 Millionen Euro Hilfsgelder erhalten. Pro Unternehmen seien maximal 50.000 Euro möglich, teilte das Wirtschaftsministerium am Mittwoch in Hannover mit. „Weihnachtsmärkte und Veranstaltungen können aufgrund der Corona-Lage kaum noch wirtschaftlich stattfinden und werden zum Teil bereits abgesagt. Wie schon im vergangenen Jahr muss mit deutlichen Umsatzeinbußen gerechnet werden“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) laut Mitteilung. Mehrere Weihnachtsmärkte in Niedersachsen haben ihren Betrieb frühzeitig eingestellt, etwa in Lüneburg. Die Anträge sollen voraussichtlich Anfang 2022 bei der NBank beantragt werden können. Lesen Sie auch: Weihnachtsmärkte 2021 in Niedersachsen: Welche sind geöffnet – und welche abgesagt? Diese Liquiditätshilfe soll die Überbrückungshilfen III und III Plus des Bundes aufstocken und komme daher nur Unternehmen zu Gute, die diese Bundeshilfen auch erhalten haben. Nach Forderung von Althusmann soll die Überbrückungshilfe III Plus auch für Unternehmen zugänglich gemacht werden, die ihr Geschäft aufgrund zurückgehender Kundenzahlen vor dem Hintergrund verschärfter Corona-Maßnahmen schließen müssen. Dazu zählen demnach etwa die 2G-Regel oder 2G-plus-Regel, womit ungeimpfte Menschen keinen Zutritt mehr erhalten und somit potenzielle Kunden wegfallen. Von RND/dpa

 

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Spandaus Wasserballer weiter ohne Sieg in Champions-League

Berlin (dpa/bb) – Die Wasserballer vom deutschen Rekordmeister Spandau 04 warten weiter auf den ersten Sieg in der Champions-League-Hauptrunde. Bei Titelverteidiger Pro Recco Genuay gab es am Mittwochabend eine klare Niederlage. Die Italiener gewannen mit 14:9 (5:3, 5:3, 1:0, 3:3) und führen die Achter-Tabelle weiter mit der Maximalpunktzahl von zwölf Zählern an. Spandau 04 ist mit einem Zähler aus der 11:11-Heimpartie gegen Waspo Hannover Vorletzter hinter Roter Stern Belgrad (3 Punkte) und vor Steaua Bukarest (0). Die vier Gruppenersten erreichen das Finale der besten Acht im Juni 2022 in Belgrad. Spandaus Vorhaben, ohne Angst in die Partie zu gehen, war anfangs angesichts des großen Angriffsdrucks der Gastgeber nur schwer zu erkennen. Nach und nach kamen die Berliner aber besser zur Geltung, verkürzten auf 3:4 und mehrfach auf Zwei-Tore-Rückstände. Genua setzte sich jedoch dank individueller Klasse und spielerischer Dominanz klar durch. Spandau leistete achtbar Widerstand, konnte Pro Recco aber nicht ernsthaft in Gefahr zu bringen. Die Tore für die Gäste erzielten neun verschiedene 04-Akteure.

 

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Neues Cupra-Autohaus in Hannovers City

Nahe dem hannoverschen Hauptbahnhof hat ein neues Fahrzeugzentrum der Hackerott-Gruppe eröffnet. Es bietet in der Joachimstraße Beratung auch per 3D-Brille. Die Autohändler der Hackerott-Gruppe bereiten sich auf schwierige Lockdown-Phasen in der Corona-Krise vor. In der Joachimstraße eröffnete Geschäftsführer Christian Hackerott nun auf 250 Quadratmetern einen sogenannten Cupra City Store für Fahrzeuge der Marke Cupra, eine Seat-Tochter. Teil des Konzept ist die virtuelle Cupra-Garage. Dort laufen Beratungen künftig auch virtuell. Kunden können per Livestream und Video-3D-Brille die Details der Fahrzeuge in hochauflösender Qualität von zu Hause betrachten. Auf Wunsch wird das Fahrzeug für eine Probefahrt direkt vor die Haustür gebracht. Das Geschäft wurde nun pandemiebedingt ohne große Feier eröffnet. „Wir alle tragen eine Verantwortung für unsere Mitarbeitenden und die Gäste in unserem Haus“, sagte Erik Händler, der die Händlerorganisation bei Seat und Cupra leitet. Kundinnen und Kunden können die Verkaufsflächen aktuell unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln weiterhin besuchen. Von Jan Sedelies

 

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Bericht: Youssoufa Moukoko erneut verletzt - Hinrunden-Aus für BVB-Juwel

Es sollte nach seinem vielumjubelten Bundesliga -Debüt als 16-Jähriger sein Jahr werden, stattdessen erlebte Youssoufa Moukoko einen Rückschlag nach dem anderen: Erst verpasste das deutsche Stürmer-Juwel von Borussia Dortmund wegen eines Syndesmose-Risses die U21-Europameisterschaft mit dem DFB-Team, musste drei Monate pausieren und stieg auch deshalb später in die BVB-Saisonvorbereitung ein. Nach mehreren Blessuren (unter anderem zuletzt eine Augenentzündung) und wenigen Einsatzzeiten ist das Bundesliga-Jahr für Moukoko nach Informationen der Ruhr Nachrichten vorzeitig beendet. Auf dem Weg zum Comeback hat sich der heute 17-Jährige eine Muskelverletzung zugezogen. Für die restlichen BVB-Spiele in diesem Jahr gegen den FC Bayern, Besiktas Istanbul, VfL Bochum, Greuther Fürth und Hertha BSC soll Moukoko aufgrund der Verletzung keine Option sein. Zuletzt hatte der Stürmer nach einem Muskelfasseriss sein Comeback für die zweite Mannschaft der Dortmunder in der Regionalliga gefeiert - nun offenbar der nächste Nackenschlag für das Offensiv-Talent. Moukoko kam für Dortmund in dieser Saison bislang nur in neun Pflichtspielen zum Einsatz und erzielte keinen Treffer, gab allerdings eine Torvorlage beim 3:2-Sieg gegen die TSG Hoffenheim am 3. Spieltag. In der Liga stand Moukoko nur am 6. Spieltag in der Startelf. Weder dort noch in der Champions League oder im DFB-Pokal absolvierte der Youngster ein Spiel über die vollen 90 Minuten.

 

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Liminski scheitert mit Landtagskandidatur

Siegburg Er gilt als begnadeter Strippenzieher im Hintergrund. Doch bei dem Versuch, direkt für die CDU in den Düsseldorfer Landtag einzuziehen, erleidet der Chef der Staatskanzlei eine Niederlage. Einer der engsten Vertrauten von Ex-Ministerpräsident Armin Laschet, Nathanael Liminski, hat am Mittwochabend eine politische Niederlage einstecken müssen. Der Chef der Staatskanzlei wollte für den im Rhein-Sieg-Kreis neu geschaffenen Wahlkreis 29 als CDU-Abgeordneter direkt in den Landtag einziehen. Daraus wird nun erst einmal nichts. Liminski musste sich am Abend in einer Stichwahl dem 43-jährigen Lokalpolitiker Sasacha Lienesch geschlagen, der genau wie Liminski aus Sankt Augustin stammt. Liminski, der für gewöhnlich still und effizient im Hintergrund agiert, hatte zuletzt im Bundestagswahlkampf große mediale Aufmerksamkeit durch einen Wahlspot der SPD erlangt, in dem ihm sein katholischer Glaube zum Vorwurf gemacht wurde. Die SPD zog den Wahlspot zurück. Tatsächlich entstammt der 36-Jährige einer streng gläubigen Familie und hat das papsttreue Netzwerk „Generation Benedikt“ gegründet, das sich unter anderem gegen Sex vor der Ehe stark gemacht hatte. Liminski gilt als extrem gut verdrahtet in der CDU, hat unter anderem für Roland Koch, Karl-Theodor zu Guttenberg und Thomas de Maizière gearbeitet, ehe Laschet ihn 2014 zunächst als Büroleiter und Fraktionsgeschäftsführer nach Düsseldorf holte, wo er maßgeblich den Wahlkampf 2017 mit vorbereitete. Hendrik Wüst hatte Liminski nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten im Amt des Chefs der Staatskanzlei belassen. Anstelle des Politpromis Liminski wird nun der Sankt Augustiner Fraktionschef Sascha Lienesch für die CDU im Wahlkreis 29 antreten. Lienesch gehört dem Arbeitnehmerflügel CDA an. Er arbeitet nach eigenen Angaben bei einer Online-Marketing-Agentur in Köln.

 

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Positiver Trend: In diesen Landkreisen geht Corona zurück

Viele über 1.000, einige über der 2.000er-Marke: Ein Zeitraffer zeigt, wie und wo massiv die Inzidenzen in Deutschland in nur einem Monat gestiegen sind. Doch es gibt Lichtblicke. Anfang November meldeten acht deutsche Landkreise eine Inzidenz von über 500. Es war ein Warnzeichen und bot erneut Anlass, über schärfere Corona-Maßnahmen zu diskutieren. Ende des Monats zeigt sich nun: Die Lage hat sich seitdem dramatisch verschärft. In weiten Teilen Deutschlands sind Inzidenzen von über 500 normal, die 2.000er-Marke ist bereits geknackt. Doch es gibt auch Kreise, die es geschafft haben, den Trend umzukehren. Sie bieten Anlass für ein kleines Stück Hoffnung. Wie dramatisch die Inzidenzen in vielen Regionen Deutschlands im Laufe des Novembers gestiegen sind, wo sich die Lage dramatisch verschärft und welche Landkreise aktuell Mut machen, erfahren Sie in unserer Animation direkt hier oder oben im Artikel.

 

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Propaganda oder Liebeskummer? - Astronautin soll Loch in ISS-Kapsel gebohrt haben

Moskau – Ist es Propaganda oder war es wirklich Liebeskummer? Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos droht der amerikanischen Astronautin Serena Auñón-Chancellor (45) jetzt mit einer Klage. Der Vorwurf: Auñón-Chancellor soll 2018 ein etwa zwei Millimeter großes Loch in die Sojus MS-09 gebohrt haben. Das sorgte für einen Druckabfall in der Raumstation, musste noch im All provisorisch repariert werden. +++ BILD gibt es jetzt auch im TV! Hier geht’s zu BILD LIVE +++ Laut einem russischen Medienbericht hatte Auñón-Chancellor eine unglückliche Affäre mit einem ihrer Mit-Astronauten gehabt, wollte durch den Vorfall ihre Rückkehr zur Erde beschleunigen. Die Amerikanerin war zusammen mit dem Deutschen Alexander Gerst (45) und dem Russen Sergej Prokopjew (46) auf der ISS. Offiziell ist sie mit Wissenschaftler Jeff Chancellor (51) verheiratet.

 

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Weihnachtsmärkte in Neuwied und Kaiserslautern schließen

Wegen der angespannten Corona-Lage schließen die Weihnachtsmärkte in Neuwied und Kaiserslautern noch in dieser Woche ihre Pforten. Hintergrund ist auch die angekündigte neue Corona-Landesverordnung. Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig (CDU) sagte am Mittwoch laut Mitteilung: «Eine 2G-Regel auf dem gesamten Markt, wie sie die neue Verordnung offenbar vorsieht, heißt für uns, dass der Knuspermarkt komplett abgesperrt werden muss. Dies können wir jedoch an der Stelle mitten in der Innenstadt nicht umsetzen.» Daher ende der Markt, der am 22. November begonnen hatte, am Freitag um 19 Uhr. Weiter sagte er: «Wir sind uns bewusst, dass die Schließung des Knuspermarktes für die Standbetreiberinnen und Standbetreiber, aber auch für den Einzelhandel unserer Stadt einen weiteren finanziellen Einschnitt bedeutet.» Er habe daher die Bitte, den Handel vor Ort zu unterstützen. «Gehen Sie also mit Bedacht und Abstand in unserer Stadt einkaufen», so der Oberbürgermeister. Die Stadt Kaiserslautern teilte am Mittwoch mit: «Mit großen Bedenken beobachtet die Stadtverwaltung das steigende Infektionsgeschehen in Kaiserslautern. Damit die Lage nicht außer Kontrolle gerät, wurde eine Notbremse für den Weihnachtsmarkt beschlossen.» Der Markt werde ab Sonntag geschlossen sein. Die Gründe seien die kontinuierlich ansteigende Sieben-Tage-Inzidenz und Hospitalisierungsinzidenz sowie die kommende neue Landesverordnung, die eine 3G-Regelung auf dem Weihnachtsmarkt vorsieht. «Die hierzu notwendigen Kontrollen können nicht gewährleistet werden», hieß es.

 

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Gruppensex im Saunaclub - Im Ruheraum wurde es heiß

Fabian (38) und Alicia (39) sind seit mehr als fünf Jahren ein Paar. Besonders in der kalten Jahreszeit genießen sie es, gemeinsam Wellenessabende zu machen und in die Sauna zu gehen. Eine Wellness-Oase hat es ihnen besonders angetan. Nach dem Lockdown haben Sie den Saunaclub zum ersten Mal wieder besucht. In einem der Ruheräume sind sie dabei einem anderen Paar näher gekommen und hatten ein besonderes sexuelles Erlebnis. Unsere Redaktion hat die Geschichte anhand von Alicias Erzählungen aufgeschrieben. Lesen Sie die gesamte Geschichte mit BILDplus!

 

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Argentiniens Ex-Präsident wegen Bespitzelung angeklagt

Argentiniens Ex-Präsident Mauricio Macri muss sich wegen der mutmaßlichen Bespitzelung von Angehörigen eines spektakulären U-Boot-Unglücks vor Gericht verantworten. Der argentinische Bundesrichter Martín Bava erhob am Mittwoch Anklage wegen "verbotener nachrichtendienstlicher Maßnahmen" gegen den 62-Jährigen. Als Staatschef soll Macri die Überwachung der Familien von 44 bei dem Unglück der "ARA San Juan" getöteten Besatzungsmitgliedern angeordnet haben. Das argentinische U-Boot war im November 2017 verschollen. Nach einjähriger Suche wurde das Wrack in mehr als 900 Meter Tiefe am Boden des Atlantik entdeckt. Es war bei einer Implosion, die offenbar durch einen technischen Defekt verursacht wurde, zerquetscht worden. Die Behörden verzichteten auf den Versuch, das Wrack zu bergen. Die argentinische Marine hatte die Suche nach dem Wrack nach einigen Wochen zunächst aus Kostengründen eingestellt. Die Angehörigen der Besatzungsmitglieder setzten sich dann lange medienwirksam für die Fortsetzung der Suche ein. Sie gaben später an, beschattet, abgehört und eingeschüchtert worden zu sein. Im Zusammenhang mit diesen Vorwürfen wurde bereits Anklage gegen zwei ehemalige Geheimdienstchefs erhoben. Macri, der als wirtschaftsliberaler Politiker und Oppositionsführer weiterhin eine wichtige Rolle in der Politik seines Landes spielt, wurde auf Kaution freigelassen, darf Argentinien aber nicht verlassen. Er weist die Vorwürfe zurück.

 

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Diese Saunaerlebnisse bringen Abwechslung

Schwitzen ist gesund, sagt der Volksmund. Regelmäßiges Saunieren fördert demnach die Gesundheit und schützt unter anderem vor Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Gerade an nassen und kalten Tagen zieht es viele Menschen in Thermen und Saunen. Vielerorts gilt derzeit die 2G-plus-Regel. Das heißt, neben einem Impf- oder Genesungsnachweis brauchen Besucher einen aktuellen negativen Test. Wer auch auf Reisen nicht auf regelmäßiges Schwitzen verzichten möchte, findet mittlerweile eine große Auswahl an besonders außergewöhnlichen Saunaerlebnissen. In Estland gibt es zum Beispiel seit Jahrhunderten eine ganz spezielle Saunakultur. Das traditionelle Schwitzen in einer Rauchsauna, so wie sie im Süden des Landes betrieben werden, wurde sogar von der UNESCO als "immaterielles Kulturerbe der Menschheit" anerkannt. Die Sauna wird hier mehrere Stunden - ohne Abzug des Rauchs durch einen Kamin - vorgeheizt, beim Öffnen der Tür löst sich der Rauch auf und die Saunagänger nehmen Platz. Dabei wird eine Portion Honig auf den Körper verteilt, der für eine weiche Haut sorgen soll. Je nachdem, ob man die Durchblutung fördern, das Immunsystem stärken oder die Poren öffnen möchte, kommen Birken-, Linden- oder Wacholderzweige zum Einsatz: Leichte Schläge auf den Rücken erzielen die gewünschte Wirkung. Erleben lässt sich die traditionelle Rauchsauna etwa bei einem Besuch von Vana-Võromaa auf dem Bauernhof Mooska. Ein besonderes Saunaerlebnis bietet auch der Quellenhof Luxury Resort (Belvita Leading Wellnesshotels) mit seinen Show- und Event-Aufgüssen. Die Saunalandschaft empfängt neben nationalen und internationalen Wellness-Fans auch amtierende und ehemalige Welt-, Europa- und Landesmeister in der Disziplin Aufguss. Fünf Saunameister kümmern sich um die Gäste und darum, dass diese in den 23 Saunen ins Schwitzen kommen. Das Zusammenspiel von Licht, Technik, Musik und Wasser wird in der neuen See-Event-Sauna zu einer Choreografie mit Spezialeffekten. Unterschiedliche Aufguss-Themen wie "Unsre Huamit" mit duftendem Almwiesenheu und Schneebällen sorgen für Unterhaltung. Relaxen lässt es sich anschließend im Infinity-Sky-Pool aus Glas mit Blick in die umliegende Bergwelt und demnächst auch in der finnischen Sauna inmitten der See-Villen, umgeben von einem Badesee mit direktem Einstieg. Der legale Hanfwirkstoff Cannabidiol (CBD) ist in angesagten Wellness-Oasen in Asien und Amerika bereits etabliert und findet nun auch Einzug in die Schweizer Alpen. Im SchlossHotel Zermatt lässt es sich im luxuriösen Hanf-Spa relaxen. Wohltuend für den Körper, gibt es nicht nur Massagen, Peelings und Gesichtsbehandlungen mit dem Wirkstoff Cannabidiol (CBD), sondern auch eine 60 Grad warme Hanfkräutersauna, nach deren Besuch Hanftee und Hanfbiskuits gereicht werden. Die uralte Kultur- und Heilpflanze Hanf gibt aromatische Düfte ab und sorgt bei einer Luftfeuchtigkeit von bis zu 60 Prozent für das richtige Klima, um zu entspannen. CBD ist ein natürlicher Wirkstoff, hat - im Gegensatz zu THC - keine psychoaktiver Wirkung und ist in der Schweiz legal. Wer es lieber klassisch mag, findet im Hotel auch eine finnische Sauna sowie eine Dampf- und Textilsauna. Unterschiedliche Erlebnisse aus aller Welt bietet das Hotel Das Weitblick im Allgäu. Verschiedene Saunaarten kommen an einem Ort zur Anwendung - ob finnische Panoramasauna, Tiroler Schwitzstube, afrikanisches Berber Dampfbad oder ein heißer Himalaya-Salzstollen. Bunt und stilvoll geht es im mexikanischen Ambiente der Colorido-Sauna zu, während die Ruheräume in die erdig-warme Atmosphäre Afrikas oder den bunten Orient einladen. Die arabische Wellnesskultur ist dagegen im größten Hotel-Hamam Italiens zu Hause: dem Garberhof in Südtirol. Der Hamam beeindruckt mit Sinneseindrücken aus 1001 Nacht. Lichtspiele und ätherische Öle sowie uralte Rituale mit Seifenschaummassagen, Dampfbädern und Peelings, bringen Geist und Körper wieder in Einklang.

 

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Arnautovic verletzt, Coach "nicht optimistisch"

Bologna-Trainer Mihajlovic befürchtet eine Verletzungspause für den Österreicher. Seine Mannschaft siegte am Ende 1:0 gegen die AS Roma. Das Wiedersehen von Marko Arnautovic und seinem Ex-Trainer Jose Mourinho war am Mittwoch für den österreichischen Nationalteam-Kicker kein angenehmes. Der Bologna-Stürmer lag im Heimspiel gegen die AS Roma nach knapp einer Viertelstunde nach einem Zweikampf mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Boden und verlangte medizinische Hilfe. Der 32-Jährige, der in der italienischen Fußball-Meisterschaft bei sechs Toren hält, wurde in der 17. Minute ausgetauscht. Arnautovic, der in der Saison 2009/10 unter Trainer Mourinho Reservist bei Inter Mailand war, plagen laut eigenen Angaben seit der Vorbereitung auf die EM im Juni muskuläre Probleme im Oberschenkel. Ohne den Österreicher gewann Bologna die Partie gegen die Roma 1:0. Trainer Sinisa Mihajlovic sagte zum Ausfall seines Stürmers nach dem Spiel: "Morgen wird er Untersuchungen haben. Aber wir sind nicht optimistisch." Bologna tritt am Sonntag daheim gegen Fiorentina an. Inter Mailand gewann gegen Spezia mit 2:0 und schob sich vorerst auf Platz zwei der Tabelle vor. Seit sieben Ligaspielen sind die "Nerazzurri" bereits ungeschlagen. Roberto Gagliardini und Lautaro Martinez per Elfmeter trafen für Inter. (APA)

 

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Belfaster Array Collective gewinnt Turner-Preis

Die renommierte Kunst-Auszeichnung holte dieses Jahr ein nordirisches Kollektiv aus Künstlern und Aktivisten mit einer Pub-Installation. Das Belfaster Array Collective hat den renommierten britischen Turner-Preis 2021 gewonnen. Das wurde am Mittwochabend bei einer Zeremonie in der Kathedrale von Coventry von Pauline Black, Sängerin der in Coventry ansässigen populären Band The Selecter, bekanntgegeben. Die Gewinner erhalten 25.000 Pfund (29.600 Euro). Bei der 1984 ins Leben gerufenen, nach dem britischen Maler Joseph Mallord William Turner (1775-1851) benannten Auszeichnung hatte die Jury erstmal ausschließlich Künstlerkollektive auf die Shortlist gesetzt. Die Wahl fiel auf das Array Collective, das in kollaborativen Aktionen von Künstlern und Aktivisten soziale und politische Themen in Nordirland bearbeitet und sich in spielerischer Weise mit traditionellen Identitäten und alten Mythologien befasst. Im "Herbert Art Gallery & Museum" in Coventry, wo Arbeiten aller Nominierten seit Ende September zu sehen sind, haben sie mit der immersiven Installation "Druithaib's Ball" eine Art Pub eingerichtet. Auf die Shortlist geschafft hatten es erstmals nur Kunst-Kollektive. Darunter das Londoner Künstler-Kollektiv Black Obsidian Sound System, das Londoner Duo Cooking Sections, das in Cardiff von Künstlern, Community Workern, Autoren und anderen ins Leben gerufene Projekt Gentle/Radical sowie das Kollektiv Project Art Works aus Hastings. Zu den bisherigen Turner-Preisträgern zählen Anish Kapoor, Damien Hirst, Rachel Whiteread, Antony Gormley oder Susan Philipsz. (APA)

 

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Kommentar zum Bald-Kanzler - Führung, Herr Scholz!

„Wer Führung bestellt, bekommt sie auch“ – so lautet das Motto von Bald-Kanzler Olaf Scholz. Seine beherzten Ansagen im Kampf gegen die Pandemie weisen darauf hin, dass er dieser Linie treu bleiben will – auch gegen Widerspruch. Gut so! Denn Deutschland braucht entschiedene Führung, nicht nur in der Corona-Politik. Die scheidende Kanzlerin flüchtete sich in den letzten Monaten allzu oft in die Außenpolitik, ließ sich in Paris und Washington feiern. Und von Putin und der Queen. Scholz’ Bühne müssen jetzt die akuten Brennpunkte vor unserer Haustür sein: die Gesundheits- und Wirtschaftskrise, die Mega-Inflation, die maroden Schulen, Schienen, Straßen. Vor allem der milliardenteure Klima-Umbau der gesamten Gesellschaft, den die Ampel plant, braucht sensible Führung. Scholz’ Vorgehen bei der umstrittenen Impfpflicht ist ein guter Anfang. Deutschland braucht mehr davon!

 

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Post von Wagner - Lieber Olaf Scholz,

Was für ein Chamäleon sind Sie? Was für ein Farbwechsel geschieht gerade? Sie wechseln in die Farbe der Würde. Sie haben schon fast die Krone der Kanzlerin auf. Mit jedem Tag wirken Sie erhabener. Ihre Anzüge sind smarter geschnitten, Sie haben abgenommen. Sie haben Ihre Hände unter Kontrolle, Ihre Augen, Ihre Worte. Ein Mensch wird erhöht durch die Würde des Amtes. Olaf Scholz ist nun nicht mehr Olaf Scholz. Ein 63-jähriger, um die 1,70 m großer Mensch wird plötzlich ein großer Mann. Er regiert in einem großen Haus, dem Kanzleramt. Früher nannte man das: Er regiert auf dem Königspalast. Wird er auch regieren wie ein König? Na ja, wir werden es sehen. Herzlichst, Ihr F.J. Wagner

 

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Verbände fordern - Ampel muss Mindestlohn-Erhöhung verschieben

In der Wirtschaft wächst der Widerstand gegen die Anhebung des Mindestlohns (derzeit 9,60 Euro) auf 12 Euro im nächsten Jahr! Grund ist die Angst vor einem massiven Konjunkturabsturz wegen Corona und damit einem Einbruch der Geschäfte. ▶︎ Friseurhandwerks-Präsidentin Manuela Härtelt-Dören (58) mahnt die Ampel in BILD, den Mindestlohn gestaffelt anzuheben: „2024 könnte er dann 12 Euro erreichen.“ Sollte der 12-Euro-Mindestlohn schon im kommenden Jahr eingeführt werden, werde außerdem das Haareschneiden teurer: „Ohne Preiserhöhungen wäre das für kaum einen Betrieb stemmbar“, so Härtelt-Dören. ▶︎ Bauernverbands-Präsident Joachim Rukwied (60) verlangt ebenfalls „eine stufenweise, moderate Anhebung des Mindestlohns. Mit einem Zwölf-Euro-Mindestlohn können wir im europäischen Wettbewerb nicht bestehen.“ Sollte er doch kommen, sei zu befürchten, „dass es bald keine Erdbeeren, Äpfel oder Spargel mehr aus Deutschland gibt.“ Denn: „Dann werden wir die Erzeugung noch mehr ins Ausland verlagern müssen.“ ▶︎ Johannes Bungart, Geschäftsführer des Gebäudereiniger-Verbands BIV, plädiert für „einen Beginn des neuen Mindestlohns nicht vor Januar 2023“, damit betroffene Unternehmen besser planen können. Die Einstiegslöhne im Gebäudereiniger-Handwerk hätten bislang zwar immer deutlich über dem Mindestlohn gelegen. „Nun grätscht der Staat dazwischen und wir müssen unser bewährtes tarifliches Mindestlohnsystem überdenken.“ ▶︎ Stefan Genth, Chef des Handelsverbands HDE, warnt gegenüber BILD vor einem „beispiellosen Eingriff in die Tarifhoheit“, der „Tausende Jobs in Gefahr“ bringt. Einfache Tätigkeiten wie das Kassieren an der Supermarktkasse drohten automatisiert zu werden.

 

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Ex-Geschäftspartner Abou-Chaker Bushido zahlt Clan-Chef Millionen-Abfindung

Brandenburg/Havel – Der Rapper Bushido hat sich mit einem ehemaligen Geschäftspartner bei einer Immobiliengesellschaft nach Angaben eines Gerichtssprechers auf die Zahlung einer Abfindung von 1,4 Millionen Euro geeinigt. Das teilte der stellvertretende Sprecher des Oberlandesgerichtes in Brandenburg/Havel, Ulrich Zwick, nach der Verhandlung am Mittwoch mit (AZ: 7U 215/20). Bei dem Streit war es um ein Grundstück mit Wohnanlage in Rüdersdorf bei Berlin gegangen. Der Musiker Bushido hatte für das Immobiliengeschäft zusammen mit dem Clan-Chef einer bekannten arabischstämmigen Berliner Großfamilie, Arafat Abou-Chaker, eine Gesellschaft gegründet. Nach einem Zerwürfnis hatte Bushido 2018 die Gesellschaft aufgelöst und wollte sich als alleiniger Besitzer ins Grundbuch eingetragen lassen. Das Landgericht in Frankfurt/Oder hatte dem in einem Zivilprozess stattgegeben, Bushido aber zur Zahlung einer Abfindung von 126 000 Euro plus Zinsen an seinen ehemaligen Partner verpflichtet. Rapper Bushido hat nach eigenen Angaben früher Steuererklärungen blind unterschrieben und sich wenig um Geschäftliches gekümmert. In sechs Folgen packt Rapper Bushido aus. Aber auch Ehefrau Anna-Maria enthüllt einiges. Gegen das Urteil war laut Zwick Arafat Abou-Chaker vor dem Oberlandesgericht in Brandenburg an der Havel in Berufung gegangen. Der Vergleich kann innerhalb von drei Wochen widerrufen werden.

 

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Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht – die Zahlen könnten trügen

Ist die rasante Verschlechterung der Corona-Lage in Deutschland etwa schon gebremst? Einen Hinweis darauf könnte man zumindest aus offiziellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) herauslesen. Demnach ist die Zahl der binnen einer Woche übermittelten Neuinfektionen zuletzt sogar leicht gesunken. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 67.186 neue Corona-Fälle innerhalb von 24 Stunden – in etwa so viele wie vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sank zum zweiten Mal in Folge. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 442,9 an (Vorwoche: 404,5; Vormonat: 118,0). Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden, am Dienstag hatte der Wert leicht darunter bei 452,2 gelegen. Auch der sogenannte 7-Tage-R-Wert – eine Art Ansteckungsindikator – ist mit 0,89 momentan vergleichsweise niedrig. Ein R-Wert von 0,89 bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 89 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor etwa 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er anhaltend unter 1, sinken die Fallzahlen. Zum Vergleich: Vor einer Woche gab das RKI den Wert noch mit 1,01 an. Sieht gut aus – ist es aber möglicherweise nicht Es ist unklar, ob Inzidenz und R-Wert noch den tatsächlichen Infektionstrend widerspiegeln. Denkbar wäre beispielsweise, dass die hohe Zahl positiver Corona-Nachweise das Erfassungs- und Meldesystem ans Limit bringt. Das RKI wollte die aktuellen Inzidenz-Werte auf dpa-Anfrage zunächst nicht kommentieren und verwies auf seinen Wochenbericht am Donnerstagabend. Auffällig ist, dass die vom RKI gemeldeten Inzidenzen im Vergleich zum Vortag in fast allen Bundesländern gesunken sind – und nicht nur in einigen schwer betroffenen. Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche und 100.000 Einwohner unterscheidet sich zwischen den Ländern stark: So stand Sachsen am Mittwoch laut RKI-Zahlen bei 1209,4, Schleswig-Holstein bei 153,1. Gesundheitsämter sind überfordert Viele Gesundheitsämter kommen derzeit beim Bearbeiten von positiven Corona-Nachweisen nicht mehr hinterher. „Ich gehe davon aus, dass die gemeldeten Zahlen nur ein Teil der positiven Nachweise sind“, sagte die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert, der Deutschen Presse-Agentur. Die Gesundheitsämter können demnach – mit regionalen Unterschieden – eingehende Meldungen von Corona-Fällen nicht mehr zeitnah weitergeben, eine Untererfassung sei die Folge. Das stellt die Aussagekraft der aktuellen 7-Tage-Inzidenzen infrage. Die Gesundheitsämter bräuchten mehr Personal angesichts der hohen Infektionszahlen, sagte Teichert. „Da muss jetzt etwas passieren. Ich sage das ja schon lange, aber jetzt ist es an der Zeit, dass noch mal deutlich zu wiederholen.“ Auch die Kontaktnachverfolgung und das Anordnen von Quarantäne seien derzeit stark eingeschränkt. Welche Auswirkungen das haben kann, zeigt sich in Dresden: Dort stellt das Gesundheitsamt die Telefonanrufe bei positiv auf Corona getestete Personen ab sofort ein, berichtet der MDR. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, sei das Amt überlastet. Betroffene müssen die 14-tägige Quarantänen damit selbständig antreten. Wer keine Absonderungsbescheinigung erhält, solle sie im Zweifelsfall per E-Mail im Gesundheitsamt anfordern. Testlabore am Limit Der Verband Akkreditierter Labore in der Medizin (ALM) warnte davor, dass Labore in manchen Regionen „schlichtweg an den Grenzen des Leistbaren“ seien, was das Auswerten von Corona-Tests angeht. Dazu gehörten Sachsen, Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen. „Die Gefahr besteht, dass bei einer Auslastung nahe oder regional oberhalb der Maximalgrenze schon bei kleineren Ausfällen von Personal oder Geräten die Befundlaufzeiten auf mehrere Tage steigen, was es unbedingt zu vermeiden gilt“, sagte Evangelos Kotsopoulos vom ALM-Vorstand am Dienstag. Laut ALM decken die Testkapazitäten zwar den medizinischen Bedarf ab, aber es dürfe keinen „Verbrauch“ für nachrangige Fragestellungen“ geben. Die Lage in den Kliniken „Von einer Entwarnung kann nicht die Rede sein“, sagte Gerald Gaß, der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der dpa. „Unsere eigenen Belegungszahlen zeigen immer noch eine zunehmende Zahl von positiv getesteten Patienten auf den Normal- und Intensivstationen. In dieser Woche befinden sich 16 Prozent mehr Covid-Patienten in den Krankenhäusern als in der Vorwoche und diese Entwicklung verzeichnen wir so seit rund zwei Monaten.“ In der aktuellen Lage komme es sowohl bei den Kliniken wie auch bei den Gesundheitsämtern zu Melde-Verzögerungen. Zum Hintergrund: Die tagesaktuellen RKI-Zahlen zur Hospitalisierungsinzidenz – also Klinikeinweisungen pro 100.000 Einwohner und Woche – waren zwischenzeitlich gefallen. Auf den Intensivstationen steigt die Zahl der behandelten Covid-Patienten weiter steil an. Sie hat sich bei den Erwachsenen innerhalb eines Monats mehr als verdoppelt, auf mehr als 4600. Der Rekordwert wurde am Höhepunkt der zweiten Welle Anfang 2021 mit mehr als 5700 erreicht. Viele Tote Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Corona-Toten hat den höchsten Stand seit neun Monaten erreicht. Die Gesundheitsämter übermittelten dem RKI binnen 24 Stunden 446 Fälle von Menschen, die an oder mit Corona gestorben sind. Ein höherer Wert wurde zuletzt am 20. Februar erreicht (490). Mit Blick auf den aktuellen Wert ist zu bedenken, dass sich die Zahl der Todesfälle verzögert zur Zahl der Neuinfektionen entwickelt, da zwischen Infektion und Tod einige Zeit vergeht. Es dürften also in den kommenden Tagen noch höhere Werte erreicht werden. Zuletzt hatte die Zahl der Corona-Toten in der Pandemie die 100.000 überschritten.

 

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Traurige Nachricht von Ex-GNTM-Star - Anna Wilken hat ihr Baby verloren

Es sind Nachrichten, die einem das Herz brechen… Ex-GNTM-Star Anna Wilken (25) hat eine zweite Fehlgeburt erlitten und das Baby in der neunten Schwangerschaftswoche verloren. Das postete das Model auf Instagram. Dort schreibt sie unter ein Foto aus dem Krankenhaus: „Eigentlich wäre ich jetzt schon fröhlich in der 9. Schwangerschaftswoche – eigentlich. Doch das Herz von unserem kleinen Licht hat nicht geschlagen und wir lassen es gerade schweren Herzens gehen. Unsere kleine Welt steht seitdem still.“ Der Horror für eine angehende Mutter, die sich eigentlich nur darauf freute, ihr kleines Baby endlich in den Armen zu halten! Anna weiter: „Seit Tagen quäle ich mich Zuhause mit Wehen und Blutungen, mit vielen Tränen und teilweise auch stillschweigend. Der Ausflug ins Krankenhaus, war nur kurz, aber aufwühlend.“ Scheinbar steht die traurige Nachricht schon seit mehreren Tagen fest. „Ich hatte keine Kraft mich hier zu melden und habe diese Zeit für mich – für uns – gebraucht“, schreibt Anna. Warum sie damit jetzt an die Öffentlichkeit geht? Sie: „Selbst jetzt fallen mir diese Zeilen unglaublich schwer und doch ist es so wichtig darüber zu sprechen, aufzuklären! Denn ich bin nicht alleine mit meinem Schmerz.“ Zur Seite steht ihr jetzt ihr Freund, der TSG Hoffenheim-Kicker Sargis Adamyan. Das Model und der Fußballer sind seit sechs Jahren zusammen.

 

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Tödlicher Unfall in Innsbruck: Mann (63) von Radlader erfasst

Auf einem Firmenareal übersah ein Radlader-Lenker beim Rückwärtsfahren einen 63-Jährigen. Für den älteren Mann kam jede Hilfe zu spät. Innsbruck – Im Innsbrucker Gewerbegebiet kam es am Mittwoch gegen 8.30 Uhr zu einem tödlichen Unfall. Ein 30-Jähriger belud auf einem Firmengelände mit einem Radlader einen Lkw. Als er rückwärts fuhr, übersah er einen 63-Jährigen, der hinter dem Fahrzeug stand. Der ältere Mann wurde laut Polizei vom rechten Hinterrad erfasst. Durch das Gewicht des Radladers erlitt der 63-Jährige schwerste Verletzungen am ganzen Körper. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Ein Alkotest mit dem Lenker des Radladers verlief negativ. (TT.com)

 

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Ab in die Mitte

Für Unentschlossene in der CDU war der Auftritt der drei Vorsitz-Kandidaten keine Hilfe: Es wurden eher Gemeinsamkeiten als Differenzen sichtbar. Erstaunlich war aber die Regie - und wer zu Wort kam und wer nicht. Die erste Stunde des digitalen Gesprächswettbewerbs der drei Kandidaten ist schon fast vorbei, als die erste zarte Uneinigkeit gegen 18.58 Uhr zwischen ihnen ausgetragen wird: da geht es um den Bildungsföderalismus, den Norbert Röttgen soeben kritisiert hatte und eine klare Haltung dazu in der CDU fordert. Das lockt dann endlich mal seinen Kontrahenten Friedrich Merz aus der Reserve: "Also mit Verlaub, ich glaube nicht, dass wir den Bildungsföderalismus überwinden" - das brauche eine Zweidrittelmehrheit und koste zuviel Kraft. Auch beim Thema Klimaschutz setzen die beiden Politiker, die sich seit Merkels Rückzug vom Parteivorsitz bereits zum zweiten Mal (Röttgen) oder gar zum dritten Mal (Merz) um den CDU-Vorsitz bewerben, unterschiedliche Akzente - allerdings auch nur in Nuancen, mehr nicht. Röttgen will, dass die CDU die "kompetenteste Klimaschutzpartei" wird, die Marktwirtschaft, Technologie, soziale Akzeptanz und außenpolitische Kompetenz verbinde. Merz will das auch, nur nicht ganz so grün angestrichen und internationaler angelegt, weil man national nicht soviel erreichen, dafür potentiell enttäuschen könne. Helge Braun, der Dritte in der Runde und als noch amtierender Kanzleramtschef vor wenigen Wochen spät als Überraschungskandidat in den Wettbewerb eingestiegen, will das auch - mit Schwerpunkt auf der Wasserstofftechnologie. Ansonsten erleben die Zuschauerinnen und Zuschauer an diesem Abend viel Gemeinsamkeit nicht nur bei europa- und außenpolitischen Fragen. Alle drei Bewerber sprechen von einer "Zäsur" nach der Ära Merkel. Sie eint geradezu die Botschaft, die CDU müsse moderner werden und Antworten auf die Themen der Zeit finden. Alle drei betonen den Teamgeist, der nun in die neue Parteispitze einziehen sollte, alle verneinen die Frage nach einer Doppelspitze: das passe nicht zur Partei. Braun und Röttgen wollen Dialoge und Diskussionen zwischen den Flügeln der Partei fördern. Auch Merz hat da nichts dagegen, akzentuiert allerdings etwas mehr, was er als Vorsitzender zu tun gedenke: etwa auch Wahlkreise aufsuchen, um Frauen zu Kandidaturen zu überreden, auch um den Preis, dort dann einzelne Männer zu ärgern. Christliches Menschenbild, jeder der drei Kandidaten hat hier eine kluge Antwort, die Christen, Andersgläubige und Nichtgläubige gleichermaßen adressiert. Bis zum Schluss halten Braun, Merz und Röttgen die Linie, die Mitte der Partei ansprechen zu wollen, nicht ihre Ränder. Auffällig ist die Regie dieser CDU-Veranstaltung: Die Repräsentanz der Fragenden steht in diesen anderthalb Stunden geradezu im umgekehrten Verhältnis zu ihrer Repräsentanz in der Partei: Viele jüngere Frauen kommen zu Wort und Bürger mit Migrationshintergrund. Alle legen sie eigentlich den Finger in die Wunden der Partei, die nicht mehr bei der Wählergruppe der Unter-30-Jährigen und Frauen punktet. Eher ältere Herren kamen erst spät dran. Aber kein älterer Unternehmer, der über die Wirtschaftspolitik Merkels lästert und endlich mehr Freiheit für die Wirtschaft fordert - wie etwa die medial mächtige innerparteiliche Unterstützergruppe rund um den Wirtschaftsrat, die stets treu für Friedrich Merz trommelt. Niemand unter den Fragenden, der auch nur ansatzweise fände, dass die CDU konservativer oder deutschnationaler werden müsse - wie es vor der Bundestagswahl etwa Hans-Georg Maaßen getan hatte. Überraschend an diesem Abend erscheint die Metamorphose des Friedrich Merz der sich für seine Verhältnisse geradezu "feminisiert" hat und einmal sogar von "Wählerinnen und Wählern" spricht. Ebenso für die Frauenquote, wenn nichts anderes helfe. Röttgen wird am kritischsten mit der Partei: Aufbruch und Erneuerung brauche sie, man müsse wieder anschlussfähig werden (Jüngere, Frauen). Interessierte Frauen würden an der Parteibasis zu oft auf eine Gesellschaft von älteren Männern stoßen, "die sich selbst genügten" - und nie wieder kommen. Die Partei brauche neue Zielgruppenformate, die nicht der Abschreckung dienten. Vielleicht wird es nach diesem Abend für unentschiedene CDU-Mitglieder nicht wesentlich leichter bei soviel Gemeinsamkeit. Aber es war eine irgendwie ehrliche Veranstaltung, die viel über den Zustand der Partei erzählte. Sei es beim Thema Frauen, beim Thema Migrationshintergrund oder wie Parteitage empfunden werden: Die CDU müsse wieder interessant werden, auf Parteitagen müssten echte Diskussionen stattfinden, statt sich im "Vollzug von Ritualen" zu erschöpfen, befindet Röttgen -"kein normaler Mensch kommt dorthin, nur um zu applaudieren."

 

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Als FC Bayern gegen Borussia Dortmund ein Schützenfest war und Udo Lattek Mitleid mit dem BVB hatte

Vor 50 Jahren stand das höchste Fußballergebnis aller Zeiten an der Anzeigetafel des Grünwalder Stadions. Wer ganz genau hinschaute, konnte es sehen: Bayern 71, Dortmund 1. Nun, zu solch einem Kantersieg waren selbst die Bayern in ihrer Torrekordsaison nicht in der Lage, aber auch das 11:1 überforderte die Stadionregie. 1971 war noch weit vor dem digitalen Zeitalter, in das das Grünwalder Stadion bis heute nicht eingetreten ist, und die Anzeige wurde per Hand mit Zifferntäfelchen betrieben. Von allen Ziffern hatten sie zwei vorrätig, wie Dr. Markus Drees vom Verein "Freunde des Sechz’ger Stadions" noch 2014 bestätigte, als die Geschichte vom 11:1 wieder einmal aufgewärmt wurde. Wer hätte auch ahnen können, dass man für ein Bundesligaspiel drei Einser würde brauchen müssen? Schließlich war es der erste und bis heute einzige zweistellige Sieg der Bayern, in einer Zeit weit bevor man vom deutschen Klassiker oder vom Germanico sprach. Die Bayern und die Dortmunder, in den Sechzigern Deutschlands erste Europapokalsieger, trennten in den Siebzigern Welten. Nie war die Kluft größer als am 16. Spieltag 1971/72. An diesem 27. November ist Bayern gegen Dortmund alles andere als ein Gipfeltreffen, der Zweite empfängt den Fünfzehnten. Im Kicker ist zu lesen: "Die Borussen werden am Freitag nur mit der Hoffnung nach München fliegen, nicht zu arg unter die Räder zu kommen." BVB-Trainer Horst Witzler wünscht sich "eine knappe Niederlage". Schließlich hat er auch noch arge Personalsorgen. Die Bayern nicht, ihre Sorge gilt der noch möglichen Herbstmeisterschaft, dazu darf der Rückstand zu Tabellenführer Schalke vor dem Gipfeltreffen am letzten Tag der Hinrunde nicht abreißen. Sie haben also nichts zu verschenken, jedes Tor zählt. Davon wird es viele geben. Sie spielen 1971/72 die beste Bundesliga-Saison jener ersten goldenen Ära, am Ende werden 101 Tore gezählt – bis heute einmalig! Mehr als ein Zehntel davon fallen an jenem trüben November-Samstag, womit natürlich niemand rechnet. 18.000 Besucher finden sich ein im Stadion an der Grünwalder Straße, es ist die letzte Bayern-Saison vor dem Umzug ins Olympia-Stadion. Mehr als doppelt so viele gehen hinein, aber es ist nicht die Zeit der vollen Stadien. Eine Folge des Bundesliga-Skandals, in den beide Klubs allerdings nicht verwickelt sind. Der FC Bayern vermeldet mit dieser Kulisse sogar noch den zweitbesten Tagesbesuch – aber die mit Abstand höchste Torfrequenz. Trainer Udo Lattek beantwortet am Spieltag die letzte offene Frage; auf Rechtsaußen stürmt Franz Krauthausen statt Edgar Schneider, alle sechs Nationalspieler sind an Bord. Maier, Beckenbauer, Schwarzenbeck, Breitner, Hoeneß, Müller – die Namen der kommenden Europa- und Weltmeister kennt schon 1971 jedes Kind, das einem Fußball nachläuft. Der BVB hat so etwas nicht zu bieten. Torwart Jürgen Rynio sagt noch Jahrzehnte später entschuldigend: "Ein 1:11 ist immer blamabel und darf in der Bundesliga eigentlich nicht vorkommen. Ein bis zwei Jahre vorher wäre das nicht passiert, da hatten wir noch einige ältere Spieler in unseren Reihen gehabt. Wir waren eine junge Mannschaft, die im Neuaufbau stand." Und die an diesem Tag von den Bayern nach allen Regeln der Kunst deklassiert wird. „Es hätte noch schlimmer kommen können“, schrieb der Münchner Merkur angesichts einer Flut ungenutzter Torchancen, darunter allein drei Pfostenschüsse. Das Grünwalder erlebte den regelrechten Zusammenbruch einer Fußballmannschaft, wie sich Rynio erinnert: "Die hatten Chancen ohne Ende. Wir haben es einfach laufen lassen. Ich habe noch versucht, das Mittelfeld zu organisieren und die Abwehr zu kommandieren, aber irgendwann hat keiner mehr reagiert." Heraus kam ein Schützenfest. 12. Minute: 1:0 Gerd Müller, auf Flanke von Uli Hoeneß. 20. Minute: 2:0 Hoeneß, mit einem „Nachschuss“ per Kopf. 39. Minute: 3:0 Willi Hoffmann, Schlenzer nach Solo. BVB-Verteidiger Werner Lorant, 22 Jahre später in diesem Stadion gefeierter Aufstiegstrainer der Löwen, wird ausgewechselt. 44. Minute: 4:0 Müller, Volleyschuss. Bayerns Ex-Trainer Tschik Cajkovski sagt auf der Tribüne: „Die Dortmunder Jungen nicht so schlecht, müssen nur viel, viel offensiver spielen.“ Wiederanpfiff: Sepp Maier hat sich eine lange Hose angezogen, es friert ihn zu sehr. Der BVB tauscht erneut aus und erschöpft damit bereits sein Wechselkontingent: Verteidiger Theodor Rieländer für Libero Branco Rasovic. Witzler denkt nicht an Offensive. 49. Minute: 5:0 Hoeneß mit scharfem Flachschuss von halbrechts. 54. Minute: 6:0 Beckenbauer nach Solo 57. Minute: 6:1 Weinkauff nach Koppenhöfers Fehlpass. 59. Minute: 7:1 Breitner trifft aus der zweiten Reihe, Rynio ist die Sicht versperrt. Der Torwart fragt sich nun, „ob die eigentlich zweistellige Ergebnisse zeigen können an der Anzeigetafel. An so was denkt man als Torwart, wenn die Dinge so laufen.“ Als hätte er die Probleme geahnt, die da kommen würden. 64. Minute: 8:1 Roth-Hammer nach Hoeneß-Vorlage. 83. Minute: 9:1 Müller, typischer Drehschuss. 88. Minute: 10:1 Roth trifft aus 20 Metern. 90. Minute: 11:1 Müller per Abstauber mit links, weil Rynio Beckenbauers Schuss nicht festhalten kann. Fertig ist Bayerns Rekordsieg in der Bundesliga und Borussias damalige Rekordpleite, ehe sie 1978 von Gladbach gar mit 12:0 überrollt werden wird. In der Bundesliga-Historie hat es überhaupt nur zwei höhere Siege gegeben, beide durch Borussia Mönchengladbach, die 1967 schon 11:0 gegen Schalke hingelegt hat. Nun gehört auch Bayern zum Klub der Zweistelligen, Trainer Udo Lattek merkt an: "Heute haben wir gezeigt dass wir einen Gegner auch killen können." Kurios: In den Katakomben hört man schimpfende Bayern und witzelnde Dortmunder. Uli Hoeneß etwa ist selbstkritisch: "Wenn wir so hoch führen, fehlt mir einfach der richtige Ehrgeiz. Fünf Tore hätte ich schießen können." Borusse Dieter Weinkauff, der Torschütze, spottet derweil fatalistisch: "Ein Weinkauff ist eben nicht genug", weshalb Rynio ihm hätte "an die Gurgel gehen können." Noch einen Konjunktiv bringt der Torwart ins Spiel: "Wir hätten ein Time-out wie beim Handball gebraucht." Er hat am meisten unter dem Debakel zu leiden. "Ich weiß noch dass die Bild -Zeitung am Montag eine ganze Seite gemacht und alle Tore gezeigt hat. Und dann kamen die Leute mit der Zeitung in der Hand zu mir und sagten: ‚Na den hättste doch haben können’. Als wenn das noch eine Rolle gespielt hätte. Eigentlich habe ich ja sogar ganz gut gespielt an dem Tag", beteuerte er 2012 gegenüber dfb. de. Auf der Pressekonferenz werden 1971 gemäßigte Töne angeschlagen. Lattek hat sogar Mitleid mit dem BVB: "Wenn ein Spiel so läuft, dann versucht sich jeder einzelne so gut freizuschwimmen wie es geht. Von Taktik kann man da nicht mehr reden." Kollege Horst Witzler bekennt wenig überraschend, es sei "die katastrophalste Niederlage, die ich in meiner 13-jährigen Trainer-Laufbahn habe erdulden müssen", gewesen. Er gibt den Schwarzen Peter dem Vorstand, der ihm eine dermaßen unerfahrene Mannschaft überlassen habe ("Sie wurden ja regelrecht vom Lande geholt"), "und nun stehe ich da und muss den Scherbenhaufen kitten". Eine Woche später fliegt Witzler und ein halbes Jahr später steigt die Borussia ab – mit den meisten Gegentoren ihrer Historie. Vier Jahre verbringt sie in der Zweitklassigkeit, ehe sie den langen Weg zum Bayern-Rivalen antreten konnte.

