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DC5n Deutschland mix in german 34 articles, created at 2021-07-20 06:01
(4.52/5)  1  Linkskandidat Castillo gewinnt Präsidentenwahl in Peru

Sechs Wochen nach der Stichwahl um die Präsidentschaft in Peru hat die nationale Wahlaufsichtsbehörde (JNE) den linken Politiker Pedro Castillo (51) zum offiziellen Wahlsieger erklärt. … 2021-07-20 02:17 5KB www.tt.com

(2.15/5)  2  Fujimori akzeptiert ihre Niederlage bei der Präsidentenwahl in P

Das Wahlgericht Perus hat nach zahlreichen Einsprüchen und Beschwerden den Sieg des Linkskandidaten Pedro Castillo bestätigt. 2021-07-20 02:58 3KB www.nzz.ch

(1.01/5)  3  BGH verhandelt über Schadenersatzanspruch von VW-Aktionären gegen Software-Zulieferer

Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt am Dienstag (10.00 Uhr) in Karlsruhe über Schadenersatzansprüche von VW-Aktionären gegen den Zulieferer der Software, die in Dieselfahrzeugen verbaut … 2021-07-20 03:04 1KB www.stern.de

(1.01/5)  4  EU-Kommission - Barley: Ungarn und Polen sollten EU-Gelder gesperrt werden

Ungarn und Polen weisen bei demokratischen Prinzipien Defizite auf - deshalb will die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley, den beiden Ländern finanzielle Hilfen aus der EU verwehren. 2021-07-20 02:31 2KB www.t-online.de

(1.01/5)  5  Kleinflugzeug in New Jersey fädelt sich auf Schnellstraße ein

Ocean City Ein Kleinflugzeug ist am Montagmittag (Ortszeit) auf einer Schnellstraße im US-Bundesstaat New Jersey notgelandet. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, wie US-Medien … 2021-07-20 00:50 2KB rp-online.de

(1.01/5)  6  Corona-News: Immer mehr Infektionen – Mallorca tritt auf die Party-Bremse

Die Corona-Infektionszahlen auf den Balearen steigen weiter rasant an und bringen die Regionalregierungen in Bedrängnis. Auf Mallorca werden nun Partytouristen ins Visier genommen. Alle Infos im Newsblog. 2021-07-20 00:33 62KB www.t-online.de

(0.06/5)  7  Kabinett berät über Corona-Regeln für kommendes Schuljahr

Rund drei Wochen vor Beginn des neuen Schuljahres will das Kabinett am Dienstag über die Corona-Regeln insbesondere in den Schulen beraten. Dabei geht es unter 2021-07-20 01:53 1KB www.t-online.de

(0.03/5)  8  Heil will Beschäftigte von Lieferdienst Gorillas treffen

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will sich persönlich in den Streit um bessere Arbeitsbedingungen beim Berliner Lieferdienst-Start-up Gorillas 2021-07-20 01:56 1KB www.t-online.de

(0.03/5)  9  Humboldt Forum eröffnet: Umstrittener Bau für 680 Millionen

Nach mehrfachen Verzögerungen und deutlich teurer als geplant wird das Berliner Humboldt Forum am heutigen Nachmittag (14.00 Uhr) eröffnet. Das Zentrum für 2021-07-20 01:55 2KB www.t-online.de

(0.02/5)  10  Akademie gibt Entscheidung zu Büchner-Preis 2021 bekannt

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gibt heute bekannt, welche Schriftstellerin oder welcher Schriftsteller den Georg-Büchner-Preis 2021 bekommt. 2021-07-20 01:56 1KB www.t-online.de

(0.02/5)  11  Hochwasserlage in Deutschland entspannt sich

Mit dem Rückgang der akuten Gefahr in den Hochwassergebieten in Deutschland gewinnt die Debatte über Versäumnisse beim Schutz der Bevölkerung an Schärfe. Eine britische Wissenschafterin … 2021-07-20 00:45 5KB www.tt.com

(0.02/5)  12  US-Präsident Biden und König Abdullah II. von Jordanien bekräftig

Jordanien ist ein Verbündeter der USA im Nahen Osten. Bei dem Gespräch ging es auch um die Modernisierung der F-16-Kampfjets in dem Land. 2021-07-20 00:40 2KB www.nzz.ch

 13  Lesen Sie zeit.de mit Werbung oder im PUR-Abo. Sie haben die Wahl.

Visit zeit.de as usual with ads and tracking. Details about how we use tracking can be found in our Privacy Policy and in the Privacy Center . … 2021-07-20 03:21 805Bytes www.zeit.de

 14  Leistung abgelehnt: Was, wenn sich die Krankenkasse telefonisch meldet?

Es ist nicht die Regel, kann aber vorkommen: Die Krankenkasse teilt eine Entscheidung zu einer Leistung telefonisch mit. 2021-07-20 03:11 3KB www.t-online.de

 15  Kabinett befasst sich mit Hochwasserhilfen und Corona-Krise

Nach der jüngsten Hochwasserkatastrophe befasst sich auch das bayerische Kabinett heute mit den Folgen. Nach heftigen Unwettern mit Starkregen waren am 2021-07-20 02:12 2KB www.t-online.de

 16  USA: Capitol-Stürmer zu acht Monaten Haft verurteilt

Erstmals ist ein Teilnehmer des Sturms auf das Capitol in Washington wegen Begehung einer schweren Straftat zu einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Urteil hat Symbolkraft — sind doch im Zusammenhang mit den dramatischen Stunden mehr als 500 strafrechtliche Verfahren anhängig. 2021-07-20 02:12 4KB www.nzz.ch

 17  Hessische Sicherheitsinitiative "Kompass" wird ausgebaut

Die hessische Sicherheitsinitiative 'Kompass' soll ausgebaut werden. Innenminister Peter Beuth (CDU) stellt die geplanten Maßnahmen heute in Wiesbaden vor. 2021-07-20 01:47 1KB www.t-online.de

 18  Großbritannien: Ex-Berater Cummings teilt erneut gegen Boris Johnson aus

Der britische Premier soll sich gegen einen Lockdown im Herbst gewehrt haben, weil hauptsächlich über 80-Jährige an dem Virus starben.  Das behauptet der ehemalige Top-Berater von Boris Johnson. 2021-07-20 01:43 4KB www.t-online.de

 19  Landtag diskutiert über Corona, Hochwasser und Polizeigesetz

Trotz der massiven Kritik von Opposition und aus Teilen der Bevölkerung will der bayerische Landtag heute die Novelle des umstrittenen Polizeiaufgabengesetzes 2021-07-20 01:26 3KB www.t-online.de

 20  Coronavirus weltweit: Die neusten Entwicklungen| NZZ

Rund 190 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Mehr als 4 Millionen Infizierte sind gestorben. Rund 3,6 Milliarden Impfdosen wurden weltweit verabreicht. 2021-07-20 01:13 18KB www.nzz.ch

 21  Regierung legt Zeitplan für Landeshaushalt 2022 vor

Nach der geplatzten Landtagswahl muss Thüringens Regierung jetzt schnell einen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr vorlegen. Finanzministerin Heike Taubert 2021-07-20 00:59 1KB www.t-online.de

 22  Bundeskanzlerin kommt nach Bad Münstereifel

Angela Merkel macht sich heute (11.55 Uhr) ein Bild von der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen. Zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet 2021-07-20 00:57 1KB www.t-online.de

 23  Tablets aus Schule gestohlen: Prozess gegen 27-Jährigen

Der Prozess um den Diebstahl von 242 neuen Tablets aus einer Berliner Oberschule beginnt am heutigen Morgen (9.00 Uhr) im zweiten Anlauf. In dem Verfahren am 2021-07-20 00:45 1KB www.t-online.de

 24  Tödliche Attacke mit Cuttermesser auf Feier: Prozess beginnt

Sechs Monate nach einer tödlichen Messerattacke auf einer Geburtstagsfeier in Greifswald beginnt am heutigen Morgen (09.00 Uhr) der Prozess. Ein 21-Jähriger 2021-07-20 00:38 1KB www.t-online.de

 25  Corona-Ausbruch in Flutgebieten befürchtet

Nach der Flut ist vor dem Superspreader-Event? Dieses Szenario spielen die Landesregierung der Hochwassergebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz angesichts voller Notunterkünfte durch. Tests, Masken und Lüften und eine Sonder-Impfaktion sollen das Schlimmste verhindern. 2021-07-20 00:38 2KB www.n-tv.de

 26  Mafia-Untersuchungsausschuss hört Experten an

Der im April vom Thüringer Landtag eingesetzte Mafia-Untersuchungsausschuss wird am heutigen Morgen (ab 09.30 Uhr) Experten anhören. So sollen nach Angaben des 2021-07-20 00:35 1KB www.t-online.de

 27  IS reklamiert Anschlag in Bagdad mit 30 Toten für sich

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf einen Markt in der irakischen Hauptstadt Bagdad am Montagabend mit mindestens 30 Toten und 35 Verletzten … 2021-07-19 23:58 1KB www.tt.com

 28  +++ 03:49 NRW-Gesundheitsminister lehnt kostenpflichtige Tests ab +++

Unfälle, Naturkatastrophen, Brände und Kriminalität. n-tv informiert über das Geschehen in aller Welt. 2021-07-19 23:36 7KB www.n-tv.de

 29  +++ 01:39 Mehr als 161 Millionen US-Bürger vollständig geimpft +++

Unfälle, Naturkatastrophen, Brände und Kriminalität. n-tv informiert über das Geschehen in aller Welt. 2021-07-19 23:36 6KB www.n-tv.de

 30  Mysteriöse Gesundheitsbeschwerden von US-Diplomaten in Wien

Die USA untersuchen Berichte über mysteriöse gesundheitliche Beschwerden von US-Diplomaten in Wien. „Was Wien betrifft, so gehen wir in Abstimmung mit unseren behördenübergreifenden Partnern Berichten … 2021-07-19 23:28 1KB www.tt.com

 31  Kühlschrank löst Hochhausbrand in Leverkusen-Opladen aus - 16 Verletzte

Leverkusen-Opladen Ein Kühlschrank hat einen Brand in der vierten Etage eines Hochhauses in Leverkusen ausgelöst. Sieben Personen kamen mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Das Hochhaus … 2021-07-19 23:10 2KB rp-online.de

 32  Facelift für den Porsche Macan: Auslieferung ab Oktober

Eigentlich sollte er bald aufs Altenteil. Doch weil der Nachfolger des Porsche Macan als reines E-Auto kommt und erst in 2023 fertig wird, gibt … 2021-07-19 23:06 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 33  Lohn für langjährige Treue zum Verein

Die Burgschützen ehren einige ihrer Mitglieder für 70 Jahre Zugehörigkeit und blicken mit der neuen Schießanlage zuversichtlich in die Zukunft … 2021-07-19 23:02 705Bytes www.augsburger-allgemeine.de

 34  Newspodcast "Nachrichtenwecker": Hören, was Augsburg bewegt

Lokal, kurz und informativ: Der „Nachrichtenwecker“ begleitet Sie mit den wichtigsten Informationen aus der Stadt in den Tag – jeden Werktag ab 5 Uhr morgens. … 2021-07-19 23:02 997Bytes www.augsburger-allgemeine.de

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Linkskandidat Castillo gewinnt Präsidentenwahl in Peru (4.52/5)

Sechs Wochen nach der Stichwahl um die Präsidentschaft in Peru hat die nationale Wahlaufsichtsbehörde (JNE) den linken Politiker Pedro Castillo (51) zum offiziellen Wahlsieger erklärt. „Ich erkläre José Pedro Castillo Terrones zum Präsidenten der Republik“, sagte der JNE-Vorsitzende Jorge Luis Salas. Der Bewerber der marxistisch-leninistischen Partei Perú Libre kam auf 50,12 Prozent der Stimmen. Seine Kontrahentin, die Rechtspopulistin Keiko Fujimori, erreichte 49,87 Prozent. Der linke Politiker hat demnach nur 44.263 Stimmen Vorsprung vor Fujimori. Die Rechtspopulistin hatte die Abstimmung am 6. Juni knapp gegen Castillo verloren. Sie beantragte daraufhin die Prüfung und Neuauszählung Tausender Stimmen. Für ihre Betrugsvorwürfe legte sie jedoch keine stichhaltigen Beweise vor. Fujimori droht eine Anklage in einem Korruptionsverfahren. Der Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori wird vorgeworfen, für ihre Wahlkämpfe 2011 und 2016 Geld von Unternehmen angenommen zu haben. Sie bestreitet die Anschuldigungen. Castillos Wahlsieg ist eine schallende Ohrfeige für die politische Elite in Lima. Als absoluter Außenseiter hatte er im April die erste Wahlrunde gewonnen, vor Beginn seiner Kampagne verfügte der 51-Jährige noch nicht einmal über ein Twitter-Konto. Er stammt aus einer bäuerlichen Familie aus der Provinz Chota im Norden des Landes und hatte 2017 einen Lehrer-Streik angeführt. Die Regierung warf ihm damals Verbindungen zu Sympathisanten der linken Rebellengruppe Leuchtender Pfad vor. In seiner Jugend soll er allerdings auch einer bäuerlichen Selbstverteidigungsorganisation zum Schutz gegen die Rebellen angehört haben. Über seine politischen Überzeugungen und sein Regierungsteam ist wenig bekannt. Er kündigte an, im Falle eines Wahlsiegs einen sozialistischen Staat aufzubauen, die Medien zu kontrollieren und das Verfassungsgericht abzuschaffen. Im Wahlkampf warb er zudem für eine Verfassungsreform, den Umbau des Rentensystems und die Verstaatlichung der Gasindustrie. Die Börsen brachen nach den ersten Hinweisen auf den Sieg des Linkskandidaten ein. Beobachter befürchten nach Castillos Triumph eine Kapitalflucht ausländischer Investoren. Bisher galt Peru in der Region als ausgesprochen marktliberal. Die wirtschaftlichen Berater des künftigen Präsidenten bemühten sich schnell zu versichern, Castillo habe mehr mit Brasiliens sozialdemokratischem Ex-Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva gemein als mit Venezuelas sozialistischem Ex-Staatschef Hugo Chávez. Eigentlich war Castillo eine Notlösung. Er wurde nur zum Spitzenkandidaten der marxistisch-leninistischen Partei Perú Libre gekürt, weil Parteichef Vladimir Cerrón aufgrund einer Verurteilung wegen Korruption nicht antreten durfte. Castillo vertritt das ländliche Peru, Menschen fernab der urbanen Zentren, sagte der Politologe Gonzalo Bande der Zeitung „El Comercio“. Gerade Bauern und Indigene konnten von dem beachtlichen Wirtschaftswachstum Perus der vergangenen Jahre kaum profitieren und leben oftmals weiter in bitterer Armut. Castillo ritt auf einem Pferd zu Wahlkampfterminen in Dörfern, zeigte sich immer wieder in traditioneller Kleidung mit breitkrempigem Hut und Poncho. Zudem dürfte er davon profitiert haben, dass viele Peruaner eine tiefe Abneigung gegen den Ex-Präsidenten Alberto Fujimori hegen, von dessen Politik sich Tochter Keiko nie ernsthaft distanziert hat. Der frühere Machthaber verbüßt wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen eine 25-jährige Haftstrafe. In seiner Amtszeit (1990 bis 2000) ließ Fujimori Sicherheitskräfte rigoros gegen linke und angeblich subversive Kräfte vorgehen, das Parlament wurde entmachtet. Zudem wurden Zehntausende indigene Frauen zwangssterilisiert. Nach der Scheidung der Eltern galt Keiko Fujimori jahrelang als First Lady und begleitete ihren Vater auf zahlreichen Auslandsreisen. Im Falle eines Wahlsiegs wollte sie ihren Vater begnadigen. Doch auch wenn Castillo und Fujimori für gegensätzliche Extreme auf der politischen Skala stehen, liegen sie bei ihren gesellschaftspolitischen Ansichten gar nicht weit auseinander: Auch Castillo vertritt ein konservatives Familienbild, ist gegen gleichgeschlechtliche Ehen und Abtreibung. Genau wie seine neoliberale Kontrahentin setzt er auf die Ausbeutung von Bodenschätzen und misst dem Schutz von Umwelt und Menschenrechten keine große Bedeutung zu. Die Herausforderungen für den neuen Präsidenten sind enorm: Peru leidet besonders stark unter der Corona-Pandemie. Es gehört zu den Ländern mit der höchsten Sterblichkeitsquote weltweit, zudem brach die Wirtschaft um 12,9 Prozent ein. Im Landesinneren sind außerdem noch immer Splittergruppen der Guerillaorganisation Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) aktiv. Das vergangene Jahr war zudem von einem erbitterten Konflikt der Regierung mit dem Kongress geprägt. Zwar stellt Castillos Perú Libre die stärkste Partei in Parlament, hat aber keine eigene Mehrheit. Der Kongress verfügt in Peru über weitreichende Rechte, die Parlamentarier jagten seit 2018 drei Präsidenten aus dem Amt. Sollte es Castillo nicht gelingen, große Teile der zersplitterten Parteienlandschaft einzubinden, dürfte die nächste Machtprobe nicht lange auf sich warten lassen.
Linkskandidat Castillo gewinnt Präsidentenwahl in Peru
tt.com
Linkskandidat Castillo gewinnt Präsidentenwahl in Peru
tt.com
Marxistischer Bewerber Pedro Castillo gewinnt Präsidentschaftswahl in Peru
welt.de
Peru: Linkskandidat Castillo gewinnt Präsidentenwahl
t-online.de
Wahlbehörde erklärt Castillo zum Sieger der Präsidentschaftswahl in Peru
stern.de
Peru: Dorfschullehrer Castillo zieht in Präsidentenpalast
t-online.de
Wahl-Sensation: Außenseiter Pedro Castillo wird Präsident von Peru
bild.de

 

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Fujimori akzeptiert ihre Niederlage bei der Präsidentenwahl in P (2.15/5)

Das Wahlgericht Perus hat nach zahlreichen Einsprüchen und Beschwerden den Sieg des Linkskandidaten Pedro Castillo bestätigt. Keiko Fujimori will den Sieg des Linkskandidaten Castillo anerkennen, Die peruanische Rechtspopulistin Keiko Fujimori will den Sieg des Linkskandidaten Pedro Castillo bei der Präsidentenwahl in Peru anerkennen. «Ich werde das Wahlergebnis anerkennen, so wie es das Gesetz und die Verfassung, die ich zu verteidigen geschworen habe, vorschreiben», sagte die Konkurrentin Castillos in einer Rede am Montag. Gleichzeitig beschrieb sie die Proklamation Castillos weiterhin als illegal, denn es habe bei den Wahlen zahlreiche Unregelmässigkeiten gegeben. Sechs Wochen nach der Stichwahl in Peru hatte das Wahlgericht Perus den Bewerber der marxistisch-leninistischen Partei Perú Libre, Pedro Castillo mit 50,12 Prozent der Stimmen zum Wahlsieger erklärt. Die Rechtspopulistin Keiko Fujimori erhielt in der extrem knappen zweiten Runde der Wahlen demnach 49,87 Prozent. In den vergangenen Wochen hatte das Wahlgericht eine ganze Reihe von Beschwerden und Einsprüchen vor allem des Fujimori-Lagers zu bearbeiten, weshalb sich die Proklamation des Siegers rund eineinhalb Monate verzögerte. Mit seinem Sieg hat der Dorfschullehrer Castillo das politische Establishment düpiert. Als absoluter Aussenseiter gewann er völlig überraschend die erste Wahlrunde im April und setzte sich nun auch in der Stichwahl am 6. Juni gegen das politische Schwergewicht Fujimori durch. Castillo stammt aus einer bäuerlichen Familie aus der Provinz Chota im Norden des Landes und hatte 2017 einen Lehrer-Streik angeführt. Im Wahlkampf kündigte er an, einen sozialistischen Staat aufzubauen, die Medien stärker zu kontrollieren und das Verfassungsgericht abzuschaffen. Gesellschaftspolitisch hingegen ist er konservativ, lehnt gleichgeschlechtliche Ehe und Abtreibung ab. Die Herausforderungen für den neuen Präsidenten sind enorm: Peru leidet besonders stark unter der Corona-Pandemie. Es gehört zu den Ländern mit der höchsten Sterblichkeitsquote weltweit, zudem brach die Wirtschaft um 12,9 Prozent ein. Im Landesinneren sind ausserdem noch immer Splittergruppen der Guerillaorganisation Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) aktiv.
Peru: Dorfschullehrer Castillo zieht in Präsidentenpalast
t-online.de
Wahl-Sensation: Außenseiter Pedro Castillo wird Präsident von Peru
bild.de

 

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BGH verhandelt über Schadenersatzanspruch von VW-Aktionären gegen Software-Zulieferer (1.01/5)

