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(4.32/5)  1  "25 Meter bis zur Katastrophe": Boeing 737 rutscht Abhang herunter

Dass hier alle Passagiere nur mit dem Schrecken davongekommen sind, gleicht fast einem Wunder: Bei der Landung im nordtürkischen Trabzon kommt die Boeing von der Piste ab, rollt einen Abhang hinab - und kommt erst kurz vor dem Meer zum Stehen. 2018-01-14 14:36 2KB www.n-tv.de

(3.22/5)  2  Bayern-Boss Rummenigge will Heynckes weitermachen

Der Transfer von Schalkes Leon Goretzka zum FC Bayern München steht laut Rummenigge kurz vor der Verkündung. Wer auf der Trainer-Bank in Zukunft Platz nimmt,... 2018-01-14 16:40 39KB www.augsburger-allgemeine.de

(3.20/5)  3  Biathlon: Biathlon-Star Dahlmeier kommt wieder in Schwung

Bei Laura Dahlmeier geht es wieder aufwärts - auch wenn es nach dem Staffeltriumph in Ruhpolding noch nicht für den Erfolg im Massenstart gereicht hat. 2018-01-14 16:27 4KB www.t-online.de

(3.05/5)  4  Union lehnt SPD-Forderungen nach Nachbesserungen ab

In der SPD werden Rufe nach Nachbesserungen des Sondierungspapiers laut. Die Union lehnt das allerdings ab - vor allem Forderungen nach einer Bürgerversicherung. 2018-01-14 14:40 26KB www.augsburger-allgemeine.de

(2.25/5)  5  Bruchlandung in der Türkei – Flugzeug rutscht beinahe ins Meer – HAZ – Hannoversche Allgemeine

Bei der Landung im türkischen Trabzon sind die 162 Passagiere und sechs Crewmitglieder einer Boeing 737-800 nur knapp einer Katastrophe entkommen. Die Maschi... 2018-01-14 15:33 1018Bytes www.haz.de

(2.15/5)  6  Aussicht auf neue Große Koalition spaltet deutsche Sozialdemokraten

Die Kompromiss bei den Sondierungen zur Fortsetzung der Großen Koalition in Deutschland mit der CDU/CSU treibt einen Keil in die SPD. Eine Woche vor dem richtungsweisenden Parteitag forderten führende Sozialdemokraten Nachbesserungen an den Vereinbarungen. 2018-01-14 13:28 5KB diepresse.com

(2.12/5)  7  H&M schließt nach Protesten alle Läden in Südafrika

Die Aufregung um einen schwarzen Jungen in einem Pullover mit Affen-Schriftzug eskaliert in Südafrika. H&M hat nach Demonstrationen vorübergehend alle Geschäfte... 2018-01-14 16:31 2KB www.augsburger-allgemeine.de

(2.12/5)  8  Nach Sondierungen: SPD in Hamburg positiv

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz wird am Dienstag den SPD-Landesvorstand, den Fraktionsvorstand und die Delegierten für den Parteitag in Bonn über die Sondierungsbeschlüsse informieren. 2018-01-14 13:46 2KB www.ndr.de

(2.08/5)  9  Nach umstrittener Werbung: Demonstranten plündern H&M-Läden in Südafrika

Die schwedisch Modekette steht ohnehin unter Druck: Branchendaten deuteten zuletzt auf ein anhaltend schwaches Geschäft im Dezember hin, so die Analysten... 2018-01-14 14:14 1KB www.stern.de

(2.04/5)  10  Film: Mark Wahlberg will nach Protesten Millionen-Gage spenden

Mark Wahlberg bekam 1,5 Millionen Dollar, Michelle Williams nur 1000. 2018-01-14 15:42 2KB www.t-online.de

(2.03/5)  11  Star-Fotograf Testino soll Models belästigt haben

Star-Fotograf Mario Testino (63) wird der sexuellen Belästigung beschuldigt! Mehrere Models und frühere Mitarbeiter haben schwere Vorwürfe gegen den weltberühmten Fotokünstler erhoben. Die „New York 2018-01-14 12:53 2KB www.bild.de

(2.03/5)  12  Machtwort in der Keita-Causa: Kein vorzeitiger Wechsel

Naby Keita bleibt. RB zieht einen Tag nach dem wichtigen 3:1-Sieg zum Rückrundenauftakt gegen Schalke einen Schlussstrich unter die Dauer-Spekulationen. Auch... 2018-01-14 15:15 5KB www.augsburger-allgemeine.de

(2.02/5)  13  Gesamte Besatzung tot: Brennender Öltanker vor China gesunken

Seit mehr als einer Woche brennt ein iranischer Tanker im Ostchinesischen Meer. Immer wieder kommt es an Bord zu Explosionen. Jetzt sinkt das Schiff. Hoffnung auf Überlebende unter der 32-köpfigen Besatzung gibt es nicht. 2018-01-14 14:39 2KB www.n-tv.de

(1.18/5)  14  Denkmalgeschütztes Fachwerkhaus brennt nieder

Ein für Veranstaltungen genutztes Fachwerkhaus ist in Melle im Landkreis Osnabrück aus bislang ungeklärten Ursachen niedergebrannt. Der Schaden wird auf 2018-01-14 15:29 1KB www.t-online.de

(1.11/5)  15  Shorttrackerin Anna Seidel holt EM-Bronze in Dresden

Die deutsche Shorttrackerin Anna Seidel hat am Schlusstag der Europameisterschaft in Dresden Bronze über 1000 Meter gewonnen. Die 19-Jährige wiederholte damit 2018-01-14 15:48 1KB www.t-online.de

(1.10/5)  16  Union kontert SPD-Kritik an Sondierung: CSU verlangt Ende des "Zwergenaufstands" in der SPD

In der SPD rumort es, die Kritik an der Sondierungsvereinbarung mit der Union mehrt sich. Doch führende Politiker aus CDU und CSU lehnen Nachbesserungen strikt ab. 2018-01-14 14:43 5KB www.tagesspiegel.de

(1.10/5)  17  Video: Linke Politiker über Sondierungsergebnis: "Die große Koalition wird der SPD schaden"

Die SPD habe ein riesiges Glaubwürdigkeitsproblem. Nach den Sondierungen nun doch eine große Koalition zu preisen, sei grundfalsch, so der... 2018-01-14 14:25 3KB www.stern.de

(1.08/5)  18  2 Tage nach der Einigung

Erschöpft, aber zufrieden präsentierten Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Martin Schulz (SPD) vorigen Freitag das Ergebnis ihrer Sondierungen. Vor der Hauptstadtpresse probten sie 2018-01-14 15:27 6KB www.bild.de

(1.05/5)  19  Sexualdelikt in Krefeld: Drei Männer überfallen 23-Jährige beim Gassigehen

In Krefeld haben drei Männer in der Nacht zu Sonntag eine Frau überfallen. Laut Polizei haben die Täter sich an der 23-Jährigen sexuell vergangen. 2018-01-14 15:44 2KB www.rp-online.de

(1.05/5)  20  Biathlon Live-Ticker: Ruhpolding, Massenstart, 12,5 km

Biathlon Ruhpolding, Massenstart, 12,5 km: Live-Ticker zu Biathlon Weltcup mit Ergebnissen und Terminen. 2018-01-14 14:30 779Bytes liveticker.sueddeutsche.de

(1.05/5)  21  Biathlon: Eder vergibt Spitzenplatz im Massenstart

Simon Eder warf ein Fehler im letzten Schießen noch auf Rang zwölf zurück. Der Sieg ging an den Norweger Johannes Thignes Bö. 2018-01-14 13:26 1KB diepresse.com

(1.05/5)  22  Wegen Duvnjak: THW sauer auf Kroatiens Verband

Nach der Verletzung von Domagoj Duvnjak bei der Handball-EM hat der deutsche Rekordmeister THW Kiel heftige Kritik an Kroatiens Verband geübt: Der Spielmacher werde verheizt. 2018-01-14 13:57 3KB www.ndr.de

(1.01/5)  23  Fleur de Sel: Plastik in Meersalz nachgewiesen

Im hochwertigen Meersalz Fleur de Sel steckt offenbar häufig Mikroplastik. In einer Stichprobe von Markt wurde in allen fünf untersuchten Sorten Kunststoff nachgewiesen. 2018-01-14 16:59 3KB www.ndr.de

(1.01/5)  24  Zahl der Spätaussiedler nimmt seit 2012 zu

Deutschland bleibt weiterhin ein beliebtes Ziel für Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion. Deren Zahl steigt seit 2012 kontinuierlich an. 2018-01-14 16:32 3KB www.t-online.de

(1.01/5)  25  Wir können von nicht praktizierenden Christen lernen

Die Kirche kann nach Meinung des Essener Bischofs Franz-Josef Overbeck viel von Mitgliedern lernen, die zwar noch in der Kirche sind, aber nicht am 2018-01-14 15:48 1KB www.t-online.de

(1.01/5)  26  Fußball: "Kicker" entschuldigt sich bei Aubameyang

Die Redaktion des Sportmagazins 'Kicker' hat sich bei Fußball-Profi Pierre-Emerick Aubameyang vom Bundesligisten Borussia Dortmund für eine missverständliche Äußerung entschuldigt. 2018-01-14 15:46 2KB www.t-online.de

(1.01/5)  27  Hockey: Österreich gewinnt EM-Titel in der Halle

Die ÖHV-Herren setzten sich im Endspiel gegen Gastgeber Belgien im Penaltyschießen durch. 2018-01-14 15:39 1KB diepresse.com

(1.01/5)  28  35-Jähriger bei Streit in Chemnitz mit Messer verletzt

Bei einem Streit hat in Chemnitz ein 32-Jähriger einen 35 Jahre alten Mann mit einem Messer verletzt. Die Auseinandersetzung sei zunächst mit Worten geführt 2018-01-14 15:38 1KB www.t-online.de

(1.01/5)  29  Spaziergängerin findet Sack mit Briefen im Gebüsch

Eine Spaziergängerin hat in Zerbst (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) einen Sack mit Briefen im Gebüsch gefunden. Die Sendungen eines privaten Postdienstleisters 2018-01-14 15:29 1KB www.t-online.de

(1.01/5)  30  Erster Feinstaubalarm in diesem Jahr endet am Montag

Der erste Feinstaubalarm des Jahres in Stuttgart endet an diesem Montag. Der Alarm läuft um 24.00 Uhr aus, wie die Stadtverwaltung am Sonntag mitteilte. Der 2018-01-14 15:29 1KB www.t-online.de

(1.01/5)  31  Dritte gefährliche Postsendung - Deutsche Polizei sucht DHL-Erpresser

Spezialisten des Brandenburger Landeskriminalamts werten nach dem Fund eines explosiven Umschlags in einer Berliner Bank die Spuren aus. 2018-01-14 14:35 2KB diepresse.com

(1.01/5)  32  Bob: Lochner im Viererbob vor Friedrich - Walther disqualifiziert

Die Formkurve der deutschen Bobpiloten zeigt steil nach oben. 2018-01-14 15:22 3KB www.t-online.de

(1.01/5)  33  Golf: Engländer Paisley feiert Premierensieg in Südafrika

Der englische Golfer Chris Paisley hat das erste Turnier des neuen Jahres auf der European Tour gewonnen. 2018-01-14 15:22 1KB www.t-online.de

(1.01/5)  34  Schwedische Fotografie und deutsche Malerei in Rostock

Die Kunsthalle Rostock widmet dem schwedischen Fotografen Gerry Johansson seit Sonntag eine Personalausstellung. Der 1945 geborene Künstler gilt als eine Ikone 2018-01-14 15:19 1KB www.t-online.de

(1.01/5)  35  Ski alpin: Hirscher triumphiert erstmals im Wengen-Slalom

Marcel Hirscher setzte seinen Erfolgslauf in diesem Winter fort und gewann überlegen vor Henrik Kristoffersen und Andre Myhrer. 2018-01-14 14:08 1KB diepresse.com

(1.01/5)  36  Nach der Sondierung: CDU-Sozialpolitiker Laumann warnt SPD vor Rückzieher

Der Chef der CDU-Sozialausschüsse sieht die Möglichkeit, in einer neuen großen Koalition deutlich mehr für kleine Leute zu erreichen. Karl-Josef Laumann mahnt die SPD, diese Chance zu ergreifen. 2018-01-14 13:30 2KB www.tagesspiegel.de

(1.01/5)  37  Kombination: Klapfer in Val di Fiemme Zweiter

Lukas Klapfer musste sich nur dem Norweger Jan Schmid geschlagen geben. 2018-01-14 14:25 1KB diepresse.com

(1.01/5)  38  Der Wochenbeginn wird ungemütlich

Das Wetter wird in Rheinland-Pfalz und Saarland am Anfang der Woche ungemütlich. Nach dem ruhigen und trockenen Einfluss des Hochs 'Borchert' erreichen 2018-01-14 14:19 1KB www.t-online.de

(1.01/5)  39  Wirtschaft: Lauda will erneut für Air-Berlin-Tochter Niki bieten

Der frühere Formel-1-Rennfahrer Niki Lauda startet einen weiteren Versuch, die einst von ihm gegründete Fluggesellschaft Niki wieder zu übernehmen. 2018-01-14 14:15 1KB www.t-online.de

(1.01/5)  40  Whistleblowerin Chelsea Manning will US-Senatorin werden

Die ehemalige WikiLeaks-Whistleblowerin Chelsea Manning will in die Politik. Sie hat für die diesjährigen Senatswahlen ihre Kandidatur eingereicht. 2018-01-14 14:01 2KB www.heise.de

(1.01/5)  41  Mann schießt in Wohnung um sich: Polizeihund stirbt

Ein 63-Jähriger hat in seiner Wohnung in Fulda mehrfach mit scharfer Munition um sich geschossen und damit einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein 2018-01-14 13:58 2KB www.t-online.de

(1.01/5)  42  Psychiatrie-Patient greift auf der Flucht Passantin an

Auf der Flucht aus dem Krankenhaus hat ein Patient der geschlossenen Psychiatrie in Perleberg (Prignitz) eine 57-jährige Passantin angegriffen und durch Tritte 2018-01-14 13:58 1KB www.t-online.de

(1.01/5)  43  Lisa Brandau zum zweiten Mal deutsche Radcross-Meisterin

Elisabeth Brandau hat sich bei den deutschen Radcross-Meisterschafen im südhessischen Bensheim ihren zweiten Titel nach 2016 gesichert. Die 32-Jährige aus 2018-01-14 13:58 1KB www.t-online.de

(0.18/5)  44  Quartiers-Projekt der Stadt Hannover bringt neue Ideen für den Bezirk Ricklingen – HAZ – Hannoversche Allgemeine

Ricklingen ist einer der ersten Stadtteile, der von dem städtischen Projekt „Mein Quartier 2030“ betroffen ist. Von Einzelhandel bis Wohnungsbau – diverse As... 2018-01-14 15:00 1KB www.haz.de

(0.06/5)  45  Die Eisbären Berlin in der Eishockey-Saison 2017/18: Live: Jetzt 1:5 im letzten Drittel bei den Adler Mannheim

Die Eisbären treten am Sonntag bei den kriselnden Mannheimern an - und wollen dort das 0:5 von Ingolstadt vergessen machen. Mehr im Saisonblog. 2018-01-14 15:38 1KB www.tagesspiegel.de

(0.06/5)  46  Mit diesem Wein blamieren Sie sich nicht *** BILDplus Inhalt ***

Klar: Super-Weine aus Bordeaux, Piemont oder von der Saar sind eine feine Sache. Für den Weinverkoster ist eine Vertikale von San Leonardo ein Fest. Aber man kann nicht ständig die Kracher der *** BILDplus Inhalt *** 2018-01-14 15:26 1KB www.bild.de

(0.04/5)  47  Nächtliche Flex-Geräusche verraten Einbrecher

Dortmund (dpa/lnw) - Durch ein allzu lautstarkes Vorgehen haben sich Einbrecher in Dortmund verraten. Eine Anwohnerin wurde am frühen Sonnta 2018-01-14 13:29 1KB www.sueddeutsche.de

(0.03/5)  48  Machtwort von Sportdirektor Rangnick

RB-Sportdirektor Rangnick hat heute ein Machtwort zum Verbleib von Keita bei Leipzig gesprochen!„Das wäre nur möglich gewesen, wenn wir eine einvernehmliche Lösung im Sinne einer exorbitanten 2018-01-14 14:22 1018Bytes www.bild.de

(0.02/5)  49  HSV-Boss Bruchhagen: "Wasser steht uns bis zum Hals"

Augsburg (dpa) - Nach dem verpatzten Jahresstart des Hamburger SV hatte Trainer Markus Gisdol einen größeren Redebedarf mit seiner Mannschaf 2018-01-14 14:48 4KB www.sueddeutsche.de

(0.02/5)  50  Herthas verpatzter Start: Auch gegen BVB ohne Rekik

Berlin (dpa) - Trotz des wieder einmal verpatzten Jahresstarts sieht Pal Dardai keine Anzeichen für Gedanken an eine neuerliche Rückrunden-M 2018-01-14 14:44 3KB www.sueddeutsche.de

(0.02/5)  51  Betrunkene Autofahrerin schiebt Schuld auf Dachs

Kleinhelmsdorf (dpa/sa) - Eine betrunkene Autofahrerin ist bei einem Unfall im Burgenlandkreis mit ihrem Auto im Straßengraben gelandet. Für 2018-01-14 14:39 1KB www.sueddeutsche.de

(0.02/5)  52  17-Jähriger feuert Schüsse bei Hochzeitskorso ab

Bremen (dpa/lni) - Während eines Hochzeitskorsos in Bremen hat ein 17-Jähriger mit einer Pistole Schüsse aus einem Auto heraus abgefeuert. D 2018-01-14 13:41 1KB www.sueddeutsche.de

 53  Windparks auf See liefern immer mehr Strom

Die Windkraftwerke in Nord- und Ostsee haben ihre Stromerzeugung gesteigert. Der Offshore-Anteil an der Windstrom-Produktion in Deutschland lag 2017 laut Betreiber bei 17,3 Prozent. 2018-01-14 16:59 2KB www.ndr.de

 54  Parteien: GroKo-Gegner starten vor Entscheidung mit Überraschungssieg

Der Jubel von SPD-Chef Schulz über die geglückte GroKo-Sondierung ist schnell verhallt. 2018-01-14 16:45 5KB www.t-online.de

 55  16 Verletzte nach Explosion von Touristenboot in Thailand

Bangkok (dpa) - Ein Schnellboot mit 31 Touristen aus China und Thailand an Bord ist nahe der beliebten thailändischen Insel Koh Phi explodiert und in Brand 2018-01-14 16:36 1KB www.t-online.de

 56  Anlegen wie die Pensionskassen

Die Aufseher bangen um die Branche. Die niedrigen Zinsen reißen große Lücken. Wie es anders geht, zeigt der dänische Pensionsfonds ATP. 2018-01-14 16:33 3KB www.faz.net

 57  Eastside zum fünften Mal Pokalsieger in Serie

Die Tischtennis-Frauen des TTC Berlin Eastside haben am Sonntag in Hannover zum fünften Mal in Folge den DTTB-Pokalwettbewerb gewonnen. Im Finale besiegte das 2018-01-14 16:29 1KB www.t-online.de

 58  Die Serie der Augsburger Panther reißt gegen Köln

Nach vier Erfolgen in Folge verlieren die Panther im ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion mit 1:3. Ein Ex-Augsburger auf Seiten der Gäste schnürte dabei einen... 2018-01-14 16:19 3KB www.augsburger-allgemeine.de

 59  Suff-Fahrer (32) verletzt Fußgänger und fällt Baum

München – Diese Suff-Fahrt endete mit einem schwerverletzten Mann und einem gefällten Baum! Ein Münchner Unternehmensberater war mit seinem Audi A5 Samstag Nacht um 4.05 Uhr mit zwei Promille vom 2018-01-14 15:49 2KB www.bild.de

 60  Kunde vereitelt bewaffneten Überfall auf Supermarkt

In Delmenhorst hat am Samstagabend ein 31-jähriger Supermarkt-Kunde einen Räuber überwältigt. Als der Täter eine Kassiererin mit einer Waffe bedrohte, riss er den Mann zu Boden. 2018-01-14 15:48 2KB www.ndr.de

 61  Neuer Feuerwehr-Kommandant fordert hauptamtliches Personal

Wegen B2-Tunnel und Gewerbegebiet Schorn sagt Markus Grasl: "Die Ehrenamtlichen stehen vor noch nie dagewesenen Anforderungen." 2018-01-14 15:47 5KB www.sueddeutsche.de

 62  Wind verbläst Generalprobe für Skiflug-WM

Bad Mitterndorf (dpa) - Extreme Windböen über mehrere Stunden haben für eine Absage des Skifliegens am Kulm gesorgt und damit den deutschen 2018-01-14 15:44 3KB www.sueddeutsche.de

 63  Bundeswehrverband "erschüttert" über GroKo-Pläne

Berlin (dpa) - Der Bundeswehrverband bewertet das Sondierungsergebnis von Union und SPD für die Truppe als unverantwortlich und damit komple 2018-01-14 15:42 3KB www.sueddeutsche.de

 64  Die ganze Bandbreite

SPD-Kreisrätin Annette Ganssmüller-Maluche startet Gesprächsreihe über und mit erfolgreichen Frauen im Landkreis 2018-01-14 15:41 3KB www.sueddeutsche.de

 65  "Gysi": Das menschliche Ausrufezeichen

Die MDR-Dokumentation "Gysi" erzählt viel über Herkunft und Anfänge des Linke-Politikers. Für den bundesdeutschen Gysi aber interessieren sich die Autoren kaum. 2018-01-14 15:39 4KB www.zeit.de

 66  Ulrich Tukur droht mit Tatort-Abschied *** BILDplus Inhalt ***

Ulrich Tukur wirkt wie ein Mann aus einer anderen Zeit: Die Manieren sind fein („Auch einen Tee, Frau Pohl?“), die Sprache gewählt und die Cordhose ist weit über dem Bauch zusammengebunden („So fällt *** BILDplus Inhalt *** 2018-01-14 15:39 1KB www.bild.de

 67  Sozialministerium weist SPÖ-Warnungen vor Zuwanderung zurück

Jüngste Ausweitung der Mangelberufsliste erfolgte noch unter SPÖ - Sozialministerin will Sozialpartner in neues Modell einbinden - NEOS kritisieren "Anti-Ausländer-Match" von SPÖ 2018-01-14 15:36 4KB diepresse.com

 68  Video: Nichts wie Rhein - traditionelles Neujahrsschwimmen in Düsseldorf

Das nasse Spektakel fand in diesem Jahr zum 53. Mal statt. Das Schwimmen der DLRG hat aber auch einen praktischen Hintergrund. Die Rettungsschwimmer... 2018-01-14 15:34 2KB www.stern.de

 69  Ivana Trump: Wie man eine Dynastie gründet

Rohes Geld und unerbittlicher Wille: Das wahre Oberhaupt der Trump-Familie heißt nicht Donald, sondern Ivana. Das Leben der weiblichen Patriarchin zeigt, wie man heute eine Dynastie gründet und welche Macht in einem (modernen) Matriarchat steckt. 2018-01-14 15:28 2KB www.welt.de

 70  Regen, Schnee und Wind - es wird ungemütlich in der Region

Mit Regen, Schnee und Graupel sind die Wetteraussichten für die kommende Woche alles andere als rosig. Es wird kalt, nass und windig in der Region Augsburg. 2018-01-14 15:22 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 71  Toter und lebensgefährlich Verletzter bei Baumfällarbeiten

Bei Baumfällarbeiten sind am Wochenende ein Mann getötet und ein weiterer lebensgefährlich verletzt worden. 2018-01-14 15:22 1KB www.t-online.de

 72  FIFA verurteilt Spartak-Tweet

Moskau/Zürich (dpa) - Der Fußball-Weltverband FIFA hat einen Tweet des russischen Meisters Spartak Moskau verurteilt. 2018-01-14 15:22 1KB www.sueddeutsche.de

 73  Bitte folgen: den grässlichen Kreaturen der Tiefsee Bitte folgen: dem Husky mit echt schlechter Laune Bitte folgen: den Jungs, die von Alaska nach Feuerland reisen

Ein Tiefseefischer postet auf Instagram seine Funde aus dem Meer – und die sind gruselig. 2018-01-14 15:20 3KB www.jetzt.de

 74  Elektronikmesse CES: Das Auto ist das nächste große Ding

Computerkonzerne verbünden sich mit Fahrzeugherstellern, Sprache und Gesten steuern Heizung, Entertainment und Vernetzung: Automobile sind die größten Stars auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas. 2018-01-14 15:18 9KB www.tagesspiegel.de

 75  Das Tempolimit auf Landstraßen muss deutlich sinken

Deutschland sollte es so machen wie Frankreich - und das Tempolimit auf Landstraßen deutlich absenken. 2018-01-14 15:18 4KB www.sueddeutsche.de

 76  Martin Schulz: Das wird eng

In der SPD formiert sich Widerstand gegen eine neue große Koalition. Schafft es Martin Schulz über den Parteitag? 2018-01-14 15:15 5KB www.zeit.de

 77  Der OB und der Urlaub: Wagner geht - 2019

19 Wochen nicht im Büro? In Wilhelmshaven kursieren Vorwürfe gegen Oberbürgermeister Wagner. Bei einem Empfang im Rathaus äußerte er sich nun zum Thema - und doch auch nicht. 2018-01-14 15:15 2KB www.ndr.de

 78  Crowfunding: Start fürs Schweizer Online-Magazin Republik

Es ist das bisher erfolgreichste Crowdfunding-Projekt der Schweizer Medienlandschaft: Zur Nacht auf Montag beginnt Republik.ch mit der Berichterstattung für zahlende Abonnenten. 2018-01-14 15:12 2KB www.heise.de

 79  Wo man mit Alpakas wandern kann

Christian Tesch züchtet in Thalhausen bei Altomünster Alpakas. Ein Trend, der auch im Landkreis Dachau wächst. 2018-01-14 15:10 4KB www.sueddeutsche.de

 80  Wie die Narren in der Region feiern

Der Fasching hat die Region im Griff - und unsere Fotografen waren bei den Highlights vor Ort. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerien vom Wochenende. 2018-01-14 15:07 1KB www.augsburger-allgemeine.de

 81  Trumps Anwalt soll Pornodarstellerin Schweigegeld gezahlt haben

Stephanie Clifford alias "Stormy Daniels" wollte die Geschichte einer sexuellen Begegnung mit Donald Trump vor der US-Wahl publik machen. 2018-01-14 15:04 3KB www.sueddeutsche.de

 82  Zu viel Handgepäck: Airlines suchen nach Lösungen

Vor allem Billig-Airlines wie Ryanair bekommen nun die Auswirkungen ihrer Tarife zu spüren. Wegen hoher Zusatzkosten reisen viele Fluggäste nur mit Handgepäck.... 2018-01-14 15:03 5KB www.augsburger-allgemeine.de

 83  Wie wir entspannter mit emotionalen Belastungen umgehen können

Unsere Probleme folgen meist einem logischen Schema. Wer damit beginnt, sie als normal wahrzunehmen wie eine Erkältung, wird Stress vermindern. 2018-01-14 15:01 6KB ze.tt

 84  Gerst über Europas Raumfahrt: "Sind Partner auf Augenhöhe"

Berlin/Köln (dpa) - 2018-01-14 15:00 4KB www.sueddeutsche.de

 85  Folgen der Schlammlawinen: Weiteres Todesopfer in Kalifornien

Wegen schwerer Überflutungen im US-Bundesstaat Kalifornien stehen viele Menschen ohne Unterkunft da. Suchtrupps sind noch immer auf der Suche nach weiteren Überlebenden - doch die Hoffnung schwindet. 2018-01-14 14:59 1KB www.n-tv.de

 86  Gratis für 50 Koranverse: Tattoo-Entfernung für reuige Muslime

Ein indonesischer Tätowierer besinnt sich zurück auf seinen muslimischen Glauben. Statt in seinem Studio Tattoos zu stechen, entfernt er sie nun. Seine Dienste bietet er auch kostenlos an – unter einer Bedingung. 2018-01-14 14:58 5KB www.n-tv.de

 87  Vor der Klausurtagung in Banz: Söder will mehr Grün in Städten und weniger Flächenfraß

Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder will mehr Grün in Bayerns Städte bringen und erwägt dazu ein "Entsiegelungsprogramm". Auch gegen Flächenfraß und die AfD will er vorgehen. 2018-01-14 14:55 3KB www.br.de

 88  Nach Messerangriff: Opfer erliegt seinen Verletzungen

Frankenthal (dpa/lrs) - Der Mann, der am vergangenen Montag in Frankenthal Opfer einer Messerattacke geworden war, ist am Samstag an seinen 2018-01-14 14:54 1KB www.sueddeutsche.de

 89  Andy Warhol in Thüringen: Apolda statt New York

Originale von Andy Warhols Siebdrucken - wer etwa 100 von ihnen wie die Werke "Mao" oder "Marylin Monroe" sehen will, muss nicht etwa nach New York oder Paris reisen. Es genügt ein Zugticket nach Apolda in Thüringen. Von Jens Hölzig. 2018-01-14 14:54 3KB www.tagesschau.de

 90  200. Geburtstag von Karl Marx: Auf den Sockel und wieder runter

Trier läuft sich für das Karl-Marx-Jahr warm. Zum 200. Geburtstag bekennt sich die Römerstadt zu ihrem berühmten Sohn. Sie widmet ihm eine Blockbuster-Ausstellung – und lässt sich von Peking eine Kolossalstatue schenken. 2018-01-14 14:53 6KB www.tagesspiegel.de

 91  Becker: Diskussion über Rassismus "wahnsinnig wichtig"

Hannover (dpa) - Designerin Barbara Becker (51) hält die gesellschaftliche Diskussion nach der rassistischen Beleidigung ihres Sohns Noah (2 2018-01-14 14:51 3KB www.sueddeutsche.de

 92  Tausende auf der Flucht: Vulkan Mayon steht vor Ausbruch

Er ist der aktivste Vulkan auf den Philippinen, sein letzter Ausbruch mit Todesopfern war 2013. Jetzt poltert der gut 300 Kilometer von der Hauptstadt Manila gelegene Mayon erneut. 2018-01-14 14:50 2KB www.n-tv.de

 93  Euro-Dollar-Kurs auf Drei-Jahres-Hoch: Die Gründe

Der Euro steht so hoch wie seit drei Jahren nicht. Das liegt daran, dass die Europäische Zentralbank vielleicht bald die Zinsen erhöht.... 2018-01-14 14:48 3KB www.faz.net

 94  Die Woche bringt Sturm und Schneeschauer

Nach einem sonnigen Wochenende beginnt die neue Woche mit viel Niederschlag. In Hochlagen kann es auch schneien. Vor allem am Donnerstag wird es ungemütlich. 2018-01-14 14:48 2KB www.rp-online.de

 95  Museumschefin aus Stuttgart soll Humboldt-Sammlungen leiten

Berlin (dpa) - Die Leiterin des Stuttgarter Linden-Museums, Inés de Castro, soll nach Informationen des 2018-01-14 14:47 1KB www.sueddeutsche.de

 96  Skicrosserin Zacher Dritte

Idre Fjäll (dpa) - Heidi Zacher hat beim Skicross-Weltcup in Schweden mit Rang drei den fünften Podestplatz im Olympia-Winter geholt, dabei 2018-01-14 14:43 1KB www.sueddeutsche.de

 97  Skifliegen: Weltcup auf dem Kulm wegen Wind abgesagt

Starke Böen machten den Bewerb am Sonntag unmöglich. 2018-01-14 14:43 788Bytes diepresse.com

 98  Anti-Gewaltprojekt L-Support: Wo Lesben Hilfe finden

Lesbische Frauen, die Opfer homofeindlicher Gewalt werden, haben oft Angst, von der Polizei nicht ernst genommen zu werden. Das Anti-Gewaltprojekt "L-Support" will ihnen helfen. 2018-01-14 14:42 4KB www.tagesspiegel.de

 99  Weimar erinnert mit Performance an 100 Jahre Dada in Berlin

Weimar (dpa/th) - 2018-01-14 14:41 1KB www.sueddeutsche.de

 100  Die Wetterwoche im Schnellcheck: Die Ruhe ist vorbei

Es steht uns eine wechselhafte und durchaus turbulente Zeit bevor: Neben Regen und Schnee bringen uns die kommenden Tage auch einen stürmisch auffrischenden Wind. Wie die Wetterwoche wird, erklärt n-tv Meteorologe Björn Alexander. 2018-01-14 14:40 4KB www.n-tv.de

 101  Reifen einer Lufthansa-Maschine platzt kurz vor dem Abflug

Beim Start einer Lufthansa-Maschine mit 64 Passagieren an Bord ist am Samstagabend ein Reifen geplatzt. 2018-01-14 14:40 2KB www.sueddeutsche.de

 102  Verdacht auf Salmonellen: Rückruf von Babynahrung in 83 Ländern

Die Krise um den französischen Babymilchpulver-Hersteller Lactalis weitet sich aus. Inzwischen sind mehr als zwölf Millionen Dosen in 83 Ländern zurückgerufen worden. Lactalis ist einer der weltweit größten Molkereikonzerne. 2018-01-14 14:36 2KB www.tagesschau.de

 103  "Julia Görges hat mich sehr beeindruckt"

Tennis: Boris Becker lobt Julia Görges vor den Australian Open im SZ-Interview: "Sie hat mich sehr beeindruckt." 2018-01-14 14:35 6KB www.sueddeutsche.de

 104  Tiroler auf Schutzweg von Pkw angefahren und schwerst verletzt

65-Jähriger in Innsbrucker Klinik eingeliefert 2018-01-14 14:34 1KB diepresse.com

 105  Roland Baar, Professor für Verbrennungsmotoren: "Tesla kann die Physik nicht verbiegen"

Unter der aktuellen Diesel-Debatte leidet der Standort Deutschland, sagt Roland Baar, Professor für Verbrennungsmotoren an der TU Berlin. Im Interview spricht er über die Zukunft des Diesels, die Elektromobilität und die Rolle der Politik 2018-01-14 14:29 8KB www.tagesspiegel.de

 106  Cannabis auf Rezept: Dieser Mann will Deutschland high machen

Seit 2017 ist medizinisches Cannabis in Deutschland legalisiert, doch zum Start war das Gras ständig vergriffen. Die kanadische Firma Nuuvera will... 2018-01-14 14:25 1KB www.stern.de

 107  Wirtschaft: Mehr Datenklau am Geldautomaten - Schaden 2017 wieder gestiegen

Kriminelle haben mit dem Ausspähen sensibler Daten von Bankkunden 2017 erstmals seit vier Jahren wieder mehr Schaden angerichtet als vor Jahresfrist. 2018-01-14 14:24 3KB www.t-online.de

 108  Wirtschaft: Erörterungstermin zu geplanter Gaspipeline im ersten Halbjahr

Die Pläne für eine Festland-Gaspipeline von der Ostsee bis nach Tschechien schreiten voran. 2018-01-14 14:22 2KB www.t-online.de

 109  Wirtschaft: Russische Automarke Lada optimistisch für 2018

Der russische Autobauer Avtovaz startet trotz ungewisser Aussichten optimistisch in das Jahr 2018. 2018-01-14 14:22 2KB www.t-online.de

 110  Bilder des Tages

Die Bilder des Tages führen durch die ganze Welt - und erzählen mal von großen, mal von kleinen Dingen. 2018-01-14 14:21 853Bytes www.stern.de

 111  Ein Suff-Kopf zerkloppte mein Cabrio!

Dortmund – Der Wagen hielt am Gehweg, da rastete ein Fußgänger (35) völlig aus: Er holte ein Beil aus dem Rucksack und demolierte das Cabrio! „Das war einfach unfassbar”, sagt Kauffrau Barbara N. 2018-01-14 14:20 2KB www.bild.de

 112  Wirtschaft: Airbus führt Gespräche über Ende der Eurofighter-Ermittlungen

Der Luftfahrtkonzern Airbus spricht mit der Münchner Staatsanwaltschaft über ein mögliches Ende der Ermittlungen zum Verkauf von Eurofighter-Jets an Österreich. 2018-01-14 14:18 4KB www.t-online.de

 113  404 Verhandlungstage: Die Chronik des NSU-Prozesses

In München wird seit Mai 2013 gegen Beate Zschäpe und andere verhandelt. Unser Autor war an fast allen Prozesstagen dabei. Ein Blick in seine Chronik. 2018-01-14 14:17 8KB www.tagesspiegel.de

 114  Vieles hängt jetzt von Michael Groschek ab

Diese Woche wird hart für Michael Groschek. Bis zum SPD-Parteitag am Sonntag muss der NRW-SPD-Chef seine Genossen von den Berliner Sondierungsergebnissen überzeugen. Denn ohne die Unterstützung von Rhein und Ruhr dürfte es für Martin Schulz am extrem schwierig werden. 2018-01-14 14:15 4KB www.rp-online.de

 115  Nuckeln zu Rachmaninoff

Mit Baby ins Konzert, das ist kaum machbar. Mareike Rill aus Karlsfeld veranstaltet deshalb die Reihe "Baby meets classic". 2018-01-14 14:13 4KB www.sueddeutsche.de

 116  Iran: Rouhani plädiert für Meinungsfreiheit

Mit einer Rede für Meinungsfreiheit hat sich Irans Präsident Rouhani der Bevölkerung als wortgewaltiger Reformer präsentiert. Nun ist auch die Nachrichtenapp Telegram wieder frei. Doch bleibt die Frage, wie stark er gegenüber den Hardlinern ist. Von Michael Lehmann. 2018-01-14 14:13 4KB www.tagesschau.de

 117  Kamaal Williams live in Berlin: Feuerwerk der Phönixe

Kamaal Williams gab mit seinem neuem Trio ein feines Jazzfunk-Konzert im Kreuzberger Gretchen. 2018-01-14 14:13 2KB www.tagesspiegel.de

 118  Schnapsbrennen als Hobby

Sigi Tschauder brennt Schnaps im Gartenhaus, Andreas Franzl in seinem Wohnzimmer. Beiden geht es bei ihrem Hobby allein um höchste Qualität 2018-01-14 14:11 4KB www.sueddeutsche.de

 119  Niederlagen für Hamburger Wasserball-Bundesligisten

Hamburg (dpa/lno) - Die Wasserballer vom SV Poseidon Hamburg müssen sich auf den Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga einrichten. Nach 2018-01-14 14:08 1KB www.sueddeutsche.de

 120  Jetzt gibt's was auf die Mütze!

Bei der Wahl der Wintermütze wird jede Geschmacksgrenze eingerissen. Ein Überblick von Boris Becker bis David Beckham. 2018-01-14 14:06 3KB sz-magazin.sueddeutsche.de

 121  Das Gegenteil von einem Weltstar

André Schürrle galt vor wenigen Jahren als eines der hoffungsvollsten deutschen Fußball-Talente. Nun steht er am Scheideweg seiner Laufbahn. 2018-01-14 14:02 2KB www.sueddeutsche.de

 122  Per Selfie-Video zum Job

Selfie-Video statt Stellenanzeige - Bewerber können per Filmclip im Jobportal Personaler und Arbeitgeber auf sich aufmerksam machen. 2018-01-14 13:59 3KB www.sueddeutsche.de

 123  Aus der Straßengang nach Hollywood

Er selbst hat diese Erfolgsgeschichte wohl am wenigsten vorausgesehen. Das zeigt die Frage, die sich Fatih Akin (44) in seiner Dankesrede bei den Golden Globes am vergangenen Sonntag gestellt hat: 2018-01-14 13:57 4KB www.bild.de

 124  „Hochzeit auf den ersten Blick“: Bei diesem Paar hat's geklappt

Es ist die irrste Kuppel-Show im deutschen TV! In „Hochzeit auf den ersten Blick“ heiraten Liebes-Bewerber, die sich vorher gar nicht kannten. Heute startet die fünfte Staffel der verrückten der 2018-01-14 13:56 2KB www.bild.de

 125  Tipps für Winterurlaub an der Nordsee| reisereporter.de

Es gibt viele Gründe, warum du auch mal im Winter Urlaub an der Nordsee machen musst. reisereporterin Evelyn verrät ihre liebsten Aktivitäten. 2018-01-14 13:51 5KB www.reisereporter.de

 126  Wie München mein Zuhause wurde

Woran merkt man, dass der neue Ort wirklich zum Zuhause geworden ist? Über das Heimischwerden in München. 2018-01-14 13:43 7KB www.sueddeutsche.de

 127  Offene Fragen nach Bin-Hammam-Aussage in WM-Affäre

Berlin (dpa) - Die Schlüsselfigur Mohamed Bin Hammam will die Affäre um die Fußball-WM 2006 in Deutschland auch nicht aufklären. 2018-01-14 13:37 4KB www.sueddeutsche.de

 128  Obduktion: Todesopfer in Gartenhütte ist verbrannt

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Bei dem in einer Frankfurter Gartenhütte gefundenen Toten handelt es sich um einen Mann, der in dem Feuer ums Leb 2018-01-14 13:36 1KB www.sueddeutsche.de

 129  Platter warnt den Bund - "Sparsame dürfen nicht die Deppen sein"

Tiroler Landeshauptmann Günther Platter kritisiert die FPÖ. "Der ein oder andere Rülpser ist nicht notwendig", sagte er, ohne Innenminister Herbert Kickl namentlich zu nennen. 2018-01-14 13:36 3KB diepresse.com

 130  Horizons-Mission: Alexander Gerst leitet erstmals ISS

Mit seinen Fotos und Botschaften aus dem All begeisterte Alexander Gerst 2014 selbst Menschen, die sich sonst kaum für Raumfahrt interessieren. Nun startet "Astro-Alex" erneut zur Raumstation ISS – diesmal sogar als Chef der Crew. 2018-01-14 13:36 7KB www.heise.de

 131  Hawaiianischer Horrorfilm

Mit seiner Feuer-und-Zorn-Rhetorik macht der US-Präsident eine Hysterie, ausgelöst von einem falschen Raketenalarm, erst möglich. 2018-01-14 13:35 4KB www.sueddeutsche.de

 132  Lüpertz-Skulptur "Athene" bleibt verschwunden

Düsseldorf (dpa) - Die Polizei sucht weiter nach einer gestohlenen Bronzefigur des Künstlers Markus Lüpertz. Bisher gebe es keine neuen Erke 2018-01-14 13:35 3KB www.sueddeutsche.de

 133  Diese Menschen zieht es nach München

Jedes Jahr lassen sich Zehntausende Menschen in München nieder. Woher sie kommen, wo es sie in der Stadt hinzieht. Eine Datenanalyse. 2018-01-14 13:35 3KB www.sueddeutsche.de

 134  Unbekannte randalieren in Grundschule und legen Feuer

Eisenach (dpa/th) - Unbekannte haben in einer Grundschule in Eisenach randaliert und mehrere Brände gelegt. Sie hatten sich in der Nacht zum 2018-01-14 13:30 1KB www.sueddeutsche.de

 135  1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach live im TV, Online-Stream und Ticker schauen

1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach live im TV, Online-Stream und Ticker schauen - Live im TV, Stream und Ticker: Das rheinische Derby zum Auftakt ins Jahr 2018 – So könnt Ihr die Partie sehen! 2018-01-14 13:29 5KB www.sportbuzzer.de

 136  Berlin: Sorge vor mehr Flüchtlingen durch neue EU-Regeln

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung befürchtet, dass Deutschland durch neue Asylbestimmungen der Europäischen Union (EU) deutlich mehr Flücht 2018-01-14 13:26 2KB www.sueddeutsche.de

 137  Autobiografie von Rafik Schami: Endlich frei

Rafik Schami erzählt in seinem neuen Buch "Ich wollte nur Geschichten erzählen" von seinem Leben als Exilautor. 2018-01-14 13:24 3KB www.tagesspiegel.de

 138  Golf: Wiesberger gewinnt mit Europa den Eurasia Cup

Bernd Wiesberger steuerte im Einzel einen Punkt zum 14:10-Erfolg des europäischen Teams gegen das asiatische bei. 2018-01-14 13:24 1KB diepresse.com

 139  Historie des Automobils: Autos in den USA - nicht immer die große Liebe

Burger, Bankgeschäft, Bibel-Lesung - in den USA gibt es fast nichts, was sich nicht vom Auto aus erledigen ließe. Die Messe in Detroit feiert gerade wieder Pickups und SUVs. Dabei waren die Amerikaner bei der Einführung des Autos skeptisch. Torsten Teichmann blickt zurück. 2018-01-14 13:23 4KB www.tagesschau.de

 140  Die Poesie der Steine

Die Grabmäler auf dem Johannisfriedhof in Nürnberg sind einzigartig. Nun zählt die Epitaphienkultur zum immateriellen Kulturerbe. 2018-01-14 13:23 4KB www.sueddeutsche.de

 141  Helene Fischer Sturz: Hinter den Kulissen der Silbereisen-Show *** BILDplus Inhalt ***

Am Samstag kürte Florian Silbereisen (36) die Schlagerchampions in seiner ARD-Show „Das große Fest der Besten“. Millionen Zuschauer sahen im TV den spektakulären Auftritt von Helene Fischer (33), den *** BILDplus Inhalt *** 2018-01-14 13:19 1KB www.bild.de

 142  stern-Kochschule: Das Geheimnis eines perfekten Rühreis

Goldgelb und cremig sollte es sein, das perfekte Rührei. 2018-01-14 13:19 1KB www.stern.de

 143  Drei Schwerverletzte nach Kollision zweier Autos

Hamburg (dpa/lno) - Bei einem Unfall nahe der Autobahn 1 in Hamburg-Billstedt sind drei Erwachsene schwer und ein Kind leicht verletzt worde 2018-01-14 13:18 1KB www.sueddeutsche.de

 144  FDP-Chef Christian Lindner: "Bin gespannt, wie Herr Schulz das der SPD verkauft"

FDP-Chef Christian Lindner spricht im Interview über die Sondierungsergebnisse, die Methode Angela Merkel und die Abkehr von den Klimazielen. 2018-01-14 13:16 11KB www.tagesspiegel.de

 145  Bayern-FDP will Spitzenkandidat in Urwahl bestimmen

Beilngries (dpa/lby) - Die Bayern-FDP will in einer Urwahl ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im Oktober bestimmen. Einen entsprec 2018-01-14 13:15 2KB www.sueddeutsche.de

 146  Zahl der Keuchhusten-Fälle in Bayern steigt: Ministerin ruft zur Impfung auf

Besonders für Säuglinge und Kinder ist der hochansteckende Keuchhusten gefährlich. Die Zahl der Fälle ist in Bayern stark gestiegen. Die Gesundheitsministerin... 2018-01-14 13:15 2KB www.augsburger-allgemeine.de

 147  BR Volleys: Georg Klein: In den Spuren der Vereinslegende

Die Volleys stehen vor dem Spiel gegen Düren unter Druck. Die Hoffnungen ruhen auch auf Georg Klein, der Charakterzüge von Vereinslegende Fischer hat. 2018-01-14 13:13 4KB www.tagesspiegel.de

 148  Auffahrunfall mit neun Verletzten in Stuttgart

Stuttgart (dpa/lsw) - Bei einem Auffahrunfall in Stuttgart sind neun Menschen leicht verletzt worden. Die Betroffenen sind zwischen fünf und 2018-01-14 13:12 1KB www.sueddeutsche.de

 149  Freundin von Ukip-Chef beleidigt Meghan Markle

London (dpa) - Die britische, rechtspopulistische Ukip-Partei hat die Freundin ihres Vorsitzenden Henry Bolton wegen rassistischer Äußerunge 2018-01-14 13:11 2KB www.sueddeutsche.de

 150  Missbrauchter Sohn: Polizei vermutet Taten im hohen zweistelligen Bereich

Der Missbrauch eines Jungen aus der Nähe von Freiburg wird immer drastischer: Die Polizei geht derzeit von einer hohen zweistelligen Zahl von Taten aus. Es... 2018-01-14 13:11 2KB www.augsburger-allgemeine.de

 151  "Die Zauberflöte": Mozarts Klassiker in Hannover

In der Staatsoper Hannover hat am Sonnabend die Neuinszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts "Zauberflöte" Premiere gefeiert. Aus musikalischer Sicht war der Abend wechselhaft. 2018-01-14 13:09 3KB www.ndr.de

 152  Iran gibt Kommunikationsdienst Telegram wieder frei

Weil die regimekritischen Protestler sich per Telegram organisierten und Nachrichten verbreiteten, hatte die iranische Justiz den Kommunikationsdienst gesperrt. Nun ist er auf Drängen der Reformisten wieder erreichbar. 2018-01-14 13:08 2KB www.heise.de

 153  SPÖ warnt: 150.000 zusätzliche Zuwanderer durch ÖVP-FPÖ-Politik

Die SPÖ übt weiter Kritik an der Regierungspolitik und geht mit der FPÖ bei einem Themengebiet in den Clinch, das früher Domäne der Freiheitlichen war. 2018-01-14 13:03 3KB diepresse.com

 154  NFL- Video: Patriots und Eagles erreichen Conference-Finale

Die New England Patriots besiegten die Tennessee Titans souverän, mehr Mühe hatten die Philadelphia Eagles gegen die Atlanta Falcons. 2018-01-14 12:58 2KB diepresse.com

 155  Biathlon: Ole Einar Björndalen ist der schnaufende König

Ole Einar Björndalen ist der erfolgreichste Wintersportler der Geschichte. In dieser Saison läuft der 43 Jahre alte Biathlet aber nur noch hinterher – und droht Olympia zu verpassen. 2018-01-14 12:55 5KB www.tagesspiegel.de

 156  Zwei Schneewanderer tödlich verunglückt

München – Schweres Unglück in den Appenzeller Alpen! Dort verunglückten am Samstag zwei Männer (28 und 38) beim Schneeschuhwandern. Die beiden seien am Westhang des Hinterugg gut 80 Kilometer 2018-01-14 12:55 1KB www.bild.de

 157  Hoffmann will HSV-Präsident werden

Bei der Wahl zum Präsidenten des Hamburger SV e. V. kommt es zu einer Kampfkandidatur. Ex-Vorstandschef Bernd Hoffmann tritt gegen Amtsinhaber Jens Meier an. 2018-01-14 12:52 2KB www.ndr.de

 158  "Tage des Aufstands" von Mascha Alechina: Kniebeugen im Käfig

Mascha Alechina von Pussy Riot hat ein Buch über ihre Haft geschrieben und zeigt eine Bühnenperformance in Berlin – eine Begegnung. 2018-01-14 12:50 6KB www.tagesspiegel.de

 159  Paris Jackson ausgeraubt: Tochter von Michael Jackson nahm Anhalter mit

Sie ist die Tochter des berühmtesten Popstars unserer Zeit – das hält sie aber nicht von sorglosen und gefährlichen Aktionen ab. Dass Paris Jackson (19) diese Woche Anhalter im Auto mitnahm, kam sie 2018-01-14 12:46 3KB www.bild.de

 160  Felix Neureuther erneuert Kritik an IOC und FIFA und wünscht sich Neuaufbau

Ski-Ass Felix Neureuther hat im aktuellen Sportstudio des ZDF harsche Kritik am Olympischen Komitee geübt - die Winterspiele in Südkorea ergeben für ihn "keinen... 2018-01-14 12:43 2KB www.augsburger-allgemeine.de

 161  Kindheitstraum „Super Mario World“| reisereporter.de

In den Universal Studios in Japan, Hollywood und Orlando sollen „Super Mario Worlds“ entstehen. Also: Lass dir schon mal einen Schnurrbart wachsen und besorg dir eine Latzhose. 2018-01-14 12:43 1KB www.reisereporter.de

 162  15-Jähriger bei Banden-Schlägerei in Paris getötet

Wieder ist ein Jugendlicher bei einer Auseinandersetzung zwischen Banden in Frankreich ums Leben gekommen. 2018-01-14 12:42 1KB diepresse.com

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"25 Meter bis zur Katastrophe": Boeing 737 rutscht Abhang herunter (4.32/5)

Dass hier alle Passagiere nur mit dem Schrecken davongekommen sind, gleicht fast einem Wunder: Bei der Landung im nordtürkischen Trabzon kommt die Boeing von der Piste ab, rollt einen Abhang hinab - und kommt erst kurz vor dem Meer zum Stehen.
Ein Passagierflugzeug der türkischen Fluglinie Pegasus ist bei der Landung im nordtürkischen Trabzon von der Piste abgekommen und fast ins Schwarze Meer gestürzt. Alle Menschen an Bord hätten in Sicherheit gebracht werden könnten, teilte das Amt des Gouverneurs der Provinz Trabzon mit.
Auch Pegasus teilte mit, die 162 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder seien bei dem Vorfall am Samstagabend nicht verletzt worden. Der Sender CNN Türk berichtete: "In Trabzon fehlten 25 Meter bis zur Katastrophe." Die Boeing 737-800 war aus der Hauptstadt Ankara gekommen. Auf Fotos war zu sehen, wie das Flugzeug im Schlamm an einem steilen Abhang neben der Landebahn nur wenige Meter vom Schwarzen Meer entfernt feststeckte.
Wieso das Flugzeug von der Piste abkam, war nach Angaben der türkischen Behörden zunächst unklar. Der internationale Flughafen in Trabzon nahm nach einer Unterbrechung den Flugverkehr wieder auf. Pegasus ist eine private Fluglinie und fliegt auch Ziele in Deutschland an.
Die Unfallforscher des Aviation Safety Networks berichteten, als das Flugzeug um 23.25 Uhr (Ortszeit/21.25 MEZ) von Westen kommend in Trabzon landete, habe es geregnet. Die Sicht sei daher eingeschränkt gewesen. Das Flugzeug sei nach dem Aufsetzen nach links abgekommen und über eine Grasfläche auf den Abhang gerollt. Dort kam es - mit der Nase steil nach unten Richtung Meer geneigt - zum Stillstand. Das Hamburger Flugunfallbüro JACDEC ("Jet Airliner Crash Data Evaluation Centre") teilte mit, die Menschen an Bord seien über Notausgänge und Rutschen in Sicherheit gebracht worden.
Das Flugzeug sei "erheblich" beschädigt worden. Das rechte der beiden Triebwerke sei vom Flügel abgebrochen und ins Meer gestürzt. Das Fahrwerk sei abgetrennt worden oder zusammengebrochen. Der Flughafen in der nordtürkischen Stadt Trabzon verfügt nur über eine Start- und Landebahn, die unmittelbar an der Schwarzmeerküste liegt.
Quelle: n-tv.de
Verkehr: Flugzeug bei Landung fast ins Meer gestürzt
t-online.de
Trabzon: Türkisches Passagierflugzeug stürzt beinahe ins Meer
tagesspiegel.de
Flugzeug bei Landung fast ins Meer gestürzt
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Flugzeug bei Landung fast ins Meer gestürzt
sueddeutsche.de
Trabzon: Passagierflugzeug stürzt beinahe ins Meer
t-online.de

 

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Bayern-Boss Rummenigge will Heynckes weitermachen (3.22/5)