 

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Merz, Röttgen, Esken, Borjans: Für Wowereit sind die Partei-Chefs aller Parteien nur mittelmäßig

Berlin. Berlins früherer Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) beklagt zu viel Mittelmaß in der deutschen Parteienlandschaft. „Was ich so schade finde, ist, wer kommt da nach, und was haste für ein Potenzial? Wenn ich mir jetzt das Drama ansehe bei der CDU. und du sollst da zwischen diesen dreien auswählen! Da wirste doch irre“, sagte Wowereit der Wochenzeitung „Die Zeit“ (49/2021) mit Blick auf die Vorsitzendenwahl der Christdemokraten zwischen Friedrich Merz, Helge Braun und Norbert Röttgen. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Das gelte auch für die SPD. „Esken und Borjans, und was da alles war, da habe ich mir auch gedacht: Das kann ja wohl nicht wahr sein“, sagte Wowereit (68). „Aber wo hast du die Figuren, die über den Tellerrand rausschauen und nicht Mittelmaß sind? Das Schlimme ist ja auch, wenn du Mittelmaß hast, dann produziert das nur noch schlechteres Mittelmaß“, so der Sozialdemokrat, der von 2001 bis 2014 Regierender Bürgermeister von Berlin war. RND/dpa

 

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Sport aktuell Blog

Meter, Punkte und Sekunden – der Sport lässt sich von der Corona-Pandemie nicht ausbremsen. Wir halten euch über das aktuelle Geschehen auf dem Laufenden. 3 x Futterkutter-Kochbuch zu gewinnen TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

 

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Wegen Migranten an Belarus-Grenze: Litauen will Ausnahmezustand verlängern

Vilnius. In der Krise um Migranten an der östlichen EU-Außengrenze zu Belarus will Litauen den Ausnahmezustand in seiner Grenzregion bis zum 9. Januar 2022 verlängern. Die Regierung des baltischen EU-Landes entschied am Mittwoch, dem Parlament in Vilnius einen entsprechenden Beschluss zur Billigung vorzulegen. Das Kabinett folgte damit einem Vorschlag der Innenministerin Agne Bilotaite. Angesichts der Lage an der EU-Außengrenze zu Belarus hatte am 10. November für einen Monat den Ausnahmezustand ausgerufen - er gilt entlang dem Grenzstreifen und fünf Kilometer landeinwärts. Zudem soll nun auch ein Abschnitt entlang der Grenze zu Polen unter die Sonderregelung gestellt werden. Damit soll die Schleusung von Migranten leichter unterbunden werden. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Nach Angaben des Innenministeriums hat die Schleusung illegaler Migranten zuletzt zugenommen - mehr als 60 Ermittlungsverfahren wurden bereits eingeleitet. Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden zufolge gebe es Verbindungen krimineller Gruppen in Litauen und Belarus. Auch werde versucht, Schleusernetzwerke aufzubauen, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums. Seit Wochen versuchen Tausende Migranten, von Belarus über die EU-Außengrenzen nach Polen oder in die baltischen Staaten zu gelangen. Die EU wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, er habe gezielt Menschen aus Krisenregionen nach Minsk einfliegen lassen, um sie dann in die EU zu schleusen und dort die Lage zu destabilisieren. RND/dpa

 

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„Organisatorischer Super-GAU“– Fassungslosigkeit über Impfstoffmangel

Ä rzte und Apotheker, Landespolitiker und Verantwortliche vor Ort sind fassungslos, wie schlecht es läuft bei der Impf-Organisation. Nicht zu reden von den Impfwilligen, deren Impftermin kurzfristig storniert wird oder die in der Novemberkälte stundenlang vor Impfstationen in der Schlange stehen und am Ende doch leer ausgehen. Die meisten sehen die Verantwortung in Berlin:

 

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Kandidaten-Dreikampf - Foto-Finish um den CDU-Vorsitz

Wenn das kein unfreundlicher Akt ist! „Ich möchte nicht, dass aus vertraulichen Sitzungen heraus eine Live-Berichterstattung in der BILD-Zeitung stattfindet und werde deshalb als Vorsitzender alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer darum bitten, vor solchen Sitzungen ihre Handys abzugeben“, sagt Ex-Unionfraktionschef Friedrich Merz (66) ziemlich am Anfang der letzten Vorstellungsrunde der drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz am Mittwochabend im Berliner Konrad-Adenauer-Haus. Eine klare Ansage zu seinen Vorstellungen von Arbeits- und Führungsstil im Falle seiner Wahl. Und eine schöne Bestätigung der Arbeit von BILD. Die beiden Mitbewerber, Kanzleramtsminister Helge Braun (49) und Außenpolitiker Norbert Röttgen (56) haben nichts einzuwenden. Nach drei einzelnen virtuellen Vorstellungsrunden stellten sich die drei Bewerber erst- und einmalig den Fragen der ausgewählten, ins Studio geladenen CDU-Mitglieder. Die alles überwölbende Frage: Was wollen die drei tun, um die Union wieder aus dem Umfragekeller und am besten zurück in die Bundesregierung zu bringen. Für Zuschauer der vorherigen Auftritte, brachte der Abend inhaltlich wenig Neues, wohl aber im direkten Vergleich von Rhetorik, Präzision, Ausstrahlung, Dynamik und Haltung der Aspiranten. Röttgen, der als einziger ohne Krawatte erschien und etwa in der Migrationsfrage „mehr über das Bereichernde von Migranten reden“ will, löste sich immer wieder vom Pult, trat in die Mitte der halbrund arrangierten Stellplätze, schnitt mit scharfen Handkanten immer wieder klar konturierte Info-Pakete aus der Luft. Präzise Gesten gern auch bei eher allgemeinen Antworten. Das Klima-Thema sei für junge Leute DAS entscheidende Thema, so sein Mantra. Wenn die Union junge Menschen gewinnen wolle, gehe das nur über eine glaubwürdige Klimapolitik. Braun dagegen stand fest am Platz, plädierte für mehr Frauen in der Partei für die Umsetzung der schon gefassten Quoten-Beschlüsse und suchte sichtlich mit Verlässlickeit und Ruhe zu punkten. Er will die professionelle Aufstellung der CDU-Geschäftsstellen verbessern und vor allem die Digitalisierung der Partei vorantreiben, weil damit auch die Beteiligung von Mitglieder bei Themen möglich werde, die über die Belange des eigenen Kreisverbands hinaus gehen. Merz wiederum lehnte ob seiner Größe (1,98 m) immer wieder mit gekreuzten Beinen am Pult, hielt die Linke lässig in der Tasche und brachte erneut seine Skepsis gegenüber Quoten („das zweite Mittel der Wahl“) zum Ausdruck. Er wolle persönlich in den Wahlkreisen sich darum kümmern, dass mehr Frauen aufgestellt würden. In einer angeblich mit den Kandidaten nicht abgesprochenen „Zwischenrunde“ konnten die drei sich gegenseitig befragen. Der Hauch eine Konkurrenz leuchtete vor einige Minuten auf: Wie er denn ohne Quote mehr Frauen in die Partei locken wolle, ging Braun Merz direkt an. Sein Team repräsentiere die Partei auf das Beste, sagte Merz und wies dezent darauf hin, dass ja auch die bisherige Führung, das Problem nicht gelöst habe. Und da sei Braun ja dabei gewesen, sollte das wohl heißen. Ob er bei seiner entschiedenen Haltung gegenüber China bleibe, wollte Merz von Röttgen wissen. Der bejahte: „China wird der umfassende Herausforderer der Weltordnung sein. Das wird auch so bleiben.“ Ein Standpunkt den sich Merz sehr zu eigen machte. Das sei auch seine Sicht und treibe ihn heftig um. Ein interessanter Winkelzug, sich die Expertise des Außenpolitikers Röttgen zu eigen zu machen. Röttgen schließlich wandte sich mit der ein wenig hinterlistigen Frage an Braun, was er denn über den Umgang von Politik mit unerwarteten Ereignissen gelernt habe, um da besser zu werden. „Politik ist immer mehr Reaktion als Aktion“, gab Braun zurück und musste einräumen, dass man das Verhältnis zu China hätte früher korrigieren müssen. Auch Pandemien könne man vorbereiten. Ein zartes Eingeständnis, dass im höflichen Diskurs fast unterging. Auch in der CDU müsse man sich für Unerwartetes besser aufstellen, so Braun. Beim Thema Rente brachte Merz erneut seinen Generationenvertrag ins Gespräch, um den Jungen eine Stimme zu geben. Braun wies darauf hin, dass die Ampel vor allem erkläre, „was sie nicht ändern wollen“. Und Röttgen schließlich wies mit einem eleganten Hinweis auf ein Treffen mit der JU in Frankfurt auf seine Kontakte zur Basis hin. Dort hätten von den 18 bis 24jährigen lediglich 5,6 Prozent die Union gewählt. „Wir müssen so sprechen, dass sie uns auch hören.“ Eine Generationen-Kommission nach Merz’schen Vorstellungen reiche da nicht. Zum Schluss durften alle drei in einer Art Foto-Finish ihre Statements zu einem selbst mitgebrachten Foto aufsagen. Merz zeigte eines mit seinen beiden Mitstreitern im Top-Team. „Wir sind ein gesamtstaatliches Integrationsangebot für die CDU. Wir werden eine gute Opposition im Bundestag sein. Wir wollen die Wahlen gewinnen im nächsten Jahr und wieder sprechfähig sein bei allen Themen. Sie können mich beim Wort nehmen. Ich werde sehr fleißig dafür arbeiten, dass die Union wieder vorwärts kommt.“ Psychologisch raffinierter ging es Norbert Röttgen an. Sein Foto zeigt ihn „meine Frau, mit unserer Tochter Judith am 18. Geburtstag“. „Familie ist eine Kraftquelle, die Ruhequelle, die man braucht. Im Kern zu wissen, neben aller Politik: Es gibt etwas anderes, etwas wichtigeres“, das sei sehr wichtig für ihn. „Familie erdet. Wenn man mal in Zweifel gerät, warum macht man das alles, dann schaue ich in die Augen meiner Tochter, meiner Frau, und dann weiß ich es wieder.“ Die Botschaft: bodenständig, Familienmensch, konservativ, ohne es beim Wort zu nennen. Helge Braun schließlich zog ein Foto vom Wahlabend 2013 hervor, als man sich jubelnd in den Armen lag. „Das jetzt ist eine neue Ära in der Opposition, die uns eine Chance gibt, dass wir uns digitalisieren, wieder attraktiv werden für andere. Dass wir da schnell wieder hinkommen, dafür will ich mich einsetzen.“ Motto: Mit alter Stärke zu neuer Kraft. Welche Botschaft am Ende am meisten zieht, dürfte spätestens nach der Stichwahl Anfang Januar feststehen.

 

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Sarkozy droht wegen mutmaßlich illegalem Geld aus Libyen weiterer Prozess

Dem bereits verurteilten französischen Ex-Präsident Nicolas Sarkozy droht ein weiterer Prozess wegen illegaler Wahlkampffinanzierung. Das Berufungsgericht in Paris wies am Mittwoch einen Antrag auf Einstellung der Ermittlungen gegen Sarkozy ab. In dem Fall geht es um den Vorwurf, Sarkozy habe für seinen ersten Wahlkampf 2007 illegal Geld von Libyens damaligem Machthaber Muammar al-Gaddafi erhalten. Die zahlreichen Justizaffären des konservativen Politikers halten Frankreich seit Jahren in Atem. Er ist der erste ehemalige Präsident Frankreichs, der wegen Vergehen während und nach seiner Amtszeit zu Haftstrafen verurteilt wurde. Im März wurde er wegen Bestechung und illegaler Einflussnahme auf die Justiz zu drei Jahren Haft verurteilt; davon setzte das Gericht zwei zur Bewährung aus. Im September verurteilte ein Gericht den ehemaligen Staatschef zudem wegen illegaler Wahlkampffinanzierung zu einem Jahr Haft ohne Bewährung. In beiden Fällen ging er in Berufung. Sollten diese Versuche scheitern, muss der 66-Jährige wohl - vorerst - dennoch nicht hinter Gitter, sondern soll in Hausarrest und per elektronischer Fußfessel überwacht werden. In der Libyen-Affäre werfen die Ermittler ihm und seinen Komplizen vor, von Gaddafis Regierung dutzende Millionen Euro erhalten zu haben, um seinen Wahlkampf zu finanzieren. Als Präsident war Sarkozy dann zunächst einer der engsten Verbündeten Gaddafis. Ab 2011 setzte er sich jedoch für den Sturz des libyschen Machthabers ein. Sarkozy weist die Anschuldigungen zurück.

 

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Olaf Scholz überrascht mit emotionalem Impf-Appell bei „Joko und Klaas“

Unterföhring Bei „Joko und Klaas gegen ProSieben“ hatten die Moderatoren wieder Sendezeit zur freien Verfügung erspielt. Dieses Mal drehte sich alles um die Corona-Lage. Eine Betroffene und ein Intensivmediziner kamen zu Wort. Und der designierte Bundeskanzler. 15 Minuten zur freien Verfügung – das ist der Gewinn, mit dem Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt am Dienstag wieder einmal aus der Sendung „Joko und Klaas gegen ProSieben“ hinausgehen konnten. Bereits einen Tag später wurde er eingelöst – wie immer um 20.15 Uhr zur besten Sendezeit. Auf welches Thema die beiden dieses Mal die Aufmerksamkeit lenken wollen, diese Entscheidung sei ihnen leicht gefallen, sagten die Moderatoren zu Anfang der Sendung. Es gebe schließlich aktuell quasi nur eins: die Corona-Pandemie. Dann verließen sie das Rampenlicht. Stattdessen stand auf der Bühne nun ein Stuhl im Fokus, auf dem nacheinander verschiedene Personen Platz nahmen. Und schließlich auch der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Scholz forderte die Zuschauenden live im Fernsehen dazu auf, sich impfen zu lassen. Neu an der vierten Corona-Welle sei, dass die Linie zwischen den Menschen, die einen schweren Verlauf haben und denen, mit einem milden Verlauf, nicht mehr zwischen jungen und alten Leuten, sondern zwischen Geimpften und Ungeimpften verlaufe. Er selbst habe bereits mehrere Intensivstationen besucht, das Leid sei dort überall zu spüren gewesen. Scholz sagte aber auch, dass ihm wegen vieler Gespräche mit Auszubildenden, Schülerinnen und Schülern sowie mit Studierenden bewusst sei, dass Abstand halten und jung sein nur bedingt zusammen passten. Unter den Zuschauenden von Joko und Klaas sind besonders viele junge Menschen. Der designierte Kanzler wies jedoch auch auf die Gefahren einer Long-Covid-Erkrankung hin. „Niemandem geht es einfach nur gut in diesen Zeiten. Mir nicht, Ihnen und Euch nicht“, sagte er. Jeder könne und solle sich impfen lassen. „Ich möchte, dass wir bis Weihnachten bis zu 30 Millionen Impfungen in die Oberarme kriegen.“ Wie eine Long-Covid-Erkrankung verlaufen kann, zeigte das Beispiel der ersten Rednerin auf dem Stuhl. Die 23-jährige Luisa erzählte davon, wie sie sich im vergangenen Jahr in Spanien mit dem Coronavirus infizierte und daraufhin 38 Tage auf der Intensivstation gelegen habe – den Großteil davon im künstlichen Koma. Vor ihrer Erkrankung habe sie viel Sport gemacht, sagte sie. Nun habe sie das Laufen erst ganz neu wieder laufen lassen, sei zwischenzeitlich auf einen Rollstuhl und dann auf einen Rollator angewiesen gewesen. Ihr Leben sei noch immer von Therapien bestimmt. Auch der Oberarzt der Intensivstation der Charité, Daniel Zickler, kam zu Wort. Er sprach anschaulich davon, wie es Patientinnen und Patienten mit einem schweren Verlauf in der Klinik ergehe. Viele Menschen seien danach schwer gezeichnet für ihr Leben. Sich nicht impfen zu lassen, sei darum ein Russisch-Roulette-Spiel – nicht nur mit der eigenen Gesundheit, sondern auch mit der Gesundheit anderer. Das Personal der Intensivstation sei bereit, noch einmal an seine Grenzen zu gehen, benötige dafür jedoch die Unterstützung der Zuschauenden: durch Impfungen und die Beschränkung von Kontakten. In der Vergangenheit haben die beiden Moderatoren die 15 Minuten unter anderem dazu genutzt, um auf den Pflegenotstand aufmerksam zu machen, Einblicke in die Situation Geflüchteter im Lager Moria zu geben oder mit der Ausstellung „Männerwelten“ auf sexualisierte Gewalt und Sexismus aufmerksam zu machen. In der vergangenen Woche war zur besten Sendezeit zu sehen, wie sie jeweils eine kleine Kamera schluckten. Danach wurden die Bilder aus ihren Körpern präsentiert.

 

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DWN Express - Karl Lauterbach als Gesundheitsminister? „Ich trinke jeden Tag Wein“

Der „Tagesspiegel“ berichtet: „Der viel gefragte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kann seinen eigenen Lebensstil derzeit niemandem empfehlen. Da er meistens nachts neue Studien zur

 

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Geldstrafe droht: Ansturm älterer Griechen auf Erstimpfung

Griechenland hat für ältere Menschen eine Impfpflicht eingeführt. Ab 16. Jänner sind Strafen fällig: monatlich 100 Euro Bußgeld. In Griechenland haben von Dienstag auf Mittwoch rund 20.000 ältere Menschen einen Termin zur Erstimpfung vereinbart - das sind gut zehnmal so viele wie sonst im Tagesdurchschnitt. Diese Zahlen nannte am Mittwoch Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis im Parlament. Der sprunghafte Anstieg folgte auf seine Ankündigung vom Dienstag, dass für Menschen über 60 künftig eine Impfpflicht gilt. Vom 16. Jänner an sind Strafen fällig, Ungeimpfte dieser Altersgruppe müssen dann monatlich 100 Euro Bußgeld zahlen. "Neun von zehn Griechen, die (an Covid-19) sterben, sind über 60 Jahre alt, acht von zehn sind nicht geimpft", begründete der Premier die Maßnahme im Parlament. Blieben diese Menschen ungeschützt, belasteten sie das Gesundheitssystem überproportional, weil sie stärker gefährdet seien. Gerade Ältere seien bei der Impfung jedoch zurückhaltend, im November hätten sich in dieser Gruppe von 580.000 Menschen nur 70.000 für eine Impfung entschieden. (APA/dpa)

 

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FC St. Pauli: Trainings-Schock!: Afeez Aremu und Philipp Ziereis raus

Bei St. Pauli droht plötzlich doch ein Abwehr-Problem. Mit 30 (!) Profis legten die Co-Trainer Loic Fave (28) und Fabian Hürzeler (28) in Vertretung von Chef Timo Schultz (Quarantäne) los, dann lichtete sich der Haufen. +++ BILD gibt es jetzt auch im TV! Hier geht’s zu BILD LIVE ++ Erstmal das Positive: Jakov Medic (23) war nach seiner Nasen-Operation wieder dabei. Der Innenverteidiger absolvierte die Einheit so lange mit der Mannschaft, bis Körperkontakt ins Spiel kam. Denn seine Gesichtsmaske war noch nicht fertig. Seine Rückkehr macht Mut. Doch Sorgen bereiten die Trainings-Abbrüche von Philipp Ziereis (28) und Afeez Aremu (22). Bereits nach acht Minuten ging Kapitän Ziereis mit Rückenproblemen vom Feld. Abräumer Aremu verletzte sich am rechten Fuß und musste gestützt in die Kabine gebracht werden.

 

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Covid-Massnahmenverschärfungen - Kantone reagieren

Die Kantone begrüssen die geplanten Verschärfungen der Corona-Massnahmen mit unterschiedlichem Enthusiasmus. Manche haben die Masken- und Zertifikatspflicht bereits ausgedehnt. Die Zertifikatspflicht für private Zusammenkünfte sowie die kürzere Gültigkeitsdauer von Tests werden sich wohl nicht durchsetzen. Ab Freitag wird man in der Ostschweiz an Weihnachtsmärkten winzige Weihnachtsmützen durch obligatorische Masken ergänzen müssen. Einen Tag hatten die Kantone Zeit, sich zu beraten. Der Bundesrat hat am Dienstag eine ausserordentliche Sitzung einberufen und den Kantonen einen Strauss an verschiedenen Massnahmen zur Vernehmlassung unterbreitet. Die Vorschläge des Bundesrates reichen von einer Ausweitung der Maskenpflicht bis zu einer Zertifikatspflicht für private Zusammenkünfte ab elf Personen. Einigen Kantonen ging das zu schnell: Der Aargau, Schwyz und das Wallis wollen sich erst am Donnerstag mit einer Mitteilung melden und berufen sich darauf, dass die Frist noch bis Mittwochabend 18 Uhr laufe. Wann mit einer Stellungnahme zu rechnen sei, sei schwierig zu sagen, lassen die zuständigen Medienverantwortlichen in Zürich und Neuenburg am Mittwochmorgen ausrichten. Bern will besseren Grenzschutz Schnell entschlossen war dagegen der Berner Regierungsrat: Kurz nach 12 Uhr gab er bekannt, dass er die Ausweitung der Zertifikatspflicht grundsätzlich unterstütze. In seinem Schreiben weist er darauf hin, dass der Kanton bereits entsprechende Massnahmen ergriffen hat. Am 26. November sei beschlossen worden, die Maskenpflicht in Innenräume und in Schulen auszuweiten. Auch die Rückkehr ins Home-Office wurde bereits antizipiert. Hingegen wehrt sich der Kanton Bern gegen eine Zertifikatspflicht im Familien- und Freundeskreis. Der Berner Regierungsrat erachtet diese als «nicht kontrollierbar». Er befürchtet, dass so «die Spaltung in vielen Familien noch weiter vorangetrieben» werde, was «gerade in der Vorweihnachtszeit unbedingt zu vermeiden» sei. Stattdessen plädiert er dafür, statt den privaten Bereich einzuschränken, den Grenzschutz konsequenter zu handhaben. Auch von repetitiven Tests in Schulen, wie dies der Bundesrat vorgeschlagen hat, sieht der Kanton Bern ab. Er will weiterhin nur bei Ausbrüchen testen. Gleich verhält sich in dieser Frage der Vorstand der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren. Auch er will kein Obligatorium für serielles Testen an Schulen. Das hat er an einer dringlichen Sitzung am Dienstagabend beschlossen. Wie die Thurgauer Bildungsdirektorin Monika Knill am Mittwoch an einer Medienkonferenz in St. Gallen sagte, ist man der Meinung, serielles Testen sei nicht überall zielführend. In der Ostschweiz nur noch mit Maske Aussergewöhnlich schnell haben für einmal die vier Ostschweizer Kantone Appenzell Ausserrhoden, Appenzell Innerrhoden, St. Gallen und Thurgau reagiert. Am Mittwochmorgen luden die vier Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren in St. Gallen zu einer Medienkonferenz. Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie haben sie es geschafft, ihre Massnahmen aufeinander abzustimmen. Ab Freitag gilt in der Ostschweiz an Veranstaltungen, Märkten und Messen im Innen- wie auch im Aussenbereich eine durchgehende Maskenpflicht. Diese wird zudem auf die Warte- und Zugangsbereiche des öffentlichen Verkehrs ausgeweitet. Auch wer sich in Spitälern, Kliniken, Alters- und Pflegeheimen aufhält, wird dort eine Maske tragen müssen – unabhängig davon, ob man beim Eingang ein Zertifikat gezeigt hat oder nicht. Die vier Kantone rufen weiter dazu auf, die üblichen Hygieneregeln wieder stärker zu beachten: Hände waschen, Fenster öffnen, Abstand halten, Maske tragen. Auch fordern sie Betriebe auf, wieder vermehrt auf Home-Office umzustellen. Obwohl die Fallzahlen rekordhoch sind, hält die Ostschweiz an einer Politik der kleinen Schritte fest. Repetitive Tests an Schulen sind nur im Thurgau geplant. Auch eine Ausweitung der Zertifikatspflicht ist nicht vorgesehen. Damit könnte der Massnahmenkatalog der notorisch saumseligen Ostschweiz am Freitag, wenn der Bundesrat entscheidet, bereits wieder überholt sein. Westschweiz setzt sich für Gastronomie ein Auch in Freiburg war eine ausserordentliche Sitzung des Staatsrats vonnöten, um die Vorschläge des Bundesrates zu beraten. Was dabei herauskam, kann mit «Ja, aber» zusammengefasst werden. Man unterstütze die Absicht, landesweit neue Massnahmen vorzuschreiben, erachte gewisse Absichten aber als «nicht durchführbar». Namentlich stellt sich die Freiburger Regierung gegen die Sitzpflicht in der Gastronomie oder regelmässige Tests an den Schulen. Auch sei die Aufhebung der Kapazitätsgrenzen ein «widersprüchliches Signal». Die Waadt begrüsst schnelle Massnahmen ebenfalls, damit Schliessungen verhindert werden können. So sei die Ausweitung der Zertifikats- und Maskenpflicht ein «wirksames Mittel» im Kampf gegen die Pandemie. Vorbehalte hat auch die Waadt gegenüber repetitiven Tests an Schulen. Und: Die Sitzpflicht in der Gastronomie sei willkommen, aber nur, wenn darunter leidende Betriebe wie Bars und Klubs entschädigt würden. Zusätzlich fordert die Waadtländer Regierung den Bundesrat auf, die Quarantänepflicht für Einreisende sofort aufzuheben – kurz vor der Wintersaison sei diese Hürde für den Tourismussektor «mutmasslich unüberwindbar». Auch Basel-Stadt bemerkt, dass die vom Bundesrat geforderte Sitzpflicht in der Gastronomie vor allem für Klubs und Bars «sehr einschneidend» ist. Der Basler Regierungsrat fordert daher, dass der Bund das Härtefall-Programm für diese Betriebsarten wieder öffnet beziehungsweise verlängert. Auch in anderen Bereichen spricht sich der Kanton für Entschädigungen aus. Zürich will strengere Testregeln Fristgerecht um 18 Uhr schickte auch der Kanton Zürich seine Stellungnahme. Wie alle anderen Kantone spricht auch er sich gegen eine Zertifikatspflicht im Familien- und Freundeskreis aus. Auch eine Sitzpflicht im Innern von Gastronomielokalen lehnt der Zürcher Regierungsrat ab. Anders als die anderen Kantone unterstützt er eine Beschränkung der Gültigkeitsdauer der Testzertifikate. Bezüglich Home-Office bevorzugt der Kanton die mildeste Variante, nämlich die Empfehlung, zu Hause zu arbeiten, soweit dies möglich ist. Auch soll man sich mittels Zertifikat von der Maskentragpflicht am Arbeitsplatz befreien können, wie aus der Antwort am Mittwochabend hervorgeht. Wie ernst die Zürcher Regierung die momentane Lage einschätzt, zeigt sich daran, dass sie den Sonderstab «Corona 19» wieder einsetzt, nachdem dieser im Juni aufgelöst worden ist. Mehrheit der Massnahmen angenommen Viele Kantone hatten sich bereits vor der Vernehmlassung positioniert. Neben dem Kanton Bern haben beispielsweise auch die Kantone Basel-Stadt, Schwyz und Wallis vor einigen Tagen die Massnahmen auf kantonaler Ebene verschärft. Die Masken- und Zertifikatspflicht wurde ausgedehnt und eine Empfehlung für Home-Office abgegeben. Nichts von einer Home-Office-Regelung will der Kanton Schaffhausen wissen: Massnahmen am Arbeitsplatz gelten dort gegenwärtig nicht und sollen nur gemäss Vorgabe des Bundesrats umgesetzt werden. Der Massnahmenkatalog, den der Bundesrat am Dienstag vorgeschlagen hat, dürfte sich somit weitgehend durchsetzen. Neben der Zertifikatspflicht für private Treffen ab 11 Personen dürfte es auch die verkürzte Gültigkeitsdauer von Tests schwer haben. Geht es nach dem Bundesrat, sollen PCR-Tests bald nur noch 48 statt 72 Stunden und Antigen-Schnelltests 24 statt 48 Stunden gültig sein. Mit Ausnahme von Zürich wurde diese Massnahme von keinem Kanton positiv kommentiert. Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Die Zahlen steigen: Fast 3000 Schüler in Niedersachsen mit Corona infiziert

Die Corona-Fälle an den Schulen nehmen zu: In Niedersachsen haben sich zuletzt fast 3000 Schülerinnen und Schüler mit dem Coronavirus infiziert. Das ist ein deutlicher Anstieg zur Vorwoche. Die Zahl der mit Corona infizierten Schülerinnen und Schülern in Niedersachsen und Bremen ist weiter gestiegen. Wie die Kultusministerkonferenz (KMK) am Mittwoch bekannt gab, waren in der vergangenen Woche in Niedersachsen den Schulen 2928 infizierte Schüler den Schulen bekannt. Eine Woche zuvor lag die Zahl noch bei 2013 Schülerinnen und Schülern. Auch deutschlandweit stieg die Zahl der Corona-Fälle an Schulen. In der vergangenen Woche waren laut KMK 93.487 Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern bekannt. In der Vorwoche waren es rund 72.000. Darüber hinaus waren rund 152.000 von 10 Millionen Schülern in Quarantäne (Vorwoche rund 126.000). Die KMK legt im Wochenrhythmus Zahlen vor. Grundlage sind Rückmeldungen aus den Bundesländern aus mehr als 28.000 allgemeinbildenden Schulen und Berufsschulen mit etwa 10 Millionen Schülerinnen und Schülern. Insgesamt gibt es in Deutschland etwa 11 Millionen Schülerinnen und Schüler und rund 40.000 Schulen und Berufsschulen. An fast 1500 Schulen gab es demnach in der vergangenen Woche Einschränkungen im Präsenzbetrieb (Vorwoche: 1000 Schulen). 140 Schulen waren geschlossen (Vorwoche: 66). Von RND/dpa

 

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Wolfsburg-Plan 2023: Schmadtke geht, Schäfer rückt auf - Kommt dann Schlaudraff?

Der VfL Wolfsburg bereitet sich auf den Abschied von Manager und Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke vor. Der 57-Jährige soll seinen bis 2022 laufenden Vertrag demnächst um ein weiteres Jahr verlängern, 2023 ist dann wahrscheinlich Schluss für den ehemaligen Torwart, der vor seiner Wolfsburger Zeit auch schon bei Alemannia Aachen, Hannover 96 und dem 1. FC Köln in sportlicher Verantwortung stand. Der von Ex-VW-Vorstand Frank Witter geleitete VfL-Aufsichtsrat und Schmadtke haben sich bereits vor Monaten darauf geeinigt, über eine Verlängerung des aktuellen Arbeitspapiers in der jetzt kommenden Winterpause befinden zu wollen. Dass der Vertrag noch einmal verlängert wird, gilt Dass der Vertrag noch einmal verlängert wird, gilt als wahrscheinlichste Möglichkeit - fixiert ist es allerdings noch nicht. Schmadtke selbst äußert sich dazu - und zu allen anderen Themen - aktuell nicht, möchte bis Hinrunden-Ende möglichst wenig öffentlich auftauchen. Anlass für den selbstbestimmten Rückzug auf Zeit war die öffentliche Diskussion rund um das Aus von Trainer Mark van Bommel nach nur neun Bundesliga-Spieltagen. Der Wolfsburger Manager war zunehmend genervt davon, wie seine vermeintlich schlechten Beziehungen zu Trainern bewertet wurden. Kurzfristig amtsmüde ist er deswegen jedoch nicht - und längst gibt es Überlegungen für eine geordnete Übergabe der sportlichen Verantwortung beim VfL. Sportdirektor und Ex-Wolfsburg-Profi Marcel Schäfer soll Schmadtkes Nachfolger werden, daraus machten die beiden seit ihrem Amtsantritt 2018 nie ein Geheimnis, ließen lediglich das "Wann" offen. Nun gibt es eine Art Zeitplan, nach dem Schäfer 2023 in die Geschäftsführung aufrücken soll. Offen bleibt die Frage, ob und wie Schäfers Position des Sportdirektors dann neu besetzt werden würde. Die Sport-Bild brachte Schmadtke-Sohn und VfL-Scout Nils ins Spiel, Kandidat ist aber nach wie vor auch Jan Schlaudraff. Der ehemalige Hannover-Profi war zuletzt Dauergast in der Wolfsburger VW-Arena, wird aber seine Funktionärskarriere erst einmal woanders fortsetzen - beim VfL-Kooperationspartner SKN St. Pölten in Österreich. Schlaudraff, von April 2019 bis Januar 2020 Assistent der Geschäftsführung und Sportdirektor bei 96, soll seinen Job als Sportchef des österreichischen Zweitligisten im Januar antreten. Dass der 38-Jährige dann von den Wolfsburgern bezahlt werde, hatte SKN-Boss Helmut Schwarzl bereits im Oktober bestätigt. Die Finanzierung laufe laut "Kurier" über den gemeinsamen Sponsor VW. Schwarzl: "Es ist noch nichts unterschrieben, er ist aber schon dabei, Österreichs Fußball kennenzulernen.“ Schlaudraffs Job in St. Pölten würde dann die Kooperation zwischen dem VfL und dem niederösterreichischen Klub weiter mit Leben füllen. Seit dieser Saison sind mit Lino Kasten, Ulysses Llanez und Yoon-Sang Hong drei Wolfsburger Talente an den SKN ausgeliehen, im Winter folgen möglicherweise ein oder zwei weitere Spieler. Anfangs tat sich der Erstliga-Absteiger in der 2. Liga schwer, verlor sechs der ersten acht Liga-Partien, kassierte aber in den folgenden acht Spielen bis zur Winterpause nur noch eine weitere Niederlage. Kasten ist Stammtorwart, Llanez (drei Saisontore) eine feste Größe in der Offensive, Hong (zwei Saisontore) kam hauptsächlich als Joker zum Einsatz. In der 16er-Liga ist St. Pölten Neunter, erst Mitte Februar geht die Saison dort weiter. Bedenken, dass St. Pölten als Ausbildungsklub für VfL-Spieler und nun auch für VfL-Funktionäre endgültig zum reinen "Farmteam" der Wolfsburger werden könnte, hat Schwarzl nicht. „Wir werden ganz sicher kein Satellitenklub", sagte er dem Kurier, es sei aber klar, "dass es nach dem Abstieg ohne die Partnerschaft mit Wolfsburg und VW ganz schwer geworden wäre."

 

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Mehr zum Coronavirus

Neue politische Maßnahmen beruhen auf diesem Wert. Dabei gibt es an dieser Kennzahl für die Beurteilung der Corona-Lage große Kritik. mehr

 

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"Landmarks" in Ingolstadt: Von der Schmiererei zum Kunstwerk

Plus Beim Projekt „Landmarks“ werden Gebäudefassaden in Ingolstadt von renommierten internationalen Künstlern gestaltet. Wie die Idee entstanden ist und was die Graffiti-Szene damit zu tun hat. Einst galten sie als kriminelle Schmierereien, heute sind sie Kunst: Graffitis. Ganz offiziell zieren sie Gebäudefassaden in Großstädten wie Berlin oder Hamburg. Doch auch in Ingolstadt sind die großflächigen Bilder längst angekommen. Im Rahmen des Projekts „Landmarks“ sollen ab 2022 internationale Künstler Fassaden in farbenfrohe Kunstwerke verwandeln und so die Wahrnehmung der Stadt positiv beeinflussen.

 

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Hannover 96: Not-Trainer Christoph Dabrowski: Erst Nudeln, dann Profi-Debüt

Auf den Parkplatz vom Chef-Trainer hat er sein Auto nicht gestellt. Was BILD bereits berichtete, ist seit Mittwochvormittag offiziell: Christoph Dabrowski (43) ist der Nord-Derby-Not-Trainer bei Hannover 96. Der U23-Coach, seit acht Jahren in der Talente-Akademie der Roten, kriegt den Ein-Spiel-Job. U19-Trainer Stephan Schmidt (45) war am Ende kein Thema. Marcus Mann: „Wir haben nur mit Dabro gesprochen. Er hat klar gesagt: ‚Wenn ich helfen kann, bin in jederzeit bereit.‘“ Daraufhin hat der Sportchef den Ex-Profi zum Derby-Dabrowski befördert. Etwas kurios: Das Vormittags-Training leiteten trotzdem noch die Co-Trainer Barlemann und Hesse. Obwohl Dabro, nach einem freien Dienstag bei der Familie in Dortmund, schon morgens in der Arena war. „Wir haben uns kurz ausgetauscht“, bestätigt Mann. Auch mit Barlemann/Hesse gab es ein Gespräch und die Entscheidung, dass die beiden die erste Einheit des Tages leiten. +++ BILD gibt es jetzt auch im TV! Hier geht’s zu BILD LIVE +++ Die Profis bekamen ihren Derby-Chef erst später zu sehen: Vorstellung bei Nudeln und Salat! Beim gemeinsamen Mannschafts-Mittagessen (Fisch, Fleisch, Nudeln, Salat) in der Arena war Dabrowski dann dabei. Zwei Stunden später übernahm er auch aktiv auf dem Trainingsplatz den Chef-Job bei den Roten. Dabro trotz stürmischem Wind ohne Mütze, ließ die Truppe auf unterschiedlich große Felder spielen. Zweikämpfe, Ball-Eroberungen, Abschlüsse. Es war laut, intensiv – und manchmal auch schmerzhaft. Ennali bekam einen Querschläger von Kaiser aus kürzester Distanz ins Gesicht. Der Jung-Profi musste kurz behandelt werden, machte dann weiter. Dabrowski beobachtete alles, meist mit vor der Brust verschränkten Armen. Nach einer Stunde beendete er sein Debüt-Training als Not-Trainer. Fest steht: Dabro wird in jedem Fall nur Ein-Spiel-Chef. Mann: „Es geht nur um das Spiel am Sonntag, so ist es auch klar besprochen.“ Unabhängig von einer möglichen schnellen Einigung mit einem Zimmermann-Nachfolger noch vor Sonntag – und vom Ergebnis. Selbst bei einem 5:0-Sieg ist Dabro nur Nord-Derby-Not-Trainer. Aber: Am Sonntag darf er sein Auto auf dem Cheftrainer-Parkplatz abstellen.

 

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Entwurf für Bund-Länder-Treffen: Diese Regeln sollen künftig bundesweit für Fußballspiele gelten

50.000 Zuschauer wie beim rheinischen Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach am vergangenen Samstag wird es wohl in absehbarer Zeit nicht mehr in den deutschen Fußballstadien geben. Vertreter von Bund und Ländern streben bei der Konferenz am Donnerstag offenbar eine Begrenzung der Zuschauerzahlen bei Großveranstaltungen im Freien, also auch im Fußball, an. Laut einem Entwurf für das Treffen, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (zu dem auch der SPORT BUZZER als Sportportal gehört) vorliegt, sollen maximal 30 Prozent der jeweiligen Stadionkapazität ausgenutzt, aber höchstens 10.000 Plätze besetzt werden dürfen. Dabei solle 2G (geimpft oder genesen) oder 2G-Plus (mit zusätzlichem negativem Test) gelten. Damit würde die Politik Geisterspiele zunächst ausschließen - und die Frage nach Fans im Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München am kommenden Samstag im Dortmunder Signal Iduna Park dürfte dann auch geklärt sein. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte am Mittwoch bereits gegenüber RTL/ntv eine ähnliche Regelung für Nordrhein-Westfalen angekündigt: "Wir haben uns in der Regierung darauf verständigt, dass wir jetzt erst einmal die Kapazität der Stadien auf ein Drittel beschränken werden. Keine Stehplätze mehr, alles auf Sitzplätze und dann halten wir das für vertretbar." CDU-Landtagsfraktionschef Bodo Löttgen sagte im Plenum, die schwarz-gelbe Koalition entscheide sich "für eine signifikante Reduzierung der Zuschauerzahlen schon ab Samstag". Angesichts zu erwartender neuer Kapazitätsbegrenzungen in den Stadien am Wochenende hatten am Mittwoch mehrere Klubs bereits erste Vorkehrungen getroffen. Der BVB stornierte vor seinem Topspiel alle bereits verkauften Tickets. Dortmund teilte am Mittwoch zur Begründung mit, man rechne mit einer "pandemiebedingten Reduzierung der Kapazitäten" durch die nordrhein-westfälische Landesregierung. Auch Borussia Mönchengladbach annullierte vor seinem Spiel gegen den SC Freiburg am Sonntag (17.30 Uhr) sämtliche schon erworbenen Karten. Arminia Bielefeld kündigte zumindest an, erstmal keine Eintrittstickets für das Spiel gegen den 1. FC Köln am Samstag (15.30 Uhr) mehr verkaufen zu wollen. Bund und Länder wollen an diesem Donnerstag final über strengere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie entscheiden. Dabei geht es unter anderem um Details einer bereits ins Auge gefassten bundesweiten Verringerung der Zuschauerzahlen bei Großveranstaltungen wie der Bundesliga. Ziel der Politik ist es, hier eine einheitliche Linie, die dann für alle Bundesländer gelten soll, zu finden.

 

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Kommentar zu Airbus: Eine Partie ohne Gewinner?

Mit weiteren Warnstreiks wollen sich Beschäftigte des Flugzeugbauers Airbus gegen den geplanten Konzernumbau wehren. Management und IG Metall sollten nun alles daran setzen, einen Großkonflikt zu vermeiden, meint Bernd Haase Beim Schach würde man sagen, ein Kontrahent nutzt eine schwache Position des anderen aus. Genau das macht die IG Metall bei Airbus, indem sie mitten im geplanten Hochlauf der Produktion nach der zwischenzeitlichen pandemiebedingten Flaute mit einem Großkonflikt droht. Das Problem für das Airbus-Management ist, dass im Flugzeugbau nicht einfach Schalter umgelegt werden. Wegen der technisch anspruchsvollen Vorfertigung von Komponenten dauert es mehr als ein Jahr, um die Stückzahlen wieder zu steigern. Die Gewerkschaft mag ihre Gründe für das Vorgehen haben. Mit dem Umbau bei der Fertigung plant das Management keine kleinen Korrekturen, sondern Strukturveränderungen. Und eine schlüssige Begründung dafür, dass die Teilefertigung bei einem noch nicht benannten Investor besser aufgehoben wäre als im Konzern, hat Airbus noch nicht geliefert. Trotzdem sollte die IG Metall ihre augenblickliche Stellung nicht überreizen. Perspektiven über das Jahr 2030 hinaus zu verlangen zum Beispiel klingt ambitioniert. Keiner weiß, wie sich die Luftfahrt durch langfristige Folgen der Pandemie und angesichts des Klimawandels in einem Jahrzehnt entwickelt. Ein ebenfalls nicht ganz unwesentlicher Aspekt: Bei Airbus sind die nationalen Befindlichkeiten von Deutschen einerseits und Franzosen andererseits besonders groß. Dass beide Seiten kompromissfähig sind, haben sie mit einer Verständigung über den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bewiesen. Wenn das dieses Mal nicht gelingt, könnte sich eine Partie entwickeln, bei der am Ende nur Verlierer am Tisch sitzen. Von Bernd Haase

 

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Großbrand bei Bauernhof in Längenfeld: Tiere gerettet, Löscharbeiten dauern an

Der Besitzer des Hofes wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus geflogen. Das Wohnhaus in unmittelbarer Nähe blieb unversehrt. Längenfeld – Zu einem Großbrand kam es am Mittwoch auf einem Bauernhof in Unterlängenfeld, laut Polizei fing gegen 11.20 Uhr ein Nebengebäude Feuer. Der Hofbesitzer wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus Zams geflogen. Gemeinsam mit weiteren Anwesenden hatte er die Tiere aus dem Stall ins Freie gerettet, sie wurden nicht verletzt. Das in unmittelbarer Nähe befindliche Wohnhaus blieb unbeschädigt. Fünf Feuerwehren aus dem Bezirk Imst rückten zum Löscheinsatz aus, auch Polizei und Rettung standen im Einsatz. Wie die Polizei berichtete, dauerten die Lösch- und Aufräumarbeiten bis in Abendstunden an. Die Brandursache war zunächst noch unklar. (TT. com) 📽️ Video| Bauer bei Hofbrand im Ötztal verletzt: Sobald Sie das Video laden, werden Daten zwischen Ihrem Browser und APA Videoplattform (Datenschutz) ausgetauscht. Durch Klick auf "Zustimmen und Abspielen" werden alle Drittanbieter-Inhalte künftig automatisch geladen. Sie können diese Funktion später jederzeit wieder deaktivieren. 3 x Futterkutter-Kochbuch zu gewinnen TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

 

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Corona - Otto Schily rechnet ab: „Nicht einmal China hat eine allgemeine Impfpflicht“

Riesen-Debatte um die Impfpflicht in Deutschland: Jetzt schaltet sich auch Ex-Innenminister Otto Schily (89, SPD) in die Diskussion ein! In einem Gastbeitrag in „ Welt “ schreibt Schily: „Ich bin bereits dreimal geimpft und empfehle die Impfung besonders vulnerablen Menschen. Aber eine allgemeine Impfpflicht ist unverantwortlich.“ ▶︎ „Nicht einmal in der sonst so vehement als autoritär gescholtenen Volksrepublik China besteht eine allgemeine Impfpflicht“, so Schily weiter. Bei diesem Thema hat er nur wenig Vertrauen in die Politiker: Bekanntlich sei „die Verlässlichkeit von Versprechen in der Politik ohnehin nicht selten eher begrenzt“. Besonders stört den Ex-Bundesinnenminister, dass mehr und mehr Politiker beim Thema Impfpflicht umkippen. In einer „spannungsreichen Zeit“, in der es besonders darauf ankomme, „das Vertrauen in die demokratischen Entscheidungsprozesse zu festigen“ sei es „gewissenlos“, die früheren Entscheidungen, die den Kern der Grundrechte angehen, über Nacht für nichtig zu erklären. Fakt ist: In den letzten Wochen war Olaf Scholz nicht der Einzige, der seine Meinung zur allgemeinen Impfpflicht um 180 Grad gedreht hat! Immer mehr Politiker zeigen sich jetzt offen für eine Impfpflicht. Schily sagt klar: „In einer freiheitlich-rechtsstaatlichen Demokratie darf sich der Staat nicht anmaßen, dem einzelnen Menschen eine bestimmte ärztliche Behandlung aufzuzwingen, das gilt umso mehr angesichts der Tatsache, dass es sich um neu entwickelte Impfmethoden handelt, deren Langzeitfolgen nach einem relativ kurzen Zeitabschnitt der Anwendung keineswegs abschließend verlässlich beurteilt werden können.“ ► „Eine allgemeine Impfpflicht ist schlicht verfassungswidrig“, so Schily deutlich. Und er warnt: „Eine allgemeine Impfpflicht wird die schon jetzt erkennbaren Spaltungstendenzen in der Gesellschaft auf hochgefährliche Weise verstärken bis hin zu Gewaltausbrüchen.“ Das sei nicht zu verantworten, so Schily. ▶︎ Zudem müsse der Staat erst einmal dafür sorgen, dass allen Impfwilligen die Möglichkeit gegeben werde, sich vollständig impfen zu lassen. „Wenn beispielsweise in Berlin viele Menschen in der kalten Witterung Schlange stehen müssen, um eine Impfung zu erhalten, schließlich aber wieder nach Hause geschickt werden, dann ist das leider keine Ausnahme“, so Schily in der „Welt“. Schily rechnet knallhart mit der Corona-Politk ab: Die Impfpflicht diene „nur der Vernebelung der Tatsache, dass die Politik offensichtlich nicht imstande ist, sich auf die Maßnahmen zu verständigen, die wirklich der Gesunderhaltung der Menschen dienen“.

 

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Söder stellt Zwangsgelder für Verstöße gegen Impfpflicht in Aussicht

B ayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat empfindliche Geldstrafen für Verstöße gegen eine mögliche Impfpflicht ins Spiel gebracht. Es gebe verschiedene Pflichten im Leben, die Gurtpflicht beim Autofahren gehöre beispielsweise dazu, sagte er bei der Eröffnung einer neuen Impfstelle in Nürnberg. „Alles wird im Zweifelsfall durchgesetzt, mit Zwangsgeldern, die sich dann auch steigern können“, so Söder. Es müsse nun sehr viele Booster-Impfungen geben, betonte der Ministerpräsident. Ab etwa Februar sei eine allgemeine Impfpflicht vorstellbar. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes vom Dienstag sei fundamental gewesen und habe das Eingreifen des Staates in persönliche Rechte zum Schutz von Leben gebilligt. Auf dieser rechtlichen Basis sei auch eine Impfpflicht denkbar. Die italienische Arzneimittelagentur Aifa hat den Corona-Impfstoff von Pfizer/Biontech für Kinder zwischen fünf und elf Jahren genehmigt. Sie erhielten ein Drittel der Dosis, die für Jugendliche und Erwachsene vorgesehen sei, teilte die Behörde mit. Die Kleinen sollten zwei Impfdosen im Abstand von drei Wochen erhalten. Die Omikron-Variante hat die USA erreicht. Die Virusvariante sei bei einem Menschen in Kalifornien nachgewiesen worden, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC mit. Er sei am 22. November aus Südafrika in die Vereinigten Staaten eingereist. Der oder die Betroffene war vollständig geimpft und entwickelte nur leichte Symptome einer Covid-Erkrankung. Die Person sei in Quarantäne und all ihre engeren Kontaktpersonen seien kontaktiert und negativ auf das Coronavirus getestet worden. Nach der ersten bestätigten Infektion mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus in Düsseldorf gibt es in der NRW-Landeshauptstadt nun noch einen weiteren Verdachtsfall. Es handle sich um eine Person, die am 28. November mit einem negativen Test aus Südafrika eingereist sei, teilte die Verwaltung am Mittwochabend mit. Während des Fluges seien leichte Symptome entwickelt worden. Ein vorsorglicher Antigen-Test am Flughafen sei positiv ausgefallen und tags drauf durch einen PCR-Test bestätigt worden. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hält vor dem Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München ein komplettes Verbot von Stadionzuschauern für wenig sinnvoll. „Ich glaube nicht, dass wir damit besser fahren, denn die Leute werden ihre Spiele gucken. Und dann gehen die in die Kneipen, gehen die in die Kellerbars“, sagte Wüst in der ARD-Sendung „Maischberger. Die Woche“ laut Vorabmeldung. Er glaube, dass es an der frischen Luft ausreichend Sicherheit gebe, sofern strenge Auflagen wie eine deutliche Reduzierung der Zuschauerzahl eingehalten würden. Der britische Prinz Harry hat sich für eine gerechtere Verteilung von Corona-Impfstoffen ausgesprochen. Der 37 Jahre alte Royal war anlässlich des Welt-Aids-Tages als Sprecher eines Videos der Allianz „The People‘s Vaccine“ Dutzender Organisationen zu hören. „Es gibt verblüffende Parallelen zwischen Covid-19 und einer weiteren Pandemie, die vor 40 Jahren aufgetaucht ist – HIV “, sagt Harry in dem Video. Dazu sind unter anderem Bilder seiner 1997 gestorbenen Mutter Prinzessin Diana mit Aids-Patienten zu sehen. Die „Königin der Herzen“ hatte sich leidenschaftlich für eine Entstigmatisierung von HIV-Infizierten eingesetzt. In beiden Fällen hätten „unternehmerische Gier und politisches Versagen“ die Pandemie verlängert, fährt Harry fort. Grund sei, dass wirksame Medikamente viele Menschen in Entwicklungsländern nicht erreicht hätten. Die Zahl der Corona-Fälle an Schulen in Deutschland steigt weiter. Nach veröffentlichten Zahlen der Kultusministerkonferenz waren in der vergangenen Woche 93.487 Corona-Fälle bei Schülerinnen und Schülern bekannt. In der Vorwoche waren es knapp 72.000. Darüber hinaus waren etwa 152.000 von 10 Millionen Schülern in Quarantäne (Vorwoche knapp 126.000). Gegen eine Mitarbeiterin der Bremer Innenbehörde wird wegen des Verdachts auf Verwendung eines gefälschten Impfpasses ermittelt. Das teilte die Innenbehörde der Hansestadt mit. Die Frau, zu deren Identität und Tätigkeit keine näheren Angaben gemacht wurden, war demnach kürzlich in einer Apotheke mit der mutmaßlichen Fälschung aufgefallen und deshalb angezeigt worden. Nach Angaben der Behörde wurde der fragliche Impfpass aufgrund eines richterlichen Beschlusses am Dienstag beschlagnahmt, die strafrechtlichen Ermittlungen laufen. Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) leitete demnach parallel ein Disziplinarverfahren gegen die Frau ein. Dienstgeschäfte wurden ihr vorläufig untersagt. Weil er die Tür einer als Impfzentrum eingesetzten Apotheke mit Sekundenkleber versperrt hatte, muss ein Mann in England zwölf Wochen ins Gefängnis. Das teilte die Polizei in der ostenglischen Grafschaft Norfolk mit. Der 53-Jährige hatte demnach das Schlüsselloch nachts mit dem Kleber verstopft. Mehr als 500 Menschen mit erhöhtem Risiko konnten nach Angaben der Polizei durch die Tat ihre Auffrischungsimpfung nicht planmäßig bekommen. Auf die Schliche gekommen waren die Ermittler dem Mann durch Aufnahmen von Überwachungskameras. Er hatte sich am Mittwoch vor Gericht in der Stadt Norwich schuldig bekannt und wurde umgehend verurteilt. Südkorea verschärft nach den ersten Infektionen mit der neuen Omikron-Variante des Coronavirus die Einreisebestimmungen. Alle Neuankömmlinge aus dem Ausland müssen von diesem Freitag an nach der Ankunft für zehn Tage in Quarantäne. Die Regelung gilt zunächst für zwei Wochen, wie die nationale Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention in Seoul mitteilte. Ob geimpft oder nicht, spielt keine Rolle. Betroffen sind auch Heimkehrer. Die nordrhein-westfälischen Arbeitsschutzbehörden bei den fünf Bezirksregierungen kontrollieren ab sofort schwerpunktmäßig die Einhaltung der 3G-Regelung (geimpft, genesen, getestet) am Arbeitsplatz. „Wir befinden uns in einer sehr kritischen Phase der Pandemie“, erklärte Arbeits- und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) mit Blick auf die aktuelle Corona-Situation. Sein Ministerium hat die Arbeitsschutzbehörden aufgefordert, den Schwerpunkt neben 3G auch auf andere arbeitsplatzbezogene Infektionsschutzregelungen wie etwa Hygieneschutzkonzepte und die Umsetzung der Homeoffice-Pflicht zu legen. Arbeitgeber und Beschäftigte hätten „eine große Verantwortung“, betonte Laumann. „Wer sich nicht an die Regeln hält oder sogar mit gefälschten Test- und Impfnachweisen erwischt wird, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen.“ So droht laut Ministerium bei Nichteinhaltung der 3G-Regelung ein Bußgeld von mindestens 1.000 Euro. „Sofern Beschäftigte sich ohne die ausreichenden Nachweise in den Arbeitsstätten aufhalten, drohen auch ihnen Bußgelder in Höhe von 250 Euro“, hieß es. Bei gefälschten Nachweisen drohe zudem ein strafrechtliches Verfahren. Hessen hat die Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Regeln teils deutlich angehoben. Wer gegen die Maskenpflicht beispielsweise als Kunde, Patient oder Fahrgast verstößt, muss künftig 100 Euro bezahlen, wie aus der neuen Verordnung hervorgeht. Bislang waren 50 Euro fällig. Wenn ein Besucher oder Gast falsche oder unvollständige Angaben zur Kontaktverfolgung macht, drohen 200 Euro Bußgeld – statt wie bislang 100 Euro. Empfängt jemand trotz angeordneter Quarantäne Besuch, dann kann das mit 500 Euro Bußgeld geahndet werden. Der neue Bußgeldkatalog gilt seit 25. November. Vor den erneuten Bund-Länder-Gesprächen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stehen weitgehende Kontaktbeschränkungen im Raum. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sprach sich neben der Einführung der 2G-Regel im Einzelhandel auch für die Beschränkungen von Familienfeiern zu Weihnachten aus. Pläne für eine allgemeine Impfpflicht stießen unterdessen in Teilen der FDP weiter auf Skepsis. Wegen der hohen Covid-19-Belastung einiger Intensivstationen sind mittlerweile mehr als 80 Patienten in andere Regionen Deutschlands verlegt worden. Dies sei koordiniert, strukturiert und sicher abgelaufen, sagte Jan-Thorsten Gräsner, Mitglied einer Fachgruppe unter anderem zu strategischen Patientenverlegungen, in einer Videoschalte. Die Transporte stabiler Patienten im Rahmen des Kleeblattkonzepts funktionierten wie geplant. Der Direktor des Instituts für Rettungs- und Notfallmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sprach von einem Novum in Deutschland: „Das gab es in der Geschichte dieses Landes noch nie.“ Die Verlegungen hatten vorige Woche begonnen. Patienten würden von Süd nach Nord und von Ost nach West verlegt, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx. Auf Intensivstationen bundesweit werden laut Divi-Intensivregister mittlerweile 4690 Covid-19-Patienten behandelt. Eine weitere Steigerung bis Weihnachten auf um die 6000 Fälle gleichzeitig sei zu befürchten, sagte Modellierer Andreas Schuppert. Ohne größere Verlegungen und massive Anstrengungen deutschlandweit werde man wahrscheinlich nicht auskommen. 6000 Covid-19-Kranke auf Intensivstationen gleichzeitig gab es bislang noch nie in der Pandemie. Eurogruppen-Chef Paschal Donohoe rechnet ungeachtet der Corona-Variante Omikron mit einem Aufschwung in der Währungsunion. „Ich bin zuversichtlich, dass wir in der Lage sind, eine starke Erholung bis ins nächste Jahr hinein sehen werden“, sagte der irische Finanzminister auf Reuters „Next-Konferenz“. Die Kassenärzte in Brandenburg sehen bei der geplanten Ausweitung der Impfungen auch auf Apotheken berufsrechtliche Probleme. Es müssen viele Fragen etwa rund um Qualifikation, Haftungsrisiken und Dokumentation geklärt werden, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Peter Noack, im Gesundheitsausschuss. Er als Arzt könne sich schlecht vorstellen, dass Schulungen für Apotheker und Apothekerinnen ausreichten, um Corona-Schutzimpfungen durchzuführen, sagte Noack. Er frage sich auch, ob die Apotheken bei der Impfkampagne überhaupt gebraucht würden. Bei der Bestellung von Impfdosen stünden sie dann in Konkurrenz zu den Kassenärzten. Das Landgericht Wien hat die ersten Schadenersatzklagen von deutschen Corona-Erkrankten aus Ischgl gegen die Republik Österreich abgewiesen. Das Epidemiegesetz würde nur die allgemeine Volksgesundheit, nicht aber auch konkrete Personen schützen, urteilte das Zivilgericht. Der Republik sei in den „hier relevanten Zeiträumen weder ein schuldhaftes noch ein rechtswidriges Verhalten anzulasten“, hieß es in dem Urteil weiter. Insgesamt sind aktuell etwa 50 Klagen anhängig. Der Verbraucherschutzverein (VSV), der die Interessen der Kläger in Wien vertritt, sprach in einer ersten Reaktion von einem Justizskandal. Die beiden Urteile würden vom VSV durch alle Instanzen angefochten werden, sagte Vereinsvorstand Peter Kolba. So gehe das Gericht davon aus, dass sich nicht mit erforderlicher Sicherheit feststellen lasse, dass am 1. März 2020 15 isländische Ischgl-Urlaubsrückkehrer in ihrer Heimat positiv getestet worden seien. Diese Meldungen seien über das Europäische Warnsystem der Gesundheitsbehörden (EWRS) gekommen, sagte Kolba. „In einer Pandemie muss man Meldungen des Europäischen Warnsystems ernstnehmen, sonst ist eine Eindämmung einer Pandemie unmöglich.“ Die infizierten Isländer galten als erster Hinweis des Corona-Ausbruchs in Ischgl. Die Gesellschaft Anthroposophischer Ärztinnen und Ärzte in Deutschland (GAÄD) hat Impfungen ausdrücklich als eine der wichtigen Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie und zum Schutz der Bevölkerung begrüßt. Viele anthroposophische Ärzte sowie die anthroposophischen Kliniken beteiligten sich aktiv an der Impfkampagne und an der intensivmedizinischen Behandlung von Covid-19-Patienten, sagte der Kinder- und Jugendarzt und Leiter der GAÄD-Akademie in München, Georg Soldner, dem Evangelischen Pressedienst (epd). Kritik, wonach anthroposophische Ideen mit schuld an der geringen Impfbereitschaft gegen das Coronavirus seien, wies er zurück. Auch nach Ansicht des Theologen Kai Funkschmidt ist die Anthroposophie zu Unrecht bei der Debatte über Corona-Leugner und Impfskeptiker in den Fokus geraten. Sie sei nicht allein verantwortlich für die geringe Corona-Impfquote, sagte der Referent für Esoterik und Okkultismus bei der Evangelischen Zentrale für Weltanschauungsfragen in Berlin dem epd. Das passe rein statistisch nicht. Der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland gehören etwa 12.000 Menschen an. Selbst zu ihren Hochzeiten in den 80er Jahren habe sie nie mehr als knapp 60.000 Mitglieder gehabt. Mindestens elf EU-Staaten haben bislang das Auftreten der Coronavirus-Variante Omikron gemeldet. Wie die EU-Gesundheitsbehörde ECDC in einem Omikron-Update schrieb, gab es 59 erfasste Infizierte. Die in Stockholm ansässige Behörde listete dabei 16 Fälle in den Niederlanden, 14 in Portugal und 9 in Deutschland auf. Hinzu kamen gemeldete Infizierte in Italien, Dänemark (jeweils 4), Schweden, Österreich (jeweils 3), Belgien, Spanien (jeweils 2), Tschechien (1) sowie eine auf der zu Frankreich zählenden Insel Réunion. Angesichts der neuen Coronavirus-Variante Omikron sollen Fluggesellschaften nach dem Willen der japanischen Regierung vorerst keine Buchungen mehr in das ostasiatische Land annehmen. „Wir haben die Airlines aufgefordert, keine Buchungen mehr für ankommende Flüge anzunehmen“, teilte ein Vertreter des Verkehrsministeriums in Tokio der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Maßnahme gelte ab sofort und sei zunächst auf einen Monat begrenzt. Bereits bestehende Buchungen seien nicht betroffen. Die Corona-Pandemie ist einer Studie zufolge für jeden zweiten Menschen ein Stressfaktor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Techniker Krankenkasse (TK). Danach bejahte rund die Hälfte die Frage, ob ihr Leben seit der Pandemie stressiger geworden ist. „Stress ist schlecht für die Gesundheit“, sagte Professor Bertolt Meyer von der Technischen Universität Chemnitz am Mittwoch zur dritten Stress-Studie „Entspann dich, Deutschland“ der Krankenkasse. Ausgewertet wurden Daten von 1000 Menschen ab 18 Jahren. Befragt worden sei im März 2021 im zweiten Lockdown, was Einfluss auf die Antworten gehabt habe, sagte Meyer. Frankreich verlangt bei der Einreise aus Deutschland von Ungeimpften künftig einen PCR-Test, der höchstens 24 Stunden alt ist. Dies teilte Regierungssprecher Gabriel Attal in Paris mit. Bislang betrug die Frist 48 Stunden. Die Regelung gilt auch für Einreisen aus allen anderen EU-Ländern. Wer geimpft oder genesen ist, braucht den Test nicht. Für Menschen aus Ländern außerhalb der Europäischen Union gilt künftig grundsätzlich, das sie bei der Ankunft in Frankreich einen PCR-Test vorweisen müssen – unabhängig davon, ob sie geimpft sind oder nicht. Der Test darf dann höchstens 48 Stunden alt sein. Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU), fordert eine befristete Verdoppelung des Gehalts für Intensivpflegekräfte im Corona-Stress. „Ich schlage vor, dass wir das Gehalt der Pflegekräfte auf den Intensivstationen für die kommenden zwölf Monate steuerfrei stellen oder dass wir es durch einen Staatszuschuss für dieses Jahr verdoppeln“, sagte der bayerische Gesundheitsminister der Wochenzeitung „Die Zeit“. Damit ließe sich schnell mehr Personal gewinnen: „Es muss ein großer Aufschlag sein, kein Klein-Klein.“ Zur akuten Hilfe für Pflegekräfte brauche es nachhaltige Lösungen, sagte Holetschek. Wohnsituation und Kinderbetreuung müssten für sie verbessert werden, und es sollten Zuschüsse zum Wohnen gezahlt werden. „Ich würde da jetzt keine Tabus aufstellen“, sagte der Minister. „Wir müssen das jetzt wirklich groß denken, auch mit Hilfen außerhalb des Gesundheitssystems, sonst kommen wir in der nächsten Welle in die gleiche Situation.“ Die nordrhein-westfälische Landesregierung will Bars und Diskotheken wegen der angespannten Corona-Lage wieder schließen. Zudem sollen die Kapazitäten von Großveranstaltungen reduziert werden, kündigte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) im Plenum des Landtags an. Die Maßnahmen würden nach den für Donnerstag geplanten Beratungen zwischen Bund und Ländern in einer entsprechenden Verordnung umsetzen. „Wir müssen jetzt die vierte Welle entschlossen und gemeinsam brechen“, sagte Wüst. Deshalb müssten die Schutzmaßnahmen weiter forciert werden. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen dringt auf eine schnelle Reaktion auf die neue Corona-Variante Omikron. „Wir wissen aus unserer Erfahrung mit der Delta-Variante, dass es ein Wettlauf gegen die Zeit ist“, sagt sie auf einer Pressekonferenz. Die Wissenschaft rate dazu, alles zu tun, um das Beste aus der zur Verfügung stehenden Zeit zu machen, bis es Gewissheit über die Merkmale der Übertragbarkeit und den Schweregrad von Omikron gebe. „Bereiten sie sich auf das Schlimmste vor und hoffen sie auf das Beste“, fügt von der Leyen hinzu und betont, dass nach Ansicht von Wissenschaftlern eine vollständige Impfung und eine Auffrischungsimpfung den bestmöglichen Schutz böten. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat Zweifel daran geäußert, ob sich das Ziel erreichen lässt, bis Weihnachten bundesweit bis zu 30 Millionen Impfungen zu ermöglichen. „Ich begrüße das Ziel, aber es ist gefährdet“, sagte die SPD-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur. Das Impfen komme zum Teil ins Stocken. „Insbesondere die niedergelassenen Ärzte, aber auch die Impfzentren müssen sich darauf verlassen können, dass der Impfstoff auch kommt, der bestellt wird“, forderte Kalayci. „Ich erwarte vom Bundesgesundheitsminister besonders mit Blick auf die Ärztinnen und Ärzte Transparenz bei Bestellungen und Lieferungen.“ In den nordrhein-westfälischen Schulen gilt ab Donnerstag auch am Sitzplatz im Unterricht wieder die Maskenpflicht. Auch in den Ganztags- und Betreuungsangebote müssen die Schülerinnen und Schüler am Sitzplatz wieder eine Maske tragen, wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) in Düsseldorf ankündigte. Die Maskenpflicht gelte darüber hinaus für alle sonstigen Zusammenkünfte im Schulbetrieb wie Konferenzen, Besprechungen oder Gremiensitzungen, sofern ein Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Lediglich auf dem Außengelände müssen keine Masken getragen werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO soll Verhandlungen über einen internationalen Pakt zur Verhinderung und Bekämpfung künftiger Pandemien starten. Das beschließt eine Versammlung von Vertretern aller 194 Mitgliedsstaaten. Eine Einigung könnte voraussichtlich bis Mai 2024 erreicht werden. Thematisiert werden sollen die gemeinsame Nutzung von Daten und der Genomsequenzierung neu auftretender Viren sowie potenzielle Impfstoffe und Arzneimittel aus der Forschung. In Portugal gilt seit Mittwoch wegen steigender Corona-Zahlen wieder der Notfallzustand mit neuen Beschränkungen und Testregeln. Alle Besucher, die auf dem Luftweg einreisen, müssen nun einen negativen Test vorweisen – selbst dann, wenn sie geimpft oder genesen sind. Homeoffice wird von der Regierung in Lissabon „dringend empfohlen“. Zudem wird es nach den Jahresendfeiertagen eine „Woche der Zurückhaltung“ mit obligatorischem Homeoffice sowie mit geschlossenen Schulen, Universitäten, Bars und Diskotheken geben. Geimpfte und Genesene müssen seit Mittwoch wie Ungeimpfte beim Besuch von Bars und Discos, von Krankenhäusern und Seniorenheimen sowie von Großveranstaltungen ohne feste nummerierte Plätze einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen, berichtete die Zeitung „Público“. Neben anderen Maßnahmen gilt auch wieder eine generelle Maskenpflicht in allen geschlossenen öffentlichen Räumen. Zum Besuch von Restaurants, Fitnesszentren, touristischen Einrichtungen und Veranstaltungen mit nummerierten Plätzen gilt die 3G-Regel. Die ersten beiden bayerischen Landkreise dürfen die wegen Inzidenzen von mehr als 1000 verhängten verschärften Corona-Regeln wieder lockern. Ostallgäu und Deggendorf lagen am Mittwoch den jeweils fünften Tag am Stück wieder unter der Schwelle. Damit fallen dort die zusätzlichen Beschränkungen ab Donnerstag weg. Dann ist in den beiden Landkreisen unter anderem der Zutritt zu Sportstätten, Kulturbereich, Bädern und Fitnessstudios für Geimpfte oder Genesene jeweils mit Test (2G plus) wieder erlaubt. Mit 2G können Gastronomie und Beherbergungsbetriebe wieder besucht werden, zudem Einrichtungen der Aus- Fort- und Weiterbildung, Fahrschulen und körpernahe Dienstleistungen. Im Handel können wieder mehr Kunden in die Geschäfte. In Nigeria sind die ersten Omikron-Fälle bereits im Oktober aufgetaucht. Allerdings sei die neue Variante des Coronavirus erst jetzt bei einer nachträglichen Sequenzierung nachwiesen worden, teilt die Gesundheitsbehörde NCDC mit. Es habe sich um Corona-positiv getestete Reisende nach Nigeria gehandelt, deren Proben im Oktober gesammelt worden sei. Weitere Details wurden nicht genannt. Der Kinder-Impfstoff gegen das Coronavirus wird nach Angaben des amtierenden Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) eine Woche früher zu Verfügung stehen. „Wir konnten erreichen, dass der Impfstoff für die fünf- bis elfjährigen Kinder EU-weit eine Woche früher ausgeliefert wird“, schrieb Spahn auf Twitter. Das habe der Hersteller zugesichert. In Deutschland sollte der Impfstoff bislang ab dem 20. Dezember zu Verfügung stehen, geplant sind 2,4 Millionen Impfdosen für Kinder. Spahn schrieb zudem weiter, dass die Zahl der Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus die Marke von zehn Millionen überschritten habe. „Damit hat auch knapp jeder Dritte bereits geimpfte Über-60-Jährige den Booster zum verstärkten Impfschutz erhalten.“ Der CDU-Politiker fügte hinzu: „Diese Zahlen wollen wir bis Weihnachten mehr als verdoppeln.“ In Nordrhein-Westfalen ist ein erster Fall der neuen Omikron-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Eine entsprechende Information der Stadt Düsseldorf wurde am Mittwochmorgen vom NRW-Gesundheitsministerium bestätigt. Eine sogenannte Gesamtgenomsequenzierung habe eine Infektion mit der Virus-Variante nachgewiesen, sagte ein Ministeriumssprecher. Betroffen ist eine Person, die am 21. November aus Südafrika eingereist ist und dort Kontakt zu einem mittlerweile positiv getesteten Fall hatte, wie die Stadt am späten Dienstagabend mitgeteilt hatte. Geschlecht und Alter wurden nicht genannt. Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, hat betont, dass die Lage auf den deutschen Intensivstationen im Verlauf der Corona-Pandemie noch nie so bedrohlich war wie jetzt. Aktuell würden bundesweit 4631 Intensivpatienten mit Covid-19 behandelt, etwa die Hälfte davon wird invasiv beatmet, sagte er zum Auftakt des DIVI-Kongresses. Marx rechnet bis Weihnachten mit etwa 6000 Intensivpatienten. Um die Pandemie effektiv zu bekämpfen, muss es nach Ansicht von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auch Kontaktbeschränkungen für Geimpfte geben. „Der Bund muss die Rechtslage ändern an der Stelle“, sagt die SPD-Politikerin im ZDF. Sicherlich müssten die Beschränkungen für Ungeimpfte sehr viel härter ausfallen und würden auch verschärft. „Aber große Familienfeiern mit 50 Leuten wird es auch nicht mehr geben“, sagt Schwesig. Die neue Coronavirus-Variante Omikron kann nach den Worten des Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, mit den allgemein verwendeten PCR- und Antigentests entdeckt werden. Das sei eine „sehr gute Nachricht“, sagte Mertens der „Schwäbischen Zeitung“. Für die Omikron-Variante gibt es bereits erste Nachweise in Deutschland. Auf die Frage, was bisher über die neue Variante bekannt sei, sagte Mertens, es seien Beobachtungsstudien nötig. Es solle dabei herausgefunden werden, „wie die Krankheitsverläufe zum Beispiel bei älteren und vorerkrankten Menschen sind“. Er fügte hinzu: „Es wird etwas dauern, bis hier Klarheit besteht.“ FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae hält eine Zustimmung seiner Partei zu einer Impfpflicht durchaus für möglich. „Man kann nicht einfach stur sagen, wir verschließen uns neuen Erkenntnissen“, sagt Thomae im ZDF-Morgenmagazin. Die Impfquote von aktuell rund 70 Prozent reiche nicht aus. „Und deswegen muss man auch jetzt reagieren und überlegen, was ist das angemessene, notwendige, geeignete Mittel. Das kann auch eine Impfpflicht sein“, betont Thomae, der einer der Beschwerdeführer vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Bundesnotbremse war. Mit Blick auf weitere mögliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie sagte er: „Es wäre völlig falsch, jetzt Dinge kategorisch von vorne herein auszuschließen.“ Aber die Karlsruher Richter, die die Bundesnotbremse für verfassungsgemäß erklärt hatten, hätten betont, Politik müsse immer „das mildeste Mittel suchen“, um die Krise zu bekämpfen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist zum zweiten Mal in Folge gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Mittwochmorgen mit 442,9 an. Am Montag war ein Höchstwert von 452,4 erreicht worden, am Dienstag hatte der Wert leicht darunter bei 452,2 gelegen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 404,5 gelegen (Vormonat: 118,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 67.186 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 03.55 Uhr wiedergeben. Vor genau einer Woche waren es 66.884 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 446 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 335 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 5.903.999 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 5,73 an (Montag: mit 5,52). Der Wert spielt eine wesentliche Rolle für die Beurteilung des Infektionsgeschehens. Bei Überschreitung der Grenzwerte 3, 6 und 9 in den Bundesländern können dort jeweils schärfere Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verhängt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwoch mit 4.937.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 101.790. In Thüringen waren Ende November weniger Corona-Patienten auf den Intensivstationen als zunächst befürchtet. Seit etwa einer Woche sei ein Plateau von rund 200 mit Covid-19-Patienten und -Patientinnen belegten Intensivbetten erreicht, sagte eine Sprecherin des Thüringer Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hatte Mitte November noch vor bis zu 300 Corona-Intensivpatienten bis Monatsende gewarnt, wenn sich die Infektionszahlen weiter so entwickeln und keine neuen Maßnahmen hinzukommen. Das sei aus einer Prognose hervorgegangen, hatte sie damals gesagt. Der bisherige Höchststand hatte im April 2021 bei 233 gelegen. Woran es liegt, dass sich die Zahlen anscheinend eingepegelt haben, sei schwer zu sagen, hieß es von der Sprecherin. „Wir glauben nicht, dass es jetzt schon an den Maßnahmen liegt, die letzte Woche umgesetzt wurden.“ Vergangene Woche wurden in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens Einschränkungen und Schließungen beschlossen und umgesetzt. Bis sich solche Maßnahmen auf die Infektionszahlen auswirkten, dauere es aber in der Regel bis zu zwei Wochen. Bis sich das dann in den Krankenhauszahlen zeige, dauere es nochmal eine Zeit. Angesichts sehr vieler Impfverweigerer und der höchsten Corona-Rate in Italien sorgt sich der Südtiroler Bergsteiger Reinhold Messner um das Ansehen seiner Heimat als Tourismusziel. „Wir verlieren an Renommee“, sagte der 77-Jährige in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. „Die Leute werden sich überlegen, ob sie zu uns zum Skifahren kommen, wenn es heißt: In Italien sind wir die schlechtesten.“ Südtirol gehört bislang auch für Bundesbürger zu den beliebtesten Urlaubsregionen. Messner hat kaum Hoffnung, dass strengere Maßnahmen dazu führen, dass sich bisherige Verweigerer doch noch gegen das Virus impfen lassen. „Es ist wahrscheinlich zu spät“, sagte der ehemalige Europa-Abgeordnete der Grünen, der selbst schon drei Mal geimpft wurde. „Die, die sich bis jetzt nicht haben impfen lassen, die diese Verschwörungsmythen aus dem Netz saugen, die sind nicht mehr zu bekehren.“ Dass just Südtirol – ähnlich wie Bayern oder Österreich – niedrige Impfquoten hat, sei auch historisch begründet, sagte Messner zur Erläuterung. Die Bergregion hatte Anfang des 19. Jahrhunderts gegen Bayern und Franzosen sowie im 20. Jahrhundert gegen Italien und Faschisten um die Freiheit gekämpft. Viele interpretierten den Begriff Freiheit heute aber ganz falsch. „In der Pandemie geht es nur gemeinsam.“ Nach ersten Nachweisen der Omikron-Variante in Deutschland gehen Experten von einem bereits darüber hinausgehenden Vorkommen aus. Der Zeitraum, in dem Reisende das Virus bereits international verbreiteten, betrage sicher Wochen, teilte Oliver Keppler, Vorstand am Max von Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München der Nachrichtenagentur dpa mit. „Einige Hundert Fälle können es in Deutschland vielleicht sein.“ Die aktuellen Infektionszahlen könne man nicht mit Omikron in Verbindung bringen, das sei die Delta-Welle, betonte Keppler auch. Er halte eine größere unentdeckte Omikron-Verbreitung in Deutschland für unwahrscheinlich. Am Max von Pettenkofer-Institut waren Omikron-Fälle in Bayern nachgewiesen worden. Die Variante war kurz nach ihrem Bekanntwerden von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregend eingestuft worden. Inzwischen haben mehrere Länder weltweit Nachweise gemeldet. Gesamtzahlen für Deutschland veröffentlicht das Robert Koch-Institut bisher nicht. Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) kündigt erneute finanzielle Unterstützung für von Corona-Einschränkungen betroffen Branchen an. Auf die Frage, ob es weitere Wirtschaftshilfen von Bund und Ländern geben werden, sagt Weil der Zeitung „Rheinische Post“: „Ja, muss es und wird es! Und zwar auch in den Fällen, in denen es keine förmliche Betriebsschließung gibt. Das neue Bundesinfektionsschutzgesetz gibt vor, dass keine Branche komplett geschlossen werden darf. Aber natürlich haben die Schausteller recht: auch wenn die Weihnachtsmärkte durch die Vorgabe 2Gplus oder infolge einer klugen Zurückhaltung der Menschen immer weniger Kunden bekommen, dann führt das zu massiven Einnahmeverlusten. Deswegen: Wir werden den sehr betroffenen Branchen auch im zweiten Corona-Winter finanziell zur Seite stehen.“ Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) warnt Bund und Länder eindringlich vor neuen bundes- oder landesweiten Lockdowns. „Die Folgen der zurückliegenden, monatelangen Lockdowns zehren bis heute an den Händlerinnen und Händlern. Ihre letzte Hoffnung haben sie in das laufende Weihnachtsgeschäft gesetzt. In einer so wichtigen Zeit wären erneute Ladenschließungen fatal“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der Zeitung „Rheinische Post“. Die Geschäfte in einen weiteren Lockdown zu schicken, sei weder landesweit noch bundesweit eine Lösung. Der Einzelhandel habe in den vergangenen eineinhalb Jahren der Pandemie bewiesen, dass sicheres Einkaufen mit professionellen Hygienekonzepten, der bewährten Maskenpflicht sowie Abstandsregelungen möglich sei. In Brasilien sind am Dienstag die ersten beiden Fälle mit der neuen Coronavirus-Variante Omikron festgestellt worden. Es könnte sich dabei auch um den ersten Fall in Lateinamerika überhaupt handeln. Proben von zwei Brasilianern, die durch das renommierte Hospital Albert Einstein positiv auf die Omikron-Variante getestet wurden, würden für eine bestätigende Laboranalyse eingeschickt werden, hieß es in einer Mitteilung der brasilianischen Gesundheitsüberwachungsbehörde Anvisa am Dienstag (Ortszeit). Nach Angaben des Nachrichtenportals „G1“ handelt es sich um brasilianische Missionare, die in Südafrika leben. In der Millionen-Metropole São Paulo, der größten Stadt Brasiliens, war im Februar 2020 auch der erste Coronavirus-Fall in dem Land registriert worden. Insgesamt haben sich in Brasilien nach offiziellen Angaben inzwischen mehr als 22 Millionen Menschen infiziert. Fast 614 000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben – mehr Tote gibt es nur in den USA. Brasilien hat rund 210 Millionen Einwohner. Zuletzt erklärte sich São Paulo mit einer Impfquote von etwas über 100 Prozent zur „Impfhauptstadt der Welt“ Reisende in die USA müssen einem Zeitungsbericht zufolge wegen der Omikron-Variante mit verschärften Corona-Tests bei der Einreise rechnen. Die US-Regierung erwäge weitere Maßnahmen, darunter eine siebentägige Quarantäne und zusätzliche verpflichtende Tests einige Tage nach der Ankunft, berichtet die „Washington Post“. Medizinische Berater der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA haben sich für die Zulassung eines neuen Corona-Medikaments des Pharmakonzerns Merck ausgesprochen. Die Mitglieder des Gremiums erklärten am Dienstag mit einer Mehrheit von 13 zu 10 Stimmen, dass die Vorteile des antiviralen Medikaments seine Risiken überwiegen. Sie schufen damit eine Voraussetzung für eine Zulassung des ersten Corona-Medikaments in Tablettenform, das Amerikaner zu Hause einnehmen können. Der Vorsitzende des Gremiums, Lindsey Baden, sprach von einer schwierigen Entscheidung. Er votierte für das Medikament mit dem Namen Molnupiravir, erklärte aber, die FDA müsse den Einsatz der Tablette sorgfältig abwägen. Der Empfehlung ging eine stundenlange Debatte über den Nutzen des Medikaments und mögliche Risiken voraus. Die meisten Experten, die die Behandlung zulassen wollen, betonten, dass das Medikament nicht von Schwangeren eingenommen werden sollte. In der Abstimmung wurde das Medikament speziell für Erwachsene mit leichter bis mittelschwerer Covid-19-Erkrankung befürwortet, für die das Risiko eines schweren Verlaufs am größten ist, darunter ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen. Die meisten Experten sprachen sich auch dafür aus, das Medikament nicht bei geimpften Menschen einzusetzen, die nicht an den Studien von Merck beteiligt waren und für die keine Vorteile nachgewiesen wurden. Der designierte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) geht davon aus, dass die Verletzung einer allgemeinen Impfpflicht gegen das Coronavirus, sollte der Bundestag sie demnächst beschließen, mit einem Bußgeld geahndet würde. „Käme es zu einer allgemeinen Impfpflicht, gibt es einen breiten Konsens unter Verfassungsrechtlern, dass es nicht zulässig wäre, Menschen zur Impfung zu zwingen“, sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch). „Vermutlich würde man die Verletzung der Impfpflicht wie eine Ordnungswidrigkeit behandeln und ein Bußgeld daran knüpfen.“

 

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Südafrika meldet "beunruhigenden" Anstieg der Omikron-Fälle

Von zunächst 300 stieg die Zahl der täglichen Neuinfektionen im Wochendurchschnitt zuletzt auf 3500 an. Auch in den USA wurde ein erster Fall gemeldet. Das südafrikanische Institut für Infektionskrankheiten (NICD) hat den raschen Anstieg der Corona-Fälle angesichts der neuen Omikron-Variante als „beunruhigend“ bezeichnet. In den vergangenen zwei Wochen habe es einen „exponentiellen Anstieg“ der Fälle in Südafrika gegeben, von zunächst 300 täglichen Neuinfektionen im Wochendurchschnitt auf 1000 in der vergangenen Woche und zuletzt auf 3500, sagte die NICD-Vertreterin Michelle Groome am Mittwoch. Am Abend meldete das NICD, dass binnen von 24 Stunden landesweit 8561 neue Corona-Fälle gemeldet worden seien. In Gauteng, der bevölkerungsreichsten und am stärksten betroffenen Provinz Südafrikas, zu der auch die Metropole Johannesburg gehört, stieg der Anteil der positiven Tests am Mittwoch auf 27 Prozent. Am Dienstag waren 4400 Neuinfektionen registriert worden. Die Omikron-Variante, die zunächst insbesondere bei jungen Menschen festgestellt worden sei, verbreitet sich den Angaben zufolge nun zunehmend auch unter älteren Menschen. Die rasche Ausbreitung auch in anderen Ländern hat Regierungen weltweit in Alarmbereitschaft versetzt. Viele Länder haben wegen Omikron einen Einreisestopp für Passagiere aus Ländern des südlichen Afrikas verhängt. In den USA ist unterdessen erstmals eine Infektion mit der Coronavirus-Variante Omikron entdeckt worden. Die Variante sei im Bundesstaat Kalifornien bei einer Person entdeckt worden, die am 22. November aus Südafrika zurückgekehrt sei, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch mit. Die Person sei vollständig geimpft, habe milde Symptome, sei in Quarantäne und bereits auf dem Weg der Besserung. Alle engen Kontakte seien kontaktiert und negativ getestet worden. Die Virusprobe sei von der University of California in San Francisco untersucht worden; die CDC habe daraufhin noch einmal bestätigt, dass es sich um die Omikron-Variante handle. US-Präsident Joe Biden hatte angesichts der neuen Variante bereits vor einigen Tagen vor übertriebener Angst gewarnt und erneut zum Impfen aufgefordert. Die USA hatten Reisebeschränkungen für Einreisen aus den Ländern des südlichen Afrikas verhängt, Biden hatte aber bereits eingeräumt, dass diese die Ankunft der Variante in den USA „nicht verhindern“ könnten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die zunächst im Süden Afrikas entdeckte Omikron-Variante als „besorgniserregend“ eingestuft. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC spricht von ernsthaften Sorgen, dass Omikron die Wirksamkeit der Impfstoffe erheblich verringern und das Risiko von Reinfektionen erhöhen könnte. Welche genauen Auswirkungen die Mutante hat, steht noch nicht fest. Mittlerweile sind in etlichen Ländern - darunter auch Deutschland - Fälle der Variante entdeckt worden. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sprach am Mittwoch vor Journalisten in Genf von einer "toxischen Mischung" weltweit. Diese sei "ein Nährboden für die Vermehrung von Varianten". Er rief die Länder auf, ihre Gesundheitsmaßnahmen zu optimieren, um die Ausbreitung des Virus besser zu kontrollieren. Risikopatienten und gefährdete Menschen müssten "sofort" vollständig geimpft werden. Während Nachrichten über die kürzlich in Südafrika entdeckte Omikron-Variante verbreitet würden, kämpfe die Welt weiterhin gegen die erstmals in Indien nachgewiesene Delta-Variante, die sich inzwischen als vorherrschende Mutante verbreitet habe. "Wir müssen die Mittel nutzen, die uns bereits zur Verfügung stehen, um die Verbreitung von Delta zu verhindern und Leben zu retten. Und wenn wir das tun, werden wir auch die Übertragung von Omikron verhindern und Leben retten", betonte Tedros. Er forderte reiche Länder erneut auf, den Zugang zu Impfstoffen, Medikamenten und Tests auch für ärmere Länder zu gewährleisten. Die Ausbreitung der Omikron-Variante hat Regierungen weltweit in Alarmbereitschaft versetzt. Viele Länder haben wegen Omikron einen Einreisestopp für Passagiere aus Ländern des südlichen Afrikas verhängt. (APA)

 

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Hamburg: Miniatur Wunderland mit Karnevalsfeier eröffnet

Brasilianischer Karneval und Lebensfreude im regnerischen Hamburg: Nach vier Jahren Arbeit auf zwei Kontinenten hat das Miniatur Wunderland seinen neuen Abschnitt feierlich eröffnet. Der 46 Quadratmeter große neue Abschnitt ist der erste Teil einer 3.000 Quadratmeter großen neuen Ausstellungsfläche im Miniatur Wunderland Hamburg. "Wir haben vier Jahre lang unter widrigen Bedingungen an diesem kleinen fantastischen Abschnitt gebaut", sagte Wunderland-Gründer Frederik Braun am Mittwoch. Mit seinen 20 Millionen Besuchern in 20 Jahren ist das Miniatur Wunderland eine beliebte Touristenattraktion in Deutschland. Zuckerhut, Copacabana, Sambodromo, aber auch Favelas: Der Rio-Abschnitt ist der erste von vier Südamerika-Teilen. Hier oder oben im Video sehen Sie, wie detailgetreu die Baumeister die Stadt in Szene setzten und welche zweite besondere Eröffnung es noch gegeben hat.

 

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Genusskalender der Landfrauen Teil 2: Nussige Spezialität aus Ungarn

Csilla Bayer verrät ihr Zserbo-Rezept für den Genusskalender der Landfrauen. Dabei handelt es sich um eine Besonderheit aus Ungarn.

 

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Kippt das Grundsatzurteil „Roe v. Wade“?

Dass es ernst wird, kann man draußen vor dem Supreme Court in Washington sehen. Hunderte Demonstranten haben sich seit dem frühen Mittwochmorgen versammelt, bewaffnet mit bunten Schildern, T-Shirts, Plakaten. Auf ihnen prangen eindeutige Botschaften wie: „Abtreibung ist Gesundheitsversorgung“, „Schütze mich, ich bin 15 Wochen alt“ oder „Ich bin Pro-Life“. Studentinnen knien nieder, um zu beten, andere rufen ihre Botschaften in Megaphone. Alle eint: Sie wollen gehört werden. In dem Gebäude des Obersten Gerichts beginnt um zehn Uhr die mündliche Anhörung in einem Fall, der das Potenzial hat, Amerikas liberales Abtreibungsrecht zu kippen. Konkret geht es um ein Gesetz des Bundesstaates Mississippi, das Schwangerschaftsabbrüche nach der 15. Woche untersagt – selbst im Fall von Abtreibung und Inzest. Bei „Dobbs v. Jackson Womens Health Organisation“ geht es aber letzten Endes um das Grundsatzurteil „Roe v. Wade“ von 1973. Das Gesetz von Mississippi zielt darauf ab, dieses Urteil, das Schwangerschaftsabbrüche landesweit legalisiert und innerhalb des ersten Trimesters zur Privatangelegenheit erklärt hatte, abzuschaffen. Kann bald jeder Bundesstaat selbst entscheiden? Würde die neun Richter das Gesetz aus Mississippi stehen lassen, würden sie Bundesstaaten erlauben, ihr Abtreibungsrecht selbst zu gestalten – davor warnt der eine Teil der Demonstranten vor dem Supreme Court. Aus Arkansas ist etwa Heather Graham angereist, um für das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche einzustehen. „Ich hatte einmal eine Abtreibung. Heute habe ich zwei Töchter und zwei Enkelinnen. Frauen müssen über ihre Familie selbst bestimmen dürfen.“ Sollte „Roe v. Wade“ kippen, werde Arkansas ein noch strengeres Abtreibungsrecht aus Texas kopieren, das Abtreibungen ab dem Moment untersagt, in dem ein Herzschlag festgestellt werden kann, fürchtet die 53-Jährige. Das ist in der Regel ab der sechsten Woche der Fall, zu einem Zeitpunkt, in dem die meisten Frauen noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind. Mehr als 20 Bundesstaaten stehen bereit, ähnlich strenge Gesetze zu erlassen. Die Aktivistin will, dass alle Abtreibungen verboten werden Das wäre ganz im Sinne von Stephanie Stone aus Virginia. Die Aktivistin der „Students for Life of America“ demonstriert dafür, dass alle Abtreibungen verboten werden. Für sie beginnt Leben in dem Moment der Befruchtung und muss unbedingt geschützt werden, da kennt die 26-Jährige keinen Kompromiss. Jetzt gehe es zwar zunächst um das Gesetz aus Mississippi. Aber nach und nach, in einem Staat nach dem anderen, soll erreicht werden, dass es irgendwann gar keine Schwangerschaftsabbrüche mehr gibt. „Ich bin heute sehr optimistisch, dass das Abtreibungsrecht an die Bundesstaaten zurückgegeben wird. Das wäre der erste Schritt“, sagt Stone. Nach der knapp zweistündigen Anhörung im Supreme Court deutet sich an, dass dieser Optimismus berechtigt sein könnte. Mehrere der konservativen Richter, die seit der Amtszeit von Donald Trump eine 6:3-Mehrheit haben, äußerten Verständnis für die Argumente der Abtreibungsgegner. So erklärte etwa Samuel Alto, ein Fötus habe „ein Recht auf ein Leben“. Chief Justice John Roberts, der als einer der moderaten Konservativen gilt, erklärte, die 15-Wochen-Grenze in dem Gesetz von Mississippi gebe Frauen „genug Zeit“, eine Entscheidung zu treffen. Das Gesetz sei keine „dramatische Abkehr“ von der bisherigen Praxis. Ein Urteil des Supreme Court wird im Frühjahr 2021 erwartet.

 

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Klagen von Corona-Erkrankten im Fall Ischgl abgewiesen

Unzählige Urlauber infizieren sich zu Beginn der Pandemie im Skigebiet Ischgl mit Corona. Einige davon klagen nun gegen Österreich. Erste Forderungen auf Schadenersatz lehnt ein Gericht ab. Verbraucherschützer finden: ein Justizskandal. Das Landgericht Wien hat die ersten Schadenersatzklagen von deutschen Corona-Erkrankten aus Ischgl gegen die Republik Österreich abgewiesen. Das Epidemiegesetz würde nur die allgemeine Volksgesundheit, nicht aber auch konkrete Personen schützen, urteilte das Zivilgericht. Der Republik sei in den "hier relevanten Zeiträumen weder ein schuldhaftes noch ein rechtswidriges Verhalten anzulasten", heißt es in dem Urteil weiter. Insgesamt sind aktuell etwa 50 Klagen anhängig. "Einzelpersonen haben kein Recht darauf, vom Staat vor Ansteckung geschützt zu werden, auch wenn das gebotene Handeln der Behörden die Ansteckungsgefahr insgesamt und daher auch für den Einzelnen reduzieren soll", begründete die zuständige Richterin ihre sich zunächst auf zwei Fälle beziehende Entscheidung. Die klagenden Parteien hätten nun die Möglichkeit beim Oberlandesgericht Wien in Berufung zu gehen. Der Verbraucherschutzverein, der die Kläger vertritt, sprach in einer ersten Reaktion von einem Justizskandal und will die Urteile durch alle Instanzen bekämpfen. "Wir werden es nicht zulassen, dass über die massiven Behördenfehler in Ischgl im Jahr 2020 der Mantel des Schweigens gebreitet wird", sagte Vereinsvorstand Peter Kolba. "Wir werden gegen diese Skandalurteile Berufung erheben, weitere Klagen einbringen und eine Sammelklage organisieren". In Ischgl und anderen Tiroler Wintersportorten sollen sich im März 2020 mehr als 6000 Menschen aus 45 Ländern mit dem Coronavirus angesteckt haben. 32 der Infizierten starben. Ischgl wurde so zu einem der ersten Corona-Hotspots in Europa. Viele Betroffene und Hinterbliebene werfen den verantwortlichen Behörden schwere Fehler im Umgang mit dem Ausbruch vor. Das Gericht allerdings gehe davon aus, dass sich nicht mit erforderlicher Sicherheit feststellen lasse, dass am 1. März 2020 isländische Ischgl-Urlaubsrückkehrer in ihrer Heimat positiv getestet worden sind und somit ein Ausbruch vorherzusagen war. Kolba - der die Kläger vertritt - entgegnet, diese Meldungen seien über das Europäische Warnsystem der Gesundheitsbehörden gekommen. "In einer Pandemie muss man Meldungen des Europäischen Warnsystems ernst nehmen, sonst ist eine Eindämmung einer Pandemie unmöglich." Statt weitere Touristen von der Anreise nach Ischgl abzuhalten, äußerte die Regionalregierung dem Expertenbericht zufolge zunächst Zweifel, ob sich die Isländer tatsächlich in Tirol infiziert hätten. Erst ein paar Tage später stellte Österreichs damaliger Kanzler Sebastian Kurz Ischgl unter Quarantäne und rief tausende Touristen auf, binnen weniger Stunden abzureisen - was chaotische Zustände auslöste. Eine unabhängige Experten-Kommission hatte ihrerseits zuvor zwar kein Versagen, wohl aber Fehleinschätzungen festgestellt: Die österreichischen Behörden hätten zu spät und nicht umfassend genug reagiert, nachdem sie aus Island am 5. März gewarnt worden waren, dass mehrere Urlauber positiv auf das Virus getestet wurden. Am Landesgericht Wien wurden im Zusammenhang mit Ischgl bereits mehrere Klagen eingebracht. Weitere Urteile würden demnächst erwartet, einige Prozesse wurden allerdings aufgrund der Corona-Pandemie verschoben. Die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Amtsträger aus Tirol allerdings, wurden von der Staatsanwaltschaft Innsbruck bereits eingestellt.

 

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Felix Sturm: Gericht reduziert Haftstrafe für Boxstar

Gute Nachrichten für Felix Sturm: Der ehemalige Boxweltmeister muss nicht so lange ins Gefängnis wie ursprünglich festgelegt. Das Kölner Landgericht reduzierte die Strafe um einige Monate. Der Profi-Boxer und fünfmalige Weltmeister Felix Sturm (42) muss nicht so lange ins Gefängnis wie zunächst angeordnet. In einem Revisionsverfahren entschied das Kölner Landgericht, dass Sturm nur zwei Jahre und vier Monate statt der ursprünglich verhängten drei Jahre absitzen muss. Sturm wurde wegen Steuerhinterziehung, versuchter Steuerhinterziehung und Verstoßes gegen das Dopinggesetz mit vorsätzlicher Körperverletzung verurteilt. Im ersten Urteil im April 2020 hatte das Landgericht einen Steuerschaden von rund einer Million Euro festgestellt, der nun auf rund 680.000 Euro korrigiert wurde. Der 42-Jährige hatte bis kurz vor Weihnachten 2019 in Untersuchungshaft gesessen und war nach Zahlung einer Kaution auf freien Fuß gekommen. Sturm hatte beim Bundesgerichtshof (BGH) Revision gegen das Urteil eingelegt. Dieser verwies zur Neuverhandlung ans Landgericht zurück.

 

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Umbau bei Airbus: Neue Warnstreiks stehen bevor

Der Geduldsfaden sei bei einigen schon gerissen, sagte Daniel Friedrich, Bezirksleiter der IG Metall Küste. Er wirft Airbus vor, sich einem ernsthaften Dialog über die zukünftige Struktur des Konzerns mit den Arbeitnehmervertretern zu verweigern. Airbus will einen wesentlichen Teil der Beschäftigten in zwei Tochterfirmen überführen. Die sogenannte Teilefertigung soll mehrheitlich an einen Investor verkauft werden. Allein am Hamburger Standort in Finkenwerder wären von den Umbauplänen rund 4.000 Beschäftigte betroffen. Am Donnerstag soll es in Finkenwerder nun eine Kundgebung vor dem Osttor geben, bevor der Airbus-Aufsichtsrat zusammenkommt. Friedrich will vor dem Werkstor zu Delegierten aller deutschen Standorte sprechen. Von Freitagmorgen an sind dann alle Beschäftigten in Finkenwerder zu einem 48-stündigen Warnstreik aufgerufen. Auch an den anderen Airbus-Standorten im Norden und in Augsburg sind Arbeitsniederlegungen geplant. Airbus-Chef Guillaume Faury kritiserte das Vorgehen der IG Metall als "unangemessen und respektlos". Das Unternehmen habe in dem Konflikt bereits "viele Garantien in Bezug auf Sicherheit, Arbeitsbedingungen und Investitionen in die Zukunft gegeben", sodass es "keinen gravierenden Grund" für die erneuten Warnstreiks gebe.

 

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Der Coronavirus-Blog

Eine Entscheidung über das Ende des Lockdowns für Geimpfte und Genesene ab 12. Dezember will das Gesundheitsministerium erst kommende Woche fällen. Die neue Variante Omikron ist indes in mindestens 23 Ländern entdeckt worden, darunter Österreich. Alle Details im Live-Blog. >> ZUM LIVE-BLOG 3 x Futterkutter-Kochbuch zu gewinnen TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

 

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Corona: Ein neuer Lockdown wäre eine Bankrotterklärung der Politik

Die Politik will beim Bund-Länder-Gipfel an diesem Donnerstag neue Corona-Maßnahmen beschließen, aber keinen strikten Lockdown. Ist das der richtige Weg durch die vierte Welle? Deutschland bekommt die Corona-Pandemie nicht in den Griff. Vor allem die Bundesländer Bayern, Sachsen und Thüringen sind Hotspots. Aber auch in der restlichen Bundesrepublik laufen die Intensivstationen voll. Planbare Operationen müssen verschoben werden. In einer Forsa-Umfrage sprachen sich 71 Prozent der Befragten für einen neuen Lockdown aus. 31 Prozent sind gegen schärfere Maßnahmen – auch bei steigenden Infektionszahlen. Auch in unserer Redaktion stellen wir uns die Frage: Moritz Serif, SEO-Redakteur Obwohl die Inzidenzen fallen, ist die Corona-Lage nach wie vor angespannt. Vor allem auf den Intensivstationen. Ohne die Maßnahmen zu verschärfen, kann es noch lange dauern, bis sich die Hospitalisierungsrate wieder auf einem entspannten Niveau einpendelt. Daher braucht es jetzt einen knallharten Lockdown – für zwei bis drei Wochen. Ein Salami-Shutdown, wie im vergangenen Jahr, der sich über mehrere Monate hinzog, kann niemandem mehr zugemutet werden. Alles außer Schulen sollte schließen, auch wenn es wehtut. Homeoffice muss wirklich zur Pflicht werden. Daran gekoppelt ist endlich eine Langzeitstrategie nötig. Heißt: Impfpflicht einführen und proaktiv Impfstoff bestellen sowie die Impfzentren dauerhaft offen lassen. Soforthilfen müssen sofort und schnell auf den Weg gebracht werden. Es darf nie wieder geschehen, dass Menschen insolvent werden, weil die Politik versagt. Auch darf es danach keinen weiteren Lockdown mehr geben. Die Impfung wurde uns allen als Ausweg aus der Pandemie versprochen. Wir müssen endlich rauskommen aus der Endlosschleife. Ein Leben ohne Clubs, Bars, Restaurants und Kultur macht depressiv und ist nicht lebenswürdig. Christoph Cöln, Chef vom Dienst Es reicht. Noch mal wochenlang durch leere Straßen spazieren wie in einem Endzeitfilm? Keine Restaurantbesuche, kein Kino, keine Feiern? Das Gemüt eine Bleiweste, die Aussicht verhagelt? Nein, einen weiteren Lockdown für alle darf es nicht geben. Es wäre nicht nur eine schreiende Ungerechtigkeit gegenüber denen, die seit fast zwei Jahren alles dafür tun, dieser Pandemie den Garaus zu machen, den Kindern, Eltern, Alten, Ärzten und vor allem: den Geimpften. Gegenüber all jenen, die Solidarität geübt haben und es auch weiterhin tun. Ein neuerliches Herunterfahren des Landes wäre vor allem eine Bankrotterklärung der politischen Klasse. Das Vertrauen in die Kompetenz der demokratischen Repräsentanten ist in der Corona-Krise ohnehin schon tief erschüttert worden. Durch chronisches Herumeiern der Bundes- und Landespolitik, durch kleinmütiges, auf Umfragen schielendes Phlegma, und bisweilen auch einen fatalen Mangel an Weitblick. Denn mit jedem Tag an dem die Inzidenzen steigen, die Statistik der Toten wächst und die Pfleger erschöpft aufgeben, wird die Kluft zwischen "denen da oben" und den anderen größer. Das ist die eigentliche, die langfristige Gefahr dieser Krise. Wenn die Bürger das Gefühl bekommen, dass diejenigen, die sie regieren, nicht mehr wissen, was sie tun, wenn sich der Eindruck verfestigt, die Politik wiederholt ihre Fehler aus Angst, das Falsche zu tun, ist der Punkt gekommen, an dem der Gesellschaftsvertrag brüchig wird und der Souverän sich verselbständigt. Erste Tendenzen dieser Entwicklung sind längst zu besichtigen, in den sozialen Medien und auf den Straßen. Deshalb braucht es jetzt schnelles, entschlossenes und umsichtiges politisches Handeln. Eine Impfpflicht, konsequente Einschränkungen für Ungeimpfte, hohe Sonderprämien für Pfleger, bessere Kontrollen existierender Maßnahmen. Also das, was in den vergangenen Monaten gefehlt hat. Einen neuen Lockdown für alle braucht es dagegen nicht.

 

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Art Basel – die hippste Kunstmesse der Welt - Hier können Sie einen echten Banksy kaufen!

Art Basel ist zurück! Miami Beach ist diese Woche wieder das Epizentrum der Kunst, nachdem die legendäre Kunstmesse im letzten Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt wurde und nur online stattfinden konnte. Dienstagmorgen fand die offizielle Eröffnung für die Ultra-VIP-Elite statt. Um an eine der heiß begehrten persönlichen Einladungen zu kommen, muss man entweder superreich, superberühmt oder super-connected sein. Als eine der Ersten rauschte Kunstliebhaberin Barbara Becker (55) mit ihrer Agentin durch die Gänge – keine Zeit verlieren, schnell zu den auserkorenen Galerien. 80 000 Besucher werden in diesem Jahr erwartet. Auch deshalb gibt es sehr strenge COVID-19-Sicherheitsmaßnahmen: Es gibt eine eiserne Maskenpflicht, außerdem müssen Gäste ihren Impfnachweis oder negative Covid-Tests vorzeigen, um dann ein Armband zu erhalten, mit dem sie die ganze Woche über eintreten können. Ein Fakt, der nicht bei allen Gästen auf Verständnis stößt, da es in ganz Florida keine Maskenpflicht gibt. „Ich bin sehr überrascht, dass hier in Miami, wo sonst niemand irgendwo eine Maske trägt, hier jeder eine trägt“, wundert sich der amerikanische Geschäftsmann und Multimillionär James Goldstein (81). Doch die Masken haben auch einen Vorteil, vor allem für Prominente. Hollywood-Star Leonardo DiCaprio (47), Kunstsammler und regulärer Gast der Art Basel, schlenderte mit Maske vermummt mit seinen Bodyguards durch die Galerien und war für die Besucher nicht zu erkennen. Eines der Kunstwerke, das in diesem Jahr am meisten Aufmerksamkeit erregt: ein Original-Banksy, zu sehen in der Münchner Galerie Thomas. „Wir sind sehr froh, diese Arbeit von ihm hier zu haben. Banksy bricht momentan alle Rekorde, wir haben ja alle das geschredderte Bild mitbekommen und den Preissprung, den das Bild dann kurz danach gemacht hat“, erzählt Galeristin Silke Thomas. „Wir haben momentan drei Interessenten und ich denke, wir werden es während der Messe verkaufen.“ Der Wert des Bildes mit dem Titel „Girl with TV and Red Heart“ liegt bei 8,5 Millionen Dollar. Doch nicht nur bei den Kunstwerken muss man tief in die Tasche greifen. Die Hotelpreise steigen in diesen Tagen in astronomische Höhen. Wenn man das Glück hat, überhaupt noch ein Hotelzimmer zu ergattern – fast jedes Hotel in South Beach ist ausgebucht – muss man für ein Standard-Zimmer bis zu 4000 Dollar pro Nacht hinblättern. Und wer danach noch feiern gehen möchte: Die Tische im angesagten Megaclub E11Even liegen bei 5000 bis 75 000 US-Dollar. Kunstmarkt-Experte und Yale-Professor Dr. Magnus Resch zu BILD: „Dieses Jahr herrscht Goldgräberstimmung. Kunst, Fashion, Party und jetzt auch NFT (Non-Fungible Tokens, also digital geschützte Originalwerke, Anm. d. Red.) – alle kommen nach Miami und wollen dabei sein. Der Hype um NFTs ist riesig.“ Der Experte sieht einen großen Clash der Kulturen: „Der traditionelle Kunstmarkt versteht NFTs nicht und die Krypto-Welt finden den Kunstmarkt verstaubt. Austausch findet nur vereinzelt statt, jeder backt seine eigenen Brötchen.“ Aber es gibt auch die einheimischen Miami-Bewohner, die nur wegen der Kunst und dem Erlebnis da sind, wie Fashion-Icon Mildred erklärt: „Art Basel ist die aufregendste Woche des Jahres in Miami. Die Begeisterung ist hier, die Neugier ist hier und wir sind alle hier, um einfach die ganze Kunst, Inspirationen und all die Farben, die Art Basel mit sich bringt, in uns aufzunehmen.“ Die Kunstmesse mit mehr als 250 Galerien aus 36 Ländern ist von Donnerstag bis Samstag offiziell für das Publikum geöffnet. ★ Sylvie Meis (43) feiert auf der Geburtstagsparty von Alan Faena (58), dem Besitzer des angesagten Faena-Hotels. Eine Penthouse-Suite kostet dort aktuelle 65 000 Dollar pro Nacht. ★ Pop-Sänger Ricky Martin (49) besuchte auf der Art Basel unter anderem die Ausstellung des schwedischen Künstlers Jwan Yosef (37). ★ Sängerin Alicia Keys (40) lud zum Meditation-Event mit anschließender Performance in den Design District ein. Die Modewelt verneigte sich noch einmal vor seinem Genie. Kurz nach dem plötzlichen Krebs-Tod von Virgil Abloh († 41) hat dessen Arbeitgeber „Louis Vuitton“ dem verstorbenen Designer auf der Art Basel eine Modenschau gewidmet. Unter dem Motto „Virgil Was Here“ (dt.: Virgil war hier). Man wollte das „kreative Genie“ ehren, so „Louis Vuitton“.

 

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Wer im ORF was wird – und wer sich bald verabschiedet

Der ORF ist auf der Suche nach Führungskräften – in der GIS genauso wie bei FM4. Und wo geht eigentlich Alexander Wrabetz hin? Schön langsam macht man sich im ORF für die Personalrochaden bereit, die der Wechsel an der Unternehmensspitze mit sich bringt. Denn nicht nur Generaldirektor Alexander Wrabetz nimmt am 31. Dezember Abschied und macht seinem Nachfolger, Roland Weißmann, Platz. Der tauscht das komplette Direktorenteam aus, und auch in der Ebene darunter tut sich einiges. Aber der Reihe nach: Heute tagt der ORF-Stiftungsrat zum letzten Mal in diesem Jahr. Unter anderem wird ein neuer Geschäftsführer für die GIS bestellt, denn der bisherige, Harald Kräuter, wird als Nachfolger von Michael Götzhaber zum Technik-Direktor des ORF befördert. Dem Vernehmen nach wird Wrabetz Alexander Hirschbeck für den Chefposten bei der GIS vorschlagen, einen Experten, der seit 2000 für die ORF-Gebührentochter arbeitet. Nächsten Herbst wird Kräuter sich einen neuen Stellvertreter suchen müssen, denn Technik-Vizedirektor Thomas Prantner hat nach 33 Jahren im ORF angekündigt, das Unternehmen Ende September 2022 zu verlassen. Prantner war im Sommer mit seiner Bewerbung um den Generaldirektorsposten gescheitert. Einer Bewerbung, hinter der Beobachter strategische Überlegungen vermuteten, sich für einen Direktorenposten in Stellung zu bringen. Doch Prantner ging leer aus. Er hat angekündigt, in die Privatwirtschaft zu wechseln. Götzhaber bleibt dem ORF erhalten: Er kümmert sich künftig in der Generaldirektion um regionale Entwicklung mit Fokus auf Digitalisierung. Auch Kathrin Zechner (Programm), Andreas Nadler (Finanzen) und Monika Eigensperger (Radio) müssen ihre Direktorenposten räumen. Einzig Eigensperger kann in Pension gehen. Zechner und Nadler vertrösteten auf Anfrage – man könne noch nichts sagen. Zechners Nachfolgerin kommt aus dem Privatfernsehen: Stefanie Groiss-Horowitz ist derzeit Senderchefin von Puls4 und Puls24. Dort will man den Posten nicht nachbesetzen, sondern die Aufgaben auf zwei Teams – Content und Innovation – aufteilen. Auf Eigensperger folgt Ingrid Thurnher als Radiodirektorin. Deren bisheriger Posten als ORF-III-Chefredakteurin ist noch bis 10. Dezember ausgeschrieben. Und noch ein ORF-III-Posten ist ab 2022 neu zu besetzen: Die kaufmännische Geschäftsführerin des Spartensenders, Eva Schindlauer, beerbt Nadler als ORF-Finanzdirektorin. Fraglich ist, wer nach Eigensperger Senderchef von FM4 werden wird. Um den Posten haben sich letztlich 17 Kandidaten beworben. Als Favoritin wird Doroteja (Dodo) Roščić, verheiratete Gradištanac, gehandelt. Die FM4-Redaktion wünscht sich allerdings jemand anderen: Oliver Lingens ist aus der internen Abstimmung als Sieger hervorgegangen. Er hat das FM4-Marketing geleitet und war an der Realisierung des Song Contest in Wien 2015 beteiligt. Derzeit ist er Referent in der ORF-Radiodirektion. Das Votum für ihn ist für Wrabetz aber nicht bindend. Am Mittwoch wurde auch in der Redaktion der TV-Magazine über die künftige Führung abgestimmt, nachdem die bisherige Hauptabteilungsleiterin Waltraud Langer zur Salzburger Landesdirektorin avanciert. Zur Wahl stehen u. a. TV-Chronikchefin Claudia Lahnsteiner, „Report“-Chef Wolfgang Wagner, aber auch ORF-1-Chefin Lisa Totzauer, die sich im Sommer auch als ORF-Generaldirektorin beworben hatte. Und was wird aus Wrabetz, der mit 61 Jahren noch nicht pensionsreif ist? Er soll für Posten im deutschen Privat-TV oder bei einem Streaming-Portal im Gespräch sein. Wrabetz selbst will erst kurz vor Jahresende bekannt geben, wo er künftig arbeiten wird.

