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DC5n Deutschland mix in german 205 articles, created at 2021-07-20 12:01
(3.43/4)  1  Clemens J. Setz erhält den Georg-Büchner-Preis

Er gilt als die wichtigste Auszeichnung für deutschsprachige Literatur. Günter Grass hat ihn bekommen, Heinrich Böll oder Christa Wolf wurde er auch verliehen. In … 2021-07-20 08:51 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(3.11/4)  2  Organschäden sind oft Spätfolgen einer Corona-Erkrankung

Ulm Das Phänomen Long-Covid wird aktuell genauer unter die Lupe genommen. Das Forschungsprojekt der Universitätsklinik Ulm zu Corona-Spätfolgen hat bislang bei etwa jedem … 2021-07-20 07:43 2KB rp-online.de

(2.05/4)  3  Nach den Flutfolgen Kabinett befasst sich mit Hochwasserhilfen

München – Nach der jüngsten Hochwasserkatastrophe befasst sich auch das bayerische Kabinett am Dienstag mit den Folgen. 2021-07-20 07:10 1KB www.bild.de

(2.04/4)  4  Merkel besucht erneut Katastrophengebiete

Nach Rheinland-Pfalz jetzt Nordrhein-Westfalen: Die Bundeskanzlerin kommt erneut in die Katastrophengebiete, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. … 2021-07-20 08:49 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(2.04/4)  5  Strafe wegen Protestaktion bei EM für Norwegens Beachhandballerinnen

Norwegens Nationalmannschaft protestierte bei der Europameisterschaft gegen die Kleidervorschriften. Nun zieht der europäische Dachverband Konsequenzen. 2021-07-20 08:18 1KB www.t-online.de

(2.04/4)  6  Prinz Harry will im kommenden Jahr seine Memoiren veröffentlichen

"Ich schreibe das nicht als Prinz, als der ich geboren bin, sondern als Mann, der ich geworden bin", sagt Prinz Harry über seine Memoiren, … 2021-07-20 08:11 957Bytes www.augsburger-allgemeine.de

(2.04/4)  7  "Havanna-Syndrom": USA will Erkrankungsfälle in Wien...

Rund zwei Dutzend US-Geheimdienstmitarbeiter, Diplomaten und andere Regierungsbeamte seien vom „unerklärlichen Gesundheitsvorfällen“ betroffen, schrieb die „New York Times“. Das... 2021-07-20 08:06 2KB www.diepresse.com

(2.04/4)  8  Ärztechef warnt vor übereilten Corona-Lockerungen

Nach einem Abwärtstrend steigt seit zwei Wochen die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebundes, warnt: Jetzt "alles zu öffnen wäre brandgefährlich". … 2021-07-20 07:26 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(2.04/4)  9  Starker Corona-Anstieg! Malle tritt auf die Party-Bremse

Der Corona-Hotspot Mallorca will Strände und Parks zwischen 22 und 6 Uhr wieder schließen – so sollen Party-Ansammlungen vermieden werden. 2021-07-20 07:20 3KB www.bild.de

(2.03/4)  10  Raketenbeschuss auf Israel aus dem Libanon

Eine Rakete entging der israelischen Luftabwehr. Es wurden weder Schäden noch Verletzte gemeldet. Israel reagiert mit Artillerie-Gegenbeschuss. 2021-07-20 07:57 2KB www.diepresse.com

(2.02/4)  11  Nach Fund von totem Baby im Müll: Eine Person in Oberfranken festgenommen

In Bayern wird die Leiche eines Säuglings in einem Abfallbehältnis gefunden. Nun kommt es zur vorläufigen Festnahme einer Person. Für weitere Ermittlungen wird auch die rechtsmedizinische Untersuchung entscheidend sein. 2021-07-20 08:37 1KB www.rnd.de

(1.13/4)  12  Corona-Impfquote: Aktuelle Zahlen zu den Impfungen im Norden

Wie viele Menschen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg haben eine Corona-Impfung erhalten? Zahlen zur Impfquote. 2021-07-20 08:11 2KB www.ndr.de

(1.08/4)  13  R-Wert, Infizierte, Inzidenz, Intensivbetten: Die wichtigsten Corona-Daten

Kanzlerin und die Länder-Chefs haben eine Art Notbremse installiert, die Sieben-Tage-Inzidenz. Die Idee: Steigt die Zahl der Neuinfektionen in einem Kreis innerhalb … 2021-07-20 05:47 3KB www.stern.de

(1.07/4)  14  Quaderer erhält für Debütroman Uwe-Johnson-Förderpreis 2021

Der Autor Benjamin Quaderer wird für seinen Roman 'Für immer die Alpen' mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis 2021 ausgezeichnet. Das teilte die Mecklenburgische 2021-07-20 08:11 1KB www.t-online.de

(1.05/4)  15  Niederlande: Niedersachsen will Corona-Tests im Grenzverkehr

Seit dem Wochenende gelten die Niederlande wieder als Corona-Risikogebiet. Wegen der direkten Nachbarschaft zu Niedersachsen fordert Ministerpräsident Weil jetzt Einreise-Kontrollen. 2021-07-20 08:34 2KB www.ndr.de

(1.05/4)  16  Ergänzung zu Google Maps & Co: Neue Autobahn-App des Bundes

Die neue Autobahngesellschaft des Bundes hatte einen schwierigen Start. Nun sollen Autofahrer von der Reform profitieren. Ziel … 2021-07-20 08:07 1019Bytes www.augsburger-allgemeine.de

(1.03/4)  17  Hat der Katastrophenschutz versagt? So kommentiert die Presse

Nach der verheerenden Flutkatastrophe haben Politiker und Verbände davor gewarnt, zu früh mit der Aufarbeitung zu beginnen oder Schuldzuweisungen vorzunehmen. Es gehe jetzt darum, zunächst … 2021-07-20 08:06 6KB www.stern.de

(1.02/4)  18  IOC-Boss Thomas Bach: Olympia in Tokio gibt "Menschen Vertrauen in die Zukunft"

IOC-Präsident Thomas Bach sieht in den Olympischen Spielen in Tokio ein Hoffnungsschimmer in schwierigen Corona-Zeiten. Auch Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga verteidigt die Austragung der Veranstaltung. 2021-07-20 08:46 2KB www.sportbuzzer.de

(1.02/4)  19  Nur 35-mal Olympia-Edelmetall? Analysten machen Deutschland wenig Hoffnung auf Medaillenregen

Laut einer Prognose der Analysten von Gracenote müssen sich die deutschen Olympia-Fans bei den Spielen in Tokio auf ein schwächeres Abschneiden ihrer Mannschaft einrichten. Allerdings verweist der Datendienst auch darauf, dass die Corona-Pandemie die Vorhersagen erheblich erschwert. 2021-07-20 08:37 2KB www.sportbuzzer.de

(1.02/4)  20  Kulturmeldungen der NZZ in der Übersicht

NZZ Nachrichten, Hintergründe, Meinungen aus der Schweiz, International, Sport, Digital, Wirtschaft, Auto & mehr. Fundierte Berichterstattung rund um die Uhr. 2021-07-20 08:32 17KB www.nzz.ch

(1.02/4)  21  Bezos startet zu Kurztrip ins Weltall

Der nächste Milliardär startet ins All: Nach Richard Branson will nun auch Amazon-Gründer Jeff Bezos einen Kurztrip in seinem eigenen Raumschiff unternehmen. Es geht … 2021-07-20 07:26 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(1.02/4)  22  Amazon Gründer Jeff Bezos fliegt mit Blue Origin in den Weltraum

Mit dem Flug erfüllt sich der reichste Mensch der Welt einen Kindheitstraum. Doch wie riskant ist das Unterfangen? Und wie vergleichbar ist Bezos Rakete mit der von Elon Musk und Richard Branson? 2021-07-20 07:11 10KB www.nzz.ch

(1.01/4)  23  Alpine-Chef: Alonso empfiehlt sich für Vertragsverlängerung

Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso hat gute Chancen, auch im kommenden Jahr für das Alpine-Team in der Motorsport-Königsklasse zu fahren. … 2021-07-20 08:47 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(1.01/4)  24  Euskirchen/Steinbachtalsperre: Unternehmer befreite Abfluss unter Lebensgefahr

Als die Steinbachtalsperre bei Euskirchen zu brechen drohte, schnappte sich Hubert Schilles einen Bagger, um den Abfluss von Geröll zu befreien – eine 2021-07-20 08:36 3KB www.t-online.de

(1.01/4)  25  Schluss bei 10 000 Euro? Pläne für EU-Bargeld-Limit sorgen für Zoff

Mit einem Barzahlungslimit will Brüssel nun Geldwäsche erschweren. Der Vorstoß ist umstritten - vor allem in Deutschland. 2021-07-20 08:36 5KB www.tagesspiegel.de

(1.01/4)  26  VW-Aktionäre gegen Bosch Schadenersatz-Klagen vor dem BGH

Im Dieselskandal gibt es auch VW-Aktionäre, die den Autozulieferer Bosch auf Schadenersatz verklagt haben. 2021-07-20 08:22 1KB www.bild.de

(1.01/4)  27  Flutkatastrophe| Bund rechnet mit Milliarden-Schäden

Straßen, Brücken, Gleise und Mobilfunkmaste: Das Hochwasser im Südwesten Deutschlands riss alles mit sich. Die Kosten für das Ausmaß der Flutkatastrophe werden immer klarer. Alle Infos im Newsblog. 2021-07-20 08:14 142KB www.t-online.de

(1.01/4)  28  Kabul: Raketen schlagen in der Nähe des Präsidentenpalastes ein

Afghanistan droht nach dem Abzug der internationalen Truppen immer tiefer im Chaos zu versinken. Am Dienstag schlugen in der Nähe des Präsidentenpalastes in Kabul mindestens drei Raketen ein. Bislang bekannte sich niemand zu dem Angriff. 2021-07-20 08:01 1KB www.rnd.de

(1.01/4)  29  Elektroindustrie erholt sich weiter von Corona-Einbußen

In der deutschen Elektroindustrie geht es zunehmend bergauf: Nach den ersten fünf Monaten des Jahres zeigt sich ein Aufwärtstrend. Bis Mai summierten sich die Exporte auf fast 12 Prozent mehr als vor einem Jahr. Man sei zuversichtlich, die Produktionseinbußen aus 2020 im laufenden Jahr wieder einholen zu können. 2021-07-20 07:46 2KB www.rnd.de

(1.01/4)  30  Belarussische Oppositionsführerin Tichanowskaja bittet USA um Hilfe

Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja befindet sich weiterhin im Exil. Um gegen Lukaschenko anzugehen, bat sie nun US-Außenminister Blinken um Hilfe. 2021-07-20 07:37 3KB www.tagesspiegel.de

(1.01/4)  31  Was bringen Warnungen? Wie Menschen mit Alarmen umgehen

Nach der Hochwasserkatastrophe diskutiert die Politik über frühere und präzisere Warnungen. Schön und gut. Aber … 2021-07-20 07:33 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(1.01/4)  32  Auch ohne Olympia-Feeling: Schachmann hofft auf seine Chance

Höhentrainingslager in der Sierra Nevada, Verzicht auf die Tour de France, dazu die frühestmögliche Anreise - Maximilian Schachmann bereitete sich akribisch auf das olympische Straßenrennen vor. … 2021-07-20 07:26 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(1.01/4)  33  Kinderfotos im Netz: Wie Eltern ungewollt Pädokriminelle beliefern

Oft wissen Eltern nicht, dass auch Pädophile im Netz veröffenltichte Schnappschüsse von Kindern sehen - und in kriminellen Foren verbreiten. 2021-07-20 07:00 5KB www.t-online.de

(1.01/4)  34  Peru: Linkskandidat Pedro Castillo gewinnt Präsidentenwahl

Mit seinem Sieg hat der Dorfschullehrer das politische Establishment düpiert: Der Linkskandidat Pedro Castillo hat die Präsidentenwahl in Peru gewonnen. Er kam auf 50,12 Prozent der Stimmen. 2021-07-20 06:22 2KB www.rnd.de

(1.01/4)  35  60-Jährige in Salzburg von eigenem Auto mitgeschleift und getötet

Die Vorarlbergerin verließ in St. Koloman im Tennengau auf einer abschüssigen Straße ihr Fahrzeug, das daraufhin ins Rollen geriet. 2021-07-20 06:09 1KB www.diepresse.com

(0.06/4)  36  Ötztalstraße nach Zwieselstein bleibt vorerst doch noch gesperrt

Entgegen anderslautender Berichte aus den frühen Morgenstunden muss die B186 Ötztalstraße nach Zwieselstein doch noch... 2021-07-20 07:49 2KB www.tt.com

(0.06/4)  37  Netflix-Top-Ten: Diese Serien und Filme sind aktuell am beliebtesten

Welche Serien und Filme sind auf Netflix gerade besonders beliebt? Wer für den nächsten Filmabend Entscheidungshilfe sucht, findet sie in dem Tagesranking des Streamingdienstes. Hier finden Sie die zehn beliebtesten Netflix-Inhalte von heute. 2021-07-20 07:34 2KB www.rnd.de

(0.02/4)  38  Sport1 vor Debüt am Samstagabend: "Wir haben eine Chance"

Berlin (dpa) - Sport1-Chef Olaf Schröder fürchtet sich nicht vor der TV-Konkurrenz für die Live-Übertragung vom Top-Spiel der 2. … 2021-07-20 08:47 1015Bytes www.augsburger-allgemeine.de

(0.02/4)  39  Topmodel Toni Garrn bringt Tochter zur Welt

Berlin Topmodel Toni Garrn ist erstmals Mutter geworden. Ihre Tochter Luca Malaika habe ihr Herz „für immer gestohlen“, schrieb sie auf Instagram. „Die magischste … 2021-07-20 08:20 1KB rp-online.de

(0.02/4)  40  Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax erholt sich etwas von seinem Kurseinbruch

Der Dax hat sich nach seinem Kurseinbruch zu Wochenbeginn zunächst stabilisiert. 2021-07-20 08:14 1KB www.t-online.de

(0.02/4)  41  Folgen, Handlung, Besetzung, Trailer: Alle Infos zu Staffel 3 von "Mayans M. C."

Staffel 3 von "Mayans M.C." ist bei Sky Ticket verfügbar. Alle Informationen rund um die Serie lesen Sie in diesem Artikel. … 2021-07-20 07:53 790Bytes www.augsburger-allgemeine.de

(0.02/4)  42  DGB-Chef fordert «Social Deal» beim Klimaschutz

DGB -Chef Reiner Hoffmann hat mehr sozialen Ausgleich beim Klimaschutz gefordert. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: «Damit die Transformation ein sozialer Erfolg … 2021-07-20 06:31 3KB www.stern.de

(0.02/4)  43  Dicke Luft auf der Brennerachse, Felipe fordert Zusammenhalt

Auch die Österreichische Wirtschaftskammer unterstützt durch die Hintertür den Protest der Handelskammer Bozen gegen ... 2021-07-20 05:44 1KB www.tt.com

 44  Golfanlage Weiherhof feiert 30-jähriges Bestehen

Plus Der ehemalige "Golfclub Stauden" hat sich zu einem sportlich herausfordernden Naturgolfplatz entwickelt. Mit einem Jubiläumsturnier hat die Golfanlage Weiherhof a m Wochenende ihr 30-jähriges Jubiläum … 2021-07-20 10:41 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 45  Falsche Microsoft-Mitarbeiter erbeuten 17.000 Euro

Erneut haben sich Telefonbetrüger als Microsoft-Mitarbeiter ausgegeben und eine 65 Jahre alte Frau um Geld betrogen. Mit 'geschickter Gesprächsführung' 2021-07-20 08:49 1KB www.t-online.de

 46  "Er ist kein Back-up": So plant 96 mit dem begehrten wie flexiblen Jannik Dehm

In Kiel war Jannik Dehm Stammkraft, hat rechts hinten in der Viererkette verteidigt. Künftig spielt er für 96. "Er war sehr begehrt", freut sich Sportdirektor Marcus Mann. Allerdings ist der 25-Jährige nicht nur eine Konkurrenz für Sei Muroya. "Er kann auch links verteidigen oder weiter vorn spielen." 2021-07-20 08:48 2KB www.sportbuzzer.de

 47  Bitcoin fällt unter 30.000 US-Dollar

Das der tiefste Stand seit etwa einem Monat. Mitte April wurde noch ein Rekordhoch von fast 65.000 Dollar markiert. 2021-07-20 08:47 1KB www.diepresse.com

 48  Tierische Überraschung nach Einkauf bei Discounter

Damit hat eine Frau aus West Lothian wohl nicht gerechnet, als sie bei einer großen Discounter-Kette eine Tüte Spinat gekauft hat. Neben dem Blattspinat war 2021-07-20 08:46 1KB www.t-online.de

 49  Real Madrid: Gareth Bale will angeblich bleiben

Der zuletzt an Tottenham Hotspur ausgeliehene Offensivspieler Gareth Bale (32) will angeblich planmäßig zu Real Madrid zurückkehren, um dort seinen laufenden Vertrag zu erfüllen. Dies … 2021-07-20 08:46 2KB www.stern.de

 50  Irans Justizchef fordert Untersuchung von Todesfällen bei Protesten

Bei Protesten gegen Wasserknappheit im Südwesten des Landes soll es mehrere Tote gegeben haben. Irans Justizchef ford... 2021-07-20 08:45 3KB www.tt.com

 51  Villeroy und Boch legt bei Umsatz und Ergebnis deutlich zu

Der Keramikhersteller Villeroy und Boch hat im ersten Halbjahr bei Umsatz und Ergebnis deutlich zugelegt. 'Der Stellenwert des Zuhauses und damit die Nachfrage 2021-07-20 08:45 1KB www.t-online.de

 52  Rekord: 430 Migranten überqueren an einem Tag Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien

An nur einem Tag haben mindestens 430 Migranten den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien überquert. Das ist ein neuer Rekord. Die britische Regierung ist alarmiert - die Kontrolle über die eigenen Grenzen ist ein zentrales Versprechen des Brexit. 2021-07-20 08:41 2KB www.rnd.de

 53  Starkregen und Hochwasser: Wie kann ich mich warnen lassen?

Die Flut offenbart Lücken beim Katastrophenschutz: Nach Ende des Kalten Krieges wurden viele Sirenen abgebaut. Stattdessen warnen Apps, Radio, Fernsehen und das Internet. Die … 2021-07-20 08:41 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 54  Stadtführungen am Kulturwochenende in Krumbach

Der Heimatverein Krumbach bietet mit seinen Führungen wieder Reisen in die Krumbacher Vergangenheit und zurück an. Was am Wochenende geboten ist. … 2021-07-20 08:40 993Bytes www.augsburger-allgemeine.de

 55  Prinz Harry schreibt Enthüllungsbuch: Panik im Palast! Prinz Charles wusste von nichts

Am Montag ließ Prinz Harry (36) die Katze aus dem Sack, kündigte die Veröffentlichung seiner Memoiren an. Seine Familie wusste angeblich nichts. 2021-07-20 08:40 4KB www.bild.de

 56  Lesen Sie zeit.de mit Werbung oder im PUR-Abo. Sie haben die Wahl.

Visit zeit.de as usual with ads and tracking. Details about how we use tracking can be found in our Privacy Policy and in the Privacy Center . … 2021-07-20 08:40 859Bytes www.zeit.de

 57  Transfer-Ticker: Schöpf bleibt in Deutschland

Wer kommt, wer geht, wer sucht? Live-Transfers und Gerüchte. 2021-07-20 08:39 8KB www.diepresse.com

 58  Pädo-Kriminelle erbeuten Millionen von Kinderbildern im Internet

Wer Bilder oder Videos seiner Kinder bei Facebook, Instagramm oder Youtube verbreitet, beliefert damit ohne es zu wissen pädokriminelle Netzwerke. … 2021-07-20 08:38 753Bytes deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

 59  Erster Guantanamo-Gefangener seit Bidens Amtsantritt entlassen

39 Gefangene verbleiben noch im Lager. Auch die Regierung Biden hat das Ziel, das Gefängnis zu schließen. Doch die Häftlinge aufzuteilen bzw. abzuschieben erweist sich als schwierig und langwierig. 2021-07-20 08:38 2KB www.diepresse.com

 60  Thüringer Städtebund erwartet Planungssicherheit vom Land

Der Thüringer Gemeinde- und Städtebund erwartet von der Landespolitik Planungssicherheit für die Kommunen. Mit Blick auf den auslaufenden Stabilitätspakt 2021-07-20 08:36 1KB www.t-online.de

 61  Hochwasser Bayern stellt 50 Millionen Soforthilfe zur Verfügung

Ministerpräsident Markus Söder sagt den vom Hochwasser Betroffenen Soforthilfen in Millionenhöhe zu. 2021-07-20 08:35 1KB www.bild.de

 62  Edeka führt "Student*innenfutter" ein – Erfinder äußert sich zu den hasserfüllten Reaktionen

Die Verwendung des Gendersternchens wird von manch einem (und manch einer) schon per se als Affront betrachtet. Wenn dann auch noch eine ehrwürdige Institution wie … 2021-07-20 08:35 3KB www.stern.de

 63  Der aktuelle Stand der Corona-Inzidenz im Kreis Dillingen

Drei Tage über 25: Für Schülerinnen und Schüler im Kreis Dillingen werden ab diesem Wert die Corona-Regeln wieder angezogen. Wie hoch ist die Inzidenz … 2021-07-20 08:35 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 64  Kruse-Appell zu Rassismus: "Irgendwo müssen wir anfangen"

Max Kruse hat sich erneut besorgt zum Thema Rassismus geäußert und auch an die Politik appelliert. Nachdem es zu einem Eklat um Olympia-Auswahlmitspieler 2021-07-20 08:34 2KB www.t-online.de

 65  Umweltverein scheitert in Karlsruhe mit Klage gegen dritte Startbahn am Flughafen München

Die Klage einer Umweltvereinigung gegen die dritte Startbahn am Flughafen München ist vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Das Gericht habe die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, … 2021-07-20 08:34 2KB www.stern.de

 66  Skelettritter und Ziegendämon

Albert Mitringer erzählt in „Requiem“ von einer turbulenten Heldenreise. Optisch beeindruckend, wenn auch mit kleinen erzählerischen Schwächen. 2021-07-20 08:33 3KB www.tagesspiegel.de

 67  Hochwasser: Ministerien ahnungslos: „Da liegen mir jetzt keine Informationen vor“

Hätte der Tod von bis zu 165 Menschen mit früheren Warnungen verhindert werden können? Die Bundesregierung hat dazu wenig Informationen. 2021-07-20 08:31 3KB www.bild.de

 68  „Die Infrastruktur für Pegasus ist auch in Deutschland da“

Die Software „Pegasus“ soll Kriminalität bekämpfen. Doch das ist einigen Staaten offensichtlich nicht genug: Sie spähen auch Medien und Opposition damit aus. 2021-07-20 08:31 6KB www.tagesspiegel.de

 69  Z2X21 - Das Festival neuer Visionär:innen

Sei beim Z2X21-Festival dabei! Arbeite mit 1.000 anderen aus der Z2X-Community zwischen 20 und 29 Jahren an Ideen für eine bessere Welt. Blitzvorträge, Skill-Sessions, Live-Podcasts, Networking, FMAs 2021-07-20 08:28 1KB z2x.zeit.de

 70  Schlachthof Bad Iburg: Sechs Ex-Mitarbeiter angeklagt

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen sechs frühere Mitarbeiter eines Schlachthofs in Bad Iburg erhoben. Dem Ex-Betreiber wirft sie zudem vor, Fleisch von tot angelieferten Kühen verkauft zu haben. 2021-07-20 08:24 1KB www.ndr.de

 71  Er wird für "Alles was zählt" zum Bösewicht

Prominenter Neuzugang bei "Alles was zählt": Schauspieler Erol Sander (52) gibt sich in der beliebten RTL-Serie die Ehre. In seiner Rolle als skrupelloser Gauner Frank Giese … 2021-07-20 08:24 3KB www.stern.de

 72  „Der Einfluss des Menschen ist beträchtlich“

Lange Zeit entzog die Amazonas-Region der Atmosphäre viel CO₂. Inzwischen gibt der Regenwald jedoch Kohlenstoff ab. Klimawandel und Landnutzung setzen Amazonien doppelt unter Druck, auch Feuer sind ein schwerwiegendes Problem. 2021-07-20 08:21 8KB www.welt.de

 73  Immer nur einzelne "Wetterphänomene"? Bilder der aktuellen Extreme auf der Welt

Auf der anderen Seite der Beringsee, in Jakutien im östlichsten Russland , steht eine Fläche von der Hälfte Schleswig Holsteins in Flammen – der Qualm ist … 2021-07-20 08:20 1KB www.stern.de

 74  Kubas Stasi erschlägt die Hoffnung

Für einen Moment schien es so, als würde die Diktatur in Havanna ins Wanken geraten. Doch das sozialistische Regime lässt seinen unerbittlichen Machtapparat auf die Demokratiebewegung los. Eine kubanische Bloggerin wird mitten im TV-Interview verhaftet. 2021-07-20 08:19 7KB www.welt.de

 75  Fremder half ihr Suche Lebensretter 15 Jahre nach meinem Unfall

Nadine Engel wurde vor 15 Jahren bei einem Verkehrsunfall lebensgefährlich verletzt – ein Fremder half ihr. Jetzt will sie den Mann endlich finden. 2021-07-20 08:19 3KB www.bild.de

 76  Unwetter in Deutschland: Die Ereignisse im Live-Ticker

Die akute Gefahr in den Hochwassergebieten scheint vorerst gebannt. Daher ist mehr Raum für die politische Aufarbeitung. Die Entwicklungen im Live-Ticker. 2021-07-20 08:19 8KB www.nzz.ch

 77  Berliner Humboldt-Forum eröffnet mit Festakt für Besucher

Sieben Jahre wurde am Humboldt-Forum gebaut - jetzt füllt es sich mit Leben. Am Dienstag dürfen erstmals Besucher in das neue Kunst- und Kulturzentrum im Herzen Berlins. Gleich sechs Ausstellungen erwarten sie. 2021-07-20 08:18 6KB www.rbb24.de

 78  PCR-Test bestätigt positiven Corona-Befund bei Schalke 04 - Mannschaft in Quarantäne-Trainingslager PCR-Test bestätigt positiven Corona-Befund bei Schalke 04 - Mannschaft in Quarantäne-Trainingslager

Ein PCR-Test hat den positiven Corona-Befund bei einem Profi von Schalke 04 bestätigt. Dies teilte der Klub am Dienstag mit und gab zudem bekannt, dass sich die Mannschaft in ein Quarantäne-Trainingslager begeben habe. Der Zweitliga-Start gegen den Hamburger SV sei jedoch "aktuell nicht gefährdet". 2021-07-20 08:16 2KB www.sportbuzzer.de

 79  Für Geimpfte aus allen Ländern: Kanada öffnet Grenze ab 7. September

Durch die globale Ausbreitung des Coronavirus  und die Maßnahmen der Regierungen wie Grenzschließungen wird die persönliche Mobilität und damit auch das Reisen enorm eingeschränkt. Auch … 2021-07-20 08:15 62KB www.stern.de

 80  Unbekannter fällt 15 Meter hohen Baum in Nördlingen

In Nördlingen ist eine 15 Meter hohe Fichte gefällt worden. Doch die Polizei weiß nicht, von wem und sucht nach Zeugen. … 2021-07-20 08:13 788Bytes www.augsburger-allgemeine.de

 81  Uffizien gegen Pornhub: Serie zu erotischen Gemälden

Das Florentiner Museum prüft eine Klage gegen die Plattform, die "Classic Nudes" publiziert hat. Darunter "Die Geburt der Venus“, "Les Oreads“ oder "Die drei Grazien“. 2021-07-20 08:13 2KB www.diepresse.com

 82  Pachtpreise in der NRW-Landwirtschaft deutlich gestiegen

Die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen in Nordrhein-Westfalen sind in den vergangenen zehn Jahren um 53,7 Prozent gestiegen. Nach Angaben des 2021-07-20 08:12 1KB www.t-online.de

 83  Bundestagswahl 2021 in Grafiken: die aktuellen Umfragewerte der Parteien

Wie schneiden die Parteien vor der Bundestagswahl im September 2021 in der Wählergunst ab? Hier finden Sie die neuesten Entwicklungen in den Umfragen und detaillierte Wahlergebnisse seit 1998. Ein laufend aktualisierter Überblick in Grafiken. 2021-07-20 08:12 7KB www.rnd.de

 84  Kitz-Turnierdirektor Antonitsch: „Wir waren uns mit Dominic Thiem einig“

Seit zehn Jahren ist Alexander Antonitsch Turnierdirektor der Generali Open (24.–31. Juli) in Kitzbühel. Worauf der K... 2021-07-20 08:12 1KB www.tt.com

 85  Loch Ness in Schottland: Findet man Nessie wirklich in den Highlands?

Ob Reisende das Monster von Loch Ness jemals in den Highlands entdecken werden? Wer genau hinhört, kann das Ungeheuer in den Mythen der Schotten finden. 2021-07-20 08:12 3KB www.t-online.de

 86  2. Bundesliga – Wegen Corona-Fall: Schalke 04 begibt sich in Quarantäne

Am Freitag startet die 2. Bundesliga in die neue Saison – und schon hat der erste Klub Corona-Sorgen. Absteiger Schalke 04 wird vorerst abgeschottet trainieren. 2021-07-20 08:11 1KB www.t-online.de

 87  Boxlegende René Weller leidet an Demenz

Es muss ein Schlag für ihn gewesen sein: Box-Legende René Weller ist an Demenz erkrankt! 28 Jahre nach seinem Karriereende muss der heute 67-Jährige seinen wohl härtesten Kampf bestreiten. 2021-07-20 08:11 2KB www.t-online.de

 88  Erneuter Warnstreik bei Amazon in Bad Hersfeld

Beschäftigte des Online-Händlers Amazon haben in Bad Hersfeld erneut die Arbeit niedergelegt, um ihren Forderungen im jahrelangen Tarif-Streit Nachdruck zu 2021-07-20 08:11 1KB www.t-online.de

 89  Corona-Karte: Inzidenzwerte in den Landkreisen

Wie hoch ist die Sieben-Tage-Inzidenz in den Landkreisen? Aktuelle Corona-Zahlen für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. 2021-07-20 08:11 3KB www.ndr.de

 90  Zur Geburt bekommen werdende Väter oftmals ein eigenes Geschenk

Während Frauen teilweise stundenlang in den Wehen liegen und mit kaum vorstellbaren Schmerzen zu kämpfen haben, können ihre Männer nichts weiter tun, als ihnen beizustehen … 2021-07-20 08:10 4KB www.stern.de

 91  Inflation: Erzeugerpreise mit stärkstem Anstieg seit 1982

Lesen Sie in diesem Artikel: Welche Faktoren die Preise treiben Was die seit Januar geltende Sondersteuer auf CO2 damit zu tun hat article:full_access … 2021-07-20 08:10 755Bytes deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

 92  Zoll stoppt fast 420.000 Dosen Eiskaffee aus Saudi-Arabien

Der Hamburger Zoll hat Tausende Kartons mit Eiskaffee aus Saudi-Arabien gestoppt, weil sie für den deutschen Markt nicht zugelassen sind. Die exakt 419.688 2021-07-20 08:09 1KB www.t-online.de

 93  Jugendliche nach Streit am Gleisdreieck angegriffen und verletzt

+ Raser nach Verfolgungsjagd auf der Stadtautobahn festgenommen + Motorradfahrer bei Auffahrunfall in Spandau schwer verletzt + Der Blaulicht-Blog. 2021-07-20 08:08 1018Bytes www.tagesspiegel.de

 94  An Krebs erkrankter Blink-182-Sänger Mark Hoppus: „Chemotherapie wirkt“

Gute Nachrichten von Blink-182-Musiker Mark Hoppus: Seine Chemotherapie schlägt offenbar an. Im Juni hatte der Sänger seine Krebserkrankung öffentlich gemacht. Nun schreibt er zum aktuellen Stand: „Ich habe noch monatelange Behandlungen vor mir, aber es sind die bestmöglichen Neuigkeiten.“ 2021-07-20 08:07 1KB www.rnd.de

 95  Britney Spears' Anwalt kündigt rasche Schritte gegen Vormundschaft ihres Vaters an

Britney Spears' neuer Anwalt will eine rasche Aufhebung der Vormundschaft ihres Vaters erwirken. Seine Kanzlei und er würden "entschlossen und zügig" an einem Antrag arbeiten, … 2021-07-20 08:06 2KB www.stern.de

 96  Afrika-Verband unterstützt Reformidee für Fußball-WM

Der afrikanische Kontinentalverband CAF unterstützt die Pläne zur Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaften im kürzeren Zwei-Jahres-Rhythmus, teilte das CAF-Exekutivkomitee nach einer Sitzung in Rabat … 2021-07-20 08:03 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 97  USA, EU und Verbündete klagten an: Peking wehrt sich gegen Hacker-Vorwürfe

Die Europäische Union, Großbritannien, die NATO und weitere Partner werfen dem kommunistischen China gemeinsam "bösar... 2021-07-20 08:01 6KB www.tt.com

 98  Hinter Steuer eingenickt: 20-Jähriger prallte in Kirchdorf mit Pkw gegen Bäume

Der 20-jährige Deutsche schlief aufgrund starker Übermüdung kurz hinter dem Steuer seines Autos ein und geriet dadurc... 2021-07-20 08:01 2KB www.tt.com

 99  Bauarbeiten: Braunstraße wird teilweise gesperrt

Die Braunstraße in Hannover wird vom 22. Juli an bis Ende September teilweise gesperrt. Das beeinträchtigt sowohl den Straßen- als … 2021-07-20 08:00 2KB www.haz.de

 100  Fußball Blog 2022

Mit uns bleibt ihr auf dem Rasen und abseits des Stadions stets am Ball – aktuelle Ergebnisse, kuriose Aussetzer und ... 2021-07-20 07:59 1KB www.tt.com

 101  Das große Aufräumen nach dem Hochwasser hat begonnen

Die Schadenhöhe in Kufstein nach der Hochwasserkatastrophe ist noch nicht absehbar. Die Stadt hat eine Anlaufstelle f... 2021-07-20 07:59 6KB www.tt.com

 102  Das Humboldt Forum beleuchtet das blutige Geschäft des Elfenbeinhandels

Elfenbein gilt als ältestes Kreativmaterial der Menschheit. Die Schau „Elefant – Mensch – Elfenbein“ folgt der Ausbeuterwirtschaft. Aber sie nennt die Dinge nicht klar genug beim Namen. 2021-07-20 07:58 8KB www.tagesspiegel.de

 103  Gerstenernte läuft und Preise steigen

Die Gerste gehört zu den ältesten Getreidearten, ist ziemlich anspruchslos und wächst auch auf ganz einfachen Böden. Jetzt läuft die Ernte - und die internationalen Preise steigen. 2021-07-20 07:57 1KB www.ndr.de

 104  Waren es Kinder? Blitzableiter auf der Aichacher Elisabethschule beschädigt

Unbekannte richten auf dem Dach der Aichacher Förderschule etwa 1000 Euro Sachschaden an. Jetzt sucht die Polizei einen etwa zehnjährigen Jungen. … 2021-07-20 07:54 982Bytes www.augsburger-allgemeine.de

 105  Günther Jauch erlaubt sich fiesen Scherz

Bei seinen "Wer wird Millionär?"-Kandidaten erlaubt sich Günther Jauch (65) bekanntlich gerne den einen oder anderen Scherz. Am vergangenen Montag (19. … 2021-07-20 07:54 1KB www.stern.de

 106  Umweltbundesamt: Bund muss sich stärker am Hochwasserschutz beteiligen

Nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen hält der Präsident des Umweltbundesamtes Veränderungen für nötig. Die Infrastruktur müsse besser an den Klimawandel angepasst werden. Auch fordert Dirk Messner finanzielles Engagement vom Bund. 2021-07-20 07:53 2KB www.rnd.de

 107  Podcastcharts im Juli 2021: beliebte Podcasts in Deutschland

Welche Podcasts sind aktuell in Deutschland am beliebtesten? Hier finden Sie die täglichen Podcastcharts von Spotify und Apple iTunes. 2021-07-20 07:49 5KB www.rnd.de

 108  Faßmann: "Wenn Impfpflicht, dann nicht nur für eine...

Aus Niederösterreich kommt die Forderung nach einer Impfpflicht für neue Pädagogen. Dem Bildungsminister ist das zu eng gedacht. Er schätzt, dass drei Viertel der Lehrer bereits geimpft sind. 2021-07-20 07:49 2KB www.diepresse.com

 109  Claus von Stauffenberg: Wer war der Mann, der Hitler töten wollte? Die Geschichte einer Wandlung

Er hatte die Aktenmappe mit der Bombe gezielt platziert. Hatte sie an einem der beiden massiven Holzsockel abgestellt, auf denen die Eichenplatte des Besprechungstisches ruhte. … 2021-07-20 07:47 17KB www.stern.de

 110  Hängematte mit Gestell für 79 Euro statt 176 Euro: Das sind die Top-Deals am 20. Juli

Vielleicht kennen Sie das: Um ein gutes Angebot zu ergattern, muss man sich häufig mühsam von Seite zu Seite klicken, sich womöglich noch bei dem … 2021-07-20 07:46 4KB www.stern.de

 111  Raiola-Forderung blockiert angeblich Malen-Transfer zum BVB

Der Transfer von Donyell Malen von der PSV Eindhoven zu Borussia Dortmund hängt angeblich an den enormen Beträgen, die Malens Berater Mino Raiola bei einem Deal … 2021-07-20 07:45 2KB www.stern.de

 112  Mega-RUMMS in der WWE

Die WWE haut jetzt richtig raus. Nicht nur Goldberg feierte bei „RAW“ sein Comeback. Es gab neue Champions und viele Überraschungen. 2021-07-20 07:44 2KB www.bild.de

 113  Razzia gegen Cosa Nostra auf Sizilien: 16 prominente Mafiosi in Haft

Ein in Palermo verankerter Mafia-Clan soll für zahlreiche Erpressungen von Unternehmern verantwortlich sein. Keines d... 2021-07-20 07:44 3KB www.tt.com

 114  Wenn die politische Inszenierung ins Wasser fällt

Ob Lacher, Pose oder enge Hose: Nicht nur beim Hochwasser können Fehltritte passieren. Aber schaden sie den Politikern auch? 2021-07-20 07:44 1KB www.diepresse.com

 115  Ölpreise stabilisieren sich nach Vortagseinbruch

Nicht nur die Entscheidung der Opec, mehr Öl zu fördern, hat kurzzeitig für deutlich fallende Notierungen gesorgt. Der langfristige... 2021-07-20 07:43 1KB www.faz.net

 116  Gaffen ist das Gegenteil von Solidarität

Meinung Düsseldorf Der Rückhalt spendet jenen Trost, die gerade in den Trümmern ihrer Existenz stehen, oder gar Angehörige durch das Hochwasser verloren haben. Was ihnen … 2021-07-20 07:41 3KB rp-online.de

 117  Tausende Hektar Wald durch Feuer in US-Staat Oregon zerstört

Die Behörden ordneten binnen knapp zwei Wochen mehr als 2100 Evakuierungen an, 67 Häuser wurden bisher zerstört. Auch... 2021-07-20 07:40 3KB www.tt.com

 118  Islamisches Opferfest: Das hat es mit dem höchsten Feiertag des Islam auf sich

Das islamische Opferfest Eid al-Adha gilt neben dem Zuckerfest als höchster Feiertag des Islam. Muslime auf der ganzen Welt feiern in diesem Zeitraum die Hilfsbereitschaft und den Höhepunkt der jährlichen Pilgerfahrt nach Mekka, Hadsch genannt. Was es mit dem höchsten muslimischen Fest auf sich hat, erklären wir hier. 2021-07-20 07:40 3KB www.rnd.de

 119  Gezeichnete Liebeserklärung an den Jazz

Shinichi Ishizuka erzählt in „Blue Giant Supreme“ vom Traum eines japanischen Musikers, in Deutschland zum Weltstar zu werden. 2021-07-20 07:40 3KB www.tagesspiegel.de

 120  Sexueller Missbrauch: Polizei fahndet nach diesem Mann

Die Polizei Herford fahndet wegen sexuellen Missbrauchs von zwei achtjährigen Mädchen in Rödinghausen nach einem Mann und fertigte ein Phantombild an. 2021-07-20 07:40 2KB www.bild.de

 121  Sorge vor Corona-Ausbrüchen

Folgt auf das Hochwasser nun ein Corona-Ausbruch? Genau das befürchten die Landesregierungen in NRW und Rheinland-Pfalz. Sie wollen mit Impfaktionen und Test in Notunterkünften der Gefahr vorbeugen. Kanzlerin Merkel besucht heute Bad Münstereifel. 2021-07-20 07:39 4KB www.tagesschau.de

 122  „Nach der Natur“ im Humboldt-Forum ist wie eine moderne Wunderkammer

Einige der besten Wissenschaftler der Humboldt-Universität fragen in der Ausstellung nach dem Klimawandel und anderen Krise der Gegenwart. 2021-07-20 07:36 5KB www.tagesspiegel.de

 123  Frankreich: Vierte Welle hat begonnen

Mediziner warnen seit Wochen davor, nun ist es laut der Regierung offiziell: Die vierte Welle hat in Frankreich begonnen. Seit Mai verzeichnet das Land erstmals mehr als 10.000 Neuinfektionen - mehr als 7000 Menschen liegen mit einem schweren Verlauf im Krankenhaus. 2021-07-20 07:34 3KB www.n-tv.de

 124  Verbraucherschützer fordern Elementarschaden-Versicherung für alle

Der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv), Klaus Müller , hat nach der Hochwasser-Katastrophe die Versicherungsbranche aufgefordert, allen Hausbesitzern Elementarschaden-Policen anzubieten. "Die Versicherungsbranche steht … 2021-07-20 07:33 1KB www.stern.de

 125  Das große Rütteln: Das ist bei Vibrationsplatten zu beachten

Vibrationsplatten sind der große Fitnesstrend, auch für Home-Workouts. Doch bei den Platten gibt es ein paar Dinge zu beachten. Zwei Experten erklären, wie das Training zum Erfolg wird. 2021-07-20 07:31 4KB www.rnd.de

 126  US-Gericht bestätigt Impfpflicht an Universität

Acht Studierende der Indiana University klagen gegen eine im Mai erlassene Impfpflicht an der Universität. Ein Gericht bestätigt nun deren Rechtmäßigkeit. Durch die Pflicht müssten anderen Anti-Corona-Maßnahmen nicht angewendet werden, heißt es. Der Anwalt der Kläger kündigt Berufung an. 2021-07-20 07:31 2KB www.n-tv.de

 127  Wegen Diskriminierung: Nürnberg plant Badetag für Inter- und Transsexuelle

Nürnberg möchte gegen die Diskriminierung von inter- und transsexuellen Menschen vorgehen. Geplant ist ein regelmäßiger Badetag, der es ihnen ermöglichen soll, Anlagen im offenen Betrieb diskriminierungsfrei zu nutzen. Die Stadt ist nun auf der Suche nach einem Verein, der die Organisation übernimmt. 2021-07-20 07:29 2KB www.rnd.de

 128  Kleinflugzeug landet auf Schnellstraße not

"Es war ganz schön gruselig": Und plötzlich steht mitten auf einer Straße ein Flugzeug. Wegen Motorproblemen musste ein 18-Jähriger im US-Bundesstaat New Jersey … 2021-07-20 07:26 976Bytes www.augsburger-allgemeine.de

 129  Der Coronavirus-Blog

Bei den Salzburger Festspielen wurde ein „Jedermann“-Besucher trotz Vollimmunisierung positiv aufs Coronavirus getest... 2021-07-20 07:23 1KB www.tt.com

 130  Nach Eklat um Torunarigha: Olympia-Star Max Kruse fordert härteres Vorgehen gegen Rassismus Nach Eklat um Torunarigha: Olympia-Star Max Kruse fordert härteres Vorgehen gegen Rassismus

Beim Olympia-Test gegen Honduras verließ die deutsche Auswahl nach einer vermeintlich rassistischen Beleidigung gegen Jordan Torunarigha vorzeitig den Platz. DFB-Routinier Max Kruse hat in einem Instagram-Video nun ein härteres Vorgehen gegen Rassismus – und vor allem gegen Anonymität im Netz – gefordert. 2021-07-20 07:22 3KB www.sportbuzzer.de

 131  Unikat im Wandel

Glückwünsche zum UdK-Jubiläum: Vor 20 Jahren wurde die Hochschule der Künste in Universität der Künste umbenannt. 2021-07-20 07:17 2KB www.tagesspiegel.de

 132  Spiel des Jahres 2021: Kritiker-Jury kürt "MicroMacro: Crime City" zum Gewinner

Das innovative Wimmelbild-Spiel "MicroMacro: CrimeCity" aus dem Hause des Berliner Verlags "Edition Spielwiese" setzte sich gegen die nominierten Titel "Die Abenteuer des Robin Hood " … 2021-07-20 07:17 2KB www.stern.de

 133  Crisis? What crisis?

Mit der allmählichen Öffnung setzt an der Universität der Künste ein kritischer Reflexionsprozess zur institutionellen Verfasstheit ein. 2021-07-20 07:16 8KB www.tagesspiegel.de

 134  Sekundäre Navigation

Die vom Hochwasser heimgesuchte Region hat das Schlimmste hinter sich. Langsam kehrt der Alltag zurück. Doch von Normalität zu sprechen, wäre verfrüht und die Schäden dürften bei vielen Millionen liegen. 2021-07-20 07:15 4KB www.br.de

 135  Fernsehprogramm: Was läuft heute Abend im TV?

Was läuft heute Abend im Fernsehen, welche Highlights haben ZDF, Pro Sieben, RTL und Co. im Programm? Die Sendungen im Free-TV zur Primetime um 20.15 Uhr in der Übersicht. 2021-07-20 07:15 2KB www.rnd.de

 136  Ausschuss zum Sturm aufs Kapitol: Republikaner nominieren nur Trump-Unterstützer

In den USA soll ein Ausschuss die Erstürmung des Kapitols Anfang Januar untersuchen. Zu den Mitgliedern werden auch fünf Republikaner gehören. Drei von ihnen wollten Joe Bidens Wahlsieg nicht anerkennen. 2021-07-20 07:13 2KB www.rnd.de

 137  Anwalt will "aggressiv und zügig" vorgehen

Der Promi-Anwalt Mathew Rosengart soll es richten: Britney Spears (39) setzt im Kampf um die Vormundschaft auf einen bekannten Namen, der schon zahlreiche Superstars … 2021-07-20 07:12 2KB www.stern.de

 138  Verläuft eine "Doskozil-Linie" durch den SPÖ-Klub?

Wer widerspricht, kann gleich wilder Abgeordneter werden? Es gibt Kritik an der internen roten Debattenkultur. 2021-07-20 07:10 754Bytes www.diepresse.com

 139  "In aller Freundschaft"-Star Jutta Kammann will keinen Sex mehr

Bei ihr bleibt es nur freundschaftlich: 'In aller Freundschaft'-Darstellerin Jutta Kammann wohnt in seiner Seniorenresidenz. Dort flirtet die 77-Jährige zwar gerne, aber mehr kann sie sich nicht mehr vorstellen. 2021-07-20 07:09 2KB www.t-online.de

 140  Einbrecher stehlen Medikamente und Geld aus Medizin-Komplex

Unbekannte sind in Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) in ein medizinisches Zentrum am Krankenhaus eingebrochen. Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag 2021-07-20 07:08 1KB www.t-online.de

 141  Auto erfasst Siebenjährigen

Ein sieben Jahre alter Junge ist in Kamp-Lintfort (Kreis Wesel) von einem Auto angefahren und verletzt worden. Das Kind wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie 2021-07-20 07:05 949Bytes www.t-online.de

 142  Wahltag in Havelse: Führt Aufstiegskapitän Tobias Fölster den TSV weiterhin an? Wahltag in Havelse: Führt Aufstiegskapitän Tobias Fölster den TSV weiterhin an?

Bei einem Essen werden die Spieler des TSV Havelse am Dienstag ihren Mannschaftsrat wählen. Aus diesem wählt Trainer Rüdiger Ziehl dann den Kapitän aus. Von seiner Seite aus gibt es "eigentlich keinen Grund, was zu ändern". Vieles spricht also dafür, dass Tobias Fölster die Mannschaft weiter anführt. 2021-07-20 07:03 3KB www.sportbuzzer.de

 143  „Wildwuchs“ in Innsbruck: Kunst erobert öffentlichen Raum

„Wir ernten, was wir säen – Die Suppe auslöffeln“: Unter diesem Motto bittet das Tiroler Kunstkollektiv „Wildwuchs“ ... 2021-07-20 07:00 1KB www.tt.com

 144  Bauarbeiten am Holländischen Pavillon haben begonnen – so geht es weiter

Mehr als 20 Jahre nach dem Ende der Weltausstellung in Hannover haben am Montag die Bauarbeiten auf dem Gelände des Holländischen Pavillons begonnen. Bis 2023 … 2021-07-20 07:00 2KB www.haz.de

 145  Admin als Detektiv: Verdachtsmomente finden, Beweise datenschutzgerecht sichern

Missbrauch von Netzwerkressourcen oder Straftaten am Arbeitsplatz: Wer dergleichen gerichtsfest dokumentieren will, muss die Regeln des Datenschutzes beachten. 2021-07-20 07:00 2KB www.heise.de

 146  Jetzt geht es vor Gericht: Jäger im Kreis finden keinen Vorstand

Plus Zum zweiten Mal fand eine Versammlung mit Neuwahlen statt. Und wieder hat sich kein Jäger aus dem Landkreis Dillingen für die Position gefunden. Aber … 2021-07-20 07:00 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 147  Bilder des Tages

1 von 118 Zurück Weiter Zurück Weiter © Habibur Rahman/ZUMA Press Wire Service / DPA 1 von 118 20. Juli: Dicht gedrängt zum Opferfest Dhaka, Bangladesch. … 2021-07-20 06:59 2KB www.stern.de

 148  Corona-Inzidenz steigt erneut und liegt bundesweit bei 10,9 – 1183 Neuinfektionen,34 Todesfälle

Aktuelle Corona-News finden Sie hier im Live-Blog. Und auch so verpassen Sie nichts mehr: Abonnieren Sie unser "Corona-Update" und erhalten Sie einen … 2021-07-20 06:51 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 149  Auto schleudert über Leitplanke: Frau und Kinder verletzt

Eine 37-Jährige und ihre zwei Kinder sind bei einem Unfall im Kreis Darmstadt-Dieburg verletzt worden. Ein Polizeisprecher konnte am Dienstag zunächst keine 2021-07-20 06:51 1KB www.t-online.de

 150  Wie wird das Wetter? Die Übersicht für Deutschland

Wie wird das Wetter heute, morgen und in den kommenden Tagen? Wo ist mit Regen zu rechnen und wo lockt die Sonne? Mit unserer täglich aktualisierten Wettervorhersage sind Sie immer informiert. 2021-07-20 06:51 3KB www.rnd.de

 151  Kaum Erholung nach dem Kurseinbruch

Nach dem sehr schwachen Wochenstart dürfte der DAX zu Handelsbeginn bestenfalls einen kleinen Teil seiner Kursverluste wieder aufholen. Die Nervosität bleibt hoch. 2021-07-20 06:51 5KB www.tagesschau.de

 152  Sorge um Superspreader-Events durch Hilfsaktionen

Liveblog Düsseldorf Die Behörden warnen davor, dass die Hilfsaktionen in den Flutgebieten zu Superspreader-Events werden könnten. Derweil fallen die Pegelstände in NRW auf breiter Front. … 2021-07-20 06:50 1KB rp-online.de

 153  Bewältigung der Katastrophe: Kein Superspreader-Event werden

Nach der Flutkatastrophe sehen die betroffenen Länder die Gefahr erhöhter Corona-Risiken, etwa durch Hilfsaktionen oder die Unterbringung in Notunterkünften. 2021-07-20 06:49 1KB www.t-online.de

 154  Israel wirft Ben & Jerry's „Kapitulation vor Antisemitismus“ vor

Ben & Jerry‘s will sein Eis nicht mehr in den besetzten Gebieten im Westjordanland verkaufen. Applaus bekommt der Hersteller auch von Antisemiten. Die israelische Regierung reagierte mit deutlichen Worten. 2021-07-20 06:45 2KB www.welt.de

 155  Mehrheit der Deutschen hält Laschet für schlechten Krisenmanager

Nur 26 Prozent der Deutschen halten Laschet für einen guten Krisenmanager, ähnlich sieht es bei Baerbock aus. Scholz hingegen schneidet deutlich besser ab. 2021-07-20 06:43 2KB www.tagesspiegel.de

 156  Katarina Barley: Ungarn und Polen sollten EU-Gelder gesperrt werden

Kritiker werfen sowohl der ungarischen als auch der polnischen Regierung vor, einen Einfluss auf die Justiz auszuüben, der nicht mit EU-Standards vereinbar sei. Angesichts der Vorstellung des jährlichen Rechtsstaatsberichts der EU-Kommission fordert Katarina Barley, dass EU-Gelder für Ungarn und Polen gesperrt werden. Wichtig sei dabei, dass die Maßnahmen in erster Linie die Regierung träfen, sagt sie. 2021-07-20 06:40 3KB www.rnd.de

 157  In diesen Ländern in Übersee ist Urlaub möglich

Viele Reiseziele sind weltweit noch geschlossen. Traumurlaub ist aber trotz Corona und ohne Quarantäne durchaus machbar, denn einige Länder in Übersee lassen Urlauber wieder einreisen. Wir geben einen Überblick – von der Karibik bis nach Thailand. 2021-07-20 06:40 1KB www.welt.de

 158  Von der Einsteigerklasse zum High-End-PC: Diese Rechner bringen Spielspaß

Full HD, WQHD oder doch 4K? Reichen 60 Bilder in der Sekunde oder sollen es 144 sein? All das sind Fragen, die sich die meisten PC-Spieler … 2021-07-20 06:40 9KB www.stern.de

 159  Chinas Hacker in den USA: Harte Worte allein reichen nicht

Mit nie gesehener Deutlichkeit haben die USA und westliche Partner Chinas Cyber-Aggressionen verurteilt. Doch sie zaudern noch, effektive Sanktionen wie gegen Moskau zu erlassen. 2021-07-20 06:39 4KB www.nzz.ch

 160  Was machen eigentlich die Trumps?

Donald Trump hat den Rückzug aus Washington nur schwer verkraftet. Auch manche Familienmitglieder wettern noch immer gegen den vermeintlichen Wahlbetrug. Andere haben dagegen Gefallen am luxuriösen Leben außerhalb des Weißen Hauses gefunden. 2021-07-20 06:38 1KB www.welt.de

 161  Amthor-Foto mit mutmaßlich Rechtsradikalen sorgt für Aufregung im Netz

Ein über die sozialen Medien verbreitetes Foto wird derzeit heiß diskutiert: Philipp Amthor posiert darauf mit zwei Männern. Einer trägt ein T-Shirt mit rechtsextremen Inhalt. … 2021-07-20 06:34 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 162  Zulauf zu Altenpflege stockt

Trotz Fachkräftemangels in der Altenpflege hat die Branche im Corona-Jahr 2020 deutlich weniger Beschäftigte gewinnen können als in den Vorjahren. So halbierte sich der Beschäftigungszuwachs, … 2021-07-20 06:34 3KB www.stern.de

 163  Sommerlicher Süden, Wolken und Regen im Norden

In der kommenden Woche zeigt sich das Wetter in Deutschland von zwei Seiten. Während es im Süden sommerlich wird, kann es im Norden Regen geben. Zum Wochenende kündigen sich neue Gewitter an. 2021-07-20 06:33 1KB www.rnd.de

 164  Wir sind bessere Menschen, als man uns weismachen will

Deutschland ist gespalten, herzensträge und unfähig – dieser Diagnose hätten bis vor Kurzem noch viele zugestimmt. Doch dann kam die Flut. Und mit ihr eine Welle von praktischer Hilfsbereitschaft. Unter der Oberfläche des Zanks ist ein anderes Deutschland versteckt. 2021-07-20 06:30 1KB www.welt.de

 165  Cancelt den Deutschrap!

In letzter Zeit häufen sich die MeToo-Vorwürfe im deutschen HipHop. Kein Wunder, pflegen die Rapper doch ein Frauenbild aus dem vergangen Jahrhundert. So altbacken ist auch ihre Sprache. Eine Beleidigungsformel wirkt heute besonders dämlich. 2021-07-20 06:30 1KB www.welt.de

 166  „Outreach“-Gründer Franz Hackl: „Stille ist Mittäterschaft“

Das „Outreach“ 2021 steht in den Startlöchern. Mit seinem Musikfestival will Franz Hackl auch heuer an den Erfolg von... 2021-07-20 06:30 2KB www.tt.com

 167  Sie reagiert auf die Schwangerschaftsgerüchte

Justin Bieber (27) hat mit einem Instagram-Posting für Spekulationen bei seinen Fans gesorgt. Zu einem Schwarz-Weiß-Urlaubsfoto mit seiner Ehefrau schrieb der Sänger: "Mutter … 2021-07-20 06:28 2KB www.stern.de

 168  Hildener überwältigt von Hilfsbereitschaft nach Hochwasser

Hilden Reinhold Brüning wohnt am Nove-Mesto-Platz in Hilden und sitzt im Rollstuhl. Er weiß erst nicht, wie er seinen Keller aufräumen soll. Doch … 2021-07-20 06:22 3KB rp-online.de

 169  UBS Q2 2021: Mehr Gewinn als erwartet

Die Grossbank profitiert weiterhin vom guten Umfeld, hält aber auch die Kosten unter Kontrolle. 2021-07-20 06:21 6KB www.nzz.ch

 170  Dopingexperte Fritz Sörgel: „Der Sport ist eben ein riesiges Geschäft“

Plus Der Doping-Experte Fritz Sörgel im Interview über die Risiken, die Olympischen Spiele in Tokio durchzuziehen, die Nöte des IOC und eine mögliche Flut … 2021-07-20 06:18 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 171  Ausbildungsmarkt: 20 Prozent weniger Plätze und doch viele frei

Keine zwei Wochen mehr, dann beginnt offiziell das neue Ausbildungsjahr. Rund 4.000 Plätze sind in Hamburg noch frei. Firmen und angehende Azubis kommen aber immer noch schwerer zusammen als vor der Pandemie. 2021-07-20 06:18 2KB www.ndr.de

 172  Erster Angreifer nach Kapitol-Sturm zu Haftstrafe verurteilt

Rund ein halbes Jahr nach dem Sturm auf das US-Kapitol ist ein Randalierer zu acht Monaten Haft verurteilt worden. Er gelangte damals sogar in den Plenarsaal. 2021-07-20 06:13 4KB www.tagesspiegel.de

 173  Güllewagen in Flammen: 600.000 Euro Schaden

In der Nähe von Barth ist ein Güllewagen vollständig ausgebrannt. Trockene Strohreste waren die Ursache für das Feuer. Der Erntebrand ist kein Einzelfall im Land. 2021-07-20 06:12 1KB www.ndr.de

 174  Es war schon am Sonntag klar, was vom Himmel kommt!

Nachdem Berichte laut wurden, dass die Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz hätte verhindert werden können, melden sich nun auch Meteorologen. 2021-07-20 06:01 930Bytes www.bild.de

 175  10.000 Euro Schaden nach Feuer: Technischer Defekt

Bei einem Feuer im Dachgeschoss eines Wohnhauses im Landkreis Zwickau ist ein Sachschaden von 10.000 Euro entstanden. Der Brand in Fraureuth wurde am 2021-07-20 05:58 1019Bytes www.t-online.de

 176  Klimakrise stellt den Tourismus vor große Probleme

Laut einer Studie sind Österreichs Tourismusdestinationen und -angebote stark von den Auswirkungen des Klimawandels b... 2021-07-20 05:52 4KB www.tt.com

 177  USA und Deutschland legen Streit um Nord Stream 2 offenbar bei

Washington/Berlin Der Konflikt scheint entschärft: Insidern zufolge werden die USA und die Bundesregierung in den kommenden Tagen eine Einigung im Streit über die Pipeline Nord Stream 2 … 2021-07-20 05:51 2KB rp-online.de

 178  Das will er in seinen Memoiren erzählen

Prinz Harry (36) arbeitet an einem Buch. Das hat der Ehemann von Herzogin Meghan (39) auf der gemeinsamen Webseite "Archewell.com" bekannt gegeben . Demnach wird … 2021-07-20 05:50 3KB www.stern.de

 179  TT-Analyse: Spionagetools gegen innere und äußere Feinde

Acht Jahre ist es her, dass Edward Snowden die Massenüberwachung auch von Otto Normalverbraucher durch den US-Geheimd... 2021-07-20 05:50 1KB www.tt.com

 180  Auch für Mopeds wird es in Innsbruck immer enger

MÜG-Mitarbeiter verteilten in der Vorwoche in Innsbruck zahlreiche Organmandate an falsch geparkte Mopeds und Motorrä... 2021-07-20 05:50 3KB www.tt.com

 181  Blindgänger in Salzgitter erfolgreich gesprengt

In Salzgitter ist am Montagabend kurzfristig eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt worden. Etliche Anwohnerinnen und Anwohner im Stadtteil Watenstedt mussten ihre Wohnungen verlassen. 2021-07-20 05:47 1KB www.ndr.de

 182  Kramer könnte unter Hütter unverzichtbar sein

Analyse Harsewinkel Christoph Kramer ist nicht nur einer, der Strukturen auf dem Platz schaffen kann, er hat auch die Entwicklung Borussias seit 2013 hautnah miterlebt. … 2021-07-20 05:47 5KB rp-online.de

 183  Erst die Flut, jetzt Corona: Sorge vor Superspreader-Event in Katastrophengebieten wächst

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht sich an diesem Dienstag (11.55 Uhr) ein Bild von der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen . Zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, … 2021-07-20 05:46 4KB www.stern.de

 184  Hochwasser-Schäden in Hallein noch unklar, Köstinger kritisiert NGOs

Die Schäden durch die Sturzflut in der Halleiner Innenstadt werden in die Millionenhöhe gehen. Landwirtschaftsministe... 2021-07-20 05:45 10KB www.tt.com

 185  Imster Altbauten unter der Lupe

Ein Team aus Architekten und Restauratoren wird in den kommenden Monaten die Eigentümer von historischen Gebäuden kon... 2021-07-20 05:43 3KB www.tt.com

 186  Afghanistan: Die neuesten Entwicklungen im Friedensprozess

Die Vereinigten Staaten beenden zum September 2021 den längsten Kriegseinsatz ihrer Geschichte. Der Abzug ist an keine weiteren Bedingungen geknüpft. 2021-07-20 05:41 10KB www.nzz.ch

 187  Schneller Einsatz verhinderte nasse Pfoten im Tierheim Reutte

Acqua alta ist für das Team des Tierheimes Reutte nichts völlig Ungewöhnliches, zumindest kann an diesem tiefgelegene... 2021-07-20 05:40 2KB www.tt.com

 188  „Archäopfad Goldbichl“ in Igls erstrahlt in neuem Glanz

Der Goldbichl bei Igls zählt zu den bedeutendsten archäologischen Fundstätten in ganz Tirol. Nun lädt das Kleinod mit... 2021-07-20 05:37 3KB www.tt.com

 189  Nach Rissen im Verwalltal: Abschuss von Bär gefordert

Bauern zogen die Reißleine: Nach weiteren Schafrissen im Verwalltal wurden am Wochenende rund 650 Schafe von den Alme... 2021-07-20 05:35 1KB www.tt.com

 190  Covid-Zertifikate der EU: Holpriger Start in die Digitalisierung

Die EU hat versprochen, dass Mitgliedsstaaten digitale Impfausweise auswerten können. Die Anbindung war wohl erfolgreich, doch bei der Umsetzung klemmt es noch. 2021-07-20 05:30 1KB www.heise.de

 191  Seniorin in Lana auf Parkbank erstochen: „Die Leute sind schockiert“

In Südtirol wurde am Sonntag eine 78-Jährige getötet. Ihr Lebensgefährte, 87 Jahre alt und Österreicher, gilt als dri... 2021-07-20 05:30 4KB www.tt.com

 192  Mehr zum Coronavirus

Im Sommer ziehen wir eine Zwischenbilanz: Was wissen wir über SARS-CoV-2? Heute geht es um Varianten, ihre Entstehung und die Frage, welche wir … 2021-07-20 05:29 576Bytes www.ndr.de

 193  Inzidenz steigt seit zwei Wochen

Vor genau zwei Wochen verzeichnet das RKI einen Tiefstand der Sieben-Tage-Inzidenz. Nun verdoppelt sich der Wert und steigt auf 10,9. Auch die Todesfälle steigen wieder an - erste Anzeichen einer neuen Welle werden deutlicher. 2021-07-20 05:28 2KB www.n-tv.de

 194  Corona-Impfpflicht an US-Universität: Gericht bestätigt diese nach Klage von Studierenden

Die Indiana Universität führt eine Impfpflicht für Studierende ein, um auf Masken und Abstandsregeln im Klassenzimmer verzichten zu können. Dagegen gehen acht Studierende juristisch vor - und wollen das auch nach einem ersten Misserfolg weiterhin machen. Ein Gericht befindet die Impfpflicht vorläufig für rechtmäßig. 2021-07-20 05:28 2KB www.rnd.de

 195  63-Jähriger überschlug sich in Obertilliach mit Traktor

Der Lenker wurde bei dem Unfall auf einem steilen Hang in der Nähe seines Wohnhauses aus dem Fahrzeug geschleudert un... 2021-07-20 05:27 2KB www.tt.com

 196  Wiesing lässt sich neues Ortszentrum einiges kosten

Der Ankauf von drei Objekten ermöglichte den Bau eines modernen Zentrums. Die Gemeinde investierte 5,6 Millionen Euro. 2021-07-20 05:27 4KB www.tt.com

 197  Experten beantworten häufige Corona-Fragen

Auch nach Monaten der Pandemie sind viele Fragen rund um das Coronavirus noch ungeklärt, gefundene Antworten müssen ständig hinterfragt werden. Sie beschäftigen nicht nur die Wissenschaft, sondern alle im täglichen Leben. Hier beantworten Virologen und Mediziner Fragen von Zuschauern und Lesern. 2021-07-20 05:27 7KB www.n-tv.de

 198  Die meisten Neuinfizierten in Tirol sind unter 25 Jahre

Allein in Innsbruck sind 18 der aktuell 30 Corona-Fälle jünger als 30 Jahre. Der Anteil der Infektionen unter Reiser... 2021-07-20 05:25 3KB www.tt.com

 199  Verkauf an das Rote Kreuz scheint besiegelt

Das Rote Kreuz betreibt den Erwerb jenes Gebäudes in Sillian, das die Gemeinde einst eigens für die Rettung errichtet... 2021-07-20 05:22 3KB www.tt.com

 200  Innsbrucker „Kulturquartier“: Hoffnung auf ein neues „Juwel“

Zwei verschiedene Straßenbeläge, mehr Wasser und mehr Grün, Sicherheit durch Poller und Mobiliar: Einträchtig präsen... 2021-07-20 05:20 4KB www.tt.com

 201  Lieber grüne Aktien als eine Immobilie auf Pump

Haben Sie mehr als 50.000 Euro auf dem Girokonto und Ihre Hausbank droht mit Strafzinsen? Dann könnten Sie einen Kredit aufnehmen und... 2021-07-20 05:11 2KB www.faz.net

 202  Strenges Reglement für Blasmusikfest in Karres

Am Samstag findet in Karres das Bezirksmusikfest statt. Nur die Hälfte der Kapellen sind dabei, es gilt 3-G. 2021-07-20 05:10 3KB www.tt.com

 203  Debatte um Corona-Tests in Tirol: Wer soll bezahlen – alle oder Einzelne?

Tirols Gesundheitslandesrätin Leja legt sich nicht fest, ob Corona-Tests kostenpflichtig werden sollen. 25 Mio. Euro ... 2021-07-20 05:09 2KB www.tt.com

 204  Die Brocken des Ibiza-U-Ausschusses

SPÖ und FPÖ versuchten mit einer Sondersitzung des Nationalrats, doch noch eine Verlängerung des Ibiza-Ausschusses zu... 2021-07-20 05:07 4KB www.tt.com

 205  Ziele, Ausgaben, Klimafrage – So hat sich der Urlaub der Deutschen verändert

Seit nun eineinhalb Jahren kämpfen die Deutschen auch beim Reisen mit der Pandemie. Viele haben ihr Urlaubsverhalten drastisch verändert. Daten zeigen nun, wie genau die Bundesbürger inzwischen verreisen. Neben Corona spielt auch das Klima eine immer größere Rolle. 2021-07-20 05:01 4KB www.welt.de

Articles

DC5n Deutschland mix in german 205 articles, created at 2021-07-20 12:01

 

 1 /205 

Clemens J. Setz erhält den Georg-Büchner-Preis (3.43/4)

Er gilt als die wichtigste Auszeichnung für deutschsprachige Literatur. Günter Grass hat ihn bekommen, Heinrich Böll oder Christa Wolf wurde er auch verliehen. In diesem Jahr bekommt ein Österreicher den Georg-Büchner-Preis.
Clemens J. Setz erhält den Georg-Büchner-Preis
stern.de
Österreichischer Schriftsteller Clemens J. Setz erhält Georg-Büchner-Preis 2021
stern.de
Georg-Büchner-Preis 2021 geht an Clemens J. Setz
t-online.de
Clemens J. Setz erhält Georg-Büchner-Preis 2021
tagesspiegel.de
Akademie gibt Entscheidung zu Büchner-Preis 2021 bekannt
augsburger-allgemeine.de
Literatur: Clemens J. Setz erhält den Georg-Büchner-Preis
t-online.de
Schriftsteller Clemens J. Setz erhält Georg-Büchner-Preis 2021
stern.de

 

 2 /205 

Organschäden sind oft Spätfolgen einer Corona-Erkrankung (3.11/4)

Ulm Das Phänomen Long-Covid wird aktuell genauer unter die Lupe genommen. Das Forschungsprojekt der Universitätsklinik Ulm zu Corona-Spätfolgen hat bislang bei etwa jedem fünften seiner Patienten Organschäden festgestellt. „Wir hatten bislang rund 250 Patienten.20 Prozent von ihnen haben Organschäden“, sagte Dominik Buckert, betreuender Oberarzt der Spezialambulanz für Covid-Spätfolgen an Lunge, Herz und Gefäßen am Uniklinikum Ulm. Der größte Teil der übrigen Patienten fühle sich schlechter belastbar als vor der Erkrankung, sagte Buckert. Bei ihnen konnten die Mediziner aber keine Organschäden feststellen. Die meisten Menschen, die in die Sprechstunde kommen, sind demnach zwischen 40 und 50 Jahre alt. „Und eigentlich verhältnismäßig gesund, also ohne chronische Vorerkrankungen“, so der Oberarzt. Die jüngsten der etwas mehr männlichen Patienten sind um die 20 Jahre alt. Das Uniklinikum hatte die Sprechstunde für Menschen mit Langzeitfolgen nach einer Covid-19-Erkrankung bereits im Februar dieses Jahres eingerichtet. Die Ulmer Spezialisten für innere Medizin beobachten bei den Organschäden vor allem Herzmuskelentzündungen und die Folgen davon. Dazu gehörten etwa Herzschwäche und Herzrhythmusstörungen, so Buckert. „Bei der Lunge beobachten wir, dass sich das Lungengerüst verändert und so ein schlechterer Gasaustausch möglich ist.“ Atemnot sei die Folge. Die bisherigen Erkenntnisse deckten sich mit den Rückmeldungen anderer Kliniken zu Corona-Spätfolgen, sagte Buckert.
Jeder fünfte Covid-Patient hat Organschäden
n-tv.de
Corona-News| Neue Erkenntnisse über Corona-Langzeitfolgen veröffentlicht
t-online.de
Organschäden sind oft Spätfolgen einer Corona-Erkrankung
rp-online.de
Corona-Spätfolgen sind vielfach Organschäden
diepresse.com

 

 3 /205 

Nach den Flutfolgen Kabinett befasst sich mit Hochwasserhilfen (2.05/4)

München – Nach der jüngsten Hochwasserkatastrophe befasst sich auch das bayerische Kabinett am Dienstag (09.00 Uhr) mit den Folgen. Nach heftigen Unwettern mit Starkregen waren am Wochenende manche Orte im Berchtesgadener Land rund um Watzmann und Königssee von Wasserfluten und Erdrutschen regelrecht verwüstet worden. In München-Nymphenburg eröffnet ab September eine psychosomatische Klinik (KIRINUS-Tagesklinik) für Kinder. München ist deutscher Staumeister. Wo es gerade am häufigsten stockt und welche Baustellen bald wieder verschwinden. Auch in der Dreiflüsse-Stadt Passau hatte man sich auf Schlimmeres eingestellt. Donau und Inn stiegen jedoch nicht so stark an, wie befürchtet. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte den vom Hochwasser betroffenen Menschen in den Regionen daraufhin schnelle Hilfen zugesagt. Wie die Hilfen konkret ausfallen, war zunächst noch offen. Auch der Bund will in dieser Woche eine finanzielle Unterstützung für die von Hochwasser betroffenen Region beschließen. Hier dürfte aber der Fokus auf den deutlich heftiger betroffenen Gebieten in Westdeutschland liegen.
"Brandgefährlich": Weltärztechef Montgomery warnt vor übereilten Lockerungen
stern.de
Katastrophenfall im Berchtesgadener Land aufgehoben
t-online.de

 

 4 /205 

Merkel besucht erneut Katastrophengebiete (2.04/4)

Nach Rheinland-Pfalz jetzt Nordrhein-Westfalen: Die Bundeskanzlerin kommt erneut in die Katastrophengebiete, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen.
Nach Überflutungen: Merkel besucht erneut Katastrophengebiete
t-online.de
Liveblog: Merkel besucht erneut Katastrophengebiet - mit Laschet in Bad Münstereifel
rnd.de

 

 5 /205 

Strafe wegen Protestaktion bei EM für Norwegens Beachhandballerinnen (2.04/4)

Norwegens Nationalmannschaft protestierte bei der Europameisterschaft gegen die Kleidervorschriften. Nun zieht der europäische Dachverband Konsequenzen. Norwegens Beachhandballerinnen sind nach einer Protestaktion bei der Europameisterschaft im bulgarischen Warna gegen die Kleidervorschriften des Dachverbands mit einer Geldstrafe in Höhe von 1.500 Euro belegt worden. Die Spielerinnen hatten im Duell um Platz drei mit Spanien statt der vorgeschriebenen Bikinihöschen etwas längere Sporthosen getragen. Die Disziplinarkommission der Europäischen Handball-Föderation (EHF) bewertete dies am Montag als "Fall unangemessener Bekleidung". Der Weltverband IHF schreibt vor, dass Männer während ihrer Beachhandballspiele Shorts tragen müssen, die "mindestens zehn Zentimeter" über dem Knie enden. Spielerinnen müssen hingen Bikinihosen tragen, die eng anliegend sind und eine Seitenbreite von "maximal zehn Zentimetern" aufweisen. Der Wechsel auf die etwas längeren Hosen sei eine "spontane Aktion" gewesen, berichtete Nationalspielerin Katinka Haltvik dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk NRK. Der Sender hatte berichtet, dass die Auswahl bereits vor dem ersten Spiel den Antrag gestellt hatte, nicht in Bikinihöschen spielen zu müssen. Das habe der Dachverband abgelehnt.
Hosen zu lang: Norwegens Beachhandballerinnen müssen Geldstrafe zahlen
rnd.de
Beach-Handballerinnen verweigern Bikinis – und müssen Geldstrafe zahlen
rp-online.de

 

 6 /205 

Prinz Harry will im kommenden Jahr seine Memoiren veröffentlichen (2.04/4)

"Ich schreibe das nicht als Prinz, als der ich geboren bin, sondern als Mann, der ich geworden bin", sagt Prinz Harry über seine Memoiren, die 2022 erscheinen sollen.
Prinz Harry will seine Memoiren veröffentlichen
diepresse.com
Habe im Leben "viele Hüte getragen": Prinz Harry will "intime" Memoiren veröffentlichen
stern.de

 

 7 /205 

"Havanna-Syndrom": USA will Erkrankungsfälle in Wien... (2.04/4)

Rund zwei Dutzend US-Geheimdienstmitarbeiter, Diplomaten und andere Regierungsbeamte seien vom „unerklärlichen Gesundheitsvorfällen“ betroffen, schrieb die „New York Times“. Das US-Außenministerium sucht nach einer Erklärung. Die USA untersuchen Berichte über mysteriöse gesundheitliche Beschwerden von US - Diplomaten in Wien. "Was Wien betrifft, so gehen wir in Abstimmung mit unseren behördenübergreifenden Partnern Berichten über mögliche unerklärliche Gesundheitsvorfälle in der dortigen Gemeinschaft der US-Botschaft energisch nach", sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, am Montag. Das gelte selbstverständlich auch für andere Orte, an denen diese Beschwerden auftreten würden. Ein Sprecher des US-Außenministeriums gab letzte Woche gegenüber der „Presse am Sonntag“ an, die mysteriösen Vorfälle hätten für Außenminister Antony Blinken „oberste Priorität“ Die Zeitschrift "The New Yorker" hatte zuletzt berichtet, dass etwa zwei Dutzend US-Geheimdienstmitarbeiter, Diplomaten und andere Regierungsbeamte in Wien mysteriöse Beschwerden geschildert hätten. Diese würden den Beschwerden des sogenannten Havanna-Syndroms ähneln. Dutzende in der kubanischen Hauptstadt Havanna lebende Diplomaten und ihre Angehörige hatten ab 2016 über rätselhafte Kopfschmerzen, Hörverlust, Schwindel und Übelkeit geklagt. Auch an anderen Orten der Welt wurden ähnliche Beschwerden gemeldet. Im Jahr 2019 schrieben Forscher, dass die Beschwerden möglicherweise auf Pestizide zurückgehen. Die genaue Ursache ist aber unklar. Man wisse nicht, ob es sich bei diesen Vorfällen um eine Art Angriff handle oder was dahinterstecke, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Montag. (APA/dpa)
USA untersuchen rätselhafte Beschwerden von US-Diplomaten in Wien
rnd.de
USA untersuchen gesundheitliche Beschwerden von US-Diplomaten in Wien
tt.com

 

 8 /205 

Ärztechef warnt vor übereilten Corona-Lockerungen (2.04/4)

Nach einem Abwärtstrend steigt seit zwei Wochen die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Frank Ulrich Montgomery, Vorsitzender des Weltärztebundes, warnt: Jetzt "alles zu öffnen wäre brandgefährlich".
Ärztechef warnt vor übereilten Corona-Lockerungen
stern.de
Pandemie: Ärztechef warnt vor übereilten Corona-Lockerungen
t-online.de

 

 9 /205 

Starker Corona-Anstieg! Malle tritt auf die Party-Bremse (2.04/4)

Der Corona-Hotspot Mallorca tritt auf die Party-Bremse! Angesichts der stark steigenden Zahlen in Spanien und auf den Balearen werden auf Malle wieder schärfere Einschränkungen getroffen. Im Visier der Behörden: Partys und Trinkgelage vor allem junger Leute unter freiem Himmel. Wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet, sollen Strände und Parks deshalb in der Zeit zwischen 22 Uhr 6 Uhr geschlossen werden. Die Justiz müsse dem Plan noch zustimmen, hieß es weiter. Feiernden und auch Organisatoren drohen demnach hohe Geldbußen. ▶︎ Teilnehmer solcher Partys zahlen bis zu 1000 Euro. ▶︎ Wenn ein Partygast mit seiner Teilnahme gegen eine Quarantäne verstößt, soll sich das Bußgeld auf 2000 Euro erhöhen. ▶︎ Wenn der Teilnehmer positiv auf Corona getestet wurde, werden sogar 5000 Euro fällig. ▶︎ Besonders saftig erwischt es Organisatoren illegaler Partys: Ihnen drohen Strafen von bis zu 100 000 Euro. Auch Gaststätten müssen künftig wohl wieder etwas früher schließen, und zwar um 1 Uhr statt um 2 Uhr. Maximal dürfen im Innenbereich von Gaststätten dann noch Gruppen von vier Personen an einem Tisch sitzen, im Außenbereich acht. Von 1 Uhr bis 6 Uhr dürfen sich der Zeitung zufolge nur noch Personen treffen, die im selben Haushalt leben. Gemeinsam eingecheckte Hotel- oder Fincagäste sollen dabei als ein Haushalt gelten. Auf die eigentlich geplante Wiedereinführung der erst vor knapp einem Monat abgeschafften Maskenpflicht auch im Freien verzichtete die Regionalregierung nach Gesprächen mit Unternehmern und Gewerkschaften, wie die Zeitung berichtete. Allerdings werde dringend geraten, freiwillig einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Kann ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu Fremden nicht eingehalten werden, ist die Maske auch im Freien wieder Pflicht, in allen öffentlichen Innenräumen und in Bussen und Bahnen sowieso. Die Corona-Zahlen sind auf den Balearen, zu denen außer Mallorca auch die Inseln Menorca, Ibiza und Formentera gehören, wie in ganz Spanien stark angestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte nach Angaben vom Montagabend auf den Balearen auf 310, für ganz Spanien lag sie bei 323. Vor allem viele junge Leute infizieren sich derzeit mit Sars-CoV-2.
Mallorca tritt wegen hoher Corona-Zahlen auf die Feier-Bremse
tagesspiegel.de
Mallorca tritt auf Party-Bremse – schärfere Einschränkungen und hohe Bußgelder geplant
stern.de

 

 10 /205 

Raketenbeschuss auf Israel aus dem Libanon (2.03/4)

Eine Rakete entging der israelischen Luftabwehr. Es wurden weder Schäden noch Verletzte gemeldet. Israel reagiert mit Artillerie-Gegenbeschuss. Aus dem Libanon sind zwei Raketen auf den Norden Israels abgeschossen worden. Das Abwehrsystem "Eisenkuppel" habe eine davon abgefangen, die andere sei in offenem Gelände aufgeschlagen, teilte das israelische Militär am frühen Dienstagmorgen mit. Als Reaktion habe die Artillerie Ziele im Libanon beschossen. Verletzte oder Schäden gab es demnach nicht. Es gab zunächst keine Angaben dazu, wer für den Raketenbeschuss verantwortlich war. In den israelischen Gemeinden entlang der nördlichen Grenze heulten Medienberichten zufolge zeitweise die Sirenen. Israels Verteidigungsminister Benny Gantz schrieb in der Früh auf Twitter: "Der Staat Libanon ist verantwortlich für die Raketen, die heute Nacht abgefeuert wurden, weil er Terroristen erlaubt, auf seinem Territorium aktiv zu sein." Israel werde nicht erlauben, dass die soziale, politische und wirtschaftliche Krise im Libanon zu einer Sicherheitsbedrohung für Israel werde. "Ich rufe die internationale Gemeinschaft dazu auf, die Stabilität im Libanon wieder herzustellen." Anfang Juli hatte Gantz dem Nachbarland humanitäre Hilfe angeboten. Gleichzeitig hatte der libanesische Regierungschef Hassan Diab mit einem eindringlichen Hilferuf die internationale Gemeinschaft aufgefordert, das Land in der schweren Wirtschaftskrise vor dem Abgrund zu retten. Israel und Libanon befinden sich offiziell im Kriegszustand. An der Grenze kommt es immer wieder zu Spannungen. Vor allem die eng mit dem Iran verbündete libanesische Schiitenmiliz Hisbollah, zugleich eine starke politische Kraft im Libanon, sieht in Israel einen Erzfeind. (APA/dpa)
Militär: Zwei Raketen aus Libanon auf Nordisrael abgefeuert
rnd.de
Israel reagiert mit Artilleriefeuer auf Raketenbeschuss aus dem Libanon
tagesspiegel.de

 

 11 /205 

Nach Fund von totem Baby im Müll: Eine Person in Oberfranken festgenommen (2.02/4)

Heinersreuth. Nach dem Fund eines toten Säuglings in einem Abfallbehältnis vor einem Wohnhaus in Bayern ist eine Person vorläufig festgenommen worden. Für weitere Ermittlungen seien nun die Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchung entscheidend, so die Polizei am Dienstag. Angaben zur festgenommenen Person machte die Polizei nicht. Eine Zeugin hatte den Leichnam eines Neugeborenen nach Angaben der Polizei am Montag im oberfränkischen Heinersreuth entdeckt. Kriminalpolizisten sicherten am Einsatzort Spuren. Zu weiteren Details machte die Polizei auch am Dienstag zunächst keine Angaben. RND/dpa
Toter Säugling in Bayern im Abfall gefunden: Vorläufige Festnahme
tt.com
Einfach in den Müll geschmissen Frau findet totes Baby im Abfall
bild.de

 

 12 /205 

Corona-Impfquote: Aktuelle Zahlen zu den Impfungen im Norden (1.13/4)

Bislang haben 9.371.763 Menschen in den Nord-Bundesländern mindestens eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen. Das entspricht einer Impfquote von 62,3 Prozent. In den norddeutschen Bundesländern ist der Anteil der mindestens einmal Geimpften in Bremen derzeit am höchsten mit 68,8 Prozent. (Stand: 19. Juli 2021) Die Daten stammen vom Robert Koch-Institut (RKI), der zentralen Einrichtung der Bundesregierung zur Krankheitsüberwachung und -prävention. Das RKI sammelt die Daten zu allen verabreichten Corona-Impfungen in Deutschland und veröffentlicht sie werktäglich. Obwohl seit Anfang Juni auch Jugendliche ab 12 Jahren mit dem Impfstoff Biontech/Pfizer geimpft werden können, ist die Impfquote in dieser Altersgruppe nach wie vor gering. Diese niedrige Quote hängt auch damit zusammen, dass für unter 12-Jährige noch kein Impfstoff zugelassen ist. Darüber hinaus empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine Corona-Schutzimpfung aktuell nur bei 12- bis 17-Jährigen mit bestimmten Vorerkrankungen, gefährdeten Kontaktpersonen oder arbeitsbedingt erhöhtem Ansteckungsrisiko. In der vergangenen Kalenderwoche wurden in Deutschland 4.047.078 Impfdosen verabreicht. Das sind 9,8 Prozent weniger als in der Kalenderwoche davor. (Datenstand: 19.07.21,08:00 Uhr) In der Regel wird derzeit täglich eine sechsstellige Anzahl Impfdosen verabreicht. An manchen Tagen sind es auch mehr als eine Million. NDR.de erklärt, wie Sie in den norddeutschen Bundesländern Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg einen Impftermin vereinbaren können. Sinken die Infektionszahlen weiterhin? Wie hoch ist die Impfquote bei Ihnen zu Hause? Geben Sie Ihre Postleitzahl ein, um aktuelle Corona-Zahlen für Ihren Landkreis zu sehen. Hinweis: Da in manchen Fällen Postleitzahlgrenzen der Deutschen Post die administrativen Landkreisgrenzen überschneiden, kann es in seltenen Fällen zu falschen Landkreiszuordnungen kommen. Nutzen Sie dann am besten die Postleitzahl des Stadtzentrums Ihrer Kreisstadt. Sie können diese Zahlen auch in allen NDR-Apps abfragen.
Sieben Tage-Inzidenz im Saarland leicht steigend
t-online.de
Coronavirus: Aktuelle Zahlen für den Norden
ndr.de
63 neue Corona-Fälle in Hessen: Inzidenz steigt auf 14,3
t-online.de
Sieben-Tage-Inzidenz in NRW steigt auf 13,0
t-online.de

 

 13 /205 

R-Wert, Infizierte, Inzidenz, Intensivbetten: Die wichtigsten Corona-Daten (1.08/4)

Kanzlerin und die Länder-Chefs haben eine Art Notbremse installiert, die Sieben-Tage-Inzidenz. Die Idee: Steigt die Zahl der Neuinfektionen in einem Kreis innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner auf 100 oder mehr an, werden wieder strengere Schutzmaßnahmen in Kraft gesetzt. Hinweis für Mobilnutzer: Werden die Grafiken an dieser Stelle nicht oder nicht korrekt angezeigt, klicken Sie bitte hier. Die Reproduktionszahl R, auch oft als R-Wert bezeichnet, ist eine der zentralen Kennzahlen zur Beurteilung des Verlaufs einer Infektionswelle. R gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter in einem bestimmten Zeitraum im Durchschnitt ansteckt. Je niedriger R ist, desto besser: Liegt R unter 1, steckt ein Infizierter im Schnitt weniger als einen anderen Menschen an - und die Epidemie läuft aus. Liegt R bei 1, verläuft die Zahl der Neuinfektionen konstant und linear. Die Kurve steigt also nicht (mehr) exponentiell. Liegt R über 1, steckt ein Infizierter im Mittel mehr als einen anderen Menschen an – die Zahl der täglichen Neuinfektionen wird größer. Hinweis: Der R-Wert ist ein Schätzwert. Er basiert laut dem Robert Koch-Institut (RKI) auf der angenommenen Anzahl von Covid-19 Neuerkrankungen. Der R-Wert wird dargestellt mit einem gleitenden Vier-Tages-Mittelwert. Dabei wird jeder Wert mit den Werten der drei vorhergehenden Tage gemittelt. Die Schätzwerte zur Anzahl von Neuerkrankungen und der R-Schätzung zu früheren Tagen können von den Angaben in früheren Lageberichten abweichen, weil täglich der Gesamtverlauf aufgrund der aktuell verfügbaren Daten neu geschätzt wird. Zusätzlich gibt das RKI einen Mittelwert für sieben Tage heraus. Die Daten werden täglich aktualisiert und können hier abgerufen werden. Detaillierte Informationen zum Infektionsgeschehen in deutschen Kreisen und Städten finden Sie hier. Die Weltkarte bietet einen Überblick über die globale Infektionslage. Sehen Sie, in welchen Ländern sich die Ausbreitung verlangsamt und wo sie sich beschleunigt Quellen: Die Daten in den Grafiken stammen vom Robert Koch-Institut (RKI) oder der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität (JHU). Beides renommierte Stellen, die jedoch unterschiedliche Methoden zur Erfassung und Kommunikation der Daten nutzen. Das RKI veröffentlicht in der Regel einmal am Tag neue Daten, die auf behördlichen Angaben basieren. Die JHU hingegen nutzt auch nicht-amtliche Quellen und veröffentlicht die erfassten Daten quasi in Echtzeit. In der Folge sind die RKI-Zahlen in der Regel etwas niedriger als die der JHU. Die Daten der Auslastung der Intensivbetten stammen vom DIVI-Intensivregister.
Sieben Tage-Inzidenz im Saarland leicht steigend
t-online.de
Sieben-Tage-Inzidenz in NRW steigt auf 13,0
t-online.de

 

 14 /205 

Quaderer erhält für Debütroman Uwe-Johnson-Förderpreis 2021 (1.07/4)

Der Autor Benjamin Quaderer wird für seinen Roman "Für immer die Alpen" mit dem Uwe-Johnson-Förderpreis 2021 ausgezeichnet. Das teilte die Mecklenburgische Literaturgesellschaft als einer der drei Preisstifter am Dienstag in Neubrandenburg mit. "Der Roman stellt eine überragende literarische Leistung dar, die sich vor allem in der Komplexität der verwendeten Mittel zeigt und als Leistung eines Debütanten staunen macht", bewertete eine Jury die Arbeit des Autors aus Liechtenstein. Der mit 5000 Euro dotierte Uwe-Johnson-Förderpreis wird im jährlichen Wechsel mit dem Uwe-Johnson-Literaturpreis von der Mecklenburgischen Literaturgesellschaft, dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg KdöR und der Berliner Kanzlei Gentz und Partner vergeben. Die Jury habe Quaderers Roman unter einer Vielzahl an eingesandten Debüts aus den Bereichen Prosa und Essayistik ausgewählt. Die Preisverleihung soll im Rahmen der diesjährigen Uwe-Johnson-Tage in Neubrandenburg 24. September stattfinden. In dem Roman von Quaderer würden unterschiedliche Darstellungsweisen ganz im Sinne des Schriftstellers Uwe Johnson (1934-1984) ("Jahrestage") eingesetzt, hieß es weiter. In der Arbeit beschreibt der 1989 geborene Quaderer die jüngere Geschichte Liechtensteins. Der Förderpreis wird seit 2005 vergeben.
Clemens J. Setz erhält Georg-Büchner-Preis 2021
tagesspiegel.de

 

 15 /205 

Niederlande: Niedersachsen will Corona-Tests im Grenzverkehr (1.05/4)

Der Bund müsse endlich Voraussetzungen für Kontrollen des Autoreiseverkehrs schaffen, sagte Stephan Weil (SPD) dem "Weser-Kurier". Er plädierte dafür, dass Corona-Tests bei jeder Einreise verlangt werden sollten - und dass der Nachweis an der Grenze dann zumindest stichprobenartig kontrolliert wird. Dafür müsse die Bundesregierung schnell die angekündigte Änderung der Einreiseverordnung umsetzen. Bei den Inzidenzen in Niedersachsen habe die Grafschaft Bentheim gerade einen deutlichen Sprung nach oben gemacht und sei nun Spitzenreiter, sagte der Ministerpräsident. Am Dienstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz in der Grafschaft nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 29,2 pro 100.000 Einwohner. "Wenn man auf die geografische Lage schaut, liegt der Schluss nahe, dass die Nachbarschaft zu den Niederlanden dabei eine größere Rolle spielt", sagte Weil. Die zweithöchste Inzidenz wies am Dienstag die Region Hannover mit 23 auf, alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte liegen aktuell unter einer Inzidenz von 20. Darüber hinaus sprach sich Weil gegenüber der Zeitung dafür aus, dass es für Menschen, die sich nicht gegen Corona impfen lassen wollen, Nachteile im Alltag geben müsse. So sollten sie künftig für Tests, die zum Zutritt in Restaurants, Kinos oder Veranstaltungen berechtigen, zahlen müssen. Alle Bürgerinnen und Bürger hätten jetzt die faire Chance, sich und die Gemeinschaft durch eine Impfung zu schützen, sagte Weil. "Wer das aus freier Entscheidung heraus nicht tun will, wird auch mit dem einen oder anderen Nachteil leben müssen."
Weil fordert Corona-Tests für Autofahrer an Grenzen
t-online.de
Corona-Ticker: Impfen ohne Anmeldung beim Einkauf in Rostock
ndr.de

