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DC5n Deutschland mix in german 160 articles, created at 2021-07-01 00:02
(11.99/12)  1  Früherer US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld gestorben

Zuletzt war Donald Rumsfeld unter George W. Bush Chef des Pentagon. Er gilt als einer der Hauptinitiatoren des Irak-K... 2021-06-30 21:08 3KB www.tt.com

(8.84/12)  2  Bill Cosby aus Haft entlassen: Verurteilung wegen sexuellen...

Ein US-Gericht hat die Verurteilung des früheren Fernsehstars Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs aufgehoben. "Er wurde heute kurz vor 14.30 Uhr entlassen." 2021-06-30 20:36 2KB www.diepresse.com

(3.21/12)  3  Antrag auf Auflösung des Thüringer Landtags gestellt

Der Landtag soll am 26. September zeitgleich zur Bundestagswahl neu gewählt werden. Voraussetzung dafür ist eine vorzeitige Auflösung des Parlaments. 2021-06-30 19:59 1KB www.tagesspiegel.de

(3.17/12)  4  Sancho-Transfer vom BVB zu Manchester United offenbar perfekt

Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf. Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden mal mehr, mal weniger … 2021-06-30 20:22 13KB www.stern.de

(3.09/12)  5  Ärger für Baerbock: Kampagne oder Fehlerserie?

Jeder Stein im Leben von Annalena Baerbock wird derzeit umgedreht - und jeder Satz in ihrem Buch. Beobachter sehen eine Kampagne. Doch … 2021-06-30 21:23 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(2.09/12)  6  Warum die CDU so tut, als würde sie Baerbocks Pannen ignorieren

Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und die Grünen-Wahlkampagne stehen erneut unter Feuer. Doch ausgerechnet der Hauptgegner Union verhält sich passiv. Das ist nicht Zufall, sondern Strategie. Doch nun durchbricht einer das Schweigen. 2021-06-30 17:02 1KB www.welt.de

(2.05/12)  7  Tour de France: Stefan Küng Zweiter im Zeitfahren

Nur der Vorjahres-Gesamtsieger Tadei Pogacar war im ersten Einzelzeitfahren der diesjährigen Tour de France schneller als Stefan Küng. 2021-06-30 17:45 5KB www.nzz.ch

(2.04/12)  8  Premier League: Nuno Espírito Santo neuer Chefcoach der Tottenham Hotspur

Nuno Espírito Santo ist neuer Chefcoach des Premier-League-Clubs Tottenham Hotspur. 2021-06-30 21:08 1KB www.t-online.de

(1.10/12)  9  Schertz-Lehrmeister über Baerbock-Buch - „Klare Verletzung des Urheberrechts“

Für Top-Jurist Paul Hertin ist klar: Das Buch enthält eine „eine klare Verletzung des Urheberrechts“! Das sagte er „Focus Online“. 2021-06-30 20:32 3KB www.bild.de

(1.04/12)  10  Das SPORTBUZZER Jogi-Barometer mit Matze Knop: Adé DFB-Team, hallo Traumschiff Das SPORTBUZZER Jogi-Barometer mit Matze Knop: Adé DFB-Team, hallo Traumschiff

Nach dem 0:2 im EM-Achtelfinale gegen England ist das Turnier für Deutschland vorbei. Im SPORTBUZZER Jogi-Barometer verrät Comedian Matze Knop in Gestalt von Joachim Löw, dass Thomas Müller sein Sündenbock ist - und warum Jamal Musiala erst so spät eingewechselt wurde. 2021-06-30 21:29 1KB www.sportbuzzer.de

(1.03/12)  11  Sportmeldungen der NZZ in der Übersicht

Zwei Schwestern trotzen der Kälte – Ditaji und Mujinga Kambundji mit starken Sprints in Luzern. Djokovic erreicht ungefährdet in die 3. Runde. Und nach dem Sturz an der Tour de France nimmt die Polizei eine Zuschauerin in Gewahrsam. Die neuesten Nachrichten im Überblick. 2021-06-30 20:01 14KB www.nzz.ch

(1.02/12)  12  Delta überholt Alpha wohl in dieser Woche

Die ansteckendere Coronavirus-Variante Delta verdrängt Alpha immer mehr. Laut Robert-Koch-Institut findet die Wachablösung als dominierende Variante in Deutschland diese Woche statt. Eine Auswertung zeigt die in Indien entdeckte Mutante schon in fünf Bundesländern an der Spitze. 2021-06-30 19:54 3KB www.n-tv.de

(1.02/12)  13  Liveblog: Nach Löws EM-Aus übernimmt Hansi Flick

Im EM-Liveblog halten wir Sie über alle Spiele, Termine, Ergebnisse und sonstigen News zur Fußball-Europameisterschaft 2021 auf dem Laufenden. 2021-06-30 18:05 2KB www.rnd.de

(1.02/12)  14  Delta-Anteil wohl bald bei 50 Prozent

Der Anteil der Delta-Variante an den Corona-Infektionen steigt weiter stark an: Schon in dieser Woche dürfte die Variante mindestens die Hälfte aller Neuinfektionen ausmachen, schätzt das Robert Koch-Institut. 2021-06-30 17:48 2KB www.tagesschau.de

(1.01/12)  15  Koepfer in Wimbledon in Runde drei - Djokovic klar weiter

Fast vier Stunden ringt Dominik Koepfer in Wimbledon um den Einzug in die dritte Runde, dann gewinnt er sein Spiel noch, bevor es wegen Dunkelheit … 2021-06-30 21:35 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(1.01/12)  16  Sänger arbeitet an eigener HBO-Serie

The Weeknd (31) entwickelt eine neue Serie für HBO. Wie "Variety" berichtet , schreibt der Sänger den Stoff zusammen mit dem Schöpfer von "Euphoria". The Weeknd … 2021-06-30 21:15 1KB www.stern.de

(1.01/12)  17  Happy End für ausgebüxten Husky Wer schwarzfährt kommt ins Heim

Huskys sind recht eigensinnige Hunde. So auch eine schöne Schlittenhündin aus Kruft, die mittags einfach alleine in eine Regiobahn stieg. 2021-06-30 21:08 1KB www.bild.de

(1.01/12)  18  Olympia-Qualifikation: Erholung für die Basketballer - Diskussionen um Saibou

Nach dem Zittersieg gegen Mexiko tanken die deutschen Basketballer erst einmal etwas Kraft. 2021-06-30 21:04 4KB www.t-online.de

(1.01/12)  19  Trump kritisiert Bidens Politik an der Südgrenze: "Schraube locker"

US-Präsident Joe Biden steht wegen seiner Migrationspolitik an der Südgrenze der USA zunehmend unter Druck. Sein Vorgänger Donald Trump hat ihm nun Tatenlosigkeit vorgeworfen. 2021-06-30 21:02 3KB www.t-online.de

(1.01/12)  20  Allison Mack: „Smallville“-Star wegen Sex-Kult-Mitgliedschaft zu Haft verurteilt

Schauspielerin Allison Mack („Smallville“) wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, weil sie Frauen in einen „Sex-Kult“ gelockt hatte. 2021-06-30 20:53 3KB www.bild.de

(1.01/12)  21  Die Betriebsräte sind frustriert vom Konflikt mit Airbus

Plus Gewerkschafter werfen dem Airbus-Management vor, sich einer Einigung zu versperren. Arbeitnehmervertreter stemmen sich gegen eine Zerschlagung der Augsburger Werkes. Arbeitnehmervertreter … 2021-06-30 20:38 1KB www.augsburger-allgemeine.de

(1.01/12)  22  Goethe-Institut muss Arbeit in Belarus einstellen

Auf Druck der Behörden in Belarus müssen das Goethe-Institut und der Deutsche Akademische Auslandsdienst ihre Arbeit in dem Land einstellen. Hintergrund sind die Sanktionen, die die EU vergangene Woche erlassen hat. 2021-06-30 20:34 2KB www.tagesschau.de

(1.01/12)  23  Rathausaffäre: Bundesgerichtshof entscheidet im Juli über Schostok

Hat der Freispruch für Hannovers Altoberbürgermeister Stefan Schostok in der Rathausaffäre Bestand? In zwei Wochen verhandelt der Bundesgerichtshof in Leipzig über die Revision der Staatsanwaltschaft. … 2021-06-30 20:14 1KB www.haz.de

(1.01/12)  24  Das sind die aktuellen Lottozahlen vom Mittwoch

Sie hoffen auf das ganz große Glück beim Lotto am Mittwoch? In diesem Artikel finden Sie jede Woche die aktuellen Lottozahlen und Quoten. … 2021-06-30 19:54 1018Bytes www.augsburger-allgemeine.de

(1.01/12)  25  ARD plant neue Comedy- und Late-Night-Sendungen

Die ARD arbeitet an einem neuen Programmprofil, das nicht nur die TV-Kanäle, sondern auch die Mediathek in den Fokus rückt. Der Sender verhandele mit Carolin Kebekus über eine politische Comedy-Sendung und will Sandra Maischbergers Talk-Show umkrempeln. 2021-06-30 19:28 3KB www.rnd.de

(1.01/12)  26  Kommentar zum Afghanistan-Abzug - Kein Respekt für unsere Soldaten

Am Mittwoch kehrten 264 Soldaten aus Afghanistan zurück. Aber weder Bundespräsident Steinmeier, noch Bundestagspräsident Schäuble oder Bundeskanzlerin Merkel waren da. 2021-06-30 19:08 2KB www.bild.de

(1.01/12)  27  Vier weitere Tote nahe Miami gefunden

Seit dem Teileinsturz eines Wohnhauses nahe Miami läuft die verzweifelte Suche nach Verschütteten. In den Trümmern wurden nun vier weitere Opfer geborgen. Damit erhöht sich die Zahl der Toten auf 16. 2021-06-30 18:28 2KB www.tagesschau.de

(0.03/12)  28  „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“: So geht es weiter

Was passiert in den nächsten Folgen von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“? Mit unserer Vorschau sind Sie täglich informiert. 2021-06-30 18:33 7KB www.rnd.de

(0.03/12)  29  „Berlin – Tag & Nacht“: So geht es weiter

Berlin, wie es weint und lacht: In der Serie „Berlin – Tag & Nacht“ dreht sich alles um das turbulente Leben junger Hauptstadtbewohner. Seit 2011 läuft die Daily Soap im Vorabendprogramm von RTL 2. Hier verraten wir, wie es in den nächsten Folgen weitergeht. 2021-06-30 18:16 7KB www.rnd.de

(0.02/12)  30  Spahn plant mit mehr als 200 Millionen Impfdosen für 2022

Der Gesundheitsminister will für das kommende Jahr diverse Impfstoffe beschaffen. Damit sollen die Nachimpfungen abgesichert werden. 2021-06-30 19:32 1KB www.tagesspiegel.de

(0.02/12)  31  Corona-Schulden: Bundesrat liebäugelt mit einer bequemen Lösung

Der Fehlbetrag wird nach heutigem Wissensstand 30 Milliarden Franken betragen. Der Bundesrat denkt daran, die Hälfte davon mit Überschüssen aus der Vergangenheit zu verrechnen. 2021-06-30 19:08 3KB www.nzz.ch

 32  Post von Wagner: Liebes Fußball-Deutschland

die Engländer sind im Jubel-Himmel. Und wir? Sind wir Deutschen in der Trauer-Hölle? 2021-06-30 21:40 1KB www.bild.de

 33  Hunderte Jugendliche müssen ins "Hotel Covid"

Aus ganz Spanien reisen Jugendliche nach Mallorca, um dort ihren Schulabschluss zu feiern - doch die Fiesta wird zum Superspreader-Event. Hunderte Heranwachsende werden in einem Hotel unter Quarantäne gestellt. Die protestieren nun gegen ihre Zwangseinweisung ins "Hotel Covid". 2021-06-30 21:40 2KB www.n-tv.de

 34  „Barbarisch“ +++ „Abschieben“: Kurz spricht aus, was wir uns nicht trauen!

Nach dem grausamen Mord an einer 13-Jährigen in Wien spricht Österreichs Kanzler Kurz Klartext gegen Kriminelle. 2021-06-30 21:39 4KB www.bild.de

 35  Silbereisen verlängert „Traumschiff“-Vertrag: Mehr Folgen als bisher

Der Kapitän bleibt an Bord!Florian Silbereisen (39) hat seinen Vertrag beim ZDF-„Traumschiff“ vorzeitig verlängert. Die bisherige Vereinbarung lief bis Ende 2021 und umfasste zwei noch zu drehende Folgen.Wie lange Silbereisen jetzt bleibt, was sich ändert und was Florian zu BILD sagt, lesen Sie mit BILDplus. *** BILDplus Inhalt *** 2021-06-30 21:39 1KB www.bild.de

 36  Aktien New York Schluss: Neue Rekorde - Sehr starke Halbjahresbilanz

Der Rekordlauf am US-Aktienmarkt ist am Mittwoch mit neuen Höchstständen für den Nasdaq 100 und den S&P 500 weitergegangen. 2021-06-30 21:33 2KB www.t-online.de

 37  Zu Gast bei den Saterfriesen: Stephan Weil besucht kleinste Sprachminderheit Deutschlands

Die kleinste Sprachminderheit Deutschlands lebt in Niedersachsen – Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Saterfriesen im Landkreis Cloppenburg nun auf seiner Sommerreise besucht. Hoher Besuch … 2021-06-30 21:19 2KB www.haz.de

 38  Nach Lagebesprechung folgte für Wacker 0:1-Niederlage gegen HSV

Gegen den deutschen Zweitligisten mussten sich die Tiroler nach starker Gegenwehr knapp 0:1 geschlagen geben. Den spi... 2021-06-30 21:06 3KB www.tt.com

 39  Mitfavoritin Sabalenka mit Mühe in dritte Runde

Mitfavoritin Aryna Sabalenka aus Belarus ist mit einem mühsamen Erfolg in die dritte Runde des Tennis-Turniers in Wimbledon eingezogen. … 2021-06-30 21:05 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 40  Fast 2000 schottische Fans bei EM infiziert

Statt diffuser Sorgen gibt es für Schottland jetzt harte Zahlen: 1991 Corona-Fälle gehen nach Behördenangaben auf das Konto der Fußball-EM. Die Quittung für die Spiele in London und die Partie in Russland wird folgen. Deutsche Politiker sind wütend über die UEFA. 2021-06-30 20:56 4KB www.n-tv.de

 41  Eine Million Euro für Berliner Medizin-Start-ups

Berlin und die EU geben eine Million Euro an Unternehmen zur Bewältigung der Corona-Folgen. Ziel: Eine „grüne, digitale und stabile Erholung der Wirtschaft“ 2021-06-30 20:55 3KB www.tagesspiegel.de

 42  Kim Gloss schickt Urlaubsgrüße von Bootstrip

Nichts als Berge auf dem neuen Foto von Kim Gloss. Das ehemalige DSDS-Talent schickt ihren Followern einen leichtbekleideten Gruß von einer Bootstour. Ihre Fans sind mehr als begeistert. 2021-06-30 20:50 2KB www.t-online.de

 43  Seenotretter schleppen Kutter aus Gefahrenzone vor dem Darß

Seenotretter auf der Ostsee haben verhindert, dass ein 22 Meter langes Schiff mit neun Menschen an Bord bei starkem Wind auf den Strand vor dem Darß getrieben 2021-06-30 20:46 1KB www.t-online.de

 44  Unwetter in Osttirol: 24-Jähriger krachte in Virgen gegen Baum

Alkoholisiert, zu schnell und bei regenüberfluteter Fahrbahn geriet ein Autofahrer in Virgen ins Schleudern und prall... 2021-06-30 20:46 1KB www.tt.com

 45  Sie geht auch ins "Sommerhaus der Stars"

Neue Mitbewohner für das "Sommerhaus der Stars". Nachdem die erste Welle der diesjährigen Kandidaten bekannt gegeben worden ist, kommen die Nachzügler an. Wie RTL mitteilt … 2021-06-30 20:44 1KB www.stern.de

 46  Homeoffice-Pflicht in Berlin endet – wie es mit der Arbeit von zu Hause weitergeht

Ab 1. Juli gilt die Homeoffice-Pflicht nicht mehr. Doch viele Berliner Unternehmen wollen ihre Angestellten auch künftig von zu Hause arbeiten lassen. 2021-06-30 20:43 7KB www.tagesspiegel.de

 47  Ein ungewöhnlicher Held des Kalten Kriegs

In der heißen Phase des Kalten Kriegs rekrutieren westliche Geheimdienste einen gewöhnlichen britischen Geschäftsmann, um Informationen eines ehemaligen hochrangigen Offiziers der Sowjetunion nach Großbritannien zu … 2021-06-30 20:42 5KB www.stern.de

 48  „Gorillas“-Fahrer streiken für wetterfeste Arbeitskleidung

Weil ihre Kleidung durchnässt war, legten Gorillas-Fahrer in Berlin-Pankow die Arbeit nieder. Beschäftigte in Kreuzberg schlossen sich dem Streik an. 2021-06-30 20:38 5KB www.tagesspiegel.de

 49  „Ich hatte schon mal mehr Spaß ...“

Das war’s für René Eckardt bei Carl Zeiss. In BILD blickt er auf seine Zeit in Jena zurück. 2021-06-30 20:35 2KB www.bild.de

 50  Antisemitismus-Beauftragter: Jüdisches Leben sichtbar machen

Hamburgs neuer Antisemitismus-Beauftragter Stefan Hensel will das jüdische Leben in der Stadt stärken. Es sei wichtig zu verstehen, dass Jüdinnen und Juden in Hamburg ein aktives Gemeindeleben haben, sagte er im Interview mit dem NDR 90,3 Kulturjournal. Am Donnerstag nimmt er seine Arbeit auf. 2021-06-30 20:22 2KB www.ndr.de

 51  Mit Sekundenschlaf auf Gegenfahrbahn: Autos stießen in Söll zusammen

Ein 66-Jähriger nickte während der Fahrt ein und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß er mit dem Auto eines 18-Jä... 2021-06-30 20:20 1KB www.tt.com

 52  So schützen Sie Ihre Gelenke beim Wandern

Wer Arthrose hat, sollte in Bewegung bleiben. Wandern eignet sich hierfür besonders gut. Damit die Knie nicht überlastet werden, sollten jedoch bestimmte Regeln beachtet werden. 2021-06-30 20:18 8KB www.t-online.de

 53  TV-Hammer! - RTL-Moderatorin Sandra Kuhn kommt zu BILD Live

Moderatorin Sandra Kuhn (39) – ehemals bei RTL – wird ab dem 1. August das TV-Team von BILD verstärken. 2021-06-30 20:12 2KB www.bild.de

 54  Ist die Pandemie Schuld? Bürger melden immer mehr Ratten

Sie huschen über Spielplätze, mitten am Tag über die Straße und sie werden in unseren Städten immer öfter gesehen: Ratten! 2021-06-30 20:11 1KB www.bild.de

 55  „Love Seats“: Ikea entwirft Sofas zu Pride-Flaggen

Kurz vor Ende des Pride Months im Juni meldet sich nun auch IKEA mit einer passenden Kampagne zum Thema. Das Möbelhaus hat „Love Seats“ kreiert – Sofas, … 2021-06-30 20:10 2KB mads.de

 56  Tief "Xero" tobt sich über Brandenburg aus

Das Wetter macht mal wieder Schlagzeilen. Auf die Hitze folgen sintflutartige Regenfälle, die Bilder aus dem Südwesten Deutschlands erinnern an Katastrophenfilme. Und so wechselhaft dürfte es bleiben. 2021-06-30 20:08 3KB www.n-tv.de

 57  Corona-News-Ticker: Anteil der Delta-Variante wächst exponentiell

Der Anteil der Mutante hat sich laut RKI die vierte Woche in Folge verdoppelt. Und die Tendenz hält wohl an. Mehr Corona-News im Live-Ticker. 2021-06-30 20:08 18KB www.ndr.de

 58  Kann Flick auf Kroos, Neuer und Co. zählen?

Neuer Trainer, neue Mannschaft? Nicht nur die „Position“ des Bundestrainer könnte nach der EM neu besetzt werden. Welche Spieler werden die Nationalmannschaft verlassen, welche bleiben? Ein Blick auf die Urgesteine der Mannschaft. 2021-06-30 20:08 4KB www.rnd.de

 59  St. Pauli siegt 4:0 im Test gegen Blau-Weiß Lohne

Die Zweitliga-Fußballer des FC St. Pauli haben am Mittwoch ein Testspiel im Rahmen ihres Trainingslagers im niedersächsischen Herzlake gewonnen. Die Hamburger 2021-06-30 20:07 1KB www.t-online.de

 60  Bereits die fünfte Welle: Delta-Variante verschärft Corona-Krise im Iran

Iran gehört zu jenen Staaten, die am härtesten von der Corona-Pandemie getroffen worden sind. Nun hat das theokratische Land sie inzwischen fünfte Welle erfasst. Die Sorge vor der Delta-Variante des Coronavirus ist groß. 2021-06-30 20:06 1KB www.rnd.de

 61  Abschied eines Unvollendeten: Was von der Ära Löw bleiben wird

Der Schmerz sitzt bei ihm tief. Und doch sagt Joachim Löw: „Ich bin mit mir im Reinen.“ Was wird von seiner Amtszeit im Gedächtnis bleiben: Die Jahre des Erfolgs, der Begeisterung – oder doch der quälend lange Abschied? Über das Ende einer Ära. 2021-06-30 20:05 9KB www.rnd.de

 62  Hier spukt eine Seherin aus dem 17. Jahrhundert: Dorfruine mit Privatstrand für 145.000 Euro zu kaufen

Diese Immobilie ist eher etwas für Furchtlose: In Schottland sollen die Überreste des Dorfes Old Lawers am Ufer des Sees Loch Tay verkauft werden. Wer … 2021-06-30 20:04 3KB www.stern.de

 63  Russell für Bottas? Verstappen jetzt WM-Favorit? Thesen zum Formel-1-Monat – mit Norbert Haug Russell für Bottas? Verstappen jetzt WM-Favorit? Thesen zum Formel-1-Monat – mit Norbert Haug

Eine neue Ausgabe der SPORTBUZZER-Kolumne mit dem ehemaligen Mercedes-Sportchef Norbert Haug, der bereits mit Lewis Hamilton und Michael Schumacher zusammenarbeitete, als diese als Renn-Junioren von Mercedes gefördert wurden. Wir legen dem F1-Experten Thesen vor – und Haug gibt seine Einschätzungen dazu ab. Diesmal mit der Nummer-zwei-Frage bei Mercedes und einem Lob für Mick Schumacher. 2021-06-30 20:03 4KB www.sportbuzzer.de

 64  „Vor mir der Süden“: Pepe Danquart präsentiert seine Doku im Kino am Raschplatz

Mit einem Roadmovie durch Italien schafft Pepe Danquart eine Hommage an den Gesellschaftskritiker und Künstler Pier Paolo Pasolini – und zeichnet ein sozialkritisches Porträt Italiens. … 2021-06-30 20:00 1KB www.haz.de

 65  Rufmordkampagne gegen Baerbock? Das ist „Plagiatsjäger“ Stefan Weber

Der „Plagiatsjäger“ Stefan Weber wirft Annalena Baerbock vor, in ihrem jüngst erschienenen Buch „Jetzt“ plagiiert zu haben. Die Partei sieht darin eine Rufmordkampagne gegen die Kanzlerkandidatin. Wer ist der Österreicher, der sich schon seit Wochen laut eigenem Bekunden „in das Thema Baerbock verbissen“ hat? 2021-06-30 20:00 4KB www.rnd.de

 66  Kann Silva der neue Werner werden?

André Silva soll das Loch, das nach dem Abgang von Timo Werner entstanden ist, füllen. BILD macht den großen Zahlen-Vergleich der Super-Stürmer. 2021-06-30 20:00 2KB www.bild.de

 67  Idee, Programm, Termine: Wer und was hinter den ersten „Neuburger Kulturtagen“ steckt

Plus Zum ersten Mal findet das kleine Festival um die "Neuburger Kulturtage" mit insgesamt sechs Veranstaltungen in der Altstadt statt. Organisiert hat es Robert Komarek – … 2021-06-30 20:00 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 68  Wut in Österreich über Mord an 13-Jähriger

Nach dem Tod einer 13-Jährigen in Wien fordern Regierungspolitiker in Österreich die schnelle Abschiebung von Straftätern auch in Herkunftsländer wie Afghanistan oder Syrien. Das Mädchen wurde unter Drogen gesetzt, missbraucht und erstickt. Ihre Leiche lag in einer Grünanlage. 2021-06-30 19:59 3KB www.n-tv.de

 69  Werder Bremen gewinnt Testspiel beim VfB Oldenburg 4:0

Fußball-Zweitligist Werder Bremen hat auch das zweite Testspiel der Vorbereitung gewonnen. Der Erstliga-Absteiger setzte sich am Mittwoch beim Regionalligisten 2021-06-30 19:59 1KB www.t-online.de

 70  Ein Gerücht sorgt für Riesenzoff im Rathaus Illegale Römer-Partys mit Minderjährigen?

Über ein ungeheuerliches Gerücht berichtete Jumas Medoff (39): Illegale Partys mit Minderjährigen – im Rathausbüro einer Partei. 2021-06-30 19:59 942Bytes www.bild.de

 71  Carl Zeiss Jena gewinnt zum zwölften Mal den Thüringen-Pokal

Der FC Carl Zeiss Jena hat zum zwölften Mal den Fußball-Landespokal von Thüringen gewonnen und sich damit für die 1. Runde des DFB-Pokals qualifiziert. Im 2021-06-30 19:57 2KB www.t-online.de

 72  FSV Zwickau gewinnt Testspiel bei Chemie Leipzig mit 7:1

Fußball-Drittligist FSV Zwickau hat sein zweites Testspiel der Saisonvorbereitung gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Joe Enochs feierte beim Regionalligisten 2021-06-30 19:57 1KB www.t-online.de

 73  Abschied vor Abriss von DDR-Kult-Restaurant Dräggscher Löffel noch mal offen

Dresden – Das „pick-nick“ an der Grunaer Straße war eins der ersten Selbstbedienungsrestaurants der DDR. Die Dresdner nannten es wegen der Hygiene-Mängeln nur „Dräggscher Löffel“. 2021-06-30 19:56 1KB www.bild.de

 74  Wunstorf: Letzte Soldaten aus Afghanistan zurückgekehrt

Die letzten in Afghanistan stationierten Soldaten der Bundeswehr sind am Mittwoch wieder in Deutschland eingetroffen. Drei Maschinen der Luftwaffe landeten auf dem Stützpunkt in Wunstorf bei Hannover. 2021-06-30 19:54 3KB www.ndr.de

 75  Unwetterwarnung für MV bis Donnerstagnachmittag verlängert

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Unwetterwarnung für Mecklenburg-Vorpommern bis Donnerstag, 14 Uhr, verlängert. Wegen Niederschlagsmengen bis zu 80 Liter pro Quadratmeter kann es zu Überschwemmungen kommen. In Westmecklenburg rückte die Feuerwehr zu zahlreichen Einsätzen aus. 2021-06-30 19:53 2KB www.ndr.de

 76  Unwetter: Viele Einsätze in SH, Haus in Bad Schwartau abgesichert

Erneut hat ein Unwetter über Schleswig-Holstein für zahlreiche Einsätze gesorgt. Straßen wurden überspült, Keller liefen voll. In Bad Schwartau drohte ein Haus einzustürzen. 2021-06-30 19:53 1KB www.ndr.de

 77  Verkehrsrichtplan: Die Stadt Zürich legt sich mit dem Kanton an

Das rot-grün dominierte Parlament will Zürich zur Velostadt umbauen. Die Mehrheit setzt sich bei allen Anträgen durch, am Ende könnte aber die Kantonsregierung den Gemeinderat zurückpfeifen. 2021-06-30 19:50 10KB www.nzz.ch

 78  Kommentar zu Volkswagen: Hoffnung auf die höchsten Richter

Der Abgasskandal hat Volkswagen bereits rund 32 Milliarden Euro gekostet. Nach einer Entscheidung eines amerikanischen Gerichts könnte es noch teurer werden – doch in den USA … 2021-06-30 19:49 1KB www.haz.de

 79  Neudecker kickt mit Daten-BH

In Sachen Technik sind die Löwen schon erstklassig! Der Drittligist hat einen neuen Partner für die Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung... 2021-06-30 19:48 2KB www.bild.de

 80  TV-Kritik: „Ende gut, alles gut“ – ernsthaft?

ARD-Moderatorin Jessy Wellmer vergriff sich in der Wortwahl. Auch sonst waren ihre Auftritte mit Experte Bastian Schweinsteiger bei der Fußball-EM 2021 farblos. … 2021-06-30 19:47 985Bytes www.augsburger-allgemeine.de

 81  Mehr zum Coronavirus

Die "Notbremse" galt für Kommunen, in denen die Corona-Infektionszahlen besonders hoch waren - wie in Emden in Ostfriesland. 1 Min … 2021-06-30 19:47 518Bytes www.ndr.de

 82  Mekka der Milliardäre: Das seltsame Leben im reichsten Ort der USA

Kaum jemand kennt den reichsten Ort der USA. Ein Besuch zeigt eine heile Welt, doch hinter der Fassade tun sich tiefe Risse auf.  Wie viel Geld kann Jackson vertragen? 2021-06-30 19:46 9KB www.t-online.de

 83  Nach dem Sieg gegen Deutschland: Englands altes Trauma ist besiegt

Mit dem Sieg gegen Deutschland besiegt die Mannschaft von Trainer Gareth Southgate ein altes Trauma. Sogar die englische Presse scheint besänftigt. … 2021-06-30 19:45 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 84  „Es geht darum, die Kinder zu nehmen wie sie sind“

Regelschulen sollen jedes Kind mit Förderbedarf aufnehmen können. Das sei das Ziel, sagt Sybille Volkholz. Nach neun Jahren als Vorsitzende des Fachbeirats Inklusion hört sie auf – und zieht Bilanz. 2021-06-30 19:45 1KB www.tagesspiegel.de

 85  Sicherheitsfirmen sollen bei der Betreuung von Flüchtlingsunterkünften betrogen haben

Sicherheitsfirmen, die Flüchtlingsunterkünfte betreuen, sollen den Staat geschädigt haben. Doch die Senatsverwaltung weiß nichts von "systematischem Betrug". 2021-06-30 19:44 5KB www.tagesspiegel.de

 86  Sotheby's versteigerte Original-Programmcode des World Wide Web

Mehr als viereinhalb Millionen Dollar bezahlte ein Bieter für den Programmcode des World Wide Web aus dem Jahr 1990. ... 2021-06-30 19:38 2KB www.tt.com

 87  Schädlinge im Garten wirksam bekämpfen: Tipps gegen die nervigsten Schädlinge

Angefressenes Obst und Gemüse und verkümmerte Knospen – Schädlinge hinterlassen im Garten ihre Spuren. Wie lassen sich Schädlinge im Garten wirksam bekämpfen? 2021-06-30 19:37 5KB www.t-online.de

 88  Edelmetalle, Comex: Die Nachfrage nach physischem Silber wird explodieren

Lesen Sie in diesem Artikel: Seit wann die Comex als großes Liefervehikel für Gold und Silber agiert Wieso in den kommenden Monaten die Silbernachfrage anziehen … 2021-06-30 19:35 948Bytes deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

 89  "Niemals dürfen wir vergessen"

Bundespräsident Steinmeier hat bei seinem Besuch in Israel ein energisches Vorgehen gegen Antisemitismus in Deutschland und anderen Teilen der Welt gefordert. Die Erinnerung an den Holocaust dürfe niemals "ein leeres Ritual" werden. 2021-06-30 19:32 3KB www.tagesschau.de

 90  Russland leugnet "Scheinangriffe" auf niederländisches Schiff

Russische Kampfflugzeuge sollen im Schwarzen Meer gefährlich tief über ein niederländisches Kriegsschiff geflogen sein. Russland weist die Vorwürfe zurück und teilt Aufnahmen vom Vorfall. 2021-06-30 19:31 3KB www.t-online.de

 91  Erlebnismesse Inklusion 2021: Wenn der Linienbus zum Labyrinth wird

Korbleger im Rollstuhl, Punktschrift schreiben, ohne Sicht im Verkehr – die Erlebnis- und Jugendmesse Inklusion 2021 hat zwei Tage lang zum Ausprobieren und Verstehen eingeladen. … 2021-06-30 19:30 1KB www.haz.de

 92  Wie eine Nördlinger Bodybuilderin kritisiert wird: "Zu viele Muskeln für eine Frau"

Plus Die Nördlingerin Jasmin Alan ist Bodybuilderin. Um bei Wettkämpfen antreten zu können, trainiert sie hart. Dennoch … 2021-06-30 19:30 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 93  Schwere Gewitter wie in den letzten Tagen wird es öfter geben

Erneut sind schwere Gewitter über Bayern gezogen. Wo es besonders schlimm war und warum es einem Wetter-Experten zufolge solche extremen Unwetter im Freistatt nun … 2021-06-30 19:27 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 94  US-Justiz will offenbar Anklage gegen Trump Organization erheben

In der Trump Organization laufen sämtliche Immobiliengeschäfte des Ex-US-Präsidenten zusammen. Ermittelt wird schon lange gegen das Firmenkonstrukt, jetzt könnte es ernst werden. 2021-06-30 19:27 3KB www.t-online.de

 95  In eigener Sache

Bei der Berichterstattung über die furchtbare Bluttat in Würzburg, bei der drei Menschen starben, ist der Bild am Sonntag ein schwerwiegender Fehler unterlaufen. 2021-06-30 19:25 1KB www.bild.de

 96  Eingesperrt im Quarantänehotel: Junge Spanier rebellieren auf Mallorca

Mehr als 1000 junge Menschen haben sich auf Mallorca bei Abifahrten mit dem Coronavirus infiziert. 249 von ihnen sind in einem Quarantänehotel eingesperrt. Nach mehr als 15 Monaten Pandemie lässt das Verständnis für die Einschränkungen nach. 2021-06-30 19:24 5KB www.rnd.de

 97  Zahl der Testzentren sinkt laut Ministerium im Juli deutlich

Düsseldorf Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in NRW bisher mehr als 9000 Testzentren gezählt. Die Zahl der aktiven Zentren dürfte bald sinken. Manche Betreiber gehen … 2021-06-30 19:22 5KB rp-online.de

 98  Inzidenz im Norden weitgehend stabil: 18 neue Corona-Fälle

Die Sieben-Tage-Inzidenz verharrt in Schleswig-Holstein auf niedrigem Niveau, während die Zahl der Corona-Neuinfektionen etwas gestiegen ist. Nach Angaben der 2021-06-30 19:17 1KB www.t-online.de

 99  Schweiz will US-Kampfjets kaufen – statt Eurofighter

Die Regierung in Bern will für mehr als 4,5 Milliarden Euro neue Kampfflugzeuge in den USA bestellen. Doch das Vorhaben ist umstritten – und das Parlament muss dem Deal erst zustimmen. 2021-06-30 19:14 2KB www.t-online.de

 100  Aufsteiger Ingolstadt gewinnt Testspiel gegen Eichstätt

Zweitliga-Aufsteiger FC Ingolstadt hat in seinem ersten Testspiel dieses Sommers einen standesgemäßen Sieg gefeiert. Die Schanzer schlugen den 2021-06-30 19:11 1KB www.t-online.de

 101  Knapp 2000 Corona-Fälle in Schottland in Verbindung mit EM-Spielen

Liveblog Düsseldorf In Schottland haben sich in Zusammenhang mit einem EM-Fußballspiel knapp 2000 Personen infiziert. Nach mehr als einem Jahr Pandemie rät die Bundesregierung … 2021-06-30 19:09 1KB rp-online.de

 102  Türken können sich für dritte Corona-Impfung registrieren

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzt die türkische Regierung auf eine dritte Impfung. Das betrifft zunächst Gesundheitspersonal sowie Menschen über 50 Jahre, die bereits zweimal gegen das Coronavirus geimpft wurden. Sie können sich ab Donnerstag für eine dritte Impfung registrieren. 2021-06-30 19:06 1KB www.rnd.de

 103  Delta macht sich breit – Impfangebot für alle Kinder ab 12 Jahren bis August

Service Düsseldorf Der Gesundheitsminister fordert Schulen und Kitas auf, sich besser auf die nächste Welle vorzubereiten. Eine Garantie für offen Schulen mag er aber nicht … 2021-06-30 19:06 5KB rp-online.de

 104  Den besten OLED-TV finden: 4K-Auflösung unter 900 Euro – darauf muss man beim Kauf achten

OLED-Fernseher beeindrucken durch ein perfektes Schwarz, guten Kontrast und ein blickwinkelstabiles Bild. Bei Preisen ab 900 Euro zeigt TechStage, warum man eher zu OLED statt einem 8K-Fernseher greifen sollte. | TechStage 2021-06-30 19:05 12KB www.techstage.de

 105  Allein unter Frauen um die Welt

Seit den 80ern organisiert Eva Veith Reisen nur für Frauen. Ihre Agentur war die erste ihrer Art in Berlin. 2021-06-30 19:03 6KB www.tagesspiegel.de

 106  Ricken, zweimal Ginter, Hofmann: Die deutschen Turniertouristen von 2000 bis 2021 Ricken, zweimal Ginter, Hofmann: Die deutschen Turniertouristen von 2000 bis 2021

26 Spieler standen im Kader von Bundestrainer Joachim Löw für die Europameisterschaft. Wie üblich kamen jedoch nicht alle Profis bei dem Turnier zum Einsatz. Der SPORTBUZZER blickt auf die deutschen Turniertouristen seit 2000. 2021-06-30 19:02 7KB www.sportbuzzer.de

 107  BILD sagt, was Löw nicht sagte

Am Mittwoch trat Joachim Löw ein letztes Mal als Bundestrainer vor die Presse. Antworten auf das EM-Debakel gab er nicht. BILD schon! 2021-06-30 19:01 3KB www.bild.de

 108  F-35 startet mit Gegenwind - und fordert Viola Amherd heraus

Die Schweiz soll 36 Flugzeuge des Typs F-35 sowie 5 Einheiten des Boden-Luft-Abwehrsystems «Patriot» beschaffen. Mit diesem Entscheid löst der Bundesrat eine Kontroverse aus. 2021-06-30 19:00 5KB www.nzz.ch

 109  Djokovic schlug Ex-Finalist Anderson in 2. Wimbledon-Runde, Novak out

Ohne Probleme hat der Tennis-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic sein potenziell schwieriges Zweitrunden-Match in Wim... 2021-06-30 19:00 4KB www.tt.com

 110  Geplante Aufspaltung von Airbus: IG Metall und Betriebsräte rebellieren gegen das Management

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus nutzt die Pandemie, um seine Struktur zu ändern. Abgetrennt wird dabei eine Einheit in Deutschland. Personalvertreter kündigen Widerstand an. 2021-06-30 19:00 4KB www.rnd.de

 111  Miami: Warum kommt die Suche nach Vermissten so langsam voran?

Seit fast einer Woche versuchen Hunderte Einsatzkräfte verzweifelt, in Miami die Vermissten unter den Trümmern des Champlain Towers South zu erreichen. Doch die Arbeiten gehen nur schleppend voran. Dafür gibt es mehrere Gründe. 2021-06-30 18:56 4KB www.rnd.de

 112  Das Corona-Update vom 30. Juni

Jeden Tag laufen einige Nachrichten zum Coronavirus über den Ticker. Wir sammeln an dieser Stelle alles, was heute wichtig ist - mit besonderem Blick auf Bayern … 2021-06-30 18:55 758Bytes www.augsburger-allgemeine.de

 113  Dennis Novak unterlag Johnson in 1. Wimbledon-Runde in 3 Sätzen

Für Dennis Novak ist in Wimbledon gleich in der Auftaktrunde Endstation gewesen. ÖTV-Star Dominic Thiem musste seine Wimbledon-Teilnahme verletzungsbedingt absagen. 2021-06-30 18:55 2KB www.diepresse.com

 114  Ein Jahr Klimacamp in Augsburg: Gekommen, um zu bleiben

Aus ein paar Tagen Protest wurde ein ganzes Jahr. Der Antrieb der Aktivisten des Augsburger Klimacamps ist nach wie vor groß. Ihre Zelte wollen … 2021-06-30 18:51 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 115  Baerbock scheint zu glauben, dass sie ist, was sie sein will

Der Wirbel um ihr Buch „Jetzt“ ist die nächste Panne im Wahlkampf der Annalena Baerbock. Ihre Haltung des Fünfe-gerade-sein-Lassens mag typisch sein für ein Milieu, dem das Leben außerhalb der Politikblase fremd ist. Fürs Kanzleramt eignet sich diese Haltung aber nicht. 2021-06-30 18:51 1KB www.welt.de

 116  Diese Fälle gibt es beim heutigen "Aktenzeichen XY... gelöst!"

"Aktenzeichen XY... gelöst!" ist eine Ergänzung zu "Aktenzeichen XY... ungelöst!". In der aktuellen Folge geht es wieder um einige Fälle, die von der Polizei … 2021-06-30 18:49 1002Bytes www.augsburger-allgemeine.de

 117  Frau mit nackten Brüsten auf Berliner Spielplatz: Polizeieinsatz löst Debatte aus

Warum ist es Männern erlaubt, sich mit nacktem Oberkörper in einer Parkanlage aufzuhalten, Frauen aber nicht? Diese Frage hat in Berlin Diskussionen ausgelöst. Hintergrund ist ein Polizeieinsatz wegen einer am Oberkörper unbekleideten Besucherin des Spielplatzes. 2021-06-30 18:48 3KB www.rnd.de

 118  34 Jahre alter Mordfall: Däne freigesprochen

1987 wird ein junges Paar auf einer Fähre brutal angegriffen. Die Frau überlebt, ihr 20-jähriger Partner stirbt. Jahrzehntelang tappen die Ermittler im Dunkeln. Doch dann bringt eine SMS im Jahr 2016 die Behörden auf eine neue Spur. Zu einer Verurteilung kommt es allerdings nicht. 2021-06-30 18:44 3KB www.n-tv.de

 119  800 Menschen Fake-Vakzin gespritzt

Die Delta-Variante breitet sich in Uganda rasend schnell aus. Gleichzeitig erhalten mehrere Hundert Menschen ein gefälschtes Vakzin gegen Corona. Es ist nicht der einzige Grund, der den Menschen in dem Land das Vertrauen in Privatkliniken nimmt. 2021-06-30 18:43 3KB www.n-tv.de

 120  Alleinerziehender wird am Impfzentrum Berlin-Tegel abgewiesen

Kinder dürfen nicht in Impfzentren mitgenommen werden. Ein Alleinerziehender fühlt sich diskriminiert und hat eine Beschwerde beim Land Berlin eingereicht. 2021-06-30 18:40 4KB www.tagesspiegel.de

 121  Bundesrat daran, EU-Recht autonom zu übernehmen

Der Bundesrat will «Reibungsflächen» gegenüber der EU abbauen. Am Mittwoch hat er dazu erste Entscheide gefällt. Im Zentrum dürfte der Lohnschutz stehen. 2021-06-30 18:36 6KB www.nzz.ch

 122  Der Coronavirus-Blog

Im Herbst soll der Lehrbetrieb an der Universität Innsbruck wieder mehr in Richtung Normalität rücken. Die Regierung ... 2021-06-30 18:29 1KB www.tt.com

 123  Michael Rummenigge im Video: Frankreich "schlägt sich selbst" - Belgien und Spanien "nun meine Favoriten" Michael Rummenigge im Video: Frankreich "schlägt sich selbst" - Belgien und Spanien "nun meine Favoriten"

Einige (Mit-)Favoriten sind bei der EM ausgeschieden. Wer hat nun die größten Chancen auf den Titel? SPORTBUZZER-Experte Michael Rummenigge versucht im Video, das Aus einiger Top-Teams zu erklären - dabei übt er Kritik an Frankreich und nennt seine Favoriten unter den Viertelfinalisten. 2021-06-30 18:18 2KB www.sportbuzzer.de

 124  Eines könne man ruhig mal so sagen, findet Löw

Bei seinem Abschied nach dem EM-Aus zeigt Bundestrainer Joachim Löw Dankbarkeit - und gesteht auch Fehler ein. Seine Zukunft lässt der 61-Jährige offen. Als er vom Gespräch mit Thomas Müller erzählt, muss Löw dabei ein wenig schmunzeln. 2021-06-30 18:14 8KB www.welt.de

 125  Streit in Augsburg um Luftfilter für alle Klassenzimmer an den Schulen

Plus Innerhalb des Augsburger Stadtrats ist ein Streit um Luftfilter für Schulen entbrannt. Die Sozialfraktion wirft der Stadtregierung „Tatenlosigkeit“ vor. Der Ton … 2021-06-30 18:14 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 126  Schwarze Exzellenz made in Hollywood

Vom FBI unterwandert: "Judas and the Black Messiah" über den Black-Panther-Aktivisten Fred Hampton erzählt ein unbekanntes Kapitel der Bürgerrechtsbewegung. 2021-06-30 18:12 5KB www.tagesspiegel.de

 127  Schatten auf Jubiläum: Maas rüffelt Vatikan wegen Umgang mit Missbrauch

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundesaußenminister Heiko Maas lasen der versammelten Kirchen-Führung die Leviten. 2021-06-30 18:05 4KB www.bild.de

 128  Die politische Dimension des Wembley-Scharmützels

Der Kulturkampf um den Brexit hat den Fußball erreicht. Während die einen die „guten Deutschen“ verteidigen, machen sich die anderen lustig. In dieser aufgeheizten Stimmung richten sich alle Blicke auf den Besuch von Kanzlerin Angela Merkel am Freitag. 2021-06-30 18:04 6KB www.welt.de

 129  Die Schweiz verschmäht den Eurofighter – zugunsten ihres haushohen Favoriten

Der Tarnkappen-Kampfjet F-35A von Lockheed Martin gewinnt das aufwendige Auswahlverfahren in der Schweiz. Dabei ist das US-Modell der klare Sieger im Vergleich mit der Konkurrenz aus Deutschland. Vor allem in einem Punkt ist das Gewinnerflugzeug eindeutig überlegen. 2021-06-30 18:03 5KB www.welt.de

 130  Die Aktien des chinesischen Uber-Pendants Didi mit Börsendebüt

Vor acht Tagen hat der US-Senat ein Gesetz verabschiedet, durch das sich chinesische Firmen im schlimmsten Fall gänzlich von der Börse in New York verabschieden müssen. Der chinesische Vermittler von Fahrdiensten, Didi, geht dennoch an die Nasdaq. Warum? 2021-06-30 18:00 2KB www.nzz.ch

 131  Regierung sagt Nein: Keine Belohnungen fürs Impfen

ÖVP und Grüne lehnen Gutscheinaktionen ab. Eine Taskforce aus Ministern und Experten soll die Lage im Sommer beobachten. 2021-06-30 18:00 4KB www.diepresse.com

 132  81-jährige Fußgängerin von Lkw überrollt und getötet

58-Jähriger während Deutschlandspiel-Übertragung schwer verletzt + Lastwagen verliert beim Abbiegen Dutzende Kisten Bier + Der Blaulicht-Blog. 2021-06-30 18:00 984Bytes www.tagesspiegel.de

 133  Clubs sperren auf: Das vorsichtige Comeback

Keine andere Branche war so lange geschlossen, ab Donnerstag sollen sich die Dancefloors des Landes wieder füllen. Doch es herrscht Skepsis. 2021-06-30 18:00 920Bytes www.diepresse.com

 134  Burn-on ist noch gefährlicher als Burn-out

Eine krankhafte Erschöpfung muss nicht immer im Burn-out enden. Um weiterhin funktionieren zu können, arbeiten viele Menschen stets am Limit und verschleppen die Erschöpfung. Prof. Dr. med. Bert te Wildt, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und der psychologische Psychotherapeut Timo Schiele von der psychosomatischen Klinik im Kloster Dießen haben dafür einen eigenen Begriff geprägt: den Burn-on. In BILD erklärt Timo Schiele, wie gefährlich dieses bisher wenig beachtete Krankheitsbild ist und wie Sie vorbeugen können. *** BILDplus Inhalt *** 2021-06-30 17:59 1KB www.bild.de

 135  96 duselt sich zum Testspielsieg gegen Viktoria Berlin - Lawrence Ennali erzielt das Tor des Tages 96 duselt sich zum Testspielsieg gegen Viktoria Berlin - Lawrence Ennali erzielt das Tor des Tages

Wirklich rund läuft es bei Hannover 96 noch nicht, zum Sieg gegen Drittliga-Aufsteiger Viktoria Berlin hat es am Mittwochabend dennoch gereicht. Dank eines Treffers von Youngster Lawrence Ennali (83.) gewann das Team von Jan Zimmermann mit 1:0 und durfte sich nach der Pleite gegen St. Pauli (0:2) über den ersten Sieg der Sommervorbereitung freuen. 2021-06-30 17:59 3KB www.sportbuzzer.de

 136  F-35: Der Entscheid ist konsequent

Der Bundesrat hat sich zu einem Typenentscheid durchgerungen und folgt damit dem Resultat der Evaluation. Bundesrätin Amherd hat als Polit-Handwerkerin einen guten Job gemacht. Jetzt muss sie sich als Sicherheitspolitikerin profilieren. 2021-06-30 17:57 6KB www.nzz.ch

 137  Coronavirus weltweit: Die neusten Entwicklungen| NZZ

Über 181 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Mehr als 3,9 Millionen Infizierte sind gestorben. Über 3 Milliarden Impfdosen wurden weltweit verabreicht. 2021-06-30 17:55 18KB www.nzz.ch

 138  Leben in Kanadas 50-Grad-Dorf: „Die meisten bleiben tagsüber im Keller“

An drei Tagen in Folge hat das Dorf Lytton im Westen Kanadas den Hitzerekord des Landes gebrochen, zuletzt stieg das Thermometer auf 49,5 Grad Celsius. „Vor der Hitze gibt es kein Entkommen“, sagt Bürgermeister Jan Polderman. Aber die Rekordtemperaturen sind nicht das einzige, das den Menschen zu schaffen macht. 2021-06-30 17:55 3KB www.rnd.de

 139  Deals des Tages: Das sind die besten Angebote von Amazon, Otto & Co.

Vielleicht kennen Sie das: Um ein gutes Angebot zu ergattern, muss man sich häufig mühsam von Seite zu Seite klicken, sich womöglich noch bei dem … 2021-06-30 17:51 3KB www.stern.de

 140  Ein Todesopfer, Unwetterschaden in Millionenhöhe und Ernteausfäll

Die ausserordentlich starken Gewitter vom Montag haben grossen Schaden angerichtet. Die Axa Versicherung geht gar von einem Unwetter-Rekordjahr aus. 2021-06-30 17:48 4KB www.nzz.ch

 141  Zahl der Corona-Neuinfektionen in Portugal auf höchstem Stand seit Mitte Februar

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Portugal hat den höchsten Stand seit Mitte Februar erreicht. Binnen 24 Stunden wurden 2362 neue Fälle verzeichnet, wie die Gesundheitsbehörden … 2021-06-30 17:48 2KB www.stern.de

 142  Chinesischer Taxidienst Didi geht an die Börse

Der chinesische Taxianbieter Didi geht an die Börse. Der Fahrdienstleister nimmt in New York 4,4 Milliarden Dollar ein. In China hat er... 2021-06-30 17:47 4KB www.faz.net

 143  Hamburger Arbeitsmarkt erholt sich von der Corona-Krise Aus dieser Sendung Mehr Hamburg Journal 18.00 Das könnte Sie auch interessieren

Die Arbeitslosenquote fällt im Juni in der Hansestadt im Vergleich zum Vorjahr von 8,2 auf aktuell 7,6 Prozent. 2021-06-30 17:43 791Bytes www.ndr.de

 144  Medizinerin in Uniform

Düsseldorf Für die medizinische Betreuung der NRW-Polizei sind Polizeiärzte und -ärztinnen zuständig. Johanna Jansen-Kamp ist eine von ihnen. Sie begleitet Hundertschaften … 2021-06-30 17:43 4KB rp-online.de

 145  Bach im Konzerthaus: Archaisches, das tönt wie neu

Jubelstürme für geistliche Musik ernteten Bachs Motetten mit der Company of Music unter Johannes Hiemetsberger. 2021-06-30 17:40 1KB www.diepresse.com

 146  Die Jugend hat ein Recht zu feiern

Analyse Düsseldorf Seit mehr als 15 Monaten müssen Jugendliche auf Partys und Massenevents verzichten. Das war alternativlos. Doch jetzt ist es wichtig, auch auf … 2021-06-30 17:38 6KB rp-online.de

 147  Lesen Sie zeit.de mit Werbung oder im PUR-Abo. Sie haben die Wahl.

Visit zeit.de as usual with ads and tracking. Details about how we use tracking can be found in our Privacy Policy and in the Privacy Center . … 2021-06-30 17:32 847Bytes www.zeit.de

 148  Dafür wird die Raschplatz-Hochstraße gesperrt

Ab heute wird die Raschplatz-Brücke für den Autoverkehr gesperrt, vom 8. bis zum 18. Juli soll die Hochstraße … 2021-06-30 17:24 1KB www.haz.de

 149  Volle Stadien - volles Risiko

Am deutlichsten wurde SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach: Die UEFA sei für den Tod vieler Menschen verantwortlich. Aber auch sonst gibt es viel Kritik an vollen EM-Stadien. In London haben sich offenbar viele Fans angesteckt. 2021-06-30 17:24 4KB www.tagesschau.de

 150  DAX im Rückwärtsgang

Der DAX hat zum Quartalsschluss schwächer geschlossen. Vor allem wieder stärkere Corona-Ängste bremsten die Kauflust der Anleger. Das erste Halbjahr 2021 konnte sich aber sehen lassen. 2021-06-30 17:24 9KB www.tagesschau.de

 151  Was sind eigentlich Negativzinsen?

Immer mehr Banken kassieren Geld von ihren vermögenden Kunden, wenn diese Geld auf dem Sparbuch parken. Warum ist das so? Und wie lassen sich die Gebühren vermeiden? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick. 2021-06-30 17:21 5KB www.rnd.de

 152  Planlos im hochgefährlichen Mali-Einsatz

Nach dem Anschlag auf die Bundeswehr in Mali wird die Frage laut, ob die deutschen Soldaten vor Ort ausreichend ausgerüstet und geschützt sind. Doch klar wird nun auch, wie planlos das Engagement der Bundesrepublik in dem Anti-Terror-Einsatz ist. 2021-06-30 17:20 2KB www.welt.de

 153  „Ich sah die tote Leonie am Baum lehnen“

Sie war doch noch ein Kind, erst 13 Jahre jung. Ihr ganzes Leben hatte Leonie aus Wien noch vor sich. Doch dann fand man die Wiener Schülerin tot auf einem Grünstreifen vor einem Haus. Ihre Leiche war an einen Baum gelehnt.DAS KIND WURDE MISSBRAUCHT UND ERSTICKT!Zwei afghanische Jugendliche (16, 18) sollen das Mädchen unter Drogen gesetzt und schwer sexuell misshandelt haben.Ein Verbrechen, das ganz Österreich erschüttert. Lesen Sie mit BILDplus, was Augenzeugen, Nachbarn und Ersthelfer über den grausamen Mord berichten. *** BILDplus Inhalt *** 2021-06-30 17:20 1KB www.bild.de

 154  Maskenpflicht: Covid-19 wird uns noch länger begleiten

Der Bundesrat wagt den Ausblick auf die kommenden sechs bis neun Monate der Pandemie. Im Hauptszenario wird es noch keine volle Rückkehr zur Normalität geben. 2021-06-30 17:18 8KB www.nzz.ch

 155  Business-Airport Zürich: Bund bezahlt 7 Millionen Entschädigung

Pläne, den Militärflugplatz für die zivile Fliegerei zu nutzen, haben sich schon im Herbst 2019 zerschlagen. Nun entschädigt der Bund die private Gesellschaft für die Auflösung des Vertrags mit gut sieben Millionen Franken. 2021-06-30 17:15 3KB www.nzz.ch

 156  Urlaub in Deutschland - das gilt in den Bundesländern

Düsseldorf In den ersten Bundesländern haben die Sommerferien begonnen. Doch auch im zweiten Corona-Sommer wollen viele Menschen lieber Urlaub in Deutschland als im Ausland … 2021-06-30 17:13 1KB rp-online.de

 157  33-Jähriger bei Arbeitsunfall in Sölden verletzt

Ein 50-Jähriger war damit beschäftigt, ein Liftstützenelement mit einem Lkw-Kran zu verladen. Beim Anheben geriet das... 2021-06-30 17:08 1KB www.tt.com

 158  Tardoc: Bundesrat versenkt neuen Arzttarif

Die Ärzte und ein Teil der Krankenkassenbranche einigten sich in aufreibenden Verhandlungen auf die künftigen Vergütungsregeln für die Mediziner. Alles, was davon bleibt, ist ein Scherbenhaufen. 2021-06-30 17:05 6KB www.nzz.ch

 159  Kommentar zu den Vorwürfen gegen Baerbock: Die Grünen-Wut ist furchterregend

Die Grünen größeres Problem als nur Annalena Baerbock, die ihren Lebenslauf schönte, ihre Nebeneinkünfte zu spät meldete und ihr Buch in Teilen plump abschrieb. 2021-06-30 17:03 2KB www.bild.de

 160  Swasiland-Herrscher kaufte BMW und Rolls-Royce - Bevölkerung hat Nase voll von Protz-König

Massenproteste in eSwatini (einst Swasiland)! Die Regierung ließ offenbar sogar das Internet abschalten, mit Tränengas und scharfer Munition schießen. 2021-06-30 17:03 6KB www.bild.de

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Früherer US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld gestorben (11.99/12)

Zuletzt war Donald Rumsfeld unter George W. Bush Chef des Pentagon. Er gilt als einer der Hauptinitiatoren des Irak-Krieges im Jahr 2003. Nun starb der Republikaner im Alter von 88 Jahren. Washington – Der ehemalige US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist tot. Er starb im Alter von 88 Jahren in Taos im US-Staat New Mexico, wie seine Familie am Mittwoch mitteilte. Der Republikaner war zweimal Pentagon-Chef: unter Präsident Gerald Ford in den 1970er Jahren und unter George W. Bush von 2001 bis 2006. Er galt als einer der Hauptinitiatoren des Irak-Krieges 2003 gegen Diktator Saddam Hussein. Unter Präsident Ford war Rumsfeld von 1975 bis 1977 der jüngste Verteidigungsminister der US-Geschichte – im Kabinett Bush seinerzeit der älteste. In Rumsfelds Amtszeit fällt auch die US-Invasion in Afghanistan als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 in den USA. Wie später im Irak-Krieg entsandte Rumsfeld eine relativ kleine Truppe nach Afghanistan. Die herrschenden Taliban wurden – zumindest vorübergehend – von der Macht vertrieben. Es gelang Rumsfeld aber weder in Afghanistan noch im Irak, dauerhaft für Recht und Ordnung zu sorgen. Auch den Drahtzieher der Anschläge vom 11. September, Osama bin Laden, konnten die US-Streitkräfte nicht in Rumsfelds Amstzeit dingfest machen. Dieser wurde erst 2011, unter Präsident Barack Obama, in einer Geheimdienstaktion getötet. Rumsfeld hatte viele Kritiker. Der US-Senator John McCain sagte 2007 über seinen Parteikollegen, dieser werde "als einer der schlechtesten Verteidigungsminister überhaupt in die Geschichte eingehen". In Verbindung mit dem Krieg trat Rumsfeld nach einer schweren Schlappe der Republikaner bei Kongresswahlen zurück. Der US-Senat warf Rumsfeld 2008 eine Mitverantwortung für Menschenrechtsverletzungen in US-Haftlagern vor. Insbesondere der Skandal um das Gefängnis in Abu Ghraib bei Baghdad brachte Rumsfeld in Bedrängnis. Rumsfeld haftete zudem der Vorwurf an,2002 mit der Genehmigung "aggressiver Verhörtechniken" bei mutmaßlichen Terroristen im US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba zu späteren Misshandlungen beigetragen zu haben. Nach seiner politischen Karriere wechselte Rumsfeld in die Privatwirtschaft. (APA, AFP, dpa) In den Stadien verfolgen mittlerweile trotz Pandemie Zehntausende Menschen die Spiele d... Die USA wollen verhindern, dass die EU Druck bei der Umsetzung einer Digitalsteuer mach... „Natürlich kommt die Zeit“, sagte der Kreml-Chef in einer Live-Sendung im Staatsfernseh... Inmitten von Gesprächen zur Wiederbelebung des Atomabkommens appelliert Guterres an US-... Russische Kampfflugzeuge sollen niederländische Fregatte wiederholt bedrängt haben.
Ehemaliger US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist tot
rnd.de
Donald Rumsfeld ist tot
tagesschau.de
Ex-US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld gestorben
tagesspiegel.de
Ex-US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist tot
stern.de
Früherer US-Verteidigungsminister Rumsfeld gestorben
diepresse.com
Im Alter von 88 Jahren: Ex-US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist tot
t-online.de
Donald Rumsfeld: Der ehemalige US-Verteidigungsminister ist tot
nzz.ch
Donald Rumsfeld mit 88 Jahren gestorben
bild.de
Tod von Donald Rumsfeld: Auf ewig mit dem Irakkrieg verbunden
rnd.de
Donald Rumsfeld im Alter von 88 Jahren gestorben
rp-online.de
Früherer US-Verteidigungsminister Rumsfeld im Alter von 88 Jahren gestorben
stern.de
Chefplaner des Irak-Kriegs: Ex-US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist tot
t-online.de
Früherer US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld gestorben
welt.de
Ex-US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist tot
augsburger-allgemeine.de

 

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Bill Cosby aus Haft entlassen: Verurteilung wegen sexuellen... (8.84/12)

Ein US-Gericht hat die Verurteilung des früheren Fernsehstars Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs aufgehoben. "Er wurde heute kurz vor 14.30 Uhr entlassen." Nach der Aufhebung des Urteils wegen sexueller Nötigung gegen Bill Cosby hat der US-Schauspieler das Gefängnis verlassen. "Er wurde heute kurz vor 14.30 Uhr (Ortszeit; 20.30 Uhr MESZ) entlassen", teilte die Sprecherin der Gefängnisbehörde im US-Staat Pennsylvania, Maria Bivens, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mit. Zuvor hatte das höchste Gericht in Pennsylvania die Verurteilung des 83-jährigen Entertainers gekippt. Aufgrund einer Vereinbarung mit einem früher mit dem Fall befassten Staatsanwalt hätte Cosby in dieser Sache nicht angeklagt werden dürfen - so argumentierte das Gericht in einer rund 80 Seiten langen Stellungnahme am Mittwoch. Das höchste Gericht im US-Bundesstaat Pennsylvania hat die Verurteilung des US-Schauspielers und Entertainers Bill Cosby (83) wegen sexueller Nötigung gekippt. Aufgrund einer Vereinbarung mit einem früher mit dem Fall befassten Staatsanwalt hätte Cosby in dieser Sache nicht angeklagt werden dürfen - so argumentierte das Gericht in einer rund 80 Seiten langen Stellungnahme am Mittwoch. Der Entertainer müsse freigelassen werden. 2018 war Cosby wegen sexueller Nötigung verurteilt worden. Er ist seit September 2018 im Gefängnis, wo er eine Strafe von mindestens drei und höchstens zehn Jahren Haft absitzen muss. Zahlreiche Anträge auf Berufung und vorzeitige Haftentlassung waren abgelehnt worden. Mehr als 60 Frauen hatten Cosby sexuelle Übergriffe unterschiedlicher Art vorgeworfen. Im Prozess ging es allerdings nur um einen einzigen Fall aus dem Jahr 2004. Die Jury sah es als erwiesen an, dass Cosby eine Frau mit Tabletten hilflos gemacht und dann sexuell genötigt hatte. Der Entertainer hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. (APA)
Bill Cosby: Verurteilung wegen sexuellen Missbrauch aufgehoben
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Ex-Komiker kommt frei
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Bill Cosby: Gericht hebt Verurteilung wegen sexueller Nötigung auf
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Sexuelle Nötigung - Gericht kippt Verurteilung: Bill Cosby aus Haft entlassen
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Gericht hebt Verurteilung von Ex-Fernsehstar Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs auf
stern.de
Bill Cosby: Gericht hebt Urteil wegen sexueller Nötigung auf
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Gericht hebt Urteil gegen Bill Cosby auf
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Gericht kippt Verurteilung: Bill Cosby aus Haft entlassen
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Bill Cosby wurde aus dem Gefängnis entlassen
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Bill Cosby ist frei: Seine Verurteilung wurde aufgehoben
t-online.de

 

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Antrag auf Auflösung des Thüringer Landtags gestellt (3.21/12)

Der Thüringens Landtag soll den Weg für seine Neuwahl im September frei machen. Linke, SPD, Grüne und CDU reichten am Mittwochabend nach wochenlanger Debatte einen Antrag auf Auflösung des Parlaments ein, teilten die Geschäftsführer der Fraktionen sowie die Landtagsverwaltung mit. Der Antrag trägt wie von der Verfassung gefordert die Namen von 30 Abgeordneten. Sie beantragen die Selbstauflösung des Parlaments. Der Thüringer Landtag soll demnach am 26. September zeitgleich zur Bundestagswahl neu gewählt werden. Voraussetzung dafür ist eine vorzeitige Auflösung des Parlaments. Für die Abstimmung darüber ist der 19. Juli im Gespräch. Die Selbstauflösung des Landtags wäre ein Novum in der Thüringer Geschichte seit der Wiedervereinigung. Die Regierungsfraktionen Linke, SPD und Grüne pochen darauf, dass gemeinsam mit der CDU genug Stimmen zusammenkommen. Vier CDU-Abgeordnete kündigten allerdings an, eine vorzeitige Auflösung des Landtags nicht mitzutragen. Damit würden nötige Stimmen fehlen. Eine FDP-Abgeordnete unterstützt hingegen ausdrücklich die Neuwahl, womit es für die Auflösung des Parlaments wiederum rein rechnerisch knapp reichen würde.
Angestrebte Neuwahl: Antrag auf Auflösung des Thüringer Landtags gestellt
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Thüringer Landtag soll sich auflösen - Antrag gestellt
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Thüringen: Abgeordnete beantragen Auflösung des Landtags
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Antrag auf Auflösung des Thüringer Landtags gestellt
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Thüringer Landtag soll sich auflösen: Antrag gestellt
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Sancho-Transfer vom BVB zu Manchester United offenbar perfekt (3.17/12)

Von "A" wie American Football über "F" wie Fußball bis "Z" wie Zehnkampf. Die Welt des Sports ist vielfältig. Täglich finden mal mehr, mal weniger bedeutende Wettkämpfe statt, die wegen der Dominanz einiger weniger Sportarten kaum beachtet werden oder gleich ganz untergehen. Zu Unrecht – finden wir – und berichten an dieser Stelle auch und vor allem über hochklassigen Sport abseits von König Fußball. Der Wechsel von Jadon Sancho von Borussia Dortmund zu Manchester United ist nach Informationen von "Bild" und "Sport Bild" perfekt. Demnach zahlt der englische Fußball-Rekordmeister 85 Millionen Euro für den Flügelstürmer an Borussia Dortmund, mit Bonuszahlungen soll die Ablöse in den nächsten Jahren auf bis zu 95 Millionen Euro ansteigen. Lediglich die Unterschriften fehlen noch, um den Wechsel offiziell zu machen. Das könnte am Donnerstag der Fall sein, hieß es. Der englische Nationalspieler, der bei der EM bisher nur zu einem sechsminütigen Kurzeinsatz kam, erhält demnach einen Fünfjahresvertrag bis Sommer 2026. Sancho war 2017 für etwa 7,5 Millionen Euro von Manchester City nach Dortmund gewechselt. In der Bundesliga gelangen Sancho in 104 Spielen 38 Treffer, dazu gab er 51 Torvorlagen. Das Saison-Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga zwischen Borussia Mönchengladbach und dem FC Bayern München am 13. August soll vor bis zu 18 000 Zuschauern ausgetragen werden. Das teilte die Borussia am Montag mit. Dies entspricht einem Drittel der Gesamtkapazität des Borussia-Parks und damit der Zuschauerzahl, die aktuell zugelassen ist. Die derzeitige Coronaschutzverordnung Nordrhein-Westfalens ermöglicht es den Gladbachern auch, das Testspiel gegen den FC Groningen am 31. Juli vor bis zu 18.000 Zuschauern austragen zu können. Der Verein hofft auf weitere Lockerungen und eine Erhöhung der Zuschauer-Kapazität schon im Herbst. Voraussetzung für den Stadion-Besuch ist eine vollständige Impfung, die Genesung von einer Corona-Erkrankung oder ein negativer Corona-Test. Die Amerikanerin Sydney McLaughlin hat einen Weltrekord über die 400 Meter Hürden aufgestellt. Bei den US-Ausscheidungskämpfen für die Olympischen Spiele in Tokio blieb die 21 Jahre alte Leichtathletin am Sonntag in 51,90 Sekunden als erste Frau auf dieser Strecke unter 52 Sekunden. Die vorherige Bestmarke von 52,16 Sekunden hatte die Amerikanerin Dalilah Muhammad im Oktober 2019 erreicht. Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo kommt langsam in Olympia-Form. Die 27-Jährige von der LG Kurpfalz gewann die Konkurrenz beim internationalen Leichtathletik-Meeting in Leverkusen mit der persönlichen Saisonbestweite von 6,92 Metern und näherte sich damit weiter der Sieben-Meter-Marke. Mihambo, die in der Frühphase der Saison mit Anlaufproblemen zu kämpfen hatte, absolvierte nur drei Versuche. "Ich wollte die Qualifikation simulieren, das ist optimal gelaufen. Es fehlt nur noch der Feinschliff", sagte Mihambo und blickte voraus: "Jetzt freue ich mich auf die Diamond-League-Meetings in der nächsten Woche und hoffe, dass ich dort durchstarten kann." Mihambo verwies Maryse Luzolo vom LV Königstein, die mit der persönlichen Bestleistung von 6,69 Meter die Olympia-Norm knackte, auf Rang zwei. Max Verstappen hat seine WM-Führung in der Formel 1 durch einen Sieg beim Großen Preis der Steiermark weiter ausgebaut. Der niederländische Red-Bull-Fahrer gewann am Sonntag in Spielberg vor Weltmeister Lewis Hamilton im Mercedes und dessen Teamkollegen Valtteri Bottas aus Finnland im zweiten Silberpfeil. In der Gesamtwertung hat Verstappen nach dem 14. Sieg seiner Karriere nun 18 Punkte Vorsprung auf Titelverteidiger Hamilton. Sebastian Vettel aus Heppenheim enttäuschte im Aston Martin als Zwölfter. Mick Schumacher musste sich im Haas-Rennwagen mit Rang 16 begnügen und verpasste auch im achten von 23 WM-Läufen die Punkteränge. Der THW Kiel ist zum 22. Mal deutscher Handball-Meister. Dem Titelverteidiger reichte am Sonntag im letzten Saisonspiel bei den Rhein-Neckar Löwen ein 25:25 (13:12) zum Happy End. Bei Punktgleichheit mit dem Nordrivalen SG Flensburg-Handewitt gab der gewonnene Direktvergleich nach 38 Spieltagen den Ausschlag zugunsten der Kieler. Dem Vizemeister half der klare 38:26 (24:12)-Erfolg zum Abschluss gegen HBW Balingen-Weilstetten nicht mehr. Nach dem Saison-Abbruch wegen der Corona-Pandemie und der Titelvergabe am grünen Tisch fiel die Entscheidung dieses Mal auf dem Parkett in einem Herzschlagfinale. Der THW ging hochkonzentriert in sein 59. Pflichtspiel und jubelte am Ende verdient über den einzigen Titel in dieser Mammut-Saison. In der Champions League waren die Kieler als Titelverteidiger im Viertelfinale an Paris Saint-Germain gescheitert, im DHB-Pokal im Halbfinale am späteren Sieger TBV Lemgo Lippe. Der FC Bayern München tritt zum Saison-Eröffnungsspiel der Fußball-Bundesliga am 13. August bei Borussia Mönchengladbach an. Dies geht aus dem Spielplan hervor, den die Deutsche Fußball Liga am Freitag für die Spielzeit 2021/22 veröffentlichte. Der Meister peilt seinen zehnten Titel in Folge an und bestreitet traditionell die erste Partie. Sie findet 33 Tage nach dem EM-Finale statt und wird von Sat.1 und DAZN übertragen. Dabei treffen mit Julian Nagelsmann bei den Münchnern und Adi Hütter bei den Gladbachern auch zwei neue Trainer aufeinander. In der vergangenen Spielzeit fertigten die Bayern zu Saisonbeginn den späteren Absteiger FC Schalke 04 mit 8:0 ab. Neben dem Traditionsduell kommt es zum Auftakt der 59. Spielzeit unter anderen zu der Partie Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt. Die Aufsteiger VfL Bochum und SpVgg Greuther Fürth müssen in Wolfsburg beziehungsweise Stuttgart ran. Die zweite Liga eröffnet die Runde mit dem Kracher zwischen Schalke 04 und dem Hamburger SV bereits am 23. Juli (20.30 Uhr). Der Supercup zwischen Meister FC Bayern und Pokalsieger Borussia Dortmund findet am 17. August (20.30 Uhr) in Dortmund statt. Den Klassiker im EM-Achtelfinale zwischen Deutschland und England können deutsche Fans nur live im Wembley-Stadion sehen, wenn sie in Großbritannien, Irland oder auf den Inseln Isle of Man, Guernsey und Jersey wohnen. Das geht aus einer internen Mail des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Darin heißt es, dass die Europäische Fußball-Union UEFA Tickets für die Partie in London am Dienstag (18.00 Uhr/ARD und Magenta TV) nur Anhängern anbieten könne, deren Wohnsitz in der sogenannten Common Travel Area liege. Nach dem hart erkämpften Einzug ins EM-Achtelfinale gönnt Bundestrainer Joachim Löw seinen Spielern vor dem brisanten Duell mit Erzrivale England einen freien Tag. Es gibt am Freitag in Herzogenaurach kein Training und auch keinerlei Medienaktivitäten, wie der Deutsche Fußball-Bund mitteilte. Die Spieler erhalten nach den Strapazen der Gruppenphase mit drei Partien im Vier-Tages-Rhythmus einen kompletten Tag zur freien Verfügung. Wegen Corona müssen sie aber innerhalb ihrer Blase verbleiben. Die Vorbereitung auf das erste K.o.-Runden-Spiel am Dienstag in London gegen England startet Löw am Samstag. Die Europäische Fußball-Union hat die Auswärtstorregel im Europapokal gekippt. Schon ab der kommenden Saison wird nicht mehr zwischen im eigenen und im fremden Stadion erzielten Treffern unterschieden. Die Regel besagte bislang, dass bei Torgleichheit nach Hin- und Rückspiel in der K.o.-Runde die Mannschaft weiterkommt, die mehr Treffer auswärts erzielt hat. Nun spielt das keine Rolle mehr - sollten beide Mannschaften torgleich sein, geht es im Rückspiel wie bislang schon bei gleichen Ergebnissen in die Verlängerung und gegebenenfalls ins Elfmeterschießen. Die Frage der Abschaffung sei in den vergangenen Jahren immer wieder diskutiert worden, sagte Uefa-Präsident Aleksander Ceferin nach einer Sitzung des Uefa-Exekutivkomitees. Es sei immer wieder angezweifelt worden, dass die Regel fair sei. Die Auswärtstorregel war 1965 eingeführt worden. Sie fand in der Champions League und der Europa League Anwendung. In den Nationalmannschafts-Wettbewerben der Uefa kommt die Auswärtstorregel aber offenbar weiterhin zum Einsatz. So werden in den Playoffs zur EM-Qualifikation beispielsweise auch Hin- und Rückspiele ausgetragen. Im deutschen Fußball finden die Relegationsspiele auch nach dem sogenannten Europapokal-System statt. Die Uefa-Regeln sind aber nicht bindend für die Entscheidung über Auf- und Absteiger im nationalen Fußball. Nach dem Coming-out von Football-Profi Carl Nassib als erstem offen schwulen aktiven NFL-Spieler hat der Trikotverkauf spürbar angezogen. Nach einem Bericht des US-Promi-Portals "TMZ" wurde das Shirt des 28 Jahre alten Profis auf einer Sport-Merchandise-Plattform zum Bestseller und öfter verkauft als die Trikots der Stars wie Tom Brady oder Patrick Mahomes. Die NFL spendete 100.000 US-Dollar an das Trevor-Project. Das teilte die Liga in einem Tweet am Dienstag mit. Nassib, Defensive End bei den Las Vegas Raiders, hatte tags zuvor seine Homosexualität öffentlich gemacht und eine 100.000-Dollar-Spende an die Hilfsorganisation angekündigt, die sich unter anderem mit einem Seelsorgetelefon um junge LGBTQ+-Menschen kümmert. Die englische Abkürzung LGBTQ+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und queere Menschen, das Pluszeichen ist Platzhalter für weitere Identitäten und Geschlechter. Nassib steht vor seiner sechsten Saison in der NFL und war vor seinem Wechsel zu den Raiders im Sommer 2020 je zwei Jahre für die Cleveland Browns und die Tamba Bay Buccaneers aktiv. Die nächste Spielzeit beginnt im September. Bei den Halbfinals und dem Endspiel der Fußball-Europameisterschaft im Londoner Wembley-Stadion dürfen mehr als 60 000 Fans teilnehmen. Darauf einigten sich die britische Regierung und die Europäische Fußball-Union UEFA am Dienstag. Das Wembley-Stadion in London soll zu 75 Prozent ausgelastet werden können, hieß es in einer Mitteilung des Sportministeriums in London. Bislang war die Zahl der Zuschauer auf 40.000 begrenzt worden. Für die Ticketinhaber gelten strenge Vorschriften. Eingelassen wird nur, wer entweder zwei Mal geimpft wurde oder einen negativen Coronatest vorweisen kann. "Alle Teilnehmer müssen weiterhin die strengen Corona-Einlassregeln befolgen", sagte Sportminister Oliver Dowden der Mitteilung zufolge. Trotz der andauernden Corona-Pandemie wollen Japans Olympia-Organisatoren bis zu 10.000 einheimische Zuschauer bei allen Wettkämpfen der Sommerspiele in Tokio zulassen. Maximal darf aber die Hälfte der Plätze in den Arenen besetzt werden, wie die japanischen Gastgeber nach Beratungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee entschieden. Tennis-Star Naomi Osaka wird nicht in Wimbledon spielen. Sie wolle sich Zeit für Freunde und Familie nehmen, hieß es in einem Statement ihres Agenten Stuart Duguid. Osaka hatte zuletzt bei den French Open in Paris vor ihrem Zweitrunden-Spiel aufgegeben und danach öffentlich gemacht, dass sie immer wieder unter Depressionen leide. Zuvor hatte es viele Diskussionen um einen Presseboykott der 23 Jahre alten Japanerin gegeben, den die Nummer zwei der Welt zunächst nicht wirklich begründet hatte. Osaka kündigte an, bereit für die Olympischen Spiele zu sein und freue sich, vor den heimischen Fans zu spielen. Alexander Zverev ist beim Rasen-Turnier im westfälischen Halle überraschend ausgeschieden. Deutschlands derzeit bester Tennisprofi verlor sein Achtelfinale gegen Ugo Humbert (Frankreich) mit 6:7 (4:7),6:3 und 3:6. Bereits in der ersten Runde hatte Zverev beim Dreisatz-Erfolg gegen seinen Davis-Cup-Kollegen Dominik Koepfer große Mühe. Vor Zverev sind in Halle auch schon die Favoriten Roger Federer sowie der Russe Daniil Medwedew ausgeschieden. Auch Angelique Kerber verlor beim Rasenturnier in Berlin im Achtelfinale. Für sie war nach einem 3:6,5:7 gegen Viktoria Asarenka aus Belarus Endstation. Spaniens Fußball-Rekordnationalspieler und Klub-Ikone Sergio Ramos verlässt nach 16 Jahren Real Madrid. Der 35 Jahre alte Abwehrchef, der von Nationalcoach Luis Enrique nicht für die laufende EM nominiert wurde, konnte sich mit den Königlichen nicht auf eine Verlängerung seines am 30. Juni auslaufenden Vertrages einigen. Real teilte am Abend mit, dass Ramos an diesem Donnerstag um 12.30 Uhr auf einer digitalen Pressekonferenz in Anwesenheit von Vereinspräsident Florentino Pérez verabschiedet wird. Nach Medienberichten soll Real dem Abwehrchef einen Einjahresvertrag mit zehn Prozent weniger Gehalt angeboten haben, Ramos wollte aber angeblich einen neuen Kontrakt über mindestens zwei Jahre. Ramos litt zuletzt immer wieder unter Verletzungen und gehörte auch bei Real Madrid nicht mehr zur ersten Wahl.
Bericht: Sancho-Transfer zu Manchester United perfekt
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Bericht: Transfer von Jadon Sancho zu Manchester United perfekt - BVB erhält hohe Ablöse Bericht: Transfer von Jadon Sancho zu Manchester United perfekt - BVB erhält hohe Ablöse
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Medienberichte: Sancho-Transfer vom BVB zu Manchester United perfekt
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BVB: Wechsel von Jadon Sancho ist offenbar perfekt
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Sancho-Transfer vom BVB zu Manchester United perfekt
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Ärger für Baerbock: Kampagne oder Fehlerserie? (3.09/12)