Der Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt am Dienstag (10.00 Uhr) in Karlsruhe über Schadenersatzansprüche von VW-Aktionären gegen den Zulieferer der Software, die in Dieselfahrzeugen verbaut wurde. Diese erkannte, wenn das Auto auf dem Prüfstand war, und verbesserte dann die Abgasreinigung. So wurden die Emissionswerte der Autos manipuliert. (Az. II ZR 152/20 u.a.) VW gab dies am 3. September 2015 gegenüber US-amerikanischen Behörden erstmals zu, den Kapitalmarkt informierte das Unternehmen erst einige Tage später. Die Kläger hatten im Jahr 2013 VW-Aktien für gut 12.000 Euro gekauft. Als sie im September 2015 kurz vor der Mitteilung wieder verkauften, bekamen sie nur noch 8500 Euro. Den Fehlbetrag wollen sie nun vom Zulieferer Bosch zurück, der VW die Grundversion der Software lieferte. Sie werfen ihm Behilfe zur verspäteten Information vor.
Schadenersatz-Klagen von VW-Aktionären gegen Bosch vor BGH
t-online.de

 

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EU-Kommission - Barley: Ungarn und Polen sollten EU-Gelder gesperrt werden (1.01/5)

Brüssel (dpa) - Angesichts der Vorstellung des jährlichen Rechtsstaatsberichts der EU-Kommission fordert die Vizepräsidentin des EU-Parlaments, Katarina Barley (SPD), dass EU-Gelder für Ungarn und Polen gesperrt werden. "Wichtig dabei ist, dass diese Maßnahmen in erster Linie die Regierungen treffen und nicht die Bevölkerung", sagte Barley den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In beiden Staaten gebe es mit bei den demokratischen Prinzipien Defizite. Mit Blick auf Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban sagte Barley: "Er und seine Regierung haben an allen Säulen der Demokratie so starke Veränderungen vorgenommen, dass man von demokratischen Verhältnissen in Ungarn nicht mehr reden kann." Als Beispiel nannte sie unter anderem ein Gesetz, dass es verbietet, Bücher und andere Informationsträger Menschen unter 18 zugänglich zu machen, die Homosexualität, Transsexualität oder Geschlechtsumwandlungen "darstellen" oder "propagieren". In Polen sei die Unabhängigkeit der Justiz gefährdet. Kritiker werfen sowohl der ungarischen als auch der polnischen Regierung vor, einen Einfluss auf die Justiz auszuüben, der nicht mit EU-Standards vereinbar sei. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte vor knapp zwei Wochen angekündigt, im Herbst die ersten Verfahren auf den Weg zu bringen, die zu einer Kürzung der EU-Mittel für Länder wie Ungarn und Polen führen könnten. Wenn sich herausstelle, dass Verstöße gegen die Rechtsstaatlichkeit die finanziellen Interessen der EU beeinträchtigten oder ernsthaft zu beeinträchtigen drohten, müssten Maßnahmen ergriffen werden, sagte sie. In dem für Dienstag erwarteten Bericht der EU-Kommission wird systematisch der Zustand von Medienfreiheit, Demokratie und Korruptionsbekämpfung in den EU-Staaten untersucht. Er war vergangenes Jahr erstmals präsentiert worden.
Barley: Ungarn und Polen sollten EU-Gelder gesperrt werden
stern.de

 

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Kleinflugzeug in New Jersey fädelt sich auf Schnellstraße ein (1.01/5)

Ocean City Ein Kleinflugzeug ist am Montagmittag (Ortszeit) auf einer Schnellstraße im US-Bundesstaat New Jersey notgelandet. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand, wie US-Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Der 18-jährige Pilot hat Medienberichten zufolge von Motorproblemen berichtet und versucht, zum nahe gelegenen Flughafen in Ocean City zu fliegen. Schließlich landete er aber auf einer Autobahnbrücke, die Ocean City und Somers Point miteinander verbindet. Dort hatte er eine Lücke im Verkehr entdeckt. „Es war ganz schön gruselig“, sagte ein Augenzeuge dem Sender 6 ABC. Nach Polizeiangaben wurde niemand verletzt, auch das Flugzeug und andere Fahrzeuge kamen ohne Schaden davon. Das Flugzeug war zuvor mit einem Werbebanner an einem Strand entlang geflogen. Als das Flugzeug Motorprobleme bekam, ließ der Pilot den Berichten zufolge das Banner ins Meer fliegen. Die Autobahnbrücke wurde nach der Notlandung zu beiden Seiten gesperrt. Ein Sprecher von Ocean City teilte mit, dass Einsatzkräfte daran arbeiteten, die Flügel des Flugzeugs abzumontieren. Danach sollte es von der Straße geschleppt werden.
Pilot (18) landet spektakulär auf US-Brücke
bild.de

 

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Corona-News: Immer mehr Infektionen – Mallorca tritt auf die Party-Bremse (1.01/5)