 

 16 /205 

Ergänzung zu Google Maps & Co: Neue Autobahn-App des Bundes (1.05/4)

Die neue Autobahngesellschaft des Bundes hatte einen schwierigen Start. Nun sollen Autofahrer von der Reform profitieren. Ziel sind verlässliche Informationen zu den deutschen Autobahnen.
Ergänzung zu Google Maps & Co: Neue Autobahn-App des Bundes
stern.de
Neue Autobahn-App des Bundes soll Google Maps & Co. ergänzen
stern.de

 

 17 /205 

Hat der Katastrophenschutz versagt? So kommentiert die Presse (1.03/4)

Nach der verheerenden Flutkatastrophe haben Politiker und Verbände davor gewarnt, zu früh mit der Aufarbeitung zu beginnen oder Schuldzuweisungen vorzunehmen. Es gehe jetzt darum, zunächst die Vorgänge um die aktuelle Flutkatastrophe genau zu analysieren, um zu sehen, ob und wo Abläufe nicht funktioniert hätten, sagte der CDU-Innenpolitiker Mathias Middelberg der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Das gelte vor allem für die Ebene der Bundesländer, denn die seien in erster Linie für den Katastrophenschutz zuständig. Vor voreiligen Schuldzuweisungen oder Reformvorschlägen warne er ausdrücklich. Kommentatoren können sich hinter der Warnung – zum Teil – versammeln. "Doch es wäre fahrlässig, aus der Tragödie keine Lehre ziehen zu wollen", meint etwa die "Neue Osnabrücker Zeitung". Es gäbe "Fragen, die dringend einer Antwort bedürfen", so die "Nürnberger Nachrichten". Der "Nordbayerische Kurier" sieht "zu Recht" eine Debatte über den Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe aufkommen. Die Pressestimmen. "Neue Osnabrücker Zeitung": "Angesichts der Trümmerwüsten ist es sicherlich nicht die Zeit für Besserwisserei, populistische Klimaparolen oder gar Rücktrittsforderungen an Bundesinnenminister Horst Seehofer, wie es die Linken betreiben. Doch es wäre fahrlässig, aus der Tragödie keine Lehre ziehen zu wollen. Denn die Extremwetterereignisse wie Hitzewellen, Starkregen und Stürme werden an Häufigkeit und Intensität zunehmen. Deutschland muss lernen, sich auf das Unausweichliche vorzubereiten. Da ist viel versäumt worden. Die Hinweise mehren sich, dass viele Menschen gar nicht oder nur unzureichend vor den Fluten gewarnt worden sind. Bund, Länder und Kommunen müssen sich daher kritisch fragen, warum die Alarmkette nicht funktionierte." " Nürnberger Nachrichten ": "Der viel gescholtene Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier liegt richtig mit seiner Meinung: Wenn die Helferinnen und Helfer in den überfluteten Gemeinden die wichtigste Arbeit getan haben und wenn die obdachlos gewordenen Menschen wieder halbwegs anständig untergebracht sind, dann muss sofort mit der Aufarbeitung der Katastrophe begonnen werden. Haben unsere Frühwarnsysteme funktioniert? Wurden die Menschen schnellstmöglich evakuiert? Wäre eine bessere technische Ausstattungen der Rettungskräfte nötig gewesen? Muss der Katastrophenschutz in gefährdeten Regionen verbessert werden? Das alles sind Fragen, die dringend einer Antwort bedürfen." "Badische Zeitung" (Freiburg): "Nötig ist ferner, nach dem Schock dieser Flut weitreichendere Herausforderungen in den Blick zu nehmen. Der Klimawandel steht dabei an erster Stelle, aber das allein wird nicht genügen. Zu hinterfragen ist, ob die Politik alles tut, um teils bereits feststehende Folgen der Erderwärmung wenigstens abzufedern. Keine Bauten mehr in gefährdeten Zonen, weniger versiegelte Flächen – das dürften nur zwei von vielen Streitfragen werden. Unredlich ist es dagegen, nun so zu tun, als habe der Katastrophenschutz versagt. Wer behauptet, Deutschland rangiere hier auf dem Niveau eines Entwicklungslandes, beleidigt nicht nur die aufopfernde Arbeit vieler tausend Retter und Helfer. Er will vor allem davon ablenken, dass mit dem Klimawandel das Risiko solcher Katastrophen wächst. Ein breites Bewusstsein dafür wäre Voraussetzung für eine strikt ökologische Politik." "Stuttgarter Zeitung": "In der Tat hapert es beim Warnsystem. Für den Katastrophenschutz sind aber die Länder zuständig. Zudem hätte gewarnt sein können, wer gewarnt werden wollte: Der Deutsche Wetterdienst hatte rechtzeitig eine Unwetterlage mit extremen Regenfällen angekündigt – auch über seine App. Ein unlängst präsentiertes Konzept für eine Reform des Katastrophenschutzes läuft auf mehr Kompetenzen für den Bund hinaus. Das wäre sinnvoll. Womöglich begünstigt auch eine Übersättigung mit Warnhinweisen eine fatale Ignoranz. Entscheidender als neue Sirenen und noch mehr Alarmismus im Netz wäre ein entschlossenes Vorgehen gegen Bausünden und Planungsmängel, welche die Wirkungen solcher Naturkatastrophen potenzieren." "Nordbayerischer Kurier" (Bayreuth): "Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat keine direkten Befugnisse bei Katastrophen in Friedenszeiten, das ist Aufgabe der Länder. Zu Recht hebt jetzt eine Debatte darüber an, ob sich dies ändern müsste. Ein Hauptproblem ist jedoch, dass noch immer sehr viele Gemeinden und Städte eine Vogel-Strauß-Politik betreiben und hoffen, dass es sie nie trifft mit Starkregen, Hagel und Hochwasser." "Ludwigsburger Kreiszeitung": "Jetzt, nach Starkregen, Überschwemmung und Zerstörung ganzer Ortschaften, braucht es Antworten, ob man mit einer solchen Flut nicht hätte rechnen können, vielleicht sogar müssen. In einem hoch entwickelten Land sollten dafür Notfallpläne vorliegen und greifen. Viele Menschen in den getroffenen Gebieten konnten jedenfalls nicht mit jener Geschwindigkeit gewarnt werden, wie es ein Jahrhunderthochwasser erfordert hätte. Und: Wie soll man einen Notruf absetzen, wenn kein Netz da ist? Auch in der Neuzeit hilft manchmal die bewährte alte Sirene, wenn man sie noch hat, besser als eine digitale App-Designlösung. Die nächste Krise – als Pandemie, Hochwasser oder Dürre – kommt garantiert. Und darauf muss ein Land wie Deutschland vorbereitet sein."
Wo versagte das Warnsystem? Politiker fordern Aufarbeitung
welt.de
Hat der Katastrophenschutz in Deutschland versagt? Das sagen Kritiker
stern.de

 

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IOC-Boss Thomas Bach: Olympia in Tokio gibt "Menschen Vertrauen in die Zukunft" (1.02/4)

IOC-Chef Thomas Bach hält die Olympischen Spiele in Tokio für ein wichtiges Signal in der Corona-Pandemie. Olympia werde "den Menschen Vertrauen in die Zukunft geben", sagte der 67-Jährige am Dienstag in Japans Hauptstadt zum Auftakt der 138. Session des Internationalen Olympischen Komitees. Die um ein Jahr verschobenen Sommerspiele werden trotz anhaltender Corona-Sorgen in Tokio ausgetragen. "Wir hatten jeden Tag Zweifel", bekannte Bach und berichtete von "schlaflosen Nächten". Zu Beginn der Session hielten die IOC-Mitglieder eine Schweigeminute für die Opfer der Corona-Pandemie ab. Sich nach langen Monaten wieder persönlich wiederzusehen, sei "ein sehr spezielles und emotionales Gefühl", sagte Bach. Nun sei die olympische Bühne für die Athleten bereitet, "um zu strahlen und die Welt zu inspirieren". Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga, der wegen seiner Corona-Politik in der Kritik steht, sprach in seinem Grußwort von einem "Ausgang nach einem langen Tunnel". Die Bedeutung der Spiele von Tokio werde durch die schwierigen Umstände "weder belastet noch verringert", beteuerte Suga. Man werde die Gesundheit und Sicherheit der japanischen Bevölkerung ebenso schützen wie die der Olympia-Gäste aus dem Ausland. Auch Tokios Gouverneurin Yuriko Koike versprach, Olympia und die danach folgenden Paralympics zu einem Erfolg machen zu wollen. Wegen der besorgniserregenden Corona-Lage in Japan und vielen anderen Ländern stehen die Olympia-Macher von Tokio seit langem in der Kritik. Für den gesamten Zeitraum der Sommerspiele gilt in der Metropole der Corona-Notstand, Zuschauer sind in den Arenen nicht zugelassen.
Neun weitere Corona-Fälle bei Olympischen Spielen
diepresse.com

 

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Nur 35-mal Olympia-Edelmetall? Analysten machen Deutschland wenig Hoffnung auf Medaillenregen (1.02/4)

So ganz sicher sind sich die Analysten ihrer Sache selbst nicht bei der Vorhersage für die erfolgreichsten Olympia-Nationen in Tokio - tritt die Prognose aber ein, schneidet Deutschland deutlich schlechter ab als noch 2016 in Rio de Janeiro. Der amerikanische Daten- und Analysedienst Gracenote sagt vor dem Start der Olympischen Spiele für das deutsche Team insgesamt 35 Medaillen voraus und damit sieben Plaketten weniger als bei der Rio-Ausgabe. Der Haken: Corona. "Wegen des Einflusses der globalen Covid-19-Pandemie sind die Olympischen Spiele in Tokio potenziell unvorhersagbarer als normal", heißt es ganz oben in der Mitteilung. China ist für den Anbieter deswegen die ganz große Unbekannte, weil viele Athletinnen und Athleten aus dem Reich der Mitte seit Beginn der Pandemie an gar keinen gewerteten Wettkämpfen mehr teilgenommen haben. Ob das Land daher auf die prognostizierten 66 Podestplätze und Rang drei des Medaillenspiegels kommt oder doch viel mehr gewinnt und die Sportlerinnen und Sportler aus Russland von Rang zwei hinter den USA verdrängt, ist auch für Gracenote eine offene Frage. Den Amerikanern trauen die Analysten deutlich weniger Medaillen zu als noch vor fünf Jahren, mit 96 Auszeichnungen aber noch immer mehr als allen anderen. In Rio hatten die USA 121 Medaillen geholt. Vielversprechend ist die Vorhersage für alle Fans niederländischer Sportlerinnen und Sportler: Nach 19 Medaillen in Rio soll es dieses Mal sprunghaft zu 48 Podestplätzen kommen. Auch dem deutschen Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig fällt es vor der Eröffnung am Freitag schwer, eine Vorhersage zum sportlichen Abscheiden seines Teams zu machen. "Das ist offen, auch wegen der nicht abzuschätzenden Auswirkungen der Pandemie", sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur: "Die internationalen Prognosen weisen eher auf ein schwächeres Abschneiden als in Rio hin." Abgesehen davon ist seine allgemeine Erwartungshaltung durch die massiven Corona-Einschränkungen getrübt. "Es wird deutlich steriler und weniger stimmungsreich sein", sagte Schimmelpfennig: "Das bedeutendste Sportfest der Welt wird viel von seinem Reiz vermissen lassen."
Neun weitere Corona-Fälle bei Olympischen Spielen
diepresse.com

 

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Kulturmeldungen der NZZ in der Übersicht (1.02/4)

Clemens J. Setz erhält den Büchnerpreis pd. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2021 an den österreichischen Schriftsteller Clemens J. Setz. Der Preis ist mit 50 000 Euro dotiert und wird am 6. November 2021 in Darmstadt verliehen. Der österreichische Schriftsteller Clemens J. Setz. Mit Clemens J. Setz werde ein Sprachkünstler ausgezeichnet, der mit seinen Romanen und Erzählungen immer wieder menschliche Grenzbereiche erkunde. Seine bisweilen verstörende Drastik treffe ins Herz unserer Gegenwart, weil sie einem zutiefst humanistischen Impuls folge, heisst es in der Begründung der Darmstädter Akademie. «Diese Menschenfreundlichkeit verbindet Clemens J. Setz mit einem enzyklopädischen Wissen und einem Reichtum der poetischen und sprachschöpferischen Imagination. Mit staunenswerter Vielseitigkeit demonstriert er eine radikale Zeitgenossenschaft, welche Buch um Buch die Schönheit und den Eigensinn grosser Literatur beglaubigt», schreibt die Akademie weiter in ihrer Mitteilung. Clemens J. Setz wurde am 15. November 1982 in Graz geboren. Er studierte Mathematik und Germanistik an der Universität seiner Geburtsstadt und lebt heute in Wien. Clemens J. Setz schreibt Romane, Erzählungen, Gedichte und Theaterstücke. Er hat neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen 2010 den Literaturpreis der Stadt Bremen erhalten und 2020 den Kleist-Preis. 2007 erschien sein Debütroman «Söhne und Planeten», bereits 2009 sein zweiter Roman «Die Frequenzen» und wiederum zwei Jahre später,2011, der Erzählband «Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes», wofür er den Preis der Leipziger Buchmesse erhielt. Weiterhin folgten der Roman «Indigo» (2012) und sein vielbeachtetes 1000-Seiten-Werk «Die Stunde zwischen Frau und Gitarre» (2015) – eine Art philosophischer Psycho-Thriller. Zuletzt sind von ihm der Prosaband «Bot. Gespräch ohne Autor» (2018), die Erzählungen «Der Trost runder Dinge» (2019) sowie der Band «Die Bienen und das Unsichtbare» (2020) erschienen, in dem es um die Ergebnisse eines Selbstversuchs beim Erlernen von Plansprachen wie Esperanto, Volapük oder Blissymbolic geht. Opernregisseur Graham Vick gestorben (pd)/wdh. Der britische Opernregisseur Sir Graham Vick ist in London im Alter von 67 Jahren gestorben. Nach einer Mitteilung der Birmingham Opera Company, deren Gründer und Leiter Vick war, erlag der Künstler gesundheitlichen Komplikationen infolge einer Covid-19-Erkrankung. Vick erlangte mit seinen klug durchdachten, mitunter szenisch scharf profilierten Inszenierungen von traditionellen und zeitgenössischen Opern international Aufmerksamkeit, sorgte aber immer wieder auch für Kontroversen, etwa an der Mailänder Scala. Mit der Birmingham Opera Company, die er 1987 ins Leben rief und die ein zentraler Schauplatz seines Wirkens blieb, brachte Vick 2012 den «Mittwoch» aus Karlheinz Stockhausens «Licht»-Zyklus zur Uraufführung. Im Jahr zuvor war an der Oper Zürich seine Lesart von Verdis «Otello» zu sehen. Grosse Ausstrahlung erreichte Vicks Deutung der «Aida» bei den Bregenzer Festspielen 2009, nicht zuletzt wegen des spektakulären und weithin sichtbaren Bühnenbildes: eine eingestürzte Freiheitsstatue, deren Überreste an die New Yorker Trümmerwüsten nach den Anschlägen vom 11. September erinnerten. Schon 1992 wurde mit Vicks Inszenierung von Verdis «Falstaff» das sanierte Royal Opera House Covent Garden in London wiedereröffnet. Sein Debüt an der Scala feierte Vick 1996 mit der Uraufführung von Luciano Berios Oper «Outis». Zur Inaugurazione 1997 und 2001 waren in Mailand Vicks teilweise umstrittene Neuinszenierungen von «Macbeth» und «Otello», jeweils unter dem Dirigat von Riccardo Muti, zu sehen. «Graham Vick war eine der bedeutendsten Figuren der zeitgenössischen Regie, ein Maestro, der die Kraft der Partituren, die er inszenierte, wiederentdeckt hat», schrieb die Scala zur Würdigung Vicks. Salzburger Festspiele: Besucher beim «Jedermann» Corona-positiv getestet – nun FFP2-Maskenpflicht (dpa) Einen Tag nach der Premiere des «Jedermann» bei den Salzburger Festspielen ist ein geimpfter Besucher positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die Festspiele und die Gesundheitsbehörden am Montagabend mitteilten, wird als Konsequenz ab Dienstag das Tragen einer FFP2-Maske in allen Spielstätten verpflichtend. Das Präventionskonzept werde weiterhin den Entwicklungen der Pandemie angepasst. Wegen der personalisierten Eintrittskarten seien 44 Kontaktpersonen des Infizierten ermittelt worden. «Das Contact-Tracing ist in vollem Gange», teilten die Organisatoren mit. Am Samstagabend war der Berliner Schauspieler Lars Eidinger in der Rolle des «Jedermann» im ausverkauften Festspielhaus umjubelt worden. «Blutkünstler» Hermann Nitsch: «Farbrausch» in Bayreuth (dpa) Der als «Blutkünstler» bekannt gewordene Maler Hermann Nitsch hält nicht viel vom Regietheater. «Wer meine Arbeit kennt, weiss, dass ich für Happenings und Performance-Kunst stehe, aber ich bin trotzdem ein Gegner des Regietheaters», sagte der mittlerweile 82 Jahre alte Künstler in einem Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. «Ich bin dagegen, dass man fertige Arbeiten ummodelliert und verhunzt mit eigenen Ideen.» Dennoch wird Richard Wagners Oper «Die Walküre» in diesem Jahr auf dem Grünen Hügel von Bayreuth seine Handschrift tragen. Der österreichische Aktionskünstler wird sie malerisch gestalten. «Ich habe gar nicht gewusst, wie sehr meine Malaktion in die Klänge des ‹Ringes› hineinpasst», sagte Nitsch. Und er versprach: «Ich will einen Farbrausch bewirken.» Eine andere unter Wagners Opern sei ihm allerdings näher als der zweite Teil des «Rings des Nibelungen»: «Viele Symbole aus dem ‹Parsifal› sind auch in meiner Arbeit sehr wesentlich, und ich wollte ihn immer schon inszenieren, aber da wurden mir dann andere Regisseure vorgezogen.» Nitschs Version der «Walküre» soll am 29. Juli bei den Bayreuther Festspielen Premiere feiern. Schweizer Stars dominieren die Schweizer Hitparade (dpa) In vielen Ländern Europas sind dieses Jahr einheimische Musikerinnen und Musiker besonders gefragt. Dies zeigen die offiziellen Halbjahrescharts 2021, die das deutsche Marktforschungsunternehmen GfK Entertainment in Baden-Baden für einige Länder erstellt hat. In der Schweiz steht demnach nach den ersten 26 Wochen des Jahres die Zusammenstellung «Sing meinen Song – Das Schweizer Tauschkonzert, Vol.2» auf Platz eins. Insgesamt seien vier der fünf beliebtesten Schweizer Alben seit Januar von einheimischen Acts, darunter der Mundartmusiker Kunz («Mai», Platz zwei), die schweizerdeutsche Band Megawatt («Megawatt», Platz vier) und die Band Pegasus («Unplugged», Rang fünf). Den zweiten Platz erreichte die französische Musikgruppe Les Enfoirés («Les Enfoirés 2021 – À côté de vous»). Die Dominanz einheimischer Musiker wird nur noch getoppt von Deutschland und Italien, wo die kompletten Top 5 aus nationalen Künstlerinnen und Künstlern besteht. In Deutschland stand bei den Alben der Rapper Kontra K («Aus dem Licht in den Schatten zurück») auf Platz eins, in Italien der Senkrechtstarter Sangiovanni («Sangiovanni»), vor den Eurovision-Song-Contest-Siegern Måneskin («Teatro D’Ira – Vol. I»). New Yorker Rapper Biz Markie ist tot Der Rapper Biz Markie in einer Aufnahme von 2014. (dpa) Der amerikanische Rapper Biz Markie, dessen grösster Hit 1989 «Just a Friend» war, ist tot. Der Musiker sei am Freitagabend im Alter von 57 Jahren im Beisein seiner Frau Tara verstorben, bestätigte die Managerin Jenni Izumi dem Sender CNN und anderen US-Medien. Angaben zur Todesursache gab es zunächst nicht. Markie wurde im New Yorker Stadtviertel Harlem geboren und wuchs in Long Island vor den Toren der Stadt auf. Ursprünglich wurde er als Beatboxer bekannt und war Teil der genreprägenden Juice Crew. Wegen seiner oft amüsanten Texte trug Markie, der mit bürgerlichem Namen Marcel Theo Hall hiess, auch den Beinamen «Clown-Prinz des Hip-Hop».1998 hatte er einen Gastauftritt im Song «Will Smith, Meer Gayne» der deutschen Gruppe Fünf Sterne deluxe. «Wir trauern heute Abend um einen echten Sohn Harlems», schrieb New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio bei Twitter. Markie habe mit dem typischen New Yorker Sinn für Humor den Hip-Hop auf den Kopf gestellt. Ausstellung in London würdigt Schweizer Künstlerin Sophie Taeuber-Arp (dpa) Werke der Künstlerin Sophie Taeuber-Arp sind jetzt in London zu sehen. Es handle sich um die erste Retrospektive der Schweizerin im Vereinigten Königreich, teilte die Tate Gallery of Modern Art mit. Taeuber-Arp sei eine der bedeutendsten abstrakten Künstlerinnen und Designerinnen der 1920er und 1930er Jahre. «Ihre multidisziplinäre Arbeit hat nachhaltigen Einfluss und inspiriert innovative Künstler und Designer auf der ganzen Welt.» Die 1943 in Zürich gestorbene Sophie Taeuber-Arp sei ausserordentlich kreativ und vielfältig gewesen. «Sie fertigte Stickereien und Gemälde an, schnitzte Skulpturen und gab Zeitschriften heraus, kreierte Puppen und mysteriöse Dada-Objekte.» Dabei habe sie traditionelles Handwerk mit modernistischer Abstraktion kombiniert und die Grenzen zwischen Kunst und Design herausgefordert, so das Museum weiter. Bekannt wurde sie vor allem für ihre Gemälde, Reliefs und Skulpturen. Doch arbeitete die Ehefrau des deutsch-französischen Künstlers Hans Arp auch mit Textilien, fertigte Marionetten, betätigte sich als Innenarchitektin, entwarf Möbel, Glasmalereien sowie Kostüme, Taschen und Halsketten. Ihr umfassendes Portfolio reflektiert ihren Lebenslauf. Geboren 1889 in Davos, studierte sie Kunst und Gestaltung, machte eine Tanzausbildung, kreierte Bühnenbilder und Marionetten und lehrte später den Umgang mit Textilien. Die Ausstellung, die Tate Modern gemeinsam mit dem Kunstmuseum Basel und dem Museum of Modern Art organisiert hat, ist bis zum 17. Oktober in London zu sehen. Römische Münzen in London gefunden (dpa) Mehr als 300 Münzen aus der Eisenzeit sind bei Bauarbeiten für eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke im Westlondoner Bezirk Hillingdon entdeckt worden. «Dies ist ein einmaliger Fund und ermöglicht es uns, unser Wissen darüber zu erweitern, wie das Leben in Hillingdon vor vielen Jahrhunderten ausgesehen haben könnte», sagte die Archäologin Emma Tetlow vom Bauunternehmen Costain laut einer Mitteilung vom Mittwoch. Die Münzen aus Potin – einer Bronzelegierung – stammen vermutlich aus dem ersten Jahrhundert vor Christus, als die römische Herrschaft über Britannien begann. Sie seien wohl nicht zum Handel verwendet worden, sondern als Opfergabe oder um Grundstücke abzugrenzen. Auf der einen Seite der Münzen ist der griechische Gott Apoll abgebildet, auf der anderen ein attackierender Stier. Das Design sei Münzen nachgebildet, die vor mehr als 2000 Jahren in Marseille hergestellt worden seien, hiess es. Nun soll geprüft werden, ob die Münzen als nationaler Schatz eingestuft werden. Dann könnte ein britisches Museum sie erwerben. Beim Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke HS2, die dereinst London mit dem wirtschaftlich abgehängten Norden Englands verbinden soll, waren in London bereits 11 000 Jahre alte Steinwerkzeuge und andere Artefakte gefunden worden. Frankfurter Buchmesse mit Mindestabstand und Hygieneregeln (dpa) Die Frankfurter Buchmesse soll in diesem Herbst als Präsenzveranstaltung stattfinden. Vorbehaltlich der pandemischen Entwicklung und unter den im Oktober geltenden Sicherheits- und Hygienebestimmungen werde die Bücherschau auf dem Messegelände veranstaltet, teilten die Organisatoren am Mittwoch mit. Neben dem Fachpublikum dürfen am Wochenende auch Privatbesucher kommen. Sie alle müssen nachweisen, dass sie vollständig geimpft, genesen oder negativ auf Sars-CoV-2 getestet sind. Laut dem Hygienekonzept, das gemeinsam mit dem Land Hessen und dem Frankfurter Gesundheitsamt entwickelt wurde, wird es personalisierte Tickets geben. «Die Verteilung der Menschen auf dem Gelände wird per Video-Monitoring überwacht», hiess es zudem. Auch werde die Teilnehmerzahl verringert und ein grosszügiges Hallenkonzept erstellt. Nicht nur auf dem Messegelände, auch in der Stadt soll es Lesungen geben. Ehrengast dieses Jahr ist Kanada. Unter dem Motto «Singular Plurality – Singulier Pluriel» wird der Gastlandpavillon, der im letzten Jahr leer geblieben war, wieder bespielt. Das nordamerikanische Land hatte seinen Auftritt auf 2021 verschoben. Im vergangenen Jahr hatte die Buchmesse in sehr reduzierter Form stattgefunden. Die klassische Hallenausstellung war gestrichen worden, stattdessen gab es ein virtuelles Programm. Derzeit werde auch an einer langfristig ausgerichteten Digitalstrategie gearbeitet, hiess es. Die Messe, die zu den grössten Branchenveranstaltungen der Welt zählt, findet vom 20. bis zum 24. Oktober statt. Kooperation bei der Dresden Frankfurt Dance Company verlängert (dpa) Der Kooperationsvertrag für die Dresden Frankfurt Dance Company ist um weitere zwei Jahre verlängert worden. Die Dresden Frankfurt Dance Company ist ursprünglich aus der von William Forsythe begründeten Forsythe Company hervorgegangen und wird von den Städten Dresden und Frankfurt am Main sowie den deutschen Bundesländern Sachsen und Hessen finanziert. Jacopo Godani bleibe bis zum Ende der Spielzeit 2022/2023 künstlerischer Leiter, teilte das Ensemble am Mittwoch mit. Der italienische Choreograf habe aber mitgeteilt, dass er die Company dann verlassen wolle. Nach acht Spielzeiten sei ein guter Moment gekommen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen, wurde Godani indirekt zitiert. Für die verbleibenden Spielzeiten habe er «neue, aufregende Produktionen in Vorbereitung», hiess es. Russischer Kultregisseur Menschow nach Corona-Infektion gestorben Wladimir Menschow gewann mit einem sowjetischen Film einen Oscar. (dpa) Der für seinen Film «Moskau glaubt den Tränen nicht» mit einem Oscar ausgezeichnete sowjetische und russische Regisseur Wladimir Menschow ist am 5. Juli im Alter von 81 Jahren gestorben. Menschow, der auch Schauspieler, Drehbuchschreiber und Produzent war, sei am Montag den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus erlegen, teilte der Kinokonzern Mosfilm in Moskau mit. «Wir haben unseren lieben Freund verloren, einen Mosfilm-Mann, der heimischen Kinoindustrie seine ganze schöpferische Kraft und sein schillerndes Talent gewidmet hat, einen echten Regisseur des Volkes, dessen wunderbare Filme Millionen von Menschen kennen und lieben», teilte das Unternehmen mit. Menschows berühmtester Streifen «Moskwa slesam ne werit» («Moskau glaubt den Tränen nicht») von 1979 erhielt als bester ausländischer Film einen Oscar. Im Auszeichnungsjahr 1981 setzte er sich gegen François Truffaut («Die letzte Metro»), Akira Kurosawa («Kagemusha. Der Schatten des Kriegers») und gegen István Szabó («Zimmer ohne Ausgang») durch. Der Preis lenkte damals internationale Aufmerksamkeit auf das sowjetische Kino – kurz nach den von einem internationalen Boykott überschatteten Olympischen Spielen 1980 in Moskau. Das Melodrama zeichnete ein anderes Bild des Alltags von Menschen in der Grossstadt Ende der 1950er Jahre. Menschow erfuhr damals aus den Nachrichten von der Auszeichnung, durfte sie aber wegen der Reisebeschränkungen nicht selbst abholen. Der Kulturattaché der sowjetischen Botschaft nahm den Oscar entgegen, in Moskau durfte Menschow die Trophäe einmal halten. Mit Bitterkeit sagte der Regisseur einmal: «Der Film reiste um die Welt als Visitenkarte für das sowjetische Lebensmodell, und der Autor dieser Visitenkarte wurde für nicht vertrauenswürdig gehalten.» Der am 17. September 1939 in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku am Kaspischen Meer geborene Menschow war bis zuletzt aktiv. Die russische Partei Gerechtes Russland hatte ihn unlängst noch als Kandidaten für die Parlamentswahl am 19. September aufgestellt. Vera Bischitzky erhält das Zuger Übersetzer-Stipendium 2021 (pd) Das Zuger Übersetzer-Stipendium in der Höhe von 50 000 Franken geht in diesem Jahr an Vera Bischitzky für die Übersetzung des Romans «Das Steilufer» von Iwan Gontscharow. Das Buch wird im Hanser-Verlag erscheinen. Vera Bischitzky, geboren 1950 in Berlin, studierte Russistik und Anglistik. Von 1972 bis 1980 arbeitete sie als Redaktorin, anschliessend und bis heute als Übersetzerin, Lektorin und Publizistin. In den 1990er Jahren war sie Interviewerin unter anderem für Steven Spielbergs Survivors of the Shoah Visual History Foundation. 2010 erhielt Vera Bischitzky den Helmut-M.-Braem-Preis für die Übersetzung von Nikolai Gogols «Tote Seelen»; 2014 den Internationalen Gontscharow-Preis für Herausgabe und Übersetzung von «Oblomow» sowie die Herausgabe und Übersetzung des Briefbandes «Herrlichste, beste, erste aller Frauen». Das Zuger Übersetzer-Stipendium ist der höchstdotierte Übersetzerpreis der deutschsprachigen Länder und fördert die professionelle Übersetzung eines literarisch oder kulturell bedeutenden Werks in die deutsche Sprache. Bisherige Preisträger waren unter anderen Melanie Walz (John Cowper Powys, «Der Strand von Weymouth»), Ludwig Paulmichl und Peter Waterhouse für die Übersetzung des Gesamtwerks von Andrea Zanzotto, Susanne Lange (Miguel de Cervantes, «Don Quijote»), Christina Viragh (Péter Nádas, «Parallelgeschichten») oder Ulrich Blumenbach (Joshua Cohen, «Witz»). Anerkennungspreise in der Höhe von je 10 000 Franken erhalten Katharina Meyer und Lena Müller. Sie übersetzen den Roman «La Danse du vilain» von Fiston Mwanza Mujila. Die Preisverleihung findet am 12. Juni 2022 in Zug statt.
Akademie gibt Entscheidung zu Büchner-Preis 2021 bekannt
stern.de

 

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Bezos startet zu Kurztrip ins Weltall (1.02/4)

Der nächste Milliardär startet ins All: Nach Richard Branson will nun auch Amazon-Gründer Jeff Bezos einen Kurztrip in seinem eigenen Raumschiff unternehmen. Es geht um viel Geld - und mehr.
So soll der Kurztrip von Jeff Bezos aussehen
tagesspiegel.de

 

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Amazon Gründer Jeff Bezos fliegt mit Blue Origin in den Weltraum (1.02/4)

Mit dem Flug erfüllt sich der reichste Mensch der Welt einen Kindheitstraum. Doch wie riskant ist das Unterfangen? Und wie vergleichbar ist Bezos Rakete mit der von Elon Musk und Richard Branson? Jeff Bezos und sein Bruder Mark auf einem Wandgemälde in Van Horn, von wo aus die beiden ins All starten wollen. Jeff Bezos mag Abenteuer. In Westtexas rast er gerne mit Dünenfahrzeugen über seine Ranch, am nördlichen Polarkreis war er bereits Hundeschlittenfahren. Vor einigen Jahren begaben er, seine damalige Frau MacKenzie Scott und die vier Kinder sich mehrere Wochen auf hohe See, um im Atlantik einen Raketenmotor zu bergen, den die Nasa für eine ihrer Apollo-Missionen zum Mond verwendet hatte. Wenn Jeff Bezos am Dienstag zum ersten bemannten Flug seiner Raumfahrtfirma Blue Origin abhebt, dürfte das sein bisher grösstes Abenteuer werden – und die Erfüllung eines Lebenstraums. Schon als er fünf Jahre alt war, habe er vom Weltall geträumt, sagt Bezos. Als er 1983 als Jahrgangsbester seiner Highschool in Florida die Abschlussrede hielt, sprach der Teenager davon, dass die Menschheit irgendwann den Weltraum kolonialisieren werde. Die wenigsten Zuhörer dürften geahnt haben, wie ernst es dem jungen Mann war. Statt nur zu träumen, krempelte Bezos die Ärmel hoch. Im Jahr 2000, als seine erste Firma Amazon gerade richtig an Fahrt gewann und expandierte, gründete Bezos mit Blue Origin bereits ein weiteres Unternehmen mit dem Ziel, Touristen in den Weltraum zu bringen. Diesem Vorhaben kommt Blue Origin am Dienstag mit seinem ersten bemannten Flug einen wichtigen Schritt näher. Ein Wermutstropfen für Bezos wird dabei sein, dass er ganz knapp nicht der Erste ist, der Privatpersonen ohne staatliche Hilfe in den Weltraum bringt. Diesen Rekord schnappte ihm der Gründer der Virgin-Konzerngruppe Richard Branson weg, als er vor neun Tagen mit seiner Firma Virgin Galactic in die Schwerelosigkeit abhob. Dennoch ist der Flug ein Meilenstein in der Geschichte der Raumfahrt. Wie läuft der Flug am Dienstag ab? Um 8 Uhr morgens Ortszeit (15 Uhr MESZ) hebt die Rakete New Shepard auf der Startbahn von Blue Origin mitten in der westtexanischen Wüste ab, nahe der Kleinstadt Van Horn, etwa 200 Kilometer südöstlich von El Paso gelegen. Bei der New Shepard handelt es sich um eine klassische Rakete, an deren Spitze sich eine Raumkapsel für bis zu sechs Passagiere befindet. Im Gegensatz zu vielen Raketen der staatlichen Raumfahrt ist diese wiederverwendbar, ähnlich wie auch die Raketen von Elon Musks Firma Space X. Der Flug verläuft komplett automatisiert, deswegen befinden sich auch keine Piloten an Bord. Etwa drei Minuten nach dem Start trennt sich die Kapsel von der Rakete und wird von ihrem Schwung weiter nach oben getragen. Nun können sich die Passagiere abschnallen und drei Minuten in Schwerelosigkeit verbringen. Auf der einen Seite der riesigen Fensterfront werden sie die Erde von oben sehen, auf der anderen die Dunkelheit des Weltalls. Der Flug wird suborbital verlaufen, die Kapsel wird also nicht die Erde umrunden. In einer Höhe von rund 100 Kilometer erreicht die Kapsel ihren Scheitelpunkt und kreuzt die sogenannte Kármán-Linie, eine fiktive Linie, die international als Grenze zum Weltraum anerkannt ist. In der Zwischenzeit kehrt die Rakete New Shepard eigenständig und unbemannt wieder zum Startort zurück, wo sie aufrecht landet. Nach den drei Minuten der Schwerelosigkeit beginnt die Kapsel mit der Passagierkabine nach unten zu sinken, bis sie von der zunehmenden Luftreibung abgebremst wird. Langsam spüren die Passagiere wieder die Schwerkraft. Dann öffnen sich drei Fallschirme und federn den Fall und schliesslich die Landung in der texanischen Wüste ab. Nach insgesamt elf Minuten Reisezeit sollen die Passagiere dann wieder auf der Erde landen. Wer sitzt alles an Bord? Jeff Bezos,57 Jahre, Gründer von Blue Origin, wohlhabendster Mensch der Welt und bis vor kurzem CEO von Amazon. Mark Bezos,2017. Mark Bezos,53 Jahre, Jeff Bezos jüngerer Bruder und seit längerem Berater von Blue Origin. Offenbar hatte der Bruder bis vor kurzem nicht damit gerechnet, bei dem ersten bemannten Raumfahrtflug der Firma dabei sein zu dürfen. «Ich hatte nicht einmal erwartet, dass Jeff beim ersten Flug dabei sein würde», sagte Mark Bezos im Juni. «Und als er mich dann fragte, ob ich mitkommen will, bin ich vor Ehrfurcht erstarrt. Was für eine bemerkenswerte Möglichkeit – nicht nur dieses Abenteuer zu haben, sondern es mit meinem besten Freund erleben zu können.» Wally Funk,2019. Wally Funk,82 Jahre, Pilotin. Ihre Teilnahme ist ein Geschenk von Bezos: Funk qualifizierte sich schon mit 22 Jahren als Astronautin, doch die Nasa erlaubte damals keine Frauen im All und beendete Funks Weltraumpläne jäh. Nun bekommt Funk ihren Traum von der Schwerelosigkeit doch noch erfüllt. Mit ihrer Teilnahme stellt Blue Origin auch einen Rekord auf: Funk wird die bis dato älteste Person im Weltraum sein. Oliver Daemen. Oliver Daemen,18 Jahre, Abiturient aus den Niederlanden. Er bekommt den Platz, den Blue Origin zur Auktion gestellt hatte. Auch Daemens Teilnahme ist ein Rekord: Er wird die bis dato jüngste Person sein, die jemals in den Weltraum geflogen ist. Sein Vater, der Gründer der Investmentfirma Somerset Capital Partners BV, hatte für seinen Sohn bei der Auktion von Blue Origin mitgeboten, weil dieser ein grosser Fan der Raumfahrt sei. Doch der Zuschlag für den Platz ging an einen bis heute nicht bekannten Millionär, der mit 28 Millionen Dollar das höchste Gebot abgegeben hatte. Doch wegen «Terminkonflikten» musste der nun seine Teilnahme absagen; er wird laut Bezos bei einem späteren Flug dabei sein. Insgesamt hatten gemäss Blue Origin 7600 Personen aus 159 Ländern mitgeboten. Blue Origin entschied daraufhin, Daemen den Platz zu geben. Wie viel der Vater genau zahlte, ist nicht bekannt, angeblich waren es deutlich weniger als 28 Millionen Dollar. «Ich habe mein ganzes Leben lang davon geträumt und freue mich wahnsinnig», sagte Daemen in einer Videobotschaft. Wie sicher ist der Flug? Als Jeff Bezos Anfang der 2000er Jahre Blue Origin gründete, zahlte er den Traum vom Weltraumflug fast mit seinem Leben. Es war das Jahr 2003 und er suchte in Westtexas nach geeigneten Landparzellen, von denen aus Blue Origin seine Testflüge starten könnte. Um sich schneller einen Überblick verschaffen zu können, entschieden Bezos und sein begleitender Anwalt, das Gelände nicht mit dem Pferd abzureiten, sondern mit einem Helikopter zu überfliegen. Bei der Besichtigung stürzte dann jedoch der Helikopter ab, überschlug sich und kam in einem Bachbett zum Liegen. Die drei Insassen wurden mit leichten Verletzungen im Spital behandelt, heisst es in dem damaligen Bericht. Nach dem damaligen Vorfall dürfte Bezos alles Denkbare unternehmen, um sein Leben nicht ein zweites Mal für Blue Origin zu riskieren. Anders als die Passagierkapsel des Konkurrenten Virgin Galactic ist die von Blue Origin mit einem Fluchtsystem für den Notfall ausgestattet. Mittels diesem könnten sich die Passagiere retten, sollte es Probleme mit der Rakete geben. In den vergangenen sechs Jahren hat Blue Origin bereits 15 Testflüge absolviert – alle pannenfrei im Gegensatz zu Virgin Galactic, wo es 2014 zu einem tödlichen Unfall kam. Doch gemäss einer Studie des Center for Space Policy and Strategy vom vergangenen Jahr endet etwa ein Prozent aller bemannten Weltraumflüge tödlich. Ein solcher Flug sei etwa 10 000 Mal gefährlicher als einer mit einer kommerziellen Passagiermaschine, sagte einer der Autoren der Studie, George Nield, gegenüber «Business Insider». Um solche Flüge sicherer, zuverlässiger und kostengünstiger anbieten zu können, brauche es schlichtweg mehr Erfahrung. Wie unterscheidet sich Bezos' Flug mit Blue Origin von Richard Bransons jüngstem Flug mit Virgin Galactic? Sowohl Branson als auch Bezos erfahren keine Unterstützung einer staatlichen Raumfahrtbehörde, sondern fliegen mit privatwirtschaftlich entwickelten Gefährten. Bei Blue Origin liegt die finale Flughöhe etwas höher, nämlich bei 100 Kilometern statt bei 80 Kilometern bei Virgin Galactic und damit oberhalb der Kármán-Linie. Zum Vergleich: Die Internationale Raumstation (ISS) befindet sich etwa 400 Kilometer über der Erdoberfläche. Kritiker haben eingewendet, dass die Passagiere an Bord der Virgin Galactic damit streng genommen knapp den Weltraum verpasst. Doch wo der Luftraum endet und der Weltraum beginnt, ist letztlich nur eine Frage der Definition. Für die Passagiere ist quasi kein Unterschied zu erkennen. Damit ist bei Virgin Galactic auch die Zeit in der Schwerelosigkeit etwas kürzer (3 statt 4 Minuten). Auch wird laut Experten der Start der Rakete bei Blue Origin etwas rasanter verlaufen, da die Rakete mit höherer Geschwindigkeit startet, um etwas höher fliegen zu können. Ist das der Start zum Raumfahrttourismus? Bezos ist überzeugt, dass dereinst Millionen von Menschen im Weltraum leben und arbeiten werden. Experten gehen davon aus, dass es bis zum Start des privatwirtschaftlichen Weltraumtourismus nur noch wenige Monate dauern wird. Blue Origin hat für dieses Jahr bereits weitere bemannte Flüge der New Shepard in Aussicht gestellt. Wie viel die Plätze an Bord kosten werden, ist nicht bekannt. Auch der Konkurrent Virgin Galactic hat zwei weitere Testflüge angekündigt, bevor im nächsten Jahr der kommerzielle Flugbetrieb aufgenommen werden soll. Ein weiterer wichtiger Akteur im privatwirtschaftlichen Raumflug ist Elon Musk mit seiner Firma Space X. Sowohl Blue Origin als auch Space X verfolgen den Ansatz von wiederverwertbaren Raketen für ihre Flüge, um langfristig Geld zu sparen. Im Vergleich mit SpaceX liegt Blue Origin aber um einiges zurück. Elon Musks Raumfahrtfirma führt seit langem regelmässig Weltraumflüge mit den Raketen des Typus Falcon 9 durch und bringt für die Nasa regelmässig bereits Fracht und Passagiere zur Internationalen Raumstation ISS. Der Unterschied zwischen den beiden Firmen besteht zudem darin, dass sich Blue Origin ganz auf den Weltraumtourismus konzentriert, während SpaceX vor allem Transport- und Shuttleflüge für staatliche Raumfahrtorganisationen wie die Nasa anbietet sowie für Unternehmen, die Satelliten ins Weltall schicken. Auch Space X will zwar eines Tages Touristen in den Weltraum bringen, das plant Musk aber mit Hilfe der Drittfirma Space Adventures zu tun. Ein Platz an Bord soll etwa 50 Millionen Dollar kosten. Der NZZ-Korrespondentin Marie-Astrid Langer auf Twitter folgen.
So soll der Kurztrip von Jeff Bezos aussehen
tagesspiegel.de

 

 23 /205 

Alpine-Chef: Alonso empfiehlt sich für Vertragsverlängerung (1.01/4)

Der zweimalige Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso hat gute Chancen, auch im kommenden Jahr für das Alpine-Team in der Motorsport-Königsklasse zu fahren.
Formel 1 - Alpine-Chef: Alonso empfiehlt sich für Vertragsverlängerung
t-online.de

 

 24 /205 

Euskirchen/Steinbachtalsperre: Unternehmer befreite Abfluss unter Lebensgefahr (1.01/4)

Als die Steinbachtalsperre bei Euskirchen zu brechen drohte, schnappte sich Hubert Schilles einen Bagger, um den Abfluss von Geröll zu befreien – eine lebensgefährliche Aufgabe, für die er nun als Held gefeiert wird. Mehrere Politiker heben seinen Baggereinsatz in der Flutkatastrophe als beispielhafte Zivilcourage hervor, doch der Eifeler Tiefbauer Hubert Schilles bleibt bescheiden. "Das war keine Heldentat. Das hätte jeder andere auch gemacht", sagte der 67-jährige Schilles der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Der Inhaber einer Tiefbaufirma aus der Region hatte sich am vergangenen Donnerstag ohne zu zögern bereit erklärt, den mit Boden und Geröll zugeschwemmten Abfluss der Steinbachtalsperre in Euskirchen freizubaggern. Dort war befürchtet worden, der Damm könne brechen, wenn es nicht gelänge, Druck von der übervollen Talsperre zu nehmen. Er habe ja genau gewusst, was für die Ortschaften unterhalb des Dammes auf dem Spiel stand, sagte Schilles. "Mir war klar. Hier muss sofort Hilfe her. Da kann man nicht mehr lange überlegen". Er habe einen 30-Tonnen-Tieflader angefordert und sei "da reingefahren": "Ich bin ein gläubiger Menschen: Ich habe mich zweimal gesegnet, bevor ich da runter bin", sagte Schilles.18 Meter unter dem Wasserspiegel arbeitete er dann sechs Stunden lang auf der anderen Seite des akut gefährdeten Dammes und schaufelte den Ablauf frei. Dass er sich selbst in Lebensgefahr begibt, sei klar gewesen. "Wenn die Wand fliegen gegangen wäre, wäre das hundertprozentig der sichere Tod gewesen. Das war schon eine brisante Situation", sagte Schilles. "Aber ich hatte keine Angst, weil dahinter stand ja was Großes. Nämlich, dass kein Mensch zu Schaden kommt", sagte Schilles. Er halte sein Handeln daher für selbstverständlich. "Man soll nicht die Brust rausdrücken. Ich bin eher der, der im Untergrund arbeitet", sagte der 67-Jährige. Er und sein Team aus 57 Beschäftigten seien auch nun weiter mit Aufräumarbeiten nach der Katastrophe befasst. Zurzeit fahre er immer wieder Sondermüll zur Deponie. Ministerpräsident Armin Laschet und NRW-Innenminister Herbert Reul (beide CDU) hatten das Engagement des Mannes am Montag beide als beeindruckend und beispielhaft für Zivilcourage hervorgehoben. "Das ist eine lebensgefährliche Aufgabe", so Laschet bei einem Treffen mit Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) an der Talsperre. Reul hob hervor, dass sich der Baggerunternehmer damit einreihe in eine große Gruppe Menschen, die im Hilfseinsatz Sensationelles bewegt hätten.
Eifeler Unternehmer hat die Steinbachtalsperre freigebaggert
rp-online.de

 

 25 /205 

Schluss bei 10 000 Euro? Pläne für EU-Bargeld-Limit sorgen für Zoff (1.01/4)

Der Kampf gegen Geldwäsche wird nach Ansicht von Experten in vielen EU-Staaten nur halbherzig geführt. An diesem Dienstag stellt die EU-Kommission Pläne vor, wie künftig effizienter verhindert werden soll, dass Milliardenbeträge aus kriminellen Geschäften in die reguläre Wirtschaft eingespeist werden. Im Gespräch ist eine Obergrenze von 10 000 Euro für Zahlungen mit Bargeld sowie eine neue Überwachungsbehörde. Endgültig entschieden ist nichts, doch schon die Vorschläge sorgen für Diskussionen - vor allem in Deutschland. Warum schlägt die EU-Kommission eine Bargeldobergrenze vor? Befürworter argumentieren, Kriminelle hätten es dann schwerer, den illegalen Ursprung ihrer Erträge zu verschleiern, Terrorismusfinanzierung würde ebenso erschwert wie Schwarzarbeit. Denn anders als elektronische Einzahlungen oder Überweisungen hinterlassen Bargeld-Geschäfte kaum Spuren. Somit könnte eine Obergrenze für Zahlungen mit Schein und Münze kriminelle Machenschaften eindämmen. „Wir respektieren es, dass Bürger Bargeld mögen, und wir wollen es nicht abschaffen“, sagte EU-Finanzmarktkommissarin Mairead McGuinness im Mai der „Süddeutschen Zeitung“. „Doch wir wollen saubere Euros, keine dreckigen. Geldwäsche vergiftet das Wirtschaftssystem; das Geld stammt aus kriminellen Aktivitäten und fließt in den legalen Wirtschaftskreislauf.“ Tut Europa nicht schon genug gegen Geldwäsche? Der Europäische Rechnungshof kam jüngst nach einer Prüfung zu dem Schluss, dass es deutliche Schwächen gibt. So wurde unter anderem bei den Maßnahmen zur Verhinderung von Geldwäsche sowie beim Eingreifen nach Feststellung eines Risikos eine unzureichende Koordinierung auf EU-Ebene festgestellt. „Die Schwächen der EU bei der Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung müssen ausgeräumt werden, und die Aufsicht durch die EU muss deutlich verstärkt werden“, forderte Chefprüfer Mihails Kozlovs danach. Wäre eine Bargeldobergrenze etwas völlig Neues? In den meisten Ländern Europas gibt es bereits Höchstgrenzen für Bargeldzahlungen - in Griechenland ist beispielsweise bei 500 Euro Schluss, in Kroatien bei 15 000 Euro. Keine Limits setzen bislang Staaten wie Deutschland, Österreich, Luxemburg und Zypern. Die EU-Kommission will nun, dass alle Mitgliedstaaten ein Verbot von Barzahlungen über 10 000 Euro durchsetzen. Staaten, die ein niedrigeres Limit eingeführt haben, können dieses beibehalten. Wie kommen die Brüsseler Pläne in Deutschland an? Bundesbank-Vorstand Johannes Beermann sieht eine Beschränkung von Barzahlungen auf 10 000 Euro kritisch. „Bislang gibt es keinen wissenschaftlich fundierten Beleg, dass mit Barzahlungsobergrenzen das Ziel erreicht wird, Geldwäsche zu bekämpfen“, sagte Beermann kürzlich der Deutschen Presse-Agentur. Beermann sieht die Gefahr, dass ein solches Limit „vor allem auch den ehrlichen Bürger trifft“. Deutschlands oberster Verbraucherschützer, Klaus Müller, hatte zudem schon vor Jahren gewarnt, ein Bargeldlimit öffne „das Tor für eine absolute Kontrolle der Verbraucherinnen und Verbraucher“. Das Recht auf anonymes Einkaufen müsse berücksichtigt werden. Der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber sagt: „Eine europaweit einheitliche Bargeldobergrenze braucht es nicht.“ Die Kommission täte gut daran, die nationalen Befindlichkeiten zu berücksichtigen und es den Mitgliedstaaten zu überlassen, ob und in welcher Höhe es Bargeldobergrenzen gebe. Wen würde die 10 000-Euro-Grenze in Deutschland treffen? Barzahlungen in fünfstelliger Höhe dürften für die meisten Verbraucher Seltenheitswert haben. In bestimmten Bereichen allerdings könnten Obergrenzen Probleme bereiten, etwa beim Gebrauchtwagenkauf. Viele Verkäufer dürften sich dabei ungern auf die Zusage verlassen, das Geld werde überwiesen. Auch hohe Mietkautionen werden mitunter bar gezahlt. Solche Geschäfte könnten jedoch auch unter den verschärften Bedingungen möglich sein: „Diese Obergrenze gilt nicht für private Transaktionen zwischen Privatpersonen“, heißt es in einem Entwurf für die Verordnung. Schon jetzt gibt es in Ländern mit Obergrenzen für Barzahlungen teils Ausnahmen für Geschäfte zwischen Privatleuten. Wie konkret sind die Planungen für die neue Überwachungsbehörde? Der konkrete Vorschlag wird heute vorgestellt. Laut dem der dpa vorliegenden Text soll die „Anti-Money Laundering Authority (AMLA)“ bei Verstößen gegen EU-Regeln auch Finanzsanktionen verhängen können. Hessen wirbt dafür, dass die neue EU-Behörde in der Bankenmetropole Frankfurt angesiedelt wird. „Es ist wichtig, dass die neue EU-Behörde nach Frankfurt kommt und nicht nach Paris gehen wird“, bekräftigte Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des deutschen Fondsverbands BVI. „Andernfalls könnte sich die Tektonik zwischen den kontinentaleuropäischen Finanzplätzen zugunsten von Paris verschieben.“ In Paris haben bereits die europäische Bankenaufsicht EBA und die europäische Finanzaufsicht ESMA ihren Sitz, Frankfurt wartet mit der Europäischen Zentralbank (EZB) und der unter deren Dach angesiedelten Aufsicht über die großen Euro-Banken auf. Wie geht es jetzt weiter? Nach der Vorstellung der Pläne sind der Rat der Mitgliedstaaten und das Europaparlament am Zug. Wenn dort ausreichend große Mehrheiten zustande kommen, können die Vorschläge der EU-Kommission umgesetzt werden. Vor dem kommenden Jahr werden allerdings keine endgültigen Entscheidungen erwartet. (dpa)
Pläne für EU-Bargeld-Limit sorgen für Zoff
stern.de

 

 26 /205 

VW-Aktionäre gegen Bosch Schadenersatz-Klagen vor dem BGH (1.01/4)

Karlsruhe – Im Dieselskandal gibt es auch VW-Aktionäre, die den Autozulieferer Bosch auf Schadenersatz verklagt haben – am Dienstag (20. Juli) verhandelt der Bundesgerichtshof (BGH) zum ersten Mal solche Fälle. Bosch hatte Volkswagen die Motorsteuerungssoftware geliefert, die bei der Manipulation der Abgaswerte zum Einsatz kam. D ie klagenden Anleger hatten Verluste gemacht, als VW-Aktien massiv an Wert verloren. Sie sind der Ansicht, Volkswagen hätte den Kapitalmarkt früher informieren müssen. Bosch werfen sie Beihilfe vor und verlangen Schadenersatz. In allen neun Fällen, mit denen sich nun der BGH befasst, hatten die Stuttgarter Gerichte die Klagen abgewiesen. Dabei ließen sie offen, ob VW ein Kapitalmarktdelikt begangen hat. Bosch war nach ihrer Auffassung aber nicht in einem Maße verstrickt, das den Vorwurf der Beihilfe rechtfertigen würde. Das letzte Wort haben nun die Karlsruher Richterinnen und Richter. Ob es schon ein Urteil gibt, ist offen. (Az. II ZR 152/20 u.a.)
BGH befasst sich mit Rolle von Bosch im Dieselskandal
stern.de

 

 27 /205 

Flutkatastrophe| Bund rechnet mit Milliarden-Schäden (1.01/4)