Jeder Stein im Leben von Annalena Baerbock wird derzeit umgedreht - und jeder Satz in ihrem Buch. Beobachter sehen eine Kampagne. Doch diese trifft auch auf einige Schwachstellen, die sie nutzen kann.
Plagiatsaffäre: Baerbock ist angezählt, aber noch nicht K.o.
nzz.ch
Grüne Kanzlerkandidatin - Ärger für Baerbock: Kampagne oder Fehlerserie?
t-online.de
Jetzt nehmt euch mal die Männer vor!
tagesspiegel.de

 

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Warum die CDU so tut, als würde sie Baerbocks Pannen ignorieren (2.09/12)

S ind die Plagiatsvorwürfe gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock Grund für die CDU, diese zu kritisieren? Nein. Man schweigt. Und hinter diesem Schweigen des Teams um Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) steckt ein System. Ein Punkt stößt der Union gleichwohl auf: Die Art und Weise, wie die Grünen die Angriffe auf Baerbock einerseits zur Medienkritik nutzen und andererseits gerade von manchen öffentlich-rechtlichen Medien verteidigt werden. Dass es Journalisten des ZDF und des WDR waren, die aktuellen Plagiatsvorwürfe kleinredeten und dafür von den Grünen gefeiert wurden, gehört aus Sicht der Union nicht zu einer neutralen Berichterstattung.
Plagiatsaffäre: Baerbock ist angezählt, aber noch nicht K.o.
nzz.ch
Neue Buch-Passagen veröffentlicht - Baerbock hat noch mehr abgeschrieben
bild.de

 

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Tour de France: Stefan Küng Zweiter im Zeitfahren (2.05/12)

Nur der Vorjahres-Gesamtsieger Tadei Pogacar war im ersten Einzelzeitfahren der diesjährigen Tour de France schneller als Stefan Küng. Stefan Küng hat in letzter Zeit intensiv an der optimalen Sitzposition getüftelt. Selbst mit monatelanger Vorbereitung lässt sich manchmal nicht verhindern, dass im letzten Moment etwas schiefgeht. Während Stefan Küng im ersten Zeitfahren der Tour de France unterwegs war, fiel seine Funkverbindung zum Begleitfahrzeug aus. Ohne zeitnah über Zwischenstände oder Tücken auf der Strecke informiert zu werden, musste sich der 27-jährige Thurgauer auf seine Instinkte verlassen. Allerdings wäre es ihm auch mit perfekt funktionierender Kommunikation kaum möglich gewesen, die 27,2 Kilometer von Changé nach Laval Espace Mayenne 19 Sekunden schneller zu bewältigen. Küng benötigte 32:19 Minuten für den welligen Kurs, der Slowene Tadej Pogacar war schon nach 32:00 Minuten im Ziel. Vom Windkanal profitiert Nur der Gesamtsieger der Tour de France 2020 verhinderte Küngs ersten Tageserfolg an der Frankreichrundfahrt. Küng bewies mit seinem Auftritt, dass er sich im Zeitfahren in der absoluten Weltspitze etabliert hat. Mit dem Druck, der mit dem Favoritenstatus einhergeht, kann er immer besser umgehen. Dem Thurgauer gelang eine fehlerfreie Darbietung, wie schon im Auftakt-Zeitfahren der Tour de Suisse, als alle Augen auf ihn gerichtet waren. Der Profi aus dem Team FDJ hat in diesem Jahr besonders akribisch an seiner Spezialdisziplin gefeilt. Er verschob den Saisonaufbau nach hinten, um an der Tour de France und den Olympischen Spielen seine Bestform zu erreichen. Am Tag vor dem Zeitfahren lobte Küngs Trainer Julien Pinot den Perfektionismus des Thurgauers. Er habe sich aktiv an der Entwicklung seines Spezialvelos Lapierre Aerostorm beteiligt, erzählte Pinot, und mehrere Prototypen getestet: «Es war ihm wichtig, seine Meinung einzubringen.» In letzter Zeit habe er intensiv an der optimalen Sitzposition getüftelt. Von dem Einsatz in der Werkstatt und im Windkanal profitiere das gesamte Team, das sich zusammen mit dem Schweizer verbessere. Einen solchen Schub hat die französische Equipe dringend nötig, denn sie war im Zeitfahren bisher nicht das Mass der Dinge. Auch das lähmte FDJ immer wieder bei den Versuchen, an der Tour de France im Kampf um die Gesamtwertung mitzumischen. In diesem Jahr ruhen die Hoffnungen auf dem Kletterspezialisten David Gaudu, der jüngst sagte, er habe im Zeitfahren bereits einiges von Küng gelernt: «Er gibt viele Ratschläge, und wir alle beobachten, wie er arbeitet.» Favoriten verlieren viel Zeit Am Mittwoch verpasste Gaudu die Zeiten der Disziplin-Spezialisten deutlich, doch seine Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen – ebenso wenig wie jene von Küng. Sein Coach Pinot sagt: «Er hat sein Potenzial noch nicht ausgeschöpft.» Pogacar hat sich mit seinem Erfolg im Kampf gegen die Uhr bereits vor der ersten Bergetappe in eine komfortable Situation gebracht. In der Gesamtwertung rückte der Slowene auf den zweiten Platz vor, nur acht Sekunden hinter dem Niederländer Mathieu van der Poel, der kein Klassement-Fahrer ist. Pogacars grösste Rivalen um den Gesamtsieg, die von Küng ebenfalls allesamt geschlagen wurden, verloren viel Zeit. Natürlich ist die Tour de France noch lange nicht entschieden. Doch angesichts der Form Pogacars werden Geraint Thomas, Richard Carapaz und Primoz Roglic in den Alpen oder Pyrenäen Risiken eingehen müssen, um ihn in Bedrängnis zu bringen. 108. Tour de France.5. Etappe, Einzelzeitfahren Changé–Laval (27,2 km): 1. Tadej Pogacar (SLO) 32:00 (51,0 km/h).2. Stefan Küng (SUI) 0:19 zurück.3. Jonas Vingegaard (DEN) 0:27.4. Wout van Aert (BEL) 0:30.5. Mathieu van der Poel (NED) 0:31.6. Kasper Asgreen (DEN) 0:37.7. Primoz Roglic (SLO) 0:44.8. Mattia Cattaneo (ITA) 0:55.9. Richie Porte (AUS), gleiche Zeit.10. Alexej Luzenko (KAZ) 1:00. – Ferner: 13. Rigoberto Uran (COL) 1:08.14. Julian Alaphilippe (FRA) 1:11.15. Pierre Latour (FRA) 1:14.16. Geraint Thomas (GBR) 1:18.18. Stefan Bissegger (SUI) 1:22.23. Richard Carapaz (ECU) 1:44.64. Michael Schär (SUI) 3:07.78. Silvan Dillier (SUI) 3:25.130. Marc Hirschi (SUI) 4:28.170. Reto Hollenstein (SUI) 5:41. – 177 Fahrer gestartet und klassiert. Gesamtklassement (5/21): 1. Van der Poel 16:51:41.2. Pogacar 0:08.3. Van Aert 0:30.4. Alaphilippe 0:48.5. Luzenko 1:21.6. Latour 1:28.7. Uran 1:29.8. Vingegaard 1:43.9. Carapaz 1:44.10. Roglic 1:48. – Ferner: 12. Thomas 1:54.30. Küng 4:39.74. Bissegger 12:53.96. Dillier 16:26.114. Schär 19:38.170. Hirschi 35:29.172. Hollenstein 36:42.
Tour-Favorit Pogacar siegte im Zeitfahren, Van der Poel weiter in Gelb
tt.com
Tour de France: Favorit Pogacar siegt im Zeitfahren
diepresse.com

 

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Premier League: Nuno Espírito Santo neuer Chefcoach der Tottenham Hotspur (2.04/12)

Berlin (dpa) - Nuno Espírito Santo ist neuer Chefcoach des Premier-League-Clubs Tottenham Hotspur. Wie der englische Fußballverein bekanntgab, erhielt der 47-Jährige einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2023. Der Portugiese hatte nach vier Jahren die Wolverhampton Wanderers einvernehmlich verlassen und tritt die Nachfolge des beurlaubten José Mourinho an. Dazwischen fungierte Ryan Mason als Interimscoach bei den Spurs. Santo, der als Spieler mit dem FC Porto einmal die Champions League gewann, trainierte zuvor unter anderen den FC Valencia und FC Porto. "Ich bin glücklich und freue mich auf den Arbeitsbeginn. Wir haben keine Zeit zu verlieren und müssen sofort mit der Arbeit beginnen", sagte Santo. Tottenham hatte die abgelaufene Saison als Tabellensiebter beendet.
Tottenham Hotspur: Nuno Espirito Santo als neuer Trainer vorgestellt
stern.de
Mourinho-Nachfolger offiziell: Nuno Espirito Santo wird neuer Tottenham-Trainer Mourinho-Nachfolger offiziell: Nuno Espirito Santo wird neuer Tottenham-Trainer
sportbuzzer.de

 

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Schertz-Lehrmeister über Baerbock-Buch - „Klare Verletzung des Urheberrechts“ (1.10/12)

Mit Paul W. Hertin (80) hat sich ein renommierter Rechtsanwalt und Autor juristischer Standardwerke in die Debatte um die abgeschriebenen Passagen im Buch von Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) eingeschaltet. Für den Top-Juristen ist klar: Das Buch („Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“) enthält eine „eine klare Verletzung des Urheberrechts“! Das sagte Hertin „Focus Online“. Pikant: Hertin ist der Lehrmeister des Anwalts Christian Schertz (55), den die Grünen im Zuge der Vorwürfe gegen das Baerbock-Buch eingeschaltet haben. Schertz war zwischen 1997 und 2004 in der Berliner Kanzlei Hertin Anwaltssozietät tätig. Konkret kritisierte Hertin eine Passage, die Baerbock offenbar aus einem Aufsatz des Magazins „Internationale Politik“ abgeschrieben hatte, der im August 2019 vom amerikanischen Politikwissenschaftler Michael T. Klare verfasst wurde. Dazu sagte Hertin zu „Focus Online“: „Die Textstelle von Seite 219 in dem Buch von Frau Baerbock, in der sie den US-Wissenschaftler Michael T. Klare zitiert, ohne ihn als Quelle zu nennen, ist eine klare Verletzung des Urheberrechts. Da besteht überhaupt kein Zweifel.“ Weiter sagte Hertin: „Gemessen an 240 Seiten ist der Anteil der strittigen Textpassagen als gering einzuschätzen, zumal die Passagen selbst alle auch eher kurz sind.“ Dabei handele es sich um Passagen, für die kein Urheberrechtsschutz geltend gemacht werden könne. ▶ Der US-Wissenschaftler Klare hatte sich zuvor in BILD geäußert und erklärt, dass er nichts davon gewusst habe, dass seine Passage in Baerbocks Buch verwendet wurde. Klare erklärte am Dienstagabend auf BILD-Anfrage: „Mir war nicht bewusst, dass Teile meines Artikels in ‚Jetzt. Wie wir unser Land erneuern‘ veröffentlicht wurden, und ich wurde nicht von der Autorin oder ihrem Team kontaktiert, um die Erlaubnis zur Verwendung des Artikels in diesem Buch zu erhalten.“ Fraglich ist, ob das Buch so auf dem Markt bleiben kann. Der Ullstein Verlag hatte auf BILD-Anfrage mitgeteilt, man sehe keine Urheberrechtsverletzung. Daher sei nicht geplant, das Buch vom Markt zu nehmen. „Allgemein zugängliche Fakten“ seien nicht urheberrechtlich geschützt. Sollte sich herausstellen, dass Baerbock doch gegen das Urheberrecht verstoßen hat, könnte der Verlag seine Strategie überdenken müssen.
Plagiatsaffäre: Baerbock ist angezählt, aber noch nicht K.o.
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Neue Buch-Passagen veröffentlicht - Baerbock hat noch mehr abgeschrieben
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Das SPORTBUZZER Jogi-Barometer mit Matze Knop: Adé DFB-Team, hallo Traumschiff Das SPORTBUZZER Jogi-Barometer mit Matze Knop: Adé DFB-Team, hallo Traumschiff (1.04/12)

Die deutsche Nationalmannschaft ist bei der EM im Achtelfinale ausgeschieden. Nach dem 0:2 gegen England ist Joachim Löw auch nicht mehr länger Bundestrainer. Im SPORT BUZZER Jogi-Barometer dreht Matze Knop als Joachim Löw eine Ehrenrunde. Als Sündenbock erkennt er Thomas Müller nach seinem Fehlschuss. Der Bundes-Jogi gibt außerdem einen Einblick in seine Personalentscheidungen. Er erklärt, wieso trotz des Rückstands mit Emre Can ein Defensivspieler eingewechselt wurde und warum Jamal Musiala nur wenige Spielminuten im Wembley-Stadion bekommen hat. Das SPORT BUZZER Jogi-Barometer gibt es hier im Video! Während der Europameisterschaft nimmt Matze Knop im exklusiven SPORT BUZZER Jogi-Barometer die Stimmung von Bundestrainer Joachim Löw bei dessen letztem großen Turnier humorvoll unter die Lupe. Neue Folgen gibt es nach dem Aus der deutschen Mannschaft noch einmal vor dem Halbfinale und vor dem Endspiel.
Irrer Cola-Moment von Jogi
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Erstes Spiel im September: So startet das DFB-Team unter Löw-Nachfolger Hansi Flick Erstes Spiel im September: So startet das DFB-Team unter Löw-Nachfolger Hansi Flick
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Sportmeldungen der NZZ in der Übersicht (1.03/12)

Zwei Schwestern trotzen der Kälte – Ditaji und Mujinga Kambundji mit starken Sprints in Luzern. Djokovic erreicht ungefährdet in die 3. Runde. Und nach dem Sturz an der Tour de France nimmt die Polizei eine Zuschauerin in Gewahrsam. Die neuesten Nachrichten im Überblick. Tennis: Golubic rettet den Schweizer Tag in Wimbledon (sda) Viktorija Golubic (WTA 66) rettet den Tag der Schweizer Frauen in Wimbledon und erreicht wie vor zwei Jahren bei der letzten Austragung die 3. Runde. Die 28-jährige Zürcherin gewinnt in der 2. Runde souverän 6:2,6:0 gegen die 18 Positionen besser klassierte Amerikanerin Danielle Collins. Nun trifft sie am Freitag mit Madison Brengle (WTA 82) auf eine weitere Amerikanerin. Im zweiten Satz muss sich Collins einen Verband am Knie anlegen lassen, doch die 28-jährige Zürcherin dominierte mit ihrem variablen Spiel schon zuvor klar. Ihre Chancen auf den erstmaligen Achtelfinaleinzug bei einem Grand-Slam-Turnier stehen durchaus gut. In der 3. Runde trifft sie am Freitag nicht auf die Weltnummer 6 Sofia Kenin, sondern auf Madison Brengle (WTA 82), Vergangene Woche in Eastbourne gewann Golubic gegen die Amerikanerin 6:0 im dritten Satz. Tennis: Bencic scheitert in Wimbledon schon in der 1. Runde Belinda Bencic verliert gegen die Nummer 102. (sda) Riesige Enttäuschung für Belinda Bencic: Die als Nummer 9 gesetzte Ostschweizerin scheitert in Wimbledon schon in der 1. Runde. Bencic verliert klar 3:6,3:6 gegen die Slowenin Kaja Juvan, nur die Nummer 102 der Welt. Die erklärte Rasenliebhaberin und Juniorensiegerin von 2013 startete miserabel in die Partie und lag im ersten Satz bereits 0:5 im Rückstand, ehe sie wenigstens ein bisschen ins Spiel fand. Sie hatte sogar zwei Chancen, um auf 4:5 – bei folgendem eigenem Service – zu verkürzen. An dem Tag passte jedoch nicht viel zusammen. Im zweiten Satz konnte sie ein erstes Break noch wettmachen, nach dem 3:3 gab sie aber die letzten drei Games und dabei zweimal ihren Aufschlag ab. Überhaupt funktionierte Bencics Service überhaupt nicht nach Wunsch. Sie leistete sich sechs Doppelfehler und brachte nur knapp über die Hälfte der ersten Aufschläge ins Feld. Nach nur 79 Minuten und einem Vorhandfehler der 24-jährigen Schweizerin, dem 28. unerzwungenen Fehler insgesamt, war das Abenteuer Wimbledon 2021, auf das sie sich so gefreut hatte, bereits wieder vorbei. Bencic und Juvan, die hervorragend spielte, vor allem mit der Länge ihrer Bälle überzeugte und keine Anzeichen von Nervosität zeigte, hatten lange auf ihren Einsatz warten müssen. Ursprünglich am Dienstagabend angesetzt, begann die Partie erst am Mittwochnachmittag um 16.20 Uhr Ortszeit – als zweitletzte Erstrundenpartie überhaupt. Besonders ärgerlich: Die Auslosung für Bencic war günstig. Nun ist es die vier Jahre jüngere Slowenin, die in der 2. Runde gegen die französische Qualifikantin Clara Burel (WTA 143) als Favoritin ins Spiel geht. Fussball: Benitez neuer Trainer des FC Everton (dpa) Rafael Benitez ist neuer Trainer des englischen Premier-League-Klubs FC Everton. Der 61 Jahre alte Spanier unterschrieb einen Dreijahresvertrag bis Sommer 2024, wie der Klub am Mittwoch bekanntgab. Benitez tritt damit die Nachfolge von Carlo Ancelotti an, der zurück zu Real Madrid wechselte und dort auf Zinédine Zidane folgt. Zuletzt war der Champions League-Sieger von 2005 bis Januar in China bei Dalian Professional unter Vertrag. Nach Newcastle United, dem FC Liverpool und FC Chelsea ist es für Benitez die vierte Station in der Premier League. In seiner Karriere coachte er zuvor unter anderen auch Real Madrid, den FC Valencia, Inter Mailand und SSC Neapel. Tennis: Djokovic ungefährdet in die 3. Runde Der Titelverteidiger und Topfavorit Novak Djokovic erreicht in Wimbledon völlig ungefährdet die 3. Runde. Nachdem er in der 1. Runde noch einen Satz abgegeben hatte, gewann er nun gegen den Südafrikaner Kevin Anderson (ATP 102) 6:3,6:3,6:3. Noch bevor zum Beispiel Belinda Bencic ihre 1. Runde beginnen konnte, brachte Djokovic damit bereits seinen zweiten Sieg ins Trockene - dank der Tatsache, dass er immer auf dem Centre Court mit Dach spielen kann. In der Neuauflage des Finals von 2018 konnte ihn Anderson nach vielen Verletzungsproblemen erwartungsgemäss nicht in Schwierigkeiten bringen. Das dürfte in der nächsten Runde gegen den italienischen Veteranen Andreas Seppi (ATP 90) oder den amerikanischen Qualifikanten Denis Kudla (ATP 114) kaum anders sein. Rad: Polizei nimmt Zuschauerin in Gewahrsam (dpa) Die für den schweren Massensturz auf der ersten Tour-de-France-Etappe verantwortliche Zuschauerin ist von der Polizei am Mittwoch in Gewahrsam genommen worden. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP. Ihr wird vorsätzliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit vorgeworfen. Bei der Frau handelt es sich demnach um eine Französin. Die Frau hatte am Samstag ein Pappschild auf die Strasse gehalten und damit den viermaligen Zeitfahr-Weltmeister Tony Martin zu Fall gebracht. Daraufhin waren Dutzende Fahrer gestürzt. Zunächst hatte es Spekulationen gegeben, dass es sich wegen der Aufschrift auf dem Schild («Allez Opi-Omi») um eine Deutsche handelt. Nach dem Vorfall hatte sich die Zuschauerin vom Ort des Geschehens entfernt. Die Polizei bat daraufhin um Zeugenaussagen. Basketball: Hawks gleichen Halbfinalserie wieder aus (sda) Die Atlanta Hawks mit Clint Capela schaffen im vierten NBA-Halbfinalspiel gegen die Milwaukee Bucks den Ausgleich. Auch ohne den verletzten Topspieler Trae Young gewinnen sie zuhause 110:88. Die Milwaukee Bucks verloren nicht nur das Spiel, sondern auch ihren Superstar Giannis Antetokounmpo. Der Grieche verletzte sich gegen Mitte des dritten Viertels beim Versuch, einen Dunk des Schweizers Clint Capela zu blocken. Der MVP der letzten beiden NBA-Saisons überdehnte sich bei der Landung unglücklich das linke Knie, humpelte danach vom Platz und kehrte nicht mehr zurück. Capela überzeugte mit 15 Punkten,7 Rebounds und einer Plus-18-Bilanz. Der Genfer Center stand im letzten Viertel gleich zweimal im Mittelpunkt. Erst versenkte er von hinter dem Korb den Ball aus der Drehung sehenswert zum 95:75, kurze Zeit später kassierte Capela einen Ellbogen eines Gegenspielers ins Gesicht und verschwand daraufhin vorzeitig in die Kabine. In der Best-of-7-Serie steht es nach Atlantas Heimerfolg 2:2 unentschieden. Das fünfte Spiel wird in der Nacht auf Freitag in Milwaukee ausgetragen. Eishockey: Connor McDavid ist MVP in der NHL (sda) Connor McDavid wird zum zweiten Mal nach 2017 zum wertvollsten Spieler der NHL gewählt. Der Captain der Edmonton Oilers ist erst der zweite Spieler nach Wayne Gretzky, der die von Journalisten durchgeführte Wahl einstimmig für sich entscheidet. Gretzky hat die «Hart Trophy» neun Mal und damit so oft wie kein anderer gewonnen. McDavid schloss die NHL-Qualifikation mit 33 Toren und 72 Assists als Topskorer ab. Der 24-jährige Kanadier setzte sich vor dem ehemaligen ZSC-Spieler Auston Matthews (Toronto Maple Leafs) und Nathan MacKinnon (Colorado Avalanche) durch. Als Nachfolger von Nashvilles Captain Roman Josi erhielt Adam Fox von den New York Rangers die Auszeichnung zum besten Verteidiger überreicht. Josi schaffte es auch in dieser Saison wieder auf die Liste für die potenziellen Gewinner der «Norris Trophy», der Berner belegte allerdings nur Platz 14. Pius Suter erreichte bei der Wahl zum besten Rookie den 11. Rang. Die «Calder Trophy» ging in die Hände des Russen Kirill Kaprisow, Teamkollege von Kevin Fiala bei den Minnesota Wild. Leichtathletik: Zwei Schwestern trotzen der Kälte – Ditaji und Mujinga Kambundji mit starken Sprints in Luzern Ditaji Kambundji, Siegerin in Luzern reg. Luzern · Es war nicht gerade ein Abend für die Sprinter: zuerst strömender Regen, dann ein kühler Gegenwind. Doch den Sprint-Schwestern Kambundji schien das nicht allzu viel auszumachen. Ditaji, die jüngere der beiden, schenkte sich mit starken 13,11 Sekunden über die 100 m Hürden sogar einen Sieg gegen gute internationale Konkurrenz bei Spitzen Leichtathletik Luzern. Die 19-Jährige läuft in diesem Sommer konstant auf hohem Niveau und schloss am Dienstag einen Wettkampfblock mit vier Rennen innerhalb von gut zwei Wochen ab. Nun pausiert sie, um sich auf ihren Saisonhöhepunkt vorzubereiten: die Junioren-EM, die am 15. Juli beginnen. Dort kann es für die Bernerin nur ein Ziel geben, die Goldmedaille im Hürdensprint. Ihre zehn Jahre ältere Schwester Mujinga blickt etwas weiter in die Ferne: zu den Olympischen Spielen, wo die Wettkämpfe in der Leichtathletik ab dem 30. Juli anstehen. Sie ist bereits in Topverfassung und wäre am Wochenende an den Landesmeisterschaften die 100 m unter 11 Sekunden gelaufen, wäre sie nicht kurz nach dem Start leicht gestolpert. In Luzern wurde sie mit 11,24 Sekunden Zweite und war trotz Kälte nicht zufrieden mit dem Rennen. Sie hätte schneller laufen können, sagte die EM- und WM-Medaillengewinnerin. Das Problem ortete Mujinga Kambundji auch dieses Mal am Start. Sie habe sich zu schnell aufgerichtet und deshalb nicht richtig Geschwindigkeit aufbauen können. Ein kleines Problem, wenn man weiss, dass die Form stimmt. Geplant ist nun noch ein Start nächste Woche in Ungarn über 200 m und eventuell am 9. Juli am Meeting der Diamond League in Monaco. Wenig erfreulich verlief der Formtest von Julien Wanders über 5000 m. Er wurde nach hinten durchgereicht und kam in 13:57,61 Minuten ins Ziel. Danach klagte er über muskuläre Beschwerden in beiden Oberschenkeln. Er sei nicht müde gewesen und habe auch keine schweren Beine gehabt, aber beide Hamstrings waren nach dem Rennen total verhärtet. Eine klare Ursache konnte er nicht nennen, in den letzten Wochen hatte der Genfer sehr gut trainiert. Rad: Der Routinier Cavendish gewinnt mit 36 Jahren wieder einmal (sda) Der Massensprint der 4. Etappe der Tour de France endet in Fougères mit dem Sieg von Mark Cavendish. Der 36-jährige Brite gewinnt an der Tour zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder. Cavendish setzte sich am letzten Tag in der Bretagne vor dem Franzosen Nacer Bouhanni und dem Belgier Jasper Philipsen durch. Für den Briten ist es der 31. Tour-Etappensieg, der erste seit 2016, als er gleich viermal gewann. Einzig der legendäre Belgier Eddy Merckx hat mit 34 Triumphen an der Frankreich-Rundfahrt mehr Tagessiege vorzuweisen als der sprintende Altmeister vom Team Deceuninck-Quick Step. An den Zielort Fougerès hatte Cavendish schon zuvor beste Erinnerungen. Er entschied an gleicher Stelle bereits 2015 eine Etappe für sich. Heuer nimmt der Fahrer von der Isle of Man zum ersten Mal seit 2018 wieder an der Frankreich-Rundfahrt teil. Er rutschte kurzfristig ins Aufgebot der belgischen Equipe, als Ersatz für den mit Knieproblemen kämpfenden Sam Bennett. Der Leader Mathieu van der Poel bekundete keine Mühe, das Maillot jaune einen weiteren Tag zu verteidigen. Vor dem Zeitfahren am Mittwoch über 27,2 km von Changé nach Laval führt der Niederländer weiterhin mit acht Sekunden Vorsprung vor Julian Alaphilippe. Dritter ist mit Richard Carapaz aus Ecuador der diesjährige Sieger der Tour de Suisse (0:31 zurück). Der slowenische Vorjahressieger Tadej Pogacar ist mit 39 Sekunden Rückstand Sechster. Beinahe hätte Brent van Moer den Sprintern am vierten Tour-Tag ein Schnippchen geschlagen. Der 23-jährige Belgier war zusammen mit einem weiteren Fahrer bald einmal nach dem Start in Redon ausgerissen und wurde vom heranbrausenden Feld erst 200 Meter vor der Ziellinie gestellt. Van Moer, bei Lotto Soudal Teamkollege des am Vortag schwer gestürzten Australiers Caleb Ewan, musste sich letztlich mit dem 49. Platz und der Ehre als kämpferischster Fahrer begnügen. Tennis: Wawrinka nicht fit für Olympia (sda) Stan Wawrinka wird nicht an den Sommerspielen in Tokio teilnehmen. Das Olympia-Turnier kommt für den dreifachen Grand-Slam-Sieger nach seiner zweiten Operation am linken Fuss zu früh. Seine Ärzte seien jedoch «extrem zuversichtlich», dass die Verletzung am Fuss nun behoben sei und er in naher Zukunft wieder voll fit sein werde, liess er in einer Pressemitteilung ausrichten. Seinen letzten Ernstkampf bestritt Wawrinka Anfang März in Doha, als er in der ersten Runde ausschied. Kurz darauf unterzog sich der 36-jährige Waadtländer einer ersten Operation am Fuss und sagte danach seine Teilnahme am French Open und in Wimbledon ab. Vorletzte Woche wurde schliesslich eine weitere Operation notwendig. Wawrinka ist nicht der Erste, der für die Sommerspiele in Tokio Forfait gibt. Auch Rafael Nadal, Dominic Thiem oder Denis Shapovalov haben ihre Olympia-Teilnahme bereits abgesagt. Zuletzt erklärte auch Serena Williams, dass sie nicht nach Japan reisen wird. Eishockey: Tampa Bay legt im Stanley-Cup-Final vor Tampa Bay peilt die erfolgreiche Titelverteidigung im Stanley Cup an. (sda) Die Tampa Bay Lightning sind optimal in den Play-off-Final um den Stanley Cup gestartet. Das Team aus Florida gewinnt das erste Spiel zu Hause gegen die Montreal Canadiens mit 5:1. Mit dem Sieg machten die Lightning den ersten Schritt in Richtung erfolgreiche Titelverteidigung in der National Hockey League. Play-off-Topskorer Nikita Kutscherow glänzte mit zwei Toren und einem Assist, auch Brayden Point sammelte mit drei Torvorlagen drei Skorerpunkte zum Auftakt in die Best-of-7-Serie gegen den NHL-Rekordchampion aus Kanada. Statistisch gesehen verheisst die Auftaktniederlage für die Montreal Canadiens, die erstmals seit 1993 in einem Stanley-Cup-Final stehen und ihrem 25. Titel nacheifern, nichts Gutes. Seit der Einführung des Best-of-7-Formats 1939 setzte sich in 61 von 81 Fällen jeweils der spätere Stanley-Cup-Sieger im ersten Finalspiel durch. Allerdings haben die letzten drei Champions jeweils Spiel 1 verloren (Washington Capitals 2018, St. Louis Blues 2019, Tampa Bay Lightning 2020).
Tour de France: Favorit Pogacar siegt im Zeitfahren
diepresse.com

 

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Delta überholt Alpha wohl in dieser Woche (1.02/12)

Die ansteckendere Coronavirus-Variante Delta verdrängt Alpha immer mehr. Laut Robert-Koch-Institut findet die Wachablösung als dominierende Variante in Deutschland diese Woche statt. Eine Auswertung zeigt die in Indien entdeckte Mutante schon in fünf Bundesländern an der Spitze. Die von Lothar Wieler, dem Präsidenten des Robert-Koch-Instituts (RKI), kürzlich konstatierte Ablösung von Alpha als dominierende Coronavirus-Variante hierzulande kristallisiert sich immer mehr heraus. Gemäß der neuesten Zahlen des RKI wurde die noch ansteckendere Delta-Variante in der vorvergangenen Woche (KW 24) in 36,7 Prozent der positiven Proben festgestellt. Wieler hatte schon Anfang dieser Woche erklärt, dass der Delta-Anteil derzeit tatsächlich sogar auf rund 50 Prozent zu schätzen sei. Denn die neuesten Daten sind bekannterweise stets schon mindestens ein paar Tage alt. So geht der heute veröffentlichte RKI-Bericht dann auch davon aus, dass Delta in der aktuellen Kalenderwoche bereits "mindestens die Hälfte der Neuinfektionen" ausmache. Der Anteil der offiziell noch dominierenden Alpha-Variante sank inzwischen weiter und lag in den Proben aus der KW 24 noch bei 54,9 Prozent. Im Vergleich zur KW 23 büßte die zunächst in Großbritannien festgestellte Mutante damit fast 20 und zur KW 22 fast 30 Prozentpunkte ein. In einigen Bundesländern hat Delta Alpha bereits bei den nach dem Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fällen als dominierende Variante abgelöst. In fünf Bundesländern hatte sie bereits in der vergangenen Meldewoche einen Anteil von mindestens der Hälfte an den festgestellten Covid-19-Infektionen, nämlich in Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und in Schleswig-Holstein - wenn auch insbesondere in letzteren beiden bei vergleichsweise geringen Fallzahlen und damit bei einer "dünnen" Datenlage. In der vorvergangenen Woche war nach dieser Statistik noch in allen Bundesländern außer Mecklenburg-Vorpommern Alpha die dominierende Variante gewesen. Trotz des steigenden Anteils der Delta-Variante ging die Gesamt-Inzidenz in Deutschland in den vergangenen Wochen stetig zurück. In Ländern wie Großbritannien, Russland und Portugal war nach großflächiger Ausbreitung der Delta-Variante allerdings auch die Gesamtinzidenz wieder gestiegen.
RKI: Delta-Anteil an neuen Corona-Infektionen erneut verdoppelt
stern.de

 

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Liveblog: Nach Löws EM-Aus übernimmt Hansi Flick (1.02/12)

Erstes Spiel im September: So startet das DFB-Team unter Löw-Nachfolger Hansi Flick Die Trainerfrage ist bereits geklärt. Hansi Flick muss schaffen, was Joachim Löw nicht mehr gelingen wollte. Nach dem EM-Aus geht's für das DFB-Team im September mit der WM-Qualifikation weiter. Der Plan des neuen Bundestrainers steht bereits. Das SPORTBUZZER Jogi-Barometer mit Matze Knop: Adé DFB-Team, hallo Traumschiff Nach dem 0:2 im EM-Achtelfinale gegen England ist das Turnier für Deutschland vorbei. Im SPORTBUZZER Jogi-Barometer verrät Comedian Matze Knop in Gestalt von Joachim Löw, dass Thomas Müller sein Sündenbock ist - und warum Jamal Musiala erst so spät eingewechselt wurde. Ricken, zweimal Ginter, Hofmann: Die deutschen Turnier-Touristen von 2000 bis 2021 26 Spieler standen im Kader von Bundestrainer Joachim Löw für die Europameisterschaft. Wie üblich kamen jedoch nicht alle Profis bei dem Turnier zum Einsatz. Der SPORTBUZZER blickt auf die deutschen Turnier-Touristen seit 2000. Michael Rummenigge im Video: Frankreich "schlägt sich selbst" - Belgien und Spanien "nun meine Favoriten" Einige (Mit-)Favoriten sind bei der EM ausgeschieden. Wer hat nun die größten Chancen auf den Titel? SPORTBUZZER-Experte Michael Rummenigge versucht im Video, das Aus einiger Top-Teams zu erklären - dabei übt er Kritik an Frankreich und nennt seine Favoriten unter den Viertelfinalisten. Löw-Nachfolger übernimmt nach EM-Aus: Das ist der neue Bundestrainer Hansi Flick Joachim Löw hätte sich für seine Ära als Bundestrainer sicherlich ein anderes Ende gewünscht. Das DFB-Team scheiterte bei der EM im Achtelfinale gegen England. Für Löw ist das 198. Länderspiel auch das letzte. Nun übernimmt Hansi Flick. Ein Blick auf die Karriere des Ex-Bayern-Trainers.
Erstes Spiel im September: So startet das DFB-Team unter Löw-Nachfolger Hansi Flick Erstes Spiel im September: So startet das DFB-Team unter Löw-Nachfolger Hansi Flick
sportbuzzer.de

 

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Delta-Anteil wohl bald bei 50 Prozent (1.02/12)

Der Anteil der Delta-Variante an den Corona-Infektionen steigt weiter stark an: Schon in dieser Woche dürfte die Variante mindestens die Hälfte aller Neuinfektionen ausmachen, schätzt das Robert Koch-Institut. In Deutschland wird der Anteil der Delta-Variante an den Corona-Neuinfektionen nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI) bald auf über 50 Prozent steigen. Delta sei in knapp 37 Prozent der Proben nachgewiesen worden, teilt das Institut in seinem aktuellen Bericht zu Virusvarianten mit und bezog sich dabei auf den Stand der Kalenderwoche 24 (14. Juni bis 20. Juni). Im Vergleich zur Vorwoche liege der Anteil der Variante damit mehr als doppelt so hoch. Allerdings wird nur ein Teil der positiven Corona-Proben auf Varianten hin untersucht. Dem Institut zufolge zeigen die aktuell vorliegenden Daten, dass damit zu rechnen sei, dass Delta sich gegenüber den anderen Varianten durchsetzen werde, insbesondere auch gegenüber der bisher dominierenden Alpha-Variante. Demnach dürfte Delta-Mutante bereits in dieser Woche (26. Kalenderwoche) mindestens die Hälfte aller Neuinfektionen ausmachen. Trotz steigenden Anteils und auch steigender Fallzahlen der Delta-Variante sinkt die Gesamt-Inzidenz in Deutschland aber weiter. Am Morgen hatte das RKI 404 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche hatte der Wert bei 455 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,4 an (Vortag: 5,6; Vorwoche: 8,0). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 57 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 77 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.727.333 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.
RKI: Delta-Anteil an neuen Corona-Infektionen erneut verdoppelt
stern.de

 

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Koepfer in Wimbledon in Runde drei - Djokovic klar weiter (1.01/12)

Fast vier Stunden ringt Dominik Koepfer in Wimbledon um den Einzug in die dritte Runde, dann gewinnt er sein Spiel noch, bevor es wegen Dunkelheit abgebrochen wird. Novak Djokovic kommt sicher weiter, bei den Damen verlieren einige Favoritinnen früh.
Koepfer gewinnt Fünf-Satz-Schlacht
bild.de

 

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Sänger arbeitet an eigener HBO-Serie (1.01/12)

The Weeknd (31) entwickelt eine neue Serie für HBO. Wie "Variety" berichtet, schreibt der Sänger den Stoff zusammen mit dem Schöpfer von "Euphoria". The Weeknd soll auch eine Rolle in der Serie spielen, wie es heißt. Die Serie trägt derzeit den Titel "The Idol". Es wird um eine Popsängerin gehen, die eine Beziehung mit einem rätselhaften Clubbesitzer beginnt, der Anführer eines geheimen Kults ist. The Weeknd, dessen richtiger Name Abel Tesfaye ist, arbeitet mit seinem Creative Producer Reza Fahim und dem Regisseur und Drehbuchautor Sam Levinson (36) an der Show. Levinson ist vor allem bekannt für seine 2019 erschienene Hit-Serie "Euphoria" mit Schauspielerin Zendaya (24). Alle drei gelten als Schöpfer der Show. Es ist nicht der erste Ausflug von The Weeknd ins Fernsehen. Er schrieb und spielte schon 2020 in einer Folge der Animationsserie "American Dad" mit. Außerdem spielte er sich selbst in dem von der Kritik gefeierten Film "Der schwarze Diamant" an der Seite von Adam Sandler (54).
The Weeknd spielt in Serie über Kult-Anführer mit
rnd.de

 

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Happy End für ausgebüxten Husky Wer schwarzfährt kommt ins Heim (1.01/12)

Koblenz – Huskys sind recht eigensinnige Hunde. So auch eine schöne Schlittenhündin aus Kruft, die mittags einfach alleine in eine Regiobahn stieg. Das blieb nicht unbemerkt. Eine Zugbegleiterin meldete das Tier bei der Bundespolizei in Trier. Man entschied, dass die Hündin weiter bis zum Koblenzer Hauptbahnhof reisen soll, wo der Zug um 12.07 Uhr ankommt und endet. Sie sind wunderschön, bis zu 90 cm groß und zwei Kilo schwer und alle handgemacht: die Puppen des Figuren-Theaters in U2. Daniel Göller ist Pfarrer der katholischen Pfarrgemeinde St. Martin Jossgrund-Oberndorf. Sein tierisch cooler Weggefährte: Mops Hugo! Nach einer guten halben Stunde und mehr als 25 Kilometern wurde die Hundedame dort von der Polizei in Empfang genommen und vorerst im Tierheim untergebracht. Inzwischen wurde über Facebook fleißig nach dem Besitzer gesucht. „Wer schwarz fährt kommt ins Heim“, schreibt die Auffangstation treffend. Zum Glück hatte die abenteuerlustige Ausreißerin einen registrierten Chip, der ausgelesen werden konnte. „Der Hundehalter konnte ausfindig gemacht und seine Hündin, nach kurzer 'Schwarzfahrt' in der Regionalbahn, wieder glücklich mit nach Hause nehmen“, so die Polizei.
Tierische Schwarzfahrerin: Husky-Hündin fährt alleine Bahn
t-online.de

 

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Olympia-Qualifikation: Erholung für die Basketballer - Diskussionen um Saibou (1.01/12)

Split (dpa) - Dennis Schröder ließ den Abend nach dem Zittersieg gegen Mexiko am Pool seiner Ferienwohnung ausklingen. Der NBA-Star darf beim olympischen Qualifikationsturnier wegen ungeklärter Versicherungsfragen zwar nicht mitspielen, dennoch ließ er es sich nicht nehmen, die deutsche Mannschaft in Split zu unterstützen. Mit einem Teil seiner Familie war der 27 Jahre alte Point Guard privat nach Kroatien gereist. Kontakt zu seinen Teamkollegen darf er in Split wegen der strengen Corona-Regeln keinen haben, seine Anwesenheit gab der deutschen Mannschaft aber auch von der Tribüne aus einen Schub. "Das zeigt, was ihm die Nationalmannschaft bedeutet", sagte Bundestrainer Henrik Rödl anerkennend. Erleichterung nach Mexiko-Sieg Ohne Schröder schrammte die Auswahl des Deutschen Basketball Bundes beim 82:76 gegen Außenseiter Mexiko am Dienstag nur knapp an einer Blamage vorbei. Es herrschte daher vor allem Erleichterung, als die Mannschaft am Abend ins Team-Quartier zurückkehrte. Dort stand am Mittwoch in erster Linie Erholung auf dem Programm. "Den freien Tag nehen wir für den Körper gerne mit", sagte Andreas Obst. Im Hotel Amphora sollten die Akkus wieder aufgeladen werden, um am Donnerstag (16.30 Uhr/Magentasport) gegen Russland den nächsten Schritt zur Verwirklichung des olympischen Traums zu gehen. Dafür kann sich das deutsche Team nach dem überraschenden 72:64 von Mexiko gegen Russland sogar eine knappe Niederlage mit sieben Punkten Differenz leisten. Mexiko steht bereits als erstes Team im Halbfinale. Team in Hotel-Blase "Das ist natürlich ein Vorteil für uns, dass wir zwischen den beiden Spielen einen Tag Pause haben", sagte Rödl. Der Sprung ins Wasser bleibt den deutschen Korbjägern allerdings verwehrt. Zwar liegt die Unterkunft direkt am Meer, aus den Zimmern blicken die Spieler aufs blaue Wasser. Durch die Corona-Regeln fallen das Baden oder der Spaziergang am Strand aber aus. Das Hotel darf nur zum Training und zu den Spielen in der Spaladium Arena verlassen werden, ansonsten sind alle sechs Teams in einer sogenannten Blase untergebracht. "Das ist natürlich schon etwas bitter, aber wir können uns auch im Hotel ganz gut erholen", sagte Johannes Thiemann. Gestört wird der Fokus auf den Basketball aber auch in Split weiter von den Diskussionen um die Nominierung des umstrittenen Joshiko Saibou. Der 31-Jährige hatte im vergangenen Jahr an Demonstrationen gegen die staatlichen Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie teilgenommen, bei der auch viele Verschwörungstheoretiker und rechte Gruppierungen mitmarschiert waren. Im einem Interview der Deutschen Presse-Agentur hatte er sich kurz vor dem Turnier zwar von Verschwörungstheorien und rechten Gruppen distanziert, seine Teilnahme an den Demonstrationen aber nicht als Fehler angesehen. Verband will Saibou-Thema abhaken Das Thema sorgt auch in der Mannschaft für Gesprächsbedarf. So sagte Niels Giffey von Alba Berlin, dass er ein längeres Gespräche mit Saibou geführt habe, mit dem er seit vielen Jahren eng befreundet ist. "Das Thema ist so sensibel, dass man es nicht in einem Fünf-Minuten-Instagram-Clip darstellen kann. Das muss man innerhalb eines langen Gespräches machen, und das haben wir getan", sagte Giffey. Der Verband will das Thema am liebsten abhaken. "Wir brauchen jetzt Ruhe. Von daher werden wir uns an keinen Diskussionen mehr beteiligen", sagte DBB-Vizepräsident Armin Andres im Podcast Abteilung Basketball. Sportlich soll gegen Russland auch mit Saibou, der gegen Mexiko bester Werfer war, der zweite Sieg her. Dafür ist eine deutliche Steigerung nötig. "Ich weiß, dass wir besser spielen müssen, wenn wir hier etwas erreichen wollen", sagte Rödl. Für das große Ziel Olympia ist eine Leistung wie gegen Mexiko deutlich zu wenig. Denn Russland am Donnerstag und die möglichen Halbfinal- und Finalgegner Brasilien und Gastgeber Kroatien werden die deutsche Mannschaft deutlich mehr fordern. Einen Fehlstart in das Turnier legte Gastgeber Kroatien hin. Der Topfavorit auf das Olympia-Ticket verlor gegen Brasilien klar mit 67:94 und zeigte dabei eine weitgehend enttäuschende Vorstellung. Die Brasilianer qualifizierten sich mit ihrem zweiten Sieg dagegen für das Halbfinale. Kroatien kann am Donnerstag mit einem Sieg gegen die vom früheren Bundestrainer Dirk Bauermann betreuten Tunesier folgen.
Erholung für die Basketballer - Diskussionen um Saibou
augsburger-allgemeine.de

 

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Trump kritisiert Bidens Politik an der Südgrenze: "Schraube locker" (1.01/12)

US-Präsident Joe Biden steht wegen seiner Migrationspolitik an der Südgrenze der USA zunehmend unter Druck. Sein Vorgänger Donald Trump hat ihm nun Tatenlosigkeit vorgeworfen. Ex-Präsident Donald Trump hat der Regierung seines Nachfolgers Joe Biden vorgeworfen, Migranten ungestört über die Südgrenze der Vereinigten Staaten zu Mexiko strömen zu lassen. Deswegen kämen mehr "Mörder, Vergewaltiger und Dealer" ins Land, genauso wie vielmehr Drogen, sagte Trump am Mittwoch bei einem Besuch der Grenzregion im Bundesstaat Texas. Bidens Politik der "offenen Grenze" sei desaströs. Dafür gebe es nur zwei mögliche Erklärungen: "Man ist entweder inkompetent oder man hat aus irgendeinem Grund eine Schraube locker und will offene Grenzen", sagte Trump. Trump sparte bei dem Besuch nicht mit Selbstlob. Während seiner Amtszeit seien Hunderte Kilometer neuer Grenzmauer gebaut worden, die Grenze sei sicher gewesen, sagte er. "Wir haben einen tollen Job gemacht", sagte er bei einem Treffen mit dem texanischen Gouverneur Greg Abbott. Trump und seine Republikaner hatten im Vorfeld des Besuchs mit zahlreichen Emails an Unterstützer um Spenden geworben. Bidens Regierung steht wegen der starken Zunahme ankommender Migranten an der Südgrenze unter Druck. Der Demokrat verfolgt eine deutlich liberalere Migrationspolitik als Trump. Im Januar hatte er als eine seiner ersten Amtshandlungen die Finanzierung für den Bau der massiven Grenzzäune ausgesetzt – die zuvor ein Schlüsselprojekt Trumps gewesen waren. Dieser wollte an der rund 3.200 Kilometer langen Südgrenze eine "wunderschöne Mauer" errichten lassen, um Einwanderer ohne Papiere und Kriminelle fernzuhalten. Die Demokraten warfen Trump vor, ein unmenschliche Politik der Abschottung zu betreiben. Der Republikaner Abbott klagte am Mittwoch, die Politik der neuen Regierung habe zu "dramatischen Problemen" an der Grenze geführt. Der Zufluss gefährlicher Drogen wie Fentanyl und andere Kriminalität hätten deutlich zugenommen. "Es ist eine wesentlich gefährlichere Lage als je zuvor", sagte er. Abbott hatte zuvor angekündigt, in seinem Bundesstaat nun unabhängig von der US-Regierung den Mauerbau vorantreiben zu wollen. Wie er dies realisieren will, ist noch offen. Im Mai griffen die US-Behörden an der Südgrenze so viele Migranten auf wie seit mehr als zwei Jahrzehnten nicht. Es wurden 180.034 illegale Übertritte registriert, wie der Grenzschutz erklärte. Rund 60 Prozent seien sofort wieder abgeschoben worden. Bei 38 Prozent der Grenzübertritte habe es sich um Personen gehandelt, die im Jahr zuvor bereits mindestens ein Mal aufgegriffen worden seien. Zuletzt waren demnach im April 2000 so viele Grenzübertritte registriert worden.
Trump kritisiert Bidens Politik an der Südgrenze
tagesspiegel.de

 

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Allison Mack: „Smallville“-Star wegen Sex-Kult-Mitgliedschaft zu Haft verurteilt (1.01/12)

Allison Mack (38) wurde als Freundin von Superman durch die Serie „Smallville“ bekannt. Privat spielte sie eine Schlüsselrolle in einem bizarren „Sex-Kult“. Jetzt wurde die Schauspielerin für ihre Machenschaften zu drei Jahren Haft verurteilt. Mack könne nach ihrer Haft außerdem nur unter strengen Auflagen freigelassen werden und müsse 30 000 Dollar Strafe zahlen, ordnete ein Gericht in New York am Mittwoch an. Mack wird Menschenhandel, sexuelle Ausbeutung und Zwangsarbeit vorgeworfen. Abgespielt haben sich die Taten zwischen Januar 2016 und Juni 2017. Die Staatsanwaltschaft hatte schon vorher angedeutet, unter der Höchststrafe von bis zu 17,5 Jahren Haft bleiben zu wollen, weil Mack mit den Behörden kooperiert und sich bei ihren Opfern entschuldigt hatte. Die Anwälte der Schauspielerin hatten darum gebeten, von einer Gefängnisstrafe ganz abzusehen. Im Oktober war Keith Raniere, der 60 Jahre alte Gründer des „Sex-Kults“ NXIVM, zu 120 Jahren Haft verurteilt worden – unter anderem wegen Sex-Handels, sexueller Ausbeutung und Betrugs. Seine Mithelferin, die Millionenerbin Clare Bronfman, bekam 81 Monate Haft. Raniere hatte Ende der 90er Jahre die Organisation NXIVM mit Hauptsitz nahe Albany im US-Bundesstaat New York gegründet, die offiziell als Selbsthilfegruppe vermarktet wurde. Frauen sollen dort sexuell missbraucht worden und mit Ranieres Initialen gebrandmarkt worden sein. Rund 18 000 Menschen haben Medienberichten zufolge die teuren „Selbstoptimierungs-Kurse“ der Organisation besucht.
US-Schauspielerin Allison Mack wegen Sex-Kult Nxivm zu Haft verurteilt
tt.com

 

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Die Betriebsräte sind frustriert vom Konflikt mit Airbus (1.01/12)

Plus Gewerkschafter werfen dem Airbus-Management vor, sich einer Einigung zu versperren. Arbeitnehmervertreter stemmen sich gegen eine Zerschlagung der Augsburger Werkes. Arbeitnehmervertreter erheben schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen des europäischen Luftfahrtkonzerns Airbus. Holger Junge, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats von Airbus Deutschland, kritisierte am Mittwoch: „Obwohl wir bereit sind, schmerzhafte Veränderungen mitzugehen, weigert sich die Firma, etwas auf Augenhöhe mit uns zu vereinbaren.“ Damit sprechen die Betriebsräte den Verantwortlichen des Unternehmens die Kompromissbereitschaft ab. Junge machte wie IG-Metall-Vorstand Jürgen Kerner, der bei der Gewerkschaft für die Luftfahrtindustrie zuständig ist, deutlich, dass die Airbus-Führung alle konkreten Zusagen an die Beschäftigten, was die Sicherheit der Arbeitsplätze betrifft, vermieden habe.
Erwürgt in der Psychiatrie Wunstorf: 63-Jährige tötet Mitpatientin
haz.de

 

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Goethe-Institut muss Arbeit in Belarus einstellen (1.01/12)

Auf Druck der Behörden in Belarus müssen das Goethe-Institut und der Deutsche Akademische Auslandsdienst ihre Arbeit in dem Land einstellen. Hintergrund sind die Sanktionen, die EU vergangene Woche erlassen hat. Die belarusische Regierung fordert die Einstellung aller Aktivitäten des Goethe-Instituts und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in dem Land. Das teilte das Auswärtige Amt mit. Hintergrund sind demnach die Sanktionen der Europäischen Union gegen die Ex-Sowjetrepublik. "Wir bedauern die Entscheidung der belarusischen Seite", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. "Dieser Schritt wird dazu beitragen, Belarus international weiter zu isolieren." Leidtragende seien die Menschen in Belarus, denen weitere Möglichkeiten gesellschaftlicher und kultureller Betätigung verwehrt würden. Die Arbeit der beiden Institutionen habe Deutschland und Belarus "einander auf gesellschaftlicher und kultureller Ebene nähergebracht". Die Bundesregierung werde weiterhin daran arbeiten, die kulturelle und gesellschaftliche Zusammenarbeit beider Länder aufrechtzuerhalten. Die EU hatte in der vergangenen Woche als Reaktion auf die erzwungene Landung einer Ryanair-Maschine und die Unterdrückung der Opposition umfassende Wirtschaftssanktionen gegen Belarus in Kraft gesetzt. Bei der Flugzeuglandung in Minsk war Ende Mai der regierungskritische Blogger Roman Protassewitsch festgenommen worden. Belarus setzte am Montag aus Protest gegen die EU-Sanktionen die Teilnahme am EU-Programm der Östlichen Partnerschaft aus. Außerdem zog das Land seinen Vertreter bei der EU zu Konsultationen ab und forderte die Union auf, ihren Repräsentanten Dirk Schuebel ebenfalls vorläufig abzuziehen.
Goethe-Institut in Belarus muss Arbeit einstellen
augsburger-allgemeine.de

 

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Rathausaffäre: Bundesgerichtshof entscheidet im Juli über Schostok (1.01/12)

Hat der Freispruch für Hannovers Altoberbürgermeister Stefan Schostok in der Rathausaffäre Bestand? In zwei Wochen verhandelt der Bundesgerichtshof in Leipzig über die Revision der Staatsanwaltschaft. In zwei Wochen hat Hannovers Altoberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) einen wichtigen Termin in Leipzig. Am 14. Juli verhandelt dort der 6. Strafsen...
Rathausaffäre: BGH entscheidet im Juli über Revision
ndr.de

 

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Das sind die aktuellen Lottozahlen vom Mittwoch (1.01/12)

Sie hoffen auf das ganz große Glück beim Lotto am Mittwoch? In diesem Artikel finden Sie jede Woche die aktuellen Lottozahlen und Quoten.
Lotto am Mittwoch: aktuelle Gewinnzahlen und Quoten
rnd.de

 

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ARD plant neue Comedy- und Late-Night-Sendungen (1.01/12)

München. Die ARD arbeitet an der Schärfung des eigenen Programmprofils. Dazu sind auch Veränderungen bei Sendeplätzen und neue Sendungen geplant. ARD-Programmchefin Christine Strobl sagte am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur zu den Plänen: „In diesem Zusammenhang spielt nicht nur das lineare Programmschema eine Rolle. Wir wollen vielmehr ein eigenes, nutzerorientiertes Programmangebot für die ARD-Mediathek umsetzen – die Mediathek und „Das Erste“ sind uns dabei gleich wichtig.“ Die Planungen drehen sich zum Beispiel um den Comedy-Bereich. ARD-Chefredakteur Oliver Köhr sagte: „In der Tat suchen wir ein neues Comedy-Format, das auch die regionale Verankerung der ARD im Blick hat, und Freitag ist ein denkbarer Tag.“ Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Zuvor hatte „Spiegel Online“ über ein entsprechendes internes ARD-Papier berichtet und dabei zudem Pläne für ein neues Late-Night-Format mit der Kabarettistin Carolin Kebekus genannt. Der stellvertretende ARD-Programmdirektor und Channel-Manager der ARD-Mediathek, Florian Hager, sagte dazu auf Nachfrage: „Wir sind in Gesprächen mit Carolin Kebekus. Sie ist für die ARD ein wichtiger Kopf und es geht uns um politische Comedy.“ „Spiegel Online“ schrieb zudem über Pläne, nach den „Tagesthemen“ am Dienstag einen neuen Talk zu etablieren, der „Markus Lanz“ ähneln solle. Strobl: „Wir denken an ein Format, das Menschen und nicht ein Thema in den Vordergrund stellt. Wir sind dazu in Gesprächen mit Sandra Maischberger, denn sie hat unbestritten diese Gabe. Und nein, einen zusätzlichen Talk wird es nicht geben.“ Die Programmdirektorin betonte zudem, dass der Montag der relevante Informationstag im Programm sein solle. „Im Ersten brauchen wir am Montagabend mehr Dokumentationen mit relevanten Stoffen, die für die beste Sendezeit geeignet sind.“ Über den Stand der Pläne in dem Papier sagte ARD-Chefredakteur Köhr: „Wir haben unseren Vorschlag den Intendantinnen und Intendanten vorige Woche vorgestellt, starken Rückhalt erfahren und das Gesamtkonzept gemeinsam beschlossen.“ Man spreche jetzt im Rahmen dieser Leitplanken mit den Direktorinnen und Direktoren und setze „das Konzept dann gemeinsam mit den Redaktionen um“. RND/dpa
ARD plant neue Comedy- und Late-Night-Sendungen
stern.de

 

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Kommentar zum Afghanistan-Abzug - Kein Respekt für unsere Soldaten (1.01/12)

Die gute Nachricht zuerst: Am Mittwoch kehrten 264 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr aus Afghanistan wohlbehalten nach Deutschland zurück. Auf dem Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen wurden sie vom Kommandeur des Einsatzführungskommandos begrüßt. Generalleutnant Erich Pfeffer dankte seinen Kameradinnen und Kameraden für ihren aufopferungsvollen Einsatz. Die schlechte Nachricht: Weder Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) noch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78) oder Bundeskanzlerin Angela Merkel (66) waren da. Nicht einmal Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (58) erwies ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Ehre. Das lässt tief blicken. Das ist respektlos, würdelos, achtungslos. Seit 20 Jahren halten unsere Soldaten ihre Knochen für Deutschland in dem fernen, asiatischen Land hin.59 von ihnen kehrten in Särgen in die Heimat zurück. Politische Mandatsträger hatten im Bundestag entschieden, dass Deutschland die Weltgemeinschaft im Kampf gegen den islamistisch geprägten internationalen Terrorismus unterstützen soll. Und jetzt versagt man ihnen diese Geste der Ehre, der Anerkennung bei ihrer Rückkehr. Das ist die kalte Seite der Egal-Haltung in unserer Gesellschaft. Dokumentiert durch die Abwesenheit von höchsten Repräsentanten unseres Staates. Das haben die Bundeswehrangehörigen nicht verdient. Dieses Verhalten unserer Politiker ist eine schmerzhafte Enttäuschung für alle in unserer Armee. * Wolfgang Emrich ist Verantwortlicher Redakteur bei BILD und Oberstleutnant der Reserve. Er dient bei Übungen im Kommando Heer in Strausberg (Brandenburg) Die aktuelle Berichterstattung zum Thema lesen Sie hier.
Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan vollendet
nzz.ch

 

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Vier weitere Tote nahe Miami gefunden (1.01/12)

Seit dem Teileinsturz eines Wohnhauses nahe Miami läuft die verzweifelte Suche nach Verschütteten. In den Trümmern wurden nun vier weitere Opfer geborgen. Damit erhöht sich die Zahl der Toten auf 16. Nach dem Teileinsturz eines zwölfstöckigen Wohnhauses im US-Bundesstaat Florida steigt die Zahl der geborgenen Todesopfer weiter an. In den Trümmern seien vier weitere Tote gefunden worden, sagte die Bürgermeisterin des Bezirks Miami-Dade, Daniella Levine Cava, an der Unglücksstelle in Surfside nahe Miami. Die Zahl der Toten habe sich damit auf 16 erhöht.147 Menschen gelten der Kommunalpolitikerin zufolge weiter als vermisst. Das strandnahe Gebäude mit rund 130 Wohneinheiten war in der Nacht zum Donnerstag voriger Woche teilweise eingestürzt. Die Menschen wurden im Schlaf von dem Unglück überrascht. Seitdem läuft eine verzweifelte Suche nach Überlebenden. Rettungsteams sind rund um die Uhr im Einsatz - mit Spürhunden, Spezialkameras, Horchinstrumenten und schwerem Gerät. Levine Cava sagte, mehrere Hundert Einsatzkräfte seien an der Unglücksstelle an der Suche beteiligt. Sie arbeiteten Tag und Nacht, in rotierenden Zwölf-Stunden-Schichten. Kurz nach dem Einsturz hatten Einsatzteams zunächst mehrere Dutzend Menschen retten können. Befürchtet wird, dass die Zahl der Toten angesichts der vielen Vermissten noch deutlich steigt. Zwölf der Toten sind laut Polizei bisher identifiziert: Das jüngste Opfer war 26 Jahre alt, das älteste 92. Die Suchtrupps fanden in den Trümmern auch noch nicht identifizierte "menschliche Überreste". Zur Identifizierung von Opfern wurden DNA-Proben von Angehörigen der Hausbewohner eingesammelt. Zwischenzeitlich hatte ein Feuer in den Trümmern die Suchaktion erheblich behindert. Auch wiederkehrender starker Regen und Gewitter machen den Suchtrupps regelmäßig zu schaffen. Die Ursache des Teil-Einsturzes ist noch unklar. Der als Champlain Towers South bekannte Wohnkomplex stammt aus den 1980er-Jahren. Am Wochenende war ein von einer externen Firma verfasster Inspektionsbericht aus dem Jahr 2018 öffentlich geworden, in dem Experten mehrere Mängel - darunter auch größere strukturelle Mängel am Beton des Gebäudes - aufgelistet hatten. US-Präsident Joe Biden will den Unglücksort morgen gemeinsam mit seiner Frau Jill besuchen. Das Weiße Haus teilte mit, die beiden wollten den Einsatzkräften danken und Familien Beistand leisten, die um das Leben ihrer Angehörigen bangen.
Zahl der Toten nach Einsturz von Wohnhaus in Florida stieg auf 16
tt.com

 

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„Gute Zeiten, schlechte Zeiten“: So geht es weiter (0.03/12)

Köln. „Ich seh’ in dein Herz, sehe gute Zeiten, schlechte Zeiten…“ – auf die Titelmelodie der Erfolgs-Soap „GZSZ“ folgen 25 Minuten voller Gefühle und Intrigen, voller Konflikte und Drama. Als eine der erfolgreichsten Daily Soaps im deutschen Fernsehen ist die Serie aus dem Vorabendprogramm nicht mehr wegzudenken. Eine neue Folge von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ läuft montags bis freitags von 19.40 bis 20.15 Uhr auf RTL. Hier lesen Sie, was in den nächsten Folgen passiert. Emily sucht wegen Peachs Party das Weite und arbeitet daheim weiter. Doch Peach lässt es sich nicht nehmen, Emily zum Abschied schlechtes Karma zu prophezeien. Gut gelaunt lässt Emily sie abtropfen und wird am nächsten Tag böse überrascht... Toni und Erik sind ganz euphorisch von den Geschehnissen. Doch sie müssen ihren Rausch unterbrechen, da die Möbel noch in Eriks neue Wohnung transportiert werden müssen. Da hat Toni aber eine bessere Idee. Laura macht sich weiter an Felix heran. Dabei kreuzt sich ihr Weg mit der Ärztin, die sie damals behandelte. Als diese sich nach der Schwangerschaft erkundigt, ist Nazan irritiert... Emilys Laden ist Opfer von Löscharbeiten geworden. Am Boden zerstört, will Emily Peach finanziell zur Verantwortung ziehen, doch Peach ist nicht anständig versichert. Emilys Existenz scheint vernichtet, da zeichnet sich dank Kate ein Lichtstreif am Horizont ab. Nazan verwirft ihren Verdacht. Derweil versucht Laura, sich weiter an Felix ranzumachen, doch der blockt sie ab. Genervt lässt Laura ihren Frust an Nazan ab, die ihr impulsiv ihren Verdacht um die Ohren haut... Nihat findet, dass Kate die Wahrheit um ihre Vaterschaft verdient und gerät darüber mit Tuner in Streit. Als Lilly von dem Streit erfährt, steigert das nur ihre Sorge um Nihat. Nihat will sich nicht aufhalten lassen. Er beschuldigt Lilly, seinen Pass versteckt zu haben. Diese beklagt sich bei Tuner, dass sie kein Verständnis mehr für Nihat habe. Tuner weist ihn zurecht und hofft, dass er wieder zur Besinnung kommt. Nazan will ihrem Verdacht nachgehen. Laura bringt Felix weiter gegen Nazan auf. Felix fordert von ihr, Laura nicht weiter zu beschuldigen. Laura ahnt jedoch nicht, dass Nazans Verdacht trotzdem in Felix gärt. Erik ärgert sich: Tonis Geburtstagsüberraschung kommt zu früh. Doch Toni will vorfeiern. Erik tut alles dafür, um eine perfekte Party vorzubereiten. Er gewinnt sogar Jonas als DJ. Der Kiez erlebt ein einzigartiges Sommerfest. Nihat erzählt Lilly, weshalb er so durcheinander und in Gedanken ist. Aber er sieht auch ein, dass es so nicht weitergeht und er zur Ruhe kommen muss. Doch auch diese Idee verfolgt Nihat mit der ihm typischen Konsequenz. Über den RTL-eigenen Streamingdienst TV Now sind aktuelle „GZSZ“-Folgen nicht nur live, sondern bis zu einer Woche nach der Ausstrahlung online gratis abrufbar – auf ältere Folgen können Sie über einen Plus-Account kostenpflichtig zugreifen. Das Abo gibt es einen Monat lang gratis zur Probe. Danach kostet es pro Monat 2,99 Euro und ist auch monatlich kündbar. Abonnenten können neue Folgen von „GZSZ“ bis zu 72 Stunden vor der Ausstrahlung online streamen. Hier geht's zur TV-Now-Mediathek. Eine Frage beschäftigt „GZSZ“-Fans seit Jahren: Droht der Ausstieg von Jo Gerner? Wolfgang Bahro, der die Figur des Jo Gerner spielt, gehört zu den bekanntesten Schauspielern der Serie. Als Charakter der ersten Stunde zählt der intrigante Geschäftsmann und Rechtsanwalt zu den markantesten Figuren der Serie. Seit die Figur 1993 in die Serie eingeführt wurde, hatte sie mehrere Beziehungen und Affären und trat bereits ganze dreimal vor den Traualtar. Immer wieder fragen sich Fans, wie lange Jo Gerner noch bei „GZSZ“ bleiben wird. In einer Folge wurde Jo lebendig begraben – der mögliche Tod Jo Gerners sorgte für Aufruhr unter den „GZSZ“-Fans. Stirbt Jo Gerner in der Serie? Vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt, aber noch ist der Serientod nicht für Jo Gerner vorgesehen. Der Ausstieg einer der zugleich beliebtesten und meist gehassten Figuren ist aktuell nicht geplant. Egal, wie es bei „GZSZ“ weitergeht, Jo Gerner bleibt vorerst an Bord. „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ ist bekannt dafür, typische Themen, mit denen Jugendliche und junge Erwachsene im Alltag konfrontiert sind, aufzugreifen. Die Serie spielt in Berlin und dreht sich um das Leben des Gerner-Clans sowie der Familien Flemming, Moreno, Bachmann, Seefeld und Lehmann. „GZSZ“ gilt als erfolgreichste deutsche Sendung ihres Genres,2010 wurde sie mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie „Beste tägliche Sendung“ ausgezeichnet. Was vielleicht gar nicht jedem Fan bewusst ist: Die Serie, die täglich ein Millionenpublikum begeistert, war zumindest in den ersten 230 Folgen eine Adaption der Seifenoper „The Restless Years“, die von 1977 bis 1981 in Australien ausgestrahlt wurde. Erst ab Folge 231 wurden eigens auf das deutsche TV-Publikum ausgerichtet Drehbücher verfasst. Ein Konzept, das aufzugehen scheint, denn auch in den Niederlanden läuft seit 1990 die Daily Soap „Goede tijden, slechte tijden“, die ebenfalls nach dem australischen Vorbild umgesetzt wurde. Und auch in Frankreich und Belgien wird mittlerweile „GZSZ“ geschaut: Seit Juli 2018 wird die deutsche Serie dort unter dem Namen „Au Rhythme de la Vie“ (zu Deutsch: Im Rhythmus des Lebens) gezeigt. Allerdings hat man sich dort entschieden, nicht bei Folge eins zu starten und die vergangenen 26 Jahre aufzuholen, sondern ist direkt bei Folge 6063 eingestiegen. In unregelmäßigen Abständen strahlt RTL Specials von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ aus. Zum 25-jährigen Jubiläum im Mai 2017 beispielsweise wurde eine anderthalbstündige Spezialfolge gezeigt, im Sommer 2018 gab es eine Mallorca-Folge in Spielfilmlänge. Nicht nur die Serie selbst ist ein Exportschlager mit unvergleichlicher Erfolgsgeschichte. Für viele mittlerweile bekannte Schauspieler und Schauspielerinnen war „GZSZ“ nicht nur die erste Karrierestation, sondern vor allem ein Karrieresprungbrett. Oliver Petszokat, Jeanette Biedermann, Rhea Harder, Yvonne Catterfeld und viele weitere ehemalige Castmitglieder waren vor ihrem Auftritt in „GZSZ“ weitgehend unbekannt. Eine Chance für junge Schauspieltalente ohne viel Erfahrung. Auch einige Musiker nutzen die Serie, um ihre Bekanntheit zu erhöhen – die Bands Caught in the Act und Just Friends beispielsweise. Zusätzlich gab und gibt es in der Serie immer wieder Gastauftritte bekannter Musiker und Prominenter. Der Gastauftritt von Gerhard Schröder, damals niedersächsischer Ministerpräsident, sorgte sogar für die Rekordquote von 6,73 Millionen Zuschauern. RND/pf
„Alles was zählt“-Vorschau: So geht es in den nächsten Folgen weiter
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„Berlin – Tag & Nacht“: So geht es weiter (0.03/12)