Die Corona-Infektionszahlen auf den Balearen steigen weiter rasant an und bringen die Regionalregierungen in Bedrängnis. Auf Mallorca werden nun Partytouristen ins Visier genommen. Alle Infos im Newsblog. In Deutschland haben sich seit Beginn der Pandemie mehr als 3,74 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts starben 91.369. Im Zuge der Ende 2020 begonnenen Impfkampagne haben inzwischen 59,9 Prozent der Bundesbürger mindestens eine Impfdosis erhalten,46,4 Prozent sind vollständig geimpft (Stand: 19. Juli). In den Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gibt es Befürchtungen, dass durch die Hilfsaktionen und Notunterkunft-Unterbringung vieler Menschen nach der Flutkatastrophe die Zahl der Corona-Infektionen steigt. "Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird", sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. Das Landesgesundheitsministerium bereite in Absprache mit den Behörden der betroffenen Landkreise eine Sonderimpfaktion in den Katastrophengebieten vor. Feierwütige brauchen in Großbritannien bald einen Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung, um in Clubs Eintritt zu erhalten. Eine vollständige Impfung solle Voraussetzung für den Zutritt zu Discotheken oder anderen Orten werden, an denen sich viele Menschen versammeln, sagte Premierminister Boris Johnson am Montag. Ein negativer Corona-Test werde dann nicht mehr ausreichen. Die neue Regelung soll Ende September in Kraft treten. Mehr als 70 Prozent der erwachsenen Briten sind bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft, das Impftempo ließ jedoch in jüngster Zeit nach. Laut Johnson sind etwa 35 Prozent der 18- bis 30-Jährigen noch ungeimpft. Die Zahl der Neuinfektionen steigt derweil wieder rasant an. England hatte am Montag nahezu alle Corona-Beschränkungen aufgehoben. Unter anderem fielen Maskenpflicht und Abstandsregeln weg. Auch Discotheken dürfen wieder öffnen, Theater und Sportstadien sämtliche Plätze besetzen. Die Empfehlung zum Homeoffice wurde ebenfalls aufgehoben. Stattdessen setzt die Regierung auf die Eigenverantwortung der Menschen. Die französische Regierung hat am Montag ein Gesetz zur Einführung eines Gesundheitspasses verabschiedet, mit dessen Hilfe die Impfbereitschaft in der Bevölkerung angekurbelt werden soll. Beim Betreten von Kultur- und Freizeiteinrichtungen muss ab Mittwoch per Gesundheitspass die vollständige Corona-Impfung, eine überstandene Corona-Infektion oder ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden. Ab Anfang August ist der Pass auch beim Besuch von Restaurants und Bars Pflicht. Am Wochenende hatten zehntausende Franzosen gegen die jüngsten Corona-Maßnahmen der Regierung demonstriert. Die Regierung sieht die Regelungen als unerlässlich im Kampf gegen eine vierte Corona-Welle. Am Sonntag hatten die Behörden rund 12.500 Neuinfektionen gemeldet, doppelt so viele wie eine Woche zuvor. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg laut Regierungssprecher Gabriel Attal um fast 125 Prozent auf jetzt 86 Fälle pro 100.000 Einwohner. Angesichts von erneut rapide steigenden Infektionszahlen warnt Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery vor zu schnellen Öffnungen. Schon die kleineren Öffnungsschritte der vergangenen Wochen hätten die Inzidenzwerte anwachsen lassen, sagt Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Momentan verdoppele sich die Zahl der Infizierten im Wochenrhythmus. "Jetzt die Einschränkungen unserer Kontakte einfach fallenzulassen und 'alles zu öffnen' wäre brandgefährlich", erklärte der Mediziner. "Wer das tut, riskiert den Einstieg in die vierte Welle." Stattdessen plädiert Montgomery für ein schrittweises und kontrolliertes Vorgehen. Angesichts stark steigender Corona-Zahlen werden auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca voraussichtlich wieder schärfere Einschränkungen ergriffen. Um Partys und Trinkgelage vor allem junger Leute unter freiem Himmel zu bekämpfen, sollen Strände und Parks künftig von 22 Uhr bis 6 Uhr geschlossen werden. Die Justiz muss den Plänen noch zustimmen, wie die "Mallorca Zeitung" am Montagabend berichtete. Teilnehmern solcher Partys drohen demnach künftig saftige Bußgelder in Höhe von 1.000 Euro. Wenn ein Partygast mit seiner Teilnahme gegen eine Quarantäne verstößt, soll sich das Bußgeld auf 2.000 Euro erhöhen. Wenn der Teilnehmer positiv auf Corona getestet wurde, werden sogar 5.000 Euro fällig. Den Organisatoren illegaler Parties drohen Strafen von bis zu 100.000 Euro. Auch Gaststätten müssen künftig wohl wieder etwas früher schließen, und zwar um 1 Uhr statt um 2 Uhr. Maximal dürfen im Innenbereich von Gaststätten dann noch Gruppen von vier Personen an einem Tisch sitzen, im Außenbereich acht. Von 1Uhr bis 6 Uhr dürfen sich der Zeitung zufolge nur noch Personen treffen, die im selben Haushalt leben. Gemeinsam eingecheckte Hotel- oder Fincagäste sollen dabei als ein Haushalt gelten. Auf die eigentlich geplante Wiedereinführung der erst vor knapp einem Monat abgeschafften Maskenpflicht auch im Freien verzichtete die Regionalregierung nach Gesprächen mit Unternehmern und Gewerkschaften, wie die Zeitung berichtete. Allerdings werde dringend geraten, freiwillig einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Kann ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu Fremden nicht eingehalten werden, ist die Maske auch im Freien wieder Pflicht, in allen öffentlichen Innenräumen und in Bussen und Bahnen sowieso. Die Corona-Zahlen sind auf den Balearen, zu denen außer Mallorca auch die Inseln Menorca, Ibiza und Formentera gehören, wie in ganz Spanien stark angestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte nach Angaben vom Montagabend auf den Balearen auf 310, für ganz Spanien lag sie bei 323. Vor allem viele junge Leute infizieren sich derzeit mit Sars-CoV-2. In Frankreich hat nach Darstellung der Regierung die vierte Welle der Pandemie begonnen. Kein Departement werde verschont, erklärt Regierungssprecher Gabriel Attal. Am Morgen schloss Europa-Minister Clement Beaune neue Einschränkungen nicht aus, sollten die Fälle weiter zunehmen. Mehr als ein halbes Jahr nach Start der Corona-Impfungen steuert Deutschland auf ein Überangebot an Impfstoff zu. Die Verfügbarkeit werde die Nachfrage bald deutlich übersteigen, stellten die Gesundheitsminister von Bund und Ländern jetzt fest. "Ein Rückgang der Nachfrage ist sowohl in den Impfzentren als auch in den Arztpraxen und bei den Betriebsärzten zu verzeichnen", heißt es in einem Beschluss. Für den Erfolg der Impfkampagne sei aber eine möglichst hohe Impfquote entscheidend. 46,4 Prozent der Menschen in Deutschland sind mittlerweile vollständig geimpft.59,9 Prozent haben mindestens eine Dosis. "Bund und Länder werden ihre Bemühungen noch einmal verstärken, um gezielt diejenigen Menschen mit einem Impfangebot zu erreichen, die sich bisher nicht für eine Impfung entschieden haben", so die Gesundheitsministerkonferenz. Mobile Teams würden etwa auf Marktplätze, nahe Kirchen, Supermärkten, Einkaufshäusern sowie Kultur-, Sport- und Freizeitaktivitäten zusätzliche niedrigschwellige Angebote machen. Die Logistik rund um die Impfstofflieferungen soll flexibler werden. Nach ihrem Start im Dezember war die Impfkampagne über Monate davon geprägt, dass weit weniger Impfstoff zur Verfügung stand als benötigt. Jetzt planen Bund und Länder eine verstärkte Weitergabe an andere Länder. "Der Verwurf von Impfstoffen muss auf ein Minimum begrenzt werden", heißt es in ihrem Beschluss. "Der Bund wird Impfstoffe, die in der nationalen Impfkampagne nicht zum Einsatz kommen und deren Lagerhaltung eine Weitergabe zulassen, Drittstaaten durch Impfstoffspenden zur Verfügung stellen." In der Europäischen Union sind jetzt prozentual mehr Menschen mindestens einfach gegen das Coronavirus geimpft, als in den USA. EU-Industriekommissar Thierry Breton und Frankreichs Europastaatssekretär Clément Beaune teilten entsprechende Statistiken des Daten-Portals "Our World in Data" im Online-Dienst Twitter. Demnach haben 55,5 Prozent der EU-Bürger mittlerweile mindestens eine erste Dosis Corona-Impfstoff erhalten, in den USA sind es 55,4 Prozent. "Wir machen weiter, wir werden noch schneller", schrieb Beaune dazu. "Die EU hat die USA nicht nur bei Erstimpfungen überholt", betonte Breton. "Wir sind zur gleichen Zeit offen geblieben und haben die Hälfte unserer Produktion an mehr als 100 Länder exportiert." Die europäische Impfstoffstrategie und insbesondere die EU-Kommission, welche die Impfstoffbestellungen für die 27 Mitgliedstaaten koordinierte, war zu Anfang des Jahres heftig kritisiert worden. Aufgrund von Lieferengpässen und später erteilten Zulassungen für Impfstoffe war die Impfkampagne deutlich schleppender angelaufen als in Großbritannien und den USA. Im Februar hatte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen "Fehler" bei der Impfstoffbeschaffung eingestanden. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson ist als Kontaktperson eines Corona-Infizierten eingestuft worden und wird nach Angaben seiner Regierung vorerst nur den wichtigsten Regierungsgeschäften nachgehen. Außerhalb seiner Arbeitszeit werde sich Johnson isolieren, teilte die Downing Street am Sonntag mit. Dasselbe gelte für Finanzminister Rishi Sunak. Am Samstag war eine Corona-Infektion von Großbritanniens Gesundheitsminister Sajid Javid bekannt geworden. Trotz ihrer Einstufung als Kontaktpersonen eines Corona-Infizierten müssten Johnson und Sunak sich nicht vollständig isolieren, sondern dürften von der Downing Street aus weiter arbeiten, erklärte ein Regierungssprecher. Grund sei die Teilnahme beider Politiker an einem Pilotprogramm, das tägliche Corona-Testungen vorsehe. "Sie werden in dieser Zeit nur wesentliche Regierungsgeschäfte erledigen", betonte der Sprecher. Gesundheitsminister Javid hatte am Samstag bekannt gegeben, trotz vollständiger Impfung positiv auf Covid-19 getestet worden zu sein. Er habe nur milde Symptome. Laut "Sunday Times" hatten Javid und Johnson am Freitag länger zusammengesessen. Trotz stark steigender Infektionszahlen fallen in England ab Montag fast alle Corona-Beschränkungen weg, darunter auch Maskenpflicht und Abstandsregeln. Die konservative britische Presse hatte das Datum zum "Freedom Day" erklärt. Johnson hatte die umstrittene Entscheidung mit der hohen Impfquote im Land begründet und betont, dass er auf die "Verantwortung des Einzelnen" zähle. Auf Mallorca wird nach einem Bericht der Zeitung "Mallorca Zeitung" die als ansteckender geltende Delta-Variante des Corona-Virus inzwischen bei 85 Prozent aller Proben festgestellt. Die Sieben-Tage-Inzidenz auf der liebsten Urlaubsinsel der Deutschen sei bis Freitag auf gut 270 gestiegen. Für die Balearen insgesamt, also neben Mallorca auch Menorca, Ibiza und Formentera, werde dieser Wert mit 290 angegeben, schrieb die Zeitung am Sonntag. Der sogenannte R-Wert lag nach Angaben der Gesundheitsbehörde bei 1,63. Die Zahl bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 163 weitere Menschen anstecken. Fast zwei Drittel der Bevölkerung über 16 Jahren (65,7 Prozent) haben zumindest eine Corona-Impfung erhalten,51,8 Prozent sind vollständig geimpft. Die Positivrate der Corona-Tests lag bei 11,88 Prozent. Auch wenn sich vor allem junge Leute infizieren, die meist nur milde Krankheitssymptome aufweisen, kommt das Gesundheitssystem langsam wieder unter Druck. Inzwischen seien wieder zehn Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Corona-Patienten belegt, schrieb die Zeitung. Trotz der steigenden Zahlen schließe die Regionalregierung die Wiedereinführung einer nächtlichen Ausgehsperre, wie sie etwa in den Regionen Valencia, Katalonien oder Kantabrien beschlossen wurde, weiterhin aus, berichtete die Zeitung "Última Hora" unter Berufung auf die Behörden. Man erwäge aber neue Einschränkungen, darunter eine Begrenzung der Zahl von Personen, die privat oder öffentlich zusammenkommen dürfen. In Großbritannien verzeichnen die Gesundheitsbehörden 54.674 Neuinfektionen binnen 24 Stunden – so viele wie seit sechs Monaten nicht mehr. Am Tag zuvor wurden 51.870 Neuinfektionen registriert. Die Zahl der Ansteckungen steigt seit über einem Monat an, in Großbritannien grassiert die Delta-Variante, die erstmals in Indien nachgewiesen wurde.41 weitere Menschen starben laut Regierung. Außerdem wurde der britische Gesundheitsminister Sajid Javid trotz vollständiger Impfung positiv auf das Coronavirus getestet. Javid hat sich nun in Quarantäne begeben, teilte er in einer Videobotschaft bei Twitter mit. "Ich habe mich letzte Nacht ein wenig schlapp gefühlt", sagte der Minister in der Aufnahme. Daraufhin sei er am Morgen bei einem Antigentest positiv auf das Virus getestet worden. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) schließt einen erneuten Corona-Lockdown in Deutschland aus. "Wir müssen und werden einen neuen Lockdown verhindern", sagte Altmaier der "Bild am Sonntag". Dieser wäre nach seinen Worten "für viele Geschäfte und Restaurants, die bereits monatelang geschlossen waren, verheerend". Der Wirtschaftsminister sieht aktuell auch keinen Bedarf für weitere Maßnahmen gegen das Coronavirus: "Solange keine Überlastung des Gesundheitssystems droht, gibt es keinen Grund für neue Maßnahmen oder gar einen Lockdown." Geimpfte oder Jüngere hätten bei einer Infektion meist gar keine Symptome, die Intensivbetten-Kapazität in Deutschland sei weit von ihrer Auslastungsgrenze entfernt. Allerdings hält Altmaier den Verlauf der Impfkampagne für zu langsam. "Wir müssen die Impfkampagne noch einmal stark beschleunigen", forderte er. "Überall dort, wo Menschen öffentlich zusammenkommen, ob im Biergarten oder in der Fußgängerzone, sollten Impfungen angeboten werden." Der CDU-Politiker plädierte auch dafür, dass "mobile Impfteams Menschen in Cafés und Gaststätten ansprechen und direkt vor Ort impfen". Nach der rheinland-pfälzischen Regierungschefin Malu Dreyer dringt auch die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, auf einen neuen "Warnwert" zur Bewertung der Corona-Lage. "Ich unterstütze den Vorschlag, dass sich Bund und Länder auf einen neuen bundeseinheitlichen Warnwert zur Coronalage verständigen, ausdrücklich", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntag). "Wir müssen zukünftig stärker Impfungen und Krankenhausbelastungen berücksichtigen." Schwesig verwies auf das in ihrem Bundesland geltende Ampelmodell, das die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Covid-Patienten im Krankenhaus und die Auslastung der Intensivstationen berücksichtigt. Dreyer hatte zuvor einen "neuen Warnwert" zur Beurteilung der Corona-Lage in Deutschland gefordert. Bei steigenden Impfquoten habe die Sieben-Tage-Inzidenz heute viel weniger Aussagekraft als noch vor einem halben Jahr. Dieser Inzidenzwert gibt die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Sie war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa für das Greifen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Die Bundesregierung hat aber bereits angekündigt, dass künftig weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden sollen. In der Corona-Pandemie erwartet eine Wissenschaftlergruppe der Technischen Universität Berlin (TU) anhand von Modellierungen eine vierte Welle, die auch an Krankenhäusern nicht vorbeigeht. "Laut unseren Simulationen wird im Oktober ein exponentieller Anstieg bei den Krankenhauszahlen starten. Falls die derzeitige Entwicklung anhält, wird dies sogar früher beginnen, und sich im Oktober dann nochmal verstärken", heißt es im neuen Bericht der Gruppe um den Mobilitätsforscher Kai Nagel an das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Den zuletzt bereits verzeichneten Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenzen wertet das Team wegen hohen relativen Zunahmen als "beunruhigend". Nur wenn die Impfstoffe gegen Delta deutlich besser wirkten als derzeit bekannt oder wenn eine Impfquote von 95 Prozent erreicht werde, bleibe eine vierte Welle in den Simulationen aus. Das Modell ergebe "unter allen derzeit realistisch erscheinenden Bedingungen eine vierte Welle bei den Erwachsenen, welche mit der Verlagerung von Aktivitäten in Innenräume im Herbst verstärkt werden wird." In Bremen und dem Saarland ist jeweils mehr die Hälfte der Einwohner nun vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die beiden Bundesländer überschritten als erste die Marke von 50 Prozent, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 10.05 Uhr) hervorgeht. Laut RKI wurden am Freitag in Deutschland 601 220 Impfdosen verabreicht. Bundesweit sind damit nun rund 38,2 Millionen Menschen oder 45,9 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Covid-19 geimpft, wofür bei den meisten eingesetzten Impfstoffen zwei Dosen nötig sind. Insgesamt haben 59,7 Prozent oder rund 49,6 Millionen Einwohner mindestens die erste Spritze erhalten. Während Bremen mit 50,6 Prozent und das Saarland mit 50,1 Prozent vollständig Geimpfter beim Impftempo an der Spitze liegen, bilden Sachsen und Brandenburg mit je 42,6 Prozent das Schlusslicht. Das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen liegt mit 48,8 Prozent derzeit auf Platz drei. Bei der Zahl der Erstgeimpften ist zunehmend ein Gefälle zu sehen: Schlusslicht ist Sachsen mit 50,7 Prozent, gefolgt von Thüringen (54,2), Brandenburg (54,7), Sachsen-Anhalt (55,6) und Bayern (57,6 Prozent). In Bremen sind dagegen mittlerweile mehr als zwei Drittel (68,8 Prozent) aller Einwohner mindestens einmal immunisiert, auch das Saarland (65,0 Prozent) steht an dieser Marke. Die federführende Entwicklerin des Astrazeneca-Impfstoffs, Sarah Gilbert, hat den Nutzen einer Corona-Impfung für alle Kinder in Frage gestellt. Die Politik sollte eine Kosten-Nutzen-Analyse machen, sagte Gilbert im Interview mit "Welt" und anderen europäischen Medien. Die Delta-Variante sei zum Beispiel sehr ansteckend, so dass Leute trotz zwei Impfungen mit einem milden Verlauf krank würden. Schwere Fälle und Todesfälle seien aber selten. "Wenn also die Übertragung nicht zu verhindern ist, und Kinder weder schwer erkranken noch sterben, dann stellt sich die Frage: Lohnt sich das Impfen?" Zugleich machte Gilbert deutlich, dass eine Impfung für manche Kinder sinnvoll sein könnte. "Für eine sehr kleine Zahl von Kindern ist das Virus gefährlich. Länder sollten erwägen, diese zu impfen", sagte Gilbert. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer fordert einen neuen Maßstab zur Beurteilung der pandemischen Lage in Anbetracht steigender Infektionszahlen. "Wir schauen natürlich auch mit Sorge auf diese Zahlen", sagte die SPD-Politikerin der Funke Mediengruppe einem Vorabbericht zufolge. "Dennoch möchte ich sagen, dass die Inzidenz heute viel weniger über die Gefahr einer Erkrankung und die mögliche Belastung des Gesundheitssystems aussagt, als das noch vor einem halben Jahr der Fall war - einfach deshalb, weil immer mehr Menschen geimpft werden." Dreyer will bei der kommenden Ministerpräsidentenkonferenz auch über die Aufhebung sämtlicher Corona-Beschränkungen beraten. "Wie viel Grundrechtseinschänkung geht überhaupt noch, wenn Ende August alle Erwachsenen ein Impfangebot bekommen haben?" Auf den Balearen mit Mallorca als liebster Urlaubsinsel der Deutschen schießt die Zahl der Neuinfektionen weiter in die Höhe. Binnen 24 Stunden seien 864 Ansteckungen mit dem Coronavirus erfasst worden, so viele wie noch nie zuvor an einem einzigen Tag seit Ausbruch der Pandemie, teilten die Gesundheitsbehörden der spanischen Mittelmeerinseln am Freitag in Palma mit. Der bisherige Höchstwert vom Vortag wurde um 69 Fälle übertroffen. Deutlich mehr als 700 Ansteckungen pro Tag hatte es zuletzt im Januar gegeben. Die Region mit knapp 1,2 Millionen Einwohnern hatte im Winter bezogen auf die Bevölkerungszahl zeitweilig die höchsten Werte ganz Spaniens. Trotz der rapide steigenden Zahlen schließe die Regionalregierung die Wiedereinführung einer nächtlichen Ausgehsperre, wie sie etwa in den Regionen Valencia und Katalonien beschlossen wurde, weiterhin aus, berichtete die Zeitung "Última Hora" unter Berufung auf die Behörden. Man erwäge aber neue Einschränkungen, darunter eine Begrenzung der Zahl von Personen, die privat oder öffentlich zusammenkommen dürfen. Vor Ende nächster Woche werde es aber sicher keine neuen Maßnahmen geben, sagte am Freitag Regionalpräsidentin Francina Armengol. Die derzeitige Infektionswelle habe mit den vorherigen nichts zu tun, versicherte sie. Die Lage in den Krankenhäusern sei "völlig unter Kontrolle". Die Balearen seien "ein absolut sicheres Urlaubsziel". Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag die Niederlande, Griechenland und Teile Dänemarks als Risikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt. Rückkehrer aus Risikogebieten müssen innerhalb von 48 Stunden einen negativen Test oder einen Impfnachweis vorgelegen. Weil sie bei der Abrechnung von Coronatests betrogen haben sollen, sind der Geschäftsführer sowie ein weiterer Verantwortlicher einer Betreibergesellschaft verhaftet worden. Sie befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft Kassel und das Polizeipräsidium Nordhessen am Freitag gemeinsam mitteilten. Ermittelt wird demnach gegen mehrere Verantwortliche von in Hessen, Niedersachsen und Sachsen betriebenen Coronatestzentren. Sie stehen unter Verdacht des gewerbsmäßigen bandenmäßigen Betrugs an Standorten in Kassel, Braunschweig, Hannover und Leipzig. Die Betreibergesellschaft ist in Nordrhein-Westfalen ansässig. Wenige Tage vor dem Ende fast aller Corona-Regeln in England werden die Warnungen vor den Folgen lauter. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen könne innerhalb weniger Wochen ein "ziemlich beängstigendes" Niveau erreichen, sagte der medizinische Berater der britischen Regierung, Chris Whitty. "Wir sollten nicht unterschätzen, dass wir überraschend schnell wieder in Schwierigkeiten geraten könnten." Auch wegen des Impfprogramms stehe Großbritannien zwar gut da. Aber: "Wir sind noch nicht aus dem Gröbsten raus", sagte Whitty bei einem Webinar des Londoner Science Museum am Donnerstagabend. Zuvor hatte Premierminister Boris Johnson davor gewarnt, jede Vorsicht über Bord zu werfen, wenn am kommenden Montag (19. Juli) Abstandsregeln und Maskenpflicht enden, Nachtclubs öffnen und bei Veranstaltungen keine Obergrenze für Teilnehmer mehr gilt. Whitty zeigte sich überzeugt, dass die meisten Menschen sich weiterhin rücksichtsvoll verhalten würden. Johnson hatte sich zuversichtlich gezeigt, dass "das Schlimmste" hinter dem Land liege, "wenn wir vorsichtig sind und diese Krankheit und ihre andauernde Bedrohung weiterhin respektieren". In Deutschland sind inzwischen 45 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 10.20 Uhr) wurden am Donnerstag 736.361 Impfdosen verabreicht. Damit haben nun rund 37,7 Millionen beide Impfungen erhalten,49,5 Millionen (60 Prozent) sind mindestens einmal geimpft. "Wir entscheiden jetzt darüber, wie der Herbst wird, wie der Winter wird durch die Impfkampagne. Jeder Einzelne entscheidet das", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn den Sendern RTL/ntv. Dabei machte der CDU-Politiker deutlich, dass Ungeimpfte im Herbst und Winter mit deutlicheren Beschränkungen rechnen müssen: "Jemand, der geimpft ist, den können wir nicht und müssen wir auch nicht mit den gleichen Beschränkungen belegen, wie jemand, der nicht geimpft ist. Insofern ist auch sehr klar, dass die Impfung ganz sicher auch für Herbst und Winter für jeden einen Unterschied macht." Unter den Bundesländern liegt Bremen mit einem Anteil von 68,4 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen weiter an erster Stelle; bei den vollständig Geimpften behauptet das Saarland mit 49,6 Prozent seinen Spitzenplatz. Schlusslicht bei den Erstgeimpften bleibt Sachsen (50,6 Prozent); bei den vollständig Geimpften ist es Brandenburg (41,8 Prozent). Argentinien hat trotz seiner bisweilen strengen Ausgangsbeschränkungen die Marke von 100.000 Corona-Toten überschritten. Im Vergleich zum Vortag waren nach Daten des Gesundheitsministeriums in Buenos Aires vom Mittwochabend 614 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 hinzugekommen, womit die Gesamtzahl seit dem Ausbruch der Pandemie auf 100.250 stieg. Mehr als 4,7 Millionen Menschen in dem südamerikanischen Land haben sich demnach mit dem Coronavirus infiziert. Argentinien hat rund 45 Millionen Einwohner, von denen mehr als ein Drittel im Großraum Buenos Aires leben. Die Regierung von Präsident Alberto Fernández ordnete eine fünf Tage lange Staatstrauer an, wie aus einer Mitteilung im Amtsblatt hervorging. Mit fast 800 Todesfällen an einem Tag hat die Zahl der mit dem Coronavirus gestorbenen Menschen in Russland einen neuen Höchststand erreicht. Die offizielle Statistik des Landes wies am Donnerstag 791 Tote auf, so viele wie nie zuvor im Lauf der Pandemie. Das Land, das selbst drei Impfstoffe entwickelt hat, aber keine westlichen Präparate zulässt, verzeichnete zudem 25.293 Neuinfektionen. Russland gehört zu den weltweit am stärksten von der Ausbreitung des Virus betroffenen Staaten. In Schweden sind weitere Corona-Beschränkungen aufgehoben worden. Seit Donnerstag fällt gemäß Stufe drei des schwedischen Öffnungsplans unter anderem die Begrenzung der Passagierzahl im Fernverkehr mit Bus und Bahn weg. Geschäfte, Museen, Vergnügungsparks und Fitnessstudios müssen sich bei ihren Kunden- und Besucherzahlen zudem nicht mehr an ihrer Quadratmeterfläche orientieren. Es liege aber weiter in der Verantwortung dieser Betriebe, dass kein Gedränge entstehe, sagte Staatsepidemiologe Anders Tegnell am Morgen im Sender SVT. Diese und weitere Lockerungen hatten die schwedische Regierung und die Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten am Montag bekanntgegeben. Begründet wurde der Beschluss mit gesunkenen Corona-Zahlen und der Tatsache, dass immer mehr Schwedinnen und Schweden geimpft worden sind. Man wolle damit nicht das Signal senden, dass man nun erleichtert ausatmen könne, sagte Tegnell. "Wir befinden uns weiter mitten in einer Pandemie." Anderswo in Europa und der Welt stiegen die Neuinfektionszahlen wieder. Die Lage in Schweden sei aber stabil, und man sei zum Schluss gekommen, dass diese Lockerungen ohne größeres Risiko möglich seien. Auch in Dänemark, wo bereits der Großteil aller Corona-Beschränkungen aufgehoben worden ist, wird weiter gelockert: Lokale dürfen nun bis 2.00 Uhr und damit zwei Stunden länger offen bleiben als bisher. Auch der Alkoholverkauf zum Beispiel in Kiosken und Tankstellen ist jetzt bis 2.00 Uhr in der Nacht erlaubt. Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger kündigt Widerstand gegen den Plan von Ministerpräsident Markus Söder an, ab Herbst Clubs und Diskotheken möglicherweise nur für vollständig Geimpfte zu öffnen. Der Zutritt zu gesellschaftlichen Bereichen dürfe nicht allein von einer Corona-Impfung abhängig gemacht werden, sagt der Freie-Wähler-Chef der Zeitung "Augsburger Allgemeinen". Es dürfe nicht passieren, dass am Ende nur Geimpfte an einer Hochzeit teilnehmen, in einen Reisebus einsteigen oder ins Hallenbad gehen können. Dann drohe eine Zwei-Klassengesellschaft. "Die 3G-Strategie, die Geimpften, Getesteten und Genesenen den Zugang ermöglicht, ist hier der bessere Weg." Aiwanger selbst hatte mehrfach bekräftigt, er wolle sich aktuell nicht impfen lassen. Die Entscheidung darüber nannte der stellvertretende Ministerpräsident eine "elementares bürgerliches Freiheitsrecht". Gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" warnte er darüber hinaus, man dürfe beim Impfen "nicht in eine Apartheidsdiskussion kommen". Mit einer bewegenden Trauerfeier hat Spanien Abschied von seinen mehr als 81.000 Todesopfern der Corona-Pandemie genommen. Im Mittelpunkt der von König Felipe VI. geleiteten Zeremonie stand am Donnerstag in Madrid die Ehrung der Mitarbeiter des spanischen Gesundheitssystems. Die 102 Sanitäter, Pfleger und Ärzte, die sich bei der Behandlung von Patienten ansteckten und mit Covid-19 starben, wurden posthum mit dem Großkreuz des Zivilverdienstordens ausgezeichnet. Das Staatsoberhaupt überreichte den Hinterbliebenen die Auszeichnung persönlich. Viele der rund 700 Gäste hatten Tränen in den Augen. "Unser Respekt und unsere Bewunderung gilt den Mitarbeitern des Gesundheitswesens, die von Beginn der Pandemie an mit voller Hingabe gearbeitet haben", sagte der Monarch auf dem Armería-Platz vor dem Königlichen Palast. Felipe bezeichnete die Mitarbeiter des Gesundheitssystems als ethische und soziale Vorbilder. Ein Orchester und Sänger trugen das Lied "Hallelujah" von Leonard Cohen vor. Seit Ende Juni verschlechtert sich wieder die Corona-Lage in Spanien. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg zuletzt auf 270. Sie ist damit mehr als fünf mal so hoch wie vor zwei Wochen. Und es sind vor allem die 12- bis 19- sowie die 20- bis 29-Jährigen, die Zahlen in die Höhe treiben. Die 14-Tage-Inzidenz liegt in diesen Altersgruppen mit jeweils gut 1250 und gut 1500 deutlich über dem Durchschnitt (469). Die anteilsmäßige Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hat sich in Deutschland weiter rasch fortgesetzt. Sie erreiche mittlerweile einen Anteil von 74 Prozent an den untersuchten Proben, heißt es in einem Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwochabend mit Blick auf die Woche bis zum 4. Juli. In den Wochen zuvor hatte sich der Delta-Anteil erst von 18 auf 39 und dann auf 60 Prozent erhöht. Infektionen mit der zuvor vorherrschenden Alpha-Variante hingegen nahmen sehr schnell ab, auf nun noch rund 22 Prozent. Weitere als besorgniserregend eingestufte Varianten des Coronavirus spielen unverändert eine untergeordnete Rolle in Deutschland. Es werden allerdings nicht alle positiven Proben auf Varianten untersucht. Die in Indien entdeckte Delta-Variante (B.1.617.2) gilt als deutlich ansteckender als bisherige Formen des Virus. In mehreren anderen Ländern hat sie die Infektionszahlen massiv steigen lassen. Laborexperimente deuten laut RKI jedoch darauf hin, dass vollständig Geimpfte auch bei Delta einen hohen Schutz vor schweren Krankheitsverläufen haben. Vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte sowie Genese sollen in Baden-Württemberg ab Anfang September alle Rechte zurück bekommen. Für sie entfallen dann die Corona-Einschränkungen, wie eine Sprecherin des Landesgesundheitsministeriums in Stuttgart Angaben der "Heilbronner Stimme" und des "Südkurier" bestätigte. Der Amtschef des Ministeriums, Uwe Lahl, sagte den Zeitungen, für nicht vollständig Geimpfte oder Ungeimpfte solle es dann eine Testpflicht geben bei den Besuchen von Restaurants, Bars, Clubs, Kultur- oder Sportveranstaltungen. Über den Sommer solle die Corona-Verordnung des Landes noch zwei Mal überarbeitet werden, ehe Anfang September die Neuregelung in Kraft treten könne. Unklar sei noch, ob die Pflicht-Tests für Nichtgeimpfte oder nicht vollständig Geimpfte ab einer Inzidenz von 10 oder 35 gelten würden. Entschieden werden müsse auch noch, wie mit der Maskenpflicht für vollständig Geimpfte umgegangen werde. Lahl sagte weiter, das Land wolle weiter aufklären und versuchen, alle impffähigen Menschen davon zu überzeugen, dass sie sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Der leichte Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland vorige Woche scheint vor allem auf Corona-Infektionen bei jungen Erwachsenen zurückzugehen. Während sich die Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in fast allen Altersgruppen über mehrere Wochen hinweg ungefähr konstant oder rückläufig entwickeln, haben sie bei den 20- bis 29-Jährigen vor allem in der vergangenen Woche zugenommen. Das geht aus dem Lagebericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstagabend hervor. Am deutlichsten ist der Trend bei den 20- bis 24-Jährigen, mit einem Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz von 10 auf 19 binnen zwei Wochen. Zum Vergleich: Bei Senioren zwischen 75 und 84 Jahren stagnierte der Wert im gleichen Zeitraum bei 1. In Deutschland sind mittlerweile 43,7 Prozent der Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch (Stand: 10.45 Uhr) wurden tags zuvor 736.031 Impfdosen verabreicht. Damit haben bundesweit rund 36,4 Millionen Personen den kompletten Impfschutz. Mehr als 49 Millionen Menschen sind mindestens einmal geimpft – das entspricht einer Quote von 58,9 Prozent. In Bremen haben sogar schon mehr als 68 Prozent der Menschen zumindest eine Impfung erhalten. Damit liegt die Hansestadt unter allen 16 Bundesländern an der Spitze; Sachsen (50,1 Prozent) ist mit Abstand das Schlusslicht. Beim vollständigen Impfschutz hat das Saarland mit einer Quote von 47,9 Prozent knapp vor Nordrhein-Westfalen die Nase vorn; am Ende der Liste rangiert Brandenburg mit 40,0 Prozent. Während der Jungfernfahrt des neuen britischen Flugzeugträgers "HMS Queen Elizabeth" ist es an Bord zu einem Corona-Ausbruch gekommen. "Im Zuge von Routinetests wurden einige Besatzungsmitglieder des Marineverbands positiv auf Corona getestet", sagte eine Sprecherin der Royal Navy am Mittwoch der BBC. Dem Sender zufolge handelt es sich um etwa 100 Fälle, auch Besatzungen auf begleitenden Kriegsschiffen seien betroffen. Die "Queen Elizabeth" war im Mai zu einer Fahrt bis nach Ostasien aufgebrochen. Derzeit befindet sich das Schiff im Indischen Ozean, ein Abbruch des Einsatzes ist trotz der Corona-Fälle nicht geplant. "Der Flugzeugträgerverband wird seine operationalen Aufgaben fortsetzen, es gibt keine Auswirkungen auf den Einsatz", sagte die Marinesprecherin. An Bord gelten Abstandsregeln und Maskenpflicht, es gebe ein Nachverfolgungsprogramm. Insgesamt sind etwa 3.700 Kräfte an dem Einsatz beteiligt. Zum Verband gehören sechs weitere Kriegsschiffe und ein U-Boot. Es ist nicht der erste Corona-Ausbruch an Bord eines britischen Kriegsschiffs. Vergangenes Jahr musste die Besatzung der Fregatte "HMS Northumberland" einen Einsatz abbrechen und sich über Weihnachten an Land in Selbstisolation begeben. Wenige Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio ist die Zahl der Neuinfektionen wieder auf mehr als 1.000 Fälle gestiegen. Am Mittwoch registrierte die Hauptstadt 1.149 Neuinfektionen binnen eines Tages, wie örtliche Medien meldeten. Damit liegt diese Zahl erstmals seit rund zwei Monaten wieder über der Marke von 1.000 Fällen, obwohl seit Beginn dieser Woche der inzwischen vierte Notstand in Tokio herrscht. Seit nunmehr 25 Tagen in Folge liegt die Zahl der Neuinfektionen über dem gleichen Tag der Vorwoche. Die Spiele sollen am 23. Juli eröffnet werden. Viele Japaner fürchten, dass es ein Superspreader-Event wird. Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat sich gegen eine schnelle Aufhebung der verbliebenen Corona-Maßnahmen ausgesprochen. "Der Weg von London, eine völlige Öffnung, wird auch von Einigen bei uns gefordert, ist aber ein ganz falscher", sagte Lauterbach der "Passauer Neuen Presse". "Die Fallzahlen steigen zwar wieder, aber das war zu erwarten mit den Lockerungen, die gerade beschlossen wurden. Sie werden auch noch weiter nach oben gehen. Wenn wir aber jetzt nicht drastisch öffnen und uns an die wichtigste Regel im Pandemie-Sommer halten, nämlich draußen geht viel, drinnen muss man vorsichtig bleiben, dann kommen wir gut durch." Der Weg in England, wo für den 19. Juli das Ende aller Corona-Maßnahmen angekündigt wurde, erzeuge "letztlich nur eine Welle von chronisch kranken Long-Covid-Kranken", so Lauterbach. Israel verkürzt die Quarantäne-Zeit von mindestens zehn Tagen auf sieben, um die Bevölkerung während der Corona-Pandemie zur Einhaltung der Selbstisolation zu motivieren. Betroffene könnten am siebten Tag einen Corona-Test machen und bei negativem Test-Ergebnis die Isolation beenden, teilte das Büro von Ministerpräsident Naftali Bennett am Dienstagabend mit. "Wir legen Bedingungen fest, die Öffentlichkeit erfüllen kann", sagte Bennett laut Mitteilung. "Wir kommen der Öffentlichkeit entgegen." Wer allerdings die Quarantäne bricht, muss Bennett zufolge umgerechnet rund 1.290 Euro Strafe zahlen. Der Regierungschef kündigte an, dass eine Einhaltung der Quarantäne sowie das Tragen von Masken stärker kontrolliert würden. Nach einer Entscheidung des Corona-Kabinetts soll auch ein umfassendes Schnelltest-Angebot geschaffen werden. Die Bundesregierung will nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur den Einbau mobiler Luftfilter in Schulen mit 200 Millionen Euro fördern. Ein entsprechender Beschluss des Bundeskabinetts wurde am Mittwoch erwartet. Das Geld soll den Ländern zur Verfügung gestellt werden. Bisher fördert der Bund nur den Einbau fester Anlagen. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte über Gespräche über eine Ausweitung des Bundesprogramms berichtet. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) hatte mitgeteilt, Bund und Länder arbeiteten an einem Programm für mehr Luftfilter in Klassenzimmern. Nachdem das Umweltbundesamt seine kritische Meinung gegenüber den Filtern geändert habe, würden die Länder nun beraten, wie man die Bundesförderung ergänzen könne, so der Kanzlerkandidat der Union am Sonntag in der ARD. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder stellt kostenlose Corona-Tests für Nicht-Geimpfte infrage. "Es ist eine Frage der Fairness", sagt der CSU-Chef im ZDF. Da nun ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe, stelle sich die Frage, wieso die Steuerzahler künftig noch die hohen Testkosten für die übernehmen sollten, die sich nicht impfen lassen wollen. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte am Dienstag gesagt, dass man mittelfristig über Änderungen bei den bisher kostenlosen Schnell- und PCR-Tests nachdenken müsse. Das britische Parlament hat einer Corona-Impfpflicht für Pflegekräfte in Heimen in England zugestimmt. Von Oktober an müssen Heim-Mitarbeiter zwei Impfungen gegen das Virus vorweisen. Allerdings votierten mehrere Mitglieder der Konservativen Partei von Premierminister Boris Johnson am Dienstagabend gegen das Vorhaben. Sie kritisierten, dass die Regierung vor der Abstimmung keine Bewertung der Auswirkungen veröffentlicht hat. Gesundheits-Staatssekretärin Helen Whately betonte, die Regierung arbeite daran. Zuvor hatte bereits Frankreich eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen von September an erlassen. Kanzlerin Angela Merkel lehnt einen solchen Schritt für Deutschland ab. Die Corona-Krise hatte in Großbritannien vor allem zu Beginn die Pflege- und Altersheime getroffen. Dort starben in den ersten Monaten der Pandemie fast 30.000 Bewohner mehr als im Vorjahreszeitraum. Malta will die angekündigten Grenzschließungen für nicht vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte doch nicht umsetzen. Menschen, die ohne Impfzertifikat nach Malta einreisten, müssten sich jedoch für bestimmte Zeit in Quarantäne begeben, teilte die Regierung am Dienstagabend mit. Die am Freitag angekündigte Grenzschließung hätte in der Nacht zum Mittwoch in Kraft treten sollen. Die Impfquote in den Kliniken ist nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) sehr hoch. "Anhand einzelner Rückmeldungen von 90 Prozent und mehr gehen wir von sehr hohen Impfquoten in den Krankenhäusern aus", sagt ein DKG-Sprecher den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Daher ist die Debatte um eine Impfpflicht für die Krankenhäuser kaum relevant. Es dürfte keinen anderen Bereich geben, in dem die Beschäftigten sich selbst und ihr Umfeld so gut schützen, wie im Krankenhaus." Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Deyer dringt auf veränderte Kriterien zur Beurteilung der Corona-Lage. "Wir brauchen jetzt eine neue Warnstufe", sagt die SPD-Politikerin den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Die Inzidenz bleibt ein wichtiger Warnfaktor, aber wir müssen neu justieren. Je höher die Impfquote, desto weniger schwere Verläufe wird es geben und somit wird das Gesundheitssystem nicht so schnell überlastet." Daher müsse die Situation in den Krankenhäusern stärker einbezogen werden. Sie halte dabei eine bundeseinheitliche Lösung für notwendig. Die Universitäten in Nordrhein-Westfalen sollen nach dem Willen der Rektoren erst bei einer hohen Impfquote wieder vollständig öffnen. "Es muss zu Semesterbeginn eine Durchimpfung nicht nur der Mitarbeitenden, sondern auch der Studierendenschaft von mindestens 80 Prozent erreicht sein und die Deltavariante darf nicht erneut zu einer hohen Infektionsrate in der Bevölkerung geführt haben", sagt der Vorsitzende der Landesrektorenkonferenz, Lambert T. Koch, der Zeitung "Rheinische Post". Nur wenn beides gegeben sei, könnten die Abstandsregeln fallen. Wegen des knappen Raumangebots könne es ansonsten nur in begrenztem Umfang Präsenzangebote geben. In Sachsen soll die Maskenpflicht beim Einkaufen bei einer Wocheninzidenz von unter zehn entfallen. Die Regelung greife ab diesem Freitag (16. Juli) mit der neuen Landesverordnung, kündigte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) an. Die Maske muss aber weiter in Bus und Bahn sowie in medizinischen Einrichtungen wie Krankenhäusern oder Pflegeheimen getragen werden. Derzeit liegen alle Landkreise und Städte im Freistaat unter dem Schwellenwert von zehn wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Sachsen ist allerdings auch das einzige Bundesland, das die 50-Prozent-Quote bei den Erstgeimpften noch nicht erreicht hat. Das Bundesland verzichtet nun auf eine Terminvergabe: Ab diesem Mittwoch können sich die Bürger auch ohne Voranmeldung im Impfzentrum impfen lassen. Der Arbeitgeberverband BDA hat sich gegen eine Corona-Impfpflicht ausgesprochen. "Als Arbeitgeber setzen wir weiter auf Freiwilligkeit", erklärte der Verband auf Anfrage der Düsseldorfer "Rheinischen Post". Gerade für Mitarbeiter, die mit gefährdeten Personengruppen arbeiteten, sei die Bereitschaft zur Impfung ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein und Rücksichtnahme. Der Verband regte aber eine Überprüfung der kostenlosen Corona-Tests an. "Wenn die Impfkampagne erfolgreich fortschreitet und voraussichtlich spätestens Ende August jeder ein Impfangebot erhalten hat, muss überprüft werden, ob kostenlose Tests für Menschen, die sich nicht impfen lassen, noch angemessen und geboten sind", hieß es. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will jungen Menschen mit der Öffnung von Klubs und Diskotheken Anreize fürs Impfen geben. Im Herbst könnten die Betriebe der Nachtgastronomie wieder öffnen, sagte Söder am Dienstag im Anschluss an eine Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Voraussetzung sei aber, dass Gäste geimpft oder genesen seien. Vorher soll es eine Impfkampagne für junge Menschen geben. Die Öffnung der Nachtgastronomie könne ein Anreiz für Impfungen sein, sagte Söder. Der bayerische Ministerpräsident will Geimpften auch einen leichteren Zugang zu Kultur- und Sportveranstaltungen ermöglichen. Hier stellte Söder in Aussicht, dass Geimpfte nicht bei der vorab festgelegten Höchstzahl von Zuschauern mitgerechnet werden. Genaue Festlegungen auf einen Zeitpunkt für die Lockerungen machte das Kabinett nicht. In den Niederlanden breitet sich das Coronavirus durch die Deltavariante rasant aus. Die Reproduktionszahl liegt derzeit bei 2,17, das ist der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie im März 2020, wie das zuständige Amt für Gesundheit und Umwelt RIVM am Dienstag dem Parlament in Den Haag mitteilte. Die Zahl bedeutet, dass rechnerisch 100 Infizierte 217 weitere Personen anstecken. Das RIVM schätzt, dass bereits 60 bis 65 Prozent aller Infektionen auf die Deltavariante zurückzuführen sind. Die Zahl der Neuinfektionen in 24 Stunden lag zuletzt bei rund 8.000. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene bis 29 Jahre würden jetzt infiziert. Da sie aber weniger häufig schwer an Covid erkranken, steigt die Zahl der Patienten in Krankenhäusern noch nicht. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei rund 270 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Zum Vergleich: In Deutschland beträgt dieser Wert aktuell 6,5. In einem Impfzentrum in Malaysia haben sich mehr als 200 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Obwohl rund 400 der insgesamt 453 Mitarbeiter des Zentrums in Shah Alam, der Hauptstadt des Bundesstaats Selangor, geimpft waren, wurden insgesamt 203 von ihnen positiv getestet, wie der zuständige Minister Khairy Jamaluddin am Dienstag mitteilte. Das Zentrum wurde zur Desinfizierung bis Mittwoch geschlossen. Mit welchem Vakzin die betroffenen Mitarbeiter geimpft waren, sagte der Minister nicht. Nach seinen Angaben zeigte aber keiner von ihnen schwere Symptome. Malaysia setzt derzeit die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Astrazeneca und des chinesischen Pharmaunternehmens Sinovac ein. Das südostasiatische Land kämpft seit Wochen gegen eine massive neue Corona-Welle, für die vor allem die Ausbreitung ansteckenderer Virus-Varianten verantwortlich ist. Am Dienstag meldeten die Behörden mit über 11.000 Infektionsfällen binnen eines Tages einen neuen Höchststand. Seit Juni befindet sich das Land im Lockdown, gleichzeitig treibt die Regierung die Impfkampagne mit Hilfe von Massen-Impfzentren massiv voran. In den knapp 100 Impfzentren Bayerns lagern derzeit 239.000 Dosen des Impfstoffs Astrazeneca, die keine Abnehmer finden und vom Verfall bedroht sind. Die Haltbarkeit des Impfstoffs laufe Ende Juli ab, gab Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München bekannt. Er plädierte dafür, Gespräche mit anderen Ländern zu suchen, um den Impfstoff nicht verfallen lassen zu müssen. Auch Kommunen könnten gegebenenfalls ihre Kontakte ins Ausland nutzen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat mit Verweis auf seine eigene Corona-Infektion eindringlich für Impfungen geworben. "Ich habe das in einem milden Verlauf selbst erlebt", sagte er am Dienstag in Berlin mit Blick auf seine überstandene Erkrankung. "Ich kann sagen, das ist auch bei einem milden Verlauf eine teuflische Angelegenheit, eine solche Infektion." Seehofer sprach sich aber gegen eine Impfpflicht aus. Es gebe "noch viele Möglichkeiten, durch Kampagnen und Anreize zu einem höheren Impfverhalten beizutragen", sagte er. Eine Pflicht dürfe es bei einer solchen die Gesundheit betreffenden Maßnahme nicht geben. In Russland ist die Zahl der täglich verzeichneten Corona-Todesfälle auf ein erneutes Rekordhoch gestiegen. Wie die Behörden am Dienstag mitteilten, wurden binnen 24 Stunden 780 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Es ist bereits das sechste Mal seit Anfang Juli, dass in Russland eine neue Rekordzahl bei den Corona-Toten verzeichnet wurde. Manche Experten sagen jedoch, die offiziellen Angaben zu den Corona-Todesfällen seien zu niedrig – da beispielsweise nur solche Toten gezählt würden, bei denen sich das Coronavirus als primäre Todesursache nachweisen lasse. Derzeit breitet sich in Russland die hochansteckende Delta-Variante des Virus in rasantem Tempo aus. Am Dienstag wurden 24.702 neue Infektionsfälle erfasst. Das bewegte sich in etwa auf dem Stand der Vortage. Seit Beginn der Pandemie gab es in Russland laut den amtlichen Statistiken insgesamt mehr als 5,8 Millionen Infektions- und knapp 144.500 Todesfälle. Das US-Gesundheitsministerium hält eine Corona-Auffrischimpfung bei vollständig Geimpften weiterhin nicht für nötig. Vertreter des Ministeriums trafen sich am Montag mit dem US-Pharmakonzern Pfizer, um Informationen über die neuesten vorläufigen Daten zu der Impfung zu erhalten und wollen mit dem Unternehmen im Gespräch bleiben, ob und wann künftig eine dritte Auffrischimpfung nötig ist, wie ein Sprecher sagte. Pfizer und sein deutscher Partner Biontech hatten Ende vergangener Woche angekündigt, vor dem Hintergrund der hochansteckenden Delta-Variante bei den Zulassungsbehörden in den USA und Europa innerhalb der nächsten Wochen die Genehmigung einer dritten Dosis als Booster-Impfung zu beantragen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA und die Gesundheitsbehörde CDC hatten bereits erklärt, dass Vollgeimpfte gegenwärtig keine Auffrischimpfung benötigten. Nach Einschätzung der EU-Arzneimittelbehörde EMA ist es für eine mögliche Zulassung mangels Daten aus den laufenden Impfkampagnen noch zu früh. Die EMA zeigte sich aber zuversichtlich, dass das gegenwärtige Programm mit zwei Impfungen ausreiche. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte gemahnt, dass reiche Ländern nicht Auffrischimpfungen für ihre bereits geimpfte Bevölkerung bestellten sollten, während ärmere Länder immer noch auf die Möglichkeit einer Impfung warteten. Pfizer will weitere definitive Daten noch in einem wissenschaftlichen Fachmagazin veröffentlichen. "Wir sind uns einig, dass die wissenschaftlichen Daten die nächsten Schritte vorgeben werden", sagte eine Sprecherin. Pfizer und Biontech gehen derzeit davon aus, dass eine Auffrischimpfung "hilfreich sein kann, um den höchstmöglichen Schutz aufrecht zu erhalten". Die beiden Partner entwickeln zudem zusammen eine angepasste Variante ihres Covid-19-Impfstoffs gegen die Delta-Variante. Russland hat mit dem weltgrößten Impfstoffhersteller in Indien ein Abkommen über die Herstellung von mehr als 300 Millionen Dosen Sputnik V pro Jahr geschlossen. Die ersten Dosen sollten dort im September produziert werden, teilte der staatliche Direktinvestmentfonds Russlands RDIF am Dienstag mit. Der weltgrößte Impfstoffhersteller Serum Institute stellt bereits Astrazeneca-Impfstoff her. Bei der Auslieferung von Sputnik V hatte der Kreml bereits Lieferengpässe eingeräumt und nach weiteren Möglichkeiten gesucht, um Lieferversprechungen an viele Länder einhalten zu können. Auch das Serum Institute hatte schon Probleme, Versprechen einzuhalten. Es sollte eigentlich Corona-Impfstoff im großen Stil für ärmere Länder im Rahmen des UN-Impfprogramms Covax produzieren. Allerdings gab es Hindernisse - unter anderem verhängte die indische Regierung einen Exportstopp für Corona-Impfstoffe, nachdem eine heftige zweite Welle unter anderem im Zusammenhang mit der Delta-Variante das Land erschütterte. Wann Indien wieder Corona-Impfstoff exportiert, ist unklar. Die Zahl der neuen Corona-Fälle ist in Israel auf den höchsten Stand seit Ende März geklettert.730 neue Fälle seien binnen 24 Stunden gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Bei 1,3 Prozent der mehr als 55.000 Getesteten fiel das Ergebnis demnach positiv aus. Die Zahl der Schwerkranken blieb bei 45, es gab auch keine neuen Todesfälle. Die meisten der neuen Fälle stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus. Diese wurde zuerst in Indien entdeckt und gilt als besonders ansteckend. Unter den Neuinfizierten in Israel sind viele jüngere Menschen und auch zweifach Geimpfte. Immungeschwächten Israelis wird inzwischen bereits eine dritte Impfdosis verabreicht.nVon rund 80 Covid-Patienten in Krankenhäusern sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums weniger als die Hälfte nicht geimpft, von den 45 Schwerkranken 44 Prozent. Die FDA hat vor einem "erhöhten Risiko" einer seltenen Nervenerkrankung bei einer Impfung mit dem Corona-Vakzin des Pharmakonzerns Johnson & Johnson gewarnt. Die US-Gesundheitsbehörde aktualisierte am Montag ihren Warnhinweis. Nach Angaben aus informierten Kreisen gibt es 100 vorläufige Berichte über ein Auftreten der neurologischen Krankheit Guillain-Barré-Syndrom mit Lähmungserscheinungen – bei rund 12,5 Millionen verabreichten J&J-Impfdosen. In 95 Fällen mussten die Patienten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein Mensch starb. Johnson & Johnson ist eigenen Angaben zufolge in Gesprächen mit FDA über das neurologische Krankheitsbild. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Syndrom auftrete, sei sehr gering, teilt Johnson & Johnson mit. In den USA gibt es jährlich zwischen 3.000 und 6.000 Fälle des Guillain-Barré-Syndroms. Die entzündliche neurologische Erkrankung führt zu Muskelschwäche bis hin zu Lähmungen. Die meisten Patienten erholen sich wieder. Auch bei einigen Grippe-Impfungen wurde ein Auftreten des Syndroms beobachtet. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt mehr Anstrengungen zum Voranbringen der Impfkampagne an: "Egal ob auf dem Markt- oder Sportplatz, vor Kirchen, Moscheen oder im Drive-In: Wichtig sind jetzt kreative Impfaktionen vor Ort, um Unentschlossene zu erreichen", twittert Spahn. Nach seinen Angaben wurden in Deutschland mittlerweile 82,4 Millionen Impfungen verabreicht.48,8 Millionen Menschen oder 58,7 Prozent sind demnach mindestens einmal geimpft,35,8 Millionen oder 43 Prozent haben die Zweitimpfung. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat sich deutlich gegen eine Impfpflicht ausgesprochen. "Ich halte eine Impfpflicht in Deutschland für falsch, aber wir müssen die Impfbereitschaft erhöhen", sagt er den Sendern RTL und ntv. Man müsse nun kreative Wege finden, um die Menschen zu erreichen und zu überzeugen, dass Impfen der Weg aus der Krise sei. Als Beispiel nennt er den Einsatz von mobilen Impfteams und ein Angebot von Impfungen an Urlaubsorten. Mit Blick auf den Beginn des neuen Schuljahrs nach den Sommerferien fordert er am Präsenzunterricht festzuhalten. "Das heißt aber wir müssen nochmal gesondert mit Lehrerinnen und Lehrern über das Impfen sprechen und Schülerinnen und Schülern ein Impfangebot machen", sagt Klingbeil. Auch mit der Ständigen Impfkommission müsse man nochmal diskutieren, dass sie ihre Empfehlung überarbeite. "Wir brauchen ein Impfangebot für junge Menschen." Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, hält eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen in Deutschland für unnötig. Im ZDF-"Morgenmagazin" wies Buyx am Dienstag darauf hin, dass der Ethikrat zwar ganz vorsichtig erklärt habe, unter bestimmten Umständen könnte man über solche berufsbezogenen, sehr eng begrenzten Impfpflichten nachdenken. "Allerdings würde ich sagen, dass diese Umstände gar nicht zutreffen", betonte sie. Erstens gebe es für die meisten vulnerablen - also besonders gefährdeten - Gruppen andere Möglichkeiten zum Schutz. "Und: Wir haben viel bessere Impfraten bei den unterschiedlichen Berufsgruppen als beispielsweise in Frankreich. Beim Gesundheitspersonal und bei den Lehrerinnen und Lehrern haben wir wirklich super Impfraten. Deswegen glaube ich, brauchen wir das gar nicht." Zur Eindämmung der schon seit Tagen rasant steigenden Infektionszahlen schränkt der spanische Corona-Hotspot Katalonien nächtliche Aktivitäten weiter ein. Restaurants, Bars, Kultur- und Sportlokale sowie alle anderen Betriebe müssen in der Region mit der Metropole Barcelona und einer knapp 600 Kilometer langen Küste künftig ab 0.30 Uhr schließen. Die Maßnahme werde "morgen oder übermorgen in Kraft treten", sagte die Sprecherin der Regionalregierung, Patricia Plaja, am Montag. Neben anderen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sollen Treffen von mehr als zehn Personen sowohl im privaten wie im öffentlichen Raum untersagt werden. Auch sollen alle Strände und Plätze zwischen 0.30 Uhr in der Nacht und 6.00 Uhr morgens gesperrt werden. Der Vorstandvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, warnt vor Alarmismus um eine mögliche vierte Corona-Welle. "Den Begriff Vierte Welle sehe ich kritisch. Das sorgt bei den Bürgern nur für die Angst, dass mit steigenden Fallzahlen die Intensivstationen wieder mit Covid-Patienten volllaufen – dank der Impfung wird das aber nicht der Fall sein," sagte Gaß der "Bild". Gaß erwartet steigende Infektionszahlen im Herbst, "eine Gefahr für das Gesundheitssystem ist das aber nicht". Infektionen, schwere Erkrankungen und Todesfälle hätten sich zunehmend entkoppelt. "Wir erwarten bei gleicher Inzidenz viel weniger Corona-Patienten in den Kliniken." Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich auch im Falle steigender Infektionszahlen gegen einen weiteren Lockdown ausgesprochen. "Mit der FDP in der Regierung wird es mehr Rücksicht auf Freiheitsrechte geben", sagte Lindner der "Bild" (Dienstagsausgabe). Lindner fordert stattdessen eine "politische Garantie für Geimpfte", dass diese sich "im Herbst frei bewegen können". Es sei genug Zeit, um "Hygienekonzepte und Logistik aufzubauen, so dass auch Menschen ohne Impfschutz so wenige Einschränkungen wie möglich befürchten müssen", sagte der FDP-Chef. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert eine intensivere Corona-Impfkampagne. "Ich vermisse den TV-Spot zum Impfen vor der Tagesschau. Und dann müssen wir direkt vor Ort informieren, und zwar genau da, wo die Impfbereitschaft bisher gering ist. Wir müssen auf die Menschen zugehen", sagte Reinhardt der "Rheinischen Post" (Dienstag). Man müsse nicht nur Sportvereine, sondern auch Kulturvereine und Glaubenseinrichtungen für die Impfkampagne mit ins Boot holen. "Statt zu verordnen, müssen wir vor Ort sein." Die Frage, inwieweit die erhöhten Inzidenzwerte zu einer Belastung des Gesundheitssystems führen werden, hänge maßgeblich von der Impfquote ab, sagte Reinhardt. "Ich finde, jeder Erwachsene steht in der Verantwortung, durch seine Impfung dazu beizutragen, das Infektionsgeschehen niedrig zu halten - auch zum Schutz der Kinder. Sie sind bisher die großen Verlierer der Pandemie." Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach lehnt eine vom Ethikrat Wolfram Henn ins Spiel gebrachte Impfpflicht für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte ab. "Eine Impfung gegen Covid-19 muss die freiwillige Entscheidung jedes Einzelnen sein. Hier muss und wird die Politik zu ihrem Wort stehen. Das gilt auch für Lehrer und Erzieher", sagt Lauterbach der Zeitung "Rheinische Post". In Griechenland dürfen sich die Menschen künftig nur noch in den Innenräumen von Gastronomie- und Kulturbetrieben aufhalten, wenn sie gegen Corona geimpft sind. Das gab der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis am Montagabend bekannt. Beschäftigte im Gesundheitssektor und in der Altenpflege müssen sich zudem künftig verpflichtend impfen lassen – sonst können sie von ihrer Arbeit freigestellt werden. "Wir werden das Land wegen der Haltung einiger nicht wieder schließen", sagte der Premier bei einer Ansprache im Staatsfernsehen. Die Patienten auf den Intensivstationen seien "zu 99 Prozent nicht geimpft", begründete Mitsotakis die Maßnahme. Griechenland sehe sich wie auch andere Länder einer doppelten Bedrohung ausgesetzt: der aggressiveren Delta-Variante des Coronavirus und ungeimpften Menschen. "Dabei ist nicht Griechenland gefährdet, sondern die Ungeimpften sind es", sagte Mitsotakis. Die Impfpflicht gilt künftig auch für alle Wehrpflichtigen. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte entschuldigt sich dafür, die Corona-Einschränkungen zu früh gelockert zu haben. "Was wir glaubten, dass es möglich wäre, hat sich als nicht möglich in der Praxis erwiesen", sagt er vor Reportern in Amsterdam. "Wir hatten ein schlechtes Urteilsvermögen, was wir bedauern und für das wir uns entschuldigen." In dem Land legt die Zahl der Neuinfektionen wegen der Delta-Variante wieder zu. Allerdings steigt die Zahl der Klinikeinweisungen derzeit nicht so stark, da sich vor allem jüngere Menschen anstecken und viele Ältere geimpft sind. Die Bilder von Fan-Massen rund um das Finale der Fußball-EM behindern aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Kampf gegen die Pandemie. Während in Europa schon relativ viele Menschen gegen Covid-19 geimpft seien, seien Hunderte Millionen in anderen Regionen noch nicht geschützt, sagte WHO-Notfallkoordinator Mike Ryan am Montag in Genf. Die Menschen dort würden den EM-Trubel sehen und denken, "Wow, die in Europa haben viel Spaß", sagte er bei einer Pressekonferenz. Dies mache es schwieriger, Menschen in ärmeren Regionen ohne Impfstoff-Zugang dazu zu bewegen, sich weiterhin an Corona-Maßnahmen zu halten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus forderte die Hersteller Moderna und Pfizer auf, noch keine Auffrischungs-Impfungen an reiche Länder liefern. Dosen sollten zuerst an ärmere Länder gehen, die noch nicht einmal ihr Gesundheitspersonal und Risikogruppen impfen konnten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich besorgt über das nachlassende Tempo bei der Corona-Impfkampagne gezeigt. Am Sonntag seien insgesamt lediglich 221.720 Impfungen verabreicht worden – "so wenig Erstimpfungen wie gestern hatten wir zuletzt im Februar", schrieb Spahn am Montag auf Twitter. "Anders als im Februar ist nun aber genug Impfstoff da", schrieb Spahn weiter. Er richtete einen Appell an die Bürgerinnen und Bürger: "Es bleibt dabei: Bitte impfen lassen!" Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) macht weiter Druck auf die Ständige Impfkommission (Stiko) – er hofft auf eine schnellere generelle Corona-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren. Seinen Informationen nach solle wohl bis Mitte, Ende August nochmals über eine mögliche Empfehlung nachgedacht werden – da sei es für den normalen Schulstart nach den Sommerferien allerdings "ganz nüchtern zu spät", sagte Söder am Montag in München. Bisher hat die Stiko keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt die Impfung in der Altersgruppe bisher nur bei bestimmten Vorerkrankungen. Keine ungleiche Behandlung für Reiserückkehrer aus Portugal: Im Fall einer Urlauberin, die vier Tage vor der Herabstufung des Landes zum Hochinzidenzgebiet zurückkehrte, hat das Verwaltungsgericht in Frankfurt am Main eine behördlich angeordnete Quarantäne aufgehoben. Die Frau landete am 3. Juli in Deutschland und sollte sich für 14 Tage isolieren, wie das Gericht am Montag mitteilte. Portugal galt zu diesem Zeitpunkt noch als Virusvariantengebiet. Die Reisende musste sich demnach trotz vollständigen Corona-Impfschutzes und negativen PCR-Tests in Quarantäne begeben. Laut Gericht hätte die Urlauberin die Quarantäne gänzlich vermeiden können, wenn sie vier Tage länger im Urlaub geblieben wäre. Warum sie mit Blick auf den Infektionsschutz als "gefährlicher" einzustufen sei als ein wenige Tage später zurückgekehrter Reisender, sei nicht nachzuvollziehen, hieß es. Der Hunger weltweit hat einem UN-Bericht zufolge im Jahr der Corona-Pandemie 2020 deutlich zugenommen. Zwischen 720 und 811 Millionen Menschen – knapp ein Zehntel der Weltbevölkerung – waren Schätzungen zufolge im vergangenen Jahr unterernährt, wie aus dem aktuellen Report zur Lage der weltweiten Nahrungsmittelsicherheit der Vereinten Nationen hervorgeht. Dies seien 70 bis 161 Millionen mehr als 2019, es handelte sich um einen Anstieg um etwa 1,5 Prozentpunkte binnen eines Jahres. In den Jahren zuvor war der Zuwachs deutlich niedriger.
Europa durchbricht Marke von 50 Millionen Corona-Fällen
tt.com