 

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Schach-WM in Dubai: Auch im fünften Duell gibt es ein Remis

Der Titelhalter Magnus Carlsen aus Norwegen und der russische Herausforderer Jan Nepomnjaschtschi spielen in Dubai um den Titel des Weltmeisters. Die 5. Partie (1. Dezember): Das nächste Remis Magnus Carlsen In der fünften Partie der Schach-WM in Dubai kam der Weltmeister Magnus Carlsen gegen Jan Nempomnjaschtschi in der Spanischen Eröffnung früh unter Druck. Er wich im achten Zug von seinem Spiel der dritten Partie ab, konnte aber den Nachteil der schwarzen Steine nicht wettmachen. Vielmehr schlitterte er nach einer oder zwei Ungenauigkeiten in eine sehr unangenehme Position, in der Weiss dank einem leichten Raumvorteil besser stand. Der russische Herausforderer hatte gar die Qual der Wahl. Er entschied sich im 20. Zug für eine solide Fortsetzung, die ihm ein «Spiel auf ein Tor» im Endspiel versprach, er hätte indes mit einem zweischneidigen Bauernzug das Spiel auch chancenvoll verschärfen können – im Nachhinein wäre es wohl die aussichtsreichere Fortsetzung gewesen. Carlsen, der zeitlich deutlich in Rückstand geraten war, nahm die pragmatische Entscheidung seines Gegners mit Erleichterung zur Kenntnis. Wie im dritten Spiel hatte er richtig erkannt, dass seine Stellung zwar gedrückt blieb und keinerlei Aussichten auf Erfolg versprach, dass sie aber gleichzeitig extrem solide und bei bestem Spiel nicht zu knacken war. Er war sich nicht zu schade, im 27. und im 28. Zug beide Springer auf die Grundreihe zurückzubeordern – eine passive Strategie, die fast unter allen anderen Umständen den sicheren Niedergang bedeutet hätte, hier aber genau richtig war. Im weiteren Spielverlauf behielt Nepomnjaschtschi zwar ständig einen kleinen Vorteil, indes erwies es sich aber als unmöglich, diesen zu vergrössern. Carlsen wehrte alle Versuche des Gegners souverän ab, so dass nach 43 Zügen das fünfte Remis in Folge auf dem Brett stand. Der 31-jährige Jan Nepomnjaschtschi kann zumindest auf dem Papier mit dem Resultat und dem bisherigen Matchverlauf zufrieden sein, hat er doch soweit die greifbareren Chancen herausgespielt und sich dem Weltmeister insgesamt als ebenbürtig erwiesen. Anderseits war er vielleicht gerade an diesem fünften Spieltag eine Spur zu vorsichtig, und etwas mehr Risikobereitschaft hätte sich wohl ausbezahlt. (rfo.) Schach-WM in Dubai. 5. Partie, Spanisch. Weiss: Jan Nepomnjaschtschi (Russland), Schwarz: Magnus Carlsen (Norwegen). 1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3. Lb5 a6 4. La4 Sf6 5. O-O Le7 6. Te1 b5 7. Lb3 O-O 8. a4 Tb8 9. axb5 axb5 10. h3 d6 11. c3 b4 12. d3 bxc3 13. bxc3 d5 14. Sbd2 dxe4 15. dxe4 Ld6 16. Dc2 h6 17. Sf1 Se7 18. Sg3 Sg6 19. Le3 De8 20. Ted1 Le6 21. La4 Ld7 22. Sd2 Lxa4 23. Dxa4 Dxa4 24. Txa4 Ta8 25. Tda1 Txa4 26. Txa4 Tb8 27. Ta6 Se8 28. Kf1 Sf8 29. Sf5 Se6 30. Sc4 Td8 31. f3 f6 32. g4 Kf7 33. h4 Lf8 34. Ke2 Sd6 35. Scxd6+ Lxd6 36. h5 Lf8 37. Ta5 Ke8 38. Td5 Ta8 39. Rd1 Ra2+ 40. Td2 Ta1 41. Td1 Ta2+ 42. Td2 Ta1 43. Td1 Remis. 6. Partie am Freitag ab 13 Uhr 30. So lief die 4. Partie (30. November) Magnus Carlsen (links) und Jan Nepomnjaschtschi an der Schach-WM in Dubai. (dpa) Vierte Partie, viertes Remis: Der Schachweltmeister Magnus Carlsen hat an der WM in Dubai den erhofften Sieg an seinem 31. Geburtstag verpasst. Der Norweger trennte sich am Dienstag von seinem russischen Herausforderer Jan Nepomnjaschtschi erneut mit einem Remis. Damit steht es im auf 14 Partien angesetzten WM-Duell 2:2. Gut eine Dreiviertelstunde schaute Carlsen noch einmal tief in die Stellung, dann machte er die Punkteteilung mit einer Zugwiederholung perfekt. Im ersten Zug wechselte er vom Damenbauern zum Königsbauern. Nepomnjaschtschi reagierte mit einer der solidesten Eröffnungen, der schon viele Spieler in WM-Kämpfen vertraut hatten: Russisch. «Wenn schon nicht die russische Fahne am Brett stehen darf, spiele ich wenigstens die Russische Eröffnung», sagte der Russe in Anspielung auf das Wada-Urteil, das wegen staatlich organisierten Dopings derzeit russische Symbole bei Weltmeisterschaften verbietet. Während der Partien trägt der Titelverteidiger Carlsen Hemden mit Logos seines Sponsors Unibet, obwohl Sportwetten und Werbung dafür in den Vereinigten Arabischen Emiraten verboten sind. Wie sein Vater und Manager Henrik Carlsen und der Weltschachbund Fide auf Nachfrage bestätigten, hat die Expo 2020 dem Weltmeister aber eine Sondererlaubnis erteilt. The fourth game Carlsen v Nepomniachtchi ends in a draw. After four games, the score is 2-2. #CarlsenNepo pic.twitter.com/uGJ0UOcYRf Wer spielt an der Schach-WM? Wie sind der Modus und der Zeitplan? Experten erwarten eines der spektakulärsten WM-Duelle der vergangenen Jahre. Die erste Partie wird am Freitag, 26. November, ausgetragen. Gespielt wird im Exhibition Center in Dubai. Bis am 14. Dezember werden 14 klassische Partien ausgetragen, jeweils um 13 Uhr 30 Schweizer Zeit. Ausserdem werden fünf Ruhetage eingelegt. Klassische Partie bedeutet, dass die Bedenkzeit der Spieler in den ersten 40 Zügen 120 Minuten beträgt, danach 60 Minuten für die nächsten 20 Züge und schliesslich 15 Minuten für den Rest der Partie. Ab dem 61. Zug bekommt jeder Spieler eine Zeitgutschrift von 30 Sekunden pro Zug. Vor dem 30. Zug dürfen keine Remis-Angebote gemacht werden. Damit reagiert der Weltschachverband auf die WM 2018, dort endeten alle (damals zwölf) Partien unentschieden. Mit dem Verbot will der Schachverband die Spieler zu mehr Risiko animieren. Weltmeister wird, wer zuerst 7,5 Punkte erzielt hat. Für einen Sieg gibt es einen Punkt, für ein Remis 0,5 Punkte. Sollte es am 14. Dezember unentschieden stehen, wird der Sieger in 4 Schnellschach-Partien gekürt. Bringt auch diese Form keine Entscheidung, werden maximal 10 Blitzschach-Spiele ausgetragen. Steht es auch danach unentschieden, entscheidet die sogenannte Armageddon-Partie über den Sieger. (krp.) Ein Beitrag geteilt von Magnus Carlsen (@magnus_carlsen) Was sind Schnellschach, Blitzschach und Armageddon-Partie? Magnus Carlsen tritt zum vierten Mal in Serie zur WM-Titelverteidigung an. Weiss oder Schwarz – welchen Einfluss hat die Farbe der Figuren? An der WM wird an der Eröffnungsfeier ausgelost, wer zuerst mit Weiss spielen darf, danach wird abgewechselt. Wer mit Weiss spielt, darf das Spiel eröffnen. Die Experten sind sich uneinig, wie gross dieser Vorteil ist. Statistiker haben allerdings ausgerechnet, dass bei menschlichen Partien in 37 Prozent der Fälle Weiss gewinnt, Schwarz nur bei 27 Prozent. Bei Computer-Spielen beträgt die Siegchance für Weiss 40, für Schwarz 29 Prozent. (krp.) Wie hoch ist das Preisgeld? Carlsen und Nepomnjaschtschi bekommen eine Antrittsgage von je 200 000 Euro aus dem Preisgeldtopf von zwei Millionen Euro. Die restlichen 1,6 Millionen werden je nach Ausgang der WM verteilt. Ist die Weltmeisterschaft nach 14 Partien entschieden, bekommt der Sieger 60 Prozent (960 000) und der Verlierer 40 Prozent (640 000). Muss das Tie-Break aus Schnell- und Blitzschach oder sogar die Armageddon-Partie entscheiden, bekommt der Sieger nur 55 Prozent (880 000), der Verlierer dafür 45 Prozent des Preisgeldes (720 000). (krp.) Ein Beitrag geteilt von Yan Nepomnyashchy (@lachesisq) Was bedeutet die Elo-Zahl eines Spielers? Die Elo-Zahl steht für die Stärke eines Schachspielers. Sie erlaubt, einen Erwartungswert für das Resultat einer Partie anzugeben. Dieser Erwartungswert hängt ab von der Differenz der Elo-Zahlen der beiden Spieler. Gewinnt der Spieler mit der tieferen Elo-Zahl, erhöht sich seine Wertung deutlich. Siegt jedoch der statistische Favorit, gewinnt er weniger Punkte dazu. Vor der WM beträgt Carlsens Elo-Zahl 2855, Nepomnjaschtschi hat einen Wert von 2792. Carlsen ist der Weltrekordhalter. Im Mai 2014 hatte er einen Wert von 2882 erreicht und überflügelte damit den Russen Garri Kasparow, der mit 2851 Punkten der Rekordhalter war. Schach-Computer erreichen eine Elo-Zahl von 3600. (krp.) Wie wird man Grossmeister? Grossmeister ist der höchste Titel, den der Weltschachverband an Turnierspieler vergibt. Er gilt auf Lebenszeit, kann aber für grobes Fehlverhalten aberkannt werden. Voraussetzung für die Verleihung ist eine Elo-Zahl von mindestens 2500. Ausserdem müssen die Kandidierenden sogenannte Grossmeister-Normen erfüllen. Diese erreichen sie, indem sie an mindestens zwei internationalen Schachturnieren die Mindestpunktzahl erreichen. Wie hoch diese Punktzahl ist, hängt von der Stärke des Teilnehmerfeldes ab. Automatisch wird der Titel des Grossmeisters an die Gewinnerin der Frauen-WM, den Sieger einer Kontinentalmeisterschaft, an Qualifikanten für den Achtelfinal des Weltpokals sowie die Senioren-Weltmeister der Kategorien über 50 und über 65 verliehen. Weltweit gibt es etwa 1700 Grossmeister, lediglich 40 von ihnen sind Frauen. Als erste Frau erreichte die Georgierin Nona Gaprindaschwili 1978 den Grossmeistertitel. Die Schweiz stellt neun Grossmeister. (krp.) Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Fed fürchtet hartnäckige Inflation

D ie amerikanische Notenbank Federal Reserve ( Fed) erwägt angesichts hartnäckiger Inflation, ihrer Geldpolitik etwas schneller zu straffen als bisher geplant. Zur Disposition steht jetzt der Novemberbeschluss der Fed, die monatlichen Anleihekäufe so lange um 15 Milliarden Dollar zu reduzieren, bis sie zur Mitte des kommenden Jahres komplett eingestellt werden. Fed-Chef Jerome Powell sagte in der Kongressanhörung, es werde geprüft, das Kaufprogramm einige Monate früher zu beenden. Damit wird ein schnelleres Reduzieren der sogenannten Quantitativen Lockerung vorbereitet. Das folgt aus einer Neubewertung des Inflationsrisikos. Der von der Fed bevorzugte Indikator zeigt Ende Oktober eine Inflationsrate von 5 Prozent über zwölf Monate an. Die Fed verfolgt ein Inflationsziel von 2 Prozent. Noch bis vor der vergangenen geldpolitischen Sitzung der Fed hatten die Zen-tralbanker an der Formulierung festgehalten, die hohe Inflation sei ein vorübergehendes Phänomen, das keine zinspolitischen Schritte rechtfertige. Von der damit verbundenen Annahme, die Preise blieben nur für kurze Zeit hoch, distanziert sich die Fed jetzt. Powell und seine Kollegen erwarten zwar weiterhin, dass die Inflation im kommenden Jahr deutlich nachlassen werde, wenn sich Lieferprobleme und Nachfragespitzen verkleinerten. Gleichwohl sei es schwer vorherzusagen, wann die internationalen Lieferketten wieder reibungslos funktionierten. Es zeige sich aber, dass Faktoren, die die Inflation nach oben trieben, bis weit ins nächste Jahr hineinreichten. Dazu kommen als Triebkräfte für höhere Preise die schnell verbesserte Lage am amerikanischen Arbeitsmarkt und die kräftig steigenden Löhne. Die Arbeitslosenquote betrug im November 4,6 Prozent, die Anzahl der offenen Stellen blieb mit mehr als zehn Millionen auf einem Rekordniveau. Es sei an der Zeit, die Formulierung „vorübergehend“ zur Beschreibung der Inflation in den Ruhestand zu schicken, sagte Powell. „Das Risiko höherer Inflation hat zugenommen“, fügte er hinzu. Die Vorhersage wird aber durch das Auftreten der neuen Coronavirus-Variante Omikron erschwert. Die Delta-Variante hatte Amerikas konjunkturelle Erholung im dritten Quartal verlangsamt. Omikron könnte US-Amerikaner abermals veranlassen, zuhause zu bleiben statt zu reisen, Restaurants aufzusuchen oder offene Stellen zu besetzen. Die Pandemie hatte dazu geführt, dass viele Amerikaner ihren Konsum generell auf Güter statt auf personenbezogene Dienstleistungen konzentrierten. Das hatte zu stärker steigenden Preisen geführt wie die Lieferengpässe, die durch Logistik- und Produktionsprobleme sowie auch durch Arbeitskräftemangel verursacht waren. Die Kombination dieser Faktoren könnte die Inflation nun weiter befeuern. Ein alternatives Szenario ist, dass Omikron die wirtschaftlichen Aktivitäten generell dämpft, weil Unternehmen und Konsumenten Kaufentscheidungen aufschieben. Das gäbe vor allem Produktions- und Logistikunternehmen Zeit, Rückstände abzuarbeiten, und könnte Energiepreise sinken lassen. Powell zeigte deutlicher als in früheren Stellungnahmen einen neuen Fokus auf die Inflation, nachdem seine vorherigen Äußerungen vor allem vom Erreichen des geldpolitischen Ziels maximaler Beschäftigung geprägt waren. Die Fed nimmt auch die Erhöhung von Leitzinsen, die aktuell zwischen null und 0,25 Prozent liegen, wieder in den Blick, wie aus seinen Äußerungen hervorgeht. „Um wieder zu dem großartigen Arbeitsmarkt zurückzukehren, den wir vor der Pandemie hatten, werden wir Preisstabilität brauchen“, sagte Powell. Eine hartnäckig hohe Inflation sei ein hohes Risiko auf dem Weg zu einem gesunden Arbeitsmarkt. Powells Äußerungen ließen die Renditen amerikanischer Staatsanleihen steigen, was mit Kursverlusten der festverzinslichen Wertpapiere verbunden ist. In der zehnjährigen Laufzeit stieg die Rendite zeitweise auf 1,5 Prozent. Allerdings hatte sie Mitte Oktober noch bei 1,7 Prozent gelegen. Das frühere Ende des Fed-Kaufprogramms hatte am Dienstag noch den amerikanischen Aktienmarkt belastet. Doch am Mittwoch kam es an den Börsen zu einer Erholung. Der deutsche Börsenindex Dax legte zeitweise um 2 Prozent auf 15 408 Punkte zu. An der Wall Street stieg der Dow-Jones-Index im Handelsverlauf um 0,8 Prozent auf 34 755 Punkte. Die Erholung führten Marktteilnehmer auf eine entspanntere Bewertung der Omikron-Risiken zurück. Der Chef-Anlagestratege der Vermögensverwaltung der Schweizer Bank UBS, Mark Haefele, erwartet, dass sich die Aufmerksamkeit der Anleger schrittweise weg von der Omikron-Variante und hin zum Wirtschaftswachstum sowie steigenden Gewinnen verlagern wird. Die jüngsten Inflationsaussagen von Powell stützten die Wachstumszuversicht der Anleger. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuletzt dagegen an der Einschätzung festgehalten, dass die Inflation nur ein vorübergehendes Phänomen sei. Präsidentin Christine Lagarde sagte im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, dass dieser Anstieg der Inflation nicht von Dauer sei und sich im nächsten Jahr beruhigen werde. Die Bereitschaft, an dem Anleihekaufprogramm und der sehr expansiven Geldpolitik vorerst festzuhalten, hatte den Euro gegenüber dem Dollar geschwächt. Wurde die europäische Gemeinschaftswährung in der vergangenen Woche zeitweise unter 1,12 Dollar gehandelt, erholte sie sich bis Mittwoch auf 1,1348 Dollar. Am 16. Dezember wird die EZB über ihre Geldpolitik entscheiden. Neben der Wende der Fed setzt sie die hohe Inflation unter Druck. In Deutschland sind die Preise im November um 5,2 Prozent gestiegen, so stark wie seit 29 Jahren nicht mehr.

 

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Lockdown und Alterung als Risken für österreichs Wirtschaft

Die OECD sieht in ihrer Prognose für Österreich eine Verlängerung des Lockdowns als akute Gefahr für die Wirtschaft. Langfristig ist es der Fachkräftemangel. China mache derzeit zwar ein wenig Sorgen. So wurde in Peking erst am Mittwoch ein überraschend starker Rückgang der Industrieproduktion im November auf ein leicht schrumpfendes Niveau bekannt gegeben. Dennoch ist die OECD in ihrem aktuellen „World Economic Outlook“ grundsätzlich weiterhin positiv gestimmt. Die Industrieländer-Organisation rechnet für das weltweite Wachstum für heuer nach wie vor mit einem Plus von 5,6 Prozent. 2022 soll dieser Wert dann auf 4,5 und 2023 schließlich auf 3,2 Prozent zurückgehen. In Summe sei man aber dennoch „vorsichtig optimistisch“, heißt es.

 

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Netflix-Ranking: Diese Serien und Filme sind aktuell am beliebtesten

Mit seinem Tagesranking bietet Netflix bereits seit 2020 Hilfestellung bei der Film- und Serienauswahl. Ab November 2021 veröffentlicht der Streamingdienst auch Wochenrankings. Netflix reagiert damit auch auf Vorbehalte gegen die bisherige Veröffentlichungspraxis, bei der nicht ersichtlich war, auf welchen Kriterien die Rankings basierten. Laut Netflix ist die Gesamtzahl der Stunden, die Abonnenten mit dem Ansehen einer Serie, eines Films oder anderer Formate in der Vorwoche (Montag bis Sonntag) verbracht haben, entscheidend für das Ranking. Was momentan auf Netflix in Deutschland angesagt ist, zeigen wir hier. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Aktuell ( Mittwoch, 01.12.2021) sind diese Serien am beliebtesten in Deutschland: Im Zeitraum 22. bis 28. November wurden diese Serien in Deutschland am meisten gestreamt: Aktuell ( Mittwoch, 01.12.2021) sind diese Filme am beliebtesten in Deutschland: Im Zeitraum von 22. bis 28. November wurden diese Filme in Deutschland am meisten gestreamt: RND/do

 

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"Sicher nicht alles richtig gemacht": Bayern-Bosse gehen nach Katar-Fiasko bei JHV auf Fans zu

Es war eine Jahreshauptversammlung für die Geschichtsbücher. Die Führung des FC Bayern München brachte die eigenen Fans am vergangenen Donnerstag gegen sich auf. Vor allem der Umgang mit dem umstrittenen Katar-Sponsoring beim Rekordmeister stieß den Mitgliedern sauer auf. Nun ist die FCB-Führung auf Versöhnungs-Kurs. In einer Mail an alle Mitglieder haben die Bayern-Bosse um Präsident Herbert Hainer, der das Schreiben mit unterzeichnete, nun Fehler zugegeben. "Ohne Frage ist diese Jahreshauptversammlung leider nicht so abgelaufen, wie wir es von unserem FC Bayern gewohnt sind", reagierte der FCB in der Mail nun auf die Kritik an der JHV. Dem Verein sei "bewusst" gewesen, "dass sich beim Thema Katar einiges aufgestaut hatte". Hainer war insbesondere wegen der Auseinandersetzung um das Streitthema Katar-Sponsoring am Donnerstagabend mit Buhrufen und "Hainer raus"-Rufen etlicher Mitglieder konfrontiert worden. Völlig aus dem Ruder lief die Stimmung, als Hainer die Versammlung beendete, obwohl noch Mitglieder auf der Liste der Wortbeiträgen standen. Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte das Treffen im Audi Dome als „die schlimmste Veranstaltung, die ich je beim FC Bayern erlebt habe“, bezeichnet. Auslöser für den Unmut war der Umgang des Klubs mit dem Antrag von Mitglied Michael Ott. Er wollte, dass der Verein auf ein Ende der Sponsorenbeziehung mit der Fluglinie Qatar Airways hinwirkt. Der Antrag war schließlich nicht zugelassen worden. "Wir bitten allerdings nochmals um Verständnis, dass wir an diesem Abend nicht über einen Antrag abstimmen konnten, der am Vormittag vom Landgericht aus juristischen Gründen als unzulässig erklärt worden ist" heißt es in der Mitglieder-Mail. Die Bosse versprachen in dieser zudem, den Dialog mit den Fans stärken zu wollen, "Wir haben Kontakt mit denen aufgenommen, deren Wortmeldungen nicht mehr berücksichtigt wurden, erste Treffen fanden seitdem bereits statt, und weitere wurden für die nächste Zeit vereinbart." Auch eigene Fehler gaben die Klub-Verantwortlichen zu: "Bei all den Turbulenzen - und wir haben bei diesem Thema sicher nicht alles richtig gemacht -, steht unser Klub trotz allem auch in dieser Pandemie insgesamt vorbildlich da: sportlich, wirtschaftlich wie gesellschaftlich. Darauf können wir, könnt Ihr alle, sehr stolz sein." Der Verein sei aber bisher aus jeder Kontroverse gestärkt hervorgegangen, so die Bayern-Bosse um Hainer weiter, die auch das Katar-Thema klar ansprachen: "Beim Thema Katar wollen wir miteinander einen Weg finden. Ganz so, wie es sich beim FC Bayern gehört."

 

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Teuerste Städte der Welt: Hier kostet das Leben deutlich mehr als in Tokio oder Sydney

Berlin rutschte gegenüber dem Ranking vor einem Jahr acht Plätze nach unten auf Rang 50 und ist damit die billigste der sechs im Index erfassten deutschen Städte. Die teuerste ist Frankfurt, das im internationalen Vergleich auf Platz 19 steht. Den letzten Platz in der Studie mit dem Titel "Worldwide Cost of Living (WCOL)" nimmt die syrische Hauptstadt Damaskus ein.

 

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857 Corona-Neuinfektionen in Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein sind am Mittwoch 857 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Genau eine Woche zuvor war mit 954 Neuinfektionen die höchste Zahl seit Pandemiebeginn gemeldet worden. Wie aus den Daten der Landesmeldestelle weiter hervorgeht (Stand Mittwochabend), sanken die Inzidenzen seit Dienstag leicht: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 152,2. Am Vortag lag der Wert bei 152,7, genau eine Woche zuvor bei 152,5. Die Hospitalisierungsinzidenz sank von 4,05 auf 3,71. Die Sieben-Tage-Inzidenz steht für die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Die Hospitalisierungsinzidenz besagt, wie viele Corona-Kranke im gleichen Zeitraum je 100 000 Menschen in Kliniken kamen. 195 Corona-Patienten lagen am Mittwoch im Krankenhaus - 12 weniger als am Vortag. Die Zahl der registrierten Corona-Todesfälle nahm um 3 auf 1803 seit Beginn der Pandemie zu. Auf den Intensivstationen lagen am Mittwoch 55 Patienten (-3 zum Vortag) im Zusammenhang mit Corona, 28 davon mussten beatmet werden (-2). Im Vergleich der Bundesländer hat Schleswig-Holstein laut Robert Koch-Institut noch immer die geringste Sieben-Tage-Inzidenz. Es ist das einzige Land mit einem Wert unter 200. Im Kreis Herzogtum Lauenburg lag die Sieben-Tage-Inzidenz mit 244,5 erneut am höchsten. Dahinter folgen weiterhin Lübeck mit 213,6 und der Kreis Pinneberg 191,7. Im Kreis Dithmarschen ist der Wert mit 90,1 weiterhin am niedrigsten. Es ist der einzige Kreis mit einer Inzidenz unter 100.

 

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Bundesrat: Corona-Notmassnahmen sollen auch 2022 möglich sein

Der Bundesrat will auch im nächsten Jahr die Kompetenz für diverse Corona-Wirtschaftshilfen und weitere Notmassnahmen haben. Das Parlament dürfte die Verlängerung noch auf weitere Instrumente ausdehnen. Gesundheitsminister Alain Berset und mit ihm die Schweiz absolvieren in dieser Krise einen Langstreckenlauf ohne klare Ziellinie. Ende Februar 2020 verbot der Bundesrat Grossveranstaltungen mit über 1000 Personen. Es war die erste von vielen drastischen Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Wer hätte damals gedacht, dass fast zwei Jahre später das Ende der Krise immer noch nicht absehbar ist? Auch das Schweizer Sondergesetz zu dieser Krise lebt länger als erwartet: das Covid-19-Gesetz. Es liefert nebst dem Epidemiengesetz die Rechtsgrundlage für Massnahmen zur Bewältigung dieser Pandemie. Das Parlament hat das Covid-19-Gesetz im September 2020 beschlossen und seither schon mehrmals verändert. In der laufenden Wintersession kommt die nächste Revision. Im Vordergrund steht eine Verlängerung von Fristen nach dem Motto: «Die Krise dauert länger als erwartet, deshalb soll auch die Rechtsgrundlage zur Krisenbewältigung länger bestehen.» Viele Bestimmungen des Gesetzes sind zurzeit bis Ende dieses Jahres befristet. Der Bundesrat hatte im Oktober die Verlängerung diverser Bestimmungen bis Ende 2022 vorgeschlagen. In den meisten Fällen geht es um die Erteilung der Kompetenz an den Bundesrat, im Bedarfsfall Sondermassnahmen zu ergreifen. Das Parlament dürfte am Ende noch mehr Bestimmungen verlängern, als die Regierung beantragt hat. Drei Ereignisse haben jüngst Rückenwind für Verlängerungen geliefert: das starke Wachstum der fünften Pandemiewelle, das klare Volks-Ja vom vergangenen Sonntag zu einer früheren Revision des Covid-19-Gesetzes und die besorgniserregende Omikron-Mutation des Virus. Breiter Sukkurs im Ständerat So gab es am Mittwoch im Ständerat keinen grundsätzlichen Widerstand gegen Verlängerungen. Gemäss Beschluss des Ständerats kann die Regierung bis Ende 2022 bei Bedarf Corona-Massnahmen unter anderem in folgenden Bereichen ergreifen: Gesundheitsversorgung, Kontaktrückverfolgung, Arbeitnehmerschutz, Berufseinstieg, Ausländerrecht, Grenzschliessungen und politische Unterschriftensammlungen. Das Gleiche gilt für diverse Wirtschaftshilfen. So soll es laut Bundesrat und Ständerat auch 2022 bei Bedarf noch Corona-Sondertöpfe für Kultur und Sport geben. Auch die Erwerbsersatzzahlungen für Corona-geschädigte Selbständige sollen 2022 weiterhin möglich sein. Während der Bundesrat diese Möglichkeit auf Betroffene mit Betriebsunterbrüchen beschränken wollte, sollen laut Ständerat solche Zahlungen weiterhin generell bei Corona-bedingten Umsatzeinbussen von mindestens 30 Prozent möglich sein. Laut dem Zuger Mitte-Ständerat Peter Hegglin, der erfolglos für die Bundesratsvariante plädiert hatte, könnte hier die Ständeratsversion Zusatzkosten von über einer Milliarde Franken auslösen. Doch eine klare Mehrheit wollte kein rasches Zurückfahren der Corona-Erwerbsersatzhilfen. Das Gleiche gilt für die Kurzarbeitsentschädigungen. Diese gibt es auch in normalen Zeiten, aber in dieser Pandemie gab es Erleichterungen für Betroffene. Der Ständerat will nun gegen den Willen des Bundesrats die Möglichkeit eines erleichterten Verfahrens für die Betriebe bis Ende 2022 verlängern. Diese Erleichterung erspart den Firmen und Behörden Arbeit, enthält aber auch erhebliches Missbrauchspotenzial. Bis Ende 2022 verlängern will der Ständerat auch die Möglichkeit von Ausfallentschädigungen für Veranstaltungen ab 1000 Personen. Der Bundesrat hatte diese Hilfen Ende April 2022 beenden wollen. Das Härtefallprogramm für Betriebe soll dagegen laut Bundesrat und Ständerat Ende dieses Jahres auslaufen. Doch das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen; im Nationalrat wird auch bei diesem Programm eine Verlängerung zur Debatte stehen. Vorgesehen ist auch die Fristerstreckung für den jüngst vieldiskutierten Artikel 1a des Gesetzes. Gemäss dem Artikel sind Kapazitätsbeschränkungen für öffentlich zugängliche Veranstaltungen aufzuheben, «wenn der impfwillige erwachsene Teil der Bevölkerung ausreichend geimpft ist». Mit dieser Bestimmung hatte der Bundesrat am Dienstag die Aufhebung der verbliebenen Kapazitätsbeschränkungen begründet. Klärungsbedarf Doch die besagte Gesetzespassage ist unklar. Denn im Folgesatz heisst es: «Angemessene Schutzkonzepte sind möglich, sofern sie verhältnismässig sind.» Laut einer juristischen Interpretation können auch Kapazitätsbeschränkungen zu Schutzkonzepten gehören. Das scheint somit im Widerspruch zum vorangegangenen Satz zu stehen. Bei der Debatte darüber im Nationalrat im Juni 2021 hatte der Sprecher der zuständigen Kommission eingeräumt, dass hier ein gewisser Widerspruch bestehe und von der Bundesverwaltung auch entsprechende Hinweise gekommen seien. Aber in der Kommission habe es keine Auflösung dieser Widersprüche gegeben. Diese Unklarheit gäbe im Prinzip dem Bundesrat Spielraum. Die offizielle Interpretation des Bundes ist nun aber eine andere: Die Impfwilligen seien jetzt ausreichend geimpft, und die erwähnte Möglichkeit von Schutzkonzepten beziehe sich nur auf Elemente ohne Kapazitätsbeschränkungen. Letzteres sagt auch der St. Galler Mitte-Ständerat Benedikt Würth, der die besagte Passage als Antrag in die zuständige Ständeratskommission gebracht hatte. Mit den Schutzkonzepten sind laut Würth «zum Beispiel Maskenpflicht und Zertifikatspflicht (2 G oder 3 G) gemeint, aber nicht generelle Kapazitätsbeschränkungen zulasten aller». Wäre künftig also zum Beispiel ein Verbot von Veranstaltungen ab 1000, 5000 oder 10 000 Personen nicht mehr zulässig? Der Bund sagt zurzeit, dies wäre zulässig, weil es nicht um raumbezogene Kapazitätsbeschränkungen gehe. Ein befragter Jurist äussert dagegen grosse Zweifel an dieser Lesart. Der Ständerat Würth sagt derweil, dass es bei einem solchen Verbot um Kapazitätsbeschränkungen gehe, aber der Bundesrat Spielraum bei der Interpretation der Vorgabe von «ausreichenden» Impfungen habe – denn diese Vorgabe lasse sich nun «auch für Drittimpfungen anwenden». Diese Lesart stiess wiederum bei Gesundheitsminister Alain Berset auf wenig Anklang. Das Parlament könnte in der laufenden Session den Artikel klarer formulieren. Ob es dazu kommt, muss sich zeigen. Der Ständerat Würth sieht keinen Anpassungsbedarf: «Ich verstehe die Aufregung nicht.» Schon am Donnerstag kommt das Dossier in den Nationalrat. Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Schwere Sturmböen: Tief "Daniel" trifft die Küste Aus dieser Sendung Mehr Hallo Niedersachsen Das könnte Sie auch interessieren

Der Sturm hat im Laufe des Tages Fahrt aufgenommen. Es gab eine Warnung vor einer leichten Sturmflut an der Nordseeküste.

 

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Die Corona-Kurzarbeit und ihre Zukunft

Die Folgen des vierten Lockdowns zeigen sich bereits auf dem Arbeitsmarkt. Zumindest noch bis März 2022 gibt es die großzügige Corona-Kurzarbeit. Wie geht es danach weiter? Ein paar Vorschläge gibt es bereits. Es lief wirklich gut, das muss man sagen. Im November hat sich der Arbeitsmarkt weiter von der Coronakrise erholt. Um 21 Prozent weniger Menschen ohne Job als im November 2020 verzeichnete das Arbeitsmarktservice (AMS). Und gut 100.000 offene Stellen, um 73 Prozent mehr als vor einem Jahr. Aber seit 22. November befindet sich Österreich im vierten Lockdown. Und auch das schlägt sich bereits in den Zahlen nieder. Die neuen Einschränkungen werfen einen Schatten auf die Erholung der vergangenen Monate. Am 21. November, dem Tag vor dem Lockdown, lag die Zahl der Arbeitslosen mit 17.000 noch deutlich unter dem Niveau von 2019, der Zeit vor der Krise. Bereits Ende November war dieser Vorsprung aber beinahe wieder eingebüßt. Je länger die Schließungen dauern, desto härter werden die Folgen für den Arbeitsmarkt sein. Der Grund, warum die Arbeitslosigkeit in der Krise nicht viel stärker gestiegen ist, ist die Kurzarbeit. In der Corona-Kurzarbeit werden den Unternehmen 80 bis 90 Prozent der Lohnkosten für ihre kurz arbeitenden Mitarbeiter ersetzt. Sie wäre laut Plan Ende des Jahres ausgelaufen. Nun wurde sie bis März 2022 verlängert. Das sind dann bereits zwei Jahre Corona-Kurzarbeit.

 

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Unfall auf der B28: Bei Senden bildet sich ein kilometerlanger Stau

Auf der B28 kam es am Mittwochabend zu einem Unfall. Zwischen Senden und der Überleitung zum Dreieck Hittistetten staute sich der Verkehr. Es gab ein medizinisches Problem.

 

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Öffentlichkeitsgesetz: Ständerat kommt endlich zur Besinnung

Die Bundesverwaltung kann heute das Öffentlichkeitsprinzip mit hohen Gebühren de facto aushebeln. Bisher hatte der Ständerat diese Praxis mit teilweise absurden Argumenten verteidigt – nun ist er doch noch zur Besinnung gekommen. Der kostenlose Zugang zu amtlichen Dokumenten dürfte zu einer Flut von Gesuchen führen. Das ist hinzunehmen. Dokumente der Bundesverwaltung sind öffentlich, solange sie nicht ausdrücklich geheim sind. Dieser Grundsatz gilt seit 2006, als das Öffentlichkeitsgesetz in Kraft getreten ist. So klar das Prinzip in der Theorie tönt, so umstritten ist die Anwendung in der Praxis. Die Gebühren für die Einsicht in behördliche Dokumente sorgen regelmässig für Streitigkeiten. In den meisten Fällen verzichten die Departemente zwar auf die Erhebung einer Gebühr, obwohl sie dazu berechtigt wären. Tun sie dies aber nicht, fällt die Rechnung manchmal exorbitant hoch aus. So wurde etwa einer Lärmschutzgruppe für die Einsicht in einen Bericht 16 500 Franken in Rechnung gestellt. Dahinter steckt nicht zwingend böse Absicht. Das Schwärzen von Passagen mit vertraulichen Informationen und Personendaten kann äusserst aufwendig sein. Dass die Gebühren stark schwanken, ist also sachlich erklärbar. Hohe Gebühren zur Abschreckung Zugleich hegen Journalisten aber den Verdacht, dass die Höhe der Rechnung nicht nur mit dem Aufwand korreliert. Sie vermuten, dass die Gebühren zuweilen auch zur Abschreckung dienen. Nach dem Motto: Je peinlicher der Inhalt eines Dokuments für die Verwaltung potenziell ist, umso höher fällt die von ihr in Aussicht gestellte Rechnung aus. Falls der Verdacht stimmte, wäre das Öffentlichkeitsprinzip de facto ausgehebelt. Eine Redaktion wird nur dann Tausende Franken zahlen, wenn sie sich ziemlich sicher sein kann, dass die Information für die Leser relevant ist. Das weiss sie ex ante aber nicht – es sei denn, sie hat einen Maulwurf in der Verwaltung. Deshalb verzichten Redaktionen regelmässig auf das Einreichen eines Gesuchs, nachdem sie die «Offerte» der Bundesverwaltung erhalten haben. Ausgerechnet die «chambre de réflexion» ignorierte diese Tatsache bisher geflissentlich. Der Ständerat hatte sich in der Sommersession gegen eine Gesetzesvorlage des Nationalrats ausgesprochen, die den Zugang zu amtlichen Dokumenten grundsätzlich kostenlos machen will. Bei einem erneuten Nichteintreten der kleinen Kammer am Mittwoch wäre die Vorlage vom Tisch gewesen. Und genau dies empfahl die vorberatende Kommission. Es gehe ihr nicht um eine Einschränkung des Öffentlichkeitsprinzips, sagte Heidi Z’graggen, Ständerätin der Mitte, in deren Namen. Doch die durch die Gesuche verursachten Kosten sollten nicht auf die Öffentlichkeit überwälzt werden. Logischer Fehlschluss der Gegner Die Gegner der Vorlage verwiesen in der Debatte auch auf offizielle Zahlen: Nur bei 2 Prozent der eingereichten Gesuche sei 2020 eine Gebühr erhoben worden. Soll heissen: Wo liegt überhaupt das Problem? Ganz einfach: Wer so argumentiert, begeht einen Denkfehler, der als «survivorship bias» bekannt ist. Die Statistik enthält nur die eingereichten Gesuche. Jene, die wegen hoher Gebühren zurückgezogen wurden und «gestorben» sind, werden nicht erfasst. Mit der gleichen Logik könnte man auch «beweisen», dass Flugzeugabstürze nicht allzu problematisch sind. Eine Umfrage habe nämlich ergeben, dass 98 Prozent der befragten Passagiere zwei Jahre nach dem Crash noch lebten. Ob aus Einsicht oder aus Furcht vor einer Medienschelte: Am Mittwoch hat der Ständerat eine Kehrtwende vollzogen und ist mit 25 zu 18 Stimmen auf die Vorlage eingetreten. Querulant oder Aktivist? In einem Punkt haben die Gegner des Gesetzes allerdings recht: Der kostenlose Zugang dürfte zu einer Flut von Gesuchen führen. Schon heute beschäftigen Wichtigtuer die Bundesverwaltung mit unzähligen Gesuchen. Was Querulantentum und was legitimer Aktivismus ist, ist allerdings eine Frage der Perspektive. Es ist nicht Aufgabe der Verwaltung, zwischen guter und schlechter Transparenz zu unterscheiden. Die Vorlage sieht in Ausnahmefällen zudem eine Gebühr von maximal 2000 Franken vor. Aus Spass zahlt diesen Betrag niemand. Falls doch, ist der tatsächliche oder vermeintliche Missbrauch des Öffentlichkeitsprinzips hinzunehmen. Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Kommt die Impfpflicht für alle? So stehen die Parteien zum Scholz-Vorstoß

Berlin/Hannover. Deutschland diskutiert angesichts der teils dramatischen Corona-Situation im Land über die Einführung einer Impfpflicht für alle. Laut einer Umfrage befürworten bereits mehr als zwei Drittel der Deutschen eine solche allgemeine Corona-Impfpflicht. Nach der Bund-Länder-Schalte am Dienstag hat die Debatte weiter an Fahrt gewonnen. Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte sich in den Beratungen der Länderchefs mit der geschäftsführenden Kanzlerin Angela Merkel (CDU) klar für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Die Entscheidung darüber müsse seiner Ansicht nach der Bundestag treffen. Da es sich um eine „Gewissensfrage“ für die einzelnen Abgeordneten handele, solle es bei der Abstimmung keinen Fraktionszwang geben, sagte der SPD-Politiker. Beim Blick auf die Positionen der Parteien scheint die Impfpflicht aber immer wahrscheinlicher. Ein Überblick. Rückendeckung erhält Scholz unter anderem von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. „Es führt kein Weg mehr an der allgemeinen Impfpflicht vorbei“, sagte Schwesig am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin. Die Hoffnung, dass sich genügend Menschen freiwillig für eine Corona-Schutzimpfung entscheiden, habe sich trotz intensiven Werbens nicht erfüllt. Die Folgen seien nun an der vierten Infektionswelle ersichtlich, die zu hoch sei. „Viele Menschen, die sich impfen lassen haben, die sich jetzt boostern lassen und sich an die Regeln halten, sind total frustriert“, erklärte Schwesig. Auch SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte im ZDF, er habe die Impfpflicht in der Vergangenheit abgelehnt, nun aber seine Meinung geändert. Bei einer Abstimmung im Bundestag würde er tendenziell dafür stimmen. Er rechne damit, dass das Parlament im Dezember darüber diskutieren und die Pflicht „Anfang 2022 kommen wird“. Bereits Ende November zeigte sich die designierte Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey, offen für eine Impfpflicht, falls sich die Corona-Lage weiter verschlimmern sollte. Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält die Maßnahme in Kombination mit Booster-Impfungen für ein probates Mittel in der Pandemiebekämpfung. Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke sagte dagegen, er halte in der jetzigen Situation wenig von dieser Diskussion. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Der CSU-Chef Markus Söder hat sich mehrfach deutlich für eine generelle Impfpflicht ausgesprochen. Ende November teilte er mit, dass die CSU-Spitze klar hinter einer Impfpflicht stehe. Auch die Basis zeige sich laut Generalsekretär Markus Blume offen für die Einführung einer Impfpflicht für alle. An einer Befragung hätten sich mehr als 10.000 Mitglieder beteiligt, 80 Prozent seien für die Impfpflicht gewesen. Im Gegensatz zu Scholz pocht Söder auf die Einführung der Impfpflicht schon ab Januar. Zurückhaltender ist man in der Bundes-CDU. Der geschäftsführende Kanzleramtschef und Kandidat für den Parteivorsitz, Helge Braun, sagte vor wenigen Tagen, eine generelle Impfpflicht lasse sich wahrscheinlich nicht vermeiden. Auch die Bundestagsabgeordnete Serap Güler sprach sich in der vergangenen Woche „trotz Bauchschmerzen“ für eine Pflicht aus. Der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU im Bundestag, Ralph Brinkhaus, zeigte sich am Wochenende offen: Er sei in jedem Fall dafür, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die vierte Welle zu brechen, sagte er. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier sagte, alle bisherigen Versuche, die Impfquote zu steigern, seien gescheitert. „ Und dann, glaube ich, ist es richtig, dass man zu einer Impfpflicht kommt. “ Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigte sich bis zuletzt skeptisch gegenüber einer allgemeinen Impfpflicht. Brauns Gegenkandidat für den CDU-Vorsitz, Norbert Röttgen, positioniert sich vor einer Woche so: „Mein Wunsch ist, dass eine allgemeine Impfpflicht nicht sein muss.“ Aber wenn sich nicht genug Menschen impfen lassen, müsse man nun die verfassungsrechtlichen Fragen einer Impfpflicht klären und sich vorbereiten. Der dritte Kandidat für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, hatte angesichts der dramatischen Corona-Lage eine allgemeine Impfpflicht nicht ausgeschlossen. „Wenn die heutigen Maßnahmen auch nicht ausreichen, dann kann ich meine Zustimmung zu einer allgemeinen Impfpflicht nicht ausschließen“, sagte er am Samstag der „Rheinischen Post“. Ende November hatte der „ Weser Kurier “ über einen Dringlichkeitsantrag der Bremer CDU-Bürgerschaftsfraktion berichtet, in dem diese die Bremer Regierung aufforderte, sich im Bundesrat für eine allgemeine Corona-Impfpflicht einzusetzen. Nach der Bund-Länder-Runde berichtete der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst, dass die Länderchefs und der Bund am Donnerstag „ein umfangreiches Paket für Kontaktreduzierungen“ beschließen würden, in dem auch die allgemeine Impfpflicht vorbereitet würde. Co-Chef Robert Habeck forderte nach den Beratungen von Bund und Ländern am Dienstag, sofort mit Vorbereitungen für eine allgemeine Impfpflicht zu beginnen. Sie wäre zwar ein weitgehender Eingriff in die Freiheit des Einzelnen, schütze aber Leben und letztlich auch die Freiheit der Gesellschaft. Am Montag sprach sich bereits Jürgen Trittin für eine Einführung aus. „Das Entscheidende ist das Signal, dass jetzt mit einer Impfpflicht die Herdenimmunität erreicht werden soll“, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Am gleichen Tag forderte auch die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt die generelle Impfpflicht. „Es geht jetzt darum, ob wir alle in die Geiselhaft von Lockdown zu Lockdown gehen oder sagen, wir machen jetzt eine allgemeine Impfpflicht“, sagte sie im ARD-Talk „Hart aber fair“. Als Startzeitpunkt wünschte sie sich den 1. Januar oder 1. Februar. Auch der künftige Landwirtschaftsminister Cem Özdemir hatte sich bereits offen für eine Impfpflicht gezeigt. „Das Tabu Impfpflicht kann kein Tabu sein“, sagte er am Sonntag im Deutschlandfunk. Co-Chefin Annalena Baerbock kündigte vergangenen Mittwoch in den „Tagesthemen“ an: Zusätzlich zu einer Impfpflicht für bestimmte Bereichen und Berufe werde „mitgeprüft, was es braucht für eine allgemeine Impflicht.“ Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann plädierte schon vergangene Woche entschieden für eine allgemeine Corona-Impfpflicht. „Am schnellsten sichern wir unsere Freiheit, wenn sich die nötige Anzahl an Menschen impfen lässt“, sagte Kretschmann dem ZDF-„heute journal“. Die FDP steht hinter den Vorschlägen des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) für den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie. „Die Vorschläge von Olaf Scholz in der heutigen Runde waren natürlich mit der FDP abgestimmt. Sie finden unsere uneingeschränkte Unterstützung“, hieß es am Dienstagabend aus der Partei. Der bisherige Fraktionsvize Stephan Thomae sagte dagegen am Mittwoch, bei einer Abstimmung im Bundestag gäbe es wohl Stimmen dafür und dagegen. Wie groß der Anteil der Gegner einer Impfpflicht unter den FDP-Abgeordneten wäre, könne er aber noch nicht abschätzen, zumal dies auch von der konkreten Ausgestaltung des Entwurfs abhängen würde. Die Linke befürwortet angesichts der angespannten Corona-Lage die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht und spricht sich für einen Lockdown aus. „Wir brauchen jetzt akute Maßnahmen. Die Linke steht an der Seite der Wissenschaft und fordert deshalb einen Lockdown sowie eine allgemeine Impfpflicht für Volljährige als Mittel zum Kampf gegen die herrschende Sars-CoV-2-Pandemie“, heißt es in einem Beschluss des Parteivorstands vom Dienstagabend. Die Impfpflicht werde die vierte Corona-Welle nicht mehr brechen können, sei aber als Ultima Ratio ein entscheidendes Instrument, weitere Wellen zu verhindern und Menschenleben zu retten. Eine Impfpflicht nur für bestimmte Berufsgruppen lehnt die Linke ab, da sie das Problem aus ihrer Sicht nicht lösen und noch mehr Druck und Verantwortung auf das Pflegepersonal abladen würde. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Die Parteispitze spricht von einer „solidarischen Notbremse“ und fordert eine „sofortige Kontaktreduktion und Absage von Großveranstaltungen“, mehr Tests und ein Recht auf Homeoffice. Konkrete weitere Bereiche für Schließungen im Sinne eines Lockdowns werden in dem Beschluss nicht genannt. Alle Maßnahmen müssten sozial aufgefangen werden. Menschen in Kurzarbeit sollten nach den Vorstellungen der Linken 90 Prozent vom Lohn erhalten. „Es braucht einen lückenlosen sozialen Schutzschirm – ohne Wenn und Aber.“ Zur Beschleunigung der Impfungen fordert die Partei, Apotheken und Pflegeeinrichtungen einzubinden und Abhol- und Bringdienste einzurichten. Die Linke erneuerte zudem ihre Forderung, Lizenzen für Impfstoffe freizugegeben. „Die jüngste Entdeckung einer neuen Virusvariante zeigt, dass die Pandemie nur global besiegt werden kann, durch hohe Impfquoten weltweit.“ Der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla erwartet, dass kein Mitglied seiner Fraktion für eine allgemeine Impfpflicht stimmen wird. Er rechne mit einer „hundertprozentigen“ Ablehnung eines solchen Antrags durch die AfD-Bundestagsfraktion, sagte er am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. RND mit Material der dpa

 

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Wie der künftige Kanzler seinen Corona-Coup eingefädelt - und einige verärgert hat

Olaf Scholz will als Kanzler vieles anders machen, dabei verfolgt er Strategien, die sich nicht jedem sofort erschließen. Und dann kommunikativ zunächst etwas in die Hose gehen können. So geschehen bei seinem Überraschungs-Coup für das neue Corona-Paket in der Ministerpräsidentenrunde. Das Vorgehen erzählt viel, wie er Politik macht. Er selbst sagt, dass er nicht der Typ sei, der für die schnelle Schlagzeile irgendwelche Forderungen raushaut, Durchstechereien und illoyales Verhalten sind ihm ein Graus. „Es sollte ums Machen gehen, nicht um Show“, betont er in einem aktuellen Interview mit der „Zeit“. Während sich viele Bürger zuletzt fragten, wo ist eigentlich Olaf Scholz, hat er tagelang mit führenden Vertretern von SPD, Grünen und FDP geschaut, wo liegen die Schmerzgrenzen, für was kann er im Bundestag auch eine Mehrheit finden für welche Corona-Verschärfungen. Besonders die FDP musste einiges schlucken. Zu Scholz' Regierungsstil gehört eine gewisse Wendigkeit, auch er wollte von einer Impfpflicht lange nichts wissen. Keine roten Linien mehr „Für meine Regierung gibt es keine roten Linien mehr bei dem, was zu tun ist. Es gibt nichts, was wir ausschließen", sagt er nun der "Zeit". Was er aber ausschließen möchte, sind so chaotische Bund-Länder-Runden wie im Frühjahr, wo diverse Beschlussvorlagen zirkulieren und dann hektisch diskutiert wird, begleitet von Durchstechereien - und am Ende etwas Unausgegorenes wie der Osterlockdown herauskommt, der rasch wieder kassiert werden muss. Zunächst hatte Scholz Verwirrung gestiftet, als durch Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) publik wurde, dass die Bund-Länder-Runde am Dienstag keine Beschlüsse fassen soll. Schnell hieß, Scholz werde seiner Verantwortung ob der dramatischen Lage nicht gerechnet. Inzwischen ist die Zahl der täglichen Corona-Toten auf über 400 geklettert. Zwar geht die Zahl der Neuinfektionen etwas zurück, aber in den nächsten Tagen wird die Todeszahl ansteigen. Denn bei bis zu 75.000 Neuinfektionen täglich in den vergangenen Wochen werden davon rund 600 Menschen sterben, die Todesrate liegt nach Angaben von RKI-Chef Lothar Wieler bei 0,8 Prozent der täglichen Neuinfektionen. Was es mit dem "Kamin"-Format auf sich hat Doch Scholz wollte, dass die Runde im "Kamin"-Format tagt. Denn bei dieser informellen Runde, die es sonst vor allem vor Bundesratssitzungen gibt, um im vertraulichen Kreis Mehrheiten zu finden, sind nur die Ministerpräsidenten dabei. Bei einer regulären Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) sind mit allen Referenten und sonstigen Mitarbeitern rund 80 Personen dabei - und bei den virtuellen Schalten weiß dann keiner, wer noch mithört, entsprechend viel dringt nach draußen und füttert die Live-Ticker. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sagte dieser Tage auf die Frage von ZDF-Moderator Markus Lanz, wie sie das gemacht hätten, dass aus den Ampel-Koalitionsverhandlungen nichts durchgestochen wurde: "Die Union war nicht dabei". Mehr zum Thema auf Tagesspiegel Plus: Also "nur" eine Kamin-Runde: "Das ist kein beschlussfähiges Gremium", sagte Angela Merkel daher eingangs. Die Idee von Scholz, so berichtet es sein Umfeld: Sein abgestimmtes Paket der Unions-Seite bis hin zur Impfpflicht vorstellen, dann vertraulich und ohne Entscheidungsdruck diskutieren. Die Ergebnisse der Debatte sollten dann geschwind im Zusammenspiel mit den Chefs der Staatskanzleien in einen gemeinsamen Vorschlag für den Corona-Winter münden. Um endlich wieder mehr Gemeinsamkeit zu demonstrieren und wegzukommen von gegenseitigen Schuldzuweisungen. An diesem Donnerstag um 11 Uhr wird es dann eine formelle Ministerpräsidentenkonferenz in großer Runde geben, die das Ganze beschließt, da das meiste aber vorgeklärt ist, könnte es schnell gehen, vieles soll dann spätestens Mitte Dezember gelten, die Impfpflicht wird aber erst später geregelt. Scholz hält sich selbst für besonders schlau, doch hatte er den Ärger der Gegenseite unterschätzt. "Scholz packt das alleine an?" Die Unions-Seite war sauer ob fehlender Absprachen im Vorfeld. Scholz redete mit vielen, offensichtlich aber nicht so viel mit deren Ministerpräsidenten, ein Vorwurf der immer wieder auf ihn zielt, dass er nicht allumfassend den Dialog suchte, sondern in diesem Fall vorrangig mit den Ampel-Leuten. Daher preschte die Union mit einer eigenen Beschlussvorlage vor, die Scholz zunächst als Getriebenen darstellte. Bis er anfing, seinen Vortrag zu halten, sogar Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lobte danach die bis dahin unbekannten Vorschläge als richtige Richtung. „Hendrik, Euer Papier ist doch auch schon bei der Bild“ Im Wahlkampf lautete der Slogan "Scholz packt das an", aber mit dem Vorgehen nach dem Motto "Scholz packt das alleine an" hat er sich auf der Unions-Seite keine Freunde gemacht - und sie praktisch vor vollendete Tatsachen gestellt. Vor allem der Vorsitzende der MPK, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst echauffierte sich über das überraschende Scholz-Papier mit dem Titel "Was wir jetzt tun müssen", das dann auch rasch publik wurde. Weshalb Merkel - so berichten es Teilnehmer - intervenieren musste: "Hendrik, Euer Papier ist doch auch schon bei der Bild." SPD und Union nah beieinander bei Verschärfungen Zum Beispiel bei den geplanten Kontaktbeschränkungen (ein Haushalt sowie höchstens zwei Personen eines weiteren Haushaltes bei Ungeimpften) geht Scholz über die Pläne der Unions-Seite hinaus. Sein größtes Handicap bleibt aber, dass zuvor viel Zeit verloren wurde, weil unbedingt die epidemische Lage nationaler Tragweite mit raschen Entscheidungen durch die Exekutive aufgehoben werden musste, hier bleibt die FDP hart. So muss das Infektionsschutzgesetz nun noch einmal nachgebessert werden. All die Debatten, ob auf der bisherigen Basis etwa Clubs und Diskotheken geschlossen werden können oder nicht (wie zum Beispiel der Berliner Senat argumentiert), zeigt auch, dass es handwerklich nicht präzise gestaltet worden ist. Scholz verhandelt gerne erstmal, bevor es dann Lösungen gibt Dem Versuch einer Kurskorrektur vorausgegangen waren intensive Beratungen am Wochenende, sein Umfeld betont, dass er auch den Virologen Christian Drosten zu Rate gezogen habe. Es gehört zu Scholz' Naturell, dass er sich ähnlich wie die scheidende Kanzlerin Angela Merkel von öffentlichem Druck nicht kirre machen lässt und das aussitzen kann. Das gehört letztlich auch zu seiner Jobbeschreibung. Aber selten hatte ein Noch-nicht-Kanzler einen so komplizierten Start, am 8. Dezember soll er gewählt werden. Dann ist er im Kanzleramt nicht mehr zu Gast. Scholz saß während der Runde mit seinem Staatssekretär und künftigen Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt bei Merkel und Kanzleramtschef Helge Braun. Merkel verzichtete lieber auf ein gemeinsames Statement Eigentlich sollte danach öffentlich der neue Krisenstabschef Generalmajor Carsten Breuer, der die Impfkampagne nun zum Erfolg bringen soll, im Kanzleramt vorgestellt werden. Aber es gab dann nur ein Foto, mit Rücksicht auf die ob der Entwicklungen überraschte Unions-Riege verzichtete Merkel lieber auf ein gemeinsames Statement mit Scholz und Breuer – denn da wäre es dann vor allem um die Scholz-Pläne gegangen. Letztlich war das Vorgehen auch der Versuch, die bisherige Vertraulichkeit aus den Ampel-Verhandlungen in dieses Gremium zu tragen, zum Start allerdings mit einigen Verstimmungen und Verwirrungen. Weshalb Scholz danach erst einmal bei Bild-TV heute-journal und Tagesthemen in einem Interviewmarathon die Dinge einzuordnen versuchte. „Da ist noch Luft nach oben“ heißt es in SPD-Kreisen mit Blick auf diese Methode Scholz. Übrigens will diese auch für seine Regierung etablieren, um mehr Raum für Debatten und Nachdenken zu haben. „Ich werde das gemeinsame Handeln durch viele Gespräche sorgfältig vorantreiben“, sagte er der „Zeit“. Dafür werde er die Kabinettssitzungen später beginnen lassen, „um vorher Raum zu haben für ein Gespräch abseits der Tagesordnung“

 

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Kreative Ideen aus der Weihnachtswerkstatt gesucht

Für ein neues Magazin sucht die HAZ-Redaktion Eindrücke von Weihnachtskunst. Erste Bilder von Lebkuchenhäusern, Scherenschnitten und Adventskalendern sind bereits eingegangen. Am 24. Dezember erscheint erstmalig in der HAZ das Magazin „Weihnachtswerkstatt“. Es zeigt, wie kreativ die Leserschaft in der Vorweihnachtszeit ist. Denn Leser und Leserinnen sind aufgerufen, noch bis zum 10. Dezember weihnachtliche Werke vom Bild bis zum Gedicht einzusenden. So schickte Familie Winkelmann aus Wennigsen zum Beispiel Aufnahmen eines selbstgemachten Adventskalender. Im Hause von Familie Deubner aus Hemmingen hat der fünfjährige Felix eine weihnachtliche Ritterburg gemalt – samt festlich geschmückten Tannenbäumen und dem Weihnachtsmann. Aber nicht nur Kinder sind dem Aufruf bisher gefolgt. So hat die 77-jährige Anita Knigge aus Gehrden mit einem schönen Scherenschnitt begeistert, und Mario Kiehl ein Bild seines ganz speziellen Lebkuchenhauses geschickt: Einer Motorradwerkstatt samt fahrbarem Untersatz und Getränkevorrat. Mitmachen kann man noch bis zum 10. Dezember unter dem Stichwort „Weihnachtswerkstatt“. Die Bilder gehen zusammen mit einer kurzen Beschreibung per Mail an weihnachten@madsack.de oder per Post an Madsack Medien Hannover, Produktmanagement Print, August-Madsack-Straße 1, 30559 Hannover. Die schönsten Einsendungen werden am 24. Dezember im Magazin veröffentlicht. Bitte vergessen Sie nicht, ihren Namen, Wohnort und das Alter zu verraten. Denn es gibt auch attraktive Preise zu gewinnen. Viel Spaß beim Mitmachen! Von red

 

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Neue Corona-Verschärfungen sollen kommen – Schließung von Restaurants wieder im Gespräch

W egen der angespannten Corona-Lage müssen sich die Bürger kurzfristig auf schärfere Maßnahmen einstellen. Bund und Länder bereiteten am Mittwoch die nächste Gesprächsrunde zwischen den Ministerpräsidenten und der Bundesregierung vor, die an diesem Donnerstag entsprechende Beschlüsse fassen soll. WELT zeigt Ihnen die drei Forderungskataloge, die vor dem morgigen Treffen noch in einer gemeinsamen Beschlussvorlage vereint werden müssen. Der Forderungskatalog des Bundeskanzleramts im Überblick Der Forderungskatalog der SPD-geführten Bundesländer im Wortlaut Der Forderungskatalog der Unions-geführten Bundesländer + Baden-Württemberg im Wortlaut

 

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Corona – Kampf gegen 4. Welle: Bundeswehr mobilisiert Tausende Soldaten

Im Kampf die Corona -Pandemie mobilisiert die Bundeswehr jetzt Tausende weitere Soldaten. ► Um gegen die heftige vierte Welle zu helfen, wird bis zum kommenden Dienstag das Kontingent von derzeit 8000 Kräften um weitere 4000 auf dann 12 000 Soldaten aufgestockt, wie die Streitkräftebasis in Bonn am Mittwoch mitteilte. Ein Drittel der Soldaten, also 4000, haben demnach eine Reaktionszeit von nur 48 bis 72 Stunden. Für die übrigen gelten abgestufte Reaktionszeiten von 7 bis 14 Tagen. Schon jetzt hilft die Bundeswehr mit 5900 Soldatinnen und Soldaten im Rahmen der Amtshilfe in 14 Bundesländern, wie es hieß. Schwerpunkte sind Bayern (1700), Sachsen (480) und Nordrhein-Westfalen (570). Weitere 90 Anträge auf Amtshilfe mit 900 Kräften, unter anderem für Gesundheitsämter und Impfzentren, seien sind in Vorbereitung – „Tendenz weiter steigend“, wie es hieß. Der Nationale Territoriale Befehlshaber, Generalleutnant Martin Schelleis, erklärte, die Bewältigung der Corona-Pandemie habe für das Land oberste Priorität. „Da ist jede und jeder gefragt – auch unsere Bundeswehr. Wir unterstützen in dieser Notlage so lange, wie wir gebraucht werden.“

 

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Kann er sich retten? - Achtung Surfer, Hai hinter Dir!