Berlin. Freundschaft und Liebe, Schule und Job, Ärger und Intrigen – wie lebt es sich in der Metropole? Die Reality Soap „Berlin – Tag & Nacht“ („BTN“) rückt den Alltag zahlreicher junger Hauptstädter in den Fokus. Seit Anfang an dabei: „Papa“ Joe Möller, der den „BTN“-Fans als „WG-Vater“ ans Herz gewachsen ist. Vor allem Joes Hin- und Herbeziehung mit Peggy lässt die Zuschauer mitfiebern. Eine neue Folge „Berlin – Tag & Nacht“ läuft werktags um 19.05 Uhr auf RTL 2. Wie geht es in den nächsten Folgen weiter und wo gibt es Wiederholungen? Vorsicht, Spoiler! Wer nicht wissen möchte, was in den nächsten Folgen von „Berlin – Tag & Nacht“ passiert, sollte hier aufhören zu lesen. Vorschautexte und Bilder stammen von RTL 2. Toni ist stolz, als es ihr erstmals gelingt, professionelle Distanz zu Patrice zu wahren. Doch ihre neue Entschlossenheit gerät ins Wanken, als sie auf eine Bewerbung von vergangener Woche eine Jobzusage für George erhält. Trotz einiger Bedenken sucht sie ihn im Flüchtlingsheim auf, um ihm vom Jobangebot zu erzählen. Als sie in seinem Zimmer jedoch Drogen findet, kann sie nicht anders und entwendet den Stoff, um Patrice vor sich selbst zu schützen. Als dieser sich sein Dope wütend zurückholt, entfacht ein Streit. Toni wirft Patrice an den Kopf, ein schlechter Mensch zu sein. Aber dann ist es ausgerechnet er, der sie spätabends im LA14 vor zwei betrunkenen Gästen rettet. Werden Toni und Patrice sich wieder vertragen? Milla genießt ihre heimliche Affäre mit Mike. Als der ihr jedoch unerwartet gesteht, dass er sich in sie verliebt hat, flüchtet sie überfordert. Verletzt und um sich selbst zu schützen, beendet Mike daraufhin ihre Affäre. Milla versucht trotzig sich einzureden, dass es so am besten ist, muss vor Olivia aber eingestehen, dass sie Mike vermisst. Und zwar nicht nur den Sex. Als Milla am Abend innerlich zerrissen einen nahen Moment mit Eric hat und dabei aber nur an Mike denken kann, fällt sie eine Entscheidung: Sie und Eric haben keine Zukunft miteinander. Während Milla allein auf der Dachterrasse mit ihren Gefühlen hadert, sieht sie sich erneut mit Mike konfrontiert. Die beiden haben wieder leidenschaftlichen Sex, nach dem Milla in einem bittersüßen Moment Mike gesteht, dass auch sie Gefühle für ihn hat. Sie hat keinen blassen Schimmer, dass Eric parallel einen Ring besorgt hat – er will Milla im Urlaub einen Heiratsantrag machen! Toni sucht voller Sorge nach Patrice. Sie findet ihn im Flüchtlingsheim und ist verblüfft, als ihm offenbar nichts fehlt. Er gibt ihr nur eine platte Ausrede, weswegen er nicht zum WG-Essen erschienen ist. Doch kurz darauf taucht Patrice im LA auf und entschuldigt sich bei Toni. Zur Wiedergutmachung kocht er für die WG. Als Toni all ihren Mut zusammennimmt und versucht, ihn zu küssen, weicht Patrice überfordert zurück. Er lässt Toni bedröppelt stehen. Völlig fertig beschließt sie, sich Patrice endgültig aus dem Kopf zu schlagen. Doch nachdem Dean ein ernstes Wort mit ihm gewechselt hat, kommt Patrice zurück und springt über seinen Schatten – er küsst Toni endlich. Milla kehrt in der Nacht mit Mike von ihrem heimlichen, romantischen Ausflug zurück. Als sie erfährt, dass Eric im Einsatz erschossen wurde, ist sie jedoch völlig fassungslos. Auch Amelie zieht die Nachricht vom Tod ihres Vaters den Boden unter den Füßen weg. Während Mutter und Tochter gemeinsam trauern und Milla sich wegen ihrer Affäre mit Mike die Schuld für Erics Tod gibt, leidet auch Mike unter schlimmen Gewissensbissen. Als Milla erfährt, dass Eric geplant hatte, ihr gestern einen Heiratsantrag zu machen, hält sie ihren Kummer nicht mehr aus. Völlig überfordert stößt sie in ihrer Verzweiflung am Abend Mike vor den Kopf und lässt ihren geballten Frust an ihm ab… Connor versetzt es einen Stich, als er Liz und Eazy beim Liebesspiel erwischt. Er reagiert daraufhin völlig über und fängt sich eine Abfuhr von Liz, die Angst hat, wegen Connors Verhalten aufzufliegen. Verbissen stürzt sich Connor in die Arbeit und stößt damit Liz weiter vor den Kopf. Am Ende ist sie es aber, die wieder auf Connor zugeht. Angeturnt hat Connor heißen Sex mit ihr im Tonstudio. Doch dann ist er alarmiert, als Eazy ein Kondom im Studio findet und vor Connor vermutet, dass Liz eine Affäre hat. Connor gibt sich ahnungslos, hat aber eine Riesenpanik, dass seine Affäre mit Liz auffliegen könnte… Aktuelle Folge verpasst? Auf TV Now ist die neueste Folge von „Berlin – Tag & Nacht” direkt nach der Ausstrahlung bis zu vier Wochen kostenlos abrufbar. Zukünftige und ältere Episoden sind nur für Premium-Abonnenten zugänglich. Ein Premium-Account für TV Now kostet aktuell 4,99 Euro im Monat. „Berlin – Tag & Nacht“ („BTN“) folgt den Geschehnissen mehrerer Wohngemeinschaften in verschiedenen Orten Berlins. Die Handlung konzentriert sich auf zahlreiche Figuren, die in der Regel von Laienschauspielern besetzt sind. Zentrale Handlungsorte der im Reportagestil gedrehten Daily Soap sind die Haupt-WG um Hauptmieter Joe Möller, in der sieben Personen wohnen, sowie weitere WGs und Arbeitsplätze der Charaktere. Sowohl Handlung als auch Figuren sind frei erfunden. Eine unruhige Kameraführung, ein teilweise improvisiertes Drehbuch sowie der Einsatz von Voiceovers, in denen die Figuren ihre Gefühlslage schildern, sollen den Eindruck von Realität erhöhen. Den „Mitten im Leben“-Effekt sollen auch die Schauplätze der Scripted-Reality-Serie erzielen. Statt um ein Set im Produktionsstudio, handelt es sich bei den Drehorten um reale Schauplätze, die größtenteils im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg liegen. Für zahlreiche Handlungsorte, wie die Wohngemeinschaften, Clubs oder den Friseursalon Schnitte, gibt es echte Adressen in Berlin. Zudem dienen Orte wie die Mercedes-Benz-Arena Berlin oder der S- und U-Bahnhof Warschauer Straße als wiederkehrende Drehorte für Zwischensequenzen. Im Laufe des annähernd zehnjährigen Bestehens von “Berlin – Tag & Nacht” haben mehr als 70 Darsteller Hauptfiguren in der Daily Soap verkörpert. Dazu kommen weit mehr als 200 Nebendarsteller, die teilweise in nur wenigen Folgen zu sehen sind, mitunter aber in späteren Folgen wiederkehren. Bei einem Großteil der Besetzung handelt es sich um Laiendarsteller, die auch in anderen Formaten des für die Serie verantwortlichen Produktionsunternehmens, der “filmpool Film- und Fernsehproduktion”, mitwirken. Hier eine Übersicht der aktuellen Hauptfiguren und ihrer Darsteller: RND/pf
„Alles was zählt“-Vorschau: So geht es in den nächsten Folgen weiter
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Spahn plant mit mehr als 200 Millionen Impfdosen für 2022 (0.02/12)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn plant für das Jahr 2022 die Beschaffung von so viel Corona-Impfstoff ein, dass jede Person in Deutschland zweimal geimpft werden könnte. Das kündigte der CDU-Politiker nach Informationen von Reuters aus Teilnehmerkreisen am Mittwoch im Bundeskabinett an. In einem dem Kabinett vorgelegten Bericht des Gesundheitsministeriums heißt es dazu, dass man neben dem Bezug von 84,4 Millionen Impfdosen von BioNTech/Pfizer auf einen Mix von verschiedenen Impfstoff-Technologien und -Herstellern setze. Die Impfstoffe des zweiten deutschen Impfstoff-Herstellers Curevac und von AstraZeneca sind dabei nicht eingeplant. Stattdessen sei die Beschaffung von 31,8 Millionen Dosen des mRNA-Impfstoffs von Moderna vorgesehen, daneben 18,3 Millionen Dosen des Vektor-Impfstoffs von Johnson & Johnson. Zudem sollen die bisher allerdings nicht zugelassenen Protein- beziehungsweise inaktiven Impfstoffe von Sanofi (42,7 Millionen Dosen), Novavax (16,3 Millionen Dosen) und Valneva (elf Millionen Dosen) beschafft werden.
Spahn plant für 2022 mit Corona-Impfstoffmix
tagesspiegel.de

 

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Corona-Schulden: Bundesrat liebäugelt mit einer bequemen Lösung (0.02/12)

Der Fehlbetrag wird nach heutigem Wissensstand 30 Milliarden Franken betragen. Der Bundesrat denkt daran, die Hälfte davon mit Überschüssen aus der Vergangenheit zu verrechnen. Finanzminister Ueli Maurer will einen Teil der Ausschüttungen der Nationalbank für den Schuldenabbau reservieren. 30 Milliarden Franken: In dieser Grössenordnung dürfte sich aus heutiger Sicht die Neuverschuldung bewegen, die der Bund im Zuge der Corona-Krise bis Ende 2021 auf sich nimmt. Am Mittwoch hat der Bundesrat die ersten Eckwerte des Plans festgelegt, nach dem er diese Schulden wieder abbauen will. Ein zentrales Element hat er bereits beschlossen: Der Anteil des Bundes an den zusätzlichen Ausschüttungen der Schweizerischen Nationalbank (SNB), die in den nächsten Jahren zu erwarten sind, soll verbindlich für den Schuldenabbau reserviert werden. Dabei handelt es sich um maximal 1,3 Milliarden Franken im Jahr. Diese Gelder will der Bundesrat künftig als ausserordentlichen Ertrag verbuchen. Damit können sie nicht für andere Zwecke im regulären Bundeshaushalt eingesetzt werden. Schuldenabbau bis 2029 oder 2035 Die SNB-Milliarden allein werden jedoch nicht ausreichen, um die Corona-Schulden innert nützlicher Frist zu tilgen. Deshalb präsentiert der Bundesrat darüber hinaus zwei Varianten für einen zusätzlichen Schuldenabbau, die unterschiedlich ambitioniert sind. Die bequemere Variante umfasst einen kleinen buchhalterischen Kniff mit grosser Wirkung: Der Bund könnte einen Teil der neuen Schulden auf dem Papier mit den Überschüssen der Vergangenheit querfinanzieren. In den letzten Jahren hat der Bund im ordentlichen Haushalt einen grossen Schuldenabbau erzielt, der über die Ziele der Schuldenbremse hinausgeht. Nun liebäugelt der Bundesrat damit, die Hälfte der Corona-Schulden mit diesen früheren Überschüssen zu verrechnen. Dazu müsste das Gesetz geändert werden, der Bundesrat will die Vernehmlassung im August eröffnen. Mit dieser Variante liesse sich der gesamte Schuldenabbau voraussichtlich von 2023 bis etwa 2029 vornehmen. Die etwas ehrgeizigere Variante verzichtet auf den Trick mit den vergangenen Gewinnen und sieht dafür einen längeren Zeithorizont von 2023 bis 2035 vor. Hier will der Bundesrat den zusätzlichen Schuldenabbau einzig über die alljährlich anfallenden Kreditreste von rund 1 Milliarde Franken abwickeln. Diese entstehen, weil die Bundesämter im Durchschnitt vorsichtig budgetieren und Ende Jahr jeweils Geld übrig bleibt. Gemäss dem Bundesrat sind beide Varianten nach heutigem Wissensstand ohne Sparprogramme umsetzbar. Das Parlament dürfte nächstes Jahr entscheiden.
Der Bundesrat liebäugelt mit einer bequemen Lösung für den Abbau der Corona-Schulden| NZZ
nzz.ch

 

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Post von Wagner: Liebes Fußball-Deutschland

die Engländer sind im Jubel-Himmel. Und wir? Sind wir Deutschen in der Trauer-Hölle? Das Höchste unserer Gefühle ist ein Achselzucken, was Gleichgültigkeit bedeutet. Ich hätte gerne um Helden geweint, die erschöpft am Boden liegen. Aber es war keiner erschöpft. Die Deutschen spielten uninspiriert und so gleichgültig, wie man einen Joghurtbecher auslöffelt. Nichts an ihrem Spiel erinnerte uns an unsere Ahnen. An Uwe Seeler, Gerd Müller, Franz Beckenbauer. Das waren Spieler, die Spiele herumrissen, uns jubeln ließen. Es waren Spieler aus dem Nachkriegsland, es waren keine Spieler aus der Komfort-Gesellschaft. Sie waren nicht behütet und nicht gepampert. Sie bereiteten sich auf ihre großen Spiele in Jugendherbergen vor. Ich liebe den alten deutschen Fußball. Kämpfen. Leidenschaft. Herzlichst, Franz Josef Wagner Die aktuelle Berichtererstatung zum Thema finden Sie hier.

 

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Hunderte Jugendliche müssen ins "Hotel Covid"

Aus ganz Spanien reisen Jugendliche nach Mallorca, um dort ihren Schulabschluss zu feiern - doch die Fiesta wird zum Superspreader-Event. Hunderte Heranwachsende werden in einem Hotel unter Quarantäne gestellt. Die protestieren nun gegen ihre Zwangseinweisung ins "Hotel Covid". Nach einem Corona-Ausbruch unter Schülerinnen und Schülern auf Mallorca befinden sich dort hunderte Jugendliche in Quarantäne. Allein in dem zur Isolierstation umfunktionierten Hotel "Palma Bellver" waren nach Angaben der Regionalregierung vom Abend 232 Schülerinnen und Schüler untergebracht. Ein Viertel von ihnen sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das "Palma Bellver" wird inzwischen in der Öffentlichkeit als "Hotel Covid" bezeichnet. Auch in anderen Hotels der Ferieninsel befanden sich Schülerinnen und Schüler in Quarantäne. Zu dem Virus-Ausbruch war es gekommen, nachdem junge Menschen aus ganz Spanien auf Mallorca ihre Schulabschlüsse gefeiert hatten. Im "Palma Bellver" protestierten Jugendliche gegen ihre Zwangsquarantäne. "Wir sind negativ, wir wollen raus!", riefen sie von den Balkonen. Die gleiche Botschaft schrieben sie auf Handtücher, die von den Geländern hingen. Der Protest der Jugendlichen im "Hotel Covid" sorgte in Spanien für große öffentliche Aufmerksamkeit. Mehrere Eltern wandten sich inzwischen an die Justiz, um ein Ende der Quarantäne zu erreichen. Beschwerden von Nachbarn über laute Musik aus dem "Palma Bellver" sowie über auf die Straße geworfene Gegenstände führten indessen dazu, dass die Polizei nach eigenen Angaben dort mehrfach erschien. Schülerinnen und Schüler, die auf Mallorca gefeiert hatten, schleppten das Virus auch in andere spanische Landesteile ein. Laut Zahlen des spanischen Gesundheitsministeriums vom Montag wurden mindestens 1167 Menschen im Zuge dieses Corona-Ausbruchs infiziert und 4796 unter Quarantäne gestellt. In mindestens elf spanischen Regionen wurden nach Angaben der Behörden Corona-Fälle festgestellt, die auf den Mallorca-Ausbruch zurückzuführen sind. Allein in der Hauptstadtregion von Madrid wurden in den vergangenen Tagen rund 320 Menschen im Alter zwischen 17 und 19 Jahren positiv getestet, mehr als 2000 wurden dort unter Quarantäne gestellt.

 

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„Barbarisch“ +++ „Abschieben“: Kurz spricht aus, was wir uns nicht trauen!

Klartext gegen Kriminelle! Nach dem grausamen Mord an einem 13-jährigen Mädchen in Wien hat sich Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (34, ÖVP) mit einem beeindruckenden Bekenntnis an die Bürger gewandt: „Ich verspreche, dass wir alles tun werden, damit die Täter mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft werden. Mit mir wird es einen Stopp der Abschiebungen nach Afghanistan und eine Aufweichung der Asylgesetze gegenüber straffälligen Asylwerbern niemals geben!“ Kurz spricht aus, was deutsche Regierungspolitiker sich nur ganz selten trauen! Nach dem grausamen Anschlag von Würzburg hatte sich Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) nur durch ihren Sprecher Steffen Seibert (60, CDU) zu Wort gemeldet. Trotz der eindeutigen Hinweise auf einen islamistischen Hintergrund sprach er verallgemeinernd von einem „Amokläufer“, dessen „entsetzliche Tat“ sich gegen „jede Menschlichkeit und jede Religion“ gerichtet habe. ▶︎ Österreichs Kanzler Kurz erteilte gestern hingegen auch Beschwichtigungen gegenüber „gewaltbereiten Flüchtlingen“ eine Absage: „Es ist kein Platz für falsch verstandene Toleranz, ich halte diese Opfer-Täter-Umkehr nicht aus“, sagte Kurz bei BILD Live. So habe es nach der „dieser unglaublichen, barbarischen Tat“ Stimmen gegeben, die fragten, wieso das Mädchen denn allein gewesen sei, ob die Eltern nicht eine Mitverantwortung hätten – und dass „die Flüchtlinge sicherlich so traumatisiert“ seien. Kurz: „Da kann ich einfach nur sagen: Solche Aussagen widern mich zutiefst an.“ Zwei Gründe sieht der Dresdner Politologe Prof. Werner Patzelt (68, CDU) für das Wegduck-Phänomen deutscher Politiker: ▶︎ Kritik an Muslimen werde oft als „islamophob und rassistisch“ diffamiert. In diesen Verdacht wolle niemand geraten, der in der Öffentlichkeit steht. ▶︎ Obwohl eindeutig zwischen Muslimen und islamistischem Terror unterschieden wird, komme immer wieder der Vorwurf, man bediene so „Vorurteile“. Doch nicht alle deutschen Politiker sind derartige Bedenkenträger. CDU-Innenexperte Marc Henrichmann (45) zu BILD: „Ich teile das Entsetzen von Sebastian Kurz über die abscheuliche Tat. Der Rechtsstaat ist unverhandelbar. Er gilt auch und erst recht im Asylrecht. Für kriminelle Ausländer, die unsere große Humanität mit Füßen treten, muss überall in Europa gelten: Abschiebehaft und möglichst schnelle Rückführung in die Herkunftsländer.“ ▶︎ Auch CDU-Innenpolitiker Christoph de Vries (46) sagt: „Sebastian Kurz macht es genau richtig: Die Dinge beim Namen benennen und keine Verharmlosungen und Relativierungen dieses schrecklichen Verbrechens zulassen.“ Das sei in der Asyl- und Innenpolitik „unerlässlich, um bestehende Probleme lösen zu können“. ▶︎ FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae (53) macht es kurz: „Dem Rechtsstaat kommt es nicht auf die Herkunft, sondern auf die Schuldfrage an.“

 

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Silbereisen verlängert „Traumschiff“-Vertrag: Mehr Folgen als bisher

Der Kapitän bleibt an Bord! Florian Silbereisen (39) hat seinen Vertrag beim ZDF-„Traumschiff“ vorzeitig verlängert. Die bisherige Vereinbarung lief bis Ende 2021 und umfasste zwei noch zu drehende Folgen. Wie lange Silbereisen jetzt bleibt, was sich ändert und was Florian zu BILD sagt, lesen Sie mit BILDplus.

 

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Aktien New York Schluss: Neue Rekorde - Sehr starke Halbjahresbilanz

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Rekordlauf am US-Aktienmarkt ist am Mittwoch mit neuen Höchstständen für den Nasdaq 100 und den S&P 500 weitergegangen. Zwar blieben die Schritte klein, zeugten aber dennoch von Stabilität auf hohem Niveau. Zudem können sich die Anleger über ein sehr starkes erstes Halbjahr freuen, in dem der marktbreite S&P-Index so stark zulegte wie seit über 20 Jahren nicht mehr. Die Jobdaten aus der Privatwirtschaft hatten allerdings - ebenso wie die Unternehmensstimmung in der Region Chicago sowie Immobiliendaten für Mai - kaum Einfluss auf die Stimmung der Anleger. Während sich im Juni der Stellenaufbau in der Privatwirtschaft laut Daten des Arbeitsmarktdienstleisters ADP abschwächte, dies aber nicht so stark wie befürchtet vonstatten ging, trübte sich im Juni das Geschäftsklima in der Region Chicago überraschend stark ein. Der US-Häusermarkt entwickelte sich dagegen im Mai weiter robust: Die noch nicht ganz abgeschlossenen Hausverkäufe stiegen kräftig. "Zum einen negativ, zum anderen positiv überraschend, aber sie scheinen nicht repräsentativ zu sein für die breitere Wirtschaft", schrieb Volkswirt Ian Shepherdson von Pantheon Macroeconomics über die beiden letztgenannten Wirtschaftsindikatoren. Mit Blick auf die Arbeitsmarktdaten wird zugleich vor allem auf den offiziellen Bericht am Freitag gewartet.

 

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Zu Gast bei den Saterfriesen: Stephan Weil besucht kleinste Sprachminderheit Deutschlands

Die kleinste Sprachminderheit Deutschlands lebt in Niedersachsen – Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hat die Saterfriesen im Landkreis Cloppenburg nun auf seiner Sommerreise besucht. Hoher Besuch für die kleinste anerkannte Sprachminderheit Deutschlands: Am letzten Tag seiner Sommerreise durch Niedersachsen hat Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) einen Stopp im „Seelterlound“ (Saterland im Landkreis Cloppenburg) eingelegt und dabei auch ein paar Worte auf Saterfriesisch gelernt. Den altfriesischen Dialekt beherrschen nur noch rund 2000 Menschen in der Region – und die Gemeinde tut viel dafür, dass er nicht ausstirbt. In der Grundschule steht Saterfriesisch auf dem Lehrplan, die Volkstanzgruppe Saterland pflegt traditionelle Tänze und der Heimatverein „Seelter Bund“ gibt Sprachkurse für Kinder und Erwachsene. Seit Dezember vergangenen Jahres gibt es einen Saterfriesisch-Beauftragten. „Der ganze Ort pflegt hier sein Erbe und das möchte ich gerne unterstützen“, sagte Weil am Mittwoch. Sprache sei gemeinschaftsstiftend. Als Hannoveraner werde er immer neidisch, wenn er auf Menschen stoße, die den gleichen Dialekt sprechen und dadurch direkt Gleichgesinnte treffen. „Es spricht alles dafür, dass man diese Sprache pflegt und sich dafür einsetzt, dass sie in den Alltag zurückkehrt. Durch die natürliche Abgeschiedenheit der früher beinah undurchdringlichen Moore, die einst das gesamte Saterland umschlossen, hat sich das Saterfriesische im Mittelalter entwickelt und wurde bis heute bewahrt. Die Förderung der niederdeutschen Sprache und des Saterfriesischen gehört zur Kulturförderung des Landes Niedersachsen. Beides wurde in die Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprache aufgenommen. Von RND/dpa

 

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Nach Lagebesprechung folgte für Wacker 0:1-Niederlage gegen HSV

Innsbruck – Bevor sich der Profikader des FC Wacker zum Test gegen den HSV Richtung Chiemsee verabschiedete, unterrichtete Sportvorstand Alfred Hörtnagl die Mannschaft über den Stand der Dinge. Das notwendige Sparprogramm soll gegenwärtig die Kampfmannschaft nicht sonderlich treffen. „Das Team soll mit derzeitigem Personalstand in die Saison gehen“, so Hörtnagl. Kaderveränderungen sind grundsätzlich nicht ausgeschlossen, Schließlich ist Transferzeit und der Fußball bekanntlich ein Tagesgeschäft. Durchaus möglich, dass in den nächsten Tagen ein Innenverteidiger kommt. Gegen den deutschen Zweitligisten mussten sich die Tiroler nach starker Gegenwehr knapp 0:1 geschlagen geben. Den spielentscheidenden Treffer erzielte Jonas David per Kopf nach einem Eckball. Beim FC Wacker fehlten Fabio Viteritti, Marco Knaller, Flo Jamnig und Clemens Hubmann verletzungsbedingt. Dafür kam der erst 16-jährige Jakob Klieber erstmals zum Einsatz. „Ein guter Test, der seinen Zweck erfüllte. Wir haben gut dagegengehalten und hatten knapp vor Schluss noch eine Riesenchance auf den Ausgleich. Die Mannschaft ist auf dem richtigen Weg“, so Hörtnagl nach dem Schlusspfiff. Dass das Testspiel am Samstag gegen Nürnberg aus Sicherheitsgründen – wegen der angekündigten FCN-Fans – unter Ausschluss der Öffentlichkeit von Hatting ins Tivolistadion verlegt und das geplante Trainingsspiel gegen Karlsruhe aus demselben Grund abgesagt werden musste, ist gerade in stürmischen FCW-Zeiten wie diesen besonders ärgerlich. Bleibt auch noch die Frage, wo das ÖFB-Pokalderby stattfindet? Entweder in der Reichenau oder im Tivolistadion. Mit Sicherheit momentan das kleinste Problem des FC Wacker. (w.m.) HSV – FC Wacker 1:0 (1:0) Tor Jonas David (16.). FC Wacker (erste Halbzeit): Wedl; Joppich, Grujcic, Doski: Martic, Holz, Aydin; Zaizen, Gründler, Fridrikas. FC Wacker (zweite Halbzeit): Eckmayr; Köchl, Grujcic (75. Klieber); Kofler, Burgstaller; Gallé, Pribanovic, Tekir; Linhart, Ronivaldo, Cissé. Dass auf dem Wacker-Konto für heute vertraglich vereinbartes Investor-Geld landet, ist... „Für solche Spiele ist man Trainer!“ Diesen Satz spricht Joachim Löw vor dem Aus mit de... Kylian Mbappe, Cristiano Ronaldo oder Robert Lewandowski sind raus, über Eigentore wird... Was, wann, wo? TT.com steht ganz im Zeichen der Fußball-EURO 2020. Hier gibt es alle Er... Von 11. Juni bis 11. Juli geht die EURO 2020 mit einem Jahr Verspätung nun doch über di...

 

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Mitfavoritin Sabalenka mit Mühe in dritte Runde

Mitfavoritin Aryna Sabalenka aus Belarus ist mit einem mühsamen Erfolg in die dritte Runde des Tennis-Turniers in Wimbledon eingezogen.

 

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Fast 2000 schottische Fans bei EM infiziert

Statt diffuser Sorgen gibt es für Schottland jetzt harte Zahlen: 1991 Corona-Fälle gehen nach Behördenangaben auf das Konto der Fußball-EM. Die Quittung für die Spiele in London und die Partie in Russland wird folgen. Deutsche Politiker sind wütend über die UEFA. Knapp 2000 Corona-Fälle in Schottland lassen sich nach offiziellen Angaben in Verbindung mit Spielen der Fußball-Europameisterschaft bringen. Zwei Drittel von 1991 positiv Getesteten seien Fans, die entgegen der Ratschläge aus dem Norden zu Spielen nach London gereist seien, wie die Gesundheitsbehörde Public Health Scotland mitteilte. Am 18. Juni hatten die Schotten in London gegen England gespielt. Knapp 400 Infizierte aus Schottland sollen im Stadion gewesen sein, während in der Innenstadt Tausende weitere Fans Straßen und Plätze bevölkerten. Die Infektionszahlen beziehen sich auf positiv Getestete, die während ihrer ansteckenden Phase EM-Spiele oder Fan-Events besucht haben - und zwar zwischen dem 11. und dem 28. Juni. Drei Viertel der Infizierten waren der Behörde zufolge zwischen 20 und 39 Jahre alt, neun von zehn waren Männer. Drei Tage nach dem Spiel am 18. Juni fiel bei Schottlands Shootingstar Billy Gilmour ein Corona-Test positiv aus. Das entscheidende Gruppenspiel gegen Kroatien musste sich der Profi vom FC Chelsea in Quarantäne ansehen. Für den Rest der schottischen Mannschaft war nach der Niederlage in Glasgow am 22. Juni die EM zu Ende. Das Achtelfinale Deutschland gegen England am Dienstag fand mit fast 45.000 Zuschauern vor dem bisher größten Publikum statt. Abstand und Masken waren im Wembley-Stadion eher eine Seltenheit. Wie viele Fans und Beobachter sich dort angesteckt haben, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Für die Halbfinals und das Endspiel sollen sogar 60.000 Zuschauer zugelassen werden. Weil die Corona-Zahlen durch die Delta-Variante zuletzt in Großbritannien wieder stiegen, ist der Schritt umstritten. Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz zeigte sich über die UEFA befremdet. "Bei aller Freude über die spektakulären Spiele dieser EM halte ich es für bedenklich, wie viele Zuschauer inzwischen in einige Stadien gelassen werden", sagte Scholz der "Süddeutschen Zeitung". "Mühsam und unter großen Anstrengungen haben wir die Pandemie in Europa in den Griff bekommen, das sollten wir jetzt nicht aufs Spiel setzen." Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach äußerte sich besorgt. "Das Spiel hat gestern nochmal gezeigt wie eng die Fans stehen, wie oft sie sich umarmen und anschreien. Es haben sich sicherlich Hunderte infiziert und diese infizieren jetzt wiederum Tausende", schrieb Lauterbach bei Twitter. "Die UEFA ist für den Tod von vielen Menschen verantwortlich." Vielen schauen nun besorgt nach St. Petersburg. Vor dem ersten Viertelfinalspiel zwischen der Schweiz und Spanien an diesem Freitag spitzt sich die Lage in der russischen Hafenstadt, die als Corona-Hotspot gilt, zunehmend zu. Vonseiten der UEFA seien aber keinerlei Änderungen oder gar eine Verlegung des Spiels geplant, erklärt die Europäische Fußball-Union auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Die finale Entscheidung bezüglich der Zuschauerzahl liegt immer bei den jeweiligen lokalen Behörden." Ein verschärftes Hygienekonzept für das Spiel am Freitag im Stadion sei nicht nötig, sagen die russischen Veranstalter laut Staatsagentur Tass. Es bleibe dabei: 50 Prozent der mehr als 60.000 Plätze in der Gazprom-Arena dürfen beim Spiel von Spanien gegen die Schweiz besetzt werden.

 

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Eine Million Euro für Berliner Medizin-Start-ups

Die Gesundheitswirtschaft und Medizintechnik ist ein wichtiger Treiber in der Region. Nun hat das Land Berlin zusammen mit dem EU-Förderprogramm React sein Start-up-Stipendium ergänzt: Es unterstützt mit Hilfe der EU-Gelder innovative Unternehmen aus der Gesundheitsbranche zusätzlich mit einer Million Euro im Rahmen des Stipendienprogramms. Beginn ist im Oktober dieses Jahres. Das Förderprogramm EU-React wurde laut Senatswirtschaftsverwaltung eigens aufgesetzt, um die Krise durch die Corona-Pandemie und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen zu bewältigen und eine „grüne, digitale und stabile Erholung der Wirtschaft“ zu erreichen. Das Berliner Start-up-Stipendium gibt es seit nun fast genau fünf Jahren. Das Ziel, das 2016 formuliert wurde: Aus den innovativen Ideen der Gründungswilligen wolle man Produkte entstehen lassen, die Gesellschaft benötigt, und die somit den Innovations- und Gründungsstandort Berlin stärken. Laut Senatswirtschaftsverwaltung entstehen ein Viertel aller neuen Start-ups in Deutschland in Berlin – auch dank der guten Infrastrukturen, die durch Gründerzentren, Co-Working-Spaces „und insbesondere durch die hervorragenden Aktivitäten der Berliner Universitäten geboten werden“, hieß es. Damit verfüge Berlin über die höchste Start-up-Quote der Republik, nämlich 35,5 Gründungen je 100.000 Einwohner. Die Unterstützungsgelder gehen an den Verbund „Science & Start-ups“, zu dem die Freie Universität, die Humboldt-Universität, die Technische Universität sowie die Charité gehören. „Teams mit innovativen Gründungskonzepten aus diesem Bereich sollen einen bereits im Ansatz vorhandenen Prototypen oder ein prototypenähnliches Verfahren weiterentwickeln und den geplanten Markteintritt vorbereiten“, beschreibt der Sprecher der Senatswirtschaftsverwaltung. Die Berliner Universitäten böten den Gründer:innen neben dem Stipendium von monatlich 2000 Euro pro Teammitglied die notwendige Infrastruktur – also Büros- und Werkstatträume, Geräte, Labore – das fachliche und betriebswirtschaftliche Know-how sowie Coachings. [Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] „Mit den neuen Fördergeldern aus dem EU-React-Programm können Stipendiaten mit ihren digitalen Lösungen dem Gesundheitswesen einen zusätzlichen Innovationsschub geben. Die Coronakrise zeigt uns, wie wichtig neue und nachhaltige Wege auch in der Gesundheitswirtschaft sind“, teilte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) mit. Die Leiterin der Geschäftsstelle von Science & Start-ups, Christina Lüdtke, ergänzte: „Die Spitzenforschung der Berliner Universitäten ist der Kern des Berliner Innovationssystems. Das EU-React-Programm ermöglicht es uns, dieses Innovationspotenzial insbesondere in diesem wichtigen Bereich der Gesundheitswirtschaft zu fördern und so gleichzeitig den Wirtschaftsstandort Berlin zu stärken“.

 

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Kim Gloss schickt Urlaubsgrüße von Bootstrip

Nichts als Berge auf dem neuen Foto von Kim Gloss. Das ehemalige DSDS-Talent schickt ihren Followern einen leichtbekleideten Gruß von einer Bootstour. Ihre Fans sind mehr als begeistert. Bei "Deutschland sucht den Superstar" konnte sie mit ihrer Stimme überzeugen und immerhin 2010 auf dem vierten Platz der Castingshow landen. In den letzten Jahren war Kim Gloss jedoch eher als Model und Influencerin tätig. In dieser Funktion teilt sie mit ihren Followern viele Bilder aus ihrem Alltag. So auch jetzt. Während einer Bootstour auf dem Pragser Wildsee Lago Di Braies in Italien posiert die 28-Jährige im roten Bikini und zeigt, was ihr die vielen Workouts gebracht haben. Vorne steht das üppige Picknick an Bord eines kleinen Boots, im Hintergrund ist nicht nur das blaugrüne Wasser, sondern auch Wälder und die Berge. Und im Mittelpunkt? Kim Gloss! Die schaut lasziv über ihre Schulter. "Feeling peachy", also "Mir geht's prächtig", schreibt sie zu dem knapp bekleideten Schnappschuss, welchen sie mit ihren fast 370.000 Abonnenten auf der Social-Media-Plattform teilt. Nach gerade einmal zwei Stunden haben bereits mehr als 5.000 Fans dieses Posting mit einem "Gefällt mir" markiert. Ihr Freund Alexander Beliaikin schickt ein Flammen-Emoji in die Kommentarspalte bei Instagram. Dem wiederum entgegnet die ehemalige Sängerin von DSDS mit drei Herz-Emojis. Die sagen heutzutage ja auch aus als tausend Worte! Aber auch Follower, die Kim nicht so nahe stehen, finden den Urlaubsgruß toll. "Mega tolle Frau, mega Kulisse", meint eine Userin. "Was für ein Hammer-Bild", stimmt eine andere zu. "Foto des Tages", urteilt ein weiterer User. Die meisten begnügen sich aber mit Herzen und Flammen. Manche Follower schweigen und genießen wohl eher.

 

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Seenotretter schleppen Kutter aus Gefahrenzone vor dem Darß

Seenotretter auf der Ostsee haben verhindert, dass ein 22 Meter langes Schiff mit neun Menschen an Bord bei starkem Wind auf den Strand vor dem Darß getrieben wurde. Die Besatzung des ehemaligen Fischkutters "Elida" hatte am Nachmittag einen Hilferuf abgesetzt, weil eine Brennstoffleitung defekt war, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Kutter etwa 16 Kilometer östlich von Darßer Ort. Als der Seenotrettungskreuzer eintraf, wehte kräftiger Nordostwind und das Schiff trieb gefährlich nahe vor den Strand östlich des Ortes Zingst. Es gelang den Seenotrettern, das Schiff in den Nothafen Darßer Ort zu schleppen.

 

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Unwetter in Osttirol: 24-Jähriger krachte in Virgen gegen Baum

Virgen – Am Mittwochnachmittag ist ein 24-Jähriger mit seinem Auto alkoholisiert und bei überfluteter Fahrbahn gegen einen Baum gekracht. Der Ungar war um 17.25 Uhr auf der Virgental Landesstraße aus Bobojach kommend in Richtung Obermauern unterwegs. Es regnete stark und die Fahrbahn war teilweise regenüberflutet. Zusätzlich war der Mann alkoholisiert und zu schnell unterwegs, berichtet die Polizei. Der 24-Jährige geriet ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Das Auto schleuderte mehrmals um die eigene Achse und kam quer zur Fahrbahn zum Stillstand. Der Lenker wurde verletzt. Wie schwer, ist nicht bekannt. Die Rettung brachte ihn ins Krankenhaus Lienz, wo er stationär aufgenommen wurde. (TT.com) Das Mädchen stieg auf ein Fensterbrett und verlor das Gleichgewicht. Die 15-Jährige lan... Ein 66-Jähriger nickte während der Fahrt ein und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort sti... Ein 50-Jähriger war damit beschäftigt, ein Liftstützenelement mit einem Lkw-Kran zu ver... Die Fähre ist bei einer Überfahrt zwischen Ketapang und Gilimanuk wegen der starken Str... Anders als geplant verlief eine Klettertour auf den Großglockner für ein Pärchen aus Ts...

 

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Sie geht auch ins "Sommerhaus der Stars"

Neue Mitbewohner für das "Sommerhaus der Stars". Nachdem die erste Welle der diesjährigen Kandidaten bekannt gegeben worden ist, kommen die Nachzügler an. Wie RTL mitteilt, sind nun auch Jana Pallaske (42) und ihr Freund Teil des TV-Abenteuers. Die Berlinerin ist seit 2018 mit Sascha Girndt (44) zusammen, ein Mann, den RTL als Head Stunt Rigger, also Stunt-Koordinator, vorstellt. Dass sie auf engem Raum zusammenleben, ist für das Paar keine Alltäglichkeit. Meistens führen die zwei eine Fernbeziehung, da Pallaske viel Zeit in Asien verbringt. Trotzdem seien sie "verbunden durch die Verbindung", wie die Schauspielerin mit der ausgeprägten spirituellen Ader erklärt. Im ländlichen Bocholt in Nordrhein-Westfalen dürfen sie sich nun mit acht anderen Promi-Pärchen verbinden. Unter den Kandidaten der sechsten Staffel "Sommerhaus der Stars" finden sich etwa Viva-Moderator Mola Adebisi (48), Partyschlagersänger Almklausi (52), "Unter Uns"-Schauspieler Lars Steinhöfel (35), Transgender-Ikone Benjamin "Ben" Ryan Meltzer (34) oder "Goodbye Deutschland"-Auswanderer Stephan "Steff" Jerkel (53).

 

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Homeoffice-Pflicht in Berlin endet – wie es mit der Arbeit von zu Hause weitergeht

Die eigenen vier Wände sind im vergangen Jahr für viele Berliner zum Arbeitsmittelpunkt geworden. Statt im Büro klappen sie ihren Laptop am Küchentisch oder im eigenen Arbeitszimmer auf. Berlin hatte dazu als erstes Bundesland Ende März 2021 eine weitreichende Homeoffice-Pflicht erlassen. Maximal 50 Prozent der Büroangestellten durften seither ihre Tätigkeit noch am Arbeitsplatz verrichten, wenn die Situation nicht zwingend mehr Personal in den Büros erforderte. Der Rest musste von zu Hause arbeiten, wies die Regelung die Arbeitgeber an. Nun ist die Homeoffice-Pflicht passé – und wird vielerorts doch bleiben. Zu Ende Juni ist die Regelung als Teil der bis dahin befristeten „Bundesnotbremse“ ausgelaufen. Auch in der Berliner Infektionsschutzverordnung endete die Frist für die Heimarbeitspflicht mit diesem Datum. Dass die Verordnung trotz der derzeit guten Infektionslage ausgelaufen ist, ist nicht unumstritten. „Ich hätte mir eine Verlängerung der bestehenden Homeoffice-Regelungen vorstellen können“, sagte Arbeitssenatorin Elke Breitenbach (Linke) dem Tagesspiegel. „Aber der Bund hat anders entschieden und wir wollten auch keine Sonderregelung für Berlin.“ Die Wirtschaft in der Hauptstadtregion hingegen freut sich über das Ende der Regelung. „Angesichts der weiter sinkenden Inzidenzen ist es richtig, dass die Verpflichtung zum Homeoffice fällt und die Beschäftigten wieder mehr vor Ort arbeiten können“, sagte Henrik Vagt, Geschäftsführer Wirtschaft und Politik bei der Industrie- und Handelskammer (IHK Berlin), dem Tagesspiegel. Es sei jedoch zu erwarten, dass die Coronakrise in etlichen Unternehmen die Arbeitsweise nachhaltig verändern werde. „Aus Unternehmensbefragungen wissen wir, dass mehr als 40 Prozent der Berliner Unternehmen das mobile Arbeiten fest in die Unternehmenskultur integrieren wollen“, sagte Vagt. [Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] Da, wo es möglich sei und auch von den Beschäftigten mitgetragen werde, sollen bis zu 50 Prozent der Arbeitsleistungen aus dem Homeoffice erbracht werden. „Jetzt die richtige Balance zwischen verschiedenen Bedürfnissen der Arbeitgeber und Beschäftigten zu finden, wird daher die Herausforderung der nächsten Monate sein“, sagte er. Dort, wo es gut geklappt habe, bleibe das Homeoffice „ein fester Bestandteil der Arbeitsweise“. Wichtig sei, dass den Unternehmen keine Nachteile entstünden: Die hohen Anforderungen an den Gesundheitsschutz blieben weiterhin bestehen. So müsse auch bedacht werden, ob sich die privaten Räume überhaupt dauerhaft zum Arbeiten von zu Hause eigneten. „Hier wäre mehr Unterstützung der Behörden bei der Erstellung von Arbeitsschutzkonzepten oder der Einstufung von Gefährdungslagen notwendig“, sagte Vagt. [Mehr als die 600 Euro Pauschale: Wie Sie das Homeoffice am geschicktesten von der Steuer absetzen, lesen Sie bei Tagesspiegel Plus .] Gleiches gelte für die Kosten, die denjenigen Unternehmen entstehen, die sich mit ihren Betriebsärzten an der Impfkampagne beteiligen und die nicht mit den Kosten für Personal oder Lagerung der Impfstoffe allein gelassen werden dürften. Von Anfang an nicht begeistert von der Homeoffice-Pflicht und der Auslegung des Berliner Senats waren die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB). „Die Verpflichtung, die Hälfte der Arbeitnehmer ins Homeoffice zu schicken, hat viele Unternehmen irritiert“, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer, Alexander Schirp. Mit dem Sonderweg der 50-Prozent-Quote habe der Berliner Senat zusätzliche Bürokratie und Verunsicherung verursacht. „Schließlich haben die meisten Arbeitgeber seit Beginn der Pandemie ihren Beschäftigten umfangreiche Homeoffice-Angebote gemacht“, sagte Schirp. Die starre Berliner Quote habe in einigen Firmen sogar betriebliche Abläufe erschwert und die Produktivität gedrückt – gerade bei Firmen mit vielen produktionsnahen Bürojobs. „Die Annahme des Senats, dass die 50-Prozent-Quote die Betriebsabläufe nicht beeinträchtigen würde, hat sich jedenfalls als nicht haltbar herausgestellt“, sagte Schirp. Aus Rückmeldungen wisse der UVB, dass viele Beschäftigte das dauerhafte Arbeiten im Homeoffice mittlerweile kritisch sähen. Sie drängten darauf, an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu können. In Zukunft rechneten die Verbände mit einer Mischform aus Präsenz- und Homeoffice-Arbeit. Senatorin Breitenbach will Rechtsanspruch auf Arbeiten im Homeoffice Bislang sind solche Modelle freiwillig. Doch diskutiert wird schon länger ein rechtlicher Anspruch für das Arbeiten von zu Hause. Arbeitssenatorin Breitenbach spricht sich für ein solches Recht aus. „Ich begrüße einen bundesweit geregelten Anspruch auf Homeoffice und mobiles Arbeiten. In der Pandemie haben wir damit gute Erfahrungen gemacht.“ Dazu müsse es jedoch flexible und individuell angepasste Gestaltungsmöglichkeiten und passende Zeitfenster geben. „Und die Regelungen für den Arbeitsschutz müssen natürlich auch im Homeoffice gelten“, sagte die Senatorin. Ähnlich sieht es der Landesverband Berlin-Brandenburg der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. „Es sollte einen Rechtsanspruch auf Homeoffice für Arbeitnehmer geben“, sagte Sprecher Andreas Splanemann. Entscheidend dabei sei, dass Firmen und Mitarbeiter Fragen der Arbeitsorganisation schriftlich festhielten. „Wir empfehlen als Gewerkschaft, Betriebs- oder Dienstvereinbarungen abzuschließen“, sagte der Sprecher. „Diese Regelungen sind das A und O. Nur wenn es genaue Spielregeln gibt, weiß man, wie man sich verhalten soll.“ Arbeitgeber und Arbeitnehmer bewegten sich sonst oft am Rande der Legalität. Dies beginne bei der Ergonomie des Arbeitsplatzes. Er habe von mehreren Fällen gehört, wo Mitarbeiter mittlerweile über ernsthafte, gesundheitliche Schäden, wegen der Heimarbeit klagen würden, sagte Splanemann. Auch müssten Haftungsfragen geklärt werden, etwa für den Fall, dass bei einem Einbruch ein Dienstlaptop mit wichtigen Firmenunterlagen gestohlen würde, oder Mitarbeiter auf dem Weg zum Kaffeeholen die Treppe herunterfielen. Landesamt für Arbeitsschutz musste bei 200 Betrieben intervenieren Ohne Weiteres lässt sich die gesamte Belegschaft auch gar nicht zurück ins Büro holen, sagte Martin Lützeler, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Partner bei der Wirtschaftskanzlei CMS. „Wenn sich etwa im Mehrpersonenbüro Abstände nicht einhalten und andere Schutzmaßnahmen nicht umsetzen lassen, wird es dabei bleiben müssen, dass nur ein Teil der Mitarbeitenden gleichzeitig im Betrieb arbeiten kann.“ Diese Schutzmaßnahmen haben einige Berliner Firmen bislang nicht immer eingehalten. Das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit Berlin (Lagetsi) hat dazu seit Ausbruch der Pandemie mehr als 2500 Kontrollen durchgeführt, wie ein Sprecher mitteilte. „Dabei haben wir alle coronabedingten Arbeitsschutzmaßnahmen in den Blick genommen, also auch Fragen der abstandswahrenden Arbeitsgestaltung, Lüftung, Hygiene, später auch Testangebotspflicht.“ In rund 200 Fällen habe das Lagetsi daraufhin bislang durch mündliche und schriftliche Aufforderungen intervenieren müssen. Insgesamt 770 telefonische Fragen und Beschwerden von Angestellten hätten das Amt alleine seit Ende März erreicht. Per E-Mail seien seither weitere 14 Beschwerden und 200 Fragen von Arbeitnehmern beim Lagetsi eingegangen.

 

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Ein ungewöhnlicher Held des Kalten Kriegs

In der heißen Phase des Kalten Kriegs rekrutieren westliche Geheimdienste einen gewöhnlichen britischen Geschäftsmann, um Informationen eines ehemaligen hochrangigen Offiziers der Sowjetunion nach Großbritannien zu schmuggeln. Die Geschichte von "Der Spion" klingt wie der reißerisch erfundene Stoff eines Hollywood-Drehbuchautors, dabei basiert die Handlung des Thrillers von Regisseur Dominic Cooke (55) auf wahren Begebenheiten. Der packende Film lebt vom grandiosen Zusammenspiel des Duos Benedict Cumberbatch (44, "Sherlock") und Merab Ninidze (55, "Doktor Ballouz") - und der Geschichte selbst. Anfang der Sechziger steht die Welt kurz vor einem Atomkrieg. Oleg Penkowski (Ninidze), ein sowjetischer Ex-Offizier mit Freunden im Kreml, füttert die westlichen Geheimdienste mit brisanten Informationen. Um ihn aus der direkten Gefahrenzone zu nehmen, beschließen CIA und MI6, ihm einen unauffälligen Kontaktmann zur Seite zu stellen. Die Wahl fällt auf den Briten Greville Wynne (Cumberbatch), einen Geschäftsmann, der mit Spionage nichts am Hut hat und erst überzeugt werden muss. Nachdem sich die beiden anfreunden und Penkowski aufzufliegen droht, versucht Wynne, ihn gegen den Rat der Geheimdienste aus Moskau herauszuholen. Neben Ninidze und Cumberbatch sind in Cookes Werk auch "The Marvelous Mrs. Maisel"-Star Rachel Brosnahan (30) als CIA-Agentin Emily Donovan und Jessie Buckley (31, "Die Misswahl - Der Beginn einer Revolution") als Wynnes Ehefrau Sheila mit von der Partie. Beide geben durchaus eine gute Figur ab, auch wenn Brosnahans Darbietung neben der ihrer Kollegen ein wenig blass wirkt. Das könnte an ihrer wenig zur eigentlichen Handlung beitragenden Rolle liegen, die absolut austauschbar wirkt und wohl auch ohne Top-Besetzung ausgekommen wäre. Als "Geschäftsmann im mittleren Alter, der ein wenig zu viel trinkt", präsentiert sich "Sherlock" Benedict Cumberbatch abermals in Höchstform. Nach dem Drama "Inside Wikileaks - Die fünfte Gewalt" (2013), in dem er den australischen Whistleblower Julian Assange (49) porträtiert, und "The Imitation Game - Ein streng geheimes Leben" (2014) taucht er erneut absolut authentisch in die Geheimdienstwelt ein. Seine Rolle im Kriegsdrama "Imitation Game" ähnelt seiner aktuellen im Besonderen, darin verkörpert er ebenfalls einen Zivilisten - in diesem Fall einen Mathematiker -, der vom britischen Geheimdienst angeheuert wird. Eine besondere Dynamik, die den Zuschauer bis zum Ende fesselt, entsteht jedoch durch Cumberbatchs Zusammenspiel mit Merab Ninidze. Als sowjetischer Landesverräter, der den Westen über Nikita Chruschtschows (1894-1971) wahre Motive und die von ihm ausgehende Gefahr aufklären will, agiert der 55-jährige Schauspieler über die gesamte Länge des Films auf Augenhöhe mit seinem Kollegen. Das Schicksal seiner tragischen Figur, die sich allein den Frieden wünscht und dafür das eigene Leben und das seiner Familie in höchste Gefahr bringt, berührt fast mehr als das seines britischen Freundes Greville Wynne. Aber nur fast. Denn dessen Geschichte fehlt es ebenfalls nicht an Tragik, wird Wynne doch eiskalt von einem Geheimdienst zum Spielball der verhärteten Fronten gemacht - ohne Rücksicht auf persönliche Verluste, wie seiner ohnehin kriselnden Ehe. Am Ende steht besonders eine Szene symbolisch für die Verbundenheit der beiden Männer, deren Leben zu ihrer Zeit kaum unterschiedlicher hätte sein können: Am Vorabend ihrer geplanten Flucht aus Moskau sitzen beide nebeneinander in einer Ballettvorstellung von Tschaikowskis "Schwanensee" - sichtlich angespannt und angsterfüllt, mit Tränen in den Augen. Dass der Thriller das Publikum fast von Anfang bis Ende in seinen Bann zieht, liegt allerdings nicht nur an dem herausragenden Darsteller-Duo Cumberbatch/Ninidze. Die Tatsache, dass sich die dramatische Handlung vor gut 60 Jahren ähnlich zugetragen hat, macht sie greifbar und dürfte starke Emotionen wecken - insbesondere bei den Generationen, die den Kalten Krieg inklusive der Kubakrise 1962 selbst bewusst wahrgenommen haben. Das perfekt inszenierte Zusammenspiel von fiktiven Aufnahmen und Originalmaterial, wie einer Live-Ansprache von US-Präsident John F. Kennedy (1917-1963), verstärkt diesen Effekt gekonnt. Am meisten berührt am Ende also die im Film gezeigte Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft zwischen Ost und West - in einer Zeit, in der eine solche schier unvorstellbar schien. Fürs große Hollywood-Kino wurden die zugrunde liegenden realen Begebenheiten zwar teils abgewandelt. Die besondere Beziehung der beiden Familienväter Wynne und Penkowski, die jeweils nur das Beste für ihr Land tun wollten, ist jedoch durch Wynnes Autobiografien "The Man From Moscow" (1967) und "The Man From Odessa" (1981) belegt. Es sind genau diese Geschichten, die in einem oftmals von oberflächlichem Blockbuster-Gewitter geprägten Hollywood mehr Raum verdienen. Geschichten, die zeigen, dass Menschen auch in schwierigen Zeiten zumeist mehr verbindet als unterscheidet. Sie können das Publikum zum Nachdenken animieren, "Der Spion" ist der Beweis.

 

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„Gorillas“-Fahrer streiken für wetterfeste Arbeitskleidung

Beschäftigte des umstrittenen Lieferdienstes Gorillas streikten am Mittwoch in zwei Berliner Lagerhäusern des Unternehmens. Sie forderten wetterfeste Regenkleidung für die Fahrradkuriere, die sich selbst Rider nennen. Das Beschäftigtenkollektiv „Gorillas Riders Collective” (GWC) rief erneut zu Protesten auf, unterstützt von einigen Gruppen aus der linken Szene. Die Geschäftsführung von Gorillas widerspricht den Vorwürfen. „Der Regen ist furchtbar”, sagte ein Rider dem Tagesspiegel am späten Nachmittag vor dem Lagerhaus in der Elsa-Brändström-Straße in Pankow. Er berichtete, dass der Streik schon wieder beendet sei. Einige Stunden zuvor hatten die Rider die Arbeit niedergelegt. Dann setzte er sich auf ein Elektrofahrrad, um Lieferungen auszufahren. Die Kleidung des Mannes war augenscheinlich durchnässt. Ebenso wie die eines anderen Riders, der vorbeifuhr. Die Rider tragen bei der Arbeit Jacken und Hosen, die von dem Unternehmen gestellt werden. Den ganzen Tag über hatte es in Strömen geregnet. Doch offenbar gab es nicht genug Regenjacken für alle. Am Nachmittag hatten einschlägige Accounts in den sozialen Netzen dazu aufgerufen, den Streik zu unterstützen. Zu diesem Zeitpunkt nahmen die Beschäftigten in Pankow ihre Arbeit jedoch schon wieder auf. Etwa zeitgleich starteten ihre Kolleg:innen in Kreuzberg einen zweiten Protest, diesmal mit Ankündigung auf Twitter, Telegram und Instagram. Zwar kamen nur etwa drei Dutzend Unterstützer:innen. Doch die Belegschaft hörte auf zu arbeiten. Das Lagerhaus musste den Betrieb zeitweise komplett einstellen. Bestellungen waren nicht möglich für Kunden und Kundinnen in der unmittelbaren Umgebung. Bei früheren Protesten war es dem Gorillas-Management zum Teil gelungen, solche Ausfälle spontan auszugleichen. Beschäftigte aus nahegelegenen Standorten fuhren dann die Lieferungen aus. Doch heute war das offenbar nicht möglich. Normalerweise arbeiten im Lagerhaus in der Muskauer Straße nach Auskunft von Beschäftigten zwischen 15 und 20 Rider pro Schicht, außerdem etwa sechs „Picker”, also Kommissionierer. Deren Aufgabe ist das Zusammenstellen der Lieferungen. Sie packen die Waren in Papiertüten und übergeben sie an die Rider. Die Touren werden, ebenso wie die meisten alltäglichen Abläufe, über eine spezielle Smartphone-App koordiniert. Die meisten Beschäftigten haben diese App auf ihren privaten Smartphones installiert. Diensthandys sind nicht üblich. Unternehmensführung widerspricht den Vorwürfen „Das Wohlergehen unserer Rider ist uns wichtig”, teilte der Gorillas-Unternehmenssprecher Tobias Hönig dem Tagesspiegel am Mittwochabend mit. Er widersprach der Darstellung der Protestierenden. Alle Rider würden mit „einer vollständigen Regenuniform, bestehend aus Cape und Regenhose mit Regenfüßlingen” ausgestattet. „Diese Ausstattung steht in allen Lagern in ausreichender Stückzahl zur Verfügung, was wöchentlich überprüft wird. Im Gegensatz zu anderen Lieferdiensten haben unsere Rider zudem die Möglichkeit, sich zwischen Bestellungen in unseren Warehouses aufzuhalten.” Der Sprecher räumte ein, dass die Ausstattung bei starkem Regen wie am Mittwoch „nicht vollständig vor dem Nasswerden schützt”. Allerdings rechtfertige das nicht diese Form des Protests. „Diesen Umstand als Anlass für einen spontanen Streik ohne Rechtsgrundlage zu nehmen und zu weiteren Streiks in anderen Warehouses aufzurufen, können wir nicht nachvollziehen.” [Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] Die Arbeitsniederlegungen bei Gorillas sind so genannte „wilde Streiks”, weil sie nicht von einer anerkannten Gewerkschaft geführt werden. Das bedeutet, dass die Streikenden der vorherrschenden Rechtsmeinung zufolge nicht vom Streikrecht geschützt sind. Das Unternehmen könnte demnach die Beteiligten sanktionieren oder sogar entlassen. Bisher ist jedoch kein Fall bekannt geworden, in dem die Führungsebene von Gorillas arbeitsrechtlich gegen streikende Beschäftigte vorgegangen ist. Software soll Probleme lösen Einer Sprecherin der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) zufolge wird momentan die Wahl eines Betriebsrats bei dem Start-up vorbereitet. Vor einigen Wochen war eine solche Wahl gescheitert. Die Unternehmensführung setzt unterdessen auf einen eigenen Plan, um die Zufriedenheit der Beschäftigten zu verbessern. Zum Beispiel soll eine neue Software die Genauigkeit der Arbeitszeit- und Gehaltsberechnung erhöhen. „Wir wissen, dass sich der Großteil unserer Rider zufrieden mit unserem Plan zeigt, und setzen weiterhin auf konstruktiven Dialog mit allen unseren Ridern”, sagte der Unternehmenssprecher. Internen Umfragen zufolge sollen 59 Prozent der Rider so zufrieden sein mit den Arbeitsbedingungen, dass sie den Job ihren Freunden empfehlen würden.31 Prozent sind demnach „neutral” eingestellt. Nur zehn Prozent der Rider stuft das Unternehmen als „Kritiker” ein.

 

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„Ich hatte schon mal mehr Spaß ...“

Das war’s für René Eckardt bei Carl Zeiss. Im Landespokalfinale gegen Fahner Höhe stand er zum letzten Mal für seinen FCC auf dem Platz. BILD: Was geht gerade in Ihnen vor? Eckardt: „Ein totales Gefühlschaos. Dass irgendwann einmal meine Zeit hier vorbei sein würde, war mir klar. Nur leider durfte ich mir den Zeitpunkt nicht selbst aussuchen.“ BILD: Nehmen Sie das dem Verein übel? Eckardt: „Dem Verein nicht, der kann ja nichts dafür.“ BILD: Sie waren 8401 Tage beim FCC, was nehmen Sie mit? Eckardt: „Pokalsiege, Aufstiege, Abstiege – es war alles dabei. Grundlage war die tolle Ausbildung, die ich als Kind erfahren habe. Die Hilfe, die ich von Spielern wie Torsten Ziegner erfahren habe, als ich in den Männerbereich kam. Einer wie er hat mich geprägt. Schade, dass solche Typen im Fußball selten geworden sind.“ BILD: Woran liegt das? Eckardt: „Vielleicht, weil man als Verantwortlicher allgemein mit einer flachen Hierarchie besser zurechtkommt. Ehemalige Spieler, die jetzt in Funktion sind, sollten eigentlich wissen, wie man miteinander umgeht, wie wichtig Wertschätzung ist. Ich habe 23 Jahre lang den einen oder anderen Profi kommen und gehen sehen, der sich nichts aus dem Verein gemacht hat und dem man trotzdem noch den Allerwertesten abgeputzt hat.“ BILD: Wie waren die letzten Wochen für Sie? Eckardt: „Ich hatte schon mehr Spaß in meinem Leben.“ BILD: Weil der Abschied naht? Eckardt: „Sicherlich auch. Aber die Stimmung auf und neben dem Feld war nicht sehr motivierend. Da tat es gut, dass Marius Grösch, Dominik Bock und ich am vergangenen Wochenende von den Fans eingeladen wurden. Sie haben für uns gekocht und uns einen schönen Abschied bereitet.“ BILD: Kommen Sie wieder? Eckardt: „Der FCC ist mein Verein, ich bin Fan. Und wenn ich irgendwann einmal hier Verantwortung übernehmen darf, bin ich parat. Jetzt aber möchte ich mit Meuselwitz einiges erreichen. Ich bin topfit und gehörte in der vergangenen Saison zu den Spielern mit Bestwerten. Das haben mir die Leute in Jena, die mich nun weggeschickt haben, immer bescheinigt.“

 

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Antisemitismus-Beauftragter: Jüdisches Leben sichtbar machen

In seinem neuen Amt möchte er Menschen ermutigen und Projekte vorantreiben, die das jüdische Leben in Hamburg sichtbar machen: "Wir haben die große Jüdische Gemeinde, wir haben die Liberale Jüdische Gemeinde. Wir haben andere jüdische Organisationen hier, die zum Leben beitragen, die auch in der Vergangenheit und auch jetzt die Stadt mitgestalten. Und ich möchte gerne, dass das sichtbar ist." Als wichtige Projekte, die er auch persönlich im neuen Amt vorantreiben möchte, nennt Hensel den Wiederaufbau der Bornplatz-Synagoge im Grindelviertel und das jüdische Bildungshaus in unmittelbarer Nachbarschaft. Grundsätzlich sei es heute so, dass viele Jüdinnen und Juden sehr genau überlegten, in welchen Situationen sie sich mit ihrem Glauben zu erkennen geben: "Da ist ein Filter eingebaut, weil man nicht ausgegrenzt werden möchte", sagte Hensel. Hensel bekräftigte im Interview mit dem NDR 90,3 Kulturjournal seine Forderung, das Islamische Zentrum Hamburg (IZH) in der blauen Moschee an der Außenalster zu schließen. Es gehöre zum Iran, der jeden zweiten Tag sage, dass Israel von der Landkarte verschwinden müsse. Der Iran übe Terroranschläge in der ganzen Welt aus, dies sei für Hamburg und auch für viele in der Stadt lebende Muslime und Musliminnen eine Bedrohung. Dass seine Forderung nach Schließung des Zentrums bundesweit Widerhall gefunden habe, habe ihn erstaunt. Es sei aber ein guter Anlass, darüber nachzudenken, wie man mit dem Problem weiter umgehe.

 

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Mit Sekundenschlaf auf Gegenfahrbahn: Autos stießen in Söll zusammen

Ein 66-Jähriger nickte während der Fahrt ein und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort stieß er mit dem Auto einer 18-Jährigen zusammen. Söll – Am Mittwochnachmittag sind in Söll zwei Autos bei einem Zusammenstoß zerstört worden. Gegen 14.40 Uhr war eine 18-Jährige mit ihrem Pkw auf der Loferer Straße von Wörgl in Richtung Ellmau unterwegs. Mit im Wagen saß ihr 87-jähriger Großvater. Zeitgleich fuhr ein 66-Jähriger mit seinem Pkw in Richtung Wörgl. Er geriet wegen Sekundenschlafs auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte er mit dem Pkw der 18-Jährigen. Die Autos kamen ins Schleudern und blieben 20 Meter weiter stehen. Beide Lenker und der Beifahrer wurden verletzt ins Krankenhaus Kufstein eingeliefert. Beide Autos erlitten Totalschaden. (TT.com) Das Mädchen stieg auf ein Fensterbrett und verlor das Gleichgewicht. Die 15-Jährige lan... Ein 50-Jähriger war damit beschäftigt, ein Liftstützenelement mit einem Lkw-Kran zu ver... Die Fähre ist bei einer Überfahrt zwischen Ketapang und Gilimanuk wegen der starken Str... Anders als geplant verlief eine Klettertour auf den Großglockner für ein Pärchen aus Ts... Nach dem tödlichen Bootsunfall am Gardasee haben italienische Medien ein Video verbreit...

 

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So schützen Sie Ihre Gelenke beim Wandern

Schonen ist bei Arthrose im Knie der falsche Weg. Die Kniegelenke brauchen Bewegung, um mit Nährstoffen versorgt zu sein. Wandern ist bei Kniearthrose eine gute Möglichkeit, die Knie beweglich zu halten. Allerdings sollten Sie einige Tipps beherzigen, um Ihre Gelenke nicht zu überlasten und das Risiko für Verletzungen zu senken. Eine Kniearthrose, auch Gonarthrose genannt, ist meist altersbedingt. Sie führt dazu, dass die Kniegelenke verschleißen. Die schützende Knorpelschicht bildet sich zurück. Gleitfähigkeit und Beweglichkeit des Gelenks lassen nach. Schätzungen zufolge haben etwa 10 bis 15 Prozent der über 60-Jährigen eine Kniearthrose. Erste Symptome, die auf Kniearthrose hindeuten sind Schmerzen bei Belastung und ein Steifigkeitsgefühl nach Ruhepausen. Mit zunehmendem Verschleiß nehmen Schmerzen und Bewegungseinschränkung zu. Bewegung kann helfen, dass dieser Prozess verlangsamt wird. Wandern ist eine Möglichkeit. Allerdings sollten Betroffene bestimmte Regeln beachten. Betroffene können viel für ihre Gelenke tun. Kräftigungs- und Beweglichkeitsübungen stärken die Muskeln für mehr Gelenkstabilität. Auch brauchen die Knie Bewegung für die Nährstoffversorgung. Laut der aktuellen Leitlinie Kniearthrose kann "Low Impact Sport mit beginnender Gonarthrose Schmerz reduzieren, die Beweglichkeit verbessern, den Gelenkstoffwechsel steigern sowie die umgebende Muskulatur kräftigen und wird als wichtiger Bestandteil der konservativen Therapie angesehen". Wandern ist eine gute Möglichkeit, die Knie in Bewegung zu halten und die Gesundheit im Allgemeinen zu unterstützen. Wandern tut den Gelenken gut. Um Überlastung bei einer Kniearthose zu vermeiden, sollten besonders Betroffene mit einer fortgeschrittenen Kniearthrose abklären, welcher Belastung sie sich aussetzen dürfen. "Die Belastungssituation der Knie beim Wandern ist individuell sehr unterschiedlich, aber wir Menschen sind zum Gehen gemacht. Insofern spricht in den meisten Fällen überhaupt nichts gegen regelmäßige Wandertouren", sagt Ute Merz, Physiotherapeutin und Referatsleiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Verbands für Physiotherapie (ZVK) e. V. "Wer vorerkrankt ist, sollte mit seinem Arzt oder Physiotherapeuten besprechen, wie intensiv die Belastung sein darf. Die Belastung sollte in jedem Fall schrittweise gesteigert werden." Besonders bergab sind die Knie einer großen Belastung ausgesetzt. Durch die Beugung im Gelenk und das ruckartige Abbremsen wirkt ein Vielfaches des Körpergewichts auf die Kniegelenke ein. Das kann zu Schmerzen und Instabilität im Gelenk führen. Das Verletzungsrisiko steigt. Bei einer fortgeschrittenen Kniearthrose ist es daher empfehlenswert, auf eher ebenen Wanderstrecken ohne starkes Gefälle unterwegs zu sein. Kleine und konzentrierte Schritte stabilisieren die Kniegelenke auf losem Untergrund. "Beim Abstieg wird der Körperschwerpunkt verlagert. Dies müssen die Beinmuskulatur und das Kniegelenk abfangen", erklärt Merz. "So kommt es je nach Gefälle zu einer hohen Krafteinwirkung auf das Knie. Um das Knie zu entlasten, sollten neben regelmäßigen Wandertouren auch Krafteinheiten für die Beinmuskulatur Bestandteil des Trainings sein." Je stärker und koordinativ besser die Beinmuskulatur arbeite, desto seltener seien Überlastungen. Eine gute Unterstützung können Wanderstöcke darstellen – gerade auf unwegsamem Gelände und beim Bergabgehen. Sie bringen den Gelenken eine deutliche Entlastung, unterstützen das Gleichgewicht und helfen, den Körper abzufangen, wenn man ins Straucheln gerät. Am besten geeignet sind Teleskopstöcke. Sie lassen sich individuell an die Körpergröße anpassen. Haben Unterarm und Ellbogen einen 90-Grad-Winkel, ist die Länge der Stöcke richtig. "Beim Einsatz von zwei Stöcken vermeidet man Fehlhaltungen", rät die Physiotherapeutin. „Beim Nordic-Walking dienen die Stöcke übrigens nicht mehr als Stütze, sondern ermöglichen ein zusätzliches Training der Oberkörpermuskulatur und steigern insgesamt die Aktivität des Herz-Kreislauf-Systems. Die richtige Handhabung der Nordic-Walking-Stöcke erlernen Sie am besten in einem entsprechenden Anfängerkurs, aber auch Physiotherapeuten können die Nutzung erklären." Kniebandagen können helfen, die Knie beim Wandern zu stützen. Besonders bei Kniearthrose ist es ratsam, die Bandage individuell an das Knie anpassen zu lassen. Sprechen Sie mit Ihrem Orthopäden, welche Art der Bandage für Ihr Knie am besten geeignet ist. Auf Bandagen allein sollten Sie aber nicht setzen. Sie können das Knie zwar stabilisieren, es aber nicht komplett entlasten. "Patientinnen und Patienten mit einer Kniearthrose besitzen eventuell bereits medizinisch verordnete Bandagen. Für alle anderen gilt, lieber die Belastung anzupassen, also anfangs kürzer oder weniger fordernde Strecken zu gehen, um Schmerzen und Verletzungen vorzubeugen", rät Merz. Übrigens: Je weniger Gepäck Sie auf dem Rücken tragen, desto geringer ist das Gewicht, das auf Ihren Gelenken lastet. Abhängig vom Gelände, in dem Wanderer unterwegs sind, sollte das Schuhwerk gewählt werden. Menschen, die in unwegsamem Gelände, zum Beispiel auf Strecken mit Geröll oder Berghängen unterwegs sind, benötigen laut der Expertin eher stützende Schuhe, also klassische Wanderstiefel. Wer bevorzugt auf asphaltierten Wanderwegen gehe, sei aufgrund der oft besseren Dämpfungseigenschaften mit einem guten Trekking- oder Hiking-Schuh meist besser beraten. Je sicherer und stabiler die Füße in den Schuhen sind und je besser die Schritte abgefedert werden, desto geringer ist die Belastung, die auf die Knie einwirkt. "Für die Wahl der passenden Schuhe empfiehlt sich eine Beratung bei einer entsprechenden Fachperson", rät Merz. Eine pauschale Empfehlung, welcher Untergrund am knieschonendsten ist, ist laut der Physiotherapeutin schwierig: "Ein weicher Waldboden wirkt zwar entlastend auf Knie und Rücken, belastet dafür aber die Fußgelenke stärker, da sie die Unebenheiten ausgleichen müssen. Beim Asphalt ist es genau umgekehrt. Am besten ist es, wenn die Untergründe variieren. Dann werden alle Gelenke gleichermaßen beansprucht." Trotz gutem Schuhwerk, Wanderstöcken und Kniebandage ist es nicht auszuschließen, dass nach der Wandertour die Knie schmerzen. "Im Akutfall haben sich Kälteanwendungen bewährt. Viele empfinden aber auch Wärme als angenehm. Es entscheidet letztlich die Vorliebe der Patientin oder des Patienten. Wissenschaftlich gibt es keinen Beweis, dass Kälte oder Wärme besser ist", sagt Merz. Wer häufiger Knieschmerzen habe, solle die Ursache von einer Ärztin oder einem Arzt abklären lassen. Gegebenenfalls sei ein gezieltes Kraft- und Koordinationstraining nötig, um die Belastbarkeit der Knie zu verbessern. Wer möglichst knieschonend wandert, unterstützt nicht nur die Beweglichkeit und die Nährstoffversorgung der Gelenke. Wandern punktet mit weiteren Vorteilen für die Gesundheit: Es stärkt die Muskulatur, verbessert die Ausdauer, sorgt für eine gute Sauerstoffversorgung des Körpers und regt das Herz-Kreislauf-System an. "Durch regelmäßiges Wandern verbessert sich zudem die allgemeine Stoffwechselsituation. Ein Großteil der Bewegung des Lymph- und Blutsystems geht von der Beinmuskulatur aus. Bei Wanderungen werden die Beinmuskeln aktiv und sorgen so für eine gute Blut- und Lymphstromzirkulation", erklärt Merz. "Und natürlich darf auch das Immunsystem nicht vergessen werden. Wanderer sind dem Tageslicht und den Witterungsbedingungen ausgesetzt, was sich positiv auf den Vitamin-D-Spiegel und die Reaktionsfähigkeit des Immunsystems auswirkt."

 

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TV-Hammer! - RTL-Moderatorin Sandra Kuhn kommt zu BILD Live

Neuzugang bei BILD Live! Moderatorin Sandra Kuhn (39) – ehemals bei RTL – wird ab dem 1. August das TV-Team von BILD verstärken. Pünktlich zur Bundestagswahl-Berichterstattung wird die 39-Jährige Teil des festen Moderatorenteams bei BILD Live – also genau dann, wenn BILD zum TV-Sender wird. Kuhn bringt reichlich Erfahrung mit, stand rund 15 Jahre bei RTL für verschiedene Formate vor der Kamera – sowohl für Nachrichtenformate als auch für TV-Shows. Unter anderem war sie von 2006 bis 2017 Nachrichtensprecherin der „RTL II News“ und zuletzt seit 2017 Hauptmoderatorin bei „RTL Explosiv“. Bei RTL wurde Kuhn auch zur Journalistin und Moderatorin ausgebildet. Sandra Kuhn: „Ich freu mich total auf diese neue, spannende Aufgabe. Einen neuen Sender mit aufzubauen und dazu noch ein prägendes Gesicht der Marke BILD Live zu werden ist eine einmalige Chance, die ich mir natürlich nicht entgehen lasse. Ich werde mit der ganzen Familie in die Hauptstadt kommen, was mich umso glücklicher macht. Aber das bedeutet natürlich jetzt auch: organisieren, packen, organisieren, packen… Aber es lohnt sich.“ BILD-Programmchef Claus Strunz: „Sandra Kuhn ist eine journalistisch versierte Top-Moderatorin mit einer beeindruckenden Bildschirmpräsenz und ausgewiesener Breaking-News-Erfahrung, die hervorragend zu unserem neuen TV-Sender BILD passt. Sie wird eines der prägenden Sendergesichter unseres Live-Programmes werden.“ Erst kürzlich erhielt BILD die Rundfunkzulassung von der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK). Geplant ist, die Live-Sendestrecke mit News und aktuellen Themen außerdem zeitgleich bei N24 Doku, dem Timeshift-Sender von WELT, zu zeigen. Das Programm des Senders soll mit Dokumentationen, Reportagen und weiteren Formaten ergänzt werden. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Politik, Sport, VIP, Crime sowie Service-Themen. Das laufende Programm kann bei aktuellen Themenlagen jederzeit für Live-Berichterstattung unterbrochen werden.