 

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Kabinett berät über Corona-Regeln für kommendes Schuljahr (0.06/5)

Rund drei Wochen vor Beginn des neuen Schuljahres will das Kabinett am Dienstag über die Corona-Regeln insbesondere in den Schulen beraten. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob neben den Schülern der weiterführenden Schulen auch Grundschüler wieder Masken tragen müssen. Die regelmäßigen Testungen der Schüler sollen fortgesetzt werden. Dem Vernehmen nach soll es angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus zudem um die Frage gehen, ob auch die zuverlässigeren PCR-Tests eingesetzt werden sollen. Beraten werden soll auch über den Beschluss der Staatskanzleichefs zu Großveranstaltungen. Danach könnten unter bestimmten Voraussetzungen wieder bis zu 25.000 Gäste bei sportlichen oder kulturellen Veranstaltungen zugelassen sein. Formelle Beschlüsse werden am Dienstag im Kabinett noch nicht erwartet.
Kabinett berät über Vorbereitung für vierte Corona-Welle
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Kabinett berät Hochwasser-Vorkehrungen und Haushalt 2022
t-online.de

 

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Heil will Beschäftigte von Lieferdienst Gorillas treffen (0.03/5)

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will sich persönlich in den Streit um bessere Arbeitsbedingungen beim Berliner Lieferdienst-Start-up Gorillas einschalten. Heute (14.15 Uhr) plant der Politiker in Berlin-Kreuzberg ein Treffen mit den Beschäftigten des Unternehmens, um sich ihren Fragen zu stellen, wie sein Ministerium mitteilte. Seit Wochen kommt es immer wieder zu Protestaktionen und Arbeitsniederlegungen seitens der Fahrerinnen und Fahrer, zuletzt am vergangenen Samstag. Sie kritisieren unter anderem befristete und unsichere Verträge, mangelhafte Ausrüstung und schlechte sowie späte Bezahlung.
Gedenken an Widerstand gegen Hitler in Berlin
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Humboldt Forum eröffnet: Umstrittener Bau für 680 Millionen (0.03/5)

Nach mehrfachen Verzögerungen und deutlich teurer als geplant wird das Berliner Humboldt Forum am heutigen Nachmittag (14.00 Uhr) eröffnet. Das Zentrum für Kultur, Kunst und Wissenschaft, für 680 Millionen Euro vom italienischen Architekten Franco Stella hinter der umstrittenen rekonstruierten Schlossfassade errichtet, gilt international derzeit als eines der ambitioniertesten Kulturprojekte. Zu einer Eröffnungszeremonie werden Generalintendant Hartmut Dorgerloh, Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) erwartet. Nach zunächst bau-, dann coronabedingt mehrfach verschobener Eröffnung und einem digitalen Vorspiel im Dezember werden die Türen des Forums in drei Etappen aufgesperrt. Zunächst warten im historischen Keller, im Erdgeschoss und in der ersten von drei Etagen sechs Ausstellungen auf Besucherinnen und Besucher. Neben der Sonderausstellung "schrecklich schön. Elefant - Mensch - Elfenbein" sind das: "Nach der Natur" im Bereich der Humboldt-Universität, die "Berlin Global"-Ausstellung von Stadtmuseum und Kulturprojekte, "Nimm Platz!" als Ausstellung für Kinder, die "Geschichte des Ortes" zur wechselhaften Historie an dieser Stelle der Stadt und schließlich "Einblicke. Die Brüder Humboldt" zu Wirken und Schaffen der Namensgeber Alexander (1769-1859) und Wilhelm (1767-1835) von Humboldt. Das rund 40 000 Quadratmeter umfassende Gebäude im Herzen Berlins teilen sich zwei Museen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, das Land Berlin, die Humboldt-Universität und die Stiftung Humboldt Forum. Gezeigt werden Exponate aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien sowie Objekte zur Geschichte Berlins. Neben dem Gebäude selbst ist auch die vom nächsten Jahr an geplante Präsentation von Benin-Bronzen umstritten. Museen aus Deutschland und Nigeria sowie die politische Ebene verhandeln aktuell über Rückgaben vom kommenden Jahr an.
Gedenken an Widerstand gegen Hitler in Berlin
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Akademie gibt Entscheidung zu Büchner-Preis 2021 bekannt (0.02/5)

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gibt heute bekannt, welche Schriftstellerin oder welcher Schriftsteller den Georg-Büchner-Preis 2021 bekommt. Nach Angaben einer Sprecherin der Akademie soll der Preis am 6. November im Staatstheater in Darmstadt feierlich übergeben werden. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis zählt zu den wichtigsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum. Im vergangenen Jahr wurde die Lyrikerin und Dichterin Elke Erb für ihr literarisches Lebenswerk ausgezeichnet.
Lutherpreis für drei Bürgerrechtlerinnen aus Belarus
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Hochwasserlage in Deutschland entspannt sich (0.02/5)

Mit dem Rückgang der akuten Gefahr in den Hochwassergebieten in Deutschland gewinnt die Debatte über Versäumnisse beim Schutz der Bevölkerung an Schärfe. Eine britische Wissenschafterin warf den deutschen Behörden „monumentales“ System-Versagen bei der Flutkatastrophe vor. Teile der Opposition im Bundestag richteten heftige Kritik gegen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU), dem das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zugeordnet ist. Dieser machte sich am Montag unter anderem an der zwischenzeitlich von einem Dammbruch bedrohten Steinbachtalsperre in Nordrhein-Westfalen ein Bild der Schäden. Dort entspannte sich die Gefahrenlage ebenso wie in den anderen Hochwassergebieten im Westen Deutschlands und etwa in Bayern. Gleichzeitig stieg die Zahl der Todesopfer am Montag auf mindestens 164: Aus Rheinland-Pfalz wurden 117 und aus Nordrhein-Westfalen 47 Unwetter-Tote bestätigt. In beiden Bundesländern wurde nicht ausgeschlossen, dass noch weitere Opfer gefunden werden könnten. Für die Überlebenden der Fluten gilt es weiter, Schlamm und Trümmer aus ihren Häusern und von den Straßen beiseitezuschaffen. Vielerorts ist die Infrastruktur etwa mit Brücken, Gleisen, Mobilfunkmasten und Trinkwasserversorgung zerstört. Im stark zerstörten Bad Neuenahr-Ahrweiler etwa holen Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) Wasser aus dem Fluss, in riesigen Trinkwasserbecken wird das schmutzige Flusswasser dann stufenweise gereinigt. Geplant sei, dass das produzierte Trinkwasser mit Fahrzeugen auch in andere betroffene Orte gebracht wird. Es gab aber auch Lichtblicke: Ein Brechen der in Euskirchen bei Köln gelegenen Steinbachtalsperre habe verhindert werden können, sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet, der dort gemeinsam mit Seehofer zu Besuch war. Der Rhein-Sieg-Kreis erklärte, die Talsperre habe einen „unkritischen Wasserstand erreicht“. Es bestehe akut keine Gefahr mehr, dass die Staumauer brechen könnte. Die Evakuierung mehrerer Orte könne aufgehoben werden. Die ebenfalls in der Region gelegene Stadt Erftstadt informierte, dass auf der überspülten Bundesstraße 265 alle vom Hochwasser eingeschlossenen Fahrzeuge geborgen worden seien. Dabei seien glücklicherweise keine Toten entdeckt worden. Mehr als 100 Fahrzeuge waren dort eingeschlossen; der Rhein-Erft-Kreis hatte erklärt, es sei unklar, ob es alle Insassen rechtzeitig herausgeschafft hätten, als sie von den Wassermassen überrascht wurden. Nach Angaben des Kreises wurden auch im besonders stark getroffenen Erftstädter Stadtteil Blessem bisher keine Todesopfer der Hochwasserkatastrophe gefunden.29 Menschen galten aber noch als vermisst. In Blessem hatte ein gewaltiger Erdrutsch Straßen und Häuser mitgerissen. Die Abbruchkante am Rand des Kraters gilt weiterhin als Risikozone. Auch in Teilen Bayerns waren viele helfende Hände mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Nach heftigen Unwettern mit Starkregen waren manche Orte in der beliebten Urlaubsregion rund um Watzmann und Königssee von Wasserfluten und Erdrutschen zerstört worden. Glimpflich verlief das Hochwasser in Passau, wo man sich auf Schlimmeres eingestellt hatte - Donau und Inn stiegen letztlich nicht so stark an. Auch Sachsen kam diesmal vergleichsweise gut davon. Nach Starkregen und Überflutungen rechnete die Landesregierung aber auch hier mit Schäden in Millionenhöhe. Die aktuelle Wetterberuhigung in Deutschland könnte zum Wochenende schon wieder vorbei sein. Die Meteorologen rechnen mit neuen Gewittern, die sich von Südwesten her ausbreiten. Aus Sicht der Hydrologin Hannah Cloke von der englischen Universität Reading ist in Deutschland bei der Warnung der Bevölkerung viel schiefgegangen. Klare Hinweise, die im Rahmen des europäischen Frühwarnsystems EFAS (European Flood Awareness System, auf Deutsch: Europäisches Hochwasseraufklärungssystem) bereits vier Tage vor den ersten Überschwemmungen herausgegeben worden seien, seien offenbar nicht bei den Leuten angekommen, sagte sie der Zeitung „Sunday Times“. Seehofer, der nach seinem Besuch an der Steinbachtalsperre nach Bad Neuenahr-Ahrweiler weitergereist war, wies Kritik am Warnsystem des Katastrophenschutzes im Zusammenhang mit dem Hochwasser zurück. Die Dinge in Deutschland hätten gut funktioniert, sagte er in der Stadt im Norden von Rheinland-Pfalz. „Ich schließe nicht aus, dass wir das ein oder andere verbessern müssen.“ Aber die Warnmeldungen hätten ohne jedes technische Problem funktioniert. Für den Katastrophenschutz in Friedenszeiten sei nicht der Bund zuständig, sondern die Länder und die Landkreise. Seit einigen Monaten sei man aber dabei, die Unterstützungsleistungsleistungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) für die Länder zu verbessern. Zuvor war teils heftige Kritik unter anderem aus der Opposition im Bundestag gekommen. FDP-Bundestagsfraktionsvize Michael Theurer sah schwere Versäumnisse. „Die rechtzeitigen Warnungen der Meteorologen sind weder von den Behörden noch vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk hinreichend an die Bürgerinnen und Bürger kommuniziert worden“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Es bietet sich das Bild eines erheblichen Systemversagens, für das der Bundesinnenminister Seehofer unmittelbar die persönliche Verantwortung trägt.“ Linken-Parteivorsitzende Susanne Hennig-Wellsow brachte sogar eine Rücktrittsforderung ins Spiel. In einer Mitteilung kritisierte sie: „Seehofer trägt die politische Verantwortung für das desaströse Versagen der Bundesregierung.“
Hochwasserlage in Deutschland entspannt sich
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US-Präsident Biden und König Abdullah II. von Jordanien bekräftig (0.02/5)

Jordanien ist ein Verbündeter der USA im Nahen Osten. Bei dem Gespräch ging es auch um die Modernisierung der F-16-Kampfjets in dem Land. Der König von Jordanien, Abdullah II., besucht US-Präsident Biden in Washington. Der amerikanische Präsident Joe Biden hat bei einem Treffen mit König Abdullah II. in Washington die enge Partnerschaft zu Jordanien betont. Biden dankte König Abdullah II. für die «dauerhafte und strategische Beziehung» zu den Vereinigten Staaten, wie das Weisse Haus am späten Montagnachmittag (Ortszeit) mitteilte. «Sie waren immer da, und wir werden immer für Jordanien da sein», wurde Biden in einer Mitteilung zitiert. Biden hob ausserdem die Führungsrolle Jordaniens im Nahen Osten hervor. Jordanien ist ein Verbündeter der USA in der Konfliktregion. Nach Angaben des Weissen Hauses sprachen beide bei dem Treffen auch über die Möglichkeiten zur Stärkung von Frieden und Stabilität im Nahen Osten. Biden betonte dabei erneut seine Unterstützung für eine Zweistaatenlösung im Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Der amerikanische Präsident und der König haben sich demnach ausserdem über die Unterstützung der USA bei der Modernisierung der jordanischen Flotte von F-16-Kampfjets ausgetauscht. König Abdullah II. lobte die USA ausserdem für ihren Einsatz im Kampf gegen die Corona-Pandemie.
usa-jordanien-biden-betont-enge-partnerschaft-bei-besuch-koenig-a
nzz.ch

 

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Leistung abgelehnt: Was, wenn sich die Krankenkasse telefonisch meldet?