Straßen, Brücken, Gleise und Mobilfunkmaste: Das Hochwasser im Südwesten Deutschlands riss alles mit sich. Die Kosten für das Ausmaß der Flutkatastrophe werden immer klarer. Alle Infos im Newsblog. Tief "Bernd" hat in Deutschland eine beispiellose Katastrophe ausgelöst: Durch enormen Starkregen sind Regionen überschwemmt und völlig verwüstet worden. Besonders betroffen sind Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Aber auch in Bayern und Sachsen kämpfen die Bewohner seit Samstag gegen die Wassermassen. Die Zahl der Todesopfer steigt weiter, viele Menschen gelten als vermisst. Der Bund rechnet wegen der Hochwasser-Katastrophe mit mindestens rund zwei Milliarden Euro Schäden alleine bei der Deutschen Bahn sowie bei Straßen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen. Alleine bei der Bahn gebe es einen Schaden von mindestens 1,3 Milliarden Euro. Zerstörte Brücken, Gleise, Straßen und Mobilfunkmasten in den Hochwasser-Katastrophengebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sollen schnellstmöglich wieder instandgesetzt werden, hatte es zuvor aus dem Bundesverkehrsministerium geheißen. Dazu tagte am Montag eine Taskforce, wie ein Sprecher von Ressortchef Andreas Scheuer (CSU) gesagt hatte. Daran hätten auch Vertreter der Deutschen Bahn und der Autobahngesellschaft des Bundes teilgenommen. Das Verkehrsministerium hatte angekündigt, zur Schadensermittlung werde in einzelnen Arbeitsgruppen für Straße, Schiene, Wasserstraße und digitale Infrastrukturen der weitere Handlungsbedarf ermittelt und priorisiert. Das Bundeskabinett will am Mittwoch über Bundeshilfen für die Hochwasser-Katastrophengebiete entscheiden. Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Klaus-Dieter Hommel, sagte der dpa die EVG habe mit mehreren Partnern einen Hilfsfonds gegründet. "Gerade nach der großen wirtschaftlichen Belastung durch die Pandemie müssen die Schäden an Gleisen, Brücken, Gebäuden und Fahrzeugen der Eisenbahnunternehmen schnell beseitigt werden", so Hommel. 50 Millionen Euro Soforthilfe sollen die bayerischen Hochwasseropfer nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) vom Land erhalten. "Der Bund hat ja schon angekündigt,300 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, wir werden heute erstmal 50 Millionen Euro bereitstellen für die Soforthilfen", sagte Söder dem Bayerischen Rundfunk am Dienstag. Das Kabinett wollte sich am Morgen mit der jüngsten Hochwasserkatastrophe in Oberbayern und der Unterstützung der Betroffenen befassen. Im südöstlichen Landkreis Berchtesgadener Land hatten am Wochenende heftige Unwetter in einigen Orten rund um Watzmann und Königssee für Erdrutsche und Überflutungen gesorgt. Der Schaden geht in die Millionenhöhe. Das Hochwasser in Passau geht weiter zurück. "Es fließt langsam ab", sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle am Dienstag. Am Wochenende waren nach den heftigen Unwettern die Pegelstände der Donau angestiegen. Die Uferpromanade und tiefer liegende Parkplätze waren überflutet worden, einzelne Keller liefen voll Wasser. Es sei aber bei weitem nicht so schlimm gekommen wie angekündigt, sagte der Sprecher. Auch beim Notruf sei es inzwischen ruhiger geworden. Der Pegelstand der Donau lag am Morgen nach Angaben des Hochwasserdienstes bei rund 7,20 Meter. Laut der Prognose sollte sich die Lage im Laufe des Tages weiter entspannen. Der Katastrophenfall ist nach dem verheerenden Hochwasser im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land wieder aufgehoben. Auch die Schulen und Kitas sollten am Dienstag nach Angaben des Landratsamtes wieder regulär öffnen. Wasserfluten und Erdrutsche hatten manche Orte in der beliebten Urlaubsregion rund um Watzmann und Königssee am Wochenende regelrecht verwüstet. Innenminister Horst Seehofer besuchte das Katastrophengebiet an der Ahr in Rheinland-Pfalz. Auch an dem Fluss hatte das Hochwasser in einigen Ortschaften für schwere Verwüstungen gesorgt. Häuser brachen zusammen, Brücken und Autos wurden mitgerissen. Satellitenbilder, die von der Weltraumorganisation European Space Agency bereitgestellt wurden, zeigen nun die schweren Folgen der Katastrophe in Liers an der Ahr. Vorher: Nach der Flutkatastrophe: Nach der Hochwasserkatastrophe an der Ahr wird die Bevölkerung davor gewarnt, das Wasser des Flusses zu trinken oder es zur Reinigung von Gegenständen zu nutzen. Das Ahr-Wasser sei durch Heizöl, Abwasser sowie Schlamm und Unrat stark verunreinigt, teilte das Pressezentrum Hochwasser-Ahrweiler am Montagabend mit. "Bitte sprechen Sie die Einsatzkräfte vor Ort auf verfügbares Trink- und Brauchwasser an." Angela Merkel macht sich am Dienstag (11.55 Uhr) ein Bild von der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen. Zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kommt die Bundeskanzlerin (beide CDU) nach Bad Münstereifel. Der Ort im Kreis Euskirchen ist von dem Unwetter der vergangenen Tage heftig betroffen. Merkel spricht mit Vertretern von Hilfsorganisationen sowie Helferinnen und Helfern. Nach einem Treffen mit betroffenen Bürgern steht ein Gang durch das Gebiet auf dem Programm. Die mittelständische Wirtschaft fordert eine "schnelle und unbürokratische" Auszahlung der von der Bundesregierung angekündigten Soforthilfen für die Opfer der Hochwasserkatastrophe. "Um Fehler wie bei den Corona-Hilfen zu vermeiden, sollten die Hilfsgelder diesmal über die Finanzämter ausgezahlt werden", sagt Markus Jerger, Bundesgeschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Mittelstand begrüße die angekündigten Hilfen ausdrücklich, zumal auch Hunderte kleine Gewerbetreibende und mittelständische Betriebe betroffen seien. Pauschalzahlungen in gleicher Höhe seien jedoch der falsche Weg. Gefragt seien maßgeschneiderte Lösungen. Nach dem verheerenden Hochwasser wollen Bund und Länder die Flutopfer nicht nur mit millionenschweren Soforthilfen unterstützen, sondern ihnen später auch beim Wiederaufbau helfen. Wie Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) bereits angekündigt hat, sollen als schnelle Hilfen rund 400 Millionen Euro bereitstehen. Zusätzlich ist ein Aufbaufonds geplant, über den Bund und Länder nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verhandeln wollen, sobald die entstandenen Schäden eingeschätzt werden können. Darüber hatte am Montag zunächst die "Rheinische Post" berichtet. Die Soforthilfe von 400 Millionen Euro soll demnach zur Hälfte vom Bund und zur Hälfte von den betroffenen Ländern getragen werden. Außerdem will der Bund den Ländern die Kosten für Rettungseinsätze von Bundespolizei, Technischem Hilfswerk (THW) und Bevölkerungsschutz erlassen. Auch die Bundeswehreinsätze im Überschwemmungsgebiet sollen den Ländern nicht in Rechnung gestellt werden. Das Hilfspaket soll am Mittwoch vom Kabinett auf den Weg gebracht werden. Auch vorher können die Länder allerdings schon Soforthilfen aus eigenen Töpfen auszahlen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat nach der Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen den Katastrophenschutz verteidigt. Manches an der derzeit geäußerten Kritik sei einer "ganz billigen Wahlkampfrhetorik" zuzuordnen, sagte Seehofer bei einem Besuch an der Steinbachtalbrücke in Euskirchen. Dies sei fast schäbig. Seehofer kündigte zugleich an, dass nach der Bewältigung der akuten Krisenlage die Abläufe im Katastrophenschutz aufgearbeitet würden. Der Katastrophenschutz in Deutschland sei gut aufgestellt, sagte Seehofer. Bund, Länder und Kommunen müssten sich aber auch gemeinsam Gedanken machen, welche Lehren aus dem Krisenmanagement zu ziehen seien. Es wäre falsch "in der Arroganz (zu) verharren", dass man nichts mehr verbessern könne. Seehofer machte sich einen Eindruck von Hilfseinsätzen wie dem Aufbau mobiler Trinkwasseranlagen durch das Technische Hilfswerk (THW). Die Kosten für den Wiederaufbau schätzte Seehofer auf mehrere Milliarden Euro. Aufgeschwemmte Heizöltanks, aufgerissene Rohre, Benzin und Diesel aus Autos: Das Landesumweltamt in Nordrhein-Westfalen rechnet damit, dass durch die Fluten viele Schadstoffe in die Gewässer eintreten. Schon am Donnerstag seien die ersten Ölschlieren auf dem Rhein bei Bad Honnef gesehen worden. "Die Leute haben das auch schon gemeldet, dass es riecht und Schlieren auf dem Wasser sind", sagte eine Sprecherin des Umweltamtes. Auch in Erftstadt-Blessem, wo die Lage nach einem Erdrutsch besonders angespannt war, sind die ersten Umweltfolgen spürbar. Das Wasser auf den Straßen von Blessem roch beißend nach Benzin und hatte einen öligen Schleier. Wo sich das Wasser zurückgezogen hatte, blieb Unrat zurück, der aus Häusern und Garagen geschwemmt worden war. Am Samstag berichtete schon der Wupperverband von einer massiven Verschmutzung der Wuppertalsperre. Durch die Überflutung von Firmengeländen, Betriebsflächen und Häusern seien verschiedene Substanzen ins Wasser gelangt. Die Talsperre ist deshalb für Boote, Angler, Schwimmer und Taucher gesperrt. Oberste Priorität habe jetzt die Trinkwasserversorgung, sagte die Sprecherin des Umweltamtes. Wasserversorger würden mit einem Warn- und Alarmplan über mögliche Befunde informiert und könnten dann Maßnahmen ergreifen. "Über andere Umweltfolgen haben wir noch gar keinen Überblick", sagte die Sprecherin. Dafür müssten die Pegelstände zunächst weiter sinken. In dem vom Hochwasser besonders stark geschädigten Erftstadt bildet die Abbruchkante auch weiterhin ein Risiko. Zwar sei die Kiesgrube hinter dem Ortsteil Blessem weiträumig abgesperrt, sagte die Bürgermeisterin der nordrhein-westfälischen Gemeinde, Carolin Weitzel, am Montag im "Morgenmagazin" von WDR 2. "Ein weiteres Nachrutschen von Erdmassen ist jedoch jederzeit möglich." Die betroffenen Stadtteile würden permanent mit Drohnen überwacht. Gleichzeitig liefen geologische Untersuchungen. "Sobald der Ort als begehbar eingestuft wird, beginnen Prüfungen der Statik", sagte Weitzel. Im Ortsteil Blessem besteht in der Nähe der Abbruchkante akute Lebensgefahr. Der Pegel der seit Tagen vom Hochwasser bedrohten Steinbachtalsperre hat nach Angaben des Rhein-Sieg-Kreises einen "unkritischen Wasserstand erreicht". Damit bestehe akut keine Gefahr mehr, dass die Staumauer brechen könnte, teilte der Kreis am Montag mit. "Somit können die Evakuierungsmaßnahmen für Swisttal und Rheinbach aufgehoben werden." Die Hochwasserlage in Bayern hat sich am Montag deutlich entspannt. Da es keine relevanten Niederschläge mehr gegeben habe und nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes auch die kommenden Tage keine relevanten Flächenniederschläge geben werde, sei von einer weitergehenden Entspannung auszugehen, teilte der Hochwassernachrichtendienst Bayern mit. "Die Wellen laufen ab", hieß es im Lagebericht des Warndienstes. An der Donau verläuft der Scheitel der aktuellen Hochwasserwelle derzeit demnach bei Neuburg. Dort gilt derzeit die Meldestufe drei, die im Tagesverlauf auch für Ingolstadt und Kelheim erwartet wird. Die zweithöchste Meldestufe drei bedeutet, dass einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet werden können und auch einzelne überörtliche Straßen. An allen anderen bayerischen Flüssen sind die Meldestufen bereits niedriger. Auch im Landkreis Berchtesgadener Land entspannte sich die Lage. Die Nationalparkverwaltung warnte in der bei Touristen beliebten Region allerdings vor Unternehmungen. Zahlreiche Forststraßen, Wege und Steige seien unpassierbar. Im gesamten Gebiet sei mit Wegeschäden, Erosionen, Unterspülungen, Muren, Steinschlag oder akuten Gefahren durch umstürzende Bäume zu rechnen. Die Schifffahrt auf dem Königssee blieb am Montag eingestellt. Die Zahl der Todesopfer im Kreis Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) ist auf 117 gestiegen. Zudem seien mindestens 749 Menschen verletzt worden, teilte eine Polizeisprecherin in Koblenz am Montag mit. Wie viele Menschen noch vermisst werden, ist weiterhin unklar. Am Sonntag war die Zahl der Flut-Toten in Rheinland-Pfalz mit 110 angegeben worden. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat mehr Anstrengungen beim Klimaschutz gefordert. "Wir brauchen schon einen Klima-Ruck in Deutschland", sagte er im ARD-"Morgenmagazin". Das Unwetter mit verheerenden Folgen vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, aber auch im Südosten Bayerns nannte er einen Weckruf. Für Mittwoch kündigte Söder eine Regierungserklärung an. Dabei werde es nicht nur darum gehen, Ziele zu definieren, sondern das auch finanziell mit einem Klimaprogramm zu hinterlegen. Klimaschutz sei keine ideologische Frage, sondern eine Frage der Vernunft und der Ethik. Es gehe darum, die Heimat stärker zu schützen und zu überlegen, welche Welt man Kindern und Kindeskindern übergeben wolle. Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, hat nach einem Besuch im Hochwasser-Katastrophengebiet eine bessere Vorbereitung für kommende Extremwetterereignisse gefordert. "Die Lage ist nach wie vor hochdramatisch. Menschen haben alles verloren, noch immer werden einige vermisst", sagte Baerbock in einem am Montagmorgen veröffentlichten "Spiegel"-Interview. "Mir haben Helfer in Rheinland-Pfalz von Familien erzählt, die tagelang auf dem Dach ausharrten, bis endlich die Retter kamen. Da zieht sich einem das Herz zusammen. Wir müssen uns besser gegen solche Extremwettereignisse wappnen, um Menschen zu schützen." Baerbock forderte zudem eine Neuformation des Katastrophenschutzes mit mehr Verantwortung für den Bund. Diese Notwendigkeit zeichne sich seit längerem ab. "Notsituationen wie diese Flut oder auch Waldbrände häufen sich und brechen oft an vielen Orten zur selben Zeit aus. Hilfe funktioniert nur, wenn alles ineinander greift. Dafür braucht es eine Instanz, die alle Kräfte bündelt, die schnellstmöglich aus ganz Deutschland oder EU-Nachbarstaaten Hubschrauber oder Spezialgeräte zusammenzieht." Die Kanzlerkandidatin sprach von einer schnelleren Koordinierung der verschiedenen Ebenen und Akteure. Das gelte insbesondere für Ereignisse, die mehrere Bundesländer betreffen oder nicht mehr durch die regionalen Einsatzkräfte bewältigt werden könnten. "Dazu muss das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe mit einer Zentralstellenfunktion ausgestattet werden, wie wir sie in der Polizeiarbeit vom Bundeskriminalamt kennen." Baerbock sprach sich zudem für ein striktes Bauverbot in Hochwasserrisikogebieten aus. "Die CDU müsste nur ihren Widerstand dagegen aufgeben." Die Überflutungen kamen nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministeriums nicht überraschend. Amtliche Warnungen vor extremem Unwetter hätten sich am vergangenen Montag um 10.28 Uhr konkretisiert, zitiert die "Bild" das Ministerium. Alle amtlichen Warnungen seien an die Leitstellen der Kreise und der kreisfreien Städte zugestellt worden. Die Bürgermeisterin der von der Flutkatastrophe besonders hart getroffenen Verbandsgemeinde Altenahr, Cornelia Weigand, sieht die Existenz ihrer Gemeinde in Teilen gefährdet. "Es sieht so aus, als ob die Infrastruktur so stark zerstört ist, dass es in einigen Orten vielleicht über Wochen oder sogar Monate kein Trinkwasser geben wird", sagt Weigand im Politik-Talk der Zeitung "Bild". Es sei daher sehr wichtig, "eine Notwasserversorgung gegebenenfalls auch über Monate gewährleisten zu können". Gleiches gelte für eine Notstromversorgung. Wann es in Altenahr wieder Normalität gebe, sei für sie nicht absehbar. "Es ist klar, dass unsere Gemeinden anschließend anders aussehen werden, weil viele der Gebäude, die prägend waren, die dort über 50,100 oder 150 Jahre gestanden haben, abgerissen werden müssen." Sie hoffe, dass es eine Zukunft für ihre Gemeinde gebe. "Wer zieht da wieder hin, wo ein Jahrhunderthochwasser um den Faktor 3 überstiegen wird. Das ist nicht berechenbar, das ist nicht planbar." Nach den verheerenden Überschwemmungen im Westen Deutschlands hat der Leiter des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, den Katastrophenschutz gegen Kritik verteidigt. "Unsere Warninfrastruktur hat geklappt im Bund", betonte Schuster am Sonntagabend im "heute journal" des ZDF. "Der Deutsche Wetterdienst hat relativ gut gewarnt." Das Problem sei, dass man oft eine halbe Stunde vorher noch nicht sagen könne, welchen Ort es mit welcher Regenmenge treffen werde. "Wir haben 150 Warnmeldungen über unsere Apps, über die Medien ausgesendet", sagte Schuster. Er verwies darauf, dass die Warn-App Nina des BBK neun Millionen Nutzer habe. Wo die Menschen in den Hochwassergebieten durch Sirenen gewarnt worden seien und wo nicht, könne er im Moment nicht sagen. Noch sei man "in der Phase des Rettens". Aber: "Das werden wir noch ermitteln müssen." Angesichts der massiven Folgen der Flutkatastrophe ist der Vorwurf laut geworden, dass die Menschen womöglich nicht rechtzeitig gewarnt worden seien. Klar ist bereits, dass nur ein Teil der Bevölkerung mit Sirenengeheul alarmiert wurde. Schuster wies darauf hin, dass der Bund den Ländern mit einem 90-Millionen-Euro-Programm beim Aufbau und der Ertüchtigung von Sirenen helfen will. Bislang gibt es allerdings noch nicht einmal einen bundesweiten Überblick, wo wie viele Sirenen stehen. In Erftstadt-Blessem besteht nach Einschätzung von Experten in der Nähe einer Abbruchkante weiterhin akute Lebensgefahr. Das teilte Landrat Frank Rock nach einem Gespräch mit den Fachleuten vor Ort am Sonntag mit. Die Stabilität des Untergrunds nach der Unwetterkatastrophe in dem besonders betroffenen Stadtteil müsse weiterhin überprüft werden. Eine abschließende Einschätzung sei noch nicht möglich. In Blessem war durch die Fluten ein riesiger Krater entstanden, mindestens drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg stürzten ein. Der Ortsteil war evakuiert worden. Die Behörden sprachen ein Betretungsverbot aus. "Angesichts der Zerstörung in Teilen des Ortes, grenzt es an ein Wunder, dass wir bisher keine Todesopfer zu beklagen haben. Das ist ein Stück weit erleichternd. Gleichwohl müssen wir mit Hochdruck an einer Perspektive für die Bewohner arbeiten, die verständlicherweise schnellstmöglich wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren möchten", so Rock. Die Linkspartei fordert den Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Es gebe Berichte der Zeitung "The Times" und der "Bild", wonach die Bundesregierung trotz frühzeitig vorliegender Informationen die Menschen nicht ausreichend vor der drohenden Unwetter-Katastrophe gewarnt habe, erklärt Linkspartei-Chefin Susanne Hennig-Wellsow. Entweder habe die Regierung die Warnung nicht ernst genommen, oder sie sei nicht mit dem nötigen Nachdruck an die zuständigen Behörden weitergeleitet worden. "Beides wäre unverzeihlich und ein gravierender politischer Fehler. Und der wiegt angesichts der Ausmaße der Katastrophe so schwer, dass ein Rücktritt des zuständigen Ministers mehr als angemessen ist." Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat in einer Fernsehansprache zur Hochwasserkatastrophe an den in Altena getöteten Feuerwehrmann erinnert. Dabei berichtete Laschet im WDR vom Telefonat mit der Witwe des 46-Jährigen. "Sie hat mir erzählt, dass ihr Mann jungen Menschen Werte vermitteln wollte. Er wollte ein Vorbild sein. Er ist noch mehr. Er ist ein Held", sagte Laschet. Er stehe stellvertretend für die Tausenden, die jeden Tag ihren Dienst tun und Leib und Leben riskieren. Der Beitrag, der im WDR Fernsehen kurz vor der 20-Uhr-"Tagesschau" gesendet werden sollte, wurde vorab aufgezeichnet. Der Feuerwehrmann war in der dramatischen Hochwasserlage am Mittwochnachmittag in der Stadt im Märkischen Kreis nach der Rettung eines Mannes ins Wasser gestürzt und ertrunken. Seine Kollegen hatten ihn nur noch tot bergen können. Keine Entspannung im Berchtesgadener Land: In den östlichen Alpen wird am Sonntag durchgehend Regen erwartet. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte vor lokal ergiebigem Dauerregen mit mehr als 130 Litern pro Quadratmeter in 24 Stunden. Bis auf das Allgäu sollen im gesamten Alpenraum fast ohne Unterbrechung im Tagesverlauf 25 bis 70 Liter pro Quadratmeter niedergehen. Erst im Laufe der Nacht klingt der Regen nach Prognosen des DWD ab. In den betroffenen Regionen sei aber lokal noch mit weiterem Starkregen zu rechnen. Extreme Sturzfluten seien nicht ausgeschlossen. Besonders im niederbayerischen Passau sollten die Wasserstände weiter steigen. Die maximalen Werte würden für die Nacht erwartet, heißt es vom Wetterdienst. Es könne knapp die höchste Meldestufe vier erreicht werden, derzeit bestehe Stufe drei. Diesen Wert erreichten auch Flüsse in anderen Regionen wie in Oberbayern die Salzach im Raum Burghausen (Landkreis Altötting) und die Loisach bei Eschenlohe im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Mehrere Städte im Hochwassergebiet von Nordrhein-Westfalen haben an die Menschen appelliert, die betroffenen Einsatzorte zu umfahren und die Helfer nicht zu behindern. "Bitte keinen Sensationstourismus!", hieß es am Sonntag auf der Homepage von Erftstadt. Das Stadtgebiet solle nicht zum Ausflugziel gemacht werden – ob mit dem Auto, Fahrrad oder zu Fuß – um die Aufräumarbeiten nicht zu behindern oder sich selbst zu gefährden. "Gaffer und Katastrophentouristen" behindern massiv die Aufräumarbeiten, hieß es aus der Städteregion Aachen. Es gebe eine überwältigende Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung, ein großes Problem seien aber diejenigen, die aus anderen Orten, Regionen und Ländern kämen, um sich die Lage anzuschauen, möglichst spektakuläre Fotos aufzunehmen und Videos zu drehen. "Wir bekommen etliche Rückmeldungen aus der Bevölkerung und von professionellen Hilfskräften, dass die sogenannten Gaffer massiv die Aufräum- und Rettungsarbeiten stören", hieß es weiter. Sie blockierten Straßendurchfahren für schwere Fahrzeuge von Feuerwehren, DRK, THW und Müllentsorgern, die dabei sind, die Keller abzupumpen und Sperrgut abzuholen. Schaulustige missachteten zudem Absperrungen und Anweisungen von Ordnungskräften, um Katastrophenopfer beim Ausräumen der Häuser zu filmen. "Das macht mich fassungslos", sagt Städteregionsrat Tim Grüttemeier. Polizei und Ordnungskräfte würden noch einmal deutlich verstärkt. Auch die Stadt Leverkusen fordert Schaulustige auf, sich von den Einsatzorten fernzuhalten. Bewohner in der vom Hochwasser besonders betroffenen Stadt Erftstadt können wieder Wasser in Maßen benutzen. "Eine Dusche oder eine notwendige Maschine Wäsche sind kein Problem", teilte die Stadt am Sonntag mit. Sollte es zu einem Rückstau des Wassers im Haus oder der Wohnung kommen, müsse der Verbrauch aber wieder reduziert werden. "Bitte lassen Sie insbesondere Geräte nicht unbeaufsichtigt", schrieb die Stadt. Trotz der Evakuierung des Ortsteils Erftstadt-Blessem haben am Sonntag viele Menschen versucht, aufgrund von Falschmeldungen in ihre Häuser zurückzukehren. "Das ist auf keinen Fall möglich", warnte ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises am Sonntagmittag. Es bestehe Lebensgefahr. Den Angaben zufolge kursierten Meldungen unter den Anwohnern, dass sie den von einem Erdrutsch betroffenen Ort wieder betreten könnten. Daraufhin wollten sehr viele Menschen ihre Wohnungen und Häuser aufsuchen – Einsatzkräfte der Polizei schickten sie wieder zurück. "Die Bevölkerung wird dringend aufgefordert, den Bereich Blessem nicht zu betreten", schrieb die Stadt Erftstadt auf Facebook. Am Sonntagmorgen begannen Fachleute damit, die Stabilität des Untergrunds nach der Unwetterkatastrophe zu überprüfen. Die Experten sollten nach Angaben der Stadt die Abbruchkanten eines Erdrutsches untersuchen. In Blessem war durch die Wasserfluten ein riesiger Krater entstanden, mindestens drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg stürzten ein. Der Ortsteil wurde evakuiert. Die niederländischen Behörden haben die Bitte des Bürgermeisters von Wassenberg in Nordrhein-Westfalen zum Öffnen der Schleusen der Rur in Roermond abgewiesen. Der niederländische Deichverband sieht keinen Zusammenhang zwischen dem Dammbruch an der Rur, wegen dem 700 Menschen in Wassenberg ihre Wohnungen verlassen mussten, und dem Schließen der Schleusen auf niederländischer Seite. Bürgermeister Marcel Maurer hatte am Freitagabend als Ursache für den Dammbruch im Stadtteil Ophoven das Schließen der Schleusen in Roermond genannt. Dies habe zu einem Rückstau geführt und den Druck auf den deutschen Deich erhöht. Er hatte die niederländischen Behörden gebeten, die Schleusen wieder zu öffnen. Nach Berechnungen des niederländischen Deichverbands Limburg hat das Eine aber nichts mit dem Anderen zu tun. Bei Hochwasser werde die Schleuse der Rur in Roermond immer geschlossen, um ein Überfluten der Stadt durch von der Maas in die Rur drückende Wassermassen zu verhindern. Das Wasser der Rur werde dann über einen Seitenarm der Rur, den Hambeek, in die Maas geleitet. Das bedeute, dass es einen normalen Wasserabfluss in der Rur ohne Beeinträchtigungen auf deutscher Seite gebe. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer will noch am Sonntag Soldaten im Katastropheneinsatz in Nordrhein-Westfalen besuchen. Die Ministerin wolle sich im schwer betroffenen Erftstadt einen Einblick in die Einsatzlage verschaffen und mit Männern und Frauen der Bundeswehr sprechen, sagte ein Sprecher ihres Ministeriums am Mittag. Eine öffentliche Erklärung für die Presse sei nicht geplant. Die Bundeswehr hatte im Erftstadter Ortsteil Blessem bei den Bergungs- und Rettungsarbeiten geholfen – auch mit einem Bergepanzer und drei Transportpanzern Fuchs. Insgesamt waren am Sonntag 800 Soldaten mit etwa 110 Fahrzeugen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zur Unterstützung unterwegs. In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Toten im Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe auf 46 gestiegen. Das teilte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums am Sonntag mit. Damit hat sich die Zahl der Todesopfer gegenüber Samstag um eine Person erhöht. Allein aus NRW seien 650 Polizisten und 19.000 Einsatzkräfte etwa von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) an den Rettungsarbeiten beteiligt, hieß es weiter. Damit wurden in Deutschland insgesamt 157 Todesopfer gemeldet. Die Hochwasserlage an Saar und Mosel entspannt sich. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes prägt Hochdruckeinfluss das Wettergeschehen im Moseleinzugsgebiet. "Am heutigen Sonntag und am Montag bleibt es vielfach trocken. Bis einschließlich Freitag ist voraussichtlich nicht mit weiteren Niederschlägen zu rechnen", hieß es am Sonntag in Offenbach. "Es werden keine warnwürdigen Wettererscheinungen erwartet." An der Obermosel fallen die Wasserstände bereits, wie die Hochwasservorhersagezentrale des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz am Sonntag berichtete. Am Pegel Perl wurde der Höchststand von 5,21 Metern am Samstagnachmittag erreicht. Am Pegel Trier werde die Meldehöhe von 6 Metern voraussichtlich in Kürze unterschritten. "Auch im Verlauf der kommenden Woche werden die Wasserstände an der gesamten Mosel weiter deutlich fallen." Auch an der Saar sei weiterhin mit fallenden Wasserständen zu rechnen. Die Zahl der Todesopfer durch die Unwetterkatastrophe in Deutschland ist nochmals deutlich gestiegen und liegt nun bei 156. Wie das Polizeipräsidium in Koblenz am frühen Sonntagmorgen mitteilte, stieg die Zahl der Todesopfer in Rheinland-Pfalz um weitere zwölf auf 110. In Nordrhein-Westfalen waren bis Samstagabend 45 Tote gezählt worden, zudem kam mindestens ein Mensch bei Überschwemmungen im oberbayerischen Landkreis Berchtesgadener Land ums Leben. Die Behörde äußerte die Befürchtung, "dass noch weitere Todesopfer hinzukommen". Zahlreiche Menschen in Rheinland-Pfalz sowie in Nordrhein-Westfalen galten weiterhin als vermisst. In der vom Hochwasser besonders betroffenen Ortschaft Erftstadt westlich von Köln suchen zahlreiche Menschen nach ihren Angehörigen. Bisher wurden laut Angaben der Stadt bei der am Samstag eröffneten "Personenauskunftsstelle" 59 Menschen gemeldet, deren Aufenthaltsort ungewiss ist.16 davon kämen aus Erftstadt. Unter den Gesuchten seien auch Bewohner einer Altenpflegeeinrichtung, die am Samstag evakuiert werden musste. Viele Menschen wüssten nicht, wo ihre Angehörigen sein könnten, weil etwa das Telefonnetz zusammengebrochen war, erklärte ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises am Sonntag. Den Angaben der Stadt zufolge konnten Einsatzkräfte bislang 70 Fahrzeuge bergen,25 stünden noch im Wasser. Bislang wurden keine Menschen in den Autos und Lastwagen entdeckt. Zwei Fahrzeuge konnten Helfer bislang nicht sichten, weil sie unter einen Lkw lagen. In Erftstadt waren am Samstag erste Aufräumarbeiten angelaufen. Die Bundeswehr begann damit, auf der Bundesstraße 265 bei Erftstadt die von den Fluten eingeschlossenen Fahrzeuge mit Radpanzern zu bergen. An der von einem Bruch bedrohten Steinbachtalsperre bei Euskirchen fließt das Wasser langsamer ab als erwartet. Deshalb sollen Experten am Sonntag die noch immer angespannte Lage am Staudamm neu bewerten, wie die Bezirksregierung Köln auf Twitter mitteilte. Die ursprünglich geplante Prognose, am Sonntagnachmittag gegen 15.00 Uhr Entwarnung geben zu können, kann den Angaben zufolge deshalb nicht gehalten werden. Aus der Talsperre wird Wasser abgelassen, um Druck von dem Damm zu nehmen. Der Wasserstand sinke aber langsamer als erwartet, hieß es am Samstagabend. Entwarnung könne erst gegeben werden, wenn die Talsperre zu zwei Dritteln entleert sei. Bis dahin bestehe weiter akute Dammbruchgefahr, wie die Bezirksregierung am Samstag warnte. Die Orte Swisttal und Rheinbach unterhalb der Steinbachtalsperre an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz waren evakuiert worden. Im bayerischen Passau steigen die Wasserstände der Flüsse stündlich weiter an. Die Polizei schleppte vorsorglich Autos an Parkplätzen an der Donau ab, wie eine Sprecherin am Sonntag sagte. Anwohner hätten trotz Hochwasserwarnungen versäumt, ihre Fahrzeuge umzuparken. "Wenn wir sie nicht abschleppten, dann schwimmen die Dinger bis Österreich", sagte die Polizeisprecherin. Der Pegel der Donau war nach Angaben des Hochwassernachrichtendienstes im Laufe des Samstags um fast zwei Meter auf 7,80 Meter gestiegen. Der Wasserstand der Inn stieg in den vergangenen zwölf Stunden von 3,30 auf 5,40 Meter. Nach der Hochwasserkatastrophe im Kreis Ahrweiler in Reinland-Pfalz hat sich die Zahl der Todesopfer bis Sonntagmorgen auf 110 erhöht. Ebenso wurden 670 Personen verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Zahl der Toten und Verletzten könnte sich aber weiter erhöhen. In einer Vielzahl der umliegenden Gemeinden gibt es auch weiterhin weder Strom noch Telefonempfang. Ebenso sind weiterhin eine Vielzahl der Straßen im Ahrtal gesperrt. Mindestens vier Feuerwehrleute sind bei den Hochwassereinsätzen in Nordrhein-Westfalen gestorben. "Wir haben bisher Kenntnis von vier Todesfällen von Feuerwehrangehörigen und wissen nicht, ob diese Zahl stehen bleiben wird", erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes der Feuerwehren in NRW (VdF NRW), Bernd Schneider, am Samstag in Wuppertal. Aktuell seien im Land noch fast 20.000 Feuerwehrleute im Land im Einsatz. In Altena ertrank laut Mitteilung ein Feuerwehrmann, als eine Flutwelle ihn mitriss. In Werdohl sei ein Feuerwehrmann im Einsatz kollabiert und habe trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen nicht mehr gerettet werden können. In Nettersheim sei ein Feuerwehrangehöriger bei einer Menschenrettung ums Leben gekommen. Ein Angehöriger der Feuerwehr Rheinbach sei im Einsatz leblos aufgefunden worden und später im Krankenhaus gestorben. "Wir sind dankbar, dass tausende Feuerwehrleute, auch aus Nachbar-Bundesländern, hier weiterhin durchhalten", teilte der VdF-NRW-Vorsitzende Jan Heinisch mit. "Bei aller notwendigen Konzentration auf die Einsatzlage sind unsere Gedanken aber auch immer wieder bei den Familien unserer toten Kameraden." In dem vom Hochwasser massiv betroffenen Trierer Stadtteil Ehrang sind die Aufräumarbeiten ein gutes Stück vorangekommen. "Den Feuerwehren und dem THW gelang es, rund 650 von 700 betroffenen Häuser leer zu pumpen", teilte die Stadt am Samstagabend mit. Derzeit werde davon ausgegangen, dass keines der Häuser einsturzgefährdet sei, diese Einschätzung könne sich aber noch ändern. In Trier-Ehrang war am Donnerstag die Kyll über die Ufer getreten und hatte große Teile des Stadtteils überschwemmt. Etwa 1000 Einwohner waren nach Angaben der Stadt Trier in Sicherheit gebracht worden. Zudem mussten ein Altenheim und ein Krankenhaus evakuiert werden. Am Samstag konnten die ersten Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Sonntag (14.30 Uhr) die vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz besuchen. Merkel werde sich in der Eifelgemeinde Schuld, die besonders schwer von der Unwetterkatastrophe getroffen wurde, ein Bild von der Lage machen. Im Anschluss ist ein Pressestatement in Adenau geplant – gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und weiteren rheinland-pfälzischen Ministern. Die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen hat auch das Kohlekraftwerk Weisweiler und andere Standorte des Energiekonzerns RWE getroffen. Das Unternehmen schätzte die Schäden am Samstag auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag. Die Stromerzeugung des Kraftwerks Weisweiler bei Eschweiler laufe nur mit reduzierter Kraft, teilte RWE in Essen mit. Am Donnerstag habe der Fluss Inde bei Lamersdorf einen Deich überspült und sei in den Tagebau Inden gelaufen. Von dort wird das Kraftwerk mit Braunkohle versorgt. Zwar habe sich die Lage mit sinkenden Pegelständen stabilisiert. Ziel sei, Ende kommender Woche in Inden erstmals wieder Kohle zu fördern. Es sei aber noch unklar, wann der Tagebau und die Stromerzeugung wieder in vollem Umfang arbeiten könnten. In der Grube war am Donnerstag ein 58-jähriger Raupenführer vom Wasser mitgerissen worden. Rettungskräfte suchten intensiv nach ihm. Es gebe aber keine Hoffnung mehr, ihn noch lebend zu finden, teilte RWE am Freitagabend mit. Auf der Bundesstraße 265 bei Erftstadt in Nordrhein-Westfalen hat die Bundeswehr begonnen, die von den Fluten eingeschlossenen Fahrzeuge mit Radpanzern zu bergen. Menschen seien in den Lastwagen und Autos bisher nicht entdeckt worden, so die Feuerwehr der Stadt Erftstadt. Auf der B265 waren etliche Fahrzeuge überspült worden. Eine Sprecherin des Rhein-Erft-Kreises hatte am Freitag gesagt, es sei unklar, ob alle Insassen es rechtzeitig aus ihren Wagen geschafft hätten, als sie von den Wassermassen überrascht wurden. Der von der Unwetterkatastrophe besonders schwer getroffene Erftstadter Ortsteil Blessem werde von einer Hundertschaft der Polizei gesichert, teilte die Stadt weiter mit. In Blessem waren mindestens drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg eingestürzt. Die Lage sei weiterhin angespannt, sagte ein Sprecher des Kreises. Bislang gebe es dort aber keine bestätigten Todesopfer. Da die Arbeiten der Rettungskräfte im Bereich Blessem noch in vollem Gange seien, könne man nicht ausschließen, noch Tote zu finden. In Nordrhein-Westfalen ist die Bundeswehr derzeit mit rund 540 Soldaten im Einsatz, in Rheinland-Pfalz mit 300. Mit Lkw, Booten, Berge- und Transportpanzern, Krankentransportern und Hubschraubern unterstützen die Soldaten die Notfallmaßnahmen. Im nordrhein-westfälischen Mettmann sichern 60 Soldaten das örtliche Umspannwerk in zwei Schichten. Zwei Rettungshubschrauber, Radlader und rund hundert Einsatzkräfte sind zur Unterstützung im besonders schlimm betroffenen Landkreis Ahrweiler aktiv. Die Polizei Koblenz hat auf Schaulustige in Ahrweiler aufmerksam gemacht, die Straßen blockieren. Der Verkehr komme dadurch zeitweise zum Erliegen. Die Polizei mahnte auf Twitter: "Was die Hilfskräfte an den vielen Einsatzstellen nicht gebrauchen können, sind Gaffer!". Nach der Hochwasserkatastrophe will die Polizei in den besonders schwer zugänglichen Regionen im Raum Ahrweiler mit Hubschraubern nach weiteren Opfern der Flut suchen. Das Gebiet werde in Sektoren eingeteilt, und es würden Luftaufnahmen gemacht, teilte die Polizei mit. Die Sektoren würden dann von Einsatzkräften systematisch abgesucht. Die Suche soll Sonntagabend bis zum Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen sein. Über weitere Suchen werde dann entschieden. Kraftwerke des Versorgers RWE sind von den Folgen des Hochwassers im Westen Deutschlands erfasst worden. Wasser sei in den Braunkohle-Tagebau Inden eingedrungen, das angeschlossene Kraftwerk Weisweiler sei betroffen, teilt RWE mit. Wie lange es dauern werde, bis der Betrieb des Tagebaus und die Stromerzeugung am Standort Weisweiler vollständig wiederhergestellt seien, werde derzeit ermittelt. Zahlreiche Wasserkraftwerke seien zudem außer Betrieb. "Nach einer ersten Bestandsaufnahme beläuft sich der Schaden für RWE insgesamt auf einen bis zu mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag", teilt der Konzern weiter mit. Nach dem Bruch eines Damms der Rur und einer Evakuierung steht im nordrhein-westfälischen Wassenberg der Stadtteil Ophoven teilweis unter Wasser. Das sagte ein Feuerwehrsprecher am Samstagmorgen. Etwa 700 Bewohner von Ophoven an der Grenze zu den Niederlanden hatten in der Nacht ihre Häuser verlassen müssen. Es sei für die Bürger nach wie vor gefährlich, sich in dem Gebiet aufzuhalten, sagte der Sprecher. "Durch hohe Wasserstände verursachte Gefährdungen können nicht ausgeschlossen werden", teilte auch die Stadt mit. Wer nicht in der Lage sei, seine Wohnung selbstständig zu verlassen, solle über eine Hotline um Hilfe bitten. Die Lage blieb auch am Samstag gespannt. Der Pegelstand des Wassers stagniere, teilte die Stadt mit. Weiterhin gefährdet sind die Stadtteile Effeld und Steinfeld. Die Vorwarnung einer möglichen Evakuierung bleibe dort bestehen. Wie groß der Schaden durch den Dammbruch ist, ist bislang noch nicht bekannt. Die Rur hat ihre Quelle in der Eifel und mündet bei Roermond in den Niederlanden in die Maas. Laut WDR sieht Wassenbergs Bürgermeister Marcel Maurer (CDU) einen möglichen Grund für den Dammbruch auf niederländischer Seite: Dort seien Schleusenklappen geschlossen worden, so dass es zum Rückstau der Wassermassen gekommen sei. Der Feuerwehr lagen dazu keine Informationen vor. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am Sonntag die vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz besuchen. Dies bestätigte die Staatskanzlei in Mainz. Details würden noch geklärt. Zunächst hatte die "Bild am Sonntag" darüber berichtet. Die Zahl der Todesopfer nach den heftigen Unwettern im Osten Belgiens ist auf 24 gestiegen. Wie die Polizei im Stadtteil Angleur in Lüttich mitteilte, wurde in der Nacht zum Samstag mindestens ein weiteres Todesopfer geborgen. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst. Der belgische Regierungschef Alexander de Croo und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen besuchten am Samstag die betroffenen Gebiete. In zahlreichen Gemeinden im Süden und Osten des Landes waren Polizeibeamte und Helfer im Einsatz, um mögliche weitere Opfer zu bergen. De Croo und Von der Leyen besuchten am Vormittag die Gemeinde Rochefort und wurden anschließend in Pepinster erwartet. Sie sprachen mit betroffenen Anwohnern, Notfallhelfern und örtlichen Behördenvertretern. De Croo hat für Dienstag einen nationalen Trauertag ausgerufen. Nach tagelangem starkem Regen waren die dicht besiedelten Täler in der Maas-Region am Donnerstag überschwemmt worden. Am Samstag klarte der Himmel auf und der Regen ließ nach. Die zurückweichenden Wassermassen hinterließen ein Bild der Zerstörung in mehr als hundert belgischen Gemeinden. In dem vom Hochwasser massiv betroffenen Trierer Stadtteil Ehrang sind nach der Flut die Aufräumarbeiten in vollem Gang. "Da stapeln sich die Berge von Sperrmüll", sagte ein Stadtsprecher am Samstag. Erste Anwohner gingen zurück in die Häuser. "Wer da geschlafen hat, hatte kein Wasser und keinen Strom." Betroffen sind der Stadt zufolge 670 Häuser, bei denen im Keller und Erdgeschoss fast alles zerstört wurde. In Trier-Ehrang war am Donnerstag die Kyll über die Ufer getreten und hatte große Teile des Stadtteils überschwemmt. Nach Angaben des Sprechers schwoll der Wasserstand des kleinen Flüsschens von knapp einem auf bis zu acht Meter an. Etwa 1.000 Einwohner waren nach Angaben der Stadt Trier in Sicherheit gebracht worden. Zudem mussten ein Altenheim und ein Krankenhaus evakuiert werden. Aus Anlass des Leids der Menschen in den Hochwassergebieten sollte es am Abend einen Klage-Gottesdienst in der Konstantin-Basilika in Trier geben. Nach Angaben der Evangelischen Kirche im Rheinland wollte auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) daran teilnehmen. Das Rhein-Hochwasser hat bei Köln in der Nacht zum Samstag seinen Höchststand mit 8,06 Metern erreicht, danach fiel laut Städtischen Entwässerungsbetrieben der Wasserstand wieder. Für die nächsten Tage seien keine "abflusswirksamen Niederschläge" vorhergesagt, so dass der Rheinwasserstand in Köln weiterhin fallen werde, hieß es am Vormittag. Die Hochwasserkatastrophe hat nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) schwere Versäumnisse beim Klimaschutz in Deutschland offengelegt. "In den vergangenen Jahren haben wir in Deutschland vieles nicht umgesetzt, was notwendig gewesen wäre", sagte die Mainzer Regierungschefin der vom Hochwasser besonders stark betroffenen Regionen den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). Es reiche nicht aus, Klimaziele lediglich auszusprechen. "Es kommt darauf an, die auf den unterschiedlichen Ebenen gesteckten Ziele in einer gemeinsamen Kraftanstrengung zu erreichen", sagte Dreyer. Deutschland müsse "mehr Tempo an den Tag legen". Der Klimawandel sei angesichts der jüngsten Dürren und Unwetter nichts Abstraktes mehr. "Wir erleben ihn hautnah und schmerzhaft." Dreyer forderte die Verbraucher auf, sich neu zu orientieren – zudem müssten die erneuerbaren Energien ausgebaut und die Industrie umgestellt werden. Außerdem müssten Unternehmen, die auf dem Weg seien zu einer klimaneutralen Produktion, unterstützt werden. Konkrete Forderungen und Vorhaben nannte die SPD-Politikerin aber nicht. Die Polizei Koblenz hat nach dem derzeitigen Stand von Samstag um 05.00 Uhr bereits über 90 Menschen registriert, die bei der Hochwasserkatastrophe im Großraum Ahrweiler ums Leben gekommen sind. Es sei zu befürchten, dass noch weitere Todesopfer hinzukommen, teilte die Polizei am Samstagmorgen mit. Insgesamt liege dem Polizeipräsidium die Meldung über insgesamt 618 Verletzte vor. Auch diese Zahl könne sich noch weiter erhöhen. Auch mehr als zwei Tage nach dem Unglück werden noch Menschen vermisst. In Rheinland-Pfalz ist der Kreis Ahrweiler Schwerpunkt der Katastrophe. Am Freitag hatte Innenminister Roger Lewentz (SPD) noch von 63 Todesopfern gesprochen. Die Zahl der Verletzten lag am Freitag noch bei 362. In der Region gehen unterdessen die Such- und Rettungsarbeiten weiter. Noch immer sind Tausende Rettungskräfte in der Eifel, wo in der Nacht zum Donnerstag die Wassermassen ganze Orte verwüstet hatten. Laut Frühwarnprognose des Landesamts für Umwelt Rheinland-Pfalz verringerte sich die Hochwassergefahr zuletzt. Nur für das Einzugsgebiet des Flusses Ahr und der Zuflüsse der Unteren Sauer bestanden noch Warnungen. Die Pegelständen sanken, zum Beispiel bei dem hart von Unwetter getroffenen Kordel im Landkreis Trier-Saarburg. In vielen Ortschaften sei weiterhin das Strom- und Telefonnetz ausgefallen. Die Polizei war in der Nacht nach Angaben des Präsidiums mit vielen Einsatzkräften in den betroffenen Ortslagen im Einsatz. Durch das Unwetter seien viele Straßen im Ahrtal weiterhin gesperrt oder nicht mehr befahrbar. Die Polizei bittet darum, das Ahrtal weiträumig zu umfahren. Rettungswege müssen für Rettungskräfte frei gehalten werden. Im schwer vom Hochwasser bedrohten nordrhein-westfälischen Erftstadt-Blessem südlich von Köln ist die Rettungsaktion für Anwohner einem Sprecher des Rhein-Erft-Kreises zufolge abgeschlossen.170 Menschen seien teils mit Hilfe von Hubschraubern aus dem überfluteten Gebiet gerettet worden, sagt der Sprecher. Bislang sei nichts über Schwerverletzte oder Tote bekannt. Es sei aber nicht auszuschließen, dass die Retter bei den Aufräumarbeiten Tote finden könnten. Die Bundeswehr beteilige sich an den Arbeiten und sei mit Bergungspanzern im Einsatz. Die Lage im Kreis insgesamt habe sich leicht entspannt, der Pegel der Erft sei leicht gesunken. Auch am Samstag führen Unwetterschäden im Regionalverkehr der Bahn zu zahlreichen Einschränkungen in Nordrhein-Westfalen. Die Strecke der Linie RB59 im Raum Dortmund-Aplerbeck Süd sei gesperrt, teilte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr am frühen Samstagmorgen auf Twitter mit. Zwischen Unna und dem Dortmunder Hauptbahnhof wurde demnach ein Busnotverkehr eingerichtet. Auch die Strecke zwischen dem Hauptbahnhof Witten und dem Hauptbahnhof Hagen sei gesperrt. Das betrifft demnach die Linie S5. Zwischen den beiden Bahnhöfen wurde ein Ersatzverkehr per Bus eingerichtet. Teilausfälle gibt es ebenfalls zwischen dem Hauptbahnhof Aachen und Herzogenrath, betreffend der Linie RE4. In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der Landesregierung mehr als 19.000 Einsatzkräfte an den Rettungsarbeiten beteiligt. Die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs Nordrhein-Westfalen tausche sich rund um die Uhr zur aktuellen Lage bei der Hochwasserkatastrophe aus und helfe landesweit bei der Koordinierung, hieß es am Samstagmorgen in Düsseldorf. In der besonders vom Hochwasser betroffenen nordrhein-westfälischen Ortschaft Erftstadt-Blessem gibt es bislang keine bestätigten Todesopfer. Das sagte ein Kreisprecher am Samstagmorgen der Deutschen Presse-Agentur. Die Lage in Blessem sei derweil weiter angespannt. In anderen Teilen des Kreises gingen die Pegelstände unterdessen zurück, im Norden habe man Evakuierungen aufheben können. Da die Arbeiten der Rettungskräfte im Bereich Blessem noch in vollem Gange sind, könne man nicht ausschließen, noch Todesopfer zu finden. Belastbare Zahlen zu Vermissten gebe es nicht. Im Stadtteil Blessem waren mindestens drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg eingestürzt. "Wir gehen von mehreren Toten aus, wissen es aber nicht", hatte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) am Freitag in Düsseldorf gesagt. Am Samstagmittag will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) Erftstadt besuchen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze rechnet mit schneller finanzieller Hilfe für die vom Hochwasser Betroffenen. Ein Datum könne sie aber nicht nennen, ab wann es die Unterstützung gebe, sagt Schulze im WDR 5. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (ebenfalls SPD) sei da in der Abstimmung mit den Ländern. "Wir werden eine Lösung finden." Es müsse zudem geschaut werden, was noch mehr für die Vorsorge getan werden könne. Es habe in der Vergangenheit auch viel Kritik an Hochwasserschutzmaßnahmen gegeben. "Jetzt sieht man wie wichtig solche Investitionen sind." In der besonders schlimm getroffenen Ortschaft Erftstadt in NRW haben die Wassermassen mehrere Fahrzeuge auf der Bundesstraße 265 eingeschlossen. Aufnahmen von Fotografen zeigten Lkws und Autos, die teils vollständig von Wasser überspült waren. Wie eine Kreissprecherin sagte, sei die Straße innerhalb von Minuten überflutet worden. Ob alle Fahrzeuginsassen sich rechtzeitig hätten retten können oder ob es dort möglicherweise weitere Opfer gibt, sei noch nicht klar. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kommt am Samstag in den von der Unwetterkatastrophe besonders getroffenen Rhein-Erft-Kreis. Nach Angaben der NRW-Staatskanzlei besucht das Staatsoberhaupt am Mittag zusammen mit Ministerpräsident Armin Laschet Erftstadt, wo zahlreiche Häuser und Autos weggespült worden waren. Steinmeier will sich in der Feuerwehrleitzentrale ein Bild von der aktuellen Lage machen und mit Rettungskräften sprechen. Ein Besuch Steinmeiers in den betroffenen Flutgebieten von Rheinland-Pfalz ist nach Angaben einer Sprecherin der Mainzer Staatskanzlei vom Freitagabend derzeit nicht geplant. Zum Gedenken an die Opfer der Unwetterkatastrophe werden die Fahnen an zahlreichen Gebäuden in Nordrhein-Westfalen bis Montag auf Halbmast wehen. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) ordnete am Freitag für alle Dienstgebäude des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände Trauerbeflaggung an, wie das Innenministerium mitteilte. Zum Schutz vor der Hochwasserwelle haben im Süden der Niederlande zahlreiche Menschen ihre Häuser und Wohnungen in Orten entlang der Maas verlassen müssen. So müssen große Teile der Gemeinde Venlo an der Grenze zu Nordrhein-Westfalen evakuiert werden. Das Wasser in der Maas steigt schneller als erwartet und um eine nächtliche Evakuierung zu vermeiden, müssen etwa 10.000 Menschen bis 18 Uhr ihre Häuser verlassen haben. Nachdem die Fluten ein Loch in den Deich eines Kanals bei Maastricht gerissen hatten, heulten die Sirenen, wie die Behörden mitteilten. In Venlo wurde ein Krankenhaus mit 200 Patienten vorsorglich evakuiert. Soldaten und Einsatzkräfte verstärkten Deiche an der Maas und kleineren Flüssen in der Region mit Sandsäcken. Die zahlreichen Schaulustigen wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben und die Einsatzkräfte nicht zu behindern. Tausende Einwohner von Maastricht und angrenzenden Orten, die sich am Vorabend bereits in Sicherheit gebracht hatten, konnten nun wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Zwar kam es oft nicht zu den befürchteten verheerenden Überflutungen, die Wassermassen richteten aber Schäden an. Berichte über Verletzte gab es nicht. Zuvor gesperrte Autobahnen wurden meist wieder freigegeben. In der Nacht zum Freitag hatte die Maas unweit der belgischen Grenze ihren höchsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen 1911 erreicht. Am Vormittag sank der Pegelstand dort wieder. In Roermond weiter nördlich wurde der Höchststand am Freitagnachmittag und in Venlo in der Nacht zum Samstag erwartet. Nach einem Aufruf der Stadt Bonn, Menschen aus Hochwassergebieten eine Unterkunft anzubieten, sind bei der Verwaltung Hilfsangebote für mehr als 1.000 Betroffene eingegangen. Viele Privatpersonen wollten bis zu drei Menschen aufnehmen, und Hotels stellten bis zu 50 Doppelzimmer zur Verfügung, teilte die Stadt am Freitag mit. "Wir sind überwältigt von der Vielfalt und der Fülle der Angebote. Weitere brauchen wir im Moment nicht mehr", erklärte Oberbürgermeisterin Katja Dörner. Ab jetzt sollten die Telefonleitungen für Hilfesuchende frei gehalten werden. Zudem suche ein Mitarbeiter der Stadt vier große Sammelunterkünfte auf, um die Menschen dort über das Angebot zu informieren. Angesprochen seien Hochwasser-Geschädigte aus Bonns stark betroffenen Nachbarkreisen Ahrweiler, Euskirchen und Rhein-Sieg. Belgien hat nach den schweren Unwettern inzwischen mindestens 20 Todesopfer zu beklagen.20 weitere Menschen werden nach den Überschwemmungen im Osten des Landes noch vermisst, wie das Innenministerium in Brüssel am Freitag mitteilte. Regierungschef Alexander De Croo rief für Dienstag einen nationalen Tag der Trauer aus. "Wir warten immer noch auf die endgültigen Zahlen", sagte De Croo bei einer Pressekonferenz. "Aber dies könnten die katastrophalsten Überschwemmungen sein, die unser Land je gesehen hat." Vielerorts sei die Lage weiterhin "extrem kritisch". Am stärksten betroffen ist die Region Lüttich in Grenznähe zu Deutschland und den Niederlanden. Alleine in den Gemeinden Verviers und Pepinster wurden bislang mindestens zehn Leichen geborgen. In der Nähe der vom Hochwasser heimgesuchten Ortschaft Erftstadt-Blessem sind Teile der gesperrten Autobahn 1 in den Fluss Erft gestürzt. Dies berichtete ein dpa-Reporter als Augenzeuge. Nach seinen Angaben brachen schätzungsweise mehr als 40 Meter des Standstreifens in mehreren Stücken mit einem Knacken ab und fielen in den Fluss. Auf den Abschnitten hätten sich keine Fahrzeuge befunden. Auch ein Stück Lärmschutzwand sei eingestürzt. Die Lage an der Steinbachtalsperre ist nach Auskunft des Kreises Euskirchen stabil, "aber nicht unkritisch". Bei der Überprüfung des Dammes mit einer Drohne seien keine kritischen Risse gefunden worden, so eine Kreissprecherin. Nach wie vor sei das Grundabflussrohr der Talsperre verstopft. Um Druck aus der Anlage zu nehmen, werde weiterhin das Wasser mit Hochleistungspumpen aus der Talsperre geholt. Mehrere Orte unterhalb der Steinbachtalsperre waren in den vergangenen Tagen wegen der Gefahr eines Durchbrechens der Staumauer evakuiert worden. Der Kreis Euskirchen appelliert an die Bewohner, noch nicht in die Häuser zurückzukehren. Die Gefahr sei noch nicht gebannt. Der Verwaltung des vom Hochwasser stark betroffenen Rhein-Erft-Kreises ist bislang ein Todesopfer bekannt. Dies sei von der Stadt Erftstadt gemeldet worden, berichtete eine Sprecherin. Es sei aber zu befürchten, dass es noch weitere Opfer gebe. So sei unklar, ob es alle Autofahrer noch rechtzeitig aus ihren Wagen schafften, als sie auf der B265 von Wassermassen überrascht wurden. Im Unwetterkatastrophengebiet im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz sind zwei Menschen wegen des Verdachts des Einbruchdiebstahls festgenommen worden. Die Beschuldigten seien dem Haftrichter vorgeführt worden, aber kein Haftbefehl erlassen worden, weil ein dringender Tatverdacht fehlte, teilte die Staatsanwaltschaft in Koblenz am Freitag mit. Die Ermittlungen dauerten an. Darüber hinaus hätten einige die Lage für Diebstähle ausgenutzt, hieß es bei der Polizei. Zahlen dazu waren zunächst nicht bekannt. Bei der Unwetterkatastrophe im Kreis Ahrweiler sind mindestens 362 Menschen verletzt worden. Diese Zahl könne sich aber noch weiter erhöhen, teilte die Polizei in Koblenz am Freitag mit. Dies gelte auch für die Toten, die das Innenministerium zuletzt mit 63 angegeben hatte. Infolge des Unwetters sind weiterhin die Bundesstraße 257 ab Hönningen bis Ahrbrück sowie mehrere Land- und Kreisstraßen nicht befahrbar. Die Polizei ruft die Bevölkerung auf, die vom Hochwasser betroffenen Ortschaften nicht aufzusuchen, sondern weiträumig zu umfahren, damit Platz für die Rettungskräfte ist. "Das große Maß an Solidarität und die vielen Hilfsangebote aus der Bevölkerung beeindrucken uns sehr und zeigen die bundesweite Betroffenheit", heißt es in der Mitteilung. Die Polizei appellierte an die Menschen im Katastrophengebiet: "Passen Sie auf sich auf und vertrauen Sie auf die Arbeit der Rettungskräfte." Der Versorger Energienetze Mittelrhein hat die Situation nach der Hochwasserkatastrophe im Kreis Ahrweiler in Rheinland-Pfalz als dramatisch bezeichnet. "Die Gasleitung ist komplett gerissen. Wirklich zerstört", sagte Unternehmenssprecher Marcelo Peerenboom am Freitag in Koblenz. Mehrere Kilometer Leitung müssten komplett neu gebaut werden. "Das wird leider Wochen oder Monate dauern, bis dort wieder Gasversorgung ist. Das heißt für die Bürger: kaltes Wasser, und wenn die Heizperiode kommt, auch kalte Wohnung." Das Unternehmen denke darüber nach, wie den Menschen geholfen werden könne. Derzeit komme der Versorger jedoch nicht einmal an alle Schadensstellen heran. "Eine Gasregelstation zum Beispiel liegt komplett unter Wasser", sagte Peerenboom. "Da müssen wir warten, bis Monteure an die Anlagen kommen." Dann könne man sich ein komplettes Bild von der Lage machen. "Bis dahin können Sie nur schätzen." Zur Stromversorgung im Kreis Ahrweiler hatte das Unternehmen Westnetz von erheblichen Beschädigungen an den Verteilungsanlagen durch Starkregen und Überschwemmungen gesprochen. Zahlreiche Städte und Ortsgemeinden seien von Stromausfällen betroffen. "Die Arbeiten und Erreichbarkeit der Stromanlagen werden zum Teil durch überflutete Straßen erschwert", hieß es in einer Mitteilung. Eine Aussage zur Wiederaufnahme der kompletten Versorgung sei vorerst nicht möglich. Etwa 1.100 Helfer von Feuerwehr, Polizei und DLRG aus Niedersachsen werden über das Wochenende in Nordrhein-Westfalen gegen die Folgen des katastrophalen Hochwassers kämpfen. Das teilte das niedersächsische Innenministerium in Hannover mit. Am Freitag wurden Kreisfeuerwehrbereitschaften aus acht Landkreisen in das Nachbarbundesland entsandt. Die 800 Feuerwehrleute sollen in den Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf und Köln zum Einsatz kommen. Sie bringen auch vier Hochleistungspumpen mit. Schon seit Donnerstag helfen zwei Wasserrettungszüge der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) aus Niedersachsen in NRW aus. Einsatzschwerpunkt der 110 Retter ist die Rettung von Menschen aus den Fluten mit Booten. Polizisten aus Niedersachsen helfen im Katastrophengebiet beispielsweise mit, Plünderungen zu verhindern. Auch Angehörige der Wasserschutzpolizei Oldenburg sind bis Montag im Einsatz. Bei dem Versuch, Geschäfte in den vom Hochwasser stark betroffenen Städten Eschweiler und Stolberg in Nordrhein-Westfalen zu bestehlen, sind fünf Menschen vorläufig festgenommen worden. In allen Fällen schrieben Beamte eine Anzeige wegen Diebstahls, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Ein 32 Jahre alter Mann versuchte demnach am Donnerstag in Stolberg, einen Gegenstand aus einem Juweliergeschäft zu stehlen. Als Zeugen ihn ansprachen, ließ er seine Beute wieder fallen. In einem Supermarkt in Stolberg waren zwei Frauen im Alter von 28 und 24 Jahren und ein 35-jähriger Mann unterwegs, um Lebensmittel und Spielzeug zu stehlen. In Eschweiler wollte ein Mann Beute in einer Apotheke machen. In allen Läden war der Eingangsbereich jeweils durch die Hochwasserlage beschädigt, sagte der Polizeisprecher. Beamte nahmen die Personalien der Personen auf, die daraufhin wieder entlassen wurden. Die 28 Jahre alte Frau in Stolberg werde einem Haftrichter vorgeführt. Zuvor hatte "bild.de" berichtet. Die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands hat mindestens 106 Menschen das Leben gekostet. (Stand: 14.30 Uhr) In Rheinland-Pfalz starben mindestens 63 Menschen. Die Zahl werde vermutlich noch steigen, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach einer Sondersitzung des Kabinetts in Mainz. Eine nicht genau bekannte Zahl von Menschen wird noch vermisst. Allein in der Verbandsgemeinde Adenau (Kreis Ahrweiler) waren dies etwa 30 Bewohner. "Das Leid nimmt auch gar kein Ende", sagte Dreyer bei einem Besuch der Berufsfeuerwehr in Trier. Die Zahl der Toten steige weiter. Überall gehe jetzt das Wasser zurück, daher würden nun Menschen gefunden, die bei der Katastrophe ertrunken seien. "Und da könnte man eigentlich nur noch weinen. Das ist ein Horror." In Nordrhein-Westfalen sind bislang 43 bestätigte Todesopfer bekannt, viele Menschen werden allerdings noch immer vermisst. Um Organisationen und Betroffenen schnell und unkompliziert zu helfen, hat die Baumarktkette Obi Unterstützung angeboten. "Uns ist es wichtig, den Betroffenen in dieser schweren Situation bestmöglich zu helfen und mit allen Mitteln, die wir haben, zu unterstützen. Auch in schweren Situationen glauben wir daran, dass alles machbar ist – wichtig ist der Zusammenhalt der Menschen", sagt Sergio Giroldi, CEO von Obi. Hilfsorganisationen können sich, einem Bericht des "Presseportal" zufolge, in den betroffenen Regionen an die Marktleiter wenden und ihren Bedarf an Material nennen und kurzfristig kostenlos abholen. Deutschlandweit können Trocknungsgeräte, Pumpen oder andere akut nützliche, jedoch schwer verfügbare Geräte und Werkzeuge im nächsten Obi Markt abgegeben werden. Der Baumarkt koordiniere den Transport der Hilfsmittel in die OBI-Märkte in den Krisenorten, die dann kostenlos zur Abholung für die Betroffenen bereitstehen würden, heißt es vom Unternehmen. Als Gegenwert für die Materialspende erhalten die Helfer einen Obi Warengutschein im Wert eines äquivalenten Neugeräts. In Belgien steigt die Zahl der Toten in Zusammenhang mit den schweren Unwettern weiter. Wie die Nachrichtenagentur Belga am Freitag unter Berufung auf den Gouverneur der Provinz Lüttich berichtet, kamen mindestens 23 Menschen in Wallonien ums Leben. Bislang seien in der Provinz Lüttich nur sechs von 20 dort gefundenen Leichen identifiziert worden. Es gebe immer noch Menschen, die seit 36 Stunden ohne Essen und Trinken auf Dächern ausharrten. Nach Informationen des öffentlich rechtlichen Sender RTBF wurden in der Provinz Lüttich zudem am Mittag noch 13 Menschen vermisst. Am letzten Schultag vor den Sommerferien in Rheinland-Pfalz waren zahlreiche Schulen in fünf Landkreisen wegen der Hochwasserkatastrophe geschlossen. Damit war die Ausgabe der Jahreszeugnisse zunächst ebenso nicht möglich wie das gemeinsame Abschiednehmen von Schülerinnen und Schülern mit ihren Lehrkräften. Im Landkreis Ahrweiler waren nach Angaben des Bildungsministeriums in Mainz am Freitag alle Schulen geschlossen. Auch in den Kreisen Mayen-Koblenz, Cochem-Zell, Bitburg-Prüm und Trier-Saarburg konnten jeweils mehrere Schulen wegen Auswirkungen der Katastrophe keinen Unterricht ermöglichen. Zum Schutz vor der Hochwasserwelle haben im Süden der Niederlande Soldaten und Einsatzkräfte Deiche an der Maas und kleineren Flüssen mit Sandsäcken verstärkt. Tausende Einwohner von Maastricht und angrenzenden Orten, die sich vor dem Hochwasser in Sicherheit gebracht hatten, konnten am Freitag aber bereits wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, teilten die Behörden mit. Zu den befürchteten Überflutungen kam es größtenteils nicht. Wegen der Wassermassen gesperrte Autobahnen wurden meist wieder freigegeben. Zwar kam es zu materiellen Schäden, Berichte über Verletzte gab es aber nicht. In der Nacht zum Freitag hatte die Maas unweit der belgischen Grenze ihren höchsten Wasserstand seit Beginn der Aufzeichnungen 1911 erreicht. Am Vormittag sank der Pegelstand dort aber bereits wieder, die Wassermassen schoben sich weiter Richtung Norden. Punktuell wurden Menschen hier aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen. Der Bürgermeister der an den Kreis Kleve grenzenden Gemeinde Gennep, Hans Teunissen, rief Katastrophentouristen auf, zu Hause zu bleiben. Die Straßen müssten für die Hilfskräfte freibleiben. Die Wassermassen seien noch umfangreicher als bei den Hochwassern 1993 und 1995, zwischenzeitlich seien aber Schutzmaßnahmen getroffen worden. Nach einem im Braunkohletagebau Inden bei Aachen vermissten Mitarbeiter des Energieunternehmens RWE wird weiter gesucht. Am Morgen sei über dem überschwemmten Gebiet eine Drohne zum Einsatz gekommen, sagte ein RWE-Sprecher. Erneut habe ein Polizei-Hubschrauber mit einer Wärmebildkamera den Bereich überflogen. Einsatzkräfte suchten auch von Booten aus. Bei dem Mitarbeiter handelt es sich um einen Geräteführer, der eine Raupe gefahren hatte. Dass nach dem Mitarbeiter gesucht wird, hatte RWE am Donnerstagmittag mitgeteilt. Der Hochwasser führende Fluss Inde war am Donnerstagmorgen bei Lamersdorf über den Deich getreten und in die Tagebaugrube geflossen. Der Abbaubetrieb wurde unterbrochen. Am Freitag war die Inde nach Angaben des Sprechers weitgehend in ihr Bett zurückgekehrt. Auf dem Boden des Tagebaus gebe es aber noch Bereiche, wo Wasser stehe. Die Evakuierung von etwa 2.000 Menschen in Swisttal im Süden von Nordrhein-Westfalen ist abgeschlossen. Das teilte der Rhein-Sieg-Kreis am Freitag mit. Die Gefahr von Hochwasser durch ein Durchbrechen der Staumauer der Steinbachtalsperre bestehe weiterhin. Im Ortsteil Odendorf seien zwei Seniorenheime evakuiert worden. Mehr als 80 Bewohnerinnen und Bewohner seien in andere Heime oder in Krankenhäuser gebracht worden. Zurzeit werde die Verlegung der rund 2000 betroffenen Menschen aus den Betreuungsstationen in andere Einrichtungen organisiert, in denen ein längerere Aufenthalt möglich ist. Im Raum Euskirchen sucht die Polizei weiterhin nach 40 vermissten Menschen. Im Raum Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis werden ebenfalls noch 19 Menschen vermisst, wie die Polizei Köln am Freitag mitteilte. Bei der Hotline für vermisste Personen des Rhein-Sieg-Kreises seien mehr als 300 Nachfragen eingegangen. Viele der Anrufe seien auf das zusammengebrochene Mobilfunknetz zurückzuführen. Am Freitagmorgen hatte die Polizei Köln von 24 Toten im Kreis Euskirchen und sechs Toten im Rhein-Sieg-Kreis berichtet. Noch immer seien nicht alle der Leichen geborgen, hieß es in der Mitteilung. Die Überprüfung der Vermisstenmeldungen laufe. Die Zahl der Todesopfer nach den schweren Unwettern im Westen Deutschlands ist am Freitag auf über 100 gestiegen. Allein in Rheinland-Pfalz gebe es inzwischen mehr als 60 Tote, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). "Das Leid nimmt zu." Eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Innenministeriums gab die Zahl der Todesopfer in ihrem Bundesland mit 43 an. "Das kann sich aber minütlich ändern." Wegen anhaltenden Starkregens sind an Rhein, Mosel und kleineren Flüssen im Westen Deutschlands die Pegelstände gestiegen. Zahlreiche Straßen sind überflutet. Etliche Häuser sind bereits eingestürzt. Dämme drohen zu brechen. Das Verteidigungsministerium hat wegen der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschlands einen militärischen Katastrophenalarm ausgelöst. Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) habe die Entscheidung getroffen, sagte ein Sprecher des Ministeriums in Berlin. "Das bedeutet, dass die Entscheidungsinstanzen weit nach vorn, nämlich genau dorthin verrückt werden, wo sie gebraucht werden. Als Beispiel kann jetzt eine Verbandsführerin vor Ort entscheiden, ob der Bergepanzer, ob der militärische Lkw, ob das Stromaggregat bereitgestellt wird, wenn es denn verfügbar wird", sagte der Offizier. "Ich denke, bei solchen Lagen ist Dezentralität ganz wichtig und auch für den Erfolg der Maßnahmen ganz ausschlaggebend." Nach Angaben des Verteidigungsministeriums sind mehr als 850 Soldaten im Einsatz, und die Zahl steige. Die Bilder aus dem Katastrophengebiet erfüllten mit Bestürzung. Der Sprecher sagte: "Die Bundeswehr steht natürlich an der Seite der anderen Helfer, ob das THW, Feuerwehr, Polizei und andere sind." Es werde nun dafür gesorgt, bundesweit verfügbares Material für die Hilfe vor Ort zur Verfügung zu stellen. Bundesweit seien alle Kräfte angewiesen, nötiges Großgerät verfügbar zu machen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigt sich erschüttert über die Ausmaße der Flut-Katastrophe im Westen Deutschlands. "Es ist eine Tragödie, dass so viele Menschen ihr Leben verloren haben", sagt er bei einer Ansprache im Schloss Bellevue. "Ich bin in Gedanken bei ihnen, ihr Schicksal trifft mich ins Herz." Er habe mit Kreisvorsitzenden und Bürgermeistern telefoniert und werde sich zu gegebener Zeit vor Ort ein Bild von der Lage machen. Nur, wenn der Kampf gegen den Klimawandel entschieden aufgenommen werde, könnten solle Auswirkungen in Schach gehalten werden. Steinmeier dankte allen professionellen Helfern und den Menschen, die den Opfern Unterkunft und Hilfe gewähren. Die Betroffenen würden noch länger Unterstützung benötigen. "Enttäuschen wir ihre Hoffnung nicht". Deutschland kämpft gegen eine Katastrophe mit historischem Ausmaß. Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer hat bei Twitter ein Foto des Ortes Erftstadt gepostet, in dem die Lage derzeit besonders dramatisch ist. Dazu schreibt sie auf Englisch: "Hier in Deutschland sind Dutzende in den Fluten gestorben, Hunderte werden vermisst, Tausende haben ihre Häuser verloren. Es ist verheerend. Das ist die Klimakrise, die sich in einem der reichsten Teile der Welt offenbart – die für eine lange Zeit dachte, sie wäre sicher. Aber kein Ort ist mehr sicher." Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz richtet eine Stabstelle Wiederaufbau ein. "Inzwischen ist die Einschätzung von uns allen, dass die Schäden so dramatisch und gewaltig sind, dass wir noch eine lange Zeit mit diesem Thema zu tun haben werden, auch mit dem Wiederaufbau der Kommunen," sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Aktuell gebe es stündlich Hiobsbotschaften. "Wir haben noch nicht den Stand, dass wir sagen können, die Lage entspannt sich", erklärt die SPD-Politikerin. Es sei zu befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen wird. Viele Ortschaften seien immer noch schwer oder gar nicht zugänglich. "Es ist eine nationale Katastrophe", so Dreyer. Die Lage spitze sich am Morgen im nordrhein-westfälischen Erftstadt weiter zu. Wegen schneller und massiver Unterspülungen gebe es eine Reihe von vollständigen und teilweisen Einstürzen von Häusern, teilte die Bezirksregierung in Köln am Freitag mit. Infolge der Überschwemmungen sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Eine Sprecherin der Kölner Bezirksregierung sprach am Freitag von "bestätigten" Fällen, konnte zu den genauen Umständen aber noch keine Angaben machen, weil aktuell kaum Kommunikation mit dem betroffenen Gebiet möglich sei. Das Umweltbundesamt (UBA) dringt auf mehr Klimaschutz. "Wer zurzeit im Westen des Landes aus dem Fenster schaut, sieht die dramatischen Folgen des Klimawandels", sagt UBA-Präsident Dirk Messner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Die beste Vorsorge ist konsequenter Klimaschutz." Mit dem Klimaschutzpaket "Fit for 55" habe die EU-Kommission die richtige Richtung eingeschlagen und mache Klimaschutz zum europäischen Zukunftsprojekt. Jetzt gehe es darum, einen Konsens unter den Mitgliedsstaaten herzustellen. "Deutschland muss dabei eine entscheidende Rolle spielen und im Sinne europäischer Solidarität handeln." Meistern könne die EU die Herausforderung Klimaschutz nur im Kontext internationaler Partnerschaften wie zum Beispiel für erneuerbare Energien. Bei der Hochwasserkatastrophe ist ein Jugendlicher in Baden-Württemberg nach Feuerwehrangaben in einen offenen Gully gesogen worden. Dies sei auf einer vom Wasser gefluteten Straße in Inzlingen im Kreis Lörrach passiert. Der Vater des Jungen und ein benachbarter Feuerwehrmann hätten den 17-Jährigen in der lebensgefährlichen Lage festhalten können, sagte Feuerwehrkommandant Thomas Muck. Weitere Einsatzkräfte hätten geholfen, den Teenager zu retten. Er habe einen Schock erlitten, sei aber nach kurzem Aufenthalt im Krankenhaus wieder von dort entlassen worden. In der Nacht habe die Freiwillige Feuerwehr in Inzlingen 28 Einsätze gehabt, berichtete Muck. Im baden-württembergischen Landkreis Lörrach ist es nach Gewittern und starken Regenfällen in der Nacht zum Freitag zu Überschwemmungen und einem Erdrutsch gekommen. Zahlreiche Keller wurden überschwemmt, Straßen wurden unpassierbar. Die Stadt Lörrach rief den Notstand aus, um unkompliziert Hilfe leisten zu können. Zwei Verletzte mussten kurzzeitig ins Krankenhaus eingeliefert werden. Gegen 01.30 Uhr in der Nacht hatte sich ein konzentriertes Gewitter entladen. Anwohner berichteten, dass Bachläufe zu reißenden Flüssen wurden und Keller überfluteten. Nach Angaben des Landratsamts wurden im Stadtteil Inslingen eine Straße durch einen Erdrutsch zerstört. Eine Bahnstrecke war bis in den frühen Morgen gesperrt. Die Zahl der Toten in Folge des Unwetters und der Überschwemmungen ist auch in Belgien weiter gestiegen. Medienberichten zufolge sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Das berichtete die belgische Tageszeitung "Le Soir" am Freitag unter Berufung auf die Behörden. Der öffentlich-rechtliche Rundfunksender hatte zuvor zwölf Tote und mindestens fünf Vermisste gemeldet. Der wallonische Regierungschef Elio Di Rupo sagte dem Sender am Freitagmorgen, er befürchte, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen werde. Di Rupo sagte dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk RTBF, dass Häuser eingestürzt seien und vom Hochwasser Betroffene nicht erreicht werden könnten, wie Belga berichtete. Mittlerweile beruhige sich das Wetter in Belgien; der Regen lasse nach. Zudem war der Schienenverkehr in ganz Wallonien gestört. Mehr als 20.000 Menschen hatten zeitweise keinen Strom, und in manchen Regionen war das Trinkwasser verunreinigt Besondere Evakuierungsaktion in Trier: Die Feuerwehr hat aus dem überschwemmten Stadtteil Ehrang in der Nacht zum Freitag mehr als 60 Haustiere in Sicherheit gebracht. Tierbesitzer, die am Donnerstag wegen der Flut schnell ihre Häuser verlassen mussten, hätten um ihre zurückgelassenen Haustiere gebangt, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Freitag in Trier. "Ich kann das total gut nachvollziehen, weil es ein Tier ist, das man einfach gerne hat und das zum Leben gehört." Feuerwehrleute hätten eine Liste erstellt und seien dann mit Gummistiefeln in die entsprechenden Häuser gegangen, um die Tiere zu holen, sagte der Sprecher der Stadt. Teils sei auch ein Radlader eingesetzt worden. Die Hunde, Katzen & Co seien nun im Tierheim Trier-Zewen vorübergehend untergebracht. "Es ist schon wichtig für die Menschen, dass sie einfach auch sehen, dass auch auf ihre ganz persönlichen Belange geschaut wird", sagte die rheinland-pfälzische Regierungschefin zu der Rettungsaktion. In Trier-Ehrang war am Donnerstag die Kyll über die Ufer getreten und hatte große Teile des Stadtteils überschwemmt. Etwa 1.000 Einwohner aus Ehrang waren nach Angaben der Stadt Trier in Sicherheit gebracht worden. Zudem mussten ein Altenheim und ein Krankenhaus evakuiert werden. Als Zeichen der Anteilnahme für die Opfer des Hochwassers hat der nordrhein-westfälische Landtag am Freitag ein Gedenkbuch ausgelegt. "Die Unwetterkatastrophe hat viele Menschenleben gefordert", sagte Landtagspräsident André Kuper laut Mitteilung. Es sei zu befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steige. "Es sind dramatische Bilder, die uns alle bewegen." Das Gedenkbuch liegt ab sofort im "Raum der Stille" des Landtagsgebäudes aus. Für den Zutritt benötigen die Bürger ihren Personalausweis. Das Gedenkbuch liegt täglich in der Zeit zwischen 8 und 17 Uhr aus. Bislang sind mindestens 93 Menschen durch die Flutkatastrophe ums Leben gekommen. Die Zahl der Unwettertoten ist in Nordrhein-Westfalen auf mindestens 43 gestiegen. Das hat das NRW-Innenministerium am Freitag auf Anfrage mitgeteilt. Bislang war die Zahl auf mindestens 30 beziffert worden. In Rheinland-Pfalz ist bislang von 50 Todesopfern die Rede. Der Innenminister des Bundeslands hatte allerdings am Morgen erklärt, dass die Zahl von 50 bereits überschritten sei. Da es noch immer zahlreiche Vermisste gibt, wird die genaue Anzahl der Todesopfer wohl erst in den nächsten Tagen korrekt angegeben werden können. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den europäischen Partnern für die Solidarität mit den Flutopfern gedankt. Seine Kollegen aus Portugal und Slowenien hätten ihre Anteilnahme bekundet, sagt Spahn nach einem Treffen mit beiden Gesundheitsministern in Ljubljana. "Es ist wichtig für die Menschen vor Ort zu wissen, dass sie in schweren Zeiten nicht alleine sind. Es ist auch gut zu wissen, dass Europa zusammensteht." Auf Twitter hat ein Nutzer ein Video geteilt, dass die Zerstörung in Gemünd zeigt. Der Ort hat etwa 3.800 Einwohner und liegt in der Eifel. Zu sehen sind umgestürzte Bäume, Autos, die zwischen Bäumen eingeklemmt wurden, eingefallene Mauern und Teile von Häusern, die wohl weggeschleudert wurden. Die Zahl der vermissten Menschen nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist weiterhin unklar. "Das Handynetz ist zum großen Teil noch nicht funktionsfähig", sagte der Koblenzer Polizeisprecher, Ulrich Sopart. Es sei auch davon auszugehen, dass eine Reihe von Menschen mehrfach vermisst gemeldet wurden. Genau lasse sich das noch nicht sagen. Mehr als 50 Menschen seien ums Leben gekommen. "Ich befürchte, die Zahl wird sich noch erhöhen." Noch immer würden Menschen gerettet, sagte Sopart. Schwerpunkte der Einsätze seien die Orte Schuld, Insul und Ahrbrück. Für Menschen, die ihre Wohnungen und Häuser verloren haben, seien Unterkünfte eingerichtet worden. Wie viele Menschen durch das verheerende Unwetter obdachlos geworden sind, lasse sich aber noch nicht abschätzen. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat die Solidarität des Militärbündnisses mit den vom Hochwasser betroffenen Ländern bekundet. "Unsere Gedanken sind bei all denen, die ihre Liebsten und ihr Zuhause in den verheerenden Fluten verloren haben", schrieb der Norweger am Freitag zudem auf Twitter. Dutzende Menschen haben im Zusammenhang mit den Unwettern in Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg ihr Leben verloren. In der schwer vom Hochwasser getroffenen Stadt Stolberg bei Aachen ist auch am Freitagvormittag die Trinkwasserversorgung kritisch. Sie sei zurzeit eingeschränkt, teilte ein Sprecher der Stadt mit. Bürgerinnen und Bürger sollten Trinkwasser vor dem Gebrauch abkochen. Zur Sicherstellung der Versorgung seien in allen Ortsteilen Trinkwasserbehälter aufgestellt worden, wo sich die Betroffenen bedienen könnten. Im Übrigen kümmere sich die Stadt um die Koordination von Geld- und Sachspenden. Nähere Infos dazu sollten später folgen. Am Donnerstag wurde aufgrund des Hochwassers das Trinkwassernetz beschädigt, wodurch es zu Druckabfällen im Netz gekommen ist. Papst Franziskus hat nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands sein Mitgefühl ausgedrückt und der Toten gedacht. Das katholische Kirchenoberhaupt habe mit großer Betroffenheit von den schweren Unwettern und Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erfahren, hieß es in einem von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterzeichneten Telegramm vom Donnerstagabend. Franziskus gedachte im Gebet der ums Leben gekommenen Menschen und bekundete den Angehörigen seine tief empfundene Anteilnahme. Der 84-Jährige bete auch für die zahlreichen Vermissten, Verletzen und alle, die zu Schaden gekommen seien oder durch die Naturgewalten ihre Lebensgrundlage verloren haben, hieß es weiter. Nach dem verheerenden Unwetter mit mindestens 50 Toten in Rheinland-Pfalz kommt der Ministerrat am Freitagmorgen in Mainz zu einer Sondersitzung zusammen. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) informiert am Mittag in der Landeshauptstadt über die aktuelle Lage. Die Staatskanzlei spricht in ihrer Mitteilung von einer "unvorstellbaren Katastrophe". "Mehr als 50 Menschen haben ihr Leben verloren, viele gelten noch als vermisst." Hunderte Einwohnerinnen und Einwohner hätten gerettet werden müssen. "Viele haben ihre Häuser und ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Die Infrastruktur in zahlreichen Kommunen ist zerstört." Die Bundeswehr soll der Hilfe nach der Unwetterkatastrophe im Westen Deutschland nun Vorrang vor anderen Aufgaben geben. "Jetzt kommt es darauf an, geeignetes Material aus der ganzen Republik bereit zu stellen. Hierzu habe ich bereits angeordnet, dass alle anderen Aufträge, die nicht unmittelbar mit den Auslandseinsätzen verbunden sind, hintangestellt werden", teilte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) am Freitag mit. Die "oberste Priorität" liege jetzt bei der Katastrophenhilfe in den betroffenen Städten und Kommunen. "Die Bilder aus den Hochwasserregionen bestürzen uns alle! Die Bundeswehr leistet mit den schnell verfügbaren Kräften vor Ort bereits tatkräftige Hilfe bei Gefahrenabwehr und Räumarbeiten", so Kramp-Karrenbauer. "Die Amtshilfeverfahren sind durch die Pandemiebekämpfung gut eingespielt und auf sie kann verlässlich zurückgegriffen werden!" Die Landesregierung von Baden-Württemberg unterstützt die Hochwassergebiete in Rheinland-Pfalz mit rund 600 Einsatzkräften von Sanitätsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Derzeit seien hundert Krankenwagen,15 Hochwasserzüge der Feuerwehr und ein Polizeihelikopter mit Höhenrettern im Einsatz, teilte das Innenministerium am Freitag in Stuttgart mit. Das Hochwasser habe "eine Schneise der Verwüstung hinterlassen", erklärte Innenminister Thomas Strobl (CDU). In dieser Lage sei es "selbstverständlich, kräftige und entschlossene Hilfe zu leisten". Nach den heftigen Unwettern in Belgien ist die Zahl der Toten laut Medienberichten auf zwölf gestiegen. Wie der öffentlich-rechtliche Rundfunksender RTBF am Freitag berichtete, werden fünf weitere Menschen noch vermisst. Der wallonische Regierungschef Elio Di Rupo sagte dem Sender, er befürchte, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen werde. "Gestern Abend waren noch hunderte Menschen in ihren Häusern eingeschlossen", sagte Di Rupo am Freitagmorgen. Die Wallonie, eine französischsprachige Region im Süden Belgiens, war besonders stark von den Unwettern betroffen. Nach Angaben der Bundespolizei blieben dutzende Straßenabschnitte für den Verkehr gesperrt, ebenso wie die meisten Bahnstrecken in der Wallonie. Mehr als 21.000 Menschen in der Region waren ohne Strom, wie der Strom- und Gasanbieter Ores mitteilte. Hunderte Verteilerkästen standen demnach unter Wasser. Infolge der Unwetterkatastrophe sind derzeit rund 165.000 Menschen ohne Strom. Im Einzugsgebiet der E. ON-Tochter Westnetz ließen die starken Regenfälle den Pegel der Flüsse stark ansteigen und den Boden aufweichen. Als Folge wurden Ortsnetzstationen und Umspannwerke überflutet. Aus Sicherheitsgründen mussten die Anlagen abgeschaltet werden. Besonders betroffen sind die Eifel, der linksrheinische Rhein-Sieg-Kreis, der Rhein-Bergische Kreis und Teile des Bergischen Landes. Aber auch im Versorgungsgebiet der E. ON-Tochter Mitnetz Strom in Ostdeutschland trafen umstürzende Bäume Stromleitungen und führten zu Ausfällen der Nahversorgung. Frankreich sichert Deutschland und Belgien Solidarität und Unterstützung zu, wie Ministerpräsident Jean Castex auf Twitter erklärt. Ins belgische Lüttich seien 40 Einsatzkräfte des französischen Militärs sowie ein Rettungshubschrauber entsandt worden. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) rechnet bei den Bergungsarbeiten in Rheinland-Pfalz damit, dass Rettungskräfte weitere Tote finden. Die Zahl von 50 Toten sei inzwischen überschritten, sagte Lewentz am Freitag im Deutschlandfunk. Aus Sicht der Polizei würden knapp unter 100 Menschen vermisst. Im Zusammenhang mit der Frage, wie sich die Zahl der Toten im Bundesland entwickeln könne, mache er sich Angaben zu insgesamt 1.300 Vermissten nicht zu eigen. "Allerdings war das gestern auch ein Tag, wo die Übersicht sehr schwierig zu erlangen war. Die Menschen haben fluchtartig ihre Gebäude verlassen", sagte er. In Wangen im Allgäu (Kreis Ravensburg) ist aufgrund des Starkregens ein Wohngebiet überflutet worden. Zwei Brückendurchflüsse des Epplingser Bachs wurden am Donnerstagabend von Treibgut blockiert, wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte. Dadurch sei das Wasser über die Ufer getreten und habe das angrenzende Wohngebiet Epplingser Halde überschwemmt. Die Feuerwehr zählte von Donnerstagabend bis Freitagmorgen etwa 65 Einsätze, wie ein Sprecher der Integrierten Leitstelle mitteilte. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Am Freitagmorgen entspannte sich die Lage. Das Wasser im Wohngebiet stand nach Angaben der Einsatzkräfte zum Teil kniehoch. Zahlreiche Keller und Garagen liefen voll. In einem Blockheizkraftwerk stieg das Wasser sogar bis zu 1,60 Meter hoch. Menschen wurden nicht verletzt. Der Schaden war zunächst unklar – ebenso die Zahl der Häuser, die von der Überflutung betroffen waren Angesichts der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) vor allem für die Kommunen kurzfristige, aber auch langfristige Hilfe gefordert. "Länder und Kommunen wissen am besten, was getan werden muss", sagte Schulze am Freitag im Rundfunk Berlin-Brandenburg. Deshalb sei es wichtig, "dafür zu sorgen, dass sie das nötige Geld haben, um zu investieren, jetzt in der Notlage – und später, wenn es um die Vorsorge und den Wiederaufbau geht". Schulze mahnte eine rasche Hilfe an: "Bund und Länder müssen schnell eine Lösung finden, wie den Betroffenen dort in den Regionen geholfen werden kann." Die Umweltministerin forderte zudem mehr Investitionen in Klimaschutz. Die Unwetter zeigten, dass der Klimawandel in Deutschland angekommen sei. "Das sind historische Wassermengen, die wir jetzt sehen." Nach der Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der Toten auf 50 gestiegen. "Die Befürchtung ist, dass es noch mehr werden", sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Koblenz am Donnerstagmorgen. Die Bergungsarbeiten liefen weiter. Wie viele Menschen insbesondere in der Region um Bad Neuenahr-Ahrweiler noch vermisst werden, konnte der Sprecher nicht genau sagen. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte am Donnerstagabend davon gesprochen, dass das Schicksal von 40 bis 60 Menschen weiterhin ungeklärt sei. Die Polizei fordert die Menschen auf, nicht nach Ahrweiler hineinzufahren und eigenständig nach Vermissten zu suchen. Die Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, äußerte sich am Morgen zu den mindestens 50 Todesopfern in ihrem Bundesland. "Das Leid nimmt immer weiter zu", sagt Dreyer im ZDF. Es gebe auch immer noch Vermisste. "Unser Land hat so etwas noch nie gesehen." Die Infrastruktur sei völlig zerstört, der Wiederaufbau werde ein langer und teurer Weg. "Es ist uns zugesichert worden, dass wir im Sinn einer nationalen Katastrophe Unterstützung erhalten. Das brauchen wir auch dringend", sagt die SPD-Politikerin mit Blick auf Hilfszusagen des Bundes. Im Kreis Lörrach sind zahlreiche Straßen gesperrt worden. Heftige Gewitter und Starkregen sorgten im Landkreis für Hochwasser, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Rettungskräfte haben den Angaben zufolge Probleme, in die Gemeinden zu gelangen. Schwerpunkte seien die Gemeinden Inzlingen und Grenzach-Wyhlen. "Verkehrsteilnehmer werden gebeten, diese Gebiete zu meiden und wenn möglich auf die Teilnahme am Straßenverkehr zu verzichten", hieß es weiter. Zudem meldete die Integrierte Leitstelle 80 laufende Einsätze. Viele Keller wurden überflutet. Weitere Details waren noch nicht bekannt. Im Kreis Waldshut sind mehrere Keller vollgelaufen, wie ein Polizeisprecher am Freitagmorgen mitteilte. Zudem ist der Anbau eines Hauses in Stühlingen eingestürzt, nachdem ein Fluss über die Ufer getreten ist. In der Region rund um Konstanz mussten in der Nacht zwei Bundesstraßen gesperrt werden. Die Unwetterschäden führen im Regionalverkehr der Bahn auch am Freitag zu zahlreichen Einschränkungen. Im Raum Euskirchen wurde der Zugbetrieb der Linien S23 und RB23 bis auf Weiteres eingestellt, wie die DB Regio am Freitagmorgen via Twitter mitteilte. Eingestellt wird auch der Zugbetrieb der Linien RB25, RB 30 und RB39. Einschränkungen gibt es zudem bei der Linie S1. Zwischen Kall und Trier fahren keine Züge. Zwischen Witten und Hagen sind auch keine Zugfahrten möglich. Aufgrund von Unwetterschäden zwischen dem Hauptbahnhof Hagen und Plettenberg seien auch zwischen Hagen und Werdohl derzeit keine Zugfahrten möglich, teilte der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr auf Twitter mit. Die Bahn bittet Reisende, sich vorab über Störungen ihrer Zugverbindung zu informieren. Der bundeseigene Konzern bat Fahrgäste am Donnerstag, Fahrten in die von Hochwasser betroffenen Regionen möglichst zu verschieben. Nach dem Unwetter sind weiterhin mehrere Straßen rund um das Ahrtal gesperrt. Die Autobahn 61 ist zwischen dem Autobahnkreuz Meckenheim und Türnich beidseitig nicht passierbar, wie die Polizei Koblenz am Freitagmorgen mitteilte. Auch die Bundesstraße 9 ist demnach beidseitig zwischen Bad Breisig und Remagen gesperrt. Die Polizei bittet Autofahrer, das Ahrtal weiträumig zu umfahren. Rettungskräfte seien weiterhin im Einsatz. Die Rurtalsperre läuft infolge der immensen Regenmengen bei Unwettern in Nordrhein-Westfalen nun über. Wie der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) in der Nacht zu Freitag mitteilte, läuft die Talsperre seit 23.50 Uhr "mit einer geringen Dynamik" über. Zunächst hatte der Verband damit gegen 20 Uhr gerechnet. Die Zuflüsse zu den Talsperren hätten sich aber in den vergangenen Stunden "erfreulich reduziert". Zuvor war laut Verband bereits die Urfttalsperre übergelaufen, die der Rurtalsperre vorgelagert ist. Dadurch füllte sich letztere schneller. Im Nachgang sei mit Überschwemmungen im Unterlauf der Rur zu rechnen. Überflutungen von Kellern und Häusern seien zu erwarten. Der Kreis Düren hatte bereits vor der Gefahr von Überflutungen in den Städten Heimbach, Nideggen und der Gemeinde Kreuzau gewarnt. Am frühen Freitagmorgen twitterte der Kreis, der Pegel-Anstieg der Rur könnte sich etwa drei Stunden nach dem Überlauf in Obermaubach bemerkbar machen, in Düren nach ca. vier und in Jülich nach 6 bis 7 Stunden. Der Wasserverband warnte, Menschen sollten sich nicht in Flussnähe aufhalten, da die Gefahr bestehe, mitgerissen zu werden. Auch sollten vollgelaufene Keller nicht betreten werden, weil die Gefahr von Stromschlägen bestehe. Nach Möglichkeit sollte der Strom vorher abgeschaltet werden. An besonders von Hochwasser betroffenen Stellen sei auch mit Evakuierungen zu rechnen. Auch könne es zur Sperrung von Straßen kommen. In Wangen im Allgäu im Landkreis Ravensburg ist aufgrund des Starkregens am späten Donnerstagabend ein Wohngebiet überflutet worden. Wie das Polizeipräsidium Ravensburg am frühen Freitagmorgen mitteilte, wurden zunächst zwei Brückendurchflüsse des Epplingser Bachs durch Treibgut blockiert. Dadurch sei das Ufer übergetreten und hätte das angrenzende Wohngebiet Epplingser Halde überschwemmt. Nach Angaben der Einsatzkräfte stand das Wasser im Wohngebiet zum Teil kniehoch – zahlreiche Keller und Garagen liefen voll mit Wasser. In einem Blockheizkraftwerk stand das Wasser demnach bis zu 1,60 Meter hoch. Wie viele Häuser von der Überflutung betroffen sind, war zunächst unklar. Die Feuerwehr hat am Donnerstagabend drei Menschen aus dem Fluss Wurm gerettet, die dort gedroht hatten zu ertrinken. Wie die Kreispolizeibehörde Heinsberg mitteilte, waren zwei Männer und eine Frau ersten Erkenntnissen nach auf einem Boot bei Übach-Palenberg (Kreis Heinsberg) auf der Wurm unterwegs. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten sie in Sicherheit bringen, ein Rettungswagen brachte sie schwer verletzt in ein Krankenhaus. In der Nähe sei außerdem eine weitere Person aufgefunden worden, die anschließend im Rettungswagen medizinisch behandelt wurde, teilte die Polizei weiter mit. Auch sie war offenbar auf einem Boot auf dem Fluss unterwegs gewesen, wie erste Ermittlungen der Polizei ergaben. Da nicht ausgeschlossen werden könne, dass sich noch weitere Personen auf den Booten befanden, suchten Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei sowie der Rettungsdienst nach weiteren möglichen Verletzten. Die Polizei rief ausdrücklich dazu auf, zu Hause zu bleiben und damit die Arbeiten der Rettungskräfte im Kreis Heinsberg zu unterstützen. "Bringen Sie sich nicht selbst und andere Menschen nicht in Gefahr." Die Flüsse seien durch die Regenfälle so stark angestiegen, dass es lebensgefährlich sei, sich in die Nähe zu begeben oder sie gar mit Booten zu befahren, warnte die Polizei. Die Polizei Koblenz bekomme eine überwältigende Anzahl an Hilfsangeboten für die Region an der Ahr. "Trotzdem die Bitte: begebt Euch nicht in das Katastrophengebiet! Ihr bringt Euch sonst selbst in Gefahr, behindert ggf. die Rettungsmaßnahmen!", hieß es auf dem Twitter-Account. Der Krisenstab des Rhein-Erft-Kreises warnt: "Extreme Gefahr vor Hochwasser durch einen möglichen Dammbruch entlang der Erft." Es bestehe die Gefahr einer reißenden Strömung am Uferbereich entlang der Erft. Durch eine möglich starke Flutwelle bestehe akute Lebensgefahr. Die Stadt Kerpen teilte mit, dass die Evakuierung der Gebiete, die nahe der bedrohten Erft liegen gegen 23 Uhr abgeschlossen war. In Erftstadt-Liblar wurden Bagger eingesetzt, um ältere Menschen aus einer Seniorenresidenz zu evakuieren. Im von den Unwettern besonders betroffenen Kreis Ahrweiler wird derzeit von rund 1.300 Vermissten ausgegangen. Das teilte die Kreisverwaltung am Donnerstagabend in einem Statement mit. Rund 3.500 Menschen seien in mehreren Betreuungseinrichtungen im gesamten Kreisgebiet untergebracht. Eine Sprecherin erklärte, das Mobilfunknetz sei lahmgelegt – und daher gebe es keinen Handy-Empfang und viele Menschen seien nicht erreichbar. "Wir hoffen, dass sich das klärt", sagte sie zu der hohen Zahl. Zugleich teilte der Kreis mit, dass es weitere Todesopfer gebe. Zahlen wollte die Sprecherin dazu noch nicht nennen. Nach wie vor seien über 1.000 Angehörige von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, THW, DRK und weiterer Katastrophenschutzeinheiten aus weiten Teilen von Rheinland-Pfalz, dem südlichen NRW sowie dem angrenzenden Baden-Württemberg im Einsatz. "Weitere Einsatzkräfte, unter anderem Sanitäts- und Transporteinheiten sowie Kräfte der Bundeswehr, wurden nachgefordert". Es werde intensiv an der Wiederherstellung der Strom-, Gas- und Wasserversorgung gearbeitet. Das THW beispielsweise bereite den Aufbau von Trinkwasseraufbereitungsanlagen vor. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit Unwettern im östlichen Belgien ist bis zum späten Donnerstagabend auf neun gestiegen. Zudem werden vier Menschen vermisst, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Innenministerin Annelies Verlinden hatte den Katastrophenschutzmechanismus der EU in Anspruch genommen, Frankreich, Italien und Österreich hatten Hilfe angeboten. König Philippe von Belgien und Königin Mathilde fuhren den Angaben zufolge in die besonders betroffene Gemeinde Chaudfontaine. Der zentrale Bahnhof der Stadt Lüttich mit knapp 200.000 Einwohnern wurde am Nachmittag geschlossen. Nach der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat Borussia Dortmund finanzielle Hilfe für die Opfer angekündigt. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (62) in einer Vereinsmitteilung: "Auch der BVB wird seinen Teil dazu beitragen, um den Betroffenen zu helfen und die Einnahmen eines Benefizspiels, das wir möglichst in Hagen bestreiten möchten, den Opfern zukommen lassen." Die entsprechenden Gespräche sollen in den kommenden Tagen aufgenommen werden. Die BVB-Familie sei mit ihren Gedanken in diesen Stunden bei den Hochwasser-Opfern, deren Angehörigen und Freunden, bei all jenen, die gerade um ihre Existenz bangen und bei den vielen professionellen Helfern und Ehrenamtlichen, die unterstützen, wo sie nur können, hieß es weiter. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) dringt nach der verheerenden Hochwasser-Katastrophe auf eine zügige Instandsetzung zerstörter Einrichtungen. Es müssten Wege gefunden werden, sehr schnell wieder Straßen, Brücken und andere Infrastruktur in Gang zu setzen, sagte Laschet am Donnerstagabend in der ZDF-Talkshow "maybrit illner". Der Unions-Kanzlerkandidat war aus dem durch das Hochwasser stark zerstörten Stolberg bei Aachen zugeschaltet. Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf das dort zerstörte Rathaus. Das Land werde helfen, kündigte Laschet an. "Ich habe heute auch mit Olaf Scholz und der Bundeskanzlerin gesprochen." Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den Menschen in den Hochwassergebieten Hilfe zugesichert. "Ich darf den Menschen sagen: Wir werden sie in schwierigen, schrecklichen Stunden nicht alleine lassen. Wir werden auch helfen, wenn es um den Wiederaufbau geht", sagt Merkel in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Joe Biden. "Die Zahl von extraordinären Wetterereignissen hat dramatisch zugenommen", fügt sie hinzu. Deshalb müsse die Welt handeln. US-Präsident Joe Biden hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sein Beileid angesichts der vielen Todesopfer bei der Hochwasserkatastrophe in Westdeutschland ausgesprochen. "Es ist eine Tragödie und unsere Herzen sind bei den Familien, die geliebte Menschen verloren haben", sagte Biden nach einem Gespräch mit Merkel am Donnerstag im Weißen Haus in Washington. Für Wuppertal und Teile des Ennepe-Ruhr-Kreises hat der Deutsche Wetterdienst am Donnerstagabend erneut vor schweren Gewittern mit heftigem Starkregen gewarnt. Innerhalb einer Stunde könnten dabei bis zu 40 Liter Regen fallen. Auch vor Sturmböen wurde gewarnt. Eine amtliche Unwetterwarnung galt zunächst bis 20.45 Uhr. Auch nordöstlich davon in Hagen, Dortmund, im Kreis Unna und in Hamm warnte die Wetterbehörde am Abend vor starkem Gewitter mit kräftigem Regen. Im Zusammenhang mit dem schweren Unwetter sind in Nordrhein-Westfalen mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte das NRW-Innenministerium am Donnerstagabend mit.57 Personen seien zudem verletzt. Es handele sich bei den Zahlen um den Stand von 18 Uhr. Die südniederländische Stadt Maastricht hat rund 10.000 Bürger und Bürgerinnen aufgerufen, ihre Wohnungen zu verlassen und sich vor dem Hochwasser in Sicherheit zu bringen. Mehrere Viertel der Stadt in der Provinz Limburg würden evakuiert, teilte die Stadt am Donnerstagabend mit. Es wird erwartet, dass in der Nacht die Maas so stark über die Ufer tritt, dass Wohnviertel überschwemmt werden. Die Lage an der Steinbachtalsperre bei Euskirchen in Nordrhein-Westfalen bleibt kritisch. "Nach aktueller Einschätzung muss mit einem plötzlichen Versagen der Mauer der Steinbachtalsperre jederzeit gerechnet werden", teilt der Rhein-Sieg-Kreis auf seiner Facebookseite mit. "Derzeit wird dort Wasser abgepumpt, um das Bauwerk zu entlasten." Die Evakuierungen der betroffenen Ortschaften Swisttal und Rheinbach gehe weiter. "Gehen Sie auf keinen Fall in Ihre Häuser und Wohnungen zurück", warnt die Kreisverwaltung. Angesichts der großen Unwetterschäden im Kreis Ahrweiler hat die Bonner Oberbürgermeisterin Menschen in ihrer Stadt dazu aufgerufen, Hilfe anzubieten: "Liebe Bonnerinnen und Bonner, bitte stellt Unterkünfte zur Verfügung! Meldet Euch, die Stadt stellt den Kontakt zu Menschen her, die Eure Hilfe brauchen", schrieb Katja Dörner (Grüne) auf Twitter. Viele Menschen hätten in Ahrweiler durch den Starkregen in teils dramatischen Aktionen ihr Zuhause verloren. Melden könnten sich nun Privatpersonen, Hotels und Pensionen in Bonn, die noch Zimmer frei hätten. Die Stadt richtete dafür eine zentrale Koordinierungsstelle ein. Im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler starben bei der Hochwasserkatastrophe mindestens 19 Menschen. Rund 165.000 Menschen im Westen Deutschland waren nach Angaben des Energieversorgers Eon aufgrund des Unwetters auch am Donnerstagnachmittag noch ohne Strom. Besonders betroffen seien die Eifel, der linksrheinische Rhein-Sieg-Kreis, der Rheinisch-Bergische Kreis und Teile des Bergischen Landes, teilte das Unternehmen in Essen mit. Im Gebiet der Eon-Tochter Westnetz hatten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag Starkregen die Pegelstände stark ansteigen lassen und den Boden aufgeweicht. In Ortsnetzstationen und Umspannanlagen sei es deshalb zu Überflutungen gekommen. Aus Sicherheitsgründen seien die Anlagen bei eindringendem Wasser abgeschaltet worden. Teilweise wurden Anlagen nach Unternehmensangaben schwer beschädigt oder mit den Fluten weggerissen. In Lüttich im benachbarten Belgien bereitete man sich am Nachmittag auf einen sprunghaften Anstieg des Pegels der Maas vor. Der schon zuvor historische Wasserstand sollte noch einmal um 1,50 Meter übertroffen werden, teilten die Behörden laut der Zeitung "La Dernière Heure" mit. Bewohner entlang der Maas sollten deshalb so schnell wie möglich ihre Häuser verlassen oder in höhere Stockwerke flüchten. Menschen im Stadtzentrum sowie in bereits überschwemmten Gebieten sollten sich ebenfalls in Sicherheit begeben. Wer nicht in Lüttlich lebt, wurde aufgefordert, die Stadt zu verlassen. In Rheinland-Pfalz sind laut Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) mehrere Tausend Bürger vor den Fluten in Sicherheit gebracht worden. Ihre Zahl liege "deutlich im vierstelligen Bereich", sagte er bei einem Besuch der stark getroffenen Kurstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Allein im Landkreis Ahrweiler seien 13 Helikopter "zusammengezogen worden". Mit Blick auf die mindestens 19 Toten in Rheinland-Pfalz fügte Lewentz hinzu: "Die Menschen sind quasi im Bett überrascht worden." Die Hochwassernacht erinnere ihn an die Flutkatastrophe von Hamburg 1962. Auch damals wurden die Opfer in der Nacht überrascht – mehr als 300 Bürger verloren ihr Leben. In mehreren Städten im Ruhrgebiet sollen Anwohner wegen des Hochwassers ihr Trinkwasser abkochen. "Es ist mit gravierenden Geschmacks- und Geruchsveränderungen zu rechnen", teilte die Stadt am Donnerstag mit. Betroffen seien die Versorgung von Mülheim an der Ruhr (ohne Mintard), Ratingen-Breitscheid und Teile von Oberhausen und Bottrop. Durch das Hochwasser sei das Uferfiltrat von Flusswasser beeinträchtigt worden, hieß es in der Mitteilung. Die Wasserwerksgesellschaft desinfiziere das Wasser daher mit Ozon, UV-Licht und Chlor "in extrem hoher Konzentration". Die Bundesregierung bereitet nach den Worten von Bundesfinanzminister Olaf Scholz konkrete Hochwasserhilfen vor. Mehrere Bundesministerien sei bereits miteinander im Gespräch, wie eine Unterstützung für Länder, Kommunen und die Bürger aussehen könne, sagt der SPD-Kanzlerkandidat bei einem Besuch im rheinland-pfälzischen Hochwassergebiet. Dies sei wie frühere Überflutungen eine Angelegenheit von nationaler Bedeutung. Es handele sich um eine Naturkatastrophe, die aber auch im Zusammenhang mit dem Klimawandel stehe. Es müsse daher alles getan werden, den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten. Nahe eines Biergartens an der Ruhr in Essen hat die Feuerwehr ein erschöpftes Reh aus Wasserfluten gerettet. "Es wurde von den Wassermassen gegen einen Zaun gedrückt", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstag. Einsatzkräfte hätten zwei Menschen mit Booten retten wollen, die vom Wasser in dem Biergarten eingeschlossen waren. Auf dem Weg fiel ihnen das entkräftete Tier auf, sie brachten es in Sicherheit. Im Anschluss wurde das Reh mit einer Folie abgedeckt, damit es nicht auskühlt. Die Menschen überstanden ihre Rettung unverletzt, sagte der Sprecher. Zuvor hatte die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" berichtet. In Swisttal im Süden von Nordrhein-Westfalen sind mehrere Menschen wegen der Überschwemmungen seit Mittwochabend eingeschlossen. Wie viele Menschen betroffen seien, sei unklar, teilte der Rhein-Sieg-Kreis am Donnerstagnachmittag mit. "Es liegen zahlreiche Meldungen über einsturzgefährdete Gebäude vor, aber noch keine valide Gesamteinschätzung." Zudem herrsche ein großflächiger Stromausfall. Die Kommunikation mit den Rettungskräften vor Ort sei in der aktuellen Lage schwer. Swisttal liegt zwischen Euskirchen und Bonn. Der Hochwasser führende Fluss Inde hat am Donnerstag einen Deich in der Nähe des Braunkohletagebaus Inden bei Aachen überspült und ist in den Tagebau geflossen. Die Suche nach einem dort vermissten Mitarbeiter sei am Nachmittag unterbrochen worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Die Suche mit Hubschrauber und Wärmebildkamera habe bislang keinen Erfolg gehabt. Nach Angaben des Tagebaubetreibers RWE blieb der Abbaubetrieb unterbrochen. Das Wasser der Inde fließe weiter in den Tagebau ein, jedoch falle der Wasserstand. Ein RWE-Sprecher sagte, der Fluss sei am Donnerstag gegen 6.30 Uhr bei Lamersdorf über den Deich geschwappt. Die Inde ist nach heftigen Regenfällen in den vergangenen Tagen stark angeschwollen. Der Fluss verläuft in der Nähe des Tagebaus. Die oberhalb an der Inde liegenden Städte Eschweiler und Stolberg sowie Aachen-Kornelimünster sind ebenfalls stark vom Hochwasser betroffen. Der Krisenstab im Rhein-Erft-Kreis hat nach den andauernden starken Regenfällen den Katastrophenfall ausgerufen. Wegen der Hochwasserlage entlang der Erft bestehe die Gefahr, dass sich die bisher örtlich begrenzte Lage neben Erftstadt auch auf Kerpen, Bergheim und Bedburg ausweiten könnte, heißt es in einer Pressemitteilung von Donnerstag. Die kreisangehörigen Kommunen wurden aufgefordert, "die notwendigen Maßnahmen des Bevölkerungsschutzes wie insbesondere Evakuierungen und Unterbringungen vorzubereiten und vorzunehmen". In Stolberg bei Aachen nutzen offenbar Kriminelle die Hochwasserlage aus: Dort sei es zu einzelnen Plünderungsversuchen von Geschäften gekommen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Demnach hatten in drei Fällen Zeugen gemeldet, dass sich Personen in überschwemmten Läden befänden. Die Polizei nahm an einem Juweliergeschäft einen Verdächtigen fest. Als die Beamten an den anderen Tatorten – einem Supermarkt und einer Drogerie – eintrafen, sind demnach mehrere Unbekannte geflüchtet. Ob etwas gestohlen wurde, war zunächst unklar. Eine Hundertschaft der Polizei sei nun in Stolberg, um die verlassenen Wohnhäuser und Geschäfte vor Plünderungen zu schützen. Schaulustige behindern laut Polizei die Einsatzkräfte. "Was die Hilfskräfte an den vielen Einsatzstellen überhaupt nicht gebrauchen können, sind Gaffer, von denen einige offenbar nichts Eiligeres zu tun hatten, als die Anfahrts- und Rettungswege zu belegen", twittert der Koblenzer Polizeisprecher Ulrich Sopart. "Seht von nicht notwendigen Besuchen ab!" Eine größere Flutwelle ist die Ruhr hinuntergerauscht. Gegen 14.30 wurde das Stauwehr bei Wickede-Echthausen geöffnet, weil es zu brechen drohte. Daraufhin stieg der Pegel unter anderem in Fröndenberg spürbar an, berichtete die "Westfalenpost". Sirenenalarm hallte durch die Stadt. In Wipperfürth im Oberbergischen Kreis sind zwei Menschen durch das Unwetter verletzt worden. Ein Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) verletzte sich während eines Einsatzes im Hochwasser, eine Person erlitt einen Stromschlag, wie eine Sprecherin des Oberbergischen Kreises am Donnerstag mitteilte. In dem Kreis sorgten die starken Regenfälle am Mittwoch für Überflutungen, Stromausfälle und teils vollgelaufene Wohnungen. In der Gemeinde Lindlar drohte am Donnerstag ein Klärwerk überzulaufen. Rund 1200 Einsätze verzeichnete der Kreis bis Donnerstagnachmittag. Die Unwetterserie dieses Sommers könnte außergewöhnlich hohe Schäden in Deutschland, der Schweiz und in Österreich anrichten. Schon vor den jetzigen Überflutungen in der Eifel waren die Gewitter- und Hagelschäden vielerorts überdurchschnittlich hoch, wie der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) und einzelne Unternehmen berichten. "Es zeichnet sich ab, dass sich dieses Jahr mit Stürmen, Überschwemmung, Starkregen und Hagel zu einem der schadenträchtigsten seit 2013 entwickeln könnte", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Bereits im Juni hatten Starkregen und Hagel einen geschätzten versicherten Schaden von 1,7 Milliarden Euro verursacht. Dass die Schäden hoch sind, liegt nicht nur an der Natur. Der Rückversicherer Munich Re macht "sozioökonomische Veränderungen" mitverantwortlich. "Das heißt, in den betroffenen Gebieten steigt die Dichte und der Wert von Immobilien und Infrastruktur, den sogenannten Exposures." Das Ausmaß der Schäden füge sich in die Beobachtung der vorangegangenen Jahre ein, sagte ein Sprecher. "Über die letzten zehn Jahre beobachteten wir immer wieder intensive konvektive Ereignisse. Das sind Gewitter mit lokal großen Regenmengen oder Hagel." Das Technische Hilfswerk (THW) hat den Katastrophenschutz in den von Überschwemmungen betroffenen Ländern am Donnerstag mit rund 2.100 Einsatzkräften unterstützt. In Rheinland-Pfalz seien zudem Hubschrauber aus mehreren Bundesländern zur Rettung von Menschen aus Überflutungsgebieten unterwegs, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf Anfrage mit. Weitere Hubschrauber der Bundespolizei stünden in Bereitschaft. "Ich biete den Ländern jegliche Unterstützung an. Jetzt ist die Stunde der Einsatzkräfte und der Solidarität", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) der "Bild". "Diese extremen Wetterkapriolen sind die Folgen des Klimawandels", fügte er hinzu. "Wir müssen uns viel besser darauf vorbereiten, auch beim Hochwasserschutz." Nach Angaben seines Ministeriums waren am Donnerstag insgesamt mehr als 15.000 Kräfte von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen, THW und Bundeswehr im Einsatz, um Menschen zu retten sowie Wohnungen, Betriebe und Infrastruktur vor den Wassermassen zu schützen. Die Einsatzkräfte in Solingen haben in den vergangenen Stunden etwa 130 Menschen im Stadtgebiet aus akuter Not vor dem Hochwasser gerettet. Das sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Donnerstag. "Wir haben die Menschen über Drehleitern, Boote, Bojen herausgeholt. Es war alles improvisiert." In zwei Situationen hätten sich Einsatzkräfte zudem auf Tanklöschfahrzeugen in Sicherheit bringen müssen. Die Einsatzkräfte sprechen nach den starken Regenfällen in Solingen nach Angaben eines Stadtsprechers von einem "Jahrhunderthochwasser". "Unsere Heimatstadt ist von einer großen Katastrophe heimgesucht worden", sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD). "Dieses Ausmaß an Überflutung ist nicht mehr zu bekämpfen. Das Wasser ist stärker." Kurzbach hatte am Morgen den besonders betroffenen Stadtteil Unterburg besucht. Die dortige Lage beschrieb er als "bedrohlich und beängstigend". In der Nacht sind laut Feuerwehrsprecher etwa 300 Kräfte im Einsatz gewesen, viele von ihnen mehr als 30 Stunden am Stück. Am Donnerstagmittag waren etwa 110 Kräfte nach einer kurzen Pause mit weiteren Arbeiten beschäftigt.250 Einsätze seien bereits abgearbeitet worden – 200 seien aber noch offen.120 Menschen seien über Nacht von der Stadt untergebracht worden, sagte der Leiter des Krisenstabes, Jan Welzel. Der Stadtteil Unterburg bleibe vorerst gesperrt. Auch Strom und Gas seien noch abgeschaltet, auch in Verteilstationen seien durch das Hochwasser Schäden entstanden. Ziel sei es, die Menschen sukzessive wieder in ihre Wohnungen zurückzulassen, wenn diese sicher seien und trockenen Fußes erreicht werden könnten. "Einsturzgefährdete Häuser können wir nicht ausschließen", sagte Welzel. Er bat die Menschen zudem um Geduld. "Es wird Tage, möglicherweise auch Wochen dauern, bis wir einen bestimmten Zustand wieder erreicht haben." Die Zahl der Todesopfer nach den schweren Unwettern im nördlichen Rheinland-Pfalz ist nach Angaben des rheinland-pfälzischen Innenministers Roger Lewentz (SPD) auf fünf gestiegen. Alle seien nach bisherigen Erkenntnissen im Kreis Ahrweiler in den Fluten ums Leben gekommen. Der Minister fügte hinzu, dass noch 50 bis 70 Menschen in der Katastrophenregion vermisst würden. Unklar sei zurzeit, ob es sich dabei um Menschen handle, die vielleicht in Urlaub seien, oder ob sie im Unwetter bei Bekannten untergekommen oder in einer schwierigen Situation seien. Der Hochwasser führende Fluss Inde hat einen Deich in der Nähe des Braunkohletagebaus Inden bei Aachen überspült und läuft seit dem Morgen in den Tagebau. Ein Sprecher des Energieunternehmens RWE sagte am Donnerstag, ein Mitarbeiter dort werde vermisst. Nach dem Mann werde mit einem Hubschrauber gesucht. Der Abbaubetrieb sei eingestellt worden. Der Zufluss des Wassers dauere an. Der Sprecher sagte, der Fluss sei gegen 6.30 Uhr bei Lamerdorf über den Deich geschwappt. Die Inde ist nach heftigen Regenfällen in den vergangenen Tagen stark angeschwollen. Der Fluss verläuft in der Nähe des Tagebaus. Die oberhalb an der Inde liegenden Städte Eschweiler und Stolberg sowie Aachen-Kornelimünster sind ebenfalls heftig von Hochwasser betroffen. Der Wasserstand der Mosel wird Vorhersagen zufolge im Laufe des Donnerstags zunächst weiter steigen. Die Hochwasservorhersagezentrale des rheinland-pfälzischen Landesumweltamtes rechnete erst für den späten Nachmittag mit einer Entspannung. "Zahlreiche Zufluss-Pegel verzeichnen bereits jetzt historische Höchststände", teilte die Behörde mit. Am Pegel Trier sei die Meldehöhe von sechs Metern am Mittwochabend überschritten worden und der Wasserstand steige weiterhin stark an. "Zum Nachmittag hin ist ein Anstieg der Wasserstände bis in den Bereich um 940 cm möglich", teilte die Zentrale am Donnerstagvormittag mit. "Anschließend werden die Pegelstände fallen." Auch in der Sauer stiegen die Wasserstände am Donnerstag noch an. Die Experten rechneten damit, dass am Mittag ein Höchststand von 6,10 bis 6,20 Meter erreicht wird. "Anschließend werden auch hier fallende Wasserstände vorhergesagt." An zahlreichen Eifel- sowie Sauer-Zuflüssen seien die Wasserstände in der vergangenen Nacht extrem gestiegen und hätten historische Höchststände erreicht. Das Hochwasser in Rheinland-Pfalz hat nun auch die Stadt Trier erreicht. Hochwasser im Fluss Kyll, einem Nebenfluss der Mosel, überflute den Ortskern des Stadtteils Ehrrang, wie die Stadt mitteilte. Kurz vor Beginn der Überflutung hatte demnach die Evakuierung von 1.600 Menschen begonnen. Ein von der Stadt veröffentlichtes Video zeigte dabei, wie Feuerwehrleute auf dem Dach eines bis über die Reifen im Wasser stehenden Feuerwehrwagens stehen und versuchen, Anwohner aus einem Wohnhaus zu retten. In großen Teilen von Ehrrang gibt es der Stadt zufolge keine Stromversorgung mehr. Die Polizei appellierte an die Anwohner, die Ortslage weiträumig zu meiden und auch die Zubringerstraßen für Rettungskräfte freizuhalten. Derweil meldete der Landkreis Trier-Saarburg drei im Fluss Sauer treibende Menschen, deren Rettung sich als schwierig erweise. Es könnten wegen der starken Strömung keine Boote eingesetzt werden. Der Landkreis appellierte an die Bevölkerung dringend, die Überschwemmmungsgebiete zu meiden. Infolge des Starkregens ist in Eschweiler bei Aachen am Donnerstag die Trinkwasserversorgung ausgefallen. Es sei eine Wasserleitung gebrochen, die Innenstadt versorge, teilte die Städteregion Aachen mit. Die Einwohner von Eschweiler sollten auf unnötigen Wasserverbrauch durch Duschen oder Toilettenspülungen verzichten. Das ebenfalls betroffene Krankenhaus mit derzeit rund 400 Patienten werde im Laufe des Tages geräumt. Thomas Meyer, Lehrer aus Ahrweiler, berichtet t-online: "Gegen 12 Uhr stieg das Wasser durch die Kanaldeckel. Als es dann von allen Seiten kam, sind wir schnell in die Häuser gegangen. Dann gingen die Fenster zu Bruch und das Erdgeschoss wurde geflutet. Also haben wir uns mit unserem Sohn unter dem Dach versteckt und dort verbarrikadiert. Der Pegel ist fast bis zum ersten Erdgeschoss gestiegen. Seitdem sitzen wir in der Falle und hoffen, dass es jetzt trocken bleibt und der Pegel schnell wieder sinkt, damit wir hier wieder rauskommen." Die Bundeswehr setzt bei der Unwetterkatastrophe im Südwesten und Westen Deutschlands Soldaten und schweres Gerät zur Rettung ein. In Nordrhein-Westfalen seien am Donnerstagmorgen 200 Männer und Frauen mit Bergepanzern, Radladern, schweren Lastwagen und dem Transportpanzer Fuchs in den Einsatz geschickt worden, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. In Rheinland-Pfalz sind demnach 70 Soldaten mit vier Unimogs und Krankenwagenausstattung unterwegs. Diese sind watfähig, können also auch in überschwemmten Dörfern fahren. Das Heer schickte Hilfe aus der Luft. "Zwei Transporthubschrauber NH90 und zwei Rettungshubschrauber LUH SAR sind ab sofort für die Amtshilfe einsatzbereit & unterstützen das Kommando Territoriale Aufgaben", schrieben die Landstreitkräfte auf Twitter. Die Polizei in Trier hat die Menschen eindringlich dazu aufgerufen, den Stadtteil Ehrang wegen Überflutungen zu meiden. Es bestehe Lebensgefahr, warnte die Polizei am Donnerstag per Twitter. Nach Angaben der Stadt Trier läuft aktuell der Ortskern von Ehrang voll. "In großen Teilen des Ortes gibt es keinen Strom. Bitte folgen sie den Evakuierungsdurchsagen", schrieb die Stadtverwaltung. Bei ntv sagte Hagens Oberbürgermeister Erik Schulz: "Über 600 Menschen sind zwar derzeit im Einsatz, aber wir kommen in viele Ortsteile nicht hinein und haben noch viele unbeantwortete Einsatzanfragen. Zum Schadensbild haben wir noch keine Einschätzung, aber man braucht kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass ein Millionenschaden entstanden ist." Im Eifel-Kreis Bitburg-Prüm sind wegen der Hochwasserlage mehrere Menschen in ihren Häusern von den Wassermassen eingeschlossen worden, unter anderem in Waxweiler. Das sagte der Kreissprecher am Donnerstag in Bitburg. Menschen mussten gerettet werden - Meldungen über Tote, Verletzte oder Vermisste gebe es jedoch bislang nicht. Der Kreissprecher berichtete auch von mindestens einem eingestürzten Haus. Nach den heftigen Regenfällen kommt es in mehreren Gemeinden des Kreises Bitburg-Prüm zu Einschränkungen in der Trinkwasserversorgung. Grund seien Stromausfälle, teilte der Katastrophenschutz des Kreises über Facebook mit. Die Versorgung sei voraussichtlich "auf Tage eingeschränkt". Die Bewohner wurden aufgerufen, mit dem vorhandenen Wasser sparsam umzugehen und auf Reinigungsarbeiten zu verzichten. In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Strom-Verteilnetzbetreibers Westnetz mindestens 200.000 Menschen ohne Strom. Aus Sicherheitsgründen würden Umspannanlagen bei eindringendem Wasser abgeschaltet, teilt das Unternehmen mit. Wegen überfluteten Straßen könnten die Anlagen teilweise nicht erreicht werden, erläutert eine Sprecherin. "Wir sind mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz." Das Unternehmen versorgt weite Teile von Nordrhein-Westfahlen und Rheinland-Pfalz mit Strom, besonders ländliche Gebiete wie die Eifel. In dem vom Hochwasser schwer getroffenen Eifel-Ort Schuld im Landkreis Ahrweiler ist die Zahl der Vermissten laut Polizei Koblenz inzwischen auf knapp 70 gestiegen. Dort waren den Angaben zufolge in der Nacht zum Donnerstag sechs Häuser eingestürzt. Eine Vielzahl an Häusern sei instabil, es bestehe Einsturzgefahr. Der Katastrophenfall sei ausgerufen worden. Mindestens vier Menschen kamen nach Angaben der Polizei ums Leben. Nach der Hochwasserkatastrophe in Teilen von Rheinland-Pfalz läuft seit Stunden ein großangelegter Rettungseinsatz. Polizeihubschrauber seien unterwegs, um Menschen von Hausdächern oder aus Bäumen zu retten, berichtete Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Donnerstag zu Beginn der Landtagsplenarsitzung in Mainz. Auch die Bundeswehr helfe mit rund 200 Soldaten. Es gebe sehr viele Vermisste, sagte Dreyer. Es sei unklar, ob sie sich selbst hatten retten können. Sie zu erreichen sei schwierig, da das Mobilfunknetz zum Teil ausgefallen sei. Etwa 600 Menschen aus dem Solinger Stadtteil Unterburg haben wegen des Hochwassers die Nacht nicht in ihren Wohnungen verbracht. "Unterburg bleibt bis auf weiteres komplett gesperrt – vom ehemaligen Rathaus bis zum Burger Bahnhof", teilte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) am Donnerstagmorgen auf den sozialen Medien mit. Die Feuerwehr sei weiter im Dauereinsatz. "Für die kommenden zwei bis drei Stunden ist nach Auskunft des Wupperverbandes weiterhin von einem konstant hohen Pegelstand der Wupper auszugehen", schrieb Kurzbach auf Instagram. Daher könne vorläufig keine Entwarnung gegeben werden. Der Stadtteil Unterburg war am Mittwochabend evakuiert worden. Es sei noch nicht abzusehen, wann die Haushalte in Unterburg wieder mit Strom und Gas versorgt werden könnten, teilte die Stadt mit. Die Anlagen müssten zunächst überprüft und gegebenenfalls repariert werden. Die Stadt forderte die Menschen dazu auf, die evakuierten Gebiete und die Brücken im Bereich der Wupper zu meiden. Wann eine Rückkehr der Anwohner möglich sei, lasse sich noch nicht sagen. In der Katastrophenregion im nördlichen Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Mainzer Innenministeriums weitere Häuser vom Einsturz bedroht. "Die schlimmen Unwetter haben Rheinland-Pfalz mit erbarmungsloser Wucht getroffen und schon innerhalb weniger Stunden zum Einsturz gleich mehrerer Wohnhäuser im Landkreis Ahrweiler geführt", erklärte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Donnerstag. Das genaue Ausmaß der Katastrophe in mehreren Landkreisen und kreisfreien Städten des Bundeslandes sei derzeit noch nicht absehbar. Bei der Rettung von Menschen sei am Mittwochabend auch ein Polizeihubschrauber mit Seilwinde eingesetzt worden. Lewentz sagte, er habe in der Nacht Kontakt zur Bundeswehr aufgenommen. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) habe in der Nacht dafür gesorgt, dass Einsatzkräfte abgelöst werden konnten. Dafür kamen Helfer aus dem Süden des Landes. "In solchen Situationen zeigt sich der starke Zusammenhalt im Land", erklärte Lewentz. Der Minister hatte sich am frühen Mittwochabend gemeinsam mit Landrat Jürgen Pföhler (CDU) ein Bild von der Lage im Kreis Ahrweiler gemacht und mit dem Krisenstab der Kreisverwaltung gesprochen. Wegen des Hochwassers sind alle Zufahrtswege zur Gemeinde Kordel im Landkreis Trier-Saarburg abgeschnitten. Der Ort mit rund 2.000 Einwohnern sei momentan nicht erreichbar, sagte ein Kreissprecher am Donnerstag. Man versuche nun mit Hilfe der Bundeswehr mit Wasserfahrzeugen die Bewohner zu erreichen. Meldungen über Tote und Vermisste gebe es bisher nicht. Ähnliche Rettungsaktionen gebe es auch an dem wenige Kilometer entfernten Fluss Sauer. Im Zusammenhang mit den schweren Unwettern sind im rheinland-pfälzischen Landkreis Ahrweiler in der Eifel mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Allein im besonders betroffenen Ort Schuld, wo sechs Häuser einstürzten und mehrere weitere einsturzgefährdet waren, würden zudem 50 bis 60 Menschen vermisst, sagte ein Sprecher der Polizei in Koblenz am Donnerstagmorgen der Nachrichtenagentur AFP. "Sehr viele" Menschen befanden sich demnach auf den Hausdächern, die Rettungseinsätze liefen auf Hochtouren. Während des schweren Unwetters ist am Mittwoch ein 77-Jähriger im nordrhein-westfälischen Kreis Unna im unter Wasser stehenden Keller seines Hauses ums Leben gekommen. Die Kriminalpolizei ermittle zu den Todesumständen des Manns aus Kamen, teilten die Beamten am Donnerstag mit. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es aber nicht. Die Polizei erreichten demnach hunderte Notrufe. Zumeist seien vollgelaufene Keller und überflutete Straßen gemeldet worden. Die Polizei im Kreis Unna rückte zu mehr als hundert Einsätzen aus. Durch die Überflutungen und den Dauerregen ist der Bahnverkehr in Nordrhein-Westfalen massiv beeinträchtigt. Die Bahn rief dazu auf, Fahrten von und nach Nordrhein-Westfalen nach Möglichkeit zu verschieben. Aufgrund von Streckensperrungen fahren zahlreiche S-Bahn- und Regionallinien nicht oder nur eingeschränkt, wie die Deutsche Bahn am Donnerstag mitteilte. Auch auf den Autobahnen gibt es erhebliche Wetter-Folgen. Die Bahnstrecke Köln – Wuppertal – Hagen – Dortmund ist derzeit nicht befahrbar. Der Hauptbahnhof Hagen sei wegen eines Wassereinbruchs gesperrt. Auch auf der Strecke von Köln nach Koblenz über Bonn Hauptbahnhof könnten keine Züge fahren. Erhebliche Einschränkungen gebe es zudem auf der Strecke von Köln nach Dortmund durchs Ruhrgebiet. Züge aus dem Norden und Osten endeten in Münster, Hamm und Dortmund. Aus dem Süden endeten die Verbindungen in Koblenz oder Köln. An vielen Stellen sei es zu überspülten Gleisen, Fahrbahnstörungen und Beschädigungen von Betriebsanlagen gekommen. Eine Erfassung der Unwetterschäden sei erst mit abfließenden Wassermassen möglich. Die Autobahn 1 wurde nach Angaben der Polizei zwischen dem Kreuz Leverkusen und Burscheid wegen überfluteter Fahrbahnen in beiden Richtungen gesperrt. Auch auf der A 61 konnten zwischen dem Kreuz Bliesheim und dem Kreuz Meckenheim in beiden Richtungen keine Autos fahren. Nach massiven Regenfällen müssen etwa 1.500 Menschen in Hückeswagen im Bergischen Land ihre Wohnungen verlassen. "Bei den Evakuierungsmaßnahmen muss viel mit dem Boot gemacht werden, weil die Straßen nicht mehr befahrbar sind", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Betroffen sei vor allem der Stadtteil Kleineichen unterhalb der Bevertalsperre. Bei den Rettungsmaßnahmen seien zwei DLRG-Helfer verletzt worden. Die Lage scheint allerdings nicht mehr ganz so angespannt wie noch in der Nacht. "Der Damm, der zu brechen drohte, ist soweit sicher", sagte der Polizeisprecher. In dem Bereich rund um die Talsperre gebe es aber großflächige Überschwemmungen. In der Nacht waren im Oberbergischen Kreis nach Angaben des Polizeisprechers etwa 1.000 Kräfte im Einsatz. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat nach der Hochwasserkatastrophe in der Eifel ihre Betroffenheit geäußert. "Das Unwetter hat unser Land hart getroffen. Ich bange mit allen, die in Gefahr sind", schrieb die SPD-Politikerin am Donnerstagmorgen im Kurznachrichtendienst Twitter: Der Damm der Steinbachtalsperre in Euskirchen droht aufgrund des Unwetters zu brechen. Daher sei am Donnerstag die Autobahn 61 zwischen Bliesheim und Meckenheim vollgesperrt worden, teilte die Polizei mit. Zuvor sei die A61 bereits gesperrt worden, weil die Autobahn von Wasser überflutet worden sei. Zur Beobachtung des Dammes seien das Technische Hilfswerk (THW) und die Polizei vor Ort. Der Verkehr wird auf die A565 umgeleitet. Nach schweren Regenfällen sind in der Eifel in der Nacht zu Donnerstag sechs Häuser eingestürzt. Mehrere weitere Häuser in der Gemeinde Schuld im Landkreis Ahrweiler seien einsturzgefährdet, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Laut einem Bericht des SWR werden etwa 30 Menschen vermisst. Der Polizeisprecher konnte diese Angaben zunächst nicht bestätigen. Die Lage sei unübersichtlich. Landrat Jürgen Pföhler rief die Menschen auf, möglichst zu Hause bleiben und "sich gegebenenfalls in höher gelegene Stockwerke" zu begeben. "Die Lage ist sehr ernst", sagte er. Es bestehe Lebensgefahr. In dem Ort Waxweiler im Eifelkreis Bitburg-Prüm sollen fünf Menschen in einem Haus festsitzen. Die Rettungskräfte können das Gebäude offenbar nicht mehr mit Booten erreichen. Derzeit warte man auf Hilfe aus der Luft. In Messerich in der Eifel sollen zwei Rettungskräfte des THW von den Fluten eingeschlossen sein. Die Strömung des Flusses Nims soll so stark sein, dass eine Rettung bisher nicht möglich sei. Ein Sprecher sagte dem "SWR", der Fluss sei für gewöhnlich nicht breiter als zwei Meter, mittlerweile sei er in der Breite auf 200 Meter gewachsen. Nach enormen Regenfällen haben die Behörden im Bergischen Land einen unkontrollierten Überlauf der Wupper-Talsperre bei Radevormwald befürchtet. Einsatzkräfte der Feuerwehr können das Wasser mittlerweile jedoch kontrolliert ablaufen lassen, teilte ein Sprecher der Leitstelle Oberbergischer Kreis am frühen Donnerstagmorgen mit. Nach Angaben von Hans-Uwe Koch vom Amt für Bevölkerungsschutz des Kreises soll durch das Ablaufenlassen Druck vom Sperrdeich genommen werden. Die Polizei meldete eine "leichte Entwarnung" für die Flutgefahr in Wuppertal, wie Radio Wuppertal gegen 4 Uhr morgens berichtete. Zahlreiche Straßen der Stadt waren Berichten zufolge schon überflutet. Ein Polizeihubschrauber kontrollierte in den frühen Morgenstunden den Stand der Lage im Stadtteil Elberfeld. Das berichtete die Wuppertaler Rundschau. Ein Bild auf Twitter zeigte die Höhe des Wasserstandes. Im Stadtteil Beyenburg werden Anwohner, deren Wohnhäuser bereits betroffen sind evakuiert, schrieb die Stadt Wuppertal um 2.26 Uhr auf Twitter. "Für alle, die im gefährdeten Bereich an der Talsohle wohnen und die gerade nicht aktiv evakuiert werden, gilt: Bleibt zu Hause!", hieß es weiter. Zudem bat die Stadt die Bevölkerung darum, den Trinkwasserverbrauch einzuschränken. Durch den Stromausfall in der Stadt sei auch die Wasserversorgung betroffen. Brisante Lage in Wuppertal: In der Stadt heulten in der Nacht laute Warnsirenen auf. Gegen Mitternacht war wegen des Dauerregens die Wuppertalsperre übergelaufen. Anwohner berichteten bei Twitter bereits von den ersten Übertritten der Wupper. "Personen sollten sich in der Nacht nicht in der Nähe der Wupper, insbesondere nicht in Muldenlagen aufhalten", hieß es in einer Mitteilung der Stadt. Die Feuerwehr Wuppertal berichtete von Hunderten von Einsätzen. Warnfahrzeuge fuhren durch die betroffenen Gebiete und informierten per Lautsprecherdurchsage die Anwohner. In einer Sporthalle wurde eine Notunterkunft eingerichtet. Anwohner sollten die Lage beobachten und wenn möglich das erste Obergeschoss aufsuchen. Gegebenenfalls müssten auch Trafostationen in diesen Bereichen zeitweilig abgeschaltet werden. Die Feuerwehr Trier hat Vollalarm ausgelöst, weil die Kyll Teile des Stadtteils Ehrang zu überschwemmen droht. Das teilte die Stadt gegen 3.30 Uhr morgens auf Twitter mit. Rund 1.600 Bewohnerinnen und Bewohner seien mit Durchsagen darauf vorbereitet worden, möglicherweise ihre Wohnung verlassen zu müssen. Die Feuerwehr war In der Nacht vielerorts in NRW im Dauereinsatz. In Städten wie Düsseldorf, Dortmund und Bochum sorgten vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und umgestürzte Bäume für hunderte Einsätze. Die Deutsche Bahn meldete Verspätungen und Zugausfälle. Aufgrund von Unwetterschäden sei unter anderem die Fernverkehrs-Strecke zwischen Köln und Dortmund nur mit erheblichen Einschränkungen befahrbar. Auch andere Ortschaften in der Nähe von Wuppertal wurden evakuiert. In Solingen-Unterburg wurde unter anderem ein Seniorenheim evakuiert, da der Eschbach die Straßen überflutete. In Leichlingen wurden wegen einer "massiven Überflutungsgefahr" der Wupper mehrere Ortschaften evakuiert. Die Behörden der Leitstelle Trier in Rheinland-Pfalz haben die Evakuierung des Seniorenheims Kordel und der angrenzenden überflutungsgefährdeten Häuser mitgeteilt. Auch in der Voreifel haben heftigen Regenfälle für Evakuierungen gesorgt. Der Rhein-Sieg-Kreis beschloss am späten Abend, die Swisttaler Ortsteile Odendorf, Essig, Ludendorf und Miel sowie die Rheinbacher Ortschaften Oberdrees und Niederdrees unterhalb der Steinbachtalsperre zu räumen. Die Steinbachtalsperre drohe überzulaufen. Im Bereich der Swist bestehe Überflutungsgefahr. Der Bereich sei großflächig zu meiden. In Lohmar droht der Damm der Agger zu brechen. Davon sind die Stadtgebiete Donrath und Lohmar-Ort bedroht. Anwohner werden gebeten, sich in höhere Stockwerke oder in die Jachbachhalle in Lohmar zu begeben. In Rheinland-Pfalz hat die Kreisverwaltung Ahrweiler die Bevölkerung wegen Starkregen und Hochwasser an der Ahr dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben und sich wenn möglich in höhere Stockwerke zu begeben. Der Kreis habe den Katastrophenfall ausgerufen. Sämtliche Brücken im Stadtgebiet Bad Neuenahr-Ahrweiler seien gesperrt und dürfen unter keinen Umständen betreten oder befahren werden. Im Bereich der Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr seien Häuser von den Wassermassen zerstört und Trümmerteile sowie Bäume von der Ahr mitgerissen worden. "Derzeit werden in den Städten Bad Neuenahr-Ahrweiler und Sinzig sowie im Stadtteil Bad Bodendorf alle Gebäude im Umkreis von 50 Metern rechts und links der Ahr evakuiert," hieß es in einem Facebook-Post der Kreisverwaltung. Nötige Fahrten mit dem Auto sollten vermieden werden. "Die Lage ist sehr ernst. Es besteht Lebensgefahr!“ Anwohner von Bever und Wupper in Hückeswagen werden seit Mitternacht aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. "Die Staumauer der Bever-Talsperre in Hückeswagen läuft aktuell über", warnten die Behörden. Es bestehe Gefahr der Überflutung, die Menschen sollten sich in höhere Lagen begeben. Nach enormen Regenfällen befürchten die Behörden im Bergischen Land einen unkontrollierten Überlauf der Wupper-Talsperre bei Radevormwald. Der Oberbergische Kreis warnte am Abend unter der Überschrift "Evakuierung" davor, dass der Wasserstand der Wupper im Stadtgebiet von Radevormwald in kurzer Zeit sehr stark anschwellen wird. "Es besteht die akute Gefahr der Überflutung", hieß es in der Warnung. Die Anwohner entlang der Wupper im Stadtgebiet wurden aufgefordert, umgehend den Gefahrenbereich zu verlassen. "Es besteht akute Lebensgefahr!" Nach Angaben von Hans-Uwe Koch vom Amt für Bevölkerungsschutz des Kreises wird derzeit noch kontrolliert Wasser abgelassen - von der Wupper-Talsperre und auch von der höher gelegenen Bever-Talsperre, deren Wasser in der Wupper-Talsperre lande. Im Fall der Wupper-Talsperre soll damit Druck vom Sperrdeich genommen werden. Aus Sicherheitsgründen wurden die Anwohner der Wupper in Radevormwald bereits seit dem späten Abend aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen, auch mit Lautsprecherdurchsagen. Für Betroffene wurde eine Betreuungsstelle in einer Grundschule in Radevormwald eingerichtet. Seit Mitternacht wurden auch die Anwohner von Bever und Wupper in Hückeswagen aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Das Regen-Unwetter in Nordrhein-Westfalen hat am Mittwoch auf zahlreichen Autobahnen für überflutete Fahrbahnen gesorgt. Sperrungen und Staus waren die Folge. Am Abend wurde in Köln die A1 zwischen dem Kreuz Köln-West und Köln-Bocklemünd in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Grund war laut Autobahngesellschaft Rheinland ein überfluteter Tunnel, aus dem die Pumpen das Wasser nicht schnell genug abpumpen konnten. Überflutete Fahrbahnen oder Unwetterschäden meldete der WDR am Abend etwa auf den Autobahnen 43,44,59,61 und 553. Gegen 22.00 Uhr staute sich der Verkehr landesweit auf insgesamt 60 Kilometern. In Stolberg bei Aachen ist durch den starken Regen der Vichtbach über die Ufer getreten und hat die Altstadt teilweise überflutet. "Mehrere Straßen im Stadtgebiet sind derzeit nicht passierbar", berichtet die Stadt. Die Kommune bat die Anwohner des Baches eindringlich, die Häuser im Überschwemmungsgebiet zu verlassen. "Bitte begeben Sie sich zu Freunden und Verwandten oder in die Notunterkünfte." Für die Notunterkünfte suchte die Stadt noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte seien mittlerweile auch auswärtige Kräfte eingetroffen. Bei Rettungsarbeiten nach dem Starkregen ist in Altena im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis am Mittwoch. Er sei bei dem tragischen Unfall ertrunken. Am Fluss Nette seien dem jungen Mann die Beine weggerissen worden, berichtete der WDR. Die genauen Umstände seien noch unklar. In Altena haben die starken Regenfälle viele Schäden verursacht. Die Stadt war am Mittwoch "so gut wie nicht erreichbar", teilte die Polizei mit. Wegen schwerer Regenfälle hat der Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz den Katastrophenfall ausgerufen. "Bleiben Sie zu Hause! Alle Schulen im Landkreis bleiben morgen geschlossen!", heißt es auf der Internetseite der Kreisverwaltung. "Ab sofort werden alle Einsätze von der Technischen Einsatzleitung in Hillesheim koordiniert. Die Bundeswehr steht ebenfalls zur Verfügung. Außerdem sind alle Rettungskräfte (Feuerwehr, THW, DRK) im Dauereinsatz." "Die Lage ist sehr ernst, wir haben viele überschwemmte Straßen und Ortschaften, die nicht mehr erreichbar sind", sagte Landrätin Julia Gieseking (SPD). Sie rief die Menschen zur Vorsicht auf. Nach Stromausfällen in Folge des Starkregens hat ein Krankenhaus in Wesseling im Rhein-Erft-Kreis zeitweise um seine Stromversorgung bangen müssen. Mehrere Patienten der Intensivstation des Dreifaltigkeitskrankenhauses waren daher am Mittwochabend vorsorglich in umliegende Krankenhäuser transportiert worden. Ein Notstromaggregat des Stromversorgers RWE sei aber inzwischen herbeitransportiert und angeschlossen worden und sichere die weitere Versorgung der Klinik, sagte eine Sprecherin am Mittwochabend. Wie in vielen Orten Nordrhein-Westfalens sind in Wesseling Straßen nach heftigem Dauerregen am Mittwochnachmittag überflutet worden und Keller vollgelaufen. Weil auch Trafos überschwemmt wurden, fiel in zahlreichen Haushalten der Strom aus. Nach dem Überlaufen einer Abwasserbehandlungsanlage im Chemiepark Knapsack in Hürth bei Köln haben Anwohner Hautreizungen erlitten. Wie die Zentrale Einsatzleitung des Chemieparks mitteilte, hat der viele Regen zu Einschränkungen an der Anlage geführt. Ein Überlaufen habe nicht verhindert werden können. Dadurch sei es zum Abfluss erheblicher Mengen Niederschlagswassers sowie Abwassers auf eine Straße gekommen. Ein Sprecher bezifferte die Anzahl der betroffenen Personen mit "ein paar". Der Chemiepark machte zunächst keine Angaben darüber, welche Stoffe die Hautreizungen ausgelöst haben könnten. Im Chemiepark sind nach eigenen Angaben rund 30 Unternehmen tätig. Das Regen-Unwetter in Nordrhein-Westfalen hat den Bahnverkehr am Mittwoch massiv beeinträchtigt. Im Tagesverlauf wurde auf zahlreichen Linien der Betrieb eingestellt. Die Deutsche Bahn berichtete von Verspätungen und Ausfällen von Zügen zwischen Köln und Düsseldorf sowie zwischen Köln und Wuppertal. Die Strecken Köln-Koblenz waren auf beiden Seiten des Rheins nicht befahrbar. Auch auf der Strecke Köln-Aachen war kein Zugverkehr möglich. Am Abend stellte außerdem der vom Bahnunternehmen National Express betriebene RE6 zwischen Köln/Bonn Flughafen und Minden nach mehreren Unwetterschäden seinen Betrieb für den Rest des Tages ein. ICE-Züge zwischen Frankfurt und Brüssel fuhren nur zwischen Frankfurt und Köln. Die Deutsche Bahn riet allen Bahnreisenden, den Bereich Nordrhein-Westfalen weiträumig zu umfahren. "Bitte verschieben Sie Reisen von und nach NRW nach Möglichkeit auf die kommenden Tage", hieß es in einer Mitteilung. Auf vielen Autobahnen sorgte der Starkregen für überflutete Fahrbahnen gesorgt. Sperrungen und Staus waren die Folge. Am Abend wurde in Köln die A1 zwischen dem Kreuz Köln-West und Köln-Bocklemünd in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Grund war laut Autobahngesellschaft Rheinland ein überfluteter Tunnel, aus dem die Pumpen das Wasser nicht schnell genug abpumpen konnten. Überflutete Fahrbahnen oder Unwetterschäden meldete der WDR am Abend etwa auf den Autobahnen 43,44,59,61 und 553. Gegen 22 Uhr staute sich der Verkehr landesweit auf insgesamt 60 Kilometern. An der A 61 in Fahrtrichtung Süden vor dem Autobahndreieck Bad Neuenahr-Ahrweiler in Rheinland-Pfalz wurde laut Polizei die Fahrbahn unterspült und eine Stützwand kippte um. Ein Sachverständige befürchtete das Abrutschen der Fahrbahn, weshalb sie komplett gesperrt wurde. Wie lange die Fahrbahn gesperrt bleibt, ist unklar. Der viele Regen hat in Wuppertal für Stromausfälle gesorgt. Im Stadtteil Elberfeld West waren am Mittwochabend bis zu 8.000 Bürgerinnen und Bürger ohne Strom, wie die Stadt mitteilte. Im Rathaus stand der Keller den Angaben zufolge mehr als einen Meter unter Wasser. Der Krisenstab der Stadt zog daher vom Rathaus in eine Feuerwache. Der Pegelstand der Wupper erreichte laut Stadt mit 3,40 Meter einen Höchststand. Der normalerweise in einem tiefen Flussbett durch die Stadt laufende Fluss trat an mehreren Stellen über die Ufer. Der Busverkehr wurde eingestellt. "Bitte haben Sie Verständnis, dass die Feuerwehr derzeit keine Keller leer pumpen kann!", schrieb die Stadt auf ihrer Internetseite. "Es gibt zu viele Einsatzorte und es gibt auch keine Stellen, wo das Wasser hingepumpt werden kann." Die Stadt warnte die Bewohner vor dem Betreten vollgelaufener Keller und Tiefgaragen. "Es besteht Lebensgefahr!" Starkregen hat das Flachdach eines Einzelhandelsgeschäfts in einem Einkaufszentrum in Würselen bei Aachen einstürzen lassen. Eine verletzte Person habe sich selbst retten können, teilte die Stadt mit. "Vermutlich hat das Dach den Wassermassen nicht standgehalten." Der Bereich sei mit Rettungshunden abgesucht worden, es wurden jedoch keine weiteren Menschen in dem Gebäude entdeckt. Der Komplex mit mehreren Geschäften wurde zunächst komplett geräumt. Nachdem das Gebäude von Fachleuten in Augenschein genommen wurde, blieb nur der Bereich mit dem eingestürzten Dach gesperrt. Blitze, Hagel, Starkregen – Unwetter haben in den vergangenen Tagen vielerorts Schäden angerichtet. Über solche Wetterlagen informiert der Deutsche Wetterdienst regelmäßig und gibt im Ernstfall auch amtliche Unwetterwarnungen heraus. Wir erklären, was die einzelnen Stufen bedeuten. Durch die heftigen Regenfälle droht eine Überflutung des historischen Stadtkerns von Kornelimünster in Aachen. Grund sei der steigende Pegel des Flusses Inde in dem Stadtteil, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Die Feuerwehr bereite eine Notunterkunft vor, um Menschen aus Teilen des historischen Altstadtkerns aufnehmen zu können. Die betroffenen Haushalte würden von städtischen Mitarbeitern informiert und gebeten, ein paar Dinge zusammenzupacken. Wer bei Familie oder Freunden unterkommen kann, solle dies zu tun. "Momentan ist die Lage noch unter Kontrolle", teilte die Stadt am frühen Nachmittag mit. Eine Sandsack-Füllmaschine wurde nach Angaben der Stadt am Dienstag in Betrieb genommen.10.000 Säcke seien gefüllt worden. Zusätzlich würden Sandsäcke aus Köln und Düren abgeholt. Insgesamt sollten im Laufe des Mittwochs 50.000 Säcke einsatzbereit sein. Der Ortskern sei inzwischen ohne Stromversorgung, da eine Spannungsanlage abgeschaltet worden sei, schrieben die Aachener Stadtwerke auf Twitter. Etliche Haushalte im Umfeld des Inde-Ufers seien damit bis auf Weiteres ohne Strom, berichtete die "Aachener Zeitung". Sobald es möglich sei, sollte die Versorgung wiederhergestellt werden. Die Feuerwehr versuche, auch Kulturdenkmäler aus der historischen Innenstadt zu retten, sagte der Branddirektor von Aachen, Jürgen Wolff, zur "Welt". Rund 200 Feuerwehrleute und THE-Helfer seien auch in anderen Teilen von Aachen den ganzen Tag über im Einsatz gewesen, berichtete die "Aachener Zeitung". Es seien noch keine größeren Schäden gemeldet worden. Schon zur Mittagszeit habe sich angedeutet, dass der historische Höchststand vom 27. Februar 2006 am Nachmittag erreicht sein dürfte. Ganz Köln ist betroffen vom Dauerregen, der Rheinpegel steigt stetig. Auch am Wiener Platz gab es Überschwemmungen, ausgelöst durch einen verstopften Gullydeckel. Doch Rettung nahte – in Form eines Arztes, der die Sache selbst in die Hand nahm. Lesen Sie die ganze Geschichte hier. Überflutete Straßen, ein evakuiertes Seniorenheim, von Wassermassen eingeschlossene Autofahrer: Tief "Bernd" zieht über Deutschland und hält die Rettungskräfte in Atem. Ein Bundesland ist besonders betroffen. Hier lesen Sie mehr. Rund 350 Gebäude sind betroffen: Die Stadt Düsseldorf hat die Anwohner im Stadtteil Grafenberg aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen. Das Hochwasser könnte die Ostparksiedlung überschwemmen. Lesen Sie hier mehr. Ein Sturm kann Autofahrern gefährlich werden. Schon bei Windstärke fünf sei Vorsicht angesagt, mahnt der ADAC. Das sollten Sie beachten. Heftige Unwetter haben auch die Eifel erreicht. Die Verbandsgemeinde Prüm meldete am Mittwoch eine "bedrohliche Wetterlage" über dem Prümer Land. Die Feuerwehr sei seit dem Vormittag im Dauereinsatz, sagte ein Gemeindesprecher. Die Pegelstände der Bäche seien stark angestiegen, zahlreiche Keller vollgelaufen. Eine Straße musste kurzzeitig wegen Überspülung gesperrt werden. Die Feuerwehr verteilte demnach rund 5.000 Sandsäcke in der Verbandsgemeinde. Das rheinland-pfälzische Umweltamt meldete eine "hohe Hochwassergefährdung" für das obere Kyll-Einzugsgebiet. Es sei mit Über-20-jährlichem Hochwasser zu rechnen. Das bedeutet, dass gemäß Modellrechnungen Hochwasser auftreten kann, das im statistischen Mittel nur etwa alle 20 Jahre einmal eintritt. Keller könnten überfluten und überörtliche Verkehrsverbindungen gesperrt werden. Aufgrund des Unwetters musste in Hagen ein Altenheim evakuiert werden – die Unterkunft sei unbewohnbar. Die Stadt appelliert an die Einwohner, zu Hause zu bleiben. Lesen Sie hier mehr. Nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Stunden sind an zahlreichen Flüssen in Nordrhein-Westfalen Hochwasser-Warnwerte überschritten. "Das ist eine Situation, wie wir sie sonst allenfalls aus dem Winter kennen. Im Sommer ist sowas in der Fläche und Intensität absolut ungewöhnlich", sagte der Leiter des Hochwasserinformationsdienstes des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv), Bernd Mehlig, am Mittwoch in Duisburg. So führten die Lenne und die Volme im Sauerland derzeit so viel Wasser, dass örtliche Überflutungen drohten. In der Region habe es stellenweise bis zu 100 Liter den Quadratmeter in nur wenigen Stunden geregnet. Auch in der Eifel machen steigende Pegelstände von Inde und Wurm nach "langanhaltendem Bindfadenregen" Sorgen. Beide Gewässer münden in die Rur und lassen auch dort die Wasserstände steigen. So drohte am Mittwoch der Fluss Inde den historische Stadtkern von Kornelimünster in Aachen zu überfluten, wie die Stadt mitteilte. Der Hochwasser-Experte Mehlig sprach für das Sauerland und die Eifel von einer ernstzunehmenden Situation, in der die örtlichen Feuerwehren sich mancherorts weiter auf Überflutungen einstellen müssten. "Die Böden sind gesättigt und können kein Wasser mehr aufnehmen. Das, was jetzt an Regen dazukommt, wird sich direkt in den Gewässern bemerkbar machen", sagte Mehlig. Die Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes mit Gewittern und extremem Starkregen gelten für den Südwesten von Nordrhein-Westfalen noch bis zum Donnerstagmorgen. Dann könnten erneut Eifel, Sauerland, Rheinland, Ruhrgebiet und Bergisches Land von neuen heftigen Niederschlägen betroffen sein. Ein Mann hat die Feuerwehr vom Verteilen von Sandsäcken aufgrund des Starkregens abhalten wollen. Der 48-Jährige hatte am frühen Mittwochmorgen in Graitschen bei Bürgel (Saale-Holzland-Kreis) zwei Autos so auf der Straße abgestellt, dass ein Durchkommen für die Feuerwehr unmöglich war, wie die Polizei mitteilte. Dabei kollidierte er noch mit einem geparkten Fahrzeug und verursachte einen vierstelligen Schaden. Zudem soll der auf den Einsatzwagen einschlagende Mann auch zwei Feuerwehrleuten mit Schlägen gedroht haben, sollten sie die Maßnahmen nicht abbrechen. Die hinzugerufene Polizei stellte einen Atemalkohol von mehr als zwei Promille fest. Warum der Mann die Feuerwehr abhalten wollte, blieb unklar. In der Nacht war es in mehreren Orten in Thüringen zu heftigen Unwettern mit Gewitter und Starkregen gekommen.
Schäden auf fast zwei Milliarden geschätzt
tagesschau.de