 

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Ist die Pandemie Schuld? Bürger melden immer mehr Ratten

Saarbrücken/Neunkirchen – Sie huschen über Spielplätze, mitten am Tag über die Straße und sie werden in unseren Städten immer öfter gesichtet: Ratten! Sirene laut! Blaulicht an! Beim Saarbrücker Thorsten Kremers kann man Original-US-Police-Cars kaufen. Wilhelm Lambert besuchte Freunde ihn Hoyerswerda, schwenkte eifrig. Die Sachsen staunten, nannten ihn „Willi Wackelfleisch“. Auf der Suche nach Nahrung treten die Nager immer mehr in Erscheinung. In der Landeshauptstadt haben 30 % mehr Bürger Ratten gemeldet als noch vor der Corona-Pandemie. Der ZKE in Saarbrücken ist laut einer Sprecherin daher jeden zweiten Tag unterwegs, auch um vermehrt Fallen aufzustellen. In Neunkirchen gab es 2019 noch 52 Meldungen,2020 waren es schon mehr als hundert. Aktuell: 71. Ob die Ratten-Population aber tatsächlich gestiegen ist, lässt sich laut eines Sprechers nur schwer feststellen. Es könnte auch sein, dass die Tiere vermehrt wahrgenommen werden, weil die Leute mehr draußen unterwegs sind. Auch Baustellen an Kanälen würden eine Rolle spielen.

 

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„Love Seats“: Ikea entwirft Sofas zu Pride-Flaggen

Kurz vor Ende des Pride Months im Juni meldet sich nun auch IKEA mit einer passenden Kampagne zum Thema. Das Möbelhaus hat „Love Seats“ kreiert – Sofas, die verschiedene Pride-Flaggen repräsentieren. Wer die Möbel live sehen möchte, muss allerdings weit reisen. Im Pride Month im Juni feiert sich die LGBTQ+-Community und demonstriert zugleich für Anerkennung und Gleichberechtigung. Viele Menschen und Unternehmen haben ihre Unterstützung gezeigt und beispielsweise ihre Logos um Regenbogenfarben ergänzt. Kurz vor Monatsende meldet sich nun auch IKEA mit einer besonderen Aktion – und die geht deutlich über etwas Farbe im Firmenlogo hinaus. In Kanada hat das Unternehmen vier Künstler und Künstlerinnen aus der LGBTQ+-Community eingeladen, Sofas zu entwerfen. Dabei sind zehn „Love Seats“ entstanden, die von den verschieden Pride-Flaggen inspiriert sind. Dazu erzählen queere Menschen ihre Geschichte. Die kurzen Gespräche sind auf dem Youtube-Kanal von IKEA Kanada zu finden. Das Projekt stehe in Einklang mit dem Engagement des Unternehmens, eine Gemeinschaft für queere Mitarbeitende, Kundinnen und Kunden schaffen zu wollen, sagt John Williams, der Gleichberechtigungs-, Diversitäts- und Inklusionschef von Ikea Kanada. „Wir wollen, dass Menschen mit allen sexuellen Orientierungen und Gender-Identitäten sich bei IKEA und überall wohlfühlen.“ Bei vielen kommt die Aktion gut an. Auf Tiktok werben Nutzerinnen und Nutzer für die Aktion, und auch unter bei Instagram gibt es Lob für Ikea. Der Tenor: Ikea habe eben nicht nur das Logo geändert, sondern sich wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt. Einige schreiben sogar, dass sie die „Love Seats“ gerne kaufen würden. Das ist allerdings nicht möglich. Die Designerstücke werden aber in den kommenden Wochen in verschiedenen Ikea-Filialen in Kanada ausgestellt sein. Lies auch:

 

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Tief "Xero" tobt sich über Brandenburg aus

Das Wetter macht mal wieder Schlagzeilen. Auf die Hitze folgen sintflutartige Regenfälle, die Bilder aus dem Südwesten Deutschlands erinnern an Katastrophenfilme. Und so wechselhaft dürfte es bleiben. In Frankfurt am Main drückte der sturzbachartige Regen Kanaldeckel aus dem Boden, in Bayern schwemmte er Autos davon: Nach hitzereichen Tagen haben heftige Unwetter und extreme Niederschläge in Teilen Deutschlands erneut Chaos verursacht. Vor allem im Süden und Westen hatten die Menschen mit vollgelaufenen Kellern und überspülten Straßen zu tun. Aber auch in Tschechien gab es schwere Unwetter. Am Mittwoch beruhigte sich die Wetterlage zwar vielerorts in Deutschland, doch entwurzelten Gewitter mit Starkregen etwa in Teilen Brandenburgs Bäume und ließen Keller voll laufen. Am Donnerstag dürfte sich das Gewittertief "Xero" dann aber über die Ostsee aus Deutschland verabschiedet haben. ntv Meteorologe Björn Alexander geht davon aus, dass es auch künftig so weitergehen wird. Er rechnet in Juli und August mit "einigen intensiven Wetterlagen". Es werde wechselhaft bleiben, so der Experte. Der Sommer werde "wenig konstant". Im bayerischen Landshut mit seiner mittelalterlichen Altstadt waren am Dienstagabend heftige Regenfälle niedergegangen. Straßen und Häuser standen teils bis zu einem Meter unter Wasser. Am Morgen waren viele Straßen verschlammt. Im benachbarten Tschechien beschädigten die Unwetter Leitungen,145.000 Haushalte hatten keinen Strom. In Baden-Württemberg ist die Schifffahrt auf dem Neckar eingeschränkt. Bereits seit Montagnacht geht auf dem Fluss nichts mehr, weil der Wasserstand durch die starken Niederschläge innerhalb kurzer Zeit gestiegen sei und weiterhin hoch bleibe. Im Stuttgarter Raum sei für Mittwoch nicht mehr mit einem Neustart für die Schifffahrt zu rechnen, am unteren Neckar bei Heilbronn sei das dagegen möglich, sagte Johanna Reek, die Sprecherin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Baden-Württemberg. In anderen Ländern kletterten die Temperaturen derweil teilweise in rekordverdächtige Höhen. So zeigten in Griechenland die Thermometer Werte um die 40 Grad an - am Donnerstag könnten sogar bis zu 44 Grad erreicht werden. Im kanadischen Lytton (Provinz British Columbia) wurden 49,6 Grad erreicht - nach Angaben der örtlichen Wetterbehörde ein "Allzeit-Temperaturrekord". Laut kanadischen Medien hat die Hitze in dem nordamerikanischen Land zu Dutzenden Todesfällen beigetragen.

 

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Corona-News-Ticker: Anteil der Delta-Variante wächst exponentiell

Im Live-Ticker informiert NDR.de Sie auch heute - am Mittwoch,30. Juni 2021 - aktuell über die Folgen der Coronavirus-Pandemie für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg- Vorpommern und Hamburg. Das Wichtigste in Kürze: Tabellen und Grafiken: So läuft die Impfkampagne im Norden Karte: Neuinfektionen in den norddeutschen Landkreisen Immer mehr Coronavirus-Fälle in Deutschland gehen auf die ansteckendere Delta-Variante zurück. Das Robert Koch-Institut (RKI) schreibt in seinem Virusvariantenbericht von einer "leichten Zunahme der Delta-Fallzahlen" - von 410 nachgewiesenen Fällen in der Woche vom 31. Mai bis 6. Juni auf 724 in der Woche vom 14. bis 20. Juni. Allerdings wird nur ein Teil der positiven Coronaproben auf Varianten hin untersucht. Wesentlich schneller als die absoluten Zahlen der Delta-Variante steigt ihr Anteil. Nach den jüngsten verfügbaren Daten aus der letztgenannten Woche lag der Anteil der in Indien entdeckten Variante an einer Stichprobe laut Bericht bei rund 37 Prozent. In der Vorwoche lag der Anteil bei ungefähr 15, in der Wochen davor bei etwa acht und vier Prozent. Die Virusvariante breitet sich demnach exponentiell aus. Das RKI geht davon aus, dass die Mutante diese Woche "mindestens die Hälfte aller Neuinfektionen ausmacht", so der Bericht. Die Verdoppelung der Delta-Zahlen war gestern bereits Thema im NDR Info Podcast Coronavirus-Update. Die Zahl der Covid-19-Patienten auf deutschen Intensivstationen geht weiter zurück. Wie das Intensivregister mitteilte, waren heute 614 Betten mit Corona-Infizierten belegt. Das sind 52 weniger als gestern und zugleich handelt es sich um den niedrigsten Stand seit Mitte Oktober vergangenen Jahres. Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle lagen mehr als 5.700 Covid-19-Patienten auf deutschen Intensivstationen. In Norddeutschland liegen derzeit 65 Personen mit einer Covid-Erkrankung auf Intensivstationen,48 von ihnen müssen beatmet werden. Laut den aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts sinkt auch die Zahl der täglich erfassten Neuinfektionen weiter. Heute wurden 808 positive Tests gemeldet, das sind etwa 20 Prozent weniger als vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 5,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche, der Wert für Norddeutschland beträgt 4,0. Der Inzidenzwert in Bremerhaven steigt wieder an. Drei von zehn im Land Bremen registrierten Neuinfektionen entfielen heute auf die Seestadt, teilte das Gesundheitsressort mit. Gestern waren 13 Neuinfektionen registriert worden, vor einer Woche neun. Nach gut zwei Wochen mit maximal einer Neuinfektion am Tag springt der Inzidenzwert somit von 0,9 auf jetzt 3,5. In Bremen, wo die Behörden sieben Neuinfektionen registriert haben, sinkt die Inzidenz im Vergleich zum Vortag von 6,9 auf 6,5. Seit der Pandemie ist der Flugverkehr massiv zurückgegangen. Aber statt Entschädigung für ausgefallene Flüge, bekamen viele Passagiere nur Gutscheine. Das kritisiert jetzt der europäische Gerichtshof. EU-Staaten hätten Fluglinien mit Milliarden Euro unterstützt, ohne im Gegenzug die Fluggastrechte ausreichend zu beachten und einzufordern. Landkreise und kreisfreie Städte in Mecklenburg-Vorpommern können im Kampf gegen die Corona-Pandemie zunehmend auf die Hilfe der Bundeswehr verzichten. Laut Landeskommando der Bundeswehr werden vom 1. Juli an noch etwa 260 Bundeswehrangehörige im Nordosten im Corona-Einsatz sein - fast ausschließlich zur Unterstützung der Impfzentren und mobilen Impfteams. Bei der Kontaktnachverfolgung über die Gesundheitsämter seien nur noch etwa zehn Soldaten tätig. Zu Spitzenzeiten waren im April und Mai zeitgleich bis zu 620 Soldaten in Mecklenburg-Vorpommern im Corona-Einsatz. In Mecklenburg-Vorpommern wurden binnen eines Tages sieben neue Corona-Fälle registriert (Vortag: fünf/Vorwoche: sechs). Der Inzidenzwert ist leicht gestiegen, von gestern 1,6 auf nun 1,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner. Am Mittwoch vergangener Woche lag der Wert bei 2,0. Die FDP-Landtagsfraktion hat sich für den Einsatz von mobilen Impfteams für die Corona-Impfung in Hochschulen ausgesprochen. An der Uni Osnabrück sollen Testzentren den Präsenzbetrieb sicherer machen. "Wenn bald genug Impfstoff vorhanden ist und mobile Impfteams wieder verstärkt zum Einsatz kommen, sollten diese vor allem auch die Hochschulen besuchen", sagte die niedersächsische FDP-Gesundheitsexpertin Susanne Schütz. An den Berufsbildenden Schulen wäre eine Abfrage der Impfbereitschaft ebenfalls sinnvoll, so Schütz. In Mecklenburg-Vorpommern können sich alle Azubis und Fachschüler*innen bis zum Ende des Berufsschuljahres am 9. Juli im Rahmen ihrer Ausbildung gegen das Coronavirus impfen lassen. Wie das Bildungsministerium mitteilte, richtet sich das Angebot an alle Schülerinnen und Schüler ab 16 Jahren. Die Impfungen sollen durch mobile Impfteams an den staatlichen Berufsschulen oder in den Impfzentren der Kreise und kreisfreien Städte erfolgen. Schüler*innen in Einrichtungen freier Träger könnten sich an die nächstgelegene staatliche berufliche Schule wenden, hieß es. Im Juli wird so viel Corona-Impfstoff in die Hansestadt geliefert, dass voraussichtlich alle Impfwilligen, die einen Termin buchen, diesen in den kommenden zwei Wochen bekommen werden. Für Zweitimpfungen zurückgelegt werden müsse davon nichts. Die Lieferungen seien jetzt zuverlässig und langfristig sei eher mehr zu erwarten als weniger. Auch Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hatte gestern versprochen, "dass jeder, der im Juli einen Termin haben will, auch einen haben kann". Die Impfzentren seien gebeten worden, an den Juli-Wochenenden Sonderaktionen anzubieten. Der Schub in der Impfkampagne soll durch die für Juli angekündigten Impfstofflieferungen ermöglicht werden: Die Landesregierung erwarte 1,3 Millionen Dosen aller in Deutschland zugelassenen Hersteller für die Zentren. Die Pflicht, Homeoffice anzubieten, endet heute - kommt jetzt das Recht darauf? Arbeitgeberverbände sind dagegen, Gewerkschaften sprechen sich dafür aus. Es brauche verbindliche Regeln für die Heimarbeit, fordern DGB und ver.di. Derweil hat sich das Homeoffice bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern etabliert - viele wollen künftig zumindest teilweise von zu Hause arbeiten. Am Donnerstag beginnt in Hamburg der "Active City Sommer". Insgesamt bieten die Hamburger Sportvereine mehr als 2.000 kostenlose Schnupperkurse an. Die Sportvereine hoffen, dass viele dabeibleiben und nach dem Schnuppern Vereinsmitglied werden. Dabei helfen sollen Gutscheine, die Sportbehörde in den nächsten Wochen verteilen will. Während des Lockdowns hatten viele Clubs zwischen 10 und 25 Prozent ihrer Mitglieder verloren. Von morgen an soll das Reisen wieder einfacher werden. Die Bundesregierung hebt die Reisewarnung für alle Risikogebiete mit Sieben-Tage-Inzidenzwerten über 50 auf. In der EU betrifft dies nur noch einzelne Regionen in Spanien, Irland, Kroatien und Schweden. Weltweit profitieren mehr als 80 Länder von der Änderung. Die Reisewarnung wird nur noch für Hochinzidenzgebiete mit einem Wert über 200 und solche Gebiete gelten, in denen sich gefährliche Virusvarianten stark verbreitet haben. Zudem startet morgen offiziell das digitale EU-Impfzertifikat. Damit soll das Einchecken am Flughafen oder im Hotel einfacher werden. Auch auf Quarantäne- und Testpflichten für die Inhaber wird verzichtet, sofern keine neuen Virus-Varianten auftreten. Die genauen Regelungen bestimmt allerdings jedes EU-Land selbst. Auch werden nicht alle EU-Länder von Beginn an dabei sein. Das Zertifikat besteht aus einem QR-Code, der gescannt werden kann. Der Nachweis kann auf dem Smartphone gespeichert oder auch in ausgedruckter Form mitgeführt werden. Mehr als ein halbes Jahr haben Kino-Fans auf das Filmerlebnis auf der großen Leinwand verzichten müssen. Morgen starten die meisten Kinos im Norden wieder nach dem langen Lockdown. Die Verbände der Filmwirtschaft hatten sich auf den 1. Juli als bundesweit einheitlichen Termin geeinigt, damit sich die Häuser auf den Neustart vorbereiten und Filme beworben werden konnten. Der Verband HDF Kino kritisiert allerdings den "Flickenteppich der uneinheitlichen Hygiene- und Sicherheitsvorschriften der einzelnen Länder". Aus seiner Sicht sind die Beschränkungen für die Kultureinrichtungen "unverhältnismäßig" - Gastronomie oder Flugunternehmen hätten eine bessere Lobby. Ein mobiles Impfteam hat heute in Lüneburg in einer Hochhaus-Siedlung seine Arbeit aufgenommen. Mit mehrsprachigen Plakaten und Aufrufen in sozialen Medien wurden Anwohner aufgefordert, in das Ökumenische Gemeindezentrum St. Stephanus in Kaltenmoor zu kommen. "Wir wollen auf diesem Weg den Zugang zu Impfangeboten erleichtern", sagte die städtische Sozialdezernentin Pia Steinrücke. Bis Sonnabend läuft die Aktion in Kaltenmoor, Montag und Dienstag im Quartier Am Weißen Turm. In Hamburg ist die Zahl der Infektionen um 28 auf nun 77.370 gestiegen. Gestern waren es 27 Neuinfektionen gewesen, vor einer Woche 57. Vier weitere Menschen sind mit oder an Corona verstorben. Damit steigt die Zahl der Corona-Toten auf 1.594. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank von 9,8 am Dienstag auf heute 8,3. In Hamburger Krankenhäusern werden derzeit 39 Covid-19-Patienten behandelt, drei mehr als bei der letzten Erhebung. Auf den Intensivstationen lagen laut Gesundheitsbehörde 20 Corona-Kranke, ebenfalls drei mehr als am Vortag. Wegen einer vorzeitigen Corona-Schutzimpfung des damaligen Steinburger Landrats Torsten Wendt hat die Staatsanwaltschaft Itzehoe ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Es gehe um den Vorwurf der Unterschlagung, sagte Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow heute. Ermittelt werde auch gegen eine zweite Person im Zusammenhang mit der Impfung. Die Vorwürfe gegen die Beschuldigten hätten sich bei den Vorermittlungen nicht klären lassen. Wendt hatte sich im Januar außer der Reihe mit einer überzähligen Dosis gegen Covid-19 impfen lassen. Er entschuldigte sich in der Folge dafür. Ende April berief der Kreistag Wendt endgültig ab. Mit dem heutigen Auslaufen der "Bundes-Notbremse" endet für Arbeitgeber die Pflicht, ihren Beschäftigten die Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen. Doch die Tätigkeit von zu Hause aus könnte in vielen Betrieben Bestandteil bleiben. Dafür fordert ver.di-Chef Frank Werneke verbindliche Regelungen durch Tarifverträge. Als Vorbild könnte der Tarifvertrag Digitalisierung dienen. Dieser zeige, "wie man mit den neuen Herausforderungen umgehen kann". Auch Reiner Hoffmann, der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), plädierte im ZDF-Morgenmagazin für "gesetzliche Leitplanken", gerade auch für Arbeitgeber, die nicht in Verbänden organisiert sind. Es gebe "viel zu viele Unternehmen", die keine vernünftige Betriebsvereinbarung für ihre Beschäftigten umsetzen wollen. Er widersprach Vorwürfen, eine Homeoffice-Regelung sei ein Bürokratiemonster für Arbeitgeber. Es müssten allerdings auch dort Regeln gelten, etwa, dass Arbeitszeiten erfasst werden und Beschäftigte nicht ständig erreichbar sein müssen. Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni im Vergleich zum Vormonat deutlich um 73.000 auf 2,614 Millionen gesunken. Das ist nicht nur der stärkste Rückgang auf Monatsbasis in einem Juni seit zehn Jahren, es sind auch 239.000 Arbeitslose weniger als im Juni 2020, teilte die Bundesagentur für Arbeit heute in Nürnberg mit. Die Arbeitslosenquote sank bundesweit um 0,2 Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Auch in den norddeutschen Bundesländern sank die Zahl der Arbeitslosen. In Niedersachsen meldete die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) einen Rückgang von drei Prozent im Vergleich zum Monat Mai, in Schleswig-Holstein waren es 2,9 Prozent. Mecklenburg-Vorpommern verzeichnete 7,2 Prozent weniger Arbeitslose und Hamburg 2,0 Prozent. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte in Niedersachsen setzt sich für weitere Schutzmaßnahmen ein, um den Schulbetrieb auch bei steigenden Infektionszahlen aufrechtzuerhalten. Der Verband fordere die Politik auf, neben Masken- und Testpflicht und Wechselunterricht dringend weitere Hygienemaßnahmen zu treffen, teilte der Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen, Tilman Kaethner, heute mit. Er verwies auf eine Leitlinie, die neben den Hygieneregeln etwa auch einen versetzten Unterrichtsstart, eine Entzerrung des Schulbusverkehrs und den Einsatz von Raumlüftern empfiehlt. RKI-Präsident Lothar Wieler hatte sich angesichts der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zuletzt für eine Test- und Maskenpflicht an Schulen bis zum Frühjahr 2022 ausgesprochen. Eine solche Festlegung halten die Kinder- und Jugendärzte für verfrüht. Jubelnde und sich umarmende Engländer nach dem WM-Aus für Deutschland - problematisch angesichts der Tatsache, dass Großbritannien derzeit täglich 18.000 Neuinfektionen mit der Delta-Variante verzeichnet. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, sagte auf NDR Info, es sei "verantwortungslos, Menschen in dieser Menge ohne Abstand und ohne Masken in ein solches Stadion zu lassen". Der Schutz der Bevölkerung sei wichtig, "sonst erleben wir wieder einen Herbst, wie wir den letzten hatten". Der Arbeitgeber-Präsident in Mecklenburg-Vorpommern, Lars Schwarz, hat sich erleichtert über das Ende der Homeoffice-Pflicht gezeigt. Die gesetzliche Regelung sei von Beginn an überflüssig gewesen, sagte er NDR 1 Radio MV. Die Wirtschaft sieht das Homeoffice weiter kritisch. Oft fehle die nötige Infrastruktur, so Schwarz. Schwache Internetverbindungen würden ein unkompliziertes Arbeiten verhindern. Das zu ändern sei Aufgabe der Politik, aber nicht das Entwerfen von bürokratischen Gesetzen. In der Staatskanzlei und den acht Ministerien des Landes bleibt es weitgehend beim Homeoffice. Nach Angaben der Staatskanzlei soll es weiter ein sogenanntes Wechselmodell aus A- und B-Gruppen geben. Für Hamburgs Club- und Eventszene ist die Aufhebung des Tanzverbots unter freiem Himmel nicht der große Wurf. Sprecher von Verbänden sagen, dass sich damit kaum Geld verdienen lasse. Ab Freitag sollen nach den jüngsten Corona-Beschlüssen des Senats Tanzveranstaltungen im Freien für bis zu 250 Personen in Hamburg wieder erlaubt sein - allerdings mit Testpflicht, Voranmeldungen und Kontaktnachverfolgung. Bei 250 Gästen rechne sich das Geschäft für die bereits klammen Betreiberinnen und Betreiber von Clubs nicht, kritisierte zum Beispiel Borhen Azzouz vom Deutschen Eventverband. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat für Niedersachsen 63 weitere Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Gestern waren es 23, am Mittwoch vor einer Woche 73. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Landesdurchschnitt weiter bei 3,0 Fällen je 100.000 Einwohner. Heute vor einer Woche lag der Wert bei 4,1. Den Angaben zufolge gab es in Niedersachsen vier weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 808 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Mittwoch vor einer Woche hatte die Zahl bei 1.016 Ansteckungen gelegen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit 5,2 je 100.000 Einwohner an (gestern: 5,4; Vorwoche: 7,2). Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 56 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verzeichnet. Vor einer Woche waren es bundesweit 51. Heute laufen die Regelungen der "Bundes-Notbremse" aus, die von Bund und Ländern im April beschlossen wurden und bis zum 30. Juni befristet sind. Zu den Einschränkungen, die bis jetzt ab einer Inzidenz von 100 in den betroffenen Regionen in Kraft traten, zählten unter anderem strikte Kontaktbeschränkungen, nächtliche Ausgangsbeschränkungen und Schließungen im Einzelhandel. Der Städte- und Gemeindebund plädiert dafür, bei Bedarf die bundeseinheitlichen Regeln zu reaktivieren. "Wenn die Infektionszahlen erneut stark steigen, sollte die 'Bundes-Notbremse' wieder in Kraft gesetzt werden. Wir haben die Pandemie nicht überwunden und wissen nicht, welche Mutationen noch auf uns zukommen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg der "Welt". Ähnlich äußerte sich Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags: "Bundeseinheitliche Regeln haben bei sehr hohen Inzidenzen dazu beigetragen, dass die Menschen sie nachvollziehen konnten." Für Unternehmen endet mit dem Auslaufen der Reglungen auch die Pflicht, Homeoffice für ihre Mitarbeitenden anzubieten, wo das möglich ist. Und: Telefonische Krankschreibungen sind ab morgen nicht mehr möglich. Die Sieben-Tage-Inzidenzen der Corona-Neuinfektionen sind auch in Norddeutschland zuletzt stetig gesunken. Wenn Sie wissen wollen, wie die Inzidenz in Ihrer Stadt oder in Ihrem Landkreis ist, tippen Sie einfach hier Ihre Postleitzahl ein: Sowohl die Sieben-Tage-Inzidenz als auch die Zahl der Corona-Neuinfektionen sind in Schleswig-Holstein weiter gesunken. Nach aktuellen Angaben der Landesmeldestelle betrug der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche 3,2 (Vortag: 3,3 / Vorwoche: 4,4). Die Regionen mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz im Land sind die Kreise Pinneberg (7,3), Segeberg (5,4) und Stormarn (5,3) sowie die Landeshauptstadt Kiel (6,1). Landesweit wurden zwölf Neuinfektionen registriert - nach 19 gestern und elf am Dienstag vergangener Woche. Die Zahl der an oder mit dem Coronavirus verstorbenen Menschen in Schleswig-Holstein blieb dem Robert Koch-Institut zufolge unverändert bei 1.621. Der Hamburger Senat lockert das seit Beginn der Corona-Pandemie geltende Tanzverbot. Von Freitag an dürfe in abgegrenzten Bereichen unter freiem Himmel und unter Einhaltung strenger Hygieneregeln wieder getanzt werden, sagte der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) gestern. Andererseits wurde für den Hamburger Stadtpark ein nächtliches Alkoholverbot verhängt, das künftig freitags und sonnabends ab 21 Uhr gelten wird. Zuletzt hatte es dort mehrmals unerlaubte Partys und Ausschreitungen gegeben. In Bremen ist heute zum ersten Mal ein vom Deutschen Roten Kreuz betriebenes Impfmobil im Einsatz. Zuerst können sich Einwohner aus dem Stadtteil Vegesack impfen lassen. Das Mobil soll im Bereich der Großwohnanlage Grohner Düne halten, teilte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Die Linke) gestern via Twitter mit. Guten Morgen! NDR.de hält Sie auch am heutigen Mittwoch,30. Juni, über die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Norddeutschland auf dem Laufenden. Im Ticker finden Sie alle wichtigen Nachrichten und außerdem Inhalte aus den NDR Hörfunk- und Fernseh-Sendungen.

 

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Kann Flick auf Kroos, Neuer und Co. zählen?

Hannover. Versprochen hatte er es seiner Frau schon vor sieben Jahren. „Eigentlich hätte ich ja 2014 aufhören müssen, denn ich habe meiner Frau immer gesagt: Wenn ich mal Weltmeister bin, höre ich auf“, verriet Toni Kroos vor der EM in „Eine Halbzeit mit...“, dem Fußball-Podcast des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND). Jetzt wird er wieder ein Gespräch mit seiner Jessi führen. Kommt es nach dem EM-Aus der deutschen Nationalmannschaft gegen England (0:2) zum DFB-Rücktritt? „Auch 2018 habe ich überlegt, ob es weitergeht“, erklärte Kroos. „Genauso werde ich mir dieses Jahr Gedanken machen, wie es sich anfühlt. Dann werde ich eine Entscheidung treffen.“ Und die wird er im engen Austausch mit seinen Liebsten treffen. Kroos ist ein absoluter Familienmensch: Jessi schickte ihm bei der EM, wie auch sonst immer, vor jedem Spiel eine Nachricht. Seine drei Kinder Amelie, Leon und Fin hat er in den letzten vier Wochen wegen der Corona-Regeln für die Nationalspieler nur nach dem Portugal-Spiel in den Arm nehmen können. Nach dem EM-Aus ist Kroos jetzt erst mal wieder Papa statt Nationalspieler. Die Kinder haben ihn immer „ganz gut abgelenkt von dem Ganzen, und mir war klar, dass es Wichtigeres gibt als das, was auf dem Fußballplatz passiert“, sagte er vor einiger Zeit gegenüber der „GQ“.106 Länderspiele hat Kroos absolviert. Vor seiner Entscheidung, ob noch mehr dazukommen, wird es einen Austausch mit dem neuen Cheftrainer Hansi Flick geben. Das hatte Kroos in der Vorbereitung angekündigt. Was spricht für seinen Rücktritt? Der Mittelfeldspieler hatte zu dem scheidenden Bundestrainer Joachim Löw eine besondere Bindung mit dem Höhepunkt 2014 in Brasilien. „Wir können uns gegenseitig ein Stück dankbar sein. Ich über sein Vertrauen und er, dass ich ihm mit meinen Leistungen geholfen habe“, erklärte Kroos. Das nächste Turnier findet Ende 2022 in Katar statt, die WM-Vergabe an den Wüstenstaat hatte Kroos wegen der dort herrschenden Arbeitsbedingungen kritisiert. Gut möglich, dass er darauf verzichtet, um auch mehr Zeit für seine Familie zu haben. Allerdings: 2024 findet die EM in Deutschland statt, und der Titel ist der einzige, der Kroos in seiner Sammlung noch fehlt. Dann wäre er allerdings auch schon 34 Jahre alt. Rein sportlich hat Kroos bei der EM ein solides Turnier abgeliefert und besonders gegen England auf die Socken bekommen. An ihm lag es jedenfalls nicht, dass die deutsche Elf insgesamt zu harmlos war. Der Real-Madrid-Star ist aber nicht der einzige Profi, bei dem sich die DFB-Zukunft im anstehenden Urlaub klären wird. Mats Hummels sagte nach der England-Niederlage: „Ich habe noch keinen Gedanken daran verschwendet. Ich werde jetzt erst mal den Kopf abschalten für ein paar Tage.“ Auch bei Thomas Müller ist die Nationalmannschaftszukunft offen. Weltmeister und TV-Experte Lothar Matthäus glaubt aber, dass Müller auf Sendung bleibt: „Er wird nicht von sich aus seine DFB-Karriere beenden – und Hansi ihn sicher nicht aussortieren.“ Bei DFB-Kapitän Ma­nu­el Neuer deutet nichts darauf hin, dass er seine Karriere beenden würde. „Ich habe immer Spaß und Freude, bei der Nationalmannschaft zu spielen, und ich ziehe gern das Trikot an – auch in Zukunft, wenn es mir gut geht. Ich bin 35, fühle mich aber sehr fit, bin leistungsfähig und habe nicht vor, meine Nationalmannschaftskarriere zu beenden“, erklärte Neuer vor dem Turnierstart. Daran dürfte auch das Aus der DFB-Elf gegen England nichts geändert haben. Bei Kroos könnte es hingegen anders aussehen.

 

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St. Pauli siegt 4:0 im Test gegen Blau-Weiß Lohne

Die Zweitliga-Fußballer des FC St. Pauli haben am Mittwoch ein Testspiel im Rahmen ihres Trainingslagers im niedersächsischen Herzlake gewonnen. Die Hamburger siegten gegen den Oberligisten TuS Blau-Weiß Lohne mit 4:0 (1:0). Die Mannschaft von Trainer Timo Schultz, die am Vormittag noch eine Übungseinheit absolviert hatte, kam etwas schwer in die Partie. Das Stürmer-Trio Guido Burgstaller (42. Minute), Maximilian Dittgen (65.) und Simon Makienok (78.,90.) traf dann aber für die Hamburger.

 

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Bereits die fünfte Welle: Delta-Variante verschärft Corona-Krise im Iran

Teheran. Im Iran verstärkt sich die Sorge vor der Delta-Variante des Coronavius. „ Wir sind deswegen schon seit einer Woche in der fünften Corona-Welle, die sich demnächst auch negativ auf die Anzahl der Toten und Neuinfektionen auswirken könnte“, sagte Nader Tawakoli, Mitglied der nationalen Corona-Zentrale, am Mittwoch. Falls die Entwicklung so weitergehe, werde auch die Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran bald wieder zur Roten Zone und somit als extrem infektionsgefährdet deklariert, so der Facharzt für Notfallmedizin laut Nachrichtenagentur Isna. Der Iran ist von der Corona-Pandemie besonders hart betroffen. Seit Beginn der Pandemie im Februar 2020 wurden laut Gesundheitsministerium mehr als 84.000 Todesfälle und über 3,2 Millionen Infektionen registriert. US-Sanktionen haben die Wirtschaftskrise im Land verschärft und erschweren den Kauf von ausländischen Impfstoffen erheblich. Dementsprechend gehen auch die Corona-Impfungen für die über 83 Millionen Menschen nur schleppend voran. Zwar soll das Land sieben Arten von lokalen Impfstoffen entwickelt haben, für eine Massenimpfung jedoch sind diese noch nicht zugelassen. Bislang wurden nur knapp über sieben Prozent der Iraner mit hauptsächlich russischen und chinesischen Vakzinen geimpft. RND/dpa

 

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Abschied eines Unvollendeten: Was von der Ära Löw bleiben wird

Hannover. Sein allerletzter Auftritt dauerte etwas länger als eine Schulstunde. Und auch optisch erinnerte Joachim Löw, inzwischen 61 Jahre alt, ein wenig an einen leicht verkaterten Abiturienten. Kleine Augen von der kurzen, nahezu schlaflosen Nacht und einigen Gläsern Rotwein zu viel. Lilafarbener Kapuzenpulli, etwas heisere Stimme. Und die Laune war auch schon mal besser. Dann sagte er wehmütige Sätze wie: „Mein Herz schlägt weiterhin schwarz-rot-gold“ und „Ich werde immer Fan dieser Mannschaft, von diesen Spielern bleiben.“ Mit dieser Mannschaft war die deutsche Fußballnationalmannschaft gemeint. Mit diesen Spielern Thomas Müller, Joshua Kimmich oder Leon Goretzka. Und das schwarz-rot-goldene Herz gehörte natürlich dem Bundestrainer, der am Dienstagmittag noch ein allerletztes Mal zum Volke sprach. Am Abend zuvor war die längste Ära in der Trainergeschichte des Deutschen Fußballbundes zu Ende gegangen. Nach 198 Spielen und 15 Jahren im höchsten Amt eines Übungsleiters beendeten zwei Engländer namens Raheem Sterling und Harry Kane die Epoche des Jogi L. Mit dem 0:2 im Achtelfinale der Europameisterschaft verabschiedete sich die Nationalelf aus dem Turnier. Gleichzeitig war es die letzte Partie für den ehemaligen Assistenten von Jürgen Klinsmann, der nach dem Sommermärchen 2006 dessen Platz auf der Bank übernahm. Bei seinem traurigen Abgang scheiterte er ausgerechnet am sportlichen Erzfeind, der in einer Turnier-K.o.-Phase zuvor 55 Jahre lang das Nachsehen hatte. Ich werde immer Fan dieser Mannschaft, von diesen Spielern bleiben. So viele Menschen, wie Löw an diesem Abend aus der deutschen Heimat zuschauten, hatte nicht mal Thomas Gottschalk zu besten „Wetten dass..?!“-Zeiten. Alleine 27,4 Millionen schalteten in der ARD ein, dies bedeutete einen Marktanteil von sage und schreibe 77 Prozent – die (geheimen) Einschaltquoten vom neuen Streaming-Riesen MagentaTV noch nicht mal mitgerechnet. Die Mitfiebernden sahen im Wembley, in der Kathedrale des englischen Fußballs, nicht nur über 40 000 Fans, die trotz Pandemie und Delta-Variante in London im Stadion sein durften. Sie sahen auch Prinz William und Herzogin Kate auf der Tribüne und David Beckham. Sie sahen einen Joachim Löw, der in seinem blauen Hemd irgendwie aussah wie immer. Und sie sahen eine deutsche Mannschaft, die sich wieder mal schwertat. Die sich bemühte, der aber irgendwie das Siegergen abhandengekommen ist in den letzten Jahren zwischen Campo Bahia, Watutinki und Herzogenaurach. Dorthin ging es noch nach der Pleite zurück. In den sogenannten „Homeground“, das Basecamp der Nationalmannschaft, den Ausrüster Adidas extra erbaut hatte. Zuvor hatte es Tränen gegeben. Auf dem Platz weinte Kimmich, der nicht verlieren kann. Kapitän Manuel Neuer richtete emotionale Worte an den Coach, unter dem er alle seine 104 Länderspiele absolviert hatte und mit dem er vor dem Anstoß gemeinsam niedergekniet war als Zeichen gegen Rassismus: „Nach dem Abpfiff habe ich Richtung Trainerbank geschaut und natürlich ist das ein trauriges Gefühl, als ich den Jogi gesehen habe.“ Löw aß vor der Abfahrt aus Wembley noch ein Sandwich, dann setzte er sich letztmals in Reihe 1 des Mannschaftsbusses, drückte sich die Airpods in die Ohren und schaute gedankenverloren in die Dunkelheit. Es dürften ihm viele Momente durch den Kopf gegangen sein, denn es war „eine unfassbar lange Zeit, die ich niemals für möglich gehalten hätte“, gab er am Tag danach zu. Was bleibt ihm aus diesen 15 Jahren als eine der prägenden Persönlichkeiten dieses Landes hängen? „Vor allem die Menschen“, antwortete Löw. „Die vielen tollen Menschen, mit denen ich zusammengearbeitet habe, die ich kennenlernen und von denen ich lernen durfte. Dabei haben sich Freundschaften entwickelt, die über den Fußball hinaus gehen“, sagte er angefasst. „Die Spieler, das Team hinter dem Team, alle die dazu gehören – das ist für mich wie eine Familie geworden. Ich konnte mit ihnen diesen langen Weg gehen. Mit Konflikten, mit Schwierigkeiten, aber auch mit Erfolgen. Das ist wie im Leben. Es gibt viele Bilder, die ich in meinem Herzen abgespeichert habe, nicht nur die Ergebnisse.“ Mit ähnlich emotionalen Worten hatte er sich noch in der Nacht zu Mittwoch von seinen Weggefährten verabschiedet. „Es war mir am Herzen gelegen, mich zu bedanken“, verriet Löw. „Für den Einsatz und vor allem für das Vertrauen, dass sie in mich immer hatten.“ Über die Jahre hatte er sich genau diesen Rückhalt erarbeitet. Mit Erfolgen, die ihm kaum jemand zugetraut hätte. Bei fünf Turnieren hintereinander führte er die Mannschaft immer mindestens bis ins Halbfinale, mittendrin gab es die Krönung beim Weltmeistertitel 2014 von Rio samt 7:1-Demütigung der stolzen brasilianischen Gastgeber in der Vorschlussrunde. Ist es das, was den Menschen bleibt von Joachim Löw? Der vierte Stern auf dem deutschen Trikot? Der Tiki-Taka-Offensivfußball zum Verlieben samt sympathischer Ballkünstler wie Bastian Schweinsteiger („Schweini“, der er heute als TV-Kommentator nicht mehr sein will) und Lukas Podolski („Poldi“, der er heute noch immer sein will)? Sicher nicht nur. Zu Löw gehörten auch andere Dinge. Komische, wie das Laternenfoto an der Strandpromenade von Sotschi oder das In-die-Hose-Fassen vor laufender Kamera. Sein blauer Glückspulli oder sein badischer Dialekt, den er bis heute in letzter Konsequenz durchzieht. Löw ist immer Löw geblieben. Nie abgehoben, auch wenn ihm das viele immer wieder unterstellen wollten. Er brauchte keine Personenschützer, wenn er durch die Altstadt von Düsseldorf schlenderte, um sich ein Eis am Kiosk zu kaufen. Auch den DFB-Fahrservice samt Chauffeur nahm er nur „högschd“ selten in Anspruch, reiste stattdessen lieber mit der Deutschen Bahn. Dort konnte er sich zwischendurch einen Espresso im Bordbistro holen. Dabei störte es ihn nicht mal, wenn ihn betrunkene Fans antanzten oder mit „Rudi-Völler-Liedern“ provozierten. Zwischendurch mochten ihn fast alle, den Jogi. Er bekam das Bundesverdienstkreuz, traf sich regelmäßig mit der Kanzlerin auf Schnitzel und Bratkartoffeln, wurde zum Welttrainer des Jahres gewählt. Nach dem Gewinn des Confedcups 2017, als er mit einer B-, C-, oder D-Elf – da war sich die Fußballnation nicht so ganz einig – den nächsten Pokal abräumte, war er der glücklichste Trainer überhaupt. Danach ging es bergab. Oder zumindest nicht mehr bergauf. Dabei hatte man genau zu diesem Zeitpunkt das Gefühl der Unbesiegbarkeit. Vielleicht war genau das Problem. Die etablierten Weltmeister waren noch da, die neue Generation, die jetzt den Sprung machen wollten, scharrte mit den Hufen. Das Motto: Wer soll uns stoppen? DFB-Direktor Oliver Bierhoff plante das Turnier 2018 bis zum Endspiel durch. Es war der Anfang vom Ende… Auch, weil sich Löw nicht mehr entscheiden konnte zwischen denjenigen, denen auch er so viel zu verdanken hatte, und den „jungen Wilden“. Der Umbruch kam erst zu spät, dann ging er schief. Selbst das Rauchen hat Löw wieder angefangen, weil es so schlecht lief es im letzten Drittel seines Schaffens. Ich hätte mir das niemals träumen lassen, dass es so eine lange Zeit wird. Die letzten Jahre wurden eine Achterbahnfahrt mit immer weniger Höhen (wie dem 3:2 gegen die Niederlande und Platz eins in der EM-Qualifikation) und immer tieferen Tiefen wie dem 0:6 gegen Spanien und dem 1:2 gegen den Fußballzwerg aus Nordmazedonien. Und dem EM-Aus gegen England am Dienstagabend. „Ich habe mit allem, was ich hatte, mit voller Leidenschaft für den DFB gearbeitet. Ich habe alles gegeben“, sagte er gestern. „Ich bin mit mir selbst im Reinen.“ Nun will Löw erstmal abschalten, nichts tun. „Nach 15 Jahren an vorderster Front bin ich froh, wenn ich mich ein bisschen zurückziehen und die Verantwortung abgeben kann. Sicherlich wird es Zeit brauchen, all die Emotionen, schönen Momente und Enttäuschungen einzuordnen und zu verarbeiten. Ich habe unglaublich viel erlebt. Es wird sich irgendwann alles ein bisschen relativieren, auch diese letzte Niederlage. Vielleicht ist das in ein paar Jahren nicht mehr ganz entscheidend.“ Und vielleicht ist es auch nicht mehr so entscheidend, wann er wieder als Trainer arbeiten wird und wo. Lust hat er auf jeden Fall noch. „Die Energie wird wiederkommen, da bin ich sicher.“ Reisen möchte er wieder, wenn es problemlos möglich ist, vielleicht den Pilotenschein fertig machen. Und eine Sache will er endlich ausräumen. Die größte menschliche Enttäuschung. Dass Mesut Özil, den er jahrelang gegen alle Widerstände verteidigte und förderte, nach seinem Rücktritt 2018 bis heute nicht mit ihm gesprochen hat, nagt an Löw. „Es wird der Tag kommen, an dem wir beide uns aussprechen und alles beiseite legen werden“, sagte er gestern. „Dann werden die Erinnerungen auch für uns positiv sein.“

 

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Hier spukt eine Seherin aus dem 17. Jahrhundert: Dorfruine mit Privatstrand für 145.000 Euro zu kaufen

Diese Immobilie ist eher etwas für Furchtlose: In Schottland sollen die Überreste des Dorfes Old Lawers am Ufer des Sees Loch Tay verkauft werden. Wer die zerstörte Siedlung aus dem 17. Jahrhundert einschließlich umliegendem Gelände sein Eigen nennen möchte, muss 125.000 Pfund, das sind umgerechnet rund 145.000 Euro, dafür berappen – und damit rechnen, dass er von Zeit zu Zeit von einer längst verstorbenen Frau heimgesucht wird. Der Legende nach haust in dem Gebiet am Fuße der schottischen Highlands nämlich der Geist einer erfolgreichen Seherin. Die Dame mit dem Titel Lady of Lawers war gegen Ende des 17. Jahrhunderts die letzte Bewohnerin des House of Lawers, dessen Ruinen noch heute zu sehen sind, ebenso wie die der 1669 erbauten Old Lawers Church, einer Mühle, und eines Brennofens. Die Lady of Lawers ist für verschiedene Prophezeiungen in Erinnerung geblieben, von denen sich einige bewahrheitet zu haben scheinen, schreibt die Goldcrest Land & Forestry Group, die Lawers feilbietet, in ihrer Verkaufsbroschüre. So soll die Seherin von "Feuerkutschen" gesprochen haben, die den Drumochter-Pass im zentralen schottischen Hochland überqueren würden, und damit das Kommen der Eisenbahn vorhergesagt haben, die dort tatsächlich heutzutage verkehrt. Auch den Bau von Dampfschiffen ahnte die Lady womöglich voraus: "Ein Schiff, das vom Rauch getrieben wird, wird im Loch Tay mit großem Verlust an Leben sinken", prognostizierte sie der Legende zufolge schon vor mehr als 350 Jahren. Am nördlichen Ende der Old Lawers Church soll die Lady zudem eine Esche gepflanzt und gesagt haben, dass die Kirche fallen werde, wenn der Baum bis zur Höhe des kleinen Kirchturms wachse. Tatsächlich wurde die Kirche, als es so weit war, bei einem Gewitter so stark beschädigt, dass sie nie wieder benutzt wurde. Und auch mit dem Rest des Dorfes ging es bergab. Als im 17. Jahrhundert wegen der aufkommenden Schafzucht in den Highlands Landpächter vertrieben wurden, mussten auch viele Bewohner von Old Lawers ihre Heimat verlassen – eine Entwicklung, die Seherin ebenfalls angekündigt haben soll: "Der Schädel des Schafes wird den Pflug nutzlos machen", soll sie vorhergesagt haben. Und so lebten laut einer Volkszählung von 1841 zu der Zeit nur noch 17 Menschen in dem Dorf, wie Goldcrest berichtet. Im Jahr 1891 waren es nur noch sieben und 1926 wurde Lawers schließlich ganz aufgegeben. Eine Siedlung gleichen Namens liegt nun an der Hauptstraße. Das Gebiet von Old Lawers umfasst eine mehr als drei Hektar große Fläche Land und ist "ein gut erhaltenes Beispiel einer verlassenen Siedlung", wie die Denkmalschutzbehörde Historic Environment Scotland es nennt. Und wer sich von der spukenden Lady nicht abschrecken lässt, bekommt noch ein paar schöne Extras obendrauf: Laut dem Angebot von Goldcrest gehören zu dem Gelände "in malerischer Lage" auch ein Privatstrand, Fischereirechte sowie eine Grasfläche "mit potenzieller Planungsmöglichkeit". Quellen: Goldcrest Land & Forestry Group, DPA

 

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Russell für Bottas? Verstappen jetzt WM-Favorit? Thesen zum Formel-1-Monat – mit Norbert Haug Russell für Bottas? Verstappen jetzt WM-Favorit? Thesen zum Formel-1-Monat – mit Norbert Haug

Max Verstappen gegen Lewis Hamilton: In der Formel 1 kommt es in dieser Saison mal wieder zu einem echten Zweikampf um den WM-Titel. Und der Herausforderer, der Niederländer im Red Bull, hat mächtig vorgelegt. Nach acht Rennen führt Verstappen die WM-Tabelle mit 18 Punkten vor Lewis Hamilton, dem siebenmaligen Weltmeister und Titelverteidiger im Mercedes, an. Besonders beim Steiermark-Grand-Prix in Österreich am vergangenen Sonntag deklassierte Verstappen seinen WM-Rivalen mit einem nahezu perfekten Rennen förmlich. Der 23-Jährige ist nun der klare Titelfavorit – oder etwa nicht? Der SPORT BUZZER hat dem ehemaligen Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug unter anderem diese These vorgelegt – und noch vier weitere. So äußert sich der 68-Jährige, der die Karrieren der jeweiligen siebenmaligen (Rekord-)Weltmeister Hamilton und Michael Schumacher und mit beiden als Sportchef erfolgreich gearbeitet hat, auch über die Nummer zwei beim Mercedes-Team. Valtteri Bottas fehlen in dieser Saison aktuell die Highlights, besonders in Baku (nur Platz zwölf) erlebte der Finne ein Wochenende zum Vergessen – dagegen setzt Mercedes-Junior George Russell im unterlegenen Williams am Ende des Feldes immer wieder Duftmarken. Muss Bottas, dessen Vertrag zum Saisonende ohnehin ausläuft, also bald seine Koffer packen? Haug analysiert die Lage – auch die der beiden deutschen Piloten Sebastian Vettel, der zuletzt ein kleines Zwischen-Hoch erlebte, und Mick Schumacher, der seinem Teamkollegen davonfährt. Haug: "'Der klare' würde ich hier gern durch 'der aktuelle' ersetzen. Es sieht in der Tat aktuell sehr gut aus für Verstappen und Red Bull-Honda beim Vergleich mit Lewis Hamilton und Mercedes. Aber irgendwie bin ich sicher, dass von Letzteren noch was kommt…" Haug: "Dazu gibt es zwei Positionen, die man vertreten kann: Bei Bottas weiß das Team, was es an ihm hat, und eine Nummer zwei kann realistisch betrachtet nicht für viel mehr WM-Punkte gut sein als er. Schon gar nicht, wenn der Teamkollege Lewis Hamilton heißt. Wenn Mercedes das Nachwuchskonzept für die eigene Marke nutzen und nicht fahrendes Personal für die Konkurrenz ausbilden will, sollte Russell allerdings in der neuen Saison im schwarzen Silberpfeil fahren, um dann idealerweise die Prüfung zu bestehen und ein potenzieller Hamilton-Nachfolger zu sein." Haug: "Ziel Nummer eins in der Formel 1 ist, stets besser platziert zu sein als der Teamkollege, und das macht Mick Schumacher bisher gut. Nikita Mazepin darf allerdings nicht als Urmaß des talentierten Rennfahrers gelten, so schnell er auch sein mag. Niemand weiß das besser als Mick." Haug: "In Österreich am letzten Wochenende fiel dieser Aufschwung leider aus. Solange der als schwächer eingeschätzte Teamkollege Lance Stroll als Achter Punkte holt, kann ein vierfacher Weltmeister als Zwölfter nicht zufrieden sein. Das muss am kommenden Sonntag an gleicher Stelle besser klappen." Haug: "Norris ist sehr beeindruckend, kein Zweifel. Ob er ein künftiger Weltmeister ist, vermag ich nicht zu sagen. Als solcher galt Daniel Ricciardo in der Vergangenheit auch schon, als er eine Saison lang seinen Teamkollegen Sebastian Vettel meist im Griff hatte. Aktuell wird McLaren schon hochgelobt, wenn sie noch – wie zuletzt am letzten Wochenende in Spielberg – überrundet werden. Von dort bis zum Weltmeistertitel ist es ein langer Weg. Und das nicht nur nach den fehlenden Kilometern einer Überrundung gerechnet."

 

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„Vor mir der Süden“: Pepe Danquart präsentiert seine Doku im Kino am Raschplatz

Mit einem Roadmovie durch Italien schafft Pepe Danquart eine Hommage an den Gesellschaftskritiker und Künstler Pier Paolo Pasolini – und zeichnet ein sozialkritisches Porträt Italiens. Der Sehnsuchtsort ist keiner mehr. Dicht an dicht reihen sich die Sonnenschirme, Liegen und Menschen in bunter Badekleidung am italienischen Strand La...

 

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Rufmordkampagne gegen Baerbock? Das ist „Plagiatsjäger“ Stefan Weber

Berlin. Wenn Stefan Weber Politikerinnen und Politikern Plagiate vorwirft, dann geht es meist um wissenschaftliche Arbeiten, nicht um populärwissenschaftliche Bücher in Wahlkampfzeiten. Seit Mitte der 2000er-Jahre, als ein Doktorand in Tübingen große Teile seiner eigenen Dissertation plagiiert hatte, ist Weber mehr oder weniger prominenten Abschreibern auf der Spur. Er verdient damit Geld: Man kann ihn – auch anonym über einen zwischengeschalteten Anwalt – beauftragen, in wissenschaftlichen Publikationen nach Zitierfehlern und Plagiaten zu suchen. Manche Dissertation nimmt der Salzburger sich aber auch ohne bezahlten Auftrag aus eigenem Interesse vor. Eine Reihe von Politikerinnen und Politikern vor allem in Österreich verloren in den vergangenen Jahren nach einer Überprüfung und öffentlichen Anschuldigung Webers bereits ihre akademischen Titel. Erst im Januar trat die österreichische Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) nach einem Plagiatsvorwurf Webers von ihrem Amt zurück. Nun wirft der Österreicher Annalena Baerbock vor, einzelne Sätze und Textpassagen in ihrem Buch unter anderem aus einem Presseartikel, der Wikipedia oder von der Bundeszentrale für politische Bildung abgeschrieben zu haben, ohne das kenntlich zu machen. Es handelt sich dabei vor allem um Sachinformationen, die übernommen wurden. Mehr Copy-and-paste-Schludrigkeit als eine täuschende Übernahme origineller Gedanken. Warum befasst der Medienwissenschaftler, der sich auf die Überprüfung wissenschaftlicher Werke spezialisiert hat, sich nun ausgerechnet mit dem populärwissenschaftlichen Buch der grünen Kanzlerkandidatin? „Ich habe mich in das Thema Baerbock verbissen, weil da einiges zusammenkommt“, sagte Weber der Deutschen Presseagentur. Um eine bezahlte Auftragsarbeit handle es sich dabei nicht. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Seit dem 12. Mai veröffentlichte Weber acht Texte auf seinem Blog, alle befassen sich mit Annalena Baerbock. Zusammen mit anderen Bloggern wie dem neu-rechten Informatiker und Autor Hadmut Danisch wies Weber etwa auf Ungereimtheiten in Baerbocks Lebenslauf hin. In der Folge stürzte sich Weber in seinen Artikeln auch auf Spitzfindigkeiten, kritisierte etwa, dass die Kanzlerkandidatin in einem Tweet geschrieben hatte, Menschen würden CO₂ „verbrauchen“. Eine Wortklauberei, weil CO₂ ausgestoßen, nicht „verbraucht“ wird. Im selben Blogeintrag schrieb Weber, statt des zu diesem Zeitpunkt noch unveröffentlichten Buchs der Grünen-Politikerin solle es eher ein „Schwarzbuch Baerbock“ geben, dessen Thema „ihre unzähligen Fehler und Verfehlungen“ sein sollten „und warum es so jemand an die Spitze einer Partei schafft und womöglich an die Spitze eines Staates schaffen wird.“ Auch in zahlreichen Tweets kritisierte Weber Baerbock oder teilte kritische Artikel über die Angaben der Kanzlerkandidatin in ihrem Lebenslauf. Und auch eine kurzzeitige Bundestagskandidatin der Grünen im Saarland, die nach öffentlicher Kritik an ihrem ahnungslos wirkenden Parteitagsauftritt von der Kandidatur zurück- und aus der Partei ausgetreten war, nahm sich Weber auf Twitter vor. Er vermutete eine Ungereimtheit in einer Angabe der Frau über ihren Studienabschluss auf der Plattform Linkedin. „Schon wieder ein Lebenslaufcheck notwendig?“ schrieb er an einen FAZ-Journalisten und den rechten Blogger Danisch gerichtet. Die Grünen sehen sich als Opfer einer Kampagne. Die Partei und auch der Ullstein-Verlag, in dem Baerbocks Buch erschienen ist, wiesen die Vorwürfe von Urheberrechtsverletzungen zurück. Ein Parteisprecher bezeichnete die Vorwürfe als „Versuch von Rufmord“. „Der Blogger, der bereits falsche Behauptungen zu Frau Baerbocks Abschluss verbreitet hatte, versucht erneut, bösartig ihren Ruf zu beschädigen“, heißt es im Statement des Sprechers weiter. Weber bezeichnete dies in einer Stellungnahme als „Quatsch“ und kündigte an, Baerbocks Buch in den kommenden Wochen einer umfassenderen Untersuchung zu unterziehen.

 

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Kann Silva der neue Werner werden?

Klappt es im zweiten Anlauf? Vergangenes Jahr verpflichtete RB Alexander Sørloth (25) für 20 Millionen Euro. Der Norweger sollte Timo Werner (25), der zum FC Chelsea wechselte, ersetzen. Doch Sørloth floppte komplett! Wie BILD exklusiv berichtete, hat Leipzig mit André Silva (25), der für 23 Millionen Euro aus Frankfurt kommt, den nächsten Top-Stürmer verpflichtet. Kann Silva der neue Werner werden? Der Portugiese gilt wie Robert Lewandowski (32) vom FC Bayern als Instinkt-Stürmer. Silva kann nichts perfekt, aber alles sehr gut. Sein größtes Manko ist die Geschwindigkeit. Mit nur 33,1 km/h ist er nicht der Schnellste, steht allerdings oft richtig. Werner kam in der Saison 2019/20, als er wie Silva 28 Saisontore erzielte, auf einen Spitzenwert von 35 km/h. Auch bei den Sprints hat der Ex-Bulle die Nase vorne. Werner setzte damals pro Spiel 27,9 zum Top-Speed an, Silva „nur“ 24,8 mal. Dafür braucht der Stürmer, der mittlerweile beim FC Chelsea unter Vertrag steht, mehr Schüsse für ein Tor. Während bei Silva jeder 4,1 Abschluss im Netz zappelt, braucht der DFB-Profi 4,4 Versuche. Die Effizienz spiegelt sich auch bei den verwerteten Großchancen wieder. Silva nutzt 73,9 Prozent seiner Chancen, Werner kam nur auf einen Wert von 63,3 Prozent. Der größte Unterschied zwischen den Knipsern ist aber die Art und Weise, wie sie treffen. Während Werner in der Spielzeit 2019/20 23 seiner 28 Tore mit rechts schoss und nur fünf mit links, nutzt Silva auch den Kopf. Der Portugiese nickte vergangene Saison achtmal ein, traf 17-mal mit rechts und dreimal mit dem linken Fuß. Am Ende wird es den RB-Verantwortlichen egal sein, wie Silva trifft. Hauptsache er tut es.

 

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Idee, Programm, Termine: Wer und was hinter den ersten „Neuburger Kulturtagen“ steckt

Plus Zum ersten Mal findet das kleine Festival um die "Neuburger Kulturtage" mit insgesamt sechs Veranstaltungen in der Altstadt statt. Organisiert hat es Robert Komarek – der damit etwas Besonderes bezweckt. Ja, leicht waren die vergangenen Monate nicht. Für niemanden – schon gar nicht für die Kultur, die lange Zeit kaum existiert hat. Die Lage aber hat sich geändert, die Impfquote steigt. Und so pilgern die Menschen wieder nach draußen, wollen Kunst, Musik, Kabarett. Normalität. Genau das sollen die ersten „Neuburger Kulturtage“ im August in die Altstadt bringen.

 

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Wut in Österreich über Mord an 13-Jähriger

Nach dem Tod einer 13-Jährigen in Wien fordern Regierungspolitiker in Österreich die schnelle Abschiebung von Straftätern auch in Herkunftsländer wie Afghanistan oder Syrien. Das Mädchen wurde unter Drogen gesetzt, missbraucht und erstickt. Ihre Leiche lag in einer Grünanlage. Nach der Tötung einer 13-Jährigen in Wien wollen Österreichs regierende Konservative Abschiebungen ins Ausland beschleunigen. Die beiden 16 und 18 Jahre alten Verdächtigen aus Afghanistan wurden am Nachmittag aus der Polizeihaft in eine Justizanstalt überstellt. Nach Ermittlungen der Polizei ging das Mädchen freiwillig in die Wohnung des 18-jährigen Flüchtlings mit. Dort sei sie unter Drogen gesetzt und sexuell missbraucht worden. Es sei Ecstasy im Spiel gewesen, um sie sexuell gefügig zu machen. Was sich danach abspielte, sei im Detail noch unklar, teilte die Wiener Polizei mit. Gerichtsmediziner stellten den Tod durch Ersticken und viele Blutergüsse fest. Die Leiche des Mädchens wurde am Samstag auf einem Grünstreifen in einer Wohngegend in Wien entdeckt. "Menschen, die von uns Schutz wollen und unsere Werte mit Füßen treten und das auch noch in Taten zum Ausdruck bringen, haben bei uns nichts verloren", sagte Kanzleramtsministerin Karoline Edtstadler von der ÖVP. Nach dem "barbarischen Mord" werde man über Änderungen bei Abschiebungen nachdenken. Der 18-Jährige war wegen Drogendelikten und Diebstahls vorbestraft. Deshalb wurde ihm sein Status als subsidiär Schutzberechtigter aberkannt. Der 16-Jährige war Asylbewerber. Spur der Tatverdächtigen war die Polizei durch einen Zeugen aus dem Bekanntenkreis der Verdächtigen gekommen. Nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA wurde inzwischen ein Verfahren zur Aufenthaltsbeendigung eingeleitet. Die Polizei ermittele zu weiteren möglichen Tatverdächtigen, sagte ein Sprecher. Zu Berichten über einen flüchtigen jungen Mann sagte er aus ermittlungstaktischen Gründen nichts. Laut der "Kronen Zeitung" soll sich ein dritter Mann in der Tatwohnung befunden haben, als das Mädchen zu Tode kam. Bei ihm handelt es sich ebenfalls um einen mehrfach vorbestraften, jungen Afghanen, gegen den bereits einige Verfahren in mehreren Ländern liefen. Er sei den Behörden namentlich bekannt und befinde sich auf der Flucht, schrieb das Blatt. Kanzleramtsministerin Edtstadler verwies darauf, dass der 18-Jährige trotz dreier Verurteilungen gegen seine Abschiebung Berufung einlegen konnte. Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sprach sich gegen ein Überdenken von Abschiebungen in das Krisenland Afghanistan aus, das die mitregierenden Grünen gefordert hatten. "Einen Abschiebestopp nach Afghanistan wird es mit mir nicht geben", sagte der ÖVP-Politiker.

 

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Werder Bremen gewinnt Testspiel beim VfB Oldenburg 4:0

Fußball-Zweitligist Werder Bremen hat auch das zweite Testspiel der Vorbereitung gewonnen. Der Erstliga-Absteiger setzte sich am Mittwoch beim Regionalligisten VfB Oldenburg mit 4:0 (1:0) durch. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten die Grün-Weißen in der intensiven Partie aber einige Mühe. Nur Niclas Füllkrug (42. Minute) traf vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich das Team des neuen Trainers Markus Anfang und siegte am Ende doch noch standesgemäß. Romano Schmid (73.,82.) und Nick Woltemade (87.) erzielten die weiteren Bremer Treffer. Am Donnerstag reisen die Bremer für eine Woche ins Trainingslager nach Österreich.

 

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Ein Gerücht sorgt für Riesenzoff im Rathaus Illegale Römer-Partys mit Minderjährigen?

Über ein ungeheuerliches Gerücht berichtete Jumas Medoff (39): Illegale Partys mit Minderjährigen im Rathaus! Lesen Sie mit BILDplus, was Staatsanwaltschaft und Politiker dazu sagen.

 

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Carl Zeiss Jena gewinnt zum zwölften Mal den Thüringen-Pokal

Der FC Carl Zeiss Jena hat zum zwölften Mal den Fußball-Landespokal von Thüringen gewonnen und sich damit für die 1. Runde des DFB-Pokals qualifiziert. Im Endspiel setzte sich der Regionalligist am Mittwoch gegen den Oberligisten FC An der Fahner Höhne mit 4:1 (1:1,0:0) nach Verlängerung durch. René Eckardt (76. Minute,103.), Alexander Prokopenko (107.) und Fabian Eisele (110.) erzielten in Meuselwitz die Tore für die Mannschaft von Trainer Dirk Kunert. Daniel Winge hatte den Außenseiter in der 50. Minute in Führung gebracht. Der FC Carl Zeiss dominierte die ersten 45 Minuten, allerdings konnte das Kunert-Team seine vielen hochkarätigen Chancen nicht nutzen. Die beste Möglichkeit vergab Justin Schau, dessen Schuss an den rechten Pfosten klatschte (9.). Die Spieler des FC An der Fahner Höhe verteidigten leidenschaftlich und setzten auf Konter, denen es aber an der nötigen Präzession fehlte. Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff ging der Außenseiter in Führung. Nach einem Fehler von Jenas Innenverteidiger Marius Grösch im eigenen Strafraum kam Winge an den Ball und traf mit einem Flachschuss ins lange Eck zur Führung für den Oberligisten. Jena drängte anschließend auf den Ausgleich und kam eine Viertelstunde vor dem Ende der regulären Spielzeit zum 1:1. Eisele köpfte zunächst an die Latte, den Abpraller verwertete Eckardt. In der Verlängerung brachte der langjährige Kapitän in seinem letzten Spiel für den FC Carl Zeiss den Favoriten auf die Siegerstraße. Nach einer Flanke köpfte Eckardt zum 2:1 ein. Prokopenko und Eisele sorgten mit zwei weiteren Toren für den 4:1-Endstand.

 

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FSV Zwickau gewinnt Testspiel bei Chemie Leipzig mit 7:1

Fußball-Drittligist FSV Zwickau hat sein zweites Testspiel der Saisonvorbereitung gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Joe Enochs feierte beim Regionalligisten BSG Chemie Leipzig einen klaren 7:1 (4:0)-Sieg. Lars Lokotsch (9. Minute,13.,30.), die beiden Probespieler Johan Gomez (15.) und Rui Mendes (52.) sowie Dustin Willms (74.) und Ronny König (79.) erzielten am Mittwochabend die Tore für den FSV. Fünf der sieben Treffer erzielten die Zwickauer per Kopf. Benjamin Luis (75.) schoss das Ehrentor für Leipzig. Das nächste Testspiel bestreiten die Zwickauer am 8. Juli (15.00 Uhr) gegen den FC Carl Zeiss Jena. Das Spiel findet in Bad Blankenburg statt, wo das Enochs-Team zwischen dem 5. und 10. Juli auch sein Trainingslager absolviert.

 

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Abschied vor Abriss von DDR-Kult-Restaurant Dräggscher Löffel noch mal offen

Dresden – Das „pick-nick“ an der Grunaer Straße war eins der ersten Selbstbedienungsrestaurants der DDR.1961 u.a von den Architekten Günter Gruner (90) und Gerhard Landgraf (90) errichtet, nannten es die Dresdner wegen der Hygiene-Mängeln nur „Dräggscher Löffel“. 1990 geschlossen und z. B. als Küchenstudio genutzt, steht alles seit 15 Jahren leer, verwahrloste. Ohne Denkmalschutz wartet jetzt auf den bekannten Flachbau der Ostmoderne die Abrissbirne! Doch für alle Dresdner, die hier warme und kalte Speisen verzehrten, öffnet das Stadtmuseum bis 8. August (jeweils Mittwoch 14 bis 18 Uhr, Sa./So.10 bis 18 Uhr) das Gebäude noch einmal zum Abschied nehmen. Von dereinstigen Ost-Eleganz ist innen nicht mehr viel zu sehen Schautafeln erklären die Geschichte, es gibt Vorträge und sogar ein „Kakalaken-Wettrennen“. Was nach dem Abriss hier entsteht, ist inzwischen auch klar. Architekt Dirk Lorenz (47) vom Büro „Leinert Lorenz Architekten“, welche das Werkstattverfahren zur Neubebauung gewannen: „Die Stadt sieht hier 7-geschossige Wohnbebauung vor. Wir wollen alles mit einem idyllischen Dachgarten krönen.“

 

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Wunstorf: Letzte Soldaten aus Afghanistan zurückgekehrt

Nach Angaben der Bundeswehr waren insgesamt 264 Männer und Frauen an Bord der drei Flugzeuge. Damit endet einer der längsten und auch gefährlichsten Einsätze für die deutschen Streitkräfte. Die letzte deutsche Maschine hatte am Dienstagabend den afghanischen Luftraum um 21.24 Uhr verlassen. Camp Marmal, einst größter Bundeswehr-Stützpunkt außerhalb Deutschlands, war zuvor geräumt und an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben worden. Die Soldaten wurden mit Militärmaschinen aus dem Feldlager in Masar-i-Scharif im Norden des Landes ausgeflogen. Nach einer nächtlichen Zwischenlandung in der georgischen Hauptstadt Tiflis flogen die Maschinen am Mittwoch weiter Richtung Deutschland. In Wunstorf gab es nach der Landung aufgrund der Corona -Pandemie kein großes militärisches Zeremoniell zum Empfang. Der Auftrag sei in herausragender Weise erfüllt worden, sagte der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Erich Pfeffer, bei einem Rückkehrerappell. "Sie haben sich nicht beirren lassen von unklaren Lagen, häufigen Änderungen der Rahmenbedingungen und auftretenden Friktionen." Die Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Eva Högl (SPD), dankte den Soldaten ebenfalls und sprach von einem "bewegenden Moment". Der Einsatz habe die Bundeswehr geprägt. Zugleich forderte sie den Bundestag auf, eine kritische und ehrliche Bilanz zu ziehen. Deutschland solle sich weiter in Afghanistan engagieren, etwa im Bereich der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung, in der Bildungsarbeit oder bei der Ausbildung der Sicherheitskräfte. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte den Einsatz in Afghanistan bereits am Dienstag gewürdigt. "Nach fast 20 Jahren Einsatz haben heute Nacht die letzten Soldatinnen und Soldaten unserer Bundeswehr Afghanistan verlassen", sagte die CDU-Politikerin. Ein historisches Kapitel gehe zu Ende, ein intensiver Einsatz, der die Bundeswehr gefordert und geprägt und bei dem sie sich im Kampf bewährt habe. Der Afghanistan-Einsatz, der im Januar 2002 begann, war eine der bisher gefährlichsten Auslandsmissionen der Bundeswehr.59 deutsche Soldaten verloren in Afghanistan ihr Leben,35 bei Anschlägen oder in Gefechten. Mehr als zwölf Milliarden Euro kostete der Einsatz, der ursprünglich der Friedenssicherung dienen sollte und dann zum Kampfeinsatz gegen die aufständischen Taliban wurde. Zuletzt war der Kernauftrag der NATO-Truppe die Ausbildung afghanischer Streitkräfte. Über die Jahre waren insgesamt rund 150.000 deutsche Soldatinnen und Soldaten zeitweise am Hindukusch stationiert.

 

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Unwetterwarnung für MV bis Donnerstagnachmittag verlängert

Der DWD hat seine ursprünglich bis Mittwochabend befristete Unwetterwarnung bis Donnerstagnachmittag verlängert. Insbesondere im südlichen Mecklenburg-Vorpommern könne es zu ergiebigem Starkregen mit Niederschlagsmengen zwischen 50 und 80 Litern pro Quadratmeter kommen. Diese Menge entspricht in etwa der durchschnittlichen Niederschlagsmenge eines gesamten Monats. Nach Angaben des Meteorologen Stefan Kreibohm vom NDR Wetterstudio auf Hiddensee sind örtlich Überschwemmungen möglich. "Wir sind mitten im Geschehen", so Kreibohm. "Das Problem wird sein, das es sehr viel lange Zeit regnen wird." Besonders groß sei die Gefahr in der Haff-Müritz-Region. Im Bereich Uckermark, Penkun, Neustrelitz, Feldberger Seen könnten laut Kreibohm bis zu 100, stellenweise sogar bis zu 200 Liter Regen pro Quardatmeter fallen. Auf Straßen bestehe eine hohe Aquaplaning-Gefahr, warnte Kreibohm. Grund für die vorhergesagten Schauer und Gewitter sei das Tief "Xero", das sich bis Donnerstag nur wenig verlagere und somit für ergiebige Niederschläge sorge. Am Freitag könne sich die Lage wieder etwas beruhigen, hieß es. Bereits am Mittwoch ereignete sich auf der A14 zwischen dem Autobahnkreuz Schwerin und der Anschlussstelle Ludwigslust ein Verkehrsunfall bei Starkregen. Ein Auto geriet laut Polizei plötzlich ins Schleudern und überschlug sich. Zwei Insassen wurden verletzt in Krankenhäuser gebracht. Aus dem Landkreis Ludwigslust-Parchim wurden im Lauf des Mittwochnachmittags Überschwemmungen gemeldet. In Ludwigslust musste die Feuerwehr ausrücken, um Keller leerzupumpen. Außerdem liefen die Ladezone und der Parkplatz eines Discounters voll. Insgesamt rückten die Feuerwehren in Westmecklenburg zwischen Mittwochmittag und Mittwochabend zu rund 70 Einsätzen aus - meist wegen vollgelaufener Keller und überfluteter Straßen. Etwa 50 Mal waren die Rettungskräfte in Ludwigslust-Parchim unterwegs, besonders getroffen hatte es Keller rund um den Bahnhof in Ludwigslust. In Nordwestmecklenburg waren die Feuerwehrmänner 20 Mal im Einsatz, hauptsächlich westlich von Gadebusch. In Schwerin gab es keine Einsätze.

 

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Unwetter: Viele Einsätze in SH, Haus in Bad Schwartau abgesichert

Am Mittwochabend gab der Einsatzleiter in Bad Schwartau Entwarnung. Das Haus konnte durch die Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW abgesichert werden. Die Bewohner konnten wieder in ihr Haus. Eine Baugrube an dem Gebäude war durch den Starkregen vollgelaufen. Das Wasser hat die Seitenwände weggespült, so dass eine Hausecke freigelegt wurde.60 Einsatzkräfte waren vor Ort. In einer anderen Straße in Bad Schwartau gab es einen Erdrutsch. Die Straße musste gesperrt werden. Im weiten Teilen des Landes hatten die Einsatzkräfte viel zu tun. In Lübeck, Neumünster, dem Kreis Plön oder auf Eiderstedt liefen viele Keller voll. Straßen wurden überspült, Gullydeckel wurden hochgedrückt. In Kisdorf im Kreis Segeberg stand ein Pferdestall nach dem Starkregen unter Wasser.