Berlin (dpa/tmn) - Das Telefon klingelt. Jemand von der Krankenkasse, es geht um die Entscheidung zu einer Leistung, die man beantragt hat. So einen Anruf sollten Versicherte ernstnehmen, sagt Anja Lehmann von der Unabhängigen Patientenberatung (UPD). Im Interview erklärt sie, was man in dem Fall beachten sollte. Frage: Frau Lehmann, ist es rechtens, wenn Krankenkassen die Entscheidung über eine beantragte Leistung telefonisch mitteilen? Anja Lehmann: Rechtens ist das, aber es natürlich nicht besonders versichertenfreundlich. Versicherte fühlen sich durch unangekündigte Anrufe ihrer Kasse überrumpelt - insbesondere bei ablehnenden Entscheidungen zu einer beantragten Leistung. Denn sie gehen ja davon aus, dass sie das schriftlich bekommen. Außerdem ist es ohne schriftlichen Bescheid für die Betroffenen schwieriger, die Entscheidung der Kasse nachzuvollziehen und gegebenenfalls dagegen vorzugehen. Frage: Passiert das in der Praxis oft? Lehmann: Bei uns kommt das schon häufiger vor in der Beratung. Ich würde zwar nicht sagen, dass es die Regel ist, dass die Krankenkasse anruft, statt einen schriftlichen Bescheid zu schicken. Aber es ist auch nicht selten. Frage: Was müssen Krankenversicherte in so einem Fall beachten? Lehmann: Sie sollten direkt während des Telefonats darum bitten, dass die Krankenkasse ihnen eine schriftliche Bestätigung dieser mündlichen Entscheidung schickt. Dazu ist die Kasse verpflichtet, wenn der Versicherte das wünscht. Außerdem muss sie ihre Entscheidung dann mit einer Begründung versehen. Es ist auf jeden Fall wichtig, so einen Anruf ernstzunehmen: Denn gegen die Ablehnung einer beantragten Leistung können Versicherte Widerspruch einlegen. Die Frist dafür beginnt aber mit der Bekanntgabe der Entscheidung – auch wenn sie telefonisch erfolgt. Info-Kasten: Was der GKV-Spitzenverband sagt Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) geht auf Nachfrage davon aus, dass mündliche Verwaltungsakte in der Praxis Ausnahmefälle darstellen. Welche Vorgänge die Kassen in welcher Art und Weise abwickeln, dazu lägen dem Verband aber keine Infos vor, weil er in die Verwaltungsverfahren der einzelnen Kassen keine Einblicke habe. Hier müsste man die Kassen direkt anfragen. Grundsätzlich bedarf es für einen Verwaltungsakt nicht der Schriftform – er kann auch elektronisch, mündlich oder in anderer Weise erlassen werden, wie imSozialgesetzbuchheißt. Der GKV-Spitzenverband weist noch darauf hin, dass natürlich nicht jeder Kontakt der Kasse mit dem Versicherten mit einem Verwaltungsakt gleichzusetzen sei.

 

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Kabinett befasst sich mit Hochwasserhilfen und Corona-Krise

Nach der jüngsten Hochwasserkatastrophe befasst sich auch das bayerische Kabinett heute mit den Folgen. Nach heftigen Unwettern mit Starkregen waren am Wochenende manche Orte im Berchtesgadener Land rund um Watzmann und Königssee von Wasserfluten und Erdrutschen regelrecht verwüstet worden. Auch in der Dreiflüsse-Stadt Passau hatte man sich auf Schlimmeres eingestellt. Donau und Inn stiegen jedoch nicht so stark an, wie befürchtet. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte den vom Hochwasser betroffenen Menschen in den Regionen daraufhin schnelle Hilfen zugesagt. Wie die Hilfen konkret ausfallen, war zunächst noch offen. Auch der Bund will in dieser Woche eine finanzielle Unterstützung für die von Hochwasser betroffenen Region beschließen. Hier dürfte aber der Fokus auf den deutlich heftiger betroffenen Gebieten in Westdeutschland liegen. Darüber hinaus steht im Ministerrat weiterhin die Corona-Lage auf der Tagesordnung. Weil die Delta-Variante des Virus sich weiter ausbreitet, war auch in Bayern die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen wieder deutlich angestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Montag laut Robert Koch-Institut bei 10,7. In einigen bayerischen Kommunen wie den Städten Bamberg oder Amberg kletterte der Wert bereits wieder über die 30er-Marke. Auch in der Landeshauptstadt München ist die Inzidenz mit 17,9 bereits deutlich höher als noch vor Kurzem.

 

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USA: Capitol-Stürmer zu acht Monaten Haft verurteilt

Erstmals ist ein Teilnehmer des Sturms auf das Capitol in Washington wegen Begehung einer schweren Straftat zu einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Urteil hat Symbolkraft — sind doch im Zusammenhang mit den dramatischen Stunden mehr als 500 strafrechtliche Verfahren anhängig. Der 38 Jahre alte Amerikaner aus Florida schwenkte am 6. Januar eine Trump-Fahne im Senat. Nun muss er ins Gefängnis. Ein gutes halbes Jahr nach der Erstürmung des Capitols in Washington ist erstmals ein Teilnehmer des gewaltsamen Protests wegen eines Kapitalverbrechens zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Der 38-Jährige aus Florida muss für acht Monate in Haft, wie Bundesrichter Randolph Moss am Montag in Washington entschied. Der Mann, ein Anhänger des abgewählten Präsidenten Donald Trump, hatte im vorigen Monat zugegeben, dass er sich am 6. Januar im Versammlungssaal des Senats aufgehalten hatte. Er bekannte sich damit schuldig, gegen ein Gesetz verstossen zu haben, das die Störung offizieller Sitzungen verbietet. Während der mehr als zwei Stunden dauernden Anhörung liess der Richter keine Ausreden gelten. Als der Anwalt des Trump-Fans begann, Vergleiche zwischen dem Sturm des Kongresses und den bisweilen gewalttätigen Protesten gegen Polizeigewalt im Sommer 2020 zu ziehen, wurde er von Moss unterbrochen. Richter weist Vergleich mit Protesten im Sommer 2020 zurück Der Richter, der seinen Posten dem demokratischen Präsidenten Barack Obama verdankt, sagte, was am 6. Januar geschehen sei, «das war mehr als nur ein Tumult.» Die Meute, die sich am Dreikönigstag das Ziel gesetzt habe, die Zertifizierung des Wahlsiegs des heutigen Präsidenten Joe Biden zu verhindern, habe das Leben von Kongressabgeordneten bedroht — und mit ihrem Verhalten der amerikanischen Demokratie nachhaltig geschadet. Mit einem Verweis auf die in der Verfassung verankerte Meinungsfreiheit jedenfalls seien die begangenen Taten nicht entschuldbar, sagte der Richter. Die Verteidiger des Mannes hatten eine Strafe auf Bewährung gefordert, und sich darüber beklagt, dass ihr Klient von der Strafverfolgungsbehörde als «inländischer Terrorist» bezeichnet worden sei. Die Anklage wiederum hatte 18 Monate Gefängnis gefordert, auch weil mit einer harten Bestrafung des Mannes ein Signal gesetzt würde. Im Senat eine Fahne für Trump geschwungen Der 38-Jährige war Teil der Meute, die am 6. Januar in den Versammlungssaal des Senats eingedrungen war, und hatte sich dort rund 25 Minuten aufgehalten und eine Fahne geschwungen, auf der «Trump 2020» zu lesen war. Gemäss der Anklage hatte er während seines illegalen Aufenthaltes im Capitol aber weder Ordnungshüter noch Volksvertreter bedroht. Auch soll er keinen Sachschaden verursacht haben. Strafmildernd wirkte sich ausserdem aus, dass der Kranführer aus Florida sich zerknirscht über sein Verhalten gab. Er habe dem Land, «das ich liebe», grossen Schaden zugefügt, sagte er. Auch gab er zu Protokoll, er sei nun überzeugt davon, dass Biden die Präsidentenwahl gegen Trump rechtmässig gewonnen habe. Wie sich der Sturm auf das Capitol abspielte – eine Rekonstruktion mit Zeugenvideos. Im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Capitol, bei dem fünf Menschen ums Leben kamen, laufen derzeit Verfahren gegen mehr als 535 Beteiligte. Gegen 300 Angeklagte sollen eine ähnliche Straftat wie der Verurteilte begangen haben. Siebzig der Verdächtigten befinden sich aktuell in Untersuchungshaft, zum Teil seit mehr als sechs Monaten. Ausserdem ermittelt die Bundespolizei FBI gegen 300 weitere Individuen, deren Identität derzeit nicht bekannt ist, wie das Justizministerium bekannt gab. Die entsprechenden Ermittlungen dauerten an und «es wird noch viel mehr kommen», kündigte FBI-Direktor Christopher Wray im vorigen Monat an einer Anhörung im Kongress an.

 

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Hessische Sicherheitsinitiative "Kompass" wird ausgebaut

Die hessische Sicherheitsinitiative "Kompass" soll ausgebaut werden. Innenminister Peter Beuth (CDU) stellt die geplanten Maßnahmen heute in Wiesbaden vor. Ziel des Programms ist es, im Netzwerk von Polizei, Kommunen und Bürgern die Sicherheit und das subjektive Sicherheitsgefühl vor der Haustür zu optimieren. Wichtige Bausteine von "Kompass" (KOMmunalProgrAmm SicherheitsSiegel) sind etwa die Videoüberwachung, die Schutzmänner vor Ort und der freiwillige Polizeidienst. Mittlerweile nehmen 90 Kommunen an der landesweiten Sicherheitsinitiative teil.

 

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Großbritannien: Ex-Berater Cummings teilt erneut gegen Boris Johnson aus

Der britische Premier soll sich gegen einen Lockdown im Herbst gewehrt haben, weil hauptsächlich über 80-Jährige an dem Virus starben. Das behauptet der ehemalige Top-Berater von Boris Johnson. Der einst wichtigste Berater von Boris Johnson, Dominic Cummings, hat erneut gegen den britischen Premierminister ausgeholt. In einem TV-Interview mit der BBC warf Cummings dem Regierungschef grobe Versäumnisse in seiner Corona-Politik vor. Johnson habe sich laut Cummings gegen einen weiteren Lockdown angesichts steigender Infektionszahlen im vergangenen Herbst gewehrt, weil diejenigen, die an Covid-19 sterben, "im Grunde alle über 80 seien". Johnson habe sogar die Queen in Gefahr gebracht. In einer Whatsapp-Nachricht vom Oktober, die der BBC vorliegen soll, habe Johnson dazu geschrieben: "Kaum jemand unter 60 geht ins Krankenhaus... und von denen überleben fast alle." Er glaube "an dieses ganze Zeug nicht mehr", dass das Gesundheitssystem überlastet ist. In Großbritannien gebe es höchstens drei Millionen Menschen, die der gefährdeten Altersgruppe angehörten. Die Pandemie solle lieber durchs Land ziehen, als die Wirtschaft zu zerstören. Dem Bericht zufolge schrieb er weiter: "Es zeigt, dass wir keinen landesweiten Lockdown anstreben." Cummings hatte die Regierung Ende 2020 im Streit verlassen. Seitdem hat der den Premier wiederholt öffentlich angegriffen – und ihn wegen seiner Corona-Politik kritisiert. Regierungsmitglieder werfen dem Ex-Berater einen Rachefeldzug vor. Cummings war im Mai 2020 selbst in die Kritik geraten, weil er trotz Lockdown und Covid-Symptomen durchs Land gefahren war, um seine Eltern zu besuchen. In dem Interview behauptete Cummings auch, dass Johnson seine wöchentlichen persönlichen Treffen mit Queen Elizabeth II. habe fortführen wollen – trotz der Gefahr einer Ansteckung. Cummings habe den Premier davor gewarnt, dass die damals 93-Jährige sterben könnte, sollte sie sich mit dem Coronavirus anstecken. "Das kannst Du nicht machen", soll Cummings zu dem britischen Premierminister gesagt haben. Der habe daraufhin nachgegeben und gesagt, er habe die Besuche nicht richtig durchdacht. Cummings wurde während des Interviews mit der BBC wiederholt aufgefordert, seine Version der Ereignisse zu belegen. Weder der Buckingham Palace noch die Downing Street äußerten sich bislang zu seinen Behauptungen. Ein Sprecher des Premierministers wies jedoch die Äußerungen des ehemaligen Beraters zu dem Lockdown im Herbst zurück. Johnson habe die "notwendigen Maßnahmen ergriffen, um Leben und Lebensgrundlagen zu schützen, geleitet von den besten wissenschaftlichen Ratschlägen" während der Pandemie. Die Regierung habe verhindert, dass das nationale Gesundheitssystem "durch drei nationale Lockdowns überwältigt wird", hieß es aus der Downing Street. Die Corona-Strategie der Johnson-Regierung ist auch derzeit wieder umstritten. Am sogenannten "Freedom Day" hat das Land trotz steigender Ansteckungszahlen die meisten Beschränkungen fallengelassen. Das Motto: Eigenverantwortung. Masken sind seit Montag an den meisten Orten freiwillig, genauso wie Abstandhalten. Es gibt kaum Beschränkungen mehr für Clubs oder private Partys, auch Theater und Kinos dürfen ihre Säle voll besetzen. "Wann sollten wir es tun, wenn nicht jetzt?", fragte Johnson am Montag bei einer virtuellen Pressekonferenz direkt aus der Quarantäne. Im Herbst oder Winter werde die Situation noch schwieriger sein. Währenddessen lässt die hochansteckende Delta-Variante die Zahl der Corona-Infektionen in Großbritannien immer weiter ansteigen – ein Abflachen der Welle ist nicht in Sicht, die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit 399 angegeben (Stand: 14. Juli). Fast täglich werden mehr als 50.000 neue Fälle registriert – beinahe so viele wie zum Höhepunkt der zweiten Welle zum Jahreswechsel. Inzwischen haben 88 Prozent der Erwachsenen im Vereinigten Königreich eine erste Impfung erhalten. Knapp 68 Prozent sind bereits zweimal geimpft. Doch Experten zweifeln daran, ob das ausreichen wird, um einer großen Infektionswelle standzuhalten.

 

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Landtag diskutiert über Corona, Hochwasser und Polizeigesetz

Trotz der massiven Kritik von Opposition und aus Teilen der Bevölkerung will der bayerische Landtag heute die Novelle des umstrittenen Polizeiaufgabengesetzes beschließen. Zuletzt hatten am vergangenen Sonntag rund 2000 Menschen in München gegen das Gesetz demonstriert - die Linke kündigte bei der Veranstaltung zudem eine weitere Klage an. Gegen das Gesetz in der bisherigen Fassung liegen zudem seit Jahren zwei Verfassungsklagen von SPD und Grünen auf dem Tisch, über diese wurde aber bisher noch nicht entschieden. Das Polizeiaufgabengesetz regelt die Kompetenzen der Polizei im Umgang mit Beschuldigten, aber auch in bestimmten Einsatzlagen. Das Gesetz war deshalb immer wieder Anlass für massive Kritik von Opposition und Bürgerrechtlern. Es wurde zuletzt 2018 von der damaligen CSU-Alleinregierung verschärft. Nach der Landtagswahl hatten die Freien Wähler als Koalitionspartner der CSU auf eine Novelle des Gesetzes gedrungen, welche nun zur Abstimmung steht. Unter anderem sieht das Änderungsgesetz vor, dass die Polizei künftig weniger Befugnisse bei einer sogenannten "drohenden Gefahr" hat, einer der Hauptkritikpunkte. Künftig darf die Polizei hier etwa nur noch handeln, wenn es um überragend wichtige Rechtsgüter wie den Schutz von Leben geht. Bisher war dies auch schon möglich, wenn "erhebliche Eigentumspositionen" bedroht schienen. Ferner sollen durch neue Definitionen die Begriffe "drohende Gefahr" und "konkrete Gefahr" besser voneinander abgegrenzt werden. Die nun von CSU und Freien Wählern vereinbarten Änderungen gehen auf die Vorschläge einer Expertenkommission aus dem September 2019 zurück. Hierzu zählen auch verschärfte Regeln für DNA-Analysen und die deutliche Verkürzung eines richterlich angeordneten Gewahrsams von bisher drei auf nunmehr maximal zwei Monate. Wer zur Verhinderung von möglicherweise drohenden Straftaten präventiv länger als einen Tag eingesperrt wird, hat künftig Anspruch auf einen Rechtsanwalt. In der aktuellen Kritik der Novelle steht insbesondere die beantragte Zuverlässigkeitsüberprüfung von Bürgern. Kritiker sehen darin eine Bedrohung für die Bürgerrechte und ein Einfallstor für zukünftige Überwachungsmaßnahmen. Das Innenministerium hat diese Kritik in der Vergangenheit als unberechtigt zurückgewiesen. Bevor das Polizeiaufgabengesetz vermutlich erst am späten Abend im Plenum zur Sprache kommt, steht unter anderem gleich zu Beginn die obligatorische Fragestunde zur Corona-Krise auf der Tagesordnung. Weiteres Thema ist die jüngste Hochwasserlage, die in Bayern insbesondere im Berchtesgadener Land für Probleme gesorgt hatte. Menschen starben, Häuser wurden evakuiert. In Niederbayern entspannte sich die Lage in der Stadt Passau am Montag aber wieder. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte den vom Hochwasser betroffenen Menschen Hilfe und Unterstützung zugesichert. Zudem soll der Landtag einen neuen Präsidenten oder eine neue Präsidentin für den Bayerischen Verfassungsgerichtshof bestimmen. Die Neubesetzung ist notwendig, weil Amtsinhaber Peter Küspert im September in den Ruhestand geht.

 

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Coronavirus weltweit: Die neusten Entwicklungen| NZZ