Bayern München würde nur einen deutschsprachigen Trainer als Nachfolger von Jupp Heynckes verpflichten. Das kündigte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge am Sonntag im TV-Sender Sky an. "Entschieden ist, dass wir einen deutschen Trainer ab 1. Juli haben. Der idealste wäre Jupp Heynckes", sagte Rummenigge im Fußball-Talk "Wontorra". Der 62-Jährige unterstützt zunächst aber die von Vereinspräsident Uli Hoeneß gestartete "Charme-Offensive" um den 72-jährigen Heynckes, der seine vierte Amtszeit beim deutschen Rekordmeister bislang zeitlich auf diese Saison begrenzt hat. "Den werden wir nicht kampflos aufgeben", sagte Rummenigge dazu.
"Unser Profil im Transfermarkt ist sehr stark deutsch ausgerichtet. Und ich glaube, wir wären im falschen Film, wenn wir uns mit einem solchen Spieler, deutscher Nationalspieler, 22 Jahre alt, beim Confed Cup ins Blickfeld gerückt, dazu ablösefrei, nicht auseinandersetzen würden", erläuterte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern.
Rummenigge ließ in der Sendung "Wontorra" Stolz durchscheinen, im Kampf um Goretzka anscheinend neben Schalke auch die internationale Konkurrenz ausgestochen zu haben. "Dieser Spieler hat einen extrem großen Markt gehabt. Barcelona war dran, Real Madrid war dran, Juventus Turin war dran, Manchester United war dran. Alle Topclubs in Europa waren dran. Und ich glaube, es ist dann auch völlig legal und normal, dass sich auch der Topclub aus Deutschland, Bayern München, für diesen Spieler interessiert. Das ist unsere Aufgabe", sagte Rummenigge.
Für Javi Martínez hätte das Jahr 2018 wohl kaum besser starten können: Beim Rückrundenauftakt gegen Bayer Leverkusen markierte der 29-Jährige die Führung der Münchner. Seit Jupp Heynckes wieder Trainer ist, ist der Spanier zudem im defensiven Mittelfeld der Bayern gesetzt. Nun gibt auch privat gute Nachrichten von Martínez: Seine Frau Aline Brum ist wieder schwanger. Im Juni soll das zweite Kind des Paares auf die Welt kommen. Bislang sind die beiden schon Eltern des einjährigen Luca.
Ein Beitrag geteilt von javi8martinez (@javi8martinez) am Jun 28,2017 um 7:56 PDT
Indirekt verraten hat Martínez die Nachricht vom Nachwuchs nach seinem Treffer bei seinem Torjubel gegen Leverkusen: Nachdem er den Ball per Kopfball im Leverkusener Tor untergebracht hatte, nahm er den Daumen in den Mund - eine Geste, mit der gemeinhin auf Nachwuchs im Fußballer-Heim hingewiesen wird. Nach dem Spiel bestätigte er: "Meine Frau ist wieder schwanger, sie ist im vierten Monat. Im Juni haben wir einen neuen Martínez."
Tabellenführer Bayern München hat zum Auftakt der Rückrunde gegen Bayer Leverkusen gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes bezwang am Freitagabend den Gastgeber mit 3:1 (1:0). Für Leverkusen war es die erste Niederlage seit zwölf Bundesliga-Partien. Münchens Mittelfeldspieler Javi Martinez erzielte vor 30.210 Zuschauern in der BayArena nach einer Ecke die Führung (32. Minute), Franck Ribery erhöhte in der zweiten Hälfte mit seinem ersten Saisontor (59.). Kevin Volland traf für Leverkusen (71.), bevor James Rodriguez (90.+1) per Freistoß für den Endstand sorgte.
Bayerns Mittelfeldspieler Franck Ribéry und sein Heimatland Frankreich pflegen seit langem eine äußerst komplizierte Beziehung. Vor allem nach der missratenen WM 2010 in Südafrika, als Ribéry als einer der Initiatoren für die Spielerrevolte gegen den damaligen Trainer Domenech galt, ist das Verhältnis gestört. Ribéry selbst betont immer wieder, sich mittlerweile mehr als Münchner als Franzose zu sehen.
Dias sei der Grund für ihn gewesen, lange nicht mehr mit französischen Medien zu sprechen. Auf seinen damaligen Mitspieler ist er bis heute schlecht zu sprechen: "Gourcuff hat die Sache nie richtiggestellt. Manchen Medien werde ich das nie vergessen. Diese Narbe sitzt tief, und sie wird nicht weggehen."
Schon in der ausverkauften Leverkusener BayArena richtet sich der Herbstmeister auf einigen Widerstand ein. "Leverkusen hat seit zwölf Spielen nicht verloren. Das ist eine schnelle, hungrige Mannschaft mit Fantasie", sagte Heynckes. Gerade offensiv sei der Tabellenvierte mit Talenten wie Leon Bailey (20), Julian Brandt (21) oder Kai Havertz (18) herausragend besetzt. Die Bayern-Profis freuen sich auf die erste Herausforderung. "Das ist gleich ein schönes Spiel", sagte Nationalstürmer Sandro Wagner: "Leverkusen ist zu einer richtig guten Mannschaft geworden. Am Freitagabend so zu starten, das ist gut."
Winterzugang Wagner steht gleich im Fokus. Denn Robert Lewandowski wird zum Jahresauftakt ebenso fehlen wie Mats Hummels; dazu kommen die Langzeitverletzten Manuel Neuer und Thiago. Die zuletzt angeschlagenen Leistungsträger hatten den größten Teil der kurzen Vorbereitung verpasst - und Heynckes verzichtet darum auf sie. "Alles andere wäre fahrlässig", begründete er die Entscheidung. Wagner für Lewandowski - diesen Automatismus auf der Position des Mittelstürmers wollte Heynckes vorab nicht bestätigen. "Jeder Spieler braucht eine Zeit der Integration", sagte er. Dieser Prozess sei bei Wagner natürlich noch nicht abgeschlossen. Trotzdem bescheinigte Heynckes dem zwölf Millionen Euro teuren Zugang aus Hoffenheim, "sich sehr gut eingegliedert" zu haben: "Sandro ist die erste Option."
"Ich bin gespannt, ob ich spiele. Ich bin bereit", sagte Wagner nach zwei Testspieleinsätzen und riesigem Engagement im Training. "Ein bisschen Anpassung braucht man schon", meinte der Angreifer. Aber auch Heynckes will wissen, "wie sich Sandro im Wettkampf macht".
"Wenn der Jupp Spaß und Freude hat, wenn es ihm gut geht, familiär alles geklärt ist und man kommt zusammen, dann wäre es natürlich die Ideallösung. Aber das müssen die Protagonisten für sich entscheiden", sagte der Eurosport-Experte in München.
Drei Tage vor dem Rückrunden-Auftakt des deutschen Fußball-Rekordmeisters bei Bayer Leverkusen am Freitag (20.30 Uhr) sieht Sammer für seinen früheren Arbeitgeber nicht nur gute Titelaussichten in Bundesliga und Pokal, sondern auch in der Champions League. "Sie können sich wieder in einen Rhythmus bringen, der sportlich und auch vom Glauben her, wieder Berge versetzen kann. Dann brauchst du an den Tagen, wo die richtigen Gegner kommen, Toptagesform - und die bereitest du jetzt Schritt für Schritt vor", sagte der ehemalige Bayern-Sportvorstand. Sammer war 2013 ebenso wie der heute 72-jährige Heynckes im Amt, als die Münchner das Triple holten.
Warnende Worte richtete Sammer angesichts der Bayern-Dominanz an die Bundesliga. "Die Liga muss sich darüber Gedanken machen, mit dem gesamten Know-how, das die Bayern haben plus dem monetären Vorteil", sagte Sammer. "Wenn sie Dinge nicht ändern, wird es dramatisch."
Sammer freut sich in der Rückrunde auch auf ein spannendes Torjägerduell zwischen dem Bayern-Stürmer Sandro Wagner und dem Stuttgarter Angreifer Mario Gomez um das WM-Ticket. "Das wird hochinteressant. Das ist natürlich Wahnsinn", sagte Sammer. Wagner werde sich durch seinen Wechsel zum FC Bayern im Alltag verbessern. Gomez werde durch seine Rückkehr nach Stuttgart angetrieben.
Für Leon Goretzka und den FC Schalke 04 stehen entscheidende Wochen an. Der von vielen europäischen Clubs umworbene Nationalspieler soll laut Schalkes Sportvorstand Christian Heidel noch in diesem Monat verkünden, wohin sein Weg im Sommer führt. "Es wird nicht mehr lange dauern und sich nicht bis zum 31. Januar hinziehen", kündigte Heidel Anfang der Woche im Interview der "Funke Mediengruppe" an.
Inzwischen gilt es fast als sicher, dass der im Sommer ablösefreie Goretzka dem Revierclub nach vier Jahren den Rücken kehrt und seinen nächsten Karriereschritt beim FC Bayern München plant. Offiziell verbreiten die Königsblauen aber noch die Hoffnung, dass der Mittelfeldspieler das Angebot zur Vertragsverlängerung doch noch annimmt. Nachgebessert werde dies nicht mehr, stellte Heidel klar.
Laut Medienberichten offerierte Schalke seinem Leistungsträger schon vor Monaten einen neuen Vierjahresvertrag mit einem jährlichen Verdienst von bis zu zehn Millionen Euro. "Es kam irgendwann der Punkt, an dem ein finales Stück Papier aufgesetzt wurde. Da ist ein Haken dran. Wir reden überhaupt nicht mehr über Geld", sagte der Schalke-Manager, der wirtschaftlich bis an die Schmerzgrenze ging.
Drei Tage vor dem Ernstfall bei Bayer Leverkusen gewann die Mannschaft von Trainer Jupp Heynckes mit 5:3 (1:1) gegen den Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach. Kingsley Coman (33. Minute), Thomas Müller (50.) und gleich dreimal Ribéry (59., 63., 70.) waren für den deutschen Fußball-Rekordmeister erfolgreich. Saliou Sané (41. Strafstoß) nach einem Foul von Jérôme Boateng, Pascal Sohm (56.) und Mario Rodríguez (61.) erzielten jeweils den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gäste. Die Fans, für die der Eintritt in der Münchner Arena frei war, kamen auf ihre Kosten. Voll waren die Ränge im heimischen Stadion nicht.
Ohne die angeschlagenen Robert Lewandowski (Patellasehne), Mats Hummels (Adduktoren) und Joshua Kimmich (leichte Rückenbeschwerden) schickte Heynckes eine potenzielle Startelf um Kapitän Arjen Robben und Spielmacher James Rodríguez auf den Platz. Der von 1899 Hoffenheim verpflichtete Sandro Wagner war zweimal (23., 32.) per Kopf gefährlich, ehe er nach einem Doppelpass mit James (38.) aus kurzer Distanz an Schlussmann Kevin Broll scheiterte. Beim 6:0 im ersten Test in Doha gegen den katarischen Erstligisten Al-Ahli SC hatte Wagner noch das Führungstor der Münchner erzielt. Zur Halbzeit wechselte Heynckes einmal komplett durch, neben zahlreichen Nachwuchskräften kamen auch die stets gefährlichen Müller und Ribéry zum Einsatz. Der FC Bayern eröffnet am Freitag (20.30 Uhr) beim Tabellenvierten Bayer Leverkusen die Rückrunde.
Die angeschlagenen Bayern-Spieler Robert Lewandowski und Mats Hummels machen Fortschritte. Stürmer Lewandowski absolvierte am Dienstag rund 45 Minuten der einstündigen Einheit am Vormittag, Verteidiger Hummels nahm am gemeinsamen Aufwärmtraining teil und setzte anschließend sein individuelles Training fort. Dies teilte der deutsche Fußball-Rekordmeister mit. Lewandowski und Hummels hatten im Trainingslager in Doha nur individuell trainieren können.
Der zuletzt von einer Erkältung geplagte Rechtsverteidiger Joshua Kimmich hat sich wieder vollständig erholt und konnte die erste Einheit seit der Rückkehr aus Katar komplett mitmachen. Der FC Bayern München eröffnet am Freitag (20.30 Uhr) beim Tabellenvierten Bayer Leverkusen die Bundesliga-Rückrunde.
Der ehemalige Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer räumt dem Werben von Uli Hoeneß für eine Weiterbeschäftigung von Trainer Jupp Heynckes durchaus Chancen ein. Der 72-jährige Heynckes hat zwar mehrfach betont, beim deutschen Fußball-Rekordmeister nur eine Übergangslösung zu sein; Vereinspräsident Hoeneß macht sich jedoch für ein Engagement über das Saisonende hinaus stark.
Sammers Gefühl sei, "dass Uli den Jupp exzellent kennt. Wenn er weiter - salopp gesagt - wie bisher reingrätscht, ist die Hoffnung gegeben, dass die Aussage von Jupp keine Absolution für den Sommer darstellt. Aktuell ist dies zwar so, aber wir kennen doch alle den Uli: Aussichtsloses würde er nicht mehr befeuern", sagte Eurosport-Experte Sammer in einem Interview des TV-Senders.
Der heute 50-Jährige hatte den FC Bayern München als Sportvorstand 2013 an der Seite von Heynckes zum historischen Triple-Gewinn geführt. Er habe "Jupp als konsequenten Menschen" kennengelernt, "der gewisse Parameter hat, die für ihn bindend sind. Ich weiß nicht, ob es argumentativ möglich ist, dies zu ändern. Das kann nur er selbst entscheiden", meinte er
Bester Torhüter ist der Schalker Ralf Fährmann mit 15,5 Prozent. Auch in der Rubrik "Gewinner unter den Trainern" liegt in Domenico Tedesco mit 48,9 Prozent ein Schalker klar vorn. Der 32-Jährige belegt nach der ersten Halbserie mit seinem Team Platz zwei hinter den Bayern. "Verlierer unter den Trainern" ist der ehemalige Dortmunder Coach Peter Bosz mit 32,0 Prozent. Der ehemalige Bayern-Trainer Carlo Ancelotti (25,1) nimmt Position zwei ein.
Die Frage, ob der Videobeweis wieder abgeschafft werden soll, ergab ein knappes Ergebnis: 47,0 Prozent der Profis sagten Ja, 42,0 Prozent antworteten mit Nein. Elf Prozent der Befragten machten keine Angabe.
Eine deutliche Mehrheit von 58,4 Prozent machte sich für Erstliga-Spielansetzungen samstags um 15.30 Uhr stark. Für Freitagabend-Begegnungen sprachen sich 24,7 Prozent der Befragten aus. Nur jeweils 0,5 Prozent halten Sonntagspartien um 13.30 oder 18.00 Uhr und Spiele am Montagabend für gut terminiert.
Wie sieht die Zukunft von Franck Ribéry (34 Jahre alt) und Arjen Robben, der im Januar 34 wird, beim FC Bayern aus? Das ist eine der spannendsten Fragen, die der Herbstmeister in die am Freitag in Leverkusen beginnende Rückrunde mitnimmt. Die Verträge der Altstars, die das Bayern-Spiel seit 2007 (Ribéry) beziehungsweise 2009 (Robben) prägen und gemeinsam 2013 am historischen Triple-Gewinn beteiligt waren, laufen am Saisonende aus. Zukunft ungewiss, heißt das. Der Verein will die Entwicklung abwarten. Erst im Frühjahr soll es konkrete Gespräche geben.
"Wir haben keinen Druck, denke ich. Wir wissen, was wir an den Spielern haben. Und die Spieler wissen, was sie am FC Bayern haben", sagte Sportdirektor Hasan Salihamidzic. "Der Verein muss machen, was er denkt, was gut ist", sagte Robben im Trainingslager. Ribéry gab sich nach außen gelassen hinsichtlich der Zukunft. "Ich habe kein Datum, keinen Monat. Das ist für mich nicht wichtig", sagte der Franzose.
In Doha mussten die häufig verletzten Ü30-Kicker kein Training auslassen. Im Gegenteil: Sie waren mit großem Elan bei der Sache, gerade Robben ist ein Vorbild an Trainingsfleiß. Jupp Heynckes war sehr angetan: "Beide sind hochmotiviert. Es ist nicht nur wichtig, dass wir noch solche Führungsspieler in der Mannschaft haben, sondern auch, dass sie ihr Potenzial abrufen können. Das wird von größter Bedeutung für die nahe Zukunft sein."
Die nahe Zukunft, diese zählt für den Trainer-Rückkehrer, Heynckes muss nur bis zum Saisonende denken. Der 72-Jährige setzt nochmal auf Ribéry und Robben, die im Bayern-Trikot "Großartiges über viele Jahre"geleistet haben: "Für mich ist die Leistungsfähigkeit nicht vom Alter abhängig. Sie ist für mich von der Motivation, der körperlichen Fitness und der Bereitschaft, noch einmal eine Saison richtig durchzuziehen, abhängig. Ich persönlich bin felsenfest überzeugt, dass sie auch eine gute Rückrunde spielen werden."
Der deutsche Rekord-Sieger FC Bayern München trifft im Viertelfinale des DFB-Pokals auswärts auf den Drittligisten SC Paderborn. Das ergab die Auslosung am Sonntag im Dortmunder Fußballmuseum. In den weiteren Partien kämpfen am 6. und 7. Februar ausschließlich Bundesligisten um den Einzug in das Halbfinale.
Im Rhein-Main-Derby stehen sich Eintracht Frankfurt und Mainz 05 gegenüber. Bayer Leverkusen empfängt Werder Bremen, der aktuelle Bundesliga-Zweite FC Schalke 04 spielt zu Hause gegen den VfL Wolfsburg. Die Halbfinals finden am 17. und 18. April statt, das Endspiel im Berliner Olympiastadion ist für den 19. Mai terminiert.
Die langjährigen Topspieler Franck Ribéry und Arjen Robben gehen beim FC Bayern München mit einer ungeklärten Zukunft in die Rückrunde. Im Trainingslager in Katar habe es mit Sportdirektor Hasan Salihamidzic kein Gespräch gegeben, berichteten die beiden Fußball-Profis, deren Verträge am Saisonende auslaufen.
"Der Verein muss machen, was er denkt, was gut ist", sagte der noch in diesem Monat 34 Jahre alt werdende Robben kurz und bündig nach dem 6:0 des Bundesliga-Spitzenreiters im Testspiel gegen Al-Ahli SC. Er habe in Doha mit Salihamidzic nicht über das Thema geredet.
Ribéry wird Anfang April 35. Der Franzose, der seit 2007 für die Bayern spielt, hat mit dem Verein auch noch nicht so richtig über seine Situation gesprochen, wie er am Wochenende sagte. Der aktuell dienstälteste Bayern-Profi wollte auch keinen Zeitpunkt benennen, bis zu dem er Klarheit erwarte. "Ich habe kein Datum, keinen Monat."
Er sei gesund und arbeite in Ruhe, das sei aktuell wichtig für ihn, betonte Ribéry. Robben trägt auch schon seit 2009 das Bayern-Trikot. Die beiden Flügelspieler haben in München gemeinsam viele Erfolge gefeiert, der größte war der Champions-League-Gewinn 2013.
Salihamidzic hatte in Katar angekündigt, dass Gespräche mit den Profis mit auslaufenden Verträgen im Frühjahr geführt werden sollen. "Wir haben keinen Druck, denke ich. Wir wissen, was wir an den Spielern haben. Und die Spieler wissen, was sie am FC Bayern haben", sagte der Sportdirektor im Trainingslager. Am 30. Juni enden auch die Verträge von Torwart Sven Ulreich (29) und Verteidiger Rafinha (32).
Der FC Bayern München hat sein erstes Spiel im neuen Jahr gewonnen. Der deutsche Fußball-Rekordmeister besiegte zum Ende seines Trainingslagers in Katar Al-Ahli SC mit 6:0 (1:0). Die Tore gegen den Erstligisten aus Katar erzielten am Samstagabend in Doha Winterzugang Sandro Wagner (38. Minute), Corentin Tolisso (51.), Arjen Robben (57.), Kingsley Coman (67.), Niklas Dorsch (73.) und Niklas Süle (88.).
Trainer Jupp Heynckes setzte vor rund 1500 Zuschauern insgesamt 21 Spieler ein. Nur der Franzose Tolisso spielte durch. Die anderen Akteure kamen jeweils 45 Minuten zum Einsatz. Die noch nicht fitten Robert Lewandowski, Mats Hummels und Joshua Kimmich pausierten. Am Sonntag kehrt der Bundesliga-Spitzenreiter nach München zurück.
Nach sieben Trainingseinheiten seit Dienstagabend fehlte den Münchner Profis ein wenig die Frische. Die Effektivität im Abschluss stellte sich erst nach der Pause ein, als dem Gegner die Kraft ausging. Der in der Winterpause aus Hoffenheim gekommene Angreifer Wagner scheiterte mehrfach am Torwart, ehe er mit dem Kopf nach einer Flanke von James Rodríguez erfolgreich war. Robben spielte erstmals nach seiner Verletzungspause in der Endphase der Hinrunde wieder. Der Niederländer traf mit einem abgefälschten Schuss.
Der FC Bayern München wird den angeblich vom FC Chelsea umworbenen Fußball-Profi Arturo Vidal keinesfalls in der Winterpause nach England ziehen lassen. Der 30 Jahre alte Chilene werde auch in der Rückrunde weiter für den deutschen Rekordmeister auflaufen, sagte Trainer Jupp Heynckes am Samstag im Trainingslager in Katar. "Es wird im Januar überhaupt kein Spieler abgegeben", sagte Heynckes sogar. Die Transferfrist im Winter endet am Monatsende.
Nach englischen Medienberichten steht Vidal auf dem Wunschzettel des FC Chelsea. Trainer Antonio Conte schätzt den Mittelfeldspieler aus gemeinsamen Zeiten bei Juventus Turin. Vidal kam im Sommer 2015 für 37 Millionen Euro vom italienischen Rekordmeister nach München. Sein Vertrag - mit Option auf eine Verlängerung - läuft 2019 aus.
Es gebe "selbstverständlich" keinen Kontakt zu Chelsea, äußerte Heynckes. Vidal sei ein Topspieler, der in Doha sehr motiviert trainiert habe. "Wenn er in einer Topverfassung ist, sind wir noch besser", sagte der 72-jährige Heynckes mit Blick auf die Rückrunde.
Pausieren dürften dagegen bei dem Test sechs Tage vor dem ersten Rückrundenspiel gegen Bayer 04 Leverkusen die angeschlagenen Mats Hummels (Adduktoren) und Robert Lewandowski (Patellasehne), die auch am Freitagvormittag noch nicht am Mannschaftstraining teilnehmen konnten. Nationalspieler Joshua Kimmich trainierte am drittletzten Tag in Katar nach weitgehend überstandener Erkältung individuell.
Nach zwei Jahren mit zahlreichen Verletzungen sieht sich Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng endlich wieder nahe an seiner körperlichen Topverfassung. "Ich fühle mich gut. Ich hoffe, dass ich jetzt stabil und gesund bleibe. 2017 habe ich bei achtzig Prozent beendet, würde ich sagen. Wenn ich diese Woche hier durchziehen kann, hoffe ich, dass ich wieder bei hundert Prozent bin", sagte der 29 Jahre alte Weltmeister am Freitag im Trainingslager des FC Bayern München in Katar.
Der Innenverteidiger will nach mehreren schweren Verletzungen, die er seit Anfang 2016 erlitten hatte, im WM-Jahr wieder zur alten Topform finden. "Es ist überraschend, dass es so lange gedauert hat", sagte Boateng insbesondere zur langwierigen Oberkörperverletzung. Er musste Ende 2016 am Brustmuskel operiert werden, der an der rechten Schulter ansetzt. Jetzt habe er aber wieder ein 100-prozentiges Vertrauen in seinen Körper. Trotzdem riskiere er jetzt weniger als früher, wenn er Probleme spüre. Er lasse diese sofort von den Ärzten kontrollieren und lasse auch eher mal ein Spiel aus, bevor wieder etwas passiere.
Beim FC Bayern und in der Nationalmannschaft will Boateng 2018 wieder ein Leistungsträger sein. Den Konkurrenzkampf scheue er nicht. "Ich habe vor keinem anderen Spieler Angst. Ich weiß, was ich kann", sagte Boateng. "Ich möchte einfach meine Leistung bringen." In der ersten Saisonhälfte hat Boateng bei den Bayern nur 15 von 27 Pflichtspielen bestritten. Im DFB-Trikot bestritt er lediglich ein Länderspiel.
Der vom FC Bayern München ausgeliehene kolumbianische Fußballstar James Rodríguez beschäftigt sich aktuell nicht mit einer möglichen Rückkehr zu Real Madrid. "Meine Gegenwart ist hier. Ich denke im Moment an nichts anderes", sagte der 26 Jahre alte Profi am Donnerstag im Trainingslager des Bundesliga-Spitzenreiters in Katar.
Der vorerst bis 2019 ausgeliehene James will mit den Bayern gleich in seinem ersten Jahr alle möglichen Titel in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League gewinnen: "Ich will alles erreichen. Wenn so große Qualität im Team ist, kann man mal vom Triple träumen."
Nationalspieler Thomas Müller sprach ebenfalls vom größtmöglichen Erfolg als Zielsetzung im neuen Jahr. "Alle Titel, die man gewinnen kann, will man gewinnen. Die höchsten Ziele nehmen wir uns vor." Der 28 Jahre alte Weltmeister betonte jedoch, dass dafür noch eine Leistungssteigerung notwendig sein werde. Es habe bei den vielen Siegen unter Trainer-Rückkehrer Jupp Heynckes noch die spielerische Leichtigkeit gefehlt, um "die Gegner auseinander zu pflücken".
Vor Hoeneß hatte sich auch schon Trainer Jupp Heynckes für einen längeren Verbleib von Ulreich beim FC Bayern ausgesprochen. Ulreich habe sich in seinen Leistungen gesteigert und sehr gut gehalten. "Ich würde dem Verein empfehlen, den Vertrag mit Ulreich zu verlängern."
Bayerns Nummer 2 befindet sich in einer guten Verhandlungsposition. Ulreich könnte im Sommer ablösefrei wechseln. Mit seinen Leistungen hat er sich zudem für andere Vereine interessant gemacht. Er hat Lust am permanenten Spielen gewonnen. Beim FC Bayern müsste er bei einer Rückkehr von Kapitän Neuer wieder auf die Ersatzbank. Ulreich war 2015 für 2,5 Millionen Euro Ablöse vom VfB Stuttgart gekommen.
Ohne Joshua Kimmich hat der FC Bayern München in Katar die Vorbereitung auf den Rückrundenstart der Bundesliga fortgesetzt. Der Außenverteidiger nahm am Donnerstag in Doha wegen einer Erkältung nicht am Training teil. Die angeschlagenen Robert Lewandowski (Patellasehne) und Mats Hummels (Adduktoren) trainierten weiter individuell. Sven Ulreich musste wegen seines verstauchten Mittelfingers noch mit dem Torwarttraining aussetzen. Trainer Jupp Heynckes strich kurzfristig die zweite Trainingseinheit am Nachmittag. Nach vier intensiven Einheiten erhielten die Spieler eine Verschnaufpause.
Der FC Bayern München hat nach der Handverletzung von Sven Ulreich im Trainingslager in Katar erste vorsichtige Entwarnung gegeben. Der 29 Jahre alte Torwart hat sich den Mittelfinger an der rechten Hand vermutlich nur verstaucht. Das teilte Sportdirektor Hasan Salihamidzic am Mittwoch in Doha mit. Trotzdem sollte die Hand in einem Krankenhaus zur Sicherheit genau untersucht werden. Die endgültige Diagnose stand davor nicht fest.
Salihamidzic äußerte sich hoffnungsvoll mit Blick auf den schon am 12. Januar anstehenden Bundesliga-Rückrundenstart in Leverkusen. "Ich gehe davon aus, dass Sven dann im Tor steht", sagte der Bosnier. Über mögliche andere Szenarien wollte Salihamidzic nicht spekulieren.
Ulreich verletzte sich beim Torwarttraining. Er musste die erste Übungseinheit am Mittwoch vorzeitig beenden. Die aktuelle Münchner Nummer 1 wurde auf dem Platz behandelt und dann mit einem Golfwagen ins angrenzende Teamhotel gefahren. Der Finger wurde gekühlt.
Sandro Wagner möchte den Wechsel zum FC Bayern München auch als Sprungbrett für die erste WM-Teilnahme nützen. "Mein Wunschgedanke wäre, dass ich auf meine Einsatzminuten komme und auf den WM-Zug springe", sagte der 30 Jahre alte Angreifer am Mittwoch im Trainingslager des Bundesliga-Herbstmeisters in Katar. Die ersten zwei Tage bei seinem Lieblingsclub, für den er schon als Jugendlicher und Jung-Profi aktiv war, bezeichnete Wagner als "sehr positiv". Die Qualität beim FC Bayern sei im Training deutlich höher als in Hoffenheim. "Ich weiß, was auf mich zukommt", sagte Wagner zum Konkurrenzkampf mit Torjäger Robert Lewandowski. Er habe sich darauf eingestellt, in München öfter auf der Ersatzbank sitzen zu müssen.
Jupp Heynckes ist überzeugt davon, dass Fußball-Nationalspieler Sandro Wagner eine Verstärkung für den FC Bayern München darstellen wird. "Er ist ein Spielertyp, der sich in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt hat und Nationalspieler geworden ist. Ich denke, dass er uns helfen kann", sagte der Trainer am Dienstag vor dem Abflug des Herbstmeisters ins Trainingslager nach Katar. "Sandro ist herzlich willkommen", ergänzte Heynckes.
Der 72-Jährige umriss aber auch klar die Position, die der für rund zwölf Millionen Euro vom Bundesligisten 1899 Hoffenheim verpflichtete Mittelstürmer im Münchner Team einnehmen soll. "Ich denke, dass er seine Rolle kennt und weiß, dass vor ihm ein Weltklassespieler wie Robert Lewandowski ist", sagte Heynckes. Der Transfer berge für den FC Bayern sportlich und wirtschaftlich "überhaupt kein Risiko". Die Transferaktivitäten des FC Bayern in diesem Winter seien mit dem Zugang von Wagner "natürlich" abgeschlossen, erklärte Heynckes.
Er will das bis Sonntag dauernde Trainingscamp in Doha intensiv nutzen. "Es gibt immer wieder Dinge, die verbesserungswürdig sind und wo wir an Stellschrauben noch drehen müssen." Heynckes trat den Flug an den Persischen Golf mit "sehr guten Erinnerungen" an. 2013, im Jahr des historischen Triple-Gewinns, habe er in Doha mit den Spielern des FC Bayern "überragend gearbeitet. Und das hoffe ich, dass wir das auch jetzt machen können."
An Bord des Charterfliegers waren am Dienstag nicht alle Spieler. Einige Akteure wie Jérôme Boateng, Arjen Robben oder die Profis aus Südamerika sollten direkt aus ihren Urlaubsorten nach Doha anreisen. "Ich hoffe, dass wir alle den Akku wieder aufgetankt haben", äußerte Heynckes. Die Bayern eröffnen die Bundesliga-Rückrunde am 12. Januar mit dem Topspiel beim Tabellenvierten Bayer Leverkusen.
Kommt Leon Goretzka im Sommer zum FC Bayern? Wenn es nach dem derzeitigem FCB-Coach Jupp Heynckes geht, wäre das eine gute Idee: "Das ist ein guter Junge, der gefällt mir", sagte der 72-Jährige am Dienstag in München vor dem Abflug des FC Bayern ins Trainingslager nach Katar.
Der 22 Jahre alte Goretzka soll nach Medienberichten im Sommer ablösefrei vom FC Schalke 04 zum deutschen Rekordmeister wechseln. "Da muss man mal abwarten. Wenn ich richtig gelesen habe, hat sein Manager (Jörg) Neubauer gesagt, dass sie sich noch nicht entschieden haben", sagte Heynckes zu den Meldungen. "Die Spanier sind da ja auch noch im Rennen", ergänzte der 72-Jährige.
Heynckes bescheinigt dem Schalker Führungsspieler "eine klasse Entwicklung". Sein Co-Trainer Peter Hermann kenne Goretzka noch aus gemeinsamen Zeiten in Gelsenkirchen. "Er hat mit ihm auf Schalke gearbeitet. Das muss ein aufgeweckter, intelligenter Junge sein. Der weiß schon genau, was für ihn das Beste ist", sagte Heynckes.
Der von einigen Topclubs umworbene Goretzka hatte eine Entscheidung über seine Zukunft für Januar in Aussicht gestellt. Schalkes Manager Christian Heidel sagte an Neujahr, dass der Nationalspieler den Tabellenzweiten bislang nicht darüber informiert habe, dass er sich zu einem Wechsel entschieden habe. Goretzka-Berater Jörg Neubauer sagte, dass zu allererst Schalke informiert werde.
Schalke soll Goretzka unter anderem mit einem Spitzenverdienst von über zehn Millionen Euro für eine Verlängerung des am Saisonende auslaufendes Vertrages gelockt haben.
Goretzkas Vertrag beim FC Schalke läuft nach der Saison aus. Zuletzt war auch über ein mögliches Interesse des FC Liverpool an dem Confed-Cup-Sieger spekuliert worden. Schalkes Sportvorstand Christian Heidel hatte jüngst erklärt, der Bundesligist habe alles getan, um Goretzka von einem Verbleib über den Sommer hinaus zu überzeugen.
Nach dem Ausfall von Manuel Neuer schien die Torwartposition die Schwachstelle beim FC Bayern zu sein - doch Sven Ulreich widerlegte seine Kritiker eindrucksvoll. In sechs seiner zwölf Ligaspielen blieb der ehemalige Stuttgarter ohne Gegentor - sein Spitzname lautet deswegen "Zu-Null-Reich". Beim Auswärtsspiel gegen seinen Ex-Verein VfB rettete Ulreich mit einem gehaltenen Elfmeter in der Nachspielzeit sogar den Sieg. Auch im Elfmeterschießen gegen RB Leipzig war der 29-Jährige mit einer Parade einer der Garanten für den Erfolg. In zehn Jahren beim VfB hielt Ulreich insgesamt "nur" zwei Strafstöße.
Der Bild verriet Ulreich nun das Geheimnis seiner neuen Elfmeterstärke. Die habe viel mit Bayerns Torwarttrainer Toni Tapalovic zu tun. "Wir ana­ly­sie­ren vor dem Spiel die Elf­me­ter­schüt­zen, mein Tor­wart-Trai­ner Toni Ta­palo­vic macht das richtig gut, hat viele Schüt­zen auf dem Zet­tel." Ein weiterer Faktor sei zudem der Glaube an die eigene Stärke: "Wenn du zwei, drei ge­hal­ten hast, den­ken die Schüt­zen mehr nach, das hilft. Neh­men Sie Manu Neuer! Bei dem über­legt jeder Schüt­ze zwei­mal, was er macht, weil er halt diese Aus­strah­lung hat.“
Erst kurz vor Weihnachten hatten die Münchner den Kontrakt mit dem französischen Nationalspieler Kingsley Coman bis 2023 verlängert. Kimmich war im Sommer 2015 vom VfB Stuttgart verpflichtet worden. Seitdem ist er zum Nationalspieler aufgestiegen und hat nach dem Rücktritt von Kapitän Philipp Lahm im Sommer beim FC Bayern dauerhaft die Position als Rechtsverteidiger übernommen.
Karl-Heinz Rummenigge hat zum Jahresende den besonderen Beitrag von Trainer Jupp Heynckes am Leistungsaufschwung des FC Bayern München hervorgehoben. "Unser Jupp hat ein wunderbares Comeback hingelegt. 15 von 16 Spielen haben wir mit ihm gewonnen", äußerte der Vorstandsvorsitzende in einer Grußbotschaft an die Fans und Vereinsmitglieder des deutschen Fußball-Rekordmeisters. "Selten konnten wir in so entspannter Atmosphäre Weihnachten feiern wie in diesen Tagen", schrieb der 62 Jahre alte Rummenigge.
"2017 war ein Jahr, mit dem wir sehr zufrieden sein können", lautet das Urteil des Bayern-Chefs. Rummenigge verwies auf die "historische Leistung" der fünften deutschen Meisterschaft am Stück. "Eine solche bayerische Dominanz gab es nicht einmal in den sogenannten 'goldenen' 70er Jahren." Damals dominierten die Bayern mit Beckenbauer, Maier und Müller den nationalen und europäischen Fußball.
Das aktuelle Team sei drauf und dran, die Titelserie in dieser Spielzeit fortzusetzen. "Zum siebten Mal in Folge überwintert sie als Herbstmeister, elf Punkte beträgt zur Saison-Halbzeit der Vorsprung an der Tabellenspitze der Bundesliga. Das finde ich grandios!" Auch in der Champions League und im DFB-Pokal sei man auf Kurs. "Dafür möchte ich mich bei unserer Mannschaft herzlich bedanken."
Nach dem Weihnachtsurlaub beginnt für die Bayern-Profis am 2. Januar mit einem Trainingslager in Katar die in diesem Winter wegen der WM 2018 sehr kurze Vorbereitung auf die Rückrunde. Rummenigge ist überzeugt davon, dass Heynckes die Mannschaft nach der Winterpause weiter voranbringen werde. Der Vorstandsvorsitzende dankte aber auch Heynckes' Vorgänger Carlo Ancelotti, der Ende September nach dem 0:3 bei Paris Saint-Germain in der Champions League gehen musste, dafür, dass er den FC Bayern 2017 zur Meisterschaft geführt hatte.´
Inspiriert fühlt sich 65-jährige Hoeneß von Dieter Wedels Fernseh-Mehrteiler "Der große Bellheim" aus dem Jahr 1992. "Die Filme erzählen von vier älteren Männern, die sich dazu entschlossen haben, ein marodes Kaufhaus wieder auf Vordermann zu bringen. Und am Ende hat genau das funktioniert und es war das blühendste Kaufhaus der Stadt. Vor langer Zeit habe ich gesagt, dass es ein Traum wäre, das in den Fußball zu übertragen." Das habe man schon ganz gut geschafft.
"Aber das Wichtigste in der Erzählung war, dass es den vier Herren gelungen ist, ihre Nachfolger einzubauen. Und das wird auch die Aufgabe von uns sein: In dem Erfolg, den wir jetzt haben, nicht zu vergessen, dass der Zahn der Zeit an uns nagt. Deshalb dürfen wir die Zukunft nicht aus den Augen verlieren", sagte Hoeneß. Er war vor einem Jahr wieder zum Präsidenten gewählt worden. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge ist 62 Jahre alt.
Hoeneß äußert sich in dem Interview auch zu seinem intensiven Werben für einen Verbleib von Heynckes über den Sommer 2018 hinaus. "Ich möchte da nicht zu viel Druck ausüben. Ich habe immer gesagt, jetzt soll erst einmal die Vorrunde zu Ende gespielt werden, und dann soll Jupp in Ruhe zu seiner Frau und seinem (Hund) Cando gehen und sich erholen. Da will ich auch gar kein Fass mehr aufmachen." Der 72 Jahre alte Heynckes hat mehrfach bekräftigt, nur bis zum Saisonende noch einmal als Bayern-Trainer zur Verfügung zu stehen.
Der FC Bayern München hat den französischen Fußball-Nationalspieler Kingsley Coman bis 2023 an sich gebunden. Das teilte der deutsche Fußball-Rekordmeister am Donnerstag mit. Der 21-Jährige sei "ein Spieler mit großem Zukunftspotenzial", sagte Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic in einer Clubmitteilung. "Wir sind froh, Kingsley Coman langfristig an den Verein gebunden zu haben und sind überzeugt, dass er für den FC Bayern in Zukunft zu einer festen Größe wird", sagte Salihamidzic.
Coman war im August 2015 zunächst auf Leihbasis von Juventus Turin zum deutschen Rekordmeister gewechselt. Im April dieses Jahres wurde er dann für weitere 21 Millionen Euro fix bis 2020 verpflichtet.
Unter Trainer Jupp Heynckes hat sich Coman in den vergangenen Wochen mehr und mehr zu einem Leistungsträger entwickelt. Der Franzose verkörpert beim FC Bayern die Zukunft nach Franck Ribéry (34) und Arjen Robben (33). Coman kann auf beiden Flügeln eingesetzt werden.
Jetzt ist es fix: Sandro Wagner wechselt mit sofortiger Wirkung von der TSG 1899 Hoffenheim zum FC Bayern München. Das gab der deutsche Rekordmeister heute bekannt. Der 30-jährige Nationalstürmer unterschrieb einen vom 1. Januar 2018 bis zum 30. Juni 2020 laufenden Vertrag.
Der gebürtige Münchner Wagner hatte von der Jugend an bereits elf Jahre für den FC Bayern gespielt und ging danach für den MSV Duisburg, Werder Bremen, Kaiserslautern, Berlin, Darmstadt und eben Hoffenheim auf Torejagd. Bei den Münchnern wird er mit der für Stürmer untypischen Rückennummer 2 auflaufen.
Zu seiner Verpflichtung wird er auf der Homepage der Bayern wie folgt zitiert: "Ich freue mich riesig. Eine lange Reise geht für mich zu Ende, ich komme wieder nach Hause zu meinem Verein, in meine Heimat. Ich bin sehr glücklich, dass alles geklappt hat. Bayern ist der beste Verein in Deutschland und einer der besten der Welt. Als das Angebot kam, musste ich nicht lange überlegen."
Die Ablösesumme soll bei einem Sockelbetrag von zwölf Millionen Euro liegen; Angaben der Vereine gab es nicht. Der U21-Europameister von 2009 wird seine Arbeit beim Bundesliga-Tabellenführer zu Jahresbeginn im Trainingslager vom 2. bis 7. Januar in Katar aufnehmen.
Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic äußerte sich sehr zufrieden über den Transfer: "Wir sind überzeugt, dass Sandro Wagner die Qualität unserer Mannschaft durch seine Klasse und seine Erfahrung weiter erhöhen wird." Vor dieser Saison waren bereits die Nationalspieler Niklas Süle und Sebastian Rudy von Hoffenheim nach München gewechselt.
Der FC Bayern hat zum Jahresausklang im deutschen Fußball-Klassiker Pokal-Titelverteidiger Borussia Dortmund entthront. Nach dem erst dominanten und am Ende doch noch knappen 2:1 (2:0) beim Viertelfinal-Einzug können die Münchner nach der kurzen Winterpause unter Triple-Trainer Jupp Heynckes wie 2013 erneut drei Titel angreifen. Die Tore der Weltmeister Jérôme Boateng (12. Minute) und Thomas Müller (40.) drückten die Überlegenheit vor 75 000 Zuschauern lange nur unzureichend aus, ehe Andrej Jarmolenkos Tor (77.) die Dortmunder am Mittwoch in ein eigentlich schon klar verlorenes Spiel wieder zurückbrachte. Der nächste Gegner auf dem Weg ins Finale am 19. Mai in Berlin wird am 7. Januar ausgelost.
Dieses reizvolle Duell fasziniert ganz besonders, vor allem in einem K.o.-Spiel. In der siebten Saison in Serie stehen sich am Mittwoch Rekordpokalsieger FC Bayern und Borussia Dortmund im DFB-Pokal gegenüber. Diesmal im Achtelfinale. In zwei der vergangenen drei Aufeinandertreffen entschied erst das Elfmeterschießen.
Die vergangenen sechs Pokal-Duelle in Serie:
Medien hatten am Wochenende berichtet, dass der Abgang des Fußball-Nationalspielers von 1899 Hoffenheim zum deutschen Rekordmeister perfekt sei. "Das ist kein Thema für mich heute. Der FC Bayern wird es dann vermelden, wenn es offiziell ist", sagte der 72-Jährige am Tag vor dem K.o.-Spiel im DFB-Pokal.
Der FC Bayern war zuletzt auf der Suche nach einem möglichen Vertreter für Topstürmer Robert Lewandowski. Wagner hatte in der Jugend für die Bayern gespielt, seine Familie lebt bei München. Zuletzt hatte bereits Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann den nahenden Abschluss des Wechsels bestätigt.
Der siebenmalige Nationalspieler Wagner war über die Stationen MSV Duisburg, Werder Bremen, 1. FC Kaiserslautern, Hertha BSC und Darmstadt 98 zuletzt in Hoffenheim gelandet. Für die Kraichgauer erzielte er in dieser Saison in elf Bundesliga-Partien vier Tore. Zuletzt fehlte Wagner allerdings verletzt.
Die Sorgen des Alleinunterhalters
augsburger-allgemeine.de
FC Bayern München: Jupp Heynckes soll bleiben
rp-online.de
Rummenigge: Goretzka-Wechsel zum FC Bayern kurz vor Verkündung
augsburger-allgemeine.de
Fußball: Die Sorgen des Alleinunterhalters
t-online.de
Bayern-Bosse forcieren die "Charme-Offensive" bei Heynckes
sueddeutsche.de
Goretzka vor Wechsel zum FC Bayern
sueddeutsche.de
Rummenigge will Heynckes bei Bayern halten - "wäre der Idealste"
augsburger-allgemeine.de

 

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Biathlon: Biathlon-Star Dahlmeier kommt wieder in Schwung (3.20/5)

Ruhpolding (dpa) - Völlig verausgabt lag Laura Dahlmeier nach dem knapp verlorenen Sprint-Finale beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding lange im Schnee.
Bei der mit Verspätung begonnenen Siegerehrung lächelte der deutsche Star dann aber erleichtert und freute sich auch als Zweite im Massenstart hinter der Finnin Kaisa Mäkäräinen über den ersten Podestplatz im Olympia-Jahr. "Das war ja noch nicht der Saison-Höhepunkt. Ich glaube mit dem zweiten Platz hier in Ruhpolding kann man richtig zufrieden sein. Jetzt kann man wieder etwas Ruhe einkehren lassen und mit Zuversicht und Selbstvertrauen in die Zukunft blicken."
Ähnlich sah es Damen-Bundestrainer Gerald Hönig: "Die Laura ist auf einem richtig guten Weg. Jetzt heißt es gut regenerieren und nicht wieder krank werden." Einen Tag nachdem Deutschlands Sportlerin des Jahres die Frauen-Staffel als Schlussläuferin zum Triumph in Ruhpolding geführt hatte, fehlten der siebenmaligen Weltmeisterin am Sonntag vor 25.000 Zuschauern in der ChiemgauArena nach 12,5 Kilometern und viermal Schießen nur 0,8 Sekunden zum zweiten Saisonsieg.
Genau wie die 35 Jahre alte Finnin musste sie zwei Mal in die Strafrunde. Ihr schlechtestes Karriere-Resultat mit Platz 48 im Einzel am Donnerstag war verarbeitet. "Ich würde schon sagen, dass ich eine wirklich sehr gute Form habe und nicht immer nur von einer mittelmäßigen sprechen."
Starke Fünfte wurde die ehemalige Langläuferin Denise Herrmann - nach vier Schießfehlern. "Das war Werbung für Biathlon. Wir gehen mit einem Podest, mit einer guten Mannschaftsleistung raus. Die Tendenz ist positiv", sagte Hönig.
Die Männer dagegen holten bei den beiden Heimweltcups in Oberhof und Ruhpolding keinen einzigen Podestplatz. Die Skijäger schafften es aber im Massenstart beim sechsten Saisonsieg des Norwegers Johannes Thingnes Bö vor dem Franzosen Martin Fourcade mit Weltmeister Simon Schempp (Platz 6/1 Strafrunde), Arnd Peiffer (7/1) und Sprint-Weltmeister Benedikt Doll (9/1) gleich mit drei Atleten in die Top Ten.
"Ich hatte gerade mal 14 Sekunden Rückstand. Jetzt weiß ich, dass es funktionieren kann, auch wenn ich körperlich noch nicht bei 100 Prozent bin", sagte Schempp nach den 15 Kilometern. Seit Dezember plagen den Schwaben Rückenprobleme, die immer noch nicht ganz weg sind. "Zum Glück kommen jetzt noch die Rennen in Antholz, da freue ich mich richtig drauf", sagte der Uhinger. In Südtirol hat der 29-Jährige schon fünfmal gewinnen können.
Der Einzel-Vierte Roman Rees (1) wurde im Ruhpolding-Finale 13., Erik Lesser (2) kam auf Rang 18 und Johannes Kühn (3) belegte den 25. Platz. Bei den Frauen wurde Maren Hammerschmidt (4 Fehler) Elfte, Franziska Hildebrand (4) kam auf Rang 19, Vanessa Hinz (5) auf Platz 21. Die Staffel-Startläuferin Franziska Preuß hatte es nicht in den Massenstart geschafft.
"Die deutsche Nation erwartet natürlich wahnsinnig viel von ihr", sagte Rekordweltmeisterin Magdalena Neuner bei ihrer Stippvisite über Dahlmeier. Schon in Oberhof und nun in Ruhpolding hat Dahlmeier erlebt, was es heißt, Deutschlands Sportlerin des Jahres zu sein: Laura hier, Laura da - Dahlmeier ist gefragt. "Ich weiß, dass die Laura ihre Schwierigkeiten damit hat, hin und wieder", sagte Neuner.
Wie Popstars wurden Dahlmeier und ihre Kolleginnen Preuß, Herrmann und Hildebrand für den Staffelerfolg am Samstag bei der Siegerehrung im Championspark gefeiert. Dahlmeier stimmte mit den Fans "Oh, wie ist das schön!" an.
Ihre Siegesserie der Vorsaison hat die fünfmalige Weltmeisterin der letzten Biathlon-Titelkämpfe nicht nur zum Star, sondern auch zur Olympia-Topfavoritin gemacht. "Das ist sicherlich eine Rolle, die ich mir so nicht gewünscht habe. Manchmal denke ich mir, es wäre schön, wenn es im Allgemeinen etwas ruhiger wäre."
Biathlon: Biathletin Dahlmeier verpasst knapp 19. Weltcupsieg
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Laura Dahlmeier beim Biathlon-Massenstart in Ruhpolding knapp geschlagen
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Biathletin Dahlmeier verpasst knapp 19. Weltcupsieg
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Union lehnt SPD-Forderungen nach Nachbesserungen ab (3.05/5)

Die Union lehnt Forderungen aus der SPD nach Nachbesserungen der gemeinsamen Sondierungsergebnisse ab. "Was wir miteinander vereinbart haben, gilt. Alles andere ist unseriös", sagte der CDU-Vizevorsitzende Thomas Strobl den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Montag). "Die Union ist strikt dagegen, einzelne inhaltliche Punkte noch einmal aufzumachen: Das Sondierungspapier ist die Grundlage für alle weiteren Gespräche. Grundlegende Dinge, die da nicht drin stehen, kommen auch nicht in einen Koalitionsvertrag."
Namentlich nannte er die SPD-Forderung nach einer Bürgerversicherung. "Es wird mit der CDU keine Gespräche über die Einheitskasse geben", sagte Strobl, der auch Innenminister in Baden-Württemberg ist.
Kritik an den skeptischen SPD-Stimmen kam am Sonntag auch von einer weiteren CDU-Vizevorsitzenden, Julia Klöckner aus Rheinland-Pfalz. "Das Sondierungspapier ist von CDU/CSU und SPD einstimmig am Freitagmorgen angenommen worden. Diejenigen, die aus der SPD-Sondierungsgruppe nur wenige Stunden danach massive Änderungen darin fordern, stellen sich selbst ein sehr schlechtes Arbeitszeugnis aus!", schrieb die Mainzer Landesparteichefin bei Twitter.
Führende SPD-Politiker haben nach den Sondierungen mit der Union deutliche Nachbesserungen an den Ergebnissen gefordert. Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Malu Dreyer sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, Sondierungen und Koalitionsverhandlungen seien "unterschiedliche Paar Schuhe". "Wir werden versuchen, in den Koalitionsverhandlungen noch Erfolge zu erzielen", kündigte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin an.
Konkret forderte Dreyer Nachverhandlungen in der Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik. "Wir werden auch über die Bürgerversicherung noch einmal sprechen müssen", verlangte Dreyer. "Ich hoffe, dass wir uns diesem Modell noch ein Stück nähern." Auch die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Beschäftigungsverhältnissen sei für viele Menschen von großer Bedeutung. Auch über die Leiharbeit müsse in Koalitionsverhandlungen noch intensiv gesprochen werden.
Dreyer kritisierte auch die Sondierungsergebnisse in der Steuerpolitik. "Zu mehr Gerechtigkeit gehört ein höherer Spitzensteuersatz. Leider war das mit der Union nicht zu machen", sagte sie. Auch ein Teil der Vereinbarungen zur Zuwanderung seien für die SPD "ganz schwierig".
Bei der ersten Abstimmung an der SPD-Basis über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union haben die Gegner gesiegt. Mit einer Stimme Mehrheit stimmten die Delegierten eines Landesparteitags in Sachsen-Anhalt am Samstag für einen Antrag der Jusos. "Die SPD Sachsen-Anhalt spricht sich, insbesondere unter Berücksichtigung der ersten Ergebnisse der Sondierungen mit CDU und CSU, gegen eine erneute große Koalition aus", heißt es in dem in Wernigerode beschlossenen Papier. Zur Begründung wird angeführt, dass verlässliches Regieren mit der Union aktuell nicht möglich sei.
Die SPD lässt am 21. Januar erstmals nach Sondierungsgesprächen einen Bundesparteitag über die Aufnahme förmlicher Koalitionsverhandlungen entscheiden. Sachsen-Anhalt schickt 7 der 600 Delegierten. Sie müssen sich an das Votum des Parteitags nicht zwingend halten. Falls der Parteitag mit Ja den Weg für Verhandlungen frei macht, stimmen am Ende die Mitglieder in ihrer Gesamtheit über den dann auszuhandelnden Koalitionsvertrag ab.
Nach dem Abschluss der Sondierungen ist der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) zuversichtlich, dass der SPD-Parteitag für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union stimmen wird. "Derzeit haben diejenigen viel Echo, die Ergebnisse hart kritisieren", sagte der SPD-Politiker der Funke Mediengruppe. Dies dürfe auch so sein, "aber die Qualität der Vereinbarung erschließt sich, je mehr man sich damit beschäftigt", fügte Weil hinzu. Es gebe trotzdem "noch viel Diskussionsbedarf".
Zu den größten Erfolgen der SPD in den Sondierungen gehöre, der vereinbarte "Kurswechsel in der Europapolitik", sagte Weil. "Deutschland wird zusammen mit Frankreich wieder Motor der EU. Und im Inneren werden buchstäblich Millionen von Menschen von Altersarmut bewahrt durch ein stabiles Rentenniveau."
Die SPD-Fraktionsvorsitzende Andrea Nahles warb in den ARD-"Tagesthemen" für die von ihrer Partei durchgesetzten Sondierungsergebnisse. Die mit der Union vereinbarte Absenkung des Solis trage "voll die sozialdemokratische Handschrift", sagte Nahles. Zudem habe es die SPD nach einem jahrzehntelangen Streit mit der Union geschafft, "ein Einwanderungsgesetz endlich durchzusetzen". Nahles verwies auch auf die mit der Union vereinbarte "Trendwende" hin zu "mehr sozialem Europa".
Angesprochen auf die geplante Gegenkampagne des Juso-Vorsitzenden Kevin Kühnert, der durch ganz Deutschland reisen will, sagte Nahles: "Wir reisen auch. Dann schau'n wir mal. Ich bin da sehr zuversichtlich."
Kühnert kritisierte in der Zeitung "Welt" besonders heftig die Sondierungsergebnisse beim Thema Migration. "Das entspricht nicht unseren Vorstellungen von Humanität", sagte Kühnert. Er wolle deshalb auch weiter innerhalb der Partei gegen eine große Koalition mobilmachen, kündigte der Juso-Vorsitzende an.
SPD-Parteichef Martin Schulz hatte sich am Abend zuversichtlich gezeigt, dass der Parteitag der Sozialdemokraten am 21. Januar für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der Union stimmen wird. "Wir haben in den Verhandlungen, die wir geführt haben, eine Menge herausgeholt", sagte Schulz in der ZDF-Sendung "Was nun?" zu den Sondierungen mit CDU und CSU. Deshalb glaube er, dass die Delegierten des Parteitages dem Sondierungsergebnis zustimmen werden.
Nach dem Sondierungsmarathon mit der SPD hat sich Kanzlerin Angela Merkel am Freitagabend in ihrem Wahlkreis zufrieden mit dem Ergebnis gezeigt. "Die Sehnsucht nach Unterschiedlichkeit in der Demokratie darf nicht so groß sein, dass die Möglichkeit der Zusammenarbeit nicht mehr gegeben ist", sagte Merkel auf dem Neujahrsempfang des Landkreises Vorpommern-Rügen zu den Verhandlungen in Berlin. Die Sondierungen bezeichnete Merkel als "Schritt eins eines längeren Prozesses". Sie hoffe, dass nach den Abstimmungen in den Parteien eine Regierung vor Ostern gebildet werden könne.
Zum neunten und nach eigenen Worten letzten Mal hat Horst Seehofer als Ministerpräsident den Neujahrsempfang der bayerischen Staatsregierung in der Münchner Residenz eröffnet. "Ich bin ein bisschen wehmütig in diesen Tagen, aber es überwiegt doch die Dankbarkeit", sagte der CSU-Chef am Freitagabend in seiner kurzen Begrüßungsrede. Anwesend waren das gesamte Kabinett sowie Prominenz und Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Medien und Gesellschaft - wie im vergangenen Jahr waren rund 1700 Gäste geladen.
Wie vor einem Jahr verzichtete Seehofer auf die frühere Tradition des Defilees. Statt zum Auftakt stundenlang Hände der Gäste zu schütteln, konnte er so direkt zu Beginn seine kurze Rede halten. Nachdem Seehofer in der Nacht auf Freitag am Sondierungs-Marathon von Union und SPD in Berlin teilgenommen hatte, war zwischenzeitlich auch um seine eigene Anwesenheit gebangt worden. "Heute muss ich sagen, ich freue mich auch über mich, dass ich nach 24 Stunden ohne auch nur eine Minute eingenickt zu sein direkt hierher gekommen bin."
"Sie glauben gar nicht, wenn man jeden Tag direkt neben Angela Merkel am Tisch sitzt, verliert man alle Eigenschaften eines bayerischen Löwen. Man wird wirklich zahm", sagte Seehofer. Das Sondierungspapier sei ein Projekt für die Erneuerung und den Zusammenhalt Deutschlands. "Ich bin richtig müde, aber glücklich, dass wir eine Regierung bekommen." Dieser Tag sei ein Erfolg für die Demokratie. Zur Überwindung der Spaltung der Gesellschaft sei noch mehr notwendig.
Schulz hatte wenige Tage nach der Bundestagswahl gesagt: "In eine Regierung von Angela Merkel werde ich nicht eintreten." Damals hatte er aber auch eine Große Koalition ausgeschlossen, über die jetzt verhandelt werden soll. Der frühere EU-Parlamentspräsident wird für das Amt des Außenministers gehandelt, das derzeit Sigmar Gabriel inne hat.
In der Sondierungsvereinbarung ist dem SPD-Chef die Passage zu Europa besonders wichtig. Sie sei weitgehend von ihm selbst verfasst worden, sagte er in dem Interview. Die Vereinbarungen zur Zukunft der Europäischen Union seien "ein großer Wurf". Schulz nannte das mit der Union ausgehandelte Sondierungspapier insgesamt einen "großen Erfolg". Über 80 Prozent der Punkte, die SPD sich vor den Gesprächen vorgenommen habe, seien umgesetzt worden. Auf die Frage, ob er zurücktrete, wenn der SPD-Parteitag am 21. Januar gegen Koalitionsverhandlungen stimme, sagte Schulz nur: "Das wäre schon ein weitreichender Vorgang."
Die AfD hat das Resultat der Sondierungsgespräche von Union und SPD scharf kritisiert. "Das GroKo-Sondierungsergebnis beginnt schon in der Präambel mit einem grotesken Witz", erklärten die AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel und Alexander Gauland am Freitag. Ausgerechnet die Parteien, die vom Wähler am meisten abgestraft worden seien, wollten nun eine "stabile und handlungsfähige Regierung" bilden. Auch der Rest des Ergebnispapiers bestehe "nur aus vagen Absichtserklärungen und unglaubwürdigen Ankündigungen".
AfD-Chef Jörg Meuthen sagte, eine Koalition von Union und SPD könne den Namen große Koalition kaum mehr für sich beanspruchen. "Es wird eine reine LoKo, eine Loser-Koalition." Weidel monierte, der bei den Sondierungen festgelegte Richtwert von 180 000 bis 220 000 Zuwanderern pro Jahr sei nicht ernst zu nehmen. "Die Obergrenze von 220.000 ist eine Farce", sagte sie. Ohne eine Sicherung der Grenzen sei eine entsprechende Steuerung gar nicht möglich.
Gauland und Weidel kritisierten, noch mehr deutsches Steuergeld solle nach Brüssel gehen. "Anstatt nach dem Brexit den EU-Haushalt endlich zu verschlanken, soll der außer Kontrolle geratene Bürokratieapparat in Brüssel zu Lasten der Deutschen weiter aufgebläht werden."
Meuthen sagte, einziger Lichtblick sei, dass "mit dieser LoKo" der AfD die Rolle der Oppositionsführerschaft im Bundestag zufalle. "Die wird sie sehr entschlossen und vital nutzen für das notwendige alternative Politikangebot zu dem Weiter-so-Gewurschtel der ehemaligen Großkoalitionäre."
Die SPD-Spitze empfiehlt Koalitionsverhandlungen mit der Union. "Ich glaube, dass wir hervorragende Ergebnisse erzielt haben", sagte SPD-Chef Martin Schulz nach über 24-stündigen Sondierungen am Freitag in Berlin. Ein SPD-Parteitag muss übernächsten Sonntag über die Aufnahme der Koalitionsverhandlungen entscheiden.
Das vorläufige Sondierungspapier hat einen Umfang von 28 Seiten. In Berlin berieten am Morgen zunächst die jeweiligen Sondierungsgruppen über dessen Annahme. Anschließend sollte die große Gruppe der rund 40 Sondierer erneut zusammenkommen. Offen war zunächst, mit welcher Formulierung Schulz den Gremien seiner Partei die Aufnahme offizieller Koalitionsverhandlungen mit der Union vorschlagen wird.
Nach dem Debakel bei der Bundestagswahl dürfte die Hürde für die SPD-Spitze besonders hoch sein. Sie braucht für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen die Zustimmung eines Parteitags am 21. Januar in Bonn. Die SPD-Spitzen, voran Schulz, wollen in den nächsten Tagen bei der Parteibasis für eine Neuauflage der ungeliebten großen Koalition werben. Die Jusos wollen dagegen Widerstand mobilisieren. Auch Juso-Chef Kevin Kühnert tourt deswegen durch mehrere SPD-Landesverbände, wie er der dpa sagte.
Bis zum Schluss rangen die Sondierer dem Vernehmen nach um die künftige Finanzpolitik sowie um den Bereich Migration und Flüchtlinge. Aber auch bei Themen wie Rente und Gesundheit hakte es lange Zeit. Ein Scheitern der Sondierungen war bis zuletzt nicht ausgeschlossen worden, ebenso eine Vertagung.
Bis in die frühen Morgenstunden haben die Unterhändler von Union und SPD am Freitag um ein tragfähiges Gesamtergebnis ihrer Regierungssondierungen gerungen. Auch nach 21-stündigen Beratungen war zunächst noch kein Ende in Sicht. Ein Scheitern der Sondierungen wurde zwischenzeitlich nicht ausgeschlossen. Zentrale Probleme waren bis zuletzt die Finanz- und die Flüchtlingspolitik. Aber auch bei Themen wie Rente und Gesundheit hakte es.
Dem Vernehmen nach wurde viele Stunden um die Finanzierung verschiedener kostspieliger Projekte in der Steuer-, Sozial- und Gesundheitspolitik gerungen. Obwohl grundsätzlich von einem finanziellen Spielraum von 45 Milliarden Euro für eine künftige Regierung ausgegangen worden war, summierten sich die Kosten für die in den Arbeitsgruppen ausgearbeiteten Einzelvorhaben noch am Donnerstagvormittag auf rund das Doppelte.
Darunter waren Vorschläge wie die Einführung einer solidarischen Lebensleistungsrente, mit der die Renten von langjährigen Geringverdienern aufgebessert werden könnten. Außerdem ging es um eine zusätzliche Unterstützung der Kommunen im zweistelligen Milliardenbereich.
Schwierig waren die Gespräche auch bei der SPD-Forderung nach einer Anhebung des Spitzensteuersatzes von 42 auf 45 Prozent. Wenn diese Anhebung linear erfolgt, könnte dies auch niedrigere Einkommen treffen. Der Union sei es im Gegenzug wichtig, beim Abbau des Solidaritätszuschlages voranzukommen, hieß es.
Zugleich pochte die Union nach diesen Informationen auch angesichts der sprudelnden Steuereinnahmen auf die "schwarze Null" im Haushalt - also den Verzicht auf neue Schulden.
Die Verhandlungen wechselten zwischen Sitzungen von Arbeitsgruppen, Sechser-Runden der Partei- und Fraktionschefs, getrennten Beratungen der einzelnen Seiten und der großen Gruppe der Unterhändler.
Nach diesen Informationen wurde stundenlang um die Finanzierung verschiedener kostspieliger Projekte in der Steuer-, Sozial- und Gesundheitspolitik gerungen. Nachdem immer wieder ein finanzieller Spielraum von 45 Milliarden Euro für eine künftige Regierung genannt worden war, summierten sich die Kosten für die in den Arbeitsgruppen ausgearbeiteten Einzelvorhaben noch am Morgen auf gut das Doppelte. Darunter waren beispielsweise Vorschläge wie die Einführung einer solidarischen Lebensleistungsrente, mit der die Renten von langjährigen Geringverdiener aufgebessert werden könnten. Außerdem ging es demnach um eine zusätzliche Unterstützung der Kommunen im zweistelligen Milliardenbereich. Schwierig waren die Gespräche auch im Zusammenhang mit der SPD-Forderung nach einer Anhebung des Spitzensteuersatzes von 42 auf 45 Prozent. Der Union sei es im Gegenzug wichtig, beim Abbau des Solidaritätszuschlages voranzukommen. Zugleich pochte die Union nach diesen Informationen auch angesichts der sprudelnden Steuereinnahmen auf die "schwarze Null" im Haushalt - also den Verzicht auf neue Schulden.
In der Schlussphase der Sondierungen für eine Regierungsbildung hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier CDU, CSU und SPD an ihre Verantwortung erinnert. Sie seien nicht nur ihren Parteien und der eigenen politischen Zukunft verpflichtet, sondern hätten auch große Verantwortung für Europa und die internationale Politik, sagte das Staatsoberhaupt in Berlin. Die Unterhändler der drei Parteien mussten noch "dicke Brocken" bei den Themen Steuer und Finanzen sowie Migration und Flüchtlingsnachzug, Arbeitsmarkt, Gesundheit, Pflege, Renten und Europa aus dem Weg räumen.
SPD-Chef Martin Schulz hat zum Auftakt der entscheidenden Sondierungsrunde mit der Union die Europapolitik in den Mittelpunkt gerückt. "Wenn wir in eine solche Regierung eintreten, dann unter der Bedingung, dass sie Europa stark macht", sagte er am Donnerstag vor der SPD-Zentrale in Berlin. Zwar zeigte Schulz sich zuversichtlich, dass die Gespräche bis zum Abend abgeschlossen werden könnten. Wie auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach der SPD-Chef aber von "dicken Brocken", die noch aus dem Weg geräumt werden müssten. "Insofern wird es ein harter Tag werden", sagte Merkel.
Bis zuletzt waren zentrale Steuer- und Finanzfragen sowie wesentliche Entscheidungen in den Bereichen Migration, Arbeitsmarkt, Gesundheit, Pflege, Renten und Europa offen. Spätestens am Freitagmorgen sollte ein Ergebnis auf dem Tisch liegen. SPD-Vize Ralf Stegner twitterte am Morgen: "Fortschritt ist eine Schnecke."
Gestern wieder bis kurz vor Mitternacht im Konrad-Adenauer-Haus der CDU mit der Union. Heute steht der letzte Tag der Sondierungsgespräche im heimischen Willy-Brandt-Haus bevor. Die Intensität nimmt zu und seit Günter Grass wissen wir, dass der Fortschritt eine Schnecke ist.
23 Prozent der Bürger kritisierten laut Zeitungsbericht Merkels Entscheidungsschwäche und die Neigung, Probleme auszusitzen. Als größte Stärke der CDU-Spitzenpolitikerin wertet jeder fünfte Deutsche demnach ihre Ruhe und Gelassenheit.
In der Debatte, wer an der CDU-Spitze auf Merkel folgen könnte, hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière laut Umfrage die Nase vorn. 37 Prozent der Befragten halten ihn am ehesten als Merkel-Nachfolger für geeignet. Dahinter rangieren Kanzleramtsminister Peter Altmaier (31 Prozent), Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (28 Prozent), Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (24 Prozent) und Finanz-Staatssekretär Jens Spahn (16 Prozent).
Union und SPD haben zum Abschluss ihrer Sondierung über eine neue Regierung die schwierigsten Fragen noch vor sich. Man werde an diesem Donnerstag noch "manche dicke Brocken" aus dem Weg räumen müssen, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer (CDU), am Mittwochabend zum Ende des vierten Verhandlungstages. Es gehe jetzt um die "Herzensanliegen". Unter anderem beim Unkrautgift Glyphosat, das für massiven Ärger in der bisherigen Großen Koalition gesorgt hatte, fanden Union und SPD eine gemeinsame Position. Besiegelt werden alle Ergebnisse aber erst zum Abschluss. Grosse-Brömer sagte, in manchen Fachgruppen sei bereits hart verhandelt worden, "möglicherweise auch mit einer klaren Ansprache". Aber er sei optimistisch, dass man zu Lösungen kommen könne. Union und SPD hätten nicht nur Verantwortung für die Parteien, sondern auch für das Land.
Zum Abschluss der fünftägigen Sondierungen sollen die entscheidenden Punkte auf den Tisch kommen - Steuern und Finanzen, Familiennachzug für Flüchtlinge und neue Regeln zur Migration, Europa und Bildung. Am Donnerstag, spätestens am Freitag wollen die Sondierer ein Ergebnispapier vorlegen, auf dessen Grundlage dann die SPD-Führung der Partei offizielle Koalitionsverhandlungen empfehlen könnte oder eben nicht. Entscheiden würde dann ein SPD-Parteitag am 21. Januar.
Im Bayern-Monitor, den das Meinungsforschungsinstitut Civey im Auftrag unserer Zeitung erhebt, hatte die CSU zuletzt unter 40 Prozent gelegen. Mitte Dezember sagten 36,7 Prozent der Befragten, sie würden CSU wählen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre.
Die persönlichen Umfragewerte für Markus Söder, der Horst Seehofer in den nächsten Monaten als bayerischer Ministerpräsident ablösen wird, fallen überwiegend positiv aus: 59 Prozent der Bayern rechnen damit, dass der CSU-Politiker einen guten Ministerpräsidenten abgeben wird, 31 Prozent haben Zweifel. 75 Prozent der Bayern attestieren dem Franken der Umfrage zufolge Führungsstärke, 74 Prozent glauben, dass Söder zum Bundesland Bayern passt. 61 Prozent der Befragten bescheinigten Söder Bürgernähe und 58 Prozent Glaubwürdigkeit. Doch nur gut die Hälfte (53 Prozent) hält Söder für sympathisch. Und 71 Prozent gaben an, dass Söder mit seinen Positionen polarisiere. Für die Umfrage hatte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap vom 3. bis 8. Januar 1002 Wahlberechtigte telefonisch interviewt.
Dazu werde der "mehrstufige Ausbau einer staatlichen Kennzeichnung anhand verbindlicher Kriterien für Fleisch aus besserer Tierhaltung" gebraucht. Mehraufwand für eine bessere Tierhaltung müsse honoriert werden. Ein solches "Tierwohllabel" hatte sich schon die bisherige schwarz-rote Koalition vorgenommen. Bis zur Bundestagswahl wurde es aber nicht mehr umgesetzt. Laut dem Entwurf wollen Union und SPD auch das umstrittene Massen-Töten männlicher Küken beenden. Als Ziel genannt wird zudem eine bundesweit einheitliche Regelung, um den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen zu unterbinden.
Umbauten direkt an den Motoren, die als "Umrüstungen" bezeichnet werden, sind in dem Papier nicht erwähnt, auch keine weiteren Details dazu. Die Autobranche lehnt solche Umrüstungen ab. Für sauberere Diesel soll es ein "gemeinsames und koordiniertes Vorgehen von Bund, Ländern, Kommunen, Unternehmen und Gewerkschaften" geben. Nötig für sauberere Luft seien zudem eine weitere Förderung der Elektromobilität, des Öffentlichen Personennahverkehrs und des Schienenverkehrs, heißt es in dem noch nicht endgültigen Papier.
Von einem Ausstieg aus dem fossilen Verbrennungsmotor, der bei den Jamaika-Gesprächen von Union, FDP und Grünen extrem umstritten war, ist in dem Papier nicht die Rede. Die finanzielle Unterstützung für Kommunen, die gegen hohe Luftverschmutzung kämpfen, soll dem Papier zufolge verstetigt werden. Das hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bereits angekündigt. Auch für Verkehrsprojekte in den Städten und Gemeinden will der Bund mehr Geld zur Verfügung stellen. Zudem wollen Union und SPD im Fall einer gemeinsamen Regierung Planungs- und Bauprozesse beschleunigen.
Dafür wollen die Parteien "gemeinsam Alternativen im Rahmen einer Ackerbaustrategie entwickeln und unter anderem umwelt- und naturverträgliche Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln regeln". Die dafür notwendigen rechtlichen Maßnahmen sollen EU-konform verankert werden. Die Landwirtschaft soll eingebunden werden.
Die Behörden, die an der Zulassung sogenannter Pflanzenschutzmittel beteiligt sind, sollen mehr Personal bekommen, damit die Verfahren schneller werden. Zudem wollen die Sondierer die Zulassungsverfahren sowohl national als auch auf europäischer Ebene transparenter machen.
Die Zukunft des in der Landwirtschaft breit eingesetzten Wirkstoffes hatte massiven Ärger in der noch geschäftsführenden schwarz-roten Regierung ausgelöst. Denn Agrarminister Christian Schmidt (CSU) hatte einer weiteren Zulassung in der EU trotz ausdrücklicher Ablehnung von SPD-Umweltministerin Barbara Hendricks zustimmen lassen.
Es sei inakzeptabel, "wenn die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages das Neutralitätsgebot ihres Amtes bricht und noch vor der offiziellen Besetzung der Ausschüsse offen gegen eine der im Bundestag vertretenen Parteien hetzt", heißt es in dem Schreiben.
Roth warf der AfD in der Zeitung vor, "mit konstruierten Provokationen die Öffentlichkeit zu suchen". Der Kulturausschuss stehe "für einen bewussten Umgang mit der deutschen Geschichte". Die AfD dagegen wolle einen Schlussstrich ziehen, "wo es keinen geben kann". Deshalb habe sie wie Abgeordnete aller Fraktionen, Künstler und Kulturschaffende in einem offenen Brief gefordert, der Ausschussvorsitz möge "glaubwürdig besetzt werden".
Asylsuchende, die in Deutschland Schutz bekommen, dürfen Ehepartner und minderjährige Kinder zum Teil nachholen. Andersherum dürfen auch anerkannte minderjährige Flüchtlinge ihre Eltern hinterherholen. Für eine bestimmte Gruppe mit eingeschränktem Schutzstatus, subsidiär Geschützte, hatte die große Koalition den Familiennachzug im März 2016 beschränkt und für zwei Jahre ausgesetzt: also bis zum kommenden März. Die Zeit für eine Entscheidung in der Frage drängt also.
Die Union will bei dieser Gruppe - betroffen sind viele Syrer - auch über diesen Termin hinaus verbieten, dass enge Familienangehörige nach Deutschland nachziehen. Die SPD hatte im Wahlkampf dafür geworben, den Familiennachzug auch für diese Gruppe wieder zu ermöglichen.
Unter großem Zeitdruck nehmen Union und SPD an diesem Mittwoch Anlauf für den Abschluss ihrer Koalitionssondierungen am Donnerstag. "Wir wissen auch, dass das Zeitbudget, das wir uns selber gesetzt haben, begrenzt ist. Deshalb wird in den Arbeitsgruppen sehr, sehr intensiv verhandelt", sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer am Dienstagabend in Berlin. In seiner von den drei Parteien vereinbarten Erklärung zum dritten Sondierungstag appellierte er denn auch an Bürger und Journalisten, "eine gewisse Geduld" aufzubringen.
Die Parteispitzen hatten sich zum Ziel gesetzt, spätestens am Freitag ein Ergebnis vorzulegen. Die Beratungen könnten sich aber bis in die Nacht zum Freitag hinziehen. Mit Spannung wurde erwartet, ob der Termin gehalten werden kann oder die Gespräche doch noch in eine Verlängerung gehen. Die Unterhändler hätten inzwischen "eine gute Grundlage des Vertrauens und der Kollegialität" geschaffen, sagte Scheuer. "An dem soll es nicht scheitern."
Union lehnt SPD-Forderungen nach Nachbesserungen ab
sueddeutsche.de
Union lehnt SPD-Forderungen nach Nachbesserungen ab
t-online.de
CDU-Vize Strobl: Sondierungsgespräche waren kein "Ringelpiez mit Anfassen"
diepresse.com

 

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Bruchlandung in der Türkei – Flugzeug rutscht beinahe ins Meer – HAZ – Hannoversche Allgemeine (2.25/5)

Bei der Landung im türkischen Trabzon sind die 162 Passagiere und sechs Crewmitglieder einer Boeing 737-800 nur knapp einer Katastrophe entkommen. Die Maschine schoss über die Landebahn hinaus und rutschte einen Abhang hinunter. Wenige Meter vor dem Wasser kam das Flugzeug zum Stehen.
Flugzeug stoppt nur wenige Meter vor dem Meer
bild.de
Beinahe-Katastrophe: Flugzeug bei Landung fast ins Meer gestürzt
tt.com
Nina Hoss im Interview – Wird es Zeit, sich einzumischen? – HAZ – Hannoversche Allgemeine
haz.de
Nord-Ostsee-Kanal – Bauarbeiter stirbt bei Brand auf schwimmender Plattform – HAZ – Hannoversche Allgemeine
haz.de
Fehlalarm im Insel-Paradies Hawaii – HAZ – Hannoversche Allgemeine
haz.de

 

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Aussicht auf neue Große Koalition spaltet deutsche Sozialdemokraten (2.15/5)

Die SPD-Linke stemmt sich mit aller Kraft gegen eine Neuauflage der Großen Koalition - und schaffte in Sachsen-Anhalt einen Etappensieg: Die Mehrheit der Delegierten eines Landesparteitags stimmte gegen formelle Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU. Die Union rief die SPD zur Vernunft auf.
"Ich sehe das sehr kritisch", sagte der Berliner Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) dem "Tagesspiegel" (Sonntag) zur Aussicht auf eine erneute Regierung mit der Union. Die Sondierungsergebnisse seien eine Grundlage für weitere Gespräche. "Mehr aber auch nicht", betonte der amtierende Bundesratspräsident, der Neuwahlen nicht ausschließt. Es gebe zwar gute Ansätze, etwa in der Bildungspolitik. "Bei Wohnen, Zuwanderung und Integration geht es so nicht", sagte das Mitglied des SPD-Vorstands: "Die Bürgerversicherung fehlt ganz. Viel zu tun also."
Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) brachte erneut eine Minderheitsregierung der Union ins Spiel. Zwar sei sie nach den Sondierungen optimistisch, "dass wir als SPD etwas wirklich Gutes für die Menschen erreichen können", sagte die Vize-Parteichefin im gleichen Blatt. Sie sei aber der Meinung, "dass es gute Gründe für eine Minderheitsregierung gibt".
Davor warnte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. "Sie ist verfassungsrechtlich nicht ausgeschlossen", sagte das Staatsoberhaupt dem "Focus": "Ob sie in der gegenwärtigen Lage Europas der geeignete Beitrag zur Überwindung der europäischen Krise ist, wird zu Recht diskutiert." Kommt keine Koalition zustande, muss Steinmeier entscheiden, ob er einen Minderheitskanzler ernennt oder Neuwahlen ansetzt
SPD-Chef Martin Schulz äußerte Verständnis für die Kritiker einer neuen Großen Koalition. "Ich kann die Skeptiker in unseren Reihen gut verstehen, ich selbst habe große Zweifel angemeldet und war wie die allermeisten von einer Jamaika-Koalition ausgegangen", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "So wie ich selbst werden die Delegierten auf dem SPD-Parteitag nur durch Inhalte zu überzeugen sein." Als wichtigste Erfolge seiner Partei bei den Sondierungen nannte Schulz neben der Europapolitik die Festschreibung des Pensionsniveaus auf 48 Prozent, die paritätische Finanzierung der Krankenversicherung, massive Investitionen und die Aufhebung des Kooperationsverbots von Bund und Kommunen in der Bildungspolitik
Die "GroKo"-Gegner in der SPD feierten allerdings in Sachsen-Anhalt einen ersten Sieg: Beim Landesparteitag in Wernigerode wurde eine Große Koalition mit 52 zu 51 Stimmen abgelehnt. Der Einfluss der Landespartei ist aber klein: Beim Sonderparteitag am 21. Jänner stellt sie nur sechs der 600 Delegierten. Am Freitag hatten sich die Spitzen von CDU, CSU und SPD darauf verständigt, Koalitionsverhandlungen aufnehmen zu wollen. Auf dem Sonderparteitag stimmen die Sozialdemokraten über die Aufnahme von Verhandlungen ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat als Ziel ausgegeben, bis Ostern eine neue Regierung zu bilden.
Der Vorsitzende der SPD-Nachwuchsorganisation Jusos, Kevin Kühnert, kündigte bis zum Parteitag eine "No-GroKo"-Tour in der Partei an. "Der Spitzensteuersatz wird nicht erhöht, es gibt faktisch eine Obergrenze für Flüchtlinge, die Lösung zum Familiennachzug ist enttäuschend", begründete er in der "Welt" (Samstag) seinen Widerstand. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hielt auf einer Veranstaltung in Passau dagegen: 55 Punkte sollten einem Parteitagsantrag zufolge durchgesetzt werden: "47 davon haben wir in den Sondierungen erreicht."
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt rief Schulz auf, die interne Kritik an den Sondierungsergebnissen zu beenden. "Martin Schulz muss jetzt zeigen, dass die SPD ein verlässlicher Koalitionspartner sein kann und er den Zwergenaufstand in den Griff bekommt", sagte er der "Bild am Sonntag". Bayerns Finanzminister und designierter Ministerpräsident Markus Söder lehnt Nachbesserungen ab: "Natürlich gilt alles. Die von allen Delegationen einstimmig beschlossene Sondierungsvereinbarung ist mit 28 Seiten doch fast schon ein Koalitionsvertrag."
In der Bevölkerung stößt die "GroKo" auf große Vorbehalte. 52 Prozent halten sie für "weniger gut" oder "schlecht", ergab eine Umfrage von Infratest Dimap für die "Welt am Sonntag". Nur drei Prozent halten demnach eine Große Koalition für "sehr gut", 37 Prozent für "gut". Gleichzeitig fordern aber auch 60 Prozent, dass der SPD-Parteitag den Weg für Verhandlungen frei machen sollte, so eine Emnid-Umfrage für die "Bild am Sonntag".
In der Wählergunst legen Union und SPD, aber auch die AfD, zu. CDU/CSU hätten gegenüber der Vorwoche ebenso einen Prozentpunkt gewonnen wie die Sozialdemokraten, berichtete "Bild am Sonntag" unter Berufung auf den Sonntagstrend des Instituts Emnid. Die Union kommt derzeit auf 34 und die SPD auf 21 Prozent. Die AfD legte einen Punkt auf 13 Prozent zu. Die Linke erreicht wie in der Vorwoche neun Prozent, während Grüne und FDP je einen Punkt verlieren auf elf beziehungsweise acht Prozent.
(Reuters)
SPD-Führungsleute für Änderungen am Sondierungsergebnis
sueddeutsche.de
SPD zerpflückt Sondierungs-Kompromiss
sueddeutsche.de
Wirtschaft: Berlins Regierungschef fällt zum Flughafen BER nichts mehr ein
t-online.de

 

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H&M schließt nach Protesten alle Läden in Südafrika (2.12/5)

Das schwedische Unternehmen hatte für einen Pullover mit der Aufschrift "Coolster Affe im Dschungel" einen dunkelhäutigen Jungen modeln lassen und vergangene Woche dafür scharfe Kritik geerntet. Der kanadische Musiker The Weeknd beendete seine Zusammenarbeit, nachdem er zuvor zwei eigene kleine Kollektionen herausgebracht hatte.
Bei den Demonstrationen in Südafrika seien keine Kunden oder Mitarbeiter verletzt worden, teilte H&M mit. Die Sicherheit der Mitarbeiter und Kunden gehe aber vor, daher seien die Läden vorübergehend geschlossen worden.
I dont understand why this is happening by the way I own 50% Of H&M Store in Sandton City, Also 40% Of the one in Menlyn Park what I don't understand why attacking only H&M stores because the Advertising Agency is Responsible for choosing the models....... pic.twitter.com/CdZKi4k8PY
"In ganz Südafrika sind H&M-Läden geschlossen, weil sie unsere Kinder Paviane genannt haben", sagte am Samstag der Chef der Partei der Ökonomischen Freiheitskämpfer (EFF), Julius Malema, in einer vom Nachrichtensender eNCA übertragenen Rede.
Nach der heftigen Kritik an dem Werbefoto hatte sich H&M entschuldigt und das Bild zurückgezogen. H&M glaube stark daran, dass Rassismus und Vorurteile, ob beabsichtigt oder unbeabsichtigt, inakzeptabel seien, erklärte das schwedische Unternehmen am Samstag.
In den vergangenen Jahren hatten Konzerne mehrfach Werbeskandale ausgelöst: 2014 musste Zara einen gestreiften Schlafanzug mit gelbem Stern zurückziehen, der an die Kleidung jüdischer Häftlinge in NS-Konzentrationslagern erinnerte. Im Oktober sah sich die Pflegeprodukte-Marke Dove zu einer Entschuldigung veranlasst, nachdem in einer Werbung ein dunkelhäutiges Model nach dem Wechsel seines Tops in ein weißes mutiert war.
#sapsGP Several incidents of protests at H&M stores around the province have been reported. At the East Rand Mall the protesters managed to enter the shop & stole several items. #SAPS members had to intervene and dispersed the group of protesters by firing rubber bullets. SW pic.twitter.com/4tX528zgW2
Demonstranten verwüsten H&M-Läden in Südafrika
sueddeutsche.de
Demonstrationen: Demonstranten verwüsten H&M-Läden in Südafrika
t-online.de
H&M schließt nach Ausschreitungen alle Läden in Südafrika
augsburger-allgemeine.de

 

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Nach Sondierungen: SPD in Hamburg positiv (2.12/5)

Nach dem Ende der Sondierungsgespräche entscheiden auch in Hamburg am Ende die Mitglieder über eine neue Große Koalition. Auf dem Weg dahin tagen am Dienstag Landesvorstand, Fraktionsvorstand und die Delegierten, die Hamburger SPD auf dem Parteitag am kommenden Sonntag in Bonn vertreten.
Als einziger Hamburger hat Bürgermeister Olaf Scholz in Berlin an der Sondierung teilgenommen. Er wird über die Ergebnisse informieren - und natürlich für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen eintreten.
Ebenso Hamburgs Fraktionschef Andreas Dressel: Er verweist auf eine klare Hamburger Handschrift, wenn der Bund sich mehr an der Finanzierung von Kitas, Ganztagsschulen und Wohnungsbau beteiligt. Der Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs vom rechten Flügel der SPD lobt Verbesserungen bei Rente, Pflege und die Abschaffung des Soli für 90 Prozent der Steuerzahler.
Der Sozialpolitiker und Hamburger SPD-Bundestagsabgeordnete Matthias Bartke hätte sich bei der Steuerentlastung und bei der Bürgerversicherung mehr erwartet. Und: "Bei dem für Hamburg so wichtigen Thema Verschärfung der Mietpreisbremse bin ich enttäuscht", sagte Bartke. Aber er freue sich über das deutliche Bekenntnis zu Europa. "Auch die arbeitsmarktpolitischen Vorschläge zum sozialen Arbeitsmarkt für Langzeitarbeitslose oder zum Rückkehrrecht in Vollzeit sind richtig gut".
In jedem Fall müsse die SPD ihre Erfolge in der nächsten Groko besser verkaufen, so die Stimmung in Hamburg. Und klar ist auch die Warnung vor einer Neuwahl als Alternative: Zur Zeit wird die SPD nur bei 20 Prozent gehandelt.
Die Integrationsbeauftragte und stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD, Aydan Özoguz, erklärte: "Ich hätte nicht damit gerechnet, dass wir so viel durchsetzen können." Sie sei positiv überrascht bei den Themen Bildung, Ausbildung, Rente und Wohnungsbau. "Die Beschlüsse zur Integration sind eher restriktiv und bauen sehr auf Vorsicht gegenüber Zuwanderung", sagte Özoguz. "Gut ist aber, dass jetzt Fachkommissionen sich mit dem Thema beschäftigen, das versachlicht die Debatte."
An den Ergebnissen der Sondierungsgespräche regte sich andernorts Kritik. Die SPD in Sachsen-Anhalt hatte auf einem Landesparteitag am Freitag generell gegen Koalitionsverhandlungen mit der Union gestimmt. Auch andere prominente Politiker der SPD äußerten Skepsis.
Sondierungen: Führende SPD-Politiker wollen nachbessern
augsburger-allgemeine.de
SPD zerpflückt Sondierungs-Kompromiss
sueddeutsche.de