 

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Verkehrsrichtplan: Die Stadt Zürich legt sich mit dem Kanton an

Das rot-grün dominierte Parlament will Zürich zur Velostadt umbauen. Die Mehrheit setzt sich bei allen Anträgen durch, am Ende könnte aber die Kantonsregierung den Gemeinderat zurückpfeifen. Der öffentliche Verkehr steht beim Zürcher Gemeinderat nicht mehr ganz vorn auf der Prioritätenliste. Das Velo hat ihn als Lieblingskind abgelöst. Das Wichtigste in Kürze Die Grundsatzdebatte: Die Linke will Strassenraum «zurückerobern», die Bürgerlichen befürchten eine «Fehlplanung» Am Mittwoch hat die Monsterdebatte zum Stadtzürcher Verkehrsrichtplan begonnen. Die Fronten waren von Anfang an klar abgesteckt: Linke und grüne Parteien sahen in der Umverteilung des städtischen Raums die Chance auf mehr ökologischen Verkehr und auf mehr Grün- und Freiräume. Die SP sprach von der «Rückeroberung des Strassenraums». Auf bürgerlicher Seite wurde von einer «kompromisslosen Fehlplanung» gesprochen, mit der die Mobilität eingeschränkt und das Gewerbe behindert werde. FDP und SVP versprachen bereits, den Verkehrsrichtplan bei der Abstimmung an der Urne Ende November mit allen Mitteln zu bekämpfen. «Eine ideologiefreie Verkehrspolitik kennt der Zürcher Gemeinderat nicht», hielt die GLP in ihrer Fraktionserklärung fest. Wohl wahr. Sehr viele Forderungen und Entscheide sind vor allem von den jeweiligen Lieblingsthemen geprägt: Umbau Zürichs zur Velostadt, Elektromobilität, möglichst rasch zur Klimaneutralität, Parkplatzabbau, Kündigung des historischen Kompromisses, Tempo 30 möglichst flächendeckend – auch wenn dadurch der öffentliche Verkehr eingeschränkt und ausgebremst wird. Obwohl der Gemeinderat da und dort die Anträge des Stadtrats ablehnt oder stark verändern wird, zeigt sich der zuständige Tiefbauvorsteher Richard Wolff (al.) begeistert vom überarbeiteten kommunalen Richtplan. Es handle sich um «ein gutes Produkt, einen zeitgenössischen Richtplan», sagte Wolff. Vor allem die Neuaufteilung des Strassenraums begrüsste er ausdrücklich. Strassenraum müsse eben auch Lebensraum sein. Der Parkplatzkompromiss ist Geschichte Wie erwartet hat die rot-grüne Ratsmehrheit den historischen Parkplatzkompromiss in der Innenstadt aus dem Richtplan entfernt. Künftig können auch in der Innenstadt Parkplätze abgebaut werden oberirdische Park dürfen, und zwar ohne Untergrenze. «In der City und den citynahen Gebieten werden oberirdische Parkplätze gesamthaft reduziert», lautet neu der Passus. Der Stadtrat hatte die Zahl der Innenstadtparkplätze von heute 7662 um 10 Prozent reduzieren wollen. Die City-Vereinigung schlug als Kompromiss vor, dass nur 5 Prozent der Parkplätze abgebaut und weitere 5 Prozent in Parkplätze für Elektrofahrzeuge umgewandelt werden sollen. Diese Kompromissvorschläge waren aber chancenlos wie auch die Minderheitsanträge der Bürgerlichen. «Züri autofrei» durch die Hintertür? Die Stadtquartiere sind in kleinere «Quartierblöcke» aufzuteilen: Diese Forderung der rot-grün dominierten Kommission hat eine Mehrheit gefunden. Nach dem Vorbild von Barcelona sollen Quartiere weitgehend vom Autoverkehr befreit werden. «Innerhalb dieser Quartierblöcke ist der quartierfremde motorisierte Individualverkehr grundsätzlich verboten», steht im Antrag. Das Velo soll in diesen Blöcken Vortritt haben. Die Juso jubiliert: Sie schreibt in einer Mitteilung, die Idee sei ursprünglich als Gegenvorschlag zu ihrer Initiative «Züri autofrei» angedacht gewesen, welche das Bundesgericht für ungültig erklärt hat. Sven Sobernheim (glp.) wies darauf hin, dass es in Zürich kaum Quartiere gebe, die für die Anwendung des Konzepts geeignet seien. Zudem habe man im Antrag zwar Ausnahmen für Zubringerdienste und Menschen mit eingeschränkter Mobilität genannt, die Anwohner aber zu erwähnen vergessen – diese könnten demnach nicht mehr in ihr Quartier fahren. Dies dürfte übergeordnetem Recht widersprechen. Parkhaus-Idee findet kein Gehör Die Bürgerlichen wollten in den Verkehrsrichtplan schreiben, dass die Stadt zusätzliche Quartierparkhäuser erstellen soll. Es gehe dabei eindeutig nicht um Pendelverkehr, sondern um ein Angebot für die Quartierbevölkerung – damit liessen sich Parkplätze aus der blauen Zone in den Untergrund verlagern. Die rot-grüne Mehrheit allerdings wollte davon nichts wissen: Standorte seien an den zentralen Lagen kaum zu finden, und wenn dürften die Mietkosten für einen Parkplatz sehr hoch sein. Ebenfalls verworfen wurde die Idee, dass mögliche Standorte für Parkhäuser festgelegt werden sollen. Angenommen wurde hingegen der Antrag der Kommissionsmehrheit, wonach ein digitales Bezahlsystem für Parkhäuser entwickelt werden soll. In diesem Fall bildeten für einmal Grüne und AL die Minderheit. Rot-Grün beharrt auf netto null bis 2030 Nach den allgemein gehaltenen Eröffnungsvoten, die hauptsächlich Bekanntes präsentierten, war bald Schluss mit der Einigkeit zwischen den rot-grünen Mehrheiten in Gemeinde- und Stadtrat. Dies zeigte sich gleich zu Beginn: Vor zwei Monaten hat der Zürcher Stadtrat vorgerechnet, dass die Forderung des Gemeinderats nach einer Reduktion der Treibhausgase bis 2030 unrealistisch sei. Er präsentierte stattdessen ein eigenes, auf Gutachten verschiedener externer Experten beruhendes Massnahmenpaket, das die Klimaneutralität bis 2040 erreichen will. Die rot-grüne Seite des Gemeinderats hält davon nichts und beharrt bei der Ausarbeitung des kommunalen Verkehrsrichtplans auf dem Zeitpunkt 2030. Folgendes hat sie neu ins Planwerk hineingeschrieben: «Die städtische Mobilität richtet sich auf das Klimaschutzziel von Netto-Null-Treibhausgase bis ins Jahr 2030 aus.» Die GLP hatte 2040 festlegen wollen, und SVP und FDP hätten ganz auf den Passus verzichtet. Die rot-grüne Variante setzte sich schliesslich klar durch. Es wird wohl Konflikte mit dem Kanton geben Zu einem grösseren Konflikt könnte es mit dem Kanton kommen. Die rot-grüne Ratsseite möchte in der Stadt ja möglichst flächendeckend Tempo 30 einführen. Davon hält der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) überhaupt nichts, wie er beispielsweise der regionalen Verkehrskonferenz im letzten November mitgeteilt hat: «Der ZVV ist der Überzeugung, dass die Einführung von Tempo 30 die Attraktivität des öV mindert», steht im entsprechenden Protokoll. Nicht nur würden die Reisezeiten länger, es seien auch beträchtliche finanzielle Mittel nötig, weil wegen der Verlangsamung neue Fahrzeuge gekauft und betrieben werden müssten. Es ist also sehr gut möglich, dass der Regierungsrat, der den kommunalen Verkehrsrichtplan schliesslich genehmigen muss, wieder ein paar Abstriche und «Anpassungen» am städtischen Richtplan machen wird – wie er das auch beim regionalen Richtplan, der sich ebenfalls auf die Stadt Zürich bezieht, vor vier Jahren gemacht hat. Zum Teil ging es damals um Formulierungen: So wollte der Regierungsrat etwa nicht stehenlassen, dass der Mehrverkehr aufgrund des Bevölkerungswachstums «vollumfänglich» mit öffentlichem Verkehr und Velos aufgefangen werden müsse. Er ersetzte es durch «möglichst». Zudem strich er dem Gemeinderat gleich mehrere von ihm gewünschte Verkehrsprojekte – nicht nur diverse Seilbahnen, sondern auch neue Tram- und Buslinien. Er verwies dabei immer auf übergeordnete Planungen und auf Kompetenzen des Zürcher Verkehrsverbunds. Der Gemeinderat liess das nicht auf sich sitzen und prozessierte dagegen bis vor Bundesgericht – wo er schliesslich auf der ganzen Linie unterlag. Tempo 30 ohne Einschränkungen In mehreren Anträgen versuchten die Bürgerlichen, auf die Problematik aufmerksam zu machen, dass Tempo 30 auch auf Hauptstrassen die Kapazität des ÖV einzuschränken droht. Explizit forderte die FDP, es sei auf eine Temporeduktion auf Achsen, die der öffentliche Verkehr nutzt, zu verzichten. Markus Knauss (gp.) sagte, es werde versucht, ein Gegensatz zwischen Lärmschutz und ÖV konstruiert. Dabei liege die Lösung auf der Hand: Weniger Autos in der Stadt, denn die Staus behinderten den ÖV in erster Linie. Die Anträge der Bürgerlichen blieben chancenlos. SVP und FDP hatten vorgeschlagen, dass man auf jenen Strassenabschnitten, bei denen sogenannte lärmarme Beläge eingebaut werden, grundsätzlich Tempo 50 beibehalten solle. Markus Knauss stellte sich gegen den Vorschlag. Es brauche eben beides, Tempo 30 und Flüsterbeläge. Nur so seien die Vorgaben zur Reduktion des Strassenlärms zu erfüllen. Stephan Iten (svp.) machte auf neuere Produkte aufmerksam, die besser funktionieren. Man brauche auch ein leistungsfähiges Strassennetz und könne nicht den Fünfer und das Weggli haben, sagte Iten. Der bürgerliche Antrag wurde klar abgelehnt. Mehr E-Ladestationen in Parkhäusern, Tempo 30 für Quartierzentren Soll das Fahren mit Elektroautos gefördert werden, indem man auf Parkplätzen Ladestationen installiert? Eine grosse Mehrheit, zu der ausnahmsweise auch die SP gehörte, sprach sich dafür aus, dass man dies in Parkhäusern machen soll. Einzig AL und Grüne waren dagegen. Markus Knauss (gp.) sagte, Elektroautos seien nur «das grüne Mäntelchen der Autoindustrie». Sie würden immer grösser und verbrauchten den wertvollen Strassenraum. Auch sei ihre Herstellung problematisch. Keine Mehrheit gab es schliesslich für das Aufstellen von Ladestationen bei Parkflächen in der blauen Zone; die SP wechselte bei diesem Antrag wieder ins rot-grüne Lager. Die rot-grüne Mehrheit fordert auf allen kommunalen Strassen, auch in Quartierzentren, grundsätzlich Tempo 30. Anträge von bürgerlicher Seite, dabei die Leistungsfähigkeit des öffentlichen Verkehrs beizubehalten und Schleichverkehr in die Quartiere zu verhindern, wurden abgelehnt.

 

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Kommentar zu Volkswagen: Hoffnung auf die höchsten Richter

Der Abgasskandal hat Volkswagen bereits rund 32 Milliarden Euro gekostet. Nach einer Entscheidung eines amerikanischen Gerichts könnte es noch teurer werden – doch in den USA haben häufig höhere Instanzen Strafen wieder abgemildert, meint Jens Heitmann. Gerichtsverfahren in den Vereinigten Staaten laufen für Unternehmen oft nach einem bestimmten Muster: Untere Instanzen neigen in ihren Urteilen dazu,...

 

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Neudecker kickt mit Daten-BH

In Sachen Technik sind die Löwen schon erstklassig! Der Drittligist hat sich einen neuen Partner für die Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung gesucht: das Münchner Unternehmen Kinexon hilft dem Team von Trainer Michael Köllner (51) im Kampf um den Zweitliga-Aufstieg. Und so funktioniert das System, das unter anderem RB Leipzig verwendet: Statt eines Brustgurts tragen Richard Neudecker (24) und Co. nun im Training und auch später in der Liga einen Sport-BH mit eingenähten Sensoren. Ein Hauptsensor im Rückenbereich (wenige Gramm schwer) speichert sofort alle Daten, die simultan auf dem Trainingsplatz ausgewertet werden können. Kostenpunkt: Rund 900 Euro pro Spieler. „Der Tragekomfort ist herausragend - nichts verrutscht. Und die Daten, die wir bekommen, sind detailgenau: Von der Herzfrequenz über Positions- und Laufdaten auf den Meter genau – alles läuft direkt bei mir auf dem Tablet ein“, erklärt Athletiktrainer Matthias Luginger (30). Und weiter „Das hilft nicht nur bei der Trainingssteuerung, sondern auch bei der Spielanalyse und Verletzungsprävention.“ Bei den Löwen rutscht nichts mehr durch! Chef Köllner ist von der neuen Software begeistert: „Wir haben Spieler, die sind 17, andere 36 Jahre alt. Man kann ihnen nicht die gleiche Trainingsdosis geben. Wir müssen uns sehr individualisiert aufstellen.“ Deshalb werden für jeden einzelnen Spieler Ziele definiert. Zum Beispiel: 4 Kilometer laufen,300 Meter über 20 km/h sprinten. Luginger: „Wird das erreicht, kann man direkt reagieren. Das Ziel wird sein, jedem die exakte Athletik-Dosierung für Top-Leistungen zu bieten.“ Im Kampf um den Aufstieg kommt es genau auf solche Dinge an.

 

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TV-Kritik: „Ende gut, alles gut“ – ernsthaft?

ARD-Moderatorin Jessy Wellmer vergriff sich in der Wortwahl. Auch sonst waren ihre Auftritte mit Experte Bastian Schweinsteiger bei der Fußball-EM 2021 farblos.

 

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Mehr zum Coronavirus

Die "Notbremse" galt für Kommunen, in denen die Corona-Infektionszahlen besonders hoch waren - wie in Emden in Ostfriesland.1 Min

 

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Mekka der Milliardäre: Das seltsame Leben im reichsten Ort der USA

Kaum jemand kennt den reichsten Ort der USA. Ein Besuch am neuen Lieblingsort der Milliardäre zeigt eine heile Welt, doch hinter der Fassade tun sich tiefe Risse auf. Wie viel Geld kann eine Kleinstadt vertragen? Heute kommt die Kolumne nicht aus Washington, sondern aus der reichsten Gemeinde Amerikas. Ich melde mich weder aus Manhattan noch aus den Hügeln rund um Hollywood. Und der Prunk von Palm Beach ist auch ganz weit weg. Wenn Sie nun ungeduldig werden – was nimmt der Reinbold nur wieder für einen langen Anlauf! – und rasch googeln würden, fänden Sie den Ort wahrscheinlich nicht. Denn in vielen jährlichen Ranglisten der wohlhabendsten Orte in den USA taucht diese Gemeinde nicht einmal auf, einfach weil sie zu klein ist. Hier leben nur gut 21.000 Menschen, von denen jeder im Durchschnitt pro Jahr 251.728 Dollar verdient. Weil die Zahlen allerdings zwei Jahre alt sind, verraten sie wenig über den sagenhaften Boom, der hier seit Kurzem stattfindet. Und damit herzlich Willkommen in den Rocky Mountains von Wyoming. Die Gemeinde heißt Teton County, das wunderschöne Tal, in dem man wohnt, trägt den Namen Jackson Hole und das Städtchen im Zentrum des Wahnsinns heißt Jackson. Die drei Orte machen gerade turbulente Zeiten durch. Nur die Million Dollar Cowboy Bar harrt schon seit Ende der Dreißigerjahre unverwüstlich am Stadtplatz von Jackson aus, müsste allerdings eine Umbenennung erwägen, wenn sie die aktuellen Entwicklungen abbilden wollte. Billion Dollar Cowboy Bar wäre gerade der passendere Name. Denn nachdem die Millionäre die Normalos verdrängt haben, verdrängen jetzt die Milliardäre die Millionäre. Eine atemberaubende Lage, Stadtflucht wegen Corona, lachhaft niedrige Steuern und der gute alte Mythos des Wilden Westens haben Jackson zum Zufluchtsort der Superreichen gemacht – was vor Ort für allerlei Verwerfungen sorgt. Die Luft in Jackson Hole,1.900 Meter über Null gelegen, wird für viele gerade ziemlich dünn. Spaziert man durch das Städtchen, erahnt man von alldem nichts. Jackson präsentiert sich als der Touristenort, der er schon lange ist: Die nahen Nationalparks Grand Teton und Yellowstone sowie die hervorragenden Skipisten lassen den Strom an Reisenden zu keiner Jahreszeit versiegen. Am Stadtplatz grüßen vier Torbögen aus Elchgeweihen, in die Eierpfanne zum Frühstück gibt man gern reichlich Elchwurst, für ein paar Dollar mehr landet eine Büffelbulette statt Rindfleisch auf dem Burger. So weit, so urig. Genau das lieben die Milliardäre aus dem Silicon Valley, aus Los Angeles und aus New York, die nun hierher strömen. Die atemberaubende Natur trifft nämlich auf eine Kultur der Bodenständigkeit, in die man allzu gern abtauchen möchte. Es röhren keine Porsches oder Bentleys durch das Tal, sondern massive Pickup-Trucks, die nach hiesigen Maßstäben als vollkommen normal gelten. Samstagabends geht man zum Rodeo. Die Alteingesessenen, die Touristen und die neuen reichen Nachbarn kommen allesamt in Cowboyhut und spitzen Lederstiefeln. Die Veranstalter haben den perfekten Slogan gefunden: "Where the West is still the West" – Wo der Westen noch der Westen ist. Der Stadionsprecher fragt zwischen Bullenreiten und Pferdefangen dann auch ins Publikum: "Wer kommt denn hier aus Kalifornien?". Als sich ein paar Hände zaghaft aus dem Meer der Cowboyhüte schieben, sagt er: "Willkommen in Amerika". Den Mythos der "Frontier" schreiben die Amerikaner schon seit gut hundert Jahren fort. Das ist die Vorstellung, dass es die Erfahrungen an der sich immer weiter nach Westen verschiebenden Grenze waren, die Amerika zu Amerika machten. Wilder Westen, das einfache Leben in wunderschöner Natur und gefährlicher Wildnis, weit weg von starren Regeln einer Regierung. In Jackson darf sich jeder Hedgefondsmanager ein kleines bisschen wie Buffalo Bill fühlen, oder zumindest wie Lucky Luke. Es ist ein Abenteuerspielplatz für die Superreichen. Es ist ein bisschen wie die Science-Fiction-Serie "Westworld", nur ohne Roboter. Beim Rodeo lehnt Drue Meyer lässig am Metallzaun, eine Dose Coors light in der Hosentasche. Drue arbeitet auf dem Bau, es geht ihm gut, dank der neuen Nachbarn. Er hat zuletzt für so manche Berühmtheit das Anwesen mitgezimmert. Für wen, darf er allerdings nicht sagen. Vor dem ersten Handschlag musste er eine Verschwiegenheitserklärung unterzeichnen. So bleibt vieles im Vagen. Harrison Ford war einer der ersten Stars hier, so viel ist klar, er hat eine Ranch am wilden Snake River. Drue Meyer weiß: "Die musste er im Rahmen einer Scheidung an seine Frau abtreten, kaufte sie aber am nächsten Tag zurück." Die Cheneys (Dick, Liz und Co.) wohnen etwas weiter den Fluss hinauf. Kanye West aß am liebsten die Chicken Wings bei Big Hole BBQ, doch wer seit der Pandemie alles gekommen ist, wie und wo die neuen Milliardäre wohnen, das alles ist nicht genau auszumachen. Auch in Jackson gilt: reich, reicher, unsichtbar. Reiter sammeln Elchgeweihe nahe Jackson: Auch der Hedgefondsmanager darf Cowboy spielen. (Quelle: Jeff Vanuga) Der Ort, an dem die großen Deals eingefädelt werden, tarnt sich als bescheidene Blockhütte ein paar Blocks entfernt vom Stadtkern. Die Makler von Sotheby's jonglieren mit den neuen Mega-Angeboten. Am Samstagmorgen ist wenig los, ein freundlicher Mann hat Zeit, Einblicke zu geben. "Wer Reichtum vererben will, hat viele Vorteile, wenn er nach Wyoming zieht", sagt der Makler. Nicht nur die Erbschaftssteuer ist minimal, auch die Grundsteuer. Auf eine Einkommensteuer, die man in den USA üblicherweise auf Bundes-, Staaten- und lokaler Ebene zahlt, verzichten Wyoming und Teton County gleich ganz. Jetzt macht er mir ein Objekt schmackhaft: Ein Ensemble, das er als Einfamilienhaus mit vier Schlafzimmern plus Gästehaus mit vier weiteren Schlafzimmern anpreist: 11 Bäder,112 Hektar Grundstück, Listenpreis 69,5 Millionen Dollar. Als mein Blick wohl doch etwas Unglauben verrät, preist er die Immobilie nun noch einmal anders an: "So viel zusammenhängende Fläche ist wirklich einzigartig. Da kannst du deine eigenen Wanderpfade und Radpisten anlegen". Tatsächlich, die Fläche ist hier ein Knackpunkt. Nicht einmal drei Prozent des Gebietes von Jackson Hole ist in Privatbesitz. Der Rest ist in der Hand des Bundes. Neben den Bergketten begrenzt ein riesiges Elchreservat die Stadt im Norden. Das macht alles noch abgeschiedener, exklusiver, begehrter. Und es macht die Stadt eingezwängter. Auch der Makler weiß um das Problem: "Es gibt hier nicht so viele gut bezahlte Jobs, und man kann mit dem Geld, das reinströmt, einfach nicht mithalten." Wer nicht mehr mitkommt, kann nicht einfach ein bisschen weiter raus ziehen. Seine Kollegen auf dem Bau, hatte mir Drue Meyer am Rodeozaun erzählt, kommen nun jeden Morgen aus Pinedale, knapp 90 Meilen entfernt. Andere Arbeiter, die den Reichen die Häuser putzen oder die Ranches pflegen, pendeln aus dem nächsten Bundesstaat Idaho. Jeden Morgen und jeden Abend über den Teton-Gebirgspass. Im Sommer geht das, im Winter ist der oft gesperrt. Dann kann es passieren, dass der reichste Ort Amerikas Armut an Arbeitskräften leidet. Der Makler zeigt nicht ohne Stolz, wie seine Verkäufe im Pandemie-Jahr explodiert sind.2019 verkauften sie hier Immobilien im Wert von 933 Millionen Dollar,2020 dann die Verdopplung auf 1,8 Milliarden Dollar. In einer Kleinstadt. Der durchschnittliche Preis pro Haus stieg von 1,7 auf 2,7 Millionen Dollar. Das sind nur die Kaufobjekte. Auch wer mieten will, zahlt jetzt 50 Prozent mehr – Grund ist der sogenannte "Zoom Boom", also der Umzug von Leuten, die in der Pandemie von zu Hause aus per Videokonferenz arbeiten und ihre Städte gar nicht schnell genug verlassen konnten. Als neulich eine Schulbehörde tagte, ging es nicht um Reparaturen und neue Lernpläne. Thema Nummer eins war die Klage, dass die Lehrer in Jackson kein Haus mehr fänden. Wir sind nicht nur in der reichsten Gemeinde, sondern auch der mit der höchsten Ungleichheit. Als der freundliche Makler fertig ist mit seinem Vortrag, bekommt er kalte Füße. "Wir sind gerade mit einem Stigma behaftet." Er will nicht, dass ich seinen Namen nenne. Diese Erfahrung wiederholt sich bei anderen Gesprächen. Es geht hinter der Elch-Berge-und-Cowboy-Romantik eben um viel Macht und um viel, viel Geld. Farrell bestätigte mir meinen Eindruck: "Die Milliardäre können hier den Widersprüchen ihres Lebens als Superreiche entfliehen. Sie reden sich ein, hier seien doch alle gleich und wollten dasselbe: raus in die Natur, ein bisschen Cowboy spielen." Doch das sei, weiß Farrell, eben nur eine "schöne Fassade, hinter der es ziemlich hart zugeht".

 

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Nach dem Sieg gegen Deutschland: Englands altes Trauma ist besiegt

Mit dem Sieg gegen Deutschland besiegt die Mannschaft von Trainer Gareth Southgate ein altes Trauma. Sogar die englische Presse scheint besänftigt.

 

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„Es geht darum, die Kinder zu nehmen wie sie sind“

Mittlerweile besuchen 72 Prozent der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Regelschule, es gibt den Rechtsanspruch auf den Besuch einer Regelschule. Mit den Schulpsychologischen und Inklusionspädagogischen Beratungszentren sind gute Unterstützungsstrukturen geschaffen worden. Schulen bekommen für die Förderbedarfe Lernen, emotional-soziale Entwicklung und Sprache, also LES, eine verlässliche Grundausstattung und es stehen heute erheblich mehr Mittel zur Verfügung. Zum Beispiel sind die Gelder für Schulhelfer:innen mehr als verdoppelt worden, ebenso die Zahl der Lehrkräftestellen für Inklusion in der Regelschule. „Fördermittel dürfen nicht in den Vertretungsunterricht fließen“ „Es geht darum, die Kinder zu nehmen, wie sie sind“ „Meine These ist, dass Kinder an Förderschulen oft unterfordert sind“

 

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Sicherheitsfirmen sollen bei der Betreuung von Flüchtlingsunterkünften betrogen haben

Der Komplex besitzt einen Innenhof mit großer Rasenfläche, auf der sich mehrere Bäume befinden, eine Tischtennisplatte steht auch da. In der Gemeinschaftsunterkunft im Süden Berlins gibt es schließlich Hunderte Plätze, die Menschen benötigen Freiräume und Erholungszonen. Zuletzt hat die Flüchtlingsunterkunft allerdings auch einen neuen Sicherheitsdienst benötigt. Dem Unternehmen, das bis dahin für Schutz und Ordnung gesorgt hatte, ist gekündigt worden. Nach Tagesspiegel-Informationen ist die Kündigung wegen fehlender Qualifikation der Mitarbeiter erfolgt. Sachkunde-Nachweise hätten zum Beispiel gefehlt. Auch für eine weitere Unterkunft, welche die Firma bewacht hat, erfolgte demnach die Kündigung. Die Firma antwortete nicht auf eine Tagesspiegel-Anfrage. Die Kündigungen passen offenbar ins Bild. Sicherheitsfirmen, die Flüchtlingsheime betreuen, sind in den öffentlichen Blickpunkt gerückt. Nach Informationen des rbb seien bei der Bewachung von Flüchtlingsunterkünften zwei regelrechte Netzwerke aus privaten Sicherheitsunternehmen aktiv, die umfangreichen Betrug betrieben. Subunternehmen würden sich gegenseitig Scheinrechnungen ausstellen, Wachleute ohne fachliche Qualifikation würden eingesetzt, durch Schwarzarbeit würden Steuern und Sozialversicherungen gespart, und es würde mehr Personal abgerechnet als tatsächlich gearbeitet habe. Dem rbb liegen Unterlagen vor, in denen es Hinweise auf Betrug geben soll. Insgesamt rund 30 Firmen gehörten zu dem Netzwerk. Einige Unternehmen sollen Mitgliedern des Clan-Milieus gehören. Die Netzwerke arbeiteten mit ständig wechselnden Geschäftsführern und liquidierten schnell wieder Firmen, um damit Kontrollen massiv zu erschweren. Ein Unternehmen hat nach Tagesspiegel-Informationen seinen Auftrag für eine Flüchtlingsunterkunft im Norden von Berlin verloren. In diesem Fall hätte allerdings das unangemessene Verhalten von Mitarbeitern zur Kündigung geführt. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Berlin erklärte dem Tagesspiegel, „dass gegen einzelne Sicherheitsfirmen ermittelt wird, die im Zusammenhang mit Flüchtlingsheimen stehen“. Es bestehe in diesen Fällen der Verdacht auf Schwarzarbeit. [Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] Ein Polizei-Sprecher teilte dem Tagesspiegel mit: „Phänomene wie,Wohnzimmerfirmen‘, das Einsetzen von sogenannten Strohmännern beziehungsweise der Verdacht von Scheingeschäftsführern und das Nutzen von Scheingeschäftsadressen werden immer wieder bei der Gewerbeüberwachung festgestellt.“ Auch der kurzfristige Wechsel bei Subunternehmen, das Gründen und zeitnahe Liquidieren von Unternehmen sei ein immer wieder festgestelltes Phänomen. „Diese Erkenntnisse lassen aber nicht den gerichtsfesten Schluss zu, dass es sich um kriminelle Netzwerke handelt.“ Das LAF betreut 81 Unterkünfte für Flüchtlinge Das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) betreut aktuell 81 Unterkünfte für Flüchtlinge. Es hat auch die meisten Verträge mit den Sicherheitsfirmen abgeschlossen. Die Fachaufsicht für das LAF hat die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales. LAF-Sprecher Sascha Langenbach erklärte dem Tagesspiegel: „Hinweise zu Scheinabrechnungen der von uns beauftragten Unternehmen liegen uns nicht vor. Trotz aller vertraglichen Abmachungen und gesetzlicher Vorgaben können wir nicht völlig ausschließen, dass es Menschen mit krimineller Energie geben könnte, die versuchen, die Kontrollmechanismen des LAF zu unterlaufen. Sollten uns derartige strafrechtlich relevanten Umstände bekannt werden, würden wir diese an ermittelnde Behörden wie das LKA Berlin oder den Zoll abgeben.“ [In unseren Leute-Newslettern aus den zwölf Berliner Bezirken befassen wir uns regelmäßig unter anderem mit Polizei- und Sicherheitsthemen. Die Newsletter können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de] Eine Kontrolle der Ergebnisse finde über den Bereich Vergaben im LAF statt. Zusätzlich würden die Mitarbeitenden der Dienstleister fortlaufend durch die Qualitätssicherung des LAF überprüft. Außerdem müssten sich die für das LAF tätigen Firmen im Bewacherregister registrieren lassen. Auch dort erfolge eine fortlaufende Prüfung des Geschäftsbetriebs. Eine Abrechnung der Stundenanzahl auf Basis der Dienstpläne finde monatlich durch die Sachbearbeitung der Objekte im LAF statt. Der Senatsverwaltung ist kein systematischer Betrug bekannt Ein Sprecher der Senatsverwaltung erklärte, es seien zwar Missstände bekannt, aber die Senatsverwaltung habe keine Kenntnis von systematischem Betrug. Allerdings habe es „in den vergangenen Jahren unterschiedliche Beschwerden bezüglich der Sicherheitsdienste in den LAF-Unterkünften“ gegeben. Daraufhin seien Schutzkonzepte entwickelt und neue vertragliche Regelungen getroffen worden, um die Zusammenarbeit zwischen Betreibern und Sicherheitsdienstleistern zu optimieren. Schon im Frühjahr hatte es Hinweise gegeben, dass Menschen aus dem Clan-Milieu in Sicherheitsfirmen involviert sind, die Flüchtlingsunterkünfte bewachen. Damals hatte ein LAF-Sprecher erklärt: „Es liegen keine Erkenntnisse vor, dass Sicherheitsdienste gewissen Familien zugeordnet werden.“

 

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Sotheby's versteigerte Original-Programmcode des World Wide Web

Mehr als viereinhalb Millionen Dollar bezahlte ein Bieter für den Programmcode des World Wide Web aus dem Jahr 1990. Versteigert wurde die Software als sogenanntes Non-Fungible Token (NFT). Frankfurt – Der Original-Programmcode des World Wide Web ist versteigert worden. Ein Bieter zahlt 5,435 Millionen Dollar (4,57 Mio. Euro) für die 1990 von Tim Berners-Lee geschriebenen Zeilen, gab das Auktionshaus Sotheby's am Mittwoch auf seiner Internet-Seite bekannt. Die Software revolutionierte die Art, Informationen zu teilen und gilt als eine der wichtigsten Erfindungen seit dem Buchdruck. Versteigert wurde die Software als sogenanntes Non-Fungible Token (NFT). Dabei handelt es sich um eine Art Echtheitsnachweis, mit dem digitale Objekte wie Programme, Bilder, Videos oder Musik als Originale signiert werden können. Dies macht sie für Sammler interessant. NFTs erfreuen sich wachsender Beliebtheit und haben sich inzwischen zu einem Multi-Millionen-Dollar-Markt entwickelt. Bei der aktuellen Auktion standen unter anderem 9.555 Programmzeilen zum Verkauf, inklusive der Implementierung der von Berners-Lee ebenfalls erfundenen Programmiersprache HTML (Hypertext Markup Language) und dem Übertragungsprotokoll HTTP (Hypertext Transfer Protocol). Teil des Pakets war außerdem ein HTML-Document mit einer Bedienungsanleitung für die neue Software. (APA, Reuters) Die Masken fallen großteils, aber die 3G-Regel bleibt: Am Donnerstag treten in Österrei... Vor knapp 300 Jahren entstand mit der Schürfung des Zillertaler Granats eine beinahe in... Patienten in der Innsbrucker Klinik dürfen künftig wieder einen Besuch pro Tag empfange... Bei der Mathematik-Matura gab es an den AHS heuer ähnlich viele Einser wie in den ander... Die Österreicher essen zu viel Fleisch und greifen dabei oft zu der billigsten Ware. Wi...

 

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Schädlinge im Garten wirksam bekämpfen: Tipps gegen die nervigsten Schädlinge

Angefressenes Obst, welke Blätter und verkümmerte Triebe: Schädlinge hinterlassen im Garten deutliche Spuren. Mit einfachen Mitteln lassen sich Schnecken, Blattläuse, Buchsbaumzünsler und Dickmaulsrüssler leicht bekämpfen. Schnecken sind zwar langsam, können sich aber im Garten zur ernsthaften Bedrohung für fast alles, was dort wächst, entwickeln. Besonders die dicken und schleimigen Nacktschnecken haben einen nahezu unstillbaren Appetit – vor allem die Arten Gartenwegschnecke (Arion distinctus) und Spanische Wegschnecke (Arion lustinaicus). Sie fressen die Wurzeln von Pflanzen, aber auch Wurzelgemüse und Blattgemüse direkt an. Für Hobbygärtner ist das mehr als ärgerlich. Gegen die schleimigen Tiere hilft nur eine Kombination mehrerer Methoden. Viele schwören im Kampf gegen die Schnecken auch auf ein altes Hausmittel: die Bierfalle. Ein Gefäß wird mit Bier gefüllt, welches die Tiere anlocken und ertränken soll. Diese Methode ist jedoch nicht sonderlich effektiv. Der Alkohol, der den Schnecken zu schaffen macht, verfliegt sehr schnell. Außerdem gelingt es manchen Tieren doch, aus der Falle zu entkommen. Und: Der verlockende Duft des Bieres kann sogar noch mehr Nacktschnecken aus der Nachbarschaft anziehen. Blattläuse lieben den Frühling. Bei warmem und trockenem Wetter laufen Sie zu Höchstformen auf und vermehren sich explosionsartig. Sie sind nicht weniger hungrig als Schnecken und saugen den Pflanzen den Lebenssaft aus. Bevor Sie zur chemischen Keule greifen, können Sie eine mildere Methode probieren. Natürliche Feinde wie Marienkäfer oder Florfliegenlarven fressen die Blattläuse auf. Mittlerweile können Sie im Fachhandel sogar Käfereier kaufen, aus denen dann die Marienkäfer schlüpfen. Es ist sinnvoll, die Nützlinge schon vor dem Blattlausbefall im Garten anzusiedeln. Hausmittel wie Spülmittellösungen sind weniger effektiv. Einzelne Läuse überleben und vermehren sich dann erneut. Wenn Sie doch zur Chemiekeule greifen wollen, sollten Sie sogenannte systemische Schädlingsmittel verwenden. Die werden direkt von der Pflanze aufgenommen und so überall verteilt. So haben auch versteckte Blattläuse keine Chance. In Kräuter- und Gemüsebeeten sollten Sie auf chemische Schädlingsbekämpfung verzichten, damit das Gift nicht in die eigenen Nahrungsmittel gelangt. Allerdings ernähren sich Ameisen von den Ausscheidungen der Blatt- und Schildläuse, weshalb sie die Schädlinge an Rosen und anderen Pflanzen gegen andere Insekten verteidigen. Dadurch nimmt der Lausbefall zu. Auch die Ameisennester, die als kleine Erdhaufen im Garten verteilt sind, können stören. Es gibt eine natürliche Methode gegen die Käferplage: sogenannte parasitierende Nematoden. Das sind winzige Fadenwürmer, die ihre Eier in die Käferlarven legen und sie anschließend von innen auffressen. Im Fachhandel bekommen Sie Nematoden in einem Tongranulat, das Sie im Verhältnis 1:50 mit Wasser mischen und direkt auf die entsprechenden Flächen sprühen. Dabei hilft ein spezielles Dosiergerät, das Sie an den Gartenschlauch anschließen können. Gegen den Buchsbaumzünsler helfen oft nur Schädlingsbekämpfungsmittel. Experten des Technologiezentrums Augustenberg empfehlen biologische Spritzmittel auf Basis der Sporen des Bakteriums Bacillus thuringiensis subsp. kurstaki. Besprühen Sie mit dem Mittel Mitte April und Mitte Juli Ihre Hecken. Wer nicht auf biologische Spritzmittel setzen möchte, kann die Tiere mit einem starken Wasserstrahl abspritzen. Anschließend müssen die Raupen dann per Hand aufgesammelt und in einer luftdichtverschlossenen Tüte im Restmüll entsorgt werden. Darüber hinaus sollten Sie den Buchsbaum im Herbst stark zurückschneiden. So können Sie eventuelle Nachkömmlinge, die sich in der Hecke eingenistet haben, entfernen. Am wirksamsten gegen die kleinen Wühler sind klassische Mausefallen, die man im Fachhandel kaufen kann. Gemüse wie Möhren oder Sellerie eignen sich als Köder. Tierfreundlicher sind Lebendfallen – eine aufwendige Alternative. Um Pflanzen vor Wühlmausfraß zu schützen, helfen Wurzelkörbe oder Metalldrähte aus dem Fachhandel. Eine weitere Methode, Schädlinge im Garten zu bekämpfen, sind Nützlinge. Dazu zählen beispielsweise Marienkäfer, Vögel, Igel und Fledermäuse. Mit einem naturnahen Garten können Sie diese natürlichen Schädlingsbekämpfer in Ihren Garten locken.

 

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Edelmetalle, Comex: Die Nachfrage nach physischem Silber wird explodieren

Lesen Sie in diesem Artikel: Seit wann die Comex als großes Liefervehikel für Gold und Silber agiert Wieso in den kommenden Monaten die Silbernachfrage anziehen könnte Wie sich die Auslieferungen von physischem Silber in den vergangenen Monaten entwickelt haben article:full_access

 

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"Niemals dürfen wir vergessen"

Bundespräsident Steinmeier hat bei seinem Besuch in Israel ein energisches Vorgehen gegen den Antisemitismus in Deutschland und in anderen Teilen der Welt gefordert. Die Erinnerung an den Holocaust dürfe niemals "ein leeres Ritual" werden. Zum Beginn seines Staatsbesuchs in Israel hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dazu aufgerufen, entschieden gegen jede Form von Antisemitismus vorzugehen. "Der Antisemitismus ist nach wie vor in der Welt und wir müssen ihn weiter bekämpfen, wo immer er sein hässliches Haupt erhebt - niemals dürfen wir vergessen", sagte Steinmeier in Tel Aviv bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an vier israelische Bürger: die Holocaust-Überlebende Regina Steinitz, den Schriftsteller David Grossman, die Fotografin und Künstlerin Michal Rovner und den ehemaligen Leiter der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Avner Schalev. An den Holocaust zu erinnern, Antisemitismus zu bekämpfen und an der Seite Israels zu stehen - "all das darf für Deutschland, für uns Deutsche niemals zum leeren Ritual werden", sagte Steinmeier laut vorab veröffentlichtem Redemanuskript. Er erinnerte daran, dass Synagogen in Deutschland noch immer Polizeischutz bräuchten und Juden in Deutschland und in der Welt beinahe täglich angegriffen würden. Auch an den Anschlag auf die Synagoge von Halle - ""wo nur durch ein Wunder ein Massaker verhindert wurde" - erinnerte er. Vor Beginn seiner Reise hatte sich Steinmeier auch zur aktuellen politischen Lage in Nahost geäußert. In einem Interview der israelischen Tageszeitung "Haaretz" rief er die neue israelische Regierung auf, eine politische Lösung des Konflikts mit den Palästinensern zu suchen. Ohne eine solche Lösung gebe es keine gute Zukunft. Die deutsche Regierung halte eine verhandelte Zwei-Staaten-Lösung nach wie vor für den besten Weg zu einer friedlichen Zukunft, so Steinmeier in dem Interview. Aber zunächst müsse zwischen der neuen israelischen Führung und der palästinensischen Seite Vertrauen aufgebaut werden. "Der Weg zu einer Wiederaufnahme des direkten Dialogs über die großen Fragen führt über kleine Schritte und konkrete Zusammenarbeit." Für Donnerstag sind Treffen des Bundespräsidenten mit der politischen Führung geplant. Steinmeier soll Staatschef Reuven Rivlin treffen, dessen Amtszeit am kommenden Mittwoch endet, dessen Nachfolger Isaac Herzog sowie den neuen Regierungschef Naftali Bennett und Außenminister Jair Lapid. Zudem ist ein Besuch Steinmeiers in Yad Vashem geplant. Der Staatsbesuch war bereits für vergangenes Jahr vorgesehen gewesen, musste wegen der Corona-Pandemie aber verschoben werden.

 

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Russland leugnet "Scheinangriffe" auf niederländisches Schiff

Russische Kampfflugzeuge sollen im Schwarzen Meer gefährlich tief über ein niederländisches Kriegsschiff geflogen sein. Russland weist die Vorwürfe zurück und teilt Aufnahmen vom Vorfall. Russische Kampfjets haben nach Darstellung des niederländischen Verteidigungsministeriums "Scheinangriffe" gegen ein Kriegsschiff im Schwarzen Meer geflogen. Wie das Ministerium am Dienstagabend twitterte, sorgten russische Jets mit ihren Anflügen für eine "gefährliche Lage" in der Nähe der Fregatte "Zr. MS. Evertsen". Russlands Verteidigungsministerium wies das kategorisch zurück und veröffentlichte Videos aus dem Cockpit der russischen Jets. Die Aufnahmen, die den Vorfall im Schwarze Meer zeigen sollen, sehen Sie oben im Artikel oder hier. Laut dem russischen Verteidigungsministerium seien vielmehr Kampfjets vom Typ Suchoi Su-30 und Su-24 in sicherer Entfernung aufgestiegen, um das Kriegsschiff zu warnen. Der Vorfall ereignete sich den niederländischen Angaben zufolge bereits am Donnerstag vergangener Woche. Nach Moskauer Angaben befand sich die "Evertsen" auf Kurs in russisches Hoheitsgebiet. "Nach den Anflügen der russischen Flugzeuge hat die "Evertsen" umgehend ihren Kurs weg von den Grenzen der Russischen Föderation geändert", teilte das Ministerium mit - und veröffentlichte dazu ein Video. Demnach hatte das niederländische Schiff Kurs in Richtung Krim genommen. Russland hatte die Halbinsel 2014 gegen internationalen Protest annektiert. Die internationale Gemeinschaft hingegen sieht die Krim weiter als ukrainisches Gebiet. Nach Angaben des niederländischen Verteidigungsministeriums fuhr die Fregatte aber in internationalen Gewässern. Verteidigungsministerin Ank Bijleveld-Schouten nannte die russischen Aktionen "unverantwortlich". "Es gibt überhaupt keine Rechtfertigung für diese Art aggressive Aktionen, die außerdem das Risiko auf Unfälle erhöhen." Die russischen Kampfflugzeuge waren nach niederländischen Angaben gefährlich tief über das Kriegsschiff hinweggeflogen, zudem hätten die Maschinen auch Scheinangriffe geflogen. Nach den "stundenlangen Einschüchterungspraktiken" sei auch die elektronische Apparatur der Fregatte gestört worden. Nur einen Tag vor diesem Vorfall hatte die russische Schwarzmeerflotte vergangene Woche nach eigenen Angaben ein britisches Kriegsschiff, das in die Nähe der Krim gekommen war, mit Warnschüssen und Bombenabwürfen zum Kurswechsel gezwungen. Russland hatte das Manöver als Provokation bezeichnet und vor den Gefahren eines solchen Vorgehens gewarnt. Die Regierung in London hatte hingegen von einer russischen Militärübung gesprochen, die nicht dem britischen Kriegsschiff gegolten habe. Zuletzt hatte Russland auch zum Verzicht auf das Seemanöver Sea Breeze (See Brise) der Ukraine, der USA und der Nato-Staaten im Schwarzen Meer aufgerufen. Die zweiwöchige Übung im Schwarzen Meer begann am Montag. Russland hat ein U-Boot in die Gewässer geschickt sowie militärische Tests und Übungsflüge absolviert.

 

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Erlebnismesse Inklusion 2021: Wenn der Linienbus zum Labyrinth wird

Korbleger im Rollstuhl, Punktschrift schreiben, ohne Sicht im Verkehr – die Erlebnis- und Jugendmesse Inklusion 2021 hat zwei Tage lang zum Ausprobieren und Verstehen eingeladen. Unser Redakteur Uwe Janssen hat mitgemacht. Eigentlich geht das automatisch. Nach 25 Jahren aktivem Basketballsport funktioniert der Wurf immer noch. Arm lang, Handgelenk abknicken und rein in d...

 

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Wie eine Nördlinger Bodybuilderin kritisiert wird: "Zu viele Muskeln für eine Frau"

Plus Die Nördlingerin Jasmin Alan ist Bodybuilderin. Um bei Wettkämpfen antreten zu können, trainiert sie hart. Dennoch muss sie sich auch mit Kritik auseinandersetzen. Frau Alan, wie lange sind Sie bereits als Bodybuilderin aktiv und wie hat das Hobby bei Ihnen angefangen?

 

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Schwere Gewitter wie in den letzten Tagen wird es öfter geben

Erneut sind schwere Gewitter über Bayern gezogen. Wo es besonders schlimm war und warum es einem Wetter-Experten zufolge solche extremen Unwetter im Freistatt nun öfter geben wird.

 

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US-Justiz will offenbar Anklage gegen Trump Organization erheben

In der Trump Organization laufen sämtliche Immobiliengeschäfte des Ex-US-Präsidenten zusammen. Ermittelt wird schon lange gegen das Firmenkonstrukt, jetzt könnte es ernst werden. Wegen mutmaßlicher Finanzvergehen dürfte die New Yorker Justiz schon am Donnerstag Anklage gegen die Trump Organization erheben, das Immobilien-Imperium des früheren US-Präsidenten Donald Trump. Die Familienholding steht im Verdacht des Steuerbetrugs. Im Visier der Ermittler ist auch ihr Finanzchef Allen Weisselberg. Bei Weisselberg steht Medienberichten zufolge der Verdacht im Raum, dass der 73-Jährige von der Trump Organization Zusatzleistungen wie die Nutzung von Wohnungen und Autos erhielt, die nicht versteuert wurden. Die Ermittler hatten offenbar vergeblich versucht, Weisselberg zu einer Aussage gegen Trump zu bewegen. Völlig offen ist, ob zu einem späteren Zeitpunkt auch gegen Trump persönlich juristische Schritte eingeleitet werden könnten. In der aus hunderten Einzelunternehmen bestehenden Trump Organization sind die Immobiliengeschäfte des Ex-Präsidenten gebündelt. Ihr gehören Luxushotels, Golfclubs, Wohngebäude und Geschäftsimmobilien in den USA und im Ausland. Die wohl berühmteste Immobilie ist der Trump Tower in New York, in dem Trump lange Zeit lebte. Früher gehörten dem 75-Jährigen auch eine Reihe von Casinos. Trump hatte das Familienunternehmen in den 70er-Jahren von seinem Vater Fred Trump übernommen. Nach seinem Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2016 und seinem Amtsantritt im Januar 2017 gab er die Leitung der Geschäfte an seine Söhne Donald Junior und Eric ab. Manhattans Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance führt schon seit 2019 Ermittlungen gegen Trump und die Trump Organization. Anfangs ging es dabei um Schweigegeldzahlungen an die Porno-Darstellerin Stormy Daniels und das frühere "Playboy"-Modell Karen McDougal, die nach eigenen Angaben vor Jahren Affären mit Trump hatten. Die Ermittlungen wurden dann ausgeweitet auf möglichen Steuer-, Banken- und Versicherungsbetrug. Trumps langjähriger Privatanwalt Michael Cohen hatte im Februar 2019 bei einer Kongressanhörung ausgesagt, Trump habe den Wert seiner Immobilien je nach Interesse zu hoch oder zu niedrig angegeben. Seit vergangenem Februar liegen Staatsanwalt Vance nach einem langen Rechtsstreit Steuererklärungen Trumps ab dem Jahr 2011 vor. Trump hatte sich gegen die Herausgabe der Dokumente gestemmt und war bis vor den Obersten Gerichtshof des Landes gezogen, dort aber unterlegen. Im vergangenen Mai wurde dann bekannt, dass Vance eine sogenannte Grand Jury einberufen hat. Die Laienrichter entscheiden auf Grundlage der Beweise darüber, ob Anklage erhoben wird oder nicht. Gegen die Trump Organization ermittelt auch die Generalstaatsanwältin des US-Bundesstaats New York, Letitia James. Vance und James kooperieren inzwischen bei ihren Ermittlungen. Trump hat wiederholt von einer politisch motivierten "Hexenjagd" gegen ihn gesprochen. Vance und James gehören den Demokraten von Präsident Joe Biden an.

 

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In eigener Sache

Bei der Berichterstattung über die furchtbare Bluttat in Würzburg, bei der drei Unschuldige starben, ist der Bild am Sonntag in der Ausgabe vom 27. Juni ein schwerwiegender Fehler unterlaufen. Das Foto auf der Titelseite zeigt NICHT den dringend Tatverdächtigen, der inzwischen in U-Haft genommen wurde, sondern einen Landsmann des Beschuldigten, der in keinem Zusammenhang mit dem Verbrechen steht. Wir entschuldigen uns daher in aller Form und mit dem größten Bedauern bei der abgebildeten Person. Wir hatten nach gründlichster Recherche keine vernünftigen Zweifel daran, dass die abgebildete Person auf der Titelseite der BamS den Beschuldigten zeigt. Mehrere Quellen hatten uns dies unabhängig voneinander bestätigt, eine in die Ermittlungen in Würzburg involvierte Person auf Nachfrage sogar schriftlich. Trotzdem erweist sich die Veröffentlichung des betreffenden Fotos als schwerer Fehler. Online hatten wir das Foto nach ersten Hinweisen sofort ausgetauscht. Diese Foto-Verwechslung ist umso bedauerlicher, als der Betroffene es aufgrund seiner Herkunft und seines Flüchtlingsstatus ohnehin in der aktuellen Situation schwer hat. Wir wissen, dass Fehler wie dieser nicht passieren sollten. Wir bitten um Verzeihung.

 

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Eingesperrt im Quarantänehotel: Junge Spanier rebellieren auf Mallorca

Madrid. „Zwei junge Leute fliehen aus dem Covid-Hotel“, titelten fast gleichlautend die beiden großen Mallorquiner Lokalzeitungen am Mittwochvormittag. Bemerkenswert ist das Wort „fliehen“. Sie waren eingesperrt, so wie 247 andere Jugendliche mit ihnen, und sie wollten raus. Die Covid-Krise ist auch eine Krise der persönlichen Freiheiten. Sehr lange hat die ganz große Mehrheit der Spanierinnen und Spanier nicht gemurrt. Doch nach mehr als 15 Monaten Pandemie und angesichts einer schnell fortschreitenden Impfkampagne lässt das Verständnis für die Einschränkungen nach. Mindestens unter den Jüngsten. Sie fühlen sich unverletzlich. Das Mallorquiner Drama begann Mitte Juni mit einer Reihe von Schulabschlussfahrten aus ganz Spanien auf die Mittelmeerinsel. Die Regionalregierung der Balearen verbietet solche Reisen für die eigenen Schülerinnen und Schüler derzeit noch, wahrscheinlich aus gutem Grund. Doch in anderen Gegenden Spaniens sind die Behörden etwas entspannter und die jungen Leute sowieso. Also auf nach Mallorca. Um zu feiern und sich mit anderen jungen Leuten von anderen Schulen aus anderen Regionen zusammenzutun. Ein Reggaeton-Konzert in der Stierkampfarena von Palma und ein paar andere Feste erwiesen sich als ideale Pandemiebeschleuniger. An diesem Montag nannte Spaniens oberster Seuchenschützer Fernando Simón die Zahlen: Von 5126 Schulreisenden auf Mallorca hätten sich 1167 angesteckt, mehr als jeder Fünfte. Die Schülerinnen und Schüler sitzen jetzt über ganz Spanien verteilt zu Hause in Quarantäne, auch die Nichtinfizierten. Ernsthaft erkrankt ist einer von ihnen, er liegt auf einer Intensivstation seiner Heimatstadt Elche. Andere Schülerinnen und Schüler aber, die später auf Mallorca ankamen und abreisen wollten, als die Masseninfektion schon bekannt geworden war, sind ins Quarantänehotel von Palma mit Namen Bellver gebracht worden.249 junge Leute sind dort eingesperrt. Vielleicht haben sich aber auch einige von ihnen schon wieder aus dem Staub gemacht, so wie die beiden Jungen, die von einem Kamerateam gefilmt wurden, als sie das Hotel am Dienstagabend ganz friedlich, ihre Koffer hinter sich herziehend, verließen. Das Bellver ist kein Hochsicherheitstrakt. Einfach so weggehen darf man trotzdem nicht. Einer der beiden Jungen bekam ein schlechtes Gewissen und kehrte wieder zurück. Die Schülerinnen und Schüler im Hotel machen seit Tagen ziemlichen Lärm, medial und auch wirklich. Andere, ältere Quarantänegäste beschweren sich über laute Musik und wenig zivilisiertes Miteinander. Kneipen aus der Nachbarschaft sollen die jungen Leute mit Alkohol versorgt haben, den sie an zusammengeknoteten Bettlaken auf ihre Zimmer hochzogen. Andere haben kleine Plakate gemalt, die von der Straße aus zu sehen sind: „Freiheit“ steht darauf oder „Wir sind negativ, wir wollen raus“. Deswegen berichten jetzt Fernsehen und Zeitung über sie. Die Mutter eines der Eingesperrten, eine Anwältin, hat Strafanzeige gegen die verantwortlichen Behörden erstattet. Die Staatsanwaltschaft in Palma hat sich am Dienstag zu der Sache geäußert: Sie findet, dass es keine genügend „spezifischen“ oder „konkreten“ Gründe gebe, gerade diese knapp 250 Menschen im Hotel festzuhalten; das Einzige, was sie gemein hätten, sei die Tatsache, an Schulabschlussfahrten nach Mallorca teilgenommen zu haben. Andere Personen wie Hotelmitarbeiter, die mit den Mitte Juni Infizierten Kontakt hatten, seien dagegen nicht ins Bellver eingewiesen worden. Ein Fall von Diskriminierung. Eine Verwaltungsrichterin in Palma gab den Argumenten der Staatsanwaltschaft am Mittwochnachmittag Recht: Zumindest die 181 negativ Getesteten unter den Schülern im Quarantäne-Hotel dürfen das Bellver verlassen; die anderen müssen bleiben. Am frühen Mittwochnachmittag berichtete die Lokalzeitung „Diario de Mallorca“ von einem neuen Covid-Ausbruch, dieses Mal in Alcudia im Nordosten der Insel, unter 21 jungen Katalanen. Nach allem, was man zurzeit weiß, sind deutsche oder andere ausländische Urlauberinnen und Urlauber von der jüngsten Masseninfektion nicht betroffen. „Wir können das zwar nicht hundertprozentig ausschließen“, sagte der Corona-Sprecher der Balearen-Regierung, Javier Arranz, am Dienstag zur deutschsprachigen „Mallorca-Zeitung“. „Aber wir gehen davon aus, dass die Schülerinnen und Schüler und die internationalen Touristen in getrennten Veranstaltungen waren.“

 

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Zahl der Testzentren sinkt laut Ministerium im Juli deutlich

Düsseldorf Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in NRW bisher mehr als 9000 Testzentren gezählt. Die Zahl der aktiven Zentren dürfte bald sinken. Manche Betreiber gehen wieder ihrem eigenen Job nach, der Verwaltungsaufwand für die Verbleibenden wird größer, die Vergütung kleiner. uZ ned nnedWeceonh its der rfaBde ilhvmcurte örgre,ß emassitng rbea ihctsne ied gNcaraehf tileduch unez:hnmbae etetrensnTz naheb in dculehDatsn ichtn herm ned tentelweSlr wie chno rov nwenegi anteMno, lsa ilvee eis ithnc run zunnett, mu iher enibLe srhwdeeenie uz n,knneö oedsnrn chau eliseswbesiipe ovr eenmi uEmulbskmfne.ia cthsigseAn dre gietnneesd hlZa an ieetmpnfG udn der traks ekugenesnn edIznzni urhcbena meimr wreenig cMnheesn ied elecnhls e,eiswhiGst bo ise lhwgöimoc iiefiznrt s.ind Dre dreabnerpkhovetA dAab tah snpdreecehtn rlrk,äte ide kpeAoethn wolentl hir tAoebgn iknrshäncee,n iwle edi ahZl dre ävlnosdgitl ifptGenme ehnmeuz dnu rsuntnfihtnIslgocekeez treoclekg oewdrn .eesni Frü ieevl Anaprzexrt gtli itm rnehnemuzde Iemfupoqt sad ileh,cGe udn ahuc pvertia eriteerBb renudr k.uzücr Im Jilu rtüefd edi lZah dre rznttTnseee icuehldt keg.cezürnhu nldeaJefsl tgeh novda das eilehräointwcessh-rdnf estnmsmeitirGisudueinh su.a 2369 lesensteTlt ndis im Ldan bsi uzr tteznel nhKlweaecerod eds enerts Hljraasehb lhätezg onrdw.e In red opcsHaheh dre trdenit elleW tsi ise aksrt tgigene.es Zum Ened esd nsrtee Qlasutra tahet esi ohcn bie apknp 0057 e,egelng zwie hcWone äpstre eib gtu 0,070 eeriewt zeiw hnWoce adncha eib herm sla .0800 Wei eevil teaulkl in riebteB dnis, sit arulk.n uDza wrdi ads uriniemiMts afngAn lJui enei aegrfUm ieb den uomenKnm tnsear.t choD tis ide tlhauEgansurtgnrw r:kal „aD die geNchfara hcna gntusenTe hics wzra atisbetsli,ir reab edi nhürfree Szerenieptwt ctihn hrme iehe,crtr tehg dsa tuensiiMmir nvdao uas, sasd ied ahlZ dre im liuJ ßisdelcheenn esnrteznteT ulcheitd ßögrer sine,dw“ir eßthi es. Das abeh huca datmi uz u,nt sdas livee „nrbcaeedfhmr“en eelebelrneistrsTetbt eiw edi arsniGootem dwreie in miehr icelgithnene fiesrhctseäbhcGe wslaccithrtfhi lreoegfchir renaegi köennnt. Ein isepBile ürf edn aügnckgR sit fler.sodüsD Vor nginiee Whceon agl ied Zlah erd sTttzeennre im Siettdtebga nhca nAgnabe renie peniSrehcr ohnc eib atew,050 am cMwohitt wenra se cnho .453 tawE zenh zPtnoer egwinre lo.sa hAuc dei ahZl red ssetT mi entnmulertlhzcSset red tdSat an edr stiMiubshi cEcrltei llHa sei icedluht .ungeskne B„ie dne tR-PTesCs enrwa irw rov inegeni oWchen nhco giugcrndghä dlegrst,eili zjtet run hnco w“geisillte,z os edi pcheierS.nr In nabMnlcöhdacghe nisee in erd eaHphosch im M/raiAlip twea 74 enlsletTste ni eBibert segn,eew agtes nei erhcpeSr ufa a.feAnrg Dchur ufeAgab dnu ePrieuas nvo stetlnslTee isnee ealltku run hocn 14 in eibtrBe. uZ end oncelgehnesss enrentZ ögtheenr hcau cshe,lo nened ied ngfauuegBart gztnoene noedwr s.ie Auch in aenehdisNcrse rwid imt neemi gnRükcag terche.egn Mit„ tntenaerIftrk edr nenue vsuredrnogentT sed seBund sti onvad guzunse,hae dsas edi halZ rde ebitAren onv leetstnlsTe gufadrun eds kngeennesu arzHetosaosrn zuütrghcek,“ htieß se usa med ssmutnieeidrimisuGneht ni renvoH.an 2446 etzsennreTt gibt es rdizeet ndS(at 22. u,Ji)n nreüebgeg iMa sti ide hZla ogras um 200 nie.etgegs rldnilgeAs ise ied lahZ edr etssT ukg,senen so ads uistimn. Mier hlcogiöWm hta die wuEgrart,n assd ide aZlh red eerntentsTz ruc,ktehüzg erab achu mit entvdräenre ihnRnunmgngebeade uz u.nt ahcN edm Verahtcd uaf eienn bgrstuuebnnhAecrg in neztTCrnoraee-otsn hat ide iggeRerun äerhfescr tllnnoKero eessohlnbsc. evPtira nnteZer wrende nru chno anch Enpgüinlzefur e,ansuselzg edi rhnebgenucnA erträks ütpbf.ürer asD thest in rniee eneun ornrV,egndu ied dei ikMciehgölt vno ncreuSbmegahmelnan rfü eremrhe senltetlesT, aetw frü boeenrürliega ebBr,eietr atihslucße.s eDi nbuechgnAenr drween oasl äsettrvkr illrontke.tor Da tis erd ufadnwA nhcemma eurhtlmivc uz oßr.g lZamu edi tugnergVü nsi.tk bA nDgantsore onkbmmee ßmäge erd ennue rdennogurV el,al dei nttes,e nie nrraoHo vno 151,0 Erou – caht uroE ürf den setT ciheßels(ilcihn geltadimi fitrkZetai) nud 3,05 Euro rfü edi tSh.ascneok eDi tenVüggru eib beatwnrüehc gTinntse-eAst zru gdnnneaginewuE rtätegb nach rde uenen ngdeuVnrro füfn oruE rop stTe. sDa tis iltcuedh egiegrrn lsa bih.ers eMhcna deewrn da ihctn rehm waemeetirnch nlew.lo bAre edi beirBrete beonmmek Ztie frü die einEcduhtn.sg cNha erd euenn grurVonnde ökennn dei nneterZ cuha den eBtbire .rcnubehentre s„aD i,tßeh sads ise uz emnie psätrnee iuttenkZp rhie ttTiekäig hneo eutenser snga-rtA ndu gnfaeragevsrurfetBhnua heundwfeeraienm eönkn,n“ terkärl ads iiNemhGudtsmn-eRtsWisneriu fau afnrA.eg sDie slelo eni rereWhoeanfhhcid rde strtsurkteuT im sadfefalBrl nmeö.ecrlgih w,atE nnwe eid ansozleiIhnkeftn hdcur eien teeriew riungetbeVr dre lar-etaneDaVti wdreie ditehulc tniseeg .eündwr Dann öenknnt isragghltca erdeiw erhm eTsts iögtn edw.ren

 

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Inzidenz im Norden weitgehend stabil: 18 neue Corona-Fälle

Die Sieben-Tage-Inzidenz verharrt in Schleswig-Holstein auf niedrigem Niveau, während die Zahl der Corona-Neuinfektionen etwas gestiegen ist. Nach Angaben der Landesmeldestelle vom Mittwoch (Stand: 19.09 Uhr) betrug die Zahl der Ansteckungen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche 3,3 und die neuer Infektionen 18. Tags zuvor lauteten hier die Werte 3,2 beziehungsweise 12. Am Mittwoch vor einer Woche waren 21 Neuinfektionen registriert worden, und die Inzidenz lag bei 4,0. Die Zahl der an oder mit Corona gestorbenen Menschen in Schleswig-Holstein blieb dem Robert Koch-Institut zufolge unverändert bei 1621, die der Genesenen wurde mit etwa 62.100 angegeben. 18 Menschen wurden den Angaben zufolge am Mittwoch wegen Covid-19 im Krankenhaus behandelt,5 weniger als am Vortag.12 von ihnen lagen auf Intensivstationen und damit 2 weniger im Vergleich zum Dienstag; von ihnen wurden 10 beatmet. Die Regionen mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz im Land sind die Kreise Segeberg (6,9), Pinneberg (6,0) und Stormarn (4,9). Dazu kommt die Landeshauptstadt Kiel mit unverändert einem Wert von 6,1.

 

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Schweiz will US-Kampfjets kaufen – statt Eurofighter

Die Regierung in Bern will für mehr als 4,5 Milliarden Euro neue Kampfflugzeuge in den USA bestellen. Doch das Vorhaben ist umstritten – und das Parlament muss dem Deal erst zustimmen. Die Schweizer Regierung will neue Kampfjets in den USA bestellen. Der Eurofighter, an dem Deutschland beteiligt ist, kommt nicht zum Zuge, wie aus dem Beschluss am Mittwoch hervorging. Die Regierung entschied sich für den Jet F-35 des Anbieters Lockheed Martin. Auch der US-Anbieter Boeing mit dem F/A-18E Super Hornet und die französische Firma Dassault mit dem Rafaele gehen leer aus. Abschließend entscheidet das Parlament. Der F-35 von Lockheed Martin sei über die Nutzungsdauer von rund 30 Jahren 1,8 Milliarden Euro billiger als das nächstgünstige Angebot, sagte Verteidigungsministerin Viola Amherd. Insgesamt stand die Schweiz nach einer Volksabstimmung ein Budget von zunächst 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Erstanschaffung von 36 F-35-Maschinen belaufe sich auf mehr als 4,5 Milliarden Euro, sagte Amherd. Die neuen Flugzeuge sollen die bisher von der Schweiz genutzten F/A-18E von Boeing ersetzen. Ein Bündnis Gruppe für eine Schweiz ohne Armee will versuchen, die Anschaffung mit einer Volksabstimmung zu verhindern.

 

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Aufsteiger Ingolstadt gewinnt Testspiel gegen Eichstätt

Zweitliga-Aufsteiger FC Ingolstadt hat in seinem ersten Testspiel dieses Sommers einen standesgemäßen Sieg gefeiert. Die Schanzer schlugen den Fußball-Regionallisten VfB Eichstätt am Mittwoch mit 4:0 (2:0). In der Partie in Buxheim schossen Justin Butler und Fatih Kaya per Elfmeter vor der Pause sowie Filip Bilbija und Kapitän Stefan Kutschke nach dem Seitenwechsel die Tore. Am Donnerstag startet das Team von Coach Roberto Pätzold in ein gut einwöchiges Trainingslager nach Südtirol.

 

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Knapp 2000 Corona-Fälle in Schottland in Verbindung mit EM-Spielen

Liveblog Düsseldorf In Schottland haben sich in Zusammenhang mit einem EM-Fußballspiel knapp 2000 Personen infiziert. Nach mehr als einem Jahr Pandemie rät die Bundesregierung ab Donnerstag nicht mehr grundsätzlich von touristischen Reisen ins Ausland ab. Alle Entwicklungen im Newsblog.

 

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Türken können sich für dritte Corona-Impfung registrieren

Istanbul. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie setzt die türkische Regierung auf eine dritte Impfung. Das Gesundheitspersonal sowie Menschen über 50 Jahre, die bereits zweimal gegen das Coronavirus geimpft wurden, könnten sich ab Donnerstag für eine dritte Impfung registrieren, sagte der türkische Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Mittwochabend laut der Staatsagentur Anadolu. Zu den Hintergründen der Entscheidung gab der Minister vorerst nichts bekannt. Die Menschen könnten den Impfstoff unabhängig von den vorangegangenen Impfungen selbst wählen, hieß es. Die Türkei impft zurzeit mit dem Präparat von Biontech/Pfizer und mit einem des chinesischen Herstellers Sinovac. Bisher haben sich nach offiziellen Zahlen rund 40 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal impfen lassen. RND/cle/dpa

 

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Delta macht sich breit – Impfangebot für alle Kinder ab 12 Jahren bis August

Service Düsseldorf Der Gesundheitsminister fordert Schulen und Kitas auf, sich besser auf die nächste Welle vorzubereiten. Eine Garantie für offen Schulen mag er aber nicht geben. Karl Lauterbach wirbt mit Blick auf die Delta-Variante für das Impfen von Kindern: Keine Variante bedeute einen so großen Sprung. eiD haZl edr Nkeinueenitofn tis wietre,ignried in WNR ielgt ide dzinzIen ebi 5,5 toP.nzre hcDo die evtire Weell rlotl afu deucshnDatl z,u ied alit-nrteaVaeD tnekön ohscn 05 retnozP edr entnikoeInf saeumnah.c eBi rneie txEdnnereupre dre AOK embirgHdanl/uRnah neurdw ied itchwsentgi nraeFg dtiiuk.sret eiW äfeglirhch sit eid aertDi?-tnalVae e„Si riwd ochn ltecheir breegürnat lsa dei hne-tpaarlA,iVa edi nAusnetckg its mu 04 bsi 60 oteznrP höre,“h gseat der rennoB lireoVgo Hdekrni rkeceS.t aeDib awr ied theriiscb rinaVaet pAalh sconh chdeliut atsenredcnke als sad Uiursgnss.puvrr ltaeD sit itcnh rneeeigdin n,atraVei rltekräe red igdiEoelomeip arlK htb.cuaaLer neegBzo auf die ektnucAnsg ies deis der rgeötß pgSunr, end eine tneoCaaaornr-iV sreibh .zieget sE ärwe,nübscehedarr newn alDte ctihn zu hrem senegKewiinlnukiin hf.erü hgciuleZ eetntbo baLhu:tcrea laDet„ rwid tnchi die telzte aaVniert e,sin oCorna ghte chint ew.g“ eiW icährfhgle its Dteal rfü dKirne? sebeoneIrnsd rfü Kdeinr sei dei VitDneea-lrtaa neie Ghaf,er agst rde henGise-DPtrdeesSuepxt. n„I rtnrnoßeGbniai inds eid irdeKn am säettsnkr etn“e,fbofr tärerkel Lcerb.aahtu Zwie sib iesebn rzoentP red dKiren, ied rtod na noCrao rkeneknra, tmsesün in ied iKl.ink neMcha isnee acnh irde aotnMen cohn kn.ark nfeOf ise,teaw eiw hertfuaad eid eäGefß eib nndeirK estäidhggc n.deürw Wei tug hnüztces ngmf?unIpe üFr ide smetpfIoff vno oBnctieh ndu cAsrtenzeaa aht inee bcesrtiih dSueti sriteeb,egetzig dssa ies zu 69 ugsswheezneeiib 29 nezPrto vro censerhw ärfleneuV cüznseht. nuN hat uhca dre lrleerSe-HstU Mnrdeoa iene eutidS gorg.etevl eisDe eb,eerg sads ipernAkrtö neegg eMtatunn igbeldet,nüwder ucha engeg ide rlsastme ni inIedn egelesstteltf tDaerailaet-Vn udn ide usrzet in afaürSdik eheegneicsnwa nraaeeaBi,-tVt etetil rde nSKn-roUez imt sDa esi edrem.gunti ttJez gehe se mudr,a pktmsirfIpeek tmi eAunengtmr uz bueüzegern, steag OKhCfA-e ntGerü etl.nWnarmä reW rbea nctih gpeitmf ednrew lelwo, mnüses tmi enivle tsTse mi atlAgl azdu n,ieagrteb readne uz zcnüthes. sWa buedeett sda rüf ads I-rnnfeKmeidp? Dre etomofntifsIc-fpBh ist für Kdrein ba 21 ebetsri eszls,guean rfü daorenM irdw eid sZalsgEu-unU mi iluJ wrtr.etae gtneihiesssdsidmneuBnteur esJn Spnha UC)D( vrspahcre ibe dem KGlpe-iAfO ni bcrhcnheoo:sriK „isB ednE ugsuAt diwr jreed berü 12 ea,rJh red l,liw eeni eetsr ufpgmnI beahn “knenn.ö eiD fuLenenregi fal.eun rteiSt gtbi es mu edi nmlfunpEeheg dre dnSetäing finpommsskomiI S,io)(tk dei sad Ipmfen nru rfü dKrine imt nurernrogekVnak pmietl.ehf Dsa eis eine ieews iEdgu,tnnhsec enitem t.recekS Lethcburaa whrpeacdris mit ilkBc afu D:etla fnnpI„uemg inds rhcihrelgneäfu sla niee kaE.rugrknn“ nWne Junglnedechi es wtnelo,l lsoelt nma einhn edi fgInpum ae.ulbnre riKkit an der kSiot essmü hicmgöl s.ien tMi reirh lhnncnieagfä fn,upehEmlg aAreetczsna unr rüf eutrn 6-irhJäe0g,sezsluazun aehb ide oSkti eib repUeEt-nxS ürf evil ruVrnenwgdue srg.etog reonhD cnßneu?leSilshhugc N„hac dne einFre wdir es wgnee dre Uelbura niee chrebhenlei tnriaEg na fenniknteoI egb“en, tenmha riaaM hiKk-,ecennSmil euiipnodsleksriGtinhte erd nnü.rGe iDe intkeRao ürfed auf nneiek lalF in Susiclhghenncußle tseen.ebh Snpah atnoretwte heiigdznswiec: i„rW üssmen laels rafüd nu,t eid lgciSneuhß onv euhlcSn und Kaist anhc dne emerminSrfoe zu nrmdee“v,ie astge re, ctäknehrs aerb ei:n „rtiananGe annk es fdraü tnhci .e“bgne dinrKe insee dhurc eid Pemadnei iyhscpchs oenmr tateebsl redon,w Ssjgihcreähe ttähen cshno ennei oengrß iTle sirhe nLebes ni edr eanPimed cebta.rrhv sE sie iw,hicgt im uneen Srhlcuajh zru aNittomälr encuhkr.üruzekz Zceuihgl enhmat pahSn Länred dun eKonu,mmn die Seoreernfmmi uz zeehtuSn:„cnn ul nud Ktsai sensüm ssbeer itbreoevert esin lsa mi rneannggeev .oSmm“er Es gebe geung Ts,tse mu uaf uaDer meigärgeßl uz ets.tne apSnh,nteboet sdsa edi eeiamnPd ied saoezil heUnctlieghi srttkväre,hbae und erget an, ebi erd dPkfenegpunaäemmB-i ertäsrk in eid Povmrltlerbeie uz e:hgen D„ie erKnid dsni mi reneEss reN,ond eid ärezrntKedi im eerssEn deün,“S anentn re lsa ien eseBplii.