Rund 190 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Mehr als 4 Millionen Infizierte sind gestorben. Rund 3,6 Milliarden Impfdosen wurden weltweit verabreicht. Die Eingänge zum Olympischen Dorf in Tokio werden von der Polizei streng überwacht. Die neusten Entwicklungen Die Entwicklungen in der Schweiz finden Sie hier. Die Lage in Europa Seit Mai lockern zahlreiche europäische Länder die Einschränkungen für die Bevölkerungen – manche Staaten etwas zögerlicher als andere. Harte Lockdowns und Ausgangssperren gibt es zurzeit keine mehr. Restaurants und Hotels, Theater und Kinos sind grösstenteils wieder geöffnet. Auch Sportstätten und Fitnessstudios dürfen unter Auflagen wieder Kunden empfangen. Das Nachtleben wird unterschiedlich gehandhabt, während in vielen Ländern Diskotheken wieder geöffnet sind, haben die Niederlande die Nachtklubs nach dem neuerlichen Ansteigen der Infektionen nach der Öffnung wieder geschlossen. In zahlreichen Ländern bleibt der Zugang zu Diskotheken und Clubs den Getesteten, Genesenen oder Geimpften vorbehalten. (0 = gar nicht frei,10 = sehr frei) Die Impfaktionen der Regierungen schreiten voran, Grossbritannien hat bereits über 50 Prozent der Bevölkerung geimpft. In Deutschland sind es 45, in Italien 38 und in Frankreich 36 Prozent. Ferien in beliebten Destinationen sind für Geimpfte, Getestete und Genesene mit Zertifikat Quarantäne möglich. Je nach Land gelten andere Bestimmungen (Testnachweis, Gesundheitspass usw.). Hier geht es zur Übersicht. In Deutschland ist Ende Juni die «Bundesnotbremse» mit schärferen Bedingungen ausgelaufen. Damit endeten all jene Massnahmen, die bundesweit einheitlich galten, wenn in einem Stadt- oder Landkreis der Inzidenzwert an drei aufeinander folgenden Tagen über die Marke von 100 kletterte. Nun entscheidet wieder jedes Bundesland über die Regeln und Einschränkungen. Weil die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen nochmals stark gesunken ist, können die Beschränkungen in immer mehr Regionen zurückgenommen werden. Maskenpflicht in Innenräumen und Abstandsregeln bleiben bestehen. Genaueres zur Situation in Deutschland erfahren Sie hier. In Italien fallen seit dem 21. Juni wieder sämtliche Regionen in die sogenannte weisse Zone mit den lockersten Corona-Regeln. Dort entfallen unter anderem die nächtliche Ausgangssperre und die Beschränkungen in der Aussengastronomie. In Frankreich hat Präsident Emmanuel Macron auf die starke Ausbreitung der Delta-Variante reagiert und am 12. Juli neue Massnahmen angekündigt. Bis zum 15. September muss sich etwa das gesamte Gesundheits- und Pflegepersonal gegen Covid geimpft haben. Zudem soll ein Gesundheitszertifikat für Personen ab 12 Jahren obligatorisch sein, die Kultur- und Freizeitveranstaltungen (Kinos, Museen) ab 50 Teilnehmern besuchen (ab 21. Juli), aber auch in Restaurants, Einkaufszentren, Spitälern oder in Flugzeugen und Zügen für längere Strecken (ab August). Im Vereinigten Königreich wird der Lockdown schrittweise aufgehoben. In Landesteil England sind am 19. Juli sogar alle Corona-Massnahmen beendet worden. Nachtklubs dürfen wieder öffnen, Abstandsregeln und Maskenpflicht (ausser in geschlossenen Räumen) fallen ebenso weg wie eine Zuschauerbegrenzung bei Grossereignissen. Premierminister Boris Johnson bestätigte am 12. Juli dies noch einmal. Die Regierung setzt verstärkt auf nicht bindende Empfehlungen an die Bevölkerung. Masken bleiben aber grösstenteils im öffentlichen Verkehr und in vielen Geschäften Vorschrift. Die Lage in Russland und Osteuropa Auch in Polen und Tschechien ist das soziale, sportliche und kulturelle Leben in den Innenräumen wieder möglich. Der tschechischen Regierung bereitet allerdings die Ausbreitung der Delta-Variante Sorgen. Das Land hat deshalb im Juli die Einreiseregeln verschärft. In einigen Ländern ist die Impfbereitschaft sehr gering, in Bulgarien wollen sich laut einer Befragung überhaupt nur 33 Prozent der Bevölkerung impfen lassen. In Russland schiessen die Ansteckungsraten mit der Delta-Variante auch in die Höhe, und die Impfquote hält nicht Schritt. Die Skepsis ist gross, obwohl dort bereits Mitte August 2020 der weltweit erste Corona-Impfstoff zugelassen wurde: Sputnik V. Auch ein halbes Jahr nach Beginn der Impfkampagne haben sich in der Hauptstadt erst rund 17 Prozent der zwölf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner mit einem der russischen Präparate immunisieren lassen. Angesichts der dramatischen Situation hat Moskau die Corona-Einschränkungen wieder verschärft. Die Innenbereiche von Restaurants und Cafés dürfen nur noch Geimpfte, Genesene oder Leute mit negativem PCR-Test besuchen. Die Lage in Südosteuropa Pünktlich zur Tourismussaison sind Griechenland und die Türkei auf Besucher aus dem Ausland vorbereitet: Auch in Griechenland können Geimpfte, Getestete und Genesene ohne Quarantäne einreisen. Den vom Tourismus abhängigen griechischen Inseln (ausgenommen sind grosse Eilande wie Kreta) hat die griechische Regierung ein spezielles Impfprogramm auferlegt, um mit Corona-freien Destinationen werben zu können. In beiden Ländern sind Bars, Cafés und Restaurants geöffnet. Angesichts steigender Fallzahlen gibt es seit Anfang Juli erneut Überlegungen zu Ausgangssperren für Ungeimpfte. Grosse Impfskepsis und Verschwörungstheorien sind auch in Südosteuropa verbreitet, weswegen der Bevölkerung in Serbien sogar Geld angeboten wurde, wenn sie sich impfen lässt. Die Einwohner können dort zwischen vier verschiedenen Impfstoffen wählen (Pfizer/Biontech, AstraZeneca, Sputnik V und Sinopharm). Die Lage in den USA und in Kanada Die USA sind das Land mit den weltweit meisten bestätigten Covid-19-Fällen. Auch hier breitet sich derzeit vor allem die Delta-Variante wieder aus. Bisher ist rund die Hälfte der Erwachsenen vollständig gegen das Coronavirus geimpft (Stand 18.7.). Präsident Joe Biden verpasste aber sein Ziel, dass bis zum 4. Juli 70 Prozent der Erwachsenen in den USA mindestens eine Impfdosis erhalten haben. Diese Zahl liegt jetzt bei 67,5 Prozent. Im täglichen Leben herrscht weitgehend Normalität: Mitte Mai wurde die Maskentragpflicht in der Öffentlichkeit für vollständig Geimpfte mit wenigen Ausnahmen aufgehoben. Masken bleiben aber im Reiseverkehr und in speziellen Einrichtungen – beispielsweise Spitälern, Pflegeheimen oder Gefängnissen – Vorschrift. Für Kanada besteht derzeit eine Einreisesperre. Einreisen können nur Staatsbürger, Personen mit Wohnsitz in Kanada und direkte Verwandte. Reisende, die über Land aus den USA einreisen, müssen einen negativen Test vorweisen. Je nach Region ist das Tragen einer Maske in öffentlichen Innenräumen und Verkehrsmitteln Pflicht. Die Lage in Mittel- und Südamerika Einige Länder in Mittel- und Südamerika wurden von der Pandemie stark getroffen. Vielerorts kommen das Gesundheitswesen und die Intensivstationen an ihr Limit, so etwa in Chile und Brasilien. Letzteres ist nach den USA und Indien das Land mit am drittmeisten Infizierten. Nach wie vor verzeichnet es hohe Todesraten. Trotz hohen Ansteckungszahlen ist nur die Einreise auf dem Landweg beschränkt. Brasilien hat mit verschiedenen Mutationen des Virus zu kämpfen. Peru ist nach Angaben der Johns Hopkins University (Stand 7. Juli) das Land mit der höchsten Sterberate pro Kopf und steht nach den USA, Brasilien, Indien und Mexiko auf dem fünften Platz in der Gesamtzahl der Todesfälle weltweit. Die Lage in Asien, Australien und Ozeanien China ist das Ursprungsland der Pandemie. Mit rigorosen Massnahmen hat es das Virus unter Kontrolle bekommen – wie viele andere asiatische Länder auch. Im Land sind fast 50 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft (Stand 12. Juli). Südkorea hatte die Pandemie trotz gelegentlichen Ausbrüchen lange Zeit gut unter Kontrolle und musste nie einen landesweiten Lockdown durchführen. Inzwischen steigen die Neuinfektionen stark an, vor allem mit mutierten Viren. Bei den Impfungen kommen viele Länder in diesen Regionen nur schleppend voran, zum Beispiel Taiwan, auch weil der Zugang erschwert ist. Auch die Regierung Japans steht wegen der schleppenden Impfungen in der Kritik. Wegen der Corona-Notlage finden die Olympischen Spiele ohne Zuschauer statt. Indien verzeichnet nach den USA am zweitmeisten Infektionen und nach den USA und Brasilien die drittmeisten Todesfälle. Lange waren die Spitäler völlig überlastet, der medizinische Sauerstoff ging aus. Einige Länder – darunter die Schweiz, Deutschland, Grossbritannien und die USA – lieferten Beatmungsgeräte und Sauerstoff an den Subkontinent. Verantwortlich für den Anstieg seit Mitte April war eine neue Mutation, die als «Doppelmutation» bezeichnet wird. Inzwischen sinkt die Zahl der Ansteckungen wieder. Neuseeland und Australien hatten das Virus durch strenge Massnahmen schon weitgehend in den Griff bekommen. Aber wegen einer Ausbreitung der Delta-Variante wurde ab 26. Juni 2021 für 6,5 Millionen Menschen in Sydney und Umgebung ein 3-wöchiger Lockdown verhängt. Er wurde am 14. Juli um weitere zwei Wochen verlängert. Auch in anderen Regionen und weiteren Gliedstaaten wurden wieder Massnahmen eingeführt. In Australien ist die Impfkampagne in Verzug geraten, weil das Land stark auf den AstraZeneca-Impfstoff gesetzt hatte. Für Touristen aus dem Ausland bleiben die Grenzen bis mindestens Mitte 2022 geschlossen. Die Lage im Nahen und im Mittleren Osten Die Unterschiede zwischen den Ländern in diesen Regionen ist gross. Bahrain und Israel impfen ihre Bevölkerungen effizient. Israel ist sogar «Impfweltmeister»: Knapp 60 Prozent der Einwohner sind bis 8. Juni zweimal gegen das Coronavirus geimpft worden. Zuletzt gab es allerdings eine gewisse Stagnation. Wegen der steigenden Zahl der Neuinfektionen steigen nun auch wieder die Zahl der Impfwilligen. Dennoch verhängt Israel deswegen wieder Beschränkungen. So müssen seit dem 25. Juni wieder in allen Innenräumen Masken getragen werden. Derweil leidet etwa Afghanistan stark unter der dritten Welle. Als Treiber wird die hochansteckende Delta-Variante gesehen, die zuerst in Indien entdeckt wurde. Es gibt keine Beschränkungen für Reisen nach Afghanistan. Die Lage auf dem afrikanischen Kontinent Auch wenn nach Ansicht von Experten die Dunkelziffer höher liegen könnte, ist der gesamte afrikanische Kontinent im globalen Vergleich bisher aber am wenigsten von der Pandemie betroffen. Die Delta-Variante des Coronavirus lässt die Fallzahlen in Afrika nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation aber rapide steigen. Der vergleichsweise stärkste Ausbruch von Corona-Infektionen verzeichnete lange Südafrika. Auch hier verbreiten sich vor allem Mutationen. Wegen der hohen Fallzahlen und der niedrigen Impfquote werden die strikten Corona-Massnahmen im Juli erneut verlängert. Afrika setzt im Kampf gegen das Coronavirus seit Mitte Mai auch bis zu 300 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V ein. Der Kontinent liegt bei den Impfungen weit zurück. Von den für dieses Jahr geplanten 700 Millionen Dosen sind – Stand Juli – erst 65 Millionen in Afrika. Die internationale Impfstoff-Initiative Covax peilt für dieses Jahr die Lieferung von 520 Millionen Dosen nach Afrika an. Davon sind bisher erst 25 Millionen Dosen an 44 Länder in Afrika geliefert worden. Wie schreitet die weltweite Impfaktion voran? Das erste Land, das einen Impfstoff zugelassen hat, war Russland. Noch vor Abschluss der üblichen klinischen Tests wurde am 11. August 2020 das Vakzin Sputnik V für Impfungen freigegeben. Insgesamt forschen rund 300 Institute an diversen Corona-Impfstoffen. Bereits in einzelnen Ländern Zulassungen erhalten haben rund zehn Impfstoffe. Anfang Dezember 2020 haben einige Länder wie Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate den Impfstoff des chinesischen Unternehmens Sinopharm zugelassen. In China selbst erhielt das Vakzin die Zulassung am 30. Dezember 2020. In der Europäischen Union und der Schweiz wurde Mitte Dezember der erste Impfstoff gegen Sars-CoV-2 zugelassen, das Vakzin der deutschen und amerikanischen Biotech- und Pharmaunternehmen Biontech/Pfizer. Im Januar wurde in den meisten EU-Staaten und der Schweiz mit dem Impfen begonnen. In der EU sind mittlerweile vier Vakzine zugelassen, nämlich die Impfstoffe von Biontech/Pfizer (dieses ist in der EU seit Ende Mai sogar für Kinder ab 12 Jahren zugelassen), Moderna (Zulassungsantrag für Impfung von Jugendlichen eingereicht), Johnson & Johnson und AstraZeneca. Einige europäische Länder warten auf mehr Daten zur Wirksamkeit von AstraZeneca unter älteren Personen, darunter auch die Schweiz. Der Impfstoff geriet in Verruf, weil als Nebenwirkungen einige Fälle von Blutgerinnseln gemeldet wurden. In der Schweiz sind drei Impfstoffe zugelassen: Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson. Corona-Impfung: Können wir trotz Mutationen weltweite Herdenimmunität erreichen? Die grosse Impfaktion gegen das Coronavirus ist im Dezember angelaufen. Inzwischen wurden weltweit schon über 3,4 Milliarden Impfdosen verabreicht (Stand: 13.7.). Knapp über 25 Prozent der Weltbevölkerung ist mindestens einmal geimpft (Stand 13.7). Allerdings muss in der Regel zweimal geimpft werden. Künftig könnten regelmässige Auffrischungen nötig werden. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Corona-Impfung finden Sie hier. Welche wirtschaftlichen Folgen hat die Pandemie? Die Pandemie hat die Welt seit über einem Jahr im Griff. Sie hat das Wirtschaftsleben zeitweise fast zum Erliegen gebracht. Zahlreiche Länder wurden in Lockdowns oder Shutdowns geschickt, Unternehmen standen teilweise still, Lieferketten waren unterbrochen. Millionen von Menschen waren arbeitslos. Gesundheitssysteme kamen an den Rand eines Kollapses. Staaten investierten Tausende von Milliarden im Kampf gegen die Krise. Es ist schwierig, die Schäden effektiv zu beziffern. Jedenfalls wurden gigantische Summen vernichtet. Die IMF-Chefökonomin Gita Gopinath rechnet damit, dass bis zum Jahr 2025 gegen 28 Billionen Dollar an Wertschöpfung verloren gehen. Sie befürchtet, dass 90 Millionen Menschen wieder in extreme Armut zurückfallen könnten. Die Autoren Eduardo Levy Yeyati und Federico Filippini haben Mitte Mai 2021 auf der Ökonomie-Website voxeu.org versucht, die Kosten der Pandemie aufzurechnen. Um die Beträge der in Prozent gerechneten Einbussen abzuschätzen: Im Jahr 2020 betrug das globale Bruttoinlandprodukt rund 84,5 Billionen Dollar. Einfacher beziffern lassen sich die Effekte auf das Wirtschaftswachstum. Klar ist, dass im Jahr 2020 in keinem Land – ausser in China – die Weltwirtschaft gewachsen ist. Mitte 2021 zeichnet sich eine wirtschaftliche Trendwende ab. So rechnet die Weltbank in ihrer am 8. Juni veröffentlichten Prognose mit dem kräftigsten Aufschwung seit 80 Jahren. Nach dem Corona-bedingten Einbruch der Wirtschaft um 3,5 Prozent im vergangenen Jahr wird jetzt für 2021 ein kräftiges Wachstum von 5,6 Prozent vorausgesagt. Lokomotiven sind China und die USA (auch dank den riesigen Konjunkturprogrammen von Biden). Mit dem kräftigen Aufschwung ist die Krise aber noch nicht ausgestanden. Unter dem Strich wird die globale Wirtschaftsleistung bis Ende 2021 immer noch mindestens 2 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau liegen. Zudem profitieren längst nicht alle von der Erholung: Vor allem Schwellen- und Entwicklungsländer kämpfen immer noch mit vielen Corona-Neuinfektionen, Hindernissen bei der Impfung und beschränkten staatlichen Hilfen. In zwei Dritteln dieser Länder werden die Pro-Kopf-Einkommensverluste auch bis im kommenden Jahr nicht aufgeholt werden können. In den vielen einkommensschwachen Volkswirtschaften hat die Pandemie frühere Erfolge in der Armutsbekämpfung zunichtegemacht. Die Pandemie werde somit Armut und Ungleichheit verstärken, schreibt die Weltbank. Nötig seien deshalb weltweite Impfprogramme und Schuldenerlasse. In der Corona-Krise verändert sich die Wirtschaftslage fast im Wochenrhythmus. Wir zeigen mit neuartigen Daten den Verlauf der Krise. Wo nahm das Virus seinen Anfang? Anfang Januar 2020 teilte die WHO mit, dass eine mysteriöse Lungenerkrankung in der zentralchinesischen Metropole Wuhan durch ein neuartiges Coronavirus verursacht werde. Die chinesischen Behörden meldeten die Krankheit der WHO erstmals am 31. Dezember 2019. Laut verschiedenen Studien sind die ersten Fälle von Covid-19 in Wuhan Ende November oder Anfang Dezember 2019 aufgetreten. Gleichzeitig gibt es auch Hinweise darauf, dass das neue Coronavirus schon Wochen oder Monate früher in Südchina zirkuliert haben könnte, möglicherweise sogar im August. Der Stammbaum des Virus lässt sich über die Veränderungen in seinem Genom nachvollziehen (Details hier). Die am engsten mit Sars-CoV-2 verwandten Viren sind Fledermausviren, was darauf hindeuten könnte, dass Fledermäuse an der Infektionskette beteiligt sind. Die WHO hält einen tierischen Ursprung für das wahrscheinlichste Szenario. Zum Erklärstück Coronavirus, Covid-19, Sars-CoV-2 – was bedeuten die verschiedenen Bezeichnungen? Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen Sars-CoV-2 («severe acute respiratory syndrome coronavirus 2»). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss. Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegserkrankung wurde Covid-19 («coronavirus disease 2019») genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die den Erreger Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen. Ein ausführliches Glossar mit den zwanzig wichtigsten Begriffen im Zusammenhang mit der Pandemie finden Sie hier. Mitarbeit: toc., wej., ran., kus., ni., slz., koe., gam., nyf., bso., esb., kkl., nbe., tsm., lat., ela., koa., nth., joe., cke., jum., ful., nad., ebl., lat., wde., fma., med., vmo., bet., ann., win., bbu., naw., cov., ine., nil., dho. mit Agenturmaterial

 

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Regierung legt Zeitplan für Landeshaushalt 2022 vor

Nach der geplatzten Landtagswahl muss Thüringens Regierung jetzt schnell einen Haushaltsentwurf für das kommende Jahr vorlegen. Finanzministerin Heike Taubert (SPD) will heute über ihren Zeitplan informieren. Erwartet wird, dass das Zahlenwerk für die rot-rot-grüne Minderheitsregierung zur Herausforderung wird. Ihr fehlen vier Stimmen zu einer eigenen Mehrheit, die von den Oppositionsfraktionen kommen müssten. Taubert hatte angekündigt, dass 2022 erstmals wieder ein Etat ohne Neuverschuldung möglich sein könnte. In der Corona-Krise hatte das Land einen Milliardenbetrag an neuen Krediten aufgenommen. Nach der Kabinettssitzung will außerdem Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) über den Schutz der Gipskarstlandschaft in Nordthüringen informieren.

 

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Bundeskanzlerin kommt nach Bad Münstereifel

Angela Merkel macht sich heute (11.55 Uhr) ein Bild von der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen. Zusammen mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet kommt die Bundeskanzlerin (beide CDU) nach Bad Münstereifel. Der Ort im Kreis Euskirchen ist von dem Unwetter der vergangenen Tage heftig betroffen. Merkel spricht mit Vertretern von Hilfsorganisationen sowie Helferinnen und Helfern. Nach einem Treffen mit betroffenen Bürgern steht ein Gang durch das Gebiet auf dem Programm. Merkel war am Wochenende in Rheinland-Pfalz und hatte sich dort mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ein Bild von der Lage im Hochwassergebiet rund um Adenau gemacht.

 

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Tablets aus Schule gestohlen: Prozess gegen 27-Jährigen

Der Prozess um den Diebstahl von 242 neuen Tablets aus einer Berliner Oberschule beginnt am heutigen Morgen (9.00 Uhr) im zweiten Anlauf. In dem Verfahren am Amtsgericht Tiergarten geht es um entwendete Geräte im Gesamtwert von fast 100.000 Euro. Schüler aus sozial benachteiligten Familien sollten laut Anklage in der Corona-Pandemie die Tablets für den Unterricht zu Hause bekommen. Der 27-Jährige, der als Mitarbeiter einer Reinigungsfirma im Schulgebäude tätig gewesen sei, soll die Tablets in der Nacht zum 28. Januar 2021 aus einem gesicherten Raum gestohlen haben. Der Prozess war Anfang Juni im ersten Anlauf gescheitert. Es müssten weitere Zeugen befragt werden, hieß es zur Begründung. Damals hatte das Gericht für den Fall nur einen Tag terminiert. Nun sind drei Verhandlungstage bis zum 6. August vorgesehen. Der Angeklagte wurde knapp zwei Wochen nach der Tat festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Seine Verteidiger hatten in der ersten Verhandlung erklärt, ihr Mandant schweige zu den Vorwürfen.

 

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Tödliche Attacke mit Cuttermesser auf Feier: Prozess beginnt

Sechs Monate nach einer tödlichen Messerattacke auf einer Geburtstagsfeier in Greifswald beginnt am heutigen Morgen (09.00 Uhr) der Prozess. Ein 21-Jähriger steht wegen Totschlags und versuchten Mordes vor dem Landgericht Stralsund. Die Tat soll sich am 25. Januar in der Wohnung der Lebensgefährtin des Gastgebers ereignet haben, wo drei Männer feiern wollten. Nach bisherigen Ermittlungen soll der Angeklagte zuerst unvermittelt den Jubilar am Hals lebensgefährlich verletzt haben. Der dritte Beteiligte soll dazwischen gegangen und den Angreifer weggezogen haben. Dabei sei der Helfer ebenfalls mit dem Cuttermesser attackiert worden, der Mann starb. Der Gastgeber überlebte trotz der lebensbedrohlichen Verletzungen. Der Angeklagte soll laut Staatsanwaltschaft zur Tatzeit unter Alkohol und Drogen gestanden haben. Er sei als "eingeschränkt schuldfähig" eingestuft und nach dem Vorfall in einer psychiatrischen Klinik untergebracht worden. Der Grund für die Attacke blieb zunächst unklar, auch weil sich der 21-Jährige bisher noch nicht geäußert habe. Für den Prozess sind mindestens drei Verhandlungstage geplant. Zum Auftakt sind sechs Zeugen geladen, darunter der damalige Gastgeber und die Polizisten, die den Fall aufgenommen hatten. Eine Gerichtsmedizinerin und ein Psychiater sind als Sachverständige geladen. Mit einem Urteil wird frühestens am 19. August gerechnet.