Das war knapp! Vor der Küste von Puerto Rico (USA) schwimmt Surfer Rolando Montes hektisch in Richtung Strand. Nur wenige Meter hinter ihm ist die Flosse eines Hais zu sehen – der flugs in die andere Richtung davon gleitet. Am Ende kamen beide mit dem Schrecken davon. +++ BILD gibt es jetzt auch im TV! Hier geht’s zu BILD LIVE +++ Hai-Angriffe sind in Puerto Rico sehr selten. Der letzte soll 2011 passiert und nicht tödlich gewesen sein.

 

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„Die Akte Schimanski“: Eine Doku über den legendären „Tatort“-Kommissar

Es war die Rolle seines Lebens – doch eigentlich sollte Götz George gar nicht den ruppigen Kommissar Horst Schimanski spielen. Ursprünglich sei Eberhard Feik für die Rolle des Ruhrpottermittlers mit der frechen Schnauze vorgesehen gewesen, erinnert sich der frühere Drehbuchautor und Produzent Bernd Schwamm, einer der beiden Erfinder der Kultfigur Schimmi in der Dokumentation „Die Akte Schimanski“, die am 7. Dezember im WDR-Fernsehen läuft. „Wir hatten Götz gar nicht im Sinn“, erzählt Schwamm – doch der muskulöse George, der in den Sechzigerjahren als Darsteller in „Winnetou“-Filmen populär geworden war, bekam die Rolle, die sein Leben ändern sollte, dann doch und legte 1981 in der ARD-Krimireihe „Tatort“ ein fulminantes Debüt als schnauzbärtiger Horst Schimanski hin. Eberhard Feik wiederum wurde zu Schimmis Ermittlerkollege Christian Thanner ernannt, der im feinen Zwirn und mit guten Manieren seinen impulsiven Kumpel mit der Schmuddeljacke immer wieder zur Räson brachte. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Doch warum hieß Horst Schimanski eigentlich Horst Schimanski? Auch diese Frage wird in dem informativen und vergnüglichen Beitrag geklärt, mit dem das WDR-Fernsehen an den Start seines Duisburger Kultkommissars vor 40 Jahren erinnert. Regisseur Hajo Gies, der andere Schimmi-Erfinder, wollte einen Namen, der ans Ruhrgebiet erinnert und am besten auch was mit Fußball zu tun hat. So stand der aus Oer-Erkenschwick stammende Nationalspieler Horst Szymaniak, genannt Schimmi, Pate bei der Namensfindung. Über den gelernten Bergmann und herausragenden Kicker wird übrigens folgende Geschichte erzählt: 1958 vor dem WM-Halbfinale gegen Schweden in Göteborg beugte Szymaniak beim Handschlag mit dem schwedischen König Gustav VI. Adolf nicht etwa das Haupt, sondern blickte dem Monarchen in die Augen. Vom Bundestrainer Sepp Herberger deshalb später zur Rede gestellt, rechtfertigte sich Szymaniak mit dem alten Bergmannspruch: „Kein Kniefall, auch nicht vor gekrönten Häuptern“ – das hätte auch Horst Schimanski nicht schöner formulieren können, wobei er wahrscheinlich „kein scheiß Kniefall“ gesagt hätte. Anfang der Achtzigerjahre habe sich der deutsche Fernsehkrimi in einem bedauernswerten Zustand befunden, erinnern sich Bernd Schwamm, Hajo Gies und die anderen Zeitzeugen in dieser mit prägnanten Filmausschnitten gespickten Dokumentation von Johannes F. Sievert, darunter große Namen wie Meisterregisseur Dominik Graf oder der frühere legendäre TV-Produzent Günter Rohrbach. Die „Tatort“-Kommissare waren in der Regel farblose und biedere Beamtentypen, die Fälle betulich, bürokratisch und in den Routinen des Genres erstarrt: „Der Mann im Anzug, der mit intelligenten Schachzügen herauszufinden versucht, wer der Täter war“, beschreibt Günter Rohrbach. Der „Tatort“ habe damals an „Derrick“ erinnert, denkt auch Dominik Graf mit Schaudern zurück. „Das war das Langweiligste überhaupt. Solche Krimis wollten wir nicht machen“, erzählt Bernd Schwamm. Also taten sich Schwamm, Gies und später noch ein paar andere junge Wilde zusammen und konzipierten einen neuen „Tatort“ mit einem Kommissar, wie ihn das deutsche Fernsehen bis dahin noch nie gesehen hatte und den sie gegen alle Widerstände durchsetzten: Götz George als Horst Schimanski war anders, sein in Duisburg beheimateter Kommissar fluchte, aß Currywurst, trank schon mal einen über den Durst, scherte sich einen Dreck um Autoritäten und war bei alledem doch ein im Grunde seiner Seele lieber Kerl mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Mehr als 15 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten im Sommer 1981 sein legendäres Debüt „Tatort: Duisburg-Ruhrort“ (der mit den rohen Eiern), bis 1991 verkörperte George in der ARD-Krimireihe den Kultermittler, danach trat er noch 17-mal in der ARD-Reihe „Schimanski“ als Privatdetektiv auf. 2016 starb Götz George nach kurzer Krankheit im Alter von 77 Jahren. „Er wirkt wie ein Relikt aus einer vergangenen Zeit“, erinnert sich Hajo Gies in der Dokumentation an Horst Schimanski wehmütig. „Das ist aber ganz schön.“ „Die Akte Schimanski“ läuft am Dienstag, 7. Dezember, ab 23.45 Uhr im WDR.

 

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Neuer Impfstandort in Neuburg hat am Mittwoch eröffnet

Plus Während das Kreiskrankenhaus bis Anfang Januar 20.000 Impftermine freigeschaltet hat, geht der Impfstandort im Container in Betrieb. Bis Sonntag will man hier 1000 Dosen verabreicht haben. Am neuen Neuburger Impfstandort liefen die ersten Impfungen reibungslos und ohne Wartezeiten. „Die ersten 230 haben wir geschafft“, rechnete Marion Öxler vom Kreiskrankenhaus Schrobenhausen nach dem Start am Mittwoch vor. Bis Sonntagabend will man hier 1000 Bürgerinnen und Bürger geimpft haben. Verabreicht werden die beiden Impfstoffe Biontech und Moderna, es seien ausreichend Dosen zur Verfügung. Der Neuburger Arzt Michael Lüder und ein medizinischer Kollege überwachen die Impfungen vor Ort.

 

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Das Corona-Update vom 1. Dezember

Jeden Tag laufen etliche Nachrichten zum Coronavirus über den Ticker. Wir sammeln an dieser Stelle alles, was heute wichtig ist – mit besonderem Blick auf Bayern und unsere Region.

 

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Leiter weggerutscht: 64-Jähriger stürzte in Kundl mehr als drei Meter ab

Der Mann führte Arbeiten an einem Einfamilienhaus durch. Er musste mit Verletzungen an Schultern und Becken ins Krankenhaus gebracht werden. Kundl – Zu einem schweren Arbeitsunfall kam es am Mittwochnachmittag in Kundl. Laut Polizei wollte ein 64-Jähriger bei seinem Einfamilienhaus einen ungenutzten Schornstein verschließen. Dabei rutschte kurz nach 15 Uhr die Leiter weg und er stürzte aus einer Höhe von 3,5 Metern auf ein bekiestes Flachdach. Seine Ehefrau im Haus hörte die Hilferufe des Mannes, sie wählte den Notruf. Nach der Erstversorgung durch Rettung und Notarzt wurde der Verletzte vom Dach geborgen und ins Krankenhaus Kufstein gebracht. Er erlitt bei dem Sturz Schulter- und Beckenverletzungen. (TT. com) 3 x Futterkutter-Kochbuch zu gewinnen TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

 

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Kein Testzentrum im Ort: Wie die 2-G-Plus-Regel in kleinen Kommunen zu Problemen führt

Seit dem 1. Dezember gilt in der Region Hannover die 2-G-Plus-Regel. Geimpfte und Genesene brauchen für einen Besuch im Restaurant oder beim Friseur zusätzlich einen negativen Corona-Test. Doch diesen Test zu machen, ist in kleineren Orten gar nicht so leicht. Eigentlich wollte sich Gisela Kelputh aus Eldagsen am Mittwoch nur die Haare schneiden lassen. Doch damit sie am frühen Nachmittag in dem Salon im Ortskern sitzen kann, ging für die 68-Jährige schon einen Tag vorher das Planen los. Wann mache ich am besten den Test, damit er zum Friseurbesuch noch gültig ist, und wo überhaupt? Gisela Kelputh ist vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Doch das reicht seit Mittwoch in der Region Hannover für viele Alltagsbeschäftigungen nicht mehr aus. Wer ins Restaurant oder zum Friseur gehen möchte, braucht ein negatives Corona-Testergebnis. Das betrifft auch von einer Infektion Genesene. Hintergrund ist die 2-G-Plus-Regel, die für weite Teile des öffentlichen Lebens gilt. Sie besagt, dass vollständig Geimpfte oder Genesene einen negativen Corona-Test vorlegen müssen. Schnelltests dürfen maximal 24, PCR-Tests höchstens 48 Stunden alt sein. Zwar hat jede Bürgerin und jeder Bürger in Niedersachsen das Recht, sich täglich kostenfrei mittels eines Schnelltests testen zu lassen. Die Kosten für die sogenannten Bürgertests übernimmt der Staat. Doch gerade in kleineren Orten mangelt es schlicht an Testmöglichkeiten – wie in Eldagsen. Hier gibt es kein Testzentrum und die Apotheke im Ort testet ebenso wenig wie die ansässigen Ärzte. Für Gisela Kelputh bedeutet das, dass sie nach Springe fahren muss, um sich testen zu lassen. Doch dort einen Termin zu bekommen, sei alles andere als einfach, sagt die 68-Jährige. „Wir haben uns die Finger wund gewählt, aber überall geht nichts.“ Eine Apotheke, die Schnelltests anbietet, sei etwa in den kommenden Wochen komplett ausgebucht. Nur bei einem Baumarkt gebe es Tests ohne Termine. Dafür braucht es aber Zeit. „Ich bin direkt zu Beginn der Öffnungszeiten gekommen und da haben schon etwa 20 Leute vor mir gewartet“, sagt Kelputh. „Insgesamt musste ich eine Stunde draußen im Regen warten“ – nur, damit sie durch das negative Testergebnis zum Friseur gehen kann. Absagen wollte die 68-Jährige ihren Termin aber auch nicht – zur Freude von Friseurin Gabriele Meyer, die ihren Salon in der Ortsmitte von Eldagsen hat. Nicht jede Kundin ist so gut vorbereitet wie Kelputh. „Eine Frau hat direkt den Laden verlassen, als sie von der Testpflicht erfahren hat“, sagt Meyer. Manche hätten kein Verständnis dafür, einen Test trotz vollständiger Impfung machen zu müssen. Doch ein Besuch beim Friseur ist zumindest in Eldagsen auch ohne Testzentrum möglich. Geschäfte können Tests im Eingangsbereich anbieten, die die Kundinnen und Kunden unter Aufsicht selbst bei sich durchführen. Durch diese Möglichkeit kommt dann auch Barbara Wendorf doch noch zu ihrem Friseurtermin. Einen Termin für eine Schnelltest habe sie in ihrer Heimat Nordstemmen nicht mehr bekommen können. Und so steckt sie sich unter Aufsicht von Friseurin Meyer den großen Tupfer aus dem Testkit in die Nase und wartet anschließend 15 Minuten vor der Tür. Als dann auf dem Teststreifen ein negatives Ergebnis erscheint, kann es mit dem Haareschneiden losgehen. Auch beim nahgelegenen Friseursalon Andreas Frädermann lassen sich unter Aufsicht Tests durchführen. Die Reaktionen auf die 2-G-Plus-Regel seien aber sehr unterschiedlich, sagt Mitarbeiterin Andrea Pas. Manche Kundinnen und Kunden hätten ihre Termine wegen des zusätzlichen Aufwands abgesagt. „Gerade für Menschen ohne Auto ist es außerdem schwer, nach Springe zu kommen, um dort einen Test zu machen“, sagt ihre Kollegin Sandra Klein. Vielleicht ist zumindest in Eldagsen aber Besserung in Sicht. Sowohl die Betreiber des Friseursalons Andreas Frädermann, als auch die örtliche Apotheke überlegen, ab der kommenden Woche Schnelltests für alle anzubieten. Von der Apotheke heißt es, noch fehle es an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Nachfrage im Ort nach den Tests scheint zumindest da zu sein. Von Maximilian Hett

 

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Trotz Termin mehr als eine Stunde Warten: Großer Andrang auf Testzentren

Am ersten Tag der neuen 2-G-Plus-Regel haben sich in ganz Hannover lange Schlangen vor Testzentren gebildet. Viele Wartende waren genervt. Regionspräsident Krach kündigt schnelle Genehmigungen für neue Teststellen an. Hannover wartet wieder. Schlangen gehören seit Beginn der Corona-Pandemie fest zum Stadtbild. Anfangs waren es Supermärkte, Bäckereien und sogar Goldhandlungen, später dann die Impfzentren und -stellen, zwischendurch die Wahllokale. Und seit Mittwoch sind es die Schnelltestzentren, an denen wieder viele Menschen anstehen. Der Grund: Seit Mittwoch gilt für weite Teile des öffentlichen Lebens wie die Gastronomie, Kulturveranstaltungen und Sportstätten die 2-G-Plus-Regel. Wer hinein will, muss neben einem Impf- oder Genesungsnachweis auch einen aktuellen, negativen Corona-Test vorlegen. Ein Schnelltest darf maximal 24, ein PCR-Test maximal 48 Stunden alt sein. Und das erfordert Zeit und Geduld. Zehn Uhr vor einem Testzentrum an der Hildesheimer Straße in der Südstadt. Etwa 50 Leute warten darauf, getestet zu werden. Sie alle haben vorher einen Termin gebucht, eingehalten werden können diese heute aber nicht. Die, die gleich dran sind, warten seit rund einer Stunde. Viele sind genervt. Eine 63-Jährige Döhrenerin muss sich testen lassen, um einen Termin bei ihrer Kosmetikerin wahrnehmen zu können. Sie beschwert sich über die Organisation der Testung. „Man wartet hier stundenlang und es gibt noch nicht einmal eine Toilette, die man benutzen kann.“ Ihren Termin habe sie aus Solidarität mit ihrer Kosmetikerin nicht abgesagt. „Wenn jetzt gar keiner mehr kommt, wäre das für viele der Ruin. Ich befürchte, dass 2-G-Plus eine Art Lockdown durch die Hintertür werden könnte.“ Angesichts der hohen Infektionszahlen halte sie die Maßnahme aber grundsätzlich für legitim. Gerade erst angestellt haben sich Reiner und Heike Schilling aus Wilhelmshaven. Sie sind in Hannover, weil sie Karten für eine Veranstaltung im GOP Varieté-Theater am Abend haben. „Wenn wir das vor ein paar Wochen schon gewusst hätten, hätten wir die Karten wohl nicht gekauft“, sagt er. Grundsätzlich halte er es für richtig, viel zu testen, sagt Schilling. Die langen Wartezeiten dürften aber viele Menschen abschrecken, sagt er. Auch am Testzentrum am Opernplatz haben sich lange Schlangen gebildet. Hier werden Menschen mit und ohne Termin getestet, warten müssen beide Gruppen. Auch hier liegt die Wartezeit am Vormittag bei etwa einer Stunde. „Dass es so lange dauert, hätte ich nicht gedacht“, sagt Jörg Lohe, der am Abend essen gehen will und deshalb einen Test benötigt. Auch er sagt, dass er es grundsätzlich richtig finde, mehr zu testen. Aber es gibt offenbar viel zu wenige Testzentren“, sagt der 66-Jährige. Wenn das so weitergehe, werde er wohl erstmal nicht mehr ins Restaurant gehen. Ähnliche Szenen ereigneten sich überall in der Stadt. Auch an den Testzentren am Altenbekener Damm an der Lutherkirche bildeten sich so lange Schlangen, dass einige Testwillige wieder abzogen. Einigen gelang es erst gar nicht, einen Termin zu bekommen. Eine HAZ-Reporterin etwa versuchte das erfolglos bei sieben verschiedenen Testzentren. „Mein Sport heute Abend ist zwangsläufig abgesagt.“ „Wir werden überlaufen“, sagt Konstantin Boeck. Der Arzt betreibt neun Testzentren in der Stadt, alle seien durch den Start von 2-G-Plus überlastet. Seiner Meinung nach sei das Problem nicht, dass es zu wenige Testzentren gebe. „Das Problem ist, dass wir zu wenig Personal haben.“ In den neun Testzentren arbeiteten derzeit etwa 250 Personen. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, mehr Kräfte einzustellen, sowohl im medizinischen als auch im kaufmännischen Bereich. Je mehr, desto besser“, sagt Boeck. Er rechne damit, dass sich die Situation in fünf bis sieben Tagen entspannen werde. Die Region Hannover will dagegen mit zusätzlichen Testzentren Abhilfe schaffen. Es gebe viele weitere Anträge von Menschen, die ein Testzentrum betreiben wollten, sagt Regionspräsident Steffen Krach (SPD). Die Region habe „beschlossen, dass wir die Genehmigungen für Testzentren mit zusätzlichem Personal weiter beschleunigen werden“, sagt Krach. Den Unmut der Wartenden könne er nachvollziehen. 198 zertifizierte Teststellen gibt es in der Region Hannover derzeit. Ende Mai waren es noch 242, durch die nachlassende Nachfrage im Sommer schlossen einige aber wieder. 16 Uhr, zurück am Testzentrum an der Hildesheimer Straße. Hat sich die Situation mittlerweile entspannt? Mitnichten, die Schlange ist eher noch länger als am Morgen. Immer noch warten die Menschen trotz Termin mehr als eine Stunde. Maria, die ihren Nachnamen lieber nicht nennen will, wollte eigentlich längst auf dem Weihnachtsmarkt sein. „Wenn sich das nicht verbessert, werde ich wohl erstmal nichts mehr unternehmen, wozu ich einen Test brauche“, sagt sie. Wann sich die Testsituation verbessert, bleibt abzuwarten. Aber darin ist Hannover ja jetzt geübt. Von Yannick von Eisenhart Rothe

 

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Zürich: Gemeinderat stimmt Überbauung auf Koch-Areal zu

Das Stadtparlament hat am Mittwoch ein Vorlagen-Paket zum Koch-Areal in Albisrieden genehmigt. Nun entscheidet das Volk über einen Quartierpark. Ein 85 Meter hoher Wohnturm wird das neue Koch-Quartier prägen. Das Koch-Areal in Albisrieden ist das wohl bekannteste besetzte Areal in Zürich – und jenes, das über Jahre für Ärger sorgte. Bald aber sind die wilden Zeiten vorbei: Auf dem 30 000 Quadratmeter grossen Areal entsteht ein Stadtquartier mit 325 Wohnungen, Gewerbehaus und Park. Am Mittwoch hat der Gemeinderat der dafür nötigen Änderung des Zonenplans, dem Gestaltungsplan und einem Kredit von knapp 23 Millionen Franken für den Quartierpark deutlich zugestimmt. Dieser Kredit kommt nun vors Volk. «Visualisierungen des «Koch-Quartiers», wie das Areal neu heissen soll, zeigen moderne Überbauungen mit weitläufigen Grünflächen, einem Dachgarten und Gemeinschaftspavillon. Die Bilder haben so gar nichts gemeinsam mit der jetzigen Situation. Das ehemalige Gewerbegelände ist heruntergekommen, die Fassaden sind versprayt, Fahrzeuge stehen herum.» Acht Jahre ist es mittlerweile her, seit Hausbesetzer das Koch-Areal in Beschlag genommen haben. Sie richteten ein Café ein und eine Velowerkstatt, veranstalteten kulturelle Anlässe – und feierten laute Partys. So laut, dass sich Klagen von Anwohnern über Lärmbelästigung häuften. Der Stadtrat liess die Besetzer lange gewähren, bis er sich 2016 dann doch durchringen konnte, den Besetzern Regeln aufzuerlegen. Wenig später wurde bekannt, dass die Söhne von Stadtrat Richard Wolff (al.), damals noch Sicherheitsvorsteher, auf dem Areal verkehrten. Er musste das Dossier abgeben. Inzwischen ist es ruhiger geworden um das Areal. Die Website der Besetzer ist ein Gemischtwarenladen aus Unmut über den Militärputsch in Myanmar, Schimpftiraden gegen die Bürgerlichen und einem leeren Veranstaltungskalender. SVP-Kritik an subventionierten Wohnungen Bis Baubeginn dürfen die Besetzer bleiben. Der SVP sind sie ein Dorn im Auge, und so durfte ein bisschen Vergangenheitsbewältigung im Gemeinderat nicht fehlen. Jean-Marc Jung (svp.) kritisierte, die Planungszeit habe viel zu lange gedauert. «Inzwischen haben sich die Hausbesetzer gemütlich eingerichtet.» Dem Konzept der Überbauung konnte die SVP nichts abgewinnen. Viel zu viele Wohnungen würden subventioniert, davon könne der Mittelstand nicht profitieren, sagte Jung. Zustimmung für das Vorlagen-Paket gab es hingegen von der FDP – jener Partei also, die sich ursprünglich dafür eingesetzt hatte, dass die Stadt das Areal wieder verkauft. Eine entsprechende Initiative wurde 2018 aber abgelehnt. «Wir haben viel zu viel Zeit verbrannt», sagte Sabine Koch. Die FDP wolle, dass es endlich vorwärtsgehe. Man sei deshalb vom ursprünglichen Plan, sich in den Abstimmungen zu enthalten, abgekommen. Von Mitte-Links gab es mehrheitlich Lob für die geplante Überbauung. Beat Oberholzer (glp.) monierte aber die Kosten für den Quartierpark, die auf fast 1000 Franken pro Quadratmeter angewachsen seien. Dennoch habe sich die GLP entschlossen, dem Projekt zuzustimmen. «Denn es ist eigentlich gut.» Die vier Projekte (von links): Das ABZ-Hochhaus und der niederere Anbau, das Geschäftshaus von Senn und der Wohnblock von Kraftwerk 1. Rund um die alte Kohlenhalle der neue Park. Platz für Wohnungen, Gewerbe und den Zirkus Vier Projekte sind im «Koch-Quartier» vorgesehen. Die Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ) realisiert ein 85 Meter hohes Hochhaus und einen achtgeschossigen Zeilenbau mit insgesamt 200 Wohnungen; im Erdgeschoss sind ein Lebensmittelladen sowie Gewerbe- und Gemeinschaftsräume vorgesehen. Die Genossenschaft Kraftwerk 1 plant ein Wohn- und Gewerbehaus mit 125 Wohnungen, Kindergärten, Ateliers und Gastronomie. Auch für den Zirkus Chnopf und das Zirkusquartier, die das Koch-Areal schon heute nutzen, ist Platz vorgesehen. Dazu entsteht ein Gewerbehaus der Senn Development AG mit hohen Räumen; die Geschosse können flexibel eingebaut werden. Der Park schliesslich wird an die Geschichte des Areals erinnern, das einst der Handelsfirma Koch Wärme AG. Die Kohlehalle und die Industriegeleise dürfen bleiben, darum herum wird es eine Spielwiese geben – und einen wilden Garten. Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Was Deutschland am meisten streamte

Was 2021 in Deutschland sowie rund um den Globus am meisten gestreamt wurde, hat Spotify nun im großen Rückblick auf die Musik des Jahres mitgeteilt. Der auf Spotify meist gestreamte Künstler der Welt ist demnach Bad Bunny (27) - schon wieder. Der aus Puerto Rico stammende Musiker stand mit seinem Mix aus Latin Trap und Reggaeton auch im vergangenen Jahr schon an der Spitze der Spotify-Charts. 2021 konnte er bisher 9,1 Milliarden Streams sammeln. Nach ihm kommt Taylor Swift (31), gefolgt von der südkoreanischen Boygroup BTS. Die beliebtesten Songs weltweit waren "Drivers License" von Olivia Rodrigo (18) auf Platz 1, "Montero (Call Me By Your Name)" von Lil Nas X (22) und "Stay" von The Kid Laroi (18) und Justin Bieber (27). Die beliebtesten Alben brachten ebenfalls Olivia Rodrigo ("Sour"), Dua Lipa ( 26, "Future Nostalgia") und Justin Bieber ("Justice") heraus. In Deutschland scheint der Mainstream dagegen nur eines zu hören: Rap. Von Männern. Die Liste der beliebtesten Musiker und Musikerinnen in Deutschland besetzen ausschließlich männliche Rapper, angeführt von Bonez MC (35), Luciano (27) und Capital Bra (27). Lediglich Justin Bieber auf Platz neun stammt aus einem anderen Genre, eine Frau hat es überhaupt nicht in die Top 10 geschafft. Bei der rein weiblichen Liste führen in Deutschland LEA (29), Billie Eilish (19) und Taylor Swift den Ton an. Die beliebtesten Songs auf Streaming-Geräten in Deutschland waren "Ohne Dich" von Kasimir1441, badmómzjay, Wildbwoys, "Friday (feat. Mufasa & Hypeman) - Dopamine Re-Edit" von Riton (43) und "Stay" von The Kid Laroi und Justin Bieber. Die meist gestreamten Alben des Jahres hierzulande waren "Aqua" von Luciano, "Sour" von Olivia Rodrigo und "=" von Ed Sheeran (30). Die beliebtesten Podcasts hierzulande waren erneut "Gemischtes Hack", "Fest & Flauschig" mit Olli Schulz (48) und Jan Böhmermann (40) und der True-Crime-Podcast "Verbrechen" der "Zeit". "Gemischtes Hack" mit Felix Lobrecht (32) und Tommi Schmitt (32) schaffte es als einziger nicht-englischer Podcast übrigens sogar - erneut - in die Top 10 der internationalen Podcasts.

 

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Auch die fünfte Partie der Schach-WM bleibt ohne Sieger

Titelverteidiger Carlsen wich als erster von seiner bisheriger Strategie ab. Herausforderer Nepomnjaschtschi konnte zeitweise erstmals Druck aufbauen. Das Gleichgewicht bei der Schach -WM ist auch in der fünften Partie gewahrt geblieben. Nach dreieinhalb Stunden Spiel wurde der Punkt auch am Mittwoch in Dubai geteilt. Der russische Herausforderer Jan Nepomnjaschtschi blieb mit den weißen Steinen seiner Linie treu und wiederholte eine Spanische Eröffnung. Titelverteidiger Magnus Carlsen wich wie in den vorigen Partien als Erster ab. "Es ist immer gut, die erste Überraschung zu bringen, aber heute hat es nicht so gut funktioniert", sagte der 31-jährige Norweger. Zeitweise hatte Carlsen 40 Minuten Bedenkzeit weniger, aber der Titelverteidiger geriet nicht in ernste Zeitnot. Dass Nepomnjaschtschi erstmals in diesem Match über längere Zeit Druck machen konnte, wird als Teilerfolg für den 31-jährigen Russen gewertet. Am Donnerstag ist in Dubai spielfrei. Das auf 14 Partien angesetzte WM-Duell wird am Freitag (13.30 Uhr) fortgesetzt. (APA/dpa)

 

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Sendetermine, Sendezeit, Übertragung: So sehen Sie "WWE RAW"

Der "WWE RAW" läuft wöchentlich bei ProSieben Maxx und DAZN. Sendetermine, Sendezeit und Übertragung im Free-TV und Stream - hier bekommen Sie alle Infos dazu.

 

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Coronavirus in der Schweiz – die aktuelle Situation

Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 1 025 119 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 11 172 Infizierte sind gestorben. Rund 300 Eltern und Kinder demonstrieren in Zürich gegen die Massnahmen an Zürcher Schulen. Die neusten Entwicklungen: Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit informiert an einer Pressekonferenz im Oktober. Alle Nachrichten zu den Entwicklungen ausserhalb der Schweiz finden Sie hier. Wie viele Infizierte und Todesfälle gibt es? Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat am Mittwoch (1. 12.) 10 466 neue Infektionen mit dem Coronavirus seit Dienstag gemeldet. Zudem wurden 140 Patientinnen und Patienten neu ins Spital eingeliefert. 22 Personen starben in Zusammenhang mit Covid-19. Seit Beginn der Pandemie sind in der Schweiz und in Liechtenstein laut Angaben des Bundesamts für Gesundheit 1 025 119 Personen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden, 11 172 Infizierte sind gestorben. Wie viele Menschen sind geimpft? In der Schweiz sind laut dem BAG bisher 65,74 Prozent der Bevölkerung mit zwei Dosen vollständig geimpft worden; 67,43 Prozent haben eine Dosis erhalten. Dies geht aus den Angaben hervor, die das BAG auf seiner Website veröffentlicht hat (Stand 1. 12.). In der Bevölkerung ab 12 Jahren beträgt der Anteil der vollständig Geimpften 74,81 Prozent. Im Vergleich mit anderen europäischen Ländern verzeichnet die Schweiz mit knapp 75 Prozent vollständig geimpften Personen ab 12 Jahren eine tiefe Impfrate (Stand 1. 12.). Die Behörden und sämtliche Fachleute sind der Ansicht, dass die Impfung das beste und schnellste Mittel ist für den Ausstieg aus der Covid-19-Pandemie. Nach dem heutigen Kenntnisstand sollte diese Impfrate – für die Delta-Variante und ohne Einrechnung der bereits genesenen Personen – bei den über 65-Jährigen bei zirka 93 Prozent und bei den 18- bis 65-Jährigen bei 80 Prozent liegen. Wie angespannt ist die derzeitige Lage? Nachdem sich die Lage nach der vierten Welle im Spätsommer etwas entspannte, steigen die Fallzahlen seit Oktober wieder stark an. Laut dem Bundesamt für Gesundheit sind die Fallzahlen weiterhin in der Zentral- und Ostschweiz am höchsten. Am stärksten zirkuliert das Virus unter den 10- bis 19-Jährigen. Über ein Viertel der verfügbaren Spitalbetten ist derzeit von Covid-Patienten belegt (Stand: 30. 11.). Das Bundesamt für Gesundheit beurteilte die Lage Ende November als «sehr ungünstig» beziehungsweise sogar «kritisch». Sorge bereitet vor allem die neue Omikron-Variante, die zuerst in Südafrika entdeckt wurde. Offenbar kann die Variante die Immunabwehr von Genesenen und Geimpften umgehen. Erste Fälle aus der Schweiz wurden Ende November gemeldet. Laut der wissenschaftlichen Task Force des Bundes wird bis Weihnachten aber weiterhin die Delta-Variante das Infektionsgeschehen in der Schweiz dominieren. Das BAG versucht eine mögliche Verbreitung von Omikron mit einer strengeren Quarantäne und Isolation von Verdachtsfällen und ihren Kontakten in den Griff zu kriegen. Etliche Länder wurden neu auf die Quarantäneliste des Bundes gesetzt. Alles Wissenswerte zu Auslandreisen finden Sie hier. Die wissenschaftliche Covid-Task-Force des Bundes warnte Ende November, dass – sollte sich die Entwicklung so fortsetzen – bis Mitte Dezember rund 300 Covid-19-Patienten auf der Intensivstation liegen könnten (Stand: 25. 11.). Damit wäre ein Punkt erreicht, bei dem es Abstriche in der Qualität der Behandlung geben und bereits Triagen stattfinden würden. Die Schweiz könnte damit bereits Mitte Dezember an einem ähnlichen Punkt stehen wie Österreich im November. Sollten bis Mitte Dezember sogar 400 Covid-19-Patienten Intensivpflege benötigen, wäre die Grenze des verfügbaren Fachpersonals erreicht, und alle nicht dringlichen Massnahmen müssten gestoppt werden. Die aktuelle Corona-Lage in der Schweiz in Grafiken Laut den Fachleuten ist vor diesem Hintergrund eine Reaktion seitens der Politik nötig. «Eine Bremswirkung ist sofort erforderlich», hiess es etwa vonseiten der wissenschaftlichen Covid-Task-Force Ende November in Bezug auf die Notwendigkeit neuer Massnahmen. Der Bundesrat hat auf die angespannten Lage reagiert und unter anderem den Einreiseverkehr aus den von der Omikron-Variante betroffenen Ländern eingeschränkt. Zudem hat er am 30. November mehrere Vorschläge für Massnahmenverschärfungen im Inland in die Vernehmlassung geschickt. Die Kantone wurden vom Bund ausserdem angehalten, ihrerseits schärfere Massnahmen zu beschliessen. Mehrere Kantone sind diesem Aufruf bereits nachgekommen. Hier eine Übersicht über die derzeit gültigen Massnahmen in den Kantonen Welche neuen landesweiten Massnahmen hat der Bundesrat in die Vernehmlassung geschickt? Aufgrund der stark steigenden Fallzahlen und der Ausbreitung der als besorgniserregend eingestuften Omikron-Variante hat der Bundesrat am 30. November mehrere Massnahmenverschärfungen im Inland vorgeschlagen. So will die Regierung eine Zertifikatspflicht auch für private Anlässe mit mehr als zehn Personen einführen. Ohne schärfere Regeln könne es zu einer «schweizweiten Überlastung der Intensivpflegestationen» kommen, begründet der Bundesrat diesen Vorschlag. Die geplanten Neuerungen sollen zudem eine Ausweitung der Zertifikatspflicht in öffentlich zugänglichen Betrieben und Veranstaltungen ab 300 Personen bringen. Auch die Maskentragpflicht soll auf öffentliche Gebäude ausgeweitet werden. Für Restaurants soll wieder eine Sitzpflicht gelten für die Konsumation. Für den Arbeitsplatz schlägt der Bundesrat drei Varianten vor: entweder eine Maskentragpflicht in Innenräumen, eine Home-Office-Pflicht für Personen, die weder geimpft noch genesen sind, oder eine generelle Home-Office-Pflicht. Falls Letzteres nicht möglich ist, soll eine Maskentragpflicht für Innenräume gelten. Die Schulen sollen verpflichtet werden, repetitive Tests durchzuführen. Der Bundesrat will zudem die Gültigkeitsdauer der Zertifikate der getesteten Personen um 24 Stunden verkürzen. Die Massnahmen, die nun in die Konsultation kommen, sollen bis am 24. Januar 2022 befristet sein. Mehr zu den geplanten Massnahmen des Bundesrats lesen Sie hier. Eine Zertifikatspflicht im öffentlichen Verkehr, eine 2-G-Regel oder eine Impfpflicht schliesst der Bundesrat im Moment aus. Auch Kapazitätsrestriktionen und Schliessungen will der Bundesrat unbedingt verhindern. Die Quarantäneregeln für Einreisende will der Bundesrat an seiner nächsten Sitzung am Freitag (3. 12.) vertieft diskutieren. Laut Gesundheitsminister Alain Berset ist aber kein Schritt nachhaltig ausgeschlossen. Was bedeutet die Zertifikatspflicht, und was heisst 3 G? In der Schweiz gilt seit dem 13. September eine weitgehende Ausweispflicht für 3 G, gemeint sind dabei die Anfangsbuchstaben: g eimpft, g enesen, g etestet. Das Zertifikat weist somit nach, dass jemand gegen Covid-19 geimpft ist, eine Covid-19-Erkrankung durchgemacht oder ein negatives Testresultat erhalten hat. Gültig ist es zusammen mit einem Personalausweis. Wie erhalte ich ein Covid-Zertifikat, und wozu dient es? Die Covid-Zertifikate werden sowohl in Papier- als auch in elektronischer Form ausgestellt. Die App trägt den Namen «Covid Certificate App» und steht in den gängigen App-Stores zum Download zur Verfügung. Sowohl die Papier- als auch die elektronische Variante enthalten einen fälschungssicheren QR-Code, versehen mit einer elektronischen Signatur des Bundes. Laut dem Bundesrat erlaubt dies eine sichere Überprüfung des Zertifikats, ohne dass dabei Personendaten übermittelt oder gespeichert werden. Für Geimpfte wird die Bescheinigung vom Arzt, in der Apotheke oder vom Impfzentrum ausgestellt. Der QR-Code kann in die App «Covid Certificate App» übernommen oder ausgedruckt werden. Personen, die im Ausland geimpft wurden, können ein Schweizer Zertifikat erhalten, sofern sie mit einem Vakzin geimpft wurden, das von der European Medicines Agency (EMA) zugelassen wurde. Die EU-Zertifikate werden in der Schweiz vollauf akzeptiert, auch wenn sie für andere Impfstoffe gelten. Genesene können das Zertifikat über ein Online-Formular ihres Wohnsitzkantons anfordern, wenn sie die durchgemachte Erkrankung durch einen aktuellen PCR-Test belegen können. Das Zertifikat wird vom Kanton über die App freigeschaltet. Das Zertifikat ist international 180 Tage lang gültig. Anschliessend ist der Nachweis eines negativen Tests oder der Impfung nötig. Weiterhin wird genesenen Personen empfohlen, sich ab vier Wochen nach der Infektion einmal impfen zu lassen. In diesem Fall wird ein 12 Monate gültiges Impfzertifikat ausgestellt. Negativ Getestete erhalten das Zertifikat im Testlokal direkt in der App. Nach einem PCR-Test ist das Zertifikat 72 Stunden gültig. Nach einem Antigen-Schnelltest ist es 48 Stunden gültig. Die Tests können in Testzentren, Spitälern oder Apotheken gemacht werden. Ab dem 11. Oktober sind die Tests kostenpflichtig: Ein Antigen-Schnelltest kostet um die 50 bis 80 Franken, ein PCR-Test durchschnittlich etwa 160 Franken. Wer einen Selbsttest anwendet, kann kein Zertifikat erhalten. Seit dem 16. November 2021 gibt es ein neues Zertifikat, das nur in der Schweiz und für eine Dauer von drei Monaten gültig ist. Das «Schweizer Covid-Zertifikat» bringt etliche Erleichterungen, vor allem für genesene Personen. Wer eine Covid-Erkrankung vor nicht länger als 180 Tagen durchgemacht hat und dies nachträglich mit einem positiven Antikörpertest (serologischem Bluttest) bestätigen kann, dem wird ein solches Spezialzertifikat ausgestellt. Grundsätzlich berechtigt der Spezialnachweis Zugang zu allen Angeboten in der Schweiz, die auch Personen mit einem bisherigen Zertifikat offenstehen. Lediglich für Reisen ins Ausland kann es nicht verwendet werden. Auch Personen, die sich medizinisch begründet weder impfen noch testen lassen können, können ein spezielles Zertifikat beantragen – dies betrifft beispielsweise Menschen mit Autismus oder Trisomie 21. Welche Tests sind zugelassen? In der Schweiz werden zum Nachweis einer gegenwärtigen Covid-Erkrankung PCR-Tests und Antigen-Schnelltests verwendet. Um nachzuweisen, ob eine Person in der Vergangenheit eine Covid-Infektion durchgemacht hat, gibt es Antikörpertests (Serologietests). Bei den Antigen-Schnelltests ist die Qualität der Proben von rein nasalen Abstrichen oft ungenügend. Der Bundesrat hat deshalb im November 2021 entschieden, dass diese nicht mehr zu einem Covid-Zertifikat führen sollen. Dafür zugelassen sind nur noch Antigen-Schnelltests mit einem Nasen-Rachen-Abstrich. Damit soll das Risiko gesenkt werden, dass infizierte Personen aufgrund eines falschen negativen Testergebnisses ein Zertifikat erhalten. Wie wirkt sich die Zertifikatspflicht im Alltag aus? Seit Mitte September dürfen landesweit nur noch geimpfte, genesene oder getestete Personen in Restaurants und vielen anderen Betrieben sowie zu öffentlichen Kultur- und Freizeitaktivitäten zugelassen werden. Nur Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren benötigen kein Covid-Zertifikat. Welches sind die Gründe für die 3-G-Pflicht? Die allgemeine Covid-Zertifikats-Pflicht ist ein vergleichsweise starker Eingriff in die persönliche Freiheit. Die entscheidende, aber umstrittene Frage ist, ob dieser verhältnismässig ist. Für die Befürworter ist die Verhältnismässigkeit gegeben, denn als Alternative kommen letztlich nur weit einschneidendere Massnahmen infrage, etwa Betriebsschliessungen oder Kapazitätsbeschränkungen. Der Bundesrat verspricht sich von der Zertifikatspflicht, dass sie die Ansteckungsgefahr verringert, ohne dass ein neuer Lockdown verhängt werden muss. Wichtigstes Ziel der 3-G-Pflicht ist es letztlich, eine Überlastung der Spitäler und des Gesundheitspersonals abzuwenden. Mehrere andere Länder, beispielsweise die Nachbarländer der Schweiz, haben eine weitgehende Zertifikatspflicht bereits eingeführt. Teilweise werden die Regelungen zu 2 G verschärft, beispielsweise in Österreich oder mehreren deutschen Bundesländern: Restaurants, Freizeiteinrichtungen oder Coiffeursalons dürfen dort nur noch von Geimpften und Genesenen besucht werden. Die Einführung von 2 G wird meist damit begründet, dass Geimpfte das Virus weniger stark verbreiten als Ungeimpfte. Laut neuesten Studien geben infizierte Geimpfte das Virus etwa drei Tage lang weiter, Ungeimpfte dagegen etwa sieben Tage. In Deutschland setzen einige Bundesländer (beispielsweise Baden-Württemberg oder Berlin) auf die schärfere 2G-Plus-Regel. Hier wird auch für Geimpfte und Genesene zusätzlich eine Testplicht bei Veranstaltungen und Besuchen im Innenbereich eingeführt. Grund dafür sind die Impfdurchbrüche, die wegen der neuen Virusvarianten häufiger geworden sind. Was sagen die Gegner? Die Zertifikatspflicht polarisiert stark. Die Gegner sehen darin eine Zweiklassengesellschaft und sprechen von Diskriminierung und einer unzulässigen Einschränkung der Grundrechte für Ungeimpfte. Die Zertifikatspflicht führe zu einem indirekten Impfzwang. Sie befürchten auch, dass viele Betriebe in wirtschaftliche Schwierigkeiten getrieben werden. An der Abstimmung vom 28. 11. haben die Stimmberechtigten das Covid-Gesetz und das darin vorgesehene Zertifikat deutlich gutgeheissen. Wo ist das Zertifikat Pflicht? Die Zertifikatspflicht bestimmt das öffentliche Leben weitgehend. Erfasst wird eine ganze Reihe von Innenräumen: Wer ein Restaurant, eine Bar, Discos, Tanzlokale, einen Klub oder Kasinos besuchen will, kommt um das Zertifikat nicht mehr herum. Auch der Zugang zu öffentlichen Orten wie Fitnesscentern, Museen, Bibliotheken, Zoos, Kletterhallen, Hallenbädern, Thermalbädern oder Billardhallen wird auf Personen mit einem Zertifikat eingeschränkt. Auch für praktisch alle öffentlich zugänglichen Veranstaltungen in Innenräumen ist das Zertifikat obligatorisch, wie beispielsweise Konzerte, Theateraufführungen, Kinos oder Sportveranstaltungen. Die Zertifikatspflicht gilt im Prinzip auch für Trainings und Proben von Musikvereinen und Theatergruppen in Innenräumen. Ausgenommen sind hier aber Gruppen von maximal 30 Personen, die regelmässig gemeinsam trainieren oder proben. Eine Ausnahmeregelung gilt auch für religiöse Veranstaltungen, politische Anlässe oder Selbsthilfegruppen: Sofern sie weniger als 50 Personen umfassen, kann man auch ohne Zertifikat teilnehmen. Die Zertifikatspflicht gilt nur für Innenräume, also nicht für die Aussenbereiche von Betrieben wie Restaurants. Auch im Transitbereich von Flughäfen braucht es kein Zertifikat. Bei Grossveranstaltungen draussen gilt die Zertifikatspflicht, wenn mehr als 1000 Personen sitzend oder mehr als 500 Personen stehend teilnehmen. Wenn es weniger sind, können die Veranstalter auf das Obligatorium verzichten. Dann gelten aber zwei Einschränkungen: Die Einrichtung darf nur zu zwei Dritteln der Kapazität besetzt sein, und es darf nicht getanzt werden. Auch private Anlässe wie Familienfeste oder Geburtstagsfeiern können von der Zertifikatspflicht betroffen sein, allerdings nur, wenn über 30 Personen teilnehmen. Weniger als 30 Personen können wie bisher im Freundes- und Familienkreis in Privathäusern ohne Zertifikat zusammenkommen. Dabei müssen die Personen dem Organisator bekannt sein, die Einrichtung darf nur zu zwei Dritteln besetzt sein, und es müssen Gesichtsmasken getragen werden. In den einzelnen Kantonen gelten zum Teil strengere Regeln, was die Zertifikats- und Maskenpflicht anbelangt. Mehr dazu hier Was passiert bei einem Verstoss? Wer ohne Zertifikat ein Lokal oder eine Veranstaltung mit 3-G-Vorschrift besucht, kann mit 100 Franken gebüsst werden. Für die Kontrollen zuständig sind Betriebe und Organisatoren. Betrieben und Veranstaltern, welche die Zertifikatspflicht nicht beachten, droht eine Busse von bis zu 10 000 Franken. Im äussersten Fall wird der Betrieb geschlossen. Dürfen Arbeitgeber das Zertifikat verlangen? Arbeitgeber dürfen das Zertifikat einsetzen, um angemessene und differenzierte Schutzkonzepte einzuführen. Sie müssen vorab die Angestellten anhören, und insbesondere der Datenschutz muss garantiert sein. Die Kostenfrage ist geklärt: Wenn Angestellte regelmässig Tests vorweisen müssen, zahlt der Arbeitgeber oder der Bund. Wo bleibt das Zertifikat ausgeschlossen? Wichtige Bereiche des alltäglichen Lebens will der Bundesrat weiterhin von der Covid-Zertifikats-Pflicht ausnehmen. Dazu gehören unter anderem der öffentliche Verkehr, Läden des Detailhandels, Schalter von Behörden, Coiffeursalons, Therapien und Beratungen oder Gassenküchen sowie obligatorische Schulen. Hier gelten weiterhin und ohne Ausnahmen die allgemeinen Schutz- und Hygienekonzepte. Ausgenommen von der Zertifikatspflicht sind auch religiöse Veranstaltungen, Bestattungen sowie Anlässe zur politischen Meinungsbildung bis maximal 30 Personen. Keine Zertifikatspflicht gilt auch für Parlamente und Gemeindeversammlungen. Speziell ist die Lage der Altersheime: Ein Grossteil der Bewohner ist geimpft, doch könnte ihr Schutz sukzessive nachlassen. Dennoch sieht der Bundesrat keine bundesweite Zertifikatspflicht für die Heime vor. Er empfiehlt jedoch den Kantonen, eine solche gegebenenfalls einzuführen. Mehrere Kantone haben das bereits so gemacht. Der Bundesrat hatte dazu bereits günstige Voraussetzungen geschaffen: Ungeimpfte, die jemanden im Heim besuchen, dürfen sich weiterhin auf Staatskosten testen lassen. In den einzelnen Kantonen gelten zum Teil strengere Regeln, was die Zertifikats- und Maskenpflicht anbelangt. Mehr dazu hier Welche weiteren Massnahmen gelten noch? Der Bund hat im November den Ball für eine allfällige Verschärfung der Corona-Massnahmen vor allem den Kantonen zugespielt. Einige haben reagiert. Hier eine Übersicht über die derzeit gültigen Massnahmen in den Kantonen. Sie betreffen vor allem die Maskenpflicht, Massnahmen an den Schulen, am Arbeitsplatz sowie den Zugang zur Booster-Impfung. Auslandreisen Viele Länder verlangen für die Einreise ein gültiges Covid-Zertifikat. Das Schweizer Zertifikat ist mit jenem der EU-Länder kompatibel und kann dort auf die Gültigkeit überprüft werden. Wer in ein EU-Land reist, ist mit dem Schweizer Zertifikat also auf der sicheren Seite. Auch verschiedene Fluggesellschaften verlangen ein Zertifikat. Möglich ist ausserdem, dass in anderen Ländern – anders als in der Schweiz – Zertifikate auch von Personen unter 16 Jahren verlangt werden. Für die Rückreise oder die Einreise in die Schweiz gelten folgende Regeln: Alle Personen, die weder genesen noch geimpft sind, müssen bei der Einreise einen negativen Test vorweisen. Das gilt unabhängig vom Herkunftsland und unabhängig davon, mit welchem Verkehrsmittel die Einreise erfolgt. 4 bis 7 Tage nach der Einreise muss erneut ein Test durchgeführt werden. Ausgenommen sind Personen unter 16 Jahren. Die Tests müssen von den Einreisenden selbst übernommen werden. Das gilt sowohl für den Test vor als auch für jenen 4 bis 7 Tage nach der Einreise. Ausserdem müssen alle Einreisenden, auch die Geimpften, das sogenannte «Passenger Locator Form» (PLF) ausfüllen. Dies soll den Kantonen ermöglichen, Stichproben durchzuführen, ob Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, ihre Testpflicht erfüllen. Das Formular findet sich auf der Website des Bundesamtes für Gesundheit, genauer: hier. Ende November hat der Bundesrat wegen der Verbreitung der neuen Omikron-Virusvariante zahlreiche Länder auf eine Risikoliste gesetzt. Für diese Länder wurden entsprechend die Reisevorschriften verschärft. Welche Impfstoffe sind in der Schweiz gültig? Swissmedic hat bisher drei Impfstoffe zugelassen: das Vakzin von Moderna, jenes von Pfizer/Biontech und jenes von Johnson & Johnson. Bisher wurde in der Schweiz nur mit den Vakzinen von Moderna und Pfizer/Biontech geimpft. Seit dem 5. Oktober ist auch der Impfstoff von Johnson & Johnson verfügbar. Er soll Menschen zur Verfügung stehen, die allergisch auf Inhaltsstoffe der mRNA-Vakzine reagieren könnten oder sich aus anderen Gründen nicht mRNA-Stoffen impfen lassen wollen. Von den noch nicht zugelassenen Vakzinen hat die Schweiz ausserdem Impfstoffdosen von den Herstellern AstraZeneca, Novavax und Curevac bestellt. Die Impfstoffe von Pfizer/Biontech und Moderna sind auch für Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen. Anfang Januar 2021 wurde mit der Impfung an der Bevölkerung begonnen. Inzwischen dürften alle Impfwilligen geimpft sein. Eine Impfpflicht ist seitens des Bundes nicht vorgesehen. Corona-Impfung: Können wir trotz Mutationen weltweite Herdenimmunität erreichen? Braucht es eine Auffrischungsimpfung? Die Zulassungsbehörde Swissmedic hat Ende Oktober 2021 eine dritte Impfstoffdosis für besonders gefährdete Personen und für Menschen mit geschwächtem Immunsystem genehmigt. Die Genehmigung gilt für die mRNA-Impfstoffe von Moderna und Pfizer/Biontech. Im Gegensatz zum Impfstoff von Pfizer erfolgt die sogenannte Booster-Impfung bei Moderna mit einer halben Dosis. Das Bundesamt für Gesundheit und die Eidgenössische Kommission für Impffragen empfehlen die Auffrischungsimpfung für Personen über 65 Jahren. Mit den Auffrischimpfungen wurde Mitte November begonnen. Für die breite Bevölkerung hat die Zulassungsbehörde Swissmedic die Booster-Impfung des Herstellers Pfizer/Biontech am 23. November für alle Personen ab 16 Jahren empfohlen. Für besonders gefährdete Personen bleibt der Booster ab 12 Jahren möglich. Bedingung ist in jedem Fall, dass die zweite Dosis mindestens sechs Monate zurückliegt. Mehrere Kantone lassen Booster-Impfungen für alle Personen ab 16 Jahren zu. Wie kann man sich schützen? Aufgrund der Erkenntnis, dass ein Grossteil der Virusübertragung über die Luft (Aerosole) erfolgt, hat das BAG sein Konzept der Hygieneempfehlungen angepasst. Neben der Impfung werden weiterhin vor allem Abstand, Lüften und Maskentragen empfohlen. Die Oberflächendesinfektionen stehen weniger stark im Vordergrund. Beim Husten oder Niesen sollen Mund und Nase mit einem Taschentuch oder der Armbeuge bedeckt, das Taschentuch hinterher entsorgt und die Hände gewaschen werden. Das BAG empfiehlt bei Innenräumen regelmässiges Lüften mit weit geöffneten Fenstern. Räume, in denen sich mehrere Personen längere Zeit aufhalten (Arbeitsräume, Aufenthaltsräume, Home-Office-Räume) sollen alle 1 bis 2 Stunden für 5 bis 10 Minuten gelüftet werden, Klassenräume nach jeder Lektion. Nebst dem Lüften erachtet das BAG auch Luftfilter- und UV-C-Geräte als sinnvoll. Bei Klima- und Lüftungsanlagen soll auf eine hohe Frischluftwechselrate sowie einen geringen Umluftanteil geachtet werden. Was kostet die Corona-Krise, und wie stark ist die Wirtschaft betroffen? Es ist schwierig, die Kosten der Pandemie genau festzustellen. Und noch schwieriger ist es, die Folgekosten der Pandemiepolitik zu messen. Das betrifft nicht nur die Schliessung von Betrieben oder die Überbrückungshilfen. Es geht um versteckte Folgen von Freiheitseinschränkungen, die Lebensqualität kosten, psychische Langzeitschäden verursachen oder (beispielsweise wegen Schulschliessungen) spätere Karrierechancen mindern. Die Schweiz hat im Corona-Jahr 2020 den stärksten Wirtschaftseinbruch seit der Erdölkrise von 1975 erlebt. In absoluten Zahlen entspricht der Wirtschaftseinbruch einer Wohlstandseinbusse von rund 21 Milliarden Franken gegenüber 2019. Nicht berücksichtigt in dieser Berechnung ist, dass die Wirtschaft ohne Pandemie mit grosser Wahrscheinlichkeit gewachsen wäre. Der Wertschöpfungsverlust für 2020 beträgt gegen 30 Milliarden Franken betragen. Für 2021 dürften nochmals rund 15 Milliarden dazukommen. Doch die Wirtschaft befindet sich auf dem Pfad der Erholung, für dieses Jahr geht die Konjunkturforschungsstelle der ETH von einem BIP-Wachstum von 3,2 Prozent aus. Die Corona-Wachstumslücke ist aber noch keineswegs geschlossen. Sie beträgt für die Schweiz immer noch 2 Prozent des Bruttoinlandprodukts (Stand November 2021). Insgesamt ist die Schweiz mit deutlich geringeren wirtschaftlichen Schäden durch die Corona-Wellen gekommen als andere Länder. Zu verdanken ist dies auch einer relativ günstigen Branchenstruktur mit starken Sektoren wie Pharma und Finanzen. Die vom Lockdown besonders betroffenen Branchen wie der Tourismus oder die Gastronomie haben in der Schweiz anteilmässig ein geringeres Gewicht als in Ländern wie Österreich, Italien oder Frankreich. Hinzu kommt, dass die Schweiz im ersten Lockdown den betroffenen Unternehmen und Arbeitgebern relativ rasch Hilfe in Form von Covid-19-Krediten, Kurzarbeitsgeldern und Entschädigungen für Selbständige zur Verfügung gestellt hat. Das dürfte einen noch tieferen Einbruch der Wirtschaft verhindert haben. Der Staat hat ein riesiges Hilfspaket geschnürt. Über 31 Milliarden hat der Bund im Jahr 2020 ausgegeben. Im laufenden Jahr kommen nochmals 25 Milliarden dazu. Dazu kommen Bürgschaften und Garantien: Über 42 Milliarden Franken hat das Parlament dafür bewilligt. Obendrauf sind Härtefallhilfen vorgesehen, die der Bundesrat von maximal 5 auf 10 Milliarden Franken aufgestockt hat. Mitte November 2021 wurde zudem entschieden, die Kantone mit einer zweiten Tranche von 200 Millionen Franken für besondere Härtefälle zu unterstützen. Im Bundeshaushalt hinterlässt die Pandemie entsprechend tiefe Spuren. 2020 schloss er mit einem rekordhohen Defizit von 15,8 Milliarden Franken ab. Im laufenden Jahr erwartet der Bund laut einer Übersicht vom August 2021 ein Defizit von 17,4 Milliarden Franken. Die Ausgaben zur Bewältigung der Corona-Pandemie belaufen sich dabei auf 16,4 Milliarden Franken. Die Corona Krise liess die Staatsverschuldung der Schweiz von 25 auf 33 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen. Es dürfte Jahrzehnte dauern, den angehäuften Schuldenberg abzutragen. Coronavirus, Covid-19, Sars-CoV-2: Was bedeuten die verschiedenen Bezeichnungen? Coronavirus: Coronaviren sind eine Virusfamilie, zu der auch das derzeit weltweit grassierende Sars-CoV-2 gehört. Da es anfangs keinen Namen trug, sprach man in den ersten Wochen vom «neuartigen Coronavirus». Sars-CoV-2: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab dem neuartigen Coronavirus den Namen Sars-CoV-2 («Severe Acute Respiratory Syndrome» -Coronavirus 2). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss. Mittlerweile sind bereits mehrere Mutationen des Virus bekannt. Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegserkrankung wurde Covid-19 (Coronavirus Disease 2019) genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die das Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen. Ein ausführliches Glossar mit den zwanzig wichtigsten Begriffen im Zusammenhang mit der Pandemie finden Sie hier. Mit Agenturmaterial. Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Donaumoos: Noch mehr Kommunikation für Moorschutz

Plus Der Donaumooszweckverband verabschiedet für 2022 einen Haushalt von rund 3,7 Millionen Euro. Wofür die Gelder ausgegeben werden und warum die Kommunikation noch weiter ausgebaut werden soll. Ein wachsendes Aufgabenspektrum erfordert meist mehr finanzielle Mittel. Das lässt sich auch auf den Donaumooszweckverband umlegen. Wie die Finanzlage für das kommende Jahr aussieht, präsentierte Michael Hafner den Verbandsmitgliedern im Haus im Moos. Auch die Bevölkerung noch mehr bei den einzelnen Projekten mitzunehmen, war Thema in der Sitzung.