 

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Den besten OLED-TV finden: 4K-Auflösung unter 900 Euro – darauf muss man beim Kauf achten

Update 30.06.2021: OLED-TVs beeindrucken Zuschauer durch ihren perfekten Schwarzwert, den dadurch bedingten guten Kontrast und spitzen Blickwinkeln. Manche wollen nicht mehr zu ihrem früheren Fernseher zurück, wenn sie einmal einen OLED in Aktion gesehen haben. Die Preise fallen zudem endlich in bezahlbare Regionen: Die ersten Geräte bekommt man für unter 900 Euro bei immerhin 55 Zoll Bildschirmdiagonale. Wir werfen einen Blick auf verfügbare Produkte, erklären die Technik und sehen uns an, warum man OLED 8K vorziehen sollte. Vorteile von OLED: Darum ist das Bild so gut OLED steht für Organic Light Emitting Diode. Das organisch im Namen ist dabei etwas irreführend: Das Panel lebt nicht, es ist keine Schicht mit Algen oder Ähnliches eingebaut. Je nach Hersteller und Technik kommt eine schmale Schicht von Oligomeren, Polymeren oder anderen kleinen Molekülen zum Einsatz. Ihnen allen gemein ist, dass sie die Bildpixel selbstständig leuchten lassen können, wenn elektrische Spannung anliegt. Im Unterschied zu LED/LCD-TVs muss also keine Hintergrundbeleuchtung eingebaut werden. Dadurch lassen sich die Fernseher nicht nur sehr schmal bauen, zudem gibt es keine Lichthöfe, wie sie oft bei seitlich beleuchteten (Edge-Lit) TVs auftreten. Weitere Vorteile kennt jeder, der ein Smartphone mit OLED-Display besitzt: Die Geräte schaffen einen exzellenten Schwarzwert und einen tollen Blickwinkel. Es gibt aber auch Nachteile. OLED-TVs kommen in der Gesamthelligkeit nicht an klassische LCDs heran. Sie produzieren zudem einiges an Abwärme, sollten also idealerweise freistehen. Und es besteht das Risiko, dass sich ein Bildelement einbrennt. Die Hersteller versuchen, mit verschiedenen Maßnahmen gegenzusteuern. Pixelshift etwa verschiebt ein TV-Bild um wenige Pixel, damit etwa Logos nicht ständig an der gleichen Stelle stehen. Weitere Informationen zum Einbrennen von Bilden und Gegenmaßnahmen gibt es im heise-Artikel Ungeliebte Schattenbilder. Wie die Unterschiede bei LCD- und OLED-TVs konkret aussehen, zeigt der heise+-Artikel 4K-Smart-TVs mit OLED- und LCD-Panel im Vergleich. Auflösung und Inhalte Full-HD-Geräte gibt es mit OLED nicht mehr, da stellt sich nur die Frage: UHD oder gleich 8K? Wer jetzt neu kauft, der kann getrost zu einem 4K-Fernseher greifen. Wo man vor ein paar Jahren die Inhalte noch mit der Lupe suchen musste, kann man jetzt aus dem Vollen schöpfen. Trotz Corona und damit einhergehenden Einschränkungen bei der Übertragungsrate liefern immer mehr Streaming-Dienste ihre Inhalte in höheren Auflösungen als 1920 × 1080 Pixel. Dazu kommen immer bessere Upscaler in den TV-Geräten oder den Geräten, die Inhalte zuspielen. Mehr Informationen dazu finden sich in unserem Vergleichstest: Vier 4K/UHD-Blu-ray-Player ab 150 Euro. Diese Systeme sorgen dafür, dass Inhalte in niedrigerer Auflösung auch auf den neuen TVs gut aussehen. Es gibt verschiedene Techniken für die Upscaler, meist werden aber die Videos Pixel für Pixel untersucht, um dann zusätzliche Bildpunkte zu berechnen. Da immer mehr Rechenpower zur Verfügung steht, haben sich die Ergebnisse über die Jahre spürbar verbessert. In unserem Test des Nvidia Shield TV (Testbericht) konnten wir gut sehen, wie die Technik arbeitet. Dabei kann man das Bild halbieren und links das Original, rechts die verbesserte Version ansehen. Das zeigt aber auch, dass man keine riesigen Sprünge erwarten darf. Je besser das Ausgangsmaterial, desto besser kann der Upscaler arbeiten und notwendige Informationen anreichern. Ein Video, das bereits in 1080p vorliegt, lässt sich besser auf UHD hochrechnen als eine alte TV-Aufnahme mit 480p. Upscaling in Aktion. Rechts ist das Orignal, links ist, was die Upscaling-Funktion des Nvidia Shield TV daraus macht. Gerade, wenn die Anbieter selbst an das Material herangehen, können sehr gute Ergebnisse herauskommen. Besonders beeindruckt hat uns im Test der Film Falsches Spiel mit Roger Rabbit. Die Mischung aus Cartoon- und Echtfilm aus 1988 bietet Disney auf seinem Streaming-Dienst Disney+ (So klappt Streaming an jedem TV) in HD an. Die Version, die der digitale Remaster zum 25ten Jubiläum sein dürfte, sieht auf einem UHD-TV überraschend gut und knackig aus. Neben den Streaming-Diensten sind auch HD-Blu-Rays, Blu-Rays und DVDs gute Quellen für Inhalte, in genau dieser Reihenfolge. Wer jetzt Filme neu kauft und die beste Qualität will, der sollte den Aufpreis für UHD-Blu-Rays zahlen. Passende Wiedergabegeräte sind günstig, wie unsere Kaufberatung: 4K/UHD-Blu-ray-Player ab 100 Euro zeigt. Im Apple-Umfeld kommt man kaum am Apple TV 4K (Testbericht) vorbei. Das kleine Kästchen kann nicht nur streamen, sondern hat zudem Zugriff auf die iTunes-Bibliothek. Dazu kann es Filme offline speichern – gerade bei langsamen Internetverbindungen ist das ein großer Pluspunkt. Dieser Speicher fehlt dem Fire TV 4K Stick (Testbericht) von Amazon und dem Chromecast Ultra von Google. Der nächste große Trend sind 8K-Displays. Diese haben eine sensationelle Auflösung von 7680 × 4320 Pixeln. Die Kombination aus OLED und hoher Pixeldichte ist vielversprechend, nach einem kurzen Blick auf die Preise aber enttäuschend. Zum Zeitpunkt des Artikels bietet nur LG OLED-Fernseher mit 8K an, knapp 20 000 Euro muss man hinlegen. Im Artikel 8K-TV: Lohnt ein Upgrade von 4K? kommen wir zudem zu einem klaren Nein. Denn es fehlen einfach die Inhalte, die auf 8K so viel besser aussehen würden und die hohen Ausgaben aufwiegen würden. Innenleben: Anschlüsse, Betriebssystem und Co Die verschiedenen TVs sind sich ziemlich ähnlich, sie alle sind voll mit sinnvollen Funktionen. Es gibt ein paar Punkte, auf die man beim Kauf achten sollte, damit die Geräte zukunftssicher sind. Das beginnt bei den HDMI-Anschlüssen, diese sollten mindestens HDMI 2.0a und den Kopierschutz HDCP 2.2 unterstützen. HDMI 2.0a sorgt für die notwendige Grundlage, um Bilder in HDR und UHD zu sehen, ist also ein absolutes Muss. Das kleinere Update HDMI 2.0b erweitert den Standard um die Funktion Hybrid Log Gamma (HLG). Neuere Fernseher sollten zudem unserer Meinung nach über mindestens einen Anschluss mit HDMI 2.1 sowie eARC verfügen. Beide Techniken sind wichtig, um Sound möglichst unkomprimiert an eine Soundbar oder ein Surround-Sound-System zu übergeben. Selbst wenn das derzeit noch keine Priorität hat, sollte man beim Kauf darauf achten, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Mit HDMI 2.1 kommt zudem eine Unterstützung für höhere Bildraten. Das ist vor allem für Besitzer einer Playstation 5 (Testbericht), einer Xbox Series X (Testbericht) oder eines Gaming-PCs interessant. Diese können mehr als 30 oder 60 Bilder pro Sekunde liefern, was deutlich flüssiger wirkt. Damit das OLED-Display diese Inhalte aber flüssig anzeigen kann, muss die Wiederholrate passen. Sonst kann es zu hässlichem Screen Tearing kommen. Mehr dazu zeigen wir in der Kaufberatung Gaming-Monitore: Displays zum Zocken. Für lineares Fernsehen sind Anschlüsse mit DVB-S, DVB-C und/oder DVB-T wichtig. Damit können die Fernsehgeräte die digitalen Signale direkt aufnehmen und entschlüsseln. Die meisten Fernseher besitzen mehr als einen Tuner, so dass man beispielsweise von Satellit oder terrestrische Signale ohne zusätzlichen Receiver einspeisen kann. Beim Betriebssystem ist unser Favorit klar Android TV. Das Derivat des Smartphone-Betriebssystems bietet einen großen App-Store, eine solide Update-Strategie und alle wichtigen Funktionen. Danach folgen Samsungs Tizen OS (die allerdings keine OLEDs herstellen), sowie Web OS, das LG nutzt. Auch das Fire OS Betriebssystem von Amazon ist spannend. Mehr Informationen zu den TV-Betriebssystemen lesen Sie im Artikel Zukunftsfähige Smart TVs: Android TV vs. WebOS & Co. Fast alle Hersteller bieten eine Sprachsteuerung an. Dabei gibt es zwei Typen: Eingebaut oder kompatibel. Ist sie eingebaut, bringt der TV eine eigene Spracherkennung, etwa über ein Mikrofon in der Fernbedienung, mit. Kompatible Geräte arbeiten mit Amazon Alexa oder dem Google Assistenten zusammen. In der Praxis ist das aber wenig mehr als eine nette Spielerei. Hersteller wie Philips legen inzwischen eine zweite Fernbedienung zur Sprachsteuerung bei. Ein großer Vorteil von UHD-TVs ist High Dynamic Range, kurz HDR. Diese Techniken sorgen für einen großen Kontrastumfang und Farbraum – kompatible Filme sehen damit meist sehr, sehr gut aus. Bei den HDR-Formaten sollten es idealerweise HDR10+ und Dolby Vision sein. Der Unterschied: HDR10+ wird von Samsung vorangetrieben, Dolby Vision ist ein konkurrierendes Verfahren. Einzelne Filmanbieter, etwa Warner, pressen beide Formate auf die UHD-Blu-Rays ( heise-Meldung). Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten die Fernseher beide Formate unterstützen. OLED-TVs mit 140-cm-Diagonale / 55 Zoll Wie bei den LCD/LED-TVs ist die Display-Diagonale der Geräte der wichtigste Preisfaktor. Das untere Preissegment beginnt bei 55 Zoll Bildschirmdiagonale. Die günstigsten Geräte gibt es dabei von Grundig oder Metz. Grundig nutzt zwei Betriebssysteme, das Vision OS und für wenige Geräte wie dem Grundig 55 GOB 9099 (Testbericht) das Amazon FireTV OS. Metz und andere verwenden Android TV. Letzteres hat den großen Vorteil, dass man einen breiten Zugriff auf Apps und Streaming-Dienste hat. Wichtig ist das zum Beispiel für Nutzer von Disney+, der Dienst ist möglicherweise nicht verfügbar, wenn man kein Android TV nutzt. Er lässt sich notfalls einfach nachrüsten, mehr dazu im Ratgeber zu Disney+. Die Preise für die TVs beginnen bei unter 900 Euro. Geräte mit HDMI 2.1 beginnen ab 1200 Euro, auch Sony OLEDs liegen in diesem Preisbereich. OLED-TVs mit 165-cm-Diagonale / 65 Zoll Seit der ersten Version dieses Artikels haben sich die Preise für OLED-TVs mit einer Bildschirmdiagonale von 165 cm auf vergleichsweise hohem Niveau stabilisiert. Es geht ab knapp 1650 Euro los, springt dann aber schnell über 1700 und 1800 Euro. Zwei Betriebssysteme teilen sich quasi den Markt: WebOS, das auf den Geräten von LG zum Einsatz kommt, und Android TV in unterschiedlichen Versionen. Auch hier gilt: Wer keine zusätzlichen externen Streaming-Stick anstecken möchte, der sollte zu Android greifen. Wer einen Apple TV, einem Fire TV Stick oder etwas Ähnliches nutzt, der hat die freie Wahl. OLED-TVs mit 196-cm-Diagonale / 77 Zoll Bei den großen OLEDs gibt es wenig Bewegung nach unten. Wer einen TV mit knapp zwei Metern Bildschirmdiagonale haben möchte, der muss mindestens 4900 Euro hinlegen. Die obere Grenze liegt derzeit bei knapp 20.000 Euro, dafür bekommt man den 8K-OLED-TV von LG. Überhaupt ist LG hier das Schwergewicht, was sich auch in den Betriebssystemen niederschlägt. WebOS liegt vor Android TV oder Firefox OS. OLED-TVs mit 224-cm-Diagonale / 88 Zoll 2,24 Meter – das ist die größte Bildschirmdiagonale, die es derzeit bei den OLEDs zu kaufen gibt. Hier wird es nicht nur teuer, sondern auch einsam: Lediglich zwei Geräte von LG tummeln sich hier, beide haben eine 8K-Auflösung, stellen also Inhalte mit 7680 × 4320 Pixeln dar. Dafür sind auch die Preise an der Obergrenze, zwischen 18.000 und 28.000 Euro muss man hier investieren. Aber hey, immerhin sind die Preise hier um ein paar 1000 Euro gesunken – was aber im Vergleich nicht so viel ausmacht. Fazit OLEDs sind lange nicht so günstig wie Fernseher mit LC-Display. Dafür bekommt man ein fantastisches Bild und eine Bildschirmdiagonale von mindestens 55 Zoll. Riesen-TVs mit 77 Zoll und mehr kosten meist ein Arm und ein Bein. Gerade bei den älteren Geräten ist es aber inzwischen nur noch ein Bein. Leider sind Preisaktionen bei dieser Geräteklasse selten. Noch gedulden sollte man sich bei den 88 Zoll Geräten. Es fehlen sowohl die Inhalte für 8K, außerdem sind die Preise für das erste Produkt noch viel zu hoch. Wer seinen alten Fernseher ausmustern möchte, der kann sich auf interessante Angebote gefasst machen – und bekommt mit etwas Geduld auch echte Schnäppchen. Der Ratgeber ist Teil unserer Themenwelt rund um UHD und 4K. Folgende Artikel sind bereits erschienen: Kaufberatung: 4K/UHD-Blu-ray-Player ab 100 Euro Marktübersicht: 4K-Beamer werden bezahlbar Kaufberatung UHD-TVs: 4K-Fernseher für jeden Geldbeutel Apple TV 4K: Streaming-Gerät für alle Plattformen Test Amazon Fire TV Stick 4K – UHD-Streaming für 60 Euro Philips 55OLED803: UHD-OLED-Fernseher im Test Grundig55 GOB 9099: Guter OLED-TV mit Amazon-OS

 

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Allein unter Frauen um die Welt

Es war Liebe. Als Eva Veith 1980 nach West-Berlin zog, war sie schon längst dieser aufregenden Stadt verfallen. Ein Praktikum war der Grund. In Kassel hatte sie Sozialpädagogik studiert: Weil sie politisch interessiert war und überhaupt, weil das damals en vogue war. „Für mein Praktikum am Ende des Studiums wäre ich eigentlich am liebsten ins Ausland gegangen, das war aber damals noch nicht so einfach wie heute“, erzählt Eva Veith,64 Jahre, und Mit-Gründerin von „Frauen unterwegs“, der ersten Agentur, die Reisen ausschließlich für Frauen anbietet. Welcher Ort zu jener Zeit der Exotischste in Deutschland war? Klar, West-Berlin. Die sechs Monate Praktikum im Stadtteilzentrum Schöneberg haben sie nicht mehr losgelassen. Eva Veith kam damals ohne Job und ohne Plan. West-Berlin 1980, da war der Ku’damm noch das Zentrum, eine Sperrstunde gab es in dieser Stadt nicht, die Männer mussten nicht zur Bundeswehr. Wenige Zeit zuvor hatte David Bowie in Schöneberg gelebt und seinen berühmten Song „Heroes“ aufgenommen, da tanzte man im Dschungel, und Annette Humpe schloss sich mit ihren Mitstreitern zu der Band Ideal („Blaue Augen“) zusammen, Vorreiter der Neuen Deutschen Welle. Die Hausbesetzerszene wehrte sich gegen den Abriss von Altbauten, in Kreuzberg gab es Räumungen und rund ums Kottbusser Tor Straßenschlachten mit der Polizei. [Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] Eva Veith zog natürlich dahin, wo das Leben war – nach Kreuzberg: Kleine Altbauwohnung, Außentoilette, Ofenheizung. Mit Nebenjobs hielt sie sich über Wasser: Im Winter im Neuköllner Eislaufstadion Schlittschuhe verleihen, im Sommer Pommes im Schwimmbad am Olympiastadion verkaufen. Dass sie einmal Frauenreisen veranstalten und später sogar das erste Frauenhotel in der Stadt gründen wird, ist einem bierseligen Abend mit einer Freundin zu verdanken. Dort erzählte Eva Veith von einer Griechenland-Reise: „Überall nur Zeus, Apollo, männliche Gottheiten. Frauen kamen da gar nicht vor“, sagte sie. Die Freundin konterte: „Warum machen wir nicht ein Frauen-Reisebüro auf?“ Auf den Spuren von Malerinnen, Schriftstellerinnen im Ausland, nur für Frauen sollte es sein. „Zunächst betrieben wir auf der Tourismusbörse ITB 1984 Marktforschung“, erzählt Eva Veith. Ob es auch reine Frauen-Reisen im Angebot gibt, fragten die beiden an den Messeständen. „Die haben uns angeschaut, als kämen wir vom Mond. Einmal hieß es sogar: Wieso? Dafür gibt es doch das Müttergenesungswerk.“ Eva Veith und ihre Freundin legten dennoch einfach los. Sie gründeten den Verein „Frauen unterwegs“. An Veiths Esstisch stellten sie zwei Toskana-Reisen für Frauen zusammen. Auf den Spuren der Malerinnen Artemisia Gentileschi und Angelika Kaufmann ging es nach Florenz und Umgebung. Reisen nur für Frauen? - "Dafür gibt es doch das Müttergenesungswerk", hieß es damals. Die Frauengruppen wohnten in einem großen Haus, das sie gemietet hatten, eine befreundete Kunsthistorikerin machte die Führung. Doch die Werke der beiden Künstlerinnen waren im Museum in verstaubten Gängen achtlos abgestellt. Anschauen konnten die Frauen die Bilder am Ende trotzdem, sagt Eva Veith, aber es habe gezeigt, wie wenig Beachtung Künstlerinnen im Gegensatz zu männlichen Malern fanden. Das Reisekonzept sprach sich herum. Immer mehr meldeten sich an, wollten Skireisen, Wanderreisen, Kunst-und Kulturreisen mitmachen. „Frauen unterwegs“ expandierte, zog in Büroräume in der Potsdamer Straße in Schöneberg. Das erste Frauenhotel in Berlin war damals eine Besonderheit Als Eva Veith hörte, dass eine Pension in Wilmersdorf leersteht, reifte mit ihren Mitstreiterinnen die Idee, das erste Frauen-Hotel in Berlin zu eröffnen: Acht Zimmer und eine kleine Dachterrasse. Sie nahmen einen Kredit auf und eröffneten 1988 das Hotel nur für Frauen. Die Medien berichteten ausgiebig. Oft tauchte die Frage auf, was denn sei, wenn nun doch ein Mann nach einem Zimmer fragte. „Dann sind wir gern bereit, sie an eines der vielen anderen Hotels in der Nähe zu vermitteln, war unsere Antwort“, erinnert sich Veith. "Einen so großen Reisebus? Den kann eine Frau doch gar nicht fahren" Die Zimmer waren nach Frauen benannt und gestaltet: Im Lise-Meitner-Zimmer standen Reagenzgläser als Deko, bei Funny Mendelssohn hingen Notenblätter an der Wand. Die Reisen, das Hotel, und dann hat Eva Veith auch noch in der Projektleitung der vom Senat gegründeten „Frauen-Infothek“ gearbeitet: Hier berieten arbeitslose Frauen Touristinnen, was es Sehenswertes gab. Drei Jobs, das sei ihr zu viel gewesen. Eva Veith stieg aus dem Frauenhotel aus, gab bald auch den Infothek-Job ab und konzentrierte sich ganz auf ihre Agentur. Ihren Traum nach Island zu reisen, erfüllte sie sich zusammen mit ihrer Mutter. Die Frauenreisen seien weder "last minute" noch "Massentourismus" Ob denn auch eine Frau den Bus für die Rundreise fahren könne, fragte sie ihre Kooperationspartner. „Das ist wildes Hochland, so einen großen Bus können Frauen doch nicht fahren“, hieß es zunächst. Eva Veith ließ nicht locker. Wenn sie schon Reisen für Frauen anbot, dann sollten auch Frauen den Reisebus steuern. Am Ende klappte es: Eine isländische Fahrerin, die sonst normale Nahverkehrsbusse lenkte, sprang ein und kutschierte die Reisegruppe durch das Land. [In unseren Leute-Newslettern berichten wir wöchentlich aus den zwölf Berliner Bezirken. Die Newsletter können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de] 200 Reisen pro Jahr bot ihr Unternehmen – vor der Corona-Pandemie – an. Das Konzept ist seit 30 Jahren dasselbe: Weder „last minute“ noch Massentourismus, sondern „Reisen, die etwas ganz Besonders und ihren Preis wert sind“, so formuliert es Eva Veith. Denn jede Reise sei „eine neue Kreation“. Das treibe sie an. Auch, als die Pandemie-Zwangspause kam. Deshalb tüftele sie nun weiter an Reisen – für die nächsten Monate.

 

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Ricken, zweimal Ginter, Hofmann: Die deutschen Turniertouristen von 2000 bis 2021 Ricken, zweimal Ginter, Hofmann: Die deutschen Turniertouristen von 2000 bis 2021

Bei fast jeder Weltmeisterschaft oder Europameisterschaft gibt es in der deutschen Nationalmannschaft Spieler, die nicht zum Einsatz kommen. Bekannte Beispiele sind Paul Steiner oder Günter Hermann, die 1990 zum Kader von Teamchef Franz Beckenbauer gehörten und sich folglich "Weltmeister" nennen dürfen – obwohl sie im Turnier keine Minute gespielt haben. Doch auch in den vergangenen Jahren bis hin zu laufenden EM gab es prominente "Turniertouristen" - der SPORT BUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), hat sich die DFB-Aufgebote seit der EM 2000 angeschaut. In Belgien und den Niederlanden schied das deutsche Team unter Erich Ribbeck bereits nach der Vorrunde aus – einer der Tiefpunkte in der Geschichte des deutschen Fußballs. Neben den nicht eingesetzten Ersatztorhütern Jens Lehmann und Hans-Jörg Butt dürfen auch zwei Feldspieler von sich behaupten, dass sie am Schlamassel nicht aktiv beteiligt waren: Die Mittelfeldspieler Carsten Ramelow und Dariusz Wosz erlebten die drei Begegnungen gegen Rumänien (1:1), England (0:1) und Portugal (0:3) nur von der Bank aus. Ribbeck räumte seinen Posten nach der EM, Ex-Nationalspieler Rudi Völler übernahm. Die erste Weltmeisterschaft des neuen Jahrtausends war auch die erste, die in Asien ausgetragen wurde: in Japan und Südkorea. Sensationell wurde Deutschland – eigentlich als Außenseiter gestartet – Vizeweltmeister, unterlag im Finale mit 0:2 gegen Brasilien. Vier Profis durften in allen sieben Partien der DFB-Auswahl aber nur zuschauen: wie zwei Jahre zuvor bei der EM die Ersatzkeeper Lehmann und Butt, dazu der für seinen harten Linksschuss berühmte Jörg Böhme (damals Schalke 04) und BVB-Urgestein Lars Ricken. Zwei Jahre nach dem Beinahetriumph in Asien folgte bei der Europameisterschaft in Portugal der harte Rückschlag. Während Griechenland unter Trainerlegende Otto Rehhagel sensationell zum EM-Titel stürmte, war für Deutschland wie schon vier Jahre zuvor nach der Vorrunde Schluss. Gleich fünf Spielern seines Aufgebotes gewährte Teamchef Völler, der nach der EM zurücktrat und von Reformer Jürgen Klinsmann abgelöst wurde, keinerlei Einsatzzeit: Lehmann und Timo Hildebrandt als Nummer zwei bzw. drei im Tor, zudem den Abwehrspielern Andreas Hinkel und Christian Ziege sowie dem heutigen Dortmunder Lizenzspielerchef Sebastian Kehl. Die Resultate: 1:1 gegen die Niederlande,0:0 gegen Lettland und 1:2 gegen Tschechien. Die WM eigenen Land – wohl der Traum eines jeden Fußballers. Deutschland wurde unter Klinsmann, der im Anschluss von seinem Assistenten Joachim Löw beerbt wurde, zwar "nur" Dritter, entfachte beim "Sommermärchen" aber trotzdem große Begeisterung. Alle Feldspieler kamen bei dem Turnier mindestens einmal zum Einsatz, sogar der im Zweikampf mit Lehmann vor der WM zur Nummer zwei im Tor degradierte Oliver Kahn erhielt in der Partie um den dritten Platz gegen Portugal (3:1) sein Abschiedsländerspiel. Einziger WM-Tourist im eigenen Land also: der dritte Torhüter Hildebrandt. Das erste Turnier unter Löw als Bundestrainer – und gleich ging es ins Finale, wo Deutschland beim 0:1 gegen Spanien aber chancenlos war. Ohne Einsatz blieben in Österreich und der Schweiz der 2009 verstorbene Robert Enke und René Adler, die hinter Lehmann das Torhütertrio komplettieren, sowie Abwehrallrounder Heiko Westermann und Piotr Trochowski (damals Hamburger SV). In Südafrika fand erstmals eine WM auf dem afrikanischen Kontinent statt – und die junge DFB-Elf wiederholte ihren dritten Platz von der Heim-WM vier Jahre zuvor. Wie schon bei der WM in Deutschland musste auch in Südafrika nur ein einziger deutscher Spieler komplett zuschauen: Tim Wiese. Der damalige Keeper von Werder Bremen war als Nummer zwei ins Turnier gegangen. Die etatmäßige Nummer drei Hans-Jörg Butt war etwas überraschend als Back-up nominiert worden und durfte anstelle von Manuel Neuer das Spiel um Platz drei bestreiten, das Deutschland gegen Uruguay mit 3:2 gewann. Nach den starken Auftritten in Südafrika machten sich die Deutschen Hoffnungen auf den EM-Titel. Doch im Halbfinale machte Mario Balotelli alle Träume zunichte. Der italienische "Bad Boy" schoss das DFB-Team beim 2:0 im Halbfinale fast im Alleingang aus dem Turnier. In allen fünf Begegnungen zuschauen mussten nicht nur die Ersatztorhüter Wiese und Ron-Robert Zieler, sondern auch Mittelfeld-Stratege Ilkay Gündogan und die Abwehrspieler Benedikt Höwedes und Marcel Schmelzer. Überraschend: Auch der bei den vorherigen Turnieren in der Innenverteidigung gesetzte Per Mertesacker war diesmal nur "Tourist" – Löw setzte im Abwehrzentrum auf Holger Badstuber, Jerôme Boateng und Mats Hummels. Letzteren hatte Löw vor der aktuellen EM längst ausgemustert, bis er ihn gemeinsam mit Thomas Müller zurückholte. Nach 24 Jahren der vierte Stern auf der Brust – durch einen 1:0-Erfolg im Finale von Rio de Janeiro gegen Argentinien schoss sich Deutschland zum vierten WM-Finale. Insgesamt fünf Spieler folgten unfreiwillig der Tradition von Paul Steiner und Günter Hermann: Sie erlebten das Turnier ausschließlich von der Bank. Kurios: Drei von ihnen standen damals bei Borussia Dortmund unter Vertrag: Roman Weidenfeller als dritter Torwart, Defensivallrounder Erik Durm und Dauerläufer Kevin Großkreutz. Darüber hinaus durften auch der damals erst 20-jährige Matthias Ginter und Ersatzkeeper Ron-Robert Zieler auf dem Platz nicht mithelfen. Wie schon vier Jahre zuvor war auch bei der Endrunde in Frankreich nach dem Halbfinale Endstation für die deutsche Elf. Beim 0:2 gegen den Gastgeber, der im Finale jedoch Portugal und Superstar Cristiano Ronaldo unterlag, zerplatzte der DFB-Traum vom ersten EM-Titel seit 1996. In allen sechs Begegnungen zuschauen mussten neben den Torhütern Bernd Leno und Marc-Andre Ter Stegen auch Innenverteidiger Jonathan Tah und Mittelfeldspieler Julian Weigl, der seit Anfang 2020 bei Benfica Lissabon spielt. Vier Jahre nach dem Triumph von Rio scheiterte Deutschland in Russland als Titelverteidiger schon in der Vorrunde. Nach einem 0:1 gegen Mexiko, einem 2:1-Last-Minute-Sieg über Schweden und einem 0:2 gegen Südkorea mussten Joachim Löw und Co. die Heimreise antreten. Obwohl das DFB-Team damit nur drei Partien absolvierte, setzte der Bundestrainer mit Ausnahme von Ginter alle Feldspieler seines Aufgebotes ein. Der mittlerweile vom BVB zu Borussia Mönchengladbach gewechselte Abwehrspieler war schon 2014 nur als "Tourist" dabei gewesen. Weniger überraschend: Auch die Keeper Kevin Trapp und Ter Stegen kamen nicht zum Zuge. Wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie durfte Löw bei seinem letzten Turnier als Bundestrainer erstmals 26 statt der sonst üblichen 23 Akteure nominieren. Vielleicht auch deswegen kamen mit insgesamt sieben ungewöhnlich viele Spieler zu keinem Einsatz bei der paneuropäischen EM, die für die DFB-Auswahl nach einem 0:2 gegen England im Londoner Wembley-Stadion bereits im Achtelfinale beendet war. Neben den Torleuten Bernd Leno und Kevin Trapp, die als Backups für Kapitän Manuel Neuer im Aufgebot standen, blieben auch Christian Günter, Lukas Klostermann (zog sich kurz nach Turnierbeginn eine Muskelverletzung zu), Robin Koch, Jonas Hofmann und Florian Neuhaus außen vor.

 

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BILD sagt, was Löw nicht sagte

Mittwochfrüh um 0.50 Uhr landete die ausgeschiedene Nationalmannschaft in Nürnberg. Nach einer Abschiedsrede in der Nacht und einem letzten gemeinsamen Frühstück mit seinen Spielern stellte sich Jogi Löw (61) um 12.30 Uhr der Öffentlichkeit – zum letzten Mal als Bundestrainer. Löw sprach vor allem über sich persönlich. Wichtiger als die Ergebnisse seien ihm die Erfahrungen und Erlebnisse, die er mit Spielern und Betreuern geteilt habe. Löw: „Ich bin mit mir im Reinen.“ Auf die konkrete Frage nach Abwehr- und Offensivproblemen sagte er: „Für mich ist es zu früh und nicht möglich, eine Analyse zu machen.“ Und: „Wir haben uns kritisch mit vielen Dingen auseinandergesetzt. Ins Detail zu gehen, macht für mich wenig Sinn.“ BILD weiß: Kritik ließ Löw während des Turniers nicht an sich heran. Weder von außen noch intern. Bereits im Trainingslager in Seefeld gab es im Team kritische Stimmen über das vom Bundestrainer vorgegebene 3-4-3-System. Insbesondere der Bayern-Block, der in München ein 4-3-3 spielt, fühlte sich nicht wohl damit. Als Löw dies mitbekam, sprach er das in einer internen Mannschaftssitzung an. Löw kritisierte seine Profis: Nicht das System sei schuld, die Spieler würden es nicht richtig ausfüllen. So spielte Joshua Kimmich (26) nur zähneknirschend auf der Position des Rechtsverteidigers, auf die er aus dem Zentrum von Löw wegbeordert wurde. Allein die Hoffnung auf den Team-Erfolg und das Wissen, dass es nach der EM einen neuen Bundestrainer geben würde, ließ ihn während der EM stillhalten. Auch Thomas Müller (31) fügte sich dem ungeliebten Löw-System, stellte sich in den Dienst der Mannschaft. Zwar hielt der Bundestrainer das Versprechen an den Rückkehrer, er würde Stammspieler sein. Seine Bayern-Position zentral hinter der Spitze gab er ihm nicht. Dabei hatte Löw vor dem Turnier selbst gesagt, dass er Müller nicht mehr auf den Außen einsetzen werde. Löw ignorierte die Kritik der Experten wie Lothar Matthäus (60), Mehmet Scholl (50) und zuletzt U21-Europameister-Trainer Stefan Kuntz (58), die eine Abschaffung der Dreierkette forderten. Löw ließ das stets ungehört, wiederholte stattdessen mantraartig seinen Satz: „Systeme spielen überhaupt keine Rolle.“ Fazit des letzten Löw-Auftritts als Bundestrainer: Man erfuhr einiges über sein Seelenleben, so gut wie nichts über die Ursache des Ausscheidens.

 

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F-35 startet mit Gegenwind - und fordert Viola Amherd heraus

Die Schweiz soll 36 Flugzeuge des Typs F-35 sowie 5 Einheiten des Boden-Luft-Abwehrsystems «Patriot» beschaffen. Mit diesem Entscheid löst der Bundesrat eine Kontroverse aus. Verteidigungsministerin Viola Amherd wird noch viel Überzeugungsarbeit für die F-35 leisten müssen. Bundesrätin Viola Amherd erhielt gestern einen Vorgeschmack auf die Turbulenzen, die sie in den kommenden Monaten durchfliegen wird. Grund für die Unruhe ist der mit Spannung erwartete Entscheid des Bundesrates, welches Kampfflugzeug die veralteten F/A-18 ablösen soll. Nach einer umfassenden Evaluation fiel die Wahl auf die F-35 des US-Herstellers Lockheed Martin. Gemäss Amherd handelt es sich um einen sauberen und korrekten Entscheid. «Der Flugzeugtyp hat bei den drei Hauptkriterien Wirksamkeit, Produkte-Support und Kooperation am besten abgeschnitten», betonte die Verteidigungsministerin an einer Pressekonferenz. Unter den Medienschaffenden war das Misstrauen deutlich zu spüren und die Unsicherheit darüber, ob es bei diesem Entscheid mit rechten Dingen zugegangen sein konnte. Kann es tatsächlich sein, dass ein als «Ferrari der Lüfte» geltender Jet, auch was die Kosten betrifft, seine Konkurrenten – den Eurofighter von Airbus, die Rafale des französischen Herstellers Dassault sowie die ebenfalls amerikanische F/A-18E/F (Super Hornet) von Boeing – hinter sich lassen kann?, lautete die in unterschiedlichen Variationen gestellte Frage. Amherd und das Verteidigungsdepartement VBS sind sich in dieser Hinsicht sicher. Sowohl Beschaffung als auch Betrieb seien für den F-35 am günstigsten, so lautete ihre Botschaft. Die Beschaffungskosten belaufen sich zum Zeitpunkt der Angebote im Februar 2021 auf 5,068 Milliarden Franken und liegen damit klar innerhalb des vom Volk vorgegebenen Finanzrahmens von 6 Milliarden Franken. Die Gesamtkosten aus Beschaffungs- und Betriebskosten betragen laut VBS beim F-35 über 30 Jahre gerechnet rund 15,5 Milliarden Franken. «Der Unterschied zum zweitgünstigsten Kandidaten liegt im Bereich von 2 Milliarden Franken», erklärte die Verteidigungsministerin. Politik blieb draussen Amherd machte auch klar, dass der Bundesrat aufgrund des klaren Ergebnisses der Evaluation keinen Handlungsspielraum hatte, um das Rüstungsgeschäft mit politischen Geschäften zu verknüpfen. Vor allem in den letzten Wochen kursierten in den Medien immer wieder Gerüchte, dass Frankreich und Deutschland der Schweiz politische Zugeständnisse machen würden, wenn man sich für ein Kampfflugzeug aus ihrem Land entscheide. Wenn der Bundesrat von gewissen Ländern keinen Kampfjet hätte kaufen wollen, hätte er diese von Anfang an explizit ausschliessen müssen. Bei der Ausschreibung sei den Herstellern, dem Parlament und dem Volk klar gewesen, dass dies die Spielregeln seien. Diese Bedingungen würden nach wie vor gelten und verunmöglichten es, bei der Beschaffung politische Argumente zu berücksichtigen. Unter keinen Umständen einen Kampfjet aus US-amerikanischer Produktion wollen die Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA), die SP und die Grünen. Nach dem Entscheid des Bundesrates hat die Unterschriftensammlung für eine Volksinitiative begonnen, die sich explizit gegen den F-35 richtet. Auf der Website stopp-kampfjets.ch haben bereits über 6000 Menschen ihre Unterstützung versprochen. Wasser auf ihre Mühlen dürfte sein, dass der Bundesrat sich für das neue System zur bodengestützten Luftverteidigung grösserer Reichweite (Bodluv GR) ebenfalls für ein US-Produkt entschieden hat. Hier hat sich das System «Patriot» des Herstellers Rayethon gegen das System SAMP/T von Eurosam aus Frankreich durchgesetzt. Diese Kombination von Flugzeug und Flugabwehr wird den Vorwurf nähren, dass sich die Schweiz in eine gefährliche Datenabhängigkeit von den USA begebe. Laut der Verteidigungsministerin gibt es keine stärkere Abhängigkeit als bei anderen Herstellern, da alle Anbieter amerikanische Komponenten verwenden würden. Die grüne Nationalrätin Marionna Schlatter erklärt denn auch: «Der F-35/A ist unser Wunschgegner.» Die Grünen seien grundsätzlich gegen jegliche Jets, die über einen luftpolizeilichen Dienst hinausgingen. Die F-35 sei auf Angriff ausgerichtet. Der FDP-Ständerat Thierry Burkart begrüsst die Wahl. Sie stehe am Schluss eines «technisch aufwendigen, transparenten, international anerkannten und rechtlich abgesicherten Evaluationsverfahrens». Typenwahl steht fest Am Zug ist nun das Parlament, das die Beschaffung im Rahmen der Armeebotschaft 2022 behandeln wird. Es kann zwar noch über einzelne Punkte des Geschäftes wie etwa die Kostenfrage diskutieren, am Typenentscheid kann es jedoch nichts mehr ändern. Doch die Diskussionen im Vorfeld des Bundesratsentscheides haben gezeigt, dass die VBS-Vorlage sehr genau unter die Lupe genommen und auf Schwachstellen abgeklopft werden wird. Die Turbulenzen für Viola Amherd werden noch zunehmen. Immerhin hat die Bundesrätin am Mittwoch schon einmal bewiesen, dass man auch als Juristin ohne Erfahrung am Steuerknüppel eines Kampfjets sicher landen kann.

 

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Djokovic schlug Ex-Finalist Anderson in 2. Wimbledon-Runde, Novak out

London – Ohne Probleme hat der Tennis-Weltranglisten-Erste Novak Djokovic sein potenziell schwieriges Zweitrunden-Match in Wimbledon überstanden. Der 34-jährige Serbe ließ dem Südafrikaner Kevin Anderson beim 6:3,6:3,6:3 am Mittwoch in London keine Chance. Beide hatten vor drei Jahren das Endspiel des Grand-Slam-Turniers bestritten. Auch damals siegte Djokovic glatt gegen Anderson. Danach wurde der inzwischen 35-Jährige zweimal am Knie operiert. Der ehemalige Weltranglisten-Fünfte war nur in der Anfangsphase ebenbürtig. Ab dem 3:3 im ersten Satz zog Djokovic davon, schaffte das erste Break zum 5:3 und war auch in der Endphase des zweiten Durchgangs wieder klar der Stärkere. Zwar kam Djokovic wie schon in seinem ersten Match auf dem Rasen mehrfach zu Fall, nach dem nächsten Break zum 5:3 im dritten Durchgang machte er nach 1:40 Stunden aber den ungefährdeten Erfolg perfekt. In der dritten Runde am Freitag trifft Djokovic auf den amerikanischen Qualifikanten Denis Kudla. Der fünfmalige Wimbledon-Champion würde mit einem weiteren Erfolg seinen insgesamt 20. Titel bei einem Grand-Slam-Turnier holen und damit mit den Rekordhaltern Roger Federer und Rafael Nadal gleichziehen. Djokovic hat zudem noch die Chance, in diesem Jahr die vier wichtigsten Grand-Slam-Turniere sowie Olympia-Gold zu gewinnen. Für Dennis Novak war indes in Wimbledon gleich in der Auftaktrunde Endstation. Der 27-jährige Niederösterreicher unterlag dem US-Amerikaner Steve Johnson am Mittwoch nach ausgeglichenem ersten Satz insgesamt doch recht deutlich nach fast zwei Stunden Spielzeit mit 6:7(7),2:6,5:7. Damit ist Österreich beim Rasen-Tennis-Grand-Slam-Turnier nicht mehr vertreten, nachdem ÖTV-Star Dominic Thiem seine Teilnahme verletzungsbedingt hatte absagen müssen. Novak war der einzige Akteur, der in einem hart umkämpften ersten Durchgang Breakchancen vorfand, konnte diese allerdings nicht verwerten. Im Tiebreak machte er zwar noch aus einem 1:3-Rückstand eine 4:3-Führung, zog am Ende aber mit 7:9 den Kürzeren. Zu Beginn des zweiten Satzes gab die kürzlich wieder zu Günter Bresnik als Coach zurückgekehrte österreichische Nummer zwei gleich einmal den Aufschlag ab, nach einem weiteren Break hieß es 2:6. Im dritten Durchgang startete Novak wieder mit einem Break gegen sich, konnte allerdings zum 3:3 das Rebreak machen. Bei 5:4 fand er gar einen Satzball vor, ließ diesen jedoch ungenützt. Das rächte sich. Johnson schaffte zum 6:5 noch ein Break und servierte dann aus. Der 31-jährige Weltranglisten-74. entschied damit das Premierenduell mit dem im Ranking auf Position 122 liegenden Novak für sich. Der scheiterte damit beim dritten Auftritt im Hauptbewerb am "Heiligen Rasen" wie auch schon 2019 in der ersten Runde. Sein bestes Abschneiden bleibt die dritte Runde 2018. Bei den Damen ist mit der ehemaligen US-Open-Siegerin Bianca Andreescu die nächste Top-Spielerin schon früh ausgeschieden. Die Kanadierin verlor ihr Erstrunden-Match gegen die Französin Alize Cornet 2:6,1:6. Andreescu war als Nummer fünf gesetzt. Auch die an Nummer neun gereihte Schweizerin Belinda Bencic verabschiedete sich mit einem 3:6,3:6 gegen die Slowenin Kaja Juvan, die Nummer 102 der Welt. Ebenfalls schon nicht mehr dabei sind die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova aus Tschechien und die langjährige Weltranglisten-Erste Serena Williams. Die US-Amerikanerin hatte sich am Dienstag in ihrem Auftaktmatch verletzt. Ihren Start abgesagt hatten die Weltranglisten-Zweite Naomi Osaka aus Japan und die ebenfalls verletzte Simona Halep. Die Rumänin hatte 2019 die bisher letzte Auflage von Wimbledon gewonnen. Nur mit Mühe schaffte es Mitfavoritin Aryna Sabalenka aus Belarus in die dritte Runde. Die als Nummer zwei gesetzte 23-Jährige setzte sich 4:6,6:3,6:3 gegen die britische Außenseiterin Katie Boulter durch. (APA, dpa) Titelverteidiger Tadej Pogacar hat am Mittwoch bei der Tour de France seine Stärke demo... In den Stadien verfolgen mittlerweile trotz Pandemie Zehntausende Menschen die Spiele d... Neue Reifen, neues Glück? Vor über 100.000 Zuschauern geht am Wochenende in Spielberg d... Es sei immer schwieriger, geeignete Zielorte zu finden, sagte Thierry Gouvenou. Vor zeh... Das ATP-250-Turnier wird vom Weltranglisten-Zehnten Roberto Bautista Agut aus Spanien a...

 

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Geplante Aufspaltung von Airbus: IG Metall und Betriebsräte rebellieren gegen das Management

München. Beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern Airbus braut sich an deutschen Standorten einiges zusammen. Hintergrund sind Pläne des vom Franzosen Guillaume Faury geführten Managements, in Deutschland einen Einzelteilefertigung genannten Bereich abzuspalten und möglichst zu verkaufen, in dem insgesamt 3.500 Beschäftigte arbeiten. Betroffen ist der gesamte Standort der Airbus-Tochter Premium Aerotec in Varel in Niedersachsen mit knapp 1.300 Stellen und der größte Teil des Standorts Augsburg, wo es 2.200 von 2.800 Beschäftigten treffen würde. Auf alternative Vorschläge des Airbus-Gesamtbetriebsrats und der IG Metall dazu habe das Management nicht reagiert, erklärten IG Metall-Vorstand Jürgen Kerner und mehrere Betriebsräte. „Wer eine ausgestreckte Hand nicht ergreift und rote Linien überschreitet, provoziert die Belegschaft“, drohte Kerner nun recht offen. Er ist im Vorstand der IG Metall unter anderem für die Luft- und Raumfahrtbranche zuständig. Das Personal sei grundsätzlich für den von Faury geplanten Umbau der Werksstrukturen, erklärten er und Airbus-Gesamtbetriebsratschef Holger Junge. Das gelte aber nur, falls für alle deutschen Standorte belastbare Zukunftsperspektiven inklusive künftiger Arbeitsanteile auf den Tisch kämen. Das verweigere das Management aber bislang. Besonders übel stößt Gewerkschaftern und Betriebsräten auf, dass der Umbau in Frankreich für dortige Belegschaften schmerzlos und ohne Zerschlagungspläne laufen soll. In Deutschland sei da anders. Durch den Premium Aerotec-Standort in Augsburg werde per Zerschlagung ein Zaun durch die Fabrik gezogen, der dessen Zukunftsfähigkeit gefährde. Gewerkschafter und Betriebsräte drohen nun damit, Sand ins Getriebe der demnächst wieder hochlaufenden Airbus-Produktion zu bringen. Der Luftverkehr nimmt langsam wieder Fahrt auf. Airbus, wo die Produktion pandemiebedingt um 40 Prozent gedrosselt wurde, will nun wieder mehr Flugzeuge bauen. Kreative Aktionen oder Informationsveranstaltungen an einzelnen Standorten, wie streikähnliche Situationen gewerkschaftsseitig umschrieben werden, könnten das verhindern. Aktivierungsmail verschickt Vielen Dank für Ihr Interesse an unserem Newsletter. In Kürze erhalten Sie einen Aktivierungslink per E-Mail von uns. Die Newsletter-Anmeldung hat leider nicht geklappt. Bitte versuchen Sie es noch einmal und laden Sie die Seite im Zweifel neu. Kerner will auch die Bundespolitik bis hinauf zu Bundeskanzlerin Angela Merkel einspannen, um sich beim französischen Amtskollegen Emmanuel Macron für deutsche Standorte und Stellen starkzumachen. Die Landesregierungen von Niedersachsen und Bayern protestieren bereits. Kerner kritisiert Ungleichbehandlung zwischen deutschen und französischen Werken. Alte Gräben öffnen sich. Eigentlich will Airbus die Pandemie und die damit verbundene Flaute in der Fertigung nutzen, um den Konzern auf eine neue Generation von Flugzeugen mit Wasserstoffantrieb vorzubereiten, die ab 2035 gebaut werden soll. Dazu wird der europäische Werksverbund neu geordnet und konzernintern auch eine neue Tochter gegründet. Teile davon sollen, allerdings nur in Deutschland, abgespalten und verkauft werden, weil diese nicht wirtschaftlich seien. Als unwirtschaftlich habe der Konzern gegenüber Betriebsräten hierzulande aber nur Bereiche mit 600 bis 700 Beschäftigten bezeichnet, sagt Premium Aerotec-Betriebsratschef Thomas Busch. Abgespalten werden solle aber ein Vielfaches davon. Bis Anfang 2022 werde die neue Werksstruktur nicht wie geplant stehen, wenn das Management nicht einlenkt, droht auch er.

 

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Miami: Warum kommt die Suche nach Vermissten so langsam voran?

Miami. Unermüdlich sind Hunderte Einsatzkräfte seit dem Kollaps des Champlain Towers South am Donnerstag vergangener Woche bei Miami im Einsatz. Sie versuchen verzweifelt, die etwa 150 Vermissten unter den Trümmern zu erreichen. Zwölf Menschen konnten bisher nur tot aus den Trümmern geborgen werden. Und obwohl bereits fast eine Woche vergangen ist, kommen die Helferinnen und Helfer nur schwer voran. Laut der Nachrichtenagentur AP müssen sich die 900 Einsatzkräfte mühsam und teilweise auf Händen und Knien durch den Schutt wühlen und Trümmer mit Schaufeln, Hacken und Sägen aus dem Weg schaffen. Am Dienstag behinderte ein Feuer, das sich in den Trümmern entzündet hatte, die Arbeiten. Auch die Wetterbedingungen mit einem herannahenden Sturm bedrohen den Fortschritt bei der Rettungsaktion. So sind am Dienstagmorgen Trümmerteile des angrenzenden Gebäudes während eines Gewitters auf die Unglücksstelle gefallen. Die Sucherinnen und Sucher mussten auf ein anderes Gebiet ausweichen, damit sie sich selbst nicht gefährden. „Das Trümmerfeld ist überall verstreut und es ist kompakt, extrem kompakt“, sagte Alan Cominsky, Feuerwehrchef des Bezirks Miami-Dade, bei einer Pressekonferenz und bemerkte, dass die Teams die Trümmer stabilisieren und abstützen müssen, während die Einsatzkräfte in den Trümmern suchen. „Wir können nicht einfach hineingehen und die Objekte einfach aus dem Weg räumen, das könnte fürchterliche Konsequenzen haben.“ Experten in US-Medienberichten sprechen von einem „Pfannkuchenkollaps“, bei dem erst die für die Statik zentralen Bauelemente kollabierten und dann die benachbarten Elemente folgten. Die Trümmerteile der zwölf Stockwerke sind direkt aufeinandergefallen. Laut Cominsky sind die Trümmer extrem kleinteilig, Stücke seien teilweise nur so groß wie Baseballs. Auf Fotos der Polizei ist zu sehen, wie Einsatzkräfte mit den Händen Schutt wegräumen. Zwischen einzelnen Betonteilen sind kleine Streben zu sehen, dazwischen Betonteile in Kieselgröße – oder noch kleiner. Nur ab und an können Kräne oder anderes schweres Gerät einzelne, noch zusammenhängende Platten aus dem Schutt heben. Cominskys Stellvertreter sagt, dass der Beton teilweise pulverisiert sei. Bei jedem Schritt bewege sich der Schuttberg. Auf dem offiziellen Twitter-Account der Feuerwehr bitten die Verantwortlichen immer wieder um Geduld: Bei dem Einsatz müsse auf die Sicherheit der Einsatzkräfte geachtet werden. Deshalb sei nur ein schrittweises Vorankommen möglich. Auf den Fotos stehen die Helferinnen und Helfer dicht an dich – laut Bezirksbürgermeisterin Levine Cava gibt es genügend Einsatzkräfte. Unterstützung kommt auch mit einem Spezialistenteam aus Israel. In einer Pressekonferenz berichtet Cava, dass die Rettungskräfte nun vorsichtig eine Art Graben durch das Trümmerfeld graben, sodass sie einfacher in tiefere Schichten vordringen können. Auch haben Geräte eingeschlossene Hohlräume in dem Schutt ausmachen können. Mit Spürhunden, Spezialkameras und Sonarinstrumenten wird nach Lebenszeichen gesucht. Auch nach Klopfzeichen oder Hilferufen gehorcht. Doch konnten die Helfer noch nicht zu den Hohlräumen vordringen. Die Toten, die bisher geborgen wurden, wohnten laut Informationen der „New York Times“ im elften, zehnten, neunten, achten und siebten Stockwerk. Alle Wohnungen dieser Bewohnerinnen und Bewohner befanden sich auf der Nord-Ost-Seite des Gebäudes. Aus den unteren Stockwerken gibt es noch keine bestätigten Todesfälle. Am Dienstag berichtete Bezirksbürgermeisterin Cava von grausigen Funden: Nach ihren Angaben entdeckten die Einsatzkräfte noch nicht identifizierte „menschliche Überreste“, also Teile von Körpern, die durch die Wucht des Einsturzes zerfetzt wurden. Die Einsatzkräfte haben bereits etwa 1300 Tonnen Schutt abgetragen. Doch je länger die Rettungsarbeiten dauern, umso größer ist die Angst, dass die Menschen, die noch vermisst werden, nur noch tot geborgen werden können.

 

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Das Corona-Update vom 30. Juni

Jeden Tag laufen einige Nachrichten zum Coronavirus über den Ticker. Wir sammeln an dieser Stelle alles, was heute wichtig ist - mit besonderem Blick auf Bayern und unsere Region.

 

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Dennis Novak unterlag Johnson in 1. Wimbledon-Runde in 3 Sätzen

Für Dennis Novak ist in Wimbledon gleich in der Auftaktrunde Endstation gewesen. ÖTV-Star Dominic Thiem musste seine Wimbledon-Teilnahme verletzungsbedingt absagen. Für Dennis Novak ist in Wimbledon gleich in der Auftaktrunde Endstation gewesen. Der 27-jährige Niederösterreicher unterlag dem US-Amerikaner Steve Johnson am Mittwoch nach ausgeglichenem ersten Satz insgesamt doch recht deutlich nach fast zwei Stunden Spielzeit mit 6:7(7),2:6,5:7. Damit ist Österreich beim Rasen-Tennis-Grand-Slam-Turnier nicht mehr vertreten, nachdem ÖTV-Star Dominic Thiem seine Teilnahme verletzungsbedingt hatte absagen müssen. Novak war der einzige Akteur, der in einem hart umkämpften ersten Durchgang Breakchancen vorfand, konnte diese allerdings nicht verwerten. Im Tiebreak machte er zwar noch aus einem 1:3-Rückstand eine 4:3-Führung, zog am Ende aber mit 7:9 den Kürzeren. Zu Beginn des zweiten Satzes gab die kürzlich wieder zu Günter Bresnik als Coach zurückgekehrte österreichische Nummer zwei gleich einmal den Aufschlag ab, nach einem weiteren Break hieß es 2:6. Im dritten Durchgang startete Novak wieder mit einem Break gegen sich, konnte allerdings zum 3:3 das Rebreak machen. Bei 5:4 fand er gar einen Satzball vor, ließ diesen jedoch ungenützt. Das rächte sich. Johnson schaffte zum 6:5 noch ein Break und servierte dann aus. Der 31-jährige Weltranglisten-74. entschied damit das Premierenduell mit dem im Ranking auf Position 122 liegenden Novak für sich. Der scheiterte damit beim dritten Auftritt im Hauptbewerb am "Heiligen Rasen" wie auch schon 2019 in der ersten Runde. Sein bestes Abschneiden bleibt die dritte Runde 2018. (APA)

 

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Ein Jahr Klimacamp in Augsburg: Gekommen, um zu bleiben

Aus ein paar Tagen Protest wurde ein ganzes Jahr. Der Antrieb der Aktivisten des Augsburger Klimacamps ist nach wie vor groß. Ihre Zelte wollen sie so schnell nicht abbrechen. Sturm und Hagel haben das Klimacamp kurz vor dem Einjährigen durcheinandergewirbelt. Ein Zeltdach hing im Baum, die Plane, die "Garage für Lauti" ummantelte - so nennen die Klimaaktivisten ihren Lautsprecherwagen - war abgerissen. Einiges ging kaputt. Turbulente Situationen sind die jungen Menschen, die sich in ihrer Freizeit im Camp engagieren, mittlerweile aber gewöhnt. Seit einem Jahr harren sie neben dem Rathaus aus.

 

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Baerbock scheint zu glauben, dass sie ist, was sie sein will

D ass sich ihr Bild inzwischen eingetrübt hat, ist – anders, als ihre Partei verlauten lässt – nicht in erster Linie das Werk misogyner Neider. Annalena Baerbock ist selbst dafür verantwortlich. Und es sieht so aus, als weigere sie sich, das zur Kenntnis zu nehmen. Nicht gemeldete Sondereinkünfte, Zweideutigkeiten in der Vita, mangelnde Kenntnis der bundesdeutschen Geschichte und zuletzt eine eigenwillige Nicht-Zitierweise: Es ist oft und zu Recht gesagt worden, dass das alles keine großen Verfehlungen sind. In der Häufung stimmen sie aber doch nachdenklich.

 

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Diese Fälle gibt es beim heutigen "Aktenzeichen XY... gelöst!"

"Aktenzeichen XY... gelöst!" ist eine Ergänzung zu "Aktenzeichen XY... ungelöst!". In der aktuellen Folge geht es wieder um einige Fälle, die von der Polizei bereits geklärt wurden.

 

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Frau mit nackten Brüsten auf Berliner Spielplatz: Polizeieinsatz löst Debatte aus

Berlin. Ein Polizeieinsatz wegen einer am Oberkörper unbekleideten Frau auf einem Berliner Wasserspielplatz hat eine Diskussion darüber ausgelöst, ob Frauen genau wie Männer nackte Brüste in der Öffentlichkeit zeigen dürfen. Die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirksamts Treptow-Köpenick schaltete sich ein. Sie bot der Frau ein Gespräch an diesem Donnerstag an, wie eine Sprecherin mitteilte. Die Besucherin prangert einen frauenfeindlichen Vorfall an, weil das Sicherheitspersonal sie aufforderte, sich am Oberkörper wieder anzuziehen. Frauen sollten sich mit nacktem Oberkörper dort aufhalten können, wo es für Männer auch erlaubt sei, forderte sie. Zuerst berichtete der „Tagesspiegel“. Vor rund eineinhalb Wochen hatte die Frau an einem Sonntag mit ihrem Sohn, einem Freund und dessen Tochter den Kinderspielplatz „Plansche“ im Plänterwald im Bezirk Treptow-Köpenick besucht. Eigenen Angaben zufolge machte sie es sich auf einer Picknickdecke bequem und zog ihr T-Shirt aus. Wie die Bezirkssprecherin sagte, forderte ein Sicherheitsdienst die Besucherin mehrmals auf, sich zu bekleiden. Das Personal überwacht laut Bezirk im Auftrag des Straßen- und Grünflächenamts die eingezäunte Anlage, auf der Sprühelemente zum Spielen mit Wasser einladen. Die Frau akzeptierte die Aufforderungen nicht, wie die Sprecherin weiter erklärte. Daher habe der Wachschutz die Polizei alarmiert. Einsatzkräfte hätten sehr lange mit der Frau gesprochen, sagte eine Polizeisprecherin. Sie sei unmissverständlich darüber informiert worden, dass sie die Wahl habe, sich zu bekleiden oder den Ort zu verlassen. Daraufhin sei sie freiwillig gegangen. Die Polizei sei in Amtshilfe vor Ort gewesen. Hausrecht habe der Sicherheitsdienst gehabt. Die betroffene Frau teilte mit, sie habe einem Parkaufseher gesagt, sie verstehe nicht, warum sie ihre Brüste verstecken solle, während Männer sich mit nacktem Oberkörper auf der Wiese bewegen könnten. Nach dem Vorfall habe sie sich schriftlich an das Ordnungsamt und an die Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung gewandt. Das Bezirksamt denkt nun über mögliche Reaktionen nach. Im Gespräch sei etwa, ob man bei dem Spielplatz eine Freikörperzone erstellen oder die Besuchsregeln dort klarer definieren solle. Ein Schild am Eingang beinhalte etwa keine FKK-Freigabe. Zu einem FKK-Verbot stehe darauf aber auch nichts, sagte die Sprecherin. Das Sicherheitspersonal habe auf Grundlage des Paragrafen 118 des Ordnungswidrigkeitengesetzes gehandelt. Dieser bezeichnet eine „grob ungehörige Handlung“, die geeignet sei, „die Allgemeinheit zu belästigen oder zu gefährden und die öffentliche Ordnung zu beeinträchtigen“. RND/dpa

 

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34 Jahre alter Mordfall: Däne freigesprochen

1987 wird ein junges Paar auf einer Fähre brutal angegriffen. Die Frau überlebt, ihr 20-jähriger Partner stirbt. Jahrzehntelang tappen die Ermittler im Dunkeln. Doch dann bringt eine SMS im Jahr 2016 die Behörden auf eine neue Spur. Zu einer Verurteilung kommt es allerdings nicht. Der brutale Angriff auf ein deutsches Pärchen auf einer Ostsee-Fähre vor 34 Jahren bleibt ungelöst. Ein Gericht im finnischen Turku hat einen Dänen freigesprochen, der angeklagt war, einen Mann getötet und seine Freundin schwer verletzt zu haben. Wie der finnische Rundfunk Yle meldete, sah es das Gericht im finnischen Turku nicht als erwiesen an, dass der Däne hinter der Tat steckte. Er hatte in dem Verfahren stets seine Unschuld beteuert. Das Pärchen aus Baden-Württemberg war im Juli 1987 mit der Ostsee-Fähre "Viking Sally" auf dem Weg von der schwedischen Hauptstadt Stockholm nach Turku in Finnland gewesen. Die beiden Studenten hatten an Deck des Schiffes unter freiem Himmel geschlafen, als sie nachts brutal angegriffen wurden. Nach Angaben der Polizei benutzte der Täter einen zur Schiffsausrüstung gehörenden Schlackenhammer. Die Waffe wurde aber nie gefunden, und man ging davon aus, dass der Täter sie über Bord ins Meer geworfen hatte. Pfadfinder fanden die beiden am Morgen blutüberströmt in ihren Schlafsäcken. Der damals 20 Jahre alte Mann starb. Die 22-jährige Frau überlebte schwer verletzt, konnte sich aber später an den Angriff nicht erinnern. Der Däne, der nun vor Gericht stand, wurde zunächst als Zeuge vernommen und hatte Zeitungen Interviews gegeben. Die Polizei hatte den damals 18-Jährigen nicht unter Verdacht. Nach erfolglosen Ermittlungen in den 80er und 90er Jahren wurde der Fall schließlich zu den Akten gelegt. Bis 2016. Da erhielt die Polizei den Tipp, dass der Däne in einer SMS an seine Frau angedeutet haben soll, die Tat begangen zu haben, berichtete Yle. Bei einer Vernehmung durch die Polizei im selben Jahr - er saß zu diesem Zeitpunkt im Gefängnis - soll er demnach ebenfalls angedeutet haben, hinter dem Angriff zu stecken. Das Gericht in Turku wollte die Vorermittlungsberichte aus dem Jahr 2016 aber nicht als Beweismittel anerkennen. Der Verdächtige war in dem Verhör nicht über seine Rechte aufgeklärt worden und hatte auch keinen rechtlichen Beistand. Im Urteil heißt es: "Es ist nicht nachgewiesen, dass der Angeklagte die einzige Person war, die Gelegenheit und Möglichkeit hatte, die fraglichen Straftaten zu begehen." Er habe sich nicht des Verbrechens schuldig bekannt und seine Schuld sei auch nicht durch Geständnisse belegt. Die "Viking Sally" erlangte später unter einem anderen Namen traurige Bekanntheit: als "Estonia", also jene Fähre, die 1994 auf dem Weg zwischen Tallinn und Stockholm urplötzlich unterging. Die Katastrophe mit 852 Toten gilt bis heute als schwerstes Schiffsunglück der europäischen Nachkriegsgeschichte.

 

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800 Menschen Fake-Vakzin gespritzt

Die Delta-Variante breitet sich in Uganda rasend schnell aus. Gleichzeitig erhalten mehrere Hundert Menschen ein gefälschtes Vakzin gegen Corona. Es ist nicht der einzige Grund, der den Menschen in dem Land das Vertrauen in Privatkliniken nimmt. Mindestens 800 Menschen sind in dem ostafrikanischen Land Uganda mit einem gefälschten Corona-Impfstoff geimpft worden. Das Fake-Medikament sei zwischen Mitte Mai und Mitte Juni überwiegend in Privatkrankenhäusern in der Hauptstadt Kampala verabreicht worden, bestätigte ein Mitarbeiter des Präsidialamtes. Es habe bereits zwei Festnahmen gegeben, ein Mediziner werde polizeilich gesucht, sagte Warren Namara. In Uganda, wie auch in 13 weiteren afrikanischen Ländern, breitet sich die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus rasant aus. Nach Angaben der WHO gab es bisher mehr als 79.000 Infektionsfälle,956 Menschen sind nach einer Infektion gestorben. Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF erklärte kürzlich, in Uganda sei die Zahl der Ansteckungen zwischen März und Juni um 2800 Prozent angestiegen. Wie in anderen afrikanischen Ländern ist Impfstoff aber knapp. Diese Woche konnten erstmals Zweitimpfungen an Mitarbeiter des Gesundheitswesens verabreicht werden. Die Gesamtlage, was den Impfstoff betrifft, ist weiterhin extrem heikel. Von den rund 44 Millionen Einwohnern des ostafrikanischen Landes waren zum vergangenen Wochenende noch nicht einmal ein Prozent geimpft, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Darüber hinaus geht vielen Krankenhäusern, auch in der Hauptstadt Kampala, der Sauerstoff zur Beatmung der Covid-19-Patienten aus. Bei einigen werden auch die Betten knapp, erst recht, wenn eine Intensivbehandlung nötig ist. Außerdem gibt es gerade einen Aufschrei wegen horrender Rechnungen nach Behandlungen gegen Corona an Privatkliniken. Auf Rechnungen, die entlassene Corona-Patienten nach einer Intensivbehandlung vorzeigen, sind der AP zufolge Summen bis zu umgerechnet nahezu 13.000 Euro zu lesen. In einem Land mit einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von nicht einmal 850 Euro ist das für die allermeisten nie zu stemmen. Cissy Kagaba, eine bekannte Anti-Korruptions-Aktivistin in Uganda, sagte der AP, sie habe eine Rechnung in Höhe von umgerechnet mehreren Tausend Euro bekommen. "Als wir die Rechnung sahen, konnten wir einfach nicht glauben, wie hoch sie war", zitiert sie die US-Nachrichtenagentur. Vor seinem Tod habe ihr Vater noch auf der Intensivstation gelegen. Die Rechnung, die Familie dafür bekommen habe, belief sich demnach auf rund 5000 Euro. Risikozuschläge und weitere Posten hätten sie stutzen lassen, sagte Kagaba. Für sie spiegele die mutmaßliche Geschäftemacherei nur die weit verbreitete Korruptionspraxis im Land wider. "Wenn man eine Regierung hat, die ihre eigenen Leute ausnimmt, was soll man dann vom privaten Sektor erwarten?" Von der ugandischen Presse angesprochen, verteidigen private Kliniken die Summen mit Verweis auf die hohen Kosten der Behandlung und auf das Risiko fürs Personal. Die Gesundheitsbehörden versicherten, Vorwürfen von überzogenen Rechnungen nachzugehen.

 

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Alleinerziehender wird am Impfzentrum Berlin-Tegel abgewiesen

Wer momentan in Berlin nach einem Impftermin sucht, hat es nicht schwer. Voraussetzung: man muss zeitlich flexibel sein – und möglichst kinderlos. Diese Erfahrung machte der alleinerziehende Vater, Thorsten Claus, als er sich beim Impfzentrum Tegel am Dienstag,29. Juni, gegen Mittag in die Schlange reihte, und schließlich bei der Einlasskontrolle trotz Termin abgewiesen wurde – mit den Worten: „Sie dürfen das Kind nicht mit reinnehmen.“ Es folgte eine Diskussion mit dem Security-Personal sowie dem Teamleiter. Doch das Mitbringen von Kindern ist in keinem der Berliner Impfzentren erlaubt, so ist es im Hygienekonzept der Gesundheitsverwaltung vorgeschrieben. Eine Ausnahme wurde auch für Thorsten Claus nicht gemacht. Er musste wieder abziehen und konnte sich an dem Tag nicht impfen lassen. Seinen Ärger machte er bei Twitter und auf seinem Blog hauptstadtpapa.com öffentlich. Claus schreibt dort regelmäßig über Belange von Eltern oder Alleinerziehenden. Seine dreijährige Tochter wächst bei ihm auf. „Die Mutter lebt gar nicht in Europa“, erklärt der Vater. Sie wäre als Betreuungsperson nicht infrage gekommen. „Für mich wie für alle Alleinerziehenden ist es extrem schwer jemanden zu organisieren, der auf das Kind aufpasst, weil alle anderen ja auch arbeiten oder Familie haben“, erklärt Claus. Zudem habe er bei der Hotline zur Terminbuchung Bescheid gesagt, dass er seine Tochter mitbringen werde. Dort habe man ganz normal darauf reagiert, so sei die Information, dass Kinder nicht in Impfzentren dürfen, an ihm vorbeigegangen. Im Prinzip bekommt dies aber jeder mit den Anmeldebögen mitgeteilt. Das Thema sei schon häufiger kritisiert und diskutiert worden, sagt Pressesprecherin Regina Kneiding vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), das im Auftrag des Senats das Impfzentrum in Tegel betreibt. „Es wurde überlegt, ob man Kinderecken einrichten kann oder Ähnliches, aber das ist eben mit den vorgegebenen Hygieneregeln nicht möglich“. Deshalb bleibe für Eltern nur die Möglichkeit, sich einen Babysitter zu organisieren. Ältere dürfen eine Begleitperson mitnehmen, Eltern aber nicht ihre Kinder Claus ärgert es, dass ältere Menschen eine Begleitperson mitnehmen dürfen, er aber seine Tochter nicht, selbst wenn sie eine FFP2-Maske trägt. „Wenn wir Ausnahmeregeln einführen, öffnen wir der Sache Tür und Tor. Dann bekämen wir das nicht mehr in den Griff“, argumentiert die Pressesprecherin. Für Claus schlägt sie vor, sich um einen Termin beim Haus- oder Facharzt umzusehen, doch dort hatte der Vater bisher keinen Erfolg. Da er wegen eines Umzugs seine Tochter von der Kita abmelden musste, ist er rund um die Uhr mit der Kinderbetreuung beschäftigt, erzählt er. [Wenn Sie alle aktuellen Nachrichten live auf Ihr Handy haben wollen, empfehlen wir Ihnen unsere App, die Sie hier für Apple- und Android-Geräte herunterladen können.] Eine Schwerpunkt-Impfung, wie sie derzeit in vielen Bezirken am Wochenende stattfindet, käme ebenso wenig infrage, da auch dort Kinder nicht mitkönnen. Selbst wenn diese in Schulen stattfinden, dürfen sie nicht auf das Gelände, um auf dem Klettergerüst zu turnen, sondern müssen hinter dem Zaun auf ihre Eltern warten. So streng würden laut Elternberichten die Hygieneregeln ausgelegt. Auf die Frage, welche Alternativen es gibt, damit auch Alleinerziehende während der Ferien ein Impfangebot wahrnehmen können, gab es bisher von der Gesundheitsverwaltung keine Antwort. Claus hat wegen des Vorfalls bei der Antidiskriminierungsstelle des Landes Berlin Beschwerde eingereicht.

 

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Bundesrat daran, EU-Recht autonom zu übernehmen

Der Bundesrat will «Reibungsflächen» gegenüber der EU abbauen. Am Mittwoch hat er dazu erste Entscheide gefällt. Im Zentrum dürfte der Lohnschutz stehen. Bundesrätin Karin Keller-Sutter will weitere «Verwerfungen in der europapolitischen Allianz» verhindern. «Stabilex» – so sollte das Projekt heissen, das in Bern am gleichen Tag geboren wurde, an dem der Rahmenvertrag mit der EU gestorben ist. Doch dann stellte man in der Bundesverwaltung fest, dass der Name bereits vergeben ist: Ein Spezialreiniger für Trinkwasseranlagen heisst so. Der Bundesrat hat nun zwar die hübsche Bezeichnung fallenlassen, am Projekt selber hält er aber fest, wie er am Mittwoch beschlossen hat. Es soll zeigen, welche Differenzen in den gesetzlichen Regelungen der Schweiz und der EU heute bestehen und welche davon eliminiert werden können, um die Beziehungen wieder zu verbessern. In den Worten des Bundesrats besteht das Ziel darin, herauszufinden, «wo eine autonome Rechtsentwicklung möglich und sinnvoll ist, um Reibungsflächen abzubauen und damit auch zur Stabilisierung des Verhältnisses zur EU beizutragen». Damit signalisiert er zweierlei: Erstens sind die ungelösten Fragen im Verhältnis zum wichtigsten Partner mit dem Aus des Rahmenvertrags nicht einfach vom Tisch. Zweitens möchte er den bilateralen Weg fortsetzen und ist bereit, dafür neue Anstrengungen zu unternehmen. Allerdings erscheint die Idee auf den ersten Blick erstaunlich: Gerade eben hat der Bundesrat den Rahmenvertrag refüsiert, der auch wegen der dynamischen Rechtsübernahme auf Kritik stiess. Und nun schlägt er als Erstes vor, autonom EU-Recht zu übernehmen. Der Ansatz ist auch innerhalb der Verwaltung umstritten. Skeptiker fragen sich, wieso die Schweiz der EU einseitig – ausserhalb einer Verhandlung – entgegenkommen soll, ohne dass Brüssel auch Konzessionen macht. Die Differenzen sind politisch gewollt Kommt hinzu, dass die relevanten rechtlichen Differenzen zumeist die Folge bewusster Entscheide sind. Sie betreffen sensible Fragen wie den Lohnschutz, die staatlichen Beihilfen oder den Zugang arbeitsloser EU-Bürger zur Sozialhilfe (Unionsbürgerrichtlinie). An diesen Punkten ist auch der Rahmenvertrag gescheitert. Bei weniger brisanten Themen passt die Schweiz ihre Gesetze in vielen Bereichen schon länger routiniert den Regulierungen der EU an. Wichtigste Fürsprecherin des Projekts ist Justizministerin Karin Keller-Sutter (fdp.), geleitet werden die Arbeiten vom Bundesamt für Justiz. Bei der ersten Präsentation betonte sie, Anpassungen kämen nur dort infrage, wo sie im Interesse der Schweiz seien. Aus ihrer Sicht lassen sich damit möglicherweise Hürden für allfällige künftige Verhandlungen mit der EU abbauen. Mit einer sehr grossen Portion Optimismus könnte man sogar hoffen, dass die Schweiz die EU mit autonomen Anpassungen dazu bewegen kann, von einem Rahmenvertrag abzusehen. Dass Brüssel seit Jahren verbindliche Spielregeln für die Rechtsübernahme und die Streitschlichtung verlangt, hat viel mit den real existierenden rechtlichen Differenzen zu tun – vor allem beim Lohnschutz. Heute kann sich Bern ganz einfach weigern, Anpassungen vorzunehmen. Ohne Zeitdruck einen Kompromiss finden Wenn die Schweiz nun autonom in neuralgischen Fragen EU-verträgliche Regeln erlässt, könnte dies – so die vage Hoffnung – Brüssel vielleicht dazu veranlassen, zumindest die bestehenden Abkommen ohne Rahmenvertrag weiterzuführen. So gesehen war es ein Fehler, dass Bern in der Vergangenheit gerade beim Lohnschutz nicht kooperativer war und zum Beispiel nie die Verkürzung der Voranmeldefrist für EU-Firmen angeboten hat, zu welcher der Bundesrat heute bereit ist. Keller-Sutter betont stets, neben den Kantonen müssten auch die Sozialpartner einbezogen werden. Daraus lässt sich schliessen, dass der Lohnschutz wieder eine zentrale Rolle spielen wird. Sie hofft, dass es mit genügend Zeit und ohne Druck der EU eher möglich ist, mit Gewerkschaftern und Arbeitgebern einen Kompromiss zu finden. Wie dieser aussehen könnte, ist unklar. Das Ziel wäre, dass sich die Schweiz dem EU-Recht zumindest annähert. Bei der Unionsbürgerrichtlinie bremst der Bundesrat schon Am Dienstag hat Keller-Sutter beim Arbeitgeberverband über das Projekt gesprochen. «Wir müssen einen neuen gemeinsamen Nenner finden, wie wir das Verhältnis mit der EU in Zukunft gestalten wollen», sagte sie gemäss Redetext. Dieser Prozess solle von unten nach oben erfolgen. «Wir laufen sonst erneut Gefahr, dass es innerhalb der europapolitischen Allianz zu Verwerfungen kommt.» Damit spielte sie auf den Streit mit den Gewerkschaften im Jahr 2018 an, der die Endphase der Verhandlungen über den Rahmenvertrag überschattete. Neben dem Lohnschutz dürften die Beihilfen und das Wettbewerbsrecht grosse Themen sein, bei denen die Kantone betroffen sind. Hier geht es etwa um Steuererleichterungen bei Firmenansiedlungen oder um die kantonalen Beteiligungen an Energiekonzernen. Bei der dritten grossen Streitfrage hingegen, der Unionsbürgerrichtlinie, hat der Bundesrat die Bremse angezogen: Bei «gewissen Aspekten» schliesst er eine Anpassung bereits jetzt aus. Als Beispiele nennt er die Landesverweisung von Straftätern oder den Zugang zur Sozialhilfe. In anderen Bereichen scheinen Konzessionen aber auch hier denkbar. Ende November will der Bundesrat entscheiden, in welchen Bereichen er tatsächlich tätig werden will.