 

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Nach umstrittener Werbung: Demonstranten plündern H&M-Läden in Südafrika (2.08/5)

Demonstranten haben in Südafrika mehrere Geschäfte der schwedischen Modekette H&M geplündert, die wegen des Vorwurfs rassistischer Werbung in der Kritik steht. Insgesamt wurden am Samstag bei den Protesten der linken Gruppierung Economic Freedom Fighters (EFF) in der Provinz Gauteng, zu der das Wirtschaftszentrum Johannesburg zählt, sechs Läden attackiert. In einem Fall feuerten Offiziere Gummigeschosse ab, um die Demonstranten auseinanderzutreiben, wie die Polizei mitteilte. "Die Zeit der Entschuldigung für Rassismus ist vorbei", sagte ein EFF-Sprecher. "Es muss Konsequenzen für Rassismus geben." Stein des Anstoßes ist eine H&M-Werbung mit einem dunkelhäutigen Jungen in einem Pullover mit dem Slogan "Coolster Affe im Dschungel". Der kanadische Sänger The Weeknd kündigte darauf seine Zusammenarbeit mit H&M auf. Der Konzern entschuldigte sich für das Werbemotiv und zog es zurück.
Demonstranten verwüsten H&M-Läden in Südafrika
sueddeutsche.de
Demonstrationen: Demonstranten verwüsten H&M-Läden in Südafrika
t-online.de

 

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Film: Mark Wahlberg will nach Protesten Millionen-Gage spenden (2.04/5)

Los Angeles (dpa) - Nach Protesten gegen riesige Unterschiede in der Bezahlung von männlichen und weiblichen Hauptrollen will US-Schauspieler Mark Wahlberg seine Zusatzgage für das Nachdrehen von "Alles Geld der Welt" spenden.
"Ich unterstütze zu einhundert Prozent den Kampf um faire Bezahlung und spende im Namen von Michelle Williams die 1,5 Millionen an den 'Time's Up' Anwalts-Fonds", schrieb Wahlberg am Samstag auf Twitter über den Spendenpool, mit dem Justizkosten von Missbrauchsopfern gedeckt werden. Williams begrüßte die Entscheidung.
Die Zeitung "USA Today" hatte zuvor berichtet, dass Wahlberg 1,5 Millionen Dollar (1,22 Millionen Euro) für den zehntägigen Nachdreh zusätzlicher Szenen bekam, während dieselbe Agentur für die vierfach oscarnominierte Michelle Williams lediglich 1000 Dollar ausgehandelt hatte.
Regisseur Ridley Scott hatte sich nach Missbrauchsvorwürfen entschieden, Schauspieler Kevin Spacey in dem Kidnapping-Drama durch Christopher Plummer zu ersetzen und im November mit allen anderen Stars dessen Szenen neu zu drehen.
"Alles Geld der Welt" erzählt die Geschichte der spektakulären Entführung des reichen Erben John Paul Getty III. im Jahr 1973. In den USA lief der Film im Dezember an. In Deutschland soll "Alles Geld der Welt" Mitte Februar in die Kinos kommen.
Mark Wahlberg will nach Protesten Millionen-Gage spenden
sueddeutsche.de
Time's Up: Mark Wahlberg spendet 1,5 Millionen Dollar
diepresse.com

 

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Star-Fotograf Testino soll Models belästigt haben (2.03/5)

Star-Fotograf Mario Testino (63) wird der sexuellen Belästigung beschuldigt!
Mehrere Models und frühere Mitarbeiter haben schwere Vorwürfe gegen den weltberühmten Fotokünstler erhoben. Die „ New York Times “ veröffentlichte am Samstag die Aussagen von 13 Männern, die Testino teils aggressive sexuelle Annäherungsversuche vorwerfen.
Ex-Supermodel Ryan Locke (42) nannte Testino dem Bericht zufolge einen „Triebtäter“. Bei einem Fotoshooting auf einem Bett habe Testino sein Team aus dem Raum geschickt und sei zu ihm auf das Bett geklettert.
Dann habe er sich auf ihn gelegt und gesagt: „Ich bin das Mädchen und du der Junge.“
Auch Testinos früherer Assistent Hugo Tillman schilderte eine ähnliche Szene. Ein weiterer Weggefährte, Roman Barrett, berichtete, Testino habe sich an seinem Bein gerieben und vor ihm masturbiert. „Sexuelle Belästigung war eine ständige Realität“, so Barrett.
Testino äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.
Der in Peru geborene Testino gehört zu den bekanntesten Mode- und Promifotografen weltweit. Er fotografierte für die Februar-Ausgabe der „Vogue“ Tennisstar Serena Williams und ihre kleine Tochter. Er schoss zudem die Verlobungsfotos von Prinz William und Kate. 1997 machte er ein halbes Jahr vor ihrem tödlichen Autounfall in Paris die letzten Porträtaufnahmen von Prinzessin Diana.
Die nun erhobenen Vorwürfe reihen sich ein in die monatelange Debatte über sexuelle Gewalt im Showbusiness. In dem Artikel der „New York Times“ wird auch Modefotograf Bruce Weber von 15 männlichen Models Belästigung vorgeworfen.
Ins Rollen kam der Stein nach den Belästigungs- und Vergewaltigungsvorwürfen gegen den Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein. Zahlreiche weitere Prominente gerieten inzwischen durch ähnliche Vorfälle aus der Vergangenheit unter Druck, darunter die Schauspieler Kevin Spacey und Dustin Hoffman, der Fernsehmoderator Charlie Rose und mehrere Mitglieder des US-Kongresses.
Männermodels werfen Starfotografen sexuelle Belästigung vor
sueddeutsche.de
Männermodels werfen Starfotografen sexuelle Belästigung vor
t-online.de

 

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Machtwort in der Keita-Causa: Kein vorzeitiger Wechsel (2.03/5)

RB Leipzig bleibt hart und lässt Naby Keita nicht vorzeitig zum FC Liverpool ziehen.
Nicht mal 24 Stunden, nachdem der Mittelfeldstar und Torschütze des Fußball-Bundesligisten unter Applaus beim 3:1-Sieg gegen den FC Schalke 04 ausgewechselt wurde, erklärten die Leipziger am Sonntag sämtliche Spekulationen schriftlich für beendet. «Wir geben Naby Keita nicht frühzeitig ab, auch wenn der FC Liverpool sein Interesse an ihm nun noch einmal hinterlegt hat, ihn bereits in diesem Transferfenster verpflichten zu wollen», betonte RB-Sportdirektor Ralf Rangnick.
Nur bei einer einvernehmlichen Lösung «im Sinne einer exorbitanten zusätzlichen Ablösezahlung» wäre ein vorgezogener Wechsel möglich gewesen, so Rangnick weiter. Keita und sein Berater hätten die Entscheidung des Vereins akzeptiert, hieß es.
Kurz zuvor hatte RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff im TV-Sender Sky bereits gesagt, dass RB auch unabhängig von Keita das Heft des Handelns in der Hand behalten wolle und werde. Er gehe davon aus, dass Keita fit, gesund und mit so viel Spielfreude wie gegen die Schalker am 27. Januar gegen den Hamburger SV in der Red Bull Arena auflaufen werde. Am kommenden Samstag in Freiburg ist der 22 Jahre alte Nationalspieler aus Guinea wegen der fünften Gelben Karte gesperrt.
Ob Keita mit der Entscheidung des Vereins glücklich ist, darüber kann man nur spekulieren. Öffentliche Äußerungen des im Sommer 2016 von Red Bull Salzburg nach Leipzig gewechselten Profis sind sehr selten.
Auf dem Platz hängt jedenfalls viel von seiner Stimmung ab. «Wir betreiben sehr viel Aufwand, um die Jungs auf ein Spiel vorzubereiten, bei Naby war es noch ein bisschen mehr», sagte Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem erfolgreichen Pflichtspielauftakt, zu dem Keita maßgeblich beigetragen hatte.
Mit seinem dritten Treffer in der laufenden Saison ebnete er den Weg zum ersten Sieg nach fünf Pflichtspielen. Ein Distanzschuss, abgefälscht von Schalkes Abwehrchef Naldo und unhaltbar für Schalkes Torwart Ralf Fährmann, der drei Minuten zuvor einen Foulelfmeter von Jean-Kévin Augustin (38.) noch hatte parieren können.
Keitas Wechsel nach Liverpool zur Sommerpause für angeblich rund 70 Millionen Euro steht bereits sei Monaten fest, seit Tagen wurde heiß spekuliert, dass Jürgen Klopp ihn schon jetzt haben will. Bei 20 Millionen Euro Zusatzzahlung willige RB ein, berichtete die «Bild»-Zeitung. Ein tatsächliches Angebot gab es von Liverpool nicht, die Transferperiode endet allerdings auch erst am 31. Januar. Dass die Reds aber mindestens zweimal ihr Interesse hinterlegten, Keita bereits in dieser Wechselperiode zu holen, räumten die Vereinsbosse in ihrer Schlussstrich-Mitteilung zum ersten Mal ein.
Wie wichtig Keita für die Mannschaft und die Zielsetzung - erneute Champions-League-Qualifikation - ist, weiß jeder. Gegen Schalke zeigte er es erneut. Was auch immer Hasenhüttl ihm vorher gesagt hatte, es half. Genau wie der RB-Coach auch die richtigen Worte an den Rest seiner Mannschaft gerichtet hatte, die mit ihrer Strategie und Spielweise selbst ein ausgewiesenes Taktik-Genie wie den S04-Trainer Domenico Tedesco überraschte. «Wir haben nicht damit gerechnet, dass RB tiefer steht und nicht so hoch anläuft. Das ist untypisch für Leipzig», sagte er nach der ersten Niederlage seiner Mannschaft nach 13 Pflichtspielen. Platz zwei in der Tabelle war ebenfalls futsch.
Den beanspruchte RB zunächst für sich. Dank neuer taktischer Varianten wie einem sonst ungewohnten 4-3-3-System oder Konrad Laimer, einem Sechser-Experten, auf dem rechten Verteidigerposten, hat RB sein Repertoire für die Rückrunde bei vielen geheimen Trainingseinheiten noch mal erhöht. Die Unberechenbarkeit ist zurück.
Vom Anschlusstreffer Naldos (55.) ließ sich die zunächst ungewohnt zurückhaltend agierende Leipziger Mannschaft nicht beirren. In der zweiten Halbzeit drehte RB viel mehr auf. Sechs Minuten nach seiner Einwechslung sorgte Timo Werner für die erneute Führung, weitere 120 Sekunden später gelang Bruma das 3:1.
Daten und Fakten zu RB Leipzig auf bundesliga.de
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Machtwort von Leipzig-Boss Ralf Rangnick: Naby Keita muss bleiben
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Machtwort in der Keita-Causa: Kein vorzeitiger Wechsel
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Gesamte Besatzung tot: Brennender Öltanker vor China gesunken (2.02/5)

Seit mehr als einer Woche brennt ein iranischer Tanker im Ostchinesischen Meer. Immer wieder kommt es an Bord zu Explosionen. Jetzt sinkt das Schiff. Hoffnung auf Überlebende unter der 32-köpfigen Besatzung gibt es nicht.
Der seit acht Tagen vor der Küste Chinas brennende iranische Öltanker ist gesunken. Das meldete die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Der Tanker "Sanchi" war am 6. Januar mit 136.000 Tonnen Leichtöl an Bord mit einem chinesischen Getreidefrachter kollidiert und in Flammen aufgegangen. Immer wieder kam es an Bord zu Explosionen. Wahrscheinlich kamen alle 32 Besatzungsmitglieder des Öltankers ums Leben.
Nach iranischen Angaben waren alle Insassen wohl bereits unmittelbar nach der Havarie wegen der heftigen Explosion und des Ausströmens von Gas gestorben. Es gebe keine Hoffnung auf Überlebende, sagte der Sprecher des iranischen Rettungsteams, Mohammed Rastad, kurz bevor das Schiff sank. An Bord des Tankers befanden sich 30 Iraner und zwei Seeleute aus Bangladesch. Lediglich drei Leichen konnten in den vergangenen Tagen geborgen werden.
Die "Sanchi" verlor seit der Kollision Ladung. Der Tanker transportierte rund eine Million Barrel Ölkondensat, ein flüssiges und leicht flüchtiges Erdölprodukt. Bei Berührung mit Wasser verdunstet es sehr schnell, das entstehende Gas ist hochexplosiv und giftig. Die Umweltorganisation Greenpeace hatte vor einem "extrem schwierigen" Reinigungsprozess gewarnt, sollte das Schiff sinken, bevor das gesamte Leichtöl verbrannt sei. Die chinesischen Behörden erklärten hingegen, es sei keine größere Ölpest zu erwarten.
Quelle: n-tv.de
Brennender Tanker "Sanchi" sinkt im Ostchinesischen Meer
sueddeutsche.de
China: Brennender Öltanker ist gesunken
zeit.de

 

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Denkmalgeschütztes Fachwerkhaus brennt nieder (1.18/5)

Ein für Veranstaltungen genutztes Fachwerkhaus ist in Melle im Landkreis Osnabrück aus bislang ungeklärten Ursachen niedergebrannt. Der Schaden wird auf 150 000 Euro geschätzt, teilte ein Sprecher der Polizei am Sonntag mit. Die denkmalgeschützte Hütte stand beim Eintreffen der Feuerwehren am frühen Sonntagmorgen bereits im Vollbrand. Die etwa 60 Einsatzkräfte löschten das Feuer. Das Gebäude hatte leer gestanden - verletzt wurde niemand.
Feuer zerstört Wohn- und Geschäftshaus in Pasewalk
sueddeutsche.de
Wohnhaus ausgebrannt: 500 000 Euro Schaden
sueddeutsche.de
Denkmalgeschütztes Fachwerkhaus brennt nieder
sueddeutsche.de
Haus gerät in Brand: 200 000 Euro Sachschaden
t-online.de
Haus gerät in Brand: 200 000 Euro Sachschaden
sueddeutsche.de

 

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Shorttrackerin Anna Seidel holt EM-Bronze in Dresden (1.11/5)

Die deutsche Shorttrackerin Anna Seidel hat am Schlusstag der Europameisterschaft in Dresden Bronze über 1000 Meter gewonnen. Die 19-Jährige wiederholte damit ihren Erfolg von 2016. Diesmal musste sich die Dresdnerin im Finale der mehrmaligen Europameisterin Arianna Fontana, die Gold gewann, und der Niederländerin Suzanne Schulting geschlagen geben. Für die zweite deutsche Einzel-Starterin, Bianca Walter, war im Viertelfinale Endstation.
"Es ist so, wie ich es mir erträumt habe. Im Gegensatz zum Vortag habe ich diesmal auch körperlich voll dagegen gehalten", sagte Seidel, die sich wie ihre Vereinsgefährtin Walter für die Olympischen Spiele qualifiziert hat.
Christoph Schubert konnte seine letzte Chance auf ein Olympia-Ticket nicht nutzen: Der 23 Jahre alte Dresdner verpasste im Viertelfinale über 1000 Meter als Letzter seines Laufs den Einzug ins Halbfinale. Wie schon über 500 Meter und 1500 Meter konnte er damit die Vorgabe des Deutschen Olympischen Sportbunds für eine Nominierung für Pyeongchang nicht erfüllen.
Anna Seidel holt EM-Bronze in Dresden
sueddeutsche.de
Shorttrack: Anna Seidel holt EM-Bronze in Dresden
t-online.de
Shorttrackerin Anna Seidel holt EM-Bronze in Dresden
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Union kontert SPD-Kritik an Sondierung: CSU verlangt Ende des "Zwergenaufstands" in der SPD (1.10/5)

Führende CSU-Politiker haben SPD-Chef Martin Schulz aufgefordert, die Kritik aus Reihen der Sozialdemokraten an den Ergebnissen der Sondierungsgespräche mit der Union zu beenden. "Martin Schulz muss jetzt zeigen, dass die SPD ein verlässlicher Koalitionspartner sein kann und er den Zwergenaufstand in den Griff bekommt", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der "Bild am Sonntag".
Sein Parteifreund, der bayerische Finanzminister Markus Söder, erteilte in derselben Zeitung Nachbesserungen an der Sondierungsvereinbarung eine Absage. "Natürlich gilt alles", sagte Söder. "Die von allen Delegationen einstimmig beschlossene Sondierungsvereinbarung ist mit 28 Seiten doch fast schon ein Koalitionsvertrag."
"Auch die SPD hat viel erreicht", sagte Söder weiter. Er verstehe daher den Widerstand der Jusos gegen die Vereinbarung nicht. "Sie schmoren offenkundig lieber im eigenen Saft, anstatt sich um die Anliegen der Menschen zu kümmern", sagte Söder.
Er riet der SPD, bei ihrem Parteitag für Koalitionsverhandlungen zu stimmen. "Wer Angst vor der eigenen Verantwortung hat, der wird auf Dauer beim Wähler nicht erfolgreich sein. Das kann man aktuell an den sinkenden Umfragewerten der FDP sehen", sagte der CSU-Politiker.
Auch aus der CDU kam Ablehnung für die Anliegen der SPD. Das Sondierungspapier sei einstimmig angenommen worden, twitterte CDU-Vize Julia Klöckner. "Diejenigen, die aus der SPD-Sondierungsgruppe nur wenige Stunden danach massive Änderungen darin fordern, stellen sich selbst ein sehr schlechtes Arbeitszeugnis aus", schrieb sie weiter.
Klöckners Kollege Thomas Strobl sieht das auch so. "Was wir miteinander vereinbart haben, gilt. Alles andere ist unseriös“, sagte der CDU-Vize den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. "Die Union ist strikt dagegen, einzelne inhaltliche Punkte noch einmal aufzumachen: Das Sondierungspapier ist die Grundlage für alle weiteren Gespräche. Grundlegende Dinge, die da nicht drin stehen, kommen auch nicht in einen Koalitionsvertrag." Dabei nannte Strobl ausdrücklich die von der SPD geforderte Bürgerversicherung, die Sozialdemokraten nicht durchsetzen konnten.
Bei der SPD gibt es neben den Jusos viele Politiker, die eine große Koalition skeptisch sehen und Nachbesserungen an der in 24 Stunden ausgehandelten Sondierungsvereinbarung verlangen. So nannte Berlins SPD-Chef und Regierender Bürgermeister Michael Müller im Tagesspiegel-Interview das Sondierungsergebnis "eine Grundlage für weitere Gespräche".
"Es hat viele gute Ansätze", sagte Müller weiter. Doch: "Bei Wohnen, Zuwanderung und Integration geht es so nicht. Die Bürgerversicherung fehlt ganz. Viel zu tun also."
SPD-Vize Ralf Stegner dringt auf ein Verbot von Befristungen von Arbeitsverträgen ohne sachlichen Grund. "Ich bin für Koalitionsverhandlungen. Eine Koalition aber bilden sollte die SPD nur, wenn auch die sachgrundlose Befristung fällt", sagte Stegner der "Welt am Sonntag". "Diesen Punkt sollte der SPD-Parteitag am 21. Januar klarmachen."
Der nordrhein-westfälische SPD-Chef Michael Grosckek macht bei seinen Parteifreunden noch "viel Skepsis" aus gegenüber Koalitionsverhandlungen. "Man kann nicht sagen, dass jetzt Begeisterungsstürme da waren", sagte Grosckek am Samstag nach parteiinternen Beratungen in Duisburg der Deutschen Presse-Agentur.
Es seien aber auch nicht alle dagegen gewesen, "es gab positive wie negative Stimmen". Er glaube deshalb auch, dass es möglich sei, die Parteibasis zu überzeugen. "Das wird eine große Aufgabe, aber es ist nicht so, als ob die Delegierten alle auf Nein verortet wären." Groschek hatte am Samstag in Duisburg mit den Vorständen der Landespartei und der Landtagsfraktion und mit den SPD-Unterbezirkschefs diskutiert.
Auch die SPD in Hessen sieht noch Nachbesserungsbedarf. Es seien beim Sondierungsergebnis "an zentralen Punkten Korrekturen" notwendig, sagte SPD-Landeschef Torsten Schäfer-Gümbel. Dabei nannte er die Gesundheits-, Steuer- und Arbeitsmarktpolitik.
"Sondierungen seien die Grundlage für Verhandlungen, twitterte er. "Sie waren und sind auch nicht das Ergebnis."
Der SPD-Sonderparteitag am 21. Januar soll über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen entscheiden. Am Samstag hatte der Landesparteitag der SPD Sachsen-Anhalt Parteichef Martin Schulz und den Befürwortern einer neuen großen Koalition einen Dämpfer erteilt. Die Delegierten stimmten mit knapper Mehrheit gegen ein neues Regierungsbündnis mit der Union auf Bundesebene.
Union zu SPD-Kritik an Sondierung: CSU verlangt Ende des "Zwergenaufstands" in der SPD
tagesspiegel.de
SPD zerpflückt Sondierungs-Kompromiss
sueddeutsche.de

 

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Video: Linke Politiker über Sondierungsergebnis: "Die große Koalition wird der SPD schaden" (1.10/5)

Tausende Menschen haben am Sonntag in Berlin an Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg erinnert. Die beiden kommunistischen Arbeiterführer wurden am 15. Januar 1919 von Angehörigen einer rechtsgerichteten Schützendivision erschossen. Zu den Gräbern von Liebknecht und Luxemburg in der Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Friedhof Friedrichsfelde kamen die Partei- und Fraktionsspitzen der Linken sowie weitere führende Persönlichkeiten der Partei und legten traditionell Kränze und rote Nelken nieder. Am Rande der Gedenkveranstaltung übte Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Partei, Kritik an den Plänen für eine neue Große Koalition. "Es ist abzusehen, dass aus der ruhigen Hand von Angela Merkel eine eingeschlafene Hand wird. Die drei Vorsitzenden, die dieses Ergebnis so gelobt haben, sind letztlich diejenigen, die in den nächsten vier Jahren abtreten werden. Das ist nicht gut für das Land und nicht gut für Europa." Die SPD habe ein riesiges Glaubwürdigkeitsproblem. Nach den Sondierungen nun doch eine Große Koalition zu preisen, sei grundfalsch, so Bartsch. Auch sein Parteikollege Gregor Gysi übte am Sonntag Kritik. "Ich bedauere sehr, dass dieser politischen Klasse Mumm fehlt. Mumm bedeutete, wenn man Folgendes machte: Wenn man sich jetzt mal entschlösse, eine Minderheitsregierung zu installieren. Und die muss sich immer neue Partner suchen, um eine Mehrheit im Bundestag zu finden. Dann würden doch mal Bundestagssitzungen wieder Spaß machen, die wären auch interessant. Die Leute würden zuschauen und sagen: Wer geht jetzt da mit? Oder: Welchen Kompromiss erreicht man auf dieser Strecke. Aber, das wagen die nicht." Die Linke steuert auf einen Richtungsstreit zu. Die Fraktionsvorsitzende Sarah Wagenknecht sprach sich jüngst für eine neue linke Sammelbewegung aus. Dieser müssten sich auch prominente Politiker der SPD anschließen. Unter den linken Parteimitgliedern trifft die Forderung auf ein geteiltes Echo. Die Sozialdemokraten hatte sich im Wahlkampf auf Forderungen nach mehr sozialer Gerechtigkeit konzentriert. In den am Freitag abgeschlossenen Sondierungsgesprächen für eine Große Koalition konnten sie aber Punkte dieses Programms nicht durchsetzen, so etwa die geplante Bürgerversicherung oder Steuererhöhungen.
Sondierungsergebnis: Gregor Gysi: "Die große Koalition wird der SPD schaden"
stern.de
Video: Gregor Gysi über Sondierungsergebnis: "Die große Koalition wird der SPD schaden"
stern.de
Sondierungen: Führende SPD-Politiker wollen nachbessern
augsburger-allgemeine.de

 

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2 Tage nach der Einigung (1.08/5)

Erschöpft, aber zufrieden präsentierten Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Martin Schulz (SPD) vorigen Freitag das Ergebnis ihrer Sondierungen. Vor der Hauptstadtpresse probten sie demonstrativ den Schulterschluss.
Zwei Tage später gibt es schon wieder Streit auf offener Bühne: GroKo-Partner von SPD und Union zoffen sich um das Abschluss-Papier!
► Die SPD verlangt Nachbesserungen. Die Union sagt: Nix da, das bleibt so – BASTA!
► Unionspolitiker reagieren gereizt auf die SPD-Forderungen – allen voran Bayerns designierter Ministerpräsident Markus Söder (CSU). „Natürlich gilt alles. Die von allen Delegationen einstimmig beschlossene Sondierungsvereinbarung ist mit 28 Seiten doch fast schon ein Koalitionsvertrag“, sagte Söder zu BILD am SONNTAG. Die Gegner einer großen Koalition in der SPD schmorten „offenkundig lieber im eigenen Saft, anstatt sich um die Anliegen der Menschen zu kümmern“.
► Die rheinland-pfälzische CDU-Chefin Julia Klöckner twitterte: „Wer dem Sondierungspapier zugestimmt hat, aber nun nachverhandeln will, war wohl nur körperlich bei den Sondierungsverhandlungen anwesend. Wir setzen auf Verlässlichkeit. Alles wurde im Paket verhandelt, kein Rosinenpicken bitte!“
► CDU-Vize Thomas Strobl sagte den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland: „Die Union ist strikt dagegen, einzelne inhaltliche Punkte noch einmal aufzumachen: Das Sondierungspapier ist die Grundlage für alle weiteren Gespräche. Grundlegende Dinge, die da nicht drin stehen, kommen auch nicht in einen Koalitionsvertrag.“ Namentlich nannte er die Bürgerversicherung. „Es wird mit der CDU keine Gespräche über die Einheitskasse geben“, sagte Strobl.
► CSU-Landesgruppen-Chef Alexander Dobrindt rief SPD-Chef Martin Schulz auf, die interne Kritik an den Sondierungsergebnissen zu beenden. „Martin Schulz muss jetzt zeigen, dass die SPD ein verlässlicher Koalitionspartner sein kann und er den Zwergenaufstand in den Griff bekommt“, sagte er zu BILD am SONNTAG.
Stegner: Miese Tricks der CSU!
► Führende SPD-Politiker hatten zuvor schon Nachbesserungen des Sondierungspapiers verlangt – allen voran SPD-Vize Ralf Stegner: „Das Sondierungsergebnis kann nur die Basis sein für Koalitionsverhandlungen. Es wird jetzt so getan, als sei alles schon verhandelt – das ist es mitnichten. „Wir haben an einigen Punkten noch erheblichen Verhandlungsbedarf – etwa bei der Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen und auch in der Flüchtlingsfrage. Wir haben mitnichten einer Obergrenze bei Migration zugestimmt. Die Verhandlungen werden nicht einfach – das zeigen auch die miesen tricks der CSU und die Propaganda, die nach der Sondierungsnacht gelaufen sind“, sagte Stegner zu BILD.
►Die stellvertretende SPD-Vorsitzende Malu Dreyer sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, Sondierungen und Koalitionsverhandlungen seien „unterschiedliche Paar Schuhe“. „Wir werden versuchen, in den Koalitionsverhandlungen noch Erfolge zu erzielen“, kündigte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin an. Konkret forderte Dreyer Nachverhandlungen in der Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik. „Wir werden auch über die Bürgerversicherung noch einmal sprechen müssen“, verlangte Dreyer.
► Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte, er sehe in dem Sondierungspapier zwar „gute Ansätze“ in der Bildungspolitik und für bessere Arbeit und Ausbildung. Aber: „Bei Wohnen, Zuwanderung und Integration geht es so nicht“, sagte Müller. „Die Bürgerversicherung fehlt ganz. Viel zu tun also.“
Die SPD lässt am 21. Januar erstmals einen Bundesparteitag über die Aufnahme förmlicher Koalitionsverhandlungen entscheiden.
Obwohl sich auch frühere Kritiker positiv zu den Sondierungsergebnissen geäußert hatte, ist nach wie vor offen, ob es bei dem Delegiertentreffen in Bonn grünes Licht gibt.
Macht der Parteitag den Weg frei, stimmen am Ende noch die Parteimitglieder über den Koalitionsvertrag ab. Auch hierbei könnte die Fortsetzung von Schwarz-Rot noch scheitern.
Die Jusos laufen Sturm gegen die GroKo, allen voran der Chef der SPD-Jugendorganisation.
Kevin Kühnert (28) will mit einer Deutschlandtour in seiner Partei für ein Nein zur Neuauflage der großen Koalition werben.
„Beim Blinddarm, wie auch in Sondierungsgesprächen: Obacht bei Durchbrüchen“, hatte Kühnert am Freitagmorgen getwittert, nachdem es erste Eilmeldungen über den Ausgang der GroKo-Sondierungen gab.
Am Wochenende, bei Landesparteitag der SPD in Sachsen-Anhalt erklärte der Juso-Chef, was Ziel seiner “#NoGroKo-Tour“ ist.
►Er will eine Mehrheit gegen die Pläne von Martin Schulz organisieren.
Die große Frage ist: Wie ANTI ist die Stimmung in der SPD wirklich? Lässt sich die Mehrheit von Juso-Kampagne infizieren?
Sowohl die Sondierungskommission wie auch der SPD-Vorstand haben mit großer Mehrheit für das GroKo-Sondierungspapier gestimmt. „Deswegen wird es schwer für den Bundesparteitag dagegen zu stimmen, weil es dann auch ein Misstrauensvotum gegen die eigene Führung wäre“, sagt der Politologe Professor Uwe Jun (Universität Trier) zu BILD:
► „Es wäre ein Desaster für SPD-Chef Martin Schulz und für die SPD-Führung, auf dem Parteitag damit durchzufallen, weil sie dann ganz geschwächt in Neuwahlen hineingehen müssten. Denn wenn die Spitze Ja sagt zu einem Papier, aber auf dem Sonderparteitag die Führung abgestraft wird, dann haben wir eine massive Krise der SPD. Es wäre ja völlig unklar: Wer macht es jetzt, wie soll es laufen?“, so Jun.
Der Experte schließt dennoch nicht aus, dass die Delegierten auf dem Parteitag das Papier durchfallen lassen, weil sie ihre allgemeine Unzufriedenheit ausdrücken wollen.
Jun: „Das könnte ein fatales Bild auf die SPD werfen. Die Kritiker innerhalb der SPD müssen ihre Ablehnung inhaltlich begründen, also was inhaltlich nicht passt, und dabei bedenken, dass die SPD nur 20 Prozent der Wähler gewinnen konnte.“
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SPD zerpflückt Sondierungs-Kompromiss
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Sexualdelikt in Krefeld: Drei Männer überfallen 23-Jährige beim Gassigehen (1.05/5)

Zu dem Sexualdelikt soll es zwischen 1.15 und 1.40 Uhr auf der Forstwaldstraße Ecke Plückertzstraße gekommen sein. Drei bislang unbekannte Männer sollen die 23-jährige Frau überfallen haben, als sie in einem Waldstück in Forstwald mit ihrem Hund Gassi ging.
Ihr wurde ein Gegenstand auf den Kopf geschlagen, sagt die Polizei. Die Männer überwältigten sie demnach, stellten sie an einen Baum und begannen, sich sexuell an der Frau zu vergehen.
Durch die Gegenwehr der Frau und durch lautes Bellen und Knurren des mitgeführten Hundes, ließen die Täter von der Frau ab und flüchteten in unbekannte Richtung. Die Frau wurde durch die Tat leicht verletzt und konnte nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus wieder entlassen werden.
Aufgrund der Dunkelheit kann die Frau laut Polizei nur einen der Täter beschreiben. Er war demnach etwa 1,80 bis 1,90 Meter groß und hatte eine athletische Figur. Er trug ein dunkles Sweatshirt, eine dicke, dunkle Daunenweste und ein Basecap. Die Kapuze seines Sweatshirt hatte er über das Basecap gezogen. Auf der Kappe standen laut Aussage die Buchstaben NY.
Die Polizei Krefeld bitte Zeugen, sich telefonisch unter der Nummer 02151 634-0 oder per E-Mail an hinweise.krefeld@polizei.nrw.de zu melden.
Hannover: Nach Einbruch in Schreibwarenladen zwei Verdächtige festgenommen – HAZ – Hannoversche Allgemeine
haz.de

 

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Biathlon Live-Ticker: Ruhpolding, Massenstart, 12,5 km (1.05/5)

Was steckt hinter dem Aufstand in Iran? Der Westen denkt an den Schleierzwang und die Wut auf die Ayatollahs. Doch die Menschen haben andere Sorgen. Unsere Autorin hat sich in der Hauptstadt umgehrt.
Laura Dahlmeier beim Biathlon-Massenstart in Ruhpolding knapp geschlagen
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Biathlon: Eder vergibt Spitzenplatz im Massenstart (1.05/5)

Johannes Thingnes Bö hat am Sonntag beim Biathlon -Weltcup in Ruhpolding seinen sechsten Saisonsieg gefeiert. Der Norweger setzte sich im Massenstart mit einem Fehler bei 20 Schüssen 4,5 Sekunden vor Weltcup-Spitzenreiter Martin Fourcade (2 Strafrunden) aus Frankreich durch. Simon Eder vergab seine Chance auf einen Spitzenplatz mit seinem zweiten Fehler beim letzten Schießen und wurde Zwölfter.
(APA)
Starke Rodler dominieren beim Heim-Weltcup in Oberhof
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Biathlet Schempp im Massenstart Sechster
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Wegen Duvnjak: THW sauer auf Kroatiens Verband (1.05/5)

Sie hatten genau das befürchtet, und dass sie nun Recht behalten haben, dürfte die Verantwortlichen des THW Kiel wohl kaum trösten. Nach der schweren Verletzung von Domagoj Duvnjak bei der Handball-EM gab es scharfe Kritik vom deutschen Rekordmeister am kroatischen Verband und dessen Trainer Lino Cervar. "Da muss man sagen, dass jemand nicht verstanden hat, dass er einfach noch nicht so weit war", sagte THW-Coach Alfred Gislason den "Kieler Nachrichten". Er könne nicht verstehen, dass der 29-Jährige trotz klarer Führung beim Auftaktsieg gegen Serbien (32:22) kurz vor Schluss noch auf dem Feld gestanden habe. Duvnjak war wenige Minuten vor Spielende am Freitagabend von Mitspielern gestützt vom Parkett gehumpelt. "Es ist ein Muskelfaserriss in der Wade", sagte THW-Manager Thorsten Storm.
Nach monatelanger Pause wegen einer Knie-Operation hatte Duvnjak erst i m Dezember sein Comeback für den THW gegeben, weshalb Gislason ihm von einer EM-Teilnahme abgeraten hatte: "Das wäre das Schlaueste für alle Beteiligten." Nun fällt der Welthandballer von 2013 zumindest für die EM-Vorrunde aus. Ob er im Turnierverlauf noch einmal zurückkehrt, ließ der kroatische Verband offen. "Wenn die Kroaten jetzt mit aller Macht versuchen, dass er bei der EM noch spielen kann, sind wir wieder die großen Verlierer des Turniers", sagte Gislason.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der THW-Coach den Kroaten vorgeworfen, ihren Star wider besseren Wissens bei der Weltmeisterschaft verheizt zu haben: "Es war abgesprochen, das 'Dule' nur dosiert eingesetzt wird, weil die Probleme im Knie schon vorhanden waren", sagte Gislason damals. Tatsächlich spielte Duvnjak fast in allen Partien und hatte nach dem Turnier so große Schmerzen, dass eine Operation unausweichlich geworden war.
Es sind aber nicht nur Verband und Trainer, die Duvnjak antreiben, sondern auch der Spieler selbst: Der 29-Jährige wollte unbedingt zur Heim-EM ("Das wird ein geiles Turnier") und bringt nicht nur Nationalstolz und gefühlte Verantwortung für sein Heimatland mit: "Wir werden alles geben müssen, um unsere Träume verfolgen zu können", sagte Duvnjak vor Turnierbeginn. Er sei bereit, alles für den Erfolg der kroatischen Mannschaft zu opfern - notfalls auch seine eigene Gesundheit. Das hört man in Kiel gar nicht gerne, denn auch der THW braucht den Spielmacher für seine Träume. Eine Woche nach der EM müssen die Kieler in der Champions League bereits wieder gegen Ungarns Topclub Veszprem antreten. Ob Duvnjak da mitwirken kann, ist genauso fraglich wie der Einsatz von Marko Vujin - auch der Serbe verletzte sich beim EM-Auftaktspiel am Knie.
Kiel wegen Duvnjak-Verletzung sauer auf kroatischen Verband
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THW Kiel sauer auf Kroatiens Handballverband
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Fleur de Sel: Plastik in Meersalz nachgewiesen (1.01/5)

Fleur de Sel gilt bei vielen Verbrauchern als besonders wertvoll und lecker. Es entsteht als hauchdünne Salzschicht an der Wasseroberfläche und wird in der Regel in Handarbeit mit einer Holzschaufel abgeschöpft. Dagegen wird herkömmliches Meersalz vom Boden eines Salzbeckens gewonnen.
Doch offenbar steckt gerade in Fleur de Sel häufig Mikroplastik. In einer Stichprobe hat Markt fünf der meistverkauften Sorten Fleur de Sel aus Supermärkten und Feinkostläden im Labor auf Rückstände von Kunststoffen untersuchen lassen (Preis pro 100 Gramm):
Zum Vergleich wurde herkömmliches Meersalz von Aldi, Edeka, Aquasale und Alnatura analysiert.
Im Fleur de Sel lag der Gehalt an Mikroplastik zwischen rund 130 und 1800 Mikrogramm pro Kilogramm. In einem Fall war sogar mit bloßem Auge eine Kunststoff-Faser erkennbar. Bei den nachgewiesenen Kunststoffarten handelte es sich vor allem um Polyethylen (PE), Polypropylen (PP) und Polyethylenterephthalat (PET). Diese Kunststoffe sind ein typischer Bestandteil von Verpackungsmüll. Sie werden häufig in Meerwasser nachgewiesen. Das klassische Meersalz enthielt in der Stichprobe deutlich weniger Mikroplastik als das teurere Fleur de Sel.
Im Auftrag von Markt haben Wissenschaftler am Institut für Biologie und Chemie des Meeres an der Universität Oldenburg die Salzproben untersucht. Das Verfahren wurde neu entwickelt. Einen Grund für die unterschiedlichen Plastikgehalte in Fleur de Sel und klassischem Meersalz sehen die Wissenschaftler in der Salzgewinnung.
Einen gesetzlichen Grenzwert für den Gehalt an Mikroplastik gibt es weder auf deutscher noch auf europäischer Ebene. Die in der Stichprobe gefundenen Mengen an Mikroplastik gelten zwar für Menschen als unbedenklich. Dennoch warnen Experten vor langfristigen Folgen.
Nach Angaben von Prof. Dr. Edmund Maser vom Institut für Toxikologie und Pharmakologie der Universität Kiel müsse man davon ausgehen, dass Mikroplastik als ein Vehikel für den Transport von Schadstoffen in den menschlichen Körper funktioniert. Das bedeutet: "Mikroplastik kann organische Substanzen wie DDT, Dioxin, aber auch Schwermetalle anreichern und die Freisetzung dieser Stoffe im Körper beschleunigen", so Maser.
Wissenschaftler führen Mikroplastik in Lebensmitteln auf die Verschmutzung der Meere zurück. Barbara Scholz-Böttcher vom Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg sagt dazu: "Plastik im Salz ist eine Konsequenz aus der jahrzehntelangen, leichtfertigen Entsorgung von Kunststoff. Insgesamt hält diese Entwicklung der Gesellschaft den Spiegel vor. Der Plastikmüll landet in einem sehr hochwertigen Produkt jetzt wieder auf dem Essteller."
Jedes Jahr landet tonnenweise Plastikmüll im Meer: Das Umweltbundesamt geht von knapp sechs Millionen Tonnen aus, die Umweltorganisation World Wildlife Fund (WWF) von sieben Millionen - andere Organisationen sprechen von bis zu acht Millionen.
Die Hersteller der Salze äußerten sich unterschiedlich zu den Recherchen. Die meisten kennen die Problematik, weisen aber auf eigene Qualitätskontrollen hin oder halten die gefundenen Mengen an Mikroplastik für gering oder ungefährlich. Bei einer geringen Salzaufnahme von einigen Gramm pro Tag seien die nachgewiesenen Mengen Mikroplastik unbedenklich.
Das schreiben die Hersteller beziehungsweise Händler:
Mikroplastik in „Edel“- Meersalz „Fleur de Sel“ nachgewiesen
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Zahl der Spätaussiedler nimmt seit 2012 zu (1.01/5)

Deutschland bleibt weiterhin ein beliebtes Ziel für Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion. Deren Zahl steigt seit 2012 kontinuierlich an. Viele haben Verwandte in der Bundesrepublik.
Deutschland bleibt ein begehrtes Ziel für Aussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion. Die Zahl der eingereisten Spätaussiedler hat sich 2017 im fünften Jahr in Folge erhöht. Bis zum Jahresende wurden im bundesweit einzigen Aufnahmelager für Aussiedler im niedersächsischen Friedland 7134 Ankömmlinge aus Staaten der früheren Sowjetunion registriert. Das seien etwa 500 mehr als im Jahr 2016, sagte der Leiter der Einrichtung, Heinrich Hörnschemeyer.
Die Zahl der Spätaussiedler hatte 1990 mit knapp 400.000 Menschen einen Rekordwert erzielt und erreichte dann im Jahr 2012 mit rund 1800 einen absoluten Tiefstand. Seither ist sie kontinuierlich wieder gestiegen. Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung sei der Wegfall der Zuzugssperre für Familienangehörige, sagte der Göttinger Historiker Alfred Eisfeld, der sich auf das Thema Aussiedler spezialisiert hat.
Zudem sähen vor allem viele der in Kasachstan lebenden Deutschen für sich dort keine Perspektive mehr. Er rechne deshalb auch weiterhin mit zahlreichen Aussiedlern, sagte Eisfeld. In Kasachstan leben nach Angaben des Wissenschaftlers derzeit noch etwa 160.000 Deutsche. "Die Situation dort ist für sie nicht leichter geworden", sagte Eisfeld. "Die Umgebung ist in hohem Maß nationalistisch gesinnt. Da kommen sich Nicht-Kasachen oft zurückgesetzt und verloren vor."
Die Integration der Spätaussiedler in Deutschland ist nach Eisfelds Einschätzung überwiegend gelungen, obwohl sie für viele Betroffene mit einem sozialen Abstieg verbunden sei. "Dies betrifft vor allem Menschen mit Hochschulausbildung, deren Abschlüsse nicht anerkannt wurden." Sie hätten größtenteils Tätigkeiten unter ihren Möglichkeiten aufnehmen müssen.
Bei den meisten der Neuankömmlinge im vergangenen Jahr habe es sich um jüngere Familien gehandelt, die hier bereits Verwandte haben, sagte Hörnschemeyer. Viele der Menschen, die vorwiegend aus Kasachstan und Russland gekommen seien, hätten eine Ausbildung. "Auf Platz drei folgt mittlerweile die Ukraine."
Das Lager im Landkreis Göttingen ist heute die bundesweit einzige Aufnahmeeinrichtung für Aussiedler. Sie hat derzeit rund 800 Betten. Rund ein Drittel davon sind in der Regel mit Aussiedlern belegt und zwei Drittel mit Flüchtlingen aus unterschiedlichen Staaten.
Quelle: - dpa
Die Zahl der Spätaussiedler steigt weiter
rp-online.de

 

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Wir können von nicht praktizierenden Christen lernen (1.01/5)

Die Kirche kann nach Meinung des Essener Bischofs Franz-Josef Overbeck viel von Mitgliedern lernen, die zwar noch in der Kirche sind, aber nicht am Gemeindeleben teilnehmen. Das seien etwa 80 bis 90 Prozent aller Kirchensteuerzahler. "Von Menschen, die in Distanz zur Kirche stehen, können wir viel lernen", sagte der Bischof in einem Wort zum neuen Jahr, das am Sonntag in den Kirchen des Ruhrbistums verlesen wurde.
"Oft frage ich mich, was diese Menschen motiviert, die Kirche dennoch finanziell zu unterstützen", sagte er. Diese Leute dächten oft flexibler, stellten Glaubensvorstellungen in Frage und fragten auf unkonventionelle Weise nach Gott. Davon könnten auch praktizierende Katholiken profitieren, denn die Kirche brauche in einer Zeit großer Veränderungen dringend einen Perspektivwechsel.
Overbeck sprach den Druck an, unter dem viele haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in den Pfarreien derzeit stünden. Dort würden zum Beispiel Gemeinden zusammengelegt, bekannte Strukturen lösten sich auf. "Viele von ihnen haben mit ganz anderen Träumen ihren Beruf gewählt oder ihr kirchliches Engagement begründet." Trotz der menschlichen Verletzungen und Verwerfungen, zu denen es in diesen Prozessen auch komme, bitte er die Katholiken darum, "in diesen bewegten Zeiten beieinander zu bleiben".
Wir können von nicht praktizierenden Christen lernen
sueddeutsche.de

 

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Fußball: "Kicker" entschuldigt sich bei Aubameyang (1.01/5)

Düsseldorf (dpa) - Die Redaktion des Sportmagazins "Kicker" hat sich bei Fußball-Profi Pierre-Emerick Aubameyang vom Bundesligisten Borussia Dortmund für eine missverständliche Äußerung entschuldigt.
Aubameyang hatte sich durch die Bezeichnung "Affenzirkus" in Verbindung mit seiner Person beleidigt gefühlt. "Es lag nie und nimmer in meiner Absicht, den Spieler und Menschen Aubameyang in irgendeiner Form zu beleidigen oder zu diskriminieren", hieß es in einer Klarstellung des "Kicker"-Chefreporters Karlheinz Wild auf der Homepage des Magazins.
Im Rahmen einer Gesprächsrunde beim "Kicker.tv-Talk" hatte Wild mit Verweis auf die Hierarchien beim FC Bayern München gesagt: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Aubameyang in München den gleichen Affenzirkus veranstalten könnte."
Aubameyang machte seine Empörung über die Aussage bei Instagram öffentlich. "Ich denke, dieser Reporter hätte auch ein anderes Wort verwenden können", erklärte Aubameyang. "Ich wollte mit dieser im deutschen Sprachgebrauch geläufigen und nicht negativ konnotierten Redewendung ausschließlich dessen Extravaganzen außerhalb des Fußballplatzes benennen", hieß es weiter in der Stellungnahme von Wild auf der "Kicker"-Homepage.
"Kicker" entschuldigt sich bei Aubameyang
sueddeutsche.de

 

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Hockey: Österreich gewinnt EM-Titel in der Halle (1.01/5)

Österreichs Hockey -Nationalteam der Herren hat bei der Hallen-Europameisterschaft in Antwerpen Gold geholt. Im Finale gegen Gastgeber Belgien setzte sich die ÖHV-Auswahl am Sonntag mit 2:1 im Penaltyschießen durch. Die Österreicher hatten schon mit 3:0 geführt, die Belgier schafften aber jeweils den Ausgleich zum 3:3 bzw. 4:4 nach regulärer Spielzeit.
Österreich stand zum dritten Mal in Folge im EM-Endspiel und holte zum zweiten Mal den Titel. Die Premiere war 2010 gelungen.
(APA)
Deutschlands Hockey-Herren bei Hallen-EM auf Rang drei
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35-Jähriger bei Streit in Chemnitz mit Messer verletzt (1.01/5)

Bei einem Streit hat in Chemnitz ein 32-Jähriger einen 35 Jahre alten Mann mit einem Messer verletzt. Die Auseinandersetzung sei zunächst mit Worten geführt worden und sei dann eskaliert, teilte die Polizei am Sonntag mit. Der 35-Jährige wurde nach der Tat am Samstag zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Der Verdächtige sei geflüchtet, von den Beamten aber noch in der Nähe des Tatortes vorläufig festgenommen worden. Er wurde inzwischen wieder entlassen. Der genaue Tathergang wird noch ermittelt.
35-Jähriger bei Streit in Chemnitz mit Messer verletzt
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Spaziergängerin findet Sack mit Briefen im Gebüsch (1.01/5)

Eine Spaziergängerin hat in Zerbst (Landkreis Anhalt-Bitterfeld) einen Sack mit Briefen im Gebüsch gefunden. Die Sendungen eines privaten Postdienstleisters waren bereits mehrere Monate alt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die meisten Briefe stammten aus dem September des vergangenen Jahres. Wie der Sack im Gebüsch gelandet ist, war zunächst unklar. Die Polizei ermittelt wegen Unterschlagung und der Verletzung des Post- und Fernmeldegeheimnisses.
Spaziergängerin findet Sack mit Briefen im Gebüsch
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Erster Feinstaubalarm in diesem Jahr endet am Montag (1.01/5)

Der erste Feinstaubalarm des Jahres in Stuttgart endet an diesem Montag. Der Alarm läuft um 24.00 Uhr aus, wie die Stadtverwaltung am Sonntag mitteilte. Der Deutsche Wetterdienst rechne von Dienstag an mit stürmischem Wetter und Regen - dadurch werden niedrigen Feinstaubwerte erwartet. Der Alarm galt seit vergangenem Montag. Er wird ausgerufen, wenn Meteorologen über mehrere Tage einen geringen Luftaustausch im Stuttgarter Talkessel voraussagen. Schadstoffe wie Feinstaub oder Stickstoffdioxid können dann nicht abziehen. Autofahrer sind dann gebeten, auf Busse, Bahnen oder Fahrräder umzusteigen. Die Feinstaubbelastung lag in den zurückliegenden Tagen vor allem an der viel befahrenen Innenstadtkreuzung Am Neckartor immer unter dem erlaubten EU-Grenzwert.
Erster Feinstaubalarm in diesem Jahr endet am Montag
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Dritte gefährliche Postsendung - Deutsche Polizei sucht DHL-Erpresser (1.01/5)

Im Zuge einer Erpressung des Paketdienstleisters DHL untersucht die deutsche Polizei nun eine dritte gefährliche Postsendung. Spezialisten des Brandenburger Landeskriminalamts werten nach dem Fund eines explosiven Umschlags in einer Berliner Bank die Spuren aus - dies kann noch eine Weile dauern. Es gebe keinen neuen Stand, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums am Sonntag.
Die Ermittler gingen von einem Zusammenhang des Berliner Falls mit den Paketbomben aus, die zuvor in Potsdam und Frankfurt (Oder) gefunden worden waren. DHL wurde um eine Millionensumme in der Digitalwährung Bitcoin erpresst.
Die am Freitag entdeckte Versandtasche wird am kriminaltechnischen Institut im brandenburgischen Eberswalde untersucht. "Wir gehen nach wie vor davon aus, dass es sich um einen regionalen Täter oder um regionale Täter handelt", sagte der Sprecher.
Der Umschlag mit einer Zündvorrichtung und vermutlich Schwarzpulver aus Feuerwerkskörpern war am Freitag in einer Bankfiliale in Berlin-Steglitz aufgetaucht. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa gibt es bei der Bauart Ähnlichkeiten zu den früheren Paketbomben.
Nach Angaben der Polizei wurde der Umschlag im DIN-A4-Format über die Deutsche Post aufgegeben und durch einen Paketzustelldienst geliefert. Es habe sich aber nicht um DHL gehandelt. Auf die Frage, ob mit der neuen Sendung auch Geld erpresst werden sollte, wollte sich man sich aus ermittlungstaktischen Gründen nicht äußern.
Die Paketbombe in Potsdam war im Dezember in der Nähe des Weihnachtsmarkts in einer Apotheke abgegeben worden. In der Sendung entdeckten die Ermittler neben einem sogenannten Polenböller, Batterien und einer Metalldose voller Nägel einen mit einem QR-Code verschlüsselten Erpresserbrief. Anfang November war zudem eine Paketbombe an einen Online-Händler in Frankfurt (Oder) geschickt worden.
(APA/DPA)
Wirtschaft: Dritte gefährliche Postsendung - Polizei sucht DHL-Erpresser
t-online.de

 

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Bob: Lochner im Viererbob vor Friedrich - Walther disqualifiziert (1.01/5)

St. Moritz (dpa) - So stark die deutschen Bobpiloten Richtung Olympia auch in Fahrt kommen, die zweite Disqualifikation von Nico Walther innerhalb von acht Tagen wirkte doch ziemlich peinlich.
Nach dem ersten Dreifacherfolg im Zweierbob in diesem Winter sah es nach Lauf eins auch im Vierer nach einem deutschen Podium aus, doch dann wurde Walther auf Rang drei liegend wegen Untergewichts des FES-Viererbobs aus dem Rennen genommen. So reichte es im Mekka des Bobsports in St. Moritz in der Königsklasse nur zu einem Doppelerfolg für Johannes Lochner und Francesco Friedrich.
Die zeitgleichen Viererbob-Weltmeister aus dem Vorjahr ließen in ihren Wallner-Bobs nichts anbrennen - fuhren je einmal Bestzeit. Der Berchtesgadener Lochner setzte mit seiner Crew Sebastian Mrowka, Joshua Bluhm und Christian Rasp mit 0,14 Sekunden Vorsprung vor Friedrich durch. Dritter wurde der Kanadier Chris Spring.
"Wir werden nun definitiv vor jedem Rennen alle Maße kontrollieren, dass sowas nie wieder passiert!", postete Walther vor einer Woche auf Facebook. In Altenberg war am vergangenen Samstag das hintere Chassis am Bob fünf Millimeter zu schmal, er wurde dann als Dritter nachträglich disqualifiziert.
Diesmal passte im großen Schlitten das Gewicht beim Wiegen nach Lauf eins nicht: Der Viererbob wog ohne Crew nur 207 statt vorgeschriebene 210 Kilogramm Mindestmasse. Theoretisch gesehen ist es sogar ein Nachteil für Walther statt ein Vorteil. Die Gesamtmasse mit Crew darf 630 Kilogramm nicht überschreiten. "Der Pilot ist dafür verantwortlich", sagte Thomas Schwab, Vorstandsvorsitzender des Bob- und Schlittenverbandes für Deutschland.
Es war wieder eine emotionale Achterbahn für den Sachsen Walther. Am Vortag ärgerte er mit seinem Sieg im kleinen Schlitten noch den viermaligen Zweierbob-Weltmeister Friedrich, den er mit einem fehlerfreien Finallauf noch von Platz eins verdrängte. 24 Stunden später war er selbst am Boden zerstört.
Jubeln konnte diesmal an beiden Tagen Lochner. Endlich schaffte er mit seinem Problem-Zweierbob als Dritter den ersten Podestplatz in diesem Winter, dann holte er in der Königsklasse seinen vierten Saisonsieg.
Bei den Frauen feierten Mariama Jamanka mit Anschieberin Annika Drazek ihr bestes Ergebnis im Olympia-Winter. Das Duo musste nur der US-Pilotin Elana Meyers-Taylor den Vortritt lassen. Auf Rang drei kamen Stephanie Schneider/Lisa Marie Buckwitz. "Wir wissen noch nicht, in welcher Besetzung wir bei Olympia antreten werden, die Trainer beraten noch", sagte Jamanka. Nur ein Fakt ist klar: Bei Olympia dürfen alle drei Frauenbobs starten. Die Winterbergerin Anna Köhler landete mit Erline Nolte auf Rang 17.
Lochner im Viererbob vor Friedrich - Walther disqualifiziert
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Golf: Engländer Paisley feiert Premierensieg in Südafrika (1.01/5)

Johannesburg (dpa) - Der englische Golfer Chris Paisley hat das erste Turnier des neuen Jahres auf der European Tour gewonnen. Der 31-Jährige feierte mit dem Sieg im südafrikanischen Johannesburg auch seinen ersten Erfolg auf der Profi-Tour.
Paisley setzte sich bei der mit 1,050 Millionen Euro dotierten Veranstaltung im Glendower Country Club mit einem Gesamtergebnis von 267 Schlägen gegen den Südafrikaner Branden Grace (270) und dessen Landsmann JC Ritchie (272) durch. Deutsche Golfprofis waren bei dem Turnier nicht am Start.
Engländer Paisley feiert Premierensieg in Südafrika
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Schwedische Fotografie und deutsche Malerei in Rostock (1.01/5)

Die Kunsthalle Rostock widmet dem schwedischen Fotografen Gerry Johansson seit Sonntag eine Personalausstellung. Der 1945 geborene Künstler gilt als eine Ikone der minimalistischen Schwarz-Weiß-Fotografie und wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, darunter mit dem Preis des Swedish Arts Grants Committee, wie die Kunsthalle mitteilte. In der Rostocker Ausstellung sind demnach Aufnahmen zu sehen, die in Deutschland und Schweden entstanden sind.
Zeitgleich mit der Johansson-Ausstellung begann eine Schau mit Malereien der Berlinerin Christine Rusche. Damit werde ein neues Format - Einzelausstellungen von Stipendiaten der Hansestadt Rostock - gestartet. Rusche zeigt im Lichthof der Kunsthalle eine raumgreifende Malerei, die sich über Wände und Boden erstreckt. Sie war 2016 Stipendiatin der Hansestadt Rostock. Künftig soll jährlich ein Stipendiat der vergangenen Jahre in der Kunsthalle ausstellen.
Schwedische Fotografie und deutsche Malerei in Rostock
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Ski alpin: Hirscher triumphiert erstmals im Wengen-Slalom (1.01/5)

Marcel Hirscher hat erstmals in seiner Karriere den Slalom in den Wengen gewonnen. Der Salzburger lag bereits zur Halbzeit voran und triumphierte am Ende mit Respektabstand von fast einer Sekunde vor dem Norweger Henrik Kristoffersen und dem Schweden Andre Myhrer (+1,72). Für Hirscher ist es der 53. Weltcupsieg und der bereits achte in dieser Saison.
Michael Matt verbesserte sich im Finale von Rang 17 auf sechs und klassierte sich wie Marc Digruber (10.) in den Top Ten. Manuel Feller fädelte als Halbzeit-Fünfter im zweiten Durchgang ein.
(APA)
Slalom-Ass Straßer holt Olympia-Ticket
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Nach der Sondierung: CDU-Sozialpolitiker Laumann warnt SPD vor Rückzieher (1.01/5)

Der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Karl-Josef Laumann, hat an die SPD appelliert, die Sondierungsergebnisse als Erfolg auch für ihre eigene Klientel zu begreifen und sich der Umsetzung nicht zu verweigern. „Die Folge wäre Stillstand in Deutschland, auch in der Sozialpolitik“, sagte Laumann dem Tagesspiegel. Das Land nehme Schaden, wenn Politik nicht mehr in der Lage sei, Kompromisse zu schließen.
„Es gibt aus meiner Sicht keinen objektiven Grund, dieses Papier in Frage zu stellen“, sagte der CDU-Politiker. „Wir nutzen die wirtschaftlich einmalig gute Lage, um ganz konkrete Verbesserungen für die kleinen Leute zu erreichen. Die Delegierten des SPD-Parteitags müssten "diese Chance, gute Politik für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu machen, erkennen“.
Als Beispiele für sozialpolitische Fortschritte in den Vereinbarungen nannte der CDU-Politiker die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung, die geplanten Verbesserungen für Pflege und Rente von Erwerbsgeminderten sowie die beschlossene Milliarden-Offensive gegen Langzeitarbeitslosigkeit. „Das ist ein starkes sozialpolitisches Gesamtpaket für Deutschland.“
Er hoffe, fügte Laumann hinzu, „dass auch die Gewerkschaften die erreichten Fortschritte würdigen und an unserer Seite für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen werben “. Man könne den Bürgern nicht erklären, wenn es trotz einer derart guten Grundlage nun nicht zu einer gemeinsamen Regierung komme. Aus seiner Sicht wäre dies dann „ein unnötiges Konjunkturprogramm für die extremen Ränder“, sagte der Sozialpolitiker.
CDU-Sozialpolitiker Laumann warnt SPD vor Rückzieher
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Kombination: Klapfer in Val di Fiemme Zweiter (1.01/5)

Lukas Klapfer hat zum Abschluss der Weltcup-Bewerbe im Val di Fiemme seinen dritten Rang vom Freitag sogar noch übertroffen. Der Steirer sicherte sich am Sonntag dank einer neuerlich starken Laufleistung den zweiten Rang. Im Sprint der Verfolger hinter Solosieger Jan Schmid aus Norwegen setzte sich Klapfer mit acht Sekunden Rückstand knapp vor den Deutschen Fabian Rießle und Johannes Rydzek durch.
Klapfer sorgte damit auch für den bisher zweiten Podestplatz der ÖSV-Kombinierer im Olympia-Winter.
(APA)
Kombinierer Rießle wird Dritter in Val di Fiemme
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Der Wochenbeginn wird ungemütlich (1.01/5)

Das Wetter wird in Rheinland-Pfalz und Saarland am Anfang der Woche ungemütlich. Nach dem ruhigen und trockenen Einfluss des Hochs "Borchert" erreichen Ausläufer des Orkantiefs "Evi" die Bundesländer.
Am Montag soll der Himmel zunächst stark bewölkt sein, ab Mittag soll es regnen. Die Temperaturen liegen bei fünf bis acht, im Bergland bei drei bis fünf Grad. Im Laufe des Tages nimmt der Wind zu, am Abend muss mit starken, im Westen und im Bergland auch mit stürmischen Böen gerechnet werden. In der Nacht zum Dienstag regnet es weiter, am Morgen kann der Regen in Schnee übergehen. Die Temperaturen sinken auf drei bis sechs Grad.
Auch am Dienstag ist kaum besseres Wetter in Sicht: Nur kurz lockert es auf, meist bleibt es stark bewölkt. Immer wieder kommt es zu Regen- und Graupelschauern, in höheren Berglagen kann es schneien. Mit sechs bis neun Grad wird es zumindest etwas milder. Die Nacht zum Mittwoch wird bewölkt. Es kann bis in tiefere Lagen schneien. Mit null bis drei Grad kühlen die Temperaturen wieder ab.
Am Mittwoch dringt durch die starke Bewölkung zumindest abschnittsweise die Sonne durch. Es muss aber weiterhin mit Schnee- und Graupelschauern gerechnet werden. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen drei und sechs Grad.
Der Wochenbeginn wird ungemütlich
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Wirtschaft: Lauda will erneut für Air-Berlin-Tochter Niki bieten (1.01/5)

WIEN (dpa-AFX) - Der frühere Formel-1-Rennfahrer Niki Lauda startet einen weiteren Versuch, die einst von ihm gegründete Fluggesellschaft Niki wieder zu übernehmen. "Ich werde selbstverständlich ein Angebot bis zum 19. Januar für Niki abgeben. Dieses Angebot mache ich wie beim letzten Mal allein", sagte Lauda dem Handelsblatt (Montag). Zu Details äußerte sich der 68-Jährige zunächst nicht. "Ob ich mein Angebot erhöhen werde, kann ich noch nicht sagen, da ich erst einmal sämtliche Unterlagen überprüfen muss", sagte Lauda der Zeitung.
Der Ex-Rennfahrer begrüßte die Verlagerung des Insolvenzverfahrens von Deutschland nach Österreich. "Das Insolvenzverfahren ist endlich dort, wo es von Anfang an hingehören sollte, nämlich nach Österreich. Ich bedauere, dass so viel Zeit mit dem Umweg über Deutschland verschwendet wurde".
Im Fall der insolventen Air-Berlin-Tochter Niki war vergangenen Woche in Österreich ein zweites Hauptinsolvenzverfahren eröffnet worden. Damit haben nach Angaben des Landgerichts Korneuburg neben dem britischen-spanischen Luftfahrtkonzern IAG auch die bisherigen Bieter Tuifly, der Reisekonzern Thomas Cook (Condor) und Lauda eine neue Chance für ein Angebot. Die Frist dafür läuft bis zum 19. Januar.
Lauda will erneut für Air-Berlin-Tochter Niki bieten
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Whistleblowerin Chelsea Manning will US-Senatorin werden (1.01/5)

Die ehemalige WikiLeaks-Whistleblowerin Chelsea Manning will in die Politik. Sie hat für die diesjährigen Senatswahlen ihre Kandidatur eingereicht.
Die durch die WikiLeaks -Affäre bekannt gewordene Chelsea Manning hat am 11. Januar ihre Kandidatur für die kommenden Senatswahlen im US-Staat Maryland bei der zuständigen Behörde FEC eingereicht ( PDF). Sie will für die Demokraten ins Rennen gehen und die Nachfolge des 74-jährigen Amtsinhabers, Senator Ben Cardin, antreten. In der Washington Post äußerte sich Cardins Sprecherin, Sue Walitsky, nur indirekt zur Manning-Kanidatur: "Senator Cardin erwartet ein energische Debatte der Angelegenheit und eine lebhaften Austausch mit den Wählern in Maryland".
Manning hatte während ihrer Militärzeit, damals noch unter dem Vornamen Bradley; der Plattform WikiLeaks rund 700.000 geheime Dokumente über Verfehlungen des US-Militärs zugespielt und war dafür unter anderem wegen des Verrats von Militätgeheimnissen im August 2014 zu 35 Jahren Haft verurteilt worden. Während seiner Haft erstritt sich Manning das Recht auf eine Hormonbehandlung, um fortan als Frau zu leben. Der frühere US-Präsident Barack Obama hatte Manning gegen Ende seiner Amtszeit wegen Unverhältnismäßigkeit des Strafmaßes begnadigt, sodass sie im Mai 2017 schließlich aus dem Gefängnis frei kam. ( avr)
Chelsea Manning will für US-Senat kandidieren
augsburger-allgemeine.de

 

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Mann schießt in Wohnung um sich: Polizeihund stirbt (1.01/5)

Ein 63-Jähriger hat in seiner Wohnung in Fulda mehrfach mit scharfer Munition um sich geschossen und damit einen großen Polizeieinsatz ausgelöst. Ein Polizeihund wurde dabei tödlich getroffen, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Nach ersten Ermittlungen soll der Mann am späten Samstagabend angefangen haben, mit einer scharfen Kleinkaliberwaffe in seiner Wohnung um sich zu schießen. Unter anderem feuerte er in Richtung seines 66-jährigen Bruders, der aber unverletzt blieb. "Ob er seinen Bruder treffen wollte, müssen die Ermittlungen ergeben", erklärte eine Polizeisprecherin. Warum der Mann schoss, war am Sonntag noch unklar.
Das Wohnhaus wurde von Polizisten geräumt und von einem Spezialeinsatzkommando umstellt. Nur der 63-Jährige war noch im Gebäude. Anschließend versuchte die Polizei über mehrere Stunden, den Mann dazu zu bewegen, aus dem Gebäude herauszukommen. "Er hat währenddessen immer mal wieder geschossen", sagte die Sprecherin. Später wurden die Pausen zwischen den Schüssen kürzer.
Um kurz nach 2.00 Uhr in der Nacht zu Sonntag betraten die Spezialkräfte mit zwei Diensthunden das Haus. Den Angaben nach wurde dabei einer der Hunde durch den Täter angeschossen und tödlich verletzt. Kurz darauf konnte der Mann festgenommen werden. Während der Festnahme kollabierte er und wurde anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Menschen wurden bei dem Einsatz nicht verletzt.
Der Fall liege nun bei der Staatsanwaltschaft Fulda. Einem Haftrichter wird der Mann nach Polizeiangaben wohl erst Anfang der Woche vorgeführt.
Mann schießt in Wohnung um sich: Polizeihund stirbt
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Psychiatrie-Patient greift auf der Flucht Passantin an (1.01/5)

Auf der Flucht aus dem Krankenhaus hat ein Patient der geschlossenen Psychiatrie in Perleberg (Prignitz) eine 57-jährige Passantin angegriffen und durch Tritte und Schläge verletzt. Die Frau muste sich nach dem Vorfall am Freitag in ärztliche Behandlung begeben, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Der 31-Jährige sei in einem günstigen Moment aus dem Krankenhaus geflohen und habe auf der Straße die Frau unvermittelt angegriffen. Die Polizei konnte den Mann nach intensiver Suche im Stadtgebiet aufgreifen. Sie ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung.
Psychiatrie-Patient greift auf der Flucht Passantin an
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Lisa Brandau zum zweiten Mal deutsche Radcross-Meisterin (1.01/5)

Elisabeth Brandau hat sich bei den deutschen Radcross-Meisterschafen im südhessischen Bensheim ihren zweiten Titel nach 2016 gesichert. Die 32-Jährige aus Schönaich konnte sich nach 17,5 Kilometern mit einem Vorsprung von knapp zwei Minuten auf Titelverteidigerin Jessica Walsleben aus Hamburg durchsetzen. Rang drei belegte Luisa Beck aus Ihrlerstein.
"Es war ein Kurs von internationalem Format, und ich bin schon etwas überrascht, dass ich hier gewinnen konnte", sagte Brandau, die nun auf einen Start bei den Weltmeisterschaften Anfang Februar im niederländischen Valkenburg hofft.
Lisa Brandau zum zweiten Mal deutsche Radcross-Meisterin
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Quartiers-Projekt der Stadt Hannover bringt neue Ideen für den Bezirk Ricklingen – HAZ – Hannoversche Allgemeine (0.18/5)

Ricklingen ist einer der ersten Stadtteile, der von dem städtischen Projekt „Mein Quartier 2030“ betroffen ist. Von Einzelhandel bis Wohnungsbau – diverse Aspekte wurden dafür berücksichtigt. Doch das Konzept stelle nicht jeden zufrieden.
Nord-Ostsee-Kanal – Bauarbeiter stirbt bei Brand auf schwimmender Plattform – HAZ – Hannoversche Allgemeine
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Nina Hoss im Interview – Wird es Zeit, sich einzumischen? – HAZ – Hannoversche Allgemeine
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Hannover: Nach Einbruch in Schreibwarenladen zwei Verdächtige festgenommen – HAZ – Hannoversche Allgemeine
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Die Eisbären Berlin in der Eishockey-Saison 2017/18: Live: Jetzt 1:5 im letzten Drittel bei den Adler Mannheim (0.06/5)

+++ Jonas Müller für ein Spiel gesperrt +++ Sonntag Wiedergutmachung in Mannheim? +++ "Riesengroßer Scheißdreck" in Ingolstadt +++ Richmond gibt Comeback, Ziegler und Olver liegen flach +++ Backman nicht zu Olympia +++ Jetzt auch offziell: Pavel Gross tut sich ab nächste Saison Mannheim an! +++
Die Eisbären Berlin in der Eishockey-Saison 2017/18: Live: Nur noch 1:3 im zweiten Drittel in Mannheim
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Die Eisbären Berlin in der Eishockey-Saison 2017/18: Jetzt live: 0:1 nach dem ersten Drittel in Mannheim
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Mit diesem Wein blamieren Sie sich nicht *** BILDplus Inhalt *** (0.06/5)