 

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Kabul: Raketen schlagen in der Nähe des Präsidentenpalastes ein (1.01/4)

Kabul. In der Nähe des Präsidentenpalastes in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Dienstag mindestens drei Raketen eingeschlagen. Die Geschosse landeten außerhalb des schwer gesicherten Amtssitzes von Präsident Aschraf Ghani und verletzten niemanden, wie ein Sprecher des Innenministeriums erklärte. Ghani wollte am Dienstag eine Ansprache zum muslimischen Opferfest Eid ul-Adha halten. Zu dem Raketenangriff bekannte sich niemand. Der Präsidentenpalast liegt in der sogenannten Grünen Zone, die mit Betonwänden und Stacheldraht gesichert ist. Die Straßen in der Umgebung des Amtssitzes des Präsidenten sind seit langem gesperrt. Die USA und die Nato stehen kurz vor dem Abschluss ihres Rückzugs aus Afghanistan. Es wird befürchtet, dass das vom Krieg verwüstete Land noch tiefer in Chaos und Gewalt versinken könnte. RND/AP
Raketen nahe Präsidentenpalast in Kabul eingeschlagen
diepresse.com

 

 29 /205 

Elektroindustrie erholt sich weiter von Corona-Einbußen (1.01/4)

Frankfurt/Main. Die deutsche Elektroindustrie erholt sich von den Einbußen infolge der Corona-Pandemie. Im Mai stiegen die Exporte kräftig um 26,6 Prozent zum Vorjahresmonat auf 17,1 Milliarden Euro, wie der Branchenverband ZVEI am Dienstag in Frankfurt mitteilte. „Vor einem Jahr waren sie bedingt durch die Corona-Pandemie allerdings auch um mehr als ein Fünftel eingebrochen“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann. Am kräftigsten legten die Exporte nach Spanien, Frankreich und Italien zu und auch im wichtigen Exportmarkt USA gab es einen Sprung nach oben. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Nach den ersten fünf Monaten des Jahres zeigt sich ein Aufwärtstrend: Von Januar bis Mai summierten sich die Exporte laut ZVEI auf 89,4 Milliarden Euro, fast 12 Prozent mehr als vor einem Jahr. „Der Zuwachs im bisherigen Jahresverlauf 2021 konnte die Verluste aus dem Jahr 2020 inzwischen wettmachen“, sagte Gontermann weiter. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) hatte kürzlich die Produktionsprognose für das Gesamtjahr von plus fünf Prozent auf plus acht Prozent heraufgesetzt. Der Verband ist zuversichtlich, die Produktionseinbußen des vergangenen Jahres von minus sechs Prozent im laufenden Jahr wieder einholen zu können. RND/dpa
Elektroindustrie erholt sich weiter von Corona-Einbußen
stern.de

 

 30 /205 

Belarussische Oppositionsführerin Tichanowskaja bittet USA um Hilfe (1.01/4)

Die führende belarussische Oppositionspolitikerin Swetlana Tichanowskaja fordert die USA bei ihrem Besuch in Washington auf, die Demokratiebewegung gegen das Lukaschenko-Regime zu unterstützen. „Die USA haben eine moralische Verpflichtung, uns zur Seite zu stehen. Ich bitte die USA, der Bevölkerung beim Überleben zu helfen“, sagte sie nach einem Treffen mit US-Außenminister Blinken am Montag dem Sender CNN. Es werde mehr Hilfe von den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union benötigt. „Stehen Sie an der Seite von Belarus.“ Wegen der erzwungenen Landung einer Ryanair-Maschine hat die EU zuletzt neue Wirtschaftssanktionen gegen Belarus beschlossen. Bei dem Treffen sei die Dringlichkeit der Beendigung des harten Durchgreifens der Regierung um Präsident Alexander Lukaschenko, die bedingungslose Freilassung aller politischen Gefangenen in Belarus, ein alle Seiten umfassender politischer Dialog und neue Präsidentschaftswahlen unter internationaler Beobachtung besprochen worden, teilte das US-Außenministerium mit. Zudem müssten die USA Russland das Signal geben, dass Vereinbarungen mit Machthaber Alexander Lukaschenko keine Gültigkeit hätten. Der russische Präsident Wladimir Putin unterstützt Lukaschenko, der als „Europas letzter Diktator“ gilt, unter anderem mit Krediten. Tichanowskaja beansprucht den Sieg bei der Präsidentenwahl vor fast einem Jahr für sich. USA „an der Seite“ von Tichanowskaja und dem Volk von Belarus Die Vereinigten Staaten stünden „an der Seite“ von Tichanowskaja und dem Volk von Belarus und würden „weiterhin ihre demokratischen Bestrebungen unterstützen“, sagte ein mit der Angelegenheit vertrauter US-Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Tichanowskaja hat die Repressionen immer wieder verurteilt. In Washington sagte sie bei einer Kundgebung vor ausgewanderten Belarussen, dass der Kampf um die Freiheit des belarussischen Volkes weitergehen müsse. Von ihrer US-Reise berichtet sie bei Youtube in einem „Tagebuch der Präsidentin“. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, bestätigte am Montag, dass Tichanowskaja auch Gespräche in der Regierungszentrale haben werde. Sie betonte aber, dass es derzeit keine Pläne für ein Treffen mit Präsident Joe Biden gebe. Tichanowskaja beansprucht den Sieg bei den Präsidentschaftswahlen vergangenes Jahr für sich. Sie trat anstelle ihres Mannes, dem Video-Blogger Sergej Tichanowskaja, der seit Mai 2020 unter dem Vorwurf der Verletzung der öffentlichen Ordnung inhaftiert ist, gegen Lukaschenko an.
Belarus-Oppositionsführerin bittet US-Außenminister um Hilfe
rnd.de

 

 31 /205 

Was bringen Warnungen? Wie Menschen mit Alarmen umgehen (1.01/4)

Nach der Hochwasserkatastrophe diskutiert die Politik über frühere und präzisere Warnungen. Schön und gut. Aber Hand aufs Herz: Wer erwartet wirklich eine Flut, nur weil die Warn-App mal wieder Töne von sich gibt?
Was bringen Warnungen? Wie Menschen mit Alarmen umgehen
stern.de

 

 32 /205 

Auch ohne Olympia-Feeling: Schachmann hofft auf seine Chance (1.01/4)

Höhentrainingslager in der Sierra Nevada, Verzicht auf die Tour de France, dazu die frühestmögliche Anreise - Maximilian Schachmann bereitete sich akribisch auf das olympische Straßenrennen vor. Das ist auch nötig. Denn die Strecke ist hart.
Sommerspiele in Tokio - Auch ohne Olympia-Feeling: Schachmann hofft auf seine Chance
t-online.de

 

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Kinderfotos im Netz: Wie Eltern ungewollt Pädokriminelle beliefern (1.01/4)

Berlin (dpa) - Wenn Eltern ihre Kinder auf Instagram zeigen, wissen sie meist nicht, dass oft auch unwillkommene Gäste die Bilder sehen können. Dazu gehören vor allem Pädokriminelle, die Fotos der Sprösslinge heimlich stehlen und in dubiosen Portalen neu hochladen - wo die oft harmlosen Alltagsbilder in einen sexuellen Kontext gestellt werden. Gerade in der sommerlichen Urlaubszeit dürften sich diese Netzwerke über besonders viel Bildmaterial aus Badestränden und Schwimmbädern freuen. "Es ist ja verständlich, dass Eltern und Großeltern Fotos ihrer Kinder und Enkelkinder zeigen – sie wollen ihre Freude teilen. Leider ist das Internet dafür aber der am schlechtesten geeignete Raum", sagt das Vorstandsmitglied des Kinderschutzbundes, Joachim Türk. Es gebe keine Privatsphäre und keine Kontrolle darüber, was alles mit den Fotos und Videos geschehe. Die Szene der Pädokriminellen sei gewaltig und immer auf der Suche nach neuen Bildern, erklärt Türk. Die geklauten Fotos würden für Zwecke zur Verfügung gestellt, "von denen wir uns keine Vorstellung machen wollen". Über jene Zwecke, denen die Kinderfotos in diesen Foren dienen, würde er am liebsten schweigen, wie Türk sagt. Dennoch erklärt er: "Stellen Sie sich vor, die Bilder geraten auf Websites pädophiler Angebote, und fremde Menschen kommentieren dazu in allen Details, wie genau sie Ihren Kindern am liebsten sexualisierte Gewalt antun würden. Da hoffen Sie, dass nicht auch noch Hinweise auf Ihre Wohnung geklaut worden sind." Doch es sind nicht nur die zwielichtigen Portale in den Hinterstübchen des Internets, die Kinder- und Jugendschützern Sorgen bereiten. Beim Videoportal "Youtube" etwa können Nutzer durch geschickte Einstellung der Playlist-Funktion Alltagsbilder von Kindern in einen sexuellen Kontext stellen, wie die Internetwächter von "Jugendschutz.net" kürzlich berichteten. Die Sexualisierung erfolge durch die Namen der Playlists oder durch die Zusammenstellung der Videos, heißt es in dem Jahresbericht 2020 der Experten, die als gemeinsames Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet eintreten. "Mittels einer Kombination von sexualisierenden Adjektiven (sexy, cute, hot, geil) und unauffälligen Begriffen zu Alter, Größe oder körperbetonten Aktivitäten (young, small, gymnastics) fanden sich solche Playlists über die Suchfunktion von YouTube", so der Bericht. Szenen mit Minderjährigen in Badebekleidung oder in Gymnastikbodys würden mit erotischen Erwachsenen-Videos kombiniert. Das erleichtere Pädophilen den Zugang zu solchen Darstellungen und mache Minderjährige zu Opfern von Sexualisierung. Als sichere Gegenmaßnahme empfehlen die Experten, die Voreinstellungen so zu konfigurieren, dass Videos nicht wahllos weiterverbreitet werden. "Nützlich ist beispielsweise, die Möglichkeit auszuschließen, dass eigene Videos zu Playlists von anderen hinzugefügt werden." Der Leiter des Instituts für Cyberkriminologie an der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg, Thomas-Gabriel Rüdiger, findet nicht nur öffentlich geteilte Bilder problematisch, sondern auch, wenn Eltern "vulnerable Informationen" über ihre Kinder verbreiten: Wo gehen sie regelmäßig essen? Wie sieht ihre Wohnung aus? Welche Haustiere haben sie? "Über diese kontextuellen Informationen können im schlimmsten Fall Kinder auch durch Täter identifiziert und eventuell auch direkt angesprochen werden", sagt der Experte. Die Gefahr hinter arglos verbreiteten Kinderbildern beginnt für Joachim Türk nicht erst außerhalb der eigenen sozialen Sphäre, sondern oft schon in einem viel engeren Kreis. "Alle Studien sagen, dass sexualisierte Gewalt gegen Kinder meist im sogenannten sozialen Nahbereich ausgeübt wird. Von Familie, Verwandten, Freunden. Und da rede ich nicht von "sogenannten" Freunden, wie sie auf Facebook, Instagram und Co. alltäglich sind", sagt Türk, der statt der Nutzung von Chat-Gruppen lieber eine digitale Bildergalerie auf dem heimischen Tablet oder ein selbst gebasteltes Fotobuch empfiehlt. "Fotos gelten oft als Eintrittskarte oder Mitbringsel für den Zugang in pädophile Treffpunkte im Darknet, und sie sind online mit nur einem Mausklick verfügbar." Thomas-Gabriel Rüdiger denkt bereits in die Zukunft und sieht eine zusätzliche Gefahrenquelle in der stetigen Verbesserung der Smartphone-Technik. Die immer bessere Auflösung von Bildern etwa sorge zum Beispiel schon heute dafür, dass biometrische Daten wie Fingerabdrücke ausgelesen werden könnten. "Dazu kommt, dass Gesichtserkennungssoftware sich auch stetig verbessert und es auch künstliche Alterungssoftware gibt, auch für Privatanwender", sagt der Experte. Ein Kinderbild, das heute öffentlich geteilt werde, könne demnach dazu führen, dass das Kind auch im Alter darüber "vollautomatisch" auffindbar sein werde. "Damit kann es passieren, dass dem Kind schon in jüngsten Jahren die Möglichkeit genommen wird, eine eigene oder auch gar keine digitale Identität zu entwickeln." Das alles sei nur der aktuelle Stand der Technik, sagt Rüdiger, dessen Prognose für die Zukunft nicht optimistisch klingt: "Was aus den vorhandenen Bildern noch in der Zukunft ausgelesen werden kann, ist jetzt noch gar nicht ersichtlich."
Wie Eltern ungewollt Pädokriminelle beliefern
stern.de

 

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Peru: Linkskandidat Pedro Castillo gewinnt Präsidentenwahl (1.01/4)

Lima. Der Linkskandidat Pedro Castillo hat die Präsidentenwahl in Peru gewonnen. Der Bewerber der marxistisch-leninistischen Partei Perú Libre kam auf 50,12 Prozent der Stimmen, wie das Wahlgericht des südamerikanischen Landes sechs Wochen nach der Stichwahl am Montag (Ortszeit) mitteilte. Die Rechtspopulistin Keiko Fujimori erhielt in der extrem knappen zweiten Runde der Wahlen demnach 49,87 Prozent. In den vergangenen Wochen hatte das Wahlgericht eine ganze Reihe von Beschwerden und Einsprüchen vor allem des Fujimori-Lagers zu bearbeiten, weshalb sich die Proklamation des Siegers rund eineinhalb Monate verzögerte. Mit seinem Sieg hat der Dorfschullehrer Castillo das politische Establishment düpiert. Als absoluter Außenseiter gewann er völlig überraschend die erste Wahlrunde im April und setzte sich nun auch in der Stichwahl am 6. Juni gegen das politische Schwergewicht Fujimori durch. Er stammt aus einer bäuerlichen Familie aus der Provinz Chota im Norden des Landes und hatte 2017 einen Lehrer-Streik angeführt. Im Wahlkampf kündigte er an, einen sozialistischen Staat aufzubauen, die Medien stärker zu kontrollieren und das Verfassungsgericht abzuschaffen. Gesellschaftspolitisch hingegen ist er konservativ, lehnt gleichgeschlechtliche Ehe und Abtreibung ab. Die Herausforderungen für den neuen Präsidenten sind enorm: Peru leidet besonders stark unter der Corona-Pandemie. Es gehört zu den Ländern mit der höchsten Sterblichkeitsquote weltweit, zudem brach die Wirtschaft um 12,9 Prozent ein. Im Landesinneren sind außerdem noch immer Splittergruppen der Guerillaorganisation Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) aktiv. RND/dpa
Linkskandidat Pedro Castillo gewinnt Präsidentenwahl in Peru
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60-Jährige in Salzburg von eigenem Auto mitgeschleift und getötet (1.01/4)

Die Vorarlbergerin verließ in St. Koloman im Tennengau auf einer abschüssigen Straße ihr Fahrzeug, das daraufhin ins Rollen geriet. Eine 60-Jährige ist am Montag kurz nach Mittag im Bundesland Salzburg von ihrem eigenen Auto bis zu 30 Meter mitgeschleift und getötet worden. Die Vorarlbergerin hatte in St. Koloman im Tennengau auf einer abschüssigen Straße ihr Fahrzeug verlassen, das daraufhin ins Rollen geriet. Beim Versuch, wieder ins Auto zu gelangen, um dieses anzuhalten, blieb sie hängen und wurde vermutlich zwischen einer Böschung und dem Fahrzeug eingeklemmt, meldete die Polizei am Dienstag. Die Frau blieb schwer verletzt auf der Fahrbahn liegen. Trotz rascher Hilfe durch den Notarzt starb die 60-Jährige noch am Unfallort. Das Fahrzeug stürzte in einen darunterliegenden Wald, von wo es von der Feuerwehr geborgen wurde. (APA)
60-Jährige in Salzburg von eigenem Auto mitgeschleift und getötet
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Ötztalstraße nach Zwieselstein bleibt vorerst doch noch gesperrt (0.06/4)

Entgegen anderslautender Berichte aus den frühen Morgenstunden muss die B186 Ötztalstraße nach Zwieselstein doch noch gesperrt bleiben. Betroffen ist der Abschnitt zwischen dem Bereich Leckgalerie und Klammgalerie. Erst nach Begutachtung durch den Landesgeologen kann die Straße wieder geöffnet werden. Sölden ‒ Entgegen anders lautender Berichte aus den frühen Morgenstunden muss die Straße nach Zwieselstein vorerst doch noch gesperrt bleiben: Die Ötztalstraße nach Hoch- und Obergurgl muss nach einer Sperre wegen eines Felssturzes am Montag vom Landesgeologen begutachtet werden. In der Früh hatte es zunächst geheißen, dass die Straße um 8 Uhr geöffnet wird. Von der Sperre ist der Abschnitt zwischen dem Bereich Leckgalerie und Klammgalerie nach Zwieselstein betroffen. Ein mehrerer Kubikmeter großer Fels war dort auf die Fahrbahn gestürzt. Hoch- und Untergurgl sowie das Timmelsjoch sind weiter vorübergehend nicht erreichbar. Wie lange die Sperre dauern soll, ist vorerst nicht bekannt. Das Land teilte am Dienstag in einer Aussendung mit, dass die Sprengungen abgeschlossen sind. Derzeit finden aber nach wie vor Sicherungsarbeiten an der Abbruchstelle des Felssturzes statt. Noch am Dienstagvormittag wird eine weitere landesgeologische Erkundung durchgeführt. Bereits vergangenen Dienstag und Donnerstag war die B186 nach Murenabgängen stellenweise stundenlang gesperrt. Anfang Juni musste die B 186 aufgrund eines Felssturzes auf die Leckgalerie wochenlang gesperrt werden. (TT.com) Das gab es noch nie: Claudia Weber und Thomas Wenning haben während des Reschenseelaufs... Unter strengen Corona-Auflagen haben Tausende Pilger die muslimische Wallfahrt Hadsch i... Recherchen von 19 Redaktionen aus zehn Ländern haben ergeben, dass Geheimdienste und Po... Seit 1. Juli sind wieder mehr Besuche an den Tirol Kliniken möglich. Die Patienten sind... Trotz Widerstand aus Australien nominiert das UNESCO-Welterbekomitee das Great barrier...
Ötztalstraße nach Zwieselstein ab 8 Uhr wieder befahrbar
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Ötztalstraße nach Zwieselstein bleibt vorerst doch noch gesperrt
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Netflix-Top-Ten: Diese Serien und Filme sind aktuell am beliebtesten (0.06/4)

Seit Ende Februar 2020 können Netflix-Nutzer ganz genau verfolgen, welche Serien und Filme bei anderen Streamern derzeit besonders populär sind. Mit seinem Tagesranking möchte Netflix Hilfestellung bei der Film- und Serienauswahl leisten. Nach welchen Kriterien die Platzierung entsteht, etwa durch Klickzahlen oder die Verweildauer der Nutzer auf einem Titel, verrät der Streamingdienst nicht. Aktualisiert wird die Top-Ten-Liste von Netflix jedoch mehrmals täglich. Wir zeigen, welche Filme und Serien heute am beliebtesten sind. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Dank zahlreicher hochkarätiger Eigenproduktionen hat Netflix den Serienmarkt kräftig aufgemischt und sorgt regelmäßig für Nachschub zum Bingewatchen. Ob Comedy, Horror, Crime, Fantasy, Zeichentrick oder Doku – in den Top Ten ist nahezu jedes Genre vertreten. Aktuelle Serienplatzierungen: Auch bei vielen Filmtiteln im Tagesranking handelt es sich um sogenannte Netflix Originals, also Eigenproduktionen. Aber auch bekannte Blockbuster werden regelmäßig ins Programm des Streamingdienstes aufgenommen. Die aktuellen Filmplatzierungen: RND/do
Juli auf Amazon Prime: Diese Serien und Filme sind jetzt neu
rnd.de
Netflix im Juli: Diese Serien und Filme sind jetzt neu
rnd.de

 

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Sport1 vor Debüt am Samstagabend: "Wir haben eine Chance" (0.02/4)

Berlin (dpa) - Sport1-Chef Olaf Schröder fürchtet sich nicht vor der TV-Konkurrenz für die Live-Übertragung vom Top-Spiel der 2.
Sport1 vor Debüt am Samstagabend: "Wir haben eine Chance"
augsburger-allgemeine.de

 

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Topmodel Toni Garrn bringt Tochter zur Welt (0.02/4)

Berlin Topmodel Toni Garrn ist erstmals Mutter geworden. Ihre Tochter Luca Malaika habe ihr Herz „für immer gestohlen“, schrieb sie auf Instagram. „Die magischste Erfahrung meines Lebens brachte Luca Malaika letzte Woche in unsere Welt. Sie hat sofort unsere Herzen für immer gestohlen“, schrieb die 29-Jährige am Montag auf Instagram - und postete auch ein Foto ihrer kleinen Tochter. Zu sehen ist unter anderem ein Fuß. Im vergangenen Oktober hatte die gebürtige Hamburgerin den britischen Schauspieler Alex Pettyfer geheiratet. Mit kugelrundem Bauch im achten Monat schwanger war Garrn jüngst auf dem Cover der deutschen „Vogue“. Im März hatte sie stolz die Nachricht von ihrer Schwangerschaft auf Instagram verkündet.
Foto bringt Philipp Amthor in Erklärungsnot
rp-online.de

 

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Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax erholt sich etwas von seinem Kurseinbruch (0.02/4)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich nach seinem Kurseinbruch zu Wochenbeginn zunächst stabilisiert. Der deutsche Leitindex rückte am Dienstag im frühen Handel um 0,69 Prozent auf 15 238,08 Punkte vor. Wieder aufgeflammte, massive Corona-Sorgen hatten den Dax am Montag aus seinen ruhigen Bahnen in Sichtweite des Rekordhochs von 15 810 Punkten geworfen. Mit einem Minus von mehr als zweieinhalb Prozent trübte sich das charttechnische Bild zumindest kurzfristig massiv ein.
Aktien Frankfurt Ausblick: Dax versucht nach Kurseinbruch Stabilisierung
t-online.de

 

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Folgen, Handlung, Besetzung, Trailer: Alle Infos zu Staffel 3 von "Mayans M. C." (0.02/4)

Staffel 3 von "Mayans M. C." ist bei Sky Ticket verfügbar. Alle Informationen rund um die Serie lesen Sie in diesem Artikel.
Staffel 8 von "The Blacklist": Infos zu Start, Besetzung, Handlung und Folgen
augsburger-allgemeine.de

 

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DGB-Chef fordert «Social Deal» beim Klimaschutz (0.02/4)

DGB -Chef Reiner Hoffmann hat mehr sozialen Ausgleich beim Klimaschutz gefordert. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: «Damit die Transformation ein sozialer Erfolg werden kann, muss aus dem Green Deal auch ein Social Deal werden. Das wäre ein Aufbruch, den wir brauchen.» Hoffmann sagte: «Heute sind die einkommensschwächsten Haushalte am stärksten von den klimapolitischen Weichenstellungen betroffen - egal ob man die Kosten für die Heizung oder den Verkehr nimmt. Wir brauchen Alternativen zum Verbrenner, die für die Menschen auch bezahlbar sind.» Es sei eine energetische Gebäudesanierung nötig, bei der die Kosten für emissionsärmere Gebäude nicht allein auf die Mieterinnen und Mieter abgewälzt werden. «Wir brauchen mehr bezahlbaren Wohnraum auch in Innenstadtlagen, so dass die Pendelzeiten zur Arbeit endlich auch einmal kürzer und nicht immer nur länger werden.» Die EU-Kommission hatte vor kurzem ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgelegt, damit verschärfte Klimaziele erreicht werden können - die EU spricht auch von einem «Green Deal». In der EU sollen bis 2050 keine Netto-Treibhausgase mehr ausgestoßen werden. Die neue Bundesregierung müsse schnell an die Arbeit und wichtige Weichenstellungen vornehmen, sagte Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). «Wenn wir wirklich Dekarbonisierung und Digitalisierung zum wirtschaftlichen Erfolg machen wollen, dann muss Politik mutig sein und investieren, damit sich die Lebensbedingungen der Menschen deutlich verbessern.» Dabei gehe es auch darum, die Kommunen zu stärken, denn ein Großteil der Investitionen liefe über sie. «Die Menschen müssen vor Ort erfahren, dass der Wandel sich für sie positiv auswirkt. Wenn die Kommunen durch Schuldenbremsen zum Sparen verdonnert sind, dann gibt es weniger öffentliche Schwimmbäder und Bibliotheken, dann steigen kommunale Gebühren. Dann wird weniger investiert in moderne Infrastruktur, in moderne Schulen. Dann geht letztlich Akzeptanz für Politik flöten.» Enorme Investitionen des Staates würden nötig sein, um diesen Wandel zu gestalten. «Die Schuldenbremse muss ausgesetzt bleiben, wir sollten sie grundlegend reformieren - alles andere würde Investitionen ausbremsen», forderte Hoffmann erneut. «Denn ohne einen Schub bei den öffentlichen und privaten Investitionen können wir die Weichen nicht umstellen. Ein Mangel an Investitionen würde die flächendeckende Anbindung der Haushalte ans schnelle Internet ebenso gefährden wie den Ausbau der erneuerbaren Energien, der den Ausstieg aus der Kohle erst möglich macht.» Der Bund hatte die Schuldenbremse infolge der immensen Kosten der Corona-Krise ausgesetzt, nach dem Regierungsentwurf für den Haushalt soll sie aber ab 2023 wieder eingehalten werden. Die Schuldenbremse macht nur eine geringe Nettokreditaufnahme möglich. Die EU-Kommission hatte etwa ein separates Emissionshandelssystem für den Straßenverkehr und den Gebäudesektor vorgeschlagen. In Deutschland gilt für diese Bereiche bereits ein CO2-Preis, der Sprit und Heizen teurer macht. Die SPD hatte sich gegen eine zu schnelle und starke Erhöhung dieses Preises ausgesprochen.
DGB-Chef fordert «Social Deal» beim Klimaschutz
stern.de

 

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Dicke Luft auf der Brennerachse, Felipe fordert Zusammenhalt (0.02/4)

Auch die Österreichische Wirtschaftskammer unterstützt durch die Hintertür den Protest der Handelskammer Bozen gegen die Tiroler Lkw-Fahrverbote. Von Peter Nindler Innsbruck – Dass ausgehend von der Handelskammer in Bozen erneut die Tiroler Lkw-Fahrverbote torpediert und ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Österreich bzw. Tirol gefordert wird, schlägt Wellen. Schließlich haben sich dem Protest auch führende Transportvertreter der Österreichischen Wirtschaftskammer angeschlossen. Nämlich über die AISÖ, die Arbeitsgemeinschaft Internationaler Straßenverkehrsunternehmer Österreichs. Ihr Obmann ist Alexander Klacska, der Chef der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer. Bauern zogen die Reißleine: Nach weiteren Schafrissen im Verwalltal wurden am Wochenend... Tirols Gesundheitslandesrätin Leja legt sich nicht fest, ob Corona-Tests kostenpflichti... Für Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) haben sich die Diskussionen über d... Die Europaregion Tirol ist in der Verkehrspolitik gescheitert, Handels- und Transportve... Allein in Innsbruck sind 18 der aktuell 30 Corona-Fälle jünger als 30 Jahre. Der Antei...
TT-Leitartikel: Verdrängungspolitik im Transit
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Golfanlage Weiherhof feiert 30-jähriges Bestehen

Plus Der ehemalige "Golfclub Stauden" hat sich zu einem sportlich herausfordernden Naturgolfplatz entwickelt. Mit einem Jubiläumsturnier hat die Golfanlage Weiherhof a m Wochenende ihr 30-jähriges Jubiläum gefeiert. " 1989 habe ich die Grünflächen am Weiherhof das erste Mal betreten“, erinnert sich Dr. Dan-Liviu Tite, der die Golfanlage seit dem Sommer 1991 betreibt. „Damals war es noch kein offizieller Golfclub. Es gab aber immerhin schon ein paar provisorische Golfbahnen.“ In den 1980er-Jahren hieß die Golfanlage noch „Golfclub Stauden“ und zählte knapp 60 Mitglieder. Diese Zahl hat sich jedoch in den vergangenen 30 Jahren vervielfacht.

 

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Falsche Microsoft-Mitarbeiter erbeuten 17.000 Euro

Erneut haben sich Telefonbetrüger als Microsoft-Mitarbeiter ausgegeben und eine 65 Jahre alte Frau um Geld betrogen. Mit "geschickter Gesprächsführung" überzeugte der Anrufer die Seniorin am Montag, ihm ihre Kontodaten zu geben, wie die Polizei in Kempten am Dienstag mitteilte. Zuvor habe er der Frau im Landkreis Ostallgäu erzählt, dass ihre Konten gehackt worden seien. Anschließend habe der Betrüger 17.000 Euro von einem der Konten erlangt. Bayernweit warnen Polizeidienststellen vor dem Vorgehen der Betrüger. Meist behaupten die Täter demnach in gebrochenem Englisch, der Computer des Angerufenen sei von einer Schadsoftware befallen. Um diese zu entfernen, benötige der angebliche Microsoft-Mitarbeiter Zugriff auf den Rechner. Die Täter erschleichen sich laut Polizei so einen Zugang zu allem, was auf dem Computer gespeichert ist, wie zum Beispiel zu persönlichen Daten, Bank- und Kreditkartendaten oder Zugangsdaten zum Online-Banking. Nach Polizeierkenntnissen sitzen die Täter meist in ausländischen Call-Centern. Allein im Aufgabengebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West hätten Betrüger mit der "Mircosoft-Masche" in diesem Jahr in nun zehn Fällen bereits mehr als 26 000 Euro ergaunert.

 

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"Er ist kein Back-up": So plant 96 mit dem begehrten wie flexiblen Jannik Dehm

Der erste Transfer, den der neue Sportdirektor allein abgewickelt hat, dürfte ein Volltreffer werden. Hannover 96 schnappt sich Jannik Dehm ablösefrei von Holstein Kiel. „Er war sehr begehrt“, freut sich Marcus Mann über die Verpflichtung. Und ist „froh, dass sich mit Jannik einer der besten Außenverteidiger der 2. Liga für uns entschieden hat“. Einige Bundesligisten und auch der Hamburger SV haben mit Dehm geflirtet. Gebunden hat er sich aber bei 96 mit einem Zweijahresvertrag. Er bekommt die Rückennummer 25, die seinem Alter entspricht. Der Rechtsverteidiger war Stammspieler beim Aufstiegskandidaten. Die Kieler scheiterten erst in der Relegation am 1. FC Köln. Mit Dehm bekommt Sei Muroya mehr als ernsthafte Konkurrenz. Aber nicht sofort, denn „Jannik wird zwei bis drei Wochen brauchen, bis er in Topform ist“, vermutet Mann. Dehm hatte sich zuletzt privat fit halten müssen, nachdem er seinen Vertrag in Kiel nicht verlängert hatte. „Jannik ist kein Back-up“, sagt der 96-Sportchef. „Er hat den Anspruch von Anfang an zu spielen.“ Das muss allerdings nicht unbedingt als Rechtsverteidiger sein. Als einen „dynamischen, flexibel einsetzbaren Spieler“ beschreibt ihn Mann. „Er kann auch links verteidigen oder weiter vorn spielen.“ Für Dehm ist „96 ein großer Klub, der nicht nur bis Kiel, sondern auch bis in meine Heimatstadt Bruchsal Strahlkraft hat“. In der Saison 2015/16 begann Dehm seine Profikarriere auch im nahen Karlsruhe. In Hannover „möchte er teilhaben am Neuanfang“, glaubt Mann. Dehm bestätigt, „mit der Mannschaft und persönlich habe ich viel vor“. 96-Trainer Jan Zimmermann will ihm dabei „helfen, dass er sich bei uns schnell integriert und bei 96 an die erfolgreiche Zeit anknüpfen kann“. Die Gespräche mit Zimmermann und Mann nennt Dehm als einen „wichtigen Faktor“ für seine 96-Enscheidung.

 

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Bitcoin fällt unter 30.000 US-Dollar

Das der tiefste Stand seit etwa einem Monat. Mitte April wurde noch ein Rekordhoch von fast 65.000 Dollar markiert. Die Digitalwährung Bitcoin ist am Dienstag erstmals seit längerem unter die Marke von 30.000 US-Dollar gefallen. In der Früh kostete die älteste und nach Marktwert größte Kryptoanlage auf der Handelsplattform Bitstamp im Tief 29.500 Dollar. Das ist der tiefste Stand seit etwa einem Monat. Bis zum Jahrestief ist es aber nicht mehr weit. Auch andere Digitalwerte wie die Nummer zwei am Markt, Ether, standen unter Druck. Zurzeit gibt es einige Gründe, die eher gegen Kryptoanlagen sprechen. Dazu zählt die harte Haltung Chinas gegenüber den Produzenten ("Miner") von Bitcoin und anderen Internetdevisen. Auch die zuletzt schlechtere Aktienmarktstimmung lastete auf riskanten Anlagewerten, zu denen Bitcoin & Co. zählen. Außerdem verstärken große Zentralbanken wie die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Bemühungen, im Rennen um die neuartigen Digitalwährungen nicht ins Hintertreffen zu gelangen. Kryptowährungen wie Bitcoin sind extrem schwankungsanfällig. Das zeigt sich schon daran, dass ein Bitcoin vor gerade mal drei Monaten mehr als doppelt so viel wert gewesen ist wie aktuell. Mitte April wurde ein Rekordhoch von fast 65.000 Dollar markiert. Danach aber brachen die Kurse vieler Digitalwerte ein, was keine Seltenheit ist. (APA)

 

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Tierische Überraschung nach Einkauf bei Discounter

Damit hat eine Frau aus West Lothian wohl nicht gerechnet, als sie bei einer großen Discounter-Kette eine Tüte Spinat gekauft hat. Neben dem Blattspinat war noch eine tierische Überraschung in der Verpackung versteckt. Als eine Frau für sich und ihre Familie eine Tüte Spinat gekauft hat, erwartete sie wohl höchstens etwas Erde. Vermutlich hätte bereits eine Schnecke für große Aufregung gesorgt, doch mit diesem tierischen Besuch hat sie wohl nicht gerechnet. Im Gespräch mit der schottischen Nachrichtenagentur "SWNS" erzählte die Frau, dass sie wegen der tierischen Überraschung weder bei der Discounter-Kette einkaufen wird, noch einmal Spinat kaufen wird. Der Schock sitzt anscheinend tief. Die ganze Geschichte können Sie oben im Video sehen oder, wenn Sie hier klicken.

 

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Real Madrid: Gareth Bale will angeblich bleiben

Der zuletzt an Tottenham Hotspur ausgeliehene Offensivspieler Gareth Bale (32) will angeblich planmäßig zu Real Madrid zurückkehren, um dort seinen laufenden Vertrag zu erfüllen. Dies berichtet die spanische Zeitung AS. Demnach soll Bale - mittlerweile 32 Jahre alt - einen Leihtransfer und auch einen fixen Wechsel in die US-amerikanische MLS vorerst ausgeschlossen haben. Dem Verein nahestehende Quellen sind laut der AS überzeugt davon, dass er in der Saison 2021/22 für Real Madrid auflaufen wird. Bei den Königlichen trifft Bale nicht mehr auf Zinedine Zidane, sondern auf seinen ehemaligen Cheftrainer Carlo Ancelotti, der mittlerweile wieder das Zepter schwingt. Während er unter dem französischen Ex-Trainer nicht zurechtkam, soll Ancelotti den Waliser nun davon überzeugt haben, eine Entscheidung für Real zu treffen. In den Wochen zuvor wurde spekuliert, wie es für den Linksfuß weitergehen wird. Dabei wurde MLS-Klub LA Galaxy als ernsthafte Option genannt. Ein Verbleib bei Tottenham wurde von seinem Berater indes relativ eindeutig und zügig ausgeschlossen. Auch ein Karriereende wurde von der Marca in den Raum geworfen. Gareth Bales Vertrag bei Real Madrid läuft noch bis Sommer 2022. Dann ist der Nationalspieler 33 Jahre alt und wird eine weitere Entscheidung über seine Zukunft treffen. Die MLS soll dem Bericht zufolge nach dem Ende des Vertrages in Madrid weiter ein Option sein. Derzeit ist ein Transfer in die Staaten auch aus finanzieller Sicht fast unmöglich: In der Major League Soccer sind bei zahlreichen Teams noch Gehaltseinbußen von bis zu 50 Prozent existent, Bale wäre als Großverdiener kaum zu bezahlen.

 

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Irans Justizchef fordert Untersuchung von Todesfällen bei Protesten

Bei Protesten gegen Wasserknappheit im Südwesten des Landes soll es mehrere Tote gegeben haben. Irans Justizchef fordert nun eine Untersuchung. Teheran – Irans Justizchef Gholamhossein Mohseni Ejei hat eine Untersuchung von Todesfällen bei Protesten gegen Wasserknappheit im Südwesten des Landes gefordert. „Die Staatsanwaltschaft soll umgehend und ausführlich die Ereignisse untersuchen, auch die Ursache für die Todesfälle (bei Demonstranten)“, sagte Ejei laut Medienberichten am Dienstag. Damit räumte er erstmals indirekt ein, dass es bei den Protesten - anders als bisher von den Behörden behauptet - mehr als einen Toten gab. Seit letzter Woche gibt es in mehreren Städten der Provinz Khuzestan immer wieder Proteste gegen Wassermangel. Bei Zusammenstößen mit der Polizei war am Freitag ein 30-jähriger Demonstrant ums Leben gekommen. In sozialen Medien war jedoch von mehr Toten und Verletzten sowie von zahlreichen Verhaftungen die Rede. Örtliche Behörden wiesen die Berichte als frei erfunden zurück. Ejei forderte nun, dass schnellstens Klarheit geschaffen werden solle und die Schuldigen zur Verantwortung gezogen werden sollten. Wassermangel im Iran ist wegen der häufigen Dürrewellen zwar nicht neu, aber diesmal traf es die Provinz Khuzestan mit Temperaturen bis zu 50 Grad besonders schlimm. Wasser- und Stromausfälle trafen auch die Landwirtschaft und somit die Existenz der dort lebenden Menschen. Bei den Protesten in mehreren Städten der Provinz soll es auch zu Parolen gegen das islamische System gekommen sein. Offiziell wurde dies bisher nicht bestätigt. In der iranischen Regierung gibt es Befürchtungen, dass sich die Proteste auf andere Provinzen des Landes ausweiten könnten. Deshalb wurde umgehend eine Delegation nach Khuzestan entsandt. Präsident Hassan Rouhani wird vorgeworfen, in den letzten acht Jahren die veraltete Infrastruktur nicht erneuert zu haben. Der aber schiebt die Schuld auf die durch US-Sanktionen verursachte Wirtschaftskrise im Land. Die Sanktionen haben Rouhani zufolge keinen Raum für neue Finanzierungen und Modernisierung der Infrastruktur gelassen. (dpa) Die Europäische Union, Großbritannien, die NATO und weitere Partner werfen dem kommunis... Acht Jahre ist es her, dass Edward Snowden die Massenüberwachung auch von Otto Normalve... Einen "noch nie dagewesenen Überwachungsskandal" sieht der Vorsitzende des Deutschen Jo... In den Clubs wird wieder getanzt, in Büros darf wieder ohne Abstand gearbeitet werden u... Die Stichwahl um eine Präsidentschaft in Peru hat mit einer Überraschung geendet. Der l...

 

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Villeroy und Boch legt bei Umsatz und Ergebnis deutlich zu

Der Keramikhersteller Villeroy und Boch hat im ersten Halbjahr bei Umsatz und Ergebnis deutlich zugelegt. "Der Stellenwert des Zuhauses und damit die Nachfrage nach unseren Produkten ist erheblich gestiegen", teilte Vorstandschef Frank Göring am Dienstag in Mettlach mit. In den ersten sechs Monaten setzte der Konzern mit 449,6 Millionen Euro fast ein Drittel (32 Prozent) mehr um als im Vorjahreszeitraum. Das operative Ergebnis wuchs auf 39 Millionen Euro, nachdem es im Vorjahr bei minus zehn Millionen Euro gelegen hatte. Nach Zinsen und Steuern stand unterm Strich ein Gewinn von 25 Millionen Euro (2020: minus 12,5 Mio). Das Ergebnis im Vorjahr sei vom Nachfrageeinbruch in der Corona-Pandemie und einer heruntergefahrenen Produktion belastet gewesen, so Villeroy und Boch. Die Zahl der Beschäftigten sank im ersten Halbjahr 2021 um zehn Prozent auf knapp 6300. Ende Juni hatte Villeroy und Boch seine Jahresprognose für dieses Jahr deutlich angehoben. Beim Umsatz rechnet das Unternehmen mit einem Plus von 10,5 Prozent auf rund 885 Millionen Euro. Das operative Konzernergebnis soll von rund 50 Millionen Euro im Vorjahr auf mehr als 75 Millionen Euro steigen. Der Konzern profitiert vom Trend der Renovierung und Neuausstattung des Zuhauses.

 

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Rekord: 430 Migranten überqueren an einem Tag Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien

Dover. Mindestens 430 Migranten haben offiziellen Angaben zufolge am Montag den Ärmelkanal von Frankreich nach Großbritannien überquert. Rund 50 Menschen kamen in der Grenzregion Kent auf einem einzigen Schlauchboot an, wie die BBC am Dienstag berichtete. Nach Angaben des Innenministeriums ist das ein neuer Höchstwert. Zuvor hatte der Rekord bei 416 Ankommenden gelegen, die an einem Tag Anfang September 2020 den Kanal überquerten. Insbesondere bei gutem Wetter machen sich immer wieder Migranten von Frankreich aus, wo sie oft aus Flüchtlingslagern kommen, auf die gefährliche Überfahrt. Viele nehmen die Dienste von Schleppern in Anspruch. In diesem Jahr sollen laut offiziellen Angaben bereits knapp 8000 Menschen über den Kanal Großbritannien erreicht haben. Die britische Regierung will mit aller Kraft gegen die Überfahrten vorgehen und ruft auch immer wieder Frankreich dazu auf, stärker dagegen aktiv zu werden. Man werde „entscheidende Schritte unternehmen, um gegen das Problem illegaler Migration vorzugehen“, hieß es laut BBC erneut aus dem Innenministerium. Zuvor hatte Innenministerin Priti Patel bereits angekündigt, Asylsuchenden, die über illegale Routen ins Land gelangt seien, langfristig weniger Rechte geben zu wollen als anderen. Die Kontrolle über die eigenen Grenzen zurückzugewinnen, ist ein zentrales Versprechen des Brexits. RND/dpa

 

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Starkregen und Hochwasser: Wie kann ich mich warnen lassen?

Die Flut offenbart Lücken beim Katastrophenschutz: Nach Ende des Kalten Krieges wurden viele Sirenen abgebaut. Stattdessen warnen Apps, Radio, Fernsehen und das Internet. Die Voraussetzung: Strom.

 

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Stadtführungen am Kulturwochenende in Krumbach

Der Heimatverein Krumbach bietet mit seinen Führungen wieder Reisen in die Krumbacher Vergangenheit und zurück an. Was am Wochenende geboten ist.

 

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Prinz Harry schreibt Enthüllungsbuch: Panik im Palast! Prinz Charles wusste von nichts

Am Montag ließ Prinz Harry (36) die Katze aus dem Sack, kündigte die Veröffentlichung seiner Memoiren an – inklusive intimer Details. Während Fans sich nun fragen, was da wohl drin stehen wird, ist es für seine eigene Familie ein Schock! Seit einem Jahr soll der abtrünnige Prinz schon an dem Buch schreiben, das die Royals nun in Panik versetzt. Denn gewusst habe im Buckingham Palast niemand davon, heißt es. Nicht mal Papa Prinz Charles (72) war eingeweiht. Charles sei von der Ankündigung seines Sohnes überrascht worden, verriet ein Palast-Insider gegenüber „Page Six“. Genauso wie alle anderen Mitglieder der Royal Family. Der Zeitpunkt könnte nicht schlechter sein, um ein Enthüllungsbuch auf den Markt zu bringen. Zumindest für die angeschlagene Royal Family. Nach den vielen öffentlichen Vorwürfen, die Harry seiner Familie zusammen mit seiner Frau Meghan (39) in den letzten Monaten gemacht hatte (inkl. Mobbing und Rassismus), ist das Verhältnis angespannt. Zwar hatte der Prinz immer wieder gesagt, er wolle die Wogen gerne glätten, die Kluft, die sich vor allem zwischen ihm und seinem Vater Charles sowie Bruder William (39) aufgetan hat, überwinden. Doch dass er jetzt erneut intime Details über das Königshaus enthüllen will, ist ein weiterer Schlag gegen die britische Monarchie und seine Familie. „Ich schreibe das nicht als Prinz, als der ich geboren bin, sondern als Mann, der ich geworden bin“, erklärte der 36-jährige Harry in einer Mitteilung. Er freue sich darauf, dass Menschen eine „Darstellung meines Lebens aus erster Hand lesen werden, die akkurat und völlig ehrlich“ sein werde. Der mittlerweile mit seiner Frau Meghan und den beiden gemeinsamen Kindern Archie (2) und Lili (1 Monat) in den USA lebende Harry werde „zum allerersten Mal einen endgültigen Bericht über die Erfahrungen, Abenteuer, Verluste und Lektionen teilen, die ihn geprägt haben“, teilte der Verlag Penguin Random House in New York am Montag mit. Was genau in dem Buch stehen wird? Noch unklar! „Die Königsfamilie ist erschüttert wegen des Buches“, verriet ein Insider der „Us Weekly”. Vor allem Prinz Charles und Prinz William seien „besonders besorgt darüber, was Harry enthüllen wird“. Denn der Prinz habe ja bereits jede Menge Kritik an seiner Familie geäußert. Und das sei schon „schlimm genug“ gewesen. „Sie wissen nicht, was sie erwartet. Das macht sie nervös.“ Mit der Ankündigung seiner Memoiren habe Prinz Harry die Königsfamilie überrumpelt, schreibt die britische „The Sun“. Ein Sprecher des Prinzen bestätigte demnach, dass er seiner Familie, einschließlich der Königin, erst „vor kurzem“ von dem Buch erzählt habe. „Harry versuchte erst seine Familie zu kontaktieren, als er wusste, dass die Geschichte rauskommt – nur Momente bevor sie öffentlich wurde“, will ein Insider wissen. Harrys Enthüllungsbuch soll Ende des kommenden Jahres erscheinen, die Erlöse an gemeinnützige Zwecke gehen. Allerdings: Harry soll für seine Memoiren mindestens 20 Millionen Dollar (16,96 Mio. Euro) Vorschuss kassiert haben. Ob er dieses Riesen-Honorar auch spenden wird, ist nicht bekannt.

 

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Transfer-Ticker: Schöpf bleibt in Deutschland

Wer kommt, wer geht, wer sucht? Live-Transfers und Gerüchte. Alessandro Schöpf hat in der deutschen Fußball-Bundesliga einen neuen Club gefunden. Der nach dem Abstieg von Schalke 04 ablösefreie österreichische EM-Teilnehmer unterschrieb bei Arminia Bielefeld einen Zweijahresvertrag. Der 27-jährige Schöpf spielte seit Jänner 2016 für Schalke. Für Österreich kam der Mittelfeldspieler bei der vergangenen Europameisterschaft zweimal zum Einsatz. "Mit Alessandro gewinnen wir einen Spieler, der laufstark und technisch versiert ist - dazu hat er 112 Mal in der Bundesliga auf dem Platz gestanden und ist ein erfahrener Spieler", sagte Bielefelds Cheftrainer Frank Kramer in einem Statement des Clubs. "Wir sind überzeugt, dass er unserem Mittelfeld wichtige Impulse geben kann und wir uns durch ihn verbessern." Schöpf musste mit Schalke in der abgelaufenen Saison den Gang in die zweite Liga antreten. Für die Gelsenkirchner kam er in der Liga zu 19 Einsätzen, Tor gelang dem Tiroler dabei keines. Bei der Arminia, die sich am Ende der Saison auf Platz 15 klassierte, spielen mit Christian Gebauer und Manuel Prietl schon zwei Österreicher. Der LASK hat Dario Maresic zurück nach Österreich geholt. Der 21-Jährige wurde für ein Jahr vom französischen Erstligisten Stade Reims ausgeliehen, wie die Linzer am Montag bekannt gaben. Der LASK besitzt demnach auch eine Kaufoption auf den Innenverteidiger. Maresic wechselte vor zwei Jahren von Sturm Graz nach Reims. In der vergangenen Saison kam er in der Ligue 1 auf acht Einsätze bzw.511 Spielminuten. LASK-Trainer Dominik Thalhammer sagte über den Neuzugang: "Dario ist ein junger und gleichzeitig sehr erfahrener Spieler. Wir haben seine Fähigkeiten sehr genau analysiert und er hat uns sowohl fußballerisch, als auch in den persönlichen Gesprächen sofort überzeugt." Für Sturm absolvierte Maresic bereits 82 Einsätze, ehe der U21-Internationale ins Land des Weltmeisters wechselte. Maresic selbst meinte in einer Klub-Aussendung, er wolle beim LASK "meine Freude am Fußball wiederfinden". Im Umfeld des LASK kamen zuletzt auch Meldungen über den Abgang eines wichtigen Spielers auf. Für Abwehrchef Gernot Trauner soll ein Angebot des niederländischen Traditionsklubs Feyenoord Rotterdam vorliegen. Dieses soll aber deutlich unter den Vorstellungen der Linzer angesiedelt sein. "Ich weiß, dass dieses Angebot noch nicht annähernd dem entspricht bzw. seriös genug ist, um weiterzusprechen", sagte Thalhammer nach dem Erstrunden-Auftritt im ÖFB-Cup am Samstag. Der 29-jährige Trauner steht beim LASK noch bis Sommer 2024 unter Vertrag. Markus Weinzierl bedauert die Entscheidung des österreichischen Verteidigers Kevin Danso, künftig nicht mehr für den FC Augsburg trainieren und spielen zu wollen. "Ich habe auf ihn gebaut", meinte der Trainer und berichtete von guten Eindrücken Dansos aus dem Training. Den Sinneswandel des sechsfachen ÖFB-Teamspielers werten Beobachter als überraschend, weil er durch zwei Ausfälle in der Innenverteidigung zum Saisonbeginn gute Chancen auf einen Stammplatz gehabt hätte. Offenbar will sich der 22-Jährige mit der Aktion zu einem anderen Verein streiken. Der RC Lens in Frankreich hat bereits ein Angebot abgegeben, das aber zu niedrig sei, wie Geschäftsführer Stefan Reuter der "Augsburger Allgemeinen" sagte. "Wir werden abwarten und ihn auf keinen Fall unter Preis abgeben." Danso hatte sich am Donnerstag geweigert, weiter mit der Mannschaft zu trainieren und war deshalb zurück nach Augsburg geschickt worden. Weinzierl sprach von einer "Entscheidung, die wir alle nicht wollten und die uns nicht gefällt." Zugleich aber stellte der Coach des Fußball-Bundesligisten klar, dass er einen Spieler mit dieser Einstellung im Kader nicht haben will. "Wir können keine Negativität und keine negativen Dinge brauchen", sagte Weinzierl zum Abschluss des Trainingslagers in Tirol auf der Vereinshomepage. Der FC Bologna verfolgt weiterhin den Plan, Marko Arnautovic in die Serie A zu holen. "Es ist offensichtlich, dass wir interessiert sind. Wir versuchen, so schnell wie möglich eine Lösung zu finden", bestätigte Sportdirektor Riccardo Bigon im Rahmen eines Pressetermins. Die Verhandlungen spießen sich laut Medienberichten bereits seit Wochen an den Ablöseverhandlungen mit Arnautovic' aktuellem Arbeitgeber Shanghai Port. Österreichs Teamstürmer ist offenbar gewillt, nach Europa zurückzukehren. Sein Bruder und Berater Danijel Arnautovic weilte in den vergangenen Tagen zu Verhandlungen in Bologna. Er traf laut "Corriere dello Sport" Bolognas Geschäftsführer Claudio Fenucci, mit dem er über den Stand der Verhandlungen mit Shanghai diskutierte. Knackpunkt soll sein, dass der Stürmer an Shanghai mit einem gut dotierten Vertrag noch bis Ende 2022 gebunden ist und im Fall einer Vertragsauflösung eine Abfindung verlangt. Der chinesische Super-League-Club will indes eine Ablöse für den Angreifer, der vor zwei Jahren um kolportierte 25 Millionen Euro von West Ham geholt wurde. Wie der "Corriere dello Sport" (Freitag-Ausgabe) berichtete, fordert Shanghai eine Ablöse von vier Millionen Euro. Der FC Bologna will maximal zwei Millionen Euro ausgeben. Laut Bigon habe man sich keine Deadline für den Abschluss des Transfers gesetzt. "Es gibt Alternativen, aber wir verfolgen nur Plan A. Weil es das ist, was uns interessiert", betonte er. Bolognas Trainer Sinisa Mihajlovic hat sich bereits als großer Fan des Wieners geoutet. Laut italienischen Berichten soll Bologna Arnautovic einen Dreijahresvertrag vorgelegt haben. Der 32-Jährige ist nach der EM noch nicht nach China zurückgekehrt. Die Zukunft des österreichischen Abwehrspielers Kevin Danso beim deutschen Fußball-Bundesligisten FC Augsburg ist ungewiss. Danso reiste am Donnerstag vorzeitig aus dem Trainingslager in Tirol ab. Er sah sich nicht mehr in Lage, für Augsburg zu trainieren oder spielen, hieß es. Wie es für den 22-Jährigen nach seiner Rückkehr nach Augsburg weitergeht, das war am Freitag zunächst offen. Zuerst hatten der "Kicker" und die "Augsburger Allgemeine" über die Abreise berichtet. "Es gibt nichts im Fußball, was es nicht gibt. Eigentlich hatten wir überlegt, mit ihm den Vertrag zu verlängern. Jetzt müssen wir schauen", sagte FCA-Geschäftsführer Stefan Reuter der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). Der Sinneswandel kommt für den FCA deshalb überraschend, weil Danso dem Vernehmen nach im Trainingslager am Walchsee bisher gut gearbeitet habe und motiviert erschien. Am Donnerstag aber teilte er den Verantwortlichen um Reuter und Chefcoach Markus Weinzierl schon am Vormittag mit, dass er nicht weiter mit dieser Mannschaft trainieren könne. Als das Testspiel am Abend gegen Qarabag FK (2:2) anstand, war er bereits weg. Danso galt vor Jahren im Nachwuchs der Augsburger als Riesen-Talent. In den vergangenen beiden Jahren war er dann an den FC Southampton und an Fortuna Düsseldorf ausgeliehen. Womöglich befürchtet Danso, in der kommenden Saison bei den Augsburgern nur Reservist zu sein. Das verwundert, da zumindest zwei teaminterne Rivalen auf seiner Position zunächst ausfallen: Reece Oxford ist am Knie verletzt und Felix Uduokhai mit der deutschen Auswahl bei Olympia im Einsatz. Womöglich will Danso durch sein Verhalten einen Wechsel erzwingen. Den Berichten zufolge gibt es ein Kaufangebot des französischen Erstligisten RC Lens für den Abwehrspieler. Ein Landsmann von Danso war mit einem ähnlichen Verhalten übrigens schon erfolgreich: ÖFB-Teamspieler Martin Hinteregger hatte 2019 mit einem zweifelhaften Auftreten im Tiroler Trainingslager einen Wechsel zu Eintracht Frankfurt forciert. Sturm Graz hat den Vertrag mit dem georgischen Internationalen Otar Kiteishvili vorzeitig verlängert. Der Mittelfeldspieler wurde bis Sommer 2024 an den Club gebunden, wie der Fußball-Bundesligist am Freitag bekannt gab. Kiteishvili hat sich seit seinem Wechsel nach Graz vor drei Jahren als Leistungsträger etabliert, sein ursprünglicher Vertrag wäre am Ende der nächsten Saison ausgelaufen. "In der Offensive ist er einer der besten Spieler der Liga. Dass er sich trotz anderer Möglichkeiten für uns entschieden hat, spricht extrem für seinen Charakter", meinte Sturms Sport-Geschäftsführer Andreas Schicker über den 25-Jährigen. Kiteishvili schoss in der abgelaufenen Saison in der Bundesliga sieben Tore, fünf bereitete er vor.

 

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Pädo-Kriminelle erbeuten Millionen von Kinderbildern im Internet

Wer Bilder oder Videos seiner Kinder bei Facebook, Instagramm oder Youtube verbreitet, beliefert damit ohne es zu wissen pädokriminelle Netzwerke.

 

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Erster Guantanamo-Gefangener seit Bidens Amtsantritt entlassen

39 Gefangene verbleiben noch im Lager. Auch die Regierung Biden hat das Ziel, das Gefängnis zu schließen. Doch die Häftlinge aufzuteilen bzw. abzuschieben erweist sich als schwierig und langwierig. Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hat erstmals einen Häftling aus dem US-Militärgefängnis Guantanamo auf Kuba entlassen. Der Mann sei in seine Heimat Marokko überstellt worden, teilte das US-Verteidigungsministerium am Montag mit. Bereits 2016 hatten die US-Behörden die Freilassung verfügt. Er blieb aber dennoch weiterhin in Gewahrsam. Nach der Freilassung des Mannes verbleiben noch 39 Gefangene im Lager Guantanamo. Das umstrittene Lager war von den USA eingerichtet worden, um ausländische Verdächtige im Zusammenhang mit den Anschlägen vom 11. September 2001 festzusetzen. Biden strebt - wie bereits der frühere Präsident Barack Obama - eine Schließung des Lagers an. Die meisten Insassen werden dort seit zwei Jahrzehnten festgehalten - ohne Anklage oder Gerichtsverfahren. Präsident Barack Obama, dessen Vize Biden war, hatte die Pläne zur Schließung des Gefangenenlagers für islamistische Terrorverdächtige auf Kuba in zwei Amtszeiten nicht umsetzen können. Präsident George W. Bush hatte das Lager eingerichtet, um dort Terrorverdächtige nach den Anschlägen vom 11. September 2001 einzusperren. Die USA internierten dort mutmaßliche islamistische Terroristen, die im Irak, Afghanistan und anderen arabischen Länder aufgegriffen worden waren. Sie sollten nicht vor Gerichte in den USA gestellt werden. Einige wurden nach Angaben von Anwälten unschuldig denunziert, weil Leute sich das von den Amerikanern ausgesetzte Kopfgeld auf Terroristen sichern wollten.2003 waren dort nach Angaben der UN-Experten 700 Gefangene. Einige wurden jahrelang festgehalten. (APA/Reuters/dpa)

 

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Thüringer Städtebund erwartet Planungssicherheit vom Land

Der Thüringer Gemeinde- und Städtebund erwartet von der Landespolitik Planungssicherheit für die Kommunen. Mit Blick auf den auslaufenden Stabilitätspakt zwischen Rot-Rot-Grün und der CDU sagte Geschäftsführer Ralf Rusch dem Mitteldeutschen Rundfunk am Dienstag, es müsse eine neue Lösung gefunden werden. Rusch kritisierte die politische Hängepartie im Freistaat. Er hoffe, dass sich die Gemüter wieder abkühlten und nach der Sommerpause vertretbare Lösungen zugunsten des Landes gefunden würden. Dazu sei jeder einzelne Abgeordnete im Thüringer Landtag verpflichtet. Im Hinblick auf die Kommunen erklärte Rusch, ohne einen Landeshaushalt seien für sie praktisch nur Pflichtaufgaben zulässig. Investitionen oder Förderungen von Vereinen müssten auf Eis gelegt werden. "Das wäre wirklich eine furchtbare Situation für Thüringen. Und ich kann und ich will mir nicht vorstellen, dass die Abgeordneten des Thüringer Landtages dieses Risiko eingehen wollen." Rusch kritisierte das Vorgehen der AfD. Es sei bedauerlich, dass so mit der Verfassung gespielt werde. Die AfD hatte am Montag ein konstruktives Misstrauensvotum gegen Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) beantragt und als Nachfolger ihren Fraktionschef Björn Höcke ins Spiel gebracht.

 

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Hochwasser Bayern stellt 50 Millionen Soforthilfe zur Verfügung

München – Eine gute Nachricht für die vielen verzweifelten Menschen in Bayerns Hochwassergebieten! Ministerpräsident Markus Söder (54) sagt den vom Hochwasser Betroffenen Soforthilfen in Millionenhöhe zu. Im Gespräch mit dem BR sagte Söder, der Freistaat stelle zunächst 50 Millionen Euro bereit. Um die erste Not der von der Hochwasser-Katastrophe in Bayern betroffenen Menschen zu lindern, stellt der Freistaat Bayern zunächst 50 Millionen Euro Soforthilfe zur Verfügung. Wer Flutschäden erlitten habe, so der MP im BR weiter, könne mit einer ersten Unterstützung von bis zu 5000 Euro rechnen. In Extremfällen, so Söder, könne auch der ganze Schaden ersetzt werden. Der Bund hatte bereits angekündigt,300 Millionen Euro für die Flutschäden in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern zur Verfügung zu stellen. Bei existenziellen Schäden wie in Berchtesgaden könne es zudem „bis zu 100 Prozent Ersatz geben“, so Söder. Das gelte für Privathaushalte, Gewerbebetriebe, Selbstständige, aber auch für die Land- und Forstwirtschaft.

 

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Edeka führt "Student*innenfutter" ein – Erfinder äußert sich zu den hasserfüllten Reaktionen

Die Verwendung des Gendersternchens wird von manch einem (und manch einer) schon per se als Affront betrachtet. Wenn dann auch noch eine ehrwürdige Institution wie das Studentenfutter betroffen ist, kennen einige Sternchengegner kein Halten mehr. So scheint es jedenfalls, wenn man die Beiträge liest, die ein Produkt namens "Student*innenfutter" in den vergangenen Tagen in den sozialen Netzwerken ausgelöst hat. Auf Facebook und Twitter hatte Edeka Wollny aus Friedberg bei Augsburg Ende vergangener Woche ein Bild des gegenderten Snack-Klassikers gepostet, den es ab sofort bei ihm im Laden zu kaufen gebe. Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Neben Hunderten Lach- und Herzchenemojis machten sich in den Kommentaren auch zahlreiche wütende Nutzer Luft. "Zum Fremdschämen!" oder "Beschriftet das in echtem Deutsch oder wir kaufen das nicht mehr" und noch unfreundlichere Kommentare sind da zu lesen. Edeka-Marktleiter Michael Wollny hat an der Kontroverse sichtlich Spaß, wie an seinen launigen Antworten auf die teils witzigen, teils aufgebrachten Kommentare zu erkennen ist. Die Frage, was neben Nüssen eigentlich noch drin sei in dem Glas, beantwortet er mit: Sultaninen und Salz - "biologisch gewonnen aus den Tränen alter weißer Männer, die sich vom Genderstern unterdrückt fühlen." Aber wer hat sich das mit dem "Student*innenfutter" eigentlich ausgedacht? Hersteller ist die kleine Firma Fairfood Freiburg, die sich auf fair gehandelte, nachhaltige Nuss-Snacks mit Bio-Siegel spezialisiert hat und diese im Pfandglas verkauft. Dort ist man überrascht von der verbalen Heftigkeit einiger Reaktionen. "Der Hass überrascht mich schon. Ich finde es schade, dass die Diskussion so heftig und sogar mit Gewaltandrohungen geführt wird", sagt Fairfood-Mitgründer Mark Schwippert zum stern. "Wir wollten mit dem Produktnamen zum Nachdenken über Geschlechtergerechtigkeit anregen und haben das auch mit einem Augenzwinkern gemacht." Dass nicht jeder und jede mit Gendersprache etwas anfangen kann, ist Schwippert klar. In seiner Firma mit überwiegend jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört Gendern aber längst zum Alltag. Statt einen Kundenservice gibt es dort einen Kund*innenservice. Die Produkte tragen mal männliche Namen wie "Sir Salty", mal weibliche wie "Wilde Rosmarie". Auch scharf gewürzte Cashews mit der Bezeichnung "Pfefferheld*in" sind im Sortiment enthalten. Das "Student*innenfutter" haben die Freiburger bereits im Frühjahr auf den Markt gebracht. Verkauft wird es vor allem in Bio- und Unverpackt-Läden, in einigen Edekas in der Region sowie im eigenen Onlineshop. Ärger über die eigenwillige Bezeichnung habe es bislang nicht gegeben, sagt Schwippert. Seitdem die Debatte auf Facebook hochgekocht sei, gebe es nun vereinzelte böse Mails oder auch mal eine Ein-Sterne-Bewertung im Netz. Für die öffentliche Diskussion um Gendersprache wünscht sich der 33-Jährige vor allem mehr Gelassenheit. Er verlange ja keineswegs, dass nun alle Studentenfutter umbenannt werden müssen. "Aber wenn eine Firma viele Kundinnen hat, warum dann nicht mal Nüsse gendern?"