 

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Der Westen muss Moskau endlich wie das Paria-Regime behandeln, als das es agiert

D ie russische Propaganda läuft in diesen Tagen wieder auf Hochtouren und tut das, was sie am liebsten tut: die Realität auf schamlose Weise auf den Kopf stellen. Moskau gibt sich „alarmiert“ über ukrainische Truppenmassierungen im Osten des Landes und wirft dem Westen vor, die Ukraine zu einem antirussischen Land machen zu wollen. Tatsächlich jedoch ist es Russland, das seine Truppen auf besorgniserregende Weise an der Grenze zur Ukraine massiert. Und es hat mit seinem anhaltenden Krieg in der Ostukraine und der Annexion der Krim selbst am meisten getan, um die Ukraine in die Arme des Westens zu treiben. Mit dem Angriff auf die Ukraine im Jahr 2014 hat Moskau die europäische Friedensordnung zerstört. Es versucht in neoimperialistischer Übergriffigkeit, Teile Osteuropas wieder unter seine Knute zu zwingen, so, wie es einst die Sowjetunion getan hat. Und das kann sich die Nato, das kann sich Europa nicht länger gefallen lassen. Russlands Präsident Wladimir Putin spielt seit Jahren mit harten Bandagen, höchste Zeit, dass auch der Westen die Samthandschuhe auszieht. Dazu gehört die Vorbereitung heftiger Wirtschaftssanktionen, um Putin von weiterer Aggression abzuschrecken. Das allein reicht aber nicht aus, um Russland von seinem destabilisierenden Kurs abzubringen. Der Westen muss sehr viel mehr tun, um der um ihre Freiheit kämpfenden Ukraine zu helfen, sich gegen eine russische Aggression zu wehren. Gerade Deutschland sollte seine geschichtsvergessene und im Kern unmoralische Weigerung aufgeben, die Ukraine mit Mitteln zur Selbstverteidigung auszustatten. Und Deutschland sollte auch seine Unterstützung für die Nord-Stream-2-Pipeline zurückziehen, die Moskau weitere Hebel in die Hand gibt, Teile Europas zu erpressen. Wünschenswert wäre etwa, dass die neue Ampel-Regierung jegliche Inbetriebnahme der Gaspipeline verweigert, solange Russland sich nicht aus der Ostukraine und der Krim zurückgezogen hat. Putin hat vor vielen Jahren einen einschneidenden Paradigmenwechsel herbeigeführt und greift seitdem aggressiv aus, um eine russische Einflusssphäre in Osteuropa zu erzwingen. Es ist höchste Zeit, dass der Westen seinerseits ebenfalls einen radikalen Paradigmenwechsel vollzieht und Moskau wie das Paria-Regime behandelt, als das es seit Jahren agiert.

 

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„Russland müsste einen hohen Preis zahlen“

A ngesichts des russischen Truppenaufmarsches von mehr als 100.000 Soldaten an der Grenze zur Ukraine, nur rund 2000 Kilometer von Berlin entfernt, nehmen die Spannungen zwischen der Nato und Moskau weiter zu. Seit der Annexion der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeer-Halbinsel Krim durch Russland im Jahr 2014 war aus Sicht der westlichen Verteidigungsallianz die Gefahr, dass Moskau weitere Teile der Ukraine besetzen könnte, noch niemals so groß. US-Außenminister Antony Blinken sagte am Mittwoch bei einem Treffen der Nato-Außenminister im lettischen Riga, es gebe „Beweise“ dafür, dass Moskau Pläne „zur Destabilisierung der Ukraine aus dem Inneren heraus bis hin zu großangelegten Militäroperationen“ verfolgt. „Wir wissen nicht, ob Präsident (Wladimir) Putin die Entscheidung für eine Invasion getroffen hat. Wir wissen aber, dass er die Voraussetzungen dafür schafft, dies in kurzer Zeit zu tun, sollte er sich dazu entschließen.“ Weiter sagte Blinken: „Wir haben dem Kreml klar gemacht, dass wir entschlossen reagieren werden.“ Dies umfasse auch „eine Reihe von wirkungsvollen wirtschaftlichen Maßnahmen, von denen wir in der Vergangenheit bisher Abstand genommen haben“. Deutschlands geschäftsführender Außenminister Heiko Maas (SPD) kündigte an, dass die Nato wegen der russischen Truppenbewegungen einen „Krisenmechanismus“ auslösen werde, um auf eine mögliche weitere Eskalation schnell und entschlossen reagieren zu können. Nato-Chef Jens Stoltenberg warnte: „Russland müsste einen hohen Preis zahlen, wenn man erneut gegen die Unabhängigkeit der Ukraine mit militärischen Mitteln vorgeht.“ Militärexperten der Nato sind in großer Sorge, dass sich in der angespannten Lage an der Grenze zwischen Russland und der Ukraine „ein Unfall“ ereignen könnte – beispielsweise versehentlich abgegebene Schüsse oder ein Militärfahrzeug, das irrtümlich die Grenze passiert –, der schnell zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen der Ukraine und Moskau führt. Auf beiden Seiten der Grenze sind Tausende schwer bewaffnete Soldaten relativ nahe beieinander stationiert. Die Nato-Fachleute weisen intern darauf hin, dass das ukrainische Militär heute deutlich besser ausgebildet und ausgerüstet sei als im Jahr 2014 und damit in der Lage wäre, bei einer möglichen Invasion mehr Widerstand zu leisten. Klar ist aber auch, dass die Nato in diesem Fall nicht eingreifen würde und die Ukraine auf sich allein gestellt wäre, da sie dem Bündnis nicht angehört. Einen Beitritt haben vor allem Deutschland und Frankreich bisher verhindert. Nach unbestätigten Angaben des russischen Außenministeriums hat die ukrainische Armee mittlerweile schweres Gerät und 125.000 Soldaten, „die Hälfte der ukrainischen Truppen“, im Osten des Landes nahe der russischen Grenze zusammengezogen. Der russische Präsident Putin setzte die Nato unterdessen weiter unter Druck. Er forderte am Mittwoch vom Westen „eine Ausarbeitung spezieller Vereinbarungen, die jegliche weitere Schritte der Nato nach Osten und die Stationierung von Waffensystemen ausschließen, die uns in großer Nähe zu russischem Territorium bedrohen“. Stoltenberg wies diese Forderung nach Garantien, auf eine Osterweiterung zu verzichten, indirekt empört zurück. Er sagte, die Ukraine sei ein „unabhängiges und souveränes Land“. Die gewählte Regierung in Kiew könne selbst über ihre Partner und ihre Politik entscheiden. Die Lage ist so angespannt, dass es in den nächsten Wochen zu einem Gipfeltreffen zwischen Putin und US-Präsident Joe Biden kommen könnte. Damit hätte Putin ein wichtiges Ziel erreicht: Er will ein Gesprächspartner auf Augenhöhe sein für die mächtigsten Politiker der westlichen Welt. Washington erwägt unterdessen, die Ukraine mit Luftabwehrsystemen zu unterstützen.

 

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Blinken: Moskau hat Pläne für Aggression gegen die Ukraine

Die Vorwürfe des Westens gegenüber Russland werden schärfer. Plant Moskau tatsächlich einen Angriff auf die Ukraine? Wladimir Putin verlangt seinerseits Garantien vom westlichen Militärbündnis.

 

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Wörishofens Bürgermeister Welzel gibt Impfstatus im Stadtrat bekannt

Plus Bad Wörishofens Ex-Bürgermeister Paul Gruschka (FW) gibt sich mit der Erklärung seines Nachfolgers Stefan Welzel (CSU) zur Corona-Impfung nicht zufrieden. Die Sitzung des Stadtrates von Bad Wörishofen nahm am Mittwochabend eine überraschende Wendung. Der Corona-Impfstatus von Bürgermeister Stefan Welzel ( CSU) war plötzlich Thema einer ansonsten thematisch überschaubaren Sitzung.

 

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DWN Express - Lolita Express-Pilot sagt: „Nach Bill Clinton musste ich sauber machen.“

Der Pilot von Jeffrey Epsteins pädophilem Privatjet Lolita Express, Larry Visoski, hat ausgesagt, dass er beispielsweise Bill Clinton, Prinz Andrew und Kevin Spacey im Privatjet transportiert habe.

 

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Ausländer- und Frauenhass – Zemmour ist das Symptom eines verunsicherten Frankreichs

D er französische Journalist und Bestsellerautor Eric Zemmour hat jetzt offiziell die Seiten gewechselt. Er will Präsident der Republik werden. In einer Videobotschaft hat er seine Kandidatur erklärt. Ein Programm hat er nicht. Besser gesagt, sein Programm beschränkt sich derzeit auf nostalgiegeschwängerten Ausländerhass der Sorte: Früher war alles besser. Die Wahl von Donald Trump hat uns gelehrt, dass man clowneske Gestalten ernst nehmen muss. Das gilt auch für Zemmour, der sich derselben Strategie wie sein US-Vorbild bedient: Je größer die Provokation, je abstruser seine Behauptungen, desto mehr Erfolg hat er. Er vertritt die Vorstellung vom „großen Austausch“, wonach die weiße, christliche Bevölkerung Europas allmählich von einer nichtweißen, muslimischen ersetzt werde. Der Attentäter von Christchurch hat sich darauf bezogen. Doch kein ernsthafter Demograf wird sie bestätigen. Sie zeugt von Angst vor Abstieg, Angst vor Identitätsverlust. Insofern ist der Erfolg Zemmours, der nach jüngsten Umfragen bei 14 Prozent liegt, ein Symptom. Man muss es ernst nehmen und auch die Menschen, die ihm ihre Stimme geben wollen. Zemmour ist Symptom eines verunsicherten Frankreichs. Sein rasanter Aufstieg ist aber auch Ausdruck der Tatsache, dass ein Großteil der arabischstämmigen Bevölkerung in Frankreich in gesellschaftlichen Ghettos geparkt wird und die Probleme, die dadurch entstanden, lange unter den Teppich gekehrt wurden. Ähnlich wie bei Trump ist auch bei Zemmour Frauenfeindlichkeit ein fester Bestandteil seiner politischen Provokation. Denn zur Ideologie des Früher-war-alles-besser gehört auch, dass die Frauen wieder dorthin zurückkehren sollen, wo sie jahrhundertelang standen, im Schatten der Gesellschaft, wo sie alten, weißen Männern das Leben leicht machen und nicht übermäßige Forderungen stellen. Der französische Trump hat keine Partei. Aber das ist in Zeiten der grassierenden Politikverdrossenheit inzwischen ein Trumpf. Zemmour behindert die Rechtspopulistin Marine Le Pen und umgekehrt sie ihn. Wenn sie beide gegen den Amtsinhaber Emmanuel Macron antreten, kommt vermutlich keiner von ihnen in die Stichwahl. Schlössen sie sich aber zusammen, würde sich die Lage ändern. Vereint haben sie ein gutes Drittel von Frankreichs Wählern hinter sich. Getrennt nutzen sie Macron, gemeinsam stellen sie eine Gefahr für Frankreichs Demokratie dar.

 

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Impfpflicht für alle oder nur einige – das liegt nicht in der Hand von Scholz

N un soll die allgemeine Impfpflicht Anfang 2022 kommen. Offen ist, ob „allgemein“ wirklich bedeutet, dass alle im Land geimpft werden. Und in welchen Abständen die Vakzine verabreicht werden sollen. Aber für das parlamentarische Verfahren, mit dem die Impfpflicht auf den Weg gebracht werden soll, gibt es einen Plan. Und der weicht vom gängigen Gesetzgebungsverfahren ab.

 

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Kommt das nationale Krisenkommando?

Deutschland will sich für künftige Krisen rüsten: In einem nationalen Kompetenzzentrum sollen im Ernstfall verschiedene Akteure gemeinsam reagieren - mit einem Stabschef an der Spitze. Deutschland musste in den vergangenen Jahren in immer kürzeren Abständen mit Krisensituationen zurechtkommen. In diesem Jahr kam zur Corona-Pandemie die Flut in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen dazu. Zwei unterschiedliche Krisen - mit erschreckend hohen Todeszahlen. Die Politik wirkte in diesen Krisen bislang oft getrieben, reagierte meist spät und musste sich manchmal auch nachträglich korrigieren. Bei der Innenministerkonferenz (IMK), die bis Freitag in Stuttgart tagt, wird nun darüber beraten, wie sich Deutschland aufstellen kann, um von weiteren Krisen nicht überrascht zu werden, um in Krisensituationen nicht in die Defensive zu geraten, sondern schnell reagieren zu können. Olaf Scholz, der vermutlich kommende Woche zum Bundeskanzler gewählt wird, war schon zuvor mit einem Vorschlag vorgeprescht. Er will zumindest bei sämtlichen Fragen zur Corona-Pandemie schnellere Entscheidungen. Ein Bund-Länder-Krisenstab im Kanzleramt soll helfen. Das Ungewöhnliche: Der Krisenstab soll unter die Leitung von General Carsten Breuer gestellt werden - um die zivile Krisenfähigkeit zu stärken, wird ein Vertreter der Bundeswehr im Kanzleramt aktiv. Der Krisenstab soll die bislang niedrigen Impfzahlen mit einer Kampagne erhöhen oder auch für genügend Impfstoff sorgen. Für den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius kann dieses Vorhaben nur ein "Startschuss" sein. Ähnlich wie Scholz das Management in der Corona-Pandemie optimieren will, müssten die Regierungen in Bund und Ländern auch besser auf künftige Krisen vorbereitet sein. Krisen, von denen heute noch niemand etwas weiß. Doch die Zielsetzung deckt sich mit dem Ansinnen der Ampelkoalition: Resilienz, also Widerstandsfähigkeit, schaffen. Konkret heißt das: Es sollen Strukturen etabliert werden, die in einer plötzlichen Schadenslage schnell für ein effektives Notfallmanagement sorgen können. Vereinfacht ausgedrückt geht es nach Pistorius darum, dass der nationale Krisenstab nicht nur für die Corona-Pandemie eingerichtet wird, sondern dauerhaft: das Nationale Krisenmanagement. "Auch in Friedenszeiten brauchen wir Strukturen, die uns in einer Schadenslage besser für ein effektives Notfallmanagement wappnen", heißt es in einer Vorlage für die IMK. Das Kompetenzzentrum, das dafür gerade beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK aufgebaut wird, sei dafür eine gute Basis. Bei der IMK soll dieses Kompetenzzentrum nun beschlossen werden. Zudem soll das Bundesamt BBK zu einer Zentralstelle im Bevölkerungsschutz weiterentwickelt werden. Wenn also im Sommer Wälder brennen oder Starkregen einsetzt und Pegel von Flüssen ansteigen, aber auch wenn es in einem Kernkraftwerk zu einem Unfall kommen sollte, dann würde der Krisenstab im Kanzleramt alarmiert. Im Kompetenzzentrum des BBK würden zusätzlich zu den Vertretern von Bund und Ländern, von Hilfsorganisationen wie dem Technischen Hilfswerk (THW) und der Bundeswehr weitere Akteure dazu geschaltet werden, je nach Krise. Gäbe es zum Beispiel eine weitere Pandemie, dann wäre wohl das RKI an Bord. Ein Stabschef als zentrale Figur solle den dauerhaften Krisenstab leiten,so Pistorius. Von einem Vertreter der Bundeswehr ist zwar nicht die Rede. Wichtig sei aber, die Koordination zu leiten - für alle, die im Falle einer Krise aktiv werden müssten. Im angelsächsischen Raum gibt es dafür den "Chief Risk Officer"; im Kanzleramt gibt es bislang zwar einen Beauftragten für die Nachrichtendienste Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst, nicht aber für die Nationale Resilienz. Die Ampel-Partner haben bereits im Koalitionsvertrag klar gemacht, dass sie daran etwas ändern wollen. Pistorius ist wichtig, dass auch die internationale Krisenbewältigung mitgedacht wird. Die Pandemie habe gezeigt, dass Deutschland bei der Impfstrategie nicht nur an die EU denken müsse, sondern auch an die Impfquote außerhalb der Industriestaaten. Seine Botschaft: Deutschland müsse sich international stärker engagieren, gerade auch in den europäischen Strukturen. Ob der Vorschlag von Pistorius von der Innenministerkonferenz angenommen wird, wird sich bei den Beratungen im Laufe der nächsten Tage zeigen.

 

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Wallis: Angst um die Wintersaison

Die Walliser Tourismusbranche kämpft einmal mehr um die Wintersaison – und gegen die Pläne des Bundesrats. Potenzielle Skitouristen aus Grossbritannien, Belgien oder den Niederlanden müssten sich wegen der bundesrätlichen Massnahmen zehn Tage lang isolieren. Ende Oktober gingen Bilder aus Zermatt um die Welt. Für einmal sorgten jedoch nicht das spektakuläre Bergpanorama oder Gastro-Cracks für Schlagzeilen. Eine einheimische Wirtefamilie weigerte sich, den Impfstatus ihrer Gäste zu kontrollieren. Nach tagelangem Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei wurden sie schliesslich verhaftet, die «Walliserkanne» amtlich versiegelt und mit Betonklötzen zugestellt. Im tagelangen Medienrummel wurden Stimmen laut, die sich Sorgen machten um das Image von Zermatt. Die Walliser Prestigedestination als Widerstandsnest der Massnahmenskeptiker und Corona-Leugner? Wie das wohl ankommt bei den internationalen Gästen? Heute redet in Zermatt (63 Prozent Ja zum Covid-Gesetz) niemand mehr über Mass-Voll oder QAnon. Sie reden über den Bundesrat und Omikron. Die Entdeckung der neuen Virusvariante hat die Landesregierung und ihren Expertentross am Donnerstagabend der vergangenen Woche aufgeschreckt. Nicht stark genug, um am Zürcher Flughafen Passagiere aus Südafrika entsprechend zu kontaktieren, geschweige denn zu testen. Aber stark genug, um das Nervositätslevel hochzuhalten und fortan ein Land nach dem anderen auf die Quarantäneliste zu setzen. Auch potenzielle Skitouristen aus Grossbritannien, Belgien oder den Niederlanden müssten sich demnach zehn Tage lang isolieren. Wenn sie kurz vor Weihnachten in Zermatt oder Verbier anreisen, dürften sie erst im neuen Jahr auf die Pisten, an die frische Bergluft. Oder andersherum: Die Festtagswoche, in der die Walliser Tourismusbranche rund eine halbe Milliarde Franken umsetzt, ist durch die bundesrätlichen Massnahmen akut gefährdet. «Negativste Massnahme seit Monaten» Nicht störrische Wirte, sondern die Walliser Politik und Branchenverbände stellen sich jetzt gegen die Massnahmen des Bundesrats. In einem Interview mit dem «Walliser Boten» spricht Staatsrat Christophe Darbellay von der «negativsten Massnahme, die Bern seit Monaten ergriffen hat». Im Gespräch mit der NZZ doppelt der Walliser Wirtschaftsdirektor nach: «Dieses Regime bedeutet faktisch eine Grenzschliessung. Die kaufkräftigen Gäste weichen einfach nach Italien oder Frankreich aus. Die Quarantäneliste war ein Schnellschuss des Bundesamts für Gesundheit.» Geht es nach Darbellay, wäre es mit einem Covid-Zertifikat samt zusätzlichem PCR-Test, der negativ und nicht älter als 48 Stunden sein sollte, auch für Touristen aus dem Ausland getan. 3-G plus also statt zehn Tage Quarantäne. Auch Mitte-Fraktionschef Philipp Matthias Bregy fordert vom Bundesrat Alternativen zur Quarantäne. Eine Antwort auf seinen Vorstoss erhält der Walliser aber erst am Montag anlässlich der Fragestunde. Bis dahin versucht man sich zu organisieren, mit den Verbänden, den anderen Tourismuskantonen, aber auch mit den Städten, die ebenfalls unter den Einreisebeschränkungen leiden. Der Bundesrat habe die Quarantänebestimmungen erst gar nicht erwähnt in der Vernehmlassung zu den jüngsten Einschränkungen, wundert sich Darbellay. «Jeden Tag, den der Bundesrat jetzt verstreichen lässt, verliert die Branche Geld.» Der Schaden ist angerichtet Der Frust im Walliser Tourismussektor ist auch deshalb gross, weil die Buchungsstände vor Entdeckung der Omikron-Variante äusserst vielversprechend waren. «Wir haben im letzten Winter allen gezeigt, dass man in den Walliser Bergen sicheren Skiurlaub machen kann», sagt Damian Constantin, Direktor der Walliser Branchenorganisation Valais/Wallis Promotion. Damals, im ersten Corona-Winter, setzten sich die Bergkantone durch. Verpflegen musste man sich zwar draussen, aber Ski fahren war erlaubt. Die Schweiz wurde nicht das zweite Ischgl, sondern ein Sehnsuchtsort nach der zweiten Welle in Europa. Auch Constantin hofft, dass der Bundesrat die Einreisebeschränkungen wieder aufhebt, «und zwar extrem schnell». Massnahmen wie das Zertifikat oder das Testen seien auch bei den ausländischen Gästen längst akzeptiert. Auch wenn der Bundesrat auf seinen Entscheid zurückkommen und die Einreiseregeln wieder lockern sollte, der Schaden ist bereits angerichtet. Lokale Medien haben bereits Anfang Woche von einer «Stornierungswelle» berichtet. Nicht nur in Zermatt oder Verbier. Auch im Val d’Anniviers, das vor allem von Wintergästen aus den Benelux-Staaten lebt, seien bereits über 2000 Logiernächte storniert worden, sagt Damian Constantin. Christophe Darbellay spricht exemplarisch von einem schmucken Hotel in der Region um Arolla. Mit rund 50 gebuchten Zimmern und 49 Absagen, an einem Tag. Und die Wirte der «Walliserkanne»? Sie haben ihre Beiz am Mittwoch wieder für alle geöffnet, wenn auch nur draussen die Terrasse. Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Zum Impfen ins Zugabteil

Die Personenbeförderung auf der Schiene ist in Südafrika so gut wie tot, das staatliche Transportunternehmen Transnet liegt im Koma. Doch was eigentlich einem Desaster gleicht, ist in diesem Fall ein Segen: Denn so kann der „Transvaco“-Zug in aller Ruhe durch die Gegend zuckeln, ohne von einem Schnellzug aufgeschreckt zu werden. Seit Tagen stehen dessen strahlend weiß gestrichenen Waggons auf Gleis 1 im knapp 40 Kilometer östlich von Johannesburg gelegenen Bahnhof von Springs. Neben den Eisenbahnwagen hat sich eine kleine Menschenschlange gebildet. Alle paar Minuten verschwindet eine Person in einem Abteil, um wenig später wieder strahlend aufzutauchen. „Auf diesen Moment habe ich lange gewartet“, sagt die Managerin Simphiwe Dyantyi der Nachrichtenagentur Reuters. Die 32-Jährige konnte sich nicht leisten, stundenlang in einer Schlange zu warten, um gegen Covid geimpft zu werden. Im Transvaco-Express wird der Stich in den Oberarm im Nu verpasst. Und: Der Zug bricht demnächst in die tiefste Provinz auf, wo die Leute oft einen ganzen Tag lang unterwegs sind, um zu einem Impfzentrum zu gelangen. „Uns geht auch nicht das Serum aus“, sagt Ärztin Paballo Mokoena: In mehreren Tiefkühltruhen der Bahn werden über 100000 Vakzin-Dosen auf der nötigen Temperatur von fast 80 Grad unter dem Gefrierpunkt gehalten. Nur 6,6 Prozent der Bevölkerung Afrikas sind geimpft „Transvaco“ ist eine der Errungenschaften, denen Südafrika seine für hiesige Breitengrade relativ hohe Impfquote verdankt. Am Kap der Guten Hoffnung ist inzwischen ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung mit dem Serum geschützt – im afrikanischen Durchschnitt sind es gerade mal 6,6 Prozent. Die WHO hatte sich zum Ziel gesetzt, dass bis Ende dieses Jahres in jedem der 55 afrikanischen Staaten mindestens 40 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Doch nur fünf Länder werden dieses Ziel erreichen, nicht einmal Südafrika zählt dazu. In Afrikas ärmsten Staaten sind gerade mal drei Prozent der Einwohner geimpft – in Ländern mit hohem und gehobenem mittleren Einkommen sind es dagegen mehr als 60 Prozent. Das beunruhigende Phänomen hat zu dem Schlagwort Impfstoff-Apartheid geführt: Die Welt ist ein weiteres Mal getrennt – in einen weitgehend immunen und einen nicht geschützten Bevölkerungsteil. Die reichen Staaten haben sich mit Impfstoff eingedeckt Die Gründe dafür scheinen auf den ersten Blick offenkundig. Die reichen Nationen haben sich den überwältigenden Teil der Seren gesichert, für die armen Staaten blieben Krümelchen übrig. In den Augen des einstigen britischen Premierministers Gordon Brown ist die Impfstoff-Apartheid auch für die neue Omikron-Variante verantwortlich: Deren Entstehen sei auf die niedrige afrikanische Impfquote zurückzuführen. „Jetzt rächt sich unsere Raffgier“, ist der Labour-Politiker überzeugt. Doch ganz so einfach ist es nicht. Südafrika, wo die neue Viren-Variante zuerst festgestellt wurde (aber nicht unbedingt entstanden sein muss), leidet schon seit langem nicht mehr unter Impfstoffknappheit. Hier sieht sich die Regierung vielmehr mit logistischen Problemen und einer skeptischen Bevölkerung konfrontiert. Vor allem unter weißen Südafrikanern ist die Zahl der „Antivaxxers“ offenbar beträchtlich: Viele wollen sich von einer „schwarzen“ Regierung nicht vorschreiben lassen, was zu tun ist. Inzwischen spielt auch Präsident Cyril Ramaphosa mit dem im Norden debattierten Gedanken, den Stich in den Oberarm per Dekret anzuordnen. Viele gespendete Impfstoffe waren nahe am Verfallsdatum In anderen afrikanischen Staaten ist die Lage noch verwirrender. War der Mangel an Vakzinen dort bis vor kurzem tatsächlich noch das größte Problem, hat sich die Lage inzwischen durch zahlreiche Impfstoff-Spenden entspannt – die allerdings wieder neue Schwierigkeiten mit sich brachten. Viele der Schenkungen erfolgten kurzfristig und mit Vakzinen, die dem Verfallsdatum nahe kamen. Sie stellen die afrikanischen Regierungen vor unlösbare logistische Herausforderungen. Abgelaufene Seren mussten wie in der vergangenen Woche in Namibia zu Hunderttausenden vernichtet werden. Afrikas Probleme gehen über den bloßen Impfstoffmangel hinaus: Es fehlt an Kühlkapazitäten, an der Logistik zur Verteilung, an Fachleuten, die die Vakzine selbst an entlegensten Orten verabreichen können. Schließlich nützt es den Empfängern auch wenig, wenn sie Millionen an Dosen bekommen, aber keine Kanülen haben, mit denen sie die Seren in die Oberarme der Impfwilligen spritzen können. Auf längere Sicht, so sind sich Fachleute einig, muss Afrika seine eigenen Seren herstellen, um langfristig planen zu können. Derzeit werden ein Prozent der weltweit vertriebenen Vakzine auf dem Kontinent nur abgefüllt und verpackt. Über eigene Impfstoffe verfügt der Kontinent überhaupt nicht. An der Johannesburger Witwatersrand-Universität sind Forscher derzeit damit beschäftigt, ein eigenes Rezept für die zeitgenössischen mRNA-Impfstoffe zu finden. Selbst wenn sie erfolgreich sind, können die US-Konzerne Pfizer und Moderna die Serienproduktion wegen ihrer Patente stoppen. Die beiden Pharma- Riesen wollen ihre eigenen Fabriken in Afrika aufbauen: 1,3 Milliarden Menschen – Tendenz stark steigend – versprechen einen lukrativen Markt.

 

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Heidi als KLUMikaur! Welcher Künstler dahintersteckt

Superstar mit schrillem Humor! Als Karikatur mit Riesen-Kauleiste grinst Heidi Klum (46) vom Cover ihrer Weihnachts-Single „Wonderland“ (Neuauflage von 2006). Hinter der kultigen KLUMikatur steckt Künstler Bernhard Prinz (46). Sein Motto? „Kabarett mit Stiften“ machen. Kunst mit Model(l) -Charakter! Auch andere Stars lieben die Karikaturen des Künstlers. Darunter sind Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz (32), Komiker Otto Waalkes (73) oder Schauspieler Ralf Moeller (62). Als Kaulitz das Paket mit seinem Acryl-Bild darin öffnete, geriet er ins Schwärmen: „Ich habe wie verrückt darauf gewartet! Ich bin so verliebt!“ Wenig später veröffentlichte er auf Instagram ein Foto mit seiner Karikatur, schrieb dazu: „Das hat meine ganze Woche gerettet! Vielen Dank an den verrückten und talentierten Bernhard Prinz für dieses erstaunliche Stück. Das macht mich so glücklich!“ Der Münchner Karikaturist fertigte schon für den 60. Geburtstag des „Wetten, dass.? “-Moderators Thomas Gottschalk (71) im Jahr 2010 ein Gemälde an. Darauf brachte Prinz die Welt des Entertainers auf einem Fantasie-Boot unter. Das segelt an Gottschalks Schloss am Rhein vorbei. Auch seine Windmühle im kalifornischen Malibu ist auf dem Gemälde zu sehen. Dieser Karikaturist macht Promis glücklich!

 

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Lehrpreis für besonderen Einsatz in Hochschullehre vergeben

Sieben Hochschullehrende sind am Donnerstag mit dem Landeslehrpreis ausgezeichnet worden - und erhalten somit insgesamt eine Viertelmillion Euro. Gerade in Zeiten der Pandemie, die die akademische Lehre vor große Herausforderungen stelle, verdiene ihr Einsatz «für qualitätsvolle und innovative Lehre ganz besondere Anerkennung», lobte die nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerin Isabell Pfeiffer-Poensgen (parteilos). Die Preise gehen demnach nach Köln, Aachen und Siegen. Der Landeslehrpreis wird alle zwei Jahre in fünf Kategorien für besonderen Einsatz und Kreativität in der Hochschullehre vergeben, wobei die Jury aus insgesamt 66 Vorschlägen von 29 NRW-Hochschulen wählen musste. Herausragende Leistungen drückten sich beispielsweise darin aus, dass Lehrende experimentierfreudig seien oder ihre Lehre auf Grundlage der Rückmeldungen Studierender stetig weiterentwickelten, hieß es. Im Bereich Universitätslehre wird der Inhaber des Lehrstuhls Medienästhetik an der Universität Siegen, Peter Matussek, ausgezeichnet. Als Lehrende an Hochschulen für Angewandte Wissenschaften teilen sich der Volkswirt Andreas Bernecker von der Fachhochschule Aachen sowie Dirk Burdinski von der Fakultät für angewandte Naturwissenschaften der Technischen Hochschule Köln das Preisgeld von 50 000 Euro. Ebenfalls zwei Preisträgerinnen gibt es unter Lehrenden der Kunst- und Musikhochschulen: Ausgezeichnet wurden Claudia Meyer, Musikpädagogin an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln, sowie Natalia Ardila-Mantilla, Leiterin des Studiengangs Instrumental- und Gesangspädagogik derselben Hochschule. Der Sonderpreis «Lehre digial» geht an die Direktorin des Instituts für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik an der Technischen Hochschule Köln, Anja Richert. Jörn Griebel von der Uni Siegen erhält den Sonderpreis für die vorbildliche Förderung des zivilgesellschaftlichen Engagements Studierender.

 

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Wann kann Österreich raus aus dem Lockdown?

Seit Mitte November ist Österreich im Lockdown - bis mindestens noch zum 11. Dezember. Die Corona-Lage war zum Beschlusspunkt so dramatisch, dass der Lockdown für alle gilt - ob mit oder ohne Impfschutz. Für die Österreicher: innen ist es das dritte Mal, dass ihr Alltag so massiv eingeschränkt wird. Die Maßnahmen werden wohl erst aufgehoben, wenn die Lage sich deutlich entspannt. Laut des österreichischen Gesundheitsministers Wolfgang Mückstein (Grüne) gebe in den Krankenhäusern des Landes Triage auf den Intensivstationen. Es komme vor, dass entschieden werden müsse, welche Patientin oder welcher Patient die besseren Überlebenschancen habe. Mückstein prognostiziert, dass die Krankenhäuser und Kliniken noch nicht den Höhepunkt erreicht haben. Er geht davon aus, dass die Situation dramatischer wird in den nächsten Wochen im Hinblick auf das Gesundheitspersonal. In den ersten Lockdowns reduzierte die Bevölkerung ihre Kontakte, folglich sanken die Inzidenzen. Datenauswertungen von österreichischen Mobilfunkanbietern zeigen aber, dass dieser Lockdown nicht so ernst genommen wird wie die bisherigen. Wie " Der Standard" berichtet, scheint eine Lockdown-"Müdigkeit" eingetreten zu sein. Die Firma Invenium berichte, dass die Menschen ihre Mobilität nur um 18 Prozent eingeschränkt hätten. Zum ersten Lockdown im März 2020 lag der Wert bei 40 Prozent. "Der Standard" vermutet, ein Grund könnte das gesunkene Vertrauen in die Regierung und unsolidarisches Verhalten der ungeimpfte Mitbürger: innen sein Auch die Impfung spiele wohl eine Rolle: Das Gefahrenbewusstsein bei Geimpften sei viel geringer als im vergangenen Jahr. Da lag schließlich noch kein Impfstoff vor. Der Mobilfunkanbieter "3" stellte auch fest, dass der Lockdown zu weniger Mobilitätsreduzierungen geführt habe im Vergleich zu den drei vorherigen Lockdowns. Das Unternehmen meldet aber auch Unterschiede zwischen den Bundesländern: In Wien habe sich die Frequenz in der Wiener City um 54 Prozent verringert hat, laut Ivenium waren es im März 2020 noch 89 Prozent, in anderen Orten gerade mal 18 Prozent. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt von zeitweise über 1.000 auf 905, was aber auch die Folge des vorherigen Lockdowns für Ungeimpfte sein kann. In Wien liegt sie bei 451,9, was der niedrigste Wert ist. Am stärksten ist derzeit das Bundesland Kärnten mit einer Inzidenz von über 1.450 betroffen. Das Signal der Politik sind mehr Einschränkungen: Geschäfte dürfen ab Donnerstag nur noch bis 19 Uhr offenhalten und die die Impfzertifikate sind nur noch 270 Tage gültig – es sei denn, man ist zweimal geimpft. Mehr zum Thema auf Tagesspiegel Plus: Kommt Österreich bald raus aus dem Lockdown? So einfach lässt sich das nicht beantworten. Da der Höhepunkt auf den Intensivstationen noch erwartet wird und die Kontaktreduzierungen nicht so umgesetzt wurden wie gewünscht, erscheint es unrealistisch, dass ab dem 12. Dezember das Leben im Österreich normal weitergeht. Die Kliniklage deutet auf einen verlängerten Lockdown hin. Der Landeshauptmann Herrmann Schützenhöfer (ÖVP) sagt weiter: Wenn Lockdown, dann für alle. Doch Wien widerspricht. In der Statistik zeigt sich, dass im Osten des Landes die Situation weniger dramatisch ist als im Westen. Dann bleibt aber die Frage, wie man der Bevölkerung im Westen erklären kann, dass der Ostteil des Landes die Maßnahmen lockert. In Niederösterreichs ist die Lage sogar innerhalb des Bundeslandes unterschiedlich. Es wäre rein organisatorisch schwierig, nur in einem Teil des Bundeslandes sanft zu öffnen. Dem "ZDF" sagt der Komplexitätsforscher Peter Klimek, dass Deutschland aus Österreichs Lage lernen sollte, früher zu Maßnahmen zu greifen, um die vierte Welle abzuflachen. Man habe in Wien gesehen, dass dies wirke. Der Virologin Dorothee von Laer zufolge ist der Lockdown in Österreich für ein leichten Rückgang der Infektionen verantwortlich. Sie empfiehlt auch Deutschland in einen zwei- oder dreiwöchigen Lockdown zu gehen, um die Corona-Situation wieder kontrollieren zu können.

 

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So bereitet sich Fortuna auf neue Corona-Einschränkungen vor

Update Düsseldorf Die Landesregierung NRW plant, Zuschauerzahlen bei Großveranstaltungen drastisch zu reduzieren. Viele Fußballvereine haben nun bereits verkaufte Tickets storniert. Wie sich Fortuna auf die Einschränkungen vorbereitet und mit welchen finanziellen Verlusten Vorstandsboss Thomas Röttgermann rechnet. Fortuna Düsseldorf hat in einer Mitteilung erklärt, den Vorverkauf für die Partie gegen den FC St. Pauli am 11. Dezember (20.30 Uhr) zu stoppen. Anders als andere Klubs in Nordrhein-Westfalen hat man die bereits verkauften Tickets nicht komplett storniert. Der Grund ist recht simpel – bei Zweitligist F95 geht man nämlich davon aus, bisher nicht mehr Kontingent verkauft zu haben, als selbst in der reduzierten Stadionauslastung erlaubt sein wird. Dass Zuschauer-Beschränkungen wieder eingeführt werden, steht schon vor den Beratungen der Politik am Donnerstag fest. Nur wie genau? Noch unklar. In Bayern soll es künftig wieder Geisterspiele geben, während Hessen ein Viertel der Kapazität freigeben will. Das sind jedenfalls die Ankündigungen der Ministerpräsidenten vor den neuerlichen Bund-Länder-Beratungen. Stand jetzt wird an deren Ende mit Blick auf den Profisport ein Flickenteppich herauskommen. Doch die Vergangenheit hat gezeigt, dass alles auch ganz anders kommen kann. Fortunas Vorstandschef Thomas Röttgermann war sofort klar, dass die Bilder vom Derby zwischen Köln und Gladbach dem Fußball vor die Füße fallen würde. „Es war nicht klug, so kurzfristig noch eine Maskenpflicht anzuordnen, die der Verein in so kurzer Zeit gar nicht seriös umsetzen konnte“, sagt Röttgermann im Gespräch mit unserer Redaktion. „Dazu gab es in Leipzig ein Geisterspiel, in Köln dagegen volle Hütte – dieser Unterschied war zu krass, da war es klar, dass es eine Reaktion geben musste.“ Bei Ligaspielen fasst die Düsseldorfer Arena rund 52.000 Zuschauer. Von einer solchen Auslastung kann man derzeit indes nur träumen. Spitzenwert waren in dieser Saison bislang 22.458 Zuschauer gegen Karlsruhe. „Gegen den FC St. Pauli hätten wir uns tatsächlich noch etwas mehr ausgerechnet. Natürlich trifft uns das auch wirtschaftlich empfindlich“, sagt Röttgermann. „Pro 10.000 Zuschauer weniger verlieren wir etwa 150.000 bis 200.000 Euro.“ Immerhin: der Ball rollt weiter. Und Röttgermann plädiert auch nicht ganz überraschend dafür, dass das so bleibt. „Ich halte wenig davon, jetzt quasi proaktiv eine Fußballpause zu machen“, sagt er. „Ein Fußballspiel ist im Freien und unterliegt alleine schon dadurch anderen Voraussetzungen, wie wenn man ein Restaurant oder Klub besucht. Wenn in Fußballstadien wissentlich Regeln nicht eingehalten würden und es dadurch zu einer massiven Weiterverbreitung käme, dann wäre ich sofort dafür, dass wir den Betrieb runterfahren. Aber dafür gibt es aktuell überhaupt keine Indikationen.“ Unterstützung bekommt Röttgermann von vielen Kollegen aus der Branche. Der Geschäftsführer des FC Augsburg, Michael Ströll, kritisierte Forderungen unter anderen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU), bis Jahresende wieder auf Geisterspiele zu setzen. „Geisterspiele finde ich nicht verhältnismäßig, weil wir den Infektionsschutz unter den bisherigen Voraussetzungen und den bestehenden Hygienekonzepten, die weltweit als vorbildlich eingestuft werden, gut umsetzen können“, teilte Ströll mit. Söder hatte zuvor vorgeschlagen, die kommenden Spieltage auf Zuschauer in den Profiligen zu verzichten. „Wir versuchen, das nochmal deutschlandweit umzusetzen, wir würden aber in Bayern da an der Stelle auch einen Alleingang machen“, hatte er gesagt. Für das Auswärtsspiel von Fortuna in Darmstadt am Freitag (18.30 Uhr) gilt die 2G-Regel (geimpft/genesen). Die Kontrolle erfolgt am Eingangsbereich durch das Ordnungsamt. Dabei sollte der Nachweis am besten digital in der Corona-Warn- oder der CovPass-App hochgeladen sein. Kinder bis sechs Jahre benötigen keinen 2G-Nachweis, für Schülerinnen und Schüler reicht das Vorzeigen des Schülertestheftes. Im Stadion – auch auf den Sitz- und Stehplätzen – muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, teilt Fortuna mit. Hier geht es zur Bilderstrecke: So könnte Fortunas Startelf in Darmstadt aussehen

 

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Zürich: Zwei mutmassliche Pink Panther-Räuber vor Gericht

Der Rammbock-Überfall auf das Zürcher Juweliergeschäft Graff Diamonds vom Mai 2016 wird am Bezirksgericht Zürich aufgerollt. Zwei mutmasslich Beteiligte sind angeklagt: Einer ist teilweise geständig, der andere überhaupt nicht. Die Täter ergreifen nach dem misslungenen Überfall die Flucht – und werden dabei aufgenommen. Bei einem Überfall am 26. Mai 2016 auf das Juweliergeschäft Graff Diamonds an der Zürcher Bahnhofstrasse lief einiges schief: Einer der Täter steuerte einen VW Touareg mit grosser Wucht dreimal gegen ein Schaufenster des Geschäfts und drückte die Fensterfront ein. Teile des Fensterglases, des Fensterrahmens und der Fassade wurden ins Innere geschleudert und die unmittelbar hinter der Glasscheibe stehende 370 Kilogramm schwere Vitrine wurde durch den Raum katapultiert, direkt auf den Stuhl des Geschäftsführers. Gemäss dem Staatsanwalt hätte dieser nicht überlebt, wenn er, wie er dies normalerweise tat, dort gesessen hätte. Er sei an diesem Morgen unvorhergesehen später erschienen. Vier vermummte Männer versuchten daraufhin in die Bijouterie einzudringen. Der Zugang war aber durch die Trümmerteile derart blockiert, dass ein Vordringen bis zu den Vitrinen nicht möglich war. Deshalb brachen die Räuber ihr Vorhaben ab. Zur Flucht standen zwei Motorroller bereit. Aber nur einer liess sich starten. Zwei Täter rasten damit davon. Die anderen beiden rannten weg. Der angerichtete Sachschaden betrug laut Anklageschrift 283 000 Franken. Zwei Männern, die an diesem Raubversuch beteiligt gewesen sein sollen, wird nun am Bezirksgericht Zürich der Prozess gemacht. Das Polizeiaufgebot am Gericht ist massiv. Ein 50-jähriger in Zürich Oerlikon wohnhafter serbischer Familienvater, der seit 1993 in der Schweiz lebt, soll im Hintergrund als «Logistiker» die Fäden gezogen haben. Ein 43-jähriger serbisch-kroatischer Doppelbürger soll am Tatort mitgewirkt haben. Von den drei weiteren Tatbeteiligten ist einer auf der Flucht, einer hält sich in Serbien auf, und der mutmassliche Rammbock-Fahrer ist gemäss Medienberichten im Juli 2020 auf der griechischen Insel Korfu von einem unbekannten Killerkommando mit insgesamt 29 Kugeln erschossen worden. Auch in Raubversuch in Lugano verwickelt Beide Beschuldigten stehen nicht nur wegen des misslungenen Zürcher Rammbock-Überfalls vor Gericht, sondern sie sollen auch in einen Raubversuch auf die Bijouterie Somazzi vom Februar 2018 in Lugano involviert gewesen sein. Umfangreiche Überwachungsmassnahmen der Polizei hatten damals zur Verhaftung der Räuber geführt, unmittelbar bevor diese am Tattag zuschlagen konnten. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte drei der serbischen Mittäter von Lugano im September 2020 zu Freiheitsstrafen zwischen fünf und siebeneinhalb Jahren. Der 50-jährige Beschuldigte verweigert am aktuellen Prozess - wie zuvor in der Untersuchung - jegliche Aussage. Er wurde im Dezember 2018 verhaftet, im November 2020 aus der Untersuchungshaft entlassen und befindet sich auf freiem Fuss, will jedoch nicht erzählen, was er seither beruflich gemacht hat. Der Staatsanwalt beantragt für ihn eine Freiheitsstrafe von 7 Jahren und 10 Jahre Landesverweis. In seinem Plädoyer spricht er im Zürcher Fall von einer «extrem skrupellosen, eiskalten Vorgehensweise». An die wesentlichen Erkenntnisse waren die Ermittler durch die Observation des 50-Jährigen gekommen. Nach Hinweisen aus Serbien wurden dessen Telefonnummern und sein Auto überwacht. Der Verteidiger fordert einen Freispruch. Die Beweismittel seien nicht verwertbar, das Vorgehen von verdeckten Ermittlern sei nicht korrekt gewesen, Gespräche seien falsch interpretiert worden. Es sei nicht klar, wie die serbischen Behörden an die Informationen herangekommen seien und Erkenntnisse seien nicht als Zufallsfunde vom Zwangsmassnahmengericht genehmigt worden. Geständiger Mittäter Der 43-jährige Beschuldigte, der in Serbien eine Transportfirma führte, hingegen gibt seine Beteiligung zu, ohne dabei jedoch irgendwelche Mittäter zu nennen oder zu belasten. Er befindet sich im vorzeitigen Strafvollzug und ist auch noch wegen eines dritten Delikts angeklagt: Im Juli 2017 überfiel er zusammen mit einem Komplizen ein Juweliergeschäft in Schleswig Holstein in Deutschland, wobei sie Uhren im Wert von rund 150 000 Franken erbeuteten, die sie für 31 500 Euro verscherbelten. Er habe Geld beschaffen wollen, um seine finanziellen Probleme zu lösen, erklärt der zuvor nicht vorbestrafte Mann zu seinem Motiv der Beteiligung an den drei Delikten. Der Staatsanwalt verlangt für ihn eine Freiheitsstrafe von 11 Jahren und 15 Jahre Landesverweis. Sein Verteidiger plädiert auf blosse Gehilfenschaft in einem Teil der Delikte und eine Freiheitsstrafe von 69 Monaten. Im Zürcher Fall sei der Beschuldigte entgegen der Anklage gar nicht an der Tatausführung beteiligt gewesen, sondern habe nur in Deutschland den VW Touareg beschafft. Er habe eine untergeordnete Rolle gespielt, weder den Masterplan gekannt, noch Entscheidungsbefugnisse gehabt. Ein Urteil steht noch aus. Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Fall Högel: Acht Ex-Kollegen ab Februar vor Gericht

Ihnen wird in unterschiedlichem Umfang Totschlag durch Unterlassen beziehungsweise Beihilfe dazu vorgeworfen. Sie sollen nicht eingeschritten sein, um Morde von Högel zu unterbinden. Das Oldenburger Landgericht teilte den Termin für den Prozessauftakt am Mittwoch mit. Insgesamt seien bis November 42 Verhandlungstage angesetzt, sagte ein Gerichtssprecher. Die Beweisaufnahme stehe noch nicht. Aber möglicherweise werde im Laufe des Prozesses auch Högel als Zeuge vernommen. Högel war Anfang Juni 2019 vom Landgericht Oldenburg wegen Mordes an Patienten in 85 Fällen zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt.

 

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Messerangriff in Flüchtlingsheim: Verdächtiger festgenommen

Nach einem bewaffneten Angriff in einer Flüchtlingsunterkunft in Eschershausen (Landkreis Holzminden) ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Dem 24-Jährigen werde ein versuchtes Tötungsdelikt vorgeworfen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Nach ersten Erkenntnissen soll der Mann am Dienstag einen 20-Jährigen durch mehrere Stiche in den Oberkörper lebensgefährlich verletzt haben. Beide wohnten in einem Zimmer. Der 20-Jährige wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Er sei inzwischen außer Lebensgefahr, hieß es. Der Verdächtige stellte sich der Polizei. Die mutmaßliche Tatwaffe fanden die Beamten in einem Gebüsch. Die Hintergründe der Attacke sind unklar.

 

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Christian Drosten ist der Playboy - „Mann des Jahres“

Der Virologe Christian Drosten ist bei einer Umfrage im Auftrag des Magazins „Playboy“ der Januar-Ausgabe das zweite Jahr in Folge als Mann des Jahres gewählt worden. Drosten landete mit 26,6 Prozent der Stimmen auf Platz eins. Dicht hinter dem Wissenschaftler lag der Biontech-Gründer Ugur Sahin mit 23,3 Prozent. Platz drei gehe mit 16,7 Prozent an den Moderator Günther Jauch, teilte das Magazin am Donnerstag mit. Die Umfrage wurde im Zeitraum vom 20. bis 27. Oktober vom Meinungsforschungsinstitut Nostrat durchgeführt. Es wurden insgesamt 1001 repräsentativ ausgewählte Menschen befragt, wer für si Deutschlands Männer des Jahres 2021 waren. Laut der Umfrage wählten die Befragten Olaf Scholz (SPD) mit 46,5 Prozent der Stimmen als prägendsten Mann für das nächste Jahr 2022. Platz zwei gehe an Christian Lindner (FDP), der 15,4 Prozent der Stimmen bekam, gefolgt von Robert Habeck (Grüne) mit 12,6 Prozent.

 

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Beim Fußball, bei Konzerten und Partys muss die Politik bremsen

Meinung Düsseldorf Noch immer scheuen sich die Länderchefs und -chefinnen vor wirklich harten Corona-Maßnahmen. Dabei könnten sie bei Fußballspielen, Konzerten und Diskotheken wichtige Zeichen setzen. Rheinisches Derby, Karnevalsauftakt, Bundesliga-Spitzenspiel – die Reihe ließe sich beliebig verlängern. Genau das, was wir jetzt als Abwechslung in dieser tristen Corona-Zeit brauchen, soll wieder verschwinden. Und bei den Maßnahmen gilt: Rein und raus, endlose Schleifen, Anschläge auf das Gemüt. Ja, das ist richtig und wirklich zum Verzweifeln. Und gerade Politikerinnen und Politiker wollen nicht zu ständigen Spaß-Verderbern werden. Alles verständlich. Aber es nützt nichts, das Coronavirus – vor allem in seiner Omikron-Variante – schert sich nicht darum. Der Erreger vermehrt sich – auch dank der nasskalten Jahreszeit – fast ungebremst weiter. Die jüngsten Stagnationszahlen bei den Inzidenzen dürfen den Blick darauf nicht verstellen. Wir sind noch längst nicht über dem Berg, wie fast alle Simulationsrechnungen zeigen. Und alle gut gemeinten Vorschläge, nur die Ungeimpften an die Kandare zu nehmen, helfen nicht ausreichend. Denn mittlerweile ist es klar: 2G-Regeln (Zutritt zu Veranstaltungen und Restaurants nur für Geimpfte und Genesene) und Maskenpflicht lassen sich einfach nicht flächendeckend durchsetzen. Um der vierten Welle die Wucht zu nehmen, muss stärker gebremst werden. Dafür bieten sich vor allem die Großveranstaltungen an – Fußballspiele mit Zuschauern, Menschenansammlungen, gefüllte Konzerthallen, Fernsehshows. Sie zu begrenzen oder ganz abzusagen, würde schon eine Menge bringen. Und alle Hinweise darauf, dass sich die Menschen in Stadien oder auf der Straße nicht anstecken, führen in die Irre. Denn in engen Bussen und Bahnen auf der Reise dorthin oder in Kneipen oder Diskotheken beim Feiern danach sind die Kontakte dann doch viel enger. Viele davon läuft auch in geschlossenen Räumen. Das sind Idealbedingungen für die Verbreitung des Virus – vor allem für die noch ansteckendere Variante Omikron. Es muss also etwas geschehen – und auch passieren. Und so hart es für die Fußballfans und Musikliebhaber (und auch die Spieler und Künstler) ist: Großveranstaltungen passen einfach nicht in die Zeit. Wenn die Krankenhäuser am Limit sind – und das gilt inzwischen für fast alle Bundesländer – gebieten es die Solidarität mit den Kranken und der Schutz aller, dass die Gesundheitsversorgung aufrechterhalten bleibt. Also runter zumindest mit den Zahlen bei Events. Die meisten Epidemiologen und Virologen empfehlen eine Grenze von 50 bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und von 1000 bei Feiern im Freien. Damit ist nicht jeder kollektive Kontakt untersagt. Es würde aber – im Verein mit anderen Maßnahmen – ausreichen, die Welle zu brechen. Und es hätte einen hohen Symbolwert dafür, wie ernst derzeit die Krise ist.

 

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Kein Streit. ist auch keine Lösung

Eine aktuelle Fragestellung. Zwei Gäste. Zwei Positionen. Im Podcast „Kein Streit… ist auch keine Lösung“ bringen Susanne Stichler und Daniel Anibal Bröckerhoff zwei Menschen mit gegensätzlichen Positionen ins Gespräch. Es wird um die Argumente gerungen, gestritten und nach Lösungen gesucht. Das gemeinsame Weiterkommen steht im Vordergrund. Was bringt ein Tempolimit? Wie könnte ein Kompromiss bei der Maskenpflicht in Schulen aussehen? Wo finden wir Verbindendes etwa im Kampf gegen die Coronapandemie? Und wie verhindern wir, dass sich die Gesellschaft an Fragen zur Klimapolitik weiter spaltet? Die allgemeine Impfpflicht - nun soll sie doch kommen, als ein Instrument im Kampf gegen die Pandemie. Aber hilft sie wirklich?