Wein-Experte Martin S. Lambeck mag Alltags-Weine mit Trinkfluss und Inspiration, die gute Begleiter zum Essen sind.
Er weiß: Solche Weine müssen nicht teuer sein. Manchmal kommen sie sogar vom Discounter, so das überraschende Ergebnis einer persönlichen Blindverkostung.
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„Mein größter Horror ist …“ *** BILDplus Inhalt ***
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Nächtliche Flex-Geräusche verraten Einbrecher (0.04/5)

Dortmund (dpa/lnw) - Durch ein allzu lautstarkes Vorgehen haben sich Einbrecher in Dortmund verraten. Eine Anwohnerin wurde am frühen Sonntagmorgen auf Lärm aus einem Veranstaltungszentrum aufmerksam und alarmierte den Notruf, wie die Polizei mitteilte. Die Zeugin war nach eigenen Angaben irritiert von den Geräuschen einer Flex sowie einer Bohrmaschine. Sie beobachtete zwei Männer, die kurz vor dem Auftauchen der Polizei aus dem Gebäude flüchteten. Einer der Tatverdächtigen konnte festgenommen werden. Der 31-jährige Dortmunder und sein Kumpan hatten sich offenbar über ein Fenster Zugang verschafft und einen Tresor weitestgehend aufgeflext - letztlich ohne Erfolg. Der zweite Mann war am Sonntag noch auf der Flucht, ein Wagen in unmittelbarer Nähe des Tatorts konnte sichergestellt werden.
Feuer zerstört Wohn- und Geschäftshaus in Pasewalk
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Machtwort von Sportdirektor Rangnick (0.03/5)

RB-Sportdirektor Rangnick hat heute ein Machtwort zum Verbleib von Keita bei Leipzig gesprochen! „Das wäre nur möglich gewesen, wenn wir eine einvernehmliche Lösung im Sinne einer exorbitanten zusätzlichen Ablösezahlung erreicht hätten.“
Heißt: Keita muss zunächst noch bis zum Ende der Saison bei RB spielen.
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Machtwort von Leipzig-Boss Ralf Rangnick: Naby Keita muss bleiben
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HSV-Boss Bruchhagen: "Wasser steht uns bis zum Hals" (0.02/5)

Augsburg (dpa) - Nach dem verpatzten Jahresstart des Hamburger SV hatte Trainer Markus Gisdol einen größeren Redebedarf mit seiner Mannschaft als sonst. Er zeigte am Sonntag seinen Spielern die Schwachpunkte beim 0:1 auswärts gegen den FC Augsburg - und das dauerte.
"Es gibt unzählig viele Situationen, wo wir im Umschaltspiel die falsche Entscheidung treffen. Wir wählen nicht die mutige Variante. Das ist unser identifiziertes Problem", klagte der Trainer am Tag nach der Niederlage in Augsburg. Vor allem in der Offensive hatten die Hanseaten wieder einmal so gut wie gar nicht stattgefunden.
"Die Situation nagt an den Spielern", gab der Coach zu. "Wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen, strotzen die Offensivspieler nicht vor Selbstbewusstsein." Gisdol will bis zum Abstiegsgipfel am Samstag gegen den Tabellenletzten 1. FC Köln versuchen, die richtige Ansprache für jeden Profi zu finden. "Bei manchen Spielern muss man mehr Druck aufbauen, andere brauchen ein bisschen mehr Zuspruch und Vertrauen."
Von seinen Vorgesetzten hat er noch genug Rückendeckung, glaubt Gisdol. "Ich spüre kein Misstrauen im Verein", sagte der 48-Jährige. Auch Vorstandschef Heribert Bruchhagen will keine Trainerdiskussion aufkommen lassen. "Man muss nicht über Einzelne reden", meinte er. Ein klares Bekenntnis vermied er jedoch. "Wir entscheiden immer, was das Beste für den HSV ist", sagte er im TV-Sender Sky.
Nach ihrer dritte Niederlage in Serie und der elften Saisonpleite im 18. Spiel rutschen die Hamburger immer tiefer in den Abstiegsschlamassel. "Das Wasser steht uns bis zum Hals", gestand Bruchhagen.
Verstärkungen für die lahme Offensive deuten sich bislang nicht an. "Es ist zu einfach, über potenzielle Neuzugänge sprechen", entgegnete Gisdol. Der Coach sieht den aktuellen HSV-Kader auch ohne Verstärkungen in der Lage, den Klassenverbleib zu sichern.
Wenn auch gegen Köln ein Punktedreier verfehlt wird, ist die Gefahr groß, dass sich der HSV im 55. Bundesligajahr nicht einmal in seine Spezialdisziplin Relegation retten kann. "Es darf keine Resignation aufkommen!", forderte Bruchhagen. Grund zu Optimismus gibt die Mannschaft derzeit aber nicht.
Ob die erkältete Stürmer-Hoffnung Jann-Fiete Arp am nächsten Samstag spielen kann, ist noch nicht sicher. "Ich kann kein Prognose geben", sagte Gisdol. Doch der Coach braucht den 18 Jahre alten Abiturienten, weil die Etablierten es nicht schaffen.
So unzufrieden der Trainer mit seiner Offensive war, so erleichtert war er über die Leistung seines neuen Torhüters Julian Pollersbeck. "Er hat es gut gemacht. Es gibt nichts auszusetzen", sagte Gisdol. "Er hat eine gute Körpersprache." Der Schlussmann war jedoch enttäuscht. "Diese Niederlage nervt einfach mega", haderte er nach seinem Debüt. "Wir müssen jedes Spiel als Endspiel betrachten und uns da rauskämpfen."
Unabsteigbar wirkt der HSV nicht mehr. Das spürt auch Bruchhagen. "Die Leistung ist nicht ausreichend, da muss mehr kommen. Jeder auf seiner Position muss besser werden", sagte der HSV-Boss und stellte fest: "Der Druck erhöht sich." Und zwar auf alle: Auf die Vereinsführung, die Profis - und den Trainer.
Die Angriffsleistung in Augsburg, das sich den Sieg durch einen feinen Kopfballtreffer von Ja-Cheol Koo redlich erarbeitete, war nicht erstligatauglich. "Wir müssen mehr vor die Kiste kommen", kritisierte Mittelfeldspieler Sejad Salihovic. Bobby Wood? André Hahn? Filip Kostic? Keiner aus dem Offensivtrio weckte auch nur geringe Hoffnungen, den HSV in der Rückrunde mit Toren retten zu können.
HSV-Trainer Gisdol: "Ich spüre kein Misstrauen im Verein"
sueddeutsche.de

 

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Herthas verpatzter Start: Auch gegen BVB ohne Rekik (0.02/5)

Berlin (dpa) - Trotz des wieder einmal verpatzten Jahresstarts sieht Pal Dardai keine Anzeichen für Gedanken an eine neuerliche Rückrunden-Misere bei Hertha BSC. Die mäßige Bilanz der vergangenen Jahre in der zweiten Saisonhälfte spiele für sein aktuelles Team keine Rolle mehr, betonte der Coach nach dem 0:1 beim VfB Stuttgart. "Ich glaube nicht, dass ein Selke, ein Lazaro oder die jungen Spieler daran denken", sagte Dardai und ergänzte mit Blick auf die anstehende schwere Aufgabe gegen Borussia Dortmund. "Wir haben jetzt ein Topspiel am Freitag. Wir müssen uns gut vorbereiten, dann wollen wir punkten."
Nach einem lange Zeit ansprechenden Auftritt bei den Schwaben verpassten die Berliner zum fünften Mal in Serie einen Sieg im ersten Bundesligaspiel des neuen Jahres. Statt sich weiter in Richtung der internationalen Plätze zu orientieren, rutschte Hertha vorerst auf Platz elf ab. "Unsere Ziel heißt Top Zehn. Da sieht man, wie schwierig das zu verteidigen ist und wie eng die Bundesliga ist", sagte Dardai. "Kleinigkeiten entscheiden."
Gegen Stuttgart war dies die unglückliche Aktion von Niklas Stark, der bedrängt von Rückkehrer Mario Gomez den Ball in der 78. Minute ins eigene Netz bugsierte. "Es war ein bisschen Pech", kommentierte der U21-Europameister die "blöde Szene". "Ich hoffe, dass wir unsere Lehren ziehen aus dem Spiel. Wir wollen versuchen, gegen Dortmund auf jeden Fall Punkte zu holen."
Der Gedanke, dass Hertha wie in den vergangenen Spielzeiten wieder eine schlechtere Rück- als Hinrunde hinlegt, soll erst gar nicht erst aufkommen. Es gelte, diesen "Fluch" zu beenden, hatte Geschäftsführer Michael Preetz zum Jahresausklang betont.
Und zumindest die Leistung der ersten Halbzeit verbreitet Zuversicht bei den Berlinern. Doch wie schon mehrfach diese Saison gingen Valentino Lazaro, Salomon Kalou & Co. zu sorglos mit ihren Gelegenheiten um - dabei hatte auch Gomez eigentlich Sorge vor einer besonderen Qualität des Dardai-Teams. "Hertha BSC ist eine besondere Mannschaft in der Bundesliga. Die lullen dich so ein bisschen ein und sind dann plötzlich aus dem Nichts wieder da und machen ihre Tore", sagte der Nationalstürmer nach der Partie. "Das ist gar nicht despektierlich gemeint. Da habe ich großen Respekt vor. Das machen sie seit Jahren, das ist so gewollt."
Diese Tugenden sollen nun wieder gegen den BVB greifen. Doch auch in dieser Partie muss Hertha noch auf Abwehrchef Karim Rekik verzichten. Der niederländische Innenverteidiger fällt nach einer Fußverletzung aus, wie Dardai am Sonntag sagte. "Er hat immer noch Probleme", berichtete der Ungar. Am Montag soll Rekik erneut untersucht werden, nach seinem Ausfall am 16. Spieltag der Fußball-Bundesliga gegen Hannover 96 Mitte Dezember war eine Prellung diagnostiziert worden.
Da der 23-Jährige nun bereits fünf Wochen fehlt, erwartet Dardai eine gewisse Wiedereingewöhnungszeit. "Dann muss er erstmal wieder eine Vorbereitung machen, damit er mithalten kann, weil die Bundesliga körperbetont ist", sagte der Coach. In Stuttgart war Fabian Lustenberger erneut in die zentrale Verteidigung gerückt. Gegen Dortmund steht auch der zuletzt gesperrte Jordan Torunarigha wieder zur Verfügung.
Hertha auch gegen Dortmund ohne Abwehrchef Rekik
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Betrunkene Autofahrerin schiebt Schuld auf Dachs (0.02/5)

Kleinhelmsdorf (dpa/sa) - Eine betrunkene Autofahrerin ist bei einem Unfall im Burgenlandkreis mit ihrem Auto im Straßengraben gelandet. Für den Unfall machte die 31-Jährige einen Dachs verantwortlich, wie die Polizei mitteilte. Das Tier habe am Sonntagmorgen vor ihr die Straße in Kleinhelmsdorf überquert und sie zu einem Ausweichmanöver gezwungen. Ein Alkoholtest bei der Frau ergab einen Wert von rund 1,0 Promille. Sie wurde für eine Blutprobe in ein Krankenhaus gebracht. Verletzt wurde die Frau bei dem Unfall nicht.
Mann fährt in Straßengraben und lässt Auto liegen
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17-Jähriger feuert Schüsse bei Hochzeitskorso ab (0.02/5)

Bremen (dpa/lni) - Während eines Hochzeitskorsos in Bremen hat ein 17-Jähriger mit einer Pistole Schüsse aus einem Auto heraus abgefeuert. Der Jugendliche wurde wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.
Der 17-Jährige feuerte nach Informationen der Polizei aus einer Schreckschusswaffe. Eine Zeugin meldete am Samstagnachmittag die Schüsse der Polizei. Die Beamten fanden den Autokorso, der zu Ehren eines frisch vermählten Brautpaares durch die Straßen zog, und hielten alle Beteiligten an. Die Waffe wurde beschlagnahmt und der 17-jährige Bremer wurde einem Erziehungsberechtigten übergeben. Eine solche Tat sei "kein Kavaliersdelikt", betonten die Beamten.
25-jähriger bei Schlägerei durch Fußtritte schwer verletzt
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Windparks auf See liefern immer mehr Strom

Die Windparks in Nord- und Ostsee haben ihre Stromproduktion im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Wie Netzbetreiber Tennet mitteilte, lieferten allein die Anlagen in der Nordsee im vergangenen Jahr 16 Terawattstunden und damit 47 Prozent mehr als 2016. Dazu kamen rund 1,5 Terawattstunden aus der Ostsee. Die Gesamtsumme sei mit 17,5 Terawattstunden mehr als der jährliche Stromverbrauch in Berlin, so der Netzbetreiber, der verantwortlich für den Transport des Windstroms vom Meer an Land und in die Hochspannungsnetze ist.
"Das kräftige Wachstum bei der Nordsee-Windernte zeigt, dass Offshore-Windstrom zu einer wichtigen Energiegröße bei gleichzeitig hoher Verlässlichkeit geworden ist", sagte Lex Hartman aus der Tennet-Geschäftsführung.
Gemessen an der gesamten Windstrom-Produktion in Deutschland betrug der Offshore-Anteil laut Tennet 17,3 Prozent - 15,9 Prozent aus der Nordsee. Am Spitzentag, dem 22. Oktober, erreichten die Nordsee-Windparks eine Einspeiseleistung von 4.350 Megawatt; das entspricht vier bis fünf sehr großen Kohle- oder Atomkraftwerken an Land. Die maximale Kapazität erreichte zum Jahresende 4.687 Megawatt. Zum Halbjahr 2017 waren 1.055 Offshore-Windräder am Netz, die Zahl für das Jahresende liegt noch nicht vor.
Der Betreiber hat die Kapazität zur Übertragung des erzeugten Stroms mit zehn Netzanschlüssen auf bislang 5.332 Megawatt ausgebaut. "Damit erfüllt Tennet schon jetzt mehr als 82 Prozent des Ausbauzieles der Bundesregierung, das Offshore-Windkapazitäten von 6.500 Megawatt bis zum Jahr 2020 vorsieht", sagte Hartman. Zwei weitere Anbindungssysteme würden bis 2019 fertiggestellt, sodass dann 7.132 Megawatt Übertragungskapazität in der Nordsee zur Verfügung stehen werden. Bis 2025 soll die Kapazität durch vier weitere Anbindungen auf mehr als 10.000 Megawatt steigen.

 

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Parteien: GroKo-Gegner starten vor Entscheidung mit Überraschungssieg

Wernigerode/Berlin (dpa) - Das Ergebnis ist so knapp, dass die Zählkommission des SPD-Landesparteitags in Sachsen-Anhalt ziemlich ins Schleudern gerät. Drei Mal muss sie nachzählen, erst dann steht fest: 52 Delegierte sind gegen eine große Koalition mit der Union, 51 dafür.
Was am späten Samstagnachmittag in dem kleinen Harz-Städtchen Wernigerode passiert ist der Auftakt zu einer ganz entscheidenden Woche im Drama um die Bildung einer neuen Bundesregierung. Bis zum nächsten Sonntag haben die Sozialdemokraten Zeit, über das von der Parteispitze ausgehandelte Sondierungspapier zu streiten. Dann entscheiden auf einem Bundesparteitag in Bonn 600 Delegierte über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit CDU und CSU. Diese Abstimmung gilt als höchste Hürde vor einer großen Koalition.
Aus Sachsen-Anhalt werden nur sieben Delegierte dabei sein. Es ist einer der unbedeutendsten SPD-Landesverbände - Mitgliederzahl und politische Relevanz sind marginal. Bei der letzten Landtagswahl 2016 wurde die SPD viertstärkste Partei mit einem Minusrekord von 10,6 Prozent der Stimmen. Eine große Koalition ist in Sachsen-Anhalt wegen der Stärke der AfD und der Linken gar nicht mehr möglich.
Trotzdem ist das Votum von Wernigerode ein Zeichen, wie gespalten die Partei in der Frage der Regierungsbeteiligung ist. Als das Ergebnis der Abstimmung bekanntgegeben wird, sind die beiden Protagonisten des Landesparteitags gar nicht mehr da. Vizekanzler und Außenminister Sigmar Gabriel hatte für das Ja-Lager das "sehr gute Ergebnis" der Sondierungen vertreten. Juso-Chef Kevin Kühnert stellte ihm die aus seiner Sicht zahlreichen Leerstellen gegenüber.
Auf den ersten Blick ist es ein ungleicher Wettbewerb. Dem Lager der Ja-Sager gehört die komplette Parteiprominenz an. Alle Mitglieder des Bundeskabinetts und Ministerpräsidenten setzen sich inzwischen für die GroKo ein. Selbst die zunächst skeptischen Regierungschefinnen Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz) und Manuela Schwesig (Mecklenburg-Vorpommern) sind nach dem Kompromiss vom Freitag dabei. Im Parteivorstand fiel das Votum mit 34 zu 6 für die große Koalition überraschend klar aus. Die Gegner hatten auf 10 Gegenstimmen gehofft.
Nicht erst seit Wernigerode ist klar, dass es an der Basis ganz anders aussieht. Das weiß auch Parteichef Martin Schulz. Er meldete sich am Wochenende nur mit einem Interview in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zu Wort. Am Montag beginnt sein Werbefeldzug bei den Delegierten. Dabei geht es in allererster Linie um die 144 Genossen aus seinem eigenen Landesverband Nordrhein-Westfalen, mit denen er am Montag und Dienstag in Dortmund und Düsseldorf spricht - unter Ausschluss der Öffentlichkeit.
Landeschef Michael Groschek, einst selbst GroKo-Kritiker, machte schon am Samstag einen ersten Stimmungstest bei einem Treffen des Landesvorstands mit den Unterbezirkschefs. "Das war eine sehr, sehr lebendige Diskussion", beschrieb er anschließend den Sitzungsverlauf. Doch auch Juso-Chef Kühnert geht auf Deutschlandtour, um als Speerspitze des Nein-Lagers die Gegner zu mobilisieren.
Begleitet werden die Kampagnen von einer Diskussion um Nachbesserungen am Sondierungsergebnis in den möglichen Koalitionsverhandlungen. Daran beteiligen sich auch diejenigen, die das Sondierungspapier mit ausgehandelt haben, wie die stellvertretenden SPD-Vorsitzenden Dreyer und Ralf Stegner. Oder auch diejenigen, die das Verhandlungsergebnis mit der Union in Parteipräsidium und -vorstand gestützt haben, wie Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller.
Viele Genossen nervt vor allem, dass man in der Gesundheitspolitik nur einen Teilerfolg erzielt hat. Statt einer Verschmelzung der privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen zu einer Bürgerversicherung ist bisher nur die Rückkehr zur gleichteiligen Finanzierung durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer herausgesprungen. Aber auch die Bereiche Flüchtlinge, Wohnen und Arbeitsmarkt werden als Felder genannt, auf denen noch mehr zu holen sei.
Diese Diskussion macht die Lage nicht einfacher. Denn abgestimmt wird am Sonntag auf Grundlage des Sondierungsergebnisses. Dass in Koalitionsverhandlungen deutlich mehr herausspringt, werden Schulz und Konsorten nicht garantieren können.
Vizekanzler Gabriel meint deswegen auch, man hätte eigentlich ganz auf das Parteitagsvotum verzichten sollen. So ein Vorgehen hat es bisher auch noch nicht gegeben. Für Gabriel ist es ein Misstrauensbeweis gegenüber den 450.000 Mitgliedern der SPD. Denn die sollen ganz am Ende, wenn der Koalitionsvertrag steht, das letzte Wort haben. Stimmt der Parteitag gegen die Koalition, kommen die Mitglieder gar nicht mehr zu Wort.
Gabriel ist sich sicher, dass die Mitglieder anders als die eher strategisch denkenden Funktionäre darauf achten, was inhaltlich auf der Haben-Seite steht. Auch deswegen sagt er: "Entweder wir sind für Basisdemokratie, dann müssen es die Mitglieder entscheiden, oder wir sind dagegen. Ich habe keine Angst vor den Mitgliedern."

 

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16 Verletzte nach Explosion von Touristenboot in Thailand

Bangkok (dpa) - Ein Schnellboot mit 31 Touristen aus China und Thailand an Bord ist nahe der beliebten thailändischen Insel Koh Phi explodiert und in Brand geraten. 16 Menschen seien bei dem Vorfall verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Der Kapitän und zwei weitere Menschen erlitten demnach schwere Verbrennungen. Ursache für die Explosion könnte ein Ölleck im vorderen Bereich des Bootes gewesen sein, vermutete die Polizei. Das Feuer habe dann schnell das ganze Boot erfasst und die Touristen genötigt, ins Wasser zu springen.

 

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Anlegen wie die Pensionskassen

Markus Frühauf
Redakteur in der Wirtschaft.
Wie es anders geht, zeigen die Versorgungseinrichtungen aus Skandinavien. Es gibt den staatlichen Ölfonds aus Norwegen, der eine Aktienquote von 70 Prozent aufweist und daneben auch sehr stark in Immobilien investiert. Und es gibt den dänischen Pensionsfonds ATP, der in den vergangenen 20 Jahren eine durchschnittliche Rendite von fast 9 Prozent erzielt hat. Das ist sogar besser als der norwegische Staatsfonds, der seit dem Jahr 1998 eine durchschnittliche jährliche Bruttorendite von 5,9 Prozent erzielt hat.
Die Stresstests der EU-Versicherungsaufsicht haben für die 195 geprüften Einrichtungen schon im gegenwärtigen Umfeld eine Unterdeckung von 349 Milliarden Euro aufgezeigt. Das ist die Differenz zwischen künftigen Verpflichtungen und dem vorhandenen Vermögen. Kommt es zu einem Börsencrash, dann befürchten die Aufseher sogar ein Loch von 702 Milliarden Euro. Gleichwohl muss hinzugefügt werden, dass die Stresstests der Aufseher die tatsächliche Lage bewusst überzeichnen, um den Druck auf die Verantwortlichen in den Versorgungseinrichtungen zu erhöhen. Doch haben schon einige deutsche Pensionskassen wie zum Beispiel der Beamtenversicherungsverein (BVV), der für die Betriebsrenten der Bankmitarbeiter zuständig ist, schon umgesteuert und ihre Zusagen für künftige Ansprüche gesenkt.
Das erinnert an die Lage der Lebensversicherer, die ebenfalls ihre großzügigen Zinsversprechen einkassiert haben. Ähnlich wie die Lebensversicherer müssen die Versorgungseinrichtungen stets die unmittelbaren Zahlungsverpflichtungen erfüllen und diese in der Anlage berücksichtigen. Das schränkt die Möglichkeiten ein. Doch die Pensionskassen haben einen Vorteil: Sie müssen das Geld weniger liquide als die Lebensversicherer anlegen, da selten jemand eine Betriebsrente kündigt. Das lässt zum Teil auch langfristige Strategien in der Kapitalanlage zu.
Die deutsche Finanzaufsicht Bafin hat die Pensionsfonds schon „in Manndeckung“ genommen. Der dafür zuständige Bafin-Exekutivdirektor Frank Grund hält es für unabdingbar, dass die Löcher gestopft werden. Dafür müssten auch die Unternehmen als Arbeitgeber und deren Aktionäre einstehen. Hinzu kommen größere Anforderungen bezüglich der Kapitalanlage. Risiken müssen eingegangen und beherrscht werden. Dazu zählen nicht nur Aktien, sondern auch illiquide Anlagen wie Immobilien, erneuerbare Energien, Infrastruktur oder Unternehmensbeteiligungen (Private Equity).

 

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Eastside zum fünften Mal Pokalsieger in Serie

Die Tischtennis-Frauen des TTC Berlin Eastside haben am Sonntag in Hannover zum fünften Mal in Folge den DTTB-Pokalwettbewerb gewonnen. Im Finale besiegte das Team von Trainerin Irina Palina den Bundesliga-Kontrahenten TuS Bad Driburg mit 3:1. Am Vormittag hatten die Hauptstädterinnen Herbstmeister TTG Bingen/Münster-Sarmsheim mit demselben Ergebnis ausgeschaltet.
Im Endspiel gegen Bad Driburg (3:0 im Halbfinale gegen Zweitligist TSV Langstadt) ging der Außenseiter durch Nina Mittelhams 3:1 gegen die Berlinerin Georgina Pota in Führung. Doch anschließend holten Tie Yana, Xiaona Shan und Pota die nötigen Punkte zum fünften Pokaltriumph in Folge seit Wiederbelebung des Wettbewerbs 2014.

 

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Die Serie der Augsburger Panther reißt gegen Köln

Nach vier Siegen in Folge kassierten die Augsburger Panther am Sonntag im Heimspiel gegen Köln wieder eine Niederlage. Im mit 6139 Zuschauern ausverkauften Curt-Frenzel-Stadion gewannen die Gäste aus der Domstadt mit 3:1 (1:0,0:1,2:0). Dabei zeigten die Gastgeber wie schon am Freitag beim 2:1-Sieg in Nürnberg eine sehr konzentrierte Leistung - vor toller Kulisse.
Knapp 1000 mitgereiste Haie-Fans sorgten im Sangeswettstreit mit den Augsburger Fans für Gänsehaut-Atmosphäre. Auf dem Eis tat sich dagegen zunächst wenig Spektakuläres, denn auch die Gäste hatten erst einmal die Devise „Safety first“ ausgegeben. Erst ein Missgeschick von Brady Lamb änderte das.
Einen Pass des Verteidigers fing Justin Shugg, vergangene Saison noch im Panther-Trikot, ab, stürmte allein auf Olivier Roy zu und verwandelte eiskalt zum 1:0 für die Gäste (19.). Dabei blieb es bis zur ersten Pause, die mit einem kleinen Seitenhieb für die Haie-Fans begann. Kaum waren die Mannschaften vom Eis, dröhnte der Altbier-Song der Toten Hosen aus den Lautsprechern. Dieser beschäftigt sich mit der längsten Theke der Welt, die angeblich in Düsseldorf steht - bei den Köln-Fans dürfte die musikalische Würdigung des ungeliebten Nachbarn nicht unbedingt Glücksgefühle ausgelöst haben.
Im zweiten Durchgang erarbeite sich Köln mehr und mehr Spielanteile. Auffällig auch: Beide Mannschaften blieben der Strafbank fern. Augsburg konnte sich also nicht auf sein starkes Powerplay verlassen, sondern benötigte eine kleine Portion Glück für den Ausgleich. Einen Schuss von Trevor Parkes aus spitzem Winkel fälschte Kölns Moritz Müller ins eigene Tor ab (31.). Da es im Eishockey aber keine Eigentore gibt, bekam Parkes den Treffer gutgeschrieben - sein 20. Tor in dieser Saison.
Das Erfolgserlebnis zeigte sofort Wirkung. Augsburg war wieder ein gleichwertiger Gegner. Dann wurde es hitzig: Lamb, 100-Kilo-Verteidiger der Panther und ansonsten ein eher ruhiger Vertreter seiner Art, geriet mit Alexandre Bolduc ins Gehege. Ein spektakulärer Zweikampf, den der Augsburger mit einem Aufwärtshaken klar gewann. Ein paar Meter weiter lieferten sich Shugg und Aleksander Polaczek ebenfalls ein kleines Scharmützel. Die Konsequenz: vier Mann auf den Strafbänken, aber weiterhin keine Überzahlsituation auf dem Eis. Trotzdem: Jetzt wurde aus dem anfangs taktisch geprägten Spiel ein hitziges Duell. Nicht unschuldig daran waren die Schiedsrichter, die eine sehr großzüge Linie vertraten.
Als sich die Gemüter gerade wieder beruhigt hatten, schloss Corey Potter einen schönen Angriff zum 2:1 für die Gäste ab (52.). Die Panther warfen jetzt alles nach vorne. Olivier Roy ging zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis. Vergeblich. Shugg traf ins leere Tor zum 3:1 für die Haie (60.).
Noch ein Sieg! Augsburger Panther auf Pre-Play-off-Kurs
Augsburger Panther warnen vor Schwarzmarkt-Tickets

 

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Suff-Fahrer (32) verletzt Fußgänger und fällt Baum

München – Diese Suff-Fahrt endete mit einem schwerverletzten Mann und einem gefällten Baum!
Ein Münchner Unternehmensberater war mit seinem Audi A5 Samstag Nacht um 4.05 Uhr mit zwei Promille vom Altstadtring Richtung Corneliusstraße unterwegs.
Die Kreuzung wollte er geradeaus überqueren. Doch aufgrund seiner starken Alkoholisierung verlor der Mann die Kontrolle über sein Auto.
Der 32-Jährige kam mit seinem Auto rechts von der Fahrbahn ab und erfasste vor der Glockenbachwerkstatt einen Mann (48), der mit vier weiteren Personen auf dem Gehweg stand.
►Der 48-Jährige wurde schwer verletzt und musste mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht werden.
Unglaublich, der Suff-Fahrer blieb nicht an der Unfallstelle stehen, sondern setzte die Fahrt fort!
Er raste die Blumenstraße entlang, übersah aber die scharfe Rechtskurve in die Frauenstraße.
Er schoss geradeaus auf den Viktualienmarkt, fällte mit seinem Audi zuerst einen Baum, knallte dann gegen einen Betonpoller und wurde anschließend noch gegen eine Laterne geschleudert.
Passanten konnten den Unfallverursacher bis zum Eintreffen der Polizeibeamten festhalten.
Da der Mann erheblich alkoholisiert war, wurde eine Blutentnahme angeordnet und sein Führerschein sichergestellt. Er selbst wurde bei dem Vorfall nicht verletzt.
Der Gesamtschaden beläuft sich auf ca. 26 000 Euro.
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Kunde vereitelt bewaffneten Überfall auf Supermarkt

Ein 31-jähriger Mann hat am Samstagabend mit seinem mutigen Einschreiten einen Überfall auf einen Supermarkt in Delmenhorst vereitelt. Wie ein Polizeisprecher gegenüber NDR.de sagte, hatte ein 18-Jähriger aus Bremen gegen 20.10 Uhr eine Kassiererin mit einer Waffe bedroht und die Herausgabe des Bargeldes gefordert. Als der 31-jährige Zeuge darauf aufmerksam wurde, zögerte er keinen Moment und riss den Täter zu Boden. Gemeinsam mit vier weiteren Kunden konnte er den jungen Mann bis zum Eintreffen der Polizei festhalten.
Zwei Mitarbeiterinnen des Marktes erlitten einen Schock und mussten ärztlich behandelt werden. Da die Staatsanwaltschaft Oldenburg keinen Haftbefehl erließ, ist der 18-Jährige nach Angaben des Polizeisprechers mittlerweile wieder auf freiem Fuß.
Das beherzte Eingreifen des 31-jährigen Kunden bezeichnete der Sprecher als "löblich", warnte zugleich aber auch vor dem Risiko. "Wir wollen auf keinen Fall dazu ermutigen, denn so etwas ist natürlich nie ungefährlich", sagte er NDR.de. "Gerade wenn der Täter bewaffnet ist, läuft man Gefahr, selbst verletzt oder sogar getötet zu werden." Im Zweifel sei es besser, umgehend die Polizei zu alarmieren und wichtige Informationen wie zum Beispiel das Kennzeichen des Fluchtfahrzeugs zu notieren.

 

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Neuer Feuerwehr-Kommandant fordert hauptamtliches Personal

Wegen B2-Tunnel und Gewerbegebiet Schorn sagt Markus Grasl: "Die Ehrenamtlichen stehen vor noch nie dagewesenen Anforderungen." Der Betriebshof soll aushelfen.
Die Freiwillige Feuerwehr Starnberg muss sich neu ausrichten. Dies fordert der auf der Jahreshauptversammlung am Freitag neu gewählte Kommandant Markus Grasl. Bereits am 6. Dezember hatte der 35-jährige, der beruflich als Brandinspektor im Landratsamt München arbeitet, den Mitgliedern ein bis ins Detail ausgearbeitetes Konzept vorgestellt. Darin erklärt er mit Blick auf die großen, anstehenden Projekte der Stadt wie B2-Tunnel oder Gewerbegebiet Schorn, dass die Feuerwehr beim abwehrenden Brandschutz vor "bislang noch nie da gewesenen, aktuell teilweise nicht zu leistenden Anforderungen" stehe. Die Ehrenamtlichen müssten daher grundsätzlich durch hauptamtliches Personal unterstützt werden.
Um den Brandschutz im B2-Tunnel sicher bewältigen zu können, muss die Stadt Grasl zufolge klar darlegen, was sie zum vorbeugenden baulichen und anlagetechnischen Brandschutz fordert. Gegenüber der SZ monierte er, dass die Feuerwehr bislang nicht in die Tunnelplanungen einbezogen worden sei. Das letzte Gespräch habe vor etwa 20 Jahren stattgefunden. Da die Ehrenamtlichen tagsüber oft nicht einsatzbereit sind, schlägt der Kommandant eine intensive Zusammenarbeit mit dem Betriebshof Starnberg vor. Die 40 Mitarbeiter, die teilweise schon FFW-Mitglieder sind und mit Spezialkenntnissen wie Motorsägenkurse gute berufliche Qualifikationen für einen Feuerwehreinsatz mitbringen, könnten tagsüber die Wachbereitschaft übernehmen. Auch Urlaubs- und Krankenvertretungen könnten besser organisiert werden. Zudem seien im Betriebshof die notwendigen Werkstätten vorhanden und dadurch Synergieeffekte möglich. Denn das Feuerwehrgerätehaus ist zu eng geworden. Daher fordert Grasl, über eine Sanierung oder gar einen Neubau des Gerätehauses nachzudenken. Ein weiterer Vorschlag ist eine engere Zusammenarbeit mit der Autobahnmeisterei Oberdill sowie ein Fortbildungskonzept in der Brandschutzerziehung.
Im Vorfeld der Wahlen hatte es Gerüchte von Unstimmigkeiten gegeben. Dem Vernehmen nach sollen sich gleich mehrere Kandidaten als Nachfolger für die bisherigen Kommandanten Christian Reichert und Helmut Schweickart gemeldet haben. Am Freitag war davon nicht mehr die Rede. Es trat nur noch Grasl für das Amt des Starnberger Kommandanten an, Maximilian Maenner für dessen Stellvertreterung. Von den 60 anwesenden Aktiven stimmten 48 für Grasl, Maenner bekam 51 Ja-Stimmen. Grasl äußerte sich mit dem Ergebnis zufrieden. Der hohe Anteil an Ja-Stimmen zeige, dass der Großteil der Aktiven "hinter mir steht", sagte er. Der 35-Jährige ist seit 1996 Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Starnberg und gehört seit 2009 als Zugführer der Führungsebene an. Bevor er zum Brandinspektor für den Landkreis München ernannt wurde, war er Ausbilder an der staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried und bei der Flughafenfeuerwehr München. Der 27-jährige Maenner ist seit 2002 Zugführer und steht als Forstwirt bei der Stadt Starnberg auch tagsüber für Einsätze zur Verfügung. Dadurch ergänzten sich die Kommandanten beim Bereitschaftsdienst optimal, sagte Grasl zur SZ.
Reichert und Schweickart stellten sich nach 18 Jahren nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung. Der Grund ist, dass Schweickart zum Kreisbandinspektor ernannt worden ist. Die beiden ehrenamtlichen Tätigkeiten seien nicht zu vereinbaren, sagte er. "Wir sind zusammen vor 18 Jahren angetreten, wie hören auch gemeinsam auf", begründete der scheidende Kommandant Reichert sein Ausscheiden gegenüber der SZ.
Wie Reichert in seinem Rechenschaftsbericht hervorhob, hatten die Kommandanten in den vergangenen 18 Jahren zusammen 157 680 Stunden Bereitschaftsdienst geleistet. Sie waren in dieser Zeit für 6172 Einsätze verantwortlich, bei denen 48 498 Arbeitsstunden anfielen. Im vergangenen Jahr wurden die Aktiven der Starnberger Wehr zu 415 Einsätzen gerufen. Zusammen mit den Übungen hatten sie 5057 ehrenamtliche Stunden geleistet. Bei den turnusgemäßen Wahlen wurde der Vereinsvorstand mit Thomas Pleyer an der Spitze, seinem Stellvertreter Franz Engelhardt und Schriftführer Michael Aulehner wiedergewählt. Neu sind Tobias Kraus als Kassier und Stefan Borrmann als Mannschaftssprecher sowie als Beisitzer Christian Klingt und Max Wörsching.

 

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Wind verbläst Generalprobe für Skiflug-WM

Bad Mitterndorf (dpa) - Extreme Windböen über mehrere Stunden haben für eine Absage des Skifliegens am Kulm gesorgt und damit den deutschen Springern die Chance auf eine gelungene Generalprobe für die Skiflug-WM in Oberstdorf genommen.
"Ein Wettkampf war bei den Bedingungen heute nicht möglich", sagte Bundestrainer Werner Schuster, nachdem zunächst die Quali und später auch der Wettkampf in Bad Mitterndorf abgesagt wurden. In Abwesenheit des verletzten Top-Springers Richard Freitag konnten Andreas Wellinger und Co. damit den schlechtesten Wettkampf des Olympia-Winters von Samstag nicht wieder gutmachen. "Das Ergebnis war nicht das, was wir uns erhofft haben", resümierte Schuster.
Der große Sieger des Wochenendes war der an der Hüfte lädierte Freitag, der seinen Fans in den sozialen Medien ein Video widmete, in dem er mit einem Lied auf der Gitarre für die Unterstützung dankte. Freitag hat in diesem Winter bereits drei Springen gewonnen und war bis zu seinem Sturz in Innsbruck der überragende Skispringer der Saison. "Er ist sehr gut in Form, deswegen hoffe ich auf seine Rückkehr. Die Hoffnung lebt, er hat keine strukturellen Verletzungen", sagte Schuster über Freitag, der für die Flug-WM in Oberstdorf als deutscher Medaillenanwärter gilt.
In Bad Mitterndorf verpassten die DSV-Adler um Wellinger (15.), Markus Eisenbichler (12.) und Co. am Samstag erstmals seit knapp zwei Monaten das Podest. Am Sonntag durften sie im stürmischen Wind in der Steiermark gar nicht mehr von der Flugschanze. "Leider keine Flüge mehr. Ich wäre sehr motiviert gewesen, wollte mir nochmal das richtige Gefühl für die nächste Woche holen", sagte der 22-jährige Wellinger. "Jetzt heißt es weitermachen und das Gefühl holen, dann funktioniert das auch wieder."
Vier bis acht Meter Wind machten selbst den Beginn des Wettkampfs unmöglich, die Böen kamen aus allen Richtungen und sorgten frühzeitig für eine Absage. "Das Ergebnis vom Samstag ist nicht vom Tisch zu wischen, aber es ist auch nicht überzubewerten", meinte Schuster.
Vor allem die Norweger mit Samstags-Sieger Andreas Stjernen und Daniel Andre Tande als Zweitem überzeugten wenige Tage, bevor es auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze um Gold, Silber und Bronze geht. "Norwegen hat die kompakteste Mannschaft, sie sind sicher die Favoriten", sagte Schuster. Der Österreicher geht aber davon aus, dass in Oberstdorf "die Karten neu gemischt" werden. Am Kulm wurde das Klassement ordentlich durcheinander gewirbelt, auch die Routiniers Simon Ammann aus der Schweiz als Dritter und der Japaner Noriaki Kasai als Fünfter sprangen plötzlich wieder vorn mit.
Beendet ist dagegen die Siegesserie von Tournee-Dominator Kamil Stoch, der bei dem Traditionsevent noch alle vier Wettbewerbe gewonnen hatte. Als 21. blieb der Pole weit hinter seinen zuletzt gebotenen Vorleistungen zurück.
Das war auch für Freitag, der derzeit in seiner neuen Wahlheimat Oberstdorf von einem Physiotherapeut behandelt wird, gut: Der 26-jährige Sachse verlor im Kampf um den Gesamtweltcup nur zehn Punkte und liegt mit 22 Zählern Rückstand weiter voll im Rennen um das Gelbe Trikot. Zunächst zählt aber die Rückkehr zur Flug-WM. "Es wäre für jedes Team der Welt wertvoll, wenn Richard Freitag zurückkommt", sagte Schuster. Eine Entscheidung über seinen Start soll im Laufe dieser Woche fallen.

 

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Bundeswehrverband "erschüttert" über GroKo-Pläne

Berlin (dpa) - Der Bundeswehrverband bewertet das Sondierungsergebnis von Union und SPD für die Truppe als unverantwortlich und damit komplett gegensätzlich zu Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU).
"Ich bin enttäuscht und erschüttert vom Ergebnis der Sondierungen", sagte Verbandschef André Wüstner der Deutschen Presse-Agentur. Die ausgehandelten Etatsteigerungen für die Bundeswehr reichten bei weitem nicht aus. "Wenn das tatsächlich so beschlossen wird, dann ist es eine Einigung auf Kosten der Bundeswehr, auf Kosten unserer Verlässlichkeit und Bündnisfähigkeit - und damit auf Kosten der Sicherheit Deutschlands. Das ist unverantwortlich!"
Zum Ergebnis der Sondierungsverhandlungen von CDU, CSU und SPD über eine große Koalition gehört eine Erhöhung des Etats für Verteidigungs-, aber auch für Entwicklungsausgaben von zwei Milliarden Euro bis 2021. Welcher Anteil des Betrags an die Bundeswehr geht, bleibt im vereinbarten Papier unklar. Union und SPD versprechen den Soldaten darin die "bestmögliche Ausrüstung, Ausbildung und Betreuung". Das Zwei-Prozent-Ziel der Nato wird nicht erwähnt. Es sieht eine Anhebung der Verteidigungsausgaben in Richtung zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts bis 2024 vor. Deutschland liegt trotz steigender Verteidigungsausgaben bei nur 1,2 Prozent.
Von der Leyen, die bei dem Thema federführende CDU-Unterhändlerin war, sprach dagegen von einer guten Grundlage für die Bundeswehr. Man setze damit auf dem 51. Finanzplan auf. "Und der gibt ein gutes Fundament für die Aufgaben der Bundeswehr", sagte sie am Samstag bei einem Besuch der Bundeswehr in Jordanien.
Haushaltsverhandlungen müssten dann in der Legislaturperiode von Jahr zu Jahr mit dem Finanzministerium und dem Parlament geführt werden. Wichtig seien für die Truppe die bestmögliche Ausrüstung, Ausbildung und Betreuung, sagte von der Leyen. "Wir werden aber noch einen langem Atem brauchen, bis die hohlen Strukturen in der Bundeswehr aufgefüllt sind über die Jahre."
Wüstner dagegen sagte, wer das Papier ausgehandelt habe, dem fehle jede Vorstellung vom Zustand der Truppe und den Kosten ihrer Modernisierung. Die geplanten Mehrausgaben reichten nicht einmal aus, um die absehbar steigenden Betriebskosten der Bundeswehr aufzufangen. "Ich werde nie verstehen, wie Union und SPD einerseits "bestmögliche Ausrüstung, Ausbildung und Betreuung" versprechen können und zugleich erklären, dass sie die Kosten dafür nicht tragen wollen."
Wüstner sagte weiter: "Wenn das beschlossen wird, kann die geplante Modernisierung nicht fortgesetzt werden, die Trendwenden werden gestoppt oder abgeschwächt, glaubhafte europäische Verteidigungskooperation wird unmöglich. Ich frage mich: Wo war eigentlich da Verteidigungsministerin von der Leyen, als das verhandelt wurde?"
Der Bundeswehrverband vertritt nach eigenen Angaben die Interessen aktiver und ehemaliger Soldaten, Beamten und Arbeitnehmer der Bundeswehr, ihrer Familienangehörigen und Hinterbliebenen. Er gibt seine Mitgliederzahl mit rund 200.000 an.

 

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Die ganze Bandbreite

SPD-Kreisrätin Annette Ganssmüller-Maluche startet Gesprächsreihe über und mit erfolgreichen Frauen im Landkreis
Im Oktober will Annette Ganssmüller-Maluche aus Ismaning für die SPD in den Landtag gewählt werden. Die Weichen dafür, dass sie als Frau überhaupt dem Parlament angehören darf, wurden vor hundert Jahren gestellt. Am 8. November 1918 rief Kurt Eisner den Freistaat aus, nach der Abschaffung der Monarchie wurde das allgemeine, geheime und gleiche Wahlrecht für "alle mindestens 20 Jahre alten männlichen und weiblichen Personen" durchgesetzt, wie es in dem Aufruf des Rats der Volksbeauftragten hieß, und der hatte Gesetzeskraft.
Ganssmüller-Maluche hat sich die Mühe gemacht und mal nachgezählt, wie es um die Frauenquote damals bestellt war. Sieben von 180 am 12. Januar 1919 gewählten Abgeordneten waren demnach weiblich. Und sie findet: Die Berufsbezeichnungen lassen die Stellung der Frau der damaligen Zeit erkennen. Da nahm die Ärztinnengattin neben der Geschäftsführergattin Platz, die Prokuristengattin und die Obersekretärsgattin waren auch dabei. Der Großteil der Parlamentarierinnen gehörte übrigens der Bayernpartei an. Heute sitzen 53 Frauen im bayerischen Landtag, insgesamt sind es noch immer 180 Abgeordnete. Die höchste Frauenquote hat hier übriges die SPD mit 45 Prozent, gefolgt von den Grünen (41). Die CSU-Fraktion ist zu 21 Prozent weiblich, die Freien Wähler sind bei dieser Rechnung Schlusslicht (18).
Ganssmüller-Maluche nimmt dieses Jubiläum des Frauenwahlrechts nun zum Anlass, um im Wahljahr eine Gesprächsreihe "Frauen im Landkreis" zu starten. "Ich bin keine Frauenrechtlerin, keine Emanze", sagt sie, dafür fehle ihr ein streitbares Wesen. Was aber nicht bedeuten solle, dass ihr "gleiches Recht für alle in allen Lebensbereichen" nicht am Herzen liege. An manchen Stellen fehle es eben heute noch immer, erinnert sie an die Forderung nach gleicher Bezahlung.
In ihrer Veranstaltungsreihe stellt die SPD-Politikerin nun Frauen aus dem Landkreis vor und diskutiert mit ihnen. Sie will dabei jeweils zwei Gäste "bei einem Kaffeekränzchen" zusammenbringen, die ein bestimmtes Thema verbinde. "Ich möchte dabei die ganze Bandbreite von Frauen aufzeigen, die heute in unserem Landkreis leben", so Ganssmüller-Maluche. Den Anfang machen am Sonntag, 21. Januar, von 16.30 bis 18.30 Uhr in Kirchheim (Sportgaststätte "Zum Kelten") zwei Unternehmerinnen. Mit der Physikerin und Gründerin des IT-Sicherheitsunternehmen Genua, Michaela Harlander, und der Unternehmensberaterin Michaela Mellinger hat sich die Kandidatin bewusst zwei Frauen zu Kaffee und Kuchen eingeladen, "die in angeblichen Männerberufen tätig sind". Natürlich stünden bei den Treffen politische Themen im Mittelpunkt, betont sie.
Auch der zweite Termin ist bereits fixiert. Im Ottobrunner Wolf-Ferrari-Haus soll es am Sonntag, 4. Februar (16 bis 18 Uhr), mit Alt-Landrätin und Vorsitzender des Katholikenrats, Johanna Rumschöttel, und Ruth Markwart-Kunas (Präsidiumsmitglied der Dekanatssynode München) um "Frauen in der Kirche" gehen. Am Samstag, 3. März, folgt in Feldkirchen (Taverna Skiathos) das Thema Sport mit Elke Baumgärtner aus dem BLSV-Vorstand und der Vorsitzenden des TSV Feldkirchen, Brigitte Pfaffinger.

 

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"Gysi": Das menschliche Ausrufezeichen

Als sich sein Leben für immer verändert,
macht Gregor Gysi vor 500.000 Menschen einen Scherz. Es ist der 4. November
1989. Der 41-Jährige klettert auf eine provisorische Bühne auf dem
Alexanderplatz in Ost-Berlin. Der Mann im Trenchcoat zittert vor Nervosität,
fürchtet ein staatlich angeordnetes Massaker wie auf dem Pekinger
Tian'anmen-Platz wenige Monate zuvor. Dann spricht er seine ersten Worte ins
Mikro: "Liebe Freunde, ich spreche eigentlich frei. Ich hab's mir diesmal
aufgeschrieben, damit ich auch hinterher noch weiß, was ich gesagt habe." Die
Menge lacht und ein Medienstar ist geboren.
Solche zeithistorischen Filmaufnahmen
zählen zu den Stärken des 90-minütigen Porträts, das der MDR zwei Tage vor
Gysis 70. Geburtstag am 16. Januar 2018 sendet. Dazu gehören auch Bilder einer
Gesprächssendung des DDR-Fernsehens, aufgenommen zwei Tage nach der
Demonstration auf dem Alexanderplatz. Gysi, zu dieser Zeit eine Art erster
Anwalt des Landes, sitzt zwischen ratlos blickenden Funktionären und Generälen
in Uniform und redet darüber, wie er den ostdeutschen Staat reformieren möchte.
Schon damals spricht er direkt und frei von Funktionärsprosa.
Der schlichte Titel Gysi passt gleich in doppelter Hinsicht zu diesem Dokumentarfilm.
Denn zum einen zeigen Nicola Graef und Florian Huber die Marke, zu der sich
ihre Titelfigur bis heute konsequent stilisiert: Gysi, den gewandten und selbstsicheren
Rhetoriker, der partout nicht ins verbreitete Bild vom wehleidigen Ostdeutschen
passt. Gysi, das menschliche Ausrufezeichen.
Zum anderen geht es in Gysi immer wieder um zwei andere Träger
dieses Namens: Irene und Klaus Gysi. Die Mutter hatte adlige Vorfahren, der Vater
kam aus einer wohlhabenden Familie von Ärzten und Kaufleuten. Beide hatten einen
jüdischen Elternteil. Obwohl das Liebespaar heimlich für die Kommunistische
Partei arbeitete, überlebte es den Zweiten Weltkrieg am Rande Berlins. In der
sowjetischen Besatzungszone und der jungen DDR stieg Klaus Gysi rasch auf,
wurde 1966 sogar Kulturminister und 1973 Botschafter in Rom. Der redegewandte,
klassisch gebildete Mann formte einen willkommenen Kontrast zu den
kleinbürgerlich-spießigen SED-Funktionären. Ihren Kindern Gregor und Gabriele
vermittelten die Gysis das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Roter Adel.
Der Film zeigt, wie Klaus Gysi, damals
schon über 80 Jahre alt, 1994 eine Anekdote über seinen berühmten Sohn erzählt.
Lakonischer Tonfall und Sprachrhythmus ähneln dem Gregors bis ins Detail. Der
Vater, das arbeitet dieser Film deutlich heraus, war für seinen Sohn Vorbild
und Last. Ausgerechnet der Untergang des Staates, für dessen Fortbestand der
Ältere sein Leben lang arbeitete, bot dem Jüngeren schließlich die Chance zur
Emanzipation.
Denn mit der 13-minütigen Rede auf dem
Alexanderplatz beginnt Gregor Gysis Aufstieg zur letzten Hoffnung der SED. Zwar
hatte die Staatspartei 1989 zwei Millionen Mitglieder und 44.000 Angestellte,
aber nach dem Mauerfall am 9. November zerfiel sie rasend schnell. Auf einem
Sonderparteitag am 8. Dezember 1989 sagte Gysi: "Wir brauchen einen
vollständigen Bruch mit dem gescheiterten stalinistischen, das heißt
administrativ-zentralistischen Sozialismus in unserem Land." Er will die Partei
retten und die DDR reformieren. Geschickt inszenierte sich der Ministersohn
dabei zum Hoffnungsträger, der mit der düsteren Vergangenheit nichts zu tun
hat. Die einen werden ihn dafür lieben, die anderen hassen.

 

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Ulrich Tukur droht mit Tatort-Abschied *** BILDplus Inhalt ***

Ulrich Tukur (60) gehört zu den beliebtesten „Tatort“-Ermittlern der ARD.
Seit acht Jahren spielt er den LKA-Kommissar Felix Murot.
Lesen Sie mit BILDplus, was dazu führen würde, dass er beim „Tatort“ hinschmeißt, und warum dies gar nicht so abwegig ist.
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Sozialministerium weist SPÖ-Warnungen vor Zuwanderung zurück

Im FPÖ-geführten Sozialministerium weist man die Warnungen und Kritik der SPÖ im Zusammenhang mit möglichen Änderungen bei der Mangelberufsliste zurück. Die jüngste Ausweitung der Liste von 11 im Jahr 2017 auf 27 im Jahr 2018 gehe ohnehin noch auf die im Dezember verabschiedete Fachkräfteverordnung des damaligen SPÖ-Sozialministers Alois Stöger zurück. Und eine Neuregelung gebe es noch nicht.
Das Sozialministerium wünscht sich deshalb eine Versachlichung der Debatte. SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher hatte zuvor gewarnt, dass eine mögliche Regionalisierung der Mängelberufsliste, die den Zuzug von Ausländern aus Nicht-EU-Staaten in Berufsbranchen erlaubt, in denen es zu wenige Fachkräfte gibt, dazu führen könnte, dass zusätzliche 150.000 Zuwanderer ins Land kommen. In der Vergangenheit war es die FPÖ, die mit solchen Zahlen vor einer Öffnung des Arbeitsmarktes gewarnt und die SPÖ kritisiert hatte.
Laut Sozialministerium waren in den 11 Mangelberufen von 2017 Ende November 2017 292 Fachkräfte aus Drittstaaten mit Rot-Weiß-Rot-Karte beschäftigt. Die Mangelberufsliste dient ausschließlich der Zulassung von Fachkräften aus Drittstaaten über die sogenannte Rot-Weiß-Rot-Karte. Fachkräfte aus EU-Mitgliedstaaten haben ohnehin freien Arbeitsmarktzugang. Die Ermittlung der Mangelberufe ist im Ausländerbeschäftigungsgesetz klar vorgegeben. Als Mangelberufe kommen demnach Berufe in Betracht, für die pro gemeldete offene Stelle höchstens 1,5 Arbeitsuchende vorgemerkt sind Überlegungen, bei der Erstellung der Fachkräfteverordnung auch regionale Aspekte einzubeziehen, sind zuletzt vor allem deshalb aufgetaucht, weil es beispielsweise beim Beruf Gaststättenkoch in den westlichen Bundesländern Salzburg, Tirol und Vorarlberg deutlich mehr offene Stellen mit vergleichsweise wenig arbeitslos vorgemerkten Arbeitskräften gibt, während in den östlichen Bundesländern kein Mangel an Köchen festgestellt werden kann.
Im Regierungsprogramm von ÖVP und FPÖ ist deshalb vorgesehen, künftig auch den regionalen Bedarf an Fachkräften besser zu berücksichtigen, hieß es aus dem Büro von Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ). Zugleich soll auch die überregionale Vermittlung von Arbeitskräften generell verbessert und die Lehrausbildung attraktiver gemacht werden.
"Im Sinne dieser Zielsetzungen wird das Sozialministerium unter Einbeziehung der Sozialpartner zügig ein Modell erarbeiten, in dem die Zulassung von Fachkräften aus Drittstaaten auch unter Berücksichtigung der regionalen Bedarfslage ermöglicht, zugleich aber auch versucht wird, die Bedeutung der Lehrausbildung insgesamt zu stärken, Jugendliche dabei zu unterstützen, die Ausbildung in den Betrieben zu verbessern und das vorhandene Potenzial von Fachkräften durch Intensivierung der überregionalen Vermittlung besser einzusetzen", hieß es in einer Stellungnahme gegenüber der APA.
Die NEOS kritisierten unterdessen das "Anti-Ausländer-Match" von SPÖ und FPÖ und forderten zugleich eine weitere Ausweitung der Mangelberufsliste. "Die Liste der Mangelberufe ist ein bisschen erweitert worden, aber immer noch zu kurz", meinte NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker. Die Zahl der offenen Stellen auf dem österreichischen Arbeitsmarkt liege um rund 35 Prozent über dem Vorjahr. "Die Betriebe tun sich immer schwerer, die richtigen Arbeitskräfte zu finden. Die lange Dauer der Personalsuche kostet die Wirtschaft viel Geld und Wachstumspotenzial", so Loacker. "So ist etwa der Beruf des Kochs nicht auf der Liste zu finden - obwohl gerade in Westösterreich Köche händeringend gesucht werden.
(APA)

 

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Video: Nichts wie Rhein - traditionelles Neujahrsschwimmen in Düsseldorf

Einen kleinen Vorgeschmack auf den Karneval gab es am Samstag in Düsseldorf, auch wenn beim traditionellen Neujahrsschwimmen der DLRG statt Altbier nur der Rhein in Strömen floss. Rund 200 Teilnehmer im Alter von 16 bis 79 Jahren stiegen an der Kniebrücke in die kalten Fluten. Die sechs bis acht Grad Wassertemperatur waren für einige Hartgesottene aber halb so wild. "Wir haben zwei Möglichkeiten, wir haben einen Nasstaucheranzug, den hab ich an. Es gibt aber auch Trockentauchanzüge, da wird man gar nicht nass drunter, da kann man sich schön warm drunter anziehen. Aber so kalt ist es noch nicht, wir haben sechs Grad glaub ich jetzt hier, das Wasser wird ähnlich warm sein, Strömung ist gut, ist also, haben wir schon kälter mitgemacht." "Ich mache es das zweite Mal jetzt mit aber ich fand's schon beim ersten Mal super und es macht einfach wahnsinnig Spaß dann gleich zu sammen mit der Gruppe, wir sind vom Verein ja hier, mit zwölf Mann dabei, in den Rhein reinzuspringen und sich da treiben zu lassen." Das Neujahrsschwimmen fand in diesem Jahr zum 53. Mal statt. Das nasskalte Spektakel der DLRG hat aber auch einen praktischen Hintergrund. Die Rettungsschwimmer wollen damit ihre Einsatzbereitschaft und die Qualität ihrer Einsatzmittel zu jeder Jahreszeit zeigen sowie den Kontakt zwischen den Vereinen fördern. Los ging es bei Rheinkilometer 743,5 über fünfeinhalb Kilometer bis zum Löricker Sporthafen. Vor dem Start erklärte einer der Teilnehmer seine Schwimmtaktik: "Einfach treiben lassen, mal etwas vor und zurück zu den Kumpels schwimmen und dumme Sprüche reißen, das macht man so halt während des Schwimmens." Damit während des Schwimmens keiner verloren geht, begleiten Boote und 15 Sicherungsschwimmer Gruppe, dieses und bestimmt auch wieder nächstes Jahr.

 

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Ivana Trump: Wie man eine Dynastie gründet

R ohes Geld und unerbittlicher Wille: Das wahre Oberhaupt der Trump-Familie heißt nicht Donald, sondern Ivana. Das Leben der weiblichen Patriarchin zeigt, wie man heute eine Dynastie gründet. In „Raising Trump“ inszeniert sie sich als Gründerin und Herrscherin des Trump-Clans, wie wir ihn heute kennen. „Ich glaube, es ist mein Verdienst, so tolle Kinder großgezogen haben“, monopolisiert sie. „Ich war vor der Scheidung verantwortlich für die Kindererziehung und nachher auch. Ich war zuständig für Kinderpflege, Taschengeld, Ausbildung und Reisen... ‚Raising Trump‘ ist meine Geschichte, ich erzähle aus meiner Perspektive, was ich für meine Familie getan habe und immer noch tue.“ Das „Ende des Mannes“ also auch hier, Matriarchat statt Patriarchat – geht das überhaupt. Ivana Trump zeigt, welche Macht in einem (modernen) Matriarchat steckt und wie es zu führen ist.
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Regen, Schnee und Wind - es wird ungemütlich in der Region

Wer schon langsam genug von Kälte und Schnee hat, für den gibt es schlechte Nachrichten. In der kommenden Woche wird es wieder nass und ungemütlich - und Schnee wird dabei auch nicht ausbleiben.
In der Nacht zum Mittwoch wird der Regen stärker und geht zum Teil in Schnee über. Durch den Schneematsch kann es auf den Straßen teilweise rutschig werden. Das ändert sich auch während des Tages kaum. Immer wieder ziehen Schneeregen- und Graupelschauer durch. Vereinzelt sind auch kurze Wintergewitter möglich. Bei etwa vier Grad weht mit etwa 67 Stundenkilometern ein ähnlich starker Wind wie am Vortag.

 

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Toter und lebensgefährlich Verletzter bei Baumfällarbeiten

Bei Baumfällarbeiten sind am Wochenende ein Mann getötet und ein weiterer lebensgefährlich verletzt worden.
In Magdeburg kam ein Arbeiter ums Leben, nachdem die Baumkrone einer 23 Meter hohen Linde plötzlich auf den Mann gestürzt war. Der Baumfäller sei am Samstag gesichert etwa 13 Meter hoch in den Baum gestiegen, teilte die Feuerwehr mit. Er habe die Baumkrone angeschnitten, die sich jedoch plötzlich löste und den Arbeiter beim Herabfallen schwer verletzte. Der am Baumstamm hängende Mann sei zwar zunächst noch ansprechbar gewesen, aber nach der schwierigen Bergung gestorben.
In Hellenthal (Nordrhein-Westfalen) wurde ein Mann auf seinem privaten Grundstück von einem umstürzenden Baum lebensgefährlich verletzt. Laut Zeugenaussagen stand der 40-Jährige am Samstag mit einer Kettensäge auf einer Leiter, als der Baum durchbrach und umstürzte, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Mit einem Rettungshubschrauber wurde der Mann in ein Krankenhaus geflogen.
Quelle: - dpa

 

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FIFA verurteilt Spartak-Tweet

Moskau/Zürich (dpa) - Der Fußball-Weltverband FIFA hat einen Tweet des russischen Meisters Spartak Moskau verurteilt. "Wie schon oft gesagt, jede Form von Diskriminierung auf oder neben dem Spielfeld ist inakzeptabel und hat ihm Fußball keinen Platz", sagte ein FIFA-Sprecher auf dpa-Anfrage.
Am Samstag war über den Twitter-Kanal von Spartak ein Video veröffentlicht worden, in dem dunkelhäutige Profis des Clubs als "Schokoladen" bezeichnet wurden. Sanktionen kann der FIFA zufolge nur der russische Verband aussprechen.
Das Video zeigte die brasilianischen Spartak-Profis Luiz Adriano, Pedro Rocha und Fernando beim Training in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Dazu hieß es: "Seht, wie diese Schokoladen in der Sonne schmelzen." Dazu stellte Spartak Emojis mit lachenden Gesichtern. Später wurde der Tweet gelöscht. Zudem teilte der Club mit: "Bei Spartak gibt es keinen Rassismus."
Die vom europäischen Fußball-Verband UEFA anerkannte Anti-Rassismus-Organisation FARE kritisierte den Club für die Veröffentlichung des Videos. "Dies zeigt ein schockierendes Level der Ignoranz", sagte FARE-Chef Piara Powar. "Rassismus ist eines der größten Probleme Russlands in dem Jahr, in dem es Gastgeber der Weltmeisterschaft ist. Bemerkungen dieser Art zeigen, wie einige Minderheiten von einigen Leuten in diesem Land gesehen werden."

 

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Bitte folgen: den grässlichen Kreaturen der Tiefsee Bitte folgen: dem Husky mit echt schlechter Laune Bitte folgen: den Jungs, die von Alaska nach Feuerland reisen

So heißt der Account:
https://www.instagram.com/rfedortsov_official_account/
Zu sehen sind da...
... Kreaturen aus den allertiefsten Tiefen der Weltmeere. Wenn man bedenkt, dass unsere Erde zu gut 70 Prozent von Wasser bedeckt ist und geschätzt gerade fünf bis zehn Prozent des Meeres erforscht sind, dann ist es vermutlich kein Wunder, dass sich auf dieser Erde mehr interessant anzusehende Tiere tummeln, als wir gemeinhin wahrhaben (wollen). Trotzdem ist es überaus sehenswert und auch ziemlich gruselig, wenn einem die Tiere, die in der Tiefsee herumschwimmen, so geballt präsentiert werden: Fische mit Gebiss, Krabben mit Beinen im Supermodel-Format und Mini-Drachen mit gelben Augen.
Dahinter steckt...
... Roman Fedortsov, ein russischer Tiefsee-Fischer, der auf der ganzen Welt fischt – von der Arktis bis nach Marokko. Fedortsov fotografiert gerne seine irrsten Fänge und teilt sie auf Twitter und Intstagram mit seinen begeisterten und angegruselten Zuschauern.
Dem solltest du folgen, wenn...
... du dich davon überzeugen willst, dass der Schöpfer dieser Kreaturen (und ob du den jetzt „Gott“ oder „Evolution“ nennst, tut dabei nichts zur Sache) großen Humor bewiesen hat.
Oder wenn du anhand dieser Bildergalerie mal ganz kurz meine sehr unwissenschaftliche, aber felsenfeste Überzeugung verstehen willst, warum im Wasser lebende Tiere ganz prinzipiell unheimliche Lebewesen sind: Als passionierte Fisch-Hasserin habe ich die Theorie entwickelt, nach der es einfach unnatürlich ist, Lebewesen zu verzehren, von denen man nicht weiß, was sie in ihrer Freizeit machen. „Hä?“ fragst du dich womöglich?
„Jaha!“, sage ich und zwar aus folgenden Gründen: Was weißt du, was der Heilbutt auf deinem Teller da gemacht hat, als er noch im Wasser herumschwamm? Kann doch gut sein, dass sein gemütlichster Aufenthaltsort ein noch immer halb gefülltes Öl-Fass auf dem Meeresgrund gewesen ist. Oder dieser Aal, der sich da auf der Warmhalteplatte kringelt: Könnte ja durchaus sein, dass zu seinen Leibspeisen die Fingerspitzen von Wasserleichen gehörten. Oder der Krebs, dem du gerade genüßlich den Panzer vom weißen Fleisch schälst: Weißt du genau, womit der sich die Zeit vertrieb, wenn ihm mal langweilig war?
Zugegeben, all das klingt erst mal eher eigenartig, um nicht zu sagen: schräg! Aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt, wird vielleicht nachvollziehen können, warum ich die Viecher nicht essen will. Mal ganz abgesehen von dem Geschmack. Und Geruch. Und der Tatsache, dass sie alle keine Lunge haben. Gruselig! Und Fedortsovs Bilder beweisen es!
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Elektronikmesse CES: Das Auto ist das nächste große Ding

Jensen Huang gefällt sich in der Pose des Rockstars. In schwarzer Hose und schwarzer Lederjacke steht der Chef von Nvidia auf der Bühne im MGM Casino. Huang beginnt mit einem der vielen Späßchen, die sich durch die gesamte Präsentation ziehen: wer sei eigentlich auf die Idee gekommen, Keynote-Vorträge auf die Cocktailzeit um 20 Uhr zu legen? Unterhalten kann der gebürtige Taiwanese. Doch das ist nur einer der Gründe, warum Huang zu den Stars der Elektronikmesse CES in Las Vegas gehört.
Sein Unternehmen war lange vor allem Computerspielfans bekannt, denn Nvidia baut die besten Grafikkarten, die Videospiele immer realistischer machen. Doch dann entdeckten Wissenschaftler die Power dieser Prozessoren für sich, allen voran das Team von Deepmind. Die Google-Tochter nutzte sie, damit eine Künstliche Intelligenz (KI) darauf das asiatische Strategiespiel Go lernt und schließlich die besten menschlichen Spieler besiegte. Das galt bis dahin als unmöglich und löste den Hype um KI aus.
Nvidia ist der bevorzugte Techniklieferant, und auf der CES stellte er gleich mehrere neue „Supercomputer“ vor, speziell entwickelt, um darauf sogenannte neuronale Netze lernen zu lassen. „Eine der schwierigsten Herausforderungen ist das automatisierte Fahren“, sagt Huang. Und deswegen ist die Autoindustrie zu einem seiner wichtigsten Abnehmer geworden. Tesla nutzt die Technik für seinen Autopiloten, aber auch Mercedes, Audi, Toyota oder Bosch gehören zu den Kunden. Als neue Partner stellte Huang auf der CES den Taxischreck Uber und Volkswagen vor.
Es ist bezeichnend, dass die Zusammenarbeit von Autobauern und einem Grafikkartenspezialisten zu den Höhepunkten der Consumer Electronics Show (CES) gehört. Sie ist eine der größten Technikmessen der Welt – und eine eigentümliche Veranstaltung. Viele Präsentationen finden in den benachbarten großen Casino-Hotels statt. Um die Firmenchefs zu sehen, muss man an Roulettetischen und Daddelautomaten vorbei. Während dort die Zocker auf den großen Treffer hoffen, spekulieren die 170 000 Besucher und fast 4000 Aussteller darauf, das „nächste große Ding“ zu sehen oder vorzustellen. Videorekorder, CD- Player, Commodores C64 und die DVD hatten hier ihre Premiere. 2017 war Amazons Sprachassistent Alexa der Star, in diesem Jahr hat Google gefühlt ein Drittel der riesigen blinkenden Videowerbetafeln in Las Vegas gebucht, um seinen Assistenten zu bewerben.
In diesem Jahr zeigt sich, dass das nächste große Ding schon mehr als 130 Jahre alt ist: Es ist das Auto. Wie schon in den vergangenen Jahren entwickelt sich die CES immer mehr zur heimlichen Automesse. Mercedes, Toyota & Co. zeigen futuristische Showcars, zu den wichtigsten Rednern gehört der Chef von Ford, und das selbstfahrende Auto ist das dominierende Thema.
Auch beim Chipkonzern Intel. „Autonome Autos sind näher, als viele glauben“, sagt Intel-Chef Brian Krzanich. Zum Beweis lässt er Amnon Sashua auf die Bühne fahren, die Hände demonstrativ in die Luft gehoben. Sashua ist Mitgründer von Mobileye, einem israelischen Start-up, das 24 Millionen Fahrzeuge von Ford, Audi oder BMW mit Kameras und Sensortechnik für Assistenzsysteme ausrüstet. Für 15 Milliarden Dollar hat Intel die Israelis im Vorjahr gekauft, um ebenfalls in dem Zukunftsmarkt mitzumischen.
Auch der abgestürzte Handy-Pionier Blackberry sucht sein Heil im Auto. Den Bau von Mobiltelefonen haben die Kanadier inzwischen aufgegeben, neue Blackberry-Geräte produzieren jetzt Chinesen, die sich die Namensrechte gesichert haben. Stattdessen bietet das Unternehmen nun Sicherheitssoftware für Autos an und setzt auf das Steuerungsprogramm QNX, das schon lange die Grundlage für Navigationsprogramme und Bordcomputer in vielen Fahrzeugen ist. „Wir wollen künftig in jedem Auto sein“, sagt Blackberry-Chef John Chen.
Intel, Blackberry oder eben Nvidia: Durch die Digitalisierung und Automatisierung bekommen die Autobauer neue Partner und die traditionellen Zulieferer plötzlich ganz neue Konkurrenten. Und so hat Computerspezialist Nvidia seinen Stand ganz selbstverständlich zwischen Mercedes und Toyota. „Wir entwickeln das Gehirn für selbstfahrende Autos“, sagt Danny Shapiro, der den Bereich bei Nvidia leitet. Neben ihren Prozessoren entwickeln die Kalifornier dazu auch eine Simulationssoftware. Auf dem Bildschirm sieht man, wie ein virtuelles Auto durch Straßen fährt, die am Computer generiert wurden. Mit der Maus lässt sich die Sonne von links nach rechts schieben, Lichtreflektionen und Schatten können so beliebig geändert werden. Das Besondere ist dabei, dass im Hintergrund die KI-Software in der Simulation genauso lernt wie bei realen Testfahrten. „Wir können damit 60 000 Meilen pro Stunde simulieren“, erklärt Shapiro. „Damit können wir in zwei Tagen alle Straßen der USA abfahren.“ Doch nicht nur das. Andere Fahrzeuge können in der Simulation manuell gesteuert und so Unfallsituationen dargestellt werden.
Laufen Nvidia, Intel und Co. traditionellen Zulieferern also den Rang ab? Bosch-Manager Harald Kröger gibt sich gelassen: „Das autonome Auto ist kein Videospiel, immerhin geht es darum, zwei Tonnen Stahl bei Tempo 200 auf der Straße zu halten.“ Die Bosch-Kunden wüssten, welche Erfahrung und Expertise die Stuttgarter in diesem Bereich haben. Es werde daher eine neue Arbeitsteilung geben, schließlich arbeitet auch Bosch mit Nvidia zusammen. Shapiro sieht es ähnlich und prophezeit eine Dreiecksbeziehung zwischen Autobauern, traditionellen Zulieferern und neuen Partnern aus der Chip- und Softwarebranche.
So wie Aurora, dem vor einem Jahr gegründeten US-Start-up von Chris Urmson, der zuvor das selbstfahrende Auto von Googl e entwickelt hat. Erster großer Partner ist Volkswagen, wie VW-Digitalchef Johann Jungwirth in Las Vegas verkündete. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung erzählte der Deutsche, wie sich die beiden vor sieben Jahren auf der CES kennengelernt haben. Nun arbeiten sie seit einigen Monaten zusammen, und die Expertise des Ex-Google-Gurus fließt zunächst in VWs Moia-Shuttle ein. Noch 2018 will Jungwirth zudem eine zweistellige Zahl an selbstfahrenden Testfahrzeugen auf die Straße bringen, 2019 soll die Flotte dreistellig sein und ein Jahr später bei über 1000 liegen. „2021 bringen wir dann die ersten selbst fahrenden Autos in zwei bis fünf Städte“, sagte Jungwirth.
Doch auch vorher ziehen schon eine ganze Reihe Neuerungen ins Auto ein. So wie das neue Infotainmentsystem MBUX von Mercedes, das zunächst in der neuen A-Klasse Premiere feiert. Erstmals bauen die Schwaben dabei einen Touchscreen in ihre Fahrzeuge ein, der die ganze Breite des Cockpits einnimmt. Neben den Anzeigen und der Navigation laufen darauf natürlich Musik, Telefon oder Mail, die Bedienung orientiert sich an Smartphones. Der Clou ist jedoch die selbst entwickelte Sprachsteuerung. Fahrer können so Kommandos wie „Hey Mercedes, mach die Heizung wärmer“ oder „Ruf Zuhause an“ geben. Das System soll zudem automatisch lernen und anhand der Gewohnheiten des Fahrers eigenständig Vorschläge machen.
Auch Bosch zeigte in einem Konzeptauto neue Bedienmöglichkeiten. Zum Beispiel eine Gestensteuerung, die per Kamera Handbewegungen erkennt, ein leichter Luftstrom zeigt den Bereich an, in dem die Bewegungen möglich sind. Daneben gibt es neuartige Displays mit integriertem haptischen Feedback: Durch kleine Vibrationen fühlt es sich beim Druck auf die virtuellen Knöpfe beinahe an, als würden echte Schalter betätigt. So soll man auf dem Display besser spüren können, wo man drücken muss, ohne den Blick ständig von der Straße zu nehmen. Noch einfacher ist eine Blicksteuerung: Eine Kamera erfasst dabei die Bewegung von Gesicht und Augen. Der Fahrer muss so nur auf die Symbole auf der Anzeige hinter dem Lenkrad schauen, um beispielsweise die Musik zu starten.
Viele Hersteller wollen das Auto zum Smartphone auf Rädern machen. Vielleicht am konsequentesten setzt das der neue chinesische Anbieter Byton um, der erstmals sein Elektrofahrzeug vorführte. „Wir bauen das Auto um die Software herum“, sagt Byton-Chef Carsten Breitfeld, der zuvor für BMW den i8 entwickelt hatte. Neben BMW-Personal hat er Manager von Apple abgeworben, die Entwicklung erfolgt zwischen China, San Francisco und München. Auf Seiten- und Rückspiegel verzichtet Breitfeld, an ihrer Stelle stecken zwei Kameras, deren Bilder auf das Display hinter dem Lenkrad projiziert werden. Kameras stecken auch in den Türen, die sich per Gesichtserkennung öffnen. Das fast 1,25 Meter breite Riesendisplay lässt selbst die gigantischen Bildschirme im Tesla winzig wirken. Bedient werden können die Funktionen auch mit Gestensteuerung.
Breitfeld baut gerade die Produktion in China auf, das Geld kommt vom dortigen Internetriesen Tencent und Apple-Zulieferer Foxconn. Der Zeitplan von Chinas Tesla ist ambitioniert. „Wir wollen 2019 auf den Markt“, sagt Breitfeld. Ein Jahr später sollen nach der asiatischen Heimat auch Amerika und Europa folgen.
Die Reise wurde unterstützt von Intel.