 

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Der aktuelle Stand der Corona-Inzidenz im Kreis Dillingen

Drei Tage über 25: Für Schülerinnen und Schüler im Kreis Dillingen werden ab diesem Wert die Corona-Regeln wieder angezogen. Wie hoch ist die Inzidenz heute?

 

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Kruse-Appell zu Rassismus: "Irgendwo müssen wir anfangen"

Max Kruse hat sich erneut besorgt zum Thema Rassismus geäußert und auch an die Politik appelliert. Nachdem es zu einem Eklat um Olympia-Auswahlmitspieler Jordan Torunarigha in einem Vorbereitungsspiel der deutschen Mannschaft gegen Honduras gekommen war, veröffentlichte Kruse nun ein fast achtminütiges Video bei Instagram, aufgenommen in seiner Unterkunft im olympischen Dorf von Tokio. "Ich finde, dass jetzt einfach noch mal der Zeitpunkt gekommen ist, etwas dazu zu sagen und meine Meinung zu äußern", erklärte der Fußball-Profi vom 1. FC Union Berlin. Er wolle die Beleidigungen, die auch ihn und seine Freundin schon erreicht hätten über soziale Netzwerke, nicht aussprechen, "weil die unter aller Würde und unter aller Sau sind". Umso wichtiger sei es aber, dass er seine Reichweite nutzen würde. Allein bei Instagram folgen ihm über 380 000 Menschen. Er habe "das Gefühl, dass der Rassismus eher wieder mehr wird als weniger in den letzten Wochen und Monaten", sagte Kruse. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass es gegen Rassismus kein Patentrezept gibt, was helfen wird. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass meine Aussagen jetzt den Rassismus nicht beenden werden", sagte der 33-Jährige und fuhr fort: "Trotzdem bin ich der Meinung, dass jeder für sich selbst Gedanken machen muss, welche Werte er vermittelt und sich Gedanken darum macht, wie man den Rassismus dahin befördert, wo er hingehört: und zwar komplett zerstört." Er sei der Meinung, dass Rassismus grundsätzlich kein politisches Thema sei, sondern eines, das die gesamte Menschheit betreffe. Trotzdem sei es die Politik als höchste Führungsetage, die für Veränderung sorgen könne. "Ich frage mich, warum kriegen wir es nicht hin, mehrere Millionen in die Hand zu nehmen, um den Rassismus in irgendeiner Art und Weise zu bekämpfen", sagte Kruse: "Warum kriegen wir es nicht hin, Identity Checks zu machen bei Social Media Apps mit Kommentarfunktion." So könne anonyme Hetzerei und anonymer Rassismus bekämpft und entsprechend hart bestraft werden. "Man kann ihn sicherlich dadurch nicht beenden, aber irgendwo müssen wir anfangen. Wenn wir nirgendwo anfangen, wird sich auf der Welt auch nichts verändern", betonte Kruse.

 

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Umweltverein scheitert in Karlsruhe mit Klage gegen dritte Startbahn am Flughafen München

Die Klage einer Umweltvereinigung gegen die dritte Startbahn am Flughafen München ist vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert. Das Gericht habe die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, teilte es am Dienstag in Karlsruhe mit. Die Umweltschützer hätten nicht alle Unterlagen vorgelegt, die zur Beurteilung notwendig gewesen wären. (Az.1 BvR 2374/15) Die Klage richtete sich unter anderem gegen das Gutachten zur Luftverkehrsprognose, das dem Planfeststellungsbeschluss für die dritte Startbahn zugrunde lag. Dieses sei gerichtlich nicht korrekt kontrolliert worden, argumentierte die Umweltvereinigung laut Mitteilung. Sie besitzt Grundstücke, die für den Bau einer dritten Startbahn gebraucht würden, und sieht die Rechtsschutz- und Eigentumsgarantie verletzt. Dies habe sie aber nicht hinreichend dargelegt, entschied das Bundesverfassungsgericht. Inzwischen ist es ohnehin unwahrscheinlich, dass der Flughafen München erweitert wird. Die Verfassungsbeschwerde wurde 2015 eingereicht. Im September 2020 begrub Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) das Projekt einer dritten Startbahn. Er bezog sich dabei auf einen Zeitraum bis 2028, bis dahin will Söder längstens als Ministerpräsident regieren - ob danach solch eine Startbahn gebaut werde, müssten folgende Generationen entscheiden. Der Münchner Flughafen ist nach Frankfurt am Main der zweitgrößte deutsche Airport. Das Bundesverfassungsgericht nahm in vier weiteren Verfahren gegen Planfeststellungsbeschlüsse zu den Flughäfen München und Frankfurt die Verfassungsbeschwerden nicht zur Entscheidung an, wie es am Dienstag weiter mitteilte. Eine Begründung dafür veröffentlichte es nicht.

 

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Skelettritter und Ziegendämon

Ein Gebirge aus Skeletten, Geschützen, gefiederten Pfeilen und anderem Kriegsgerät eröffnet den Comic „Requiem“ (Zwerchfell,186 S.,25 €). Es ist auf einer vollen Seite in akribisch feinen, dichten schwarzen Strichen gezeichnet und bietet ein schwarzweißes Bild der Verwüstung. Ein wenig erinnert die Stimmung an die im 30jährigen Krieg angesiedelte Geschichte „Die Verwerfung“ von Lukas Kummer, die allerdings in ihrer nüchternen Brutalität weitaus verstörender war. Mitringer erzählt hingegen ein Fantasy-Epos, das neben veritablen Monstern und wüsten Kämpfen auch eine herzerwärmende Note und Comedy-Elemente beinhaltet. Protagonist ist ein aus der Totenruhe erwachter Ritter, der zu Beginn als unförmiges Bündel am Rande des fein gestrichelten Bergs aus Kriegsüberresten liegt, umkreist von einer Krähe. Langsam regt und erhebt sich die Gestalt, ein Skelett in zerrupftem Harnisch, in dessen Rücken Pfeile stecken. Gleich wird auch der Gegenspieler etabliert: Ein monströser, muskelbepackter Ziegendämon, der einerseits das Duell mit dem Skelettritter sucht und andererseits nach einem Buch mit dem Titel „Annabelles Grimoire“ fahndet. Dabei handelt es sich aber offenbar nicht um ein Zauberbuch, sondern vielmehr um einen Fantasy-Schmöker für alle Altersstufen… Der Dämon bekam die ersten Kapitel offenbar als Junior vorgelesen und brennt nun auf die Fortsetzung. Auf den kommenden Seiten beginnt eine seltsame Heldenreise: Der Skelettritter versucht, herauszufinden, wer er zu Lebzeiten war, und folgt dazu der schwarzen Krähe, die ihn anfangs umkreist und an die er sich zu erinnern glaubt. Die Krähe der – nicht im Vogellexikon verzeichneten – Art Corvus vagabundus wandert mit den Jahreszeiten und kehrt im Frühling in ihre Heimat zurück; sie wird ihn dorthin führen, wo er einst herkam, glaubt der Ritter. Bruchstücke der Erinnerung Der Ziegendämon bleibt ihm auf den Fersen, und plötzlich hat er außerdem einen kleinen Jungen im Schlepptau. Nach und nach kehren Bruchstücke der Erinnerung an sein früheres Leben zurück, die als farbige, weich konturierte Passagen zwischen die schwarzweißen Seiten mit hartem Strich geschaltet sind. Albert Mitringers Zeichnungen und sein Seitenaufbau sind von Manga-Einflüssen geprägt: zackige Schraffuren, zersplitterte Panels und ein Lettering, das Teil der Grafik ist und etwa dazu genutzt wird, durch unterschiedliche Schriftarten Sprecher voneinander abzugrenzen. Solche Einflüsse waren schon in Mitringers Debüt zu erkennen, dem 2017 im Luftschacht-Verlag erschienenen, wortlosen Comic „Lila“. Darin erzählte der 1991 geborene Wiener ebenfalls von einer wundersamen Reise, nämlich der eines kleinen Mädchens, das ins Weltall fliegt, um der Gewalt im Elternhaus zu entfliehen. Optisch ist „Requiem“ sehr beeindruckend, ganz besonders die schwarzweißen Passagen mit ihren harten Schraffuren, Ziselierungen, Konturen und Kontrasten. Manche Teile in der Erzählung dieser turbulenten Fantasy-Reise sind allerdings für Leser:innen nicht leicht zu durchschauen. Und die Herkunftsgeschichte des untoten Kriegers ohne gar so viele Rollenklischees wäre noch schöner gewesen.

 

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Hochwasser: Ministerien ahnungslos: „Da liegen mir jetzt keine Informationen vor“

Hätte der Tod von bis zu 165 Menschen verhindert werden können, wenn die Bürger der Flutgebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz früher vor den drohenden Wassermassen gewarnt worden wären? Der Katastrophenschutz in Deutschland steht wegen zu später oder gar keiner Warnungen heftig in der Kritik. Dabei ist bekannt, dass die Bundesregierung schon mehrere Tage VOR den ersten starken Regenfällen durch das EU-Hochwasser-System EFAS gewarnt wurde – offenbar nicht aber im Bundesverkehrsministerium. „Wann jetzt wer, wie, wo informiert wurde, da liegen mir jetzt keine Informationen vor – da würde ich Sie bitten auch beim Deutschen Wetterdienst direkt nachzufragen“, sagte eine Sprecherin der Behörde von Minister Andreas Scheuer (46, CSU) am Montag in der Bundespressekonferenz. Das Europäische Hochwasserwarnsystem EFAS (European Flood Awareness System) richtet seine Warnungen aber direkt an die Bundesregierung. Laut „Times“ geschah dies aber schon am 10. Juli – vier Tage vor dem Beginn der Todesflut. Auf Nachfrage geriet die Sprecherin ins Schwimmen: „Wie jetzt das europäische Warnsystem konkret mit unserem System zu tun hat, muss ich jetzt zugeben, die Info habe ich gerade nicht im Kopf.“ PEINLICH! Auch Tage nach der mit 165 Todesopfern schwersten Naturkatastrophe in Deutschland seit der Sturmflut 1962 weiß die Bundesregierung nicht einmal über ihre eigene Informationskette Bescheid. Geschweige denn über die eigenen Versäumnisse, die Bevölkerung frühzeitig vor Gefahren zu bewahren. ► Doch damit nicht genug: Auch zur Warninfrastruktur in Deutschland scheint es große, offene Fragen zu geben – auch im zuständigen Bundesinnenministerium. Über die Anzahl der vorhandenen Warn-Sirenen in Deutschland und ihre Funktionstüchtigkeit konnte ein Sprecher der Behörde von Innenminister Horst Seehofer (72, CSU) keine Auskunft geben – und das, obwohl der fehlgeschlagene Warntag 2020 bereits vor zehn Monaten gezeigt hatte, dass diese wichtige Warn-Infrastruktur nicht flächendeckend funktioniert. „Nach meinen Erkenntnissen haben in manchen Kommunen auch Sirenen funktioniert“, so der Sprecher weiter. Immerhin: „Und es ist jetzt Aufgabe zu untersuchen, wo hat etwas funktioniert und wo nicht, und wer trägt dafür Verantwortung.“

 

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„Die Infrastruktur für Pegasus ist auch in Deutschland da“

Überrascht war Adrien Beauduin nicht, als er vor zwei Monaten vom Investigativteam der „Pegasus Papers“ die Bitte erhielt, sein Telefon analysieren zu lassen. Beauduin,35 Jahre alt, ist einer der über 300 Personen, die Ungarn von der Spionagesoftware „Pegasus“ überwachen lassen wollte. Zumindest befand sich seine Nummer auf der Liste. Beauduin ist belgischer Doktorand in Prag und arbeitet nebenberuflich als Journalist für die belgische Zeitung „Le Soir“. Er hatte zuvor in Ungarn studiert, an der Central European University in Budapest.2018 war er dort als Teilnehmer auf einer regierungskritischen Demonstration und wurde festgenommen. Die Anklage, Gruppengewalt gegen Polizisten, wurde nach zwei Jahren fallengelassen. Beauduin hatte Glück, bei der Überprüfung seines Telefons wurde keine Spionage festgestellt. Internationalen Recherchen zufolge wurde die hochentwickelte Cyberwaffe „Pegasus“ von der israelischen Firma NSO Group von zahlreichen Regierungen dazu missbraucht, Journalist:innen und Menschenrechtsaktivist:innen auszuspähen und abzuhören. Das Recherchenetzwerk „Pegasus Papers“ konnte eine Liste mit 50.000 Telefonnummern einsehen, eine davon ist Beauduins. Allein in Frankreich sind mindestens 30 Medienschaffende betroffen,15.000 Nummern stammen aus Mexiko. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von Leyen nannte die Vorkommnisse „komplett inakzeptabel“, sollten sich die Vorwürfe der Spitzelei gegen Journalisten in Europa bestätigen. Pegasusähnliches System in Deutschland möglich In Deutschland sind bisher keine betroffenen Personen bekannt. Aber auch hier könnten ähnliche Systeme eingesetzt werden. „Die vor wenigen Wochen in Deutschland per Gesetz ausgeweitete Quellen TKÜ kann im Prinzip fast das, was Pegasus auch kann“, sagt Jochim Selzer vom Chaos Computer Club. „Wir haben damit einen rechtlichen Rahmen geschaffen, der es uns ermöglicht, zur Bekämpfung von Kriminalität ein pegasusähnliches System einzusetzen.“ Pegasus gilt unter Fachleuten als das derzeit technologisch fortgeschrittenste und leistungsfähigste Spähprogramm für Handys. Es kann infiltrierte Smartphones in Echtzeit ausspähen und die Verschlüsselung von Chatprogrammen wie WhatsApp oder Signal umgehen. In Deutschland sollen solche Programme ausschließlich zur Kriminalitätsbekämpfung eingesetzt werden. Entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen sollen einen Missbrauch durch staatliche Akteure verhindern. „Aber die Infrastruktur dafür ist da“, sagt Selzer. Handel mit Schwachstellen Vor allem durch die vielen technischen Sicherheitslücken, über die Programme wie Pegasus unerkannt auf Smartphones installiert werden können. „Die deutschen Sicherheitsbehörden haben nicht genug Personal, um alle relevanten Sicherheitslücken selbst zu finden und halten gekaufte Sicherheitslücken teilweise bewusst offen“, sagt Selzer. In den vergangenen Jahren hatte es auch in Deutschland immer wieder Debatten darum gegeben, ob und unter welchen Umständen staatliche Institutionen bereits bekannte Schwachstellen zurückhalten sollten, und ob es ein konsequenteres Vorgehen gegen den Handel mit diesen Schwachstellen geben muss. "Frontalangriff auf den Rechtsstaat" Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Bundestag, Konstantin von Notz, forderte am Montag die Bundesregierung auf, „den Handel mit Sicherheitslücken zu beenden“ und eine „Meldepflicht“ für staatliche Stellen einzuführen, die auf Schwachstellen stoßen. „Es handelt sich bei Pegasus um einen Frontalangriff auf Grundprinzipien der Rechtsstaatlichkeit. Wenn es den demokratischen Staaten dieser Welt nicht gelingt, diese Technik rechtsstaatlich einzuhegen, werden wir über die Digitalisierung unsere Freiheit verlieren“, sagte von Notz. Gegen Trojanersoftware wie Pegasus kann ein Einzelner wenig unternehmen, außer regelmäßig Updates zu installieren, um gefundene Sicherheitslücken zu umgehen. Die Schutzmöglichkeiten liegen vor allem in schärferen Kontrollmöglichkeiten des Staates bei der Zulassung und möglichen Anwendung von Spitzelsoftware. Schwache rechtliche Garantien in Ungarn Das Beispiel Ungarn zeigt, was passiert, wenn es wenig staatlichen Schutz gibt. „Die rechtlichen Garantien sind in Ungarn im europäischen Vergleich sehr schwach“, sagt Márta Párdavi, Co-Direktorin der Menschenrechtsorganisation „Hungarian Helsinki Committee“. Schon 2014 hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg in einem Fall entschieden, dass Ungarn Gesetze zur Kontrolle über die Zulassung und Anwendung von Geheimdienstüberwachung verschärfen muss. Bislang ist der Beschluss noch nicht umgesetzt worden. „Wo struktureller gesetzlicher Wandel notwendig ist“, betont Párdavi, „kann der Staat die Umsetzung jahrelang verschleppen.“ Maßnahmen folgen Mustern Márta Párdavi ist Juristin. Sie kennt die Möglichkeiten der ungarischen Regierung sehr gut. „Die Existenz und Nutzung der Software Pegasus ist schon seit Jahren bekannt“, sagt sie. „Wir wussten auch, dass sie vermutlich in Ungarn eingesetzt wird.“ Schon 2018 wurden Mitarbeiter:innen ungarischer NGOs mit Hilfe des israelischen privaten Nachrichtendienstes Black Cube bespitzelt, um ihre Arbeit zu diskreditieren. Ungarische NGOs kämpfen seit Jahren gegen Gesetze und Schmutzkampagnen, die ihre Arbeit einschränken und unmöglich machen. Diese Maßnahmen würden Mustern folgen, sagt Párdavi, mit denen autoritäre Regimes in Aserbaidschan, Russland oder der Türkei Menschenrechtsorganisationen oder Investigativjournalist:innen unter Druck setzen. „Wir sind uns dessen bewusst und erkennen die Muster, auch wenn die Intensität eine andere ist.“ Was sie bei den neuen Enthüllungen mit Sorge erfüllt, ist die Perspektive dessen, was noch passieren könnte: „Da dreht sich mir der Magen um.“ Párdavi hofft gemeinsam mit Oppositionspolitiker:innen, dass sich im Parlament der Ausschuss für nationale Sicherheit mit den Pegasus-Enthüllungen befassen wird. Auf Anfrage des Investigativteams der „Pegasus Papers“ bestritt Ungarn von „jeglicher angeblicher Datensammlung“ zu wissen und betonte, dass Ungarn ein demokratischer Rechtsstaat ist, der immer „im Einklang mit geltendem Recht agiert“. Die Fidesz-Fraktion teilte am Montag der ungarischen Presseagentur MTI mit, dass die Geheimdienste die Gesetze „vollends einhalten“ würden.

 

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Z2X21 - Das Festival neuer Visionär:innen

Du interessierst Dich für unsere digitale Zukunft, eine neue Arbeitswelt, nachhaltigen Konsum, ein gleichberechtigtes Miteinander, spannende Kunstformen oder die Demokratie von morgen? Du hast eine konkrete Idee oder arbeitest an einem Projekt und willst Deine Vision als Blitzvortrag auf die große Bühne bringen oder andere in einer Session für Dein Thema begeistern? Dann bewirb Dich jetzt mit einem eigenen Programmpunkt und werde Teil von Z2X21! Freu Dich am 4. und 5. September 2021 auf Sham Jaff, Aurel Mertz, Ricarda Lang, Şeyda Kurt, Ria Schröder und viele mehr. Lass Dich inspirieren, lerne neue Skills und finde Mitstreiter:innen für Dein nächstes Projekt. Wirf gern schon mal einen Blick auf das Rahmenprogramm von Z2X21! In den kommenden Wochen veröffentlichen wir hier alle Sessions und Speaker. Bewerbungsschluss für Programmbeiträge: 8. August 2021 Du möchtest einfach dabei sein, neue Ideen, Projekte und Fähigkeiten kennenlernen und beim Networking auf andere spannende Visionär:innen treffen? Dann bewirb Dich hier für die Z2X-Community und die kostenlose Teilnahme am Z2X21-Festival.

 

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Schlachthof Bad Iburg: Sechs Ex-Mitarbeiter angeklagt

Den Mitarbeitern wirft die Staatsanwaltschaft Oldenburg Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor, weil sie einer Vielzahl von Kühen "länger anhaltende erhebliche Schmerzen und Leiden" zugefügt haben sollen. Das bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Thorsten Stein, der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung eines Verfahrens muss nun das Amtsgericht Bad Iburg entscheiden. In den vergangenen Monaten hatte das Amtsgericht Osnabrück etliche Landwirte und Viehtransporteure verurteilt, die Tiere an den Schlachthof geliefert hatten. Die jetzt beschuldigten sechs Mitarbeiter sollen Rinder, die nicht mehr selbstständig laufen konnten, von Anhängern per Seilwinde in den Schlachthof gezogen haben. Die Tiere hätten noch auf den Ladeflächen der Lieferfahrzeuge notgetötet werden müssen.

 

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Er wird für "Alles was zählt" zum Bösewicht

Prominenter Neuzugang bei "Alles was zählt": Schauspieler Erol Sander (52) gibt sich in der beliebten RTL-Serie die Ehre. In seiner Rolle als skrupelloser Gauner Frank Giese ist der 52-Jährige einer der Höhepunkte der Jubiläumswoche, die ab dem 6. September ausgestrahlt wird. "Meine Managerin ist seit zehn Jahren großer Fan von 'AWZ' und als die Anfrage kam, hat sie direkt zugesagt", lacht Sander im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. "Aber das ist völlig in Ordnung, weil ich ihr zu 100 Prozent vertraue und ich mich sehr gefreut habe. Ich bin glücklich über diese Erfahrung und Herausforderung." Für ihn ist es die "erste schauspielerische Erfahrung in einer täglichen Serie. Es war super spannend, alle Schauspieler kennenzulernen und dieses Dreh-Pensum konzentriert umzusetzen." Er könnte sich sogar irgendwann eine dauerhafte Serienrolle vorstellen. "Solange sich der Job mit meinen anderweitigen Engagements vereinbaren lässt." In wie vielen Folgen Sander bei "Alles was zählt" zu sehen sein wird, will er noch nicht verraten, verspricht aber schon jetzt allen Fans "Spannung auf ganzer Linie". Viele Zuschauer kennen Sander vor allem als den Guten, den Sympathischen, den Liebhaber. "Ich habe aber auch schon einige Male den Bösewicht gespielt. Für mich ist es sehr wichtig, unterschiedliche Rollen zu spielen", erklärt der Schauspieler. Zu seinen bekanntesten Rollen gehört Kommissar Mehmet Özakin aus der mittlerweile eingestellten Krimiserie "Mordkommission Istanbul". "Natürlich bin ich traurig über die Einstellung der Serie, weil die Rolle des Mehmet Özakin mir sehr ans Herz gewachsen ist", gibt Sander im Interview zu. Ein Comeback schließt der Schauspieler jedoch nicht aus. "Man soll nie sagen." Anders als viele seiner Kollegen war Sander auch während der Corona-Krise viel beschäftigt. "Ich hatte hier großes Glück", weiß er zu schätzen. "Und in der freien Zeit, die ich hatte, habe ich mich zwei Knie-OPs unterzogen und den Umzug von München nach Starnberg bewerkstelligt." Auch habe er die "sehr intensive, ungewöhnliche Zeit mit meiner Familie genossen". Der Schauspieler ist seit 2000 mit Caroline Goddet verheiratet. Nach einer schlagzeilenträchtigen Trennung 2017 feierte das Paar 2020 ein überraschendes Liebescomeback. Gemeinsam haben sie zwei Söhne. "Die Corona-Krise hat uns letztlich als Familie noch mehr zusammengeschweißt", stellt Sander klar. "Unser großer Sohn Marlon studiert in Paris. Das Homeschooling für Elyas haben meine Frau und ich gemeinsam übernommen." Sander taucht erstmals am 25. August bei "Alles was zählt" auf. Als Bösewicht par excellence bringt er besonders Simone (Tatjana Clasing) und Richard (Silvan-Pierre Leirich) Steinkamp, aber auch Justus Albrecht (Matthias Brüggenolte) in große Bedrängnis. Gedreht wurde unter anderem im Landschaftspark Duisburg-Nord. "Alles was zählt" wurde erstmals am 4. September 2006 ausgestrahlt. Damals fegte noch Eiskunstlaufstar Tanja Szewczenko (43) über das Eis. In der Jubiläumswoche ab dem 6. September dürfen sich die Fans auf einige spannungsgeladene Folgen freuen. "Alles was zählt", produziert von UFA Serial Drama, läuft von montags bis freitags um 19:05 Uhr bei RTL und jederzeit auf TVNOW.

 

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„Der Einfluss des Menschen ist beträchtlich“

E rderwärmung, Rodungen, Trockenheit, Brände: Das Amazonas-Gebiet gibt einer Studie zufolge inzwischen mehr Kohlenstoff an die Erdatmosphäre ab, als es aufnimmt. Jahrzehntelang entzog der größte Regenwald des Planeten der Lufthülle große Mengen Kohlendioxid (CO₂) und dämpfte so den Klimawandel. Das habe sich geändert, berichtet ein Team um Luciana Gatti vom brasilianischen Nationalen Institut für Weltraumforschung (Inpe) nach fast 600 Messflügen im Fachblatt „Nature“. Demnach hat das Gebiet von 2010 bis 2018 pro Jahr etwa 290 Millionen Tonnen Kohlenstoff emittiert. Vor allem - aber nicht nur - wegen der vielen Brände. Für die Entwicklung des Weltklimas seien das schlechte Nachrichten, schreibt Scott Denning von der Colorado State University in Fort Collins in einem „Nature“-Kommentar. Es sei fraglich, ob die tropischen Regenwälder in der Zukunft noch große Mengen CO₂ speichern könnten. Die steigenden Konzentrationen von Treibhausgasen - vor allem CO₂ - in der Atmosphäre sind Ursache des Klimawandels. Pro Jahr gelangen durch den Menschen etwa 11 Gigatonnen (Milliarden Tonnen) Kohlenstoff in die Lufthülle der Erde - vor allem durch fossile Brennstoffe, wie Forscher kürzlich im Fachblatt „Earth System Science Data“ schrieben. Davon nimmt die Vegetation durch Photosynthese demnach 3,4 Gigatonnen auf, die Ozeane weitere 2,4 Gigatonnen. Übrig bleiben gut 5 Gigatonnen Kohlenstoff, die sich Jahr für Jahr in der Atmosphäre anreichern. Das zeigt sich in steigenden CO₂-Konzentration: Diese erreichte im Juni 2021 nach Angaben der US-Wetterbehörde NOAA knapp 419 ppm (parts per million). Zum Vergleich: Um 1750 lag sie einer Studie zufolge bei etwa 280 ppm,1965 um 320. Das Team um Gatti schätzt, dass im Amazonasgebiet etwa 123 Gigatonnen Kohlenstoff in Form von Biomasse gebunden sind. Generell entziehen Pflanzen der Luft durch Photosynthese Kohlendioxid und nehmen den darin enthaltenen Kohlenstoff auf. Der wird in Form von Kohlendioxid wieder frei, wenn die Pflanzen etwa verrotten oder verbrennen. Um den Kohlenstoff-Haushalt am Amazonas zu ermitteln, maß das Team um Gatti vom Flugzeug aus die Kohlenstoff-Konzentrationen von 2010 bis 2018. Bei insgesamt 590 Flügen in vier verschiedenen Regionen ermittelten sie die Werte unter anderem von Kohlendioxid und Kohlenmonoxid (CO) bis in eine Höhe von 4,8 Kilometern. Daraus errechneten sie - unter Berücksichtigung der Luftströmungen - die Kohlenstoff-Bilanzen der vier Teilregionen. Die hängen stark von der Landnutzung ab: In den vergangenen Jahrzehnten wurde etwa ein Sechstel (17 Prozent) des gesamten Regenwalds zerstört: Im westlichen Amazonien waren es etwa 11 Prozent, im östlichen, kleineren Teil mit etwa 27 Prozent deutlich mehr. Der Großteil der Flächen wurde zu Weiden und Ackerland umgewandelt. Das spiegeln die Kohlenstoff-Werte wider: Im Nordosten und im Südosten Amazoniens registrierten die Forscher sehr hohe CO₂-Emissionen. Verantwortlich dafür sei ein Mix aus Klimawandel, Abholzung und Bränden. „Die Intensivierung der Trockenzeit und eine Zunahme der Abholzung scheinen im östlichen Amazonasgebiet den Stress für das Ökosystem zu steigern, zu mehr Bränden zu führen und die Kohlenstoff-Emissionen zu erhöhen“, schreibt das Team. Die Bilanz: Für ganz Amazonien und den Studienzeitraum 2010 bis 2018 ermittelte das Team Emissionen von durchschnittlich 0,29 Gigatonnen Kohlenstoff pro Jahr. Brände setzten demnach jährlich 0,41 Gigatonnen Kohlenstoff frei. Mit 0,12 Gigatonnen speicherte die Pflanzendecke nur einen Bruchteil dieser Menge. Von den Emissionen gingen fast drei Viertel (72 Prozent) auf das Konto der östlichen Regionen, obwohl die nur ein knappes Viertel des Gesamtgebietes stellen (24 Prozent). Rico Fischer vom Leipziger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung lobt das aufwendige Vorgehen der Autoren. Aber gerade die Rückschlüsse auf den Ursprung des gemessenen CO2 seien angesichts der komplexen Luftströmungen in verschiedenen Höhen mit beträchtlichen Unsicherheiten verbunden. Zwar bestätigten viele Studien, dass die CO2-Aufnahmefähigkeit am Amazonas rückläufig sei. Ob die Region aber tatsächlich bereits eine Kohlenstoff-Quelle sei, stehe noch unter Vorbehalt. Auch Martin Heimann, emeritierter Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena, hält die Methodik für seriös. „Dass die Amazonasregion inzwischen eine Kohlenstoff-Quelle ist, überrascht mich nicht“, sagt er. „Der Einfluss des Menschen ist beträchtlich.“ Nicht nur Rodungen verringerten die CO₂-Aufnahmefähigkeit der Vegetation, sondern auch Stress etwa durch Hitze und Trockenheit. Diesen Zusammenhang betont auch das Team um Gatti: Weil im Osten vielerorts die dichte Pflanzendecke verschwunden sei, steige die Temperatur dort besonders. Dies wiederum beschleunige die Zersetzung der toten Pflanzenmasse, zudem verringere die fehlende Verdunstung die Niederschläge in Windrichtung und steigere so die Feuergefahr. Während die Erwärmung im gesamten Amazonasgebiet von 1979 bis 2018 nur wenig über dem globalen Mittel lag, stieg die Temperatur im östlichen Teil wesentlich stärker. Besonders stark erwärmt sich diese Region in der Trockenzeit - und genau dann schnellen die Emissionen deutlich in die Höhe. „Historisch hat das östliche Amazonien während der Trockenzeit einen Rückgang der Niederschläge erlebt, eine starke Steigerung der Temperatur und eine längere Trockenphase“, bilanziert das Team. „Das schafft insgesamt eine zunehmend schwierige Umgebung für die Vegetation.“ Hätte das gesamte Amazonasgebiet eine ähnliche Struktur wie der westliche Teil, so kalkulieren die Autoren, würde es pro Jahr 200 Millionen Tonnen Kohlenstoff speichern. Aber auch im Westen beeinflussten zunehmende Hitze und geringere Feuchtigkeit sowohl die Mortalität der Bäume als auch ihre Photosynthese-Kapazität, schreiben Gatti und Kollegen. Und da im Amazonasgebiet Ostwinde vorherrschen, beeinträchtigt die geringere Verdunstung im Osten die Niederschläge weiter westlich - also in Windrichtung. Ein solches Niederschlagsrecycling - also das Abregnen verdunsteter Feuchtigkeit in Windrichtung - sorge im Amazonasgebiet für etwa ein Drittel der Niederschläge, schätzt Julia Pongratz von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Die Region stehe doppelt unter Druck, zum einen durch den Klimawandel und zusätzlich durch die veränderte Landnutzung. Kommentator Denning weist darauf hin, dass die Temperatur im östlichen Amazonien während der vergangenen 40 Jahre in der Trockenzeit um 0,6 Grad Celsius pro Jahrzehnt gestiegen sei. „Das ist mehr als das Dreifache der globalen Erwärmung und entspricht etwa der Rate in der Arktis“, schreibt er. „Tatsächlich wecken die Resultate Zweifel an der Fähigkeit tropischer Wälder, in der Zukunft große Mengen CO₂ einzulagern.“ Allerdings betont LMU-Expertin Pongratz, das Kongo-Becken, der zweitgrößte Regenwald der Erde, sei mit dem Amazonasgebiet kaum zu vergleichen. „Anders als in Amazonien sieht man in Afrikas intakten Wäldern derzeit keinen Rückgang als Kohlenstoff-Senke.“ Den Unterschied begründet sie unter anderem mit der größeren Anfälligkeit der Wälder Amazoniens für klimatische Schwankungen, etwa durch das Klimaphänomen El Niño oder die im Zuge des Klimawandels zunehmenden Dürren. Das Team um Gatti beschreibt die Entwicklung am Amazonas nur bis 2018. Die ungemein vielen Feuer der vergangenen zwei Jahre - allein 2020 registrierte Inpe mehr als 100 000 Brände - flossen nicht mehr in die Analyse ein. Dass auch die Abholzung 2020 den höchsten Stand seit einem Jahrzehnt erreichte, berichteten Forscher kürzlich im Fachblatt „Nature Ecology and Evolution“. „Die Feuerflächen haben gerade in den letzten beiden Jahren zugenommen“, sagt der Leipziger Experte Fischer. „Dadurch liegen die Kohlenstoff-Emissionen möglicherweise noch über dem in der Studie gezeigten Niveau. Zudem gehen große Waldflächen verloren“ - und somit ihr Potenzial zur Kohlenstoff-Speicherung.

 

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Immer nur einzelne "Wetterphänomene"? Bilder der aktuellen Extreme auf der Welt

Auf der anderen Seite der Beringsee, in Jakutien im östlichsten Russland, steht eine Fläche von der Hälfte Schleswig Holsteins in Flammen – der Qualm ist derartig übel, dass Bewohner aufgefordert wurden, Gasmasken zu tragen. Auch in Spanien brennt es: Im katalanischen Naturpark Cap de Creus an der Grenze zu Frankreich wurden mindestens 400 Hektar vernichtet.

 

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Kubas Stasi erschlägt die Hoffnung

P lötzlich strömen die Menschen auf dem Platz in der Innenstadt von Havanna zusammen. Erst Dutzende, dann Hunderte und schließlich ein paar Tausend. Das war am Sonntag vergangener Woche, als die historischen Bilder aufgenommen wurden. „Wir wollen Freiheit“, rufen die Menschen. Und den Schlachtruf, der zur Hymne des Widerstands geworden ist: „Patria y Vida“ (Heimat und Leben). Entlehnt aus einem millionenfach abgerufenen Video kubanischer Rapper, die Armut, Repression und Lebensmittelkrise thematisiert haben. Und seitdem als Staatsfeinde gelten. Die, die da rufen, sind jene Kubaner, die von 40 Dollar im Monat leben müssen, die stundenlang für Brot und Milch anstehen, wenn es denn welche gibt. Nicht nur in Havanna, auch in anderen kubanischen Städten gingen Tausende Menschen auf die Straße, um für eine demokratische Öffnung des starren Ein-Parteien-Systems, für Freiheit und gegen die Lebensmittel- und Medikamentenkrise zu demonstrieren. Nun entscheidet sich, ob aus der spontanen Straßenbewegung mehr wird als nur ein kurzer Sozialprotest. Doch Kubas in Jahrzehnten mit Auslandsdevisen aufgerüsteter Machtapparat, der in vielem an die Repressionsmaschine der ehemaligen DDR erinnert, versucht, das aufkeimende Pflänzchen der demokratischen Vielfalt sofort wieder auszureißen. Präsident Miguel Diaz-Canel schickte gegen die friedlichen Demonstranten Schlägerbanden und die kubanische Staatssicherheit los. „Nur über unsere Leichen“ lautete seine Losung. „Revolutionäre auf die Straße.“ Eine, die von Beginn an mittendrin war, ist die Feministin und Bloggerin Dina Stars. Sie filmte die Proteste, marschierte mit und war überzeugt, dass dies der Anfang von etwas Großem sei. „Die Wahrheit ist, dass ich nicht stolzer auf mein Land sein kann. Jeder hilft jedem“, sagt sie in einem Video, das sie auf Youtube veröffentlicht hat. Dann stockt ihre Rede: „Das ist das erste Mal, dass…“ Die Bilder zeigen, was sie meint. Ein Strom von Menschen, Arbeiter, Nachbarn, Freunde, ganz normale Kubaner. Sie stimmen Sprechchöre an: „Nieder mit dem Kommunismus“ oder „Arme nach vorne, damit sie sehen, dass das ein pazifistischer Marsch ist.“ Doch dann spricht ein Mitdemonstrant sie an: „Da sind zwei von der Staatssicherheit, die dich beobachtet haben.“ Stars sagt selbstbewusst: „Es macht mir nichts aus, diejenige zu sein, die sie fangen. Kuba wacht auf.“ Dann sieht sie die ersten Regierungsanhänger mit Schlagstöcken in der Hand. Ein erstes Zeichen, dass es vielleicht doch nicht so schnell gehen wird mit einem neuen Kuba. Vier Tage später kämpft die mutige Bloggerin mit den Tränen. Sie ist nun auf dem Radar des Machtapparats aufgetaucht. Der ist seit Jahrzehnten auf diesen Tag X vorbereitet und wahrscheinlich der einzige Bereich im Land, dem es an nichts mangelt. Weder an Waffen noch an technischem Equipment. Die Sicherheitskräfte auf der Straße sehen jetzt aus wie die gefürchteten Einheiten zur Aufstandsbekämpfung in Kolumbien oder Chile. Und die dulden keine regierungskritischen Demonstrationen, keine Aufrufe, keine öffentliche Kritik am System. Der lange Arm des Staates holt Stars mitten aus einem Live-Interview mit einem spanischen TV-Sender. Sie wird über Nacht in Polizeigewahrsam gesteckt. Nun merkt Stars, was auf dem Spiel steht. Ihre ganz persönliche Freiheit und Zukunft. Und sie sieht, wie um sie herum der Widerstand gebrochen wird. Die Furcht vor der allmächtigen und zupackenden kubanischen Stasi ist zurück. „Ich weiß, dass alle Angst haben, aber wenn alle ihre Social-Media-Konten auf privat umstellen, kann man nichts retweeten, und die Information kommt nicht an. Und jetzt ist der Moment, an dem uns die Welt zuhört“, twittert sie am Donnerstag verzweifelt. Nun geht es für die Regierungskritiker um ihr Leben, ihre Arbeitsplätze, ihre Zukunft. Wenig später ist Stars live im Instagram-Chat, auch WELT AM SONNTAG ist dabei. Und jeder, der ihr zuhört, spürt und sieht, unter welch enormem Druck die junge Frau nun steht: „Natürlich habe ich Angst. Ich habe Angst um mich, weil ich darauf warte, was sie mir sagen, ob ich ins Gefängnis oder vor Gericht muss. Ich habe Angst um die Leute, die jetzt in Haft sind.“ Die Furcht wirkt. „Ich bin jetzt im Hausarrest“, sagt Stars. Die Sicherheitskräfte könnten sie wieder in die Zelle stecken, deshalb werde sie nicht mehr zu Demonstrationen aufrufen, denn das sei nach Meinung des Staates illegal. Ein Aufruf zu einer Straftat. Diejenigen, die in dieser historischen Woche die Köpfe herausgestreckt haben, werden nun von der Staatssicherheit gejagt. Der afrokubanische Künstler Luis Manuel Alcántara, Kopf der regierungskritischen Bewegung San Isidro, wird in ein Hochsicherheitsgefängnis gesperrt. Er hatte zuvor angekündigt, er gehe zum Malecón, der berühmten Uferpromenade Havannas, egal, was es ihn kosten werde. Es kostet ihn die Freiheit. Intellektuelle, Künstler, unabhängige Journalisten werden verhaftet oder erhalten eine Wache der Geheimpolizei vor ihrer Haustür. Zeitweise drosselt das Regime das Internet, damit die Kommunikation nach außen und untereinander nicht mehr funktioniert. Medien, die regierungsfreundlich aus Havanna berichten, senden die Gegenrealität nach draußen. Diaz-Canel sei gesprächsbereit und zeige sich selbstkritisch, heißt es, obwohl überall auf der Insel die Handschellen klicken. Die Versorgungskrise sei in Wahrheit das Ergebnis des verhassten US-Handelsembargos. Doch selbst Raúl Castro, der das Land nach dem Rückzug des Revolutionsführers Fidel Castro zehn Jahre lang regierte, räumte 2010 in einer historischen Grundsatzrede ein, es seien vielleicht auch strukturelle Mängel im kubanischen System für die Probleme verantwortlich. Im Kuba von heute aber scheint sich die Schlinge um den Hals derer immer weiter zuzuziehen, die den Mut haben, die Mängel anzuprangern. Es wird sich zeigen, ob es dem Machtapparat gelingt, die soziale Explosion und den Ruf nach Freiheit zu unterdrücken. Die Schergen des Regimes jedenfalls denunzieren, prügeln und verhaften. Was das für die Demokratiebewegung heißt, bekommt Dina Stars zu spüren. Ihr Postfach quillt über von Nachrichten. Sie, die zunächst nur gefilmt hat, soll nun zu allem etwas sagen, eine Führungsrolle übernehmen. Denn Kubas Opposition ist im entscheidenden Moment enthauptet, verhaftet und von der Kommunikation abgeschnitten. Die Bloggerin sieht die Lage realistisch: „Wir wissen nicht mehr wohin, wir haben keine Lösung mehr. Und wissen Sie, was das Schlimmste ist? Dass alles zur Normalität zurückkehrt.“

 

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Fremder half ihr Suche Lebensretter 15 Jahre nach meinem Unfall

Berlin/Kiel – Vor 15 Jahren war Nadine Engel so gut wie tot. Am Montag, den 6. Juli 2006, lag sie auf einer Kreuzung in Berlin-Reinickendorf. Sie war elf Jahre alt und gerade auf ihrem Fahrrad von einem Laster überrollt worden. Ein Fremder half ihr. Jetzt will sie den Mann endlich finden. Zu dem Unfall kam es an der Ecke Scharnweberstraße / Kurt-Schumacher-Damm. Mit gebrochenem Becken wollte sie von der Straße robben, sich in Sicherheit bringen, als ein Fremder sich zu ihr setzte, fest in den Arm nahm, ihr sagte, sie solle sich nicht bewegen. „Ich sehe noch heute seine Hände vor mir. Doch sein Gesicht kenne ich nicht.“ Zwei Monate lag Nadine Engel, damals 11, nach dem Unfall im Krankenhaus. Zwei Wochen davon imKoma. Sie ist heute zu 30 Prozent schwerbehindert, ohne den Retter säße sie im Rollstuhl Wenige Tage danach brachte ihr der Mann eine Elfen-Figur ins Krankenhaus. „Weil er nicht zu mir konnte, hat er sie den Krankenschwestern gegeben. Ich habe sie bis heute”, sagt Nadine Engel. Doch den Mann, der ihr das Leben gerettet hat, hat sie nie mehr wieder gesehen. Sie weiß nur, dass er Michael heißt und damals in Reinickendorf gewohnt hat. Vor wenigen Wochen las sie seinen Unfallbericht für die Polizei. „Es brach mir das Herz als ich seine Zeilen las, denn es geht mir doch gut, dank ihm“, so Nadine Engel. Doch ausgerechnet den Namen ihres Retters kann sie nicht entziffern. Hinter Michael steht ein B, mehr kann man nicht erkennen. Die Berlinerin Nadine Engel lebt inzwischen mit ihrer Familie in der Nähe von Kiel Michael B. kümmerte sich an der Unfallstelle um sie. Hielt sie fest. „Hätte er das nicht getan, säße ich jetzt querschnittsgelähmt im Rollstuhl“, erzählt die 26-Jährige. „So haben es mir die Ärzte damals erzählt.“ Vor einem Jahr ist sie aus Berlin in die Nähe von Kiel gezogen, arbeitet dort als Notfallkrankenschwester. Mittlerweile ist sie verheiratet, hat die vier Jahre alten Zwillinge Luca und Sam. Als die Mutter starb, fanden die Töchter heraus, dass sie ein Mädchen zur Adoption freigab. Nun hoffen sie, die Schwester zu finden. Erst die nackten Brüste, jetzt der nackte Po – immer wieder Nackedei-Ärger um die Plansche im Berliner Plänterwald. Doch jetzt will sie ihren Retter endlich finden. Sie hat bereits bei der Polizei angefragt, ob es noch Akten gibt und einen Aufruf bei Facebook gestartet. Bisher ohne Erfolg. Ihre Schwester, die noch in Berlin lebt, hat einen Flyer an der Unfallkreuzung angeklebt. „In der Hoffnung, dass er das liest sie“, sagt Nadine Engel. Denn: „Ich will ihm erzählen, wie es mir ergangen ist. Er ist doch mein Held.“

 

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Unwetter in Deutschland: Die Ereignisse im Live-Ticker

Die akute Gefahr in den Hochwassergebieten scheint vorerst gebannt. Daher ist mehr Raum für die politische Aufarbeitung. Die Entwicklungen im Live-Ticker. Das Wichtigste in Kürze Den ganzen Samstag verbrachten Einsatzkräfte der Bundeswehr damit, Autos aus Fluten zu bergen. Im von den Fluten betroffenen Kordel sind die Aufräumarbeiten weitgehend abgeschlossen. Die meisten Trümmer seien entfernt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagmorgen. Im ebenfalls von der Katastrophe hart getroffenen Trierer Stadtteil Ehrang gehe es am Dienstag mit den Aufräumarbeiten weiter. Derweil suchen die Einsatzkräfte weiter nach Vermissten. Wie die Polizei in Koblenz twitterte, würden im Kreis Ahrweiler derzeit sämtliche Hotels, Gaststätten und Unterkünfte angeschrieben, um vorhandene Gästelisten mit den Vermisstenmeldungen abzugleichen. Die Polizei bittet Unterkünfte, die noch nicht von der Polizei kontaktiert worden sind, sich mit den Einsatzkräften in Verbindung zu setzen. ❗️❗️❗️ Bitte an alle Hotels / Gaststätten / Unterkünfte im @Ahrtal ❗️❗️❗️ #Ahr #Ahrweiler #Hochwasser #Hochwasserkatastrophe #UnwetterlageRLP @Ahrtaltourismus pic.twitter.com/xLeJBUBBGB Das rheinland-pfälzische Landeskabinett berät am Dienstag über die Lage in den Katastrophengebieten. Dabei geht es um die Soforthilfen des Landes für Gemeinden und Infrastruktur und um den Schutz der Bevölkerung vor einer Corona-Infektion. Das Gesundheitsministerium plant eine Sonderimpfaktion im Katastrophengebiet. Die Landesregierung befürchtet vermehrt Infektionen, weil im Krisengebiet viele Menschen auf engem Raum agieren. EU-Landwirtschaftskommissar Janusz Wojciechowski hat von der Flutkatastrophe betroffenen Landwirten Finanzhilfe in Aussicht gestellt. Im Rahmen der EU-Agrarpolitik stünden Werkzeuge zur Verfügung, um den Wiederaufbau nach Naturkatastrophen zu unterstützen, sagte er am Montag in Brüssel. Man stehe im Austausch mit den nationalen Behörden. Eine konkrete Höhe oder einen Zeitpunkt nannte der Kommissar nicht. Es sei noch zu früh, um Schadenshöhen zu beziffern, die betroffenen EU-Länder müssten zunächst darlegen, wie hoch die Schäden seien, sagte er auf Nachfrage einer Journalistin. Eine britische Wissenschaftlerin hat den deutschen Behörden «monumentales» System-Versagen bezüglich der Flutkatastrophe vorgeworfen. Klare Hinweise, die im Rahmen des europäischen Frühwarnsystems EFAS bereits vier Tage vor den ersten Überschwemmungen herausgegeben wurden, seien offenbar nicht bei der Bevölkerung angekommen, sagte Hannah Cloke von der Universität Reading der «Sunday Times». Die Forscherin war am Aufbau von EFAS (European Flood Awareness System) beteiligt, das nach den verheerenden Überschwemmungen an Elbe und Donau im Jahr 2002 gegründet wurde. Dem Klimawandeldienst Copernicus zufolge wurde bereits am 10. Juli eine erste Warnung an die relevanten nationalen Behörden gegeben. Bis zum 14. Juli wurden demnach mehr als 25 weitere Warnungen mit fortlaufend aktualisierten Vorhersagen für spezifische Regionen des Rheins und der Maas herausgegeben. Obwohl die genaue Vorhersage einzelner Überschwemmungsgebiete schwierig gewesen sei, hätte es «sicherlich Zeit» geben müssen, um grössere Gemeinden mit Warnungen und Evakuierungen vorzubereiten, sagte die Forscherin. Angesichts des verheerenden Hochwassers soll die geplante Reform des Katastrophenschutzes schneller umgesetzt werden als bisher geplant. Die Kompetenzen und Ressourcen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe müssten künftig auch in Friedenszeiten genutzt werden können, hiess es beim deutschen Innenministerium am Montag. Eine Regierungssprecherin erklärte auf Fragen zu ausgebliebenen oder verspäteten Warnungen die geltende Rechtslage. Der Bevölkerungsschutz in Deutschland liege nicht in einer Hand. Vielmehr seien die Aufgaben auf Bund, Länder und Kommunen verteilt. Die Erfahrungen mit dem Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hätten aber gezeigt, dass mehr getan werden müsse. Sie verwies auf die im März vom deutschen Innenminister Horst Seehofer vorgestellten Pläne für ein neues «Kompetenzzentrum», in dem alle relevanten Akteure von Bund und Ländern zusammenarbeiten sollen. Den Katastrophenschutz auch jenseits des Verteidigungsfalls generell dem Bund anzuvertrauen, werde allerdings nicht gedacht. An der von einem Dammbruch bedrohten Steinbachtalsperre in Euskirchen hat sich die Situation entspannt. Ein Bruch habe an dieser Stelle verhindert werden können, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet am Montag unmittelbar an der Talsperre. Laschet besuchte zusammen mit dem deutschen Innenminister Horst Seehofer den Ort, an dem seit Tagen gegen einen verheerenden Dammbruch gearbeitet wird. Laschet würdigte die Hilfe des Bundes. Es bestehe nun die Chance, «dass sich die Lage endgültig entspannt». Wegen der unmittelbaren Gefahrenlage sind vier Ortschaften mit mehr als 4500 Einwohner seit Tagen evakuiert. Während sich die Lage in den Hochwassergebieten beruhigt, nimmt die politische Debatte über Folgen für Katastrophen- und Klimaschutz Fahrt auf. Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, sprach sich am Montag dafür aus, dass der Bund eine grössere koordinierende Rolle bei überregionalen Katastrophen wie Fluten oder Waldbränden bekommt. «Der zweite Punkt ist, dass wir Klimaanpassungsmassnahmen brauchen», sagte sie im ARD-«Morgenmagazin». Auch CSU-Chef Markus Söder forderte in der Sendung hierbei mehr Anstrengungen: «Wir brauchen schon einen Klima-Ruck in Deutschland.» Die Lage in den Hochwassergebieten im Süden und Osten Bayerns hat sich etwas entspannt. In Passau lag der Pegel der Donau am frühen Montagmorgen bei 8,18 Metern und damit unterhalb der höchsten Hochwasserwarnstufe von 8,50 Metern. Auch im besonders stark von Unwettern getroffenen Berchtesgadener Land konnten die Menschen etwas aufatmen. Die Helfer seien jetzt mit Aufräumarbeiten beschäftigt, hiess es bei der Feuerwehr. Anlass zur Hoffnung geben auch die Wetteraussichten: bis auf einzelne kurze Schauer soll es in den kommenden Tagen trocken bleiben. Völlige Entwarnung gibt es gerade in Städten wie Passau aber noch nicht. Uferpromenaden und Parkplätze waren bereits überflutet worden, Bewohner schützen ihre Häuser mit Sandsäcken und Barrieren. Auch andernorts stiegen die Pegel, etwa in Neuburg an der Donau. Die Bob- und Rodelbahn am Königssee wurde durch das schwere Unwetter in der Nacht zum Sonntag zerstört. Thomas Schwab, Generalsekretär des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland (BSD), hatte am Sonntag gesagt, der Schaden gehe in die Millionen. «Wir hoffen, dass wir die Bahn bis Oktober 2022 wieder hinbekommen», sagte Schwab. Für die deutschen Rodel- und Bob-Team fällt damit eine wichtige Trainingsstätte in der Vorbereitung auf die Olympischen Winterspiele im Februar 2022 in Peking weg. Der Sport ist nach Meinung des Chefs des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Alfons Hörmann von den jüngsten Unwettern und Flutkatastrophen im Westen Deutschlands und in Bayern erheblich betroffen. «Wir reden bestimmt von einem Schaden, der über 100 Millionen liegt», sagte Hörmann der Deutschen Presse-Agentur am Sonntagabend in Frankfurt/Main am Rande des Abflugs des deutschen Teams zu den Olympischen Spielen nach Tokio. Das gehe von Fussballplätzen über Sporthallen und andere Anlagen. «Im Moment kann man den Betroffenen nur Mut zusprechen.» Während im Westen Deutschlands vorerst keine akute Unwetter-Gefahr mehr besteht, richten sich weiterhin bange Blicke auf einige Orte. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) besucht heute die von der Flutkatastrophe und grossen Zerstörungen besonders betroffenen Gebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. So wird er etwa an der Steinbachtalsperre bei Euskirchen erwartet, wo ein Dammbruch zuletzt weiterhin nicht ausgeschlossen war. In der Nacht auf den 15. Juli brach die Flut über den Westen Deutschland hinein. Was in den Tagen von Donnerstag bis Sonntag geschah, finden Sie hier zum Nachlesen. Mit Agenturmaterial

 

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Berliner Humboldt-Forum eröffnet mit Festakt für Besucher

Ein Relikt aus der Preußenzeit: König Friedrich der I. ließ das Stadtschloss im Jahr 1701 zu einer Königsresidenz ausbauen. Zuvor war es nur eine kleine Burg, die zur Kontrolle der Handelswege zwischen Berlin und Cölln diente. Diese Fotografie ist um 1900 entstanden. Hinter der historischen Kaiser-Wilhelm-Brücke (heute: Liebknechtbrücke) thront das Berliner Schloss. Das opulente Bauwerk ist ein beliebtes Motiv für Bilder und Postkarten. Über 3.000 archivierte Schlossfotos erzählen seine Geschichte. Den Lustgarten legte der bekannte Architekt Karl-Friedrich Schinkel mit einem großen Rasenparterre und einer zentralen Fontäne an. Zentral ragte, wie hier zu sehen, das Reiterstandbild von Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) empor. Es wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und 1946 vom kommunistisch dominierten Magistrat der Stadt entfernt. Unweit, auf der Langen Brücke (heute Rathausbrücke), stand das Reiterstandbild des Großen Kurfürsten. Es wurde 1952 im Ehrenhof von Schloss Charlottenburg aufgestellt - und könnte nun an seinen alten Platz zurückkehren. Außen wie Innen dominierte der Stil des Barock, wie dieses Foto zeigt, das um 1900 entstanden ist. Als Sitz der Preußenkönige musste das Stadtschloss repräsentativ sein. 17 Meter lang,13 Meter breit, fast 8 Meter hoch und sehr viel Gold und Protz: So sah der Rittersaal damals aus. Die Paradekammern Friedrich I. gehörten zu den Meisterwerken des europäischen Barock. Beim Wiederaufbau wird allerdings nur die barocke Fassade rekonstruiert. 31. Juli 1914, ein historischer Moment: 1914 rief Kaiser Wilhelm II. vor dem Schloss den Kriegseintritt Deutschlands aus. Eine begeisterte Menschenmenge jubelte ihm zu. Auch für nationalistische Durchhalteparolen im 1. Weltkrieg diente das Stadtschloss als Motiv. Hier eine Propagandapostkarte aus dem Jahr 1915. Das Schloss wird Schauplatz der Novemberevolution. Am 24. Dezember 1918 besetzen Matrosen der Volksmarinedivision das Gebäude. Das Schloss blieb Ort politischer Kundgebungen.150.000 Menschen folgten 1927 dem Aufruf der KPD zu einer der größten Demonstrationen der Weimarer Republik um gegen die Hinrichtung der italienischen Anarchisten Sacco und Vanzetti in den USA zu demonstrieren. Fünf Jahre später, im April 1932, spricht Adolf Hitler anlässlich der letzten freien Wahlen zum Reichspräsidenten auf einer Kundgebung der Nationalsozialisten im Lustgarten vor dem Schloss. 1934: Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten fanden Paraden der Wehrmacht auf dem Schlossplatz statt. Bei einem Bombenangriff 1945 nimmt das Schloss großen Schaden. Drei Tage lang wüten die Flammen. Nur die Außenmauern und tragende Wände bleiben übrig. DDR-Staatschef Walter Ulbricht fordert das Ende des Schlosses als "Symbol des preußischen Absolutismus". Am 7. September 1950 beginnt die Sprengung des Berliner Schlosses. 26 Jahre später öffnet der Palast der Republik seine Türen auf dem ehemaligen Schlossgelände. Fortschrittlich und funktionell vielseitig - der Palast der Republik sollte nicht nur Parlament, sondern das Haus des Volkes sein. Im Hauptfoyer fanden Palast-Bälle, Kongresse, große Jugendtanzabende, Konzerte und andere kulturelle Veranstaltungen statt. "Palazzo Prozzo" so lautete einer der Spitznamen des Gebäudes. Das Foto zeigt den Tagungssaal im Palast der Republik, aufgenommen im Juni 1981 beim XI. Parlament der Freien Deutschen Jugend (FDJ). Nur 14 Jahre später stand der Palast der Republik ungenutzt in Berlin-Mitte. Als Sonnendeck ließ er sich aber 1992 noch gebrauchen. Nur Attrappe: Der Kaufmann Wilhelm von Boddien stößt 1993 die Debatte um den Wiederaufbau des Schlosses an, indem er neben dem Palast der Republik eine Schloss-Simulation, eine dreidimensionale handgemalte Schlossfassade, installiert. Damit beginnt der Streit zwischen den Befürwortern eines Wiederaufbaus des Berliner Schlosses und den Gegnern des Palastabrisses. Letztere wollten den Bau als Teil der DDR-Geschichte bewahren. Künstler erhalten 2004 die Erlaubnis, den bereits von Asbest befreiten Palast "zwischen zu nutzen": Ausstellungen, Aktionen und Konzerte locken das Publikum. Doch der Bundestag entscheidet 2002 und endgültig 2006: Der Palast der Republik wird abgerissen. Der Italiener Franco Stella gewinnt 2008 den internationalen Architekturwettbewerb für den Wiederaufbau des Schlosses. Bis dahin ist er bestenfalls in Fachkreisen bekannt, doch sein Entwurf soll nun umgesetzt werden. Ein Teil der historischen Fassaden sowie die Kuppel sollen rekonstruiert werden. Spenderinnen und Spender sowie der Förderverein Berliner Schloss e. V. unterstützen den Bau. Äußerlich werden an drei Seiten die barocken Stadtfassaden wieder auferstehen, im Inneren handelt es sich um ein modernes Gebäude. Seit Juni 2012 wurde auf der Stadtschlosswiese gebuddelt und gegraben. Mit dem Hammerschlag auf den Grundstein startete Joachim Gauck am 12. Juni 2013 offiziell die Arbeiten am Humboldtforum. Im Juni 2015 wurde Richtfest für den fertiggestellten Rohbau gefeiert. Heftig umstritten war und ist die ursprünglich nicht vorgesehene Rekonstruktion des Kreuzes auf der Kuppellaterne. Von anderen Religionsgemeinschaften wird es etwa als Symbol von Intoleranz und Rückfall in die Gedankenwelt der Preußenkönige gesehen. Auch die Sammlungen des Ethnologischen Museums, die ins Humboldt Forum ziehen sollen, werden von vielen Seiten kritisiert. Es wird von Raubkunst und Rassismus gesprochen. An drei Seiten des Schlosses ist eine historisierend barocke Fassade zu sehen. Zur Spree hin wirkt das Humboldt-Forum modern und schlicht. Der Architekturkritiker Niklas Maak bezeichnet die Ostfassade des wiederaufgebauten Berliner Schlosses als "monumentales Abluftgitter" und hinterfragte in seinem Artikel für die FAZ das gesamte Projekt: "Reparierte man hier eine zerstörte Stadt und machte sie wieder lebenswert, indem man den alten Stadtgrundriss, die traditionellen Stadträume wiederauferstehen ließ? Oder möblierte hier eine Generation alter weißer Männer die Stadt nach ihrem Geschmack und verbaute dem vielfältigen jungen Berlin seine Freiräume?". Nun steht es aber erstmal da, Berlins neuestes "Möbelstück", am Boulevard Unter den Linden. Die Gesamtkosten für das Bauprojekt belaufen sich auf 644 Millionen Euro. Jetzt kommen wegen Corona-bedingten Termin- und Ablaufverzögerungen wahrscheinlich noch einmal 33 Millionen dazu. Am 20. Juli wird das Humboldt Forum für ein größeres Publikum geöffnet und mehrere Ausstellungen können erstmals betrachtet werden. Zum Beitrag| Weitere Bildergalerien

 

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PCR-Test bestätigt positiven Corona-Befund bei Schalke 04 - Mannschaft in Quarantäne-Trainingslager PCR-Test bestätigt positiven Corona-Befund bei Schalke 04 - Mannschaft in Quarantäne-Trainingslager

Der positive Corona-Befund eines Profis von Schalke 04 am Montag hat sich nach der Auswertung des PCR-Tests bestätigt. Dies teilten die Gelsenkirchener am Dienstagmorgen mit und erklärte, dass "die betroffene Person in häuslicher Isolation" bleibe. Die Mannschaft werde sich "in ein freiwilliges Quarantäne-Trainingslager" begeben. Auf den für Freitagabend geplanten Zweitliga -Start hat der Fall nach S04-Angaben aber keine Auswirkungen. Der Bundesliga-Absteiger soll dann den Hamburger SV empfangen. Die Begegnung sei "aktuell nicht gefährdet". "Die täglichen Testreihen werden selbstverständlich analog zum Hygienekonzept der DFL fortgesetzt, es gelten strengste Schutzmaßnahmen. Mannschaftsarzt und Hygienebeauftragter Dr. Patrick Ingelfinger hat mit dem Gesundheitsamt Gelsenkirchen und weiteren zuständigen Behörden Kontakt aufgenommen, um weitere Maßnahmen zu besprechen und einzuleiten", hieß es in der Mitteilung des Vereins weiter: "Schalke 04 wird selbstverständlich alle Anordnungen der Behörden umgehend und vollständig umsetzen." Die Schalker starten – sofern die Partie stattfinden kann – am Freitag vor rund 20.000 Fans in der Gelsenkirchener Arena ihre Mission Wiederaufstieg. Die Tickets wurden unter den Dauerkarten-Inhabern ausgelost. Ins Stadion dürfen nur geimpfte, getestete oder genesene Personen.

 

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Für Geimpfte aus allen Ländern: Kanada öffnet Grenze ab 7. September