 

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Der Coronavirus-Blog

Im Herbst soll der Lehrbetrieb an der Universität Innsbruck wieder mehr in Richtung Normalität rücken. Die Regierung plant indes aktuell keine Gutscheine oder sonstige Goodies, um mehr Österreicher zu einer Impfung zu bewegen. Alle Details im Live-Blog. 🔴 >> ZUM LIVE-BLOG In den Stadien verfolgen mittlerweile trotz Pandemie Zehntausende Menschen die Spiele d... Die Masken fallen großteils, aber die 3G-Regel bleibt: Am Donnerstag treten in Österrei... Am morgigen 1. Juli werden die Corona-Regeln wieder einmal gelockert – zur Freude der A... Wie die Schule im Herbst starten kann, hängt auch von der Lehrer-Impfquote ab. Aktuelle... Thailand will mit einem Modellprojekt testen, ob Tourismus auch in Pandemie-Zeiten mögl...

 

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Michael Rummenigge im Video: Frankreich "schlägt sich selbst" - Belgien und Spanien "nun meine Favoriten" Michael Rummenigge im Video: Frankreich "schlägt sich selbst" - Belgien und Spanien "nun meine Favoriten"

Deutschland, Niederlande, Frankreich, Portugal – für viele Nationen, die mit großen Hoffnungen in die Europameisterschaft gestartet sind, war schon im Achtelfinale Endstation. Schon im Viertelfinale kommt es zu einem weiteren direkten Duell zweier Top-Nationen, wenn Belgien auf Italien trifft. Für den SPORT BUZZER-Experten Michael Rummenigge ist die Sache klar. Im Video-Interview erklärt der Ex-Profi, dass er Belgien nach dem bisherigen Favoritensterben zu einem der heißen Kandidaten auf den EM-Titel zählt. Gleiches gilt für Spanien, das in einem furiosen Achtelfinale erst in der Verlängerung mit 5:3 gegen Kroatien weitergekommen ist. Hier gibt es alle Aussagen von Rummenigge im Video! Spannend und vom Ablauf nahezu identisch verlief auch das zweite Achtelfinale am vergangenen Montag, in dem die Schweiz, der Viertelfinal-Gegner Spaniens, den Weltmeister Frankreich aus dem Turnier schoss. Der Favorit lag zunächst zurück, führte dann 3:1 - und bekam durch zwei späte Tore noch den Ausgleich. Während Spanien im Nachsitzen die Rettung gelang, zog Frankreich durch einen verschossenen Strafstoß von Superstar Kylian Mbappé im Elfmeterschießen den Kürzeren.

 

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Eines könne man ruhig mal so sagen, findet Löw

E s regnet leicht, als Mittwochmorgen in Herzogenaurach die ersten Kabel eingerollt und die ersten Kisten verladen werden. Nur ein paar wenige Journalisten sind noch im Medienzentrum. Unweit davon haben sich drei Kamerateams an der Zufahrt zu dem Gelände postiert, auf dem in den vergangenen Wochen die deutschen Nationalspieler residiert haben. Sie lauern auf Bilder, auf Motive von der Abreise der Spieler, Betreuer und Trainer, die in der Nacht zum Mittwoch nach dem Aus bei der Europameisterschaft ein letztes Mal zurückgekehrt waren. In Kleinbussen mit getönten Scheiben verlassen die Spieler am Vormittag in Gruppen das Quartier. Einige werden zum Flughafen gebracht, andere zum Bahnhof, ein paar auch direkt nach Hause. Joachim Löw, der nun scheidende Bundestrainer, und Oliver Bierhoff, Direktor Nationalmannschaften, bleiben noch ein bisschen. Gegen Mittag haben sie einen Termin – gemeinsam beenden sie mit einem letzten Gang vor die Presse das EM-Kapitel, aber vor allem auch die Ära des Bundestrainers, der nun Platz für Hans-Dieter Flick machen wird. Löw scheidet nach 15 Jahren Amtszeit aus. An seinem letzten Arbeitstag ist Löw in einem Hoodie erschienen. Er wirkt etwas aufgeräumter, nicht mehr ganz so angefasst wie noch am Abend zuvor, als das 0:2 (0:0) gegen England das EM-Aus und seinen Abschied besiegelt hatte, den er sich natürlich anders vorgestellt habe. Die Enttäuschung sitze, so Löw, sehr tief. „Ich hatte absolutes Vertrauen in die Mannschaft. Ich habe an sie geglaubt. Es tut mir leid, dass wir die Fans enttäuscht und nicht die Begeisterung ausgelöst haben, die wir wollten“, sagt Löw und fügt an: „Das liegt in meiner Verantwortung. Ich übernehme die Verantwortung für das Ausscheiden, ohne Wenn und Aber.“ Als Assistent Jürgen Klinsmanns war er 2004 zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) gekommen.2006 wurde er dessen Nachfolger und formte schließlich eine Mannschaft, die 2014 in Brasilien den WM-Titel gewann. Nun aber ist seine Zeit vorbei. Er habe, erzählt er Mittwochmittag, erst einmal nichts geplant, weder einen Urlaub noch sonstige Dinge, und werde nun sehen, was die nächsten Wochen so bringen. Zeit für sich zu haben, das ist herauszuhören, ist offenbar das, worüber er sich am meisten freut. Außenstehende würden oft nicht wissen, erzählt Löw, was es bedeuten würde, als Bundestrainer in der Verantwortung zu stehen. „Auch wenn man nicht ständig ein Spiel hat, ist man über die Jahre geistig gefordert, eingespannt und macht sich unendlich viele Gedanken. Diese Verantwortung zu tragen, war nicht immer leicht“, erzählt der 61-Jährige und berichtet von Momenten, „wo ich es nicht immer so toll fand, eine Person des öffentlichen Lebens zu sein“. Er sei jetzt froh, so Löw, sich zurückziehen und die Verantwortung abgeben zu können. Zukunftsgedanken habe er zuletzt beiseitegeschoben. Er wisse nur, sagt er, dass er nach einer langen und intensiven Zeit Abstand brauche, um wieder konkrete Gedanken fassen zu können – und dass es ebenso Zeit benötigen werde, all die Emotionen, die schönen Momente und die Enttäuschungen einzuordnen. Der Fußballlehrer erwähnt die Heim-WM 2006, die WM 2010 in Südafrika, als er mit einer jungen Mannschaft Platz drei belegte, und den WM-Sieg 2014 in Brasilien – sein Meisterwerk. Noch nach der Rückkehr aus London gegen 1.30 Uhr hatte er sich mit einer Rede im Quartier an die Spieler, seine Assistenten und die vielen Betreuer gewandt. Es habe ihm am Herzen gelegen, erzählt Löw Stunden später, sich bei den Menschen für die Zeit, den Einsatz und das Vertrauen zu bedanken, „die mich über viele Jahre begleitet haben“. Das, was bleiben werde, sei der Weg, den man gemeinsam gegangen sei. Da hätten sich Freundschaften entwickelt, wie etwa zu Chefanalyst Urs Siegenthaler oder Bundestorwarttrainer Andreas Köpke, die er namentlich erwähnte. „Es gab natürlich auch Konflikte, aber viele Menschen haben mir vertraut, mich unterstützt, mich motiviert, wenn ich niedergeschlagen war, und sich mit mir gefreut. All diese Dinge werden bleiben. Ich empfinde große Dankbarkeit“, sagt Löw und lässt wissen, dass er nach seiner Ansprache auch noch das ein oder andere Einzelgespräch geführt habe – etwa mit Thomas Müller, der die große Chance zum Ausgleich verpasst hatte. „Er hat das in seiner eigenen, humorvollen Art kommentiert und gemeint: ‚Wenn ich den gemacht hätte, hätte uns das sicher nicht geschadet‘“, erzählt Löw und muss dabei ein wenig schmunzeln. Einen Vorwurf habe er weder Müller noch der Mannschaft gemacht. „Solche Chancen sind schon häufig vergeben worden. Es hat nicht sollen sein. Thomas kann mit so einer Situation umgehen. Er wird es gut verarbeiten.“ Joachim Löw wirkt sehr ruhig, auch etwas müde, als er am Tag nach dem EM-Aus seine letzten Sätze als Bundestrainer formuliert. Die kurze Nacht ist ihm anzumerken. Ab und an wiederholt er sich, wenn er über die Offenheit und Ehrlichkeit spricht, die ihm in seiner Zeit beim DFB entgegengebracht worden sei, über seine Dankbarkeit – und eine Mannschaft, die samt ihrer Betreuer „wie eine Familie“ für ihn geworden sei. Doch nun trennen sich die Wege. Was bleibt, ist eine Mannschaft, die sich unter ihrem neuen Coach verändern und andere Wege einschlagen muss, um wieder erfolgreich zu sein – und es geht ein Trainer, der den deutschen Fußball über viele Jahre nachhaltig geprägt hat, dem es jedoch in den drei Jahren nach dem WM-Debakel von Russland nicht gelungen ist, den Turnaround zu schaffen. Man habe Pläne und Konzepte gehabt, erzählt Löw, als er auf die Zeit nach dem Vorrunden-Aus 2018 angesprochen wird, „die“, wie er es formuliert, „von Schwierigkeiten geprägt war“. Bedingt durch viele Verletzungen und auch Corona seien viele Dinge nicht so aufgegangen, wie man sich das vorgestellt habe. Auch von Mesut Özil ist am Mittwoch die Rede. Der Weltmeister von 2014 war nach den Querelen um das umstrittene Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem folgenden WM-Scheitern 2018 aus der Nationalmannschaft zurückgetreten. Den DFB-Verantwortlichen hatte er unter anderem vorgeworfen, ihn nicht vor rassistischen Verunglimpfungen geschützt zu haben. Löw hatte später von erfolglosen Versuchen der Kontaktaufnahme zum 92-maligen Nationalspieler berichtet, der mittlerweile bei Fenerbahce Istanbul spielt. Es sei „eine große menschliche Enttäuschung“ gewesen, dass er und Özil in den Wochen nach der WM nicht persönlich gesprochen hätten, berichtet Löw nun. „Selbstverständlich war der Mesut für uns, für unsere Nationalmannschaft, für Deutschland ein unglaublich wichtiger und großartiger Spieler“, sagt Löw: „An wie viele Spiele können wir uns erinnern, wo er wirklich auch seine großartigen Fähigkeiten gezeigt hat und alle Fans mitgerissen und begeistert hat.“ Der scheidende Coach rechnet in der Zukunft fest mit einer Aussprache mit Mesut Özil. „Es wird die Zeit kommen, wo wir uns miteinander wieder unterhalten und uns wieder treffen werden. Irgendwann wird der Tag kommen.“ Löws Tag des Abschieds war der Mittwoch. Bevor es für ihn nach Freiburg geht, ist es ihm wichtig zu sagen, dass er stets mit voller Hingabe und Leidenschaft für die Mannschaft und den DFB gearbeitet und nicht in seinen kühnsten Träumen damit gerechnet habe, so eine lange Zeit zu erleben. Bevor er das Podium ein letztes Mal als Bundestrainer verlässt, trinkt er noch einen Schluck Wasser und erinnert daran, dass man über viele Jahre und viele Turniere mit der deutschen Nationalmannschaft eine Benchmark gewesen sei. Das könne man ruhig mal so sagen, findet Löw: „Wir haben viele Menschen begeistert. Für mich ist das eine große Befriedigung.“

 

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Streit in Augsburg um Luftfilter für alle Klassenzimmer an den Schulen

Plus Innerhalb des Augsburger Stadtrats ist ein Streit um Luftfilter für Schulen entbrannt. Die Sozialfraktion wirft der Stadtregierung „Tatenlosigkeit“ vor. Der Ton wird schärfer: Die Sozialfraktion aus SPD und Linkspartei im Augsburger Stadtrat attackiert die Stadtregierung in der Debatte um Luftfilter für Klassenzimmer. Die größte Oppositionsfraktion wirft Bildungsreferentin Martina Wild (Grüne) und Oberbürgermeisterin Eva Weber ( CSU) vor, tatenlos zu sein und erneute Schulschließungen zu riskieren. Fraktionschef Florian Freund (SPD) sagt: „Dieses Verhalten macht mich richtig wütend.“

 

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Schwarze Exzellenz made in Hollywood

i Der Krieg des FBI gegen die Bürgerrechtsbewegung begann lange vor dem Aufstieg Martin Luther Kings zum nationalen Heilsbringer. Bereits Mitte der fünfziger Jahre standen schwarze Gemeinden im Süden der Vereinigten Staaten unter Beobachtung, es war das Werk eines Mannes: FBI-Chef Edgar J. Hoover, der 48 Jahre die Bundesbehörde leitete. Unter seiner Ägide entstand 1956 das Counter Intelligence Program (Cointelpro), das politische Gruppen systematisch observierte. Die Bürgerrechtsbewegung sah Hoover als besonders gefährlich für die öffentliche Ordnung an. Er fürchtete die Ankunft eines „schwarzen Messias“, der die Kommunisten, die Gegner des Vietnamkriegs und die Neue Linke zu einer Protestbewegung vereinen könnte. Der Titel von Shaka Kings zweiter Regiearbeit „Judas and the Black Messiah“ über das kurze Leben des Black-Panther-Aktivisten Fred Hampton, der 1969 im Alter von 21 Jahren bei einer nächtlichen Razzia von der Chicago Police regelrecht exekutiert wurde, bezieht sich auf Hoovers Fantasma eines schwarzen Anführers als Amerikas Staatsfeind Nummer eins. Der Regisseur nimmt Hoovers geflügeltes Wort aber auch in seiner politischen Dimension ernst. Martin Luther King stand der kommunistischen Partei bis zu seinem Tod 1968 skeptisch gegenüber, auch wenn er sich – schon aus Freundschaft zu dem jüdischen Anwalt Stanley Levison, den das FBI bereits in den fünfziger Jahren im Visier hatte – nie von kommunistischen Idealen distanzierte. Selbst Martin Luther King wurde abgehört Doch Martin Luther King sah die Emanzipation der schwarzen Bevölkerung nur bedingt in einem größeren Zusammenhang mit den sozialen Bewegungen seiner Zeit. Das war die Utopie Fred Hamptons. In einer FBI-Besprechung am Anfang von „Judas and the Black Messiah“ fällt ein berühmter Satz Hamptons, der seine Gefährlichkeit für Amerikas unterstreicht: „Wir werden den Kapitalismus nicht mit schwarzem Kapitalismus bekämpfen. Wir bekämpfen den Kapitalismus mit Sozialismus.“ Die Antwort auf das System weißer Herrschaft lautet nicht, sich die Waffen des Feindes anzueignen. Sondern Solidarität. Hampton sucht in seiner Heimatstadt Chicago Koalitionen mit den schwarzen Gangs, die schon an der Seite von Martin Luther King standen, mit der Latino-Community und den Young Patriots, jungen Linken aus den Südstaaten, die sich noch vor der Konföderiertenflagge versammeln. Das Motto der Black Panther im Kampf gegen das Establishment lautete: mehr Bildung, kostenlose Essensprogramme für Kinder, bessere Gesundheitsversorgung – notfalls mit Waffengewalt. Doch Hampton war auch so gefährlich, weil er Charisma besaß. Daniel Kaluuya spielt ihn mit bulliger Intensität, was ihm den verdienten Oscar einbrachte. US-Geschichte aus afroamerikanischer Perspektive Es ist faszinierend, wie in jüngster Zeit Bilder aus der Bürgerrechtsbewegung in den populären Medien kursieren: der im Gerichtssaal geknebelte und gefesselte Black Panther Bobby Seale in Aaron Sorkins „The Trial of the Chicago Seven“. Eine Gerichtszeichnung von Seale ist kurz auch in „Judas and the Black Messiah“ zu sehen. Oder das „Bureau“, das Coretta Scott King Informationen über die Seitensprünge ihres Mannes zukommen ließ: Dieser Nebenstrang in Ava DuVernays Historiendrama „Selma“ wurde gerade in der Dokumentation „MLK/FBI“, dank der Öffnung der FBI-Geheimakten aus den Sechzigern, in seiner ganzen Tragweite beleuchtet. Aber auch Kings eindrucksvolles Ensemble: Daniel Kaluuya, sechs Jahre jünger als Denzel Washington damals in seiner großen Rolle als Malcolm X. In solchen Maßstäben dürfte auch Kaluuya seine Karriere planen, er gehört mit Filmen wie „Get Out“ und „Queen & Slim“ schon jetzt zu den wichtigsten schwarzen Darstellern im US-Kino. Oder die Entdeckung Dominique Fishback als Hamptons Frau Deborah, die Poesie des Emanzipationskampfes in den Reden ihres Mannes erkennt. Und natürlich LaKeith Stanfield, der den titelgebenden Verräter spielt. Thriller, Politik und Biopic in Dramaform Selbst heute muss man in Hollywood das Leben einer integralen Persönlichkeit wie Fred Hampton noch als Thriller erzählen, hatte King in einem Interview geklagt. Aber wie er und sein Drehbuchpartner Will Berson Genre, Politik und Biografie zusammenführen, ohne eine bloße Hagiografie abzuhandeln, ist bemerkenswert klug. Bill O'Neal (Stanfield) ist ein Kleinkrimineller, der erwischt wird, als er sich bei seinen Betrügereien als Agent ausgibt – und im Gegenzug vom FBI-Mann Roy Mitchell (Jesse Plemons) dazu erpresst wird, als Maulwurf die Black Panther zu infiltrieren. Auch O'Neal kann die Leute für sich einnehmen, er bringt es bis zum Posten als Hamptons Sicherheitschef, zerbricht dabei aber fast an seinem Gewissen. Seine Geschichte, ein fast vergessenes Kapitel der Bürgerrechtsbewegung, wurde bereits 1990 medial aufgearbeitet, in der Dokumentarserie „Eyes on the Prize“. O’Neal erzählt darin seine Version eines Verrats, die zum Tod von Hampton führte. King inszeniert das Interview zu Beginn von „Judas and the Black Messiah“ mit Stanfield nach – und zeigt am Ende das Originalmaterial. Die Szenen dienen als dialektische Klammer, erst ganz am Schluss versteht man, warum der Judas im Titel an erster Stelle genannt wird. Hampton war ein politisches Opfer. Doch gerade die Rolle O'Neals ist zum Verständnis, wie strategisch die Regierung die Bürgerrechtsbewegung spaltete (mit Gewalt, durch eine Drogenflut in schwarzen Vierteln, durch Manipulation), auch in psychologischer Hinsicht aufschlussreich.

 

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Schatten auf Jubiläum: Maas rüffelt Vatikan wegen Umgang mit Missbrauch

Dunkle Wolken über einem Kirchen-Jubiläum, das ursprünglich einmal als Festakt geplant war. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin (66), nach Papst Franziskus (84) die Nummer zwei im Vatikan, besuchte Berlin, um 100 Jahre diplomatische Beziehungen des Heiligen Stuhls mit Deutschland zu feiern. Doch nach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) am Vortag, las am Mittwoch auch Bundesaußenminister Heiko Maas (54) der versammelten Kirchen-Führung in der Berliner Nuntiatur (eine Art Botschaft des Heiligen Stuhls) die Leviten. ▶ Anlass: Der Skandal um Vertuschung von Fällen sexuellen Missbrauchs, wegen der vor allem Köln Erzbischof Kardinal Rainer Woelki (64) seit Monaten in der Kritik steht. Maas laut Redemanuskript: „Nur Gerechtigkeit kann die tiefen Wunden hoffentlich irgendwann heilen, die Menschen durch sexuellen Missbrauch erlitten haben. Und nur durch Gerechtigkeit und Transparenz wird neues Vertrauen in die Kirche wachsen, das – wie ich auf meinen Reisen immer wieder erlebe – nicht nur in Deutschland erschüttert ist.“ Außerdem kam Maas auf den – von Papst Franziskus abgelehnten – Rücktritt des Münchner Erzbischofs Kardinal Reinhard Marx (67) zu sprechen. Dessen Rücktrittsschreiben habe ihn tief beeindruckt. „Zugleich bin ich dankbar, dass er der katholischen Kirche in Deutschland und auf der Welt erhalten bleibt: als jemand, der die Kraft zur Erneuerung sucht.“ Auch Steinmeier hatte am Dienstag in Schloss Bellevue die Missbrauchsaufarbeitung in der Kirche kritisiert, die aus Kritiker-Sicht lückenhaft und auch nach zehn Jahren Vorarbeit nicht transparent ist. Eine Sprecherin des Bundespräsidialamtes nach dem Treffen: „Mit Blick auf Deutschland und die aktuelle Debatte zum Umgang mit Missbrauchsfällen hat der Bundespräsident seiner Sorge um den wachsenden Vertrauensverlust in die katholische Kirche Ausdruck verliehen.“ Steinmeier selbst hatte vor Kurzem analysiert: „Diese Taten wurden von Personen begangen, denen Eltern ihre Kinder anvertraut hatten, deren Aufgabe Schutz und Förderung dieser Kinder war. Die Täter haben ihre Schutzbefohlenen verraten, ihnen Verletzungen an Körper und Seele beigebracht, ihnen oft für ein Leben lang die Fähigkeit geraubt, Vertrauen in andere zu haben. Und Vorgesetzte haben diese Taten jahrelang vertuscht. Die Veröffentlichung des Gutachtens über die Vorgänge im Erzbistum Köln und die Debatten darüber haben uns das alles in den letzten Wochen wieder vor Augen geführt.“ Auch der hohe Gast aus Rom hatte keine guten Nachrichten im Gepäck. Im Gegenteil: Parolin kritisierte vielmehr den „Synodalen Weg“ der Katholiken in Deutschland, der derzeit über seit Jahrzehnten aufgestaute Reform-Forderungen diskutiert, wie die Frauenweihe oder das Pflicht-Zölibat für Priester, also die Ehelosigkeit. Wenig überraschend mahnte der Kardinal zum unbedingten Gehorsam gegenüber dem Papst, der selbst 2013 als Reformer angetreten war, aber bisher alle Hoffnungen der reformorientierten Gläubigen enttäuschte. Der Kardinal sagte: „Vor allen Visionen und einzelnen Bedürfnissen muss die Gemeinschaft den Vorrang haben.“ Fragt sich nur, welche Gemeinschaft – wenn derzeit, wie in Köln, die Mitglieder der katholischen Kirche aus Protest in Scharen austreten.

 

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Die politische Dimension des Wembley-Scharmützels

U m kurz nach 17 Uhr Ortszeit erklang am Dienstag zuerst die deutsche Nationalhymne. Zu hören war sie aber nicht für die 1800 Fans starke Diaspora, die zur Unterstützung der Mannschaft von Joachim Löw ins Wembley-Stadion gekommen war. Wie ein Schalldämpfer legte sich das Pfeifkonzert von mehr als 40.000 englischen Fans über die Haydn-Klänge. Das folgende „God Save the Queen“ hingegen hätte Elizabeth II. vermutlich sogar im 30 Kilometer entfernten Windsor Castle hören können. Das ist eben Fußball, mag man in Deutschland sagen. Nicht so in England, wo jede Vorlage zum Angriff auf den politischen Gegner herhalten muss. Schon am Tag vor dem Klassiker hatte der Kolumnist der „Financial Times“ prophezeit, dass „sich die Engländer heutzutage weniger durch das Match mit den Deutschen definieren als durch die Rivalität untereinander“. Natürlich musste nach Abpfiff in Wembley jeder ein bisschen auf die Zähne beißen, der es als deutscher Inselbewohner ins „Home of Football“ geschafft hatte. „Auf Wiedersehen! Auf Wiedersehen!“, schallte es allen entgegen, die sich beim Verlassen des Stadions dank schwarz-rot-goldener Bemalung als Fan der Mannschaft zu erkennen gaben. Als Deutscher konnte man den englischen Fans die Freude angesichts des 55 Jahre alten und nun überwundenen Deutschland-Traumas ruhig gönnen. Zumal die in Fremdsprachen eher mäßig bewanderten Engländern vermutlich nicht wissen, dass dieser Wiedersehen-Ruf eben genau das bedeutet: Wir sehen uns wieder! Zu diesem Zeitpunkt hatte der Stellvertreterkrieg trotzdem bereits begonnen. In den sozialen Medien ereiferten sich auf der einen Seite des Grabens jene, die „guten Deutschen“ gegen die „hässlichen Engländer“ glaubten verteidigen zu müssen. Die im Ausbuhen der deutschen Hymne einen erneuten Beweis des wachsenden englischen Nationalismus im Vereinigten Königreich sehen. Und auf der anderen Seite jene, die genau diese Kritik als fehlenden Patriotismus eines pro-europäischen, den Brexit immer noch nicht akzeptierenden Establishments verhöhnen. Die den englischen Sieg noch ein bisschen länger in die deutsche Wunde reiben. „Was wäre ich gern eine Fliege an der Wand, wenn Boris Johnson am Freitag die deutsche Kanzlerin Angela Merkel trifft. Hoffentlich singt er dabei:,Football is coming home’“, kommentierte ein Kolumnist des Massenblatts „Daily Mail“. So geriet die englisch-deutsche Wembley-Begegnung im Handumdrehen zum Teil des neuen britischen Kulturkampfes. „Das ist nicht britisch! Das ist nicht fair“, fauchte ein Autor des „New European“, der gedruckten Heimat aller Brexit-Gegner. Zusätzlich brachte sein Lager in Rage, dass nicht wenige der englischen Fans im Anschluss an die beiden Hymnen auch noch die Spieler beider Teams ausbuhten. Diese hatten als Zeichen gegen Rassismus gemeinsam einen kurzen Kniefall gemacht. Alles Bitten des englischen Fußballverbands, der Football Association (FA), hatte offensichtlich wenig genutzt. Die FA hatte die Fans im Vorfeld gebeten „darüber nachzudenken, was das für eine Botschaft ist an die Spieler, die ihr unterstützt“, wenn bei dieser Geste Buhrufe statt Beifall ertönen. Das politische Wembley-Scharmützel reicht dabei weit über den heiligen Rasen hinaus. Ein paar Kilometer weiter südöstlich hatte sich Boris Johnson am Dienstagabend fototauglich vor einen Bildschirm in der Downing Street postiert – an einen Mahagoni-Tisch in einem Büro gelehnt. Kein wahrer Fußballfan würde jemals 90 Minuten plus Pause plus potenzieller Nachspielzeit plus Elfmeterschießen in dieser unbequemen Körperhaltung verbringen, fielen die Johnson-Kritiker über den Regierungschef her. Er ist bekannt dafür, viel lieber Rugby oder Kricket zu schauen als Fußball. Nach dem Triumph der Engländer aber sprang er sofort auf die nationale Euphoriewelle auf und ließ ein Bild auf seine Social-Media-Kanäle setzen, auf dem er mit ausgebreiteten Armen in die Arme des Torschützen Harry Kane hineinzulaufen scheint. Dessen Team wird nun am kommenden Samstag in Rom gegen die Ukraine antreten. „Football is coming Rome“, machte der britische Boulevard sofort aus dem nächsten englischen EM-Höhepunkt. Noch aber ist es nicht so weit. Noch beschäftigen sich die Experten und Anhänger des „beautiful game“ gar nicht so sehr mit dem Viertelfinale. Am Mittwoch stand vielmehr das überwundene Trauma im Mittelpunkt. „55 Jahre Schmerz, aber wir haben nie aufgehört zu träumen“, schrieb das Massenblatt „The Sun“ auf seinen Titel. Wie tief die Angst vor den Deutschen auf dem Fußballplatz saß, das ließ sich aus der Breite ablesen, mit der das Land nach dem Sieg seine Erlösung vom Wembley-Fluch auslebte. „Es fühlt sich an, wie aus einem Traum in ein neues, merkwürdiges Licht zu treten“, philosophierte der „Guardian“. Der „Daily Telegraph“, langjähriger Arbeitgeber des Premierministers, zog ein Foto des EM-Helden Harry Kane über die halbe Titelseite mit der Zeile: „Endlich etwas zum Freuen.“ Nach 15 Monaten Corona-Pandemie hat der Sieg gegen Deutschland der Nation, allem politischen Zwist zum Trotz, einen Grund zum Feiern gegeben. Am 19. Juli sollen, so ist es weiterhin Plan der Regierung, in England alle Kontaktbeschränkungen fallen. Obwohl wegen der Delta-Mutation die Zahl der Covid-Infektionen im Vergleich zur Vorwoche um 73 Prozent zugenommen hat. Trotzdem ließ sich Johnson auf Druck der Uefa darauf ein, am Dienstag 45.000 Zuschauer in Wembley zu erlauben. Beim Endspiel am 11. Juli sollen es sogar 60.000 sein. Zahlen aus Schottland bekräftigen die Sorgen. Dort lassen sich nach offiziellen Angaben knapp 2000 Corona-Fälle in Verbindung mit Spielen der EM bringen. Zwei Drittel von 1991 positiv Getesteten seien Fans, die vor zwei Wochen entgegen den Ratschlägen aus dem Norden zu Spielen nach London gereist seien, wie die Gesundheitsbehörde Public Health Scotland am Mittwoch mitteilte.

 

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Die Schweiz verschmäht den Eurofighter – zugunsten ihres haushohen Favoriten

S ie haben alles versucht und erneut verloren. Über der Schweiz soll auch in Zukunft kein Eurofighter-Kampfjet den Luftraum überwachen, sondern wieder ein US-Modell. Allerdings nicht wie bisher von Boeing, sondern der relativ neue Tarnkappen-Kampfjet F-35A von Lockheed Martin. So sieht es zumindest das aufwendige Auswahlverfahren der Schweizer Rüstungsbeschaffer vor, dessen Ergebnisse jetzt vorgelegt wurden. Auf der Suche nach einem neuen Kampfjet für bis zu sechs Milliarden Franken (rund 5,5 Milliarden Euro) hatte die Schweiz ein detailliertes Bewertungsverfahren gestartet, samt Testflügen von insgesamt vier Bewerbern. Nun gab das Land die Bewertung offiziell bekannt: Danach beschließt der Bundesrat den Kauf von 36 Kampfjets vom Typ F-35A zur Ablösung veralteter Boeing-Kampfflugzeuge. Das neue US-Modell sei nicht nur technisch allen anderen Bewerbern überlegen, sondern „mit Abstand am günstigsten“, teilte das Bundesamt für Rüstung mit. Auf 30 Jahre hochgerechnet, lägen die Gesamtkosten aus Beschaffung und Betrieb mit 15,5 Milliarden Franken (rund 14,1 Milliarden Euro) um etwa zwei Milliarden Franken (rund 1,8 Milliarden Euro) niedriger als beim Zweitplatzierten. Die Absage aus Bern ist vor allem an die Adresse des Eurofighter-Konsortiums eine bedeutende Niederlage für die von Airbus Deutschland getragene Bewerbung. Im Kern ist es die zweite Niederlage in der Schweiz in Folge. Vor rund einem Jahrzehnt gab es bereits eine Ausschreibung, die zunächst das schwedische Modell Gripen E gewann. Die Amerikaner beteiligten sich damals nicht und die gesamte Beschaffung wurde vorübergehend zu den Akten gelegt. Diesmal glaubten die Eurofighter-Vertreter die besten Karten zu haben. Sie verwiesen auf die technische Weiterentwicklung ihres Kampfjets mit einem neuen Superradar von Hensoldt (E-Scan-Radar) und dem Hinweis, dass neben Deutschland auch Österreich und Italien das Modell nutzen. Wörtlich heißt es im Argumentationspapier zur Bundesratsentscheidung: „Der Eurofighter ist von der technischen Auslegung (stärkstes Triebwerk, bestes Schub-/Gewichtsverhältnis) besser als alle anderen für den Luftpolizeidienst und die anspruchsvolle Topografie der Schweiz geeignet.“ Zudem wurde eine vollwertige Endmontage für das Flugzeug und die Triebwerke in der Schweiz versprochen. Doch es nutzte nichts. Das von der Schweizer Beschaffungsbehörde veröffentlichte Zeugnis sieht das F-35A-Modell haushoch den anderen Bewerbern überlegen, also dem Eurofighter, dem Rafale-Modell von Dassault aus Frankreich sowie der F/A-18-Super-Hornet von Boeing. Das F-35A-Modell habe mit 336 Bewertungspunkten den höchsten Gesamtnutzen erreicht, ein Vorsprung von 95 Punkten und mehr vor dem Zweitplatzierten, heißt es in der Mitteilung. Hervorgehoben wird beispielsweise die Tarnkappenfähigkeit der F-35A. Das Modell sei also schwer vom Radar zu erfassen. Zudem habe das US-Modell einen technischen Vorsprung in der Vernetzung. Die Bewerter sprechen offen von einer Informationsüberlegenheit. Hervorgehoben wird vor allem, dass bei dem Modell 20 Prozent weniger Flugstunden und 50 Prozent weniger Starts und Landungen als bisher notwendig sind, weil die Ausbildung mehr über Simulatoren möglich sei. Die Schweiz sieht auch die Datenautonomie gewährleistet. Dabei versuchen europäische Rüstungskonzerne ihre Kunden auf ihre Seite mit dem Argument zu ziehen, die USA könnten über Blackbox-Technik Daten auslesen oder sogar Missionen lahmlegen. Für Lockheed Martin liest sich die Entscheidung des Bundesrates wie ein Werbeprospekt für das F-35A-Modell. Tatsächlich gibt es bei diesem Modell aber auch Berichte über technische Schwachstellen. In der Branche wird jetzt diskutiert, ob die F-35A-Entscheidung womöglich noch einmal gekippt werden könnte. So muss beispielsweise das Schweizer Parlament noch zustimmen. Und es ist ein erneutes Referendum der Bevölkerung möglich. Die politische Bewegung GSoA (Gruppe für eine Schweiz ohne Armee) hat bereits erheblichen Widerstand angekündigt. Im Januar 2020 hatten die GSoA, die Sozialdemokratische Partei der Schweiz und die Grünen ein Referendum gegen den Kauf neuer Kampfjets eingeleitet. Bei der Volksabstimmung am 27. September 2020 gewannen die Befürworter für die Beschaffung dann auch nur mit einem hauchdünnen Vorsprung von 50,1 Prozent. Niemand könne konkret vorhersagen, wie eine neue mögliche Volksabstimmung beim nun ausgewählten US-Modell F-35A ausfällt, heißt es in der Branche. „Alles auf Aktien“ ist der tägliche Börsenshot aus der WELT-Wirtschaftsredaktion. Jeden Morgen ab 7 Uhr mit den Finanzjournalisten von WELT. Für Börsenkenner und Börseneinsteiger. Abonnieren Sie den Podcast bei Spotify, Apple Podcast, Amazon Music und Deezer. Oder direkt per RSS-Feed.

 

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Die Aktien des chinesischen Uber-Pendants Didi mit Börsendebüt

Vor acht Tagen hat der US-Senat ein Gesetz verabschiedet, durch das sich chinesische Firmen im schlimmsten Fall gänzlich von der Börse in New York verabschieden müssen. Der chinesische Vermittler von Fahrdiensten, Didi, geht dennoch an die Nasdaq. Warum? Didi Chuxing mit CEO Will Wei Cheng macht den Schritt an die Börse. Der chinesische E-Commerce-Konzern Alibaba war mit seinem Börsengang vor sieben Jahren, der ihm 25 Mrd. $ frisches Kapital bescherte, in bisher unerreichte Dimensionen vorgedrungen. Auch Chinas Uber-Pendant Didi hat bei seinem Gang an die New Yorker Technologiebörse Nasdaq am Mittwoch deutlich kleinere Brötchen als Alibaba backen müssen. Der Vermittler von Fahrdiensten nahm dennoch mehr als 4,4 Mrd. $ ein und wurde – auf vollständig verwässerter Basis – zu Handelsbeginn mit rund 80 Mrd. $ bewertet. Es handelt sich um den zweitgrössten Börsengang eines chinesischen Unternehmens in den Vereinigten Staaten. Der Entscheid von Didi kommt wegen des amerikanisch-chinesischen Konflikts vordergründig überraschend. So hat der Senat in Washington vor acht Tagen die American Holding Foreign Companies Accountable Act verabschiedet, durch die sich im schlimmsten Fall chinesische Firmen gänzlich von den US-Börsen verabschieden müssen. Ob es so weit kommen wird, ist jedoch fraglich, denn die in Amerika gehandelten chinesischen Firmen sind oft exzellente Konzerne. Deren Dekotierung wäre ein herber Verlust für den US-Finanzmarkt. Für den Entscheid von Didi gibt es nachvollziehbare Argumente. Die behördliche Genehmigung und die Betreuung während des Börsengangs haben sich in den Vereinigten Staaten bewährt. Es gibt darüber hinaus viele Investoren, welche die Geschäftsmodelle bestimmter chinesischer Firmen gut verstehen. Sie orientieren sich im Fall von Didi an Uber, dem amerikanischen Vermittler von Fahrdiensten, und ziehen daraus Rückschlüsse auf den chinesischen Markt und die dortigen Anbieter. Und die Valoren von Uber haben nach zunächst schwachem Beginn seit Mai 2019 um mehr als 20% zugelegt.

 

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Regierung sagt Nein: Keine Belohnungen fürs Impfen

ÖVP und Grüne lehnen Gutscheinaktionen ab. Eine Taskforce aus Ministern und Experten soll die Lage im Sommer beobachten. Soll man das Impfen zusätzlich belohnen? Der Handelsverband schlägt zur Steigerung der Impfbereitschaft jedenfalls die Vergabe eines Gutscheins im Wert von 50 Euro je Erststich vor. Die maximalen Kosten in Höhe von 395 Millionen Euro seien „günstiger als ein erneuter Lockdown“. Auch die Kinderliga und der Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) plädieren für einen Coronabonus: Alle Sechs- bis 25-Jährigen sollten Gutscheine für diverse Freizeitaktivitäten und für psychosoziale Betreuung bekommen. Und was sagt die Bundesregierung zu diesen Ideen? Vorerst: Nein. Es seien keine Gutscheine oder sonstige Goodies, um mehr Österreicher zu einer Impfung zu bewegen, geplant, heißt es. „Die beste Motivation ist Aufklärung“, meinte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) am Mittwoch nach der Sitzung des Ministerrats. Auch Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zeigte sich skeptisch, ob es richtig sei, die Menschen für eine Impfung zu bezahlen. Es würden ohnehin sehr viele niederschwellige und kostenlose Angebote vom Steuerzahler finanziert, von den Gratistests bis zur Impfung. Lokale kreative Ideen, wie man Menschen motivieren könne – wie zuletzt etwa mit einer Impfung beim Wirtshausbesuch in einem oberösterreichischen Bezirk –, unterstütze man aber. Zuversichtlich ist die Regierung, dass die am Donnerstag beginnenden weiteren Lockerungen vertretbar sind. „Mit 1. Juli können wir guten Gewissens endlich weitere Öffnungsschritte durchführen“, sagte Kurz. Mückstein versicherte, dass man die Sorgen der Bevölkerung wegen der ansteckenderen Delta-Variante ernst nehme. Das, was die Regierung vorschreibe, seien ja nur Mindeststandards. Strengere Maßnahmen könnten die Länder immer verhängen. Außerdem, so Kurz, könne jeder einzelne freiwillig eine FFP2-Maske tragen, wenn er das möchte. Klar sei, dass die Zahlen „irgendwann“ wieder steigern würden, sagte Kurz. Man möge nicht glauben, dass die Pandemie nun vorbei sei. Dies werde aber „hoffentlich“ nicht zur Überbelastung der Spitäler führen, so der Kanzler mit Verweis auf die hohe Durchimpfungsrate der älteren Bevölkerung. Auch Mückstein ist von einem „sicheren Herbst“ überzeugt. Gleichzeitig appellierte an die Bevölkerung, sich an die 3-G-Regeln zu halten. Impfstoff wird jedenfalls genügend zur Verfügung stehen, eine Auffrischung laut Gesundheitsminister frühestens im Oktober notwendig sein. Allein in den nächsten beiden Wochen könne eine Million Erststiche durchgeführt werden. Damit, so Mückstein, wären dann 75 Prozent der Bevölkerung zumindest erstgeimpft. Über den Sommer soll eine Taskforce die Entwicklung im Auge behalten. Dieser gehören neben Kanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein auch Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, Außenminister Alexander Schallenberg, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (alle ÖVP), Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Grüne), der (baldige) Vorsitzende der Landeshauptleutekonferenz, der Tiroler Günther Platter (ÖVP), sowie Experten an. Kritik kam von der SPÖ, weil die Regierung ihr Versprechen, alle Impfwilligen im ersten Halbjahr zu immunisieren, nicht einhalten könne. Gesundheitssprecher Philip Kucher beanstandete, dass noch immer rund drei Millionen Österreicher auf mindestens einen der beiden Stiche warteten: „Wenn wir in dem Tempo beim Impfen weitermachen, wird erst am 9. August jede und jeder, der will, eine Impfung erhalten haben.“ Dem Bundeskanzler wirft Kucher deshalb Wortbruch vor.

 

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81-jährige Fußgängerin von Lkw überrollt und getötet

Immer auf dem Laufenden in Berlin: Lesen Sie die aktuellen Meldungen aus Polizei, Justiz und Verkehr in unserem Blog. [Sicherheit vor der eigenen Haustür: In unseren Leute-Newslettern aus den zwölf Berliner Bezirken geht es auch oft um die Polizei. Die Newsletter können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

 

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Clubs sperren auf: Das vorsichtige Comeback

Keine andere Branche war so lange geschlossen, ab Donnerstag sollen sich die Dancefloors des Landes wieder füllen. Doch es herrscht Skepsis. Es waren 16 lange Monate für die heimische Clubszene, ab Donnerstag darf die Nachtgastronomie wieder aufsperren. Doch die Sorge wegen der Delta-Variante trübt die Öffnung. Ein Stimmungsbild.

 

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Burn-on ist noch gefährlicher als Burn-out

Eine krankhafte Erschöpfung muss nicht immer im Burn-out enden. Um weiterhin funktionieren zu können, arbeiten viele Menschen stets am Limit und verschleppen die Erschöpfung. Prof. Dr. med. Bert te Wildt, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, und der psychologische Psychotherapeut Timo Schiele von der psychosomatischen Klinik im Kloster Dießen haben dafür einen eigenen Begriff geprägt: den Burn-on. In BILD erklärt Timo Schiele, wie gefährlich dieses bisher wenig beachtete Krankheitsbild ist und wie Sie vorbeugen können.

 

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96 duselt sich zum Testspielsieg gegen Viktoria Berlin - Lawrence Ennali erzielt das Tor des Tages 96 duselt sich zum Testspielsieg gegen Viktoria Berlin - Lawrence Ennali erzielt das Tor des Tages

Zum Glück blieb es für 96 bei einem einzigen Schrecken, und den gab’s bereits vorm Anpfiff des Testspiels gegen Viktoria Berlin (1:0). Flügelstürmer Patrick Twumasi war bei den regelmäßigen PCR-Tests positiv aufs Coronavirus getestet worden und ging am Mittwoch direkt in Quarantäne. Der 27-Jährige habe keine Symptome, teilte 96 mit, er werde „weiter untersucht und getestet. Bei allen anderen Spielern, Trainern und Staffmitgliedern waren die Testergebnisse negativ.“ Die Absage des Viktoria-Tests wäre zwar möglich gewesen, aber nicht nötig. Die 96-Kollegen sind von den Quarantäne-Maßnahmen diesmal nicht betroffen, das nickte das Gesundheitsamt der Region Hannover ab. Twumasi hatte bereits am Vormittag beim Training gefehlt. „Das Hygiene- und Sicherheitskonzept der DFL, das wir umsetzen, hat hier gut gegriffen", lobte 96-Sportdirektor Marcus Mann. Auf dem Platz lief’s nicht so gut,96 duselte sich zum Sieg gegen den Drittliga-Aufsteiger. Vor allem in der ersten Hälfte blieb’s im Sturm ein laues Lüftchen – trotz Hannovers Dreier-Sturmreihe. Hendrik Weydandt blieb im Zentrum blass, Sebastian Stolze auf seinem Flügel auch ohne größere Szenen. Linton Maina ackerte, musste sich die Bälle aber immer wieder aus dem Mittelfeld holen. Die Abstimmung stimmte nicht, weder vorn noch hinten. Aber das ist zumindest nachvollziehbar nach gerade mal sieben gemeinsamen 96-Trainingstagen. Der neue Coach Jan Zimmermann will sich ohnehin nicht hetzen lassen. Sein System zu verinnerlichen, brauche Zeit, sagt Zimmermann. Und er nimmt sich Zeit fürs Experimentieren (Simon Stehle als Rechtsverteidiger, Marvin Ducksch im Mittelfeld). Die Versuche gingen gegen Viktoria aber eher schief. Nicht 96 machte Druck, sondern der Drittligist. Zimmermann zwischendurch sauer: „Willst du mich verarschen, oder was?“ Allein Ron-Robert Zieler kam in der ersten Hälfte bei 96 richtig auf Betriebstemperatur. Erst machte er sich beim Flachschuss von Björn Jopek (7.) lang, viereinhalb Minuten später hielt er überragend im Eins-gegen-Eins gegen den durchgeeilten Moritz Seifert. Bei 96 hatte lange nur Maina ein paar Ideen in der Offensive, als Ein-Mann-Motor aber einen schweren Start. Nach einem punktgenauen Lupfer hatte Ducksch die beste Möglichkeit, der Schuss aus schwierigem Winkel landete aber am Pfosten (17.). Ansonsten fiel am ehesten noch ein Distanzversuch von Stehle (40.) in die Kategorie „96-Chance“. Als Zimmermann zur zweiten Halbzeit komplett durchwechselte – nur Abwehrtalent Marc Lamti blieb auf dem Platz – lief’s nach vorne zumindest sichtbar besser. Sebastian Ernst, Florent Muslija, Philipp Ochs und Lawrence Ennali (19) hatten allesamt ihre Momente. Das Talent schoss nach dem ersten Trainingstor der Vorbereitung auch das erste 96-Testtor: Ernst hatte den Ball gut durchgesteckt, Ennalli tunnelte den Berliner Keeper (83.). Ein Dusel-Sieg, auf dem 96 aufzubauen hofft. 96,1. Halbzeit: Zieler – Stehle, Franke, Lamti, Hult – Kaiser – Kerk, Ducksch – Stolze, Weydandt, Maina. 2. Halbzeit: Hansen – Bokake, Lamti, Falette, Eichhorn – Frantz, Ennali, Ernst, Ochs, Muslija – Doumbouya.

 

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F-35: Der Entscheid ist konsequent

Der Bundesrat hat sich zu einem Typenentscheid durchgerungen und folgt damit dem Resultat der Evaluation. Bundesrätin Amherd hat als Polit-Handwerkerin einen guten Job gemacht. Jetzt muss sie sich als Sicherheitspolitikerin profilieren. Das scheinbare Killerargument gegen den F-35 ist der eigentliche Hauptvorteil des Jets: Die hohe Vernetzung der Sensoren des Systems bedeutet einen umfassenden Schutz vor Überraschungen. Der amerikanische Kampfjet F-35 hat, um an die Fussballeuphorie dieser Tage anzuschliessen, den ersten Match der K.-o.-Phase überstanden. Der Bundesrat hat das Evaluationsergebnis der Rüstungsbehörde Armasuisse bestätigt. Das Team von Lockheed Martin hatte zuvor die Gruppenspiele gegen seine vier Konkurrenten gewonnen. Der F-35 erzielte das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis. Juristisch hatte der Bundesrat kaum Spielraum. Er muss dem wirtschaftlich günstigsten Angebot den Zuschlag erteilen. Dies bestätigt auch ein Gutachten des Bundesamts für Justiz. Der Abstand zu den anderen Kandidaten war schlicht zu gross, um politische Aspekte zu berücksichtigen. Zwei Milliarden Franken Unterschied in den Lebenswegkosten können auch die verlockendsten Angebote der Nachbarländer und der politischen Linken nicht toppen. Die SP hatte im Vorfeld des Typenentscheids versprochen, auf eine Volksinitiative gegen die neuen Kampfjets zu verzichten, falls sich der Bundesrat für eine europäische Variante, also den Eurofighter oder die Rafale, entscheiden würde. Jetzt ist es doch ein US-Flugzeug. Die Unterschriftensammlung unter der Federführung der Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) ist bereits im Gang. Zauberworte reichen nicht Das Finale der Kampfjet-Entscheidung dürfte also eine zweite Volksabstimmung für oder gegen die Beschaffung der F-35 sein. Auch wenn das Ständemehr in diesem Fall eine hohe Hürde darstellt, werden die Befürworter und Befürworterinnen einer glaubwürdigen Luftverteidigung dafür kämpfen müssen, die Bevölkerung diesmal wirklich zu überzeugen. Das Referendum über den Planungsbeschluss, gewissermassen die Qualifikation, war nur knapp nicht zustande gekommen. Zweimal über die gleiche Vorlage abzustimmen, ist zwar wenig sinnvoll. Die VBS-Chefin Viola Amherd sollte den neuen Abstimmungskampf aber als Möglichkeit verstehen, sich auch im Kerngeschäft ihres Departements, der Landesverteidigung, zu profilieren. Denn als politische Handwerkerin und Juristin hat Amherd in den letzten Monaten clever gearbeitet. Sie hat die richtigen Fragen gestellt und damit möglicherweise erreicht, dass das wichtigste Rüstungsgeschäft des Bundes termingerecht durch den Bundesrat gekommen ist. Vernetzung ist ein Vorteil, nicht ein Nachteil des F-35 Doch Juristerei allein reicht nicht, jetzt müssen die Gründe auf den Tisch, weshalb die Schweiz einen Kampfjet braucht, und zwar ausgerechnet den F-35, das modernste Modell, aber auch die umstrittenste Wahl. Jetzt geht es um Sicherheitspolitik, um mögliche Entwicklungen in den nächsten Jahren, um die Optionen der Schweiz, sich allein oder im Verbund mit den Nachbarn richtig aufzustellen. Bisher hat das VBS diese Fragen eher abstrakt behandelt. Robuste Begründungen für den Jet wurden nur im Kleingedruckten geliefert. Als Sicherheitspolitikerin muss Amherd also zulegen. Dies hat auch die Medienkonferenz gezeigt. Das Zauberwort «Cyber» reicht nicht, und auch der Entwurf des sicherheitspolitischen Berichts 2021 ist alles andere als ein Argumentarium für die Beschaffung von 36 Kampfflugzeugen der neuesten Generation. Auf den ersten Blick ist der F-35 ein gefundenes Fressen für die Initianten, um einen polemischen Abstimmungskampf zu führen. Doch gerade das scheinbare Killerargument ist der eigentliche Hauptvorteil des neuen Kampfflugzeugs: Die hohe Vernetzung der Sensoren des Systems bedeutet einen umfassenden Schutz vor Überraschungen. Dies ermöglicht unter anderem einen verhältnismässigen Einsatz von Gegenmassnahmen. Das VBS muss der Bevölkerung aufzeigen, wie das System vor Manipulationen geschützt ist. Lockheed bietet dafür ein Cyber Center of Excellence an, das es der Schweiz erlauben soll, den Datenfluss selbständig zu kontrollieren. Wichtig ist auch, möglichst hohe Transparenz hinsichtlich der Evaluationsergebnisse zu schaffen. Vertrauen in den Hersteller Lockheed und Armasuisse allein öffnet Tür und Tor für kritische Fragen. Die Verantwortung liegt allein beim VBS und bei der Armee. Nur so kann das VBS hartnäckig gestreuten Fehlinformationen entgegentreten. Ein Dauerbrenner sind Berichte über Probleme und hohe Betriebskosten aus der Babyphase des F-35-Programms. Solche Meldungen dürften bereits vor dem nächsten K.-o.-Spiel die Runden machen. Gesamtheitliche Sicherheitspolitik als bestes Argument Mit dem Rüstungsprogramm 2022 kommt der F-35 vors Parlament. Dort könnte das Geschäft theoretisch zurückgewiesen werden. Dies ist zurzeit aber wenig wahrscheinlich. Die bürgerlichen Parteien sind sich vorderhand einig. Nur Ungereimtheiten und Misstrauen könnten den neuen Kampfjet in der parlamentarischen Beratung stoppen. Dies geschieht in unsicheren Zeiten im strategischen Umfeld der Schweiz. Deshalb sind auch Debatten über die Anzahl der Jets nicht zielführend. Die 36 Maschinen sind das Minimum, um glaubwürdig auftreten zu können. Zudem ist das Verhältnis zur EU nicht geklärt. Der Entscheid könnte als Abkehr von Europa gelesen werden. Umso wichtiger ist es, dass der Bundesrat sicherheitspolitisch auf die Nachbarländer zugeht, die mit ihren Angeboten für neue Kampfflugzeuge unterlegen sind. Vielleicht hätte die Schweizer Seite die juristischen Rahmenbedingungen auch gegen aussen deutlicher kommunizieren sollen. Die Schweiz hat Deutschland und Frankreich nicht die kalte Schulter gezeigt, sondern sich für das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis entschieden. Im konkreten Einsatz sollte die Zusammenarbeit weiter vertieft werden können. Das liegt im Interesse der Nachbarn und der Schweiz. Die argumentative Auseinandersetzung mit der «Stopp-F-35-Initiative», das Finalspiel für den F-35, sollte deshalb als Chance wahrgenommen werden, um gegen innen und gegen aussen verbindliche Signale auszusenden. Amherd muss überzeugen, nicht nur gewinnen. Eine gesamtheitliche Sicherheitspolitik ist das beste Argument für ein neues Kampfflugzeug.

 

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Coronavirus weltweit: Die neusten Entwicklungen| NZZ

Über 181 Millionen Menschen sind laut der Johns-Hopkins-Universität weltweit positiv auf das Virus getestet worden. Mehr als 3,9 Millionen Infizierte sind gestorben. Über 3 Milliarden Impfdosen wurden weltweit verabreicht. Unter anderem hohe Sterberaten im Corona-Jahr 2020 haben in den USA zu einem Rückgang der Lebenserwartung geführt. Die neusten Entwicklungen Die Entwicklungen in der Schweiz finden Sie hier. Die Lage in Europa Jüngst hatten die europäischen Länder wegen der dritten Infektionswelle im Frühling die Corona-Restriktionen stark verschärft. Seit Mai lockern nun mehrere Länder die Einschränkungen für die Bevölkerungen – manche Staaten etwas zögerlicher als andere. Harte Lockdowns und Ausgangssperren gibt es zurzeit keine mehr. Restaurants und Hotels, Theater und Kinos sind grösstenteils wieder geöffnet. Auch Sportstätten und Fitnessstudios dürfen unter Auflagen wieder Kunden empfangen, in Österreich ist dies etwa Getesteten, Genesenen und Geimpften vorbehalten. Allerdings sollen dort ab 1. Juli weitreichende Lockerungen in Kraft treten. Das Nachtleben wird unterschiedlich gehandhabt, während in Spanien in einigen Regionen Diskotheken geöffnet sind, haben die Niederlande die Nachtklubs noch geschlossen. Die Impfaktionen der Regierungen schreiten voran, Grossbritannien hat bereits über 40 Prozent der Bevölkerung durchgeimpft. In Frankreich und Italien ist ein gleich hoher Anteil der Menschen bisher einmal gegen Sars-CoV-2 geimpft worden. Ferien in beliebten Destinationen sind meist ohne Quarantäne möglich. Je nach Land gelten andere Bestimmungen (Testnachweis, Gesundheitspass usw.). Hier geht es zur Übersicht In Deutschland gilt im Kampf gegen die dritte Corona-Welle seit dem 24. April eine «Notbremse» mit schärferen einheitlichen Beschränkungen. Sie beinhaltet unter anderem nächtliche Ausgangssperren ab einer Inzidenz von 100, Schulschliessungen ab einer solchen von 165 und einheitliche Regeln für den Einzelhandel. Weil die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen wieder stark gesunken ist, können die Beschränkungen in immer mehr Regionen zurückgenommen werden. Die «Notbremse» soll am 30. Juni beendet werden. Genaueres zur Situation in Deutschland erfahren Sie hier. In Italien fallen seit dem 21. Juni wieder sämtliche Regionen – bis auf das Aostatal – in die sogenannte weisse Zone mit den lockersten Corona-Regeln. Dort entfallen unter anderem die nächtliche Ausgangssperre und die Beschränkungen in der Aussengastronomie. Weiterhin als gelbe Zone gilt nur das Aostatal. Zu orangen sowie roten Zonen zählt derzeit keine Region. (0 = gar nicht frei,10 = sehr frei) Im Vereinigten Königreich wird der Lockdown schrittweise aufgehoben. Die Regierung wollte sämtliche Einschränkungen bis 21. Juni aufheben. Wegen der Warnung von Wissenschaftern zur Infektiosität neuer Coronavirus-Varianten, wie der hochansteckenden Delta-Variante aus Indien, sollen sie aber noch einmal um weitere vier Wochen bis Mitte Juli verlängert werden, wie Premierminister Johnson am 14. Juni mitteilte. Die Lage in Russland und Osteuropa Auch in Polen und Tschechien ist das soziale, sportliche und kulturelle Leben in den Innenräumen wieder möglich. Die Infektionszahlen sind in den osteuropäischen Staaten rückläufig oder stagnieren. Tschechien hat eine harte dritte Welle hinter sich. In einigen Ländern ist die Impfbereitschaft sehr gering, in Bulgarien wollen sich laut einer Befragung nur 33 Prozent der Bevölkerung impfen lassen. Auch in Russland ist die Skepsis gross, obwohl dort bereits Mitte August 2020 der weltweit erste Corona-Impfstoff zugelassen wurde: Sputnik V. Auch ein halbes Jahr nach Beginn der Impfkampagne haben sich in der Hauptstadt erst rund 15 Prozent der zwölf Millionen Einwohnerinnen und Einwohner mit einem der russischen Präparate immunisieren lassen. Angesichts der dramatischen Situation hat Moskau die Corona-Einschränkungen wieder verschärft. Im Juni 2021 verzeichnete Russlands Hauptstadt Moskau einen Rekordwert an Corona-Neuinfektionen. Sie sollen auf die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus zurückzuführen sein. Die Lage in Südosteuropa Pünktlich zur Tourismussaison sind Griechenland und die Türkei auf Besucher aus dem Ausland vorbereitet: Auch in Griechenland können Geimpfte, Getestete und Genesene ohne Quarantäne einreisen. Den vom Tourismus abhängigen griechischen Inseln (ausgenommen sind grosse Eilande wie Kreta) hat die griechische Regierung ein spezielles Impfprogramm auferlegt, um mit Corona-freien Destinationen werben zu können. In beiden Ländern sind Bars, Cafés und Restaurants geöffnet, es gelten jedoch weiterhin nächtliche Ausgangssperren. In der Türkei sind die Touristen davon ausgenommen. Grosse Impfskepsis und Verschwörungstheorien sind auch in Südosteuropa verbreitet, weswegen der Bevölkerung in Serbien sogar Geld angeboten wurde, wenn sie sich impfen lässt. Die Einwohner können dort zwischen vier verschiedenen Impfstoffen wählen (Pfizer/Biontech, AstraZeneca, Sputnik V und Sinopharm). Die Lage in den USA und in Kanada Die USA sind das Land mit den weltweit meisten bestätigten Covid-19-Fällen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist aber rückläufig. Bisher ist rund die Hälfte der Erwachsenen vollständig gegen das Coronavirus geimpft (Stand 26.6.). Bis zum amerikanischen Unabhängigkeitstag am 4. Juli sollen 70 Prozent aller Erwachsenen in den USA mindestens die erste Impfung erhalten haben. Im täglichen Leben kehrt allmählich Normalität zurück: Mitte Mai wurde die Maskentragpflicht in der Öffentlichkeit für vollständig Geimpfte mit wenigen Ausnahmen aufgehoben. Masken bleiben aber im Reiseverkehr und in speziellen Einrichtungen – beispielsweise Spitälern, Pflegeheimen oder Gefängnissen – Vorschrift. Für Kanada besteht derzeit eine Einreisesperre. Einreisen können nur Staatsbürger, Personen mit Wohnsitz in Kanada und direkte Verwandte. Reisende, die über Land von den USA einreisen, müssen einen negativen Test vorweisen. Je nach Region ist das Tragen einer Maske in öffentlichen Innenräumen und Verkehrsmitteln Pflicht. Die Lage in Mittel- und Südamerika Einige Länder in Mittel- und Südamerika wurden von der Pandemie stark getroffen. Vielerorts kommen das Gesundheitswesen und die Intensivstationen an ihr Limit, so etwa in Chile und Brasilien. Letzteres ist nach den USA und Indien das Land mit am drittmeisten Infizierten. Nach wie vor verzeichnet es hohe Todesraten. Trotz hohen Ansteckungszahlen ist nur die Einreise auf dem Landweg beschränkt. Brasilien hat mit verschiedenen Mutationen des Virus zu kämpfen. Peru ist nach Angaben der Johns Hopkins University das Land mit der höchsten Sterberate pro Kopf und steht nach den USA, Brasilien, Indien und Mexiko auf dem fünften Platz in der Gesamtzahl der Todesfälle weltweit. Die Lage in Asien, Australien und Ozeanien China ist das Ursprungsland der Pandemie. Mit rigorosen Massnahmen hat es das Virus unter Kontrolle bekommen – wie viele andere asiatische Länder auch. In Peking sind Stand Mitte Juni über 80 Prozent der erwachsenen Bevölkerung (über 15,6 Millionen Menschen) vollständig geimpft. Seit Anfang Juni sinken die Ansteckungen in vielen asiatischen Ländern erneut, wie etwa in Südkorea. Das Land hat die Pandemie trotz gelegentlichen Ausbrüchen insgesamt gut unter Kontrolle und musste nie einen landesweiten Lockdown durchführen. Bei den Impfungen kommen viele Länder in diesen Regionen nur schleppend voran, zum Beispiel Taiwan, auch weil der Zugang erschwert ist. Die Regierung Japans stand deswegen in der Kritik. Vor den Olympischen Spielen weitete das Land den Notstand nochmals aus. Indien verzeichnet nach den USA am zweitmeisten Infektionen und nach den USA und Brasilien die drittmeisten Todesfälle. Lange waren die Spitäler völlig überlastet, der medizinische Sauerstoff ging aus. Einige Länder – darunter die Schweiz, Deutschland, Grossbritannien und die USA – lieferten Beatmungsgeräte und Sauerstoff an den Subkontinent. Verantwortlich für den Anstieg Mitte April war eine neue Mutation, die als «Doppelmutation» bezeichnet wird. Seit Anfang Mai sinkt die Zahl der Ansteckungen wieder. Neuseeland und Australien hatten das Virus durch strenge Massnahmen schon weitgehend in den Griff bekommen. Aber wegen einer Ausbreitung der Delta-Variante wurde ab 26. Juni 2021 für 6,5 Millionen Menschen in Sydney ein 2-wöchiger Lockdown verhängt. Auch in anderen Regionen und weiteren Gliedstaaten wurden wieder Massnahmen eingeführt. In Australien ist die Impfkampagne in Verzug geraten, weil das Land stark auf den AstraZeneca-Impfstoff gesetzt hatte. Für Touristen aus dem Ausland bleiben die Grenzen bis mindestens Mitte 2022 geschlossen. Die Lage im Nahen und im Mittleren Osten Die Unterschiede zwischen den Ländern in diesen Regionen ist gross. Bahrain und Israel impfen ihre Bevölkerungen effizient. Israel ist sogar «Impfweltmeister»: Knapp 60 Prozent der Einwohner sind bis 8. Juni zweimal gegen das Coronavirus geimpft worden. Zuletzt gab es allerdings eine gewisse Stagnation. Wegen der steigenden Zahl der Neuinfektionen steigen nun auch wieder die Zahl der Impfwilligen. Dennoch verhängt Israel deswegen wieder Beschränkungen. So müssen seit dem 25. Juni wieder in allen Innenräumen Masken getragen werden. Derweil leidet etwa Afghanistan stark unter der dritten Welle. Als Treiber wird die hochansteckende Delta-Variante gesehen, die zuerst in Indien entdeckt wurde. Es gibt keine Beschränkungen für Reisen nach Afghanistan. Die Lage auf dem afrikanischen Kontinent Auch wenn nach Ansicht von Experten die Dunkelziffer höher liegen könnte, ist der gesamte afrikanische Kontinent im globalen Vergleich aber am wenigsten von der Pandemie betroffen. Die Ansteckungszahlen blieben bisher unter den Prognosen. Der vergleichsweise stärkste Ausbruch von Corona-Infektionen verzeichnete lange Südafrika. Wie in Grossbritannien ist auch in Südafrika eine Mutation des Virus aufgetreten, die weltweit Sorgen bereitet, die Variante heisst Beta. Daher haben viele Staaten den Flugverkehr nach Südafrika eingestellt oder eingeschränkt. Seit Anfang Mai steigen in Südafrika die Ansteckungen wieder an. Afrika setzt im Kampf gegen das Coronavirus seit Mitte Mai auch bis zu 300 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V ein. Die bisher beschafften 270 Millionen Dosen von AstraZeneca, Pfizer/Biontech und Johnson & Johnson seien bereits von den 55 Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union gebucht worden. Wie schreitet die weltweite Impfaktion voran? Das erste Land, das einen Impfstoff zugelassen hat, war Russland. Noch vor Abschluss der üblichen klinischen Tests wurde am 11. August 2020 das Vakzin Sputnik V für Impfungen freigegeben. Insgesamt forschen rund 300 Institute an diversen Corona-Impfstoffen. Bereits in einzelnen Ländern Zulassungen erhalten haben rund zehn Impfstoffe. Anfang Dezember 2020 haben einige Länder wie Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate den Impfstoff des chinesischen Unternehmens Sinopharm zugelassen. In China selbst erhielt das Vakzin die Zulassung am 30. Dezember 2020. In der Europäischen Union und der Schweiz wurde Mitte Dezember der erste Impfstoff gegen Sars-CoV-2 zugelassen, das Vakzin der deutschen und amerikanischen Biotech- und Pharmaunternehmen Biontech/Pfizer. Im Januar wurde in den meisten EU-Staaten und der Schweiz mit dem Impfen begonnen. In der EU sind mittlerweile vier Vakzine zugelassen, nämlich die Impfstoffe von Biontech/Pfizer (dieses ist in der EU seit Ende Mai sogar für Kinder ab 12 Jahren zugelassen), Moderna (Zulassungsantrag für Impfung von Jugendlichen eingereicht), Johnson & Johnson und AstraZeneca. Einige europäische Länder warten auf mehr Daten zur Wirksamkeit von AstraZeneca unter älteren Personen, darunter auch die Schweiz. Der Impfstoff geriet in Verruf, weil als Nebenwirkungen einige Fälle von Blutgerinnseln gemeldet wurden. In der Schweiz sind drei Impfstoffe zugelassen: Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson. Corona-Impfung: Können wir trotz Mutationen weltweite Herdenimmunität erreichen? Die grosse Impfaktion gegen das Coronavirus ist im Dezember angelaufen. Inzwischen wurden weltweit schon über 2,6 Milliarden Impfdosen verabreicht (Stand: 22.6.), Anfang Juni waren rund 16 Prozent der Weltbevölkerung mindestens einmal geimpft. Allerdings muss in der Regel zweimal geimpft werden. Künftig könnten regelmässige Auffrischungen nötig werden. Die Weltgesundheitsorganisation erteilte am 7. Mai für den chinesischen Corona-Impfstoff von Sinopharm eine Notfallzulassung. Dank der Zulassung können Uno-Organisationen das Mittel nun kaufen und verteilen. Das könnte die weltweite Impfkampagne beflügeln, wenn China wie versprochen an das internationale Impfprogramm Covax liefert. Im dritten Quartal 2021 will auch US-Hersteller Novavax eine Zulassung für seinen Impfstoff beantragen. Dessen Entwicklung war von der US-Regierung finanziell stark gefördert worden. Wie das Unternehmen am Montag (14.6.) mitteilte, bietet er nach ersten Studien einen hohen Schutz vor Covid-19. Die Wirksamkeit liege bei 90,4 Prozent. Im Gegensatz zu den bisher zugelassenen Impfstoffen handelt es sich weder um einen mRNA- noch um einen Vektor-Impfstoff: Das Vakzin enthält Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins des Virus bestehen. Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Corona-Impfung finden Sie hier. Welche wirtschaftlichen Folgen hat die Pandemie? Die Pandemie hat die Welt seit über einem Jahr im Griff. Sie hat das Wirtschaftsleben zeitweise fast zum Erliegen gebracht. Zahlreiche Länder wurden in Lockdowns oder Shutdowns geschickt, Unternehmen standen teilweise still, Lieferketten waren unterbrochen. Millionen von Menschen waren arbeitslos. Gesundheitssysteme kamen an den Rand eines Kollapses. Staaten investierten Tausende von Milliarden im Kampf gegen die Krise. Es ist schwierig, die Schäden effektiv zu beziffern. Jedenfalls wurden gigantische Summen vernichtet. Die IMF-Chefökonomin Gita Gopinath rechnet damit, dass bis zum Jahr 2025 gegen 28 Billionen Dollar an Wertschöpfung verloren gehen. Sie befürchtet, dass 90 Millionen Menschen wieder in extreme Armut zurückfallen könnten. Die Autoren Eduardo Levy Yeyati und Federico Filippini haben Mitte Mai 2021 auf der Ökonomie-Website voxeu.org versucht, die Kosten der Pandemie aufzurechnen. Um die Beträge der in Prozent gerechneten Einbussen abzuschätzen: Im Jahr 2020 betrug das globale Bruttoinlandprodukt rund 84,5 Billionen Dollar. Einfacher beziffern lassen sich die Effekte auf das Wirtschaftswachstum. Klar ist, dass im Jahr 2020 in keinem Land – ausser in China – die Weltwirtschaft gewachsen ist. Mitte 2021 zeichnet sich eine wirtschaftliche Trendwende ab. So rechnet die Weltbank in ihrer am 8. Juni veröffentlichten Prognose mit dem kräftigsten Aufschwung seit 80 Jahren. Nach dem Corona-bedingten Einbruch der Wirtschaft um 3,5 Prozent im vergangenen Jahr wird jetzt für 2021 ein kräftiges Wachstum von 5,6 Prozent vorausgesagt. Lokomotiven sind China und die USA (auch dank den riesigen Konjunkturprogrammen von Biden). Mit dem kräftigen Aufschwung ist die Krise aber noch nicht ausgestanden. Unter dem Strich wird die globale Wirtschaftsleistung bis Ende 2021 immer noch mindestens 2 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau liegen. Zudem profitieren längst nicht alle von der Erholung: Vor allem Schwellen- und Entwicklungsländer kämpfen immer noch mit vielen Corona-Neuinfektionen, Hindernissen bei der Impfung und beschränkten staatlichen Hilfen. In zwei Dritteln dieser Länder werden die Pro-Kopf-Einkommensverluste auch bis im kommenden Jahr nicht aufgeholt werden können. In den vielen einkommensschwachen Volkswirtschaften hat die Pandemie frühere Erfolge in der Armutsbekämpfung zunichtegemacht. Die Pandemie werde somit Armut und Ungleichheit verstärken, schreibt die Weltbank. Nötig seien deshalb weltweite Impfprogramme und Schuldenerlasse. In der Corona-Krise verändert sich die Wirtschaftslage fast im Wochenrhythmus. Wir zeigen mit neuartigen Daten den Verlauf der Krise. Wo nahm das Virus seinen Anfang? Anfang Januar 2020 teilte die WHO mit, dass eine mysteriöse Lungenerkrankung in der zentralchinesischen Metropole Wuhan durch ein neuartiges Coronavirus verursacht werde. Die chinesischen Behörden meldeten die Krankheit der WHO erstmals am 31. Dezember 2019. Laut verschiedenen Studien sind die ersten Fälle von Covid-19 in Wuhan Ende November oder Anfang Dezember 2019 aufgetreten. Gleichzeitig gibt es auch Hinweise darauf, dass das neue Coronavirus schon Wochen oder Monate früher in Südchina zirkuliert haben könnte, möglicherweise sogar im August. Der Stammbaum des Virus lässt sich über die Veränderungen in seinem Genom nachvollziehen (Details hier). Die am engsten mit Sars-CoV-2 verwandten Viren sind Fledermausviren, was darauf hindeuten könnte, dass Fledermäuse an der Infektionskette beteiligt sind. Die WHO hält einen tierischen Ursprung für das wahrscheinlichste Szenario. Zum Erklärstück Coronavirus, Covid-19, Sars-CoV-2 – was bedeuten die verschiedenen Bezeichnungen? Sars-CoV-2: Die WHO gab dem neuartigen Coronavirus den Namen Sars-CoV-2 («severe acute respiratory syndrome coronavirus 2»). Mit der Bezeichnung ist das Virus gemeint, das Symptome verursachen kann, aber nicht muss. Covid-19: Die durch Sars-CoV-2 ausgelöste Atemwegserkrankung wurde Covid-19 («coronavirus disease 2019») genannt. Covid-19-Patienten sind dementsprechend Menschen, die den Erreger Sars-CoV-2 in sich tragen und Symptome zeigen. Ein ausführliches Glossar mit den zwanzig wichtigsten Begriffen im Zusammenhang mit der Pandemie finden Sie hier. Mitarbeit: toc., wej., ran., kus., ni., slz., koe., gam., nyf., bso., esb., kkl., nbe., tsm., lat., ela., koa., nth., joe., cke., jum., ful., nad., ebl., lat., wde., fma., med., vmo., bet., ann., win., bbu., naw., cov., ine., nil., dho. mit Agenturmaterial

 

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Leben in Kanadas 50-Grad-Dorf: „Die meisten bleiben tagsüber im Keller“

Lytton. Die Bewohner des kanadischen Lytton in der Provinz British Columbia sind heiße Sommer gewohnt. „Aber das, was wir zurzeit erleben, ist extrem belastend“, sagt Bürgermeister Jan Polderman im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Am Sonntag kletterte das Thermometer in dem 500-Einwohner-Dorf auf 46,6 Grad, die höchste jemals in Kanada gemessene Temperatur. Dieser Rekord wurde am Montag mit 47,9 Grad gleich wieder gebrochen. Und am Dienstag meldete die örtliche Wetterbehörde sogar 49,6 Grad – vier Grad mehr als der bisherige in Kanada gemessene Höchstwert aus dem Jahr 1937. „Vor der Hitze gibt es kein wirkliches Entkommen“, antwortet Polderman auf die Frage, wie die Menschen in seinem Dorf mit Temperaturen nur knapp unter 50 Grad umgehen. „Sie verhindert unseren normalen Tagesablauf, nach draußen gehen die Menschen nur noch morgens oder am Abend“, sagt der Bürgermeister. Dann, wenn die Sonne hinter den Berggipfeln verschwindet. In dem Dorf wurden außerdem „Cooling Center“, klimatisierte Räume für alle, die Abkühlung suchen, eingerichtet. „Die meisten bleiben tagsüber aber einfach in ihrem Keller.“ Grund für die extreme Hitzewelle, die den kanadischen Westen und den Nordwesten der USA zurzeit fest im Griff hat, ist ein sogenannter „Heat Dome“, eine Hitzekuppel. Dabei wirkt die Hochdruckzirkulation in der Atmosphäre wie eine Kuppel, die brütende Hitze wortwörtlich einfängt. „Wir sehen hier die Fingerabdrücke des Klimawandels und eine neue Normalität“, sagt Michael Palecki von der US-Klimabehörde NOAA. Dass der Klimawandel ursächlich für die neue kanadische Rekordhitze ist, daran hat auch Lyttons Bürgermeister „keinerlei Zweifel“. Die kurzfristigen Folgen sind für den Menschen verheerend: Allein im Großraum Vancouver,260 Kilometer südwestlich von Lytton, sind laut dem TV-Sender CBC mehr als 100 plötzliche Todesfälle bei der Polizei gemeldet worden. Extreme Hitze werde in der Mehrzahl der Fälle als Ursache angesehen. „Vancouver hat noch nie eine solche Hitzewelle erlebt, und traurigerweise sterben deshalb Dutzende Menschen“, wird Polizeisprecher Steve Addison zitiert. Von Todesfällen ist Lytton seines Wissens bislang verschont geblieben, sagt Polderman – „zum Glück“. Die hohen Temperaturen sind allerdings nicht das einzige, was den insgesamt knapp 2000 Menschen in der Region zu schaffen macht. Wegen der anhaltenden Trockenheit sind Waldbrände ausgebrochen, der Qualm zieht durch Lytton, die Luftqualität sei „sehr schlecht“, wie Polderman sagt. Immerhin: In den kommenden Tagen soll es in Lytton etwas kühler werden.36 Grad sagen Meteorologen für den „Canada Day“, den kanadischen Nationalfeiertag am Donnerstag voraus. „Das nehmen wir gerne“, sagt Polderman. An Feiern am Freien sei zumindest tagsüber trotzdem noch nicht zu denken.