 

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Das Tempolimit auf Landstraßen muss deutlich sinken

In Frankreich ist bald nur noch Tempo 80 erlaubt. Deutschland sollte diesem Vorbild folgen. Denn mehr als die Hälfte aller Verkehrstoten gibt es auf Landstraßen.
Es gibt politische Reizthemen, bei denen es so gut wie unmöglich ist, das Für und Wider sachlich abzuwägen, ohne damit sofort einen Glaubenskrieg auszulösen. In Deutschland gehört die Frage des Tempolimits auf den Straßen dazu. Wer als Politiker einen, wie man das heute nennt, Shitstorm auslösen möchte, braucht bloß eine Verschärfung der Geschwindigkeitsbeschränkungen zu fordern. Oder gar als größten Sündenfall die Einführung eines allgemeinen Tempolimits auf Autobahnen, das es sonst überall in Europa längst gibt. Der letzte, der das angeregt hatte, war im Jahr 2013 SPD-Chef Sigmar Gabriel. Er wurde vom damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück sofort zurückgepfiffen.
Jetzt kommt der nächste Anstoß für eine neue Tempolimit-Debatte aus Frankreich. Die Regierung des französischen Präsidenten Emmanuel Macron führt für Landstraßen Tempo 80 ein (statt wie bisher Tempo 90, ein Tempolimit auf Autobahnen gibt es dort natürlich auch). Begründet wird das mit der hohen Zahl der Verkehrstoten.
Ach, tönt es sofort aus Deutschland, das brauchen wir nicht, bei uns ist die Zahl der Verkehrstoten ja rückläufig. Tatsächlich wird es in Deutschland im Jahr 2017 wohl die wenigsten Verkehrstoten seit Bestehen der Bundesrepublik geben. Ein Grund, sich zurückzulehnen ist das aber nicht. Im Jahr 2016 kamen in Deutschland insgesamt 1853 Menschen, mehr als die Hälfte aller Verkehrstoten, auf Landstraßen ums Leben. Häufigste Unfallursache: überhöhte Geschwindigkeit. Es gäbe also gute Gründe, auch hierzulande über eine Absenkung der Höchstgeschwindigkeit von derzeit Tempo 100 auf Tempo 80 auf Landstraßen nachzudenken. Und gleichzeitig auch auf Autobahnen dem Beispiel der Nachbarländer zu folgen und ein allgemeines Limit einzuführen.
Entsprechende Versuche hat es in Deutschland immer wieder gegeben, sie wurden von der Autolobby, einem Kartell aus Industrie, Verbänden und politischen Kräften stets abgeschmettert. Auf besonders skurrile Weise hat Franz Josef Strauß das einmal in den 1980er-Jahren geschafft. Der CSU-Chef fuhr an einem Sonntag in einem Selbstversuch mit Tempo 100 auf der Autobahn und berichtete tags darauf in der Vorstandssitzung seiner Partei fröhlich, unzählige Fahrer hätten ihn überholt und ihm dabei einen Vogel gezeigt. Damit war das Thema für längere Zeit wieder vom Tisch.
Die Tempolimit-Gegner haben ihr Glaubensbekenntnis in den Slogan "Freie Fahrt für freie Bürger" gekleidet, ein in mehrfacher Hinsicht absurder Spruch. Denn zum einen kann von freier Fahrt angesichts der immensen Verkehrsdichte ohnehin nur noch selten die Rede sein. Und zum anderen hat Freiheit nichts mit einem Recht auf grenzenloses Rasen zu tun.
Ein Anschlag auf die Freiheit wäre das Tempolimit auch deshalb nicht, weil schon jetzt für viele Abschnitte auf Landstraßen und Autobahnen Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten, mal wegen der Sicherheit, mal zum Lärmschutz, mal zur Schadstoffverminderung. Wer viel in Nachbarländern wie Österreich und der Schweiz unterwegs ist, wo es Tempolimits für alle Straßenarten gibt, die auch scharf kontrolliert werden, wird das Autofahren dort als viel entspannter erleben. Und das Freiheitsgefühl wird davon auch nicht beeinträchtigt.

 

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Martin Schulz: Das wird eng

Martin Schulz war mindestens 30 Stunden wach, als er nach dem zermürbenden Sondierungsfinale am Freitag im Fernsehen auftrat. Mit "Leidenschaft" habe seine Partei Erfolge gegen die Union erzielt, sagte er. Daher sei er optimistisch, dass der SPD-Parteitag am 21. Januar seiner Empfehlung folgen werde, nun offizielle Koalitionsverhandlungen mit der Union aufzunehmen. Was werde Martin Schulz machen, wenn es nicht klappe, wurde er gefragt. "Dann ist er traurig", antwortete der SPD-Chef flapsig. Um sogleich zu mahnen: Das wäre ein "weitreichender Vorgang".
Viel Schlaf wird Schulz auch an diesem Wochenende nicht bekommen haben. Zwar ist er öffentlich nicht mehr aufgetreten – doch der innerparteiliche Widerstand gegen die große Koalition hat schnell einige Wucht entfaltet. So stimmte am Samstag der Landesparteitag der SPD in Sachsen-Anhalt gegen eine neue große Koalition und damit gegen Schulz' Kurs.
Die Jungsozialisten rund um den eloquenten Vorsitzenden Kevin Kühnert hatten die Delegierten in Wernigerode davon überzeugt, dass der Union nicht zu trauen sei und dem Sondierungspapier sozialdemokratische Inhalte fehlten. 52 Delegierte stimmten daraufhin gegen weitere Verhandlungen – 51 waren für Koalitionsgespräche. Ein Sieg für die Gegner der großen Koalition, aber kein klarer. Sachsen-Anhalt ist zudem ein kleiner Landesverband, die Genossen werden nur sieben von 600 Delegierten des SPD-Bundesparteitags stellen.
Und doch steht Wernigerode sinnbildlich für die Zerrissenheit der gesamten Partei. Der Widerstand gegen eine große Koalition macht den Bundesparteitag am kommenden Sonntag in Bonn zum großen Politikum: Verbietet die SPD-Basis ihrer Führung dort, über eine neue große Koalition auch nur weiter zu verhandeln, dann wären nur noch eine Minderheitsregierung der Union oder Neuwahlen möglich. Und Schulz' Autorität wäre am Ende.
301 Delegierte muss Schulz in Bonn auf seine Seite bringen. Allzu gut ist die Ausgangslage nicht: Schon vor einigen Wochen hatte sich Thüringens Landesverband dezidiert gegen eine große Koalition gestellt. Auch die Bayern-SPD ist mehr als skeptisch: "Ich kann mir vorstellen, dass mindestens 60 Prozent der bayerischen Delegierten gegen die große Koalition stimmen", sagte das Landespräsidiumsmitglied Sebastian Roloff ZEIT ONLINE.
Er ist, wie viele Genossen, enttäuscht von den 28 Seiten Verhandlungsergebnis vom Freitagmorgen. Zwar sind diese gesprenkelt mit SPD-Inhalten, doch das eine, große sozialdemokratische Identifikationsprojekt fehlt. Viele Kritiker sind außerdem wütend über die halbe Flüchtlingsobergrenze, über das Fehlen von Steuererhöhungen für Reiche und die Tatsache, dass eine Abschaffung der privaten Krankenversicherung noch nicht mal ernsthaft verhandelt wurde.
Wichtiger als Inhalte ist für viele aber fast noch folgende Beobachtung: Der SPD-Chef vergaß in der Pressekonferenz nach der Verhandlungsnacht, seine eigenen Erfolge in den Vordergrund zu stellen. Und dann wurde Schulz von der Kanzlerin auch noch dafür gelobt, dass er in den schwierigen Gesprächen stets für ein gutes Klima unter den Mitarbeitern gesorgt habe. Klingt nicht nach Meinungsführer SPD, eher nach der Adjutantenrolle.
Warum, so ist zu hören, solle die SPD eigentlich nun wieder "der letzte Rettungsanker" für Angela Merkel sein? Vielleicht könne Schulz es einfach nicht, sagen mehrere Genossen und verweisen auf die 180-Grad-Wende des Parteichefs. Erst eine große Koalition ausschließen, um dann vielleicht treuer Minister unter Merkel zu werden. Das sei mehr als fatal für die Glaubwürdigkeit der Partei.
In der SPD-Spitze geht man davon aus, dass mindestens 20, vielleicht auch 30 Prozent der Parteitagsdelegierten nicht mehr von ihrem Nein abzubringen sind. Daher will sie sich in den kommenden Tagen auf die Unentschiedenen konzentrieren, die zwischen Enttäuschung und staatspolitischer Verantwortung wanken.
Vor diesem Hintergrund sind auch die Forderungen verschiedener SPD-Spitzenpolitiker nach neuen roten Linien für spätere Koalitionsverhandlungen zu verstehen. Der Linke und Parteivize Ralf Stegner zum Beispiel sagte der Welt am Sonntag, er wolle, dass der SPD-Parteitag sich für Koalitionsverhandlungen mit der Union ausspreche. In diesen Verhandlungen müsse die Union dann aber die Abschaffung von befristeten Arbeitsverträgen und weitere Härtefallregelungen für den Familiennachzug für Flüchtlinge mittragen, sonst würde die Regierungsbildung scheitern. Auch der hessische Landesverband beschloss am Wochenende, dass man Änderungen am bisherigen Verhandlungsergebnis fordern werde. Bis Mitte der Woche will man sich dort saftige Forderungen überlegen.
Auf dem Parteitag würde es dann so ablaufen: Die SPD beschließt einen Aufruf zu Nachverhandlungen in konkreten Punkten, die unabdingbar für eine große Koalition sind. Danach, so die Hoffnung, würden auch einige Zweifler mit der Parteiführung stimmen und so der Weg frei für Koalitionsgespräche sein. In diesen könnte Schulz dann stets damit drohen, seine Partei werde aussteigen, sollten die neuen roten Linien nicht erfüllt werden. Denn ganz am Ende dürfen ja noch mal die 400.000 SPD-Mitglieder über den Koalitionsvertrag befinden.

 

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Der OB und der Urlaub: Wagner geht - 2019

In Wilhelmshaven beherrscht derzeit eine ungewöhnliche Frage die Kommunalpolitik: Wie lange hat Oberbürgermeister Andreas Wagner (CDU) im vergangenen Jahr Urlaub gemacht? Der Verwaltungschef, so lauten zumindest Vorwürfe, sei im Jahr 2017 an insgesamt 19 Wochen abwesend gewesen. Am Sonntag hat sich Wagner im Rahmen eines Empfanges im Rathaus zum Thema geäußert. Er habe sich nichts vorzuwerfen, die Vorwürfe seien haltlos. Und: Er stehe für eine weitere Amtszeit ab Ende 2019 aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. Zuvor hatte er bereits über sein Büro mitteilen lassen, dass er sich an den gesetzlichen Urlaubsanspruch von 31 Tagen im Jahr halten würde. Eine klare Aussage Wagners, wie lange und aus welchen Gründen er 2017 nicht in seinem Büro war, gab es am Sonntag nicht - auch wenn vermutlich viele in Wilhelmshaven darauf spekuliert beziehungsweise gehofft hatten.
Der Rechnungsprüfungsausschuss soll nun Licht in die Angelegenheit bringen. Am kommenden Freitag soll nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen eine Sondersitzung des Rates der Stadt stattfinden, bei der Wagner sich erklären und darüber hinaus Nachweise über seine Abwesenheit geben will. Die SPD-Fraktion der Stadt hatte bereits vor einigen Tagen angekündigt, eine Sondersitzung des Rates zu beantragen. Auch die Grünen, Wagners Partei CDU und die FDP fordern eine Aufklärung des Themas. Die Vorwürfe seien bisher unspezifisch, sagte der Fraktionsvorsitzende der FDP, Michael von Teichmann. Es gelte die Unschuldsvermutung. "Dennoch rate ich dem OB, die Sachen aufzuklären." Das würde ihm gut tun und sei auch für das Amt das Beste. Ob die geplante Sondersitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet, soll noch geklärt werden.

 

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Crowfunding: Start fürs Schweizer Online-Magazin Republik

Es ist das bisher erfolgreichste Crowdfunding-Projekt der Schweizer Medienlandschaft: Zur Nacht auf Montag beginnt Republik.ch mit der Berichterstattung für zahlende Abonnenten.
In der Schweiz startet das viel beachtete neue Online-Magazin Republik. Das Besondere: Es hat mit seiner unter dem Namen Project R gestarteten Crowdfunding-Kampagne im Frühjahr vergangenen Jahres innerhalb von wenigen Tagen seine Ziele weit übertroffen. Am Sonntagabend wollten die Beteiligten mit einem Countdown die Plattform für mehr als 15.500 zahlende Nutzer freischalten, wie Geschäftsführerin Susanne Sugimoto der Deutschen Presse-Agentur sagte.
Mit 30 Mitarbeitern wollen die Macher ein bis drei Artikel mit Fotos pro Tag veröffentlichen, in der Regel sechs Tage die Woche außer sonntags. Mit den Nutzern, die sie ihre Verleger nennen, wollen sie dabei regen Austausch pflegen. "Bei unseren Geschichten geht es um latente Aktualität, wir machen keine eigentliche Nachrichtenberichterstattung", sagte Sugimoto.
Bei dem Projekt arbeiten unter anderem Constantin Seibt, der lange für den Zürcher Tages-Anzeiger schrieb, und Christof Moser, früher bei der Weltwoche und SonntagsBlick. Die konservative Neue Zürcher Zeitung nennt die Republik ein "links-liberales Medienprojekt". Die Redaktion bezeichnet sich hingegen als unabhängig und kritisch.
Das Projekt hatte bei seiner Sammel-Kampagne im Frühjahr 2017 die Erwartungen weit übertroffen: Statt der angepeilten 3000 Einzahler kamen bis heute mehr als 15.500 Abonnenten zusammen. Sie zahlen 240 Franken (gut 200 Euro) für die Mitgliedschaft in der Genossenschaft und damit ein Jahresabonnement.
Im Medienbereich sei das ein Weltrekord gewesen, sagte Moser damals. Dazu kamen Gelder von Investoren und Spendern, sodass das Projekt nach Angaben Sugimotos über 7,7 Millionen Franken verfügt. Die Finanzierung sei damit für mindestens zwei Jahre gesichert. Eines der Vorbilder sei De Correspondent gewesen. Die niederländische Online-Zeitung startete 2013 als Crowdfunding-Projekt mit 13.000 zahlenden Mitgliedern und hat eigenen Angaben zufolge inzwischen 56.000 Abonnenten.
( dpa) /
( acb)

 

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Wo man mit Alpakas wandern kann

Man soll den Tieren nicht zu tief in die Augen schauen, warnt ein alter Spruch aus Peru. Zu groß ist die Gefahr, sich für immer zu verlieben. Wer sich traut, kann es bei Christian Tesch in der Nähe von Altomünster ausprobieren.
Ganz ruhig und gemächlich zieht die kleine Karawane über das Dachauer Hinterland - und dennoch erregt sie Aufmerksamkeit. Ein Paketbote, der mit seinem Lieferbus vorbeifährt, grüßt und grinst über das ganze Gesicht. Eine Autofahrerin bremst ihren Wagen ab und blickt verzückt durch die Windschutzscheibe. "Die sind soooo süß", schwärmt die Studentin Klara, die kleine Fee an der Leine führt. Dem Bann der flauschigen Alpakas, so scheint es, kann sich keiner entziehen. Ein alter Spruch aus dem fernen Peru warnt wahrscheinlich zurecht: "Schau einem Alpaka nicht zu tief in die Augen - du könntest Dich für immer verlieben."
Um die acht Erwachsenen, die an einer Alpaka-Wanderung durch Thalhausen bei Altomünster teilnehmen, ist es dann auch schnell geschehen: Das erste Beschnuppern im Stall verwandelt sich übergangslos in so etwas wie Liebe auf den ersten Blick. Und so geht es offenbar vielen Menschen mit diesen friedlich-freundlichen Alpakas. Ihr Vorkommen in Deutschland und speziell im Landkreis Dachau wächst kontinuierlich an. Laut dem Dachauer Veterinäramt leben heute mehr als 80 Tiere in fünf landwirtschaftlichen Betrieben des Landkreises. Man findet sie in den Gemeinden Altomünster, Petershausen, Odelzhausen, Sulzemoos und Bergkirchen.
Die Alpakas entstammen der Familie der Kamele. Ihre ursprüngliche Heimat sind die südamerikanischen Anden, insbesondere in Peru, Bolivien und Chile. Anfang der Achtzigerjahre wurden die Alpakas vermehrt auch nach Neuseeland, Australien, Nordamerika und Europa übergesiedelt. Mit dem hiesigen Klima kommen die Herdentiere problemlos zurecht. Sie brauchen ein bisschen Wasser, Heu, ausreichend Platz und sollten mindestens drei, vier Kumpels um sich haben, damit sie glücklich sind.
In letzter Zeit, so scheint es, haben den Alpakas viele Menschen ziemlich tief in die Augen geschaut, denn der Hype um die flauschigen Tiere scheint größer denn je zu sein. Die Zeitschrift Neon hat das Alpaka zum Trendtier 2018 erklärt. Und der gebürtige Allacher Christian Tesch, der die Tiere in Thalhausen züchtet und Wanderungen mit ihnen anbietet, kann sich vor Anfragen kaum noch retten. "Die Interaktion zwischen Mensch und Tier funktioniert großartig", sagt Tesch begeistert.
Der 54-Jährige hat vor einigen Jahren von Berti Well die bayernweit bekannte Weilachmühle samt der dazugehörigen Stallungen gepachtet. Den beliebten Biergartenbetrieb lässt er dort zur Sommerzeit wieder aufleben, und es finden Hochzeiten statt. Auch die Kleinkunstbühne, auf der die Biermösl Blosn zu Hause war und Größen wie Gerhard Polt schon aufgetreten sind, wurde wieder reaktiviert.
Christian Tesch verfiel den Alpakas erstmals auf einer Urlaubsreise nach Nordamerika, nach der allmählich die "Schnapsidee" reifte, selbst Alpakas zu züchten. Aus Neuseeland und Europa importierte er 30 Zuchtstuten und warb den Hengst Enzo für seinen Betrieb an. Heute stehen in seinem offenen Stall hinter der Weilachmühle 40 Alpakas, von denen 13 noch Jungtiere sind. Ihr Vlies lässt Tesch zu Wolle und später zu Bettdecken, Socken, Mützen oder Pullovern weiterverarbeiten, die er in seinem eigenen Hofladen verkauft. Jungtiere gibt er für nicht gerade wenig Geld weiter. Und schließlich sind da ja noch die Wanderungen, die von Tag zu Tag bekannter und immer beliebter werden.
Denn Alpakas, das sollte man wissen, sind nicht nur knuffig, sondern auch ziemlich relaxed und sozial. Wegen ihres ruhigen und friedlichen Charakters werden sie vielerorts zu Therapiezwecken eingesetzt, etwa für alte oder behinderte Menschen. Nach einer kurzen Kennenlernphase ordnen die Herdentiere auch Menschen problemlos in ihre Gruppe ein. Der Umgang mit den Tieren wirkt meditativ und entschleunigend - eine wohltuende Abwechslung zum schnelllebigen Alltag.

 

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Wie die Narren in der Region feiern

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Inthronisation: Der Fasching in Augsburg beginnt
Zünftiger Karneval beim CCK
Krönungsball in Mittelneufnach
Bäumenheim: Schlafmützen greifen nach den Sternen
Die Laudonia feiert, tanzt und träumt
Inthronationsball der CCD Deubachia
Dschungelfieber in der Stadthalle Monheim
Prunksitzung der Büttelzunft
Hofball der Epponia
11. Nachtumzug in Kösingen
Inthronisationsball der Zusamtaler Bettschoner
Hofball der Höchstädter Schlossfinken
Die Red Hocks Kaufering drehen das Spiel und...
1. Bundesliga: Red Hocks Kaufering - ETV PiranHHas Hamburg (weiß), Torwart Dominik Bürger
Foto: Thorsten Jordan
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Trumps Anwalt soll Pornodarstellerin Schweigegeld gezahlt haben

Es ist die Art von Stoff, über die Politiker in Demokratien stolpern, gerade im prüden Amerika. Der Anwalt von US-Präsident Donald Trump soll der Pornodarstellerin Stephanie Clifford 130 000 Dollar Schweigegeld gezahlt haben, um sie davon abzuhalten, über eine Affäre zwischen ihr und Trump zu berichten. Wie das Wall Street Journal (WSJ) unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, soll das Geld im Oktober 2016 geflossen sein, also kurz vor der US-Wahl.
Trumps Anwalt, Michael Cohen, wollte sich dem WSJ gegenüber nicht zu der Zahlung äußern. Er ließ das Blatt aber wissen, Trump bestreite jede Beziehung zu Clifford. Außerdem schickte er mehreren Medien eine von "Stormy Daniels" unterzeichnete Stellungnahme, in der diese leugnete, eine romantische oder sexuelle Beziehung zu Trump gehabt oder Schweigegeld von ihm erhalten zu haben. Stormy Daniels ist Cliffords Künstlername.
Laut WSJ sollen Trump und Clifford sich im Juli 2006 bei einem Golfturnier in Nevada kennengelernt haben - ein Jahr nach Trumps Hochzeit mit seiner heutigen Frau Melania und wenige Monate nach der Geburt des gemeinsamen Sohnes Barron. Die Zeitung hatte die Geschichte kurz vor der Wahl schon einmal aufgegriffen. Damals berichtete das Blatt, Clifford habe im Herbst 2016 mit den Verantwortlichen der ABC-Sendung "Good Morning America" über einen Fernsehauftritt zur Affäre verhandelt.
Die New York Times schreibt nun, Clifford habe damals auch mit dem Online-Magazin Slate über ihre Begegnung mit Trump gesprochen. Slate -Chefredakteur Jacob Weisberg sagte, Clifford habe ihm gegenüber eine Affäre mit Trump bestätigt. Sie habe Weisberg später auch einen Entwurf der späteren Geheimhaltungsvereinbarung zukommen lassen, berichtet die Times. Der Kontakt zu Slate und zu ABC brach wenig später abrupt ab.
Für die Begegnung zwischen Trump und Clifford gibt es unterdessen weitere Belege. Das Online-Magazin The Daily Beast zitiert eine andere Pornodarstellerin und damalige Freundin von Clifford, Alana Evans. Zu Evans soll Clifford gesagt haben, Trump und sie seien mehr als nur Freunde. Sie erinnert sich auch ein Gespräch mit ihrer Kollegin, in der Clifford gesagt habe: "Ich bin mit Donald in seinem Hotelzimmer gelandet. Stell ihn dir vor, wie er mich in seinen engen, weißen Unterhosen durchs Zimmer jagt."
Die Geschichte ist auch deswegen pikant, weil Trump am Rande jenes Golfturniers am Lake Tahoe im Juli 2016 auch die Pornodarstellerin Jessica Drake kennengelernt haben soll. Sie gehört zu den mindestens 22 Frauen, die von Trump gegen ihren Willen begrapscht, geküsst und bedrängt worden sein sollen - und dies öffentlich gemacht haben. Mittlerweile redet auch sie nicht mehr über Trump, auch sie soll eine Geheimhaltungsvereinbarung unterschrieben haben.

 

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Zu viel Handgepäck: Airlines suchen nach Lösungen

Das große Gedränge an den Gepäckfächern der Passagierjets stellt viele Airlines vor Herausforderungen. Immer mehr Passagiere reisen mit Rollkoffern im Handgepäck, doch für so viele Kabinen-Trolleys reicht der Platz über den Sitzen oft nicht aus. Die Folge: Schlangen und Diskussionen am Gate, weil viele Trolleys doch in den Frachtraum sollen. Billigflieger Ryanair versucht der Sache mit neuen Regeln Herr zu werden. Eine praktische Lösung bieten die Flugzeugbauer Boeing und Airbus - doch deren Umsetzung braucht Zeit.
"Wir hoffen, dass all unsere Kunden die neuen Gepäckbestimmungen begrüßen", sagt Ryanair-Marketingchef Robin Kiely. Zwei Handgepäckstücke bleiben für jeden Passagier kostenlos - auch wenn das größere nun grundsätzlich in den Frachtraum geladen wird. Nur Kunden, die für mindestens fünf Euro die Option "Priority Boarding" dazugebucht haben, dürfen ihren Trolley garantiert mit an Bord nehmen. Die Neuregelung soll Verzögerungen vermeiden und die Abflüge pünktlicher machen. Zudem senkt Ryanair die Gebühren für aufgegebenes Gepäck und erhöht das erlaubte Gewicht pro Koffer. (Lesen Sie dazu: So wird Fliegen mit Handgepäck nicht zur teuren Falle)
Tatsächlich vollzieht Europas größter Billigflieger dabei eine Kehrtwende. Jahrelang hatte man die Kunden mit hohen Gebühren davon abgehalten, Reisegepäck am Schalter aufzugeben. Das sparte Zeit und Geld. Doch wenn jeder der bis zu 189 Passagiere einen kleinen Rollkoffer mit an Bord nehmen will, gibt es ein Problem. In den Gepäckfächern einer Boeing 737-800 wie bei Ryanair finden dem Flugzeugbauer zufolge gerade einmal 118 Bordtrolleys Platz. Der Billigflieger zieht sogar bei 90 den Schlussstrich. Und es kostet Zeit und Nerven, den übrigen Kunden zu erklären, dass sie ihren Koffer abgeben müssen.
Vielflieger wissen: Ryanair steht mit dem Dilemma nicht allein da. Ob Easyjet, Lufthansa oder Air France: Sie alle bieten heute im billigsten Tarif nur Handgepäck an. Die Fluggäste haben dazugelernt und nutzen das. Trotzdem sieht die Lufthansa in ihrem Geschäft "unter dem Strich kein allzu großes Problem" mit der Trolley-Flut, wie eine Sprecherin erklärt. Im Zweifel sprächen die Mitarbeiter die Passagiere an, ob sie ihren Koffer in den Frachtraum geben möchten. Auch Easyjet findet diese Praxis am kundenfreundlichsten.
Derweil schaut sich Lufthansa die neue Airspace-Kabine von Airbus an, die der Flugzeugbauer 2017 für seine A320-Mittelstreckenjets vorstellt hat. Neben größeren Fensterflächen und einer etwas breiteren Kabine lockt der Hersteller mit XL-Gepäckfächern über den Sitzen, die 40 Prozent größer sein sollen als die bisherigen. In einer A320 finden statt 104 dann 166 Rollkoffer Platz - passend für die üblicherweise bis zu 165 Passagiere.
Die Lufthansa hat sich aber noch nicht entschieden, ob und welches Paket sie für ihre bestehende Flotte oder die noch auszuliefernden Jets der Neuauflage A320neo ordert. Andere Airlines sind schon weiter. Die US-Gesellschaft American Airlines hat beschlossen, über 200 ihrer Airbus-A321-Jets mit den XL-Fächern nachzurüsten. Auch europäische Airlines hätten die größeren Fächer schon geordert, sagt eine Airbus-Sprecherin.
Während sich Airbus und Zulieferer FACC aus Österreich bei der Fertigung warmlaufen, hat Boeing mit seinen sogenannten "Space Bins" schon vorgelegt. In die vergrößerten Fächer für die 737-Jets wie bei Ryanair passen laut Boeing dann insgesamt bis zu 174 Kabinentrolleys - 50 Prozent mehr als in der Standardversion. Das würde sogar bei Ryanair für fast alle Passagiere reichen. Folglich haben sich die Iren bei ihrem jüngsten Flugzeug für die neue Boeing-Kabine im "Sky"-Design entschieden.
Von daher scheint ein Ende des Koffer-Gedränges zumindest langfristig in Sicht - zumal Flugzeuge im Laufe ihres jahrzehntelangen Lebens meist mehrfach eine neue Kabinenausstattung bekommen. Ob Ryanair seine Handgepäck-Regeln irgendwann wieder ändert, ist heute schwer vorauszusagen. Einen Fehlgriff hatte sich die Luftfahrtbranche 2015 geleistet. Da wollte der Branchenverband IATA die Höchstgröße für Handgepäckstücke um fast 40 Prozent kappen. Nach heftigem Gegenwind von Kunden und Verbraucherschützern legte er das Vorhaben auf Eis.

 

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Wie wir entspannter mit emotionalen Belastungen umgehen können

Ich habe einen Feind: innere Unruhe, Stress. Er überkommt mich, vermeintlich unabwendbar, immer dann, wenn ich mich emotional belastet fühle, durch Schicksalsschläge, die Arbeit, Geld oder Zwischenmenschliches. In der Folge grüble ich. Das ist dann ein Gedankenkreislauf ohne Lösungen. Das blockiert mich, mir geht’s nicht gut dabei und ich kann nicht mal benennen warum.
[Außerdem auf ze.tt: Wie du es schaffst, mit dem Grübeln aufzuhören]
Ich frage mich dann immer wieder, wieso mir das passiert, wieso gerade ich durch diesen Sumpf gehen muss, wieso ich offenbar nicht in der Lage bin, pragmatischer zu sein. Nun weiß ich aber auch, dass all das keinen Sinn macht, ich stecke ja ohnehin schon drin. Die Frage muss viel eher lauten: Wieso belastet mich die Situation so sehr?
Denn eine schwere Situation ist nur so belastend, wie wir selbst es zulassen. Allein dieses Wissen half mir bereits dabei, gelassener zu werden, auch in schwierigen Momenten.
Der Psychologe Richard Lazarus beschrieb in seinem Stressmodell, dass unser Stress nicht durch eine Belastung an sich entsteht, sondern durch unsere subjektive Bewertung der Belastung.
Wir nehmen eine Situation wahr und kategorisieren sie sofort in positiv, irrelevant oder gefährlich, sprich stressend. Erleben wir sie als stressend, gibt es wiederum drei Stufen. Entweder wir nehmen die Situation als Herausforderung wahr, wenn sie uns als bewältigbar erscheint, als Bedrohung, wenn wir Schaden durch sie erwarten oder als Verlust, wenn ein Schaden bereits eingetreten ist.
Wir prüfen dann innerlich, ob wir das Problem selbstständig lösen können. Falls ja, gehen wir in ein gesundes Bewältigungsmanagement über, der Fachbegriff dafür lautet coping. Falls nein, entsteht Stress, der uns verfolgen kann, blockieren, der uns grübeln lässt und nebenbei höchst ungesund für uns ist, wenn wir ihn nicht in den Griff bekommen.
Umgekehrt bedeutet das aber auch, wir können das Problem aus der Welt schaffen – oder unseren Bezug zu diesem Problem ändern, es innerlich anders bewerten. Lazarus nannte das emotionsorientiertes coping: Plagen uns etwa Geldsorgen, können wir anderen Aspekten unseres Lebens wie etwa einer freundschaftlichen Beziehung mehr Bedeutung beimessen, um die finanzielle Belastung zumindest innerlich nicht mehr so hoch zu gewichten.
Übertragen wir das auf andere Lebensbereiche und verschieben sukzessive unsere Achtsamkeit, können wir uns so etliches Grübeln und Stress sparen.
[Außerdem auf ze.tt: Wie du lernst, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden]
Ein nächster Schritt könnte sein, die Ursache zu ergründen, warum uns eine Situation so belastet hat. Ein Beispiel: Der lapidare Fehler, den wir bei der Arbeit machten, verfolgt uns bis in die Nacht und ängstigt uns so, dass wir Kündigungssorgen entwickeln. Daraus könnten wir schließen, dass wir unseren Job etwas zu hoch gewichten. Das wiederum können wir auf unserem Bezug zu Leistung zurückführen: Vielleicht haben wir uns in unserem bisherigen Lebensverlauf antrainiert, dass wir im Job erfolgreich sein müssen, um uns als Mensch wertvoll zu fühlen? Vielleicht ließen unsere Eltern uns erst dann Wertschätzung zukommen, wenn wir eine gute Note nach Hause brachten?
Ja, da muss man sich erst mal durch das emotionale Bergwerk ackern und holt vielleicht Erinnerungen und Erkenntnisse ans Tageslicht, an denen man knabbern muss. Aber so kann nach und nach ein tieferes Gespür für unsere eigene Seele entstehen. Wie funktioniere ich? Und warum funktioniere ich so? Wir beginnen zu verstehen: unser Kopf, die Seele, der Stress durch eine emotionale Belastung, all das folgt einem Schema, das man zurückverfolgen kann. Wie bei einer Erkältung: Wir haben Schnupfen, Reizhusten, Kopfschmerzen, weil wir uns mit einem Virus ansteckten, und das wiederum meist, weil wir nachlässig waren, etwa mit nassen Haaren aus dem Haus gingen.
Das ist übrigens, wie einige Psychotherapeut*innen arbeiten: Sie versuchen, destruktive Schemas und Denkmuster zu erkennen und uns das aufzuzeigen, einen Hallo-wach-Effekt hervorzurufen. Die Psychotherapie gibt uns unter anderem das Rüstzeug an die Hand, innere Probleme eigenmächtig zu bearbeiten. Es gibt sogar Listen über solche Schemas, etwa die des US-amerikanischen Psychotherapeuten Jeffrey Young. Es ist spannend, sich da hineinzulesen. Die Schematherapie geht davon aus, dass wir in der Kindheit und im Verlauf unseres Lebens Muster aus Erfahrungen, Erinnerungen, Emotionen und Körperempfindungen entwickeln, die maßgeblich unser Verhalten steuern.
Hin und wieder bemerken wir Verhaltensweisen, die eigentlich gar nicht zu unserer Persönlichkeit passen. Das Phänomen heißt Ich-Dystonie. Wenn wir aus heiterem Himmel Wut oder Jähzorn entwickeln, obwohl es unserem Naturell komplett widerspricht, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass wir das uns das früher so antrainiert haben, etwa indem wir Bezugspersonen dabei beobachteten. Es gilt: Für jede Verhaltensweise gibt es einen Grund. Und wenn wir ein bestimmtes Verhalten gelernt haben, dann können wir es auch wieder verlernen.
[Außerdem auf ze.tt: Wie unsere Lebensziele entstehen]
Der positive Lerneffekt daraus ist zumindest für mich, dass alles, was ich sonst als unüberwindbar mystisches Unheil betrachtete, nicht mehr so hoch stellen muss, weil es das eben nicht ist. Wenn ich mit mir hadere, dann ist das kein Hokuspokus, sondern folgt den Gesetzen der Logik.
Mir persönlich hilft diese Erkenntnis ungemein, weil ich emotionale Belastungen so innerlich mehr von mir ablösen und als normal akzeptieren kann. Es macht sie greifbarer, ich kann sie in vorbeiziehende Gedankenwolken packen und hin und her schieben, wie es mir gerade passt. Der Umgang mit den inneren Problemen wird so weniger alles überschattend. Durch diesen beinahe spielerischen Umgang fällt Last ab, und damit auch Wut oder Groll gegen mich selbst. Und seitdem ich Stress nicht mehr als Feind wahrnehme, verschwindet er schneller. Ich habe diesem Vorgang für mich selbst einen Namen gegeben: Emotionspragmatismus.
In unserer Reihe „ Wie du zu dir findest “ beschäftigen wir uns damit, wie in dieser schnelllebigen Welt zurechtkommen. Wie werde ich zufriedener? Wie werde ich schädliche Denkmuster los? Für die Tricks und Kniffe – wir nennen sie Psychohacks – beschäftigen wir uns mit gängigen Studien und Methoden und befragen Expert*innen.

 

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Gerst über Europas Raumfahrt: "Sind Partner auf Augenhöhe"

Berlin/Köln (dpa) - "Big Toy for Big Boys" - ein großes Spielzeug für große Jungs sehen Kritiker in der Internationalen Raumstation (ISS).
Im dpa-Interview betonen der Chef der Europäischen Weltraumagentur (ESA), Jan Wörner, und der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst die Bedeutung der ISS für die internationale Zusammenarbeit und die Wichtigkeit bemannter Raumfahrt generell.
Frage: Inwiefern unterscheiden sich die Ansichten einzelner Nationen zur Raumfahrt?
Antwort Jan Wörner: "Wir haben weltweit ganz unterschiedliche Ansichten über die bemannte Raumfahrt. Die Amerikaner sagen: Pioneering (Pionierarbeit). Das ist für sie Motiv genug. Das ist für uns in Europa nicht Motivation genug. Für uns ist wesentlich, dass sehr viel Wissenschaft gemacht wird. Bei den Chinesen wiederum ist der Grund, sich zu engagieren, das Prestige.
Frage: Im weltweiten Gefüge verändert sich derzeit viel, weil US-Präsident Donald Trump auf "America first" und die Durchsetzung nationaler Interessen pocht. Wie stark werden gemeinsame Raumfahrtprojekte wie die ISS beeinflusst?
Antwort von Alexander Gerst: Die Kooperation auf der Arbeitsebene läuft weiter hervorragend. Die beteiligten Leute kennen sich seit Jahren, die sind durch dick und dünn gegangen mit dieser Kooperation. Die Stimmung ist so, dass man merkt, ok, da oben knistert's im Gebälk. Aber umso mehr versuchen wir jetzt hier zu zeigen, dass wir zusammenarbeiten können.
Frage: Was bedeutet Ihre Ernennung zum Kommandanten bei Ihrer zweiten Mission in diesem Zusammenhang?
Antwort Alexander Gerst: Es ist wirklich ein großes Kompliment, dass die beteiligten Raumfahrtnationen mir das Vertrauen schenken, diese Raumstation zu kommandieren. Das ist etwas, was früher so nicht möglich gewesen wäre, als die ESA angefangen hat als Partner der großen Raumfahrtagenturen. Da waren wir ein Juniorpartner. Die Astronauten durften im Space Shuttle mitfliegen, aber bitte nicht so viel anfassen. Und jetzt sind wir wirklich ein Partner auf Augenhöhe.
Frage: Wo lässt sich noch nachbessern bei der ESA?
Antwort Jan Wörner: Bei der Vielfalt. Dabei geht es nicht nur um höhere Frauenquoten, sondern mehr Diversität insgesamt - auch bei Alter und geografischer Herkunft.
Antwort Alexander Gerst: Es ist entspannter, in gemischten Teams zu arbeiten. Das ist meine Erfahrung in allen Bereichen der Exploration, das war in der Antarktis so, das war auf Vulkanen so. Je mehr man den Querschnitt aus der Bevölkerung widerspiegelt, desto besser. Man profitiert auch sehr davon, ältere und jüngere dabeizuhaben, jeder bringt eine unterschiedliche Perspektive mit, gerade wenn man in einem Bereich ist, wo es oft um Problemlösung geht. Als Commander sammle ich für eine Entscheidung die Perspektiven meiner Crew ein und profitiere sehr davon, wenn es unterschiedliche Sichtweisen gibt.
Wir müssen jungen Mädels klarmachen: Mathe, Ingenieurwissenschaften, Astronautentechnik, das ist alles genauso für euch etwas wie für die Jungs. Alte Vorurteile: weg damit.
Frage: Einige Menschen sind überzeugt, dass wir dank immer klügerer Roboter ohnehin keine Astronautinnen und Astronauten mehr brauchen, sondern ganz auf die wesentlich billigere unbemannte Raumfahrt setzen können. Was meinen Sie?
Antwort Alexander Gerst: Robotik und astronautische Weltraumfahrt stehen nicht in Konkurrenz. Wenn Roboter ein Stück mehr können, heißt das nicht, dass die uns unsere Arbeit wegnehmen, sondern im Gegenteil: Wir sind froh, wir können ihnen mehr von unserer Arbeit abgeben und haben dann Kapazitäten frei, das zu tun, was für uns Menschen gut ist. Diese Synergie wird umso größer, je mehr einer von beiden Fortschritte macht.
Antwort Jan Wörner: Der Mensch wird es sich nicht nehmen lassen, den Fuß auf dem Mars oder andere Himmelskörper zu setzen. Es ist einfach was anderes, wenn der Mensch selbst vor Ort ist. Wenn Alex berichtet von oben und Bilder schickt, dann sind Menschen begeistert und fasziniert - das wäre bei einem Bilder schickenden Roboter nicht so.

 

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Folgen der Schlammlawinen: Weiteres Todesopfer in Kalifornien

Wegen schwerer Überflutungen im US-Bundesstaat Kalifornien stehen viele Menschen ohne Unterkunft da. Suchtrupps sind noch immer auf der Suche nach weiteren Überlebenden - doch die Hoffnung schwindet.
Nach den schweren Überflutungen in Kalifornien haben Suchtrupps das 19. Todesopfer aus den Schlammmassen geborgen worden. Nach Mitteilung der Behörden im Bezirk Santa Barbara werden noch fünf Menschen vermisst. Hunderte Helfer waren weiterhin in den betroffenen Gebieten im Einsatz, doch es gab kaum noch Hoffnung, Überlebende zu finden.
"Auch wenn es von Stunde zu Stunde unwahrscheinlicher wird, dass wir noch Überlebende finden, gibt es immer Hoffnung", wurde Sheriff Bill Brown zitiert. In der Region um die Stadt Montecito, rund 150 Kilometer nordwestlich von Los Angeles, waren am Dienstag nach heftigen Regenfällen mehrere Schlammlawinen niedergegangen. Zuvor wüteten dort großflächige Wald- und Buschbrände.
Dutzende Gebäude wurden von Wasser und Geröll mitgerissen. In den Schlammlawinen sind auch vier Kinder ums Leben gekommen. Ein dreijähriges Mädchen ist demnach das jüngste Opfer, ein 89-jähriger Mann das älteste.
Quelle: n-tv.de

 

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Gratis für 50 Koranverse: Tattoo-Entfernung für reuige Muslime

Ein indonesischer Tätowierer besinnt sich zurück auf seinen muslimischen Glauben. Statt in seinem Studio Tattoos zu stechen, entfernt er sie nun. Seine Dienste bietet er auch kostenlos an – unter einer Bedingung.
Acht Jahre lang hat Sandi Widodo Motive in die Haut seiner Kunden gestochen. Dann die Kehrtwende: Der erfolgreiche Tätowierer aus Indonesien mit dem eigenwilligen Lebensstil besann sich wieder auf seinen islamischen Glauben, wie er sagt. Heute lässt er in seiner Praxis in der Gemeinde Serpong nahe der Hauptstadt Jakarta Tätowierungen von reumütigen Muslime verschwinden - und verlangt dafür wenig oder manchmal sogar kein Geld.
"Ich hatte ein etabliertes Tattoostudio, als ich anfing, mich mit Religion auseinanderzusetzen und feststellte, dass Tätowierungen haram (verboten) sind", erklärt der 31-Jährige, der selbst kunstvolle Tätowierungen am ganzen Körper trägt, auch auf seiner linken Schläfe und seinem Hals. "Ich habe immer wieder an die Leute gedacht, die ich tätowiert habe", sagt er. "Also entschied ich mich, sie für diejenigen zu entfernen, die ihren alten Lebensstil aufgegeben haben, bei dem - wie bei mir - oft Drogen und Alkohol mit im Spiel waren."
2014 verkaufte Widodo seine Tätowierausrüstung und studierte in einem islamischen Internat, bevor er als gläubiger Muslim zu seinen Eltern zurückkehrte. Nachdem er einen Arzt um Rat gefragt hatte, rief er im Juli zu einer Online-Spendenaktion auf. Von dem Geld wollte er Lasermaschinen für Tattoo-Entfernungen kaufen, die umgerechnet etwa 2500 Euro pro Stück kosten. Die Resonanz war unerwartet stark: In weniger als zwei Wochen kamen umgerechnet knapp 5600 Euro zusammen. Dann verwandelte er sein Tattoo-Studio am Stadtrand von Jakarta in eine mit drei Laser-Apparaten ausgestattete Praxis.
Mehr als 200 Menschen haben sich bisher bei ihm ihre Tätowierungen entfernen lassen, sagt er. Darunter seien Punk-Rocker, Musiker und Gangmitglieder. "Einige meiner Freunde in der Tattoo-Branche sind meinem Vorbild gefolgt, aber es gibt auch einige, die auf Abstand gegangen sind, weil sie dachten, ich sei seltsam geworden", sagt er. Reumütigen Muslimen entfernt er Tattoos sogar kostenlos. Die Bedingung: Sie müssen 50 Koranverse auswendig lernen, die sich auf die Barmherzigkeit und Gnade Gottes beziehen.
Viele im Land mit der weltweit größten muslimischen Bevölkerung halten permanente Tätowierungen im Islam für verboten. Sie argumentieren damit, dass sie unnötige Schmerzen verursachen und eine Form der Täuschung seien. "Die Leute wollen sich ihre Tätowierungen aus vielen Gründen entfernen lassen, zum Beispiel wegen schlechten Designs oder der Unvereinbarkeit mit dem Job, aber wir helfen nur Leuten, die Reue gezeigt haben", sagt er. Manche, die nicht genug Geld für das sichere Entfernen ihrer Tätowierungen haben, hätten sogar zu einem heißen Bügeleisen gegriffen und sich dabei schwer verletzt, erzählt er.
Laserbehandlungen zur Entfernung von Tätowierungen gelten als sicher, können aber oberflächliche Hautwunden hinterlassen. Widodo konnte sich selbst nicht alle seine Tätowierungen entfernen und hat sich bislang nur zwei Sitzungen unterzogen. "Es dauert etwa zwei Wochen, bis die Bläschen nach der letzten Behandlung verheilt sind."
Auf den Armen des ehemaligen Rockband-Sängers Azri Rachman sind zwischen Schädel- und Rosenbildern Porträts seiner Eltern zu sehen. Der 30 Jahre alte Vater von zwei Kindern hat zwei Sitzungen in der Praxis hinter sich. Die Musik hat er aufgegeben. Stattdessen verkauft er nun mit islamischen Botschaften bedruckte Kleidung. Mit Bart, Brille, einem weißen Hemd mit der Aufschrift "I don't follow trends" (Ich folge keinen Trends) und einer knöchellangen Hose sieht er eher wie ein Hipster aus.
"Es ist schmerzhaft", sagt Rachman über die Laserbehandlung. "Aber das sollte Menschen, die Gott näher sein wollen, nicht entmutigen." Als Bandmitglied habe er einen Lebensstil geführt, an den er nicht mehr zurückdenken mag, weil es ihn "zu sehr beschämt". "Eines Tages hatte ich es satt und erzählte meiner Mutter, die mir auch dann zur Seite stand, als ich vom Weg abgekommen bin, dass ich wieder anfangen würde zu beten", erzählt er.
Ahmad Zaki ist ein Sozialarbeiter, der eine gemeinnützige Gruppe namens Punk Muslim gegründet hat. Sie betreiben eine mobile Praxis, die ebenfalls denjenigen ihre Tätowierungen entfernt, die ihren Weg zurück zur Religion gefunden haben. "Eine Tätowierung ist eine Sünde, die sichtbar ist, bis man stirbt. Es sei denn, man entfernt sie", sagt Zaki bei einer Veranstaltung zur Entfernung von Tattoos in einer Moschee in Purwakarta, etwa 100 Kilometer östlich von Jakarta. "Man muss es nicht entfernen, wenn es schon da ist, denn Gott verzeiht alles, aber es ist besser, wenn man es macht."
Andini Erisa gehört zu den neun Frauen, die bei der Veranstaltung in der Moschee in Purwakarta dabei sind. Sie wollte einen Stern auf dem rechten Arm und einen Ring um ihren Fußknöchel loswerden, erzählt die 22-Jährige. "Ich werde nächstes Jahr heiraten", sagt sie. "Ein dreijähriges Mädchen sagte mir einmal, dass sie ein Tattoo wie meins haben wolle, weil es schön sei. Ich will nicht, dass meine zukünftigen Kinder das tun, was ich getan habe."
Quelle: n-tv.de

 

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Vor der Klausurtagung in Banz: Söder will mehr Grün in Städten und weniger Flächenfraß

Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder will mehr Grün in Bayerns Städte bringen und erwägt dazu ein "Entsiegelungsprogramm". Auch gegen Flächenfraß und die AfD will er vorgehen.
Von: Wolfgang Zehentmeier und Gerhard Brack
Stand: 14.01.2018
Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder steckt im Vorfeld der morgen beginnenden Klausurtagung der CSU im fränkischen Kloster Banz Themenfelder vor der Landtagswahl ab.
Inhaltlich versucht Söder Themen zu besetzen, die Menschen offensichtlich bewegen und bei denen geplante Volksbegehren erfolgversprechend scheinen. So will er dem von den Grünen initiierten Volksbegehren zum Flächenfraß mit eigenen CSU-Initiativen die Grundlage entziehen.
Das Volksbegehren sei im Anliegen verständlich, aber von den Auswirkungen für viele Kommunen und die Bürger her bedenklich, warnte Söder. "Wir nehmen die Verpflichtung ernst, den Flächenverbrauch zu reduzieren", sagte er. Allerdings wolle die CSU keine fixe Begrenzung, wie es Ziel des Volksbegehrens ist, sondern Anreize zum Flächensparen setzen.
Konkret kündigte Söder unter anderem Maßnahmen zur Wiederbelebung von Ortskernen und zur Beseitigung von innerstädtischen Brachflächen an. "Und wir überlegen ein eigenständiges Entsiegelungsprogramm, also eine Förderung für Kommunen, um versiegelte Flächen wieder in natürliche umzuwandeln", sagte er. "Denn wir brauchen auch in Städten und Dörfern wieder mehr Grün."
Auch das von den Freien Wählern angekündigte Volksbegehren zu den Straßenausbaubeiträgen will Söder durch die Abschaffung der Beiträge überflüssig machen. Zugleich sollen spezielle Übergangsregelungen den Kommunen die Mindereinnahmen ersetzen. "Wir brauchen dann aber saubere Übergangsregelungen und eine finanzielle Kompensation für die Kommunen", sagte er. "Es soll niemand benachteiligt sein."
"Wir Freien Wähler freuen uns, dass wir die CSU mit den Straßenausbaubeiträgen aufgescheucht haben. Es ist nur traurig, dass immer ein Volksbegehren und eine Landtagswahl nötig sind, um die CSU in Bewegung zu bringen."
Hubert Aiwanger, Vorsitzender der Freie Wähler Landtagsfraktion
Politisch machte Söder die harte Linie der CSU deutlich. So kündigte er einerseits ein härteres Vorgehen gegen die AfD an. "Neben dem Regierungshandeln ist die langfristige Aufgabe für die Union, die Zersplitterung des bürgerlichen Lagers aufzuhalten», sagte er in einem Interview mit der "Bild am Sonntag". "Die Union war im Umgang mit der AfD bisher zu zurückhaltend."
Wer nicht in der Lage sei, den "rechtsradikalen" Thüringer Landeschef Björn Höcke aus seiner Partei auszuschließen, könne sich nicht als bürgerliche Kraft bezeichnen.
Auch einer Koalition mit der FDP nach den Landtagswahlen im Herbst erteilte er in dem Interview eine Absage. "Wer sich in Berlin nicht traut zu regieren, braucht nicht in München um Verantwortung zu buhlen", so Söder.
Im Bund erteilte er Nachforderungen der SPD im Zuge der Sondierungsergebnisse für eine große Koalition eine Absage. Die Sozialdemokraten hätten in den Gesprächen viel erreicht. Söder appellierte vor diesem Hintergrund an den SPD-Parteitag, grünes Licht für Koalitionsverhandlungen zu geben.

 

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Nach Messerangriff: Opfer erliegt seinen Verletzungen

Frankenthal (dpa/lrs) - Der Mann, der am vergangenen Montag in Frankenthal Opfer einer Messerattacke geworden war, ist am Samstag an seinen schweren Verletzungen gestorben. Das teilte die Polizei am Sonntag mit. Der mutmaßliche Täter, ein 25 Jahre alter Türke, hatte seinem 51 Jahre alten Landsmann am Ostparkbad mit einem Messer mehrmals in den Bauch gestochen. Zu einem möglichen Tatmotiv konnte die Polizei noch nichts sagen.
Der 25-Jährige war zunächst geflüchtet. Nach ihm wurde international gefahndet. Am Donnerstag nahm ihn die Schweizer Polizei fest. Nach Angaben eines Polizeisprechers wird der Mann in den nächsten Tagen an Deutschland ausgeliefert.
Gefahndet wird weiterhin nach einer Person, die im Verdacht steht, dem mutmaßlichen Täter geholfen zu haben. Auf Zeugenaussagen des Opfers kann die Polizei nicht zurückgreifen. Der 51-Jährige hatte seit der Tat im Koma gelegen und konnte nicht mehr vernommen werden.

 

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Andy Warhol in Thüringen: Apolda statt New York

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200. Geburtstag von Karl Marx: Auf den Sockel und wieder runter

Die Statue des Anstoßes ist jetzt nur noch fünfeinhalb Meter groß. 5,50 Meter Karl Marx, das passt. Denn dessen 200. Geburtstag datiert auf den 5. Mai, an dem Tag eröffnet in Trier auch die Doppelausstellung „Karl Marx 1818–1883. Leben. Werk. Zeit“. Und, schöner Zufall: Vor der Einführung der Fünfstelligkeit besaß Trier die Postleitzahl 55.
Was für eine Aufregung. Zum Jubiläum schenkt das große China dem kleinen Trier eine Kolossalstatue, einen Mega-Marx aus Bronze. Als der Stadtrat letztes Frühjahr beschloss, das Präsent anzunehmen, gab es viel Aufregung. Die Trierer Kunstszene sah sich verprellt, Opferverbände protestierten und der Schlagersänger Guildo Horn (auch bedeutender Trierer!) wollte der Stadt zusätzlich ein Horn-Denkmal schenken. „Aus Bronze, Kautschuk, Mürbeteig oder Marzipan“ und mit „Piep Piep Piep“-Festakt. Das Chinesen-Geschenk findet Horn gut: „Warum sollen die immer nur uns kopieren?“
Spott beiseite: Als der Bildhauer Wu Weishan aus Peking anreiste, musste erst mal verhandelt werden. Über die ursprüngliche Höhe von 6,30 Meter wie über den Standort. Die zunächst vorgesehene, im Volksmund Karl-Marx-Plätzchen getaufte dreieckige Kreuzung wenige Meter neben dem Geburtshaus in der Brückenstraße fand Herr Wu entschieden zu klein. „Kein Licht, keine Luft, und Marx muss größer sein als die Engels-Statue in Wuppertal mit ihrer Höhe von 3,85 Metern“, erinnert sich Oberbürgermeister Wolfram Leibe (SPD) an die Reaktion des angereisten Künstlers.
Also spazierte Baudezernent Andreas Ludwig mit Wu Weishan durch die Altstadt. Viehmarkt? Domfreihof? Simeonstraße mit Sichtachse zur Porta Nigra? Alles nicht zu gebrauchen, wegen Weltkulturerbestatus und wegen Marx’ Religionskritik. Man einigte sich auf den Simeonstiftplatz hinter dem Stadtmuseum, wo Marx vor einer 13 Meter hohen Brandmauer aufgestellt wird. Das relativiert, meint Ludwig. Und es hat die Bürger tatsächlich beruhigt: Sooo riesig wird die Statue dann doch nicht. Der Sockel wird zudem abgetreppt, die Leute sollen drauf sitzen können. Und es sind nur wenige Schritte bis zu dem kleinen barocken Mansardenhaus, in das Familie Marx einige Monate nach Karls Geburt zog.
Dort, in der Simeonstraße 8, verbrachte der V erfasser des „Kommunistischen Manifests“ Kindheit und Jugend, eine Plakette erinnert daran. Und die Porta Nigra ist gleich um die Ecke: Das Wahrzeichen der Römerstadt machte erst am Freitag von sich reden, weil Forscher den Bau des Stadttors endlich datieren konnten, auf die Zeit um 170 n. Chr.
Die Römerstadt Trier bekennt sich zu Marx – auch das eine kleine Sensation. Das Foto vom hölzernen Statuen-Dummy schaffte es bis ins russische Staatsfernsehen und in die „New York Times“. Es sei richtig, betont Bürgermeister Leibe, dass Trier sich der Person und dem Wirken von Marx stellt; das habe die Diskussion um das Denkmal gezeigt. Vor der Kritik der Opferverbände hat er Respekt, davor, dass Menschen, die unter dem DDR-Regime gelitten haben, Marx anders sehen. Der gebürtige Württemberger begann seine Laufbahn im sächsischen Justizministerium, in der Zeit nach dem Mauerfall, als sich die Marx-Denkmäler gerade auf den Bauhöfen der Ex-DDR stapelten, um eingeschmolzen oder entsorgt zu werden. Chemnitz soll sein Marx-Monument (7,60 Meter!), den berühmt-berüchtigten „Nischel“, Trier sogar zum Kauf angeboten haben.
Wird Trier die neue Karl-Marx-Stadt? Nein, meint Leibe, Trier führt mit der Statue nicht den Marxismus wieder ein. „Viele sind jetzt bereit, Marx als historische Persönlichkeit, als Ökonom und Philosoph wahrzunehmen, auch im Unterschied zu dem, was in der DDR in seinem Namen geschah.“
Der CDU-Mann Ludwig, der sich selbst als „Wessi mit schwarzer Seele“ beschreibt, findet die Auseinandersetzung ebenfalls gut. Der Baudezernent glaubt an den guten alten Wandel durch Annäherung. Im November war er eine Woche in China, hat Wu Weishan im Atelier besucht, mit ihm das Sockel-Material erörtert (Basalt statt Sandstein) und über den Umgang mit NS-Denkmälern Auskunft gegeben. Monumentalkunst, damit haben die Deutschen so ihre Erfahrung.
Trier hat sich immer schwer getan mit Marx. Wer in den siebziger Jahren hier zur Schule ging, hörte den Namen im Geschichtsunterricht kaum. Nicht mal für Absolventen des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums, wo Marx Abitur machte, verstand sich ein Besuch des kleinen, damals recht verstaubten Museums im Geburtshaus von selbst. Die über Jahrzehnte gestörte Beziehung schlägt sich sogar im Stadtplan nieder. Die Straße, in der das Geburtshaus liegt, verläuft südwestlich des Zentrums bis zur Römerbrücke. Zu Marx’ Zeiten hieß sie Brückergasse. Der zur Brücke gelegene Abschnitt wurde nach dem Krieg in Karl-Marx-Straße umgetauft, nicht aber das kurze Stück mit dem Geburtshaus selbst. Verquere Welt.
Karl Marx, der Spross einer Trierer Bürgersfamilie und Sohn eines jüdischen Anwalts, der notgedrungen zum Protestantismus konvertierte. Marx, der Journalist, der mit 17 die Stadt verließ. Der Ökonom und Gesellschaftstheoretiker, dessen Lebensweg über Bonn, Berlin, Paris und Brüssel nach London führte, gemeinsam mit seiner Ehefrau Jenny von Westphalen, Tochter eines Trierer Regierungsrats. Marx, der über Winzerarmut und Auswanderung schrieb, schließlich der Cheftheoretiker von Kommunismus und Sozialismus: So einer passte nicht ins konservative, katholische Trier.

 

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Becker: Diskussion über Rassismus "wahnsinnig wichtig"

Hannover (dpa) - Designerin Barbara Becker (51) hält die gesellschaftliche Diskussion nach der rassistischen Beleidigung ihres Sohns Noah (23) für "wahnsinnig wichtig". Die Ex-Frau von Tennislegende Boris Becker, die am Samstag auf der Messe "Domotex" in Hannover ihre neue Wohnwelten-Kollektion vorstellte, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es geht nicht nur ums Schwarzsein, sondern ums Anderssein - dass man sich einfach als Menschen annimmt und sich wirklich nur als Menschen sieht und sonst nichts."
In einem Tweet über den Account des AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier war Noah Becker als "Halbneger" beleidigt worden. Es habe sie gefreut, dass anschließend so viele Menschen aufgestanden seien und darauf empört reagiert hätten wie etwa Schauspieler Til Schweiger, sagte Becker.
Die Designerin stellte auf der Teppichmesse ihre neue Kollektion b.b. home passion vor. Inspiriert hätten sie diesmal ihre eigenen Wurzeln: Laut einem DNA-Test stammen ihre Vorfahren aus Afrika, dem deutschsprachigen Raum und Schottland.
Becker lebt in Miami und kommt etwa alle zwei Monate für eine Woche nach Deutschland, um zu arbeiten und ihren Sohn und ihre Mutter in Berlin zu sehen. Noah Becker, der als DJ und Maler arbeitet, hatte in einem Interview gesagt, Berlin sei im Vergleich zu London oder Paris eine "weiße Stadt". Daraufhin wurde er via Twitter massiv beleidigt, der 23-Jährige will juristisch gegen den AfD-Politiker vorgehen.
Seine Mutter sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ich kenne keinen Schwarzen auf der ganzen Welt, der nicht schon mal mit Rassismus zu tun hatte - sei es ein berühmter Popstar, weltbekannter Schauspieler oder irgendjemand von der Straße."
Nach ihrem Eindruck sei Deutschland ein sehr waches Land, wo solche Beleidigungen nicht geduldet werden. "Ich habe den direkten Vergleich, was in Washington aus dem Oval Office kommt." US-Präsident Donald Trump soll in einem Gespräch mit Senatoren etwa gefragt haben, warum so viele Menschen aus "Dreckslöchern" in die USA kommen. Dabei ging es um Einwanderer aus Haiti, El Salvador und afrikanischen Ländern.
Barbara Becker wurde in Heidelberg geboren und wuchs als Tochter eines US-amerikanischen Fotografen und einer deutschen Lehrerin auf. Mit Boris Becker, mit dem sie von 1993 bis 2001 verheiratet war, hat sie die gemeinsamen Söhne Noah (23) und Elias (18).

 

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Tausende auf der Flucht: Vulkan Mayon steht vor Ausbruch

Er ist der aktivste Vulkan auf den Philippinen, sein letzter Ausbruch mit Todesopfern war 2013. Jetzt poltert der gut 300 Kilometer von der Hauptstadt Manila gelegene Mayon erneut.
Der Vulkan Mayon auf den Philippinen hat den zweiten Tag in Folge dicke Asche und Rauch in die Luft gespuckt. Mehr als 4000 Menschen flohen aus Dörfern am Fuße des rund 330 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila gelegenen Berges, wie eine Sprecherin des Nationalen Katastrophenschutzes sagte.
Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, sich aus der sechs Kilometer großen Gefahrenzone rund um den Vulkan fernzuhalten. Der 2472 Meter hohe Mayon in der Provinz Albay ist der aktivste Vulkan des Inselstaates in Südostasien. Die bisher letzte Eruption mit Todesopfern ereignete sich im Mai 2013, damals starben fünf Wanderer.
Die Aschesäule des Vulkans hatte am Samstag nach einer ersten sogenannten phreatischen Eruption eine Höhe von 2500 Metern erreicht. Diese Art von dampfgetriebener Eruption entsteht, wenn Wasser am oder unterhalb des Bodens etwa durch Magma erhitzt wird, wie das staatliche US-Geologieinstitut USGS auf seiner Webseite schreibt. Dabei werden Dampf und Asche ausgestoßen.
50 Ausbrüche in rund 400 Jahren
Bis Sonntagmittag registrierte das Vulkanologische Institut der Philippinen zwei dieser Eruptionen. Dadurch seien gräulicher Rauch und Aschewolken erzeugt worden. Zudem hätten Einwohner Schwefelgeruch und polternde Geräusche wahrgenommen, hieß es weiter.
Seit 1616 brach der Mayon rund 50 Mal aus. 1814 starben bei der bisher verheerendsten Eruption mehr als 1200 Menschen, ein Dorf wurde unter dem Magma begraben. Bei einem weiteren Ausbruch 1993 kamen 79 Menschen ums Leben.
Einwohner der Dörfer Guinobatan, Camalig und Anoling nahe dem Mayon suchten Unterschlupf in öffentlichen Schulen, die zu Aufnahmezentren umgebaut worden waren, sagte Romina Marasigan von der nationalen Katastrophenschutzbehörde weiter. "Die Zahl der Fliehenden könnte steigen, sollten die phreatischen Eruptionen anhalten", sagte sie.
Quelle: n-tv.de

 

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Euro-Dollar-Kurs auf Drei-Jahres-Hoch: Die Gründe

Kerstin Papon
Redakteurin in der Wirtschaft.
„Richtig ist, dass die EZB zurzeit eine ganze Reihe von Signalen aussendet, die durchaus auf eine schnellere Normalisierung der lockeren Geldpolitik hindeuten könnten“, sagt David Kohl, Chefvolkswirt von Julius Bär in Deutschland. Das könne man möglicherweise aus den am Donnerstag veröffentlichten Sitzungsprotokollen der Notenbank lesen. Zudem hätten sich zu Jahresbeginn einige Mitglieder des EZB-Gremiums in diese Richtung geäußert. Gleichwohl seien dies aber vor allem diejenigen gewesen, die ohnehin als Befürworter einer restriktiveren Politik gälten. „In den Vereinigten Staaten gibt es 2 Prozentpunkte mehr an Zinsen als in Deutschland“, sagt Kohl. Daher treibe die Hoffnung, dass sich dieser Nachteil abbaue, den Kurs des Euros.
Der bei der Schweizer Bank Julius Bär für die Währungsanalyse verantwortliche Ökonom verweist aber auch auf die vergleichsweise geringen Umsätze zum Jahresbeginn und technische Faktoren. Es fehle ihm aber an Phantasie dafür, dass eine mögliche Regierungsbildung ebenfalls für den Kursschub verantwortlich sein könne. Kohl rechnet mit ersten Zinsschritten der EZB weiterhin erst 2019. Die Notenbank habe genug Zeit, in diesem Jahr erst einmal ihr extremes Anleihekaufprogramm zurückzufahren. Denn die Kerninflation sei mit Werten von gut 1 Prozent nach wie vor niedrig. Und die Geldpolitik der EZB gelte nicht nur für Deutschland, wo es schon jetzt Anzeichen dafür gebe, die lockere Zinspolitik besser zu beenden, sondern für den gesamten Euroraum. Kurzfristig rechnet Kohl mit einem eher fallenden Kurs und einem wieder schwächeren Euro. Denn die Zinsdifferenzen seien schon enorm. Langfristig sieht er den Kurs auf 1,30 Dollar steigen, da der Euro mehr Potential habe als der Dollar.
Die Prognose der Wechselkurse gilt als besonders schwierig. Die Einflussfaktoren sind zahlreich und eng miteinander verwoben. Schon allein deswegen verwundert es wenig, dass im vergangenen Jahr die Marktauguren von der deutlichen Stärke des Euros überrascht wurden. Die Gemeinschaftswährung hat seit Ende 2016 bis jetzt zum Dollar 15 Prozent an Wert gewonnen. Analysten hatten dagegen vor allem wegen der in Amerika schon wieder steigenden Zinsen mehr auf den Dollar gesetzt, da dies den Dollar-Raum für Anleger eigentlich attraktiver macht.
In einer Umfrage dieser Zeitung unter 27 Kreditinstituten, Fondsgesellschaften und Versicherern zum Jahresende trauen diese dem Euro in der Mehrheit zu, stark zu bleiben. Das beherrschende Thema bleiben die Zinsunterschiede zwischen Amerika und dem Euroraum. Im Durchschnitt ergibt sich zur Jahresmitte ein erwarteter Eurokurs von 1,17 Dollar, was einem leichten Minus um 3 Prozent entspräche. Für Ende 2018 sagen die Befragten durchschnittlich 1,18 Dollar vorher.