 

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Inland: SBB stossen Kombi-Abo mit E-Mietauto ab

Nationalrat will Kohäsionsbeitrag nicht aufstocken Die Idee sorgte kurzzeitig für grosses Aufsehen – und ist nun bereits gescheitert: Der Nationalrat hat sich am Mittwoch dagegen ausgesprochen, die Kohäsionsmilliarde für ärmere EU-Staaten kurzfristig um 953 Millionen auf 2 Milliarden Franken aufzustocken. Der Entscheid fiel mit 93 gegen 84 Stimmen bei 6 Enthaltungen. Die Nein-Stimmen kamen von der SVP, der FDP und der Mitte. Die Idee ist damit vom Tisch, da im Ständerat in der Budgetdebatte gar kein Antrag dazu eingereicht worden ist. Lanciert worden war der Vorschlag von der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats. Sie wollte damit eine Deblockierung der Gespräche mit der EU erreichen: Falls Brüssel die Schweiz vor allem bei der Forschungszusammenarbeit wieder voll integrieren würde, sollte der Bundesrat höhere Zahlungen in Aussicht stellen. Die bürgerliche Mehrheit glaubt nicht an diese Taktik. Stellvertretend für andere sagte Mitte-Nationalrat Heinz Siegenthaler, das Problem mit der EU sei nicht das Geld, sondern der Abbruch der Verhandlungen – und daran sei nicht allein der Bundesrat schuld, auch mehrere Parteien hätten ihren Teil dazu beigetragen. Siegenthaler bezweifelte zudem, dass sich auf die Schnelle überhaupt genügend Projekte finden liessen, um eine zweite Milliarde auszuzahlen. Für die Aufstockung argumentierte GLP-Nationalrat Roland Fischer: In der gegenwärtigen Blockade wolle die Kommission dem Bundesrat ein Instrument in die Hand geben, damit er etwas mehr Spielraum für Verhandlungen zu den Kooperationsabkommen mit der EU habe. Fischer warf dem Bundesrat vor, keine europapolitische Strategie zu haben und offensichtlich handlungsunfähig zu sein. Das liess wiederum Finanzminister Ueli Maurer nicht gelten: «Wenn Sie diesem Antrag zustimmen, würde ich Ihnen sagen, dann haben Sie auch keine Strategie.» Maurer vertrat den Bundesrat, weil der Antrag in der Budgetdebatte verhandelt wurde. Er warnte davor, dass die Schweiz nach einer Verdoppelung des Betrags in Brüssel nicht mehr ernst genommen würde. Maurer anerkannte zwar, dass die fehlende Assoziierung der Schweiz beim Forschungsprogramm Horizon ein Problem sei. Die Forderung, einfach die Zahlung zu erhöhen, sei aber keine Strategie. Die Beziehungen zur EU seien komplizierter, als dass die Probleme sich einfach mit Geld lösen liessen. Ähnlich argumentiert hatte auch die Finanzkommission des Nationalrats. Sich den Zugang zu den EU-Forschungsprogrammen durch einen finanziellen Beitrag zu «erkaufen», sei illusorisch und könnte falsch interpretiert werden, hielt sie nach ihrer ausserordentlichen Sitzung am Montag fest. Ständerat gibt Widerstand gegen kostenlose Einsicht in amtliche Dokumente auf hat. Amtliche Dokumente dürften künftig von Bürgern und Journalisten grundsätzlich kostenlos eingesehen werden können. Der Ständerat hat am Mittwoch eine Kehrtwende vollzogen und ist mit 25 zu 18 Stimmen auf eine entsprechende Gesetzesvorlage eingetreten. Bei einem erneuten Nichteintreten der kleinen Kammer wäre die Vorlage vom Tisch gewesen. Dass es nicht so kam, lag vor allem daran, dass mehrere FDP-Ständeräte das Lager wechselten. Noch in der Sommersession hatte sich der Ständerat für den Status quo ausgesprochen. Gegenwärtig kann die Bundesverwaltung für die Bearbeitung von Einsichtsgesuchen im Normalfall ein Gebühr erheben. Die Staatspolitische Kommission des Ständerates hatte sich gegen den Paradigmenwechsel ausgesprochen. Es gehe der Mehrheit nicht um eine Einschränkung des Öffentlichkeitsprinzips, sagte die Mitte-Ständerätin Heidi Z’graggen im Namen der Kommission. Es gebe aber sehr aufwendige Gesuche. Die dadurch verursachten Kosten sollten nicht auf die Öffentlichkeit überwälzt werden, sagte Z’graggen. Bei 97 Prozent aller Gesuche würden bereits heute keine Gebühren erhoben. Die grundsätzliche Abschaffung der Gebühren könnte eine Flut von Gesuchen auslösen, befürchtet die vorberatende Kommission. Der Bundesrat befürwortet die Gesetzesänderung. Auch die Kantone hatten sich in der Vernehmlassung grossmehrheitlich dafür ausgesprochen. Das Öffentlichkeitsgesetz ist seit 2006 in Kraft. Seither gilt der Grundsatz, dass in der Bundesverwaltung öffentlich sein soll, was nicht ausdrücklich geheim ist. Die Höhe der Gebühren für die Einsicht in amtliche Dokumente sorgte bei Bürgern und Journalisten regelmässig für Unverständnis. So wurde einer Lärmschutzvereinigung für den Zugang zu einem Bericht von der Bundesverwaltung eine Rechnung von 16 500 Franken in Aussicht gestellt. Solche Fälle nährten den Verdacht, dass die Verwaltung zuweilen mit prohibitiv hohen Gebühren für sie unangenehme Informationen zurückhält. Künftig auch Unisex-Toiletten in Schulen in Luzern wde. In Luzern soll es in Schulen künftig auch Unisex-Toiletten geben. Der Stadtrat nimmt den entsprechenden Vorschlag der SP-Fraktion an, wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme hervorgeht. Die «geschlechtsneutral zugänglichen Toiletten und Garderoben» sollen demnach ermöglichen, dass Personen, die sich weder eindeutig als Mädchen beziehungsweise Frau noch als Junge beziehungsweise Mann fühlen, sich nicht für eine geschlechterspezifische Toilette oder Garderobe entscheiden müssen. Zudem werde so die Akzeptanz von Transmenschen in der Gesellschaft gefördert, indem der «Umgang mit dem Thema zur Normalität beziehungsweise zur Selbstverständlichkeit» werde. Konkret umgesetzt werden soll das Konzept sowohl in bestehenden Gebäuden als auch bei Neubauten durch abschliessbare Einzelkabinen, die von einem offenen Korridor direkt zugänglich sind, oder auch in Toilettenanlagen, sofern sie genügend Privatsphäre garantieren. Die Kabinen könnten neutral mit einem allgemeinen Toilettenpiktogramm beschriftet werden, heisst es in dem Schreiben. So sei die notwendige Diskretion gewährleistet. Die bisher üblichen geschlechtergetrennten Toiletten sind damit aber keineswegs verboten, auch nicht in Neubauten: Grössere Toilettenanlagen könnten weiterhin geschlechtergetrennt erstellt werden, schreibt der Stadtrat. SRF-Nachrichten bald aus Zürich Die Nachrichten von Radio SRF kommen ab Dezember nicht mehr aus Bern. dvp. Die Radionachrichten von SRF werden am 1. Dezember erstmals aus dem News- und Sportcenter am Standort Zürich Leutschenbach gesendet. Um 10 Uhr gehe das letzte «Nachrichten» -Bulletin aus Bern über den Sender, teilte die SRG am Dienstag mit. Um 11 Uhr gebe es dann erstmals auf allen SRF-Sendern «Nachrichten» aus Zürich. Am 2. Dezember dann folge auch noch die Sendung «Heute Morgen» mit der ersten Produktion vom Leutschenbach. Weiterhin aus Bern kommen die Sendungen «Info3», «Rendez-vous», «Tagesgespräch», «Echo der Zeit», «International», «Trend» und die «Samstagsrundschau». Deren Fachredaktionen wie etwa Ausland und Inland, Teile der Wirtschaftsredaktion sowie ein Team von News Digital würden weiterhin dort arbeiten, so SRF. Die Chefredaktion sei an beiden Standorten präsent. Im Zuge der umstrittenen Reorganisation werden rund 70 Mitarbeitende von Bern nach Zürich verschoben. Ursprünglich hätten es gar 170 sein sollen. Nachdem die Umzugspläne von SRF aber einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hatten, zeigte sich die SRG-Führung bereit, das Projekt zu redimensionieren und einen Teil der Radiostudios in Bern zu belassen. Millionenschweres Hilfspaket für den öffentlichen Verkehr Mit rund 215 Millionen Franken will der Nationalrat die Transportunternehmen unterstützen. hat. Die Corona-Krise führte und führt weiterhin zu finanziellen Einbussen beim öffentlichen Verkehr. Der Nationalrat hat deshalb am Dienstag einem zweiten Hilfspaket für die Transportunternehmen zugestimmt. Der Bund und die Kantone sollen die Defizite des Jahres 2021 im regionalen Personenverkehr nachträglich decken. Der Bundesrat rechnet mit Kosten von etwa 215 Millionen Franken. Die Vorlage sieht vor, dass das Geld nicht nur in den Regional- und Güterverkehr fliesst, sondern auch in den Ortsverkehr und touristische Angebote. Das Paket war im Nationalrat weitgehend unbestritten. Ein SVP-Antrag auf Nichteintreten wurde mit 132 zu 48 Stimmen abgelehnt. Für Diskussionen sorgten zwei Punkte: Erstens forderte die Ratslinke präventiv eine Ausdehnung der Hilfen auf das Jahr 2022. Andernfalls sei absehbar, dass sich das Parlament bald mit einem dritten Hilfspaket befassen müsse. Der Antrag scheiterte an der geschlossen stimmenden bürgerlichen Mehrheit im Nationalrat. Zweitens war umstritten, ob touristische Unternehmen zuerst die ganzen Reserven aufbrauchen müssen, bevor sie staatliche Unterstützung erhalten. Mit 91 zu 89 Stimmen bejahte der Nationalrat diese Frage denkbar knapp. Die SP, die Grünen und die Mitte setzten sich wie die vorberatende Kommission dafür ein, dass die Unternehmen nur einen Drittel ihrer Reserven aufbrauchen müssen. Das Geschäft geht nun an den Ständerat, der sich am kommenden Dienstag damit befassen wird. Nicht Teil des Pakets ist der Fernverkehr. Bisher mussten die SBB in diesem Bereich die Verluste selbst tragen. Aus der Sicht von SP-Nationalrat Jon Pult soll sich dies ändern. Der Bund werde nicht um eine Rekapitalisierung der SBB herumkommen, sagte der Bündner am Dienstag. Derzeit befasst sich eine Arbeitsgruppe des Bundes und der SBB damit, ob und wie auch der Fernverkehr von der öffentlichen Hand unterstützt werden soll. SBB stossen Kombi-Angebot mit GA und E-Mietauto ab Der SBB-Chef Vincent Ducroz veräussert das «Green Class» -Angebot an das Auto-Abo-Unternehmen Carvolution. dvp. Noch vor wenigen Jahren war das «Green Class» -Angebot ein Prestigeprojekt der SBB: Anhand der Verbindung des Generalabonnements mit der Miete eines Elektroautos wollte ihr früherer Chef Andreas Meyer aufzeigen, dass die SBB nicht mehr nur ein Bahnunternehmen sein wollen, sondern ein integrierter Mobilitätsdienstleister. Nach einer Aufbauphase stossen die SBB das nachhaltige Kombi-Abo jedoch bereits wieder ab. Auf 1. Januar 2022 übernimmt das Auto-Abo-Unternehmen Carvolution das Produkt, wie das Bahnunternehmen am Dienstag mitteilte. Die SBB wollen sich auf das Kerngeschäft konzentrierten. Sie bleiben als Anbieter der ÖV-Komponente des Abonnements jedoch weiterhin Partner. Weder zum Kaufpreis noch zur Zahl der Abonnenten von «Green Class» machten die beiden Unternehmen Angaben. Laut den SBB wurde das Angebot der verfügbaren Elektroautos über die Jahre laufend ausgebaut. Das Produkt sei immer beliebter geworden und auf grosses Interesse bei Firmenkunden, Flottenanbietern und Fahrzeugvermietern gestossen. Thomas Hefti als neuer Ständeratspräsident gewählt FDP-Ständerat Thomas Hefti. nel. Am späten Nachmittag hat auch der Ständerat die Wahl zum neuen Präsidenten abgeschlossen. Nachfolger von SVP-Ständeratspräsident Alex Kuprecht wird Thomas Hefti. Der FDP-Ständerat aus dem Kanton Glarus wurde am Montag mit 44 von 45 Stimmen bestätigt. Der Präsident hat das Amt für ein Jahr inne und wird immer zu Beginn der Wintersession gewählt. Zusätzlich wählt der Rat die weiteren Mitglieder des Präsidiums und des Vizepräsidiums. Grüne Nationalrätin Irène Kälin als Nationalratspräsidentin gewählt Irène Kälin wurde am ersten Tag der Wintersession von den Mitgliedern der grossen Kammer zu ihrer Präsidentin für ein Jahr gewählt. cog. Der Nationalrat hat am ersten Tag der Wintersession eine neue Präsidentin und damit die Nachfolgerin von SVP-Nationalrat Andreas Aebi gewählt. Irène Kälin, die bisherige Vizepräsidentin und Nationalrätin der Grünen, wurde am Montag mit 151 Stimmen bestätigt. Das Amt des Präsidenten oder der Präsidentin des Nationalrats wird jeweils für ein Jahr ausgeübt. Kandidatinnen werden in einem Turnus in den jeweiligen Fraktionen bestimmt. Zusätzlich wählt der Rat auch die Mitglieder des Ratspräsidiums. Verträge liegen vor – Beschaffung der F-35-Kampfjets kostet 6,035 Milliarden nel. Die Verträge mit der amerikanischen Regierung für die Beschaffung der Kampfflugzeuge F-35A und der bodengestützten Luftverteidigung Patriot liegen in bereinigter Form vor. Damit steht der Maximalbetrag für die Beschaffung vor: 6,035 Milliarden Franken sollen die drei Dutzend Flugzeuge kosten, bisher hatte die VBS-Chefin Viola Amherd die Kosten mit 5,068 Milliarden Franken angegeben. Dennoch werde das Finanzvolumen unterschritten, so das VBS. Bei der Abstimmung vom September letzten Jahres hat die Stimmbevölkerung zwar mit dem Planungsbeschluss einem maximalen Finanzvolumen von 6 Milliarden Franken zugestimmt. Nach aktuellen Prognosen für die Inflation bis 2031 betrage das maximale Volumen nun aber 6,3 Milliarden Franken. Dem Parlament wird im nächsten Jahr ein Verpflichtungskredit in Höhe des Kaufpreises unterbreitet – dies im Rahmen der Armeebotschaft. Im gleichen Zug wird auch ein bereinigter Kredit für die bodengestützte Luftverteidigung im Umfang von 1,987 Milliarden Franken beantragt. Diese Beschaffung umfasst fünf Feuereinheiten des Systems Patriot. Die US-Regierung habe die entsprechenden «Letters of Offer and Acceptance» einseitig unterschrieben, hiess es weiter. Sobald die Schweiz die Beschaffungsverträge ebenfalls unterschreibe, träten diese in Kraft. Für die Berechnung der Kredite habe man einen Wechselkurs von 95 Rappen pro US-Dollar angenommen. Dies sei gemäss heutigem Stand eine konservative Berechnung. Carine Bachmann wird Direktorin des Bundesamtes für Kultur Auf dem Weg zur Medienkonferenz: Carine Bachmann mit Bundesrat Alain Berset. tsf. Der Bundesrat hat Carine Bachmann zur Direktorin des Bundesamtes für Kultur (BAK) ernannt. Sie übernimmt die Nachfolge von Isabelle Chassot, die in den Ständerat gewählt wurde. Wie die Landesregierung am Mittwoch (24. 11.) mitteilte, tritt Bachmann ihr Amt am 1. Februar 2022 an. Bis dahin leitet der stellvertretende Direktor, Yves Fischer, das BAK interimistisch. Bachmann steht seit 2011 der Abteilung für Kultur und Digitalisierung der Stadt Genf vor. In dieser Funktion beaufsichtigt sie die Museen, Bibliotheken und die Kulturförderung der Stadt. Diese Institutionen beschäftigen zusammen 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die neue BAK-Direktorin verfüge über grosse Erfahrung in Kultur und Politik, in Verbänden und in der Verwaltung sowie im Management im nationalen und internationalen Umfeld, schreibt der Bundesrat. Bachmann hat ihre berufliche Laufbahn als Programmleiterin des internationalen Film- und Videofestivals Viper in Luzern sowie als Kommunikationsverantwortliche und Projektleiterin in verschiedenen Nichtregierungsorganisationen begonnen. Sie war Mitbegründerin und Leiterin von Cimera, einer Organisation für Entwicklungszusammenarbeit und Konfliktprävention im Kaukasus und in Zentralasien. Bachmann ist 54-jährig, verheiratet und hat drei Kinder. Zugsausfälle auf der Achse Zürich–St. Gallen dho. Auf der Ost-West-Achse zwischen Winterthur und Wil ist es laut einer Meldung der SBB zu einer grösseren Störung gekommen. Betroffen von der Störung ist die Strecke von Winterthur Grüze nach Elgg, wie die SBB auf ihrer Website melden. Betroffene Linien sind: EC, IC 1, IC 5, S 12, S 35 (Thurbo). Wie lange die Störung dauert, ist unbekannt. Die SBB verweisen für weitere Informationen auf ihre Website. Bundesrat beschliesst Bildung eines Cyberbataillons Der Bundesrat will die Schweiz besser gegen Cyberangriffe wappnen. Jetzt bildet er ein Cyberbataillon. tsf. Um den Herausforderungen durch Cyberrisiken zu begegnen, schafft der Bundesrat ein Cyberbataillon. Wie die Landesregierung am Mittwoch mitteilte, besteht es aus Armeeangehörigen, die aufgrund ihrer zivilen beruflichen oder akademischen Tätigkeit über die notwendige Cybererfahrung verfügen. Das neue Cyberbataillon soll ein wichtiger Bestandteil des zukünftigen Kommandos Cyber sein, zu dem ab Anfang 2024 die heutige Führungsunterstützungsbasis (FUB) weiterentwickelt werden soll. Seit 2018 bietet die Armee jungen Talenten aus dem Bereich Cyber (z. B. Absolventinnen und Absolventen einer Berufslehre als Informatiker oder angehenden Informatik-Studierenden) die Möglichkeit, als hauptsächlichen Teil ihrer militärischen Grundausbildung einen 40-wöchigen Cyberlehrgang zu absolvieren. Zusammen mit anderen Cyberspezialistinnen und -spezialisten aus der Miliz werden diese Armeeangehörigen künftig im Cyberbataillon eingeteilt. Nach Riesenpanne zwischen Genf und Lausanne: Ab Mittwoch wird’s besser Dieses Loch sorgt für grosse Turbulenzen im Westschweizer Bahnbetrieb. fum. Der öffentliche Verkehr in der Westschweiz hat schwierige Tage hinter sich: Nachdem sich am 9. November bei Tolochenaz mitten im Feierabendverkehr ein Gleis abgesenkt hatte, blieb die Hauptverkehrsachse zwischen Lausanne und Genf für satte zweieinhalb Tage unterbrochen. Noch immer kann die Strecke nicht wie üblich befahren werden. Nun haben die SBB kommuniziert, dass ab diesem Mittwoch immerhin wieder sechs Züge pro Stunde zwischen Lausanne und Genf verkehren können – und damit auch die beiden Intercity-Züge, welche die beiden Städte ohne Zwischenhalt verbinden. Bis anhin waren nur Regionalzüge im Einsatz. Behoben ist das Problem aber noch nicht: Die S 4 wird zwischen Morges und Allaman weiterhin durch einen Bus ersetzt, und zur Hauptverkehrszeit fallen Zusatzzüge aus. Dies, weil der Untergrund unter dem Bahndamm in Tolochenaz dauerhaft stabilisiert werden muss. Bereits wurden vierzig Kubikmeter Beton in den Hohlraum unter dem Gleisbett gegossen und Mikropfähle eingesetzt – doch es braucht noch weiteres Stützmaterial. Zwei Teams von je zehn Personen wechseln sich dafür in zwei Schichten ab. Fahrplanwechsel bringt neuen Nachtzug nach Amsterdam Der Fahrplanwechsel im Dezember bringt einige neue Verbindungen. fsr. Mit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2021 bieten die SBB einen neuen Nachtzug nach Amsterdam an. Der Zug, den die SBB in Kooperation mit den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) betreiben, fährt in Zürich um 21 Uhr 59 und in Basel um 23 Uhr 13 ab und erreicht Amsterdam um 9 Uhr 01, wie die SBB am Montag (22. 11.) mitteilten. Neu sollen zudem auch schnellere Verbindungen von Zürich nach München angeboten werden. Allerdings dürfte sich die Fahrzeit wegen Verzögerungen beim Zugsicherungssystem vorerst erst bei drei von sechs Verbindungen von vier auf dreieinhalb Stunden verkürzen. Und schliesslich ist im internationalen Verkehr zwischen Basel SBB und Milano Centrale via Bern und Brig täglich ein zusätzlicher Eurocity vorgesehen. Er wird um 10 Uhr 28 in Basel abfahren. Im Inland sind einige zusätzliche Direktverbindungen vorgesehen. So wird unter anderem der IC 5 Genf–St. Gallen mit einer Ausnahme stündlich bis nach Rorschach verlängert. Auf der Strecke IC 3 von Chur nach Zürich sollen insbesondere Wintersportler profitieren: Zwischen Weihnachten und Ostern besteht am Sonntag zwischen 14 und 20 Uhr neu ein durchgehender IC-Halbstundentakt. Sämtliche Neuerungen haben die SBB auf ihrer Website aufgeschaltet. Früherer Walliser Nationalrat Yannick Buttet wegen sexueller Belästigung verurteilt Yannick Buttet ist der sexuellen Belästigung schuldig gesprochen worden. tsf. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis hat den CVP-Politiker Yannick Buttet der sexuellen Belästigung schuldig gesprochen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Montag entsprechende Berichte des Lokalradios Rhône FM und der Tageszeitung «Le Nouvelliste». Buttet wurde zu einer bedingten Geldstrafe von 45 Tagessätzen bei einer Bewährungsfrist von vier Jahren verurteilt, wie die Nachrichtenagentur Keystone-SDA laut mehreren Medien berichtet. Er wolle den Strafbefehl nicht anfechten, sagte Buttet gegenüber Rhône FM. Er sei keine öffentliche Person mehr und werde sich zur Angelegenheit nicht weiter äussern. Der Fall war durch eine Strafanzeige der Walliser Lokalpolitikerin Laude-Camille Chanton (fdp.) im September 2020 ins Rollen gekommen. Sie hatte Buttet beschuldigt, sie auf der Terrasse einer Bar in alkoholisiertem Zustand verbal und körperlich belästigt zu haben. Der CVP-Politiker war schon zuvor mehrmals einschlägig aufgefallen und im August 2018 im Wallis wegen Nötigung seiner früheren Geliebten verurteilt worden. Über Wochen hatte er sie gestalkt und ihr täglich bis zu 50 Textnachrichten geschickt. Ende November 2017 war bekanntgeworden, dass die Polizei in Siders wegen Buttet ausrücken musste. Er soll bei seiner Ex-Geliebten so lange geklingelt haben, bis die Frau die Polizei rief. Buttet trat nach Bekanntwerden des Vorfalls und medialem Druck zuerst aus dem Nationalrat, dem er seit 2011 angehörte, und dann als Vizepräsident der CVP Schweiz zurück. Ausserdem verzichtete er auch auf das Vizepräsidium der Schweizerischen Offiziersgesellschaft. Sein Amt als Gemeindepräsident von Collombey-Muraz übte er vorerst weiter aus. Erst im Sommer 2020 verzichtete er auf eine neuerliche Kandidatur bei den Kommunalwahlen. Probleme im Studium sind verbreitet Schwierigkeiten im Studium sind relativ häufig – auch ohne die besonderen Umstände der Pandemie. fsr. Mit dem Studium tun sich offensichtlich viele Studentinnen und Studenten schwer. 57 Prozent gaben in einer Erhebung des Bundesamts für Statistik (BfS) an, Schwierigkeiten zu haben. Am häufigsten (33 Prozent) haben diese Schwierigkeiten mit dem Inhalt des Studiums zu tun, wie das BfS am Montag (22. 11.) mitteilte. Jeder Vierte kämpft ausserdem mit mangelnder Motivation. 10 Prozent erwägen gar, das Studium aufzugeben. Laut der Erhebung sind die Schwierigkeiten mit dem Inhalt des Studiums bei den Naturwissenschaften sowie der Medizin und der Pharmazie am häufigsten. Hier geben jeweils rund 40 Prozent an, damit Probleme zu haben. Bei den Geistes- und Sozialwissenschaften sind es nur 30 Prozent. Für die Erhebung wurden im Frühjahrssemester 2020 rund 37 000 Studierende befragt. Sie bildet also die Verhältnisse vor der Pandemie ab. Isabelle Jacobi wird Chefredaktorin des «Bunds» «Der Bund» erhält eine neue Chefredaktorin und damit «BZ» /«Bund» auch ein neues Mitglied der Chefredaktion. fsr. Die Radiojournalistin Isabelle Jacobi wird Chefredaktorin der Zeitung «Der Bund» und Mitglied der Chefredaktion «BZ» /«Bund». Wann die 52-Jährige den Posten antritt, ist noch offen, wie Tamedia am Freitag (19. 11.) mitteilte. Jacobi folgt auf Patrick Feuz, der Partner in einer Kommunikationsagentur wird. Jacobi berichtet seit 2017 für Radio SRF aus den USA. Davor hatte sie die Redaktion des «Echos der Zeit» geleitet. Sie werde sich für Qualitätsjournalismus auf dem Medienplatz Bern einsetzen und den traditionsreichen «Bund» zusammen mit der konvergenten «BZ» /«Bund» -Redaktion in die multimediale Zukunft steuern, wird Jacobi in der Mitteilung zitiert. Referenden zu Stempelabgaben und Medienpaket zustande gekommen tsf. Die Referenden gegen die Änderung des Bundesgesetzes über die Stempelabgaben (StG) und gegen das Bundesgesetz über ein Massnahmenpaket zugunsten der Medien sind zustande gekommen. Wie die Bundeskanzlei am Freitag mitteilte, sind am 5. Oktober 71 316 Unterschriften gegen die Vorlage zu den Stempelabgaben (StG) eingereicht worden, davon waren 17 556 Unterschriften samt Stimmrechtsbescheinigung. Nachdem die Bundeskanzlei einen Teil der eingereichten Unterschriften hat bescheinigen lassen, ist das Referendum mit 57 529 gültigen Unterschriften zustande gekommen. Am 6. Oktober 2021 seien zudem 109 948 Unterschriften gegen die Vorlage zum Massnahmenpaket zugunsten der Medien eingereicht worden, davon waren 4980 Unterschriften samt Stimmrechtsbescheinigung. Nachdem die Bundeskanzlei einen Teil der eingereichten Unterschriften überprüft hatte, ist das Referendum mit 64 443 gültigen Unterschriften zustande gekommen. Die Abstimmung über die beiden Vorlagen ist für den 13. Februar 2022 vorgesehen. Gewerkschaftsbund beschliesst Offensive für höhere Löhne tsf. Die Delegierten des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) haben eine Offensive für höhere Löhne, bessere Renten und mehr Prämienverbilligungen beschlossen. Die Löhne hinkten der Wirtschaftsentwicklung hinterher, heisst es einer Mitteilung des SGB vom Freitag. Viele Arbeitnehmende hätten immer grössere Mühe, mit dem Einkommen über die Runden zu kommen. Die Belastung durch die Krankenkassenprämien ist zunehmend unerträglich geworden. Konkret verlangt der SGB: Die von Bundesrat und Parlament geplanten Steuererleichterungen bei der Stempelabgabe, der Verrechnungssteuer und der direkten Bundessteuer will der SGB bekämpfen. Vaterschaftsurlaub soll auch für Frauenpaare gelten Die Regelungen für den Vaterschaftsurlaub werden aufgrund des Ja zur Ehe für alle angepasst. tsf. In Zukunft soll der zweiwöchige Vaterschaftsurlaub im Sinne eines Elternschaftsurlaubs für alle Eltern – und damit auch für Frauenpaare – gelten. Nach dem Ja zur Ehe für alle passt der Bundesrat die entsprechenden Weisungen an, wie er in einer Antwort auf einen Vorstoss von Nationalrätin Kathrin Bertschy (glp., Bern) und Ständerätin Lisa Mazzone (Genf, gps.) schreibt. Mit Inkrafttreten der Ehe für alle erhalte die Ehefrau der Mutter – ebenso wie der Ehemann der Mutter – einen rechtlichen Status als Elternteil. Deshalb seien die Bestimmungen zum Vaterschaftsurlaub und zur Vaterschaftsentschädigung sinngemäss auf diesen anderen Elternteil anzuwenden. Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) passt derzeit die Weisungen an. Automatisiertes Fahren und Velohelm-Pflicht: Bundesrat schnürt Strassenverkehrspaket Umweltfreundliche Technologien fördern, automatisiertes Fahren ermöglichen, grösseren Ermessensspielraum bei Raserdelikten und Velohelmpflicht für Kinder: Der Bundesrat hat an seiner Sitzung vom Mittwoch (17. 11.) die Botschaft zur Änderung des Strassenverkehrsgesetzes (SVG) verabschiedet, worüber das Parlament nun entscheiden soll. Fünf Punkte zählen zu den wichtigsten Themen. So dürfen etwa Fahrzeuge von der bisherigen Höchstlänge und vom Höchstgewicht abweichen, damit fortschrittliche Wagen mit schweren Batterien oder aerodynamischen Führerkabinen trotzdem zugelassen werden können. Der Bund soll zudem das automatisierte Fahren fördern – um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, den Verkehrsfluss zu verbessern und die Umweltemissionen zu senken, wie der Bundesrat schreibt. Unverhältnismässige Strafen bei Raserdelikten sollen vermieden werden, indem Gerichte und Vollzugsbehörden mehr Ermessensspielraum erhalten. Es soll keine Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr mehr geben, und die Mindestdauer für den Führerausweisentzug soll von 24 auf 12 Monate sinken. Zu den wichtigsten Punkten des SVG-Pakets zählt auch die Velohelmpflicht für Kinder. Weil die Zahl der schweren Unfälle bei Kindern ab 12 Jahren steigt, soll eine Helmpflicht bis 16 Jahre eingeführt werden. Nach der klaren Annahme der gleichgeschlechtlichen Ehe an der Urne folgt im kommenden Juli die Umsetzung. Ab Juli sind gleichgeschlechtliche Ehen möglich cov. Gleichgeschlechtliche Paare können ab dem 1. Juli 2022 heiraten oder ihre eingetragene Partnerschaft in eine Ehe umwandeln. Das hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom Mittwoch (17. 11.) aufgrund der angenommenen Initiative beschlossen. Am 26. September 2021 hatten eine klare Mehrheit und alle Kantone die Vorlage angenommen. Bereits am 1. Januar 2022 soll eine einzelne Bestimmung in Kraft treten: Sie regelt den Güterstand von gleichgeschlechtlichen Paaren, die im Ausland eine Ehe geschlossen haben, die bisher in der Schweiz nur als eingetragene Partnerschaft galt. Ab dem 1. Juli 2022 wird es dann möglich, gleichgeschlechtliche Ehen zu schliessen oder eingetragene Partnerschaften in Ehen umzuwandeln. Gesuche dazu können allerdings bereits davor mit einer gemeinsamen Erklärung der Partnerinnen oder Partner gegenüber dem Zivilstandesamt eingereicht werden. Eingetragene Partnerschaften werden nicht mehr möglich sein, bestehende können aber weitergeführt werden. Neuer Swisspass hat mehr Speicherplatz und Funktionen Rund 5 Millionen SwissPass-Karten sind in der Schweiz im Umlauf, ab Dezember werden sie laufend ersetzt. cov. Ab Mitte Dezember 2021 wird eine neue Generation von Swisspass-Karten eingeführt. Das teilt die Alliance Swisspass am Mittwoch (17. 11.) in einem Communiqué mit. Nebst neuem Design wird die Trägerkarte von Abonnements wie dem GA oder dem Halbtax mehr Speicherplatz und zusätzliche Funktionen bieten. Die Karte hat die technischen Voraussetzungen, um künftig als kontaktloses Zahlungsmittel zu dienen, als Türöffner oder als Authentifizierungsmittel mit dem Fast-Identity-Online-Standard, schreibt die Alliance Swisspass. Bereits heute ist es möglich, Skibillette auf den Pass zu laden, Mietautos oder -Velos damit aufzuschliessen oder Parkplätze zu nutzen. Ab Mitte Dezember 2021 wird die neue Generation fortlaufend eingeführt. Häufigerer Zugriff auf AHV-Nummer ab Januar cov. Behörden dürfen in Zukunft die AHV-Nummer öfter als Identifikationsmittel verwenden. Das hat der Bundesrat an seiner Sitzung vom Mittwoch (17. 11.) beschlossen. Er hat damit die Änderung des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung AHVG umgesetzt und das Datum ihres Inkrafttretens bestimmt. Ab dem 1. Januar 2022 kann damit laut Bundesrats-Mitteilung die AHV-Nummer systematisch dort verwendet werden, wo es erforderlich ist. Damit sollen Abläufe effizienter gestaltet, die Identifikation von Personen und die Verwaltung von Daten einfacher werden. Gleichzeitig fordert der Bund, dass Datenbanken, die die AHV-Nummern verwenden, optimal gesichert werden. Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Forschungsprojekt soll Warnungen in Flutgebieten verbessern

Nach den tödlichen Flutkatastrophen im Juli soll ein Projekt des Bundesforschungsministeriums die Warnungen und Hilfen in Hochwassergebieten verbessern. Für die eineinhalb Jahre laufende Untersuchung von Hochschulen und anderen Organisationen stellt das Ministerium nach Mitteilung vom Mittwoch rund 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Projekt «Governance und Kommunikation im Krisenfall des Hochwasserereignisses im Juli 2021» (HoWas2021) soll Risikovorhersagen, Krisenkommunikation und Katastrophenmanagement bei Extremwetter und Sturzfluten verbessern. Die geschäftsführende Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) erklärte: «Wir müssen vor allem die Alarmsysteme in den Mittelgebirgsregionen überprüfen, denn hier kann bei Starkregen in wenigen Minuten aus einem gemächlich dahinfließenden Bach ein reißender Strom werden.» Kommunikation und Katastrophenmanagement bei den Sturzfluten am 14. und 15. Juli mit beispielsweise alleine 134 Toten im rheinland-pfälzischen Ahrtal müssten detailliert analysiert werden. Viele Experten sprechen von deutlich verspäteten Warnungen in diesem Katastrophengebiet. Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn, Armin Schuster, erklärte: «Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit den anderen Partnerinnen und Partnern im Projekt effektive Kommunikationsstrategien - auch mit Spontanhelfenden - sowie Warnverfahren für die Bevölkerung vor Ort auszuarbeiten und die Umsetzung der Ergebnisse zu unterstützen.»

 

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Die Villa kann bei Airbnb gebucht werden

Der Familienfilm "Kevin - Allein zu Haus" mit Macaulay Culkin (41) gehört zu den Weihnachtsklassikern schlechthin. Wer einmal selbst auschecken will, wo sich in Kevin McCallisters Villa in Winnetka im US-Bundesstaat Illinois am besten Fallen gegen Einbrecher aufstellen lassen, bekommt bald die Gelegenheit dazu. Über die Buchungsplattform Airbnb kann ab 7. Dezember versucht werden, das berühmte Filmhaus pünktlich zum Weihnachtsfest zu buchen. Als besondere Extras wird ein feierlich geschmückter Christbaum und weitere Weihnachtsdeko auf die Interessenten warten. Wer mag, kann auch einige "Fallen" aufstellen oder sich den neuesten Teil aus der Reihe namens "Nicht schon wieder allein zu Haus" ansehen. Auf andere Weise darf man es hingegen nicht krachen lassen: "Keine Partys oder Veranstaltungen", steht in den Hausregeln. Ein weiterer Haken: Das Angebot besteht lediglich für einen Tag. Nur wer viel Glück hat, darf am 12. Dezember mit drei weiteren Personen in die Villa einziehen. Immer wieder bekommen Filmfans die Möglichkeit, zeitweise in das Zuhause ihrer liebsten Kinohelden zu ziehen. Auch das Haus von "Twilight"-Figur Bella Swan (Kristen Stewart, 31) in St. Helens, Oregon, konnte schon gemietet werden. Und wer auf den Spuren von Tony Stark alias Iron Man (Robert Downey Jr., 56) wandeln wollte, konnte die abgelegene Hütte in Atlanta, Georgia, buchen, in die er sich in "Avengers: Endgame" mit seiner Liebsten Pepper Potts (Gwyneth Paltrow, 49) zurückgezogen hatte.

 

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Prinz Harry schließt sich Forderung zu globaler Impfgerechtigkeit an

London – Der britische Prinz Harry hat sich für eine gerechtere Verteilung von Corona-Impfstoffen ausgesprochen. Der 37 Jahre alte Royal war anlässlich des Welt-Aids-Tages am Mittwoch als Sprecher eines Videos der Allianz „The People's Vaccine" Dutzender Organisationen zu hören. „Es gibt verblüffende Parallelen zwischen Covid-19 und einer weiteren Pandemie, die vor 40 Jahren aufgetaucht ist – HIV", sagt Harry in dem Video. Dazu sind unter anderem Bilder seiner 1997 gestorbenen Mutter Prinzessin Diana mit Aids-Patienten zu sehen. Die „Königin der Herzen" hatte sich leidenschaftlich für eine Entstigmatisierung von HIV-Infizierten eingesetzt. Sobald Sie den Beitrag laden, werden Daten zwischen Ihrem Browser und Twitter (Datenschutz) ausgetauscht. Durch Klick auf "Zustimmen und Anzeigen" werden alle Drittanbieter-Inhalte künftig automatisch geladen. Sie können diese Funktion später jederzeit wieder deaktivieren. In beiden Fällen hätten „unternehmerische Gier und politisches Versagen" die Pandemie verlängert, fährt Harry fort. Grund sei, dass wirksame Medikamente viele Menschen in Entwicklungsländern nicht erreicht hätten. Die Lösung sei, Patente für Impfstoffe und Medikamente abzuschaffen, so die Botschaft des Videos. „Wenn man die Impfstoff-Monopole beendet und Technologien weitergibt, können Unternehmen in Entwicklungsländern auch damit beginnen, Impfstoffe herzustellen", sagte Harry. „Dies ist ein entscheidender Moment, an dem politische Führungsfiguren entweder auf der richtigen oder der falschen Seite der Geschichte stehen", ist zudem die Stimme von Winnie Byanyima zu hören, der Chefin des UN-Aidsprogramms UNAIDS. Obwohl einige zugehört hätten, sei bisher nicht viel geschehen. „The People's Vaccine" ist eine Allianz aus rund 80 Organisationen, die einen Zugang zur Corona-Impfung für jeden Menschen fordern. (APA/dpa) 🔴 Live-Blog: Alle aktuellen Meldungen zum Coronavirus in Echtzeit 🔗 Dossier: Themenschwerpunkt zum Coronavirus auf TT.com

 

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"Streik"-Tag: Mehrere Corona-Demos in ganz Österreich

In allen Bundesländern kam es heute zu Protestaktionen gegen Coronamaßnahmen - vor allem gegen die Impfpflicht. Einige Demonstranten zogen vor das ORF-Landestudio in Klagenfurt. Der Aufruf von Gegnern der Corona-Maßnahmen zu einem "Warnstreik" hat offenbar Wirkung gezeigt. In mehreren Bundesländern wurde am Mittwoch wieder vor allem gegen die geplante Impfpflicht demonstriert. In Klagenfurt und St. Pölten zogen die Demonstranten spontan vor die jeweiligen ORF-Landesstudios. Auch in Wien versammelten sich am Maria-Theresien-Platz mehrere Hundert Personen. Vorfälle wurden am Nachmittag keine gemeldet. Die Demonstration in St. Pölten ging nach Polizeiangaben gegen 16 Uhr zu Ende. Einem Sprecher zufolge gab es 20 Anzeigen wegen Nichteinhaltung der Covid-Bestimmungen. Die Zahl der Teilnehmer wurde mit bis zu 300 beziffert. Die Kundgebung in der niederösterreichischen Landeshauptstadt hatte vom Regierungsviertel via ORF-Landesstudio, Rathaus- und Bahnhofsplatz wieder zum Ort ihres Ausgangs geführt. In Oberösterreich hatten sich gegen 12.30 Uhr bereits etliche Dutzend Menschen auf dem Hauptplatz in Linz versammelt. Sie trugen Transparente mit "Lehrer gegen Impfpflicht" und "Wenn Lügen wirklich kurze Beine hätten, gäbe es in der Bundesregierung hauptsächlich Liliputaner (sic! )". Gegen 13 Uhr startete der Tross, in dem sich viele junge Leute und Kinder, auch Babys im Kinderwagen, befanden, in Richtung Landhaus. Topfklappern, Tröten und "Widerstand"-Chöre schallten über den Platz, Anhänger des einschlägigen TV-Senders AUF1 schwangen "Nein zum Impfzwang"-Schilder und etliche Teilnehmer hatten rote Rosen mit, die sie den Polizisten vor die Füße legten. Der Landhaus-Durchgang war zu beiden Seiten mit Holztoren geschlossen worden. Die Polizei nahm dort Aufstellung. Den ganzen Nachmittag über strömten Demonstranten nach. "Es scheint hier eine Art Sternmarsch zu geben", hieß es von der Exekutive. Gegen 15.30 Uhr waren es demnach etwa 1.500 Teilnehmer, die sich vor dem Landhaus, aber auch auf der Nibelungenbrücke und in der Dametzstraße aufhielten, Tendenz steigend. Vor den Spitälern blieb es allerdings ruhig und es kam zu keinen Versammlungen. Zwischen 300 und 400 Personen haben zu Mittag in Graz im Hof des Landhauses - dem Sitz des Landtags und Teilen der Landesregierung - gegen die Covid-Schutzmaßnahmen demonstriert. Manche wurden in den engen Platz nicht mehr von der Polizei hinein gelassen, die anderen inszenierten sich lautstark vor der adventlichen Kulisse der Eiskrippe. Die Demonstranten hielten Schilder mit Aufschriften wie "Impfpflicht. nicht ganz dicht"?, "Streiken statt spiken", "Hände weg von unseren Kindern" sowie jahreszeitlich entsprechend "Advent, Advent, der Rechtsstaat brennt". Manche Manifestanten trugen Aluhüte, teils hatten die dicht gedrängt stehenden Menschen Masken auf. Im Laufe des Nachmittags stießen immer mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Demonstration. Die Polizei sprach zunächst von rund 1500, die dann von der Herrengasse durch die Innenstadt bis zur Grazer Burg zogen. Dort hielten sie für rund 20 Minuten an, um auch dort unter anderem ihren Widerstand gegen die Impfpflicht kundzutun. Danach zog der Tross zurück in die Herrengasse und zum Jakominiplatz, doch die Anzahl der Teilnehmer hatte bis dahin schon abgenommen. Mehrere hundert Personen haben sich vor der Kärntner Landesregierung am Arnulfplatz zu einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen und eine Impfpflicht eingefunden. Dort wurden Kärntner Fahnen geschwenkt und zu einer "zweiten Kärntner Volksabstimmung" gegen die Corona-Maßnahmen aufgerufen. Unangekündigt zogen die Demonstranten am Nachmittag weiter vor das ORF-Landesstudio, das kurz zuvor von Polizisten und mit Absperrgittern gesichert worden war. Zu Übergriffen kam es nicht. In der Salzburger Altstadt haben sich am Mittwochnachmittag mehrere hundert Demonstranten vor dem Chiemseehof versammelt, dem Sitz des Landtags und des Landeshauptmanns. Blieben die Eingangsportale zunächst noch verschlossen, strömten die Massen zunächst durch einen zweiten Eingang in den Innenhof, später wurden die Tore allgemein geöffnet. Die Menge skandierte Parolen wie "Freiheit" und "Demokratie". Die Stimmung war teilweise aufgeheizt, an die Maskenpflicht hielt sich kaum jemand. Mehr als ein symbolischer Akt war die Kundgebung freilich nicht: Abgeordnete und Regierungsmitglieder waren gar nicht vor Ort. Die heutigen Budgetberatungen des Landtags fanden im Messezentrum statt. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer später auf etwa 500, ein Teil der Demonstranten zog noch von der Exekutive begleitet durch die Stadt weiter. In Tirol demonstrierten am Mittwochnachmittag nach Schätzungen des Einsatzleiters der Polizei rund 1.500 Personen vor dem Innsbrucker Landhaus. Es handle sich um eine "Dauer-Demo", sagte der Einsatzleiter. Polizisten positionierten sich von dem Eingang zum Landhaus. Die Teilnehmer skandierten Parolen, vor allem wurde nach "Freiheit" gerufen. Trillerpfeifen und Glocken taten ihr Übriges, der Lärmpegel war hoch. Die Mehrheit der Demonstrierenden trug keine Maske. Es wurden Tirol-Fahnen geschwungen. Im Laufe des Nachmittags marschierte ein Demonstrationszug durch die gesamte Innenstadt, der in der Maria-Theresien-Straße endete. Die Demo sei "ohne Vorfälle über die Bühne" gegangen, hieß es von der Polizei. Am Landhausplatz setzte es aber Anzeigen wegen Nicht-Einhaltung der Maskenpflicht. In Bregenz haben sich laut einer ersten Schätzung von Polizeisprecher Rainer Fitz etwa 600 bis 700 Demonstranten vor dem Landhaus versammelt und lauschten den zahlreichen Rednern. Die Stimmung sei friedlich. Es würden mehr Masken getragen als bei früheren Demos. Die Polizei habe bereits entsprechende Kontrollen durchgeführt, gegen Nicht-Maskenträger würden auch Strafen verhängt, so Fitz. Auch in Eisenstadt trafen sich vor dem Landhaus Gegner der Regierungsmaßnahmen, rund 120 waren es laut Angaben der Polizei. Sie trugen unter anderem schwarze Flaggen mit der Aufschrift "Freiheit" oder gelb-schwarze Fahnen, auf denen "Corona-Querulant" stand. Von 13 bis 14.30 Uhr dauerte die Kundgebung, bei der sich jeder zu Wort melden konnte. Polizisten forderten Demonstranten ohne Maske auf, eine solche zu tragen. 16 verwaltungspolizeiliche Anzeigen wurden erstattet. Auch mehrere Kleinunternehmer dürften dem - gewerkschaftlich nicht unterstützten - "Streikaufruf" gefolgt sein, wie in diversen Social-Media-Kanälen der Maßnahmengegner zu sehen war. So dürfte etwa ein Nahversorger im steirischen Weiz sein Geschäft geschlossen haben. Auch Bilder von geschlossenen Arztpraxen wurden im Nachrichtendienst Telegram gepostet. (APA)

 

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"Solidarität als Schlüssel zu besserer Zukunft"

In Stockholm haben die Gewinner des Alternativen Nobelpreises ihre Auszeichnung erhalten. Geehrt wurde der Kampf gegen Gewalt und Umweltzerstörung. Freuen durften sich Preisträger aus Kamerun, Russland, Kanada und Indien. Für ihren Einsatz für Menschenrechte, Umwelt- und Klimaschutz sind zwei Frauen, ein Mann und eine Aktivistengruppe mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet worden. Etwa 100.000 Euro Preisgeld erhielt jeder von ihnen. Ausgezeichnet von der Right Livelihood Foundation wurden Aktivisten aus Kamerun, Russland, Kanada und Indien. Sie erhielten den Preis "als Ehrung für ihren außergewöhnlichen und mutigen Einsatz für die Rechte von Frauen und Mädchen und indigener Völker sowie für den Klimaschutz", wie die Organisatoren Ende September in Stockholm bei der Ankündigung mitteilten. Die Juristin Marthe Wandou aus Kamerun und die von ihr gegründete Organisation Aldepa erhalten die Auszeichnung für "die Schaffung eines Modells des gemeindebasierten Kinderschutzes angesichts terroristischer Übergriffe und geschlechtsspezifischer Gewalt in der Tschadsee-Region". Seit 30 Jahren setzt sie sich für die Rechte von Kindern - insbesondere von Mädchen ein. Sie bekämpft sexualisierte Gewalt, fördert Bildungsangebote und bindet Gemeinden und Eltern in die Arbeit ein. Der russische Klimaaktivist Wladimir Sliwjak wurde "für seinen langjährigen Einsatz für den Umweltschutz" ausgezeichnet. Er habe den zivilen Widerstand gegen die Kohle- und Atomindustrie in Russland gestärkt, teilte die Stiftung bei der Bekanntgabe der Preisträger im September mit. Sliwjak ist Mitbegründer der russischen Umweltschutzorganisation Ecodefense. Geehrt wurde auch die kanadische Aktivistin Freda Huson. Sie setzt sich für den Schutz indigener Gruppen ein und erhält den Preis für "ihren furchtlosen Einsatz in der Rückeroberung der Kultur ihres Volkes und die Verteidigung ihres Landes gegen verheerende Pipeline-Projekte" in der kanadischen Provinz British Columbia. Huson selbst ist weibliches Oberhaupt der indigenen Wet'suwet'en: "Wir wollen vor allem die Aufmerksamkeit darauf richten, welche Ungerechtigkeiten in Kanada geschehen, wo unsere indigenen Völker von der Regierung gezwungen werden, ihr Land zu verlassen, um Platz für die Industrie zu machen", sagt sie. Die vierte Ehrung erhielt die indische Aktivistengruppe Legal Initiative for Forest and Environment (LIFE). Der Zusammenschluss von Juristinnen und Juristen erhält den Preis der Stiftung zufolge für die "innovative juristische Arbeit, mit der sie Gemeinden in Indien beim Schutz ihrer natürlichen Ressourcen und in ihrem Einsatz für eine ökologische Demokratie" unterstützt. Vor dem Hintergrund der Klimakrise, mächtiger Regierungs- und Unternehmensinteressen und sogar terroristischer Bedrohung bewiesen die Ausgezeichneten, dass Solidarität der Schlüssel zu einer besseren Zukunft für alle sei, teilte die Stiftung mit. Der Alternative Nobelpreis wird von der Right Livelihood Award Foundation seit 1980 jährlich an Personen oder Organisationen vergeben. Der Zweck des Preises ist, Menschen zu würdigen und zu unterstützen, die beispielhaft auf die dringlichsten Herausforderungen der Menschheit antworten. Gestiftet wurde der Preis ursprünglich von dem Journalisten und Philatelisten Carl Wolmar Jakob von Uexküll (77), einem ehemaligen Mitglied des EU-Parlaments. Der Right Livelihood Award wird im Deutschen häufig als Alternativer Nobelpreis bezeichnet. Zu den früheren Preisträgern gehören der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden, die deutsche Politikerin Petra Kelly, der brasilianische Befreiungstheologe Leonardo Boff sowie die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg.

 

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Aufgeben ist keine Option

Der russische Umweltschützer Sliwjak hat über Jahrzehnte viele umweltgefährdende Projekte verhindert. Dafür erhielt er nun den Alternativen Nobelpreis. Vor staatlichem Druck schützt ihn das nicht. Die alte Kaliningrader Zellulosefabrik steht noch heute. Wladimir Sliwjak lächelt, als die Handykamera an der bröckelnden roten Backstein-Fassade entlang schwenkt. In tiefen Pfützen spiegeln sich die zerborstenen Fenster. Mit dieser Fabrik habe Ende der 1980er-Jahre alles angefangen, erklärt der 48-Jährige, der zurzeit von Deutschland aus arbeitet. Sie sei berühmt-berüchtigt gewesen, weil sie ihre Abfälle, darunter auch krebserregende Giftstoffe, ungefiltert in den Fluss geleitet habe. Der Fluss sei so gut wie tot gewesen. Der Gestank in der Stadt unerträglich. Wladimir Sliwjak reichte es irgendwann. Er gründete mit ein paar Kommilitonen eine Bewegung, aus der wenig später die Umweltschutzorganisation "Ekosaschita" wurde. Sie begannen, Proteste zu organisieren. Zehntausend Menschen gingen 1990 in Kaliningrad auf die Straße. So viele wie nie zuvor. Am Ende setzten sie sich tatsächlich durch: die Fabrik wurde geschlossen. Ein Überraschungserfolg, dem erst weitere Initiativen vor Ort, später dann landesweite Aktionen folgten: Erfolgreiche Anti-Kohle-Kampagnen in Sibirien, Proteste gegen Atomkraft und Atommülllieferungen. Als es Sliwjak und seiner Organisation 2013 gelang, den Neubau eines Kernkraftwerks bei Kaliningrad zu verhindern, obwohl bereits der Grundstein gelegt worden war, schlugen die Behörden zurück - und erklärten Ekosaschita zum "ausländischen Agenten". Sliwjak klagte vergeblich gegen die Einstufung. Bis heute weigert sich die Organisation, den stigmatisierenden Titel öffentlich zu tragen, was ihnen Dutzende Verfahren und hohe Bußgelder einbrachte. "Weil wir aber keine kommerzielle Organisation sind, kein Geld verdienen, konnten wir diese Geldstrafen nicht bezahlen", berichtet Sliwjak. Gegen seine Kollegin in Kaliningrad, Alexandra Koroljewa, sei deshalb ein Strafverfahren eingeleitet worden. Sie habe Russland verlassen müssen, um nicht im Gefängnis zu landen. Auch wenn führende Köpfe der Umweltschutzorganisation inzwischen in Deutschland sind: Es gibt noch immer Aktivisten und Wissenschaftler vor Ort, die die Arbeit von "Ekosaschita" in Russland fortsetzen. Zu ihnen gehört die Geografin Larissa Stantschenko. Wie Sliwjak hat auch sie sich dem Erhalt der Kurischen Nehrung verschrieben: dem schmalen Landstrich, der Russland und Litauen verbindet. Seit Jahren dokumentiert sie, wie sich das fragile Ökosystem, das zum Welterbe der UNESCO gehört, verändert. "Auf der gesamten Länge des Strandes gibt es mehr als 300 Schneisen in den Dünen. Sie sind selbst auf Satellitenaufnahmen zu sehen." In der Tat sind die Schäden an den schützenden Vordünen mit bloßem Auge zu erkennen. An manchen Stellen ist der Boden weggesackt. Der Strand ist schmal geworden. Der Wind treibt den Sand immer tiefer in den Wald. Die Kiefern sterben ab. Es müsse dringend etwas für den Erhalt Dünen getan werden, warnen die Umweltschützer. Sonst rücke das Meer immer weiter vor. Die Verwaltung des Nationalparks aber wiegelt inzwischen ab. Sie scheint mehr Interesse an den Einnahmen durch die vielen Touristen zu haben als an Ausgaben für die Natur. Aufgeben ist aber für die Umweltschützer rund um Wladimir Sliwjak keine Option. Er setzt seine Hoffnungen auf die jüngeren Generationen, von denen er einige selbst mit ausgebildet hat: an Schulen, in Ferienlagern und an der Hochschule für Wirtschaft in Moskau, wo er von 2012 bis 2015 unterrichtete. Sie hätten ein ganz anderes Verständnis von Klima- und Umweltpolitik als die russische Politik, die zwar von Klimaneutralität spreche - aber dabei eher an den Verkauf von neuen Atomkraftwerken denke als an Möglichkeiten, CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren. Es fehle an Innovationen, meint Sliwjak. Auch weil die Zivilgesellschaft, die dem Staat Ideen liefern könne, unerwünscht sei und unterdrückt werde. "Aber egal, wie schwierig die Zeiten in Russland gerade sind: Es gibt immer eine Chance. Und wir sind Profis in der Nutzung kleinster Chancen." Als Chance begreift Sliwjak auch den alternativen Nobelpreis. Er lenke die Aufmerksamkeit auf die großen, ungelösten Umweltprobleme und auf die schwierige Lage der Aktivisten in Russland. Und mit dem Preisgeld ließen sich wunderbar neue Projekte finanzieren.

 

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Kampf gegen die „Geldbarone“ – Erdogan provoziert die finale Eskalation

E s war eine Verzweiflungstat. Die türkische Zentralbank hat Teile ihres Devisenschatzes verkauft, um die Lira zu stabilisieren. Doch schon wenige Stunden später ging es wieder abwärts. Die türkische Währung befindet sich seit rund einem Monat im freien Fall, hat seit Anfang November rund ein Viertel ihres Wertes verloren. Grund dafür ist die Zinspolitik der Notenbank, die wiederum von Präsident Recep Tayyip Erdogan bestimmt wird. Und er hat in den vergangenen Tagen signalisiert, dass er nicht an eine Kehrtwende denkt. Vielmehr überhöht er seine selbstzerstörerische Politik inzwischen zu einem Kampf gegen ausländische „Geldbarone.“ Und Erdogan verbreitet seit Jahren seine Theorie, wonach Inflation nicht durch eine Verknappung des Geldes und damit höhere Zinsen bekämpft wird, sondern durch niedrigere Zinsen.