Durch die globale Ausbreitung des Coronavirus und die Maßnahmen der Regierungen wie Grenzschließungen wird die persönliche Mobilität und damit auch das Reisen enorm eingeschränkt. Auch hat das Auswärtige Amt wegen der Pandemie eine Reisewarnung für touristische Reisen in viele Länder ausgegeben. Hier finden Sie regelmäßig die neuesten Meldungen zum Thema Coronakrise und Reisen. Nachrichten von Dienstag, den 20. Juli Nach einer Wiederöffnung der Grenze zu den USA am 9. August werde Kanada ab dem 7. September vollständig geimpfte Bürger aus allen Ländern wieder willkommen heißen, teilte der Minister für zwischenstaatliche Angelegenheiten, Dominic LeBlair, mit. Kanada hatte seine Grenzen Mitte März 2020 wegen der Corona-Pandemie für nicht notwendige Einreisen geschlossen. Besonders der von der Pandemie hart getroffene Tourismussektor erhöhte zuletzt den Druck auf die Regierung, die Beschränkungen zu lockern. Reisende müssen nach Angaben des Ministeriums mindestens 14 Tage vor ihrer Ankunft eine vollständige Immunisierung mit einem von den kanadischen Behörden genehmigten Impfstoff erhalten haben. Bei ihrer Einreise dürfen sie demnach keine Symptome einer Corona-Infektion aufweisen. Nachrichten von Dienstag, den 13. Juli Malta will die angekündigten Grenzschließungen für nicht vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte doch nicht umsetzen. Menschen, die ohne Impfzertifikat nach Malta einreisten, müssten sich jedoch für bestimmte Zeit in Quarantäne begeben, teilte die Regierung mit. Die am Freitag angekündigte Grenzschließung hätte in der Nacht zum Mittwoch in Kraft treten sollen. Keine ungleiche Behandlung für Reiserückkehrer aus Portugal: Im Fall einer Urlauberin, die vier Tage vor der Herabstufung des Landes zum Hochinzidenzgebiet zurückkehrte, hat das Verwaltungsgericht in Frankfurt am Main eine behördlich angeordnete Quarantäne aufgehoben. Die Frau landete am 3. Juli in Deutschland und sollte sich für 14 Tage isolieren, wie das Gericht am Montag mitteilte. Portugal galt zu diesem Zeitpunkt noch als Virusvariantengebiet. Die Reisende musste sich demnach trotz vollständigen Corona-Impfschutzes und negativen PCR-Tests in Quarantäne begeben. Am 7. Juli wurde Portugal zum Hochinzidenzgebiet herabgestuft, womit die Quarantänepflicht für Reiserückkehrer entfiel. Laut Gericht hätte die Urlauberin die angeordnete Quarantäne gänzlich vermeiden können, wenn sie vier Tage länger im Urlaub geblieben wäre. Warum sie mit Blick auf den Infektionsschutz als "gefährlicher" einzustufen sei als ein wenige Tage später zurückgekehrter Reisender, sei nicht nachzuvollziehen, hieß es. Die Frau werde "ohne nachvollziehbaren Grund" ungleich behandelt, entschied das Gericht. Diese Ungleichbehandlung verstoße gegen das Grundgesetz. Das Verwaltungsgericht hob die Quarantäneanordnung daraufhin auf. Beschwerde kann beim hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel eingelegt werden. Nachrichten von Donnerstag, den 1. Juli Die wirtschaftlichen Einbußen für den weltweiten Tourismussektor in der Corona-Pandemie könnten sich nach UN-Angaben auf mehr als vier Billionen Dollar (knapp 3,4 Billionen Euro) summieren. Wie aus einem Bericht der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen (UNWTO) und der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) hervorgeht, führt insbesondere der Mangel an Impfungen in Entwicklungsländern zu wachsenden Schäden für die Branche. "Der Tourismus ist ein Rettungsanker für Millionen von Menschen", erklärte UNWTO-Generalsekretär Zurab Pololikashvili. Fortschritte bei der Impfkampagne, um damit einen "sicheren Neustart" für den Tourismus zu ermöglichen, seien "entscheidend" für die Arbeitsplätze in dem Bereich. Vor allem viele Entwicklungsländer seien in hohem Maße vom Tourismus abhängig. Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf den weltweiten Luftverkehr. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Einbußen für den Tourismussektor infolge der Pandemie bereits auf 2,4 Billionen Dollar. Dem UN-Bericht zufolge drohen in diesem Jahr nun - abhängig von der globalen Verteilung von Impfstoffen - ähnlich hohe Schäden. Diese werden laut Bericht wohl insbesondere in Ländern mit niedrigen Impfraten auftreten. Während einige Länder bereits über 60 Prozent ihrer Bevölkerung geimpft haben, beträgt die Impfrate insbesondere in einigen Ländern auf dem afrikanischen Kontinent noch weit unter einem Prozent. Die Verfasser des Berichts warnten, "dass die ungleiche Verteilung von Impfstoffen die wirtschaftlichen Schäden im Tourismussektor von Entwicklungsländern" verstärke. Nachrichten von Donnerstag, den 24. Juni Israel hat wegen der Ausbreitung der Delta-Virusvariante die geplante Öffnung seiner Grenzen für alle Touristen verschoben. Die Einreise von Individualtouristen sei nun erst einen Monat später ab dem 1. August möglich, teilte das Tourismusministerium mit. Kleine Gruppen geimpfter Touristen aus bestimmten Ländern dürfen bereits seit Ende Mai wieder einreisen. Sie müssen jedoch zwei PCR-Tests sowie einen Antikörper-Test nachweisen. Regierungschef Naftali Bennett kündigte zudem an, dass das Tragen einer Maske in geschlossenen Räumen wieder obligatorisch werde, falls eine Woche lang täglich mehr als 100 Corona-Neuinfektionen registriert würden. Am Mittwoch verzeichnete Israel den dritten Tag in Folge über 100 neue Corona-Fälle. "Unser Ziel ist es jetzt in erster Linie, die Israelis vor der Delta-Variante zu schützen, die auf der ganzen Welt wütet", sagte Bennett. Mehr als 55 Prozent der Bevölkerung Israels sind bereits vollständig gegen Corona geimpft. Dies ist auf die Ende Dezember gestartete großangelegte Impfkampagne zurückzuführen, die durch ein Abkommen über einen Datenaustausch mit den Impfstoffherstellern Biontech und Pfizer ermöglicht wurde. Nachrichten von Mittwoch, den 23. Juni Das thailändische Urlaubsparadies Phuket wird ab dem 1. Juli für Touristen wieder ohne generelle Quarantäne-Vorschrift zugänglich sein. Die Regierung in Bangkok gab grünes Licht für die entsprechenden Pläne der Tourismusbehörde. Demnach sollen in einem Modellversuch vollständig gegen das Coronavirus geimpfte und mit einem negativen Corona-Testergebnis ausgerüstete Urlauber ohne die obligatorische Hotel-Quarantäne nach Phuket reisen können. Das nun verabschiedete "Sandkasten"-Modellprojekt gibt Phuket eine Vorreiterrolle. Sollte alles gutgehen, dann sollen ab dem 15. Juli weitere beliebte Urlauberregionen wie Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao folgen. All diese Öffnungsankündigungen stehen aber unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen nicht steigt. Thailand kämpft nach monatelangen geringen Fallzahlen derzeit gegen eine dritte Infektionswelle, die Ansteckungen haben zuletzt zugenommen. Trotzdem soll der Tourismussektor wieder in Schwung gebracht werden, er erwirtschaftet normalerweise fast 20 Prozent des thailändischen Bruttoinlandsproduktes. Nachrichten von Montag, den 21. Juni Wer aus Deutschland in den nächsten Wochen mit dem Flugzeug nach Spanien reist, muss seit dem 21. Juni kein negatives Covid-19-Testergebnis mehr vorweisen. Dennoch muss weiterhin ein Online-Formular ausgefüllt werden und der QR-Code bei der Ankunft vorgezeigt werden. Wie das Gesundheitsministerium in Madrid mitteilte, sind 14 Bundesländer wegen der niedrigen Inzidenzrate von der Liste der Risikogebiete gestrichen – mit Ausnahme vom Saarland und Baden-Württemberg. Letztere müssen weiterhin einen negativen PCR- oder Antigen-Test vorlegen oder nachweisen, dass sie seit mindestens zwei Wochen vollständig geimpft sind. Die Regelung gilt zunächst für Einreisen bis zum 27. Juni und trifft auch auf Passagiere von Kreuzfahrtschiffen zu, die inzwischen wieder alle Häfen auf den Inseln und dem spanischen Festland anlaufen dürfen. Nachrichten von Donnerstag, den 17. Juni Die thailändische Regierung will das Land trotz des noch laufenden Kampfs gegen die dritte Corona-Welle wieder vollständig für Besucher aus dem Ausland öffnen. Ziel sei es, die Grenzen in 120 Tagen wieder komplett zu öffnen, sagte Regierungschef Prayut Chan-O-Cha in einer Fernsehansprache. Urlaubsorte, die "bereit" seien, sollten bereits vorher wieder öffnen können. Prayut räumte ein, der Schritt sei angesichts der Pandemie "mit einigen Risiken" verbunden. Angesichts der wirtschaftlichen Lage der Tourismusindustrie und der dort Beschäftigten sei es jedoch "an der Zeit, dieses kalkulierte Risiko einzugehen". Das Land könne nicht warten, bis die gesamte Bevölkerung vollständig geimpft oder "die Welt frei von dem Virus" sei. Die Tourismusindustrie erwirtschaftet normalerweise fast 20 Prozent des thailändischen Bruttoinlandsprodukts und erlitt durch die Pandemie einen schweren Einbruch. Bisher sind nur rund sieben Prozent der Thailänder einmal geimpft. Wegen Lieferproblemen wurde die Impfkampagne diese Woche unterbrochen. Nachrichten von Mittwoch, den 16. Juni internationales Kreuzfahrtschiff angelegt. Die "Mein Schiff 2" des deutschen Reisekonzerns Tui traf am Dienstag im südspanischen Málaga ein, wie ein Sprecher der dortigen Hafenverwaltung mitteilte. An Bord befanden sich nach Angaben von Tui 1200 deutsche Urlauber sowie 764 Besatzungsmitglieder. Die Passagiere durften wegen der weiterhin in Spanien geltenden Corona-Auflagen das Schiff nur in kleinen Gruppen verlassen. Außerdem mussten sie zwei negative Corona-Tests absolviert haben. Die "Mein Schiff 2" hatte ihre Spanien-Reise in Gran Canaria begonnen, das zu den Kanarischen Inseln gehört. Noch am Dienstag sollte das Schiff zur Balearen-Insel Mallorca weiterfahren. Ein Großteil der Restriktionen für den Tourismus in Spanien war zum 7. Juni weggefallen, darunter auch das seit dem März 2020 gültige Verbot des Anlegens internationaler Kreuzfahrtschiffe. Spanien war vor der Pandemie die zweitwichtigste europäische Station für Kreuzfahrtschiffe.2019 trug der Sektor nach Angaben des Verkehrsministeriums in Madrid rund 2,8 Milliarden Euro zum spanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei, was 50.000 Arbeitsplätzen und insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro an gezahlten Gehältern entsprochen habe. Nachrichten von Freitag, den 11. Juni Auf dem ersten Kreuzfahrtschiff, das seit Beginn der Corona-Pandemie von Nordamerika aus in See gestochen ist, hat es zwei Ansteckungen mit dem Coronavirus" gegeben. "Zwei Gäste, die sich eine Kabine an Bord der "Celebrity Millennium teilten, wurden positiv auf Covid-19 getestet", erklärte der Veranstalter Royal Caribbean am Donnerstag (Ortszeit). Beide Infizierten zeigen demnach keine Krankheitssymptome und befinden sich in Quarantäne. Den Angaben zufolge hatten alle 600 Passagiere und 650 Besatzungsmitglieder der "Celebrity Millenium" vor Beginn der Reise sowohl einen Nachweis über eine Corona-Impfung als auch ein negatives Testergebnis vorgewiesen. Das Schiff war am Samstag vom niederländischen Teil der Karibik-Insel St. Martin aus in See gestochen und sollte auf Barbados, Aruba und Curaçao anlegen. Laut Royal Caribbean wurden die Corona-Infektionen bei vorgeschriebenen Tests zum Ende der Kreuzfahrt festgestellt. Nachrichten von Sonntag, den 6. Juni Der Mitgründer des Online-Wohnungsvermittlers Airbnb, Nathan Blecharczyk, sieht durch die Corona-Pandemie deutliche Veränderungen im Reiseverhalten der Menschen. "Der Trend geht raus auf Land“, sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". "Früher haben die zehn Top-Städtedestinationen wie New York, London oder Berlin zehn Prozent unserer gesamten Buchungen ausgemacht. Der Anteil hat sich halbiert." Dieser Trend werde auch nach der Pandemie bleiben, zeigte sich Blecharczyk überzeugt. "Während Corona haben die Menschen ihre Liebe zur Natur entdeckt, vor allem in ihrer näheren Umgebung. Nach einem Jahr mit Kindern zu Hause sehnen sie sich nach der Erholung im Grünen." Ein weiterer Trend sei, dass die Reisen länger würden, sagte der Airbnb-Manager. "Ein Viertel unserer Buchungen geht heute über einen längeren Zeitraum als 28 Tage, vor Corona waren es nur 14 Prozent." Dabei seien die Deutschen die "Langzeitgäste schlechthin": Hierzulande gingen 2021 fast 40 Prozent der Buchungen über einen Monat und länger. Generell sei die Reiselust überall auf der Welt sehr groß, sagte Blecharczyk weiter. Hinter Airbnb liege das "beste erste Quartal aller Zeiten". Nachrichten von Samstag, den 5. Juni Ab Montag können Reisende auch ohne den bisher obligatorischen PCR-Test nach Spanien einreisen. Ein Antigentest, ein Nachweis einer vollständigen Impfung oder einer Genesung von einer Corona-Erkrankung reiche dann aus, teilte das spanische Gesundheitsministerium mit. Das erleichtert auch Reisen zu der bei Deutschen beliebten Urlauberinsel Mallorca, da jetzt bei Hin- und Rückflug ein negativer Antigentest ausreicht. Dieser ist schneller und deutlich günstiger. Auf der Website des Gesundheitsministerium in Madrid heißt es: "Es werden zwei Testtypen anerkannt, mit negativem Resultat: Nukleinsäureamplifikationstests (NAAT), mit denen das genetische Material des Virus nachgewiesen wird (RT-PCR, TMA sowie RT-LAMP). Antigen-Schnelltests (RAT), die das Vorhandensein von Antigenen des Virus nachweisen. Die Tests (Probenentnahme) müssen 48 Stunden vor der Ankunft in Spanien durchgeführt werden." Nachrichten von Mittwoch, den 2. Juni In Österreich sind die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen zum Corona-Ausbruch im Tiroler Skiort Ischgl vorläufig abgeschlossen. Die Ermittler seien zu einem "Ergebnis" gekommen, erklärte die Staatsanwaltschaft Innsbruck am Mittwoch. Der entsprechende Bericht werde nun im Justizministerium "geprüft und das Vorhaben der Staatsanwaltschaft entweder genehmigt oder eine andere Weisung erteilt". "Aufgrund des Aktenumfanges" könne die Prüfung des Ministeriums "mehrere Wochen dauern", erklärte die Staatsanwaltschaft weiter. Bis dahin wolle sie keine Auskünfte zum Ermittlungsergebnis geben. Auch ob Anklage erhoben werden soll, teilte die Behörde zunächst nicht mit. Den Angaben zufolge waren die Ermittlungen zuvor auf einen fünften Beschuldigten ausgeweitet worden. Angaben zur Identität machte die Staatsanwaltschaft nicht. Gegen vier Gemeindebedienstete von Ischgl wurde bereits ermittelt, darunter Bürgermeister Werner Kurz. Der Vorwurf lautet auf vorsätzliche oder fahrlässige Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten. Ischgl war zu Anfang der Corona-Pandemie in die Schlagzeilen geraten, weil sich dort tausende Urlauber aus Deutschland und anderen europäischen Ländern mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt hatten. Die ersten der Ansteckungen waren Anfang März 2020 bekannt geworden. Den Behörden wird vorgeworfen, zu spät und nicht entschieden genug reagiert zu haben. Nachrichten von Montag, den 31. Mai Nach knapp einem Jahr dürfen internationale Kreuzfahrtschiffe ab dem 7. Juni wieder in spanischen Häfen anlegen. Das am 23. Juni vorigen Jahres aufgrund der Pandemie verhängte Anlegeverbot werde aufgrund der guten Entwicklung der Corona-Lage in Europa außer Kraft gesetzt, teilte das spanische Transportministerium in Madrid mit. Die Schiffe werden allerdings der Mitteilung zufolge strenge gesundheitliche Auflagen erfüllen müssen, die demnächst im Detail veröffentlicht werden sollen. Als Begründung für die Wiederzulassung der internationalen Kreuzfahrt wurde angegeben, dass die meisten Passagiere der Schiffe, die spanischen Häfen anlaufen, aus Europa stammten - einer Region, in der es große Fortschritte bei den Impfungen gebe und in der die Infektionszahlen seit Wochen rückläufig seien. Der Kreuzfahrttourismus ist für Spanien und vor allem für Urlaubsregionen wie die balearischen Inseln mit Mallorca oder den Kanarischen Inseln, aber auch für Metropolen wie Barcelona oder Valencia sehr wichtig. Vor Ausbruch der Pandemie strömte 2019 aus den Meeresriesen die Rekordzahl von knapp 10,7 Millionen Menschen in die spanischen Städte. Innerhalb von nur fünf Jahren war diese Zahl um rund drei Millionen Passagiere oder knapp 40 Prozent gestiegen. Nach Angaben des Sektors sorgte die Kreuzfahrt in Spanien 2019 für Einnahmen von 2,8 Milliarden Euro und etwa 50 000 Arbeitsplätze. Nachrichten von Samstag, den 29. Mai Nach Schließungen während des Corona-Lockdowns sind in Deutschland rund 130 der mehr als 430 Jugendherbergen wieder geöffnet. "Wir gehen aber davon aus, dass es schon in der kommenden Woche rund 200 sein werden und sich diese Entwicklung sukzessive fortsetzt", teilte ein Sprecher des Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Aktuell sei die Nachfrage vor allem für die anstehende Ferienzeit sehr hoch, besonders durch Familien. "Hier verzeichnen wir gerade sehr viele Neumitgliedschaften." Das DJH sei optimistisch, die Jugendherbergen wieder Stück für Stück zu öffnen. "Nichtsdestotrotz sind das hauptsächlich Einzel- und Familienreisen. Die Jugendherbergen leben aber in erster Linie von Gruppen und Klassenfahrten." Zudem seien die unterschiedlichen Regelungen für die Landesverbände eine Herausforderung. "Umfang und Zeitpunkt der Öffnungen hängen stark von der Art und Klarheit der Beschlüsse in den jeweiligen Bundesländern ab." Nach den Schließungen blicke man nun aber vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Nachrichten von Donnerstag, den 27. Mai Touristen aus ganz Deutschland dürfen vom 4. Juni an wieder in Mecklenburg-Vorpommern Urlaub machen. Tagesgäste können vom 11. Juni an wieder ins Land. Besitzer von Ferienwohnungen dürfen bereits von diesem Freitag (28. Mai) an wieder kommen, wie Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) nach einem Gipfel zum Tourismus mit Vertretern von Landesregierung und Tourismuswirtschaft in Schwerin sagte. Nachrichten von Donnerstag, den 20. Mai Keine Mindestabstände und Kellner ohne Masken: Nach Verstößen von Gastronomen gegen die Corona-Bestimmungen auf Sylt, Föhr und in St. Peter-Ording greift der Kreis Nordfriesland durch. Rund 20 Gastronomiebetriebe müssen die Zahl der gleichzeitig anwesenden Gäste in den Gaststätten auf höchstens die Hälfte beschränken. Gleiches gilt für die Bewirtung im Außenbereich, wie der Kreis Nordfriesland mitteilte. Eine entsprechende Ordnungsverfügung soll den betreffenden Betrieben noch vor dem Pfingstwochenende zugehen. Landrat Florian Lorenzen (CDU) weist auf den Fall eines unerkannt mit Corona infizierten Urlauberehepaares hin, das um das zweite Maiwochenende herum mehrere Lokale auf Sylt besuchte. Daraufhin musste das Gesundheitsamt tagelang recherchieren und am Ende rund 300 Personen in Quarantäne versetzen. Wären die Lokale weniger voll und besser belüftet gewesen, würden jetzt keine 300 Menschen zuhause sitzen und um ihre Gesundheit fürchten, betonte der Landrat. "Gaststätten sind kein rechtsfreier Raum - auch nicht zu Pfingsten und auch nicht, wenn die Gäste vor der Tür Schlange stehen", sagte Lorenzen. "Die Corona-Pandemie ist noch nicht überstanden, die Ansteckungsgefahr nach wie vor real." Der Landrat begrüßte die generelle Öffnung des Landes für den Tourismus. Er erinnert aber auch daran, dass sie mit Bedingungen verknüpft ist, die das Wiederaufflackern der dritten Corona-Welle verhindern sollen. "In Nordfriesland darf kein zweites Ischgl entstehen." Anlass für das Vorgehen des Kreises sind demnach zahlreiche gravierende Verstöße gegen die Corona-Bestimmungen, die Kontrollteams des Gesundheitsamtes festgestellt hatten. So wurden Mindestabstände nicht eingehalten, statt höchstens zwei saßen Mitglieder von bis zu acht Haushalten dicht an dicht an den Tischen, Kellner trugen keine Masken, Sperrstunden schienen nicht zu existieren, wie der Kreis mitteilte. Nachrichten von Montag, den 17. Mai Der irische Billigflieger Ryanair ist wegen der Corona-Krise im abgelaufenen Geschäftsjahr tief in den roten Zahlen gelandet. Unter dem Strich stand für die zwölf Monate bis Ende März ein Minus von gut einer Milliarde Euro nach einem Gewinn von 649 Millionen ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Montag in Dublin mitteilte. Rechnet man eine Sonderbelastung wegen letztlich wertloser Treibstoffpreis-Sicherungsgeschäfte heraus, lag das Minus bei 815 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2022 glaubt das Management um Ryanair-Chef Michael O'Leary an ein Ergebnis nahe der Gewinnschwelle, wagt wegen der Unsicherheit rund um die Corona-Pandemie aber keine konkrete Prognose. Die Erwartungen basierten auf der Annahme, dass die Impfkampagnen erfolgreich sind und die Regierungen in Europa die Reisebeschränkungen rechtzeitig vor der wichtigen Sommersaison ab Juli aufheben, hieß es. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet Ryanair ein Passagieraufkommen am unteren Ende der ausgegebenen Zielspanne von 80 bis 120 Millionen Fluggästen. Im laufenden ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni dürften es lediglich 5 bis 6 Millionen werden. Nachrichten von Montag, den 10. Mai Italien will zur Ankurbelung des Tourismus noch im Mai Einreisen ohne die bisherige Kurz-Quarantäne erlauben. Schon ab Mitte Mai sollten Reisende aus Europa, die voll geimpft sind, leichter ins Land kommen, kündigte Italiens Außenminister Luigi Di Maio an. Zusammen mit dem Gesundheitsminister arbeite er außerdem daran, die "Mini-Quarantäne" für EU-Bürger, Briten und Reisende aus Israel abzuschaffen, die negativ getestet, geimpft oder von Covid-19 genesen seien. Bisher benötigen Italien-Besucher aus der EU in der Regel einen negativen Test vor der Reise, sie müssen im Land fünf Tage in Quarantäne und dann einen zweiten Corona-Test machen. Die genauen Vorschriften und Daten für die Neuregelungen sind noch nicht gesetzlich fixiert. In dem Mittelmeerland waren die Corona-Zahlen in den vergangenen Wochen gesunken. Am Samstag waren über 27 Prozent der Bevölkerung mindestens ein Mal gegen Corona geimpft. Gesundheitsminister Roberto Speranza unterschrieb zudem einen Erlass, wonach es ab diesen Montag keine Roten Zonen mit besonders strengen Corona-Sperren in Italien mehr gibt. Nachrichten von Freit ag, den 7. Mai Mit Tui und Aida reagieren zwei Kreuzfahrtanbieter auf Schleswig-Holsteins Öffnungsschritte im Tourismus. Beide wollen vom Pfingstwochenende an Fahrten anbieten, die vom Ostseehafen Kiel aus starten. Wie Tui Cruises am in Hamburg mitteilte, soll neben Reisen auf die Kanarischen Inseln und nach Griechenland am Pfingstsonntag (23. Mai) die erste Kreuzfahrt der Flotte "Mein Schiff" ab Kiel starten. Aida Cruises teilte in Rostock mit, dass bereits ab dem 22. Mai Kurzreisen ab Kiel angeboten würden. Das Schiff "Aida Sol" sei "aktuell in Norddeutschland positioniert und bereit für die ersten Gäste". Nachrichten von Dienstag, den 4. Mai Nach monatelangen strikten Corona-Beschränkungen leitet Bayern ab kommenden Montag stufenweise Lockerungen ein. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen ab 10. Mai die Außengastronomie - und zwar bis 22 Uhr -, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen. Und: Zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai soll regional auch Tourismus wieder möglich sein: In Kreisen und kreisfreien Städten mit stabilen Zahlen von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen dürfen dann Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen. Das beschloss die Regierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag. Bei alledem gelten Hygienekonzepte, Masken- und Testpflichten - die Details werden nun von den Ministerien erarbeitet. Den Öffnungen von Biergärten, Kinos und ähnlichem muss das Gesundheitsministerium zustimmen. Dafür dürfe es ungefähr für einen Wochen-Zeitraum keine großen Ausschläge bei den Corona-Zahlen geben, sagte Minister Klaus Holetschek (CSU) - und die Tendenz müsse eher fallend sein. Bereits von diesem Donnerstag an werden in Bayern vollständig von Corona-Erkrankungen Genesene mit zweifach Geimpften und negativ Getesteten bei Lockerungen gleichgestellt. Unter anderem sollen Menschen mit vollständiger Corona- Impfung - also in der Regel zwei verabreichten Impfdosen oder Genesene mit einer Impfung - von der Testpflicht und Ausgangsbeschränkungen befreit werden. Auch bei der Zahl der maximal erlaubten Kontakte werden sie nicht mehr mitgezählt. Nachrichten von Dienstag, den 27. April Die Urlaubsinsel Zypern verzichtet ab 10. Mai auf eine Corona-Quarantäne für Einreisende aus anderen EU-Staaten sowie zahlreichen weiteren Staaten. Voraussetzung ist, dass die Besucher vollständig geimpft sind oder einen negativen PCR-Test vorzeigen können, der nicht älter als drei Tage ist. Dies teilte der für den Tourismus zuständige zyprische Vizeminister Savvas Perdios der halbamtlichen Nachrichtenagentur CNA mit. Eine Impfung mit dem russischen Wirkstoff Sputnik V werde gleichwertig behandelt, sagte Perdios. Die Regelung gelte für alle Staaten im Schengen-Raum sowie für Besucher aus den USA, Großbritannien, Israel, Ägypten, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Kanada, der Schweiz, Australien und Neuseeland, berichtete der staatliche zyprische Rundfunk (RIK). Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftsbereich Zyperns. Nachrichten von Donnerstag, den 15. April Wegen knapper Kassen in der Coronakrise sieht sich die Hotelkette Maritim gezwungen, sich von einem Teil ihrer Standorte zu trennen. Man habe in Pandemiezeiten einen Liquiditätsverlust von 140 Millionen Euro verkraften müssen, teilte das Unternehmen mit. "Obwohl wir vor der Pandemie über hohe Liquiditätsreserven verfügt haben, müssen wir nun über Hotel-Notverkäufe unser Überleben sichern", erklärte die Inhaberin des Familienunternehmens, Monika Gommolla. Einzelheiten zu diesen Verkäufen nannte sie nicht. Das Unternehmen mit seinen weltweit rund 5000 Beschäftigten hat nach eigenen Angaben 40 Hotels,29 davon im Inland mit 3000 Beschäftigten. "Die Maritim Hotelgruppe ist von der Pandemie extrem hart getroffen", sagte die Aufsichtsratsvorsitzende. "Bereits im vergangenen Jahr schlug der erste Lockdown mit fast 90 Prozent Umsatzausfall zu Buche." Nach einer kurzen Erholungsphase im Sommer seien durch Beherbergungsverbote touristischer Gäste seit November 2020 wieder 90-prozentige Umsatzausfälle an fast allen Maritim-Hotelstandorten zu verzeichnen, sagte Gommolla. Staatliche Hilfen seien nahezu ausgeblieben, es seien bisher nur zwei Millionen Euro ausgezahlt worden. Nachrichten von Mittwoch, den 14. April Nach mehr als einem Jahr: Ab dem 23. Mai 2021 lässt Israel wieder internationale Reisende ins Land. Tourismusministerin Orit Farkash-Hacohen und Gesundheitsminister Yuli Edelstein einigten sich auf einen Rahmen für die Öffnung des Landes für geimpfte Gruppen ausländischer Touristen. Die Wiederaufnahme des internationalen Tourismus erfolgt in zwei Phasen. In der ersten Phase dürfen Gruppen gemäß den Richtlinien einreisen, die von den Ministerien noch veröffentlicht werden. Alle Besucher müssen sich vor dem Flug nach Israel einem PCR-Test und bei Ankunft am Ben-Gurion-Flughafen einem serologischen Test vor Ort zum Nachweis ihrer Impfung unterziehen. In einer zweiten Phase dürfen auch individuelle Touristen nach Israel einreisen. Auch hier gelten die entsprechenden Bedingungen eines negativen PCR-Tests vor Anreise und einer serologischen Untersuchung bei Ankunft. In der Zwischenzeit werden die Gespräche mit verschiedenen Ländern fortgesetzt, um Vereinbarungen über die gegenseitige Anerkennung von Impfzertifikaten zu treffen, damit ein Bluttest in Zukunft nicht mehr erforderlich ist. Ein detaillierter Entwurf dazu wird in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Nachrichten von Dienstag, den 13. April Urlauber aus den anderen EU-Staaten werden ab 14. Mai ohne Quarantänepflicht nach Griechenland reisen und Urlaub machen können. Dies teilte die griechische Tourismus-Vizeministerin Sofia Zacharaki am Montag mit. Es werde aber Voraussetzungen geben: "Die Urlauber müssen entweder geimpft sein oder einen PCR-Corona-Test vorzeigen", sagte sie dem griechischen Nachrichtensender Skai. Anschließend werden sie frei ihre Ferien in Griechenland machen können, hieß es. Diese Regelung werde auch für einige andere Staaten gelten. Darunter seien auch Serbien und Großbritannien, teilte die Vizeministerin weiter mit. Athen hatte bereits Ende März auf bilateraler Ebene die Quarantänepflicht für Besucher aus Israel abgeschafft. Israelische Urlauber müssen eine offizielle Bestätigung auf Englisch vorzeigen, dass sie geimpft sind. Zudem müssen 14 Tage nach der zweiten Impfung vergangen sein. Die Besucher aus Israel müssen auch einen negativen PCR-Corona-Test vorzeigen, der nicht mehr als 72 Stunden alt sein darf. Die griechische Regierung drängt seit Jahresbeginn darauf, einen EU-weit gültigen Impfpass zu entwickeln. Damit soll der griechische Tourismus-Sektor gerettet werden, der normalerweise fast ein Fünftel der griechischen Wirtschaftsleistung ausmacht. "Wir hoffen, dass es diesen EU-Impfpass bis Juni geben wird", sagte die Vizeministerin weiter. Nachrichten von Sonntag, den 11. April Angesichts der Corona-Pandemie sind die Reisebuchungen für die Sommersaison laut dem Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft um zwei Drittel zurückgegangen. Die Buchungen liegen gemessen am Umsatz um 76 Prozent unter den geringen Zahlen des Vorjahreszeitraums, sagte Verbandspräsident Michael Frenzel der "Welt am Sonntag". Im Frühjahr habe es sogar weiterhin mehr Stornierungen als Buchungen gegeben. Die meisten Deutschen rechneten offenbar erst im dritten Quartal mit einer verbessertem Corona-Lage. Die Buchungsrückgänge für September und Oktober seien niedriger als in den Sommermonaten davor, sagte Frenzel. Nachrichten von Freitag, den 9. April Die Bundesregierung stuft die Türkei wegen der hohen Corona-Infektionszahlen ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet ein. Diese Einstufung zieht besondere Beschränkungen bei der Einreise nach Deutschland nach sich. Das Auswärtige Amt begründete die Entscheidung am Freitag damit, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen in der Türkei die Schwelle von 200 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten habe. Aus demselben Grund wurden Kroatien, Armenien und die Ukraine ebenfalls als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Die Einstufungen erfolgten in Absprache mit dem Robert-Koch-Institut (RKI), das seine Liste der Corona-Risikogebiete am Freitag entsprechend ergänzte. Von den unmittelbaren Nachbarländern Deutschlands sind derzeit neben den Niederlanden auch Frankreich, Polen und Tschechien als Hochinzidenzgebiete ausgewiesen, in denen es besonders viele Infektionen mit dem Coronavirus gibt. Alle Menschen, die sich in den zehn Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Hochinzidenzgebiet oder einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben, müssen bereits bei der Einreise einen Bescheid über einen Negativ-Test auf das Coronavirus vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Flugreisende müssen diesen Nachweis bereits vor dem Abflug vorlegen. Nachrichten von Donnerstag, den 8. April Der Kreuzfahrtanbieter Aida Cruises hat seine für Mitte Mai bis Anfang Juni geplanten Mittelmeerreisen wegen der Corona-Pandemie abgesagt. Stattdessen werde die "Aida Perla" zu drei Fahrten rund um die Kanaren ab Las Palmas auf Gran Canaria aufbrechen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Rostock mit. Bereits seit Mitte März sei die "Aida Perla" als einziges Schiff der Flotte dort mit einer stark reduzierten Passagierzahl unterwegs. Die Kanarischen Inseln seien seit vielen Monaten eine der wenigen Urlaubsziele Europas mit konstant niedrigen Inzidenzwerten, hieß es. Das Unternehmen bot seinen Mittelmeer-Passagieren an, auf eine der Kanarenreisen oder eine spätere Reise umzubuchen. Zum Gesundheits- und Hygienekonzept an der Bord der "Aida Perla" gehörten ein PCR-Test vor der Anreise, regelmäßige Gesundheitschecks, umfangreiche AHA-Regeln oder die medizinische Betreuung inklusive Testkapazitäten an Bord. Nachrichten von Mittwoch, den 7. April Das Kreuzfahrtunternehmen Norwegian Cruise Line (NCL) bietet ab Ende Juli wieder Reisen an - jedoch nur für Geimpfte. Die US-Reederei gab bekannt, sie werde ab dem 25. Juli schrittweise die Kreuzfahrten wieder aufnehmen. Drei der 17 Schiffe umfassenden Flotte werden demnach neue Routen rund um Griechenland mit der "Norwegian Jade" ab Athen und mit der "Norwegian Joy" und "Norwegian Gem" in der Karibik fahren. "Alle Gäste, die bis zum 31. Oktober 2021 mit NCL auf Kreuzfahrt gehen, müssen vollständig geimpft und getestet sein, bevor sie unsere Schiffe betreten", sagte Harry Sommer, Präsident und Chief Executive Officer von NCL. Die Reederei hatte seit einem Jahr wegen der Corona-Pandemie keine Reisen mehr angeboten hat. Neben den vorgeschriebenen Impfungen und Tests für Passagiere und Besatzung versprach das Unternehmen, eine "medizinisch hochwertige Luftfiltration" an Bord sowie verstärkte "Hygienemaßnahmen und verbesserte medizinische Ressourcen". Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte am 2. April 2021 weitere Anweisungen für den Neustart der Kreuzfahrt in den USA veröffentlicht. In einem fünfstufigen Plan müssen zunächst Test-Kreuzfahrten mit Freiwilligen durchgeführt werden. Mehrere US-Reedereien und der Branchenverband CLIA kritisieren die Anforderungen als "übermäßig belastend". Nachrichten von Sonntag, den 28. März Tourismusverantwortliche aus Deutschland und anderen EU-Ländern wollen auf Initiative Österreichs am Montag in einer Videokonferenz über den "Grünen Pass" beraten. Dieses geplante EU-Dokument soll Impfungen gegen das Coronavirus sowie Tests oder überstandene Infektionen fälschungssicher registrieren und unter anderem das Reisen erleichtern. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wollten die Voraussetzungen erörtern, die das Zertifikat mit Bezug auf den Tourismus erfüllen solle, berichtet die Nachrichtenagentur APA unter Bezug auf Tourismusministern Elisabeth Köstinger. Ihre Teilnahme zugesagt hätten Deutschland, Dänemark, Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Slowenien, Kroatien, Zypern, Malta und Bulgarien, so das Ministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus in Wien. "Wir wollen uns mit den anderen Tourismusländern der EU koordinieren, damit wir möglichst bald zu einheitlichen Rahmenbedingungen kommen, unter denen der "Grüne Pass" eingesetzt werden kann", sagte Köstinger. Die EU-Kommission spricht von einem "Digitalen Grünen Nachweis". Das Dokument soll nur für die Zeit der Pandemie gelten und nur die wichtigsten personenbezogenen Daten enthalten, so das Ministerium. Eine zentralisierte Datenbank auf EU-Ebene werde es nicht geben. Aufgeführt werden sollen etwa der verwendete Impfstoff und das Datum und der Ort der Impfung oder des Tests. Auch ohne das Zertifikat müsse Reisen aber möglich bleiben, betonte die Ministerin. Nachrichten von Donnerstag, den 25. März Mallorca-Urlauber können sich künftig am Flughafen vor dem Rückflug nach Deutschland auf das Coronavirus testen lassen. Das Testzentrum in Palmas Flughafen sei einsatzbereit, teilte die Flughafengesellschaft Aena mit. Angeboten werden PCR-Tests und Antigentests. Das Ergebnis der PCR-Tests, die rund 70 Euro kosten, soll schon 30 Minuten bis eineinhalb Stunden später vorliegen. Der Service sei vor allem für abfliegende Passagiere gedacht, falls sie einen Test bei der Rückkehr im Herkunftsland vorweisen müssen. Hintergrund ist der vorübergehende Buchungsboom für Mallorca nach der Streichung der Lieblingsinsel der Deutschen von der Liste der Corona-Risikogebiete am 14. März. Damit wurde auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts aufgehoben. Doch soll jedoch für alle Flugpassagiere, die nach Deutschland einreisen, eine Testpflicht eingeführt werden. Die Bundesregierung prüft sogar, ob Urlaubsreisen ins Ausland vorübergehend unterbunden werden sollten. "Vor dem Test muss ein Termin vereinbart und die Bordkarte vorgezeigt werden", sagte ein Mitarbeiter des mit den Tests beauftragten Unternehmens Eurofins Megalab. Der Termin kann im Internet über eine Seite gebucht werden, die auf Spanisch und Englisch verfügbar ist. Das Testergebnis ist mittels eines Codes im Internet abrufbar. Das Testzentrum befindet sich im zweiten Stockwerk des Flughafens auf Höhe der Check-in-Schalter 137 bis 153. Nachrichten von Dienstag, den 23. März Fluggesellschaften sollen künftig alle Urlaubsrückkehrer bereits vor dem Abflug auf das Coronavirus testen, um eine weitere Ausbreitung der Pandemie zu bremsen. Von den Fluglinien würden "konsequente Tests" von Crews und Passagieren vor dem Rückflug und keine weitere Ausweitung der Flüge während der Osterferien erwartet, heißt es in dem Bund-Länder-Beschluss aus der Nacht zu Dienstag. Die Bundesregierung werde zudem "eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes vorlegen, wonach angesichts der weltweiten Pandemie eine generelle Testpflicht vor Abflug zur Einreisevoraussetzung bei Flügen nach Deutschland vorgesehen wird". Nachrichten von Donnerstag, den 18. März Neuseeland plant erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie wieder eine vorsichtige Öffnung für quarantänefreien Tourismus mit Nachbarländern. Eine Vereinbarung mit Australien könnte bereits im April in Kraft treten, sagte Vize-Ministerpräsident Grant Robertson am Donnerstag dem Sender "Radio New Zealand". Auch mit Pazifikstaaten wie den Cookinseln und Niue soll es bald ähnliche Abmachungen geben. Neuseeland hatte seine Grenzen für Reisende im März 2020 geschlossen. Abgesehen von wenigen Ausnahmen durften nur noch eigene Bürger und Menschen mit Wohnsitz in Neuseeland ins Land. Der Inselstaat gilt wegen extrem strenger Maßnahmen und genauer Kontaktverfolgungen als Musterland in der Krise. In dem Land mit 4,8 Millionen Einwohnern wurden bisher rund 2400 Fälle verzeichnet,26 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Schon lange herrscht wieder eine weitgehende Normalität. Nachrichten von Freitag, den 12. März Die britische Cunard-Reederei hat ihre Betriebspause ein weiteres Mal verlängert: nicht um wenige Wochen, sondern gleich um viele Monate. Betroffen sind alle drei Kreuzfahrtschiffe. Fahrten mit der "Queen Victoria" mit Einschiffung bis einschließlich 27. August 2021 sowie die komplette Mittelmeersaison der "Queen Elizabeth" im Sommer wurden bis einschließlich 11. Oktober 2021 abgesagt. Das Cunard Flaggschiff, die "Queen Mary 2", wird nicht vor dem 12. November 2021 in See stechen. "Da die weltweiten Reisebeschränkungen leider weiter andauern und die internationalen Häfen nicht so schnell wieder öffnen wie erhofft, haben wir uns zu einer weiteren Verlängerung der Unterbrechung des Kreuzfahrtbetriebs entschlossen", teilte Simon Palethorpe mit, der Präsident von Cunard. Damit setzt die 180 Jahre alte Traditionsreederei, die inzwischen zur Carnival Corporation, dem größten Kreuzfahrtunternehmen der Welt, gehört, ein klares Zeichen und schreibt mit der Entscheidung die Sommersaison 2021 ab. Die Kreuzfahrtmarken Costa und Aida Cruises sowie die Holland America Line sind ebenfalls Teil der Carnival Corporation. Nachrichten von Montag, den 8. März Corona-Ausbrüche auf einem Kreuzfahrtschiff, das passiert nicht zum ersten Mal. Jetzt erwischt es einen Luxusliner schon vor der Endausrüstung - zunächst sind zwei Arbeiter betroffen. Zwei auf dem neugebauten Kreuzfahrtschiff "Odyssey of the Seas" tätige Arbeiter sind mit dem Coronavirus infiziert. Der Luxusliner muss vorerst in Bremerhaven bleiben. Nach Anordnung des Hafenärztlichen Dienstes dürfen mehrere Hundert Arbeiter, die noch für die Endausrüstung an Bord sind, das Schiff vorerst nicht verlassen. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. Nach Angaben der Meyer-Werft wurden die Fälle am Mittwoch bekannt und am Donnerstag mit PCR-Tests bestätigt. Ob die Infizierten zwischenzeitlich von Bord gebracht wurden, war einem Werft-Sprecher zufolge nicht bekannt. Die Mannschaft werde täglich getestet, über das weitere Vorgehen werde noch mit den Behörden beraten. Wegen Kontaktpersonen an Bord ermittele der Hafenärztliche Dienst. Deshalb sei auch noch keine Freigabe für das Schiff erteilt worden. Die 348 Meter lange "Odyssey of the Seas" war vor einer Woche über die Ems in Richtung Nordsee. Nachrichten von Donnerstag, den 4. März Die Lufthansa sieht für das größte Passagierflugzeug der Welt keine Zukunft mehr in ihrer Flotte. Aus heutiger Sicht werden die derzeit langzeitgeparkten Maschinen vom Typ A380 nicht mehr in den Liniendienst zurückkehren, erklärte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Frankfurt. Lufthansa hat 14 Jets des Typs in der Flotte, von denen Hersteller Airbus sechs zurücknimmt. In der Lufthansa-Konfiguration hat der vierstrahlige Jet 509 Passagierplätze. Der österreichische Wintersportort Ischgl wird seine Lifte in dieser Wintersaison nicht mehr in Betrieb nehmen. „Diesen Winter haken wir ab“, sagte Tourismuschef Andreas Steibl. Angesichts des nach wie vor beunruhigenden Infektionsgeschehens, der verschärften Reiserestriktionen und der noch immer fehlenden Perspektiven für Öffnungsschritte in Gastronomie und Hotellerie sei eine Aufnahme des Skibetriebes weniger denn je vertretbar, teilte die Silvrettaseilbahn AG mit. Ischgl war im Frühjahr 2020 als Hotspot bei der Verbreitung des Coronavirus international in den Schlagzeilen. In der Wintersaison setzt der Tiroler Ort normalerweise 300 Millionen Euro um. Im Gegensatz zu vielen anderen Wintersportgebieten in Österreich hatte Ischgl auf den seit Ende Dezember 2020 wieder erlaubten Skibetrieb verzichtet. Der Ort mit seinen 45 Liften und 239 Pistenkilometern lebt von vielen ausländischen Gästen. Die wichtigste Gruppe sind deutsche Urlauber. Durch die Quarantänepflichten in Deutschland und Österreich ist das touristische Reisen aber praktisch zum Erliegen gekommen. Das umfangreiche Sicherheitskonzept, das man für einen etwaigen Start im Winter vorbereitet hatte, solle nun in der am 25. Juni startenden Sommersaison umgesetzt werden, hieß es. Nachrichten von Samstag, den 27. Februar Auf Mallorca dürfen Restaurants, Cafés und Kneipen in Folge einer deutlichen Verbesserung der Corona-Lage nach rund sieben Wochen erstmals wieder öffnen. Ab Dienstag können die Gastronomiebetriebe in ihren Außenbereichen wieder Gäste empfangen, wie die balearische Ministerpräsidentin Francina Armengol in Palma mitteilte. Spätestens um 17 Uhr müssen sie in einer ersten Etappe zur Lockerung des Lockdowns aber schließen. Zudem dürfen nur höchstens 50 Prozent der Tische bei einer Besetzung von maximal je vier Personen draußen aufgestellt werden. Die Lockerungen in den Bereichen Gastronomie, Handel und private Treffen sollen den Angaben zufolge vorerst für zwei Wochen in Kraft bleiben. Sie werden für alle Balearen bis auf Ibiza gelten, wo die Lage derzeit weniger gut ist als auf den Nachbarinseln. Bereits ab Samstag wird neben anderen Vorschriften auch das Verbot aufgehoben, sich privat mit Personen aus anderen Haushalten zu treffen. Zusammenkommen dürfen dann höchstens sechs Personen aus maximal zwei Haushalten. Die Corona-Lage auf Insel Mallorca und auf den anderen Balearen verbessert sich seit Wochen rapide. Nachrichten von Donnerstag, den 25. Februar Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, erwartet, dass trotz Corona-Pandemie in diesem Jahr relativ problemlos Sommerferien im Ausland möglich sein werden. "Ich hoffe, dass bis Sommer die meisten Deutschen geimpft sind und auch ins Ausland verreisen können", sagte der CDU-Abgeordnete der "Bild"-Zeitung (Donnerstag). Er sehe keinen Grund, warum man beispielsweise nicht auf Mittelmeer-Inseln reisen könne, wenn der Sieben-Tage-Inzidenzwert dort unter 35 liege. Bareiß warnte davor, Reisen unnötig schwer zu machen. "Wir können die Menschen ja nicht dauerhaft zu Hause festhalten." Auf den spanischen Balearen - zu denen auch die von Deutschen besonders geschätzte Insel Mallorca gehört - war der Sieben-Tage-Inzidenzwert zu Beginn der Woche unter die Marke von 50 gefallen. Dies bedeutet, dass binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner weniger als 50 neue Infektionen gemeldet wurden. Nachrichten von Mittwoch, den 24. Februar Fast ein Jahr nach der Corona-bedingten Irrfahrt eines Kreuzfahrtschiffes in der Karibik ermittelt französische Justiz gegen die italienische Gesellschaft Costa. Pariser Untersuchungsrichter gehen dem Verdacht der Gefährdung von Passagieren und der fahrlässigen Körperverletzung nach, wie die Nachrichtenagentur AFP von Seiten der Justiz erfuhr. Hunderte Kreuzfahrtreisende und Angehörige aus Frankreich hatten Anzeige erstattet. Darunter sind auch die Familien von drei Passagieren, die an der Lungenkrankheit Covid-19 starben, wie ihre Anwälte mitteilten. Auf dem Schiff "Costa Magica" mit gut 2300 Reisenden an Bord waren im März 2020 mehrere Coronavirus-Verdachtsfälle aufgetreten. Mehrere Karibik-Inseln verweigerten dem Schiff daraufhin die Einfahrt in ihre Häfen. Den Klägern zufolge informierte die Besatzung die Passagiere nicht über die Lage und rief sie auf, sich stattdessen in den Geschäften, Saunen oder Restaurants an Bord zu vergnügen - ohne jede Abstandsregeln. Die Gesellschaft Costa beruft sich darauf, sie habe alle geltenden Vorschriften eingehalten und "die erhältlichen wissenschaftlichen Informationen" zum Virus beachtet. Im vergangenen Jahr hatten auch andere Kreuzfahrtschiffe wegen Corona-Fällen festgesessen. Nachrichten von Dienstag, den 16. Februar Der Chef der Lufthansa, Carsten Spohr, rechnet nicht mit einer schnellen Erholung des Luftverkehrs in der Coronakrise. Bislang sei keine Entspannung zu spüren, stattdessen gebe es zusätzliche Reisebeschränkungen, sagte der Manager in einem Online-Gespräch der London School of Economics. In den kommenden Wochen werde es daher sehr schwache Passagierzahlen geben, und auch ab dem Sommer rechne er nur mit 40 bis 60 Prozent des Vorkrisen-Niveaus. Allein diese Spanne bedeute für sein Unternehmen eine große operative Herausforderung bei der Einsatzplanung für Personal und Jets. Der Airline-Chef sprach sich erneut für den stärkeren Einsatz von Corona-Tests vor Flugantritt aus. Es fehle aber weiterhin an behördlichen Vorschriften, während sich Lufthansa auf den Testeinsatz vorbereitet habe. Weltweit werde sich die Auffassung durchsetzen, dass Flugpassagiere entweder geimpft oder getestet sein müssten. Der staatlich gestützte Lufthansa-Konzern werde nach Spohrs Worten die Krise nutzen, um sich nachhaltiger aufzustellen und seine Stellung in den Top-5-Airlines der Welt zu halten. Die Flotte werde von rund 800 auf 650 Flugzeuge schrumpfen. In den entwickelten Märkten wie Europa und den USA werde es wahrscheinlich fünf Jahre dauern, bis das Passagierniveau des Rekordjahres 2019 mit sehr viel mehr touristischen Kunden wieder erreicht werden könne. Möglicherweise werde man im Bereich der Geschäftsreisen nie wieder das alte Niveau erreichen und in der Folge die Business-Klasse verkleinern. Außerdem verhandelt die Fluggesellschaft mit Airbus und Boeing über Änderungen bestehender Aufträge für Langstreckenflugzeuge – in kleinere Jets. Nachrichten von Mittwoch, den 3. Februar Der Deutsche Tourismusverband (DTV) geht mit Vorschlägen für einen Neustart des Tourismus zwischen Rügen und Garmisch-Partenkirchen in die Offensive. "Die drei Millionen Beschäftigten im Deutschlandtourismus brauchen jetzt Perspektiven und auch Zuversicht", forderte DTV-Präsident Reinhard Meyer. Seit drei Monaten befinde sich die Branche wegen der Corona-Pandemie in einem kompletten Lockdown. Der DTV schlägt ein Ampelsystem vor. In der Stufe Grün bei einer Sieben-Tage-Inzidenz bis maximal 35 soll Tourismus in allen Bereichen unter Beachtung der strengen Regeln möglich sein. Die Inzidenz gibt die Infektionen binnen sieben Tagen bezogen auf 100 000 Einwohner an. Oberhalb von 35 sieht das Strategiepapier spezifische Auflagen verpflichtend vor (Stufe gelb). Bei einer Inzidenz von mehr als 50 (Stufe rot) sollen Reiseziele ihre touristischen Angebote schließen. Meyer warnte vor einem weiteren Hin und Her von Öffnung und Schließung. Einen "Jojo-Effekt" verkrafte die Branche nicht. Bund und Länder seien nun gefordert, "im Dialog mit der Branche für eine sichere und gerechte Öffnungsstrategie des Deutschlandtourismus zu sorgen". In dieser Woche soll den Angaben zufolge die Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur Erarbeitung einer bundesweiten Öffnungsstrategie tagen. Nachrichten von Dienstag, den 2. Februar Swiss International Air Lines reduziert aufgrund der verschärften Reiserestriktionen den bereits verringerten Flugbetrieb in Genf bis Ende Februar auf ein absolutes Minimum. Nur die Flugverbindungen aus Genf zum Drehkreuz der Swiss in Zürich und nach Frankfurt werden mit 13 bzw. sieben wöchentlichen Frequenzen aufrechterhalten. "Am Drehkreuz der Swiss in Zürich kann aufgrund von Zubringer- und Frachtflügen ein Großteil der angebotenen kontinentalen und interkontinentalen Strecken aufrechterhalten werden", heißt es positiv in einer Presserklärung. Dennoch wird das bereits stark verringerte Flugangebot im Februar 2021 nochmals reduziert. Damit bietet die Schweizer Fluglinie in diesem Monat nur noch zehn Prozent des Flugprogramms von 2019. Nachrichten von Donnerstag, den 28. Januar Der Norden macht dicht: Aus Bedenken vor mutierten Coronavirus-Varianten verschärft nach Dänemark und Finnland auch Norwegen seine Einreisebeschränkungen. Ab Mitternacht in der Nacht zum Freitag werden die norwegischen Grenzen für praktisch alle Menschen geschlossen, die nicht im Land wohnen. Dabei handele es sich um die strengsten Einreisebeschränkungen seit März des vergangenen Jahres. Es gebe jedoch Ausnahmen, etwa für Arbeitnehmer mit kritischen Funktionen, den Warentransport und Gesundheitspersonal aus den Nachbarländern Schweden und Finnland. Seit Mittwoch gelten auch in Finnland verschärfte Einreiseregeln. Dänemark lässt seit dem 9. Januar bis auf wenige Ausnahmen nur noch Menschen ins Land, die einen triftigen Einreisegrund sowie einen negativen und maximal 24 Stunden alten Corona-Test vorweisen können. Schweden hat zudem seine Grenzen nach Norwegen geschlossen. Norwegen ist bislang relativ gut durch die Corona-Krise gekommen, hat aber auch seine Probleme mit der Pandemie. Zuletzt hat ein Ausbruch der britischen Coronavirus-Variante in einem Pflegeheim nahe Oslo zu Bedenken und strikten Maßnahmen in der Hauptstadtregion geführt. Im europäischen Vergleich zählen die norwegischen Neuinfektionszahlen jedoch seit längerem zu den niedrigsten des gesamten Kontinents. Nachrichten von Dienstag, den 26. Januar Eigentlich wollte die italienische Reederei Costa Crociere bereits am 31. Januar den Kreuzfahrtbetrieb mit der "Costa Deliziosa" wieder aufnehmen. Doch jetzt wurden auch alle geplanten Abfahrten mit der "Costa Firenze" und "Costa Luminosa" abgesagt. Zu Begründung hieß es, "dass die Gäste unter den derzeitigen restriktiven Regelungen keine angemessenen Urlaubserlebnisse während der Landausflüge genießen und die Häfen und ihre Umgebung nicht ausreichend erkunden könnten." Stattdessen soll am 13. März zunächst nur ein Schiff in See stechen. Die "Costa Smeralda" wird dann die immer wieder verlängerte Winterpause beenden. Der mit Flüssigerdgas angetriebene Neubau soll die Häfen von Savona, La Spezia, Civitavecchia, Neapel, Messina und Cagliari anlaufen. Nachrichten von Samstag, den 23. Januar Die bei Deutschen beliebte spanische Urlauberinsel Ibiza wird ab Samstag wegen steil ansteigender Coronazahlen vorerst bis zum Monatsende weitgehend abgeriegelt. Die wie Mallorca, Menorca und Formentera zu den Balearen-Inseln im Mittelmeer gehörende Insel darf dann nur noch aus triftigem Grund besucht werden, etwa um zur Arbeit oder zum Arzt zu kommen, wie die deutschsprachige "Mallorca Zeitung" berichtet. Die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen 14 Tagen sei auf Ibiza auf mehr als 1800 gestiegen, meldete die Nachrichtenagentur Europa Press. Auch auf den anderen Balearen-Inseln ist die Lage kritisch. Insgesamt liegt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen auf den Balearen bei 309. In Deutschland wurde dieser Wert mit 115 angegeben. Auf Mallorca demonstrierten am Freitag erneut Gastronomen gegen die Schließung der Gaststätten und die aus ihrer Sicht zu geringen staatlichen Hilfen. Genehmigt war eine Kundgebung, bei der alle Teilnehmer in ihren Autos bleiben mussten. Aber neben mehreren hundert Fahrzeugen beteiligten sich auch rund 1000 Fußgänger an der Demo. Die Polizei schritt nicht ein. Nachrichten von Mittwoch, den 20. Januar Seit heute fliegt die Airline aus dem Stadtstaat Singapur wieder regelmäßig nach München. Dreimal pro Woche steht die Verbindung auf dem Flugplan. Auch Frankfurt und Zürich werden ab dieser Woche wieder täglich bedient. Bei allen Flügen kommt der treibstoffsparende Airbus A350-900 zum Einsatz, der über eine Kapazität von 253 Sitzen verfügt. Doch die Auslastung in der gesamten Flotte beträgt nach Angaben des General Manager von Singapore Airlines für den deutschsprachigen Markt, Alastair Hay-Campbell, nur 15 Prozent. Besser sieht es bei der Auslastung der Luftfacht-Kapazitäten aus: die liegt auf den Flügen nach Europa bei 94,7 Prozent. Insgesamt sieht der Airline-Manager eine "beginnende Markterholung". Da Singapur nicht mehr als Risikogebiet ausgewiesen wird, ist die Einreise in Deutschland für Fluggäste unproblematisch. An Bord hat Singapore Airlines ihre Reinigungsvorschriften verschärft, inklusive dem Einsatz von Nebelverfahren, Oberflächendesinfektion und den Einsatz von HEPA-Filtern (High Efficiency Particulate Air). Auch die Impfung gegen Corona der 5200 Mitarbeiter in Cockpit und Kabine hat bereits begonnen. Nachrichten von Montag, den 18. Januar Australien wird seine Grenzen für internationalen Reiseverkehr voraussichtlich auch 2021 nicht öffnen. "Ich denke, das ist die große Frage. Aber ich glaube, die Antwort ist Nein", sagte der Chefmediziner der australischen Regierung, Brendan Murphy, am Montag. Selbst wenn ein großer Teil der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft sei, könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Geimpften es weiterhin an andere übertragen könnten. "Ich denke, dass es den größten Teil dieses Jahres immer noch erhebliche Grenzbeschränkungen geben wird", so Murphy. Das Land hat seine Landesgrenzen seit März 2020 geschlossen. Auch wegen dieser Maßnahme ist Australien mit seinen 25 Millionen Einwohnern bislang vergleichsweise sehr glimpflich durch die Pandemie gekommen. Es wurden insgesamt bisher knapp 29.000 Infektionen verzeichnet, rund 900 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Das Leben ist vielerorts mittlerweile wieder relativ normal. Für zahlreiche Reiseunternehmen, Fluggesellschaften und Familien, die Angehörige im Ausland haben, seien die Pläne aber eine bittere Nachricht, so das Nachrichtenportal news.com.au. Nachrichten von Donnerstag, den 14. Januar Die schwer von der Corona-Krise getroffene Billigairline Norwegian Air Shuttle kehrt zurück zu ihren Anfängen: Norwegian Air werde künftig keine Langstreckenflüge mehr anbieten, sondern sich auf Europa konzentrieren, erklärte die Airline am Donnerstag. Norwegian war in den Jahren vor Beginn der Corona-Krise zum drittgrößten Billigflieger Europas aufgestiegen und hatte versucht, auch günstige Transatlantikflüge anzubieten, etwa, indem die Airline sich auf Verbindungen zwischen großen Städten konzentrierte und ihre Maschinen intensiv einsetzte. Doch die Fluggesellschaft häufte riesige Verluste an, auch und vor allem wegen technischer Mängel etwa mit der Boeing Dreamliner und der Boeing 737 Max. Ende September betrug der Schuldenberg 48,5 Milliarden Kronen (4,7 Milliarden Euro). Die Fluggesellschaft ist seit 2017 in den Miesen - die Corona-Krise verschärfte die Schwierigkeiten drastisch. Bei Norwegian sind derzeit sechs von 140 Maschinen und 600 von rund 10.000 Mitarbeitern im Einsatz. Anfang Dezember hatte die Airline Gläubigerschutz beantragt.2021 sollen wieder 50 Maschinen fliegen, im kommenden dann 70. Diesem Plan müssen die Gläubiger allerdings zustimmen. Nachrichten von Mittwoch, den 13. Januar Die Corona-Krise hat das Hotelgewerbe in Deutschland im vergangenen Jahr mit voller Wucht getroffen. Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Übernachtungen von Reisenden aus dem In- und Ausland gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent auf das Rekordtief von 299 Millionen gesunken. Das ist der niedrigste Stand seit dem Vorliegen gesamtdeutscher Ergebnisse im Jahr 1992 mit damals 318,4 Millionen Übernachtungen. Im November brach die Zahl Übernachtungen gegenüber dem Vorjahresmonat um 72,2 Prozent auf 9,0 Millionen ein. Zur Bekämpfung wieder steigender Corona-Zahlen war ein Teil-Lockdown verhängt worden. Übernachtungen von Privatreisenden in Hotels, Pensionen und anderen Beherbergungsbetrieben wurden verboten. Einen ähnlichen Rückgang hatte es auch im Mai 2020 mit minus 75 Prozent gegeben. Im April, also kurz nach dem Beginn des ersten Lockdowns, war die Zahl der Übernachtungen 89 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Nur knapp 39.500 der etwa 52.200 statistisch erfassten Beherbergungsbetriebe hatten den Angaben zufolge im November geöffnet. Die Wiesbadener Statistiker berücksichtigen Unterkünfte mit mindestens zehn Schlafgelegenheiten. Nachrichten von Samstag, den 9. Januar Auch wegen der Verlängerung des Lockdowns und der Verschärfung der Maßnahmen gegen das Coronavirus unterbricht die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises die Kreuzfahrtsaison länger als geplant. Man hoffe, diese "nach einer deutlichen Entspannung des Infektionsgeschehens in Deutschland" ab 6. März fortsetzen zu können, teilte das Unternehmen mit. Ursprünglich sollten Schiffe schon Mitte Januar wieder rund um die Kanarischen Inseln kreuzen. Im März sollen Fahrten um die Kanaren, in Nordeuropa und im Mittelmeer den Auftakt machen. Gäste, deren Reisen nicht wie ursprünglich geplant durchgeführt werden können, würden umgehend informiert, heißt es in der Mitteilung. Aida biete Umbuchungen an. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben nach fast 14-tägiger Unterbrechung seit Weihnachten wieder per Telefon und E-Mail erreichbar. Es hatte zuletzt wegen erheblicher IT-Probleme sogar Kreuzfahrten absagen müssen. In Medien war über einen möglichen Hackerangriff spekuliert worden. Die Rostocker Staatsanwaltschaft hatte die Ermittlungen übernommen. Aida will sich zu den Hintergründen nicht äußern. Nachrichten von Freitag, den 8. Januar Das Robert Koch-Institut in Berlin hat die Liste der Risikogebiete aktualisiert: Ab dem 9. Januar gelten nicht nur die Kanaren und Azoren als Risikogebiet, sondern auch die Madeira. Die Insel wird gerne von Kreuzfahrtschiffen, die von den Kanaren kommen, angelaufen. Seit mehr als sieben Tagen beträgt die Inzidenzzahl dort mehr als 50 pro 100.000 Einwohnern. Außerdem wird die Reisewarnung des Auswärtiges Amtes am 9. Januar auf ganz Irland ausgedehnt. Zuvor waren nur einzelne Regionen der Insel besonders ausgewiesen. "Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen wird derzeit gewarnt", heißt es bei den Reise- und Sicherheitshinweisen zu Irland. Für Reisende aus diesen Risikogebieten gilt: Zurück in Deutschland müssen sie sich sofort nach Einreise in eine zehntägige Quarantäne begeben. Wer sich nach fünf Tagen testen lässt und ein negatives Ergebnis vorweisen kann, für den gilt eine verkürzte Quarantäne-Zeit. Nachrichten von Dienstag, den 5. Januar Der deutsche Staat kann sich nach der Lufthansa nun auch in größerem Umfang an dem Reisekonzern Tui beteiligen. Die Eigner des schwer von der Corona-Krise getroffenen Unternehmens stimmten am Dienstag mit großer Mehrheit einem entsprechenden Recht zum Umtausch von Vermögenseinlagen in Aktien zu. Damit ist der Weg für den Bund frei, mit insgesamt bis zu 25 Prozent plus einem Anteilsschein bei der Tui einzusteigen. Das Unternehmen hatte seine Eigentümer zu einer außerordentlichen Hauptversammlung zusammengerufen, die wegen der Pandemie-Beschränkungen online ausgerichtet wurde. Dabei schufen die Aktionäre mehrheitlich die letzten formalen Voraussetzungen für eine größere staatliche Beteiligung. Die EU-Kommission hatte zuvor am Montagabend in Brüssel erklärt, dass die wettbewerbsrechtlichen Rahmenbedingungen für bis zu 1,25 Milliarden Euro an deutschen Hilfen aus ihrer Sicht erfüllt sind. Im Einzelnen geht es dabei um eine stille Beteiligung an Tui von 420 Millionen Euro, die der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) laut Beschluss der Aktionäre nun in direkte Anteilsscheine umwandeln darf. Zudem umfasst das Paket eine ebenfalls wandelbare Anleihe im Wert von 150 Millionen Euro, für die bereits im Spätsommer die wesentlichen Bedingungen geklärt worden waren. Hinzu kommt jetzt noch eine zweite, allerdings nicht wandelbare stille Beteiligung von bis zu 680 Millionen Euro. Die genaue Ausschöpfung dieses letzten Teils ist unter anderem abhängig davon, ob sich das Land Niedersachsen am Tui-Hauptsitz Hannover bereiterklärt, eine Summe von bis zu 400 Millionen Euro mit einer eigenen Garantie abzusichern. Die Corona-Zahlen steigen auf Mallorca seit Wochen stark. Inzwischen sind sie so hoch wie sonst kaum wo in Spanien. Zugleich wachsen Arbeitslosigkeit, soziale Not und Hunger. Zuletzt kletterte die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen 14 Tagen auf 530, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Wochenlang waren die Balearen unangefochten das Epizentrum der Pandemie in Spanien gewesen, am Montag wurden sie von Extremadura überholt. Auf Mallorca, wo die 14-Tage-Inzidenz nach jüngsten amtlichen Angaben sogar bei 608 lag, geht die Angst um. Der Winter könnte noch "heißer" werden als von Carbonero befürchtet. Man hat Angst vor einem Kollaps der Intensivstationen, die immer voller werden. "Wir erleben eine schreckliche Situation, die wir uns auch nicht in unseren schlimmsten Träumen hätten vorstellen können", räumte Regionalpräsidentin Francina Armengol kurz vor Silvester ein. Auf Mallorca, wo die 14-Tage-Inzidenz nach jüngsten amtlichen Angaben sogar bei 608 lag, geht die Angst um. Der Winter könnte noch "heißer" werden als von Carbonero befürchtet. Man hat Angst vor einem Kollaps der Intensivstationen, die immer voller werden. "Wir erleben eine schreckliche Situation, die wir uns auch nicht in unseren schlimmsten Träumen hätten vorstellen können", räumte Regionalpräsidentin Francina Armengol kurz vor Silvester ein. Nachrichten von Montag, den 4. Januar Ob Sonne tanken in Dubai oder Skifahren in Winterberg: Comedian Oliver Pocher hat in den sozialen Netzwerken seine Follower gebeten, derzeit auf solche Aktivitäten zu verzichten. "Leute... niemand hat etwas gegen Urlaub oder Schnee... auch ich war schon einmal im Skiurlaub oder auch in der Sonne und in Dubai... nur einfach sich nochmal ein paar Monate zurückhalten und seinen Egoismus hinten anstellen", schreibt er. Und: Wer es doch tue, solle dies für sich behalten und nicht im Netz "zur Schau stellen". Unter dem Beitrag postete er ein Foto aus dem sonnigen Dubai und eines aus einem verschneiten Wald, mit kopierter Ortsmarke von Winterberg und dem Kommentar: "Gefühlt ganz Instagram zur Zeit." In Winterberg in Nordrhein-Westfalen hatte es am Wochenende wie in anderen verschneiten deutschen Ausflugsgebieten einen Ansturm von Ausflüglern gegeben. In Winterberg gilt ein Betretungsverbot.

 

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Unbekannter fällt 15 Meter hohen Baum in Nördlingen

In Nördlingen ist eine 15 Meter hohe Fichte gefällt worden. Doch die Polizei weiß nicht, von wem und sucht nach Zeugen.

 

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Uffizien gegen Pornhub: Serie zu erotischen Gemälden

Das Florentiner Museum prüft eine Klage gegen die Plattform, die "Classic Nudes" publiziert hat. Darunter "Die Geburt der Venus“, "Les Oreads“ oder "Die drei Grazien“. Die Uffizien und andere weltweit bekannte Museen gehen gegen die Porno-Plattform Pornhub auf die Barrikaden. Sie protestieren gegen die Publikation einer Serie zu erotischen Gemälden und Skulpturen in sechs Kunstmuseen in Europa und den USA, die Pornhub mit dem Titel "Classic Nudes" lanciert hat. Gezeigt wird unter anderem Botticellis Meisterwerk "Die Geburt der Venus", das in den Uffizien aufbewahrt ist. "Einige der besten Pornos der Welt gibt es nicht auf Pornhub, man findet sie nur in einem Museum", betonte der ungarisch-italienische Pornostar Cicciolina, Ex-Frau des US-Künstlers Jeff Koons, in einer Einführung zu "Classic Nudes", in der sie als Botticellis Venus auftritt. Dutzende von Werken finden sich in "Classic Nudes", darunter William Bouguereaus "Les Oreads" (1902), Peter Paul Rubens' "Die drei Grazien" (1630-1635) und das "Porträt der Madeleine" (1800) von Marie-Guillemine Benoist. "Pornografie könnte als Kunst betrachtet werden und einige Kunstwerke können bestimmt als pornografisch bezeichnet werden", lautet der Slogan Pornhubs, der Serie zu den "Classic Nudes" lanciert hat. Hintergründe zu den Kunstwerken werden vom Portostar Asa Akira erzählt. Die Uffizien reagierten verärgert auf die Initiative Pornhubs. Laut einem Sprecher prüft das Florentiner Museum eine Klage gegen die Plattform. Ein Rechtsanwalt sei bereits eingeschaltet worden. Für die kommerzielle Nutzung der Bilder sei eine Genehmigung seitens des Museums notwendig, die von Pornhub nicht beantragt worden sei. Laut dem Uffizien-Sprecher erwäge auch das Louvre-Museum rechtliche Schritte gegen Pornhub. Dasselbe gilt für anderen Museen wie das Metropolitan Museum of Modern Art in New Yord, das Prado in Madrid und die National Gallery in London, von denen Bildern stammen, die Pornhub in seiner Serie zeigt. Laut dem namhaften italienischen Kunstexperten Vittorio Sgarbi müsste Pornhub für eine kommerzielle Nutzung der Bilder aus den Museen die Rechte dafür abgelten. Die Initiative Pornhubs wurde vom italienischen Pornostar und Regisseur Rocco Siffredi begrüßt. "Pornhub weiß, dass Provokation die beste Werbung ist", so Siffredi. (APA)

 

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Pachtpreise in der NRW-Landwirtschaft deutlich gestiegen

Die Pachtpreise für landwirtschaftliche Flächen in Nordrhein-Westfalen sind in den vergangenen zehn Jahren um 53,7 Prozent gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes von Dienstag lag der durchschnittliche Pachtpreis 2020 bei 518 Euro pro Hektar. Das waren 181 Euro mehr als im Jahr 2010. Für Ackerland mussten die Landwirte pro Hektar im vergangenen Jahr im Schnitt 614 Euro zahlen (2010: 402 Euro), für Grünland 266 Euro (2010: 183 Euro). 2020 wurden von den 1,5 Millionen Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche in NRW 0,8 Millionen verpachtet. Das sind knappt 58 Prozent. Vor zehn Jahren lag der Anteil noch bei rund 55 Prozent. Dabei geht auch hier wie bei den Tierhaltern der Trend zu großen Betrieben. Der Anteil der Großbetriebe mit einer Pachtfläche ab 100 Hektar lag im vergangenen Jahr um knapp 30 Prozent höher als noch vor zehn Jahren. Die Zahlen basieren auf Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2020. Alle zehn Jahre werden bundesweit Daten der landwirtschaftlichen Betriebe erfasst.

 

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Bundestagswahl 2021 in Grafiken: die aktuellen Umfragewerte der Parteien

Hannover. „Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre?“ Mit dieser Frage wenden sich die Meinungsforschungsinstitute regelmäßig an eine repräsentative Gruppe von 1000 bis 2000 Personen, um diese nach ihrer Wahlabsicht zu befragen. Die Institute Insa und Yougov setzen auf Onlinebefragungen, das Institut für Demoskopie Allensbach sucht den persönlichen Kontakt von Angesicht zu Angesicht, die übrigen Institute wie Forsa, Kantar und die Forschungsgruppe Wahlen setzen auf Telefoninterviews. Alle Umfragen sind Momentaufnahmen, denn bis zur Wahl kann sich noch einiges tun. Um dem tatsächlichen Ergebnis dennoch etwas näherzukommen, berücksichtigen die Wahlforscher auch langfristige Faktoren wie Grundüberzeugungen, Parteibindungen und taktischen Überlegungen. Die folgende Grafik zeigt die jüngste Umfrage im Vergleich mit dem Wahlergebnis 2017. Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) liest fortlaufend die auf wahlrecht.de publizierten Umfragen der acht Meinungsforschungsinstitute aus und berechnet für jede Partei den Durchschnitt der vergangenen zehn Umfragen. Ausgehend vom Ergebnis der Bundestagswahl 2017 zeigt die folgende Grafik den Verlauf der Wahlabsichten bis zum aktuellen Stand vor der Bundestagswahl am 26. September 2021. Jeder Punkt entspricht einer einzelnen Umfrage. Die Linie zeigt den Durchschnittswert. Im Verlauf der Legislaturperiode haben die Regierungsparteien CDU/CSU und SPD spürbar Zustimmung verloren. Den zwischenzeitlichen Aufschwung zu Beginn der Pandemie hat die Union mittlerweile wieder eingebüßt. Die Maskenaffäre, die anfangs schleppende Impfkampagne und der zähe Kampf um die Kanzlerkandidatur sind mögliche Gründe. Einen Teil der Verluste konnte die Partei seitdem allerdings wieder aufholen. Die Grünen konnten in der Mitte der Legislaturperiode von den Klimaprotesten von Fridays for Future profitieren und erzielten gute Ergebnisse in der Europawahl. Derzeit sammeln sie viele enttäuschte Wählerinnen und Wähler der Union ein und bekamen nach der reibungslosen Nominierung von Annalena Baerbock als Kanzlerkandidaten viel Zustimmung. Die anschließende Kritik an nicht angemeldeten Nebeneinkünften, unkorrekten Angaben im Lebenslauf und abgeschriebenen Inhalten im Buch von Annalena Baerbock haben allerdings wieder einige Prozentpunkte in den Umfragen gekostet. Die FDP lag in der Anfangsphase der Pandemie nur knapp über der Fünf-Prozent-Hürde, hatte zuletzt aber wieder bessere Umfragewerte. Wenn die Parteien ihre derzeitigen Umfragewerte in Wahlergebnisse ummünzen würden, wären folgende Koalitionen auf Bundesebene rechnerisch möglich. In der Auswahl sind nur Bündnisse mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Eine Zusammenarbeit mit der AfD beispielsweise haben die übrigen Parteien ausgeschlossen. Als relativ wahrscheinlich gilt eine Koaltion von CDU/CSU und Grünen. Auch eine sogenannte Ampel aus Grünen, SPD und FDP und eine Jamaika-Koalition aus CDU/CSU, Grünen und FDP gilt als denkbar. Die folgende Grafik zeigt die durchschnittlichen Umfragewerte der Parteien seit 1998 und die Bundestagswahlergebnisse. Mit den Schaltern lassen sich einzelne Parteien an- und abwählen. Die Drop-down-Menüs verändern die dargestellte Zeitspanne und die dargestellten Meinungsforschungsinstitute. Seit 1998 regierten Koalitionen aus SPD und Grünen (1998 bis 2005), Union und SPD (2005 bis 2009), Union und FDP (2009 bis 2013) und erneut aus Union und SPD (2013 bis 2021). Die einstmals große Koalition ist seit ihrer ersten Amtszeit von 70 Prozent auf rund 50 Prozent der Wählerstimmen geschrumpft und bekommt in den Umfragen derzeit nicht einmal mehr eine Mehrheit. Vom Niedergang der Volksparteien, insbesondere der SPD, profitieren die kleineren Parteien in unterschiedlichem Maß. Die FDP verpasste zwischenzeitlich sogar den Einzug in den Bundestag, hatte bei der Wahl 2017 aber immerhin wieder ein zweistelliges Ergebnis. Die AfD wurde neu gegründet und zog 2017 mit 12,6 Prozent erstmals in den Bundestag ein. Die Grünen holten 2017 mit 8,9 Prozent zwar deutlich weniger Stimmen bei Wählerinnen und Wählern, konnten seither aber am stärksten in der Wählergunst zulegen und lagen im Juni 2019 erstmals in den Umfragen vor der Union. Die Linke liegt zwar meist komfortabel über der Fünf-Prozent-Hürde, konnte sich aber darüber hinaus kaum steigern. Die Wahlkarte hat sich seit 1998 deutlich gewandelt. Während die SPD bis 2005 noch weite Teile Deutschlands vor allem im Norden und Osten nach Zweitstimmen für sich entscheiden konnte, ist die Parteifarbe im Jahr 2017 nur noch im Ruhrgebiet und in Nordhessen flächendeckend zu sehen. Die meisten übrigen Regionen konnte die Union für sich entscheiden. Nur einige Wahlkreise in Ostdeutschland fielen an Linke, Grüne und AfD, die damit erstmals auf der Wahlkarte in Erscheinung trat. Die folgende Karte zeigt die Bundestagswahlergebnisse in den Wahlkreisen seit 1998. Mit den Pfeilen lassen sich die einzelnen Wahljahre auswählen. Darunter lässt sich zwischen dem Ergebnis nach Erst- und Zweitstimmen hin- und herschalten. Neben der Färbung nach der stärksten Partei lassen sich auch die Ergebnisse einzelner Parteien anzeigen. Das jeweils beste und schlechteste Ergebnis ist hervorgehoben. Das Bundesgebiet ist 2021 wie seit 2002 üblich in 299 Wahlkreise eingeteilt. Dabei werden die Wahlkreise so zugeschnitten, dass in jedem Wahlkreis etwa gleich viele Bürgerinnen und Bürger leben, um die Gleichmäßigkeit der Repräsentation zu gewährleisten (etwa 250.000). Im Vergleich zur Bundestagswahl 2017 wurden deshalb 17 Wahlkreise neu abgegrenzt. Bei Bundestagswahlen haben die Wählerinnen und Wähler zwei Stimmen: Mit der Erststimme wählen sie einen Kandidaten ihres Wahlkreises (Direktmandat), mit der Zweitstimme wählen sie die Landesliste einer Partei. Entscheidend für die späteren Kräfteverhältnisse im Parlament sind dabei die Zweitstimmen, nach deren Verhältnis die Sitze an die Parteien verteilt werden. Die Erststimme soll hingegen sicherstellen, dass jeder Wahlkreis in Deutschland mindestens einen Abgeordneten entsendet, sodass Bürgerinnen und Bürger sich bei regionalen Belangen direkt an diesen Abgeordneten wenden können. Es kann zu Überhangmandaten kommen, wenn die eine Partei mehr Direktmandate holt, als ihr nach der Anzahl der Zweitstimmen zustehen. Dieses Wahlsystem wird auch als „personalisiertes Verhältniswahlrecht“ bezeichnet. Neben der Bundestagswahl werden in unterschiedlichen Abständen 16 Landtage gewählt. Am 26. September 2021 beispielsweise werden gleichzeitig zur Bundestagswahl die Landtage in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und voraussichtlich Thüringen gewählt. Die folgenden Grafiken zeigen die Stimmenanteile der Parteien in den Landtagswahlen und in den entsprechenden Umfragen in den einzelnen Bundesländern. Klicken Sie auf „größere Zeitspanne“, um sich eine längerfristige Entwicklung anzeigen zu lassen. Während im Bund bisher der Regierungschef bzw. die Regierungschefin die meiste Zeit von der CDU und einige Jahre von der SPD gestellt wurde, sieht das Bild in den Ländern etwas vielfältiger aus. In Baden-Württemberg etwa regiert der Grüne Winfried Kretschmann, in Thüringen der Linke Bodo Ramelow. In Sachsen konkurriert die AfD mit der CDU darum, die stärkste politische Kraft zu werden. Bisher ist aber keine Partei bereit, zusammen mit der AfD eine Regierung zu bilden. RND

 

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Kitz-Turnierdirektor Antonitsch: „Wir waren uns mit Dominic Thiem einig“

Seit zehn Jahren ist Alexander Antonitsch Turnierdirektor der Generali Open (24.–31. Juli) in Kitzbühel. Worauf der Kärntner stolz ist, was ihn antreibt und warum die Spielvereinigung ATP umdenken sollte. Zehn Jahre ist es her, dass Sie das Amt des Turnierdirektors in Kitzbühel angetreten haben. Was macht Sie im Rückblick am meisten stolz? Mit einem Jahr Verspätung gehen die Olympischen Spiele vom 23. Juli bis zum 8. August i... Wer drückt den Olympischen Spielen in Tokio (ab Freitag) seinen Stempel auf? Eine Handv... Silverstone hinterlässt Spuren. Nach einer Kollision mit Max Verstappen schlägt Lewis H... Für Formel-1-WM-Leader Max Verstappen hat der Grand Prix von Großbritannien in jähes En... Der Slowene schloss das weltweit wichtigste Radrennen mit 5:20 Minuten Vorsprung auf de...

 

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Loch Ness in Schottland: Findet man Nessie wirklich in den Highlands?

Ob Reisende das Monster von Loch Ness jemals in den Highlands entdecken werden? Wer genau hinhört, kann das Ungeheuer in den Mythen der Schotten finden. Nessie ist wohl das bekannteste Seeungeheuer der Welt. Es soll im Loch Ness in Schottland hausen und sorgt immer wieder für Schlagzeilen, wenn Forscher versuchen, das Rätsel um seine Existenz zu lösen. Neben der ersten Sichtung im Jahr 565, gab es weitere Erwähnungen im 16. und 17. Jahrhundert und auch noch danach. Wissenschaftler vermuten, dass riesige Welse im Loch für den Monstermythos verantwortlich sein könnten. Ein Wels kann bis zu vier Meter lang, mehr als 400 Kilogramm schwer und gut 30 Jahre alt werden. Touristen, die den Sagen rund um das Seeungeheuer Nessie nachspüren wollen, sind eine wichtige Einnahmequelle der Region. Das Zentrum des Monstertourismus ist das Dorf Drumnadrochit. Ob Nessie lebt, wird wohl auch in Zukunft umstritten bleiben. Zumindest in den Mythen und Herzen der Schotten hat das schaurige Ungeheuer seinen Platz sicher. Loch Ness ist ein von Gletschern geschaffener Süßwassersee im schottischen Hochland. Als "Loch" werden in Schottland allgemein stehende Gewässer und Meeresbuchten bezeichnet. In Drumnadrochit können Touristen auf die Jagd gehen nach dem Monster von Loch Ness. Das Dorf liegt am Ufer des Sees und gilt als das Zentrum des Nessie-Mythos. Nur etwa drei Kilometer entfernt liegt Urquhart Castle. Die Burgruine ist beliebt bei Touristen, die in dem Besucherzentrum mit allen Informationen zur belebten Geschichte der Felsenburg versorgt werden. Wer eine Bootstour auf Loch Ness unternehmen möchte, kann das von Inverness aus tun. Die Stadt liegt nur unweit vom See entfernt und ist durch den Caledonian Canal mit Loch Ness verbunden. Reisende, die der Natur besonders nahe sein wollen, können am Loch Ness campen. Am Ostufer des Lochs liegt der Campingplatz "Loch Ness Shores Club Site". Der Campingplatz hat von Campern auf der ADAC-Webseite gute Bewertungen bekommen. Eine dreiköpfige Familie zahlt laut ADAC ab 35,55 Britische Pfund (etwa 40,57 Euro) pro Nacht. Die Legenden rund um das Monster von Loch Ness haben sich auch in der Popkultur niedergeschlagen. Zahlreiche Filme beschäftigen sich mit den Highlands und dem Ungeheuer aus dem See. Auch die Fernsehserie "Loch Ness" spielt in der mythischen Umgebung. Darin wird für Annie die Suche nach einem Serienmörder zu einem Spiel auf Leben und Tod. Im Comic "Asterix bei den Pikten" hat Nessie einen Auftritt als liebenswürdiges Seeungeheuer, das den beiden Helden Asterix und Obelix hilft, ihr Abenteuer zu bestehen. Auch wenn es manchmal merkwürdige Dinge apportiert. In verschiedenen Ländern fasziniert das Seeungeheuer die Menschen. So tragen zahlreiche Pubs und Gaststätten den Namen "Loch Ness".

 

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2. Bundesliga – Wegen Corona-Fall: Schalke 04 begibt sich in Quarantäne

Am Freitag startet die 2. Bundesliga in die neue Saison – und schon hat der erste Klub Corona-Sorgen. Absteiger Schalke 04 wird vorerst abgeschottet von der Öffentlichkeit trainieren. Das Zweitliga-Team des FC Schalke 04 begibt sich aufgrund eines positiven PCR-Coronatests geschlossen in ein Quarantäne-Trainingslager. Das bestätigte der Bundesliga-Absteiger am Dienstagvormittag. Die Königsblauen hatten das Nachmittagstraining am Montag abgesagt, nachdem es beim Corona-Schnelltest am Morgen innerhalb der Mannschaft ein positives Ergebnis gegeben hatte. Der Name der betreffenden Person wurde von Schalke bisher nicht genannt, sie begab sich umgehend in häusliche Isolation und bleibt vorerst in dieser. Nach Angaben des Klubs brachten alle weiteren Schnelltests negative Ergebnisse.

 

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Boxlegende René Weller leidet an Demenz

Es muss ein Schlag für ihn gewesen sein: Box-Legende René Weller ist an Demenz erkrankt.28 Jahre nach seinem Karriereende muss der heute 67-Jährige seinen wohl härtesten Kampf bestreiten. 55 Kämpfe und dabei nur eine einzige Niederlage. Zudem wurde René Weller fünfmal zum Boxer des Jahres gekürt. Mit seiner kurzen Badehose wurde er zum Sexsymbol und Frauenschwarm. Auch in diversen TV-Formaten wie "We Are Family", "So lebt Deutschland", "Frauentausch" oder auch "Mieten, wohnen, kaufen" hatte der frühere Profi-Sportler Auftritte. Doch nun verrät seine Frau Maria: Der 67-Jährige leidet an Demenz! "René geht es nicht gut, er hat Demenz", so Maria zu "Bild" bei einem Hausbesuch. Und die Diagnose wurde nicht erst vor Kurzem gestellt, wie die 64-Jährige erzählt: "Als wir die Diagnose vor sieben Jahren bekamen, musste ich weinen. Was ich erlebt habe, ist eine riesige Herausforderung." Seit November 2013 sind René und Maria, die früher als Journalistin gearbeitet hat, verheiratet, wohnen zusammen in Pforzheim, wo Weller auch eine Boxschule betreibt. Durch die Corona-Pandemie sei der Alltag des erkrankten Boxers besonders schwer, da er so gut wie keinen Besuch erhalten habe, wie Maria erklärt. "Manchmal habe ich René ins Auto gepackt und bin in Pforzheim spazieren gefahren. Inzwischen muss ich die Wohnung immer abschließen", so Wellers Ehefrau. "Vor Wochen ist er aus dem Haus gegangen und fand nicht mehr zurück. Pforzheimer Leute brachten ihn mir wieder." In ein Pflegeheim wolle sie ihren Mann allerdings nicht stecken. "Niemals! Solange ich kann, werde ich für meinen René da sein!"

 

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Erneuter Warnstreik bei Amazon in Bad Hersfeld

Beschäftigte des Online-Händlers Amazon haben in Bad Hersfeld erneut die Arbeit niedergelegt, um ihren Forderungen im jahrelangen Tarif-Streit Nachdruck zu verleihen. Der Warnstreik habe mit der Frühschicht am Dienstag um 05.30 Uhr begonnen, sagte eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi am Morgen. Es werde in den beiden Versandzentren mit einer Streikbeteiligung von etwa 500 Beschäftigten gerechnet. Die Gewerkschaft fordert unter anderem, dass Amazon die Tarifverträge für den Einzel- und Versandhandel anerkennt. In der laufenden Tarifrunde fordert Verdi eine Lohnsteigerung von 4,5 Prozent sowie 45 Euro pro Monat, ein tarifliches Mindestentgelt von 12,50 Euro und die Allgemeinverbindlichkeit der Tarifverträge. Laut Angaben der Sprecherin ist es der zwölfte Streiktag des Jahres. Zuletzt hatten die Beschäftigten in Bad Hersfeld Ende Juni die Arbeit niedergelegt. Der Warnstreik soll bis zur Ende der Nachtschicht am Mittwoch um 03.15 Uhr andauern. Amazon hatte bereits angekündigt, in seinen deutschen Versandzentren ab Juli einen Einstiegsstundenlohn von 12 Euro brutto einzuführen. Im Herbst 2022 soll dieser auf 12,50 Euro steigen.

 

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Corona-Karte: Inzidenzwerte in den Landkreisen

Der Inzidenzwert gilt als das wichtigste Kriterium zur Einschätzung des Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie. Das ist die Situation in den Landkreisen und Kreisstädten in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg: In eigener Sache: Wir haben die Einfärbung der Corona-Karte zu den Inzidenzwerten der Landkreise am 2. Juni 2021 angepasst. Aufgrund der glücklicherweise sinkenden Inzidenzzahlen war die Farbe stellenweise so hell, dass sowohl die Grenzen der Landkreise als auch die Zahlen, die beim Nutzen bei der Mouse-over-Funktion eingeblendet werden, zum Teil kaum noch sichtbar waren. Das haben wir nun verbessert. Unsere Karte bildet die Inzidenzwerte in den Landkreisen der fünf norddeutschen Länder ab. Sie zeigt zwei Zahlen. Die erste Wert ist die Sieben-Tage-Inzidenz, die das Robert Koch-Institut (RKI) täglich veröffentlicht. Nach ihr sind die Kreise in der Landkarte eingefärbt. Hotspots erscheinen dunkelrot. Aufgrund des Meldeverzugs entsprechen die Werte allerdings in der Regel nicht dem tatsächlichen Infektionsgeschehen, sondern fallen niedriger aus. Wir geben darum als zweite Zahl eine Schätzung an, wie hoch die Sieben-Tage-Inzidenz ohne Meldeverzug sein könnte. Sie sehen ihn, wenn Sie auf einen der Landkreise klicken. Dieser Wert kommt der tatsächlichen Entwicklung der Pandemie näher. Lesen Sie hier mehr zu den Inzidenzwerten. Sinken die Infektionszahlen weiterhin? Wie hoch ist die Impfquote bei Ihnen zu Hause? Geben Sie hier Ihre Postleitzahl ein, um die aktuellen Corona-Zahlen für Ihren Landkreis zu sehen. Hinweis: Da in manchen Fällen Postleitzahlgrenzen der Deutschen Post die administrativen Landkreisgrenzen überschneiden, kann es in seltenen Fällen zu falschen Landkreiszuordnungen kommen. Nutzen Sie dann am besten die Postleitzahl Ihrer Kreisstadt. Sie können diese Zahlen auch in allen NDR Apps abfragen. Alle Landkreise in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie Hamburg und Bremen informieren täglich (oft allerdings nicht am Wochenende) auf ihren Websites über die Entwicklung der Pandemie vor Ort. Dort erhalten Sie die neuesten Zahlen zu den Corona-Neuinfektionen und -Inzidenzen. Sie bilden in der Regel auch die Grundlage für weitere Schutzmaßnahmen vor Ort. In der Tabelle finden Sie eine Link-Sammlung zu den offiziellen Corona-Informationen Ihres Landkreises. Während der ersten Corona-Welle im Frühjahr 2020 war der Norden Deutschlands, und insbesondere Mecklenburg-Vorpommern, im Vergleich zum Süden oder Westen des Landes weniger stark betroffen. Das hat sich seit der zweiten Welle deutlich verändert. Mittlerweile sind die Zahlen aber in ganz Norddeutschland stark gesunken. Wie in der obigen Norddeutschland-Karte sehen Sie auch in der folgenden Deutschlandkarte zwei Werte, wenn Sie mit der Maus über die Landkarte fahren oder einzelne Landkreise antippen: den offiziellen Wert des Robert Koch-Instituts, der jedoch dem tatsächlichen Infektionsgeschehen wegen des Meldeverzugs hinterherhinkt, sowie eine Schätzung, die der tatsächlichen Pandemie-Entwicklung näherkommt. Je nachdem, wie groß der Meldeverzug in den einzelnen Landkreisen ist, kann der Unterschied zwischen beiden Zahlen erheblich sein.

 

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Zur Geburt bekommen werdende Väter oftmals ein eigenes Geschenk

Während Frauen teilweise stundenlang in den Wehen liegen und mit kaum vorstellbaren Schmerzen zu kämpfen haben, können ihre Männer nichts weiter tun, als ihnen beizustehen und geduldig zu warten. Um ihnen die Zeit bis dahin etwas zu verkürzen, gibt es praktische Geschenke für werdende Väter. Aber auch unabhängig davon gibt es viele schöne Ideen zur bevorstehenden Geburt, die sich gezielt an Männer richten. Wenn Sie noch auf der Suche nach einer kleinen Aufmerksamkeit für einen Freund oder Kollegen, Verwandten oder Partner sind, werden Sie möglicherweise in der folgenden Liste fündig. Den Anfang macht ein nicht ganz ernst gemeintes Geschenk: die Nasenklammer. Sie soll dem werdenden Vater in den ersten Wochen beim Windeln wechseln treue Dienste leisten. Irgendwann gewöhnt man(n) sich sowieso an den Geruch, sodass die Klammer dann nicht mehr vonnöten sein wird. Hoffentlich. Ist der werdende Vater ein leidenschaftlicher Musiker? Dann ist dieses kuschelige Greifspielzeug genau das richtige Geschenk für ihn: Das Set besteht aus einer Gitarre, einem Mikrofon als auch einem Radio – alle Instrumente beinhalten etwas, das rasselt oder knistert. So können Vater und das Neugeborene prima gemeinsam musizieren. Ist die zu beschenkende Person ein Fan von "The Walking Dead", bildet dieses T-Shirt die perfekte Symbiose aus seiner Lieblingsserie und seinem zukünftigen ich ab: Denn leidet der frisch gebackene Vater in den ersten Wochen unter akutem Schlafmangel, wird er sich manchmal auch wie ein Zombie fühlen. Viele Männer fragen sich vor der Geburt: "Wie baut man eine Verbindung zu der Neuanschaffung auf, gestaltet man die Fehlersuche bei akustischen Signalen, programmiert den Fütterungsprozess oder aktiviert den nötigen Schlafmodus?" Diese Baby-Betriebsanleitung soll die nötigen Antworten liefern. "Vaterglück" enthält eine Kräutertee-Mischung aus grünem Honey- und Rotbusch, Fenchel, Anis, Kamille und Färberdisteln. Sie soll dem werdenden Papa einen Moment der Ruhe und Entspannung schenken, in dem er sich auf die bevorstehende Geburt und seine neue Rolle mental vorbereiten kann. Auch für werdende Väter gibt es technische Spielereien – nur haben die eben nichts mehr mit Zocken oder Lego zu tun: ein Babyphone beispielsweise inklusive digitaler Videokamera ist ein durchaus praktisches Geschenk. Es hilft den Eltern, nicht bei jedem Schrei sofort aufzuspringen und ins Kinderzimmer zu rennen. Im Mutterpass wird unter anderem das Gewicht vom Kind eingetragen, um den Schwangerschaftsverlauf zu dokumentieren. In diesem Schwangerschafts-Pass hingegen kann der Gewichtsverlauf des Vaters eingetragen werden – dazu gibt es praktische Checklisten und Informationen rund um die bevorstehende Geburt. In den ersten Monaten (oder Jahren) nach der Geburt kann akuter Schlafmangel zum stetigen Begleiter werden. Um Stress abzubauen, soll dieses Survival-Kit für Papas die Lösung sein: Es enthält fünf verschiedene Powernapping-Tools, die dem werdenden Vater die eine oder andere Ruhepause gönnen sollen. Der Aufenthalt im Krankenhaus ist eine Geduldsprobe auf Zeit, die viele unterschätzen. Plötzlich ist Akku vom Smartphone leer, noch kein Baby in Sicht und die nächste Steckdose weit entfernt. Damit werdende Väter weiterhin mit ihren Familien kommunizieren können, ist diese Powerbank ein sinnvolles Geschenk. Ja, Sie haben richtig gelesen: Hierbei handelt es sich um ein Malbuch für Erwachsene, das vor allem Männern die Wartezeit im Krankenhaus verkürzen soll. Und da Malen bekanntermaßen eine beruhigende Wirkung hat, kann das Buch für werdende Väter eine gute Ablenkung sein. Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

 

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Inflation: Erzeugerpreise mit stärkstem Anstieg seit 1982

Lesen Sie in diesem Artikel: Welche Faktoren die Preise treiben Was die seit Januar geltende Sondersteuer auf CO2 damit zu tun hat article:full_access

 

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Zoll stoppt fast 420.000 Dosen Eiskaffee aus Saudi-Arabien

Der Hamburger Zoll hat Tausende Kartons mit Eiskaffee aus Saudi-Arabien gestoppt, weil sie für den deutschen Markt nicht zugelassen sind. Die exakt 419.688 Dosen des Erfrischungsgetränkes sollten nun an diesem Dienstag wieder zum Empfänger zurückgeschickt werden, wie der Zoll in Hamburg mitteilte. Hintergrund ist, dass wegen des in dem Eiskaffee enthaltenen Milchpulvers die strengen deutschen tiergesundheitsrechtlichen Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Das sei nicht der Fall gewesen. Die Dosen wurden deshalb zunächst sechs Wochen lang sichergestellt. Mit den strengen Regeln soll das Einschleppen und Verbreiten von Tierseuchen verhindert werden.

 

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Jugendliche nach Streit am Gleisdreieck angegriffen und verletzt

Immer auf dem Laufenden in Berlin: Lesen Sie die aktuellen Meldungen aus Polizei, Justiz und Verkehr in unserem Blog. [Sicherheit vor der eigenen Haustür: In unseren Leute-Newslettern aus den zwölf Berliner Bezirken geht es auch oft um die Polizei. Die Newsletter können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

 

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An Krebs erkrankter Blink-182-Sänger Mark Hoppus: „Chemotherapie wirkt“

Los Angeles. Der Sänger der US-Rockband Blink-182, Mark Hoppus, hat positive Neuigkeiten zu seiner Krebserkrankung mit seinen Fans geteilt. „Die Scans deuten darauf hin, dass die Chemotherapie wirkt“, schrieb der 49-Jährige am Montag (Ortszeit) auf Twitter. „Ich habe noch monatelange Behandlungen vor mir, aber es sind die bestmöglichen Neuigkeiten.“ Er sei dankbar und verwirrt und fühle sich noch krank von der Chemo der letzten Woche. „Aber das Gift, das die Ärzte in mich pumpen, und die lieben Gedanken und Wünsche der Menschen um mich herum zerstören diesen Krebs. Ich werde einfach weiterkämpfen.“ Der Sänger und Bassist hatte Ende Juni über seine Social-Media-Kanäle bekanntgegeben, an Krebs erkrankt zu sein und sich in Chemotherapie zu befinden. „Ich versuche aber, positiv und hoffnungsvoll zu bleiben“, schrieb er da. Er könne es kaum erwarten, krebsfrei zu sein und seine Fans in naher Zukunft bei einem Konzert zu sehen. RND/dpa

 

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Britney Spears' Anwalt kündigt rasche Schritte gegen Vormundschaft ihres Vaters an

Britney Spears' neuer Anwalt will eine rasche Aufhebung der Vormundschaft ihres Vaters erwirken. Seine Kanzlei und er würden "entschlossen und zügig" an einem Antrag arbeiten, um Spears von der Vormundschaft ihres Vaters Jamie zu befreien, sagte Mathew Rosengart am Montag nach einer kurzen Anhörung vor dem zuständigen Gericht in Los Angeles. Er dankte den Fans der 39-jährigen Sängerin für die "überwältigende" Unterstützung. Wegen psychischer Probleme war Spears 2008 vorübergehend in eine Klinik zwangseingewiesen worden. Jamie Spears übernahm die Vormundschaft für seine Tochter und regelt seither ihre rechtlichen und finanziellen Angelegenheiten. Spears war im vergangenen Jahr vor Gericht gezogen, um ein Ende der Vormundschaft ihres Vaters zu erwirken. In der vergangenen Woche erzielte sie einen Etappensieg: Das Gericht erlaubte es ihr, einen eigenen Anwalt zu bestimmen. Ende Juni hatte die Sängerin in einer hochemotionalen Stellungnahme vor Gericht die Vormundschaft ihres Vaters als "missbräuchlich" bezeichnet. Sie sei "traumatisiert" und "deprimiert", dass ihr Vater ihr keinerlei Entscheidungsfreiheit lasse. Am Wochenende dann kündigte sie auf der Online-Plattform an, dass sie nicht mehr live auftreten werde, solange ihr Vater "bestimmt, was ich trage, sage, tue oder denke". Jamie Spears Anwälte haben in der vergangenen Woche bekräftigt, dass der 69-Jährige die Vormundschaft nicht von selbst abgeben werde. Die Vorwürfe der Sängerin bezeichneten sie als weit von der Wahrheit entfernt.

 

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Afrika-Verband unterstützt Reformidee für Fußball-WM

Der afrikanische Kontinentalverband CAF unterstützt die Pläne zur Ausrichtung der Fußball-Weltmeisterschaften im kürzeren Zwei-Jahres-Rhythmus, teilte das CAF-Exekutivkomitee nach einer Sitzung in Rabat mit.

 

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USA, EU und Verbündete klagten an: Peking wehrt sich gegen Hacker-Vorwürfe

Die Europäische Union, Großbritannien, die NATO und weitere Partner werfen dem kommunistischen China gemeinsam "bösartige Cyberaktivitäten" vor, wie das Weiße Haus am Montag erklärte. Am Dienstag wehrte sich Peking: Man habe damit nichts zu tun. Washington – Die US-Regierung und mehrere Verbündete machen China für "unverantwortliche böswillige Cyberaktivitäten" wie Hackerangriffe verantwortlich. Die Europäische Union, Großbritannien, die NATO und weitere Partner werfen dem kommunistischen China gemeinsam "bösartige Cyberaktivitäten" vor, wie das Weiße Haus am Montag erklärte. Unter anderem machen die USA China für den Angriff auf die E-Mail-Software Exchange Server vom US-Konzern Microsoft im März verantwortlich. Chinas "Muster unverantwortlichen Verhaltens" sei nicht mit Pekings Anspruch zu vereinbaren, in der Welt als verantwortungsbewusste Führungsmacht gesehen zu werden, hieß es. Das chinesische Ministerium für Staatssicherheit (MSS) setze auch kriminelle Hacker für Cyberangriffe ein, erklärte das Weiße Haus. In einigen Fällen hätten die mit der Regierung verbundenen Hacker auch sogenannte Ransomware-Angriffe gegen Unternehmen durchgeführt, mit denen Hacker Millionen Dollar erpressen wollten. Auch der Diebstahl von geistigem Eigentums und Kryptowährungen gehöre zum Repertoire von Chinas Cyberkriminellen. Chinas Weigerung, die Aktivitäten seiner Auftragshacker zu stoppen, koste Regierung und Unternehmen wegen gestohlener Daten, Erpressungen und Gegenmaßnahmen Milliarden Dollar. China wies die Vorwürfe eines groß angelegten Hackerangriffs auf das Softwareunternehmen Microsoft scharf zurück. Die chinesische Botschaft im neuseeländischen Wellington verurteilte die Anschuldigungen am Dienstag als "völlig unbegründet und unverantwortlich" und sprach von "bösartiger Verleumdung". Auch die chinesische Botschaft im australischen Canberra wies die Vorwürfe zurück und bezeichnete die US-Regierung als "Weltmeister der bösartigen Cyberangriffe". Die beiden Botschaften waren die ersten chinesischen Behörden, die auf die von den USA und mehreren Verbündeten erhobenen Vorwürfe vom Montag reagierten. Die US-Regierung hatte China für den Cyberangriff auf den E-Mail-Server Microsoft Exchange im März verantwortlich gemacht. US-Außenminister Antony Blinken warf dem chinesischen Staatssicherheitsministerium vor, ein Netzwerk von "kriminellen Auftragshackern" zu unterhalten. Cyberattacken gegen US-Ziele wurden in der Vergangenheit oftmals russischen Akteuren zugeschrieben. In diesem Jahr gab es bereits eine Reihe von Ransomware-Angriffen, die Hunderte Firmen trafen. Besonders schwerwiegend waren die Angriffe auf eine große US-Pipeline sowie zuletzt die Software-Firma Kaseya. Bei Angriffen mit Ransomware sperren oder verschlüsseln Hacker die Computersysteme ihrer Opfer, um von den Nutzern Geld für die Freigabe ihrer Daten zu erpressen. Die US-Regierung und die Verbündeten kündigten jedoch zunächst keine Konsequenzen wie Sanktionen gegen China an. US-Präsident Joe Biden wirbt bei den Verbündeten seit seiner Amtsübernahme für einen möglichst harten Kurs gegenüber China, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Biden sagte am Montag, China führe die Angriffe nicht selbst aus, "aber sie schützen jene, die es machen und unterstützen sie vielleicht". Gegen Russland hat Bidens Regierung in der Vergangenheit wegen Hackerangriffen bereits Sanktionen verhängt. Basierend auf Erkenntnissen der Geheimdienste geht die US-Regierung davon aus, dass Hackern mit MSS-Verbindungen für den Angriff auf den Microsoft Exchange Server verantwortlich waren. Dabei seien "Zehntausende Computer und Netzwerke" kompromittiert worden. Die US-Regierung habe in Gesprächen mit führenden Politikern in China deswegen ihre Bedenken kommuniziert, hieß es weiter. Das Justizministerium kündigte am Montag eine Anklage gegen vier MSS-Hacker an. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, jahrelang geistiges Eigentum in den Bereich der kommerziellen Luftfahrt, der Verteidigung und der Entwicklung von Medikamenten gestohlen zu haben. Auch die Formel für die von einem US-Hersteller produzierten Impfung gegen Ebola wollten die Hacker der Anklageschrift zufolge stehlen. "Diese strafrechtliche Anklage zeigt einmal mehr, dass China weiterhin Angriffe mit Cyberfähigkeiten nutzt, um zu stehlen, was andere Länder herstellen – in krassem Widerspruch zu seinen bilateralen und multilateralen Verpflichtungen", erklärte die stellvertretende Justizministerin Lisa Monaco. Das Ausmaß von Chinas Cyber-Angriffen gegen zahlreiche Branchen und Länder zeige, "dass kein Land und keine Industriezweig sicher ist", erklärte sie. Auch der Europäische Rat in Brüssel prangerte die "böswilligen Cyberaktivitäten" Chinas an, wie es am Montag hieß. Diese hätten erhebliche Auswirkungen auf Regierungsinstitutionen und politische Organisationen der EU-Mitgliedstaaten sowie auf europäische Schlüsselindustrien gehabt. Die EU fordere China auf, sich an internationale Normen zu halten und entschlossen gegen Cyberangriffe vorzugehen, erklärte der Rat. (APA/dpa) 📡 Weltweite Abhöraktion auf Journalisten und Aktivisten aufgedeckt Acht Jahre ist es her, dass Edward Snowden die Massenüberwachung auch von Otto Normalve... Einen "noch nie dagewesenen Überwachungsskandal" sieht der Vorsitzende des Deutschen Jo... In den Clubs wird wieder getanzt, in Büros darf wieder ohne Abstand gearbeitet werden u... Bei Protesten gegen Wasserknappheit im Südwesten des Landes soll es mehrere Tote gegebe... Die Stichwahl um eine Präsidentschaft in Peru hat mit einer Überraschung geendet. Der l...

 

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Hinter Steuer eingenickt: 20-Jähriger prallte in Kirchdorf mit Pkw gegen Bäume

Der 20-jährige Deutsche schlief aufgrund starker Übermüdung kurz hinter dem Steuer seines Autos ein und geriet dadurch in eine angrenzende Böschung. Das Auto prallte schließlich gegen zwei Bäume. Kirchdorf – Wegen Sekundenschlafs kam ein 20-jähriger Deutscher mit seinem Auto Montagabend von der Freilandstraße L 39 auf Höhe Kirchdorf von der Fahrbahn ab. Das Auto fuhr in die parallel verlaufende Böschung nahe einem Bachbett und stieß schließlich gegen zwei Bäume. Der 20-jährige Lenker war gegen 18.55 Uhr in Richtung Kössen unterwegs, als der Unfall passierte. Das Fahrzeug drehte sich bei dem Zusammenprall mit den Bäumen und kam entgegen der Fahrtrichtung zum Stillstand. Der Deutsche wurde unbestimmten Grades verletzt und mit der Rettung in das Krankenhaus nach St. Johann in Tirol eingeliefert. Am Pkw entstand Totalschaden. Auch die Böschung und die beiden Bäume wurden stark beschädigt. (TT.com) Der Lenker wurde bei dem Unfall auf einem steilen Hang in der Nähe seines Wohnhauses au... Die Vorarlbergerin wollte in St. Koloman im Tennengau ihr ins Rollen geratenes Auto auf... Ein Feuerwehreinsatz war am Montag kurz vor Mitternacht in Wängle notwendig, weil es in... Der Motorradfahrer dürfte das Anhalten des Pkw zu spät bemerkt haben und touchierte ihn... Der Mann verletzte sich beim Unfall am Samstag und wurde ins Krankenhaus eingeliefert....

 

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Bauarbeiten: Braunstraße wird teilweise gesperrt

Die Braunstraße in Hannover wird vom 22. Juli an bis Ende September teilweise gesperrt. Das beeinträchtigt sowohl den Straßen- als auch den Stadtbahnverkehr. Weil in der Braunstraße in der Calenberger Neustadt an Kanälen und Leitungen gearbeitet wird, steht dort von Donnerstag,22. Juli, an bis Ende September nur die Fahrspur Richtung stadteinwärts zur Verfügung. Dadurch werden sowohl Straßen- als auch Stadtbahnverkehr beeinträchtigt. Stadtauswärts können Auto- und Radfahrer die Braunstraße auf voller Länge zwischen Goetheplatz und Königsworther Straße nicht befahren. Für den Kraftfahrzeugverkehr läuft die Umleitung weiträumig über Brühlstraße, Bremer Damm und Westschnellweg. Radfahrerinnen und Radfahrer können über die Wege am Leineufer und Ihmeufer ausweichen. Im Stadtbahnverkehr fährt die Linie 10 von Donnerstag,21 Uhr, an bis Sonntag,25. Juli, Betriebsschluss, nur zwischen dem Endpunkt in Ahlem und der Haltestelle Am Küchengarten in Linden. Auf dem gesperrten Abschnitt zwischen Küchengarten und Hauptbahnhof pendeln als Ersatz Busse, die allerdings einen Umweg nehmen müssen. Von Montag,26. Juli, an bis einschließlich Dienstag,10. August, kann die Linie 10 dann nur zwischen Ahlem und der Haltestelle Glocksee sowie zwischen Hauptbahnhof und Goethestraße fahren. Für das fehlende 400 Meter lange Teilstück in der Braunstraße gibt es keinen Ersatzverkehr; es ist nur zu Fuß passierbar. Mobilitätseingeschränkten Fahrgästen empfiehlt die Üstra deshalb, am Hochbahnsteig Wunstorfer Straße von der Stadtbahn auf die Sprinterbuslinie 700 der Regiobus zu wechseln. Ursache für die Sperrungen ist der Bau des Hochbahnsteigs an der Station Glocksee, der Ende 2023 in Betrieb gehen soll. Dafür müssen Leitungen so verlegt werden, dass sie nicht unter dem künftigen Bahnsteig und den neuen Gleisen befinden. Außerdem will die Stadt dann die Braunstraße umgestalten, was zur Vorbereitung ebenfalls Arbeiten an den Leitungen mit sich bringt. Von Bernd Haase

 

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Fußball Blog 2022

Mit uns bleibt ihr auf dem Rasen und abseits des Stadions stets am Ball – aktuelle Ergebnisse, kuriose Aussetzer und die heißesten Transfergerüchte inklusive... Zum Blog: https://liveblog.tt.com/428/fussball2021 Die UEFA gab am Dienstag das Team der Europameisterschaft bekannt: Sieger Italien stell... Englands Teamstürmer Marcus Rashford zeigte sich vom Zuspruch der Fans nach rassistisch... Mit der Krone am Kopf oder dem EM-Pokal im Bett: Italien ließ es nach dem Triumph bei d... Besonders in den sozialen Medien wurden die Elfmeter-Pechvögel Rashford, Sancho und Sak... Während die italienischen Gazzetten ihren Europameistern huldigten, haderte die englisc...

 

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Das große Aufräumen nach dem Hochwasser hat begonnen

Die Schadenhöhe in Kufstein nach der Hochwasserkatastrophe ist noch nicht absehbar. Die Stadt hat eine Anlaufstelle für Hilfesuchende eingerichtet. In der Kelchsau hofft man auf den raschen Bau der Ersatzbrücke. Von Wolfgang Otter und Michael Mader Kufstein – Die Spuren des verheerenden Hochwassers in der Nacht auf Sonntag sind in der Kufsteiner Innenstadt noch sichtbar. Aber langsam beginnt wieder so etwas wie Normalität einzuziehen. Die Gastgärten füllen sich, obwohl Feuerwehrautos unterwegs sind und Bewohner die Keller ausräumen. Bis zu 160 Liter Regen pro Quadratmeter haben die drei innerstädtischen Bäche anschwellen lassen. Sie nahmen Steine, Bäume und Schlamm mit ins Tal und verlegten die teils überbauten Bachbette, das Wasser suchte sich einen Weg über die Straßen. 📽️ Video| Enorme Schäden nach Unwettern Sobald Sie das Video laden, werden Daten zwischen Ihrem Browser und APA Videoplattform (Datenschutz) ausgetauscht. Durch Klick auf "Zustimmen und Abspielen" werden alle Drittanbieter-Inhalte künftig automatisch geladen. Sie können diese Funktion später jederzeit wieder deaktivieren. Daher sind seit Samstagnacht die Kufsteiner Feuerwehrmänner im Dauereinsatz, verstärkt von einer Armada von Feuerwehren aus ganz Tirol. „Ich bin zuversichtlich, dass wir heute Abend noch fertig werden“, sagte gestern Kommandant Hans-Peter Wohlschlager. Hinter den Helfern liegen gewaltige Anstrengungen. Bürgermeister Martin Krumschnabel weiß von 250 Hilfeersuchen von Kufsteinern – bis Sonntag. Bis Montag dürften es noch mehr geworden sein. Die Stadt hat daher mit dem Freiwilligenzentrum KUUSK eine Anlaufstelle für Personen, die helfen wollen oder die Hilfe brauchen eingerichtet (05372/21185). Aufräumarbeiten in Kufstein 1 von 8 © Otter © Otter Während bei den einen liebgewonnene Erinnerungen weggeschwommen sind, bangen die anderen um ihre Existenz. So mancher Gastronomiebetrieb, ohnedies gebeutelt von der Corona-Pandemie, muss mehr oder weniger einen Totalschaden im Lokal verzeichnen. Zum Schock und der Angst in der Katastrophennacht mischen sich nun auch noch gewaltige wirtschaftliche Sorgen. Wie hoch der Schaden ist, kann Krumschnabel nicht einmal raten. „Aber er ist sicher enorm“, sagt der Bürgermeister. Die Stadt sammelt derzeit die Schadensmeldungen. Zugleich hört man auf den Straßen auch immer öfter die Frage: „Wie konnte das passieren?“ An ein solches Ausmaß kann sich auch ein 82-jähriger Bachanrainer nicht erinnern. Laut Kufsteins BH Christoph Platzgummer sind Geologen damit beauftragt, den Kufsteiner Hausberg und die Bachläufe zu untersuchen. Auch der Gemeinderat arbeitet bereits ein Projekt, das aus dem Gefahrenzonenplan entstanden ist, aus. Dabei ist übrigens der Stadtpark als gelbe Zone eingestuft. Das hat sich Samstagnacht bestätigt, als er überflutet wurde. In Wörgl kündigte BM Hedi Wechner an, den Ausbau der mobilen Sofortschutzmaßnahmen voranzutreiben sowie vermehrt „das Augenmerk auf vermeintlich ungefährliche Rinnsale und,Bächlein‘ im Stadtgebiet“ zu richten“. Sie ruft auch dazu auf, den Innhochwasserschutz rascher zu realisieren. Als wesentlich besser bezeichnete Hopfgartens Bürgermeister Paul Sieberer die Situation am Montagvormittag nach einem Lokalaugenschein mit LHStv. Josef Geisler im immer noch abgeschnittenen Ortsteil Kelchsau mit seinen rund 700 Bewohnern. Die Kommission hatte sich vor Ort ein Bild von den Schäden gemacht. „Die Straße und die Brücke haben jetzt Priorität“, erläutert Geisler. Wie berichtet, hat die Kelchsauer Ache ja Teile der Landesstraße weggerissen und auch die Lichtenauer Brücke wurde großteils zerstört. Die Straße wird sukzessive ab Hopfgarten freigeräumt und gesichert, wobei das Ausmaß der Schäden noch immer nicht zur Gänze feststellbar ist, heißt es seitens des Landes. Die Kelchsau kann auf normalem Weg nach wie vor nicht erreicht werden, die Grundversorgung bzw. die Belieferung des Nahversorgers in dem Ortsteil erfolgte über einen Notweg. Die meisten Haushalte haben bereits wieder Strom und Wasser. Geisler: „Das Baubezirksamt ist gerade dabei, eine Brücke anzuliefern, die das Land für solche Fälle bereithält.“ Damit soll rund 30 Meter talauswärts eine Ersatzbrücke geschaffen werden. Sieberer dämpft allerdings allzu große Hoffnungen: „Trotzdem wird es vermutlich noch ein paar Tage dauern, weil es auch etwas an Vorbereitungsarbeit an dieser Stelle bedarf.“ Dazu muss auf der Uferseite des Ortsteils Kelchsau das vorhandene schwere Gerät genutzt werden, um eine Zufahrtsrampe und ein Brückenwiderlager zu errichten. Alle würden jedoch unter Hochdruck arbeiten, versichern Sieberer und Geisler. Die Schäden in den betroffen Gebieten in Österreich sind enorm und nicht abzuschätzen. Allein die Hagelversicherung beziffert die verursachten Schäden auf landwirtschaftlichen Flächen mit rund 5 Millionen Euro. Die Wiener Städtische Versicherung geht allein für ihre Versicherten zusätzlich von zehn Millionen Euro aus. „Die Brücke, die zuletzt für kurze Zeit in Scheffau im Einsatz war, wird in Stücken über den Glantersberg gebracht“, weiß der Leiter des Baubezirksamtes Kufstein, Erwin Obermaier. Zum Glück sind auf der Großbaustelle der Gemeinde Hopfgarten in der Kelchsau Ressourcen wie etwa riesige Steine vorhanden. So müssen diese nicht extra umständlich in das Tal gebracht werden. Trotzdem ist Obermaier froh, wenn die Brücke nächste Woche fertig wird. Anders ist die Situation bei der Landesstraße, wo die Einschätzung schwer ist. Obermaier: „Da arbeiten wir uns Kurve für Kurve vor.“ Bei den Salzburger Festspielen wurde ein „Jedermann“-Besucher trotz Vollimmunisierung p... Während die Zahl der Toten nach den verheerenden Fluten steigt, versuchen sich die Mens... Die Schäden durch die Sturzflut in der Halleiner Innenstadt werden in die Millionenhöhe... Die Bezirke Kufstein und Kitzbühel haben eine Katastrophennacht hinter sich. Menschen m... Bereits zwei Tage vor dem verheerenden Unwetter im Westen Deutschlands hat der Deutsche...