 

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Die Woche bringt Sturm und Schneeschauer

Laut Meteorologe Bernd Huffing vom Deutschen Wetterdienst (DWD) muss in der kommende Woche jeden Tag mit Niederschlägen gerechnet werden. "Vor allem in höheren Lagen wird es auch schneien", sagte Huffing unserer Redaktion. Insgesamt werde die Woche vor allem nass und kalt. Am Donnerstag sollen die Temperaturen zwar kurz steigen, jedoch ist dann mit einem stärkeren Sturmtief zu rechnen.
Am Montagnachmittag legt sich über ganz NRW ein Regengebiet. Die Temperaturen liegen laut dem Experten dann noch zwischen 5 und 8 Grad in Düsseldorf. Bereits zum Wochenenbeginn soll es windig werden. Mit Sturmböen in der Windstärke 7 bis 8 muss die ganze Woche über gerechnet werden. Im höheren Bergland fällt bereits am Montag Schneeregen.
Schneeregen bis in die niederen Lagen
In der Nacht zu Dienstag können die Schauer auch in niederen Lagen in Schneeregen übergehen. Dann kommt laut dem Experten die Polarluft. "Die bringt neben kalten Temperaturen auch Schnee mit, der vor allem in Regionen über 600 Metern liegen bleiben kann", sagt Huffing. Auch Graupelgewitter sind wahrscheinlich. Die Höchstwerte liegen am Dienstag 4 bis 7 Grad, im Bergland bei 0 bis 3 Grad.
Am Mittwoch geht es laut dem DWD mit Graupelgewittern und Schneeschauern weiter. Teilweise sinken die Temperaturen dabei bis auf den Gefrierpunkt. Mit Schnee muss dann auch im Flachland gerechnet werden. "Je nachdem, wo die Schneeschauer herunter kommen, kann am Morgen teilweise bis zu fünf Zentimeter Schnee gefallen sein", sagt der Meteorologe.
In der Nacht zu Donnerstag soll es dann zwar wieder wärmer werden, jedoch muss dann mit Sturmböen mit bis zu 100 km/h in einer Windstärke zwischen 9 und 10 gerechnet werden. "Wie stark der Sturm genau wird, ist noch unklar", sagt Huffing. Möglich seien auch orkanartige Sturmböen.

 

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Museumschefin aus Stuttgart soll Humboldt-Sammlungen leiten

Berlin (dpa) - Die Leiterin des Stuttgarter Linden-Museums, Inés de Castro, soll nach Informationen des "Spiegel" künftig die Sammlungen des Berliner Humboldt Forums führen. Die Ethnologin könnte Chefin des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst werden, deren weltberühmte Sammlungen im Berliner Schloss gezeigt werden sollen, wie das Magazin in seiner aktuellen Ausgabe berichtete. Castros Wechsel in die Hauptstadt sei "so gut wie unter Dach und Fach", hieß es.
Eine Sprecherin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz wollte die Personalie am Sonntag auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Der Posten werde mit einer renommierten Persönlichkeit besetzt, die in den kommenden Wochen bekanntgegeben werde, sagte die Sprecherin lediglich.

 

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Skicrosserin Zacher Dritte

Idre Fjäll (dpa) - Heidi Zacher hat beim Skicross-Weltcup in Schweden mit Rang drei den fünften Podestplatz im Olympia-Winter geholt, dabei aber auch von einer Rennabsage profitiert.
Wegen der schwierigen Bedingungen wurde der Wettkampf für die Damen in Idre Fjäll nicht gestartet und das Qualifikations-Ergebnis gewertet. Da war Zacher hinter Sandra Näslund aus Schweden und Fanny Smith aus der Schweiz die drittschnellste Starterin.
Bei viel Wind war das Rennen für Daniel Bohnacker und Paul Eckert bereits in der ersten K.o.-Runde beendet. Beide kamen nicht über das Achtelfinale hinaus. In der Endabrechnung war Eckert 22., Bohnacker wurde nur auf Platz 27 gewertet. Eckert hat die Qualifikation für Olympia bereits sicher, Bohnacker dagegen steht vor der letzten Möglichkeit in Nakiska am kommenden Wochenende unter Zugzwang und muss mindestens Achter werden, um bei den Spielen in Pyeongchang dabei sein zu dürfen. Bei den Herren holte Olympiasieger Jean Frederic Chapuis aus Frankreich den Tagessieg vor Samstags-Gewinner Alex Fiva aus der Schweiz.

 

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Skifliegen: Weltcup auf dem Kulm wegen Wind abgesagt

Nach der Qualifikation ist am Sonntag auch der Skiflug-Weltcupbewerb auf dem Kulm ins Wasser gefallen. Anhaltend starker Wind hat eine Austragung der zweiten Konkurrenz in Bad Mitterndorf nicht zugelassen.
(APA)

 

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Anti-Gewaltprojekt L-Support: Wo Lesben Hilfe finden

Angriffe gegen homo- und transsexuelle Menschen kommen auch in Berlin noch immer häufig vor. Betroffen sind Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender gleichermaßen. Anti-Gewaltprojekte, die Opfer beraten und unterstützen, richteten sich aber lange vor allem an schwule Männer, das beste Beispiel ist der Schöneberger Verein „Maneo“.
Erst seit einigen Jahren gibt es eine neue Einrichtung, die sich speziell an lesbische Frauen wendet: „L-Support“ in der Schöneberger Bülowstraße. „Wir haben immer wieder von Vorfällen gehört, aber in der öffentlichen Debatte sind diese Dinge unsichtbar. Sie werden kaum thematisiert", sagt Maria Tischbier, eine der Begründerinnen von L-Support. Auch die Polizei verzeichne weit weniger Anzeigen von Frauen als von Männern. Das habe vermutlich damit zu tun, dass Frauen befürchten als Frau und als Lesbe nicht ernst genommen zu werden. „Wir wollen an diesen Punkten ein neues Bewusstsein schaffen und die Frauen ermutigen.“
Seit einigen Jahren leisten Tischbier und rund zehn weitere Unterstützerinnen ehrenamtlich Hilfe: „Wir machen das alle neben unserem Job.“ In diesem Jahr soll es nun einen wichtigen Schritt vorangehen: Erstmals will das Land Berlin die Einrichtung fördern. Davon könnte L-Support eine hauptamtliche Stelle schaffen, wodurch die Arbeit besser koordiniert werden könnte. Zu tun gibt es genug: Tischbier und ihre Mitstreiterinnen betreuen ein Opfertelefon, beantworten E-Mails, dokumentieren die eingegangenen Fälle, betreiben öffentliche Gewaltprävention. Bei vielen der gemeldeten Übergriffe handele es sich um Beleidigungen, sagt Tischbier. Oft würden sich homofeindliche und sexistische Motive bei Übergriffen gegen Lesben mischen.
Tischbier hofft auch, dass mit der finanziellen Unterstützung das Projekt noch bekannter wird. Noch gebe es eine Diskrepanz zwischen der relativ geringen Zahl an Opfern, die sich wirklich melden, und dem prinzipiell bekannten Ausmaß an Übergriffen gegen Frauen. Tischbier ermutigt Betroffene, sich auch dann zu melden, wenn sie keine Beratung für sich in Anspruch nehmen wollen. „Es ist wichtig, dass das Ausmaß öffentlich wird – dann kann man auch die Präventionsarbeit verbessern.“
Hat es mit den dokumentierten homofeindlichen Übergriffen im Kiez rund um den Nollendorfplatz zu tun, dass L-Support sich dort niederließ? Nicht unbedingt, sagt Tischbier – zunächst suchte man die Nähe zu Maneo, welches Partnerprojekt ist. Sie nehme die Motzstraßen-Gegend auch sehr stark als schwulen Kiez und nicht so sehr als lesbischen wahr – ganz einfach, weil die letzte lesbische Kneipe dort schon längst geschlossen wurde.
Anders als bei Schwulen, die häufig in Gegenden Opfer werden, wo sich schwule Kneipen und Clubs ballen, könne man bei Lesben gar nicht so einfach Schwerpunkte von Übergriffen ausmachen – weil keine rein lesbischen Bars oder Clubs mehr existierten, gebe es auch keine ausgesprochen lesbischen Kieze. Ein Grund zur Beruhigung sei das aber nicht, sagt Tischbier: „Überall da, wo Frauen als Lesben öffentlich erkennbar sind, können sie Opfer homofeindlicher Gewalt werden.“
Umso erfreulicher sei es, dass Berlin in den vergangenen Jahren bei der Bekämpfung homo- und transfeindlicher Gewalt „einen großen Schritt nach vorn gemacht hat“: Kein anderes Bundesland hat schließlich wie Berlin eigene LGBT-Ansprechpartner bei Polizei und Staatsanwaltschaft – und Hilfseinrichtungen wie L-Support noch dazu.
Das Beratungstelefon von L-Support ist jeden Samstag und Sonntag unter 216 22 99 zu erreichen. Per E-Mail erreicht man L-Support unter l-support@l-support.net.
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Weimar erinnert mit Performance an 100 Jahre Dada in Berlin

Weimar (dpa/th) - "Stempeln, schreien, schwören...": Das diesjährige Motto der 2012 gestarteten Dada-Dekade in Weimar verweist auf den Einzug des Dadaismus vor 100 Jahren in Berlin und seine Verflechtungen mit der Klassikerstadt. Zum Neujahrsempfang an diesem Freitag (19. Januar) werde als Wiederentdeckung ein in Berlin entstandener Dada-Foxtrott mit einem Text von Fritz Löhner-Beda erklingen, teilte Michael von Hintzenstern von den Klang-Projekten Weimar am Sonntag mit.
1922 hatte in Weimar der Internationale Kongress der Dadaisten und Konstruktivisten stattgefunden - mit der Dada-Dekade soll dessen 100. Jubiläum im Jahr 2022 vorbereitet werden.
Löhner-Beda ist auch bekannt für das "Buchenwaldlied" der KZ-Häftlinge im Lager auf dem Ettersberg, das er 1938 schrieb. Der österreichische Librettist, Schlagertexter und Schriftsteller starb 1942 im NS-Vernichtungslager in Auschwitz.

 

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Die Wetterwoche im Schnellcheck: Die Ruhe ist vorbei

Es steht uns eine wechselhafte und durchaus turbulente Zeit bevor: Neben Regen und Schnee bringen uns die kommenden Tage auch einen stürmisch auffrischenden Wind. Wie die Wetterwoche wird, erklärt n-tv Meteorologe Björn Alexander.
Die Zeit von Hoch "Borchert" ist bald schon wieder vorbei. Von Skandinavien bewegt sich "Borchert" ostwärts in Richtung Russland und damit wird der Weg frei für die Atlantiktiefs. Tief "Evi" schickt uns zu Beginn der neuen Wetterwoche seine Ausläufer. Leider nicht die letzten. Denn es wird eine wechselhafte und durchaus turbulente Zeit, die uns neben Regen und Schnee auch einen stürmisch auffrischenden Wind bringt. Die Unsicherheiten bei den Wettermodellen für die Details und die Zugbahnen der einzelnen Tiefdruckgebiete sind zwar noch groß, jedoch zeigt vor allem der Donnerstag ein deutlich erhöhtes Potenzial für eine schwere Sturmlage. Aber auch zuvor kann es schon mal stürmisch werden. Hier die Details.
Nacht zum Montag
Die Nacht startet ruhig und bringt verbreitet frostige Temperaturen. Am kältesten dürfte es in den östlichen Landesteilen sowie ganz im Süden werden. Dort sind Tiefstwerte zwischen minus 4 und minus 8 Grad zu erwarten. Dabei ist neben örtlichen Dunst- und Nebelfeldern zum Teil auch mit Reifglätte rechnen. Gegen Morgen sind mit der Annäherung der Tiefausläufer an der Küste erste Sturmböen möglich.
Montag
Von der Ostsee bis zu den Alpen bleibt es noch lange freundlich und trocken. Den großen Rest erreichen von Nordwesten dagegen schon bald dichte Wolken mit Regen. Anfangs muss besonders im Bergland auch mit Schnee, ab dem Abend auch gefrierendem Regen und Glätte gerechnet werden. Der Wind legt im Laufe des Tages ebenfalls zu: Im Flachland sind bereits stürmische Böen möglich, an der Küste sowie im Bergland auch schwere Sturmböen bis hin zu einzelnen orkanartigen Böen. Höchstwerte zwischen 0 Grad am Erzgebirge und bis zu 10 Grad am Rhein.
Dienstag
Dieser Tag wird verbreitet nass und stürmisch. Im Bergland sind Schneefälle mit Gefahr von Verwehungen zu erwarten. Richtung Alpen liegt die Schneefallgrenze zuerst noch bei etwa 1000 Meter. Später fallen die Flocken aber auch dort weiter runter. Und selbst im Flachland sind neben Regenschauern teils gewittrige Schnee- und Graupelschauer drin. Dazu erreichen die Temperaturen 1 bis 10 Grad.
Mittwoch
Jetzt ist es auch im Süden zunehmend winterlich mit Schnee bis in tiefere Lagen. Ansonsten wenig Änderung: nasskalt mit 0 bis 7 Grad.
Donnerstag
Das wird wahrscheinlich der ungemütlichste Tag der Woche. Denn neben weiterem Regen und Schnee könnte uns ein Tief schwere Sturm- bis Orkanböen sogar bis ins Flachland bringen. Die genaue Zugbahn ist aber noch sehr unsicher. Von daher sind sowohl Stärke als auch Gebiete der stärksten Böen noch nicht näher einzugrenzen. Von der Nordsee bis zu den Alpen ist je nach Modell noch alles möglich. Temperaturtechnisch bewegen wir uns dabei zwischen 1 und 8 Grad.
Freitag und am Wochenende
Nach jetzigem Stand lässt der Wind nach. Das unbeständige Wetter allerdings nicht. Die Temperaturen erreichen am Freitag zwischen 0 und 6 Grad. Der Samstag bringt uns -1 bis 5 Grad, sodass die Niederschläge auch in den tieferen Lagen häufiger in Schnee übergehen. Am Sonntag machen die Wettercomputer dann aber schon wieder eine prognosentechnische Grätsche. Denn während der eine Teil weiterhin auf den Winter bei Werten um den Gefrierpunkt besteht, forciert der andere Teil ein Vorankommen von milderer Luft.
Quelle: n-tv.de

 

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Reifen einer Lufthansa-Maschine platzt kurz vor dem Abflug

Die Insassen des Regionalflugzeugs wurden nicht verletzt. Eine Startbahn am Münchner Flughafen wurde jedoch am Samstagsabend für mehrere Stunden gesperrt.
Beim Start einer Lufthansa-Maschine mit 64 Passagieren an Bord ist am Samstagabend ein Reifen geplatzt. Noch auf der Startbahn konnten die Piloten des Regionaljets vom Typ Bombardier CRJ900 das Flugzeug zum Stehen bringen, bei dem Manöver wurde offenbar niemand verletzt.
Der nicht voll besetzte Flieger sollte um 18.30 Uhr pünktlich in Richtung Lyon abheben, doch daraus wurde nichts. Die Maschine kam nach dem abgebrochenen Start am Rand der südlichen Rollbahn zum Stehen, die Fluggäste und die Crew wurden mit Bussen zum Terminal 2 zurück gebracht. Sie konnten jedoch noch am Abend mit einer Ersatzmaschine ihren Flug antreten, wie der Münchner Merkur als erstes berichtet hatte.
Allerdings war die südliche Startbahn wegen des defekten Flugzeugs etwa zweieinhalb Stunden gesperrt. Sämtliche Starts und Landungen mussten währenddessen über die nördliche Piste abgewickelt werden. Der Regionaljet musste abgeschleppt werden, die Startbahn von den Reifenteilen gereinigt werden. "Es gab nur vereinzelt Verzögerungen im Flugverkehr", sagte eine Flughafensprecherin. Gegen 21 Uhr konnte auch die südliche Startbahn wieder freigegeben werden. Wie es zu der Panne kam, wird nun von der Lufthansa und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (Bfu) untersuchen.

 

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Verdacht auf Salmonellen: Rückruf von Babynahrung in 83 Ländern

Die Krise um den französischen Babymilchpulver-Hersteller Lactalis weitet sich aus. Inzwischen sind mehr als zwölf Millionen Dosen in 83 Ländern zurückgerufen worden. Lactalis ist einer der weltweit größten Molkereikonzerne.
Der französische Molkereikonzern Lactalis hat in 83 Ländern Babynahrung zurückgerufen, die möglicherweise mit Salmonellen verunreinigt ist.
Weltweit wurden mehr als zwölf Millionen Packungen aus dem Handel genommen. Das sagte der Chef des Herstellers Lactalis, Emmanuel Besnier, der Sonntagszeitung "Journal du Dimanche". Es war das erste Mal, dass er sich öffentlich zu dem Skandal äußerte. Allen betroffenen Familien versprach Besnier eine Entschädigung. Die Folgen für die Konsumenten, darunter Babys unter sechs Monaten, seien für ihn Anlass zu "sehr großer Sorge".
Lactalis hatte wegen der Salmonellengefahr bereits im Dezember weltweit Tausende Tonnen Babymilch zurückgerufen, nachdem mehr als 30 Babys erkrankt waren. Mittlerweile ist auch ein Baby in Spanien erkrankt, ein weiterer Fall in Griechenland wird noch geprüft. Salmonellen können Magen-Darm-Erkrankungen wie Durchfall auslösen.
Am Freitag ordnete der Konzern nach einem Treffen mit dem französischen Wirtschaftsminister Bruno Le Maire an, sämtliche Babymilchprodukte aus seiner Fabrik in Craon in Westfrankreich aus dem Handel zu nehmen. In den Tagen zuvor war bekannt geworden, dass wegen Fehlern bei mehreren großen Supermarktketten in Frankreich bereits zurückgerufene Produkte aus dem Werk trotzdem verkauft worden waren.
Lactalis ist einer der größten Molkereikonzerne der Welt. In Deutschland verkauft er keine Babymilch, dafür aber Käse der Marken President, Galbani oder Salakis.

 

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"Julia Görges hat mich sehr beeindruckt"

Zum Start der Australian Open spricht Boris Becker über die Chancen der Deutschen, seinen Ex-Schützling Novak Djokovic und das extreme Wetter.
Boris Becker hat aufgehört zu zählen. So genau weiß er nicht mehr, wie oft er schon bei den Australian Open war. Als Spieler war er bereits als Teenager in Melbourne, zweimal siegte er als Erwachsener (1991 im Finale gegen Ivan Lendl, 1996 gegen Michael Chang), zweimal später auch als Trainer an der Seite von Novak Djokovic (2015,2016). Nun ist er zum zweiten Mal nach 2017 als Experte für den TV-Sender Eurosport im Einsatz, über Dubai flog der 50-Jährige zum ersten Grand-Slam-Turnier der Saison, das an diesem Montag beginnt. Ein Gespräch über das fordernde Wetter bei den Australian Open, die Favoriten, die Chancen von Julia Görges und Angelique Kerber sowie einen Rat an seinen früheren Spieler Djokovic.
SZ: Herr Becker, das erste Grand-Slam-Turnier der Tennissaison steht an. Sie gewannen zweimal. Was verbinden Sie selbst bis heute mit den Australian Open?
Boris Becker: Man nennt ja Melbourne gerne den Happy Slam, es ist das freundlichste Grand-Slam-Turnier. Das hat zwei Gründe. Auf der einen Seite sind die Spielerinnen und Spieler nach der Winterpause heiß auf Tennis; heiß, endlich wieder dem Beruf nachgehen zu können. Und heiß auf das Wetter. Auf der anderen Seite ist das Turnier wirklich sehr familienfreundlich und spielerfreundlich. Bei keinem der vier Grand Slams gibt es eine so fürsorgliche Unterstützung für die Spieler wie in Melbourne. Das gilt für alle, die dort zu tun haben - auch für die Journalisten, wie für mich als Eurosport-Experte. Das ist eine Reise, auf die sich jeder freut. Abgesehen von den 24 Stunden im Flugzeug.
Melbourne hat ein extremes Klima. In dieser Woche gingen die Temperaturen mal wieder hoch und runter. Wie fordernd ist dieses Wetter für die Profis?
Das ist speziell in Melbourne ein Problem, dass sich das Wetter selbst an einem Tag mehrmals stark verändern kann. Melbourne wird ja auch als Stadt der vier Jahreszeiten bezeichnet. Das sind Herausforderungen für die Spieler, die es zu bewältigen gilt. Zum Glück gibt es mittlerweile die Regel, dass etwa bei zu großer Hitze die Matches unterbrochen oder nicht mehr angesetzt werden. Zumindest auf den Außenplätzen. Die großen Arenen haben ja ein Dach. Am nächsten Morgen kann es dann wieder 18,19 Grad sein. Das hat Einfluss auf das Spiel, die Schläger, die Saite, den Ballsprung. Je kühler, desto schneller spielt sich ein Platz, je heißer, desto langsamer. All das sind Dinge, auf die man sich in Melbourne vorbereiten muss. Wenn man das kann. Grundsätzlich ist es aber immer schwer, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen, weil man über 14 Tage Höchstleistungen bringen und sieben Mal gewinnen muss. In Australien hat man eben auch das Wetter als Gegner.
Bei den Männern scheint die Lage klar zu sein: Der Schweizer Roger Federer, der vor einem Jahr in Melbourne nach einer halbjährigen Verletzungspause triumphal zurückgekehrt war, ist der Gejagte - oder? Zumal einige Etablierte fehlen, wie der Schotte Andy Murray, der Anfang 2017 die Nummer eins war.
Grundsätzlich tippe ich immer auf den Titelverteidiger - und das ist Roger Federer. Auf der anderen Seite ist er jetzt 36 einhalb Jahre jung. Das heißt, irgendwann wird auch er den Schritt langsamer werden. Noch gibt es keine Anzeichen, aber irgendwann wird das garantiert passieren. Richtig ist, dass einige fehlen, Murray, Kei Nishikori. Dafür gibt es viele sehr gute Junge, die sich irgendwann mal zeigen und einen Grand Slam gewinnen müssen. Vielleicht ist das jetzt in Melbourne der Fall. Ich meine damit Spieler wie Alexander Zverev, Dominic Thiem, Nick Kyrgios. Sie sind stark genug, schon in Melbourne die Trophäe zu heben.
Der 20 Jahre alte Hamburger Zverev ist schon die Nummer vier der Welt. Dabei hat er noch Luft nach oben, bei Grand Slams stand er etwa erst einmal in einem Achtelfinale, 2017 in Wimbledon.
Das müsste auf jeden Fall seine Motivation sein, 2018 weiter zu kommen. Was das Grand-Slam-Jahr 2017 angeht, war es mangelhaft. Auf der anderen Seite hat er mit fünf Turniersiegen, darunter zwei Masters-Siegen, bewiesen, dass er absolute Weltspitze ist. Seine Grand-Slam-Bilanz lag bislang nicht am Können. Es lag daran, dass man sich als junger Profi an diese Dauer von 14 Tagen gewöhnen muss. Man kann nicht in jedem Match hundertprozentig fit sein oder sein bestes Tennis spielen. Man muss auch mal gewinnen, wenn man nicht so gut spielt. Das machen die Federers und Nadals noch besser. Aber für mich ist ein Erfolg von Zverev eine Frage der Zeit. Es kann sein, dass es jetzt schon losgeht. Ich halte es nicht für ausgeschlossen.
In den vergangenen zehn, 15 Jahren prägten die Big Four - Federer, Rafael Nadal, Andy Murray, Novak Djokovic - die Spitze. Kann 2018 ein Jahr werden, in dem diese Dominanz nachhaltig endet und die Rangliste viele überraschen wird?
In der zweiten Jahreshälfte 2017 gab es ja schon Anzeichen vieler Veränderungen. Es gibt eine Wachablösung. Vor einem Jahr noch hat man Nadal und Federer nicht zugetraut, dass sie so nach ihren Verletzungen zurückkommen und auf diese Weise dominieren. Vielleicht werden wir wieder überrascht und sehen zwei ganz neue ganz vorne. Aber solange Federer und Nadal gesund sind und auch Djokovic wieder gesund wird, sind sie bärenstark. An diesen Spielern führt kein Weg vorbei. Die muss man schlagen, um ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen.

 

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Tiroler auf Schutzweg von Pkw angefahren und schwerst verletzt

Ein 65-jähriger Tiroler ist Sonntagfrüh auf einem Schutzweg in Fieberbrunn im Bezirk Kitzbühel von einem Auto erfasst und zu Boden geschleudert worden. Laut Polizei erlitt der Einheimische schwerste Kopfverletzungen. Ein Notarzthubschrauber flog den Mann in die Innsbrucker Klinik, wo er auf der Intensivstation aufgenommen wurde.
Zu dem Unfall war es gegen 7.30 Uhr auf der Hochkönig Straße (B164) gekommen. Ein Alkotest verlief bei dem Lenker des Unfallwagens, einem 66-Jährigen aus dem Bezirk Kitzbühel, negativ. Die Erhebungen zur Unfallursache waren vorerst noch nicht abgeschlossen.
(APA)

 

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Roland Baar, Professor für Verbrennungsmotoren: "Tesla kann die Physik nicht verbiegen"

Nein, der Dieselmotor hat weiter eine klare Existenzberechtigung. Im Lkw sowieso, aber auch im Pkw. Am Ende entscheidet der Fahrer. Und der wird durch die diffuse Diskussion um Fahrverbote leider nur noch mehr verunsichert.
Umso problematischer ist es doch, dass Eigentümer von Dieselfahrzeugen bei Fahrverboten praktisch enteignet werden würden. Man würde ihnen sagen: Dein Auto ist nichts mehr wert. Ich weiß nicht, ob sich alle dieser Konsequenzen bewusst sind.
Der VW-Konzern ist aus bekannten Gründen in einer schwierigen Situation. Ich kann das nicht bewerten. Klar ist aber: Die Herstellung von Diesel-Motoren ist teurer als die von Benzinern und der Diesel stößt weniger CO2 aus - das Steuerprivileg ist gerechtfertigt.
Einen modernen Diesel kann man natürlich bedenkenlos kaufen. Es geht viel durcheinander in der öffentlichen Debatte. Diesel der jüngsten Generation sind sehr sauber, sowohl beim Ruß als auch bei den Stickoxiden (NOx). Die neuen Testverfahren (RDE: Real Driving Emissions) nähern sich der Realität auf der Straße immer weiter an. Für die älteren Motoren muss man technische Lösungen finden.
Ich habe es noch nicht im Einzelnen untersucht, aber meine persönliche Einschätzung ist: Es wird nicht ausreichen. Software-Updates sind wirksam, aber sie machen aus einem Euro5-Diesel keinen Euro6-Diesel. Eine Reduzierung der NOx-Emissionen um bis zu 20 Prozent ist möglich, mehr nicht.
Das wäre sicherlich eine wirksame Maßnahme. Aber ein Umbau der Hardware ist technisch nicht trivial, weil der Eingriff in das Motorsystem in vielen Fällen massiv wäre. Da muss jedes einzelne Fahrzeug untersucht werden. Ältere Motoren, also Euro4-Diesel, werden nur schwer nachrüstbar sein. Bei den neueren Motoren gibt es aber Lösungen. Man muss sich nur fragen, ob sich der Aufwand lohnt und wer es bezahlen soll.
Hat sie das Problem wirklich verursacht? Wenn man die Tricksereien des Dieselgates ausnimmt, erfüllen die Hersteller ja die Emissionsgesetze. Man verändert nun nachträglich diese Gesetze und zwingt die Hersteller nachzubessern.
Die Ansprüche haben sich verschärft, die Bevölkerung ist sensibilisierter. Dabei geht in der öffentlichen Diskussion leider völlig unter, dass die NOx-Emissionen in den vergangenen Jahren massiv gesunken sind. Es ist doch verrückt: In einer Silvesternacht wird mehr Feinstaub in die Luft geschossen als der Verkehr in einem ganzen Jahr verursacht.
Keine Frage, es ist unverantwortlich, was da passiert ist. Das ist nicht zu entschuldigen. Aber deswegen der gesamten Autoindustrie nun vorzuwerfen, sie missachte Gesetze, halte ich für überzogen. Dann hätte der Staat ein Problem, nicht die Industrie. Die Politik hat sich am technisch Machbaren orientiert. Es bedurfte eben einiger Jahrzehnte Forschung und Entwicklung, um Dieselmotoren technisch so sauber zu machen, wie sie heute sind.
Es gibt Momente im Leben, die man nicht vergisst. 9/11 ist so einer. Oder die erste Nachricht zum VW-Skandal. Das war für mich ein Riesen-Schock. Ich hätte das nicht für möglich gehalten.
Nicht konkret. Aber es war damals schon spürbar, dass der Konzern extrem unter Druck stand. Man war damals gezwungen, in sehr kurzer Zeit vom Pumpe-Düse-Einspritzsystem auf die Common-Rail-Einspritzung zu wechseln, um die Abgasnachbehandlung mit Partikelfiltern hinzubekommen. Dieser Systemwechsel wurde vielleicht unterschätzt.
Es ist schlimm, es ist wirklich schlimm. Die Automobilindustrie ist auf dem Niveau der Tabak- und Chemieindustrie gelandet, trotz emotional positiv besetzter Produkte. Und der Standort Deutschland hat ebenfalls gelitten. Unser Land hat kaum Rohstoffe, unsere Stärke ist unser Wissen, das Know-how und die Innovationskraft unserer Ingenieure. Der Diesel-Skandal ist für die ganze Nation ein Super-GAU.
Wir führen eine absurde Diskussion. Wir verfluchen den Verbrennungsmotor, ohne eine echte Alternative zu haben. Wer glaubt, dass der Wechsel zur Elektromobilität einfach wird, ignoriert alle Fakten. Woher kommt der Strom? Wie verfügbar sind die Rohstoffe für Batterien? Reichweite und Ladezeiten sind nicht ausreichend. Es gibt so viele zentrale Fragen. Das heißt nicht, dass man sich zurücklehnen darf, man kann das Problem nicht aussitzen. Es muss eine Zukunft geben.
Der Diesel, der Verbrennungsmotor allgemein, wird uns alle überleben. Er ist kein Auslaufmodell, im Gegenteil. Im Jahr 2030 wird es weltweit viel mehr Verbrennungsmotoren als heute geben. Und Kohlenwasserstoff-Verbindungen, also Diesel, Benzin und Gas, werden für lange Zeit die besten Energiespeicher bleiben. Neben der CO2-Diskussion besteht die Herausforderung, dass fossile Rohstoffe endlich sind.
Man kann Kohlenwasserstoff-Verbindungen auch biologisch oder synthetisch herstellen. Die Batterie ist als Energiespeicher ein Wettbewerber, aber nicht unbedingt das bessere System, wenn man langfristig denkt. Die Batterie ist, so wie sie heute betrieben wird, an ihrer Leistungsgrenze. Da sollten wir uns auch nichts anderes vorgaukeln lassen, so elegant ein Tesla auch aussieht, auch er kann die Physik nicht verbiegen. Und gehen Sie mal in die Luft: Es wird irgendwann keinen Langstreckenflug mehr geben, wenn es keine flüssigen Kraftstoffe mehr gibt.
Es gibt nachvollziehbare Gründe, warum man Verbrennungsmotoren aus den Städten verbannen will. Die Vermeidung lokaler Emissionen kann einer sein. Und es gibt natürlich auch wirtschaftliche Interessen. China steigt in die Batterietechnologie so stark ein, weil es nur so eine reelle wirtschaftliche Chance im Wettbewerb hat.
Nein. Die Autoindustrie hat keine Wahl, sie muss in alle Antriebsarten investieren. In Zukunft wird es wieder ein größeres Portfolio von Antriebsarten geben: Elektrifizierte Verbrennungsmotor-Fahrzeuge, Gasfahrzeuge, batterieelektrische Autos und Brennstoffzellen-Fahrzeuge.
Ich finde es gut, wenn hier investiert wird. Aber man darf die anderen Dinge nicht vergessen.
Schwer zu beziffern. In der Formel1 sind 50 Prozent erreicht. für Straßenfahrzeuge geht es um eine Effizienzsteigerung im realen Betrieb. Die eigentliche Frage ist eher: Wie schafft man es, synthetische Kraftstoffe effizient herzustellen?
Das ist doch auch ein realistischer Traum. Es gibt Fachleute, die behaupten, dass Energie irgendwann nichts mehr kosten wird. Die Gewinnung von Wind- und Sonnenenergie wird jedenfalls weiter massiv ausgebaut. Überschüssige Energie kann dabei sehr gut für die Produktion von synthetischem Kraftstoff genutzt werden, der bei der Verbrennung nicht mehr CO2 ausstößt als bei seiner Herstellung verbraucht wurde.
Ich empfehle der Politik eine ganzheitliche und ehrlichen Betrachtung. Einzelne Themen herauszugreifen und aus dem Zusammenhang zu reißen, führt nicht weiter. Oder zu einer Hysterie, wie wir sie in der Diesel-Debatte erleben.
Roland Baar (52) ist seit 2011 Professor für Verbrennungskraftmaschinen an der TU Berlin. Der Maschinenbau-Ingenieur verfügt über viel praktische Erfahrung: Von 1997 bis 2006 war er bei Volkswagen beschäftigt, unter anderem als Entwickler von Dieselmotoren, zuletzt als Leiter der Motorkomponenten-Entwicklung in Salzgitter. Baar unterzeichnete 2017 als einer von 25 Professoren einen Aufruf zur „Zukunft des Verbrennungsmotors“.

 

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Cannabis auf Rezept: Dieser Mann will Deutschland high machen

Nuuvera-Deutschland-Chef Hendrik Knopp in einer Marihuana-Anlage des Unternehmens in Kanada. Bald sollen auch die Geschäfte hierzulande blühen.
Dank Gentechnik ist der THC-Anteil in den Nuuvera-Pflanzen konstant, eine Voraussetzung für den Einsatz als Medizinprodukt.
Modell eines Nuuvera-Greenhouse für Deutschland: Die Pflanzen wachsen unter kontrollierten Bedingungen im Gewächshaus

 

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Wirtschaft: Mehr Datenklau am Geldautomaten - Schaden 2017 wieder gestiegen

FRANKFURT (dpa-AFX) - Kriminelle haben mit dem Ausspähen sensibler Daten von Bankkunden 2017 erstmals seit vier Jahren wieder mehr Schaden angerichtet als vor Jahresfrist. Auf rund 2,2 Millionen Euro beziffert die Frankfurter Einrichtung Euro Kartensysteme den Bruttoschaden durch sogenannte Skimming-Angriffe für das Gesamtjahr. 2016 war die Schadenssumme auf das Rekordtief von 1,9 Millionen Euro gesunken.
Datendiebe manipulierten im abgelaufenen Jahr wieder deutlich häufiger Geldautomaten, um an Kartendaten und Geheimnummer (PIN) zu kommen. 499 Fälle bundesweit zählte Euro Kartensysteme bis Ende Dezember nach 369 in den zwölf Monaten des Vorjahres. Brennpunkt war erneut Berlin mit 287 (Vorjahr: 281) Fällen. Dabei können einzelne Automaten mehrfach angegriffen worden sein.
Die Frankfurter Einrichtung, die sich im Auftrag der deutschen Kreditwirtschaft um das Sicherheitsmanagement für Zahlungskarten kümmert, sieht jedoch keinen Grund zur Sorge: Denn von dem Bruttoschaden bleiben nur etwa 330 000 Euro (15 Prozent) an den heimischen Banken und Sparkassen hängen.
Grund sind internationale Abkommen, wonach für Schäden aus betrügerischen Geschäften mit geklauten Kartendaten die Länder mit den niedrigsten Sicherheitsstandards aufkommen müssen. Im Grund funktionieren Kartendubletten nur noch dort, wo Bezahlkarten nach wie vor mit leicht kopierbaren Magnetstreifen ausgerüstet werden.
Zum Einsatz kamen Kartenfälschungen auf Basis von in Deutschland geklauten Kundendaten 2017 vor allem in Indonesien (29 Prozent Schadensanteil), den USA (22 Prozent) und Australien (15 Prozent).
Deutschland setzt seit Ende 2010 auf moderne EMV-Technik. Dabei sind Bezahlkarten mit einer Art Mini-Computer ausgestattet: Der Datensatz wird verschlüsselt, die Karte bei Gebrauch auf Echtheit geprüft - bei jedem Einsatz sowohl am Geldautomaten als auch an der Ladenkasse.
Wer als Verbraucher Opfer von "Skimming" geworden ist, muss meist keinen finanziellen Nachteil fürchten. Banken und Sparkassen ersetzen in der Regel daraus resultierende Schäden - vorausgesetzt, Verbraucher sind sorgfältig mit Bankkarte und PIN umgegangen.
Zu einem größeren Problem haben sich in den vergangenen Jahren Diebstahl und Verlust von Zahlungskarten in Deutschland entwickelt. Hier jedoch sind die aktuellen Zahlen rückläufig: 10 353 (Vorjahr: 12 373) Fälle wurden gezählt, der Bruttoschaden sank von rund 15,7 Millionen Euro auf rund 13,7 Millionen Euro.
Weil Kriminelle in diesen Fällen oft mit Originalkarten und korrekter Geheimnummer am Automaten Bargeld ziehen, gehen Experten davon aus, dass viele Verbraucher Karte und PIN zusammen im Geldbeutel aufbewahren - entgegen aller Warnungen.

 

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Wirtschaft: Erörterungstermin zu geplanter Gaspipeline im ersten Halbjahr

COTTBUS (dpa-AFX) - Die Pläne für eine Festland-Gaspipeline von der Ostsee bis nach Tschechien schreiten voran. In Brandenburg sollen Bürger, die Stellungnahmen zu dem Projekt eingereicht haben, ihre Einwände voraussichtlich im ersten Halbjahr mit den Behörden besprechen können, teilte das brandenburgische Landesbergamt in Cottbus auf Anfrage mit. Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist Teil des laufenden Planfeststellungsverfahrens. Die Frist für Stellungnahmen lief Anfang Januar ab.
Ein Planfeststellungsverfahren ist Voraussetzung dafür, dass die Gastrasse mit dem Namen Eugal auch gebaut werden kann. Der Netzbetreiber Gascade will ab Ende 2019 vor allem russisches Erdgas von der Ostsee durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen weiter nach Tschechien transportieren. In Brandenburg erstreckt sich die Leitung über rund 275 Kilometer, sie soll möglichst parallel zur bestehenden Ferngasleitung Opal verlaufen.
Im Dezember war bereits das Raumordnungsverfahren der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg abgeschlossen worden. Dabei wurde geprüft, wie groß die Auswirkungen des Bauvorhabens unter anderem auf Umwelt, Landwirtschaft und Siedlungsstruktur wären. Die Experten kamen zu dem Ergebnis, dass das Projekt unter gewissen Auflagen raum- und umweltverträglich wäre. Ein Baurecht kann aber erst nach Ende des Planfeststellungsverfahrens erteilt werden.

 

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Wirtschaft: Russische Automarke Lada optimistisch für 2018

MOSKAU (dpa-AFX) - Der russische Autobauer Avtovaz startet trotz ungewisser Aussichten optimistisch in das Jahr 2018. "Wir erwarten ein Wachstum unseres Absatzes von zehn Prozent", sagte Konzern-Chef Nicolas Maure der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. Höhere Prognosen wage er nicht, denn "die staatliche Unterstützung (in Russland) wird stark reduziert".
Avtovaz baut die aus Sowjetzeiten bekannte Traditionsmarke Lada. 2017 verkaufte Avtovaz rund 311 000 Fahrzeuge in Russland. Damit ist nach Firmendarstellung jeder fünfte Neuwagen ein Lada. "Mit einem Wachstum von 17 Prozent (im Vergleich zu 2016) liegen wir über dem Marktdurchschnitt von 12 Prozent", sagte der Franzose. Beim Export ziele Avtovaz vor allem auf Nischenmärkte im Nahen Osten, in Zentralasien und Lateinamerika.
Insgesamt ist der Export von Lada mit 24 000 Autos 2017 überschaubar. Bei der Automesse in Detroit diese Woche ist Lada nicht vertreten.
Ende 2017 hatte der Konzern erstmals seit Jahren wieder Fahrzeuge in das sozialistische Kuba geliefert. "Das ist unser Schaufenster für Lateinamerika, denn in Kuba gibt es viele Touristen", sagte Maure. International solle Lada das Angebot des französischen Herstellers Renault ergänzen. Renault kontrolliert Avtovaz.
Auch Deutschland hat für Lada Schaufenster-Funktion. "Deutschland hat eher einen Image-Nutzen für uns", sagte der Unternehmenschef. Dies zeige russischen Kunden, dass Lada gut genug sei, wenn auch Deutsche die Autos kauften. Generell stehe Westeuropa aber weniger im Fokus, denn die Kosten durch Umweltvorschriften seien hoch.

 

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Bilder des Tages

Rio de Janeiro, Brasilien. In der lateinamerikanischen Metropole läuft das jährliche Tattoo-Festival. Vermutlich ist dieser Mann dort nicht zum ersten Mal Gast, wie seine Verzierungen auf den Unterarmen nahelegen.

 

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Ein Suff-Kopf zerkloppte mein Cabrio!

Dortmund – Der Wagen hielt am Gehweg, da rastete ein Fußgänger (35) völlig aus: Er holte ein Beil aus dem Rucksack und demolierte das Cabrio! „Das war einfach unfassbar”, sagt Kauffrau Barbara N. (46), die gerade ein paar Getränke-Kisten einlud. Ihre Tochter (11) hatte sich voller Panik hinter dem Klavier versteckt...
Was die Auto-Besitzerin nicht wusste: Der Mann hatte mit seinem Begleiter kurz zuvor schon an einem anderen Wagen eine Scheibe eingeschlagen!
Nachdem er an dem blauen Golf auch noch das Faltdach zerstört hatte, flüchtete er. Polizisten nahmen den Suff-Randalierer (1,5 Promille) später fest. Weil er auf dem Weg zur Wache auch noch einen Beamten verletzte, musste er die Nacht in der Zelle verbringen.
► Doch am nächsten Morgen durfte er wieder gehen! Barbara N.: „Das kann ich nicht nachvollziehen. Wer will beurteilen, dass von ihm wirklich keine Gefahr ausgeht? Was, wenn er beim nächsten Mal mit seinem Beil was ganz anderes anstellt?”
Die Polizei sieht indes keine Haftgründe. Eine Sprecherin: „Wir ermitteln lediglich wegen Sachbeschädigung.” Jetzt suchen die Beamten noch den Komplizen des Beil-Mannes, bittet unter 0231 1327441 um Hinweise.
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Wirtschaft: Airbus führt Gespräche über Ende der Eurofighter-Ermittlungen

TOULOUSE/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Luftfahrtkonzern Airbus spricht mit der Münchner Staatsanwaltschaft über ein mögliches Ende der Ermittlungen zum Verkauf von Eurofighter-Jets an Österreich. Das teilte das Unternehmen am Samstag mit, ohne weitere Details zu nennen. Wenn die Gespräche abgeschlossen seien, werde Airbus das Ergebnis bekanntgeben. Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, dass über eine Beendigung des Verfahrens mit einer Bußgeldzahlung gesprochen werde. In der Diskussion seien 70 bis 80 Millionen Euro.
Für diese Angaben gab es zunächst keine offizielle Bestätigung. Airbus kommentierte den Bericht am Sonntag auf Anfrage nicht, die Staatsanwaltschaft München I war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Airbus wolle auf diese Weise eine Anklage und einen Prozess vermeiden, schrieb die "SZ" unter Berufung auf mehrere namentlich nicht genannte Verfahrensbeteiligte.
Die Münchner Ermittler prüfen im Zusammenhang mit dem Verkauf von 15 Kampfflugzeugen an Österreich seit 2012 Zahlungen an Firmen in Großbritannien. Sie gehen nach früheren Angaben dem Verdacht nach, dass aus dem Konzern Geld in schwarze Kassen geflossen sein könnte, um daraus Schmiergeld zu zahlen. Verdächtigt wurden nach Angaben von Anfang 2017 Airbus-Mitarbeiter, ehemalige Mitarbeiter und Vermittler - die Behörde hatte damals allerdings erklärt, es gebe "wenig Anhaltspunkte" für Bestechung.
Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, dass die Endempfänger verdächtiger Beträge sich in der Regel nicht ermitteln ließen. Übrig bleibe deshalb als Vorwurf die Veruntreuung von Konzernvermögen beziehungsweise Beihilfe dazu. Die Gespräche könnten bereits in den kommenden Wochen zu einem Ergebnis führen, so die Zeitung. Für die Beschuldigten könnten die Ermittlungen demnach etwa mit einem Strafbefehl enden - also ohne öffentliche Gerichtsverhandlung.
Bei den Münchner Ermittlungen handelt es sich nicht um den Korruptionsverdacht beim Geschäft mit Passagierflugzeugen, dem Ermittler in Großbritannien und Frankreich nachgehen. Dieses Thema hatte den europäischen Luftfahrtriesen zuletzt in Turbulenzen gebracht, Airbus-Chef Tom Enders hatte vor der Möglichkeit erheblicher Strafen gewarnt.
Zu den Umständen des Eurofighter-Geschäfts laufen auch in Wien Ermittlungen. Der Kampfjet-Kauf sorgt in Österreich seit Jahren für innenpolitischen Wirbel. Die Alpenrepublik hatte im vergangenen Jahr Strafanzeige gestellt und Schadenersatz gefordert - mit dem Argument, dass sie über Ausstattung und Lieferfähigkeit der Abfangjäger getäuscht worden sei. Airbus hatte dies als "konstruiert und juristisch substanzlos" zurückgewiesen.
In einem alten Handelsstreit der Airbus-Tochter Matra Défense mit Taiwan räumte Airbus am Samstag einen Schiedsspruch ein, der das Unternehmen zur Zahlung von 104 Millionen Euro verpflichtet. Es geht um einen Vertrag aus dem Jahr 1992 über die Lieferung von Raketen. Matra Défense war 1998 von einem der französischen Vorläufer-Unternehmen des Airbus-Konzerns übernommen worden. Matra prüfe den Schiedsspruch und werde anschließend seine nächsten Schritte abwägen, hieß es. "Die heutige Offenlegung des Schiedsspruchs zu einem Fall, der 26 Jahre zurückliegt, symbolisiert den Fortschritt, den Airbus bei seinen Anstrengungen macht, rechtliche Altlasten zu bewältigen", sagte ein Airbus-Sprecher.

 

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404 Verhandlungstage: Die Chronik des NSU-Prozesses

Unser Reporter Frank Jansen begleitet den NSU-Prozess in München von Beginn an. Er war bei fast jedem Prozesstag dabei und hat über die meisten auch etwas geschrieben. Seine Reportagen sind dann jeweils verlinkt. Klicken Sie dafür einfach auf den Tag. 500 Zeugen, juristische Scharmützel: Lesen Sie hier eine Zwischenbilanz zum dritten Jahrestag des Prozessbeginns vom 6. Mai 2016. Der Prozess ist zäh und teuer - richtig so, kommentierte Frank Jansen nach 386 Verhandlungstagen.
Tag 1 / 6. Mai 2013: Turbulenter Auftakt. Vor dem Eingang zum Gerichtsbunker stehen Zuschauer und Journalisten in langen Schlangen. Manche Besucher sind schon in der Nacht gekommen, um sich einen der 100 Plätze auf der Tribüne im Saal A 101 zu sichern. Kurz vor zehn Uhr kommen die Angeklagten Beate Zschäpe, Ralf Wohlleben, Carsten S., Holger G. und André E.. Im Mittelpunkt steht Zschäpe, sie wird von Fotografen und Kameraleuten bedrängt und abgelichtet wie ein Filmstar. Die Frau reagiert, wie sie es nun täglich machen wird: sie dreht den Journalisten den Rücken zu.
Die Verhandlung dauert am ersten Tag nicht lange. Einer der drei Verteidiger Zschäpes, Wolfgang Stahl, verliest einen Befangenheitsantrag gegen den Vorsitzenden Richter des 6. Strafsenats, Manfred Götzl. Die Anwälte stört, dass sie sich wie die Besucher abtasten und durchsuchen lassen müssen. Götzl überrascht mit seiner Reaktion: er setzt die weitere Prozesswoche komplett ab. Der Befangenheitsantrag wird wie alle weiteren, die bis heute gestellt wurden, von Richtern des OLG abgelehnt.
Tag 2 / 14. Mai 2013: Bundesanwalt Herbert Diemer verliest den 35-seitigen Anklagesatz. Zschäpe wird der Mittäterschaft bei allen Verbrechen der Terrorzelle beschuldigt. Die Angeklagten Ralf Wohlleben und Carsten S. sollen die Pistole Ceska 83 besorgt haben, mit der die NSU-Mörder Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt neun Migranten erschossen. Holger G. und André E. sollen den NSU unterstützt haben. Zschäpes Verteidiger Wolfgang Heer beantragt, den Prozess auszusetzen.
Tag 3 / 15. Mai 2013: Wohllebens Verteidigerin Nicole Schneiders fordert ebenfalls, die Verhandlung auszusetzen. Laut Schneiders fehlen ihr Akten zur Waffe Ceska 83.
Tag 4 / 16. Mai 2013: Der Strafsenat lehnt die von Zschäpes Verteidigern beantragte Aufzeichnung der Aussagen von Zeugen ab. Die Anwälte der Hauptangeklagten kündigen an, Zschäpe werde sich nicht zur Anklage äußern. Auch die Verteidiger Wohllebens und die von André E. erklären, ihre Mandanten würden sich nicht einlassen. Nur Carsten S. und Holger G. wollen Angaben zu den Tatvorwürfen machen.
Tag 5 / 4. Juni 2013: Der Angeklagte Carsten S. gesteht, er habe im Frühjahr 2000 die Pistole Ceska 83 nach Chemnitz an Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gebracht. Die beiden Neonazis versteckten sich dort mit Beate Zschäpe. Carsten S. belastet zudem Ralf Wohlleben. Der soll den Kauf der Waffe eingefädelt und das Geld dafür gegeben haben.
Tag 6 / 5. Juni 2013: Carsten S. setzt sein Geständnis fort. Er gibt zu, sich in seiner Zeit in der rechten Szene in Jena an gewaltsamen Angriffen auf Nazi-Gegner und türkische Imbisse beteiligt zu haben.
Tag 7 / 6. Juni 2013: Holger G. verliest sein schriftlich formuliertes Geständnis. Er habe für Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe 10 000 D-Mark aufbewahrt, Böhnhardt bei der Beschaffung eines Reisepasses und Fü
hrerscheins geholfen und für Zschäpe eine AOK-Karte besorgt, sagt G. in hektischem Ton. Außerdem habe er 2000 oder 2001 von Wohlleben eine Schusswaffe bekommen und sie nach Zwickau zu Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe gebracht. In Zwickau hatten die drei vom Sommer 2000 an bis zum Ende der Terrorzelle im November 2011 gelebt. Fragen zum Geständnis will G.zunächst nicht beantworten. Er hat es bis jetzt nicht getan.
Tag 8 / 11. Juni 2013: Carsten S. gesteht weiter und berichtet zudem unter Tränen von einem bislang nicht bekannten Sprengstoffanschlag, den Mundlos und Böhnhardt im Juni 1999 in Nürnberg begangen haben sollen. Dort explodierte in einem türkischen Lokal ein Sprengsatz, der in einer Taschenlampe eingebaut war. Ein Angestellter erlitt Verletzungen im Gesicht. Mundlos und Böhnhardt hatten Carsten S. in Chemnitz von der Tat erzählt, wollten aber nicht, dass Zschäpe etwas davon mitbekommt.
Tag 9 / 12. Juni 2013: Carsten S. berichtet, Mundlos und Böhnhardt seien davon ausgegangen, der Anschlag in Nürnberg habe „nicht geklappt“. Warum die beiden Terroristen das glaubten, bleibt unklar. Sicherheitsexperten kritisieren am Rande des Prozesses, dass die Nürnberger Behörden den Anschlag nicht nochmal untersuchten, nachdem die Terrorzelle NSU im November 2011 aufgeflogen war.
Tag 10 / 13. Juni 2013: Carsten S. will keine Fragen von den Verteidigern Wohllebens beantworten, weil der schweigt. Der geständige Angeklagte betont, ihm sei wichtig, dass auch Wohlleben die Geschichte zur Ceska 83 erzähle „und nicht nur ich mich nackig mache“. Wohlleben schweigt weiter.
Tag 11 / 18. Juni 2013: Bundesanwalt Herbert Diemer verkündet, seine Behörde habe Ermittlungen zum Sprengstoffanschlag in Nürnberg aufgenommen. Carsten S. bestreitet bei Fragen von Anwälten der Nebenkläger, die Ceska 83 bei einem Mittelsmann gezielt mit einem Schalldämpfer bestellt zu haben.
Tag 12 / 19. Juni 2013: Ein Nebenklage-Anwalt wirft Wohllebens Verteidiger Olaf Klemke vor, der rechtsextremen Szene nahezustehen. Es gibt Streit, den der Vorsitzende Richter nur mühsam beenden kann. Carsten S. sagt am Ende der Befragung durch die Anwälte der Nebenkläger, er wolle den Opfern des NSU und den Hinterbliebenen der Ermordeten „sein tiefes Mitgefühl ausdrücken“.
Tag 13 / 20. Juni 2013: Wohllebens Verteidiger verlangen die sofortige Aufhebung des Haftbefehls gegen ihren Mandanten. Wohlleben sitzt seit November 2011 in Untersuchungshaft. Aus Sicht der Anwälte hat Carsten S. in seinem Geständnis die Ceska 83 nicht eindeutig als die Waffe identifziert, die er in Chemnitz Mundlos und Böhnhardt übergab.
Tag 14 / 24. Juni 2013: Die Beweisaufnahme zu den zehn Morden des NSU beginnt. Zunächst geht es um den Tod des türkischen Schneiders Abdurrahim Özüdogru. Mundlos und Böhnhardt hatten ihn am 13. Juni 2001 in seinem Ladenlokal in Nürnberg erschossen. Im Gerichtssaal werden Fotos der Leiche und des Tatorts auf zwei Wände projiziert. Ein Polizist erläutert die Bilder in kaltschnäuzigem Ton und erwähnt, Werkstatt und Wohnung des Türken hätten einen „unaufgeräumten Eindruck“ gemacht.
Tag 15 / 25. Juni 2013: Ein Brandsachverständiger der sächsischen Polizei beschreibt den Zustand der Wohnung in Zwickau, die mutmaßlich Beate Zschäpe am 4. November 2011 angezündet hatte. Der Beamte beschreibt die Verwüstung und berichtet von den Waffen, die in den Räumen lagen.
Tag 16 / 26. Juni 2013: Der ehemalige Verwalter des zerstörten Hauses in der Zwickauer Frühlingsstraße sagt, Zschäpe habe sich im Spätsommer 2011 vehement dagegen gewehrt, dass ein Handwerker die Tür zu ihrem Keller öffnet. In dem Raum waren möglicherweise Waffen und Munition gelagert.
Tag 17 / 2. Juli 2013: Ein Beamter der Zwickauer Polizei sagt, Zschäpe habe vor ihrer Festnahme am 8. November 2011 in Jena an Selbstmord gedacht. Das habe sie ihm am Abend des 8. November erzählt. Die Polizei hatte Zschäpe zur Direktion Zwickau gebracht.
Tag 18 / 3. Juli: Ein Beamter des BKA schildert, wie er im Juni 2012 versuchte, Zschäpe zum Reden zu bringen. Der Polizist, Typ rheinländisches Schlitzohr, begleitete die Angeklagte bei einer Fahrt von der JVA Köln-Ossendorf zum Gefängnis in Gera, wo Zschäpe ihre im nahen Jena lebende Mutter und Großmutter treffen konnte. Scheinbar beiläufig sprach der BKA-Mann mit Zschäpe über die ehemalige RAF-Terroristin Susanne Albrecht, die ein umfassendes Geständnis abgelegt hatte und schon nach drei Jahren Haft Freigängerin wurde. Doch Zschäpe ließ sich nicht erweichen.
Tag 19 / 4. Juli 2013: Etwas wirre Waffenanalyse eines Beamten des BKA. Der Mann mit dem Irokesenschnitt hat zudem seine Lesebrille vergessen, ein Verteidiger von Carsten S. leiht ihm eine Taschenlupe.´

 

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Vieles hängt jetzt von Michael Groschek ab

Groschek wurde bis vor ein paar Tagen selbst zu den prominentesten Groko-Skeptikern gerechnet. Nach dem Abschluss der Sondierungen schwenkte er aber auf die Linie der Parteispitze ein und sprach sich klar für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU aus. "Besser gut regieren, als nicht regieren", lautet die von ihm ausgegebene Parole in Anlehnung an das Christian-Lindner-Zitat "besser nicht regieren, als falsch regieren". Das heißt allerdings noch lange nicht, dass der Rest der NRW-SPD das genauso sieht.
"Besser gut regieren, als nicht regieren"
Groschek, den in der Partei alle nur Mike nennen, musste das am Samstag selbst bei Beratungen in Duisburg feststellen. Dort trafen sich die Vorstände der Landespartei und der Landtagsfraktion mit den Unterbezirkschefs. "Das war eine sehr, sehr lebendige Diskussion", berichtete er anschließend der Deutschen Presse-Agentur. "Nicht aggressiv und vorwurfsvoll, aber sehr lebendig, und es zeigt, dass noch 'ne Menge Arbeit zu leisten ist, um die sogenannte Basis zu überzeugen." Dabei muss er gleich auf zwei Ebenen überzeugen: Einmal geht es um Sachargumente. Und dann um das Bauchgefühl.
Juso-Landeschef Freddy Cordes ist gleich aus beiden Gründen gegen Groko-Verhandlungen. Zum einen vermisst er wichtige SPD-Themen wie die Bürgerversicherung. "Hinzu kommt natürlich auch die Angst vor einem Todesstoß in einer dritten großen Koalition", räumt er in einem WDR-Interview ein.
NRW stellt ein Viertel der Entscheider
NRW steht im Fokus - weshalb SPD-Chef Schulz zu Beginn der Woche gleich zweimal kommt. Am Montagabend will er bei einer Vorbesprechung in Dortmund zunächst die westfälischen Delegierten überzeugen, am Dienstag dann in Düsseldorf die Rheinländer. Nordrhein-Westfalen stellt beim Bundesparteitag in Bonn mit 144 Entsandten etwa ein Viertel der Entscheider.
Es wird bei der Überzeugungsarbeit aber auch wesentlich auf Groschek ankommen, der die SPD in ihrem Kernland kennt wie kaum ein anderer. Er ist ein SPD-Urgestein - irgendwie schon rein äußerlich mit seinem Schnäuzer und Knittergesicht. Groschek ist im Ruhrgebiet aufgewachsen, in Oberhausen, das damals so rot war wie ein bayerisches Bergbauerndorf schwarz. Begeistert von Willy Brandt, wollte der Konditorsohn schon mit 15 in die SPD eintreten, musste sich aber noch ein Jahr gedulden. Als Schülersprecher legte er sich mit dem örtlichen SPD-Platzhirsch Heinz Schleußer an. Der spätere NRW-Finanzminister erkannte bei dieser Gelegenheit aber sein Talent und förderte ihn.
"Das wird eine große Aufgabe"
Langsam, aber stetig stieg der einstige Zeitsoldat und Immobilienkaufmann in den SPD-Rängen auf: Geschäftsführer der Oberhausener SPD-Ratsfraktion, Generalsekretär der NRW-SPD, Bauminister im Kabinett von Hannelore Kraft und schließlich nach deren Rücktritt NRW-Parteichef.
Nun steht Groschek vor einer seiner größten Herausforderungen: Er muss seinen skeptischen Landesverband einfangen und auf Linie bringen. Wie schwierig das wird, ist ihm bewusst: "Das wird eine große Aufgabe, bis zum Parteitag die Delegierten davon zu überzeugen, dass man zu diesem Ergebnis Ja sagen kann." In einer Woche wird man wissen, wie erfolgreich er gewesen ist.

 

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Nuckeln zu Rachmaninoff

Mit Baby ins Konzert, das ist kaum machbar. Mareike Rill aus Karlsfeld veranstaltet deshalb die Reihe "Baby meets classic". Alles begann in ihrem Wohnzimmer.
Rote Samtkissen, Festtagsgarderobe, absolute Stille - das muss nicht sein, um ein klassisches Konzert genießen zu können. Wenn das Duo Elisabeth Urban und Philipp Nitzl den Saal betritt, ist von erwartungsvoller Ruhe nichts zu spüren. Kein Klatschen, keine Blicke, die den Musikern aufmerksam folgen, bis sie Platz genommen haben. Stattdessen: Kleinkinder, die im Raum herumtapsen oder auch mal schreien, Babys, die glucksen, wenn man ihnen Aufmerksamkeit schenkt.
Erwachsene, die auf Krabbeldecken herumlungern, sich unterhalten und Kaffee trinken. Manche spielen auch mit ihrem Nachwuchs. Es ist ein großes Tohuwabohu. Laut und unkoordiniert. Doch dann schlägt Nitzl den ersten Ton am Klavier an, die Geige setzt zart ein. Stille. Die Kinder schauen die Musiker gebannt an, lauschen. Die Erwachsenen heben die Köpfe, sind beglückt. Das Konzert beginnt.
"Baby meets classic" nennt sich die Veranstaltungsreihe, die Karlsfelderin Mareike Rill im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hat. Mehr als 20 Konzerte haben die Violinistin Elisabeth Urban und der Pianist Philipp Nitzl bereits für Eltern mit ihren Babys oder Kleinkindern bis zwei Jahre gegeben. Am Sonntag, 14. Januar, finden zwei weitere im ASV-Theatersaal in Dachau statt - eins um 11 Uhr und eins um 15 Uhr. Auf dem Programm steht neben Franz Schubert, Wolfgang Amadeus Mozart und Claude Debussy auch Modernes von Camille Saint-Saëns, Vittorio Monti und Jules Massenet.
Zum Ende hin ist etwas schwerere Kost geboten von Johann Sebastian Bach, Antonin Dvořák und Sergej Rachmaninoff. "Wenn die Kinder unruhig werden, ist es immer gut, etwas wildere und lautere Stücke zu spielen", sagt Urban. "Dann können sie tanzen und klatschen." Eine Stunde lang dauert das Konzert. Neben der Musik ist alles geboten, was junge Eltern wünschen: Essen, Getränke, Wickeltisch, Stellplätze für Kinderwagen und vor allem Verständnis, denn alle sitzen im gleichen Boot, keiner muss sich schämen, wenn das Kind plötzlich laut herum kräht oder kaum noch zu bändigen ist.
Die Idee zu den Konzerten kam Mareike Rill im Familienkreis. "Wir sind früher viel in den Gasteig gegangen", erzählt die junge Mutter. Doch seit ihr Sohn auf der Welt ist, sei das schwierig geworden. Anfangs habe sie es mit einem Babysitter versucht, aber das Kind wollte nicht allein bei jemand Fremdem bleiben, schrie und war nicht zu beruhigen. Die Eltern mussten das Konzert frühzeitig verlassen. Seither verzichten die Rills lieber auf die Philharmonie.
Auch die Familienkonzerte eines Münchner Anbieters waren nicht die Lösung: "Die Musik war ganz schön, aber die Atmosphäre hat gefehlt. Der Saal war komplett überfüllt", erzählt die Karlsfelderin, und so blieb die junge Familie doch lieber wieder zu Hause. Erst als ihre Freundin Elisabeth Urban bei Taufe und Hochzeit die Geige auspackte und spielte, kamen Rill und ihr Mann wieder in den Genuss eines Konzerts. Und was die beiden am meisten freute: "Unser Sohn hat das toll gefunden."
Auch die Musikerin war fasziniert: "Der Kleine wollte immer wieder zur Kerze. Er war so gebannt von dem Feuer, dass man ihn kaum davon abbringen konnte. Aber sobald ich die Geige herausholte und zu spielen oder singen begann, war er ganz bei mir und dem Instrument. Ein tolles Erlebnis", schwärmt sie noch heute.

 

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Iran: Rouhani plädiert für Meinungsfreiheit

Mit einer Rede für Meinungsfreiheit hat sich Irans Präsident Rouhani der Bevölkerung als wortgewaltiger Reformer präsentiert. Nun ist auch die Nachrichtenapp Telegram wieder frei. Doch bleibt die Frage, wie stark er gegenüber den Hardlinern ist.
Von Michael Lehmann, ARD Studio Istanbul
Einmal mehr hat sich Präsident Hassan Rouhani als wortgewaltige und ebenso bedächtige Stimme der Reformer im Iran präsentiert. Sein Plädoyer für die Meinungsfreiheit im Iran war deutlicher und direkter formuliert als in den vergangenen Wochen.
Rouhani sagte, im Iran müssten alle Menschen respektiert werden. Man dürfe Demonstranten auf den Straßen nicht beleidigen. Ohne direkt zu sagen, an wen er sich wendet, forderte der Präsident, die Wahlfreiheit der Menschen im Iran anzuerkennen. Das Land müsse unterschiedliche Meinungen respektieren, so Rohani.
Auf die Internetsperrungen während der vergangenen zwei Wochen bezogen sagte Rouhani: "Früher wollten wir nicht, dass die Menschen Radio hören, aber halfen die Störsignale des letzten Regimes? Wir sagten, das Internet ist schlecht, aber ist es etwa dadurch gut geworden?"
Ungeklärte Selbstmordfälle in Gefängnissen
Kritiker im Iran werfen aber auch ihm, dem reformorientierten Präsidenten weiter vor, zu wenig gegen die staatliche Willkür während der Proteste in den vergangenen Tagen und Wochen unternommen zu haben. Sie fordern eine schnelle Untersuchung der ungeklärten Selbstmordfälle in iranischen Haftanstalten.
Die Proteste vor dem Teheraner Gefängnis sind in den vergangenen Tagen zwar stiller und zurückhaltender ausgefallen. Nach wie vor allerdings bekommt die iranische Führung zu spüren, dass der Unmut quer durch die iranische Bevölkerung groß ist.
Der Auftritt des Präsidenten im staatlichen Fernsehen lässt wieder Raum für sehr unterschiedliche Interpretationen: Brauchen die fundamentalistisch agierenden mächtigen Herren den reformorientierten Präsidenten als Puffer zwischen alten Hardlinern und dem neuerdings aufbegehrenden unruhigen Volk? Oder hat Rouhani tatsächlich die Autorität auch gegenüber den eigentlichen Herrschern im Iran rund um den geistlichen Führer Ayatollah Chamenei?
Für viele Iraner stellt sich die Frage, wer im Machtgefüge zwischen Hardlinern und Reformern die Oberhand gewinnen wird.
Telegram wieder frei zugänglich
Seit Samstagabend ist im Iran der Internetauftritt der Nachrichtenapp Telegram wieder freigegeben. Über diesen Kurznachrichtendienst wickeln im Iran inzwischen Millionen von Menschen auch ihre alltäglichen Geschäfte ab. Telegram-Nutzer im Iran berichten seit Samstagabend, dass der Online-Dienst wesentlich unrunder läuft als vor seiner Abschaltung. Es ist ein Hinweis darauf, dass das Regime weiterhin mit vielen Augen und Händen sehr genau kontrollieren will, was im Internet im Iran geschieht.
Zum neuen heftigen Streit um das Atomabkommen zwischen dem Iran und US-Präsident Donald Trump sagte Rouhani in seiner Rede, das iranische Parlament werde eine Änderung des Abkommens nicht akzeptieren. Dabei verwies Rouhani auf Europa, das Trump in seiner ablehnenden Haltung nicht folgen wolle. Das Atomabkommen, diesen Schluss zog Rouhani, sei ein dauerhafter Erfolg für die Islamische Republik.

 

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Kamaal Williams live in Berlin: Feuerwerk der Phönixe

Aufatmen. Berliner Jazzfans, die nebenbei auch ein Faible für Clubsounds haben – also genau jene, die am Freitagabend in Scharen ins Kreuzberger Gretchen gekommen sind – dürfen sich zurücklehnen. Denn der britische Keyboarder Kamaal Williams, eines ihrer schillerndsten Sternchen, ist wieder da. Mit neuer Band, aber gut erprobtem Sound. Dabei ist Williams längst kein Newcomer mehr: Unter dem Alias Henry Wu hat sich der Brite in den letzten Jahren als House-Produzent und Beat-Bastler einen Namen gemacht.
Als Live-Musiker trat er seit Ende 2016 in Erscheinung, nachdem er zusammen mit dem Schlagzeuger Yussef Dayes das Album „Black Focus“ herausgebracht hatte. Die Stilmelange aus satten Keyboardflächen, repetitiven Akkordmustern und dem ultrapräzise abgefeuerten Schlagzeuggewitter von Dayes traf zugleich einen Nerv in der Hip-Hop- und in der Jazzszene. Das unter dem Namen Yussef Kamaal veröffentlichte Album war einer der meistgefeierten Veröffentlichungen des letzten Jahres. Die Hiobsbotschaft kam dann im Mai, wenige Tage vor einem geplanten Gig beim X-Jazz Festival in Berlin: Man werde nicht mehr gemeinsam auftreten, hieß es in einer knappen Erklärung. Offenbar hatten sich die beiden Jungspunde heftig zerstritten.
Den Auftritt im Gretchen bestreitet Kamaal Williams also mit seinem neuen Trio. Und ab der ersten Minute sind alle Sorgen, dass es damit nicht so funktionieren könnte, wie weggefegt. Mit einem Arsenal an Keyboardsounds – darunter Rhodes, Clavinet und Moog – dirigiert Williams seine beiden Mitmusiker, brüllt knappe Anweisungen über die Bühne. Der Auftritt hat etwas Improvisiertes, doch die spielerische Kommunikation der drei überzeugt. Und Engländer sind an ihren Instrumenten stark: Bassist Pete Martin schöpft die zusätzliche Tiefe seines Fünfsaiters voll aus und bleibt trotz virtuoser Linien eiskalt im Groove. Dazu liefert Schlagzeuger Dexter Hercules die aus Jungle und Broken Beat schöpfenden Drumloops souverän.
Die meisten der Songgerüste, in denen die drei sich munter hin und her bewegen, haben noch keinen Namen. Sie werden auf dem neuen Album sein, das bereits in der Produktion ist. Wenn es nur ansatzweise die Lebendigkeit ihres Live-Feuerwerks einfängt, dürfte Williams und seiner Band damit ein weiterer Geniestreich gelingen.