 

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Deals des Tages: Das sind die besten Angebote von Amazon, Otto & Co.

Vielleicht kennen Sie das: Um ein gutes Angebot zu ergattern, muss man sich häufig mühsam von Seite zu Seite klicken, sich womöglich noch bei dem hundertsten Newsletter anmelden und dann im nervigsten Fall noch weitere Bedingungen erfüllen. Kurzum: Die Schnäppchenjagd ist oft mit Mühe und Zeit verbunden – und kostet manchmal auch Nerven. Um Ihnen die Suche nach den besten Deals zu erleichtern, finden Sie hier täglich lohnende Deals aus verschiedenen Bereichen auf einen Blick: Schnäppchen wie Tablets oder Smartphones, Küchengadgets oder andere Alltagshelfer. 53% Rabatt: Samsung Galaxy Buds +| Kabellose Kopfhörer,3 Mikros, Sound by AKG,2-Wege-Lautsprecher, IPX4 zertifiziert, automatische Trageerkennung, für 77,31 Euro statt 164,74 Euro. Hier geht's zum Deal. 51 % Rabatt: Makita Winkelschleifer GA5030| 57 mm Gehäusedurchmesser, robustes Getriebe mit langer Lebensdauer, aufwändig gegen Schmutz und Staub isoliert, Spindelarretierung, Gewicht: 2,18 kg, für 46,21 Euro statt 95,20 Euro. Hier geht's zum Deal. 25 % Rabatt: AthleticPro Hula Hoop Reifen für Erwachsene | in 8 Teile zerlegbar, inkl. Springseil und praktischer Tragetasche, für 29,99 Euro statt 39,99 Euro. Hier geht's zum Deal. 31 % Rabatt: Makita Akku-Heckenschere| Modell DUH523Z, ohne Akku und Ladegerät,18 Volt, Gewicht: 3,3 Kilogramm,89 dB, für 83,99 Euro statt 121,85 Euro. Hier geht's zum Deal. 134,99 statt 199,99 Euro: Hier gibt's die Bosch Akku-Teleskop Heckenschere zum Bestpreis 38 % Rabatt: Tefal Dampfbügeleisen| Ultimate Pure FV9844,3200 Watt, Micro-Calc-Filter, mit Durilium Airglide Autoclean-Bügelsohle, Automatische Abschaltung, für 99,99 Euro statt 159,99 Euro. Hier geht's zum Deal. 40 % Rabatt: Xiaomi Mi 10T Smartphone| inkl. Kopfhörer,6,67 Zoll FHD+ TrueColor DotDisplay,128GB + 6GB Speicher,20MP Frontkamera, Dual-SIM, für 299,90 Euro statt 499,90 Euro. Hier geht's zum Deal. 36 % Rabatt: Ansio Turmventilator| Säulenventilator mit Fernsteuerung,3-stufiger Windmodus, Kabellänge 175 cm,2 Jahre Garantie, kontinuierliche Kühlzeit von bis zu 7,5 Stunden, für 38,22 Euro statt 59,97 Euro. Hier geht's zum Deal. 42 % Rabatt: Wolf-Garten Unkrautvernichter + Rasendünger| zweifache Wirkung über Blätter und Wurzeln binnen 2-3 Wochen, Düngerwirkung bis zu 100 Tage,9 Kilogramm, für 41,99 Euro statt 72,99 Euro. Hier geht's zum Deal. 41 % Rabatt: Bodum pavina Gläser-Set,6 doppelwandig isolierte Gläser aus Borosilikatglas, Durchmesser 6 cm, Höhe ca.6,4 cm, für 31,99 Euro statt 54,90 Euro. Hier geht's zum Deal. Es gibt jeden Tag neue Möglichkeiten zu sparen – besonders aber bei Rabattaktionen wie dem Amazon Prime Day oder dem Black Friday oder Black Monday. Wenn Sie sich jetzt für eine kostenlose 30-Tage-Mitgliedschaft bei Amazon Prime anmelden, können Sie schon 30 Minuten vorab auf Blitzangebote zugreifen. Das Abo können Sie nach der Rabattaktion einfach wieder kündigen. So profitieren Sie zwar von den Vorteilen, müssen allerdings nichts dafür bezahlen. Außerdem entfallen bei Prime-Produkten die Versandkosten. Hier können Sie eine Amazon Prime Mitgliedschaft kostenlos testen. Übrigens: Gutscheine und Rabatte für zahlreiche Online-Shops finden Sie zusätzlich hier. Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.

 

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Ein Todesopfer, Unwetterschaden in Millionenhöhe und Ernteausfäll

Die ausserordentlich starken Gewitter vom Montag haben grossen Schaden angerichtet. Die Axa Versicherung geht gar von einem Unwetter-Rekordjahr aus. Der Hagelsturm vom Montag hat beachtliche Schäden an Fahrzeugen verursacht. Die Unwetter und Hagelzüge vom Montagabend richteten in der ganzen Schweiz grosse Schäden an. Bei Nottwil (LU) wurden laut Meteo Schweiz Hagel mit einem Durchmesser von 7 Zentimetern beobachtet. Im Kanton Zürich gingen zwischen 15 und 20 Uhr 30 rund 14 000 Blitze nieder. Die Westschweiz, die Zentralschweiz sowie das linke und das rechte Zürichseeufer waren laut der Allianz Versicherung besonders betroffen. Bei Meikirch im Kanton Bern wurde eine 54-jährige Autofahrerin durch einen umgestürzten Baum tödlich verletzt, wie die Kantonspolizei Bern am Dienstag mitteilte. Die Strasse wurde für mehrere Stunden gesperrt. Auch die Versicherungen haben grossen Sachschaden zu verzeichnen. Thomas Schaub, Leiter Schadenservices bei Allianz Suisse, etwa sagt: «Aus unserer Sicht war es gestern der schwerste Hagelzug, den wir seit über zwanzig Jahren zu verzeichnen gehabt haben.» Allianz rechnet laut einer Medienmitteilung mit über 25 000 versicherten Schadenfällen und einem Schadenvolumen von rund 96 Millionen Franken. Bei der Mobiliar wird aufgrund des bisherigen Juni-Unwetters von insgesamt über 30 000 Schadenfällen und einer Schadensumme von 130 Millionen Franken ausgegangen. Der Mediensprecher Jürg Thalmann sagt: «Das Ausmass der Schäden ist aussergewöhnlich hoch.» Das letzte vergleichbare Schadenjahr sei 2007, als die Mobiliar Ersatz für Unwetterschäden von 150 Millionen ausgezahlt hat. An das Jahr 2005 kommen die Zahlen aber nicht heran, als alleine die Mobiliar 500 Millionen Franken für Schäden ausgezahlt hatte. Rekordjahr in Bezug auf Unwetterschäden In den letzten Tagen wurden besonders Fahrzeuge vom Hagel beschädigt. Überschwemmungen hätten Hausrat und Geschäftsinventar beschädigt. Es seien vorwiegend Private betroffen. Jürg Thalmann sagt: «Aussergewöhnlich an der Wetterlage war und ist, dass es seit über einer Woche jeden Tag zu heftigen Gewittern gekommen ist – meist begleitet von Starkregen.» Auch bei der Zurich Versicherung gingen zahlreiche Schadenmeldungen ein, es sei eines der Top-3-Ereignisse der vergangenen zwölf Jahre. Laut dem Mediensprecher Kay Schubert wird von einem Schaden von 81 Millionen Franken ausgegangen. Heftige #Unwetter zogen heute Montag über die Schweiz - die Bilanz in der Übersicht gibts hier: https://t.co/9ei37Mjhob ^gf Ähnlich sieht es bei der Axa Versicherung aus. Seit Beginn der Unwetter vor rund einer Woche summiere sich die geschätzte Schadensumme auf über 143 Millionen Franken aus über 33 000 Schadenfällen. Auch die Axa Versicherung geht von einem Unwetter-Rekordjahr in den letzten zwölf Jahren aus. Patrick Villiger, der Leiter der AXA-Hagel-Task-Force, sagte gegenüber SRF, dass Hagelzüge innert kurzer Zeit grosse Schäden an Autos anrichten könnten. Eine derartige Konzentration von Unwetterschäden innerhalb weniger Tage sei aber extrem ungewöhnlich. Grosser Schaden in der Landwirtschaft Schweizer Hagel versichert landwirtschaftliche Betriebe und meldet seit dem 18. Juni über 6000 Schadenmeldungen an landwirtschaftlichen Kulturen. Sie erwarten eine Schadensumme von rund 44 Millionen Franken. Betroffen waren Ackerkulturen, Gemüse, Gärtnereien, Grasland, Tabak, Obst, Beeren und Reben. Die Mediensprecherin Esther Böhler sagt: «Für die Betroffenen bedeutet der Hagelschaden empfindliche Ertragseinbussen oder im Extremfall sogar einen Totalverlust der Ernte.» Die Anzahl der Unwetter, begleitet von Hagel, Sturm und Starkregen, sei zu dieser Jahreszeit überdurchschnittlich, komme jedoch nicht an Extremfälle heran, sagt Böhler weiter. «Was im Vergleich jedoch besonders auffällt, ist die ununterbrochene Serie über zehn Tage mit fast täglich heftigen Gewittern, begleitet von Hagel.»

 

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Zahl der Corona-Neuinfektionen in Portugal auf höchstem Stand seit Mitte Februar

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Portugal hat den höchsten Stand seit Mitte Februar erreicht. Binnen 24 Stunden wurden 2362 neue Fälle verzeichnet, wie die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mitteilten. Mehr als die Hälfte davon entfiel auf die Hauptstadtregion Lissabon. Auch die Zahl der Corona-Patienten steigt in Portugal an. Den Daten zufolge gehen die meisten Infektionen in dem Land inzwischen auf die hochansteckende Delta-Variante des Coronavirus zurück. Im Kampf gegen den Anstieg der Infektionszahlen hatte die portugiesische Regierung in der vergangenen Woche die Corona-Maßnahmen in mehreren Regionen verschärft. Unter anderem wurden die Öffnungszeiten der Restaurants und die zugelassene Gästezahl eingeschränkt. An den Wochenenden gilt ein Reiseverbot zwischen der Hauptstadtregion und dem Rest des Landes. Wegen der starken Ausbreitung der Delta-Variante hatte die Bundesregierung Portugal kürzlich als Virusvariantengebiet eingestuft, was besonders strenge Regeln bei der Wiedereinreise nach Deutschland zur Folge hat. Die Einstufung erfolgte zunächst für zwei Wochen, eine Verlängerung ist aber möglich. Als Virusvariantengebiete werden Länder oder Regionen eingestuft, in denen ansteckendere Varianten des Coronavirus verbreitet auftreten.

 

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Chinesischer Taxidienst Didi geht an die Börse

D er chinesische Fahrdienstleister Didi Chuxing hat sich am Mittwoch an der amerikanischen Technologiebörse Nasdaq notieren lassen und dabei rund 4,4 Milliarden Dollar eingesammelt. Didi hatte den Ausgabepreis mit 14 Dollar am oberen Ende der Spanne festgelegt. Zum Redaktionsschluss dieser Auflage gab es noch keinen ersten Handelkurs. Mit dem Börsengang wird Didi nun mit 67 Milliarden Dollar bewertet. Die Aktie des amerikanischen Fahrdiensts Uber hat eine Marktkapitalisierung von rund 95 Milliarden Dollar. Konkurrent Lyft kommt auf eine Börsenbewertung von knapp 20 Milliarden Dollar. Vor dem Börsengang am Mittwoch war spekuliert worden, ob Didi sogar eine Bewertung von 100 Milliarden Dollar anstrebt. Bei der erst am vergangenen Freitag begonnen Roadshow in den Vereinigten Staaten, bei der Fahrdienstleister aus Peking Investoren für den Kauf seiner Aktie gewinnen wollte, hatten die Banken vor allem mit zwei Fakten geworben: dass Didi in China im größten und am schnellsten wachsenden Markt für Fahrdienstleistungen der Welt aktiv ist und dort zudem über einen Anteil von 80 Prozent verfügt. Während Uber-Taxis in vielen Ländern auf der Welt gerufen werden können, erzielt Didi 95 Prozent seines Umsatzes in China. Tatsächlich gibt es dort unter der jüngeren Stadtbevölkerung nur wenige Menschen, die nicht die orangefarbene App auf ihren Smartphones installiert haben. Der Fahrdienst hat nach eigenen Angaben im Land 377 Millionen Kunden. Im Ende März abgelaufenen Geschäftsjahr tätigten diese jeden Tag 41 Millionen Fahrten. Dass das Unternehmen in den Monaten von Januar bis März mit 5,5 Milliarden Yuan (716 Millionen Euro) einen Gewinn erzielt hat, dürfte den Gang an die Börse stark beschleunigt haben. Auf der Didi-App können die Nutzer spielend einfach ihren Abholort und ihr Ziel angeben und dann zwischen verschiedenen Fahrdienstklassen wählen. Neben Fahrern in Mittelklassefahrzeugen, die ihnen selbst gehören, bietet Didi auch professionelle Fahrer in höherwertigen Limousinen an. Die teuersten Varianten sind S-Klassen, BMW 7er und Audi A8. Auch normale Taxis können über die App gerufen, nicht aber über diese bezahlt werden. Dass am Didi-Börsengang nun auch der amerikanische Konkurrent Uber verdient, ist das Ergebnis eines extrem teuren Machtkampfs um den chinesischen Markt.2012 hatte der frühere Angestellte des chinesischen Technologiekonzerns Alibaba, Cheng Wei, Didi gegründet und war nach drei Jahren mit einem lokalen Wettbewerber zusammengegangen. Nachdem auch Uber in den vielversprechenden Markt eingestiegen war, lieferten sich die von großen Technologiekonzernen finanzierten Anbieter eine heftige Preisschlacht, in der sie die Fahrten subventionierten. Uber machte in der Folge in China laut dem damaligen Vorstandsvorsitzenden Travis Kalanick 1 Milliarde Dollar Verlust im Jahr. Mitte 2016 gab Uber auf und verkaufte sein Geschäft an Didi für 35 Milliarden Dollar. Im Gegenzug erwarb Uber an Didi einen Anteil, der zuletzt mit 12,8 Prozent beziffert wurde. Für Käufer der Aktie stellt sich die Frage, wie Didi weiter wachsen will. Wie anderen Technologieunternehmen aus China auch schlug dem Fahrdienst in den vergangenen Monaten heftiger Gegenwind von den Regulatoren in Peking entgegen. Diese wollten untersuchen, ob der Dienst seine starke Marktstellung mit fairen Mitteln erzielt. Didi selbst investiert in den Bau eines Elektroautos und testet auch den Einsatz von Robotertaxis. Für diese Entwicklungen will man 30 Prozent der Einnahmen aus dem Börsengang verwenden. Weitere 30 Prozent will der Dienst für seine Expansion einsetzen. So will Didi nach dem Einstieg in Südamerika 2018 in diesem Jahr auch in Südafrika starten.

 

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Hamburger Arbeitsmarkt erholt sich von der Corona-Krise Aus dieser Sendung Mehr Hamburg Journal 18.00 Das könnte Sie auch interessieren

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Medizinerin in Uniform

Düsseldorf Für die medizinische Betreuung der NRW-Polizei sind Polizeiärzte und -ärztinnen zuständig. Johanna Jansen-Kamp ist eine von ihnen. Sie begleitet Hundertschaften zum Einsatz, prüft Bewerber auf ihre Tauglichkeit und kümmert sich auch um traumatisierte Einsatzkräfte. nWne es gehrfilhäc wdenre ktöenn üfr ide Bmtneea neeri ttnniaeEaudzfhshrtsc, nand sit aJnonah -nsmJepKana oedr enie rrehi iKllengoenn roed lelonKge eimmr ni red Nä.he ieD grhäJi-e44 tsi Fhtrainzcä ürf n-meielglA dnu etiidmesAnirzb dun eatbiter etsi nAngfa 1209 lsa Penläozrtiizi in deNW.hia-snroetlefnr Sie beltteegi ehaftnsturHnced uz taonDinrsoneemt oder ßkabiesRs,lfeoilpunli mchmlaan hcau rübe eid sanezdgeenrnL isnua,h os iew vor iwez ahJnre zu eenmi mghetärnige nastiEz im drenDnenöra rtFso in sn.eHse ml-ntewduU skeinlmaKaitvti hnetat rtod tim neeri uztbseedWlagn geeng nde urbaWteie reien obunAath toestrritpe dun rienBadark nud mähBaureus retitecr.h E„s akm hedäwnr dse aseEstinz zu mehnerre Ul“efnlnä, atgs KasJ.nmneap- iEn„ ioslPzit ruwde vno amuntämmesB lrzte,etv ied hcis elsötg t“hatn.e Die ztnrÄi stzit bie imnee ztsaniE ctinh in der eNhä im eeg,nsngauRttw esi sti mit Gäpeck nud rgaeT mrime so han dnar ewi hmclög.i dUn„ das eib niWd und rte,t“eW stag .esi s„E hegt amdu,r mgiöchstl lshnecl efhenl uz knön“e.n aieDb rhbnneümee ied zeäieorlPizt uhac ide ernrsvgsE,gtrou wnne zum iBpeelsi ein Avskitit zrevlett de.ruw saD ndLa RWN ctsuh ediretz rüf emeehrr tnaedtSor itreewe rzninÄent udn erÄzt mti eabohsescenslgr cabdlsgutraFunhiza. eNe„bn den lhghncneiewö aePlouanslutiornkfent urufagdn von rleAt edro reraivtp edrgeeVännunr hnaeb iwr mvo Fanniniimziustmer deises hJar hmreree neeu telnleS utgzielte enmkeo,bm die teszetb nreewd mnüs,s“e satg eeni irrcnehSep eds -nnWRImnnsiimriNuee.ts saD tTieäeftdglksi eensi lreiezatiosPz echrit nov rde l-Aneemgil udn oeitamlldNizfn ibs zu hresetbismdzineicebin abeA.nugf nI NWR itgb es 23 tlrzehpzlieiäcio tiDs.etnlelsen ieD hlärizcet rgeVonusrg der kezEsättrniaf tsi rnu ein Tile sed Jb.so „Wir treueebn ndu rtebena hauc dei nivssre,ttieeraesnKiontnm ide ethrreHte,nö uaTcehr dun eid Knelgoel der rFigee-l dun itrflefneeaR,st“ satg nanaoJh m-n.eJnpasaK Zu ihner besbcisznnhrdieetimei abfAegun grehtö hauc rbn,ivärnosaPttiee weta mi emsnncihkhenciritla usttniIt sde sLtanrenkdi,miamasl wo dei rtrTaouegtpp notfsSrpfeg reeägßgilm tim cnieerhfäghl ffenoSt in hgurnreBü om.tkm „abeDi gthe se twea mu edi rFega der ndenseasp n,tSartcsüguzu“shu agts .aeJannm-spK eiS erätb ucah cßSnairhitere zum pnseeasdn chhu srzöe. Gt „aDs tis hnocs rshe dsnpnena, cenEkblii ni so velei ltrnusedieicehhc Breechie der ezilPio zu m“kb,emone asgt eid zdeiiire.nMn lAs nBtiersitäzreb raw sie cahu na erd usaAwlh dre rreeBwbe tegbeilit, ide iemb aMrafssucibsllh güedL lsa ruesewtAr sed fhmrcuangeein udl-Bndi aVlmtaoeisderi clshztäziu elgsettnlei wrne,du ads edi iolzeiP eib ned nTtäre ltleseishrcteg t.hate „irW nstumse nmcezdihsii cnä,nestzeih bo die hpsccsiehy asBkabteiertl rfü ieen colhse febAuga vtr“lieg,o tasg s.ei Udn nwen ndganeehe zleiteärfiPok fua eihr iilutgaeTckh rfgüpte wdnee,r ist die nnustEäihgcz edr oPrezielziät slfeelnab gaftger. ahNc mieen nlfasulnetiD ümssen sei steet,nlsfel wie ercwhs eid eläeFchsgdon ieerlösmcweghi neis newrde, rihkcpeöl,r rbea ahcu s.cypchihs Ksaschseli -acNth erod snBchritditeeetsefas iew mi snhnKeakaur igbt es ci.tnh nnhaJao nanpJasm-eK ist ehieneldizelnar nud hta eizw e.thöcTr aDs„ lstäs shci frü imhc tug itm med obJ v,nnea“ereibr gast s.ei Wenn„ se ictnzheEAs-odä,tigb irwd r,gbfegaat rwe ka,nn wri nisd ja mmier eni rgenaz olPo vno “.nzteÄr eSi ltühf chsi lsa eilT erd leaei„foP,iil“mzi wei ise tsa.g n„Ma sti ni mde Jbo reilneastG rüf ielve deineevhcers crheeeBi erd .enMzdii“ ieS dwir bagchte,ru nnwe ien meeBrat cihs nde Fßu tsuavter ath – raeb cuha, ennw enrei ercwsh umaterartstii it,s elwi re ewta nde foandllUt niees oenllgeK rtbleemien .metsus ir„W hscune ekenni leäi,pnkmfrzeE senordn mraTey“,epla ießth se in red ntlgSeinzaeele sed e.ienmnnimnritsusI ndU las iTel ieesn eonßrg Tsame sieth hcis uhac nonahaJ nns. JpaeamK- nI enrei angz mnoleanr Aarstrzpix uz aerte,nbi nank ies cish thnci emhr onl.seltver

 

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Bach im Konzerthaus: Archaisches, das tönt wie neu

Jubelstürme für geistliche Musik ernteten Bachs Motetten mit der Company of Music unter Johannes Hiemetsberger. „Jesu, meine Freude“: Wie die Melodiestimme stufenweise von der Quint in den Grundton hinabsteigt, das gräbt sich ins Gedächtnis ein. Gerade weil hier kein exaltierter Jubel erklingt, sondern vielmehr mit ernster Miene eine Glaubensgewissheit formuliert wird – unverbrüchlich, ehern und streng. Johann Crüger hat die Melodie geschaffen, ein halbes Jahrhundert vor Johann Sebastian Bachs Geburt, in einem älteren, kargen Stil. Bach macht sie dann zur Grundlage einer Motette unter demselben Titel. Nicht nur im eröffnenden Choral bildet die einleitend zitierte Formel das A und O.

 

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Die Jugend hat ein Recht zu feiern

Analyse Düsseldorf Seit mehr als 15 Monaten müssen Jugendliche auf Partys und Massenevents verzichten. Das war alternativlos. Doch jetzt ist es wichtig, auch auf die Bedürfnisse der Jungen zu schauen – ohne den Kampf gegen das tückische Virus zu gefährden. eiD timmSung dirw denmnzheu rig.tereze enWn red sOtddgnensrniu erdo arg die oliiPez hnäcecliht raPsyt von cegJnueihldn – lage ob ni unfrtaF,rk rdoelüDfss ored eukrLesevn – su,ötfla tcählsg ned eHnürt der ölitenffench Siihrcteeh oft nleabk Wtu dun Gtealw etnegneg. 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Dafür wird die Raschplatz-Hochstraße gesperrt

Ab heute wird die Raschplatz-Brücke für den Autoverkehr gesperrt, vom 8. bis zum 18. Juli soll die Hochstraße zur Theaterbühne werden. Die Macherinnen des Festivals Theaterformen versprechen ein „Stadtlabor für Klimagerechtigkeit“. Ein Blick auf das Programm. Das Festival Theaterformen, das vom 8. bis zum 18. Juli in Hannover stattfinden wird, präsentiert Theater vornehmlich auf Bühnen. Ins Zentrum der öffe...

 

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Volle Stadien - volles Risiko

Am deutlichsten wurde SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach: Die UEFA sei für den Tod vieler Menschen verantwortlich. Aber auch sonst gibt es viel Kritik an vollen EM-Stadien. In London haben sich offenbar viele Fans angesteckt. Zehntausende im Fußballstadion und dicht gedrängt bei den Feiern rundherum - und das in Städten, in denen sich die Delta-Variante des Coronavirus gerade massiv ausbreitet. Kritik daran gibt es schon länger, doch sie wird zunehmend schärfer. Und es gibt erste Zahlen, die darauf hindeuten, dass die Kritik berechtigt ist. Nach Angaben der schottischen Behörden lassen sich dort knapp 2000 Corona-Fälle in Verbindung mit Spielen der Fußball-Europameisterschaft bringen. Zwei Drittel von den 1991 positiv Getesteten seien Fans, die entgegen der Ratschläge aus dem Norden zu Spielen nach London gereist seien, wie die Gesundheitsbehörde Public Health Scotland mitteilte. London gilt derzeit als einer der Corona-Hotspots in Europa. Am 18. Juni hatten die Schotten in London gegen England gespielt. Laut der schottischen Gesundheitsbehörde waren knapp 400 der Infizierten im Wembley-Stadion, in dem insgesamt etwa 22.500 Zuschauer saßen. Viele weitere dürften sich in London beim Feiern in einem Pub oder bei einer privat organisierten Party angesteckt haben. Bei der 0:2-Achtelfinal-Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen England am Dienstag waren 41.973 Zuschauer im Londoner Wembley-Stadion. Für die Halbfinals und das Endspiel sollen sogar 60.000 Zuschauer zugelassen werden. Großbritannien ist - neben Russland und Portugal - eines von drei europäischen Ländern, die von der Bundesregierung derzeit als Virusvariantengebiete eingestuft werden. Ziel der Kritik ist in erster Linie der Fußballverband UEFA. Am deutlichsten wurde dabei der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Er warf der UEFA vor, "für den Tod von vielen Menschen verantwortlich" zu sein. Das Spiel gestern habe nochmal gezeigt, "wie eng die Fans stehen, wie oft sie sich umarmen und anschreien", so Lauterbach auf Twitter. "Es haben sich sicherlich Hunderte infiziert und diese infizieren jetzt wiederum Tausende." Auch Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz äußerte sich kritisch: "Bei aller Freude über die spektakulären Spiele dieser EM halte ich es für bedenklich, wie viele Zuschauer inzwischen in einige Stadien gelassen werden", sagte Scholz der "Süddeutschen Zeitung". "Mühsam und unter großen Anstrengungen haben wir die Pandemie in Europa in den Griff bekommen, das sollten wir jetzt nicht aufs Spiel setzen." Bereits gestern hatte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder gesagt, die Entscheidungen der UEFA seien "null nachzuvollziehen". Was die UEFA mache, sei für ihn nicht akzeptabel, so der CSU-Chef. Zuschauerzahlen würden "ohne Sinn und Zweck" erhöht. Die UEFA wies die Kritik zurück - auch mit Blick auf das erste Viertelfinalspiel zwischen der Schweiz und Spanien am Freitag im russischen St. Petersburg, einem weiteren Corona-Hotspot. Änderungen oder gar eine Verlegung des Spiels seien nicht geplant, erklärt die UEFA auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. "Die finale Entscheidung bezüglich der Zuschauerzahl liegt immer bei den jeweiligen lokalen Behörden." Die britische Regierung rät Fans aus dem eigenen Land übrigens davon ab, zum EM-Viertelfinalspiel zwischen England und der Ukraine zu reisen. Das wird am Samstag in Rom ausgetragen - und damit in einer Stadt, die derzeit vergleichsweise niedrige Corona-Zahlen hat. Die italienischen Corona-Regeln schreiben eine fünftägige Quarantäne für Reisende aus Großbritannien vor. Britische Fans würden daher das Spiel verpassen.

 

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DAX im Rückwärtsgang

Der DAX hat zum Quartalsschluss schwächer geschlossen. Vor allem wieder stärkere Corona-Ängste bremsten die Kauflust der Anleger. Es droht eine neue Hängepartie. Der DAX hat die Gewinne des Vortages heute wieder abgegeben und tut sich damit weiter schwer, den steigenden US-Märkten zu folgen. Am Ende des Tages gab der deutsche Leitindex 1,02 Prozent ab und schloss bei 15.531 Punkten. Der Index bleibt damit zwar in seiner Bandbreite zwischen 15.500 und 15.800 Punkten. Für neue Rekorde wie in den USA fehlt aber weiter der Schwung, so dass sich die derzeitige Hängepartie fortsetzen dürfte. Im Tagestief war der Index bei 15.461 Zählern schon unter die auch charttechnisch wichtige Unterstützungsmarke von 15.500 Punkten gefallen, konnte diese aber auf Schlusskursbasis behaupten. Trotzdem kann sich die Bilanz des deutschen Leitindex in diesem Jahr bisher sehen lassen. Für den Monat Juni ergibt sich ein Plus von 0,7 Prozent. Im nun beendeten zweiten Quartal verbuchte der Leitindex einen Zuwachs von 3,5 Prozent. Erst recht sehen lassen kann sich die Bilanz für die ersten sechs Monate 2021 mit einem Gewinn von 13,2 Prozent. Zum Ende des ersten Halbjahres gingen einige Anleger aber auf Nummer sicher und machten heute Kasse. "Die kurzfristigen Effekte der Inflation scheinen unter Kontrolle und in den Kursen enthalten", sagte Volkswirt Bert Colijn von der ING Bank. "Aber es bleibt Unsicherheit wegen der neuen Coronavirus-Variante und ihres Einflusses auf die wirtschaftliche Erholung." Investoren wollen sich aber auch wegen anstehender Arbeitsmarktdaten in den USA derzeit mit neuen Engagements am Aktienmarkt nicht zu sehr vorwagen. Dort hat sich der Stellenaufbau in der Privatwirtschaft deutlich abgeschwächt. Konkret seien im Juni im Monatsvergleich 692.000 Beschäftigte hinzugekommen, teilte der Arbeitsmarktdienstleister ADP in Washington mit. Analysten waren im Schnitt von einem noch stärkeren Dämpfer ausgegangen auf einen Zuwachs von 600.000 neue Stellen. Im Monat zuvor waren revidiert 886.000 Stellen (bisher 978.000) geschaffen worden. Die ADP-Zahlen gelten als Indikator für die offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag. Die offiziellen Daten am Freitag waren in den vergangenen beiden Monaten hinter den Erwartungen zurückgeblieben. "Eine dritte Enttäuschung würde die Tatsache untermauern, dass die wirtschaftliche Erholung an Dynamik verliert", sagte John Brady, Manager beim Brokerhaus R. J. O'Brien & Associates. Die Wall Street bietet kein klares Bild. Der Leitindex Dow Jones behauptet sich mit rund 0,4 Prozent im Plus, der marktbreite S&P-500-Index kämpft mit der Nulllinie. Die Technologiebörse Nasdaq konsolidiert nach dem jüngsten Rekordlauf, allerdings markierte der Auswahlindex Nasdaq 100 im Verlauf kurzzeitig ein Rekordhoch bei 14.582 Punkten. Laut Händlern dämpften die mancherorts wieder steigenden Corona-Infektionszahlen das zuletzt gewachsene Vertrauen in eine Erholung der Weltwirtschaft. Unter den Einzelwerten fielen Nvidia mit einem weiteren Rekordhoch bei knapp über 800 Dollar auf. Auch die Rüstungsaktien Lockheed und Ratheon legten nach einem Großauftrag aus der Schweiz zu. Die Schweiz will 36 Kampfjets vom Typ Lockheed Martin F35-A sowie zur bodengestützten Luftabwehr das Raketensystem Patriot des Herstellers Raytheon anschaffen. Der Kaufpreis für beide Systeme beträgt gut sieben Milliarden Franken (6,4 Milliarden Euro). Bei Kursen von derzeit 1,1860 Dollar bleibt die Gemeinschaftswährung weiter unter Verkaufsdruck. Die Verunsicherung der Anleger wegen der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus ist weiterhin spürbar. Nur für kurze Beruhigung sorgte die Nachricht vom Dienstag, wonach der Moderna-Impfstoff nach Unternehmensangaben auch eine Immunantwort gegen die zuerst in Indien aufgetretene Delta-Variante anregt. Ansonsten beschäftigt sich der Markt mit den jüngsten Inflationsdaten aus Europa. So treibt in Frankreich ein kräftiger Anstieg der Energiepreise die Inflation weiter an. In Italien erreichte die Steigerungsrate der Lebenshaltungskosten im Juni den höchsten Stand seit 2018. In der Eurozone aber sank die Inflationsrate im Juni leicht. Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, sprach von einer "Ruhe vor dem Sturm". Der Teuerungsanstieg sei noch nicht beendet. Die vorübergehende Mehrwertsteuerreduktion in Deutschland im zweiten Halbjahr 2020 schlägt sich Gitzel zufolge ab der Jahresmitte deutlich in der Teuerungsrate des gemeinsamen Währungsraums nieder. Dieser Effekt allerdings laufe zum 1. Januar 2022 aus. Im kommenden Jahr sei der Inflationsspuk dann wohl vorbei. Die deutsche Wirtschaft wächst derzeit kräftig, hat das DIW-Institut festgestellt. Von April bis Juni dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um rund 2,5 Prozent zum Vorquartal steigen, sagten die Forscher heute voraus. Mit zunehmender Eindämmung des Infektionsgeschehens kehrten immer mehr vom Lockdown lange betroffene Dienstleister zur Normalität zurück. "Virusmutationen und eine möglicherweise noch nicht ausreichende Impfquote drohen stellenweise aber immer wieder Sand ins Getriebe zu streuen", warnte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. Die Lebenshaltungskosten in der Eurozone nahmen binnen Jahresfrist um 1,9 Prozent zu, wie die Statistikbehörde Eurostat in einer ersten Schätzung mitteilte. Ökonomen hatten mit dieser Rate gerechnet. Noch im Mai waren die Verbraucherpreise um 2,0 Prozent gestiegen, was die höchste Teuerungsrate seit Herbst 2018 war. Wie schon im Vormonat wurde die Inflation im Juni vor allem durch die Energiepreise angetrieben. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt als optimalen Wert für die Wirtschaft eine Teuerung knapp unter zwei Prozent an. Weiter nach oben geht es mit den Ölpreisen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet am späten Nachmittag 75,16 Dollar und damit 0,7 Prozent mehr als gestern. Kurz vor einer geplanten Videokonferenz von Vertretern der Opec+ zur Förderpolitik des Ölverbunds zeichnen sich schwierige Gespräche ab. Zuletzt war am Markt eine Anhebung der Fördermenge im August erwartet worden. Verluste von bis zu vier Prozent müssen die Vorzugsaktien hinnehmen, die am Ende zwei Prozent schwächer schlossen. Volkswagen hat in einem US-Rechtsstreit um mögliche weitere hohe Bußgelder im "Dieselgate"-Skandal eine empfindliche Niederlage erlitten. Das Oberste Gericht von Ohio entschied am Dienstag, dass der Bundesstaat Sanktionen wegen systematischer Abgasmanipulation gegen den Autobauer verfolgen kann, die über die bereits auf US-Bundesebene vereinbarten Strafen hinausgehen. "Der gesamte Autosektor ist wegen Gewinnmitnahmen unter Druck und allen voran VW", sagt ein Händler. Hohe Preise für die Elektro-Brummis des Lkw-Herstellers dürften die Nachfrage nach den Fahrzeugen noch nicht ausufern lassen. Der Elektro-Lastwagen eActros kostet etwa drei Mal so viel wie ein vergleichbares Modell mit konventionellem Antrieb, so der Marketing- und Vertriebschef von Mercedes-Benz Lkw, Andreas von Wallfeld, heute zur Vorstellung des Serienmodells. Der Agrochemiekonzern wird Insidern zufolge im Verlauf des Tages den Prospekt für den geplanten Börsengang in China veröffentlichen. Damit wäre eine Notierung an der Technologiebörse STAR Market in Shanghai noch vor Jahresende möglich. Damit könnte der Besitzer von Syngenta, der Staatskonzern ChemChina, mit dem Börsengang rund 65 Milliarden Yuan oder umgerechnet zehn Milliarden Dollar erlösen. Die Syngenta Group, bestehend aus der Schweizer Syngenta AG, Adama aus Israel sowie den landwirtschaftlichen Aktivitäten der chinesischen Sinochem, sieht sich als Weltmarktführer im Bereich Pflanzenschutz und als Nummer drei im Bereich Saatgut. Papiere des Rüstungskonzerns Hensoldt steigen auf den höchsten Stand seit Ende April. In der Spitze legte der Kurs um gut drei Prozent auf 15,08 Euro zu. Hensoldt hat nach eigenen Angaben einen Auftrag der Bundeswehr erhalten. Hierbei handelt es sich um Zulieferungen für das Projekt Pegasus zur signalerfassenden Aufklärung aus der Luft. Laut Bundesverteidigungsministerium hat das Projekt ein Gesamtvolumen von gut 1,5 Milliarden Euro, das sich auf viele Unternehmen verteilt. Papiere des Windkraftspezialisten steigen dagegen im TECDAX. Nordex hat erneut in Brasilien einen Großauftrag an Land gezogen und wird 70 Anlagen mit einer Gesamtkapazität von über 399 Megawatt (MW) für einen Windpark im Nordosten des Landes liefern. Baubeginn ist Anfang 2023. Vor einer Woche hatte Nordex einen Auftrag aus Brasilien über 55 Turbinen mit einer Kapazität von 313,5 MW bekanntgegeben. Der Leasingspezialist Grenke aus dem SDAX will den Abschlussbericht der Finanzaufsicht BaFin zur Sonderprüfung durch die Behörde nicht veröffentlichen. "In dem sehr umfänglichen Bericht der von der BaFin beauftragten Wirtschaftsprüfungskanzlei Mazars werden Kundenklarnamen genannt und detailliert aufgezeigt, mit welchen Scoring-Prozessen wir Kunden prüfen", so Aufsichtsratschef Ernst-Moritz Lipp gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zur Begründung. Grenke hatte ein Zwischenergebnis der Sonderprüfung bereits im Februar veröffentlicht und sah sich darin großteils entlastet.

 

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Was sind eigentlich Negativzinsen?

Berlin. Die Menschen in Deutschland sparen wie die Weltmeister. Doch bei größeren Summen lohnt sich das immer weniger. Die Zahl der Kreditinstitute, die Sparern Negativzinsen aufbrummen, hat sich einer Studie zufolge innerhalb eines halben Jahres fast verdoppelt. Nach einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox erheben zum Stichtag 29. Juni insgesamt 349 Banken und Sparkassen ein sogenanntes Verwahrentgelt bei größeren Summen auf dem Tagesgeld- oder Girokonto. Das sind 171 mehr als Ende 2020. Die Zeiten, in denen dicke Sparbücher ordentlich Zinsen brachten, scheinen endgültig vorbei. Heute müssen Sparer Geld abgeben. Warum eigentlich? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick. Weil sie selbst welche bezahlen müssen. Geschäftsbanken, die überschüssige Gelder bei der Europäischen Zentralbank (EZB) parken, berechnet die EZB aktuell 0,5 Prozent Zinsen. Die Zentralbank tut das, um das Ansparen von Geld unattraktiv zu machen. Wer über freies Kapital verfügt, soll dies nach dem Willen der Zentralbanker in den Wirtschaftskreislauf pumpen und nicht auf dem Konto horten. Die Negativzinsen erhöhen außerdem den Druck auf Geschäftsbanken, die Einlagen ihrer Kunden als Kredite weiterzureichen. Die Strafzinsen, die sie bei der EZB bezahlen müssen, geben immer mehr Geldhäuser an ihre Kunden weiter. Lange Zeit wurden vor allem bei großen Summen ab 100.000 Euro ein Verwahrentgelt fällig. Inzwischen erheben Verivox zufolge mindestens 102 Institute Negativzinsen ab einer Gesamteinlage von 50.000 Euro oder weniger pro Kundin und Kunde. Zuletzt hatte die Direktbank ING angekündigt, den Freibetrag von 100.000 Euro auf 50.000 Euro pro Konto zu halbieren. Andere große Institute wie die Commerzbank und die Postbank haben ähnliche Schritte angekündigt oder bereits vollzogen. Die Negativzinsen treffen vor allem Neukunden. Will eine Bank von Bestandskunden ein Verwahrentgelt verlangen, muss sie das mit den Betroffenen individuell vereinbaren. Das ist aufwendiger. Zunächst schlossen die Geldhäuser solche Vereinbarungen daher vor allem mit Firmenkunden oder sehr reichen Privatkunden ab. Doch das ändert sich zunehmend. Der Fraktionschef der Partei „Die Linke“ im Deutschen Bundestag, Dietmar Bartsch, fordert die Bundesregierung zum Eingreifen auf. „Dass Banken ihren Kunden immer ungenierter ins Portemonnaie greifen, ist ein inakzeptabler Zustand. Viele Menschen sparen mühsam für das Alter, ein Eigenheim oder die Kinder und die Banken senken Freigrenzen für Negativzinsen immer weiter ab“, sagte Bartsch dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Der Finanzminister ist aufgefordert, die Zuschauertribüne zu verlassen und das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Diese dreiste Abzocke gegenüber den Kunden muss enden“, forderte der Bundestagsabgeordnete, der auch Spitzenkandidat seiner Partei für die Bundestagswahl im September ist. „Wir brauchen hohe Freibeträge für Neu- und Bestandskunden und klare Vorgaben für die Banken. Sparguthaben der Kunden dürfen nicht länger die Gewinne der Banken aufpeppen“, betonte Bartsch. Verbraucherschützer kritisieren, dass „Banken und Sparkassen in den vergangenen Jahren besonders kreativ waren, wenn es um das Kreieren neuer Entgelte ging“. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hält Negativzinsen auf Giro- und Tagesgeldkonten von Verbrauchern grundsätzlich für unzulässig, unabhängig davon, ob es sich um Neu- oder Bestandskunden handelt. Der vzbv hat daher Klagen bei mehreren Gerichten eingereicht. „Uns geht es nicht um einzelne Institute, sondern um eine grundsätzliche Klärung“, erklärte der vzbv. Die Verbraucherschützer argumentieren unter anderem, dass Tagesgeld eine Form des Sparens sei. Vertragszweck sei die Vermögensmehrung und nicht die Vermögensminderung. Bei Girokonten wiederum zähle die Verwahrung von Einlagen nicht zu den Zahlungsdiensten, für die Institute Geld verlangen könnten. Wer keine Negativzinsen bezahlen will, kann um sie herumkommen, muss sich allerdings aktiv kümmern. Der einfachste Weg, Strafzinsen zu vermeiden, ist es, sein Geld auszugeben. Damit ist nicht nur Konsum gemeint, je nach Summe können auch Investments in Objekte mit Wertsteigerungspotenzial wie Immobilien eine Alternative sein. Auch durch den Kauf von Aktien oder Anleihen lassen sich Negativzinsen umgehen, allerdings gehen Anleger damit ein Kursrisiko ein. Wer auf der sicheren Seite sein will, investiert sein Geld in sogenannte Rentenfonds. Die bieten relativ wenig Risiko, dafür aber auch nur geringe Renditechancen. Und dann kann man natürlich auch sein Geld abheben und in bar verwahren, wobei auch das nicht ohne Risiko ist. Für Einbrecher ist Bargeld die lohnendste Beute von allen, und ein Brand kann auch ein großes Vermögen schnell in ein kleines Häufchen Asche verwandeln. Bevor man sein Erspartes also unter das Kopfkissen packt, empfiehlt sich das Anmieten eines Bankschließfachs. Allerdings kostet auch das Geld. ani/dpa/RND

 

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Planlos im hochgefährlichen Mali-Einsatz

I n der Sahel-Zone ist nun der größte Auslandseinsatz der deutschen Streitkräfte beheimatet, und er ist womöglich noch anspruchsvoller als jener in Afghanistan: Die Region ist größer, die streitenden Ethnien sind noch diverser und auch die Terrorgruppierungen vielfältiger. Nennenswerte Fortschritte bei der Stabilisierung des Landes und dem Aufbau einer funktionierenden Armee sind seit 2013 nicht zu verzeichnen. Im Gegenteil. Die Sicherheitslage wird zunehmend prekärer, wie der Anschlag auf die Bundeswehr am vergangenen Freitag zeigt. Zu den gravierendsten Problemen zählen aber auch die unklaren politischen Ambitionen der Bundesregierung und ihrer internationalen Partner. Was sind die „realistischen Ziele“, von denen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) spricht?

 

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„Ich sah die tote Leonie am Baum lehnen“

Sie war doch noch ein Kind, erst 13 Jahre jung. Ihr ganzes Leben hatte Leonie aus Wien noch vor sich. Doch dann fand man die Wiener Schülerin tot auf einem Grünstreifen vor einem Haus. Ihre Leiche war an einen Baum gelehnt. DAS KIND WURDE MISSBRAUCHT UND ERSTICKT! Zwei afghanische Jugendliche (16,18) sollen das Mädchen unter Drogen gesetzt und schwer sexuell misshandelt haben. Ein Verbrechen, das ganz Österreich erschüttert. Lesen Sie mit BILDplus, was Augenzeugen, Nachbarn und Ersthelfer über den grausamen Mord berichten.

 

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Maskenpflicht: Covid-19 wird uns noch länger begleiten

Der Bundesrat wagt den Ausblick auf die kommenden sechs bis neun Monate der Pandemie. Im Hauptszenario wird es noch keine volle Rückkehr zur Normalität geben. Auch 2022 könnte es wegen Corona noch Einschränkungen geben. Es ist noch nicht vorbei. Die Covid-19-Fallzahlen sinken, und rund drei Millionen Personen in der Schweiz sind mittlerweile vollständig geimpft. Doch das Virus wird nicht so rasch verschwinden. Sorgen bereitet vor allem die zuerst in Indien geortete Delta-Variante, die in Grossbritannien und Portugal bereits vorherrschend ist und wohl auch in der Schweiz bald dominieren dürfte. Die Delta-Variante verbreitet sich laut Schätzungen etwa 40 bis 60 Prozent schneller als die derzeit in der Schweiz dominierende Alpha-Variante. Zudem gibt es Hinweise, dass die Delta-Variante zu prozentual mehr Spitaleinweisungen führen könnte. Die in der Schweiz gängigen Impfstoffe sind immerhin auch gegen die Delta-Variante nach der zweiten Dosis sehr wirksam – allerdings in wohl etwas geringerem Ausmass als gegen die Alpha-Variante. Ab Herbst könnten drei Faktoren zu einer Erhöhung von Fallzahlen und Spitaleinweisungen führen: die wahrscheinliche Verbreitung der Delta-Variante, der weitgehende Abbau von Corona-Zwangsmassnahmen und die wieder kälter werdende Witterung. Das grosse Gegengewicht ist der zunehmende Schutz der Bevölkerung durch Impfung oder Genesung. Das Ausmass dieses Gegengewichts wird wesentlich mitbestimmen, inwieweit auch ab dem Herbst bis ins Jahr 2022 hinein die Politik einschränkende Massnahmen als «nötig» erachten wird. Aus dem Milchbüchlein Eine kleine Milchbüchleinrechnung mag dies illustrieren. Nach bisherigen Schätzungen liegt der Basis-Reproduktionsfaktor der Delta-Variante etwa bei 6 (die Schätzbandbreite reicht von 5 bis 8). Das heisst, in einer Gesellschaft ohne Schutzmassnahmen und ohne jegliche Immunität in der Bevölkerung würden Angesteckte im Mittel etwa sechs weitere Personen anstecken. Angenommen sei hier, dass bis im Herbst 65 Prozent der Bevölkerung geimpft sind und dass zusammen mit den nicht geimpften Genesenen total etwa drei Viertel grossenteils geschützt sind. Bei einer Wirkungsquote bei den Geschützten von durchschnittlich 90 Prozent ergäbe dies einen Gesamtschutz von knapp 68 Prozent (75 Prozent mal 90 Prozent). Der effektive Reproduktionsfaktor der Delta-Variante läge damit statt bei 6 «nur» bei etwa 2. Dies entspräche aber immer noch ungefähr einer Verdoppelung der Fallzahlen alle fünf Tage. Dies würde wohl den Ruf nach Verlängerung oder erneuter Einführung gewisser Schutzmassnahmen auslösen. Wäre die Quote der Geimpften dagegen 15 Prozentpunkte höher als oben angenommen, würden sich die Fallzahlen ohne sonstige Schutzmassnahmen noch etwa alle drei Wochen verdoppeln, womit der Ruf nach Zusatzmassnahmen wohl deutlich leiser wäre. Die wissenschaftliche Begleitgruppe des Bundes hat angedeutet, dass der Anteil der Geimpften und Genesenen bei den Erwachsenen über 80 Prozent liegen sollte, um das Risiko für ein «ungünstiges Szenario» bei den derzeit bekannten Virusvarianten gering zu halten. Auch bei einer hohen Impfquote ist aber gemäss Fachleuten zu erwarten, dass sich früher oder später eine Mehrheit der Ungeimpften anstecken wird. Deklarierte Gründe: Manche Ungeimpfte sind mobile Kinder und Jugendliche; auch gewisse Geimpfte können noch ansteckend sein; und internationale Reisen sowie grosse Veranstaltungen bringen immer wieder eine neue Durchmischung mit Ansteckungspotenzial. Hält sich aber das Ausmass in einem für das Gesundheitswesen verkraftbaren Rahmen, mag die Situation jener einer schwereren Grippewelle ähneln, die keine drastischen Massnahmen nach sich zieht. Drei Szenarien Der Bundesrat hat am Mittwoch einen Blick auf die kommenden neun Monate der Corona-Ära in der Schweiz gewagt. Konkrete Modellrechnungen für den Herbst und Winter scheinen derzeit nicht vorzuliegen. Das vom Bundesrat vorgelegte «Konzeptpapier Mittelfristplanung» nennt für die Ausgangslage drei Szenarien. Man könnte diese Szenarien etwa so überschreiben: das gute, das realistische und das hässliche. Im ersten Szenario bleiben die Fallzahlen tief, und es kommt ab Herbst höchstens zu einem leichten saisonal bedingten Anstieg ohne grosse Belastungen des Gesundheitswesens. Die bestehenden Massnahmen werden aufgehoben: «Die Krise ist zu Ende.» Das dritte Szenario ist das hässliche. Neue Virusvarianten treten auf, bei denen Geimpfte und Genesene keinen wesentlichen Schutz mehr hätten. In diesem Szenario sind laut Bundesrat «weitergehende Massnahmen nicht auszuschliessen». Gemeint sind damit Schritte, die über relativ niederschwellige Massnahmen wie Kontaktrückverfolgung/Quarantäne, Maskenpflicht und Beschränkung des Zugangs für gewisse Veranstaltungen auf Personen mit Covid-Zertifikat hinausgehen würden. Die Anpassung der Impfstoffe an neu auftretende Varianten wäre zwar laut Fachleuten im Prinzip relativ rasch möglich, doch selbst im günstigsten Fall wäre gemäss Bundesrat bis zur Durchführung neuer Impfungen mit einer Frist von etwa sechs Monaten für Entwicklung, Wirksamkeitsnachweis, Zulassungsverfahren, Produktion und Verteilung zu rechnen. Das mittlere Szenario gilt derzeit als das wahrscheinlichste. Diesem gilt laut Bundesrat der Hauptfokus – obwohl man für alle Szenarien vorbereitet sein müsse. Im mittleren Szenario führen neue Virusvarianten à la Delta zu verstärkter Ausbreitung und zusammen mit der saisonalen Grippe zu starken Belastungen des Gesundheitswesens – so dass gewisse Massnahmen weiter oder erneut nötig seien. Der Bundesrat spricht in diesem Szenario von «Basismassnahmen» wie Maskenpflicht, Abstandsregeln und Beschränkung von Veranstaltungen auf Personen mit Covid-Zertifikat. Es ist also gut möglich, dass solche Massnahmen im Frühjahr 2022 und damit rund zwei Jahre nach Ausbruch der Krise noch immer oder wieder in Kraft sind. Der Bundesrat hat am Mittwoch im Sinne seiner Mittelfristplanung diverse Aufträge an die zuständigen Departemente erteilt. Einige Stichworte dazu: Entdeckung und Überwachung neuer Virusvarianten; Anpassungen der Teststrategie; Aufforderung an die Kantone zur Aufrechterhaltung der Ressourcen für die Kontaktrückverfolgung; Vorbereitungen der frühestens ab Winter 2021/22 nötigen Auffrischimpfungen; Verlängerung der Rechtsgrundlagen für Einreisebeschränkungen über Ende 2021 hinaus. Für Kinder unter 12 Jahren liegt bis jetzt mangels Studiendaten noch keine Impfzulassung vor. Laut Bundesrat dürfte sich dies frühestens Anfang 2022 ändern. Doch die Regierung betont, dass Schulschliessungen weiterhin «zwingend» zu vermeiden seien und auch schulische Aktivitäten wie Lager und Ausflüge wieder möglich sein müssen. Als effiziente wie niederschwellige Massnahme empfiehlt der Bund das wiederholte Testen an den Schulen. AstraZeneca für die Armen hus. Der Bundesrat hat am Mittwoch beschlossen, vier Millionen Impfstoffdosen von AstraZeneca dem globalen Impfprogramm Covax für ärmere Länder zu schenken. Zum Schutz der Schweizer Bevölkerung stehe noch genügend Impfstoff zur Verfügung. Die Sache ist pikant: Der Impfstoff von AstraZeneca ist in der Schweiz noch nicht zugelassen, aber für die ärmeren Länder soll er gut genug sein. Gesundheitsminister Alain Berset sagte dazu, dass dieser Impfstoff gut sei, aber wegen des Fehlens von gewissen Daten die Zulassung in der Schweiz noch ausstehe. Andere Länder hätten den Impfstoff dagegen bereits bewilligt.

 

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Business-Airport Zürich: Bund bezahlt 7 Millionen Entschädigung

Pläne, den Militärflugplatz für die zivile Fliegerei zu nutzen, haben sich schon im Herbst 2019 zerschlagen. Nun entschädigt der Bund die private Gesellschaft für die Auflösung des Vertrags mit gut sieben Millionen Franken. Die Piste auf dem Flugplatz dient in Zukunft nicht der Geschäftsfliegerei, vielleicht aber der Forschung. Im August 2014 beschloss der Bundesrat, das Gelände des einstigen Luftwaffenstützpunktes in Dübendorf künftig dreifach zu nutzen: Auf einem Teil der Fläche ist der Innovationspark Zürich geplant. Die aviatische Infrastruktur sollte neu der Geschäfts- und Privatfliegerei zur Verfügung stehen. Die Armee nutzt den Flugplatz zusammen mit Blaulichtorganisationen (Kantonspolizei, Rega) weiter mit Flächenflugzeugen und als Helikopterbasis. Den Zuschlag für den Aufbau und den Betrieb des Business-Airports erhielt die private Flugplatz Dübendorf AG (FDAG).2015 schloss der Bund mit ihr eine Rahmenvereinbarung ab. Auf dieser Grundlage leitete die FDAG das langwierige Planungs- und Bewilligungsverfahren ein. Ende 2019 zog der Bundesrat dem Vorhaben jedoch den Stecker. Er stellte das Verfahren zur Anpassung des Sachplans Infrastruktur Luftfahrt ein, das zur Umnutzung des Militärgeländes zwingend notwendig gewesen war. Die Landesregierung gab zwei Gründe an, die nicht vorhersehbar gewesen seien: Probleme für die Flugsicherheit bei der Koordination mit dem nahen Flughafen Zürich und offene Fragen bezüglich der Überflugrechte. Kritiker haben jedoch immer auch die Wirtschaftlichkeit eines Business-Airports angezweifelt. Ausserdem haben 2017 die drei Standortgemeinden Dübendorf, Volketswil und Wangen-Brüttisellen mit der Annahme eines Alternativ-Konzepts für einen Werkflugplatz durch die Stimmberechtigten zum Ausdruck gebracht, dass sie keine zivile Fliegerei wünschten. Klar war, dass die Promotoren des Business-Airports mit zahlreichen Organisationen aus der Aviatik noch eine Rechnung mit dem Bund offen haben. Am Mittwoch, just am Tag, als er seinen Kampfjet-Entscheid fällte, hat der Bundesrat bekanntgegeben, er habe sich mit der FDAG einvernehmlich geeinigt. Demnach entschädigt der Bund die Gesellschaft für die ihr entstandenen Aufwendungen und die bereits ausgeführten Planungsarbeiten mit 7,3 Millionen Franken. Damit wird, wie es in der Mitteilung heisst, ein langjähriges Gerichtsverfahren vermieden. In der Zwischenzeit ist auch das Vorhaben eines Innovationsparks auf dem Flugplatzareal in Schieflage geraten. Im letzten Sommer hob das Verwaltungsgericht den kantonalen Gestaltungsplan auf. Aus dem Stiftungsrat Innovationspark und von einem Think-Tank namhafter Aviatik-Spezialisten wird die Idee forciert, die Flugpiste vor allem für Forschungszwecke zu nutzen. Nach den Sommerferien will der Zürcher Regierungsrat seine Vorstellungen im Rahmen eines Syntheseberichts bekanntmachen.

 

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Urlaub in Deutschland - das gilt in den Bundesländern

Düsseldorf In den ersten Bundesländern haben die Sommerferien begonnen. Doch auch im zweiten Corona-Sommer wollen viele Menschen lieber Urlaub in Deutschland als im Ausland machen. Dabei sind noch einige Regeln zu beachten. Ein Überblick. Die Corona-Lage in Deutschland wird immer entspannter - und pünktlich zur Sommerzeit schmieden viele Menschen Urlaubspläne. Teils haben schon die Sommerferien begonnen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist derweil so gering wie seit Monaten nicht. Immer mehr Normalität kehrt zurück, einige Auflagen bleiben aber wichtig. Was in den Ländern möglich ist:

 

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33-Jähriger bei Arbeitsunfall in Sölden verletzt

Sölden – Ein 33-Jähriger wurde Mittwochnachmittag bei einem Arbeitsunfall in Gurgl (Gemeinde Sölden) verletzt. Gegen 14 Uhr war ein 50-Jähriger damit beschäftigt, ein Liftstützenelement mit einem Lkw-Kran zu verladen. Beim Anheben geriet das Element ins Pendeln und drückte den 33-Jährigen laut Polizei gegen ein weiteres Stützenelement. Dabei wurde der Ungar unbestimmten Grades verletzt. Er wurde nach der Erstversorgung ins Krankenhaus geflogen. (TT.com) Das Mädchen stieg auf ein Fensterbrett und verlor das Gleichgewicht. Die 15-Jährige lan... Ein 66-Jähriger nickte während der Fahrt ein und geriet auf die Gegenfahrbahn. Dort sti... Die Fähre ist bei einer Überfahrt zwischen Ketapang und Gilimanuk wegen der starken Str... Anders als geplant verlief eine Klettertour auf den Großglockner für ein Pärchen aus Ts... Nach dem tödlichen Bootsunfall am Gardasee haben italienische Medien ein Video verbreit...

 

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Tardoc: Bundesrat versenkt neuen Arzttarif

Die Ärzte und ein Teil der Krankenkassenbranche einigten sich in aufreibenden Verhandlungen auf die künftigen Vergütungsregeln für die Mediziner. Alles, was davon bleibt, ist ein Scherbenhaufen. Für ambulante Operationen soll es künftig ebenfalls Pauschalen geben, wie sie im stationären Bereich bereits existieren. Wie viel sollen Ärzte für ihre Arbeit verdienen? Die Frage betrifft nicht nur die Mediziner unmittelbar, sondern auch die Patienten und die Prämienzahler: Sie sind es, die jährlich rund 12 Milliarden Franken berappen, welche die Ärzte auf der anderen Seite als Einnahmen verbuchen. Basis für die Verteilung dieser Gelder ist der ambulante Ärztetarif Tarmed. Dass dieser hoffnungslos veraltet ist, bestreitet niemand: Gewisse Leistungen sind zu gut, andere zu schlecht vergütet. Seit Jahren werkelt die Branche an einer Reform herum. Doch nun ist der am weitesten fortgeschrittene Versuch grandios gescheitert. Der Bundesrat hat am Mittwoch entschieden, dass die Tarifstruktur Tardoc nicht genehmigungsfähig sei. Das ist ein schwerer Schlag für die beiden gewichtigen gesundheitspolitischen Akteuren, die den Tarif gemeinsam erarbeitet und eingereicht haben: für die Ärztevereinigung FMH und den Krankenkassenverband Curafutura. Sie hatten politisch Druck gemacht und gehofft, dass der Tarif bereits im nächsten Jahr eingeführt würde. Mehrkosten in Milliardenhöhe? Der Bundesrat sieht gleich mehrere Gründe, die gegen ein solches Vorgehen sprechen. Der Tardoc weise gewichtige materielle Mängel auf, die Dokumentation sei ungenügend, und eine kostenneutrale Einführung sei nicht sichergestellt. Konkret bedeutet dies, dass Gesundheitsminister Alain Berset befürchtet, eine Einführung des Tardoc würde zu Mehrkosten in Milliardenhöhe zulasten der Prämienzahler führen. Auch der zweite nationale Krankenkassenverband Santésuisse warnt seit Jahren vor einer solchen Entwicklung, während Curafutura und FMH beteuern, ein Kostensprung sei ausgeschlossen. Entscheidend ist zudem, dass einflussreiche Verbände nichts vom Tardoc wissen wollen: der Spitalverband H+ und eben Santésuisse. Insbesondere dass die Spitäler nicht dabei sind, hält der Bundesrat für «problematisch». Denn der spitalambulante Bereich, für den der Tardoc zur Anwendung gekommen wäre, wächst stark und ist rund 7 Milliarden Franken schwer. «Die Interessen von H+ und damit der Spitäler als Leistungserbringer ambulanter Leistungen sind nicht ohne weiteres deckungsgleich mit denen der FMH, insbesondere mit den Ärzten in der freien Praxis», schrieb das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zu diesem Punkt im vertraulichen Tardoc-Prüfungsbericht vom letzten November, welcher der NZZ vorliegt. Auch aufseiten der Versicherer kann von einer «breiten Allianz», die der Bundesrat als Voraussetzung für eine Tarifgenehmigung sieht, keine Rede sein. Zwar schlug sich die Swica, die Santésuisse-Mitglied ist, bei der Tardoc-Frage auf die Seite von Curafutura. Doch auch damit sind bloss 51,5 Prozent der versicherten Personen Kunden bei den am Tardoc beteiligten Kassen. Es würde zu Schwierigkeiten bei der Umsetzung und der Anwendung des Tarifs führen, wenn dieser einem beträchtlichen Teil der Kassen aufgezwungen werde, mahnte das BAG. Curafutura und die FMH haben ihre Vorschläge aufgrund des BAG-Prüfberichts nochmals angepasst, doch das genügt dem Bundesrat nicht. Er kritisiert, dass wesentliche Empfehlungen nicht umgesetzt worden seien. Nun fordert die Regierung die beiden Krankenkassenverbände, H+ und die FMH auf, die Tarifstruktur gemeinsam zu überarbeiten. Berset kündigte am Mittwoch an, dass bald ein runder Tisch mit allen Tarifpartnern stattfinden solle. Doch dass sich die Verbände nach Jahren des Streits plötzlich zusammenraufen, erscheint gegenwärtig illusorisch. Verbände schweigen zum Affront Die beiden Promotoren des Tardoc müssen das bundesrätliche Nein als schweren Affront empfinden. Doch weder Curafutura-Direktor Pius Zängerle noch FMH-Präsidentin Yvonne Gilli wollten am Mittwoch öffentlich Stellung beziehen. Stattdessen verwiesen sie auf eine Medienkonferenz vom Donnerstagvormittag – ein eher unübliches Vorgehen. Triumphieren können dagegen die Gegner des Tardoc. Der Bundesrat handle konsequent, indem er den «mit grundlegenden Mängeln» behafteten Vorschlag eines neuen ambulanten Einzelleistungstarifs ablehne, schreibt Santésuisse. Der Verband weist ebenso wie H+ auf die Alternative hin, welche die beiden Akteure gegenwärtig erarbeiten, nämlich ambulante Pauschalen. Im stationären Spitalbereich haben sich solche Fixpreise für bestimmte Behandlungen seit 2012 insofern bewährt, als der Kostenanstieg gebrochen werden konnte. Allerdings lassen sich nicht alle ambulanten Behandlungen mit Pauschalen abdecken. Schwierig ist das beispielsweise bei Hausärzten, die sich mit unzähligen Krankheitsbildern konfrontiert sehen, oder in der Kinderchirurgie. Deshalb soll es neben den Pauschalen auch künftig einen Einzelleistungstarif geben, der selbst aus Sicht von H+ und Santésuisse auf der Struktur des Tardoc beruhen könnte. Als Alternative hat Santésuisse auch schon vorgeschlagen, dass die Ärzte für die Behandlungen, für die keine Pauschalen möglich sind, eine Zeitvergütung erhalten – also quasi einen Stundenlohn. Gesundheitsminister Berset erhofft sich, dass die neue Tariforganisation die Blockade beheben kann. Das Parlament hat in der Sommersession die gesetzliche Grundlage für eine solche Institution geschaffen. Damit sind die Verbände der Leistungserbringer und der Versicherer künftig verpflichtet, die Tarife für ambulante Behandlungen gemeinsam auszuhandeln – und auch dafür zu sorgen, dass die Tarife, anders als der Tarmed, à jour bleiben.

 

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Kommentar zu den Vorwürfen gegen Baerbock: Die Grünen-Wut ist furchterregend

Die Grünen haben ein Problem, das größer ist als ihre Spitzenkandidatin Annalena Baerbock, die ihren Lebenslauf geschönt, ihre Nebeneinkünfte viel zu spät gemeldet und ihr Buch in Teilen plump abgeschrieben hat. Das Problem der Grünen ist vielmehr ein unfreiheitlicher, Presse-feindlicher, geradezu totalitär anmutender Umgang mit legitimer Kritik. Ein brutaler, verächtlicher, kleingeistiger Ton. Der Gedanke, dass Menschen dieser Geisteshaltung ins Kanzleramt wollen, kann einem Angst einjagen. Die gesamte deutsche Medienlandschaft berichtet darüber, dass Annalena Baerbock die Gedanken und Formulierungen anderer als die eigenen ausgegeben hat. Die Reaktion der Grünen? Aufgestachelt von ihrem Bundesgeschäftsführer gehen sie auf BILD und andere freie Medien los. Sie sprechen, wie der Europa-Abgeordnete Reinhard Bütikofer, von „Propagandakrieg“. Sie sprechen von „Dreck“, von „Schmutz“, sie bezeichnen ihre Kritiker als schädlich für die Demokratie und vergleichen uns Journalisten allen Ernstes mit Hitler und seinen Propagandamethoden. Sie wollen der „Tagesschau“ ihre Überschriften vorschreiben. Jürgen Trittin bepöbelt Leser freier Medien als die Millionen „Fliegen“, die, ja, über was wohl kreisen? Diese Sprache ist furchterregend. Wer so spricht und denkt und hetzt, gehört nicht an die Spitze einer freiheitlichen Demokratie. Wer so loswütet, wütet vor allem gegen die Millionen Menschen, die sehen, was jeder sehen kann: Annalena Baerbock hat abgeschrieben. Der kluge Grüne Konstantin von Notz hat sich seinen tobenden Parteifreunden entgegengeworfen und klargestellt, dass die Presse in Deutschland frei ist. Leider scheint er mit dieser Ansicht gerade erschreckend allein zu sein in einer Partei der Wüteriche. Die aktuelle Berichterstattung zum Thema finden Sie hier.

 

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Swasiland-Herrscher kaufte BMW und Rolls-Royce - Bevölkerung hat Nase voll von Protz-König

Aufregung in eSwatini (einst Swasiland)! Die Bevölkerung will den letzten absoluten Monarchen Afrikas vom Hof jagen! Grund: Protz-König Mswati III. (53) gönnt sich ein Leben im Luxus, sein bitterarmes Volk leidet. Ein schwerer Corona-Ausbruch hat die Lage im Land (1,2 Millionen Einwohner) jüngst noch verschlimmert. In den vergangenen Stunden hat sich die Lage in dem Gebirgskönigsreich (grenzt an Südafrika und Mosambik) drastisch zugespitzt, die Führung weitreichende Einschränkungen erlassen. Königstreue Sicherheitskräfte feuerten Tränengas und scharfe Munition auf Demonstranten. Am Mittwoch gab es offenbar mehrere Tote. Die Jugendorganisation der sozialistischen prodemokratischen Pudemo-Partei, Swaziland Youth Congress (Swayoco), berichtete auf Facebook: „Wir können bestätigen, dass Armee und Polizei aktuell 21 Bürger getötet haben.“ Da das Internet landesweit abgeschaltet sei, seien weitere Informationen kaum möglich. Eine offizielle Bestätigung war nicht zu erhalten. Die unabhängige Online-Plattform „Swazi News“ veröffentlichte auf Twitter ein Video, in dem zu sehen ist, wie Einsatzkräfte auf fliehende Zivilisten schießen. Auch in anderen sozialen Medien berichteten Einwohner über gewaltsame Zwischenfälle. Gerüchten zufolge hat Mswati III. (regiert seit seinem 18. Lebensjahr!) sich ins Nachbarland Südafrika abgesetzt. Premierministers Temba N. Masuku (70) versichert: „Seine Majestät ist im Land und arbeitet weiter für die Ziele des Königreiches.“ Er rief zu „Ruhe, Mäßigung und Frieden“ auf. Sicherheitskräfte seien mittlerweile vor Ort. ► Seit Dienstagabend gilt eine Ausgangssperre, die Regierung mit der Corona-Infektionswelle begründet. In den vergangenen Tagen gab es Zusammenstöße zwischen der Polizei und den Demonstranten, die demokratische Reformen einfordern. „Wir haben Gewalt in verschiedenen Teilen des Landes durch eine renitente Menge erlebt, bei der Menschen angegriffen, Eigentum zerstört, Geschäfte geplündert und öffentliche Straßen blockiert wurden“, heißt es in einer Erklärung von Premier Masuku. ► Zu den Beschränkungen gehört neben Schulschließungen unter anderem auch eine nächtliche Ausgangssperre. „Leider wurden die Proteste zuletzt von kriminellen Elementen missbraucht - das kann unter keinen Umständen toleriert werden“, schrieb Masuku weiter. Eine Drohung! Für Schlagzeilen sorgte der Protz-König zuletzt mit einer üppigen Auto-Bestellung im Nachbarland Südafrika: Mswati III. ließ sich im November 2019 79 (!) brandneue BMWs in seinen Manzini-Königspalast liefern - für sich und seine 14 Ehefrauen! ► Sein Fehler: Die Autos (hergestellt im BMW-Werk bei Pretoria) ließ er ganz offen von zwölf Schwerlast-Transportern (bis zu acht Autos pro Fahrzeug) über die Grenze aus Südafrika herbeikarren. Die Luxus-Lieferung sorgte selbst im wohlhabenderen Nachbarland für erhebliches Aufsehen. Die Laster mit den überwiegend navy-blauen Luxusautos (BMW X3, mindestens 38 000 Euro) und BMW 540er-Limousinen (jeweils mindestens rund 60 000 Euro) blockierten über Stunden einen Lkw-Parkplatz in der Kleinstadt Carolina nahe der Grenze, Fotos davon tauchten bei Facebook und Twitter auf. Erst eine Woche vorher hatte Mswati III. sich bereits 15 Rolls-Royce über den Hafen von Durban in sein Königreich importieren lassen. Fuhrpark erneuert, Volk auf den Barrikaden! Offiziell ließ der Herrscher verbreiten, er habe die Autos aus seinem Privatvermögen (laut „Forbes“ 2015 mindestens 50 Millionen US-Dollar) bezahlt. Oppositionelle Kräfte werfen Mswati III. vor, er plündere den Staat aus, nutze dessen Haushalt als „persönliches Sparschwein“. Immer wieder warteten selbst Staatsbedienstete vergeblich auf ihr Gehalt, Studenten bekamen Stipendien nicht mehr bezahlt. 2017 sorgte ein Besuch von Mswatis ranghöchster Ehefrau in Hamburg für Wirbel. Inkhosikati LaMbikiza (52, bürgerlich Sibonelo Mngometulu) residierte mit einem Tross von 60 Frauen im Hotel „Atlantic“, ging shoppen, ließ sich mit Mercedes-Limousinen ins Volksparkstadion fahren (HSV gegen Leipzig). LaMbikiza damals zu BILD: „Ich bin HSV-Fan und liebe die schöne Stadt. Wir knüpfen hier geschäftliche Kontakte.“ ► Steven Gruzd (49), Programmleiter beim Südafrikanischen Institut für Internationale Angelegenheiten (SAIIA), am Mittwoch zu BILD: „Die große Kluft zwischen dem Reichtum des Königs und der Armut der Normalbevölkerung hat zu den Unruhen erheblich beigetragen. Das brutale Eingreifen lässt der Zivilgesellschaft immer weniger Raum.“ Die Situation im Land sei „besorgniserregend“. Gruzd: „Das wird die kommenden Tage weiter andauern. ESwatini ist eine der letzten absoluten Monarchien der Welt. Das Volk verlangt demokratische Reformen.“ Sollte der König sich nicht bald öffentlich zeigen, könnte seine absolute Macht allerdings rasch erodieren. Politische Parteien sind im einstigen Swasiland seit 1973 verboten. Mswati III. hatte Swasiland 2018 in eSwatini umbenannt. Teil der Begründung damals: Sein Königreich werde zu oft mit der Schweiz (englisch Switzerland) verwechselt!


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Created at 2021-07-01 00:02