 

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Das Humboldt Forum beleuchtet das blutige Geschäft des Elfenbeinhandels

Die erste Sonderausstellung im Humboldt Forum hat große Bedeutung. Sie ist eine Visitenkarte, sie kann zeigen, wohin die Reise geht. Das Thema „Elefant – Mensch – Elfenbein“, noch von Gründungsintendant Neil MacGregor angestoßen, dreht sich um Kernthemen des Forums: um Afrika, Kolonialherrschaft, Naturzerstörung, Menschenhandel. In der Diskussion um die Benin Bronzen und Raubkunst steckt viel Symbolik. Elfenbein steht für brutalste und systematische Ausbeuterwirtschaft über viele Jahrhunderte. „Schrecklich schön“, wie der Titel der von Grit Keller, Alberto Saviello und Daniel Tyradellis kuratierten Ausstellung im Erdgeschoss raunt, ist dabei eigentlich nichts. Es ist nur schrecklich. Elfenbein gilt als ältestes Kreativmaterial der Menschheit, neben Stein und Holz. Kleine Skulpturen von Menschen und Tieren aus Mammut-Zähnen haben ein Alter von bis zu 40 000 Jahren. Afrikanisches Elfenbein hatte bereits um 2000 v. Chr. Abnehmer in Ägypten, Phönizien, Mesopotamien, es ist flexibler und heller als das asiatische. Elfenbein, wie Gold und Edelstein, genoss Kultstatus. Es symbolisierte Reichtum und Würde. Um 300 v. Chr. sind von Nordafrika aus Expeditionen zur Elefantenjagd dokumentiert. Später kontrollierten Araber und Portugiesen den Handel in Ostafrika. Engländer und Holländer stiegen in das Business ein. So elegant die ausgewählten Schmuckstücke, Reliefs, Statuen, Gefäße aus Elfenbein erscheinen: Ihre Herkunft ist blutig. Immer weiter drangen die Jagdtrupps von den Handelsposten an der Küste ins afrikanische Landesinnere vor, um Elefantenherden abzuschlachten. Bald entwickelt sich eine Transportmethode, die doppelten Gewinn abwarf. Die Träger wurden nicht mehr angeheuert und bezahlt, sondern die Handelsgesellschaften machten die Elfenbeinträger zu Sklaven. So gelangten sie, wenn sie den Marsch überstanden, an die Küste, wo sie verkauft und verschifft werden. Klavier und Billard wurden aus Elfenbein gemacht Menschen wie Elefanten wurden wie ein nachwachsender Rohstoff behandelt, eingesammelt in blutiger Ernte. Sklaverei und Elfenbeingeschäft gingen Hand in Hand, sind historisch-politisch nicht voneinander zu trennen: Menschenraub und Massaker an den Tieren. Spiele, wissenschaftliche Instrumente, Möbel, Schmuck, Knöpfe, Pfeifen, Griffe und Knäufe – all das wurde in den jungen Industriestaaten aus Elfenbein gefertigt. Martin Meredith macht in seinem Buch „Der Afrikanische Elefant“ eine grausige Rechnung auf: „Von 1850 bis 1910 importierte Großbritannien im Durchschnitt 500 Tonnen Elfenbein im Jahr. Ende des 19. Jahrhunderts lag der weltweite Verbrauch bei rund 1000 Tonnen. Für die Elefanten bedeutete dies nach zeitgenössischen Schätzungen, dass jährlich 65 000 Elefanten getötet wurden, um die Nachfrage zu befriedigen.“ Das Klavier als Statussymbol war ein Killer, wie das Billard. Für ein Set von 16 Kugeln mussten zwei Elefanten ihrer Stoßzähne wegen sterben. [Behalten Sie den Überblick über die Entwicklung in Ihrem Berliner Kiez. In unseren Tagesspiegel-Bezirksnewslettern berichten wir über Ihre Nachbarschaft. Kostenlos und kompakt: leute.tagesspiegel.de .] Einst lebten in Afrika Millionen Elefanten. Heute sind es geschätzt um die 350 000, in Asien nur noch 50 000. Die Ausstellung im Humboldt Forum hält diese Zahlen bereit, allerdings nicht sofort. Erst einmal gibt es in dem seltsam verbauten Parcours zwischen Säulen und hohen Wänden Beispiele feinster Elfenbeinschnitzkunst zu sehen, besonders eine Herkulesgruppe des Barockkünstlers Balthasar Permoser. Die Farbe des Materials verlieh den Objekten, ob religiöser Art oder zur Dekoration, eine Aura der Macht. Der große Zusammenhang geht etwas verloren Es ist weiß, wie die Europäer, die sich für überlegen hielten. Ein Kruzifix aus Elfenbein verrät, wie sehr auch im Christentum animistische Vorstellungen stecken. Das Bode-Museum auf der Museumsinsel besitzt etliche Schnitzwerke aus Elfenbein aus zumeist byzantinischer Provenienz. Wo bleibt der Hinweis in der Sonderausstellung? Will das Humboldt Forum nicht mit den Häusern auf der Museumsinsel zusammenarbeiten, war das nicht ein Hauptgedanke? Elfenbein kann auch, wie man hier erfährt, in der Humanmedizin für Knochen- und Zahnersatz benutzt werden. Es ist ja nichts anderes als Zahnmaterial. Seine vielseitige Verwendbarkeit im bürgerlichen Alltag wie an Fürstenhöfen ist den Tieren zum Verhängnis geworden. Dabei spielt eine Rolle, dass der Elefant ein so mächtiges, majestätisches Wesen ist. Wer Elfenbein besitzt, verleibt sich etwas ein von dieser Urkraft, so glaubte man einmal. In der indischen Mythologie stehen drei Weltelefanten auf dem Rücken einer Schildkröte und tragen den Planeten. Von dem sie eines nicht mehr allzu fernen Tages verschwunden sein könnten, wie man heute bitter konstatieren muss. Viele kleine Objekte aus dem Elefantenbein, Flöten, Kämme, Schreine, finden sich in den Ausstellungsvitrinen. Dabei geht im Detail der große Zusammenhang verloren. Mit etwas Fleiß und Neugier entdeckt man auch das Modul, in dem der Sklavenhandel angesprochen wird. Aber es müsste ins Auge springen, wie alles zusammengehört – das unsagbare Leid der verschleppten Menschen, die beinahe Ausrottung der Tiere, das ganze koloniale Wirtschaftssystem, bei dem das Elfenbeingeschäft im Zentrum stand. Das ist für das Humboldt Forum ein neuralgischer Punkt. Leider fehlt zum Auftakt die Entschiedenheit, die Dinge so hart und klar zu benennen, wie sie sich darstellen, bis heute. Auch später vermisst man einen Hinweis Trotz internationaler Handels- und Einfuhrverbote schießen Wilderer weiter auf die schon arg dezimierten Herden. Tierschützer in afrikanischen Schutzgebieten liefern sich Feuergefechte mit den Kriminellen. Ein ungewöhnliches Objekt am Ende der Ausstellung lässt ahnen, wie wild es zugeht. Da steht ein zerbeulter Landrover, er wurde von einem liebeskranken Elefanten zertrampelt; die Insassen, Mitarbeiter von „Save the Elephants“ konnten gerade noch entkommen. Wichtig wäre hier dann auch der Hinweis auf die Touristen gewesen. Denn wenn Menschen viel bezahlen, um die Elefanten in freier Natur zu betrachten, dann könnte das Tieren wie Menschen helfen, die in Angola oder Botswana von den Tourismus leben. Der französische Schriftsteller Romain Gary gewann 1956 mit einem Afrika-Roman den Prix Goncourt. „Les Racines du Ciel“ („Die Wurzeln des Himmels“) erzählt die Geschichte eines weißen Mannes, der in Afrika Jagd auf die Elefantenjäger macht. Er schwärmt: „Jedesmal wenn man ihnen im Steppengebiet begegnet und sieht, wie sie ihre Rüssel und großen Ohren bewegen, muss man lächeln, ob man will oder nicht. Gerade ihre Ungeschicklichkeit, ihre gigantische Größe, verkörpert in so ungeheuren Ausmaßen die Freiheit selbst, dass man zu schwärmen beginnt. Im Grunde genommen sind es die letzten wirklichen Individuen.“ Totalitäre Ideologien formen einen neuen Menschen Da lag Garys Grundgedanke. Totalitäre Ideologien, rücksichtsloser Kapitalismus, die fortschreitende Industrialisierung und Verplanung der Welt, all das formt einen neuen Menschen, der nicht mehr frei ist. Die Elefanten – nach Jahrhunderten und Jahrtausenden der Verfolgung – erwischt es bei den globalen Umwälzungen immer besonders hart. Wenn ihre Freiheit und Natur daran glauben müssen, gibt es für den Menschen kaum mehr Hoffnung. Wenn die „Wurzeln des Himmels“ abgeschnitten sind. Garys Empathie und Radikalität sind immer noch beispielhaft. Heute würde man ihn als Aktivist feiern. „Schrecklich schön“ erzählt dies und das vom Elfenbein, es ist keine Ausstellung über Elefanten. Aber wie kann man Tier und Trophäe trennen? Die Elefanten werden schmerzlich vermisst. Im Begleitbuch (Hirmer Verlag,200 Seiten,29,90 Euro) sind sie präsenter – als Kinosujet oder als schwierige Nachbarn in immer kleineren Habitaten. Elefanten sind nicht nur von der Ausrottung bedroht. Sie werden auch dort zurückgedrängt, wo sie nicht gewildert werden. Sie kommen mit Bauern in Konflikt und wachsenden menschlichen Ansiedlungen. Ein Rumoren zieht durch die Ausstellung, Atemgeräusche eines Elefanten. Es soll daran erinnern, dass Elfenbein lebendiges Material ist, wenn es auch bleich wie der Tod erscheinen kann. Man verlässt diese erste Sonderausstellung im endlich eröffneten Humboldt Forum doch eher ungerührt – wie kann das sein bei einem solchen Menschheitsthema! Nicht schön zu sagen, aber man tritt heraus aus einem Elfenbeinturm.

 

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Gerstenernte läuft und Preise steigen

Die Mähdrescher fahren seit etwa einer Woche über die Felder Schleswig-Holsteins, um die Gerste zu ernten. Die Landwirtschaftskammer rechnet mit einer mittleren bis guten Ernte. Denn trotz vereinzelter Hagelschäden und starker Regenfälle im Juni haben die sommerlichen Temperaturen für gute Bedingungen auf den Feldern gesorgt. Unter anderem wegen der Dürre in Nordamerika steigen die Exportpreise für Weizen derzeit stark an. Der Börsenkurs für eine Tonne Gerste liegt international schon jetzt mehr als 20 Euro über dem Vorjahr. "Auch Frankreich hat nicht ganz so viel geerntet, weil die im Frühjahr eine große Dürre hatten, und so ist der Preis gestiegen. Und in Schleswig-Holstein ist Futtergerste sehr interessant. Von daher gehen wir davon aus, dass der Preis noch weiter steigen wird", sagt Ute Volquardsen, die Präsidentin der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein. Mit Blick auf die Hochwasserlage in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sagt Volquardsen: "Wir müssen uns auch in Zukunft auf Extremwetter einstellen." Nach der Nässe 2017 und der Dürre 2018 gehe es nun auch darum, auf den Feldern Sorten anzubauen, die mit solchen Wetterbedingungen klar kämen. Auf Versuchsfeldern werde mit verschiedenen Sorten und Fruchtfolgen experimentiert. Die Gerste wird hauptsächlich als Rohstoff für Bier und Spirituosen - also Whiskey oder Korn - genutzt und als Tierfutter.

 

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Waren es Kinder? Blitzableiter auf der Aichacher Elisabethschule beschädigt

Unbekannte richten auf dem Dach der Aichacher Förderschule etwa 1000 Euro Sachschaden an. Jetzt sucht die Polizei einen etwa zehnjährigen Jungen.

 

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Günther Jauch erlaubt sich fiesen Scherz

Bei seinen "Wer wird Millionär?"-Kandidaten erlaubt sich Günther Jauch (65) bekanntlich gerne den einen oder anderen Scherz. Am vergangenen Montag (19. Juli) hat es Ludwig Bolay getroffen. Nachdem dieser sich etwas holprig die ersten 500 Euro erspielt hatte, verriet er dem Moderator, sich mit sogenannten Brainteaser-Aufgaben auf die Sendung vorbereitet zu haben. Als Beispielfrage nannte er etwa "Wie schwer ist New York?". Die Antwort, gestand er aber, wisse er gar nicht. "Eine schöne Frage", schwärmte ein begeisterter Jauch, versicherte dem Kandidaten aber, diese niemals bei "WWM" zu stellen - von wegen. Kaum leuchtete die 2.000-Euro-Frage auf seinem Bildschirm auf, traute Ludwig Bolay seinen Augen nicht: "Wie schwer ist New York?", wollte Jauch von ihm wissen, was für ein lachendes Publikum sorgte. "Nein, das ist fies", beschwerte sich Bolay, konnte sich ein Lachen aber ebenfalls nicht verkneifen. Die Antwortmöglichkeiten klärten den kleinen Streich schließlich auf: "A: Das, B: ist, C: ein, D: Scherz." Am Ende der Sendung stand Bolay bei 16.000 Euro. Er darf in der kommenden Woche (Montag,26. Juli um 20:15 Uhr bei RTL oder TVNow) erneut auf dem "WWM"-Stuhl Platz nehmen.

 

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Umweltbundesamt: Bund muss sich stärker am Hochwasserschutz beteiligen

Berlin. Der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Dirk Messner, plädiert dafür, dass sich der Bund stärker am Hochwasserschutz beteiligt. Um Infrastruktur wie Abwasserleitungen oder Deiche an die Klimaveränderungen anzupassen, müsse viel Geld investiert werden, sagte Messner am Dienstag im RBB-Inforadio. „Das ist eine Gemeinschaftsaufgabe, die wir bisher bei den Kommunen und Ländern ablegen“, so Messner: „Hier müssen wir zusammenarbeiten, damit wir die Investitionen stemmen können.“ Zugleich mahnte er schnelles Handeln beim Kampf gegen den Klimawandel an. Die Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zeige, wie nötig das sei. „Es müssen oft erst Schocks kommen, damit wir verstehen, dass wir uns bewegen müssen“, sagte Messner. Man wisse gut über den Klimawandel Bescheid und auch darüber, welche Regionen betroffen sein werden. Ganz konkret sei es nötig, die Emissionen weiter zu verringern und die Infrastruktur zu verändern, so Messner: „Das sind Abwassersysteme, das ist eine Neukonstruierung der Staudämme, der Deiche. Da muss im Infrastrukturbereich eine große Anpassung passieren, an die neuen Realitäten des Klimawandels.“ Außerdem müsse der Natur wieder mehr Raum gegeben werden, mahnte der Präsident des Umweltbundesamtes. Dabei gehe es etwa um die Entsiegelung von Flächen, damit das Wasser versickern könne, und eine Renaturierung. „Das alles ist niedergeschrieben“, sagte der UBA-Präsident: „Jetzt muss es wirklich umgesetzt werden.“ RND/epd

 

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Podcastcharts im Juli 2021: beliebte Podcasts in Deutschland

Das Angebot an Podcasts in Deutschland ist mittlerweile nahezu unüberschaubar. Die einen handeln von Filmen und Serien, die anderen von Computer- oder Gesellschaftsspielen. Beliebt sind auch Podcasts über Kriminalfälle, das tägliche Leben oder, aus aktuellem Anlass, Corona: Wer sich ein wenig auf den gängigen Plattformen wie iTunes oder Spotify umschaut, verliert schnell den Überblick. Abhilfe schaffen können die Rankings von Apple, Spotify und Co., die jeweils tagesaktuelle Charts herausbringen. Die Auswahl erfolgt nach eigenen Kriterien. Trotzdem können sie gerade Unentschlossenen dabei helfen, neue Podcasts zu entdecken und auf dem Laufenden zu bleiben. Welche Podcasts aktuell besonders beliebt sind, sehen Sie hier. Das sind die iTunes- und Spotify-Podcastcharts von heute: Das aktuelle Podcastranking auf iTunes: Das aktuelle Podcastranking auf Spotify: Wie lassen sich Podcastzahlen verlässlich messen? Während Zeitschriften und Zeitungen, der Hörfunk und das Fernsehen auf einheitliche Standards setzen, fehlt ein solcher bisher für Podcasts in Deutschland. Die in diesem Artikel verwendeten Charts basieren auf den Rankings von Apple und Spotify, den aktuell größten Plattformen für Podcasts. Sie greifen jedoch auf jeweils eigene Kriterien bei der Chart-Zusammenstellung zurück. Die USA sind diesbezüglich bereits einen Schritt weiter und verwenden den sogenannten IAB-Standard zur einheitlichen Messung von Podcastdownloads. Dieser vom Interactive Advertising Bureau ins Leben gerufene Standard dient unter anderem dazu, Podcastern und Advertisern mehr Vergleichbarkeit von Reichweiten auf dem Markt zu bieten. Das Interactive Advertising Bureau (IAB) ist ein internationaler Wirtschaftsverband der Onlinewerbebranche, der die Interessen der digitalen Werbe- und Medienindustrie vertritt und sich für Vereinheitlichungen und Standardisierungen einsetzt. Beteiligt haben sich an dem Standard beispielsweise Player wie Audible, Libsyn, MidRoll Media, Podtrac oder Nielsen. Auch Plattformen wie Spotify greifen in den USA auf den Guide zurück, um die Performance eines Podcasts zu messen. Da es sich bei iTunes derzeit um die meistgenutzte Plattform für Podcasts handelt, ist diese in der Regel auch erste Anlaufstelle für aktuelle Podcastcharts, die Apple mehrfach am Tag veröffentlicht und für alle User bereitstellt. Tatsächlich gilt aber: Wie genau die iTunes-Charts wirklich funktionieren, weiß außer Apple niemand. Denn nach getätigten Downloads in absteigender Reihenfolge scheint sich das Ranking nicht zu bilden. S o schaffte es beispielsweise der Podcaster Daniel Friesenecker, mit lediglich drei Downloads auf Platz eins der österreichischen iTunes-Charts zu landen. Wie die Charts genau zustande kommen, lässt sich nur mutmaßen – denkbar ist eine Mischung verschiedener Faktoren, wie etwa Abonnentenzahlen, Aufrufen, Bewertungen, Downloads und sonstigen Nutzerinteraktionen. Außerdem werden die iTunes-Podcastcharts mehrfach täglich aktualisiert, pro Tag kann es also mehrere beliebteste Podcasts geben. Geyer & Niesman“ – der politische Wochendurchblick aus unserem Hauptstadtbüro Zusammen mit Auskennern aus Hauptstadtpresse und Politikbetrieb besprechen Steven Geyer und Andres Niesmann immer freitags, was hinter den Schlagzeilen über Wahlkampf, Parteienstreit und Politpeinlichkeiten steckt. „Unverkrampft, ohne Floskeln, mit alles und mit scharf“, verspricht der Beipackzettel bei Spotify, iTunes, GetPodcast – und überall sonst, wo es Podcasts gibt. „Klima und wir“ − der Klima-Podcast vom RND Der Podcast „Klima und wir – Wegweiser in eine nachhaltige Zukunft“ nimmt die Klimakrise und ihre Auswirkungen genauer unter die Lupe. Immer dienstags alle zwei Wochen spricht Maximilian Arnhold, RND-Volontär, mit Menschen über die Klimakrise, deren Alltag sie bestimmt. „So geht Papa“ – der RND-Podcast mit prominenten Vätern Im Podcast „So geht Papa“ dreht sich alles um das Vatersein. Dafür macht sich Autor Birk Grüling gemeinsam mit prominenten Vätern auf die Suche nach Antworten. Mit dabei sind zum Beispiel: Rolf Zuckowski, André Gatzke und Ralph Ruthe. „Ach, komm!“ – Podcast rund um Liebe, Partnerschaft und Sex Magazin-Redakteurin Caro Burchardt und Paar- und Sexualtherapeutin Ann-Marlene Henning sprechen über die Liebe in Zeiten von Corona. In der Podcastreihe geht es um Einblicke, Fragen und Antworten rund um Partnerschaft, Zusammenleben, Einsamkeit und Sexualität. Neue Folgen gibt es jeweils dienstags und donnerstags. „Eine Halbzeit mit“: Der Fußballpodcast mit Wolff Christoph-Fuss und Heiko Ostendorp Ob Bundesliga-Neustart in Corona-Zeiten, Spielertransfers, neue Trainer oder die Highlights des letzten großen Spiels – die wohl bekannteste Stimme des deutschen Fußballs spricht mit dem Fußballchef des RND über aktuelle Geschehnisse im Sport. „Staat, Sex, Amen“: der Gesellschaftspodcast mit Imre Grimm und Kristian Teetz Staat, Sex, Amen? Nicht Staatsexamen? Nein – Staat: Grimm und Teetz reden über das Land und die Leute. Sex – die beiden sprechen über menschliche Zusammenhänge. Amen – die zwei diskutieren über alles, was sonst noch wichtig ist zwischen Himmel und Erde. Alle 14 Tage werden die beiden Redakteure des RND über das reden, was passiert ist oder passieren sollte. „RND-Update“ – kompakter Nachrichtenpodcast Das RND-Update informiert schnell und kompakt über die wichtigsten Nachrichten des Tages – stündlich neu und immer aktuell. RND/do

 

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Faßmann: "Wenn Impfpflicht, dann nicht nur für eine...

Aus Niederösterreich kommt die Forderung nach einer Impfpflicht für neue Pädagogen. Dem Bildungsminister ist das zu eng gedacht. Er schätzt, dass drei Viertel der Lehrer bereits geimpft sind. Niederösterreichs Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) hält in der Frage, ob Pädagogen eine Impfpflicht auferlegt werden sollte, eine „österreichweit einheitliche Vorgehensweise“ für wünschenswert. Geht es nach ihr, soll im Bildungsbereich eine Immunisierung „als Voraussetzung für Neuaufnahmen“ werden. Das würde dem „Schutz unserer Kinder und aller Beteiligten“ dienen, sagte sie dem ORF-Niederösterreich und der „Kronen Zeitung“. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) sieht den Vorstoß skeptisch, wie er am Dienstag im Ö1-„Morgenjournal“ betont. „Ich verstehe ihre ( Teschl-Hofmeisters, Anm.) Intention“, meinte der Ressortchef. „Ich muss aber sagen: Ich glaube nicht, dass wir hier eine lex specialis machen können, nur für eine Berufsgruppe.“ Wenn, „dann müsste man diesen Prozess breiter diskutieren, breiter ausrollen“. Konkret: „Alle jene Berufsgruppen mitnehmen, die einen engen Kontakt mit anderen Menschen haben.“ Immerhin brauche es für die Einführung einer derartigen Pflicht eine sachliche Begründbarkeit, argumentierte Faßmann. Würde nun nur eine Impfpflicht für neue Pädagogen eingeführt, also „eine isolierte Maßnahme“ gesetzt, „fehlt mir die rechtliche Grundlage“. Keine Zweifel hat Faßmann indes daran, „dass das Impfen ein wirksames Instrument ist gegen die Verbreitung der Infektion (gemeint: mit dem Coronavirus, Anm.) ist“. Unter den Lehrern in Österreich herrsche überdies eine „breite Impfbereitschaft“. Zwar habe man aus Gründen des Datenschutzes keine absoluten Zahlen, „aber es liegt sicherlich bei drei Viertel“. Soll heißen: „Das Ziel ist schon fast erreicht, das auch Teschl-Hofmeister erreichen möchte“. Faßmann will aber nicht nur an Lehrer appellieren, sich impfen zu lassen, sondern auch in Richtung der Eltern - insbesondere jener, die Kinder unter zwölf Jahren haben, „die nicht impfbar sind“. Würden sich deren Eltern impfen lassen, „wäre das auch ganz wichtig“. Immerhin stünde diese „mit den Kindern in dem noch engeren Kontakt - und wir wissen, das Meiste an Infektionen passiert innerhalb des Haushaltes“. (hell)

 

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Claus von Stauffenberg: Wer war der Mann, der Hitler töten wollte? Die Geschichte einer Wandlung

Er hatte die Aktenmappe mit der Bombe gezielt platziert. Hatte sie an einem der beiden massiven Holzsockel abgestellt, auf denen die Eichenplatte des Besprechungstisches ruhte. Es war der Sockel, neben dem Adolf Hitler stand an diesem 20. Juli 1944 bei der Lagebesprechung in der Wolfsschanze, dem "Führerhauptquartier" in Ostpreußen. Der Attentäter war sich sicher, dass die Sprengkraft stark genug war. Dann verließ er unter dem Vorwand, kurz telefonieren zu müssen, den Raum. Als Claus Schenk Graf von Stauffenberg,37 Jahre alt, Generalstabsoffizier, Familienvater, um 12.42 Uhr aus Richtung Lagebaracke eine gewaltige Detonation hörte, glaubte er fest, Deutschland vom "Führer" befreit zu haben. Zusammen mit seinem Adjutanten und Mitverschwörer, Oberleutnant Werner von Haeften, flog er nun zurück nach Berlin, um den Staatsstreich durchzuführen. Er hatte noch etwa elf Stunden zu leben. Was in der Wolfsschanze tatsächlich passiert war, ahnte er nicht. Vier Männer tödlich, andere schwer verletzt. Und Hitler? Nur leichte Blessuren. Darüber, warum die Bombe ihn nicht zerfetzte, gibt es verschiedene Versionen. Nach einer hatte Stauffenberg die Aktenmappe so abgestellt, dass Hitler durch den Sockel quasi geschützt war, nach einer anderen hatte sie einen der anwesenden Militärs beim Herantreten an den Tisch gestört, sodass er sie auf die andere, die Hitler abgewandte Seite des Sockels stellte. Eine Frage von Zentimetern also. Eine winzige Spanne, die über Gelingen und Scheitern entschied, die das Schicksal des Mannes und seiner Mitstreiter bestimmte, die ihr Land retten wollten, und das von Millionen Menschen, die in den neun Monaten bis zum Kriegsende noch umkommen würden. Wäre Hitler tot gewesen, hätten vermutlich nicht nur die Hitler-Gegner Stauffenberg als Helden gefeiert. So, als Gescheiterter, galt er den Wendehälsen und Alt-Nazis, die nach dem Krieg wieder Karriere machten, noch lange als Verräter, der den Treueeid gebrochen hatte. Warum entschloss sich ausgerechnet Stauffenberg, der wenige Jahre zuvor noch ein begeisterter Anhänger der Idee des "Großdeutschen Reiches" gewesen war, dazu, ins Räderwerk der Geschichte einzugreifen? Die Geschichte des Claus Schenk Graf von Stauffenberg, geboren 1907, ist auch die einer Wandlung. Er und seine zwei Jahre älteren Zwillingsbrüder Berthold und Alexander wurden geprägt von der idyllischen Monarchie einer guten, alten Zeit: Vater Alfred stand als Oberhofmarschall im Dienst des Königs von Württemberg, Mutter Caroline war Hofdame. Das Stuttgarter Schloss wurde für die Buben zum zweiten Zuhause, die meiste Zeit verbrachten sie auf dem väterlichen Anwesen am Fuß der Schwäbischen Alb. Von den sozialen Kämpfen in Deutschland war diese Welt Lichtjahre entfernt. Claus, ein zartfühlender, kluger, kränkelnder Junge, wuchs zum frühreifen Schöngeist heran. Er liebte sein Cello, wollte Architekt werden und dichtete: "Oft ist es mir als müsst ich Pläne zeichnen / Von hohen unermesslichen Palästen / Mit rotem Marmor weißen Treppenhäusern / Und märchenlangen lichtbesäten Gängen." Mit 16 geriet er in den Bann des Dichters Stefan George. Heute vergessen, war der Poet zu seiner Zeit ein Star. Die George-Eleven zelebrierten den altdeutschen Traum von Kaiserherrlichkeit und Untertanentreue. "Ich wühle gern in alter Helden Sagen / Und fühle mich verwandt so hehrem Tun / Und ruhmbekröntem Blute", schwärmte Teenager Claus. Die Welt draußen war trist. Deutschland, ein zerrissenes, politisch unreifes Land, litt unter der "Schmach von Versailles", fühlte sich gedemütigt von den Siegern des Ersten Weltkriegs. Draußen wurde gestreikt und geschossen, bei George ging es weihevoll und aristokratisch zu. Man fühlte sich als Elite eines anderen, kommenden Deutschland. Das Abitur bestand Claus ohne Glanz und traf dann eine verblüffende Berufswahl: Er tauschte das Cello gegen das Gewehr, war infiziert vom wahnhaften Nationalismus jener Jahre und träumte vom romantischen Offiziersideal. In einer dienstlichen Beurteilung heißt es über den 23-jährigen Leutnant: "Zuverlässiger und selbstständiger Charakter mit unabhängiger Willens- und Urteilsbildung. Besitzt bei ausgezeichneten geistigen Anlagen überdurchschnittliches taktisches und technisches Können. (...) Neigt gelegentlich gegenüber Kameraden zur Überheblichkeit, die sich leicht spöttisch äußert, aber nie verletzend wirkt. Etwas salopp in Haltung und Anzug, dürfte sein Auftreten als junger Offizier etwas frischer und energischer sein. (...) Berechtigt bei fortschreitender Entwicklung zu den besten Hoffnungen." Das Zeugnis stammt von 1933. Es war ein Schicksalsjahr: Stauffenberg wurde zum Oberleutnant befördert. Er heiratete Nina von Lerchenfeld. Sein geistiger Ziehvater Stefan George starb. Hitler wurde Reichskanzler. Seine politischen Vorstellungen in dieser Zeit wirken verschwommen und widersprüchlich. Das Pöbelhafte der Nazis war ihm zuwider, das neue Reich willkommen. Hitler setzte sich über alle Bestimmungen des Versailler Vertrages hinweg und begann eine stürmische Wiederaufrüstung. Zumindest in diesem Punkt erschien er Stauffenberg als Erlöser. Der junge Adelige,1,82 Meter groß, stahlblaue Augen, gewandtes Auftreten, wurde Generalstabsoffizier, als Logistiker nahm er am Polenfeldzug teil. Seiner Frau schrieb er aus dem vergewaltigten Land Briefe voll unbefangenem Hochmut: "In den letzten Stabsquartieren habe ich in ziemlich heruntergekommenen Châteaus herrliche Empiremöbel gesehen. Unwahrscheinlich schöne Sachen, bei denen mir die Augen übergehen." Von den Einheimischen war er weniger angetan: "Die Bevölkerung ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk, welches sich nur unter der Knute wohlfühlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht gut tun." Den Frankreich-Feldzug erlebte Stauffenberg wie im Rausch. Aus der Etappe schrieb er Nina: "Uns geht es köstlich. Wie sollte es auch anders sein bei solchen Erfolgen - Kaffee, Eier zum Frühstück, herrliche Bordeaux, Burgunder und Heidsieck, sodass sich das Sprichwort "Leben wie der Herrgott in Frankreich" durchaus bewahrheitet." Sein früheres, herablassendes Urteil über den "Führer" korrigierte er: "Der Vater dieses Mannes war kein Kleinbürger. Der Vater dieses Mannes ist der Krieg." Zunächst bereitete auch der Ausrottungs- und Vernichtungsfeldzug gegen die Sowjetunion dem Karriere-Offizier keine Skrupel. Sein Vetter Peter Yorck von Wartenburg hatte da längst erkannt: "Das treibt absolut in das imperialistische Denken. Dem muss baldigst entgegengetreten werden." Sein späterer Mitverschwörer Helmut Stieff sagte unter dem Eindruck von Massenerschießungen und Judenverfolgung in Polen: "Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein." Und auch Berthold von Stauffenberg versuchte, seinen jüngeren Bruder für den Widerstand zu gewinnen. Vergebens. Frustriert teilte er den Freunden mit: "Ich habe mit Claus gesprochen. Er sagt, zuerst müssen wir den Krieg gewinnen. Während des Krieges darf man so was nicht machen, vor allem nicht während eines Krieges gegen die Bolschewisten. Aber dann, wenn wir nach Hause kommen, werden wir mit der braunen Pest aufräumen." Claus von Stauffenberg wurde zum Major befördert und rückte in den Generalstab des Heeres auf. "Ich habe die Tür von Claus nie geöffnet, ohne ihn am Fernsprecher anzutreffen", erinnerte sich ein Offizierskamerad. "Vor ihm Stöße von Papier, die Linke am Hörer, die Rechte mit dem Bleistift bewaffnet, die Akten wendend. Er sprach mit lebhafter Miene, je nach Gesprächspartner lachend (ohne das ging's eigentlich nie) oder schimpfend. Sein Tempo, seine Konzentration waren eisern, in den Nachtstunden so frisch wie am Morgen. Seine Nerven und seine Gesundheit, die er gewiss nicht schonte (er rauchte, was es gab, trank, soweit er Zeit hatte, er ritt beinahe jeden Morgen vor dem Dienst, er schlief wenig), waren beneidenswert." Doch dann wurde der Nervenstarke schwankend. Die barbarischen Gräueltaten in den besetzten Ostgebieten belasteten ihn zunehmend. Und Hitler offenbarte seinen Wahnsinn nun auch in irrwitzigen strategischen Entscheidungen, die den Offizier zur Raserei trieben. Bei einem Ausritt Mitte 1942 brach es aus ihm heraus: "Findet sich da drüben im Führerhauptquartier kein Offizier, der das Schwein mit der Pistole umlegt?" Erleichtert stellte der militärische Widerstand um Generalmajor Hans Oster und General Friedrich Olbricht in Berlin fest: "Er hat nun begriffen und macht mit." Erst spät hatte Stauffenberg "begriffen", doch jetzt kämpfte er vehement gegen das Regime. Auf Frontreisen warb er offensiv um Unterstützung und konfrontierte die Kommandeure mit dem Grauen hinter der Front: "Wir müssen handeln, weil - und das wiegt am schwersten - in eurem Rücken Verbrechen begangen wurden, die den Ehrenschild des deutschen Volkes beflecken." Man hörte ihm zu. Aber sich gegen den Führer stellen? Den Soldateneid brechen? Stauffenberg spottete über die "Teppichleger im Generalsrang" und fluchte: "Die Kerle haben ja die Hose voll oder Stroh im Kopf, sie wollen nicht!" Frustriert ließ er sich an die Front versetzen. Er übernahm die Führung der 10. Panzerdivision in Nordafrika. Bei einem Fliegerangriff am 7. April 1943 verlor er das linke Auge, die rechte Hand, zwei Finger der Linken, Splitterwunden. Wochenlang rang er mit dem Tod. In dieser Zeit muss der Entschluss in ihm gereift sein. Noch auf dem Krankenbett sagte er zu seiner Frau: "Weißt du, ich habe das Gefühl, dass ich jetzt etwas tun muss, um das Reich zu retten. Wir sind als Generalstäbler alle mitverantwortlich." Die Verschwörer bugsierten Stauffenberg ins Zentrum des Widerstandes. Dort, in Berlin, hatte Henning von Tresckow, einer der brillantesten Köpfe, das Szenarium für den Staatsstreich entworfen. Doch Tresckow wurde an die Front versetzt. Stauffenberg trat an seine Stelle. Wie besessen arbeitete er: bis in den späten Abend hinein offizielle Amtsgeschäfte, nach Dienstschluss Verschwörung. Er agitierte, überarbeitete die Umsturzpläne und kam im Laufe der Zeit immer enger mit dem zivilen Widerstand in Kontakt. Zwar mokierte er sich über die "Verschwörerkränzchen, in denen man sich das Herz erleichtert über die bösen Zeiten", aber mit Julius Leber, einem Sozialdemokraten, freundete er sich an. Ein Demokrat war Stauffenberg gewiss nicht, die "Gleichheitslüge" verachtete er, der Weimarer Republik weinte er keine Träne nach. Er wollte den Krieg beenden, von Deutschland retten, was noch zu retten war, und den Vormarsch der Roten Armee auf Reichsgebiet unter allen Umständen verhindern. Die Mitverschwörer bestanden darauf, dass ein anderer den Anschlag auf Hitler ausführen solle; Stauffenbergs Organisationstalent wurde beim Staatsstreich gebraucht. Also suchte und instruierte er Attentäter. Der eine schwankte, dem anderen entwischte Hitler um Haaresbreite, der Dritte kam nicht nah genug an ihn heran, einen Vierten verließ der Mut. Die Gefahr, dass die Konspiration aufflog, wuchs stündlich. Schließlich entschied Stauffenberg, das Attentat selbst auszuführen. Am 11. Juli 44 referierte er im Führerhauptquartier, aber er zündete die Bombe nicht. SS-Reichsführer Heinrich Himmler und der designierte Hitler-Nachfolger Hermann Göring waren nicht anwesend; der Plan sah vor, die beiden mit zu beseitigen. Am 15. Juli war Himmler erneut nicht im Raum. Am 20. Juli war es Stauffenberg dann egal. Diesmal musste es passieren, so oder so. Henning von Tresckow hatte ihn ermutigt: Es komme nicht mehr auf den praktischen Zweck an, "sondern darauf, dass die deutsche Widerstandsbewegung vor der Welt und vor der Geschichte unter Einsatz des Lebens den entscheidenden Wurf gewagt hat". Stauffenberg hatte ihn gewagt. Als er an diesem 20. Juli 1944 nach dem Attentat in der Wolfsschanze zurück nach Berlin kam, war er fest davon überzeugt, Hitler getötet zu haben. Vom Bendlerblock am Landwehrkanal aus, Sitz wichtiger Kommandostellen der Wehrmacht, dirigierte er den weiteren Verlauf des geplanten Coups, um sich eine Gruppe von Männern, die wie er Deutschland den Nazis entreißen wollten, viele von ihnen Militärs. In Fernschreiben an die regionalen Wehrkreise gaben die Verschwörer vor, einen Staatsstreich zu bekämpfen. Mit dieser List wollten sie das Ersatzheer für ihre Zwecke einspannen. Der Ausnahmezustand sei verhängt, meldeten sie, SS und Gestapo müssten ausgeschaltet, Rundfunksender besetzt, das Regierungsviertel militärisch gesichert werden. Für den Moment schien der Bluff zu funktionieren: Der Kontakt zum Führerhauptquartier war unterbrochen. Das Wachbataillon "Großdeutschland" rückte aus, um das Regierungsviertel zu schützen. Die Residenz von Propagandaminister Joseph Goebbels war umstellt. Auch in Kassel und München, Wien und Prag marschierten Truppen gegen den NS-Staat. In Paris wurden etwa 1200 Parteibonzen und SS-Schergen auf Lastwagen ins Wehrmachtsgefängnis transportiert. Daran, dass Hitler ausgeschaltet war, ließ Stauffenberg keinen Zweifel. "Er ist tot! Ich habe gesehen, wie man ihn hinausgetragen hat." General Olbricht, eine Zentralfigur des militärischen Widerstandes, zögerte. Er wusste, alle Verschwörer - und einer nach dem anderen traf jetzt in der Bendlerstraße ein - setzten ihr Leben aufs Spiel. Doch dann ließ er sich von Stauffenberg wieder mitreißen und erklärte seinem Vorgesetzten Fritz Fromm, Oberbefehlshaber des Ersatzheeres, man habe in seinem Namen Militäreinheiten gegen das Regime mobilisiert - ein Bekenntnis zum Hochverrat. Fromm, durch und durch Opportunist, hatte von den Aufstandsplänen gewusst, sich aber stets alle Optionen offen gehalten. Nach einem Telefonat mit der Wolfsschanze schwenkte er nun feige um auf den "Führer". Stauffenberg beschwor ihn: "Herr Generaloberst, ich habe die Bombe während der Besprechung bei Hitler gezündet. Es hat eine Explosion gegeben, als ob eine 15-Zentimeter-Granate eingeschlagen hätte. Niemand in dem Raum kann überlebt haben!" Doch Fromm mimte den empörten Linientreuen. Es kam zu einem Handgemenge. Werner von Haeften zog die Pistole, Fromm wurde abgeführt. Dann, gegen Abend, das Ende: Über Funk meldete die Wolfsschanze: "Der Führer lebt! Völlig gesund!" Den Verschwörern brach der Angstschweiß aus. Aber Stauffenberg machte unbeirrt weiter, bestärkte, beschwor, befahl, das Telefon als Waffe, seine Worte Munition: "Sie müssen sofort alle Rundfunk- und Nachrichtenstellen besetzen - jeder Widerstand wird gebrochen - wahrscheinlich bekommen Sie Gegenbefehle aus dem Führerhauptquartier - die sind nicht autorisiert - nein - die Wehrmacht hat die vollziehende Gewalt übernommen... haben Sie verstanden? - Jawohl, das Reich ist in Gefahr - wie immer in Stunden der höchsten Gefahr hat jetzt der Soldat die Vollzugsgewalt." Als die Nacht hereinbrach, wurde es einsam um den Regisseur des Staatsstreichs. Die Gauleiter waren telegrafisch instruiert: "Nur Befehle des Führers Adolf Hitler oder seiner Männer haben Gültigkeit." Aus dem Radio tönt es: "Der Führer hat außer leichten Verbrennungen und Prellungen keine Verletzungen erlitten." Er werde bald "zum deutschen Volk" sprechen. Ludwig Beck gehörte an diesem Abend in der Bendlerstraße zu denen, die bis zuletzt bereit waren, "an einer Schicksalswende die letzte Kraft einzusetzen". Der Generaloberst a. D. hatte sich schon 1938 wegen Hitlers Kriegspolitik aus dem Militärdienst verabschiedet; nach dem Putsch sollte er das Amt des Generalstatthalters übernehmen. Jetzt dämmerte ihm, dass sie am Ende waren. Und auch Stauffenberg spürte nun, dass er gescheitert war. Um 23.15 Uhr hatte im Bendlerblock wieder Fromm das Sagen. Ein letztes Telefonat nach Paris beendete Stauffenberg mit dem Satz: "Die Schergen lärmen schon draußen auf dem Flur. Es ist aus." Er legte auf und sprach, halb zu sich selbst, halb zur Sekretärin: "Sie haben mich ja alle im Stich gelassen." Nach einem Feuergefecht ließ Fromm die Verschwörer festnehmen. Die Anführer verurteilte er standrechtlich zum Tode - niemand sollte von seiner Mitwisserschaft erfahren. Beck wollte sich selbst töten; zwei Versuche schlugen fehl, ein Feldwebel erschoss den Bewusstlosen. Olbricht, von Haeften, Mertz von Quirnheim und Stauffenberg wurden in den Hof geführt. Kurz nach Mitternacht brachen sie dort im grellen Licht von Autoscheinwerfern unter den Gewehrsalven eines Sonderkommandos zusammen. Stauffenberg soll mit dem Ruf gestorben sein: "Es lebe das heilige Deutschland!" Die NS-Führung begann sofort einen brutalen Rachefeldzug gegen die gesamte Opposition. Insgesamt etwa 7000 Verdächtige gerieten in die Fänge der Gestapo, fast 200 Regimegegner wurden ermordet, viele von ihnen in der Strafanstalt Berlin-Plötzensee erhängt. Manche, wie Henning von Tresckow, zogen den Freitod vor. Berthold von Stauffenberg wurde in einem Schauprozess zum Tode verurteilt und noch am selben Tag, dem 10. August 1944, hingerichtet.

 

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Hängematte mit Gestell für 79 Euro statt 176 Euro: Das sind die Top-Deals am 20. Juli

Vielleicht kennen Sie das: Um ein gutes Angebot zu ergattern, muss man sich häufig mühsam von Seite zu Seite klicken, sich womöglich noch bei dem hundertsten Newsletter anmelden und dann im nervigsten Fall noch weitere Bedingungen erfüllen. Kurzum: Die Schnäppchenjagd ist oft mit Mühe und Zeit verbunden – und kostet manchmal auch Nerven. Um Ihnen die Suche nach den besten Deals zu erleichtern, finden Sie hier täglich lohnende Deals aus verschiedenen Bereichen auf einen Blick: Schnäppchen wie Tablets oder Smartphones, Küchengadgets oder andere Alltagshelfer. 55 % Rabatt: Vivere Doppel-Baumwolle-Hängematte mit Hängemattengestell (250 cm), für 79,06 Euro statt 175,97 Euro. Hier geht's zum Deal. 51 % Rabatt: Bosch 27tlg. Schrauberbit- und Ratschen-Set (Extra harte Qualität, Zubehör Bohrschrauber und Schraubendreher), für 11,95 Euro statt 24,68 Euro. Hier geht's zum Deal. 62 % Rabatt: ZWILLING Messer-Set,9-tlg., Spick-/Garniermesser, Fleischmesser, Kochmesser, Twin Pollux & Messer-Set, Küchenmesser, Klingenlänge: 12 cm, Twin Grip, für 57,98 Euro statt 153,95 Euro. Hier geht's zum Deal. 48 % Rabatt: De'Longhi PrimaDonna Elite Experience ECAM 656.85. MS Kaffeevollautomat mit Milchsystem, Cappuccino auf Knopfdruck,4,3 Zoll Farbdisplay, App-Steuerung, Trinkschokoladenfunktion, Edelstahlfront, für 976,70 Euro statt 1899,00 Euro. Hier geht's zum Deal. 25 % Rabatt: HP Pavilion x360 14-dy0212ng (14 Zoll / FHD IPS Touch) 2in1 Convertible Laptop (Intel Pentium Gold 7505,8GB DDR4 RAM,256GB SSD, Intel UHD Grafik, Windows 10, QWERTZ) für 449,00 Euro statt 599,00 Euro. Hier geht's zum Deal. 41 % Rabatt: Philips Hue White & Color Ambiance E27 LED Lampe 3-er Pack, dimmbar, bis zu 16 Millionen Farben, steuerbar via App, kompatibel mit Amazon Alexa (Echo, Echo Dot) für 92,99 Euro statt 159,94 Euro. Hier geht's zum Deal. 53 % Rabatt: Sony »WF-XB700« wireless In-Ear-Kopfhörer, bis zu 18 Stunden Hörvergnügen dank des praktischen Ladeetuis für 69,99 Euro statt 149 Euro. Hier geht's zum Deal. 30 % Rabatt: FREAKWAVE Inflatable SUP-Board PIKE, aufblasbares Stand-up-Paddle-Board mit Zubehör für 349 Euro statt 499 Euro. Hier geht's zum Deal. 45 % Rabatt: Tefal Kontaktgrill Optigrill GC705D,2000 Watt Leistung, automatische Anpassung der Grilltemperatur und Grillzyklen je nach Dicke und Art des Grillguts, für 118,90 Euro statt 219 Euro. Hier geht's zum Deal. 44 % Rabatt: Samsung »Galaxy Buds+« wireless In-Ear-Kopfhörer, kabelloser Kopfhörer mit intuitiver Funktionssteuerung für 94,37 Euro statt 169 Euro. Hier geht's zum Deal. 33 % Rabatt: fitbit Versa 2 Smartwatch,24/7 Herzfrequenzmessung und Schlafanalyse für 133 statt 199,95 Euro. Hier geht's zum Deal. 31 % Rabatt: Apple AirPods Pro mit Wireless Case / MWP22ZM/A, für 190,94 Euro statt 279 Euro. Hier geht's zum Deal. 49 % Rabatt: Biberna Jersey Spannbettlaken, für Boxspringmatratzen, enthält Baumwolle und Elasthan, für 17,99 Euro statt 34,95 Euro. Hier geht's zum Deal. 39 % Rabatt: Mediflow 1041 Das Original Reise-Wasserkissen für 29,99 Euro statt 49,90 Euro. Hier geht's zum Deal. 20 % Rabatt: Lenovo Tab M10 Plus ZA5V0243 für 189 Euro statt 239 Euro. Hier geht's zum Deal. SPARKSIDE Heißklebepistole »PHP 500 E3«, mit zwei Betriebsarten für 9,99 Euro. Hier geht's zum Deal. Es gibt jeden Tag neue Möglichkeiten zu sparen – besonders aber bei Rabattaktionen wie dem Amazon Prime Day oder dem Black Friday oder Black Monday. Wenn Sie sich jetzt für eine kostenlose 30-Tage-Mitgliedschaft bei Amazon Prime anmelden, können Sie schon 30 Minuten vorab auf Blitzangebote zugreifen. Das Abo können Sie nach der Rabattaktion einfach wieder kündigen. So profitieren Sie zwar von den Vorteilen, müssen allerdings nichts dafür bezahlen. Außerdem entfallen bei Prime-Produkten die Versandkosten. Hier können Sie eine Amazon Prime Mitgliedschaft kostenlos testen. Übrigens: Gutscheine und Rabatte für zahlreiche Online-Shops finden Sie zusätzlich hier. Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

 

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Raiola-Forderung blockiert angeblich Malen-Transfer zum BVB

Der Transfer von Donyell Malen von der PSV Eindhoven zu Borussia Dortmund hängt angeblich an den enormen Beträgen, die Malens Berater Mino Raiola bei einem Deal kassieren würde. Das berichten die Ruhr Nachrichten. Demnach stünden Raiola 30 Prozent der Ablösesumme zu, was bei einem geschätzten Betrag von 30 Millionen Euro also neun Millionen Euro wären. Diese 30 Millionen Euro fordern angeblich die Eindhovener, die unter dem Strich dann aber nur 21 Millionen Euro für den Angreifer auf ihrem Konto verbuchen könnten. Dem Bericht zufolge erklärt das auch, warum sich die Niederländer bislang wenig verhandlungsbereit zeigten, was die Ablösesumme angeht. Bereits seit einigen Wochen verhandeln die beiden Klubs, mit Malen selbst soll sich der BVB schon längst einig sein. Die Dortmunder selbst erwarten den Verkauf von Jadon Sancho zu Manchester United, der ihnen 85 Millionen Euro einbringen wird. Dass sie deshalb bereit sind, bei Malens Ablösesumme großzügiger zu sein, dementierte Sportdirektor Michael Zorc: "Es muss finanziell passen, ansonsten muss man auch mal Nein sagen", sagte er den Ruhr Nachrichten. Für die PSV wäre eine Verkauf von Malen in jedem Fall ein Top-Geschäft: Der 22-Jährige kam 2017 für nur 600.000 Euro von der zweiten Mannschaft des FC Arsenal.

 

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Mega-RUMMS in der WWE

WAS FÜR EIN RUMMS IN DER WWE! Am Sonntag feierte John Cena sein Comeback - in der letzten Nacht ging es weiter: Goldberg (54) feierte bei „RAW“ seine Rückkehr! Wie vor Wochen schon von BILD verraten, legte sich der Kult-Wrestler sofort mit WWE Champion Bobby Lashley (45) an. Damit wird es beim „SummerSlam“ zum Match der Titanen kommen: Goldberg vs. Bobby Lashley. Bevor Goldberg sein Comeback feierte, besiegte Lashley einen weiteren Rückkehrer: Keith Lee. Seit Januar war Lee nicht mehr in den Shows. Niemand wusste warum. In der Nacht tauchte er auf - aber verlor sofort. Zum allerersten Mal trat dagegen NXT-Champion Karrion Kross bei „RAW“. Leider musste er ohne seine Begleitung Scarlett Bordeaux antreten – und leider musste der dominante Champion auch gegen Jeff Hardy verlieren. Ein schlimmer Fehlstart! In der Nacht auf Montag gewann Nikki A. S. H. den „Money In The Bank“-Koffer der Frauen. Nur einen Tag später cashte sie ihre Chance auf den Titel ein und nahm Charlotte den Gürtel ab. ▶︎ John Cena machte klar, dass er auf Roman Reigns treffen möchte – daher wird er auch bei „SmackDown“ auftauchen. ▶︎ Reginald wurde neuer 24/7 Champion

 

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Razzia gegen Cosa Nostra auf Sizilien: 16 prominente Mafiosi in Haft

Ein in Palermo verankerter Mafia-Clan soll für zahlreiche Erpressungen von Unternehmern verantwortlich sein. Keines der Opfer habe sich gemeldet, berichtet die Polizei. Dennoch klickten nun die Handschellen. Palermo – 16 prominente Mafiosi sind am Dienstag auf Sizilien festgenommen worden. Die Festnahmen erfolgten nach einer zweijährigen Untersuchung gegen den in Palermo verankerten Clan Brancaccio-Ciaculli, der für zahlreiche Erpressungen von Unternehmern und Geschäftsleuten verantwortlich gemacht wird, berichtete die Polizei am Dienstag. Erpresst wurden Besitzer von Supermärkten, Bars, Diskotheken, Baufirmen, Apotheken und Bäckereien. Kein Opfer der Erpressungen habe sich bei der Polizei gemeldet, berichteten die Justizbehörden. Auch während des Lockdowns infolge der Corona-Pandemie, seien die Geschäftsleute trotz Schließungen und Geschäftsentgang gezwungen worden, der Mafia Erpressungsgelder zu zahlen. Diese dienten unter anderem dem Erhalt der Familien inhaftierter Mafiosi. Der Clan macht auch große Geschäfte mit Drogenhandel, stellten die Ermittler fest. Die Cosa Nostra ist historisch die älteste der italienischen Verbrecherorganisationen. Sie entstand auf Sizilien und hat eine weitgehend hierarchische Struktur mit einem sogenannten "militärischen" Flügel und einem wirtschaftlichen. Ihr Zusammenhalt stützt sich wesentlich auf einen internen Kodex mit strengen Verhaltensregeln. Allen "Ehrenmännern" gemeinsam ist die ablehnende Haltung gegenüber dem Staat. Diese Haltung ist in der Cosa Nostra so stark verwurzelt, dass ein Mitglied, falls er selbst Opfer eines Verbrechens wird, niemals Anzeige erstattet. Die Hauptsitze der Cosa Nostra befinden sich auf Sizilien. Die Organisation zählt rund 5.500 Clan-Mitglieder und 180 Cosa-Nostra-Familien. Das Einflussgebiet der Cosa Nostra erstreckt sich in Italien auf Sizilien, Apulien sowie Mittel- und Norditalien. (APA) Ein grausiger Fund wurde in Bayern gemacht. In einem Abfallbehälter lag der Leichnam ei... In Südtirol wurde am Sonntag eine 78-Jährige getötet. Ihr Lebensgefährte,87 Jahre alt... Mit Hunden, Hubschraubern und Spezialeinheiten hat die französische Gendarmerie in der... Im Park eines Seniorenwohnheims im Südtiroler Lana wurde am Sonntag eine 78-Jährige mit... Gegen den Täter war zuvor ein Betretungsverbot verhängt worden. Der Mann stellte sich n...

 

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Wenn die politische Inszenierung ins Wasser fällt

Ob Lacher, Pose oder enge Hose: Nicht nur beim Hochwasser können Fehltritte passieren. Aber schaden sie den Politikern auch? Die deutsche Politikszene ist in Aufregung, weil CDU-Kanzlerkandiat Armin Laschet rund um die Flutkatastrophe lachte. Zu sehen ist dies auf TV-Bildern im Hintergrund, während vorn der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier interviewt wird (der später auch lachte). Grund für die Erheiterung Laschets soll ein Reporter gewesen sei, der am Bauch liegend mitschrieb. Einerseits wirkten die Bilder des wahlkämpfenden CDU-Politkers in der Gesamtsituation nicht vorteilhaft und er musste sich entschuldigen. Andererseits zeigt die Erfahrung, dass ein Fauxpas in der politischen Inszenierung noch lang nicht das Ende einer Karriere darstellen muss. Ja, manchmal kann er sogar einen Wahlkampf beflügeln.

 

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Ölpreise stabilisieren sich nach Vortagseinbruch

N ach ihren deutlichen Vortagesverlusten haben die Ölpreise sich am Dienstag im frühen Handel stabilisiert. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 68,84 Dollar. Das waren 22 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 29 Cent auf 66,64 Dollar. Am Montag waren die Erdölpreise erheblich unter Druck geraten. In der Spitze gaben die Notierungen um fast 5 Dollar nach. So hatte sich die schlechte Stimmung an den Aktienmärkten auf die Rohstoffmärkte übertragen und auch der stärkere Dollar lastete auf den Preisen, da er das in der amerikanischen Währung gehandelte Öl für viele Interessenten verteuerte. Der Einfluss der Opec-Entscheidung vom Wochenende auf eine schrittweise höhere Förderung gilt als zwiespältig. Einerseits könnte das höhere Angebot Druck auf die Ölpreise ausüben. Andererseits ist mit der Einigung das Risiko einer Eskalation bis hin zu einem Zerfall des Ölverbunds Opec + mit unkontrolliert steigendem Angebot gesunken. Ein Streit zwischen der Ölmacht Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten hatte eine Verständigung zunächst verhindert.

 

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Gaffen ist das Gegenteil von Solidarität

Meinung Düsseldorf Der Rückhalt spendet jenen Trost, die gerade in den Trümmern ihrer Existenz stehen, oder gar Angehörige durch das Hochwasser verloren haben. Was ihnen hilft sind Spenden und Tatkraft – und jeder, der sich nicht seiner Sensationsgier hingibt. In dre toN froebatfn icsh das eeWsn erd cMnnsee,h eis nnlhaed nhac rnipnGziir,depnu mlahnacm nrei niisnvt.kti asD eiztg hsci auch mi uaentahnAdmuszs sde rscnhhuodhJaewtrssr.aeh Da its fua edr nniee eietS eein erdetwbeüäilgn lmteheinnAa nud tsfbhceaf,rlseiiHt dei end ncenMhes vro rtO hceegnbtretgeang rwid. lzehätgeUn ietvapr Setninpnkeoaend drenuw r.ettaetsg cEtlhie lerigFielwi sneirrteo edi enassM na pahnSncsee,d vno ednen tilwiemlerte eatanbger w.dir eUhrntmeren nud krdeewarHn usa edr smtneega epikbuRl ebietn naeWmussperp dnu deerna eu.zgeerkW nseheMcn sau ra,bmHug Belfdeeli eodr Knlö inteeb emrZim sla ncltuU.sherpf sE gbee Teuesadn hcosrle Bsiel,ipee agtes t-niNnsmnRInreeiW rerbHet leRu am tnMa.go esDi„e tesfesllcGah sit os liev sbsree, las irw sie otf llrsaee.tdn rWi kennön rofh nes.“i dUn dsa insd ied tfn.oBereefn eseierhdrFbln sau rtdt,tfaEs hAwleirer erod dBa rfsMeleiünte nzeieg nsMenhec ni den Tmre,nrüm eid leals eoelrnrv ban he– und zemrotdt imrem idwere trWoe esd Daneks inf.nde rDe Rtühklac estpnde nveeli o.sTtr lGßeonagr und lftoeälN rfbfeoanne reba deelir ahuc eid neendier Iktnsietn hnearcm enhMnc.es rNeeigu udn tsosausSnnleit tnrleieev tprnauseatoestKhotinr seti ngeTa mirem reeiwd an dei rtztnsioea,E edi kastuärkepl aunenm,t brea uahc surtßeä läcifghher eisn ökn.enn tsblSe hnoe leicsshichter Rksoii nsid rteO, an nened hsneeMcn eihr enzisxtE edor rga öggrAehein rrleveno,eabnh einek ngsnügrsDtstäVutee.a g hrstteev hcsi cniligehet vno ess.blt orsnedeBs aber am eohWdneecn aethtn gerketänfRstut mti fnafGre uz mk.nepfä weelTeiis tnsdean 021 rnseenPo na dre Rsrrparluete zcsewinh edr gätdroenteiS Aaehcn nud edm eiKrs rüDne, ndu wenrteta urn d,uarfa sasd ide speerrTla ärl.ftbuüe dnentsrroA entaht Bmaeet vro lemla tmi slaefünousnSnatlrgg und raaorrftonrdheM zu,tun eid an rpesnStreßanre neswaeiebg edernw .tnmssue tJte„z sit ihtnc dre gthiecri petintkZu ürf ch,au“tlSsu tttwitree aetw die zoePili nihsE-tK-erRfire coshn ma rtFea.gi Dei hWteirah:sti sE itbg aüfdr atuüpbreh eenkin ighteinrc kpZeun.tti eafGrf hubarct se resin.ngd neffGa sti sda eliGteeng onv .oaätdSitlri

 

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Tausende Hektar Wald durch Feuer in US-Staat Oregon zerstört

Die Behörden ordneten binnen knapp zwei Wochen mehr als 2100 Evakuierungen an,67 Häuser wurden bisher zerstört. Auch in anderen Staaten entlang der US-Westküste und in Kanada lodern unzählige Brände. Portland – Durch den riesigen Waldbrand im US-Staat Oregon sind bis Montag mehr als 137.000 Hektar Wald zerstört worden. "Dieses Feuer ist eine echte Herausforderung", erklärte Feuerwehrkommandant Joe Hessel. Der nach der nahegelegenen Ortschaft Bootleg getaufte Waldbrand im Süden Oregons ist das mächtigste von derzeit rund 80 aktiven größeren Feuern in den USA. Die Behörden ordneten binnen knapp zwei Wochen mehr als 2100 Evakuierungen an,67 Häuser wurden bisher zerstört. Der Feuerwehr ist es bisher nur gelungen, rund ein Viertel des "Bootleg-Feuers" einzudämmen. Ungewöhnlich heißes und trockenes Wetter begünstigt die Ausbreitung der Flammen. Auch in Kalifornien wüten weiter schwere Feuer. Eines davon, das "Dixie-Feuer", könnte von dem US-Energieversorger Pacific Gas and Electric (PG&E) verursacht worden sein. Laut einem vorläufigen Bericht des Konzerns entdeckte ein Mitarbeiter am Tag des Ausbruchs des Feuers einen umgekippten Baum an einer Stromleitung und Flammen in unmittelbarer Nähe. Das Unternehmen war bereits für das sogenannte Camp Fire in Kalifornien im Jahr 2018 verantwortlich. Damals lösten defekte Stromleitungen und mangelhafte Schutzvorkehrungen den Brand aus, bei dem 86 Menschen ums Leben kamen. Auch in anderen Staaten entlang der US-Westküste und in Kanada lodern unzählige Brände. In der westkanadischen Provinz British Columbia wurden am Montag mehr als 2500 Evakuierungen angeordnet. Insgesamt wüten in der Provinz inzwischen rund 300 Waldbrände. Nach Einschätzung von Wissenschaftern verstärkt der Klimawandel die Trockenheit in der Region und schafft damit die Bedingungen für Waldbrände, sich auszubreiten. (APA/AFP) Die Schadenhöhe in Kufstein nach der Hochwasserkatastrophe ist noch nicht absehbar. Die... Bei den Salzburger Festspielen wurde ein „Jedermann“-Besucher trotz Vollimmunisierung p... Während die Zahl der Toten nach den verheerenden Fluten steigt, versuchen sich die Mens... Die Schäden durch die Sturzflut in der Halleiner Innenstadt werden in die Millionenhöhe... Die Bezirke Kufstein und Kitzbühel haben eine Katastrophennacht hinter sich. Menschen m...

 

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Islamisches Opferfest: Das hat es mit dem höchsten Feiertag des Islam auf sich

Hannover. Beim islamischen Opferfest Eid al-Adha (oder Id ul-Adha) steht für Muslime auf der ganzen Welt vor allem eines im Vordergrund: die Hilfsbereitschaft. Denn darum geht es beim höchsten Fest des Islam, welches in diesem Jahr vom 19. Juli bis zum 23. Juli stattfindet. Es wird einmal jährlich von Muslimen weltweit gefeiert und gilt als religiöser Höhepunkt der Pilgerfahrt nach Mekka. Üblicherweise beginnt das Fest mit einem morgendlichen Gebet am ersten Feiertag. Nach dem Beten werden unter den feiernden Muslimen Glückwünsche, Süßigkeiten und Geschenke für die Kinder ausgetauscht. Laut der Deutschen Islamkonferenz (DIK) sind zum Gebet auch ausdrücklich Frauen eingeladen, was sonst eher unüblich ist. Der Feiertag soll Muslime daran erinnern, dass sie ihrem Gott grenzenlos vertrauen dürfen, und sie zu Hilfsbereitschaft, Freundschaft und Versöhnung aufrufen. Für viele, die es sich leisten können, gehört auch das Schlachten eines Tieres zur Tradition des Opferfestes. Dabei wird das geschlachtete Vieh traditionell in drei Teile aufgeteilt: Ein Drittel wird an Familie und Verwandte weitergegeben, ein Teil wird bei einem gemeinsamen Festessen feierlich verzehrt und der dritte Teil geht als Gabe an Bedürftige. Da das Schlachten von Tieren in Deutschland strengen Auflagen unterliegt, wird meist Geld an die Familien in der Heimat geschickt, damit diese in den muslimischen Ländern eine Opfergabe darbringen oder das Geld direkt an Einrichtungen für Bedürftige weitergeben können. Auch das Fasten kann zum Bestandteil des Opferfestes werden. Einige Muslime nutzen daher den Tag vor dem Eid al-Adha, um – wie auch im Fastenmonat Ramadan – zu fasten. In Deutschland haben muslimische Schüler die Möglichkeit, am ersten Tag des Opferfestes vom Unterricht befreit zu werden. Muslime in aller Welt erinnern während des islamischen Opferfestes an Abraham, welcher als Stammvater von Muslimen, Juden und Christen gilt. Besonders im Vordergrund steht dabei die Barmherzigkeit Gottes, die im Islam auf traditionelle Weise mit dem Schlachten eines Tieres zelebriert wird. Aus Überlieferungen geht hervor, dass Abraham bereit war, seinen eigenen Sohn zu opfern. Dies wurde jedoch durch Gott verhindert und Abraham opferte stattdessen ein Lamm. Abraham gilt als Stammvater der drei monotheistischen Religionen Islam, Judentum und Christentum, sein uneingeschränktes Gottvertrauen wird in allen drei Religionen verehrt. Die Prüfung Gottes für Abraham steht daher nicht nur im Koran, sondern auch in der Bibel und in der Thora. Die Pilgerfahrt nach Mekka ist die fünfte der fünf Säulen des Islam. Jeder fromme und gesunde Muslim, der es sich leisten kann, hat die Pflicht, einmal im Leben nach Mekka zu pilgern. Den Höhepunkt bildet dabei das islamische Opferfest, welches in diesem Jahr am Abend des 19. Juli beginnt und am 23. Juli endet. Der Hadsch, wie man die „große Pilgerfahrt” des Islam nennt, kann nur in diesem Zeitraum stattfinden. RND/nw

 

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Gezeichnete Liebeserklärung an den Jazz

Die Darstellung von Musik stellt eine Herausforderung für viele Comickünstler*innen dar. Oftmals reicht es für ein paar fliegende Noten und eine andere Typographie in einigen Panels, fertig ist der Song. Doch in den vergangenen Jahren überzeugten mehrere Werke mit spannenderen (und besseren) Ansätzen auf diesem Gebiet. In dem Manga zieht es Miyamoto anfangs nach München, so will er der beste Saxofonist der Welt werden. Wer diesen Einstieg sehr plötzlich findet, hat Recht: „Blue Giant Supreme“ ist die Fortsetzung einer anderen Serie, die Miyamotos Weg zum Jazz erzählt. Sie wird auf Deutsch ab Ende August 2021 veröffentlicht. Im fünften Band hat er es mittlerweile nach Berlin geschafft und eine Band um sich gebracht. Doch das erste Konzert enttäuscht Veranstalter wie Publikum wie Musiker. Die Harmonie der noch namenlosen Band stimmt überhaupt nicht. Nur Miyamoto findet Positives: So könne die Band immerhin besser werden. Dieser Manga ist durchzogen von einer romantischen Verklärung von Jazz und Musik. Alles nach dem Motto: Es geht irgendwie weiter. Das Streben nach Anerkennung und Ruhm treibt fast alle Charaktere der Band von Miyamoto an. Spielen, bis der Schweiß tropft Dazu kommen die üblichen Konflikte innerhalb einer Band, wie sie aus der Realität bekannt sind. Wer hat das Sagen? Wer der kreative Kopf? Ishizuka überhöht diese Konflikte jedoch nicht. Vielmehr stellt er ihnen viele ruhige Momente der Charaktere gegenüber. Der große Traum vom Musikerdasein verklärt nicht die Realität – aber auch nicht andersrum. Doch wenn Ishizuka an die Darstellung der Musik geht, wird die Lektüre von „Blue Giant Supreme“ zu einem fast rauschhaften Erlebnis. Mit den klassischen Mitteln des Mangas wie Speedlines, Soundwords und der variierenden Anordnung der Panels auf der Seite schafft der Japaner einen eindringlichen Rhythmus beim Lesen. Selbst wenn Miyamoto unter Kopfhörern sitzt und nur die Tasten seines Saxophons klacken, entsteht durch die Bilder ein Sound. Und das in einem sehr konventionellen Zeichenstil. Es gibt keine verzerrten Gesichter, stattdessen steht beim Spielen den Figuren einfach der Schweiß auf der Stirn. Das reicht, um Anstrengung auszudrücken. Zudem vermittelt die Reihe eine ungewöhnliche Perspektive auf den Alltag in Deutschland: Für „Blue Giant Supreme“ hat Shinichi Ishizuka an den Orten seiner Handlung recherchiert und lässt seine Hauptfigur über manche Eigenheiten der heimischen Bevölkerung staunen. Mangas über Musik sind in Japan nicht selten und auch die Liebe zum Jazz ist dort weiter verbreitet, als sich von Europa aus vermuten lässt. Allerdings braucht es für „Blue Giant Supreme“ keine Kenntnisse über Szenen oder die Unterschiede zwischen Hard Bop und Free Jazz. Denn auch wenn der naive Wunsch von Miyamoto im ersten Moment unrealistisch scheint: Mit jeder Seite wünscht man ihm ein größeres Publikum als in den kleinen Clubs in Deutschland – und damit auch Ishizukas Manga eine größere Leserschaft.

 

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Sexueller Missbrauch: Polizei fahndet nach diesem Mann

Herford – Die Polizei Herford fahndet wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern nach einem Mann. Der Vorfall ereignete sich am 7. Juni in der Zeit von 17.15 bis 18.15 Uhr in einem Wald- und Wiesengebiet in Rödinghausen (Kreis Herford) nahe Darnauer Weg. Ein Unbekannter sprach dort zwei Mädchen (8) an und zeigten ihnen ein Video auf seinem Smartphone. Laut Beschreibung der Kinder ist darauf eine onanierende Frau zu sehen, es könnte sich aber auch um sexuellen Missbrauch handeln. Nachdem er den Mädchen die Sequenz gezeigt hatte, „näherte er sich den Mädchen weiter in verdächtiger Art und Weise“, so die Polizei. Es wurde ein Phantombild angefertigt, mit dem die Polizei jetzt nach dem unbekannten Mann fahndet. Beschrieben wird er weiter wie folgt: Hinweise bitte per Telefon an die Polizei Herford. Rufnummer: 05221-8880

 

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Sorge vor Corona-Ausbrüchen

Folgt auf das Hochwasser nun ein Corona-Ausbruch? Genau das befürchten die Landesregierungen in NRW und Rheinland-Pfalz. Sie wollen mit Impfaktionen und Test in Notunterkünften der Gefahr vorbeugen. Kanzlerin Merkel besucht heute Bad Münstereifel. Nachdem Regenfluten und Hochwasser Städte und Dörfer in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verwüstet haben, sind in den betroffenen Regionen die Aufräumarbeiten angelaufen. Allerdings wächst bei den jeweiligen Landesregierungen deshalb nun die Angst, dass sich das Coronavirus in den Katastrophengebieten verstärkt ausbreiten könnte. "Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird", sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Das Landesgesundheitsministerium bereitet deshalb laut Freichel in Absprache mit den Behörden der betroffenen Landkreise eine Sonder-Impfaktion in den Katastrophengebieten vor. Viele Rettungskräfte hätten bereits den vollen Impfschutz. Auch das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen warnte vor einem steigenden Infektionsrisiko in den Hochwassergebieten. "Eine erhöhte Gefahr der Ausbreitung von SARS-CoV-2 könnte sich vor allem durch die Unterbringung von Personen in Notunterkünften entwickeln", teilte das Ministerium laut RND mit. Die Gefahr könne aber mit Tests, Masken und Lüften reduziert werden. "In den Notunterkünften wurde vielfach bereits medizinische Versorgungsstruktur etabliert", erklärte das Ministerium. Zusätzlich bereiteten den Behörden die zusammengebrochene medizinische Infrastruktur, etwa durch zerstörte Hausarztpraxen, Sorgen. Bundeskanzlerin Angela Merkel will sich heute ein Bild von der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen machen. Zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der zugleich Unionskanzlerkandidat ist, kommt sie nach Bad Münstereifel im Kreis Euskirchen. Die Altstadt war durch die Flutkatastrophe in der vergangenen Woche nahezu komplett zerstört worden. Merkel spricht dort mit Vertretern von Hilfsorganisationen sowie Helferinnen und Helfern. Nach einem Treffen mit betroffenen Bürgern steht ein Gang durch das Gebiet auf dem Programm. Merkel war am Wochenende in Rheinland-Pfalz und hatte sich dort mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer ein Bild von der Lage im Hochwassergebiet rund um Adenau gemacht. Der Bundespräsident war bereits am Samstag nach NRW gekommen: Frank-Walter Steinmeier hatte sich auf Einladung von Laschet die Situation im vom Hochwasser zerstörten Erftstadt angeschaut. Dort hatte im Stadtteil Blessem ein gewaltiger Erdrutsch Straßen und Häuser mitgerissen. Die Abbruchkante am Rand des Kraters galt zuletzt weiter als Risikozone. Seit Montag gibt es mehrere Tage nach Beginn der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen immerhin einen Grund zum Aufatmen: Die seit Tagen vom Hochwasser bedrohte Steinbachtalsperre in der Nähe von Euskirchen scheint zu halten. Ein Dammbruch war dort nicht mehr zu befürchten, hatten die Behörden mitgeteilt. Die Menschen aus den umliegenden Gemeinden konnten zurück in ihre Häuser. In vielen Ortschaften in NRW als auch in Rheinland-Pfalz ist die Infrastruktur mit Straßen, Bahngleisen, Brücken, Mobilfunkmasten, Strom- und Gasleitungen sowie Trinkwasserversorgung zerstört. Der Bund rechnet mit mindestens rund zwei Milliarden Euro Schäden alleine bei der Deutschen Bahn sowie bei Straßen, wie die Nachrichtenagentur aus Regierungskreisen erfuhr. Für die Bewohner gilt es nach der Katastrophe weiter, Schlamm und Trümmer aus ihren Häusern und von den Straßen beiseitezuschaffen. Es gibt bisher 164 Todesopfer zu beklagen. Die Landesregierungen in NRW und Rheinland-Pfalz wollen nicht ausschließen, dass noch weitere Opfer gefunden werden könnten.

 

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„Nach der Natur“ im Humboldt-Forum ist wie eine moderne Wunderkammer

Durch Zusammenarbeit intelligente Entscheidungen zu treffen, bestimmt das Wesen der Demokratie und war auch ein früher Gedanke des Internets; es wäre so schön, wenn Schwarmintelligenz zuverlässig klappen würde. Wie aufgeregt, zittrig und reizbar Schwärme sind, zeigt eine Installation mit bunten Fischen, mit der die Ausstellung „Nach der Natur“ eröffnet. Es ist der Beitrag, den die Humboldt-Universität und im Verbund mit ihr auch die Spitzenforscher:innen der anderen Berliner Universitäten zum Humboldt Forum leisten, dessen einer Namensgeber, Wilhelm von Humboldt, das moderne Konzept der ersten Berliner Universität entwarf. Auf einem halbkreisförmigen Medienvorhang erscheint eine digitale Unterwasserwelt, in der Fischschwärme sich formieren und auseinanderstieben. Das Bild ist ein Symbol für die Vielzahl an Stimmen aus der wissenschaftlichen Forschung, die Ausstellung hier zusammenbringen möchte, zum anderen für die Erkenntnis, dass jedes Handeln – und Nicht-Handeln Folgen hat, die zerstörerisch für die Ökosysteme der Erde sein können, wie der programmatische Ausstellungstitel „Nach der Natur“ schon suggeriert. Die Ausstellung will nicht nur den Verstand sondern auch die Emotionen der Besucher:innen kitzeln, dafür hätte der digitale Schwarm-Vorhang als Auftakt ruhig noch überwältigender sein dürfen. Aber auf den 600 Quadratmetern, die sich nach diesem Entrée erstrecken, beweist die Humboldt-Universität Mut zum multimedialen, nicht-linearen Ausstellungskonzept, das gut dazu in der Lage ist, aktuelle Themen und Verbindungen aufzuzeigen. Auch Corona kommt schon vor. Sieben Exzellenzcluster äußern sich zu wichtigen Themen Nie gezeigte Stücke aus den Lehr- und Schausammlungen der Universität hängen in beweglichen und verschiebbaren Glaskästen von der Decke. Man kann diese Vitrinen jederzeit neu bestücken und sogar komplett zur Seite schieben, um im Ausstellungsraum Platz für Veranstaltungen zu machen. Vielen Wissenschaftler:innen dürfte es nicht leicht gefallen sein, ihre komplexen Forschungsfelder in einminütige Video- Statements zu packen. Genau das passiert auf der raumfüllenden „kinetischen Wand“, die neben den hängenden Sammlungsstücken das Herzstück der Ausstellung ausmacht. Auf ausrollbaren Jalousien werden Forschungsfragen und Interviews digital eingeblendet. Wissenschaftler:innen aus sieben Berliner Exzellenzclustern äußern sich hier zu der Frage, wie Klimawandel, Artensterben und die Krise der Demokratie zusammenhängen, und zwar aus der Sicht ihrer jeweiligen Disziplinen – Literatur, Makrosoziologie, Mathematik und Islam in Europa lauten etwa die Fächer. [Behalten Sie den Überblick über die Entwicklung in Ihrem Berliner Kiez. In unseren Tagesspiegel-Bezirksnewslettern berichten wir über Ihre Nachbarschaft. Kostenlos und kompakt: leute.tagesspiegel.de .] Die Erzählung beginnt bei der Herausbildung des Liberalismus im 19. Jahrhundert, dem Forschungsgegenstand des Exzellenzclusters „SCRIPTS“. Sie erzählt von den Grenzen und Schwierigkeiten des „liberalen Scripts“, dessen globaler Entwicklung, von Verfassungen und Staaten sowie von Rassismus als Teil der liberalen, aber dennoch in Kategorien denkenden Ordnung. Es geht um die Ausbeutung von natürlichen und menschlichen Ressourcen und wie sich der „Post- Growth“-Ansatz eine Entwicklung jenseits von immer weiter steigendem materiellem Konsum vorstellt. Wie eine moderne Wunderkammer Die Stücke aus der Universitätssammlung der Humboldt-Universität ergänzen die umfassende digitale Erzählung, in dem sie etwa bunt-glitzernde Mineralien und Erze oder historische Tierpräparate zeigen. Auch so skurrile Dinge wie der in einer Flüssigkeit konservierte Appendix Friedrich Eberts sind zu sehen. Der ehemalige Reichspräsident war 1925 an den Folgen einer Blinddarmentzündung gestorben. Die Frage, wie mit menschlichen Überresten in Sammlungen umgegangen wird, schwingt hier mit und verweist auch auf die menschlichen Gebeine und Schädel aus ehemaligen deutschen Kolonien, die noch in Berliner Depots lagern. Von Ebert wird im selben Schaukasten auch die Tonaufnahme einer Rede präsentiert, die der Politiker 1919 vor der Nationalversammlung hielt und in der er mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ erstmals auch Frauen adressierte. Dieses Nebeneinander von Themen und Materialien soll, einer Wunderkammer gleich, zeigen, dass in der global vernetzten Welt alles miteinander verbunden ist – und immer war. Dazu kommen Tonaufnahmen unter anderem aus dem Lautarchiv der Humboldt-Universität. Die Mischung ist überraschend und macht neugierig, alles innerhalb eines Besuches wahrzunehmen, schafft man nicht. Da der Eintritt in die Ausstellung frei ist, ist das auch eine Einladung an die Berliner:innen mehrmals vorbeizukommen.

 

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Frankreich: Vierte Welle hat begonnen

Mediziner warnen seit Wochen davor, nun ist es laut der Regierung offiziell: Die vierte Welle hat in Frankreich begonnen. Seit Mai verzeichnet das Land erstmals mehr als 10.000 Neuinfektionen - mehr als 7000 Menschen liegen mit einem schweren Verlauf im Krankenhaus. In Frankreich hat die vierte Welle begonnen. "Wir sind in eine vierte Welle des Virus eingetreten", sagte Gabriel Attal, Sprecher der Regierung, wie die französische Zeitschrift "Le Parisien" berichtet. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankreich stieg innerhalb einer Woche um 125 Prozent. Der Wert liegt nun bei 86 Fällen pro 100.000 Einwohner. "Wenn wir von einer niedrigen Anzahl von Ansteckungen ausgehen, ist die Dynamik der Epidemie extrem stark, wir sehen eine schnellere Welle, einen steileren Anstieg als alle vorherigen", fügte der Pressesprecher hinzu. Zum ersten Mal seit Mai wurden in Frankreich mehr als 10.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Auch die Zahl der schweren Verläufe steigt: Anfang der Woche waren mehr als 7000 Menschen mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus. "Einen Anstieg dieser Art, so stark, so plötzlich, hatten wir seit Beginn der Epidemie in unserem Land noch nie erlebt. Die Zahl der neu festgestellten Fälle hat sich in einer Woche verdoppelt", sagte Attal, laut der französischen Zeitschrift. Am Ursprung dieser neuen Welle: die Delta-Variante. Wie "Le Parisien" berichtet, macht die zuerst in Indien entdeckte Variante derzeit 80 Prozent der Corona-Neuinfektionen in Frankreich aus. In der Hoffnung, diese vierte Welle einzudämmen, setzt die französische Regierung daher auf die Impfung: "Die Impfung begrenzt die Zahl der schweren Formen, aber sie bleibt unzureichend in unserem Land", sagte Attal, nach Angaben der "Le Parisien". Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörde haben rund 45 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz. Mehr als 55 Prozent haben bereits die erste Impfung bekommen. Auch die Einführung eines Gesundheitspasses soll die Impfbereitschaft ankurbeln. Beim Betreten von Kultur- und Freizeiteinrichtungen muss ab Mittwoch per Gesundheitspass die vollständige Corona-Impfung, eine überstandene Corona-Infektion oder ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden. Ab Anfang August ist der Pass auch beim Besuch von Restaurants und Bars Pflicht. Am Wochenende hatten Zehntausende Franzosen gegen die jüngsten Maßnahmen demonstriert.

 

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Verbraucherschützer fordern Elementarschaden-Versicherung für alle

Der Chef des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv), Klaus Müller, hat nach der Hochwasser-Katastrophe die Versicherungsbranche aufgefordert, allen Hausbesitzern Elementarschaden-Policen anzubieten. "Die Versicherungsbranche steht in der Pflicht, allen Verbrauchern einen bezahlbaren Versicherungsschutz anzubieten", sagte Müller der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagsausgabe). Müller forderte gleichzeitig auch gesetzliche Maßnahmen. "Es muss unverzüglich das Prinzip der Allgefahrendeckung - wie in Großbritannien - im Gesetz verankert werden." Damit hätten Verbraucher das Recht, dass ihre Häuser gegen alle Risiken abgesichert wären. Sie können aber auch einzelne Risiken abwählen. "Wenn dieser Weg innerhalb von zwei Jahren nicht zu einem breiten Abdeckungsangebot führt, wird eine Pflichtversicherung notwendig", sagte der Verbraucherschützer. Derzeit sind dem Bericht zufolge nur 43 Prozent des Gebäudebestands in Deutschland gegen Starkregen und Überschwemmungen versichert.

 

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Das große Rütteln: Das ist bei Vibrationsplatten zu beachten

Köln. Das Prinzip der Vibrationsplatte ist so einfach wie genial: Ein kleiner Motor versetzt die Platte in Schwingungen. Diese werden auf den Körper übertragen. Um die Vibrationen auszugleichen, spannen und entspannen sich die Muskeln reflexartig in schneller Folge - darunter auch die Tiefenmuskulatur, die für die Stabilisierung des Körpers wichtig ist. Das führt zu Muskelaufbau. Und: Auch die Knochen erhalten durch das Training womöglich Impulse, neue Substanz aufzubauen. Aber ganz ohne Einschränkungen sind die Einheiten auf der Platte nicht zu empfehlen. Zunächst sollte man wissen: Ohne eigenes Zutun wird man auf der Vibrationsplatte nicht fit. „Nur wenn schon Muskulatur vorhanden ist, kann man diese auch trainieren“, sagt Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule (DSHS) in Köln. Für die Freizeit-Joggerin zum Beispiel ist durchaus eine Leistungssteigerung drin. Wer seit 20 Jahren zu Fuß selten eine größere Distanz als den Weg zum Kühlschrank zurückgelegt hat, ist auf der Vibrationsplatte nicht unbedingt gut aufgehoben. Erst Muskeln aufbauen, dann auf die Platte, rät Froböse und erklärt: „Vibrationen sind erst einmal eine starke Belastung für den Körper.“ Sind die Muskeln nicht stark genug, um den Körper während der Vibrationen zu stabilisieren, kann es zu Schädigungen kommen. „Auch Menschen mit Gelenkproblemen wie Arthrosen und vor allem Träger von Endoprothesen, also künstlichen Gelenken, sollten beispielsweise nicht auf der Vibrationsplatte trainieren“ sagt Froböse. Bei rheumatischen und neurologischen Erkrankungen, die mit Muskelhypertonie einhergehen - beispielsweise in Folge eines Schlaganfalls -, rät er ebenfalls von der Platte ab. Im Zweifelsfall holt man sich vorher immer lieber ärztlichen Rat. Beim Kauf sollte man auf eine breite Standfläche achten, um die Übungen stabil ausführen zu können, empfiehlt Froböse. Wer etwas tiefer ins Portemonnaie greift, bekommt ein Modell mit Haltestange. Diese hilft dabei, das Gleichgewicht zu halten. Idealerweise sind die Schwingungen dreidimensional, also nicht nur wippend, sondern in alle Richtungen des Raums gerichtet. Auch die Schwingungsfrequenz, gemessen in Hertz, verdient Aufmerksamkeit. Sportwissenschaftler Froböse erklärt den Grund dafür: „Die verschiedenen Strukturen im Körper reagieren unterschiedlich auf Vibrationen.“ Knochen bräuchten also eher eine ruhigere, kräftigere Frequenz von 8 bis 10 Hertz, zum Beispiel wenn man die Platte zur Osteoporose-Prävention einsetzen möchte. Wolle man hingegen die schnellen Muskelfasern aktivieren, müsse man mindestens in den Bereich von 25 bis 40 Hertz gehen können. Carl Christopher Büttner vom Deutschen Verband für Physiotherapie rät, sich vor dem Kauf fachkundig beraten zu lassen, auch wenn man als Nutzer oder Nutzerin bereits Erfahrungen damit gesammelt hat, zum Beispiel in der Physiotherapie-Praxis: Oft stünden dort andere, hochwertigere Platten - „und die sind nicht unbedingt mit den Heimgeräten vergleichbar“, begründet Büttner. Steht das Brett endlich zu Hause, stellt sich die nächste wichtige Frage: Was genau mache ich jetzt damit? Die simple Antwort: Erst mal ordentlich aufstellen. Vor allem in Mietwohnungen freuen sich die Nachbarn, wenn man der Vibrationsplatte eine dämpfende Matte unterlegt. Oft ist diese bereits im Paket enthalten. Geübt wird meist im Stehen, für 10 bis 20 Minuten, und immer mit leicht gebeugten Knie- und Hüftgelenken, weil die Muskulatur unter Spannung ist und die Vibrationen besser vom Körper abfangen kann. Eine der wichtigsten Übungen ist die Kniebeuge in allen Variationen. „Generell zielen Vibrationsplatten auf die unteren Extremitäten ab, also Beine, Gesäßmuskulatur und untere Rückenmuskulatur“, erklärt Sportwissenschaftler Froböse. Wer im Internet nach Übungsvideos sucht, findet oft auch Übungen für den Oberkörper, etwa Liegestütze auf dem Brett. Hier ist aber Vorsicht angebracht, warnt Froböse: „Wenn ich da kein ausreichendes Muskelkorsett an den Schultern und im oberen Rücken habe, um die Vibrationen abzufedern, dann kann es passieren, dass sich die Vibrationen zu weit im Körper bis zu den inneren Organen oder sogar zum Sehnerv ausbreiten und zu Irritationen führen.“ RND/dpa

 

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US-Gericht bestätigt Impfpflicht an Universität

Acht Studierende der Indiana University klagen gegen eine im Mai erlassene Impfpflicht an der Universität. Ein Gericht bestätigt nun deren Rechtmäßigkeit. Durch die Pflicht müssten anderen Anti-Corona-Maßnahmen nicht angewendet werden, heißt es. Der Anwalt der Kläger kündigt Berufung an. Ein Gericht hat die Impfpflicht gegen Covid-19 an einer US-Universität vorläufig für rechtmäßig befunden. In Anerkennung der bedeutenden Freiheit der Studenten, unerwünschte medizinische Behandlungen zu verweigern, erlaube die Verfassung des Landes der Indiana University jedoch das Vorgehen mit Blick auf das legitime Interesse für die öffentliche Gesundheit, hieß es in dem Urteil. Acht Studierende hatten argumentiert, dass die Impfpflicht ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit und Autonomie verletze. Ihr Anwalt hat am Montag Berufung angekündigt. Der Richter betonte in seinem Urteil aber auch, dass es sich nicht um eine endgültige Entscheidung in der Sache handele. Vielmehr ginge es in dem Fall um eine einstweilige Verfügung. Dank der Impfpflicht der Universität könnten Studierende, Lehrkräfte und Angestellte auf Masken und Abstandsregeln im Klassenzimmer, Labor oder in der Freizeit und bei außerschulischen Aktivitäten verzichten, hatte die Indiana University in Bloomington ihr Vorgehen gerechtfertigt. Die Universität hatte die Impfpflicht, die ab Herbstsemester gelten soll, bereits im Mai angekündigt. Aufgrund medizinischer oder religiöser Gründe kann eine Ausnahme beantragt werden. "Die heutige Entscheidung bedeutet nicht das Ende des Kampfes der Studenten - wir planen, sofort gegen die Entscheidung des Richters in Berufung zu gehen", reagierte der Anwalt der Studenten, James Bopp Jr., in einer Mitteilung. Das Recht, die Universität zu besuchen, dürfte nicht davon abhängig gemacht werden, dass Studierende etwa auf ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit verzichten müssten. Die Universität hingegen begrüßte die Entscheidung auf Anfrage. Das Urteil sorge für eine sichere Rückkehr zum Unterricht, hieß es.

 

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Wegen Diskriminierung: Nürnberg plant Badetag für Inter- und Transsexuelle

Nürnberg. Queere Menschen werden in der Öffentlichkeit immer wieder diskriminiert. Besonders im Schwimmbad stehen inter- und transsexuelle Menschen vor Problemen. Allein die strikte Aufteilung zwischen Männer- und Frauenumkleide mache es ihnen unmöglich, „diese Anlagen im offenen Betrieb diskriminierungsfrei zu nutzen. Ob während oder nach ihrer Transition“, sagt der queere Nürnberger Stadtrat Uwe Scherzer (Die Grünen), wie das Portal „ nordbayern.de “ berichtet. Seine Fraktion möchte nun etwas gegen die Diskriminierung tun – und in Nürnberg einen Badetag für Inter- und Transsexuelle einführen. „Ein erster Schritt in Richtung Entdiskriminierung ist geschafft“, schreibt die Stadtfraktion der Grünen demnach in einer Mitteilung, nachdem der Werkausschuss Nürnberg Bad einem entsprechenden Antrag zugestimmt habe. „Diese vulnerabelste Menschengruppe in der queeren Community bekommt nun einen geschützten Raum, in dem sie sich ungestört und diskriminierungsfrei bewegen kann“, wird Scherzer zitiert. Erste Pläne für die Durchführung gibt es bereits. So soll ein solcher Badetag in einem Nürnberger Schwimmbad (Katzwangbad) getestet werden. Am letzten Sonntag im Monat können Inter- und Transsexuelle von 8 bis 10.30 Uhr mit Menschen ihrer Community schwimmen gehen. Vorläufig soll das einmal im Quartal getestet werden. Voraussetzung sei allerdings, dass sich ein Verein findet, der die Organisation des Badetages übernimmt. Denn die Stadt möchte einen solchen Tag nicht „von oben abordnen“. „Für uns ist wichtig, dass ein solcher Tag nicht von der Stadt durchgeführt wird“, sagt Bürgermeister Christian Vogel (SPD) gegenüber „ nordbayern.de “. „Ich will die Akzeptanz aller Menschen gleichermaßen fördern, egal, welcher Religion, welches Geschlechts oder welcher sexuellen Orientierung.“ Die naheliegenden Städte Fürth und Erlangen haben dem Portal zufolge ebenfalls ihr Interesse an einem Badetag für Inter- und Transsexuelle bekundet. Auch dort sollen bereits Anträge gestellt worden sein. RND/nis

 

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Kleinflugzeug landet auf Schnellstraße not

"Es war ganz schön gruselig": Und plötzlich steht mitten auf einer Straße ein Flugzeug. Wegen Motorproblemen musste ein 18-Jähriger im US-Bundesstaat New Jersey notlanden.

 

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Der Coronavirus-Blog

Bei den Salzburger Festspielen wurde ein „Jedermann“-Besucher trotz Vollimmunisierung positiv aufs Coronavirus getestet. Das Contact-Tracing läuft, ab sofort gilt FFP2-Maskenpflicht. Unterdessen haben die Coronavirus-Infektionen in Europa als erste Region weltweit die Marke von 50 Millionen Fällen durchbrochen. Alle Details im Live-Blog. 🔴 >> ZUM LIVE-BLOG Allein in Innsbruck sind 18 der aktuell 30 Corona-Fälle jünger als 30 Jahre. Der Antei... Tirols Gesundheitslandesrätin Leja legt sich nicht fest, ob Corona-Tests kostenpflichti... In den Clubs wird wieder getanzt, in Büros darf wieder ohne Abstand gearbeitet werden u... Unter strengen Corona-Auflagen haben Tausende Pilger die muslimische Wallfahrt Hadsch i... „Wir fühlen uns unter Druck gesetzt, unsere Kinder impfen lassen zu müssen“, sagt Simon ...

 

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Nach Eklat um Torunarigha: Olympia-Star Max Kruse fordert härteres Vorgehen gegen Rassismus Nach Eklat um Torunarigha: Olympia-Star Max Kruse fordert härteres Vorgehen gegen Rassismus

Der einzige Test der deutschen Fußball-Mannschaft für die Olympischen Spiele endete mit einem Eklat: Wegen einer vermeintlichen rassistischen Beleidigung hatten die DFB-Profis beim Stand von 1:1 gegen Honduras vorzeitig den Platz verlassen. Das Spiel, das unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, wurde abgebrochen. Ein Profi der Honduraner soll Deutschlands Jordan Torunarigha laut DFB rassistisch verunglimpft haben. Max Kruse, der Routinier im deutschen Team, hat die Entscheidung der Mannschaft nun noch einmal verteidigt: "Wir haben als Team ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt, was ich sehr befürworte und von der gesamten Mannschaft sehr gut finde, weil es wichtig ist, dass wir die Werte, für die wir stehen auch nach außen vermitteln", sagte er in einem Instagram-Video. Der Stürmer von Union Berlin zweifelt aber daran, ob die Geste nachhaltige Wirkung hat: "Welche Veränderung haben wir dadurch bewirkt?", fragte er. Er wünscht sich mehr gesamtgesellschaftliches Engagement gegen Rassismus: "Ich habe das Gefühl, dass der Rassismus eher mehr als weniger wird in den letzten Wochen und Monaten." Einfache Lösungen gebe es allerdings nicht – schon gar nicht ein "Patent-Rezept gegen Rassismus", so der 33-Jährige. Allerdings hat Kruse konkrete Vorschläge, wie man schärfer gegen Fremdenhass eintreten könnte: "Warum kriegen wir es nicht hin, mehrere Millionen in die Hand zu nehmen, um Rassismus zu bekämpfen?", fragt er sich. Insbesondere gegen Hass im Netz will er ein härteres Vorgehen: "Warum kriegen wir es nicht hin, Identity Checks zu machen? Das Internet ist das größte Medium, das kontrollierbar ist. Damit können wir den Rassismus nicht beenden, ganz klar. Aber wenn wir nirgendwo anfangen, wird sich auf der Welt nichts verändern", sagte er. Indes sei er auch persönlich Opfer von Rassismus in den Sozialen Netzwerken geworden: Nachdem die Aktion der DFB-Spieler, den Platz zu verlassen, öffentlich geworden war, sei seine Freundin im Netz zum wiederholten Male rassistisch beleidigt worden. Sie habe Nachrichten bekommen die "unter aller Sau" gewesen und teilweise auch an ihn selbst gerichtet gewesen seien. Der honduranische Verband hatte die deutschen Vorwürfe zurückgewiesen und erklärt, es habe sich um ein "Missverständnis" gehandelt. Auf SPORT BUZZER-Nachfrage stellte der zuständige Bundestrainer Stefan Kuntz hinterher auf einer Pressekonferenz klar: "Ich weiß nicht, wie es Ihnen ging, wenn Sie mit einer Sechs nach Hause kamen. Da habe ich zu meiner Mutter auch immer gesagt: 'Das war ein Missverständnis zwischen der Lehrerin und mir.' Das lassen wir am besten mal unkommentiert."