 

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Was an der Hospitalisierungsinzidenz problematisch ist

Mehr Impfungen gegen das Coronavirus führen zu weniger schweren Krankheitsverläufen. Basierend auf diesem eindeutig belegten Zusammenhang haben die Ministerpräsident: innen und die Kanzlerin entschieden, dass die Inzidenz der Coronavirus-Neuinfektionen nicht mehr der ausschlaggebende Indikator für die Corona-Lage in Deutschland sein soll. Seit der Ministerpräsidentenkonferenz am 18. November entscheidet daher die Hospitalisierungsinzidenz in den einzelnen Bundesländern über neue Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Der Wert gibt die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen Corona pro 100.000 Einwohner: innen innerhalb von sieben Tagen an. Gemeldet wird er täglich vom Robert-Koch-Institut. Im Gegensatz zur Inzidenz der Neuinfektionen, die auch milde und asymptomatische Krankheitsverläufe erfasst, soll der neue Indikator einen besseren Überblick über die Auslastung der Krankenhäuser bieten. Maßnahmen sollen nur noch beschlossen werden, wenn sie wirklich nötig sind, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Das sind die Probleme an der Hospitalisierungsinzidenz Die Hospitalisierungsinzidenz ist allerdings mit einigen Problemen behaftet. Besonders häufig kritisiert wird, dass sie im Gegensatz zur Inzidenz der Neuinfektionen erst deutlich später anschlägt. Die Infizierten sind, sobald sie von der Hospitalisierungsinzidenz erfasst werden, bereits ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt, bezeichnete die Hospitalisierungsinzidenz im Corona-Podcast des NDR als „Blick in den Rückspiegel”. Sobald Schwellenwerte bei den Hospitalisierungen überschritten worden, sei das Problem bereits sehr akut. Denn von einer Infektion zu einem schweren Verlauf, der eine Krankenhausbehandlung nötig macht, vergehen Tage, manchmal Wochen. Deshalb steigt die Hospitalisierungsinzidenz mit zeitlichem Abstand zu den Infektionszahlen. Ein weiteres Problem der Hospitalisierungsinzidenz besteht darin, dass die Werte aufgrund verspäteter Meldungen nachträglich noch deutlich nach oben korrigiert werden müssen. Die folgende Grafik veranschaulicht das Problem. Sie zeigt, wie das RKI die Kennzahl für Berlin zu verschiedenen Zeitpunkten angegeben hat. Das Datum bedeutet: Das ist die Hospitalisierungsinzidenz, die an diesem Tag gemeldet wurde. So wird sichtbar, wie stark die Werte nachträglich nach oben korrigiert werden. Während die älteren Angaben aller Linien übereinstimmen, unterscheiden sich die aktuelleren deutlich. Am 8. November zum Beispiel gab das RKI die Hospitalisierungsinzidenz in Berlin mit 3,19 an. Am 29. November aber meldete das RKI schon eine deutlich höhere Zahl für den 8. November: 5,62. Offenbar waren Fälle nachgemeldet worden. Die Grafik zeigt also, wie stark die Werte nach oben korrigiert werden. Der ursprünglich gemeldete Wert der Hospitalisierungsinzidenz lag an vielen Tagen mehr als 70 Prozent unter dem korrigierten Wert mit Nachmeldungen. Das gilt für ganz Deutschland. So meldete das RKI am 4. November beispielsweise für ganz Deutschland eine Hospitalisierungsinzidenz von 3,73. Mit Nachmeldungen wurde die bis zum 25. November auf 6,83 korrigiert. Eine Korrektur um mehr als 80 Prozent. Was wären sinnvollere Alternativen? Aufgrund der genannten Probleme ist fraglich, ob die Umstellung der deutschen Corona-Politik auf die Hospitalisierungsinzidenz als wichtigster Indikator zur Eindämmung der Pandemie zielführend war. Im Sommer, als Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf einer Pressekonferenz über mögliche Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sprach, sagte er „200 ist das neue 50”. Spahn wollte auf eine niedrigere Hospitalisierungsrate im Verhältnis zu den Neuinfektionen hinweisen, die durch die Impfung erreicht wurde. Statt dieses neuen Grenzwerts bei der Inzidenz der Neuinfektionen entschieden sich die Ministerpräsident: innen und die Kanzlerin dann allerdings für die Hospitalisierungsinzidenz. Virologin Sandra Ciesek sagte dazu im NDR-Podcast, dass sie allerdings die „Neuinfektionen-Anzahl gekoppelt an die ITS-Belegung" als deutlich sinnvolleren Indikator ansieht.

 

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NRW startet Tarifrevolution bei Bus und Bahn - Bezahlen nach Strecke

Düsseldorf Abrechnung nach Kilometern statt nach Tarifgrenzen: Die Verkehrsverbünde in NRW führen einen gemeinsamen digitalen Tarif ein, mit dem die Kunden auch Geld sparen können. Um Pannen zu vermeiden, gilt eine Preisobergrenze. Um Fahrten per Bus, Bahn und S-Bahn in NRW zu erleichtern, haben am Mittwoch die vier Verkehrsverbünde mit NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes (CDU) das Abrechnungssystem Eezy vorgestellt. Es startet ab sofort. „Das ist eine gute Sache für hunderttausende Bürger“, sagt ein Sprecher des Fahrgastverbandes Pro Bahn: „Man kann nun sehr einfach überall in NRW hinfahren, ohne sich mit Tarifdetails beschäftigen zu müssen.“ Wir erklären, wie Eezy funktioniert. Wie ist das System aufgebaut? Die Suche nach dem richtigen Tarif oder der richtigen Preisstufe ist nicht mehr nötig. Kunden, die den sogenannten E-Tarif buchen, müssen nur direkt vor dem Einstieg in Bus und Bahn auf dem Smartphone in einer App den Check-In-Button drücken. Kommt ein Kontrolleur, wird ein QR-Code gezeigt. Bei der Ankunft am Ziel checken die Fahrgäste per Fingertipp auf dem Smartphone wieder aus. Danach berechnet die App den Preis. Wie wird abgerechnet? Der Preis berechnet sich anhand der Luftlinie zwischen Start und Ziel. Umwege machen die Fahrt also nicht teurer. Ein Grundpreis wird immer fällig. Es sind 1,60 Euro, bei Fahrten innerhalb des Verkehrsverbands Rhein-Ruhr (VRR) 1,50 Euro. Der Luftlinienpreis liegt pro Kilometer bei etwa 24 Cent, im VRR-Gebiet bei 25 Cent. Wie kann man den Tarif nutzen? Interessierte müssen sich in der App Mobil. NRW registrieren und eine Kreditkarte oder Bankkarte zum Abbuchen angeben. Ab dem 6. Dezember soll Eezy. nrw auch in die App des VRS integriert werden, der VRR bereitet eine Integration vor. VRR-Vorstand Jose Luis Castrillo sagt: „In den nächsten Wochen wird die Funktionalität zur Verfügung gestellt.“ Können Kunden Geld sparen? „Starke Preisaufschläge, die entstehen, nur weil ich eine Tarifzone oder die Grenze von zwei Verbünden überschreite, fallen weg“, sagt der Pro-Bahn-Sprecher. Stattdessen steigt der Preis linear mit der zurückgelegten Strecke. Der VRR hat auf Anfrage Beispiele ausgerechnet: Vom Düsseldorfer Hauptbahnhof zum Hauptbahnhof Neuss kostet eine klassische Einzelfahrt sechs Euro mit Preisstufe B. Mit dem Eezy-Ticket sind es nur 3,50 Euro. Vom Hauptbahnhof in Essen bis nach Köln-Hbf kostet das Schöne-Fahrt-Ticket NRW 20,40 Euro, mit dem Digitaltarif sind nur 15,15 Euro fällig. Und von Düsseldorf nach Köln bringt einen das Digitalticket für 9,10 Euro. Aktuell kostet die Fahrt 11,90 Euro – wobei ein VRS-Ticket erworben werden muss, was über die VRR-App nicht möglich ist. „Das ist bisher sehr kompliziert“, sagt der Pro-Bahn-Sprecher. Werden die alten Tarife abgeschafft? Nein. Sie bleiben in Kraft. Der VRR will Eezy sogar so in die App integrieren, dass der Kunde den Preis des Digitaltarif mit dem des klassischen Tarifs vergleichen kann. Was kann schiefgehen? Kunden könnten beim Aussteigen vergessen, in der App die Fahrt zu beenden. Wenn sie dann mit dem Auto noch einige Kilometer weiterfahren, könnte die App eine zu weite Route abrechnen. VRR-Vorstand Castrillo kündigt an, bei Bedienfehlern Milde zu zeigen: „Die Mitarbeiter werden geschult, Lösungen zu finden.“ Außerdem deutete er an, dass die App den Nutzer warnt, falls sie den Eindruck hat, er habe das gewählte Verkehrsmittel schon längst verlassen. Gibt es einen maximalen Preis? Dem Kunden werden in 24 Stunden maximal 30 Euro in Rechnung gestellt. Dabei wäre auch eine Rundfahrt Münster, Düsseldorf, Köln und dann zurück über Dortmund erlaubt. „Ich hoffe, die Kunden schaffen eine so umfangreiche Route in 24 Stunden“, spottet Castrillo. Dabei dürfen die Kunden allerdings so wie mit den klassischen Tickets nur im öffentlichen Nahverkehr fahren, die Nutzung von ICEs ist nicht inklusive. Was ist mit Fahrrädern? Die Mitnahme eines Fahrrades kostet für 4,80 Euro für 24 Stunden. Ein 24-Stunden-Fahrradticket innerhalb des VRR kostet 3,60 Euro. Wem bringt das Angebot nichts? Studenten haben in der Regel ein landesweites Semester-Ticket, für immer mehr Abzubis wird ein vergleichbares Azubi-Ticket verkauft. Die Abonnenten anderer Tickets (etwa Ticket 2000) können das Eezy-Angebot nutzen, wenn sie die gebuchte Tarifzone verlassen. Das Einchecken kann dann während der Fahrt erfolgen, wenn man die bereits bezahlte Zone verlässst. VRR-Manager Castrillo hält für denkbar, dass Nutzer hochwertiger Abos künftig einen Rabatt erhalten, wenn sie mit Eezy den Gültigkeitsbereich ihres Abos verlassen. Was hat das Land mit Eezy zu tun? Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat das Projekt in seiner Zeit als Verkehrsminister angeschoben. Das Land gibt 100 Millionen Euro Zuschuss, um den Verkehrsfirmen Mindereinnahmen durch das neue Tarifmodell zu erstatten. Die neue Verkehrsministerin Brandes findet das Projekt gut: „Das ist die fortschrittlichste Programmierung, die in NRW je genutzt wurde für den Nahverkehr.“ Kein anderes Bundesland in Deutschland habe so etwas entwickelt. Sie ergänzt: „So können wir den ÖPNV gerade für Menschen attraktiver machen, die ihn nur selten nutzen. So wollen wir die Straßen entlasten und dem Klima nutzen.“

 

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Corona-Erkrankte aus Ischgl: Gericht weist erste Zivilklagen ab

Wien. Das Landgericht Wien hat die ersten Schadenersatzklagen von deutschen Corona-Erkrankten aus Ischgl gegen die Republik Österreich abgewiesen. Das Epidemiegesetz würde nur die allgemeine Volksgesundheit, nicht aber auch konkrete Personen schützen, urteilte das Zivilgericht. Der Republik sei in den „hier relevanten Zeiträumen weder ein schuldhaftes noch ein rechtswidriges Verhalten anzulasten“, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Urteil weiter. Insgesamt sind aktuell etwa 50 Klagen anhängig. Der Verbraucherschutzverein (VSV), der die Interessen der Kläger in Wien vertritt, sprach in einer ersten Reaktion von einem Justizskandal. Die beiden Urteile würden vom VSV durch alle Instanzen angefochten werden, sagte Vereinsvorstand Peter Kolba. So gehe das Gericht davon aus, dass sich nicht mit erforderlicher Sicherheit feststellen lasse, dass am 1. März 2020 15 isländische Ischgl-Urlaubsrückkehrer in ihrer Heimat positiv getestet worden seien. Diese Meldungen seien über das Europäische Warnsystem der Gesundheitsbehörden (EWRS) gekommen, sagte Kolba. „In einer Pandemie muss man Meldungen des Europäischen Warnsystems ernstnehmen, sonst ist eine Eindämmung einer Pandemie unmöglich.“ Die infizierten Isländer galten als erster Hinweis des Corona-Ausbruchs in Ischgl. Erst vergangene Woche hatte die Staatsanwaltschaft Innsbruck die strafrechtlichen Ermittlungen zur Corona-Ausbreitung im österreichischen Skiort Ischgl im Frühjahr 2020 eingestellt. Es gebe keine Beweise dafür, dass jemand schuldhaft etwas getan oder unterlassen hätte, das zu einer Erhöhung der Ansteckungsgefahr geführt hätte, hieß es in der Begründung. Ischgl galt im März 2020 auch wegen seiner Après-Ski-Szene als ein Hotspot der Verbreitung des Virus. RND/dpa

 

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41-Jähriger soll Frauen mit Schwermetall vergiftet haben - zwei Tote

Köln Ein 41-Jähriger aus Hürth bei Köln soll mehrere Frauen aus seinem Umfeld mit Schwermetall vergiftet haben - zwei von ihnen sind tot. Eine Schwangere schwebt in Lebensgefahr. Der Mann sei am Dienstag festgenommen worden, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch mit. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung hätten Kriminalbeamte das hochtoxische Schwermetall Thallium sichergestellt. Es sei Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des zweifachen Mordes, des versuchten Mordes und des versuchten Schwangerschaftsabbruchs erlassen worden. Die Opfer sollen alle in einer Beziehung zu dem Mann gestanden haben. Die Ermittlungen waren den Angaben zufolge am 27. November aufgrund einer Anzeige der Mutter seiner schwangeren Lebensgefährtin ins Rollen gekommen. Die 36-Jährige befindet sich mit einer Thalliumvergiftung im Krankenhaus und schwebt in Lebensgefahr. Ob der Fötus überleben werde, sei ungewiss, so die Ermittler. Darüber hinaus bestehe mittlerweile der Verdacht, dass der Tod der 92 Jahre alten Großmutter der 36-Jährigen im April 2020 auf eine Thalliumvergiftung zurückzuführen sein könnte, erklärte die Staatsanwaltschaft. Die Leiche sei exhumiert und obduziert worden. Dazu habe sich im Zuge der Ermittlungen auch noch herausgestellt, dass die einstige Ehefrau des Mannes im Mai 2020 wohl an einer Thalliumvergiftung starb. Der 41-Jährige bestreitet nach Angaben der Ermittler die Taten. Für ihn gelte die Unschuldsvermutung. „Die umfangreichen Ermittlungen zu den Taten und Tathintergründen dauern an“, erklärten die Behörden.

 

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Causa Ischgl: Zwei zivilrechtliche Amtshaftungsklagen abgewiesen

Einzelpersonen hätten „kein Recht darauf, vom Staat vor Ansteckung geschützt zu werden", so die Begründung. Der Republik sei kein „schuldhaftes" oder „rechtswidriges" Verhalten anzulasten. Verbraucherschützer sprechen von einem „Justizskandal". Ischgl, Wien – Die Causa Ischgl wird nicht nur strafrechtlich vermutlich keine Konsequenzen haben, auch auf zivilrechtlichem Wege wurden die ersten Amtshaftungsklagen vom Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien abgewiesen. In zwei Fällen erging nun diese Entscheidung, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Aus dem Epidemiegesetz könne keine Rechtspflicht gegenüber einzelnen Personen abgeleitet werden, hieß es. Der Verbraucherschutzverein (VSV) sprach von einem „Justizskandal". „Einzelpersonen haben kein Recht darauf, vom Staat vor Ansteckung geschützt zu werden, auch wenn das gebotene Handeln der Behörden die Ansteckungsgefahr insgesamt und daher auch für den Einzelnen reduzieren soll", begründete die Richterin ihre Entscheidung. Vielmehr würden Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie die „Allgemeinheit" betreffen" – nicht Einzelpersonen. Der Republik sei in den „hier relevanten Zeiträumen weder ein schuldhaftes noch ein rechtswidriges Verhalten anzulasten", hieß es weiter. Die klagenden Parteien haben nun die Möglichkeit beim Oberlandesgericht Wien in Berufung zu gehen. Konkret handelte es sich bei den abgewiesenen Klagen um zwei Schadenersatzforderungen. Ein deutscher Tourist, der sich im März 2020 in Ischgl aufgehalten hatte, steckte sich dort mit dem Coronavirus an und musste für mehrere Wochen ins Krankenhaus. Er forderte rund 90.000 Euro. Bei dem zweiten Fall handelte es sich um eine Frau, die sich zur selben Zeit in dem Tiroler Wintersportort aufgehalten hatte und rund 10.000 Euro Schadenersatz verlangte. Urteile über den ersten Verhandlungstag, bei dem rund 100.000 Euro gefordert wurden, lagen noch nicht vor. Der Verbraucherschutzverein (VSV) hatte im Namen der Opfer Klage eingereicht und bezeichnete die nunmehrigen Entscheidungen als „Skandalurteile" gegen die man Berufung erheben wolle. VSV-Obmann Peter Kolba kritisierte in einer Stellungnahme scharf, dass die Richterin keine Zeugen hörte und auf die „vorgebrachten Rechtsgrundlagen" nicht eingegangen sei. Nach Rechtsmeinung des VSV, der auch ein Rechtsgutachten vorgelegt hatte, ist die Ansicht des Gerichts, dass das Epidemiegesetz die Allgemeinheit und nicht Einzelpersonen schütze, nicht rechtens. „Wir werden es nicht zulassen, dass über die massiven Behördenfehler in Ischgl im Jahr 2020 der Mantel des Schweigens gebreitet wird", so Kolba. Das Gericht argumentierte laut VSV, dass sich nicht mit „erforderlicher Sicherheit" feststellen lasse, dass am 1. März 2020 15 isländische Ischgl-Urlaubsrückkehrer in ihrer Heimat positiv getestet worden seien. Diese Meldungen seien aber über das Europäische Warnsystem der Gesundheitsbehörden (EWRS) dokumentiert. „Es ist völlig absurd, Zeugenbeweise abzulehnen und dann im Akt erliegenden Urkunden nicht zu trauen", meinte Kolba. 🔴 Live-Blog: Alle aktuellen Meldungen zum Coronavirus in Echtzeit 🔗 Dossier: Themenschwerpunkt zum Coronavirus auf TT.com Weiters gehe das Gericht davon aus, dass „nur aufgrund einer Hören-Sagen-Meldung einer isländischen Reiseleiterin", die Behörden annehmen durften, dass sich die isländischen Touristen am Rückflug und nicht in Ischgl angesteckt hätten. Das Land Tirol teilte am 5. März in einer Presseaussendung mit, dass Touristen aus Island im Flugzeug und nicht in Tirol angesteckt wurden, nachdem ein weiterer infizierter Fluggast an Bord gewesen war. Kolba kritisierte, dass im Urteil nicht auf die „verspätete Schließung von Lokalen" eingegangen wurde und „kein Wort zu verspätet kundgemachten Verordnungen und insbesondere kein Wort zu dem Abreisechaos am 13. März 2020" verloren wurde. Er beurteilte das Urteil als „dürftig begründet" und „vollkommen einseitig". Der VSV reichte bisher rund 50 zivilrechtliche Klagen auf Schadenersatz ein. Lockdown-bedingt wurden mündliche Verhandlungen verschoben. Die nächste soll am 13. Dezember 2021 stattfinden. Erst vergangene Woche stellte die Innsbrucker Staatsanwaltschaft die strafrechtlichen Ermittlungen in der Causa Ischgl ein. Es wurde gegen fünf Personen – u.a. gegen den Tiroler Landesamtsdirektor Herbert Forster und den Ischgler Bürgermeister Werner Kurz – ermittelt. Auf Basis eines 15.000 Seiten umfassenden Aktes konnten aber keine Beweise dafür gefunden werden, „dass jemand schuldhaft etwas getan oder unterlassen hätte, das zu einer Erhöhung der Ansteckungsgefahr geführt hätte", so die Staatsanwaltschaft. Der VSV kündigte an, einen Fortführungsantrag einbringen zu wollen. In dem Tiroler Wintersportort Ischgl war es zu Beginn der Pandemie zu einem größeren Ausbruch des Coronavirus SARS-CoV-2 gekommen. Die ersten Fälle wurden Anfang März 2020 bekannt, die Ansteckungen sollen vor allem in Apres-Ski-Lokalen passiert sein. Den Behörden war vorgeworfen worden, zu spät und nicht umfassend genug reagiert zu haben. Ein bereits präsentierter Expertenbericht sah kein Versagen, aber Fehleinschätzungen der Behörden. Druck aus der Tourismuswirtschaft auf Entscheidungsträger wurde nicht festgestellt. (APA) 5. März 2020: Die Tiroler Behörden erfahren, dass 14 isländische Gäste in ihrer Heimat nach einem Ischgl-Aufenthalt positiv auf das Virus getestet worden sind. Das Land teilt mit, dass am 29. Februar auf dem Rückflug von München nach Reykjavik ein bereits erkrankter Fluggast nach einer Italienreise an Bord war. Die Behörden nehmen an, dass die Ansteckung im Flugzeug und nicht in Tirol passiert war. Island erklärt Ischgl zum Risiko-Gebiet und stellt alle Reisenden, die seit 29. Februar heimgekommen waren, unter Quarantäne. 6. März: Die Gesundheitsbehörden kontaktieren das Hotel, in dem die Isländer nächtigten. Sie weisen an, Hotel-Personal mit Symptomen zu testen. Personen, die Apres-Ski-Lokale besucht hatten, werden zudem vom dortigen niedergelassenen Arzt getestet. Darunter ist auch der 36-jährige Kellner der Apres-Ski-Bar „Kitzloch". Laut Land gibt es zu diesem Zeitpunkt keinen einzigen Verdachtsfall in oder aus Ischgl. 7. März: Das Testergebnis des Kellners ist positiv. Die Mitarbeiter des „Kitzloch" werden isoliert und das Lokal vorübergehend gesperrt. Die Behörde ruft Besucher der Bar auf, sich an die Gesundheitshotline 1450 zu wenden. 8. März: Es wird bekannt, dass die erkrankten Isländer im „Kitzloch" waren. Ebenso, dass drei weitere in Tirol positiv getestete Personen sich in Ischgl aufgehalten hatten. 9. März: Das Lokal „Kitzloch" wird behördlich gesperrt. 10. März: Alle Apres-Ski-Lokale in Ischgl werden geschlossen. 11. März: Es wird verkündet, dass das Skigebiet Ischgl für zwei Wochen gesperrt wird. 12. März: Erst heißt es, dass Ischgl seinen Betrieb für die Saison komplett einstellt. Am Abend sagt Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP), dass mit Ablauf 15. März die gesamte Skisaison in Tirol beendet wird. Alle Beherbergungsbetriebe sollen mit 16. März schließen. Dänemark rät von Reisen nach Tirol ab. 13. März: Die Orte im Paznauntal – Galtür, Ischgl, Kappl und See – sowie St. Anton am Arlberg werden um 14 Uhr nach einer Pressekonferenz von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) unter Quarantäne gestellt. Das Paznauntal bleibt für sechs Wochen bis zum 23. April isoliert. 15. März: Alle Skigebiete in Tirol schließen. 16. März: Alle Beherbergungsbetriebe, bis auf einige Ausnahmen für medizinisches Personal sowie im Geschäfts- bzw. Wirtschaftsbereich, schließen. 2. April: Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) berichtet, dass die angebliche Patientin Null am 8. März positiv getestet wurde. Es wird angenommen, dass die Kellnerin aufgrund der Symptome bereits am 8. Februar das Virus in sich trug. Das Land Tirol bezweifelt diese Aussagen und meint, dies entspreche nicht „der faktischen Datenlage". 13. Mai: Der Tiroler Landtag setzt nach einigem politischen Hickhack eine Expertenkommission zur Untersuchung des Krisenmanagements unter dem Vorsitz von Ex-OGH-Vizepräsident Ronald Rohrer ein. In derselben Sitzung übersteht der viel kritisierte Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) ein Misstrauensvotum. 25. Juni: Eine Studie der Medizinischen Universität Innsbruck ergibt, dass 42,2 Prozent der Ischgler Bevölkerung Antikörper haben. 23. September: Der Verbraucherschutzverein (VSV) bringt vier Amtshaftungsklagen gegen die Republik von Covid-19-Geschädigten beim Wiener Landesgericht für Zivilrechtssachen ein. Der VSV unterstellt den lokalen Behörden in Tirol und den verantwortlichen Politikern auf Bundesebene über Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) bis hin zum Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) schwere Fehler beim Pandemie-Management in den Skigebieten in den Monaten Februar und März 2020. 30. September: Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft bestätigt, dass sie nun offiziell gegen vier Personen wegen vorsätzlicher oder fahrlässiger Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten ermittelt. Darunter befinden sich der Ischgler Bürgermeister Werner Kurz sowie dem Vernehmen nach der Bezirkshauptmann von Landeck, Markus Maaß, sowie zwei weitere Mitarbeiter der Behörde. 12. Oktober: Die Expertenkommission präsentiert in einer Pressekonferenz in Innsbruck ihren Bericht. Kommissionsvorsitzender Ronald Rohrer wartet einerseits mit Kritik und andererseits mit Entlastung der Verantwortlichen im Bezirk Landeck und Land Tirol auf. Kritisiert wird etwa das Zuwarten mit der Verordnung zur Beendigung des Skibetriebes in Ischgl. Auch die Quarantäne-Ankündigung von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) wird bemängelt. Druck vonseiten Dritter auf das Land bzw. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) habe es nicht gegeben. Platter habe „aus eigenem Entschluss" gehandelt. 2. Juni 2021: Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft beendet die Ermittlungen und übermittelt ihren 70 Seiten starken Vorhabensbericht an die Oberstaatsanwaltschaft. Ob Anklage erhoben wird oder nicht, wurde nicht mitgeteilt. Außerdem wurde angegeben, dass eine fünfte Person als Beschuldigter geführt wird. Es wird bekannt, dass es sich dabei um Tirols Landesamtsdirektor Herbert Forster handelt. 4. August: Das Nachrichtenmagazin profil berichtet, dass die Oberstaatsanwaltschaft Innsbruck den Vorhabensbericht an das Justizministerium geschickt hat. Dort wird über Anklage, Einstellung des Verfahrens oder die Beauftragung zu ergänzenden Ermittlungen entschieden. 17. September: Die erste mündliche Verhandlung der Amtshaftungsklage gegen die Republik findet statt. Der Verbraucherschutzverein (VSV) hatte die Klage eingebracht. Eine Witwe und ihr Sohn klagen die Republik Österreich zivilrechtlich auf rund 100.000 Euro Schadensersatz. 24. November: Die Staatsanwaltschaft Innsbruck teilt mit, dass die strafrechtlichen Ermittlungen eingestellt werden und es zu keiner Anklage kommen wird. Es gebe keine Beweise dafür, „dass jemand schuldhaft etwas getan oder unterlassen hätte, das zu einer Erhöhung der Ansteckungsgefahr geführt hätte", hieß es in der Begründung. Zugleich wurde bekannt, dass die zivilrechtlichen Verhandlungen aufgrund des Lockdowns bis zum 14. März vertagt werden. 1. Dezember: Das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien veröffentlicht zwei Klageabweisungen. Das Gericht kommt zu dem Schluss, dass das Epidemiegesetz die Allgemeinheit schützt – „eine Rechtspflicht gegenüber einzelnen Personen" könne nicht abgeleitet werden. Der Republik sei für die betreffenden Zeiträume „weder ein schuldhaftes noch ein rechtswidriges Verhalten anzulasten", begründete die Richterin ihre Entscheidung. Der VSV sprach indes von einem „Justizskandal" und kündigte an, in Berufung zu gehen.

 

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Gladbachs Kramer erklärt überraschend lange Verletzungspause

Mönchengladbach Christoph Kramer war zu Gast im Podcast der Kroos-Brüder. Dabei erklärte er gewohnt humorvoll, warum ihn seine erste Muskelverletzung so lange außer Gefecht setzte. Außerdem sprach Gladbachs Mittelfeldspieler über den Umgang mit Derby-Pleiten und den Patzer seines Kumpels Florian Neuhaus. Auch mit 30 Jahren erleben Profifußballer manche Dinge zum ersten Mal. „Es war die allererste Muskelverletzung in meinem Leben und ich klopfe auf Holz, dass es die letzte ist. Es war ein kleiner Faszienriss und ich bin damit jetzt sechs Wochen rumgeeiert“, sagte Christoph Kramer im Podcast „Einfach mal Luppen“ der Brüder Toni und Felix Kroos. Kramer hätte auf seine unfreiwillige Auszeit sicher gerne verzichtet, doch seit dieser Woche ist er wieder voll dabei und guter Dinge fürs Spiel gegen den SC Freiburg. „Theoretisch bin ich am Wochenende spielbereit. Es ist ja mittlerweile so: Sonst hat man einen Arbeitsaufwand von vier Stunden am Tag, aber in der Reha von siebeneinhalb bis acht. Du musst viel laufen, damit du fit bleibst. ‚Come back stronger‘ wird in Gladbach groß geschrieben“, sagte Kramer. Dabei erklärte er anschaulich, warum ihn ein Faszienriss – eine Verletzung der Haut, die den Muskel umschließt – so lange außer Gefecht setzte. „Alle haben mir gesagt, dass es nicht schmerzhaft ist. Mein Empfinden war, dass es sehr, sehr schmerzhaft ist“, so Kramer. „Unser Doc hat gesagt, hätte Breel Embolo die Verletzung gehabt, hätte er das gar nicht gemerkt, weil er richtige Muskelpakete hat. Ich dagegen als der Typ Gazelle merke es richtig, da bin ich auch feinfühlig.“ Das Derby am vergangenen Wochenende musste Kramer noch vor dem Fernseher verfolgen, schweren Herzens angesichts der Tatsache, dass die Zuschauer-Kapazität aufgrund der Entwicklung der Corona-Zahlen deutlich reduziert wird. „Man merkt, dass es keine normale Niederlage ist. Die Stimmung ist dann in den nächsten Wochen – und ich lege viel Wert auf Harmonie – etwas frostiger“, sagte Kramer über die Folgen der höchsten Gladbach-Pleite gegen Köln seit 1996. Die gedrückte Stimmung werde allerdings eher von außen reingetragen, dadurch hänge die Niederlage länger nach, innerhalb der Kabine sei sie schneller abgehakt. „Denn wenn man ehrlich ist: Für uns ist ein Derby, gerade in den 90 Minuten, kein ganz besonderes Spiel, sondern einfach ein Spiel. Du denkst aber schon mal: Jetzt ist Lachen noch mehr verboten als sowieso, wenn du verlierst“, erklärte Kramer. Im Mittelpunkt stand gegen Köln sein Kumpel Florian Neuhaus, der mit einem kapitalen Fehlpass am eigenen Strafraum das 1:2 einleitete. „Bei Flo merkt man aktuell einfach, dass er kein Selbstvertrauen hat. Er hat diese leicht aufreizende, fast arrogante Spielweise, den Gegner immer zu locken bis auf die letzte Sekunde. Dann spielt er ab und macht viel im richtigen Moment richtig“, sagte Kramer. „Wenn dir das Selbstvertrauen fehlt, hast du so einen zittrigen Fuß und machst Dinge, die du sonst nie im Leben machst.“ Durch diese Phase müsse Neuhaus nun durch und das werde er auch schaffen, betonte Kramer. „Von der mentalen Lage ist es auch nicht so sicher, wenn man letztes Jahr noch bei Sky abgebildet wurde, im Hintergrund waren die Wappen von Real Madrid, Barcelona, Bayern München und Liverpool und im Prinzip hieß es: Such‘ dir einen Verein aus. Jetzt droht das so ein bisschen zu schwinden, obwohl er eigentlich nichts anders gemacht hat und erst drei Monate vergangen sind“, sagte der Weltmeister von 2014. Es sei „krass“, wie schnell es im Fußball gehen kann. Hier geht es zur Bilderstrecke: Die besten Sprüche von Gladbachs Christoph Kramer

 

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Debatten über Corona-Cluster nach FPÖ-Tour in Wolfsberg

Der Sänger der Gruppe „Die fidelen Mölltaler“ ist an Corona gestorben, zuvor hatte er eine FPÖ-Veranstaltung mit Herbert Kickl besucht. Die „Freiheitstour“ von FPÖ-Obmann Herbert Kickl Anfang November in Kärnten, die ihn von Wolfsberg bis nach Gmünd geführt hat, sorgt für heftige Debatten. In Wolfsberg hatte am 5. November eine Großveranstaltung der FPÖ stattgefunden. In zeitlicher Nähe schnellten in dem Bezirk die Infektionszahlen in die Höhe, derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz über 2000, der Bezirk ist damit negativer Spitzenreiter in Österreich. Die Kärntner Gesundheitslandesrätin Beate Prettner (SPÖ) hatte am Dienstag bei einer Pressekonferenz auf den zeitlichen Zusammenhang zwischen Kickls Besuch in Wolfsberg und die steigenden Infektionszahlen hingewiesen und Kritik an den Freiheitlichen geübt. Zusätzlich Stoff für Debatten gab es, nachdem bekannt wurde, dass der Sänger der Volksmusikgruppe „Die Fidelen Mölltaler“, Ludwig „Lucky“ Ladstätter, am Montag nach zwei Wochen Kampf gegen Corona im Krankenhaus Wolfsberg gestorben ist. Er hatte die FPÖ-Veranstaltung ebenfalls besucht, wie auch ein Foto von ihm mit Kickl zeigt, das dieser selbst auf Instagram gepostet hatte. Das Landeskrankenhaus in Wolfsberg ist nach Auskunft der Kabeg voll ausgelastet. Beim Landespressedienst Kärnten heißt es auf „Presse“-Anfrage, dass die hohe Inzidenz in Wolfsberg (2115, Stand 30.11.) auf mehrere kleinere Cluster und nicht auf einen großen zurückzuführen sei. Beim Contact Tracing habe zumindest niemand die FPÖ-Veranstaltung genannt. FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz sieht in den Vorwürfen gegen seine Partei ein „Anpatzmanöver“ der SPÖ. Er betonte, bei der FPÖ-Tour seien alle gültigen Corona-Regeln eingehalten worden. „Sämtliche Besucher wurden beim Eintritt kontrolliert, und zwar nicht etwa durch FPÖ-Mitarbeiter, sondern durch eine eigens engagierte Security-Firma.“ Eingelassen sei nur worden, wer einen 3-G-Nachweis vorlegen konnte. Er wies zudem darauf hin, dass es am selben Abend in Villach und Klagenfurt zwei Eishockeyspiele mit Tausenden Besuchern gegeben habe. Der Wolfsberger Bezirkshauptmann Georg Fejan sagte im Ö1-Mittagsjournal, die Veranstaltung sei als Versammlung angemeldet worden. „Die Versammlung wurde polizeilich überwacht, es wurden auch Personen wieder weggeschickt.“ Rechtlich gesehen sei die Versammlung rechtzeitig angemeldet und seien die Vorgaben eingehalten worden. Ob es einen Corona-Cluster gegeben habe, könne man nur sehr schwer sagen. Es gebe durch das Contact Tracing keinen Rückschluss auf diese Versammlung, so Fejan. Man könne es aber auch nicht ausschließen. Ebenfalls für Aufregung, vor allem innerhalb der FPÖ, sorgten die Aussagen ihres ehemaligen EU-Mandatars Andreas Mölzer zur Impfpflicht. Mölzer meinte Dienstagabend im ORF-Report er könne sich eine solche Maßnahme vorstellen „wenn es uns nützt und wenn es auch verfassungsrechtlich hält“. Er selbst werde sich ein drittes Mal impfen passen. Das sei eine Privatmeinung und nicht Parteilinie, betonte die Bundespartei am Mittwoch. Auch die ehemalige FPÖ-Politikerin Susanne Riess kritisierte Kickl. Die Wüstenrot-Generaldirektorin und Ex-Vizekanzlerin sagte im „Kurier“: „Ich halte die Politik von Herbert Kickl für verantwortungslos und verstehe auch nicht, dass man dagegen nicht mehr unternehmen kann.“ (APA/ks)

 

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Rot-türkise (!) Wiener Allianz gegen Gewessler

Bürgermeister Ludwig macht der Umweltministerin eine Kampfansage. Schützenhilfe bekommt er von der ÖVP, nicht vom Koalitionspartner. Wien. Michael Ludwig versuchte gar nicht erst, seinen Ärger über den von Leonore Gewessler (Grüne) verkündeten Stopp des Lobau–Tunnels zu verbergen. Mit eiserner Miene trat er kurz nach Gewesslers Pressekonferenz vor Journalisten: „Das ist ein Schlag gegen die Lebensqualität in unserer Stadt“, sagte der Wiener Bürgermeister (SPÖ). Denn das Aus der Lobau-Autobahn werde zu mehr Stau führen, und zwar in allen Teilen der Stadt. „Die Wiener verdienen sich eine Entlastung vom Durchzugsverkehr, diese muss stattfinden.“ Ludwig kritisierte nicht nur den aus seiner Sicht intransparenten Evaluierungsprozess, sondern auch die mangelnden Alternativen. Dass Gewessler diese nun prüfen wolle, sei ihm zu wenig. Denn schließlich sei das Projekt über Jahrzehnte in Planung gewesen und als „beste Möglichkeit“ eruiert worden.

 

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Knie-OP: Herthas Torwart Jarstein fällt wieder aus

Fußball-Bundesligist Hertha BSC muss erneut auf Torhüter Rune Jarstein verzichten. Der 37 Jahre alte Norweger hat sich einer Knie-Operation unterzogen, nachdem zuvor Beschwerden im Aufbautraining aufgetreten waren, teilte der Verein am Mittwoch auf seiner Internetseite mit. Jarstein wird nach einer längeren Reha-Phase erst im kommenden Jahr wieder in den Kader zurückkehren können. Der ehemalige norwegische Nationaltorhüter war im April an Covid-19 erkrankt und litt in der Folge an einer Herzmuskelentzündung. Erst im September nahm Jarstein das individuelle Training auf, im Oktober folgte die Rückkehr ins Mannschaftstraining. Der vor knapp acht Jahren von Rosenborg Trondheim nach Berlin gewechselte Torhüter absolvierte 179 Pflichtspiele für die Berliner und besitzt noch einen Vertrag bis 2023. Ende August hatte Hertha für weitere Ausfälle auf der Position vorgesorgt und den dänischen Torhüter Oliver Christensen von Odense BK unter Vertrag genommen. Der 22-Jährige besitzt einen Vertrag bis 2026.

 

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Neuer Sound im Außenministerium - Baerbock lässt Diktatoren zittern

Klartext-Ansage der Bald-Außenministerin Annalena Baerbock (40, Grüne) an Diktatoren und Autokraten weltweit! Die Grünen-Chefin und designierte Außenministerin Annalena Baerbock hat einen härteren Kurs gegenüber autoritär regierten Staaten wie China angekündigt. „Dialog ist der zentrale Baustein internationaler Politik. Aber das heißt nicht, dass man Dinge schönreden oder totschweigen muss“, sagte Baerbock der Berliner „taz“-Zeitung (Donnerstagsausgabe). „Für mich ist eine wertegeleitete Außenpolitik immer ein Zusammenspiel von Dialog und Härte.“ Baerbock äußerte sich zu der Frage, ob Deutschland mit Blick auf China mit einer grünen Außenministerin stärker auf Konfrontation gehen werde. Die Grünen-Politikerin sagte unter Anspielung auf die scheidende Regierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): „Beredtes Schweigen ist auf Dauer keine Form von Diplomatie, auch wenn das in den letzten Jahren von manchen so gesehen wurde.“ Konkret schlug Baerbock unter anderem Importbeschränkungen für den europäischen Binnenmarkt vor. „Wenn es keinen Zugang mehr gibt für Produkte, die aus Regionen wie Xinjiang stammen, wo Zwangsarbeit gängige Praxis ist, ist das für ein Exportland wie China ein großes Problem“, sagte sie. „Diesen Hebel des gemeinsamen Binnenmarkts sollten wir Europäer viel stärker nutzen.“ Nötig sei eine gemeinsame europäische China-Politik. ► Einen Boykott der Olympischen Winterspiele in Peking schloss Baerbock nicht aus: „Wir sollten natürlich auch die Olympischen Spiele genauer in den Blick nehmen. Da gibt es für Regierungen unterschiedliche Formen des Umgangs, die in den kommenden Wochen sicherlich diskutiert werden.“ Zu der im Koalitionsvertrag formulierten „Klimaaußenpolitik“ sagte Baerbock: „Ich verstehe Außenpolitik als Weltinnenpolitik: Krisen wirken über Grenzen hinweg. Sie können nur global und kooperativ bewältigt werden.“ Die größte globale Krise sei die Klimakrise. Es reiche nicht mehr, darauf zu schauen, dass jedes Land seine eigenen Klimaziele angeht, „sondern wir müssen endlich unsere Kräfte bündeln“. ► Die großen Klimakonferenzen würden als Rahmen gebraucht, „aber genauso brauchen wir mehr Länder, die zeigen, dass eine klimaneutrale Wirtschaft Wohlstand sichert und die anderen Ländern die Hand reichen“. Dafür sehe sie die Industriestaaten in der Pflicht. Zur deutschen G7-Präsidentschaft im kommenden Jahr sagte Baerbock: „Ich möchte, dass sie zur Startrampe für Klimapartnerschaften und einen für alle Staaten offenen Klimaclub wird.“ Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, seien massive Investitionen in Klimainfrastruktur nötig, national wie international. „Klimainvestitionen sind zugleich die Chance zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit“, sagte die designierte Außenministerin.

 

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UBS-Finanzchefin Sarah Youngwood: Der Bank fehlen eigene Talente

Die Grossbank rekrutiert ihre neue Finanzchefin bei der amerikanischen Konkurrenz. Aus fachlicher Sicht ist Sarah Youngwood eine gute Wahl. Sie offenbart gleichzeitig das Nachwuchsproblem der UBS. Die UBS rekrutiert ihr Führungspersonal derzeit generell oft in Amerika. Sarah Youngwood wird im Mai 2022 Kirt Gardner als Finanzchef der UBS ablösen. Bereits ab nächstem März werde sie in die Konzernleitung eintreten, teilt die Bank mit. Youngwood blickt auf eine fast 25-jährige Karriere bei der grössten US-Bank JP Morgan zurück; seit 2016 ist sie dort Finanzchefin des wichtigen Retail-Geschäfts. Es ist erfreulich, zu sehen, dass die Schweizer Grossbanken nun regelmässig profilierte Frauen für ihre Spitzenpositionen finden; auch für Sparten, die lange als Männerbastionen galten. Bei der Credit Suisse wird ab 2022 Joanne Hannaford die Technologieabteilung leiten. Sarah Youngwood. Nicht erstaunlich ist zudem, dass sowohl Youngwood als auch Hannaford (zuvor bei Goldman Sachs) bei amerikanischen Grossbanken Karriere gemacht haben. Punkto Diversität in Spitzenpositionen waren die USA der Schweiz stets mehrere Schritte voraus; das Reservoir von erfahrenen weiblichen Führungskräften ist entsprechend grösser. Ausserdem fällt auf, dass die beiden Grossbanken ihr Führungspersonal derzeit generell oft in Amerika rekrutieren: Der nächste UBS-Präsident Colm Kelleher kommt von Morgan Stanley, der künftige Credit-Suisse-Risikochef David Wildermuth ebenfalls von Goldman Sachs. Die beiden Schweizer Grossbanken sollten darauf achten, dass ihre Führungsteams auch in Zukunft genug Erfahrung aus der Vermögensverwaltung nach Schweizer Art mitbringen; nur so können sie sich von der globalen Konkurrenz abheben. Der Wermutstropfen besteht darin, dass es gerade der UBS oftmals nicht gelungen ist, intern Kandidatinnen und Kandidaten für die Top-Jobs aufzubauen. Iqbal Khan, Ralph Hamers, Colm Kelleher und jetzt Sarah Youngwood: In den vergangenen Jahren gingen die wichtigsten offenen Posten an Externe. Dabei ist die UBS kein Krisenfall mehr, sondern eine ordentlich laufende Bank mit 70 000 Mitarbeitern. Sie müsste also in der Lage sein, mehr eigene Talente heranzuziehen. Service Abonnemente Marktplätze NZZ Welt Das Unternehmen NZZ Zeitungen, Magazine und Portale Werbung Weitere Angebote Kooperations-Angebote

 

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Neue Auto-Podcast-Folge Wie gut ist der VW ID.4?

Ein Auto, zwei Redakteure: So einfach lässt sich der neue AUTO BILD Podcast zusammenfassen. Doch hinter „Erst fahren, dann reden” steckt viel mehr! Alle zwei Wochen schnappen sich die Redakteure Peter Fischer und Jan Götze ein nicht ganz alltägliches Auto, testen es ausgiebig und gehen danach ins Detail. Gefällt ihnen das Design? Wie ist die Verarbeitung? Was ist den beiden beim Fahren aufgefallen? Neben wichtigen Aspekten wie Design, Technik, Verarbeitungsqualität und Fahrleistungen kommen auch völlig subjektive Punkte zur Sprache. Wie ist das Image des Autos? Woran werden sie sich noch lange erinnern? Was hat womöglich genervt? Und, ganz wichtig: Wer soll dieses Auto überhaupt kaufen? Antworten auf all diese Fragen und noch mehr gibt es immer mittwochs im AUTO BILD Podcast „Erst fahren, dann reden” – jetzt überall, wo es Podcasts gibt! Nun bietet auch Volkswagen E-Autos im Abo. BILD erklärt das Modell und verrät gute Angebote. Der erste Porsche Panamera lockt zum Preis eines neuen Golf. Was erwartet Interessenten? Mit dem ID.4 hat VW sein erstes vollelektrisches SUV präsentiert. Dass der ID.4 ein technischer Bruder des Skoda Enyaq ist, sieht man ihm kaum an. Was Jan und Peter beim Fahren in VWs E-SUV aufgefallen ist, was sie mögen, wo es noch hakt und was der ID.4 macht, wenn die Batterie sich immer weiter leert, berichten die beiden in der neuesten Folge von „Erst fahren, dann reden”! Die neue Folge 22 finden Sie überall da, wo es Podcasts gibt – und natürlich unten auf dieser Seite! ► Weitere Auto-Podcast-Folgen finden Sie hier!

 

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„Ozark“ Staffel 4 auf Netflix: Warum dieses Ende uns alle erschüttern wird

Für dieses Drama kann es nur ein Ende geben. „Ozark“ gehört zu den ältesten noch laufenden Serien auf Netflix. Doch nun geht auch dieser Hit zu Ende. Lang mussten die Fans warten: Am 21. Januar startet endlich die 4. Staffel. Es wird die letzte sein. Zu Beginn noch als „Breaking Bad“-Klon belächelt, wurde schnell klar, dass diese Show es in sich hat. Bitterböse, bierernst und immer wieder eine Überraschung parat, die einem die Schuhe auszieht. Hier ist keiner sicher. Das stellte gerade die letzte Staffel deutlich unter Beweis. Doch wie werden sich die Byrdes im Finale aus dieser Schlinge ziehen? Oder sollte die Frage vielmehr lauten: Schaffen sie das überhaupt? BILD frischt Ihre „Ozark“-Erinnerungen wieder auf. Was zuletzt passierte, was Sie wissen müssen und was Sie in Staffel 4 erwartet. Blicken wir zurück: In „Ozark“ dreht sich alles um das Finanzgenie Marty Byrde, gespielt von Jason Bateman (52), den man sonst eher aus Komödien kennt. Der „Arrested Development“-Star verblüfft hier in einer sehr düsteren Rolle. Marty kennt sich wie kein Zweiter mit Buchhaltung aus. Und mit rechtlichen Schlupflöchern. Der Familienvater erliegt dem Ruf des Geldes und wäscht für ein mexikanisches Drogenkartell Geld über seine Finanzberatung. Doch dann verzockt er sich, denn die Bosse bemerken, wie Marty ihr Geld unterschlägt. Seine letzte Chance, um nicht unter der Erde zu landen: Im Niemandsland der Missouri Ozarks, wo keiner hinsieht, mächtig viel Geld anhäufen – und natürlich waschen. Ein zunächst total normaler Familienvater, der immer mehr in die Drogenkriminalität abrutscht. Das erinnert natürlich stark an „Breaking Bad“. „Ozark“ brilliert jedoch mit ganz eigenen Ideen. Allein die Ausgangssituation ist hier ganz anders. Denn Marty muss seiner Frau Wendy (Laura Linney) nichts verheimlichen, hier wissen alle Bescheid – sogar ihre Kinder. Gemeinsam versucht die Bande, irgendwie am Leben zu bleiben. Und tatsächlich gelingt das zunächst ganz gut. In der Sumpf- und Seen-Landschaft bringen die Byrdes ein Ferien-Ressort auf Vordermann und knüpfen gute Kontakte. Doch im Laufe der drei Staffeln gerät alles nach und nach aus den Fugen. Marty und Wendy verlieren zunehmend die Kontrolle, Sohn Jonah (Skylar Gaertner) begeistert sich für Waffen und die Gewalt steigt von Tag zu Tag. Wer nicht wissen möchte, wie es weitergeht, liest jetzt bitte nicht weiter! Besonders heftig: Wendys Bruder Ben stößt in Staffel 3 zu den Byrdes und will sich ebenfalls in den Ozarks niederlassen. Doch für das Kartell wird der psychisch kranke, stetige Unruhestifter Ben immer mehr zum Problem – und lässt Wendy schließlich keine Wahl. Wie kaltherzig sie dann ihren Bruder töten lässt, gruselt heute noch. Laura Linney mauserte sich immer mehr zum eigentlichen Star der Serie und zur wahren Schurkin im Byrdes-Klan. Marty bemerkt, dass er eigentlich nichts mehr zu sagen hat. Eine gefährliche Entwicklung: Was, wenn das Kartell ihn plötzlich gar nicht mehr braucht? Wie heikel die Situation ist, offenbart die letzte Szene, die man zuletzt bei „Ozark“ sah. Helen Pierce (Janet McTeer), treue Anwältin des Kartells, wird vom Drogenboss Navarro (Félix Solis) vor den Augen der Byrdes brutal erschossen. Ein Ende mit Schrecken. Wie soll das noch getoppt werden? Und wie wollen die Byrdes da wieder rauskommen? Gemeinsam? Oder wird einer den anderen ans Kartell verraten? Der erste Teaser sendet schon mal keine guten Zeichen. Die Byrdes sitzen in ihrem Wagen, samt Sohn Jonah und Tochter Charlotte (Sofia Hublitz). Dann kommt es zum Crash, der SUV wird übel zugerichtet. Erste Szenenbilder zeigen zudem Marty und Wendy blutüberströmt in einem Raum. Stammt das Blut noch von der ermordeten Helen? Dann könnte das die erste Szene direkt nach der letzten Folge sein. Die Kleidung des Gaunerpaares passt schließlich auch dazu. Mehr ist kaum bekannt zur neuen Staffel, um die Netflix ein großes Geheimnis macht. Nahezu sicher ist jedoch, dass wohl kaum alle Figuren ein Happy End erfahren werden. Nicht nur die Byrdes stehen vor dem Scheideweg, auch das Schicksal der jungen Ruth (Julia Garner) könnte eine tragende Rolle spielen. Sie lebt schon immer in den Ozarks und kommt aus einer armen Hinterwäldler-Familie. Bis Marty kam und sie in sein Projekt einweihte. Zuletzt führte sie seine Geschäfte, doch nach dem Tod von Ben, mit dem Ruth ein Verhältnis hatte, dürfte die selbstbewusste Kämpferin sich gegen die Byrdes verschwören. Fans vermuten im Forum „Reddit“: Die Byrdes werden definitiv draufgehen! Marty und Wendy müssen büßen. Eventuell könnte Ruth als Siegerin hervorgehen, lediglich die Byrde-Kinder bleiben verschont. Noch ist das aber nur Spekulation. Was dagegen schon als gesetzt gilt: Das „Ozark“-Finale wird groß, richtig groß. 14 Folgen, also vier mehr als sonst, umfasst die neue Staffel. Daher will Netflix diese auch in zwei Teilen veröffentlichen, wir werden uns im Januar also voraussichtlich zunächst mit sieben Episoden begnügen müssen. Hauptdarsteller Jason Bateman, der auch schon in der Serie Regie führte und als Produzent mit die Fäden zieht, verspricht: „Eine supergroße Staffel heißt auch supergroße Probleme für die Byrdes.“ Umso besser, denn dann wartet noch deftiger Nachschlag. Wann die allerletzten Folgen aber kommen sollen, ist noch nicht bekannt. Und sicher gibt‘s zuvor noch einen heftigen Cliffhanger wie beim letzten Staffel-Finale, der die Warterei noch unerträglicher macht.

 

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Tui löst Sparte für Geschäftsreisen auf – 300 Mitarbeiter betroffen

Tui Deutschland will die Aktivitäten des Geschäftsbereichs First Business Travel auf „ein Mindestmaß“ verringern. Im kommenden Januar sollen die Gespräche über die Zukunft der davon betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beginnen. Tui Deutschland konzentriert sich künftig stärker auf das reine Urlaubsgeschäft und will seine Sparte für Geschäftsreisen auflösen. Das Management set.

 

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Europol geht gegen Geldwäsche vor

Die europäische Polizeibehörde spricht von der größten internationalen Operation dieser Art: 27 Länder waren beteiligt - auch Deutschland. Es ging um eine spezielle Form der Geldwäsche. Mit Razzien rund um den Globus sind internationale Ermittler gegen Geldwäsche vorgegangen. Die Aktionen fanden laut Europol zwischen Mitte September und Ende November statt. Neben Deutschland seien auch andere EU-Staaten sowie Großbritannien, die USA, Australien und Kolumbien eingebunden gewesen - insgesamt 27 Länder. Wie die europäische Polizeibehörde in Den Haag weiter mitteilte, wurde mit der Operation ein Schaden in Höhe von 67,5 Millionen Euro verhindert. An der dreimonatigen Aktion seien auch rund 400 Banken und Finanzinstitute beteiligt gewesen, die Europol und der internationalen Polizeibehörde Interpol verdächtige Transaktionen meldeten. Es seien weltweit 1803 Verdächtige festgenommen worden. Das waren den Angaben zufolge mehr als viermal so viele wie bei einem vergleichbaren internationalen Einsatz im vorigen Jahr. Im Fokus der Ermittlungen stand demnach das sogenannte "Money Muling". Dabei werben Kriminelle oft ahnungslose Menschen in einer finanziellen Notlage an - etwa auf Dating-Plattformen, in sozialen Medien oder durch seriös wirkende Stellenanzeigen. Diese "Money Mules" würden dann für dubiose Überweisungen ausgenutzt. Konkret werden die Menschen laut Europol dazu gebracht, persönliche Konten für den Empfang und die Weiterüberweisung von Geld aus kriminellen Quellen zur Verfügung zu stellen. Das zu waschende Geld stammt den Ermittlern zufolge oft aus kriminellen Aktivitäten im Internet. Dazu zählten Abhebungen von Konten der Opfer, deren Zugangsdaten sich Täter mit Hilfe sogenannter Phishing-Mails verschaffen. Auch Betrug im Bereich des E-Commerce gehört laut Europol dazu: Kriminelle kassierten zum Beispiel für online angebotene Waren, die nie geliefert werden.

 

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Spotify-Jahresrückblick: Das sind die erfolgreichsten Künstler, Songs und Alben in 2021

Auf den meisten Smartphones, insbesondere denen jüngerer Menschen, wird die Spotify-App zu finden sein. Das schwedische Unternehmen ist seit 2008 auf dem Markt. Mit mehr als 381 Millionen Hörerinnen und Hörern und über 172 Millionen zahlenden Abonnentinnen und Abonnenten ist Spotify der weltweit größte Audio-Streamingdienst. Die Anzahl der verkauften CDs ist in der Musikindustrie längst keine relevante Währung mehr. Stattdessen ist der Erfolg eines Songs oder eines Albums an der Anzahl der Streams abzulesen. In seinem am Mittwoch veröffentlichten Jahresrückblick „Wrapped“ 2021 hat Spotify die erfolgreichsten Künstlerinnen und Künstler bekannt gegeben. Im Jahr 2021 schaffte es der puerto-ricanische Rapper Bad Bunny – wie bereits im Vorjahr – in der Kategorie „Top-Künstler*innen weltweit“ auf Platz eins. Er erreichte sage und schreibe 9,1 Milliarden Streams. Dahinter landeten die US-amerikanische Sängerin Taylor Swift und die südkoreanische Boyband BTS. Bezogen auf Deutschland werden die Charts von Rappern beherrscht: Bonez MC liegt ganz vorne, dahinter folgen Luciano und Capital Bra. Die beliebtesten Songs weltweit sind „Drivers License“ von Olivia Rodrigo, „Montero (Call Me By Your Name)“ von Lil Nas X und „Stay“ von The Kid Laroi und Justin Bieber. Der beliebteste Song in Deutschland ist „Ohne dich“ von Kasimir1441, Badmómzjay und Wildbwoys. In der immer beliebter werdenden Kategorie der Podcasts ist „Gemischtes Hack“ von Felix Lobrecht und Tommi Schmitt in Deutschland an der Spitze und weltweit auf einem beachtlichen zehnten Platz. Auf Rang zwei landete Olli Schulz‘ und Jan Böhmermanns „Fest und Flauschig“ vor dem True-Crime-Format „Verbrechen“. RND/che


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Created at 2021-12-02 00:02