 

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Schnapsbrennen als Hobby

Sigi Tschauder brennt Schnaps im Gartenhaus, Andreas Franzl in seinem Wohnzimmer. Beiden geht es bei ihrem Hobby nicht um Masse, sondern um Klasse.
Sigi Tschauders Schatz steht in seinem Gartenhaus. Er überwintert dort bis zum nächsten Herbst. Dann schiebt Tschauder die weißen Gartenstühle zur Seite und hievt ihn heraus. Zwei große Kessel aus Kupfer mit ein paar kleinen Beulen und ein langes Rohr - seine zusammensteckbare Destillieranlage aus Kroatien. Er hat sie gekauft, als das Land noch Jugoslawien hieß, um die 30 Jahre ist das her. Sigi Tschauder ist pensionierter Biologie- und Chemielehrer mit Schnauzer und weißem Haar. In seiner Freizeit brennt er Schnaps. Mit diesem Hobby ist er ziemlich erfolgreich. In seinem Flur hängen Goldmedaillen, und auf dem Esszimmertisch liegt ein dicker Ordner voll mit Urkunden. Jedes Jahr räumt er mit seinen Bränden bei Wettbewerben Preise ab.
Seit ein paar Jahren liegt Schnaps aus München im Trend. In der Stadt und der Region konkurrieren inzwischen sechs Gin-Destillerien miteinander. Sie experimentieren mit außergewöhnlichen Zutaten - selbst Hopfen und Kastanien haben sie schon in den Kessel gekippt -, kleben stylische Etiketten auf die Flaschen und schenken den Schnaps in noch stylischeren Münchner Bars aus. Einige von ihnen werden auf der Messe "Finest Spirits", die Ende Januar stattfindet, vertreten sein.
Tschauder ist nicht dabei. Er kann mit den großen Münchner Gin- und Wodka-Herstellern nicht konkurrieren - von der Masse her. Er brennt gerade mal 120 bis 150 Liter Schnaps im Jahr, das sind um die 200 Flaschen. Mehr würde er alleine nicht schaffen, sagt er. Und auch nicht wollen. Denn ihm geht es um etwas ganz anderes: Tschauder will der Beste sein.
Sigi Tschauders Schnaps kann man nicht bei gedimmten Licht und lauter Musik in einer hippen Kneipe im Glockenbachviertel probieren. Man muss an den Rand der Stadt fahren, nach Moosach, wo viele ältere Menschen und Familien leben. Tschauder gehört dort ein Einfamilienhaus mit Garten, darin stehen mehr als 45 Obstbäume - Apfel, Zwetschge, Birne, Aprikose. Es ist eine Insel, umbaut von Häusern, die im Laufe der Zeit immer weiter wuchsen, weil immer mehr Menschen ins Viertel zogen. Ein echter Garten besteht für Sigi Tschauder nicht nur aus Terrasse und schönen Blumen. Ein Garten muss für ihn voll mit Obst und Gemüse sein. Und mit alldem muss Tschauder auch etwas anstellen. Doch Marmelade und Saft wurden eines Tages zu langweilig.
So ähnlich ging es auch Andreas Franzl. Er lebt in Dorfen im Landkreis Erding. Franzl ist Landwirt und wusste irgendwann nicht mehr, was er mit dem ganzen Obst auf den Wiesen anstellen sollte. Seit 25 Jahren brennt er all die Zwetschgen, Äpfel und Birnen zu Schnaps. Seine Destillieranlage steht, anders als bei Tschauder, nicht im Gartenhaus, sondern im Wohnzimmer. Dort hält er auch Verkostungen und Seminare ab, oder Einsteigerkurse, bei denen Teilnehmer die Grundlagen des Schnapsbrennens lernen können. Daran nehmen entweder ältere gut betuchte Herren teil, Landwirte, die irgendwo im Keller eine alte Destillieranlage vom Großvater finden, oder junge, hippe BWL-Studenten, die ein Geschäft wittern.
Aber das große Geld kann Franzl mit seinem Schnaps nicht machen, dafür brennt er mit etwa 300 Litern im Jahr zu wenig. "Ich habe mir gleich von Anfang an gesagt, wenn ich keine Masse haben kann, möchte ich Klasse machen", sagt Franzl. Und so geht es Sigi Tschauder auch.

 

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Niederlagen für Hamburger Wasserball-Bundesligisten

Hamburg (dpa/lno) - Die Wasserballer vom SV Poseidon Hamburg müssen sich auf den Kampf gegen den Abstieg aus der Bundesliga einrichten. Nach der 11:14 (1:4,3:3,4:2,3:5)-Niederlage gegen Krefeld 72 am Samstagabend in der Inselparkhalle zum Rückrundenstart bleiben die Hanseaten war Sechster der Gruppe B, weisen aber schon einen klaren Rückstand auf den fünften Rang auf.
Zuvor hatten bereits die Bundesliga-Frauen des ETV ihr Punktspiel gegen Spitzenreiter Waspo 98 Hannover mit 7:16 und Liga-Neuling Hamburger TB mit 6:11 gegen Titelverteidiger SV Bayer Uerdingen 08 verloren. Der ETV bleibt damit Sechster vor Schlusslicht HTB.

 

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Jetzt gibt's was auf die Mütze!

König der LöwenMenschen mit farblich passenden Augenbrauen (hier: Boris Becker)In Schneestürmen in der ArktisBeim PETA-JahrestreffenGebratenes HendlSchöne Menschen, die wirklich nichts entstellen kann (hier: Palina Rojinski)An kalten Karnevalstagen. Oder in leeren BadewannenBei Beerdigungen auf dem Waldfriedhof. Oder in vollen BadewannenMinionHipster-Rapper (hier: Rin)Bei Ikea in der Abteilung: »Meine erste eigene kleine Wohnung – Wohnideen für 20 Quadratmeter«Außerhalb von Selfies oder Youtube-VideosSolarzelleMenschen, die andere gerne blendenBeim Heiratsantrag (hier instagramfreundlich nachgestellt von Nicht-Mehr-So-IT-Girl Paris Hilton). Denn wenn jemand den Rest deines Lebens mit dir teilen will, obwohl du solche Mützen trägst, muss es echte Liebe seinDrei Monate später vor dem TraualtarAnanasAlternde Popstars mit schwerem Aufmerksamkeitsdefizit (hier: Madonna)Auf Instagram-Fotos jedenfalls nur wenn man danach nicht die Kommentare liestBeim ernstgemeinten Solidaritätspost für MissbrauchsopferGlühweinstandDeutsche, die »Santa« statt Weihnachtsmann sagen (hier: Youtube-Star Bibi)Zu nacktem Oberkörper in der Fankurve beim letzten Bundesliga-Heimspiel vor der Winterpause, dann wird man zu 100 Prozent in der Sky-Übertragung eingeblendetBei der Weihnachtspredigt auf der KanzelC&A&H&MMänner wie CDU-Generalsekretär Peter Tauber, die ihre Haare nicht wie Grünen-Fraktionsvorsitzender Anton Hofreiter zum wärmeden Turban flechten könnenBeim Zieleinlauf-Selfie. Da lenkt die unscheinbare Mütze nicht von der eigentlichen sportlichen Höchstleistung ab, die man wie Peter Tauber gerne noch mal betonen darf: »42,195 Kilometer in meiner Geburtstagsstadt beim @frankfurtmarathon in 4:29:15. Nicht so schnell wie sonst, aber es war auch mein dritter Marathon dieses Jahr. «Die Mütze geht immerPapaPapas ohne Midlife-CrisisBeim Familienfoto, das niemanden beeindrucken soll. Oder in einer Schneewitchen-Neuverfilmung als ZwergAuf BeerdigungenKawasaki X 3700Superstars, die wenigstens auf der Skipiste mal unerkannt bleiben wollenAuf der Abfahrt oder beim Motorrad-RennenWenn man nur schnell in der Bank Geld am Schalter abheben möchteBuffalo BillMenschen, die Pelzfarmen mögen (hier: die Sängerin Ciara)Bei der Kutschenfahrt mit Zar Nikolaus im Winter des Jahres 1811Im Kino in Reihe 5Graue MausMänner mit Mützengesicht, die selbst in Angelhosen gut aussehenImmer, wie David Beckhams Instagram-Account beweist: morgens, abends, drinnen, draußen, in London, Laax oder Los AngelesBeckham trägt Mütze vermutlich auch unter der Dusche, in der Sauna und im Bett

 

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Das Gegenteil von einem Weltstar

Eigentlich müsste André Schürrle ein Weltstar sein. Im Juli 2014 bereitete er das Siegtor von Mario Götze vor, das Deutschland in Rio de Janeiro zum Fußball-Weltmeister machte. Ein Jahr später schaffte er das eigentlich unmögliche Kunststück, im selben Frühjahr offiziell englischer Meister und deutscher Pokalsieger zu werden. Das lag daran, dass er inmitten jener Saison vom FC Chelsea zum VfL Wolfsburg gewechselt war und nach dem Pokalsieg mit Wolfsburg für die Meisterschaft der Londoner nachträglich auch noch eine Medaille erhielt.
Schürrle galt vor wenigen Jahren als eines der hoffungsvollsten deutschen Talente, aber nun, mit 27 Jahren, steht er am Scheideweg seiner Laufbahn, weil er sich entweder bei Borussia Dortmund durchzusetzen versucht oder sich irgendwohin in Europa ausleihen lässt - und das wäre auch nicht gerade ein hoffnungsvolles Zeichen.
Bevor Dortmund an diesem Sonntagabend gegen Schürrles vorherigen Klub Wolfsburg spielt (ab 18 Uhr im SZ-Liveticker), hat BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gegenüber der Tageszeitung Die Welt mit nur ein paar Aussagen unmissverständlich deutlich gemacht, dass der vor eineinhalb Jahren als teuerster Zugang der Vereinshistorie für 30 Millionen Euro nach Dortmund gewechselte Schürrle bislang eine massive Fehlinvestition war.
Schürrle hat - auch aufgrund von Verletzungen - in eineinhalb Spielzeiten bloß 19 Bundesliga-Einsätze bekommen und gar bloß fünf Ligaspiele in voller Länge absolviert. Das ist so ziemlich das Gegenteil von einem Weltstar. "Offen und ehrlich", hat Watzke gesagt: "Beide Seiten sind noch nicht zufrieden."
Schürrles kleine Perspektive versteckt sich hinter dem Wörtchen 'noch', weil dieses verrät, dass man beim BVB die Hoffnung nicht aufgegeben hat und dass man dem Spieler weitere Chancen einräumt. Watzke sagt: "Er hat alle Möglichkeiten, er wird immer wieder die Chance bekommen, sich zu zeigen, aber er muss das sportlich lösen." Weder unter Thomas Tuchel noch unter Peter Bosz noch zuletzt unter Peter Stöger war Schürrle erste Wahl. Auch gegen Wolfsburg erwarten ihn die Auguren nicht in der Startelf.

 

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Per Selfie-Video zum Job

Der tabellenförmige Lebenslauf war gestern. Bewerber können sich heute auch in einem Film vorstellen. Die Stellenvermittlung funktioniert wie ein Datingportal.
Einen Lebenslauf zu schreiben kostet Zeit und Nerven. Einen Lebenslauf zu lesen ebenfalls. Mit dem Versprechen, Bewerbern und Arbeitgebern diesen Job zu erleichtern, sind in den letzten Jahren eine Reihe neuer Internetplattformen angetreten, zum Beispiel Talentcube, Skillster oder Jobclipr. Ihre Methoden zur Stellenvermittlung erfordern vor allem eines - einen Hang zur Selbstdarstellung.
"Zusammenbringen, was zusammenpasst", steht auf der Startseite der Plattform Skillster. Hinter der Schrift eine Zeichnung: Ein Mann und eine Frau geben sich die Hand. Es sieht nicht nach Liebe aus. Ist es auch nicht. Skillster will keine Singles zusammenbringen, sondern Arbeitgeber und Arbeitsuchende. Die Mittel dazu sind fast dieselben wie die der Partnerbörsen: Videos, Tests, Algorithmen.
Das funktioniert so: Der Jobsuchende nimmt eine Kamera, drückt den Aufnahmeknopf und spricht über seine Erfahrungen, seine Wünsche und Ziele. Er zeigt, wer er ist, stellt das Video auf die Webseite von Skillster und zahlt 25 Euro. Erst dann kann er ein Profil anlegen und den zweiten Schritt tun: einen Persönlichkeitstest ausfüllen, der prüft, ob er ein emotionaler oder intuitiver Typ ist oder eine andere der insgesamt 16 Persönlichkeiten. Dauer: 99 Sekunden für das Video, wenige Minuten für den Test, unbestimmte Zeit für eine Antwort von einem Unternehmen.
Der Personaler geht auf die Webseite von Skillster, scrollt sich durch die Profile, sieht sich die Videobotschaften an, sucht nach Persönlichkeitsmerkmalen, die Kandidaten in seinem Team haben sollen. Im besten Fall gibt es ein Match, eine Übereinstimmung zwischen dem, was das Unternehmen sucht und dem, was der Kandidat bietet. Sobald der Personaler einen passenden Bewerber findet, kann er dessen Kontaktdaten kaufen. Eine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer kostet 275 Euro, zehn gibt es für 2500 Euro.
Skillster nimmt die Rolle des Vermittlers ein zwischen denen, die Arbeit suchen, und denen, die Arbeit geben. Es gibt keine Stellenanzeigen, es gibt nur zwei Partner, die sich finden sollen. Die Plattform dreht die Art und Weise, wie Bewerbungen bisher ablaufen, einfach um. Lisa Groiss ist Geschäftsführerin von Skillster. Sie sagt: "Für jeden Deckel gibt es einen Topf." Dem Jobsuchenden wird suggeriert, er müsse nicht länger suchen. Es ist vom Finden die Rede - und vom Gefundenwerden.
Um gefunden zu werden, müsse sich der Bewerber nur möglichst authentisch vorstellen, so Groiss. Sollte das nicht funktionieren, kann er einen Video-Coach für 50 Euro buchen, dessen Anweisungen beherzigen und hoffen, dass er nun besser gefunden wird. Und der Personaler müsse sich nicht durch Stapel voller Lebensläufe quälen, ohne ein Bild der Person zu haben, die dahintersteckt. Auch er werde nicht lange suchen, sondern finden - dank Algorithmen, die ihm Personen mit den passenden Persönlichkeitsmerkmalen vermitteln.

 

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Aus der Straßengang nach Hollywood

Er selbst hat diese Erfolgsgeschichte wohl am wenigsten vorausgesehen. Das zeigt die Frage, die sich Fatih Akin (44) in seiner Dankesrede bei den Golden Globes am vergangenen Sonntag gestellt hat: „Wie konnte das nur passieren?“
Dabei ist es nur eine von drei internationalen Auszeichnungen, die sein Film „Aus dem Nichts“ gerade gewonnen hat. Diesen Donnerstag gab‘s den Critic's Choice Award als „Bester nicht englischsprachigen Film“, schon im Mai in Cannes eine Palme für seine Hauptdarstellerin Diane Kruger (41).
Jetzt hat Akins NSU-Thriller beste Chancen auf den Auslands-Oscar am 4. März.
Und? Wie konnte all das passieren?
25. August 1973: Akin wird als zweiter Sohn türkischer Gastarbeiter in Hamburg-Altona geboren. Sein Vater hat in einer Chemiefabrik gearbeitet, seine Mutter, in der Türkei Lehrerin, zunächst als Putzfrau. „Ich komme aus einem sehr religiösen Haushalt, meine Eltern beten fünfmal am Tag“, sagt er über seine Kindheit.
Als Teenager war er in der linken Straßengang Home Boys. „Es gab einige Situationen, nach denen ich dachte: Mensch, da hast du Glück gehabt“, erinnerte er sich vor ein paar Jahren in der Zeitschrift „Chrismon“ an diese Zeit. „Als ich überfallen wurde und mir einer die Pistole an den Kopf gehalten hat. Das ist mir schon mehrmals passiert.“
Das Abi hat er trotzdem gepackt (3,0) und ging dann als Einziger in der Familie studieren. Er war der Jüngste und einziger Deutsch­-Türke seines Jahrgangs. „Vieles an der Uni ging mir auf den Sack, zum Beispiel, dass alles so bürokratisch war“, sagte er zum „Zeit Campus“-Magazin.
Seit er das Diplom im Fach „Visuelle Kommunikation“ in der Tasche hat, hat er alle zwei Jahre einen neuen Film gedreht. Für „Kurz und schmerzlos“ (1998) oder „Soul Kitchen“ (2009) holte er seine Hamburger Kumpels auf die Leinwand. Er legte mit dem Berlinale-Sieger „Gegen die Wand“ (2004) den Grundstein für Sibel Kekillis (37) Karriere, und auch Diane Kruger hat er in „Aus dem Nichts“ zu ihrem größten Erfolg verholfen.
Doch Akin weiß auch mit Misserfolgen umzugehen: Nämlich ganz einfach aufstehen und weitermachen. So hat er es bei seinem Hobby, dem Boxen, gelernt. So hält er es auch beim Film.
Nachdem sein Drama „The Cut“ von 2014 floppte, war die Verfilmung von Wolfgang Herrndorfs Jugendbuch „Tschick“ (2016) wieder ein Hit.
Akin lebt mit der deutsch-mexikanischen Schauspielerin Monique und den gemeinsamen Kindern Emin Santiago (12) und Mina (5) in einer ehemaligen Fischfabrik in Ottensen. Akin in „Chrismon“:
„Ich bin nicht einfach, bin oft unterwegs, bin viel mit mir selber beschäftigt. Chaotisch bin ich auch, natürlich. Haushalt – oh je! Ich lasse alles liegen und finde nichts! Ich kann andere ganz schnell auf die Palme bringen: indem ich widerspreche, indem ich nicht zuhöre. Ich bewundere Monique, dass sie es mit mir aushält.“
Bis zu den Oscars sind es noch knapp zwei Monate. Und selbst der lässige Rebell Akin wird deshalb langsam aufgeregt. Was er dagegen tut? „Am besten hilft die Arbeit.“
Er schreibt bereits am Drehbuch für sein neues Projekt, die Verfilmung von Heinz Strunks (55) Bestseller „Der goldene Handschuh“ – der nächste wohl preisverdächtige Akin-Film.
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„Hochzeit auf den ersten Blick“: Bei diesem Paar hat's geklappt

Es ist die irrste Kuppel-Show im deutschen TV!
In „Hochzeit auf den ersten Blick“ heiraten Liebes-Bewerber, die sich vorher gar nicht kannten. Heute startet die fünfte Staffel der verrückten der Sat.1-Show (immer sonntags um 17.55 Uhr)
In der vierten Staffel 2016 sorgte eine Aktion für große Aufregung: Ein Bräutigam spannte dem anderen die Frau aus! Zuerst ehelichte Hotelfachmann Peter die Filialleiterin Jasmin und Kandidatin Vanessa tauschte mit Kraftfahrer David die Ringe.
Gefunkt hat es aber dann bei Peter und Vanessa! ER erinnert sich: „Wir haben uns nach der Show über Facebook angeschrieben und daraus wurde mehr.“ VIEL mehr: nämlich LIEBE!
Das war im Februar 2016 – und jetzt gibt es das erste Baby zu der Speed-Hochzeits-Show. Vor sechs Monaten kam Töchterchen Sanyana zur Welt.
„Vanessa ist die Liebe meines Lebens“, schwärmt Peter. Und Vanessa gesteht: „Es war Liebe auf den ersten Blick.“
Auch beruflich haben die beiden ihr gemeinsames Glück gefunden. Peter ist bei ihrem Blumen-Laden in Köln mit eingestiegen.
Nur eine Sache kommt bei Vanessa nicht ganz so gut an: Peters nächtliches Engagement, wenn die süße Sanyana schreit und gefüttert oder gewindelt werden muss.
Vanessa: „Das klappt bei ihm mal mehr, mal weniger. Er könnte ruhig öfter in der Nacht aufstehen“.

 

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Tipps für Winterurlaub an der Nordsee| reisereporter.de

Ich verrate dir, welches meine liebsten Aktivitäten sind – die auch du dir nicht entgehen lassen solltest:
Deine Gummistiefel sind sowieso ein bisschen groß? Dann zieh die dicken Wollsocken von Omi an und ab geht es zum Mega-Watt-Spaziergang zwischen den Halligen. Startpunkt für die zehn Kilometer lange Wanderung ist Dagebüll.
An grauen Wintertagen wirkt das Watt noch mystischer und schier unendlich. Deswegen rate ich dir, eine geführte Tour zu machen. Die Wattführer gehen mit Kompass und GPS-Gerät voran. Du folgst ihnen in die geheimnisvolle Weite. Irgendwann taucht, wie ein Geisterschiff in der Ferne, die Hallig Oland auf. Auf der winzigen Erhebung leben nicht mehr als zwanzig Menschen, und trotzdem darf die Gaststätte für ein geselliges Zusammenkommen nicht fehlen. Hier gibt’s einen Friesentee zum Aufwärmen, bevor es weiter durch das Watt geht.
Pünktlich zu Kaffee und Kuchen erreicht ihr die Hallig Langeneß. Nach einem ersten Grog beziehst du dein Hotelzimmer, und abends gibt es ein zünftiges Grünkohlessen, wie es sich im winterlichen Norden gehört.
Eine Fähre bringt dich am nächsten Tag wieder zurück aufs Festland.
Was gibt es Schöneres als ein heißes Getränk nach einer Wanderung auf dem Deich? Der Pharisäer ist das Heißgetränk schlechthin für die Norddeutschen. Dabei handelt es sich um einen Kaffee mit Sahnehaube und einem ordentlichen Schuss Rum. Erfunden wurde das Getränk in der Stube eines Bauernhauses, dass du auch heute noch besuchen kannst: dem Pharisäerhof auf Nordstrand.
Die Geschichte zum Pharisäer ist genauso putzig wie die kleine Gaststube mit ihrem Kachelofen: Seinerzeit durfte in der Gegenwart des asketischen Pastors kein Alkohol getrunken werden. Die Einwohner Nordstrands hielten sich weitesgehend dran. Bis zu dem Tag, als sie bei einem Fest miteinander anstoßen wollten. Ganz unauffällig kippten sie einen Schuss Rum in ihren Kaffee und setzten die Sahne obendrauf, sodass man den Alkohol nicht riechen konnte. Irgendwann bekam aus Versehen auch der Pastor einen Rum-Drink in die Hand gedrückt, und als er das Trugspiel erkannte, rief er: „Oh, ihr Pharisäer!“
So bekam der Kaffee mit Schuss seinen Namen und ist seither an der gesamten Nordseeküste Schleswig-Holsteins nicht mehr wegzudenken.
Allein das weite Land und die Kraft des Meeres lassen uns tief durchatmen und entspannen. Ein Spaziergang am winterlichen Strand, die kalte Brise im Gesicht, und wir haben das Gefühl, dass schon die Hälfte unserer Sorgen wie von Zauberhand wegweht.
An der Nordsee wird die Kraft des Meeres schon seit Jahrhunderten genutzt. In den vielzähligen Wellness- und Spa-Oasen entlang der Küste werden Massagen mit Meersalz angeboten. Das Material für die Behandlung mit den Schlickpackungen wird in den meisten Fällen direkt vor der Tür aus der Nordsee gewonnen.
Sogar das „Gold des Nordens“, der Bernstein, den du am besten am Strand nach einem Wintersturm finden kannst, wird für Wellness-Zwecke verwendet. Eine Behandlung mit Bernsteinpulver und Ölen fördert die Durchblutung der Haut, ein Bernstein-Peeling strafft und glättet.
Nicht selten sind die Saunas mit Blick auf das Meer hinaus gebaut. Wenn du mutig bist, stürzt du dich nach dem Saunagang direkt in die Nordsee.
Du siehst die Hand vor Augen nicht. Denkst du! Denn im winterlichen Watt gibt es eine Menge zu entdecken. In den Wintermonaten zeigt sich das Nationalpark-Zentrum von seiner dunklen Seite.
Jeweils an einem Abend im Januar, Februar und März bietet das Multimar-Wattforum in Tönning eine Nachtwanderung an. Die Tour führt im Dunkeln entlang der 37 Aquarien des Nationalparks. Jeder Teilnehmer bekommt eine Taschenlampe in die Hand gedrückt.
Wenn die Nacht dunkel und still ist, ist es Zeit für die nachtaktiven Tiere, munter zu werden. Aale kriechen aus ihren Verstecken hervor und Katzenhaie gehen auf Futtersuche. Die Hummer krabbeln aus ihrer Höhle, um auf die Jagd nach Krebsen und Muscheln zu gehen.
Wenn dir abends nach einem Strandspaziergang in der Kälte noch nach einem besonderen Absacker ist und du gern Whisky trinkst, solltest du bei einem Besuch auf Amrum unbedingt in der Gaststätte Blaue Maus zwischen Wittdün und Süddorf einkehren.
Was sich zunächst ein bisschen wie eine skurrile Schlagerkneipe anhört, ist eine der besten Whisky-Bars in Deutschland. Die große Leidenschaft von Wirt Jan von der Weppen sind schottische Whisky-Sorten. Nachdem der Wirt die urige Gaststätte 1970 von seinen Eltern übernommen hatte, baute er das Angebot kontinuierlich aus. Mittlerweile gibt es mehr als 400 verschiedene Sorten Whisky.

 

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Wie München mein Zuhause wurde

Unsere Autorin zog vor eineinhalb Jahren von Dresden nach München. Woran merkt man, dass der neue Ort wirklich zum Zuhause geworden ist? Über das Heimischwerden in München.
Es war Sommer, an einer Bushaltestelle im Münchner Osten standen zwei Typen, ungefähr Mitte 20, der eine trug einen Sechserpack Bier. "Ist dir Freiburg eigentlich nicht zu klein?", fragte er den anderen, der offenbar zu Besuch in der Stadt war. "Nö", sagte der, er fände, dass Freiburg genau die richtige Größe habe. Der erste ließ nicht locker. "Könnte aber schon ein bisschen größer sein, oder?" Dann hielt der Bus, und die beiden stiegen ein.
Mit einer Stadt ist es wie mit einer Beziehung. Es hat wenig Sinn, den Partner grundsätzlich ändern zu wollen. Trotzdem hört man von Städtern oft, dass sie "niemals" in Stadt X oder Y oder Z leben könnten. Es sei ihnen dort wahlweise zu dreckig, zu sauber, zu provinziell oder zu hip. Dass es genau die eine Stadt gibt, die zu einem passt, diese Vorstellung passt wiederum sehr in eine Zeit, in der viele nur glauben, total individuell zu sein. Ist es in Wirklichkeit nicht eher so, dass der Zufall eine große Rolle dabei spielt, wohin es einen verschlägt? Der Zufall, also: das Leben, der Job, die Liebe? Man zieht nach Freiburg. Nach Berlin. Oder nach München.
Auch wenn immer wieder darüber geklagt wird, dass, grob gesagt, München nicht Berlin ist (zu sehr Dorf, zu viel Schickimicki, zu wenig kreative Freiräume), kann man nicht behaupten, dass München ein Akzeptanzproblem hätte. Im Gegenteil, alle wollen nach München. Oder jedenfalls sehr viele. Zieht man von Dresden nach München, wie die Autorin dieses Textes vor einem Jahr und vier Monaten, heißt das, dass man von einer schönen Stadt in eine andere schöne Stadt zieht. Beide Städte wissen um ihre Schönheit und unterscheiden sich doch in ihrem Selbstverständnis. Über Dresden hat Umberto Eco einmal geschrieben: "Die Dresdner fragen einen gar nicht, ob einem die Stadt gefällt. Sie sagen es einem." Was ihn auf den Gedanken brachte, Städte in zwei Kategorien einzuteilen: die selbstsicheren und die anderen.
Die Selbstsicherheit Dresdens ist in den vergangenen Jahren durch die Pegida-Bewegung angekratzt worden. Die Selbstsicherheit Münchens wirkt dagegen stabiler, weniger erschütterbar. Die Münchner fragen einen ebenfalls nicht, ob einem die Stadt gefällt. Aber sie sagen es einem auch nicht. Sie wissen es. Mittlerweile wünschen sich sogar viele, die Stadt würde den Menschen zumindest nicht so sehr gefallen, dass sie herziehen wollen.
Es soll hier nicht zum tausendsten Mal um den Irrwitz der Wohnungssuche gehen; spätestens nachdem man zum ersten Mal " Monaco Franze " gesehen hat, weiß man, dass das ein alter Hut ist, dass es schon vor 35 Jahren 200 Bewerber auf eine Wohnung gegeben hat. Das Praktische an der Wohnungsnot ist, dass man immer ein Gesprächsthema hat. "Hast du eine Wohnung gefunden?" So beginnt jedes Gespräch, in dem man sich als neu zugezogen outet.
Es soll auch nicht um den Kulturschock beim ersten Oktoberfest gehen, um das obligatorische Reservieren in dieser boomenden Stadt, wenn man einen Platz im Restaurant oder in der Bar bekommen will, oder um Menschenschlangen vor dem Bürgerbüro. Es soll um die Frage gehen, wie man sich eine neue Stadt aneignet. Wie kommt man an in München?
Zunächst mit einem Umzugswagen, aus dem man Kiste für Kiste herauswuchtet, die man mithilfe einer Menschenkette aus Freunden ohne Aufzug in den vierten Stock befördert. Nach den ersten Tagen zwischen Kistenauspacken und Jobbeginn fängt man an, die Stadt, die man von vielen Wochenendbesuchen kennt, genauer zu betrachten. Zu charakterisieren, zu überlegen, wie man sie eigentlich wirklich findet. Man lernt eine Stadt schließlich anders kennen, wenn man sie bewohnt, als wenn man zu Besuch ist. Man legt Vorurteile und romantische Vorstellungen ab und ersetzt sie durch Erfahrungen. Vor allem lernt man, sich zurechtzufinden. Denn ein Umzug von Dresden nach München bedeutet auch: Die Stadt, in der man nun lebt, ist dreimal so groß. Man fährt nun in erster Linie unter der Erde von A nach B.
Die Stadt, in der man lebt, bestimmt ganz erheblich das eigene Lebensgefühl mit. Nicht nur die Architektur, nicht nur Straßenzüge und Gebäude, Grünflächen und Parks, sondern vor allem die Menschen, die in ihr leben. Die Gelassenheit, die Lebensfreude, die Neugier der Münchner. Gelegentlich ein Hang zur genüsslichen Schwarzmalerei. Die S-Bahn war zum zweiten Mal in dieser Woche verspätet? In dieser Stadt funktioniert aber auch gar nichts!
Nach einer Weile stellt man fest, dass es immer die gleichen Menschen sind, die man trifft auf seinen Wegen. In der S-Bahn, beim Bäcker, im neuen Lieblingsimbiss, in der Bar, von der man eines Tages feierlich denkt: Das könnte die neue Stammbar sein. Vor allem diese Leute, denen man nur flüchtig begegnet, tragen viel zu dem Bild bei, das man sich macht von der Stadt. Die U-Bahn-Fahrer, die es schaffen, einen mit ihren Sprüchen aus dem Januarblues herausholen. Der Mann, der jeden Morgen in der gleichen Bahn sitzt, immer freundlich grüßt und eine Haltestelle früher aussteigt als man selbst. Mit der Zeit glaubt man, einem guten Bekannten zuzunicken. In Wirklichkeit weiß man natürlich gar nichts über ihn.
An manchen Tagen kommt einem die U-Bahn vor wie ein unterirdisches Wohnzimmer für zehn Minuten. Die Mitfahrer passen aufeinander auf, jeder findet noch ein paar Quadratzentimeter. Menschen in der Großstadt, das lernt man in München, können gut mit wenig Raum umgehen.
Es gibt aber auch andere Tage: jene, an denen man sich erdrückt fühlt von zu viel Nähe zu fremden Menschen, an denen man das Handygespräch über die beste Firmenstrategie nicht auch noch mit anhören möchte. Tage, an denen man am liebsten auf die U-Bahn verzichten würde.
Wenn man nicht gerade zur Arbeit fahren muss oder bei der Arbeit ist, kann man das ja auch. Es gibt kaum etwas Besseres, als sich eine Stadt im Gehen zu erschließen, egal ob im Sommer oder im Winter. Lange Spaziergänge durch das eigene und die umliegenden Viertel, dabei immer wieder neue Wege einschlagen, sich überraschen lassen. Oder irgendeinen Bus nehmen, an einer beliebigen Haltestelle aussteigen und sich dort umschauen. Kleine Reisen in der eigenen Stadt, abseits von Isar und Englischem Garten, lassen einen seinen Wohnort neu entdecken.
Wann man wirklich heimisch geworden ist, merkt man oft an Kleinigkeiten. Vielleicht hat es auch mit der Verkäuferin in der Stammbäckerei zu tun, die so streng schaut. In puncto Semmeln hat man sich beim Einkauf nicht umstellen müssen, so heißen Brötchen in Dresden auch. Als man also seit über einem Jahr dort einkauft, fehlen zum Bezahlen einmal ein paar Euro. "Dann zahlen Sie beim nächsten Mal", sagt die strenge Verkäuferin, ohne mit der Wimper zu zucken. Man ist verdutzt. Und weiß im nächsten Moment, dass man angekommen ist.

 

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Offene Fragen nach Bin-Hammam-Aussage in WM-Affäre

Berlin (dpa) - Die Schlüsselfigur Mohamed Bin Hammam will die Affäre um die Fußball-WM 2006 in Deutschland auch nicht aufklären.
Warum erhielt der frühere FIFA-Vizepräsident einst mehrere Millionen von einem Konto von Franz Beckenbauer? Und wozu genau benutzte er danach das Geld? Diese zentralen Fragen ließ Bin Hammam auch bei seinem ersten Interview zu diesem Skandal in der ZDF-"Sportreportage" offen. Der katarische Unternehmer betonte nur wie schon andere Protagonisten wie Beckenbauer oder Joseph Blatter vor ihm auch: Es seien keine WM-Stimmen gekauft worden. "Ich schwöre zu Gott, es war nicht für die WM", sagte Bin Hammam.
Wofür aber dann? "Ich weiß es nicht", behauptete der 68-Jährige zunächst lachend im ZDF-Interview und ergänzte dann: "Nein, natürlich weiß ich es. Aber entschuldigen Sie - das interessiert doch nur Sie, keine anderen."
Die 6,7 Millionen Euro und ihre Verwendung sind eine der zentralen offenen Fragen in der Affäre um die Vergabe der Weltmeisterschaft nach Deutschland im Jahr 2000. Das Geld floss im Jahr 2002 von einem Konto von Beckenbauer und seinem kurz darauf verstorbenen Manager Robert Schwan über die Schweiz auf ein Konto in Katar, das zu dem Firmengeflecht von Bin Hammam gehörte. Kurz darauf erhielt Beckenbauer diese Summe als Darlehen vom früheren Adidas-Chef Robert Louis-Dreyfus zurück, der wiederum sein Geld drei Jahre später vom DFB zurückforderte. 2005 überwies der Verband die 6,7 Millionen Euro über ein Konto des Weltverbandes FIFA an Louis-Dreyfus.
Dass mit der Zahlung Stimmen für die WM-Vergabe gekauft wurden, bestreitet Bin Hammam. Die Summe sei erst nach dem Zuschlag an Deutschland auf sein Konto geflossen, argumentiert der lebenslang im Fußball gesperrte Ex-Funktionär. "Ich würde gerne wissen, warum Deutschland mich hätte bestechen sollen, für etwas, was sie schon erhalten haben."
Beckenbauer wies Korruption bei der Bewerbung ebenfalls stets zurück und behauptet, dass die WM-Organisatoren mit der Zahlung nur einen Organisationskosten-Zuschlag des Weltverbandes absichern wollten. Der frühere FIFA-Präsident Joseph Blatter bezeichnet diese Theorie als "Quatsch". Zwei weitere Thesen: Wurde mit dem Geld heimlich der Wahlkampf des damaligen FIFA-Chefs unterstützt? Oder hat Bin Hammam Recht und die Zahlung hing nicht mit der WM oder einem Stimmenkauf zusammen, sondern wurde für einen verborgenen Deal mit TV-Rechten benutzt, wie Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" nahelegen?
Auch die Aussage von Bin Hammam sorgt hier nicht für Klarheit. Immerhin führte das ZDF aber ein erstes Gespräch mit ihm, auf das der DFB noch wartet. Nach den Äußerungen des früheren Vizechefs des Weltverbands setzt der Deutsche Fußball-Bund weiter auf ein eigenes Treffen mit Bin Hammam. Dieser habe dem DFB über seinen Anwalt in der Schweiz seine grundsätzliche Bereitschaft zu diesem Gespräch signalisiert. Einen Termin dafür gebe es jedoch noch nicht, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Verbandskreisen.
Auch für den DFB hat der Zweck der Zahlung eine entscheidende Bedeutung. Der Verband verschleierte das Geld nach Ansicht der Finanzbehörden in seiner Steuererklärung für 2006 als Kostenbeitrag zu einer WM-Gala, die am Ende nie stattfand.
Der Verband hat die falsche Deklarierung zwar eingeräumt, aber auch erklärt, Louis-Dreyfus habe Beckenbauer das Geld gegeben, um einen Organisationskosten-Zuschuss von der FIFA abzusichern. Die 6,7 Millionen stünden deshalb in einem direkten Zusammenhang mit der WM und seien daher steuerlich als Betriebsausgabe zu sehen. Das Finanzamt sieht darin indes einen schweren Fall von Steuerhinterziehung und fordert eine Nachzahlung von 19,2 Millionen Euro. Die DFB-Spitze will diese Entscheidung anfechten.

 

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Obduktion: Todesopfer in Gartenhütte ist verbrannt

Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Bei dem in einer Frankfurter Gartenhütte gefundenen Toten handelt es sich um einen Mann, der in dem Feuer ums Leben kam. Dies ergab die Obduktion des verkohlten Leichnams, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Identität des Todesopfers stehe noch nicht zweifelsfrei fest. Nach dem Brand am Freitagnachmittag am Lohrberg im Stadtteil Seckbach sicherten die Ermittler mehrere Spuren. Von einer Auswertung werden Erkenntnisse zur Brandursache erhofft. Bei Eintreffen der Feuerwehr stand die Hütte voll in Flammen, der Brand konnte dann aber rasch gelöscht werden.

 

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Platter warnt den Bund - "Sparsame dürfen nicht die Deppen sein"

Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat am Sonntag den Bund vor Reformen gewarnt, die auf Kosten der Länder gehen: "Die Sparsamen dürfen nicht die Deppen sein", meinte der Landes-VP-Obmann bei einem Vorwahlkampf-Termin in Wien. Gleichzeitig zeigte sich Platter überzeugt, beim neuen Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) Gehör zu finden.
Zuletzt hatte sich ja in den Ländern Widerstand geregt, als Pläne bekannt wurden, die Notstandshilfe abzuschaffen und Langzeitarbeitslose in die von den Ländern teil-finanzierte Mindestsicherung fallen zu lassen. Ohne das Thema direkt anzusprechen, stellte Platter am Sonntag klar: "Wer anschafft, der zahlt."
Verwiesen wurde vom Landeshauptmann auf die stabile finanzielle Situation Tirols und anderer Länder. Man sei auch bereit, "Motor des Reform-Schnellzugs" zu sein. Dann dürfe man den Ländern aber nicht den Treibstoff absaugen. Im Anschluss an seine Rede gab sich Platter gegenüber Journalisten zuversichtlich, dass der Bund das auch nicht versuchen werde.
Er kenne den neuen Finanzminister zwar noch nicht so gut, dieser mache aber einen sehr seriösen Eindruck. Löger selbst meinte gegenüber Journalisten, selbstbewusste Länder zu schätzen und geplante Reformen mit den Ländern abstimmen zu wollen.
Kritisch äußerte sich Platter hingegen gegenüber dem Koalitionspartner im Bund, der FPÖ. Deren etwas martialisch gehaltener Wahlkampf-Auftakt in Tirol hat dem Landeshauptmann missfallen, habe er doch auch viele Tiroler verunsichert: "Da hört sich bei mir die Hetz auf." Er stehe für ein ordentliches Klima des Miteinander.
Indirekt attackierte der Landeshauptmann auch Innenminister Herbert Kickl (FPÖ), wegen dessen jüngster Aussagen, wonach er Flüchtlinge in Zentren "konzentriert" an einem Ort halten wolle. "Der ein oder andere Rülpser ist nicht notwendig", sprach Platter jüngste Wortmeldungen an, ohne Kickl dabei namentlich zu nennen. Auch auf Nachfrage wollte der Landeshauptmann nicht genau ausführen, wen er gemeint habe.
Der Event in einem Wiener Veranstaltungszentrum war von der Initiative "Wir für Platter" eingefädelt worden. Neben Platter waren auch der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher, der Vorarlberger Landeschef Markus Wallner (ÖVP) und als Repräsentantin Salzburgs Landtagspräsidentin Brigitte Pallauf (ÖVP) vertreten, die jeweils ihre Verbundenheit mit dem wahlkämpfenden Landeshauptmann äußerten und das Funktionieren der Zusammenarbeit in der Westregion betonten.
Zu den weiteren Gästen zählten EU-Kommissar Johannes Hahn mit Wüstenrot-Chefin Susanne Riess, die Leiterin des VfGH Brigitte Bierlein, der Industrielle und NEOS-Sponsor Hans-Peter Haselsteiner sowie von der Regierung Finanzminister Löger, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Staatssekretärin Karoline Edtstadler (alle ÖVP). Ebenfalls den Worten der Landeshauptleute lauschten ehemalige ÖVP-Spitzenpolitiker wie Maria Rauch-Kallat und Andreas Khol.
(APA)

 

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Horizons-Mission: Alexander Gerst leitet erstmals ISS

Mit seinen Fotos und Botschaften aus dem All begeisterte Alexander Gerst 2014 selbst Menschen, die sich sonst kaum für Raumfahrt interessieren. Nun startet "Astro-Alex" erneut zur Raumstation ISS – diesmal sogar als Chef der Crew.
Zum ersten Mal wird ein deutscher Astronaut Kommandant der Internationalen Raumstation (ISS) sein. Anfang Juni soll Alexander Gerst mit einem russischen Sojus-Raumschiff für die Mission "Horizons" (Horizonte) zum Außenposten der Menschheit starten. Für die zweite Hälfte seines Aufenthalts bis zu seiner Rückkehr im November wird er für Crew und Station verantwortlich sein. "Ich freue mich darauf, wieder zur ISS zurückzukehren", sagte Gerst, der 2014 bereits sechs Monate Bordingenieur auf der Raumstation war, der Deutschen Presse-Agentur.
"Es fühlt sich an, als würde man zu einem Haus reisen, in dem man einmal viel Zeit verbracht hat", so der 41-Jährige, Astronaut der Europäischen Weltraumagentur (ESA). "Ich weiß genau, in welcher Ecke welches Gerät steht und kann das Geräusch der Luken hören, wenn ich sie in Gedanken öffne." Als Kommandant wird "Astro-Alex" – so sein zum Spitznamen gewordenes Twitter-Kürzel – ein auf engem Raum zusammenlebendes Team leiten. "Es ist wirklich ein großes Kompliment, dass die NASA mir das Vertrauen schenkt, dass ich diese Raumstation kommandieren darf."
Mit an Bord sind beim Start von Sojus MS-09 eine US-Astronautin und der russische frühere Kampfpilot Sergej Prokopjew (42), der zum ersten Mal zur ISS fliegt. Es ist der 55. Besuch eines Sojus-Raumschiffs an der ISS und der 161. Flug im Sojusprogramm.
Jede Sojus wird neu gebaut und nur einmal verwendet. "Dieses Vehikel ist sehr sicher, es ist eines der zuverlässigsten, die je gebaut worden sind", sagte Gerst. Kommandant der russischen Sojus ist – wie stets – der Russe im Team, Gerst sitzt diesmal aber anders als bei seinem ersten Flug als Copilot links von ihm und wird das Raumschiff zusammen mit ihm steuern.
Vor dem Einsatz stehen auch diesmal wieder gut zwei Jahre Training im Europäischen Astronauten-Zentrum EAC in Köln, im Sternenstädtchen bei Moskau und im Lyndon B. Johnson Space Center der NASA in den USA an.
Schon während dieser Zeit probt Gerst seinen Einsatz als Kommandant, koordiniert Teile des Crew-Trainings und sorgt dafür, dass kein Crewmitglied überlastet wird. Mental anstrengend seien vor allem die Trainingseinheiten im Simulator für den Hin- und Rückflug mit der Sojus. "Die Trainer geben sich da richtig Mühe", sagte Gerst. "Wir werden mit Armageddon-Szenarien bombardiert, mit 15 Fehlern gleichzeitig, den schlimmsten, die man sich vorstellen kann." Es gebe aber immer einen Ausweg – der müsse eben nur gefunden werden. "Ich bin nur einmal gestorben im Simulator", so Gerst. Schuld war in dem Fall ein Fehler im Simulatorprogramm. "Es sind kurz vor dem Andocken alle Triebwerke ausgefallen, nachdem vorher schon zehn Dinge ausgefallen waren. Dadurch sind wir ohne jegliche Steuerungsmöglichkeit mit der ISS kollidiert."
Prinzipiell falle alles einfacher, wenn man zum zweiten Mal fliege, erklärte Gerst. "Man ist sehr viel effizienter, denn man weiß schon, was wichtig ist und was nicht." Auf der ISS selbst lasse sich leicht erkennen, wer schon mal da war und wer neu ist: "Alte Hasen schweben vertikal, Neulinge horizontal." Seitlich durch die Station zu schweben sei viel angenehmer als mit dem Kopf voraus, erfordere aber eben ein Umdenken. "Das ist ungefähr so, als wenn man laufen lernt oder Fahrrad fahren. Am Anfang stellt man sich da immer ein bisschen tollpatschig an."
Bei den Einsätzen auf der ISS wird versucht, ein Erdarbeitsleben nachzustellen: Sechs Tage lang wird gearbeitet – wobei für das zweieinhalbstündige Sportprogramm und alltägliche Dinge wie Essen und Zähneputzen schon viel Zeit verloren geht. Etwa eine Stunde täglich hat ein Astronaut für sich. Zeit dafür, mit der Familie zu telefonieren, im – sehr langsamen – Internet zu surfen oder einfach mal aus dem Fenster zu gucken. Am Samstag ist Putztag auf der ISS. Die Sonntage sind – abgesehen vom täglichen Sportprogramm – frei.
Bei seiner ersten Mission "Blue Dot" (Blauer Punkt) im Jahr 2014 führte Gerst als Bordingenieur mehr als 100 Experimente durch. Auch diesmal werden wissenschaftliche Projekte einen Teil des Arbeitsalltags ausmachen. Am meisten Spaß mache ihm das, wenn er eigene Ideen einbringen könne, so Gerst. Manchmal gehe es aber auch lediglich darum, das jeweilige Experiment zu installieren und immer mal wieder sind Reparaturen durchzuführen.
Viele der Versuche für die Mission "Horizons" seien noch in Vorbereitung und noch nicht endgültig ausgesucht, erklärte Gerst. Letztlich gebe es aber ähnliche Schwerpunkte wie beim letzten Mal. Materialwissenschaften, Robotik und Zellforschung gehören dazu, wichtig sei zudem der Test eines neuen Lebenserhaltungssystems für künftige bemannte Weltraummissionen. "Wie können wir das so konstruieren, dass wir ohne viele Ressourcen zum Mars und zurück fliegen können?" Die ISS sei ein Labor für solche Fragen des Raumschiffbaus.
Auch jedes ISS-Crewmitglied selbst ist ein Versuchskaninchen. Für Reisen in den Weltraum wird entscheidend sein, typische Probleme wie Muskelschwund, Augenschäden und verringerte Knochendichte in den Griff zu bekommen. Bekannt wurde kürzlich ein weiteres Problem: Der Körper von ISS-Astronauten wird etwa zweieinhalb Monate lang stetig wärmer, bis er sich bei ungefähr 38 Grad – also einer Art leichtem Dauerfieber – einpegelt.
Bei sportlicher Aktivität steigt die Temperatur häufig auf mehr als 40 Grad, ergab eine Analyse mit Stirnsensoren. "Der Körper kann die überschüssige Hitze in der Schwerelosigkeit kaum loswerden", erklärte Hanns-Christian Gunga von der Berliner Charité. Für die physische und mentale Leistungsfähigkeit könnte das bei Langzeitflügen ein immenses Problem sein.
Gerst ist wichtig, dass es bei den ISS-Experimenten nicht nur um künftige Reisen in ferne Welten, sondern auch um ein nachhaltigeres Leben auf der Erde geht. "Ich dachte, der Weltraum sei ein besonderer Ort", sagte er. "Was ich da oben gelernt habe, ist, dass er genau das Gegenteil davon ist: Es gibt zwar viele interessante Objekte dort draußen, die es sehr wert sind, von uns gründlich erforscht zu werden. Aber der gigantische Rest des Weltraumes ist schwarz, öde und lebensfeindlich. Der wirklich, wirklich besondere Ort darin, das ist unser einzigartiger blauer Heimatplanet."
( Annett Stein, dpa) /
( hag)

 

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Hawaiianischer Horrorfilm

Es ist skandalös, dass eine Raketenwarnung leichtfertig von einem Mitarbeiter ausgelöst werden kann. Doch erst die Feuer-und-Zorn-Rhetorik des US-Präsidenten machte die Panik von Hawaii möglich.
Versagt wird immer. Menschliches Versagen, technisches Versagen - jede Gesellschaft ist sich der Risiken bewusst, die Technik oder Irrsinn mit sich bringen. Deswegen werden Risiken so gut es geht erfasst, analysiert und minimiert, sei es beim Bahnverkehr, in der Luftfahrt oder beim Bau einer Chemiefabrik. Nirgendwo aber ist das Risiko so groß wie bei Fehlern im Umgang mit Nuklearsprengköpfen. Deshalb hat die Waffe ein derart hohes Abschreckungspotenzial - und genau deshalb erfordert es enorm viel Aufwand bei der Minimierung des Risikos. Fehler darf es nicht geben. Der einzige Daseinszweck von Atomwaffen ist es, ihren Einsatz zu verhindern.
Ein technischer oder gar menschlicher Fehler im Zusammenhang mit einem möglichen Raketenangriff, gar mit Nuklearwaffen, muss also allergrößten Alarm auslösen. Die Raketenwarnung auf Hawaii hat dazu geführt, dass binnen Minuten in vielen Köpfen ein apokalyptischer Film ablief: Angriff, Nordkorea, Atomwaffe, Eskalation, Gegenschlag, Nuklearkrieg. Das ist keine hysterische Dramatisierung, sondern entspricht dem Protokoll der nuklearen Abschreckung, die nur funktioniert, wenn eine Gegenschlagsdrohung glaubhaft ist. Vielleicht wird eines Tages bekannt, welcher Horrorfilm im Kommandobunker der strategischen Nuklearstreitmacht der USA in der halben Stunde von Hawaii ablief.
Im Zeitalter von Pakistan, Nordkorea, Iran und Trump zeigt der Hawaii-Zwischenfall, dass die nukleare Einsatzdoktrin dringend modernisiert werden muss. Das Schicksal der Menschheit kann von derartigen Zufalls-Hysterien nicht abhängen. Außerdem müssen die Gefahren- und Warnszenarien ins 21. Jahrhundert übertragen werden. Es ist geradezu skandalös, dass ein Warnmechanismus leichtfertig von einem Mitarbeiter ausgelöst werden kann. Jeder Hacker kann so Panik säen. In Zeiten der asymmetrischen Kriegsführung darf sich jeder Aggressor beim Zivilschutz von Hawaii für den wertvollen Tipp bedanken. Eine Gesellschaft muss nicht angegriffen werden, es reicht, wenn sie in Hysterie versetzt wird.
Dennoch konnte der falsche Alarm nur deshalb seine Wirkung entfalten, weil es eine breite Bereitschaft gab, ihn ernst zu nehmen. Diese gesellschaftliche Konditionierung verdanken die USA ihrem Präsidenten. Dank Donald Trumps Feuer-und-Zorn-Rhetorik und seiner latenten Aggression liegen die Nerven blank. Die Wahrnehmung der Welt ändert sich, wenn sie ständig manipuliert wird. Nach 9/11 steigerten sich die USA in eine Kriegshysterie gegen den mutmaßlichen Terrorpaten Saddam Hussein im Irak. Die Wahrnehmung musste irgendwann eine Entsprechung in der Realität finden. Der Schritt zum Krieg war da nicht mehr groß.
So schwindet auch in Washington die realistische Einschätzung einer Bedrohung. Nordkorea sollte in seiner Gefährlichkeit nicht unterschätzt werden, aber gleichzeitig darf man die Gefahr nicht aufblasen. Wer die Eskalation aus Pjöngjang mitträgt, der endet irgendwann bei einem Raketenalarm in Hawaii und später in einer nuklearen Eskalation. Zwischen Alarm und Alarmismus gibt es einen himmelweiten Unterschied. Nicht so bei Donald Trump. Die eigentliche Alarmmeldung sollte in Washington auf den Telefonen aufleuchten. Die Bedrohung ist der Mann, der die Gefahr herbeiredet.

 

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Lüpertz-Skulptur "Athene" bleibt verschwunden

Düsseldorf (dpa) - Die Polizei sucht weiter nach einer gestohlenen Bronzefigur des Künstlers Markus Lüpertz. Bisher gebe es keine neuen Erkenntnisse, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag in Düsseldorf. Die Skulptur "Athene" war vergangene Woche aus einer Düsseldorfer Kunstgießerei entwendet worden.
Ob es den Tätern nur um die Bronze ging oder ob sie es auf das Kunstwerk abgesehen hatten, ist unklar. "Beides ist möglich", sagte die Polizeisprecherin. Der Wert der Bronze liegt demnach bei ein paar Tausend Euro. Das Kunstwerk, von dem es mehrere Ausführungen gibt, werde dagegen von Lüpertz auf mehrere Hunderttausend Euro geschätzt.
Bunt bemalt, 2,30 Meter hoch und 230 Kilogramm schwer - es ist schon eine ziemlich auffällige Beute. Und doch sind die Täter unerkannt entkommen. Der Diebstahl der "Athene" muss sich nach Polizei-Angaben zwischen Dienstagmorgen und Donnerstagmorgen ereignet haben. Eine Zeugin hat beobachtet, wie zwei große kräftige Männer am Dienstagnachmittag eine große Skulptur transportierten und in einen weißen Transporter luden.
Der 76-jährige Lüpertz sei am Donnerstag selbst vor Ort gewesen, berichtete die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post". "Er war schockiert", sagte der 73-jährige Inhaber der Kunstgießerei der Zeitung. "Lüpertz ist seit 40 Jahren unser Kunde und einer meiner besten Freunde. Wir haben Hunderte Werke für ihn gegossen."
Lüpertz ist nicht zum ersten Mal Opfer von Dieben geworden. 2015 entwendeten Einbrecher etwa 30 Zeichnungen, Aquarelle, Grafiken und Skulpturen aus seinem Atelier im brandenburgischen Teltow. "Ich kann die nur auffordern: Stellt mir sie hin, und dann ist gut", appellierte der Maler und Bildhauer damals. Sieben Wochen später standen die Werke bis auf eines tatsächlich wieder vor der Tür.
Lüpertz machte keinen Hehl daraus, dass ihn der Einbruch belastete. "Das ist für mich eigentlich ein größeres psychisches Problem als unbedingt ein kommerzielles", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Einige Monate zuvor hatte er noch selbst zwei Eindringlinge in die Flucht geschlagen: "Da standen plötzlich zwei Jungs bei mir oben im Flur", erzählte er. "Ich bin wach geworden, habe mir dann meinen Krückstock genommen und bin mit lautem Gebrüll auf die los."
Von 1988 bis 2009 war Lüpertz Rektor der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Mittlerweile ist er in seine Heimatstadt Mönchengladbach-Rheydt zurückgezogen, unterhält daneben aber auch noch andere Ateliers. Die Familie von Lüpertz war 1948 von Böhmen nach Rheydt geflüchtet, wo er aufwuchs. Der Künstler, der stets im schwarzem Anzug, mit dicken Ringen und extravagantem Gehstock auftritt, wird oft als "Malerfürst" bezeichnet. Er selbst mag diese Bezeichnung nach eigenem Bekunden aber gar nicht.

 

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Diese Menschen zieht es nach München

Es war eine kurze Nachricht, die am 2. Juni 2015 verschickt wurde: "München hat jetzt 1,5 Millionen Einwohner". Für die Stadt, die seit Jahren stetig wächst, bedeutete das einen neuen Rekord. Doch der Trend war nicht immer so: Nach dem Olympiajahr 1972 stagnierte das Bevölkerungswachstum zeitweise, erst seit dem Jahr 2000 wächst München kontinuierlich. Am 31. Dezember 2017 zählten die Statistiker, nach einer Überprüfung der Meldedaten, 1 526 056 Einwohner.
Noch nie haben so viele Menschen in der Landeshauptstadt gewohnt. Staus, steigende Mieten, ein Mangel an Betreuungsplätzen für Kinder sind nur einige Folgen des Booms. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Bis 2030 rechnet die Stadt mit 1,8 Millionen Einwohnern; im Vergleich zu 2015 wäre das ein Wachstum von 16,4 Prozent.
Ein Grund für die steigenden Bevölkerungszahlen sind die Geburten. Seit 2007 verzeichnete München jedes Jahr einen Geburtenzuwachs, 2016 kamen 18107 Kinder zur Welt, im vergangenen Jahr ging die Zahl erstmals wieder leicht zurück. Die Stadt hat einen Geburtenüberschuss erreicht, der noch über dem der Babyboomjahre in den Sechzigerjahren liegt.
Ein weiterer Grund, der das Wachstum erklärt, ist der Zuzug. 1 791 592 Menschen sind in den vergangenen 17 Jahren nach München gekommen; 1 548 918 haben die Stadt wieder verlassen. Unterm Strich bescherte das München einen positiven Saldo von 242 674 Einwohnern.
Was sind die Ursachen des Booms? Welche Folgen hat das Wachstum für die Stadt und ihre Menschen? Wo kommen die Zuzügler eigentlich her? Und wo gehen diejenigen hin, die Stadt wieder verlassen? Die Suche nach Antworten und Trends führt in die Schwanthalerstraße 68. Dort sitzt das Statistische Amt der Stadt, dort liegen die Antworten versteckt in unzähligen Datensätzen, in Milliarden von Datenzeilen. Drei Millionen davon hat die Süddeutsche Zeitung für den Zeitraum von 2000 bis 2016 ausgewertet.
Die Tendenz für die vergangenen 17 Jahre ist eindeutig. Die meisten Zuzügler kommen aus dem Münchner Umland - vor allem aus den Landkreisen München, Fürstenfeldbruck und Starnberg. Den geringsten Zuzug gab es aus Bad Tölz-Wolfratshausen. Weitet man den Blick und betrachtet Deutschland, führt Augsburg das Ranking der Herkunftsstädte an, dicht gefolgt von Hamburg und Rosenheim. Weltweit sind Polen, Rumänien und Italien die Länder, aus denen die meisten Menschen nach München kommen. In der neuen Heimatstadt angekommen, zieht es besonders viele in die Innenstadtbezirke. Beliebt sind vor allem die Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt und die Maxvorstadt.
Wer der Stadt den Rücken kehrt, lässt sich meist in den angrenzenden Landkreisen nieder. Das beliebteste Ziel in Deutschland außerhalb der Region ist für den Münchner Berlin, und wenn es nicht an die Spree geht, dann stehen Rosenheim oder Augsburg hoch im Kurs. Weltweit betrachtet zogen in den vergangenen 17 Jahren die meisten Menschen nach Polen, in die USA und nach Österreich.

 

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Unbekannte randalieren in Grundschule und legen Feuer

Eisenach (dpa/th) - Unbekannte haben in einer Grundschule in Eisenach randaliert und mehrere Brände gelegt. Sie hatten sich in der Nacht zum Sonntag gewaltsam Zutritt in die Jakobsschule verschafft und dort Schulinventar, Unterrichtsmaterial, Türen und Fenster beschädigt. Laut Polizei wurde jedoch nach bisherigen Erkenntnissen nichts gestohlen. Bevor sie flüchteten legten die Täter in der Schule Feuer. Die Feuerwehr war zum Löschen des Brandes mit drei Fahrzeugen im Einsatz.
Es sei jedoch nur geringer Sachschaden entstanden, hieß es. Der Gesamtschaden konnte noch nicht beziffert werden. In einer ersten Meldung war von einigen Tausend Euro die Rede.

 

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1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach live im TV, Online-Stream und Ticker schauen

Der abgeschlagene Tabellenletzte vom FC braucht schon vor der Partie 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag (15.30 Uhr / live im SPORTBUZZER -Ticker) die „größte Aufholjagd aller Zeiten“ ( Fußball BILD).
Hier lesen: Köln setzt auf Fußball-Wunder – Terodde: Werden nichts verschenken
Mit nur sechs Zählern brauchen die Kölner ein Wunder, wie man es wohl nur in der Bibel findet. Kirchlichen Beistand haben die Geißböcke auf jeden Fall. Rainer Kardinal Woelki (61) glaubt auf jeden Fall noch an den FC: „Ich bin ein Mensch voller Hoffnung. Wunder passieren schließlich jeden Tag.“ Der Kirchenwürdenträger weiter: „Man darf für alles beten, ein Stoßgebet für den 1. FC Köln ist erlaubt.“ Auch Stürmerlegende Claudio Pizarro, gegen die Gladbacher Borussia wohl nur auf der Tribüne, hat Platz 16 längst nicht aufgegeben. „Wenn mir eine Fee 5.000 Euro gäbe, würde ich alles auf den FC und die Relegation setzen“, erklärte der 39-jährige Sturmveteran in einem Kicker-Interview am Donnerstag. Dass das Team von Trainer Stefan Ruthenbeck (45) bei einem erneuten Tiefschlag zusammenbricht, glaubt Pizarro hingegen nicht. „Wir sind uns bewusst, dass die Situation auch über dieses Spiel hinaus für uns schwierig ist und wir alles geben müssen, um da herauszufinden. Ein Sieg im Derby wäre der erste Schritt.“ Laut einer aktuellen Umfrage des Kicker-Sportmagazins schließt allerdings die Mehrheit der teilnehmenden Fußballfans ein FC-Wunder aus. 89,2 Prozent von mehr als 140.000 Abstimmenden sehen den 1. FC Köln vor dem HSV (53,5 Prozent) als direkten Absteiger. Auch Gladbach-Legende Peter Wynhoff (49) ist sicher: „Nächstes Jahr wird es das Derby leider nicht geben, da müsste schon ein Wunder geschehen. Schade für die Fans.“
Die Bilanz spricht ebenfalls klar gegen den Startschuss für eine Kölner Aufholjagd in historischem Ausmaß. Von bisher 87 Duellen in der Fußball-Bundesliga gewannen die Mönchengladbacher 48. Köln konnte nur 23 Derbys für sich entscheiden und verlor auch das Hinspiel mit 0:1. Aber: Die Gladbacher haben ihre Probleme mit den Tabellenletzten. Sie waren nur in einem der letzten Auswärtsspiele bei einem Tabellenschlusslicht erfolgreich, 2011/2012 beim Hamburger SV. „Das Spiel wird heiß umkämpft und die werden uns keinen Millimeter schenken“, sagte Christoph Kramer am Samstag in BILD. Der Weltmeister: „Ob Köln sechs Punkte hat oder sich noch retten kann, ist mir ehrlich gesagt komplett egal!“
Hier lesen: Wirbel um Oxford: Schlägt RB Leipzig zu? West Ham beendet Gladbach-Leihe
Bei den Kölnern meldet sich Nationalspieler Jonas Hector nach langer Verletzungspause zurück. Gladbach-Coach Dieter Hecking muss auf Fabian Johnson (Rückenprobleme) und Raul Bobadilla (Schambeinentzündung) verzichten.
Wie sehe ich das Spiel 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach im TV?
Der Pay-TV-Sender Sky überträgt das Bundesliga-Spiel 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag ab 15.15 Uhr live und exklusiv auf Sky Bundesliga 1 und HD. Reporter in Köln: Martin Groß.
Wird 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach im Free-TV übertragen?
Nein, Sky hält die Exklusivrechte. Eine Zusammenfassung des Spiels 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach ist am Sonntag ab 21.45 Uhr in den Regionalprogrammen der ARD zu sehen. 8.30 Uhr in der ARD-Sportschau und später im Aktuellen Sport-Studio des ZDF zu sehen. Auch die Tagesthemen der ARD zeigen Ausschnitte aus verschiedenen Bundesliga-Spielen des Tages.
Gibt es einen Livestream?
Ja. Wer als Sky-Kunde keinen Fernseher zur Verfügung hat, kann das Spiel über Sky Go im Livestream ansehen. Das geht über PC, Smartphone und Tablet. Sky hat eine App entwickeln lassen, die man im iTunes- und Google-Play-Store kostenfrei herunterladen kann.
Gibt es auch einen kostenlosen Live-Stream?
Das Internet bietet natürlich Alternativen, wenn Du nicht für den Livestream für das Bundesliga-Spiel 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach bezahlen möchtest. Allerdings musst Du Dich auf eine schlechtere Bild- und Tonqualität, ausländische Kommentatoren und nervige Pop-ups einstellen. Außerdem bewegt man sich in einer rechtlichen Grauzone, weil die Legalität solcher Streams umstritten ist.
Wie verfolge ich das Spiel im Liveticker?
Der SPORTBUZZER bietet einen Liveticker zum Spiel 1. FC Köln gegen Borussia Mönchengladbach an. Alle Tore, Karten, Highlights und Aktionen gibt es hier ab 15.15 Uhr.
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Berlin: Sorge vor mehr Flüchtlingen durch neue EU-Regeln

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung befürchtet, dass Deutschland durch neue Asylbestimmungen der Europäischen Union (EU) deutlich mehr Flüchtlinge aufgebürdet werden könnten.
Es gehe um Änderungen, die das Europaparlament an Gesetzesinitiativen der Kommission zur Reform der Dublin-Regeln vornehmen wolle, schreibt "Der Spiegel". Demnach solle nicht mehr automatisch das Land, in dem ein Flüchtling die EU erreiche, für dessen Asylverfahren zuständig sein, sondern unter Umständen das Land, in dem bereits Angehörige des Bewerbers leben.
Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag, diese Überlegungen "machen uns von der Grundausrichtung her Sorgen". Hauptaugenmerk sei nun, diese Dinge im Europäischen Rat der Staats- und Regierungschefs zu verhandeln.
Nach den Vorstellungen des Europaparlaments "müsste Deutschland erheblich mehr Asylsuchende aufnehmen", heißt es dem "Spiegel" zufolge in einem Vermerk des Innenministeriums. Obergrenzen würden "zunichte gemacht". Besondere Sorge bereitet den Fachleuten laut dem Magazin, dass nach den Parlamentsvorschlägen "faktisch die bloße Behauptung einer Familienverbindung ausreichen" soll: "Im Ergebnis würde ein Mitgliedstaat, in dem sich bereits zahlreiche "Ankerpersonen" befinden, für weitreichende Familienverbände zuständig."
Innenstaatssekretär Ole Schröder (CDU) sagte dem "Spiegel": "Wenn jeder der über 1,4 Millionen Menschen, die seit 2015 in Deutschland Asyl beantragt haben, zur Ankerperson für neu in der EU ankommende Schutzsuchende wird, reden wir über ganz andere Größenordnungen als bei der Familienzusammenführung."
Dem Bericht zufolge haben Europapolitiker von Union und SPD den Vorschlägen zugestimmt. Die Bedeutung für Deutschland könne "nicht hoch genug" eingeschätzt werden, mahnten laut "Spiegel" die Unions-Bundespolitiker Stephan Mayer (CSU) und Stephan Harbarth (CDU) ihren Parteifreund Manfred Weber (CSU), den Fraktionschef der Europäischen Volkspartei im EU-Parlament. In einem Brief an Weber schrieben sie demnach: "Die Verhandlungen zum Gemeinsamen Europäischen Asylsystem dürfen auf keinen Fall dazu führen, dass die ohnehin schon asymmetrische Lastenteilung weiter verschärft wird."

 

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Autobiografie von Rafik Schami: Endlich frei

Als Rafik Schami am 19. März 1971 mit einem Flugzeug in Frankfurt am Main landete, flüsterte er vor sich hin: „Ana hurr“ – „Ich bin frei“. Seitdem feiert er diesen Tag als zweiten Geburtstag, einen Tag, an dem er überdies begann, festes Mitglied der deutschen Literatur zu werden. Sein neues Buch heißt „Ich wollte nur Geschichten erzählen. Mosaik der Fremde“, und darin erzählt er von seinem Leben als Exilschriftsteller, der Syrien verlassen musste, weil die Zensur ihn am Schreiben hinderte.
Das Leben ähnele „eher einem Mosaikgemälde. Je näher man kommt, umso sichtbarer werden die Bruchlinien, umso charaktervoller die einzelnen Steine“, schreibt Schami. Weshalb sein Buch auch keine durchgehende Biografie geworden ist, sondern ein Band mit Geschichten. Bei seiner Ankunft in Frankfurt hatte er einen „Schatz aus Papier“, dabei, darunter „zwei fast fertige Romane:,Eine Hand voller Sterne‘ und,Erzähler der Nacht‘, sowie der Entwurf des Romans,Die dunkle Seite der Liebe‘, der mich 33 Jahre begleiten sollte, bevor er 2004 erschien“.
Ein Grundübel arabischer Gesellschaften ist für Schami die Sippe. Sie herrsche wie im 7. Jahrhundert und ähnele einer Pyramide, deren Spitze mehr Anstrengungen von der Basis verlange, um Milch und Honig fließen zu lassen. Wer dies kritisiert, wird zum Staatsfeind, da er durch Pro und Kontra die Basis und damit die Stabilität der Pyramide gefährde. Bricht die Basis auseinander, flacht die Spitze ab. „Davor haben die Spitzenvorsteher mehr Angst als davor, einen Krieg zu führen oder Teile des Landes zu verlieren. Daher bekämpfen die arabischen Diktatoren die Oppositionellen in ihrem Land mehr als den,Erzfeind‘ Israel. In Syrien richten sich 15 Geheimdienste gegen das Volk und eine einzige, unfähige Abteilung gegen Israel. Da erkennt man ganz einfach, wo der Feind der Sippe ist.“
Seit über 40 Jahren wird Syrien vom Assad-Clan beherrscht. In seiner ersten Zeit in Deutschland erschütterte Schami die Ahnungslosigkeit und Unkenntnis der Intellektuellen in Deutschland, die Ignoranz der moskautreuen Linken, die es sich mit dem damals sozialistischen Assad-Regime nicht verderben wollte.
Getroffen hat ihn auch die Ignoranz arabischer Verlage. Niemand wollte seine Texte nach seiner Ankunft in Deutschland drucken. Von der eigenen Sprache abgekoppelt zu sein kam einer zweiten Exilierung gleich. Also musste Schami Deutsch lernen. Zum besseren Verständnis der deutschen Sprache und ihrer Feinheiten schrieb er die „Buddenbrooks“ von Hand ab. Die Exilliteratur sei „Entwicklungshelferin sowohl für das Ursprungs- als auch das Exilland“.
Die neue Freiheit bereitet auch Probleme. Zurückgebliebene Autoren fühlten ihre Unterwerfung, die moralische Deformierung noch intensiver. Rafik Schami verschafft mit seinem Buch Einblicke in den deutschen Literaturbetrieb und erzählt von den Mühen, als Exilautor Fuß zu fassen und sich gegen falsche Freunde und Widersacher zu wehren. Seine Bücher erscheinen übrigens nun auch auf Arabisch, in einem libanesischen Verlag. Es besteht also Hoffnung.
Rafik Schami: Ich wollte nur Geschichten erzählen. Mosaik der Fremde. Koedition von Hirnkost, Berlin 2017, Verlag Hans Schiler, Berlin/Tübingen 2017.172 Seiten, 18 €.