 

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Corona-Ausbruch in Flutgebieten befürchtet

Nach der Flut ist vor dem Superspreader-Event? Dieses Szenario spielen die Landesregierung der Hochwassergebiete in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz angesichts voller Notunterkünfte durch. Tests, Masken und Lüften und eine Sonder-Impfaktion sollen das Schlimmste verhindern. Nach den verheerenden Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wächst die Angst vor einer Corona-Ausbreitung in den Katastrophengebieten. "Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird", sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND). Das Landesgesundheitsministerium bereitet deshalb laut Freichel in Absprache mit den Behörden der betroffenen Landkreise eine Sonder-Impfaktion in den Katastrophengebieten vor. Viele Rettungskräfte hätten bereits den vollen Impfschutz. Auch das Gesundheitsministerium in Nordrhein-Westfalen warnte vor einem steigenden Infektionsrisiko in den Hochwassergebieten. "Eine erhöhte Gefahr der Ausbreitung von Sars-Cov-2 könnte sich vor allem durch die Unterbringung von Personen in Notunterkünften entwickeln", teilte das Ministerium in Düsseldorf laut RND mit. Die Gefahr könne aber mit Tests, Masken und Lüften reduziert werden. "In den Notunterkünften wurde vielfach bereits medizinische Versorgungsstruktur etabliert", erklärte das Ministerium. Zusätzlich bereiteten den Behörden die zusammengebrochene medizinische Infrastruktur, etwa durch zerstörte Hausarztpraxen, Sorgen. Die Unwetter, die Mitte der vergangenen Woche in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eingesetzt hatten, führten in der Nacht zum Donnerstag zu massiven Verwüstungen. Mehr als 160 Menschen starben in beiden Bundesländern.

 

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Mafia-Untersuchungsausschuss hört Experten an

Der im April vom Thüringer Landtag eingesetzte Mafia-Untersuchungsausschuss wird am heutigen Morgen (ab 09.30 Uhr) Experten anhören. So sollen nach Angaben des Landtags drei Sachverständige schildern, wie sich die italienische Mafia-Organisation Ndrangheta seit den 1990er Jahren in Thüringen entwickelt hat. Dabei wird es auch darum gehen, welche Verbindungen Ndrangheta-Angehörige zu Politikern und Mitarbeitern der Justiz und der Verwaltung gehabt haben sollen oder mutmaßlich haben. Der Mafia-Untersuchungsausschuss soll unter anderem klären, warum ein langwieriges Ermittlungsverfahren mit dem Decknamen "Fido" im Jahr 2006 eingestellt wurde, obwohl vielversprechende Ergebnisse zu erwarten gewesen sein sollen. Auslöser für die Einrichtung des Untersuchungsausschusses waren Medienberichte über dieses Verfahren.

 

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IS reklamiert Anschlag in Bagdad mit 30 Toten für sich

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Anschlag auf einen Markt in der irakischen Hauptstadt Bagdad am Montagabend mit mindestens 30 Toten und 35 Verletzten für sich reklamiert. Ein Selbstmordattentäter namens Abu Hamsa al-Iraki habe einen Sprengstoffgürtel in dem mehrheitlich schiitischen Vorort Sadr City gezündet, teilte die Miliz am Dienstag auf Telegram mit. Zum Zeitpunkt des Anschlags drängten sich zahlreiche Menschen auf dem Markt. Sie waren unterwegs, um Lebensmittel für das bevorstehende islamische Opferfest Eid al-Adha einzukaufen. In den vergangenen Jahren war die Gewalt in Bagdad zurückgegangen. Zuletzt waren im Jänner bei einer Explosion auf einem Markt in Bagdad 32 Menschen getötet worden. Auch damals bekannte sich der IS zu dem Anschlag. Der Irak hatte den IS Ende 2017 nach erbitterten Kämpfen für besiegt erklärt. Einzelne Gruppierungen operieren jedoch weiterhin in Wüsten- und Bergregionen. Ihr Ziel sind in der Regel irakische Sicherheitskräfte oder staatliche Infrastruktur.

 

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+++ 03:49 NRW-Gesundheitsminister lehnt kostenpflichtige Tests ab +++

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hält nichts davon, den Druck auf Impfmuffel durch kostenpflichtige Corona-Tests zu erhöhen. „Ich finde, dass diese Diskussion zu einer Unzeit kommt. Richtig ist ja, was Minister Spahn sagt: Irgendwann kommt der Punkt, wo man darüber nachdenken kann. Dieser Punkt ist aber nicht erreicht - im Gegenteil: Testen ist ein grundlegender Baustein unserer Anti-Corona-Strategie“, sagte Laumann der „Rheinischen Post“. „Tests ermöglichen uns die Rückgabe von Freiheitsrechten. Durch Tests entdecken wir immer noch zahlreiche Infektionen, die sonst vielleicht unentdeckt bleiben würden. Hierfür brauchen wir aber ein niedrigschwelliges Angebot - kostenlos und im ganzen Land gut erreichbar.“ +++ 03:11 Weltärztepräsident warnt vor übereilten Lockerungen +++ Angesichts von erneut rapide steigenden Infektionszahlen warnt Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery vor zu schnellen Öffnungen. Schon die kleineren Öffnungsschritte der vergangenen Wochen hätten die Inzidenzwerte anwachsen lassen, sagt Montgomery den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Momentan verdoppele sich die Zahl der Infizierten im Wochenrhythmus. "Jetzt die Einschränkungen unserer Kontakte einfach fallenzulassen und 'alles zu öffnen' wäre brandgefährlich", erklärte der Mediziner. "Wer das tut, riskiert den Einstieg in die vierte Welle." Stattdessen plädiert Montgomery für ein schrittweises und kontrolliertes Vorgehen. +++ 01:39 Mehr als 161 Millionen US-Bürger vollständig geimpft +++ In den USA sind inzwischen mehr als 161 Millionen Menschen vollständig geimpft, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Insgesamt seien über 338 Millionen Dosen verabreicht worden. Mehr als 186 Millionen Menschen seien mindestens einmal geimpft worden. In den USA leben 328 Millionen Menschen. +++ 00:33 Corona-Ausbreitung in Hochwassergebieten befürchtet +++ In den Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gibt es Befürchtungen, dass durch die Hilfsaktionen und Notunterkunft-Unterbringung vieler Menschen nach der Flutkatastrophe die Zahl der Corona-Infektionen steigt. "Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird", sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Das Landesgesundheitsministerium bereite in Absprache mit den Behörden der betroffenen Landkreise eine Sonderimpfaktion in den Katastrophengebieten vor. Hier lesen Sie mehr. +++ 23:42 Frankreichs Regierung beschließt Einführung von Gesundheitspass +++ Die französische Regierung hat ein Gesetz zur Einführung eines Gesundheitspasses verabschiedet, mit dessen Hilfe die Impfbereitschaft in der Bevölkerung angekurbelt werden soll. Beim Betreten von Kultur- und Freizeiteinrichtungen muss ab Mittwoch per Gesundheitspass die vollständige Corona-Impfung, eine überstandene Corona-Infektion oder ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden. Ab Anfang August ist der Pass auch beim Besuch von Restaurants und Bars Pflicht. Am Wochenende hatten Zehntausende Franzosen gegen die jüngsten Maßnahmen demonstriert. +++ 22:31 Britischer Experte korrigiert Angaben zu Einweisungen von komplett Geimpften +++ Der britische Regierungsberater Patrick Vallance korrigiert auf Twitter seine Angaben zum Anteil von Geimpften unter den neuen Krankenhausfällen. "60 Prozent der Krankenhauseinweisungen wegen Covid stammen derzeit von ungeimpften Personen", schreibt er. Zuvor sagte er bei einer Pressekonferenz mit Premierminister Boris Johnson,60 Prozent der Eingewiesenen seien komplett geimpft gewesen. +++ 22:00 Mallorca tritt wegen hoher Corona-Zahlen auf die Partybremse +++ Angesichts stark steigender Corona-Zahlen werden auf Mallorca voraussichtlich wieder schärfere Einschränkungen ergriffen. Um Partys und Trinkgelage vor allem junger Leute unter freiem Himmel zu bekämpfen, sollen Strände und Parks künftig von 22 bis 6 Uhr geschlossen werden. Die Justiz muss den Plänen noch zustimmen, wie die "Mallorca Zeitung" berichtete. Teilnehmern solcher Partys drohen demnach künftig Bußgelder in Höhe von 1000 Euro. Wenn ein Partygast mit seiner Teilnahme gegen eine Quarantäne verstößt, soll sich das Bußgeld auf 2000 Euro erhöhen. Wenn der Teilnehmer positiv auf Corona getestet wurde, werden sogar 5000 Euro fällig. Den Organisatoren illegaler Parties drohen Strafen von bis zu 100.000 Euro. Auch Gaststätten müssen künftig wohl wieder etwas früher schließen, und zwar um 1 Uhr statt um 2 Uhr. Maximal dürfen im Innenbereich von Gaststätten dann noch Gruppen von vier Personen an einem Tisch sitzen, im Außenbereich acht. Von 1 Uhr bis 6 Uhr dürfen sich der Zeitung zufolge nur noch Personen treffen, die im selben Haushalt leben. Gemeinsam eingecheckte Hotel- oder Fincagäste sollen dabei als ein Haushalt gelten. +++ 21:35 In Frankreich hat vierte Pandemie-Welle begonnen +++ In Frankreich hat nach Darstellung der Regierung die vierte Welle der Pandemie begonnen. Kein Departement werde verschont, erklärt Regierungssprecher Gabriel Attal. Am Morgen schloss Europa-Minister Clement Beaune neue Einschränkungen nicht aus, sollten die Fälle weiter zunehmen. +++ 21:03 Kanada öffnet Grenze für Geimpfte +++ Nach mehr als einem Jahr weitgehender Einreisebeschränkungen öffnet Kanada seine Grenze für geimpfte US-Amerikaner. Ab dem 9. August werde US-Bürgern und Menschen mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten die Einreise erlaubt, sofern diese mindestens zwei Wochen zuvor vollständig gegen Covid-19 geimpft worden seien, teilte die kanadische Gesundheitsbehörde mit. Ab dem 7. September sollen auch alle Staatsbürger anderer Länder einreisen dürfen, sofern sie durch Vakzine vor der Krankheit geschützt sind. Besucher müssten dann zuvor auf einem Internetportal Reisedaten hinterlegen - eine Quarantäne soll jedoch nicht nötig werden. +++ 20:37 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 785 neue Fälle gemeldet +++ Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.745.626 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 785 neue Fälle hinzu. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch am Montag vor einer Woche, da waren es 366 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 14 auf 91.369. Als aktuell infiziert gelten rund 14.574 Personen. Das Robert-Koch-Institut hat die Veröffentlichung der Angaben zum 4-Tage-R-Wert am 17. Juli eingestellt. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,24 (Vortag: 1,36). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 369 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt,227 davon werden beatmet. Rund 4956 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei. Die Entwicklungen des Vortags können Sie hier lesen.

 

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+++ 01:39 Mehr als 161 Millionen US-Bürger vollständig geimpft +++

In den USA sind inzwischen mehr als 161 Millionen Menschen vollständig geimpft, wie die Seuchenbehörde CDC mitteilt. Insgesamt seien über 338 Millionen Dosen verabreicht worden. Mehr als 186 Millionen Menschen seien mindestens einmal geimpft worden. In den USA leben 328 Millionen Menschen. +++ 00:33 Corona-Ausbreitung in Hochwassergebieten befürchtet +++ In den Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gibt es Befürchtungen, dass durch die Hilfsaktionen und Notunterkunft-Unterbringung vieler Menschen nach der Flutkatastrophe die Zahl der Corona-Infektionen steigt. "Derzeit kommen viele Menschen auf engstem Raum zusammen, um die Krise gemeinsam zu bewältigen. Wir müssen jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event wird", sagte David Freichel vom Corona-Kommunikationsstab der Staatskanzlei in Rheinland-Pfalz dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Das Landesgesundheitsministerium bereite in Absprache mit den Behörden der betroffenen Landkreise eine Sonderimpfaktion in den Katastrophengebieten vor. Hier lesen Sie mehr. +++ 23:42 Frankreichs Regierung beschließt Einführung von Gesundheitspass +++ Die französische Regierung hat ein Gesetz zur Einführung eines Gesundheitspasses verabschiedet, mit dessen Hilfe die Impfbereitschaft in der Bevölkerung angekurbelt werden soll. Beim Betreten von Kultur- und Freizeiteinrichtungen muss ab Mittwoch per Gesundheitspass die vollständige Corona-Impfung, eine überstandene Corona-Infektion oder ein negativer Corona-Test nachgewiesen werden. Ab Anfang August ist der Pass auch beim Besuch von Restaurants und Bars Pflicht. Am Wochenende hatten Zehntausende Franzosen gegen die jüngsten Maßnahmen demonstriert. +++ 22:31 Britischer Experte korrigiert Angaben zu Einweisungen von komplett Geimpften +++ Der britische Regierungsberater Patrick Vallance korrigiert auf Twitter seine Angaben zum Anteil von Geimpften unter den neuen Krankenhausfällen. "60 Prozent der Krankenhauseinweisungen wegen Covid stammen derzeit von ungeimpften Personen", schreibt er. Zuvor sagte er bei einer Pressekonferenz mit Premierminister Boris Johnson,60 Prozent der Eingewiesenen seien komplett geimpft gewesen. +++ 22:00 Mallorca tritt wegen hoher Corona-Zahlen auf die Partybremse +++ Angesichts stark steigender Corona-Zahlen werden auf Mallorca voraussichtlich wieder schärfere Einschränkungen ergriffen. Um Partys und Trinkgelage vor allem junger Leute unter freiem Himmel zu bekämpfen, sollen Strände und Parks künftig von 22 bis 6 Uhr geschlossen werden. Die Justiz muss den Plänen noch zustimmen, wie die "Mallorca Zeitung" berichtete. Teilnehmern solcher Partys drohen demnach künftig Bußgelder in Höhe von 1000 Euro. Wenn ein Partygast mit seiner Teilnahme gegen eine Quarantäne verstößt, soll sich das Bußgeld auf 2000 Euro erhöhen. Wenn der Teilnehmer positiv auf Corona getestet wurde, werden sogar 5000 Euro fällig. Den Organisatoren illegaler Parties drohen Strafen von bis zu 100.000 Euro. Auch Gaststätten müssen künftig wohl wieder etwas früher schließen, und zwar um 1 Uhr statt um 2 Uhr. Maximal dürfen im Innenbereich von Gaststätten dann noch Gruppen von vier Personen an einem Tisch sitzen, im Außenbereich acht. Von 1 Uhr bis 6 Uhr dürfen sich der Zeitung zufolge nur noch Personen treffen, die im selben Haushalt leben. Gemeinsam eingecheckte Hotel- oder Fincagäste sollen dabei als ein Haushalt gelten. +++ 21:35 In Frankreich hat vierte Pandemie-Welle begonnen +++ In Frankreich hat nach Darstellung der Regierung die vierte Welle der Pandemie begonnen. Kein Departement werde verschont, erklärt Regierungssprecher Gabriel Attal. Am Morgen schloss Europa-Minister Clement Beaune neue Einschränkungen nicht aus, sollten die Fälle weiter zunehmen. +++ 21:03 Kanada öffnet Grenze für Geimpfte +++ Nach mehr als einem Jahr weitgehender Einreisebeschränkungen öffnet Kanada seine Grenze für geimpfte US-Amerikaner. Ab dem 9. August werde US-Bürgern und Menschen mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten die Einreise erlaubt, sofern diese mindestens zwei Wochen zuvor vollständig gegen Covid-19 geimpft worden seien, teilte die kanadische Gesundheitsbehörde mit. Ab dem 7. September sollen auch alle Staatsbürger anderer Länder einreisen dürfen, sofern sie durch Vakzine vor der Krankheit geschützt sind. Besucher müssten dann zuvor auf einem Internetportal Reisedaten hinterlegen - eine Quarantäne soll jedoch nicht nötig werden. +++ 20:37 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 785 neue Fälle gemeldet +++ Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.745.626 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 785 neue Fälle hinzu. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch am Montag vor einer Woche, da waren es 366 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 14 auf 91.369. Als aktuell infiziert gelten rund 14.574 Personen. Das Robert-Koch-Institut hat die Veröffentlichung der Angaben zum 4-Tage-R-Wert am 17. Juli eingestellt. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,24 (Vortag: 1,36). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 369 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt,227 davon werden beatmet. Rund 4956 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei. Die Entwicklungen des Vortags können Sie hier lesen.

 

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Mysteriöse Gesundheitsbeschwerden von US-Diplomaten in Wien

Die USA untersuchen Berichte über mysteriöse gesundheitliche Beschwerden von US-Diplomaten in Wien. „Was Wien betrifft, so gehen wir in Abstimmung mit unseren behördenübergreifenden Partnern Berichten über mögliche unerklärliche Gesundheitsvorfälle in der dortigen Gemeinschaft der US-Botschaft energisch nach“, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, am Montag. Das gelte selbstverständlich auch für andere Orte, an denen diese Beschwerden auftreten würden. Die Zeitschrift „The New Yorker“ hatte zuletzt berichtet, dass etwa zwei Dutzend US-Geheimdienstmitarbeiter, Diplomaten und andere Regierungsbeamte in Wien mysteriöse Beschwerden geschildert hätten. Diese würden den Beschwerden des sogenannten Havanna-Syndroms ähneln. Dutzende in der kubanischen Hauptstadt Havanna lebende Diplomaten und ihre Angehörige hatten ab 2016 über rätselhafte Kopfschmerzen, Hörverlust, Schwindel und Übelkeit geklagt. Auch an anderen Orten der Welt wurden ähnliche Beschwerden gemeldet. Im Jahr 2019 schrieben Forscher, dass die Beschwerden möglicherweise auf Pestizide zurückgehen. Die genaue Ursache ist aber unklar. Man wisse nicht, ob es sich bei diesen Vorfällen um eine Art Angriff handle oder was dahinterstecke, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Montag.

 

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Kühlschrank löst Hochhausbrand in Leverkusen-Opladen aus - 16 Verletzte

Leverkusen-Opladen Ein Kühlschrank hat einen Brand in der vierten Etage eines Hochhauses in Leverkusen ausgelöst. Sieben Personen kamen mit Rauchvergiftung ins Krankenhaus. Das Hochhaus ist unbewohnbar. Großeinsatz der Feuerwehr am Berliner Platz in Opladen. In der vierten Etage des dortigen Hochhauses muss die Feuerwehr Menschen aus ihren Wohnungen retten, sie legt dazu drei Drehleitern an das siebenstöckige Gebäude an. Das ist notwendig, weil sich die Menschen in verschiedenen Wohnungen aufhalten. Auf der vierten Etage hatte ein Kühlschrank in einer Wohnung am Montag gegen 17 Uhr Feuer gefangen. Vor allem der Rauch breitete sich rasch in andere Wohnungen aus. Die mit starken Kräften angerückte Feuerwehr löschte das Feuer. 16 Verletzte meldete die Wehr am Abend. Sieben von ihnen seien mit Rauchvergiftungen ins Krankenhaus gebracht worden, darunter vier Hausbewohner und drei Feuerwehrleute, sagte ein Polizeisprecher am Montagabend. Weil das Klinikum nach dem Hochwasserschaden nicht in Betrieb ist, wurden sie auf umliegende Krankenhäuser verteilt. Mehrere weitere Hausbewohner seien am Brandort medizinisch versorgt worden, Lebensgefahr habe bei keinem der Verletzten bestanden. Nach ersten Ermittlungen sei zu vermuten, dass der Brand auf einen technischen Defekt durch das Wiedereinschalten des Stroms nach den Hochwasserarbeiten in den letzten Tagen zurückzuführen sei, so der Sprecher. Weitere Ermittlungen übernehme die Kriminalpolizei. Das komplette Hochhaus soll nach Informationen der Feuerwehr nicht mehr bewohnbar sein. Rund 25 Bewohner werden vorübergehend in Notunterkünften untergebracht. Der Berliner Platz wurde für den Einsatz gesperrt.

 

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Facelift für den Porsche Macan: Auslieferung ab Oktober

Eigentlich sollte er bald aufs Altenteil. Doch weil der Nachfolger des Porsche Macan als reines E-Auto kommt und erst in 2023 fertig wird, gibt es ein Facelift, um die Laufzeit zu strecken. Mit Zuckerguss ins Wochenende Jeden Freitag neu & kostenlos mit leckeren Rezeptideen und Inspirationen rund ums Backen.

 

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Lohn für langjährige Treue zum Verein

Die Burgschützen ehren einige ihrer Mitglieder für 70 Jahre Zugehörigkeit und blicken mit der neuen Schießanlage zuversichtlich in die Zukunft

 

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Newspodcast "Nachrichtenwecker": Hören, was Augsburg bewegt

Lokal, kurz und informativ: Der „Nachrichtenwecker“ begleitet Sie mit den wichtigsten Informationen aus der Stadt in den Tag – jeden Werktag ab 5 Uhr morgens.


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Created at 2021-07-20 06:01