 

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Unikat im Wandel

Das große U, das seit 20 Jahren über der Universität der Künste Berlin leuchtet, könnte genauso für Unikat stehen. Denn das ist die UdK Berlin: eine Klasse für sich. Hier bilden die Künste und die Wissenschaft eine Einheit, die es in ganz Deutschland und weltweit so kein zweites Mal gibt. Begegnung auf Augenhöhe zwischen den Künsten und der Wissenschaft – das ist Anspruch und Selbstverständnis der UdK Berlin mit ihren vier Fakultäten,4000 Studierenden, Lehrenden, Forschenden und Beschäftigten. Sie setzt auf Exzellenz in den jeweiligen Disziplinen, stärkt inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit über Fakultäts- und Institutionsgrenzen hinweg und fördert so die Weiterentwicklung sowohl der Künste als auch der Wissenschaften. Dabei öffnet sie sich für die Stadtgesellschaft und sucht stets neue Räume des Dialogs. Magnet für Talente aus der ganzen Welt Das einzigartige Fächerspektrum und ihre renommierten Künstlerinnen und Künstler, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind ein Magnet für Talente aus der ganzen Welt und machen die UdK Berlin zu einer wichtigen Botschafterin für unsere weltoffene und tolerante Stadt. Ihr verdanken wir die Theatermacherinnen und Bühnenbildner von morgen, die Modedesigner und Musikerinnen, Architektinnen, Kommunikationsfachleute und Choreographen und die Lehrerinnen und Lehrer für unsere Schulen. Immer wieder geht sie dabei neue Wege in der Lehre, wie ihr großer Erfolg im bundesweiten Wettbewerb der Stiftung Innovation in der Hochschullehre kürzlich wieder zeigte, in dem das UdK-Konzept für digitale und hybride Lehrformen mit einer Millionenförderung prämiert wurde. Kreativ und unter engagiertem Einsatz ihrer Mitglieder meistert sie auch seit vielen Monaten Studium und Lehre in der Corona-Pandemie. Internationale Maßstäbe setzt die UdK Berlin nicht zuletzt mit ihrer Forschungsstärke, die sich in ihrem Berlin Center for Advanced Studies in Arts and Sciences spiegelt, genauso wie in Verbünden mit anderen Hochschulen und Instituten. Ob im Climate Change Center Berlin-Brandenburg, dem Einstein Center for Digital Future oder dem Weizenbaum Institute für die vernetzte Gesellschaft: Die UdK ist eine wichtige Partnerin in vielen strategischen Initiativen, die sich mit den großen Zukunftsthemen auseinandersetzen. Kurz gesagt: Die pulsierende Wissenschafts- und Kulturmetropole Berlin ohne ihre UdK? Undenkbar! Deshalb sage ich nicht nur herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum, sondern auch danke im Namen unserer Stadt und alles Gute für die Zukunft!

 

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Spiel des Jahres 2021: Kritiker-Jury kürt "MicroMacro: Crime City" zum Gewinner

Das innovative Wimmelbild-Spiel "MicroMacro: CrimeCity" aus dem Hause des Berliner Verlags "Edition Spielwiese" setzte sich gegen die nominierten Titel "Die Abenteuer des Robin Hood " von Michael Menzel und "Zombie Teenz Evolution" von Annick Lobet durch. Bei "MicroMacro: Crime City" von Autor und Illustrator Johannes Sich müssen auf einem großen, schwarz-weißen und detailreichen Stadtplan mithilfe von Karten gemeinsam 16 spannende Kriminalfälle gelöst werden. Die Jury würdigte es herrsche "knisternde Spannung im Raum. Alle Augen huschen über den Stadtplan, um ihm neue Informationen über die Verbrechen zu entlocken." Das Spiel biete "unvergessliche Momente". Zum "Kennerspiel des Jahres" wurde "Paleo" von Peter Rustemeyer gekürt. Bei dem ebenfalls sehr innovativen Spiel, das durch Karten gesteuert wird, führen alle gemeinsam einen Stamm durch die Gefahren der Steinzeit. Nominiert für die Auszeichnung von Spielen, die etwas erfahrenere Spieler ansprechen sollen, waren auch "Die verlorenen Ruinen von Arnak" von Michaela Štachová und Michal Štach sowie "Fantastische Reiche" von Bruce Glassco. Der Verein "Spiel des Jahres" vergibt den Preis seit über 40 Jahren. Die Jury nimmt dafür jährlich den Spielemarkt mit Hunderten Neuerscheinungen unter die Lupe. Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

 

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Crisis? What crisis?

Der Rückgang der Neuinfektionen in der Corona-Pandemie der letzten Wochen gibt Hoffnung, dass sich für die Mitglieder der Universität der Künste Berlin allmählich wieder der Weg zu einem Studien- und Arbeitsalltag öffnet, welcher größere Ähnlichkeiten zu seiner vorpandemischen Zeit aufweist. Diese verbesserten Arbeitsbedingungen werden naturgemäß von allen mit großer Erleichterung und Vorfreude aufgenommen, erlauben sie doch vor allem den Studierenden wieder ein ganzheitlicheres Handeln im Raum in intensiven Begegnungen mit Kommilitoninnen und Kommilitonen und Publikum, was der Studienqualität zuträglich ist. Zeitgleich mit der Verarbeitung der aktuellen Lage findet innerhalb der Universität ein kritischer Reflexionsprozess über ihre institutionelle Verfasstheit statt, die für die künstlerischen Diskurse in Forschung und Lehre grundlegend verantwortlich zeichnet. Die Anzahl der aktuell über Arbeitsgruppen, Kommissionen und Einzelakteure verhandelten Themen ist groß, sie umfassen die Bedingungen universitärer Teilhabe, reflektieren strukturelle Diskriminierungspotenziale im institutionellen Kontext, reichen über Fragen der Nachhaltigkeit und des Klimawandels bis hin zu einer diskriminierungssensiblen Betrachtung von Digitalisierung – und vielem anderen mehr. Diese intensivere Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Themen befördert innerhalb der Universität – und darüber hinaus – ein diskursives, aktivistisches und kritisches Handeln, welches die institutionellen Strukturen und Inhalte in Forschung und Lehre hinterfragt und zum Wandel aufruft. Technologischer Wandel befeuert die Diskussion Befördert wird dieses Erstarken politischen Handlungswillens durch mehrere Faktoren. Ein wichtiger Punkt ist sicherlich der enorme technologische Wandel der letzten Jahre, der neue mediale Arbeits- und Kommunikationsweisen in einem beständigen digitalen Informationsfluss ermöglicht hat und so eine globale Diskussion gesellschaftlicher Themen in ungeahnter Breite und Geschwindigkeit anregt. Fragen gesellschaftspolitischer Veränderung können nun auch vor einem Tableau internationaler institutioneller Akteurinnen und Akteure diskutiert werden, wodurch eine Vergleichbarkeit von Handlungen und Haltungen zu den oben genannten Themen suggeriert werden, die dann in den sozialen Medien in hoher Geschwindigkeit kommentiert und kommuniziert werden. Wie schon in der Vergangenheit greift die aktuell medial geäußerte Institutionskritik im europäischen und amerikanischen Raum über die fachliche Konzentrierung auf ein spezifisches Themengebiet hinaus und fordert grundsätzlichere und weitreichendere Reformen, die das Lehren, Lernen, die Forschung, das Arbeiten und Verwalten an künstlerischen Ausbildungsstätten betreffen und sie radikal zu verändern trachten. Die Universität der Künste Berlin ist über ihre Mitglieder unterschiedlicher Herkünfte und Statusgruppen lebendiger Teil dieses Diskurses, der engagiert und in Teilen kämpferisch geführt wird. So haben die öffentlichkeitswirksamen #exitracismUDK-Proteste von Studierenden und Lehrenden im vergangenen Jahr in großer Deutlichkeit den Wunsch nach einer Institution formuliert, die sich ihrer expliziten und impliziten Diskriminierungstatbestände bewusst ist und diese durch strukturelle und personelle Maßnahmen ändert. Auf dem Weg zur diskriminierungsfreien Studienkultur Die sich hier abzeichnende institutionelle Transformation bedarf allerdings eines durchaus kräftezehrenden und lang andauernden, aber doch notwendigen Aushandlungsprozesses divergierender Haltungen, welcher über die demokratischen Instrumente akademischer Selbstverwaltung orchestriert wird und dann zu institutionsscharfen Einzellösungen führt. Es ist ein Prozess, der den internen Diskurs an der Universität über die nächsten Jahre bestimmen wird, doch trotz – oder auch gerade wegen – des Konfliktpotenzials für die institutionelle Weiterentwicklung von elementarer Bedeutung ist. Es gilt hier gemeinsam ein scharfes Bild einer „konkreten Utopie“ zu entwerfen, in der neuer Reformgeist, institutionelle Qualitäten, künstlerischer Anspruch und eine idealerweise diskriminierungsfreie Studienkultur zu verbinden sind. Neben diesen fortzuführenden politischen Diskursen hat die Pandemiezeit der Universität der Künste eine perspektivische Erweiterung ihrer künstlerischen Möglichkeiten durch neue digitale Strukturen für die Kommunikation, die Interaktion und die Lehre gebracht. Der Ausbau einer auf die individuellen Bedarfe ihrer künstlerischen Lehre abgestellten digitalen Infrastruktur ist in vollem Gange und hat durch die Bewilligung eines Förderantrags in Höhe von circa 1,9 Millionen Euro im Frühjahr 2021 weiter an Schwung aufgenommen. Neue Formen künstlerischer Praxis In den kommenden drei Jahren werden Mitglieder aller Fakultäten in experimentellen Settings neue mediale Schnittstellen entwickeln, innovative Formen der Kooperation im analogen wie auch im digitalen Raum ausprobieren und so im besten Falle das künstlerische Repertoire ihrer Disziplin erweitern oder neue transdisziplinäre Formate ausbilden. Diese Experimentierphase zielt nicht auf die Imitation und Skalierung gut funktionierender analoger Lernprozesse, sondern sucht aktiv neue Formen künstlerischer Praxis im Verbund von analogem Raum, technischer Möglichkeit und erweiterter sinnlicher Wahrnehmung. Implizit verhandelt wird hierbei die institutionelle Grenze, denn die teilweise Hinwendung zu digitalen Formen der Interaktion schließt in der Regel eine weiter gefasste, potenziell globale Teilhabemöglichkeit anderer mit ein. Diese Öffnung, hin zu einer geteilten, globalen Kommunikation und künstlerischen Praxis, bietet neue Möglichkeiten für Begegnung von institutionellen und außerinstitutionellen Akteurinnen und Akteuren. Schon heute erschöpft sich diese Begegnung nicht in einem reinen medialen Austausch von Wort, Bild und Klang, doch soll in Zukunft der Fokus auf einer mehrdimensionalen produktiven Verschränkung digitaler und analoger Medien gelegt werden, der eine binäre Trennung zwischen dem einen und dem anderen Erfahrungsraum verwischt. Diese globale Öffnung der Institution kann hilfreich sein, den Kreis der Teilnehmenden zu erweitern, eine kulturelle Mehrstimmigkeit zu befördern und Diskriminierungstatbestände zu verringern. Neue Möglichkeiten fakultären Austauschs Über diese experimentellen medial-künstlerischen Projekte findet in zunehmendem Maße ein überfakultärer Begegnungsprozess zwischen Studierenden und Lehrenden statt, der Schnittstellen und Gemeinsamkeiten künstlerischer Fachkulturen entdeckt und sie produktiv weiterentwickelt. Als Hochschulleitung sind wir getragen von dem Gedanken, den Mitgliedern der Universität der Künste neue Möglichkeiten dieses fakultären Austauschs anzubieten, um so einen Raum aufzuspannen, der inspirierend für die zeitgenössische künstlerische Identitätsbildung und wissenschaftliche Arbeit wirkt. Die aktuellen medialen und politischen Veränderungsbewegungen an der Universität der Künste in Berlin bezeugen so ein sehr lebendiges institutionelles Selbstverständnis, welches im Bekenntnis seiner Zeitgenossenschaft und Geschichte immer wieder die Beziehungen künstlerischen und wissenschaftlichen Arbeitens und Lehrens aufs Neue verhandelt. Die methodischen Verschränkungen künstlerischer und forschender Praxis erwachsen dabei aus politischen, technologischen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen, welche in ihren disziplinären Übersetzungen den Kern zeitgenössischer Kunst bilden. Als Präsidium ist es für uns ein Privileg, diese Prozesse mit den Mitgliedern der Hochschule gestalten zu können – und dafür wollen wir uns auch weiterhin engagiert einsetzen.

 

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Sekundäre Navigation

An der Weltcup-Bobbahn am Königssee wühlen sich Bagger durch Geröll und Schlamm, beobachtet von fassungslosen Anwohnern. Er habe Fotos von der Zerstörung gesehen, sagt einer. Aber selbst jetzt, wenn man davorstehe, könne man es kaum glauben. Ein paar hundert Meter weiter, in der Schönau: Erdrutsche und Flutwellen haben sich in die Häuser gefressen. Ein Anwohner war schon einmal vor gut 20 Jahren betroffen, aber damals nicht so heftig. Diesmal habe ein Sturzbach die Türen des Kellers regelrecht ausgehebelt, erzählt er. Es sei so plötzlich gekommen, dass eine Vorsorge gar nicht mehr möglich war. Etwa zeitgleich im Landratsamt in Bad Reichenhall: Leichtes Aufatmen. Die Lage entspannt sich langsam. Sprecherin Alexandra Rothenbuchner hat bis zum Nachmittag 537 Einsätze der Rettungskräfte gezählt. Das meiste seien jetzt Aufräumarbeiten, vor allem in Schönau und Bischofswiesen. Knapp 500 Frauen und Männer waren seit Samstag fast durchgehend im Einsatz, sie wurden unterstützt von rund 100 Bundeswehrsoldaten aus der Kaserne in Bischofswiesen. Um Mitternacht dann endet der Katastrophenfall. Man sehe eine Entspannung der Lage, heißt es zur Begründung vom Landratsamt, die Pegel seien gesunken, auch die Wetterlage habe sich gebessert. Schulen und Kindertagesstätten haben ab heute wieder regulär geöffnet. Auch die Bewohner mehrerer evakuierter Häuser konnten zurückkehren. Doch von völliger Normalität ist der Talkessel noch weit entfernt: die Bahnstrecke nach Bad Reichenhall: dicht. Die zentrale Bundesstraße zwischen Ramsau, Berchtesgaden und Marktschellenberg: immer wieder nur einspurig befahrbar oder sogar komplett gesperrt. Das Landratsamt stellt in den verschiedenen betroffenen Gemeinden kostenlos Sperrmüllcontainer auf. In Marktschellenberg am Sparkassenplatz, dort dürfen auch defekte Elektrogroßgeräte abgestellt werden. In Berchtesgaden steht ein Sammelbehälter auf dem Bauhof. In Bischofswiesen stehen zwei Container und in Schönau am Königsee nimmt eine Firma am Wertstoffhof Sperrmüll entgegen. Nichtsdestotrotz ist auch schon viel passiert – wie man auf den Straßen in Marktschellenberg sieht. Auch das Rathaus dort, das geflutet war, präsentiert sich wieder blank geputzt – die Einheimischen, die Betroffenen und Einsatzkräfte – sie haben die vergangenen Tage unglaubliches geleistet. In den stark betroffenen Ortschaften wie Schönau am Königsee muss trotzdem noch Tage weitergearbeitet werden Nichtsdestotrotz ist auch schon viel passiert – wie man auf den Straßen in Marktschellenberg sieht. Auch das Rathaus dort, das geflutet war, präsentiert sich wieder blank geputzt – die Einheimischen, die Betroffenen und Einsatzkräfte – sie haben die vergangenen Tage unglaubliches geleistet. In den stark betroffenen Ortschaften wie Schönau am Königsee muss trotzdem noch Tage weitergearbeitet werden Dazu die Sorge um den wichtigen Wirtschaftszweig Tourismus. Landratsamts-Sprecherin Rothenbuchner wirbt für Gelassenheit. Die Schäden seien nicht flächendeckend. Vielerorts sei Urlaub möglich. Wer eine Reise gebucht habe, solle sicherheitshalber aber am besten vorab mit den Gastgebern sprechen. Doch auch wenn die Unterkunft heil geblieben ist - viele Aktivitäten sind zurzeit nur eingeschränkt möglich. Die Nationalparkverwaltung etwa warnt vor Ausflügen ins Schutzgebiet. Viele Wege und Steige seien unpassierbar - auf nicht absehbare Zeit. Zur Höhe der Sachschäden im Talkessel gibt es noch keine Schätzungen, aber klar scheint: Es dürfte sich um viele Millionen handeln. Die Menschen im Berchtesgadener Land hoffen nun auf die Politik. Die Bundesregierung hat bereits Sofort- und Aufbauhilfen zugesagt – auch der Freistaat will im großen Stil unterstützen. An der Bobbahn ist Betriebsleiter Markus Aschauer deshalb verhalten optimistisch: Er habe mit dem Umweltminister gesprochen, der sage, der Grünstein müsse verbaut werden. Alles müsse gerichtet werden, damit man bald wieder fahren könne. Die Rodelbahn sei schließlich ein Vorzeigeobjekt für das ganze Land. Erste Hilfen will die Staatsregierung offenbar bereits in der Kabinettssitzung heute Vormittag auf den Weg bringen. Doch trotz der schnellen Reaktion: Die kommende Saison an der Eisbahn am Königssee wird mit Sicherheit ausfallen. Weltcuprennen sind hier vorerst undenkbar. "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24 Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung! nach oben nach oben

 

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Fernsehprogramm: Was läuft heute Abend im TV?

Ob Spielfilme, Serien, Dokumentationen oder Quizshows – dem Fernsehzuschauer bieten sich täglich eine bunte Mischung. Einschalten lohnt sich oftmals vor allem um 20.15 Uhr, wenn die Sender ihre Highlights zur Primetime vorstellen. Was läuft heute auf ARD, ZDF, Pro Sieben, RTL und Co.? Die tägliche Übersicht finden Sie hier. Zur besten Sendezeit des Tages laufen in der Regel Spielfilme, Serien und große Shows. Das haben die privaten und öffentlich-rechtlichen TV-Sender heute Abend im Programm. Die Primetime bezeichnet die Hauptsendezeit im klassischen Fernsehen. Es handelt sich um den Zeitpunkt, zu dem die Einschaltquoten besonders hoch sind. Für Sender und Werbetreibende stellt die Primetime somit den wichtigsten Zeitraum dar. In Deutschland gelten Sendungen, die um 20.15 Uhr starten, als Primetime-Highlights, wenngleich der Begriff von Medienwissenschaftlern auch auf das gesamte Abendprogramm bis 23 Uhr angewendet wird. In Deutschland gibt es einen weiteren Grund, weshalb sich ausgerechnet 20.15 Uhr als Primetime etabliert hat. Grund dafür ist die Tagesschau, die ihren Sendeplatz, seit ihrer Erstausstrahlung vor annähernd 70 Jahren, pünktlich von 20.00 Uhr bis 20.15 Uhr einnimmt. Viele Zuschauer erwarten mittlerweile, dass Sendungen erst um 20.15 Uhr beginnen – selbst wenn sie keine Zuschauer der Tagesschau sind. Die Hauptsendezeit wird im Radio als „Drivetime” bezeichnet und liegt zwischen 6 Uhr und 9 Uhr sowie zwischen 16 Uhr und 18 Uhr. Erreicht werden zu diesen Uhrzeiten insbesondere Pendler, die gerade auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause sind – traditionell im Auto, daher der Name. In der sogenannten Daytime wird dagegen nur ein kleinerer Teil der Zuhörer erreicht. RND/do

 

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Ausschuss zum Sturm aufs Kapitol: Republikaner nominieren nur Trump-Unterstützer

Washington. Der Minderheitsführer der Republikaner im US-Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy, hat fünf Mitglieder der Partei für den neuen Ausschuss zur Untersuchung der Ausschreitungen im Kapitolgebäude ausgesucht. Er hat beschlossen, dass der Abgeordnete Jim Banks aus Indiana, der Abgeordnete Jim Jordan aus Ohio, der Abgeordnete Rodney Davis aus Illinois, der Abgeordnete Kelly Armstrong aus North Dakota und der Abgeordnete Troy Nehls aus Texas Mitglieder des Ausschusses werden sollen, wie aus damit vertrauten Kreisen verlautete. Die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, muss der Auswahl zustimmen. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Die meisten Republikaner im Repräsentantenhaus hatten eine Untersuchung zu den Ausschreitungen von Anhängern des früheren Präsidenten Donald Trump vom 6. Januar abgelehnt. In der Partei wurde argumentiert, dass der Ausschuss mit mehrheitlich demokratischen Mitgliedern eine parteiische Untersuchung vornehmen würde. Die für den 13-köpfigen Ausschuss ausgesuchten Republikaner haben Trump klar unterstützt. Seine Anhänger hatten am 6. Januar die Zertifizierung des Wahlsiegs von US-Präsident Joe Biden gestört. Banks, Jordan und Nehls hatten dafür gestimmt, den Wahlsieg von Biden nicht anzuerkennen. Davis und Armstrong stimmten dafür, den Sieg anzuerkennen. Im Zusammenhang mit den Ausschreitungen starben sieben Menschen. Banks soll das ranghöchste republikanische Mitglied des Ausschusses werden, wie aus republikanische Kreisen und Beraterkreisen von Pelosi verlautete. Banks hatte vor kurzem Trump besucht. Pelosi hat acht Mitglieder des Ausschusses bestimmt. Sieben von ihnen sind Demokraten, das achte ist die republikanische Abgeordnete Liz Cheney. Cheney hat Trump scharf kritisiert. Die erste Anhörung des Ausschusses ist für nächste Woche geplant. RND/AP

 

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Anwalt will "aggressiv und zügig" vorgehen

Der Promi-Anwalt Mathew Rosengart soll es richten: Britney Spears (39) setzt im Kampf um die Vormundschaft auf einen bekannten Namen, der schon zahlreiche Superstars vor Gericht vertreten hat. Am Montag (19. Juli) hat dieser nun angekündigt, "aggressiv und zügig" gegen die Vormundschaft von Jamie Spears (69) vorgehen zu wollen, wie die US-Seite "Page Six" berichtet. Demnach wollen der Anwalt und seine Kanzlei einen Antrag auf Absetzung von Britney Spears' Vater stellen, "es sei denn, er tritt zuerst zurück", wie Rosengart vor einem Gerichtsgebäude in Los Angeles erklärte. In der nächsten Woche soll es erneut eine Anhörung vor Gericht geben. Britney Spears ' Pflichtverteidiger Sam Ingham legte sein Mandat Anfang Juli nach 13 Jahren nieder, wonach sich die Sängerin im Streit mit ihrem Vater einen neuen Juristen suchte. Ingham hatte sie zuvor dafür kritisiert, dass er sie nicht vollumfänglich über ihre Rechte aufgeklärt habe. Nach psychischen Zusammenbrüchen von Britney Spears wurde ihr Vater im Jahr 2008 von einem Gericht als ihr Vormund eingesetzt. Seither entscheidet er über ihr Leben und ihre Finanzen. Seit 2014 soll die zweifache Mutter bereits versuchen, sich aus der Vormundschaft ihres Vaters zu lösen. Unterstützung erfährt sie dabei von vielen Fans, die unter dem Hashtag #FreeBritney auf den Fall aufmerksam machen.

 

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Verläuft eine "Doskozil-Linie" durch den SPÖ-Klub?

Wer widerspricht, kann gleich wilder Abgeordneter werden? Es gibt Kritik an der internen roten Debattenkultur. Nicht nur der burgenländische Landeshauptmann und die Parteichefin haben Redebedarf. Nun gibt es ihn auch im SPÖ-Klub.

 

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"In aller Freundschaft"-Star Jutta Kammann will keinen Sex mehr

Bei ihr bleibt es nur freundschaftlich: "In aller Freundschaft"-Darstellerin Jutta Kammann wohnt in seiner Seniorenresidenz. Dort flirtet die 77-Jährige zwar gerne, aber möchte sie auch noch mehr mit einem Mann erleben? Von 1998 bis 2014 spielte sie in über 660 Episoden der Krankenhausserie " In aller Freundschaft " die Rolle der Ingrid Rischke, hatte danach noch einzelne Gastauftritte. Ähnlich treu wie der Serie blieb sie auch ihrem verstorbenen Mann, dem Regisseur und WDR-Fernsehspielchef Wilhelm Semmelroth. Mit ihm war sie von Mitte der 60er bis zu seinem Tod 1992 zusammen. An diese Liebe sollte niemals wieder jemand herankommen, wie der TV-Star nun in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung verrät. "Nach Wilhelm habe ich zwar nicht wie eine Nonne gelebt, aber die Herren sind es nicht wert, erwähnt zu werden", lautet ihr knallhartes Urteil über ihre Beziehungen nach dem Tod ihres gut 30 Jahre älteren Mannes. Mittlerweile lebt sie seit sieben Jahren in einer Seniorenresidenz. Einen neuen Mann wird sie in dem Wohnheim nicht finden. Auch wenn sie den Männern wohl den Kopf verdreht. "Ich flirte sehr gerne, aber eine sexuelle Beziehung möchte ich nicht mehr", so Kammann. "Schön wäre eine freundschaftliche Beziehung zu einem Mann, mit dem man redet, sich austauscht. Ich bin am Kopf eines Mannes interessiert, nicht an seinem Körper." Außerdem könne sie sich nicht vorstellen mit einem gleichaltrigen Mann im Bett zu liegen. "In meinen späten Lebensjahren muss ich das nicht mehr haben!" Im Seniorenheim fühlt sich die ehemalige "Derrick"-Darstellerin jedoch pudelwohl. Sie sei nicht einsam und habe stets was zu tun. Unter anderem: Streaming. Die 77-Jährige ist großer Fan der modernen Technik und erfreut sich so über das Gucken von Filmklassikern, klassischer Musik oder auch ihrem Instagram -Profil, dem immerhin knapp über 800 Menschen folgen.

 

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Einbrecher stehlen Medikamente und Geld aus Medizin-Komplex

Unbekannte sind in Neustrelitz (Mecklenburgische Seenplatte) in ein medizinisches Zentrum am Krankenhaus eingebrochen. Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag erklärte, wurde die gesamte Einrichtung durchwühlt und Medikamente, Corona-Tests und Bargeld gestohlen. Der Einbruch sei vermutlich am Wochenende verübt und am Montag bemerkt und angezeigt worden. Kriminalisten hätten erste Spuren gesichert. Die Höhe des Gesamtschaden sei noch unklar. Das medizinische Zentrum, zu dem auch eine Tagesklinik gehört, liegt direkt gegenüber vom Neustrelitzer Krankenhaus am Stadtrand an der Bundesstraße 193.

 

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Auto erfasst Siebenjährigen

Ein sieben Jahre alter Junge ist in Kamp-Lintfort (Kreis Wesel) von einem Auto angefahren und verletzt worden. Das Kind wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei am Dienstagmorgen mitteilte. Über die Schwere der Verletzungen konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Der Junge wollte demnach am Montagmittag eine Straße überqueren. Der genaue Unfallhergang war zunächst nicht bekannt.

 

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Wahltag in Havelse: Führt Aufstiegskapitän Tobias Fölster den TSV weiterhin an? Wahltag in Havelse: Führt Aufstiegskapitän Tobias Fölster den TSV weiterhin an?

Die Vorbereitung läuft im Turbotempo, nicht zu ändern nach der Aufstiegsrelegation und in Corona-Zeiten. Kein Pro­blem: „Ich finde die Entwicklung gut“, sagt Rüdiger Ziehl, „die Vorbereitung war sehr, sehr kurz. Aber die Mannschaft ist sehr lernwillig.“ Vor allem in den defensiven Ab­läu­fen hat der neue Cheftrainer was verändert. Ändert er jetzt auch was in Sachen Kapitän? Am Dienstag kommen Ziehl und seine Kicker bei einem gemeinsamen Essen zusammen, es geht um ge­nau solche Absprachen und die Einstimmung auf die Saison, die für Ha­vel­se am Samstag gegen Saar­brü­cken beginnt (14 Uhr, HDI-Arena). Ziehl bestätigt, dass es um „Themen wie Mannschaftsrat, Kapitän, aber auch die Zielsetzung für uns selbst“ gehe. Den Mannschaftsrat lässt der Trainer wählen, den Kapitän wird er bestimmen. Und das Havelser Ziel kann bei der Rückkehr in den Profifußball eigentlich nur Klassenerhalt heißen. Es spricht aber einiges da­für, dass Ziehl für sein Ligaziel den alten zum neuen Chef macht. Innenverteidiger Tobias Fölster ist Favorit auf das Amt, er spielt schon seit 2015 beim TSV. Mit dem 27-Jährigen als Kapitän ist Ha­vel­se auch aufgestiegen. Ziehl hält sich dazu noch bedeckt, lässt aber etwas durchblicken: „Klar kommen neue Spieler dazu, deshalb wird auch der Mannschaftsrat gewählt“, erläutert der TSV-Trainer. Aber im Grun­de gebe es „ei­gent­lich keinen Grund, von meiner Seite aus was zu ändern. Ich muss ehrlich sa­gen: Ich habe die Mannschaft so intakt vorgefunden, dass es auch ge­hen würde, wenn man sagt: ‚Wir lassen es einfach so weiterlaufen.‘ Weil das Miteinander und das gegenseitige Kümmern total funktionieren.“ Anders als mit be­son­de­rem Teamgefühl wird es für den Letzten der Budgettabelle wohl auch nur schwerlich funktionieren. Ziehls Man­tra für das Abenteuer 3. Liga: „Wir leben vom Kollektiv.“ Darin hätten sich auch die Neuen bestens eingefunden, sagt der Trainer: „Die Verpflichtungen sind charakterlich alles Volltreffer. Das ist super, hatte für uns auch eine hohe Priorität.“ Denn: „Ein Quertreiber oder einer, der nicht ins Gefüge reinpasst, macht womöglich kaputt, was eine Stärke für uns sein muss!“ Fehlen nur noch die letzten Neuen für das perfekte Wir-Gefühl. Havelse hat zwei weitere Planstellen offen: Ein zweiter Torwart und ein Innenverteidiger sollen kommen. „Wir können noch ein, zwei Spieler gebrauchen. Da sind wir dran“, sagt Ziehl. In dieser Woche wird sich aber, wenn überhaupt, nur etwas beim Keeper bewegen. Der Transfermarkt ist in Corona-Zeiten zäher als üblich, der TSV aber dennoch entspannt. „Wir wissen, dass es durchaus schwierig ist, und müssen geduldig sein“, wirbt Ziehl. Havelse könne mit seinem Budget eben nicht im obersten Drittligaregal zu hohen Konditionen zugreifen. „Entsprechend müssen wir da genau auswählen.“

 

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„Wildwuchs“ in Innsbruck: Kunst erobert öffentlichen Raum

Innsbruck – „Wir ernten, was wir säen – Die Suppe auslöffeln“: Unter diesem Motto bittet das Tiroler Kunstkollektiv „Wildwuchs“ vom 21. bis 25. Juli zum Kunstsymposium rund ums Innsbrucker Haus der Begegnung. Kunstschaffende aus den Bereichen Bildende Kunst, Musik, Tanz und Performance setzen sich kritisch mit „aktuell brennenden Zeitthemen“ auseinander. Dazu gehören zwei Kunst-„Prozessionen“ samt interaktiven Performances im öffentlichen Raum: Die erste führt am Freitag ab 17 Uhr vom Kunstpavillon Richtung Altstadt, die zweite am Samstag ab 15 Uhr vom Haus der Begegnung zum Waltherpark. Um 18 Uhr folgt die Vernissage im Haus der Begegnung, die Schau ist auch noch am Sonntag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Details: www.wildwuchs- kunstspielraum.at (TT) Das „Outreach“ 2021 steht in den Startlöchern. Mit seinem Musikfestival will Franz Hack... Mit Idealismus, Herzblut und viel Liebe zur Musik erfindet sich die Soundklinik gerade... Der Text „Moch dr heit an schean Tog“ stammt aus der Feder des Dialektforschers, Mundar... Es wird wieder „g’sungen und g’spielt zur Höheren Ehr’“, und zwar von Sonntag,17. Juli... Die italienische Rockband befindet sich auf Promotour durch Europa, das „wäre ohne Euro...

 

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Bauarbeiten am Holländischen Pavillon haben begonnen – so geht es weiter

Mehr als 20 Jahre nach dem Ende der Weltausstellung in Hannover haben am Montag die Bauarbeiten auf dem Gelände des Holländischen Pavillons begonnen. Bis 2023 entstehen dort ein Bürokomplex und 368 Mikroapartments. Auf diese Bilder haben die Stadt Hannover und Expo-Park-Anrainer lange gewartet: Am Montag sind auf dem Grundstück des ehemaligen Holländischen Pavillons Bagger und Räumfahrzeuge aufgezogen und haben mit den Umbauarbeiten begonnen. Knapp 21 Jahre nach dem Ende der Weltausstellung werden die ehemaligen gestapelten Landschaften nun einer Nachnutzung zugeführt. Die Projektgesellschaft iLive Expo Campus GmbH, eine Zusammenarbeit aus der Wohnkompanie Nord GmbH und der iLive Group GmbH, entwickelt ein Quartier aus Bürogebäude mit Co-Working-Spaces und 368 Mikroapartments. Viele Ideen hat es seit dem Ende der Expo für das Gelände und das Gebäude gegeben, sogar eine Shrimpszucht war mal angedacht – es passierte aber zwei Jahrzehnte nichts. Das Gebäude verfiel, musste abgesperrt werden – und wurde zum Symbolbild einer zunächst verfehlten Nachnutzungspolitik des gesamten ehemaligen Expo-Geländes. Nun aber sind alle Grundstücke verkauft, wenn auch noch nicht alle bebaut oder umgenutzt. Bis Ende 2023 investiert die Projektgesellschaft etwa 90 Millionen Euro in die Revitalisierung des ehemaligen Pavillons. Startschuss war am Montag mit dem Beginn der Erdarbeiten und Verbauarbeiten, um danach die Außenwände im Untergeschoss des Pavillons zu sanieren. Im August erfolgen dann Rückbauarbeiten am Gebäude. So wird etwa der ehemalige Aufzugsturm auf der Ostseite des Gebäudes rückgebaut, zugunsten eines neuen Erschließungsturms. Außerdem werden das vierte und das fünfte Obergeschoss des Pavillons zunächst rückgebaut, dann wieder neu errichtet. Ein neues Treppenhaus im Inneren ersetzt die außen umlaufende Treppenkonstruktion. Mit den Rückbauarbeiten am Gebäude will das Abbruchunternehmen Ende dieses Jahres fertig sein. Von Andreas Voigt

 

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Admin als Detektiv: Verdachtsmomente finden, Beweise datenschutzgerecht sichern

Rechtsfragen agiler Softwareentwicklung Rechtsfragen der Pseudonymisierung und Anonymisierung Verbraucherschutz: Verwirrung um Widerrufsrecht für "Bestell und hol ab"-Geschäfte Auswirkungen des Brexit auf das IT-Recht Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen: Kampfansage an die Digitalriesen Schlichtungsverfahren bei Rechtsstreitigkeiten mit IT-Bezug Verbraucherrecht: Gesetzentwurf gegen Fake-Produktempfehlungen Persönlichkeitsrecht: Pressearchive dürfen auch Unangenehmes lange vorhalten Recht: Reformierte Datenschutzbestimmungen offenbaren Stärken und Schwächen Recht: EU-Einheitspatent nimmt wichtige Hürde DSGVO in der Praxis: Löschung personenbezogener Daten DSGVO-Gefahren für Firmen: Wo versteckte personenbezogene Daten lauern Abmahnungen: Wettbewerbsrechtliche Unterlassungsansprüche gefährden Online-Shops Rechtsfragen agiler Softwareentwicklung Rechtsfragen der Pseudonymisierung und Anonymisierung Verbraucherschutz: Verwirrung um Widerrufsrecht für "Bestell und hol ab"-Geschäfte Auswirkungen des Brexit auf das IT-Recht Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen: Kampfansage an die Digitalriesen Schlichtungsverfahren bei Rechtsstreitigkeiten mit IT-Bezug Verbraucherrecht: Gesetzentwurf gegen Fake-Produktempfehlungen Persönlichkeitsrecht: Pressearchive dürfen auch Unangenehmes lange vorhalten Recht: Reformierte Datenschutzbestimmungen offenbaren Stärken und Schwächen Recht: EU-Einheitspatent nimmt wichtige Hürde DSGVO in der Praxis: Löschung personenbezogener Daten DSGVO-Gefahren für Firmen: Wo versteckte personenbezogene Daten lauern Abmahnungen: Wettbewerbsrechtliche Unterlassungsansprüche gefährden Online-Shops

 

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Jetzt geht es vor Gericht: Jäger im Kreis finden keinen Vorstand

Plus Zum zweiten Mal fand eine Versammlung mit Neuwahlen statt. Und wieder hat sich kein Jäger aus dem Landkreis Dillingen für die Position gefunden. Aber es hagelt jede Menge Kritik und Vorwürfe. Mit rund 800 Mitgliedern ist die Kreisjägervereinigung eigener Auskunft zufolge die größte in Schwaben und auch bayernweit vorne mit dabei. Doch seit mehr als einem Jahr wird der Verein nur noch kommissarisch geleitet. Weil eine Briefwahl an zu geringer Beteiligung scheiterte, setzten die Jäger nun auf eine Präsenzveranstaltung auf dem Wertinger Sportplatz. Rund 100 Mitglieder kamen. Doch eine Lösung ist noch immer nicht gefunden. Im Gegenteil.

 

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Bilder des Tages

1 von 118 Zurück Weiter Zurück Weiter © Habibur Rahman/ZUMA Press Wire Service / DPA 1 von 118 20. Juli: Dicht gedrängt zum Opferfest Dhaka, Bangladesch. Reisende stehen dicht gedrängt am Sadarghat Launch Terminal auf dem Weg zum Opferfest Eid al-Adha. Das Eid al-Adha-Fest rückt näher, und Hunderttausende von Bewohnern der Hauptstadt Bangladeschs sind aus der Stadt geströmt, um das Fest mit ihren Verwandten in den Dörfern zu feiern. Die Muslime in Bangladesch feiern Eid al-Adha inmitten der Corona-Pandemie, die im Land immer noch unvermindert anhält. Mehr Weitere Bilder dieser Galerie Inhalte im Überblick Service Die Newsletter von stern.de Die RSS-Feeds von stern.de Aktuelle Nachrichten Archiv Wissenscommunity Themenübersicht Sitemap stern aktuelle Ausgabe Weitere stern Hefte Sonderausgaben STERN Reisewelten Browser-Benachrichtigungen Ratgeber Altersvorsorge Australien China Eigenheim Energiesparen Erbe Geldanlage Krankenkasse Miete New York Südafrika Urlaub Versicherung Ratgeber Allergie Diabetes Erkältung Haut Fitness Kinderkrankheiten Kopfschmerz Rücken Schlaf Sexualität Zähne Tools Gutscheine Alle Gutschein-Shops Beliebte Gutscheine Gutschein-Kategorien Krankenkassenvergleich Vergleichsportal Firmen und Produkte Handytarife Produktvergleich Gehaltsrechner Top-Themen Intervallfasten Immobilienbewertung kostenlos Steuererklärung Schnell abnehmen Facebook Account löschen Ischias Muskelverhärtung Bundesligasaison Tatort Handy Gadgets

 

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Corona-Inzidenz steigt erneut und liegt bundesweit bei 10,9 – 1183 Neuinfektionen,34 Todesfälle

Aktuelle Corona-News finden Sie hier im Live-Blog. Und auch so verpassen Sie nichts mehr: Abonnieren Sie unser "Corona-Update" und erhalten Sie einen kompakten Überblick über die Entwicklungen weltweit, in Deutschland und der Region. Jeden Abend um 20 Uhr per Push-Mitteilung in unserer NewsApp.

 

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Auto schleudert über Leitplanke: Frau und Kinder verletzt

Eine 37-Jährige und ihre zwei Kinder sind bei einem Unfall im Kreis Darmstadt-Dieburg verletzt worden. Ein Polizeisprecher konnte am Dienstag zunächst keine Angaben zur Schwere der Verletzungen machen. Die Frau war mit ihren beiden zwei Monate und zwei Jahre alten Kindern am Montagabend auf der B45 unterwegs, als ihr Wagen in Höhe Münster-Breitefeld aus zunächst nicht eindeutig geklärter Ursache von der Straße abkam. Das Auto schleuderte über eine Leitplanke und blieb in der Böschung auf dem Dach liegen, wo die Frau sich und ihre Kinder befreien konnte. Alle drei kamen in Krankenhäuser.

 

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Wie wird das Wetter? Die Übersicht für Deutschland

Wie wird das Wetter in Deutschland? Welche Temperaturen erwarten uns tagsüber und in der Nacht? Die Wettervorhersage für heute und die nächsten Tage: Am Dienstag überwiegen im Osten und Norden häufig die Wolken. An Nord- und Ostsee regnet es örtlich, sonst bleibt es weitgehend trocken. Im Süden und Westen setzt sich freundliches und trockenes Sommerwetter durch. Hier kommen deutlich mehr Sonnenstunden zusammen. Am Nachmittag erreichen die Temperaturen im Norden 19 bis 24, im Süden 21 bis 28 Grad. Es weht ein schwacher bis mäßiger, an der Küste frischer Wind aus Nordwest bis Nordost. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist es im Norden und Osten wechselnd bis stark bewölkt. Vor allem an der Küste regnet es örtlich etwas. Im Süden und Westen bleibt es teils wolkig, meist aber gering bewölkt und trocken. Die Temperaturen gehen auf 16 bis 9 Grad zurück. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Am Mittwoch scheint westlich des Rheins und im Süden häufig die Sonne längere Zeit. Hier bleibt es auch überall trocken. Sonst ziehen auch mal dichtere Wolkenfelder vor die Sonne. Regen fällt aber nur vereinzelt. Die Höchsttemperaturen erreichen 20 bis 27, im Südwesten örtlich bis 29 Grad. Es weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus Nordwest bis Nordost. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist es häufig klar oder gering bewölkt, östlich der Elbe bleibt es wolkiger. Die Luft kühlt sich auf 16 bis 9 Grad ab. Am Donnerstag fast überall ruhiges Hochdruckwetter. Dabei scheint im Süden und Westen die Sonne weiterhin häufiger als im Norden und Osten. Es bleibt weitgehend trocken. Die Temperaturen steigen auf sommerlich warme 25 bis 31 Grad. Nur an der Küste bleibt es etwas kühler. Es weht ein schwacher, im äußersten Norden mäßiger Wind aus nördlichen bis nordwestlichen Richtungen. Am Freitag setzt sich ruhige und meist noch trockene Hochdruckwetter fort. Dabei scheint im norddeutschen Flachland, östlich der Elbe und in Niederbayern am längsten die Sonne. Allmählich wird es im Westen und Südwesten schon bewölkter. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 19 und 27, im Westen und Süden wird es mit bis zu 31 Grad zum Teil heißer. Es weht ein schwacher, im äußersten Norden mäßiger Wind aus nördlichen bis nordwestlichen Richtungen. Weitere Wettervorhersagen, Karten und Unwetterwarnungen finden Sie auf Wetterkontor.de. RND/Wetterkontor

 

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Kaum Erholung nach dem Kurseinbruch

Nach dem sehr schwachen Wochenbeginn dürfte der DAX zu Handelsbeginn wenn überhaupt nur einen kleinen Teil seiner Kursverluste wieder aufholen. Die Nervosität ist hoch. Der inoffizielle frühe Handel vor der eigentlichen Börseneröffnung in Frankfurt deutet auf eine fast unveränderte Handelseröffnung hin. Die Indikationen verschiedener Banken auf den DAX liegen im Bereich von 15.133 Punkten und damit auf dem Stand von gestern. Am Montag war der DAX um 2,6 Prozent eingebrochen und hatte damit den seit Ende Mai anhaltenden Seitwärtstrend nach unten verlassen. In fallenden Märkten hätte bislang schrittweise Kaufinteresse einsetzt, kommentierte Thomas Altmann von QC Partners. "Auf der anderen Seite sehen wir aber auch, dass sich die Limits der kaufwilligen Anlegerinnen und Anleger schrittweise nach unten verschieben. Bisher haben die Börsen vor allem davon gelebt, dass die Verkaufsbereitschaft niedrig war." Sollte diese hoch bleiben oder bei weiteren Kursverlusten sogar noch zunehmen, dann seien weitere Kursverluste möglich. Der Start in die neue Börsenwoche ist gestern auch an den US-Börsen misslungen. Vor allem die rasche Ausbreitung der Delta-Variante und die Sorge, dass diese Mutante das weltweite Wirtschaftswachstum bremsen könnte, drückten auf die Kurse. Die US-Gesundheitsbehörde CDC etwa warnte angesichts der starken Zunahme der Infektionen in Großbritannien vor Reisen in das Land. Der Dow Jones schloss 2,1 Prozent tiefer auf 33.962 Punkten. Der wohl bekannteste Aktienindex der Welt fiel damit unter die Marke von 34.000 Punkten, das ist der niedrigste Stand seit fast einem Monat. Der breit gefasste S&P 500 büßte 1,6 Prozent auf 4258 Punkte ein. An der Technologiebörse Nasdaq gab der Composite-Index 1,1 Prozent auf 14.274 Punkte nach. Alle hätten auf eine deutliche Lockerung der Pandemie-Restriktionen im Sommer gesetzt, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. "Wenn wir uns aber die steigenden Infektionen mit der Delta-Variante des Coronavirus anschauen, schwindet dieser Optimismus." Die Papiere von Boeing, Fluggesellschaften wie American Airlines, Delta Airlines und Jetblue büßten drei bis fast fünf Prozent ein. Auch die Aktien von Hotelbetreibern und Kreuzfahrtreedereien fielen zurück. Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade, wertete die aktuellen Kursrücksetzer allerdings als Kaufgelegenheit. Die hohen Impfquoten machten neue, strenge Lockdowns unwahrscheinlich. Ein Kollege ist zurückhaltender: "Selbst wenn es sich nur um eine Korrektur handelt, benötigen Anleger signifikante Impulse von den Konjunkturdaten, um die Kurse wieder auf Rekordniveau zu hieven", wandte Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades ein. Neben Aktien litten Rohstoffe und Kpryptowährungen. Nordsee-Öl der Sorte Brent kostete zeitweise nur noch gut 66 Dollar je Barrel (159 Liter). Die "Opec+", zu der neben den Mitgliedern des Exportkartells weitere Förderländer wie Russland gehören, hatte sich am Wochenende auf eine Ausweitung der Fördermengen zwischen August und Dezember um zwei Millionen Barrel pro Tag geeinigt. Der Bitcoin notiert am Morgen unter der Marke von 30.000 Dollar. Der Euro liegt bei unter 1,18 US-Dollar. Die Investoren wandten sich noch stärker als zuletzt dem Anleihemarkt zu. Die Nachfrage nach US-Staatsanleihen drückte die Rendite der richtungweisenden zehnjährigen Bonds zeitweise auf ein Fünf-Monats-Tief von 1,224 Prozent. Am Morgen sinkt die Rendite im inoffiziellen Handel weiter auf unter 1,2 Prozent. Zum Vergleich: Das bisherige Jahreshoch der Rendite lag bei fast 1,78 Prozent. Zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit minus 0,39 Prozent. IBM hat im vergangenen Quartal mit einem starken Cloud-Geschäft die Analystenerwartungen übertrumpft. Für das zweite Quartal gab der IT-Traditionskonzern gestern nach Börsenschluss einen um drei Prozent höheren Umsatz von 18,75 Milliarden Dollar bekannt. Analysten hatten einen Anstieg auf knapp 18,3 Milliarden Dollar erwartet. In der Cloud-Sparte betrug das Plus 13 Prozent. Der Nettogewinn fiel dagegen auf 1,33 Milliarden Dollar von 1,36 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Die IBM-Aktie reagierte darauf mit Kursgewinnen von fast vier Prozent. Am deutschen Aktienmarkt dürfte heute die Aktie des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 stärker beachtet werden. Der Konzern hat seine Prognose für das laufende Jahr erneut erhöht. Der Umsatz soll im laufenden Jahr bereinigt um Portfolioänderungen um neun bis elf Prozent auf 4,4 bis 4,5 Milliarden Euro steigen. Zuvor hatte der Konzern 4,25 bis 4,45 Milliarden in Aussicht gestellt. Auch beim Ergebnis will der Medienkonzern besser abschneiden als geplant. Das bereinigte operative Ergebnis erwartet ProSiebenSat.1 nun bei rund 820 Millionen Euro plus/minus 20 Millionen Euro (zuvor: 750 Millionen bis 800 Millionen Euro), was im Mittel 16 Prozent mehr wäre als im Vorjahr. Der Konzern hatte bereits im Mai seine Ziele angehoben.

 

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Sorge um Superspreader-Events durch Hilfsaktionen

Liveblog Düsseldorf Die Behörden warnen davor, dass die Hilfsaktionen in den Flutgebieten zu Superspreader-Events werden könnten. Derweil fallen die Pegelstände in NRW auf breiter Front. Und Bund und Länder planen mindestens 400 Millionen Euro Soforthilfe für Betroffene. Alle Entwicklungen im Newsblog. Hier geht es zur Bilderstrecke: Häuser eingestürzt und alte Burg in Erftstadt durch Flut beschädigt

 

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Bewältigung der Katastrophe: Kein Superspreader-Event werden

Nach der Flutkatastrophe sehen die betroffenen Länder die Gefahr erhöhter Corona-Risiken, etwa durch Hilfsaktionen oder die Unterbringung in Notunterkünften. "Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird", sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). Das Landesgesundheitsministerium bereite in Absprache mit den Behörden der betroffenen Landkreise eine Sonderimpfaktion in den Katastrophengebieten vor. Viele Rettungskräfte hätten bereits vollen Impfschutz. "Eine erhöhte Gefahr der Ausbreitung von SARS-CoV-2 könnte sich vor allem durch die Unterbringung von Personen in Notunterkünften entwickeln", zitierte der RND das Düsseldorfer Gesundheitsministerium. Die Gesundheitsämter vor Ort seien sich aber der zusätzlichen Gefahr bewusst. Sie könne durch Testungen, Masken und Lüften reduziert werden.

 

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Israel wirft Ben & Jerry's „Kapitulation vor Antisemitismus“ vor

D er amerikanische Eishersteller Ben & Jerry's stellt seinen Eisverkauf in israelisch besetzten Gebieten im Westjordanland und Ostjerusalem ein. Das in Montpelier im US-Staat Vermont ansässige Unternehmen, das zum Unilever-Konzern gehört, teilte am Montag mit, eine Verkaufstätigkeit in israelisch besetzten Gebieten sei mit seinen Werten nicht vereinbar. Es erkenne damit die „von unseren Fans und zuverlässigen Partnern geteilten Bedenken“ an. Das wurde nicht weiter erläutert. Im Juni hatte eine Gruppe „Vermonter für Gerechtigkeit in Palästina“ Ben & Jerry's aufgefordert, die „Komplizenschaft mit der israelischen Besatzung und Verstößen gegen palästinensische Menschenrechte“ zu beenden. Die Lizenz für den israelischen Partner, der die Eiscreme für Israel und die Region herstelle, werde nach dem Ende des Jahres nicht erneuert, erklärte das Unternehmen. In Israel solle sie aber in einem neuen Arrangement weiter angeboten werden. Die Dachorganisation jüdischer Siedler, der Jescha-Rat, erklärte, es gebe „keine Notwendigkeit, Produkte von Firmen zu kaufen, die Hunderttausende israelische Bürger wegen des Ortes boykottieren, an dem zu wohnen sie sich entschieden haben“. Der israelische Außenminister Jair Lapid sprach von einer „schändlichen Kapitulation“ Ben & Jerry's „vor Antisemitismus, BDS und allem Schlechten im antiisraelischen und antijüdischen Diskurs“. BDS – Boykott, Desinvestition und Sanktionen – ist eine palästinensisch geführte Bewegung. Der Bundestag hat diese 2019 in einem Beschluss als „größtenteils klar antisemitisch“ eingestuft. Sie vergleicht sich mit der Bewegung, die im 20. Jahrhundert gegen das Apartheidsystem in Südafrika kämpfte. Sie begrüßte die Entscheidung von Ben & Jerry's. Eine arabische Abgeordnete im israelischen Parlament, Aida Tuma-Sliman, sprach bei Twitter von einer „angemessenen und moralischen“ Entscheidung.

 

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Mehrheit der Deutschen hält Laschet für schlechten Krisenmanager

Ist Armin Laschet (CDU) ein guter Krisenmanager? Rund 60 Prozent Deutschen sehen das nicht so. Dem Kanzlerkandidaten der Union und Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, das schwer von den Fluten nach den schweren Unwettern getroffen wurde, attestieren die meisten Bundesbürger:innen keine Fähigkeiten im Umgang mit Naturkatastrophen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für den „Spiegel“ hervor. Demnach bewerten nur von 26 Prozent der Deutschen Armin Laschet als guten Krisenmanager bei Naturkatastrophen. Damit liege der Unions-Kanzlerkandidat hinter seinem SPD-Konkurrenten Olaf Scholz mit 41 Prozent. Zuletzt war der CDU-Mann in die Kritik geraten, weil er am Samstag während eines gemeinsamen Besuchs mit Frank-Walter Steinmeier in Erftstadt scherzte und lachte, während der Bundespräsident an jene erinnerte, die in der Flut vieles verloren haben. Er entschuldigte sich später dafür. Während SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz in der Umfrage vergleichbar gut abschneidet, stehen Armin Laschet und auch Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ähnlich schlecht da. Auch Baerbock komme in der Umfrage auf nur 24 Prozent. Beim Blick auf die Krisenfähigkeiten der Parteien hingegen sieht es wieder anders aus. Der SPD traut nur jeder fünfte (19 Prozent) ein gutes Naturkatastrophen-Krisenmanagement zu, berichtet der „Spiegel“. Die Grünen kommen auf 17 Prozent. CDU und CSU kommen dabei auf 36 Prozent. AfD (6 Prozent), Linke (2 Prozent) und die FDP (4 Prozent) schneiden bei der Frage nach einem guten Krisenmanagement am schlechtesten ab.

 

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Katarina Barley: Ungarn und Polen sollten EU-Gelder gesperrt werden

Brüssel. Angesichts der Vorstellung des jährlichen Rechtsstaatsberichts der EU-Kommission am Dienstag fordert die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), dass EU-Gelder für Ungarn und Polen gesperrt werden. „Wichtig dabei ist, dass diese Maßnahmen in erster Linie die Regierungen treffen und nicht die Bevölkerung“, sagte Barley den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In beiden Staaten gebe es mit bei den demokratischen Prinzipien Defizite. Mit Blick auf Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban sagte Barley: „Er und seine Regierung haben an allen Säulen der Demokratie so starke Veränderungen vorgenommen, dass man von demokratischen Verhältnissen in Ungarn nicht mehr reden kann.“ Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Als Beispiel nannte sie unter anderem ein Gesetz, dass es verbietet, Bücher und andere Informationsträger Menschen unter 18 zugänglich zu machen, die Homosexualität, Transsexualität oder Geschlechtsumwandlungen „darstellen“ oder „propagieren“. In Polen sei die Unabhängigkeit der Justiz gefährdet. Kritiker werfen sowohl der ungarischen als auch der polnischen Regierung vor, einen Einfluss auf die Justiz auszuüben, der nicht mit EU-Standards vereinbar sei. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte vor knapp zwei Wochen angekündigt, im Herbst die ersten Verfahren auf den Weg zu bringen, die zu einer Kürzung der EU-Mittel für Länder wie Ungarn und Polen führen könnten. Wenn sich herausstelle, dass Verstöße gegen die Rechtsstaatlichkeit die finanziellen Interessen der EU beeinträchtigten oder ernsthaft zu beeinträchtigen drohten, müssten Maßnahmen ergriffen werden, sagte sie. In dem für Dienstag erwarteten Bericht der EU-Kommission wird systematisch der Zustand von Medienfreiheit, Demokratie und Korruptionsbekämpfung in den EU-Staaten untersucht. Er war vergangenes Jahr erstmals präsentiert worden. RND/dpa

 

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In diesen Ländern in Übersee ist Urlaub möglich

V iele Reiseziele sind weltweit noch geschlossen. Traumurlaub ist aber trotz Corona und ohne Quarantäne durchaus machbar, denn einige Länder in Übersee lassen Urlauber wieder einreisen. Wir geben einen Überblick – von der Karibik bis nach Thailand.

 

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Von der Einsteigerklasse zum High-End-PC: Diese Rechner bringen Spielspaß

Full HD, WQHD oder doch 4K? Reichen 60 Bilder in der Sekunde oder sollen es 144 sein? All das sind Fragen, die sich die meisten PC-Spieler stellen, wenn sie neue Gaming-Hardware brauchen. Geübte Schrauber bauen sich ihren Gaming-PC selbst. Auf der sicheren Seite befinden sich Käufer aber mit einem Computer, der bereits aus der Box funktioniert. Dabei ist es ratsam, auf Fachhändler zurückzugreifen, weil die Ihre Computer nicht mit allerhand Zusatzsoftware zumüllen, wie es Verbraucher beispielsweise vom Discounter-PC gewohnt sind. Für die Gaming -Leistung maßgeblich entscheiden ist eine gute Grafikkarte und der Prozessor. Hier wollen Gamer das meiste Geld investieren. Wichtig ist auch ein vernünftiges Netzteil mit entsprechenden Schutzeinrichtungen. Leider sparen viele PC-Bauer gerade hier. Ein Trugschluss, denn wenn das Netzteil durchbrennt, ist meist der ganze PC futsch. Einfach selbst nachzurüsten sind dagegen SSD-Speicher und Arbeitsspeicher. Hier dürfen Zocker am Anfang sparen und gegebenenfalls nachbuttern – wenn die Hauptplatine es zulässt. Das ist leider bei vielen Fertig-Computern nicht der Fall und sollte vor dem Kauf bedacht werden. Das Gehäuse sollte außerdem nicht nur den ästethischen Vorlieben genügen, sondern für einen vernünftigen Luftzug sorgen, damit alle Komponenten kühl bleiben. Gelegenheitszocker spielen im Jahr 2021 meist noch in Full-HD-Auflösung. Das allerdings auf 144-Hertz-Monitoren. Gerade Shooter-Spieler profitieren von der hohen Bildwiederholrate, die dafür sorgt, dass actionreiche Spielszenen flüssig über den Bildschirm laufen. In die Einsteiger-Kategorie fallen Gaming-Rechner, die bis zu 1300 Euro kosten. Das mag auf den ersten Blick viel klingen, hängt aber mit der momentan angespannten Lage auf dem Chip-Markt zusammen. Käufer sollten darauf achten, wenigstens eine Sechskern-CPU im Rechner verbaut zu wissen. Beim Systemspeicher dürfte in der Kategorie zwischen 512 Gigabyte und 1 Terabyte drin sein, beim Arbeitsspeicher sind es hingegen nur 8 Gigabyte – was aber für die meisten Spiele ausreicht, aber nicht wirklich zukunftssicher ist. Herzstück ist – wie in jedem Gaming-Computer – die Grafikkarte. Und da bietet die Nvidia RTX 3060 aktuell das interessanteste Preis-Leistungs-Verhältnis für Full-HD-Zocker. In beliebten E-Sports -Titeln wie "Counter-Strike: Global Offensive", "Dota 2" und "Fortnite" liefert die Karte mehr als genug Bilder in der Sekunde, um einem 144-Hertz-Monitor zu genügen. Außerdem laufen auf ihr die neuesten Tripple-A-Titel – also Spiele, die durch eine besonders anspruchsvolle Grafik überzeugen. Das unter Umständen aber nicht mit durchgehend 144 Bildern in der Sekunde – macht aber nichts, da diese hohen Bildwiederholraten vornehmlich einen Vorteil in Wettkampfspielen darstellen. Einsteiger-PC bei Alternate kaufen Der Level Up! von Alternate ist ein vorzüglicher Einsteiger PC, dessen Mainboard viel Spielraum für zukünftige Updates bietet. Noch reicht der Ryzen-5-3600-Prozessor für Games vollkommen aus. In zwei bis drei Jahren könnten Zocker aber ein Update wollen. Möglich ist das fast das ohne Probleme, weil das Mainboard stärkere Prozessoren mit AM4-Sockel aufnimmt. Wenn dazu auch eine leistungsstärkere Grafikkarte verbaut werden soll, könnte das Netzteil (Sharkoon SHP Bronze) mit 500 Watt Leistungsaufnahme etwas unterdimensioniert sein. Einsteiger und Mittelklasse trennen vor allem die Grafikkarte. Warum nicht der Prozessor? In der Theorie sind mehr Kerne in der CPU natürlich besser – aber nur, wenn ein Programm diese Kerne auch ausnutzt oder mehrere Programme gleichzeitig laufen. Die meisten Games sind momentan auf sechs Kerne optimiert. Wie viele Bilder ein Prozessor auf den Bildschirm rechnet, hängt maßgeblich von dem Takt der einzelnen Kerne ab. Wenn Sie also mit einer Sechskern-CPU zocken, die gleich hoch taktet wie eine vergleichbare Achtkern-CPU, bringen beide Prozessoren in etwa gleich viele Bilder auf den Monitor. Es sei denn, im Hintergrund laufen simultan zum Spiel weitere Programme. Leichtgewichtige Programme wie Teamspeak oder Discord machen dabei keinen nennenswerten Unterschied. Der käme erst zum Tragen, wenn Sie beispielsweise im Hintergrund noch ein Video bearbeiten würden. Das sollten Gamer während der Spielesession aber ohnehin nicht machen. Den Preisunterschied zwischen Sechs- und Achtkerner sollten Gamer deshalb lieber in eine potentere Grafikkarte stecken, weil sie so in den allermeisten Fällen mehr Bilder in der Sekunde auf den Bildschirm für ihr Geld bekommen. Gleiches gilt für Arbeits- und Systemspeicher, die später einfacher nachgerüstet werden können. Eine adäquate Grafikkarte für den Mittelklasse-Gaming-PC ist die Nvidia RTX 3070 oder 3070Ti. Beide Karten bieten genug Leistung, um beliebte E-Sport-Titel sogar in WQHD-Auflösung mit stabilen Frameraten weit oberhalb der 144 Hertz zu berechnen. Aktuelle AAA-Titel laufen ebenfalls in der Auflösung stabil und ruckelfrei. Selbst für Gaming-Sessions in 4K reicht die Leistung der Grafikkarte häufig aus. Für einen Mittelklasse-Gaming-PC in dieser Kategorie sollten Sie – je nach Größe des System- und Arbeitsspeichers – zwischen 1500 und 1700 Euro einkalkulieren. Mittelklasse-PC bei Alternate kaufen Ein Mittelklasse-Gaming-PC, der zwar mit einem guten Preis, aber kleineren Bauchschmerzen aufwartet, ist der Predator Orion 3000. Bauschmerzen bereitet die Tatsache, dass nicht ersichtlich ist, was für ein Netzteil und Mainboard in dem PC schlummert. Prozessor, Grafikkarte und RAM überzeugen dagegen. Die SSD-Festplatte ist mit 512 Gigabyte etwas klein bemessen. Schauen Sie über Netzteil und Mainboard hinweg, bietet der PC aber ein überzeugendes Preis-Leistungsverhältnis. Schön sind sein integrierter Headseat-Halter am Gehäuse sowie ein Tragegriff. Übrigens: Wenn Sie auf der Suche nach Maus, Tastatur & Co. für Ihren neuen Gaming-Computer sind, bietet Ihnen Gutscheine von Conrad satte Rabatte auf PC-Peripherie und mehr! Wer keine Kompromisse in Sachen Prozessor, System- und Arbeitsspeicher sowie Grafikkarte eingehen will, muss zum High-End-PC greifen. Diese Rechenboliden eignen sich vor allem für Gamer, die an mehreren Bildschirmen in hohen Auflösungen zocken wollen. Außerdem sind die Prozessoren meist so leistungsstark, dass sich die Computer formidabel als Workstations für anspruchsvolle 3D-Modellierungen oder Videoschnitt eignen. Das hat natürlich seinen Preis, denn unter 2500 Euro kommen Sie derzeit nicht davon. Wenigstens eine RTX 3080 sollte in einem Gaming-Computer verbaut sein, der sich "High-End" schimpft. Dazu darf es dann auch gerne eine CPU mit wenigstens acht, besser aber zehn oder zwölf Kernen sein – wenngleich diese High-End-Prozessoren noch immer nicht ihren mehrere Hundert Euro großen Preisunterschied im Vergleich zu weniger Rechenkernen rechtfertigen. Anders sieht es natürlich aus, wenn der Computer für weitere rechenintensive Anwendungen genutzt wird. Oberklasse-PC bei Alternate kaufen Für die Zukunft gewappnet sind Käufer dieses High-End-PCs von Alternate. Der verbaute AMD Ryzen 7 5800X sorgt mit seinen acht Kernen für sorgenfreies Gaming in den nächsten Jahren. Dazu bietet das verbaute Mainboard genügend Aufrüstmöglichkeiten für Arbeits- und Systemspeicher. Schön: Das leistungsstarke Netzteil von Premium-Hersteller be quiet! kommt auch mit stromhungrigen Grafikkarten und Prozessoren zurecht – wobei eine RTX 3080 so schnell kein Update brauchen wird. Die Grafikkarte eignet sich auch für 4K-Gaming in hohen Detailstufen. Es scheint ein schier nicht enden wollender Streit unter Computer-Enthusiasten zu sein, ob es sinnvoller ist, seinen Computer selbst zu bauen oder ihn zu kaufen. Generell kann gesagt werden, dass Selberbauer sinngemäß mehr Kontrolle darüber haben, was sie in den PC stecken. Das ist vor allem beim Netzteil wichtig, denn bei Computern aus der Fabrik sparen die Hersteller gerne an dieser Komponente. Wollen Zocker nach ein paar Jahren die Grafikkarte aufrüsten, müssen sie mit viel Pech auch ein neues Netzteil kaufen, weil das Retorten-Teil aus dem Fertig-PC zu schwach ist. Außerdem sparen Selberbauer immer ein paar Euros, weil sie die unterschiedlichen Komponenten zum Bestpreis bei verschiedenen Händlern kaufen können. Ebenfalls von Vorteil: Alte Komponenten wie SSD-Speicher oder eine Festplatte finden schnell im neuen Computer Platz, was die nervige Neuinstallation der Lieblingsspiele erspart. Und zu guter Letzt sparen Selberbauer auch Lizenzkosten für Windows, weil sie in den meisten Fällen bereits eine Lizenz besitzen. PC-Hersteller kaufen diese dagegen teuer bei Microsoft ein und geben die Kosten bereitwillig an ihre Kunden weiter. Der Fertig-PC lohnt aber trotzdem und zwar für alle, die Komfort wertschätzen. Funktioniert etwas nicht wie gewünscht, haben Fertigkäufer eine Anlaufstelle, um ihre Beschwerde kundzutun. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn der Computer neben der Zockerei auch zum Arbeiten genutzt wird. Selberbauer müssen dagegen immer selbst auf Fehlersuche gehen, wenn etwas nicht funktioniert. Und das kann (nicht selten) Zeit und Nerven kosten. Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

 

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Chinas Hacker in den USA: Harte Worte allein reichen nicht

Mit nie gesehener Deutlichkeit haben die USA und westliche Partner Chinas Cyber-Aggressionen verurteilt. Doch sie zaudern noch, effektive Sanktionen wie gegen Moskau zu erlassen. Anders als seine Vorgänger legt es Präsident Biden auch im virtuellen Raum auf eine Konfrontation mit China an. Für einmal spricht die westliche Welt mit einer Stimme. In nie gesehener Einigkeit haben am Montag die USA, die Nato, die EU und zahlreiche Partnerländer die chinesische Aggression im Cyberspace öffentlich verurteilt. Washington und das Transatlantikbündnis gingen sogar so weit, das Ministerium für Staatssicherheit erstmals als Strippenzieher einer Hackerattacke zu bezeichnen, nämlich als Auftraggeber hinter dem Angriff auf Microsofts E-Mail-Server Anfang des Jahres. Auch Deutschland, das sonst punkto China oft andere Meinungen vertritt als Washington, schloss sich der Stellungnahme an. Chinas Aggressionen im Cyberspace sind seit Jahren ein Problem. Firmen weltweit beklagen Pekings Spionage, besonders im Innovationsmekka Silicon Valley zittern Startups vor dem Diebstahl geistigen Eigentums.2014 erbeuteten chinesische Hacker bei einem Angriff die persönlichen Daten von mehr als 22 Millionen amerikanischen Regierungsangestellten und ihren Verwandten – ein Goldschatz für Pekings Nachrichtendienste und eine Blamage für Washington. Die Hacker werden immer dreister Seitdem sind Chinas Hacker immer aktiver und dreister geworden. Fast täglich machen Ransomware-Angriffe gegen Spitäler, Energieversorger und Polizeibehörden in den USA Schlagzeilen. Diese führen Experten nicht nur, aber auch auf chinesische Akteure zurück. Auch die Schwere der Attacken wächst. Im Fall des Angriffs auf den E-Mail-Server von Microsoft interessierten sich die Hacker zwar nur für eine Handvoll von Zielen, nahmen aber als Kollateralschaden in Kauf, dass mehr als 140 000 kleine und mittelständische Betriebe weltweit verwundbar wurden. Anders als seine Vorgänger hat Präsident Joe Biden die Cybersecurity zur Priorität erklärt. Wie bei anderen geopolitischen Konflikten ist es begrüssenswert, dass Washington dabei nicht im Alleingang, sondern koordiniert mit Partnerländern vorgeht. Chinas «unverantwortliches Verhalten im Cyberspace», so prangerte die Regierung am Montag Peking an, sei nicht konsistent mit dem eigenen Anspruch, «als verantwortungsvolle Führungsmacht in der Welt wahrgenommen zu werden». Doch was nützen schöne Worte? Einen solchen Widerspruch kann sich Peking offenbar erlauben, da es die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt ist und noch dazu einige der besten Hacker hat. Insbesondere die USA sind ein verlockendes Ziel für Cyberkriminelle. Das Land ist enorm vernetzt und technologisiert, gleichzeitig sind viele Infrastruktursysteme veraltet und voller Sicherheitslücken. Amerikas Förderalismus hat einen Flickenteppich aus Vorschriften gewebt und lähmt den Staat dabei, auf Angriffe schnell zu reagieren. Hinzu kommt die typische Schwachstelle einer jeden Demokratie: die Meinungsfreiheit, sprich die Medien und sozialen Netzwerke, die viel Angriffsfläche bieten für «softe Cyberangriffe». Chinas Marktzugang ist wichtiger Anders als gegen Russland, das diese Schwachstellen ebenfalls gezielt ausnutzt, lässt Washington jedoch gegen China keine Taten folgen. Keine Sanktionen werden gegen Peking verhängt, keine Diplomaten des Landes verwiesen, keine Einreiseverbote für Regierungsmitglieder erlassen, keine Konten eingefroren. Bei Hackerangriffen messen die USA mit zweierlei Mass. Auch die Partnerländer schrecken davor zurück, im Cyberspace rote Linien zu ziehen und sich selbst aggressiver gegen China zu verteidigen. Zu gross ist die Furcht, den Zugang zum dortigen Markt mit 1,4 Milliarden Konsumenten zu verlieren. Man fragt sich unwillkürlich, wie weitreichend die Cyberangriffe noch werden müssen, damit Amerika und seine Partner auf Pekings Aktivitäten nicht nur Worte, sondern auch Tagen folgen lassen. Wir sind weiterhin korrupt und käuflich. Weder eigener materieller Schaden noch chinesische Konzentrationslager bewirken, der "gelben Gefahr" (Ausdruck aus dem 20. Jhd) Grenzen zu setzen. Aber es zeigt klar, dass unsere Schön-Wetter-Demokratie der Realität nicht Stand hält.

 

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Was machen eigentlich die Trumps?

A m Dienstag ist es ein halbes Jahr her, dass Biden Trump im Weißen Haus abgelöst hat. Donald Trump selbst ist wieder verstärkt öffentlich und medial präsent. Sein Sohn Eric ist ihm ein treuer Gefolgsmann, genau wie Donald Trump jr. Die Frauen des Trump-Clans aber verteidigen den Ex-Präsidenten nicht so offensiv. Es wird über eine wachsende Kluft in der Familie spekuliert.

 

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Amthor-Foto mit mutmaßlich Rechtsradikalen sorgt für Aufregung im Netz

Ein über die sozialen Medien verbreitetes Foto wird derzeit heiß diskutiert: Philipp Amthor posiert darauf mit zwei Männern. Einer trägt ein T-Shirt mit rechtsextremen Inhalt.

 

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Zulauf zu Altenpflege stockt

Trotz Fachkräftemangels in der Altenpflege hat die Branche im Corona-Jahr 2020 deutlich weniger Beschäftigte gewinnen können als in den Vorjahren. So halbierte sich der Beschäftigungszuwachs, wie eine Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken im Bundestag zeigt, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Die Branche zählte Ende 2020 rund 629.000 Beschäftigte und somit 10.000 mehr als Ende 2019. Das entspricht einem Zuwachs von 1,6 Prozent an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Im Vorjahr hatte der Zuwachs noch gut 3,1 Prozent betragen. Im Jahr davor waren es sogar knapp 3,3 Prozent. Die Linken-Abgeordnete Pia Zimmermann, die Anfrage gestellt hatte, betonte, an Personalmangel und Arbeitsbelastung hätten die Beschäftigungszuwächse in der Altenpflege bislang nichts ändern können. Allein ein Rückgang der Zuwächse sei daher ein alarmierendes Zeichen, sagte Zimmermann der dpa. Die zusätzlichen Belastungen in den Pflegeeinrichtungen durch Corona seien nicht der alleinige Grund für den Einbruch der Beschäftigungsdynamik. Denn 2020 gab es durchgängig von Januar bis Juli Rückgänge bei den Beschäftigtenzahlen - also auch schon vor dem Einsetzen der Pandemie im Frühjahr. In den Vorjahren hatte es jeweils nur in einzelnen Monaten solche Rückgänge gegeben. Ein Vergleich mit der Krankenpflege zeigt ein anderes Bild: Hier gab es einen auch im vergangenen Jahr steigenden Beschäftigtenzuwachs. Das Plus betrug 2020 3,2 Prozent nach 2,6 und 1,7 Prozent in den Jahren zuvor. Versuche, dem Fachkräftemangel in der Altenpflege politisch gegenzusteuern, hätten in den vergangenen Jahren bestenfalls mäßigen Erfolg gehabt, so Zimmermann. Die Politikerin nannte beispielhaft das 2019 gestartete «13.000-Stellen-Programm», das mit knapp 3000 Stellen bisher deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei, sagte sie unter Berufung auf den Spitzenverband der Krankenkassen. Zimmermann forderte entschlossenes Gegensteuern für wachsende Beschäftigtenzahlen - auch unter Beteiligung von Caritas und Diakonie als große Betreiber von Pflegeeinrichtungen. Noch im Sommer müsse dafür eine Kommission mit Expertinnen und Experten auch unter Beteiligung der beiden kirchlichen Organisationen sowie der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zusammentreten, schlug Zimmermann vor. An auskömmlichen Tarifverträgen und deren solider Finanzierung führe dabei kein Weg vorbei.

 

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Sommerlicher Süden, Wolken und Regen im Norden

Offenbach. Das Wetter hat in den kommenden Tagen in Deutschland zwei Gesichter. So muss nach Norden und Nordwesten häufiger mit dichten Wolkenfelder und ein paar Spritzern Regen gerechnet werden, berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Montag. Im Süden und Südwesten hingegen ist auch länger anhaltender Sonnenschein möglich. Der Unterschied spiegelt sich auch bei den Höchstwerten wieder: Während in der Nordhälfte die Temperaturen höchstens zwischen 20 und 25 Grad liegen, werden südlich der Mittelgebirge 24 bis 29 Grad erwartet. Am Donnerstag dürfte die Sonne dann auch im Norden deutlich öfter und länger zu sehen sein. Lediglich an der Nordsee rechnen die Meteorologen dann noch mit dichten Wolken. Bei den Temperaturen holt der Norden allerdings nicht so schnell auf, es bleibt bei maximal 19 bis 24 Grad, während im Süden örtlich sogar die 30-Grad-Marke erreicht werden könnte. Zum Wochenende könnte diese Wetterberuhigung aber auch schon wieder vorbei sein – die Meteorologen rechnen mit neuen Gewittern, die sich von Südwesten aus ausbreiten. RND/dpa

 

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Wir sind bessere Menschen, als man uns weismachen will

E s ist ein deutsches Paradoxon: Dasselbe Land, das sich in ruhigen Zeiten so irritierend gern der Selbstbegrübelung hingibt, das ein Talent hat, die Dinge komplizierter und bürokratischer zu machen als sie sein müssten, und dessen Sprache das hübsche Wort Hinterfragen hervorgebracht hat – in Momenten der Krise ist es wie ausgewechselt. Dann legt dieses Land eine Tatkraft an den Tag, die man ihm gestern noch kaum zugetraut hätte.

 

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Cancelt den Deutschrap!

D as Muster ist stets dasselbe: Rapper trifft deutlich jüngere Frau und macht ihr aus heiterem Himmel Komplimente, jüngere Frau fühlt sich geschmeichelt; Rapper bittet jüngere Frau in den Backstagebereich, ins Hotelzimmer oder in den Tourbus, jüngere Frau fühlt sich noch mehr geschmeichelt; Rapper schließt die Tür hinter sich, jüngere Frau denkt sich nichts dabei; Rapper wird plötzlich zudringlich, jüngere Frau denkt sich irgendwie immer noch nichts, eben war der Rapper doch noch so nett…

 

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„Outreach“-Gründer Franz Hackl: „Stille ist Mittäterschaft“

Das „Outreach“ 2021 steht in den Startlöchern. Mit seinem Musikfestival will Franz Hackl auch heuer an den Erfolg von 2020 anknüpfen und eine wichtige Message senden. Von Barbara Unterthurner Schwaz – Wirklich still war es rund um das „Outreach“ nie geworden. Auch nicht 2020. Als Corona-bedingt in der Live-Musik fast überhaupt nichts ging, lief es bei Franz Hackl wie am Schnürchen. Es wurde gespielt – nur eben den neuen Gegebenheiten angepasst, zum Beispiel hinter schützendem Schaufenster-Glas der hauseigenen Hackl-Werkstatt. Das „Outreach“ 2020 wurde auch aufgrund der starken Präsenz im Netz im positiven Sinne ein Superspreader-Event: Zumindest was die BesucherInnen-Zahlen betrifft, war 2020 das erfolgreichste „Outreach“-Jahr aller Zeiten. Allein beim Eröffnungskonzert schauten 4500 online vorbei. An diesen Fokus will Hackl heuer anschließen. Auch wenn der Fokus ganz klar wieder auf dem öffentlichen Raum liegen wird, betont der Festivalgründer gegenüber der TT. Am 29. Juli startet das „Outreach“ in der Schwazer Innenstadt. „Wir ernten, was wir säen – Die Suppe auslöffeln“: Unter diesem Motto bittet das Tirol... Mit Idealismus, Herzblut und viel Liebe zur Musik erfindet sich die Soundklinik gerade... Die italienische Rockband befindet sich auf Promotour durch Europa, das „wäre ohne Euro... Der Text „Moch dr heit an schean Tog“ stammt aus der Feder des Dialektforschers, Mundar... Es wird wieder „g’sungen und g’spielt zur Höheren Ehr’“, und zwar von Sonntag,17. Juli...

 

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Sie reagiert auf die Schwangerschaftsgerüchte

Justin Bieber (27) hat mit einem Instagram-Posting für Spekulationen bei seinen Fans gesorgt. Zu einem Schwarz-Weiß-Urlaubsfoto mit seiner Ehefrau schrieb der Sänger: "Mutter und Vater." In der Kommentarspalte zu dem Bild, das offenbar in Griechenland entstanden ist, fragt ein User: "Halt, was? Mutter und Vater?" Ein anderer Follower fragt: "Ist ein Baby auf dem Weg?" Doch nicht nur Fans reagierten auf den Post, auch die angeblich schwangere Hailey Bieber (24) meldete sich zu Wort: "Ich denke, du solltest diese Bildunterschrift vielleicht in 'Hundemutter und -vater' ändern, bevor jemand daraus etwas strickt", kommentierte sie und fügte einen lachenden Emoji an. Damit sollte das Model die Gerüchte wohl aus der Welt geschafft haben. Gerüchte über eine mögliche Schwangerschaft der 24-Jährigen kommen immer wieder auf. Zuletzt waren sich Biebers Fans im Dezember 2020 sicher, dass das Paar ein Kind erwarte. Hailey und Justin Bieber kennen sich bereits seit ihrer frühesten Kindheit.2015 tauchten dann erstmals Beziehungsgerüchte auf. Nach einer längeren Trennung folgte im Juli 2018 auf den Bahamas die Verlobung. Nur zwei Monate später wurde still und heimlich standesamtlich in New York geheiratet. Im September des Folgejahres gaben sie sich ihr Eheversprechen ein zweites Mal in einer großen kirchlichen Zeremonie mit 150 geladenen Gästen.

 

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Hildener überwältigt von Hilfsbereitschaft nach Hochwasser

Hilden Reinhold Brüning wohnt am Nove-Mesto-Platz in Hilden und sitzt im Rollstuhl. Er weiß erst nicht, wie er seinen Keller aufräumen soll. Doch dann kommen Freiwillige und packen einfach an. In den vergangenen Tagen kreisten Reinhold Brünings Gedanken vor allem um eine Sache: „Wie bekomme ich das alles geregelt?“ Der Hildener wohnt am Nove-Mesto-Platz. Das Itter-Hochwasser stand lange Zeit nicht nur in der Tiefgarage, sondern auch in den Kellern der Häuser. Als das Wasser am Samstag abgepumpt war, begann für ihn das nächste Problem: Brüning sitzt seit vielen Jahren im Rollstuhl. Den Keller alleine ausmisten – das hätte er nicht geschafft. Einige seiner Nachbarn waren ebenso hilflos. Eine Lösung hatten weder er noch seine Nachbarn gefunden. „Meine Kellertür ließ sich auch nicht mehr öffnen“, sagt Brüning. Verzweiflung machte sich breit. „Doch dann standen am Sonntag plötzlich 100 ehrenamtliche Helfer auf dem Nove-Mesto-Platz und haben einfach angepackt“, sagt er. Bürgermeister Claus Pommer hatte bei Facebook am Samstag dazu aufgerufen, den Anwohnern des Nove-Mesto-Platzes am Sonntagnachmittag beim Ausräumen der Kellerräume zu helfen. Von der Resonanz zeigte sich das Stadtoberhaupt dann aber auch überrascht: Mehr als 100 Hildener hatten sich eingefunden, um Menschenketten zu bilden und binnen kurzer Zeit die betroffenen Keller auszuräumen. Ein Spediteur hatte einen großen Lkw für den Inhalt der überfluteten Keller zur Verfügung gestellt, Vereine hatten ihre Mitglieder organisiert. Pommer zeigte sich nach der Aktion beeindruckt: „Ich möchte allen Helferinnen und Helfern von Herzen danken: Dem VfB Hilden, dem Judoclub Hilden und dem Team Herzlauf. Martin Roßkothen, der eine Zugmaschine samt Auflieger auf dem Nové-Mesto-Platz abgestellt hat und tatkräftig mitgeholfen hat. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bauhofs und der Stadtbücherei für ihren großartigen Einsatz und das Catering, der Firma OBI für die umfangreichen Sachspenden. Stefan Schaumburg für die großzügige Finanzierung des Essens. Allen anderen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die ich namentlich leider nicht alle benennen kann. Einfach Wahnsinn. Wenn ich eins mitgenommen habe, dann das: Wir in Hilden helfen eineinander. Danke.“ Anwohner Reinhold Brüning muss sich nun nicht mehr um die Entsorgung der beschädigten Kellergegenstände kümmern. Innerhalb weniger Minuten hatten Helfer alles ausgeräumt und in Containern entsorgt. „Ich habe mit großer Dankbarkeit zusehen dürfen, wie uns geholfen worden ist“, sagt er. Auch seine Nachbarn seien von tiefer Dankbarkeit erfüllt. „Das war herzerfrischend“, sagt Brüning.

 

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UBS Q2 2021: Mehr Gewinn als erwartet

Die Grossbank profitiert weiterhin vom guten Umfeld, hält aber auch die Kosten unter Kontrolle. Die UBS hat die Gewinnerwartungen der Finanzanalytiker übertroffen. Der grössten Schweizer Bank läuft es derzeit gut, oder vor allem: besser als erwartet. Im zweiten Quartal erzielte die UBS einen Reingewinn von ziemlich genau 2 Mrd. $. Das ist deutlich mehr als im Lockdown-geprägten Vorjahresquartal (1,2 Mrd. $), aber auch ein wenig mehr als im ersten Quartal 2021 (1,8 Mrd. $). Alle Sparten trugen zum guten Ergebnis bei. Am meisten überraschte aber das Investment Banking, das mit 668 Mio. $ fast doppelt so viel Vorsteuergewinn ablieferte, wie die Finanzanalytiker erwartet hatten. Der hohe Gewinn überrascht, da viele Beobachter davon ausgingen, dass die Banken zu Jahresbeginn von fast einmalig guten Bedingungen profitiert hatten und die sehr guten Zahlen im zweiten Quartal kaum wiederholen könnten. Aber schon die Halbjahreszahlen der sechs grossen US-Banken, in der Vorwoche publiziert, liessen erahnen, dass die Finanzinstitute ihr Hoch noch etwas in die Länge ziehen konnten. Die Maschine hält Die UBS, mit ihrer starken Vermögensverwaltung, lässt sich nicht eins zu eins mit den amerikanischen Banken vergleichen, profitierte aber dennoch von branchenweiten Trends. Bei ihr kommt hinzu, dass sie im ersten Quartal den 800 Mio. $ teuren Unfall mit dem Hedge-Fund Archegos verdauen musste, im zweiten Quartal blieben solche unliebsamen Überraschungen aus. In erster Linie hat die UBS mehr Erträge eingespielt (9,0 Mrd. $) als erwartet (8,3 Mrd. $). Allerdings hatte sie ihre Kosten – bei 6,4 Mrd. $– auch ein bisschen besser im Griff als gedacht. Das ist in etwa auf Niveau des Vorquartals, allerdings hat die UBS für ihr im Frühling angelaufenes Sparprogramm 300 Mio. $ an Restrukturierungskosten zur Seite legen müssen. Der Personalbestand der Gesamtbank ging leicht zurück auf rund 71 300 Mitarbeiter. Wo lagen genau die Gewinntreiber? Die wichtigste Sparte der UBS, die internationale Vermögensverwaltung (Global Wealth Management oder GWM), schulterte wie üblich die grösste Last und brachte 1,3 Mrd. $ an Vorsteuergewinn ein. Zugute kommt der UBS, dass auf den Depots der Kunden vor allem dank dem guten Börsengang immer mehr Geld liegt; insbesondere auch sogenannte «fee-generating assets». Aus diesen speisen sich die wiederkehrenden Gebühren (2,8 Mrd. $), die wichtigste Einnahmequelle des GWM. Der UBS-Hauptsparte fliessen aber auch stetig neue Gelder zu, im zweiten Quartal allein 25 Mrd. $ an «fee-generating assets». Das Zinseinkommen des GWM blieb dagegen bei gut 1,0 Mrd. $ in etwa stabil. Auch die grösste Vermögensverwaltungsbank der Welt entgeht dem global vorherrschenden Tiefzinsumfeld nicht. Derweil vergibt die UBS immer mehr Kredite, es sind inzwischen 228 Mrd. $, etwa 4% mehr nur schon als im Quartal zuvor. Gemessen an den verwalteten Vermögen ist die sogenannte Kreditdurchdringung bei der UBS indes noch immer auf einem tieferen Niveau als bei vergleichbaren Banken. Interessant zu sehen: Die UBS hat vor allem in den USA mehr Kredite vergeben. In Asien, wo die Kundschaft generell deutlich Kredit-hungriger ist, hielt sich die Bank dagegen zurück; die Kreditsumme wuchs kaum. Mehr Reisen, mehr Kreditkartenerträge Das solide, zuletzt aber etwas eingerostete Geschäft mit Schweizer Privat- und Firmenkunden lieferte 456 Mio. Fr. an Vorsteuergewinn ab und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen und alle vorangehenden Quartale. Die UBS profitierte davon, dass die Kundinnen nach dem langen Lockdown mehr reisten und sich wieder die eine oder andere Annehmlichkeit gönnten: Die Einnahmen mit Kreditkarten- und Wechselkursgebühren zeigen aufwärts. Kostenseitig mache sich die Straffung des Filialnetzes in tieferen Immobilien-Ausgaben bemerkbar, schreibt die UBS in ihrem Quartalsbericht. Die verwalteten Kundenvermögen stiegen allerdings nur wenig an; eine Folge wohl auch davon, dass die UBS deutlich mehr Kundinnen und Kunden Negativzinsen verrechnet. Der Profitabilität des Geschäfts tat das offensichtlich keinen Abbruch. Die Märkte beruhigten sich etwas Die UBS-Investmentbank steht traditionell etwas im Schatten der Vermögensverwaltung; anders als bei der Credit Suisse sind die Gewichte hier ziemlich deutlich verteilt. Doch in diesem Schatten hat das Investment Banking im zweiten Quartal ebenfalls gute Zahlen hingelegt (Vorsteuergewinn: 668 Mio. $). Anders als erwartet konnte die UBS vor allem in ihrem Beratungsgeschäft («Global Banking») zulegen, das beispielsweise Fusionen und Übernahmen begleitet. Die Erträge der grösseren Handelsabteilung («Global Markets») gingen im Vergleich zum Vorjahr zurück, wobei die hohe Volatilität an den Märkten, kurz nach dem Börseneinbruch im ersten Corona-Frühling 2020, für viele Aufträge gesorgt hatte. Gegenüber dem ersten Quartal 2021 gingen vor allem die Einnahmen im Derivate-Geschäft deutlich zurück. Auch im zweiten Quartal hat die UBS zudem nochmals einen Verlust wegen Archegos in Kauf nehmen müssen (87 Mio. $). Die vierte und kleinste Sparte der UBS, die Vermögensanlage für institutionelle Kunden (Asset Management), verdiente 255 Mio. $ (im Vorjahr: 157 Mio. $). Das Asset Management spielte aber kaum neue Gelder ein; dass die verwalteten Vermögen (in $) deutlich anstiegen, war fast allein der Marktperformance und Wechselkurs-Effekten zu verdanken. Wie geht es weiter? Die grosse Frage (auch für die Aktionärinnen) ist nun, wie nachhaltig der Gewinnanstieg der UBS ist. Auch diese Frage stellte sich schon bei den US-Banken: Deren Aktionäre hatten die erneuten Rekordergebnisse erstaunlich verhalten zur Kenntnis genommen. Die Erträge aus dem GWM dürften, dank der immer grösseren Vermögensbasis, vorerst weiter fliessen, sofern nicht ein jäher Börseneinbruch diese Basis stark verkleinert. Die UBS wird weiterhin versuchen, vor allem Anleger anzuziehen, die aktiv etwas mit ihrem Vermögen anstellen möchten; sie wird den Kunden auch noch mehr Kredite gewähren wollen.

 

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Dopingexperte Fritz Sörgel: „Der Sport ist eben ein riesiges Geschäft“

Plus Der Doping-Experte Fritz Sörgel im Interview über die Risiken, die Olympischen Spiele in Tokio durchzuziehen, die Nöte des IOC und eine mögliche Flut an Weltrekorden. War es richtig, dass in Japan keine Zuschauer zugelassen sein werden?

 

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Ausbildungsmarkt: 20 Prozent weniger Plätze und doch viele frei

Dass Corona viele Branchen völlig unerwartet getroffen hat, sorge bei Bewerberinnen und Bewerbern für Verunsicherung. Wie sicher sei später der Job, wenn man jetzt eine Ausbildung anfange, die mit Tourismus und Reisen zu tun hat? In dem Bereich ist allerdings auch die Zahl der Ausbildungsplätze gesunken. Beispiel Hotelfachfrau und -mann: 130 sind es in diesem Jahr. - 2019 waren es in Hamburg noch doppelt so viele. Die Arbeitsagentur und die Kammern fordern Unternehmen auf, den Fachkräftemangel von morgen heute mit Ausbildung zu bekämpfen. Gleichzeitig gibt es jedoch gegenüber dem Sommer 2019 in Hamburg rund 20 Prozent weniger Ausbildungsplätze. Zumindest im Handwerk habe man laut der Kammer aber die "Corona-Kurve" gekriegt. Die Ausbildungsbereitschaft sei demnach wieder hoch. Gesucht werden beispielsweise angehende Klimatechnikerinnen und Klimatechniker sowie Maurerinnen und Maurer. Der Bedarf sei groß - die Auftragsbücher seien seit Monaten voll. 2021 zählt Hamburgs Handwerk noch mehr als 600 freie Ausbildungsplätze. Für 2022 sind es schon mehr als 400. Wer unsicher sei und noch einen Ausbildungsplatz suche, könne sich auch in den Sommerferien von der Jugendberufsagentur beraten lassen. Wer zum 1.8. keinen passenden Ausbildungsplatz findet, könne bei vielen Unternehmen auch im September oder Oktober noch einsteigen und mit der Ausbi