 

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Golf: Wiesberger gewinnt mit Europa den Eurasia Cup

Die Golf-Auswahl Europas hat auch die dritte Auflage des Eurasia Cups für sich entschieden. Der Burgenländer Bernd Wiesberger steuerte zum 14:10-Erfolg im Kontinentvergleich mit Asien in Kuala Lumpur am Sonntag einen Punkt bei. Der 32-Jährige setzte sich im Lochwettspiel-Format gegen den 18-jährigen Thailänder Phachara Khongwatmai durch, er stand schon vor der letzten Spielbahn als Sieger fest.
Das Europa-Team von Kapitän Thomas Björn drehte mit acht Siegen in den zwölf Einzelpartien des Schlusstages das Ergebnis noch zu einem klaren Erfolg. "Großartig, ein Teil dieses Teams zu sein. Beeindruckend, wie jeder zurückgekämpft hat, um den Cup zu holen", schrieb Wiesberger auf Twitter. Wiesberger hofft darauf, vom Dänen Björn auch für den prestigeträchtigen Ryder Cup gegen Amerikas Elite Ende September in Paris nominiert zu werden.
Nach Kuala Lumpur kehrt Wiesberger schon am 1. Februar zurück. Er spielt dort auf einem anderen Platz das Maybank Championship, bei dem er im Vorjahr Dritter und zuvor zweimal Zweiter gewesen war. Der Saisonauftakt des Oberwarters auf der Europa-Tour erfolgt ab kommendem Donnerstag in Abu Dhabi.
(APA)

 

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Historie des Automobils: Autos in den USA - nicht immer die große Liebe

Burger, Bankgeschäft, Bibel-Lesung - in den USA gibt es fast nichts, was sich nicht vom Auto aus erledigen ließe. Die Messe in Detroit feiert gerade wieder Pick-ups und SUVs. Dabei waren die Amerikaner bei der Einführung des Autos skeptisch.
Ob Washington, Los Angeles oder Detroit - durch alle Großstädte der USA führen breite Straßen, mehrspurige Brücken, Beltways und Highways.
Das war natürlich nicht immer so, sagt der Historiker Peter Norton. Bei einem Vortrag in Chicago zeigt Norton Zeitungsausschnitte vom Beginn des 20. Jahrhunderts, die öffentliche Meinung der Zeit widerspiegeln: "Die meisten Menschen stimmten überein, die Straßen sind für Kinder zum Spielen", schreibt die "Chicago Tribune" 1912.
1925 wollte die Stadt Cincinnati Autofahrern grundsätzlich verbieten, schneller als 40 Kilometer pro Stunde zu fahren. Aber die Auto-Industrie mobilisierte - das Gesetz wurde abgelehnt. Fußgänger wurden zunehmend als Fortschrittsverweigerer dargestellt. Die Verkehrserziehung in vielen Schulen stattete der US-Automobilclub AAA aus.
Dem Auto gehörte die neue Zeit. Städte rissen Straßenbahngleise raus und verbrannten Wagons. Ganze Stadtviertel mussten Straßen und Parkplätzen weichen, erzählt Norton. Es wurde bequem, alles mit dem Auto zu erledigen. Die Weite des Landes wurde für jeden Einzelnen erfahrbar. Damit wuchs "die Liebe der Amerikaner zum Automobil".
Dieser Ausspruch geht auf eine Fernsehsendung von 1961 mit Groucho Marx zurück, in der er sagt: "Ohne Pferde, hätte das Auto nicht gehabt, was es ersetzen kann. Und die Liebesbeziehung zwischen einem Mann und seinen Auto wäre nie möglich." Damit begann der Spruch.
"Die meisten Menschen heute halten das für eine Volksweisheit", sagt der Historiker Norton. Dabei würden sie das geniale Marketing nicht erkennen: "Denn wenn es eine Liebesbeziehung ist, dann musst du das nicht rechtfertigen. Liebe macht blind, Liebe überwindet Hindernisse."
Und so setzte sich das Auto durch und gewann in US-Städten die Hoheit. Die Innenstädte gingen kaputt. Die Bewohner zogen in Suburbs, von wo aus sie die Stadt mit dem Auto erreichen. Deshalb sei Dowtown Detroit heute eigentlich keine Stadt, so Norton, sondern ein einziger Parkplatz. "Nur so passen alle Autos in die Stadt, die von den vielen Autobahnen kommen."
Dabei versuchen US-Städte umzudenken: In Denver und Minneapolis sind neue Straßenbahnlinien entstanden. In Detroit hat die Autoindustrie nach dem Crash vor zehn Jahren viele Arbeitsplätze verloren. Davon profitieren die Zweiräder: Mit Detroit Bikes gibt es wieder einen Fahrradhersteller vor Ort und die Stadt plant, Fußwege zu Boulevards zu erweitern.
Aber die Autoindustrie hat ein neues Versprechen: autonom fahrende Wagen und künstliche Intelligenz im Verkehr. Die Technik soll helfen, Verkehrsopfer zu vermeiden. Doch sie löse den grundsätzlichen Verteilungskampf zwischen Fußgängern, Radfahrern, öffentlichem Nahverkehr und privaten Autos in der Stadt nicht, so Norton. "Sie wollen das Modell des individuellen Verkehrs beibehalten", sagt der Historiker. Autofahren werde dabei mit dem Smartphone gleichgesetzt, das man nicht teilen wolle. Das Autofahren zur "sexy-dynamischen Erfahrung" stilisiert.
Das ist die Ausgangslage für die Auto-Show in Detroit, bei der Chevrolet einen neuen Pick-up präsentiert, Mercedes einen Geländewagen und VW den neuen Jetta für den US Markt. Konzepte für moderne Mobilität verspricht die Ausstellung an Ständen von Start-ups, Städten und Universitäten.

 

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Die Poesie der Steine

Die Grabmäler auf dem Nürnberger Johannisfriedhof erzählen viel über das reichsstädtische Bewusstsein der Stadt. Nun zählt die Epitaphienkultur zum immateriellen Kulturerbe. Dennoch droht der Verfall.
Wenn Thomas Haydn als Chansonnier auftritt, dann bedient er das Publikum gerne mit einem Detail aus seinem Lebenslauf. Aufgewachsen ist er in einem Ort in Niederösterreich, pittoresk aber überschaubar. Aus dieser wohligen Schönheit hat es ihn dann bald weggezogen, "raus in die weite Welt", das war sein Ziel, sagt Haydn. Angekommen ist er in Fürth.
Das muss man nicht sofort verstehen, aber wer Haydn in seiner Werkstatt mit Blick auf den Johannisfriedhof in Nürnberg besucht, bekommt eine erste Ahnung davon, dass man von dem 50-Jährigen kaum die Geschichte einer gebrochenen Biografie erwarten darf. Einen wie Haydn - Chansonnier und Epitaphienkünstler - könnte man in sich am ehesten in Prag vorstellen. Oder eben, schon der Sprache und des Namens wegen, in Wien. Beides aber kommt für ihn nicht in Frage. "So eine Epitaphien-Kultur wie da draußen", sagt Haydn und nickt in Richtung Fenster, "das haben Sie doch sonst nirgendwo."
In seinem Metier fühlt sich Haydn also längst angekommen in der großen Welt - und versucht diese Botschaft seit 17 Jahren unters Volk zu bringen. Verstanden fühlte er sich selten, bis Nürnbergs Epitaphienkultur nun in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen worden ist. Dieses jahrelange Kämpfen für eine angemessene Würdigung eines Kulturschatzes habe ihn mitunter fast kirre gemacht, sagt Haydn.
Und dann bricht es regelrecht aus ihm heraus: "Das ist doch der Wahnsinn. So was gibt's nirgendwo auf der Welt. Diese Stadt war kunsthistorisch mal wichtiger als Florenz. Die war längst eine Metropole, nicht nur auf der städtischen Visitenkarte. Und wo kann man das sehen? Da draußen könnte man es sehen. Man muss nur hingehen und den Ort angemessen erhalten." Danach holt er erst mal Luft.
Haydn ist überzeugter Österreicher, dieses Laissez-faire in seinem Heimatland, und die Art, auf kulturelle Überlieferung stolz zu sein, das hält er grundsätzlich für vorbildlich. Natürlich, das könne einem auch auf die Nerven gehen. "Seit Jahrhunderten der immer gleiche Wiener Schmäh. Trotzdem: Sie machen was draus, sie machen was draus." Und in Nürnberg?
Haydn führt jetzt hinaus, auf den Johannisfriedhof. Aber nicht zum Grab Dürers und nicht zu dem von Theo Schöller. Nicht zu Harsdörffer, dem Barockdichter, und nicht zum Großindustriellen Theodor von Cramer-Klett. Auch nicht zum Humanisten Pirckheimer, zum Maler Anselm Feuerbach nicht und nicht zu Ludwig Feuerbach, dem Philosophen. Haydn leitet direkt zum Grabmal von Wenzeslaus Linck, einem Theologen der Lutherzeit. Ein breiter Riss in der Inschrift zieht sich quer durch dessen Namen hin zum Wort "Tumulus", lateinisch für Grabmal. "So was", sagt Haydn, "werd' ich nie verstehen können. Das muss doch jemandem was wert sein. Wenigstens der evangelischen Kirche."
Es gibt Augenblicke in Geschichten, die würde man in Drehbüchern albern finden. Thomas Haydn hat bis zu dem Moment etwa eine Stunde über die Geschichte und Bedeutung dieses Friedhofs referiert. Und er hat zart seine Enttäuschung darüber angedeutet, dass er sich nun zwar 17 Jahre lang den Mund fusselig geredet habe über den drohenden Verfall eines nicht zu überschätzenden Kulturerbes; dass aber auch eine Woche, nachdem nun alle wissen könnten von der Einzigartigkeit der Epitaphienkultur, sich trotzdem kein wirklich hochrangiger Vertreter von Stadt oder Kirche gemeldet und ihm zu seiner Hartnäckigkeit gratuliert hat.
Das alles hat Haydn mit anschwellender Wucht erläutert, als er von des Doktoris Vinceslai Linck Theologi ramponierter Inschrift aufschaut und in etwa hundert Meter Entfernung je einen Vertreter von Stadt und Kirche entdeckt.

 

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Helene Fischer Sturz: Hinter den Kulissen der Silbereisen-Show *** BILDplus Inhalt ***

Am Samstag kürte Florian Silbereisen (36) die Schlagerchampions in seiner ARD-Show „Das große Fest der Besten“. Millionen Zuschauer sahen im TV den spektakulären Auftritt von Helene Fischer (33), den gut gelaunten Roland Kaiser (65) und die Publikumslieblinge von der Band Santiano.
Doch was passierte eigentlich hinter den Kulissen der Schlager-Show?
BILD war vor Ort und hat ganz genau hingeschaut – was zu Helenes Sturz führte, mit wem sie auf der After-Show feierte, wer auf dem Tisch tanzte – und wer kurz vor seinem Auftritt noch ein Nickerchen einlegte…
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stern-Kochschule: Das Geheimnis eines perfekten Rühreis

Rührei Zutaten für 4 Personen: 8 Eier 500 g Champignons 50 g Butter 1 TL Balsamicoessig 1 TL Thymian 1 TL Petersilie 1 Prise Salz 1 Prise Pfeffer
1.) Champignons putzen und den Strunk entfernen. Größere Pilze vierteln, die restlichen halbieren. Anschließend alles ohne Fett in einer Pfanne rösten. 2.) Nach einigen Minuten Champignons salzen. Sobald sich Wasserblasen am Boden der Pfanne bilden, Pfanne von der Herdplatte nehmen und 30g Butter auf den Pilzen zerlassen. 3.) Abschließend pfeffern und mit Thymian bestreuen sowie mit Balsamicoessig beträufeln. 4.) 20 g Butter in eine beschichtete mäßig-heiße Pfanne geben. Rührei langsam stocken lassen, in der Zwischenzeit Teller im Ofen vorwärmen. Nach einigen Minuten Petersilie und Pfeffer hinzugeben, bei Bedarf nachsalzen. 5.) Abschließend Pilze und Rührei auf Tellern anrichten und servieren.

 

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Drei Schwerverletzte nach Kollision zweier Autos

Hamburg (dpa/lno) - Bei einem Unfall nahe der Autobahn 1 in Hamburg-Billstedt sind drei Erwachsene schwer und ein Kind leicht verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen wollte ein 26-Jähriger am Samstagabend mit seinem Auto auf die Autobahn fahren und übersah an ein entgegenkommendes Fahrzeug, wie die Polizei am Sonntag mitteilte.
Die beiden Autos kollidierten. Dabei blieben der 26-Jährige und seine beiden Mitfahrer im Alter von 20 und 24 Jahren unverletzt. Der 52-jährige Fahrer des entgegenkommenden Autos, seine 39-jährige Beifahrerin sowie ein 79 Jahre alter Mitfahrer verletzten sich hingegen schwer. In dem entgegenkommendem Auto saß außerdem ein 6-jähriges Mädchen, das an Ellbogen und Brust verletzt wurde. Alle vier Menschen aus dem Auto wurden in ein Krankenhaus gebracht. Die Auffahrt zur Autobahn 1 in Höhe der Anschlussstelle Hamburg-Öjendorf wurde für etwa zwei Stunden gesperrt.

 

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FDP-Chef Christian Lindner: "Bin gespannt, wie Herr Schulz das der SPD verkauft"

Herr Lindner, Union und SPD haben sich auf Grundzüge einer Koalition geeinigt. Neuwahlen sind unwahrscheinlicher geworden. Haben Sie sich im November verkalkuliert?
Unsere Entscheidung basierte nicht auf Taktik, sondern auf Überzeugung. Wir wollen das Land erneuern und den Menschen etwas zutrauen. Vor allen die Grünen als linke Partei wollen die Gesellschaft lenken und Menschen erziehen. Gerade haben die Grünen die Sondierungsergebnisse als unmenschlich bezeichnet, weil es mehr Rationalität in der Flüchtlings- und Klimapolitik gibt. Das zeigt, dass bei denen noch viel Blauäugigkeit im Spiel ist. Die Sondierungspapiere von Union und SPD enthalten weniger innere Zerrissenheit als Jamaika. Sie sind besser als befürchtet, aber zur Gestaltung der Zukunft dennoch zu wenig.
Sie haben Ihren Ausstieg aus Jamaika damit begründet, dass Sie einem „Weiter so“ nicht die Hand reichen wollen. Geht es nun weiter so? Ja. Der Plan von Union und SPD ist die Verlängerung des Status quo. Auch die Methoden bleiben dieselben. Beispielsweise gibt es wie 2013 ein großes Rentenpaket. Es geht voll zulasten der Generation der unter 50-Jährigen. Nötig wäre die Bekämpfung individueller Altersarmut, ein flexibler Renteneintritt und die Verbesserung der persönlichen Vorsorge, damit die Rente auch fair für die Enkelgeneration ist. Stattdessen wird versucht, Menschen im Hier und Jetzt mit Geld zu besänftigen, statt es zu nutzen, um Zukunft zu gestalten.
Ist das die „Methode Merkel“, von der Sie zuletzt gesprochen haben? Man sieht jedenfalls, wie Frau Merkel Regierungen zusammenbaut. Konflikte und Widersprüche werden mit Geld zugeschüttet. Das macht den Staat groß, ineffizient und teuer. Diese Methode ist nicht auf Dauer angelegt. In Frankreich kann man gerade sehen, wie es anders geht. Präsident Macron macht eine Erneuerungspolitik. Er ist bereit, Reformen gegen Widerstände durchzusetzen. Diesen Mut hatte bei uns zuletzt Gerhard Schröder. Seither scheut die deutsche Politik grundlegende Veränderungen. Etwa im Bildungssystem. Jeder weiß doch, dass die Konkurrenz zwischen 16 Ländern mehr Reibungsverluste als Qualität produziert. Der Bildungsföderalismus ist eine Lebenslüge der deutschen Politik, die wir überwinden sollten.
Sie wollen eine ganze Bildungsreform, die Sondierer haben erst mal den Weg für Investitionen des Bundes in Schulen freigemacht. Was ist daran auszusetzen? Diesen Fortschritt kann man in Millimetern messen, es ist nur ein Schrittchen in die richtige Richtung. Bei Jamaika war aber noch nicht einmal der mit der CSU und dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) möglich. Was das Land braucht, das ist eine offensive Mitfinanzierung von Bildungsaufgaben durch den Bund und ein Konzept, mit dem die Qualität der Bildung insgesamt erhöht wird und die Leistungen bundesweit vergleichbar werden. Das Tempo der Veränderungen in Deutschland passt nicht mehr zum Tempo des Wandels in der Welt.
Union und SPD wollen den Familiennachzug bei subsidiär geschützten Flüchtlingen auf 1000 Personen pro Monat begrenzen. Können Sie einer solchen Lösung im Bundestag zustimmen? Elemente der Regelung entsprechen in etwa unseren Vorschlägen. Aber wir müssen das im Detail beraten, unser Ansatz ist differenzierter. Die FDP will den Familiennachzug auch aussetzen, allerdings sprechen wir uns für eine humane Lösung von Härtefällen aus. In unserem Gesetzentwurf haben wir zudem vorgesehen, dass Flüchtlinge ihre Familien nachholen können, wenn sie durch Arbeit selbst ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Insofern ist unser Vorschlag individueller am Schicksal der Menschen orientiert.
Auch eine schrittweise Abschaffung des Solidaritätszuschlags haben die Sondierer beschlossen. 90 Prozent aller Zahler des Zuschlags sollen voll entlastet werden. Entspricht das nicht Ihren Forderungen? Nein, diese Zahlen kommen aus dem Repertoire der Taschenspielertricks. Den Menschen ist versprochen worden, dass der Soli im Jahr 2019 komplett ausläuft. Finanziell wäre das angesichts des enormen Haushaltsüberschusses darstellbar. Eine Entlastung von zehn Milliarden Euro ist ein schlechter Witz. Denn das sind nicht einmal 50 Prozent des jährlichen Aufkommens von schätzungsweise 22 Milliarden Euro im Jahr 2021. Die Steuerreformen in den USA und in Frankreich werden uns unter Druck setzen. Neben besseren Abschreibungsregeln für Investitionen sollten wir als Reaktion komplett auf den Soli für Bürger und Betriebe verzichten. Wir können uns nicht leisten, bald die höchsten Belastungen der Welt zu haben.
Die Parteien sind zu höheren Beiträgen Deutschlands zum EU-Haushalt bereit. Haben Sie Sorge, dass das am Ende zu einer Zustimmung Deutschlands zum Euro- Zonen-Budget führt, das sich Frankreichs Präsident Marcon wünscht? Ja, die Relativierung der finanzpolitischen Eigenverantwortung in Europa schimmert durch. Deshalb hat Macron die Sondierungsergebnisse begrüßt. Ich bin für ein starkes Europa und den Schulterschluss mit Frankreich. Dafür müssen wir aber eigene Positionen und Interessen markieren. Neue Geldtöpfe und leichtere Kredite für die Politik würde nur den Berlusconis helfen, Modernisierungen zu verschleppen. Statt Regeln der Stabilität für alle aufzuweichen schlage ich vor, dass es neue Investitionsfonds für privatwirtschaftliche Vorhaben gibt – etwa in wachstumsstarken Feldern wie Elektromobilität, künstliche Intelligenz und Biotechnologie.
Sind Sie irritiert darüber, dass die Union jetzt so schnell dabei war, das Klimaziel 2020 einzustampfen? In den Sondierungen zu Jamaika hatte sich die CDU da ja noch auf die Grünen zubewegt. Das ist eine bemerkenswerte Volte. Ein Indiz für die Bereitschaft, Grundpositionen mal eben um 180 Grad zu ändern. Während der Jamaika-Verhandlungen wollte Frau Merkel selbst noch 40 Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einsparen. Wir haben vor den physikalischen und ökonomischen Folgen gewarnt. Dafür wurde die FDP öffentlich in die Nähe von Donald Trump gerückt. Jetzt plötzlich gibt es einen neuen Klimarealismus der CDU. Der echte Durchbruch ist es aber noch nicht. Dafür müssten wir von Subventionen und Verboten hin zu einem echten marktwirtschaftlichen System wechseln, das CO2 europaweit und in allen Bereichen mit einem Preis ausstattet. Im Gegenzug müsste man Belastungen wie die Stromsteuer zurücknehmen und endgültig Abschied nehmen von Jürgen Trittins falsch konzipierter Energiepolitik.
Frau Merkel hatte im Wahlkampf noch versprochen, die Regierung werde Wege finden, das Klimaziel bis 2020 einzuhalten. Trotzdem verzichten Sie darauf, ihr Täuschung vorzuwerfen. Ich werde niemandem vorwerfen, wenn er klüger und realistischer wird. Den Umgang mit Wahlaussagen und die Wendigkeit bei Grundpositionen können die Menschen auch ohne Kommentar von mir einordnen.
Schule, Familiennachzug, Soli – insgesamt ziemlich viel FDP in diesem Sondierungspapier, oder? Im Vergleich zu Jamaika weniger grün, ja. Genug FDP nicht.
Hadern Sie mit Ihrer Entscheidung von November? Wieso sollten wir? Ganz im Gegenteil war es eine Investition in unsere Glaubwürdigkeit. Jeder kennt jetzt unsere Entschlossenheit. Beides wird uns helfen, wenn es in der Zukunft um die Beteiligung an einem wirklichen Erneuerungsprojekt geht.
Kompromisse zu finden ist zwischen Parteien mit unterschiedlichen politischen Zielen immer schwer. Was haben Merkel, Schulz und Seehofer richtig gemacht, was bei den wochenlangen Jamaika-Verhandlungen schiefgelaufen ist? Die Groko hat im Vergleich zu Jamaika in kleineren Gruppen und wesentlich konzentrierter gearbeitet. Allerdings muss man sagen, dass die Widersprüche zwischen Union und SPD wesentlich kleiner sind als zwischen CSU, Grünen und FDP. Wir hatten daher ja immer nur von einer Chance fifty-fifty gesprochen. Das ist eine positive Botschaft. Das heißt, dass es sehr wohl einen Unterschied macht, wen man wählt, und dass die demokratischen Parteien sich sehr wohl unterscheiden.
Was würden Sie heute anders machen? Einem solchen Verfahren wie bei den Jamaika-Sondierungen würden wir nicht mehr zustimmen – was die Größe der Delegation anbelangt, aber auch die Dauer. Viel schneller müssten die Punkte auf den Tisch: Was geht, was geht nicht? Um nicht falsche Erwartungen zu wecken. Heute weiß ich, dass die anfängliche Kritik an der FDP aus der Wirtschaft sich überhaupt nicht darauf bezog, dass wir ausgestiegen sind, sondern dass es so lange gedauert hat.
Können Sie der SPD das Bündnis mit der Union empfehlen? Die SPD braucht keinen Ratschlag von mir. Ich bin aber trotzdem gespannt, wie Herr Schulz das seiner Partei verkauft. Es ist insgesamt ein Papier mit einem sozialdemokratischen Duktus. Aber die großen Trophäen für die SPD fehlen dieses Mal.
Und wenn die SPD-Mitglieder Nein sagen? Davon gehe ich nicht aus. Falls wider Erwarten doch, sollte es Neuwahlen geben. Schließlich hätte sich die politische Landschaft dann seit der Bundestagswahl so grundlegend verändert, dass die Bürgerinnen und Bürger das neu beurteilen müssten.
Frau Merkel ist noch immer CDU-Chefin. Würden Sie im Fall von Neuwahlen eine Koalition mit der Union unter ihrer Führung ausschließen? Frau Merkel hat verständlicherweise das Interesse, ihre bisherige Politik fortzusetzen. Das erschwert ein Erneuerungsprojekt. Wir sind aber bereit zur Übernahme von Verantwortung, wenn es die personelle und politische Konstellation erlaubt. Bei den Grünen ändert sich derzeit etwas in der Spitze, es würden im Fall von Neuwahlen ja auch neue Programme aufgestellt. Was daraus würde, weiß man nicht.
Jetzt sieht es allerdings so aus, als ob tatsächlich ein Bündnis aus Union und SPD kommt. Für die FDP wäre es am besten, wenn das eine schlechte Groko wird, oder? Nein. Wenn die Regierung gut ist, muss die Opposition sich eben mehr einfallen lassen. Für das Land wäre das gut. Ich wünsche Deutschland also eine kreative und gute Regierung.
Den größten Beifall für den Abbruch der Jamaika-Sondierungen bekamen Sie von den AfD-Wählern. Den Wählern einer Partei, die Sie in der Vergangenheit stark verurteilt haben. Sind alle AfD-Wähler für Sie völkische Nationalisten? Nein. Ein Drittel der AfD-Wähler sind kulturpessimistische Menschen, die völkische Ideen teilen. Ein Drittel sind Protestwähler, die wie Flugsand bei jeder Wahl zwischen den Parteien hin und her geweht werden. Ein Drittel sind aber verärgerte Wähler der bürgerlichen Mitte, denen Union, SPD und FDP ein Angebot zur Rückkehr machen müssen.
Was ist denn Ihr Rezept, um diese Wähler zurückzuholen? Ich rate von der grünlichen moralischen Überheblichkeit ab. Man macht die AfD nicht mit Moralisieren oder Ausgrenzen klein, sondern indem die Probleme gelöst werden, die diese Partei großgemacht haben. Und das waren keine sozialpolitischen Probleme, sondern die Flüchtlings- und Integrationspolitik von Frau Merkel.
Ihre Oppositionsarbeit in allen Ehren, aber Probleme lösen geht in der Regierung nun mal am besten. Klar ist doch: Jamaika wäre ein Wählerbeschaffungsprogramm für die AfD gewesen. Bei der Klimapolitik haben aus der Union Leute davor gewarnt, dass es dann den ersten AfD-Ministerpräsidenten im Osten hätte geben können, weil dort im Bereich Braunkohle sichere Arbeitsplätze verlorenen gegangen wären. Und zwar ohne dass es einen sinnvollen Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung geleistet hätte.
Das Interview führten Maria Fiedler und Antje Sirleschtov.

 

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Bayern-FDP will Spitzenkandidat in Urwahl bestimmen

Beilngries (dpa/lby) - Die Bayern-FDP will in einer Urwahl ihren Spitzenkandidaten für die Landtagswahl im Oktober bestimmen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Landesvorstand auf einer Klausurtagung im oberbayerischen Beilngries, wie der FDP-Landesvorsitzende Daniel Föst am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Bis Ende Januar können sich demnach Kandidaten melden, danach folgen insgesamt sieben Bezirksforen. Voraussichtlich Mitte März soll dann feststehen, wer Bayerns Liberale in die Landtagswahl am 14. Oktober führen wird.
"Wir wollen mit einer klaren Modernisierungsstrategie in den Wahlkampf ziehen", sagte Föst. Mehr Bildungsgerechtigkeit, eine moderne Infrastruktur, Bürokratieabbau und eine neue Clusterstrategie zur Stärkung des ländlichen Raums gehörten dazu. Außerdem wolle die Bayern-FDP das von den Freien Wählern angekündigte Volksbegehren zur Abschaffung der umstrittenen Straßenausbaubeiträge unterstützen. Bayerns FDP sieht in ihrem Kurs auch eine Machtperspektive: "Wir wollen in Bayern etwas bewegen", sagte Föst. "Wir sind bereit, in eine Modernisierungskoalition einzutreten."
Der designierte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte sich zuvor in einem Interview noch zurückhaltend bis ablehnend zu einer möglichen Koalition mit der FDP geäußert. "Für mich in Bayern ist klar: Wer sich in Berlin nicht traut zu regieren, braucht nicht in München um Verantwortung zu buhlen", sagte er der "Bild am Sonntag".
Laut einer jüngsten Umfrage wäre die CSU in Bayern auf einen Koalitionspartner angewiesen, da sie derzeit lediglich rund 40 Prozent erreicht. Die FDP müsste allerdings mit gegenwärtig 5 Prozent sogar um den Einzug in den Landtag zittern. Die Bayern-FDP hat nach eigenen Angaben derzeit etwa 6400 Mitglieder.

 

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Zahl der Keuchhusten-Fälle in Bayern steigt: Ministerin ruft zur Impfung auf

Der Trend gehe nach oben - auch in anderen Bundesländern, betonte die Sprecherin. Zum einen begünstigten Impflücken in der Bevölkerung die Ansteckungen. Andererseits werde Keuchhusten zunehmend besser erfasst. Eine bundesweite Meldepflicht gibt es erst seit dem Frühjahr 2013. Langzeitbeobachtungen liegen deshalb erst in einigen Jahren vor. Auch in Bayern werden Keuchhusten-Fälle vom LGL erst seit 2013 erfasst.
Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) sagte: "Keuchhusten ist hochansteckend. Nur eine Impfung bietet wirksamen Schutz - für sich und für andere Menschen." Gerade für Säuglinge sei es wichtig, dass sie nicht durch ihr Umfeld angesteckt würden. "Denn sie sind am meisten von schweren Krankheitsverläufen betroffen." Patienten leiden wochenlang unter zum Teil heftigen Hustenanfällen. Die häufigste Komplikation ist eine Lungenentzündung.
Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Keuchhusten-Impfung. Die Grundimmunisierung der Säuglinge und Kleinkinder sollte demnach unmittelbar nach Vollendung des zweiten Lebensmonats begonnen und fortgeführt werden. Mit fünf bis sechs Jahren erfolgt eine Auffrischung der Impfung, eine weitere Dosis dann zwischen neun und 17 Jahren.
Der Patient bemerkt von der Erkrankung zunächst nichts. Erst nach der Inkubationszeit von drei bis zwölf Tagen sind erste Symptome zu spüren. Die ersten Anzeichen für Keuchhusten sind dann wie bei einem normalen Infekt. Über etwa drei Wochen entwickelt sich dann ein immer stärker werdender Husten. In den nächsten drei Wochen leiden die Patienten unter oft kurzen, heftigen Hustenattacken und manchmal auch unter Luftnot. Dann klingt die Krankheit ab, die Attacken lassen nach.
Keuchhusten-Erkrankungen nehmen stark zu: Symptome, Impfung, Therapie
Impf-Pflicht: Frankreich erweitert auf elf Krankheiten

 

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BR Volleys: Georg Klein: In den Spuren der Vereinslegende

Es zählt gemeinhin zu den Vorzügen oder – wie man es nimmt – Anstrengungen des modernen Profisports, dass seine Akteure ganz gut herumkommen, dass sie mitunter Regionen und Städte sehen, von denen sie vorher vielleicht gar nicht wussten, dass es sie überhaupt gibt. Die Männer-Mannschaften der deutschen Volleyball-Bundesliga zum Beispiel sind mit Klubs aus Herrsching, Bühl, Rottenburg oder Solingen bis auf wenige Ausnahmen in der mehr oder weniger tiefen Provinz verortet.
Die Sache mit der Provinz, sagt Georg Klein, ist doch die: „Es ist dort nicht besonders viel los. Aber man kennt dich dafür.“ Klein, Mittelblocker bei den BR Volleys, hat das ländliche Umfeld seit ein paar Monaten mit der Stadt getauscht. Er ist vor dieser Saison vom Volleyball-Bundesligisten VfB Friedrichshafen zu den Volleys nach Berlin gewechselt. Es ist aber nicht so, dass man dem gebürtigen Leipziger in der Anonymität der Großstadt einen Kompass in die Hand geben müsste. „Ich bin hier angekommen“, sagt er.
An diesem Sonntag trifft er mit den Volleys in der Max-Schmeling-Halle (16 Uhr) auf einen Klub, der ebenfalls in der tiefen Provinz, am Nordrand der Eifel, beheimatet ist: Düren. Und wie in Friedrichshafen ist Georg Klein auch in Düren recht stadtbekannt. Zwischen 2011 und 2015 spielte er bei den Powervolleys Düren. „Wenn ich dort in einem Café saß, dann wurde ich erkannt und auch mal auf das letzte Spiel angesprochen“, sagt er. „In Berlin ist das natürlich anders.“
Georg Klein denkt gerne zurück an seine Zeit in der Eifel. „Was die Powervolleys mit ihren begrenzten Mitteln schaffen, ist unglaublich gut“, sagt er. „In Düren kümmern sie sich perfekt um die Spieler. Man fühlt sich dort rundum wohl.“
Dass sie in Düren vieles richtig machen, lässt sich auch in diesem Jahr an der Tabelle ablesen. Der Verein steht aktuell auf dem vierten Tabellenplatz und kann mit einem Sieg am Sonntag sogar am Zweiten BR Volleys vorbeiziehen – ein gar nicht mal abwegiges Szenario. Die Volleys verloren ihr erstes Ligaspiel dieser Saison in Düren glatt mit 0:3-Sätzen. Dieses Spiel war mehr als nur ein Ausrutscher zu Beginn. Es war der Auftakt für eine Saison, von der man auch heute, drei Monate später, nicht weiß, ob sie für die erfolgsverwöhnten Berliner in ein sportliches Desaster münden wird.
Im Pokal sind die Volleys schon ausgeschieden, in der Gruppenphase der Champions League verloren sie ihre ersten beiden Spiele deutlich. Es sieht also nicht gut aus. „Wir haben ein bisschen gebraucht“, sagt Klein, „aber jetzt haben wir in die Spur gefunden.“
Tatsächlich zeigte sich die Mannschaft von Trainer Luke Reynolds gerade in der Liga zuletzt deutlich verbessert. Die Volleys gewannen dort ihre letzten vier Spiele bei nur zwei Satzverlusten. „Es lag nie an der Qualität der Mannschaft“, sagt Klein, „sondern an der Kommunikation. Es dauert einfach, bis man eingespielt ist.“ Konvergent zur Mannschaft verläuft die Steigerung auch bei Mittelblocker Klein. „Ich habe am Anfang ein wenig gebraucht, auch weil ich ein paar Verletzungen hatte. Es läuft nun immer besser“, sagt der Nationalspieler.
Das sieht auch Kaweh Niroomand so. Der Manager der BR Volleys scheut sich nicht, seine eigenen Spieler zu kritisieren, wenn er mit ihnen unzufrieden ist. Über Georg Klein aber sagt Niroomand: „Georg ist in allen erdenklichen Aspekten ein toller Spieler. Er ist ein sehr intelligenter Bursche und wenn er auf dem Feld ist, setzt sofort eine mannschaftliche Geschlossenheit ein.“
Niroomand vergleicht Klein sogar schon mit der Vereinslegende Felix Fischer, der nach der vergangenen Saison seine Karriere beendete. „Felix konntest du morgens um halb vier für einen Sponsorentermin oder dergleichen aus dem Bett holen. Der hat das gemacht. Georg ist auch so ein Typ. Wir sind sehr glücklich, dass er bei uns ist“, schwärmt der 65-Jährige.
Niroomand hofft nun, dass der mannschaftsdienliche Klein ihm und den Volleys bei der ambitionierten Zielstellung helfen kann, die restlichen fünf Spiele im Januar – darunter zwei Spiele in der Champions League gegen Toulouse sowie das Ligaspiel gegen Friedrichshafen – alle zu gewinnen. „Schaffen wir das, ist vieles wieder zurechtgerückt“, sagt er.

 

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Auffahrunfall mit neun Verletzten in Stuttgart

Stuttgart (dpa/lsw) - Bei einem Auffahrunfall in Stuttgart sind neun Menschen leicht verletzt worden. Die Betroffenen sind zwischen fünf und 62 Jahre alt. Fünf von ihnen mussten ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Ein unaufmerksamer 62-Jähriger war am Samstag auf das Auto einer 31-Jährigen aufgefahren, die verkehrsbedingt hatte halten müssen. Dabei wurde der Wagen auf ein davorstehendes Fahrzeug geschoben. Ein nachfolgender 25 Jahre alter Autofahrer erkannte die Unfallstelle zu spät und krachte in die Autos. Der Sachschaden wurde auf etwa 21 000 Euro geschätzt.

 

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Freundin von Ukip-Chef beleidigt Meghan Markle

London (dpa) - Die britische, rechtspopulistische Ukip-Partei hat die Freundin ihres Vorsitzenden Henry Bolton wegen rassistischer Äußerungen ausgeschlossen. Die junge Frau hatte wiederholt die Verlobte von Prinz Harry, die US-Schauspielerin Meghan Markle, beleidigt.
Nach Angaben der "Mail on Sunday" hatte das Model eine Serie von Nachrichten an einen Freund geschickt, in dem sie Markle und Menschen anderer Hautfarbe heftig diskriminierte. Markle hat afroamerikanische Wurzeln.
In einer Stellungnahme entschuldigte sie sich nun für ihre "schockierende" Ausdrucksweise. Die Zitate seien jedoch aus dem Zusammenhang gerissen worden.
Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatten Parteimitglieder Konsequenzen für die Frau und den Rücktritt Boltons gefordert. Der 54-Jährige, der sich kürzlich von seiner Ehefrau getrennt hat, bestätigte im Kurznachrichtendienst Twitter den Rauswurf des Models: "Sie wurde ausgeschlossen, gleich nachdem wir die Informationen bekommen haben."
Bolton war erst im vergangenen September zum Ukip-Chef gewählt worden. Die EU-feindliche Partei steckt in einer tiefen Krise. Bei den letzten Wahlen zum Parlament und auf kommunaler Ebene musste sie Niederlagen einstecken. Im Unterhaus ist sie nicht mehr vertreten.
Markle war in der Vergangenheit bereits mehrfach in Großbritannien das Ziel rassistischer Kommentare geworden. Prinz Harry hatte daher in einer Stellungnahme vor etwas über einem Jahr ein Machtwort gesprochen. Das Paar wird am 19. Mai auf Schloss Windsor heiraten.

 

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Missbrauchter Sohn: Polizei vermutet Taten im hohen zweistelligen Bereich

Im vergangenen September wurde der Neunjährige aus seiner Familie aus der Region Freiburg befreit. Dessen 47 Jahre alte Mutter und ihr wegen Sexualdelikten vorbestrafter Lebensgefährte sollen das Kind seit 2015 für tausende Euro im Internet für Sex überlassen haben. Sieben Männer zwischen 32 bis 49 Jahren sitzen wegen Kindesmissbrauchs und Vergewaltigung in Untersuchungshaft. In einem Fall ist bereits Anklage erhoben worden.
"Das Geschehen muss transparent und gründlich aufgearbeitet werden", verlangte Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha (Grüne) am Sonntag. "Wir werden dort, wo es nötig und möglich ist, die zuständigen Behörden bei der Aufklärung bestmöglich unterstützen."
Unklar ist, warum der Junge nicht viel früher befreit wurde. Das Jugendamt hatte die Familie seit Jahren im Blick. Nach Polizeihinweisen auf eine sexuelle Gefährdung des Schülers konnte er im März 2017 zeitweise in Obhut genommen werden. Das Familiengericht schickte ihn laut Landratsamt wieder nach Hause, das eingeschaltete Oberlandesgericht habe diese Entscheidung bestätigt. Erst im September wurde er nach einem anonymen Hinweis endgültig aus der Hand seiner mutmaßlichen Peiniger befreit.

 

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"Die Zauberflöte": Mozarts Klassiker in Hannover

Die "Zauberflöte" von Wolfgang Amadeus Mozart zählt ohne Zweifel zu den beliebtesten Opern aller Zeiten. Dementsprechend häufig setzen Opernhäuser sie auf ihren Spielplan. An der Staatsoper Hannover gab es die bislang letzte Neuinszenierung der "Zauberflöte" im Februar 2008. So war es mal wieder an der Zeit für eine neue Produktion, die am Samstagabend Premiere hatte.
Ein Blick auf das Bild von Pamina und der junge Tamino verliebt sich Hals über Kopf in sie. Das nutzt Paminas Mutter, die Königin der Nacht, aus und schickt Tamino und seinen Freund, den Vogelfänger Papageno, los, um Pamina aus den Fängen von Sarastro, einem mystischen Hohepriester, zu retten. Regisseur Frank Hilbrich stellt den komplizierten Übergang zwischen der Zeit der Kindheit und dem Erwachsenwerden ins Zentrum seiner Inszenierung. "Das Stück ist - wie die meisten Mozart-Opern - eine unglaublich spannende Psychostudie über die Schwierigkeit, erwachsen zu werden", so Hilbrich.
Doch eigentlich liege der Fokus auf einem ganz anderen Protagonisten. "Die Hauptrolle des Stücks ist eigentlich ein Musikinstrument: die Zauberflöte. Es ist ein Stück, dass sehr viel darüber erzählt, was Musik mit uns macht", betont der Hilbrich. "Die Zauberflöte und das Glockenspiel, die Papageno und Tamino bekommen, sind Instrumente, die sie aus der größten Verzweiflung, aus der größten Angst und aus dem größten Druck befreien. Ich denke, dass sie im Laufe des Stücks zu verstehen lernen, dass sie Musik machen müssen, dass sie Musik brauchen und dass sie Musik bei sich behalten sollten - und mit der Musik sich auch einen Hauch Kindlichkeit bewahren sollten."
Aus diesem Grund taucht immer wieder eine bunte Schar von Kindern mit Instrumenten auf, die Tamino, Papageno und Pamina zur Seite stehen, wenn sie sich in dem goldenen, von einem Halbrund begrenzten Einheitsraum gegen die Intrigen von Paminas Mutter und die strengen Regeln von Sarastro behaupten. Vielleicht wäre es allerdings in der Regie besser gewesen, sich entweder auf das Thema Erwachsenwerden oder die Rolle der Musik zu fokussieren - denn stellenweise fühlte man sich als Zuschauer wie in einer Werbeveranstaltung für die Initiative "Jedem Kind ein Instrument". Musikalisch war der Premierenabend wechselhaft: So merkte man leider dem jungen Tenor Simon Bode an, dass er stellenweise Schwierigkeiten mit der prominenten Partie des Tamino hatte. Absolut überragend hingegen: Athanasia Zöhrer als Pamina und Matthias Winckhler als Papageno.
In der Premiere leitete der neue erste Kapellmeister Valtteri Rauhalammi das Niedersächsische Staatsorchester - und wenn er mal das Tempo etwas zurücknahm, dann hörte man auch die vielen feinen Ideen in seiner musikalischen Führung. Doch leider jagte Rauhalammi oftmals zu flott durch die Partitur, so dass die Musik zwar sehr leichtfüßig klang, aber auch zu ausdruckslos blieb. Sehr bedauerlich, nicht zuletzt für die Sängerinnen und Sänger. So ganz konnte Hilbrichs Inszenierung zum Thema "Musikalische Kinder an die Macht" das Premierenpublikum nicht überzeugen. Und musikalisch gibt es - mit den erwähnten Ausnahmen - noch einiges zu verbessern. Insgesamt also ein zufriedenstellender, aber kein herausragender Opernabend.

 

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Iran gibt Kommunikationsdienst Telegram wieder frei

Weil die regimekritischen Protestler sich per Telegram organisierten und Nachrichten verbreiteten, hatte die iranische Justiz den Kommunikationsdienst gesperrt. Nun ist er auf Drängen der Reformisten wieder erreichbar.
Die Reformkräfte im Iran haben im Streit um die Nutzung des Internets einen wichtigen Teilerfolg gegen die Hardliner erzielt. Der von der Justiz gesperrte Kommunikationsdienst Telegram wurde ab Samstagabend wieder freigegeben, meldete die Nachrichtenagentur ISNA. Telegram ist die beliebteste Messaging App im Iran und hat dort Schätzungen zufolge mehr als 40 Millionen Nutzer. Deshalb war die Sperre landesweit scharf kritisiert worden.
Telegram war auf Betreiben konservativer Kräfte im Justizapparat gesperrt worden, weil er bei den jüngsten regimekritischen Protesten von Demonstranten benutzt wurde. Auch Videos der Proteste wurden über Telegram im In- und Ausland verbreitet. Deshalb waren nicht nur Forderungen nach einer endgültigen Schließung von Telegram, sondern auch eines umfassend staatlich kontrollierten Internets laut geworden.
Das Thema führte zu hitzigen Diskussionen zwischen den beiden rivalisierenden Lagern. Präsident Hassan Rouhani und die Reformer im Parlament lehnten ein staatlich-kontrolliertes Internet vehement und die Telegram-Sperre ab. Dies verletzte die elementaren Rechte der Bürger. Rouhani sagte, es könne ja auch nicht ein Buch verboten werden, nur weil der Inhalt nicht gefalle.
( dpa) /
( hag)

 

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SPÖ warnt: 150.000 zusätzliche Zuwanderer durch ÖVP-FPÖ-Politik

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher warf der FPÖ am Sonntag vor, durch die geplanten Änderungen bei der Mangelberufsliste 150.000 zusätzliche Zuwanderer ins Land zu holen. Die FPÖ wies diese Darstellung zurück. Entsprechende Schätzungen hatte zuvor die "Kronen Zeitung" unter Berufung auf Experten des Arbeitsmarktservice und der Arbeiterkammer kolportiert. Demnach könnten durch die von der Regierung geplante Ausweitung der Mangelberufsliste, die den Zuzug nichteuropäischer Ausländer in Berufsbranchen erlaubt, in denen es derzeit zu wenige Fachkräfte gibt, bis Ende 2022 bis zu 150.000 Zuwanderer nach Österreich kommen.
Laut SPÖ-Berechnungen würde es bei einer Regionalisierung der Mangelberufsliste, wie sie von der Regierung angedacht wird, österreichweit 63 Mangelberufe geben. Die meisten davon würden bei diesem Modell in Oberösterreich, Salzburg und Tirol entstehen. Betroffen wären alle Branchen, auf die in einer Region weniger als 1,5 Bewerber kommen. Berufe wie Maurer, Einzelhändler, Köche oder Friseure wären betroffen und hätten deshalb Lohndruck und Verdrängungswettbewerb zu fürchten, heißt es in der SPÖ.
"Unser Ziel war immer die Arbeitslosigkeit zu senken. Mit dieser Maßnahme verabschiedet sich Schwarz-Blau von diesem Ziel. Das ist ein unglaublich unsoziale Politik", sagte Lercher. Der SPÖ-Geschäftsführer nimmt vor allem die FPÖ ins Visier und wirf ihr Verrat am sogenannten kleinen Mann vor. "Die FPÖ redet davon, den österreichischen Arbeitsmarkt vor Lohn- und Sozialdumping durch Massenzuwanderung zu schützen, und dann holt sie 150.000 zusätzliche Zuwanderer ins Land. Dass ausgerechnet die FPÖ den Zuzug aus Nicht-EU-Ländern wie der Türkei, der Ukraine oder Russland massiv fördert, ist an Chuzpe kaum mehr zu überbieten."
Lercher erinnerte an frühere Aussagen des nunmehrigen FPÖ-Innenministers Herbert Kickl. Dieser hatte vor Jahren die SPÖ-ÖVP-Regierung wegen einiger hundert nach Österreich geholter Facharbeiter massiv kritisiert.
Bei den Blauen wies man die Vorwürfe zurück und sprach von "roten Propaganda-Märchen". Laut FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky wurde die Ausweitung der Mangelberufsliste noch zwischen dem ehemaligen SPÖ-Sozialminister Alois Stöger und dem damaligen ÖVP-Wirtschaftsminister Harald Mahrer paktiert. "Nach zwölf Jahren rot-schwarzer Arbeitsmarktpolitik ist das Ergebnis - trotz weiterhin viel zu hoher Arbeitslosigkeit - ein massiver Fachkräftemangel in vielen Bereichen", so Vilimsky. Die FPÖ werde in der Regierung aber genauestens darauf achten, dass nur dort, wo kurzfristig Fachkräftemangel herrscht, dieser zeitlich begrenzt durch Nicht-EU-Ausländer gedeckt wird.
Die SPÖ-Berechnungen zur Regionalisierung der Mangelberufsliste wies Vilimsky zurück: "Rotes Katastrophengeschrei." Das Thema sei von der Regierung noch gar nicht konkret verhandelt worden. Grundsätzlich sei eine Regionalisierung aber sinnvoll. Die sorge nämlich dafür, dass nicht ein Wiener Betrieb ausländische Arbeitskräfte einstellen dürfe, wenn nur in Vorarlberg in einer bestimmten Branche Mangel bestehe.
(APA)

 

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NFL- Video: Patriots und Eagles erreichen Conference-Finale

Die beiden topgesetzten Teams haben in ihrer jeweiligen Conference den Aufstieg ins Play-off-Halbfinale der NFL geschafft. Die New England Patriots gewannen am Samstag (Ortszeit) gegen die Tennessee Titans 35:14 und erreichten damit das siebente Jahr in Folge das AFC-Endspiel.
Titelverteidiger New England übernahm gegen den krassen Außenseiter Tennessee zu Beginn des zweiten Viertels die Kontrolle. Quarterback Tom Brady warf insgesamt für 337 Yards Raumgewinn und drei Touchdown-Pässe. Ein Wurf ging auf James White, der zusätzlich mit einem Lauf in die Endzone erfolgreich war.
Brady stellte einen weiteren NFL-Rekord auf. 40 Jahre und 163 Tage war er am Samstag alt, damit ist er nun der älteste Quarterback, der ein K.o.-Spiel gewonnen hat. Er löste Brett Favre ab, der bei seinem letzten Sieg mit den Minnesota Vikings im Jänner 2010 rund zwei Monate jünger war.
Wesentlich mehr Mühe hatten in der NFC die Philadelphia Eagles beim 15:10 gegen die Atlanta Falcons. Die Partie in Philadelphia bot zahlreiche Wendungen und beinhaltete damit viel Spannung. Die Entscheidung fiel tatsächlich mit dem letzten Spielzug: Hätte Julio Jones den Wurf von Falcons-Quarterback Matt Ryan innerhalb der Endzone gefangen, wäre seine Mannschaft aufgestiegen. Doch der Wide Receiver brachte seine Hände nicht um den Ball.
Es war der vierte und somit letzte Versuch von Vorjahresfinalist Atlanta. Damit ging der Ballbesitz mit 58 verbleibenden Sekunden auf der Uhr an die Eagles, die das Spiel mit dem Abknien beendeten.
In der kommenden Woche sind die Jacksonville Jaguars oder die Pittsburgh Steelers, die am (heutigen) Sonntagabend aufeinandertreffen, die letzte Hürde vor der Super Bowl am 4. Februar in Minneapolis. Gegner der Eagles im Halbfinale ist der Sieger der Partie zwischen den Vikings und den New Orleans Saints.
NFL-Ergebnisse vom Samstag ("Divisional Round", Sieger im Semifinale): Philadelphia Eagles - Atlanta Falcons 15:10, New England Patriots - Tennessee Titans 35:14
(APA)

 

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Biathlon: Ole Einar Björndalen ist der schnaufende König

Die Zuschauer in Ruhpolding sind eigentlich ein dankbares Publikum. Sie jubeln jeden Biathleten den Berg hinauf. Mehr oder minder erfolgreich, fremde oder eigene Farben – glühweinbeseelt ist das unwichtig. Und dennoch wirkte der Beifall für Ole Einar Björndalen in dieser Woche seltsam beklemmend. Es war mehr wie ein letztes Hallo, eine Ehrerbietung für vergangene Tage, nicht Applaus für das Aktuelle. So viele waren an diesem Nachmittag schneller gewesen.
Björndalen, der Biathlon-König aus Norwegen, hat seine beste Zeit hinter sich. Doch Abdanken wollte er so sicher nicht. Platz 42 im Einzel von Ruhpolding statt die olympische Bühne – sollte es das gewesen sein? Ein niederschmetternder Gedanke. Und doch kaum vermeidbar. Denn seine siebten Olympischen Spiele wird Björndalen wohl verpassen. An diesem Montag nominieren die Norweger ihr Team für Pyeongchang. Und Björndalen, der große Björndalen, hat die Norm diesmal deutlich verpasst.
In die Einzelwettkämpfe führt kein Weg mehr. Björndalen kann nur hoffen, dass sein Verband beide Augen fest zudrückt. „Wir setzen eine Mannschaft für die Einzel und die Staffel zusammen“, hatte der norwegische Biathlon-Chef Per Arne Botnan vielsagend bemerkt. Als Ersatzmann könnte Björndalen also noch mit. Eine Mitleidsnominierung quasi. Ein Gnadenbrot für den Großmeister. Ist das nicht unter seiner Würde? Ein König ist ja kein Bettler. „Ich wäre gerne bei Olympia dabei, aber ich will da auch etwas zu tun haben“, sagte Björndalen denn auch in Ruhpolding. Dort sah er nach der Enttäuschung im Einzel nur noch zu: Norwegens Staffel siegte am Freitag ohne ihn. Auch den Massenstart an diesem Sonntag wird er verpassen.
Pyeongchang und Björndalen: Es spricht eigentlich nichts für ihn, sieht man einmal vom Status als Legende ab. Und Sportchef Botnan hatte vorher schon klar gemacht, es werde keine Sonderbehandlung geben. Dabei hatte mancher schon an eine unendliche Geschichte geglaubt. 575 Weltcups lief Björndalen bislang. Mit 13 Medaillen bei Olympischen Spielen ist er der erfolgreichste Wintersportler der Geschichte. So ein Wort hat unter Athleten Gewicht, auch wenn es etwa um den Antidoping-Kampf geht. Eine Stimme wie die Björndalens würde gerade in Zeiten wie diesen, wo es nicht gut steht um den olympischen Sport, schmerzlich vermisst.
Doch Björndalen bleibt inzwischen weit hinter den Erwartungen. Platz sechs hätte es für die Norm sein müssen. Sein bestes Resultat war ein 18. Rang in Östersund im Oktober. Die Weltrangliste führt ihn zurzeit auf Platz 41. Hat er den Absprung verpasst? Björndalen wollte seine Karriere schon mehrmals beenden. Zuletzt 2016 nach der Heim-Weltmeisterschaft in Oslo. Doch nach den WM-Medaillen 41 bis 44 entschied er sich abermals um. „Ich glaube, dass ich weiter an der Spitze sein kann“, sagte er damals. „Ich fühle mich wie ein 20-Jähriger.“ Heute haben ihm andere im Team längst den Rang abgelaufen. Die Mannschaft ist stark wie selten. Sechs Norweger haben vor ihm die Qualifikation geschafft. Die Bö-Brüder Johannes und Tarjej machen sogar Seriensieger Martin Fourcade aus Frankreich das Leben schwer. Der junge Johannes, erst 24, gilt im Team längst als Björndalens Nachfolger.
Björndalen wird in zwei Wochen 44. In die matt-braunen Locken haben sich lange schon graue Strähnen und ins Gesicht Furchen gegraben. Der Norweger gab stets an, trotz der vielen Tausend Trainingskilometer in 25 Jahren Weltcup-Erfahrung noch Freude zu empfinden. Doch in dieser Saison wirkt er zunehmend ratlos. Auch die Schulterklopfer der Konkurrenz helfen nicht mehr. „Er ist der Größte, den es je gab“, sagte der deutsche Bundestrainer Mark Kirchner. „Aber für jeden ist einmal die Zeit gekommen, wo die Jugend siegt.“ Am Schießstand sind seine Werte mit 85 Prozent Trefferquote (90 Prozent stehend) noch immer respektabel. Doch durch die Spur schnauft Björndalen inzwischen nur noch mit schlechten Zeiten – dabei war er früher einmal so leichtfüßig.
Folgt nun der Rückzug ins Private? Sonst war Björndalen eher bekannt dafür, sich allein in seinem Wohnwagen in die Wälder zum Tüfteln zurückzuziehen. Als Familienmensch hatte man sich so einen nur schwer vorstellen können. Bis 2016 Darja Domratschewa kam. Im Frühjahr machten sie die Beziehung offiziell, im Juli folgte die Hochzeit, im Oktober das Kind. Seitdem lachten beide auf diversen Bergtouren oft gemeinsam, den Kinderwagen oder die Sitzschale in der Mitte, in die Social-Media-Kamera.
Ein phänomenales Paar hat sich da gefunden. Domratschewa, ebenfalls schon mit vier Olympia-Medaillen dekoriert, lief drei Monate nach der Geburt wieder im Weltcup und nochmal vier Wochen später bei der WM sogar auf das Podest. Seitdem reisen beide mit der Tochter gemeinsam zu Trainings- und Wettkampforten. Domratschewa ist längst für Pyeongchang qualifiziert. Baut Björndalen also Bauklötze mit der kleinen Xenia, während die Mama durch die Loipe pflügt? Elternzeit statt Medaillenjagd. Vielleicht findet er ja Gefallen daran. Es wäre vielleicht ein versöhnlicher Abschluss für einen, der einfach nicht aufhören konnte. Einer, der dann doch noch zur rechten Zeit käme.

 

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Zwei Schneewanderer tödlich verunglückt

München – Schweres Unglück in den Appenzeller Alpen!
Dort verunglückten am Samstag zwei Männer (28 und 38) beim Schneeschuhwandern. Die beiden seien am Westhang des Hinterugg gut 80 Kilometer südöstlich von Zürich plötzlich abgestürzt und 400 Meter tief gefallen.
Das berichtete die Kantonspolizei St. Gallen. Der Rettungsdienst habe nur noch den Tod der beiden feststellen können. Eine Skitourengruppe hatte den Unfall nach Polizeiangaben beobachtet und Alarm geschlagen. Die Ursache sei noch nicht geklärt, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.
Die beiden Männer hätten beide in Zürich gelebt. Der Hinterrugg ist 2306 Meter hoch und gehört zur Bergkette der Churfirsten in den Appenzeller Alpen.
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Hoffmann will HSV-Präsident werden

Auf dem Platz steckt der HSV mitten im Kampf gegen den Bundesliga-Abstieg, abseits des Rasens geht es ebenfalls ordentlich zur Sache. Die Frage dabei ist: Wer hat zukünftig das Sagen beim Fußball-Bundesligisten aus der Hansestadt? Hierarchisch gesehen ist dies der Aufsichtsrat, noch über AG-Vorstand Heribert Bruchhagen. Das Kontrollgremium soll Anfang 2018 neu besetzt werden. Einen festen Sitz im Rat hat der e. V.-Präsident, derzeit Jens Meier. Doch der Hafenchef könnte nach dem 18. Februar Geschichte sein. Denn dann kommt es zum Duell mit Bernd Hoffmann. Der ehemalige Clubchef bestätigte am Sonntag NDR 90,3 seine Kandidatur. Mit welchem Team der 54-Jährige antritt, soll aber erst kommuniziert werden, wenn der Beirat die Kandidaten geprüft habe, hieß es. Die Zustimmung des Gremiums gilt aber als sicher.
Hoffmann war bereits von 2003 bis 2011 Vorstandsvorsitzender des Bundesligisten. Mit seiner Kandidatur erlebt der Club eine echte Richtungswahl, wie es sie zuletzt 2014 im Zuge der Ausgliederung der Profiabteilung gegeben hatte. Auf der einen Seite Meier, der sich vor allem als erster Interessensvertreter des e. V. sieht, der sich für den Breitensport stark macht, für die Randsportarten oder die unteren Fußball-Ligen. Ein offenes Geheimnis ist hingegen, dass Hoffmann seinen Fokus eher auf den Profifußball legt.
Der Präsident des e. V. hat automatisch einen Sitz in der 2014 gegründeten HSV Fußball-AG, an der Verein mit 75 Prozent beteiligt ist. Er entscheidet über die Besetzung des Vorstands und die Linie im Club mit, über Budgets für die Profis, über Transfers und Trainer-Verpflichtungen. Hoffmann könnte das Amt des Aufsichtsratschefs übernehmen und eine Kurskorrektur im Sinne von Klaus-Michael Kühne herbeiführen. Den Investor hatte er einst selbst beim HSV installiert: 2010 vereinbarten Hoffmann und Kühne die Partnerschaft "Anstoß hoch drei", aus der die ewige Ziemlich-beste-Feinde-Beziehung zwischen Club und Clubinvestor gewachsen ist.

 

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"Tage des Aufstands" von Mascha Alechina: Kniebeugen im Käfig

Kurz vor Weihnachten hat sie es tatsächlich noch einmal geschafft, ins Gefängnis zu kommen. Es war der 100. Jahrestag des russischen Geheimdienstes und Mascha Alechina, Frontfrau und Gründungsmitglied der Gruppe Pussy Riot, schwenkte vor dessen Sitz in Moskau eine Fahne mit der Aufschrift: „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, ihr Henker!“
Alechina wurde verhaftet, ist inzwischen aber wieder frei und verkündet die ewig junge Botschaft von Pussy Riot: „Steh auf, tu etwas, Freiheit gibt es nur, wenn du jeden Tag für sie kämpfst.“ Jung, weiblich, aggressiv – das ist das Image von Pussy Riot, daran arbeitet das Krawall- Kollektiv aus Moskau akribisch und mit Leidenschaft. Doch wer sind eigentlich Pussy Riot heute? Und waren sie je etwas anderes als Projektionen des Westens? Junge, gut aussehende Frauen, die einem der mächtigsten Männer der Welt den Stinkefinger zeigen, Polit-Ikonen mit dem besonderen Duft des Punk, der Weiblichkeit, des bedingungslosen Engagements?
Einige Mitglieder sind mittlerweile verschwunden, das weltbekannte Mediengesicht, Nadeschda Tolokonnikowa, ist diesmal nicht dabei. Sie betreibt eigene Projekte und attackiert jetzt nicht mehr Putin, sondern Trump, etwa mit einem sehr lustigen Musikvideo, in dem sie alle weiblichen Rollen selber spielt.
„Wir sind ein politisches Künstlerkollektiv, wir machen politische Kunst,“ sagt Mascha Alechina beim Treffen in einem Schöneberger Loft. Pussy Riot bestehen inzwischen aus zehn, nur noch lose kooperierenden Mitgliedern, seit ein paar Jahren sind auch Männer dabei. „Das Wichtigste ist, eine interessante und kluge politische Message für das Russland der Gegenwart zu haben.“
Doch wie kriegt man die politische Botschaft auf die Bühne? In dem Stück „Pussy Riot Theatre Performes: Riot Days“ wird wild gezuckt, Körper vibrieren und hopsen herum, es gibt Filme, Musik, Lesungen. Sturmhauben, das Markenzeichen der Gruppe, also gehäkelte Masken wie in einem schlechten Bankräuberfilm, werden hastig an- und ausgezogen. Vor einer Videoleinwand laufen Bilder mit den Heldentaten der Pussy Riots.
Vor allem natürlich ihr Weltbestseller, die 40-Sekunden-Aktion, das „Punk-Gebet“ in der Christi-Erlöser-Kirche im Februar 2012. Drei Frauen auf dem Altar einer orthodoxen Kirche, Punksounds durchfluteten Moskaus prächtigste Kathedrale. Das ist die offene Revolte von Pop und Punk gegen Putin und die Pietisten. Medien rund um den Globus berichteten über die Aktion und ihre Folgen.
Pussy Riot mögen es gern schrill. Ein Saxofon trötet wie eine Feuerwehrsirene. Sie spritzen Wasser ins Publikum. Offenbar wollen sie Alarm schlagen. Aber wovor wollen sie mit ihrer Performance warnen? Vor dem Kapitalismus? Dem Kreml? Sich selbst? Welche Botschaft haben Pussy Riot eigentlich zu bieten, außer dem alten Die-Jugend-begehrt-auf-gegen-die-böse-Diktatur-Melodram? Das fühlt sich manchmal an wie ein Krawall im Jugendzimmer. Putin wird mit Fäkalsprache überschüttet. Doch konkrete Kritik an Politik oder Gesellschaft enthält die 90-minütige dadaistisch- anarchistische Show nicht.
„Ich hege gegenüber Putin keine Gefühle“, sagt Alechina, blass, gelangweilt und schlecht gelaunt im Gespräch. „Der Alte soll einfach nur abtreten.“ Abseits der Bühne wirkt sie erstaunlich zerbrechlich, nervös, alle fünf Minuten klickert ihr Feuerzeug. Sie trägt ein schwarzes Barrett und sieht aus, als wolle sie in einem existentialistischen französischen Film aus den sechziger Jahren auftreten.
Sie und ihre Mitstreiterin Tolokonnikowa saßen fast zwei Jahre in einer russischen Strafkolonie ein, einem Gefängnis in der Gulag-Gegend rings um die Stadt Perm. Diese Erfahrung ist die Grundlage ihres sehr persönlichen Buches „Tage des Aufstands“, das viele kurze Szenen und Sentenzen versammelt. Es ist nun Teil eines Gesamtkunstwerks aus Film, Musik, Lesungen, Tanz, dargeboten mit dem Gestus der Subversion.
„Das erste, was sie mit dir im Gefängnis anstellen, ist eine Durchsuchung“, erzählt die Autorin. „Man kommt in einen Käfig, dann muss man sich ausziehen und zehn Kniebeugen machen. Dann musst du dich vorne überbeugen und dich inspizieren lassen. Angeblich wollen sie verhindern, dass du etwas in deinem Körper versteckst.“ Doch langsam lerne man im Gefängnis, Widerstand zu leisten. Wie man Nein sagen kann, wenn man seine Rechte kennt.
Am Ende blieb Mascha Alechina aber nur der Hungerstreik, um ihre Rechte bei der Gefängnisleitung durchzusetzen. Was dann zu einer leicht irren, fast surrealistischen Poesie führt: „Der erste Hungerstreik ist wie die erste Liebe.“ Man weiß nie, wo es hinführt. Warum sie das Buch geschrieben hat? „Die Hauptidee ist, dass jeder Mensch eine Wahl hat. Und wenn der Widerstand im Gefängnis möglich ist, dann muss er auch außerhalb des Gefängnisses möglich sein.“
„Tage des Aufstands“ ist in Russland verboten, nur als Bückware in einigen alternativen Läden erhältlich. Geld verdienen Pussy Riot ausschließlich im Westen, mit Konzerten, Talkshows, Büchern. „Die Erlöse fließen dann in die Arbeit in Russland“, sagt Mascha Alechina. So sponsert der Westen die russische Dissidenz. „Jeder kann Pussy Riot sein. Jeder kann sich selbst ermächtigen.“ Das wirkt dann doch etwas schal. Pussy Riot sind längst eine Marke geworden. Sie werden im Westen als Idole gefeiert, in Russland dagegen hält sich das Interesse in Grenzen.
Der deutsche „Rolling Stone“ reagierte giftig auf die Bühnenschau und schrieb von „dilettantisch inszeniertem 80er Jahre Politik-Karaoke“. Danach habe man das dringende Bedürfnis, auf einer Party mit Gerhard Schröder und Wladimir Putin einen Wodka zu trinken“. Mascha Alechina kontert mit einem Zitat von Paul McCartney: „Es muss nicht alles einen Sinn ergeben, es reicht, dass es lustig ist.“
„Pussy Riot Theatere Performes: Riot Days“, 14.1., 20 Uhr, SO36

 

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Paris Jackson ausgeraubt: Tochter von Michael Jackson nahm Anhalter mit

Sie ist die Tochter des berühmtesten Popstars unserer Zeit – das hält sie aber nicht von sorglosen und gefährlichen Aktionen ab. Dass Paris Jackson (19) diese Woche Anhalter im Auto mitnahm, kam sie teuer zu stehen: Die Tochter von Michael Jackson († 50) wurde ausgeraubt.
In mehreren Instagram-Videos machte sie ihren Ärger Luft und erklärte, wie sie eigentlich nur einem betrunkenen Mädchen helfen wollte – und am Ende um ihre Kreditkarte gebracht wurde.
„Gestern Nacht habe ich ein paar Anhalter mitgenommen und ein Mädchen war schon ziemlich hinüber“, so Jackson. „Ich erinnere mich daran, dass ich ein paar meiner eigenen Socken rausgeholt und sie ihr angezogen habe und dann bei einem Fast-Food-Restaurant anhielt, um ihnen ein Abendessen zu besorgen“, erzählt Paris.
„Diese Schlampe hat verdammt nochmal meine Kreditkarte gestohlen“, geizt sie nicht mit Schimpfwörtern. „Ich habe euch verdammt nochmal quer durch L.A. gefahren und mein Bestes gegeben, die beste Uber-Fahrerin aller Zeiten zu sein, obwohl ich nicht mal für Uber arbeite, und ihr stehlt mein Zeug? Was zur Hölle…“
Dass die prominente Paris ganz ohne Aufpasser unterwegs ist, gibt ihrer Familie schon seit einiger Zeit Grund zur Sorge. Die Großeltern von Paris, Katherine (87) und Joe (89) Jackson sind seit langem dafür, ihrer Enkelin Bodyguards an die Seite zu stellen, berichtet „ Radaronline.com “.
Paris habe Personenschutz jedoch stets abgelehnt. „Es gibt nichts, was sie derzeit tun können, das [Paris] aufhalten würde“, zitiert sie das Magazin. Und Paris ist nicht erst seit gestern ein Sorgenkind …
Paris soll zur Zeit einen regelrechten Hippie-Lifestyle leben. Vor kurzem machte sie auf eigene Faust einen Rucksack-Trip durch Frankreich – um sich selbst zu finden. Nichts ungewöhnliches für ein Mädchen in ihrem Alter. Aber für die Tochter eines Superstars ohne Bodyguards durchaus riskant.
Auch dass sie sich dabei immer wieder mal mit „seltsamen“ Menschen und mit Kippe im Mund zeigte, machte ihrer Familie laut „Radaronline“ Sorgen.
Wen sie künftig im Auto mitnimmt, wird sich aber wohl auch Hippie-Paris künftig genau überlegen …
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Felix Neureuther erneuert Kritik an IOC und FIFA und wünscht sich Neuaufbau

Olympische Spiele seien weit vom Stellenwert früherer Jahre entfernt, monierte der Sohn von Doppel-Olympiasiegerin Rosi Mittermaier. "Dieses wunderschöne Produkt, das es immer noch ist, das Völker verbindet, das haben die mit Füßen getreten. Das macht mich traurig", sagte Neureuther. "Es kann nicht sein, dass Milliarden von Euro ausgegeben werden müssen, dass die Spiele stattfinden." Olympia in Sotschi, Pyeongchang oder Peking mache für ihn keinen Sinn. Besser wären Winterspiele in den traditionellen Wintersportorten in den Alpen.
Was seine Verletzung angeht, macht er nach eigener Aussage gute Fortschritte: "Die Operation ist drei Wochen her. Ich muss sagen, dass ich wirklich sehr, sehr gute Fortschritte mache", berichtete er in der Sendung. "Es gibt schon ein Ziel im Kopf. Aber das Wichtigste ist, dass ich geduldig bin. Mir läuft die Zeit nicht davon. Ob ich im Juni, Juli oder August auf Ski stehe, ist für mich nicht von so großer Bedeutung", sagte Neureuther. Deutschlands bester Skirennfahrer hatte sich Ende November im Training verletzt und verpasst Olympia.
Deutsche Alpinsportler erleiden herbe sportliche Rückschläge
Felix Neureuther und Miriam Gössner haben geheiratet

 

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Kindheitstraum „Super Mario World“| reisereporter.de

Noch musst du dich gedulden, aber der Nintendo-Park kommt tatsächlich. Dann kannst du wie Mario durch die grünen Röhren klettern, in der Pilzwelt herumspringen, Prinzessin Peach vor dem Bösewicht Bowser retten und selbst mal die Rennstrecke von „Maria“ Kart abfahren.
Gerüchte zu den neuen Themenwelten in den drei Universal Parks gibt es schon lange. Sicher ist inzwischen: Der Bau der Nintendo-Welt in Japan hat 2017 begonnen, soll aber erst 2020, zu den Olympischen Spielen, fertig werden.
Wann der Bau an den beiden amerikanischen Standorten beginnt, steht noch nicht fest. Eine auf Twitter gepostete Baugenehmigung deutet jedoch darauf hin, dass der Startschuss für Mario und Co. auch bald in Orlando fallen soll.
Was dich in der „Super Mario World“ erwartet, ist offiziell nicht bekannt. Aber in einem ersten Video des Parks in Japan ist ein riesiges Pilzkönigreich inklusive Bowsers Schloss zu sehen. Achterbahnen und eine „Mario Kart Experience“ sollen laut Universal auch gebaut werden.

 

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15-Jähriger bei Banden-Schlägerei in Paris getötet

Ein 15-Jähriger ist bei einer Schlägerei zwischen Jugendbanden in Paris erstochen worden. Er wurde am Samstagabend im Osten der Stadt auf offener Straße mit einer Stichwaffe verletzt. Nach ersten Ermittlungsergebnissen standen sich rund 30 Jugendliche gegenüber, die zu Banden aus dem elften und dem 20. Stadtbezirk gehören.
"Die Prügelei hat zwei bis drei Minuten gedauert", sagte ein Augenzeuge. Der Grund für die Auseinandersetzung war zunächst noch unklar. Der verletzte 15-Jährige kam in ein Krankenhaus, wo kurz darauf sein Tod festgestellt wurde.
Schon im September war ein 18-Jähriger bei einer Auseinandersetzung zwischen Banden im Nordosten von Paris ums Leben gekommen, er wurde in den Bauch geschossen. 2016 hatte die Polizei in Paris und dem direkten Umland 126 mutmaßliche Bandenmitglieder identifiziert.
(APA)


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Created at 2018-01-14 18:02